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Krieg und Frieden: Die neue Weltordnung oder ihre Gefährdung durch Naivität

Markige Sprüche kommen von der NATO. Sie will weitere »Abschreckungsmaßnahmen« gegen Russland und ihre Präsenz im Osten vor den Grenzen Russlands verstärken. Es deutet sich auch eine Trendumkehr zu mehr Nuklearwaffen an. Das, was an Abrüstung nach dem Ende des Kalten Krieges erreicht wurde, wird offenbar wieder in sein Gegenteil verkehrt. Alte Vorbehalte gegenüber Staaten werden wieder wach, nukleare Fähigkeiten sollen wieder aufgerüstet werden.

Das bereitet unter anderem einen Mann Sorgen, der es wissen muss: Ralf Thiele, saß früher im NATO Hauptquartier am berühmten roten Knopf, mit dem die Atomraketen gestartet werden konnten. Doch er sieht, dass es zumindest von westlicher Seite nicht aus einer tieferen Absicht heraus geschieht, sondern – wie so häufig in der heutigen Verteidigungspolitik – ohne dass diese Politik hinreichend gründlich reflektiert ist. Wissen sie, was sie tun? Diese Frage muss man stellen, wenn man sich die politisch Handelnden ansieht. Welche Rolle spielen Amerika und Putin? Ein ausführliches Gespräch von Krieg und Frieden und der neuen Weltordnung besser: Weltunordnung.

Holger Douglas: In der Bundeswehr soll alles neu und besser werden. Die Rüstungsstaatsekretärin Suder sollte das Thema Rüstungsbeschaffung untersuchen und ein neues Konzept vorlegen. Wie erfolgreich war sie denn bei ihrer kritischen Analyse in Sachen Rüstung und den neuen Konzepten? Wobei eines sicher ist: Die Folgen ihrer Tätigkeit muss sie vermutlich nicht mehr verantworten. Zusammen mit ihrer Lebensgefährtin bekommt sie ein Kind und taucht in den Mutterschutz ab.

Ralph Thiele: Ich halte es für problematisch, wie sie das Thema Rüstung angegangen ist. Sie hat zwar gesagt: Lasst uns mal alles umkrempeln und auf den Tisch legen, was in der Planung ist. Aber sie hat in der Rüstung nur im eigenen Hause geprüft. Nun weiß ja jeder, dass Panzer, Flugzeuge und Schiffe nicht in der Bundeswehr gebaut werden, sondern sie werden in der Industrie gebaut.

Wenn ich also wirklich eine Problemlösung anstrebe, dann muss ich natürlich alle zugehörigen Problemfelder betrachten, d.h., man muss in der Bundeswehr schauen. Man muss aber auch in der Industrie schauen und muss dann analysieren: Was lehrt mich das eigentlich? Wo muss etwas besser gemacht werden? Nur die Hausaufgaben in der Bundeswehr anzugehen, das war notwendig – aber nicht hinreichend. Da hat sie zu kurz gegriffen. Hinzu kommt – wie das so häufig ist – wird sie die Folgen ihrer Eingriffe vielleicht gar nicht mehr erleben, weil sie dann schon wieder eine neue Arbeitsstelle hat.

Holger Douglas: Ein anderes Minenfeld ist zum Beispiel das G 36, das Gewehr von Heckler und Koch, das – so der Vorwurf – bei Dauerfeuer zu heiß werde. Wo liegen da die Ursachen? Ist das eine falsche Auftragsbeschreibung? Oder ist das ein Fehler in der Produktion bei Heckler und Koch, die immerhin herausragende Gewehre produzieren, die sogar amerikanische Elitetruppen benutzen?

Ralph Thiele: Grundsätzlich würde ich tatsächlich erst einmal ausschließen, dass Heckler und Koch nicht das gemacht hat, was sie tun sollten. Wir sind am Ende des Kalten Krieges, als der Auftrag vergeben wurde. Wir erinnern uns an Francis Fukayamas „Ende der Geschichte“ aus dem Jahr 1992 und der Einschätzung: Der ewige Frieden bricht aus! Warum dann noch für große „Vaterländische Kriege“ vorbereiten einschließlich der zugehörigen Rüstung.

Vor diesem Hintergrund vier Anmerkungen:

Erstens: Der Soldat schleppt häufig bis zu 25 Kilo Ausrüstung mit sich rum. Deswegen ist alles, was das Gewicht leichter machen kann, sicherlich von Bedeutung.

Zweitens: Da man also ein leichtes Gewehr haben wollte, wollte man für das Gewehr auch Munition ohne Geschosshülsen haben, damit auch die Munition leichter wird.

Zum Dritten: Man wollte auch sparen. Heckler und Koch hatte damals bestimmte Verstärkungen zur weiteren Stabilisierung des Gewehrs angeboten, die nur wenig Geld – im einstelligen Eurobereich – mehr gekostet hätten. Aber das Geld wollte man im Ministerium nicht ausgeben.

Und zum Vierten: Es sind ja im Zuge der Untersuchungen auch die Soldaten im Einsatz befragt worden. Nicht einer konnte belegen, dass das Gewehr nicht trifft.

Also: Wir haben ein komplexes Gebinde. Die Bundeswehr hat ein Gewehr bestellt und hat das Gewehr bekommen, das sie bestellt hat. Und jetzt ist sie unzufrieden damit. Dem Hersteller den Vorwurf zu machen, halte ich für problematisch.

Holger Douglas: Nun also ist der ewige Friede ausgebrochen. Nach dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes war die Euphorie groß. In der Bundeswehr konnte man sich zuletzt um Flachbildschirme, kindersichere Arbeitsplätze und feste Arbeitszeiten kümmern. Sind wir damit der Lösung ein gutes Stück nähergekommen? Haben wir jetzt die Armee, die wir brauchen?

Ralph Thiele: Dass sie das nicht ist, wissen wir schon seit Anfang der Neunzigerjahre. Der ewige Friede brach im Grunde genommen ‘89,‘90 aus, und wenige Jahre später – ich darf an den Golfkrieg erinnern – ging es schon wieder neu los. Ich erinnere mich an ein Gespräch, das ich Anfang der Neunzigerjahre bei einem Besuch von Soldaten im NATO-Hauptquartier hatte: Da sagte ich, wenn die Dänen mehr als 2.000 Soldaten im Jahr für internationale Einsätze stellen, wer möchte sich dann vorstellen, dass die Bundesrepublik Deutschland weniger Soldaten international bereitstellen muss, ein Land, das jetzt souverän ist. Also: Es ist im Grunde genommen seit Anfang der Neunzigerjahre erkennbar, dass Deutschland internationale Aufgaben hat, die sicherlich 5.000 und mehr Soldaten jährlich im internationalen Einsatz bedeuten.

Auch die asymmetrischen Kriege von heute zeichneten sich schon vor langer Zeit ab, die Gleichzeitigkeit von Entwicklungshilfe, Stabilitätssicherung, Aufstandsbekämpfung, und Eingriffen von anderen, dritten Staaten. Die Soldaten mögen das damals schon gewusst, aber anerkannt haben: Die Politik will die Friedensdividende. Das ist durchaus auch nachvollziehbar nach den langen Jahrzehnten des Kalten Krieges. Nichtsdestotrotz hätte man von vornherein auch kleinere Streitkräfte auf Leistungsfähigkeit trimmen können.

Das ist versäumt worden. Ich will das auch so deutlich sagen: Das ist letztlich lebensgefährlich für die betroffenen Soldaten! Die Intention ist ja ehrenwert, dass man deutsche Soldaten nicht mehr in Krisengebiete schicken will. Wenn ich diese politische Position aber nicht durchhalte und den Soldaten deshalb für solche Einsätze nicht vorbereite, und dann ungenügend ausgerüstet und ausgebildet in diese Einsätze schicke, dann hat das etwas von Fahrlässigkeit bis hin zu grober Fahrlässigkeit an sich. Letztlich zahlt der Soldat, den ich in einen gefährlichen Einsatz schicke, mit seinem Leben oder seiner Gesundheit für ungenügende Ausrüstung und Ausbildung. Beides ist aus meiner Sicht gleich schlimm.

Das hält nun schon seit Anfang der Neunzigerjahre an. In einem Vierteljahrhundert haben wir noch immer nicht gelernt, dass wir unsere Soldaten für diese Aufgaben, die wir kennen und die auch weiter fortbestehen werden, entsprechend ausrüsten und ausbilden müssen.

Noch schlimmer, dem wird leider häufig widersprochen. Ich will deshalb plakativ deutlich machen, wie unzulänglich dieser Widerspruch ist. So wurde auch der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages gefragt, ob die bestehenden Ausrüstungs- und Ausbildungsmängel für die Soldaten im Einsatz gefährlich sind? Die Antwort lautet dann: Die Ausrüstung sei angemessen und die Ausbildung im Ausbildungszentrum in Hammelburg erstklassig – das gebe es in der ganzen Welt nicht.

Betrachtet man nun beispielsweise den Schutz eines Konvois in Afghanistan, ist diese Aussage richtig, wenn man die Anforderungen in einem Bereich von rund 25 Meter um den Konvoi zugrunde legt. Kaum ein Soldat hat diese exzellente Ausbildung. Dummerweise halten sich Terroristen nicht an diese 25-m-Grenze. Die schießen aus größerer Distanz. Und dann ist es fahrlässig, dass man die Soldaten jahrelang ohne die erforderliche Luftaufklärung, ohne Drohnen, in den Einsatz geschickt hat. Die Heron-Drohnen, die wir seit ein paar Jahren benutzen, sind Technologie der achtziger Jahre. Da braucht man einen zusätzlichen Bildauswerter, um zu erkennen, was auf den Videos zu sehen ist, während zeitgleich bereits seit über einem Jahrzehnt Kameras in HD verfügbar sind, die den Soldaten aufgrund exzellenter Auflösung sogar sagen können, ob die Waffe, die auf sie gerichtet wird, gesichert ist oder nicht.

Ralph Thiele: Also hier gibt es eine Reihe von Fahrlässigkeiten, um die wir herumkommen müssen. Diese Fahrlässigkeiten gibt es an der Spitze der Streitkräfte, in der Politik aber auch im Parlament, insbesondere bei Akteuren, die durch strukturelle Maßnahmen verhindern wollen, dass die Bundeswehr insbesondere international wirksam eingesetzt werden kann, da man den deutschen Soldaten gerade vor dem Hintergrund der schrecklichen Geschichte der Jahre ‘33-‘45 des letzten Jahrhunderts nicht wieder in solchen Rollen sehen will.

Aber wenn ich ihn dann doch in einen Einsatz schicke, dann darf ich ihn nicht einfach zum Opfer von Dritten machen. Hier braucht es mehr Verantwortungsbewusstsein. Und dieses muss sich eben auch in Ausrüstung und Geld widerspiegeln. Wenn ich die Bundeswehr in der Größe, in der sie ist, mit dem Geld, das wir haben, nicht vernünftig ausrüsten kann, dann muss ich sie eben kleiner machen. Oder ich muss ihr mehr Geld geben, damit man die Soldaten auch vernünftig ausrüsten kann.

Einer dieser beiden Punkte geht. Beide gleichzeitig – „große Bundeswehr“ und „kleines Geld“ gehen nicht.

Holger Douglas: Wie gefährlich ist es für ein Staatsgebilde, das praktisch ohne Verteidigung dasteht? Oder umgekehrt: Ist es denkbar, dass ein Staat ohne aktive Verteidigung existiert?

Ralph Thiele: Im Grunde genommen gibt es eine Art Staatsvertrag zwischen dem Bürger und seinem Staat. Der Bürger, der früher Waffen hatte, tötete und verletzte sich zu häufig im Duell. Es kam dazu, dass man dem Bürger die Waffen abnahm, und der Staat versprach, Sicherheitsaufgaben nehme ich für dich wahr.

Dieser Vertrag auf Gegenseitigkeit ist durchaus bedeutsam. Der Staat hat das Gewaltmonopol, und das muss er auch kompetent ausfüllen. Ansonsten wächst die Unzufriedenheit in der Bevölkerung, auch ein Hang zur Selbstjustiz. Wir erleben das am Beispiel der inneren Sicherheit, wenn die Polizei immer mehr ausgedünnt wird.

Nun hat sich die an sich gute Absicht, mit der früheren Kleinstaaterei aufzuhören und uns im Verbund von NATO und Europäischer Union zusammenzuschließen zu einer gewissen Verwirrung geführt, mit deren Folgen wir heute zu kämpfen haben. Im Grunde genommen hat sich Deutschland gerne darauf verlassen, das andere Staaten wie England, Frankreich und Amerika mehr und größere Ambitionen hatten. Unsere bevorzugte Rollenteilung war: Wir lassen die kämpfen, und wir geben das Geld und stellen die Reserve. Nachdem aber schon seit Jahren das Geld knapp wird, insbesondere bei Franzosen und Engländern, ist es so, dass diese Fähigkeiten, die wir europäisch beistellen können, sowohl im NATO-Kontext wie auch im europäischen Kontext, in Richtung Lächerlichkeit degenerieren.

Das ist problematisch. Denn natürlich verliert so der Staatsbürger das Zutrauen, dass sich sein Staat um ihn kümmert. Es ist aber auch für den Soldaten schwierig. Mit welcher Motivation soll er sich in Kampfeinsätze begeben, wenn er weiß, dass er unzulänglich ausgestattet ist?

Allein das Beispiel Libyen ist unglaublich. So fragwürdig der Einsatz ohnehin war, die europäischen beteiligten Staaten mussten sich 300 Zielplaner in Amerika ausleihen, damit sie die wenigen Lufteinsätze dort überhaupt fliegen konnten. Wenn man sich vorstellt, dass wir im Kalten Krieg viele tausend Einsätze am Tag planen konnten und nun mit einer kleinen Zahl planerisch überfordert sind, dann wird deutlich, wie begrenzt – wie Schweizer Käse löchrig – unsere Verteidigung heute ist.

Und das macht auch wieder das Steinmeier Säbelrassel-Zitat so relevant. Wenn wir mit unserem Schweizer Käse Putin drohen, was erwarten wir eigentlich? Dass er zurückweicht? Oder das er sagt: Diese Dummheit muss ich bestrafen?

Holger Douglas: Wie sehen Sie die Fähigkeiten von Putin?

Ralph Thiele: Auch durchwachsen. Er ist ja wirtschaftlich viel schwächer als wir aufgestellt. Aber er weiß, was er will und organisiert das, was er kann. Das kann man bei uns leider nicht sagen. Wir wissen nicht genau, was wir wollen, und organisieren nicht das, was wir können wollen. Von daher muss man sich Sorgen machen. Um uns.

Holger Douglas: Die russische Armee hat ein völlig neues Konzept ausgearbeitet, ein hybrides Armeekonzept. Wie sieht das aus?

Ralph Thiele: Das ist eine wunderschöne Frage. Ich liebe sie deshalb, weil ich vor einem knappen Jahrzehnt einmal im Planungsstab des Auswärtigen Amtes eingeladen war, um über die Bedeutung vernetzter Sicherheit zu diskutieren, und man war dort skeptisch gegenüber der strategisch-politischen Bedeutung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien. Einer fragte mich: Ist das so etwas wie levé en masse? Was er von mir hören wollte, war ein „Nein“. Nur wenn es eine neue weltbewegende Idee ist, wollte er sich damit befassen. Und Technologie kann nicht groß sein. Aber ich habe „Ja“ geantwortet.

Hybride Kriegsführung ist so etwas wie levé en masse. Was hat Napoleon anfangs des 19. Jahrhunderts getan? Er hatte nicht genug Berufssoldaten und hat deswegen Wehrpflichtige einberufen. Die Soldaten haben sich nicht mehr tapfer in den Kugelhagel gestellt, sondern haben sich geduckt, hinter Hecken und Hügeln versteckt, haben die Kugeln vorbeifliegen lassen und sind dann mit ihren Bajonetten auf die braven Formationssoldaten losgerannt, nachdem sie diese zuvor noch ordentlich mit Artillerie beschossen haben. Man hat Ingenieure in die Truppe einbezogen, damit moderne Technologie in die Streitkräfte kommt.

Putin macht das heute auch – nur noch viel breiter, in allen Dimensionen, unterstützt von moderner Informations- und Kommunikationstechnologie. D.h.: Er lässt seine Soldaten in Simulationszentren üben und dann live an unseren Grenzen, in unserem Luft- und Seeraum.

Er nutzt Finanzgeschäfte, Medien und organisierte Kriminalität, um auf unsere Politik und Gesellschaft einzuwirken. Er nutzt den Cyberraum, um Banken, Medien, Individuen und kritische Infrastrukturen anzugreifen und verbindet all diese Ansätze miteinander in einem durchdachten Plan. Also ein levé en masse eines viel breiteren, komplexeren Zuschnitts, als sich das damals Napoleon ausgedacht hat. Dem haben wir im Augenblick nichts Nachhaltiges entgegenzusetzen.

Man muss allerdings sagen, dass die Europäische Union und die NATO gerade – aufgewacht sind, ist übertrieben – beginnen zu erwachen und erste Konzepte zu erarbeiten, mit denen sie ihre Resilienz im engen Verbund verbessern wollen.

Holger Douglas: Aber ein grundsätzlicher Fehler war es doch, NATO Truppen unmittelbar vor russischen Grenzen zu platzieren?

Ralph Thiele: Ja, man muss das nicht unbedingt legalistisch betrachten. Man kann ja jedes Thema rechtlich begründen – allzu häufig folgt das Recht der Fahne.

Ich darf noch mal erinnern, dass im Kontext des zerfallenden Jugoslawien im Jahr 1991 unsere westlichen Verbündeten extrem erbost waren über die aus ihrer Sicht voreilige deutsche Anerkennung der Unabhängigkeit Sloweniens und Kroatiens. Sie sahen darin im Grunde genommen eine deutsche wirtschaftliche Machtergreifung mittels der D-Mark und waren auch völkerrechtlich sehr im Zweifel, ob das alles so in Ordnung ist.

Wir westlichen Staaten finden uns gesinnungsethisch häufig an vorderster Stelle, wenn es darum geht, Diktatoren zu beseitigen. Wir haben gerne Gaddafi in die Wüste geschickt, wir haben gerne Saddam Hussein überwältigen lassen. Wir hielten die Maßnahmen, die das unterstützt haben, für richtig, ob das nun NGOs waren, die sich gelegentlich unter Durchmischung mit nachrichtendienstlichen Mitarbeitern daran beteiligt haben, ob das staatliche Boykottmaßnahmen waren oder auch die ideelle, politische und finanzielle Unterstützung von Demonstranten.

Dass Putin in der Ukraine aus seiner Sicht vergleichbare Maßstäbe angewendet hat wie wir, ist uns nicht recht. Man tut sich wirklich schwer damit, wenn man unparteiisch auf dieses Thema schaut, wie einseitig wir im Grunde genommen diese Entwicklungen betrachten. Hier wäre ein bisschen mehr Unparteilichkeit sicher angemessen.

Ein zweiter Punkt, der mir schon seit 25 Jahren Sorge bereitet: Als der Kalte Krieg zu Ende ging, konnten wir sofort westliche, insbesondere amerikanische Spezialkräfte an russischen Grenzen sehen – z.B. in Georgien. Sie können das auch in der Ukraine sehen. Auf einmal machen sich dort amerikanische Schiffe in Häfen und Gewässern von strategischer Bedeutung für Russland breit. Auf einmal halten wir dort Truppenmanöver ab, also in Gebieten, in denen NATO-Truppen nie zuvor seit Gründung der NATO gewesen sind.

Man müsste sich einmal vorstellen, Russland würde sich mit Mexiko für Übungen vor der amerikanischen Küste verabreden. Was für ein Geschrei das wäre! Man darf an Kuba erinnern, wo die beabsichtigte Raketenstationierung fast zu einem Weltkrieg geführt hatte. Also hier gibt es eine Reihe von Entwicklungen, die Putin durchaus besorgt sein lassen können. Dazu zählt auch die ballistische Raketenabwehr, mit deren Diskussion wir zu Zeiten begonnen haben, als wir mit Russland noch gut konnten.

Man mag sich auf die Schenkel klatschen über die Kraft dieses Argumentes: Wir wollen uns vor iranischen Raketen dadurch schützen, dass wir an der russischen Grenze ballistische Abwehrraketen aufbauen. Das hat keiner begriffen außer uns selbst. Auch in anderen Teilen der Welt nicht, wenn ich an Diskussionen mit Think Tanks in Malaysia oder in Indonesien denke.

Es ist also nicht allein Putin, der das nicht versteht. Vor diesem Hintergrund hat Steinmeier recht, wenn er auffordert, Maß zu halten. Auch Genscher riet dazu, sich gelegentlich in die Schuhe des anderen zu stellen.

Damit möchte ich Putin keineswegs das Wort reden. Das wäre das Letzte, was mir am Herzen liegt. Auf der anderen Seite: Ich habe als Soldat lange genug im Kalten Krieg gedient, als dass ich mir wünschen würde, dass wir vergleichbare Zustände jetzt wieder durch Naivität zustande bringen.

Das Schlachten von Syrien

Bei der Vorbereitung zu diesem Aufsatz ist mir ein Juwel in die Hände gefallen. Es ist eine Meldung aus dem Webportal von Schweizer Christen:

Syriens Christen sind über Anschuldigungen der USA besorgt. Syriens Christen – etwa 10 Prozent der Bevölkerung – sind besorgt über die schweren Anschuldigungen der US-amerikanischen Regierung, Syrien verfüge über Massenvernichtungswaffen und unterstütze das gestürzte irakische Regime. Wie ihre muslimischen Landsleute befürchten auch Syriens Christen, dass Washington mit „Lügen“ das Terrain für ein militärisches Eingreifen in Syrien vorbereitet. „Die einen von uns haben Angst, die anderen sind der Ansicht, dass keine unmittelbare Gefahr besteht. Dass die USA etwas im Schilde führen, ist aber durchaus möglich, und wir müssen uns darauf vorbereiten, denn sie betreiben Desinformation“. Diese Aussage machte Erzbischof Jean-Clément Jeanbart.

Das besondere ist nicht der Inhalt, wenn man von der Formulierung „dass die USA etwas im Schilde führen“ absieht, sondern der Zeitstempel dieser Meldung: 19. April 2003!! Möge das als Indiz gelten, wie der Umsturz langfristig vorbereitet wurde. Hier ist auch ein diesbezügliches Regierungsdokument, das  – diplomatisch formuliert – notfalls eine militärische Lösung empfiehlt.

Auch Herbert Masslau, hat im April 2003 visionär das Schlachten von Syrien vorausgesehen. Seine geostrategische Analyse ist zur Erklärung der „Syrienkrise“ bestens geeignet (hier auch noch eine Quelle aus der AG Friedensforschung, die auch Hintergründiges enthält). Für die Leute an den Volksempfängern wird das Märchen erzählt, dass Assad einen Studentenprotest blutig niedergeschlagen hat. An diesem Märchen haben schon die gezweifelt, die vor Ort waren, wie Ulrike Mitter im DLF. Das war von außen eine gezielte Destabilisierung unter der Leitung der üblichen Verdächtigen. Ganz am Anfang waren es immer die nebulösen „Deserteure„, die schwerbewaffnet gegen den Schlächter Assad kämpften. Dann ein Meer von Tausenden von Fahnen und ein Assad, der einfach so durch die Menge ging (Bild 1, Bild 2, Bild 3, Bild 4). Das Syrische Fernsehen brachte das und die Stimmung war Pro-Assad und in dieser Menge unmöglich zu faken. Die Diskrepanz zwischen unseren Medienberichten und den Bildern dort, das passte nicht. Das hatte mich stutzig gemacht. Dann begann ich zu merken, wie die Verarsche begann. Wer mir nicht glaubt, kann selbst den Test machen. Sucht mal Bilder mit der syrischen Oppositionsfahne (grün, weiß schwarz). Es gibt sie auch, aber Massen sehen da anders aus, oder sie sind aus dem Ausland.

Wie eine Studie der Katar Foundation in 2012 ergab, hat Assad in der Bevölkerung eine Mehrheit von 55%. Auch diese Studie von 2015 untermauert das. Von den marodierenden Desperados wollen die Syrer mehrheitlich nichts wissen. Immer das gleiche Strickmuster, die gleichen Lügen mit dem Oberbegriff „Assad muss weg“. Was erlauben Merkel? Sagt Assad vielleicht „Merkel muss weg“? (warum eigentlich nicht?)

In der Ukraine haben die Amis 5 Mrd. Dollars in den Umsturz investiert und das hat auch eine Zeit gedauert, bis die Saat aufging, die allerdings nicht erblühen wird (darüber demnächst mehr).

Der oben erwähnte Bischof Jeanbart von Aleppo ruft vergeblich seine Glaubensbrüder auf: „Warum schweigen die europäischen Bischöfe. Wacht endlich auf!“ Ein Armutszeugnis der Christen, die unsolidarisch dem Töten ihrer Glaubensbrüder zusehen. Deren Heldentaten reduzieren sich auf das „Licht ausmachen“ und das Gutmenschsein dieser Pharisäer ist schnell am Ende, wenn ein geschiedener Rektor zum zweiten Mal heiratet. Armselig hat schon „unser Papst“ die Delegation nach Syrien im November 2012 abgesagt. Vielleicht hat ihm der weltliche Herrscher zu dieser Entscheidung geraten?

Überhaupt hat dieser Jeanbart eine Meinung, die den Guten nicht passt. Er hat die russische Militärintervention als „neue Hoffnung“ für die syrischen Christen bezeichnet.  Für einen jungen Reporter (der Sohn vom Alten) scheint das Karriereende greifbar. Wer gegen den Strom der Qualitätsmedien schwimmt, der bekommt keine Goldene Kamera oder einen Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis.

Da wird ein syrisches Krankenhaus beschossen und keiner will es gewesen sei. Da werden die Kurden von den Amis unterstützt und ausgerüstet und der Erdogan ballert auf diese. Verlogenheit ist Trumpf.

Da wird eine Syrienkonferenz veranstaltet, wo 17(!!) Länder (Russland, Ägypten, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Iran, Irak, Jordanien, Libanon, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Türkei, Vereinigte Emitate, USA), die UN und die EU, über Syrien reden, aber kein Syrer dabei ist. Das ist Kolonialpolitik alter Schule, wo Sykes-Picot vor hundert Jahren mit dem Lineal die Grenzen zog. Das sind die vielen Köche, die den Brei verderben. Jetzt soll mir irgendjemand mit Selbstbestimmungsrecht und Demokratie kommen. Syrien liegt blutig im Raubtierkäfig und die Hyänen fleddern das geschundene Land. Die Leute fragt keiner – aber dann die Krokodilstränen über die Flüchtlinge heulen, die von denen zu verantworten sind, die über die Zukunft dieses Landes mitbestimmen! Oh, welche Heuchler. Im Rest der Welt wird diese verlogene westliche Politik als Double Standards bezeichnet.

Aber der Preis für die idiotischste Aussage geht an den Qualitätspolitiker Röttgen: „Russland geht es um das bewusste Töten von Menschen„. Mann o Mann, solche Leute vertreten die Bundesrepublik Deutschland! Liebe Russen, ich schäme mich für diesen Mann.

Syrien: The Day After

Jörg Kronauer
The Day After
Im syrischen Bürgerkrieg mischen sie alle mit: westliche Geheimdienste und Strategiegruppen der Bundesregierung, Al Qaida und Qatar, das kleine Emirat am Golf, das deutsche Panzer kauft und die radikalen Islamisten der gesamten Region unterstützt.
Den »Tag danach« in den Blick zu nehmen, »den Tag nach dem Sturz des Regimes«, das sei für Syrien nun der nächste Schritt, verkündete US-Außenministerin Hillary Clinton am 7. August. Die Schlacht um Aleppo war in vollem Gange; Aufständische hatten das Gebiet zwischen der nordsyrischen Metropole und der türkischen Grenze weitgehend unter ihre Kontrolle gebracht und versuchten nun, sich in der Stadt selbst festzusetzen. Zwar sei nicht auszuschließen, daß Bashar al Assad noch eine Weile durchhalten könne, räumte Clinton ein. Doch sobald er besiegt sei, müsse man so schnell wie möglich eine neue staatliche Ordnung erzwingen. Ansonsten drohe in Syrien ein Chaos wie im Irak. »Wir müssen sicherstellen, daß die staatlichen Institutionen intakt bleiben«, forderte die US-Außenministerin: »Wir müssen herausfinden, wie wir die Wiederkehr öffentlicher Sicherheit unterstützen können.« Zudem gelte es zu klären, wie sich die syrische Wirtschaft wieder in Gang bringen lasse, um die neue Ordnung im Land zu stabilisieren. Ein Machtvakuum, warnte Clinton, müsse um jeden Preis verhindert werden.
Um den »Tag danach« kümmere er sich schon lange, teilte ebenfalls am 7. August Steven Heydemann mit, der Syrien-Experte des United States Institute of Peace (USIP). Kurz nach Beginn des Aufstands in Syrien habe das USIP gemeinsam mit der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) – beide Institutionen sind unmittelbar an ihre jeweiligen Regierungen angebunden – das Projekt »The Day After« lanciert. Man entwickle Konzeptionen für den Umbau Syriens nach einem möglichen Sturz des Regimes. Rund 45 syrische Oppositionelle nähmen teil, wird berichtet, darunter Radwan Ziadeh, »Senior Fellow« des USIP und »Direktor für auswärtige Beziehungen« der Exilorganisation »Syrian National Council« (SNC), die im Land selbst kaum verankert, vom Westen aber lange als wichtigster syrischer Kooperationspartner eingestuft wurde. Im Juli 2011 verhandelte Ziadeh erstmals im deutschen Außenministerium, seit Januar 2012 treffen sich die Mitarbeiter von »The Day After« regelmäßig bei der SWP in Berlin, um ihre Planungen voranzutreiben. Ihr Projekt sei »ein wichtiges Werkzeug« für die Neugestaltung Syriens, lobt Ziadeh.
»The Day After«, der Umbau Syriens am »Tag danach« – das ist das Vorhaben, bei dem im Rahmen der innerwestlichen Arbeitsteilung Deutschland schwerpunktmäßig mitmischt. Berlin bereitet sich systematisch darauf vor. Zusätzlich zu den Aktivitäten im Rahmen des »The Day After«-Projekts arbeitet Deutschland in der »Friends of Syria«-Gruppe mit, einem Ad-Hoc-Bündnis von mehr als 90 Staaten und internationalen Organisationen, das sich erstmals Ende Februar in Tunis getroffen hat und die westlichen Syrien-Aktivitäten koordiniert. Die Bundesrepublik führt darin eine Arbeitsgruppe an, die den Umbau der syrischen Ökonomie zur Marktwirtschaft vorbereiten soll. Dafür ist in Berlin eigens ein Büro eingerichtet worden, das von einem Deutschen geleitet wird – dem bisherigen Chef der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Afghanistan.
Zusätzlich hat das Auswärtige Amt Anfang August eine ressortübergreifende »Task Force Syrien« eingerichtet, die auf seiten der deutschen Regierung alle nationalen Syrien-Aktivitäten bündeln soll. Es sei »anzunehmen«, daß in Syrien »Oppositionselemente dauerhaft die Kontrolle in Teilen des Landes übernehmen könnten«, heißt es im Außenministerium mit Blick auf die Situation nördlich von Aleppo. Man müsse daher schon jetzt »die Planungen für den Wiederaufbau des Landes in der Post-Assad-Zeit« organisiert zusammenführen. »Natürlich wird Deutschland eine wichtige Rolle bei dem Wiederaufbau der Wirtschaft nach dem Assad-Regime spielen«, bekräftigte Ziadeh Anfang August im Gespräch mit der »Taz«. Sein SNC ist der maßgebliche syrische Ansprechpartner der »Friends of Syria« und damit auch von deren Berliner Wirtschaftsbüro.
Vor dem »Tag danach« kommt jedoch der »Tag davor«: das Befeuern des Bürgerkriegs bis zu Assads Sturz, und damit sind – das hat im Juli Heydemann betont – andere befaßt. Daß US-Präsident Obama die CIA beauftragt hat, die bewaffneten Aufständischen zu unterstützen, haben Regierungsstellen inzwischen bestätigt. Auch die britische Regierung stellt den syrischen Rebellen allerlei Gerätschaften zur Verfügung – »nichttödliche«, heißt es in London; zuletzt war offiziell von Lieferungen im Wert von fünf Millionen Pfund die Rede. Die Türkei bietet den Aufständischen darüber hinaus Rückzugsraum. Zahlreiche Milizionäre aus Libyen – Schätzungen gehen von immerhin 3.000 aus – beteiligen sich schon seit Monaten aktiv am Krieg gegen das Damaszener Regime. Besondere Aktivitäten entfalten aber Saudi-Arabien und Qatar. Bereits im letzten Jahr berichteten Beobachter einhellig, Qatar habe sich nicht nur diplomatisch an die Spitze der Assad- Gegner gesetzt und helfe den Aufständischen durch die Berichterstattung von Al Jazeera, sondern stelle darüber hinaus auch Geld für Waffenkäufe bereit. Das kleine Emirat von der Arabischen Halbinsel, kaum halb so groß wie Hessen und bis vor kurzem weithin unbekannt, ist fraglos eine der zentralen Kräfte am »Tag davor«, im syrischen Bürgerkrieg vor Assads Sturz. Damit kommt ihm allerdings auch eine besondere Bedeutung zu: Mit der Auswahl der Kräfte, die es fördert, schafft es Fakten für den »Tag danach«. Anlaß genug, den diktatorisch regierten Staat am Persischen Golf einmal näher zu betrachten, der im Kampf des Westens und seiner Verbündeten gegen Assad eine zentrale Rolle spielt.
Qatars Politik wird seit je vom Bemühen bestimmt, gegen den übermächtigen Nachbarstaat Saudi-Arabien zu bestehen. Dabei spielte zeitweise sogar die Furcht, annektiert zu werden, eine bedeutende Rolle. Die qatarische Herrscherfamilie Al Thani sieht sich bis heute immer wieder saudischen Einmischungsversuchen ausgesetzt; 1996 soll Riad sogar einen Putschversuch in dem Emirat unterstützt haben. Um sich abzusichern, hat Qatar stets Rükkendeckung bei westlichen Mächten gesucht. Als es im Jahr 1916 unter britische Protektoratsherrschaft geraten war, stimmten die Al Thani dem auch deshalb zu, »um saudischem Annektierungsverlangen entgegenzuwirken«, erläutert die Mittelost-Expertin Katja Niethammer. Emir Hamad bin Khalifa al Thani, der sich 1995 an die Macht putschte und bis heute herrscht, hat – ebenfalls um sich gegen saudische Aggressionen zu schützen – sein seit 1971 formell von Großbritannien unabhängiges Land den Vereinigten Staaten angenähert. 1996 begann der Bau der US-Air Base Al Udaid in Qatar, die 2003 in Betrieb genommen wurde und zu den wichtigsten US-Militärstützpunkten im Mittleren Osten gehört. Sie war eine wichtige Schaltstelle für die Kriege in Afghanistan und im Irak. Aus Sicht Qatars ist die US-Luftwaffenpräsenz die wohl zuverlässigste Versicherung gegen saudische Aufdringlichkeiten.
Hamad bin Khalifa al Thani hat seit seinem Putsch bemerkenswerte Aktivitäten unternommen. Neben der engen Bindung an die Vereinigten Staaten bemühte er sich stets auch um die Basis für ein eigenständiges internationales Auftreten des Emirats – etwa durch die Gründung des Nachrichtensenders Al Jazeera im Jahr 1996. Al Jazeera machte schon bald mit einer Berichterstattung von sich reden, die die sonst auf der Arabischen Halbinsel üblichen Zensurschranken durchbrach und auch Kritik an den arabischen Regimen beinhaltete – allerdings nicht unbedingt Kritik am eigenen Herrscherclan, den Al Thani. Al Jazeeras Sticheleien, etwa gegen die Al Saud, führten zwar zu diplomatischen Streitigkeiten zwischen Doha und Riad, verschafften Qatar allerdings in der arabischen Welt ein ungeahntes Prestige und rückten das Emirat aus dem Schatten seines übermächtigen Nachbarn. Al Jazeera selbst hat sich mit seinem Auftreten binnen weniger Jahre große Popularität erarbeitet; der Sender wird rezipiert, seine Botschaften erreichen in der arabischen Welt Massen. Seit November 2006 verfügt er mit Al Jazeera English über einen Kanal, der nicht nur in den islamisch geprägten Ländern Süd- und Südostasiens, sondern auch im Westen wahrgenommen wird. Dabei weicht die Berichterstattung auf Al Jazeera English deutlich von derjenigen auf dem arabischen Kanal ab: Im Westen gibt Al Jazeera sich eher modern, in der arabischen Welt stärker religiös-traditionalistisch. Das entspreche lediglich den Vorlieben des Publikums, heißt es in Doha zur Begründung.
Um 2005 hat Qatar darüber hinaus begonnen, sich als Vermittler in Konflikten in der arabischen Welt in Szene zu setzen. Es verfügte über recht günstige Voraussetzungen dafür. Einerseits ist das Emirat Mitglied im Gulf Cooperation Council (GCC), dem Zusammenschluß der sechs prowestlichen Diktaturen auf der Arabischen Halbinsel um Saudi-Arabien. Andererseits teilt es sich mit Iran das unter dem Persischen Golf befindliche größte Erdgasfeld der Welt (»North Field« in Qatar, »South Pars« in Iran), dem es seinen ungeheuren Reichtum verdankt – und deshalb ist es auf eine gewisse Kooperation mit Teheran angewiesen. Das Emirat hatte sich zu diesem Zweck Kom-munikationskanäle zur iranischen Regierung offengehalten. Eine Folge war, daß es zwischen prowestlichen und proiranischen Kräften auch dort vermitteln konnte, wo sonst niemand mehr dazu in der Lage war. So konnte Qatar etwa das Doha-Abkommen vom Mai 2008 aushandeln, in dem die verfeindeten politischen Spektren im Libanon die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit beschlossen. Ohne spezielle Zugänge zur Hizbullah, die durch Dohas Kontakte zu Teheran begünstigt wurden, wäre das kaum möglich gewesen. Daß Qatar seine Verhandlungen gewöhnlich auch vorantrieb, indem es für den Fall einer Einigung die eine oder andere Finanzspritze aus seinem Staatsschatz in Aussicht stellte, ist ein offenes Geheimnis.
War es Hamad bin Khalifa al Thani im Lauf der Jahre gelungen, Qatar zu einem ernstgenommenen Verbündeten des Westens zu machen und dem Emirat außenpolitisch be- trächtliche Spielräume zu öffnen, so mußte er ab 2008 einen partiellen Kurswechsel einleiten. Ursache war, daß der Westen wegen der Verhärtungen im Hegemonialkonflikt mit Iran auf einen engen Schulterschluß seiner Verbündeten am Persischen Golf drang. Doha mußte seine Sticheleien gegenüber Riad beenden, und das hatte spürbare Konsequenzen: »Sofort hatten es Kritiker Saudi-Arabiens deutlich schwerer, sich auf al-Jazeera zu äußern«, berichtet Guido Steinberg, Mittelost-Experte der SWP. Gleichzeitig nahmen übrigens die Rüstungsimporte der GCC-Staaten aus Deutschland dramatisch zu. Genehmigte die Bundesregierung im Jahr 2007 noch die Lieferung von Kriegsgerät im Wert von rund 129 Millionen Euro, so belief sich der Wert der deutschen Rüstungsexporte in die Golfdiktaturen im Jahr 2008 bereits auf 358 Millionen Euro, 2009 stieg er auf fast 800 Millionen Euro an. 2010 sank er kräftig, erreichte aber immer noch 475 Millionen Euro. Inzwischen wird auch Qatar in zunehmendem Maß aus Deutschland beliefert. Genehmigte der Bundessicherheitsrat 2009 die Ausfuhr von zunächst 36 Kampfpanzern Modell Leopard 2 und von 24 Panzerhaubitzen 2000, so ist mittlerweile vom Export von bis zu 200 Leopard-Panzern nach Qatar die Rede. Qatar wird diktatorisch regiert, es hat sich im letzten Jahr an der blutigen Niederschlagung von Massenprotesten in Bahrain beteiligt und liegt in einem der gefährlichsten Spannungsgebiete der Welt. Qatar aufrüsten? Aber sicher. Deutschland tut stets, was es kann.
Dabei ist Qatar nicht nur eine Diktatur, sondern auch ein Staat, in dem – wie in Saudi- Arabien – der Wahhabismus den Ton angibt, eine der rigidesten Formen des Islam. Deutsche Medien bilden, wenn sie über das Emirat berichten, gern den Alleinherrscher gemeinsam mit seiner modern auftretenden Ehefrau Mozah bint Nasser al Missned ab. Scheicha Mozah, die zweite von drei Frauen des Emirs, soll dabei den Eindruck vermitteln, in Qatar habe die Emanzipation unwiderruflich Einzug gehalten. Hat der Emir nicht sogar das Frauenwahlrecht eingeführt? Hat er. Schade nur, daß auf nationaler Ebene überhaupt nicht gewählt werden darf – es existiert lediglich ein Beratergremium, das der Alleinherrscher persönlich eingesetzt hat, allerdings ohne dabei auch nur eine einzige Frau zu berücksichtigen. Wie sich Qatar im Innern weiterentwickeln wird, ist keineswegs ausgemacht. Bis heute werden Körperstrafen verhängt, und im Herrscherclan gibt es Kräfte, die sich innenpolitisch Saudi-Arabien zum Vorbild nehmen. Anfang 2012 hat das Verbot, in den Luxusrestaurants eines westlich geprägten Nobelviertels der Hauptstadt weiterhin Alkohol auszuschenken, beträchtlichen Medienrummel ausgelöst: Beginnt die Reaktion in Doha das ohnehin langsame Rad einer extrem vorsichtigen Modernisierung Qatars nun wieder zurückzudrehen?
Außenpolitisch treibt Qatar die islamistische Reaktion jedenfalls längst voran. Schon in den neunziger Jahren habe das Emirat diversen »Islamisten aus aller Herren Länder Zuflucht gewährt«, berichtet Steinberg. Wieso? Nun – Doha bemühte sich ja, außenpolitisch Spielräume zu gewinnen, und da konnte es durchaus helfen, mögliche Kooperationspartner um sich zu scharen. Islamisten aber gälten in Doha ideologisch als potentielle Verbündete, schreibt Steinberg: Man sei überzeugt, »daß die Muslimbruderschaft und viele Salafisten eine Islaminterpretation vertreten, die mit der in Qatar vorherrschenden Wahhabiya vereinbar ist«. Die nach Doha übergesiedelten Islamisten kamen zudem gewöhnlich aus Staaten, die eher säkular orientiert waren und nicht die besten Beziehungen zu den Golfdiktaturen unterhielten – Gaddafis Libyen, Ben Alis Tunesien oder Assads Syrien etwa. Qatar sammelte also mit den Islamisten aus dem arabischen Ausland oft genug Gegner rivalisierender Regime ein.
Das Musterbeispiel schlechthin für Dohas Strategie ist Yusuf al Qaradawi. Qaradawi entstammt der ägyptischen Muslimbruderschaft und war in Ägypten mehrmals inhaftiert, bevor er nach Qatar übersiedelte. Dort hat er sich zum vielleicht einflußreichsten islamistischen Prediger der Gegenwart entwickelt. Jahrelang begeisterte er mit seiner Sendung »Die Scharia und das Leben« auf Al Jazeera zahllose Anhängerinnen und Anhänger. Er war ein Gegner Mubaraks, und als dieser Anfang 2011 zu wanken begann, war Al Qaradawi zur Stelle. Seine Interventionen in Ägypten begünstigten die Muslimbruderschaft und die Salafisten, also diejenigen Kräfte, von denen sich Qatar eine größere Kooperationsbereitschaft erhoffte als von den bis dahin in Ägypten herrschenden Militärs. Die Richtung, in die Al Qaradawi die Revolte in Ägypten zu lenken versuchte, kam also Doha zugute.
Al Qaradawi war nicht der einzige, der in Qatar Zuflucht gefunden hatte und die Umbrüche in der arabischen Welt nutzte, um seine und Dohas Ziele zu realisieren. Um ihn herum hatte sich, schreibt Steinberg, im Laufe der Zeit »eine Gemeinde exilierter Muslimbrüder« gebildet, »von denen einige im Verlauf des Arabischen Frühlings Funktionen als Anführer, Finanziers, religiöse Autoritäten und Politiker übernahmen«. Auch Al Jazeera bot Islamisten aus dem arabischen Ausland Unterstützung, bis diese seit Anfang 2011 zurückkehren konnten. Rafiq Abdul Salam etwa, Schwiegersohn Rachid al Ghannouchis, des Vorsitzenden der islamistischen tunesischen Ennahda-Partei – er war einst Chef der Forschungs- und Studienabteilung bei Al Jazeera in Doha; heute ist er Außenminister Tunesiens. Oder Ali al Sallabi. Al Sallabi lebte einige Jahre in Doha; dort hielt er engen Kontakt zu Al Qaradawi. Heute gilt er als führender Islamist in Libyen mit beträchtlichem Einfluß; nebenbei: Er hat berichtet, er habe zu Beginn des libyschen Aufstands die qatarische Führung um Unterstützung gebeten.
Tatsächlich hat Qatar seit dem Beginn der arabischen Aufstände unterschiedliche islamistische Kräfte in einer ganzen Reihe von Staaten unterstützt – von Tunesien über Libyen und Ägypten bis Syrien. Französische Medien berichteten im Juni sogar, selbst die Islamisten, die den Norden Malis kontrollierten und ihn vom Rest des Landes abspalten wollten, würden aus Qatar unterstützt. Doha ist wirklich nicht zimperlich. In Libyen beinhaltete seine Unterstützung für die Aufständischen bekanntlich Geld und Rüstungslieferungen sowie die Entsendung von Kampfflugzeugen in den Luftkrieg der Nato gegen das Gaddafi-Regime. Dabei hätten die Al Thani ihre Unterstützung »vor allem islamistischen Rebellen zukommen« lassen; »nur ein kleiner Teil der Waffen und des Geldes« sei an den offiziellen »National Transitional Council« geflossen, berichtete im Mai die führende außenpolitische Fachzeitschrift Deutschlands, die »Internationale Politik«.
Was treibt die Al Thani bei alledem an? »Doha hat die Islamisten als die kommenden Kräfte in der Politik Nordafrikas und des Nahen Ostens identifiziert und sucht verstärkt den Schulterschluß mit ihnen«, meint SWP-Experte Steinberg. Vielleicht wollte das Emirat auch nur ganz pragmatisch die Gunst der Stunde nutzen und den Sturz repressiver säkular-arabischer Regimes sicherstellen, um Kräfte, die ihm näherstehen, in möglichst vielen arabischen Staaten an die Macht zu bringen. Tatsache ist: Nicht nur nach Qatar übergesiedelte Islamisten wie Al Qaradawi, Abdul Salam und Al Sallabi griffen auf der Seite der Aufständischen in die Rebellionen in ihren Herkunftsländern ein, auch Al Jazeera positionierte sich durchweg – die Golfdiktaturen natürlich ausgenommen – auf deren Seite. Oft ist moniert worden, daß Al Jazeera jeweils die islamistische Fraktion unter den Rebellen besonders begünstigte. Das gehört(e) allerdings zum – höchst erfolgreichen – Konzept.
Besonders deutlich zeigt sich Qatars Erfolg in der Arabischen Liga. Traditionelle Schwergewichte wie Ägypten, Syrien und Irak sind handlungsunfähig. Der neue Einfluß der Islamisten in Tunesien und Libyen schlägt für Qatar bereits sehr vorteilhaft zu Buche. Die Königshäuser in Jordanien und Marokko sind ohnehin dabei, ihre Staaten trotz räumlicher Entfernung in den GCC zu integrieren; die monarchistische Herrschaft bildet dabei das einigende Band. Qatar, das nicht nur islamistische Netzwerke geknüpft, sondern im Verlauf seiner Vermittlertätigkeit auch andere hilfreiche Kontakte hergestellt hat, hat deshalb im Jahr 2011 – gemeinsam mit Saudi-Arabien – die Führung in der Arabischen Liga übernehmen können. »Jetzt treiben die Golfstaaten die arabische Welt vor sich her«, urteilte im März 2012 der Mittelost- Kenner Rainer Hermann in der »FAZ«. Welche gesellschaftlichen Folgen es hat, wenn die reaktionärsten Mächte einer Region diese dominieren, kann man bei einem Blick auf die sozialen Qualitäten Qatars und seiner islamistischen Verbündeten erahnen. Nicht zu vergessen: Das Emirat kooperiert ungebrochen eng mit dem Westen. Der islamistische Umschwung der arabischen Welt, den es unterstützt, vollzieht sich also in Abstimmung unter anderem mit Washington und Berlin.
Kaum etwas zeigt dies deutlicher als die Entwicklung in Syrien. Dort zögerte Qatar zunächst, die Revolte offen zu unterstützen – den Bruch mit Syriens Partner Iran, den derartige Aktivitäten zur Folge haben mußten, wollte es nach Möglichkeit vermeiden. Im Frühsommer 2011 – kurz bevor Radwan Ziadeh sich nach Berlin aufmachte, um dort Kontakt zum Projekt »The Day After« aufzunehmen – wandte sich das Emirat jedoch an der Seite des Westens gegen Assad. Al Jazeera habe seine Berichterstattung über die syrische Revolte »zu einer regelrechten Propagandakampagne« gegen das Regime ausgebaut, berichtete im Mai 2012 die »Internationale Politik«. Im Juli 2011 habe Qatar »als erster Golfstaat seine Botschaft in Damaskus« geschlossen. Im Januar 2012 habe es dann sogar eine arabische Militärintervention in Syrien gefordert – all dies übrigens in enger Abstimmung mit Saudi-Arabien. Das wahhabitische Riad, das ebenfalls viel lieber islamistische Kräfte in arabischen Staaten an der Macht sieht als eher säkulare Regime, hat ein weiteres Motiv, sich gegen Syrien zu wenden: Es rivalisiert seit Jahrzehnten mit Teheran; die Revolte gegen Assad gibt ihm die Möglichkeit, dem regionalen Rivalen den einzigen staatlichen Verbündeten in der arabischen Welt, eben Syrien, zu nehmen. Die Chance, Iran zu schwächen, ist ein Motiv, das wiederum Saudi-Arabien und den Westen miteinander verbindet, der das antiiranische Bündnis mit Qatar und Saudi- Arabien seit Jahren systematisch vorantreibt.
Die Bedingungen, die in Syrien unter anderem von Qatar am »Tag vor« dem Sturz des Assad-Regimes geschaffen werden und die die Verhältnisse am »Tag danach« prägen, wenn Deutschland den Aufbau staatlicher und ökonomischer Strukturen vorantreiben will, lassen sich inzwischen in ersten Zügen erkennen. »Wer heute mit Qatar zusammenarbeitet«, hieß es im Mai in der »Internationalen Politik«, »muß sich bewußt sein, daß es zielstrebig Organisationen und Personen fördert, die keine Demokraten sind«. In Syrien werde es wohl »die in der Opposition ohnehin starken Muslimbrüder und die vor Ort operierenden salafistischen Gruppierungen bevorzugt behandeln«. Berichte aus den Gebieten nördlich von Aleppo, die inzwischen von Aufständischen beherrscht werden, zeigen, daß die Milizen, die sich dort die Macht erkämpft haben, zumindest teilweise solchen Milieus entstammen. In der nordsyrischen Stadt Azaz etwa herrscht inzwischen ein Rebellenkommandeur, auf dessen Schreibtisch ein Koran und ein silbernes Schwert liegen; darüber hängt eine schwarze Flagge mit religiösem Motto, wie sie auch Al Qaida nutzt. Der Kommandeur räumte Ende Juli gegenüber der »FAZ« mehr oder weniger offen ein, seine Milizionäre hätten die Regierungssoldaten, die sie im Kampf um Azaz gefangengenommen hatten, umstandslos exekutiert.
Daß die Lage in Syrien gänzlich außer Kontrolle geraten kann, geben selbst Mainstreammedien inzwischen unumwunden zu. Unter anderem macht sich Sorge breit, die syrischen Chemiewaffen könnten Islamisten in die Hände fallen. Der »Tagesspiegel« hat kürzlich in Erinnerung gerufen, daß Assads Syrien einst zu ihrer Herstellung zahlreiche Gerätschaften importieren mußte. Viele davon – säurefeste Kolben und Rohre, Hochtemperaturpumpen sowie teflonbeschichtete Edelstahlbehälter – wurden dem Bericht zufolge von bundesdeutschen Firmen geliefert, teilweise abgesichert durch staatliche Hermes-Bürgschaften. Die Bundesrepublik, die heute lieber Qatar mit Waffen bestückt, wird sich womöglich erneut mit den Chemiewaffen befassen müssen, denn in der innerwestlichen Arbeitsteilung fällt ihr ja schwerpunktmäßig die Beteiligung am Neuaufbau Syriens am »Tag danach« zu, also dann, wenn sich Kräfte wie der Rebellenkommandeur von Azaz im ganzen Land durchgesetzt haben. Schon bald geht’s los. Radwan Ziadeh vom Projekt »The Day After« hat Anfang August bestätigt: »Wir sprechen bereits mit dem Auswärtigen Amt in Berlin über die befreiten Zonen.«
Jörg Kronauer schrieb in KONKRET 8/12 über Libyen nach dem Sturz Gaddafis
Konkret 09/12, S. 12

Nur noch mit Schaum vorm Mund kommentieren deutsche Medien die Politik des russischen Präsidenten Putin.

NATO has become a de facto world army, accountable only to itself…

The single biggest threat to peace and prosperity in Europe and Eurasia today is NATO. Their insistence to further inflame the Ukraine crisis by directly arming non-NATO member Ukraine is not actually provided for in NATO’s charter. Rather, it’s a move designed to escalate tensions between NATO and Russia.

The North Atlantic Treat Organisation (NATO) was originally formed after WWII to offer a binding framework for mutual security in Western Europe in the face of Soviet expansion. It advertises itself as a collective, but in reality, it mainly financed and almost exclusively run by the United States, servings an extension arm to enforce American interests overseas. After the fall of of the Iron Curtain and the break-up of the Soviet Union in 1991, instead of rolling back its activities, NATO began to rapidly expand eastward and become hyper-active in both its political and military activities.

Besides reports of promises made to Mikhail Gorbachev, not to expand NATO “as much as a thumb’s width further to the East”, Spiegel Online reports of other assurances made during German reunification:

On Feb. 10, 1990, between 4 and 6:30 p.m., Genscher spoke with Shevardnadze. According to the German record of the conversation, which was only recently declassified, Genscher said: “We are aware that NATO membership for a unified Germany raises complicated questions. For us, however, one thing is certain: NATO will not expand to the east.”

Those promises were all broken.

http://theglobalelite.org/nato-oversteps-charter-running-guns-weapons-ukraine/

 

Vorwärtsverteidigung
Jörg Kronauer
Konkret 07/12, S. 25
Nur noch mit Schaum vorm Mund kommentieren (bzw. Diffamieren Anm.JSB)  deutsche Medien die Politik des russischen Präsidenten Putin. Sie haben Grund dazu: Sein Konzept einer Eurasischen Union konterkariert die deutscheuropäischen (und amerikanischen Anm.JSB) Ambitionen in der Region.
Moskau hat ausgedient, meint Sergei Schoigu. Die größte Stadt Europas platzt mit ihren rund zwölf Millionen Menschen aus allen Nähten; Verkehrschaos und Platzmangel sind in der dichtbesiedelten Metropole kaum noch in den Griff zu kriegen. Eine Ausdehnung des Stadtgebiets ins Umland ist seit geraumer Zeit im Gespräch. Auch Regierungsbehörden sollten aus dem Zentrum in die Moskauer Peripherie verschoben werden, um die Innenstadt zu entlasten, raten Fachleute. Da greift der langjährige Katastrophenschutzminister Schoigu, seit Mai 2012 Gouverneur der Oblast Moskau, in die Debatte ein. Anstatt die Staatsregierung an den Stadtrand zu verbannen, solle man die Hauptstadt lieber nach Sibirien verlegen, empfahl er im April in einem Rundfunkinterview: Das werde Moskau spürbar entlasten und überdies Sibirien zu einem gewaltigen Aufschwung verhelfen. Krasnojarsk zum Beispiel, verkehrsgünstig am Jenissei und der Transsibirischen Eisenbahn gelegen, ist inzwischen eine Millionenstadt; sogar eine U-Bahn wird dort gebaut. Und überhaupt: Krasnojarsk liegt viel näher am geographischen Mittelpunkt der eurasischen Macht Rußland als das allzu westliche Moskau. Sibirien, meint Schoigu, wäre als Standort einer künftigen russischen Hauptstadt bestens geeignet.
Rußland mangelt es zur Zeit sicherlich nicht an Problemen. Die Frage, ob es eine neue Hauptstadt braucht, gehört kaum zu den drängendsten. Daß aber ein erfahrener Politiker es in Betracht zieht, das traditionsreiche europäische Moskau ab- und das unbekannte asiatische Sibirien aufzuwerten, zeigt: In Rußland könnte einiges in Bewegung geraten. Dies hat viel mit den ökonomischen Schwierigkeiten zu tun, aus denen die einstige Weltmacht seit ihrem Zusammenbruch in den neunziger Jahren nicht herauskommt. Sie besitzt riesige Erdölvorräte, und sie ist der Staat mit den größten Erdgasreserven weltweit: Das reicht aus, um den Staatshaushalt in den kommenden Jahrzehnten mit erklecklichen Summen zu bedienen. Es reicht auch aus, um Deutschland und die EU in Lieferabhängigkeit zu halten. Es genügt allerdings nicht, um den weltpolitischen Einfluß auf lange Sicht zu stabilisieren. Rußland werde schwächer, ist nicht nur in US-amerikanischen, sondern auch in deutschen Think-Tanks immer häufiger zu hören. Fachleute von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) etwa beurteilen die Aussichten des Landes schlicht als »trüb«.
Wieso? Von zentraler Bedeutung sei, heißt es gewöhnlich, der Niedergang der russischen Industrie. Er wurde weltweit zum Gesprächsthema, als im Mai der neue Suchoi Superjet 100, ein Vorzeigeprojekt der russischen Luftfahrtindustrie, bei einem Demonstrationsflug in Indonesien an einem Vulkan zerschellte. Schon im Herbst hatte die SWP geurteilt, »besorgniserregende Zwischenfälle« etwa »in Wasserwerken, beim Brandschutz und bei der Flugsicherheit « zeigten, daß die Investitionen in die russische Industrie und die Infrastruktur seit vielen Jahren »weit unter dem notwendigen Niveau geblieben« seien. Technologische Rückstände, marode Betriebe – die Probleme seien gravierend, ganz besonders außerhalb der Metropolen: Schon seit Jahren, heißt es in einer Kurzanalyse des vom Kanzleramt finanzierten Think-Tanks, »vegetieren weite Teile der russischen Provinz vor sich hin«. In einigen Gebieten drohe sogar der Staatszerfall, warnt die SWP: »Mit Blick auf die prekäre Situation im Nordkaukasus « etwa kämen »Zweifel auf, inwieweit Rußland seine eigene territoriale Integrität auf Dauer wahren kann«. Ganze Regionen versänken im Chaos, und laut Meinungsumfragen stellten mittlerweile »immer mehr Russen die Zugehörigkeit der kaukasischen Föderationssubjekte zu ihrem Staat in Frage«.
Moskau versucht gegenzusteuern, nicht zuletzt in Sachen Industrie. Schon 2008 hat die russische Regierung eine »Modernisierungspartnerschaft « mit Berlin geschlossen. Der Grundgedanke ist simpel: Die deutsche Wirtschaft erhält in Rußland privilegierten Zugang, als Gegenleistung wird investiert; Deutschland gewährt dabei den dringend benötigten Technologietransfer. Als russisches Paradeprojekt gilt das »Innovationszentrum«, das in Skolkowo bei Moskau mit staatlicher Hilfe errichtet werden soll – nach dem Vorbild des Silicon Valley. Modernste Industrien und Wissenschaftseinrichtungen sollen dort zusammengeführt werden, etwa Firmen der Raumfahrt- und der Atomtechnologie. Auch deutsche Konzerne mischen mit, vor allem Siemens, und das lohnt sich zumindest für die deutsche Seite, denn es gibt umfangreiche Vergünstigungen bei Steuern und Verwaltungsverfahren. Ob Skolkowo funktioniert und die russische Industrie es wieder an die Weltspitze schafft, muß sich zeigen. Die »Modernisierungspartnerschaft« jedenfalls kann aus russischer Sicht als gescheitert gelten: Anstatt den Technologietransfer zu unterstützen, beharrt die deutsche Seite darauf, »Modernisierung« bestehe vor allem darin, in Rußland für deutsche Mittelständler günstige wirtschaftliche Bedingungen zu schaffen. Im Sinne des Moskauer Vorhabens ist das nicht.
Aus deutscher Sicht gibt es andere Gründe zur Sorge. Ein Beispiel: Rußland muß in großem Umfang Maschinen einführen; der eigene Maschinenbau gilt schlicht als »nicht weltmarktfähig «. Deutsche Maschinenbauer konnten ihren Anteil an den russischen Maschinenimporten zwischen 2006 und 2008 auf mehr als 25 Prozent steigern – ein weiterer Grund übrigens, wieso das deutsche Interesse am Technologietransfer nach Rußland nicht gerade gewaltig ist. Inzwischen allerdings stellt sich heraus, daß auch chinesische Unternehmen hochwertige Maschinen produzieren, und das viel billiger. Die Maschinenimporte aus China hätten sich »binnen der letzten Jahre vervierfacht«, klagte im April 2010 ein Vorstandsmitglied des Ost- Ausschusses der Deutschen Wirtschaft – und drang auf rasche Schritte zur Eindämmung der chinesischen Konkurrenz. Die Verschiebung der russischen Importstruktur ist in der Tat umfassend: 2010 kamen zwar 12,3 Prozent der russischen Einfuhren aus Deutschland, 15,8 Prozent jedoch bereits aus der Volksrepublik. Und Chinas Potential ist längst noch nicht ausgereizt.
Wie sehen die Perspektiven für Rußland aus, wenn es mit der Industrie weiter bergab geht und die ökonomische Konsolidierung nicht gelingt? Alexander Rahr hat die gängigen Szenarien in seinem jüngsten Rußland-Buch Der kalte Freund aufgezählt. Rahr ist einer der einflußreichsten Berliner Rußland-Experten und leitet das mit der GUS befaßte »Kompetenzzentrum « der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), das zu Ehren eines bekannten Pioniers bundesdeutsch-sowjetischer Nachkriegsgeschäfte »Berthold-Beitz- Zentrum« heißt. Läßt man die Szenarien außer Betracht, die Rahr als unwahrscheinlich einstuft – den Zerfall Rußlands oder seine Eingliederung in die EU »wie heute Frankreich oder Großbritannien« – , dann bleiben drei Optionen. Nummer eins: Rußland hält seine Stellung mit knapper Not, allerdings schrumpft sein Einfluß auf die Staaten der GUS, darunter die Ukraine, spürbar. Nummer zwei: Rußlands Position wird dramatisch schwächer; die Ukraine, Belarus und die südkaukasischen Staaten (Georgien, Armenien, Aserbaidschan) »werden Teil des Westens«, während Zentralasien »teils unter die Kontrolle von China« gerät. Rußland werde in diesem Falle »von seiner geopolitischen Bedeutung her in etwa die Rolle Brasiliens in Lateinamerika spielen«. Nummer drei: Rußland kann sich, gestützt auf seine Energiewirtschaft, einigermaßen konsolidieren, ihm gelingt die »teilweise Wiederherstellung seines Einflußgebiets « – und zwar mit Hilfe eines engen Zusammenschlusses mit seinen westlichen Nachbarstaaten (Belarus, Ukraine) und, wegen dessen umfangreicher Rohstoffvorräte, mit Kasachstan.
Nummer drei ist in etwa das, was Putin zum Programm seiner dritten Staatspräsidentschaft gemacht hat. Seine Aktivitäten werden in Deutschland genauestens beobachtet, von der SWP, aber etwa auch in den regelmäßig publizierten »Rußland-Analysen«, deren Herausgabe der Ost-Ausschuß der Deutschen Wirtschaft unterstützt. Tatsächlich hat Moskau seit den neunziger Jahren mehrfach in verschiedensten Formaten versucht, die postsowjetischen Staaten geschlossen zu organisieren und sich als Zentrum einer handlungsfähigen GUS zu konstituieren. Gelungen ist das nicht. 2006 hat Putin einen neuen Anlauf gestartet und ältere Gespräche über eine Zollunion zwischen Rußland, Belarus und Kasachstan wieder aufgenommen; 2010 führten sie zu einer Einigung. Die Zollunion soll nun ausgebaut und gleichzeitig um neue Staaten erweitert werden. An sie sind außerdem Putins Planungen für eine Eurasische Union gebunden, die auf ökonomischer Integration aufbauen und auch politische Kooperation im engeren Sinne umfassen soll. Als Vorbild nennt Putin die EU. Zwar umfaßt die Ausgangsformation, die Zollunion, mit Rußland, Belarus und Kasachstan immerhin schon drei Viertel des postsowjetischen Territoriums und 165 Millionen Menschen. Dennoch führt aus Sicht Moskaus an der Integration weiterer Länder kein Weg vorbei. »Aus russischer Sicht«, so war im Mai in den »Rußland-Analysen « zu lesen, sei »Belarus der engste Partner im eurasischen Integrationsverbund und die Ukraine jenes Land, ohne das Integration im postsowjetischen Raum äußerst unvollständig wäre «. Diese Ansicht werde von einem Großteil der russischen Bevölkerung geteilt: »Laut einer Meinungsumfrage vom September 2011 betrachtet eine Mehrheit der Russen (60 Prozent) beide Staaten« – Belarus und die Ukraine – »nicht als Ausland.«
In Berlin ist man von Putins Eurasischer Union, gelinde gesagt, nicht angetan. Deutschland hat mit der EU-Osterweiterung im Jahr 2004 große Teile seines traditionellen osteuropäischen Einflußgebiets seiner Hegemonialzone einverleibt und versucht seitdem verstärkt, weitere Teile Osteuropas fest anzubinden. Die deutsche Unterstützung für die Proteste gegen mutmaßliche Wahlfälschungen in der Ukraine Ende 2004, hierzulande als »Orangene Revolution« gefeiert, war ein erster entschlossener Schritt in diese Richtung. Die 2005 verschärfte Kampagne gegen die Regierung Lukaschenko in Belarus setzte diese Politik fort. Im Mai 2008 beschloß die EU ihre »Östliche Partnerschaft«. Offizielles Ziel des Vorhabens, das am 7. Mai 2009 in aller Form gestartet wurde, ist es, Belarus, die Ukraine und Moldawien sowie die drei südkaukasischen Länder Georgien, Armenien und Aserbaidschan an die EU »heranzuführen«. Damit ist faktisch die deutsch-europäische Dominanz über die genannten Staaten gemeint, allerdings – daran läßt in Berlin inoffiziell kaum jemand einen Zweifel – ohne jegliche Perspektive auf eine für Deutschland kostspielige EU-Vollmitgliedschaft. Ganz auf dieser Linie liegt auch das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine, das die EU Ende März dieses Jahres paraphiert hat. Daß Berlin Krach schlagen würde, sobald Moskau sich bemüht, sein eigenes Einflußgebiet mit einem Projekt wie der Eurasischen Union gegen das deutsch-europäische Vordringen zu verteidigen, war klar. Dmitri Medwedew hatte als Staatspräsident versucht, Rußland in Kooperation mit Deutschland zu konsolidieren – die »Modernisierungspartnerschaft« war das Mittel seiner Wahl. Da Berlin ihm keinerlei Zugeständnisse machte und den gewünschten Technologietransfer zur Stärkung der russischen Industrie schlicht verweigerte, war die Personalrochade im Kreml nur die logische Konsequenz: Putin, der einst den Zerfall der Sowjetunion als »größte geopolitische Katastrophe des vergangenen Jahrhunderts« bezeichnet hatte, kündigte schon im Wahlkampf den Aufbau einer Eurasischen Union an. Dabei ist er mit seinen Plänen sogar einige Schritte auf Berlin zugegangen. Zwar verlangt er, die Eurasische Union solle eine eigenständige »Stütze der heutigen Welt« werden, sprich: Moskau auf Augenhöhe mit Washington, Beijing und Berlin/ Brüssel bringen. Doch stellt er der EU zugleich eine »europäisch-eurasische Partnerschaft« in Aussicht – faktisch also ein Bündnis Rußlands mit der EU unter ihrer Vormacht Deutschland.
Berlin, das in Osteuropa seine eigenen Pläne verfolgt, reagiert trotz aller Kooperationsangebote verärgert. Uwe Halbach von der SWP etwa wettert über Putins »europäisch-eurasische Partnerschaft«: »Es handelt sich um einen weiteren Versuch, gegen die transatlantische Bindung Europas vorzugehen.« Tatsächlich sind nicht wenige in Berlin einer engen deutsch-russischen Kooperation prinzipiell sehr gewogen: Schließlich verschafft sie ein Gegengewicht zur Zusammenarbeit mit den USA und erweitert damit den weltpolitischen Spielraum Deutschlands ganz erheblich. Die Auseinandersetzungen um den Überfall auf den Irak im Jahr 2003, bei denen Berlin und Moskau gegen Washington standen, ließen erahnen, welche Machtperspektiven eine Achse Berlin-Moskau prinzipiell eröffnet. Allerdings ist dabei nicht vorgesehen, daß das Moskauer Ende der Achse stark genug ist, die Drehrichtung zu bestimmen; genau darauf jedoch zielt Putin mit der Eurasischen Union.
Kein Wunder daher, daß in Berlin, das bei Bedarf stets Menschenrechte und Demokratie zur Hand hat, plötzlich Fragen aufkommen: Ist Putin wirklich, wie Ex-Kanzler Schröder meint, ein »lupenreiner Demokrat«? Ist er nicht vielmehr ein skrupelloser Machtmensch – so etwas gibt es in Deutschland bekanntlich ja nicht – , der entschlossen bekämpft werden muß? Das Putin-Bashing, das Berlin seit letztem Herbst unter der üblichen menschenrechtlich-demokratischen Kostümierung betreibt, hat allerdings noch ein zweites Ziel: Es soll nicht nur den Vorkämpfer der Eurasischen Union schädigen, sondern auch die Sympathie der noch recht schwachen, aber an Umfang und Einfluß gewinnenden russischen Mittelschichten erkämpfen, die tendenziell am liberalen Westen orientiert sind und mit Macht nach oben streben – gegen Putin und seine autoritären Herrschaftsstrukturen. Mit seinen Hilfen für die neuen urbanen Mittelschichten möchte Berlin sich auf lange Sicht verläßliche Verbündete in Moskau schaffen.
Von erheblicher Bedeutung in puncto Eurasische Union ist natürlich die Ukraine. In Berlin ist mit Sorge vermerkt worden, daß Staatspräsident Janukowitsch bereits kurz nach seinem Amtsantritt 2010 die Nutzungsgenehmigung für die russische Flottenbasis im ukrainischen Sewastopol um ganze 25 Jahre verlängert hat. Sewastopol ist der bedeutendste Standort der russischen Schwarzmeerflotte; Kiews prowestliche Vorgängerregierung hatte das Stationierungsabkommen beenden wollen. Auch weitere Maßnahmen der ukrainischen Regierung werden in Deutschland als prorussisch interpretiert, etwa das Vorhaben, das Russische zur offiziellen Amtssprache aufzuwerten. Eigentlich entspricht das nur den von Berlin meist gepriesenen Minderheitenrechten – schließlich geben rund 30 Prozent der ukrainischen Bevölkerung Russisch als ihre Muttersprache an. Aber wächst nicht Moskaus Einfluß, wenn das Russische in der Ukraine gestärkt wird? Viele Experten befürchteten, die Ukraine könne langfristig »geopolitisch abdriften«, bilanzierte im April Kai-Olaf Lang von der »Forschungsgruppe EU-Integration« der SWP. Entsprechend drischt Berlin nicht nur auf Putin, sondern auch auf die Regierung Janukowitsch ein, zumal die ukrainische Justiz mit Exministerpräsidentin Julia Timoschenko die wichtigste Parteigängerin des Westens außer Gefecht gesetzt hat. Auch im Falle der Ukraine sind Menschenrechte als Kampfmittel hilfreich. Zwar sind Hunderte Menschen wegen unzureichender medizinischer Versorgung in ukrainischer Haft ums Leben gekommen, als in Kiew noch Timoschenko regierte und die deutsche Journaille damit beschäftigt war, Polen (wegen der Kaczynskis) und China (zugunsten des Dalai Lama) als »Menschenrechtsfeinde« in Grund und Boden zu schreiben, aber Timoschenko kooperierte mit Berlin – da gab es keinen Anlaß, sich um lästige Beschwerden von Amnesty International zu kümmern.
Bei alledem gibt es einen Faktor, der die deutsche Machtpolitik in Osteuropa empfindlich stören könnte: China. Als der mutmaßlich nächste chinesische Ministerpräsident Li Keqiang Ende April Moskau besuchte, wies der Warschauer Think-Tank Osrodek Studiów Wschodnich (OSW, Zentrum für Oststudien) auf die sich rasch intensivierende Zusammenarbeit zwischen Moskau und Beijing hin. Demnach boomen nicht nur die allgemeinen Wirtschaftsbeziehungen; China bezieht mittlerweile über eine Pipeline auch Erdöl aus Rußland, Verhandlungen über Erdgaslieferungen sind ebenfalls im Gange. Lieferte Gazprom Gas in die Volksrepublik, dann wäre Europa wohl bald nicht mehr sein privilegierter Kunde; die russisch-chinesischen Beziehungen hingegen könnten weiter an Bedeutung gewinnen. Bereits jetzt, hielt das OSW fest, führten Rußland und China sogar gemeinsame Seemanöver durch.
Explizit wies das OSW auch auf ein Kooperationsformat hin, das größer ist als Putins Eurasische Union, im Gegensatz zu dieser auch schon funktioniert, aber nicht von Rußland beherrscht wird und künftig sogar von China dominiert werden könnte – die Shanghai Cooperation Organisation (SCO). Das Bündnis, 2001 gegründet, umfaßt neben politischer und ökonomischer Kooperation auch gemeinsame Militärmanöver und bindet Moskaus Aufmerksamkeit in wachsendem Maß. Es zeigt, wie sich Rußland immer stärker nach Ostasien orientiert – keineswegs nur ökonomisch, sondern auch strategisch. Wenn es mit Putins »europäischeurasischer Partnerschaft« nichts wird, weil Berlin seine eigenen Machtambitionen durchsetzen will, dann eröffnen sich für Moskau neue Chancen im Osten. Für diesen Fall aber mag es durchaus sinnvoll sein, eine Hauptstadt zu haben, die näher am Zentrum des Geschehens in Ostasien liegt und nicht so weit ab vom Schuß wie das allzu weit westliche Moskau. Zugegeben – Schoigus Vorschlag wird wohl kaum realisiert werden. Er zeigt aber, daß Rußland weiterhin ganz eigenen Kalkülen folgt.
Jörg Kronauer schrieb in KONKRET 6/12 über die syrische Opposition
Konkret 07/12, S. 25

Warum die Palästinenser keinen Frieden mit Israel schließen können / Why Palestinians Cannot Make Peace with Israel

  • Was Europäer und Amerikaner nicht begreifen, ist, dass politische Führer, um Frieden zu schließen, ihr Volk auf Kompromisse und Toleranz vorbereiten müssen. Wenn man Frieden mit Israel schließen will, dann sagt man nicht seinem Volk, die Westmauer [Klagemauer] habe für die Juden keine religiöse Bedeutung und sei in Wahrheit heiliger muslimischer Besitz. Die Führer der Palästinensischen Autonomiebehörde, die Israel der „Kriegsverbrechen“ und des „Genozids“ bezichtigen, stellen ihr Volk ganz bestimmt nicht auf Frieden ein. Solche Behauptungen dienen dazu, die Palästinenser weiter gegen Israel aufzuhetzen.
  • Wenn Jassir Arafat nicht in der Lage war, das großzügige Angebot anzunehmen, welches der damalige Ministerpräsident Ehud Barak 2000 bei den Verhandlungen in Camp David unterbreitete, wer wäre dann Mahmoud Abbas, wenn er Israel irgendwelche Zugeständnisse machte? Arafat wurde damals mit den Worten zitiert, er wolle nicht Tee mit Anwar Sadat trinken, dem ersten arabischen Staatsmann, der einen Friedensvertrag mit Israel unterzeichnete und dafür ermordet wurde.
  • Kein palästinensischer Führer hat das Mandat, ein dauerhaftes Friedensabkommen mit Israel zu schließen. Kein Führer in Ramallah oder dem Gazastreifen ist dazu ermächtigt, den Konflikt mit Israel zu beenden. Jeder Palästinenser, der es wagt, von Zugeständnissen an Israel zu sprechen, wird umgehend als Verräter stigmatisiert. Wer glaubt, dass wer auch immer Abbas nachfolgen wird, dazu in der Lage sein wird, Israel echte Zugeständnisse zu machen, lebt in einer Traumwelt.

Es gibt zwei Hauptgründe, warum die Palästinenser niemals ein echtes und ernsthaftes Friedensabkommen mit Israel unterzeichnen werden – zumindest nicht in der näheren Zukunft.

Der erste ist der totale Mangel an Erziehung zum Frieden. Der zweite hängt damit zusammen, dass es keinen Führer gibt, der ermächtigt ist – oder den Mut dazu hat –, sich auf eine solch gefährliche Mission zu begeben.

Amerikaner und Europäer, die immer noch von der Notwendigkeit reden, den blockierten Friedensprozess im Nahen Osten wiederzubeleben, ignorieren diese beiden Faktoren. Sie beharren weiter darauf, dass Frieden immer noch möglich und der Ball bei Israel sei.

Was Europäer und Amerikaner nicht zur Kenntnis nehmen, ist, dass politische Führer, um Frieden zu schließen, ihr Volk auf Kompromisse und Toleranz vorbereiten müssen.

Tatsächlich ist es untertrieben zu sagen, die palästinensischen Führer hätten es versäumt, ihr Volk auf Frieden mit Israel einzustellen. Die Wahrheit ist, dass die palästinensische Führung ihr Volk seit langem gegen Israel aufgehetzt hat, bis zu einem Punkt, wo es fast unmöglich geworden ist, über irgendeine Art von Kompromiss zwischen Israelis und Palästinensern zu reden.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1994 hat die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) den größten Teil ihrer Energie und Propaganda darauf verwandt, Israel zu delegitimieren und isolieren. Ironischerweise ging diese Hetze selbst dann noch weiter, als die PA mit Israel am Verhandlungstisch saß, um über ein Friedensabkommen zu sprechen.

Wenn man Frieden mit Israel schließen will, dann sagt man nicht seinem Volk immer wieder, die Westmauer [Klagemauer] habe für die Juden keine religiöse Bedeutung und sei in Wahrheit heiliger muslimischer Besitz.

Man kann keinen Frieden mit Israel schließen, wenn man weiterhin die jüdische Geschichte und die Verbindungen der Juden zu dem Land leugnet. Man nehme beispielsweise die Reaktion von Hanan Ashrawi von der PLO auf Äußerungen von Präsident Barack Obama, in denen er die jüdische Geschichte anerkannt hatte. „Wieder einmal hat er [Obama] den Diskurs der zionistischen Ideologie übernommen“, sagte sie. „Er übernahm ihn, als er in diese Region kam und von der Rückkehr der Juden in ihr Land sprach, und dass dies ein jüdischer Staat sei.“

Man wird niemals in der Lage sein, Frieden mit Israel zu schließen, wenn man seinem Volk und dem Rest der Welt erzählt, der Zionismus sei geschaffen worden, um das jüdische Projekt der Weltherrschaft umzusetzen. Genau dies sagte der Botschafter der Palästinensischen Autonomiebehörde in Chile, Imad Nabil Jadaa, auf einer Konferenz über israelisch-palästinensischen Frieden in Santiago.

Imad Nabil Jadaa, der Botschafter der Palästinensischen Autonomiebehörde in Chile, erklärte am 15. Mai, die Protokolle der Weisen von Zion (eine antisemitische Fälschung) enthielten den Beweis eines jüdischen Plans zur Errichtung der Weltherrschaft. In derselben Rede sagte Jadaa: „Es gibt kein jüdisches Volk“ und dass die Palästinenser die Existenz eines jüdischen Volkes nicht anerkennen würden. (Foto: Screenshot ISGAP)

Es wird unmöglich sein, Frieden mit Israel zu schließen, zu einer Zeit, wo die Palästinensische Autonomiebehörde ihrem Volk erzählt, dass Juden Wildschweine benutzen, um palästinensische Bauern von ihren Feldern und Häusern im Westjordanland zu vertreiben. Genau das sagte PA-Präsident Mahmoud Abbas auf einer pro-palästinensischen Konferenz in Ramallah.

Laut der PA haben Juden auch Ratten eingesetzt, um arabische Bewohner der Jerusalemer Altstadt aus ihren Wohnungen zu vertreiben. Die offizielle palästinensische Nachrichtenagentur Wafa, die unmittelbar dem Büro von Abbas unterstellt ist, behauptete in einer Meldung: „Ratten sind zu einer israelischen Waffe geworden, um arabische Bewohner [aus der Jerusalemer Altstadt] zu vertreiben.“ Die Agentur berichtet: „Siedler fluten die Altstadt mit Ratten … Sie lassen die Ratten frei, um das Leiden der [arabischen] Bewohner zu vergrößern und sie dazu zu zwingen, ihre Häuser zu räumen und die Stadt zu verlassen.“

Solche Botschaften werden unter den Palästinensern nicht nur von der Hamas verbreitet, sondern auch von der vom Westen finanzierten Palästinensischen Autonomiebehörde, die zufällig Israels „Friedenspartner“ ist. Die Palästinenser hören diese Botschaften in den Moscheen, in den Medien und in öffentlichen Erklärungen palästinensischer Führer.

Hinzu kommt die weltweite Kampagne der PA zur Isolation, Delegitimierung und Dämonisierung Israels und der Israelis. Führer und Vertreter der PA, die Israel weiterhin der „Kriegsverbrechen“ und des „Genozids“ beschuldigen, stellen ihr Volk ganz bestimmt nicht auf Frieden ein. Solche Behauptungen dienen im Gegenteil dazu, die Palästinenser weiter gegen Israel aufzuhetzen.

Es ist genau diese Hetze, die noch mehr Palästinenser in die Arme der Rivalen der Palästinensischen Autonomiebehörde treibt, allen voran die der Hamas. Wenn man nicht müde wird, seinem Volk zu erzählen, dass Israel keinen Frieden wolle und nur danach trachte, das Leben der Palästinenser zu zerstören und ihr Land zu stehlen, dann ist es ausgeschlossen, dass die Palästinenser jemals irgendeiner Versöhnung, geschweige denn Frieden mit Israel zustimmen werden.

Doch der Mangel an Erziehung zum Frieden und die Hetze gegen Israel sind nicht das einzige Problem.

Es ist Zeit, dass die internationale Gemeinschaft die Tatsache zur Kenntnis nimmt, dass es keinen palästinensischen Führer gibt, der das Mandat hat, ein dauerhaftes Friedensabkommen mit Israel zu schließen. Kein Führer in Ramallah oder dem Gazastreifen ist dazu ermächtigt, den Konflikt mit Israel zu beenden.

Wenn Jassir Arafat nicht in der Lage war, das großzügige Angebot anzunehmen, das der damalige Ministerpräsident Ehud Barak 2000 bei den Verhandlungen in Camp David unterbreitete, wer wäre dann Mahmoud Abbas, wenn er Israel irgendwelche Zugeständnisse machte? Arafat wurde damals mit den Worten zitiert, er habe das Angebot zurückgewiesen, weil er nicht Tee mit Anwar Sadat trinken wolle, dem ersten arabischen Staatsmann, der einen Friedensvertrag mit Israel unterzeichnete und dafür ermordet wurde.

Auf vielerlei Art kann Abbas sich für die Lage, in der er heute ist, nur selbst die Schuld geben. Wenn man seinem Volk erzählt, man werde niemals Konzessionen machen, wie kann man dann ein Friedensabkommen mit Israel unterzeichnen?

Wer glaubt, dass wer auch immer Abbas nachfolgen wird, dazu in der Lage sein wird, Israel echte Zugeständnisse zu machen, lebt in einer Traumwelt. Jeder Palästinenser, der es wagt, von Zugeständnissen an Israel zu sprechen, wird umgehend als Verräter stigmatisiert.

Dies sind die beiden Gründe, warum der „Friedensprozess“ im Nahen Osten sich weiterhin in einem Teufelskreis drehen wird. Um Frieden zu schließen, muss man sein Volk auf Frieden mit Israel vorbereiten. Dies zu tun, hat die Palästinensische Autonomiebehörde versäumt. Und das ist wiederum der Grund, warum es in naher Zukunft keinen moderateren palästinensischen Führer geben wird.

http://de.gatestoneinstitute.org/6231/palaestinenser-frieden-israel

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  • Americans and Europeans fail to acknowledge that in order to achieve peace, the leaders must prepare their people for compromise and tolerance. If you want to make peace with Israel, you do not tell your people that the Western Wall has no religious significance to Jews and is, in fact, holy Muslim property. Palestinian Authority leaders who accuse Israel of „war crimes“ and „genocide“ are certainly not preparing their people for peace. Such allegations serve only to further agitate Palestinians against Israel.
  • If Yasser Arafat was not able to accept the generous offer made by former Prime Minister Ehud Barak at the 2000 Camp David summit, who is Mahmoud Abbas to make any concessions to Israel? Arafat was quoted then as saying that he rejected the offer because he did not want to end up drinking tea with assassinated Egyptian President Anwar Sadat, the first Arab leader to sign a peace agreement with Israel.
  • No Palestinian leader has a mandate to reach an everlasting peace agreement with Israel. No leader in Ramallah or the Gaza Strip is authorized to end the conflict with Israel. Any Palestinian who dares to talk about concessions to Israel is quickly denounced as a traitor. Those who believe that whoever succeeds Abbas will be able to make real concessions to Israel are living in an illusion.

There are two main reasons why Palestinians will not sign a real and meaningful peace agreement with Israel — at least not in the foreseeable future.

The first is a total lack of education for peace. The second is related to the absence of a leader who is authorized — or has the guts — to embark on such a risky mission.

Americans and Europeans who keep talking about the need to revive the stalled peace process in the Middle East continue to ignore these two factors. They continue to insist that peace is still possible and that the ball is in Israel’s court.

The Americans and Europeans fail to acknowledge that in order to achieve peace, the leaders must prepare their people for compromise and tolerance.

In fact, it is inaccurate to say merely that Palestinian leaders have failed to prepare their people for peace with Israel. Instead, one should say that the Palestinian leadership has long been inciting its people against Israel to a point where it has become almost impossible to talk about any form of compromise between Israelis and Palestinians.

Since its inception in 1994, the Palestinian Authority (PA) has devoted most of its energies and propaganda to delegitimizing and isolating Israel. Ironically, this incitement continued even as the PA was negotiating with Israel in an attempt to reach a peace agreement.

If you want to make peace with Israel, you do not tell your people every now and then that the Western Wall has no religious significance to Jews and is, in fact, holy Muslim property.

You cannot make peace with Israel if you continue to deny Jewish history or links to the land. Take, for example, what the PLO’s Hanan Ashrawi said in response to statements made by President Barack Obama, in which he acknowledged Jewish history. „Once again, he [Obama] has adopted the discourse of Zionist ideology,“ she said. „He adopted it when he came to this region, speaking about the Jews‘ return to their land, and that this is a Jewish state.“

You will never be able to make peace with Israel if you keep telling your people and the rest of the world that Zionism was created in order to implement the Jewish project of world domination. This is what the Palestinian Authority ambassador to Chile, Imad Nabil Jadaa, said at a conference on Israeli-Palestinian peace in Santiago.

Imad Nabil Jadaa, the Palestinian Authority ambassador to Chile, declared on May 15 that the The Protocols of the Elders of Zion (an antisemitic forgery) contains proof of a Jewish plan for world domination. In the same speech, Jadaa declared „there is no Jewish People“ and that Palestinians do not recognize the existence of a Jewish people. (Image source: ISGAP video screenshot)

It will be impossible to make peace with Israel at a time when the Palestinian Authority is telling its people that Jews use wild pigs to drive Palestinian farmers out of their fields and homes in the West Bank. This is what PA President Mahmoud Abbas told a pro-Palestinian conference in Ramallah.

According to the PA, Jews have also used rats to drive Arab residents of the Old City of Jerusalem out of their homes. The official Palestinian news agency, Wafa, which reports directly to Abbas’s office, claimed in a dispatch that, „Rats have become an Israeli weapon to displace and expel Arab residents“ of the Old City of Jerusalem. The agency reported: „Settlers flood the Old City with rats… they release the rats to increase the suffering of the [Arab] residents and force them to evict their homes and leave the city.“

These messages are being sent to Palestinians not only by Hamas, but also by the Western-funded Palestinian Authority, which happens to be Israel’s „peace partner.“ The messages are being sent to Palestinians through the mosques, media and public statements of Palestinian leaders.

This is in addition to the PA’s worldwide campaign to isolate, delegitimize and demonize Israel and Israelis. PA leaders and representatives who continue to accuse Israel of „war crimes“ and „genocide“ are certainly not preparing their people for peace with Israel. On the contrary, such allegations serve to further agitate Palestinians against Israel.

This is the type of incitement, in fact, that drives more Palestinians into the open arms of the Palestinian Authority’s rivals, first and foremost Hamas. If you keep telling your people that Israel does not want peace and only seeks to destroy the lives of the Palestinians and steal their lands, there is no way that Palestinians would ever accept any form of reconciliation, let alone peace, with Israel.

Yet this is not only about the lack of education for peace or anti-Israel incitement.

It is time for the international community to acknowledge the fact that no Palestinian leader has a mandate to reach an everlasting peace agreement with Israel. That is because no leader in Ramallah or the Gaza Strip is authorized to end the conflict with Israel.

If Yasser Arafat was not able to accept the generous offer made by former Prime Minister Ehud Barak at the 2000 Camp David summit, who is Mahmoud Abbas to make any form of concession to Israel? Arafat was quoted back them as saying that he rejected the offer because he did not want to end up drinking tea with assassinated Egyptian President Anwar Sadat, the first Arab leader to sign a peace agreement with Israel.

In many ways, Abbas can only blame himself for the situation he faces today. If you are telling your people that you will never make concessions, how can you ever sign a peace agreement with Israel?

Those who believe that whoever succeeds Abbas will be able to make real concessions to Israel are living in an illusion. It is time to admit that no present or future Palestinian leader is authorized to offer even the slightest concessions to Israel. Any Palestinian who dares to talk about concessions to Israel is quickly denounced as a traitor.

These are the two reasons why the „peace process“ in the Middle East will continue to revolve in a vicious cycle. In order to make peace with Israel, you need to prepare your people for peace with Israel. This is something that the Palestinian Authority has failed to do. And that is why we will not see the emergence of a more moderate Palestinian leader in the near future.

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

Psychoanalytische Arbeitsstation

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!
I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Früher galt als mutig, wer ein Revolutionär war, heute reicht es schon, wenn einer seine Meinung behält.

“Jeder fünfte Bewohner des Westjordanlandes ist ein israelischer Siedler”, greint die Generaldelegation Palästinas heute auf ihrer Homepage.
Und jeder fünfte Bewohner Israels ist ein palästinensischer Araber.
So what?

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Wer „ich will frei sein“ sagt, und es sagen viele, der ist ein Idiot. Denn das höchste was der Mensch als Freiheit haben kann, ist die Freiheit, seine Pflicht frei zu wählen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Nonkonformistische Attitüde und affirmative Inhalte – einer Kombination, die schon immer die linksdeutsche Ideologie gekennzeichnet hat. – Stephan Grigat

Es sind dieselben, die behaupten, das Geschlecht wäre nicht biologisch angeboren, sondern nur ein sozialer Konstrukt, und zugleich daß die Homosexualität kein sozialer Konstrukt wäre, sondern biologisch angeboren.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

„Es gibt zwei Dinge“, so wußte Hitler schon 1923, „die die Menschen vereinigen können: gemeinsame Ideale und gemeinsame Kriminalität“ .

Nach der gewaltsamen Beendigung des Mordens durch die Alliierten waren die Deutschen (und sind es bis heute geblieben) noch deutscher als zuvor.

„Der Staat sind wir“: Dies Credo der Sozialdemokratie Ferdinand Lassalles war die Wahrheit der Volksgemeinschaft, und der Nazismus war die vermittlungslose Basisdemokratie der Deutschen.

Die Demokratie der Bürger ist die interessierte Demutsadresse an den autoritären Staat.

„Die deutsche Nation ist das Apriori dieser seltsamen Wissenschaft, die

vorgibt, nichts zu kennen als Quellen, Quellen und nochmals Quellen, nichts als das

lautere Plätschern der Tatsachen und das ungetrübte Sprudeln der Empirie. Die

Quelle aber ist der Historie, was der Jurisprudenz das Indiz: Spielmaterial, bloße

Illustration des Systemzwangs zum Rechtsfrieden, d.h. empirische Legitimation der

vorab existenten letzten Instanz, an der jede Berufung aufhört und jede Revision

endet. Egal, wer Recht hat, solange nur Recht ist; was immer die Quellen sagen,

ein Beweis gegen die Nation wird sich daraus nie und nimmer folgern lassen.“ (…)

„Historische Wahrheit wird nach dem Modell von Meinungsumfragen vorgestellt;

kein Sample jedoch wird je repräsentativ genug sein,

um der deutschen Nation als solcher die Taten der Nazis zuzurechnen.

Die juristische Methode dieser seltsamen Wissenschaft, die sich die Behandlung der

Geschichte anmaßt, weiß so überaus sorgfältig zwischen Intention und Resultat zu

scheiden, daß der einzig noch mögliche Weg historischer Wahrheitsgewinnung, der

allerdings leider ausgeschlossen ist, Psychoanalyse wäre.“ – Joachim Bruhn

Da die Psychoanalyse heute auch nur noch ein korruptes Racket ist, würde sie nicht helfen.

 Der Himmel, wenn er sich schon öffnet, zitiert sich am liebsten selbst. 

Je verkommener eine menschliche Kreatur, desto eher fühlt sie sich beleidigt, respektlos behandelt, in ihrer Ehre verletzt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Der religiöse Rassismus der Islamisten, der den völkischen Rassismus der Nazis ersetzt hat, erklärt Allah zum Führer und die Jihadisten zu seiner privilegierten Kampftruppe: Wenn man so will, zu Allahs SS. Der Zusammenhalt dieser Kampftruppe wird über die Jenseitserwartung von Hölle und Paradies, also über das Instrument der religiösen Angst, sichergestellt. Diese Selbstbildfantasie der Islamisten ist mit ihrer (zumeist antijüdischen) Feindbildfantasie untrennbar verknüpft. – Matthias Küntzel

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten. Es sind Sozio-, Pädago- und Psychokratien, Rackets, die Erkenntnis nicht fördern, sondern verhindern.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
„Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett „antideutsch“ nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur „normale“ kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“– Hans Dieter Hüsch

Es gibt zweierlei Ethik: die moralische, der die Realität egal ist und die der Verantwortung, die reale Folgen der ethischen Forderungen berücksichtigt. Die erste ist gut gemeint, die zweite ist gut gemacht.

Was dem einen seine Souveränität, ist dem anderen seine Eigenmächtigkeit.

Das Schöne am Euro war, dass die Gewinner immerzu gewinnen konnten, ohne dass ihnen gleich die Quittung präsentiert wurde. Denn sie verdienen ja am Ausland, was heißt, eigentlich ein im Maße des Verdienens zunehmend schlechtes Geld – das ist durch den Euro aufgehoben worden: Man konnte ständig an einer anderen Nation verdienen, ohne dass das Geld dieser Nation darunter gelitten hat, weil sie gar kein eigenes hat. Der Wert dieses Geldes repräsentiert nicht die Leistungsfähigkeit dieser Nation. So hat der Euro von dem innereuropäischen Verdienen aneinander sogar noch gelebt; er hat vor der Krise absurderweise nur den Konkurrenzerfolg der Gewinner repräsentiert.

— Das ist ja mit der Idylle charakterisiert. Dass zunächst mal alle Seiten Gewinner des neu eingeführten Euro waren. Auch die, die ihre vergleichsweise Weichwährung gegen den Euro getauscht haben und damit auf einen Schlag Kredit zu ganz anderen Konditionen und Möglichkeiten hatten. Insofern waren die späteren Verlierer erst mal auch Gewinner.

Kein Nazifaschist hat je wirklich geglaubt, er bezöge die Ermächtigung seiner Ansprüche aus dem Teutoburger Wald; keiner seiner demokratischen Erben hat jemals tatsächlich gedacht, ihnen erwüchse Legitimität im Resultat des “Lernens aus der Geschichte”; niemals war ein Sozialist der Ansicht, es sei die famose “Befreiung der Arbeit” und nicht vielmehr das Recht auf Beute, was seine Politik im Interesse der Arbeiterklasse motivierte. Und keinesfalls erwächst den Palästinensern irgendein Recht aus der Tatsache, daß sie zuerst da waren. Einer Gesellschaft, der Hunger kein Grund ist zur Produktion, kann auch das Leiden kein Grund sein zur Solidarität. Es ist die Ideologie, die mit der Unmittelbarkeit des Leidens agitiert, die aus dessen fragloser Evidenz Sinn zu schlagen sucht, sei es im Sinne von Caritas oder Amnesty International, sei es im Sinne der Freunde des palästinensischen Volkes für den Israelhaß der Antisemiten wie für den Islamfaschismus dieses Volkes. Ariel Scharon jedenfalls, der Zionist und praktische Antifaschist, ist dem aufgelösten Rätsel der Geschichte näher als die deutsche Linke, deren “Antifaschismus” sich als Aufstand der Anständigen à la Gerhard Schröder oder als Solidarität mit dem palästinensischen Volk ausagiert. (…) Im Wesen Israels als des ungleichzeitigen Staates der Juden liegt es aber nicht nur, Reaktion auf den Verrat an Aufklärung und Weltrevolution, nicht nur, Notwehrversuch gegen den Nazifaschismus und Asyl zu sein. Sondern eben auch, daß die üblichen Muster der bürgerlichen Rollenverteilung – hier das Gewaltmonopol des bürgerlichen Staates im allgemeinen und dort die Personen, die die Regierungsausübung im besondern besorgen – für den israelischen Staates aufgrund seiner Konstitutionsbedingungen keine Geltung mehr hat. Was sich unter anderem darin zeigt, daß diese “Kritiker” der israelischen Regierungspolitik für den faschistischen Mob und die Behörden, die Selbstmordattentäter belohnen, Verständnis aufbringen (Folge von Besatzung und Ausbeutung), dagegen für den Versuch, die militärische Infrastruktur der Gegner Israels zu zerschlagen, am liebsten die Begriffe Auslöschung oder Ausrottung der palästinensischen Bevölkerung im Munde führen. Wie hinter der treudoofen Frage, ob es nicht möglich sein müsse, Spekulanten als das zu bezeichnen, was sie sind, ohne gleich als antisemitisch zu gelten, so verbirgt sich hinter der treulinken Frage, ob nicht auch in Israel, weil es sich auch dort um eine bürgerliche Gesellschaft handele, Faschismus möglich sei, die Erkenntnis dieser Fusion in verquerer und verschrobener Gestalt. Verquer, weil ja gerade erklärt werden sollte, wie Israel, dieser Fusion zum Trotz, eine parlamentarische Demokratie ist und bleibt; verschroben, weil diese Einheit von Staat und Regierung im Übergang von einem unerträglichen Alten (die Vernichtungsdrohung) zum noch nicht erreichten Neuen (die herrschaftslose Gesellschaft) ja doch den Inbegriff dessen ausmacht, was einmal als “Diktatur des Proletariats”, als Emanzipationsgewalt und organisierte politische Macht der Revolution, auch und gerade auf den roten Fahnen stand. In Anbetracht der Grundidee des Staates Israel, vor dem Hintergrund der linken Staatsmythen, betreffend die “Diktatur des Proletariats”, muß jede Beurteilung der Handlungen der Regierungsvertreter auch die völlig andere Qualität dieses Staates, verglichen mit allen anderen, deutlich werden lassen. (…)

Wenn diese Linke über Israel schwadroniert, dann hört sich das nicht minder grausig an. Dabei liegt der Zusammenhang zwischen dem Antisemitismus und dem Vernichtungswillen gegen die zum Staat gewordene bürgerliche Gesellschaft der Juden, gegen Israel, eigentlich auf der Hand: Der sogenannte Antizionismus stellt nichts anderes dar als die geopolitische, globalisierte Reproduktion des Antisemitismus, das heißt die Erscheinungsform, die er in Weltmarkt und Weltpolitik nach Auschwitz annehmen muß. Der Antizionismus ist der aus den kapitalisierten Gesellschaften in die Welt herausgekehrte Antisemitismus. So ist Israel der Jude unter den Staaten; die Verdammung des Zionismus als eines “Rassismus” durch die UNO gibt es zu Protokoll. Das macht: die moralische Verurteilung der menschlichen Unkosten der Konstitution bürgerlicher Staatlichkeit allein am Beispiel Israels führt vor Augen, was die Welt der Volksstaaten vergessen machen will – daß die Zentralisation der politischen Gewalt über Leben und Tod keineswegs die natürliche Organisationsform der Gattung Mensch darstellt, sondern Ausdruck eben von Herrschaft und Ausbeutung. Dabei ist Israel – und das macht die Kritik an diesem Staat so perfide und muß deshalb immer wieder gesagt werden – der einzige Staat dieser Welt, der für sich eine nicht zu bezweifelnde Legitimität beanspruchen kann. Israel, das ist der ungleichzeitige Staat, der entstanden ist sowohl als Reaktion auf das Dementi aller Versprechungen der bürgerlichen Nationalrevolution, sowohl als Antwort auf den stalinistischen Verrat an der kommunistischen Weltrevolution als auch als zu spät gekommene Notwehr gegen den Massenmord an den europäischen Juden. (…) Israel ist das Schibboleth jener doch so naheliegenden Revolution; es ist der unbegriffene Schatten ihres Scheiterns. Israel ist das Menetekel, das zum einen (und ganz unfreiwillig) die kategorischen Minimalbedingungen des Kommunismus illustriert, und das zum anderen sämtliche Bestialitäten zu demonstrieren scheint, zu denen der bürgerlich-kapitalistische Nationalstaat fähig ist. Wer Israel nicht begriffen hat, wer den Haß auf diesen Staat, den Antizionismus, und wer den Antisemitismus, das heißt den Vernichtungswillen sowohl gegen die in diesem Staat lebenden als auch gegen die kosmopolitisch verstreuten Juden, nicht begriffen hat als das, was Antisemitismus wesentlich darstellt: den bedingungslosen Haß auf die Idee einer in freier Assoziation lebenden Gattung, der hat den Kommunismus nicht als das “aufgelöste Rätsel der Geschichte” begriffen. –

 Der ostentative Muslimeifer aber, der sich im Alltag mancher ‚Allahu-Akbar‘-Brüller vielleicht doch sehr in Grenzen hält, findet im blanken Judenhass unverhoffte Nahrung, wo ihnen unter unendlich öden Koranrezitationen und geistlosen, absurden Vorschriften längst das bisschen ungeglaubten Glaubens zwischen den Fingern zerrann und ihr Muslimsein kaum je mehr ist als das typisch dauerbeleidigte, immer schon jeder Verantwortung ledige Gruppengefühl. Überhaupt will jeder Eifer – insbesondere der aktuelle, rasende Eifer des weltweit angreifenden Islam – den Stachel eines weniger drohenden als hinterrücks längst geschehenen Glaubensverlustes kompensieren.“ Mit anderen Worten: Muslime wurden nicht für ihr abstraktes Muslimsein kritisiert, sondern dafür, was – global betrachtet – die Mehrheit konkret darunter versteht: Die von Gott gegebene Ermächtigung zu Terror, Entrechtung, Antisemitismus. Wer differenziert, sollte nicht unerwähnt lassen, dass Osama bin Laden, Hassan Nasrallah und wie all die schrecklichen Figuren so heißen, in der muslimischen Welt als Helden gefeiert werden – und zwar nicht von einer minoritären Sekte, sondern von Millionen Muslimen, auch in Deutschland. (,,) Der unfreiwillige und verborgene Essentialismus der Postmoderne macht das Begreifen unmöglich, weil er die Beziehung zwischen Allgemeinem, Besonderem und Einzelnem nicht mehr zu thematisieren vermag. Wenn nur noch Vielfalt herrscht und Einzelnes und Allgemeines gewaltsam auseinandergerissen werden, bleibt die Verstandesleistung des begreifenden Subjekts auf der Strecke und die scheinbar ursprüngliche Differenz wird zum Mythos. Nicht nur dem Begriff des Allgemeinen, das ja ein noch einzulösendes ist, wird Gewalt angetan, auch dem Besonderen, dessen Unglück darin besteht, nur ein Besonderes zu sein, und das sich, weil es kein versöhnendes Ganzes gibt, dem schlecht-Allgemeinen, dem Racket nämlich, anschließen muss. – JAN HUISKENS

„Vernunft und Rationalität sind in dieser durchmedialisierten Welt chancenloser denn je. Ein unangenehmer Typ „Heckenschütze“ terrorisiert die Gesellschaft. Seine aktuelle Waffe: Der Phobienvorwurf.“ – Bettina Röhl

„Man wähnt, wenn man nach wissenschaftlichen Regeln sich richtet, dem wissenschaftlichen Ritual gehorcht, mit Wissenschaft sich umgibt, gerettet zu sein. Wissenschaftliche Approbation wird zum Ersatz der geistigen Reflexion des Tatsächlichen, in der Wissenschaft erst bestünde. […] Je tiefer man ahnt, daß man das Beste vergessen hat, desto mehr tröstet man sich damit, daß man über die Apparatur verfügt.“ (Theodor W. Adorno, Philosophie und Lehrer, AGS 10.2, 491)

„Vieles, was im Sinne von Foucaults »Mikrophysik der Macht« populär werden sollte; also die Erkenntnis, daß Macht nicht pyramidal hierarchisch, sondern durch sämtliche gesellschaftliche Bereiche hindurch wirkt, findet sich bereits in der Medizinkritik der Kritischen Theorie. Daß diese Thesen häufig übersehen wurden, mag daran liegen, daß sich Horkheimers entscheidende Äußerungen über Medizin und Psychiatrie nicht in den breit rezipierten Hauptwerken finden, sondern über die Gesamtausgabe verstreut sind. Wiemer suchte sie zusammen und zeigt, wie Horkheimer anhand der Medizin einen wesentlichen Charakterzug des modernen Kapitalismus ausmachte. Mediziner funktionieren laut Horkheimer wie fast jede wirtschaftliche Gruppe im Sinne eines Rackets. »Ein Racket«, erklärt er, »ist eine unter sich verschworene Gruppe, die ihre kollektiven Interessen zum Nachteil des Ganzen durchsetzt.« Allgemein betrachtet heißt das, daß sich die Klassengesellschaft in eine »neofeudale« Struktur verwandelt hat, innerhalb der Interessenverbände »nach dem Prinzip der Selbsterhaltung und der Machtakkumulation« funktionieren. Diesen Wandel macht Horkheimer an den Medizinern fest; und alles, was Horkheimer in seiner Kritik aussparte, von den Krankenversicherungen bis zum Pfusch in Krankenhäusern, wird von Carl Wiemer polemisch auf den neuesten Stand gebracht“  – Max Horkheimer

 

„Ein Shitstorm hat auch seine positive Seite. Da politisch korrekte Gülle meist in Richtung Originalität, Kreativität und Intelligenz geworfen wird, fliegt sie oft genug auf Leute, die zu lesen wirklich lohnt.“ – Evidenz-basierte Ansichten

Eine Frau wird als Frau geboren. ein Mann muß erst ein Mann werden.
Keine Paternalisierung, sondern fortschreitende Maternalisierung. Die Feminisierung und Genderisierug marginalisiert und zerstört die Vaterposition in den modernen »Gesellschaften«, die Vaterrolle erlitt allgemeine Degradierung, die Kanonisierung der Homosexulität im Speziellen und der sexuellen Diversität im Allgemeinen tilgt die noch übriggebliebenen Spuren einer Männlichkeit restlos aus, die nur noch als Schimpfwort der angeblichen „Paternalisierung“ im Jargon der Medien herumgeistert.

„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

Post-Pop-Epoche: der Sieg der Mode über die Sitten.

„Wir brauchen schadhafte Gebäude, durch deren geborstene Wände man hindurch­ sehen kann, um wenigstens einen Anfang zum Denken zu gewinnen.“ – Victor Tausk

„Was man in römischer Zeit das »Abendland« und später »Europa« nennen wird, ist die politische Konsequenz des individualistischen Martyriums, das ein gesprächsfreudiger Stadtstreicher auf sich nahm, um die Legitimität des im universalistischen Dialekt vorgebrachten Neuen gegen die entkräfteten lokalen Sitten zu demonstrieren.“ – Peter Sloterdijk

„Was nützt einem die Gesundheit wenn man ansonsten ein Idiot ist.“ – Theodor Adorno

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

They are the same who claim the sex/gender would not be biologically innate, but only a social construct, and at the same time that homosexuality was not a social construct, but biologically innate.

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

„There are two things,“ said Hitler in 1923, „which can unite people: common ideals and common crime“

After the violent termination of Murder by the Allies were the German (and have remained so to this day) more german than before.

The depraved human creature, the more she feels insulted, disrespected, offended in their honor.

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno

„Reason and rationality are chance-less than ever in this totally mediatised world. An unpleasant type Sniperterrorized society. His current weapon: The phobia accusation.“ – Bettina Röhl
„A Shitstorm has also its positive side. As politically correct manure it is usually thrown in the direction of originality, creativity and intelligence, she flies often to people who are really worth to read.“ – Evidenz-basierte Ansichten
A woman is born as a woman. a man has to become a man.
No paternalization but advancing maternalization. The feminization and genderization marginalized and destroyed the father position in the modern „societies,“ the father role suffered general degradation, the canonization of homosexuality in particular and the sexual diversity generally wipes out the still remaining traces of masculinity completely out,  only as an insult haunts the alleged „paternalization“ in the jargon of mass media.
PostPop era: the triumph of fashion over the morals.
„We need damaged buildings, so you can see through their cracked walls to win at least one viewpoint to start to begin to think. Victor Tausk
„What good is health if you are an idiot then?“ – Theodor Adorno

8./9. Mai – Tag der Befreiung von den Deutschen – Happy bedinungslose Kapitulation!

День Победы, Victory Day, Tag des Sieges: Happy bedinungslose Kapitulation!

ДЕНЬ ПОБЕДЫс Днём Победы!

– Этих слов ждали четыре года ! С Великой ПОБЕДОЙ НАС ВСЕХ ! Они шли на смерть,но шли не умирать, а защитить НАС, ныне живущих !!!! Вечная благодарность Воинам- Победителям в этой страшной войне!

 

 

 

Shana Tova - 2011 © by Julian S. Bielicki 120x90cm oil in canvas

Shana Tova – 2011 © by Julian S. Bielicki 120x90cm oil in canvas

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Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ / „If you want to lead the people, you are forced to follow the mob“- Oscar Wilde

Für mich ist der 8 und der 9 Mai der Tag der Befreiung. Für andere, der Teufel weiß was. Seit 70 Jahren ist der Führer tot, aber die Volksgemeinschaft lebt weiter, samt ihrer Paranoia, Juden- und Russenhaß, Tugendterror (Terror war schon immer ein Terror der Tugend), Gewalt unter dem Vorwand der Empörung, Heuchelei. Das vorgeblich Neue, ist nichts weiter als das Alte, das nicht vergehen mag. Ein guter Deutscher fängt den Tag mit seiner Darmentleerung, um “Auschwitz zu vermeiden”, was ihn nicht daran hindert, Israel Pest und Cholera zu wünschen. um “Auschwitz zu vermeiden” war Joschka Fischer maßgebend verantwortlich für die (völkerrechtswidrige) Bombardierung Serbiens im Rahmen des Kosovokrieges vom 24. März bis 10. Juni 1999, um “Auschwitz zu vermeiden” wurde vor einem Jahr ein faschistisches Putsch-Regime mit Gewalt unter maßgeblichen Beteiligung von Angela Merkel in Kiew installiert. Die postfaschistische Volksgemeinschaft wurde von dem rot-rot-grünen Top-Down-Gutmenschentum-Verordnungswesens (schwarz gibt’s ja nicht mehr) bis in die letzte Ritze der deutschen Gesellschaft durchgesetzt und herrscht mit Hilfe des Ministeriums für Betroffenheit und Bestürzung, mit unzähligen Organen und Unterdrückungs-Apparaten der Sozio-, Psycho- und Pädagokratie. Die Klassenherrschaft nahm die Form der Volksgemeinschaft an. „Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“, schreibt Horkheimer 1968. Über die Ideologie des neuen alten, anti-autoritär auftretenden Liberalismus ist damit auch alles gesagt. Adornos und Horkheimers Polemik gegen die Studentenbewegung ist von der geradezu prophetischen Einsicht getragen, daß demokratisch gesonnener anti-autoritärer Protest nichts anderes freisetzen wird als wiederum nur die alte Ordnung, aber nun ohne alle Hemmungen.“ – Clemens Nachtmann

(..) daß die postnazistische Demokratie die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert hat – daß sie es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst hat, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte. „ (…) „Nicht der angelsächsische liberale Kapitalismus, sondern der Nazifaschismus ist es, der, wie die heute beliebten Slogans heißen, „Ellenbogengesellschaft“ und „Kapitalismus pur“ verwirklicht: als kollektiver Amoklauf einer zerfallenden, in die Asozialität treibenden Gesellschaft.“ (…)Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre.“ (…) „

Aufklärungsarbeit in Deutschland

Dem – soweit man ihn hierzulande voraussetzen kann – unbefangenen Beobachter muß dieses Gespinst an Rechtfertigungen sich so darstellen, als hätten Millionen Deutsche kollektiv verabredet, sich dumm zu stellen und aus diesem Sich-dumm-stellen ein kohärentes System gezimmert, um auszutesten, ob irgendjemand es vielleicht als diskussionswürdige Aussage behandeln würde. Unterstellt werden kann jedenfalls, daß nur die wenigsten Deutschen den Quatsch von wegen „nichts gewußt“ etc., den sie sich und anderen erzählen, auch wirklich glauben. In Wirklichkeit ist jedem klar, daß der Nationalsozialismus, anders als Diktaturen traditionellen Zuschnitts, ohne massenhaftes Mitmachen nicht funktioniert hätte; jeder weiß, daß er sein Scherflein zum Funktionieren eines verbrecherischen Ganzen beigetragen hat und jeder weiß auch genau, daß er dies im Interesse des postfaschistischen Ganzen besser verheimlicht: „Das Funktionieren der Bundesrepublik verdankt sich unter anderem dem Umstand, daß einer vom anderen, selbst wenn er es gewollt hätte, nicht wissen sollte, wie groß sein Anteil an den faschistischen Verbrechen gewesen war“. (1) Weil die Entlastungslügen so durchsichtig sind und ein jeder insgeheim weiß, wie es sich genau verhält und dies daher umso tatkräftiger verleugnen muß, entsteht eine besonders verhärtete und gegen Aufklärung resistente Form des Bewußtseins. Horkheimer charakterisierte diese Mischung aus Gewitztheit und Zwanghaftigkeit einmal folgendermaßen: „Immer wieder zu formulieren: das Schuldbekenntnis der Deutschen… war ein famoses Verfahren, das völkische Gemeinschaftsempfinden in die Nachkriegsperiode hinüberzuretten. Das Wir zu bewahren war die Hauptsache … Das Schuldbekenntnis hieß vielmehr, ,wir‘ und die Nazis gehören zusammen, der Krieg ist verloren, ,wir‘ müssen Abbitte tun, sonst kommen wir nicht rasch genug wieder hoch. Erst wenn die Sieger Konsequenzen ziehen wollten, griff man zur unverschämten Lüge und behauptete das Gegenteil der Schuld, ,wir‘ haben davon nichts gewußt, anstatt ,wir‘ wollen es nicht wissen. Selbst noch das ,Ich‘ stand für das ,Wir‘. Ich war kein Nazi, im Grunde waren wir‘s alle nicht. Das Wir ist die Brücke, das Schlechte, das den Nazismus möglich machte.“ (2)

Geschäftsgrundlage der antifaschistischen Volkspädagogen, der Mahner und Warner wider das Vergessen und die Anfänge, denen zu wehren sei, war und ist dagegen die Annahme, die Deutschen seien etwas begriffsstutzig oder hätten sich in einen Irrtum verrannt, den man dadurch ausräumen könne, daß man sie mit seriöser Darstellung der historischen Fakten konfrontiere. Konsequent mußten die antifaschistischen Pädagogen die Ausflüchte der Landsleute für ernsthafte Behauptungen nehmen, die man Schritt für Schritt widerlegen könne. Da das Aufklärungsbemühen dergestalt von einer falschen Voraussetzung lebt, mußte es zu einer fast so gespenstischen und skurrilen Veranstaltung werden, wie es das allgemeine Sich-dumm-stellen immer schon war. Einmal abgesehen davon, daß der antifaschistische Lerneifer erst einsetzte, als garantiert alle das Zeitliche gesegnet hatten, die man für ihre Untaten belangen hätte müssen – was ihn als Ersatzhandlung vor allem verdächtig macht, ist die Tatsache, daß er stets als sensationelle Erkenntnis ausposaunen muß, was eine – im doppelten Sinne des Wortes – furchtbare Trivialität sondergleichen ist: daß die Ärzte, die Juristen, die Soziologen, die Historiker, kurz: alle fröhlich mitgemacht haben.

So zieht das verhärtete Bewußtsein der Durchschnittsdeutschen noch seine vermeintlich radikalsten Opponenten in seinen Bann: auch sie müssen sich dumm stellen, um ihr Geschäft weiterbetreiben zu können. Ihr Grundsatz ist die These, daß über den Nationalsozialismus noch lange nicht alles und vor allem nicht das Wesentliche gesagt wurde und daher noch unendlich großer Forschungsbedarf bestehe. Das verleiht Zähigkeit und Ausdauer und ermöglicht einem, Banalitäten als Offenbarung zu verhökern: „Die seit 1992 u.a. von Christopher Browning, David Bankier und Daniel Goldhagen veröffentlichten Studien markieren insofern einen Durchbruch, als sie den Fokus auf die Analyse der gewöhnlichen deutschen TäterInnen und das öffentliche Bewußtsein in Nazi-Deutschland legen. Diese Studien widerlegen erstmals das entlastende Märchen vom Befehlszwang. Sie weisen nach, daß die Deutschen die Juden freiwillig quälten, folterten und ermordeten.“ (jungle world 28/1998, S.15, Hvhb. cl.) Für Matthias Küntzel und seinen Co-Autoren, von denen diese Sätze stammen, war die Lektüre von Goldhagens „Hitlers willige Vollstrecker“ eine Offenbarung. Über die Botschaft, die da überbracht werden soll, sind sie sich allerdings selber nicht ganz im Klaren. Die unbedingte Ablehnung jedweder Theoretisierung der Massenvernichtung koexistiert bei ihnen ganz friedlich mit dem Wunsch nach einer wasserdichten Supertheorie. Da wird einerseits mit dem abgegriffensten Empör-Vokabular aus dem Wörterbuch des Gutmenschen ausgerufen: „Schon die Ermordung eines einzigen jüdischen Kindes aus der Warenform ableiten zu wollen, ist respektlos und zynisch zugleich.“ An anderer Stelle heißt es: Joachim „Bruhns Argumentation, die deutsche Spezifik, d.h. Auschwitz auszuklammern und die rassistische Denkform des rassistischen Mörders aus Solingen“ – einer rassistischen Stadt im rassistischen Deutschland, so könnte die Kraftmeierei weitergehen – „allein aus der Warnform abzuleiten mußte zwangsläufig bei einer Argumentation landen, die ihn zum Verteidiger des“ – damit es ja keiner vergißt – „rassistischen Mörders und der ,eigentlichen‘ Intentionen von Christian R. machte.“ Was sie immer schon über die „Wertkritiker“ von der bahamas und der ISF sagen wollten – jetzt wo sie endlich wissen, daß selbst „die Ermordung eines einzigen jüdischen Kindes“ von Übel war, trauen sie sich endlich. Weil sie nie verstanden haben, daß eine kritische Theorie der Gesellschaft nicht durch heulsusenhafte Beschreibung der Verbrechen, die die gesellschaftlich produzierten Subjekte verübt haben, ersetzt werden kann, streuen sie den Verdacht, daß all diejenigen, die sich den Mühen der Nacherzählung verweigern, herzlose Technokraten der Vernunft seien, Leute also, die in ihrer Respektlosigkeit und ihrem „Zynismus“ alle Merkmale des Schreibtischtäters aufweisen. Kein der Wertkritik Verdächtiger kam aber je auf die Schnapsidee, die Massenvernichtung der Juden, also die Tat selbst oder die Ermordung auch nur eines einzigen jüdischen Menschen direkt „aus der Warenform abzuleiten“. Die absurde Unterstellung, daß Joachim Bruhn ein Buch mit dem Titel „Was deutsch ist

„Adornos bittere Bemerkung, ein Deutscher sei ein Mensch, der keine Lüge aussprechen könne, ohne sie tatsächlich zu glauben, war ein Tropfen auf den heißen Stein des gesunden Volksempfindens. Was als Kritik gemeint war und als Intervention, ist zur “Frankfurter Schule” verkommen und biedert sich an. Die linken Intellektuellen haben das Einfache, das nur schwer zu machen ist – die staaten- und klassenlose Weltgesellschaft – theoretisch liquidiert, damit sie sich endlich, im Verein mit dem Klassenfeind von einst, um die “nationale Identität” sorgen dürfen. Deutschsein, das ist wieder, nach der Methode Goebbels/Weizsäcker, Schicksal und Auftrag zugleich. Und dabei bereitet es doch in Wahrheit gar keine geistige Mühe, auf die Frage, was deutsch ist, die Auskunft zu erteilen: Herrschaft, Verwertung, Vernichtung.“

geschrieben haben soll, in dem dann ausgerechnet die „deutsche Spezifik ausgeklammert“ sei, kann nur aufstellen kann, wer das Buch in böser Absicht gelesen hat. (3) Diese Mischung aus bekennendem Pathos und Denunziation hat aber System. Es soll ein Verdikt gesprochen werden, das da lautet: angesichts von Auschwitz ist jegliche Form von Gesellschaftstheorie apologetisch. Von Objektivität zu sprechen, zu begründen, nach Konstitutionsbedingungen zu fragen, zu schließen, abzuleiten – für Küntzel et al. ist das alles eins, nämlich das, was Betroffenheitslinke immer schon an Theorie gehaßt haben: „Determinismus“, „Objektivismus“, „schematischer Ökonomismus“, „Ableitungsakrobatik“ und vor allem: „ein erstklassiger Freispruch für die VollstreckerInnen. – Clemens Nachtmann

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

 

Mehr auf:

Gehorsam ohne Befehl – Vom Tellerwäscher zum Außenminister
“Wir sind der Schwarm!”
„Warum sind Deutsche so schnell dabei israelische Flaggen zu entfernen?
„Die Maske Antizionismus“
„Der Film „Im Labyrinth des Schweigens“ – Trailer, Rezension und Texte zum Film“

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«Der Westen schreibt die Geschichte um» | Die Weltwoche, Ausgabe 19/2015

Angela Merkel, François Hollande und auch Schweizer Politiker boykottieren die Moskauer Feiern zum 70. Jahrestag des Kriegsendes. Für Kremlberater Alexei Puschkow ist die Ukraine-Krise nur ein Vorwand. Es gehe dem Westen um Geschichtsklitterung.

Von Wolfgang Koydl

«Der Trend läuft gegen die Amerikaner»: Aussenpolitiker Puschkow.Bild: Fjodor Sawinzew

Eigentlich ist ihm das diplomatische Handwerk in die Wiege gelegt worden. Alexei Konstantinowitsch Puschkow wurde 1954 als Sohn eines sowjetischen Diplomaten und einer Sinologin in Peking geboren. Da schien es nur folgerichtig, dass er an der MGIMO studierte, der angesehenen Hochschule des sowjetischen Aussenministeriums in Moskau, wo er heute unterrichtet. In den heis­sen Jahren der Perestroika wurde er Redenschreiber von Kremlchef Michail Gorbatschow, bevor er in den Journalismus wechselte. Dort kam ihm zugute, dass er sich selten diplomatisch, sondern meist recht unverblümt ausdrückt – auch noch, als er 2011 ins russische Parlament und zum Vorsitzenden des mächtigen aussenpolitischen Ausschusses gewählt wurde. Im Gespräch mit der Weltwoche im obersten Stock des Duma-Gebäudes nahe dem Roten Platz gab er sich jedoch konzi­liant und eher besorgt. Der Schlüssel für eine friedliche Lösung der Ukraine-Krise liegt seiner Meinung nach in Berlin und Paris.

Alexei Konstantinowitsch, vor siebzig Jahren feierte die ganze Welt den Sieg über Hitler-Deutschland. Diese Woche gedenkt die Welt dieses Sieges allerdings eher getrennt. Die meisten westlichen Führer kommen nicht zu den Feiern nach Moskau. Was ist falsch gelaufen?

Als Begründung wurden die Krise in der Ukraine und die Spannungen zwischen Russland und der euro-atlantischen Gemeinschaft angegeben. Aber das ist in meinen Augen nur ein Vorwand und kein überzeugender Grund, nicht nach Moskau zu kommen und das Andenken jener zu ehren, die ihr Leben für den Sieg opferten – in Russland waren das 27 Millionen Menschen. Jeder redliche Mensch anerkennt die Rolle, die Russland damals gespielt hat.

Wenn die Ukraine-Krise nur ein Vorwand ist, was ist dann der eigentliche Grund?

Es ist die Absicht einiger westlicher Länder, angeführt von den Vereinigten Staaten, die Geschichte umzuschreiben. Bisher wurde allgemein anerkannt, dass der Sieg über den Faschismus der gemeinsamen Anstrengung Russlands und der Westmächte zu verdanken war. Diese Lesart wird zwar nicht total in Abrede gestellt, aber sie wird derzeit im Westen einer Überprüfung unterzogen.

Woran wollen Sie das erkannt haben? Keiner bezweifelt doch, dass die Westmächte und die UdSSR gemeinsam gegen Deutschland kämpften.

Das erkennt man deutlich an Äusserungen in diversen osteuropäischen Ländern, im Baltikum, in Polen, in der Ukraine. Sie wollen eine neue Geschichte schreiben. Nehmen Sie die Bemerkung des ukrainischen Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk bei seinem Besuch in Berlin. Er sagte, dass die Sowjetunion in die Ukraine und in Deutschland einmarschiert sei. Was meint er damit? Eine Invasion Deutschlands durch die UdSSR, nachdem Deutschland in der Sowjetunion und in ganz Osteuropa einmarschiert war? Und selbst wenn es wirklich eine sowjetische Invasion Deutschlands gewesen wäre – was haben dann die Amerikaner, die Briten, die Franzosen getan? Das ist ein Mix aus ­Unsinn und antirussischer Paranoia mit dem Ziel, die Geschichte umzuschreiben.

Die historischen Tatsachen sind doch unbestritten. Was soll es da Neues zu entdecken geben?

Die baltischen Staaten waren aktiv an den Aktivitäten von Nazideutschland gegen die Sowjetunion beteiligt. Es gab lettische und estnische SS-Divisionen. Sie handelten wie deutsche SS-Formationen, es gab keinen Unterschied. Ausserdem nahmen die Balten an der Verfolgung der Juden teil. Die meisten der 70 000 Juden, die im Getto von Riga umkamen, wurden von Letten ermordet. Die Deutschen beaufsichtigten die Operationen nur und gewährten den Letten freie Hand. Die drei baltischen Republiken haben eine Menge von Geheimnissen, die sie gerne vergessen würden. Das gilt auch für Polen. Warschau schloss 1934 einen Nichtangriffs- und Kooperationsvertrag mit Berlin. Das vergessen sie, wenn sie uns den Pakt mit Hitler vorwerfen. Polen war an der Aufteilung der Tschechoslowakei beteiligt, es schnappte sich Teschen im Norden, wo 300 000 Menschen lebten.

Aus welchen Gründen auch immer – der Westen glänzt bei den für Moskau so wichtigen Feiern zum 70. Jahrestag des Sieges durch Abwesenheit. Noch nicht einmal die neutrale Schweiz schickt einen hochrangigen Vertreter.

Ich will keine scharfen Worte gegen die Schweiz aussprechen, denn ich glaube, dass sich die Schweiz in einer ziemlich schwierigen Situation befindet. Sie ist Teil der westlichen Gemeinschaft. Sie kann es sich nicht leisten, ein Dissident zu sein. Es liegt auch gar nicht in ihrem Charakter, gegen eine ­Gemeinschaft aufzubegehren, der sie angehört. Soweit die Schweiz die Ereignisse in der Ukraine beeinflussen konnte, war sie ein positiver und vernünftiger Partner. Ich ­glaube nicht, dass sie das Mächtegleich­gewicht verändern kann. Die Schweiz kann versuchen, eine positive Rolle zu spielen, und ich denke, sie hat es auch versucht, trotz ihrer begrenzten Möglichkeiten. Ihre Bemühungen wurden in Moskau bemerkt.

Die Europäische Union stellt sich auf den Standpunkt, dass es ihr in der Ukraine um den Schutz westlicher Werte geht.

Das sind nur leere Worte. Wir sehen ein zunehmend nationalistisches Europa. Wenn ein rumänischer Präsidentschaftskandidat sagt, dass die Republik Moldau bis 2018 Teil Rumäniens sein wird – was soll das? Das ist purer Nationalismus. Aber niemand in der EU sagt ein Wort. Eine ganze Reihe dieser osteuropäischen Nationen pflegt eine ­Mischung aus neuem Nationalismus und alten geopolitischen Ambitionen. Eine Zeitlang mussten sie die zurückstellen, aber nun, da ihnen die Nato, die USA und Grossbritannien den Rücken stärken, fühlen sie sich frei, wieder offen darüber zu sprechen. Warschau hat meiner Meinung nach nie Abschied genommen von der Idee eines Grosspolen. Und in der Ukraine hat das Parlament ein Gesetz verabschiedet, das jene Kräfte rehabilitiert, die an der Seite Hitlers kämpften. Aber wenn die westlichen Mächte diese schlimmsten Instinkte unterstützen – nun, das ist es, was man dann bekommt.

Übertreiben Sie da nicht ein wenig?

Es ist doch offenkundig, dass das gemein­same Erbe der Nachkriegszeit – der gemeinsame Sieg über den Faschismus – im Westen immer mehr angezweifelt wird. Dieses Erbe wurde nicht einmal in den Jahren des Kalten Krieges in Frage gestellt, ja, ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass dieses gemeinsame Erbe den Ausbruch eines heissen Krieges in Europa mit verhindert hat. Jetzt gibt es Stimmen, die sagen, dass die Sowjetunion genauso verantwortlich war für den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wie ­Nazideutschland. Und wenn ich höre, dass man in Deutschland den Buchhalter von Auschwitz vor Gericht stellt, dann frage ich mich: Warum beachtet niemand, was in der Ukraine geschieht, wo Tausende ­Nazis mit Fackeln marschieren?

Wo steht Deutschland in diesem Bild? Die Deutschen hatten ja immer ein spezielles Verhältnis zu Russland.

Deutschland war unser Hauptpartner in der EU, zunächst einmal als Handelspartner. Vor der Krise betrug das Handelsvolumen etwa 100 Milliarden Dollar, etwas mehr als ein Fünftel des gesamten Handels mit der EU. Auch politisch ist Deutschland das führende Land in der EU. Deshalb war es sehr wichtig für den Dialog, für die strategische Partnerschaft zwischen Russland und der EU. Ich glaube, dass sich Deutschland hat mitreissen lassen vom Wunsch, den Einfluss der EU auf die Ukraine aus­zuweiten. Das besondere Verhältnis zwischen Berlin und Moskau ist zum Opfer dieser Politik geworden.

Deutschland? Das Assoziierungsangebot kam doch von der EU?

Das ganze Assoziierungsgeschäft war schlecht gemanagt. Wir boten Dreiergespräche über die möglichen Konsequenzen dieses Abkommens an: Moskau, Brüssel und Kiew. Denn das Abkommen schafft eine Freihandelszone zwischen der EU und der Ukraine. Gleichzeitig hatte die Ukraine eine Freihandelszone mit Russland. Es kann aber nicht zwei Freihandelszonen zur selben Zeit geben. Oder man braucht eine spezielle Übereinkunft. Wenn man sich für die EU entscheidet, muss man eine Regelung mit Russland finden. Aber aus Berlin, aus Brüssel, vom Europäischen Parlament hörten wir nur: «Das geht euch nichts an. Wir machen das untereinander aus, nur wir und die Ukrainer.» Nachdem sie es noch zwei-, dreimal versucht hatten, sagten sich die Russen: «Gut, wenn das eure Sache ist, dann wird Russland die Vereinbarung über die Freihandelszone mit der Ukraine revidieren.» Aber als Antwort von der EU haben wir gehört: «Nein, nein, wir wollen, dass ihr weiter ukrainische Produkte zu denselben Bedingungen kauft wie bisher.» Ich verstehe schon, warum die Europäer das wollten. Sie wollten eine Assoziierung, aber wir sollten dafür bezahlen. Aber das ist unmöglich: Die Ukraine kann nicht zugleich zu zwei Freihandelszonen gehören. So etwas gibt es nicht. Nun hat die EU auch noch die Verantwortung dafür übernommen, für die Ukraine zu bezahlen. Die Amerikaner werden es nicht tun. Sie zahlen nur für das Militär.

Ist die Ukraine wirklich so wichtig für die USA? Oder verfolgen sie eine andere Agenda?

Für die USA ist die Ukraine nur als Gegen­gewicht zu Russland wichtig. Im Übrigen interessiert sie Washington nicht. Da Russland eine Reihe von politischen Aktionen der USA und deren Politik in Syrien nicht unterstützen wollte und gegen die «orange Revolu­tion» war, die von aussen finanziert wurde, entschied sich die Obama-Administration, vom Dialog mit Moskau zur Politik eines neuen kalten Krieges überzugehen. Darüber hinaus sehen wir die Vorbereitung auf den Beitritt der Ukraine und Georgiens zur Nato als Bedrohung unserer eigenen Sicherheit an.

Das ist bekannt. Aber es sieht nicht so aus, als ob die USA ihre Politik überdenken würden. Sie erwarten das eher von Russland.

Die USA befinden sich in einer Phase verzweifelter Expansion. Früher war es nur Expansion, jetzt ist es verzweifelte Expansion. Der Grund dafür: Die USA verlieren in interna­tionalen Angelegenheiten an Gewicht. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden 45 Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes in den USA erwirtschaftet, jetzt sind es 18,19 Prozent. Die Amerikaner sind zwar immer noch die grösste Macht der Erde, aber der Trend läuft gegen sie. Es gilt das Gesetz vom Aufstieg und Fall grosser Mächte. Wir sehen einen Aufstieg Chinas. Aber auch andere Mächte bezweifeln den Anspruch Amerikas, die Welt zu regieren: Brasilien, Russland, Indien, der Iran und einige andere. Deshalb versuchen die Amerikaner, ihre geopolitischen Positionen zu konsolidieren. Diese verzweifelte Expansion verleitet Amerika zu unüberlegter Politik, sei es gegenüber Russland, sei es im Nahen Osten. Der Islamische Staat ist eine unmittelbare Folge amerikanischer Politik in Syrien. Oder Libyen. Es herrschte dort eine Diktatur, aber es gab auch Stabilität. Und es gab keinen Terrorismus. Was ist es heute? Ein Niemandsland, mit Auswirkungen auf Europa. Einerseits wegen der Flüchtlingsströme, andererseits bin ich sicher, dass es der IS ernst meint mit seinen Drohungen, Terroristen nach Europa einzuschleusen.

Glaubt man dem amerikanischen Geostrategen George Friedman, dann liegt das in Amerikas Interesse. Er schreibt, dass es ­immer US-Politik gewesen sei, überall Instabilität zu schaffen.

Ja, man spricht von kontrolliertem Chaos. Aber dieses Chaos kann fatale Folgen für die Amerikaner haben. Sie mögen es eine Zeitlang kontrollieren, aber langfristig wird es ihre Vorherrschaft herausfordern. Es ist eine sehr gefährliche, sehr riskante Politik, denn das Chaos kann – und wird – ausser Kontrolle geraten. Man sieht jetzt schon die Konsequenzen dieser Politik. Ich höre, dass die Länder der arabischen Welt Moskau bitten, in die Region, nach Nordafrika, zurückzukehren. Ägypten etwa wünscht sich wieder einen verlässlichen Verbündeten. Sie trauen den Amerikanern nicht mehr.

Bei der Vereinbarung über das iranische Atomprogramm hat Russland freilich an einem Strick mit den Amerikanern ge­zogen. Warum?

Die USA und Russland haben einige gemeinsame Interessen. Zu ihnen gehört die Nichtverbreitung von Nuklearwaffen. Ich glaube, dass die Amerikaner trotz des Chaos, das sie schaffen, nicht wünschen, dass Atomwaffen über die ganze Welt verbreitet werden.

Was gewinnt Russland aus dem Iran-Deal?

Wir wollen, dass der Nahe Osten atomwaffenfrei bleibt. Sicher, jeder weiss, dass Israel ­Nuklearwaffen hat. Aber je mehr Nuklearmächte es gibt, desto gefährlicher ist es. Und vergessen Sie nicht, diese Region liegt südlich unserer Grenzen. Wenn der Iran die Bombe hat, werden die Saudis eine sunnitische Bombe haben wollen. Dann sagen die Türken: «Sind wir etwa schlechter?», und dann kommen die Ägypter. Das ist der erste Grund. Der zweite: Wir wollen keinen neuen grossen Krieg im Nahen Osten. Die Lage ist instabil genug. Das hat direkte Auswirkungen auf uns, das macht uns verletzlich. Der radikale Islam kann den Nordkaukasus destabilisieren, und er kann über Afghanistan in Zentralasien eindringen. Wir wollen nicht, dass ­Zentralasien in Flammen aufgeht. Die Amerikaner spielen ein gefährliches Spiel, weil sie sich durch zwei Ozeane geschützt glauben. Aber Amerika ist auch eine eurasische Macht, Amerika ist anwesend in Eurasien durch ­Militärbündnisse von Westeuropa bis hin zu Japan und durch zahlreiche Stützpunkte. Daher können sich die USA auf die Ozeane nicht verlassen. Sie können verletzlich sein, auch ausserhalb ihrer Grenzen. Dass sie gefährdet sind, hat man ja schon gesehen, etwa als der US-Botschafter in Libyen ermordet wurde.

In dieser Angelegenheit ist die damalige ­Aussenministerin Hillary Clinton heftig kritisiert worden. Nun kandidiert sie für die Präsidentschaft. Wenn Sie es sich aussuchen könnten: Wen hätte Moskau lieber im Weis­sen Haus? Hillary Clinton oder einen Republikaner?

Unabhängig von der Parteizugehörigkeit würden wir jemanden vorziehen, der die Versuche, Russland zu isolieren, beendet. Wenn das zufällig Hillary Clinton ist, dann werden wir mit ihr sehr glücklich sein. Wenn es Jeb Bush ist, dann wären wir recht glücklich mit ihm. Wen wir wirklich ungern im Weissen Haus sehen würden, wäre jemand mit harten Ansichten, der etwa für militärisches Vor­gehen im Iran plädiert. Jemanden wie Ted Cruz oder Marco Rubio. Die haben keine Erfahrung, und sie haben eine sehr primitive Weltsicht. Die glauben einzig und allein, dass Amerika die Welt beherrschen sollte.

Kommen wir zurück zur Lage in der Ukraine. Im Moment ist sie ruhig, aber angespannt. Was geschieht als Nächstes?

Komplizierte Verhandlungen oder Wiederaufnahme der Kampfhandlungen durch ­Kiew.

Sehen Sie Anzeichen für komplizierte Verhandlungen?

Nein, und das beunruhigt mich. Nebenbei bemerkt, macht man sich darüber auch in Frankreich Sorgen. Ich bin gerade aus Paris zurück. Dort sorgt man sich, dass Kiew neue Bedingungen stellt, die das Minsker Abkommen auf den Kopf stellen. Die Ukraine will dieses Abkommen nicht demonstrativ aufkündigen, denn das würde im Westen Irritationen auslösen. Uns macht Sorgen, dass ­Kiew neue Waffen und Kämpfer in der Ost­ukraine konzentriert. Wir glauben, dass Kiew eine Offensive plant. Die ersten beiden Offensiven sind fehlgeschlagen, deshalb glaube ich nicht, dass sie die Kontrolle über die Ostukraine militärisch wiedergewinnen werden. Aber die Kriegspartei in Kiew ist sehr stark, und Präsident Poroschenko, der als Mann des Friedens gilt, handelt und redet, als ob er zur Kriegspartei gehörte. Er hofft, dass er mit US-Militärhilfe einen militärischen Sieg erringt. Unsinn. Übrigens sagen auch amerikanische Experten, dass die militärische Option keine Lösung bringen, sondern die politische ­Option töten wird.

Was kann man tun, um Verhandlungen in Gang zu bringen?

Ich erwarte nichts von den Amerikanern. Jetzt haben sie auch Militärausbilder geschickt. Alles, was sie tun, fliesst in die Militärhilfe.

Was bleibt?

Die Europäische Union sollte Druck auf ­Kiew ausüben. Kiew hängt vollständig am Tropf des Westens. Die Ukraine ist wirtschaftlich und finanziell ein schwarzes Loch. Wenn sie nicht den Fünf-Milliarden-Dollar-Kredit des IWF bekommen hätte, wäre sie heute bankrott.

Dann müsste Europa aber gegen amerikanische Interessen handeln.

Nein, denn die USA können nicht öffentlich sagen, dass sie gegen das Minsker Abkommen sind. Das sähe schlecht aus. Aber es ist ­bekannt, dass sie den Ministerpräsidenten ­Jazenjuk unterstützen, der in Kiew die Kriegspartei anführt.

Sie meinen also, Washington würde den ­Europäern freie Hand lassen?

Die Amerikaner sind in dieser Weltgegend nicht völlig frei. Sie hängen auch von Europa ab. Als Angela Merkel nach Washington fuhr und Obama sagte, dass sie und die anderen Europäer absolut gegen US-Waffenlieferungen an Kiew seien, hörte er ihr zu. Denn er will keinen Bruch in der Nato. Wenn Europa standfest bleibt, gibt es eine Chance auf Frieden. Aber er kommt nicht von selbst. Wenn Angela Merkel und François Hollande die Fortsetzung des Krieges in der Ostukraine mit all den negativen Folgen für die europäische Sicherheit vermeiden wollen, dann müssen sie Druck auf Kiew ausüben, damit Kiew auf die militärische Option verzichtet. Dann müssen wir langsam zum politischen Prozess kommen. Einen anderen Weg gibt es nicht.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-19/der-westen-schreibt-die-geschichte-um-die-weltwoche-ausgabe-192015.html

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Befreiung von den Deutschen

Heute vor siebzig Jahren wurde nicht Deutschland vom Nationalsozialismus befreit, sondern die zivilisierte Welt von der deutschen Barbarei. Die Deutschen, die bis zum Schluss hinter ihrem geliebten Führer standen, mussten mit massiven militärischen Mitteln zur Kapitulation gezwungen werden, und sie empfingen die Alliierten nicht mit Blumen, sondern mit Argwohn, unendlichem Selbstmitleid und dem Gefühl, um den Endsieg betrogen worden zu sein. Für sie war der 8. Mai 1945 der Tag der Niederlage, und so haben sie es auch selbst gesehen. Sehr zu Recht übrigens, denn befreit werden kann nur, wer sich zuvor in einer Form von Gefangenschaft befunden hat. Die übergroße Mehrheit der Deutschen hat das volksgemeinschaftliche Projekt des Nationalsozialismus und seine Menschheitsverbrechen jedoch begrüßt, getragen oder zumindest geduldet. Wer also davon spricht, der 8. Mai sei auch für die Deutschen ein Tag der Befreiung, macht erstens zwischen ihnen und den Nazis einen Unterschied, den es nicht gab, und zweitens Täter zu Opfern. Genau das ist in der Regel auch der Sinn dieser Übung.

Lange Zeit war es in der Bundesrepublik nur eine kleine Minderheit, die darauf bestand, den 8. Mai als Tag der Befreiung zu sehen. Sie rückte damit etwas ins öffentliche Bewusstsein, das die Mehrheit partout nicht wissen wollte: dass es überhaupt Befreite gab, dass die Deutschen gar nicht die Opfer waren, als die sie sich so gerne sahen, und dass sie den Krieg verloren hatten. Wer den Aspekt der Befreiung in den Mittelpunkt stellte, positionierte sich gegen den postnazistischen Mainstream der Geschichtsklitterer, Relativierer und Beschweiger, gegen den Mythos von der sauberen Wehrmacht und der Stunde Null und gegen die Lüge, von nichts gewusst zu haben. Wer vom Tag der Befreiung sprach, klagte die Täter als solche an, solidarisierte sich mit den Befreiern und Befreiten (oder gehörte selbst zu ihnen) und dementierte das Gerede vom unterschiedslosen Schrecken, den der Krieg über die Menschheit bringe.

Es war eine Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, die vor 30 Jahren schließlich einen Paradigmenwechsel einleitete. Weizsäcker sagte, der 8. Mai habe »uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft«, und man dürfe »nicht im Ende des Krieges die Ursache für Flucht, Vertreibung und Unfreiheit sehen«. Diese Ursache liege vielmehr »in seinem Anfang und im Beginn jener Gewaltherrschaft, die zum Krieg führte«. Der frühere Wehrmachtsoffizier, ab 1941 selbst aktiv am Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion beteiligt, hatte erkannt, dass das postnazistische deutsche Selbstbewusstsein einer neuen Strategie bedurfte: Weg von der störrischen Relativierung, Aufrechnung und Schlussstrich-Mentalität, die nur außenpolitischen Schaden anrichtete, hin zu einer offensiven und demonstrativen »Vergangenheitsbewältigung«, die genügend moralischen Gewinn abwerfen sollte, um sich von den Fesseln der Nachkriegszeit lösen zu können, ohne Misstrauen zu erregen.

Anfangs gab es dagegen noch Widerstände, doch das Modell Weizsäcker hat sich durchgesetzt. Das antifaschistische Bekenntnis dient und ermächtigt inzwischen dazu, den Zeigefinger auf Befreier und Befreite zu richten, die schließlich auch ihre Leichen im Keller hätten. Mehr noch: Es hat den Typus des »Gerade wir als Deutsche«-Deutschen hervorgebracht. »Mit den Verbrechen, die Deutschland an den Juden und an der Menschheit beging, hat es sich eigenem Selbstverständnis gemäß das Vorrecht, die Auszeichnung und die Ehre erworben, fortan besondere Verantwortung zu tragen«, schrieb der Publizist Wolfgang Pohrt bereits vor vielen Jahren. »Zwei angezettelte Weltkriege böten, so meint man weiter, die besten Startbedingungen, wenn es um den ersten Platz unter den Weltfriedensrichtern und Weltfriedensstiftern geht – frei nach der jesuitischen Devise, dass nur ein großer Sünder das Zeug zum großen Moralisten habe. Je schrecklicher die Sünde, desto tiefer die Buße und Reue, je tiefer die Buße und Reue, desto strahlender am Ende die moralische Überlegenheit.«

Ein weithin sichtbares Zeichen dafür ist das Holocaust-Mahnmal in Berlin, eine Touristenattraktion, zu der man »gerne hingeht«, wie es Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder so unnachahmlich formulierte. Zum fünften Jahrestag der Einweihung dieses größten Gedenkmonuments der Welt – das es ohne den größten Massenmord der Geschichte gar nicht gäbe – wurde ein »Bürgerfest« veranstaltet, auf dem unter anderem der Historiker Eberhard Jäckel eine Rede hielt, in der er ungewollt deutlich machte, wie Recht Eike Geisel hatte, als er 1988 schrieb, die Erinnerung sei in Deutschland »die höchste Form des Vergessens«. »In anderen Ländern beneiden manche die Deutschen um dieses Denkmal«, sagte Jäckel mit hörbarem Stolz in der Stimme. »Wir können wieder aufrecht gehen, weil wir aufrichtig bewahren. Das ist der Sinn des Denkmals, und das feiern wir.« Die Shoa ist für die Deutschen also nicht nur gut ausgegangen, sie hat sich sogar ausgezahlt und – folgt man einem ihrer bekanntesten Historiker – für Eifersucht im Rest der Welt gesorgt, wo man keine Massenvernichtung ins Werk gesetzt hat und heute deshalb nicht mit einem solch epochalen Bauwerk aufwarten kann.

Dass der 8. Mai heute staatsoffiziell als Tag der Befreiung gesehen wird, hat noch einen weiteren Grund: Es leben kaum noch Täter, denen das wehtun könnte, und im kollektiven deutschen Familiengedächtnis war Opa ohnehin kein Nazi. Vor einigen Jahren stieß ich auf Feldpostbriefe meines Großvaters mütterlicherseits, Jahrgang 1911, gestorben 1989. Mitglied der NSDAP war er nicht, an seiner nationalsozialistischen Gesinnung konnte dennoch kein Zweifel bestehen. Dass die Deutschen grauenvolles, mörderisches Unrecht begingen, war ihm vollauf bewusst. Genau deshalb wollte er, dass der Krieg weiter- und siegreich zu Ende geführt wird. Denn andernfalls, so schrieb er, werde die Rache von Juden, Russen und Polen furchtbar sein. Was er ihnen diesbezüglich konkret unterstellte, war exakt das, was die Deutschen den Juden, Russen und Polen antaten. Eine klassische Projektion also. Er hat sich, wie meine Großmutter, bis zum Ende seines Lebens als Opfer gesehen – von Hitler betrogen, von den Polen vertrieben, von den Juden ausgenutzt. Befreit wurde am 8. Mai 1945 nicht er, befreit wurden jene, die er, wie die weitaus meisten seiner Landsleute, lieber tot als lebendig sehen wollte.

Zuerst veröffentlicht auf Fisch + Fleisch.

http://lizaswelt.net/2015/05/08/befreiung-von-den-deutschen/

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Blutrausch der Beliebigkeit

Der amerikanische Historiker Timothy Snyder ist neuer Träger des »Hannah-Arendt-Preises für politisches Denken«. Vergeben wird diese Auszeichnung alljährlich von der Heinrich-Böll-Stiftung und der Stadt Bremen. Snyder habe »einen neuen Blick auf den Zweiten Weltkrieg geworfen«, heißt es in der Begründung der Jury. Doch so neu ist die Nivellierung der deutschen Verbrechen, die Snyder in seinem Werk Bloodlands betreibt, gar nicht. Torsten Schulz hat sich die Preisverleihung angesehen.


VON TORSTEN SCHULZ


Wie liest sich das?

»Beim Massaker von Oradour-sur-Glane wirkten Hitler und de Gaulle auf perverse Art zusammen; beide ignorierten das Kriegsrecht und eskalierten den Konflikt hinter der Front.«

NPD-Parolen, revisionistischer Stammtisch, Wehrmachts-Traditionsverein? Aber nicht doch – hier erklärt schließlich ein Professor der Yale University den Zweiten Weltkrieg neu. Setzen Sie nur für de Gaulle Stalin und für Oradour den Partisanenkampf in Weißrussland ein, und Sie haben eine wesentliche These aus Timothy Snyders Machwerk Bloodlands in seinen eigenen Worten: Der Partisanenkampf war illegitim. Nein, keineswegs nur das, was Wehrmacht und SS darunter verstanden – die Auslöschung ganzer Ortschaften vom Säugling bis zum Greis nämlich –, sondern ebenso auch der Widerstand dagegen.

Für diese Umdeutung ausgerechnet des Vernichtungsfeldzuges an der Ostfront in einen »Konflikt« letztlich wirtschaftlicher Natur – »Die von Hitler und Stalin angestrebten Transformationen waren ökonomisch«, lautet Snyders Resümee – hat die Stadt Bremen mit einem Festakt am 6. Dezember des vergangenen Jahres ihren einschlägig ausgerichteten »Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken« für das Jahr 2013 verliehen. Im Vorjahr hatte der Senat eine zu Recht weitgehend unbekannte Historikerin aus Israel ausgezeichnet, um mit ihrer Schützenhilfe (und im Verein mit der Heinrich-Böll-Stiftung) der Partnerstadt Haifa zu unterstellen, an ihr hafte bis heute der Makel der Vertreibung ihrer arabischen Ureinwohner. Diesmal wurde die willkürliche Definition einer räumlich-zeitlichen Todeszone prämiert, in der Stalins Terror und die Vernichtung der Juden Europas, unter anderem, so zur Deckung gebracht werden, dass sie wie »in einem blutigen Knäuel ineinandergeflossen« erscheinen (Gerd Koenen in seiner Laudatio).

Was die Stifter des Preises so für Snyder eingenommen hat, gibt Antonia Grunenberg für den Vorstand des Trägervereins schon in der Begrüßung unumwunden zu verstehen: Die zugrunde liegende Behauptung der »Wechselwirkungen von verschiedenen Genoziden« soll ein Geschichtsbild konstruieren helfen, auf dessen Basis dann »die Völker Europas einander ihre Leidensgeschichten erzählen« können. Was daran nicht passt, muss eben passend gemacht werden. Zum einen gilt es also, durch entsprechende Fokussierung zu suggerieren, die stalinistischen Kampagnen gegen angebliche politische Gegner und die sowjetische Hungerkatastrophe 1932/33 seien »Genozide« – vergleichbar mit den nationalsozialistischen – gewesen, auch wenn die Opfer sich genauso wenig einem ethnisierenden Muster zuordnen lassen wie die Täter einem anderen.

Zum anderen muss das singuläre Projekt der Vernichtung der Juden Europas innerhalb dieser »Genozide« verortet werden, was wiederum eine Annäherung über entsprechende Auslassungen und Beschränkungen nötig macht. Die Schnittmenge definiert das Territorium besagter Bloodlands: Polen, Weißrussland, die Ukraine und die baltischen Staaten sowie ein schmaler, nicht eindeutig abgegrenzter Streifen im Grenzbereich der Russischen Föderation – nach Snyder »einfach der Schauplatz, wo Europas brutalste Regime ihre Morde begingen«. »15 Millionen Tote durch Hunger, Massenvergasungen« – diese Klammer benutzt Karol Sauerland als Vertreter der Jury dann in seiner Begründung für die Preiswürdigkeit der Montage schon ganz selbstverständlich. Und: »Der massenhafte Tod durch Hunger war eine sowjetische Erfindung.« Bremen legt den »Historikerstreit« der 1980er Jahre neu auf, diesmal als Monolog. Was war demnach wohl ursprünglicher, die Kollektivierung der Landwirtschaft in der Sowjetunion oder der deutsche »Generalplan Ost«? Na also!

Dass diese Ideen in der Fachwelt nach wie vor nicht ganz unwidersprochen dastehen, ist den Ausrichtern der Veranstaltung wohl bewusst. Mit »Diskreditierungen, ja, Anfeindungen« sei zu rechnen, ist sich Senator Lohse sicher. Eine fachliche Bewertung stehe ihm, als Naturwissenschaftler, nicht zu. Dabei wäre es durchaus ein Ausgangspunkt, skeptisch zu werden, wenn ein Geisteswissenschaftler zum Taschenrechner greift, um die Opfer der Shoa im wahrsten Sinne des Wortes auseinander zu dividieren: »Von den rund drei Millionen polnischen Juden, die im Holocaust ermordet wurden, starben nur etwa sieben Prozent in Auschwitz«, lautet die Rechnung, die Snyder in Bloodlands aufmacht. Nur etwa sieben Prozent – das scheint nicht wirklich viel, oder?

Demgegenüber sei aber eine »große Zahl« der Todesopfer keine Juden: »Etwa 74.000 nichtjüdische Polen und 15.000 sowjetische Kriegsgefangene starben in Auschwitz durch Hinrichtung oder Zwangsarbeit.« Wie viel sind wohl 89.000 bezogen auf die Gesamtzahl der 1,3 Millionen dorthin Deportierten? Jetzt dürfen Sie raten. Sieben Prozent, das kann viel oder wenig sein, je nachdem, wie der Professor die Zahl verwenden muss, um die Singularität der Vernichtung der europäischen Juden zu relativieren. Seine Wissenschaft ist anscheinend von der Sorte, die zuerst ihre Ergebnisse kennt, dann das Datenmaterial zusammenträgt, um sie zu belegen, und zuletzt die Maßstäbe entwickelt, die daran anzulegen wären. Das gilt für die Zahlenfuchserei um Details der logistischen Ausgestaltung der »Endlösung« wie für das Konzept Bloodlands in toto.

Timothy Snyder hat ein Gebiet gesucht, in dem Nazis Massenverbrechen verübt haben und Stalinisten auch – und dann genau das gefunden. Ein Zirkelschluss, der allerdings noch einen ganzen Strauß von Ausnahmen und Vernachlässigungen erfordert, um das beabsichtigte Bild zu erzeugen. Der Nordkaukasus beispielsweise wird genauso ausgeklammert wie alle übrigen Gebiete zwischen der Ostgrenze der deutschen Besatzung und jener der imaginären Blutlande. Sie hätten auch schlecht in den »gemeinsamen europäischen Rahmen« gepasst, der im Nachwort postuliert wird. In ihm soll erklärtermaßen über die Beschreibung des Ablaufs von Gräueltaten »die europäische Geschichte ihr zentrales Ereignis« erhalten.

Die Ermordung Hunderttausender Juden durch die rumänische Regierung hat darin allerdings keinen Platz. Die Verbrechen der Ustascha in Jugoslawien haben es auch nicht. Die Deportation ausgebürgerter Juden in die Ukraine, die Horthys Ungarn aus eigener Initiative anstrengte, wird erwähnt, wenn auch nicht so bezeichnet, die Deportation der ungarischen Juden ab Mai 1944 innerhalb weniger Wochen nach Auschwitz fälschlich den Pfeilkreuzlern – »Pfahlkreuzler« in der deutschen Ausgabe des Buches – zugeschrieben, die tatsächlich erst am 15. Oktober des Jahres an die Macht kamen. Die Pogrome, die sie auf ungarischem Territorium veranstalteten, kommen nicht vor. Der Nachkriegs-Pogrom im polnischen Kielce auch nicht. Der ganze Komplex »Vernichtung durch Arbeit« findet sich nur zwischen den Zeilen, wenn zum Beispiel nichtjüdische Auschwitz-Opfer gesucht sind. Praktisch für den deutschen Rezipienten: Sein Land ist nicht blutig, der Horror weit weg. Todesmärsche? Endphaseverbrechen? Fehlanzeige. Snyder zeigt nicht historische Zusammenhänge auf, er zerschneidet sie. Zivile Opfer auf der Flucht oder durch Vertreibung berücksichtigt er, soweit es sich um Deutsche handelt, sowjetische verschweigt er.

Wer von Bloodlands ernsthaft eine tiefere Einsicht in die Mechanismen der Massenvernichtung erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht. Die vielbeschworene »Kette eskalierender Massenmorde, die nur durch gegenseitige Wechselwirkung zu verstehen sind« (Laudator Koenen), besteht im Kern in folgendem behaupteten Zusammenhang: Stalin habe Hitler zunächst nicht aufhalten können und ihm damit die sowjetischen Kriegsgefangenen zur Ermordung ausgeliefert. Das Unvermögen der Nazi-Streitkräfte, die Sowjetunion vollständig zu zerstören, soll dann erst den Ausschlag für die planmäßige Vernichtung der Juden Europas gegeben haben – eine bloße Ersatzhandlung gewissermaßen. Der Zweck von Treblinka wäre es demnach gewesen, »ein schrumpfendes Rassenimperium von seiner jüdischen Bevölkerung zu säubern und so einen kleinen Sieg und seine grausigen Früchte zu ernten«. Das ist die Sichtweise, die Snyder mit Verweis auf den Kriegsverlauf nahe legen möchte.

Es kann schwerlich die der Nazi-Führung gewesen sein: Zum Zeitpunkt der Planung der Anlage und noch zu dem ihrer Inbetriebnahme im Juli 1942 war der deutsche Machtbereich keineswegs im Schrumpfen begriffen. Obendrein veranschlagt Snyder die Zahl der Opfer hier verhältnismäßig sehr niedrig mit »etwa 780.863«. Er hat es sich einfach gemacht und lediglich zwei Quellen addiert, die wesentliche ist das vom britischen Geheimdienst abgefangene sogenannte Höfle-Telegramm, das für sich schon auf eine Zahl von mindestens 713.555 Ermordeten zum Stichtag 31.12.1942 hinweist. Da war gerade erst der letzte Versuch gescheitert, die Einkesselung der 6. Armee in Stalingrad aufzubrechen. Nach Snyders eigener Rechenweise kann Treblinka kaum das darstellen, wofür er es ausgibt. Dafür wartet er mit einer erstaunlich konkreten Aufzählung auf, worin die »Früchte« dieser Vernichtungsanstalt bestanden haben sollen:

»Eine Leiche lässt sich verbrennen, um Wärme zu erzeugen, oder sie kann die Mikroorganismen füttern, um den Boden zu düngen. Selbst menschliche Asche düngt. Nach dem Abriss von Treblinka benutzten die Deutschen die Ziegel der Gaskammern, um ein Bauernhaus zu bauen, und machten das Mordterrain zu Feldern. Ein paar Trawniki-Männer waren bereit, als Bauern dazubleiben. Hierin lag eine düster wörtliche Version der Nazifantasie von der Erlösung des Landes durch die Vernichtung der Juden. Leichen und Asche der Juden sollten den Boden für Getreide düngen, das Deutsche essen sollten.«

Diese Passage verrät mehr über die Fantasie Timothy Snyders als über das Wesen und die Funktion eines Vernichtungslagers. Ein deutlich größerer Erkenntnisgewinn für den Leser hätte sich aus dem Umstand ziehen lassen, dass die Mörder, solange die Scheiterhaufen nicht zufriedenstellend brannten – also mindestens noch bis Anfang des Jahres 1943 –, durchaus bereit waren, erhebliche Mengen ihres andernorts dringend benötigten Benzins für die Beseitigung ihrer Opfer aufzuwenden.

Wer es nicht lassen kann, ein rationales Motiv in der Irrationalität der Shoa zu suchen, bekommt dagegen eine einmalige Erklärung präsentiert, was die Deutschen mit der Ermordung von Hunderttausenden an den Schauplätzen der »Aktion Reinhardt« bezweckt haben müssen: Sie wollten offenbar die Atmosphäre mit Menschen heizen und ein paar ukrainischen Wachleuten eine kleine Farm stiften. Den Beleg für die steile These, Bełżec, Sobibór, Treblinka seien eigentlich als Getreidefelder für deutsche Verbraucher konzipiert gewesen, spart sich Snyder mit dem lapidaren Nachsatz:

»Doch es sollte nie eine Ernte geben.«

Der Autor, der eine eigentümliche Neigung an den Tag legt, mit oberflächlichen Betrachtungen in die Irre zu leiten, ist hier in seinem Element. Selbstredend war das Bauernhaus bloße Tarnung, die Trawniki-Männer waren auch keine Bauern, sondern weiterhin Wachen, die den Tatort zu sichern hatten, auf den Feldern wuchsen Lupinen. Wassilij Grossmann, der in Bloodlands oft genug erwähnt wird, nahm die Szenerie so wahr:

»Dieses traurige Ödland wurde von dem deutschen Reichsführer-SS Heinrich Himmler ausgesucht und für geeignet befunden, hier eine Richtstätte für die ganze Welt zu schaffen. Das menschliche Geschlecht hat ihresgleichen von den Zeiten vorgeschichtlicher Barbarei bis in unsere harten Tage nie gekannt.«

So soll es aber gerade nicht erscheinen. Die Leichtigkeit, mit der sein Blendwerk in Bremen offene Türen eingerannt hat, scheint Timothy Snyder selbst nicht ganz geheuer zu sein. Er scherzt zunächst, ob in Bloodlands noch irgendetwas steht, das nicht schon gesagt wurde. Dann lädt er sein Publikum ein auf ein eigenartig zaghaftes Gedankenspiel:

»Stellen Sie sich vor, Sie sind Polizist. Sie sind zu einem Mietshaus gerufen worden. Darin liegt eine fünfköpfige Familie, allesamt ermordet. Und noch eine weitere Familie von fünf, auch umgebracht, offenbar von demselben Täter. Und dann noch vier weitere Opfer eines anderen Täters. [Links und rechts in den Nachbargärten liegen auch noch welche, aber da schauen Sie jetzt bitte mal nicht hin!, T.S.] Was schreiben Sie in Ihrem Bericht? Offensichtlich muss es einen Zusammenhang geben…«

Der Zusammenhang ist eben der, dass so die Verbrechen Nazi-Deutschlands nivelliert und die seiner Verbündeten unter den Teppich gekehrt werden.

Verlassen wir das Reich der Analogien. Versetzen Sie sich für einen Moment in die Rolle eines sowjetischen Staatsanwalts. Wir schreiben das Jahr 1945, Sie sind mit der Untersuchung eines ungeheuerlichen Verbrechens betraut worden. Dem Anschein nach sind ihm tatsächlich praktisch ausschließlich Angehörige einer Familie zum Opfer gefallen, auch wenn Ihre Vorgesetzten das nicht gerne an die große Glocke hängen und die exakten Verwandtschaftsverhältnisse kaum mehr zu ermitteln sind. Grob geschätzt geht es um eine Million Menschen. Die Täter haben sie akribisch in diversen Ländern Europas aufgespürt, mit erheblichem logistischen Aufwand an diesen Ort verfrachtet, in eigens dafür vorbereiteten Anlagen vergast, ihre Körper verbrannt und die Asche in der Gegend verstreut. Ein paar haben sie zurückbehalten, um sie sich zusammen mit anderen in einer Fabrik für synthetischen Kautschuk zu Tode schuften zu lassen.

300 Kilometer Luftlinie entfernt, Richtung Nordosten, arbeiten Kollegen seit einigen Monaten an einem ähnlichen Fall. Dort gibt es zwar keine Kautschukfabrik, selbst grundlegende Voraussetzungen dafür fehlen, aber als Täter kommen nur Mitglieder derselben Bande in Frage. Das Schema, nach dem sie ihre Opfer ausgewählt haben, ist das gleiche, auch wenn sie sich dabei vorwiegend an Menschen aus der weiteren Umgebung gehalten haben. Sie haben sie vergast, verbrannt, die Asche untergegraben und ein Bauernhaus darauf gebaut. Snyders Studie können Sie nicht kennen, Sie halten sich an die Übereinstimmungen, statt nach Unterschieden zu suchen. Sie werden zu dem Schluss kommen, dass Sie es mit ein und demselben Verbrechen zu tun haben und die beiden Beispiele exemplarisch in einer Anklage gegen die Hauptverantwortlichen zusammenfassen. Und Ihnen, der Sie den Bürgerkrieg und die Intervention, Hungersnot, Stalins Säuberungen und den Großen Vaterländischen Krieg überstanden haben, erschließt sich von selbst, dass es sich hierbei um einen Schrecken ganz eigener Art handelt.

Wenn im Namen Hannah Arendts Jahr um Jahr das »politische Denken« belohnt wird, zielt das regelmäßig auf dieses spezifisch deutsche Ärgernis: die Anklage von Nürnberg. Darum ging die Auszeichnung im Vorjahr an eine Historikerin, die die »verheerenden Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf die jüdische Demografie« als Mosaiksteinchen im perfiden Wirken zionistischer Stadtplaner betrachtet. Und wenn Ralf Fücks für die grüne Heinrich-Böll-Stiftung »eine gewisse Linie« in der Reihe der Preisträger konstatiert, »die sich fortsetzt«, dann kommt ihm dabei zuvorderst einer in den Sinn: Tony Judt, zu Lebzeiten ein guter Freund Snyders und Hannah-Arendt-Preisträger mit seiner Geschichte vom Zweiten Weltkrieg als der »Katastrophe, in die Europa sich gestürzt hatte«.

Doch er muss auch etwas loswerden, das ihn sichtlich schmerzt, denn da geht es um das Ticket, auf dem die Veranstalter unterwegs sind: Gewalt gab es ja »nicht nur gegen Individuen«, nein, auch die Zivilgesellschaft sei »zerschlagen worden in dieser Interaktion von Nationalsozialismus und Stalinismus«. Die Menschen Osteuropas, die eher um Erstere trauern, dürften sich über den Hinweis freuen, dass sie bis heute nicht in der Lage sind, ihre Angelegenheiten so zivilisiert zu regeln, wie man sich das in Bremen längst zugute hält.

http://lizaswelt.net/2014/02/02/blutrausch-der-beliebigkeit/

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Freispruch für Deutschland

In der Debatte über die Berufung von Jakob Augstein auf eine Liste des Simon Wiesenthal Centers haben sich die Grenzen des Unsäglichen in Bezug auf die »Israelkritik« erneut verschoben. Noch die übelsten Tiraden gegen den jüdischen Staat sind – so meint eine ganz große Koalition von FAZ bis taz und von CDU bis Linkspartei – schlimmstenfalls grenzwertig, keinesfalls aber antisemitisch.

Es fängt schon mit simplen Fehlern im Rüstzeug an. Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit sollten sich als Prinzipien für jeden Journalisten eigentlich von selbst verstehen, doch ist es damit hierzulande oftmals nicht allzu weit her, auch diesmal nicht. Denn was soll das Simon Wiesenthal Center (SWC) getan haben, folgt man führenden deutschen Medien, die sich in dieser Frage nahezu wortgleich äußern? Es habe den Publizisten Jakob Augstein »auf eine Liste der zehn schlimmsten Antisemiten der Welt gesetzt«, glaubt der Tagesspiegel, »auf Platz 9 seiner jährlichen Liste der schlimmsten Antisemiten gesetzt«, meint die Tagesschau, »auf Platz neun einer Liste der weltweit zehn schlimmsten Antisemiten gesetzt«, behauptet die Frankfurter Rundschau, »zu einem der schlimmsten Antisemiten der Welt erklärt«, beteuert die Zeit, »auf Platz neun der Liste der zehn schlimmsten Antisemiten« nominiert, ist die FAZ überzeugt, »auf einer Rangliste der schlimmsten Antisemiten der Welt auf Platz neun gesetzt«, schreibt Spiegel Online, »auf Platz neun der gefährlichsten Antisemiten weltweit verortet«, erklärt die taz. Knapp daneben ist auch vorbei, kann man da nur konstatieren.

Die besagte Liste umfasst in Wahrheit nämlich die »2012 Top Ten Anti-Semitic/Anti-Israel Slurs« – also die zehn aus Sicht des SWC erwähnenswertesten antisemitischen respektive antiisraelischen Verunglimpfungen des vergangenen Jahres –, ist also wesentlich eher eine Sammlung markanter Zitate als ein Fahndungsaufruf. Und das Ziel ist es dabei offenkundig auch weniger, eine Rangliste entlang der machtbedingten Gefährlichkeit der Urheber dieser Zitate zu erstellen, als vielmehr, plakativ zu verdeutlichen, wie beängstigend groß das Spektrum des Judenhasses weltweit ist und wie sich der massenkompatible Antisemitismus in den einzelnen politischen Lagern äußert, selbst bei vermeintlich unverdächtigen, seriösen Akteuren. So erklärt sich auch, warum bei der Erstveröffentlichung der »Top Ten« im Jahr 2010 die renommierte amerikanische Journalistin Helen Thomas, immerhin dienstältestes Mitglied des White House Press Corps, auf dem ersten Platz landete und ein Jahr später der griechische Komponist und Politiker Mikis Theodorakis, eine Ikone der Linken, Dritter wurde. Ebenfalls in den letzten Jahren dabei: ein Mitglied der EU-Kommission, ein populärer Filmregisseur, ein prominenter Pastor und sogar die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter.

Auch zwei Deutsche schafften es schon vor Augstein mit antisemitischen Äußerungen in die »Top Ten« des SWC: Thilo Sarrazin im Jahr 2010 und Hermann Dierkes zwölf Monate später. Darüber echauffiert hat sich damals allerdings kaum jemand: Bei dem einen interessierten sich die Medien erheblich mehr für dessen Äußerungen zum Islam, und der andere ist ein derartig bockbeiniger Desperado, dass ihn außerhalb der Linkspartei kaum jemand verteidigen mochte. Augsteins Nominierung dagegen sorgt nun für eine Welle der Empörung in nahezu sämtlichen Medien und in fast allen politischen Lagern (selbst beim Zentralrat der Juden in Deutschland, der augenscheinlich nach dem Motto »Lieber mit der Rotte heulen als im Abseits stehen« verfährt). Nicht wenige glauben, dem SWC allerlei Ratschläge erteilen zu müssen, wie es seine »Top Ten« zu gestalten und welche Kriterien es dafür zugrunde zu legen habe. In Abwandlung von Karl Luegers Diktum »Wer Jude ist, bestimme ich« heißt es nun: »Wer Antisemit ist, bestimmen wir« – und nicht etwa eine jüdisch-amerikanische Organisation, deren Namensgeber, ein Überlebender der Shoa, die »Suche nach Gerechtigkeit für Millionen unschuldig Ermordeter« zu seiner Lebensaufgabe gemacht hatte.


Das Gerücht über die Juden

Dabei gibt es beste Gründe, Augstein einen Antisemiten zu nennen, wie insbesondere Henryk M. Broder in der Welt, Rainer Trampert in Konkret und Stefan Gärtner in der Titanic (sic!) überzeugend nachgewiesen haben. »Die fantasierte jüdische Weltherrschaft«, so resümiert Trampert, »die Weltkriegsgefahr, die Aufregung über eine Fiktion und die Gleichgültigkeit gegenüber realen Kriegen und Kriegstoten, die Insinuationen, dass Israel hinter dem Mohammed-Film, dem Krieg in Syrien und der iranischen Bombe stecke und die Toten in den innerarabischen Machtkämpfen zu verantworten habe, die Wiederholung der Lüge vom Juden, der aus dem Antisemitismus Profit schlage, diese ganze Sammlung perfider Projektionen zeigt eine Verblendung, die mit einer Kritik an Aspekten israelischer Politik nichts mehr zu tun hat.« Hinzu gesellt sich noch der altbekannte Trick, »sich als Verfolgte[r] darzustellen«, wie Adorno analysierte, »sich zu gebärden, als wäre durch die öffentliche Meinung, die Äußerungen des Antisemitismus heute unmöglich macht, der Antisemit eigentlich der, gegen den der Stachel der Gesellschaft sich richtet, während im Allgemeinen die Antisemiten doch die sind, die den Stachel der Gesellschaft am grausamsten und am erfolgreichsten handhaben«. Oder, um es mit Stefan Gärtner zu formulieren: »Dass die Juden uns den Mund verbieten, ist das Gerücht über die Juden, das nach Adorno der Antisemitismus ist. Wer glaubt, dass es wahr sei, ist ein Antisemit. Augstein ist einer.«

Dass er nun trotzdem nahezu unisono freigesprochen wird, liegt maßgeblich daran, dass diejenigen, die sich zu seinen Anwälten aufschwingen, keinen Begriff vom (modernen) Antisemitismus haben und sich in Bezug auf Israel in der Regel kaum bis gar nicht von Augstein unterscheiden. »Die meisten wollen Augsteins antisemitisches Potenzial schlicht nicht erkennen, weil sie es mit ihm teilen«, schreibt Jennifer Nathalie Pyka zu Recht. Augsteins Auslassungen über den jüdischen Staat und seine Regierung hält beispielsweise der Zeit-Autor Frank Drieschner bloß für »triviale Feststellungen«, Nils Minkmar befindet in der FAZ, sie entstammten »keinem vagen Ressentiment«, sondern entsprächen »der Wahrheit«, und Christian Bommarius urteilt in der Frankfurter Rundschau, Augstein nehme sich »lediglich die Freiheit, die Regierung Netanjahu dafür zu kritisieren, wofür sie alle Welt kritisiert« – so, als wäre der fundamentale Unterschied zwischen Kritik und Ressentiment eine Frage von Mehrheiten. Henryk M. Broder hat die Unfähigkeit und den Unwillen, im Volkssport namens »Israelkritik« eine moderne und gefährliche Form von Judenhass zu erkennen, bereits im November 2011 auf den Punkt gebracht: »Für Antisemitismus gibt es in Deutschland seit 1945 einen klaren Maßstab: den Holocaust. Alles darunter ist eine Ordnungswidrigkeit.« Wenn nicht sogar ein Menschenrecht.

Und da Broder vom Simon Wiesenthal Center gewissermaßen als Gewährsmann für Augsteins Antisemitismus geführt wird, stürzen sich nun nicht wenige wie die Hyänen auf ihn. Niemand davon unternimmt auch nur den Versuch, Broders präziser und hellsichtiger Kritik mit Argumenten zu begegnen; an die Stelle einer inhaltlichen Auseinandersetzung treten teilweise hasserfüllte Beschimpfungen, die Bände sprechen. Der »Antisemitismusexperte« Klaus Holz etwa bezeichnet Broder im Deutschlandradio als »Pöbler«, Nils Minkmar nennt ihn in der FAZ den »Bud Spencer unter den deutschen Kommentatoren«, Joachim Petrick hält ihn in Augsteins Freitag für einen »hochtrabend dahergaloppierenden ruchlosen Rüstungslobbyisten des militärisch-psychiatrisch-pharmazeutischen Industriekomplexes der USA«. Für Christian Bommarius, Autor der Frankfurter Rundschau, ist der jüdische Publizist gar ein moderner Goebbels, der froh sein kann, dass er »bis heute frei herumläuft«. Es blieb Rabbi Abraham Cooper, dem stellvertretenden Direktor des SWC, vorbehalten, nüchtern klarzustellen: »Wir haben nicht mit Broder gesprochen, er hatte keinen Einfluss auf die Entscheidung. Aber ein Großteil unserer Mitglieder kennt Augstein nicht, deswegen wollten wir Broders Perspektive dazunehmen. Er ist ein in der jüdischen Gemeinde weltweit respektierter Wortarbeiter, und anders als wir ist er vor Ort in Deutschland. Augstein hat auf seine Kritik übrigens nie reagiert, das halte ich für sehr vielsagend.«


Die Grenzen des Unsäglichen

Apropos vielsagend: Kaum jemandem scheint aufgefallen zu sein, dass bereits die faktische Existenz einer ganz großen deutschen Koalition gegen das SWC und für Jakob Augstein, die von der FAZ bis zur taz und von der CDU bis zur Linkspartei reicht, einen Beweis dafür darstellt, wie falsch, um nicht zu sagen demagogisch die allenthalben – und natürlich auch von Augstein selbst – zu vernehmende Behauptung ist, der Antisemitismusbegriff werde inflationär verwendet und damit schändlich missbraucht. Ganz im Gegenteil ist durch die massive öffentliche Intervention zugunsten eines prominenten israelfeindlichen Publizisten – und genau das war ihr Ziel – die Grenze des Sagbaren (genauer: des Unsäglichen) noch einmal verschoben worden. Wer künftig behauptet, Israel führe »die ganze Welt am Gängelband eines anschwellenden Kriegsgesangs«, gefährde den Weltfrieden und pferche Palästinenser in einem Lager namens Gaza zusammen, kann sich im Falle von Kritik bequem auf den Freispruch für Augstein berufen – der ein kollektiver Freispruch für Deutschland ist und zudem einem Persilschein für die gesamte »Israelkritik« gleichkommt. Selbst am Zentrum für Antisemitismusforschung ist man schließlich der Ansicht, dass derartige Äußerungen vielleicht »grenzwertig« sind, aber nicht antisemitisch (was das ganze Elend perfekt macht, doch keineswegs überraschend kommt).

Betrachtet man die gegenwärtige Debatte geschichtspolitisch, dann gesellt sich noch ein weiterer, nicht unwichtiger Aspekt hinzu: Nach seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Mauthausen hat Simon Wiesenthal alles daran gesetzt, nationalsozialistische Täter einem juristischen Verfahren zuzuführen, während sie in Deutschland geschützt und gedeckt wurden, Pensionen erhielten und wieder teilweise höchstrangige Ämter bekleiden durften. Als die meisten Altnazis nicht mehr lebten und es den Deutschen, nachdem sie sich wiedervereinigt hatten, schließlich auch noch gelang, einen finanziellen Schlussstrich unter die NS-Zeit zu ziehen, begannen sie, Mahnmale zu bauen, staatliche Gedenkveranstaltungen auszurichten, sich selbst für geläutert zu erklären und schließlich den moralischen Profit aus ihrer »Vergangenheitsbewältigung« einzufordern – wozu es auch gehört, die »Israelkritik« als »Lehre aus der Geschichte« zu verkaufen. Dass man diese Masche beim Simon Wiesenthal Center durchschaut, aus guten Gründen misstrauisch bleibt und auch deshalb regelmäßig Deutsche in die »Top Ten« der erwähnenswertesten antisemitischen Verunglimpfungen beruft, nehmen die Nachfahren und Erben der Täter dem Zentrum erkennbar übel.

Umso erfreulicher, dass man beim SWC nun Augsteins Nominierung bekräftigt und verteidigt. »Ich habe großes Verständnis dafür, dass Henryk M. Broder Augstein wegen dessen Agitationen mit Julius Streicher vergleicht«, sagt Efraim Zuroff, der Direktor der Jerusalemer Dependance dieser Einrichtung. »Augstein misst beim Thema Israel mit zweierlei Maß, macht aus Tätern Opfer, klammert den Terror der Hamas vollkommen aus. Seine Äußerungen sind ganz und gar empörend, diffamierend und ekelhaft.« Und Rabbi Abraham Cooper fordert: »Augstein sollte sich bei seinen Lesern und dem jüdischen Volk entschuldigen.« Dass er das nicht tun wird, darf als sicher gelten – so sicher, wie das SWC auch am Ende dieses Jahres wieder reichlich Auswahl haben wird, wenn es darum geht, die Ausfälle eines deutschen »Israelkritikers«, der kein Antisemit sein will, in die »Top Ten« zu hieven.

Lesetipp: »Die Verhältnisse in Deutschland«, veröffentlicht auf dem Weblog Verbrochenes.

http://lizaswelt.net/2013/01/05/freispruch-fuer-deutschland/

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Der Vatermord der Grassdeutschen

Über die medialen Anstrengungen zur Rettung der »Israelkritik«.


VON BORIS YELLNIKOFF


Deutschland empört sich. Und alles ist gut.

Ein nobelbepreister greiser Dichter, kein Geringerer als ein Säulenheiliger der Nation, vergeht sich an Sprache und Staatsräson, und eine Welle der Empörung schlägt ihm entgegen. Das Land – sein Land! –, es zeigt sich undankbar, trotzdem er so tatkräftig und wortreich half: bei der »Wiedergutwerdung der Deutschen«*. Doch diesmal ist der alte Mann zu weit gegangen: Nun klingt er wieder wie der junge, der er einmal war, als die Runen der SS an seinem Kragen prangten.

Zu Grass’ »Gedicht« ist unterdessen in allen Medien alles gesagt worden. All der Aufwand mit all den Kommentaren, Interviews und Feuilletons war gleichwohl unnötig. Denn über Grass war keine neue Erkenntnis zu gewinnen. Als er vor mehr als zehn Jahren sich schon einmal »israelkritisch« bis zur Einstaatenlösung exponierte, stellte Paul Spiegel fest, mit seinen Auslassungen stelle sich Grass »auf eine Stufe mit den radikalen Feinden Israels«. Wenig später weitete Spiegel den Blick von Grass auf die Grassdeutschen: »Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder.« Und die da rufen, sind ihre Büttel und Lakaien. Damit war alles Nötige erkannt und gesagt.

Wohl gibt es in diesen Tagen einige gelungene Repliken. Bei Henryk M. Broder beispielsweise nimmt es nicht wunder, wenn Klarheit und Deutlichkeit regieren. Josef Joffe hat irgendwann einmal Freud gelesen und bringt das jetzt in Stellung. Auch Frank Schirrmacher seziert mürbes Denken und Dichten mit scharfem Skalpell, aber der hat länger schon ein Problem mit Grass. Und dass der zum Konservatismus konvertierte Jan Fleischhauer sich mit dem renitenten alten Linken anlegt, ist erwartungskonform. Sie haben ja auch Recht: Mit seinem »Machwerk des Ressentiments«, so Schirrmacher, sucht Grass »seinen Frieden mit der eigenen Biografie« zu machen.

Was ihnen entgeht: Günter Grass könnte eigentlich egal sein. Ein alter Mann redet wirr, das tat er öfter schon, na und? Was Antisemitismus ist, definiere ich, sagt der Antisemit. Was Lyrik ist, definiere ich, sagt der Lyriker. Grass definiert beides. Nichts daran ist neu. Dass er dennoch für so wichtig erachtet wird, liegt am Resonanzboden, durch den ihm einst der Aufstieg zur »moralischen Instanz« ermöglicht wurde und der sich nun im medialen Overkill gegen ihn wendet. Und eben dieser Overkill ist verwunderlich. Geschenkt, dass die meisten Grass-Kritiker längst nicht Broders oder Joffes Qualitäten haben. Doch das hat Gründe: Sieht man sich nicht allein an, dass sie Grass widersprechen, sondern wie und mit welcher Verve, erkennt man schnell eine Art nationaler Selbstvergewisserung: nicht über die Sache – die Kritik an Israel, die sei möglich, legitim, notwendig, ja angeraten –, doch über den Ton, und der macht die Musik.


Tonsetzer

Zwei Beispiele zum Beleg: Mit Donnern setzt Sebastian Hammelehle auf Spiegel Online ein und nennt das Grass-Elaborat einen »lyrischen Erstschlag« ­– »und das von deutschem Boden«. Das sitzt; Hammelehle nimmt offenbar übel. Vor allem dies: Kritik an Israel, da irre Grass, sei gar nicht antisemitisch. »Müsste man sie im Zweifelsfall nicht eher antiisraelisch oder vielleicht antizionistisch nennen?«, fragt er. Das scheint des Kritikers große Sorge. Und auch noch das: Sich dergestalt zu äußern, sei gar nicht verboten. Hammelehle wirft Grass »die Frivolität des Tabubruchs« vor, als wolle er sich und seinen Deutschen das längst Erreichte nicht nehmen lassen, nämlich ungehindert von äußeren wie inneren Zensoren sagen zu können, was einem auf der Leber liegt: »Erst kürzlich konnte der SPD-Chef Sigmar Gabriel doch ganz unbehelligt von ›Apartheid‹ in Hebron schwadronieren. Wurde er bestraft? Nein.«

Empirisch richtig, normativ falsch, doch letzteres ficht Hammelehle nicht an. Dabei müht er sich persönlich durchaus um die Staatsräson, sieht Israel »von Feinden umzingelt« und hat auch nichts gegen deutsche U-Boote für den jüdischen Staat. Doch wie es in ihm trotzdem denkt, kann er nur schlecht verbergen: »Ob es in absehbarer Zeit, wie im Gedicht unterstellt, zu einem Atomangriff kommt, mit dem Israel das ›iranische Volk auslöschen könnte‹, ist keineswegs sicher.« Keineswegs sicher. So räumt er kulant eine Restwahrscheinlichkeit ein, dass Israel keinen atomaren Erstschlag plant, und auch keine 75 Millionen Iraner zu vernichten trachtet. Jetzt einen »Faktencheck« zu bemühen, wäre zwar medientypisch, aber absurd: Wo es so denkt, sind Fakten obsolet.

Deutlicher noch wird Stefan Reinicke, aber der schreibt auch für die taz: »Richtiges Motiv, falscher Ton«. Er kritisiert zunächst die Form, denn »Leitartikel in Lyrikform sind immer Mogelei«, und fordert eine »klare Beweisführung«. Einen »atomaren Erstschlag Israels auf Iran« gäben dann selbst die »schlimmsten Untergangsszenarien« nicht her. Ende der Beweisführung, es folgt die Offenbarung: »Nein, Grass ist kein Antisemit, und sein Motiv, vor dem drohenden Militärschlag Israels gegen Iran zu warnen, ist legitim. Man muss dieses Anliegen gegen den egomanen Autor verteidigen – und erst recht gegen Kritiker, die mit dem Verdikt ›Antisemitismus‹ Israel gegen jede scharfe Kritik imprägnieren.« Der Dissens ist lediglich einer in der Form, und Grass schadet nur dem gemeinsamen Anliegen: »Im schlimmsten Fall nutzt er damit ausgerechnet den Falken, die den israelischen Angriff wollen.« Reinicke geht es somit um nicht weniger als die Rettung der »Israelkritik« vor einem unkontrollierbar gewordenen Alten, der die Sache zu desavouieren droht.


Selbstbeschwörung

So also argumentieren nicht wenige vorgebliche Kritiker von Grass, von seinen offenen Apologeten ganz zu schweigen – um die soll es hier allenfalls am Rande gehen. Sie werden zahlreicher und in den Medien vernehmbarer. Sie sind des Volkes wahre Stimme – das zeigen die Reaktionen in Leserbriefen, Onlineforen und Höreranrufen. Doch in der öffentlichen Debatte geben immer noch die Antigrassisten den Ton an. Und dieser klingt in seiner Monotonie nach Selbstbeschwörung:

  • Außenminister Guido Westerwelle hält es für absurd, »Israel und Iran auf eine gleiche moralische Stufe zu stellen«. (Wenn Westerwelle zugleich konstatiert, Deutschland setze sich »für eine atomwaffenfreie Zone im gesamten Nahen und Mittleren Osten ein«, dann klingt darin ein Motiv von Grass an, dann kann das durchaus als Drohung in Richtung Israel verstanden werden.)
  • Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Ruprecht Polenz, stellt fest: »Grass verwechselt Ursache und Wirkung«; »mit seinem politischen Urteil liegt er völlig daneben«. (Polenz’ Engagement für Waldorfpädagogik, »moderaten Islamismus« und freundschaftliche »Israelkritik« ist gleichwohl Legende.)
  • Rolf Hochhuth schließlich schämt sich »als Deutscher« und unterstellt Grass, er sei schlicht der SS-Mann geblieben, der er einst freiwillig wurde. (Hochhuth ist jener »Antifaschist«, der in der Jungen Freiheit den Holocaustleugner David Irving als einen »fabelhaften Pionier der Zeitgeschichte« bezeichnete.)

Die Liste der Empörten aus Politik und Kulturbetrieb ließe sich beliebig verlängern. Wenn aber die Räson der Merkel, das Eintreten für das Existenzrecht Israels, von solch bundesrepublikanischer Selbstverständlichkeit wäre, wie es gerade in Anbetracht der Unzahl sendungsbewusster Antigrassisten erscheint, dann wäre das Ausmaß der Empörung unnötig. Die Vehemenz der Grass-Kritiker erscheint in diesem Lichte unsouverän. Das hat Gründe.


Exorzismus

Zum einen scheint es bei den Besseren der Kritiker ein autosuggestives Moment zu geben: Die Gewissheit nämlich, Deutschland stünde in der Not zu Israel, ist zu fragil. Den wiedergutgewordenen Deutschen wird allenfalls zweifelnd Glauben geschenkt. Das ist vernünftig. Noch größere Einmütigkeit als gegen Grass gab es nämlich, als es einmal konkret wurde – gegen Israel: Am 1. Juli 2010 kannte der Bundestag keine Parteien mehr und votierte einstimmig für eine Resolution, in der »die unmittelbare, bedingungslose und dauerhafte Öffnung von Zugängen zu Gaza« gefordert wurde; die Gaza-Blockade sei zu beenden, und zwar sofort. Das war die unzweideutige Parteinahme gegen Israel und sein Interesse, arabische Terrorbanden am freien Güter- und Personenverkehr zu hindern; das war, auf seine Konsequenz hin gedacht, ein Kapitulationsaufruf an den jüdischen Staat. Eine Grass-Kritik, die das nicht mitdenkt und den Konsens der hohlen Phrase beschwört, der in der Praxis nichts bedeutet, ist bestenfalls wishful thinking.

Zum anderen scheinen die Schlechteren der Kritiker, jene, die sich um die Rettung der »Israelkritik« mühen – und das ist die Mehrheit –, erschrocken, weil sie sich in Grass selbst wiedererkennen. Darum betreiben sie einen doppelten Exorzismus: Es wird der alte Nazismus, der in seiner Sprache aufscheint, ebenso ausgetrieben wie das, was sich in seiner Sprache bis zur Kenntlichkeit entstellt: So meint man es selbst ja gar nicht, und schon gar nicht in dieser Diktion. Das ist durchsichtig: Da die von Nazideutschland angestrengte »Endlösung« unvollendet blieb, bildet seitdem der wehrhafte Zionist das peinigende Gegenbild zu jenem schicksalsergebenen Juden, der dem in der Barbarei gescheiterten Westen überhaupt noch erträglich erscheint. Darauf gründet sich ein doppeltes psychologisches Bedürfnis: zu brechen mit dem alten Antisemitismus, und sei es der Form halber, und zugleich seinen Frieden zu machen. Und da dieser nicht mit Israel gelingen kann – der real existierende Judenstaat ist immer auch lebendige Erinnerung an sechs Millionen Ermordete –, dann eben als Frieden gegen Israel.**

Diese beiden Bedürfnisse werden versöhnt im sprachlich Maß haltenden und moralisch einwandfreien Pazifismus der Äquidistanz; man »kritisiert« Israel als »Freund« ja nur zu dessen angeblich eigenem Besten, und man tut dies in einer durch die NS-Vergangenheit unbelasteten Sprache. Günter Grass hat diese Versöhnung aufgekündigt; das ist sein Vergehen. Wenn nämlich der Alte nun in altem Jargon gegen Israel tönt, dann befindet er sich außerhalb des Cordon sanitaire, der im postnazistischen Diskurs errichtet wurde. Im Grunde findet er aber nur zurück zu jener Sprache, die unverstellt den Blick darauf zulässt, was eigentlich gemeint ist.

Einigkeit existiert zwischen den tonangebenden falschen Kritikern und den sich langsam aus der Deckung wagenden wahren Freunden von Grass darüber, dass man zur Tagesordnung zurückkehren müsse. Und auf dieser steht unvermindert Israel – als deutsche Obsession. Schluss also mit einer »Diskussion, die einem wenig sagt über das, was im Nahen Osten passiert«, mit diesem Selbstgespräch »so voller Wehleidigkeit, Selbsthass und mühsam unterdrückter Aggression«. Zurück dafür zum Judenstaat, der künftig von seinem Hausrecht Gebrauch machen und Grass die Einreise verweigern will. Das mag ein symbolischer Akt sein, aber er bedeutet für den Antisemiten, dass man auf dessen vorgebliche Verbundenheit – Grass gibt ja in seinem Elaborat vor, ein Freund Israels zu sein und dies auch bleiben zu wollen – keine einzige Agora gibt. (Diese kleine Münze ist ohnehin schon seit langem aus dem Verkehr gezogen.) Dies hält man hierzulande für unangemessen respektive überzogen, und eben jene Medien, die sich gerade noch über Grass echauffierten, lassen nun ihre guten Juden die Entscheidung Israels verdammen – ob durch Avi Primor (die Entscheidung sei »übertrieben und populistisch«), Moshe Zimmermann (»Zensur« sei am Werk, die »nicht untypisch für Israel« sei) oder Tom Segev (»Damit rückt Israel sich in die Nähe Irans«). So geht »Israelkritik« heute – willkommen zurück in der deutschen Realität.


Kunstsimulation

Eines noch zum Versagen der Grass-Kritik, weil sie es nicht wirklich ernst meint: Was der »Dichter« da fabrizierte, als Lyrik weiter gelten zu lassen, und sei es als schlechte, ist ein Anschlag auf die Kunst. Dieser Anschlag ist nicht minder perfide als das öffentlich-rechtlich erklärte Anliegen des Alten, sich mit seiner Schundproduktion in eine Reihe von Walther von der Vogelweide über Heinrich Heine bis Bertolt Brecht zu stellen. (Dass er sich in einem Atemzug mit Erich Fried nennt, ist allerdings berechtigt.) Wenn es noch eines letzten Beweises bedurft hätte, dass engagierte Kunst nichts anderes ist als Engagement für Weltanschauliches im Tarnmantel einer Kunstsimulation (und damit eine Lüge) und dass die Tarnung notwendig versagt, sodass pure Ideologie erscheint, dann hat Grass diesen erbracht. Form follows function, und darum gilt: Eine Kritik, die beim greisen Dichterdenker nicht Form und Inhalt in ihrer jeweiligen Unerträglichkeit aufeinander bezieht, macht sich mit dem vorgeblich Kritisierten auf halber Strecke schon gemein. Während der Alte denkend als erledigt gilt, soll er allenfalls noch dichten dürfen. Am Ende seines Interviews wünscht sich der dauergrinsende Tom Buhrow von Grass dann auch, was nur ein nächstes Grauen wäre: einen neuen Roman.

Da also die Kritik an Grass so überlaut, übermächtig und im Argument oft so labil ist und da sie in der politischen Praxis wenig zu bedeuten hat, gibt sie unfreiwillig ihr Wesen preis. Sie zieht eine Demarkationslinie zu Grass, zum Unsäglichen, um zu salvieren, was sich im Ton mäßigt, auch wenn es Gleiches meint. Die neue Zeit hat ihren neuen Jargon, da stört das desavouierte Raunen des Alten. Wir erleben: den überfälligen Vatermord der Grassdeutschen.

Deutschland empört sich. Doch nichts ist gut.


Anmerkungen
* Eike Geisel prägte einst die Wendung von der »Wiedergutwerdung der Deutschen«. Aber Geisel ist tot, und weil er sie nicht freundlich meinte und obendrein noch Recht hatte, will kaum jemand sich noch an ihn erinnern.
** Man müsste an dieser Stelle den israelischen Psychoanalytiker Zvi Rex zitieren, dass nämlich die Deutschen den Juden Auschwitz nie verzeihen. Aber das wird dieser Tage schon oft genug getan, nur meist ohne darauf abzuheben, was das recht eigentlich bedeutet.

Zum Foto: Von Günter Grass gestiftetes, mit einem Graffito versehenes Denkmal. Göttingen, 7. April 2012.

http://lizaswelt.net/2012/04/09/der-vatermord-der-grassdeutschen/

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Was gesagt werden muss

Gedicht für Günter (unterstufenlyrisch)

Mit letzter Tinte ächzt der Alte
in ungereimter Poesie:
Dass die sich nicht mehr schlachten lassen,
verzeihe ich den Juden nie.

Der Jude will Atomraketen.
Der Jude will den Weltenkrieg.
Der Jude will uns alle meucheln.
Am Ende droht des Juden Sieg!

Da muss man doch was machen können,
und wenn nicht wir, dann der Iran.
Mahmud, mein alter Mullahkumpel!
I shout it out loud: Yes, you kann!

Der Günter fühlt sich ganz verwegen,
der Greis ist wieder jung, vital.
Die Lösung einst ging zwar daneben,
versuchen wir’s halt noch einmal!

So denkt’s im deutschen Dichterdenker.
Er rülpst und rotzt es aufs Papier.
Sein Wahn kennt keine Einsamkeit.
In Deutschland gilt: Vom Ich zum Wir.

Boris Yellnikoff
(der für dieses Gedicht den Nobelpreis verlangt)

http://lizaswelt.net/2012/04/04/was-gesagt-werden-muss/

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Karneval der Empörten

In Magdeburg wurde anlässlich einer Nazi-Demo und der Proteste dagegen vollends ununterscheidbar, wer auf welcher Seite steht.


VON TJARK KUNSTREICH UND JOEL NABER


Die Häftlingsuniformen reichten nicht, auch die Gesichter hatten sie sich grau angemalt, um die Wohlstandsrosigkeit zu kaschieren: Eine Gruppe von Demonstranten, die gegen den Nazi-Aufmarsch in Magdeburg am 14. Januar protestieren wollten, hatte sich da etwas ganz Besonderes ausgedacht. Allerdings waren sie nicht barfuß unterwegs oder in Holzschuhen; so sieht man auf dem Foto oben die Markenschuhe, die Authentizität hat schließlich ihre Wettergrenzen. Wer nun vermutet, dass es sich hier um besonders radikale Gegner handelte, die zu jeder Form der Verhinderung eines Aufmarsches der Nazis bereit gewesen wären, hat weit gefehlt. Nicht nur, dass man sich schlicht auf die Straße legte, um sich wegtragen zu lassen. Um den Anschein allzu großer Identifikation mit den Opfern des Nationalsozialismus gar nicht erst aufkommen zu lassen, legten diese Leute eine Erklärung in Form eines Transparents vor, auf dem stand: »FÜR DAS ERINNERN – Wir trauern um jeden Menschen, den wir an den Faschismus verlieren«.

Erinnern an was? Und wer ist das »Wir«, das Menschen an den Faschismus verliert? Die Selbstverständlichkeit, mit der man sich an die Stelle der Opfer setzt und die schon für sich genommen pervers ist, setzt sich reibungslos fort in der Nonchalance, mit der im selben Moment die Opfer des Nationalsozialismus durch die Nazis ersetzt werden, »die wir an den Faschismus verlieren«. Was suggeriert das anderes als: Wir könnten uns doch, im ERINNERN, so gut verstehen! Diese Ergänzung des Nazi-Gedenkens an die Bombardierung Magdeburgs steht in der schlechten Tradition des DDR-Antifaschismus, der schon immer die Opfer der Vernichtung vereinnahmte und damit zugleich zum Verschwinden brachte – doch es geht noch eine Stufe weiter: Das kämpferische Moment der Kommunisten ist der Identifikation mit der den Opfern zugedachten Passivität gewichen, die als Unschuld imaginiert wird.

Ehemalige KZ-Häftlinge haben zu verschiedenen Gelegenheiten ihre Uniformen wieder angezogen – manchmal auch solche Überlebende, die nicht im KZ waren –, um beispielsweise gegen Berufsverbote zu protestieren oder für die Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter zu demonstrieren. Schon das war fragwürdig, aber es war die Sache der Überlebenden. Allerdings war ihr Erscheinen vor dem Majdanek-Prozess oder anlässlich von IG-Farben-Aktionärsversammlungen Ausdruck ihres Interesses und ihrer Anliegen – gegen eine Gesellschaft, die die Tatsache, dass sie diese Uniformen einst trugen, verleugnete. Mit dem Tod der Überlebenden hat sich diese Form des moralischen Appells gegen das Vergessen erledigt. Nicht erledigt hat sich dagegen offenbar die Attraktivität des Opferstatus – die obszöne Verkleidung bringt schlafwandlerisch die neueuropäische Moral der Empörten zum Ausdruck, die sich von den Altnazis gestört fühlt, aber sie instinktiv auf ihrer Seite zu wissen wünscht. Denn an Gemeinsamem – dem ERINNERN an die Schrecken des alliierten Bombenkriegs und an die Gegenwart der fortdauernden Schrecken des globalisierten Kapitalismus – mangelte es doch nicht.

Dass sich das in Magdeburg abspielt, jener Hochburg der Vereinigung von west- und ostdeutschem Antiimperialismus, ist kein Zufall: Von allem war die Rede vor diesem Nazi-Aufmarsch, nur nicht vom Antisemitismus und vom Hass auf Israel. Wer davon spräche, würde im Handumdrehen Demonstranten wie Gegendemonstranten vereint gegen sich sehen. Die europäische Unschuld, die heute lieber morden lässt, statt selbst zu morden, fühlt sich von den bösen ewiggestrigen Nazis, denen man zumindest zugestehen muss, dass sie negativ die Wahrheit der europäischen Geschichte repräsentieren, eben so sehr gestört, wie sie sie zur Selbstvergewisserung braucht. In wenigen Wochen wird sich das Gleiche in Dresden abspielen, eine Selbstversicherung für deutsche Antifaschisten, die ohne Nazis in eine Identitätskrise gerieten – nicht von ungefähr sah man auf der Seite der Gegendemonstranten kein Transparent, das die Lüge von den »alliierten Mördern« angegriffen hätte. Denn darin ist man sich einig: Deutsche Opfer sind keine Täter.

http://lizaswelt.net/2012/01/16/karneval-der-empoerten/

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Der Hass auf die Freiheit

Nine-Eleven und der Furor gegen den Individualismus – drei Thesen. Dokumentation eines Vortrags von Tilman Tarach, gehalten im Rahmen der Freiburger Thementage Antisemitismus am 10. September 2011 und hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Autors.


VON TILMAN TARACH


I.

Nicht nur Osama bin Laden und seine heimlichen sowie offenen Sympathisanten sehnten sich die Zerstörung New Yorks herbei. Schon über Adolf Hitler schrieb Albert Speer in seinen Spandauer Tagebüchern: „Ich erinnere mich, wie er sich in der Reichskanzlei Filme vom brennenden London, vom Feuermeer über Warschau, von explodierenden Geleitzügen vorführen ließ und welche Gier ihn dann jedes Mal erfasste. Nie aber habe ich ihn so außer sich gesehen wie gegen Ende des Krieges, als er wie in einem Delirium sich und uns den Untergang New Yorks in Flammenstürmen ausmalte. Er beschrieb, wie sich die Wolkenkratzer in riesige, brennende Fackeln verwandelten, wie sie durcheinander stürzten, wie der Widerschein der berstenden Stadt am dunklen Himmel stand, und er meinte, wie aus einer Ekstase zurückfindend, Saur solle den Entwurf Messerschmidts für einen vierstrahligen Fernbomber sofort in die Wirklichkeit umsetzen.“ [1]

Nun ist Speer zwar ein zweifelhafter Zeuge, aber es existiert auch eine Karte aus dem Jahr 1944, die einen deutschen Angriff auf Manhattan und die zu erwartenden Zerstörungen skizziert. [2] Das Zitat und die Karte erinnern in geradezu unheimlicher Weise an 9/11, und in der Tat kann der Angriff auf die Twin Towers als späte Erfüllung eines leidenschaftlichen nationalsozialistischen Wunsches verstanden werden. Allerdings wird die ideologische Nähe der Attentäter von 9/11 zum Nationalsozialismus weitgehend geleugnet.

Osama bin Laden hatte sich schon in seiner Schulzeit der Muslimbruderschaft angeschlossen, deren Gründer Hassan al-Banna ein glühender Bewunderer Mussolinis und Hitlers war, die „ihre Völker zu Einheit, Ordnung, Erneuerung, Macht und Ruhm“ geführt hätten. Auch von Hitlers Rundfunkreden und den Deutschen war al-Banna begeistert, wohingegen er die „Verwestlichung“ und „Verweichlichung“ der Ägypter kritisierte, die leider von einer „Liebe zum weltzugewandten Leben und einem Hass auf den Tod“ erfasst worden seien. [3]

Die Parole „Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod“ ist bekannt geworden durch die Madrid-Attentäter aus dem Jahr 2004, in Wahrheit jedoch gehört sie zum Standardrepertoire der antiwestlichen islamistischen Verlautbarungen. Bin Laden äußerte sich schon 1996 in einer an die Amerikaner gerichteten Fatwa wie folgt über seine jungen Anhänger: „Diese jungen Männer lieben den Tod, so wie ihr das Leben liebt.“ [4] Dass insbesondere die Juden „eher das Leben lieben“, wohingegen „wir“ – die Palästinenser – „eher den Tod lieben“, hört man in den palästinensischen Gebieten mitunter von ganz normalen Bewohnern (auch Ulrich W. Sahm berichtet dies), und auch verschiedene hochrangige Hamas-Vertreter gaben Ähnliches bereits zum Besten, etwa Fathi Hamad und Ismail Haniya.

Der wichtigste geistige Pate bin Ladens war der Ägypter Sayyid Qutb, einer der bedeutendsten islamistischen Theoretiker der Muslimbruderschaft. In seinem 1950 veröffentlichter Aufsatz Unser Kampf mit den Juden schrieb Qutb beispielsweise: „Allah hat Hitler gebracht, um über sie zu herrschen; […] und Allah möge (wieder) Leute schicken, um den Juden die schlimmste Art der Strafe zu verpassen; damit wird er sein eindeutiges Versprechen erfüllen.“

Was nun Osama bin Laden betrifft, so haben sich weite Teile der europäischen Gesellschaft noch nicht einmal zu dem sprichwörtlichen schrecklichen Verdacht durchgerungen, er könnte etwas gegen Juden gehabt haben. Der diesbezügliche, ziemlich ausführliche deutsche Wikipedia-Eintrag beispielsweise erwähnt dessen Antisemitismus mit keiner Silbe, obwohl er in bin Ladens Ideologie eine zentrale Stellung einnahm und seine Texte vor antisemitischer Hetze nur so strotzen. „Der jüdische Feind ist der Aggressor, der Verderber der Religion und der Welt“, erklärte er 1994; ein Jahr später bezeichnete er die „Palästinafrage“ als „die Mutter aller muslimischen Anliegen“. Im November 2001 sagte er in einer Video-Botschaft: „Wie sollen die armen Mütter von Palästina ertragen, dass ihre Kinder vor ihren Augen den Unterdrückern, den jüdischen Polizisten zum Opfer fallen, mit der Unterstützung der USA, mit Flugzeugen und Panzern der USA? Wer zwischen Amerika und Israel unterscheidet, ist der wahre Feind der Umma.“ Und in seinem „Brief an Amerika“ vom November 2002 schrieb er: „Euer Gesetz ist das Gesetz der Reichen und Mächtigen, die in ihren Parteien Hof halten und Wahlkampagnen durch ihre Geschenke finanzieren. Hinter ihnen stehen die Juden, die eure Politik, eure Medien und eure Wirtschaft kontrollieren.“ (Auch dies könnte aus der Feder der Nationalsozialisten stammen, die ja hinter den Alliierten ebenfalls nur Juden sahen.) In seinem Brief „an die Völker Europas“ schließlich erklärte bin Laden im April 2004: „Präsident Bush und die anderen Regierungsvorsitzenden, die großen Medienkonzerne, die Vereinten Nationen, die zwischen den militärischen Führern und der mächtigen Generalversammlung ihre Gesetze erlassen – sie alle sind nur Agenten der Täuschung und Ausbeutung. Diese und andere Gruppen sind eine tödliche Gefahr für die gesamte Welt, und die gefährlichste und komplexeste ist die Lobby der Zionisten.“ [5]

Personen aus dem Hamburger Umfeld von Mohammed Atta, dem wohl bedeutendsten der 19 Attentäter des 11. September, attestierten diesem unumwunden ein „nationalsozialistisches Weltbild“. Die Juden waren für ihn die „Strippenzieher der Medien, der Wirtschaft, der Politik“, und natürlich steckten sie auch hinter den Kriegen am Golf, auf dem Balkan, in Tschetschenien und so weiter. Atta wünschte sich einen Gottesstaat vom Nil bis zum Euphrat, das heißt: die Zerstörung Israels. Die Juden, so Atta, wollten letztlich den Islam ausrotten, und das „Zentrum des Weltjudentums“ befinde sich in New York. [6] Schon Abdul Rahman Yasin, der am 1993er-Anschlag auf die Twin Towers beteiligt war, hatte sich in den Wahn hineingesteigert, die Mehrzahl der im World Trade Center arbeitenden Menschen seien Juden.

Gleichwohl erntet man insbesondere innerhalb großer Teile der politischen Linken bestenfalls Kopfschütteln, wenn man den antisemitischen Charakter von 9/11 benennt; nicht selten wird ein solcher Hinweis gar empört zurückgewiesen, als Denunziation des wackeren Kämpfers Osama bin Laden nämlich, der doch zumindest „objektiv“ als Antiimperialist zu gelten habe. Das antisemitische Weltbild der Täter wird also verleugnet oder verharmlost – so wie insbesondere die politische Linke in der Weimarer Republik den Antisemitismus der Nazis allzu leichtfertig bagatellisiert hatte (als „Nebenwiderspruch“ beispielsweise). Und die Interviews bin Ladens sowie die sonstigen antisemitischen Äußerungen der Gotteskrieger werden kaum zur Kenntnis genommen, so wie in der Weimarer Zeit die Europäer einschließlich der Linken es kaum für nötig befanden, Mein Kampf zu lesen und zu skandalisieren.


II.

Der Hassschwerpunkt aller Antisemiten ist gegen die Idee der Emanzipation des Individuums von den Zwängen der Natur und vor allem der Gesellschaft gerichtet; Judenfeinde sind stets Feinde der individuellen Freiheit und der Geistes. Nicht das Subjekt mit all seinen Bedürfnissen steht im Vordergrund, sondern ein religiöses oder nationales Kollektiv: Was früher die Christenheit war, ist heute die Umma oder die mit der Scholle verwachsene, gleichsam naturwüchsige Volksgemeinschaft. Das zeigt sich auch an den gängigen antizionistischen Parolen: Es ist eher selten die Rede von der „Freiheit für die Palästinenser“, weitaus häufiger wird die „Freiheit für das palästinensische Volk“ gefordert. Antisemiten sind geprägt von der Angst vor dem Verlust der Nestwärme der eigenen Gemeinschaft, von der Angst vor der Freiheit und der mit der Freiheit stets verbundenen Unsicherheit und Notwendigkeit der intellektuellen Anstrengung. Die Delegation jeder Entscheidung an eine Autorität bzw. an ein Kollektiv jedoch führt zur intellektuellen Verwahrlosung.

Antisemiten haben infolgedessen eine regelrechte Knechtsgesinnung gegenüber ihrem eigenen, paternalistisch strukturierten Kollektiv, und zur Selbstversicherung werden regelmäßig die Juden als (vermeintlich) religiöses – oder Israel als nationales – Gegenkollektiv wahrgenommen und gehasst (aber zugleich heimlich beneidet), denn sie werden als gleichschaltungsresistent imaginiert und erinnern den Antisemiten unbewusst an seine eigene armselige Existenz in seiner freiwilligen Unterwerfung unter seine eigene Gemeinschaft. Es ist, als würde die gesichtslose, dem Herdentrieb folgende graue Maus den Juden vorwerfen: „Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod!“

Dies alles gilt jedoch nicht nur in Bezug auf Israel, sondern tendenziell auch in Bezug auf Amerika. Bezeichnend ist schon die vor allem im isla­mi­schen Raum häufig anzutreffende Bezeichnung der USA als „großer Satan“ (neben dem „kleinen Satan“ Israel), denn gerade die Figur des Satans ist es, die einen in Versuchung führt, die also insgeheim eine (freilich verleug­nete) Attraktivität ausstrahlt. Amerika steht bei den Gotteskriegern und ihren europäischen – heimlichen oder bekennenden – Freunden im Verdacht, die Moderne zu repräsentieren, den „seelenlosen“ Materialismus, die Gleichstellung der Frau, die geistige sowie sexuelle Libertinage und die individuellen Freiheitsrechte. Und in diesem Verdacht standen die USA seit ihrer Entstehung; er besteht gänzlich unabhängig von einer möglicherweise guten oder schlechten amerikanischen Außenpolitik.

Überdies beäugt manch ein Blut-und-Boden-Obsku­rantist die Vereinigten Staaten schließlich auch deshalb miss­trauisch, weil sie keine „Blutsnation“ sind, also nicht wirklich auf einer gemeinsamen Ab­stam­mung (oder wenigstens auf einer gemeinsamen Religion) beruhen und nicht „mit ihrer Scholle verwachsen“ sind – anders als manche europä­ische und vor allem arabische Staaten, deren „Volksge­meinschaften“ als natur­wüchsig und autoch­thon wahrgenommen und den „künstlichen“, multi­kulturellen, mit­unter als „jü­disch versippt“ halluzinierten USA gegenübergestellt werden. Es ist ja gerade das Merkmal der Künstlichkeit, das beson­ders gerne auch gegen Israel in Anschlag gebracht wird, wie schon der beliebte, abfällige Begriff „zionistisches Gebilde“ belegt.

Der aggressive Wunsch der Antisemiten, die Juden als Störenfriede der eigenen Friedhofsruhe loszuwerden, verdichtet sich letzten Endes im Verlangen nach Elimination. Es handelt sich dabei um den von Freud beschriebenen unbewussten Vorgang der Projektion; Antisemiten sind daher in der Regel nicht dazu fähig, ihre Empfindungen zu reflektieren. Beim Antisemitismus handelt es sich also um nicht weniger als eine Massenpsychose.

Um die eigene Aggressivität zu kaschieren, werden dabei die Juden stets als Angreifer halluziniert. Früher hieß es in diesem Zusammenhang „Deutsche! Wehrt euch! Kauft nicht bei Juden!“, heute wird Israel zum Aggressor gemacht, zu dem Staat, der wie kein anderer den Weltfrieden bedrohe und Palästinenser quäle, obwohl doch Israel seit über 60 Jahren bedroht und angegriffen wird und obwohl die Palästinenser, die in Israel leben – also die israelischen Araber – unvergleichlich mehr Rechte und Freiheiten haben als die Palästinenser in jedem arabischen Staat.

Aber seit dem 8. Mai 1945 gibt es in Deutschland keine Antisemiten mehr, es gibt nur noch „Israelkritiker“. Doch so wie der Antisemitismus in Adornos berühmt gewordenen Diktum als „das Gerücht über die Juden“ beschrieben wurde, so ist der Antizionismus das Gerücht über Israel.


III.

Die Juden, die so genannten Volksfeinde, die Schwulen, die Intellektuellen, aber auch alle anderen, die im Verdacht stehen, das eigene Glück zum Handlungsmaßstab zu machen, wirkten „zersetzend“ – so heißt es. „Zersetzen“ bedeutet hier, ein Kollektiv in seine Einzelteile aufzulösen. Wer sich dem Kollektiv nicht unterwirft, wer alleine durch seine Existenz beweist, dass man sich sozialem Druck nicht beugen muss, der gilt nicht selten als (Volks-)Verräter oder fremdgesteuerter Spion. Diesen Vorwurf mussten nicht nur linke Dissidenten immer wieder fürchten, sondern beispielsweise auch palästinensische Araber, die sich dann doch lieber für ein eigenes gutes Leben einsetzten statt für den Tod der Juden. Tausende von ihnen wurden in den letzten Jahrzehnten ermordet, unter dem Vorwurf, sie seien Kollaborateure mit Israel.

Aber auch anderen wird vorgeworfen, Agenten in fremdem Dienst zu sein. Die aus Bangladesch stammende Schriftstellerin Taslima Nasrin etwa wurde von fanatisch-muslimischer Seite verdächtigt, eine jüdische Spionin zu sein, weil sie Islamkritik betreibt und sich für Frauenrechte einsetzt. Und die Vertreter sowohl der linken als auch der rechten Opposition gegen Stalin wurden regelmäßig als „Agenten des Imperialismus“ oder einer jüdischen Weltverschwörung denunziert. Vergleichbare Anwürfe wurden immer wieder auch gegen Karl Marx, Sigmund Freud oder Theodor W. Adorno erhoben und ebenso – beispielsweise in den unsäglichen „Protokollen der Weisen von Zion“ – gegen die Anhänger der Französischen Revolution. Im Grunde haben wir ein analoges Phänomen schon beim europäischen Hexenwahn, denn auch die als Hexen bezeichneten Frauen wurden als von einer höheren, fremden Macht – dem so genannten Teufel – gesteuert betrachtet. Und wer heute insbesondere innerhalb eines linken sozialen Umfelds solidarisch mit Israel ist, dem wird ebenfalls nicht selten unterstellt, fremdgesteuert zu sein: Früher rief man ihm „Judenknecht“ nach, heute gilt er bevorzugt als „Imperialistenknecht“ oder als „Marionette der israelischen Regierung“.

In das kleine Hirn dieser Leute passt der Gedanke also nicht, dass man aus Überzeugung und Gründen der Vernunft eine Position einnimmt, die doch so weit entfernt ist von dem, worauf man sich stillschweigend geeinigt hat; denn zumindest der latente Antisemitismus ist ja, wenn man so will, ein konstanter Bestandteil der europäischen Kultur. Nicht sein kann, was nicht sein darf – deswegen gilt man dann den zur Reflexion unfähigen Kleingeistern als Agent einer als übermächtig imaginierten Institution. Die eigene, unabhängig von irgendwelchen Massen angeeignete Erkenntnis wird also als fremdbestimmt denunziert, und die Ressentiments und niedrigsten Instinkte aus dem Bodensatz der Gesellschaft werden als ureigenste Identität gefeiert. Kurz: Das Eigene gilt als fremd, das Fremde gilt als Eigenes.

Anmerkungen:
[1] Albert Speer: Spandauer Tagebücher, Berlin 1993, S. 126f. (Eintrag vom 18.11.1947).
[2] Die Karte stammt ursprünglich aus der Arbeit des für die Nationalsozialisten arbeitenden Luftfahrttechnikers Eugen Sänger, im Original zugänglich im Archiv des Deutschen Museums München (Nachlass Sänger, NL 230 und Vorl. Nr. 0121).
[3] Vgl. Efraim Karsh: Imperialismus im Namen Allahs. Von Muhammad bis Osama Bin Laden, München 2007, S. 313f.; Matthias Küntzel: Djihad und Judenhaß. Über den neuen antijüdischen Krieg, Freiburg 2002, S. 23.
[4] Hans-Gerhard Kippenberg/Tilman Seidensticker (Hg.): Terror im Dienste Gottes. Die „geistliche Anleitung“ der Attentäter des 11. September 2001, Frankfurt am Main/New York 2004, S. 96.
[5] Zitate aus Marwan Abou-Taam/Ruth Bigalke (Hg.): Die Reden des Osama bin Laden, Kreuzlingen/München 2006, S. 36, 48, 116, 141, 150.
[6] Der Spiegel 36/2002, S. 117.

Zum Foto: Palästinenser feiern die Terroranschläge von Nine-Eleven. Gaza, 11. September 2001.

http://lizaswelt.net/2011/09/28/der-hass-auf-die-freiheit/

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„Gerade wir als Deutsche“

Das Schuldbekenntnis heißt vielmehr, wir und die Nazis gehören zusammen, der Krieg ist verloren, wir müssen Abbitte tun, sonst kommen wir nicht rasch genug wieder hoch. Erst wenn die Sieger Konsequenzen ziehen wollten, griff man zur unverschämten Lüge und behauptete das Gegenteil der Schuld, „wir haben nichts davon gewusst“, anstatt „wir wollen es nicht wissen“. Selbst noch das Ich stand für das Wir. Ich war kein Nazi, im Grunde waren wir’s alle nicht. Das Wir ist die Brücke, das Schlechte, das den Nazismus möglich machte. Der Unterschied zwischen dem Einzelnen und dem Kollektiv wird eingeebnet, wer ihn bewahrt, steht draußen, gehört nicht zu ‚uns’. […] Wer in der Politik und vielen anderen Sparten von sich selbst spricht und die Landsleute als ‚sie’ bezeichnet, erscheint, auch wenn die Hörenden es nicht realisieren, ihnen als Verräter – nur im Zufallsfall als anständiger Mensch. (Max Horkheimer: Notizen 1950 bis 1969 und Dämmerung: Notizen in Deutschland, Frankfurt/Main 1974)

Er zählt zwar schon 85 Lenze, aber dass er sich aufs Altenteil zurückgezogen hätte, kann man von Alfred Grosser wirklich nicht behaupten. Im Gegenteil: Er verfolgt eine regelrechte Mission, die darin besteht, den Deutschen die „Israelkritik“ als ultimative Lehre aus dem Holocaust schmackhaft zu machen. Praktischerweise ist der diesbezügliche Appetit der Angesprochenen ohnehin nahezu zügellos, weshalb sie den Publizisten und Politikwissenschaftler überaus gerne als jüdischen Ehrengast zu Tisch bitten, neuerdings auch und gerade bei Festbanketten wie etwa am 9. November des vergangenen Jahres in Frankfurt am Main. Dafür wiederum ist Grosser so dankbar, dass er keine Gelegenheit auslässt, seine geschichtspolitischen Kochrezepte unters (deutsche) Volk zu bringen. Und so fand sich kurz vor dem Jahreswechsel in der FAZ unter der Überschrift „Die deutsche Kollektivschuld ist wieder da“ aufs Neue ein exquisiter Beitrag zur Haute Cuisine der Vergangenheitsbewältigung.

Grosser hatte nämlich im Deutschen Historischen Museum zu Berlin die Ausstellung „Hitler und die Deutschen“ besucht und war anschließend „voller Empörung über die Grundeinstellung des Ganzen“, die da gelautet habe: „Das deutsche Volk war kollektiv schuldig.“ Der Widerstand werde „in seinen verschiedenen Formen bagatellisiert“, außerdem wisse man „doch heute, wie viele nichtjüdische Deutsche jüdischen Deutschen geholfen haben“. Überhaupt sei die Frage, wer von den Verbrechen Kenntnis gehabt habe, noch immer „schwer zu beantworten“, und längst gebe es Beweise, die zeigten, „wie gering die Kriegsbegeisterung gewesen ist und wie klein die Rolle der Judenfeindlichkeit war“. Kurzum: „Als jemand, der seit Kriegsende versucht, ‚den’ Deutschen der Hitler-Zeit Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, bin ich, wie schon gesagt, empört.“

Diese Zuschrift druckte die Zeitung für Deutschland fraglos mit dem größten Vergnügen ab, denn inmitten der ganzen Leserbriefe früherer Wehrmachtskommandeure und „Heimatvertriebener“ macht sich ein Freispruch durch einen seinerzeit Verfolgten natürlich besonders gut. Dabei bedient Grosser lediglich uralte und -zigfach widerlegte Legenden. Die Kollektivschuldthese beispielsweise wurde von den besiegten Deutschen selbst erfunden und sodann den Alliierten in die Schuhe geschoben – damit man sich anschließend als Opfer inszenieren und, wie Max Horkeimer schon in den 1950er Jahren schrieb, „das völkische Gemeinschaftsempfinden in die Nachkriegsperiode hinüberretten“ konnte. Denn: „Das Wir zu bewahren, war die Haupt­sache. Die Anderen sind nicht die Nazis, sondern die Amerikaner und der Widerstand.“ Dieser Widerstand wiederum kann kaum bagatellisiert werden, weil er – bei allem Respekt – schlichtweg marginal gewesen ist, auch wenn die „Opa war kein Nazi“-Generation noch das bereitwilligste Mitmachen bei der Vernichtung nachträglich in einen Akt der Auflehnung verdreht und so das Paradoxon eines Nationalsozialismus ohne Nationalsozialisten geschaffen hat.

Dass „viele nichtjüdische Deutsche jüdischen Deutschen geholfen haben“, stimmt hingegen – allerdings in einer ganz anderen Hinsicht als der von Grosser gemeinten: Die Erstgenannten, Hitlers willige Vollstrecker, haben Letzteren zuvorderst dabei geholfen, erst ihren gesamten Besitz und anschließend ihr Leben loszuwerden. Schon deshalb ist auch die absurde Frage, wer im „Dritten Reich“ vom Judenmord gewusst hat, nur so zu beantworten, wie es Nathan Gelbart in einem Gastbeitrag für die Achse des Guten getan hat: „Sicher, das plötzliche Verschwinden Hunderttausender jüdischer Nachbarn mit nichts als einem Köfferchen in der Hand konnte für den objektiven Betrachter der damaligen Zeit nur einen Kurzurlaub auf Usedom bedeuten. Und die anschließende Belegung ihrer Wohnungen samt Mobiliar durch die arischen Nachbarn belegte die These der unmittelbar bevorstehenden Rückkehr der Besitzer mit großem Nachdruck. Auch der öffentliche Abtransport Hunderttausender Juden in Güterwaggons Richtung Osten und die leere Rückreise derselben hat nur eine kleine, privilegierte und informierte Minderheit Böses annehmen lassen.“

Was es sonst noch dazu und zu der angeblich nur geringen Kriegsbegeisterung sowie der vermeintlich bloß kleinen Rolle der Judenfeindlichkeit zu sagen gibt, hat der damalige amerikanische Nachrichtenoffizier Saul K. Padover bereits 1946 in seinem buchstäblich entwaffnenden Bericht „Experiment in Germany“ ausgeführt. Es ist gewiss kein Zufall, dass es geschlagene 53 Jahre dauerte, ehe sein Buch ins Deutsche übersetzt wurde und unter dem Titel „Lügendetektor – Vernehmungen im besiegten Deutschland 1944/45“ endlich auch hierzulande erhältlich war.

Warum Alfred Grosser selbst elementarste historische und gegenwärtige Tatsachen wahlweise nicht zur Kenntnis nimmt oder verdreht, sei dahingestellt; in jedem Fall kassiert er, wie Henryk M. Broder treffend formulierte, eine „Ehren-Dividende“ aus dem „Verlangen der Deutschen, sich mit sich selber auszusöhnen“: „Er ist der Zauberer, der das schlechte Gewissen der Deutschen gegenüber den Juden in ein Gefühl der moralischen Überlegenheit verwandelt – indem er den Deutschen attestiert, dass sie sehr wohl das Richtige aus Auschwitz gelernt haben, im Gegensatz zu deren Opfern, die durch alle Examina in der bekanntesten Weiterbildungsanstalt der Nazis gerauscht sind.“ Genau das ist es auch, was Grosser hierzulande zu einem der gefragtesten Interviewpartner und Autor macht, wann immer es um die Verbindung zwischen der deutschen Geschichte und dem jüdischen Staat geht.

Dabei erfüllt er die Bedürfnisse fast aller politischer Strömungen in Deutschland, von den Konservativen bis zu den Linken. Und das betrifft sowohl seine Einlassungen zum Thema Nationalsozialismus als auch seine „Israelkritik“, die längst zur fraktionsübergreifenden conditio sine qua non geworden ist, zu einem (volks)gemeinschaftsstiftenden Anliegen. Was Wolfgang Pohrt* anlässlich des ersten Libanonkrieges 1982 noch als eine Haltung charakterisierte, die vor allem für sich progressiv dünkende Menschen typisch sei, gilt mittlerweile weit über dieses Lager hinaus: „Im Lichte israelischer Untaten besehen verliert […] Auschwitz sowohl seine Einmaligkeit als auch seine Schrecklichkeit. Und der Verdacht muss keimen: So außergewöhnlich völkermörderisch, wie die Israelis nun sind, war Auschwitz vielleicht nur ein kleiner Fehler.“ Was diesem Verdacht zugrunde liegt, analysierte Pohrt so: „Weil gerade die Linken hier weder den Nationalsozialismus noch Auschwitz begriffen haben, weil sie Ersteren mit einem besonders tyrannischen Regime und Letzteres mit einem besonders grausamen Blutbad verwechseln, deshalb haben sie die Hoffnung nicht aufgegeben, das Unrecht, welches sie anderswo entdecken, könne Deutschland entlasten.“

Und beim Entdecken blieb und bleibt es nicht, wie Pohrt wusste; vielmehr fühlten sich die Täter und ihre Nachfahren nicht etwa trotz, sondern gerade wegen der deutschen Geschichte ganz besonders zum Einschreiten berufen. So entstand der Typus des „Gerade wir als Deutsche“-Deutschen: „Mit den Verbrechen, die Deutschland an den Juden und an der Menschheit beging, hat es sich eigenem Selbstverständnis gemäß das Vorrecht, die Auszeichnung und die Ehre erworben, fortan besondere Verantwortung zu tragen. Der Massenmord an den Juden verpflichte, so meint man, Deutschland dazu, Israel mit Lob und Tadel moralisch beizustehen, damit das Opfer nicht rückfällig werde. Zwei angezettelte Weltkriege böten, so meint man weiter, die besten Startbedingungen, wenn es um den ersten Platz unter den Weltfriedensrichtern und Weltfriedensstiftern geht – frei nach der jesuitischen Devise, dass nur ein großer Sünder das Zeug zum großen Moralisten habe. Je schrecklicher die Sünde, desto tiefer die Buße und Reue, je tiefer die Buße und Reue, desto strahlender am Ende die moralische Überlegenheit.“ Wenn dann noch leibhaftige Juden wie Alfred Grosser ihren Segen erteilen, umso besser.

Die Inanspruchnahme jüdischer Kronzeugen beschränkt sich inzwischen übrigens nicht mehr auf diejenigen, die eine saftige „Israelkritik“ zu bieten haben; vielmehr stürzt man sich begierig auch auf solche, die die Ausweisung der Sudetendeutschen aus der Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg für ein Menschheitsverbrechen halten. Im Spielfilm „Habermann“ beispielsweise inszeniert der slowakische Regisseur Juraj Herz dieses Ereignis bewusst wie die Judenverfolgung, weil er beides allen Ernstes sowohl für gleichartig als auch für gleichrangig hält. Nachfragen oder Kritik wehrt er offenherzig ab: „Ich kann mir das erlauben. Ich war im Konzentrationslager. Ungefähr sechzig Mitglieder aus meiner erweiterten Familie sind dort gestorben.“ Kein Wunder also, dass „Habermann“ im vergangenen Jahr bei den Bayerischen Filmpreisen gleich zwei Auszeichnungen abräumte: den für die beste Regie und den für den besten Hauptdarsteller. Juraj Herz bringe das Thema „sensibel, ehrlich und klar auf die Leinwand“, lobte die Jury, die darüber hinaus befand: „So mutig und kunstvoll muss Geschichte erzählt werden.“ Da wird nicht nur Erika Steinbach spitze Schreie der Verzückung ausgestoßen haben.

* Sämtliche Zitate von Wolfgang Pohrt entstammen der von Klaus Bittermann herausgegebenen Zusammenstellung von Aufsätzen dieses Autors, „Gewalt und Politik. Ausgewählte Reden und Schriften 1979-1993“, die soeben in der Edition Tiamat erschienen ist.

Zum Foto siehe den Beitrag von Jan-Philipp Hein: „Grüße aus dem Lager“.

http://lizaswelt.net/2011/01/05/gerade-wir-als-deutsche/

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 Antifaschismus von rechts

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus».“ Oder auch kürzer: „Der neue Faschismus wird sagen, er sei der Antifaschismus“ – diese Kalenderweisheit für Forentrolle ist bereits in dieser oder ähnlicher Formulierung Zehntausendfach im Netz wiederholt worden.

Von Patrick Gensing

Ob der angebliche Urheber Ignazio Silone diesen Satz tatsächlich so geäußert hat, lässt sich nicht wirklich zweifelsfrei belegen. Von Intention und Kontext wollen wir gar nicht erst anfangen. (1) Dennoch gehört diese „Wahrheit“ mittlerweile fest zu der Diskussionssimulation im Netz: Sie reiht sich ein und passt perfekt zu anderen „Fakten!“, mit denen eine bestimmte Realität mit einem absoluten Anspruch definiert werden soll.

“Die Drohungen sind real”

Zu den Merkmalen dieser Definitonsstrategien gehört es, anderen genau das vorzuwerfen, was man selbst tut: Das Einfordern von Objektivität beispielsweise – während man selbst gnadenlos selektiv Artikel, Informationsfetzen und Zitate heraussucht, die das eigene Weltbild scheinbar oder tatsächlich stützen. Ähnlich verhält es sich mit der Forderung nach „echter“ Meinungsvielfalt sowie „offener“ Diskussionskultur: In vielen Foren und Netzdiskussionen gehört es zum schlechten Ton, ständig über angebliche Zensur zu klagen und eine fehlende Ausgewogenheit zu kritisieren, gleichzeitig lassen die Meister der Wortergreifung keinerlei Widerspruch zu oder beleidigen Menschen mit anderen Meinungen geübt und wortreich.

Durch rabiate Sprache, subtilen wie offenen Drohungen werden Andersdenkende bestenfalls abgeschreckt und wahrscheinlich eingeschüchtert, auch wenn man sich das nicht eingestehen möchte. “Die Drohungen sind real”, brachte es Anne Wizorek auf den Punkt, “und die Ängste sind es auch”. (2)

Struktureller Faschismus

Sinn einer Diskussion ist es eigentlich, die Meinungen und Beiträge anderer TeilnehmerInnen wahrzunehmen und in die eigene Argumentation einzubauen, indem man auf die Gedanken eingeht und begründet, warum sie bedenkenswert, falsch oder schlicht Unsinn sind. In Zeiten von Sarrazin und “Das ist Fakt!”-Sagern ein fast schon naiv wirkender Zugang, oder? Klaus Theweleit bringt die fatale Entwicklung der rechten Diskussionskultur auf den Punkt, wenn er schreibt:

Die “Beweisrede”, die nichts anderes weiter sein will als eine Beweisrede des “Rechthabens” im eigenen Standpunkt und nichts weiter im Schilde führt als eben diese Rechtfertigung der eigenen Handlungen, ist gewalttätig. […] Wer eine Stunde lang redet, um eigene Standpunkte zu untermauern und seine Handlungen zu rechtfertigen, ist strukturell ein Faschist; unabhängig davon, was er “inhaltlich” sagt. (3)

Insbesondere im Netz hat sich eine willkürliche Definition von Meinungsfreiheit ausgebreitet, die keine klaren Grenzen kennt – außer die eigene Norm: Und so werden Beleidigungen und Diskriminierungen gegen unliebsame Minderheiten zu legitimen „Meinungen“ umgedeutet, die sie eben aber nicht sind.

Diese Phänomene und Prozesse waren nie und bleiben nicht auf das Netz beschränkt – weil keine Trennung von virtuellem und realen Leben existiert. Der öffentliche Raum im Reallife liegt allerdings oft brach – und im Netz tobt eine Schlacht darum, wer wo was noch sagen kann. Nicht, weil der „böse“ Staat überall zensieren würde, sondern weil faschistischer Hatespeech Minderheiten – seien es Feministinnen, Juden, Schwarze, Muslime, Homosexuelle, Sinti – die sich im neuen digitalen öffentlichen Leben äußern und vielleicht sogar Gehör verschaffen, wieder verdrängen und zum Schweigen bringen soll: durch Drohungen und Pöbeleien. Es geht um Defintionsmacht sowie Hegemonie. Und Ruhe.

Der “Sturm auf den Reichstag”

Die neurechten politischen Milieus, die sich im Netz gefunden und teilweise weiter radikalisiert haben, fordern aber auch zunehmend im „realen“ Leben die demokratische Öffentlichkeit heraus: Am 9. Mai war es eine Front aus Verschwörungsfreaks, klassischen Rechtsextremen und anderen politischen Irrlichtern, die zum „Sturm“ auf den Reichstag blasen wollten. Der Sturm fiel aus: Rund 350 Gestalten fanden sich vor dem Bundestagsgebäude ein; zuvor hatten Zehntausende Facebook-Profile ihr Kommen angekündigt.

"Sturm auf den Reichstag" (Copyright: Oliver Feldhaus)
“Sturm auf den Reichstag” (Copyright: Oliver Feldhaus)

Auch wenn der Sturm ein laues Lüftchen war: Die demokratische Gesellschaft wird sich weiter mit diesem Milieu beschäftigen müssen. Wir erleben derzeit eine Phase des Experimentierens; ob Mahnwachen, Hogesa, Endgame oder auch die zahlreichen -gidas: Die Freunde des strukturellen Faschismus zeigen einen beachtlichen Einfallsreichtum, was die Namen und Aktionsformen sowie Bündnisse angeht.

Und wie auch immer sich das Kind gerade nennt: die Feindbilder all dieser Grüppchen und Einzelkämpfer mit imaginärer Armee im Hintergrund gleichen sich: So wie auch für den selbst erklärten Tempelritter und dutzendfachen Mörder Anders Breivik steht der Feind im Westen (auch wenn der Feind gleichzeitig im Nahen Osten verortet wird); der norwegische Rechtsterrorist schrieb in seinem Copy-and-Paste-Manifest vom Kampf gegen die Elite aus Liberalen und Kulturmarxisten, die sich zum Komplizen der “Islamisierung” gemacht hätten, bzw. diese erst eingeleitet hätten.

Gemeint ist damit die multikulturelle oder multiethische Gesellschaft – vor allem in den Großstädten, gemeint sind „Gutmenschen“, die für die Rechte von Minderheiten eintreten und gemeint sind Liberale sowie Progressive, die eine kosmopolitische Zukunft anstreben.

“Ethnischer Protektionismus”

Mit diesen Feindbildern knüpfen Breivik, der NSU aber auch islamistische Fanatiker (wobei hier die völkische Komponente keine Rolle spielt, die Kategorisierung von Freund und Feind wird anders konstruiert) nahtlos an den historischen Faschismus an. Breivik versucht diese Einordnung auszuhebeln, indem er schreibt, er orientiere sich an Japan oder den asiatischen Tigerstaaten, die sich gegen Masseneinwanderung und für einen „ethnischen Protektionismus“ entschieden hätten – und dennoch wirtschaftlich höchst erfolgreich seien.

Andere Rechtsradikale verweisen auf das Modell von Viktor Orban in Ungarn oder eben Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Und gerade das Bündnis mit Russland gegen den Westen ist zum geeigneten Taschenspielertrick geworden, um sich als Kämpfer gegen den “westlichen Imperialismus und Faschismus” zu gerieren. Anetta Kahane merkte zum 9. Mai treffend an: “Alle, die Putins Selbstherrlichkeit gegenüber den westlichen Demokratien bejubelten, seien zu Siegern geworden – „einschließlich der neuen Nazis“.” (4)

Von ehemaligen Elchen

Übrigens war der eingangs erwähnte Silone keineswegs ein dogmatischer Sozialist, er wurde beispielsweise mit dem Jerusalem-Preis für die Freiheit des Individuums in der Gesellschaft ausgezeichnet. Für alle die, die ausschließlich Fakten verkünden, vermeintlich unpolitische Objektivität auf Basis des „gesunden Menschenverstands“ einfordern und sich auf den italienischen Antifaschisten berufen, bleibt das sicherlich nebensächlich. Aber es ist zentral: Wer für die universellen Menschenrechte eines jeden einzelnen Menschen eintritt, handelt antifaschistisch – nicht der, der besonders laut Linksfaschist, Feminazi oder SAntifa brüllt. So gesehen passt das angebliche Zitat Silones ironischerweise doch ganz gut, um politische Phänomene der Gegenwart zu beschreiben…

(1) Siehe auch: Wikipedia zu Silone
(
2) Anne Wizorek am 6. Mai 2015 auf der Republica in Berlin
(3) zitiert nach: Klaus Theweleit: “Das Lachen der Täter: Breivik u.a.”, S. 140
(4) Berliner Zeitung vom 10. Mai 2015

http://www.publikative.org/2015/05/11/antifaschismus-von-rechts/

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Bei der Gedenkveranstaltung im Reichstag zum 8. Mai 1945 zeigte das Deutsche Fernsehen leere Sitzreihen. Jetzt ist das im Deutschen Bundestag ein gewohntes Bild, für das es gute Gründe gibt. Das wissen vor allem diejenigen, die gewöhnlich mit Häme darüber berichten.

Am 8 Mai 2015 war das höchst ungewöhnlich, weil bei Veranstaltungen dieser Art selbst die Bundestagsverwaltung durch gut gekleidete Mitarbeiter sicherstellt, dass entsprechende Bilder über vollständige Anteilnahme das Haus verlassen. Wussten die Angeordneten, was sie mit den Reden erwarten würde? Bei dem Einheitsbrei der Qualitätsmedien, der uns seit Jahr und Tag vorgesetzt wird, um das deutsche Volk in Wallung gegen Moskau zu bringen, ist bei der nachträglichen Kommentierung der Reden doch auffallend, wie intensiv diese mit „umstritten“ belegt worden sind. Das hätte man vorher wissen können. Nicht nur Professoren zeichnen sich, wie jüngst eine bekannte Wiener Journalistin festgestellt hat, dadurch aus, daß sie bei geschichtlichen Ereignissen, die Jahrzehnte zurückliegen, jedenfalls Anstand zeigen, während in der Gegenwart es Zeitgenossen schwer fällt, Rückgrat zu beweisen.

War es das, was die Abgeordneten davon abhielt, ins Plenum zu gehen? Oder ist es in diesen Tagen einfach zu viel, was ihnen und dem ganzen deutschen Volk zugemutet wird? Den wenigsten von Ihnen wird dabei durch den Kopf gegangen sein, wie dramatisch sich die Zeiten geändert haben, alleine wenn sie an den Roten Platz in Moskau und die demonstrative Abwesenheit der westlichen kalten und heißen Krieger bei der zu erwartenden Militärparade denken würden. Wie haben sich doch auf dem Roten Platz die Bilder geändert. Vor Jahr und Tag wurden dort Musikkorps der Deutschen Bundeswehr von einem begeisterten Publikum willkommen geheißen. Nach dem Elend der Kriege war es ungewöhnlich, wie herzlich die Kommentatoren auf dem Roten Platz die deutschen Soldaten begrüßten und wie sie es sich nicht nehmen ließen, die jahrhundertealte gute Zusammenarbeit zwischen Russen und Deutschen hervorzuheben. Und heute? Welchen Auftrag hatte der Herr Bundespräsident bei seiner „Waffen-und Einsatzrede“ vor gut einem Jahr in München?

Haben die Abgeordneten, die es vorgezogen haben, in den Restaurants des Reichstagsgebäudes, in ihren Büros oder gar zu Hause zu bleiben, nicht mehr über das Herz gebracht, sich die Regierungsbank anzusehen und sich die Titelblätter amerikanischer Nachrichtenmagazine über die Frau Bundeskanzlerin als die angeblich mächtigste Frau der Welt zu Herzen zu nehmen? Und diese Titelbilder mit der deutschen Wirklichkeit zu vergleichen? Selbst in der souveränitätsbeschränkten Bonner Republik wurde zu keinem Zeitpunkt so unter Beweis gestellt, wie ohnmächtig ein deutscher Regierungschef vorgeführt werden sollte. Seit 2008 ist offenkundig, dass die amerikanische NSA in Deutschland und Europa macht, was sie will. Wir müssen sogar den Eindruck hinnehmen, daß der eigene BND von den Freunden gekidnappt worden sein könnte, um gnadenlos hinter alles zu kommen, was sich abschöpfen lässt. Wer hat dabei noch den Bundeskanzler Helmut Schmidt vor Augen, der die gefährliche sowjetische Raketenrüstung im Bündnis zum Unwillen vieler zum Thema machen konnte? Oder Helmut Kohl, der sein zehn-Punkte-Programm unter dem Gesichtspunkt der nationalen Interessen formulierte und vorher nicht im oval office antichambriert hatte?

Heute hat vorgeführte Ohnmacht einen Namen und den trägt leider unsere Bundeskanzlerin. Es ist die Ohnmacht aller Deutschen und reduziert sich nicht auf eine Person. Dieser Eindruck wird noch dadurch verschlimmert, dass seitens des deutschen Regierungsspitzenpersonals der Eindruck erweckt wird, endlich froh darüber zu sein, das Parlament in einer merkwürdigen Aufklärungsfunktion zu sehen. Dabei quellen die Zeitungsseiten nur so von Berichten über, wie nachhaltig das Kanzleramt eine Aufklärung torpediert. Die ganzen Jahre wurde eine Ausspäh-Sau nach der anderen durch das Dorf gejagt und zu keinem Zeitpunkt hat man im Kanzleramt es für nötig erachtet, nach dem Rechten zu sehen und sicherzustellen, dass die eigene Verfassung gilt? Wie deppert muss man sich anstellen?

Breschnew sel. hat 1968 als er die nach ihm benannte Doktrin von der begrenzten Souveränität der Staaten des Warschauer Paktes in Polen deklarierte, noch daran gedacht, bei negativen Entwicklungen in den „Bruderstaaten“ sich ein sowjetisches Interventionsrecht herausnehmen zu können. Da setzte selbst im damaligen Moskauer Denken ein gewisses Eigenleben der Staaten des Warschauer Vertrages voraus. Heute scheint man im Weißen Haus in Washington einen ganzen Flügel des imposanten Gebäudes nach Breschnew benennen zu wollen und wir warten alle förmlich darauf, dass Präsident Obama oder Oberpräsident McCain den ehemaligen Sowjetführer zum Säulenheiligen der westlich Allianz ernennen. Wie anders sollte man das bewerten, was die Freunde sich beim Ausspähen ganzer Völker, darunter auch des deutschen Volkes erlauben? NATO-Staaten spähen einander nicht aus? Weit gefehlt, wenn man nicht nur Herrn Snowden glauben will. Die Menschen im Lande stellen sich schon darauf ein, abgeschnüffelt zu werden und verhalten sich entsprechend. Das Denken der Kaltenbrunners, Heydrichs und Mielkes feiert fröhliche Urstände.

Die amerikanischen Planungen stellen Breschnew weit in den Schatten, wie das Aushebeln der europäischen und deutschen parlamentarischen Demokratie anbetrifft. TTIP soll das über die berüchtigten Anwalts-Schiedsgerichte und die in der Öffentlichkeit diskutierte Vorlagepflicht für beabsichtigte Gesetzesvorhaben sicherstellen. Wir dürfen dann zwar noch Steuern zahlen oder bei immer größer werdender Altersarmut noch Konsumenten sein, aber die Erinnerung an den Staatsbürger, gar den Staatsbürger in Uniform, das soll alles verblassen. Nachdem man mit willigen Balten, Polen, Ukrainern und anderen einen neuen Riegel zum Ausschluss der Russen aus Europa quer über den Kontinent errichtet hat, planiert man die politischen Systeme in den westeuropäischen Staaten so nachhaltig, dass sie amerikanischen ökonomischen und politischen Interessen nie mehr im Wege stehen werden. Gleichzeitig lässt man in den baltischen Staaten und anderen, von der Ukraine ganz zu schweigen, Politiker dergestalt von der Leine, dass einem angst und bange werden kann. Was haben diese Leute eigentlich davon, den Eindruck zu erwecken, als könnten sie ein militärisches Losschlagen gegen Moskau nicht schnell genug herbeisehnen? Haben Sie total vergessen, dass sie und andere die heutige politische Landkarte in Europa dem Verhandeln mit Moskau und nicht einem nuklearen Inferno zu verdanken haben? Wenn der Hitler-Stalin-Pakt den Weg zum Krieg ermöglicht hat, dann gilt das auch für die maßlose Rhetorik in östlichen Nachbarstaaten und der dort stattfindenden Ausbildung von Umsturzkräften.

Diese konsequent und über Jahrzehnte betriebene amerikanische Politik wird nicht betrieben, ohne sich die Bundeswehr faktisch unter den Nagel zu reißen, wenn man an die Pläne der großkoalitionären Regierung in Berlin denkt, ein Bundeswehr-Ermächtigungs-gesetz durch das Parlament zu bringen. In der Bonner Republik sollte die Parlaments-Diskussion über Spannungs-und Verteidigungsfall alle Einsatzfragen für die Bundeswehr einer vorherigen öffentlichen Diskussion unterziehen. Ein Armeeverständnis von „Thron und Altar“ sollte es nicht mehr geben. Diese öffentliche vorherige Preisgabe der eigenen Vorstellungen soll es demnächst nicht mehr geben, wenn der NATO-Wille und damit der Wille des amerikanischen Präsidenten dem Deutschen Bundestag vorgesetzt werden soll und Krieg oder Platzen der NATO die Alternativen sind. Breschnew wird im Nachhinein eines

Besseren zu belehren sein. So, wie das in Washington gemacht wird, schafft man sich ein europäisches Vorfeld, dem außer Parieren nichts anderes übrigbleibt. Schöne und neue Welt.

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70. Jahrestag des Kriegsendes Wer nicht feiert, hat verloren (I)

 Von 

Im Tiergarten in Berlin am sowjetischen Ehrenmal wird es zum 70. Jahrestag des Kriegsendes eine Kundgebung mit Musik geben.  Foto: imago/Rudolf Gigler

Blumen nicht vergessen! Zum 70. Jahrestag des Kriegsendes sollte sich ganz Berlin der besonderen Bedeutung der Roten Armee bei der Befreiung Berlins erinnern.

Am Sonnabend, den 9. Mai, wird der 70. Jahrestag des Kriegsendes gefeiert, beginnend um 14.00 Uhr im Tiergarten. Anders als für den Ersten Weltkrieg steht für den Zweiten Weltkrieg die Schuldfrage fest: Die Deutschen, sie allein, haben diesen Krieg angezettelt, ständig ausgeweitet, mit immer wilderer Vernichtungswut geführt und zum fürchterlichsten Zerstörungswerk der modernen Geschichte gemacht. Nur härteste Gewalt konnte sie zur bedingungslosen Kapitulation zwingen, unterzeichnet in der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1945 in Berlin-Karlshorst von Sowjetmarschall Schukow und Hitlers Generalfeldmarschall Keitel.

Die alliierten Armeen befreiten die Europäer von der beispiellosen deutschen Eroberungs-, Raub-, Versklavungs- und Mordmaschinerie – in Betrieb gehalten von 18 Millionen Wehrmachtsoldaten, von fast allen deutschen Männern, die laufen konnten, aus fast allen deutschen Familien. Die Sieger und Befreier schenkten den Europäern eine bessere Zukunft – auch den damals noch uneinsichtigen Deutschen. Deren Nachfahren wissen, dass die blutige Niederlage ihrer Väter, Großväter oder Urgroßväter das größte geschichtliche Glück ist, das ihnen zuteilwerden konnte. Dafür gilt es zu danken, zumal in Berlin, dem geistigen und organisatorischen Zentrum all dieser Schrecken.

Vor dem sowjetischen Ehrenmal im Berliner Tiergarten: Ein Panzer vom Typ T-34/76, der in der Schlacht um Berlin im Zweiten Weltkrieg im Einsatz war.  Foto: dpa

Wie in dieser Kolumne vor einigen Wochen angeregt, wird es im Tiergarten am sowjetischen Ehrenmal (errichtet auf der einstigen preußischen Siegesallee, gleich am Brandenburger Tor) eine Kundgebung mit Musik geben.

Alle Berliner sind aufgefordert, am 9. Mai dort Blumen niederzulegen, einfach als Ausdruck persönlichen Mitgefühls, als Gruß an alle heute auf dem Gebiet der einstigen Sowjetunion und in anderen Ländern lebenden Familien, deren Angehörige in diesem deutschen Aggressionskrieg gefallen oder verhungert sind, als Erinnerung an Millionen Zivilisten, die Haus und Hof verloren, zur Zwangsarbeiter verschleppt, erniedrigt, in die Flucht gejagt, erschossen oder vergast wurden: Allein 27 Millionen sowjetische Tote und viele Millionen mehr, deren Lebensglück Deutsche zertrümmerten.

Auch wegen der politischen West-Ost-Spannungen ist das Ehrenmal im Tiergarten erst um 14.00 Uhr zugänglich. Zuvor werden die Offiziellen Russlands und dann – getrennt – Weißrusslands ihr Gedenken hinter Absperrungen durchführen. Schade zwar, aber die Verhältnisse, sie sind nun einmal so. Um 14.00 Uhr geht es dann pünktlich los: Grigory Kofman aus St. Petersburg wird das Trauerlied für die hinter dem Ehrenmal beerdigten 2000 gefallenen Rotarmisten singen, sprechen wird Matthias Platzeck (Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums), aufspielen die Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot, gegründet 1985 im Prenzlauer Berg, unter anderem mit: „Der Fuehrer’s Face“ (Spike Jonze, 1942/43), „Der Graben“ (Kurt Tucholsky, 1926), „Moskau lässt grüßen“ (Ein Liebeslied von Anna Achmatova, 1917). Wer die Bläser, Gitarristen und Sängerinnen der Band nicht kennt, sollte sie kennenlernen.

Noch Fragen? Am Nachmittag kann im Treptower Park weitergefeiert und getanzt werden oder sonst wo. Jede gute Idee ist willkommen. Fest steht jedoch: Wer am 9. Mai nicht feiert, der hat schon verloren! (Blumen nicht vergessen!)

http://www.berliner-zeitung.de/meinung/70–jahrestag-des-kriegsendes–wer-nicht-feiert–hat-verloren–i-,10808020,30478456.html

 

Wer nicht feiert, hat verloren (II)

 Von Berliner Zeitung

Im Tiergarten in Berlin am sowjetischen Ehrenmal wird es zum 70. Jahrestag des Kriegsendes eine Kundgebung mit Musik geben.  Foto: imago/Rudolf Gigler

Kann man die Soldaten der Roten Armee zum 70. Jahrestag des Kriegsendes feiern, obwohl sie auch für Verbrechen und Vergewaltigungen nach Kriegsende verantwortlich sind? Ja, findet unser Kolumnist Götz Aly. Man sollte es sogar.

Unser Aufruf, den 70. Jahrestag des Kriegsendes zu feiern und als Zeichen des Mitgefühls für die gefallenen Soldaten Blumen am sowjetischen Ehrenmal im Tiergarten niederzulegen, stößt auf freundliches Echo. Die Feier findet am Sonnabend, den 9. Mai, um 14.00 Uhr statt. Doch wendet die Leserin Ute H., und nicht nur sie, zusammengefasst dieses ein: „Meine Oma, meine Großtante und zwei meiner Tanten wurden auf der Flucht von den Soldaten der Roten Armee wie viele andere eingeholt, vergewaltigt und zum Bleiben gezwungen.“ Frau H. hat Recht. Hunderttausende deutsche, österreichische und ungarische Frauen, auch befreite Jüdinnen, wurden von sowjetischen Soldaten vergewaltigt. Dabei sind Tausende, meist ältere Männer ermordet worden, die den Frauen zu Hilfe eilten; zum Beispiel der damals 66-jährige liberale SPD-Politiker und Gewerkschaftsführer Anton Erkelenz, als er am 24. April 1945 in Berlin-Zehlendorf seine Haushälterin vor Rotarmisten beschützen wollte. Ehre seinem Andenken!

Wer das Kriegsende feiert, muss keine Geschichtsklitterung im Stile Putins oder der SED betreiben. Individuelles Leid lässt sich für die Betroffenen nicht gegen anderes Leid aufwiegen. Hier versagen alle Argumente von Ursache und Wirkung. Für die Nachgeborenen gilt das nicht. Nehmen wir das Beispiel des griechischen Arztes Errikos Levi. Diesen hatten Deutsche 1944 nach Auschwitz verschleppt. Nach höllischen Fahrten und Märschen landete er schließlich im vorpommerschen Bodden-Städtchen Barth und berichtete später: „Hier wurden wir am 30. April 1945 befreit. Die deutschen Bewacher flohen in Panik. Die Russen plünderten die Stadt zwei Tage lang und vergewaltigten alle Frauen, junge und alte. Ich war sehr krank, aber die Russen versorgten mich und machten mich gesund.“ Nur nebenbei: Im Sinne heutiger politischer Ordnung waren die Befreier, Retter und Vergewaltiger nicht nur „die Russen“, ebenso Georgier, Ukrainer, Letten, Litauer, Polen, Armenier – Soldaten eben aller Sowjetvölker. Sie alle retteten Errikos Levis und Millionen andere Verfolgte und Bedrohte – nicht zuletzt befreiten sie die Deutschen aus ihrer mörderischen, am Ende selbstmörderischen Verblendung.

Was immer man gegen Soldaten der Roten Armee sagen mag, fest steht: Sie führten einen (durchaus verrohenden) Verteidigungskrieg auf Leben und Tod. Die damalige deutsche Regierung wollte 50 Millionen Sowjetbürger vertreiben, viele zehn Millionen verhungern lassen, viele Millionen gezielt ermorden, die restlichen Menschen versklaven und zwangssterilisieren, die gesamte Kultur und Staatlichkeit im Raum der Sowjetunion zerstören. Nur entfernt vergleichbare Pläne gab es von Seiten der alliierten Befreier nicht.

Wie Sie, verehrte Frau H., schreiben, waren damals sämtliche Männer Ihrer Familie im Krieg. Können Sie nicht einfach sagen: Bei allem Leid meiner Familie führten mein Vater und meine Onkel einen ganz und gar ungerechten Krieg, und 70 Jahre danach will ich all den Familien in Europa, in den USA und in der Sowjetunion mein Mitgefühl ausdrücken, die unter diesem von Deutschland begonnen Krieg gelitten haben. Kommen Sie doch auch am 9. Mai um 14.00 Uhr zum Sowjetischen Ehrenmal. Näheres unter: www.berlin-feiert-die-befreiung.de (Blumen nicht vergessen!)

http://www.berliner-zeitung.de/meinung/70–jahrestag-des-kriegsendes–wer-nicht-feiert–hat-verloren–ii-,10808020,30538136.html

70. Jahrestag des Kriegsendes Wer nicht feiert, hat verloren (III)

 Von Berliner Zeitung

Im Tiergarten in Berlin am sowjetischen Ehrenmal wird es zum 70. Jahrestag des Kriegsendes eine Kundgebung mit Musik geben.  Foto: imago/Rudolf Gigler

Wer des 70. Jahrestages des Kriegsendes gedenken will, kommt an dem segensreichen Wirken des russischen Stadtkommandanten von Berlin, Nikolai Bersarin, nicht vorbei.

Auf zu den Feiern des 9. Mai! 1991 forderte die SPD in Friedrichshain, Bersarinplatz und -straße rückzubenennen, weil „Nacht-und-Nebel-Umbenennungen der SED“ von 1947 zu tilgen seien. Die Straße heißt wieder Petersburger Straße. Immerhin: Dort, in St. Petersburg, wurde Bersarin 1904 geboren, und zum Glück entging der Bersarinplatz dem politischem Putzzwang. Wer also war der Umstrittene?

Am 27. April 1945 eroberte die 5. Sowjetische Stoßarmee den Alexanderplatz. Anderntags wurde deren Befehlshaber, Generaloberst Nikolai Erastowitsch Bersarin, zum Stadtkommandanten von Berlin ernannt. Noch hockte der Führer in seinem Bunker, erteilte Befehle und las das selbstmörderische Gespensterblatt „Der Panzerbär“. Am 28. April heiratete er mitternachts, diktierte sein Testament, setzte sich am 30. April die Pistole an den Kopf und drückte ab.

Am 2. Mai erging der Befehl Nr. 01 des sowjetischen Stadtkommandanten: „Wiederherstellung des zivilen Gesundheitswesens …; Schutz aller Lebensmittelbetriebe und -magazine …; Versorgung der kranken Kinder und der Neugeborenen mit Milch …; Sicherung der sanitär-epidemischen Wohlfahrt.“ Ersparen wir uns erste Wehrmachtsbefehle in Minsk, Kiew oder Smolensk und zitieren konservative Historiker: Ernst Nolte charakterisierte den Russlandfeldzug 1963 als „den ungeheuerlichsten Eroberungs-, Versklavungs- und Vernichtungskrieg der Neuzeit“; nach Andreas Hillgruber (1965) sollte die Wehrmacht „jede Erinnerung an eine russische Großstadt beseitigen“.

Götz Aly, Historiker.

Götz Aly, Historiker.
Foto: Berliner Zeitung

Wie anders Bersarin! Er führte am 19. Mai 1945 den neuen Berliner Magistrat ins Amt ein, verlangte „die Wiederherstellung von Wohnungen“ und erklärte: „Wir sind hierhergekommen, um ein für alle Mal die Hitlerbande zu vernichten. Alle Zerstörungen, die Sie in Deutschland haben, sind Kleinigkeiten, gemessen an den Zerstörungen, die wir erfahren haben.“ Am 6. Juni besprachen er, Gustaf Gründgens und Paul Wegener die Wiedereröffnung des Deutschen Theaters. Mit „Nathan der Weise“ fand sie am 9. September statt. Bersarin fehlte.

Am 16. Juni war er in Alt-Friedrichsfelde um fünf Uhr früh mit dem Motorrad in einen LKW-Konvoi gerast und sofort tot. Die Anwohner wussten, wie gerne der General morgens mit seiner Zündapp KS 750 durch die leeren Straßen donnerte. Ich finde, ihm gebührt ein kleines Denkmal, und zwar am Lustgarten, kurz vor der Schlossbrücke: Ein von den Schrecken gezeichneter, freundlich gesinnter Russe per Motorrad unterwegs auf dem langen Weg nach Westen – ein Weg, den Napoleon, Wilhelm II. und Hitler immer wieder verlegt hatten. Ernst Lemmer, 1946 Mitbegründer der CDU, bezeugte: „Bersarin stellte keine politischen Fragen, sondern wollte von uns hören, was geschehen solle, um die schweren Schäden zu beseitigen“; sein Handeln galt dem „Wohl der Berliner Bürger“.

Liebe Leserinnen und Leser, kommen Sie am 9. Mai um 14.00 Uhr zum sowjetischen Ehrenmal im Tiergarten. Ohne staatliches Zeremoniell, sehr persönlich, werden wir dort der Opfer des deutschen Vernichtungskrieges gedenken, deren heutige Nachfahren grüßen, Freiheit und Frieden feiern. (Blumen nicht vergessen!) Das hat es im Berliner Westen noch nie gegeben. Am späteren Nachmittag geht es dann – östlich-traditionell-verwestlicht – im Treptower Park weiter.

http://www.berliner-zeitung.de/meinung/70–jahrestag-des-kriegsendes–wer-nicht-feiert–hat-verloren–iii-,10808020,30613310.html

line-wordpress

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

Copy-shop als psychoanalytische Methode heute.
Die Psychoanalyse heute ist lediglich die Nachahmung einer vermeintlichen Psychoanalyse, die es so nie gegeben hat, also unbewußte Karikatur, Totemmaske ihrer selbst.
Die Revolution frißt ihre Väter, nicht ihre Kinder.
Jeder verdient eine zweite Chance. Eine zweite, nicht eine zwölfte, zweiundzwanzigste oder einhundertzweite.
In Polen haben amerikanische Geheimdienstler ihre Gefangenen gefoltert, während vor polnischen Gerichten Prozesse gegen polnische Geheimdienstler liefen, die polnische Gefangene gefoltert haben.
Besser irgendwelche Sitten, als gar keine Sitten.
Direkte Gewalt gegen strukturelle Gewalt – lediglich eine Rationalisierung der eigenen Lust als Rechtfertigung für eigene wilde, triebhafte Gewalt. Wer strukturelle Gewalt von Institutionen eines demokratischen Rechtstaates delegitimiert und direkte Gewalt gegen diese Institutionen legitimiert, der gibt jeglicher denkbaren Form von Gewalt freie Hand, denn jede Gewalt kann moralisch begründet werden. Der Teufel ist ein Moralist. Und ein Gewalttäter. Aufrufe zur Gewalt sind in Deutschland strafbar.
National Sozialistische Deutsche Arbeiter Partei (NSDAP) war links,, ihr Kampf gegen Kommunisten und Sozialisten war nicht ideologisch, sondern es war ein Konkurrenzkampf unter Gleichen.
Wer sich für Kunst nicht interessiert, wem Kunst nichts bedeutet, der interessiert sich ebensowenig für Menschen, dem bedeuten Menschen nichts. Denn Kunst ist Ausdruck menschlicher Gefühle, Kunst ist Liebe. Das Erkennen der Realität wird nicht durch Verstand angestossen, sondern durch Empathie, durch Einfühlungsvermögen in das Sinnliche, also durch die Ästhetik. Der Verstand alleine erkennt gar nichts, der Verstand alleine drischt blindlings leeres Stroh und nennt sich zu Unrecht Wissenschaft. Ein solcher Verstand verbraucht sich in der einzigen Leistung, unter Auslassung oder Heranbiegung von Fakten in jedem Fall immer eigene moralische Überlegenheit zu konstruieren.
Manche Menschen schauen in den Spiegel und sagen: „Die Welt ist schrecklich, die Welt ist böse“, und fangen an, dieses Böse in der Welt, aber nicht in sich, zu verfolgen, zu vernichten, auszumerzen. Also andere Menschen, das Andere menschliche, was sie nicht sein wollen, zu exterminieren, zu liquidieren.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

 „…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl.“ (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)
„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Ein Deutscher sei ein Mensch, der keine Lüge aussprechen könne, ohne sie tatsächlich zu glauben – Adorno
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett „antideutsch“ nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur „normale“ kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann
„Nein, ihr habt nichts zu tun mit den Arbeitern. Mit Schweißgeruch. Mit Menschen in Maschinenhallen oder an Fließbändern. Mit Möbelpackern oder Heizungsmonteuren. Mit Schützenvereinen und Angelsportclubs. Mit Hauptschülern und sonntäglichen Kirchgängern. Nein, das Volk liegt euch nicht.“ Das ist die Argumentation der wahrhaften, der lafontainistisch-leninistischen Sozialdemokratie – die konsequente Steigerung von Arbeiter, Schweiß, Schützenverein und Alfred Tetzlaff immer weiter hinauf bis ins Volk hinein als dem ultimativen Gully allen deutschen Wahns. – Joachim Bruhn
Dummheit, nicht Denken, Ideologien, Moralismus, führen zum radikalen handeln. radikales Denken verhindert radikales Handeln.
Weltanschauungen sind Vokabelmischungen – Walter Serner
„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“ – Hans Dieter Hüsch

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

People feel always terrible offended if you do not believe their lies.
Everyone is responsible for his feelings.
Psychoanalysis is nobody’s business except the psychoanalyst and his patient, and everybody else can fuck off.
“Time is the echo of an axe
Within a wood.”
― Philip Larkin, Collected Poems

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

 Why Allah does not shows himself? Because he does not want  to do anything with such assholes.
When fascism returns, he will not say, ‘I am the fascism‘. No, he will say, ‘I am the anti-fascism Ignazio Silone.
Political correctness requires a language for a poetry album.
 Psychoanalysis is frivolous, or it is not psychoanalysis.
Colorful diversity, earlier: shit.
What can not any longer be changed, can not any longer be reformed, it is no longer alive, but very dead (instead). What is dead should be, has to be buried: religion, marriage, Romanticism, etc.
Romantic sucks.
 The reality is always stronger than illusions.
 A delusion is characterized by increasing loss of reality, and can be attested to today’s leaders in Germany and the mass media. Loss of reality describes the mental state of a person who is not (any longer) be able to understand the situation in which it is located. So you are ruled by madmen and manipulated by the mass media.
Totalitarianism can only be defeated if one has the courage to call things by their right names, just as they are. Political correctness prevents it promotes totalitarianism and political cowardice and political lie.
The Extinction: Islam is like the sun, who comes too close to him, will burn itself and will flare the rest of the world with him.
Islam does not want any submission! Islam wants victory, destruction and annihilation.
The world was not created just for you.
Time needs time.
What has God with us when he freely admits the devil more and more territories?
It’s not the biggest fear when you look into an abyss, but to note that the abyss looks back at you.
I is different.
Muslim´s headscarf is less annoying than German mothers with their pushchairs.
Prostheses people – look like women and men, but they are not.
Global governance the political repair operation begins to repair before something was created.
The extremely increased, ostensibly critical, actually demonizing, German interest in Israel and Jews is perverse.
The Nonanti-Semite is by the current German law an anti-Semite who defames, discriminates, delegitimizes Israel, Jews, , but do not supports expressis verbis the aim of the Third Reich, the Holocaust, the extermination of the Jews.

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

An extreme narcissist is a potential terrorist, and every terrorist is an extreme narcissist.
Islamization means dementia.
Copy-shop as a psychoanalytic method today.
Psychoanalysis today is merely an imitation of a putative psychoanalysis, it has never existed, an unconscious cartoon, totem mask of itselves.
The revolution devours its fathers, not its children.

Everyone deserves a second chance. A second, not a twelfth, twenty-second or one hundred second.

In Poland, American intelligence officials  have tortured their prisoners, while the Polish courts ran trials of Polish intelligence officesr who tortured Polish prisoners.

Better have any manners, than no manners at all.
Direct violence against structural violence only a rationalization of their own desire as justification for their own wild, instinctual violence. Who delegitimizes structural violence of institutions of a democratic state and legitimizes direct violence against these institutions  gives any conceivable form of violence free hand, for any violence can be morally justified. The devil is a moralist. And a perpetrator of violence. Calls for violence are illegal in Germany.
National Socialists German Worker Party (NSDAP) was left, its fight against communists and socialists was not ideological, but it was a competition among equals.
Those who are not interested in art, to whom art means nothing, those are not interested in people, to those  people mean nothing. Because art is an expression of human feelings, art is love.
Some people look in the mirror and say, „The world is terrible, the world is evil,“ and begin to pursue this evil in the world, but not in themselves, destroy, eradicate. So other people, the other humans, what they do not want to be,  to exterminate, to liquidate.

1 x 1 materialist criticism: the aim must be to make appearances in a situation in which they are legible. (…) A new barbarism is always to be feared, is not directly powered from the spirit of National Socialism, but in the guise of democratic anti-fascism of learning from history and political correctness come along. (…) Defence of the open fascism by its democratic denazification and incorporation. (…) The Second World War was a culture industry Massenevent.(..) Specialization and diversification are a contemporary manifestation of massification and uniformity. (…) 

The different pigmentation of human skin is an objective fact, not a mere invention. (…) Breed today is the self-assertion of the bourgeois individual, integrated in the barbaric collective. (Clemens Nachtmann)

„Democracy is nothing more than the rule of the stick over the people by the people for the people. (…) There are three types of despots: the despot who enslaves the body, the despot who enslaves the soul and the despot who enslaves both body and soul. The first is called Prince. The second is called the Pope. The third is called the people. (..) If you want to lead the people, you are forced to follow the mob. (…) The first duty in life is to be as artificial as possible. The second duty is still unknown. Oscar Wilde

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno

Stupidity, not thinking, ideologies, moralism, lead to radical acting. radical thinking prevents radical action.
Worldviews are vocabulary mixtures Walter Serner
The main reason of a psychotherapy is – with temporary support of the psychotherapist –. to take his own destiny in own hands.  Who lives with a self-image that the temporary clarifying role of the therapist is an intolerable insult, he must to try to cope with his life alone.“Hans Ulrich Gumbrecht

Was Otto Normalvergaser nicht wissen will: Rechter Sektor. Neonazis aus Euromaidan. / What Otto Gasifyer does not want to know: Right Sector. Neo-Nazis from Euromaidan. / Правый Сектор. Неонацисты с Евромайдана (deutsch-english-на русском)

 

Was Otto Normalvergaser nicht wissen will: Rechter Sektor. Neonazis aus Euromaidan.

„Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird.“ – Clemens Nachtmann

„Andere Zeiten, andere Bastarde.“ – Peter Sloterdijk

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Überlegungen zur aktuellen Situation in der Ukraine

Unbewältigte Erbschaft des 20. Jahrhunderts

von Helmut Dahmer

(1) Die Ukraine war und ist, wie der Name sagt und ein Blick in den historischen Atlas oder auf die heutige Landkarte bestätigt, ein Grenzland. Von Moldawien im Südwesten bis Russland im Osten und Südosten hat die heutige Republik Ukraine, der zweitgrößte europäische Flächenstaat (nach Russland), gemeinsame Grenzen mit sieben Staaten (außer den genannten sind das Rumänien, Ungarn, die Slowakei, Polen und Weißrussland). Die Bevölkerungsmehrheit stellen – bei einer Gesamtbevölkerung von 52 Millionen – ethnische Ukrainer mit knapp 38 Millionen, die größte Minderheit bilden etwa 8 Millionen ethnische Russen. Es gibt etwa 100 weitere ethnische Minderheiten und auf der Krimhalbinsel machen die (aus der Deportation nach Usbekistan zurückgekehrten) Tataren gegenwärtig etwa 12 Prozent der dortigen Bevölkerung aus. Kerstin Jobst[1] nennt die Ukraine eine „komplexe polyethnische Kontaktzone“. Zwei Drittel der Ukrainer beherrschen Russisch als Mutter- oder als Zweitsprache, „reines“ Ukrainisch wird vor allem in der Westukraine gesprochen, die meisten Ukrainer bedienen sich einer ukrainisch-russischen Mischsprache. In den vergangenen tausend Jahren gab es auf dem heutigen ukrainischen Territorium nur selten selbständige staatliche Gebilde: Das zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert bestehende Kiewer Reich – die Rus, auf die sich der russische wie der ukrainische Nationalstaat als auf ihren Ursprung berufen – geriet zunächst unter mongolische, dann unter litauische und polnische Oberherrschaft; der in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert gebildete kosakische „Hetmanstaat“ gehörte im langen 19. Jahrhundert zum Zarenreich. Verschiedene Versuche, nach 1917 eine unabhängige ukrainische Republik zu bilden, scheiterten; die 1919 proklamierte Ukrainische Sowjetrepublik wurde 1922 der UdSSR eingegliedert. 1939 und 1945 entstand durch Gebietserweiterungen das heutige ukrainische Staatsgebiet, das 1954 noch um die Halbinsel Krim erweitert wurde und 1991, nach dem Zusammenbruch der UdSSR, endlich die Unabhängigkeit erlangte.

(2) Die heutige Ukraine hat mehr als andere Gesellschaften an der unbewältigten Erbschaft des barbarischen 20. Jahrhunderts zu tragen. Mit den baltischen Staaten, Polen und Weißrussland gehörte sie zu den – von Timothy Snyder so genannten – „bloodlands“ oder „killing fields“, in denen die beiden großen Menschenfresser-Regime des vorigen Jahrhunderts, das deutsche und das russische, die diese Länder untereinander aufteilten und abwechselnd besetzt hielten, ihre entsetzlichen Untaten verrichteten, die etwa 14 Millionen zivile Opfer forderten.[2] Die damaligen Ukrainer, in ihrer Mehrheit Bauern, wurden zu Beginn der dreißiger Jahre Opfer der sowjetischen Zwangskollektivierung und der ihr folgenden Hungersnot, die von der Moskauer Führung zur Brechung des bäuerlichen und nationalen Widerstands eingesetzt wurde, des sogenannten „Holodomor“.[3] Die politisch aktive Schicht fiel, soweit sie sich nicht in den Dienst der stalinistischen Repression und Propaganda stellte, dem großen stalinistischen Terror in der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre zum Opfer, den Isaac Deutscher als einen „politischen Genozid“ charakterisiert hat.[4] 1941 hielten nicht wenige Ukrainer die deutschen Truppen für „Befreier“; nationalistische Gruppen hofften, eine neue staatliche Unabhängigkeit durch Kollaboration zu erkaufen. Den vielen ukrainischen Helfershelfern bei der Ausrottung der ukrainischen (und europäischen) Judenheit bei den Pogromen und Massenerschießungen unter dem deutschen Besatzungsregime („Babi Jar“), und im NS-Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion (die berüchtigten ukrainischen SS-Verbände) standen aber zahlenmäßig dann vielleicht noch mehr ukrainische Partisanen und Rotarmisten gegenüber, die gegen die zurückweichenden deutschen Truppen kämpften. (Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch, dass nationalistische ukrainische Partisanen noch bis in die fünfziger Jahre der russischen Okkupation erbitterten Widerstand entgegensetzten.)

(3) „Das Gebiet der heutigen Ukraine war während der ganzen Epoche der Massenmorde sowohl das Zentrum der stalinistischen wie der nationalsozialistischen Mordkampagnen“ schreibt Timothy Snyder.[5] „Etwa 3.5 Millionen Menschen fielen den stalinistischen Mordmaßnahmen zwischen 1933 und 1938 zum Opfer und weitere 3.5 Millionen deutschen Mordmaßnahmen zwischen 1941 und 1944. Noch einmal rund drei Millionen Ukrainer fielen im Kampf oder starben infolge des Krieges.“

(4) Die Geschichte, die ja in hohem Maße eine Geschichte der Untaten, also eine Mordgeschichte ist, wird, ethnozentrischen Interessen entsprechend, stilisiert, teils beschönigt, teils verleugnet. So entstehen Legenden, die mit Zähnen und Klauen gegen Versuche, sie einer Realitätsprüfung zu unterziehen, verteidigt werden. Die noch immer nachwirkende nachstalinistisch-russische Geschichtslegende leugnete oder beschönigte den Holodomor, verschwieg den Massenterror der dreißiger Jahre, verhehlte die Abmachungen über die Aufteilung Osteuropas im Molotow-Ribbentrop-Pakt, die Deportationen aus den besetzten Gebieten und den Massenmord an polnischen Offizieren in Katyn; sie ignorierte den Holocaust. Von dem Vierteljahrhundert Stalinscher Herrschaft blieb im Mythos als Deckerinnerung nur der Sieg über den Faschismus im „Großen Vaterländischen Krieg“ übrig. In der vor gut zwei Jahrzehnten unabhängig gewordenen Ukraine ist eine realistische Revision der sowjetischen Geschichtslegende, die bis 1991 für alle vormaligen Satellitenstaaten verbindlich war, von nonkonformen Historikern (vor allem im Hinblick auf die große Hungersnot der Jahre 1932/33) ins Werk gesetzt worden. Aber diese Revision ist noch längst nicht zum allgemeinen Bewusstsein geworden. Was geschehen ist, aber nicht zu Bewusstsein kommt, wird zum Spuk. Über den „killing fields“ der Ukraine – wie über denen Polens, Weißrusslands und Russlands – suchen die Geister der ermordeten Millionen die gegenwärtig Lebenden heim. Nachdem von Stalins Nationalbolschewismus nur der Nationalismus übrig geblieben ist, von der Sowjetunion das Projekt einer eurasischen Union, grassiert bei rechtsextremen paramilitärischen Schlägertrupps in Russland wie in der Ukraine die Identifikation mit dem Aggressor. Die Marginalisierten suchen ihre Ohnmacht zu kompensieren, indem sie (in Moskau oder in Kiew) noch einmal als SA und SS auftreten. Ostukrainer, die sich an der Moskauer Berichterstattung orientieren, wähnen, es gelte abermals die „Faschisten“ zurückzuschlagen, die Kiew besetzt halten und auf Stalino-Donezk vorrücken. Manche „Linke“ in Deutschland und Österreich tun es ihnen gleich oder sehen in den Belegschaften, die der Oligarch Achmetow als Ordnungstruppe einsetzt, ein Erwachen der Arbeiterklasse.

(5) Nach der Auflösung der Sowjetunion vollzog sich auch in der unabhängig gewordenen Ukraine die Umwandlung des Staatseigentums in Privateigentum und die Verwandlung der politisch herrschenden Nomenklatura in eine kapitalistische Klasse, deren politisch-ökonomische Führung seither die sogenannten „Oligarchen“ stellen. Als „Kornkammer“, schwerindustrielles Zentrum (Donbas) und Kreuzpunkt von Nord-Süd- und West-Ost-Handels- und Energie-Strömen war und ist die Ukraine für ihre Nachbarstaaten und für die Machtblöcke, denen diese angehören, ebenso von Interesse wie als Einflusszone. Wurde im 20. Jahrhundert vor allem militärisch um die Ukraine gekämpft, so ist seit der Erlangung staatlicher Unabhängigkeit zwischen West und Ost ein Tauziehen um Handelsvorteile und politisch-militärischen Einfluss im Gange. Beide Seiten, die EU (und die Vereinigten Staaten) auf der einen, Russland auf der anderen Seite, versuchen mit Beratern und Agenten, mit Geld und Waffenlieferungen, Einfluss auf die ukrainische Politik zu nehmen. Da die ukrainische Wirtschaft seit der Erlangung der Unabhängigkeit – besonders im Gefolge der Wirtschaftskrise von 2008 – den Lebensstandard der Mehrheit nicht fühlbar verbessert hat und auch deren Möglichkeiten zu demokratischer Beteiligung und Elitenkontrolle sich nicht eben vermehrt haben, tendiert – in Ermangelung einer wirklichen innerukrainischen Alternative – ein Teil der aktiven Bevölkerung im Osten zum Wiederanschluss an Russland, ein Teil der aktiven Bevölkerung im Westen zu einem Wirtschaftsverbund mit der EU. Schon in der „orangenen Revolution“ von vor 10 Jahren zeichnete sich ab, dass der West-Ost-Interessen-Konflikt in Verbindung mit zentrifugalen Kräften in der Ukraine selbst zu einer Zerreißprobe für die Republik werden könnte. Die Dnjepr-Linie, die die lange Zeit habsburgisch oder polnisch geprägte Westukraine kulturell von der russisch dominierten Ostukraine trennt, erwiese sich dann als Sollbruchstelle. Die seit eh und je bestehende sprachliche und religiöse Differenz zwischen den Ukrainern des Westens und Ostens könnte, der disproportionalen narzisstischen Reaktion auf kleine Unterschiede der Lebensführung (Freud[6]) entsprechend, zum Motiv für eine neuerliche Teilung der Ukraine werden.

(6) Nach der durch ein Referendum unter russisch-militärischer Kontrolle gestützten „Heimholung“ oder Annexion der (zuletzt im zweiten Weltkrieg heftig umkämpften) Halbinsel Krim im März (im Rahmen von Putins Projekt der „Sammlung der russischen Erde“) kam es in den letzten Monaten in der Ostukraine zu Kämpfen zwischen paramilitärisch organisierten (und wahrscheinlich durch russische Kämpfer und Waffen verstärkten) Sezessionisten und Truppen der Kiewer Regierung, die bisher etwa 400 Tote gefordert haben. Die Stadtrepubliken Donezk und Lugansk haben sich jüngst (einen Gebietsnamen aus dem 18. Jahrhundert übernehmend) zur Republik „Neurussland“ zusammengeschlossen. Soweit diese Ereignisse in Deutschland und Österreich Beachtung finden, fällt auf, dass – wie in Zeiten des Kalten Krieges – jedermann sogleich für die eine oder andere Seite Partei nimmt. Die Motive der Parteinahme für die Putin-Regierung und die ostukrainischen Autonomisten-Sezessionisten oder für die Kiewer Regierung – beziehungsweise für die Adoption der in West oder Ost propagierten Deutung des Konflikts – sind in der Regel ebenso unklar wie die Kriterien, anhand deren der Konflikt beurteilt wird. Doch auch hier gilt, was für die Deutung des aktuellen Konflikts in der Ukraine gesagt wurde. Auch deutsche (und österreichische) Beurteiler der aktuellen Vorgänge in der Ukraine legen sie zunächst im Rahmen älterer Interpretationen und (russophiler oder russophober) Optionen aus. Nicht wenige der sogenannten „Putin-Versteher“ sehen in Putins (kapitalistischem) Russland den Nachfolgestaat der (nicht-kapitalistischen) Sowjetunion und meinen die territorialen Interessen Russlands gegen die „imperialistische Einkreisung“ durch EU und NATO verteidigen zu müssen. Sie interpretieren die politischen Ereignisse ausschließlich als nationalstaatliche oder Block-Konflikte und ignorieren die Interessen unorganisierter Bevölkerungsmehrheiten und –Minderheiten, also die Interessen sozialer Klassen und Schichten innerhalb der Nationalstaaten und Blöcke. Darum verkannten sie auch den demokratischen Charakter der Majdan-Proteste gegen den (prorussischen) Präsidenten Janukowitsch im Herbst 2013 und im Frühjahr 2014 und verwechselten diese zweite Welle (nach der „orangenen Revolution“) des Massenprotests gegen den politisch-ökonomischen Status quo mit einem „Hitlerputsch“ – nämlich mit den militanten neofaschistischen Gruppen, die die Protestbewegung zu kidnappen suchten, aber in der Bevölkerung (wie die nachfolgenden Wahlen gezeigt haben) keinen Rückhalt fanden.

Quellennachweis, Anmerkungen:

[1] Jobst, Kerstin S. (2010): Geschichte der Ukraine. Stuttgart (Reclam), S. 50.

2 Snyder, Timothy (2010): Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin. München (dtv) 2014, S. 419. Vgl. dazu Conquest, Robert (1986): Ernte des Todes. Stalins Holocaust in der Ukraine 1929-1933. [The Harvest of Sorrow. Soviet Collectivization and the Terror-Famine.]München (Langen Müller) 1988.

3 “Die sowjetische [Ukraine] durchlitt in der Zwischenkriegszeit zwei verheerende Hungersnöte mit mehreren Millionen Toten, denen im Zweiten Weltkrieg unter der deutschen Besatzung eine dritte und in der unmittelbaren Nachkriegszeit (1946/47) eine vierte folgen sollte.“ Jobst (2010), a. a. O., S. 187.

4 Deutscher, I. (1963): Trotzki, Bd. III. Stuttgart (Kohlhammer) Kap. 5, S. 388 f.

5 Snyder (2010), a. a. O., S. 405.

6 Freud knüpft an eine Bemerkung von V. Crawley an, dass jedes Individuum sich durch ein „taboo of personal isolation“ von den anderen absondert „und dass gerade die kleinen Unterschiede bei sonstiger Ähnlichkeit die Gefühle von Fremdheit und Feindseligkeit zwischen ihnen begründen. Es wäre verlockend, dieser Idee nachzugehen und aus diesem >Narzissmus der kleinen Unterschiede< die Feindseligkeit abzuleiten, die wir in allen menschlichen Beziehungen erfolgreich gegen die Gefühle von Zusammengehörigkeit streiten und das Gebot der allgemeinen Menschenliebe überwältigen sehen. Freud, Sigmund (1918): „Das Tabu der Virginität.“ Gesammelte Werke, Bd. XII, Frankfurt (Fischer) 1966, S. 169.

http://www.sozonline.de/2014/08/ueberlegungen-zur-aktuellen-situation-in-der-ukraine/

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Teil 1

Im Februar 2014 kam in der Ukraine eine Gruppe von Neonazis und Terroristen unter der Führung von Sadisten und Kriegsverbrecher infolge eines Militärputsches an die Macht. Die „Rechter Sektor“ Koalition, berüchtigt für die Tötung von Zivilisten und Justizbeamte, entstand im späten November 2013, nach einem Boom des Nationalismus in den 90ern, als eine Vereinigung einer vollständig ukrainischen ultra-nationalen Organisation. Der „Rechter Sektor“ Koordinator und stellvertretender Leiter der extrem radikalen Stepan Bandera “Tryzub“ (Dreizack) Organisation, Andrey Tarasenko, enthüllt die Kernmitglieder des „Rechten Sektors“: Stepan Bandera vollständig ukrainische Organisation “Tryzub“, UNA-UNSO, “Patriot der Ukraine“ und – „Weißer Hammer“ – selbst geregelte Truppen der Vereinigten Skinhead-Banden. Die neue „Rechter Sektor“ Koalition wurde von „Tryzub“ eingeleitet, mit Dmitry Yarosh an der Spitze der Koalition. Es war “Tryzub“, der die Rolle als öffentlicher Vertreter der Interessen des „Rechten Sektors“ in ganz Euromaidan annahm.

“Tryzub“ übernahm die Nazi-Ideologie des Stepan Banderas, einem Mann der hinter massiven ethnischen Reinigung während des 2. Weltkrieges steckte.

  • Herrlichkeit für die Ukraine!
  • Herrlichkeit für die Helden!

Stepan Banderas „Organisation Ukrainischer Nationalisten“ (OUN) und ihr militärischer Flügel, die „Ukrainische Aufstandsarmee“ (UPA), wurden zwischen 1920 und 1950 zur wichtigsten Kraft des energisch-radikalen Nationalismus im Untergrund des Westens der Ukraine. Wenn es um die Massenmorde geht waren es die „UPA“ Kämpfer, die seit 1943 von Roman Schuchewytsch geführt wurden, einer der Menschen die Stepan Bandera ganz nahe stande, die besondere Grausamkeit an den Tag brachten. Bereits in der Zeit als sie sich noch im Jahre 1929 formten wurde die „OUN“ von deutschen Politikern, Geheimdiensten und Finanzelitekreisen finanziert und beaufsichtigt, welche damals Hitlers Aufstieg zur Macht vorbereiteten. In 1930er Jahren wurden in Wilhelmsdorf bei Berlin Anlagen gebaut, wo Propagandisten und Saboteure der „OUN“ ausgebildet werden würden. Elite Bataillons der „OUN“, „Nachtigall“ und „Roland“, für den Zweck der Invasion der UdSSR gebildet, waren der Beitrag der Ukraine zu einer eigentümlichen multinationalen Formation die als „SS“ bekannt wurde. In seiner schriftlichen Erklärung sagte Erwin Stolze – eine der führenden Persönlichkeiten des deutschen militärischen Geheimdienstes – im Nürnberger Tribunal: „Ich gab meine persönlichen Aufträge an ukrainische nationalistische Führer, deutsche Agenten – Melnik (Spitzname Consul 1) und Bandera – subversive Aktivitäten in der Ukraine in Folge des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion zu arrangieren“. Am 30. Juni 1941 übernahm der deutsche Strafbataillon „Nachtigall“ unter der Leitung von Roman Schuchewytsch zusammen mit deutschen Truppen Lemberg und führte ein massives Massaker der jüdischen Bevölkerung durch. Sie töteten Juden nicht einfach. Sie würden sie verschlagen und allerlei Demütigungen aussetzen. Frauen wurden gezwungen nackt durch die Straßen zu gehen, Menschen wurden gezwungen die Straßen auf den Knie hinab zu marschieren und dabei das Pflaster zu lecken, Müll im Mund zu tragen, die Straßen mit bloßen Händen zu reinigen. Ukrainian Intendanten, welche gelb-blau Armbinden trugen, waren stark an diesen Greueltaten beteiligt. Leiter der ukrainischen Kollaborateure, erster Stellvertreter Banderas, Jaroslaw Stezko, der unmittelbar am Lemberg Massaker beteiligt war, sagte: „Moskau und die Juden sind die größten Feinde der Ukraine und Träger destruktiver Ideen des internationalen Bolschewismus. Statt der Juden sehe ich eher Moskau als den Hauptfeind, der die Ukraine unter Besatzung hielt. Dennoch spielten die Juden zugegebenermaßen eine große Rolle bei der Unterstützung Moskaus Interessen. Deshalb halte ich fest, dass jeder letzte Jude ausgerottet werden soll, wobei Assimilation nicht in Frage kommt und die deutschen Methoden für diesen Zweck in der Ukraine übernommen werden sollen“. In 7 Tagen des Blutbads massakrierten die OUN-Kämpfer, laut verschiedener Aussagen, 5-7 Tausend sowjetische Aktivisten sowie Bürger polnischen und jüdischen Ursprungs. Alles wurde in voller Übereinstimmung mit Banderas Lehren getan: „Unsere Regel ist die Hölle unserer Gegner zu sein. Vernichtung der Feinde und Verräter unserer Eigenen“. Beginnend am 29. September 1941 wurden innerhalb von 5 Tagen nahezu 35.000 Menschen, zumeist Juden, in Babi Jar hingerichtet. Hinrichtungen setzten sich in den darauf folgenden Tagen fort, bis die Hauptstadt der Ukraine im November 1943 befreit wurde. Jeden Dienstag und Freitag wurden Leute in LKW-Ladungen zu den Schluchten gebracht und hingerichtet.   Juden. Zigeuner. Karäer, sowjetische Kriegsgefangene aller Nationalitäten und Religionen – wurden hier alle ermordet. „Die OUN soll auf eine Weise handeln die zur Folge hat, dass jeder der die Sowjetherrschaft anerkannt hat vernichtet wird. Nicht eingeschüchtert, sondern eliminiert. Wir müssen keine Furcht zeigen für unsere Grausamkeit verurteilt zu werden. Wenn das heißt, dass die Hälfte der 40 Millionen starken Bevölkerung der Ukraine stirbt, so sehe ich darin kein Problem“. – Roman Shukhevich, UPA Division Handbuch. Zwischen 1941 und 1943 wurden schätzungsweise 70.000 bis 200.000 Menschen in Babi Jar ermordet. Von 1500 beteiligten Massenmördern waren 1200 OUN-Kämpfer und lediglich 300 Deutsche. Am 22. März 1943 ukrainische verbrannte der 118. „SS“ Polizeibataillon – unter dem Einfluss von Bandera`s nationalistischer Ideologie – 149 Einwohner des weißrussischen Dorfs Kgatyn bei lebendigem Leib. 1943 führte die „UPA“ eine ethnische Massensäuberung der polnischen Einwohner Volyns durch. „Bolschewik-Entwicklungen zwingen uns dazu die Liquidation von Polen noch stärker zu verfolgen, bis zu ihrer vollständigen Ausrottung. Dörfer mit ausschließlich polnischer Bevölkerung gehören niedergebrannt. In den Dörfern gemischter Nationalitäten sollen nur Polen ausgelöscht werden. Juden und Zigeuner soll der gleiche Ansatz gebühren: vollständige Vernichtung ohne Reue“. – Roman Shukhevich, UPA Division Handbuch. Die Opfer wurden erschossen, mit der Axt niedergeschlagen, zersägt, ihnen wurden die Augen ausgestochen, Nägel in den Kopf gerammt. Die Adern hingen vom Leib bis hinunter zu den Füßen. Die Mörder würden Dorfbewohner bis zum Hals vergraben und dann ihre Köpfe mit der Sense abmähen, Kinder abstechen. Schwangeren Frauen wurden die Bäuche aufgeschnitten und zerbrochenes Glas reingeschüttet. Das Volyn Massaker kostete rund 60.000 Polen das Leben.

Nach dem Krieg wanderten die „OUN“ Führer Bandera und Stetsko in den Westen aus und gründeten einflussreiche antisowjetische und antirussische Lobbys mit westlichen politischen Geheimdienst-Eliten. Von der USA gesponserte internationale Geheimdienstnetzwerke in München hielten die Auslöschung der UdSSR als ihr vorrangiges Ziel. Zeugen berichteten im Detail wie Bandera, zusammen mit dem Britischen SIS (Secret Intelligence Service) Spione, Saboteure und Terroristen in München für die spätere Infiltration im USSR Gebiet ausbildete. Stetskos Hauptquartier war auch in München. Im Jahr 2005 erklärte der ehemalige Staatsbürger der USA, Roman Zvarich, der von Präsident Juschtschenko als Justizminister ernannt wurde, dem BBC gegenüber: „Ich arbeitete im Münchner Büro, in der Zeppengstrasse 67, als persönlicher Assistent der Leiters der „OUN“, Jaroslaw Stezko. Ich war zuständig für die internationale Führung. Es war damals eine völlig geheim Führung … dies waren Menschen die mit dem Untergrund gearbeitet haben“.

Im Frühjahr 1946 wurde in München, gemäß der Initiative Stetskos, der „Anti-bolschewistische Block von Nationen“ (ABN) gebildet. Es vereinte ehemalige NS Kollaborateure. Im Jahre 1967 übernahm der „ABN“ eine wichtige Rolle in der Gründung der „World Anti-Communist League“ (WACL). „WACL“ sammelten Anti-Kommunisten, Neonazis und Terroristen aus der ganzen Welt. Nach Stetsko`s Tod 1986 wurde seine Frau, Yaroslava Stetsko, zur Leiterin der „OUN“ und Präsidentin des „ABN“. Im Jahr 1958 gründete der ukrainische Nationalist Lev Dobriansky das „National Captive Nations Committee“ in den USA. Ein Nationalist und die spätere Frau des Präsidenten Juschtschenkos, Kathrine Chumachenco, wurde zum Mitglied. Im Jahr 1959 nahmen die USA das Gesetz der Captive Nations (Public Law 86-90) in Folge Dobrianskys Vorschlags an. Dieses Gestzt, das auch als „Russia dismemberment law“ bekannt ist, ist noch heute in Kraft und sieht vor, dass die Sowjetunion bzw. Russland solchen konfektionierten Territorien der Russischen Föderation, wie zum Beispiel Kosakia, dem Idel-Ural, usw. die Souveränität gewähren sollte… Am 20. September 1983 fand im Euro Parlament die Konferenz der „World Anti-Communist Leage“ statt. Deutschland schickte als Vertreter ein ehemaliges „Abwehr“ Mitglied, Theodor Oberländer. Dieser war zuständig für die Kommunikation mit den ukrainischen „SS“ Divisionen und gründete den „Nachtigall“ Bataillon. Vertreter der USA war einer der Mitbegründer der CIA – John Singlaub. Der „Anti-bolschewistischen Block von Nationen“ hatte Yaroslav und Yaroslava Stetsko sowie Katherine Chumachenko als Vertreter. Kämpfer der „OUN-UPA“, die bis in die späten 1940er einen Aufstand gegen die Sowjetunion führten, kamen nach ihrer Entlassung aus Gefängnissen und Lagern zurück in die Ukraine und setzten subtile, effektive, radikale, nationalistische, antisowjetische und antirussische Propaganda unter dem Deckmantel der Arbeit als Tierärzte, Priester, Lehrer, und Vorsitzenden von Kolchosen ein. Durch diesem Imprägnieren der Bildung und Kirche in der Westukraine mit dem Nationalismus, begannen West-Ukrainer nationalistische, gut ausgebildete einflussreiche Agenten in die zentralen und östlichen Teile der ukrainischen Republik zu exportieren. Sie haben Regierungsparteien und akademische und kulturelle Kreise infiltriert. So kam es, dass am Ende des Sowjet-Ära eine Elite und soziale Basis für die Zukunft der Unabhängigkeit der Ukraine, bereits festgelegt wurde – mit ihrer spezifischer Anti-Moskauer (anti-russischer) Rhetorik. Im Jahr 1991 wurde der Frau des Banderisten-Metzgers, Yaroslava Stetsko, nach ihrer Rückkehr von München in die Ukraine ein Pass als Ehrenbürgerin gewährt. Sie fing an „OUN“ in eine politische Struktur zu transformieren, die in der Lage ist an Wahlen teilzunehmen. Bereits am 18. Oktober 1992 wurde „Der Kongress der Ukrainischen Nationalisten“ als politische Partei registriert. „Stepan Banderas vollständig ukrainische Organisation „Tryzub“, gegründet im Jahre 1993 Wurde zum bewaffnete Arm des Kongresses. 1999 wurde „Tryzub“ eine separate Struktur, geführt von einem selbst ernannten Oberst. Dmitry Yarosh. Neben ihren Insignien, dem Kreuz, Schwert und Dreizack in einem Kreis, übernahm „Tryzub“ die Kontrolle der Tageszeitung „Banderivets“ (Banderist Kämpfer). So beschrieb Dmitry Yarosh seine „Tryzub“: „Tryzub“ ist eine Befehlsstruktur eines bestimmten Ziel. Wir haben drei spezifische Hauptziele: Propaganda des ukrainischen Nationalismus gemäß den Ansichten des Stepan Bandera, Erziehung der ukrainischen Jugend im Geiste des Patriotismus und der Landesverteidigung, das heißt, dem Schutz der Ehre und Würde der ukrainischen Nation zu jeder Zeit und mit allen Mitteln und Methoden“ .

Am 2. Mai 2014 führen „Rechter Sektor“ Mörder das Massaker von Bürgern Odessas durch. Mehr als 100 Menschen starben an diesem Tag an Verbrennungen, Gasvergiftungen und Schusswunden.

-Herrlichkeit für die Ukraine! Herrlichkeit für die Helden!

– Herrlichkeit dem Volk! Tod den Feinden!

– Herrlichkeit dem Volk! Tod den Feinden!

– Ukraine über alles!

Die Geschichte wiederholt sich. Vom Westen genährt erledigen Nazi-Hunde ihre schmutzige Arbeit. Wer wird die wesentliche Anti-Nazi-Kraft des 21. Jahrhunderts werden?

Teil 2

„Ukrainische Nationalversammlung“ (UNA) und ihr militärischer Flügel, die „Ukrainische Nationale Selbstverteidigung“ (UNA-UNSO), ist die einzige gesetzlich registrierte Struktur innerhalb der Koalition des „Rechten Sektors“. Die Organisation wurde 1990 von einem Mitglied der Dissidentenbewegung, Yuriy Schuchewytsch gegründet. Er ist der Sohn des Roman Schuchewytsch der ein Leiter der „UPA“ war. Hauptsächlich. „UNA-UNSO“ haben ihre Basis in den Städten Kiew und Rowno.

„UNA-UNSO“ ist eine nationalistische Kampf-Organisation, die sich mit einer gewaltige Kampfbeteiligung rühmen kann. Ihre freiwilligen Divisionen kämpften in Feldzügen in Pridnestrowie, Abchasien, Südossetien und beiden Tschetschenienkriegen. Es gibt Hinweise darauf, dass die Mitglieder der „UNA-UNSO“ und anderer Organisationen innerhalb des „Rechten Sektors“ in bewaffneten Banden in Itschkerien kämpften. Der Sprecher des russischen Untersuchungsausschusses deutete an, dass: „Die Untersuchung des Konflikts zwischen illegalen militärischen Formationen, unter dem Kommando von Schamil Bassajew und Khattab, und der 76-ten Pskov Luftwaffen-Division, auf dem Territorium der Tschetschenischen Republik, enthüllt die Fakten des Zusammenkommens einer Gruppe von „UNA-UNSO“ Kämpfern und deren Teilnahme an militärischen Aktionen gegen die Bundeskräfte zusammen mit tschetschenischen Separatisten in 1994-1995.

Die Untersuchung ergab, dass die Führer der Bande folgende sind: Igor Mazur, Valeryi Bobrovich, Dmitry Korchinsky und weitere. Die bewaffneten Banden umfassten die Tyahnybok Brüder, Dmitry Yarosh, Vladimir Mamaliga und weitere die noch identifiziert werden müssen“.

In seinem Buch enthüllt Dmitry Korchinsk, ehemaliger „UNA-UNSO“ Führer, derzeit verantwortlich für die rechtsradikale Bewegung der „Brüderschaft“, die weitreichenden Ziele der Ukrainer die im Tschetschenien-Krieg kämpften: „Im Jahr 1994 … hofften wir, dass die Niederlage Moskaus im Tschetschenien-Krieg das verabscheuungswürdige Russland zum Einsturz führen würde, und wir den freien Gebieten Kazakhia, der Lokot Republik und anderen bei ihrer Entstehung helfen würden“.

Hitler und Bandera Anhänger teilten das Gefühl, dass die Sowjetunion ist zerstückelt werden soll. Die Pläne bleiben unverändert bis zum heutigen Tag.

„Jeder Politiker in der Ukraine soll die Wiederherstellung des ukrainischen unabhängigen konziliaren Staats als sein primäres und bestimmendes Prinzip haben. Es soll durch Überwindung der Besetzung durch die Bolschewiken und die Zerstückelung des russischen Reiches in unabhängige nationale Staaten erreicht werden.“ – Aufruf an ukrainische nationalistische Revolutionäre im Ausland, von Stepan Bandera 1948

„Es kann weder Frieden noch Fortschritte für die Nachbarstaaten Russlands geben die Demokratie schaffen, ohne seine volle Auslöschung und Entstehung neuer Nationalstaaten an seiner Stelle.“ – sagte Dmitry Yarosh in einem Interview am 25.08.2008

In Tschetschenien waren ukrainische Banderisten für ihre brutale Grausamkeit gegenüber jungen russischen Wehrpflichtigen berüchtigt. Auf den Spuren ihrer Vorgänger würden sie Frauen, Kinder und ältere Menschen foltern und töten, so wie im Volyn der 40er Jahre. Korchinsky beschrieb die Art und Weise auf der Hinrichtungen von den „UNA-UNSO“ Kämpfer in Tschetschenien durchgeführt wurden: „Wir schnitten den Opfern tief in den Hals, und die Luftröhre wurde entnommen und in Scheiben geschnitten, wie wenn man Vieh schlachtet. Dies würde dazu führen, dass sie etwa 15 Minuten lang schüttelten, und dann mussten wir sie trotzdem noch erledigen bevor wir sie in ein gemeinsames Grab warfen“. Alexander Muzychko, besser bekannt als „Sashko Biliy“, war für die Tätigkeiten des „Rechten Sektors“ im Westen der Ukraine verantwortlich. Er ist Mitglied der „UNA-UNSO“ und ein Schwerverbrecher mehrerer Verurteilungen, war in den 90ern Dschochar Dudajews Leiter der Sicherheit. Ein militanter Separatist und ein Zeuge der Verbrechen während des 1. Tschetschenien-Krieg. Er teilte der Untersuchung mit, dass er persönlich sah wie Muzychko Gefangene brutal folterte und ermordete. Er würde die Finger von Offizieren brechen, ihre ihren Augen ausstechen, ihnen ihre Nägel und Zähne mit einer Zange herausreißen, ihnen die Kehle durchschneiden. Er richtete einige von ihnen persönlich hin. Augenzeugen behaupten, dass Muzychko persönlich 20 Menschen tötete. Für seine Kampf-Verdienste erhielt Muzyshko eine Medaille als „Held der Nation“ der Tschetschenischen Republik Itschkeriens von Dschochar Dudajew. Während des georgisch-abchasischen Konflikts Anfang der 90er, arrangierte einer der „UNA-UNSO“ Führer, Anatolia Lupinos, dass ukrainische Kämpfer nach Abchasien geschickt wurden. Damals entstanden „Argo“ Geschwader bestehend aus Ukrainern. Seine Kämpfer nahmen an Massakern der Zivilbevölkerung teil. Einige Berichte deuten darauf hin, dass Lupino an der Planung Shamil Basayevs Terroranschlags teilnahm, der zur „Budyonnovsk Krankenhaus Geiselkrise“ im Jahr 1995 führte. Eine prominente „Ttyzub“ Figur in Donetsk, Vitaly Primenko, war unter denen, die in Pridnestrovie kämpften. Er unterrichtete Jugendliche Guerillakrieger im Lager der buddhistischen Kloster „Vajra“ im Donetsk Bezirk.

„Patriot der Ukraine“, eine andere Struktur der Koalition „Rechter Sektor“. Sie wurde in Lemberg im Jahre 1999 als Jugendwehrsport-Flügel innerhalb der „Sozial-Nationalen Partei der Ukraine“ gegründet, deren Name explizit auf Hitlers „Nationalsozialistischen Partei“ verweist. Die Partei verfolgt radikalen Antikommunismus, Antisemitismus und ukrainischen Nationalsozialismus. Öffentlich tätige Neonazis des Westens, Nationalsozialisten Lembergs wählten die Wolfzangel als ihr Symbol. Im Jahr 2004, vor der „Orangenen Revolution“, wurde die Sozial-Nationale Partei der Ukraine zur vollständig ukrainischen „Svoboda“ (Freiheits) Koalition umbenannt, geführt von Oleg Tyagnybok. Die selbe Koalition, die den „Bau der Ukraine als einen Zustand der ukrainischen Nation“ erklärte. Sie fordert auch die Sanierung der „OUN-UPA“, das Verbot der Kommunistischen Partei, und eine Spül-Kampagne. Die neue „Svoboda“ hatte keine Notwendigkeit für militärische Formation, deshalb wurde „Patriot der Ukraine“ offiziell aufgelöst. Dennoch registrierte der Führer der Kharkov Teilung des „Patriot der Ukraine“, Andriy Belitsky, im Januar des Jahres 2006 „Patriot der Ukraine“ neu als vollständig ukrainische Bürgervereinigung an, und behielt dabei den gleichen Namen. In den darauffolgenden Jahren eröffnete die Organisation Niederlassungen in einer Reihe von Regionen, einschließlich Kiew. In den Jahren 2006-2008 nahm „Patriot der Ukraine“

an Märschen der „UPA“ in Kiew teil. Die ukrainischen Medien drückten beide Augen zu, als eine tausendstarke rechte Kolumne mit der rechten Hand in der Luft, dem Nazi-Gruß, und mit Nazi-Insignien bekleidet, marschierte. „Patriot der Ukraine“ unterscheidet sich stark von anderen nationalistischen Organisationen in der Ukraine. Es ist eine Tatsache, dass die Bewegung im Osten und Südosten des Landes wieder zum Vorschein kommt. Im Jahr 2009 öffnete „Patriot der Ukraine“ seine Niederlassungen auch in Donetsk und Lugansk und initiierte eine Reihe von Manifestationen.

Das Geschwader „Weißer Hammer“ ist eine Gruppe von lokal gesammelten radikalen Kiew Bewohnern aus den Tsvetoshenskiy, Goloseevskiy und Troeschenskiy Vierteln der Hauptstadt. Zunächst starteten sie eine Reihe von Überfällen in Casinos und Drogenhöllen in der Kiew Region. Der „Weiße Hammer“ entstand im September 2013 und wurde in zahlreichen Regionen für den Aufruf zu „direkte Aktionen“ bekannt. Die Sozialmedien Gemeinschaft des „Weißen Hammers“ hatte eine Schlagzeile darüber, dass die Bewegung zum Ziel hat „auf der Basis des Nationalsozialismus eine ausschließlich ukrainisch Ukraine“ zu etablieren.

Der „Rechte Sektor“ brauchte einige Zeit um zu entstehen. Spezialisten des Sicherheitsdienst der Ukraine (SSU) berichten, dass Militärlager, die von rechts nationalen Radikale eingerichtet wurden, heftige Ausbildungen in der Ukraine im Sommer 2013 sahen. Die Partei der „Svoboda“ veröffentlichte sogar Fotos in sozialen und Massenmedien, die junge Männer in Uniformen zeigten, die den Straßenkampf mit Baseball-Schlägern und Stahlstangen bewaffnet übten. Außerdem, gründete einer der ehemaligen „UNA-UNSO“ Führer, Dmitry Korchinsky, „Russian Autonomie Christian Training Camps“ um „Russische Kämpfer“ im Sommer des gleichen Jahres auszubilden.

So wurde der Weg für die Entstehung des „Rechten Sektors“ bis zur Zeit der „Maidan“ vollständig gepflastert.

Siehe auch:

Die Clans der Ukraine. Machtverhältnisse in einer Demokratie, die nie existiert hat.

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Stepan Bandera. Spuren auf dem Maidan. / Stepan Bandera. Traces on the Maidan. / Степан Бандера. Следы на Майдане. (deutsch-english-на русском)

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Worauf Sie achten müssen, wenn Sie über Ukraine reden oder schreiben / Things you must keep in mind when talking or writing about Ukraine

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Other times, other bastards.“ – Peter Sloterdijk

What Otto Gasifyer does not want to know: Right Sector. Neo-Nazis from Euromaidan.

Part 1

In February 2014, a group of neo-Nazis and terrorists, led by sadists and war criminals came to power in Ukraine, as a result of a military coup. „Right Sector“ coalition, notorious for killing civilians and law officers emerged in the late November, 2013 as an association of an all Ukrainian ultra-national organization following a boom of Nationalism in 1990`s. „Right Sector“ coordinator and deputy head of the ultra radical Stepan Bandera ‘’Tryzub’’ (Trident) organization – Andrey Tarasenko, reveals who constitute the core members of „Right Sector“ : Stepan Bandera all-Ukrainian organization ‘’Tryzub’’, UNA-UNSO, ‘’Patriot of Ukraine”, and – “White Hammer’’ – self governed troops of united skinhead gangs. New „Right Sector“ coalition was initiated by “Tryzub” with its head Dmitry Yarosh taking the lead in the coalition. It was ‘’Tryzub’’ that assumed the role of public representative of „Right Sector“ interests throughout all Euromaidan.

‘’Tryzub’’ adopted Nazi ideology as seen by Stepan Bandera, a man behind massive ethnic cleaning during WW2.

  • Glory to Ukraine!
  • Glory to the heroes!

Stepan Bandera “Organization of Ukrainian Nationalists”(OUN) and its military wing – “Ukrainian Insurgent Army”(UPA) became the most significant force of vigorous radical Nationalism underground in the West Ukraine in 1920-1940`s. When it came to mass-murders, “UPA” fighters led since 1943 by Roman Shukhevych, who was the closest to Stepan Bandera , showed particular cruelty, As early as the time it was still forming in 1929, “OUN” was sponsored and looked after by German political, intelligence and financial elite circles, which were preparing Hitler`s rise to power back then. In 1930`s in Wilhelmsdorf near Berlin facilities were built, where propagandists and saboteurs of “OUN” would be trained. Elite battalions of “OUN” – “Nightingale” and “Roland”, formed for the invasion of the USSR, were Ukraine`s contribution to a peculiar multinational formation, known as “SS”. In his written statement, Erwin Stolze – one of the leading figures in German military intelligence – testified in Nuremberg tribunal: “I gave my personal orders to Ukrainian Nationalist leaders, German agents – Melnik (nickname Consul 1) and Bandera to arrange subversive activities in Ukraine, following German invasion of the Soviet Union”. On 30 June 1941 German punitive battalion “Nightingale” led by Roman Shukhevych, alongside German troops took Lvov and carried out a massive massacre of Jewish population. They were not simply killing Jews. They would put them to beatings and all sorts of humiliation. Women were walked the streets naked, people were forced to march streets on their knees, and lick the pavement, carry rubbish in their mouths, clean streets with bare hands. Ukrainian intendants, wearing yellow-blue arm bands, were greatly involved in these atrocities. Head of Ukrainian collaborationists, first deputy of Bandera – Yaroslav Stetsko, who took a direct part in Lvov massacre said: “Moscow and Jews are the greatest enemies of Ukraine and carriers destructive ideas of international Bolshevism. I consider the main enemy to be Moscow rather than Jews, which has held Ukraine in occupation. Nevertheless, admittedly, Jews played a big role in support of Moscow`s interests. That’s why I hold that every last Jew is to be exterminated, any assimilation being out of question and German methods for that are to be adopted I Ukraine”. In 7 days of bloodbath, OUN fighters massacred, by different accounts, from 5 to 7 thousands Soviet activists and citizens of Polish and Jewish origin. Everything was done in full compliance with Bandera`s teachings: “Our rule is to be a hell to our opponents. Obliteration for enemies and traitors of our own”. Starting with September 29, 1941 within 5 days up to 35000 people, mostly Jews were executed in Babi Yar. Executions continued in the days that followed, up until Ukraine`s capital was liberated in November 1943. Every Tuesday and Friday people would be brought to the ravine in truckloads and executed. Jews. Gypsies. Karaites, Soviet POWs of all nationalities and religions – were put to death here. “OUN shall act in a way that anyone who has acknowledged Soviet rule would be obliterated. Not intimidated, but rather eliminated. We must not be afraid to be condemned for being cruel. If half out of 40 million of Ukraine`s population dies, I don`t see any problem with that”. – Roman Shukhevich, UPA division handbook. In 1941-1943, an estimated 70000 to 200000 people were killed in Babi Yar. Out of 1500 mass murderers involved – 1200 were OUN fighters and only 300 Germans. On March 22, 1943 Ukrainian 118th “SS” police battalion – under the influence of Bandera`s Nationalistic ideology – burned alive 149 residents in Belarusian village of Kgatyn. In 1943 “UPA” have carried out a mass ethnic cleansing of Polish residents of Volyn. “Bolsheviks` advancements are forcing us to step up the liquidation of Poles, up to their full extinction. Villages with solely Polish population are to be burned down. In villages of mixed nationalities only poles are to be wiped out. Jews and Gypsies are to face the same approach: full annihilation without remorse”. – Roman Shukhevich UPA division handbook. Victims were shot, axed, sawed, had their eyes gouged, nails rammed into their heads. Their veins out from crouch down to feet. Murders would bury villagers up to the neck and then scythe their heads off, pole children through. Pregnant women would have their bellies cut open and crushed glass spilled inside. Volyn massacre claimed lives of approximately 60000 Poles.

After the war “OUN” leaders Bandera and Stetsko migrated to the west and established highly influential anti-Soviet and anti-Russian lobby within western political intelligence elites. USA-sponsored international intelligence networks in Munich had obliteration of the USSR as its primary goal. Witnesses testified in detail on how Bandera, along with Britain`s Secret Intelligence Service, trained spies, saboteurs and terrorists in Munich, for later infiltration into USSR territory. Stetsko headquarters were also based in Munich. In 2005, former USA citizen , Roman Zvarich, appointed as minister of Justice by president Yushchenko, told BBC: “I worked at the Munich office at Zeppengstrasse 67, as a personal assistant of “OUN`s” head Yaroslav Stetsko. I was in charge of international directions. It was a completely secret direction back then… those were people working with the underground”.

In spring of 1946 “Anti-Bolshevistic Block of Nations” (ABN) was formed In Munich, by initiative of Stetsko. It united former Nazi collaborationists. In 1967 “ABN”took a major role in creation of “World Anti-Communist League” (WACL). “WACL” have gathered anti-Communists, Neo-Nazis and terrorists from all over the globe. Following Stetsko`s death in 1986. His wife Yaroslava Stetsko, became the head of “OUN” and the president of “ABN”. In 1958, Ukrainian Nationalist Lev Dobriansky, established “National Captive Nations Committee” in USA. A Nationalists and the future wife of the president Yushchenko – Kathrine Chumachenco became a member of it. In 1959 the US adopted the Captive Nations law (Pablic Law 86-90), suggested by Dobriansky. Also known as “Russia dismemberment law”’ this legislation is still in force and stipulates that the USSR or Russia should grant sovereignty to such made-up territories of the Russian Federation as Cossackia, Idel-Ural and the list goes on… on September 20 1983 Euro parliament held “world Anti-Communist Leage” conference. Germany sent as its representative a former “Abwehr” member, who was in charge of communication with Ukrainian “SS” divisions, and who formed “Nightingale” battalion – Theodor Oberlander. Representative of USA was one of the cofounders of CIA – John Singlaub. From “Anti-Bolshevistic Block of Nations” had Yaroslav and Yaroslava Stetsko and Katherine Chumachenko as its representatives. Fighters of “OUN UPA” who waged an insurgency against the Soviet Union up to the late 1940`s. Following their release from prisons and camps, came back to Ukraine and implemented, under the guise of working as vets, priests, teachers, chairman on collective farms, a subtle, effective, radical, Nationalistic, anti-Soviet and anti-Russian propaganda. Impregnating education and church in the West Ukraine with nationalism, West Ukrainians started to export of nationalistic, well-educated agents of influence to the central and eastern parts of Ukraine`s Republic. They have infiltrated governmental parties, academic and cultural circles. Thus, by the end of Soviet era, an elite and social basis for the future Ukraine Independence, Had been established – with its specific anti-Muscovite (anti-Russian) rhetoric. In 1991, the wife of Banderist butcher – Yaroslava Stetsko, was granted a passport of honorary citizen after her return from Munich to Ukraine. She began transform “OUN” into political structure capable to participate in elections. As early as on October 18, 1992 “Congress of Ulrainian Nationalists” political party was registered. “Stepan Bandera All-Ukraine Organization “Tryzub”, established in 1993. Became the armed wing of the congress. In 1999 “Tryzub” became a separate structure, led by a self-proclaimed colonel. Dmitry Yarosh. Besides their insignia of cross, sword and trident in a circle, “Tryzub” took control of newspaper “Banderivets” (Banderist fighter). That`s how Dmitry Yarosh described his “Tryzub”: “Tryzub” is an order-type structure of a specific goal. We have three main, specific objectives: propaganda of Ukrainian Nationalism as seen by Stepan Bandera, raising Ukrainian youth in the spirit of patriotism and National defense, which means, protection of honor and dignity of Ukrainian nation at all times by all means and methods”.

On May 02 2014 „Right Sector“ murderers carried out a massacre of Odessa citizens. More than 100 people died from burns, gas poisoning and bullet wounds that day.

-Glory to Ukraine! Glory to the heroes!

– Glory to the nation! Death to the enemies!

– Glory to the nation! Death to the enemies!

– Ukraine above all!

History is repeating itself. Nourished by the West, Nazi war dogs are doing their dirty job. Who is going to become the main anti-Nazism force in the XXI century?

Part 2

“Ukrainian National Assembly” (UNA) and its military wing “Ukrainian National Self-Defense” (UNA-UNSO) is the only legally registered structure within the „Right Sector“ coalition. The organization was founded in 1990 by a member of the dissident movement, Yuriy Shukhevych. He is the son of Roman Shukhevych who was a head of the “UPA”. Chiefly. “UNA-UNSO” are based in the cities of Kiev and Rovno.

“UNA-UNSO” is a combat nationalistic organization, which can boast a serious fighting record. Its voluntary divisions fought in military campaigns in Pridnestrovie, Abkhazia, South Ossetia and both Chechen wars. There is evidence to suggest coalition that members of “UNA-UNSO” and other organizations within the „Right Sector“ fought in armed gangs in Ichkeria. The spokesman for the Russian investigative Committee indicated that: “the investigation into battle clash between illegal military formations, under the command of Shamil Basayev and Khattab, and the 76-th Pskov Airborne division on the territory of the Chechen Republic – revealed the facts of a group of “UNA-UNSO” fighters getting together and taking part in military actions against Federal forces, alongside Chechen separatists in 1994-1995.

The investigation established – the leaders of gang to be: Igor Mazur, Valeryi Bobrovich, Dmitry Korchinsky and others. The armed gangs involved Tyahnybok brothers, Dmitry Yarosh, Vladimir Mamaliga and others yet to be identified”.

In his book Dmitry Korchinsk, former “UNA-UNSO” leader, currently in charge of the radical rightist movement of “Brotherhood”, unveils the far-reaching objectives of Ukrainians fighting in the Chechen war: “in 1994… we were hoping that defeat of Moscow in Chechen war would cause the despicable Russian Federation to collapse and we would help the free territories of Kazakhia, the Lokot Republic and others to emerge”.

Hitler and Bandera followers shared the sentiment as to how the USSR is to be dismembered. The plans remain unchanged up to this day.

“Any politician in Ukraine has and shall have the restoration of the Ukrainian Independent Conciliar State as its primary and determining principle. It is to be achieved by overcoming the Bolshevik`s occupation and dismemberment of the Russian empire into independent National States”. – Call to Ukrainian nationalist-revolutionaries abroad by Stepan Bandera 1948

“there cannot be neither peace nor progress for the nations building democracies bordering Russia without its full obliteration and new national states emerging in its place”. – said Dmitry Yarosh in an interview 25/08/2008

In Chechnya, Ukrainian Banderists were infamous for their brutish cruelty towards young Russian conscripts. Following in the footsteps of their predecessors, they would put women, children and elderly to torture, death, just as in the 1940`s Volyn. Korchinsky described the way the executions were carried out by “UNA-UNSO” fighter in Chechnya: “we made deep cuts in victims` necks, and trachea was put out and sliced, like when you slaughter livestock. This would send them convulsing for about 15 minutes and still we had to finish them off before throwing into a joint grave”. Alexander Muzychko, better known as “Sashko Biliy”, was in charge of „Right Sector“ activities in the west of Ukraine. He is a member of “UNA-UNSO” and a felon of multiple convictions, was the head of security of Dzhokhar Dudaev in 1990`s. A separatist militant and a witness to Muzychko`s crimes during the 1st Chechen war told the investigation that he personally saw Muzychko viciously torturing and killing captives. He would break fingers of officers, gouge their eyes, rip out their nails and teeth with pliers, cut them throats, personally execute some of them. Eyewitnesses claim, that Muzychko personally killed 20 people. His combat merits earned Muzyshko a medal of “hero of the Nation” of the Chechen Republic of Ichkeria from Dzhokhar Dudaev. During the Georgian-Abkhaz conflict In early 1990`s, one of “UNA-UNSO” leaders Anatolia Lupinos arranged for Ukrainian fighter to go to Abkhazia. Back then, “Argo” squadron emerged comprising of Ukrainians. Its fighters took part in massacres of civilian population. Some reports suggest, Lupinos took part in planning of Shamil Basayev`s terrorist attack leading to “Budyonnovsk hospital hostage crisis” in 1995. A prominent “Ttyzub” figure in Donetsk, Vitaly Primenko, was among those fighting in Pridnestrovie. He taught young people guerilla warfare in camp of Buddhist monastery “Vajra” in Donetsk district.

“Patriot of Ukraine”, another structure within „Right Sector`s“ coalition. It was established in Lvov in 1999 as a youth paramilitary sport wing within the “Social-National Party of Ukraine” with its name explicitly referring to Hitler`s “National Socialist Party”, the party followed radical Anti-Communism, Anti-Semitism and Ukrainian Nazism. Openly coping Western Neo-Nazis, national-socialists of Lvov chose “wolf-hook” (wolfzangel) as their symbol. In 2004, before “Orange Revolution”, Social-National Party of Ukraine was renamed All-Ukrainian “Svoboda”(Freedom) coalition, led by Oleg Tyagnybok. The same coalition that declared “building Ukraine as a state of Ukrainian nation”. It is also demanding rehabilitation of “OUN-UPA”, prohibition of the Communist Party, and a purging campaign. New “Svoboda” had no need for military formation, so “Patriot of Ukraine” was officially dissolved. Nevertheless in January of 2006, the leader of Kharkov division of “Patriot of Ukraine”, Andriy Belitsky reregistered “Patriot of Ukraine” as all-Ukrainian civic association, keeping the same name. in years to follow, the organization opened branches in a number of regions, including Kiev. In 2006-2008 “Patriot of Ukraine”

Participated in marches of “UPA” in Kiev. Ukrainian media turned a blind eye on a thousand strong rightist column marching with their right hands up in the Nazi greeting and wearing Nazi insignia. “Patriot of Ukraine” is particularly different from other nationalistic organizations in Ukraine is the fact that the movement reemerged in the East and Southeast of the country. In 2009, “Patriot of Ukraine” opened its branches even in Donetsk and Lugansk, and initiated a number of manifestations.

“White Hammer” squadron is a group of locally gathered radical Kiev residents, from Tsvetoshenskiy, Goloseevskiy and Troeschenskiy districts of the capital. Firstly they launched a number of raids into casinos and drug dens in Kiev region. “White Hammer” emerged in September 2013 and became widely known in numerous regions for calling for “direct actions”. “White Hammer” social media community had a headline starting that the movement is seeking to establish “a solely Ukrainian Ukraine on the base of national socialism”.

„Right Sector“ took some time to emerge. Security Service of Ukraine (SSU) specialists report that military camps, set up by right national radicals, saw a vigorous trainings in Ukraine in the summer of 2013. The party of “Svoboda” even published photos in social and mass media, showing young camouflaged men drilling street combat armed with bats and steel bars. Besides, one of the former “UNA-UNSO” leaders, Dmitry Korchinsky, established “Russian autonomy Christian training camps” to train “Russian fighters”, in summer of the same year.

Thus, the way for emergence of „Right Sector“ had been fully paved by the time of “Maidan”.

See also:

Stepan Bandera. Spuren auf dem Maidan. / Stepan Bandera. Traces on the Maidan. / Степан Бандера. Следы на Майдане. (deutsch-english-на русском)

and

Worauf Sie achten müssen, wenn Sie über Ukraine reden oder schreiben / Things you must keep in mind when talking or writing about Ukraine

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„Другие времена, другие сволочи.“ – Питер Sloterdijk

Что Отто Нормальвергазер не хочет узнать: Правый Сектор. Неонацисты с Евромайдана

Часть 1

В результате вооруженного государственного переворота в феврале 2014 года на Украине к власти пришла неонацистская террористическая группа, руководимая садистами и военными преступниками. Объединение Правый Сектор, заявившее о себе насилием и убийством мирных граждан и сотрудников правопорядка, образовалось в конце ноября 2013 года, как сообщество ультранационалистических украинских организаций, возникших на пике роста украинского национализма в 90е годы. По словам Андрея Тарасенко координатора Правого Сектора и зам главы ультрарадикальной организации Трезуб имени Степана Бандеры, костяк объединения составляют уже названные Трезуб, широко известная ультраправая УНА УНСО, Патриот Украины, а также Белый Молот, отряд автономных националистов, объединивший несколько банд скинхедов. Инициатором и координатором Правого Сектора стал Трезуб имени Степана Бандеры, а его руководитель Дмитрий Ярош возглавил новую праворадикальную коалицию. Именно Трезуб на всем протяжении майданного протеста выступал выразителем интересов Правого Сектора в публичном пространстве.

Трезуб исповедует идеологию украинского нацизма в интерпретации матерого нацистского карателя Степана Бандеры.

Организация украинских националистов Степана Бандеры – ОУН и ее вооруженное крыло – украинская повстанческая армия – УПА, стали в 20-40х годах прошлого века наиболее мощными силами действующего на территории западной Украины радикально националистического подполья. Особо изощренными массовыми зверствами отличались члены УПА. Которую в 1943 году возглавил ближайший сподвижник Бандеры – Роман Шухевич. Уже на этапе создания ОУН, в 1929 году ее кураторами и спонсорами были немецкие политические службистские и финансовые круги, готовившие приход Гитлера к власти. В 30х годах в предместье Берлина вильгельмсдофе были построены казармы для обучения пропагандистов и диверсантов ОУН. Созданные для нападения на СССР элитные батальоны оуновцев Нахтигаль и Роланд, явились украинским вкладом в специфическое многонациональное начинание под названием СС. Из письменных показаний одного из руководителей германской военной разведки Эрвина Штольца на Нюрнбергском трибунале: мной лично было дано указание руководителям украинских националистов немецким агентам Мельнику кличка консул 1 и Бандере организовать сразу же после нападения Германии на Советский Союз провокационные выступления на Украине. 30 июня 1941 года каратели спецбатальона Нахтигаль – в переводе с немецкого «соловей», возглавляемого Шухевичем, вместе с немецкими войсками ворвались во Львов и устроили массовый еврейский погром. Евреев не просто убивали, но перед этим били и всячески унижали. Женщин водили раздетыми по улицам. Людей заставляли маршировать на коленях и с поднятыми руками. Лизать языками мостовую. Носить ртом мусор. Без подручных средств мыть и чистить дороги. В погромах принимали активнейшее участие украинские полицаи с желто-голубыми повязками на левой руке. Ярослав Стецко главарь украинских коллаборационистов, первый заместитель Бандеры, принимавший непосредственное участие в Львовской зачистке: Москва и жидовство – это самые большие враги Украины и носители разлагающих большевистских интернациональных идей. Считаю главным и решающим врагом Москву, а не жидовство, которая собственно держала Украину в неволе. Тем не менее должно оцениваю неоспоримо вредную и враждебную роль евреев, помогающих Москве закрепощать Украину. Поэтому стою на позиции уничтожения жидов, и целесообразности перенести на Украину немецкие методы экстерминации еврейства, исключая их ассимиляцию.

За 7 дней кровавой оргии оуновцы уничтожили по разным подсчетам от 5 до 7 тысяч советских активистов и горожан польской и еврейской национальности. Все делалось с полным соответствием лозунгу Бандеры – наша власть должна быть страшной для ее противников. Террор для чужих врагов и своих предателей. С 28 сентября 1941 года в течение 5 дней в бабьем яру было расстреляно около 35 тысяч человек. Преимущественно евреев. Расстрелы шли и в последующие дни, вплоть до освобождения столицы Украины в ноябре 1943 года. Каждый вторник и пятницу в овраг привозили людей машинами и расстреливали. Расстреливали евреев, цыган, караимов, советских военнопленных разных национальностей и вероисповедания.

ОУН должна действовать так, чтобы все, кто признал советскую власть, были уничтожены, не запугивать, а истреблять. Не надо бояться, что люди проклянут нас за жестокость, пусть из 40млн украинского населения останется половина, ничего ужасного в этом нет – Роман Шухевич из инструкций подразделениям УПА. Всего в период с 1941 по 1943 год в бабьем яру было расстреляно от 70 до 200 тысяч человек. Среди полутора тысяч карателей было 1200 полицаев из ОУН и только 300 немцев. 22 марта 1943года украинские полицаи из 118 батальона СС напитавшиеся националистической идеологией Бандеры, сожгли заживо 149 жителей белорусской деревни Хатынь.

В 1943 году УПА провела массовую этническую чистку польского населения Волыни. В связи с успехами большевиков следует поспешить с ликвидацией поляков, уничтожить их под корень, чисто польские села сжигать, в смешанных селах убивать только поляков, к евреям относиться также как к полякам и цыганам, уничтожать беспощадно и никого не жалеть – Роман Шухевич из инструкций подразделениям УПА.

Жертв расстреливали, рубили топорами, распиливали пилами, выкалывали глаза, вбивали в голову гвозди, вырывали жилы от паха до стоп, закапывали в землю по шею и срезали косой голову, прокалывали детей колами, разрезали беременным женщинам живот и всыпали вовнутрь битое стекло. Во время волынской резни жертвами бандеровских палачей стали около 60 тысяч поляков.

После войны оуновские главари Бандера и Стецько осели в иммиграции и создали в политической элите и спецслужбах запада очень влиятельные антисоветские и антироссийские лобби. Налаженная в Мюнхене при покровительстве США международная спецслужбистская агентурная сеть имела в качестве основной цели – развал СССР. Очевидцы подробно свидетельствовали как Бандера в сотрудничестве с британской разведкой сикрет интеледжент сервис готовил в Мюнхене шпионов, диверсантов и террористов для заброски на территорию СССР. Штаб-квартира Стецько также расположилась в Мюнхене. В 2005 году Роман Звароч – бывший гражданин США назначенный Ющенко министром юстиции Украины, рассказал бибиси – я работал в Мюнхене в офисе на Цепенгштрассе   67 личным помощником главы ОУН Ярослава Стецько . я отвечал за международное направление и тогда это было совершенно секретное направление. Это были люди со связью с подпольем. Весной 1946 года в Мюнхене по инициативе Стецько был сформирован антибольшевистский блок народов – ОБН. Объединивший бывших нацистских коллаборационистов. В 1967 голу ОБН примет активное участие в создании всемирной антикоммунистической лиги – ВАКЛ. Собравшей в свои ряди антикоммунистов, неонацистов и террористов со всего мира. После смерти Стецько в 1986 году главой ОУН и президентом ОБН была избрана его жена – Ярослава Иосифовна Стецько. В 1958 году украинский националист Лев Добрянский создал в США комитет порабощенных народов. Его членом стала украинская националистка Катерина Чумаченко – будущая жена президента Украины Виктора Ющенко. В 1959 году с подачи Добрянского в США был принят закон о порабощенных нациях. Этот закон еще называют законом о расчленении России. Который не отменен до сих пор и предписывает СССР – России освободить, т.е. сделать независимыми такие мифические территории российской федерации как казакия, и дель урал и так далее. 20 сентября 1983 года в зале Европарламента проходила конференция всемирной антикоммунистической лиги. От Германии на ней присутствовал бывший член Абвера, отвечавший за связь с украинскими подразделениями СС, создатель батальона Нахтигаль – Теодор Оберлендер. От США один из со-основателей ЦРУ Джон Синглауб. От антибольшевистского блока народов – Ярослав и Ярослава Стецько, а также Катерина Чумаченко. Участники ОУН УПА, которые продолжили партизанскую войну с советской властью до конца 40х годов, после арестов и лагерей вернулись на Украину. И развернули в основном в скромных ролях фельдшеров, учителей, председателей совхозов, учителей скрытую, но весьма активную и радикальную антисоветскую и антироссийскую националистическую пропаганду. Пропитав на западе Украины систему образования, а также униатскую церковь, западенцы начали экспорт националистических образованных кадров в центр и на восток республики. В том числе во властнопартийную, научную и культурную среду. Так к моменту распада СССР сформировалась элитная и социальная база будущей украинской незалежности с ее отчетливым антимоскальским пафосом. После возвращения в 1991 году из Мюнхена на Украину, жена бандеровского палача Ярослава Стецько получила паспорт почетной гражданки и занялась преобразованием ОУН в политическую структуру, способную участвовать в выборах. И уже 18 октября 1992 года была зарегистрирована партия конгресс украинских националистов. Основанный в 1993 году Трезуб имени Степана Бандеры, стал силовым крылом конгресса. В 1999м году Трезуб выделился в самостоятельную организацию, во главе с самоназванным полковников Дмитрием Ярошем. Кроме своего символа, крест, меч и трезубец в круге, трезубовцы забрали себе газету «бандеровец». Вот как характеризует Трезуб Дмитрий Ярош – Трезуб это острофункциональная организация орденского типа, у нас 3 конкретные задачи – пропаганда идеологии украинского национализма в интерпретации Степана Бандеры, воспитание украинской молодежи в духе патриотизма, и национальная защитная деятельность, т.е. защита чести и достоинства украинской нации в любых условиях, всеми доступными методами и средствами.

Часть 2

Украинская национальная ассамблея и ее боевое крыло украинская национальная самооборона – УНА УНСО. Единственная юридически оформленная структура в составе Правого Сектора. Организация основана в 1990 году диссидентом Юрием Шухевичем, сыном Романа Шухевича – главы УПА. Крупнейшие центры УНА УНСО находятся в Киеве и Ровно.

УНА УНСО – националистическая организация с серьезным боевым опытом – ее добровольческие отряды участвовали в военных компаниях в Приднестровье, Абхазии, южной Осетии и в обеих чеченских войнах. Есть документальные свидетельства того, что члены УНА УНСО и других организаций, вошедших в Правый Сектор участвовали в боевых действиях в составе ичкерийских бандформирований. В заявлении пресслужбы следственного комитета России говорится – в ходе расследования уголовного дела о боестолкновении незаконных вооруженных формирований под руководством Шамиля Басаева и Хоттаба с военнослужащими 76 псковской дивизии ВДВ на территории чеченской республики, были получены сведения об организации банды из членов УНА УНСО и их участии в боевых действиях против федеральных сил на стороне чеченских сепаратистов. В период с 1994 -1995 годов. По данным следствия руководителями созданной для этого банды являлись Игорь Мазур, Валерий Бобрович, Дмитрий Карчинский и другие. А в ее состав входили братья Тягнибоки, Дмитрий Ярош, Владимир Мамалыга и иные пока не установленные лица. В своей книге «война в толпе» бывший лидер УНА УНСО Дмитрий Карчинский, в настоящее время глава праворадикального движения Братство, так описал глобальные цели участия украинцев в глобальной войне – в 1994 году мы надеялись, что поражение Москвы в чеченской войне приведет к развалу эрэфии, и мы сможем способствовать возникновению свободных территорий – казаки, локотской республики и других. Таков же был план развала России во времена Гитлера и Бандеры. Таковым же он является и теперь. Главной целью и главнейшим принципом всей украинской политики является и должно быть восстановление украинского самостоятельного соборного государства. Путем ликвидации большевистской оккупации и расчленения российской империи на самостоятельные национальные государства – Степан Бандера слово к украинским националистам революционерам за границей 1948 год. Единственным залогом мирного цивилизованного развития народов, которые перестраивают свою жизнь рядом с Россией, есть полная ликвидация империи и построение на ее территории национальных государственных образований. – из интервью с Дмитрием Ярошем 25 августа 2008 года. В Чечне украинские бандеровцы прославились резней молоденьких русских новобранцев. Подобно тому, как их предшественники в 40е годы на волыне целенаправленно зверски пытали и уничтожали женщин, детей и стариков. Вот что сообщал Карчинский о садистских расправах УНА УНСО в Чечне: жертвам довольно глубоко перерезали шею, поддевали трахею и пересекали ее, как при забое скота – человек дергается минут 15. Перед тем как бросить в общую могилу его все равно приходилось достреливать. Александр Музычко – более известный под кличкой Сашко Билый, координатор правого сектора по западной Украине – член УНА УНСО, рецидивист, в 90е руководитель охраны Джахара Дудаева. Боевик, свидетель действий Музычко в первой чеченской войне, рассказал следствию о том, что лично видел, как Музычко зверски пытал и убивал пленных. Ломал пальцы рук офицерам, выкалывал им глаза, вырывал плоскогубцами ногти и зубы, перерезал ножом горло, некоторых расстреливал. По его словам – Музычко лично убил 20 человек. За боевые заслуги Джахар Дудаев наградил Музычко орденом чеченской республики ичкерия – героем нации. Во время грузино-абхасской войны, в самом начале 90х один из лидеров УНА УНСО Анатолий Лупинес организовывал отправку боевиков в Абхазию. Тогда из украинцев был сформирован отряд арго, поучаствавший и в расправах над мирными жителями. По некоторым данным тот же Лупинес принимал участие в планировании акции Басаева в Буденовске в 1995 году. Видный член Трезуба в Донецке – Виталий Пременко. Участвовал в боевых действиях в Приднестровье, этот человек обучал молодежь тактике ведения партизанской войны на базе буддистского монастыря Аваджеро, расположенного в донецкой области.

Патриот Украины – еще одна структура вошедшая в Правый Сектор. Возникла во Львове в 1999 году в качестве молодежного военно-спортивного крыла социал-национальной партии Украины. Название которое явно и неслучайно адресовалось гитлеровской национал-социалистической партии. Она исповедовала крайний антикоммунизм, антисемитизм и украинский нацизм. Откровенно подражая западным неонацистам, львовские национал-социалисты избрали своим символом вольфцангель – волчий крюк. В 2004 году перед оранжевой революцией социал-национальная партия Украины была переименована в объединение Свобода, которое возглавил Олег Тягнибок. То самое, которое заявляет, о построении Украины, как государства украинской нации. Требует реабилитации ОУН УПА, запрета компартии и проведения люстраций. Новой Свободе военизированные отряды были не нужны и Патриот Украины был официально распущен. Однако в январе 2006 года руководитель харьковского отделения Патриот Украины Андрей Белецкий сохранив прежнее название, перерегистрировал Патриота, как всеукраинское общественное объединение. В последующие годы организация обзавелась отделениями в нескольких регионах включая Киев. В 2006 – 2008 годах Патриот Украины участвовал в маршах УПА в Киеве. Украинские СМИ обошли фотографии той самой тысячной правой колонны с нацистскими атрибутами, вскинутыми правыми руками и фашистской символикой. Важное отличие Патриота от прочих националистических организаций Украины в том, что его возрождение произошло на востоке и юго-востоке страны. В 2009 году его отделения открылись и начали свои марши даже в Донецке и Луганске.

Отряд Белый Молот представляет собой ситуационно собранные группы радикальных киевлян из светошинского, голосеевского и троященского районов столицы. Их первыми акциями стали погромы казино и наркопритонов под Киевом. Молот возник в сентябре 2013 года. И получил широкую известность в целом ряде регионов, пропагандируя прямое действие. Как заявлено в заголовке группы в соцсетях – Молот стремится к утверждению украинской Украины на основе национал-социализма.

Оформлялся Правый Сектор далеко не стихийно. Специалисты из СБУ сообщают, что летом 2013 года на территории Украины активно функционировали организованные правыми национал-радикалами боевые лагеря. Партия Свободы даже разместила в социальных сетях и СМИ фотографии, на которых парни в камуфляже тренировали приемы уличного боя на дубинках и стальных прутьях. Кроме того, один из бывших руководителей УНА УНСО – Дмитрий Карчинский этим же летом организовал христианско-тренировочные лагеря русской автономии. Для подготовки русских боевиков. Так что к началу майдана, почва для создания правого сектора была вполне готова.

See also:

Stepan Bandera. Spuren auf dem Maidan. / Stepan Bandera. Traces on the Maidan. / Степан Бандера. Следы на Майдане. (deutsch-english-на русском)

and

Worauf Sie achten müssen, wenn Sie über Ukraine reden oder schreiben / Things you must keep in mind when talking or writing about Ukraine

line-wordpress

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

Copy-shop als psychoanalytische Methode heute.
Die Psychoanalyse heute ist lediglich die Nachahmung einer vermeintlichen Psychoanalyse, die es so nie gegeben hat, also unbewußte Karikatur, Totemmaske ihrer selbst.
Die Revolution frißt ihre Väter, nicht ihre Kinder.
Jeder verdient eine zweite Chance. Eine zweite, nicht eine zwölfte, zweiundzwanzigste oder einhundertzweite.
In Polen haben amerikanische Geheimdienstler ihre Gefangenen gefoltert, während vor polnischen Gerichten Prozesse gegen polnische Geheimdienstler liefen, die polnische Gefangene gefoltert haben.
Besser irgendwelche Sitten, als gar keine Sitten.
Direkte Gewalt gegen strukturelle Gewalt – lediglich eine Rationalisierung der eigenen Lust als Rechtfertigung für eigene wilde, triebhafte Gewalt. Wer strukturelle Gewalt von Institutionen eines demokratischen Rechtstaates delegitimiert und direkte Gewalt gegen diese Institutionen legitimiert, der gibt jeglicher denkbaren Form von Gewalt freie Hand, denn jede Gewalt kann moralisch begründet werden. Der Teufel ist ein Moralist. Und ein Gewalttäter. Aufrufe zur Gewalt sind in Deutschland strafbar.
National Sozialistische Deutsche Arbeiter Partei (NSDAP) war links,, ihr Kampf gegen Kommunisten und Sozialisten war nicht ideologisch, sondern es war ein Konkurrenzkampf unter Gleichen.
Wer sich für Kunst nicht interessiert, wem Kunst nichts bedeutet, der interessiert sich ebensowenig für Menschen, dem bedeuten Menschen nichts. Denn Kunst ist Ausdruck menschlicher Gefühle, Kunst ist Liebe.
Manche Menschen schauen in den Spiegel und sagen: „Die Welt ist schrecklich, die Welt ist böse“, und fangen an, dieses Böse in der Welt, aber nicht in sich, zu verfolgen, zu vernichten, auszumerzen. Also andere Menschen, das Andere menschliche, was sie nicht sein wollen, zu exterminieren, zu liquidieren.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

 „…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl.“ (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)
„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Ein Deutscher sei ein Mensch, der keine Lüge aussprechen könne, ohne sie tatsächlich zu glauben – Adorno
 „Nein, ihr habt nichts zu tun mit den Arbeitern. Mit Schweißgeruch. Mit Menschen in Maschinenhallen oder an Fließbändern. Mit Möbelpackern oder Heizungsmonteuren. Mit Schützenvereinen und Angelsportclubs. Mit Hauptschülern und sonntäglichen Kirchgängern. Nein, das Volk liegt euch nicht.“ Das ist die Argumentation der wahrhaften, der lafontainistisch-leninistischen Sozialdemokratie – die konsequente Steigerung von Arbeiter, Schweiß, Schützenverein und Alfred Tetzlaff immer weiter hinauf bis ins Volk hinein als dem ultimativen Gully allen deutschen Wahns. – Joachim Bruhn
Dummheit, nicht Denken, Ideologien, Moralismus, führen zum radikalen handeln. radikales Denken verhindert radikales Handeln.
„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

People feel always terrible offended if you do not believe their lies.
Everyone is responsible for his feelings.
Psychoanalysis is nobody’s business except the psychoanalyst and his patient, and everybody else can fuck off.
“Time is the echo of an axe
Within a wood.”
― Philip Larkin, Collected Poems

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

 Why Allah does not shows himself? Because he does not want  to do anything with such assholes.
When fascism returns, he will not say, ‘I am the fascism‘. No, he will say, ‘I am the anti-fascism Ignazio Silone.
Political correctness requires a language for a poetry album.
 Psychoanalysis is frivolous, or it is not psychoanalysis.
Colorful diversity, earlier: shit.
What can not any longer be changed, can not any longer be reformed, it is no longer alive, but very dead (instead). What is dead should be, has to be buried: religion, marriage, Romanticism, etc.
Romantic sucks.
 The reality is always stronger than illusions.
 A delusion is characterized by increasing loss of reality, and can be attested to today’s leaders in Germany and the mass media. Loss of reality describes the mental state of a person who is not (any longer) be able to understand the situation in which it is located. So you are ruled by madmen and manipulated by the mass media.
Totalitarianism can only be defeated if one has the courage to call things by their right names, just as they are. Political correctness prevents it promotes totalitarianism and political cowardice and political lie.
The Extinction: Islam is like the sun, who comes too close to him, will burn itself and will flare the rest of the world with him.
Islam does not want any submission! Islam wants victory, destruction and annihilation.
The world was not created just for you.
Time needs time.
What has God with us when he freely admits the devil more and more territories?
It’s not the biggest fear when you look into an abyss, but to note that the abyss looks back at you.
I is different.
Muslim´s headscarf is less annoying than German mothers with their pushchairs.
Prostheses people – look like women and men, but they are not.
Global governance the political repair operation begins to repair before something was created.
The extremely increased, ostensibly critical, actually demonizing, German interest in Israel and Jews is perverse.
The Nonanti-Semite is by the current German law an anti-Semite who defames, discriminates, delegitimizes Israel, Jews, , but do not supports expressis verbis the aim of the Third Reich, the Holocaust, the extermination of the Jews.

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

An extreme narcissist is a potential terrorist, and every terrorist is an extreme narcissist.
Islamization means dementia.
Copy-shop as a psychoanalytic method today.
Psychoanalysis today is merely an imitation of a putative psychoanalysis, it has never existed, an unconscious cartoon, totem mask of itselves.
The revolution devours its fathers, not its children.

Everyone deserves a second chance. A second, not a twelfth, twenty-second or one hundred second.

In Poland, American intelligence officials  have tortured their prisoners, while the Polish courts ran trials of Polish intelligence officesr who tortured Polish prisoners.

Better have any manners, than no manners at all.
Direct violence against structural violence only a rationalization of their own desire as justification for their own wild, instinctual violence. Who delegitimizes structural violence of institutions of a democratic state and legitimizes direct violence against these institutions  gives any conceivable form of violence free hand, for any violence can be morally justified. The devil is a moralist. And a perpetrator of violence. Calls for violence are illegal in Germany.
National Socialists German Worker Party (NSDAP) was left, its fight against communists and socialists was not ideological, but it was a competition among equals.
Those who are not interested in art, to whom art means nothing, those are not interested in people, to those  people mean nothing. Because art is an expression of human feelings, art is love.
Some people look in the mirror and say, „The world is terrible, the world is evil,“ and begin to pursue this evil in the world, but not in themselves, destroy, eradicate. So other people, the other humans, what they do not want to be,  to exterminate, to liquidate.
1 x 1 materialist criticism: the aim must be to make appearances in a situation in which they are legible. (…) A new barbarism is always to be feared, is not directly powered from the spirit of National Socialism, but in the guise of democratic anti-fascism of learning from history and political correctness come along. (…) Defence of the open fascism by its democratic denazification and incorporation. (…) The Second World War was a culture industry Massenevent.(..) Specialization and diversification are a contemporary manifestation of massification and uniformity. (…) 

The different pigmentation of human skin is an objective fact, not a mere invention. (…) Breed today is the self-assertion of the bourgeois individual, integrated in the barbaric collective. (Clemens Nachtmann)

„Democracy is nothing more than the rule of the stick over the people by the people for the people. (…) There are three types of despots: the despot who enslaves the body, the despot who enslaves the soul and the despot who enslaves both body and soul. The first is called Prince. The second is called the Pope. The third is called the people. (..) If you want to lead the people, you are forced to follow the mob. (…) The first duty in life is to be as artificial as possible. The second duty is still unknown. Oscar Wilde

 

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno

 
Stupidity, not thinking, ideologies, moralism, lead to radical acting. radical thinking prevents radical action.
The main reason of a psychotherapy is – with temporary support of the psychotherapist –. to take his own destiny in own hands.  Who lives with a self-image that the temporary clarifying role of the therapist is an intolerable insult, he must to try to cope with his life alone.“Hans Ulrich Gumbrecht

 

Stepan Bandera. Spuren auf dem Maidan. / Stepan Bandera. Traces on the Maidan. / Степан Бандера. Следы на Майдане. (deutsch-english-на русском)

Stepan Bandera. Spuren auf dem Maidan.

AUGENZEUGE. Ich war 4 Jahre alt, im fünften Lebensjahr. Es fällt schwer sich daran zu erinnern. Herr, stille mein Herz. Mein Vater war Chef einer Partisaneneinheit, sie lagerten im Wald. Meine Mutter backte immer Brot und brachte es ihnen. Und uns gab man weg. Sie brachten uns in die Hauptscheune, wo es brutal zuging. Sie gossen kochendes Wasser auf uns. Ich war voller Wunden und Schnitte. Sie brachen den Willen meiner Mutter damit sie verriet wo mein Vater sich versteckte. Ich erinnere mich wie sie meinen Vater vom Galgen nahmen und nach Hause brachten. Sie legten ihn direkt unters Fenster. Auch meine Mutter wurde aus der Hauptscheune gebracht, auf den Boden gelegt, ich erinnere mich an ihr Sterben. Unser Nachbar nahm mich zu sich. Ich weinte so laut, Mami, sterbe nicht! Sie schnitten Sterne auf die Rücken von Kindern – kannst du dir das vorstellen? Und sie gossen kochendes Wasser auf meine Schwester damit meine Mutter ihnen sagen würde, wo der Vater war. Verstehst du? Die Polizeis schlugen Menschen, klar.

DOKU. Erheben Sie sich alle für das Gericht! Dies ist eine Anklage im Fall der faschistischen Besetzer in der Stadt Charkow und der Region Charkow. Die Schuld für all die Greueltaten liegt bei den Offizieren des Militärs, der Polizei, Geheimdiensten und Strafbehörden der deutschen Armee, und diese wurden von Mikhail Bulanov, einem Verräter der Nation, unterstützt.

SPRECHER. Diese Chronik ist einzigartig, während die beschriebenen Ereignisse es eher nicht sind. In letzten Jahren fand in der ganzen Sowjetunion eine Reihe von Studien über die Nazi-Besetzer statt. Aber in der Tat, reagierten die Menschen viel stärker Jene die im Feld der Gefangenen saßen, als auf die Gerichtsverhandlungen. Auf Jene, die nicht nur dem Feind beitraten, aber ziemlich oft den Feind in seiner Grausamkeit übertrafen. Auf Jene, denen die Menschen einen kurzen Namen gaben – die Polizeis.

DOKU. Dies sind nur einige von denen, die das Land mit Blut Unschuldiger überfluteten. Bulanov ist ein Verräter, er verriet sein Heimatland. Er arbeitete als Fahrer bei der Gestapo Charkows. Er nahm sowjetische Menschen an den Ort der Hinrichtung, begleitete den „Todeswagen“ Gefängnisbus, zog die Schuhe von den erschossenen und zu Tode gefolterten Menschen.

AUGENZEUGE. Er stand im Dienst der SS-Männer. Ich weiß nicht genau, ob er wie ein echter Mann des Militärs eingeschrieben wurde oder nicht, doch ich glaube nicht. Er fuhr den Todeswagen.

AUGENZEUGE. Wir wußten nicht, was für ein Auto es war. Sah aus wie ein Van, wie ein LKW für die Lieferung von Brot. Und es stellte sich heraus, daß es ein Todeswagen war. Sie zogen Menschen in ihn. Ich erinnere mich wie einmal ein Mädchen nicht reinkommen wollte. Aus irgendeinem Grund trug sie ihr Haar lose. Und der Verräter packte sie an den Haaren und stieß sie hinein.

DOKU. Angeklagter Bulanov, erzählen Sie uns über die Erschießung der sowjetischen Kinder im Nizhne-Chirsky Krankenhaus der Deutschen.

Bulanov: Ein Gestapo-Mann, Alex, ein Deutscher, ich weiß seinen Nachnamen nicht genau, Schoß den Kindern gnadenlos mit einer Pistole in die Köpfe, woraufhin er sie mit dem Fuß in eine Grube trat. Die Kinder die sahen wie alles direkt vor ihnen geschah, sie schrien „Ich habe Angst“, versuchten sich abzuwenden und schrien „Herr, ich will leben, bitte erschießen Sie mich nicht“.

SPRECHER. Im Gerichtssaal zeigte dieser mickrige, unauffällige Mann Reue. Aber nur wenige glaubten ihm. Als die Faschisten in Charkow an der Macht waren, war Bulanovs Grausamkeit legendär. In der Tat wurden die Polizeis viel mehr als die Deutschen selbst gehaßt.

AUGENZEUGE. Im Allgemeinen waren die Polizeis abscheulicher als die Deutschen. Und abstoßend. Denn Feind ist Feind, man kann ihn sogar respektieren, während ein Verräter…

SPRECHER. Umso mehr konzentrierten sich die Faschisten gewöhnlich nur darauf die Juden und Kommunisten auszulöschen. Während die Polizeis der Einheimischen weit über diese Grenze hinausgingen, vor allem hier in der Ukraine. Laut John Armstrongs Buch Ukrainischer Nationalismus. Fakten und Forschung., war die Theorie und die Lehre der ukrainischen Nationalisten sehr nah am Faschismus. Und im Hinblick auf die Rassenreinheit übertrafen sie auch die Theorie der Faschisten.

AUGENZEUGE. Als ich mit Dokumenten arbeitete, mit offiziellen Dokumenten, kam ich zu dem Schluß, daß der ukrainische Nationalismus, als eine Variation des Faschismus, die strengste Menschenhassende Organisation ist, selbst im Vergleich zum deutschen Faschismus.

SPRECHER. Die moderne Ukraine zieht eine klare Linie zwischen den Polizeis, d.h. denjenigen, die den Deutschen dienten, und den Nationalisten – Mitgliedern der ukrainischen nationalistischen Organisation OUN UPA. Wir sind es eher gewohnt sie bei dem Namen ihres Anführers zu nennen – die Banderisten. Die Polizeis ermordeten Juden und Kommunisten, während die Banderisten im Namen der Ukrainer für die Freiheit der Ukraine kämpften. Die Polizeis dienten dem Feind, während die Banderisten für die Unabhängigkeit ihrer Heimat kämpfen. Klingt als gäbe es einen großen Unterschied zwischen den Aktionen der beiden Parteien. Aber können wir es sehen? Wenn wir uns nicht hinter den Worten verstecken, aber schauen, was sie tatsächlich getan haben. Laßt uns versuchen dies zu untersuchen. Zunächst werden wir sehen, wer als ein Polizei dienen ging.

AUGENZEUGE. Ich würde sagen es gab zwei Arten von Polizeis. Es gab solche, die mit allen Mitteln überleben wollten, und dann diejenigen, die sich behaupten wollten. Das waren die Einheimischen. Wir hatten in der Nachbarschaft einen solchen. Er hatte einen Spitznamen „der Straßenquatscher“, und seine Frau war „die Quatscherin“. Wir lebten auf Yuryevskaya 8. Es gab dort zwei große Wohnungen in dem Haus, es war wie eine Villa. So besetzten also eine der beiden großen Wohnungen. Und sie hatten dort zwei Klaviere.

SPRECHER. Es ist klar, daß weder Herr „Quatscher“ noch seine Ehepartnerin gebildet waren Klavier zu spielen. Warum brauchten sie also die zwei Klaviere? Nur um sie zu haben.

Gier, Straflosigkeit, Macht. Man sollte nicht glauben, daß diese „Quatscher“ eine verdorbene Ausnahme waren. Es gab eine Schuhfabrik Nr.5 hier in Charkow. Ihr Gebiet war von einer hohen Steinmauer umgeben. Dieser Ort machte der Stadtbevölkerung tierisch Angst – alles nur wegen den Polizeis.

AUGENZEUGE. Die Polizeis brachten Leute dort hin. Einfach Fremde von der Straße, wenn sie einen guten Hut oder feste, gut gemachte Schuhe besaßen. Sie wurden hinter den Zaunes gebracht und abgeschossen. Während der Frostzeit blieben die Leichen im Inneren, und der Stapel war fast gleichauf mit dem Zaun – und der Zaun war um die 2 Meter hoch, alles Menschen die von den Polizeis erschossen wurden.

SPRECHER. Aus dem Buch von Alexander Prusin, Die ukrainische Polizei und Holocaust im Allgemeinen Bezirk von Kiew: „Der Chef der Kiewer Polizei belohnt den Polizei Kirichuk mit 1 kg Mehl und 1 kg Fett ( salo) für den Fang eines Juden in seiner dienstfreien Zeit „.

AUGENZEUGE. Der Galgen wurde gebaut und drei Menschen wurden an ihm erhängt. Sie ließ sie hängen, und jeder hatte eine Platte auf der Brust auf der stand „Partisan“. Der Galgen standen dort bis die Rote Armee kam.

SPRECHER. Dies war eine gängige Praxis in den besetzten Gebieten – das „Schmücken“ der besetzten Städte und Dörfer mit solchen „Girlanden“. Aber nur in der Ukraine, wurden die Balkone zu Galgen, Porträts des ukrainischen Stepan Bandera hingen neben dem deutschen Adolf Hitler. In der Zeitung der ukrainischen Nationalisten Meta (Was „Ziel“ bedeutet) vom 17. April 1932 heißt es: „Der ukrainische Nationalismus Muß bereit sein alle Mittel für den Kampf gegen den Kommunismus anzuwenden, nicht ausschließlich massiver physischer Liquidierung, auch um den Preis einer Millionen Menschenleben“.

DOKU. Hier ist der Drobitsky Yar in der Nähe von Kharkov. Die Deutschen folterten in Charkow über 30.000 Zivilisten zu Tode. Diese Schlucht begrub 14.000. Eine monströse Grab.

SPRECHER. Die Deutschen? Waren es nur sie? Heute ist Oles Gumenyuk eine respektable Person in der Ukraine. Er wurde schon vor langer Zeit aus dem Gefängnis entlassen, wo er für die Verbrechen, die er mit einer Bande von ukrainischen Nationalisten begangen hat, saß. Und doch sind die schweren Gefühle für das Unrecht das er erlitten hat immer noch da.

Gumenyuk: Sie sehen einen Mann, der erst im Jahr 1956 entlassen wurde. Ich habe 15 Jahre Zwangsarbeit in der Norilsk Wüste geleistet. Und bis heute, wurde mir Rehabilitation verweigert.

SPRECHER. Aber jetzt sieht es aus als würde alles gut gehen, da in der modernen Ukraine Pan (Herr) Oles als ein Patriot gilt, der ohne Tadel für seine Ansichten gelitten hat. Denn die Einheit, in der der Banderist-Veteran diente, tötete die Moskals (die Russen).

Gumenyuk: Meine stürmischen Jahre begannen im Jahr 1943, ich war ein Kämpfer. Die Einheit hatte 12 Personen. Wir überfielen oft aus dem Hinterhalt. Ich war sehr erfahren. Ich habe 9 Monate deutscher Ausbildung absolviert. Unsere Leute töteten 60 Moskals.

SPRECHER. Diese Kinder sind auch Opfer der ukrainischen Nationalisten. Die Banderisten nannten dies einen „Kranz“.   Ermordete oder noch atmende Kinder wurden um einen Baum gebunden – damit die Erwachsenen sie sehen und sich fürchten. Selbst die Vertreter der Hetman Skoropadsky nationalistischen Gruppe, Mitkämpfer der OUN, gaben in ihrem Bulletin – die so genannte Kommunizieren der Hetman Verwaltung vom 5. Juli 1938 zu: „Es scheint als hätte noch nie zuvor, mit keiner anderen Nation, zu keinen anderen Umständen, keine andere Partei den Terror derartig zu einer universellen Waffe gemacht, wie er von der OUN praktiziert wird“.

Die modernen Nachfolger Stepan Banderas, dem Ideologen der ukrainischen Nationalisten Organisation, pflegen in aller Öffentlichkeit die Samen der Schrecken, die er gepflanzt hat.

Tyagnibok: Viele der modernen Politiker sollten sich diese unglaublichen Eigenschaften Banderas aneignen. Zum Beispiel war es Bandera, der die Verantwortung übernahm, als die ukrainischen Patrioten den polnischen Innenminister Peratsky eliminierten. Es war Bandera, der die Verantwortung übernahm, als er den Befehl gab, wie sie sagen, „ein Schuß abzufeuern um Millionen zu schützen“, als der russische Botschafter Mailov getötet wurde.

SPRECHER. Oleg Tyagnibok, Abgeordneter des Volkes der Ukraine und Führer der nationalistischen Partei „Svoboda“, ist berühmt für seine fremdenfeindlichen Äußerungen. Sein bekanntester Skandal fand am 17. Juli 2004 statt, als Tyagnibok bei einer privaten Veranstaltung in Erinnerung an einen der Führer der ukrainischen Aufständischen Armee, kurz UPA, auf dem Yavoryn Berg in der Region Ivanovo-Frankovsky, Folgendes sagte:
„Sie haben ihre Werkzeuge geschärft und kämpften gegen die Moskals, Kampf gegen die Deutschen, im Kampf gegen die Itzigen und andere Schurken, die unseren ukrainischen Staat wegnehmen wollten. Die Ukraine Muß endlich den Ukrainern gehören!“ Yury Shukhevych, Sohn des römischen Shukhevych, einer der engsten Anhänger Stepan Banderas und ukrainischen Kommandeur der faschistischen Strafbataillon Nachtigall, bezieht sich auch auf die engagierte Anhänger der Kampf mit den moskals (Russen), Yids (Juden) und andere Schurken.

Shukhevych: Ich wollte nichts mehr als der Hitlerjugend beizutreten, ich wirklich beeindruckt von ihr. Als ich dann bereit war zu gehen sagte mein Vater: „Ok, dann, du gehst also zur Hitlerjugend, aber weißt du was der Krieg ist? Der Krieg. Du kannst sterben oder behindert werden, doch für was?“ So senkte ich den Kopf und sagte“ „Nein, ich werde kein Teil der SS-Jugend“.

So gingen andere Leute um für die große Ukraine zu kämpfen. Der Krieg nahm sofort einen gefährlichen Kurs. Es wurde sehr schnell klar, wer ein Patriot war und wer nicht. Wer ein Feigling und wer ein Held war. Nadezhda Rokhmail bezeugte wie die Deutschen und die ukrainischen Polizeis ihre Verwandte Mikhail erhängten. Sie war nicht allein, als sie kam um ihr ein letztes Tribut zu zahlen – Nastya, das Mädchen, das Mikhail liebte, trat zu ihr. Sie planten zu heiraten.

AUGENZEUGE. Die Polizeis brachten Semen Mikhailovich Rokhmail heraus. Da geht er, ein stattlicher Kerl. So schön, sie starrte ihn nur an. Und so geht er zu Fuß. Er hat eine Platte auf der Brust auf der Stand „Partisan“. Hier. Und als sie ihn auf das Podest stellten, schrie er: „Nastya, ich liebe dich, hörst du?“ Und sie sagt: „Ja, ich weiß“, sagte sie laut. Und so begannen sie unter den Menschen nach ihr zu suchen, hier und da, hier und da. Warum hat ihr niemand gesagt, still zu sein.

SPRECHER. Aber sie fanden sie nicht. Keiner der in der Nähe stand verriet die Mädchen.

AUGENZEUGE. Sie wissen, ich weine nicht. Ich hatte keine Tränen zu weinen. Meine Seele heulte.

UPA VETERAN. Wir hofften, daß wir unter dem Deckmantel der deutschen Streitkräfte in der Lage sein würden unseren eigenen Staat zu schaffen. Wir kämpften damals und kämpfen jetzt für einen freien, unabhängigen und souveränen Staat.

SPRECHER. Diese Fotos wurden auch in der besetzten Ukraine gemacht. Ein Polizei – er kann ist deutlich an der weißen Armbinde zu erkennen – nimmt etwas Langes und Dünnes über den Kopf eines stehenden Mannes. Was ist es? Keine Peitsche. Die Polizei hält einen Zobel. Und hinter ihm ist eine Leiche eines anderen Mannes, der gerade ermordet wurde. Wozu? Weshalb dies Art von Tierquälerei? Aus diesem Grund: der Ort der Hinrichtung ist von Menschen in faschistischer Uniform mit Foto- und Filmkameras umgeben. Die tödliche Show wurde von den Polizeis für den Zweck dieser Aufnahmen angeordnet.

OFFIZIER DER SPIONAGEABWEHR Es gibt Dokumente – sie wurden im Archiv gefunden – die so genannten 135 Wege Opfer zu foltern und zu demütigen. Die Deutschen dachten nicht daran diese zu veröffentlichen – sie verwahrten sie heimlich in ihren Safes, veröffentlichten diese öffentlich nie, wie die Banderisten es taten.

SPRECHER. Mehr Fotos. Die sprachlosen Beweise der Moral, die zu dieser Zeit in der Ukraine herrschte. Solche Bilder sind zahlreich. Natürlich wurden solche Dinge mit Vergnügen abgebildet. Wer sind die Opfer und was war ihre Schuld? Das ist einfach: dies war die Methode der lokalen Nationalisten die Frauen nicht-ukrainischer Nationalitäten zu verspotten. Aber konnte dies im zivilisierte Europa möglich werden? Als die Soldaten der Roten Armee im Jahr 1939 in das Land der westlichen Ukraine kamen, wurden sie ausgelacht. Ihre Armut schien so schändlich im Vergleich zum Wohl der polnischen und später der deutschen Armee.

UPA VETERAN. Die polnischen Soldaten waren sehr gut bekleidet. Und diese – so schlecht. Nur die Übermantel, und nicht mehr. Wir hatten eine Geschichte. Die sowjetische Armee Truppen lagerten in unserem Wald. Und einer der Soldaten fuhr mit dem Fahrrad. Wir standen am Straßenrand, und er hielt an um uns zu grüßen. Also begannen wir alle Fragen zu stellen. Wir boten eine Zigarette an, doch er nahm ein Stück Zeitung, dann einige Wurzelfasern, rollte sie zusammen und rauchte. Wir lachten alle, daß er das raucht.

Aber in der Sowjetunion, in der Soldaten schlecht gekleidet waren und selbstgemachte Roll-ups statt Zigaretten rauchten und, Sie können sich vorstellen, oft schmutzige Sprache nutzten, wäre es nie jemandem eingefallen, solche Schauspiele zu inszenieren. Achten Sie mal darauf: Es gibt keine einzige Person in Uniform auf den Fotos – weder Deutsch noch ein Polizei. Wer sind die Leute dann? Freiwillige soziale Aktivisten? Oder was anderes? Vladimir Kuk, ehemaliger Offizier des Sicherheitsdienstes der ukrainischen Aufständischen Armee, bot eine klare Erklärung. Es waren die UPA Kämpfer, die immer eine zivile Kleidung anhatten, im Gegensatz zu den Polizeis.

UPA VETERAN. Ich arbeitete beim UPA Sicherheitsdienst, und diese waren alle zivile Menschen.

SPRECHER. Sie taten es aus eigener Initiative. Und niemand würde sie aufhalten. Auf diesem Foto ist eine Frau im Hintergrund die ihre Hand vor den Mund nahm, aus Entsetzen, aber nichts tat – sie hatte viel zu viel Angst. Was passiert, wenn diese Menschen etwas über sich selbst nicht mögen? Vielleicht hatte ihre Nase die falsche Form oder das Haar war der falschen Farbe? Für solche schrecklichen Verbrechen, da rissen sie nicht nur die Kleider vom Leib oder vergewaltigten vor allen Leuten – sie töten gegebenenfalls dafür. Mikola Stsiborsky, ein Theoretiker der ukrainischen Nationalisten Organisation, sagte: „Bei der Wahl der Mittel zur Befreiung der ukrainischen Nation schränkt sich der Nationalismus nicht selbst ein, durch keine der allgemeinen menschlichen Regeln der Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Menschlichkeit“.

OFFIZIER DER SPIONAGEABWEHR Dies wird auch deutlich von der deutschen Presse bestätigt: 1942 veröffentlichten sie die Materialien der Meister des Todes – Gestapo Menschen – die schrieben, daß auch sie entsetzt waren über die Grausamkeit und blutigen Übungen der Banderisten und der Art, in der sie ihre Opfer folterten.

AUGENZEUGE. Die Leute hatten mehr Angst, wurden die Polizeis gerufen, als wenn die Deutschen gerufen wurden. Vor dem Treffen mit einem Polizei bereitete man sich darauf vor nicht mehr zurückzukehren.

SPRECHER. Die Polizeis, die bis heute gelebt haben – deren Teilnahme an massiven Morden nicht bewiesen wurde und somit bloß 15-20 Jahren Haft statt der Todesstrafe erhielten – reden nun in aller Ernsthaftigkeit über den Adel ihrer Handlungen und Gedanken.

POLIZEI. Ich bin ein echter Banderist. Ich war einer, Ich bin einer, und werde als solcher in die bessere Welt dahinscheiden. Der Name „Banderist“, da bin ich sicher, nicht nur für mich, sondern für die ganze Gesellschaft, ist keine Beleidigung, sondern ein Kompliment, ein Lob.

UPA VETERAN. Die Banderisten sind Menschen, die dem Kampf der ukrainischen Idee, der ukrainischen Staatlichkeit, treu geblieben sind. Sie meldeten sich alle freiwillig dafür, niemand zwang sie, sie traten freiwillig bei.

UPA VETERAN. Ich mußte in die Armee gehen, um die Waffe in die Hand zu nehmen. Dies ist, was ich dachte. Das ist der Grund warum ich im Jahr 1943, als die galicische Division gebildet wurde, ich, ein Sechstklässler des Gymnasiums (es waren sechs von uns, solche Kinder), freiwillig beitrat.

SPRECHER. Die galicische Division. Hier sind die Werbeplakate, die halfen die Freiwilligen zu gewinnen. Breitschultrige Helden in Nazi-Uniform und im Kampf gegen den Kommunismus, für die Freiheit ihrer Heimat. Viele Menschen in der Ukraine glauben heute immer noch, daß dies genauso war. Und man braucht nicht zu verdeutlichen, daß die galicische Division nur einmal in direktem Kampf auf die Rote Armee traf. In der Nähe von Brody, wo sie sofort gefangen und frontal geschlagen wurde. Danach wurden den galicischen Soldaten nur Polizeifunktionen gestattet. Igor Malitsky weiß aus erster Hand, wo und wie sie dienten.

Malitsky: Zusammen mit den Kriegsgefangenen, sollten wir nach Deutschland geschickt werden. Ich rutschte die ganze Zeit.   Der Polizeichef hatte den Spitznamen „Pocky“. Es war ein sehr grausamer Mann. Er sagte, wenn du nicht zurückkommst, werden wir dein Haus niederbrennen. Also, was konnte ich tun. Ich kam zur Polizei. Ich werde nicht beschreiben was sie mir angetan haben. Am Ende nahmen sie mich an den Beinen und den Armen und warfen mich in den kalten Keller. Ich lag da völlig zusammengeschlagen.

SPRECHER. Am Morgen wurden sie in die Güterwagen gelegt und in den Westen geschickt. Aber nicht, um zu arbeiten – in das Konzentrationslager.

Malitsky: Ich durchlief 3 Konzentrationslager und 2 Gefängnisse. Das Kladno Gefängnis in der Tschechoslowakei und das Dresden Gefängnis in Deutschland. Theresienstadt, Auschwitz und Mauthausen Konzentrationslager.

SPRECHER. Es war in Auschwitz, wo Igor Malitsky ein Treffen hatte das ihn überwältigte. Die Grausamkeit der Faschisten gegenüber den Gefangenen war üblich und in gewisser Weise auch verständlich. Sie waren Feinde, was können Sie also erwarten. Aber solche Greueltaten von den eigenen Leuten!

Malitsky: Es gab überall Zement und Steinmauern. Zudem elektrische Verdrahtung, einige zwei oder drei Meter, ich habe sie nicht gemessen. Auch Drähte auf denen Stand „Achtung verboten“. Und dazwischen – Gras, grünes Gras.

SPRECHER. Für die Häftlinge die vom Hunger und der Arbeit über ihre Kräfte hinaus abgenutzt waren, war dieses Gras eine wahre Delikatesse. Die deutschen Gardisten auf den Aussichtstürmen drückten oft ein Auge zu wenn die Gefangenen es heimlich nahmen. Igor Malitsky, eine kümmerlicher geschmeidiger Junge holte es sich häufiger als andere.

Malitsky: Ich war in der Nähe von meinem Block 17. Ich ging nach draußen, legte mich hin und griff nach etwas Gras. Legte es in die Hosentasche. Einmal hörte ich aus dem Aussichtsturm meine Muttersprache Ukrainisch: „Hey du, hau ab oder ich werde dich erschießen“. Eine solche war meine Begegnung mit einem Landsmann. Ich weiß, daß als wir die SS galicische Division besiegten, Teile davon in Konzentrationslager geschickt wurden um diese zu schützen – sie waren damals im Dienst.

SPRECHER. Dies ist der Banner der anderen ukrainischen Polizei Division namens „Nachtigall“. Das Symbol darauf ist jenen sehr bekannt, die die täglichen Nachrichten über die Situation in der Ukraine verfolgten. „Nachtigall“ auf deutsch bedeutet „Nachtigall“. Es gibt eine Version, daß die Deutschen diese Polizeiabteilung der ukrainischen Kollaborateure so nannten, weil sie während Marschpausen wunderschöne Volkslieder sangen. Nachtigall wie auch Roland, eine andere ähnliche Division, wurden speziell für die Durchführung von Polizei und Strafaktionen gebildet. Anschließend wurden die beiden Divisionen in den Bataillon 201 der Schutzpolizei kombiniert. Dies ist das Armband der Offiziere des Bataillons. Dieses wurde von Roman Shukhevych getragen, der im Jahre 1942 zum stellvertretenden Leiter des Bataillons ernannt wurde.

Yury Shukhevych: Weder Polen noch die Sowjetunion waren in der Lage unsere Verbündeten zu sein, weil sie die Ukraine überfielen. Und sie teilten. Und die westlichen Länder – England, Frankreich – waren Verbündete Polens. Nur das Dritte Reich konnte unser Verbündeter sein. Und es wurde zu einem.

SPRECHER. Yury Shukhevych ist sehr stolz auf seinen Vater und seine Taten. Das ist nicht überraschend, wenn man bedenkt, daß dieser blutige Henker seines eigenen Volkes, der Chef der faschistischen Polizeiabteilung, kürzlich posthum mit dem Ehrentitel Held der Ukraine ausgezeichnet wurde. In Anbetracht dessen, daß die Fernsehsender Kiews folgendes erklärten: Menschen werden komplett gefiltert werden, spezielle Filteroperationen werden durchgeführt. Sie identifizieren Personen die im Zusammenhang zum Separatismus stehen, diejenigen, die der Ukraine Schaden zufügen, diejenigen, die mit terroristischen Aktivitäten zu tun haben“.

SPRECHER. Filterung, Konzentration, Konzentrationslager, Operationen – gibt es einen Unterschied? Besonders wenn man bedenkt, daß die Menschen die hinter dem Stacheldraht versammelt waren hätten von der Nationalgarde bewacht werden sollen – dem Pravy (rechten) Sektor. Diese junge Rasse, die neue Generation der Nationalisten, von der Roman Shukhevych so viel träumte.

UPA VETERAN. Unsere Jungs fragten ihn: „Unser Führer und Freund, sagen uns bitte, was passiert als nächstes?“ Roman Shukhevych fiel in eine Muse und sagte dann: „Wißt ihr, wir alle sterben, weil wir einem brutalen Feind gegenüberstehen. Aber nach uns wird eine neue Generation wachsen. Sie werden den Kampf, den wir noch nicht abgeschlossen haben, fortsetzen. Jetzt haben wir also diese Jugend, diese Generation, die Roman Shukhevych angekündigt hat.

SPRECHER. Diese Videos flog über die ganze Welt. Odessa. Das brennende Gewerkschaftshaus. In dem Land, das noch lebende Zeugen von anderen Bränden besitzt in denen Menschen bei lebendigem Leibe verbrannt wurden. Die Ereignisse in Odessa sprechen mit größter Beredsamkeit für sich. Solche massiven Verbrennungen unschuldiger Menschen wurden von den Faschisten und Polizeis gemacht, ihren ehrenamtlichen Helfern. Wer ist man um das was sie taten zu wiederholen? Und das nicht während des Krieges, aber zur Zeit des Friedens. Wie konnte das Land, das so viele Schwierigkeiten während des Großen Vaterländischen Krieges überlebt hat, seine eigenen Faschisten vor-Ort züchten?

OFFIZIER DER SPIONAGEABWEHR Dies ist eine Kategorie die sich bereits, so viel können wir jetzt sagen, in eine neue faschistische Formierung entwickelt hat. Die Neo-Banderisten, so zu sagen. Odessa ist das jüngste Beispiel dafür. Es zeigt, wozu diese Kraft, die aktuell wächst und in der Tat die Straffunktionen im Süd-Osten durchführt, wozu diese Kraft in der Lage ist.

SPRECHER. Diese jungen Menschen sind nicht an der Wahrheit interessiert. Sie erinnern sich nicht an die Geschichte. Bei ihnen wurde die Vorstellung eines wahren Patrioten längst mit der Vorstellung eines echten Banderisten ersetzt.

Tyagnibok: Ein Banderist steht für seine Interessen auf seinem Land. Er schützt seine Heimat. Schützt seine Frau. Er schützt seine Familie, seine Nachbarn, seine geliebten Menschen, seine Mutter. Das ist die Hauptsache.

UPA VETERAN. Eine echter Banderist ist derjenige, der die Ukraine liebt, sehen will wie sie unabhängig, selbsterhaltend ist, der für immer der Herr dieses Landes sein will. Und der sich von diesem verfluchten, wilden, asiatischen Moskau lösen will.

SPRECHER. Menschen, wie die im Polizei Strafbataillon Nachtigall oder ähnliches, wie die in der galicischen Division die heldenhaft die Konzentrationslager bewachten? Moment mal! Vielleicht ist es ein weiterer schmutziger Vorwurf der Moskals? Vielleicht haben die kriminellen Polizeis und die OUN Ukrainische Aufständische Armee überhaupt keine Verbindung? Das ist die offizielle Position von Kiew heute. Doch die UPA Veteranen Vassily Prokopchuk widersprechen komplett.

UPA VETERAN. Die ukrainische Polizei trat der UPA über Nacht vollständig bei. Ich weiß nicht mehr in welchem Jahr, vielleicht 1942, nein, ich glaube, 1943. Im Februar oder März, vollständig, wie es damals war.

SPRECHER. Was, wenn die älteren Banderisten die Dinge aufmischen? Das Alter ist kein Witz. Aber nein, er sagt die Wahrheit. Die offenen, nicht-geheimen Quellen reichen aus es zu bestätigen. Das Museum des Kortelisy Dorfs im Ratnovsky Bezirk der Region Volyn haben derzeit den Bericht des Leiters des „Nürnberg“ Geschwaders des 15. Polizeiregiments. Am 23. September 1942 zerstörten die Deutschen aus diesem Bereich das Dorf komplett, mit direkter Unterstützung der Polizeis. Insgesamt wurden 2800 Menschen getötet. Darunter 1600 Kinder. Der Bericht des Chefs des „Nürnberg“ Geschwaders des 15. Polizeiregiments behauptet: „Kortelisy und seine Nachbarschaft wurde von einer externen Schleife von Polizisten der Ratno Siedlung umgeben. Zunächst wurden jüngere Männer erschossen, da diese Widerstand zeigen konnte; Die Erschießung von Frauen und Kindern, ging ohne Komplikationen „. Jetzt öffnen wir das Buch von Yaroslav Antonyuk, dem Historiker der Ukrainischen Aufständischen Armee. Es trägt den Titel „Aktivitäten des OUN Sicherheitsdienstes in Volyn“, es kann leicht im Internet gefunden werden. Auf Seite 25 lesen wir: „Am 12. April 1943 Schloß sich die ukrainische Polizei der Ratno Siedlung in voller Kraft der UPA an.“

Yury Shukhevych: Jeder, der bei der Nachtigall war – achten sie darauf – die meisten von ihnen waren später bei der UPA; vergessen Sie nicht, daß wir bereit waren die Staatlichkeit wiederherzustellen.

SPRECHER. Es gab auch andere Polizeidivisionen die von Faschisten der ukrainischen Nationalisten geformt wurden, die nach der Ausbildung mit den deutschen Berufsmilitärs, in die Wälder flüchteten und zu Banditen-Banderisten wurden. Hier aus dem Buch von Vladislav Nakonechny „Holocaust in Volyn. Opfer und Erinnerungen „: „Die ehemaligen Polizisten Zaichuk, Leskovský, Maksimuk und Sakhatsky wurden festgenommen und vor Gericht gestellt; während der Untersuchung im März 1948 machten sie die Aussage, daß mehrere Polizeidivisionen dem SS Strafbataillon 103 beitraten. Ab Juli 1942 war das Bataillon hauptsächlich mit der Liquidierung der jüdischen Ghettos in verschiedenen Siedlungen der Region beschäftigt“. Lassen Sie uns nun wieder das Buch des Historikers Antonyuk öffnen und lesen: „Das Bataillon 103, geführt vom Leiter mit dem Spitznamen „Bold“, trat im Frühjahr 1943 auch in seiner ganzen Kraft der Ukrainischen Aufständischen Armee bei.“

UPA VETERAN. Wir mußten Strategie, Waffen und die deutsche Taktik im allgemeinen studieren, um Soldaten zu werden. Roman Shukhevych sandte sein Volk ausdrücklich um zu studieren, pflegte er zu sagen: „Jungs, nehmt alles was ihr könnt aus diesem Training. Später werden wir sowieso der ukrainischen Aufstandsarmee beitreten“. 15.000 sollten zur UPA gehen. Stellen Sie sich die 15.000 Männer vor, junge, gut ausgebildet und bis auf die Zähne bewaffnet. Wir möchten nicht nur Galicien erobern, sondern die ganze Ukraine. Aber die deutsche Spionageabwehr hat ihren Job gemacht und wir wurden einfach zur Schlachtbank geführt – an die Front geschickt.

SPRECHER. Nahe Brody wurde den Soldaten der SS galicischen Division, in der Oles Gamenyuk diente, bald von der regulären sowjetischen Armee erklärt, daß die Bekämpfung von Angesicht zu Angesicht mit einem gut bewaffnetem, anstandslosen und gut ausgebildeten Militärmann überhaupt nicht das gleiche ist, wie hilflose Frauen und Kinder im Schutze der Nacht zu töten. Jene ukrainischen Nationalisten, die in den Nachtigall Bataillon kamen hatten mehr Glück. Diese speziell ausgebildeten Bestrafter wurden nie an die Front geschickt.

Yury Shukhevych: Vater sprach mehr über die Nachtigall Operationen in Belarus. Über den Kampf gegen die Bolschewiki. Ich verstand, daß die weißrussische Zeit wichtig war.

SPRECHER. Zum Beispiel wurden die Kämpfer sehr gut damit vertraut, daß das Jagen von Partisanen in den Wäldern und dabei zu riskieren eine Kugel zu fangen, viel schwieriger war als die Durchführung von Strafaktionen gegen die Zivilbevölkerung. Denken Sie an das traurige Gedenken an Katyn – es ist ein perfektes Beispiel dafür. In der UdSSR wurde die Tatsache, daß das Dorf nicht von den Deutschen, sondern von den Ukrainern verbrannt wurde, vertuscht, um den ethnischen Haß nicht zu schüren. Aber für unsere Geschichte ist es wichtiger zu wissen, was die Nachtigall unter der Leitung von Roman Shukhevych in der Ukraine selbst getan haben. Insbesondere in Lemberg. Hier etwas aus dem Buch von Vladimir Belyaev „Demaskierung“: „Als am frühen Morgen des 30. Juni 1941 das Bataillon Nachtigall Lvov stürmte und mehrere Gebäuden der Stadt belagerte, war Yatsik Velchur, der heute noch in Warschau lebt, 15 Jahre alt. Er erinnert sich: die Soldaten trugen deutsche Uniform und hatten deutsche Grade-Titel, sie sprachen Ukrainisch und hatten Bänder mit gelb-blauen Knoten an den Griffen ihrer Kriegsbeile gebunden. Soldaten von diesem Bataillon nahmen an fast jeder Razzia, Schlägerei oder Hinrichtung teil. Massenexekutionen fanden auf den Vulitsky Hügeln statt. Viele bezeugten sie aus den Fenstern der Nachbarhäuser. Doch die modernen ukrainischen Historiker und Politiker leugnen das Massaker, das das Nachtigall Bataillon in Lemberg organisierte, verständnislos. Und alle Tatsachen die das Gegenteil beweisen werden als sowjetische Propaganda zurückgewiesen.

HISTORIKER. Die sowjetische Propaganda war sehr anspruchsvoll in dieser Angelegenheit. Und sehr effizient. Leider sind diese Postulate der sowjetischen Propaganda immer noch relevant.

Tyagnibok: Es war immer sehr typisch für Moskau. Sowohl während des Zweiten Weltkriegs wie auch jetzt, sie bieten absolut falsche Informationen.

SPRECHER. Aber was kann man mit der Tatsache tun, daß die Dokumente, die eindeutig bestätigen, daß es die ukrainischen Nationalisten des Nachtigall Bataillons waren, die die Juden, die Polen und andere Nicht-Ukrainer getötet haben sich nicht im Podolsky Militärarchiv in der Nähe Moskaus, sondern in Israel befinden? Hier ist ein Artikel von der ukrainischen Seite „Segodnya“ vom 6. Dezember 2007 mit der Überschrift „Die Israelis fanden dokumentarische Beweise der UPA Greueltaten in Lemberg“. Dies wurde von Yosef Lapid, einem der Manager der Jerusalemer Gedenkstätte „Yad Vashem“ verkündet. Laut seinen Worten besitzt das Archiv der Gedenkstätte ein Paket an Dokumenten aus deutschen und sowjetischen Quellen, welches die Beteiligung des Nachtigall Bataillons von Shukhevych an Strafaktionen gegen die Zivilbevölkerung von Lemberg im Sommer 1941 beweist. Aber, als Yosef Lapid dies Viktor Yushchenko meldete, zeigte letzterer aus irgendwelchen Gründen kein Interesse.

Yury Shukhevych: Die Nachtigall kam zum ersten Mal nach Lemberg. Das war nur eine Episode, aber sie demonstrierte, daß die Nationalisten, bei Gelegenheit, immer bereit waren sich zu erheben, um für Freiheit zu kämpfen, auch wenn es nur für einen kleinen Teil des ukrainischen Land war.

SPRECHER. Die Frage ist, vor wem wurde das Land geschützt. Vor diesen jüdischen Frauen? Oder von diesen polnischen Kinder? Nicht von denen? Von wem dann? Die UPA Ideologen behaupten, daß Teile der Ukrainischen Aufständischen Armee nicht nur gegen die Bolschewiki kämpften, sondern auch gegen die Wehrmacht Truppen. Das sowjetische Militärarchiv in Podolsk hat keine Dokumente zur Bestätigung. Wenn irgendwelche Kämpfe tatsächlich stattgefunden haben, waren sie zu gering, um es in den Aufzeichnungen zu schaffen.

UPA VETERAN. Wir waren dort und griffen aus dem Hinterhalt an. Wir blieben bis ein Uhr am Tag, aber nichts geschah. Und dann wurde uns gesagt, daß sich Autos näherten. Der Schütze schlief im Graben ein, so daß das erste Auto vorbei kam. Aber es gab 10 weitere Autos, die wir umkreisten und wir töteten sie alle, alle Deutschen. Verbrannten sie alle. Nahmen eine Menge Kleidung, Funkgeräte, Dokumente – viele verschiedene Dinge.

SPRECHER. Gibt es in Deutschland Informationen über diesen Kampf von Vassily Prokopchuk? Er wird von bis zu zehn erfaßten Fahrzeugen gesprochen. Aber nein. Hier ist ein Brief von der Gewerkschaft bezüglich Ukraine der sowjetischen Offiziere, adressiert an Angela Merkel, mit dem Antrag die deutschen Archive nach Materialien zu bitten Fakten der deutschen Armee Verluste als Folge der Kämpfe mit der OUN-UPA Divisionen bestätigen können zu finden und bereitzustellen.   Die Antwort auf den Brief kam aus dem Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten Deutschland. Sie enthielt eine Empfehlung einen Antrag beim Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam zu machen. So taten sie das. Diese Anfrage wurde auch schnell von den disziplinierten Deutschen beantwortet. Ein Brief aus Potsdam sagt sehr deutlich: „Unser Institut besitzt keine Materialien über Verluste der Wehrmacht in Folge der Untergrundgruppen der UPA in der Westukraine“. Statt dessen enthalten viele Archive, sowohl Deutsch, Russisch und Ukrainisch, eine Unzahl von Zeugen der Greueltaten der Banderisten gegen die Zivilbevölkerung. Daher stellt sich die Frage auf welche Art und Weise die Aktivitäten der UPA Kämpfer sich von denen der Polizeis unterscheiden? Und diese wurden sogar von den Deutschen selbst verachtet.

AUGENZEUGE. Diese Polizeis … sie versuchten, als die Deutschen sich zurückzogen, mit ihnen zu gehen, aber sie wurden nicht aufgenommen. Offensichtlich brauchte niemand die Verräter.

AUGENZEUGE. Die meisten der Polizeis übrigens, einschließlich Posevin, der ein Strafbataillon leitete, zogen sich mit den Deutschen zurück. Ein Teil von ihnen siedelte sich in der West-Ukraine an.

SPRECHER. Die Polizeiabteilung des Alexander Posevin auf die sich Inna Melnitskaya bezog wurde erkannt und erste 45 Jahre nach dem Ende des Krieges verhaftet. Als der Prozeß begann, hat Inna Wladimirowna keine einzige Anhörung verpaßt.

AUGENZEUGE. Posevin war für die Erschießungen verantwortlich. Wie die Schieß-Hinrichtungen angeordnet wurden: man grub riesige Gruben wie Gräber.

SPRECHER. Die Opfer wurden in Lastwagen gebracht. Sie wiesen alle fünf Personen an in die Grube zu gehen und sich auf den Boden zu legen – und man erschoß sie. Danach waren weitere fünf dran. Posevin würde in das Loch voller Blutkörpern klettern und persönlich diejenigen abschießen, die ein Lebenszeichen zeigten.

AUGENZEUGE. Ein Zeuge wird gefragt: „Zeuge, haben Sie an Hinrichtungen teilgenommen?“ Er sagt: „In der Tat war ich in der Wache, stehend in der Absperrung. Es gab zwei Deutsche, mit einem Maschinengewehr und einer Pistole, und sie schossen nach da unten, und sie fielen. Und Posevin sprang in die Grube, und als er herauskam waren seine Stiefel voller Blut „.

SPRECHER. Es ist erstaunlich, aber aus irgendeinem Grund waren es die schmutzigen Stiefel voller Blut und Gehirn der getöteten Menschen, auf die die Zeugen hinwiesen, die die größte Aufregung hinsichtlich der ehemaligen Polizei verursacht haben.

AUGENZEUGE. Der Vorsitzende sagt: „Angeklagter, haben Sie Fragen an den Zeugen?“ „Er lügt, Bastard! Ich mit schmutzigen Stiefeln? Das ist nie passiert! “ Das heißt er war am wenigstens mit seiner Teilnahme an den Hinrichtungen besorgt – die schmutzigen Stiefel waren das einzige, was er abgelehnt hat.

SPRECHER. Das Gericht verurteilte Posevin zur Todesstrafe.

DOKU. Im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken hat das Militärgericht der 4. Ukrainischen Front in einer offenen Gerichtsverhandlung in Charkow, gehalten zwischen dem 15. und 18. Dezember 1943, den Fall der Greueltaten der deutschen faschistischen Eindringlinge in Charkow und der Region Charkow überprüft. Am 19. April 1943 verurteilte das Militärgericht der Vorderseite Wilhelm Landheld, Hans Fritz, Reitzl Reinhard und Mikhail Petrovich Bulanov zur Hinrichtung durch den Strang.

SPRECHER. Das Lächeln auf den Gesichtern der im Gerichtssaal anwesenden Personen, der Beifallssturm der die Gerichtsentscheidung begrüßte, mag heute schockierend klingen. Aber bevor Sie urteilen, denken Sie daran, wie wütend die Leute gemacht wurden, um die Nachricht von der bevorstehenden Hinrichtung mit Freude, Zufriedenheit und Lachen zu empfangen, selbst die barmherzigen und alles-verzeihenden Frauen.

AUGENZEUGE. Die wurden so sehr gehaßt. Als sie hingerichtet wurden, waren wir alle sehr erfreut: aus vielerlei Gründen, dafür, daß sie mit der Gestapo waren, dafür, daß sie auf uns schossen, es ist toll, daß sie bestraft werden, daß Sie gehängt werden.

DOKU. Die Vergeltung kam. Dies ist eines der Quadrate der Stadt Charkow. Die Menschen standen wie eine unerbittliche und strenge wand rund um den Galgen. Verräter Bulanov, Sie haben Ihr Heimatland verkauft, also akzeptieren Sie nun den schmachvollen Tod vor dem russischen Volk.

SPRECHER. Aber diese Studien, die der Welt das wahre Gesicht der ukrainischen Nationalisten und anderen Polizeis zeigten liegen alle in der Vergangenheit. In der heutigen Ukraine schreiben nur die Faulen die Geschichte des Ersten Weltkriegs nicht neu.   Die ältere Kriegsveteranen werden nicht oft gesehen oder gehört. Auf der anderen Seite, sind die Mitglieder der Ukrainischen Aufständischen Armee überall. Auf den Seiten von Zeitungen und Zeitschriften, auf TV-Bildschirmen, in den Schulen. Die jungen ukrainischen Historiker erinnern an die alten Banderisten und sprechen laut, behaupten selbstbewußt, daß die Fakten, bestätigt durch Dokumente und Zeugenaussagen, nichts anderes als Mythen seien.

HISTORIKER. Hinrichtungen von Lehrern und Ärzten der Aufständischen sind angeblich solche Mythen.

SPRECHER. Die Materialien aus zahlreichen Klagen gegen Polizeis und nationalistische Kämpfer, die in der ganzen Ukraine stattfanden, sowie weitere Archivdokumente sind sehr kategorisch. Alleine in Volyn töteten die Banderisten zwischen dem Herbst 1944 bis 1954 mehr als 8.300 Menschen. Unter ihnen, 81 Lehrer, 25 Leiter von Kulturvereinen, mehr als 20 Sanitäter und medizinisches Personal. Hier ist ein weiterer Auszug aus Materialien der besonderen staatlichen Kommission zur Aufdeckung und Untersuchung von Greueltaten der Nazis und ihrer Helfershelfer. Am 2. Januar 1945 nahmen die Volyn OUN Soldaten Maria Shipko nahe Vladimir gefangen einen Lehrer des Bezirks Komsomol Ausschusses aus der Region Chernigov [der Ukraine]. Während das Mädchen noch am Leben war, ritzten sie Sterne sie auf ihre Brust, Arme und Beine, und dann erschossen sie sie. Am 12. Mai 1945 nahm die UPA Bande geleitet von Yarosh die Direktorin der örtlichen Schule, Maria Bogovesova und ihre Freundin Galya Goloveshko, eine Schullehrerin, in der Bogushevka Siedlung des Lushevsky Bezirks gefangen. Ihre verkrüppelten Leichen, jeweils mit Stacheldraht Schlaufen um ihren Hals, wurden bald im Wasserbrunnen gefunden.

Kein Wunder, daß die Menschen nach deren Blut dürsten. Die Gerichtsverhandlungen der Polizeis und Banditen aus nationalistischen Banden wurden immer von sehr vielen Menschen besucht.

AUGENZEUGE. So viele Menschen kamen zu dem Gerichtsgebäude, daß sie sogar eine Wache einstellten. Der Wachmann war vom Militär, denn die Gefahr war groß – Menschen hätten tatsächlich durch die Türen brechen können. Sie waren so aggressiv, die hätten die Angeklagten in Stücke reißen können.

SPRECHER. Raisa Sokolova war 13 als die Verhandlungen der Faschisten und ihren Mittätern stattfanden. Aber sie erinnert sich sehr gut, was damals in der Stadt vorging, die Stimmung der Menschen, die in den Gerichtssaal wollten, um die Gerichtsverhandlung gegen die Feinde zu sehen. Aus dem einfachen Grund, daß sie die Besatzung überlebte und persönlich die Taten der Polizeis miterlebt hat, verstand sie sehr deutlich die Wurzeln des Hasses der Erwachsenen.

AUGENZEUGE. Sie waren so grausam – viel grausamer als die Deutschen. Sie organisierten die Todeswagen. Sie benutzten sie für Überfälle auf den Marktplätzen. Sie würden den Ort umrunden und die Menschen durch das Tor direkt in den Todeswagen herauslassen. Sie sagten, sie wurden ergriffen, um Kartoffeln oder Rote Beete auszugraben – die Menschen waren am Verhungern und hatten daher Hoffnung eine oder zwei Kartoffeln mit nach Hause zu nehmen. So stiegen sie in die Autos, die Autos wurden abgeschlossen, Gas hineingelassen und die Autos gingen in die Gruben. Alle Leichen wurden in die Gruben geworfen.

SPRECHER. Weitere einzigartige Dokumentierungen, die wir in den Archiven gefunden haben. Die Hinrichtung der Polizeis und Verräter des Landes, in Krasnodar. Hier sind sie – die Mörder und Vergewaltiger die schon bald tot sein werden.

DOKU. Tishchenko war ein Verräter der zum Gestapo-Ermittler wurde. Ivan Rychkalov – ein Verbrecher, Überläufer und Helfer während der Gasexekution der sowjetischen Menschen. Lastovin war ein „Kulaken“ [ehemaliger reicher Bauer], der an der Abtötung 60 sowjetischer Menschen teilgenommen hatte. Grigory Tuchkov serviert in Gestapo, nahm an Razzien und Verhaftungen. Nikolai Pushkarev war Gestapo Gruppenführer, er verbrannte und sprengte Gestapo Gebäude in denen Krasnodar Bürger eingesperrt waren. Grigory Nisan war ein weiter Gestapo-Agent. Yunus Naptsov – ein Gestapo-Mann, der den Deutschen half Menschen zu erhängen. Ivan Katomtsev nahm an deutschen Strafaktionen teil. Vassily Pavlop diente als Polizist im SS-Sonderkommando 10а. Ivan Paramonov war freiwillig in der deutschen Armee. Ignatij Gladov war ein Gestapo Geheimagent und Provokateur. Abscheuliche Verräter ihrer Heimat.

SPRECHER. Die Hinrichtung dann, im Jahre 1943, wurde hier auf diesem Platz durchgeführt. Es ist klar, daß viele Dinge sich seitdem geändert haben. Menschen, die heute in diesem Bereich von Krasnodar leben, haben oft keine Ahnung über diese fernen Ereignisse.

DOKU. 14. bis 17. Juli, 1943. Das Militärgericht der Nordkaukasischen Front überprüft bei einer öffentlichen Anhörung in Krasnodar den Fall der Greueltaten der deutschen faschistischen Eindringlinge und ihrer Komplizen in Krasnodar und der Region Krasnodar. Das Militärgericht verurteilt Vassily Petrovich Tishchenko, Ivan Anisimovich Rychkalov, Michail Pawlowitsch Lastovin, Nikolai Semenovich Pushkarev, Grigory Nikitovich Nisan, Yunus Mitsuhuvich Naptsov, Iwan Fjodorowitsch Katomtsev, Ignatij Feodorovich Gladov zum Tod durch Erhängen. Das Urteil ist endgültig und kann nicht angefochten werden. Genosse Oberst, vollstrecken Sie die Sanktion.

Schmachvollen Tod den Verrätern des russischen Landes.

Welchen davon kennen Sie gut? – Der im rosa T-Shirt! Es ist Pushkarev.

SPRECHER. Damals, in den 1940er Jahren, gab es viele Menschen die Verräter vom Sehen kannten. Die sich daran erinnerten, was sie in der Heimat getan haben. Heute sind solche Zeugen sehr wenige. Zeit vergeht. Und doch haben wir es geschafft einige zu finden. Alla Golovko, wie auch Raisa Sokolova, war zu dieser Zeit eine Teenagerin, aber ein wenig älter und selbsttragend.   Ohne um Erlaubnis zu fragen, rannte sie, zusammen mit anderen Kindern in der Nachbarschaft, um die Hinrichtung zu sehen.

AUGENZEUGE. Dort waren so viele Menschen, auch die Dächer waren überfüllt. Wir liefen um zuzusehen und erkannten vier von ihnen. Es gab zwei Polizeis die wir bei der Gestapo Wache sahen und wir haben sie erkannt. Und zwei weitere arbeiteten in den Todeswagen – sie zogen Menschen rein. Und nahmen dann die Leichen raus, die Polizeis taten das, diese Verräter.

SPRECHER. Als die Deutschen im Begriff sich aus Krasnodar zurückziehen, waren es diese Menschen, die das Gestapo-Gebäude im Keller in Brand gesetzt haben, in dem fast 600 Menschen gefangengehalten wurden. Polizei Pushkarev hielt damals Wache vor den Türen des brennenden Gebäudes um zu vermeiden, daß Bürger Krasnodars die Gefangenen vor dem Verbrennen bei lebendigem Leibe retten.

DOKU. Wir baten den Mann, Pushkarev „Öffnen Sie die Türen bitte“, und er schrie zurück: „Geh weg, oder ich werde dich erschießen“.

SPRECHER. Als das Feuer gerade begann, gelang es drei Jugendlichen – zwei Jungen und einem Mädchen, Alla Golovko – in das dem Untergang geweihte Gebäude zu schleichen.

AUGENZEUGE. Plötzlich gab es Rauch, schwarzen Rauch! Wir konnten nichts sehen – keine Köpfe, gar nichts – wir hatten es gerade geöffnete – und raus kam Rauch und schreckliche Schreie, so schrecklich, es war wirklich beängstigend. Also sagte ich: „Hört, Jungs! Lassen wir sie raus „. Wir eilten hin – Vorhängeschloß. Also sagte ich, laß uns schnell einen Stein finden, wir müssen das Schloß abschlagen.

SPRECHER. Den Kinder gelang es Gefangenen aus nur einer Kammer zu befreien. Andere Leute verbrannten. Kein Wunder, daß diese riesige Menschenmenge kein Mitleid mit den Hingerichteten hatte. Und das war erst 1943. Die nationalistischen Banden hatten ihren Charakter noch nicht vollständig offenbart. Die Welt, von der Oleg Tyagnibok heute träumt sie mit der ukrainischen Fahne zu krönen, sollte die Details der Taten der UPA Kämpfer, die Menschen unter dem Namen „Schneider“ kennen, noch herausfinden. Während dem trauriger Weise berühmten Volyn Massaker töteten die Banderisten Menschen alleine wegen ihrer Staatsangehörigkeit. In erster Linie, die Polen und jene Ukrainer, die durch Beziehungen zu ihnen beschmiert waren. Die verfluchten Moskals und die Juden, die die deutsche Besatzung durch ein Wunder überlebten, wurden eliminiert.

UPA VETERAN. Die Juden, wir nannten sie Itzig, die Galicier nannten sie Itzig.

SPRECHER. Hier sind sie, die schrecklichen Zeugnisse der damaligen Zeit. Augen ausgebrannt, Köpfe und Finger abgeschnitten, Bäuche aufgerissen. Auch hier nichts Neues. Vor dem Krieg schrieb Mikhailo Stepnyak, einer der Führer der ukrainischen Nationalisten Organisation: „OUN steht für den Slogan „Ukraine für die Ukrainer „. Was die Multimillionen-Masse der Nicht-Ukrainer, die auch in der Ukraine leben, angeht? OUN hat keinen Platz für sie.“

Und dieses Zitat stammt aus einer geheimen Anweisung „Kampf und Aktivitäten des OUN während des Krieges“, ausgestellt von der Unternehmensleitung dieser Organisation, kurz vor dem Zweiten Weltkrieg: „In den Zeiten der Verwirrung und Chaos können wir uns die Freiheit nehmen, unerwünschte polnische, Moskauer und jüdische Elemente zu liquidieren“.

Die Liquidation wurde in einer altmodischen Weise getan – kein Gas, keine Öfen – nur von Angesicht zu Angesicht. Sie stachen und schnitten, mit einer Axt, einer Zwei-Hand-Säge, einem Gartenhäcksler, durchbohrten sie mit einem Bajonett, wie diesen zwei Jahre alten Jungen, der hieß Marik Mekol und sein einziger Fehler war, daß seine Eltern Polen waren. Heute sind alle Archive mit Material über menschenfeindliche Aktivitäten der OUN-UPA Schneider in der Ukraine nicht verfügbar. Viele vermuten, daß das für immer so bleibt. Aus dem Grund ihrer vollständigen Beseitigung.

OFFIZIER DER SPIONAGEABWEHR Wir ernten die Früchte dessen, was die Ukraine in den letzten 20 Jahren eigentlich bestrebt hat. Mit der aktuellen Struktur der SGE bin ich mir nicht sicher, ob es die Archive noch gibt. Wenn man bedenkt daß all die Fälscher und Nationalisten jahrelang bei Nalivaichenko gearbeitet haben.

SPRECHER. Beim 13. Vorsitzenden des Sicherheitsdienstes der Ukraine, Valentine Nalivaichenko, begannen wirklich bemerkenswerte Aktivitäten in der Aufsicht zu geschehen. Eine Tatsache die der Öffentlichkeit zugänglich ist, aber nur wenige Leute wissen es. Es war bei Nalivaichenko, im Juli 2008, daß die Absolventen der Hochschule des Sicherheitsdienstes der Ukraine die künftigen Offiziere des Geheimdienstes und der Spionageabwehr ihre Diplome und Schulterklappen von William Taylor, dem US-Botschafter der Ukraine, erhielten

OFFIZIER DER SPIONAGEABWEHR Die Schäden, die die staatlichen Sicherheitsorgane des Landes durch Nalivaichenko erlitten sind schwer abzuschätzen. Es gibt gute Gründe für die Aussage, die SBU sei eine Unterabteilung der Central Intelligence Agency.

SPRECHER. Es ist erwähnenswert, daß Valentin Nalivaichenko die gleichen politischen Ansichten hält wie Oleg Tyagnibok. Und er ist schon lange ein Freund des Führers des Rechten Sektors, Dmitry Yarosh. Heute sind diese Anhänger von Stepan Bandera und Roman Shukhevych auf dem Höhepunkt der Macht in der Ukraine.

AUGENZEUGE. Die Geschichte wiederholt sich…

OFFIZIER DER SPIONAGEABWEHR Möge der Herr die ganzheitliche faschistische Diktatur in der Ukraine, die der faschistischen Banderisten, verbieten. In einem solchen Fall kann der Welt und Europa nicht das gleiche Schicksal garantiert werden, die die Welt im Zweiten Weltkrieg erlebt hat.

SPRECHER. Die Siebzehn Augenblicke des Frühlings, einer der bekanntesten Filme über den Krieg, wurde im Jahr 1973 gedreht. Viele Jahre lang lief er jährlich im Fernsehen. Für viele begann der philosophische Teil des Films, die Spekulationen der Hauptfiguren, nach Jahren an wie reine Propaganda zu klingen. Aber die Zeiten haben sich geändert. Und was in den 1980er Jahren oder der 1990er Jahre aussah wie künstlerische Übertreibung oder Schüren von Emotionen, um den Effekt zu verstärken, hat nun begonnen, auf eindrucksvolle Weise zur Realität zu werden.

FILM. Dies ist eine Nachricht an unsere Kinder, an diejenigen, die heute einen Monat oder ein Jahr oder drei Jahre alt sind.   Diejenigen, die 10 Jahre alt sind – werden uns nicht brauchen. Weder uns noch unsere Ideen. Sie werden uns den Hunger und die Bombenanschläge nicht verzeihen. Während diejenigen die noch zu jung, um zu verstehen – diese werden von uns als Legenden sprechen. Und jede Legende muß ernährt werden. Wir müssen Geschichtenerzähler schaffen, die unsere Worte auf eine neue Weise, die die Menschheit in 20 Jahren befolgen wird, umformulieren. Sobald jemand irgendwo „Heil“ statt „Hallo“ zu jemand anderem sagt – seien Sie sich sicher, werden sie dort auf uns warten, es ist der Ausgangspunkt unserer großen Wiedergeburt.

DIE MENGE schreit. Sieg! Heil! SS Hitlerjugend! Bandera kommt – bringt die Ordnung zurück! Bandera kommt – bringt die Ordnung zurück! Bandera kommt – bringt die Ordnung zurück!

 

Siehe auch:

Die Clans der Ukraine. Machtverhältnisse in einer Demokratie, die nie existiert hat.

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Stepan Bandera. Traces on the Maidan.

WITNESS. I was 4 years old, in my fifth. It is so hard to remember that. Lord, still my heart. My father was chief of a partisan unit, they camped in the forest. My mother would bake bread and bring it to them. And we were given away. They took us to the head shed and brutalized there, poured boiled water on us. I was all in wounds and cuts. To make my mother break down and tell where my father was hiding. I remember my father taken off the gallows and brought home. They put him right under the window. Also, my mother, brought from the head shed, put on the floor, I remember her dying. Our neighbor took me to her place. I was crying so loud, mummy, don’t die! They cut stars on children’s backs – can you imagine? And they poured boiled water on my sister, to make my mother say where the father was. Do you understand? The polizeis were beating people alright.

DOCUMENTARY. All rise for the court! This is an indictment on the case of fascist occupants in the city of Kharkov and the Kharkov region. The guilt for all those atrocities lies on officers of the military, police, intelligence and punitive authorities of the German Army, and those were assisted by Mikhail Bulanov, a traitor to the country.

NARRATOR. This chronicle is unique, while the events it describes are less so. In recent years, quite a number of trials over the Nazi occupants took place throughout the whole Soviet Union. But in fact, people reacted much more sharply not to the trials, but to those sitting in the prisoners’ box. To those, who not only went over to the enemy, but quite often surpassed the enemy in his cruelty. To those whom people gave a short name – the ‘polizei’s.

DOCUMENTARY. These are some of those who flooded the land with blood of the innocent. Bulanov is a traitor, he betrayed his native country. He worked as a driver at the Gestapo of Kharkov. He was taking Soviet people to the place of execution, he accompanied the “death car” prison van, he took off boots from the people shot and tortured to death.

WITNESS. He was at service with the SS-men. I don’t know exactly if he was enrolled like a real military man or not, I think not. He was driving the death car.

WITNESS. We didn’t know what kind of car it was. Looked just like any van, like a truck for carrying bread. And it turned out it was a death car. They pulled people in it. I remember once, a girl didn’t want to get in, she had her hair loose for some reason. And the traitor grabbed her by the hair and pushed her inside.

DOCUMENTARY. Defendant Bulanov, tell us about the shooting of the Soviet children at the Nizhne-Chirsky hospital by the Germans.

Bulanov: A Gestapo man, Alex, a German, I don’t know his last name exactly, was shooting the children point-black in the heads with a gun, then kicked them with his foot into a pit. The children, seeing all this happening right in front of them, were shouting “I’m afraid”, trying to twist out, crying “Mister, I want to live, don’t shoot me”.

NARRATOR. In the courtroom, this puny, unremarkable man shows remorse. But few believe it. When the fascists were at power in Kharkov, Bulanov’s cruelty was legendary. In fact, the polizeis were hated much more than the Germans themselves.

WITNESS. In general, the polizeis were more hideous than the Germans. And repulsive. Because a foe is a foe, you may even respect one, while a traitor…

NARRATOR. All the more so, the fascists normally focused on extinguishing only the Jews and communists. While the polizeis from the locals went far beyond this limit, especially here in the Ukraine. According to John Armstrong’s book Ukrainian Nationalism. Facts and Research., the theory and the doctrine of the Ukrainian nationalists were very close to fascism. And with regard to racial purity, they even outstepped the fascists’ theory.

WITNESS. As I worked with documents, with official documents, I came to the conclusion that Ukrainian nationalism as a variety of fascism is the most rigorous man-hateful organization, even as compared to the German fascism.

NARRATOR. The modern Ukraine draws a clear line between the polizeis, that is those who served the Germans, and the nationalists – members of the Ukrainian nationalistic organization OUN UPA. We are more used to name them after the name of their leader – the Banderites. The polizeis were killing the Jews and the communists, while the Banderites were fighting for freedom of the Ukraine for the Ukrainians. The polizeis were serving the enemy, while the Banderites were fighting for independence of their native land. Sounds like there is a big difference between the actions of the two parties. But can we see it? If we don’t hide behind the words, but look at what they did actually. Let’s try to investigate. To begin with, we’ll see who went to serve as a polizei.

WITNESS. I would say, the polizeis were of two kinds. First, it were those who just wanted to survive by any means, and then those who wanted to assert themselves. Those were the locals. We had one such in the neighborhood. He had a nick-name “the street yap”, and his wife was “the yappa”. We lived on Yuryevskaya 8, there were two big apartments in the house, it was like a mansion. So they occupied one of those two big apartments. And they had two pianos there.

NARRATOR. It is clear that neither Mister “Yap” nor his spouse were educated to play the piano. Why would they need the two pianos then? Just to have it.

Greed, impunity, power. One shouldn’t think that this “yap” was a foul exception. There was a shoe factory No.5 here in Kharkov. Its territory was enclosed with a high stone fence. This place brought up animal fear with the city population – all because of them, the polizeis.

WITNESS. The polizeis brought people in there. Just strangers in the street, if they had a good hat or solid, well-made footwear. They were taken inside the fence and shot down. During the frosts, the corpses stayed inside, and the pile was almost level with the fence – and the fence was like 2 meters high, all people brought in and shot by the polizeis.

NARRATOR. From the book of Alexander Prusin, The Ukrainian Police and Holocaust in the General District of Kiev: “The chief of the Kiev police rewarded polizei Kirichuk with 1 kg of flour and 1 kg of fat (salo) for catching a Jew in his off-duty time”.

WITNESS. The gallows were built and three people were hung on it. They left them hanging, and each had a plate on his chest saying “partisan”. The gallows were there until the Red Army came.

NARRATOR. This was a common practice on the occupied territories – “decorating” the occupied towns and villages with such “garlands”. But only in the Ukraine, above the balconies turned into gallows, portraits of the Ukrainian Stepan Bandera were hanging next to the German Adolf Hitler. The Ukrainian nationalists’ newspaper Meta (which means “aim”) of April 17, 1932 says: “The Ukrainian nationalism must be ready to use all means for fighting communism, not excluding massive physical liquidation, even at the cost of a million human beings”.

DOCUMENTARY. Here is the Drobitsky Yar near Kharkov. The Germans tortured to death more than 30,000 civilians in Kharkov. This ravine buries 14,000. A monstrous grave.

NARRATOR. The Germans? But was it only them? Today, Oles Gumenyuk is a respectable person in the Ukraine. He has long ago been released from the prison where he was put for crimes he committed with a gang of Ukrainian nationalists. Yet, the hard feelings for the injustice he has suffered are still there.

Gumenyuk: You see a man who was released only in 1956. I’ve served 15 years of hard labor in the Norilsk desert. And until today, I was denied rehabilitation.

NARRATOR. But now it looks like everything will work out all right, as in the modern Ukraine pan Oles is considered to be a blameless patriot who suffered for his views. Because the unit in which the Banderite veteran served was killing the moskals.

Gumenyuk: My stormy years began in 1943, I was a combatant. The unit had 12 persons. We would often make ambush. I was very experienced. I’ve been through German training for 9 months. Our people killed 60 moskals.

NARRATOR. These children are also victims of the Ukrainian nationalists. The Banderites called this a “chaplet”. Murdered or still breathing kids were tired down around a tree – for the adults to see and dread. Even the representatives of hetman Skoropadsky nationalistic group, fellow-combatants of the OUN, in their bulletin – the so-called communicate of the hetman administration, dated July 5, 1938 admitted: “It seems like never before, with no other nation, at no other circumstance, no other party would make terror such a universal weapon, as it is practiced by the OUN”.

The modern followers of Stepan Bandera, the ideologist of the Ukrainian nationalists organization, openly nurture the seeds of terror he has planted.

Tyagnibok: Many of the modern politicians should take over these incredible traits of Bandera. For example, it was Bandera who assumed the responsibility when the Ukrainian patriots eliminated the Polish Internal Affairs Minister Peratsky. It was Bandera who assumed the responsibility when he ordered to make, as they say, “a shot to protect millions”, when the Russian ambassador Mailov was killed.

NARRATOR. Oleg Tyagnibok, the people’s deputy of the Ukraine and the leader of the nationalistic party “Svoboda”, is famous for his xenophobic statements. The most notorious scandal featuring him took place on July 17, 2004, when at a private event in the memory of one of the leaders of the Ukrainian Insurgent Army, UPA in short, on the Yavoryn mountain in the Ivanovo-Frankovsky region, Tyagnibok said the following:
“They were sharpening their tools and fighting the moskals, fighting the Germans, fighting the Yids and other   scoundrels which wanted to take away our Ukrainian state. The Ukraine must at last be given to the Ukrainians!” Yury Shukhevych, son of Roman Shukhevych, one of the closest supporters of Stepan Bandera and Ukrainian commander of the fascist punitive battalion Nachtigall, also relates himself to the committed followers of the fight with the moskals, Yids and other scoundrels.

Shukhevych: I really wanted to join the Hitlerjugend, I was really impressed with it. So when I was ready to go, my father said: “Ok then, so you will go to the Hitlerjugend, but do you know that the war is the war and you may die or become disabled, what for?” So I drooped my head and said” “No, I won’t be an SS-youth”.

So other people went to fight for the Great Ukraine. The war dotted the i-s straight away. It very quickly made it clear who was the patriot and who wasn’t. Who was a coward and who was a hero. Nadezhda Rokhmail witnessed the Germans and the Ukrainian polizeis hanging her relative Mikhail. She was not alone when she came to pay him last tribute – Nastya, the girl whom Mikhail loved, joined her. They planned to get married.

WITNESS. The polizeis brought out Semen Mikhailovich Rokhmail. There he walks, a handsome guy. So handsome, she just stared at him. And so he’s walking. He has a plate on his chest saying “partisan”. Here. And when they put him on the pedestal, he shouts: “Nastya, I love you, do you hear me?” And she goes: “Yes, I do” She said that aloud. And so they started searching among the people around, here and there, here and there. Why, nobody has said to keep quiet.

NARRATOR. But they didn’t find her. None of those standing nearby gave the girls away.

WITNESS. You know, I didn’t cry. I had no tears to cry. My soul was howling.

UPA VETERAN. We hoped that under cover of the German forces we would be able to create our own state. We were fighting then and we are fighting now for the free, independent and sovereign country.

NARRATOR. These photos were also taken in the occupied Ukraine. A polizei – he can be clearly recognized by the white arm band – is taking something long and thin over the head of a standing man. What is it? Not a whip. The polizei is holding a sable. And behind him is a corpse of another man who has just been slashed. What for? Why such animal cruelty? This is why: the place of execution is surrounded by people in fascist uniform with photo- and film cameras. The lethal show was arranged by the polizeis for the purpose of this footage.

COUNTER-INTELLIGENCE OFFICER. There are documents – they were found in the archive – the so-called 135 ways to torture and mortify victims. It never occurred to the Germans to publish it – they kept it in secret, in their safes, never made this public, like the Banderites did.

NARRATOR. More photos. The speechless evidence of the morals that prevailed in the Ukraine at that time. Such photos are numerous. Obviously, such things were pictured with extra pleasure. Who are these victims and what was their fault? It’s simple: this was the way the local nationalists scoffed at women of non-Ukrainian nationalities. But how did this become possible in civilized Europe? When the Red Army soldiers came to the land of the Western Ukraine in 1939, they were laughed at. Their poverty looked so shameful against the wellbeing of the Polish and later the German army.

UPA VETERAN. The Polish soldiers were very well dressed. And these – so badly. Just the greatcoat, and that’s it. We had a story. The Soviet army troops camped in our forest. And one of the soldiers was riding a bicycle. We were standing by the road, and he stopped to say hello. So we all started asking questions. We offered to smoke, but he took out a piece of newspaper, then some rootlets, rolled it up and smoked. We all laughed that he smoked this.

But in the Soviet Russia which soldiers were badly dressed and smoked self-made roll-ups instead of fabric     cigarettes and, can you imagine, were using bad language at times, it would never occur to anybody to stage such shows. Pay attention: there is not a single person in uniform on the photos – neither a German nor a polizei. Who are these men then? Voluntary social activists? Or else? Vladimir Kuk, former officer of the Security Service of the Ukrainian Insurgent Army, provided a very clear explanation. It was the UPA combatants who always wore civil clothes, unlike the polizeis.

UPA VETERAN. I worked at the UPA Security Service, and those were all civil people.

NARRATOR. They did it on their own initiative. And nobody would stop them. On this photo, a woman on the background is pressing her hand to the mouth from horror, but not interfering – she’s too scared. What if these people dislike something about herself? Maybe her nose had the wrong shape or the hair was of the wrong color? For such terrible crimes, they may not just tear the clothes off or rape in front of everybody – they may kill for that. Mikola Stsiborsky, a theorist of the Ukrainian nationalists’ organization, said: “In choosing the means of liberating the Ukrainian nation, the nationalism will not restrict itself by any general human rules of justice, mercy and humanism”.

COUNTER-INTELLIGENCE OFFICER. This is clearly confirmed even by the German press: in 1942, they published materials of the masters of death – Gestapo people – who wrote that even they themselves were horrified at the cruelty and the bloody exercises of the Banderites and the way they tortured their victims.

WITNESS. People were more afraid when the polizeis were called than the Germans. Before meeting a polizei, one would get ready that he might not be back.

NARRATOR. The polizeis who have lived till today – whose participation in massive murders was not proved and who got 15-20 years in prison instead of the capital punishment – now discourse upon the nobleness of their actions and thoughts in all seriousness.

POLIZEI. I am a real Banderite. I was one, I am one and I will pass away into the better world as one. The name “Banderite”, I am sure, not only for me, but for the whole society, is not an offense, but a compliment, a praise.

UPA VETERAN. The Banderites are people who stayed loyal to fighting for the Ukrainian idea, the Ukrainian statehood. They all volunteered for it, nobody forced them, they joined voluntarily.

UPA VETERAN. I had to go to the army, to take the weapon. This is what I thought. That’s why in 1943 when the Galician division was formed, me, a 6 grade grammar-school boy (there were six of us, such kids) volunteered into it.

NARRATOR. The Galician division. Here are the advertising posters which helped to attract the volunteers. Broad-shouldered heroes in Nazi uniform fighting communism for the freedom of their native land. Many people in the Ukraine today still believe that this was exactly this way. And there is no need to clarify that the Galician division met the Red Army in a straight fight only once. Near Brody where it was immediately entrapped and beaten head off. After that, the Galician soldiers were allowed to perform police functions only. Igor Malitsky knows first-hand where and how they served.

Malitsky: Together with the prisoners of war, we were supposed to be sent to Germany. I scooted all the time. The police chief had a nick-name “Pocky”. It was a very cruel man. He said, if you don’t come back, we will burn your house. So what could I do. I came to the police. I won’t describe what they did to me. In the end, they took me by the legs and the arms and threw me into the cold cellar. I lay there all beaten up.

NARRATOR. In the morning they were put into the freight wagon and sent to the west. But not to work – to the concentration camp.

Malitsky: I’ve been through 3 concentration camps and 2 prisons. Kladno prison in Czechoslovakia and Dresden prison in Germany. Terezin, Auschwitz and Mauthausen concentration camps.

NARRATOR. It was in Auschwitz where Igor Malitsky had a meeting which bowled him over. The cruelty of the fascists to the prisoners was common and in some ways even understandable. They were enemies, so what can you expect. But such atrocity from your own people!

Malitsky: There were cement and stone walls everywhere. Plus electric wiring, some two or three meters, I didn’t measure it. Also wiring labeled “achtung verboten”, that is, “attention, prohibited”. And in-between those – grass, green grass.

NARRATOR. For the prisoners worn-out by hunger and labour beyond their strength, this grass was a true delicacy. The German guardsmen on the lookout towers would often turn a blind eye to the fact that the prisoners secretly picked it. Igor Malitsky, a puny supple boy, went after it more often than others.

Malitsky: I was near my block 17. I went outside, lay down and grabbed some grass. Put it in the pocket. Then another time – and here comes from the lookout tower my native Ukrainian tongue: “Hey you, get lost or I’ll shoot you down”. Such was my meeting with a fellow-countryman. I know that when we defeated the SS Galician division, parts of it were sent to guard concentration camps – it was them on duty then.

NARRATOR. This is the banner of another Ukrainian police division named “Nachtigall”. The symbol on it is very well familiar to those who watch the daily news about the situation in the Ukraine. “Nachtigall” in German means “nightingale”. There is a version that the Germans named so this police division of the Ukrainian collaborationists because they were beautifully singing folk songs during march rest. Both Nachtigall and Roland, another similar division, were formed specifically for conducting police and punitive operations. Afterwards, the two divisions were joined into battalion 201 of the guard police. This is the armband of the officers of this battalion. Such was worn by Roman Shukhevych who in 1942 was appointed the deputy chief of the battalion.

Yury Shukhevych: Neither Poland nor the Soviet Union could be our allies because they invaded the Ukraine. And divided it. And the western countries – England, France – were allies of Poland. Only the Third Reich could possibly be our ally. And it became one.

NARRATOR. Yury Shukhevych is very proud of his father and his deeds. That’s not surprising, considering that this bloody executioner of his own people, chief of the fascist police division, has been recently posthumously awarded with the honorable title of the Hero of the Ukraine. Considering that the Kiev TV channels declare the following: Ppeople will be completely filtered, special filtering operations are being conducted. They are detecting people related to separatism, those who do harm to the Ukraine, those who are related to terrorist activities”.

NARRATOR. Filtering, concentration, concentration camps, operations – is there any difference? Especially considering that people gathered behind the barbed wire were supposed to be guarded by the national guard – the Pravy Sektor. That young breed, the new generation of the nationalists about whom Roman Shukhevych dreamed so much.

UPA VETERAN. Our guys asked him: “Our leader and friend, please tell us, what’s gonna be next?” Roman Shukhevych fell into a muse and then said: “You know, we will all die, because we are faced with a brutal enemy. But after us, a new generation will grow. They will continue the fight which we have not completed”. So now we have that youth, that generation which Roman Shukhevych predicted.

NARRATOR. These videos flew over the world. Odessa. The burning Trade Unions House. In the country which still has living witnesses of other fires in which people were burned alive. The events in Odessa speak for themselves with utmost eloquence. Such massive burnings of innocent people were made by the fascists and polizeis, their voluntary helpers. Who one should be to repeat what they did? And not during the war time, but during the time of peace. How could the land which survived through so many hardships during the Great Patriotic War grow its own, home-bred fascists?

COUNTER-INTELLIGENCE OFFICER. This is a category which has already evolved, we can say that now, into a new fascist formation. The Neo-Banderites, so to say. Odessa is the recent example to that. It shows what this force which is growing today and in fact performs the punitive functions in the South-East, what this force is capable of.

NARRATOR. These young people are not interested in the truth. They do not remember history. The notion of a true patriot has long been replaced with the notion of a true Banderite among them.

Tyagnibok: A Banderite stands for his interests on his land. He protects his home. Protects his wife. He protects his family, his neighbors, his beloved people, his mother. That’s the main thing.

UPA VETERAN. A true Banderite is the one who loves the Ukraine, who wants to see it independent, self-sustained, who wants to be the master of this land forever. And the one who wants to detach from that cursed, wild, Asian Moscow.

NARRATOR. People like those in the police punitive battalion Nachigall or similar, like those in the Galician division who heroically guarded the concentration camps? But wait! Maybe it’s another dirty accusation from the moskals? Maybe the criminal polizeis and the OUN’s Ukrainian Insurgent Army had no connection at all? That’s the official position of Kiev today. Yet, the UPA veteran Vassily Prokopchuk disagrees completely.

UPA VETERAN. The Ukrainian police joined the UPA in full overnight. I don’t remember in which year, maybe 1942, no, I think 1943. In February or March, fully, as it was then.

NARRATOR. What if the elderly Banderite mixes things up? The age is no joke. But no, he is telling the truth. The open, non-secret sources are enough to confirm it. The museum of the Kortelisy village in the Ratnovsky district of the Volyn region presently keeps the report of the chief of the “Nurnberg” squadron of the 15th police regiment. On September 23, 1942, the Germans from this division, with direct assistance of the polizeis, fully destroyed the village. In total, 2800 people were killed. Including 1600 children. The report of the chief of the “Nurnberg” squadron of the 15th police regiment says: “Kortelisy with the neighborhood was surrounded with an external loop of policemen from the Ratno settlement. First, younger men were shot as they could show resistance; shooting of women and children went without any complications”. Now let’s open the book of Yaroslav Antonyuk, the historian of the Ukrainian Insurgent Army. It is titled “Activities of the OUN Security Service in Volyn”, it can be easily found in the Internet. On page 25 we read: “On April 12, 1943 the Ukrainian police of the Ratno settlement joined the UPA in full force”.

Yury Shukhevych: Everybody who was at the Nachtigall – pay attention to that – most of them later was at the UPA; don’t forget that we were getting ready to restore the statehood.

NARRATOR. There were other police divisions formed by fascists from Ukrainian nationalists which, after training with the professional German militaries, ran away into the forests and became bandit Banderites. Here is from the book of Vladislav Nakonechny “Holocaust in Volyn. Victims and Memory”: “The former policemen Zaichuk, Leskovsky, Maksimuk and Sakhatsky were arrested and brought to trial; during the investigation in March 1948 they gave the testimony that several police divisions joined the SS punitive battalion 103. Starting from July 1942, this battalion was mostly preoccupied with liquidating the Jewish ghettos in various settlements of the region”. Now let’s again open the book of historian Antonyuk and read: “The battalion 103 headed by the chief nicknamed “Bold” joined the Ukrainian Insurgent Army in spring of 1943, also in its full force”.

UPA VETERAN. We needed to study strategy, weapons and the German tactics in general to become military men. Roman Shukhevych would send his people specifically to study, he used to say: “Guys, take everything you can from this training. Later on we will anyway joint the Ukrainian Insurgent Army”. 15 thousand were supposed to go to the UPA. Imagine the 15 thousand men, young, well-trained and armed to teeth. We would conquer not only Galicia, but the whole Ukraine. But the German counter-intelligence did their job, and we were simply brought to slaughter – send to the front.

NARRATOR. Near Brody the soldiers of the SS Galician division in which Oles Gamenyuk served was soon explained by the regular soviet army that fighting face to face with a well-armed, unhesitating and well-trained military men is not at all the same as killing helpless women and children under cover of night. Those Ukrainian nationalists who rolled into the Nachtigall battalion turned out luckier. These specifically trained punishers were never sent to the front.

Yury Shukhevych: Father was speaking more about the Nachtigall operations in Belarus. About fighting the Bolsheviks. I understood that that Belorussian period was important.

NARRATOR. For example, the combatants became very well familiar that chasing partisans in the forests risking to catch a bullet was much more difficult than conducting punitive operations against civil population. Think of the sadly remembered Khatyn – it’s a perfect example to that. In the USSR, not to incite the ethnic hatred, the fact that the village was burned not by the Germans, but by the Ukrainians was hushed. But for our story it is more important to know what the Nachtigall headed by Roman Shukhevych did in the Ukraine itself. Particularly, in Lvov. Here is from the book of Vladimir Belyaev “Unmasking”: “When early in the morning of June 30, 1941 the Nachtigall battalion stormed into Lvov and camped in several buildings of the city, Yatsik Velchur who now lives in Warsaw was 15. He remembers: the troopers wore German uniform and had German grade titles, they spoke Ukrainian and had ribbons with yellow-and-blue knots tied on the handles of their hatchets. Soldiers from this battalion participated in nearly every raid, bashing or execution. Mass executions took place on the Vulitsky hills. Many eye-witnessed them from the windows of neighboring houses. Yet, the modern Ukrainian historians and politicians blankly deny the massacre which the Nachtigall battalion organized in Lvov. And all the facts proving the opposite are rejected as Soviet propaganda.

HISTORIAN. The Soviet propaganda was very sophisticated in this matter. And very efficient. Unfortunately, these postulates of the Soviet propaganda are still relevant.

Tyagnibok: It was always very typical of Moscow. Both during the Second World War and now, they provide absolutely false information.

NARRATOR. But what can you do with the fact that the documents which clearly confirm that it was the Ukrainian nationalists from the Nachtigall battalion who killed the Jews, the Poles and other non-Ukrainians are kept not in the Podolsky Military Archive near Moscow but in Israel? Here is an article from the Ukrainian website “Segodnya” of December 6, 2007 under the heading “The Israelis found documentary proofs of UPA atrocities in Lvov”. This was announced by Yosef Lapid, one of the managers of the Jerusalem Memorial “Yad Vashem”. According to his words, the archive of the memorial keeps a package of documents received from the German and Soviet sources proving participation of the Nachtigall battalion headed by Shukhevych in punitive operations against the civil population of Lvov in the summer of 1941. But, when Yosef Lapid reported this to Viktor Yushchenko, for some reason the latter showed no interest.

Yury Shukhevych: The Nachtigall first came into Lvov. This was only an episode, but it demonstrated that whenever given the chance, the nationalists were always ready to rise to fight for freedom, even if it was only for a small piece of the Ukrainian land.

NARRATOR. The question is, from whom the land was protected. From these Jewish women? Or from these Polish children? Not from those? From whom then? The UPA ideologists state that parts of the Ukrainian Insurgent Army were fighting not only the Bolsheviks, but also the Wehrmacht troops. The Soviet Military Archive in Podolsk has no documents to confirm this. If any fights actually took place, they were too minor to make it into the records.

UPA VETERAN. We went there and made an ambush. We stayed in till one o’clock in the day, but nothing happened. And then we were told that cars were approaching. The gunner fell asleep in the trench, so the first car passed by. But there were 10 more cars, we circled them and killed them all, all the Germans. Burned them all down. Took a lot of clothes, radio sets, documents – many different things.

NARRATOR. Is there any information about this fight referred to by Vassily Prokopchuk in Germany itself? He is talking about as many as ten vehicles captured. But no. Here is a letter from the All-Ukraine Union of the Soviet Officers to the name of Angela Merkel with a request to ask the German archives to find and provide materials which could confirm the facts of the German Army losses as a result of fights with the OUN UPA divisions. The response to the letter came from the Federal Ministry of Foreign Affairs of Germany. It contained a recommendation to make an application to the Military History Research Office in Potsdam. So they applied. This inquiry was also quickly responded by the disciplined Germans. A letter from Potsdam very clearly stated: “Our Institute possesses no materials about any losses of the Wehrmacht borne by it from the underground groups of the UPA in the Western Ukraine”. Instead, many archives, both German, Russian and Ukrainian, contain an immense number of testimonies of the atrocities the Banderites did to the civil population. In this case, in which way are the activities of the UPA combatants differ from those of the polizeis? And those were scorned even by the Germans themselves.

WITNESS. Those polizeis… they tried, when the Germans were retreating, to go with them, but they were not taken. Obviously, nobody needed the traitors.

WITNESS. Most of the polizeis, by the way, including Posevin who headed a punitive battalion, retreated with the Germans. Part of them settled in the Western Ukraine.

NARRATOR. The police division of Alexander Posevin referred to by Inna Melnitskaya was detected and arrested only 45 years after the end of the war. When the trial started, Inna Vladimirovna didn’t miss a single hearing.

WITNESS. Posevin was in charge of the shootings. How the shooting executions were arranged: they dug out huge pits, like ditches.

NARRATOR. The victims were brought in trucks. They ordered every five people go down the pit, lay on the ground – and shot them. Then was turn for another five. Posevin would climb down the pit full of bloody bodies and personally shoot down those who showed signs of life.

WITNESS. A witness is asked: “Witness, did you participate in executions?” He says: “I was actually in the guard, standing in the cordon. There were two Germans, with a machine gun and a pistol, and they were shooting down there, and they fell. And Posevin jumped in the pit, and when he climbed out, his boots were all in blood”.

NARRATOR. It is amazing, but for some reason it were the dirty boots stained with blood and brains of the killed people referred to by the witnesses which caused the biggest agitation of the former polizei.

WITNESS. The chairman says: “Defendant, do you have any questions to the witness?” “He’s lying, bastard! Me having dirty boots? This never happened!” That is, he was least concerned for his participation in executions – the dirty boots were the only thing he denied.

NARRATOR. The court sentenced Posevin to capital punishment.

DOCUMENTARY. In the name of the Union of the Soviet Socialist Republics, the military tribunal of the 4th Ukrainian Front in an open court hearing in Kharkov held from 15th to 18th of December 1943, has reviewed the case of atrocities of the German fascist invaders in Kharkov and the Kharkov region. On April 19, 1943 the military tribunal of the Front sentenced Wilhelm Landheld, Hans Fritz, Reitzl Reinhard and Mikhail Petrovich Bulanov to execution by hanging.

NARRATOR. The smiles on the faces of people present in the courtroom, the storm of applause greeting the court decision may seem shocking today. But before you judge, think of how angry the people were made to receive the news of the forthcoming execution with joy, satisfaction and laughter, even with the compassionate and all-forgiving women.

WITNESS. Those were hated so much. When they were executed, we were all very happy: here it to you for this and for that, for being with Gestapo, for shooting into us, it’s great that you are punished, that you are hanged.

DOCUMENTARY. The retribution came. This is one of the squares of the city of Kharkov. People are standing around the gallows like an implacable and stern wall. Traitor Bulanov, you sold your native land, so now accept the shameful death in front of the Russian people.

NARRATOR. But those trials which showed the world the true face of the Ukrainian nationalists and other polizeis are all in the past. In the present-day Ukraine only the lazy don’t rewrite the history of the Great War. The elderly war veterans are not much seen or heard. On the other hand, members of the Ukrainian Insurgent Army are everywhere. On the pages of newspapers and magazines, on TV screens, in schools. The young Ukrainian historians echo the old Banderites and speak up, confidently stating that the facts confirmed with documents and testimonies are nothing else but myths.

HISTORIAN. Executions of teachers and doctors by the insurgents are claimed to be one of such myths.

NARRATOR. The materials of numerous trials over polizeis and nationalistic combatants which took place all over the Ukraine, as well as other archive documents, are very categorical. In Volyn only, since autumn of 1944 till 1954, the Banderites killed more than 8300 people. Among them, 81 teacher, 25 principals of culture clubs, more than 20 feldshers and medical workers. Here is another excerpt from materials of the special state commission for detection and investigation of atrocities of the Nazis and their accomplices. On January 2, 1945 near Vladimir, the Volyn OUN soldiers captured Maria Shipko, a teacher of the district Komsomol committee originating from the Chernigov region [of the Ukraine]. While the girl was still alive, they cut stars on her chest, arm and leg, and then shot her dead. On May 12, 1945, in Bogushevka settlement of the Lushevsky district, the UPA gang headed by Yarosh captured Maria Bogovesova, the principal of the local school, and her friend Galya Goloveshko, a school teacher. Their crippled corpses with barbed wire loops on the necks were soon found in the water well.

No wonder that people had thirst for their blood. The trials over polizeis and bandits from nationalistic gangs were always attended by great many people.

WITNESS. So many people came to the court building that they even put the guard. The guard was military, because the danger was high – people could actually break through the doors. They were so aggressive that could rip the accused to shreds.

NARRATOR. Raisa Sokolova was 13 during the trials over fascists and their hang-bys. But she remembers very well what was happening in the city then, the mood of people who wanted to get into the courtroom to watch the trial over the enemies. Simply because she had survived the occupation and personally witnessed the deeds of the polizeis, she very clearly understood the roots of the adults’ hatred.

WITNESS. They were so cruel – much more cruel that the Germans. They organized the death cars. They used them for raids in the market places. They would circle the place and let people out through the gates, straight into the death car. They said that they were taken to dig potatoes or beetroot – people were in hunger and therefore hoping to get a potato or two to take home. So they got into the cars, the cars were locked, gas was let in and the cars went to pits. All the corpses were dumped into the pits.

NARRATOR. More of unique documentary which we found in the archives. Execution of polizeis and traitors of the country in Krasnodar. Here they are – the murderers and rapists soon to be dead.

DOCUMENTARY. Tishchenko was a traitor who became a Gestapo investigator. Ivan Rychkalov – a criminal, deserter and helper during gas execution of soviet people. Lastovin was a “kulak” [former rich peasant] who participated in killing 60 soviet people. Grigory Tuchkov served in Gestapo, took part in raids and arrests. Nikolai Pushkarev was Gruppenfuerer Gestapo, he burned and blew up Gestapo buildings with Krasnodar citizens imprisoned in them. Grigory Nisan was another Gestapo agent. Yunus Naptsov – a Gestapo man who helped the Germans hang people. Ivan Katomtsev participated in German punitive operations. Vassily Pavlop served as a policeman in the SS Sonderkommando 10а. Ivan Paramonov volunteered into the German army. Ignaty Gladov was a Gestapo secret agent provocateur. Despicable traitors of their native land.

NARRATOR. The execution then, in 1943, was done here, on this square. It is clear that many things have changed since then. People who live in this area of Krasnodar today often have no idea about those far-off events.

DOCUMENTARY. July 14-17, 1943. The military tribunal of the North-Caucasian Front, at an open hearing in Krasnodar, reviewed the case of atrocities of the German fascist invaders and their accomplices in Krasnodar and the Krasnodar region. The military tribunal sentenced Vassily Petrovich Tishchenko, Ivan Anisimovich Rychkalov, Mikhail Pavlovich Lastovin, Nikolai Semenovich Pushkarev, Grigory Nikitovich Nisan, Yunus Mitsuhuvich Naptsov, Ivan Feodorovich Katomtsev, Ignaty Feodorovich Gladov to death by hanging. The sentence is final and may not be appealed. Comrade colonel, enforce the sentence.

Shameful death to the arch-traitors of the Russian land.

Which one of those do you know well? – The one in the pink shirt! It’s Pushkarev.

NARRATOR. Then, in 1940s, there were many people who knew the traitors by sight. Who remembered what they did in the native land. Today, such witnesses are very few. Time goes by. Yet, we’ve managed to find some. Alla Golovko, like Raisa Sokolova, was a teenager at that time, but a little older and more self-sustained. Without asking for permission, she, together with other kids in the neighborhood, ran to watch the execution.

WITNESS. There were so many people, even the roofs were crowded. We ran to watch and recognized four of them. There were two polizeis, we saw them at the Gestapo guard and we recognized them. And another two worked in the death cars – they pulled people in. And then took the corpses out, the polizeis did this, those traitors.

NARRATOR. When the Germans were about to retreat from Krasnodar, it was these people who set on fire the Gestapo building in the basement of which almost 600 people were held captive. Polizei Pushkarev was then keeping guard in front of the doors of the burning building not to let citizens of Krasnodar save the prisoners burning alive.

DOCUMENTARY. We asked this man, Pushkarev, “Open the doors please”, and he shouted back: “Go away, or I’ll shoot you”.

NARRATOR. When the fire was just beginning, three teenagers – two boys and one girl, Alla Golovko – managed to sneak inside the doomed building.

WITNESS. Suddenly there was smoke, black smoke! We could see nothing – no heads, no nothing – we just opened it – and out went smoke and horrid cries, so horrid, it was really scary. So I said: “You hear, guys! Let’s let them out”. We rushed there – padlock. So I said, let’s get a stone quickly, we need to beat off the lock.

NARRATOR. The kids managed to release the prisoners from only one chamber. Other people burned. No wonder that this huge crowd had no compassion to the executed. And it was only 1943. The nationalistic gangs have not yet fully revealed their nature. The world which Oleg Tyagnibok today dreams to crown with the Ukrainian banner was yet to know the details of deeds of the UPA combatants whom people named the “cutters”. During the sadly famous Volyn massacre, the Banderites were killing people only based on their nationality. In the first place, the Polish and those Ukrainians who were besmeared with relations with them. The cursed moskals and the Jews who survived the German occupation by some miracle were also eliminated.

UPA VETERAN. The Jews, we called them Yids, the Galicians called them Yids.

NARRATOR. Here they are, the scary testimony of those times. Eyes burned out, heads and fingers cut off, bellies ripped open. Again, nothing new. Before the war, Mikhailo Stepnyak, one of the leaders of the Ukrainian nationalists organization, wrote: “OUN stands for the slogan “Ukraine for the Ukrainians”. As for the multimillion mass of the non-Ukrainians who also live in the Ukraine, OUN leaves no place for them”.

And this quote is taken from a secret instruction “The Fight and Activities of the OUN during the War” issued by the senior management of this organization just before the World War II: “In the times of confusion and chaos, we may take the liberty to liquidate undesirable Polish, Moscow and Jewish elements”.

The liquidation was done in an old-fashioned way – no gas, no furnaces – only face-to-face contact. They stabbed and cut, with an ax, a two-handed saw, a garden chopper, they pierced with a bayonet, like this two-year old boy, his name was Marik Mekol and his only fault was that his parents were Polish. Today all archives containing materials about antihuman activities of the OUN UPA cutters in the Ukraine are unavailable. Many suspect that it’s for good. On the reason of their complete elimination.

COUNTER-INTELLIGENCE OFFICER. We are reaping the fruits of what the Ukraine was actually striving to in the last 20 years. I am not sure if the archives are still there, with the current structure of the SBU. Considering that for so many years, at Nalivaichenko, all those falsifiers and nationalists worked there.

NARRATOR. At the 13th chairman of the Security Service of the Ukraine Valentine Nalivaichenko, truly remarkable things started to happen in the authority. A fact open to public, but few are aware of it. It was at Nalivaichenko, in July 2008, when the graduates of the Academy of the Security Service of the Ukraine, the future  intelligence and counter-intelligence officers received their diplomas and shoulder-straps from William Taylor, the US Ambassador in the Ukraine.

COUNTER-INTELLIGENCE OFFICER. The damage done by Nalivaichenko to the state security bodies of the country is hard to estimate. There are good grounds for the saying that SBU is a subdivision of the Central Intelligence Agency.

NARRATOR. It is worth noting that Valentin Nalivaichenko holds the same political views as Oleg Tyagnibok. And he has long been friends with the leader of the Right Sector Dmitry Yarosh. Today, these followers of Stepan Bandera and Roman Shukhevych are at the height of power in the Ukraine.

WITNESS. History repeats itself…

COUNTER-INTELLIGENCE OFFICER. Lord forbid the full-scale fascist dictature in the Ukraine, that of the fascist Banderite type. In such case, the world and Europe cannot be guaranteed from the same fate which the globe experienced during the World War II.

NARRATOR. The Seventeen Moments of Spring, one of the most famous films about the war, was made in 1973. For many years it was ran on TV annually. To many, the philosophical part of the film, the speculations of the main characters, after years began to sound like pure propaganda. But the times have changed. And what in 1980s or 1990s looked like artistic exaggeration or stirring up of emotions to intensify the effect, has now started to become reality in a striking way.

FILM. This is a message to our children, to those who are one month, or one year, or three years old today. Those who are ten years old – they won’t need us. Neither us nor our ideas. They will not forgive us the hunger and the bombings. While those who are yet too young to understand – those will speak of us as legends. And any legend must be nourished. We need to create the storytellers who will rephrase our words in a new way which the mankind will follow in 20 years. As soon as at some place somebody says “Heil” instead of “Hello” to anybody in particular – be aware, they are waiting for us there, it will be the starting point of our great rebirth.

THE CROWD YELLS. Sieg! Heil! SS Hitlerjugend! Bandera come – bring order back! Bandera come – bring order back! Bandera come – bring order back!

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Степан Бандера. Следы на Майдане.

ОЧЕВИДЕЦ. Было мне 4 года – 5-й. Вспоминать не могу. Господи, дай успокоиться. Отец был у меня командир партизанского отряда, в лесу они были. А мать пекла хлеб и носила туда хлеб. И нас предали. Повезли нас в штаб, и там над нами издевались, кипятком обливали. Вся израненная, изрезанная. Чтоб мать не выдержала и сказала, где батьку находится. Помню, как батьку с виселицы сняли, привезли. Вот так под окном положили. И как мать, когда из штаба ее привезли, положили на пол, как мать умирала. Соседка забрала меня. Я так кричала – мама не умирай! Звезду на спине вырезали у детей – можете представить? А сестру кипятком обливали, чтобы мать не выдержала и сказала где батька. Вы понимаете? Полицаи конечно богато людей побили.

КИНОХРОНИКА. Встать! Суд идет! Обвинительное заключение по делу немецко-фашистских захватчиков в городе Харькове и харьковской области. Виновными во всех этих зверских злодеяниях являются сотрудники военной, полицейской, разведывательных и карательных органов немецкой армии, а также их пособник изменник родины Буланов Михаил.

ДИКТОР. Эта хроника уникальна, а вот события нет. В послевоенные годы по всей территории Советского Союза прошло немало судов над немецко-фашистскими захватчиками. Правда, куда острее люди реагировали не на них, а на тех, кто сидел на скамье подсудимых рядом. На тех, кто мало того, что перешел на сторону врага, но зачастую превосходил его по жестокости. На тех, кого в народе звали кратко – полицаи.

КИНОХРОНИКА. Это одни из тех, кто затопил землю невинной кровью. Буланов – предатель, изменник родины. Работал шофером харьковского гестапо. Возил на расстрел советских людей, сопровождал душегубку, снимал сапоги с замученных, расстрелянных граждан.

ОЧЕВИДЕЦ. Он служил у эсесовцев, я не знаю, был ли он зачислен, военнослужащий или нет, по-моему нет. Он был водителем душегубки.

ОЧЕВИДЕЦ. Мы не знали что такое. Машина какая-то едет, как хлебная будка. А оказывается это душегубка была. В нее затаскивали людей. И вот запомнился мне один момент. Девочка никак не хотела заходить, у нее волосы распущены были почему-то. А предатель схватил ее за волосы и пихнул в машину.

КИНОХРОНИКА. Расскажите подсудимый Буланов, о расстрелах немцами советских детей нижнекирской больницы.

Буланов: гестаповец, немец Алекс, фамилии его я точно не знаю, в упор с автомата в голову расстреливал детей, после чего стал откатывать ногой в яму. Дети, видя что происходит это все у них на глазах, кричали дядя я боюсь, вырывались, дядя я хочу жить, не стреляйте в меня.

ДИКТОР. На суде, этот внешне ничем не примечательный, щуплый мужчина, демонстрирует раскаяние. Но в него мало кто верит. В ту пору когда власть в Харькове принадлежала фашистам, о жестокости Буланова ходили легенды. Полицаев вообще ненавидели куда сильнее, чем самих немцев.

ОЧЕВИДЕЦ. В общей массе своей полицаи были страшнее немцев. И гаже. Потому что враг есть враг и даже врага можно в какой-то мере уважать, а предателя…

ДИКТОР. Тем более, что фашисты, как правило, целенаправленно уничтожали только евреев и коммунистов. А полицаи из местных шли куда дальше и особенно здесь, на Украине. Из книги Джона Армстронга «Украинский национализм. Фанты и исследования.»: теория и учение украинских националистов были очень близкими к фашизму. Что касается требований расовой чистоты, то они шли дальше фашистских доктрин.

ОЧЕВИДЕЦ. Поскольку я соприкасался с документами, вот официальными документами. Я пришел к выводу, что украинский национализм, как разновидность фашизма, в сравнении даже с германским фашизмом, это наиболее жестокая человеконенавистническая организация.

ДИКТОР. Современная Украина проводит очень четкую черту между полицаями, т.е. теми, кто служил немцам, и националистами – членами украинской националистической организации ОУН УПА. Которых мы привыкли именовать по имени их лидера – бандеровцы. Полицаи убивали евреев и коммунистов, бандеровцы – освобождали Украину для украинцев. Полицаи служили врагу, бандеровцы – независимости родины. Звучит так, словно между действиями тех и других действительно есть огромная разница. Но удастся ли ее найти? Если не прятаться за слова, а смотреть на реальные дела? Попробуем разобраться. И для начала выясним, а кто именно шел в полицаи?

ОЧЕВИДЕЦ. Полицаи были 2х сортов пожалуй. Во первых это были те, кто, кому было все равно как выживать, и потом те, кому надо было самоутвердиться как-то. Это были местные. И у нас во дворе был такой. У него было прозвище «уличное хайло» и его супружница была «хайлиха». Жили мы на юрьевской 8, и там было 2 квартиры очень больших, это особняк. И одну из этих больших квартир они заняли. И у них стояло там 2 рояля.

ДИКТОР. Понятно, что ни господин «хайло», ни его супруга «хайлиха» игре на пианино обучены не были. Тогда зачем им аж 2 рояля? А чтобы было.

Алчность, безнаказанность, власть. И не нужно думать, что «хайло» был неким отвратительным исключением. Здесь же в Харькове располагалась 5-я обувная фабрика. Ее территория была огорожена высоким каменным забором. Место это у харьковчан вызывало животный ужас, как раз из-за них, из-за полицаев.

ОЧЕВИДЕЦ. Туда заводили полицаи. А прохожих, если скажем на прохожем была хорошая шапка, или прочные подшитые валенки, заводили и стреляли. Пока были морозы, трупы не убирали, и вот там почти вровень с забором, а забор там наверно 2х метровый, почти вровень с забором там были трупы вот этих вот, которых туда заводили полицаи.

ДИКТОР. Из книги Александра Прусина «украинская полиция и холокост в генеральном округе Киева»: начальник киевской полиции выписал премию полицаю Киричуку в виде 1кг муки и 1 кг жиров, т.е. сала за поимку еврея во внеслужебное время.

ОЧЕВИДЕЦ. Была построена виселица и троих прямо повесили. Повесили и на груди была бирка – партизан. На каждом. И эти виселицы стояли вплоть до того, когда пришли наши красные.

ДИКТОР. Собственно это было обычной практикой на оккупированных территориях. Украшать захваченные города и села такими вот «гирляндами». Но только на Украине над превращенными в виселицы балконами, рядом с портретами немца Адольфа Гитлера висели портреты украинца Степана Бандеры. Из газеты украинских националистов «мета» в переводе – цель, от 17 апреля 1932 года: украинский национализм должен быть подготовлен ко всяким средствам борьбы с коммунизмом не исключая массового физического уничтожения, хотя бы жертвой миллиона человеческих существ.

КИНОХРОНИКА. Вот он дробицкий яр под Харьковом. Немцы замучили в Харькове свыше 30 тысяч мирных жителей. В этом овраге 14 тысяч. Чудовищная могила.

ДИКТОР. Немцы? Но только ли они одни? Олесь Гуменюк сегодня в Украине человек уважаемый. Из лагерей, в которые он попал за преступления совершенные им в составе банды украинских националистов, его выпустили уже давно. Вот только обида за совершенную в его адрес несправедливость жива до сих пор.

Гуменюк: Перед вами человек, который только в 56 году освободился. Я отсидел 15 лет каторги в норильской пустыне. И до сегодняшнего дня мне отказывали в реабилитации.

ДИКТОР. Но теперь все, того гляди, наладится самым лучшим образом, ведь в современной Украине пан Олесь считается ни в чем неповинным патриотом, пострадавшим за взгляды. Отряд-то, в котором служил старый бандеровец, убивал москалей.

Гуменюк: Бурные годы мои начались в 43м. я был боевиком. Отряд имел 12 человек. Засады мы делали часто. Я был опытный. Я прошел обучение немецкое, 9 месяцев. 60 москалей наши убили.

ДИКТОР. Вот эти малыши тоже жертвы украинских националистов. У бандеровцев подобное называлось «венок». Убитых или еще живых детишек привязывали вокруг дерева у дороги, чтобы взрослые видели, чтобы боялись. Даже представители националистической группировки гетмана Скоропадского, соратники ОУН по борьбе в своем бюллетене, так называемом коммуникате гетманской управы о 5 июля 1938 года признавали: никогда еще кажется ни у одного народа, ни при каких обстоятельствах, ни одна партия не делала из террора такого универсального средства, как это практикуется в ОУН.

Современные же последователи идеолога организации украинских националистов Степана Бандеры открыто взращивают посеянные им семена террора.

Тягнибок: Многим сегодняшним политикам нужно было бы перенять эти неимоверные черты Бандеры. Например именно Бандера взял на себя ответственность, когда украинские патриоты уничтожили польского министра внутренних дел Перацкого. Именно Бандера взял на себя ответственность, когда поручил совершить, как говорят, выстрел в защиту миллионов, когда убили российского посла Майлова.

ДИКТОР. Народный депутат Украины и лидер националистической партии Свобода Олег Тягнибок известен своими ксенофобскими высказываниями. Наиболее яркий скандал с ним разгорелся 17 июля 2004 года, когда на горе Яворыне в иваново-франковской области, на закрытом мероприятии, посвященном памяти одного из руководителей украинской повстанческой армии кратко УПА, Тягнибок выступил с такими словами: «они готовились и боролись с москалями, боролись с немцами, боролись с жидвой и с другой нечистью, которая хотела забрать у нас наше украинское государство. Нужно отдать Украину наконец украинцам!» К идейным продолжателям дела борьбы с москалями, жидвой и другой нечистью относит себя и Юрий Шухевич – сын одного из ближайших сподвижников Степана Бандеры – Романа Шухевича. Украинского командира фашистского карательного батальона Нахтигаль и руководителя боевиков ОУН УПА.   Шухевич: я и правда хотел в гитлерюгенд вступить, это импонировало. Когда я захотел туда пойти, отец мне сказал – ну хорошо, вот ты пойдешь в гитлерюгенд, а знаешь ли ты, что война есть война, и ты можешь погибнуть или остаться инвалидом, за что? И я склонил голову и сказал – нет, я не пойду в СС-юноши. Так что сражаться за великую Украину отправились другие. Война сразу расставляла точки над Й. Сразу становилось ясно, кто патриот, а кто нет. Кто трус, а кто – герой. Надежда Рохмаил видела, как немцы и украинцы полицаи вешали ее родственника Михаила. Проститься с ним она пришла не одна, а с Настей – девушкой, которую Михаил любил. На которой собирался жениться.

ОЧЕВИДЕЦ. Полицаи вывели Рохмаила Семена Михайловича. Идет, красивый парень. Красивый, она так в него вдывылася. И вин идет. Трафаретка у него и на трафаретке написано – партизан. Вот. И когда его поставили на пьедистал, а он кажет – Настюша, я тебе люблю, чуешь?! А она – чую! Сказала. Как кинулись разбивать вот так людей, сюды туды, туды сюды. Шукать ктож сказал.

ДИКТОР. Но не нашли. Никто из тех, кто стоял рядом, девушек не выдал.

ОЧЕВИДЕЦ. Вы знаете, я не плакала. Слезы не бежали у меня. У меня душа вот так ревела.

ВЕТЕРАН УПА. Мы надеялись, что под прикрытием немецких войск, нам удастся создать государство. Мы воевали и тогда и сегодня за свободную независимую суверенную державу.

ДИКТОР. Эти фотографии тоже сделаны на оккупированной Украине. Полицай, а на это недвусмысленно указывает белая повязка на рукаве, заносит что-то длинное и тонкое над головой стоящего человека. Но что именно? Это не розга и не хлыст. В руках у полицая – сабля. А сзади уже лежит труп человека, которого зарубили до того. Зачем? К чему такая звериная жестокость? А ради этого: вокруг места казни стоят люди в фашистской форме и у них в руках фотоаппараты и кинокамеры. Шоу со смертельным исходом устроено полицаями ради этих самых снимков.

КОНТРРАЗВЕДЧИК. Есть документы, они подняты из архива, так называемые 135 способов пыток и умерщвления своих жертв. Немцы до этого не додумались, они это держали у себя может быть где-то в тайне, в сейфах, но не обнародовали, как это делали бандеровцы.

ДИКТОР. Еще фотографии. Немые свидетельства нравов царивших на Украине в ту пору. Таких снимков много. Подобное видимо фотографировали с особым удовольствием. Кто эти несчастные и в чем их вина? Все просто, так местные националисты измывались над женщинами неукраинских национальностей. Но как такое вообще стало возможным в цивилизованной Европе? Когда в 1939 году солдаты красной армии пришли на земли западной Украины, над ними смеялись. Их бедность на фоне благополучия польского, а позднее и немецкого воинства, казалась такой постыдной.

ВЕТЕРАН УПА. Польские солдаты были хорошо одеты. А эти так, нехорошо. И шинели и все. Такой случай был. У нас тогда в лесу стояла советская армия. Ну и один солдат ехал на велосипеде. А мы стояли, и он остановился с нами поздоровался. И все ну давай задавать вопросы. Предложили закурить, но он достал газету, достал корешки какие-то, насыпал в эту козлиную ножку, курит. А мы засмеялись, что он такие папиросы курит. Но в советской России, чьи солдаты и одеты были плохо и курили самокрутки вместо фабричных сигарет, и, какой кошмар, иногда ругались матом, никому и в голову бы не пришло устраивать подобное. При чем, обратите внимание, на этих фотографиях нет ни одного человека в форме, ни немца, ни полицая. Кто же тогда эти мужчины? Добровольцы общественники? Или все таки нет? Бывший сотрудник службы безопасности украинской повстанческой армии Владимир Кук нам совершенно четко пояснил. Именно боевики УПА, в отличие от тех же полицаев, всегда ходили в штатском.

ВЕТЕРАН УПА. Когда я работал в службе безопасности УПА, а служба безопасности это гражданские.

ДИКТОР. Это была их собственная инициатива. И никто их не останавливал. На этом снимке какая-то женщина на заднем плане в ужасе зажала себе рот, но не вмешивается – страшно. А вдруг этим людям не понравится что-то в ней самой? Нос окажется не той формы, или волосы неподходящего цвета. Ведь за такое страшное преступление могут не просто сорвать одежду или прилюдно изнасиловать, за это можно и убить. Из высказываний теоретика организации украинских националистов Миколы Сциборского: в избрании способов освобождения украинской нации, национализм не ограничивает себя никакими общечеловеческими предписаниями справедливости, милосердия и гуманизма.

КОНТРРАЗВЕДЧИК. Об этом красноречиво даже свидетельствует то, что даже германская пресса в 1942 году вот, помещала публикации мастеров смерти т.е. гестаповцев, которые писали о том, что мы сами приходим в ужас от той жестокости, от тех кровавых эксцессов, которые сопутствовали бандеровцам, когда они издевались над своими жертвами.

ОЧЕВИДЕЦ. Когда вызывали полицаев, то люди больше боялись, чем с немцами общались. К полицаю если идти, это значит уже человек собирался, то ли он придет, то ли он не придет.

ДИКТОР. Дожившие до наших дней полицаи из числа тех, кто не был пойман на массовых смертоубийствах и как следствие вместо высшей меры наказания получил 15-20 лет лагерей. Совершенно серьезно рассуждают о благородстве собственных поступков и помыслов.

ПОЛИЦАЙ. Я настоящий бандеровец. Был, есть и отойду в другие миры бандеровцем. Слово бандеровец, я уверен в этом, не только для меня, но и для общества, не оскорбление, а комплимент, похвала.

ВЕТЕРАН УПА. Бандеровцы – это люди, которые были верны делу украинской идеи, украинской государственности. Это добровольцы, никто из не заставлял, они сами шли туда.

ВЕТЕРАН УПА. Я должен любой ценой пойти в войско, взять оружие. Так я думал. Это и стало причиной, что я в 43м году, когда формировалась дивизия Галичина, гимназист 6го класса, станиславской гимназии, а нас 6 было таких парней, добровольно пошел туда.

ДИКТОР. Галичина. Вот рекламные плакаты, с помощью которых в нее велся набор. Широкоплечие герои в нацистской форме ведут борьбу с коммунизмом за свободу родины. Сегодня в Украине многие убеждены что все было именно так. Совершенно ни к чему просвещать людей о том, что с красной армией в честном бою дивизия Галичина сошлась всего один раз. Под Бродами, где сразу же попала в окружение и была на голову разбита. После солдатам из Галичины доверяли лишь полицейские функции. Игорь Малицкий знает где и как они служили не понаслышке. Малицкий: с военнопленными нас должны были отправить в Германию. Я удирал и все время удирал. Начальник полиции его звали рябой. Жестокий человек был. Сказал что если ты не вернешься сюда ,то мы хату спалим. Но что мне оставалось делать. Пошел я в эту полицию. Что со мной сделали не буду рассказывать, короче за руки за ноги бросили в этот холодный. Лежал я избитый.

ДИКТОР. А на утро по товарнякам и на запад. Однако уже не на работы, а в концлагерь.

Малицкий: и соответственно прошел я 3 концлагеря, 2 тюрьмы. Тюрьма Кладно в Чехословакии, дрезденская тюрьма в Германии. Концлагерь терезин, концлагерь Освенцим, концлагерь маутхаузен.

ДИКТОР. Но именно здесь, в Освенциме, произошла у Игоря Малицкого встреча, которая буквально сразила его. Жестокость фашистов, которую те проявляли по отношению к узникам была делом привычным и в чем-то даже понятным. Враги как ни как. Но чтоб зверствовали свои же.

Малицкий: там цемент везде, камни. А там электрическая проволока, электрической проволоки метра 2 я думаю, может 3 не мерял. Еще проволока где написано «achtung verboten» т.е. внимание запрещено здесь. И вот в этом промежутке трава – зеленая такая.

ДИКТОР. Для измученных голодом и непосильной работой заключенных, она была истинным деликатесом. Немцы охранники на вышках часто смотрели сквозь пальцы на то, что заключенные тайком добывали ее. Игорь Малицкий щуплый гибкий мальчишка ходил за ней чаще прочих.

Малицкий: Я возле своего 17 блока. Вышел, лег и травы цап! И в карман. Второй раз, а тут с вышки, ридна украинская мова моя – а ну беги бильно стрельну зараз. Вот такая была встреча с земляком. Но я знаю, что это когда там разгромили эту дивизию СС Галичина, то ее части послали на охраны концлагерей, вот это как раз они в это время и дежурили.

ДИКТОР. А вот это знамя другой украинской полицейской части под названием Нахтигаль. Знак изображенный на нем сегодня хорошо знаком каждому, кто смотрит новостные сюжеты про ситуацию на Украине. Нахтигаль в переводе с немецкого – означает соловей. Есть версия, что немцы назвали так эту полицейскую часть украинских коллаборационистов, потому что те на привалах очень красиво пели народные песни. И Нахтигаль , и другая подобная часть под названием Роланд, создавались профильно для проведения полицейских и карательных операций. После оба этих подразделения объединили в 201й батальон охранной полиции. Вот так выглядела нарукавная нашивка офицеров этого батальона. Именно ее носил на своем рукаве Роман Шухевич, который тогда в 42м был назначен заместителем командира батальона.

Юрий Шухевич: Ни Польша, ни Советский Союз не могли быть нашими союзниками, потому что они захватывали Украину. Разделили. А западные страны Англия, Франция были союзниками Польши. Единственным союзником мог быть 3й рейх. И он им стал.

ДИКТОР. Юрий Шухевич гордится своим отцом и его деяниями. Да чего удивляться, если не так давно этот кровавый палач собственного народа командир фашистского полицейского подразделения был посмертно удостоен звания – герой Украины. Если сегодня с экранов киевских телеканалов звучат такие вот речи: будет проводиться полная фильтрация людей, сейчас специальные фильтрационные заходы проводятся. Следят чтобы не было людей связанных с сепаратизмом, которые зло чинят на Украине, которые связаны с террористической деятельностью.

ДИКТОР. Фильтрация, концентрация, концлагеря, заходы – есть разница? Особенно с учетом того, что охранять людей собранных за колючую проволоку по замыслу должна национальная гвардия – правосеки. Та самая молодая смена, новое поколение националистов о которых так мечтал Роман Шухевич.

ВЕТЕРАН УПА. У него хлопцы спросили, друг руководитель, скажите, а что будет дальше? Роман Шухевич задумался и говорит – вы знаете, мы все погибнем, поскольку столкнулись с брутальным врагом. Но после нас вырастет новое поколение, новая генерация. Они продолжат борьбу, которую мы не завершили. Вот теперь мы имеем ту молодежь, ту генерацию, которую предсказывал Роман Шухевич.

ДИКТОР. Эти кадры облетели весь мир. Одесса. Горящий дом профсоюзов. В стране, где еще живы люди, видевшие другие пожары, в которых тоже заживо сжигались люди. Произошедшее в Одессе выглядит особенно красноречиво. Но те массовые сожжения ни в чем не повинных людей устраивали фашисты и их добровольные помощники полицаи. Кем надо быть, чтобы повторять их деяния? И не во время войны, а в мирное время. Откуда вообще на землях, которые столько пережили во время Великой Отечественной войны, могли взяться свои, доморощенные фашисты?

КОНТРРАЗВЕДЧИК. Такая категория, которая сейчас уже превратилась уже можно сказать в новое фашистское образование. Так сказать необандеровщина. Пример сегодняшний недавний, это в Одессе. И он показал, на что вот эта сила, которая сейчас набирает оборот, и собственно говоря, выполняет карательные функции на юго-востоке, на что она способна.

ДИКТОР. Эти молодые люди не хотят знать правду. И не помнят историю. Понятие истинный патриот для них уже давно заменилось другим – истинный бандеровец.

Тягнибок: Бандеровец – он отстаивает свои интересы на своей земле. Он защищает свой дом. Защищает свою хозяйку. Он защищает свою семью, защищает своих соседей, любимых, матерей. Это самое главное.

ВЕТЕРАН УПА. Настоящий бандеровец – тот, кто любит Украину, хочет видеть ее самостоятельной, независимой, который хочет быть хозяином земли на веки вечные. И хочет оторваться от той проклятой дикой азиатской Москвы.

ДИКТОР. Такой, как у полицейского карательного батальона Нахтигаль или подобный тому, под которым героически охраняла концлагеря дивизия Галичина? Но постойте! Быть может это очередной грязный москальский навет? Быть может на самом деле преступники полицаи и оуновская украинская повстанческая армия никак между собой не связаны? Ведь именно такова официальная позиция Киева сегодня. Вот только ветеран УПА Василий Прокопчук с ней категорически не согласен.

ВЕТЕРАН УПА. Полиция украинская вся в одну ночь пошла в УПА. Не знаю в каком году, толи в 42, нет-нет в 43 по-моему. Февраль-март месяц вся какая была.

ДИКТОР. Но вдруг престарелый бандеровец что-то путает? Все таки возраст. Нет – он то как раз говорит правду, чтобы убедиться в этом остаточно вполне открытых, не засекреченных источников. Так в музее деревни Кортелисы ратновский район волынской области и сегодня хранится отчет командира роты Нюрнберг 15го полицейского полка. 23 сентября 1942 года немцы из этого подразделения при непосредственном участии полицаев, вырезали деревню под корень. Всего было уничтожено 2800 человек. В том числе 1600 детей. Из отчета командира роты Нюрнберг 15го полицейского полка: Кортелисы с хуторами были окружены внешней петлей полицейских из села Ратно. Сперва расстреляли молодых мужчин, которые могли оказывать сопротивление, расстрел женщин и детей проходил без любых осложнений. Теперь откроем книжку историка украинской повстанческой армии Ярослава Антонюка «деятельность службы безопасности ОУН на Волыни» – ее легко можно найти в интернете. На стр. 25 читаем: 12 апреля 1943 года украинская полиция села Ратно в полном составе перешла в УПА.

Юрий Шухевич: Все, кто был в Нахтигале, обратите внимание – большинство из них потом было в УПА, не забывайте, мы готовились к возрождению государственности.

ДИКТОР. Были и другие полицейские части, созданные фашистами из украинских националистов, которые позднее, отучившись у профессиональных немецких военных, так же сбежали в леса, вступив в ряды бандитов-бандеровцев. Из книги Владислава Наконечного «Холокост на Волыни. Жертвы и память»: арестованные и привлеченные к суду бывшее полицейские Зайчук, Лесковский, Максимук и Сахатский на следствие в марте 1948 года свидетельствовали, как несколько подразделений полиции вступили в 103й карательный батальон СС. Начиная с июля 1942 года этот батальон был занят в основном в уничтожении еврейских гетто в населенных пунктах области. А теперь открываем книгу все того же историка Антонюка, читаем: 103й батальон во главе с главарем по кличке «Лысый» оказывается весной 1943 года тоже в полном составе перешел в украинскую повстанческую армию.

ВЕТЕРАН УПА. Нам нужно было изучить стратегию, оружие, выучить вообще немецкую тактику, чтобы мы были военными. И специально Роман Шухевич посылал своих людей, говорил, парни, берите все, что только можно взять от того обучения. Т.к. мы все потом перейдем в украинскую повстанческую армию. 15 тысяч должны были перейти в УПА. Представьте себе, если бы было 15 тысяч до зубов вооруженных людей, обученных, молодых. Так мы бы не только всю Галичину, мы бы всю Украину заняли и забрали бы. Но контрразведка немецкая сработала, и нас просто загнали на бойню, на фронт.

ДИКТОР. Под Броды, где солдатам дивизии СС Галичина, в которой и служил Олесь Гаменюк, советские регулярные войска быстро объяснили, что воевать лицом к лицу с вооруженными, решительно настроенными и хорошо обученными мужчинами совсем не то же самое, что убивать под покровом ночи беззащитных женщин и детей. Тем украинским националистам, что попали в батальон Нахтигаль, повезло больше. На фронт этих специально подготовленных карателей не посылали.

Юрий Шухевич: отец больше рассказывал о том, как Нахтигаль был в Белоруссии. Борьба с большевиками. Я понял, что тот период белорусский дал очень много.

ДИКТОР. Например боевики прекрасно усвоили, что гоняться за партизанами по лесам, рискуя нарваться на пулю, куда сложнее, чем проводить карательные операции против мирных жителей. Печально знаменитая Хатынь. Тому прекрасный пример. В СССР дабы не разжигать межнациональной розни, упорно замалчивали тот факт, что спалили ее жителей не немцы, а украинцы. Но для нашей истории куда важнее то, что творил Нахтигаль под непосредственным руководством Романа Шухевича на самой Украине. Здесь – во Львове. Из книги Владимира Беляева «Разоблачение»: когда на рассвете 30 июня 1941 года батальон Нахтигаль ворвался во Львов, и расположился в нескольких зданиях города, Яцику Вельчуру проживающему ныне в Варшаве было 15 лет. Он вспоминает: у пташников была немецкая униформа и немецкие звания, говорили они по-украински, а на рукоятках их тесаков висели ленточки с узлами желто-голубого цвета. Почти в каждой облаве, в каждом погроме, экзекуции принимали участие солдаты этого батальона. Массовые расстрелы проводились на Вулицких холмах. Многие очевидцы из окон соседних домов видели как это происходило. Однако современные украинские историки и политики категорически отрицают тот факт, что батальон Нахтигаль устроил во Львове откровенную резню. А все факты, указывающие на обратное, называют советской пропагандой.

ИСТОРИК. Советская пропаганда была очень утонченной в этом плане. И очень эффективная. Эти постулаты советской пропаганды актуальны к сожалению и сейчас.

Тягнибок: Москва всегда этим отличалась. И во времена Второй Мировой войны, и сейчас, когда она подает совершенно лживую информацию.

ДИКТОР. Вот только как быть с тем, что документы, которые четко подтверждают, именно украинские националисты из батальона Нахтигаль резали во Львове евреев, поляков и прочих неукраинцев, хранятся не в подольском военном архиве в Подмосковье, а в Израиле? Вот статья с украинского сайта «сегодня» от 6 декабря 2007 года, она так и называется – израильтяне нашли документальные доказательства зверств УПА во Львове. Об этом заявил один из руководителей иерусалимского мемориального комплекса «яд-вашем» Иосиф Лапид. По его словам в архивах комплекса сохранилась подборка документов полученных из немецких и советских источников, которые указывают на причастность батальона Нахтигаль под командованием Шухевича к карательным операциям против гражданского населения Львова летом 1941 года. Впрочем, когда Иосиф Лапид сообщил обо всем этом Виктору Ющенко, тот документами почему-то не заинтересовался.

Юрий Шухевич: Первым наступил Нахтигаль во Львов. Это был эпизод, но эпизод, который говорил что где бы ни была такая возможность националисты всегда готовы подняться на освободительную борьбу, хотя бы ради небольшого кусочка украинской земли.

ДИКТОР. Вопрос только от кого именно они ее защищают. От этих еврейских женщин? Или этих польских детей? Нет? Тогда от кого? Идеологи УПА доказывают, что части украинской повстанческой армии воевали не только против большевиков, но и против частей вермахта. Советский военный архив в Подольске никаких документов, подтверждающих это не имеет. Если какие-то столкновения и случались, то были они слишком незначительными, чтобы попадать в сводки.

ВЕТЕРАН УПА. Мы пошли и там сделали засаду. И сидели до часу дня, не было ничего. А потом говорят – едут машины. А пулеметчик в окопе заснул, и первая машина проскочила. А потом 10 маши, все попали в кольцо, и всех перебили, всех немцев. Спалили всё. Забрали одежды много, рации, документы, всякой всячины.

ДИКТОР. Быть может об этом столкновении, про которое вспоминает Василий Прокопчук, что-то известно в самой Германии? Ведь все таки он говорит про 10 захваченных машин. Но нет. Вот письмо всеукраинского союза советских офицеров на имя канцлера Ангела Меркель, с просьбой дать указание немецким архивам найти и предоставить материалы, которые бы подтверждали факты потерь немецкой армии от столкновений с формированиями ОУН УПА. Ответ на него пришел из федерального министерства иностранных дел Германии. В нем ветеранам рекомендовали обратиться со своим запросом в военно-историческое научно исследовательское управление в Потсдаме. Обратились. На этот запрос дисциплинированные немцы тоже ответили очень быстро. Но в письме из Потсдама черным по белому было написано: в нашем институте не имеется материалов о потерях вермахта, нанесенных ему подпольными группами УПА в западной Украине. Зато в различных архивах и немецких, и российских, и украинских есть огромное количество свидетельств того, что бандеровцы творили с мирным населением. И чем же в таком случае действия боевиков УПА отличаются от того, что творили полицаи? А их ведь презирали даже сами немцы.

ОЧЕВИДЕЦ. Этих полицаев конечно… они попытались когда немцы отступали, попытались с ними уехать, а они их не взяли. Предатели наверно и там не нужны.

ОЧЕВИДЕЦ. Большинство полицаев, и вот кстати сказать Посевин, который командовал карательным батальоном, вот, они отступили с немцами. Часть осела в западной Украине.

ДИКТОР. Полицая Александра Посевина, которого упоминает Инна Мельницкая, вычислили и арестовали только спустя 45 лет после окончания войны. Когда начался суд над ним, Инна Владимировна не пропустила ни одного слушания.

ОЧЕВИДЕЦ. Посевин возглавлял расстрелы. Расстреливали как – огромные вырывали ямы –рвы.

ДИКТОР. К ним людей свозили грузовиками. По 5 человек сводили в яму, приказывали лечь на землю и расстреливали. После загоняли следующую пятерку. Посевин, спускаясь в эту набитую окровавленными телами яму, лично достреливал тех, кто еще подавал признаки жизни.

ОЧЕВИДЕЦ. Спрашивают свидетеля, свидетель вы участвовали в расстрелах? Он говорит, что так то я стоял в охороне, в отцеплении стоял. Было 2е немец и немец с автоматом, а то и с пистолетом, так они стреляли и туды они падали. А Посевин спрыгнул вниз, а когда он вылез аж было видно что чоботы у него кровью заляпаны.

ДИКТОР. Поразительно, но почему-то именно эти грязные, заляпанные кровью и мозгом убитых людей сапоги, в показаниях свидетелей больше всего возмутили бывшего полицая.

ОЧЕВИДЕЦ. Председательствующий говорит – подсудимый у вас есть вопросы к свидетелю? Да брешет он гад! Чтобы у меня чоботы были грязные? Такого не было! То есть его совершенно не волновало, участие в расстрелах, а что чоботы грязные – такого не было.

ДИКТОР. Суд приговорил Посевина к высшей мере наказания.

КИНОХРОНИКА. Именем Союза Советских Социалистических Республик, с 15 по 18 декабря 1943 года военный трибунал 4го украинского фронта в открытом судебном заседании в городе Харькове, рассмотрел дело о зверствах немецко-фашистских захватчиков в городе Харькове и харьковской области. от 19 апреля 1943 года военный трибунал фронта приговорил. Ландхельд Вильгельма, Фриц Ганса, Рейцла Рейнгарда и Буланова Михаила Петровича к смертной казни через повешенье.

ДИКТОР. Улыбки на лицах людей, присутствовавших в зале, бурные аплодисменты, которыми они приветствовали принятое судом решение, сегодня могу шокировать. Но прежде чем судить, представьте, как нужно было обозлить людей, чтобы предстоящая казнь вызывала радость, удовлетворение, смех, даже у обычно жалостливых и всепрощающих женщин.

ОЧЕВИДЕЦ. Столько ненависти к этим было. Их когда казнили, это мы очень радовались, что узнали что это вот тебе за то и то, за то, что ты с гестапо, за то, что ты в нас стрелял, вот и хорошо, что тебя наказали, что тебя повесили.

КИНОХРОНИКА. Пришел час возмездия. Это одна из площадей города Харькова. Неумолимой и грозной стеной встал народ вокруг виселицы. Прими ты на глазах русских людей позорную смерть предатель Буланов, продавший родную землю.

ДИКТОР. Но те судебные процессы, которые показали миру истинное лицо украинских националистов и прочих полицаев, остались в прошлом. Сегодня на Украине историю великой войны не переписывает разве только ленивый. Стариков ветеранов на Украине и не слышно и не видно. Зато члены украинской повстанческой армии – везде. На страницах газет и журналов, на экранах телевизоров, в школах. Молодые украинские историки вторят старикам бандеровцам, тоже не молчат, уверенно называя факты подтвержденные документами и свидетельствами – не иначе как мифами.

ИСТОРИК. Про убийства учителей и врачей, и про убийство повстанцами этих людей, это еще один миф.

ДИКТОР. Материалы многочисленных судов прошедших по всей Украине над полицаями и боевиками националистами, иные архивные документы – категоричны. Только на Волыни с осени 1944 по 1954 год от рук бандеровцев погибло более 8300 человек. Среди них 81 учитель, 25 заведующих клубами, более 20 фельдшеров и медработников. А вот еще цитата: из материалов чрезвычайной государственной комиссии по установлению и расследованию злодеяний немецко-фашистских захватчиков и их сообщников. 2 января 1945 года под Владимиром волынским оуновцами была схвачена девушка из черниговской области инструктор райкома комсомола Мария Шипко. Еще живой ей вырезали на груди, руке и ноге звезды, а потом застрелили. 12 мая 1945 года в селе Богушевка лушевского района бандой УПА Яроша были схвачены заведующая школы этого села Мария Боговесова и ее подруга учительница Галя Головешко. Вскоре их изуродованные трупы с петлями из колючей проволоки на шеях были подняты из колодца.

Не удивительно, что люди жаждали их крови. Суды над полицаями и бандитами из националистических формирований каждый раз проходили при огромном стечении народа.

ОЧЕВИДЕЦ. К зданию суда народу столько собралось, что была даже охрана. Охраняли военные, потому что было опасно, что нападут буквально и выставят дверь и прорвутся. Люди на столько были агрессивны, что они бы могли там поразрывать их живьем.

ДИКТОР. Раиса Соколова во время суда над фашистами и их прихвостнями было 13 лет. Но то, что творилось тогда в городе, настроение людей, стремившихся попасть вот в это здание, на суд над врагами, она помнит очень хорошо. Просто потому, что пережив оккупацию, лично неоднократно сталкиваясь с действиями полицаев, она прекрасно понимала происхождение той ненависти, что двигала взрослыми.

ОЧЕВИДЕЦ. Они были на столько жестоки, гораздо страшнее немцев. Организовали они душегубки. Эти душегубки, они делали облавы на рынках. Окружали рынок и через ворота пропускали прямо в машины и говорили едем на уборку картофеля, свеклы, ну люди же голодные уже и рады картошку ж там парочку унесут. И все значит садились в эти машины, машины конечно закрывали, включали газ и везли их в рвы. И туда с душегубок сваливали.

ДИКТОР. Еще кадры уникальной кинохроники, обнаруженной нами в архивах. Казнь полицаев и предателей родины в Краснодаре. Вот они – убийцы и насильники, которых вскоре ждет смерть.

КИНОХРОНИКА. Тищенко – предатель ставший следователем гестапо. Рычкалов Иван – уголовник, дезертир, работал в гестапо, участник отравления советских людей газами. Ластовина – кулак, участвовал в убийстве 60 советских граждан. Тучков Григорий – служил в гестапо, выезжал на облавы и аресты. Пушкарев Николай – группенфюрер гестапо, поджигал и взрывал здания гестапо с заключенными жителями Краснодара. Нисан Григорий – тоже агент гестапо. Напцов Юнус – гестаповец, помогал немцам вешать жителей. Катомцев Иван – участник гитлеровских карательных экспедиций. Павлов Василий – служил полицейским в зондеркоманде СС 10а. Парамонов Иван – добровольно пошел на службу к немцам. Гладов Игнатий – тайный агент и провокатор гестапо. Презренные изменники родины.

ДИКТОР. Казнь тогда в 43м проводили здесь – на этой площади. Понятно, с тех пор тут многое изменилось. Те, кто сегодня живет в этом районе Краснодара, зачастую и не подозревают о тех далеких событиях.

КИНОХРОНИКА. 14-17 июля 1943 года. Военный трибунал северо-кавказского фронта в открытом судебном заседании в городе Краснодаре рассмотрел дело о зверствах немецко-фашистских захватчиков и их пособников на территории города Краснодара и краснодарского края. Военный трибунал приговорил Тищенко Василия Петровича, Рычкалова Ивана Анисимовича, Ластовина Михаила Павловича, Пушкарева Николая Семеновича, Нисана Григория Никитовича, Напцова Юнус Мицухувича, Катомцева Ивана Федоровича, Гладова Игнатия Федоровича к смертной казни через повешение. Приговор окончательный и обжалованию не подлежит. Товарищ полковник, приведите приговор в исполнение.

Иудам-предателям, изменникам русской земли, позорная смерть.

Вот кого из них вы знаете хорошо? – вот этого в розовой рубашке! Пушкарева.

ДИКТОР. Тогда в 40х было много людей, которые знали предателей полицаев в лицо. Помнили то, что они творили на родной земле. Сегодня свидетелей почти не осталось. Время неумолимо. Но мы все таки сумели их найти. Алла Головко как и Раиса Соколова в ту пору была подростком, но постарше и самостоятельнее. Ни у кого не спросясь она вместе с другими ребятами со своего двора побежала смотреть казнь.

ОЧЕВИДЕЦ. Столько народу было, что на крышах даже люди сидели везде. Мы бегали смотреть и узнали, было четыре, которых мы знали. 2 полицая стояли, мы их видели на посту гестапо, мы их узнали. А 2 они в душегубках затаскивали людей в душегубки. И они потом выгребали трупы и это все делали полицаи вот эти, наши предатели.

ДИКТОР. Перед отступлением немцев из Краснодара, именно эти люди подожгли здание гестапо, в подвалах которого находилось почти 600 человек пленных. Полицай Пушкарев тогда как раз стоял на посту перед дверями пылающего здания с тем, чтобы жители Краснодара не смогли спасти горевших заживо арестантов.

КИНОХРОНИКА. Просили его, Пушкарева вот этого самого – открой пожалуйста двери, а он кричит – уходите отсюда я буду стрелять в вас.

ДИКТОР. Когда пожар еще только разгорался, в обреченное здание чудом удалось пробраться 3м подросткам. 2м мальчикам и девочке – Алле Головко.

ОЧЕВИДЕЦ. Как дымом дало черным дымом! Вот так не видно было ни голов ни чего, потому что открыли, а оттуда дым пошел и душераздирающие крики, такие душераздирающие, что страшно было. Я говорю – ребята, слышите! Давайте выпустим их. Мы туда, а там замок висит. И мы – я говорю давай быстро за булыжником, будем сбивать замок.

ДИКТОР. Дети выпустили пленных только из 1й камеры. Остальные сгорели. Не удивительно, что никто в этой огромной толпе не испытывал жалости к казненным. А ведь это был только 43 год. Националистические банды еще не проявили свою сущность в полной мере. Миру над которым сегодня Олег Тягнибок мечтает поднять украинское знамя еще только предстояло узнать подробности того, что творили боевики УПА в народе прозванные резунами. Во время печально знаменитой волынской резни бандеровцы убивали людей исключительно по национальному признаку. В первую очередь поляков и тех украинцев, которые замарали себя связью с ними. Также под общую гребенку шли треклятые москали и чудом пережившие гитлеровскую оккупацию евреи.

ВЕТЕРАН УПА. Евреев, ну мы называли их жиды, галичане называют их – жиды.

ДИКТОР. Вот они страшные свидетельства той поры. Выжженные глаза, отрубленные пальцы и головы, вспоротые животы. Опять таки ничего нового. Еще в довоенные годы один из главарей организации украинских националистов Михайло Степаняк писал: ОУН отстаивает лозунг Украина для украинцев. Что касается той многомиллионной массы неукраинцев, которые живут на Украине, то для них ОУН не оставляло места на Украине.

А вот эта цитата взята из тайной инструкции «борьба и деятельность ОУН во время войны», которую накануне 2й мировой составило руководство этой организации: в период замешательства и хаоса можно позволить себе ликвидировать нежелательные польские, московские и еврейские элементы.

Ликвидировали по старинке, никакого газа, никаких печей – исключительно личный контакт. Рубили и резали, топором, двуручной пилой, огородной тяпкой, кололи штыком, как вот этого 2х летнего мальчика, его звали Марик Меколь и вся его вина состояла в том, что его родители были поляками. Сегодня все архивы, связанные с человеконенавистнической деятельностью резунов ОУН УПА на Украине не доступна. Многие подозревают, что навсегда. По причине полного уничтожения. КОНТРРАЗВЕДЧИК. Мы пожинаем плоды того, к чему Украина стремилась, собственно говоря, все эти 20 лет. И я не знаю, сохранились ли сейчас, при нынешней структуре СБУ, архивные материалы. Но коль несколько лет там поработали при Наливайченко вот фальсификаторы, националисты.

ДИКТОР. При 13 председателе службы безопасности Украины Валентине Наливайченко, в ведомстве действительно начали твориться удивительные вещи. Общедоступный, но мало кому известный факт. Именно при Наливайченко в июле 2008 года выпускникам академии службы безопасности Украины, будущим разведчикам и контрразведчикам погоны и дипломы вручал посол США Уильям Тейлор.

КОНТРРАЗВЕДЧИК. Вред причиненный Наливайченко, органам госбезопасности и безопасности всей страны, он не поддается подсчету. Не зря говорят, что СБУ – это филиал центрального разведывательного управления.

ДИКТОР. В дополнение стоит отметить лишь, что Валентин Наливайченко придерживается тех же политических взглядов, что и Олег Тягнибок. А с лидером правого сектора Дмитрием Ярошем его и вовсе связывают многолетние дружеские отношения. Сегодня все эти продолжатели дела Степана Бандеры и Романа Шухевича на самой вершине власти в Украине.

ОЧЕВИДЕЦ. История повторяется…

КОНТРРАЗВЕДЧИК. И не дай бог, если только в Украине наступит в полном масштабе фашистская диктатура, а это фашистско-бандеровская диктатура, то вряд ли Европа и мир будут гарантированны от того, что мир не постигнет та судьба, которая постигла мировое сообщество и весь земной шар в годы 2й мировой войны.

ДИКТОР. Один из самых знаменитых фильмов про войну, «семнадцать мгновений весны» был снят в 1973 году. Долгое время его показывали по телевизору ежегодно. А вот философская сторона фильма рассуждения героев стали с годами казаться откровенной пропагандой. Но времена меняются. И то, что в 80х или 90х годах прошлого века выглядело творческим преувеличением, нагнетанием эмоций ради усиления эффекта, поразительным образом стало сбываться.

КАДРЫ КИНОФИЛЬМА. Это обращение к нашим детям, к тем, кому сегодня месяц, год, три. Тем кому сейчас 10 – мы не нужны. Ни мы не наши идеи. Они нам не простят голода и бомбежек. А вот те, которые сейчас еще ничего не смыслят, они будут говорить о нас как о легенде. А легенду надо подкармливать. Надо создавать тех сказочников, которые переложат наши слова на иной лад, тот которым будет жить человечество через 20 лет. Как только где-нибудь, вместо слова «здравствуйте» произнесут «хайль», в чей-то персональный адрес, знайте – там нас ждут, оттуда мы начнем свое великое возрождение.

ТОЛПА СКАНДИРУЕТ. Зииииг! Хайль! Гитлерюгенд СС! Бандера приде – порядок наведе! Бандера приде – порядок наведе! Бандера приде – порядок наведе!

line-wordpress

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

Copy-shop als psychoanalytische Methode heute.
Die Psychoanalyse heute ist lediglich die Nachahmung einer vermeintlichen Psychoanalyse, die es so nie gegeben hat, also unbewußte Karikatur, Totemmaske ihrer selbst.
Die Revolution frißt ihre Väter, nicht ihre Kinder.
Jeder verdient eine zweite Chance. Eine zweite, nicht eine zwölfte, zweiundzwanzigste oder einhundertzweite.
In Polen haben amerikanische Geheimdienstler ihre Gefangenen gefoltert, während vor polnischen Gerichten Prozesse gegen polnische Geheimdienstler liefen, die polnische Gefangene gefoltert haben.
Besser irgendwelche Sitten, als gar keine Sitten.
Direkte Gewalt gegen strukturelle Gewalt – lediglich eine Rationalisierung der eigenen Lust als Rechtfertigung für eigene wilde, triebhafte Gewalt. Wer strukturelle Gewalt von Institutionen eines demokratischen Rechtstaates delegitimiert und direkte Gewalt gegen diese Institutionen legitimiert, der gibt jeglicher denkbaren Form von Gewalt freie Hand, denn jede Gewalt kann moralisch begründet werden. Der Teufel ist ein Moralist. Und ein Gewalttäter. Aufrufe zur Gewalt sind in Deutschland strafbar.
National Sozialistische Deutsche Arbeiter Partei (NSDAP) war links,, ihr Kampf gegen Kommunisten und Sozialisten war nicht ideologisch, sondern es war ein Konkurrenzkampf unter Gleichen.
Wer sich für Kunst nicht interessiert, wem Kunst nichts bedeutet, der interessiert sich ebensowenig für Menschen, dem bedeuten Menschen nichts. Denn Kunst ist Ausdruck menschlicher Gefühle, Kunst ist Liebe.
Manche Menschen schauen in den Spiegel und sagen: „Die Welt ist schrecklich, die Welt ist böse“, und fangen an, dieses Böse in der Welt, aber nicht in sich, zu verfolgen, zu vernichten, auszumerzen. Also andere Menschen, das Andere menschliche, was sie nicht sein wollen, zu exterminieren, zu liquidieren.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

 „…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl.“ (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)
„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Ein Deutscher sei ein Mensch, der keine Lüge aussprechen könne, ohne sie tatsächlich zu glauben – Adorno
 „Nein, ihr habt nichts zu tun mit den Arbeitern. Mit Schweißgeruch. Mit Menschen in Maschinenhallen oder an Fließbändern. Mit Möbelpackern oder Heizungsmonteuren. Mit Schützenvereinen und Angelsportclubs. Mit Hauptschülern und sonntäglichen Kirchgängern. Nein, das Volk liegt euch nicht.“ Das ist die Argumentation der wahrhaften, der lafontainistisch-leninistischen Sozialdemokratie – die konsequente Steigerung von Arbeiter, Schweiß, Schützenverein und Alfred Tetzlaff immer weiter hinauf bis ins Volk hinein als dem ultimativen Gully allen deutschen Wahns. – Joachim Bruhn
Dummheit, nicht Denken, Ideologien, Moralismus, führen zum radikalen handeln. radikales Denken verhindert radikales Handeln.
„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

People feel always terrible offended if you do not believe their lies.
Everyone is responsible for his feelings.
Psychoanalysis is nobody’s business except the psychoanalyst and his patient, and everybody else can fuck off.
“Time is the echo of an axe
Within a wood.”
― Philip Larkin, Collected Poems

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

 Why Allah does not shows himself? Because he does not want  to do anything with such assholes.
When fascism returns, he will not say, ‘I am the fascism‘. No, he will say, ‘I am the anti-fascism Ignazio Silone.
Political correctness requires a language for a poetry album.
 Psychoanalysis is frivolous, or it is not psychoanalysis.
Colorful diversity, earlier: shit.
What can not any longer be changed, can not any longer be reformed, it is no longer alive, but very dead (instead). What is dead should be, has to be buried: religion, marriage, Romanticism, etc.
Romantic sucks.
 The reality is always stronger than illusions.
 A delusion is characterized by increasing loss of reality, and can be attested to today’s leaders in Germany and the mass media. Loss of reality describes the mental state of a person who is not (any longer) be able to understand the situation in which it is located. So you are ruled by madmen and manipulated by the mass media.
Totalitarianism can only be defeated if one has the courage to call things by their right names, just as they are. Political correctness prevents it promotes totalitarianism and political cowardice and political lie.
The Extinction: Islam is like the sun, who comes too close to him, will burn itself and will flare the rest of the world with him.
Islam does not want any submission! Islam wants victory, destruction and annihilation.
The world was not created just for you.
Time needs time.
What has God