Kategorie-Archiv: Frauenunterdrückung

Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz über pathologischen Haß im Feminismus

“I am a feminist. All this means is that I am extremely hairy and hate all men, both as individuals and collectively, with noexceptions.” – Bridget Christie

„Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“ – Grabinschrift von Ingeborg Bachmann

Die sich in ihrem Aufgeschlossensein und ihrer Weltoffenheit Sonnenden sind weder aufgeschlossen noch weltoffen. Sie sind Besserwisser, die es besser wissen wollen, als es die Fakten nahelegen. Die Toleranten sind intolerant. Die Gleichmacher spalten. Die Diversitätsprediger streben nach Hegemonie. Die Antibürgerlichen sind die übelsten Spießbürger. Die Faschisten gebärden sich als Anarchisten, und die frei gewählte Monarchin kennt keine Parteien mehr. Wer widerspricht, wird nicht widerlegt, sondern zum Schweigen gebracht. Geschlossenheit ist gut, Diskurs ist Streit, also verwerflich. Sagen ausgerechnet die, die Kritik als Grundprinzip ihrer Profession ausgegeben hatten. Aber nur, bis sie die Meinungsführerschaft errungen hatten. An der halten sie nun fest. Die Psychoanalyse in Deutschland ist heute nur eine affirmative Herrschaftsnahme.

In Deutschland herrscht ein Neuer Totalitarismus der selbsternannten „Guten“, die jede andere als eigene, herrschende Ansicht mit Geschrei, Diffamierungen, Ausschluß und Denunziation zum Schweigen zu bringen versuchen. In Deutschland ist Faschismus nicht verschwunden, er hat nur die Seiten gewechselt und neue inoffizielle mediale helldeutsche Reichsschrifttumskammern aufgestellt, die darüber wachen, daß über ihre Fetische (z.B. die Invasion der Heiligen, pauschal Flüchtlinge genannt) nur huldigend und anhimmelnd gesprochen wird. Für mich sind diese in eigener Moral mit Schaum vor dem Mund sich selbst zur Extase des Hasses hochgeputschte Hetzer gegen jede von ihrer eigenen abweichende Meinung die neuen Nazis. Antifa ist Nazifa. Wie Max Liebermann angesichts des Nazi-Deutschland zuletzt sagte, ich kann nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte. Wie zu Kaisers Zeiten – der Mainstream-Populismus gefährdet die offene Gesellschaft.

In Deutschland herrscht heute die Gemeinde der Gutmeinenden, mit drei zum Fetisch inoffiziell erklärten Totems, die unter Androhung der medialen Todesstrafe unberührbar sind und ausschließlich das Mantra ihrer Heiligen Herrlichkeit gepriesen werden darf. Das Gutmenschen-Syndrom: die Gedankenlosigkeit, die Ignoranz, die Heuchelei (Hypokrisie) und die Verleumdungssucht. Die Linken und Grünen sind heute der Staat, sie feiern sich selbst und ihre Politik unter den knatternden Fahnen. Der Protest der Jugend kommt deswegen von rechts. Da die Herrschenden heute sich Links und Grün nennen, kann Opposition nur Rechts heißen.

Diese neudeutsche immanent religiöse Dreifaltigkeit besteht aus drei tabuisierten Totems: Moslems (und muslimische Flüchtlinge), Frauen und Homosexuelle (und andere Nicht-Heterosexuelle.).

Der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz wagt (als eine Ausnahme unter deutschen Psychoanalytikern) an den beiden ersten Heiligenfiguren zu kratzen.

(siehe auch: Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz: Merkel hat Größenwahn

https://psychosputnik.wordpress.com/2016/11/25/psychoanalytiker-hans-joachim-maaz-merkel-hat-groessenwahn/

Während in der Türkei Menschen verfolgt, ermordet, drangsaliert und gequält werden, der Islamofaschismus zunehmend erstarkt, und nach Europa greift, echauffieren sich Deutsche über Trumps Wahl auf dem Niveau von Diskussionen über Ergebnisse von Eurovision Song oder DSDS und der große Freund von Erdogan soll zum deutschen Bundespräsidenten gewählt werden.

Die Erkenntnis ist kein fertiges Ding, sondern ein dialektischer Prozeß, in dem eine neue Erkenntnis nur durch Negation und Aufhebung einer bestehenden Erkenntnis gebildet werden kann. Die gegenwärtige Gesellschaft und vor allem ihre selbsternannten „Eliten“ verhindern, diffamieren und bekämpfen andere als gerade herrschende, etablierte Meinungen und verwandeln damit lebendige Erkenntnis in eine tote, verdinglichte Ideologie, die damit vom Wissen zum Unwissen, zum Fetisch wird. Das gilt für alle institutionalisierten lediglich eigene Macht selbst akkumulierenden Bürokratien, die Politik, die Wissenschaft, die Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse und andere.

Die Psychoanalyse muß sich hüten, erbaulich sein zu wollen, sie muß moralinfrei sein, sonst ist sie keine Psychoanalyse mehr. Wer keine Lebensfreude hat, der hat die Moral.

„Der Nationalsozialismus lebt nach, und bis heute wissen wir nicht, ob bloß als Gespenst dessen, was so monströs war, daß es am eigenen Tode noch nicht starb; oder ob es gar nicht erst zum Tode kam; ob die Bereitschaft zum Unsäglichen fortwest in den Menschen wie in den Verhältnissen, die sie umklammern.“ (Theodor W. Adorno, 1959)

Deutsche neigen zur Wahnbildung einer „Willkommenskultur“ zwecks Angstverdrängung ihres schwachen ICHs angesichts des Islamofaschismus, ihr Autoritärer Charakter (Adorno) erträgt Ambivalenzen nicht. Nicht die Flutwelle der Ankömmlinge, sondern die hier Ansässigen sind traumatisiert. Deutsche erkennen die Verkommenheit der Ankommenden nicht, weil sie die Eigene verdrängen. Das macht Angst.

Deutschland ist eins der am meisten, wenn nicht das am meisten durchtherapierte Land der Welt, Psychotherapie, Selbsterfahrung, Coaching, psychologische Seminare überall, vom Flüchtling bis Bankvorstand. Deutschland ist das Land der Betreuten und der Betreuer, der Behandelten und der Behandler, der Patienten und ihrer Therapeuten. Kein Wunder, daß auch in der Politik Deutschland die Rolle eines Psychotherapeuten für den Rest der Welt, für ihren Patienten, beansprucht. Nach so viel Psychotherapie müßten Deutsche die Vernünftigsten, die Mutigsten und die Zufriedensten in der Welt sein, anstatt die Irrationalsten, die Ängstlichsten und die Unzufriedensten. Wieso ist es so?

Es ist so, weil Deutsche Selbsterkenntnis mit Selbstsucht und Tiefsinnigkeit mit Selbstbezogenheit verwechseln und was sie für Psychotherapie und Selbsterkenntnis halten, lediglich eine Bestärkung eigener narzißtischer Opferrolle ist, mit Erklärungen, daß für das eigene Schicksal nur andere verantwortlich, also schuldig seien, vorwiegend die Mutter, der Kapitalismus, die Amerikaner und die Juden (Israel, Zionisten). Reflektion nirgendwo, überall nur Beschuldigungs- und Betreuungsindustrie. Das ist, was Deutsche für Psychotherapie halten, das ist die herrschende Psychokratie in Deutschland, ein Werkzeug der Volksverdummung. Nirgendwo Aufklärung, nirgendwo Reflektion, die Unwissenheit ist Stärke, rot-rot-grüner Anton Reiser überall, Theodor Wiesengrund nirgends mehr.

Man ist das, was man in der Welt wahrnimmt und in seinem Leben macht. Wer sich mit nur sich selbst beschäftigt, beschäftigt sich mit gar nichts, außer daß er sein narzißtisches Selbst immer mehr aufbläst.

Wenn 1.000.000 Menschen an ein Kalb mit 3 Köpfen glauben, dann nennt man es Religion, wenn 10.000 Menschen an ein Kalb mit 3 Köpfen glauben, dann nennt man es eine Sekte, wenn ein Mensch an ein Kalb mit drei Köpfen glaubt, dann nennt man es Paranoia. Seit 2001 bestimmt eine einzige Religion die Debatte: Der Islamofaschismus. Islam ist eine gewaltverherrlichende faschistische menschenverachtende Antikultur. Es gibt keinen richtigen Islam im falschen.

Zur Psychoanalyse, psychoanalytischer Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierter (psychoanalytisch orientierter) Psychotherapie gehören als zentrales Thema gesellschaftliche Probleme. Es geht nicht immer nur um die Mutterbrust,
sondern auch um Konflikte in der Gesellschaft, in der der Mensch lebt und von der er formiert und deformiert wird.

Die real existierende Psychoanalyse in Deutschland ist ein politisch korrekter institutionalisierter Kastrat, der jedes konflikthafte Thema meidet, verhindert, zensiert, kontroverse Psychoanalytiker mundtot macht. Was Carl Müller-Braunschweig, Felix Boehm, Schultz-Hencke, Ernest Jones eingebrockt und Annemarie Luise Christine Dührssen für die nächsten 1000 Jahre dingfest festgebacken hat, ist für die Katze. „Zwar war Freuds Psychologie des Unbewußten längst von deutschen Mandarinen »verwissenschaftlicht« und die Psychoanalytische Bewegung durch Hitlers Terror zum Stillstand gebracht worden. Doch auch in den aktuellen Theorie- und Praxis-Gestalten der reimportierten, medizinalisierten und konventionalisierten Psychoanalyse glomm noch der Funke der Freudschen Ideologiekritik.“ – (Helmut Dahmer, In: Konkret 02/92, S. 52.) Die Medizinalisierung und Technokratisierung der Psychoanalyse machte sie zum toten Ding, zum Fetisch im saturierten Strukturalismus, der weder die Postmoderne noch den Dekonstruktivismus erfahren hat.

Ich haben nach vielen Auseinandersetzung mit der herrschenden Psychokratie verstanden: das Psychokraten-Racket präsentiert sich aktuell als selbstveredelte Omertà mit Enigma-Chiffriermaschine und Vertuschungshoheit, Verschweigeprivileg, Bemäntelungsbefugnis, Lizenz zum Retouchieren, Zensieren, Relativieren. Aufdeckende Methoden in der Psychotherapie sind damit verbannt und werden bald verboten. Nihil novi sub sole. Unwissenheit ist Stärke. Rackets sind nach Adorno mafiaartige bürokratische alienähnliche selbst machtakkumulierende Verwaltungsorgane, mächtiger als Kapitalismus. Die stärkste alles beherrschende, selbstakkumulierende Macht ist nicht mehr der Kapitalismus, sondern die Bürokratie, die Rackets der nur noch dem Schein nach demokratischen Verwaltung.

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Grell: Die Spaltung der Gesellschaft an politischen Linien in Deutschland ist sehr kritisch, doch es existiert auch eine Spaltung zwischen Männern und Frauen. Doch was hat dazu geführt und wie kommen wir da wieder raus? Dem Zuschauer herzlich Willkommen zu NuoViso Talk, mein Name ist Hagen Grell und zu diesem Thema habe ich mir heute den ärztlichen Psychotherapeuten, Psychoanalytiker und Autor Hans-Joachim Maaz eingeladen, vielen Dank, dass Sie da sind. Herr Maaz, vielleicht gleich als Einstiegsfrage, was halten Sie denn vom heutigen Feminismus?

Maaz: Das ist ein riesen Thema, kann man gar nicht wirklich mit einem Satz beantworten. Also ich will es mal so sagen: So viel wie ich von Feminismus verstehe und mitbekommen habe, war es eine notwendige Entwicklung, um die gesellschaftliche Gleichwertigkeit, Gleichberechtigung der Frauen, die ja wirklich jahrhundertelang unterdrückt waren, schlecht behandelt worden, also das eher niedrige Geschlecht so in dem sozialen Rang dargestellt war. Das war eine ganz notwendige Bewegung. Übrigens interessant ist, dass es, ich denke, in der DDR ist eine solche feministische Bewegung gar nicht geben musste, weil die Rolle der Frau irgendwie von vornherein unter den sozialistischen Bedingungen eine andere war. Wo ich erhebliche Bedenken habe mit feministischen Tendenzen, wenn sie männerfeindlich sind, damit beziehungsfeindlich also zwischen den Geschlechtern und vor allen Dingen, wenn sie kinderfeindlich sind. Also vor allen Dingen dadurch, dass Mütterlichkeit nicht mehr als ein Wert geschätzt wird, eigentlich überhaupt nicht vorkommt in den feministischen Überlegungen, wie wichtig und notwendig es ist, dass es auch eine gute Mütterlichkeit in der Gesellschaft gibt.

Grell: Mütterlichkeit ist eine Bestätigung des Patriarchats, ich zitiere jetzt mal die Position: Mütter sind faul, eigentlich könnten sie auch arbeiten und sollten ihre Karriere machen und würden damit was für die Frauen eigentlich tun, für die Frauenbewegung usw. Mütter fallen da eigentlich hinten unter.

Maaz: Ja, das ist eine furchtbare Position, die halte ich für auffällig, fast pathologisch, weil es weder dem Frauenbild noch der Beziehungskultur, die wir brauchen, eben noch der Entwicklung in der Gesellschaft gut tut, wenn solche Positionen vertreten werden.

Grell: Vor allem wundert es mich, Entschuldigung, dass ich kurz unterbreche, gerade beim Feminismus, dass da eben so viel, wie Sie schon gesagt haben, auf Hass basiert. Also man möchte ja eigentlich ursprünglich halt pro eingestellt sein und was erreichen und dann ist es eben, wie Sie gesagt haben, ich erlebe es genauso, Männer hassen, Kinder hassen, Weiblichkeitshass, Frauenhass, sogar gegenüber manchen Frauen, die sich nicht in dieses Bild einordnen wollen, Mütterhass. Wie kann das kommen?

Maaz: Ja, das ist der Mechanismus, den wir bei all solchen Entwicklungen sehen, wenn also Hass, Ärger, feindselige Positionen vertreten werden. Es ist immer ein Hinweis für eine innerseelische Problematik. Nun kann man sagen, gut, also über Jahrhunderte sind Frauen schlecht behandelt worden, dass sich da auch jetzt kollektiv etwas angehäuft, ein kollektiver Protest und das Bemühen, da wirklich eine angemessene soziale Rolle einzunehmen, das kann man verstehen, aber häufig sind es eben dann auch Vertreterinnen, die eine ganz individuelle Problematik in sich tragen, die schlechte Erfahrungen mit ihren Vätern, auch mit ihren Müttern gemacht haben und im Grunde genommen wie so oft, dann wird die eigene Identitätsproblematik nicht als solche wahrgenommen, sondern wird in kämpferischen Positionen jetzt gegen vermeintliche Gegner, Feinde usw. ausgetragen und das, denke ich, ist im Feminismus kommt es auch deutlich vor und dort muss man dann wirklich sagen, also da nimmt die Entwicklung keine gute Entwicklung mehr.

Grell: Und das hat ja auch ein Stück weit, wie Sie schon gesagt haben, wenn man sich mit Hass begegnet, das findet ja dann auch in der Kommunikation statt und auch in den Beziehungen selber, treibt dann auch die Menschen auseinander. Sehen Sie das auch in der Gesellschaft? Ich meine, gut, an den Zahlen kann man es ja auch ein Stück weit sehen, die niedrigste Geburtenrate weltweit in Deutschland, riesengroße Singlequoten in Deutschland, aber Sie kennen es ja auch aus der eigenen Praxis als Psychotherapeut und als Psychoanalytiker. Kommen da auch Menschen zu Ihnen mit Beziehungsstörungen und wo Sie diese Problematiken auch drin erkennen?

Maaz: Ja, das ist ein sehr häufiges Thema sogar. Man kann so lax sagen, es wird immer schlimmer, Männer und Frauen verstehen sich nicht mehr. Also Partnerschaften werden immer schwieriger. Das hat natürlich sicher sehr viele Gründe. Das ist einmal begründet mit dem, was bringt die Frau, was bringt der Mann an Problematik mit, dann hat man oft die Erwartung, es wird in der Partnerschaft alles besser, es wird reguliert oder der Partner erfüllt mir endlich die Bestätigungen, die mir so gefehlt haben. Das geht natürlich schief. Dann, wenn Kinder kommen, wird die bisherige Partnerschaft infrage gestellt. Jetzt ist sozusagen eine neue Aufgabe, neue Verpflichtung da und die Hoffnung, dass der Partner jetzt nur für mich da ist, die geht verloren und dann gibt es natürlich die sozialen gesellschaftlichen Bedingungen, wie Männer und Frauen behandelt werden, welche Chancen sie auch auf dem Arbeitsmarkt haben. Ich will, weil mir das ganz wichtig ist, um noch mal diese Tendenz der Gleichmacherei, also Gleichberechtigung ist notwendig und richtig. Das heißt aber nicht gleich Artigkeit. Also diese, sagen wir mal, was man vielleicht mit der Überschrift Unisex vertritt, was ich für wirklich auffällig bis abnorm halte, Menschen sind nicht gleichartig. Männer und Frauen sind nicht gleichartig. Jeder ist individuell unterschiedlich und jetzt mal bezogen auf mein Hauptthema, der Entwicklung und Betreuung der Kinder, gibt es Werte, die man als mütterlich und als väterlich bezeichnen kann. Die sind nicht reduzierbar, das heißt nicht, dass mütterlich nur Frauen sein können, es gibt auch väterliche, es gibt auch Mütterlichkeit bei Vätern und das heißt nicht, dass väterlich nur Männer sein können, sondern es auch gibt auch mütterliche Männer und väterliche Frauen. Das ist nicht ans Geschlecht gebunden, aber es sind die Eigenschaften, die sind für das Kind nicht weiter reduzierbar. Also mütterlich ist zum Beispiel eine Einstellung des Erwachsenen zum Kind, ich nehme dich an, ich bin bemüht, dich zu verstehen, ich bin empathisch bei dir, ich will dich erkennen, ich will dich fördern, ich will dich versorgen, schützen und ernähren. Und das Väterliche wäre der andere Pol, den ein Mensch zur Entwicklung braucht, nämlich ich fördere dich, ich fordere dich, ich bringe dir praktisch Dinge bei, das Leben zu gestalten. Also auch was mit Verantwortung und Pflicht, mit Aktivität, mit Risiko zu tun hat.

Grell: Aggressivität teilweise auch.

Maaz: Ja, auch das, im besten Sinne. Also das Mütterliche ist dem Kind gegenüber das, was für den Schutz, die Versorgung und Geborgenheit sorgen. Das Väterliche wäre das, wo das Kind jetzt aus dem mütterlichen Raum hinaus in die Welt gebracht wird. So, wer das jetzt von den Erwachsenen macht, das ist erst mal zweitrangig, aber diese unterschiedlichen Beziehungsangebote, die braucht jedes Kind und eine alleinerziehende Mutter, ein alleinerziehender Vater hat es besonders schwer, weil er eigentlich beide Funktionen, das Mütterliche und das Väterliche zu vertreten hat. Man darf aber nicht vergessen oder übersehen und das werfe ich einem falsch verstandenen Feminismus vor, dass tatsächlich die leibliche Mutter eine ganz besondere Bedeutung hat, denn sie stellt schon eine Verbindung zu dem Kind her in der Schwangerschaft, unter der Geburt und dann in der ersten Zeit der möglichst guten Stillphase.

Grell: Das finde ich auch interessant, das stellt man sich ja manchmal nicht so vor, aber ich habe auch in letzter Zeit mich damit beschäftigt und dann eben das Kind quasi neun Monate ja im Bauch wächst, das Gehirn sich ja relativ früh anfängt, zu entwickeln, es hat die Verbindung über die Nabelschnur, bekommt Nährstoffe, bekommt die Hormone mit teilweise, Neurotransmitter, bekommt die Geräusche schon mit oder lauter Impulse, das unterschätzt man manchmal und gerade aus dieser Ideologie von Leuten, die dann sagen, das Kind kommt als weißes Papier auf die Welt, das ist dann eben gar nicht oder?

Maaz: Das ist überhaupt nicht der Fall. Wir gehen sogar davon aus, dass etwa bis zu 50 Prozent, was den späteren Erwachsenen ausmacht, was ihn geprägt hat, in dieser ersten Phase Schwangerschaft, Geburt, Stillzeit entsteht.

Grell: Bis zu 50 Prozent?

Maaz: Bis zu 50 Prozent. Also das kann man gar nicht hoch genug einschätzen, wie wichtig das ist, dass die leibliche Mutter auch in ihrer Mütterlichkeit gute Chancen hat, also auch in der Vorbereitung, was ist eigentlich mütterlich und welche innere Einstellung zu dem Kind kann ich verwalten und natürlich die sozialpolitische Aufgabe in der Gesellschaft, gerade diese Phase so zu unterstützen, dass eine Frau eben gut Mutter werden kann und Mutter sein kann.

Grell: Ich hatte das auch gerade, ich muss nur kurz da reingehen, weil ich das so spannend finde, gerade auch die Hormone, die ja zum Beispiel ausgeschüttet werden, das Kind bekommt das ja auch mit. Ich habe das neulich von einem interessanten Beitrag dort gehört, wenn das Kind zum Beispiel merkt, okay, zum Beispiel der Vater kommt oder so und dann kommen Stresshormone oder es ist eigentlich so, das Kind macht sich selber bemerkbar dadurch, dass es zum Beispiel mal tritt oder so und die Mutter strahlt eben nicht aus „Du bist willkommen“, sondern sozusagen hat dann auch wieder Stress, das kriegt ja das Kind genauso mit und immer, so kann sich auch ein Selbstwert dort schon mitformen oder?

Maaz: Ja, das ist gut dargestellt, genau. Deshalb ist es auch für die Qualität der Betreuung weniger die Frage pädagogischer Verhaltensweisen und Maßnahmen, sondern wichtiger ist die innere Einstellung, also welche innere Einstellung hat die Mutter zu ihrem Kind, ja? Wie kann sie es annehmen, akzeptieren, gutheißen, neugierig sein oder wie sehr fühlt sie sich beeinträchtigt, bedroht vielleicht sogar, angstvoll besetzt, was ist das für ein Kind, was macht das aus meinem Leben usw. Also damit ist das Verständnis der innersten Haltung zum Kind entscheidend. Ich habe zum Beispiel viele Eltern kennengelernt, auch gerade Mütter, die davon überzeugt waren, dass sie das Beste für ihr Kind wollten und gemacht haben, aus Liebe gehandelt haben und sind erschrocken darüber, dass das Kind sich dann doch nicht so entwickelt hat, wie sie es erwartet haben aus ihrer Vorstellung von Liebe und wenn man das genauer analysiert, ist das beim Kind aber nicht als Liebe angekommen. Das Kind hat was ganz anderes gebraucht oder gewollt, als die Mutter gerade gedacht hat, dass es richtig sei und dieser Dissens, der ist nahezu tragisch, dass Eltern denken „Ich bin gut bei meinem Kind“, aber gar kein wirkliches Gefühl haben, was mit dem Kind ist, was das Kind braucht und aber nur das, was beim Kind ankommt, das Gefühlte ist entscheidend für sein Wohlbefinden und damit auch für seine Entwicklung bis hin zur Gehirnentwicklung.

Grell: Ah ja und das macht dann natürlich einen großen Einfluss auch wieder aufs Leben und da natürlich, um zurückzukommen auch zur Mutterrolle, auch was, was eben deswegen nicht zu unterschätzen ist und gerade auch die Abwertung dessen da natürlich auch wieder einen großen Einfluss auch auf die Gesellschaft hat, wieder auch auf das spätere Miteinander.

Maaz: Also ein Feminismus, der tatsächlich mütterfeindlich ist oder nicht auch Mütterlichkeit unterstützt und fördert, ist für die Entwicklung der Gesellschaft gefährlich, weil dort, sagen wir mal, das Mütterliche in einer Gesellschaft ist entscheidend für die Zukunft der Gesellschaftsentwicklung, weil dadurch wieder die nächste Generation geprägt wird, deren Verhalten, deren Persönlichkeitsstruktur, die ja im Grunde genommen die Gesellschaft zu gestalten hat.

Grell: Geistige Gesundheit.

Maaz: Ja. Das ist, deshalb bin ich an der Stelle wirklich sehr empfindlich, wenn also auch selbst gerade von Frauen das Mütterliche so abgewertet wird.

Grell: Denken Sie, dass der Feminismus überhaupt heute noch in der Form nötig ist?

Maaz: Also in der Form nicht mehr, wenn es darum geht, dass es um also die Gleichberechtigung von Frauen geht. Sicher, wir wissen, sie werden immer noch schlechter bezahlt oder so etwas, aber ich glaube, mittlerweile engagieren sich genauso viele Männer zu Recht darum, dass es da auch eine soziale Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern gibt. Ich habe eher den Eindruck, dass es jetzt Tendenzen gibt, die über das Ziel hinausschießen, wo es eine neue, fast einen Zwang gibt, das Weibliche hochzupushen, also die ganze Genderproblematik scheint mir sozusagen, dass ein vernünftigen Maß längst verlassen zu haben.

Grell: Wobei das auch sogar in die Richtung geht, Sie sprechen es ja gerade auch an mit Gender, wo sich das völlig von der biologischen Realität auch zu lösen scheint. Also ich höre ja dann immer wieder auch die Aussagen, man kann sich das komplett aussuchen, das ist alles ein soziales Konstrukt. Sie haben vorhin gesagt, 50 Prozent ist vorher, vielleicht sogar bis zu 50 Prozent festgelegt, die sagen gar nichts ist festgelegt, das kann ich mir heute aussuchen, heute bin ich ein Mann, morgen bin ich eine Frau, übermorgen bin ich irgendwas dazwischen. In den USA gibt es Entwicklungen sogar, wo es dann Leute gibt, die sich Transspezies sozusagen, glauben sie sind heute mal ein Pferd oder mal ein Sternenwandler oder irgendwas so, ein Stern, ein Baum oder irgendwas, sehen Sie das, ist das schon wieder pathologisch?

Maaz: Ja, hochpathologisch. Das ist hochpathologisch ja. Es ist vernünftig, danach zu forschen, wie das genetische Mitgegebene und dann die sozialen Verhältnisse einen Menschen prägen. Das ist für jeden einzelnen Menschen in einer spezifischen Art gegeben und das zu verstehen, das ist zwar sicher, dass es da allgemeine Tendenzen gibt, aber jeder Mensch auch ganz individuell beeinflusst wird von seinem Erbgut, aber eben auch von den sozialen Verhältnissen und vor allen Dingen eben von der Beziehungsqualität in seiner Frühentwicklung. Das ist gut und richtig und wichtig, dann kann man auch verstehen, weshalb es auch innerhalb der biologischen Geschlechter, Mann oder Frau erhebliche Unterschiede gibt, das ist in Ordnung, weil man erkennen kann, das ist aus bestimmten Umständen und Zusammenhängen so entstanden. Das würde helfen, dass dann praktisch das Individuelle eines jeden Menschen damit gewürdigt wird. Das ist aber was völlig anderes als wenn man jetzt in einen Kampf zieht, dass es keine Unterschiede mehr gibt, dass alle gleich sind, also da ist, denke ich, längst eine Grenze überschritten, wo es erneut abnorm wird.

Grell: Wie Sie auch gesagt haben, der Unterschied dann auch zwischen Gleichberechtigung, Gleichartigkeit, was was anderes ist, vielleicht sollten wir ja, um das auch mal gerade bewusst zu machen, Sie haben ja auch viel mit dem Verhalten von Menschen zu tun, das auch zu beobachten, dass wir auch wieder Leuten das ein Stück weit vielleicht auch klarmachen können, dass Sie das vielleicht noch mal benennen können von ihrer Beobachtung, was denn gerade auch im Verhalten so typische, vielleicht auch bisschen überzeichnet, Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind, weil tatsächlich, ich erlebe es manchmal, Feministen folgt der Weise, die das sogar für ein soziales Konstrukt halten, dass Männer stärker sind als Frauen. Die halten das für eine Diskriminierung, dass Männer- und Frauensportarten getrennt sind, obwohl Männer durch die Bank weg, die besten Männer schneller als die besten Frauen sind, zum Beispiel beim 100-Meter-Lauf oder so und zurück auf die Eigenschaften bezogen, welche Eigenschaften kann man denn mal so grob vielleicht so ein bisschen sagen, überzeichnet, um das mal ein bisschen zu, es gibt ja immer die Übergänge, Männer und Frauen haben.

Maaz: Also einmal ist es schon, was Sie angesprochen haben, gibt es bleibende biologische Unterschiede, die zwar auch variieren können, ja, die abhängig sind von den jeweiligen Hormonen, der Hormondynamik, wie viel Östrogene und Testosterone da eine Rolle spielen, dennoch bleiben deutliche biologische Unterschiede in der Körperlichkeit, in den Geschlechtsorganen, in den Geschlechtsmerkmalen usw. und damit, vor allen Dingen ich denke auch durch die Biologie, die Hormone sind auch Verhaltensweisen determiniert. Also dass Testosteron eine viel stärkere Aktivität und Aggressivität mit sich bringt, einen Muskelaufbau, das ist so und Menschen, die mehr Testosteron haben als andere und in der Regel hat der Durchschnittsmann mehr als die Durchschnittsfrau davon, dann gibt es auch solche biologischen Unterschiede, die sich auch dynamisch auswirken. Natürlich, wenn ich eine stärkere Muskelkraft habe, dann gibt es auch eine ganz verständliche Tendenz, die umsetzen und einsetzen wollen und daraus entstehen dann auch die sozialen Unterschiede oder die Berufsunterschiede usw. Ich glaube, der Fehler darf nicht gemacht werden, dass man sagt, das eine ist besser als das andere, da sind wir wieder bei dem Spaltungsthema, also auch ein Beruf ist nicht besser als der andere, darauf kommt es an und diese Unterschiede hat es aber häufig gegeben, dass man, na sagen wir mal, abgewertet hat, dass man wieder seine eigene Position überhöht hat und alles andere wieder abgewertet hat. Das, denke ich, ist tatsächlich dann nicht mehr hilfreich oder akzeptabel, aber dann die Unterschiede völlig zu negieren und praktisch eine Gleichartigkeit zu konstruieren, damit wird man nicht nur dem Menschen nicht gerecht, sondern zwingt sie nahezu dazu wieder, das Eigene abzuwerten und das muss man sagen können, ich fühle mich als Mann okay oder als Frau oder so, dass das dann infrage gestellt wird: „Na, stimmt denn das? Könnte das nicht noch anders sein?“. Also ich glaube, da wird sehr viel Unsicherheit produziert und wenn man das jetzt auch Kinder bezieht erst recht. Wenn man sie verunsichert in ihrer Identität.

Grell: Ich finde das auch sehr interessant, dass, es scheint mir gerade auch beim Feminismus zu sein, aber auch bei Ideologien, die da in die ähnliche Richtung gehen, wie eben zum Beispiel Gender usw., dass dort so ein gewisser, wie Sie schon gesagt haben, der Gleichartigkeit, das geht genau in die Richtung, eine Art Kollektivismus angestrebt wird, der ja quasi dazu führt, dass wir eher so eine, ich sage mal metrosexuelle Frauen, metrosexuelle Männern, die aber beide nicht ihre Männlichkeit und ihre Weiblichkeit ausleben, sondern beide in so einem Mittelmaß, so bisschen halbstarkes Mittelmaß, die Frauen sind nicht richtig weiblich, wie gesagt, die Männer sind nicht richtig männlich, mal so auch in den Extremen, leben eine Aggressivität, die sie haben, vielleicht gar nicht aus oder sozusagen ein emotionales Wesen, das die Frauen vielleicht dann haben, auch gar nicht aus. Wozu führt so eine Art, so eine Gleichmacherei, so ein Kollektivismus, so ein „Wir müssen alle irgendwie einer Norm entsprechen“?

Maaz: Die ganze Diskussion ist sozusagen von außen und oben gebracht. Ich würde dagegen und da wird es immer problematisch, weil man sich dann vergleicht, weil man „Gehöre ich dazu? Passe ich dazu? Muss ich mich verändern? Muss ich mich anpassen? Stimmt meine Wahrnehmung noch?“, dort liegt die Hauptgefahr einer solchen, auch ideologisierten Orientierung. Für mich wäre das Gegenteil, dass er einzelne in seiner Einzigartig gewürdigt wird und verstanden wird. Man kann jeden einzelnen fragen: „Wie fühlst du dich als Mensch? Wie fühlst du dich als Mann oder als Frau? Wie fühlst du dich mütterlich, väterlich oder weiblich und männlich?“. Das kann man durchaus fragen und da sieht man die ganze Breite, die ganze Palette der Möglichkeiten, aber das würde nicht mehr bedeuten, dass man sich zu einer Gruppe zählen muss, ja? Sondern ich bin so und so und ich empfinde so und so und das ist dann in der Regel ja auch noch dynamisch. Das kann von Stunde zu Stunde anders sein, von Tag zu Tag anders sein. Diese Einstellung Menschen verstehen zu wollen, wie sie auch zu bestimmten Eigenschaften, Identitätseigenschaften gekommen sind und wie sie die vertreten und wie sie die vielleicht auch verändern können und wollen, das wäre für mich die gesündere Einstellung.

Grell: Und ich sehe da auch gerade, genau wie Sie sagen, Sie kommen quasi vom Individuum, ich sehe dann den gegenteiligen Effekt gerade in diesen Strömungen, die versuchen Obergruppen zu definieren und diesen Obergruppen dann aber viele Eigenschaften anzuheften. Also da gibt es dann wenig Überschneidungen, sondern Frauen und Männer, Frauen sind irgendwie so, Männer sind eben so. Das heißt, wenn jetzt ein neuer Mann kommt, hat der eben so zu sein und dann wird immer mal neu definiert, aber auch wieder von außen und von oben, wie Sie sagen, wie jetzt der Mann zu sein hat, wie jetzt die Frau zu sein hat. Ist das, sagen wir mal, auch gerade von der Steuerung von oben oder die politischen Willen, wo sehen Sie da die Motivation, sowas zu tun?

Maaz: Na ja, es war ja über Jahrhunderte so, das wird ja auch zurecht kritisiert, dass Menschen in Rollen gedrängt wurden, in Geschlechtsrollen, aber auch in soziale Rollen, dass man, wenn man in der und der Position ist oder während dem Beruf, dann muss man sich so verhalten und nicht anders. Das hat es immer gegeben und jetzt scheint es aber eher sozusagen übertrieben, wie das Kind wird mit 24:53 ausgeschüttet, als wenn es solche ja Sozialrollen überhaupt gar nicht mehr geben soll oder die werden wieder von oben, bloß jetzt mit anderen Vorzeichen oder mit einer anderen Orientierung festgelegt, ja und ich glaube, die Politik hat schon immer Interesse daran, Menschen in einer bestimmten Weise festzulegen oder zu manipulieren, weil sie dann auch besser für politische Interessen oder für ökonomische Interessen benutzt, ausgebeutet, orientiert werden können. Für mich ist das ein Widerspruch zu einer grundlegenden demokratischen Position, die vom Individuum ausgehen müsste, von den ganz individuellen Möglichkeiten und da wird man immer fragen, durch was bin ich wie beeinflusst und wie passt das zu meiner wahren Existenz, zu meinem wahren Selbst oder muss ich ein Selbst annehmen oder nach außen demonstrieren, was von mir erwartet wird. Das ist in den meisten Familien so, die haben eine Vorstellung, die Eltern, wie ihre Kinder zu sein haben. Das geht in der Schule weiter, in der Gesellschaft hat man bestimmte Erwartungen, wie ein Mensch sein muss. In der DDR waren wir gut beraten, möglichst im Kollektiv uns zu verbergen und wenig individuelle kritische Positionen zu haben. In der westlichen Gesellschaft muss man immer was hermachen, muss man gut drauf sein, muss man sich gut verkaufen und darstellen können, das sind aber alles Tendenzen ins falsche Selbst, in ein aufgenötigtes Selbst.

Grell: Eine Rolle.

Maaz: Eine Rolle, ja und diese Tendenz sehe ich jetzt auch in der Diskussion über Geschlechtsidentität, dass man in bestimmte, jetzt nur mit anderen Vorzeichen, aber wieder in eine bestimmte Rolle oder Position gedrängt wird, die man bei sich wahrnehmen soll.

Grell: Sie haben ja auch Ratgeber für Beziehungen auch geschrieben, vielleicht können wir jetzt auch noch mal gucken, in welche Richtung kann man das denn ein bisschen anfangen zu heilen irgendwo? Sie haben gesagt, an vielen Stellen hat es schon angefangen, bei Babys fängt es quasi schon an, wie der Umgang dann mit der Mütterlichkeit mit dem Baby ist, später natürlich aufwachsen im Kindergarten, in der Schule, wie da schon die Rollen geprägt sind, jetzt kommt noch Frühsexualisierung mit dazu und dann natürlich auch das Bild, was dann von den Medien vermittelt wird, bis dann der Erwachsene später merkt: „Okay, ich kann vielleicht gar nichts mehr so richtig mit mir selber, mit dem anderen Geschlecht anfangen“. Wie kann man das vielleicht wieder in eine gesunde Richtung drehen?

 

Maaz: Na ja, wir müssen wieder unterscheiden zwischen dem, was wir als Erwachsene jetzt tun könnten und dem, was Kinder brauchen. Bei den Kindern ist es für mich genauso wie prinzipiell für ihre Entwicklung, dass sie Erwachsene brauchen, vor allen Dingen auch Eltern brauchen, die bereit sind, ihr Kind zu entdecken, zu verstehen, nicht mit einer vorgefassten Meinung dem Kind gegenüber treten: „Du sollst so sein, wie ich dich haben möchte und brauche“, sondern eben wirklich das Kind innerlich freilassen, um dessen Möglichkeiten zu fördern, aber auch die immer auch vorhandenen Begrenzungen nicht abzuwerten oder eben auch zu akzeptieren, ja?

Grell: Das dann so erforschen. Das Kind ist da, dann fragt: „Hallo, wer bist du denn und was sind deine Eigenschaften“.

Maaz: Ja und nicht wie du sein sollst, bis hin auch in die Geschlechtsrolle und wir Erwachsenen sind natürlich da schon längst festgelegt. Wir haben schon Rollen eingenommen oder sind zu Rollen verdammt worden. Manchmal sind es mehrere Rollen. Es gibt das öffentliche Gesicht und das private Gesicht oder in der Partnerschaft bin ich anders als in sozialen Arbeitsbeziehungen usw. Das ist auch in Ordnung, also weil die jeweilige soziale Rolle ja auch eine Funktion hat, dass man dort auch gut zurechtkommt usw., aber für viele sind diese sozialen Rollen nicht mehr dynamisch genug, sie sind festgelegt von oben, von außen durch Erziehung, durch ökonomischen Druck festgelegt.

Grell: Durch politische Korrektheit auch?

Maaz: Natürlich und dadurch entstehen dann eben sowohl Krankheiten, weil man leidet unter dieser Einengung und es entstehen jede Menge soziale Konflikte, weil andere Tendenzen, die man in sich hat, nicht mehr sich zeigen dürfen, nicht mehr entfaltet werden, also müssen wir Erwachsenen immer auch danach forschen, ja wie sind wir denn eigentlich.

Grell: Wer sind wir wirklich?

Maaz: Ja, wie sind wir wirklich? Was will ich wirklich? Nicht, was muss ich, was soll ich oder was brauche ich, um äußere Akzeptanz und Anerkennung zu finden, das wissen wir meistens, aber wir wissen oft nicht mehr, wenn wir diese ganze Fassade weglassen, was dann noch übrig bleibt, was unsere wirklichen Bedürfnisse und Wünsche sind und dort würde ich sagen, wäre wieder der Ansatz für jeden einzelnen, danach zu forschen, sich in Gesprächen mit anderen drüber zu verständigen, danach zu suchen und notfalls auch mal professionelle Hilfe anzunehmen, um sozusagen sein wahres Selbst, was oft rudimentär geworden ist, zu entdecken.

Grell: Ich finde es auch manchmal faszinierend, auch gerade bei ja wieder Männer-Frauen-Thematik, Feminismus. Ich bin ja in den 90er Jahren aufgewachsen und dann quasi gerade dort mit der westlichen Sozialisierung, dort in die Schule gekommen und gerade auch in den Medien zum Beispiel auch immer dieses, was ich dann erst später für mich entdeckt habe… Wenn ich jetzt zum Beispiel irgendwo eine Frauensilhouette sehe, gucke ich erst mal hin. Das ist quasi fast wie ein Automatismus, ich habe auch früher, selbst als ich es früher mir nicht gestattet habe, weil es wurde mir quasi so andressiert davon, selbst da ist es passiert und früher habe ich mich immer schlecht dafür gefühlt und ich sehe es ja auch bei den anderen Männern auch so und dann ist eben die Frage, wenn das eben solche biologischen, wie soll man dazu sagen, Imperative quasi schon, dann negativ belegt, kann man doch nur krank werden davon.

Maaz: Das ist richtig, dann entsteht wieder eine neue Form von dem, was richtig sein soll, wie man sich korrekt verhalten soll und dem, wie man tatsächlich ist. Das ist auch die Hauptquelle aller seelischen Erkrankungen, die in der Kindheit festgelegt wird, dass das Kind nicht um seiner Selbstwillen verstanden und akzeptiert wird, sondern immer erst dann, wenn es sich so verhält, wie es die Erwachsenen wollen. Damit ist es aber entfremdet, ja? Und diese Entfremdung, wenn man es wieder biologisch oder physiologisch nennen will, erzeugt einen Dauerstress, weil man ja in einem Dissens lebt zwischen seiner Natur und dem, was kulturell oder sozial gefordert ist und dieser Dauerstress ist dann sozusagen die Matrix für alle möglichen Erkrankungen oder eben Konflikte, die man dann austrägt. Also dort praktisch liegt die Verantwortung, dass man von Anfang an Kinder nicht von sich selbst so sehr entfremdet und wir Erwachsenen haben die Aufgabe zu gucken, okay, das sind soziale Rollen, die sind vielleicht auch nützlich, man kann zum Beispiel sagen, dass die Lüge die Basis der sozialen Beziehungen ist, wenn man immer in jeder Hinsicht ehrlich wäre, würden die meisten Beziehungen gar nicht mehr funktionieren, ja? Also jetzt mal nur zugespitzt, aber dass wir akzeptieren, okay, wir müssen Rollen auch annehmen. Wenn ich mich ins Auto setze, muss ich die Rolle des Verkehrsteilnehmers nach der Verkehrsordnung akzeptieren, sonst mache ich mich strafbar oder bring mich in Gefahr und andere, ja? Und daneben sollte es immer auch Freiräume geben, wo ich zu dem finde oder auch das entfalten kann, was ich wirklich bin, außerhalb dieser sozialen Rolle und das ist, glaube ich, eine Aufgabe, die wir alle immer wieder zu lösen haben.

Grell: Wunderbares Schlusswort, vielen Dank. Liebe Zuschauer, die Spaltung zwischen Männer und Frauen haben wir als Thema heute gewählt und wir haben gerade gesehen, dass nicht unbedingt die Kollektiv-gegen-Kollektiv-Lösung dort anzustreben ist unbedingt, sondern dass es auch bei einem selbst anfangen kann, dass man in sich selbst schauen kann, was ist eigentlich meine Natur, auch dahin wieder zurückzufinden, Konflikte aufzulösen und gerade auch bei Kindern diese Konflikte nicht erst aufzubauen, damit auch gerade an diesen Trennlinien nicht die Geschlechter sich auch spalten, nicht die eigene Persönlichkeit darunter leidet, sondern dass man auch wieder in gesunder Weise zusammenfinden kann. Herr Maaz, lieben Dank. Wo können Zuschauer Sie finden, wenn sie Sie erreichen wollen?

Maaz: Ja, am besten über die Webseite der Stiftung, die Hans-Joachim-Maaz-Stiftung für Beziehungskultur, da ist der Kontakt möglich.
Grell: Vielen Dank, dass Sie da waren. Liebe Zuschauer, vielen Dank fürs Dabeisein und bis zum nächsten Mal, tschüß.

Wie Väter abgezockt werden

Gleichberechtigung der Geschlechter zählt zu einem der obersten gesellschaftlichen Ziele. In vielen Bereichen ist dies für die Frau noch nicht gänzlich gegeben. Bei den eigenen Kindern ist es der Mann, der eklatant benachteiligt und zum bloßen Bittsteller degradiert wird.

 

Es ist einige Tage her, da postete ich bei Facebook einen Beitrag, in dem ich Bezug zu Gabriels neuester Forderung nahm, nach der unterhaltssäumigen Vätern künftig der Führerschein entzogen werden soll. Neben der Tatsache, dass es eventuell nicht unbedingt förderlich für die Sache sein könnte, Vätern, von denen man den Unterhalt für das Kind erzwingen will, den oft für den Beruf so wichtigen Führerschein wegzunehmen, mokierte ich, dass alleinerziehende Mütter in Deutschland per se als heilige Kühe angesehen würden, die stets alles richtig machen, während die Kindsväter, wenn sie überhaupt Erwähnung finden, zumeist nicht sonderlich gut dabei wegkommen.

Während die deutsche Presselandschaft voll von Artikeln über alleinerziehende Mütter und ihre schwierige gesellschaftliche und finanzielle Situation ist, mangelt es zumeist an Aufmerksamkeit und damit einhergehend auch Empathie für das Schicksal der dazugehörigen Väter der Kinder. Im Gegenteil, nicht selten ergießt sich ein wahrer Shitstorm über all jene, die es wagen, am Bild der armen alleinerziehenden Mutter zu rütteln. Dabei geht es mitnichten darum, an der durchaus oftmals prekären Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland per se zu zweifeln oder gar zu behaupten, dass ein Großteil von ihnen entgegen der gängigen Meinung in Wahrheit bösartige Hexen seien, die die Männer nach Strich und Faden ausnehmen würden.

Nein, das worum es geht, ist ein wenig mehr Differenzierung und ein bisschen weniger Schwarz-Weiss-Malerei. Denn genauso wenig wie Väter per se gut sind, sind es Mütter. Auch nicht alleinerziehende. Es geht darum, den Blick für das Schicksal all jener Männer zu schärfen, die in der ganzen Debatte um Trennung, Unterhalt und Umgang zumeist nicht zu Wort kommen. Männer, die Verantwortung übernommen haben, für ihre Kinder finanziell aufkommen und sie trotz der manchmal schwierigen Umstände, aus denen sie entstanden sind, bedingungslos lieben.

Hierfür habe ich die letzten Tage nahezu ununterbrochen mit Vätern gesprochen, die sich auf die oder andere Weise – sei es von der Mutter oder auch vom Staat – nicht gerecht behandelt fühlen. Deren Ehen scheiterten oder die gar gänzlich ungewollt zur Vaterschaft kamen. Hinter jeder Geschichte, die ich nachfolgend kurz vorstellen werde, steckt das persönliche Schicksal gleich mehrerer Personen. Von Müttern, bei denen man sich irgendwann immer wieder zwangsläufig die Frage stellt, wann es genug ist. Von Vätern, die teils ihr ganzes Leben für ein wenig mehr Rechte an ihren Kindern kämpfen und dabei nicht selten psychische Schäden davontragen. Und von Kindern, die stets zwischen den Stühlen stehen und die am Ende dabei in aller Regel nur verlieren. So individuell und einzigartig die unterschiedlichen Fälle sind, so viele Gemeinsamkeiten haben sie auf der anderen Seite. Je mehr Gespräche ich geführt habe, desto öfter haben sich die Abläufe, die Schikanen, die Motive wiederholt. Aus jedem Fall zog ich eine andere wichtige Erkenntnis, die sich in der Summe jedoch zu einem Bild zusammenfügten, welches am Ende trotzdem die eine oder andere Frage unbeantwortet lassen wird.

Macht und Verletzung

Am Ende, so mein Fazit, geht es meist um zwei Dinge: Macht und Verletzung. Wobei das Spiel um Macht zumeist aus der Verletzung resultiert. Zugleich umfasst der Begriff der Verletzung zwei mögliche Ausrichtungen. So kann es sich zum einen um jene Verletzung handeln, die aus der Trennung vom und aus der Enttäuschung über den Expartner resultiert und zum anderen um diejenige, die man aufgrund der eigenen Unzufriedenheit mit sich und wie das eigene Leben verläuft, empfindet.

Nicht selten gehen beide Formen der empfundenden Verletzung miteinander einher, was die Situation oft noch einmal zuspitzt. Manchmal tritt jedoch auch nur eine Form auf. Dazu ist zu sagen, dass das Empfinden der Verletzung stets ein Subjektives ist, welches man als Außenstehender weder leichtfertig als gerechtfertigt deklarieren, noch grundsätzlich absprechen kann. Es ist also auch nicht Sinn dieser Darstellung, von Schicksalen aus der Sicht von betroffenen Vätern, den Müttern per se ein wie auch immer ungerechtfertigtes Verhalten zu unterstellen oder ihr Verhalten überhaupt bis ins letzte Detail zu bewerten. Hierfür bräuchte es zweifelsohne auch die Sichtweise der anderen Seite, die bewusst außen vor gelassen wurde, da es hierbei weniger um eine finite Wahrheitsfindung, denn um eine Möglichkeit für Väter geht, ihre eigene Sichtweise auf die Dinge darzustellen, ohne den direkten Versuch, diese augenblicklich wieder zu entkräften.

Dies führt mitunter wie gesagt dazu, dass Fragen unbeantwortet bleiben, wobei ich mir nicht sicher bin, ob sie überhaupt beantwortet werden würden, befrügte man die andere Seite dazu. Denn während die Männer sich in diesen Fällen zumeist als sehr offen und kommunikativ erweisen, sind sich vor allem die dazugehörigen Mütter als außerordentlich unkommunikativ und deren Front mitunter als so verhärtet, dass der Versuch des Dialoges wenig Sinn ergibt.

Es sind solche Fragen, wie jene, die bereits angeklungen ist. Die Frage danach, wann es genug ist. Wann und ob man über die eigene Verletzung, egal ob gerechtfertigt oder nicht, eines Tages hinwegkommt. Ob es einem irgendwann wieder wichtiger wird, zu leben, nach vorne zu schauen, oder ob man den eigenen Stress immer in Kauf nehmen wird, so lange man dem anderen Schaden zufügen kann. Ob man irgendwann erkennt, dass man damit vor allem auch dem eigenen Kind schadet oder ob all das, was man tut, stets unabhängig oder gar im Sinne der Mutterliebe gesehen werden wird. Und es die Frage, woher der Hass auf den Ex kommt. In manchen Fällen kann man über die Gründe des Hasses spekulieren. In anderen widerum wird man es wohl nie verstehen. Wieso bestrafen Frauen die Väter ihrer Kinder, selbst wenn diese sich nichts zu Schulden haben kommen lassen? Auch da spielt wohl letzten Endes vor allem wieder die Macht eine zentrale Rolle.

Was ich jedoch erfahren habe, ist viel über das Gefühlsleben, die Denkweise vieler betroffender Väter. Nicht alle Fälle konnte ich in diesen Beitrag aufnehmen, aber alle spielen in meinen Überlegungen eine Rolle. Kein Einziger hat von sich aus über seine Gefühle, darüber, wie es ihm dabei geht, gesprochen. Die eigenen Gefühle, sie kamen erst, wenn ich danach fragte, dann aber ungewohnt prägnant und offen. Die meisten Gespräche begannen mit einer sachlichen chronologischen Zusammenfassung dessen, was in den letzten Jahren im eigenen Leben passiert ist.

Im Fokus der Erzählung – und das stand zumeist im krassen Kontrast zum Verhalten der jeweiligen Kindesmutter – stand in aller Regel das Wohl des Kindes. Jene Fokussierung zog sich durch nahezu alle getätigten Aussagen, ob indirekt oder mit ganz direktem Verweis darauf. Ja, ich kann nicht beurteilen, ob diese Männer gute Partner, Ehemänner oder auch nur Bekanntschaften sind, aber ich maße mir an, nach diesen Gesprächen beurteilen zu können, dass es sich bei ihnen zumeist um gute Väter handelt, bei denen das Wohl des Kindes über allem steht. Ich habe darüber hinaus gelernt, dass dieses Problem ein gesamtgesellschaftliches ist. Dass es den Universitätsprofessor genauso treffen kann wie den Industriemeister. Und dass sich daraus noch ganz andere Probleme für die Gesellschaft ergeben können.

Als Frau beurteile ich die Dinge zunächst aus Frauensicht. Ich sehe die gesellschaftlichen und emotionalen Hürden für junge Frauen, sich heutzutage für Kinder zu entscheiden, weil ich selbst zu ihnen gehöre. Der Blick auf die andere Seite bleibt einem in Bezug auf viele Themen hingegen zumeist verwehrt. Das hat sich nicht zuletzt durch dieses Projekt und in Bezug auf die Situation vieler Väter hierzulande verändert. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken und ganz besonders bei der Person, die mich erst empfänglich für dieses Thema gemacht hat. Heute weiß ich, dass es auch Hürden für Männer gibt, sich in dieser Gesellschaft für Kinder zu entscheiden. Dass man manchen durch die Art der Gesetzgebung, die hier in Deutschland immer noch nahezu ausschließlich die Frau begünstigt, die Lust auf Familie und Kinder vollkommen nehmen kann.

Auch ich selbst war im Zuge der Gespräche und vor allem der anschließenden Nachbearbeitung nicht selten am Rande der Desillusionierung. Selbst von Natur aus Romantikerin, die an die große Liebe glaubt, hat mich eins ums andere Mal schockiert, was ich teilweise zu hören bekam. Umso mehr gilt mein Respekt den vielen Menschen, zu denen auch ein Großteil der Männer gehört, mit denen ich gesprochen habe, die den Glauben an die Liebe trotz ihrer teils krassen Erfahrungen nicht verloren haben. Die den Kampf nicht aufgeben und sich nicht unterkriegen lassen.

 

Politische Psychologie des Djihadismus

Helmut Dahmer 01. Juli 2015   kritiknetz.de

Zur politischen Psychologie der „Djihadisten“ aus westlichen Ländern

Helmut Dahmer beschreibt im vorliegenden Aufsatz zunächst die soziale Lage von Muslimen in der heutigen Weltgesellschaft sowie die Grundzüge der historischen Entwicklung, die sie in diese Lage gebracht hat. Dann geht er auf die Lage muslimischer Migranten in Westeuropa ein und erklärt mit Hilfe der Psychoanalyse, wie aus dieser sozialen Lage in Verbindung mit hierzulande verbreiteten antiamerikanischen/antiwestlichen/(antisemitischen Anm.JSB) Ressentiments vor allem in der zweiten/dritten Generation der Immigranten gegen „den Westen“ gerichtete ressentimentgeladene rebellische Tendenzen erwachsen. Sie bilden den Nährboden, den sich fundamentalistische islamische Ideologen zunutze machen, um die Dynamik der rebellischen Tendenzen in die Bahnen des fanatischen Djihads zu lenken, der nicht ruht und rastet, bis dass jede Differenz ausgelöscht ist und totale Identität, die Friedhofsruhe des All-eins-seins herrscht. Schließlich stellt Dahmer die Frage. „Was ist zu tun?“ und gibt die Antwort:

  1. Es müssen viele Milliarden Steuergelder für den sozialen Wohnungsbau, für Bildungseinrichtungen („kompensatorische Erziehung“; Djihad-Prophylaxe) und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen aufgewandt werden, soll es nicht beim wohlfeilen Gerede über „Inklusion“ oder „Integration“ bleiben.
  2. Es muss in Kindergärten, Schulen, Polizeischulen, Universitäten und Parlamenten der Kampf gegen die Diskriminierung von Menschen, die anderen Glaubens sind und aus anderen Ländern stammen, aufgenommen werden.
  3. Es muss endlich an die Stelle des pseudo-respektvollen Beschweigens der Indoktrinierung durch muslimische Fanatiker (unter dem Vorwand der „Religionsfreiheit“ und des „Antirassismus“) die öffentliche Kritik von deren Ideologie treten.

Heinz Gess

Menschen sind das Produkt widersprüchlicher gesellschaftlicher Verhältnisse, durch die sie geprägt werden und denen sie widerstreben. Ihre luxurierenden Bedürfnisse opponieren dem Arrangement der jeweils von ihnen geforderten Verzichte und der ihnen zugestandenen, klassenspezifischen Kompensationen. Beschreibung und Analyse der objektiven Verhältnisse und ihrer Dynamik bedürfen darum einer Ergänzung durch „Psychologie“, durch die Lehre von den Reaktionsweisen der Individuen und Gruppen, die den Kampf um eine Verschiebung der Grenzen zwischen dem, was bereits möglich ist, und dem, was noch als unmöglich gilt, sowohl in ihrem Inneren als auch politisch ausfechten. In diesem Zusammenhang ist vor allem das von Freud und seinen Schülern entwickelte Modell des psychischen „Reizbewältigungsapparats“ und seiner „Instanzen“ sowie die Theorie der „Abwehrmechanismen“ von Belang.‘

Dahmer

Zur politischen Psychologie der „Djihadisten“ aus westlichen Ländern

Helmut Dahmer

Innerhalb der europäischen Feudalgesell­schaft entwickelten sich seit dem Hochmittel­alter Tausende von untereinander vernetzten, städtischen Handwerks- und Handelszentren mit einem wehrhaften Bürgertum.2 Das wa­ren die Keimzellen einer neuartigen Form indirekter, geldvermittelter Marktvergesell­schaftung, die sich nur in Europa entwickelt hat und die sich in der Folge, im Laufe von Jahrhunderten, mit Hilfe von Eroberungs- und Landnahmekriegen, Handel und „Mission“ über die ganze Welt verbreitet hat.

Die Umwandlung direkter in indirekte Verge­sellschaftung führte zur Gleich-Berechtigung der freigesetzten, verselbständigten Individu­en, die sich nun als Tauschpartner auf Märk­ten gegenübertraten. Die Menschenrechtser­klärungen von 1776 und 1789 haben diese formelle Gleichstellung aller Klassenindividu­en der modernen Gesellschaft als „Natur­recht“ festgeschrieben.

In der Praxis des geldvermittelten Waren­tauschs wurde eine spezifische Form von „Rationalität“ kultiviert: die kontinuierliche Rentabilitätsberechnung aller Transaktionen, wie sie überhaupt „nur auf dem Boden freier Arbeit [möglich ist]“.3 Diese kollektiv – in der Tauschpraxis – erbrachte, enorme Abstrakti­onsleistung implizierte eine „Entzauberung der Welt“ (M. Weber):

2 „Die okzidentale Stadt in ihren Anfängen ist zu­nächst Wehrverband, Vereinigung der ökonomisch Wehrhaften, die imstande sind, sich selbst auszu­rüsten und ausbilden zu lassen.“ „Der typische Bür­ger der mittelalterlichen Zunftstadt ist Kaufmann oder Handwerker; Vollbürger ist er, wenn er Haus­besitzer ist.“. Weber, Max (1924): Wirtschaftsge­schichte. München, Leipzig (Duncker & Humblot), Kap. IV, § 7 („Das Bürgertum“), S. 275 und S. 283. Vgl. dazu auch Kulischer, Josef (1928): All­gemeine Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit. Darmstadt (Wissenschaftliche Buchge-sell-schaft) 1971, Bd. I, Kap. 17 („Die Stadt“).

3 Weber (1924), a. a. 0. (Anm. 2), S. 240.

Menschen und Dinge wurden nun in erster Linie (also unbeschadet ihrer Qualität, ihres Gebrauchswerts) nach ihrem Marktwert beurteilt, als potentielle Waren, und das heißt: als unterschiedliche Mengen (durchschnittlicher) Arbeitskraft, die in sie investiert worden ist. Ein Waldstück galt nicht mehr als heiliger Hain oder als Idyl­le, sondern als das Äquivalent von so und so vielen Kubikmetern Nutzholz zu Marktpreisen oder als ein möglicher Baugrund. Die heilsgeschichtliche Aura, die das menschliche Leben umfangen und ihm Sinn verliehen hatte, ver­blasste, die Religionen verloren an Verbind­lichkeit; sie wurden (durch „Reformationen“) zeitgerecht modifiziert und instrumentalisiert. Das Interesse an profitabler Kapitalverwer­tung beförderte die Tendenz, Naturprozesse und soziale Beziehungen durch Verdinglichung (Quantifizierung) berechenbar zu ma­chen. Das wiederum war die entscheidende Voraussetzung für die permanente Revolution der Technik, die für die kapitalistische Pro­duktionsweise charakteristisch ist und die eine ungeheure Steigerung der Arbeitspro­duktivität nach sich zog.

Wurde schon in Europa die Umwandlung der traditionellen Agrarwirtschaften in moderne Industriegesellschaften politisch in zahllosen Aufständen, Revolutionen und Gegenrevoluti­onen ausgekämpft, so ist auch die von den europäischen Staaten und Handelsgesell­schaften ausgehende Kolonialisierung der außereuropäischen Welt immer wieder auf erbitterten Widerstand gestoßen.4 In diesen Kriegen, die auf beiden Seiten mit entsetzlicher Grausamkeit geführt wurden, siegten die unterworfenen und dezimierten Völker und Stämme zwar in einzelnen Schlachten, scheiterten aber mit dem Versuch, sich der Einbeziehung in die moderne Wirtschaftsweise zu entziehen. Die von den Kolonisatoren vorgefundene sozioökonomische Struktur der unterworfenen Länder wurde von ihnen ruiniert. Doch die gewaltsam dem Weltmarkt angeschlossenen Kolonien zogen nur geringen Nutzen aus der Implantation bestimmter europäischer „Errungenschaften“. Die Kolonien wurden nur insoweit „modernisiert“, als das den europäischen Mächten zur Ausbeutung von Mensch und Natur notwendig schien.

4 „Die Kolonialerwerbungen der europäischen Staa­ten haben bei ihnen allen zu einer riesenhaften Vermögensakkumulation innerhalb Europas ge­führt. […] Diese Vermögensakkumulation ist aus­nahmslos und von allen Ländern durch Gewalt gesichert worden.“ Ebd., S. 256.

Geldvermittelte Marktverge­sellschaftung: der europäische Sonderweg

Ungleichmäßige und kombi­nierte Entwicklung

So bildete sich die heutige Welt-Unordnung heraus, in der einige Staaten und Staatenblöcke mit hochentwickelter Arbeitsproduktivität und luxuriösem Lebensstandard (bei fortbe­stehender innerer Ungleichheit) mit einer Rei­he von Staaten mit „kombinierter Entwick­lung“ und mit Elendsregionen und „failed States“ koexistieren, in denen etwa ein Fünf­tel der gegenwärtig lebenden Menschen ve­getiert. Keiner der Staaten mit überwiegend muslimischer Bevölkerung hat bisher die Pro­duktivität der höchstentwickelten Wirtschafts­gesellschaften erreicht und ein parlamentari­sches Regierungssystem etablieren können, das jedermann gleiche Menschen- und Bür­gerrechte garantiert. 5 Industrialisierung und Urbanisierung erzeugten im 19. Jahrhundert in Europa einen enormen Bevölkerungsüber­schuss, der zu einem großen Teil von den Kolonien absorbiert wurde. Das mit dem europäischen vor 150 Jahren vergleichbare Be­völkerungswachstum in vielen außereuropäischen (postkolonialen) Staaten, in denen Massenarbeitslosigkeit herrscht, hat in den letzten Jahrzehnten Millionen von Menschen zur Flucht aus den von Kriegen verwüsteten Armutsländern getrieben. Im Zuge einer un­geheuren „Abstimmung mit den Füßen“ su­chen sie in den kapitalistischen Wohlstandoasen Zuflucht, die Sicherheit und Luxus bieten. Deren Regierungen tun alles, um die unge­liebten Zuwanderer, die oft ihr Leben aufs Spiel setzen, um in die gelobten Länder, in denen Milch und Honig fließt, zu kommen (und die die Europäer und Nordamerikaner an die Ungleichheit der Lebenschancen im Weltmaßstab erinnern), fernzuhalten und abzuschrecken.

5 Darum ist der Islam „zur Religion der Wahl für die Stigmatisierten und Unterdrückten geworden. Im Unterschied zum Christentum hat er eine antiwest­liche, (antisemitische Anm.JSB) und antiimperialistische Tendenz“, schreibt der Pariser Soziologe Farhad Khosrokhavar. Khosrokhavar (2015): „The mill of Muslim radicalism in France.“ International New York Times, 26. 1. 2015, S. 8.

 

Die muslimischen Migranten, die aus dem Maghreb, aus dem Jemen, aus Somalia oder Tschetschenien nach Frankreich, Deutsch­land, Belgien oder Österreich kommen, wol­len teilhaben am Lebensstandard der höchst­entwickelten Gesellschaften, sind sich aber nur vage dessen bewusst, dass sie in eine „andere Welt“ kommen, in der Individuum und Staat sich weitgehend der Kontrolle durch die überlieferte(n) Religion(en) entzo­gen haben. Die Lebensweise der „ungläubi­gen“ Mehrheit halten glaubenstreue Muslime (ob sie sich das eingestehen oder nicht) im Grunde für eine sündhafte, unmoralische (für „haram“). Um dem Anpassungsdruck, dem die Flüchtlinge und Immigranten ausgesetzt sind, standzuhalten, klammern sie sich – und in der Folge dann mehr noch ihre Kinder, die zweite oder dritte Generation der Zuwanderer – an das Eigene, an ihr kulturelles Gepäck, an die religiöse, Gott wohlgefällige, disziplina­rische Regelung des Alltagslebens, die zu der Lebensweise in der alten Heimat so gut pass­te und zu der in den Gastländern praktizier­ten so gar nicht stimmen will. Aus dieser Dissonanz speist sich ein schwer erträglicher, schwelender moralischer Konflikt, der unter bestimmten Umständen durch eine rigide Wendung gegen die „Verführung“ zum westli­chen „way of life“ , nämlich durch eine „Kon­version“ zum einzig wahren Glauben der Vä­ter (und Erzväter) gelöst werden kann. Fort­an wird das Verlockende in Gestalt von un­gläubigen „Westlern“ und lauen Muslimen guten Gewissens attackiert.

Von Tunesien bis Usbekistan, von Nigeria bis Indonesien gibt es gegenwärtig Aufstandsbe­wegungen radikaler Muslime, die sich gegen imperialistische Unterdrückung, „unislamische“ Regierungen und die westliche Welt richten, deren Kommunikations- und Waffen­technik sie gern adoptieren und deren Le­bensform sie ablehnen. Sie sind die Nachfol­ger sowohl der älteren antikolonialen Rebelli­onen millenaristischen Typs6 als auch der „sozialistisch“, also weltlich orientierten Be­freiungsbewegungen.‘ Ziel der nicht religiös inspirierten Kolonial-Aufstände war nicht bloß die politische Unabhängigkeit, sondern der Anschluss an die westliche Moderne (mitunter auch deren Überbietung). Die (vorläufig) letzten radikal antikapitalistischen, national und „weltlich“ ausgerichteten, in einer pseu­do-„marxistischen“ Politreligion befangenen

6 In Europa ist am ehesten der gegen ägyptische und britische Truppen gerichtete Aufstand des „Mahdi“ Muhammad Ahmad in Erinnerung, der in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts im Su­dan ein Kalifat (mit der Hauptstadt Omdurman) errichtete, das bis 1898 bestand (und dann militä­risch zerschlagen wurde).

7 Der Djihad ist „die einzige weltumspannende Sache, sozusagen der letzte globale Grund, den es noch gibt, für etwas zu kämpfen“, sagt der franzö­sische Politologe und Islamexperte Olivier Roy in einem Interview mit Julia Amalia Heyer: „Der Kommunismus ist verschwunden, genau wie die extreme Linke. Die [deutsche] RAF war die erste Gruppe, die Gewalt globalisiert hat, die an einem Tag für die Palästinenser gekämpft hat und am nächsten Tag gegen einen Bankdirektor. Was frü­her, in den Sechziger- und Siebzigerjahren Che Guevara, die RAF oder die Weltrevolution war, ist heute der Dschihad.“ „Hauptsache, Held sein“, Spiegel-Gespräch mit 0. Roy. Der Spiegel, 17. 1. 2015, S. 92.

Guerilla-Bewegungen, die der „Roten Khmer“ in Kambodscha und die des „Leuchtenden Pfads“ in Pert, suchten schon, ähnlich wie die (internationalistischen) muslimischen Gottes­krieger von heute, ihre Zukunft in der Ver­gangenheit. Da aber die Vergangenheit, die reale wie die geträumte, unwiederbringlich verloren ist, wird die von den kämpfenden Parteien verfolgte Politik zu einer rein de­struktiven; aus der Utopie wird die Dystopie, das eroberte Territorium wird zur Schädel­stätte.

Inzwischen haben die zu Djihadisten mutier­ten Offiziere der früheren Armee Saddam Husseins in den zerfallenden Staaten Irak und Syrien ein großes Gebiet unter ihre Kon­trolle gebracht und dort im Sommer 2014, einige frühere Ansätze überholend, ein neues Kalifat unter dem Namen „Islamischer Staat“ ausgerufen. Dieser parasitäre Raubstaat fi­nanziert sich vor allem aus Öl- und Antiken-Verkäufen, Steuereinnahmen, Spenden und Lösegeldern und verfolgt das Fernziel, plant, die von Muslimen bewohnten Länder dereinst in einer transnationalen Theokratie zusammenzufassen.

Das „Kalifat“ unterstützt nicht nur diverse Bürgerkriegsparteien und bewaff­nete Terrorgruppen, sondern rekrutiert unter europäischen und nordamerikanischen Mus­limen Einzelkämpfer, die sowohl zur Teilnah­me am Krieg in Syrien als auch zu Attentaten

8 Im Nordosten Nigerias versucht die Terrortruppe „Boko Haram“ (was etwa „Westliche Bildung ist unrein“ bedeutet), ein afrikanisches Pendant zum „Islamischen Staat“, gleichfalls ein „Kalifat“ zu e­tablieren. „Der Terror hat [hier] seither über 13.000 Menschenleben gekostet […]. Die Vereinten Nationen schätzen, dass insgesamt rund andert­halb Millionen Nigerianer aus der Krisenregion geflohen sind.“ Einer der Flüchtlinge erzählt, wie eine „Boko Haram“-Horde im Juni 2014 über sein Dorf herfiel: „>Sie kamen auf Motorrädern und nagelneuen Geländewagen und wüteten wie wilde Bestien.< Die Terroristen plünderten, brannten Häuser nieder und töteten die Bewohner, vermut­lich starben 300 Menschen. […] Boko Haram ver­bietet Fußball, freizügige Kleidung, Musik, Tanz und Alkohol.“ Grill, Bartholomäus (2015): „Die Mörder im Haus.“ Der Spiegel, 31. 1. 2015, S. 75 ff.

in westeuropäischen Städten (London, Mad­rid, Frankfurt, Toulouse, Brüssel, Paris…) animiert werden. Einige Tausend westeuropä­ische Glaubenskrieger sind im Laufe des ver­gangenen Jahres (über die Türkei) nach Sy­rien aufgebrochen, darunter auch etliche junge Frauen sowie Konvertiten; Dutzende von ihnen sind umgekommen, Hunderte sind inzwischen auch (enttäuscht, traumatisiert oder fanatisiert) zurückgekehrt.

Die radikal islamischen, „salafistischen“ Gruppen in den muslimischen Gemeinden Westeuropas verstehen sich als Missionare im Land der Ungläubigen, als Rächer des Pro­pheten und aller Unbill, die Muslime jahrhun­dertelang von christlichen Herrschern und Kolonisatoren erduldet haben. Zugleich wol­len sie mit ihren Schreckenstaten die lauen Muslime aufrütteln. Bestimmte Moscheen, in denen radikal antiwestliche Prediger zum Heiligen Krieg aufrufen, dienen ihnen als Vor­posten und Brückenköpfe einer missiona­risch-terroristischen Kolonisation, der sie, in Umkehrung der europäischen Expansion, die Bevölkerung der westlichen Gesellschaften (und Feindstaaten) unterziehen wollen.

Die „abrahamitischen“, monotheistischen Weltreligionen weisen – ebenso wie die nicht­monotheistischen, bei denen die absolute Wahrheit nicht personalisiert erscheint9 ­eine strukturelle Gemeinsamkeit auf, die ei­ner doppelten Bindung. Sie verpflichten die Gläubigen zum Gehorsam gegenüber dem (jeweiligen) exklusiven Gott und seinen Ge­boten, die er Propheten (wie Moses und Mo­hammed) oder durch einen Messias (wie Christus) „offenbart“ hat. Diese Offenbarun­gen wurden samt Berichten über das Leben

9 Vgl. dazu Althoff, Gerd, Th. Bauer, P. Schmidt-Leukel (2015): „Wie auch Christen und Buddhisten metzeln.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. 2. 2015, S. 12.

der Propheten und ihrer Schüler von Schrift­kundigen aufgeschrieben, von Priesterkolle­gien ausgelegt und redigiert, und bildeten später einen Kanon „heiliger“ Schriften. Der Gehorsam gegenüber Gott (oder wem auch immer Anm.JSB) und Gottes „Wort“, (permanentes Beleidigtsein und Haß gegen alles Jüdische Anm.JSB) verbindet die Gläubigen; als (auserwählte) Gotteskinder solidarisieren sie sich mit Ihres­gleichen in weltweiten, imaginären Gemein­schaften (Judentum, Christenheit, „Umma“) und grenzen sich dadurch von Un- und An­dersgläubigen ab. Das daraus resultierende Wir-Gefühl ist in der heutigen Christenheit vergleichsweise am schwächsten ausprägt, doch auch bei Christen (verschiedener Rich­tung) meldet es sich – so zuverlässig wie das Nationalgefühl -, sobald irgendwo auf der Welt Glaubensgenossen von Natur- oder Sozialkatastrophen betroffen sind. Ahmad Man­sour, ein arabisch-israelischer Psychologe, macht die latente Solidarität aller Muslime, unbeschadet ihrer religiösen und politischen Fraktionierungen, für das eigentümliche Zö­gern vieler islamischer Geistlicher und Laien verantwortlich, öffentlich gegen fanatische Prediger, djihadistische Attentäter und fun­damentalistisch (salafistisch) orientierte Re­gime (wie das saudiarabische) Front zu ma­chen:

„Wir haben es immer noch mit einem ge­spaltenen Weltbild bei vielen, vielen Mus­limen zu tun. Wir hören, wie Imame und Vorstände von muslimischen Verbänden […] in Deutschland und in Europa die Ta­ten von Paris [im Januar 2015] verab­scheuen. Dieselben Prediger verlieren je­doch kein Wort darüber, dass in fast der gesamten islamischen Welt, von Pakistan über Iran bis zum Maghreb, Tausende von Karikaturisten, Regisseure, Dichter, Jour­nalisten, Schriftsteller bedroht werden, verhaftet, misshandelt, mundtot gemacht. In dieser Welt gehören Märtyrer der Mei­nungsfreiheit, wie der Blogger Raif Bada-wi, der vor einigen Tagen in Dschidda, Saudi-Arabien, öffentlich ausgepeitscht wurde, zur geheiligten Tradition. Dass dies zugelassen, toleriert und gutgeheißen wird, dazu trägt auch die aktuelle Praxis des Islam in Europa bei, in der darüber >tolerant< geschwiegen wird. Statt diese Praxis kritisch ins Auge zu fassen, produ­zieren Imame Tausende Predigten, halten Tausende Unterrichtsstunden ab, in denen sie schreiend und weinend die Muslime dazu aufrufen, die beleidigte Ehre des Propheten zu verteidigen.,,10

 

Mansour führt die aus Unsicherheit und Ori­entierungslosigkeit resultierende Neigung viel zu vieler islamischer Jugendlicher, sich mit djihadistischen Attentätern und den Kampf­gruppen des neuen Kalifats zu solidarisieren, auf deren familiale, religiöse Sozialisation zurück:

„Verlässt man die oberflächliche Analyse und gräbt etwas tiefer, zeigt sich, dass Ta­ten wie die in Paris erst möglich wurden, weil wir Muslime Generationen von Kin­dern entmündigt haben. Sie durften, dür­fen nicht denken, sie dürfen nicht hinter­fragen – Fragen werden als Anmaßung, als Frechheit geahndet. […] Ein Allah wird den Kindern geschildert, der zornig ist, keinen Zweifel zulässt, keine Selbstentfal­tung duldet, eine schreckliche Hölle schafft» […] Das ist ein brutaler und furchterregender Fundamentalist, der mit Allah, dem Barmherzigen, kaum etwas gemein hat. Aber er passt exakt zum rea­len autoritären Vater, der seine Macht mit >Ehre<, mit Kontrolle und Strafen sichert. Jugendliche, die mit diesem Gott-Vaterbild aufwachsen, sind in demokratischen Strukturen oft überfordert, verloren und

 

10 Mansour, Ahmad (2015): „Jetzt mal unter uns.“ Der Spiegel, 17. 1.2015, S. 133.

11 Beim Lesen dieses Textes fragt man sich, ob die „Freiheit eines [gewöhnlichen] Christenmenschen“ groß genug ist, um ihn in dem Spiegel, den ihm Mansour hier vorhält, auch die eigene, verblasste Glaubensdoktrin erkennen zu lassen… orientierungslos. Auch das macht sie an­fällig für Radikalisierung, für Verschwö­rungstheorien und Gewalt, solche Jugend­liche sind dauerbeleidigt.12

„Dauerbeleidigt“ sein heißt, dass „alles“ in ihrem Milieu sie kränkt, weil sie, im Nie­mandsland zwischen der familial vermittelten Glaubenswelt und der gottverlassenen Mo­derne alleingelassen, nirgendwo wirklich zu­hause sind, sich überall missachtet fühlen.

Der Islamwissenschaftler Montasser Al-De’emeh13 sagt in einem Spiegel-Interview:

„Wir leben in einem zerrissenen Land.“ „Vielen jungen Muslimen fehle eine Identi­tät, sie fühlten sich nicht als Belgier, weil es Belgien als Nation gar nicht gebe. Fla­men, Wallonen und deutschsprachige Min­derheit lebten hier nebeneinander her. >Die klaren Strukturen eines islamischen Gottesstaates sind für viele daher attrak­tiv. < In der Politik [..] fühlten die meisten Muslime sich nicht repräsentiert. […] Die rechtspopulistische flämische Partei Vlaams Belang macht [in Brüssel] seit Jahren Stimmung gegen die Muslime im Land. >Die Jugendlichen finden auch im Islam hier keinen Halt. < Es gibt in Flan­dern 150 Moscheen, in fast allen sprächen die Imame nur Arabisch, sodass die Ju­gendlichen sie nicht verstehen. Auf You-Tube hören sie dann saudi-arabische Hassprediger, sehen Menschen in Syrien leiden. >Sie fahren nach Syrien, um sich zu heilen.<„14

12 Mansour, a. a. 0.

13 AIDe’emeh wurde als Sohn palästinensischer Eltern in einem jordanischen Flüchtlingslager gebo­ren, wuchs im Brüsseler Distrikt Molenbeek auf und arbeitet an einer Dissertation über „Westliche Kämpfer im Kontext des internationalen Dschiha-dismus“.

14 Kuntz, Katrin, und Gregor Peter Schmitz (2015): „Paradies statt Lasagne.“ Der Spiegel, 24. 1. 2015, S. 88. – Entsprechend schreibt Lamya Kaddor, die als Kind syrischer Eltern in Deutschland aufgewachsen ist und in Dinslaken-Lohberg Islam-Unterricht erteilt: „Entscheidend ist die Bereitschaft der Jugendlichen, aus ihrem alten Leben zu fliehen. […] Der Unmut über die Verhältnisse zu Hause treibt Jugendliche ebenso um wie der Frust über die sie ausgrenzende Mehrheitsgesellschaft, in der sie leben, und die Wut über die eigene, unklare Identität. Wenn muslimische Jugendliche die Rebel­lion suchen, finden sie sie im Salafismus.“ (Frau Kaddor berichtet, dass sich zu ihrem Schrecken fünf ihrer ehemaligen Schüler der islamistischen, etwa zwanzig Personen umfassenden „Lohberg-Brigade“ anschlossen, die nach Syrien in den Dji-had zog; einer von den Fünfen sei noch immer dort…) Kaddor (2015): „Der Dschihad und der Islam.“ Der Spiegel, 31. 1. 2015, S. 104-107. den Menschen); darum bieten sie den Gläu­bigen Rituale der Unterwerfung, der Reue, der Buße und der (periodischen) Entsühnung an. Der muslimisch erzogene Jugendliche hat den strengen Vater-Gott als „Gewissen“ (oder „Über-Ich“) verinnerlicht. Das Leben unter Ungläubigen setzt ihn enormen Versuchungen aus. Passt er sich deren „hedonistischer“ Lebensweise an, teilt er die Vergnügungen seiner nichtmuslimischen Alterskollegen, ver­stößt er gegen die Tabus seiner Religion. Die Folge sind Gewissensbisse, und wem sein Gewissen das Leben vergällt, der weiß auch, dass er nichts taugt. Zwischen dem „Ich“ (der seelischen Instanz, die für Anpassungsleis­tungen zuständig ist) und dem „Über-Ich“ (der innerseelischen Religionspolizei) baut sich eine unerträgliche Spannung auf.15 Ei­nen Ausweg bietet die Konversion (oder „Er­leuchtung“) – die Kapitulation des Ichs vor der verinnerlichten väterlichen Gewalt, der es sich unterwirft, indem es ein für allemal den Verlockungen der Welt der Ungläubigen ent­sagt und sich vornimmt, seine Schuld zu til­gen. Dazu genügt es ihm nicht, selbst ein „reines“, Gott wohlgefälliges Leben zu führen; vielmehr muss er der unreinen Welt, in der er aufgewachsen ist, den Krieg erklären, also den aus dem Schuldgefühl resultierenden Selbsthass nach außen kehren. Lust bereitet ihm künftig nicht mehr die Sünde, sondern die Verfolgung der Sünder, und die kann nicht grausam genug sein. So lockt der Dji-had seine neuen Konvertiten mit Bildern von verängstigten, demütigen Gruppen von Skla­vinnen ebenso wie mit Videos von Geisel-Enthauptungen, Verstümmelungen und Kreu­zigungen. Der Reuige wird nicht nur zu einem „Frommen“, sondern zum Berserker.16 Die Konversion, die manische Verschmelzung von Ich und Gewissen, führt zur Freisetzung see­lischer Energien, die zuvor zur Abwehr von Trieb- und Über-Ich-Anforderungen benötigt wurden.“ Die neu erlangte Teilhabe an der Macht des Gewissens – also an ver­innerlichter sozialer Gewalt – kommt einem „narzisstischen Triumph“ gleich, einer enor­men Steigerung des Selbstwertgefühls; sie wird durch die Aufnahme in den kriegerischen Männerbund der „wahrhaft Gläubigen“ stabili­siert. Dem Konvertiten scheint mit einem Mal „alles“ möglich; „es ist, als sei das Leben unglaublich intensiviert worden“.18 Freilich hat die „manische Regression“ (die Tilgung der Differenz zwischen Ich und Über-Ich) ihren Preis: Die Ich-Funktion der Realitäts­prüfung wird reduziert, „Offenbarungen“ aller Art wird Glauben geschenkt, fortbestehende Herrschaftsverhältnisse werden verleugnet, wüste Projektionen werden unkontrolliert für bare Münze genommen. Otto Fenichel schreibt:

   „Es ist, als habe [die manische Regression den Konvertiten] aus einer verpönten und gefährlichen Welt in eine angenehme Welt der Wunscherfüllung versetzt“; „eine Fülle zumeist oraler Triebregungen [tritt] auf, die […] das Leben im Gegensatz zu der bedrückenden Leere während der Depres­sion [als] erfüllt erscheinen lassen“; wie bei Festen wird es den real nach wie vor „Machtlosen […] gestattet, sich eine Teil­habe an der Macht vorzuspielen. Das ver­setzt sie in [gehobene] Stimmung und ermöglicht es ihnen, ein weiteres Jahr nur zu gehorchen.“ 19

Depression und Manie unter muslimischen Migranten

 

Die gesellschaftlichen Konflikte einer be­stimmten Zeit und eines bestimmten Milieus werden nicht nur in Familien, auf dem Forum und am Stammtisch besprochen (oder be-schwiegen), in Kabinetten und Parlamenten verhandelt, vor Gerichten und auf Schlacht­feldern ausgetragen, sondern immer auch im Seelenleben der vergesellschafteten Individu­en. Der Widerstreit der Interessen und Kultu­ren erscheint hier als Konflikt zwischen ver­schiedenen psychischen Instanzen. Dem be­wussten Ich obliegt, der Freudschen Theorie zufolge, sowohl die (anti-illusionäre) „Reali­tätsprüfung“ als auch die Zensur des Wahr­genommenen und Gedachten. Es gilt als eine schwache Instanz, die zwischen (überborden­den) Triebwünschen und gesellschaftlichen Verbotsnormen brüchige Kompromisse finden muss, die die Selbsterhaltung gewährleisten. Dass einer „dauerbeleidigt“ ist, heißt, dass er außerstande ist, eine für ihn selbst be­friedigende – und auch für seine Bezugsgrup­pen halbwegs überzeugende – Kompromiss­lösung für seine widerstreitenden Interessen zu finden. Er ist ein „Zerrissener“, verschie­dene Seelen wohnen in seiner Brust. Die gro­ßen Religionen, auch der Islam, definieren den Menschen als sündhaft; er ist ihren Ge­boten nicht gewachsen und verstrickt sich stets wieder in Schuld (gegenüber Gott und den Menschen); darum bieten sie den Gläu­bigen Rituale der Unterwerfung, der Reue, der Buße und der (periodischen) Entsühnung an. Der muslimisch erzogene Jugendliche hat den strengen Vater-Gott als „Gewissen“ (oder „Über-Ich“) verinnerlicht. Das Leben unter Ungläubigen setzt ihn enormen Versuchungen aus. Passt er sich deren „hedonistischer“ Lebensweise an, teilt er die Vergnügungen seiner nichtmuslimischen Alterskollegen, ver­stößt er gegen die Tabus seiner Religion. Die Folge sind Gewissensbisse, und wem sein Gewissen das Leben vergällt, der weiß auch, dass er nichts taugt. Zwischen dem „Ich“ (der seelischen Instanz, die für Anpassungsleis­tungen zuständig ist) und dem „Über-Ich“ (der innerseelischen Religionspolizei) baut sich eine unerträgliche Spannung auf.15 Ei­nen Ausweg bietet die Konversion (oder „Er­leuchtung“) – die Kapitulation des Ichs vor der verinnerlichten väterlichen Gewalt, der es sich unterwirft, indem es ein für allemal den Verlockungen der Welt der Ungläubigen ent­sagt und sich vornimmt, seine Schuld zu til­gen. Dazu genügt es ihm nicht, selbst ein „reines“, Gott wohlgefälliges Leben zu führen; vielmehr muss er der unreinen Welt, in der er aufgewachsen ist, den Krieg erklären, also den aus dem Schuldgefühl resultierenden Selbsthass nach außen kehren. Lust bereitet ihm künftig nicht mehr die Sünde, sondern die Verfolgung der Sünder, und die kann nicht grausam genug sein. So lockt der Dji-had seine neuen Konvertiten mit Bildern von verängstigten, demütigen Gruppen von Skla­vinnen ebenso wie mit Videos von Geisel-Enthauptungen, Verstümmelungen und Kreu­zigungen. Der Reuige wird nicht nur zu einem „Frommen“, sondern zum Berserker.16 Die———–

15 „Die Schüler sehen sich häufig in einer Art Bring-schuld Gott gegenüber, der sie hoffnungslos ausge­liefert sind. Während er unsere Geschicke be­stimmt, haben wir Menschen eigentlich nur zu parieren oder zu reagieren.“ Kaddor, a. a. 0.

16 „Durch Aussagen junger Rekruten, die sich den Dschihadisten angeschlossen haben, ist bekannt,

Die gesellschaftlichen Konflikte einer be­stimmten Zeit und eines bestimmten Milieus werden nicht nur in Familien, auf dem Forum und am Stammtisch besprochen (oder be-schwiegen), in Kabinetten und Parlamenten verhandelt, vor Gerichten und auf Schlacht­feldern ausgetragen, sondern immer auch im Seelenleben der vergesellschafteten Individu­en. Der Widerstreit der Interessen und Kultu­ren erscheint hier als Konflikt zwischen ver­schiedenen psychischen Instanzen. Dem be­wussten Ich obliegt, der Freudschen Theorie zufolge, sowohl die (anti-illusionäre) „Reali­tätsprüfung“ als auch die Zensur des Wahr­genommenen und Gedachten. Es gilt als eine schwache Instanz, die zwischen (überborden­den) Triebwünschen und gesellschaftlichen Verbotsnormen brüchige Kompromisse finden muss, die die Selbsterhaltung gewährleisten. Dass einer „dauerbeleidigt“ ist, heißt, dass er außerstande ist, eine für ihn selbst be­friedigende – und auch für seine Bezugsgrup­pen halbwegs überzeugende – Kompromiss­lösung für seine widerstreitenden Interessen zu finden. Er ist ein „Zerrissener“, verschie­dene Seelen wohnen in seiner Brust. Die gro­ßen Religionen, auch der Islam, definieren den Menschen als sündhaft; er ist ihren Ge­boten nicht gewachsen und verstrickt sich stets wieder in Schuld (gegenüber Gott und den Menschen); darum bieten sie den Gläu­bigen Rituale der Unterwerfung, der Reue, der Buße und der (periodischen) Entsühnung an. Der muslimisch erzogene Jugendliche hat den strengen Vater-Gott als „Gewissen“ (oder „Über-Ich“) verinnerlicht. Das Leben unter Ungläubigen setzt ihn enormen Versuchungen aus. Passt er sich deren „hedonistischer“ Lebensweise an, teilt er die Vergnügungen seiner nichtmuslimischen Alterskollegen, ver­stößt er gegen die Tabus seiner Religion. Die Folge sind Gewissensbisse, und wem sein Gewissen das Leben vergällt, der weiß auch, dass er nichts taugt. Zwischen dem „Ich“ (der seelischen Instanz, die für Anpassungsleis­tungen zuständig ist) und dem „Über-Ich“ (der innerseelischen Religionspolizei) baut sich eine unerträgliche Spannung auf.15 Ei­nen Ausweg bietet die Konversion (oder „Er­leuchtung“) – die Kapitulation des Ichs vor der verinnerlichten väterlichen Gewalt, der es sich unterwirft, indem es ein für allemal den Verlockungen der Welt der Ungläubigen ent­sagt und sich vornimmt, seine Schuld zu til­gen. Dazu genügt es ihm nicht, selbst ein „reines“, Gott wohlgefälliges Leben zu führen; vielmehr muss er der unreinen Welt, in der er aufgewachsen ist, den Krieg erklären, also den aus dem Schuldgefühl resultierenden Selbsthass nach außen kehren. Lust bereitet ihm künftig nicht mehr die Sünde, sondern die Verfolgung der Sünder, und die kann nicht grausam genug sein. So lockt der Djihad seine neuen Konvertiten mit Bildern von verängstigten, demütigen Gruppen von Skla­vinnen ebenso wie mit Videos von Geisel-Enthauptungen, Verstümmelungen und Kreu­zigungen.

Der bereits erwähnte belgische Djihadist Abaaoud posierte in einem (in der Nähe der syrischen Stadt Hraytan aufgenommenen) Video am Steuer eines Dodge-Pickups, der Leichen über ein Feld zog. In einer später (ebenfalls in Syrien) gefilmten Video-Botschaft rief er die Muslime in Europa und anderswo auf, ihm nach Syrien in den Djihad zu folgen, wo Genüsse ihrer warteten, die sie daheim nie haben würden: >Als ich in Europa lebte, habe ich nie Speisen bekommen, wie ich sie hier gekostet habe<, sagte er, hinter Sandsäcken kauernd, unter dem Geknatter des Gewehrfeuers. >Ich bin in Villen und Paläste gekommen, die, Gott sei gelobt, durch den Willen Allahs hier für uns vorgese­hen sind.<„20 Den Bildern manischer Horden junger Krieger, die auf erbeuteten Pickups mit aufgebocktem Maschinengewehr unter schwarzer Fahne querfeldein rasen, um neue Untaten zu begehen, Sklaven einzufangen, Beute zu machen, Dörfer niederzubrennen, Kirchen und Moscheen in die Luft zu spren­gen, folgt hier die Verheißung, dass die Letz­ten aus den Banlieues die Ersten im Kalifat sein werden, dass nicht nur die Märtyrer ins Elysium eingehen, sondern auch die überle­benden Gotteskrieger schon im irdischen Paradies des Kalifats herrlich und in Freuden leben können.

 

15 „Die Schüler sehen sich häufig in einer Art Bring-schuld Gott gegenüber, der sie hoffnungslos ausge­liefert sind. Während er unsere Geschicke be­stimmt, haben wir Menschen eigentlich nur zu parieren oder zu reagieren.“ Kaddor, a. a. 0.

16 „Durch Aussagen junger Rekruten, die sich den Dschihadisten angeschlossen haben, ist bekannt, dass einige der Gedanke gelockt hat, den eigenen Gewaltphantasien, der eigenen Wut und den eige­nen Rachegelüsten freien Lauf lassen zu können. Ungefährdet von Recht und Gesetz mit einem an­deren Menschen machen zu können, was man will. Ihn zu verprügeln, zu quälen, ihn auch zu töten. Sich eine Frau zu nehmen, wie man will. Sich am Hab und Gut der Opfer zu bereichern. Kaddor, a. a.0.

17 „Der Triumph hat die Bedeutung einer wiederer­langten Selbstmächtigkeit und wird desto intensi­ver empfunden, je plötzlicher der Wechsel von der Machtlosigkeit zur Macht aufgetreten ist. […] Ein Mensch ist gehobener Stimmung, wenn er sich einer bisher bestehenden Verpflichtung, Verant­wortlichkeit oder allgemeinen Abhängigkeit ledig weiß (rebellischer Triumph) oder wenn er äußere bzw. innere Vergebung erlangt, wenn er wieder geliebt wird und das Gefühl hat, etwas Rechtes getan zu haben (anbiedernder Triumph).“ Fenichel (1945), a. a. 0. (Anm. 1), Bd. II, Kap. XVII („De­pression und Manie“), S. 300.

   18 Ebd., S. 299.

19 Fenichel (1945), a. a. 0. (Anm. 1), Bd. II, Kap. XVII und XVIII. Zitate auf den Seiten 320 und 301.

20 Higgins (2015), a. a. 0. (Anm. 12).

 

Was ist zu tun?

 

Was ist – abgesehen von dem, was ohnehin geschieht: der Kriegserklärung der Koalition der 60 Staaten und den Luftangriffen auf IS-Truppen zur Unterstützung der kurdischen Kämpfer in und um Kobane – zu tun? Die Minderheit der Vernünftigen, die es weder mit den imperialistischen Mächten, noch mit den Gotteskriegern hält, kann nur versuchen, die Regierungen und die schweigende Mehrheit der Bevölkerung der imperialistischen Mächte davon abzubringen, sich auf destruktive In­terventionskriege (wie die gegen Afghanis­tan, Irak und Syrien) einzulassen, und dafür plädieren, die frei werdenden Kriegs-Milliarden darauf zu verwenden, die Lebens­verhältnisse der Mehrheit in den Diktatur-und Elendsländern zu verbessern. (Das ist ein Jahrhundert-Projekt…) Sie kann weiterhin innenpolitisch die Binsenweisheit publik ma­chen, dass die Terrorismus-Bekämpfung mit Hilfe von Polizei, Geheimdienst und Armee allenfalls dazu taugt, ein Symptom (die Par­teinahme für den Djihad) zu unterdrücken, nicht aber dessen „Ursache“ zu beseitigen: die Marginalisierung und Diskriminierung eines Großteils der eingewanderten Muslime. Um dieser entgegenzuwirken, bedarf es in den Einwanderungsländern einer kostspieli­gen Neuorientierung:

  1. Es müssen viele Milliarden Steuergelder für den sozialen Wohnungsbau, für Bildungsein­richtungen („kompensatorische Erziehung“; Djihad-Prophylaxe) und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen aufgewandt werden, soll es nicht beim wohlfeilen Gerede über „Inklusion“ oder „Integration“ bleiben.
  1. Es muss in Kindergärten, Schulen, Polizei­schulen, Universitäten und Parlamenten der Kampf gegen die Diskriminierung von Men­schen, die anderen Glaubens sind und aus anderen Ländern stammen, aufgenommen werden.
  2. Es muss endlich an die Stelle des pseudo­respektvollen Beschweigens der Indoktrinie­rung durch muslimische Fanatiker (unter dem Vorwand der „Religionsfreiheit“ und des „An­tirassismus“) die öffentliche Kritik von deren Ideologie treten. Den aufgrund ihrer Situation für Djihad-Propaganda anfälligen Jugendli­chen muss laut und deutlich gesagt werden, dass die Flucht aus ihrem bedrückenden Mi­lieu in das derzeit vom „Islamischen Staat“ gehaltene Gebiet eine Flucht ins Elend des modernen Kriegs, eine Reise ins Nichts ist; dass sie, ohne militärische Ausbildung und unzureichend bewaffnet, als Kanonenfutter in Konflikten, die sie nicht überschauen, ver­heizt werden; dass sie nicht nur danach fra­gen müssen, wer die Muslime in den Ländern des Nahen Ostens mit wessen Hilfe unter­drückt, sondern wer deren selbsternannte Befreier, den neuen Kalifen und seine Trup­pen kontrolliert; dass die Untergangs­propheten, denen sie vertrauen, ihre militäri­schen und geistlichen Führer, selbst nur Schachfiguren im globalen Stellvertreterkrieg der Randstaaten Syriens und der Großmächte sind, von denen sie, je nach Opportunität, alimentiert oder im Stich gelassen werden; dass die Kalifats-Krieger, von allem anderen abgesehen, auch deshalb keine Chance ha­ben, weil sie nicht nur gegen den „Westen“ und die Regime der „Abtrünnigen“ Krieg füh­ren, sondern weil sie die Mehrheit der Musli­me gegen sich haben, die keineswegs von der ihnen mit Terror und Massakern aufgenö­tigten asketischen Lebensführung begeistert sind, die im „Kalifat“ für sie vorgesehen ist.

Kritiknetz – Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft
ISSN 1866-4105

Politische Psychologie des Djihadismus

http://www.kritiknetz.de/index.php/religionskritik/1300-politische-psychologie-des-djihadismus

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Das grüne Band der Sympathie

Justus Wertmüller
Nationale Identitätssucht und völkische Aggressivität, Antisemitismus und Verfolgungswohn: Die deutsche Liebe zum Islam hat eine Solidargemeinschaft ganz eigener Art hervorgebracht

Zu den argumentativen Tricks deutscher Freunde des Islam gehört es seit jeher, ein einseitiges Araberbild in der deutschen Offentlichkeit zu beklagen sowie auf rassistische und eurozentrische Vorurteile hinzuweisen, die stets zu Gunsten des prowestlichen Israels gingen. Die Warnung vor antiislamischer Gesinnung findet jedoch in der Wirklichkeit kaum einen Anlaß, sondern ist in erster Linie Ausdruck eines Ressentiments.
Deutsche und muslimische Ideologen haben gemeinsam, daß sie die eigenen Völker für fremdbestimmt und finsteren Mächten ausgesetzt erklären, ihre gegenseitige Solidarität ist eine von Sich-Verfolgt-Wähnenden. Als Deutschland im März 96 auf Drängen der USA einen internationalen Steckbrief gegen einen iranischen Minister erließ, der für Terroranschläge verantwortlich ist, beschimpfte die iranische Regierung nicht etwa die deutschen Strafverfolgungsbehörden, sondern „zionistische Kräfte“, die die Deutschen dazu veranlaßt hätten. Wenn islamistische Killerkommandos Israelis ermorden, werden die Angegriffenen von deutschen Politikern und Kommentatoren zu Sanftmut und Friedenswillen ermahnt – daß die Motive der Mörder dem politisierten Islam entstammen, bleibt in der Regel unerwähnt. Noch das beste in deutscher Sprache erhältliche Buch über den politisierten Islam (Meier: Der politische Auftrag des Islam) bringt es fertig, Auszüge aus der Gründungscharta der Hamas abzudrucken, ohne deren berüchtigten Artikel 7 zu zitieren. Diesem zufolge „wird der Tag des Gerichts kommen, und die Moslems werden die Juden bekämpfen und sie töten. Dann werden die Juden versuchen, sich hinter den Felsen und Bäumen zu verbergen, aber die Felsen und Bäume werden ausrufen: „Moslem, hinter mir verbirgt sich ein Jude, komm und töte ihn.“ Schließlich bemüht sich Meier ja um interkulturelle Toleranz, soll heißen: Er engagiert sich für ein islamisches Identitätsprojekt jenseits extremistischer Ausprägungen, und damit steht er für die herrschende Politik hierzulande.
„Eine gewisse Islamisierung des christlichen Abendlandes, das nach dem Tod Gottes den Glauben an sich selbst verloren hat, … (kann) auch Europa nachhelfen“, meint Claus Leggewie (Alhambra, 1993). Der Kulturjournalist Ingo Arendt räsoniert in der „Taz“ vom 8.9.95: „Zwar ist das erotische Sufi-Märtyrertum, die Freude zu sterben, um eins mit Gott zu sein, auch Vorbild für die Todesbereitschaft fundamentalistischer Mordbanden. Wie wichtig aber eine ernsthafte Erörterung dieser Fragen wäre, zeigt auch unsere anschwellende sozialwissenschaftliche Diskussion um eine neue Aktualität der Askese.“ Die Vorstellungen der Sufis „von der Unmittelbarkeit von Welt und Natur“ seien heute wieder attraktiv, weil sie „Indiz für die Verlustseiten des Prozesses unserer Zivilisation“ seien. Und der Bundespräsident fragt in seiner Rede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an Annemarie Schimmel unschuldig: „Ist es nicht denkbar, daß wir uns mit dem Islam so schwertun, weil er auf tiefer Volksfrömmigkeit beruht, während wir selbst in einer weitgehend säkularisierten Welt leben?“
Unbehagen an westlicher Rationalität, eine vermeintliche Sinnkrise und die Sehnsucht nach Identität tauchen in allen der zahlreichen proislamischen Verlautbarungen der letzten Jahre auf. Das Verlorengeglaubte scheint in der islamischen Welt aufgehoben zu sein, mit der die Deutschen, so glauben sie, mancherlei gemein haben: „Arabern und Deutschen ist dort, wo sie frei aus sich selbst leben, ein Einheitsdenken eigen, das Weltliches und Religiöses im gesamten Leben miteinander vereinbart, so daß Lebensbejahung und Weltzugewandtheit in einem tief im Relidösen verankerten Dasein eine widerspruchslose, natürliche Sinneinheit bildep. … Die beiden großen Völker haben viele Eigenschaften und Tugenden gemeinsam. Beide sind durch ihren kriegerischen Mut, ihre Heldenhaftigkeit und männliche Gesinnung bekannt, und beide schätzen die Ehre und verherrlichen das Recht und die Freiheit.“
Diese Erwägungen stammen von Sigrid Hunke (Kamele auf dem Kaisermantel, 1978). In der Person dieser Erfolgsautorin manifestiert sich die Kontinuität deutsch-islamischer Freundschaft: 1942 promovierte sie bei dem SS-Rassepsychologen C.F. Clauß, seit mehr als dreißig Jahren schreibt sie über islamische Kulturleistungen, nebenher ist sie Mitglied in der neofaschistische Religionsgemeinschaft „Deutsche Unitarier und Ehrenmitglied im „Obersten Rat für islamische Angelegenheiten“. Noch 1993 empfahl Rudolf Bahro während einer Vorlesungsreihe an der Berliner Humboldt-Universität ihre Bücher wärmstens.

Völkischer Nationalismus vs. westliche Rationalität
Die tiefe Freundschaft zwischen den Deutschen und westasiatischen Völkerschafte setzte nach dem Ersten Weltkrieg ein. Aktivitäten wie das Bagdad-Bahn-Projekt und de Kaiserbesuch in Palästina 1898 hatten im Ersten Weltkrieg zwar zu einer Koalition mit dem osmanischen Reich geführt, die Mehrheit der vorderasiatischen Völker war ab auf Seiten der Alliierten, die ihnen nationale Souveränität versprochen hatten, in den Krieg gegen die Hohe Pforte eingetreten. Als 1919/20 klar wurde, daß England und Frankreich keineswegs bereit waren, ihre westasiatischen Mandatsgebiete in die Unabhängigkeit zu entlassen, wandte sich die islamische Welt praktisch und ideologisch von den Kolonialmächten ab. Seither orientier(t)en sich islamische, besonders arabische Nationalisten am Kriegsverlierer Deutschland, in dessen Schicksal sie das eigene wiederzuerkennen glaub(t)en.
Die Gründungsfigur des modernen arabischen Nationalismus, Sati al-Husri (1882-1968), ist als der „arabische Fichte“ in die Ideologiegeschichte eingegangen. Mit ihm setzte die nationale Identitätssuche im Zeichen einer aus Deutschland importierten völkischen Substanzideologie ein – in ausdrücklicher Abkehr vom politisch-rationalistischen Begriff der Nation, wie ihn die englische und französische Aufklärung entwickelt hatte. Nationen sind dieser Lehre zufolge biologisch und kulturalistisch vorgeprägte Kollektive, deren Auftrag darin liege, einen ihnen gemäßen „Volksstaat“ zu gründen. Der al-Husri Schüler Michel Aflaq (1912-1989), Gründer und Chefideologe der Baath-Bewegung, wußte seinen Lehrer politisch zu aktualisieren, nicht zuletzt durch die Lektüre von Rosenbergs Mythus des 20. Jahrhunderts, ein Buch, das er 1937 studierte und zwar, wie die folgenden Ausführungen zeigen, offensichtlich mit Gewinn. 1943 hielt Aflaq in der Universität Damaskus einen Vortrag, dessen Hauptthesen nicht nur jedem deutschen Nazi-ldeologen aus dem Herzen sprechen müssen, sondern heute von fast allen islamischen Ländern und Bewegungen geteilt werden: „Seit eineinhalb Jahrhunderten sind die Araber mit dem Westen erneut verbunden infolge des Angriffs Napoleons auf Ägypten. Dieser gewiefte Mensch hat jene Verbindung in Gang gesetzt, indem er Flugblätter anbringen ließ, auf denen die Verse des Koran an der Seite der Erklärung der Menschenrechte niedergeschrieben waren. Seit jenem Augenblick haben die Araber nicht davon abgelassen, … ihr neues Erwachen in eine verzerrte Richtung zu lenken“ (Aflaq: Ewige Botschaft der arabischen Nation, zit. n. Meier).
Bei derart gravierenden Verzerrungen – ausgelöst vom gleichen welschen Teufel, der schon Fichte und Arndt zur Begründung des deutschen Nationalismus anstachelte – droht Identitätsverlust, „das heißt, daß die europäische Kultur ihre eigene (die der Araber, J.W.) überflüssig werden läßt“. Um dem abzuhelfen, empfiehlt Aflaq einen religiös-kulturalistisch angereicherten arabischen Nationalismus. Seine Trumpfkarte ist der Islam, der nie eine der westlichen Religionskritik vergleichbare Beschädigung erfahren hat und damit geeignet ist, jene Leerstelle zu füllen, die der Identitätswahn völkischer Nationalismen immer offen läßt. Der Islam sei für die Araber „stärkster Ausdruck der Einheit ihrer Identität, in der das Wort und das Empfinden mit dem Denken, die Anschauung mit dem Handeln, die Seele mit dem Schicksal in Einklang stehen“. Das Mißtrauen gegen eine kritische Vernunft, mit der Nationalstaaterei zwar teilweise begründet, noch Ieichter jedoch grundsätzlich in Frage gestellt werden kann, führt Aflaq zur spirituellen Verbindung von Geist, Volk und Auftrag. Zu jener Traditionslinie also, die von Fichte zu Rosenberg und weiter über die oben zitierte Hunke zu Bahro und dem Bundespräsidenten Herzog führt. „Es reicht nicht aus, daß die Theorien und Reformen in sich logisch aufgebaut sind, sondern sie müssen sich organisch aus einem allgemeinsten Geist entfalten, der ihre Quelle und ihr Ursprung ist.“ Das Prinzip des Ursprungs „ist vor allem anderen spiritueller Natur: es ist der Glaube der Nation an ihre Botschaft, und der Glaube ihrer Söhne an sie.“

Freundschaft im Zeichen des Antiimperialismus
1981 zeichneten deutsche Gelehrte im Auftrag der offiziösen „Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik“ das arabische Deutschland-Bild und das deutsche Geschichtsverständnis in einem Zug: „Araber und Deutsche waren die Hauptverlierer der Nachkriegsregelungen nach dem Ersten Weltkrieg; und nun nach dem Zweiten befand sich Deutschland in arabischen Augen in einer ganz ähnlichen Lage wie die Araber: seiner nationalen Einheit beraubt, in mehrere Teile zerrissen, von fremden Mächten militärisch besetzt, politisch bevormundet und wirtschaftlich durch Demontagen und Reparationen ausgeplündert.“ Zwar wird keineswegs bestritten, daß „sich junge Nationalisten in verschiedenen arabischen Ländern vom Aufstieg des Faschismus in Europa haben beeindrucken lassen“, bedeutsamer aber ist der Hinweis, „daß Deutschland – selbst nie als Kolonialmacht in der Region aufgetreten – zum Befreier von britischer und französischer Herrschaft hätte werden können“ (Büttner/Hünseler: „Die politischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den arabischen Staaten“, in: Kaiser/Steinbach: Deutsch-Arabische Beziehungen, 1981).
Woher diese Ideologen des Schmidt/Genscher-Außenmi nisteriums ihren Antiimperialismus bezogen haben, belegt folgender Ausschnitt aus einem Kulturprogramm der Interradio AG, verbreitet in arabischer Sprache über die Sender Athen, Tunis und Rom am 12. Dezember 1940: „Die beiden großen Völker haben viele Eigenschaften und Tugenden gemeinsam. Beide sind durch ihren kriegerischen Mut, ihre Heldenhaftigkeit und männliche Gesinnung bekannt, und beide schätzen die Ehre und verherrlichen das Recht und die Freiheit. Außerdem sind beide Völker noch durch andere Bande verbunden. Die Leiden und Ungerechtigkeiten, unter denen sie nach dem Ausgang des Weltkriegs zu leiden hatten, mußten sie teilen, denn beide großen Völker wurden in ihrer Ehre beleidigt, ihre Rechte wurden ihnen verleugnet und mit Füßen getreten. Beide bluteten aus denselben Wunden, aber beide hatten auch einen gemeinsamen Feind: nämlich die Alliierten, die sie zerspalteten und ihnen keinen Anspruch auf Ehre gönnten“ (zit.n. Schwanitz: Jenseits der Legenden, 1994).
Wilhelm Döhle, deutscher Generalkonsul in Jerusalem, schrieb in einem Bericht an das Auswärtige Amt vom 22. März 1937, daß die palästinensischen Araber „eine große Sympathie für das neue Deutschland und seinen Führer (zeigten), eine Sympathie, die um so höher zu werten ist, als sie auf ideeller Grundlage ruht“. Ausschlaggebend dafür sei der Umstand, daß sie „in ihrem Kampf um ihre Existenz einen arabischen Führer ersehnen und weil sie sich im Kampf gegen die Juden in einer Front mit den Deutschen fühlen“ (zit.n. Tillmann: Deutschlands Araberpolitik im Zweiten Weltkrieg, 1965).
Die gemeinsame Front aus Deutschen und Arabern auf antikolonialistischer, mithin „ideeller“ Grundlage ist Wirklichkeit geworden. Seit Mitte der dreißiger Jahre forcierte Deutschland eine Nahost-Politik, die zunächst 1943 mit Rommels Niederlage in Nordafrika endete. Die Deutschen konnten sich bei ihren arabischen Unternehmungen breiter Unterstützung durch die arabische Bevölkerung sicher sein, das gilt vor allem für die Palästinenser und die irakischen Faschisten unter ihrem Führer al-Gailani.
Nach dem gescheiterten Volksaufstand der Palästinenser 1936 gegen die britische Mandatsherrschaft erklärte der damalige deutsche Außenminister von Neurath: „Die Bildung eines Judenstaates oder jüdisch geleiteten Staatsgebildes … Iiegt nicht im deutschen Interesse, da ein Palästina-Staat das Weltjudentum nicht absorbiert, sondern zusätzliche völkerrechtliche Machtbasis für internationales Judentum schaffen würde … Es besteht daher ein deutsches Interesse an Stärkung des Arabertums als Gegengewicht gegen etwaigen solchen Machtzuwachs des Judentums“ („Aus Akten des Auswärtigen Amtes“, „Taz“, 16.2.91). Loyalster Verbündeter aus dem „Arabertum“ war der Palästinenserführer und Großmufti von Jerusalem, Amin al-Husseini (1895-1974), der mit seinem gegen die Juden gerichteten Vernichtungswillen eine nationale Tradition im arabischen Raum begründete, die vom palästinensischen Nationalrat, der unter Vorsitz al-Husseinis am I . Oktober 1948 in Gaza tagte, bis zur Hamas reicht. Während eines Besuchs bei Hitler erklärte Husseini am 30. November 1941: „Die Araber seien die natürlichen Freunde Deutschlands, da sie die gleichen Feinde wie Deutschland, nämlich die Engländer, die Juden und die Kommunisten hätten … Die Araber erstrebten die Unabhängigkeit und Einheit Palästinas, Syriens und des Irak und die Beseitigung der national-jüdischen Heimat“ (ebd.).
Al-Husseini stellte Hitler eine aktive arabische Kriegsbeteiligung in Aussicht, „und zwar nicht nur negativ durch Verübung von Sabotageakten und Anstiftung von Revolutionen, sondern auch positiv durch die Bildung einer arabischen Legion“. Die kam dann auch zustande. Insgesamt mehr als 6.000 arabische und nordafrikanische Muslime kämpften 1943 in Tunesien für Deutschland. Über 20.000 Muslime aus Südosteuropa, aber auch aus Kaukasien wurden zur muslimischen SS-Division „Hanjar“ (Schwert) zusammengezogen und erhielten Spezialaufgaben. Mehrheitlich waren es bosnische Muslims, die 1943 von Husseini persönlich in Sarajevo rekrutiert wurden (s. Enzyklopadie des Holocaust, 1993, Bd. II). Gemeinsam mit Kroaten beteiligten sie sich nicht nur an der Vernichtung der jugoslawischen Juden, sie widmeten sich auch der Massenliquidierung serbischer Zivilisten. Die kaukasischen Angehörigen dieser SS-Divisionen kämpften für freie, muslimische Kaukasusstaaten, Tschetschenien zum Beispiel. In einer Buchreihe, die für christlich-muslimisches Verständnis wirbt, erklärte ein deutscher Mullah 1981, daß viele Muslims in die SS eingetreten seien, „um an der Seite der deutschen Truppen für die Befreiung ihrer bereits vom zaristischen Rußland annektierten Heimatgebiete zu kämpfen…. Die moslemischen Soldaten in der deutschen Wehrmacht waren ebensowenig Faschisten wie die Freiheitskämpfer in Afghanistan“ (Abdullah: Geschichte des Islams in Deutschland, 1981). Auch dem Berliner Professor mit Forschungsschwerpunkt Vorderer Orient, Gerhard Höpp, ist es um eine „differenzierte“ Darstellung der muslimischen SS-Einheiten und ihres Gründers zu tun. Simon Wiesenthals 1947 erschienenes Buch über al-Husseini, Großmufti – Großagent der Achse, bezeichnete er 1994 als „emotionsgeladenes Pamphlet“.
Al-Husseini ist 1945 aus Frankreich in den Nahen Osten geflohen, wo ihm noch Jahrzehnte unermüdlichen Wirkens für die arabische Sache vergönnt waren, zum Beispiel als langjähriger Präsident der palästinensischen Exil-Regierung. Er war nicht der einzige, der sein Werk nach 1945 ungestört fortsetzen konnte: Hunderte deutsche Kriegsverbrecher, vor allem SS-Angehörige, flohen wie der Mufti in den Nahen Osten. Sie fanden nicht nur in den dortigen deutschen Gemeinden, die zugleich rührige NSDAP-Auslandsabteilunge n waren (z.B. in Kairo und Damaskus), tatkräftige Unterstützung, sondern mehr noch in den arabischen Nationalstaaten und Mandatsgebieten, allen voran Ägypten, das allerlei Verwendung für ihre Kenntnisse und Gesinnung beim Aufbau von Streitkräften, Befreiungsarmeen und Folterzentren hatte. Stellvertretend für sie alle mag hier Gottlieb Judejahn stehen, die Romanfigur aus Wolfgang Koeppens Tod in Rom (1954), ein Freikorps-Landser und Judenschlächter: „Wo Judejahn befahl, war Preußens alte Gloria, und wo Judejahn hinkam, war sein Großdeutschland. Der Sand der Wüste war noch immer der Sand der Mark. Judejahn war verjagt, aber er war nicht entwurzelt; er trug sein Deutschland, an dem die Welt noch immer genesen mochte, in seinem Herzen … Auf grünem Tuch leuchtete nun rot der Morgenstern. Hier konnte man noch Ladenhüter verkaufen, Nationalstaatstrug, Mark der Treue und Feindschaft den Israelis, diesen immer nützlichen Brüdern, denen Judejahn auch heute wieder Geld, Ansehen und Stellung verdankte.“

Nach dem Krieg
Am 10. September 1952 wurde das Wiedergutmachungsabkomm en zwischen der BRD und Israel geschlossen. Für alte Freunde Deutschlands ein herber Schlag. In einem Memorandum beklagte die „Delegation der arabischen Staaten“ „die groteske Situation, daß ausgerechnet unsere Freunde zu Helfern unserer Feinde werden wollen“, und drohte Wirtschaftssanktionen an.
Wiedergutmachungszahlungen an Israel, die Westeinbindung der BRD und schließlich Waffenverkäufe an Israel unter dem damaligen Kriegsminister F.J. Strauß trübten die deutsch-arabischen Beziehungen nachhaltig: Islamische Staaten nahmen diplomatische Beziehungen zur garantiert antizionistischen DDR auf, die in jeder nationalchauvinistischen Regung der islamischen Welt ein Zeichen fortschrittlichen Strebens nach nationaler Unabhängigkeit entdeckte.
Mit dem Sechs-Tage-Krieg erreichte die Sympathie der BRD-Deutschen für Israel einen kurzen, aber heftigen Höhepunkt. Mit ihrer Begeisterung für den israelischen Sieg projizierten sie ihre enttäuschten Hoffnungen auf Blitzkrieg und Massenvernichtung auf die Opfer von damals, die nun angeblich mit den Arabern das taten, was zuvor die Deutschen an ihnen verübt hatten. Die „Aufarbeitung“ der Verbrechen an den Juden war damit zu einem befriedigenden Ergebnis gekommen, weitere Solidarität mit Israel wurde zunehmend als Ärgernis empfunden. 1981 konnte im Auftrag der „Gesellschaft für Auswärtige Politik“ eine Erdmute Heller ein Fazit ziehen: „Die jahrelange einseitige Parteinahme für Israel auf Kosten des Ansehens der Araber war eine falsche Form der Vergangenheitsbewältigung“ (zit.n. Kaiser/ Steinbach). Die wenigen Journalisten, „die in den Jahren vor 1973 gegen den politischen Strom schrieben, mußten innerhalb der deutschen Medien mit Desinteresse und Widerstand rechnen. Bei mangelnder Konformität in Sachen Israel gab es selbst nach 1973 in Rundfunkanstalten noch Versuche der israelischen Lobby, über die Aufsichtsgremien Disziplinarverfahren einzuleiten und damit solche Journalisten mit dem Vorwurf der mangelnden Objektivität bzw. des Antisemitismus zu disqualifizieren.“
Nach 1967 hatte zunächst die neue Linke mit ihrem unter dem Deckwort „Antizionismus“ feilgebotenen Antisemitismus mit dazu beigetragen, diese „falsche Form der Vergangenheitsbewältigung“ zu korrigieren. Das weitere taten der Jom-Kippur Krieg, der zur allseitigen Zufriedenheit klarmachte, daß Israel besiegbar ist, und die daran sich anschließende Änderung der deutschen Außenpolitik unter sozialdemokratischer Verantwortung. „Die Fesselung durch das „Auschwitz-Syndrom“, der oftmals vernommene israelische Vorwurf deutscher Untreue… beeinflußten die bundesdeutsche Politik in erheblichem Maße,“ resümiert ein Kinan Jaeger in der offiziösen Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ (13.4.95) diesen Schwenk. Es sei dabei zu „einem ausgeprägten Konflikt zwischen Moral- und Realpolitik (gekommen)“, was „wohl zwangsläufig zu einer sehr ambivalenten bundesdeutschen Haltung gegenüber den am Nahost-Konflikt beteiligten Parteien“ hätte führen müssen.
Wohin die moralisierende Realpolitik zielte, machte Helmut Schmidt am 30. April 1981 in der ARD klar: „Man kann nicht im Palästinenser-Konflikt der einen Seite alle Moral zuerkennen und gegenüber der anderen Seite die Achseln zucken. Das geht insbesondere nicht, wenn man Deutscher ist, in einer geteilten Nation lebt und den moralischen Anspruch auf Selbstbestimmung des deutschen Volks erhebt. Dann muß man auch den moralischen Anspruch auf das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes anerkennen.“ Menachem Begin verstand, woher der Wind weht, wenn ein deutscher Kanzler das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser zu einer Frage deutscher Verantwortung erhebt: „Es ist nackte Arroganz und Frechheit, meiner Generation der Generation der Vernichtung und der jüdischen Wiedergeburt zu sagen, daß es uns gegenüber keine, den Arabern gegenüber hingegen wohl eine Verpflichtung gibt! Solche Worte wurden nicht vernommen, seit die Welt gegen Ende des Zweiten Weltkriegs sah, was uns in den Krematorien angetan worden ist“ („FAZ“, 5.5.81). Schmidt, mutmaßte Begin, fühle sich anscheinend immer noch an seinen Fahneneid als deutscher Wehrmachtsoffizier gebunden.
Einen Fahneneid in Sachen Antisemitismus und völkischer Verfolgungswahn haben sie beide abgelegt, die Deutschen und die islamischen Nationen. Jetzt, wo es Deutschland gelungen ist, qua Wiedervereinigung ein schönes Stück Identität hinzuzugewinnen, kann die moralische Verpflichtung, das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen und anderer islamischer Völker zu verteidigen, erst so richtig ihre Wirkung entfalten. Vom leidigen „Auschwitz-Syndrom“ ist man ohne souveränitätseinschränkend e Siegermächte längst befreit. Gemeinsam mit islamischen Nationen gibt man die Verantwortung für Auschwitz an diejenigen, die es befreit haben, zurück. An der „Rampe von Srebrenica“ (Freimut Duve) reichen deutsche Freunde des muslimischen Befreiungskampfes ihren islamischen Kampfgenossen die Hand. „Es ist eine unumstößliche Tatsache, daß das, was sich gegen die Muslime Bosnien-Herzegowinas abspielt, eine Operation der Ausrottung darstellt, die in der jüngeren und ferneren Geschichte einzigartig ist .. Eine Ausrottung, vor der die Vernichtungsaktionen, die Hitler und die Abteilungen der Gestapo gegen die Juden in aller Welt begangen haben, gering erscheinen! … Diese Ausrottung ist systematisch geplant in der Absicht, die Wurzeln des Islams mitsamt den Muslimen aus dem gesamten europäischen Kontinent herauszureißen.“
Nein, das ist kein Flugblatt des Dschihad, sondern ein – nach Meier: Der politische Auftrag des Islum zitierter – Leitartikel des Reißmüllers vom Dienst der halboffiziellen ägyptischen Tageszeitung „al-Gumburiya“ vom 21. November 1992.

http://www.comlink.de/cl-hh/m.blumentritt/agr231s.htm

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Vortrag und Diskussion in Berlin

Montag, den 15. Juni 2015, um 19.30 Uhr
HU-Hauptgebäude, Unter den Linden 6, Raum 1072

Die Paradiesvögel des Djihad
Identifikation, Selbsthass und der Weg zur Selbstverwirklichung europäischer Djihadistinnen

Mit Lisa Lübars

Die Frau­en, die als Dji­ha­dis­tin­nen nach Sy­ri­en zie­hen, wer­den häu­fig als trau­ma­ti­siert, ver­führt, kurz­um, als Opfer der Män­ner­welt ver­nied­licht. Dem wi­der­spricht die hand­fes­te Tä­ter­schaft, die sie als Puff­müt­ter und Ver­ge­wal­ti­gungs­hel­fe­rin­nen an ye­si­di­schen Frau­en ver­üben, und ihr öf­fent­li­ches Er­schei­nen: als Koran­fes­te und selbst zur Waffe grei­fen­de Sit­ten­po­li­zei kön­nen sie auch auf Glau­bens­schwes­tern un­mit­tel­bar Ge­walt aus­üben. Damit geht diese Ge­walt im IS nicht aus­schließ­lich von den männ­li­chen Dji­ha­dis­ten aus: der in der is­la­mi­schen Re­li­gi­on be­ding­te Hass aufs (ei­ge­ne) weib­li­che Ge­schlecht und damit sich selbst fin­det für diese Frau­en sein un­mit­tel­ba­res Ven­til. Die Me­cha­nis­men der Iden­ti­fi­ka­ti­on mit dem Islam stel­len eben keine Eman­zi­pa­ti­on dar, auch wenn diese Frau­en schein­bar die tra­di­tio­nel­le Rolle der Haus­frau und Mut­ter durch­bre­chen. Die Re­gres­si­on in an­ti­zi­vi­li­sa­to­ri­sche Bar­ba­rei ist ge­wiss in allen mo­der­nen Ge­sell­schaf­ten an­ge­legt. Der Islam, das zei­gen die An­hän­ge­rin­nen von IS, ist nicht nur ein Aus­stiegs­mo­dell wie an­de­re auch, son­dern zu­gleich po­pu­lä­res An­ge­bot, die ei­ge­ne Grau­sam­keit un­mit­tel­bar aus­zu­le­ben. Wer diese Frau­en ver­harm­lost, ver­kennt die Bar­ba­ri­sie­rung ihrer selbst durch ihre völ­li­ge Ent­gren­zung als die wah­ren Ver­tre­te­rin­nen des Islam.

http://www.redaktion-bahamas.org/auswahl/web70-2.html

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Siehe auch:

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

Psychoanalytische Arbeitsstation

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!
I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Wer „ich will frei sein“ sagt, und es sagen viele, der ist ein Idiot. Denn das höchste was der Mensch als Freiheit haben kann, ist die Freiheit, seine Pflicht frei zu wählen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Es sind dieselben, die behaupten, das Geschlecht wäre nicht biologisch angeboren, sondern nur ein sozialer Konstrukt, und zugleich daß die Homosexualität kein sozialer Konstrukt wäre, sondern biologisch angeboren.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

„Es gibt zwei Dinge“, so wußte Hitler schon 1923, „die die Menschen vereinigen können: gemeinsame Ideale und gemeinsame Kriminalität“ .

Nach der gewaltsamen Beendigung des Mordens durch die Alliierten waren die Deutschen (und sind es bis heute geblieben) noch deutscher als zuvor.

„Der Staat sind wir“: Dies Credo der Sozialdemokratie Ferdinand Lassalles war die Wahrheit der Volksgemeinschaft, und der Nazismus war die vermittlungslose Basisdemokratie der Deutschen.

Die Demokratie der Bürger ist die interessierte Demutsadresse an den autoritären

Staat.

„Die deutsche Nation ist das Apriori dieser seltsamen Wissenschaft, die

vorgibt, nichts zu kennen als Quellen, Quellen und nochmals Quellen, nichts als das

lautere Plätschern der Tatsachen und das ungetrübte Sprudeln der Empirie. Die

Quelle aber ist der Historie, was der Jurisprudenz das Indiz: Spielmaterial, bloße

Illustration des Systemzwangs zum Rechtsfrieden, d.h. empirische Legitimation der

vorab existenten letzten Instanz, an der jede Berufung aufhört und jede Revision

endet. Egal, wer Recht hat, solange nur Recht ist; was immer die Quellen sagen,

ein Beweis gegen die Nation wird sich daraus nie und nimmer folgern lassen.“ (…)

„Historische Wahrheit wird nach dem Modell

von Meinungsumfragen vorgestellt; kein Sample jedoch wird je repräsentativ

genug sein, um der deutschen Nation als solcher die Taten der Nazis zuzurechnen.

Die juristische Methode dieser seltsamen Wissenschaft, die sich die Behandlung der

Geschichte anmaßt, weiß so überaus sorgfältig zwischen Intention und Resultat zu

scheiden, daß der einzig noch mögliche Weg historischer Wahrheitsgewinnung, der

allerdings leider ausgeschlossen ist, Psychoanalyse wäre.“ – Joachim Bruhn

Da die Psychoanalye heute auch nur noch ein korruptes Racket ist, würde sie nicht helfen.

 

Je verkommener eine menschliche Kreatur, desto eher fühlt sie sich beleidigt, respektlos behandelt, in ihrer Ehre verletzt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Der religiöse Rassismus der Islamisten, der den völkischen Rassismus der Nazis ersetzt hat, erklärt Allah zum Führer und die Jihadisten zu seiner privilegierten Kampftruppe: Wenn man so will, zu Allahs SS. Der Zusammenhalt dieser Kampftruppe wird über die Jenseitserwartung von Hölle und Paradies, also über das Instrument der religiösen Angst, sichergestellt. Diese Selbstbildfantasie der Islamisten ist mit ihrer (zumeist antijüdischen) Feindbildfantasie untrennbar verknüpft. – Matthias Küntzel

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten. Es sind Sozio-, Pädago- und Psychokratien, Rackets, die Erkenntnis nicht fördern, sondern verhindern.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
„Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett „antideutsch“ nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur „normale“ kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“– Hans Dieter Hüsch

Es gibt zweierlei Ethik: die moralische, der die Realität egal ist und die der Verantwortung, die reale Folgen der ethischen Forderungen berücksichtigt. Die erste ist gut gemeint, die zweite ist gut gemacht.

Was dem einen seine Souveränität, ist dem anderen seine Eigenmächtigkeit.

Das Schöne am Euro war, dass die Gewinner immerzu gewinnen konnten, ohne dass ihnen gleich die Quittung präsentiert wurde. Denn sie verdienen ja am Ausland, was heißt, eigentlich ein im Maße des Verdienens zunehmend schlechtes Geld – das ist durch den Euro aufgehoben worden: Man konnte ständig an einer anderen Nation verdienen, ohne dass das Geld dieser Nation darunter gelitten hat, weil sie gar kein eigenes hat. Der Wert dieses Geldes repräsentiert nicht die Leistungsfähigkeit dieser Nation. So hat der Euro von dem innereuropäischen Verdienen aneinander sogar noch gelebt; er hat vor der Krise absurderweise nur den Konkurrenzerfolg der Gewinner repräsentiert.

— Das ist ja mit der Idylle charakterisiert. Dass zunächst mal alle Seiten Gewinner des neu eingeführten Euro waren. Auch die, die ihre vergleichsweise Weichwährung gegen den Euro getauscht haben und damit auf einen Schlag Kredit zu ganz anderen Konditionen und Möglichkeiten hatten. Insofern waren die späteren Verlierer erst mal auch Gewinner.

Kein Nazifaschist hat je wirklich geglaubt, er bezöge die Ermächtigung seiner Ansprüche aus dem Teutoburger Wald; keiner seiner demokratischen Erben hat jemals tatsächlich gedacht, ihnen erwüchse Legitimität im Resultat des “Lernens aus der Geschichte”; niemals war ein Sozialist der Ansicht, es sei die famose “Befreiung der Arbeit” und nicht vielmehr das Recht auf Beute, was seine Politik im Interesse der Arbeiterklasse motivierte. Und keinesfalls erwächst den Palästinensern irgendein Recht aus der Tatsache, daß sie zuerst da waren. Einer Gesellschaft, der Hunger kein Grund ist zur Produktion, kann auch das Leiden kein Grund sein zur Solidarität. Es ist die Ideologie, die mit der Unmittelbarkeit des Leidens agitiert, die aus dessen fragloser Evidenz Sinn zu schlagen sucht, sei es im Sinne von Caritas oder Amnesty International, sei es im Sinne der Freunde des palästinensischen Volkes für den Israelhaß der Antisemiten wie für den Islamfaschismus dieses Volkes. Ariel Scharon jedenfalls, der Zionist und praktische Antifaschist, ist dem aufgelösten Rätsel der Geschichte näher als die deutsche Linke, deren “Antifaschismus” sich als Aufstand der Anständigen à la Gerhard Schröder oder als Solidarität mit dem palästinensischen Volk ausagiert. (…) Im Wesen Israels als des ungleichzeitigen Staates der Juden liegt es aber nicht nur, Reaktion auf den Verrat an Aufklärung und Weltrevolution, nicht nur, Notwehrversuch gegen den Nazifaschismus und Asyl zu sein. Sondern eben auch, daß die üblichen Muster der bürgerlichen Rollenverteilung – hier das Gewaltmonopol des bürgerlichen Staates im allgemeinen und dort die Personen, die die Regierungsausübung im besondern besorgen – für den israelischen Staates aufgrund seiner Konstitutionsbedingungen keine Geltung mehr hat. Was sich unter anderem darin zeigt, daß diese “Kritiker” der israelischen Regierungspolitik für den faschistischen Mob und die Behörden, die Selbstmordattentäter belohnen, Verständnis aufbringen (Folge von Besatzung und Ausbeutung), dagegen für den Versuch, die militärische Infrastruktur der Gegner Israels zu zerschlagen, am liebsten die Begriffe Auslöschung oder Ausrottung der palästinensischen Bevölkerung im Munde führen. Wie hinter der treudoofen Frage, ob es nicht möglich sein müsse, Spekulanten als das zu bezeichnen, was sie sind, ohne gleich als antisemitisch zu gelten, so verbirgt sich hinter der treulinken Frage, ob nicht auch in Israel, weil es sich auch dort um eine bürgerliche Gesellschaft handele, Faschismus möglich sei, die Erkenntnis dieser Fusion in verquerer und verschrobener Gestalt. Verquer, weil ja gerade erklärt werden sollte, wie Israel, dieser Fusion zum Trotz, eine parlamentarische Demokratie ist und bleibt; verschroben, weil diese Einheit von Staat und Regierung im Übergang von einem unerträglichen Alten (die Vernichtungsdrohung) zum noch nicht erreichten Neuen (die herrschaftslose Gesellschaft) ja doch den Inbegriff dessen ausmacht, was einmal als “Diktatur des Proletariats”, als Emanzipationsgewalt und organisierte politische Macht der Revolution, auch und gerade auf den roten Fahnen stand. In Anbetracht der Grundidee des Staates Israel, vor dem Hintergrund der linken Staatsmythen, betreffend die “Diktatur des Proletariats”, muß jede Beurteilung der Handlungen der Regierungsvertreter auch die völlig andere Qualität dieses Staates, verglichen mit allen anderen, deutlich werden lassen. (…)

Wenn diese Linke über Israel schwadroniert, dann hört sich das nicht minder grausig an. Dabei liegt der Zusammenhang zwischen dem Antisemitismus und dem Vernichtungswillen gegen die zum Staat gewordene bürgerliche Gesellschaft der Juden, gegen Israel, eigentlich auf der Hand: Der sogenannte Antizionismus stellt nichts anderes dar als die geopolitische, globalisierte Reproduktion des Antisemitismus, das heißt die Erscheinungsform, die er in Weltmarkt und Weltpolitik nach Auschwitz annehmen muß. Der Antizionismus ist der aus den kapitalisierten Gesellschaften in die Welt herausgekehrte Antisemitismus. So ist Israel der Jude unter den Staaten; die Verdammung des Zionismus als eines “Rassismus” durch die UNO gibt es zu Protokoll. Das macht: die moralische Verurteilung der menschlichen Unkosten der Konstitution bürgerlicher Staatlichkeit allein am Beispiel Israels führt vor Augen, was die Welt der Volksstaaten vergessen machen will – daß die Zentralisation der politischen Gewalt über Leben und Tod keineswegs die natürliche Organisationsform der Gattung Mensch darstellt, sondern Ausdruck eben von Herrschaft und Ausbeutung. Dabei ist Israel – und das macht die Kritik an diesem Staat so perfide und muß deshalb immer wieder gesagt werden – der einzige Staat dieser Welt, der für sich eine nicht zu bezweifelnde Legitimität beanspruchen kann. Israel, das ist der ungleichzeitige Staat, der entstanden ist sowohl als Reaktion auf das Dementi aller Versprechungen der bürgerlichen Nationalrevolution, sowohl als Antwort auf den stalinistischen Verrat an der kommunistischen Weltrevolution als auch als zu spät gekommene Notwehr gegen den Massenmord an den europäischen Juden. (…) Israel ist das Schibboleth jener doch so naheliegenden Revolution; es ist der unbegriffene Schatten ihres Scheiterns. Israel ist das Menetekel, das zum einen (und ganz unfreiwillig) die kategorischen Minimalbedingungen des Kommunismus illustriert, und das zum anderen sämtliche Bestialitäten zu demonstrieren scheint, zu denen der bürgerlich-kapitalistische Nationalstaat fähig ist. Wer Israel nicht begriffen hat, wer den Haß auf diesen Staat, den Antizionismus, und wer den Antisemitismus, das heißt den Vernichtungswillen sowohl gegen die in diesem Staat lebenden als auch gegen die kosmopolitisch verstreuten Juden, nicht begriffen hat als das, was Antisemitismus wesentlich darstellt: den bedingungslosen Haß auf die Idee einer in freier Assoziation lebenden Gattung, der hat den Kommunismus nicht als das “aufgelöste Rätsel der Geschichte” begriffen. –

 Der ostentative Muslimeifer aber, der sich im Alltag mancher ‚Allahu-Akbar‘-Brüller vielleicht doch sehr in Grenzen hält, findet im blanken Judenhass unverhoffte Nahrung, wo ihnen unter unendlich öden Koranrezitationen und geistlosen, absurden Vorschriften längst das bisschen ungeglaubten Glaubens zwischen den Fingern zerrann und ihr Muslimsein kaum je mehr ist als das typisch dauerbeleidigte, immer schon jeder Verantwortung ledige Gruppengefühl. Überhaupt will jeder Eifer – insbesondere der aktuelle, rasende Eifer des weltweit angreifenden Islam – den Stachel eines weniger drohenden als hinterrücks längst geschehenen Glaubensverlustes kompensieren.“ Mit anderen Worten: Muslime wurden nicht für ihr abstraktes Muslimsein kritisiert, sondern dafür, was – global betrachtet – die Mehrheit konkret darunter versteht: Die von Gott gegebene Ermächtigung zu Terror, Entrechtung, Antisemitismus. Wer differenziert, sollte nicht unerwähnt lassen, dass Osama bin Laden, Hassan Nasrallah und wie all die schrecklichen Figuren so heißen, in der muslimischen Welt als Helden gefeiert werden – und zwar nicht von einer minoritären Sekte, sondern von Millionen Muslimen, auch in Deutschland. (,,) Der unfreiwillige und verborgene Essentialismus der Postmoderne macht das Begreifen unmöglich, weil er die Beziehung zwischen Allgemeinem, Besonderem und Einzelnem nicht mehr zu thematisieren vermag. Wenn nur noch Vielfalt herrscht und Einzelnes und Allgemeines gewaltsam auseinandergerissen werden, bleibt die Verstandesleistung des begreifenden Subjekts auf der Strecke und die scheinbar ursprüngliche Differenz wird zum Mythos. Nicht nur dem Begriff des Allgemeinen, das ja ein noch einzulösendes ist, wird Gewalt angetan, auch dem Besonderen, dessen Unglück darin besteht, nur ein Besonderes zu sein, und das sich, weil es kein versöhnendes Ganzes gibt, dem schlecht-Allgemeinen, dem Racket nämlich, anschließen muss. – JAN HUISKENS

„Vernunft und Rationalität sind in dieser durchmedialisierten Welt chancenloser denn je. Ein unangenehmer Typ „Heckenschütze“ terrorisiert die Gesellschaft. Seine aktuelle Waffe: Der Phobienvorwurf.“ – Bettina Röhl

„Man wähnt, wenn man nach wissenschaftlichen Regeln sich richtet, dem wissenschaftlichen Ritual gehorcht, mit Wissenschaft sich umgibt, gerettet zu sein. Wissenschaftliche Approbation wird zum Ersatz der geistigen Reflexion des Tatsächlichen, in der Wissenschaft erst bestünde. […] Je tiefer man ahnt, daß man das Beste vergessen hat, desto mehr tröstet man sich damit, daß man über die Apparatur verfügt.“ (Theodor W. Adorno, Philosophie und Lehrer, AGS 10.2, 491)

„Vieles, was im Sinne von Foucaults »Mikrophysik der Macht« populär werden sollte; also die Erkenntnis, daß Macht nicht pyramidal hierarchisch, sondern durch sämtliche gesellschaftliche Bereiche hindurch wirkt, findet sich bereits in der Medizinkritik der Kritischen Theorie. Daß diese Thesen häufig übersehen wurden, mag daran liegen, daß sich Horkheimers entscheidende Äußerungen über Medizin und Psychiatrie nicht in den breit rezipierten Hauptwerken finden, sondern über die Gesamtausgabe verstreut sind. Wiemer suchte sie zusammen und zeigt, wie Horkheimer anhand der Medizin einen wesentlichen Charakterzug des modernen Kapitalismus ausmachte. Mediziner funktionieren laut Horkheimer wie fast jede wirtschaftliche Gruppe im Sinne eines Rackets. »Ein Racket«, erklärt er, »ist eine unter sich verschworene Gruppe, die ihre kollektiven Interessen zum Nachteil des Ganzen durchsetzt.« Allgemein betrachtet heißt das, daß sich die Klassengesellschaft in eine »neofeudale« Struktur verwandelt hat, innerhalb der Interessenverbände »nach dem Prinzip der Selbsterhaltung und der Machtakkumulation« funktionieren. Diesen Wandel macht Horkheimer an den Medizinern fest; und alles, was Horkheimer in seiner Kritik aussparte, von den Krankenversicherungen bis zum Pfusch in Krankenhäusern, wird von Carl Wiemer polemisch auf den neuesten Stand gebracht“  – Max Horkheimer

 

„Ein Shitstorm hat auch seine positive Seite. Da politisch korrekte Gülle meist in Richtung Originalität, Kreativität und Intelligenz geworfen wird, fliegt sie oft genug auf Leute, die zu lesen wirklich lohnt.“ – Evidenz-basierte Ansichten

Eine Frau wird als Frau geboren. ein Mann muß erst ein Mann werden.
Keine Paternalisierung, sondern fortschreitende Maternalisierung. Die Feminisierung und Genderisierug marginalisiert und zerstört die Vaterposition in den modernen »Gesellschaften«, die Vaterrolle erlitt allgemeine Degradierung, die Kanonisierung der Homosexulität im Speziellen und der sexuellen Diversität im Allgemeinen tilgt die noch übriggebliebenen Spuren einer Männlichkeit restlos aus, die nur noch als Schimpfwort der angeblichen „Paternalisierung“ im Jargon der Medien herumgeistert.

„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

Post-Pop-Epoche: der Sieg der Mode über die Sitten.

„Wir brauchen schadhafte Gebäude, durch deren geborstene Wände man hindurch­ sehen kann, um wenigstens einen Anfang zum Denken zu gewinnen.“ – Victor Tausk

line-wordpress

Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

They are the same who claim the sex/gender would not be biologically innate, but only a social construct, and at the same time that homosexuality was not a social construct, but biologically innate.

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

„There are two things,“ said Hitler in 1923, „which can unite people: common ideals and common crime“

After the violent termination of Murder by the Allies were the German (and have remained so to this day) more german than before.

Nach der gewaltsamen Beendigung des Mordens durch die Alliierten waren die Deutschen (und sind es bis heute geblieben) noch deutscher als zuvor.

The depraved human creature, the more she feels insulted, disrespected, offended in their honor.

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno

„Reason and rationality are chance-less than ever in this totally mediatised world. An unpleasant type Sniperterrorized society. His current weapon: The phobia accusation.“ – Bettina Röhl
„A Shitstorm has also its positive side. As politically correct manure it is usually thrown in the direction of originality, creativity and intelligence, she flies often to people who are really worth to read.“ – Evidenz-basierte Ansichten
A woman is born as a woman. a man has to become a man.
No paternalization but advancing maternalization. The feminization and genderization marginalized and destroyed the father position in the modern „societies,“ the father role suffered general degradation, the canonization of homosexuality in particular and the sexual diversity generally wipes out the still remaining traces of masculinity completely out,  only as an insult haunts the alleged „paternalization“ in the jargon of mass media.

Arschkriecherei gehört zu Deutschland

lale-akgün

Lale Akgün, SPD-Politikerin und Muslima, schreibt in Ihrem Buch

„Aufstand der Kopftuchmädchen: Deutsche Musliminnen wehren sich gegen den Islamismus“:

»Also klar legen wir diese Botschaften dar für Leute, die denkenSure 10 (»Jona«), Vers 24 *

»Wenn ich wissen will, ob die Koranübersetzung zeitgemäß ist, schaue ich mir die Sure 78, Vers 31–33 an: Wenn es hier heißt: ›(Doch) wahrlich, den Gottesbewussten steht höchste Erfüllung bevor: üppige Gärten und Weingärten und prächtige Gefährten…‹, weiß ich, dass die Übersetzung in Ordnung ist. Wenn aber statt von ›Gefährten‹ von ›Jungfrauen mit schwellenden Brüsten‹ die Rede ist, lege ich das Exemplar zur Seite.« Beyza Bilgin, Theologin

* Alle Koranzitate sind der Übersetzung von Muhammad Asad entnommen. Asad, Muhammad: Die Botschaft des Koran. Patmos Verlag, 2009.

„Ja! Es kann ihn geben, den modernen Islam. Wir müssen nur den Mut dafür aufbringen, den Verstand zu nutzen, um ausgetretene Pfade zu verlassen und den Islam aus seinem fundamentalistischen Gefängnis zu befreien – einem Gefängnis, dessen Fundament aus der Vermengung patriarchalen Denkens und der Scharia besteht.“ (…)             »Aufstand der Kopftuchmädchen« ist allen Musliminnen und Muslimen gewidmet, die es satt haben, sich von den Ewiggestrigen den Islam erklären zu lassen und sich nach einem modernen Islam im Hier und Heute sehnen. Es ist weiterhin jenen interessierten Bürgerinnen und Bürgern gewidmet, die sich nicht durch demagogische Polemik abschrecken lassen und einen Einblick bekommen möchten in einen Islam ohne Kopftuch, Zwangsheirat und Ehrenmord – aber auch in einen Islam ohne Tausendundeine Nacht. (…)

Das Kopftuch ist das Symbol eines Islam, der sich nicht als intime Verbindung zwischen dem Menschen und Allah sieht, sondern als allgegenwärtiges Etikett, das den Menschen auf der Stirn kleben soll. Nicht nur, aber auch: des politischen Islam. Natürlich ist das Kopftuch für die Mädchen und Frauen, die es tragen, auch mehr – Identifikation, Maske, Mode. Die Funktionäre, die das Kopftuch als »islamisches Muss« deklarieren, scheren sich jedoch nicht um Mode, sondern sehen es als Etikett, das ihren Einfluss auf die Menschen sichern soll.

Ein Schuss, der nach hinten losgehen wird. Früher saßen diese Kopftuchmädchen nur zu Hause. Dann wurden sie hinausgeschickt, in die Schulen, an die Universitäten und in die virtuellen Räume des Internets. »Wir sind da, wir sind sichtbar, wir zählen.« Die konservativen Islamfunktionäre und ihre oft ahnungslosen Helfer unter den überforderten Müttern und Vätern vertrauen darauf, dass das bisschen Stoff, das Kopftuch, ihre Mädchen schützt vor den angeblich verrohenden und unsittlichen Einflüssen der Welt da draußen. Die Mädchen und jungen Frauen, die keine andere Sicht der Dinge kennen, sagen deshalb heute noch: »Das Kopftuch ist meine Freiheit. Es beschützt mich.« Sie haben es so gelernt, darum ist ihnen kein Vorwurf zu machen.

Der Vorwurf gilt den Orthodoxen und Ultraorthodoxen, die nicht müde werden, den Gläubigen in den Moscheevereinen den Floh der »Fitna« ins Ohr zu setzen: »Fitna« hat mehrere Bedeutungen, wie »Zwietracht säen«, »jemanden verführen«, »Aufstand« und »Aufwiegeln«, aber auch »schöne Frau«. Diese begriffliche Mannigfaltigkeit zeigt schon auf, wohin die Reise geht: Alles, was schön ist – Liebe, Tanz und Lust –, wird von den Konservativen zu »Fitna« erklärt. Alles, was über die eng gesteckten Grenzen ihrer selbst erfundenen Regelkataloge geht, wird von diesen Predigern als Bedrohung empfunden, die ihre Macht gefährdet, personifiziert in der Weiblichkeit. Daher ist ihr ganzes Bestreben, gegen »Fitna« zu kämpfen.

Die Frau ist in diesem Weltbild die Hure des Teufels, die die soziale Ordnung gefährdet, wenn sie nicht unter Verschluss und an der kurzen Leine gehalten wird.

Ein schönes Beispiel für diese krude Weltsicht: Vor 30 Jahren war das Kopftuch noch eine fromme Ausnahme; heute gehört es schon zum normalen Stadtbild. Auch ein Indiz dafür, dass sich der politische Islam das Kopftuch als Symbol auserkoren hat.

Der Islam politisierte sich nach und nach, angetrieben durch weltweite Ereignisse in den Jahren 1979 und 1980:

Der Schah von Persien wurde gestürzt, und Ajatollah Chomeini rief die sogenannte islamische Revolution im Iran aus.

Die Sowjets marschierten in Afghanistan ein, und eine ganze Generation vor allem junger Männer radikalisierte sich im Kampf gegen die Besatzer, großzügig mit Waffen und Logistik vom Westen, allen voran den USA, unterstützt.

In der Türkei putschte sich das Militär an die Macht – und versuchte, die politischen Bewegungen durch die Betonung der gemeinsamen Religion über eine Homogenisierung der Gesellschaft im Sinne von sunnitisch-hanefitischen Bestrebungen gleichzuschalten. Heute haben wir einen politischen Islam, der vor Gewalt und Terror nicht zurückschreckt und sich zugleich bei den Benachteiligten in der Gesellschaft als Retter und Unterstützer ausgibt.

Die Folgen dieser weltpolitischen Ereignisse sind heute selbst in den letzten Winkeln deutscher Vorstädte zu spüren. Der Islam als politisierte Religion ist bis nach Dinslaken und Bonn gekommen.

Schon in den Neunzigerjahren hingen in Köln Plakate, auf denen in türkischer Sprache stand: »Mein Kopftuch ist meine Fahne! Mein Kopftuch ist meine Ehre.« Diese Botschaften gingen natürlich an den meisten Deutschen der Mehrheitsgesellschaft vorbei, weil sie des Türkischen nicht mächtig waren.

Nur – gesetzt den Fall, alle tragen ein Kopftuch: was kommt dann? Dann wollen die Ultraorthodoxen, so viel ist sicher, die nächsthöhere Stufe der Frömmigkeitsspirale erreichen, indem sie die Burka als Kleidungsstück propagieren. Was sind die nächsten Stufen? Vielleicht sollen die Frauen das Haus irgendwann nicht mehr ohne männliche Begleitung verlassen, wie das heute schon in manchen islamischen Ländern der Fall ist.

Und dann?“

Dann: ferkel

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Bennett editorial cartoon

Das Kopftuch gehört zu Deutschland

  15.03.2015

“Ich fürchte, die Richter haben ein Urteil gefällt, weil sie meinen, sie müssten nun auch auf den Zug aufspringen, dass der Islam zu Deutschland gehöre”, sagte Lale Akgün. Das Kopftuch sei einst vom politischen Islam bewusst als Zeichen des Islam konstruiert worden, erklärte die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete, die selbst dem muslimischen Glauben angehört. “Es war nie das Symbol einer normalen gläubigen Frau.” Die deutsche Gesellschaft habe sich aber daran gewöhnt, nur die Frauen mit Kopftuch als Muslimas zu erkennen. Das Schema “ohne Kopftuch kein Islam” bezeichnete Akgün als weit verbreiteten Denkfehler. Das Kopftuch werde in erster Linie nicht getragen, um sich als Muslimin erkennen zu geben, sondern – zurückzuführen auf den Koran – um sich vor den Blicken der Männer zu schützen. Insofern gehe es bei dem Kopftuch “immer darum, die Frau aus der Gesellschaft irgendwie auszuschließen.”
Eine mit Kopftuch unterrichtende Lehrerin bezeichnete Akgün als “nicht mehr religionsneutral”. http://www.deutschlandfunk.de/kopftuch-urteil-ich-verstehe-auch-die-ganzen-jubelschreie.694.de.html?dram:article_id=314210

Heinz Buschkowsky, der scheidende Bürgermeister des Berliner Problembezirks Neukölln, hat das Urteil zum Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen als groben Fehler kritisiert. “Ich empfinde das Urteil als Katastrophe”, sagte der SPD-Politiker im RBB-Inforadio. Das Bundesverfassungsgericht stelle die Religionsfreiheit Einzelner über das staatliche Gebot wertneutralen Handelns. “Ich halte das für ein Zurückweichen, für die Preisgabe eines elementaren Bausteins unserer Gesellschaft”, sagte Buschkowsky. Das Urteil erschwere den Kampf gegen religiösen Fundamentalismus. http://www.welt.de/politik/deutschland/article138399587/Buschkowsky-sieht-Kopftuch-Urteil-als-Katastrophe.html

Der Widerspruch zwischen der Öffnung der Schule für den muslimischen Religionsunterricht und dem bisher vom Verfassungsgericht gestützten Kopftuchverbot für Lehrerinnen war nicht aufrechtzuerhalten. Man kann noch so oft betonen, dass der Koran das Kopftuch nicht vorschreibt; für viele Frauen ist dieses Symbol der Keuschheit Teil ihrer religiösen Praxis. http://www.welt.de/debatte/kommentare/article138393742/Lasst-die-Lehrerinnen-doch-Kopftuch-tragen.html

Das Tragen des Kopftuchs ist eine demonstrative Bekundung des Glaubens durch einen Laien – und darüber hinaus vielfach auch die Betonung, zu einem anderen als dem hiesigen Kulturkreis zu gehören. So sehr das Tragen des Kopftuchs zu respektieren ist, so sehr ist es auch eine Abgrenzung gegenüber der Mehrheitsgesellschaft. Das darf nicht durch ein Toleranzdiktat ausgeblendet werden. http://www.focus.de/politik/deutschland/fietz-am-freitag/urteil-aus-karlsruhe-zwiespaeltig-wird-das-kopftuch-gleichstellung-von-frau-und-mann-weiter-beeintraechtigen_id_4543127.html

“Das ist alles viel zu schwammig. Wer soll denn darüber urteilen, was eine tatsächliche Gefahr für den Schulfrieden war? Wir kämpfen vor Ort gegen Fundamentalismus, gegen die, die vor den Schulen stehen und den Mädchen Druck machen, ihnen Flugblätter in die Hand drücken mit der Aufforderung, Du musst Dich verhüllen! Und dann kommt ein Gericht und sagt, das ist doch alles nicht so bedeutsam, hier geht es um die individuellen Rechte eines Einzelnen, da hat die Gesellschaft zurückzutreten. Da fährt der Zug rückwärts, und das auch noch in verkehrter Richtung!” http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/int/201503/13/217770.html

Das Bundesverfassungsgericht wies darauf hin, wie plausibel die beiden Klägerinnen dargelegt hätten, dass das Kopftuchverbot ihre Identität berühre und ihnen sogar den Zugang zu ihrem Beruf verstelle. Tatsächlich tragen muslimische Frauen die Kopfbedeckung aus den unterschiedlichsten Motiven. Es kann Gewohnheit sein oder Gegenstand einer bewussten Entscheidung. Oder auch Ausdruck tiefer Religiosität. Doch keines davon lässt Rückschlüsse auf die Qualität des Schulunterrichts zu. http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Das-Kopftuchverbot-war-absurd-article14694731.html

Ich begrüße das Urteil sehr. Mit der heutigen Rechtsprechung werden alle Religionen in unserem Rechtsstaat – zwar mit Einschränkungen – gleich behandelt. Die Regelung von 2003 hat zu einer Privilegierung für die Angehörigen der christlichen oder jüdischen Religion und zu einer Benachteiligung von Muslimen geführt. Das entsprach nicht den Werten einer demokratischen Gesellschaft, in der die Religionsfreiheit ein hohes Gut ist. Das Kopftuchverbot wurde zu einer Hochzeit der Islamfeindlichkeit erlassen und war auch ein Ausdruck davon. http://www.derwesten.de/politik/islamwissenschaftlerin-kopftuchverbot-entsprach-nicht-den-werten-einer-demokratischen-gesellschaft-id10453069.html

“In meiner Einstellung zum Kopftuch bin ich auch in einem Wandel”, räumte aber auch die Frauenrechtlerin ein. Sie sei nicht mehr so grundsätzlich gegen das Kopftuchtragen wie in der Vergangenheit, sondern sehe inzwischen auch, dass es eloquente Frauen und integre Menschen gebe, die das Kopftuch trügen. “Denn wir wissen, auch Frauen ohne Kopftuch werden unterdrückt”, sagte sie. Es sei jetzt eine Herausforderung herauszufinden, wen man da tatsächlich vor sich habe. http://www.deutschlandradiokultur.de/bundesverfassungsgericht-skepsis-nach-dem-kopftuch-urteil.1008.de.html?dram:article_id=314148

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/das_kopftuch_gehoert_zu_deutschland

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Kindergeld für Kesselflicker

Thilo Sarrazin am 20.03.15 auf Achgut.com

Im Oktober 2009 besuchte ich den damaligen Bürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln, Heinz Buschkowsky, zu einem längeren Gespräch. Ich arbeitete damals an dem Buch „Deutschland schafft sich ab“ und bat ihn, von den Erfahrungen in seinem Bezirk zu erzählen. Er berichtete mir unter anderem, dass sich mittlerweile ein ganzes Dorf rumänischer Roma geschlossen in Neukölln angesiedelt habe und weitere Dörfer folgen würden.

Die Roma meldeten Gewerbe wie Kesselflicker oder Besenbinder an. Sie nutzten die Niederlassungsfreiheit in der Europäischen Union für gewerbliche Unternehmer und erwürben so Aufenthaltsrecht und den Anspruch auf Sozialleistungen wie Kindergeld, welches bei der hohen Kinderzahl der Familien sehr reichlich ausfalle. Er wisse gar nicht, wie er damit umgehen solle und wie die Kinder beschult werden könnten. Beim Innen-, Bildungs- und Sozialsenator stelle man sich tot und wolle davon nichts hören.

Es dauerte noch weitere vier Jahre, bis es bundesweit eine Debatte über den Zuzug von Roma aus dem Balkan gab. Diese erstickte aber bald in politischer Korrektheit. Die Zeitungsleser und Fernsehzuschauer bekamen zu hören, dass Deutschland Zuwanderung brauche, um seine Geburtenlücke zu füllen, außerdem seien die Zustände in den Roma-Dörfern des Balkans wirklich nicht zumutbar. Zumeist hielt man es für diskriminierend, von Roma zu reden, und sprach stattdessen lieber von Einwanderern aus Rumänien und Bulgarien.

Fünf Jahre nach meinem Treffen mit Heinz Buschkowsky leben Zehntausende rumänischer und bulgarischer Roma in der Stadt. Über den Erfolg des Schulbesuchs der Kinder, über die Integration der Eltern in den Arbeitsmarkt oder die Inanspruchnahme von Sozialleistungen gibt es keine offiziellen Daten. Im Straßenbild sichtbar wird der Zuzug durch die Zunahme von Bettlern, vor allem Kinder und junge Mütter mit Säuglingen .

Seinen Niederschlag findet der Zuzug seit einigen Jahren in der Berliner Kriminalstatistik: 2014 stieg die Zahl der gemeldeten Diebstähle in Berlin um 7,3 % an, darunter der Taschendiebstahl um 55 % und der Diebstahl aus Wohnungen um 5,1 %. (Berlin allein hat mittlerweile doppelt so viele Wohnungseinbrüche wie ganz Bayern) Der Berliner Polizeipräsident teilte dazu mit, es handele sich um „reisende Tätergruppen, die kaum unter Kontrolle zu bekommen sind und fast alle aus Südosteuropa kommen.“ Hätte er die Tätergruppe präziser eingekreist, wäre er wohl in Schwierigkeiten gekommen.

Der betroffene Bürger tappt im Dunkeln. Nimmt er die Aussagen der Politiker wörtlich, so mag er sich damit trösten, dass auch der Zuzug aus dem Balkan Beitrags- und Steuerzahler generiert und so seine künftige Rente sichert.

Der Zufall wollte es, dass die Pressekonferenz des Polizeipräsidenten zur Kriminalitätsstatistik mit zwei weiteren Ereignissen zusammenfiel:

– In Berlin grassierte eine Masernepidemie, und ein ungeimpftes Kleinkind war ihr erstes Todesopfer geworden. Zahlreiche Eltern aus dem Unterschicht- und Einwanderungsmilieu nehmen die kostenlosen Angebote zur Schutzimpfung nicht wahr: So kommt es, dass gegenwärtig in Neukölln 86 Masernfälle auf 100.000 Einwohner kommen, im bürgerlichen Charlottenburg-Wilmersdorf dagegen nur 20. Während der Gesundheitssenator Czaja (CDU) eine Impfpflicht forderte, wurde sie von Linkspartei und Grünen abgelehnt.

– Der Kultusminister von Mecklenburg-Vorpommern Mathias Brodkorb schlug Alarm: 37 % der Schulkinder können nach drei Schuljahren nicht richtig lesen und schreiben und erreichen nicht einmal den Mindeststandard der Kultusminister, weitere 26 % erreichen nicht den Regelstandard. Nur ein Drittel der Schüler kann also nach drei Schuljahren angemessen lesen und schreiben. Bis vor wenigen Jahrzehnten war es im deutschen Schulsystem der Standard gewesen, dass 90 % der Schulkinder nach dem Ersten Schuljahr lesen und schreiben konnten.

Dazu muss man wissen, dass Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern seit einigen Jahren eine gemeinsame, besonders „fortschrittliche“ Rahmenrichtlinie für den Deutschunterricht an Grundschulen verwenden. Danach sind u.a. Diktate abgeschafft, und die Kinder dürfen in den ersten beiden Jahren phonetisch schreiben. Brodkorb will jetzt untersuchen lassen, ob eine falsche Pädagogik zu den katastrophalen Ergebnissen führt. In Berlin, zuverlässig Pisa-Schlusslicht, sind die Ergebnisse wohl noch schlechter. Genaues ist aber nicht bekannt, weil sich die Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheres zu solchen Fragen grundsätzlich nicht äußert.

Dreimal darf man raten, zu wie viel Prozent die Roma-Kinder in Berlin nach drei Schuljahren richtig lesen und schreiben können, wenn schon die deutschen Kinder in Mecklenburg an der Praxis der gemeinsamen Rahmenrichtlinie scheitern. Es werden, so vermute ich, keine 10 % sein. Ich kann das gefahrlos behaupten, denn es wird dazu in Berlin bestimmt keine Statistik geben. Nach dieser bewährten Methode vermeidet man zuverlässig genaue Kenntnisse über unerwünschte Sachverhalte.

In 15 Jahren werden wir hören, dass in Deutschland eine verlorene Generation vom Roma-Kindern herangewachsen sei, die den Anforderungen des modernen Berufslebens in keiner Weise entspreche. Grüne, Linkspartei und andere werden dann in ihren Pressemitteilungen Rassismus und Diskriminierung als Ursache geißeln und Sonderprogramme für erwachsene Analphabeten fordern. Zerstoben wird dann die Hoffnung sein, man habe für das alternde und schrumpfende Deutschland tüchtige Steuer- und Beitragszahler gewonnen.

Bislang galten die Deutschen als Weltmeister im Maschinenbau. Bald werden sie für ihre Meisterschaft bewundert werden, an dem Ast zu sägen, auf dem sie sitzen.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/kindergeld_fuer_kesselflicker

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

People feel always terrible offended if you do not believe their lies.
Everyone is responsible for his feelings.
Psychoanalysis is nobody’s business except the psychoanalyst and his patient, and everybody else can fuck off.
“Time is the echo of an axe
Within a wood.”
― Philip Larkin, Collected Poems

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

 Why Allah does not shows himself? Because he does not want  to do anything with such assholes.
When fascism returns, he will not say, ‘I am the fascism‘. No, he will say, ‘I am the anti-fascism Ignazio Silone.
Political correctness requires a language for a poetry album.
 Psychoanalysis is frivolous, or it is not psychoanalysis.
Colorful diversity, earlier: shit.
What can not any longer be changed, can not any longer be reformed, it is no longer alive, but very dead (instead). What is dead should be, has to be buried: religion, marriage, Romanticism, etc.
Romantic sucks.
 The reality is always stronger than illusions.
 A delusion is characterized by increasing loss of reality, and can be attested to today’s leaders in Germany and the mass media. Loss of reality describes the mental state of a person who is not (any longer) be able to understand the situation in which it is located. So you are ruled by madmen and manipulated by the mass media.
Totalitarianism can only be defeated if one has the courage to call things by their right names, just as they are. Political correctness prevents it promotes totalitarianism and political cowardice and political lie.
The Extinction: Islam is like the sun, who comes too close to him, will burn itself and will flare the rest of the world with him.
Islam does not want any submission! Islam wants victory, destruction and annihilation.
The world was not created just for you.
Time needs time.
What has God with us when he freely admits the devil more and more territories?
It’s not the biggest fear when you look into an abyss, but to note that the abyss looks back at. you.
I is different.
Muslim´s headscarf is less annoying than German mothers with their pushchairs.

Geschlecht: Behinderte / gender: handicapped

gender

Geschlecht: Mann oder Klägerin

 

  15.03.2015   07:00   Leserkommentare (0)*

Quote kann nicht gerecht sein

Das Thema wird von einem Nebel der Romantik umgeben – Gleichberechtigung für Frauen sieht anders aus

Wann immer im politischen Berlin »historische« Erfolge zelebriert werden, ist die SPD nicht weit. Schon beim Mindestlohn handelte es sich laut SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi um eine »historische Leistung«. Nun folgte mit der Frauenquote gemäß Familienministerin Manuela Schwesig ein nicht minder »historischer Schritt«. Mehr noch: Der sozialdemokratische Justizminister Heiko Maas beförderte das Gesetz gar zum »größten Beitrag zur Gleichberechtigung seit Einführung des Frauenwahlrechts«.

Fraglich bleibt, inwiefern zu 30 Prozent weiblich besetzte Aufsichtsräte in 108 börsennotierten Unternehmen eine vergleichbar zivilisatorische Errungenschaft wie das Frauenwahlrecht darstellen. Unstrittig dagegen ist Folgendes: Das Wahlrecht ist zunächst einmal ein Grundrecht. Das Recht auf Eigentum und dessen Schutz ebenfalls – das gilt auch für Anteile an DAX-Unternehmen, die wiederum mit einem Stimmrecht für die Wahl des Aufsichtsrats einhergehen. Ein Grundrecht auf einen Posten existiert indes nicht.

Doch derlei Hauptsächlichkeiten verschwinden rasch hinter dem Nebel der Romantik, der dieses Thema umgibt. Da wird starre Ergebnisgleichheit – denn nichts anderes erzeugt die Quote – mal eben in gut klingende »Gleichberechtigung« umetikettiert. Vater Staat weiß ohnehin am besten, was Unternehmen und Frauen guttut. Personalfragen jedoch sollten stets individuell beantwortet und als Summe verschiedener Faktoren betrachtet werden. Wer das bessere Paket bietet, kommt weiter – unabhängig vom Geschlecht. Denn wo Unternehmen frei nach Erfolg streben, rentiert sich Diskriminierung nicht.

Die Macher der Quote reduzieren derlei Prozesse indes nicht nur auf das Geschlecht, das ihnen zufolge eigentlich keine Rolle spielen sollte. Sie sind auch dem Glauben anheimgefallen, von Berlin aus individuelle Entscheidungen in verschiedenen Unternehmen pauschal besser treffen zu können als die unmittelbar Beteiligten.

Ob Ministerin Schwesig es damit in die Geschichtsbücher schafft, bleibt abzuwarten. Das quotierte Frauenbild, wonach Aufsichtsratsposten bei Nicht-Erfüllung der Quote unbesetzt bleiben und eine Frau demnach so viel wie ein leerer Stuhl zählt, dürfte dagegen schon jetzt als historisch gelten.

Jennifer Nathalie Pyka ist freie Journalistin in München. Zuerst erschienen in der Jüdischen Allgemeinen.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/quote_kann_nicht_gerecht_sein

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Geschlecht: Behinderte / gender: handicapped

Die Weltwoche, Ausgabe 11/2015 | Donnerstag, 12. März 2015

Von Rico Bandle

Aufklärungskampagnen, Quotenregelungen, Lohnpolizei – Frauen ­werden mit allen erdenklichen Mitteln gefördert. Die Programme kosten Millionen. Ein neues Papier belegt, wie hier ein Vorurteil von Staates wegen gegen jede Realität konstruiert wird.

In einem Zürcher Tram war kürzlich zu beobachten, wie ein etwa zehnjähriges Mädchen neugierig einen Werbeaushang des städtischen Gleichstellungsbüros studierte. Darauf waren eine Frau und ein Mann abgebildet, dar­unter stand die Frage: «Von wem lassen Sie lieber Ihr Auto reparieren?» Nach einer Weile sagte das Mädchen: «Also ich möchte sicher, dass der Mann mein Auto repariert!» Die Mutter, Typus Akademikerin, schaute leicht verstört und versuchte mit einer pädagogisch korrekten Frage die Situation zu lösen: «Was denkst du, was möchte das Plakat aussagen?» Als wäre dies sonnenklar, antwortete das Mädchen: «Die wollen zeigen, dass es Männer- und Frauenberufe gibt.»

Die Kampagne, die Geschlechtervorurteile abbauen soll, ist ein Vorzeigebeispiel dafür, wie Werbung die gegenteilige Wirkung als die beabsichtigte entfalten kann. In Zürich hängen die Plakate zurzeit unübersehbar in jedem Tram. «Wem vertrauen Sie lieber Ihre Herzoperation an?», «Von wem lassen Sie lieber ­Ihre Hochzeit planen?» oder «Von wem lassen Sie lieber Ihre Nägel pflegen?», heisst es darauf. Erst wer ganz genau hinschaut, bemerkt, dass diese staatlich ­finanzierten Aushänge ­eigentlich der Volkserziehung dienen sollen: «Rollenbilder engen ein. Umdenken öffnet Horizonte», heisst es am unteren Rand.

Um die Frauen steht es in unserem Land ­offenbar schlecht. Nicht nur laufen gleich mehrere sogenannte Sensibilisierungskampagnen für Frauenanliegen, am Wochenende wurde in Bern für Lohngleichheit protestiert, Bundesrätin Simonetta Sommaruga möchte eine Lohnpolizei für Frauen einrichten, verschiedentlich werden Frauenquoten in Kaderstellen gefordert, bei vielen Stelleninseraten des Bundes steht ausdrücklich, dass Frauen bevorzugt werden.

Der Staat greift den Frauen in Alltag und Beruf unter die Arme und soll es gemäss vielen Politikerinnen noch mehr tun – als ob es sich um Menschen handelte, die nicht in der Lage sind, sich selber durchzusetzen. Wie tief sich die Idee der hilfsbedürftigen Frau in der meinungsbildenden Klasse mittlerweile verankert hat, zeigt ein Beispiel aus der eigentlich liberalen Neuen Zürcher Zeitung. Nachdem sich die Redaktorin Claudia Wirz in einem fulminanten Kommentar («Bitte keine Zwangs­beglückung!») gegen all die bevormundenden Frauenstützmassnahmen ausgesprochen hatte, wurde sie von einer Frauengruppe der ­Redaktion zu einer Aussprache zitiert und ­gemassregelt.

Um die unzähligen Frauenförderprogramme zu rechtfertigen, werden Studien von Gender-Forscherinnen und Psychologinnen beigezogen, diese verleihen der Hilfs­bedürftigkeit der Frau die wissenschaftliche Grundlage. Frauen in Gleichstellungsbüros lassen sich also von Frauen an den Unis in teuren Gutachten bestätigen, dass Frauen diskriminiert werden – es entsteht jener Kreislauf, den Spötter mit «Frauen fragen Frauen Frauenfragen» umschreiben.

Ein solches Gutachten wurde auch für die Zürcher Gleichstellungskampagne mit den Rollenbildern erstellt. Das an der Universität Bern verfasste Papier bietet tiefen Einblick in die Denk- und Funktionsweise dieses eigen­artigen Forschungsbereichs.

Gemäss dem fünfzehnseitigen Papier ist sich die internationale Gender-Forschung ­einig: Das Grundübel in unserer Gesellschaft liegt darin, dass der Mensch darauf geeicht ist, Personengruppen reflexartig gewisse ­charakteristische Merkmale zuzuweisen, sogenannte Stereotype. Weibliche Geschlechtsstereotype sind zum Beispiel: «einfühlsam», «fürsorglich», «ehrlich», «liebevoll» oder «treu». Zu den männlichen gehören: «fleissig», «clever», «selbstsicher», «zielstrebig» oder «ehrgeizig». Die Autorinnen des Gutachtens, Martina Infanger und die Professorin Sabine Sczesny, halten fest, dass in unseren Hirnen die Geschlechtsstereotypen «unbewusst und automatisch» aktiviert würden. Dies beeinflusse massgeblich unsere Wahrnehmung, was «wesentlich zu einer ­Ungleichbehandlung von Personen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu ­einer sozialen Gruppe» beitrage. Hier liege der «Kern diskriminierenden Verhaltens».
Karriere und Status

Nun, dass Menschen einander zumindest am Anfang auch nach Äusserlichkeiten oder Gruppenzugehörigkeit beurteilen, ist eine ­banale Erkenntnis. Dass dieser Umstand allerdings zum Nachteil der Frauen gereicht, erscheint auf den ersten Blick wenig augenfällig, schliesslich sind Frauen zugeschriebene ­Adjektive wie «einfühlsam» oder «ehrlich» keineswegs negativ konnotiert. Um zu zeigen, dass dem trotzdem so ist, betreiben Gender Forscherinnen – es sind fast ausschliesslich Frauen – einen enormen Aufwand.

Im «Gutachten zur Kampagne ‹Umdenken öffnet Horizonte›» wird eine noch unver­öffentlichte Studie der Universität Bern ­erwähnt, in der anhand von über tausend Testpersonen untersucht wurde, wie Schweizerinnen und Schweizer die Geschlechts­stereotype bezüglich Karriere und Status ­einschätzen. Die Urheberinnen der Studie sind identisch mit den Autorinnen des Gutachtens, wodurch sich diese gleich selbst zitieren können. Das Resultat ist dermassen deutlich, dass es jeden ansatzweise kritischen ­Beobachter skeptisch stimmen sollte: sämt­liche weiblichen Stereotype werden negativ bewertet, sämtliche männlichen Stereotype positiv. Entsprechend fällt das Fazit aus: «Auch in der Schweiz wird von Frauen erwartet, dass sie statusniedrige Verhaltensweisen zeigen, während von Männern Verhaltensweisen ­erwartet werden, die mit hohem Status in Verbindung gebracht werden. Diese Ergebnisse untermauern somit das (negative) ­Potenzial von Geschlechts­stereotypen innerhalb einer Gesellschaft.»

Nun könnte man einwenden, nur weil von Frauen «statusniedrige Verhaltensweisen» erwartet werden, bedeute dies noch lange nicht, dass sie diese Erwartungen auch erfüllen müssen. Die Antwort der feministischen Forschung darauf lautet: «Die Verletzung sozialer Normen wird in einer Gesellschaft grundsätzlich sanktioniert, beispielsweise durch Ablehnung (z. B. wird die betreffende Person weniger gemocht).» So stiessen etwa Frauen, die dominantes Verhalten zeigen, auf mehr Ablehnung als Männer, heisst es im Papier. Gegenteilige Erfahrungen, zum Beispiel dass jede Frau, die eine Managementstelle ergattert, von vornherein ein riesiges positives Medienecho auf sicher hat oder dass Frauen zurzeit in Führungsetagen höchst begehrt und entsprechend umworben werden, kommen nicht zur Sprache.

Die Benachteiligung der Frau ist gemäss der Gender-Forschung tief in der Gesellschaft verankert. Frauen würden nicht nur durch Männer, sondern auch durch Frauen diskriminiert, denn diese denken genauso in Stereotypen. Aber es besteht Hoffnung: Es sei «zu betonen, dass Personen eigenen kognitiven Verzerrungen nicht hilflos ausgeliefert sind», heisst es im Bericht. «Vielmehr sind Personen durchaus in der Lage, den Einfluss automatisch aktivierter geschlechtsstereotypischer Kogni­tion durch bewusste, kognitive Kontrollprozesse zu reduzieren und ihre Urteile und Verhaltenstendenzen anderen Personen gegenüber anzupassen.» Mit anderen Worten: Menschen können sich zum Positiven ändern – wenn sie nur wollen. Und sonst muss halt der Staat nachhelfen: «Die Sensibilisierung für persönliche Geschlechtsstereotype und für deren Einfluss auf alltäg­liche Wahrnehmungs- und Urteilsprozesse stellen eine entscheidende Massnahme dar, um Vorurteile und Diskriminierung ­innerhalb ­einer Gesellschaft reduzieren zu können.» Hier liegt der Schlüssel für die ausufernde Gleichstellungsindustrie begraben; die Überzeugung, fehlgeleitetes Denken der Leute durch Staatsinterventionen in richtige Bahnen lenken zu können.
«Massnahmen» in Kindergärten

Die Reaktion des Mädchens auf das Gleichstellungsplakat im Tram ist in der Gleichstellungslogik nicht etwa Ausdruck davon, dass Volkserziehung in der Regel zum Scheitern ­verurteilt ist, sondern davon, wie stark bereits Kinder Geschlechtsstereotype ausgebildet ­haben – und dass entsprechend noch weit mehr «Massnahmen» nötig sind, auch schon in Kindertagesstätten und Kindergärten. Die Arbeit wird den Gleichstellungsbüros ohnehin noch lange nicht ausgehen. Gerade bei den heute äus­serst selbstbewusst auftretenden Mädchen und jungen Frauen werden wohl noch viele Kampagnen und Studien nötig sein, um sie ­davon zu überzeugen, dass sie eigentlich diskriminierte, hilfs­bedürftige Geschöpfe sind.

 http://www.weltwoche.ch/index.php?id=553529

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Die Gender-Doktrin
Bitte keine Zwangsbeglückung!
Claudia Wirz
Neue Züricher Zeitung 2.1.2015

Vorbei sind die Zeiten, als Kirche und Staat den Frauen den Platz wiesen und ihnen vorschrieben, wie sie zu leben und was sie zu lernen hatten – und was eben nicht. Der aufgeklärte Feminismus, eine ebenso hartnäckige wie konsequente Basisbewegung, hat den patriarchalen Bevormundungsstaat mit friedlichen Mitteln überwunden. Mit allem Recht spricht Marthe Gosteli, die Grande Dame der schweizerischen Frauenbewegung, von der «grössten unblutigen Freiheitsbewegung», wenn sie die Frauenemanzipation meint. Jetzt sind Frauen ebenso gleich und frei wie Männer; damit ist ein urliberales Anliegen verwirklicht.

Der Staat kehrt zurück

Dank dem Einsatz ihrer mutigen und entschlossenen Vorgängerinnen können die Frauen heute also selber entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten wollen. Das ist eine grosse zivilisatorische Errungenschaft. Aber das allein ist vielen nicht genug. Die Frauenfrage ist trotz realisierter Gleichberechtigung politisch zu lukrativ, als dass sie nicht weiterhin bewirtschaftet sein will. Und flugs sind die alten Bevormundungsmuster durch den Staat zurückgekehrt. Dieses Mal sind es allerdings nicht gesetzte Herren in dunklen Anzügen und mit strengem Blick, die die Frauen zu schulmeistern versuchen und ihnen gönnerhaft darlegen, was sie wollen und was ihrem Naturell entspricht. Dieses Mal sind es Politikerinnen, ja Bundesrätinnen, staatsbesoldete Gleichstellungsbeauftragte, Gender-Professorinnen und eine Gleichstellungs-Dienstleistungsindustrie, die eifrigst Studien produziert. Sie alle geben vor, zu wissen, was für die Frau von heute gut ist. Und sie scheuen keinen Aufwand, den Frauen ihre Wünsche und Ärgernisse zu erklären und alles in ein politisches Programm umzugiessen.

Das neue Gleichstellungs-Establishment traut den Frauen den Umgang mit der Freiheit offenbar nicht zu. Deshalb will es ihnen helfen, um sie vor sich selbst und vor den Widrigkeiten der freien Gesellschaft zu schützen. So will man den Frauen die Quote für Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte bringen, obwohl ausser dem Politestablishment gar niemand danach gefragt hat. Die Quote soll dafür sorgen, dass die Karriere einfacher gelingt. Denn Karriere machen, das hat man etwa beim Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Mann und Frau festgestellt, sei für Frauen nicht einfach. Dass das mitunter auch auf Männer zutrifft, spielt keine Rolle; für die Frauen soll es in Zukunft einfach einfacher werden.

Doch damit nicht genug der Zwangsbeglückung. Gegen das Unrecht der Lohndiskriminierung soll den Frauen eine «Lohnpolizei light» zu Hilfe eilen. Dies, obwohl bereits heute gegen nachweisliche Diskriminierung mit juristischen Mitteln vorgegangen werden kann und obwohl es wissenschaftlich nicht belegt ist, dass der statistische Lohnunterschied zwischen Mann und Frau auf eine Diskriminierung zurückgeht. Die Ideen für den Umbau der Gesellschaft im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit gehen damit noch lange nicht aus. Vaterschaftsurlaub und Quoten für den Teilzeitmann – Letzteres ist in Anbetracht des vielbeklagten Fachkräftemangels ganz besonders bemerkenswert – sind die nächsten Traktanden auf der Agenda des rigorosen Gender-Egalitarismus.

Alles Gute kommt von oben

Vom einstigen Geist der Frauenemanzipation ist nicht mehr viel übrig geblieben. Was früher eine Volksbewegung war – also eine Bewegung hauptsächlich der Bürgerinnen –, ist heute zur Staatsdoktrin geworden. Der Staatsfeminismus, der scheinbar dem Motto nachlebt, dass alles Gute von oben kommt, eröffnet ein weites Feld für Interventionen. Der Staat sucht unentwegt nach neuen Missständen – zu Amtsdeutsch: Handlungsbedarf –, um immer weiter regulieren zu können. Die individuelle Eigenverantwortung, welche am Anfang der Aufklärung und damit auch der Frauenbewegung stand, ist dem gönnerhaften Staatsfeminismus fremd.

Es ist Frauenpolitikerinnen nicht vorzuwerfen, wenn sie mit einem solchermassen paternalistischen Feminismus Politik machen. Beunruhigen aber muss, wie wenig Widerstand solchen Postulaten entgegenweht. Schon die «geschlechtergerechte Sprache» nimmt man willfährig hin, obwohl sie Unfug ist. Wenn heute schon Fünfjährige von ihrer «Kindergartenlehrperson» sprechen, sollte das zu denken geben. Auch dass sich der Bundesrat für die Frauenquote ausspricht, irritiert. Denn mit der Quote wird nicht nur die Freiheit weiter demontiert. Mit ihr werden die Frauen abqualifiziert, weil man ihnen unterstellt, dass sie es aus eigener Kraft nicht schaffen und deshalb etwas «Spitex» brauchen. Und es werden neue Diskriminierungen geschaffen. Die Quote ist nichts anderes als eine staatliche Umverteilung zulasten der Männer.

Das Ziel des heutigen, staatlich forcierten Feminismus ist nicht mehr wie einst die rechtliche Gleichstellung der Geschlechter, die eine Gleichheit im Anderssein postuliert. Heute geht es um die Nivellierung jedes Geschlechterunterschieds im gesellschaftlichen Zusammenleben. Dabei weiss gar niemand, wie eine vollkommen gleichgestellte Gesellschaft überhaupt aussehen würde. Wahrscheinlich wäre sie ziemlich langweilig – und gefährlich, weil überall Fehltritte und Klagen lauern. Einige amerikanische Campus-Regeln zum Beispiel machen es vor: Für jede Annäherung zwischen Mann und Frau – und sei es nur zum Kaffee – muss vorsorglich quasi zu den Akten eine explizite Einwilligung eingeholt werden. Schöne neue Welt!

http://www.nzz.ch/meinung/bitte-keine-zwangsbeglueckung-1.18453682

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Die Weltwoche, Ausgabe 11/2015 | Donnerstag, 12. März 2015

Es lebe der Unterschied

Mit Quoten wird die einzige Eigenschaft von uns gefördert, für die wir wirklich nichts können: weiblich zu sein. Das ist nicht Fortschritt, sondern Regression.

Von Katja Oskamp

Ich habe drei Freundinnen, alle sind wie ich Mitte vierzig, alle haben zwanzig Jahre Berufserfahrung. Jetzt stehen wir am Scheideweg. Wir müssen umsatteln.

Die erste ist Holzbildhauerin, hat ihr Fach an der Schnitzschule, später an der Kunsthochschule erlernt. Sie hat Wettbewerbe gewonnen und ihre Figuren in vielen Ausstellungen gezeigt. Von der Bildhauerei allein kann sie nicht leben.

Die zweite hat Schauspiel studiert und war im Lauf der Jahre an verschiedenen Bühnen ­engagiert. Als die Kraft nicht mehr reichte, stieg sie aus.

Die dritte Freundin ist Biologin. Sie schreibt gerade ihre B-Promotion. Dennoch ist klar, dass der Wissenschaftsbetrieb sie demnächst ausspuckt. So ist das in Deutschland organisiert. Die Erfahrenen müssen gehen und Platz für die Jugend schaffen.

Ich bin Schriftstellerin, habe vier Bücher und unzählige Texte geschrieben. Mein ak­tuelles Manuskript hat bisher noch keinen Verlag ­gefunden.

Natürlich haben wir neben der Arbeit unsere Kinder grossgezogen. Und natürlich haben wir uns das Leben noch vor zehn Jahren anders vorgestellt. Geradliniger. Leichter. Erfolgreicher.

Mit unseren in der Lebensmitte knickenden Lebensläufen sind wir ideale Kandidatinnen für Frauenförderungsprogramme, Frauengleichstellungsbehörden, Frauenschutzverbände. Wir könnten locker andocken an die gros­se, florierende Opferindustrie. Wir könnten auf die Frauenquote pochen, uns an irgendeine Gleichstellungsbeauftragte wenden, betroffen den Blick senken, die Hände in den Schoss legen und sagen: «Das Leben ist hart. Das Leben ist ungerecht. Liebe Gleichstellungs­beauftragte, sorge für uns. Gib uns Arbeit. Gib uns Geld. Schmeiss halt ein paar Männer raus. Wir haben schliesslich Anspruch auf einen Platz in einer Welt, in der es nicht für alle reicht, denn wir sind Opfer.» Mit Verlaub, so benehmen wir uns nicht einmal, wenn wir einen Mann ins Bett kriegen wollen.

Denn um in den Genuss der Frauenförderung zu kommen, dürften wir zunächst alles vergessen, was uns ausmacht: unsere Talente, unser Wissen, unser mit den Jahren gewachsenes handwerkliches Können. Gefördert würde die einzige Eigenschaft, für die wir wirklich nichts können: weiblich zu sein. Das klingt nicht nach Fortschritt, sondern nach Regres­sion. Die Formel, auf der der ganze geld­verschlingende Zirkus basiert, lautet: Frau = Opfer, Mann = Täter.

Meine Freundinnen und ich sind aber keine Opfer und wollen auch nicht wie Opfer behandelt werden. Wir sind Täter, denn «Täter» kommt von «Tat», und «Tat» kommt von «tun». Wir sind ­Täter-Frauen. Wir haben überhaupt keine Lust, gegen Männer zu kämpfen, schon gar nicht in staatlich subventionierter Form. Männer sind super, das finden meine Freundinnen auch. Wir sind froh um jeden Mann, den wir kennen. Es gibt ja nicht mehr viele. Die Strassen sind voll von Schlaffis, die mit der Baby­trage vor dem Bauch herumschleichen und sich derart tief in die Seele der Frau eingefühlt haben, dass sie selbst komplett verweiblicht sind. Ein Entmannungs- und Gleichmachungs­programm, das auf das Konto der Feministinnen geht. Sie sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen, bevölkern Gremien und kreieren Forschungs­gebiete. Daher muss die Frage erlaubt sein: Ist Feministin neuerdings ein ­Beruf? Nicht eher ­eine Gesinnung? Eine Weltanschauung? Wie beim SPD-Mitglied oder beim Partyluder?

Männer hüten wie Augäpfel

Meine Freundinnen und ich haben richtige Berufe, bald hat sogar jede von uns zwei bis drei. Die Bildhauerin jobbt als Kunstlehrerin an ­einem Gymnasium und finanziert sich so die Ausbildung zur Ernährungsberaterin. Die Schauspielerin dreht inzwischen Dokumentarfilme und inszeniert Theaterstücke mit Kindern. Die Biologin hat seit neuestem ihr Zerti­fikat als Mediatorin in der Tasche und ihren ersten Fall schon in Arbeit. Ich mache eine Ausbildung zur Fusspflegerin. Das Wissen, das ich erwerbe, brauche ich für meinen nächsten Roman. Oder um im Kosmetikstudio zu arbeiten.

Der Knick in der Biografie ereilt Männer genauso wie Frauen. Deshalb bin ich für Solidarität. Meine Freundinnen und ich hüten die wenigen Männer, die uns geblieben sind, wie unsere Augäpfel. Wir lieben sie fast so sehr wie unsere Kinder und genauso sehr wie unsere Berufe. Wir kochen ihnen Suppe, sammeln ­ihnen die Krümel aus dem Bart und ver­hätscheln sie, wenn sie Schnupfen haben. Im Gegenzug dürfen wir ab und zu Blumen erwarten und wenn wir uns ein schönes Kleid anziehen, ein Kompliment. Für eine gelegentliche Finanzspritze, falls möglich, sind wir dankbar und einem Flirt nicht abgeneigt, auch wenn das heute schnell Sexismus heisst. ­Wollen wir partout Opfer und Täter spielen, steigen wir mit dem Kerl in die Kiste und ­rufen: «Es lebe der Unterschied!»

Katja Oskamp, 44, ist Schriftstellerin in Berlin. Zuletzt erschien von ihr der Roman «Hellersdorfer Perle» im Eichborn-Verlag.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-11/essay-es-lebe-der-unterschied-die-weltwoche-ausgabe-112015.html

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Wer „ich will frei sein“ sagt, und es sagen viele, der ist ein Idiot. Denn das höchste was der Mensch als Freiheit haben kann, ist die Freiheit, seine Pflicht frei zu wählen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten. Es sind Sozio-, Pädago- und Psychokratien, die Erkenntnis nicht fördern, sondern verhindern.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett „antideutsch“ nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur „normale“ kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“– Hans Dieter Hüsch

Es gibt zweierlei Ethik: die moralische, der die Realität egal ist und die der Verantwortung, die reale Folgen der ethischen Forderungen berücksichtigt. Die erste ist gut gemeint, die zweite ist gut gemacht.

Was dem einen seine Souveränität, ist dem anderen seine Eigenmächtigkeit.

Das Schöne am Euro war, dass die Gewinner immerzu gewinnen konnten, ohne dass ihnen gleich die Quittung präsentiert wurde. Denn sie verdienen ja am Ausland, was heißt, eigentlich ein im Maße des Verdienens zunehmend schlechtes Geld – das ist durch den Euro aufgehoben worden: Man konnte ständig an einer anderen Nation verdienen, ohne dass das Geld dieser Nation darunter gelitten hat, weil sie gar kein eigenes hat. Der Wert dieses Geldes repräsentiert nicht die Leistungsfähigkeit dieser Nation. So hat der Euro von dem innereuropäischen Verdienen aneinander sogar noch gelebt; er hat vor der Krise absurderweise nur den Konkurrenzerfolg der Gewinner repräsentiert.

Das ist ja mit der Idylle charakterisiert. Dass zunächst mal alle Seiten Gewinner des neu eingeführten Euro waren. Auch die, die ihre vergleichsweise Weichwährung gegen den Euro getauscht haben und damit auf einen Schlag Kredit zu ganz anderen Konditionen und Möglichkeiten hatten. Insofern waren die späteren Verlierer erst mal auch Gewinner.

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno

Somewhere under the islamic rainbow

Watching this video remember: Nothing to do with Islam, Islam is a peaceful religion of love!

You do not want to see such pictures? Me either! But I not only do not want to see them,

I do not want let them happen!

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

 I think for food

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Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.
line-wordpress

Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

People feel always terrible offended if you do not believe their lies.
Everyone is responsible for his feelings.
Psychoanalysis is nobody’s business except the psychoanalyst and his patient, and everybody else can fuck off.
“Time is the echo of an axe
Within a wood.”
― Philip Larkin, Collected Poems

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

 Why Allah does not shows himself? Because he does not want  to do anything with such assholes.
When fascism returns, he will not say, ‘I am the fascism‘. No, he will say, ‘I am the anti-fascism Ignazio Silone.
Political correctness requires a language for a poetry album.
 Psychoanalysis is frivolous, or it is not psychoanalysis.
Colorful diversity, earlier: shit.
What can not any longer be changed, can not any longer be reformed, it is no longer alive, but very dead (instead). What is dead should be, has to be buried: religion, marriage, Romanticism, etc.
 The reality is always stronger than illusions.

In fünf Minuten zum Nahostexperten

bauchredner

Kennen Sie den?

Während ein Bauchredner mit seiner sprechenden Puppe in einer Gaststätte auftritt, steigt eine blonde Frau auf ihren Stuhl und schreit: „ Aufhören! Mit Ihren blöden Blondinenwitzen beleidigen Sie das weibliche Geschlecht, verstärken das gesellschaftliche Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern und verursachen damit die Entstehung von sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen, anstatt zu helfen Präventionskonzepte zu fördern und zu entwickeln, die dazu beitragen, Frauen und Mädchen in ihren individuellen Fähigkeiten und Widerstandsformen zu stärken, zu ermutigen, durch solidarisches Handeln verändernd auf persönliche und gesellschaftliche Bedingungen zu wirken!“.

Der Bauchredner versucht darauf hin sich zu entschuldigen, als die Frau ihn unterbricht und schreit: „Halt die Klappe! Ich rede nicht mit Dir, sondern mit dem Kleinen, der auf Deinen Knien sitzt!“.

Um in Deutschland als Nahostexperte zu gelten, benötigen Sie weder eine besondere Qualifikation, noch Ausbildung, noch fundierte Kenntnisse, nein, Sie nennen sich einfach selbst Nahostexperte , schreiben offene Briefe und so überflügeln Sie bald Jürgen Todenhöfer oder Jakob Augstein, werden berühmt, man wird sie zu Talkshows einladen und wenn Sie Ihren Phrasenschatz entsprechend erweitern, können Sie es auch zu Gender-Experten , Putin-Experten oder sonstigem Experten schaffen. Denn in Deutschland ist mittlerweile eine Krankenkasse eine Gesundheitskasse, der Mob das Volk, der Trash die Kunst, Werber sind Kreative, leere Phrase die Meinung und Experten sprechende Puppen.

Um als ein Nahost-Experte zu gelten, verwenden Sie möglichst oft folgende Phrasen:

Der Friedensprozess muss wieder in Gang gebracht werden.

Die Gewaltspirale muss durchbrochen werden.

Der Waffenstillstand brach zusammen. (Waffenstillstände werden von einer Seite gebrochen, die haben kein Eigenleben, das sie aufgeben.)

Die USA haben im Nahen Osten so viel Vertrauen verloren, dass niemand in ihnen einen ehrlichen Makler sehen wird.

Verhandlungen auf Augenhöhe

Geste des guten Willens

Kollektive Bestrafung der Palästinenser
(alternativ: Die Israelis treffen hauptsächlich die Zivilbervölkerung;
oder: Ohne Rücksicht auf Zivilbevölkerung wird gebombt [von Israel, nicht den Terroristen])

Krieg gegen die palästinensische Zivilbevölkerung
(alternativ: Die schießen nur auf palästinensische Frauen und Kinder)

selbst gebaute Raketen

der erste derartige Anschlag seit…

Man muss doch wohl Israel kritisieren dürfen können.

Israel zu kritisieren heisst noch lange nicht Antisemit zu sein.

Ich habe nichts gegen Israel, nur gegen diese Regierung…

Beide Seiten sind zu gleichen Teilen schuld an den Problemen.

die Hardliner auf beiden Seiten/die Extremisten auf beiden Seiten
die Fundamentalisten auf beiden Seiten

Es muß dafür gesorgt werden, daß die Hardliner keinen Zulauf bekommen.

Die Welt schweigt angesichts israelischer Kriegsverbrechen.

Niemand stellt das Recht zur Selbstverteidigung infrage…

Die Verhältnismäßigkeit muss gewahrt bleiben.
(Alternativ: Die Israelis reagieren unverhältnismäßig.)

Vergeltungsaktion des israelischen Militärs

Wir müssen die Gemäßigten einbinden.
(Wohl gemerkt: die Gemäßigten der Hamas! und der übrigen Terroristen!)

Die Mauer, die die israelische Apartheid aufzeigt

Die Juden haben aus ihrer Vergangenheit nichts gelernt

Gerade vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Verbrechen muss kritisiert werden, was Israel…

Gerade die Juden müssten doch wissen, was Unterdrückung heißt

Der Gazastreifen ist ein palästinensisches Ghetto

Der Gazastreifen ist ein Freiluft-Gefängnis

Der Gazastreifen ist das am dichtesten besiedelte Stück Land der Welt
(nicht nur Phrase, sondern schlicht gelogen)

die vergessenen Menschen im Gazastreifen

Die Aufmerksamkeit muss endlich auf die Menschen im Gazastreifen gerichtet werden

dem Hass auf beiden Seiten entgegen wirken

illegale Siedlungen auf palästinensischem Gebiet

die Palästinenser sind keine Indianer

die palästinensischen Flüchtlinge
(ausschließlich für Palästinenser ist der Flüchtlingsstatus vererbbar!)

Rückkehr der Palästinenser in ihre Heimat
(die sie seit 60 Jahren nicht mehr haben)

Der Staat Israel konnte nur entstehen, indem die Palästinenser für Verbrechen bezahlten, die sie nicht begangen hatten.
(Na ja , stimmt fast: Die Verbrechen begingen ja die arabischen Armeen und Staatsmänner – und seit den 1920-er Jahren Mufti Hadsch Amin al-Husseini mit seinen Mordbuben…)

…dass die Palästinenser für den Holocaust bezahlen müssen…
(wahlweise auch: …dass die Palästinenser zu Opfern des Holocaust gemacht werden…
oder auch: …die Opfer der Opfer… / Die Opfer sind jetzt die Täter…)

Keiner redet von dem Existenzrecht des palästinensischen Staates

Die Palästinenser verdienen einen eigenen Staat [man fragt sich: womit?)

mit der Ermordung Rabins zeigten die Israelis, was sie vom Frieden halten

die Zerstörung Beiruts durch die IDF im Sommer 2006
(wahlweise Zerstörung des Libanon )

…das größte Konzentrationslager der Welt… (alternativ: Freiluft-KZ)

antiislamische Aktivitäten” (britisches Neusprech für islamischer Terrorismus”)

Die Palästinenser haben ihr Teil getan (jetzt ist es an Israel seinen Teil zu tun)

das traditionell arabische Ostjerusalem (was ganze 19 Jahre illegale Besatzung so ausmachen…)

Eine seriöse Studie von 22 NGO`s, die in der Westbank aktiv sind,…

Der Status quo ist nicht haltbar

moderate Taliban

gemäßigte Islamisten

palästinensischer Nelson Mandela (Marwan Barghouti)

Der Konflikt in Afghanistan ist nicht allein mit militärischen Mitteln zu gewinnen

(für eine glatte Fälschung): nach Aussage palästinensischer Augenzeugen
(Quatsch!): Araber/Muslime können keine Antisemiten sein, weil sie selbst Semiten sind.

latenter Völkermord am palästinensischem Volk,

willkürliche Verschleppung (für die Verhaftung durch IDF oder Polizei),

Palästinenserorganisation des Kinderarztes George Habash,

David, der inzwischen zum Goliath wurde.

Israel reagiert unverhältnismässig und wider das Völkerrecht.
Roadmap
Israel trifft hauptsächlich die palästinensische Zivilbevölkerung.

Die israelische Militärmaschinerie …

Positive Signale senden (Das tut die Hamas, Israel ignoriert es natürlich.)

Spiel über die Bande, um einen Waffenstillstand zu erreichen (= Raketenangriff der Hamas auf Aschkelon; lt. Ulrike Putz.)

Zum Frieden bomben (Das versucht die Hamas mit Israel; lt. Ulrike Putz.)

Hamas-Silvesterraketen

Israel droht mit Angriff (= Israel erklärt, dem Hamas-Raketenterror nicht länger tatenlos zusehen zu wollen.)

Verzweiflungstat (= Selbstmordanschlag gegen Israelis.)

Eine Drohkulisse aufbauen (Das macht Israel gegenüber dem Iran.)

Brüchiger Waffenstillstand (Waffenstillstand, gegen den die Hamas einseitig verstößt.)

Kollektivstrafe/Kollektivbestrafung (Militärschläge Israels gegen den Gazastreifen und den Libanon.)

Auf humanitäre Lösungen dringen (Humanitäre Lösung = von der deutschen Bundesregierung vermittelter Austausch zweiter israelischer Soldatenleichen gegen eine Meute springlebendiger und zu weiteren Schandtaten bereiter Hisbollah-Mörder.)

Fairer Vermittler/Ehrlicher Makler (= Deutschland, wenn es –> humanitäre Lösungen zwischen Israel und der Hisbollah/der Hamas herbeiführt.)
die Besatzung und die bis heute anhaltende Blockade des Gaza- Streifens.
Unmenschliche Aktionen Israels

Ich bin die Tochter von Heinz Galinski.

Es gibt sogar Juden, die gegen Israel sind!” (Der Verweis auf manche Charedim, der immer als ultimativer Beweis angesehen wird dass sogar Juden wissen” dass Israel keine Existenzberechtigung hat)

Militante Siedler…

Die Geschichte des Holocaust wiederholt sich an den palästinensischen Kindern

Die meisten Palästinenser wollen doch genauso Frieden bzw. Es ist doch nur eine Minderheit der Palästinenser, die Krieg will

Die Grenzen von vor 1967…

Die palästinensischen Autonomiegebiete”

Waffenstillstand”

Mit Steinwürfen gegen Panzer
das muß man differenzierter sehen” (für das Gegenargument ist nicht zu widerlegen, passt aber nicht ins ideologische Konzept”)
die Ursache(n) des Terrors (bekämpfen)”

Israel bombardiert den Gazastreifen (ohne den vorhergehenden Angriff auf Israel zu erwähnen)

Zivilisten in Palästina

Und vor allem: immerwieder „Israelische Besatzung“ verwenden!

(die Liste ist nicht vollständig)

https://heplev.wordpress.com/phrasenschwein/

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Matthias Küntzel: Wer von ISIS spricht, darf vom Koran nicht schweigen

Einige sagen, der Koran habe mit der Praxis von ISIS wenig oder gar nichts zu tun. Auf der anderen Seite ist auffällig, wie viel Wert der Islamische Staat darauf legt, jeden seiner Schritte religiös zu legitimieren. So beruft sich der Islamische Staat bei seiner Gebrauchsanweisung für die Vergewaltigung von Sklavinnen und weiblichen Kriegsgefangenen ebenso auf den Koran, wie bei dem neuen Strafrechtskatalog, den er am 15. Dezember 2014 veröffentlichte. Nach diesem Katalog werden folgende Delikte mit dem Tod bestraft: Lästerung über Allah, Lästerung über Mohammed, Lästerung über den Islam, Homosexualität, Spionage, Abfall vom Glauben und Mord. Bei Ehebruch wird zu Tode gesteinigt, bei Raubmord gekreuzigt. Vorehelicher Sex wird mit hundert Peitschenhieben und Alkoholgenuss oder Verleumdung mit achtzig Peitschenhieben geahndet. Bei Diebstahl wird eine Hand abgehackt, bei organisiertem Diebstahl die rechte Hand und der linke Fuß.

http://www.perlentaucher.de/essay/islam-totalitarismus-und-kritik.html

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/matthias_kuentzel_wer_von_isis_spricht_darf_vom_koran_nicht_schweigen

line-wordpress

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

 I think for food

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Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

line-wordpress

Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

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