Kategorie-Archiv: Wissenschaft

Drei neue Veröffentlichungen von Shkurte Ahmeti

 

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Inhalt
1. Einleitung … 2
2. Der Expressionismus … 3
2.1. Expressionismus im Film … 4
2.2. Expressionismus in der Literatur … 6
2.3. Expressionismus in der Kunst … 8
2.4. Expressionismus in der Musik … 8
3. Das Märchen“ Schneewittchen und die sieben Zwerge“ … 10
3.1. Das etwas andere Märchen von ,,Schneewittchen und die sieben Zwerge“ ­ eine freie
Interpretation im aktuellen Kontext… 10
3.2. Das Märchen von ,,Schneewittchen und die sieben Zwerge“ und die Bezüge in der
Literatur, der Kunst und im Film … 11
4. Walt Disneys ,, Schneewittchen und die sieben Zwerge“ von 1937 … 13
4.1. Die Produktionsgeschichte und der historische Kontext … 13
4.2. Disneys Erzählstil … 14
4.3. Expressionistische Elemente in Walt Disneys ,,Schneewittchen und die sieben Zwerge“ .. 15
4. Schlusswort … 19
5. Exkurs … 20
5.1. Psychologische Aspekte der Märchen
,
… 20
5.2. Strukturalistische Sicht … 20
5.3. Dekonstruktivistische Sicht … 21
5.4. Die alten Griechen … 21
6. Quellenverzeichnis … 23
2
Infelix paupertas, quia ridiculos miseros facit.
Traurig ist das Los der Armut,
weil sie die Unglücklichen lächerlich macht.
(Karl Philipp Moritz in ,,Anton Reiser“)
Der Blick aufs Leben ist übergegangen in
die Ideologie, die darüber betrügt,
dass es keines mehr gibt.
(Theodor W. Adorno)

3
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung … 4
2. Die Theorie von Pierre Bourdieus … 4
2.1. Die ,,Habitus Theorie“ … 5
2.2. Die Kapitalsorten … 5
2.3. Der soziale Raum … 6
2.4. Der Geschmack der Klassen im Raum der Lebensstile … 7
3. Pierre Bourdieus ,,Habitus Theorie“ am Beispiel des psychologischen Romans ,,Anton
Reiser“ von Karl Philipp Moritz … 16
3.1. Über den Autor Karl Philipp Moritz und eine kurze Zusammenfassung des Romans ,,
Anton Reiser“ … 16
3.2. Die Aspekte der ,,Habitus Theorie“ am Beispiel der Figur Anton Reiser … 18
4. Schlussfolgerung … 19
Quellenangaben … 20

4
1. Einleitung
In der Vorrede zur ,,Phänomenologie des Geistes“ schreibt Hegel, dass es unsinnig sei Vorreden zu
schreiben.
1
Und er schreibt eine. Typisch Hegel. Er behauptet etwas und dann behauptet er das Gegenteil.
Zuletzt behauptet er beides in der Aufhebung des Widerspruches. These, Antithese, Synthese, das ist der
Dreischritt der hegelschen Dialektik. Darf ich es auch? Ich versuche es.
,,Die Erkenntnis des menschlichen Geistes, entsteht nicht durch die Aneignung fertiger Produkte, sondern
durch die schmerzhafte Häutung in der Metamorphose von einer Bewusstseinsstufe zur nächsten. Ein
menschlicher Geist, nehmen wir an, bin ich auch, also entwickele ich mich im Prozess des immer
wiederkehrenden ,,Aha“. Daher kann ich meine wissenschaftliche Arbeit ab nun nur als Prozess
darstellen und nicht mehr als Produkt, denn ich bin nicht mehr bei Kant, sondern über Hegel, Marx,
Freud, Lukács, Adorno, Marcuse, Derrida im prozesshaften Denken, wie in einem Fluss der im Ozean
mündet, und nicht in einem Schwimmbad. Panta rhei. Ich kann also den Leser dieser Arbeit nur an dem
Prozess teilnehmen lassen, der immer wieder dialektisch oszilliert, daher manchmal notwendigerweise
widersprüchlich ist, dann aber im nächsten Schritt der Widerspruch aufgehoben wird. Wie bei Hegel. Für
Hegel war es eine Entdeckung, für mich nicht, nachdem ich Hegel entdeckt habe.“
In der folgenden Arbeit stelle ich das Konzept von Bourdieu dar. Wie in russischen Matrioschkas,
steckt in Bourdieus Theorie die Theorie von Karl Marx und Friedrich Engels, und in der Theorie von Karl
Marx und Friedrich Engels wiederum die Theorie von Georg Friedrich Wilhelm Hegel und so weiter und
sofort bis zu den Vorsokratikern. In Bezug auf Bourdieus Habitus Theorie wird die literarische Figur von
Anton Reiser betrachtet. Die Arbeitshypothese ist, dass das Scheitern von Anton Reiser durch die Theorie
von Pierre Bourdieu erklärt werden kann.
1
,,Eine Erklärung, wie sie einer Schrift in einer Vorrede nach der Gewohnheit vorausgeschickt wird ­ über den
Zweck, den der Verfasser sich in ihr vorgesetzt, sowie über die Veranlassungen und das Verhältnis, worin er sie
zu andern frühern oder gleichzeitigen Behandlungen desselben Gegenstandes zu stehen glaubt ­ scheint bei einer
philosophischen Schrift nicht nur überflüssig, sondern um der Natur der Sache willen sogar unpassend und
zweckwidrig zu sein.“ Wilhelm Friedrich Hegel: Phänomenologie des Geistes.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung … 2
2. Die Initiierung der Expressionismusdebatte … 2
2.1
Der Fall Gottfried Benn … 4
2.2 Die Kontroverse in ,,Das Wort“ … 7
2.3
Kritik von Alfred Kerr an der typischen Innenschau des Expressionismus … 12
2.4
Kritik des Expressionismus bei Georg Lukács … 13
3. Der Zusammenbruch des Expressionismus und seiner Wirklichkeitsfremde … 14
4. Schlussfolgerung … 22
5. Exkurs … 24
5.1. Der italienische Futurismus als Vorbild für den italienischen Faschismus und in
Folge für den deutschen Nationalsozialismus als Gegensatz und Feind des
Expressionismus … 24
5.2. Der Realismus als Überwindung der Dekadenz des Expressionismus … 26
5.3
Nachwirkungen … 27
6. Literaturverzeichnis … 37

2
1.
Einleitung
Mein Interesse an der Expressionismusdebatte wurde geweckt durch die Frage, was die
größten deutschen Literaten dazu bewogen hat, Ende der dreißiger Jahre des XX
Jahrhunderts, in der Zeit als in Deutschland und Europa der Hitlerismus und Faschismus,
in der Sowjetunion der Stalinismus und Kommunismus den Höhepunkt erreicht haben,
in Deutschland 1938 die Novemberpogrome, Verfolgung von Juden und
Andersdenkenden, in Moskau ,,Säuberungen“ und damit verbundene Schauprozesse, die
deutsche Annexion Österreichs stattfanden, Münchner Abkommen wurde
unterschrieben, das zur deutschen Besetzung der Tschechoslowakei führte und zum
Ausbruch des Zweiten Weltkriegs beitrug, was war so wichtig für die Literaten, dass sie
sich deswegen extrem echauffierten und gegenseitig aufs Schärfste angegriffen haben?
In meiner Arbeit beziehe ich mich auf die Aussagen von den Protagonisten der
Expressionismusdebatte: Ernst Bloch, Bertolt Brecht, Georg Lukács, Klaus Mann, Anna
Seghers und Bernhard Ziegler (Alfred Kurella).
2. Die Initiierung der Expressionismusdebatte
Der Anlass der Expressionismusdebatte waren zum einen der Text von Klaus Mann:
,,Gottfried Benn. Die Geschichte einer Verirrung“ und zum anderen der von Bernhard
Ziegler, Pseudonym von Alfred Kurella: ,,Nun ist dies Erbe zuende[…]“.
Kurella schreibt:
„Nun ist dies Erbe zuende[…], das Erbe von vierhundert Jahren nämlich, meinte
Benn. So definierte er sein Weltgefühl in Brüssel 1916. Weltende ­ aber auch
Beginn von etwas ganz Neuem. Alles fängt von vorne an. Und er tut sich auf, er
gibt sich hin. Aber was ihn, den ausgebildeten, durchgerüttelten Militärarzt und
Kasinostammgast von Brüssel, hineinstürzt, ist alles andere als ,,tao“, der
Urgrund des Lebens: es ist der Absud aus den Töpfen, in denen die Bourgeoisie
des 20. Jahrhunderts das schon ein halbes Jahrhundert lang zerkaute Erbe ihrer
Väter endgültig zu Brei zerkocht.“
1
Die beiden Texte erschienen in der September-Ausgabe 1937 der Moskauer
Exilzeitschrift ,,Das Wort“. Diese war das Hauptinstrument für die
Expressionismusdebatte an sich.

Säfte und Substrate

Clemens Nachtmann

Säfte und Substrate

Teil des Übels

 

»Ressentimentgeladenes Philosophenkönigtum« – »lächerliches Kasperltheater« – »Sündenfall aller Ideologiekritik«: Christoph Türckes Vortrag »Die Inflation des Rassismus«, den wir in KONKRET 8/93 dokumentiert haben, hat, ebenso wie seine Kommentierung durch Ingrid Strobl, Bettina Hoeltje und Hermann L. Gremliza, kontroverse Reaktionen ausgelöst. Nach den Beiträgen von Manfred Dahlmann, Wolfgang Pohrt und Jan Lam im letzten Heft folgen nun Stellungnahmen von Clemens Nachtmann, Alex Demirovic und Heiner Möller
»Indem (der gesunde Menschenverstand) sich auf das Gefühl, sein inwendiges Orakel, beruft, ist er gegen den, der nicht übereinstimmt, fertig; er muß erklären, daß er dem weiter nichts zu sagen habe, der nicht dasselbe in sich finde und fühle; – mit anderen Worten, er tritt die Wurzel der Humanität mit Füßen. Denn die Natur dieser ist, auf die Übereinkunft mit anderen zu dringen, und ihre Existenz nur in der zustande gebrachten Einheit der Bewußtseine. Das Widermenschliche, das Tierische besteht darin, im Gefühle stehenzubleiben und nur durch dieses sich mitteilen zu können
G.W.F. Hegel, Phänomenologie des Geistes

Daß Marx seiner Ökonomiekritik die englische und französische Nationalökonomie zugrundelegte, zeugt nicht nur von gutem Geschmack, sondern war eine schlichte Arbeitsnotwendigkeit. Denn obgleich jede Ideologiekritik es mit einem vorgefundenen falschen Begriff der Realität zu tun hat, auf die die Kritik letztlich zielt, so ist sie andererseits als immanente Kritik darauf angewiesen, daß der falsche Begriff, wie verzerrt und verbogen auch immer, doch ein gewisses Maß an Wahrheit über den Gegenstand transportiert. Diese Voraussetzung war in der englischen und französischen, nicht aber in der deutschen Nationalökonomie erfüllt. An der letzteren diagnostizierte Marx schon früh das Umkippen von Ideologie in Wahn und Lüge. (Wie heute auch, neigen die Deutschen zu Ausbrüchen des kollektiven Wahns, der Massenpsychose. Anm.JSB). Anm. JSB) So schreibt er 1845 über Friedrich Lists Buch Das nationale System der politischen Ökonomie: »Der hohle, windige, sentimentale Idealismus des deutschen Bürgers, hinter dem der kleinlichste, schmutzigste Krämergeist verborgen liegt, die feigste Seele sich versteckt, ist zur Epoche gekommen, wo er notwendig sein Geheimnis verraten muß. Aber er verrät es wieder in echt deutscher, überschwenglicher Weise… Er verleugnet den Reichtum, indem er ihn erstrebt. Der ganze theoretische Teil des Listschen Systems ist nichts als eine Verkleidung des industriellen Materialismus der aufrichtigen Ökonomen in ideale Phrasen. Die Sache läßt er überall bestehen, den Ausdruck aber idealisiert er.«

Charakteristisch für die im Listschen System zu Tage tretende deutsche Ideologie ist also eine ganz absurd anmutende Wirklichkeitsverleugnung. Nicht daß die Verleugnung ihrer wesentlichen Triebkräfte nicht Kennzeichen der bürgerlichen Gesellschaft im allgemeinen wäre: Vermöge des von ihr objektiv produzierten Scheins legitimiert sie sich gerade nicht inhaltlich als bestimmte Form von Herrschaft, sondern als Nicht-Herrschaft, ökonomisch als Gesellschaft der Freien und Gleichen, politisch als Volks-Staat, der »wir alle« seien. Während jedoch Ideologie in ihrer Scheingestalt im allgemeinen vom Unwesen kapitalistischer Vergesellschaftung noch etwas durchscheinen läßt, indem sie das Widersprechende versöhnen will, hat die deutsche Ideologie sich von ihrem gesellschaftlichen Grund vollständig emanzipiert: Sie produziert nicht mal mehr einen falschen Begriff der Realität, sondern nur unerbittlichen und gnadenlosen Wahn. Solch wahnhafte Wirklichkeitsverleugnung, »die Verleugnung des Reichtums, indem man ihn erstrebt«, wird dabei in einen Ausweis moralischer Überlegenheit umgemünzt, in einen Beweis dafür, daß es sich bei den Deutschen um kein Volk von gewissenlosen Geschäftemachern handele, sondern daß sie sich durch Tiefe des Gemüts und hochherzige Gesinnung auszeichneten. Indem List also schlicht leugnet, daß im Kapitalismus sich alles um den Tauschwert dreht, jedermann dem Geld als der Inkarnation allgemeinen Reichtums hinterherjagt; indem er den Kapitalismus als »System der Produktivkräfte« affirmiert und zugleich alles, was diesen unvermeidlich charakterisiert, als ihm äußerlich und im Grunde wesensfremd erklärt, enthält seine Theorie schon in nuce den modernen Massenwahn, den völkischen Antisemitismus, mit dem die Nazis dann reüssierten.

Kein Wunder also, daß Marx, offensichtlich angewidert von der heuchlerischen Gesinnungsprotzerei der deutschen Ideologie à la List, sich voll überschwenglichen Lobes zeigt über den »offenherzigen, klassischen Zynismus… womit die englische und französische Bourgeoisie in ihren ersten, wenigstens im Beginn ihrer Herrschaft wissenschaftlichen Wortführern der Nationalökonomie den Reichtum zum Gott erhob und ihm, diesem Moloch, rücksichtslos alles, auch in der Wissenschaft, opferte…« Die »inhumane« Gesinnung, die apologetische Absicht der von ihm kritisierten Ökonomen war Marx also egal, solange diese wenigstens um schonungslose Darstellung des Gegenstandes, um Wahrheit sich bemühten – und je offener und unverblümter dabei der objektive Zynismus der Realität ausgedrückt wurde, umso besser. Und er konnte darüber großzügig hinwegsehen, weil es ihm selbst nicht darum ging, seine unmaßgebliche Gesinnung vor anderen auszubreiten, sondern um objektive Wahrheit, um das Begreifen der Logik der Sache – auch auf die Gefahr hin, daß dabei die eigenen Hoffnungen unter die Räder kommen.

Gemessen an den Maßstäben der Marxschen Kritik ist das ebenso lächerliche wie ärgerliche Kasperltheater, das einige besonders gesinnungstüchtige Antirassisten anläßlich des Referats von Christoph Türcke veranstaltet haben, weder kritikwürdig noch kritikfähig. Egal, ob es sich um die von Ingrid Strobl und Bettina Hoeltje auf dem KONKRET-Kongreß vorgetragenen und in der August-KONKRET dankenswerterweise dokumentierten Statements, um den von Jutta Ditfurth in der »ÖkoLinX« Nr.11 oder um den von Jan Lam in der September-KONKRET abgedruckten Artikel handelt – Nan ihnen ist nichts wahr, kein Wort, kein Satz, kein Gedanke. icht um eine Kritik des Textes von Christoph Türcke geht es ihnen, sondern um eine moralische Disqualifizierung der Gesinnung seines Autors. Der Selbstinszenierung als moralisch makellose Menschen, die da betrieben wird, dient das Referat von Türcke als bloße Folie, und dabei ist Strobl noch ehrlicher als Hoeltje, weil erstere wenigstens Moralin pur feilbietet, während letztere ihrem Beitrag noch den Anstrich einer »ernsthaften Auseinandersetzung« verpaßt, während sie doch in Wahrheit dasselbe Betroffenheitsgeschwätz vom Stapel läßt. Daß Türcke allen Ernstes die bloße Tatsache zum Vorwurf gemacht wird, daß er überhaupt »gesprochen (hat) von Zuchtwahl, von Rassenmischung« (Strobl), belegt, wie wenig es um den Text geht und wie sehr nur um bestimmte verpönte Begriffe. In welcher Konstellation diese Begriffe stehen, was sie dort besagen, wie die Argumentation verläuft – das interessiert einen feuchten Kehricht bzw. es wird, wie bei Hoeltje, ja irgendwie erkannt, aber sogleich als besonders abgefeimte »Strategie« ausgemacht, um das Publikum mit rassistischem Gedankengut zu infiltrieren.

Wäre dies alles bloßer Irrtum, bloßes Mißverständnis, so könnte man mit denen, die den Eklat provozierten, in eine Diskussion treten und versuchen, Irrtümer und Mißverständnisse auszuräumen. Man könnte sie darauf hinweisen, daß dem ersten Teil des Türckeschen Vortrages, worin er von »Rassen« spricht, der theoretische Status einer Spekulation über die Naturgeschichte der Menschheit zukommt; daß er den Begriff der »Rasse« ausschließlich als klassifizierenden, nicht wertenden gebraucht und als Maßstab der Klassifikation wiederum ausschließlich die Hautfarbe wählt; daß er die Wirkung des Körpers auf Geist und Seele und vor allem umgekehrt von Geist und Seele auf den Körper eigentlich unmißverständlich als einen »ungleichzeitigen« historischen Prozeß schildert, der es verbietet, von Hautfarbe auf Charakter und andere Dinge zu schließen; daß er die banale Naturgegebenheit der Hautfarbe nur deshalb an den Anfang seines Vortrages setzt und sie nur deshalb so herausstreicht, um ihre Banalität und Bedeutungslosigkeit angesichts der weiteren Entwicklung menschlicher Sozialgeschichte nur umso deutlicher hervorzuheben; und man müßte in diesem Zusammenhang die Antirassisten einmal danach befragen, ob die Existenzweise der einst noch ganz in die erste Natur verstrickten und deshalb selbst naturwüchsigen Kollektive dem Begriff der »Rasse« nicht noch am nächsten käme. Man könnte sie ferner auffordern, zur Kenntnis zu nehmen – obgleich wohl ein wenig Begriffsstutzigkeit dazugehört, es nicht zu tun – , daß der inkriminierte Begriff der »Zuchtwahl« bewußt und in kritisch-denunziatorischer Absicht eingesetzt wurde; wenn Türcke von der »Zuchtwahl« spricht, »die die moderne Wirtschaftsordnung höchstselbst (und also nicht mehr die unmittelbare, erste Natur; Lesehilfe für empörte Antirassisten, C.N.) veranstaltet«, so variiert er den von Horkheimer und Adorno öfter formulierten Gedanken von der »Naturverfallenheit« der menschlichen Gesellschaft dergestalt, daß er einen Begriff aus der Evolutionslehre auf die Gesellschaft überträgt, nicht um gesellschaftliche Verhältnisse zu rebiologisieren, sondern um in drastischer Art und Weise zu zeigen, daß, obwohl menschliche Naturbeherrschung in der bürgerlichen Gesellschaft auf ein ungekanntes Maß gesteigert wurde, die Menschen nur nach Maßgabe ihrer Kapitalproduktivität etwas gelten, daß also die bürgerliche Gesellschaft die Menschen selektiert, und zwar in einer Blindheit und Bewußtlosigkeit, die der der ersten Natur in nichts nachsteht und die der Begriff der »Zuchtwahl« in all seiner Brutalität, die er an sich selbst hat, zur Sprache bringt.*

Und so könnte man auf weitere Punkte hinweisen, und selbstverständlich könnte man an diesen und anderen Gedanken, wären sie erst einmal begriffen, begründete Kritik anmelden: schwer erträglich der weihevolle Orgelton, den Türcke bisweilen anstimmt; nicht zu rechtfertigen seine Formulierung von der ihre »Huld« verteilenden »Natur«, wenn damit, was dem Zusammenhang entspräche, ausgedrückt werden sollte, daß in der Natur nicht, wie die Öko-Apostelmeinen, Gerechtigkeit und Friede, sondern Willkür und Zufall herrschen; unzureichend begründet die Ausführungen über die »Besitzstandsbunkermentalität« als Grund des deutschen Fremdenhasses, weil gezeigt werden müßte, wie Leute überhaupt auf die Idee kommen, Flüchtlinge könnten ihnen die Butter vom Brot stehlen – indem sie nämlich ihr Staatsbürgerdasein restlos verinnerlicht haben.

Aber intellektuelle Redlichkeit ist die Sache der betroffenen Antirassisten nicht, heißen sie nun Strobl, Hoeltje, Ditfurth oder Lam, und nur schwer glaubhaft ist es, daß ausgerechnet Wolfgang Pohrt entgangen sein sollte (sein Artikel in KONKRET 9/93 erweckt allerdings diesen Anschein), daß nichts anderes als antiintellektuelles Ressentiment sich da gegen Türcke und die sogenannte »Kritische Theorie« austobt – so spricht Ditfurth, eine beliebte Ressentimentkategorie benutzend, vom »Elfenbeinturmbewohner« Türcke; Lam wiederum bevorzugt eher den Verweis aufs Dringliche, um Bemühungen um materialistische Gesellschaftskritik zu denunzieren, während »J./Westberlin« im »AK« vom 25.8.93 gleich richtig zur Sache geht und im Stil früherer »Marxistischer Blätter« vor den »desorientierenden Konsequenzen« warnt, die den Linken von der »Kritischen Theorie« und ihren Adepten Türcke und Pohrt drohe.

Nicht um eine argumentativ ausgewiesene und damit nachvollziehbare Analyse und Kritik dessen, was »Rassismus« ist, geht es diesen Antirassisten, sondern um ein moralisches Bekenntnis zu einem völlig unüberprüfbaren antirassistischen »Selbstverständnis«, einer subjektiven Haltung, die sich aus viel Trauer, Empörung und Betroffenheit, viel gutem Willen und einigen politischen Leerformeln zusammensetzt und welche zu ihrer Bestätigung und Selbstvergewisserung allerdings gewisser Theorieversatzstücke bedarf – zum Beispiel der These, daß »Rasse« ein soziales Konstrukt sei. Würden sie diese These auch nur einen Moment lang ernstnehmen und auf ihre Konsequenzen hin durchdenken, so müßten auch sie die Tauglichkeit des Begriffs »Rassismus« anzweifeln, denn die Praxis dessen, was als »Rassismus« bezeichnet wird, ist im Kern nichts als die gesellschaftliche Sortierung von Menschen durch den Souverän nach Maßgabe ihres Einsatzes für Staat und Kapital und die Verinnerlichung solcher Sortierung durch die Staatsbürger. Die Hautfarbe ist dabei nur legitimatorische Bebilderung solcher Praxis, ihre Rechtfertigung als »natürlich« und der »Natur des Menschen« entsprechend. Sie ist auswechselbar und kann je nach Lage der Dinge durch andere Legitimationen ersetzt werden. Dann wäre aber auch der Begriff »Rassismus«, insofern er sich nur auf die Oberfläche des gemeinten Phänomens bezieht, fragwürdig. Außerdem wäre dann jenseits ihrer gesellschaftlichen Funktionalisierung die Hautfarbe als ein von solcher Funktionalisierung unterschiedenes, ebenso real existierendes wie belangloses Naturmerkmal erkannt – und nichts anderes hat Türcke nachgewiesen.

Aber so ist die These von der sozialen Konstruktion von »Rasse« bei den moralischen Antirassisten ja nicht gemeint: Sie wird eingesetzt, um sich und anderen zu demonstrieren, wie fortschrittlich gesonnen man doch sei, indem man selbst den Versuch, historisch eindeutig bestimmte Begriffe nicht anders zu »besetzen«, was in der Tat unmöglich ist, sondern sie zum Gegenstand von Reflexion zu machen, verbieten will. Genauso wie Friedrich List als ein herzensguter Deutscher sich scheute, den Begriff »Tauschwert« in den Mund zu nehmen, obwohl in der bürgerlichen Gesellschaft doch alles um den Tauschwert sich dreht; wie List in der Vergottung allgemeinen Reichtums als des Zieles kapitalistischer Produktion nicht die Benennung eines unumstößlichen Tatbestandes und den adäquaten Ausdruck des objektiven Zynismus der Gesellschaft zu erblicken vermochte, sondern nur anstößige Worte, die angeblich die üble Gesinnung seiner Gegner verraten; wie er also, um ungestört der eigenen Gesinnung und Herzensgüte sich erfreuen zu können, lieber die ungemütliche Realität verleugnete und das Verleugnete und Verdrängte als böse Absicht in die Außenwelt projizierte – genauso wollen die Antirassisten als linke Deutsche den Hinweis, daß es Menschen unterschiedlicher Hautfarbe gibt, nicht als die Feststellung eines ebenso unbestreitbaren wie banalen und von Türcke genau so gekennzeichneten Tatbestandes, und die Rede von der Zuchtwahl, die die kapitalistische Ordnung in Eigenregie vornehme, nicht als vernichtende Kritik ebendieser Ordnung begreifen, sondern einzig als »böse Worte« wahrnehmen, welche nicht nur nicht zu begreifen, sondern zu vermeiden als Gütesiegel antirassistischer Prinzipienfestigkeit gilt und welche in gleich welchem Zusammenhang zu gebrauchen als grundlose und böswillige Absicht, die antirassistische »Identität« zu zersetzen, gesehen wird. Das »Stehenbleiben im Gefühle«, das Insistieren auf dem guten Willen, der sich an der gesellschaftlichen Objektivität gar nicht erst bewähren will, die hartnäckige Reflexionsverweigerung, die im Gewande moralischer Überlegenheit daherkommende Ignoranz und Realitätsverleugnung, der gewaltheischende Bekenntniszwang – dies schweißt die deutschen Antirassisten mit dem »hohlen, windigen, sentimentalen Idealismus« deutscher Ideologie im allgemeinen und mit dem Lichterketten-Antirassismus der von ihnen zurecht verabscheuten Volksgemeinschaft zusammen, von der sie sich ansonsten nur durch ebenfalls wieder den guten Willen unterscheiden, keine alternative Sympathiewerbung für Deutschland veranstalten zu wollen.

Und genau diese Tyrannei des guten Willens ist der Springpunkt. Statt den eigenen revolutionären Willen negativ festzuhalten in der kompromißlosen theoretischen Durchdringung dessen, wogegen man sich wendet, haben die Linken es in der Vergangenheit bei der Bekundung dessen, was sie sein wollen – antikapitalistisch, antiimperialistisch und weiß der Geier, was noch alles – belassen und sich die Realität nach Maßgabe dieses Willens zurechtinterpretiert, indem sie ihn in alle denkbaren »Bewegungssubjekte« hineinprojizierten, die sich gerade anboten. Theorie hatte die eigenen Absichten zu legitimieren, und wo sie dies nicht tat, indem sie Zweifel an dieser Willensillusion anmeldete, galt sie als »abgehoben«, »elitär«, wenn nicht gar als »zynisch« und »menschenverachtend«. Auf diese Weise konnten sich die Linken über ihre gesellschaftliche Ohnmacht, die nicht erst 1989 eingesetzt hat, prächtig hinweglügen, solange es noch irgendwelche »Bewegungssubjekte« aufzuspüren gab. Seit die famosen »neuen sozialen Bewegungen« sich nun endgültig und unabweisbar als das entpuppt haben, was sie immer schon waren, als alternative Bewegungsformen der deutschen Volksgemeinschaft, und neue nicht in Sicht sind, klafft ein Abgrund zwischen dem guten Willen zur Veränderung und der Realität, die sich dagegen hartnäckiger sperrt als je zuvor. Anstatt diesen Zustand jedoch als Chance zu nutzen, mit der Willensillusion endlich radikal zu brechen, sind die Linken nun auf die Idee verfallen, die eigene psychische Innenausstattung, die sogenannte »politische Identität«, aus eigener Kraft neu herauszuputzen. Bis zum Beweis des Gegenteils ist deshalb davon auszugehen, daß die Tatsache, daß Themen wie Rassismus und Antisemitismus in großen Teilen der Rest-Linken seit geraumer Zeit sich großer Beliebtheit erfreuen, nur zum Teil auf die Angriffe auf Ausländer im »wiedervereinigten« Deutschland zurückzuführen ist, sondern einen jener unvermittelten Schwenks hinsichtlich der thematischen Geschmackspräferenzen indiziert, mit denen die Linken in der Vergangenheit so geglänzt haben. Er dürfte so folgenlos bleiben wie die Beschäftigung mit anderen Themen auch.

Der Skandal, über den gesprochen werden muß, ist nicht das Referat von Christoph Türcke, sondern die Tatsache, daß die angegriffenen und ermordeten Ausländer und Flüchtlinge deutschen Linken das Material abgeben, um ihre absolut belanglosen Wehwehchen zu kurieren, und daß jenen mit autoritärer Geste übers Maul gefahren wird, die, wie Türcke, sich dieser deutschen Selbstfindungstour entgegenstellen. Der Skandal ist, daß deutsche Linke die unbestreitbare Tatsache, daß die bedrohten Ausländer und Flüchtlinge weder gute noch schlechte Rassismustheorien brauchen, sondern praktische Solidarität und sonst nichts, schamlos zur Bestätigung und Legitimierung eigener Denkfaulheit und Theoriefeindlichkeit heranziehen. Im Ausländer denjenigen zu sehen, der einen wertvollen Beitrag zur Bewältigung der eigenen Sinnkrise leistet: das ist die linksdeutsche Variante jener deutschen Haltung, die die Ausländer nur deshalb respektiert, weil sie Steuern zahlen und das Bruttosozialprodukt vermehren. Der sentimentale und ressentimentgeladene Antirassismus, wie er sich in den Angriffen gegen Christoph Türcke zu erkennen gibt, verhindert so den Antirassismus, der an der Zeit wäre. Er ist ein Teil des Übels, für dessen Gegner er sich irrtümlich hält.
*Vgl. dazu Adorno, dessen Entlarvung als Rassist wohl demnächst auch auf der Tagesordnung stehen dürfte, in der Negativen Dialektik: »Menschliche Geschichte, die fortschreitender Naturbeherrschung, setzt die bewußtlose der Natur, Fressen und Gefressenwerden, fort. Ironisch war Marx Sozialdarwinist: was die Sozialdarwinisten priesen und wonach es sie zu handeln gelüstet, ist ihm die Negativität, in welcher die Möglichkeit ihrer Aufhebung erwacht.« (Negative Dialektik, Frankfurt 1966, S.349)
Konkret 10/93, S. 46

Clemens Nachtmann ist Autor der Zeitschrift »Bahamas« und lebt in Berlin

 

Siehe auch: Der Unschärfeskandal
line-wordpress

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

Psychoanalytische Arbeitsstation

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

Be patient, work hard, follow your passions, take chances and don’t be afraid to fail.
I think for food

molon labe

„Sachlich“ ist nur ein anderes Wort für „beziehungslos“.

Die Berufung auf Ethik und Moral will lediglich die Gesetzlosigkeit und Willkür verdecken und rechtfertigen.

„Wie es Tatbestände gibt, die die Sinne in die Irre führen, wie im Fall der optischen Täuschung, so gibt es welche, die die unangenehme Eigenschaft haben, dem Intellekt Schlüsse zu suggerieren, die gleichwohl falsch sind.“ – Christoph Türcke

Das Geschlecht ist ein sozialer Konstrukt? Berg, Tal, See und das Meer auch!

Bereits Marx diagnostizierte den Deutschen das Umkippen von Ideologie in Wahn und Lüge. Wie gegenwärtig der Fall ist, neigen die Deutschen zu Ausbrüchen des kollektiven Wahns, der Massenpsychose mit zunehmendem Realitätsverlust.
Der Wahn ist kurz, die Reue lang, pflegte meine Großmutter zu sagen.

Nach dem I. Psychosputnik-Gesetz verwandelt sich der frei florierende Zynismus ab gewissem Verdichtungsgrad seiner Intensität in hochprozentige hysterische Heuchelei, analog zu einer atomaren Kernschmelzereaktion. Diesen Prozess der zunehmenden Zynismuskonzentration mit anschliessender Explosion als Heuchelei kann man sehr deutlich gegenwärtig in Deutschland beobachten. Das Denken ist weggeblasen, pulverisiert, das (Hoch)Gefühl ist voll an seine Stelle getreten.

»Indem (der gesunde Menschenverstand) sich auf das Gefühl, sein inwendiges Orakel, beruft, ist er gegen den, der nicht übereinstimmt, fertig; er muß erklären, daß er dem weiter nichts zu sagen habe, der nicht dasselbe in sich finde und fühle; – mit anderen Worten, er tritt die Wurzel der Humanität mit Füßen. Denn die Natur dieser ist, auf die Übereinkunft mit anderen zu dringen, und ihre Existenz nur in der zustande gebrachten Einheit der Bewußtseine. Das Widermenschliche, das Tierische besteht darin, im Gefühle stehenzubleiben und nur durch dieses sich mitteilen zu können.« – G.W.F. Hegel, Phänomenologie des Geistes

„Die Verschleierung eigener Positionen durch Zitate und Zitatselektion dient dazu, eigene Positionen unkenntlich zu machen.“ – Ursula Kreuzer-Haustein

„Die Neurose ist das Wappen der Kultur.“ – Dr. Rudolf Urbantschitsch, Seelenarzt; „Sehr schön, aber es laufen derzeit schon weit mehr Heraldiker als Adelige herum.“ – Karl Kraus, Schriftsteller
Von oben hat man bessere Aussicht.

„Zuerst verlieren die Menschen die Scham, dann den Verstand, hernach die Ruhe, hierauf die Haltung, an der vorletzten Station das Geld und zum Schluß die Freiheit.“ – Karl Kraus

„Ausbeutung heißt Beute machen, sich etwas durch Gewalt aneignen, was nicht durch eigene Arbeit geschaffen wurde, sich etwas nehmen, ohne Gleichwertiges zurückzugeben – Maria Mies

»Die Psychoanalyse ist eine Panne für die Hierarchie des Denksystems« – Pierre Legendre

Psychoanalyse entwickelt sich nicht weiter, weil sie nicht angewandt wird, es wird nur über sie gesprochen.

»Sie wissen, daß der Kampf des wissenschaftlichen Geistes gegen die religiöse Weltan­schauung nicht zu Ende gekommen ist, er spielt sich noch in der Gegenwart unter unseren Augen ab … Die erste Einwendung, die man hört, lautet, … die Wissenschaft ist zur Be­urteilung der Religion nicht zuständig. Sie sei sonst ganz brauchbar und schätzenswert, solange sie sich auf ihr Gebiet beschränkt, aber die Religion sei nicht ihr Gebiet, da habe sie nichts zu suchen … Die Religion darf nicht kritisch geprüft werden, weil sie das Höch­ste, Wertvollste, Erhabenste ist, was der menschliche Geist hervorgebracht hat, weil sie den tiefsten Gefühlen Ausdruck gibt, allein die Welt erträglich und das Leben lebenswür­dig macht … Darauf braucht man nicht zu antworten, indem man die Einschätzung der Religion bestreitet, sondern indem man die Aufmerksamkeit auf einen anderen Sachver­halt richtet. Man betont, daß es sich gar nicht um einen Übergriff des wissenschaftlichen Geistes auf das Gebiet der Religion handelt, sondern um einen Übergriff der Religion auf die Sphäre des wissenschaftlichen Denkens. Was immer Wert und Bedeutung der Religion sein mögen, sie hat kein Recht, das Denken irgendwie zu beschränken, also auch nicht das Recht, sich selbst von der Anwendung des Denkens auszunehmen … Eine auf die Wissen­schaft aufgebaute Weltanschauung hat außer der Betonung der realen Außenwelt wesent­lich negative Züge, wie die Bescheidung zur Wahrheit, die Ablehnung der Illusionen« (Freud, 1933, S. 182 ff. und S. 197).

„Freuds »Religions«-Kritik galt den »Neurosen« genannten Privatreligionen (Heiraten, romantische Liebe, Gier, Ethik und Moral, etc. Anm. JSB) ebenso wie den kollektiven (Nation, Gutmenschen, Sport, etc. Anm. JSB);“ – Helmut Dahmer

Freud prognostizierte, die bestehende Gesellschaft werde an einem Übermaß nicht absorbierba­rer Destruktivität zugrundegehen. (sofern nicht »Eros« interveniere (Eros ist nicht Ficken, sondern Caritas. Anm. JSB)).

„Wer dem Kult der »Werte« frönt, kann unsanft erwachen, wenn im Kampf der Klassen und Parteien, von dem er sich fernhält, Gruppen obsiegen, auf deren Pro­gramm eine »Umwertung der Werte«, z. B. die Aufwertung von »Un­werten« steht.“ – Helmut Dahmer

»Hinsichtlich der allgemeinen nervlichen Belastung wirkte die Lage im Dritten Reich auf den psychischen Zustand des Volkes ziemlich ambivalent. Es unterliegt kaum einem Zwei­fel, daß die Machtergreifung zu einer weitverbreiteten Verbesserung der emotionalen Ge­sundheit führte. Das war nicht nur ein Ergebnis des Wirtschaftsaufschwungs, sondern auch der Tatsache, daß sich viele Deutsche in erhöhtem Maße mit den nationalen Zielen identifizierten. Diese Wirkung ähnelte der, die Kriege normalerweise auf das Auftreten von Selbstmorden und Depressionen haben. (Das Deutschland der Nazizeit verzeichnete diese Erscheinung zweimal: nämlich 1933 und 1939.) Aber gleichzeitig führte das intensi­vere Lebensgefühl, das von der ständigen Stimulierung der Massenemotionen herrührte, auch zu einer größeren Schwäche gegenüber dem Trinken, Rauchen und Vergnügungen« – Richard Grunberger

Von Anfang an hat­te Hitlers Regime auch den Anstrich der Rechtmäßigkeit

„Die psychiatrischen Truppen der »kaiserlichen deutschen Psychiatrie« (Alexander und Selesnick, 1966, S. 214) jedoch, die 1914 ins Feld zogen, bekriegten immer noch die Krankheit, den äußeren Eindringling in ein gesundes System, und nicht die Neurose, das innere Ungleichgewicht zwischen Psychodynamik, Umwelt und Geschichte.“ – Geoffrey C. Cocks (Diese Einstellung herrscht bis heute in der deutschen Psychotherapie und findet explosionsartige Vermehrung im KOnzept der sog. „Traumatisierung“. Anm- JSB)

Der Plural hat kein Geschlecht.

„Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.“ -Albert Einstein

„Der psychoanalytische Bei­trag zur Sozialpsychologie der jüngsten Vergangenheit (und Gegenwart Anm.JSB) und ihrer Verar­beitung ist heute ebenso unerwünscht wie die Libidotheorie zu Anfang des Jahrhunderts.“ – I.Kaminer

»Ein böses und nur durch Unkenntnis gerechtfertigtes Mißverständnis ist es, wenn man meint, die Psychoanalyse erwarte die Heilung neurotischer Beschwerden vom >freien Ausleben< der Sexualität. Das Bewußtmachen der verdrängten Sexualgelüste in der Analyse ermöglicht vielmehr eine Beherrschung derselben, die durch die vorgängige Verdrängung nicht zu erreichen war. Man kann mit mehr Recht sagen, daß die Analyse den Neurotiker von den Fesseln seiner Sexualität befreit.« – Sigmund Feud, Gesammelte Schriften«, Band XI, S. 201 ff.)

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Liebe: nur bestenfalls eine Mutter akzeptiert ihr Kind, so wie es ist, ansonsten muß man Erwartungen anderer erfüllen, um akzeptiert zu werden.

Früher galt als mutig, wer ein Revolutionär war, heute reicht es schon, wenn einer seine Meinung behält.

“Jeder fünfte Bewohner des Westjordanlandes ist ein israelischer Siedler”, greint die Generaldelegation Palästinas heute auf ihrer Homepage.
Und jeder fünfte Bewohner Israels ist ein palästinensischer Araber.
So what?

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

„Sagen Sie meiner Mutter nicht, daß ich in der Werbung arbeite. Sie denkt, ich bin Pianist in einem Bordell.“ – Jacques Seguela

BILD: FAZ für Hauptschüler

Wer „ich will frei sein“ sagt, und es sagen viele, der ist ein Idiot. Denn das höchste was der Mensch als Freiheit haben kann, ist die Freiheit, seine Pflicht frei zu wählen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Nonkonformistische Attitüde und affirmative Inhalte – einer Kombination, die schon immer die linksdeutsche Ideologie gekennzeichnet hat. – Stephan Grigat

Es sind dieselben, die behaupten, das Geschlecht wäre nicht biologisch angeboren, sondern nur ein soziales Konstrukt, und zugleich daß die Homosexualität kein soziales Konstrukt wäre, sondern biologisch angeboren.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

„Es gibt zwei Dinge“, so wußte Hitler schon 1923, „die die Menschen vereinigen können: gemeinsame Ideale und gemeinsame Kriminalität“ .

Nach der gewaltsamen Beendigung des Mordens durch die Alliierten waren die Deutschen (und sind es bis heute geblieben) noch deutscher als zuvor.

„Der Staat sind wir“: Dies Credo der Sozialdemokratie Ferdinand Lassalles war die Wahrheit der Volksgemeinschaft, und der Nazismus war die vermittlungslose Basisdemokratie der Deutschen.

Die Demokratie der Bürger ist die interessierte Demutsadresse an den autoritären Staat.

„Die deutsche Nation ist das Apriori dieser seltsamen Wissenschaft, die

vorgibt, nichts zu kennen als Quellen, Quellen und nochmals Quellen, nichts als das

lautere Plätschern der Tatsachen und das ungetrübte Sprudeln der Empirie. Die

Quelle aber ist der Historie, was der Jurisprudenz das Indiz: Spielmaterial, bloße

Illustration des Systemzwangs zum Rechtsfrieden, d.h. empirische Legitimation der

vorab existenten letzten Instanz, an der jede Berufung aufhört und jede Revision

endet. Egal, wer Recht hat, solange nur Recht ist; was immer die Quellen sagen,

ein Beweis gegen die Nation wird sich daraus nie und nimmer folgern lassen.“ (…)

„Historische Wahrheit wird nach dem Modell von Meinungsumfragen vorgestellt;

kein Sample jedoch wird je repräsentativ genug sein,

um der deutschen Nation als solcher die Taten der Nazis zuzurechnen.

Die juristische Methode dieser seltsamen Wissenschaft, die sich die Behandlung der

Geschichte anmaßt, weiß so überaus sorgfältig zwischen Intention und Resultat zu

scheiden, daß der einzig noch mögliche Weg historischer Wahrheitsgewinnung, der

allerdings leider ausgeschlossen ist, Psychoanalyse wäre.“ – Joachim Bruhn

Da die Psychoanalyse heute auch nur noch ein korruptes Racket ist, würde sie nicht helfen.

 Der Himmel, wenn er sich schon öffnet, zitiert sich am liebsten selbst. 

Je verkommener eine menschliche Kreatur, desto eher fühlt sie sich beleidigt, respektlos behandelt, in ihrer Ehre verletzt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Der religiöse Rassismus der Islamisten, der den völkischen Rassismus der Nazis ersetzt hat, erklärt Allah zum Führer und die Jihadisten zu seiner privilegierten Kampftruppe: Wenn man so will, zu Allahs SS. Der Zusammenhalt dieser Kampftruppe wird über die Jenseitserwartung von Hölle und Paradies, also über das Instrument der religiösen Angst, sichergestellt. Diese Selbstbildfantasie der Islamisten ist mit ihrer (zumeist antijüdischen) Feindbildfantasie untrennbar verknüpft. – Matthias Küntzel

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten. Es sind Sozio-, Pädago- und Psychokratien, Rackets, die Erkenntnis nicht fördern, sondern verhindern.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
„Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett „antideutsch“ nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur „normale“ kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“– Hans Dieter Hüsch

Es gibt zweierlei Ethik: die moralische, der die Realität egal ist und die der Verantwortung, die reale Folgen der ethischen Forderungen berücksichtigt. Die erste ist gut gemeint, die zweite ist gut gemacht.

Was dem einen seine Souveränität, ist dem anderen seine Eigenmächtigkeit.

Das Schöne am Euro war, dass die Gewinner immerzu gewinnen konnten, ohne dass ihnen gleich die Quittung präsentiert wurde. Denn sie verdienen ja am Ausland, was heißt, eigentlich ein im Maße des Verdienens zunehmend schlechtes Geld – das ist durch den Euro aufgehoben worden: Man konnte ständig an einer anderen Nation verdienen, ohne dass das Geld dieser Nation darunter gelitten hat, weil sie gar kein eigenes hat. Der Wert dieses Geldes repräsentiert nicht die Leistungsfähigkeit dieser Nation. So hat der Euro von dem innereuropäischen Verdienen aneinander sogar noch gelebt; er hat vor der Krise absurderweise nur den Konkurrenzerfolg der Gewinner repräsentiert.

— Das ist ja mit der Idylle charakterisiert. Dass zunächst mal alle Seiten Gewinner des neu eingeführten Euro waren. Auch die, die ihre vergleichsweise Weichwährung gegen den Euro getauscht haben und damit auf einen Schlag Kredit zu ganz anderen Konditionen und Möglichkeiten hatten. Insofern waren die späteren Verlierer erst mal auch Gewinner.

Kein Nazifaschist hat je wirklich geglaubt, er bezöge die Ermächtigung seiner Ansprüche aus dem Teutoburger Wald; keiner seiner demokratischen Erben hat jemals tatsächlich gedacht, ihnen erwüchse Legitimität im Resultat des “Lernens aus der Geschichte”; niemals war ein Sozialist der Ansicht, es sei die famose “Befreiung der Arbeit” und nicht vielmehr das Recht auf Beute, was seine Politik im Interesse der Arbeiterklasse motivierte. Und keinesfalls erwächst den Palästinensern irgendein Recht aus der Tatsache, daß sie zuerst da waren. Einer Gesellschaft, der Hunger kein Grund ist zur Produktion, kann auch das Leiden kein Grund sein zur Solidarität. Es ist die Ideologie, die mit der Unmittelbarkeit des Leidens agitiert, die aus dessen fragloser Evidenz Sinn zu schlagen sucht, sei es im Sinne von Caritas oder Amnesty International, sei es im Sinne der Freunde des palästinensischen Volkes für den Israelhaß der Antisemiten wie für den Islamfaschismus dieses Volkes. Ariel Scharon jedenfalls, der Zionist und praktische Antifaschist, ist dem aufgelösten Rätsel der Geschichte näher als die deutsche Linke, deren “Antifaschismus” sich als Aufstand der Anständigen à la Gerhard Schröder oder als Solidarität mit dem palästinensischen Volk ausagiert. (…) Im Wesen Israels als des ungleichzeitigen Staates der Juden liegt es aber nicht nur, Reaktion auf den Verrat an Aufklärung und Weltrevolution, nicht nur, Notwehrversuch gegen den Nazifaschismus und Asyl zu sein. Sondern eben auch, daß die üblichen Muster der bürgerlichen Rollenverteilung – hier das Gewaltmonopol des bürgerlichen Staates im allgemeinen und dort die Personen, die die Regierungsausübung im besondern besorgen – für den israelischen Staates aufgrund seiner Konstitutionsbedingungen keine Geltung mehr hat. Was sich unter anderem darin zeigt, daß diese “Kritiker” der israelischen Regierungspolitik für den faschistischen Mob und die Behörden, die Selbstmordattentäter belohnen, Verständnis aufbringen (Folge von Besatzung und Ausbeutung), dagegen für den Versuch, die militärische Infrastruktur der Gegner Israels zu zerschlagen, am liebsten die Begriffe Auslöschung oder Ausrottung der palästinensischen Bevölkerung im Munde führen. Wie hinter der treudoofen Frage, ob es nicht möglich sein müsse, Spekulanten als das zu bezeichnen, was sie sind, ohne gleich als antisemitisch zu gelten, so verbirgt sich hinter der treulinken Frage, ob nicht auch in Israel, weil es sich auch dort um eine bürgerliche Gesellschaft handele, Faschismus möglich sei, die Erkenntnis dieser Fusion in verquerer und verschrobener Gestalt. Verquer, weil ja gerade erklärt werden sollte, wie Israel, dieser Fusion zum Trotz, eine parlamentarische Demokratie ist und bleibt; verschroben, weil diese Einheit von Staat und Regierung im Übergang von einem unerträglichen Alten (die Vernichtungsdrohung) zum noch nicht erreichten Neuen (die herrschaftslose Gesellschaft) ja doch den Inbegriff dessen ausmacht, was einmal als “Diktatur des Proletariats”, als Emanzipationsgewalt und organisierte politische Macht der Revolution, auch und gerade auf den roten Fahnen stand. In Anbetracht der Grundidee des Staates Israel, vor dem Hintergrund der linken Staatsmythen, betreffend die “Diktatur des Proletariats”, muß jede Beurteilung der Handlungen der Regierungsvertreter auch die völlig andere Qualität dieses Staates, verglichen mit allen anderen, deutlich werden lassen. (…)

Wenn diese Linke über Israel schwadroniert, dann hört sich das nicht minder grausig an. Dabei liegt der Zusammenhang zwischen dem Antisemitismus und dem Vernichtungswillen gegen die zum Staat gewordene bürgerliche Gesellschaft der Juden, gegen Israel, eigentlich auf der Hand: Der sogenannte Antizionismus stellt nichts anderes dar als die geopolitische, globalisierte Reproduktion des Antisemitismus, das heißt die Erscheinungsform, die er in Weltmarkt und Weltpolitik nach Auschwitz annehmen muß. Der Antizionismus ist der aus den kapitalisierten Gesellschaften in die Welt herausgekehrte Antisemitismus. So ist Israel der Jude unter den Staaten; die Verdammung des Zionismus als eines “Rassismus” durch die UNO gibt es zu Protokoll. Das macht: die moralische Verurteilung der menschlichen Unkosten der Konstitution bürgerlicher Staatlichkeit allein am Beispiel Israels führt vor Augen, was die Welt der Volksstaaten vergessen machen will – daß die Zentralisation der politischen Gewalt über Leben und Tod keineswegs die natürliche Organisationsform der Gattung Mensch darstellt, sondern Ausdruck eben von Herrschaft und Ausbeutung. Dabei ist Israel – und das macht die Kritik an diesem Staat so perfide und muß deshalb immer wieder gesagt werden – der einzige Staat dieser Welt, der für sich eine nicht zu bezweifelnde Legitimität beanspruchen kann. Israel, das ist der ungleichzeitige Staat, der entstanden ist sowohl als Reaktion auf das Dementi aller Versprechungen der bürgerlichen Nationalrevolution, sowohl als Antwort auf den stalinistischen Verrat an der kommunistischen Weltrevolution als auch als zu spät gekommene Notwehr gegen den Massenmord an den europäischen Juden. (…) Israel ist das Schibboleth jener doch so naheliegenden Revolution; es ist der unbegriffene Schatten ihres Scheiterns. Israel ist das Menetekel, das zum einen (und ganz unfreiwillig) die kategorischen Minimalbedingungen des Kommunismus illustriert, und das zum anderen sämtliche Bestialitäten zu demonstrieren scheint, zu denen der bürgerlich-kapitalistische Nationalstaat fähig ist. Wer Israel nicht begriffen hat, wer den Haß auf diesen Staat, den Antizionismus, und wer den Antisemitismus, das heißt den Vernichtungswillen sowohl gegen die in diesem Staat lebenden als auch gegen die kosmopolitisch verstreuten Juden, nicht begriffen hat als das, was Antisemitismus wesentlich darstellt: den bedingungslosen Haß auf die Idee einer in freier Assoziation lebenden Gattung, der hat den Kommunismus nicht als das “aufgelöste Rätsel der Geschichte” begriffen. –

 Der ostentative Muslimeifer aber, der sich im Alltag mancher ‚Allahu-Akbar‘-Brüller vielleicht doch sehr in Grenzen hält, findet im blanken Judenhass unverhoffte Nahrung, wo ihnen unter unendlich öden Koranrezitationen und geistlosen, absurden Vorschriften längst das bisschen ungeglaubten Glaubens zwischen den Fingern zerrann und ihr Muslimsein kaum je mehr ist als das typisch dauerbeleidigte, immer schon jeder Verantwortung ledige Gruppengefühl. Überhaupt will jeder Eifer – insbesondere der aktuelle, rasende Eifer des weltweit angreifenden Islam – den Stachel eines weniger drohenden als hinterrücks längst geschehenen Glaubensverlustes kompensieren.“ Mit anderen Worten: Muslime wurden nicht für ihr abstraktes Muslimsein kritisiert, sondern dafür, was – global betrachtet – die Mehrheit konkret darunter versteht: Die von Gott gegebene Ermächtigung zu Terror, Entrechtung, Antisemitismus. Wer differenziert, sollte nicht unerwähnt lassen, dass Osama bin Laden, Hassan Nasrallah und wie all die schrecklichen Figuren so heißen, in der muslimischen Welt als Helden gefeiert werden – und zwar nicht von einer minoritären Sekte, sondern von Millionen Muslimen, auch in Deutschland. (,,) Der unfreiwillige und verborgene Essentialismus der Postmoderne macht das Begreifen unmöglich, weil er die Beziehung zwischen Allgemeinem, Besonderem und Einzelnem nicht mehr zu thematisieren vermag. Wenn nur noch Vielfalt herrscht und Einzelnes und Allgemeines gewaltsam auseinandergerissen werden, bleibt die Verstandesleistung des begreifenden Subjekts auf der Strecke und die scheinbar ursprüngliche Differenz wird zum Mythos. Nicht nur dem Begriff des Allgemeinen, das ja ein noch einzulösendes ist, wird Gewalt angetan, auch dem Besonderen, dessen Unglück darin besteht, nur ein Besonderes zu sein, und das sich, weil es kein versöhnendes Ganzes gibt, dem schlecht-Allgemeinen, dem Racket nämlich, anschließen muss. – JAN HUISKENS

„Vernunft und Rationalität sind in dieser durchmedialisierten Welt chancenloser denn je. Ein unangenehmer Typ „Heckenschütze“ terrorisiert die Gesellschaft. Seine aktuelle Waffe: Der Phobienvorwurf.“ – Bettina Röhl

„Man wähnt, wenn man nach wissenschaftlichen Regeln sich richtet, dem wissenschaftlichen Ritual gehorcht, mit Wissenschaft sich umgibt, gerettet zu sein. Wissenschaftliche Approbation wird zum Ersatz der geistigen Reflexion des Tatsächlichen, in der Wissenschaft erst bestünde. […] Je tiefer man ahnt, daß man das Beste vergessen hat, desto mehr tröstet man sich damit, daß man über die Apparatur verfügt.“ (Theodor W. Adorno, Philosophie und Lehrer, AGS 10.2, 491)

„Vieles, was im Sinne von Foucaults »Mikrophysik der Macht« populär werden sollte; also die Erkenntnis, daß Macht nicht pyramidal hierarchisch, sondern durch sämtliche gesellschaftliche Bereiche hindurch wirkt, findet sich bereits in der Medizinkritik der Kritischen Theorie. Daß diese Thesen häufig übersehen wurden, mag daran liegen, daß sich Horkheimers entscheidende Äußerungen über Medizin und Psychiatrie nicht in den breit rezipierten Hauptwerken finden, sondern über die Gesamtausgabe verstreut sind. Wiemer suchte sie zusammen und zeigt, wie Horkheimer anhand der Medizin einen wesentlichen Charakterzug des modernen Kapitalismus ausmachte. Mediziner funktionieren laut Horkheimer wie fast jede wirtschaftliche Gruppe im Sinne eines Rackets. »Ein Racket«, erklärt er, »ist eine unter sich verschworene Gruppe, die ihre kollektiven Interessen zum Nachteil des Ganzen durchsetzt.« Allgemein betrachtet heißt das, daß sich die Klassengesellschaft in eine »neofeudale« Struktur verwandelt hat, innerhalb der Interessenverbände »nach dem Prinzip der Selbsterhaltung und der Machtakkumulation« funktionieren. Diesen Wandel macht Horkheimer an den Medizinern fest; und alles, was Horkheimer in seiner Kritik aussparte, von den Krankenversicherungen bis zum Pfusch in Krankenhäusern, wird von Carl Wiemer polemisch auf den neuesten Stand gebracht“  – Max Horkheimer

 

„Ein Shitstorm hat auch seine positive Seite. Da politisch korrekte Gülle meist in Richtung Originalität, Kreativität und Intelligenz geworfen wird, fliegt sie oft genug auf Leute, die zu lesen wirklich lohnt.“ – Evidenz-basierte Ansichten

Eine Frau wird als Frau geboren. ein Mann muß erst ein Mann werden.
Keine Paternalisierung, sondern fortschreitende Maternalisierung. Die Feminisierung und Genderisierug marginalisiert und zerstört die Vaterposition in den modernen »Gesellschaften«, die Vaterrolle erlitt allgemeine Degradierung, die Kanonisierung der Homosexulität im Speziellen und der sexuellen Diversität im Allgemeinen tilgt die noch übriggebliebenen Spuren einer Männlichkeit restlos aus, die nur noch als Schimpfwort der angeblichen „Paternalisierung“ im Jargon der Medien herumgeistert.

„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

Post-Pop-Epoche: der Sieg der Mode über die Sitten.

„Wir brauchen schadhafte Gebäude, durch deren geborstene Wände man hindurch­ sehen kann, um wenigstens einen Anfang zum Denken zu gewinnen.“ – Victor Tausk

„Was man in römischer Zeit das »Abendland« und später »Europa« nennen wird, ist die politische Konsequenz des individualistischen Martyriums, das ein gesprächsfreudiger Stadtstreicher auf sich nahm, um die Legitimität des im universalistischen Dialekt vorgebrachten Neuen gegen die entkräfteten lokalen Sitten zu demonstrieren.“ – Peter Sloterdijk

„Was nützt einem die Gesundheit wenn man ansonsten ein Idiot ist.“ – Theodor Adorno

„Ich bin eine Feministin. Das bedeutet, daß ich extrem stark behaart bin und daß und ich alle Männer haße, sowohl einzelne als auch alle zusammen, ohne Ausnahmen.“Bridget Christie

„Die Tragödie isolierter persönlicher Leidenschaften ist für unsere Zeit zu fade. Aber weshalb? Weil wir in einer Epoche der sozialen Leidenschaften leben. Die Tragödie unserer Epoche ist der Zusammenstoß der Persönlichkeit mit dem Kollektiv.“ –  LeoTrotzki 1923

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Love: only, and not always, a mother loves her child, just as it is, otherwise you have to meet the expectations of others, to be accepted.

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

They are the same who claim the sex/gender would not be biologically innate, but only a social construct, and at the same time that homosexuality was not a social construct, but biologically innate.

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

„There are two things,“ said Hitler in 1923, „which can unite people: common ideals and common crime“

After the violent termination of Murder by the Allies were the German (and have remained so to this day) more german than before.

The depraved human creature, the more she feels insulted, disrespected, offended in their honor.

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno

„Reason and rationality are chance-less than ever in this totally mediatised world. An unpleasant type Sniperterrorized society. His current weapon: The phobia accusation.“ – Bettina Röhl
„A Shitstorm has also its positive side. As politically correct manure it is usually thrown in the direction of originality, creativity and intelligence, she flies often to people who are really worth to read.“ Evidenz-basierte Ansichten
A woman is born as a woman. a man has to become a man.
No paternalization but advancing maternalization. The feminization and genderization marginalized and destroyed the father position in the modern „societies,“ the father role suffered general degradation, the canonization of homosexuality in particular and the sexual diversity generally wipes out the still remaining traces of masculinity completely out,  only as an insult haunts the alleged „paternalization“ in the jargon of mass media.
PostPop era: the triumph of fashion over the morals.
„We need damaged buildings, so you can see through their cracked walls to win at least one viewpoint to start to begin to think. Victor Tausk
„What good is health if you are an idiot then?“ – Theodor Adorno
„What one must be judged by, scholar or no, is not particularised knowledge but one’s total harvest of thinking, feeling, living and observing human beings.“ (…) „While the practice of poetry need not in itself confer wisdom or accumulate knowledge, it ought at least to train the mind in one habit of universal value: that of analysing the meanings of words: of those that one employs oneself, as well as the words of others. (…) what we have is not democracy, but financial oligarchy. (…) Mr. Christopher Dawson considers that “what the non-dictatorial States stand for today is not Liberalism but Democracy,” and goes on to foretell the advent in these States of a kind of totalitarian democracy. I agree with his prediction. (…) That Liberalism is something which tends to release energy rather than accumulate it, to relax, rather than to fortify. (…) A good prose cannot be written by a people without convictions. (..) The fundamental objection to fascist doctrine, the one which we conceal from ourselves because it might condemn ourselves as well, is that it is pagan. (..) The tendency of unlimited industrialism is to create bodies of men and women—of all classes—detached from tradition, alienated from religion and susceptible to mass suggestion: in other words, a mob. And a mob will be no less a mob if it is well fed, well clothed, well housed, and well disciplined. (…) The rulers and would-be rulers of modern states may be divided into three kinds, in a classification which cuts across the division of fascism, communism and democracy. (…) Our preoccupation with foreign politics during the last few years has induced a surface complacency rather than a consistent attempt at self-examination of conscience. (…) What is more depressing still is the thought that only fear or jealousy of foreign success can alarm us about the health of our own nation; that only through this anxiety can we see such things as depopulation, malnutrition, moral deterioration, the decay of agriculture, as evils at all. And what is worst of all is to advocate Christianity, not because it is true, but because it might be beneficial. (…) To justify Christianity because it provides a foundation of morality, instead of showing the necessity of Christian morality from the truth of Christianity, is a very dangerous inversion; and we may reflect, that a good deal of the attention of totalitarian states has been devoted, with a steadiness of purpose not always found in democracies, to providing their national life with a foundation of morality—the wrong kind perhaps, but a good deal more of it. It is not enthusiasm, but dogma, that differentiates a Christian from a pagan society.“ (…)  It would perhaps be more natural, as well as in better conformity with the Will of God, if there were more celibates and if those who were married had larger families. (…) We are being made aware that the organisation of society on the principle of private profit, as well as public destruction, is leading both to the deformation of humanity by unregulated industrialism, and to the exhaustion of natural resources, and that a good deal of our material progress is a progress for which succeeding generations may have to pay dearly. I need only mention, as an instance now very much before the public eye, the results of “soil-erosion”—the exploitation of the earth, on a vast scale for two generations, for commercial profit: immediate benefits leading to dearth and desert. I would not have it thought that I condemn a society because of its material ruin, for that would be to make its material success a sufficient test of its excellence; I mean only that a wrong attitude towards nature implies, somewhere, a wrong attitude towards God, and that the consequence is an inevitable doom. For a long enough time we have believed in nothing but the values arising in a mechanised, commercialised, urbanised way of life: it would be as well for us to face the permanent conditions upon which God allows us to live upon this planet. And without sentimentalising the life of the savage, we might practise the humility to observe, in some of the societies upon which we look down as primitive or backward, the operation of a social-religious-artistic complex which we should emulate upon a higher plane. We have been accustomed to regard “progress” as always integral; and have yet to learn that it is only by an effort and a discipline, greater than society has yet seen the need of imposing upon itself, that material knowledge and power is gained without loss of spiritual knowledge and power. “ – T.S.Eliot
“I am a feminist. All this means is that I am extremely hairy and hate all men, both as individuals and collectively, with noexceptions.” – Bridget Christie

Der islamische Faschismus, das Elend der Postmoderne und das Verschwinden der politischen Urteilskraft

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Philosophie des Eiertanzes

JAN HUISKENS

 

prodomo-online.org Ausgabe  #19 vom 03.06.2015

Der islamische Faschismus, das Elend der Postmoderne und das Verschwinden der politischen Urteilskraft

Als Angela Merkel die Deutschen sogar in ihrer traditionell richtungsweisenden Neujahrsansprache vor der Pegida-Bewegung warnte, musste auch der letzte Idiot verstanden haben, dass ausländerfeindliche Massenaufmärsche aus der Sicht des Staates unerwünscht sind. Die 17.000 Dresdner, die gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ auf die Straßen gegangen waren, gelten der Kanzlerin als Volksmob, der gefährlichen Rattenfängern auf den Leim gegangen sei. Zwar beeilten sich die Politiker von links bis rechts, vor Pauschalvorwürfen gegen ihre potentielle Wählerschaft zu warnen, aber insgeheim müssen auch sie kapiert haben, dass zumindest in Ostdeutschland die Fremdenfeindlichkeit immer schon ein einigendes Band der sich bedroht und betrogen wähnenden Volksgenossen war. Allerdings ist es nicht nur aus wahlstrategischen Gründen unstatthaft, die Dresdner als das zu bezeichnen, was sie sind – autoritäre Volksfreunde –, sondern auch, weil sich die Xenophobie mit Argumenten schmückt, die einem politischen Diskurs entlehnt sind, der in respektableren Kreisen gepflegt wird. Ein Tor, wer leugnen wollte, dass Islamfeindlichkeit heute in Deutschland nur die Herzensangelegenheit der einschlägig Verrückten aus den Internetforen wäre. Publizisten aus dem tatsächlich meinungsbildenden Umfeld der liberalen Website „Achse des Guten“, konservative Transatlantiker und Abendlandschützer, aber auch antideutsche Ideologiekritiker schreiben seit Jahren gegen eine Islamisierung des Westens an. Ihnen gegenüber steht eine linke und linksliberale Öffentlichkeit, die zwar penetrant und unermüdlich im Auftrag der Staatsräson unterwegs ist, aber längst nicht mehr die Mehrheit repräsentiert, nicht einmal die der herrschenden Klasse. Der ostdeutsche Mob, der nicht nur ausländer-, sondern auch staatsfeindlich ist, hat nun die linke Dauerwarnung vor „Islamophobie“ aufgegriffen, um sich als mundtot gemachte Minderheit zu inszenieren; die linke Elite, gegen die Pegida demonstriert, bevormunde das Volk und führe damit die Demokratie ad absurdum – wobei mit „Demokratie“ selbstverständlich nicht die westlich-repräsentative, sondern die Paranoia des Volkszorns gemeint ist, der in Herrschaftspraxis übersetzt werden soll. Auch die islamfeindlichen Intellektuellen stellen sich als Hüter der Demokratie dar und gehen konsequenterweise ein Bündnis mit dem Mob ein. Henryk Broder etwa ist ein Beispiel für die absurde Situation, dass ein politischer Autor mit seiner Europa- und Islamkritik gerade bei jenem Publikum besonders beliebt ist, das ihm antisemitische E-Mails schreibt, wenn es um deutschen Antisemitismus geht. Der Konservatismus, der tendenziell immer schon fremdenfeindlich, wertekonservativ und nationalistisch war, hat in der „Berliner Republik“ nach Jahren des Außenseitertums wieder an politischem Gewicht gewonnen. Dieser Erfolg verdankt sich der Strategie, sich als Fürsprecher der vom linken Mainstream unterdrückten Opfer aufzuführen und den Marginalisierten eine politische Stimme zu verleihen. Und tatsächlich ist diese Stimme in fast allen politischen Spektren mittlerweile wieder vernehmbar. Die Regierung steckt dadurch in einer Zwickmühle: Einerseits ist der islamfeindliche Konservatismus – der auch ostzonal-staatsfeindlich daherkommen kann – fest im eigenen Wählerkreis verankert, andererseits gefährdet der politische Bodensatz dieser Strömung – von Pegida bis zu Moscheen anzündenden Neonazis – Deutschlands Bild als weltoffene, kosmopolitische Republik. Verschärfend hinzu tritt, dass die Untaten der islamischen Community ja keine Erfindungen der Islamfeinde sind, sondern die demokratische Freiheit ganz real bedrohen. Insofern ist die Regierung gezwungen, ständig hin und her zu schwanken zwischen Signalen an die verschiedenen Wählerschichten – an die konservativen Kräfte, die Zivilgesellschaftsideologen, die pro-israelischen Liberalen (einschließlich der Antideutschen) und natürlich auch an die Muslime selbst. Ein Eiertanz, der der Sache geschuldet ist.

Verdrängung der Gefahr

In dieser konflikthaften Situation ist es jedem politischen Lager ein leichtes, Konsequenzen zu fordern. Die linken Ideologen nutzen die Gunst der Stunde und denunzieren jeden, der nicht nur gegen „radikal-fundamentalistische Islamisten“ das Wort erhebt, sondern auch auf den Zusammenhang von islamischem Faschismus und islamischer Kultur verweist, ein Pegida-Aktivist im Geiste – also ein Staatsfeind – zu sein. Das musste zuletzt auch die Georg-Weerth-Gesellschaft Köln (GWG) erleben, als sie angesichts der antisemitischen Aufmärsche während des letzten Gazakrieges gegen die islamistische Vereinigung Millî Görüş demonstrierte, die unaufhörlich gegen Israel hetzt. In der vielgelesenen Online-Zeitschrift „Ruhrbarone“, die auch in israelsolidarischen Kreisen eine gewisse Reputation hat, durfte der Redakteur Sebastian Weiermann seine Meinung kundtun, die GWG sei „auf der Überholspur Richtung Pro NRW unterwegs“. Scheinheilig fragte er, „ob es wieder so weit ist, dass junge Deutsche vor Gotteshäuser von Minderheiten ziehen“, als ob die SA-Kundgebungen vor Moscheen von antisemitischen Islamverbänden abgehalten und gegen Antizionismus protestiert hätte. Die implizite Gleichsetzung der Juden mit antisemitischen Türken, die beide vielsagend als „Minderheiten“ bezeichnet werden, diente nur einem Zweck: Kritiker des islamischen Faschismus als Wiedergänger der Nazis bloßzustellen.

„Islamfeindschaft“ gilt als Makel, von dem sich sogar die Dresdner distanzieren: Man sei nicht gegen den Islam, sondern nur dagegen, dass die Muslime nach Deutschland kämen. Dass Gruppen wie die GWG sich mehrfach deutlich gegen die deutsche Abschiebepraxis positioniert haben, weil das zwar banal, aber angesichts der politischen Situation notwendig ist, hält ihre Gegner nicht davon ab, immerzu eine ideologische Nähe zu behaupten, die schlicht nicht da ist. Aus Gründen der Vernunft gegen die islamische Kultur und Religion zu sein, weil sie das Individuum unterdrücken und für den Wahn anfällig machen, der heute massenhaft zur Gewalt gegen die „Ungläubigen“ führt, bedeutet nicht, Muslime ausweisen, entrechten oder inhaftieren zu wollen. Anders als die Staatsanwaltschaft, die sehr zu Recht nur gegen Straftäter (etwa Personen, die Terroranschläge planen oder terroristische Vereinigungen unterstützen) vorgeht, richtet sich der kommunistische Kritiker gegen die Ideologie des Einzelnen, um diesen zur besseren Einsicht zu bewegen, von seinem Vorhaben abzubringen oder zumindest einzuschüchtern. Mehr kann kritische Theorie, die notwendig interventionistisch gestimmt ist, nicht ausrichten, will sie ihr aufklärerisches Erbe nicht preisgeben; zugleich aber bedeutet das, gegen den Islam nicht wirklich etwas ausrichten zu können.

Diese Ohnmacht muss bewusst gemacht werden, ohne dass dies eine Rechtfertigung dafür wäre, die bescheidenen Waffen zu strecken, über die man dann eben doch noch verfügt. Angesichts der Vernichtungswut und des imperialistischen Anspruchs des islamischen Faschismus käme das Verstummen einer gleichsam suizidalen Kapitulation gleich. Es mag im scheinbar sicheren Deutschland albern klingen, aber der „Islamische Staat“, Hamas, Hisbollah, Al Kaida, Boko Haram und nicht zuletzt der Iran sind Europa näher, als so mancher glaubt. Diese Wahnsinnigen kennen allenfalls temporäre Waffenstillstände, ihr Endziel ist – das sprechen sie immer wieder aus – die Weltherrschaft. Man sollte sich nicht täuschen und nicht beschwichtigen lassen: Auch wenn es dem IS nicht gelingt, die schwarze Fahne auf dem Weißen Haus zu hissen, wie er vollmundig verkündet, so kann er doch mit relativ einfachen Mitteln Angst, Schrecken und Tod auch in Europa verbreiten. Was schon jetzt in Nord­afrika und im Nahen Osten geschieht, ist ein gigantischer Massenmord. Dieses Grauen kleinzureden, indem die Islamfeindlichkeit, die in eben jenem Grauen auch einen rationalen Grund hat, allen Ernstes zur ebenbürtigen Gefahr erklärt wird, ist eine Form der Verdrängung, die dem islamischen Faschismus sein Werk erleichtert. Nicht zufällig führen die salafistischen Prediger, die in Deutschland durch die Talkshows tingeln, ständig das Wort „Islamophobie“ im Munde.

Der deutsche Staat jedoch glaubt noch immer, durch Handelsbeziehungen, diplomatisches Appeasement und Outsourcing des Islamismus ruhig seinen Geschäften nachgehen zu können. Konsequenterweise will man arabische Terroristen wahlweise abschieben oder in ihrer Reisefreiheit beschränken – nicht, weil man fürchtet, sie könnten in Syrien Verbrechen begehen, sondern weil sie irgendwann nach Deutschland zurückkommen. Um seine Politik ideologisch zu rechtfertigen, zieht der Staat sich seit eh und je Geisteswissenschaftler heran, die ein feines Gespür für die Nöte der Nation haben. Bezogen auf den Islam werden die plumpen Apologeten, die in den letzten Jahren so sehr genervt haben, zunehmend unbrauchbar. Es bedarf Theoretikern, die den Eiertanz beherrschen, die also auf der einen Seite Islamismus, Antisemitismus und Sexismus ablehnen, auf der anderen Seite aber den Appeasementkurs der Regierung zu legitimieren in der Lage sind. All jene, die dazwischenfunken und die Islamisten durch ungebührliches Verhalten „provozieren“ könnten, müssen stillgestellt, die Kritik am islamischen Terror in staatsmännische Hände unter universitärer Aufsicht gegeben werden.

Ein Ideologe bewirbt sich

Einer, der sich hierfür seit einigen Jahren besonders eifrig bewirbt, ist Floris Biskamp. Er war jahrelang im antideutschen Umfeld unterwegs und hat dort gelernt, dass Antizionismus und Islamismus schlecht, der „Westen“ und der Rechtsstaat aber gut sind. Die Antideutschen als intellektuelle Avantgarde des deutschen Weges in den postnazistisch-postnationalen Westen haben nolens volens Figuren wie ihn hervorgebracht, die sich besonders für den (freilich prekären) Posten des Staatsideologen eignen. Doch Biskamp ist noch in der Probezeit, er muss noch unter Beweis stellen, dass er kein Kommunist mehr ist, sondern nur die „legitimen Anteile“ der antideutschen Kritik aufgesaugt hat. Und so nutzt er jede Gelegenheit, sich von seinen ehemaligen Genossen zu distanzieren und zugleich seine Tauglichkeit für Staatszwecke unter Beweis zu stellen. Weil das nicht ausreicht, klatscht er unter jedes Elaborat, das er verfasst, noch den Hinweis, dass er bald ein akademisch zertifizierter Denker sein wird: „Floris Biskamp promoviert [sic!] über kritische Theorie, Postcolonial Studies und antimuslimischen Rassismus in Deutschland“.

Bevor es soweit ist, verlegt sich Biskamp aber auf linke und linksradikale Medien, die ihn drucken, weil sie den Jargon auch gern so gut beherrschen würden wie er selbst. Ohne Frage strebt Biskamp nach Höherem: Es soll nicht die Phase 2 sein, sondern eines Tages einmal die Zeit oder die Süddeutsche Zeitung. Einen Vorgeschmack gab er Ende November auf dem journalistischen Nachwuchsblog Publikative.org, das unter dem vielsagenden Motto „Die vierte Gewalt klärt auf!“ von der Amadeu Antonio Stiftung betrieben wird und 2013 völlig zurecht den Alternativen Medienpreis erhalten hat. Unter dem Titel „Abgründe der Israelsolidarität“ rechnete Biskamp mit den Organisatoren der Kölner Demonstration „Es gibt kein Menschenrecht auf Israelkritik!“ ab, die gegen die antizionistischen Aufmärsche im Sommer 2014 gerichtet gewesen war. Genau wie der bereits erwähnte Weiermann behauptete auch Biskamp, das temporär bestehende „Bündnis gegen Israelkritik NRW“ (in dem die GWG Mitglied war) sei „tendenziell rassistisch“. Um diesen ja doch harten Vorwurf zu begründen, führte Biskamp weitschweifig vor, dass sich sein Studium der Politikwissenschaft gelohnt hat: Wie in akademischen Qualifikationsarbeiten üblich, referierte er zunächst die verschiedenen Rassismustheorien, die in „der Forschung“ kursieren. Selbstverständlich – das gehört zum Ritual dazu – seien diese Theorien alle mangelhaft, weshalb er eine eigene vorlegen müsse, die die Stärken der anderen vereine und deren Schwächen vermeide. Wie instrumentell er dabei vorging, hatte schon etwas Hemdsärmeliges: Allzu offensichtlich war, dass eine Rassismusdefinition gefunden werden sollte, die das israelsolidarische Bündnis auf Biegen und Brechen der Ausländerfeindlichkeit überführte. Das gelang zwar nicht, weil sich der Gegenstand trotz allen Bemühens beharrlich der Manipulation verweigerte, aber Biskamp hatte zumindest gezeigt, dass er ein großer Theoretiker ist, der weiß, wovon er spricht.

Ohne sich um die vorherigen Ausführungen zu scheren, ging Biskamp dann zur Textexegese über und analysierte den Aufruftext der Demonstration sowie die dort verlesenen Redebeiträge: „Das mindeste, was man sagen kann, ist, dass die Autor_innen sich keinerlei Mühe gegeben haben, differenzierende Formulierungen zu wählen. Liest man den Aufruf, findet man keinen Hinweis darauf, dass es innerhalb der islamischen Tradition Brüche, Spaltungen, Differenzen und Dynamiken gibt, oder gar darauf, dass individuelle Muslim_innen vielfältige Möglichkeiten haben, sich zu dieser Tradition zu positionieren.“ Biskamp warf also dem Bündnis vor, undifferenziert zu sein und die Existenz eines nicht-antisemitischen Islams unerwähnt zu lassen. Dass ein Aufruftext nicht dazu gemacht ist, alle Möglichkeiten und Eventualitäten zu berücksichtigen, sondern sich notwendig polemisch zu seinem Gegenstand verhält, weil er die Menschen zum Selbstdenken bewegen will, blieb Biskamp verborgen. Er kann sich Texte nur als Forschungsarbeiten denken, in denen der Autor seine souveräne Verfügungsgewalt über die Realität unter Beweis stellt.

Viel hatte Biskamp bis zu diesem Satz noch nicht erreicht, obwohl er an dieser Stelle doch schon eine halbe Bachelorarbeit verfasst hatte: Undifferenziertheit ist kein Rassismus. Deshalb bescheinigte Biskamp dem Bündnis eine „homogenisierende und entmenschlichende Sprache“: Es gehe nicht an, Muslime, die gegen Israel auf der Straße randalieren, „Lumpen“, „Brüller“ und „Mob“ zu nennen. Was daran „entmenschlichend“ ist, wo doch nur ein Mensch, nicht aber ein Affe ein „Lump“ sein kann (brüllen können sie beide) und eine Herde kein Mob ist, musste er nicht verraten, weil niemand nachfragte. Homogenisierend“ war der Aufruf nur insofern, als er alle, die sich positiv auf den Dschihad beziehen, denunzierte. Das liest sich etwa so: „Bei den meisten der Jünglinge wird der Alltag nicht so sehr von Moscheebesuchen als von schlechtem Hiphop und stupidem Krafttraining geprägt sein. Bei den Mädchen wäre großteils von einem möglichst sorgfältigen Kontrollregime über ihr Leben auszugehen, das bei manchen von ihnen in totale Affirmation, totale Identifikation, totale Selbstnegation – arabisch ‚Dschihad‘ – umschlägt. Deutlich zu sehen bei den verschleierten Fanatikerinnen, die etwa in Köln die schwarze Flagge des dschihadistischen Terrors über ihren Köpfen schwangen, dem Symbol ihrer totalen Entrechtung als Frauen. Der ostentative Muslimeifer aber, der sich im Alltag mancher ‚Allahu-Akbar‘-Brüller vielleicht doch sehr in Grenzen hält, findet im blanken Judenhass unverhoffte Nahrung, wo ihnen unter unendlich öden Koranrezitationen und geistlosen, absurden Vorschriften längst das bisschen ungeglaubten Glaubens zwischen den Fingern zerrann und ihr Muslimsein kaum je mehr ist als das typisch dauerbeleidigte, immer schon jeder Verantwortung ledige Gruppengefühl. Überhaupt will jeder Eifer – insbesondere der aktuelle, rasende Eifer des weltweit angreifenden Islam – den Stachel eines weniger drohenden als hinterrücks längst geschehenen Glaubensverlustes kompensieren.“ Mit anderen Worten: Muslime wurden nicht für ihr abstraktes Muslimsein kritisiert, sondern dafür, was – global betrachtet – die Mehrheit konkret darunter versteht: Die von Gott gegebene Ermächtigung zu Terror, Entrechtung, Antisemitismus. Wer differenziert, sollte nicht unerwähnt lassen, dass Osama bin Laden, Hassan Nasrallah und wie all die schrecklichen Figuren so heißen, in der muslimischen Welt als Helden gefeiert werden – und zwar nicht von einer minoritären Sekte, sondern von Millionen Muslimen, auch in Deutschland.

Biskamp aber resümierte: „Man kann in dem Aufruf nichts über Probleme im Islam erfahren, sondern nur Hass auf den Islam als Ganzen lernen. Es wird keine Kritik geübt, sondern eine kollektive Selbstvergewisserung in Sachen Gesinnung vorgenommen. Die Muslim_innen werden hier zu einer homogenen, gefährlichen, zu bekämpfenden Masse von Ungeheuern stilisiert, der Islam zur einer radikal abzuschaffenden mörderischen Ideologie.“ Sind Terror und Entrechtung etwa keine „Probleme im Islam“? Ist das Anprangern von Judenfeindschaft „keine Kritik“? Von Biskamp jedenfalls ist über diese „Probleme“ nicht viel zu hören. Zu groß ist die Gefahr, undifferenziert zu werden. Den Begriff der „antisemitischen Gesellschaft“, der von Adorno und Horkheimer in der Dialektik der Aufklärung verwendet wird, muss er ablehnen. Antisemitisch, so insinuiert Biskamp, kann nur ein Individuum sein, dabei sämtliche Erkenntnisse der Massenpsychologie vergessend, die darauf verweisen, dass Judenfeindschaft ein Kitt ist, der noch die heterogensten Individuen zur Masse, zum „Mob“ homogenisiert. An dieser Homogenisierung soll aber weder die Ideologie noch die autoritäre Gemeinschaft schuld sein, aus der die Antisemiten kommen, sondern der Antisemitismuskritiker, der unzulässigerweise durch seine Sprache aus Einzelnen eine undifferenzierte Masse macht.

Ontologie des Antiessentialismus

Zu Biskamps heiliger Trias „Undifferenziertheit“, „Entmenschlichung“ und „Homogenisierung“ gesellte sich aber noch ein vermeintliches viertes Merkmal von Rassismus, das einen kleinen Exkurs erfordert: Die Rede ist von der berüchtigten „Essentialisierung“. Die ist in den Universitäten verboten, seit jemand spitz gekriegt hatte, dass Platon nicht mehr den „state of the art“ der Erkenntnistheorie abgibt. Postmodernen Ideologen ist es tatsächlich gelungen, den philosophischen Wesensbegriff einfach mit jenem zeitenthobenen unveränderlichen Himmelswesen schlechthin gleichzusetzen und damit all jene anrüchig oder zumindest alt (in der Universität ist das dasselbe) erscheinen zu lassen, die sich nicht zum antiessentialistischen „Anything goes“ der Postmoderne bekennen. Dass gerade Hegel den Wesensbegriff zutiefst historisch-genetisch verstand, muss ignoriert werden, um die philosophischen Nebelkerzen weiter zünden zu können. Die Ablehnung des Wesensbegriffs aber ist eins mit der Absage an begriffliches Denken, letztlich an das Denken als synthetisierendes (also verstehendes) Prinzip schlechthin. Sie entspricht letztlich dem politisch geforderten Eiertanz, der die divergierenden Interessengruppen in der postnazistischen Demokratie nicht mehr zum Ausgleich bringt oder zum Kompromiss nötigt, sondern mit den Stimmungen und Meinungen spielt und jegliche Gewissheit aufzuheben gedenkt, um tun zu können, was je gerade „sachlich erforderlich“ ist. Die Absage an einen substantiellen Wahrheitsbegriff ist auch mit einem politischen „Anything goes“ verknüpft, das nur noch dem anonym wirkenden „Sachzwang“ gehorcht, der selbst nicht wahrheitsfähig ist. Die Aufspaltung der Welt in heterogene Differenzen, die nichts vereint außer ihre Nichtidentität – das Bezogensein auf die reine Negativität, den Wert –, ist ein geistiger Nachvollzug des Zerfalls der Gesellschaft in widerstreitende, aber sich die Beute „pragmatisch“ teilende Rackets.

Die Ontologie der reinen Differenz, wie sie von Derrida und anderen Postmodernen gepredigt wird, ist somit etwas völlig anderes als Adornos Philosophie des Nichtidentischen, die nicht einseitig gegen die synthetisierende und subsumierende Allgemeinheit des Begriffs Stellung bezog, sondern das, was in ihm nicht aufgeht, zu retten bestrebt ist. Während Adorno mit dem Begriff gegen den Begriff denkt, setzt die Postmoderne autoritär und eigentlichkeitsfixiert die angeblich ursprüngliche Differenz voraus, affirmiert sie (und damit das Bestehende) und stellt ihr abstrakt, strukturell bereits antisemitisch, ein Allgemeines gegenüber, das mit der Macht o.ä. identifiziert wird. Dass die Philosophie der différance, ihrem Vater Heidegger folgend, essentialistischer ist als es Hegel und Marx je sein konnten, ficht deren Verfechter nicht an. Was „Differenz“ oder „Vielfalt“ heißt, könne, auch wenn es an sich so unbestimmt bleibt wie beim „Hitler des Denkens“ nur das „Sein“, partout nichts wesenhaftes sein. Der unfreiwillige und verborgene Essentialismus der Postmoderne macht das Begreifen unmöglich, weil er die Beziehung zwischen Allgemeinem, Besonderem und Einzelnem nicht mehr zu thematisieren vermag. Wenn nur noch Vielfalt herrscht und Einzelnes und Allgemeines gewaltsam auseinandergerissen werden, bleibt die Verstandesleistung des begreifenden Subjekts auf der Strecke und die scheinbar ursprüngliche Differenz wird zum Mythos. Nicht nur dem Begriff des Allgemeinen, das ja ein noch einzulösendes ist, wird Gewalt angetan, auch dem Besonderen, dessen Unglück darin besteht, nur ein Besonderes zu sein, und das sich, weil es kein versöhnendes Ganzes gibt, dem schlecht-Allgemeinen, dem Racket nämlich, anschließen muss. 

Dass die Postmoderne, wie bereits ausgeführt, nicht nur eine philosophische Denkschule ist, sondern in vielerlei Hinsicht Objektivität für sich beanspruchen kann, weil die schlechte Wirklichkeit ihr tatsächlich entgegenkommt, zeigt sich auch daran, dass der islamische Faschismus, der mit säkularen Denkern wie Derrida, der auch noch jüdischer Abstammung war, eigentlich nichts zu schaffen haben will, ohne größere Schwierigkeiten in den postmodernen Kategorienapparat eingepasst werden kann.1 Das hat nichts mit einer Verschwörung zu tun, sondern hat seinen Grund in der Krisis kapitalistischer Vergesellschaftung. Je unübersehbarer wird, dass der Wert keine positive Synthesis ist, sondern ein Unwesen, „ein gesellschaftliches Verhältnis, in dem die heterogenen Teile nur durch ihre Lebensnot aufeinander bezogen bleiben“2, um so mehr verfällt auch die bürgerliche Ideologie des Liberalismus, die noch von dem Gedanken beseelt war, das Zusammenwirken der Vielen ergebe letztlich – wenn auch über Widersprüche vermittelt – ein harmonisches Ganzes. Schon Marx hatte mit diesem Glauben aufgeräumt, war aber davon ausgegangen, dass das Proletariat als Klasse der Ausgeschlossenen das harmonische Ganze in spe verkörpere und revolutionär verwirklichen werde. Bekanntlich kam es dazu nicht, stattdessen zerfiel die Gesellschaft in Rackets, die miteinander um Macht und Reichtum rangen. Diese Dis­integration der Gesellschaft korrespondierte mit der totalen Integration des Individuums, das als Vereinzeltes nicht mehr überleben kann, sondern sich den Rackets anschließen muss. Die vermittlungslose Vielfalt, der sich der Einzelne ausgesetzt sieht und die durch den „Wert heckenden Wert“ (Marx) reproduziert statt aufgehoben wird, stellt sich als Schicksal dar, dem nicht zu entkommen ist. Nur durch Affirmation, durch unbedingten Anpassungswillen kann es dem Individuum scheinbar noch gelingen, auf der Seite der Sieger zu stehen: zum Siegen aber ist es verdammt. Der islamische Faschismus steht wie der Nationalsozialismus für solch eine Herrenmenschenideologie, die die Vielfalt der Rackets im Kampf gegen die Juden entfesselt und der allseitigen Konkurrenz damit eine Richtung gibt. Der Gottesbegriff der Islamisten entspricht solcherart dem des Seins bei Heidegger oder dem des Schicksals bei Hitler, die ebenfalls eine vorgängige, mythische und für die menschliche Ratio uneinholbare Einheit des Mannigfaltigen (des Seienden) postulierten, der sich der Einzelne zu unterwerfen habe.3 Der Islam ist aus historischen Gründen die Religion des Rackets par excellence, weil schon Mohammed die heterogene Vielheit der arabischen Stämme mittels einer Feinderklärung zur Einheit zusammenschweißte, die ihren materiellen Grund im Kampf um Kriegsbeute hatte. Darin geht der Islam selbstverständlich nicht auf, aber dieses konstitutive Moment macht ihn für die Krieger der Gegenwart so attraktiv.

Die Rehabilitation Heideggers

Sind nicht wenige postmoderne Denker also aus ganz „philosophischen“ Gründen vom radikalen Islam fasziniert, so kann es auch nicht verwundern, dass ein Bedenkenträger wie Floris Biskamp, der jegliche begriffliche Islamkritik als rassistisch verunglimpft, die Ontologie des Antiessentialismus für sich entdeckt hat. In einem kürzlich erschienenen Artikel, den er gemeinsam mit dem Stammtischphilosophen Sebastian Schreull in der Phase 2 veröffentlicht hat, erläuterte er sein Verständnis von kritischer Theorie. Dieses Mal ging es nicht um den Islam, sondern um die Postmoderne, aber der Gegenstand ist vollkommen unerheblich, denn immer wiederholt sich dasselbe Muster.

Schreull, der seine Inspirationen regelmäßig auf dem Blog „Wonnegrausen“ veröffentlicht, hält sich für einen großen Denker, der in immer neuen Anläufen dem imaginierten Publikum beweisen muss, dass er sich viel besser mit Adorno und dem Poststrukturalismus auskennt als Alex Gruber[i], Gerhard Scheit und andere ideologiekritische Autoren, die in den letzten Jahren die Postmoderne so schmerzhaft seziert haben. Wie Biskamp in seinem Großangriff auf die begriffliche Islamkritik nur noch Lippenbekenntnisse gegen den antisemitischen Terror zustande brachte, so beginnt auch die Verteidigung der Postmoderne mit einer Apologie Martin Heideggers. Weil Gruber et al. immer wieder auf den Ursprung der Postmoderne in der nationalsozialistischen Existentialontologie Freiburger Bauart hingewiesen haben, bemühen sich Biskamp und Schreull, Heidegger als Denker zu rehabilitieren. Das Nichtverstehen leistet ihnen dabei unschätzbare Dienste: Hatten Gruber und Scheit in einem in der Jungle World veröffentlichten Aufsatz die „Inszenierung der Debatte“ um Heideggers Schwarze Hefte beklagt, so weisen Biskamp und Schreull darauf hin, dass etliche Zeitungen Heideggers Antisemitismus klar verurteilt haben. Dass die Inszenierung jedoch schon darin bestanden haben könnte, überhaupt darüber zu diskutieren, ob Heideggers Philosophie nationalsozialistisch ist, wo dies doch bereits hinlänglich bewiesen ist, sprengt ihren Denkhorizont. Nach den Büchern von Schneeberger (1962), Adorno (1964), Farias (1987), Wolin (1991), Faye (2005) und vielen anderen noch einmal darüber zu diskutieren, ob Heideggers Philosophie nationalsozialistisch ist, entspricht in etwa dem legendären Titanic-Titelcover „Schrecklicher Verdacht: War Hitler Antisemit?“. Offenbar geht aber noch immer eine – in der Sache begründete – Faszination von Heidegger aus, der als prototypischer Philosoph der Unmittelbarkeit Wärme, Orientierung und Halt verspricht, wo längst schon kein Sinn mehr auszumachen ist. Der vermittlungslosen Viel-falt der spätkapitalistischen Gesellschaft wird ein gemeinsamer Grund – das Sein – unterstellt, der nicht nur festen Boden unter den Füßen bereitstellt, sondern die Bestimmungslosigkeit und Leere der Partikularitäten gewissermaßen beseelt; eine mystische Kraft, die dem Einzelnen – welcher bei Heidegger als unwesentliches Moment treffend, wenn auch affirmativ gefasst wird – nicht nur seinen inferioren Status in der Seinsordnung zuweist, sondern ihn auch noch ganz und gar als das zu setzen vermag, was in Wahrheit nur das gesellschaftliche Verhältnis Kapital vermag: als bloße, verschwindende, jederzeit austauschbare Funktion des Seins. Das Nichts als Sein oder, was dasselbe ist: den Wert als Subjekt zu denken, ist zwar schlechthin unmöglich, aber gleichsam zwingend. Und nur weil Heideggers Philosophie der konsequenteste Ausdruck notwendig falschen Bewusstseins ist (das allerdings impliziert Fetischismus und fanatische Bejahung), wird diese überhaupt noch immer im Fach Philosophie behandelt anstatt, wie es eine Autorin der Washington Times schon vor ein paar Jahren forderte, nur noch in den Geschichtswissenschaften als Quellentext neben Hitler, Rosenberg und Goebbels.

Schreull und Biskamp aber fordern eine „immanente Kritik“ Heideggers und meinen damit im Stile der Junius-Einführungsbände die gedankliche wie terminologische Reproduktion von Sein und Zeit. Hatten Gruber und Scheit das „Sein zum Tode“ als Vernichtungswahn entschlüsselt, so wenden die Immanenzkritiker treudoof ein: „‚Sein zum Tode‘ klingt nach jener Parole, mit der Antisemiten ihrem Vernichtungswillen Ausdruck verliehen [sic!]: ‚Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod!‘ Schlägt man jedoch Sein und Zeit einmal auf, zeigt sich, dass diese ‚Interpretation‘ mehr als nur gewagt ist. Das ‚Sein zum Tode‘ ist Reflexionstitel für ein Selbstverhältnis, in dem sich das Dasein als einzelnes begreife: Weil ich nun einmal für mich allein sterbe und den Tod nicht als Einzelner erfahre, da ich mit seinem Eintreten überhaupt nicht mehr bin, kann ich meinen eigenen Tod nicht als etwas verdinglichen, von dem ich mich bloß fürchten könnte, wie vor etwas, das mir als etwas Äußeres oder ‚Dingliches‘ zustößt.“ In der Tat: Wer Sein und Zeit „einmal“ aufschlägt und sich nicht die Mühe macht, über das, was er da liest, nachzudenken, der erkennt auch nicht die Barbarei, die im „Sein zum Tode“ lauert. Die eigene Existenz als Vorlauf zum Tod denken, ja, zu „erfahren“, bedeutet eine radikale Absage an das irdische Glück, aber auch an die Vernunft, der durch den Tod als Ziel allen Daseins gleichsam das Rückgrat gebrochen wird. Dass der bewusste Widerstand gegen den Tod, welchen man zwar nicht selbst erfahren kann, sehr wohl aber den damit verbundenen Schmerz, die Voraussetzung für dieses Glück ist (auch wenn es sich nicht einstellen sollte), stellt für einen virtuellen Selbstmordattentäter wie Heidegger die größte Provokation dar. Der „Versteifung auf die je erreichte Existenz“, also dem pragmatischen Sicheinrichten in der Welt, setzt Heidegger das verführerische Motto entgegen, das auch die Kämpfer vom „Islamischen Staat“ umtreibt: Einfach mal loslassen und sich hineinreißen lassen in den unermüdlichen Strom des Seins. 

Biskamp und Schreull können einen Nazi nur erkennen, wenn er „Sieg Heil!“ oder „Der Führer schützt das Recht!“ schreit. Aber selbst dann noch fordern sie eine „immanente Kritik“, ist ihnen doch jede politische Urteilskraft abhanden gekommen. Dass man Hitler oder al-Bagdadi nicht durch immanente Widersprüche ihrer „Philosophie“ als Barbaren überführen muss, sondern es vollkommen ausreicht, ihnen zuzuhören und zuzusehen, können Biskamp und Schreull nicht akzeptieren. Für alles bedarf es einer Forschungsarbeit, die so lange alles in seine Einzelteile zerlegt, bis kein wahrheitsfähiges, weil aufs Ganze gehendes Urteil mehr möglich ist. Laut rufen sie aus, Heidegger sei schließlich – anders als Hitler – ein Philosoph! Wo aber der kategorische Unterschied zwischen Mein Kampf und Sein und Zeit liegen sollen, vermögen sie nicht anzugeben.

Doch all dies ist nur ein Vorspiel, um die eigentlichen Helden zu retten: Die Postmodernen, die gar keine seien, weil sie – wir kennen dieses Muster bereits – alle so unterschiedlich, so heterogen und widersprüchlich seien. Die gemeinsame Bezugnahme ausnahmslos aller postmodernen Denker – seien es Foucault, Lyotard und Derrida oder die vermeintlichen Postmodernekritiker Badiou, Agamben und Žižek – auf Heidegger indiziert zwar eine gemeinsame philosophisch-ideologische Grundlage, aber auch hier muss um jeden Preis vermieden werden, zu einem Wesensbegriff der Postmoderne zu gelangen. Ein gemeinsames Wesen, und sei es nur im banalen Sinne eines gemeinsamen Nenners, darf es für Biskamp und Schreull nicht geben – alles ist Vielfalt. Und so schließt sich der Kreis: Kritik, die aufs Ganze geht und sich nicht mit akademischen Fingerübungen bescheidet, soll verunmöglicht werden. Gegen den Islam darf nur sprechen, wer es islamwissenschaftlich gebildet tut und schon im ersten Nebensatz irgendwas von „Vielfalt“ raunt, die Postmoderne darf nur angreifen, wer Derridas Heideggerkritik nicht als Radikalisierungsversuch dechiffriert, sondern die Idiotie herunterrasselt, keiner sei wie der andere und man dürfe da nicht pauschalisieren.  Alles ist irgendwie „interessant“ und Gründe, die Gesellschaft zu kritisieren, gibt es nicht mehr. Stattdessen unendliches, selbstzweckhaftes Differenzieren, ein diskursives Dauerrauschen, bei dem gehört wird, wer am fleißigsten „hier“ schreit. Hinter dem nicht abreißen wollenden Wortschwall verbirgt sich intellektuelles Großmaultum, zugleich aber wird dieses sedierende Geschwätz benötigt, um jeden Zweifel aus der Welt zu räumen, dass die „Kraft der Negation“ (Bakunin) doch etwas verändern könnte.

 

  1. Vgl. dazu Alex Gruber/Philipp Lenhard: Gegenaufklärung. Der postmoderne Beitrag zur Barbarisierung der Gesellschaft. Freiburg i. B. 2011.

 

  1. Philipp Lenhard: Die Kontraktion des Kapitals. Überlegungen zum Charakter der Totalität im Spätkapitalismus, in: Prodomo, Nr. 16 (2012).

 

  1. So „modern“ die Islamisten damit sind, so wichtig ist es, angesichts der allgemeinen Verdrängung darauf hinzuweisen, dass sie damit selbstverständlich an die islamische Tradition ­anschli­­eßen können. Die Islamiste­­­­­n verstehen den Koran und „missbrauchen“ ihn nicht. Das besagt allerdings nicht, dass man sich aus dieser Tradition nicht auch einen anderen modernen Islam basteln kann, wenn man es denn will. Der Fantasie sind in dieser Hinsicht keine Grenzen gesetzt.

 

http://www.prodomo-online.org/ausgabe-19/archiv/artikel/n/philosophie-des-eiertanzes.html

 

[i]

Alex Gruber, Philipp Lenhard (Hg.)GegenaufklärungDer postmoderne Beitrag zur Barbarisierung der GesellschaftFrühjahr 2011, 302 Seiten, 18€, ISBN: 978-3-86259-101-5

Die postmoderne Philosophie ist nichts anderes als “das Nachleben des Nationalsozialismus in der Demokratie” (Adorno). Weil der radikale Bruch mit dem Denken, das zu Auschwitz führte, ausblieb, weil vielmehr bereits in den sechziger Jahren gerade von links in vermeintlich tabubrecherischer Weise versucht wurde, die nationalsozialistische Philosophie für scheinbar “emanzipatorische” Projekte nutzbar zu machen, erscheint die deutsche Ideologie heute als links und progressiv. Diese neueste deutsche Ideologie ist nicht nur eine philosophische Strömung, sondern Ausdruck einer gesellschaftlichen Tendenz. Die postmoderne Übung, jede allgemeine Begriffsbestimmung als “logozentrisch” und jede Betrachtung der Gesellschaft unter Vernunftkriterien als totalitär zu denunzieren, ist sowohl Reflex der objektiven Unbrauchbarkeit der Welt unter den Verhältnissen spätkapitalistischer Vergesellschaftung als auch der Versuch einer Sinnstiftung ebendieser Verhältnisse. In seinem Kult der Unmittelbarkeit schließlich sucht der Poststrukturalismus den Schulterschluß mit dem radikalen Islam und verrät jede Idee von Versöhnung.

Mit Beiträgen von Manfred Dahlmann, Martin Dornis, Alex Gruber, Birte Hewera, Tjark Kunstreich, Philipp Lenhard, Niklaas Machunsky, Florian Ruttner und Gerhard Scheit.

Siehe auch:

Gibt es sie also doch: “Die Islamisierung des Abendlandes”?

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Der Kampf gegen den «Weltzionismus»

Matthias Küntzel im Gespräch mit Alexander Hasgall

Der Politologe und Publizist Matthias Küntzel vertritt die These, daß der Antisemitismus nicht nur eine Beigabe zum Islamismus darstellt, sondern vielmehr «dessen Kern» ausmacht. Ein Gespräch über die Einflüsse des Nationalsozialismus auf Ideologien der islamistischen Terrorgruppen.

Tachles: In Europa und anderswo werden Organisationen wie die Hamas gerne als Widerstandsorganisationen gegen die schwierigen Lebensbedingungen der Palästinenser in den besetzten Gebieten wahrgenommen. Weswegen kritisieren Sie diese Haltung?

Matthias Küntzel: Die europäische Öffentlichkeit hat sich mit dem bequemen Gedanken angefreundet, daß sich die Hamas und andere islamistische Gruppen – als eine Art antikoloniale Revolte – erst im Zuge des Kolonialismus entwickelt haben und so eine antikoloniale Berechtigung in sich tragen. Diese oberflächliche Betrachtungsweise ignoriert, wie stark die islamistischen Bewegungen durch die europäischen Faschismen und insbesondere durch den Nationalsozialismus beeinflusst worden sind. So wird in den meisten Darstellungen der Beginn dieses Islamismus etwa mit Ende der sechziger Jahre, nach dem Sechstagekrieg, angegeben. In Wirklichkeit ist jedoch unbestreitbar, daß der Anfang dieser Bewegung in den zwanziger und dreissiger Jahren lag. Sie wurde in den dreissiger Jahren vom Nationalsozialismus beeinflusst und zum Teil auch direkt gefördert. Dies zeigt sich auch anhand der Geldzuwendungen, mit denen die antijüdischen Manifestationen und Ausschreitungen der Moslimbruderschaften in Ägypten auch durch den Nationalsozialismus finanziert wurden.

Tachles: Würde also eine Ausrufung eines unabhängigen Staates in der Westbank und im Gazastreifen an der Politik der Hamas und anderer Islamisten nichts ändern?

Matthias Küntzel: Der islamische Fundamentalismus in Palästina, in dem die Hamas die stärkste Fraktion bildet, versteht sich als Bewegung, die sich gegen den „Weltzionismus“ wendet. Der Kampf der Hamas ist also nicht alleine auf Israel beschränkt, sondern richtet sich gegen Juden überall in der Welt. Sicherlich wird deren Kampf so lange weitergehen, bis Israel als ganzes nicht mehr existiert. So erklärte Scheich Ahmed Yassin, der Gründer und Chef der Hamas, daß es Israel 40 Jahre nach Ausbruch der ersten Intifada, im Jahre 2027, nicht mehr geben wird. Das sind die Zeitdimensionen, in denen dort gedacht wird.

Tachles: Wie liessen sich Gruppen wie die Hamas ansonsten schwächen?

Matthias Küntzel: Sie müßten schon ihre Financiers und ihre Unterstützer in der Welt verlieren. Das setzt voraus daß die arabischen Länder, desgleichen die Europäer, aufhören, die Hamas zu unterstützen. Doch auch der Entscheid des EU-Ministerrats vom 6. September, die Hamas auf die Liste der terroristischen Organisationen zu setzen, bedeutet nicht automatisch ein Ende der Unterstützung. Es fliesst weiterhin Geld an so genannte „Sozialunterstützungsgruppen“, welche mit der Hamas eng zusammenarbeiten. Als zweites müßte der harte Kern der Ideologen von deren Unterstützern getrennt werden. Dieser harte Kern macht sich aus einer Verbesserung der Lage nichts, ganz im Gegenteil, die Kader der Hamas gehen davon aus, daß jede Verschlechterung ihnen nützt und jede Verbesserung der Lage ihnen schadet.

Tachles: Sie erwähnen in Ihrem Buch die ägyptische Muslimbruderschaft als eigentliche „Erfinder“ der neuzeitlichen Jihad-Ideologie. Worin bestehen die ideologischen Anknüpfungspunkte zwischen der Bruderschaft und dem Nationalsozialismus?

Matthias Küntzel: Der gemeinsame Nenner aller Faschisten auf der Welt ist – der Antisemitismus. Zwar konstituierte sich die Bruderschaft als regressive Bewegung gegen britische Herrschaft und „kulturelle Moderne“: Sie war antiparlamentarisch, ihr ging es um Abschaffung von Zins und Profit zugunsten einer diktatorisch durchgesetzten Interessengemeinschaft von Arbeit und Kapital. Sie lehnte das Konzept des Individuums ab und kämpfte gegen die sinnlichen Versuchungen der „materialistischen“ Welt.
Die „Jihad-Kampagnen“ richteten sich jedoch nicht gegen die britische Herrschaft, sondern gegen den Zionismus und die Juden. Erst als antijüdische Bewegung wurden die Muslimbrüder zur Massenorganisation. 1936 zählten sie 800 Mitglieder, 1938 waren es 200000. In diesen zwei Jahren wurden antijüdische Massendemonstrationen, Judenboykotte und antisemitische Hetzkampagnen durchgeführt.

Tachles: Die Orientierung des Islamismus an der Politik und Ideologie der deutschen Nationalsozialisten wird kaum thematisiert. Meistens wird Antisemitismus als blosses Nebenprodukt der islamistischen Ideologie wahrgenommen, kaum als bestimmendes Moment.

Matthias Küntzel: Die Aktionseinheit zwischen dem Mufti von Jerusalem – auch er ist den Muslimbrüdern eng verbunden – und Adolf Hitler sollte eigentlich bekannt sein. Es finden sich Reden des Muftis, in denen er die ideologische Kohärenz zwischen der NSDAP und islamistischem Denken dargelegt hat. Darin schwärmt der Mufti von der deutschen „Arbeitsdisziplin“ oder auch dem Führerdenken.

Tachles: Und im heutigen Islamismus?

Matthias Küntzel: Bis heute prägt der Antisemitismus das Denken der Islamisten. In der Charta der Hamas (welche übrigens, wie viele andere antisemitische Grundlagenwerke des Islamismus, nicht vollständig ins Deutsche übersetzt worden ist) werden unter anderem die „Protokolle der Weisen von Zion“ zitiert, den Juden wird die Verantwortung für den Ersten und den Zweiten Weltkrieg in die Schuhe geschoben. Der Wahn einer jüdischen Weltverschwörung findet sich hier wieder. Arafat selbst war in seiner Jugend selbst Mitglied der Muslimbruderschaft und hat sich noch im letzten Jahr auf die Politik des Muftis positiv bezogen.

Tachles: In Ihrem Buch zitieren Sie aus einer 1936 veröffentlichten Schrift von al-Banna, dem Gründervater der Muslimbrüder: „Nur derjenigen Nation, welche die Industrie des Todes perfektioniert und die weiss, wie man edel stirbt, gibt Gott ein stolzes Leben auf dieser Welt und ewige Gunst in dem Leben, das noch kommt.“ Was für eine Rolle spielt diese Todessehnsucht für die islamistische Ideologie?

Matthias Küntzel: In diesem Punkt liegt die vielleicht wichtigste Unterscheidung zwischen dem Islam als Privatreligion und den Islamisten als religiös-politische Kampfgemeinschaft. Der religiöse Rassismus der Islamisten, der den völkischen Rassismus der Nazis ersetzt hat, erklärt Allah zum Führer und die Jihadisten zu seiner privilegierten Kampftruppe: Wenn man so will, zu Allahs SS. Der Zusammenhalt dieser Kampftruppe wird über die Jenseitserwartung von Hölle und Paradies, also über das Instrument der religiösen Angst, sichergestellt. Diese Selbstbildfantasie der Islamisten ist mit ihrer (zumeist antijüdischen) Feindbildfantasie untrennbar verknüpft.

Aus: „die jüdische“ vom 10.10.2003 –

© 2003 tachles Jüdisches Wochenmagazin

Am 25. September hielt der Politologe und Publizist Matthias Küntzel an der Universität Zürich ein Referat zum Thema „Treibt sie ins Meer. Djihadismus, der antijüdische Krieg gegen Israel“. Die Veranstaltung wurde von der Gruppe gegen Antisemitismus und Antizionismus organisiert.

Wichtigste Veröffentlichungen Küntzels:

http://www.ca-ira.net/isf/beitraege/kuentzel-diejuedische.html

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Verkehrte Welt: Mobbing gegen kopftuchfreie Mädchen

Im Frühjahr 2008 begannen die türkischstämmigen, gut integrierten Eltern der 14-jährigen Aylin sich Sorgen zu machen. Das Mädchen hatte sich über Jahre völlig unbeschwert und altersgemäß entwickelt, besuchte eine Hauptschule in Rheinland-Pfalz und hatte zahlreiche türkische wie deutsche Freundinnen. Wie aus dem Nichts traten plötzlich Ängste auf, Appetitlosigkeit, ständige Kopfschmerzen, schließlich wollte Aylin nicht mehr zur Schule gehen. Die besorgten Eltern suchten ärztliche Hilfe und folgten dem Rat, mit dem Mädchen eine Kinder- und Jugendpsychotherapeutin aufzusuchen.

Nach mehreren intensiven Sitzungen mit Aylin bat die Therapeutin die Eltern zu einem Gespräch. Einen wirklichen Reim konnte auch sie sich auf das Störungsbild des sonst so aufgeschlossenen jungen Mädchens nicht machen. Wie nebenbei erwähnte Aylins Mutter dabei, dass die Zahl der Kopftuchträgerinnen an Aylins Schule stetig steige und ihre Tochter sich schon einmal über dumme Bemerkungen beklagt habe, die sie täglich zu hören bekam. Stil:

„Willst Du aussehen wie eine Deutsche?“ Oder: „Das Kopftuch ist unsere Ehre – hast Du keine?“ Und: „Deinen Eltern ist es wohl egal, wie über Dich geredet wird.“ Die darauf angesprochene Aylin kämpfte mit den Tränen und sagte schließlich: „Es wird immer schlimmer. Und seit ich neulich im Ramadan mein Schulbrot ausgepackt habe, ist es ganz aus. Die Kopftuch-Mädels mobben mich total.“ Das also war der Grund für die Schulmüdigkeit der 14-Jährigen.

Aylin ist kein Einzelfall. In Schulen und Ballungszentren mit hohem Anteil konservativ-muslimischer Familien wird aus der „Freiheit“ zum Kopftuch schnell der Zwang, es tragen zu müssen; eine Entwicklung, die man in der islamischen Welt allenthalben beobachten kann.

Warum? Was steckt hinter dem Kopftuch bzw. wofür steht das Kopftuch? Die Vielfalt seiner Trägerinnen und VerfechterInnen verbietet eigentlich eine eindimensionale Erklärung, und doch laufen letztlich alle Erläuterungen der Gelehrten auf ein- und dasselbe heraus: Es geht um die Verhüllung der weiblichen Reize und den Erhalt der islamischen Ordnung, die für das Verhältnis von Mann und Frau genau drei Modelle vorsieht: Strenge Distanz, enge Verwandtschaft oder Ehe. Ein natürliches Miteinander der Geschlechter gibt es nicht. Die sexuelle Anziehung zwischen den Geschlechtern gilt – außer bei sehr enger Verwandtschaft – als geradezu unbeherrschbar stark, so dass es der Anstand gebiete, die Geschlechter so weit wie möglich zu trennen und den weiblichen Körper so zu verhüllen, dass seine Reize keinen Schaden anrichten können und sexuelles Fehlverhalten gar nicht erst entstehen kann.

Während im Koran lediglich in sehr allgemeiner Form von der sittsamen Bekleidung der Frau die Rede ist, soll der Religionsstifter Mohammed (um 570 bis 632) eine leicht bekleidete Frau konkret angewiesen haben, in der Öffentlichkeit nur Gesicht und Hände zu zeigen. Das war vor 14 Jahrhunderten.

Bis heute lautet die Mehrheitsmeinung der Gelehrten, dass die Frau ab der Pubertät den ganzen Körper mit Ausnahme des Gesichtes, der Hände und gegebenenfalls der Füße zu verhüllen habe und dies als Pflicht zu betrachten sei, deren Beachtung nicht in ihrem persönlichen Ermessen liegt. Dieser Haltung wird sowohl von Seiten des politischen Islam als auch bei der Erziehung der Mädchen in religiös-islamischen Familien Rechnung getragen. Dass man hierzulande trotz allem immer wieder das Begriffspaar aus Kopftuch & Freiheit in die Debatte wirft – von der „Freiheit zum Kopftuch“ bis zur „Freiheit unter dem Kopftuch“ – ist schlichtweg zynisch.

In konservativ islamischen Ländern mit entsprechenden Regimen ist die streng islamische Verhüllung der Frauen verbindlich vorgeschrieben, meist auch für die Angehörigen religiöser Minderheiten und für ausländische Besucherinnen. Jedes Zuwiderhandeln, das bereits beim Herauslugen einer kleinen Haarlocke gegeben ist, wird streng geahndet; die Missachtung der Gemeinschaft der Gläubigen gilt der ‚ehrlosen‘ Frau allemal. Mit der stetig anwachsenden Einflussnahme des politischen Islam greift die islamische Bekleidung seit Mitte der 80er Jahre auch in Europa um sich. Der Grad der Verschleierung der Musliminnen gilt als Gradmesser islamischer Rechtschaffenheit.

Auch das Straßenbild muslimischer Großstädte hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert. In den 1960er und 1970er Jahren war das Kopftuch von Kairo bis Kabul weitgehend verschwunden und westlicher Kleidung bis hin zum Minirock gewichen. Dabei waren die Menschen nicht etwa vom Glauben abgefallen, sondern sahen vielmehr das Kopftuch als Äußerlichkeit an, die im 20. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäß und vor allem nicht wesentlich für ein gottgefälliges Leben sei.

Das aber hat sich gründlich geändert. Eine systematische Propaganda, die internationale islamische Einflussnahme und die Entschlossenheit, die Frauen in ihre Schranken zu weisen, haben das Kopftuch wieder zum Inbegriff islamischen Lebens gemacht. Finanzkräftige Sponsoren sind sich nicht zu schade dafür, etwa in Oberägypten Vätern Geld anzubieten, wenn die studierenden Töchter das Kopftuch tragen. Und 30 Dollar im Monat sind ein überzeugendes Argument für eine Familie, die sich wirtschaftlich kaum über Wasser halten kann.

Folgt man der islamistischen Quellenauslegung kann die unverschleierte Frau so gut, verantwortungsbewusst und sozial leben wie sie nur will – sie wird niemals Gottes Wohlgefallen erlangen, da sie durch die Zurschaustellung ihrer Reize zur Unzucht verführt und damit die islamische Ordnung gefährdet.

Im orthodoxen islamistischen Schrifttum, das übrigens zu einem guten Teil von Frauen verantwortet und verbreitet wird, finden sich eindrucksvolle Schilderungen der Höllenstrafen, die diejenigen Frauen erwarten, die durch lockere Bekleidung die Sinne der Männer betören und sie zum Verstoß gegen göttliches Gesetz verführen: Ihre langen Haare sind wahre Fallstricke des Teufels.

Anders, aber mit demselben Grundtenor, lesen sich gemäßigte moderne Äußerungen zum Thema. Darin wird das Kopftuch als Schutz der Frauen vor den begehrlichen Blicken der Männer dargestellt, als Garant ihrer Würde und Gleichberechtigung und als eindeutiges Signal nach außen, dass sie ‚nicht zur Verfügung steht‘. Doch werden Frauen und junge Mädchen auch aus dieser Perspektive reduziert auf das Körperliche und die Eigenschaft der potenziellen Verführerin; andere menschliche Eigenschaften der Frauen können, wenn überhaupt, erst zum Tragen kommen und wahrgenommen werden, wenn die Weiblichkeit verhüllt ist.

Übrigens: auch für den männlichen Teil der muslimischen Bevölkerung ist diese Moralvorstellung nicht gerade ein Kompliment: Sie werden reduziert auf primitiv Reagierende mit einem Reiz-Reaktionsschema, bei dem Verstand und Selbstbeherrschung im Angesicht eines halbwegs als weiblich erkennbaren Wesens aussetzen.

Ein solches Menschenbild darf selbstverständlich in unseren Schulen nicht vermittelt werden. Oder? Im Namen der „persönlichen Freiheit jedes Einzelnen“, argumentierte ein Sprecher des NRW-Schulministeriums 2008, müsse jede muslimische Schülerin das Recht auf ihr Kopftuch haben. Dass es gerade mit dieser persönlichen Freiheit der muslimischen Mädchen in vielen Fällen nicht zum Besten steht, sollte eigentlich auch im Düsseldorfer Schulministerium angekommen sein.

In religiös-islamischen Familien werden Mädchen wie selbstverständlich und einseitig auf die Übernahme islamischer Normen und Lebensweise und natürlich auch zum Kopftuch erzogen, nicht aber zur Freiheit eigener Meinungsfindung und persönlicher Lebensgestaltung. Von klein auf lernen sie, Bedürfnisse, die nicht opportun sind, gar nicht erst wahrzunehmen, geschweige denn zu artikulieren und durchzusetzen.

Bis auf wenige Ausnahmefälle haben Mädchen aus konservativ-islamischen Familien überhaupt keine Wahl: Sie müssen das Kopftuch tragen und werden massiv unter Druck gesetzt wenn sie es nicht tun wollen – oder gar bekennen, dazu gezwungen zu sein. Viele geben diesen Druck an ihre muslimischen Mitschülerinnen ohne Kopftuch weiter, sekundiert von ihren Eltern, die es als ihre Pflicht ansehen, alle Muslime zur wahren Glaubensausübung anzuhalten. Dass die meisten muslimischen Mädchen unter diesen Umständen beteuern, das Kopftuch „freiwillig“ zu tragen, ist nicht verwunderlich – auf dieser Grundlage politische Entscheidungen zu treffen jedoch fahrlässig.

Parallel zur Islamisierung des äußeren Erscheinungsbildes treten erhebliche weitere Beschränkungen der Bewegungsfreiheit muslimischer Mädchen ein, die vom Kopftuch nicht zu trennen sind. Alterstypische Interessen und Freizeitbeschäftigungen wie Popmusik, das unbeaufsichtigte Treffen Gleichaltriger, Partys, Kino etc. sind für sie tabu. Im schulischen Bereich werden Forderungen nach partieller Befreiung von der Schulpflicht sowie Nicht-Teilnahme an Klassenfahrten immer lauter. In manchen Schulen gibt es inzwischen bereits keine Klassenfahrten mehr – einst integraler Bestandteil deutscher Schulkultur. Bei bis zu 75 Prozent muslimischer SchülerInnen haben Schulleiter und Lehrerkollegien kapituliert; nicht selten werden sie von den vorgesetzten Behörden im Stich gelassen.

Als die mutige Leiterin einer Remscheider Realschule den Antrag auf Schwimmbefreiung für eine 12-Jährige ablehnte, zogen deren Eltern vor Gericht. Im Mai 2008 hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf dann die Klage mit dem Hinweis auf den unteilbaren Bildungsauftrag des Staates abgewiesen (AZ 18 K 301/08). Endlich hat ein Gericht verwirklicht, was selbstverständlich sein sollte: Muslimische Kinder haben dasselbe Recht auf freie Entfaltung und umfassendes Lernen wie nichtmuslimische. Will ihnen das jemand vorenthalten, so muss der Staat für sie eintreten.

Ein staatliches Kopftuchverbot für Schülerinnen wäre ein deutliches Signal, um dem Gleichheitsgrundsatz – eine der größten Errungenschaften der Zivilisation – für alle eine Chance zu geben. Allerdings steht den EinzelkämpferInnen für Freiheit und Gleichheit aller Schülerinnen und Schüler weiterhin eine pro-islamische Lobby gegenüber, die die Realitäten verschleiert. Schülerinnen, wie Aylin, und LehrerInnen, die einer immer stärker werdenden islamischen Interessenvertretung machtlos gegenüberstehen, wird jede Unterstützung verweigert. Stattdessen werden unter dem Deckmantel von Toleranz und Integration Gleichheits- und Freiheitsrechte auch noch ausgehebelt.

Ein trauriges Beispiel dafür ist die „Handreichung“ von 2008 des nordrheinwestfälischen Integrationsministeriums, die den Umgang mit Islam und MuslimInnen in den Schulen lösungsorientiert unterstützen soll. Denn leider geht es darin wieder einmal nicht um die Vermittlung und Vertretung hierzulande gültiger unveräußerlicher Werte und Normen für alle SchülerInnen, sondern um die Sonderbehandlung und einseitige Privilegierung der MuslimInnen, deren religiös begründeten Sonderwünschen im Schulalltag so weit wie möglich Rechnung getragen werden soll. So verhindert man Integration und verfestigt Parallelgesellschaften – zum einseitigen Nachteil der muslimischen Mädchen.

Im Kapitel über die Kleidungsvorschriften wird der Eiertanz geradezu grotesk. „Von Unterdrückung keine Spur!“, so lautet das grundlegende Credo der Broschüre zum Kopftuch. Dass es auch das erzwungene Kopftuch gibt, wird eingeräumt. Die LehrerInnen hätten in solch einer Situation allerdings besondere Sensibilität aufzuweisen für die Zerrissenheit zwischen zwei Welten und sollten das Gespräch mit den Eltern, gerne auch bei einem Hausbesuch (!) suchen, um die Folgen für die Jugendlichen zu mildern. Dabei werden gerade diese Eltern einem solchen Gespräch wohl kaum aufgeschlossen sein und dem Lehrer oder der Lehrerin eher die kalte Schulter zeigen.

In jedem Fall, so die NRW-Handreichung weiter, sei die religiöse Bekleidung von Musliminnen zu akzeptieren und nicht-muslimischen MitschülerInnen zu vermitteln – mit Ausnahme der Ganzkörperverhüllung (mit Handschuhen, Gesichtsschleiern oder gar Burkas).

Hier und da schlagen inzwischen Grundschulen und sogar Kindergärten Alarm, die in Ermangelung einer rechtlichen Handhabe der Verhüllung und Sexualisierung der kleinen Mädchen hilflos zusehen müssen. Unsere Broschüre aus NRW beruhigt diesbezüglich mit der Feststellung, es handele sich hier von Elternseite keinesfalls um den Versuch das Kind zu unterdrücken, im Gegenteil: Die Verschleierung der kleinen Mädchen sei Ausdruck besonderer Liebe und Fürsorge. Von einer solchen Integrationspolitik hat Aylin also kaum Hilfe zu erwarten.

Die 14-jährige Deutsch-Türkin hat jetzt die Schule gewechselt und ist in dem neuen liberaleren Umfeld sichtlich aufgeblüht. Was für das Mädchen im Moment subjektiv die beste Lösung war, ist objektiv allerdings ein Punktsieg für die ‚mobbenden Kopftuch-Mädels‘ – und eine Schlappe für die freiheitliche Demokratie. Ein generelles Kopftuchverbot in Schulen wäre die bessere Antwort.

Rita Breuer ist Islamwissenschaftlerin. Zuletzt erschien von ihr: „Zwischen Ramadan und Reeperbahn“ sowie „Familienleben im Islam“ (beide Herder TB)

http://www.emma.de/artikel/verkehrte-welt-mobbing-gegen-kopftuchfreie-maedchen-264094

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Meinung 21.07.15 welt.de

Verlust kreativer Kraft
Der unaufhaltsame Niedergang des Islam

Selbst ein Land wie die Türkei findet keinen Weg in die Moderne. Geblieben ist ein negativer und aggressiver „Discount-Islam“, der weltweit sein Unwesen treibt, meint der Autor Zafer Senocak. Von Zafer Senocak

Es gibt kein einziges international patentiertes pharmazeutisches Produkt, das in der Türkei entwickelt worden ist. Die Nachricht stand neulich in einer türkischen Tageszeitung. Die Türkei ist eines der wissenschaftlich und technologisch am weitesten entwickelten muslimischen Länder.

Die Muslime auf der Welt produzieren keine Heilmittel. Sie verbreiten Krankheiten wie den radikalen Salafismus (Link: http://radikalen%20Salafismus) . Es sind chronische, unheilbare Krankheiten.

Dabei war die Heilkunst im Mittelalter im Orient zu Hause. Muslimische und jüdische Ärzte waren Vorreiter in ihrem Beruf. Aus dem heilenden Islam ist im Laufe der Jahrhunderte ein unheilbarer Islam geworden, der inzwischen eine weltweite Bedrohung darstellt.

Die Unheilbarkeit der muslimischen Psyche hängt unmittelbar mit dem Verlust der kreativen Kräfte der islamischen Kultur zusammen. Muslime wachsen in einer Welt der unterschiedlichsten Abhängigkeiten auf. Die Frauen in der Abhängigkeit von Männern, die Jugendlichen in der Abhängigkeit von Älteren, die gesamte islamische Welt in der Abhängigkeit der restlichen überlegenen Welt.

Wo Demütigung herrscht, gibt es keine Demut

Nun ist Abhängigkeit allein kein ausreichender Grund für einen schweren Defekt. Schon gar nicht im Zeitalter der globalen Vernetzung. Die Muslime aber empfinden diese Abhängigkeiten als Unterordnung, fühlen sich immer in der Defensive und erfahren Kontrollverlust.

Die Unheilbarkeit ist eine Folge der permanenten Unterlegenheit gegenüber einer auf allen Ebenen überlegenen fremden Kultur. Die Krankheit verhindert jede Art von Versöhnung. Sie hat ihre Ursachen aber auch in einer Obdachlosigkeit in der eigenen Kultur. Um im medizinischen Bild zu bleiben: Die Heilmethoden aus der Blütezeit der islamischen Zivilisation sind heute weitgehend vergessen.

Jede Zivilisation wird früher oder später am Grad ihrer Empfindsamkeit gegenüber der eigenen Umwelt gemessen. Die Umwelt ist der Teil der Welt, der uns Schutz und Geborgenheit gibt. In der islamischen Welt ist die Beziehung der Menschen zu ihrer Umwelt (Link: http://www.welt.de/140327901) zerstört. Sie gewinnen aus ihr weder Kraft noch Anregung. Vielmehr dient sie als Entsorgungsfläche des Abfalls, für planlose Bebauung und ökologisch fragwürdige Landwirtschaft. Der Zusammenbruch der städtischen Kultur in den islamischen Metropolen sorgt für albtraumhafte Lebensverhältnisse.

Wo Demütigung herrscht, gibt es keine Demut. Die islamische Kultur hat ihre Demut verloren, da sie einer permanenten Demütigung ausgesetzt ist. Zur Unheilbarkeit des muslimischen Komplexes gehört der feste Glaube an eine Verschwörungstheorie. An der eigenen Misere sind grundsätzlich nur andere schuld. Die USA, der Westen oder auch Israel (Link: http://www.welt.de/109340674) sind beliebte Ausflugsziele der muslimischen Paranoia. Nirgendwo wird die Brüchigkeit solcher Thesen so offensichtlich wie in der Türkei.

Kein Stolz auf säkularen Staat und Demokratie

Die Türkei übt sich seit einem Jahrhundert in Demokratie und Säkularisierung. Doch nicht wenige Muslime in der Türkei leiden an derselben unheilbaren Krankheit wie der Rest der islamischen Welt.

In derselben Zeitung, die davon berichtet, dass in der Türkei bislang kein einziges medizinisches Präparat erfunden worden ist, steht auch, dass sich mehr als 10.000 Menschen in den letzten drei Jahren der Terrororganisation Islamischer Staat angeschlossen haben. Für mich sind diese beiden Meldungen zwei Seiten einer Medaille. Die türkische Regierung, immerhin Nato-Staat, hat es fertiggebracht, in den Verdacht zu geraten, den Islamischen Staat zumindest logistisch zu unterstützen.

Die Türken hätten einigen Grund, stolz zu sein auf ein säkulares System, das ihnen relative Stabilität in einer unruhigen Region beschert hat. Stattdessen trauern aber viele einer muslimischen Gesellschaft nach, schicken ihre Kinder in religiöse Schulen und sehen taten- und regungslos zu, wie im Namen ihres Glaubens die abscheulichsten Verbrechen begangen werden.

Es sind auch in der Türkei nicht wenige, die glauben, der Westen stecke hinter all dem Unglück des Nahen Ostens. Bücher über den Ersten Weltkrieg und das Zeitalter des Imperialismus haben Konjunktur. Als hätte der Zweite Weltkrieg gar nicht stattgefunden.

Geschichte ist nur Kolonialgeschichte

Im Bewusstsein der meisten Muslime hat er auch nicht stattgefunden. Das Schlachthaus Europa hat kaum einen Schatten auf die islamische Welt geworfen. Stattdessen sind die Erinnerungen an die Kolonialzeit wach, und sie werden wachgehalten von einer psychischen Deformation, die jede Art von rationaler Analyse zunichtemacht.

Die moderne Türkei wehrt sich zunehmend gegen den Islamismus. Doch die europäischen Eliten haben sie dabei weitgehend alleingelassen. Ist das ein Tribut an den melancholischen Postmodernismus oder der Beginn einer Abkehr von den Idealen der Aufklärung?

Die Wehrhaftigkeit der türkischen Intellektuellen gegen den Islamismus wird vielleicht die Republik in der Türkei vor einem Abdriften in einen islamischen Staat schützen, löst aber kein einziges Problem in der islamischen Welt.

Denn die Muslime von Marokko bis Malaysia (Link: http://www.welt.de/141964677) und in der durch die Migration anwachsenden Diaspora sind in ihrer unheilbaren Krankheit immun gegen einen intellektuellen Diskurs, der sie zu einer kritischen Sichtung der eigenen Positionen anleiten könnte. Die islamische Welt ist in einer Phantasmagorie des eigenen kulturellen, moralischen und sozialen Abstiegs versunken, die keinen Ausgang mehr bietet.

Die muslimischen Gelehrten sind eine Minderheit

Der Weg zu den Heilkünsten des 21. Jahrhunderts scheint für Muslime versperrt zu sein. Die Krankheit, an der sie leiden, ist unheilbar. Denn durch das Zeitgeröll der Jahrhunderte belastetes Gedankengut und die beschädigte Psyche sind eine unheilvolle Allianz eingegangen. Die Erreger der Krankheit sitzen im Denkapparat und haben längst die Strukturen des Denkens kontaminiert.

Alle Versuche, der Krankheit mental Herr zu werden, sind bislang gescheitert. Doch hat man wirklich alles versucht? Die gut ausgebildeten, philosophisch versierten muslimischen Gelehrten (Link: http://www.welt.de/141572567) halten sich für immun gegen die Krankheit, die ihren Glauben erfasst hat. Was für ein Irrtum! Eine Krankheit, die das Denken erfasst hat, macht nicht halt vor den vermeintlichen Schutzräumen der Intellektuellen. Im Gegenteil: Sie sucht sich gerade dort einen Nährboden, wo Ideen produziert und kommuniziert werden.

Im Zeitalter der digitalen Kommunikation erstreckt sich dieser Nährboden weltweit und weitgehend unkontrollierbar. Die einfachen, Mühe und Kosten sparenden Koran- und Imamschulen, oftmals nur Winkelschulen und nicht etwa die aufwendig eingerichteten theologischen Fakultäten, haben in der islamischen Welt längst die Hoheit über Lehre und Praxis gewonnen.

Der Westen muss diesen Zivilisationsbruch bekämpfen

Gerade in der Diaspora, wo die Bildungsferne von Generation zu Generation vererbt wird, breitet sich ein solcher „Discount-Islam“ rasend schnell aus.

Früher oder später, mit mehr oder weniger Verlusten, wird die freiheitliche Welt auf den Zivilisationsbruch in der islamischen Welt reagieren müssen, ähnlich wie die USA 1941 auf Nazi-Deutschland reagiert haben.

Müsste aber jenseits der kriegerischen Handlungen nicht auch eine lebensbejahende Sprache gefunden werden? Wenn junge Demokratien wie Tunesien attackiert werden, brauchen wir eine Antwort, die der Zivilgesellschaft in diesem Land den Rücken stärkt. Und nicht nur dort.

Erfahren Dissidenten, die sich für eine offene Gesellschaft in der islamischen Welt einsetzen, genug Solidarität? Ist ein Land wie Saudi-Arabien (Link: http://www.welt.de/136750754) wirklich ein Verbündeter im Kampf gegen den extremistischen Islam? Warum gelingt es nicht, unserer Wertegemeinschaft ein Gesicht zu geben, das sich vor solchen Fragen nicht verstecken muss?

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Nach­dem der Erste Senat des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts im März die­ses Jah­res ver­kün­det hatte, dass ein pau­scha­les Kopf­tuch­ver­bot für Leh­re­rin­nen im Schul­dienst nicht rech­tens sei, weil das mus­li­mi­sche Kopf­tuch weder den Schul­frie­den kon­kret ge­fähr­de noch die Neu­tra­li­tät des Staa­tes un­ter­lau­fe (1), reich­ten die ton­an­ge­ben­den Stim­men der Ber­li­ner Re­pu­blik die gän­gi­gen Su­per­la­ti­ve aus dem Kom­pen­di­um po­li­ti­scher Sonn­tags­re­den nach. Wäh­rend Vol­ker Beck (Grüne) die Stim­mungs­ka­no­ne gab: „Das ist ein guter Tag für die Re­li­gi­ons­frei­heit“, zeig­te sich Theo Som­mer (Zeit) von schwe­rer Last be­freit und kon­ze­dier­te, dass das Ur­teil nicht we­ni­ger be­deu­te, als einen „spä­ten Sieg des ge­sun­den Men­schen­ver­stan­des“. Ein Tri­umph, der den in Hoch­stim­mung ver­setz­ten He­ri­bert Prantl (Süd­deut­sche Zei­tung) dazu ani­mier­te, das Motto „Mehr Kopf­tuch wagen“ für die kom­men­den Jahre aus­zu­ge­ben.Dass ge­ra­de die Mei­nungs­ma­cher bei der Vor­stel­lung ver­mumm­ter Frau­en im Staats­dienst in Ent­zü­ckung ge­ra­ten, hat neben dem per­sön­li­chen Zer­fall der mo­ra­li­schen Ur­teils­kraft den Grund, dass die no­to­ri­schen Schön­red­ner des Islam be­stä­tigt be­kom­men, dass ihr Ein­satz für die deutsch-is­la­mi­sche Ver­brü­de­rung mit der Ver­fas­sung die­ses Lan­des kon­form geht. Höchst­rich­ter­lich ab­ge­seg­net ist nun auch der ideo­lo­gi­sche und prak­ti­sche Bei­trag, den der Islam bei der schu­li­schen Elends­ver­wal­tung von Schü­lern mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund leis­ten kann. Wäh­rend die is­la­mi­schen So­zi­al­struk­tu­ren die De­klas­sier­ten bei der Stan­ge hal­ten, auch wenn sie keine Per­spek­ti­ven mehr haben, be­deu­tet der Ein­zug des Islam in die Schu­len, dass Schü­lern, für die als Er­wach­se­ne der Dö­ner­la­den des On­kels oder Hartz IV vor­ge­se­hen ist, von klein auf bei­ge­bracht wer­den kann, dass sich mit ein biss­chen Re­spekt von der Mehr­heits­ge­sell­schaft und dem Islam als Trost­preis auch ohne greif­ba­re Chan­cen so schlecht nicht leben lässt. Wenn Udo Ulfkot­te, or­di­nä­re Aus­län­der­has­ser oder no­to­risch be­lei­dig­te Zonis die so­ge­nann­te „Is­la­mi­sie­rung des Abend­lan­des“ für eine Ver­schwö­rung gegen Deutsch­land hal­ten, ba­sie­ren sol­che Fehl­schlüs­se im Re­gel­fall auf der ge­stör­ten Wahr­neh­mung auf­ge­schreck­ter Deut­scher. Das Es­ta­blish­ment der Ber­li­ner Re­pu­blik, das den Islam für sich ent­deckt hat, ob­wohl des­sen Ge­bräu­che ein Hohn auf den de­mo­kra­ti­schen Jar­gon sind, den man an an­de­rer Stel­le pflegt, sieht ge­ra­de in der Ein­bin­dung des Is­lams das na­tio­na­le In­ter­es­se ge­wahrt: „Wir brau­chen ganz selbst­ver­ständ­lich mus­li­mi­sche Leh­re­rin­nen und Leh­rer, mus­li­mi­sche Be­am­te, Rich­ter, Po­li­zis­ten. Für mich ist es eben­falls nur kon­se­quent, dass wir ge­mein­sam dar­über nach­den­ken, wie auch mus­li­mi­sche Wohl­fahrts­or­ga­ni­sa­tio­nen so­zi­al­staat­li­che Auf­ga­ben wahr­neh­men kön­nen oder wie die mus­li­mi­sche Ge­mein­schaft sich noch stär­ker ein­brin­gen kann in die ethi­schen De­bat­ten in Deutsch­land.“ (Sig­mar Ga­bri­el)Dass es den Karls­ru­her Rich­tern nicht un­we­sent­lich um volks­päd­ago­gi­sche Un­ter­wei­sun­gen von ganz oben ging, ver­deut­li­chen Auf­for­de­run­gen wie die, be­son­ders in Ge­mein­schafts­schu­len „den Schü­le­rin­nen und Schü­lern To­le­ranz auch ge­gen­über an­de­ren Re­li­gio­nen und Welt­an­schau­un­gen zu ver­mit­teln.“ (2) Die dem post­mo­der­nen Zeit­al­ter ge­mä­ße Selbst­ver­pflich­tung auf den in­ter­kul­tu­rel­len Ver­stän­di­gungs­kitsch ent­puppt sich dabei als Un­fä­hig­keit, ein auch nur an­nä­hernd der Rea­li­täts­prü­fung ver­pflich­te­tes Ur­teil zu fäl­len. Der „Ein­griff in die Glau­bens­frei­heit“ der bei­den mus­li­mi­schen Klä­ge­rin­nen, die gegen ihre Ent­las­sung aus dem Schul­dienst ge­klagt hat­ten, wiege schwer, so die Mehr­heit der Rich­ter, da es sich im Falle ihres Kopf­tuchs „– ent­spre­chend dem Selbst­ver­ständ­nis von Tei­len im Islam − um ein im­pe­ra­ti­ves re­li­giö­ses Be­de­ckungs­ge­bot in der Öf­fent­lich­keit han­delt, das zudem nach­voll­zieh­bar ihre per­sön­li­che Iden­ti­tät be­rührt.“ (3) Dass ein im­pe­ra­ti­ves Be­de­ckungs­ge­bot in der Öf­fent­lich­keit kein Grund zur Sorge, son­dern bloß ein will­kom­me­ner An­lass ist, die Glau­bens­frei­heit zu adeln, die ja im Falle des Islam auf nichts an­de­res hin­aus­läuft, als auf die Frei­heit zur Dumm­heit und De­struk­ti­vi­tät, liegt daran, dass die obers­ten Rich­ter des Lan­des die in der is­la­mi­schen All­tags­kul­tur gän­gi­gen Ge­walt- und Un­ter­drü­ckungs­ver­hält­nis­se un­be­küm­mert weg­fil­tern. Statt zur Kennt­nis zu neh­men, dass über­all dort, wo das Kopf­tuch als kol­lek­ti­ves Gebot ge­setzt ist, die In­di­vi­du­al­rech­te auf kör­per­li­che Un­ver­sehrt­heit und freie Ent­fal­tung der Per­sön­lich­keit von vor allem Mäd­chen und Frau­en − aber nicht nur von ihnen − kas­siert wer­den, er­klärt man die Iden­ti­tät zwei­er Ge­sin­nungs­tä­te­rin­nen zum schüt­zens­wer­ten Gut einer Ge­sell­schaft, die sich von der Ver­nunft ver­ab­schie­det hat, und fällt damit allen in den Rü­cken, die sich ein Leben au­ßer­halb der für sie vor­ge­se­he­nen kul­tu­rel­len Knast­struk­tu­ren wün­schen. So nimmt es auch nicht wun­der, dass man mit der „per­sön­li­chen Iden­ti­tät“ genau die­je­ni­ge Lieb­lings­vo­ka­bel des neu­deut­schen Kul­tur­schut­zes ins Zen­trum der Ar­gu­men­ta­ti­on rückt, die vor Jah­ren in eso­te­ri­schen The­ra­pie­krei­sen aus der Taufe ge­ho­ben wurde, in­zwi­schen aber immer dann zum Ein­satz kommt, wenn ir­gend­ei­ner Scheuß­lich­keit unter strik­ter Ab­se­hung von Wahr­heits­kri­te­ri­en das Wort ge­re­det wer­den soll.

Alle gegen alle

Nur wenn das Tra­gen der „re­li­giö­sen Be­klei­dung“ eine „hin­rei­chend kon­kre­te Ge­fahr“ für den Schul­frie­den und die Neu­tra­li­tät des Staa­tes dar­stel­le, sei die Grund­la­ge für ein Ver­bot ge­ge­ben. (4) Was nach der be­schei­de­nen Aus­ge­wo­gen­heit eines bloß noch wohl­wol­lend mo­de­rie­ren­den Staa­tes klingt, hin­ter­treibt in Wirk­lich­keit die Si­cher­stel­lung eines ei­ni­ger­ma­ßen ra­tio­na­len und kal­ku­lier­ba­ren Schul­ab­laufs. Dass durch re­ni­ten­ten Pro­test von außen in den schu­li­schen Ab­lauf ein­ge­grif­fen wer­den kann, wer­den ins­be­son­de­re El­tern, die bei der Er­zie­hung ihrer Kin­der ein als Glau­bens­frei­heit kos­tü­mier­tes ideo­lo­gi­sches In­ter­es­se ver­fol­gen, sehr schnell be­grei­fen. Zu­sätz­lich zur fal­schen Ent­schei­dung, das Kopf­tuch über­haupt zu­zu­las­sen und da­durch das Re­pres­si­ons­be­stre­ben sowie die Pro­pa­gan­da­mit­tel der is­la­mi­schen Or­tho­pra­xie zu un­ter­stüt­zen, er­mun­tert das Ur­teil po­ten­ti­el­le Kra­wall­ma­cher dazu, ihren nied­rigs­ten In­stink­ten frei­en Lauf zu las­sen.

Das Ge­richt, das en pas­sant an den Schu­len das Recht des Stär­ke­ren ein­führt, stellt es den Schu­len oder Schul­be­zir­ken frei, zu un­ter­schied­li­chen Re­ge­lun­gen zu kom­men: in den bes­ser si­tu­ier­ten Ge­gen­den wer­den die Schü­ler von Kopf­tü­chern ver­schont, weil es dort ers­tens kaum Leh­re­rin­nen mit Kopf­tuch­wunsch gibt und zwei­tens die Ein­hei­mi­schen den hoch­ge­schätz­ten frem­den Kul­tu­ren ihre be­droh­li­chen Ge­bräu­che doch lie­ber selbst über­las­sen, um sie aus der Ferne umso to­le­ran­ter kon­su­mie­ren zu kön­nen. (5) In den is­la­misch ge­präg­ten Be­zir­ken, wo is­la­mi­sche Sit­ten­wäch­ter ihren See­len­frie­den jetzt schon kon­kret ge­fähr­det sehen, wenn ihnen frei­zü­gig ge­klei­de­te Frau­en, Juden oder als un­gläu­big Ver­schmäh­te über den Weg lau­fen, wer­den die au­to­ri­tä­ren Ein­peit­scher samt Ge­folg­schaft so lange Zir­kus ma­chen, bis das Kopf­tuch auch in der Schu­le durch­ge­setzt ist. Sie wer­den auch kei­nen Grund sehen, nicht auch für wei­te­re Is­la­mi­sie­rungs­maß­nah­men in den Ring zu stei­gen. Zum Bei­spiel dann, wenn ein Kreuz oder gar ein Da­vidsstern an einer Hals­ket­te oder eine un­züch­tig ge­klei­de­te Leh­re­rin einen wei­te­ren An­lass lie­fert, das Faust­recht des Glau­bens­kamp­fes für sich in An­spruch zu neh­men.

Der Ver­band Bil­dung und Er­zie­hung, der zu den Kri­ti­kern des Kopf­tu­chur­teils zählt, weil die dort or­ga­ni­sier­ten Leh­rer die teils be­droh­li­chen Schul­rea­li­tä­ten aus ei­ge­ner Er­fah­rung ken­nen, gibt denn auch zu be­den­ken, „dass be­reits heute im All­tag von Schu­le und Un­ter­richt er­heb­li­che Schwie­rig­kei­ten durch un­an­ge­mes­se­nes bzw. un­duld­sa­mes (und das heißt: in­to­le­ran­tes) Ein­tre­ten für ra­di­kal-re­li­giö­se Über­zeu­gun­gen z. B. durch El­tern ent­ste­hen, wie sie u.a. durch tra­di­tio­nel­le mus­li­mi­sche Grup­pen pro­pa­giert wer­den.“ (6)

Un­duld­sa­men An­hän­gern ra­di­kal-re­li­giö­ser Über­zeu­gun­gen wird das Er­zie­hungs­ge­schäft künf­tig auch da­hin­ge­hend er­leich­tert, dass sie unter Hin­weis auf die sitt­sa­me Leh­re­rin mit Kopf­tuch die ei­ge­nen Töch­ter noch stär­ker unter Druck set­zen kön­nen als bis­her. Die Pra­xis, schon Min­der­jäh­ri­ge un­ters Kopf­tuch zu zwin­gen, ihnen alles zu un­ter­sa­gen, was in die­sem Alter Spaß macht, und mög­li­chen Wi­der­stand durch au­to­ri­tä­res Dro­hen und re­li­gi­ös au­to­ri­sier­tes Angst­ein­flö­ßen nie­der­zu­hal­ten, kurz: das sys­te­ma­ti­sche Ver­der­ben der Kind­heit von Mäd­chen aus mus­li­mi­schen Fa­mi­li­en, er­hält durch das Karls­ru­her Ur­teil den ver­fas­sungs­recht­li­chen Segen. Auch El­tern, die ihren Kin­dern die Frei­heit las­sen wol­len, nicht sitt­sam her­um­zu­lau­fen, wer­den so dem so­zia­len Druck re­li­giö­ser Ei­fe­rer aus­ge­lie­fert.

Wer der Selbst­er­mäch­ti­gung is­la­mi­scher Kiez­po­li­ti­ker das Wort redet, hat frei­lich auch kein Pro­blem mit dem Tra­gen von Kopf­tü­chern im Un­ter­richt, von dem „für sich ge­nom­men noch kein wer­ben­der oder gar mis­sio­nie­ren­der Ef­fekt“ aus­ge­he, so die Rich­ter. Dass ein Kopf­tuch auch dann eine Be­deu­tung hat, wenn ihre Trä­ge­rin nicht un­ver­hoh­len zum Kon­ver­tie­ren auf­ruft, über­steigt die Vor­stel­lungs­kraft post­mo­dern ver­blö­de­ter Ver­fas­sungs­stra­te­gen. Ab­ge­se­hen vom ob­jek­ti­ven Be­deu­tungs­ge­halt, den ein po­li­ti­sches Sym­bol auch un­ab­hän­gig von den Ei­gen­schaf­ten sei­nes Trä­gers hat, wirkt eine Leh­re­rin als Per­son und wird von ihren Schü­lern, ob sie will oder nicht, als Re­prä­sen­tan­tin der herr­schen­den Ord­nung wahr­ge­nom­men. Ge­ra­de bei jün­ge­ren Schü­lern fir­miert sie an­ders als das Holz­kreuz an der Wand als Iden­ti­fi­ka­ti­ons­ob­jekt und Pro­jek­ti­ons­flä­che un­be­wuss­ter Trie­b­im­pul­se. Trägt sie ein Kopf­tuch, ver­mit­telt sie un­ab­hän­gig von dem, was sie sagt, nicht nur die dem staat­li­chen Schul­er­zie­hungs-Auf­trag zu­wi­der­lau­fen­de Un­gleich­heit zwi­schen Mann und Frau, son­dern auch die Bot­schaft, dass es nor­mal ist, un­ter­wor­fen zu sein.

In der Taz er­fährt man von einer mus­li­mi­schen Leh­re­rin, die sich zwecks Aus­übung der Leh­rer­tä­tig­keit im­mer­hin dazu durch­rin­gen konn­te, das Kopf­tuch im Un­ter­richt ab­zu­le­gen, wie is­la­misch-or­tho­dox so­zia­li­sier­te Frau­en ti­cken: „Plötz­lich muss­te ich Be­rei­che zei­gen, die für mich zur In­tim­sphä­re ge­hö­ren. Eine Be­kann­te sagte zu mir: Du hast be­stimmt schö­nes Haar. Den an­de­ren wird das ge­fal­len. Okay. Aber für mich ist das in etwa so, als würde je­mand sagen: Du hast be­stimmt tol­les, ge­well­tes Scham­haar. Zeig es mir doch mal!“ (7)

Das zu­tiefst scham­be­setz­te Selbst­bild die­ser Leh­re­rin ist kein in­di­vi­du­el­ler Spleen, son­dern das ori­gi­nä­re Pro­dukt einer auf weib­li­che Jung­fräu­lich­keit fi­xier­ten Er­zie­hungs­pra­xis, die das Ziel ver­folgt, Mäd­chen und Frau­en so lange zu dres­sie­ren, bis sie als keu­sche Vor­zei­ge­frau­en der Fa­mi­li­en­eh­re pa­rie­ren. Da­durch, dass dem is­la­mi­schen Mäd­chen nicht nur dau­ernd ein­ge­re­det wird, dass so­wohl sein Ge­schlecht als auch seine Lust allem zu­wi­der läuft, was hei­lig ist, son­dern die ein­ge­for­der­te Un­ver­dor­ben­heit auch Ge­gen­stand per­ma­nen­ter Über­prü­fung ist, er­lebt es unter der sys­te­ma­tisch ver­ängs­ti­gen­den Kon­troll­pra­xis der zum Über­wa­chungs­kol­lek­tiv for­mier­ten Fa­mi­lie den rest­lo­sen Ver­lust von Selbst­kon­trol­le und Au­to­no­mie. Aus dem Emp­fin­den der Schlech­tig­keit und Schmut­zig­keit des ei­ge­nen Kör­pers, des ei­ge­nen Be­geh­rens und der ei­ge­nen Wün­sche re­sul­tiert jenes im Kopf­tuch­wahn zum Aus­druck kom­men­de Scha­memp­fin­den, das sich durch die in der is­la­mi­schen Ge­mein­schaft all­ge­gen­wär­ti­ge Dä­mo­ni­sie­rung der Frau zur vi­ru­len­ten Stö­rung ra­di­ka­li­siert. Das Ge­fühl des Klein­seins, das is­lam­ver­narr­te Kul­tur­re­la­ti­vis­ten zu­wei­len als be­son­ders schät­zens­wer­te Form weib­li­cher Dank­bar­keit pro­pa­gie­ren, ist be­glei­tet von einer miss­trau­isch bis feind­lich ge­sinn­ten Wahr­neh­mung der Au­ßen­welt, wozu auch das pa­ra­no­ide Ge­fühl zählt, unter Dau­er­be­ob­ach­tung zu ste­hen und bei jedem Aus­gang ten­den­zi­ell alle Män­ner an­zug­ei­len. Das ge­well­te Scham­haar auf dem Kopf ist das Sinn­bild einer Re­li­gi­on, deren An­hän­ger vor lau­ter Fi­xie­rung aufs Se­xu­el­le no­to­risch ver­stört sind und ge­ra­de des­we­gen allen an­de­ren mit ihrer de­for­mier­ten Sitt­lich­keit zu Leibe rü­cken.

Sozialarbeit in korangemäßer Fassung

Man muss un­ter­des­sen kein pas­sio­nier­ter Se­xu­al­päd­ago­ge sein, um zu wis­sen, dass es im Leh­rer­job si­cher nicht un­vor­teil­haft ist, eine ge­wis­se Ge­las­sen­heit ge­gen­über den pu­ber­tä­ren Pro­vo­ka­tio­nen und der kol­lek­tiv aus­a­gier­ten Trieb­haf­tig­keit von Schü­lern an den Tag legen zu kön­nen. Das setzt je­doch vor­aus, nicht schon in der Be­wäl­ti­gung der ei­ge­nen Trieb­kon­flik­te voll­ends über­for­dert zu sein und an den is­la­mi­schen Psy­cho­ticks ma­ni­fest zu lei­den, ohne auch nur auf die Idee zu kom­men, dass der Grund fürs irre Scha­mer­le­ben nicht in den ein­ge­bil­de­ten Lust­bli­cken der an­de­ren, son­dern in den is­la­mi­schen Zu­mu­tun­gen zu su­chen ist, denen man sich mit Haut und Haar ver­schrie­ben hat. Schü­ler und El­tern, die nicht nur das Kopf­tuch selbst, son­dern auch seine ge­sell­schaft­li­chen Vor­aus­set­zun­gen und in­di­vi­dual­psy­cho­lo­gi­schen Ne­ben­wir­kun­gen als fremd und be­droh­lich er­le­ben, sind nicht klein­ka­riert oder gar ras­sis­tisch, son­dern haben sich die Mün­dig­keit be­wahrt, die die Ver­fas­sung den Ge­sell­schafts­mit­glie­dern für ge­wöhn­lich un­ter­stellt. El­tern, für die das Mit­tel der Saal­schlacht nicht in­fra­ge kommt, die aber kei­nes­falls Kom­pli­zen der is­la­mi­schen Ideo­lo­gie und ihrer Trä­ger sein wol­len, und die auch dann ein Pro­blem damit haben, dass ihre Kin­der an die Bar­ba­rei ge­wöhnt wer­den sol­len, wenn diese als ge­mä­ßigt und ver­fas­sungs­kon­form er­scheint, wer­den sich im Ernst­fall nach schu­li­schen Al­ter­na­ti­ven um­schau­en müs­sen.

Weil man die in man­chen Pro­blem­schu­len all­ge­gen­wär­ti­ge Aso­zia­li­tät is­la­misch so­zia­li­sier­ter Jung­män­ner, die sich so­wohl gegen Leh­rer als auch gegen Mit­schü­ler rich­tet, mit den gän­gi­gen päd­ago­gi­schen Mit­teln nicht mehr in den Griff be­kommt, setzt man ihnen dem­nächst ein paar Leh­re­rin­nen im Kopf­tuch vor die Nase und hofft, dass die in­ter­kul­tu­rel­le Päd­ago­gik aus ers­ter Hand zur Be­ru­hi­gung des Un­ter­richts bei­trägt. Ein biss­chen is­la­mi­sche Tra­di­ti­on und Er­zie­hung in Form is­la­mi­scher Mut­ter­er­satz­fi­gu­ren kann auch an deut­schen Schu­len nicht scha­den, so­fern es um die Un­ter­schich­ten geht, so die im­pli­zi­te Bot­schaft der­je­ni­gen, die nun auch in den Schu­len mehr Kopf­tuch wagen wol­len. Dass die me­tho­disch ver­sier­ten und de­mo­kra­tisch sich ge­ben­den Un­ter­richts­maß­nah­men und schu­li­schen Er­zie­hungs­idea­le der Ber­li­ner Re­pu­blik mit dem is­la­mi­schen Er­zie­hungs­di­ri­gis­mus punk­tu­ell zu­sam­men­ge­hen sol­len, mag ir­ri­tie­ren. Doch der Islam, des­sen er­zie­he­ri­scher Auf­trag in ers­ter Linie darin be­steht, den Nach­wuchs zum Ge­hor­sam ge­gen­über Allah an­zu­hal­ten und die Her­an­wach­sen­den in die vom Schöp­fer vor­ge­se­he­ne Ord­nung ein­zu­fü­gen, un­ter­schei­det sich in der For­de­rung nach grund­sätz­li­cher An­pas­sungs­be­reit­schaft nicht we­sent­lich von der be­sin­nungs- und wunsch­lo­sen Hin­ga­be an das als un­ver­än­der­bar ab­ge­hak­te Elend, die den Men­schen im Spät­ka­pi­ta­lis­mus ab­ver­langt wird.

Auch in der Zeit ver­traut man auf die päd­ago­gi­sche Wirk­sam­keit ge­zielt ver­ab­reich­ter Dosen Islam und un­ter­legt den Ruf nach einer Aus­wei­tung des Is­lam­un­ter­richts mit auf­dring­li­cher On­kel­haf­tig­keit: „Ihr seid will­kom­men, ihr ge­hört zu uns, wir neh­men euren Glau­ben ernst. Au­ßer­dem ist er ein Mo­sa­ik­stein in der Prä­ven­ti­ons­ar­beit gegen Ex­tre­mis­mus, wenn die Mo­sche­en Ju­gend­li­che auf Sinn­su­che nicht er­rei­chen, und diese dann den Islam nur von Dji­ha­dis­ten im In­ter­net bei­ge­bracht be­kom­men.“ (8) Die herr­schen­de päd­ago­gi­sche Vor­stel­lung, dass man voll­ends ver­roh­te Sa­dis­ten, die sich an Hin­rich­tungs­vi­de­os von Dji­ha­dis­ten im In­ter­net auf­gei­len an­statt al­ters­ge­mä­ßen Be­schäf­ti­gun­gen nach­zu­ge­hen, da­durch auf den rich­ti­gen Weg zu­rück­füh­ren könne, dass man ihnen mit ak­zep­tie­ren­der So­zi­al­ar­beit in ko­ran­ge­mä­ßer Fas­sung kommt, lässt sich an­schei­nend durch nichts wi­der­le­gen. Nicht mal vom ekla­tan­ten Miss­er­folg der ge­ra­de sehr an­ge­sag­ten Prä­ven­ti­ons­ar­beit. (9)

Kopftuchpunks für Deutschland

Bei der mar­ke­ting­stra­te­gi­schen Auf­rüs­tung, die der bun­des­deut­sche Ver­band­sis­lam zwecks Image­wech­sel ak­tu­ell be­treibt, spielt das Bild der Aka­de­mi­ke­rin mit Kopf­tuch eine her­aus­ra­gen­de Rolle. In Zei­ten, in denen die mi­li­tan­ten Voll­stre­cker der rei­nen Lehre der Welt täg­lich die Ab­grün­de ihres Glau­bens vor Augen füh­ren und so die Mär vom prin­zi­pi­ell to­le­ran­ten Islam gründ­lich wi­der­le­gen, wird die Vor­füh­rung be­son­ne­ner Is­lam­ver­tre­ter mit Hoch­schul­ab­schluss immer wich­ti­ger. An­ders als die Ein­kaufs­tü­ten schlep­pen­de Haus­frau, die in Kopf­tuch und Se­cond-Hand-Klei­dung ihrem Mann hin­ter­her­trot­tet, steht die kopf­tuch­ab­wärts mo­disch ge­klei­de­te und elo­quent par­lie­ren­de Re­prä­sen­tan­tin des Islam für Fort­schritt, der je nach Kul­tur­spar­te auch als Re­bel­li­on der Bit­ches da­her­kom­men kann: „Oft schwirrt das Bild der mit Al­di-Tü­ten be­pack­ten Kopf­tuch-Tür­kin mit lan­gem Man­tel im Kopf herum – das ist vor­bei, Bit­ches! Wacht auf! Das Kopf­tuch ist längst kein Zei­chen der un­ge­bil­de­ten Ka­na­ken-Putz­frau mehr – das Kopf­tuch ist Punk!“ (Lady Bitch Ray)

Nicht Punk, aber ein biss­chen Hips­ter sind auch die paar Frau­en, die das Kopf­tuch mit Ac­ces­soires, Röh­ren­jeans oder Horn­bril­len kom­bi­nie­ren, um auf diese Weise dem dunk­len Image des Kopf­tuchs ent­ge­gen­zu­wir­ken, dabei aber in ers­ter Linie die Ver­träg­lich­keit von is­la­misch prä­for­mier­ter Ich-Ver­pan­ze­rung und bun­tem Kopf­tuch samt mo­di­schem Style unter Be­weis stel­len: „Ge­ra­de in Deutsch­land den­ken viele Men­schen, dass Kopf­tü­cher dun­kel sein und zu lan­gen, wei­ten Män­teln ge­tra­gen wer­den müs­sen. Meine bunte und fröh­li­che Weise, damit um­zu­ge­hen, über­rascht.“ (10) Was mehr über­rascht, ist, wie mü­he­los es den Kopf­tuchi­deo­lo­gen zu ge­lin­gen scheint, auch mo­di­sche Klei­dung rest­los zu as­si­mi­lie­ren und in den Dienst einer bunt auf­ge­hübsch­ten Uni­for­mie­rung zu stel­len.

Die is­la­mi­sche Ju­gend­or­ga­ni­sa­ti­on JUMA – jung, mus­li­misch, aktiv tritt etwas se­riö­ser auf, will aber eben­falls dar­auf hin­aus, dass die Zeit der Ka­na­ken-Putz­frau vor­bei ist. (11) Mit­in­itia­to­rin Saw­san Cheb­li, die in­zwi­schen im Aus­wär­ti­gen Amt als Vi­ze­spre­che­rin Dienst tut, muss wis­sen, was gut für Deutsch­land ist: „Acht­zig Pro­zent un­se­rer JU­MA-Mäd­chen tra­gen ein Kopf­tuch, sind sehr ge­bil­det und eine Res­sour­ce für Deutsch­land.“ (12) Mög­lich, dass man ge­ra­de als jun­ger, mus­li­mi­scher und ak­ti­ver Mensch eine Res­sour­ce für Deutsch­land sein kann, was genau ge­nom­men weder für die einen noch für die an­de­ren spricht. Schlicht­weg un­be­grün­det aber ist die Be­haup­tung, dass selbst­be­wuss­te Kopf­tuch­trä­ge­rin­nen für die Harm­lo­sig­keit des Kopf­tuchs oder gegen Un­ter­drü­ckung spre­chen, so­bald sie auf eine „bunte und fröh­li­che Weise“ damit um­ge­hen und sich eine Horn­bril­le auf­set­zen.

Um in Er­fah­rung zu brin­gen, dass sich die um de­mo­kra­ti­sche Kom­pa­ti­bi­li­tät be­müh­ten Vor­zei­ge­mus­li­ma von Ver­tre­tern des mi­li­tan­ten Flü­gel ihrer Re­li­gi­on meist nur gra­du­ell un­ter­schei­den, ge­nügt es manch­mal, ihnen ein­fach zu­zu­hö­ren. Fe­resh­ta Ludin, Deutsch­lands po­pu­lärs­te Kämp­fe­rin fürs Recht auf Kopf­tuch, die schon vor Jah­ren mit der Aus­sa­ge glänz­te, dass sie sich vor lau­ter Dis­kri­mi­nie­rung „wie kurz vor dem Ho­lo­caust“ vor­kom­me, und die al­lei­ne wegen die­ser mo­ra­lisch ver­kom­me­nen Selbst­vik­ti­mi­sie­rung in kei­ner Schu­le etwas ver­lo­ren hat, wird heute von ganz an­de­ren Sor­gen ge­plagt: „Schon immer hat es mich ir­ri­tiert, wenn Frau­en sich für frem­de Män­ner über­trie­ben hübsch mach­ten.“ (13) Der weib­li­che Bonus fürs Mit­ma­chen in der pa­tri­ar­cha­len Zwangs­ge­mein­schaft ist der li­bi­di­nö­se Lust­ge­winn, der aus der ei­ge­nen Un­ter­wer­fung ge­zo­gen wird. Das pas­siert, indem sich die Koran­treu­en zur Kom­pen­sa­ti­on des Ver­zichts auf selbst­ge­setz­te Trieb­zie­le als Hü­te­rin­nen der Moral auf­spie­len und sich an­de­ren Frau­en über­le­gen wäh­nen, die sich – was immer das hei­ßen mag – über­trie­ben hübsch ma­chen. (14)

Mög­li­cher­wei­se ist es Lud­ins Gang durch die Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen zu ver­dan­ken, dass sie ihrer Ir­ri­ta­ti­on nicht auch noch da­durch Nach­druck ver­leiht, dass sie die ihrer An­sicht nach über­trie­ben Hüb­schen als west­li­che Schlam­pen ti­tu­liert, wie es in Schu­len mit hohem Is­la­man­teil be­reits Usus unter den „gläu­bi­gen“ Schü­lern ge­wor­den ist. Viel mehr als le­dig­lich etwas ge­mä­ßig­te Bös­wil­lig­kei­ten im Namen von kol­lek­ti­ver Ehre und Sitt­lich­keit kann man aber auch vom ge­bil­de­ten Islam nicht er­hof­fen. Den Gläu­bi­gen gilt auch Wis­sens­er­werb als blo­ßes Mit­tel zum rech­ten Glau­ben, Er­kennt­nis­ge­winn soll nichts an­de­rem die­nen, als die zu Hö­he­rem Be­ru­fe­nen zum in­ten­si­ve­ren Koran­pau­ken an­zu­hal­ten. Ab­ge­se­hen davon, dass Bil­dung noch nie ein Ga­rant für gute Ab­sich­ten war und der Hang zu Kul­tur­gü­tern zu­wei­len so­wohl mit lä­cher­li­chem Dün­kel als auch mit der Be­reit­schaft zur Bru­ta­li­tät har­mo­niert, be­legt das blin­de Ver­trau­en aufs de­mons­tra­ti­ve Bil­dungs­ge­schwätz schein­bar eman­zi­pier­ter Kopf­tuch­frau­en auch, dass kei­ner mehr einen Be­griff vom Ideal in­di­vi­du­el­ler Frei­heit zu haben scheint, das im klas­si­schen Bil­dungs­be­griff steckt.

Auch wenn die Bil­dung der Per­sön­lich­keit, die von allem Ge­sell­schaft­li­chen ab­stra­hie­ren­de Rück­wen­dung des ge­stal­ten­den Wil­lens auf sich selbst, zur „Ver­här­tung der ein­zel­nen Men­schen, zum Hoch­mut, zum Pri­vi­leg­be­wusst­sein und der Ver­düs­te­rung der Welt“ (15) bei­ge­tra­gen hat, taugt das im klas­si­schen Bil­dungs­be­griff ex­pli­zier­te Ver­spre­chen von Zi­vi­li­sa­ti­on und Hu­ma­ni­tät auch heute noch als Ein­spruch gegen die Frei­heits­ver­ach­tung und Ein­för­mig­keit der is­la­mi­schen All­tags­kul­tur. Warum etwa Wil­helm von Hum­boldts Auf­for­de­rung an die Ein­zel­nen, die herr­schen­de Kul­tur zwar an­zu­er­ken­nen, mit­tels „pro­por­tio­nir­lichs­ter Bil­dung“ aber auch über sie hin­aus­zu­den­ken, im Islam keine Rolle spielt, hat einen ein­fa­chen Grund: wer die Auf­for­de­rung an­näh­me, hätte Allah ab­zu­schwö­ren.

Überall Sexfallen

Was Leh­rer heute in­ten­si­ver be­schäf­tigt als die Frage nach den Mög­lich­kei­ten von Bil­dung in der ver­wal­te­ten Welt, sind die Pro­ble­me, die der Sexus auf­wirft. Der Kon­sum von In­ter­net­por­nos oder früh­rei­fes Ver­hal­ten ge­hö­ren zu den be­lieb­tes­ten The­men auf Päd­ago­gik­kon­fe­ren­zen, wo die neu­es­ten Schreck­nis­se aus der se­xua­li­sier­ten Ge­sell­schaft mit einer fins­te­ren Miene vor­ge­tra­gen wer­den, die man sonst nur in Ka­ta­stro­phen­fil­men sieht, wenn der Prä­si­dent vor die Ka­me­ras tritt und der von den Bild­schir­men ver­sam­mel­ten Mensch­heit ver­kün­det, dass es gleich zum letz­ten Mal knallt. Wäh­rend die einen zur Ab­wehr ani­ma­li­scher Ge­fah­ren auf se­xu­al­päd­ago­gisch ge­schul­te Not­fall­hel­fer set­zen, die mit Dil­dos und Kon­do­men be­stückt in die Schu­len ein­rü­cken, um vor­zu­füh­ren, wie man’s rich­tig macht und als Zu­ga­be die Kin­der dazu auf­for­dern, Über­le­gun­gen über Bor­del­le, Stel­lun­gen oder Anal­ver­kehr an­zu­stel­len, gehen die an­de­ren bei der Vor­stel­lung auf die Bar­ri­ka­den, dass die Kin­der etwas an­de­res ken­nen­ler­nen könn­ten als die Tris­tesse der Ehe, die man ihnen täg­lich vor­lebt.

Ein Würz­bur­ger Gym­na­si­um, das nicht mehr län­ger ge­willt ist, der gras­sie­ren­den Scham­lo­sig­keit ta­ten­los zu­zu­se­hen, hat un­längst eine Klei­der­ord­nung er­las­sen, in der die un­ter­frän­ki­schen Lo­li­tas prä­ven­tiv zur Ord­nung ge­ru­fen wer­den: „Auch wenn dein Bauch­na­bel ein Hin­gu­cker ist, soll­test du ihn nicht der Schu­löf­fent­lich­keit prä­sen­tie­ren.“ (16) Ab­ge­se­hen davon, dass sol­che Aus­künf­te im Zwei­fels­fall mehr über die be­sorg­ten Hin­gu­cker ver­ra­ten, als über die Mäd­chen, die mit bauch­frei­en Shirts her­um­lau­fen: Das Be­dürf­nis, po­ten­ti­el­le Er­re­gungs­quel­len aus der Öf­fent­lich­keit zu ver­ban­nen, teilt der ver­klemm­te Leh­rer aus Würz­burg mit dem über­zeug­ten Mos­lem, der al­ler­dings eine Re­li­gi­on hin­ter sich hat, die noch über ge­nü­gend Vi­ta­li­tät und Ein­fluss auf die ei­ge­ne An­hän­ger­schaft ver­fügt, um kör­per­li­che Reize aus der Öf­fent­lich­keit zu re­le­gie­ren. Die Er­zie­hungs­re­geln und Fa­mi­li­en­struk­tu­ren je­doch wer­den auch für Nicht-Mos­lems at­trak­tiv, so­fern diese zu nichts an­de­rem mehr in der Lage sind, als die bloß noch in per­hor­res­zier­ter Ge­stalt wahr­ge­nom­me­ne kind­li­che und frem­de Se­xua­li­tät mit hei­li­gem Eifer zu be­feh­den. Das Ap­peas­e­ment ge­gen­über dem Islam rührt auch an die über das Schu­li­sche hin­aus­ge­hen­de Frage der Se­xua­li­tät im Spät­ka­pi­ta­lis­mus. Die is­la­mi­sche Ab­sa­ge an In­di­vi­dua­li­tät, Las­ter­haf­tig­keit und se­xu­el­le Kon­kur­renz scheint die zi­vi­li­sa­ti­ons­mü­den Eu­ro­pä­er nicht zu schre­cken, son­dern zu­wei­len an­zu­zie­hen. Die un­heim­li­che Liebe der Re­gre­die­ren­den zum Islam speist sich nicht zu­letzt dar­aus, dass der Islam in ihren Augen für eine Welt steht, in der es schein­bar auch dann noch Zu­spruch gibt, wenn man weder öko­no­mi­sche noch zwi­schen­mensch­li­che Er­fol­ge vor­zu­wei­sen hat, und in der sol­cher­art das Kopf­tuch die ne­ga­ti­ve Auf­he­bung der se­xu­el­len Kon­kur­renz ver­sinn­bild­licht.

Das über­dreh­te In­ter­es­se am Kör­per­li­chen und Se­xu­el­len ist Folge eines Wirt­schafts­sys­tems, das alle Di­men­sio­nen des Da­seins in Regie nimmt. Durch die Ver­schmel­zung von Ar­beit und All­tag über­tra­gen sich die Re­geln und Kon­kur­renz­mus­ter des Be­triebs auch auf die ar­beits­freie Zeit, in der mit der Aus­wei­tung der Frei­zü­gig­keit und der kom­pe­ti­ti­ven Spor­ti­fi­zie­rung der Se­xua­li­tät eine Kampf­zo­ne ent­stand, in der sich re­pres­siv Ent­sub­li­mier­te, die ihr ver­bis­se­nes und im Dienst der Ent­sa­gung ste­hen­des Ge­rödel als ur­ba­ne Lust- und Ge­nuss­ori­en­tie­rung miss­ver­ste­hen, zu Höchst­leis­tun­gen trei­ben las­sen, um der Schwä­che und dem Al­tern ihres Kör­pers ein Schnipp­chen zu schla­gen – sei es durch Ge­sund­heits­wahn, Fett­ab­sau­gen oder ma­nisch be­trie­be­nes „work-out“. Der un­be­ding­te Wille, auch au­ßer­halb der Ar­beit er­folg­reich zu sein, das ehr­gei­zi­ge und mit buch­hal­te­ri­scher Dis­zi­plin be­werk­stel­lig­te Zu­recht­ma­chen für po­ten­ti­el­le Part­ner und deren Zu­spruch oder mehr noch: der selbst­be­züg­li­che Be­weis des ei­ge­nen Er­fol­ges noch bis in die Poren des Kör­pers hin­ein gleicht der Pseu­do­ak­ti­vi­tät im Be­trieb aufs Haar. Das auf Dauer ge­nau­so freud­lo­se wie an­stren­gen­de kör­per­li­che und se­xu­el­le Ab­ge­stram­pel im Zei­chen des Nar­ziss­mus, der ge­sell­schaft­lich ad­äqua­ten Form der Re­gres­si­on, kor­re­spon­diert mit quä­len­der Er­mü­dung. Ir­gend­wann will das kri­sen­ge­schüt­tel­te und von jedem kri­ti­schen Ge­dan­ken, jeder Hoff­nung und Uto­pie be­frei­te nach­bür­ger­li­che Sub­jekt nur noch auf die Couch oder phan­ta­siert sich auf die Insel der Un­glück­se­li­gen, deren Be­geh­ren von An­be­ginn aus­ra­diert wird wie das der Kopf­tuch­trä­ge­rin­nen.

Vom Zi­vi­li­sa­ti­ons­fort­schritt des Ero­ti­schen, vom Reiz des Frem­den, das man im an­de­ren sucht, ist nur die trübe Be­zie­hungs­ar­beit phy­sio­gno­misch und geis­tig Gleich­ge­schal­te­ter ge­blie­ben. Statt Glück sucht man An­er­ken­nung und Be­wun­de­rung in der nächst­bes­ten Wohl­fühl­ge­mein­schaft, die ge­nau­so gut die Yo­ga-Grup­pe wie die Dis­ko­be­kannt­schaft sein kann. Die Welt, mit der die nar­ziss­ti­schen Mo­na­den nichts mehr an­zu­fan­gen wis­sen, wird nur noch unter dem Ge­sichts­punkt der Stär­kung oder Krän­kung des ver­küm­mer­ten Selbst ka­ta­lo­gi­siert. Spä­tes­tens dann, wenn den em­si­gen Frei­zeit­ma­lo­cher im dau­ern­den Ver­gleich mit an­de­ren klar wird, dass man in der aufs Kör­per­li­che und Ju­gend­li­che abon­nier­ten Kampf­zo­ne al­lei­ne schon des­we­gen nicht auf ewig mit­hal­ten kann, weil man älter wird, kann sich die zu­neh­mend von Se­xu­al­neid ge­präg­te Sicht auf die Welt in den stie­ren Blick des Has­sen­den ver­wan­deln. Ihn drängt es dazu, sich von den An­for­de­run­gen des Den­kens ab­zu­schot­ten und die ei­ge­ne Un­zu­läng­lich­keit bei der Be­wäl­ti­gung der trie­böko­no­mi­schen Über­for­de­rung und nar­ziss­ti­schen Frus­tra­ti­on durch über­se­xua­li­sie­ren­de Dese­xua­li­sie­rung auf­zu­he­ben. Kehr­sei­te der re­pres­si­ven Ent­sub­li­mie­rung ist die pa­thi­sche Pro­jek­ti­on, der Drang, die ge­sell­schaft­li­chen For­men hin­ter sich zu las­sen, um an den hal­lu­zi­nier­ten Ver­ur­sa­chern der tief sit­zen­den Un­zu­frie­den­heit Rache zu neh­men.

Die Rache der kleinen Manus

Dass die Se­xu­alta­bus bei aller Sex­shop-Li­ber­ti­na­ge nicht ge­fal­len sind und am an­de­ren immer noch wild be­kämpft wird, was man selbst be­gehrt, be­zeu­gen die stän­dig wie­der­keh­ren­den Ver­fol­gungs­ri­tua­le gegen so­ge­nann­te Kin­der­schän­der, die kol­lek­ti­ve Ent­rüs­tung über die Vor­lie­ben an­de­rer, oder die ge­ho­be­ne Häme gegen die Flach­heit und Un­na­tür­lich­keit kul­tur­in­dus­tri­el­ler Her­vor­brin­gun­gen. Prin­zi­pi­ell kann es alles und jeden tref­fen, wenn dem aus der Fas­sung ge­ra­te­nen Deut­schen die pas­sen­den Stich­wor­te ge­lie­fert wer­den. Die ab­grund­tie­fe Häss­lich­keit des ge­sun­den Volks­emp­fin­dens zeig­te sich zu­letzt im kol­lek­ti­ven Auf­stand gegen die Fern­seh­sen­dung Ger­ma­nys Next Top­mo­del (GNTM), in der junge Frau­en mit dem Be­rufs­wunsch Model in al­ber­nen Spiel­chen und teils ent­wür­di­gen­den Sze­na­ri­en um die Gunst der Ju­ro­ren wer­ben. So weit, so harm­los. Dass aus­ge­rech­net diese eine Mo­dels­en­dung, die sich ja von vie­len wei­te­ren Fern­seh­ba­na­li­tä­ten nicht un­ter­schei­det, in re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den aufs Gif­tigs­te be­fein­det wird, liegt daran, dass das von den Ju­ro­ren scha­den­froh kom­men­tier­te kon­kur­renz­ge­trie­be­ne Ge­zänk ganz un­ge­wollt of­fen­legt, wie es in der fle­xi­bi­li­sier­ten Ar­beits­welt zu­geht. Jeden Un­sinn mit­ma­chen zu müs­sen und dabei noch dem Hohn der Kol­le­gen aus­ge­setzt sein, die sich ge­gen­sei­tig umso mehr an­wi­dern, je dras­ti­scher ihnen der be­triebs­ge­mein­schaft­li­che Team­kla­mauk auf­ge­drückt wird, das ken­nen auch die auf Selbst­be­haup­tung dres­sier­ten Kri­ti­ker von GNTM, sie wol­len es aber nicht auch noch hören und sehen. Die dar­ge­bo­te­nen Ge­häs­sig­kei­ten der Kon­kur­renz wären aber aus­zu­hal­ten, wenn die Frau­en, um die es geht, nicht hüb­sche Mäd­chen wären, die – wie naiv auch immer − davon träu­men, nach Mai­land oder Paris zu kom­men, statt mit vier­zig noch auf ir­gend­ei­ner Dorf­kir­mes rum­zu­hän­gen. Im Mo­del­ge­schäft kann der bo­den­stän­di­ge Deut­sche nichts als Ei­tel­keit und Ge­fühls­käl­te er­ken­nen. Lie­ber um­gibt er sich mit sei­nes­glei­chen, als sich den Ge­fah­ren von Schön­heit und ober­fläch­li­cher Ver­füh­rung aus­zu­set­zen, deren Un­er­reich­bar­keit er als Krän­kung emp­fin­det, die Ver­gel­tung ver­dient.

Nach­dem das Fi­na­le der dies­jäh­ri­gen Staf­fel wegen einer Bom­ben­dro­hung ab­ge­bro­chen wer­den muss­te, zeig­te sich das kol­lek­ti­ve Ver­gel­tungs­be­dürf­nis in rü­des­ter Ge­stalt. Dass den als „Kotz­mo­dels“ ti­tu­lier­ten Frau­en die Show ver­mas­selt wurde, ver­setz­te den Kom­men­tar­spal­ten­mob in freu­di­ge Er­re­gung. Kotz­mo­del ist dabei die twit­ter­kom­pa­ti­ble Va­ri­an­te der lai­en­me­di­zi­ni­schen Fern­dia­gno­se Ma­ger­sucht, die Lauf­steg­mo­dels für ge­wöhn­lich im Feuille­ton aus­ge­stellt wird, weil sie der deut­schen Vor­lie­be für frucht­ba­re Land­mäd­chen nicht ent­spre­chen. Eine Manu, die auch nichts an­de­res als Ka­lo­ri­en im Kopf hat, fan­ta­sier­te sich im Eifer der Ka­ta­stro­phen­geil­heit in die Rolle der Amok­läu­fe­rin im Feld­zug gegen dünne Mä­dels und steht dabei auch stell­ver­tre­tend für den er­schre­ckend her­un­ter­ge­kom­me­nen Humor der Durch­schnitts­deut­schen: „Ich habe ne Ka­lo­ri­en­bom­be rein­ge­wor­fen. Jetzt flüch­ten alle dün­nen Mä­dels aus der Halle“ (17) Ob Manu ein­fach so gars­tig ist, weil die Kan­di­da­tin­nen Sa­chen tra­gen kön­nen, die für sie nicht in­fra­ge kom­men, weiß man nicht. Was man aber mit Ge­wiss­heit sagen kann, ist, dass die in Form miss­glück­ter Iro­nie aus­a­gier­te la­ten­te Ge­walt­be­reit­schaft nicht das Pri­vi­leg kom­men­tie­ren­der Wut­bür­ge­rin­nen ist, son­dern auch unter aus­ge­bil­de­ten Jour­na­lis­ten zum guten Ton ge­hört. Das näm­lich stell­te Jörg Tha­de­usz unter Be­weis, der nach et­li­chen Jah­ren als bra­ver Mo­dera­tor und Re­por­ter der Öf­fent­lich-Recht­li­chen in der Frank­fur­ter Rund­schau nun doch noch seine re­bel­li­sche Seite ent­deck­te, indem er sich gegen die 17 bis 19-jäh­ri­gen Man­ne­quins he­ro­isch in Pose schmiss: „So­lan­ge nie­man­dem etwas pas­siert, ist eine Bom­ben­dro­hung für die Top­mo­del-Sen­dung wie ein Wie­ner Schnit­zel für ein Man­ne­quin nach drei Tagen ka­lo­ri­en­frei­er Pho­to­syn­the­se: Ver­bo­ten, aber ein­fach herr­lich.“ (18)

Ein­fach herr­lich soll es sein, ein paar Tau­send Men­schen in Angst und Schre­cken zu ver­set­zen. Ein­fach herr­lich fin­den so etwas auch die Is­la­mis­ten, die seit Jah­ren gegen Schön­heits­wett­be­wer­be auf dem Kon­ti­nent mobil ma­chen. Im­mer­hin: An­ders als die Is­la­mis­ten will Tha­de­usz, dass nie­man­dem was pas­siert, aber in Bünd­nis­sen wie die­sen sind die Mit­tel be­kannt­lich Ver­hand­lungs­sa­che, so­lan­ge der Feind steht. Bis­her konn­te nicht er­mit­telt wer­den, wer die Dro­hung ver­ur­sacht hat. Dass es ten­den­zi­ell alle ge­we­sen sein könn­ten, ist ein Grund zur Be­sorg­nis.

Dass die zeit­ge­nös­si­sche Ge­sell­schaft dem Islam nicht mehr viel ent­ge­gen­zu­set­zen hat, kommt jen­seits der Feuille­ton-Hä­me darin zum Aus­druck, dass auch die deutsch-kon­ser­va­ti­ven Is­lam-Geg­ner bei der Feind­be­stim­mung in die Bre­douil­le ge­ra­ten. In der Zeit­schrift Tu­mult, wo schwer­punkt­mä­ßig im Carl-Schmitt-Duk­tus rechts­in­tel­lek­tu­ell über Wer­te­ver­fall und Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit ge­raunt wird, be­stimmt Gerd Koe­nen den Islam stan­des­ge­mäß als Feind in ei­ge­ner Ge­stalt und kommt dabei in psy­cho­so­zia­len Stress: „Wir kön­nen sogar mit Si­cher­heit sagen, dass die Be­frei­ung der Frau­en aus ihrer sub­al­ter­nen Stel­lung und die Ent­fal­tung ihrer pro­duk­ti­ven Po­ten­tia­le der Schlüs­sel zur Ent­wick­lung vie­ler und ge­ra­de der is­la­mi­schen Län­der ist. Was al­ler­dings un­ter­schätzt wird, ist die Trag­wei­te die­ser so­zi­al­kul­tu­rel­len Um­wäl­zun­gen und der sehr reale psy­cho­so­zia­le Stress, der mit der völ­lig selbst­be­stimm­ten und po­ten­ti­ell schran­ken­lo­sen Part­ner­wahl oder mit dem vol­len Ein­tritt der Frau­en in das pro­fes­sio­nel­le Be­rufs­le­ben und in die ge­sell­schaft­li­che Öf­fent­lich­keit ver­bun­den war und ist.“ (19) Ver­mut­lich ist der sehr reale psy­cho­so­zia­le Stress auch der Grund dafür, dass man sich in die Mo­ti­ve der Is­la­mis­ten, deren Vi­ta­lis­mus man ins­ge­heim be­wun­dert, so pro­blem­los ein­füh­len kann, auch wenn man ihnen das In­stinkt­haf­te noch Übel nimmt: „Die is­la­mis­ti­sche Ge­gen­re­ak­ti­on speist sich viel­leicht we­ni­ger aus Pu­ri­ta­nis­mus und Prü­de­rie (die eher ein christ­li­ches Erb­teil ist), son­dern fast im Ge­gen­teil: aus einer in­stinkt­haf­ten, ag­gres­si­ven Ab­wehr­re­ak­ti­on gegen die ten­den­zi­ell ab­stump­fen­den Wir­kun­gen, die eine per­ma­nen­te se­xua­li­sier­te In­fra­rot­be­strah­lung ja in der Tat hat.“

Erziehung zur Entbarbarisierung

In der bür­ger­li­chen Ge­sell­schaft ist es die vor­nehm­li­che Auf­ga­be der Schu­le, ihre Mit­glie­der zum selb­stän­di­gen Ver­kauf ihrer Ar­beits­kraft an­zu­lei­ten und ihnen die nö­ti­gen staats­bür­ger­li­chen Tu­gen­den bei­zu­brin­gen. Die schu­li­sche Pra­xis er­schöpft sich je­doch nicht im Zu­rich­ten auf Ka­pi­tal­pro­duk­ti­vi­tät und Staats­loya­li­tät, son­dern stellt den Ein­zel­nen in ge­wis­sem Grade auch die be­griff­li­chen Mit­tel zur Ver­fü­gung, das Ver­häng­nis in kri­ti­scher Ab­sicht re­flek­tie­ren zu kön­nen. Im bes­ten Fall wird beim Schü­ler der Wunsch ge­weckt, durch An­stren­gung und Re­fle­xi­on die ei­ge­ne Be­schränkt­heit zu über­win­den und sich aus der Bor­niert­heit von Fa­mi­lie und an­de­ren Her­kunfts­ge­mein­schaf­ten her­aus­zu­ar­bei­ten.

Der im Wi­der­spruch von Zu­rich­tung und Be­fä­hi­gung ste­cken­de zi­vi­li­sa­to­ri­sche Mehr­wert droht ak­tu­ell kas­siert zu wer­den: Das Schul­kind ist zum so­zi­al­päd­ago­gisch be­treu­ten Fall ge­wor­den, dem vom Bünd­nis aus El­tern und Leh­rern jeder Ei­gen­sinn aus­ge­trie­ben wird, und das ir­gend­wann so ka­putt ist, dass es ge­mein­sam mit Leh­rern und El­tern für die Um­welt und gegen Ame­ri­ka de­mons­triert, wäh­rend die herr­schen­de prak­ti­sche Bil­dungs­po­li­tik und Un­ter­richts­ge­stal­tung dar­auf ab­zielt, aus ihm einen fle­xi­blen Bü­ro­trot­tel zu ma­chen.

So lange aber die Schu­le auch Räume er­öff­net, in denen in Ruhe zu­ge­hört und ge­lernt wer­den kann, und so lange die in­sti­tu­tio­nel­len Re­geln dafür sor­gen, dass der Schutz der Un­ter­rich­te­ten vor phy­si­scher Ge­walt und un­mit­tel­ba­rer In­dok­tri­na­ti­on ge­währ­leis­tet ist, be­wahrt sie den als Ver­hei­ßung ge­gen­wär­ti­gen zi­vi­li­sa­to­ri­schen Über­schuss. Nicht nur, aber ganz be­son­ders, für Schü­ler aus streng is­la­misch ge­präg­ten Fa­mi­li­en bie­tet die Schu­le oft­mals die ein­zi­ge Mög­lich­keit, Klü­ge­res und Zi­vi­li­sier­te­res ken­nen­zu­ler­nen als das, was man von zu Hause ge­wöhnt ist: Eine At­mo­sphä­re, die nicht voll­ends von Enge, Hass und Angst ge­prägt ist. Die gän­gi­gen Un­ter­richts­fä­cher, so be­schränkt sie auch sein mögen, ken­nen­zu­ler­nen, ohne dau­ernd mit Fa­mi­li­en­eh­re und stump­fem Ko­ran­zeug ge­nervt zu wer­den, ist in ihrem Fall eine evi­dent wich­ti­ge Er­fah­rungs­mög­lich­keit. Indem die Karls­ru­her Ver­fas­sungs­rich­ter dazu bei­tra­gen, dass die­ser Er­fah­rungs­raum suk­zes­si­ve schwin­det, tra­gen sie aktiv dazu bei, die letz­ten Reste des schu­li­schen Auf­klä­rungs­bei­trags zu zer­stö­ren.

Die bil­dungs­theo­re­ti­schen Schrif­ten Ador­nos und Hork­hei­mers, denen es nicht nur um die Ret­tung in­di­vi­du­el­ler Bil­dung, son­dern auch um die Gren­zen und Mög­lich­kei­ten von Mün­dig­keit und Ree­du­ca­ti­on ging, of­fe­rie­ren zwar keine Hand­ha­be gegen den ak­tu­el­len Auf­klä­rungs­ver­rat, bei ihnen kann man aber Satz für Satz nach­le­sen, was der­zeit so sträf­lich ver­säumt wird. Wie wenig die ent­schei­den­den Texte von ihrer Ak­tua­li­tät ein­ge­büßt haben, wird auch in den The­sen zum Ver­hält­nis von Schu­le und Fa­mi­lie deut­lich. Man­che Pas­sa­ge liest sich, als sei sie als Ge­gen­re­de aufs Karls­ru­her Ur­teil kon­zi­piert: „In Fäl­len, wo vom El­tern­haus star­ker Ge­gen­druck aus­ge­übt wird, dürf­te ein Er­zie­her auch vor Kon­flik­ten mit den El­tern nicht zu­rück­schre­cken. Er müss­te die Kin­der leh­ren, dass das, was sie zu Hause hören, nicht lau­te­res Gold ist, dass ihre El­tern irren kön­nen, und warum.“ (20)

Auf­ga­be wäre neben der drin­gen­den ge­sell­schaft­li­chen So­li­da­ri­tät mit Schü­lern, die auf den Trich­ter kom­men, dass das, was sie zu Hause hören, nicht lau­te­res Gold ist, den Fa­mi­li­en­ty­ran­nen, die es zum Ein­mi­schen in die Schu­len treibt, kon­kre­te Gren­zen auf­zu­zei­gen. Im Um­gang mit den po­li­ti­sie­ren­den Mos­lems wäre auf­zu­grei­fen, was Ador­no in den Sech­zi­gern gegen die An­ti­se­mi­ten emp­fahl: „Wo sie sich ernst­haft vor­wa­gen […], müs­sen die wirk­lich zur Ver­fü­gung ste­hen­den Macht­mit­tel ohne Sen­ti­men­ta­li­tät an­ge­wandt wer­den, gar nicht aus Straf­be­dürf­nis oder um sich an die­sen Men­schen zu rä­chen, son­dern um ihnen zu zei­gen, dass das ein­zi­ge, was ihnen im­po­niert, näm­lich wirk­lich ge­sell­schaft­li­che Au­to­ri­tät, einst­wei­len dann doch noch gegen sie steht.“

Die zur Ver­fü­gung ste­hen­den Macht­mit­tel gegen die re­ak­tio­närs­te Be­we­gung die­ser Tage an­zu­wen­den, das hieße selbst­ver­ständ­lich auch, das Kopf­tuch­ver­bot für Leh­re­rin­nen und Schü­le­rin­nen ohne Wenn und Aber durch­zu­set­zen. Es gibt nur ein Pro­blem: dass die ge­sell­schaft­li­che Au­to­ri­tät of­fen­kun­dig nicht gegen den Islam steht, son­dern dabei ist, ihm über­all dort, wo er sich vor­wagt, den Weg frei­zu­ma­chen.

Anmerkungen:
  1. https://​www.​bun​desv​erfa​ssun​gsge​rich​t.​de/​SharedDocs/​Pre​ssem​itte​ilun​gen/​DE/​2015/​bvg15-​014.​html
  2. Ebd.
  3. Ebd.
  4. Von re­li­giö­ser Be­klei­dung ist des­we­gen die Rede, weil man ganz plump-athe­is­tisch nicht nur nicht zwi­schen den Re­li­gio­nen un­ter­schei­den will, son­dern allen Erns­tes das Kreuz als grö­ße­res Pro­blem aus­weist: „Denn mit dem Tra­gen eines Kopf­tuchs durch ein­zel­ne Päd­ago­gin­nen ist – an­ders als dies beim staat­lich ver­ant­wor­te­ten Kreuz oder Kru­zi­fix im Schul­zim­mer der Fall ist – keine Iden­ti­fi­zie­rung des Staa­tes mit einem be­stimm­ten Glau­ben ver­bun­den.“ (Ebd.)
  5. Mit der in­di­rek­ten Auf­for­de­rung zum Ein­mi­schen wer­den in Ge­gen­den, deren Be­woh­ner aus Über­zeu­gung deutsch sind, eben­falls be­son­ders häss­li­che Sze­nen be­feu­ert: Falls eine Leh­re­rin auf die un­gu­te Idee kom­men soll­te, bei­spiels­wei­se in ir­gend­ei­nem Ost­kaff mit Kopf­tuch un­ter­rich­ten zu wol­len (was wohl sel­ten der Fall sein wird, weil in die­sen Ge­gen­den fast aus­schließ­lich au­to­chtho­ne Ost­deut­sche hau­sen), könn­te dies dazu füh­ren, dass die lo­ka­le Na­zi-Sze­ne Rab­batz macht.
  6. http://​www.​vbe.​de/​meinung/​positionen/​kopftuch-​im-​unterricht.​html?​type=98
  7. http://​www.​taz.​de/​1/​archiv/​digitaz/​artikel/?​ressort= sp&dig=2015%2F04%2F24%2Fa0085&cHash=c 9561c6457e40e­a­d2e34d36112667c­d6
  8. http://​www.​zeit.​de/​ges​ells​chaf​t/​schule/​2015-​03/​ rel​igio​nsfr​eihe​it-​kop​ftuc​hver​bot-​gekippt-​bun​desv​erfa​ssun​ gsge​rich​t
  9. Vgl.: http://​gru​ppem​orge​ntha​u.​com/​punk-​ist-​keine-​religion/
  10. http://​www.​welt.​de/​icon/​art​icle​1426​1005​2/​Sie-​feiern-​das-​Kopftuch-​als-​modisches-​Accessoire.​html
  11. http://​www.​juma-​projekt.​de/​das-​projekt-​juma-​jung-​muslimisch-​aktiv/
  12. http://​www.​taz.​de/!​5077905/
  13. http://​www.​taz.​de/!​5014270/
  14. Vgl.: Maul, Tho­mas: Die Macht der Mul­lahs.
  15. Hork­hei­mer, Max: Be­griff der Bil­dung, in: Ge­sam­mel­te Schrif­ten, Bd. 8, 409–420.
  16. http://​www.​augsburger-​allgemeine.​de/​bayern/​Zu-​tiefe-​ Einblicke-​Streit-​um-​Kle​ider​ordn​ung-​an-​Gymnasium-​id34141932.​ html
  17. http://​www.​focus.​de/​digital/​internet/​topmodel-​finale- ​abgebrochen-​so-​unv​ersc​haem​t-​reagierte-​das-​netz-​auf-​die-​bom​ bend​rohu​ng-​bei-​gntm_​id_​4683144.​html
  18. http://​www.​fr-​online.​de/​kolumnen/​bom​bend​rohu​ng-​gntm-​lieber-​herr-​thadeusz-,29976192,30706216.​html
  19. Tu­mult, Früh­jahr 2015, 15
  20. Ador­no, T.W.: Zur Be­kämp­fung des An­ti­se­mi­tis­mus heute, in: Kri­tik, Klei­ne Schrif­ten zur Ge­sell­schaft (1971), 123
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Von Eric Allen Bell

Wie einen Film über die Vertei­di­gung des Rechts der Mus­lime, in Amerika eine Moschee zu bauen, zu drehen meine Weltan­schau­ung verän­dert hat.

Neulich passierte mir etwas selt­sames, als ich am Fed­eral Build­ing in Los Ange­les vor­bei­fuhr. Da waren eine Menge Leute mit Schildern, auf denen es hiess, Israel sei eine aggres­sive Gewalt im Nahen Osten, und auf dem Iran werde herumge­hackt. Als ich an einer roten Ampel anhielt, hörte ich einen Mann mit einem Mega­fon die Demon­straten mit einem Singsang anführen, der Obama des Völk­er­mordes beschuldigte. Ich sah viele junge Men­schen und mehrere mus­lim­is­che Frauen mit bedeck­ten Köpfen. Es war eine Anti-Kriegs-Demonstration, die ich wahrschein­lich vor einem Jahr unter­stützt hätte. Aber obwohl ich nicht für mil­itärischen Aktion­is­mus bin, weiss ich, dass der Iran nicht ein weit­erer Irak ist, und dass in der Tat mehr läuft, als dieses übermäs­sig vere­in­fachte Bild, das die Demon­stran­ten mal­ten, während Autos hupend vor­bei­fuhren, um ihre Unter­stützung auszu­drücken. Als die Ampel auf Grün sprang, fiel meinem Auge ein weit­eres Schild auf — ein Bild der bren­nen­den Twin Tow­ers, auf dem zu lesen war: “9/11 war ein Insider-Job”. Als ich auf das Meer palästi­nen­sis­cher Fah­nen und Trom­meln schla­gen­der College-Kids schaute, emp­fand ich eine gewisse Frus­tra­tion — Frus­tra­tion, die auf einer Reihe von Ereignis­sen fusste, die mein Welt­bild verän­dert haben.

Im Som­mer 2010, ger­ade Hol­ly­wood, Kali­fornien, entkom­men um eine drin­gend benötigte Pause von meinem Beruf als Filmemacher zu machen, war ich in meinem Auto unter­wegs und hörte mir eine Geschichte auf NPR an. Es scheint, dass die Men­schen in meinem neuen Zuhause von Murfrees­boro wegen des geplanten Baus einer 5000-Quadratmeter-Mega-Moschee in Aufruhr waren, die in ihrer kleinen Stadt in der Mitte des amerikanis­chen Bibel­gür­tels gebaut wer­den sollte.

Ich hörte den Ton­schnipseln derer, von denen, die sich in einer Bürg­erver­samm­lung zeigten, um ihren Wider­stand zu äussern, aufmerk­sam zu und, als jemand, der ziem­lich neu im Süden war, wurde ich von dem, was ich da hörte, überrascht. “Amerika ist eine christliche Nation, und es gibt nur einen Gott, und sein Name ist nicht Allah und sein Sohn ist Jesus Chris­tus” und “Amerika ist eine christliche Nation” und “Die Mus­lime teilen nicht meine Werte, und ich will sie nicht in meinem Hin­ter­hof”. Aufgewach­sen in Süd-Kalifornien, hatte ich so etwas noch nie zuvor in meinem Leben gehört. Und ich begann, die Geschichte mit grossem Inter­esse zu verfolgen.

Am äusseren Rand der Stadt, an einer kleinen Land­strasse, gab es ein grosses Grund­stück, direkt neben einer Bap­tis­tenkirche, mit einem grossen Schild mit der Auf­schrift, “Zukün­ftiges Heim des Islamis­chen Cen­ters von Murfrees­boro”. Im Laufe der let­zten 6 Monate war das Schild zweimal ver­schan­delt wor­den. Das eine Mal war es entzweige­brochen und ein anderes Mal wur­den die Worte “Nicht Willkom­men” darüber gesprayt.

Ruther­ford County, in dem Murfrees­boro liegt, hat nur knapp mehr als 100’000 Ein­wohner, und doch hat die Gegend fast 200 christliche Kirchen aufzuweisen. Nach­dem ich weder ein grosser Fan des Islam, noch des Chris­ten­tums, noch von Reli­gion im All­ge­meinen bin (und das ist noch milde aus­ge­drückt) betra­chtete ich dies als so etwas wie eine David-gegen-Goliath-Geschichte — mit fanatis­chen Evan­ge­likalen, die eine friedliche mus­lim­is­che Bevölkerung mobben, die seit über 30 Jahren in der Gemeinde gewe­sen war, ohne dass es jemals irgendwelche Prob­leme gab. Und nach­dem ich gehört hatte, dass es im Juli eine grosse Parade die Haupt­strasse runter zum Stadt­platz geben sollte, um gegen den Bau dieser neuen Moschee zu demon­stri­eren, entsch­ied ich, dass es wirk­lich jeman­den braucht, der einen Doku­men­tarfilm über diese Sache macht. Und selbst wenn ich nach Murfrees­boro gegan­gen war, um der Filmwelt für eine Weile zu entkom­men, schien es ziem­lich klar, dass, wenn ich das nicht in einem Film doku­men­tierte, es nie­mand sonst tun würde. Ich wollte der Welt zeigen, was ich sah. Also habe ich eine kleine Film­crew zusam­mengestellt und begann mit der Pro­duk­tion an einem Doku­men­tarfilm, den ich “Nicht Willkom­men” betiteln würde.

Ich hatte noch nie mehr amerikanis­che Flaggen an einem Ort gese­hen, wie an diesem heis­sen Julimor­gen, als sich die Anti-Moschee-Menschenmenge im Basis­lager ver­sam­melte, um die Parade vorzu­bere­iten. Viele der Demon­stran­ten tru­gen rot, weiss und blau. Ich hatte 4 Kam­eras mit einer Crew zur Abdeck­ung des Ereignisses bei den Linksak­tivis­ten, die eine Gegen­demon­stra­tion durch­führten, und den Rest der Kam­eras bei mir, mit denen, die gegen die Moschee marschierten. Ich führte mehrere Inter­views auf dem Schul­park­platz, wo Ein­heimis­che und diejeni­gen, die stun­den­lang herge­fahren waren, sich ver­sam­melten, bereit, gegen das zu marschieren, was sie nicht nur als eine Bedro­hung für ihre Art zu leben sahen, son­dern auch als so etwas wie eine Belei­di­gung angesichts der Ereignisse vom 11. Sep­tem­ber 2001 wahrnah­men. Zwei Kon­gresskan­di­daten tauchten auf, die beide ver­sprachen, “das islamis­che Train­ingslager zu stop­pen” und die Gele­gen­heit für Wahlkampf nutzten, einer von ihnen gab sogar eine Rede über ein Mega­fon und mah­nte die Leute, für ihn zu stim­men, wenn sie ver­hin­dern woll­ten, dass die Scharia nach Murfrees­boro komme. Der Pas­tor der Bap­tis­tenkirche ver­sam­melte alle zusam­men im Gebet, und die Parade zog die Haupt­strasse hin­unter mit Schildern, die “Google den Koran” und “Stop haus­gemachten Ter­ror­is­mus” und jemand in der Menge verteilte Hun­derte von kleinen israelis­chen Flaggen, während mehrere hun­dert Süd­staatler gegen die Moschee marschierten.

Etwa sechs Monate später hatte ich über 300 Stun­den Film­ma­te­r­ial ange­sam­melt, mit Inter­views des Parade­v­er­anstal­ters, bei­der Kon­gresskan­di­daten, des Bürg­er­meis­ters, des Imams der Moschee und mehrerer ihrer Vor­standsmit­glieder, zahlre­ichen betrof­fe­nen Bewohn­ern auf bei­den Seiten des Prob­lems, mus­lim­is­chen Ein­wohn­ern, Stadträten, einem christlichen Zionisten-Lobbyisten, der die Oppo­si­tion gegen die Moschee organ­isiert hatte — und ich hatte sogar wochen­lang das Gerichtsver­fahren geflimt, als eine lokale Gruppe Klage gegen den Land­kreis ein­gere­icht hatte, um die Erteilung der Bau­genehmi­gun­gen des Islamis­chen Zen­trums zu ver­hin­dern. Das Gerichtsver­fahren war wirk­lich ein Zirkus mit einem ländlichen Recht­san­walt in schrillem Anzug mit einer Fliege, der argu­men­tierte, dass der Islam keine Reli­gion sei, und er sei bereit, diese Angele­gen­heit bei Bedarf bis zum Ober­sten Gericht­shof zu brin­gen. Diese Klage scheit­erte, und zwar kläglich. Und obwohl viele der Stadt­be­wohner in der Tat eine Reihe von sehr berechtigten Bedenken hat­ten, fühlte ich, dass diejeni­gen, die sie gewählt hat­ten, um sie zu vertreten, nicht ihre beste Wahl darstell­ten. In viel­er­lei Hin­sicht für die Men­schen in Murfrees­boro, Ten­nessee,  erwies sich dies als eine inter­na­tionale Pein­lichkeit — angesichts der Aufmerk­samkeit der Presse.

Auch ver­suchte jemand, Feuer an ein paar Bau­maschi­nen auf der Baustelle der neuen Moschee zu legen und eine Stu­den­te­nak­tivis­ten­gruppe, die sich “Mit­tlere Ten­nesseer für Reli­gions­frei­heit” nan­nten, stell­ten eine Kerzenlicht-Mahnwache auf die Beine, wo sich Hun­derte von Men­schen der Stadt in Unter­stützung von Tol­er­anz sehen liessen. Ein paar junge Män­ner kamen in einem Pick-up-Truck und hupten immer wieder während der ganzen Mah­nwache. Ihre Klei­dung schien darauf hinzudeuten, dass sie den Arbeit­stag mit Trock­en­bauar­beiten ver­bracht hat­ten. Und als sie ein riesiges Schild auf der Rück­seite ihres Trucks mon­tierten, auf dem “Keine Moschee” zu lesen war, mit einem Schreibfehler im Wort Moschee, zögerte ich nicht, sie zu fil­men, und auch um über sie zu spot­ten, um eine gute Reak­tion für die Kam­era zu provozieren . Und ich bekam sie. Einer von ihnen sagte, wir soll­ten die Ver­fas­sung aus­set­zen und fuhr fort, dass “Alle diese Muus­lims nach Hause ver­schickt wer­den soll­ten”, auch diejeni­gen, die hier geboren wurden.

Noch mehr Öl ins Feuer war ein Vor­fall, der stat­tfand, als ich ver­suchte, Kevin Fisher bei einer Ver­anstal­tung der Tea-Party auf dem Stadt­platz zu inter­viewen. Meiner Mei­n­ung nach hat­ten, um Vor­würfe der Big­ot­terie zu ver­mei­den, die Geld­in­ter­essen (eine christliche zion­is­tis­che Organ­i­sa­tion namens Proklamiere Gerechtigkeit für die Völker) die einzige far­bige Per­son, die bere­its in dieser Frage beteiligt war, aus­gewählt, die Parade anzuführen und Mitk­läger in der Klage zu sein. Kevin Fisher war ein afroamerikanis­cher Stu­di­en­ab­brecher, der als Gefäng­niswärter gear­beitet hatte und ein lei­den­schaftlicher Geg­ner der neuen Moschee wurde, nach­dem seine Frau sich von ihm schei­den liess, und, Sie ahnen es, zum Islam kon­vertierte. Als ich auf dem Platz mit einer Crew auf ihn zug­ing, zu der 4 Kam­eras gehörten und “Hallo, Kevin” sagte, nahm er sein Handy und wählte 9–1-1 und sagte, er werde “ras­sis­tisch belästigt”. Dies machte nicht nur Schlagzeilen in der Lokalzeitung, der Vor­fall, ein­schliesslich der Tonauf­nahme des 9–1-1-Anrufs, wurde in jener Nacht in den lokalen Abend­nachrichten rauf und runter gespielt. Dies wurde zu einer Art Run­ning Gag. Wenn ich beispiel­sweise im Super­markt in Murfrees­boro erkannt wurde, zeigten die Leute oft auf mich und sagten: “Hey, hör auf, mich ras­sis­tisch zu belästi­gen”, und dann lachten wir alle her­zlich darüber. Und islamis­che Blogs wie Loonwatch.com waren nur zu glück­lich, einen Artikel darüber zu brin­gen, wie ein Geg­ner der Moschee “die Ras­sis­tenkarte ausspielt” gegen einen Filmemacher, der nur ver­sucht, Fra­gen zu stellen.

CNN wehte durch die Stadt und pro­duzierte einen schnellen Hau-Drauf-Bericht, indem sie alle Moscheegeg­ner als unge­bildete Red­necks darstell­ten und die islamis­che Gemein­schaft als nor­male All­t­ags­men­schen, die zu Unrecht ver­folgt wur­den. Der Pro­duzent von Soledad O’Brien bot mir an, einige meiner Auf­nah­men zu kaufen, mit dem aus­drück­lichen Ver­sprechen, dass ihr Bericht den Namen “Islam: In Amer­ica” tra­gen würde und der sich nicht mehr als ein paar Minuten auf Murfrees­boro fokussieren würde. Nach einem Geheimtipp, dass dieser Pro­duzent mich anlüge, kon­fron­tierte ich ihn und bekam einige ziem­lich vage Antworten. Also lehnte ich es ab, ihm irgendwelches Mate­r­ial von mir zu lizen­zieren. Und tat­säch­lich, die CNN Doku­men­ta­tion konzen­tri­erte sich auss­chliesslich auf Mufrees­boro und hieß “Nicht Willkom­men: Die Mus­lime von nebe­nan”. Irgend­wie hatte Hol­ly­wood es mit seinen üblichen hin­ter­hälti­gen Tricks geschafft, mich in meinem Ver­steck in Ten­nessee zu finden.

Ich hatte eine Menge gutes Film­ma­te­r­ial ange­sam­melt. Das, kom­biniert mit der zunehmenden Zahl von physis­chen Dro­hun­gen gegen meine Per­son während der Drehar­beiten in grossen Men­schen­men­gen, und Mord­dro­hun­gen, die per E-Mail ein­trudel­ten (was mich dazu brachte, überall über die Schul­ter schauen, wo immer ich hin ging, und es erforder­lich machte, ein kleines Ver­mö­gen für pri­vate Sicher­heits­di­en­ste auszugeben) sagten mir, dass es Zeit war. Die Schrift stand an der Wand. Es war Zeit für mich, Murfrees­boro zu ver­lassen, einen pro­fes­sionellen Edi­tor einzustellen, und mein Mate­r­ial zu einer Doku­men­ta­tion in Spielfilm­länge für den Kinover­leih zusammenzustellen.

Bevor ich weit­er­ma­che, sollte ich erwäh­nen, dass ich mich, während all dies geschah, von der Geschichte hatte mitreis­sen lassen. Ich nahm Stel­lung. Ich ergriff die Seite der islamis­chen Gemein­schaft in ihrem Recht­sanspruch darauf, ein Gotte­shaus zu bauen, und wenn ich von den lokalen Zeitun­gen inter­viewt wurde (schliesslich war es in einer so kleinen Stadt nicht alltäglich, dass jemand einen Doku­men­tarfilm dreht), und gefragt, wie ich sel­ber zum Thema stehe, habe ich nie gezögert, meinen Stand­punkt zum Besten zu geben. Nach einiger Zeit wurde meine Sicht auch von grösseren Zeitun­gen und mehrere lokalen und syn­dizierten Radio-Programmen nachge­fragt — die meist kon­ser­v­a­tiv waren und meinen Stand­punkt meist prob­lema­tisch fan­den. Und ich wurde auch ein­ge­laden, mehrere Berichte für Michael Moores Blog zu schreiben.

Obwohl ich die Stadt ver­lassen hatte, um zu arbeiten, gab es weit­er­hin Leser­briefe in ein paar lokalen Zeitun­gen, die sagten, dass ich Ten­nessee ver­lassen und dahin zurück­kehren sollte, woher ich gekom­men war. Ich kon­nte kaum glauben, auf welche prim­i­tive Art diejeni­gen, die gegen die Moschee waren, ihren Fall vortru­gen. Ich fühlte mich auf der rechten Seite dieser Sache — abso­lut sicher. Aber in Wirk­lichkeit lag ich falsch.

Alles, was ich Ihnen bis jetzt erzählt habe – diese Ver­sion meiner Geschichte — ist genau das, wie ich die Dinge sah, bis sich etwas verän­derte. Ich ging nach Hause nach Los Ange­les, zeigte eini­gen Dis­trib­u­toren und Geldge­bern meine 25-Minuten-Kurzversion des Doku­men­tarfilms und machte den üblichen Wer­bezirkus, der immer so gut funk­tion­iert hatte, um Geld zu sam­meln für andere Film­pro­jekte, an denen ich in der Ver­gan­gen­heit beteiligt war. Und tat­säch­lich sagte jemand, sie wür­den die Fer­tig­stel­lung des Films finanzieren. Es wurde beschlossen, dass der Schw­er­punkt auf “dem Feind zu Hause” sein würde, den wir das “Apoka­lyp­tis­che Chris­ten­tum” nen­nen wür­den (weil es Besorg­nis gab über die Ver­wen­dung des Wortes “Zion­is­mus” in “christlicher Zion­is­mus”). Das Murfreesboro-Problem sollte so etwas wie ein Aus­gangspunkt sein, um einen Blick auf den sich aus­dehnen­den Ein­fluss der Lobby der Endzeit-Evangelikalen in den Vere­inigten Staaten zu wer­fen und wie sie ihren Ein­fluss zu nutzen, um Zus­tim­mung für die Bom­bardierung der ölre­ichen islamis­chen Län­der herzustellen und die Poli­tik in sozialen Fra­gen zu bee­in­flussen. Der Film würde sich auf die Prob­leme konzen­tri­eren, die wir in Amerika mit unseren eige­nen religiösen wahnsin­ni­gen Rän­dern haben, anstatt auf eine friedliche Gruppe von Nicht-Christen, die nur einen Ort der Anbe­tung bauen wollten.

Nach­dem ich ein paar Artikel für Michael Moore geschrieben hatte, schrieb ich auch für einen Linken Blog namens Gemein­same Träume (“Com­mon Dreams”) und mehr als hun­dert Artikel für den Daily Kos, einen linken Blog, der so beliebt ist, dass er mehr als eine Mil­lion Besucher pro Tag hat. Ich hatte das Gefühl, die Under­dogs zu schützen und gegen die Tyran­nen vorzuge­hen. Ich glaubte, dass ich auf der richti­gen Seite dieser Sache stehe.

Aber etwas nagte an mir aus dem Bauch her­aus. Etwas an all dem fühlte sich nicht ganz richtig an. Der ara­bis­che Früh­ling, den ich unter­stützte, begann, in den islamistis­chen Win­ter zu entarten und ich wurde immer besorgter. Ich flog zurück nach Nashville, um eine Kon­ferenz darüber zu fil­men, ob der Islam mit demokratis­chen Werten vere­in­bar ist, und auf dem Weg zu meinem Hotelz­im­mer hörte ich, dass mein Tax­i­fahrer aus Ägypten war. Ich fragte ihn, was er für Gefühle über den Sturz Mubaraks hatte, einem Dik­ta­tor mit über $ 70 Mil­liar­den Dol­lar in der Tasche, während so viele in seinem Land in Armut lebten, und er sagte mir, er sei besorgt. Besorgt? War das denn nicht eine gute Nachricht? Der Tax­i­fahrer war ein kop­tis­cher Christ, und er erzählte mir, dass er um seine Fam­i­lie Zuhause fürchtete. “Wenn die Mus­lime die Kon­trolle übernehmen, und das wer­den sie, dann wird es sehr gefährlich für meine Eltern und meine Schwest­ern. Ich habe jetzt schon Angst um sie.” Nach diesem Gespräch begann ich, mehr Aufmerk­samkeit auf die Nachrichten aus der islamis­chen Welt im Nahen Osten zu lenken.

In den kom­menden Monaten beobachtete ich, wie die Mus­lim­brud­er­schaft die poli­tis­che Macht in Ägypten gewann. Ich sah die schlimm­sten Befürch­tun­gen des Tax­i­fahrers wahr wer­den, wie kop­tis­che Chris­ten von islamis­chen Mobs ange­grif­fen wur­den. Ich sah Tune­sien die Scharia ein­führen, das bru­tale islamis­che Gesetz. Nach dem Fall von Libyen führte auch die dor­tige Übergangsregierung das islamis­che Recht ein. Die nuk­lear­be­waffnete islamis­che Regierung von Pak­istan ver­haftete und bestrafte diejeni­gen, die mit den Vere­inigten Staaten bei der Tötung Osama bin Ladens zusam­mengear­beitet hat­ten. Eine Frau unter der islamis­chen Regierung Afghanistans sah sich für das Ver­brechen, verge­waltigt wor­den zu sein, mit der Todesstrafe kon­fron­tiert. Ähnliche Nachrichten kamen aus dem Iran. Ein Mann, der in Indone­sien, dem grössten islamis­chen Land der Welt, “Es gibt keinen Gott” in seinen Facebook-Status tippte, wurde wegen Blas­phemie festgenommen.

Mehrere mus­lim­is­che Män­ner wur­den in Lon­don für das Verteilen von Flug­blät­tern ver­haftet, die forderten, dass Homo­sex­uelle auf­grund ihres Lebensstils wegen Ver­stosses gegen islamis­ches Recht durch Erhän­gen exeku­tiert wer­den sollten .

Und es fiel mir wie Schup­pen von den Augen. Auch wenn diese wüten­den Städter in Mufrees­boro, Ten­nessee ihr Anliegen nicht sehr gut artikulierten, so lagen sie doch nur zur Hälfte falsch. Ich erin­nerte mich, wie ich Frank Gaffney traf, um ihn vor dem Gerichts­ge­bäude zu inter­viewen und ihn zu fra­gen, ob er wirk­lich glaubte, dass die friedlichen Mus­lime hier tat­säch­lich eine echte Bedro­hung für Amerika darstell­ten, und er sagte nein. Das überraschte mich, so dass ich fragte, ob er wirk­lich dachte, dass es eine glaub­würdige Bedro­hungslage sei, dass eine Gemein­schaft, die ger­ade mal ein Prozent der Bevölkerung der Vere­inigten Staaten aus­macht, sich plöt­zlich eines Tages erheben kön­nte und ver­suchen würde, das Land zu übernehmen und uns allen die Scharia aufzuzwin­gen. Wieder sagte er Nein. Dann sagte er mir, dass ich die falschen Fra­gen stelle. Er unter­stellte, dass ich nur solche Antworten suchte, die die Schlussfol­gerun­gen, zu denen ich bere­its gelangt war, unter­stützen wür­den. Er sagte, er sei nach vie­len Nach­forschun­gen zu einem anderen Satz von Schlussfol­gerun­gen gelangt, und er forderte mich auf, ein wenig tiefer zu suchen. Er gab mir einen Bericht zu lesen und viele, viele Monate später habe ich ihn tat­säch­lich angeschaut.

Es war zu dieser Zeit, dass ich zu meinen Geldge­bern ging und ihnen sagte, dass wir keinen ehrlichen Doku­men­tarfilm machten. Ich fühlte, dass alles, was ich in die 25-minütige Kurzver­sion gesteckt hatte (die, die ich für die Geldbeschaf­fung für die Fer­tig­stel­lung gemacht hatte), zwar wahr war, aber nur die halbe Wahrheit. Es war wichtig, dass wir auch die sehr realen Bedro­hun­gen zeigen, die inner­halb des Islam existieren. Wir mussten zeigen, dass das, was dieser kleinen Gemeinde friedlicher Mus­lime in Amerika geschieht, die Aus­nahme von der Regel ist. Ich wollte zeigen, was in Län­dern passiert, wenn sie eine mus­lim­is­che Mehrheit gewin­nen, wie Frauen behan­delt wer­den, dass Homo­sex­uelle hin­gerichtet wer­den, dass die Mei­n­ungs­frei­heit nicht mehr existiert, dass das erzwun­gene islamis­che Recht nicht im Ein­klang steht mit demokratis­chen Werten — alles und jedes, von dem ich mir aus­malte, dass es bei einer Linken Denkweise eine Saite anschlägt. Und die Antwort, die ich erhielt, war, “Eric Sie begin­nen, islam­o­phob zu klin­gen. Wir wollen keinen Film, der Angst macht. Lassen Sie uns ein­fach am beste­hen­den Plan fes­thal­ten, okay? ”

Ich kämpfte und kämpfte. Ich zeigte ihnen ein Buch mit dem Titel “Die Wahrheit über Mohammed”, das wurde aber abgewiesen, da der Autor ein Mann namens Robert Spencer war und meine Geldge­bern darauf hin­wiesen, dass das South­ern Poverty Law Cen­ter seine Web­seite “Jihad Watch” als Teil einer Has­s­gruppe beze­ich­nete. Ich bat sie, einen Doku­men­tarfilm namens “Islam: Was der Westen wis­sen muss” anzuse­hen und wies darauf hin, dass ich unab­hängig recher­chiert und die Wahrheit dessen, was dort präsen­tiert wurde, überprüft hatte, aber sie woll­ten sich diesen Doku­men­tarfilm nicht ein­mal anschauen, weil sie sicher waren, dass es nur “Has­srede” und “Pro­pa­ganda, um Angst zu ver­bre­iten” sei. Es ver­steht sich wohl von selbst, dass ich mit­tler­weile sehr frus­tri­ert war. Ich zeigte meinen neuen Geldge­bern mehrere Verse aus dem Koran, die zur Tötung der Ungläu­bi­gen aufrufen, und mir wurde gesagt, dass diese Verse wahrschein­lich aus dem Zusam­men­hang geris­sen seien. Ich zeigte ihnen einen Video­clip von MEMRI TV von einem jun­gen, ägyp­tis­chen Kind, das einen Hadith rez­i­tiert, der zur Tötung von Juden aufruft und mir wurde gesagt, dass “Sie MEMRI nicht ver­trauen kön­nen, weil sie eine Agenda haben.”

Ich erwäh­nte die beliebte Islamophobie-Watchdog-Website “Loon­watch” und wie ich ein Muster der Ablenkung aller Kri­tik am radikalen und gewalt­täti­gen Islam beobachtet hatte, indem alle, die öffentlich Bedenken äussern, als “Blöd­män­ner” betitelt wur­den, und ich das Gefühl hatte, dass das eine gezielte Anstren­gung war, eine Nebel­wand für die Ter­ror­is­ten aufzubauen. Ich habe auch fest­gestellt, dass alles, was Loon­watch sagte, im Ein­klang mit dem Rat über amerikanisch-islamische Beziehun­gen (CAIR) stand und dass CAIR jetzt ein nicht angeklagter Mitver­schwörer war bei der Ver­fol­gung der Holy Land Foun­da­tion — ein­mal die grösste islamis­che Wohltätigkeit­sor­gan­i­sa­tion, von der man her­aus­fand, dass sie Gelder an islamis­che Ter­ro­ror­gan­i­sa­tio­nen fliessen liess. Ich habe auch fest­gestellt, dass CAIR Verbindun­gen sowohl zur Hamas, als auch zur Mus­lim­brud­er­schaft hatte, und dass Al-Qaida aus der Mus­lim­brud­er­schaft ent­standen war. Ich äusserte meine Bedenken, dass der ägyp­tis­che Imam des Islamis­chen Zen­trums Murfrees­boro Verbindun­gen zu den MB haben kön­nte, etwas, was ich ord­nungs­gemäss zu unter­suchen ver­säumt hatte. Aber da CAIR die Unter­stützung von Glenn Green­walds und Amy Good­mans Sendung “Democ­racy Now” hatte, wurde mir gesagt, dass ich mit meinen Fak­ten völ­lig falsch liegen würde. Es wurde auch darauf hingewiesen, wenn CAIR ange­blich eine Art von ter­ror­is­tis­cher Front sei,  warum haben sie dann noch einen beson­deren Steuer­sta­tus und warum existieren sie dann überhaupt noch? Als ich sagte, ich weiss nicht, aber es ist möglich, dass die Regierung es vielle­icht vorzieht, auf offenem Feld auf sie aufzu­passen, als dass sie in den Unter­grund gehen, da wurde mit gesagt, dass mein Urteil immer weniger klar klingt, und dass ich vielle­icht eine Weile von dem Pro­jekt zurück­treten sollte.

Als let­zten Ver­such zeigte ich ihnen Auf­nah­men vom Imam in Murfrees­boro, der Steini­gung duldet, weil Mohammed jemand zu Tode gesteinigt hatte, der sagt, dass Frauen kein Geld anver­traut wer­den kann, weil sie irra­tional sind. Dann wies ich darauf hin, dass gegen ein Vor­standsmit­glied des Islamis­chen Zen­trums Murfrees­boro auf­grund von Bildern ermit­telt wird, die auf seiner MySpace-Seite auf­tauchten und starke Sym­pa­thien für die Hamas ver­muten liessen. Ich wurde daran erin­nert, dass die Hamas auch eine poli­tis­che Partei sei, die demokratisch gewählt wurde und dass ich mich entschei­den sollte — entweder beim ursprünglichen Plan zu bleiben oder das Geld zurück­geben und einen neuen Spon­sor finden. Also tat ich das. Ich ging. Wenn ich keinen ehrliche Doku­men­tarfilm machen kann, dann bin ich im falschen Geschäft. Ich wollte nicht mehr zu dem Lärm, der da draussen ist, hinzufü­gen — ich wollte etwas machen, das die Wahrheit sagte, auch wenn diese Wahrheit schwer zu schlucken ist.

Es ist schon komisch, weil ich eine Web­site namens Global One TV betreibe, die bisher etwa 23 Mil­lio­nen Besucher hatte, und das Thema dieses Blogs ist “Innere Rev­o­lu­tion erzeugt äussere Rev­o­lu­tion”. Und hier war ich und musste meine eigene Medi­zin schlucken. Meine eigene innere Rev­o­lu­tion — die Hin­ter­fra­gung der eige­nen Schlussfol­gerun­gen auf der Suche nach einer tief­eren Wahrheit — hatte mich an einen sehr selt­samen Ort geführt. Ich dachte an das berühmte Nietzsche-Zitat, in dem es heisst: “Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.” Und da ich nichts mehr zu ver­lieren hatte, nutzte ich meine Stel­lung bei Daily Kos, um die Wahrheit zu sagen.

Im Jan­uar 2012 schrieb ich drei aufeinan­der­fol­gende Artikel für den Daily Kos. Der erste trug den Titel “Loonwatch.com und radikaler Islam”. Hier wies ich darauf hin, wie Loon­watch nur ablenkt von der Kri­tik am radikalen Islam. Ich war auch kri­tisch gegenüber der islamis­chen The­olo­gie, während ich aber immer wieder darauf hin­wies, dass die meis­ten Mus­lime friedlich waren. Der Kom­men­tar­bere­ich beim Daily Kos gab mir das Gefühl, als würde ich meiner eige­nen Beerdi­gung bei­wohnen. Es war wie eine öffentliche Steini­gung. Es gab kaum Reak­tio­nen auf einen der in meinem Artikel dargelegten Punkte, son­dern Hun­derte von Kom­mentaren, die mich beschuldigten, ein “Rechter”, ein “Frömm­ler” und “Eiferer” sowie “islam­o­phob” zu sein. Das war enttäuschend.

Am näch­sten Tag erhielt ich eine Email von Loonwatch.com mit einem Artikel, der meinen Namen und ein Foto von meinem Gesicht enthielt, der in den Grossteil der islamis­chen Welt hin­aus­ging und mich als der “Grosser Blöd­mann”  beze­ich­nete. Dieser Artikel wurde von IslamophobiaToday.com und TheAmericanMuslim.org aufgenom­men — später von zahlre­ichen islamis­chen Blogs auf der ganzen Welt weit­er­ver­bre­itet, ein­schliesslich an den Orten der Welt, von denen alle wis­sen, was jeman­dem passiert, der als Feind Allahs wahrgenom­men wird, oder der eine “Belei­di­gung” des Islam wagt.

Mein näch­ster Artikel ver­suchte, meinen Punkt in Bezug auf diese Wölfe im Schaf­spelz weiter zu unter­mauern, die sich “Islam­o­pho­bie Watchdog-Sites” nen­nen, und auf deren erste Vertei­di­gungslinie hinzuweisen, einer Blo­gosphäre Linker ungläu­biger Lem­minge, die vor­pro­gram­miert sind, das Wort “ISLAMOPHOBIE” auf ein Stich­wort hin her­auszu­platzen. Dieser Artikel hiess “Wie und warum Loon­watch ein Net­zw­erk mit ter­ror­is­tis­chem Dreh ist”. Und wie Sie vielle­icht schon erraten haben, wurde diesem Text mit der gle­ichen Mob-Mentalität derer begeg­net, die, anstatt den Artikel zu lesen und zu kri­tisieren und ihn in der Sache zu tre­f­fen, stattdessen mit der Anklage der “Islam­o­pho­bie” auf den Überbringer der Botschaft schiessen. Es gab auch zwei Daily-Kos-Artikel zur Antwort, die mich per­sön­lich angrif­fen, einen weit­eren Loonwatch-Artikel, in dem jemand vorschlug, ich müsse aus Ten­nessee sein, sei unge­bildet und habe keine Ahnung usw. Und noch ein­mal wurde durch ein Net­zw­erk von islamis­chen Blogs mein Name auf der Strasse aus­ge­bre­itet, ein­schliesslich der Ein­stiegs­seite von CAIR, mit einer Form von islamis­cher Dop­pelzüngigkeit, die für jeden ern­sthaften Dschi­hadis­ten übersetzt “Feind Allahs” und “Belei­di­gung des Islam” heisst.

Angesichts der unglaublichen Ver­bohrtheit des beliebten Linken Geistes, dass die Leser meiner Artikel nicht in der Lage waren, zu sehen, dass die Überzeu­gun­gen des Islam in direk­tem Kon­flikt mit Men­schen­rechten, Rechten der Homo­sex­uellen, Frauen­rechten und demokratis­chen Grundw­erten stand, schrieb ich einen let­zten Artikel mit dem Titel, “Sind Sie für Men­schen­rechte?” und der hat mir natür­lich die Ver­ban­nung vom Daily Kos einge­bracht. Es sollte beachtet wer­den, dass in einem der Loonwatch.com-Artikel der Autor, eine Per­son, die sich ein­fach “Dan­ios” nan­nte, von DKOS forderte, mich zum Schweigen zu brin­gen und einen Link für seine Leser brachte, der die Redak­tion des Daily Kos per E-Mail auf­forderte, diesen “Islam­o­phoben” zu zen­sieren. Und es hat funk­tion­iert — was wieder ein­mal die Öl– und Wasser-Beziehung zwis­chen Islam und Tol­er­anz für freie Mei­n­ungsäusserung beweist.

Von da an wur­den die Dinge noch selt­samer. Robert Spencer selbst schrieb mir eine Email und wir führten einen ziem­lich inter­es­san­ten Dia­log. Es wurde fast sofort deut­lich, dass an diesem Mann nichts auch nur im ent­fer­n­testen has­ser­fülltes war. Als also Robert Spencer mich fragte, ob ich nichts dage­gen hätte, wenn er meine Email-Antworten auf seine Emails auf Jihad Watch brin­gen würde, sagte ich: “Klar, warum nicht?” Sobald diese aufge­taucht waren, fiel der Fre­un­dezäh­ler auf meiner Facebook-Fanseite plöt­zlich. Fre­unde und Bekan­nte sagten mir, ich sei ein Has­ser gewor­den, ein Angstver­bre­iter und Islam­o­phober. Ich wies darauf hin, dass ein Islam­o­phober jemand ist mit einer irra­tionalen Angst vor dem Islam, aber es gab keine vernün­ftige Diskus­sion mit Leuten, die so tief von der Tyran­nei der poli­tis­chen Kor­rek­theit indok­triniert sind.

Und fast wie gerufen kam die Geschichte über das NYPD, das als Train­ingsvideo einen Doku­men­tarfilm mit einem gläu­bi­gen Mus­lim als Erzäh­ler benutzte, der gegen Ter­ror­is­mus und Jihad ist, jemand, der Strafver­fol­gungs­be­hör­den beraten und in der Armee gedi­ent hat und auch als Arzt von hochrangi­gen Mit­gliedern der Regierung der Vere­inigten Staaten. Jene Doku­men­ta­tion hiess “Der Dritte Jihad” und die Geschichte lief so, dass CAIR den Film “islam­feindlich” nan­nte und forderte, dass die NYPD ihn sofort zurückzieht, was sie natür­lich taten. CAIR forderte die Ent­las­sung der Spitze der New Yorker Polizei und die lib­erale Blo­gosphäre sang die zweite Stimme — vor allem mit Artikeln in der Huff­in­g­ton Post, die “The Third Jihad” Pro­pa­ganda, Has­sre­den und natür­lich ein­mal mehr “Islam­o­pho­bie” nan­nten. Als ich einen Link zu dieser Doku­men­ta­tion auf meiner Facebook-Seite postete, wurde ich mit noch mehr Islam­o­pho­bievor­wür­fen eingedeckt von Men­schen, die mir erst vor kurzem erzählt hat­ten, wie sehr sie von meinen Schriften inspiri­ert und bee­in­flusst wor­den waren.

Nach­dem Jamie Glazov von Frontpagemag.com — Teil des David-Horowitz-Freedom-Center — sich an mich wandte, um mich zu bit­ten, in seiner Radioshow aufzutreten (womit ich mich ein­ver­standen erk­lärte), surfte ich ein biss­chen im Inter­net, um ein besseres Gefühl dafür zu bekom­men, wer David Horowitz war. Es wurde ziem­lich schnell deut­lich, dass wir nicht die gle­ichen poli­tis­chen Ansichten teilen, aber eine Sache sagte Horowitz mit erstaunlicher Klarheit, näm­lich dass es eine unheilige Allianz zwis­chen der Linken und dem Islam gibt, mit deren Hilfe der radikale Islam eine Nebel­wand für sich auf­baut — ein Ort, an dem radikales als mod­erat erscheint und Unter­stützung von Links erhält. Er sagte weiter, dass in vie­len Uni­ver­sitäten in ganz Amerika die Stu­den­ten radikalisiert wür­den, von ganz Links indok­triniert. Und ich erin­nerte mich an etwas. Fast alle der Organ­isatoren für die Aktivis­ten­gruppe, die im College-Alter waren, die für die neue Moschee in Murfrees­boro demon­stri­erten, waren entweder Sozial­is­ten oder Kom­mu­nis­ten. Es waren Kinder, und sie schienen alle einen Pro­fes­sor gemein­sam zu haben, der so etwas wie ein Men­tor für sie war, ein Sozial­ist, der immer auf ihren College-Parties herumhing, ihre sozialen Szene infil­tri­erte, wobei er die intel­li­gen­teren und artikuliert­eren unter seine Fit­tiche nahm, während ihre Campus-Gruppe, die sich ein­fach “Sol­i­dar­ität” nan­nte, an der Zahl wuchs — in der Tat nicht wenige Stu­den­ten rekru­tierte, während sie sich zugun­sten der Moschee organ­isierte. Huch.

Und so sind wir heute hier, während Kuwait islamistisch wird und die NYPD auf CAIR reagiert, den Zweig einer ter­ror­is­tis­chen Vere­ini­gung, aus lauter Sorge um poli­tis­che Kor­rek­theit. Bin ich durch all das zum Kon­ser­v­a­tiven gewor­den? Nicht wirk­lich. Ich bin immer noch gegen die Inva­sion des Irak. Ich fühle immer noch, dass alle Kriege, wenn möglich, ver­mieden wer­den soll­ten. Ich denke immer noch, dass George W. Bush eines der schlimm­sten Dinge war, die Amerika in meinem Leben passiert sind. Ich unter­stütze immer noch Ehe­gle­ich­stel­lung. Aber ich bin auch immer noch Pro-Life. Sehen Sie hier einen Trend? Ich unter­stütze die Men­schen­rechte und bin gegen alles, worin ich eine Ver­let­zung der Men­schen­rechte sehe.

Wie stehe ich zum Islam? Schauen wir uns seinen Grün­der an — ein Mann, der ein 9-jähriges Mäd­chen verge­waltigte, ein Sklaven­hal­ter, einen Führer, der anord­nete, dass Men­schen gefoltert wer­den, dass Ehe­brecher gesteinigt wer­den, dass zahllose Ungläu­bige enthauptet wer­den, ein Killer, ein Kriegstreiber, der seine “Reli­gion des Friedens” durch das Schw­ert ver­bre­it­ete, ein Mann, der unter Hal­luz­i­na­tio­nen von Stim­men litt, die ihm erzählten, er müsse gewalt­tätige Dinge tun, ein Tyrann, ein Amok­läufer, vielle­icht das Äquiv­a­lent von 100’000 Osama Bin Ladens. Und dieser sadis­tis­che Irre gilt im Islam als der “ide­ale Mann”. Was muss noch mehr über den Islam gesagt werden?

Also in diesem Klima, in dem unschuldige Men­schen getötet wer­den, wenn Korane ver­brannt wer­den, wenn es Unruhen und Bomben­dro­hun­gen und Morde wegen Karika­turen gibt, die Mus­lime belei­di­gen, wenn ein Schrift­steller wie Salman Rushdie vom indis­chen Nachrich­t­en­di­enst darauf hingewiesen wird, dass es für ihn nicht sicher ist, in diesem Land das weltweit grösste Lit­er­atur­fes­ti­val zu besuchen, wenn die Mus­lime ausser­halb des Fes­ti­vals mit Gewalt dro­hen, so dass die Ver­anstal­ter entschei­den, sogar das Abspie­len eines Videos von Rushdie auf der Kon­ferenz zu unter­lassen, in einer Welt, wo ein Mann, Theo van Gogh, erschossen, ein paar Dutzend Mal am hel­l­lichten Tag niedergestochen, und dann, auf dem Bürg­er­steig einer europä­sis­chen Strasse, ein Schw­ert in sein Herz ger­ammt bekam, ein­fach nur wegen der Pro­duk­tion eines 10-Minuten-Films über die Mis­shand­lung von mus­lim­is­chen Frauen — in einer solchen Welt, die ständig durch mil­i­tante Islamis­ten ter­ror­isiert wird, deren Irrsinn von einer Armee von Linken Blog­gern vertei­digt wird, die Recht­fer­ti­gun­gen für sie erfinden — die uns sagen, dass 9/11 wohl unsere eigene Schuld war — was wird aus meinem Doku­men­tarfilm wer­den, wenn ich ihn zu Ende bringe?

Wie wird “Nicht Willkom­men” aufgenom­men wer­den? Wer­den Kinos sich weigern, ihn zu zeigen, wie die vie­len Buch­hand­lun­gen, die die dänis­chen Karika­turen aus den Regalen ent­fer­n­ten? Wer­den Film­fes­ti­vals Angst haben, ihn zu zeigen? Wird mein Leben in Gefahr sein? Wer­den einige ver­rückte islamis­che Geistliche eine Fatwa erlassen, die meinem Tod ver­langt? Wird CAIR noch mehr poli­tis­chen Ein­fluss gewin­nen und inner­halb des Sys­tems arbeiten, um ihn als “Has­srede” zu ver­ban­nen? Wer­den Kri­tiker um ihr Leben fürchten und sich daher weigern, eine Filmkri­tik zu schreiben?

Ist die linke Ansicht, dass der getarnte Jihad nur eine idi­o­tis­che Ver­schwörungs­the­o­rie ist, wirk­lich wahr? Wer wird gewin­nen — Mei­n­ungs­frei­heit oder die Wild­heit eines wach­senden Mobs, der auf den Jihad vers­essen ist? Ich kann Ihnen nur eines sagen. Ich werde nicht nachgeben. Ich lasse mich nicht mobben, bedro­hen, zwin­gen oder durch die “Reli­gion des Friedens” terrorisieren.

Wir haben alle eine Ver­ant­wor­tung gegenüber den anderen Men­schen auf diesem Plan­eten, und vor allem für diejeni­gen, denen wir diesen Plan­eten überlassen, nach­dem wir gegan­gen sind. Und das bedeutet manch­mal, einen unpop­ulären Stand­punkt einzunehmen, um die Rechte unschuldiger Men­schen zu schützen. Loon­watch, CAIR und die anderen zahlre­ichen Ter­ror­spin­s­teuerungsnet­zw­erke — ihr habt noch nicht mein Ende gese­hen. Noch lange nicht. Wie das Sprich­wort sagt: “Sie haben ein Recht, Ihre Fäuste zu schwin­gen, aber das Recht endet, wenn Ihre Faust sich mit meiner Nase verbindet”.

Und übrigens glaube ich immer noch, dass, wenn sie nicht gegen das Gesetz ver­stossen, das Islamic Cen­ter of Murfrees­boro einen Recht­sanspruch darauf hat, ihr Gotte­shaus zu bauen. Wir müssen es nicht mögen, aber dann wiederum ist der erste Ver­fas­sungszusatz nicht konzip­iert wor­den, um pop­uläre Ideen zu schützen – diesen Schutz brauchen sie nicht – son­dern unpop­uläre Ideen eben­falls zu schützen. Dies ist etwas, das Sie in keinem islamis­chen Land finden und es ist auch etwas, das zu schützen wert ist – auch wenn die so genan­nte “Reli­gion des Friedens” ver­sucht, das zu verhindern.

Frieden.

Zuerst erschienen in frontpagemag.com im Jahre 2012.  Auf Deutsch jetzt hier. Wir bedanken uns bei Daniel Heiniger für die Übersetzung ins Deutsche.

 

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_hohe_preis_dafuer_die_wahrheit_ueber_den_islam_zu_sagen

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[Editor’s note: The article below is written by Eric Allen Bell, a filmmaker who was recently banned from blogging at  the “Daily Kos” because he wrote three articles that ran afoul of the mindset there, specifically naming “Loonwatch.com” as a “terrorist spin control network.” This article first appeared in our Feb 7 issue and we have decided to rerun it due to the massive interest and reaction it received. Don’t miss Eric Bell on Frontpage’s television program, The Glazov Gang.]

A strange thing happened to me the other day when I was driving past the Federal Building in Los Angeles.  There were a crowd of people assembled there with signs which said that Israel is an aggressive force in the Middle East and that Iran is being picked on.  As I stopped at a red light I heard a man with a mega phone lead the protesters in a chant charging Obama with genocide.  I saw many young people and several Muslim women with their heads covered.  It was an anti-war demonstration that probably a year ago I would have supported.  But although I am not in favor of military action, I know that Iran is not another Iraq, and that in fact there is more going on here than the overly-simplified picture that the protestors were painting, as cars drove by honking in support.  As the light turned green another sign caught my eye – a picture of the Twin Towers burning which read “911 Was an Inside Job”.  As I looked at a sea of Palestinian flags and college kids banging on drums I felt a certain frustration – frustration based on a series of events that have changed my world view.

In the Summer of 2010, having recently escaped Hollywood, CA to take a much needed break from my profession as a film maker, I was driving in my car listening to a story on NPR.  It seems the people in my new home of Murfreesboro, TN were up in arms over the proposed construction of a 53,000 square foot mega mosque, to be built in their small town in the middle of the American Bible Belt.

I listened carefully, to the sound bytes, of those who had shown up to a town hall meeting to voice their opposition and, as someone who was rather new to the South, I was surprised by what I was hearing.   “America is a Christian nation and there is only one God and his name is not Allah and his son is Jesus Christ” and “America is a Christian Nation” and “These Muslims do not share my values and I don’t want them in my backyard”.  Growing up in Southern California, I had never heard anything like this before in my life.  And I started to follow the story with great interest.

On the outer edge of town, off a small country road, there was a large parcel of land, right next door to a Baptist church, with a big sign that read, “Future Home of the Islamic Center of Murfreesboro”.  Over the past 6 months that sign had been defaced twice.  Once it was broken in half and another time the words “Not Welcome” were spray painted over it.

Rutherford County, which includes Murfreesboro, only has a little over 100,000 residents and yet the area boasts nearly 200 Christian churches.  Having not been much of a fan of Islam or Christianity or religion in general (and that’s putting it mildly) I saw this as something of a David vs. Goliath story – with fanatical Evangelicals bullying a peaceful Muslim population, which had been in the community for over 30 years without there ever being any trouble.  And, after learning that in July there was to be a big parade down Main Street to the town square, protesting the construction of this new mosque, I decided someone really needed to make a documentary about this.  And even though I had gone to Murfreesboro to escape the film world for a while, it seemed pretty clear that if I did not document this in a movie, no one else would.  I wanted to show the world what I was seeing.  So I put together a small film crew and began production on a documentary I would title, “Not Welcome”.

I had never seen more American flags assembled together in one place than I had on that hot July morning as the anti-mosque crowd gathered at the base camp to prepare for the parade.  Many of the marchers showed up wearing red, white and blue.  I had 4 cameras covering the event with one crew embedded with the Liberal activists who were going to counter-demonstrate and the rest of the cameras with me, embedded with those who were to march against the mosque.  I conducted several interviews in the school parking lot where locals and those who had driven for hours gathered, prepared to march against what they perceived to be not only a threat to their way of life, but also something of an insult given the events of September 11, 2001.  Two Congressional candidates, both promising to “stop the Islamic training camp” showed up and used this opportunity to campaign, one of whom even gave a speech through a mega phone reminding folks to vote for him if they wanted to stop Sharia Law from coming to Murfreesboro.  The pastor of Baptist church gathered everyone together in prayer, and the parade took off down Main Street with signs that read “Google the Koran” and “Stop Homegrown Terrorism” and someone in the crowd handed out hundreds of small Israeli flags as several hundred Southerners marched against the mosque.

About six months later I had accumulated over 300 hours of footage, interviewing the parade organizer, both Congressional candidates, the Mayor, the Imam at the mosque and several of its board members, numerous concerned residents on both sides of the issue, Muslim residents, city council members, a Christian Zionist lobbyist who was organizing the opposition to the mosque – and I had even filmed weeks of court proceedings, as a local group had filed suit against the County to stop them from issuing any construction permits to the Islamic Center.  The court proceedings were truly a circus with a country lawyer in loud suit with a bow tie argued that Islam is not a religion and that he was prepared to take this matter to the Supreme Court if necessary.  That legal action had failed and failed miserably.  And although many of the townspeople did in fact have a number of very valid concerns, I felt that those whom they had chosen to represent them were not their best foot forward.  In many ways, for the people of Murfreesboro, TN this turned out to be an international embarrassment – given the level of interest from the press.

Also, someone tried to set fire to some construction equipment at the site of the new mosque and the student activist group, calling themselves “Middle Tennesseans for Religious Freedom” put together a candle light vigil where hundreds of townspeople showed up in support of tolerance.  A few young men showed up in a pickup truck and honked their horn repeatedly throughout the vigil.  Their clothes seemed to indicate they had spent the work day hanging drywall.  And when they put up a huge sign in the back of their truck which read “No Mosque” while misspelling the word mosque, I did not hesitate to film them but to also sort of taunt them, in order to provoke a good response on camera.  And I got it.  One of them said we should suspend the Constitution and went on to say that “All them Mooslums should be shipped home” even the ones who were born here.

Adding more fuel to that fire was an incident that took place when I attempted to interview Kevin Fisher at a Tea Party event on the town square.  It was my opinion that in order to avoid accusations of being bigoted, the money interests (a Christian Zionist organization called Proclaiming Justice to the Nations) chose the only person of color, already involved in this issue, to lead the parade and to be a plaintiff in the lawsuit.  Kevin Fisher was an African American college dropout, who worked as a prison guard and became a passionate opponent of the new mosque, after his wife divorced him and became, you guessed it, a Muslim convert.  When I approached him on the square with a crew that included 4 cameras, saying only “Hi, Kevin” he dialed his cell phone and called 9-1-1 saying that he was being “racially harassed”.  This not only made the headlines of the local paper but the incident, including audio from the 9-1-1 call was played over and over that night on the local evening news.  This became something of a running joke, when I was recognized at the grocery store in Murfreesboro for instance, people would often point at me and say, “Hey, stop racially harassing me” and then we would all have a big laugh.  And Islamic blogs such as Loonwatch.com were only too happy to run an article about how an opponent of the mosque was “playing the race card” against a filmmaker who was just trying to ask questions.

CNN breezed through town and produced a quick hit piece painting all of the mosque opponents as uneducated rednecks and the Islamic community as everyday people who were being wrongly persecuted.  Soledad O’Brien’s producer offered to buy some of my footage from me with the explicit promise that their piece was going to be called “Islam: In America” and would not focus more than a few minutes on Murfreesboro.  After an inside tip that this producer was lying to me, I confronted him and got some rather vague answers.  So I declined to license him any of my material.  And sure enough, the CNN documentary did in fact focus exclusively on Mufreesboro and was called “Unwelcome: The Muslims Next Door”.  Somehow Hollywood, with its usual backstabbing tricks, had managed to find me hiding out in Tennessee.

I had accumulated a lot of good quality footage.  That, combined with the increasing number of physical threats to me personally while filming in large crowds, and death threats that had arrived via email (causing me to look over my shoulder everywhere I went and making it necessary to spend a small fortune on private security) told me it was time.  The writing was on the wall.  It was time for me to leave Murfreesboro, hire a professional Editor and get to work on assembling my footage to create a feature length documentary for theatrical distribution.

Before I go any further, I should mention that, while all of this was happening, I had become involved in the story itself.  I took sides.  I sided with the Islamic community in their legal right to build a house of worship and when I was interviewed by the local papers (it’s not every day that a small town like this has someone shooting a documentary there) when I was asked where I stood on the issue I never hesitated to give my point of view.  And after a time my point of view was sought out by larger newspapers and several local and syndicated radio programs – mostly Conservative and mostly taking issue with my stance.  And I was also invited to write several pieces for Michael Moore’s blog as well.

Although I had left town to edit, there continued to be letters to the editor on a few of the local papers saying that I should leave TN and go back to where I came from.  I could not believe the cartoonish way in which those who opposed the mosque were making their case.  I felt like I was on the right side of this thing – absolutely certain.  But in fact, I was wrong.

Everything I have told you up until now – this version of my story – is exactly how I was seeing things up until something changed.  I went home to Los Angeles, showed my 25 minute short version of the documentary to some distributors and backers, and did the usual dog and pony show that had worked so well to raise funds, for other motion picture projects I had been involved with in the past.  And sure enough someone said they would back the completion of the movie.  It was decided that the focus would be on “the enemy at home” that being what we were calling “Apocalyptic Christianity” (as there was concern about using the word “Zionism” in “Christian Zionism”).  The Murfreesboro issue was to be used as something of a jumping off point to take a look at the expanding influence of the End Times Evangelical lobby in the United States and how they use their influence to manufacture consent for the bombing of oil rich Islamic countries and to influence policy on social issues.  The theme would focus on the problems we have in America, with our own religious lunatic fringe, rather than on a peaceful group of non-Christians who just wanted to build a place of worship.

After writing a few articles for Michael Moore, I also wrote for a liberal blog called Common Dreams and I wrote over a hundred articles for the Daily Kos, a liberal blog so popular that they receive over one million visitors a day.  I felt I was protecting the underdog, going after the bullies.  I really believed that I was on the right side of this thing.

But something kept nagging at me on a gut level.  Something about all of this didn’t quite feel right.  The Arab Spring, which I supported, started to degenerate into the Islamist Winter, and I grew more and more concerned.  I flew back to Nashville to shoot a conference on whether or not Islam was conducive with Democratic Values and on the way to my hotel room I learned that my cab driver was from Egypt.  I asked him how he felt about the fall of Mubarak, a dictator worth over $70 billion dollars while so much of his country was living in poverty and he told me he was concerned.  Concerned?  Wasn’t this good news?  The cab driver was a Coptic Christian and he told me that he feared for his family back home.  “If the Muslims take control, and they will, it will be very dangerous for my parents and my sisters.  I’m scared for them right now”.  After that conversation, I started to pay more attention to the news coming from the Islamic world in the Middle East.

Over the coming months I watched as the Muslim Brotherhood gained political power in Egypt.  I saw that cab driver’s worst fears come true as Coptic Christians were attacked by Islamic mobs.  I saw Tunisia institute Sharia, the brutal Islamic Law.  After Libya fell, the Transitional Council also instituted Islamic Law.  The nuclear armed Islamic government of Pakistan arrested and punished those who cooperated with the United States in killing Osama Bin Laden.  A woman under the Islamic government of Afghanistan faced execution for the crime of being raped.  Similar news stories emerged from Iran.  A man who typed “there is no god” as his Facebook status in Indonesia, the largest Islamic country in the world, was arrested for blasphemy.

Several Muslim men in England were arrested for handing out leaflets to Londoners demanding that homosexuals be executed by hanging for violating Islamic Law with their lifestyle.

And it struck me.  Even though these angry townspeople in Mufreesboro, TN had not articulated their concerns very well, they were only half wrong.  I remember meeting Frank Gaffney and interviewing him in front of the courthouse and asking him if he really thought that the peaceful Muslims here actually presented a real threat to America and he said no.  That caught me off guard so I asked if he really thought it was a credible threat that a community that makes up about one percent of the United States population was just going to suddenly rise up one day and try to take over the country and force Sharia Law onto all of us.  Again he said no.  Then he told me I was asking the wrong questions.  He suggested that I was only looking for answers that would support the conclusions I had already arrived at.  He said he had, after much research, arrived at a different set of conclusions and he challenged me to look a little deeper.  He gave me a report to look at and many, many months later I did look at his report.

It was at this time that I went to my backers and told them that we were not making an honest documentary.  I felt that everything I had put into the 25 minute short version (the one I used to raise the completion funds) was true, but only half true.  It was critical that we also show the very real threats that exist within Islam.  We needed to show that what is happening to these small communities of peaceful Muslims in America are the exception to the rule.  I wanted to show what happens to countries when they gain a Muslim majority, how women are treated, that homosexuals were executed, that free speech did not exist, that the forced Islamic Law was not consistent with Democratic Values – anything and everything I could think of that ought to strike a chord with the Liberal mindset.  And the response I received was, “Eric you are starting to sound like an Islamophobe.  We don’t want to make a movie that promotes fear.  Let’s just stick with the existing plan, okay?”

I fought and I fought.  I showed them a book called “The Truth About Mohammed” but was struck down since the author was a man named Robert Spencer and my backers pointed out that the Southern Poverty Law Center named his “Jihad Watch” site as part of a hate group.  I asked them to watch a documentary called “Islam: What the West Needs to Know” and pointed out that I had researched independently and verified the truth of what was being presented there, but they would not even watch this documentary as they were sure in advance that it was “hate speech” and “propaganda designed to spread fear”.  It probably goes without saying that by now I was very frustrated.  I showed my new backers several verses from the Koran that call for the killing of infidels and was told that these verses were probably being taken out of context.  I showed them a video clip from MEMRI TV of a young Egyptian child reciting a Hadith that calls for the killing of Jews and was told that “you can’t trust MEMRI because they have an agenda”.

I mentioned the popular Islamophobia watchdog site “Loonwatch” and how I had noticed a pattern of deflection all criticisms of radical and violent Islam by calling anyone who publicly raises these concerns a “Loon” and how I felt this was an intentional effort to provide a smoke screen for the terrorists.  I also noted that everything Loonwatch said was in lockstep with the Council on American Islamic Relations (CAIR) and now CAIR was named an unindicted co-conspirator in the prosecution of the Holy Land Foundation – the largest Islamic charity at one time, which was found to be funneling monies to Islamic terrorist organizations.  I also noted that CAIR had ties to both Hamas and the Muslim Brotherhood and that Al Qeada had come out of the Muslim Brotherhood.  I expressed my concerns that the Egyptian Imam of the Islamic Center of Murfreesboro might have ties to the MB, something I had failed to properly investigate.  But since CAIR had the support of Glenn Greenwald and Amy Goodman’s show, Democracy Now, I was told that I had my facts all wrong.  It was also pointed out to me that if CAIR was allegedly some kind of terrorist front then why do they still have a special tax status and why are they still around?  When I said I do not know but it was possible that the government might prefer to watch them out in the open rather than risk them going underground I was told that my judgment was sounding less and less clear and that maybe I needed to take a step back from the project for a while.

As a last attempt I showed them footage of the Imam in Murfreesboro condoning stoning, admitting that Mohammed had stoned someone to death, saying that women cannot be trusted with money because they are irrational.  Then I pointed out that a board member of the Islamic Center of Murfreesboro was investigated after pictures from his MySpace page had surfaced indicating his strong sympathies for Hamas.  I was reminded that Hamas was also a political party which was voted in Democratically and that I needed to make a choice – either stick with the original blueprint or else give the money back and go find myself another backer.  So I did.  I walked.  If I can’t make an honest documentary then I’m in the wrong business.  I didn’t want to add to more of the noise that’s out there – I wanted to make something that told the truth, even if that truth is hard to swallow.

It’s funny because I run a website called Global One TV, which has had about 23 million visitors so far, and the theme of this blog is that “Inward Revolution Creates Outward Revolution”.  And here I was having to take my own medicine.  My own inward revolution – the questioning of one’s conclusions in search of a deeper truth – had led me to a very strange place.  I thought of the famous Nietzsche quote that says “When you look into the abyss, the abyss also looks into you”.  And with nothing left to lose, I used my position at Daily Kos to go about telling the truth.

In January of 2012 I wrote 3 consecutive articles for the Daily Kos.  The first was entitled “Loowatch.com and Radical Islam”.  Here I pointed out the how Loonwatch only deflects criticism of radical Islam.  I was also critical of Islamic theology while noting over and over that most Muslims were peaceful.  The comments section of Daily Kos made me feel like I was attending my own funeral.  It was like a public stoning.   There wasn’t much in the way of responding to any of the points laid out in my article but hundreds of comments accusing me of being “right wing” a “bigot” and an “lslamophobe”.  This was disappointing.

The next day I received an email from Loonwatch.com with an article showing my name and a photograph of my face, going out to much of the Islamic world, calling me the “Loon at Large”.  This article was picked up by IslamophobiaToday.com and TheAmericanMuslim.org – later being repurposed by numerous Islamic blogs around the world, including in places where we all know what happens to anyone who is perceived to be the enemy of Allah or who dares to “insult” Islam.

My next article sought to further substantiate my point with regard to these wolves in sheep’s clothing calling themselves “Islamophobia Watchdog sites” and their first line of defense, that being a blogosphere of liberal lemming infidels who are pre-programmed to blurt out the word “Islamophobe” on cue.  That article was called “How and Why Loonwatch is a Terrorist Spin Control Network”.  And as you might have guessed, this piece was met with the same mob mentality of those who, rather than read the article and criticize it on its merits, instead shot the messenger with charges of “Islamophobia”.  There were also 2 Daily Kos articles written in response attacking me personally, another Loonwatch article where someone suggested I must be from TN and have no education, etc.  And once again, my name was put out on the street through a network of Islamic Blogs, including the landing page for CAIR, using a form of Islamic double speak which translated to any serious Jihadist means “enemy of Allah” and “insulting Islam”.

Given the incredible density of the popular Liberal mind, how the readers of my articles were unable to see how the beliefs of Islam were in direct conflict with human rights, gay rights, women’s rights and basic Democratic Values, I wrote a final piece called, “Are You In Favor of Human Rights?” and that one of course got me banned from Daily Kos.  It should be noted that in one of the Loonwatch.com articles the author, a person simply calling himself “Danios” demanded that DKOS silence me and provided a link for its readers to email the editors of the Daily Kos, demanding that this “Islamophobe” be censored.  And it worked – once again proving the oil and water relationship between Islam and tolerance for free speech.

Things got even stranger from there.  Robert Spencer himself wrote me an email and we had a rather interesting dialogue.  It became apparent almost immediately that there was nothing about this man that was even remotely hateful.  So when Robert Spencer asked if I minded if he reprint my email in response to his on Jihad Watch, I said “sure, why not?”  Once that surfaced, the friend count on my Facebook fan page dropped suddenly.  Friends and acquaintances told me I had become a hatemonger, a fear monger and an Islamophobe.  I pointed out that an Islamophobe is someone with an irrational fear of Islam but there was no reasoning with anyone so deeply indoctrinated into the tyranny of political correctness.

And almost right on cue the news story broke about the NYPD using as a training video a documentary narrated by a devout Muslim who opposes terrorism and jihad, someone who has advised law enforcement and served in the military and as a physician to highly placed members of the United States government.  That documentary was called “The Third Jihad” and the story surfaced that CAIR was calling this film “Islamophobic” and demanding that the NYPD pull it right away, which of course they did.  CAIR demanded the removal of the head of the NYPD and the liberal blogosphere sang backup – most notably with articles on Huffington Post calling “The Third Jihad” propaganda, hate speech and of course more “Islamophobia”.  When I posted a link to this documentary on my Facebook page I was met with more charges of being an Islamophobe by  people who had only recently told me how much they had been inspired and influenced by my writings.

After Jamie Glazov of Frontpagemag.com – part of the David Horowitz Freedom Center – reached out to me to ask me to be on his radio show (which I agreed to) I surfed the web a bit trying to get a better sense of who exactly David Hororwitz was.  It became clear almost immediately that we do not share the same political views, but one thing Horowitz did say that came through with stunning clarity was an assertion that there was an unholy alliance between the Left and Islam, with radical Islam using the Liberal media to create a smoke screen for it – a place where radical can appear moderate and receive Liberal support.  He also went on to say that in many universities across America that students were being radicalized, indoctrinated into the far Left.  And I remembered something.  Nearly all of the organizers for the college aged activist group who demonstrated in favor of the new mosque in Murfreesboro were either Socialists or Communists.  These were kids and they all seemed to share one Professor in particular who was something of a mentor to them, a Socialist who always seemed to be hanging around their college parties, infiltrating into their social scene, taking the smarter and more articulate ones under his wing as their campus group called simply “Solidarity” grew in numbers – in fact recruiting quite a few students while organizing in favor of the mosque.  Yikes.

So here we are today, as news that Kuwait goes Islamist and the NYPD answers to CAIR, an arm of a terrorist organization, out of concern for political correctness.  Have I become a Conservative out of all of this?  Not really.  I still oppose the invasion of Iraq.  I still feel that all wars should be avoided unless absolutely necessary.  I still think that George W. Bush was one of the worst things to happen to America in my lifetime.  I still support marriage equality.  But I’m also still pro-life.  Do you see a trend here?  I support human rights and oppose anything which I perceive to be in violation of human rights.

Where do I stand on Islam?  Let’s look at its founder – a man who raped a 9 year old girl, a slave owner, a leader who ordered people to be tortured, for adulterers to be stoned, for countless nonbelievers to be beheaded, a killer, a warmonger who spread his “religion of peace” by the sword, a man who suffered from hallucinations of voices telling him to do violent things, a tyrant, a homicidal maniac perhaps the equivalent of 100,000 Osama Bin Ladens.  And this sadistic lunatic is considered to be the “ideal man” in Islam.  What more needs to be said about Islam than that?

So in this climate where innocent people are killed when Korans are burned, when there are riots and bomb threats and killings over cartoons that offend Muslims, when a novelist such as Salman Rushdie is advised by Indian intelligence authorities that it is unsafe for him to enter the country to attend the world’s largest literary festival, when Muslims outside the festival threaten violence such that the festival organizers decide to cancel even patching in a video of Rushdie for the conference, in a world where a man, Theo Van Gough, was shot a couple dozen times in broad daylight, then stabbed, then had a sword rammed into his heart on the sidewalk of a European street simply for making a 10 minute film about the mistreatment of Muslim women – in such a world that is constantly terrorized by Islamic militants whose insanity is co-opted by an army of Liberal bloggers who make excuses for them – who tell us that 911 was probably our fault – what will become of my documentary when I finish it?

How will “Not Welcome” be received?  Will movie theaters refuse to show it, just like those many bookstores who removed the Danish cartoons from their shelves?  Will film festivals be afraid to screen it?  Will my life be in danger?  Will some lunatic Islamic cleric issue a Fatwa ordering my death?  Will CAIR gain even more political influence and work within the system to get it banned as “hate speech”?  Will critics fear for their lives and thus refuse to review it?

Is the Liberal view that Stealth Jihad is just some whacky conspiracy theory really true?  Who will win – free speech or the savagery of a growing mob hell bent on Jihad?  I can only tell you this.  I will not back down.  I will not be bullied, threatened, coerced or terrorized by the “religion of peace”.

We each have a responsibility to the other people on this planet, and especially to those whom we will leave this planet to after we are gone.  And this sometimes means taking an unpopular stand in order to protect the rights of innocent people.  Loonwatch, CAIR and the other numerous terrorist spin control networks – you’ve not seen the end of me.  Not by a long shot.  As the saying goes, “You have a right to swing your fists, but that right ends when your fist connects with my nose”.

And by the way, I still believe that unless they break the law, the Islamic Center of Murfreesboro has a legal right to build their house of worship.  We don’t have to like it, but then again the First Amendment was designed not to protect popular ideas – as they don’t need protecting – but to protect unpopular ideas as well. This is something you won’t find in any Islamic country and it is also something worth protecting  – even when the so-called “religion of peace” tries to shut you down.

Peace,

Eric Allen Bell

Eric Allen Bell is a writer and filmmaker. His directorial debut, a short film entitled „Missing Sock“ was placed on Film Threat’s prestigious „Top 10 Short Films“ of 2004. He went on to direct his first full length feature, „The Bondage“ which premiered at the South By South West Film Festival, receiving multiple offers and securing full theatrical distribution. His current project, a documentary entitled „Not Welcome“ chronicles the backlash concerning the building of a 53,000 square foot mega-mosque in the middle of America’s Bible Belt.  He can be reached at: Eric@BellMedia.org.

Freedom Center pamphlets now available on Kindle: Click here

http://www.frontpagemag.com/fpm/122048/high-price-telling-truth-about-islam-eric-allen-bell

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  19.08.2015

Tagesschau-Kommentar: RWE-Belagerung und WDR-Verblödung

Von Tim Tressel

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen mit Erziehungsauftrag hat schon viel hervorgebracht: eine stets pseudo-kritische Caren Miosga, einen Rainald Becker der meint, wer keine Komplettüberwachung möchte, der solle sich „zu Hause hinter seinem Herd verkriechen“ und selbst einen weinenden Claus Kleber. Mit dem Kommentar “Unangemessen und absurd“ über die Besetzung des RWE-Abbaugeländes ist allerdings endgültig die Grenze des Erträglichen überschritten.

Dem Zuschauer soll in diesem Falle unmissverständlich vermittelt werden, was Recht und was Unrecht ist und das auf eine möglichst eindringliche Weise. Bekanntermaßen wird ja bereits alles, was von grün-linker Seite als Umweltschutz bezeichnet wird, positiv rezipiert – schließlich meinen sie es ja nur gut und genau das scheint der öffentlich-rechtliche Rundfunk vermitteln zu wollen. Wozu sollen hier also noch die Hintergründe beleuchtet oder gar die tatsächlichen Ambitionen hinterfragt werden? Statt dessen wurde der Kommentar „Unangemessen und absurd“ des natürlich vollkommen unabhängigen und sachlichen Autors „Jürgen Döschner“ (er wurde unter anderem 2014 von Solarlobbyisten für sein Engagement ausgezeichnet) von der Tagesschau an ein Millionenpublikum gestreut.

Döschner schreibt in einer Art Märtyrer-Hymne an die Aktivisten „Die Proteste im rheinischen Braunkohlerevier mögen nicht immer legal gewesen sein, aber sie sind angesichts der Ignoranz von Geld und Macht und angesichts der Bedrohung, die es abzuwehren gilt, völlig legitim“ auch „Hut ab! Die Klima-Aktivisten (…) verdienen Hochachtung und Respekt“.

Was ist geschehen? Etwa 800 Demonstranten haben sich aus der eigentlichen Demonstration gegen die Braunkohlegewinnung entfernt, die polizeilichen Absperrungen durchbrochen und das Betriebsgelänge sowie einen Großbagger besetzt. Dabei kam es zu Übergriffen auf RWE-Mitarbeiter und Polizei, darunter Angriffe mit Fäusten und Steinen – kein ganz klassischer Einsatz der friedlichen Gandhi-Strategie, wie man zweifelsohne merkt.

Einige Bilder, die zeigen, dass große Steine genau in Kopfhöhe der Fahrer geworfen wurden, sind im Internet zu finden. Mehrere Stunden brauchte die Polizei um dem juristisch aller Wahrscheinlichkeit nach Haus- und Landfriedensbruch Herr zu werden. Der sogenannte ARD-Energieexperte stellt fest: „noch glaubt RWE, dieses Wandel (Energiewende) mit Schlagstöcken und Pfefferspray aufhalten zu können“. Es sei darüber hinaus „absurd“, dass RWE nun versuche die Aktivisten zu „kriminalisieren“. Ja … möchte der öffentliche-rechtliche Rundfunk mit diesen Worten jetzt tatsächlich die Straftaten legitimieren? Mit anderen Worten: Die Umsetzung des geltenden Rechts ist also für den ARD-Energieexperten absurd.

Wie „absurd“ wäre es denn, wenn plötzlich „Anti-GEZ-Aktivist_Innen“ den WDR stürmten und verwüsteten? Wäre dann der Kampf gegen die „Bedrohung“ durch „Geld und Macht“ in Form einer Zwangsabgabe auch eine legitime Form zivilen Ungehorsams? Wahrscheinlich nicht, dann wäre wohl auch der vollkommen sachliche und unabhängige Herr Döschner der Erste, der die 110 wählte und jeden mit drakonischen Strafen belegte, der sich nicht seiner ökologisch korrekten Meinung unterwerfen würde. Hut ab, bei dieser Bigotterie wird einem doch speiübel!

Erschienen auf http://gunsandburgers.com

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_rwe_belagerung_falsches_journalistisches_traenendruesengas

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

Psychoanalytische Arbeitsstation

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

Be patient, work hard, follow your passions, take chances and don’t be afraid to fail.
I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Früher galt als mutig, wer ein Revolutionär war, heute reicht es schon, wenn einer seine Meinung behält.

“Jeder fünfte Bewohner des Westjordanlandes ist ein israelischer Siedler”, greint die Generaldelegation Palästinas heute auf ihrer Homepage.
Und jeder fünfte Bewohner Israels ist ein palästinensischer Araber.
So what?

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

„Sagen Sie meiner Mutter nicht, daß ich in der Werbung arbeite. Sie denkt, ich bin Pianist in einem Bordell.“ – Jacques Seguela

BILD: FAZ für Hauptschüler

Wer „ich will frei sein“ sagt, und es sagen viele, der ist ein Idiot. Denn das höchste was der Mensch als Freiheit haben kann, ist die Freiheit, seine Pflicht frei zu wählen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Nonkonformistische Attitüde und affirmative Inhalte – einer Kombination, die schon immer die linksdeutsche Ideologie gekennzeichnet hat. – Stephan Grigat

Es sind dieselben, die behaupten, das Geschlecht wäre nicht biologisch angeboren, sondern nur ein sozialer Konstrukt, und zugleich daß die Homosexualität kein sozialer Konstrukt wäre, sondern biologisch angeboren.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

„Es gibt zwei Dinge“, so wußte Hitler schon 1923, „die die Menschen vereinigen können: gemeinsame Ideale und gemeinsame Kriminalität“ .

Nach der gewaltsamen Beendigung des Mordens durch die Alliierten waren die Deutschen (und sind es bis heute geblieben) noch deutscher als zuvor.

„Der Staat sind wir“: Dies Credo der Sozialdemokratie Ferdinand Lassalles war die Wahrheit der Volksgemeinschaft, und der Nazismus war die vermittlungslose Basisdemokratie der Deutschen.

Die Demokratie der Bürger ist die interessierte Demutsadresse an den autoritären Staat.

„Die deutsche Nation ist das Apriori dieser seltsamen Wissenschaft, die

vorgibt, nichts zu kennen als Quellen, Quellen und nochmals Quellen, nichts als das

lautere Plätschern der Tatsachen und das ungetrübte Sprudeln der Empirie. Die

Quelle aber ist der Historie, was der Jurisprudenz das Indiz: Spielmaterial, bloße

Illustration des Systemzwangs zum Rechtsfrieden, d.h. empirische Legitimation der

vorab existenten letzten Instanz, an der jede Berufung aufhört und jede Revision

endet. Egal, wer Recht hat, solange nur Recht ist; was immer die Quellen sagen,

ein Beweis gegen die Nation wird sich daraus nie und nimmer folgern lassen.“ (…)

„Historische Wahrheit wird nach dem Modell von Meinungsumfragen vorgestellt;

kein Sample jedoch wird je repräsentativ genug sein,

um der deutschen Nation als solcher die Taten der Nazis zuzurechnen.

Die juristische Methode dieser seltsamen Wissenschaft, die sich die Behandlung der

Geschichte anmaßt, weiß so überaus sorgfältig zwischen Intention und Resultat zu

scheiden, daß der einzig noch mögliche Weg historischer Wahrheitsgewinnung, der

allerdings leider ausgeschlossen ist, Psychoanalyse wäre.“ – Joachim Bruhn

Da die Psychoanalyse heute auch nur noch ein korruptes Racket ist, würde sie nicht helfen.

 Der Himmel, wenn er sich schon öffnet, zitiert sich am liebsten selbst. 

Je verkommener eine menschliche Kreatur, desto eher fühlt sie sich beleidigt, respektlos behandelt, in ihrer Ehre verletzt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Der religiöse Rassismus der Islamisten, der den völkischen Rassismus der Nazis ersetzt hat, erklärt Allah zum Führer und die Jihadisten zu seiner privilegierten Kampftruppe: Wenn man so will, zu Allahs SS. Der Zusammenhalt dieser Kampftruppe wird über die Jenseitserwartung von Hölle und Paradies, also über das Instrument der religiösen Angst, sichergestellt. Diese Selbstbildfantasie der Islamisten ist mit ihrer (zumeist antijüdischen) Feindbildfantasie untrennbar verknüpft. – Matthias Küntzel

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten. Es sind Sozio-, Pädago- und Psychokratien, Rackets, die Erkenntnis nicht fördern, sondern verhindern.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
„Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett „antideutsch“ nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur „normale“ kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“– Hans Dieter Hüsch

Es gibt zweierlei Ethik: die moralische, der die Realität egal ist und die der Verantwortung, die reale Folgen der ethischen Forderungen berücksichtigt. Die erste ist gut gemeint, die zweite ist gut gemacht.

Was dem einen seine Souveränität, ist dem anderen seine Eigenmächtigkeit.

Das Schöne am Euro war, dass die Gewinner immerzu gewinnen konnten, ohne dass ihnen gleich die Quittung präsentiert wurde. Denn sie verdienen ja am Ausland, was heißt, eigentlich ein im Maße des Verdienens zunehmend schlechtes Geld – das ist durch den Euro aufgehoben worden: Man konnte ständig an einer anderen Nation verdienen, ohne dass das Geld dieser Nation darunter gelitten hat, weil sie gar kein eigenes hat. Der Wert dieses Geldes repräsentiert nicht die Leistungsfähigkeit dieser Nation. So hat der Euro von dem innereuropäischen Verdienen aneinander sogar noch gelebt; er hat vor der Krise absurderweise nur den Konkurrenzerfolg der Gewinner repräsentiert.

— Das ist ja mit der Idylle charakterisiert. Dass zunächst mal alle Seiten Gewinner des neu eingeführten Euro waren. Auch die, die ihre vergleichsweise Weichwährung gegen den Euro getauscht haben und damit auf einen Schlag Kredit zu ganz anderen Konditionen und Möglichkeiten hatten. Insofern waren die späteren Verlierer erst mal auch Gewinner.

Kein Nazifaschist hat je wirklich geglaubt, er bezöge die Ermächtigung seiner Ansprüche aus dem Teutoburger Wald; keiner seiner demokratischen Erben hat jemals tatsächlich gedacht, ihnen erwüchse Legitimität im Resultat des “Lernens aus der Geschichte”; niemals war ein Sozialist der Ansicht, es sei die famose “Befreiung der Arbeit” und nicht vielmehr das Recht auf Beute, was seine Politik im Interesse der Arbeiterklasse motivierte. Und keinesfalls erwächst den Palästinensern irgendein Recht aus der Tatsache, daß sie zuerst da waren. Einer Gesellschaft, der Hunger kein Grund ist zur Produktion, kann auch das Leiden kein Grund sein zur Solidarität. Es ist die Ideologie, die mit der Unmittelbarkeit des Leidens agitiert, die aus dessen fragloser Evidenz Sinn zu schlagen sucht, sei es im Sinne von Caritas oder Amnesty International, sei es im Sinne der Freunde des palästinensischen Volkes für den Israelhaß der Antisemiten wie für den Islamfaschismus dieses Volkes. Ariel Scharon jedenfalls, der Zionist und praktische Antifaschist, ist dem aufgelösten Rätsel der Geschichte näher als die deutsche Linke, deren “Antifaschismus” sich als Aufstand der Anständigen à la Gerhard Schröder oder als Solidarität mit dem palästinensischen Volk ausagiert. (…) Im Wesen Israels als des ungleichzeitigen Staates der Juden liegt es aber nicht nur, Reaktion auf den Verrat an Aufklärung und Weltrevolution, nicht nur, Notwehrversuch gegen den Nazifaschismus und Asyl zu sein. Sondern eben auch, daß die üblichen Muster der bürgerlichen Rollenverteilung – hier das Gewaltmonopol des bürgerlichen Staates im allgemeinen und dort die Personen, die die Regierungsausübung im besondern besorgen – für den israelischen Staates aufgrund seiner Konstitutionsbedingungen keine Geltung mehr hat. Was sich unter anderem darin zeigt, daß diese “Kritiker” der israelischen Regierungspolitik für den faschistischen Mob und die Behörden, die Selbstmordattentäter belohnen, Verständnis aufbringen (Folge von Besatzung und Ausbeutung), dagegen für den Versuch, die militärische Infrastruktur der Gegner Israels zu zerschlagen, am liebsten die Begriffe Auslöschung oder Ausrottung der palästinensischen Bevölkerung im Munde führen. Wie hinter der treudoofen Frage, ob es nicht möglich sein müsse, Spekulanten als das zu bezeichnen, was sie sind, ohne gleich als antisemitisch zu gelten, so verbirgt sich hinter der treulinken Frage, ob nicht auch in Israel, weil es sich auch dort um eine bürgerliche Gesellschaft handele, Faschismus möglich sei, die Erkenntnis dieser Fusion in verquerer und verschrobener Gestalt. Verquer, weil ja gerade erklärt werden sollte, wie Israel, dieser Fusion zum Trotz, eine parlamentarische Demokratie ist und bleibt; verschroben, weil diese Einheit von Staat und Regierung im Übergang von einem unerträglichen Alten (die Vernichtungsdrohung) zum noch nicht erreichten Neuen (die herrschaftslose Gesellschaft) ja doch den Inbegriff dessen ausmacht, was einmal als “Diktatur des Proletariats”, als Emanzipationsgewalt und organisierte politische Macht der Revolution, auch und gerade auf den roten Fahnen stand. In Anbetracht der Grundidee des Staates Israel, vor dem Hintergrund der linken Staatsmythen, betreffend die “Diktatur des Proletariats”, muß jede Beurteilung der Handlungen der Regierungsvertreter auch die völlig andere Qualität dieses Staates, verglichen mit allen anderen, deutlich werden lassen. (…)

Wenn diese Linke über Israel schwadroniert, dann hört sich das nicht minder grausig an. Dabei liegt der Zusammenhang zwischen dem Antisemitismus und dem Vernichtungswillen gegen die zum Staat gewordene bürgerliche Gesellschaft der Juden, gegen Israel, eigentlich auf der Hand: Der sogenannte Antizionismus stellt nichts anderes dar als die geopolitische, globalisierte Reproduktion des Antisemitismus, das heißt die Erscheinungsform, die er in Weltmarkt und Weltpolitik nach Auschwitz annehmen muß. Der Antizionismus ist der aus den kapitalisierten Gesellschaften in die Welt herausgekehrte Antisemitismus. So ist Israel der Jude unter den Staaten; die Verdammung des Zionismus als eines “Rassismus” durch die UNO gibt es zu Protokoll. Das macht: die moralische Verurteilung der menschlichen Unkosten der Konstitution bürgerlicher Staatlichkeit allein am Beispiel Israels führt vor Augen, was die Welt der Volksstaaten vergessen machen will – daß die Zentralisation der politischen Gewalt über Leben und Tod keineswegs die natürliche Organisationsform der Gattung Mensch darstellt, sondern Ausdruck eben von Herrschaft und Ausbeutung. Dabei ist Israel – und das macht die Kritik an diesem Staat so perfide und muß deshalb immer wieder gesagt werden – der einzige Staat dieser Welt, der für sich eine nicht zu bezweifelnde Legitimität beanspruchen kann. Israel, das ist der ungleichzeitige Staat, der entstanden ist sowohl als Reaktion auf das Dementi aller Versprechungen der bürgerlichen Nationalrevolution, sowohl als Antwort auf den stalinistischen Verrat an der kommunistischen Weltrevolution als auch als zu spät gekommene Notwehr gegen den Massenmord an den europäischen Juden. (…) Israel ist das Schibboleth jener doch so naheliegenden Revolution; es ist der unbegriffene Schatten ihres Scheiterns. Israel ist das Menetekel, das zum einen (und ganz unfreiwillig) die kategorischen Minimalbedingungen des Kommunismus illustriert, und das zum anderen sämtliche Bestialitäten zu demonstrieren scheint, zu denen der bürgerlich-kapitalistische Nationalstaat fähig ist. Wer Israel nicht begriffen hat, wer den Haß auf diesen Staat, den Antizionismus, und wer den Antisemitismus, das heißt den Vernichtungswillen sowohl gegen die in diesem Staat lebenden als auch gegen die kosmopolitisch verstreuten Juden, nicht begriffen hat als das, was Antisemitismus wesentlich darstellt: den bedingungslosen Haß auf die Idee einer in freier Assoziation lebenden Gattung, der hat den Kommunismus nicht als das “aufgelöste Rätsel der Geschichte” begriffen. –

 Der ostentative Muslimeifer aber, der sich im Alltag mancher ‚Allahu-Akbar‘-Brüller vielleicht doch sehr in Grenzen hält, findet im blanken Judenhass unverhoffte Nahrung, wo ihnen unter unendlich öden Koranrezitationen und geistlosen, absurden Vorschriften längst das bisschen ungeglaubten Glaubens zwischen den Fingern zerrann und ihr Muslimsein kaum je mehr ist als das typisch dauerbeleidigte, immer schon jeder Verantwortung ledige Gruppengefühl. Überhaupt will jeder Eifer – insbesondere der aktuelle, rasende Eifer des weltweit angreifenden Islam – den Stachel eines weniger drohenden als hinterrücks längst geschehenen Glaubensverlustes kompensieren.“ Mit anderen Worten: Muslime wurden nicht für ihr abstraktes Muslimsein kritisiert, sondern dafür, was – global betrachtet – die Mehrheit konkret darunter versteht: Die von Gott gegebene Ermächtigung zu Terror, Entrechtung, Antisemitismus. Wer differenziert, sollte nicht unerwähnt lassen, dass Osama bin Laden, Hassan Nasrallah und wie all die schrecklichen Figuren so heißen, in der muslimischen Welt als Helden gefeiert werden – und zwar nicht von einer minoritären Sekte, sondern von Millionen Muslimen, auch in Deutschland. (,,) Der unfreiwillige und verborgene Essentialismus der Postmoderne macht das Begreifen unmöglich, weil er die Beziehung zwischen Allgemeinem, Besonderem und Einzelnem nicht mehr zu thematisieren vermag. Wenn nur noch Vielfalt herrscht und Einzelnes und Allgemeines gewaltsam auseinandergerissen werden, bleibt die Verstandesleistung des begreifenden Subjekts auf der Strecke und die scheinbar ursprüngliche Differenz wird zum Mythos. Nicht nur dem Begriff des Allgemeinen, das ja ein noch einzulösendes ist, wird Gewalt angetan, auch dem Besonderen, dessen Unglück darin besteht, nur ein Besonderes zu sein, und das sich, weil es kein versöhnendes Ganzes gibt, dem schlecht-Allgemeinen, dem Racket nämlich, anschließen muss. – JAN HUISKENS

„Vernunft und Rationalität sind in dieser durchmedialisierten Welt chancenloser denn je. Ein unangenehmer Typ „Heckenschütze“ terrorisiert die Gesellschaft. Seine aktuelle Waffe: Der Phobienvorwurf.“ – Bettina Röhl

„Man wähnt, wenn man nach wissenschaftlichen Regeln sich richtet, dem wissenschaftlichen Ritual gehorcht, mit Wissenschaft sich umgibt, gerettet zu sein. Wissenschaftliche Approbation wird zum Ersatz der geistigen Reflexion des Tatsächlichen, in der Wissenschaft erst bestünde. […] Je tiefer man ahnt, daß man das Beste vergessen hat, desto mehr tröstet man sich damit, daß man über die Apparatur verfügt.“ (Theodor W. Adorno, Philosophie und Lehrer, AGS 10.2, 491)

„Vieles, was im Sinne von Foucaults »Mikrophysik der Macht« populär werden sollte; also die Erkenntnis, daß Macht nicht pyramidal hierarchisch, sondern durch sämtliche gesellschaftliche Bereiche hindurch wirkt, findet sich bereits in der Medizinkritik der Kritischen Theorie. Daß diese Thesen häufig übersehen wurden, mag daran liegen, daß sich Horkheimers entscheidende Äußerungen über Medizin und Psychiatrie nicht in den breit rezipierten Hauptwerken finden, sondern über die Gesamtausgabe verstreut sind. Wiemer suchte sie zusammen und zeigt, wie Horkheimer anhand der Medizin einen wesentlichen Charakterzug des modernen Kapitalismus ausmachte. Mediziner funktionieren laut Horkheimer wie fast jede wirtschaftliche Gruppe im Sinne eines Rackets. »Ein Racket«, erklärt er, »ist eine unter sich verschworene Gruppe, die ihre kollektiven Interessen zum Nachteil des Ganzen durchsetzt.« Allgemein betrachtet heißt das, daß sich die Klassengesellschaft in eine »neofeudale« Struktur verwandelt hat, innerhalb der Interessenverbände »nach dem Prinzip der Selbsterhaltung und der Machtakkumulation« funktionieren. Diesen Wandel macht Horkheimer an den Medizinern fest; und alles, was Horkheimer in seiner Kritik aussparte, von den Krankenversicherungen bis zum Pfusch in Krankenhäusern, wird von Carl Wiemer polemisch auf den neuesten Stand gebracht“  – Max Horkheimer

 

„Ein Shitstorm hat auch seine positive Seite. Da politisch korrekte Gülle meist in Richtung Originalität, Kreativität und Intelligenz geworfen wird, fliegt sie oft genug auf Leute, die zu lesen wirklich lohnt.“ – Evidenz-basierte Ansichten

Eine Frau wird als Frau geboren. ein Mann muß erst ein Mann werden.
Keine Paternalisierung, sondern fortschreitende Maternalisierung. Die Feminisierung und Genderisierug marginalisiert und zerstört die Vaterposition in den modernen »Gesellschaften«, die Vaterrolle erlitt allgemeine Degradierung, die Kanonisierung der Homosexulität im Speziellen und der sexuellen Diversität im Allgemeinen tilgt die noch übriggebliebenen Spuren einer Männlichkeit restlos aus, die nur noch als Schimpfwort der angeblichen „Paternalisierung“ im Jargon der Medien herumgeistert.

„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

Post-Pop-Epoche: der Sieg der Mode über die Sitten.

„Wir brauchen schadhafte Gebäude, durch deren geborstene Wände man hindurch­ sehen kann, um wenigstens einen Anfang zum Denken zu gewinnen.“ – Victor Tausk

„Was man in römischer Zeit das »Abendland« und später »Europa« nennen wird, ist die politische Konsequenz des individualistischen Martyriums, das ein gesprächsfreudiger Stadtstreicher auf sich nahm, um die Legitimität des im universalistischen Dialekt vorgebrachten Neuen gegen die entkräfteten lokalen Sitten zu demonstrieren.“ – Peter Sloterdijk

„Was nützt einem die Gesundheit wenn man ansonsten ein Idiot ist.“ – Theodor Adorno

line-wordpress

Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

They are the same who claim the sex/gender would not be biologically innate, but only a social construct, and at the same time that homosexuality was not a social construct, but biologically innate.

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

„There are two things,“ said Hitler in 1923, „which can unite people: common ideals and common crime“

After the violent termination of Murder by the Allies were the German (and have remained so to this day) more german than before.

The depraved human creature, the more she feels insulted, disrespected, offended in their honor.

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno

„Reason and rationality are chance-less than ever in this totally mediatised world. An unpleasant type Sniperterrorized society. His current weapon: The phobia accusation.“ – Bettina Röhl
„A Shitstorm has also its positive side. As politically correct manure it is usually thrown in the direction of originality, creativity and intelligence, she flies often to people who are really worth to read.“ Evidenz-basierte Ansichten
A woman is born as a woman. a man has to become a man.
No paternalization but advancing maternalization. The feminization and genderization marginalized and destroyed the father position in the modern „societies,“ the father role suffered general degradation, the canonization of homosexuality in particular and the sexual diversity generally wipes out the still remaining traces of masculinity completely out,  only as an insult haunts the alleged „paternalization“ in the jargon of mass media.
PostPop era: the triumph of fashion over the morals.
„We need damaged buildings, so you can see through their cracked walls to win at least one viewpoint to start to begin to think. Victor Tausk
„What good is health if you are an idiot then?“ – Theodor Adorno
„What one must be judged by, scholar or no, is not particularised knowledge but one’s total harvest of thinking, feeling, living and observing human beings.“ (…) „While the practice of poetry need not in itself confer wisdom or accumulate knowledge, it ought at least to train the mind in one habit of universal value: that of analysing the meanings of words: of those that one employs oneself, as well as the words of others. (…) what we have is not democracy, but financial oligarchy. (…) Mr. Christopher Dawson considers that “what the non-dictatorial States stand for today is not Liberalism but Democracy,” and goes on to foretell the advent in these States of a kind of totalitarian democracy. I agree with his prediction. (…) That Liberalism is something which tends to release energy rather than accumulate it, to relax, rather than to fortify. (…) A good prose cannot be written by a people without convictions. (..) The fundamental objection to fascist doctrine, the one which we conceal from ourselves because it might condemn ourselves as well, is that it is pagan. (..) The tendency of unlimited industrialism is to create bodies of men and women—of all classes—detached from tradition, alienated from religion and susceptible to mass suggestion: in other words, a mob. And a mob will be no less a mob if it is well fed, well clothed, well housed, and well disciplined. (…) The rulers and would-be rulers of modern states may be divided into three kinds, in a classification which cuts across the division of fascism, communism and democracy. (…) Our preoccupation with foreign politics during the last few years has induced a surface complacency rather than a consistent attempt at self-examination of conscience. (…) What is more depressing still is the thought that only fear or jealousy of foreign success can alarm us about the health of our own nation; that only through this anxiety can we see such things as depopulation, malnutrition, moral deterioration, the decay of agriculture, as evils at all. And what is worst of all is to advocate Christianity, not because it is true, but because it might be beneficial. (…) To justify Christianity because it provides a foundation of morality, instead of showing the necessity of Christian morality from the truth of Christianity, is a very dangerous inversion; and we may reflect, that a good deal of the attention of totalitarian states has been devoted, with a steadiness of purpose not always found in democracies, to providing their national life with a foundation of morality—the wrong kind perhaps, but a good deal more of it. It is not enthusiasm, but dogma, that differentiates a Christian from a pagan society.“ (…)  It would perhaps be more natural, as well as in better conformity with the Will of God, if there were more celibates and if those who were married had larger families. (…) We are being made aware that the organisation of society on the principle of private profit, as well as public destruction, is leading both to the deformation of humanity by unregulated industrialism, and to the exhaustion of natural resources, and that a good deal of our material progress is a progress for which succeeding generations may have to pay dearly. I need only mention, as an instance now very much before the public eye, the results of “soil-erosion”—the exploitation of the earth, on a vast scale for two generations, for commercial profit: immediate benefits leading to dearth and desert. I would not have it thought that I condemn a society because of its material ruin, for that would be to make its material success a sufficient test of its excellence; I mean only that a wrong attitude towards nature implies, somewhere, a wrong attitude towards God, and that the consequence is an inevitable doom. For a long enough time we have believed in nothing but the values arising in a mechanised, commercialised, urbanised way of life: it would be as well for us to face the permanent conditions upon which God allows us to live upon this planet. And without sentimentalising the life of the savage, we might practise the humility to observe, in some of the societies upon which we look down as primitive or backward, the operation of a social-religious-artistic complex which we should emulate upon a higher plane. We have been accustomed to regard “progress” as always integral; and have yet to learn that it is only by an effort and a discipline, greater than society has yet seen the need of imposing upon itself, that material knowledge and power is gained without loss of spiritual knowle

 

Scheinkorrelationen: Es ist nicht das, als was es erscheint

Scheinkorrelationen: Es ist nicht das, als was es erscheint

Samstag 23.05.2015  www.eike-klima-energie.eu

Die kalte Sonne

CO2 ist ein starkes Treibhausgas, sagt das IPCC. Dazu bräuchte man nur den Verlauf des CO2 und der Temperatur in den letzten 100 Jahren anschauen: Beides stieg an. Fertig ist der Beweis.

Abbildung rechts: Verlauf von CO2 (grün und blau) und globaler Temperatur (rot) während der vergangenen 110 Jahre. Quelle: IPCC-nahe WebseiteSkeptical Science.

Überzeugt? Tyler Vigen hat in der großen weiten Welt der Statistiken nach ähnlichen Korrelationen gesucht und wurde fündig. Auf seinerWebseite “Spurious Correlations” hat er die interessantesten Korrelationen zusammengestellt. Unter den dort aufgeführten 30.000 Beispielen findet sich auch die folgende Kurve. Hätten Sie gedacht, dass die Anzahl der in Schwimmbecken ertrunkenen Unfallopfer bestens mit der Anzahl von Filmen korreliert, in denen der Schauspieler Nicolas Cage mitwirkt?

Interessant auch das nächste Chart. Dort erkennt man eine ziemlich gute Korrelation zwischen dem Alter von Miss America und der Anzahl von Mordfällen bei denen heißer Dampf und andere heiße Objekte eine Rolle gespielt haben:

Sehr überzeugend auch die folgenden beiden Kurven. Es scheint einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Anzahl weltweiter nichtkommerzieller Weltraum-Raketenstarts mit den Soziologie-Promotionsabschlüssen in den USA zu geben:

Spielverderber könnten nun einwerfen, dass Korrelation nicht gleich Kausalität bedeutet. Ein interessanter Gedanke. Gäbe es statt dem CO2 vielleicht noch einen anderen denkbaren Hauptantrieb für den globalen Temperaturanstieg im 20. Jahrhundert? In der Tat. Der Verlauf der Temperatur hat einen auffällig ähnlichen Verlauf wie die Sonnenaktivität, ausgedrückt in der Stärke des Sonnenmagnetfeldes (siehe Abbildung).

Abbildung: Entwicklung der Sonnenaktivität während der letzten 150 Jahre am Beispiel der Sonnenflecken und des Sonnenmagnetfeldes (nach Mufti & Shah 2011). Abbildung aus unserem Buch “Die kalte Sonne”.

Falls Sie nun Lust an der Thematik gefunden haben, sei Ihnen Tyler Vigens Buch “Spurious Correlations” empfohlen, das im Mai 2015 erschien und auf Amazon erstanden werden kann.

http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/scheinkorrelationen-es-ist-nicht-das-als-was-es-erscheint/

line-wordpress

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!
I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Wer “ich will frei sein” sagt, und es sagen viele, der ist ein Idiot. Denn das höchste was der Mensch als Freiheit haben kann, ist die Freiheit, seine Pflicht frei zu wählen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten. Es sind Sozio-, Pädago- und Psychokratien, die Erkenntnis nicht fördern, sondern verhindern.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom “Befehlsnotstand”, von der “Gleichschaltung” oder vom “Führer” selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als “Unrechtsstaat”, als “das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben” exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen “Vergangenheitsbewältigung”, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat “von alledem nichts gewußt”, war “im Grunde auch dagegen” oder “konnte gar nicht anders handeln”, weil “Befehlsnotstand” herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort “ins KZ gekommen” wäre. ” (…) “Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.” (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

“Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen” (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
“Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen” (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett “antideutsch” nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur “normale” kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“– Hans Dieter Hüsch

Es gibt zweierlei Ethik: die moralische, der die Realität egal ist und die der Verantwortung, die reale Folgen der ethischen Forderungen berücksichtigt. Die erste ist gut gemeint, die zweite ist gut gemacht.

Was dem einen seine Souveränität, ist dem anderen seine Eigenmächtigkeit.

Das Schöne am Euro war, dass die Gewinner immerzu gewinnen konnten, ohne dass ihnen gleich die Quittung präsentiert wurde. Denn sie verdienen ja am Ausland, was heißt, eigentlich ein im Maße des Verdienens zunehmend schlechtes Geld – das ist durch den Euro aufgehoben worden: Man konnte ständig an einer anderen Nation verdienen, ohne dass das Geld dieser Nation darunter gelitten hat, weil sie gar kein eigenes hat. Der Wert dieses Geldes repräsentiert nicht die Leistungsfähigkeit dieser Nation. So hat der Euro von dem innereuropäischen Verdienen aneinander sogar noch gelebt; er hat vor der Krise absurderweise nur den Konkurrenzerfolg der Gewinner repräsentiert.

Das ist ja mit der Idylle charakterisiert. Dass zunächst mal alle Seiten Gewinner des neu eingeführten Euro waren. Auch die, die ihre vergleichsweise Weichwährung gegen den Euro getauscht haben und damit auf einen Schlag Kredit zu ganz anderen Konditionen und Möglichkeiten hatten. Insofern waren die späteren Verlierer erst mal auch Gewinner.

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno

Fukushima: Jahrestag der Lügner und Fälscher

Video: The Fukushima Lie (Die Fukushima-Lüge – English Subtitles)

Fukushima: Jahrestag der Fälscher

  12.03.2015

Wer gestern Abend das Nachtmagazin der Tagesschau verfolgte, dem servierte Moderatorin Gabi Bauer eine kalt lächelnde Lüge. In einem Bericht über den Jahrestag von Fukushima (2011) sagte sie zur Kernschmelze in dem japanischen Reaktor wörtlich: „Mehr als 18 000 Menschen kamen als Folge des Unglücks ums Leben“ (Siehe hier ab der 6. Minute).

Deshalb Just For The Record: Die Weltgesundheits-Organisation WHO stellte im Jahr 2012 fest (Siehe unter anderem hier), dass durch die Strahlung nach dem AKW-Unglück kein einziger Mensch zu Tode kam.

Die Bild-Zeitung von heute morgen berichtete in der Tendenz ähnlich wie die ARD, wenn auch subtiler formuliert: „Die Japaner gedachten gestern an vielen Orten der rund 18 500 Opfer, die durch das Seebeben und den Tsunami am 11.März 2011 und die Folgen der Reaktorkatastrophe von Fukushima ums Leben kamen.“

Also noch einmal: Die Menschen in Japan starben durch ein Erdbeben und einen Tsunami – also durch eine Naturkatastrophe – und nicht in Folge eines zumindest mittelbar vom Menschen verursachten Unglücks.

Es ist nicht erquicklich angesichts einer Katastrophe über Todeszahlen zu streiten. Aber eine rudimentäre Wahrhaftigkeit sollte dennoch gelten, vollkommen unabhängig davon, ob man Atomkraft nun ablehnt oder nicht.

Das Nachtjournal konnte es sich übrigens nicht einmal verkneifen, den Bericht über das Leiden der Japaner mit lupenreiner Propaganda für die sogenannte Energiewende zu verbinden. Seit die ins Werk gesetzt sei, so informierte uns Gabi Bauer, „ist grüner Strom plötzlich reichlich vorhanden und billig“. Gründlicher lässt sich die Energiewende-Wahrheit kaum verdrehen.

Es ist zwar ein Klischee, aber man kommt nicht um die Feststellung herum: So berichten Staatssender. Die ARD versuchte offenbar sich zum Büttel der Kanzlerin zu machen, die kurz zuvor einen Japan-Besuch absolviert hatte. Angela Merkel hielt es für ganz wichtig, den Japanern gute Ratschläge für einen Atomausstieg zu geben. Gerichtet war diese Botschaft allerdings nicht an die Japaner (die können ganz gut selbst denken), sondern in erster Linie an das deutsche Publikum, das einmal mehr von der Richtigkeit der Energiewende überzeugt werden sollte. So werden Opfer einer Naturkatastrophe für die deutsche Innenpolitik instrumentalisiert.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/fukushima_jahrestag_der_faelscher

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Lügenmedien ARD-Nachtmagazin: Durch den Atomgau von Fukushima kamen mehr als 18.000 Menschen ums Leben

14. März 2015 | Von Michael Krueger ScienceSkeptikalBlog

NachtmagazinDas ARD-Nachtmagazin berichtet anlässlich der Tsunami-Katastrophe von vor vier Jahren am 12.03.2015 über den Atomgau von Fukushima. Demnach kamen durch den Atomgau und die Kernschmelze mehr als 18.000 Menschen ums Leben.

http://www.science-skeptical.de/blog/ard-nachtmagazin-durch-den-atomgau-von-fukushima-kamen-mehr-als-18-000-menschen-ums-leben/0013623/

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Im Rückblick ist die Panikmache nach dem ­Reaktorunglück unverständlich, ja beschämend. Japanische AKW sind sicherer geworden. Der Atomausstieg wäre vor allem eine Katrastrophe für die Umwelt.

Von Irene Aegerter weltwoche.ch Ausgabe 26/2015

Der 11.März 2011 gehört zu jenen Daten, die vielen in Erinnerung geblieben sind. Ich ­weilte damals mit meinem Mann in Florida. Beim Aufstehen las ich, noch halb verschlafen, auf meinem Handy die Meldung einer Schweizer Kollegin: Nach einem schweren Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami seien Probleme in einem japanischen Atomkraftwerk (AKW) aufgetreten. Wir schalteten sofort CNN ein, und dann schauten wir auch die Schweizer News via Internet.

Obwohl ich natürlich ein grosses berufliches Interesse an den gemeldeten Störungen im Kernkraftwerk von Fukushima Daiichi hatte, standen für mich vorerst die schrecklichen ­Bilder des Tsunami im Vordergrund. Was denkt ein Kind, das mit seiner Mutter den Berg hochrennt und dann die ganze Wucht der ­Zerstörung miterleben muss? Ich war aufgewühlt, genau wie damals beim Tsunami in Thailand im Dezember 2004, den Freunde von uns überlebt hatten. Ich habe deren Erzählungen nie vergessen. Es ist eine gigantische Naturgewalt, die man kaum voraussehen kann.

Unter den Mitgliedern von WiN (Women in Nuclear), einer Vereinigung von Frauen aus ­aller Welt, die im Kernenergiesektor arbeiten (ich war Gründungspräsidentin von WIN), setzte bald ein reger E-Mail-Austausch ein. Von unseren japanischen Kolleginnen las man nichts. Denjenigen, die ich gut kannte, ­schickte ich eine E-Mail. Viel Neues war allerdings nicht in Erfahrung zu bringen. Zwar hat WiN Japan auch Mitglieder, die in Fukushima ­Daiichi arbeiteten. Doch sie hatten wohl anderes zu tun, als E-Mails zu verschicken. Viele konnten nicht einmal mit ihrer Familie kommunizieren, wie ich später erfahren habe.

Für die amerikanischen TV-Sender stand ­anfänglich die Befürchtung im Mittelpunkt, dass der Tsunami nach Kalifornien gelangen könnte (was ja tatsächlich auch geschah; ein Mensch kam dabei ums Leben). Viel Raum wurde auch den immensen Schäden eingeräumt, die der Tsunami angerichtet hatte. Erst mit der Zeit wechselte der Fokus zusehends auf die sich zuspitzende Lage um das Kernkraftwerk Daiichi. Immer wieder wurden ­Experten zitiert, welche die Lage und insbesondere die Strahlengefahr erfreulich profes­sionell und nüchtern analysierten.

Welch ein Kontrast zum Schweizer Fernsehen SRF, wo eine Mischung von Mutmassungen und Halbwissen Regie führte. Professor Horst-Michael Prasser von der ETH war eine wohltuende Ausnahme. Doch er hatte einen schweren Stand gegen die subtil geschürte Angst, die vor allem auf Vorurteilen und Emotionen basierte. Prasser wurde denn auch bald vom Bildschirm vertrieben. Einen journalistischen Tiefpunkt erreichte die Berichterstattung des Schweizer Fernsehens, als Barbara Lüthi, die preisgekrönte Reporterin und Asienkorrespondentin von SRF, von Panik erfasst wurde und mit ihrer Crew ­Japan fluchtartig verliess — was sie auch noch ­selber dokumentierte.

Im Rückblick ist die Panikmache unverständlich, ja beschämend. Es wurde eine ­Chance verpasst, über die tatsächlichen und vermeintlichen Gefahren der Kernenergie zu diskutieren. Unser Sohn, der damals die Physikgrundvorlesung für Chemiker und Bio­logen an der Universität Zürich hielt, funk­tionierte seine Lektion um zu einer Tour d’Horizon über Reaktorphysik und Radioaktivität. Als die Doppelstunde vorbei war, mochte kaum einer den Hörsaal verlassen. Zahlreiche Studenten bestürmten ihn mit der grossen Frage: Was heisst das nun, wie geht es weiter?

Das Schweizer Fernsehen gab da wenig Antworten, sondern zeigte Explosionen, welche die Zuschauer fälschlicherweise als Atom­explosionen interpretierten. In Tat und Wahrheit waren es Knallgasexplosionen.

Die Politiker kippten wie Dominosteine

Erschütternd war auch die panische Reaktion unserer Politiker, die, ohne jede Not und ohne genau zu wissen, was in Fukushima überhaupt passiert war, über Nacht den Atomausstieg ­beschlossen. Dieselben Volksvertreter, die wenige Wochen zuvor noch für den (vom Berner Stimmvolk und auch von der Standortgemeinde befürworteten) Neubau von Mühleberg ­geworben hatten, kippten wie Dominosteine. Vierzig Prozent unserer zuverlässigen und sauberen Stromversorgung, um die uns viele Länder beneiden, waren plötzlich des Teufels. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie diese Politiker reagieren würden, wenn sie einmal eine echte Bedrohung zu bewältigen hätten.

Wie jeder Energieträger hat die Kernenergie Vor- und Nachteile. Für mich überwogen stets die Vorteile gegenüber den fossilen Brennstoffen, auf die wir längerfristig verzichten müssen. Ich habe nichts gegen die erneuerbaren Energien. Wasserkraft deckt bereits fast sechzig Prozent unseres Strombedarfs. Doch man muss realistisch sein: Sonne und Wind sind in unseren Breiten schlicht unbrauchbar für die Grundstromversorgung. Der Verschleiss an Ressourcen (Rohstoffe, Land) ist gemessen am geringen Ertrag zu gross. Und vor allem ist heute keine Technologie in Sicht, mit der sich der zufällig anfallende Flatterstrom von Sonne und Wind in nützlichen Mengen speichern liesse. In Anbetracht dieser Fakten ist die Energiewende ein verantwortungsloser Trip ins Ungewisse.

Halten wir uns vor Augen, was damals in ­Japan geschah: Im Verlauf des Erdbebens — ­eines der gewaltigsten, die weltweit je gemessen wurden — stellten sich alle elf laufenden Reaktoren im betroffenen Gebiet automatisch ab. In Fukushima Daiichi versammelte sich die Belegschaft auf dem Parkplatz zum Appell. ­Einer fehlte. Er war beim Beben von einem Kran gestürzt. Abgesehen davon hatte das Werk kaum Schäden erlitten. Zwar war der Strom ausgefallen, die eigene Produktion wie auch – wegen zerstörter Stromleitungen und wegen den übrigen abgestellten Kraftwerken – die Zufuhr von aussen. Aber die Notstromgeneratoren sorgten dafür, dass die heissen Reaktoren weiter gekühlt wurden. Man machte sich schon daran, das Werk wieder hochzufahren.

Dann kam das Meer, fünfzehn Meter hoch. Die sieben Meter hohe Schutzmauer wurde überspült und das Kraftwerk überflutet. Die Notstromgeneratoren standen ungeschützt im Untergeschoss der Turbinenhalle, vorne am Meer, und sie standen plötzlich unter ­Wasser und fielen aus. Zudem hatten die ­Wassermassen die freistehenden Brennstofftanks weggespült oder beschädigt. In Fukushima Daiichi traf damit das schlimmstmögliche Szenario ein: ein «Station Blackout», ein totaler Stromausfall.

Schon als ich am Fernsehen die Knallgas­explosionen sah, war mir klar: Anders als die europäischen AKW-Betreiber hat der japanische Stromriese Tepco die Lehren aus dem Unfall von Harrisburg 1979 nicht gezogen.

Ich erinnere mich noch gut: Bei einer Reise von Journalisten nach Schweden vor der Atomabstimmung von 1990, die ich begleiten durfte, sagten die schwedischen Kollegen beiläufig, sie hätten nun ihre KKW mit gefilterter Druckentlastung ausgerüstet. Unsere Journalisten wollten umgehend wissen, warum dies in der Schweiz (noch) nicht der Fall war. Es kam in der Folge zu heftigen Diskussionen in der Schweiz: Ist es wirklich richtig, in die so gut und dicht gebauten Containments unserer Kernkraftwerke Löcher zu bohren, um diese Ventile einzubauen?

Am Ende hat man bei allen Schweizer AKW gefilterte Druckentlastungsventile eingebaut. Zu Recht, wie die Erfahrung aus Japan zeigt (siehe Kasten). Bei uns hat man zudem auch Wasserstoff-Rekombinatoren eingebaut, damit allfällig entstehender Wasserstoff wieder zu Wasser oxidiert. Wäre das auch in Fukushima geschehen, würden wir heute kaum noch über die Havarie reden. Später habe ich vernommen, dass die Firma Elektrowatt, welche das KKW Mühleberg nachgerüstet hatte, die gleiche Offerte auch Tepco unterbreitete (der Reaktor von Fukushima Daiichi 1 ist fast baugleich mit Mühleberg). Tepco hat diese jedoch abgelehnt, denn die Sicherheitsbehörden ­hatten das ja nicht verlangt.

Ja, die Sicherheitsbehörden: Ich war von 2001 bis 2007 Mitglied der Eidgenössischen Kommission für die Sicherheit von Atomanlagen (KSA), und wir führten jährliche Gespräche mit den AKW-Betreibern. Sie hatten gar keine Freude, wenn wir immer wieder neue Nachrüstungen verlangten. Ich sagte mehrmals: ­Sicherheit kostet, aber Unfälle kosten ein Mehrfaches. Das sollte Tepco in der Zwischenzeit eigentlich gelernt haben.
Ich war deshalb erstaunt, dass ­Japan sich sogar dieses Jahr noch gegen den ­Vorschlag des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (Ensi) wehrte, weltweit die gleichen Sicherheitsstandards in der «Convention on Nuclear Safety» (CNS) der IAEA zu verlangen. Ich selbst hatte schon 1986 im Petitionstext der Frauen für Energie, der sich gegen den Atomausstieg nach dem Unfall in Tschernobyl richtete, die Forderung mit folgendem Wortlaut gestellt: «Die Unterzeichner bitten das Parlament, den Bundesrat aufzufordern, international den gleichen Sicherheitsstandard für alle Kernkraftwerke zu verlangen, wie er in der Schweiz verwirklicht ist.»

Atomausstieg bringt keine Sicherheit

Ich will damit sagen: Statt die eigenen, sicheren AKW zu verschrotten, sollten wir uns auf internationaler Ebene für höhere Sicherheitsstandards und eine bessere Sicherheitskultur bei den Anlagen einsetzen, die weltweit in Betrieb sind und neu gebaut werden.

Als Reaktion auf den Unfall in Tschernobyl wurde 1989 die World Association of Nuclear Operators (Wano) gegründet, ein weltweiter Zusammenschluss der Kernkraftwerkbetreiber. Ziel der Wano ist es, den verantwortungsvollen, sicheren Betrieb von Atomkraftwerken zu gewährleisten und stetig zu verbessern. Dazu führt sie in den KKW regelmässig Sicherheitsüberprüfungen durch.

Nach dem dreifachen GAU in Fukushima Daiichi habe ich diejenigen Personen gefragt, die ich bei der Wano kannte, warum denn niemand die Tepco auf die Gefahren der ungebunkerten Notstrom-Dieselaggregate und der zu niedrigen Tsunami-Schutzwälle angesprochen habe. Dabei musste ich erfahren, dass die Wano zwar in London ein weltweites Leitungsgremium hat, das Vorschläge macht, aber die regionalen Zentren in Atlanta, Moskau, Paris und ­Tokio für die Umsetzung verantwortlich sind.

Ein Problem in Fukushima war die harzige Zusammenarbeit zwischen den Operateuren vor Ort, den Funktionären von Tepco, den ­Sicherheitsbehörden und der Regierung. Dass beispielsweise der Ministerpräsident die ­manuelle Druckentlastung absegnen muss, ist unverständlich. In der Schweiz beübt die ­Nationale Alarmzentrale (NAZ) regelmässig Unfallszenarien in Kernkraftwerken, um ­diese Zusammenarbeit zu testen.

Als Mitglied einer Arbeitsgruppe der Nationalen Alarmzentrale hatte ich zweimal Gelegenheit, solchen Übungen beizuwohnen. Zwar wird immer wieder geklagt, die Szenarien der NAZ beruhten auf unrealistischen Annahmen und schürten die Angst vor AKW-Unfällen. Doch man kann nur Lehren ziehen, wenn man selbst das Undenkbare zu denken versucht. Nur so gelang es unserer Sicherheitsbehörde Ensi, als unabhängige Organisation eine hohe Kompetenz in der Beurteilung ­sicherheitsrelevanter Aspekte zu entwickeln.

Wir sollten unser Augenmerk aber auch auf die Weiterentwicklung der Kernenergie richten, die weltweit, mit oder ohne Schweiz, nach wie vor im Vormarsch ist. Ohne Kernenergie lässt sich der steigende Energiehunger von über sieben Milliarden Menschen auf dieser Erde nicht decken, es sei denn, wir wollen unsere Atmosphäre weiter mit den Emissionen fossiler Kraftwerke verpesten. Ich sehe die Zukunft vor allem in kleinen und inhärent ­sicheren KKW, die auch weniger und kurzlebigere Abfälle produzieren.

Die ETH Zürich hatte mit dem Paul-Scherrer-Institut einst eine führende Forschungsstätte im Bereich der Nukleartechnologie, ­deren Ruf weit über die Landesgrenzen hinaus strahlte. Nichts gegen die Forschung an neuen Solar- und Speichertechnologien. Doch sie sollte nicht auf Kosten der Reaktorforschung gehen. Mit gut ausgebildeten Nuklearingenieuren könnten wir den grössten Beitrag für eine sichere, günstige und CO2-freie Stromversorgung der Welt leisten.

Die grossen Irrtümer der Atomgegner

Nach Tschernobyl meinten viele, dies sei das Ende der Kernenergie. Sie haben sich geirrt. Genauso wird es mit Fukushima sein. Es war eine Katastrophe, die nie hätte passieren müssen. Trotzdem: Fukushima wird die Kernenergie sicherer machen, wenn wir die nötigen Lehren ziehen. Vier Jahre nach dem dreifachen GAU ist die Zeit reif für eine Bilanz. Für mich stehen folgende Punkte im Vordergrund:

1 — Kernkraftwerke sind so zu bauen und zu betreiben, dass auch unwahrscheinliche Bedrohungen von aussen beherrschbar sind und die Umgebung nicht beeinträchtigt wird. Dazu gehören Überschwemmungen, Erdbeben, Verkehrskatastrophen, aber auch militärische und terroristische Bedrohungen. Fukushima hat im Übrigen gezeigt, dass Kernkraftwerke erdbebensicher gebaut werden können.

2 — Beim Betrieb der KKW ist aus den Erfahrungen anderer Betreiber zu lernen, neue Erkenntnisse sind laufend zu berücksichtigen und umzusetzen. Um dies sicherzustellen, müsste eine Kontrollorganisation wie die ­IAEA mit mehr Kompetenzen ausgestattet sein.

3 — Kernkraftwerkbetreiber müssen mit den nationalen Katastrophenorganisationen reibungslos zusammenarbeiten können. Dies ist regelmässig zu üben.

4 — Evakuationen können mehr Schaden stiften, als bei deren Unterlassung entstehen würde. Gemäss japanischen Studien sollen als ­Folge der Evakuation der Region um Fukushima über 1000 Personen ums Leben gekommen sein. Man weiss heute, dass Strahlendosen unter 100 mSv pro Jahr gesundheitlich unbedenklich sind. Nur in einem kleinen Bruchteil der evakuierten ­Gebiete um Fukushima ­wurde diese Grenze je überschritten. Die Grenzwerte müssen deshalb dem Stand der Forschung angepasst werden.

Fukushima machte Kernkraft sicherer

Es wird für viele zynisch klingen, aber Fuku­shima hat unter dem Strich gezeigt, wie sicher ­eigentlich Kernenergie ist – und wie sehr die Bedrohung von vielen überschätzt wird. GAU heisst «grösster anzunehmender Unfall». In Fukushima hatten wir erstmals nicht nur einen, sondern gleich einen dreifachen GAU. Trotzdem ist kein Mensch wegen der Strahlung gesundheitlich geschädigt oder gar getötet worden. Ein ­Arbeiter starb, als er während des Erdbebens stürzte, zwei ertranken im Tsunami.

Das grosse Drama war der Tsunami mit gegen 20 000 Todesopfern. Was uns zeigt, welche Gefahr im scheinbar harmlosen Wasser steckt. Doch das Schweizer Fernsehen hat am Jahrestag von Fukushima 2015 erneut verbreitet: «Zuerst kam das Erdbeben, dann der Tsunami und dann der Kernkraftwerkunfall mit 19 000 Toten.» Das ist der wirkliche Zynismus.

Die Aufräum- und Dekontaminationsarbeiten in Japan werden noch lange dauern. Sie könnten aber sehr viel zügiger vorankommen, wenn die Grenzwerte für die Strahlenbelastung gemäss den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen angesetzt wären. Der Grenzwert für die Fischerei ist beispielsweise so tief angesetzt, dass ein Mensch niemals in die ­Nähe einer gefährlichen Dosis käme, selbst wenn er sich tagtäglich ein Leben lang nur von Fischen ernähren würde. Das ist schlicht absurd. Es ist auch falsch, kontaminiertes Wasser in riesigen Mengen zu lagern, obwohl dessen Radioaktivität die natürliche Strahlung des Wassers im Pazifik kaum übersteigt.

Der Rückbau der beschädigten Reaktoren ist wegen der geschmolzenen Brennstäbe viel aufwendiger als der Rückbau eines normal aus­ser Betrieb gesetzten AKW. Der Preis, den die Tepco für ihr grob fahrlässiges Sicherheitsmanagement zahlen muss, ist enorm. Immerhin: Japan hat seine Lehren gezogen und das Sicherheitsmanagement für seine Kernkraftwerke von Grund auf überarbeitet, damit die Kernkraftwerke dort wieder in Betrieb gehen können und die Stromversorgung nicht mehr mit für teures Geld importierter Kohle, Öl und Flüssiggas sichergestellt werden muss. Auch das hat Fukushima gezeigt: Der Atomausstieg hätte einen sehr hohen Preis, für die Wirtschaft, aber vor allem auch für die Umwelt.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-26/die-lehren-aus-fukushima-die-weltwoche-ausgabe-262015.html

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

People feel always terrible offended if you do not believe their lies.
Everyone is responsible for his feelings.
Psychoanalysis is nobody’s business except the psychoanalyst and his patient, and everybody else can fuck off.
“Time is the echo of an axe
Within a wood.”
― Philip Larkin, Collected Poems

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

 Why Allah does not shows himself? Because he does not want  to do anything with such assholes.
When fascism returns, he will not say, ‘I am the fascism‘. No, he will say, ‘I am the anti-fascism Ignazio Silone.
Political correctness requires a language for a poetry album.
 Psychoanalysis is frivolous, or it is not psychoanalysis.
Colorful diversity, earlier: shit.
What can not any longer be changed, can not any longer be reformed, it is no longer alive, but very dead (instead). What is dead should be, has to be buried: religion, marriage, Romanticism, etc.
Romantic sucks.
 The reality is always stronger than illusions.
 A delusion is characterized by increasing loss of reality, and can be attested to today’s leaders in Germany and the mass media. Loss of reality describes the mental state of a person who is not (any longer) be able to understand the situation in which it is located. So you are ruled by madmen and manipulated by the mass media.
Totalitarianism can only be defeated if one has the courage to call things by their right names, just as they are. Political correctness prevents it promotes totalitarianism and political cowardice and political lie.
The Extinction: Islam is like the sun, who comes too close to him, will burn itself and will flare the rest of the world with him.
Islam does not want any submission! Islam wants victory, destruction and annihilation.

Irrationalismus ist ein Verbrechen!

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Irrationalismus ist ein Verbrechen!

Die Offene Gesellschaft wird 70 Jahre.

Geschrieben in Neuseeland und während des Zweiten Weltkriegs hat Karl Raimund Popper sein epochales Werk im Jahre 1945 bei Routledge in London in zwei Bänden und unter dem Titel “The Open Society and Its Enemies” veröffentlicht.

Open society originalWir nehmen dieses Jubiläum zum Anlass, um eine Passage aus der Offenen Gesellschaft wiederzugeben, in der sich Popper mit dem Irrationalismus auseinandersetzt, jenem Irrationalismus auf dem alle Glaubenssystem basieren und jener Irrationalismus, der auch Ideologien wie den Sozialismus und den Feminismus mit ihrer Ablehnung von Vernunft und Rationalität hervorgebracht hat. In dieser Passage führt Popper aus, warum Irrationalismus ein Verbrechen ist und erklärt u.a., warum Irrationalisten über kurz oder lang bei Hass, Zwang und Gewalt ankommen müssen: Bei Hass auf alle, die ihre Ideologie nicht teilen und bei Zwang und Gewalt all denen gegenüber, die sich nicht bekehren lassen wollen.

Geschrieben unter dem Eindruck der Herrschaft von Sozialismus (in u.a. der Sowjetunion) und Nationalsozialismus (in Nazi-Deutschland) ist die Analyse weiterhin aktuell, denn sie kann 1:1 auf den Genderismus und auf Gutmenschen im Allgemeinen übertragen werden.

Die zitierte Passage entstammt dem 24. Kapitel der Offenen Gesellschaft, Band II.

“Untersuchen wir zuerst die Konsequenzen des Irrationalismus. Der Irrationalist behauptet, dass Gefühle und Leidenschaften, nicht aber die Vernunft, die wichtigsten Triebkräfte der menschlichen Handlungen sind. Die Antwort des Rationalisten, dass wir dennoch mit aller Kraft versuchen sollten, diese Situation zu verbessern, und dass wir versuchen sollten, dem Verstand eine möglichst große Rolle zuzuteilen, wir der Irrationalist (wenn er sich zu einer Diskussion herablässt) entgegenhalten, dass eine solche Einstellung hoffnungslos unrealistisch ist. Denn sie zeigt nicht die Schwachheit der ‘menschlichen Natur’ in Betracht, die schwache intellektuelle Ausrüstung der meisten Menschen und die Tatsache, dass die meisten Menschen ganz offenkundig von Gefühlen und Leidenschaften abhängen.

Offene GesellschaftEs ist meine feste Überzeugung, dass dieses irrationale Hervorheben von Gefühlen und Leidenschaften schließlich zu etwas führen muss, das man nur als ein Verbrechen bezeichnen kann. Diese Überzeugung lässt sich begründen durch den Hinweis, dass eine solche Einstellung (…) zu einem Appell an die Gewalt und an gemeine Kraftanwendung als den letzten Richter in jeder Auseinandersetzung führen muss. Denn die Tatsache, dass ein Disput entstanden ist, bedeutet, dass positive Gefühle und Leidenschaften, wie die Verehrung, die Liebe, die Ergebenheit einer gemeinsamen Sache gegenüber, die im Prinzip zu seiner Überwindung beitragen könnten, sich unfähig gezeigt haben, das Problem zu lösen. Aber wenn das der Fall ist – was bleibt da dem Irrationalisten anderes übrig, als an andere und weniger konstruktive Gefühle und Leidenschaften zu appellieren – an die Furcht, den Hass, den Neid und schließlich an die Gewalt? Diese Tendenz wird durch eine andere und vielleicht noch wichtigere Einstellung verstärkt, die gleichfalls mit dem Irrationalismus verbunden ist, nämlich durch den Nachdruck, den er auf die Ungleichheit der Menschen legt.

Man kann natürlich nicht leugnen, dass die menschlichen Individuen wie alle anderen Dinge in unserer Welt, in vielfacher Hinsicht ungleich sind. Noch besteht ein Zweifel darüber, dass diese Ungleichheit sehr wichtig und oft sogar höchst wünschenswert ist. (…). Aber das hat mit der Frage überhaupt nichts zu tun, ob wir uns entschließen sollten, die Menschen insbesondere in politischen Dingen als gleichwertig oder doch wenigstens als annähernd gleichwertig zu betrachten; das heißt, es berührt nicht die Frage, ob wir zugeben sollen, dass die Menschen gleiche Rechte und gleichen Anspruch auf gleiche Behandlung besitzen; und auch die Frage, ob wir die politischen Institutionen dementsprechend einrichten sollten, steht damit in keinem Zusammenhang. Die ‘Gleichheit vor dem Gesetz’ ist keine Tatsache, sondern eine politische Entscheidung, die auf einer moralischen Entscheidung beruht; und sie ist ganz unabhängig von der – wahrscheinlich falschen – Theorie, dass ‘alle Menschen gleich geboren sind’. […] ich lege Wert auf die Feststellung, dass der Irrationalismus es kaum vermeiden kann, in eine Handlung verstrickt zu werden, die der Anerkennung der Gleichberechtigung aller Menschen zuwiderläuft. Das hängt eng damit zusammen, dass er den Gefühlen und Leidenschaften eine so große Rolle zuschreibt; denn wir können nicht jedem Menschen gegenüber dieselben Gefühle empfinden. Gefühlsmäßig sind die Menschen eingeteilt in Individuen, die uns nahestehen, und Individuen, die uns fernstehen. Die Einteilung der Menschheit in Freund und Feind leuchtet allen gefühlsmäßig sofort ein; sie wird sogar im christlichen Gebot ‘Liebe deine Feinde’ anerkannt. Auch der beste Christ, der wirklich diesem Gebot entsprechend lebt (…), kann nicht gleiche Liebe für alle Menschen empfinden. Wir können nicht wirklich ‘in abstracto’ lieben; wir können nur jene Menschen lieben, die wir kennen. Daher kann auch der Appell an unsere besten Gefühle, der Appell an die Liebe und an das Mitleid, nur zu einer Aufteilung der Menschheit in verschiedene Kategorien führen. Und das ist in noch weit höherem Maße der Fall, wenn die niedrigen Gefühle und Leidenschaften aufgerufen werden. Unser ‘natürliche’ Reaktion wird darin bestehen, dass wir die Menschheit in Freund und Feind; in jene Menschen, die unserem Stamme, unserer emotionalen Gemeinschaft angehören, und in jene Menschen, die außerhalb dieser Gemeinschaft stehen; in Gläubige und Ungläubige; in Mitbürger und Fremde; in Klassengenossen und Klassenfeinde [in Feminsten und ‘Maskus’], und in Führer und Geführte.
[…]
Die Abschaffung der rationalistischen Einstellung, des Respekts vor Vernunft, Argument und der Meinung des anderen, das Hervorheben der ‘tieferen’ Schichten der menschlichen Natur [Hervorhebung durch uns], all dass muss zur Ansicht führen, dass das Denken nur eine etwas oberflächliche Manifestation von etwas ist, das in jenen irrationalen Tiefen verborgen liegt. Es muss fast immer eine Einstellung hervorbringen, die die Person des Denkers und nicht seine Gedanken in Betracht zieht. Es muss zum Glauben führen, dass ‘wir mit unserem Blute denken’ oder ‘mit unserem nationalen Gut’ oder ‘mit unserer Klasse’ [oder mit unserem Geschlecht]. Diese Ansicht kann sich in einer materialistischen wie auch in einer sehr spirituellen Form manifestieren; in diesem Fall wird die Idee, dass wir ‘mit unserer Rasse denken’, erstezt etwa durch die Idee der auserwählten oder erleuchteten Seelen, die ‘aus Gottes Gnade’ denken.

offene gesellschaft bdIIIch lehne es aus moralischen Gründen ab, mich von solchen Unterschieden beeindrucken zu lassen; denn all diese intellektuell unbescheidenen Ansichten sind sich darin in entscheidender Weise ähnlich, dass sie einen Gedanken nicht nach seinem eigenen Verdienst beurteilen. Indem sie so die Vernunft abschaffen, spalten sie die Menschen in Freund und Freind; in die wenigen, die an Vernunft den Göttern gleich sind, und in die vielen, die es nicht sind (wie Platon sagt); in die wenigen, die uns nahestehen, und die vielen, die uns fernstehen; in diejenigen, die die unübersetzbare Sprache unserer eigenen Gefühle und Leidenschaften sprechen, und in die übrigen, deren Sprache nicht die unsere ist. Und wenn das einmal geschehen ist, dann ist die politische Gleichberechtigung praktisch unmöglich geworden.

Es ist diese Einstellung – die Ablehnung der Idee der Gleichberechtigung im politischen Leben [wie sie z.B. in Quoten ihren Niederschlag findet], das heißt im Gebiet jener Probleme, die die Gewalt von Menschen über andere Menschen betreffen [Hervorhebung durch uns] – die ich verbrecherisch nenne. Denn eine solche Einstellung liefert eine Rechtfertigung für die Idee, dass Menschen verschiedener Kategorie verschiedene Rechte besitzen [wie z.B. im Professorinnenprogramm]; dass der Herr das Recht hat, den Sklaven in Ketten zu legen; dass einige Menschen das Recht haben, andere als ihr Werkzeug zu verwenden. Schließlich dient sie, wie bei Platon, zur Rechtfertigung des Mordes” (Popper, 1994: 273-276).

 

 

http://sciencefiles.org/2015/01/02/irrationalismus-ist-ein-verbrechen/

 

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Remember: Do X! Don´t do Y!

 

 

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

 

 

What´s Left? Antisemitism!

 

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

 

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail

 

 

Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB

 

 

Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!

 

 

http://www.psychosputnik.com

 

 

http://www.saatchionline.com/jsbielicki

 

 

https://psychosputnik.wordpress.com/

 

 

They want 1984, we want 1776

 

 

They are on the run, we are on the march!

 
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Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet.

Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert.

Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot.

Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat.

Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich

.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots.

Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science

.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions

.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany. There are no discussions anymore, but defamations only. It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you.

Don’t Send Your Kid to the Ivy League The nation’s top colleges are turning our kids into zombies

Dull_and_Boring

Trashing the Ivies

Commentary Magazine, 01.01.15 | by Amy L. Wax

Like the high achieving students who are its centerpiece, Excellent Sheep* is nothing if not ambitious. In the book’s opening chapters, William Deresiewicz, a writer and former English professor at Yale, derides virtually every aspect of the country’s most prestigious colleges. In the next hundred pages, the author serves up his own ideal vision of a liberal education. And in a closing section ominously entitled “Society,” he critiques our nation as a whole.

Deresiewicz’s deplores the endless admissions hoops Ivy League students jump through, the subjects they choose to study, the activities that fill their time, and the jobs they pursue upon graduation. These students, claims the author, are status-seeking, prestige-obsessed, unimaginative, incurious, passionless, cautious, conformist automata. Although hard-working and energetic, they have little interest in questioning cherished assumptions, acquiring real knowledge, and embracing high ideals. They seek neither personal inspiration nor social improvement but a safe berth. Above all, the Ivy League fails at the central mission of liberal higher education, which the author claims is “soul craft”—the search for the authentic self, the discerning of true passions, and the discovery of a worthy, meaningful life. According to Deresiewicz, our universities exist to serve this grand quest, but in shaping generations of “excellent sheep,” they have decisively let us down.

Like Saul Steinberg’s famous map of the nation drawn from the Manhattan resident’s view, this bold indictment of higher education looks out from the rarified precincts that constitute the author’s world and inform his perspective. At once grandiose and narrow, Excellent Sheep: The Miseducation of the American Elite and the Way to a Meaningful Life is strewn with unexamined assumptions, parochial preoccupations, half-baked observations, and unsupported claims. While Deresiewicz enshrines “soul craft” as higher education’s goal, the experience of reading his book points toward a humbler but no less exacting objective: to learn how to recognize humbug. Intended to offer a theory of what a sound liberal education is supposed to achieve, this book serves as an example of what it should inoculate us against.

How does Deresiewicz arrive at his unrelentingly gloomy portrait of Ivy League life? He relies mainly on his own haphazard impressions, quips from teachers and administrators, and disgruntled banter from random students. He also trots out a few grasped straws of objective evidence, including Ivy students’ tendency to reject majors in the humanities and their surging preference for work in consulting and finance. As a basis for the author’s indictment, none of this would pass muster in a third-rate social-science department. Deresiewicz touts the importance of intellectual integrity and a probing mind, but he himself displays neither one.

That he exhibits many of the shortcomings he deplores should not surprise us. His ideal of a liberal education is based on what David Brooks calls “expressive individualism.” According to this paradigm, higher education must be judged by how well it serves the personal bildungsroman. Knowledge and critical thinking are not ends in themselves, but rather facilitators of navel gazing. Aided by the faddish offerings in the typical course catalog, students should pursue their passions and draw their own conclusions, untrammeled by received wisdom. Authority and tradition are the enemies of self-discovery, impeding the journey to the true and authentic self.

The author’s exposition of his soul-craft ideal abounds with muzzy platitudes and flowery banalities, emblematic of the jargon beloved of college educrats everywhere. Although the author never spells out where the quest for self-knowledge should lead, it is not hard to discern where it should not. A 1960s ethos, proudly bohemian and relentlessly progressive, suffuses the book. It is a safe bet that Deresiewicz’s version of the good life does not include standing athwart history yelling “stop,” working to defend age-old wisdom, or supporting the existing order.

In large measure, Deresiewicz’s gauge of worthiness rests on whether someone would make an amusing dinner-party companion. He makes no secret of his preference for the cool, creative, and countercultural. His heroes are refuseniks, crusaders, and grand reformers. For Deresiewicz, the well-worn path is never worth taking and the pursuit of money, status, power, or security is proof of shallowness and inauthenticity. The mainstream professions and businesses are suspect not only for being lucrative but also for being dull. Finance and consulting—the go-to choices of a large number of Ivy Leaguers—come in for special contempt because, well, everyone’s doing it. (Deresiewicz shows not the slightest interest in what people in these fields actually do.)

The author’s hostility toward the establishment comes through in many throwaway observations. He praises the small liberal-arts college Lawrence University for sending only a handful of its graduating students to law school. It’s not that becoming a lawyer is bad, exactly, but that it just doesn’t qualify as a legitimate “goal.” In what might be the book’s most obtuse passage, he disparages Asian and Latino students’ pursuit of financial or medical careers as “just another way of keeping those communities down.” One can only surmise that group advancement and upward mobility are, by definition, antithetical to personal self-realization. Teach for America gets slapped down as an elite résumé-builder that condescends to the lower orders. And Deresiewicz warns students that parents are the enemies of soul craft. Their priorities are oppressive, and their advice poison. He claims that top Ivy colleges are filled with too many rich students because the SAT “measures parental income,” not aptitude. Correlation, however, is not causation, and this well-worn knock on the SAT is simply false.

Occasional good sense does turn up. Deresiewicz recommends working in local governments, as opposed to heading straight to Washington or to trendy nonprofits. He urges Ivy graduates to forsake the coasts for heartland cities such as Dayton, Ohio. But, for the most part, the future can wait and prolonged adolescence is de rigueur. Go out and implode the present order, and don’t worry about how to pay for it. As for marriage, if the word appeared once in this book, I missed it. Soul craft apparently does not include finding a soul mate. Traditional family life would only interfere with the open-ended journey of self-discovery.

Deresiewicz

The book’s final chapters border on the ridiculous. According to Deresiewicz, the country is infused with corruption and greed, and the Ivies are to blame. Yale, Harvard, and Princeton, he maintains, are driving American economic inequality. That rich, mediocre students have better odds of attending elite schools than their qualified low-income peers is central to his understanding of our national dysfunction. But Deresiewicz never mentions that the absolute number of such highly qualified, underplaced students is actually small, suggesting that other initiatives like rebuilding the family or expanding vocational options would do more good than jiggering college admissions.

Excellent Sheep has hit a nerve. In July, Deresiewicz’s New Republic essay (drawn from the book) warning parents and students away from the Ivy League garnered a record number of online readers. His speaking tour of elite colleges drew legions of worried students. Why so much attention to this jeremiad? First, the Ivy League is a source of obsession and an easy target. These institutions are supposed to educate a leadership class, but that class seems to be failing us. Our economy is in the doldrums, our foreign policy adrift, and our lives increasingly polarized by class and race. The consensus on the worthy life has fractured, and the verities of family, faith, and self-reliance, once taken for granted, have been under lengthy attack. The best and brightest can no longer look to a cohesive set of precepts for their own conduct, let alone for leading society. The growing economic volatility of American life—an important but risky source of our dynamism—means that the country’s winners are riding a bucking bronco, unsure whether they will continue to enjoy their success, let alone whether they can secure success for others.

It is therefore not surprising that our most accomplished graduates are anxious and uncertain. This uncertainty highlights Deresiewicz’s greatest sin, that of omission. The most damaging corruption of higher education today is not mentioned in his book: the smothering weight of extreme, left-leaning political correctness that bears down on nearly every campus. Especially in the humanities, but increasingly in the sciences and social sciences, an obsession with race, class, gender, sexuality, identity, and multiculturalism holds sway, crowding out other priorities and stifling alternative opinions. Anyone who doubts this should try pointing to inconvenient facts during a lecture or challenging academia’s cherished items of faith. Although tenured professors might dare, undergraduates risk ostracism or official sanction. The message is clear: Build your soul, but watch your mouth and steer clear of sacred cows.

Students are exposed only to a narrow range of positions on important public issues. Too many leave with utopian beliefs that ill equip them for reality. In the grip of a catechism dictating that discrimination is the root of all evil, bad behavior is society’s fault, bureaucracy is your friend, government spending solves problems, and social engineering works, our leading graduates cannot help but experience moral vertigo once they leave the Ivy bubble. And the prevailing creed of non-judgmentalism—except toward the ultimate sin of discrimination—doesn’t help. Ivy graduates are hard-pressed to acknowledge, let alone address, the personal and policy choices that actually stymie efforts to elevate the less privileged. The resulting frustration yields a hypocritical inward turn. Elites wall themselves off in ritzy zip codes while continuing to mouth progressive pieties about social justice and change.

As for alternatives to the Ivies, Deresiewicz’s praise for small liberal-arts colleges is based on trifling distinctions that don’t withstand analysis. Apart from offering no relief from political correctness, these schools mostly draw students from the same narrow, well-heeled socioeconomic sector that dominates the Ivy League. Although students might choose a school such as Oberlin or Kenyon out of a desire for greater individual attention or better teaching (despite no reliable evidence they will get it), plenty land at these schools because they didn’t get into Harvard or Yale. Small colleges may attract more contemplative brooders, as opposed to the hyper-energetic, ultra-high-IQ résumé-stuffers found in the Ivies, but so what? Which students are more likely to achieve greatness or do what really matters? In light of the multiple demands of modern life, the overloaded denizens of Princeton and Yale might have the edge.

Deresiewicz’s relative enthusiasm for big state universities is similarly unfounded. While less insular and more diverse than the Ivies, these schools teem with students whose intellectual indifference perfectly matches the unbearable lightness of the academic programs they’re offered. As Elizabeth A. Armstrong and Laura T. Hamilton document in Paying for the Party: How College Maintains Inequality, the bacchanalian, sports-obsessed, anti-intellectual atmosphere of large state schools is hardly conducive to soul craft.

Excellent Sheep has also attracted outsized interest because college admissions have evolved into a high-pressure, high-stakes rat race. As a mother who has thrice run this gauntlet, I can attest to the need for a thoughtful analysis of how we arrived at this fraught status quo. Unfortunately, this book doesn’t provide it.

Excellent Sheep could benefit from a broader perspective on the elite students it so roundly indicts. Deresiewicz disparages Ivy students for making all the wrong choices, but as Charles Murray documents in his masterful Coming Apart, their lives appear to be going mostly right, and not just because of their superior earning power. Graduates of four-year colleges, and especially elite schools, are far more likely to be married, employed, churched, and law-abiding than the rest of the population. Men with college degrees tend to live with their children, and educated parents are investing more time in family life even as they have highly demanding jobs. Deresiewicz’s excellent sheep are prospering greatly in their mostly straight-laced lives.

About the Author

Amy L. Wax is the Robert Mundheim Professor of Law at the University of Pennsylvania Law School.

http://www.commentarymagazine.com/article/trashing-the-ivies/

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inequality

New Republic, July 21, 2014
Don’t Send Your Kid to the Ivy League The nation’s top colleges are turning our kids into zombies
By William Deresiewicz

In the spring of 2008, I did a daylong stint on the Yale admissions committee. We—that is, three admissions staff, a member of the college dean’s office, and me, the faculty representative—were going through submissions from eastern Pennsylvania. The applicants had been assigned a score from one to four, calculated from a string of figures and codes—SATs, GPA, class rank, numerical scores to which the letters of recommendation had been converted, special notations for legacies and diversity cases. The ones had already been admitted, and the threes and fours could get in only under special conditions—if they were a nationally ranked athlete, for instance, or a “DevA,” (an applicant in the highest category of “development” cases, which means a child of very rich donors). Our task for the day was to adjudicate among the twos. Huge bowls of junk food were stationed at the side of the room to keep our energy up.

The junior officer in charge, a young man who looked to be about 30, presented each case, rat-a-tat-tat, in a blizzard of admissions jargon that I had to pick up on the fly. “Good rig”: the transcript exhibits a good degree of academic rigor. “Ed level 1”: parents have an educational level no higher than high school, indicating a genuine hardship case. “MUSD”: a musician in the highest category of promise. Kids who had five or six items on their list of extracurriculars—the “brag”—were already in trouble, because that wasn’t nearly enough. We listened, asked questions, dove into a letter or two, then voted up or down.

With so many accomplished applicants to choose from, we were looking for kids with something special, “PQs”—personal qualities—that were often revealed by the letters or essays. Kids who only had the numbers and the résumé were usually rejected: “no spark,” “not a team-builder,” “this is pretty much in the middle of the fairway for us.” One young person, who had piled up a truly insane quantity of extracurriculars and who submitted nine letters of recommendation, was felt to be “too intense.” On the other hand, the numbers and the résumé were clearly indispensable. I’d been told that successful applicants could either be “well-rounded” or “pointy”—outstanding in one particular way—but if they were pointy, they had to be really pointy: a musician whose audition tape had impressed the music department, a scientist who had won a national award.

“Super People,” the writer James Atlas has called them—the stereotypical ultra-high-achieving elite college students of today. A double major, a sport, a musical instrument, a couple of foreign languages, service work in distant corners of the globe, a few hobbies thrown in for good measure: They have mastered them all, and with a serene self-assurance that leaves adults and peers alike in awe. A friend who teaches at a top university once asked her class to memorize 30 lines of the eighteenth-century poet Alexander Pope. Nearly every single kid got every single line correct. It was a thing of wonder, she said, like watching thoroughbreds circle a track.

These enviable youngsters appear to be the winners in the race we have made of childhood. But the reality is very different, as I have witnessed in many of my own students and heard from the hundreds of young people whom I have spoken with on campuses or who have written to me over the last few years. Our system of elite education manufactures young people who are smart and talented and driven, yes, but also anxious, timid, and lost, with little intellectual curiosity and a stunted sense of purpose: trapped in a bubble of privilege, heading meekly in the same direction, great at what they’re doing but with no idea why they’re doing it.

When I speak of elite education, I mean prestigious institutions like Harvard or Stanford or Williams as well as the larger universe of second-tier selective schools, but I also mean everything that leads up to and away from them—the private and affluent public high schools; the ever-growing industry of tutors and consultants and test-prep courses; the admissions process itself, squatting like a dragon at the entrance to adulthood; the brand-name graduate schools and employment opportunities that come after the B.A.; and the parents and communities, largely upper-middle class, who push their children into the maw of this machine. In short, our entire system of elite education.

I should say that this subject is very personal for me. Like so many kids today, I went off to college like a sleepwalker. You chose the most prestigious place that let you in; up ahead were vaguely understood objectives: status, wealth—“success.” What it meant to actually get an education and why you might want one—all this was off the table. It was only after 24 years in the Ivy League—college and a Ph.D. at Columbia, ten years on the faculty at Yale—that I started to think about what this system does to kids and how they can escape from it, what it does to our society and how we can dismantle it.

A young woman from another school wrote me this about her boyfriend at Yale:

Before he started college, he spent most of his time reading and writing short stories. Three years later, he’s painfully insecure, worrying about things my public-educated friends don’t give a second thought to, like the stigma of eating lunch alone and whether he’s “networking” enough. No one but me knows he fakes being well-read by thumbing through the first and last chapters of any book he hears about and obsessively devouring reviews in lieu of the real thing. He does this not because he’s incurious, but because there’s a bigger social reward for being able to talk about books than for actually reading them.

I taught many wonderful young people during my years in the Ivy League—bright, thoughtful, creative kids whom it was a pleasure to talk with and learn from. But most of them seemed content to color within the lines that their education had marked out for them. Very few were passionate about ideas. Very few saw college as part of a larger project of intellectual discovery and development. Everyone dressed as if they were ready to be interviewed at a moment’s notice.

Look beneath the façade of seamless well-adjustment, and what you often find are toxic levels of fear, anxiety, and depression, of emptiness and aimlessness and isolation. A large-scale survey of college freshmen recently found that self-reports of emotional well-being have fallen to their lowest level in the study’s 25-year history.

So extreme are the admission standards now that kids who manage to get into elite colleges have, by definition, never experienced anything but success. The prospect of not being successful terrifies them, disorients them. The cost of falling short, even temporarily, becomes not merely practical, but existential. The result is a violent aversion to risk. You have no margin for error, so you avoid the possibility that you will ever make an error. Once, a student at Pomona told me that she’d love to have a chance to think about the things she’s studying, only she doesn’t have the time. I asked her if she had ever considered not trying to get an A in every class. She looked at me as if I had made an indecent suggestion.

There are exceptions, kids who insist, against all odds, on trying to get a real education. But their experience tends to make them feel like freaks. One student told me that a friend of hers had left Yale because she found the school “stifling to the parts of yourself that you’d call a soul.”

“Return on investment”: that’s the phrase you often hear today when people talk about college. What no one seems to ask is what the “return” is supposed to be. Is it just about earning more money? Is the only purpose of an education to enable you to get a job? What, in short, is college for?

The first thing that college is for is to teach you to think. That doesn’t simply mean developing the mental skills particular to individual disciplines. College is an opportunity to stand outside the world for a few years, between the orthodoxy of your family and the exigencies of career, and contemplate things from a distance.

Learning how to think is only the beginning, though. There’s something in particular you need to think about: building a self. The notion may sound strange. “We’ve taught them,” David Foster Wallace once said, “that a self is something you just have.” But it is only through the act of establishing communication between the mind and the heart, the mind and experience, that you become an individual, a unique being—a soul. The job of college is to assist you to begin to do that. Books, ideas, works of art and thought, the pressure of the minds around you that are looking for their own answers in their own ways.

College is not the only chance to learn to think, but it is the best. One thing is certain: If you haven’t started by the time you finish your B.A., there’s little likelihood you’ll do it later. That is why an undergraduate experience devoted exclusively to career preparation is four years largely wasted.

Elite schools like to boast that they teach their students how to think, but all they mean is that they train them in the analytic and rhetorical skills that are necessary for success in business and the professions. Everything is technocratic—the development of expertise—and everything is ultimately justified in technocratic terms.

Religious colleges—even obscure, regional schools that no one has ever heard of on the coasts—often do a much better job in that respect. What an indictment of the Ivy League and its peers: that colleges four levels down on the academic totem pole, enrolling students whose SAT scores are hundreds of points lower than theirs, deliver a better education, in the highest sense of the word.

At least the classes at elite schools are academically rigorous, demanding on their own terms, no? Not necessarily. In the sciences, usually; in other disciplines, not so much. There are exceptions, of course, but professors and students have largely entered into what one observer called a “nonaggression pact.” Students are regarded by the institution as “customers,” people to be pandered to instead of challenged. Professors are rewarded for research, so they want to spend as little time on their classes as they can. The profession’s whole incentive structure is biased against teaching, and the more prestigious the school, the stronger the bias is likely to be. The result is higher marks for shoddier work.

It is true that today’s young people appear to be more socially engaged than kids have been for several decades and that they are more apt to harbor creative or entrepreneurial impulses. But it is also true, at least at the most selective schools, that even if those aspirations make it out of college—a big “if”—they tend to be played out within the same narrow conception of what constitutes a valid life: affluence, credentials, prestige.

Experience itself has been reduced to instrumental function, via the college essay. From learning to commodify your experiences for the application, the next step has been to seek out experiences in order to have them to commodify. The New York Times reports that there is now a thriving sector devoted to producing essay-ready summers, but what strikes one is the superficiality of the activities involved: a month traveling around Italy studying the Renaissance, “a whole day” with a band of renegade artists. A whole day!

I’ve noticed something similar when it comes to service. Why is it that people feel the need to go to places like Guatemala to do their projects of rescue or documentation, instead of Milwaukee or Arkansas? When students do stay in the States, why is it that so many head for New Orleans? Perhaps it’s no surprise, when kids are trained to think of service as something they are ultimately doing for themselves—that is, for their résumés. “Do well by doing good,” goes the slogan. How about just doing good?

If there is one idea, above all, through which the concept of social responsibility is communicated at the most prestigious schools, it is “leadership.” “Harvard is for leaders,” goes the Cambridge cliché. To be a high-achieving student is to constantly be urged to think of yourself as a future leader of society. But what these institutions mean by leadership is nothing more than getting to the top. Making partner at a major law firm or becoming a chief executive, climbing the greasy pole of whatever hierarchy you decide to attach yourself to. I don’t think it occurs to the people in charge of elite colleges that the concept of leadership ought to have a higher meaning, or, really, any meaning.

The irony is that elite students are told that they can be whatever they want, but most of them end up choosing to be one of a few very similar things. As of 2010, about a third of graduates went into financing or consulting at a number of top schools, including Harvard, Princeton, and Cornell. Whole fields have disappeared from view: the clergy, the military, electoral politics, even academia itself, for the most part, including basic science. It’s considered glamorous to drop out of a selective college if you want to become the next Mark Zuckerberg, but ludicrous to stay in to become a social worker. “What Wall Street figured out,” as Ezra Klein has put it, “is that colleges are producing a large number of very smart, completely confused graduates. Kids who have ample mental horsepower, an incredible work ethic and no idea what to do next.”

For the most selective colleges, this system is working very well indeed. Application numbers continue to swell, endowments are robust, tuition hikes bring ritual complaints but no decline in business. Whether it is working for anyone else is a different question.

It almost feels ridiculous to have to insist that colleges like Harvard are bastions of privilege, where the rich send their children to learn to walk, talk, and think like the rich. Don’t we already know this? They aren’t called elite colleges for nothing. But apparently we like pretending otherwise. We live in a meritocracy, after all.

The sign of the system’s alleged fairness is the set of policies that travel under the banner of “diversity.” And that diversity does indeed represent nothing less than a social revolution. Princeton, which didn’t even admit its first woman graduatestudent until 1961—a year in which a grand total of one (no doubt very lonely) African American matriculated at its college—is now half female and only about half white. But diversity of sex and race has become a cover for increasing economic resegregation. Elite colleges are still living off the moral capital they earned in the 1960s, when they took the genuinely courageous step of dismantling the mechanisms of the WASP aristocracy.

The truth is that the meritocracy was never more than partial. Visit any elite campus across our great nation, and you can thrill to the heart-warming spectacle of the children of white businesspeople and professionals studying and playing alongside the children of black, Asian, and Latino businesspeople and professionals. Kids at schools like Stanford think that their environment is diverse if one comes from Missouri and another from Pakistan, or if one plays the cello and the other lacrosse. Never mind that all of their parents are doctors or bankers.

That doesn’t mean there aren’t a few exceptions, but that is all they are. In fact, the group that is most disadvantaged by our current admissions policies are working-class and rural whites, who are hardly present on selective campuses at all. The only way to think these places are diverse is if that’s all you’ve ever seen.

Let’s not kid ourselves: The college admissions game is not primarily about the lower and middle classes seeking to rise, or even about the upper-middle class attempting to maintain its position. It is about determining the exact hierarchy of status within the upper-middle class itself. In the affluent suburbs and well-heeled urban enclaves where this game is principally played, it is not about whether you go to an elite school. It’s about which one you go to. It is Penn versus Tufts, not Penn versus Penn State. It doesn’t matter that a bright young person can go to Ohio State, become a doctor, settle in Dayton, and make a very good living. Such an outcome is simply too horrible to contemplate.

This system is exacerbating inequality, retarding social mobility, perpetuating privilege, and creating an elite that is isolated from the society that it’s supposed to lead. The numbers are undeniable. In 1985, 46 percent of incoming freshmen at the 250 most selective colleges came from the top quarter of the income distribution. By 2000, it was 55 percent. As of 2006, only about 15 percent of students at the most competitive schools came from the bottom half. The more prestigious the school, the more unequal its student body is apt to be. And public institutions are not much better than private ones. As of 2004, 40 percent of first-year students at the most selective state campuses came from families with incomes of more than $100,000, up from 32 percent just five years earlier.

The major reason for the trend is clear. Not increasing tuition, though that is a factor, but the ever-growing cost of manufacturing children who are fit to compete in the college admissions game. The more hurdles there are, the more expensive it is to catapult your kid across them. Wealthy families start buying their children’s way into elite colleges almost from the moment they are born: music lessons, sports equipment, foreign travel (“enrichment” programs, to use the all-too-perfect term)—most important, of course, private-school tuition or the costs of living in a place with top-tier public schools. The SAT is supposed to measure aptitude, but what it actually measures is parental income, which it tracks quite closely. Today, fewer than half of high-scoring students from low-income families even enroll at four-year schools.

The problem isn’t that there aren’t more qualified lower-income kids from which to choose. Elite private colleges will never allow their students’ economic profile to mirror that of society as a whole. They can’t afford to—they need a critical mass of full payers and they need to tend to their donor base—and it’s not even clear that they’d want to.

And so it is hardly a coincidence that income inequality is higher than it has been since before the Great Depression, or that social mobility is lower in the United States than in almost every other developed country. Elite colleges are not just powerless to reverse the movement toward a more unequal society; their policies actively promote it.

Is there anything that I can do, a lot of young people have written to ask me, to avoid becoming an out-of-touch, entitled little shit? I don’t have a satisfying answer, short of telling them to transfer to a public university. You cannot cogitate your way to sympathy with people of different backgrounds, still less to knowledge of them. You need to interact with them directly, and it has to be on an equal footing: not in the context of “service,” and not in the spirit of “making an effort,” either—swooping down on a member of the college support staff and offering to “buy them a coffee,” as a former Yalie once suggested, in order to “ask them about themselves.”

Instead of service, how about service work? That’ll really give you insight into other people. How about waiting tables so that you can see how hard it is, physically and mentally? You really aren’t as smart as everyone has been telling you; you’re only smarter in a certain way. There are smart people who do not go to a prestigious college, or to any college—often precisely for reasons of class. There are smart people who are not “smart.”

I am under no illusion that it doesn’t matter where you go to college. But there are options. There are still very good public universities in every region of the country. The education is often impersonal, but the student body is usually genuinely diverse in terms of socioeconomic background, with all of the invaluable experiential learning that implies.

U.S. News and World Report supplies the percentage of freshmen at each college who finished in the highest 10 percent of their high school class. Among the top 20 universities, the number is usually above 90 percent. I’d be wary of attending schools like that. Students determine the level of classroom discussion; they shape your values and expectations, for good and ill. It’s partly because of the students that I’d warn kids away from the Ivies and their ilk. Kids at less prestigious schools are apt to be more interesting, more curious, more open, and far less entitled and competitive.

If there is anywhere that college is still college—anywhere that teaching and the humanities are still accorded pride of place—it is the liberal arts college. Such places are small, which is not for everyone, and they’re often fairly isolated, which is also not for everyone. The best option of all may be the second-tier—not second-rate—colleges, like Reed, Kenyon, Wesleyan, Sewanee, Mount Holyoke, and others. Instead of trying to compete with Harvard and Yale, these schools have retained their allegiance to real educational values.

Not being an entitled little shit is an admirable goal. But in the end, the deeper issue is the situation that makes it so hard to be anything else. The time has come, not simply to reform that system top to bottom, but to plot our exit to another kind of society altogether.

The education system has to act to mitigate the class system, not reproduce it. Affirmative action should be based on class instead of race, a change that many have been advocating for years. Preferences for legacies and athletes ought to be discarded. SAT scores should be weighted to account for socioeconomic factors. Colleges should put an end to résumé-stuffing by imposing a limit on the number of extracurriculars that kids can list on their applications. They ought to place more value on the kind of service jobs that lower-income students often take in high school and that high achievers almost never do. They should refuse to be impressed by any opportunity that was enabled by parental wealth. Of course, they have to stop cooperating with U.S. News.

More broadly, they need to rethink their conception of merit. If schools are going to train a better class of leaders than the ones we have today, they’re going to have to ask themselves what kinds of qualities they need to promote. Selecting students by GPA or the number of extracurriculars more often benefits the faithful drudge than the original mind.

The changes must go deeper, though, than reforming the admissions process. That might address the problem of mediocrity, but it won’t address the greater one of inequality. The problem is the Ivy League itself. We have contracted the training of our leadership class to a set of private institutions. However much they claim to act for the common good, they will always place their interests first. The arrangement is great for the schools, but is Harvard’s desire for alumni donations a sufficient reason to perpetuate the class system?

I used to think that we needed to create a world where every child had an equal chance to get to the Ivy League. I’ve come to see that what we really need is to create one where you don’t have to go to the Ivy League, or any private college, to get a first-rate education.

High-quality public education, financed with public money, for the benefit of all: the exact commitment that drove the growth of public higher education in the postwar years. Everybody gets an equal chance to go as far as their hard work and talent will take them—you know, the American dream. Everyone who wants it gets to have the kind of mind-expanding, soul-enriching experience that a liberal arts education provides. We recognize that free, quality K–12 education is a right of citizenship. We also need to recognize—as we once did and as many countries still do—that the same is true of higher education. We have tried aristocracy. We have tried meritocracy. Now it’s time to try democracy.

William Deresiewicz is the author of Excellent Sheep: The Miseducation of the American Elite and The Way to a Meaningful Life, coming out August 19 from Free Press. He taught at Yale from 1998 to 2008.

http://www.newrepublic.com/article/118747/ivy-league-schools-are-overrated-send-your-kids-elsewhere

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New Republic, August 16, 2014
Your Criticism of My Ivy League Takedown Further Proves My Point
By William Deresiewicz

My goal in writing „Don’t Send Your Kid to the Ivy League,“ which appeared last month in The New Republic, was to start a conversation. That certainly has happened, with a number of criticisms directed at my piece. My best response is my new book from which the essay was drawn, Excellent Sheep: The Miseducation of the American Elite and the Way to a Meaningful Life, where I go into these issues in much greater depth. I also propose a constructive vision of what college should be about—not just for the privileged, but everyone—as well as how students can save themselves from the current system and find their way to a sense of purpose.

The criticisms fall into several categories. The first asks, What’s your evidence for all these claims? Here is my evidence. I first sketched out these observations in an essay, „The Disadvantages of an Elite Education,“ in 2008. The piece went viral. Since then, it has been read over a million times—not all at once, but steadily, at the rate, after the initial surge, of about 10,000 page views a month. In other words, people have been reading it and passing it along for the last six years, an eternity on the Internet. It’s clear that I tapped into an enormous hunger to discuss these issues.

To judge from the hundreds of emails I’ve received in response to that piece, that hunger was greatest among young people, students and recent graduates of selective colleges, almost all of whom have told me some version of: Thank you for putting my feelings into words. Add to that the hundreds of students I’ve met at events (often student-initiated) at campuses across the country. I’ve also talked with parents, professors, administrators, older alumni, and employers. Nearly all have concurred with my observations. So have many of the people who have also written on these matters—Harry R. Lewis, the former dean of Harvard College, and Terry Castle, a long-time professor at Stanford, to name just two.

So that’s my evidence: not systematic, but very substantial. I have spent the last six years listening, thinking, reading, and writing about these issues, on top of 15 years at the front of Yale and Columbia classrooms. I’ve been accused of hypocrisy for having been associated with Ivy League schools myself but wanting to dissuade others from going. But my recognitions dawned only slowly, as I realized what the system had been doing to me—and more to the point, what it was doing to the students in front of me. I feel I have an obligation to speak out.

Critics also questioned my claims about the extreme psychological stress  (and distress) that the system creates. These kids are doing just fine, they say. Or: College students have always been stressed out. No, they haven’t—not like this. We are putting these kids under the kind of pressure that no young person should have to endure, and a lot of them are cracking.

We already know this with respect to high-achieving students in high school. In The Price of Privilege, Madeline Levine cites a raft of troubling statistics: “Preteens and teens from affluent, well-educated families … experience among the highest rates of depression, substance abuse, anxiety disorders, somatic complaints, and unhappiness of any group of children in this country”; “As many as 22 percent of adolescent girls from financially comfortable families suffer from clinical depression.” Mental health problems “can be two to five times more prevalent among private high school juniors and seniors” than among their public-school counterparts.

There is no reason to believe that the situation improves when these kids get to college, and plenty of reasons to believe it does not. In a recent survey—summarized by the American Psychological Association under the headline “The Crisis on Campus”—nearly half of college students reported feelings of hopelessness, while almost a third spoke of feeling “so depressed that it was difficult to function during the past 12 months.” Convening a task force on student mental health in 2006, Stanford’s provost wrote that “increasingly, we are seeing students struggling with mental health concerns ranging from self-esteem issues and developmental disorders to depression, anxiety, eating disorders, self-mutilation behaviors, schizophrenia and suicidal behavior.”

The closer you are to these kids, the more you see it. Deans of students see it. Campus counseling services see it. Professors and instructors see it, at least the ones who bother to look. And the kids themselves see it, even if they don’t always know what they’re looking at. One rebuttal to my article by a current Yale student mentioned, in a different connection, that roughly half of that institution’s undergraduates “access the school’s mental health and counseling services at some point,“ without bothering to pause over the significance of that remarkable fact.

Then there are the arguments against my claims about economic inequality on selective campuses, the fact that elite higher education acts, on the whole, to retard rather than promote social mobility. Usually these criticisms take the form of, essentially, “But I had a working-class roommate!” I’ve been hearing about this working-class roommate for six years now. But this is not a matter of conjecture. A study from 2004 (things, if anything, are likely to have gotten worse by now) found that 75 percent of freshmen at the top 100+ selective colleges come from households in the upper quarter of the income distribution, 3 percent from the bottom quarter. You had a working-class roommate, and 25 affluent friends.

It is true that about 50 percent of Ivy League students receive some form of financial aid. It’s also true that most of them are affluent themselves. In 2007, Harvard capped tuition at 10 percent of income for families earning up to $180,000. Still, 40 percent of kids are continuing to pay full fare. An income of $180,000 puts you in the 94th percentile of households, which means that at least 40 percent of Harvard students come from the top 6 percent. The upper class pays full tuition; the upper middle class receives financial aid; and as for the tiny remainder, “The function of the (very few) poor people at Harvard,“ as Walter Benn Michaels puts it, „it is to reassure the (very many) rich people at Harvard that you can’t just buy your way into Harvard.”

Another critic pointed out that only 45 percent of kids at Yale attended private high schools—a number roughly comparable to those at similar institutions. Yes, but the proportion in the country as a whole is 8 percent. A recent study found that 100 high schools—about 0.3 percent of the nationwide total—account for 22 percent of students at Harvard, Yale, and Princeton. Of those hundred, all but six are private, and the ones that aren’t are located in places like Greenwich and Palo Alto.

Many of my critics are simply so far inside the system that they cannot recognize how they’ve absorbed the assumptions that it makes about itself. The Ivy League colleges, one of critic says, are „the best schools in America—and perhaps the world,“ and the students who go there „receive a first-rate education.“ But those are precisely the claims that are in question. What is a first-rate education, and do the Ivy League and its peer institutions deliver one? Are they, in fact, „the best“?

They are the most prestigious, yes. They are the wealthiest, for sure. Their research may be the finest in the world. But none of those circumstances tell you that they do a particularly good job educating undergraduates, and the last one tells you that they probably don’t. Their professors are selected for their scholarship, not their pedagogy. They are actively discouraged from spending more time than necessary on teaching. Everybody in the academic profession knows this; the schools have just been very good at hiding it from families and kids.

I am myself the worst elitist, goes another argument. In fact, I not only blast our existing elite, as well as the schools that ensure its self-perpetuation, I call for the effective dismantling of the entire system through the creation (or re-creation) of free, high-quality public higher education, paid for by taxes on the wealthiest 10 percent. But the indictment appears to revolve around two charges.

First, that I’m discouraging lower-income families from aspiring to send their children to the Ivy Leagues. But if you come from a family of relatively modest means, you don’t need to go to a top-10 school in order to rise. More importantly, we already know that very few of those lower-income kids are actually going to get in to an Ivy League school, whatever the mythology of meritocracy.

Second, that going to college to „build your soul“ is all well and good for the privileged, but most kids have to be practical. Behind this lies a historical argument: In the 19th century, a liberal arts education was something that they gave to gentlemen. Now you have to think about getting a job. But the narrative omits a major chunk of American history—roughly, the first two-thirds of the 20th century. Central to higher education, and especially to public higher education, as it developed and expanded over those years was the notion that what once belonged to gentlemen should now belong to all.

Nor was it—or is it—an either/or situation: Either a general, liberal arts education or a specialized, vocational one; either building a soul or laying the foundation for a career. American higher education, uniquely among the world’s systems, makes room for both. You major in one thing, but you get to take courses in others. The issue now is not that kids don’t or at least wouldn’t want to get a liberal education as well as a practical one (you’d be surprised what kids are interested in doing, if you give them a chance). The issue is that the rest of us don’t want to pay for it.

That is finally what’s at stake here. Are we going to reserve the benefits of a liberal education for the privileged few, or are we going to restore the promise of college as we once conceived it? When I say, at the end of my book, that the time has come to try democracy, that is what I am talking about.

William Deresiewicz is the author of Excellent Sheep: The Miseducation of the American Elite and The Way to a Meaningful Life, out August 19. He taught at Yale from 1998 to 2008.

http://www.newrepublic.com/article/119090/response-new-republics-ivy-league-takedown-proves-my-point

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Education

New Republic, July 24, 2014
Send Your Kid to the Ivy League! The New Republic’s article against elite education is destructive to my students
By J.D. Chapman

I was born and raised in Roanoke, Virginia, a medium-sized city in the Blue Ridge mountains. It is not the sort of place that produces many Ivy League graduates. Only ten kids in my high school class of 500 crossed the Mason-Dixon Line for college, for example. I went to Yale. I chose to move back home anyway. I now serve as the academic director of an independent high school I helped to found, a school that aims to provide a progressive preparatory education for kids from all backgrounds. As such, I have the opportunity to work with a wide variety of families—very few of whom share the prejudices William Deresiewicz assumes in his recent essay for The New Republic, „Don’t Send Your Kid to the Ivy League.“

I don’t know many people who think it will be the end of the world if their child doesn’t attend an Ivy. Around here, I have my hands full explaining that it might be beneficial to attend a summer language academy, or that looking only at colleges within a two-hour drive might disadvantage a child. I suspect that my experience is the more common one in America, if not among the New Republic’s assumed readership. For families like the ones I serve, the article seems misplaced to the point of destructiveness.

Deresiewicz makes and then bungles two essential claims. The first is that the American college system’s admissions process is reductive and occasionally brutal. The second is that far too many students at our nation’s most selective institutions are going into finance.

From the latter point, Deresiewicz concludes that the Ivies don’t engage students or teach them to be more curious, to take risks or fail. Perhaps, but the recent reduction in job security, working conditions, prestige, and salary for the professions he cites as neglected by Ivy Leaguers—clergy, professors, social workers, teachers and scientists—accompanied by the rapid inflation in the same for Wall Street would be an alternate explanation. It is not Yale’s fault that our society at large has radically devalued the professions Deresiewicz and I prefer, and it is not at all evident to me from the limited data he presents that the education is the cause. In fact, there is some correlation between the percentage of students going into finance and the rise in generosity of financial-aid awards at need-blind institutions; maybe graduates are going into fiscally rewarding jobs precisely because they came from poorer backgrounds.

As for the former point, I am only able to offer my own counter-anecdotes. After more than a decade of working with admissions offices, I feel them to be at least somewhat representative. Many elite schools in the United States, in which I include those Deresiewicz counts as second tier and those as inundated by applications as the Ivies, have relatively large and considerate admissions staffs, and aren’t as easily buffaloed by rich kids’ made-to-order summer trips and falsely inflated lists of extracurricular accomplishments as he implies. I routinely get calls from admissions officers from these kinds of schools, to discuss at greater length the unusual applicants whose biographies don’t follow such a pattern. Those officers tell me that they want exactly the sort of students Deresiewicz implies that they don’t, curious oddballs who have taken risks and learned unusual things. They’re expressly searching for people who are not, to quote the article, “out-of-touch, entitled little shit[s].” I do not get the same feedback as often from other kinds of schools, especially state institutions which cannot afford to hire or retain qualified admissions staff in the same numbers.

Having said that, it is reductive to suggest that the elite schools in America are monolithic in practice or philosophy. Deresiewicz’s central offense, perhaps, is to suggest that they are—and worse, that smaller “religious colleges” (does he mean Wheaton? Earlham? Southern Methodist? Patrick Henry? Notre Dame?) are as well.

One of Deresiewicz’s central contentions, that students at elite institutions are particularly emotionally dislocated and wayward, is presented with two kinds of evidence. The first is anecdotal and personal with no counter-examples of peers from lower profile institutions, or from outside of higher education altogether. The second is a glancing mention of what I assume was the survey „The American Freshman: National Norms Fall 2010,“ which did not appear to disaggregate data by selectivity at all. („A large-scale survey of college freshmen recently found that self-reports of emotional well-being have fallen to their lowest level in the study’s 25-year history,“ Deresiewicz writes.) One wonders, does he know other 18-21 year olds? My own experience suggests that thoughtful, curious people in this age group are widely prone to confused self-loathing no matter where they are.

Most of my friends today are not Ivy League graduates. They are, like most middle class people in America not in the trades, graduates of lower-profile liberal arts colleges and state universities. The ones with whom I have discussed this article are unanimous on that last point: They all felt like they were wandering around with no clear direction at that age and object to the premise that that is a special property of the Ivy Leaguer. They are also unanimous on this point: they are proud of their educations, but do not conclude from that pride that an Ivy League education is “overrated” in comparison.

I agree with Deresiewicz that liberal arts colleges like Sarah Lawrence and Reed are uniquely positioned to nurture and challenge students, and I champion them when I can. I don’t believe the Ivies are for every bright kid, and I have occasionally counseled students capable of admission to them to favor other options. And I agree that class lines are hardening in dangerous ways; the Ivies have too much money and power; and meritocracy is a delusion. That does not mean that an Ivy League diploma isn’t valuable, especially for someone whose family has no history of access to elite careers like teaching at Yale or writing for The New Republic. It means that it is valuable. Whether it should be is another discussion altogether.

J.D. Chapman is academic director and co-head of Community High School in Roanoke, Virginia.

http://www.newrepublic.com/article/118848/new-republics-ivy-league-takedown-destructive-high-schoolers

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

 I think for food

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Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

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