Kategorie-Archiv: Mut

Euer Recht auf Feigheit

Feigheit

Süddeutsche Zeitung, 20.01.2015, S.11

Unser Recht auf Feigheit

Zwingt der Terror der postheroischen Gesellschaft ein neues Heldentum auf?

Von Herfried Münkler

Moderne westliche Gesellschaften sind durch die Erzeugung von Angst und Schrecken verwundbar – zumal dann, wenn Angst und Schrecken nicht die Folge zufälliger Unfälle oder Katastrophen sind, in denen sich ein Rest unbeherrschbarer Natur zeigt, sondern bewusst und gezielt erzeugt werden. Genau darauf gründet sich die Strategie des Terrorismus: dass von den Anschlägen ebenso wie der demonstrativen Todesbereitschaft der Attentäter ein Schrecken ausgeht, der die Gesellschaft in ihrem Kern trifft, indem er sie entweder einschüchtert oder unbedachte Reaktionen hervorruft.

Terrorismus nutzt Angst, um Irrationalität zu provozieren. Diese Irrationalität kann im individuellen Verhalten liegen, wie in der Ersetzung von Flugreisen durch lange Autofahrten, was in den USA nach dem 11. September 2001 zu einem deutlichen Anstieg tödlicher Verkehrsunfälle führte. Sie kann auch in kriegerischen Interventionen liegen, die im Ergebnis aber mehr Opfer fordern und einen höheren Schaden zur Folge haben als die Anschläge selbst. Es sind unsere Angst und manche Formen ihrer Bearbeitung, die als Schlagkraftverstärker des Terrorismus wirken.

Offenbar gibt es eine Ambivalenz der postheroischen Gesellschaft: Was im Nachkriegseuropa eine unerlässliche Voraussetzung für das friedliche Zusammenleben der Völker war – nämlich die tiefe Aversion gegenüber politisch eingeforderter Opferbereitschaft, die anschließend als rettende Tat gerühmt wurde -, erweist sich gegenüber dem Terrorismus als die Achillesferse. Eine Handvoll zu allem entschlossener Attentäter kann eine Gesellschaft von zig Millionen Menschen bis ins Mark treffen. Das haben die Anschläge von Paris einmal mehr gezeigt. Unter dem Eindruck terroristischer Anschläge erfahren Gesellschaften ihre postheroischen Dispositionen nicht als Ermöglicher friedlichen Glücks, sondern als Ausdruck von Schwäche.

Eine der ersten Reaktionen besteht deswegen darin, dass die Opfer des Anschlags zu Helden erklärt werden. So war es mit den Feuerwehrleuten in New York, so ist es jetzt mit einigen Polizisten in Paris. Man redet von Helden und zeichnet sie als solche aus, um die strategische Verwundbarkeit der postheroischen Gesellschaft zu camouflieren. Man leugnet das Postheroische und unternimmt semantische Manöver, indem man die Attentäter einer „feigen Tat“ bezichtigt, der man die eigenen Helden gegenüberstellt. Das ist die erste Verteidigungslinie.

Normalerweise kann die postheroische Gesellschaft mit einer gewissen Anzahl von Opfern durchaus umgehen – vorausgesetzt, es handelt sich dabei um Opfer im viktimen und nicht im sakrifiziellen Sinn, also um solche, die durch Zufall zum Opfer geworden sind und nicht sich selbst geopfert haben, um andere zu retten oder einer großen Idee zum Durchbruch zu verhelfen. Mit Letzteren wird im Normalbetrieb nicht gerechnet. Die postheroische Gesellschaft geht davon aus, dass alles funktioniert, ohne auf sakrifizielle Opfer angewiesen zu sein. Sie ist auf dem Prinzip des Tauschs begründet, in dem zum Vorteil beider ein Gut den Besitzer wechselt.

Das kann man vom sakrifiziellen Opfer nicht sagen, zumal nicht in einer aufgeklärten Gesellschaft, in der das Feuer religiöser Inbrunst erloschen ist. Mögen religiös-fundamentalistische Attentäter ihr Selbstopfer als vorteilhaften Tausch begreifen – wir können sie darin nicht verstehen und halten sie für irregeleitet, fanatisch oder seelisch krank. Sie sind für uns therapiebedürftig, und wenn wir gut drauf sind, machen wir uns über sie lustig, auch in der Form von Karikaturen. Therapieangebot und Spott verweigern dem, der zur Selbstsakrifizierung bereit ist, den heiligen Ernst, den er für sich in Anspruch nimmt.

Das Selbstopfer wird dabei als missverstandener Tausch dechiffriert: Die Attentäter verweisen auf Gott und den Propheten, aber im Kern meinen sie immer sich selbst. Sie wollen sich durch ihr Opfer selbst erhöhen. Und genau das verweigert ihnen die postheroische Gesellschaft. Nichts ist demütigender, als in seinem sakrifiziellen Eifer nicht ernst genommen zu werden. Und genau dieses Nicht-ernst-Nehmen, sei es in Form von Indifferenz oder Spott, gehört zu den Funktionsmodi der postheroischen Gesellschaft. Als tauschbasierte Gesellschaft kann sie nicht anders, als sich der intellektuellen und moralischen Zumutung des Opfergedankens zu entledigen. Also ziehen die Opferversessenen in den Krieg, wo ihnen die hierzulande verweigerte Anerkennung zuteil werden soll.

Aber genügen Indifferenz und Spott für die Selbstbehauptung der postheroischen Gesellschaft in Konfrontation mit denen, die sie deswegen verachten und bekämpfen? Über lange Zeit haben die europäischen Gesellschaften alle, die das sakrifizielle Opfer als einzig echte Form der Anerkennung suchten, ziehen lassen: Die meisten gingen nach Syrien, wo sie sich einer der Bürgerkriegsparteien anschlossen, einige wenige auch in die Ostukraine, wo sie auf Seiten der prorussischen Separatisten oder in den Reihen ukrainischer Freiwilligenverbände kämpften. Man hoffte, sich so dieses Problems entledigt zu haben.

Aber das war ein Irrtum. Denn einige von ihnen kamen zurück und sind nun, heroisiert und/oder traumatisiert, ein Problem für unsere Gesellschaft: Sie zwingen uns die Wiederaufnahme von Elementen des Heroischen auf. Die Anschläge von Paris und die nachfolgenden Debatten zeigen die Grundparadoxie der postheroischen Gesellschaft: Sie ist auf Helden angewiesen, um sich der Bedrohung ihres Selbstverständnisses durch terroristische Attentäter erwehren zu können. Die postheroische Gesellschaft ist ohne Rückgriff auf einen Restbestand des Heroischen nicht überlebensfähig: deswegen die mediale Konstruktion von Anschlagsopfern als Gegenhelden.

Nun ist die Anleihe beim Heroischen nicht unbedingt neu: Ganz selbstverständlich erwartet auch die postheroische Gesellschaft von ihren Soldaten und Polizisten ein erhebliches Maß an Selbstopferbereitschaft im Fall der „rettenden Tat“. Das ist die zweite Verteidigungslinie. Ähnliches gilt auch für die freiwilligen Helfer, die in Krisengebiete aufbrechen oder bei der Seuchenbekämpfung helfen. Aber die Zumutung des Heroischen bleibt auf professionelle Gruppen und Freiwillige beschränkt. Das hat die post- mit der präheroischen Gesellschaft gemein: dass sie die Erwartung der Opferbereitschaft vom Zentrum der Gesellschaft fernhält und an deren Außenbereich bestimmten Berufen zuweist. In den heroischen Gesellschaften des 19. und 20. Jahrhunderts war das anders, als im Zeichen von Republikanismus oder Nationalismus der Staat von den männlichen Bürgern die Bereitschaft zum Selbstopfer erwartete und die Gesellschaft jene ächtete, die sich dem entziehen wollten. Die postheroische Gesellschaft kennt dagegen ein Recht auf Feigheit, das nur bei wenigen Berufen aus professionellen Gründen eingeschränkt ist.

Terroristische Anschläge bringen diese Ordnung durcheinander, indem sie vorzugsweise die von der Verpflichtung zu Mut und Tapferkeit Freigestellten attackieren. Die jüngsten Großdemonstrationen sind eine Reaktion der postheroischen Zivilgesellschaft, die sich auf diese Weise Mut macht. Je mehr kommen, desto besser fühlt man sich. Das verbleibt freilich noch weitgehend im Rahmen der postheroischen Gesellschaft: Das mit der Demonstrationsteilnahme verbundene Risiko ist umso kleiner, je mehr Leute kommen. Außerdem muss man nur für einen begrenzten Zeitraum mutig sein.

Das ist bei Satirikern, Autoren und insbesondere Karikaturisten anders. Sie müssen jetzt dauerhaft mutig sein, um die „Schere im Kopf“ nicht wirken zu lassen. Auf solchen Mut ist die postheroische Gesellschaft angewiesen, wenn sie mit den Mitteln der Information, Aufklärung und des Spotts ihre Gegner und Herausforderer bekämpfen will. Dass wir nicht ohne ein paar Helden auskommen, war immer klar. Aber die Pariser Anschläge und die Diskussionen seitdem zeigen: Die postheroische Gesellschaft braucht jetzt zusätzliche Verteidiger, und zwar solche, in deren Tätigkeitsbeschreibung die Erwartung des Sakrifiziellen eigentlich nicht vorgesehen ist. Sie muss eine dritte, tiefe Verteidigungslinie errichten, in der sich eine unheroische Tapferkeit, nämlich die, seine Arbeit unter der Drohung von Anschlägen zu machen, der Selbstinszenierung des Heroischen entgegenstellt.

Herfried Münkler hat einen Lehrstuhl für Theorie der Politik an der Berliner Humboldt-Universität inne. Zuletzt erschien sein Buch „Der Große Krieg. Die Welt 1914 – 1918“.

Nichts ist demütigender, als in seinem heiligen Ernst nicht ernst genommen zu werden

Für Opferbereitschaft sind eigentlich nur noch bestimmte Berufsgruppen zuständig

https://www.genios.de:443/document/SZ__A59093216

Siehe auch: German Angst

https://psychosputnik.wordpress.com/2013/11/17/german-angst/

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„Wenn europäische Machthaber sich wirklich für uns interessierten, dann würden sie – statt Geld zu schicken, damit wir ihnen helfen, die Juden loszuwerden – uns dabei unterstützen, eine bessere Regierung zu finden – eine, die sich um den Alltag und das Wohl ihrer Bürger kümmert, statt nur zu versuchen, an immer mehr und mehr Geldgeschenke aus Europa zu kommen. Das ist jetzt ein großes Geschäft für die palästinensischen Führer, es ist an keine Konditionen geknüpft, warum sollten sie aufhören? Selbst jetzt, nach der vernichtenden Niederlage der Hamas, hat niemand in Europa auch nur vorgeschlagen, dass die Entwaffnung der Hamas und Demilitarisierung des Gazastreifens zur Bedingung gemacht werden müssten, wenn Mittel für den Wiederaufbau bereitgestellt sollen.
[…]
Israel hat nie etwas gesagt oder getan, das auf irgendeinen solchen Plan hingedeutet hätte. Im Gegenteil: Während Israel sich verteidigt hat, hat man dabei dennoch größtmögliche Anstrengungen unternommen, keine palästinensischen Zivilisten zu verletzen, obwohl die israelische Armee in der Lage wäre, unbeschreibliche Zerstörung zu verursachen, wenn sie denn wollte. Wir machen Witze darüber, wie glücklich wir sind, Israel als unseren »Feind« zu haben, und dass jeder solch einen Feind haben sollte. Kann man sich vorstellen, was für ein Massaker an den Juden – und an den Christen und anderen – es gäbe, wenn der Iran oder Isis die Waffen hätte, über die Israel verfügt? Es ist genau anders herum. Wir, die Palästinenser, sind diejenigen, die seit Jahrzehnten die Vernichtung der »zionistischen Entität« fordern und danach rufen, die Juden ins Meer zu treiben. Einige von uns richten ihr Handeln immer noch daran aus, dieses Ziel zu erreichen.“

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

 I think for food

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Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.
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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

People feel always terrible offended if you do not believe their lies.
Everyone is responsible for his feelings.
Psychoanalysis is nobody’s business except the psychoanalyst and his patient, and everybody else can fuck off.
“Time is the echo of an axe
Within a wood.”
― Philip Larkin, Collected Poems

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

„Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.“
-Mahatma Gandhi

 Why Allah does not shows himself? Because he does not want  to do anything with such assholes.
When fascism returns, he will not say, ‚I am the fascism‚. No, he will say, ‚I am the anti-fascism Ignazio Silone.
Political correctness requires a language for a poetry album.

Nothing to do with Islam (english / german)

Watch the video!

Nothing to do with Islam

It’s getting hard to keep up with all these Koran inspired atrocities that have nothing to do with Islam.

We know they have nothing to do with Islam because our politicians keep telling us that and they are all Islamic scholars. They are, aren’t they?

Yes the violence is coming exclusively from Muslims but only because their religion, the one that has nothing to do with Islam, tells them to kill unbelievers, meaning people who don’t follow the religion with a knife to our throat that has nothing to do with Islam.

It’s true that the more Muslims there are in a society the more dangerous it is for gay people and Jews but Islamic gay hatred and Islamic Jew hatred have no more to do with Islam than Koran based Islamic terrorism.

None of the violence in Islamic scripture, page after page of it, has anything to do with Islam.

When Muslim terrorists quote the Koran as they are killing people you don’t seriously think that’s got anything to do with the religion they follow? That could be any book that they’re quoting from. They just happened to pick that one because it’s their religion dah! I mean what are we saying here? That we should ban all books now?

Let’s keep it real. Of course if you follow the religion that has nothing to do with you know what then only one book really matters and we all know which one that is, it’s the book that goes out of its way to make an enemy of the rest of mankind. It’s the book whose influence is currently making western society more dangerous, less tolerate, less civilised and less free while we dance around the maypole and call it multi-culturalism. But this slow draining away of our fundamental freedoms and cowardly betrayal of future generations has nothing to do with Islam apart from the fact that it has everything to do with, but that doesn’t mean that it has anything to do with, don’t be so racist!

The partiality of British police who operate a the brazen double standard that favours Muslim sensibilities has no more to do with Islam than the partiality of the law itself that will jail you for burning a Koran but not a Bible because Muslims are more important than Christians, not that that’s got anything to do with Islam, perish the thought!

The irrational violent hatred that erupts at any depiction of the prophet of Islam is nothing to do with the religion he founded. Nor does the fact that so many of our fearless journalists shrink like salted slugs whenever some bearded muppet shakes his fist and pretends to be offended.

The fact that for years we’ve allowed Saudi Arabia to pour billions into funding mosques and madrases that are now turning out fighters for the Islamic state has nothing to do with Islam.

The dozens of Sheria courts in Britain that treat women as less than fully human are simply enforcing Islamic law. What has that got to do with Islam?

The imposition of halaal meat on people, without their knowledge or consent, just because Muslims‘ religion demands it doesn’t make it Islam’s fault. A bit of religion has nothing to do with Islam, that is so racist!

Let me help you out with a little basic rule of thumb on this. None of the terrible things that are happening in the world today inspired by Islam and mandated by Islamic scripture have anything to do with … and I think you can finish that sentence yourself … if Islam didn’t exist those things would still be happening.

Well okay that’s not quite true, they wouldn’t be happening but that’s got nothing to do with the religion of intolerance, censorship and mealy-mouthed excuses that currently pose as a real and immediate threat to our freedom.

Besides, it’s only a threat because of it’s violence and fundamental values and the violent fundamental values of Islam have nothing to do with the religion they come from.   What are you trying to insinuate here? That world domination as mandated by the Koran somehow has something to do with Islam? Of all faiths? Kill unbelievers wherever you find them. Yes Islam says that but that doesn’t mean that it has anything to do with it and if you say it does then you are being very unhelpful and you are a racist. Checkmate.

Meanwhile, back in the real world, I think it is a very desirable and healthy idea to want nothing to do with Islam, although in fairness it’s not Islam as such that I want nothing to do with, it’s intolerance, misogyny, homophobia, anti-Semitism, racism, violence and manufactured offence which unfortunately rules out having anything to do with the religion that has nothing to do with itself. Peace. And that really does have nothing to do with Islam.

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Es hat gar nichts zu tun mit Islam.

Es wird immer schwieriger sich über all diese vom Koran motivierten Greueltaten, die nichts mit dem Islam zu tun haben, auf dem Laufenden zu halten.

Wir wissen, daß diese mit Islam nichts zu tun haben, denn unsere Politiker teilen uns das immer wieder mit und sind auch allesamt Islamwissenschaftler. Das sind sie doch, nicht wahr?

Ja, die Gewalt geht ausschließlich von den Moslems aus, aber auch nur, weil deren Religion, und zwar jene die nichts mit dem Islam zu tun hat, ihnen befiehlt die Ungläubigen zu töten, d.h. Menschen die diese Religion nicht befolgen, mit einem Messer an unserer Kehle – das hat nichts mit Islam zu tun.

Es ist wahr, daß je mehr Moslems es in einer Gesellschaft gibt, desto gefährlicher ist es für Homosexuelle und Juden, aber haben Islamischer Schwulenhass und Islamischer Antisemitismus nicht mehr mit dem Islam zu tun als Islamischer Terrorismus, der auf dem Koran beruht.

Kein bißchen der Gewalt der muslimischen Schrift, Seite für Seite dieser Gewalt, hat irgendwas mit dem Islam zu tun.

Wenn muslimische Terroristen den Koran zitieren, während sie Menschen ermorden, dann meint ihr nicht etwa wirklich, es hätte etwas mit ihrem Glauben zu tun? Die könnten aus egal welchem Buch zitieren und sie wählten dieses nun mal zufällig aus, da das ihre Religion ist – ist doch klar!

Ich meine, was sagen wir hier eigentlich? Dass wir nun alle Bücher verbieten sollen? Bleiben wir doch besser auf dem Teppich. Natürlich, folgt man der Religion, die nichts mit, Sie wissen schon, zu tun hat, dann ist nur ein Buch wirklich von Bedeutung und wir wissen Alle welches Buch hier gemeint ist.

Es ist das Buch, das keine Mühen scheut den Rest der Menschheit als Feind zu zeichnen.

Es ist das Buch, welches momentan die westliche Gesellschaft gefährlicher, weniger tolerant, weniger zivilisiert und weniger frei macht, während wir jedoch um den Maibaum tanzen und dies noch als Multikulturalismus bezeichnen.

Jedoch hat dieser langsame Verlust unserer fundamentalen Freiheiten und der feige Verrat künftiger Generationen nichts mit dem Islam zu tun, außer, daß es alles damit zu tun hat, aber das heißt nicht, daß es überhaupt etwas damit zu tun hat; jetz‘ sei mal nicht so ein Rassist!

Die Voreingenommenheit der Britischen Polizei, die einen unverschämten Doppelstandard aufweist, der muslimische Empfindlichkeiten bevorzugt, hat genausoviel mit dem Islam zu tun, wie die Parteilichkeit des Gesetzes an sich, laut welchem man für das Verbrennen eines Korans in den Knast kommt, für das Verbrennen einer Bibel jedoch nicht, denn der Moslem ist mehr wert als der Christ.

Das hat nichts mit dem Islam zu tun, zerstöre diesen Gedanken! Dieser vernunftwidrige und gewaltsame Haß, der bei jeglicher bildlicher Darstellung des Propheten des Islams auftaucht, hat nichts mit der Religion zu tun, die her gründete.

Und auch nicht die Tatsache, daß so viele unserer furchtlosen Journalisten sich so klein machen, wie versalzene Schnecken, wann auch immer ein bärtiger Depp mit seiner Faust wedelt und so tut, als sei er zutiefst beleidigt…

Die Tatsache, daß wir Saudi Arabien jahrelang gestattet haben, Milliarden in die Finanzierung von Moscheen und Medresen zu stecken, welche nun Kämpfer für den Islamischen Staat produzieren, hat nichts mit dem Islam zu tun. Die Dutzenden Scharia Gerichte in Großbritannien, welche für Frauen kein volles Menschensein anerkennen und einfach Islamischem Recht Geltung verschaffen. Was hat das mit dem Islam zu tun?

Den Menschen wird ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung Halaal Fleisch aufgezwungen, einfach nur weil die muslimische Religion dies verlangt, ist es nicht die Schuld des Islams.

Ein wenig Religion hat nichts mit dem Islam zu tun, daß ist voll rassistisch!

Gestatten Sie mir Ihnen zur Hilfe eine kleine Faustregel zu erklären. Keine der vom Islam inspirierten und durch dessen Schriften angeordneten Greueltaten hat irgendwas mit dem … und ich bin der Ansicht, daß Sie diesen Satz selbst vervollständigen können.

Diese Dinge würden auch geschehen, gäbe es den Islam nicht. Okay, das stimmt nicht ganz. Sie würden nicht geschehen, aber das hat nichts mit der Religion der Intoleranz, Zensur und den inhaltslosen Ausreden zu tun, welche gegenwärtig eine wahre und direkte Bedrohung unserer Freiheit darstellen.

Außerdem ist es nur auf Grund seiner Gewalt und fundamentalen Werten eine Gefahr, jedoch haben die gewaltsamen fundamentalen Werte des Islams nichts mit der Religion zu tun, von der Sie stammen.

Worauf wird hier eigentlich angespielt? Dass Weltherrschaft, wie im Koran angeordnet, auf irgendeine Weise was mit Islam zu tun hat?

Von allen Religionen, die es gibt, ausgerechnet Islam? Tötet die Ungläubigen wo auch immer ihr ihnen begegnet! Ja, das steht im Islam, aber das heißt nicht, daß dies was damit zu tun hat und wenn Du das Gegenteil behauptest, dann bist Du wirklich nicht sehr hilfreich und dazu ein Rassist! Schachmatt.

In der Zwischenzeit, da in der wahren Welt, bin ich der Ansicht es sei eine wünschenswerte und gesunde Überzeugung nichts mit dem Islam zu tun haben zu wollen, obwohl ich in Fairneß sagen muß, daß es nicht der Islam als solcher ist, mit dem ich nichts zu tun haben will, sondern mich stören Intoleranz, Frauenfeindlichkeit, Homophobie, Antisemitismus, Rassismus, Gewalt und künstlicher Anstoß, was für mich nun mal jeglichen Zusammenhang mit der Religion, die nichts mit sich selbst zu tun hat, ausschließt.

Frieden. Und das hat nun wirklich nichts mit dem Islam zu tun.

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Hat das möglicherweise etwas mit dem Islam zu tun?

Die Zahl der Todesopfer bei den Selbstmordanschlägen auf zwei voll besetzte Moscheen im Jemen ist nach jüngsten Angaben der Rettungskräfte auf mindestens 142 gestiegen. 345 weitere seien verletzt worden, berichtete der von den schiitischen Huthi-Rebellen betriebene Fernsehsender Al-Masira. Nach Medienberichten übernahm die Terrormiliz Islamischer Staat die Verantwortung für die Anschläge. http://www.welt.de/politik/ausland/article138628072/Mehr-als-100-Menschen-sterben-bei-IS-Gewaltserie.html

Vor einigen Wochen beginnt Astrid Korten mit Lesungen aus ihrem neuen Buch, auch am 9. und 10. März liest sie in Eschwege und Schweinfurt die besagte Passage mit dem “Ehrenmord”, dann fährt sie zur Buchmesse nach Leipzig, sie beginnt am 12. März. Am Abend des 11. März geschieht dann das Unfassbare. Astrid Korten ist in der Hahnemannstraße unterwegs zum Hotel, als sie von zwei Jugendlichen bedrängt wird. “Zunächst pöbelten die beiden mich an”, erzählt sie. “Ich reagierte nicht und bin weitergelaufen in Richtung Hotel. Als mich dann einer der beiden Männer aber einen ‘Feind Allahs’ nannte, war mir klar, dass es vielleicht mit meinem neuen Roman zu tun haben könnte.” http://www.welt.de/vermischtes/article138616999/Autorin-als-Feind-Allahs-beschimpft-und-verpruegelt.html

Ein Mob hat im Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul eine 32 Jahre alte Frau erschlagen, weil sie einen Koran verbrannt haben soll. Die Gruppe habe die Frau zu Tode geprügelt, ihre Leiche in Brand gesteckt und in einen Fluss geworfen, sagte der Leiter der Kriminalpolizei von Kabul, Farid Afsali. “Tausende” Menschen hätten sich an der Moschee im Stadtteil Schahi Doschamschira versammelt, wo die nach Angaben ihrer Angehörigen geisteskranke Frau den Koran verbrannt haben soll. Die Polizei habe Mühe gehabt, die wütende Menge auseinanderzutreiben. http://www.welt.de/politik/ausland/article138604328/Frau-im-Zentrum-Kabuls-von-Mob-zu-Tode-gepruegelt.html

Der Anschlag auf die “Hamburger Morgenpost” am 11. Januar hat offenbar doch einen islamistischen Hintergrund. Die neun kürzlich festgenommenen Hamburger Jugendlichen, die für den Brandanschlag verantwortlich sein sollen, waren dem Verfassungsschutz zumindest zum Teil bekannt. Wie aus der Antwort auf eine schriftliche kleine Anfrage der CDU-Abgeordneten Karin Prien hervorgeht, haben sich einige der Jugendlichen an Aktivitäten der Koranverteilungskampagne “LIES!” beteiligt. Der Verfassungsschutz wusste davon. http://www.welt.de/regionales/hamburg/article138633528/Hat-Mopo-Anschlag-islamistischen-Hintergrund.html

Die Terrormiliz “Islamischer Staat” hat nach eigenen Angaben erneut mehrere Gefangene enthauptet. Die Gruppe verbreitete ein Video, das die Tötung von drei kurdischen Peschmerga-Kämpfern im Nordirak zeigen soll. Die Männer seien als Vergeltung für kurdische Raketenangriffe enthauptet worden, sagte einer der Extremisten. http://www.tagesschau.de/ausland/is-terror-127.html

 

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/hat_das_moeglicherweise_etwas_mit_dem_islam_zu_tun

line-wordpress

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

People feel always terrible offended if you do not believe their lies.
Everyone is responsible for his feelings.
Psychoanalysis is nobody’s business except the psychoanalyst and his patient, and everybody else can fuck off.
“Time is the echo of an axe
Within a wood.”
― Philip Larkin, Collected Poems

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

 Why Allah does not shows himself? Because he does not want  to do anything with such assholes.
When fascism returns, he will not say, ‘I am the fascism‘. No, he will say, ‘I am the anti-fascism Ignazio Silone.
Political correctness requires a language for a poetry album.
 Psychoanalysis is frivolous, or it is not psychoanalysis.
Colorful diversity, earlier: shit.
What can not any longer be changed, can not any longer be reformed, it is no longer alive, but very dead (instead). What is dead should be, has to be buried: religion, marriage, Romanticism, etc.
Romantic sucks.
 The reality is always stronger than illusions.
 A delusion is characterized by increasing loss of reality, and can be attested to today’s leaders in Germany and the mass media. Loss of reality describes the mental state of a person who is not (any longer) be able to understand the situation in which it is located. So you are ruled by madmen and manipulated by the mass media.
Totalitarianism can only be defeated if one has the courage to call things by their right names, just as they are. Political correctness prevents it promotes totalitarianism and political cowardice and political lie.
The Extinction: Islam is like the sun, who comes too close to him, will burn itself and will flare the rest of the world with him.
Islam does not want any submission! Islam wants victory, destruction and annihilation.
The world was not created just for you.
Time needs time.
What has God with us when he freely admits the devil more and more territories?
It’s not the biggest fear when you look into an abyss, but to note that the abyss looks back at you.
I is different.
Muslim´s headscarf is less annoying than German mothers with their pushchairs.
Prostheses people – look like women and men, but they are not.
Global governance the political repair operation begins to repair before something was created.
The extremely increased, ostensibly critical, actually demonizing, German interest in Israel and Jews is perverse.
The Nonanti-Semite is by the current German law an anti-Semite who defames, discriminates, delegitimizes Israel, Jews, , but do not supports expressis verbis the aim of the Third Reich, the Holocaust, the extermination of the Jews.

 

 

Was erlauben Koran?

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Was erlauben Koran?

 

Neue Zürcher Zeitung und NZZ am Sonntag, Januar 18, 2015

Der Koran

Von Gordana Mijuk

 

Was ist der Koran? Im Verständnis von Muslimen ist mit Koran zum einen die Sammlung der vom Propheten Mohammed empfangenen Offenbarungen Gottes gemeint. Zum anderen bezeichnet der Begriff die Rezitation des Textes: den Vortrag. Das göttliche Wort manifestiert sich im Koran. Im Gegensatz dazu wird in der Bibel die Beziehung zwischen Gott und den Menschen beschrieben aus einer menschlichen, göttlich inspirierten Sicht.

Der Koran ist das Wort Gottes, und zwar buchstäblich. Weshalb wird der Koran nur auf arabisch rezitiert? Aus der Perspektive der islamischen Theologie ist das Arabische die Sprache, in der sich Gott geäußert hat. Und deshalb ist die Rezitation des Textes in Arabisch die einzige Möglichkeit, den frommen Gehalt des Textes aufzugreifen. Liest man ihn auf deutsch oder Französisch, liest man eine Interpretation des Korans. Das Erlebnis der Frömmigkeit (also das innere Erlebnis, das der Gläubige empfindet, wenn er die göttliche Rede in sich nachvollzieht) ist nur möglich, wenn der Gläubige den Koran in der Sprache liest, in der er offenbart wurde. Welchen Stellenwert hat der Koran im Islam? Der Koran ist im Islam heilig. Seine Bedeutung ist wohl vergleichbar mit jener Jesu Christi im Christentum. Die Selbstoffenbarung Gottes erfolgt im Islam im Wort, im Christentum offenbart sich Gott in Jesus als Mensch. Der Islam kennt nur wenige Heiligtümer. Neben dem Koran sind dies die Kaaba in Mekka, das Grab des Propheten Mohammed in Medina und der Felsendom auf dem Tempelberg in Jerusalem. Nicht nur der Inhalt des Korans ist heilig, auch das Buch selbst. Heilig heißt gemäß der Auffassung frommer Muslime, daß der Koran nur in einem Zustand der Reinheit begriffen, berührt, rezitiert werden darf. Der Gläubige muß sich zunächst aus der normalen Welt in einen Zustand der Reinheit begeben. In diesem Weihezustand steht der Gläubige in einer Beziehung zum Göttlichen, nicht zum Irdischen, und er ist sich bewußt, daß er mit dem Buch einen sakralen Gegenstand berührt. Insofern ist für konservative Muslime nicht nur der Inhalt, sondern auch das Buch sakral. Daraus ergeben sich praktische Probleme. So sollte das Buch jeweils oben im Bücherregal eingeordnet werden. Auch gibt es Diskussionen darüber, ob eine Seite des Korans, die man ausdruckt, später auf dem Altpapier landen darf. Normalerweise dürfen solche Kopien weder geschreddert noch rezykliert werden. Unter Umständen dürfen sie verbrannt oder beerdigt werden. Welchen Stellenwert besitzt der Koran im Leben eines Muslims? Der Koran ist für gewöhnliche Muslime nicht ein Text, der begriffen werden muß. Er ist vor allem dazu da, in Andacht und Gebeten gefaßt Frömmigkeit zu leben. Das ist der wesentliche Aspekt des Textes. Für Koran-Gelehrte ist es natürlich wichtig, zu wissen, was im Koran steht. Im Alltagsgebrauch spielt dies aber eine untergeordnete Rolle. Die meisten Muslime lesen den Text und haben ein Empfinden von Frömmigkeit. Sie lesen den Text, weil im Text Gott selbst spricht. Dieser Akt der Frömmigkeit ist wichtiger als nachzuvollziehen, was inhaltlich genau gesagt wird. Allerdings gibt es mehr als 60 Passagen im Koran, die gerne als Gebete rezitiert werden und bei denen natürlich auch auf den Inhalt Bezug genommen wird. Auch Verse, die Lobpreisungen enthalten oder in denen an biblische Geschichten erinnert wird, werden «inhaltlich» rezitiert. Weshalb ist der Koran so schwierig zu verstehen? Der Koran ist ein sakraler Text, der in der arabischen Sprache des 7. Jahrhunderts geschrieben ist. Diese Sakralsprache ist teilweise leicht, teilweise sehr schwer verständlich. Bestimmte Schwurformeln zum Beispiel sind heute fast nicht mehr zu verstehen. Zudem gilt das Wort Gottes an sich als erhaben und geheimnisvoll. Die Absicht Gottes in seinen Offenbarungen zu erkennen, ist Aufgabe der Auslegung. Die Koran-Gelehrten versuchen zumeist, den Koran-Text Wort für Wort zu verstehen. Jede Interpretation gilt daher als menschlicher Versuch, Gottes Absicht zu ergründen. Eine abschließende Exegese, also Auslegung, kann es nicht geben. Viele muslimische Theologen sagen, die Gläubigen sollten sich an die Klassiker der Auslegung, sprich Sekundärliteratur halten, um den Inhalt zu verstehen. Ohne diese Stütze der Interpretation sei es unmöglich, den Koran zu begreifen. Der Koran ist aber prinzipiell offen für die Interpretation. Es gibt kein universelles Verständnis über seine Auslegung. Im Gegensatz zur katholischen Kirche gibt es im Islam kein Lehramt. Tötet die Ungläubigen, heißt es im Koran. Ruft er zur Gewalt auf? Es gibt bekannte Verse, die zur Gewalt gegen Ungläubige aufrufen. Diese Aussagen sind Teil des Korans. Die Frage ist allerdings, wie Muslime sie verstehen. Die nichtmuslimische Öffentlichkeit liest den Text heute so, wie er da steht. Die Stellen wirken damit für westliche Gesellschaften, als seien sie göttliche Gebote. Doch die meisten Muslime verstehen sie nicht in diesem wörtlichen Sinne, sondern als Teil der gesamten göttlichen Aussage des Korans. Denn an anderen Stellen im Koran gebietet der Koran, mit Menschen anderen Glaubens freundlich zu reden. Aus Sicht der islamischen Theologie sind dies keine Widersprüche, vielmehr sind die Stellen im Kontext zu verstehen. Die traditionellen Koran-Gelehrten verstehen die Aussagen, die zu Gewalt aufrufen, als Aussagen, die nur in einer bestimmten Zeit zu begreifen sind. Sie gehen mit diesen Versen also ähnlich um, wie jüdische Exegeten mit Stellen im Alten Testament, wo Gott rabiate Aussagen im Umgang mit Ungläubigen macht, oder die Steinigung der Frau bei Ehebruch anordnet. Radikale Fundamentalisten sowie Islamkritiker reißen die Stellen aber aus dem Kontext und lesen sie wörtlich. Woher kommt die selektive Lesart? Im frühen 20. Jahrhundert bildeten sich fundamentalistische Gemeinschaften, die eine wörtliche Lesung des Korans vornahmen. Erst in den siebziger Jahren entwickelte sich die Vorstellung, daß aus diesen vermeintlichen Vorschriften des Korans auch Aufforderungen zum Handeln gegenüber Menschen außerhalb dieser Gemeinschaften abgeleitet werden könnten. Als Erstes wurde der Tyrannenmord in den siebziger Jahren diskutiert. Mit der Ermordung des ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat 1981 durch radikale Fundamentalisten wurde er erstmals praktiziert. Daraus bildete sich eine Vorstellung heraus, daß der Kampf gegen Ungläubige – das können auch Muslime sein – eine Kulthandlung sei, die das Gebet, die Almosenpflicht, die Pilgerfahrt und das Fasten sogar ersetzen könne. Damit wurde der islamische Kult auf das Glaubensbekenntnis und den Kampf gegen die «Gottesfeinde» reduziert. Doch diese Auffassung steht jenseits all dessen, was die muslimischen Gemeinschaften als Tradition definiert haben. Die meisten Muslime verstehen diese ultrareligiösen Haltungen nicht. So etwas entspricht nicht dem seit 1400 Jahren gewachsenen Konsens darüber, was der Islam ist. Aus der Sicht der Mehrheit haben diese ultrareligiösen Islamisten den Koran usurpiert. Wie konnten sich Fundamentalisten des Korans bemächtigen? Das hat mit dem Bildungsniveau zu tun. Früher war die Exegese des Korans Teil eines erweiterten Bildungskanons. Jeder, der den Koran verstehen und lesen wollte, mußte dafür ausgebildet werden. Sprachlich, philosophisch, mystisch. Dieses Autoritätsverständnis ist heute geschwunden, und das Bildungsniveau, das ein adäquates Koranverständnis ermöglicht, fehlt oft. Deutungen des Korans sind gerade auch wegen des Internets heute frei verfügbar und rechtfertigen oft Geltungsansprüche, die der Sache nach nichts mehr mit dem Koran zu tun haben. Ist der Koran tolerant gegenüber Andersgläubigen? Der Koran vermittelt die Auffassung, daß die wahre Religion mit jeder beliebigen Form des Irrglaubens auskommen kann, solange diese die Gemeinschaft der Muslime und ihren Kult nicht gefährdet. Andersgläubige werden im Prinzip geduldet. Diese Duldung erlischt, wenn die Andersgläubigen die muslimische Gemeinschaft angreifen. Daher gibt es im Koran Verse, die eindeutig diese Duldung einfordern, und andere, die unter bestimmten Bedingungen den Kampf gegen die Ungläubigen verlangen. Was bedeutet der Jihad im Koran? Der Begriff Jihad bedeutet «sich abmühend streiten». Der Streit kann moralisch, argumentativ oder physisch geführt werden, je nachdem, wie der Gegner des Streits den Gottesgläubigen entgegentritt. Das physische Streiten bezieht sich vor allem auf die Eroberung des damals heidnischen Mekkas mit dem Ziel, die Kultstätte Kaaba der islamischen Gemeinschaft zu unterstellen. Die Kaaba war schon vor der islamischen Zeit ein Heiligtum. Mit der Übernahme der Kulthoheit in Mekka 630 hat der Jihad zumindest im Sinne des Korans seine Funktion erfüllt. Auch wenn einige islamische Gruppen den Jihad später immer wieder als Rechtfertigung ihrer Kämpfe mit anderen Gemeinschaften anführten, gewann er erst in der Neuzeit wieder an Bedeutung, diesmal im Sinne eines Kampfes gegen die Reiche der «Ungläubigen». Gibt es im Koran den Märtyrertod? Nein. Die ganze Vorstellungswelt vom Märtyrer, der im Kampf stirbt, ins Paradies kommt, wo 72 Jungfrauen auf ihn warten, hat keine Basis im Koran. Sie stammt aus der Koran-Auslegung, die sich auf Überlieferungen der Taten und Aussprüche des Propheten stützt. Diese Vorstellungen waren aber meist metaphorisch gemeint. Heute dient der Begriff des Märtyrertods dazu, den Tod im Kampf religiös zu überhöhen und die Anhänger zu fanatisieren. Extremistische Gruppen propagieren Selbstmordattentate als Märtyreraktionen, obwohl Islam-Gelehrte den Attentätern den Status von Märtyrern absprechen. Gibt es im Koran ein Bilderverbot? Nein. Es waren Rechtsgelehrte, die sich gegen die Bilder aussprachen, vor allem auch, um sich von den bilderfreundlichen Byzantinern abzugrenzen. Wichtig war für sie vor allem, daß man nicht den Propheten Mohammed abbildet. Da man den Koran nie bildlich verzierte, erhielt die Kalligraphie eine wichtige Funktion. Mit ihr konnte und kann man das Wort Gottes so schön wie möglich darstellen. Kann der Koran als Gesetzbuch verwendet werden? Der Koran ist kein Gesetzbuch, weil er keine Gesetze enthält, die umfassend das menschliche Leben regeln. Es gibt zwar Handlungsanweisungen etwa in Bezug auf Heiligtümer und auf den Schutz der Glaubensgemeinschaft. Als geschützt gelten die Nachkommenschaft, der Besitz, das Leben und natürlich der Kult selbst. Die Schutzregeln müssen aus der Lebenssituation der Spätantike heraus verstanden werden. Daneben gibt es Anweisungen in Hinsicht auf eine moralisch gute Lebensführung. All das macht den Koran aber nicht zu einem Gesetzbuch. Die Scharia ist reines Juristenrecht, das sich auf Auslegungen des Korans, des Lebens und der Handlungen des Propheten Mohammed stützt sowie auf Präzedenzfälle. Die Scharia ist kein Buch, in dem man etwas nachschlagen könnte. Es gibt sie nicht als Text oder Kanon. Die Scharia ist immer das, was die Juristen auslegen. Erst in jüngerer Zeit wurde behauptet, es müsse möglich sein, die Scharia als Gesetzbuch zu kodifizieren; wenn aber gefordert wird, daß das Rechtssystem eines Staats der Scharia zu unterstellen sei, dann ist oft gemeint, daß die Gesetzgebung der Normenkontrolle durch muslimische Juristen zu unterstellen sei. Quelle: Gespräche mit Reinhard Schulze, Islamwissenschafter an der Universität Bern, und Henning Sievert, Islamwissenschafter an der Universität Zürich, sowie einführende Texte zum Koran von Hartmut Bobzin und Nicolai Sinai. So heilig wie Jesus im Christentum: ein Koran in einer Koranschule in Marrakesch, Marokko.

 

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Neue Zürcher Zeitung und NZZ am Sonntag, Januar 18, 2015

 

Schlechte Bildung kann tödlich sein.

Gesellschaften mit hohem Bildungsniveau sind demokratischer und friedfertiger als traditionelle Stammesgesellschaften. Islamistische Attentate haben auch etwas mit dem mangelnden Modernisierungswillen des heutigen Islams zu tun, Florian Fisch | 1085 Wörter Religiös motivierte Attentate wie vergangene Woche in Paris werfen die Frage auf, was die Religion mit solchen Verbrechen zu tun hat. Ist sie nicht nur eine private Überzeugung oder gar Gewohnheit, der man lediglich an einem Feiertag nachkommt? Religionssoziologen wie Emile Durkheim und Max Weber haben durch Studien belegt, daß Religion durchaus lebensentscheidende Bedeutung haben kann. Die Förderung von Bildung, Fleiß, Selbstdisziplin, Selberdenken und Individualisierung wurde beispielsweise als eine Folge des Protestantismus verstanden. Die Religion ist aber nicht nur individuell relevant, sondern auch ökonomisch, politisch und kulturell. Gemäß der kognitiven Humankapitaltheorie, die den Bildungsstudien Pisa oder TIMSS zugrunde liegt, führen Bildung und Denkvermögen dazu, daß Gesellschaften produktiver und innovativer und damit wohlhabender werden. Die positiven Effekte gehen sogar noch über ökonomische hinaus: Der Schweizer Jean Piaget und der Amerikaner Lawrence Kohlberg haben einen Zusammenhang zwischen kognitiver und moralischer Entwicklung beschrieben. Je weiter Kinder und Jugendliche kognitiv entwickelt waren, desto eher konnten sie die Perspektive anderer einnehmen und desto mehr berücksichtigten sie deren Rechte. Gebildete Personen waren zugleich autonomer, das heißt, sie konnten sowohl egozentrischen als auch ungünstigen, traditionalen Bedingungen eher widerstehen. Jürgen Habermas hat dies auf gesamtgesellschaftliche und kulturelle Prozesse übertragen: Gesellschaften und Staaten mit im Schnitt kognitiv weiter entwickelten Personen sind rechtsstaatlicher, politisch liberaler und demokratischer. Dies läßt sich auch in historischen Entwicklungen belegen. Die Entwicklung einer Gesellschaft ist auf die Entwicklung ihrer Menschen als gebildete, selbstkontrollierte, rational agierende Bürger angewiesen. Historisch ging gesellschaftliche Entwicklung mit einer psychischen Transformation einher, die durch institutionelle Bedingungen gefördert werden kann. Wissenschaftliche Produktivität Der Islam war selten Gegenstand klassischer religionssoziologischer Forschung. Allerdings haben moderne Studien auf spezifisch bildungs- und kognitionsbezogene und allgemein gesellschaftliche Modernisierungsdefizite muslimisch geprägter Länder hingewiesen. Aufklärerische Prinzipien intellektueller Autonomie wurden – wie vom Politikwissenschaftler Bassam Tibi beschrieben – jahrhundertelang zurückgewiesen. Konkret läßt sich dies an der geringen Zahl von Büchern festmachen, die gedruckt und gelesen werden. Die wissenschaftliche Produktivität ist gering. In Schulleistungs- und Intelligenzstudien liegen die gemessenen Mittelwerte in muslimischen Ländern um 2 bis 4 Schuljahre oder 15 IQ-Punkte zurück. Laut Jaap Dronkers von der Universität Maastricht entsprechen die Muster der Immigranten aus muslimischen Ländern ungefähr denen ihrer Herkunftsländer. Dank den Bodenschätzen sind einige Länder reich, die politischen und kulturellen Bedingungen bleiben aber trotzdem rückständig. Gewaltbereitschaft gibt es nicht nur in politischen oder religiösen, sondern auch in alltäglichen Kontexten, inner- und außerfamiliär, gegenüber Andersdenkenden, Homosexuellen und Migranten und vor allem auch gegenüber Muslimen und sich selbst. Innerhalb Europas sind unter Muslimen – soweit Daten vorliegen – Kriminalitätsraten deutlich erhöht. Laut einem Bericht der «Washington Post» aus dem Jahr 2008 sind in Frankreich 60 Prozent aller Gefängnisinsassen Muslime, bei nur 12 Prozent in der Gesamtbevölkerung. Auch in Großbritannien und den Niederlanden sind Muslime unter den Gefängnisinsassen deutlich überrepräsentiert. In skandinavischen Ländern hängen insbesondere die Gewaltkriminalitätsraten unter Immigranten mit der in den Herkunftsländern dominierenden Religion zusammen – bei muslimischen Herkunftsländern sind sie erhöht. Die Robustheit dieses Musters über verschiedene Länder hinweg (einschließlich der Länder, in denen Muslime die Mehrheit stellen) macht Diskriminierung als verursachenden Faktor eher unwahrscheinlich. Aber hat das irgendetwas mit Religion als kultureller Prägung von Überzeugungen und Handeln zu tun? Vier Faktoren kommen hier in Betracht. Zunächst eine oft übersehene allgemeine Bereitschaft des Menschen zu Gewalt. Auch Europa und das Christentum waren davon stark betroffen – prozentual wohl am furchtbarsten für Mitteleuropa war der Dreißigjährige Krieg mit einem Bevölkerungsverlust von etwa einem Drittel. In Stammesgesellschaften sind die Mordraten höher als in allen anderen Gesellschaftsformen. Die moderne Entwicklung zu innerem und äußerem Frieden, die psychische und staatliche Pazifizierung, die durch Institutionen gefördert und durch kognitiven und ethischen Fortschritt ermöglicht wurde, ist somit die Ausnahme und nicht die Regel in der Menschheitsgeschichte. Ein zweiter Faktor ist das Rollenvorbild, das in der religiösen Botschaft des Islams und durch den Religionsstifter gegeben wird. Hier wird an einer Vielzahl von Stellen Gewalt als legitime Methode geschildert, einschließlich der Tötung jüdischer Gefangener in einer Art, wie sie heute gegen Andersgläubige in Syrien und im Irak praktiziert wird. Hier wird ein zur Moderne alternatives Rollenvorbild geboten, das besonders auf solche Männer attraktiv wirkt, die auf andere Art und Weise nicht zu Erfolg kommen. Damit ist als dritter Faktor eine generelle Tendenz zu Autoritarismus und Dogmatismus verbunden. Diese ist allen Religionen nicht fremd, formt im heutigen Islam aber in Verbindung mit alten Stammeskulturen ein besonders modernisierungsfeindliches Muster. Der Mensch wird nicht als autonomes Individuum mit der Aufgabe persönlicher Lebensfindung verstanden, sondern als der sich Unterwerfende. Kein selbständiges Denken Als vierter Faktor kommen im Islam schließlich bildungskritische bis ablehnende Einstellungen hinzu. Wer eine schon abgeschlossene Wahrheit empfangen hat, bedarf keiner weiteren Wissensvermehrung. Zwar gibt es eine berühmte Sure im Koran: «Lies! Denn dein Herr ist der gnädigste, der den Gebrauch der Feder gelehrt und den Menschen lehrt, was er nicht gewußt» (Sure 96, 1–5). Das Lesen wurde aber nicht als verstehendes Lesen, sondern als rezitierendes Lesen verstanden. Und genau dieses Problem liegt im Unterricht in muslimischen Ländern vor. Darauf hat auch der Leiter des Zentrums für Türkeistudien an der Universität Duisburg, Haci-Halil Uslucan, hingewiesen: Vermittelt werde die Fähigkeit der wörtlichen Wiedergabe, aber keine selbständige kognitive Durchdringung des Inhaltes. Im Selbstverständnis des Islams steht es dem Menschen auch nicht zu, eigene Deutungen zu entwickeln. Dies bestätigend, gab sich eine muslimische Terrorgruppe in Nigeria den Namen «Boko Haram», was übersetzt «Westliche Bildung ist Sünde» heißt. Tödliche Angriffe auf Schüler und Lehrer gehören zu ihren Methoden. Aber auch in weit milderen Formen ist autoritärer Unterricht problematisch. Professoren aus Saudiarabien etwa berichteten dem Autor, daß sie mehrere Jahre brauchen, um bei Studierenden das bloße Auswendiglernen durch mehr selbständiges Denken zu ersetzen. Der Harvard-Professor David Landes sprach von einer «Bildungsfeindlichkeit der Muslime», welche die kulturell-gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahrhunderte beeinträchtigt habe. Lange wurde überhaupt jeder Buchdruck abgelehnt. Moderne Technik wird zwar gerne genutzt, die gesellschaftlichen Bedingungen ihrer Hervorbringung wie schulische Bildung zu intellektueller Autonomie, bürgerliche Leistungsethik und Freiheit werden aber abgelehnt. Die Lösung der geschilderten Probleme muß deshalb auf verschiedenen Ebenen ansetzen. Sie muß eine Modernisierung der religiösen Botschaft einschließlich Relativierung ihres Geltungsanspruchs enthalten. Westliche Gesellschaften können die Schwierigkeiten dieser Aufgabe nur schwer erfassen, weil sie von einem Menschenbild ausgehen, das nur unter günstigen und historisch außerordentlich seltenen Bedingungen realisierbar war. Die Amerikaner in Afghanistan und im Irak oder die Franzosen in Libyen nahmen an, mit einer Beseitigung der Führung wäre das Problem gelöst. Nein, die Probleme verschoben sich nur: Statt des Terrors durch den Staat gibt es nun den Terror vieler gegen viele. Auch Institutionen in westlichen Ländern, wenn sie den Kern ihrer normativen Zielsetzung und Funktionalität bewahren wollen, werden sich den sich ändernden gesellschaftlichen Begebenheiten anpassen müssen. Unterricht in einer palästinensischen Schule im Gazastreifen.

 

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Neue Zürcher Zeitung und NZZ am Sonntag, Januar 18, 2015

Von Frank Brüderli

 

Witz, Spott und Satire haben eine lange Tradition im Islam.

Nach den Terroranschlägen von Paris wurde den Muslimen in den Diskussionsrunden oft pauschal jeder Sinn für Ironie und Humor abgesprochen. Nichts ist falscher als das, Urs Gösken | 748 Wörter Schon vor der Islamisierung blühte unter den Arabern eine Wortkunst, die bis heute als vorbildlich gilt. Sie verrät einen ausgeprägten Sinn für die erbauende genauso wie für die subversive Wirkung des Wortes. Um Letztere zu erzielen, bedienten die Araber sich auch humoristischer Genres, darunter Schmähung, Spott, Ironie und eben auch Satire. Gerade Schmähdichtung war eine sehr verbreitete Gattung mit großer sozialer und politischer Bedeutung. So fochten arabische Stämme in ihren Fehden nicht nur mit Waffen, sondern auch mit Worten. Fast alle vorislamischen Gattungen der Wortkunst, auch Humor, wurden nach der Islamisierung weiter gepflegt. Ja, die koranische Predigt selbst arbeitet mit Stilmitteln, die ihren Adressaten aus vorislamischer Zeit geläufig waren, einschließlich Humor. So decken sich im Koran Ungläubige und Gläubige mit Spott ein. Auch Gott selbst wendet sich zuweilen in humoristischer Rede an den Menschen, geradezu satirisch etwa dort, wo er die heidnischen Mekkaner auf den Widerspruch zwischen ihrer Verachtung für Frauen in Form der Tötung von weiblichen Neugeborenen auf der einen und ihrer Verehrung für Frauen in der Gestalt weiblicher Gottheiten auf der anderen Seite hinweist und damit beide Praktiken unter ihnen verurteilt. In der islamischen Kultur bildete Humor ein geläufiges Mittel von Mitteilung und Darstellung. Er wurde selbst in Abhandlungen über ernsthafte Themen verwendet. Es entstanden ganze Enzyklopädien des Witzes, unter deren Sammlern wir auch religiöse Gelehrte finden. Humor, oft in Form der Satire, diente der Kritik an Einzelpersonen – politische und religiöse Würdenträger nicht ausgenommen – und an gesellschaftlichen und politischen Zuständen. Dabei hat schriftlich festgehaltener Humor die beste Aussicht, bis zu uns zu kommen. Wir wissen aber auch von der Existenz von Komikern und Schatten- oder Puppentheatern. Und sogar die Bildkunst unter den Muslimen zeichnet nicht nur, sondern überzeichnet zuweilen auch. Religiöse Personen und Inhalte sind von humoristischer Behandlung keineswegs verschont geblieben. Denn daß Religion für Unheiliges mißbraucht werden kann, haben Muslime früh und scharf erkannt. Religiöse Polemik bedient sich gerne der Mittel von Hohn, Ironie und Satire. Und mystische Dichter wie Rūmī und Hafez wenden sich mit beißendem Spott gegen Frömmler und Fanatiker. Zahlreich sind die Beispiele für Verballhornungen von Koranstellen und für deren Verwendung in völlig unheiligem Zusammenhang. Auch Parodien koranischer Erzählungen kommen vor; beliebte Sujets sind die Schilderung von Himmel und Hölle (wen man dort alles trifft!), der Auferstehung des Leibes (was da nicht alles schiefgehen kann!) sowie der Himmelsreise des Propheten. Dass gerade gläubige Muslime diese Art von Humor oft besonders souverän beherrschen, braucht nicht zu verwundern. Zum einen sind sie Kenner der Materie, zum anderen haben undogmatisch Gläubige oft ein gutes Gespür für den Unterschied zwischen Heiligkeit und Scheinheiligkeit. So spart der Literat Ma’arrī im 11. Jahrhundert in seinen Jenseitsschilderungen nicht mit Ironie, sein Satz «Der Mensch soll Gott dienen, aber nicht den Dienern Gottes» ist aber ernstgemeint. Der persische Dichter Omar Hayyam bittet im 12. Jahrhundert in einem seiner Vierzeiler, man möge seinen Leib nach dem Tod mit Wein waschen, als Totengebet ein Trinkgedicht vorlesen und seine Gebeine am Tag der Auferstehung unter dem Boden der Schenke hervorholen. Dabei ist das Gedicht so subtil formuliert, daß sich Leser streiten, ob es Blasphemie oder mystische Ekstase ausdrückt. In Iran sind seine Werke jedenfalls legal erhältlich. Dass gerade dort viele Religionswitze zirkulieren, in denen die Propheten – Mohammed nicht ausgenommen –, die zwölf Imame (eine willkommene Bereicherung des Personals) und Gott auftreten, braucht nicht zu verwundern: Oft dienen sie der Karikierung des Staates. Hier ein Beispiel: Der iranische Revolutionsführer landet einst in der Hölle. Dort sehen ihn die anderen Höllenbewohner mit einer wunderschönen Frau tanzen. Sie beschweren sich bei Gott mit den Worten: «Das ist ungerecht! Eine solche Höllenstrafe wie der Revolutionsführer wollen wir auch!» «Ihr Dummköpfe!», sagt Gott: «Das ist doch nicht die Höllenstrafe für den Revolutionsführer, das ist die Höllenstrafe für die Frau!» Wäre ich Muslim, so würde ich auf den Koran schwören, daß ich einige der besten Religionswitze in Iran von einem Kalligraphen religiöser Texte und einer gläubigen Muslimin, die nie ohne Kopftuch aus dem Haus gehen würde, gehört habe. Humor erweist sich gerade dort, wo Religion als Machtinstrument mißbraucht wird, nicht etwa als Feind der Religion, sondern sorgt eher dafür, daß die Menschen nicht nur das Lachen, sondern auch den Glauben nicht verlieren – Gott und den Propheten dürfte es freuen. Urs Gösken Urs Gösken, 48, ist Assistent für Iranistik am Institut für Islamwissenschaft der Universität Bern und Dozent für Arabisch am Sprachenzentrum der ETH und der Universität Zürich. Der promovierte Islamwissenschafter weilte als Forscher, Reiseleiter und Übersetzer für das IKRK lange im Irak, in Iran, der Türkei, Ägypten, Usbekistan, Marokko.

 

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, Montag, 19. Januar 2015

Die Linke im Muff von tausend Jahren

von Samuel Schirmbeck

 

Ich kann mich nicht daran erinnern, daß es seitens muslimischer Rechtsgelehrter und religiöser muslimischer Verbände im damals noch sicheren Europa einen Aufschrei angesichts dieser Morde im Namen des Islam gegeben hätte. Der Refrain vom friedlichen, toleranten Islam wurde wiederholt, als sei nichts geschehen. Erst jetzt, wo den Verbänden das Wasser bis zum Hals steht, kommen sie in Bewegung, verschanzen sich aber immer noch hinter der Schutzmauer, die Islam vom Islamismus trennt – wie vor zwanzig Jahren meine linken politischen Weggefährten, nachdem sich die religiösen Motive der Massaker nicht mehr leugnen ließen. Sie lagen damit auf einer Linie mit dem algerischen Militärregime, das – wenn es sich überhaupt einmal zu dem Grauen im Land äußerte – stets erklärte, das alles habe mit dem Islam nichts zu tun, das sei Terrorismus. Der Terrorismus wurde militärisch bekämpft, stumm, ohne Fragen an den Islam zu stellen, denn der Islam war Staatsreligion. Ebenso wie man den Kampf gegen den Terrorismus in Deutschland heute den Sicherheitskräften überläßt – nicht gern, von linker Seite -, Hauptsache, der Islam wird dabei nicht kritisch unter die Lupe genommen. Statt dessen umso mehr die deutsche Gesellschaft, ihre „Ausgrenzung“ der Muslime, ihre „Islamophobie“, der „Überwachungswahn“ der Geheimdienste und so weiter.

Als Nikolaus Schneider im November 2014, damals noch Ratspräsident der EKD, von den Islamverbänden eine tiefergehende Auseinandersetzung mit Ansatzpunkten für die Legitimierung von Gewalt im Koran und in der islamischen Tradition verlangte, ließ die „taz“ ihr schärfstes Fallbeil auf Schneider niedersausen: „Der Stammtisch wird ihm applaudieren.“

An diesem „Stammtisch“ säßen dann auch einige von meinen muslimischen Freunden, wären sie am Leben gelassen worden von der Gewalt im Namen des Islam. Der algerische Schriftsteller Tahar Djaout etwa, der Satiriker Saïd Mekbel, der Arzt Laadi Flici – sie hätten Nikolaus Schneider applaudiert dafür, daß er die zentrale Frage stellte: die nach den Wurzeln der grenzenlos wachsenden Gewalt im Namen des Islam. An diesem Stammtisch säßen nun auch die Ermordeten von „Charlie Hebdo“. Schon zehn Jahre vor Nikolaus Schneider hatte der tunesische Islamologe Abdelwahab Meddeb geschrieben: „Die Muslime müssen sich der Frage, Islam und Gewalt‘ stellen. Der Zusammenhang ist ein Faktum, in der Geschichte und in den Schriften. Wir haben es mit einem Propheten zu tun, der selber getötet und zum Töten aufgerufen hat.“

Als hätte der Mann im Mond plötzlich ein Messer herausgeholt und begonnen, auf die Erde einzustechen, so unvorstellbar erschien mir nach den Gemetzeln in Algerien und nach „9/11“, was da geschah. Doch meine linken Frankfurter nahmen – jedenfalls, was die Anschläge von New York anging – die rasende Regression des Islam sogar mit klammheimlicher Freude wahr.

Nun auch selbst permanent der „Islamophobie“ und „Ausländerfeindlichkeit“ bezichtigt, obwohl ich in Nordafrika inzwischen mehr muslimische Freunde hatte als nichtmuslimische in Frankfurt, suchte ich verzweifelt nach einem Beweis, daß Islamkritik nicht islamophob sei. Es galt, einen Muslim zu finden, den man nicht als „verwestlichten Intellektuellen“ abtun könnte, einen Muslim, wie er muslimischer nicht sein konnte und der dennoch den Islam in seiner heutigen Form kritisierte. Schließlich fand ich ihn: Soheib Bencheikh, damals Großmufti von Marseille, Rechtsberater von 46 muslimischen Gemeinden der Stadt am Mittelmeer. Seine Islamkritik würden auch die Islamverbände in Deutschland nicht als „unwissenschaftlich“ abtun können.

Soheib Bencheikh kam aus einer seit Generationen tief religiösen muslimischen Familie. Sieben seiner Onkel waren Imame. Bencheikhs Vater, Scheich Abbas, war ein renommierter Islamgelehrter, überdies Präsident des Hohen Islamischen Rates Algeriens und später Rektor des Muslimischen Institutes der Großen Moschee von Paris. Seine Vorfahren hatten in Algerien „zaouias“, religiös-soziale Gemeinschaften, gegründet. Soheib selbst war an der Al Azhar-Universität in Kairo in islamischer Theologie ausgebildet worden, nachdem er in Saudi-Arabien seine Kindheit und in Algerien seine Schulzeit verbracht hatte. Er kannte sich also sowohl im Nahen Osten wie in Nordafrika aus. Dieser Religionsgelehrte sah die Ursache für die erschreckende Entwicklung des Islam im Islam selbst: „Das größte Gut einer Religion liegt in ihrer Theologie, aber ihr größtes Übel kommt ebenfalls aus ihrer Theologie – wenn sie stagniert.“

Auf die Frage, ob die Angst vor dem Islam berechtigt sei oder Ausdruck von „Islamophobie“, sagte Soheib Bencheikh in die Kamera: „Die Angst vor dem Islam ist vollkommen berechtigt. Im Namen dieser Religion werden die schrecklichsten Verbrechen begangen. Im Namen dieser Religion geschieht derzeit eine ungeheure Barbarei. Wenn die Menschen Angst vor dem Islam haben, so ist das völlig normal. Auch wenn ich kein Muslim wäre, würde ich mich fragen, was das für eine Religion ist, auf die sich Verbrecher berufen.“

Soheib Bencheikh hatte vom „Islam“ gesprochen und die in dessen Namen verübten Verbrechen nicht auf einen „Islamismus“ abgeschoben. Die Schutzmauer, die beide trennte und die den Islam davor bewahrte, sich mit sich selbst auseinandersetzen zu müssen, gab es für ihn nicht, im Gegenteil: „Die Tiefe und die geistige Dimension des Koran wurden verschüttet. Statt dessen hat man millimetergenau nachgeäfft, was eine menschliche Person, nämlich der Prophet, getan haben soll. Man läuft Gefahr, den Islam auf dem Niveau der damaligen Beduinengesellschaft festzuschreiben und ihn für immer im sechsten Jahrhundert nach Christus festzunageln. Die himmlischen Heerscharen sind nur damit beschäftigt, Bekleidungs- und Nahrungsregeln zu erlassen – wie eine himmlische Hausordnung! Wahrhaftig eine platte, ausgetrocknete Vorstellung von der Religion!“

Das, dachte ich, müßte meine linken Weggefährten doch beeindrucken. Hatten sie nicht einst den Spruch erfunden: „Unter den Talaren Muff von tausend Jahren“, um Reformen voranzubringen? Dann müßte ihnen doch die Islamkritik eines Bencheikh einleuchten, der im Grunde doch auch sagte: „Von den Minbaren Muff von tausend Jahren“. Minbar war die Kanzel der Moschee: „In der Welt der Moscheen herrscht oft noch die Dummheit, die Unwissenheit. Niemals ein Wort der Selbstkritik. Niemals! Die ganze Welt hat unrecht, und wir ruhen uns auf unserer kleinen Wahrheit aus. Das zeigt eine Denkfaulheit, wie sie typisch ist für das Ende großer Dynastien.“

Ich aber hatte nun das Gefühl, daß es mit der kleinen linken Dynastie im Frankfurter Nordend langsam zu Ende ging, so sehr weigerte man sich dort, die Schutzwand zwischen Islam und Islamismus zu durchbrechen. Man machte eine Wand aus Muslimen daraus. Man machte sie dadurch unangreifbar, diese Trennwand, daß man sagte, wer den Islam angreife, greife die Muslime an. Als ob, wer den Stalinismus angriff, die Russen angegriffen hätte, als ob, wer das Christentum angriff, die Kirchgänger angriff, als ob, wer den Kapitalismus angriff, die Arbeiter und Angestellten angriff. Im Gegenteil konnte man doch eine Ideologie, eine Religion gerade um dessentwillen kritisieren, was sie aus Menschen machte, die man mochte. Ich hatte genug Frauen und Männer in zehn Jahren Nordafrika unter dem Islam leiden sehen, als daß mir seine ideologische Macht hätte gleichgültig bleiben können. Soheib Bencheikh sah einen Hoffnungsschimmer – in Europa.

Er sagte: „Theologisch kommen wir weiter, wenn wir die Freiheit nutzen, die wir in Frankreich haben, dieses Glück, in einem modernen Rechtsstaat zu leben. Das sind Dinge, die es bei uns nie gab und die wir im muslimischen Denken verwirklichen müssen. Jedes Jahrhundert muß sich ein neues Bild vom Koran machen. Muß ihn mit seiner eigenen Intelligenz interpretieren. Sonst geht die Religion zugrunde – was ja bereits geschieht. Das liegt an dieser am Buchstaben klebenden, hausordnungshaften Auffassung, die die Intelligenz der Muslime in Ketten legt“. Die deutsche Linke kann man abhaken, was die Befreiung aus diesen Ketten angeht. Sie, die einst den ersten „Club Voltaire“ in der Bundesrepublik gründete, hatte den Voltaire in sich schon längst begraben.

Ein Jahr nachdem 1996 sieben Mönche aus dem Bergkloster Tibéhirine in der waldreichen Einsamkeit um Medea, achtzig Kilometer südlich von Algier, von der „Bewaffneten Islamischen Gruppe“ entführt worden waren, fuhr ich mit dem Erzbischof von Algier, Monsignore Teissier, in dieses auch durch den Film „Von Göttern und Menschen“ bekannt gewordene, nach der Entführung leerstehende Kloster. Im Klosterhof lagen die sieben Mönche begraben. Während Teissier vor Angehörigen der Ermordeten im Lärm des uns absichernden Armeehubschraubers eine Gedenkpredigt hielt, schaute, halb hinter einem Baumstamm verborgen, jemand zu. Jemand mit Stoppelbart, in zerbeulter Hose. Es war einer der Bergbauern, mit denen zusammen die Mönche von Tibéhirine eine Landwirtschaftskooperative betrieben hatten. Er hatte Tränen in den Augen.

Prior Christian hatte sich vor der Entführung in einem Testament an seinen möglichen Mörder gewandt: „Und auch du, Freund der letzten Minute, der nicht gewußt haben wird, was er tat, ja, auch für dich möchte ich dieses ,danke‘ sprechen und das ,à Dieu‘, das du vollendet hast . . ..“ Vielleicht ist das „Tout est pardonné“ auf der jetzigen Titelseite des antiklerikalen „Charlie Hebdo“, über das derzeit gerätselt wird, sogar im Sinn des Mönches aus Tibéhirine zu verstehen: Auch diese Mörder wussten nicht, was sie taten. Der algerische Bergbauer wußte es. Die Träne dieses Muslims legitimiert die des Propheten auf dem „Charlie Hebdo“-Titelblatt, denke ich, für alle jene, die in Religion mehr sehen können als eine „himmlische Hausordnung“.

Voltaire aber schweift jetzt eher zwischen Tanger und Tunis umher. Veranstaltet öffentliche Anti-Ramadan-Picknicks, in Marokko und Algerien, um gegen den Glaubenszwang und für Gewissensfreiheit zu demonstrieren. Wird dafür verprügelt, festgenommen und riskiert Gefängnis. Trifft sich zum ersten Kiss-in auf muslimischem Boden vor dem Parlament in Rabat, als Antwort auf das Gerichtsverfahren gegen ein 14 Jahre altes Mädchen und zwei 15 Jahre alte Buben. Das Mädchen hatte seinen Freund geküßt, und dessen Freund hatte das Bild ins Internet gestellt. „Tötet sie!“, hatten die Frömmler im Netz gefordert. Daraufhin gab es das Solidaritäts-Kiss-in von rund vierzig Leuten, die von Gegendemonstranten schnell zusammengeschlagen wurden. „Tötet ihn“, forderte ein Proteststurm von Gläubigen, nachdem ein marokkanischer Journalist gefordert hatte, die Bestrafung von Sex außerhalb der Ehe aus dem Gesetzbuch zu streichen.

„Tötet ihn“, rief auch ein wilder Haufen von Studenten an der Universität von El Jadia in Marokko, nachdem der Dekan eine Vorlesung über das Werk des marokkanischen Schriftstellers Abdellah Taia gestattet hatte. Nur durch Flucht konnte der Mann verhindern, gelyncht zu werden. Abdella Taia hatte sich als erster Intellektueller Marokkos als homosexuell geoutet. Die Verfolgung der Anti-Ramadan-Picknicker, der Küssenden, der sexuelle Freiheit fordernden Journalisten, der Homosexuellen erfolgt nicht durch einen „Islamismus“, sondern aufgrund des Alltags-Islam, wie er sich in den Gesetzen Marokkos und Algeriens widerspiegelt. Überall auf der Welt, wo der Islam Macht bekommt, werden Frauenrechte und Gedankenfreiheit eingeschränkt, Minderheiten verfolgt. Darauf hinzuweisen, auf diesen gefährlichen Kern des Islam, nicht des „Islamismus“, auch hierzulande, wo er die Macht dazu Gott sei Dank nicht hat, wird von der Linken als „islamophob“ gegeißelt.

„Wir sollten ehrlich sein und zugeben: Mehr als der islamistische Terror ist es die Dauerberieselung durch einen uns allen von den Machthabern aufgezwungenen sinnentleerten religiösen Diskurs, die zu den Extremismen führt. Die Vernunft daran zu hindern, sich wirklich ernsthaft bei uns einzurichten, ist die wahre Katastrophe“, sagte Abdellah Taia und riss damit die Schutzmauer zwischen Islam und Islamismus ein, die in jeder deutschen Talkshow zum Thema Islam immer wieder aufs Neue errichtet wird.

Doch Abdellah Taia ist längst nicht der einzige muslimische „Voltaire“ Nordafrikas, der die Trennwand einreißt, die den „toleranten friedlichen“ Islam vor seiner obskurantistischen gewalttätigen Seite schützt. Der algerische Islamforscher und Journalist Saïd Djabelkhir schrieb zwei Tage nach dem Attentat auf „Charlie Hebdo“: „Der traditionelle religiöse Diskurs rechtfertigt in der Tat diese Gewalt. Es fordert uns viel Mut ab, das anzuerkennen, aber nichtsdestoweniger ist es die Realität.“ Für den Islamforscher liegt die beste Möglichkeit zur Bekämpfung des Terrorismus darin, „die religiösen Texte und archaischen Interpretationen und Diskurse anzugreifen, die immer noch Terrorismus hervorbringen und ihn rechtfertigen“.

Vielleicht, wenn sie schon selbst nicht den Mut dazu haben, solche Sätze auszusprechen, lädt der Zentralrat der Muslime zur nächsten Mahnwache diesen muslimischen Denker ein, als Zeichen internationaler Solidarität im Namen des friedfertigen Islam. Oder den Leitartikler der bedeutenden algerischen Zeitung „El Watan“, wenn es um das befürchtete „Amalgam“ von friedlicher muslimischer Mehrheit und Fanatikern geht. „Fest steht“, schreibt die Zeitung, „daß auch wir als arabisch-muslimische Einheiten an den Amalgamen arbeiten sollten, die wir unsererseits produzieren. Es ist erschreckend, festzustellen, daß Jugendliche in Algerien und anderswo, gebildete Leute, die Ermordung der Journalisten und Zeichner von ,Charlie Hebdo‘ rechtfertigen. Von Algier bis Dubai finden sich im Internet Äußerungen, die einem das Blut gefrieren lassen und die von unserer Unfähigkeit zeugen, den historischen Wandel zu vollziehen, den der Islam braucht. Die Frage ist doch, was im Umgang mit unserer Religion derartige Abirrungen erlaubt?“.

Wie schwer diese Fragestellung sein wird, deutete der muslimische Philosoph Abdennour Bidar im Dezember in seinem „Offenen Brief an die muslimische Welt“ an: „Ich sehe dich ein Monster hervorbringen, das sich ,Islamischer Staat‘ nennt. Das Schlimmste aber ist, daß ich dich deine Zeit und deine Ehre damit verlieren sehe, dich zu weigern, zuzugeben, daß dieses Monster aus dir geboren ist, aus deinen Irrwegen, deinen Widersprüchen, deinem unaufhörlichen Hin- und Hergerissensein zwischen Vergangenheit und Gegenwart, deiner schon zu lang andauernden Unfähigkeit, deinen Platz in der menschlichen Zivilisation zu finden.“

Mit diesen Leuten an meiner Seite freue ich mich auf die nächste Gesprächsrunde mit meinen alten linken Weggefährten im Frankfurter Nordend. Thema „Die Mauer muß weg“. Die Schutzmauer zwischen Islam und Islamismus. Danach kommen vielleicht blühende Landschaften.

http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/islamismus-in-deutschland-die-linke-im-muff-von-tausend-jahren-13377388.html

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Saudi-Arabien ist eine Sklavengesellschaft;
neun Millionen schikanierter, gedemütigter, rechtloser Gastarbeiter, zum größten Teil aus dem indischen Subkontinent, haben elf Millionen Saudis ihren Staat aufgebaut und halten ihn am Laufen. Und wenn wir uns – zu Recht – über die Enthauptungspraxis des „Islamischen Staates“ erregen, sollten wir nicht minder lautstark die öffentlichen Enthauptungen in Saudi-Arabien anprangern: 87 im vergangenen Jahr; am vorigen Freitag wurde Murdi al-Shakra öffentlich geköpft – schon der zehnte in diesem Jahr. Auch sonst sind die Strafen barbarisch. Zwei Frauen, die es wagten, Auto zu fahren, wurden kürzlich vors Anti-Terror-Gericht gebracht. Und der 30-jährige Blogger Raif Badawi ist wegen Beleidigung des Islams zu zehn Jahren Gefängnis und tausend Peitschenhieben verurteilt worden. Die Prügel sollen ihm in wöchentlichen Raten von 50 Stockschlägen verabreicht werden, was nichts anderes ist als Tötung auf Raten. Die vielen Proteste hatten immerhin die Wirkung, dass die zweite Auspeitschung erst einmal ausgesetzt wurde.
Solange die saudische Geistlichkeit nicht endlich das intellektuelle Unterfutter des Dschihadismus gründlich ausmistet, und dies bald, sollte der Westen gegenüber Saudi-Arabien einen neuen Ton anschlagen. Und die Bundeskanzlerin, die eine „Klärung“ der Haltung Riads zu Menschenrechtsfragen dringlich angemahnt hat, sollte über alle Zweifel erhaben klar machen: Der saudische Islam gehört nicht zu Deutschland.“

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-01/terrorismus-salafisten-dschihad-islam

 

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

 I think for food-2

hastalavista

 

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald. “
– Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists.

People feel always terrible offended if you do not believe their lies.

Everyone is responsible for his feelings.

Psychoanalysis is nobody’s business except the psychoanalyst and his patient, and everybody else can fuck off.

“Time is the echo of an axe
Within a wood.”
― Philip Larkin, Collected Poems

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

 

Doch, dieses Massaker hat mit Islam zu tun! Terrorismus gegen Europa hat sich lange ausgezahlt

Ayaan Hirsi Ali
Kommentar von Ayaan Hirsi Ali: Doch, dieses Massaker hat mit Islam zu tun!
In der Tagesschau “sterben” die Geiseln

Thomas Heck

Die Berichterstattung der Tagesschau lässt häufig zu wünschen übrig. Eigentlich immer. Ob es zum Gaza-Krieg war oder zu anderen Gelegenheiten, es hörte sich an manchen Tage so an, als säße die Hamas bereits in der Chefredaktion. Das Team der Tagesschau schafft es immer, die Nachricht so zu drehen, bis sie politisch ins Konzept passt. Frei nach dem Motto, es kann kann nicht sein, was nicht sein darf. Man sagt, das erste, was im Krieg stirbt, sei Wahrheit ist. Bei der Tagesschau ist die Wahrheit schon viel früher tot.

So fällt in der aktuellen Berichterstattung aus Frankreich auf, wie präzise vermieden wird, Moslems als Täter und Juden als Opfer zu erwähnen, weil der Jude nur ein Täter und ein Moslem nur ein Opfer sein kann. So wie man es aus der Nahost-Berichterstattung kennt. Sollte es mal anders sein, wird sich schon ein Weg finden. Mir blieb gestern bei der Tagesschau um 20 Uhr die Spucke weg.

O-Ton Tagesschau: “Bei der Geiselnahme im Südosten von Paris starben gestern vier Geiseln – wohl alle durch die Schüsse des später getöteten Geiselnehmers.”

So wurde verschwiegen, dass es sich um einen koscheren Supermarkt handelte. Es wurde verschwiegen, dass es sich um ermordete Juden handelte. Es wurde verschwiegen, dass der Täter in einem Radiointerview Juden als ausdrückliches Ziel erwähnte, sein muslimischer Hintergrund findet gar keine Erwähnung. Es wurde verschwiegen, dass die Geiseln ermordet wurden, für die Tagesschau starben sie einfach. Selbst die Tat des Mörders wird relativiert.

Dass die Politik demonstrativ den Schulterschluss mit den Moslems sucht und mit denen Solidarität demonstriert, die eine Religion vertreten, auf die sich Mörder berufen, ist widerlich, pietätlos und lässt Böses erahnen. Wie verzweifelt müssen die Parteien sein, wenn Pegida-Demonstranten mit Salafisten gleichgestellt werden? Wie verzweifelt muss eine SPD sein, wenn auf Teufel komm heraus dem Bürger das Thema doppelte Staatsangehörigkeit aufgedrückt wird, nur um sich Wählerstimmen zu sichern, wohl wissend, dass niemand die Folgen abschätzen kann?

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/in_der_tagesschau_sterben_die_geiseln

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Die Verantwortung der Muslime. Was der Islam mit dem Islam zu tun hat.

Auch nach dem Anschlägen von Paris hieß es wieder reflexartig: Das habe nichts mit dem Islam zu tun. Doch muslimische Verbände müssen sich fragen, wieso ihre Religion so viele Terroristen hervorbringt. Und was sie tun können. Ein Kommentar.

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 11.01.2015, von Michael Martens, politischer Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Istanbul. 

Das Muster ist bekannt: Wenn irgendwo auf der Welt mit der Begründung, Allah sei groß, Köpfe abgeschnitten oder Frauen vergewaltigt werden, wenn Selbstmörder sich und andere zum Ruhme dieser Größe in Fetzen sprengen, dauert es nicht lange, bis jemand sagt, all das habe nichts mit dem Islam zu tun. Recep Tayyip Erdogan, der türkische Staatspräsident, könnte ein ganzes Poesiealbum mit solchen Aussagen füllen.

Vor einigen Monaten ereiferte er sich darüber, dass Menschen Menschen massakrieren, nachdem sie „Allahu Akbar“ gerufen haben: „Das passt nicht zur wahren Identität des Islam… Das hat keinen Platz, niemals, in unserer Religion.“ Bei anderer Gelegenheit beklagte er die wachsende Islamophobie der westlichen Welt, den Rassismus und die Vorurteile gegen Muslime. Terrororganisationen wie der „Islamische Staat“ oder „Boko Haram“ missbrauchten den Islam, so Erdogan.

Als Papst Franziskus jüngst die Türkei besuchte, verkündete Mehmet Görmez, Chef der türkischen Religionsbehörde Diyanet, der Islam sei eine Religion des Friedens, Terrorismus dagegen ein Aufstand gegen Gott: „Als Muslime lehnen wir Extremismus und Blutvergießen ab.“ Das türkische Außenministerium hat das Massaker von Paris nun auf ähnliche Weise verurteilt: „Die Täter haben die Zivilisation, der sie anzugehören behaupten (lies: den Islam), aufs Gröbste verraten. Es ist offensichtlich, dass dieser brutale Angriff keinem anderen Zweck dienen wird, als islamfeindlichen, rassistischen und xenophoben Kreisen den Boden zu bereiten.“ Und der Zentralrat der Muslime in Deutschland teilte mit: „Durch diese Tat wurde nicht unser Prophet gerächt, sondern unser Glaube wurde verraten und unsere muslimischen Prinzipien in den Dreck gezogen.“ Deutschlands Innenminister Thomas de Maizière schließlich sagte der „Süddeutschen Zeitung“ kurz nach dem Massaker: „Terroristische Anschläge haben nichts mit dem Islam zu tun.“

Die Inquisition hatte auch etwas mit dem Christentum zu tun, Stalinismus mit Marxismus, SS mit dem Nationalsozialismus, usw. usf.

Recht hat der Minister, wenn er davor warnt, Muslime unter Generalverdacht zu stellen. Terroristen stehen so wenig allein für den Islam wie Dresdens Nörgelsachsen mit ihrem schwarzrotgoldenen Montagabendchristentum für deutschen Patriotismus. Die große Mehrheit der Muslime ist nicht radikal und schon gar nicht terroristisch. Fast alle Muslime sind unbescholtene Bürger, ehrliche Steuerzahler, liebevolle Eltern, treusorgende Gatten, und der Islam ist eine Religion der Liebe. Amen.

Nur: Genauso, wie die Verbrechen der Kreuzfahrer, die spanische Inquisition, die Grausamkeiten der Täufer in Münster, die Menschenvernichtung der Konquistadoren in Südamerika, die Pogrome im russischen Zarenreich und all die vielen anderen Untaten aus dem Pitaval des Abendlandes durchaus etwas mit dem Christentum zu tun hatten – indem sie dessen hässlichstes, grausamstes, dümmstes Gesicht zeigten –, so haben selbstverständlich auch Verbrechen wie jenes von Paris etwas mit dem Islam zu tun.

http://media0.faz.net/ppmedia/aktuell/MMV705822_TDE/1.3363770/article_multimedia_overview/muslime-in-frankreich-nach-anschlaegen-geschockt.jpg

© afp Muslime in Frankreich nach Anschlägen geschockt

Wie das Geschriebene interpretiert wird – und vom wem

Das wird in der muslimischen Welt (und um der lieben Friedhofsruhe willen auch im Westen) aber allzu oft unter den Gebetsteppich gekehrt. Die meisten der Männer, die in Allahs Namen morden, haben in Moscheen gebetet und lesen aus dem Koran die Rechtfertigung ihres Tuns heraus. Dass muslimische Verbände die Untaten verurteilen, ist eine Selbstverständlichkeit, so wie man „Gesundheit“ sagt, wenn jemand niest. Statt aber nach Attentaten reflexhaft zu sagen, Terroristen missbrauchten den Islam, müssten Imame, muslimische Funktionäre und die Führer islamisch geprägter Staaten danach fragen, woher dieser Missbrauch kommt. Die Behauptung, das Massaker von Paris habe nichts mit dem Islam zu tun, hat die Qualität der Feststellung, der Archipel Gulag habe nichts mit dem Stalinismus zu tun, da Stalin die Befreiung, nicht die Einsperrung der Arbeiterklasse propagiert habe. Denn der Stalinismus war eine Ideologie der Liebe – lässt sich mit Stalin-Zitaten belegen. Und christliche Koran-Verbrenner in Amerika haben nichts mit dem Christentum zu tun, weil die Bibel sie nicht erwähnt. So abgeschirmt gegen die Wirklichkeit wird im Ozeanien von George Orwell geredet: Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, und der Islam hat nichts mit dem Islam zu tun.

Jenseits von Ozeanien aber gilt, dass sich die Perversion einer Ideologie nicht einfach von dieser Ideologie trennen lässt. Im Koran finden sich Belege für Menschenliebe und Menschenhass, weshalb niemand die Zitatschlachten von Jubelsuren gegen Sudelsuren gewinnen kann. Es kommt nicht darauf an, was im Koran steht. Sondern darauf, wie das Geschriebene interpretiert wird. Wer Rang und Namen hat als Muslim, müsste daher tagtäglich mahnen: Einige, die unseren Glauben im Munde führen, haben die moralische Pest – und wir können nur unseren Frieden finden, wenn wir jeden Tag, den Allah werden lässt, darüber sprechen, dass wir sie heilen müssen. Solange sich all die Imame und Scheichs nicht fragen, warum ihre Religion so viele Perverse hervorbringt und warum die Lehren ihres Propheten so viele Menschen gebären, die sich mordend auf ihn berufen, solange werden sich Verbrechen wie das von Paris wiederholen – einmal auch in unserer Nähe.

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11.01.2015
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Terrorismus gegen Europa hat sich lange ausgezahlt

<br /><br /> München am 5. September 1972: Eine politische Delegation verhandelt im olympischen Dorf mit einem der palästinensischen Geiselnehmer<br /><br /> München am 5. September 1972: Eine politische Delegation verhandelt im olympischen Dorf mit einem der palästinensischen Geiselnehmer Foto: picture alliance / dpa

Vom Olympia-Attentat in München 1972 bis zu den Mykonos-Morden in Berlin 1992: Allzu lang hat Europa auf den nahöstlichen Terror mit Appeasement reagiert. Damit wurden heutige Nachahmer ermuntert.

Das Massaker in den Redaktionsräumen des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ hat ganz Europa schockiert. Wieder einmal hat der Terror aus dem islamischen Kulturraum zugeschlagen. Und die Europäer fragen sich, wie es so weit kommen konnte. Doch wer in die Geschichte des arabischen und islamischen Terrorismus hinabsteigt, stellt fest: Europa hat einen erheblichen Anteil daran, dass manche Bewegungen der nahöstlichen Welt Terror heute als eine Erfolg versprechende Taktik ansehen. Das hat vor allem mit den Palästinensern zu tun, die Ende der Sechzigerjahre den Terrorismus eingeschrieben haben in die mentale Landkarte Europas und des Nahen Ostens.

Angefangen hatte es am 22. Juli 1968, als bewaffnete Kämpfer der zur PLO gehörenden Popular Front for the Liberation of Palestine ein israelisches Linienflugzeug auf dem Weg von Rom nach Tel Aviv in ihre Gewalt brachten. Es war der Beginn der modernen Zeitrechnung in der Geschichte des Terrorismus, weil es den Entführern darum ging, mit Terror gegen Zivilisten die Politik eines Landes zu verändern. Die Entführung und die über fünf Wochen andauernden Verhandlungen mit den Kidnappern richteten das Scheinwerferlicht der Weltöffentlichkeit auf eine Auseinandersetzung, die bis dahin bloß als einem von vielen Regionalkonflikten auf der Welt gegolten hatte. Und sie läuteten eine beispiellose Welle palästinensischen Terrorismus in Europa ein, von Flugzeugentführungen, tödlichen Angriffen auf Flughafenschalter und vieles mehr, die 1972 in das Massaker an israelischen Sportlern bei den Olympischen Spielen in München mündete und auch danach noch lange nicht vorüber war.

Überlebender erinnert sich an München 1972

Shaul Ladany ist einer der Überlegenden des Geiseldramas bei den Olympischen Spielen in München 1972. Anlässlich des vierzigsten Jahrestages erinnert sich der Israeli an den 5. September. Quelle: SID

Das Erstaunliche an den damaligen Terrorjahren ist, dass Europa trotz vieler Toter keinerlei Interesse zeigte, die Attentäter aus dem Verkehr zu ziehen. Die europäischen Gefängnisse wurden zu bloßen Drehtüren für palästinensische Terroristen. Kaum waren sie festgenommen, wurden sie entweder abgeschoben oder nach erneuten Flugzeugentführungen gegen Geiseln ausgetauscht. Das berühmteste Beispiel ist Laila Khaled, die selbst nach ihrer zweiten Flugzeugentführung von britischen Behörden ausgetauscht wurde.

Auch die drei überlebenden Attentäter von München kamen nicht vor Gericht, sie wurden knapp zwei Monate später von der Regierung von Willy Brandt freigelassen. Das damalige Verhalten der Deutschen und der Europäer insgesamt war im Übrigen der Grund, warum die Israelis nach München beschlossen hatten, die Attentäter selbst zur Strecke zu bringen. Von europäischen Regierungen war in Sachen Terrorismus jedenfalls keine Strafverfolgung zu erwarten und somit auch kein Abschreckungseffekt auf mögliche zukünftige palästinensische Attentäter.

Terrorkampagne der Palästinenser als Vorbild

Das europäische Appeasement führte dazu, dass sich von den 204 palästinensischen Terroristen, die in der Hochphase des Terrors zwischen 1968 und 1975 außerhalb Israels festgenommen wurden, Ende 1975 nur noch drei in Haft befanden, wie Alan Dershowitz einmal ausgerechnet hat. In derselben Zeit hatten sowohl die Vereinten Nationen wie auch Europa ihre Positionen gegenüber dem israelisch-arabischen Konflikt deutlich zugunsten der Palästinenser verschoben. Die Botschaft, die das aussandte, war unmissverständlich: Terror lohnt sich. Man erzielt damit politischen Ertrag, ohne allzu große Risiken einzugehen. Es war eine Ermunterung an die Palästinenser, mit ihrer Terrortaktik fortzufahren – und an andere Gruppen, damit anzufangen.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Jahr 1968 gab es 11 internationale agierende Terrorgruppen, von denen nur drei nationalistische/separatistische Bestrebungen hatten, die anderen waren marxistisch-leninistisch geprägt. Bis 1978 war diese Zahl auf 55 angewachsen, 30 davon, also inzwischen mehr als die Hälfte, hatte nationalistische/separatistische Ziele. Ganz offenbar hatten sich viele davon die erfolgreiche Terrorkampagne der Palästinenser als Vorbild genommen, das es zu kopieren galt. Mit freundlicher Überzeugungshilfe aus Europa. Und es ist natürlich auch kein Zufall, dass so mancher europäischer Linksterrorist in palästinensischen Terrorcamps ausgebildet wurde.

Auch der Nahe und Mittlere Osten, wo die palästinensischen Attacken als Akt des Widerstands gegen die Zionisten gefeiert wurden, war ein fruchtbarer Boden für Nachahmer. Nach Khomeinis schiitischer Revolution von 1979 übernahm der Iran Terrortaktiken in sein Arsenal von Destabilisierungsmaßnahmen in der Region und darüber hinaus, genauso wie Irans libanesischer Klientel Hisbollah. Aber auch aus den Muslimbrüdern hervorgegangene sunnitische Islamisten machten sich die Taktik zunutze, etwa im Mordanschlag auf Anwar al-Sadat nach dem von ihm geschlossenen Frieden mit Israel 1981 oder beim Angriff auf westliche Touristen in Luxor 1997, bei dem 62 Menschen starben. Von dort metastasierte das Terrorproblem weiter zu noch radikaleren Gruppen wie al-Qaida und IS.

Über mehr als 40 Jahre war die Geschichte des nahöstlichen Terrors und Europas eine von Appeasement, Beschwichtigung, geheimen Arrangements und gelegentlichem entschlossenem Vorgehen dagegen. Viele Staaten agierten nach dem Sankt-Florians-Prinzip: Zünde das Haus anderer an, solange wir verschont bleiben. Das Problem war nur, dass der Terror irgendwann auch an die eigene Tür klopfte. Aber nicht einmal das veränderte in vielen Fällen die erprobte Stillhaltetaktik.

Die guten Geschäfte mit dem Terrorregime

Man erinnere sich etwa an den iranischen Auftragsmord an Oppositionellen in Deutschland 1992, die sogenannte Mykonos-Affäre. Wäre es nach der damaligen Bundesregierung gegangen, hätte man das einfach unter den Tisch gekehrt, um die guten Geschäfte mit dem Terrorregime in Teheran nicht zu gefährden. Es ist der Unbeirrbarkeit eines Staatsanwaltes zu verdanken, dass es überhaupt zu einer Anklage und Verurteilung kam – und zur Aufdeckung der iranischen Hintermänner.

Die jüngere europäische Geschichte ist voll von solchen Fällen. Zwar haben die Anschläge von „9/11“ zu einer entschlosseneren Haltung Europas gegenüber der Terrorgefahr geführt. Dennoch hat es eines weiteren tödlichen Anschlags in Bulgarien bedurft, bis Frankreich 2013 (11 Jahre nach „9/11“!) seinen Widerstand endlich aufgab (allerdings nur teilweise), die libanesische Terrororganisation Hisbollah auf die europäische Terrorliste zu setzen. Und bis heute ist Europa bei seiner schlechten Angewohnheit geblieben, die Palästinenser für Terrorakte zu belohnen.

Nahost-Resolution spaltet Europa

Ein von Jordanien eingebrachter Entwurf sollte Israel zum Abzug aus den Palästinenser-Gebieten auffordern. Doch die Resolution verpasste in New York die nötige Mehrheit. Quelle: Reuters

Nach jedem neuen Gazakrieg, den die Terrororganisation Hamas vom Zaun bricht, indem sie Wellen von Raketen gen Israel schickt – was dann durch die israelische Reaktion zu den erwartbaren Opfern unter palästinensischen Zivilisten führt –, verschiebt sich die europäische Position um einige weitere Grade in Richtung der Palästinenser. Nach dem letzten Gazakrieg wurden sie mit der staatlichen Anerkennung durch EU-Regierungen oder deren Parlamente belohnt und mit der Unterstützung Frankreichs im UN-Sicherheitsrat für eine Resolution, die einen Endstatus festlegen sollte auch ohne erfolgreiche Friedensverhandlungen. Beides verstößt gegen die Osloer Verträge, deren Mitgarant Europa ist.

Das festigt den Eindruck bei Hamas und Fatah, dass, was immer sie auch anstellen mögen, ihnen die Sympathie der Europäer trotzdem erhalten bleibt. Und es stärkt diejenigen unter den Palästinensern, die glauben, sie können ihr Ziel eines eigenen Staates irgendwann auch so erreichen, ohne Frieden schließen zu müssen, der mit schmerzhaften Kompromissen einhergeht. Es ist eine Erwartung, auf die wir Europäer die Palästinenser mehr als 40 Jahre lang konditioniert haben.

Fundamentaler Angriff auf die Meinungsfreiheit

Europa hatte also all die Jahrzehnte eine zutiefst widersprüchliche und verlogene Beziehung zum Terrorismus aus der arabischen Welt. Eine Ambivalenz, die selbst nach den Anschlägen von Paris noch spürbar war. Neben den vielen, die spontan ihre Solidarität ausgedrückt haben und ehrlich erschüttert waren, gab es eben auch jene, deren erster Impuls nicht den Opfern bei „Charlie Hebdo“ galt. Die eine mögliche Gegenreaktion gegen Muslime mehr beunruhigte als der fundamentale Angriff auf die Meinungsfreiheit in Europa.

Entsprechend war auch die erste Reaktion so mancher Medienredaktion, die Karikaturen des Satiremagazins nur verpixelt oder gar nicht zu zeigen. Und es durfte natürlich auch der Hinweis nicht fehlen, „Charlie Hebdo“ mit seinen Mohammed-Karikaturen provoziert, was zuweilen einen Unterton von „die haben es eben herausgefordert“ hatte. Am deutlichsten formulierte das ein Kommentator der britischen „Financial Times“, der „die redaktionelle Dummheit“ von „Charlie Hebdo“ für das Attentat verantwortlich machte.

Anders als der Kommentator der „FT“ haben die meisten Europäer jedoch sehr genau verstanden, dass es sich hier um mehr handelt als nur einen weiteren blutigen Anschlag wie in Madrid oder London. Es war ein Anschlag auf das Institut der Meinungsfreiheit, das sich die Europäer über Jahrhunderte hinweg unter einem hohen Blutzoll erkämpft haben. Eine Freiheit, die sie sich nicht von irgendwelchen Barbaren kaputt machen lassen wollen. Viele Zeitungen, die sich etwa 2006 noch geweigert hatten, durch den Abdruck der islamkritischen Karikaturen der dänischen „Jyllands-Posten“ ein Zeichen zu setzen, haben diesmal Flagge gezeigt. Sie haben eine Reihe von islamkritischen Karikaturen von „Charlie Hebdo“ nachgedruckt. Und sie haben geschworen, sich nicht einschüchtern zu lassen.

Wenn Terroristen töten
  • <br /><br /> Am 29. Dezember 2010 konnte die dänische Polizei eine islamistische Terrorgruppe verhaften, die einen Anschlag auf die Zeitung „Jyllands-Posten“ in Kopenhagen geplant hatte.<br /><br />
    Am 29. Dezember 2010 konnte die dänische Polizei eine islamistische  … mehr
  • <br /><br /> ... und Rom mit automatischen Waffen und Handgranaten an. Die Terroristen töten insgesamt 19 Menschen.<br /><br />
    … und Rom mit automatischen Waffen und Handgranaten an. Die Terroristen  … mehr
  • <br /><br /> Mohammed Hadidi aus Jordanien attackierte am 10. Februar 1970 auf dem Flughafen München-Riem eine Maschine der israelischen El-Al. Ein Mann starb.<br /><br />
    Mohammed Hadidi aus Jordanien attackierte am 10. Februar 1970 auf dem  … mehr
  • <br /><br /> Beim Selbstmordanschlag tschetschenischer Terroristen auf den Flughafen Moskau-Domodedowo wurden am 24. Januar 2011 36 Menschen getötet. Im Juli des Jahres wurde der Mittäter Islam Jandijew verhaftet (Foto).<br /><br />
    Beim Selbstmordanschlag tschetschenischer Terroristen auf den Flughafen  … mehr
  • <br /><br /> Am 23. Oktober 2002 brachten tschetschenische Terroristen im Moskauer Dubrowka-Theater 850 Menschen in ihre Gewalt. Bei der Befreiungsaktion starben 133 von ihnen.<br /><br />
    Am 23. Oktober 2002 brachten tschetschenische Terroristen im Moskauer  … mehr
  • <br /><br /> Am 29. Dezember 2010 konnte die dänische Polizei eine islamistische Terrorgruppe verhaften, die einen Anschlag auf die Zeitung „Jyllands-Posten“ in Kopenhagen geplant hatte.<br /><br />
    Am 29. Dezember 2010 konnte die dänische Polizei eine islamistische  … mehr
  • <br /><br /> Am 27. Dezember 1985 griffen zeitgleich palästinensische Terroristen die Flughäfen von Wien ...<br /><br />
    Am 27. Dezember 1985 griffen zeitgleich palästinensische Terroristen die  … mehr

Das ist lobenswert. Aber es ist auch ein wenig utopisch. Spätestens seit 2006, seit islamische Fundamentalisten die Mohammed-Karikaturen der dänischen Zeitung als Anlass genommen haben, Ausschreitungen in der muslimischen Welt mit vielen Toten anzustacheln, ist die Welt eine andere geworden. Wir können uns nicht mehr in den Zustand der Unschuld zurückversetzen, selbst wenn wir es wollen. Die Zeit, in der bei der Auswahl von islamkritischen Karikaturen einzig die Frage zählte, ob der Witz gut ist und ob er nicht die Grenze zum Rassismus überschreitet, ist endgültig vorüber.

Die aus Selbstschutz erwachsene Selbstzensur hat bei diesem Thema längst eingesetzt. Und wenn die derzeitige Aufwallung von Bekenntnismut vorüber ist, werden sich noch mehr Karikaturisten und Chefredakteure fragen, ob es diese oder jene Karikatur wirklich wert ist, dafür ein Leben hinter Sicherheitsschleusen zu riskieren oder noch Schlimmeres. Die traurige Wahrheit ist: Terrorismus funktioniert – noch immer. Und die wenigsten von uns sind so mutig wie die fröhlichen Provokateure von „Charlie Hebdo“.

Das ist kein Aufruf zur Resignation. Wir sollten uns aber klarmachen, dass die Wiedergewinnung unseres umfassenden und freien Debattenraums weit mehr verlangen wird, als nur #JeSuisCharlie auf Twitter zu posten. Es bedeutet, beharrlich kleine und große Konflikte auszutragen mit jenen, die den Raum des Sagbaren und Diskutierfähigen beständig verengen wollen. Und auch jenen Terror als Gefahr für den Westen zu begreifen, der sich nicht in erster Linie gegen Europäer richtet, sondern etwa gegen Israelis oder andere.

Beim Thema Terrorismus hat Europa in den vergangenen Jahrzehnten sehr viele, meist aus Opportunismus geborene Fehler gemacht. Es ist an der Zeit, endlich daraus zu lernen, anstatt Gewalt – etwa die der Hamas – weiter zu belohnen.

http://m.welt.de/kultur/article136216649/Terrorismus-gegen-Europa-hat-sich-lange-ausgezahlt.html

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Die Zauberformel “Das hat doch nichts mit dem Islam zu tun” zieht nicht mehr!

Eine Aufforderung zu mehr Ehrlichkeit, Nachdenklichkeit und Selbstkritik unter den Muslimen

Von Ufuk Özbe

Alle Anzeichen deuten gegenwärtig darauf hin, dass der mörderische Anschlag auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo von muslimischen Tätern zur Ehrenrettung des Propheten und des Islam ausgeübt wurde. Unabhängig davon, was sich in den nächsten Tagen und Wochen als wahr herausstellen sollte, möchte ich hier die teilweise beschämenden und größtenteils unbefriedigenden muslimischen Reaktionen auf dieses Verbrechen diskutieren.

Die große Mehrheit der muslimischen Stellungnahmen kann in zwei Gruppen zusammenfasst werden:

Ein hoffentlich eher kleiner, aber keinesfalls zu vernachlässigender Teil der Gläubigen, vor allem in den muslimischen Ländern, hat den Anschlag offen gutgeheißen. Ja, es ist so! Wer der türkischen oder arabischen Sprache mächtig ist, kann binnen weniger Minuten sich selbst davon überzeugen; beispielsweiße durch die unzähligen Kommentare auf Facebook und Twitter, die unter den Meldungen der großen Nachrichtenportale gepostet werden. Viele Muslime gratulieren unter ihrem Klarnamen den Glaubenskriegern und halten es für religiös gerechtfertigt, die “untragbare Beleidigung” des Propheten auf diese Weise zu sühnen. Übrigens ist diese Gruppe leider auch in meiner eigenen Verwandtschaft in der Türkei vertreten; darunter auch ein Imam im Ruhestand. Zudem wird der Fall im konservativen Teil der türkischen Presse so behandelt, dass der Leser zum Schluss kommen muss, die Zeichner von Charlie Hebdo hätten das Ganze böswillig provoziert und hätten im Grunde das geerntet, was sie über die Jahre gesät hatten. Dabei nehme ich lediglich auf die Stellungnahmen Bezug, die öffentlich abgegeben werden. Was viele hinter vorgehaltener Hand über die Ermordung der Charlie Hebdo-Mitarbeiter von sich geben mögen, sobald sie diejenigen Karikaturen zu Gesicht bekommen, die es “auf die Spitze getrieben” hatten (etwa die nackten Mohammed-Darstellungen in unanständigen Posen), das wird jeder, der das “religiöse Empfinden” mancher Muslime kennt, halbwegs erahnen können.

Der andere Teil – der glücklicherweise zumindest in Deutschland die eindeutige Mehrheit stellen dürfte – verurteilt den Anschlag als ein unmenschliches Verbrechen und stellt im gleichen Atemzug klar: “Das hat aber mit dem Islam und folglich auch mit uns Muslimen eigentlich nichts zu tun”. Die nähere Begründung hierfür variiert freilich.

Für die einen stand es von Anfang an fest, dass der Anschlag gar nicht von Muslimen verübt worden ist. Vielmehr stecke eine hinterlistige Verschwörung dahinter. Zum Beispiel französische Rechtsextremisten, die ihre eigene Tat als einen muslimischen Racheakt inszeniert haben, um damit die “Islamophobie” in Europa anzuheizen. Oder vielleicht Russland, das als Reaktion auf die westlichen Sanktionen Europa zu destabilisieren versucht. Und natürlich darf ein bestimmtes Land unter den “üblichen Verdächtigen” nicht fehlen: Israel! Weitere Gründe oder Motive sind für manche Muslime ohnehin überflüssig, wenn das Wort “Israel” einmal gefallen ist. Viele islamistische sowie muslimisch-konservative Zeitungen und Blogs befeuern eifrig solche Verschwörungstheorien mit immer neuen Behauptungen und schrecken selbst vor widerlichen Versuchen nicht zurück, die Opfer des Anschlags als Mitverschwörer hinzustellen. Überhaupt bilden Verschwörungstheorien in weiten Kreisen gläubiger Muslime eine das politische Denken vollständig beherrschende Obsession. Differenzierung ist verpönt. Denn letztlich ist jedwede nicht-islamische Ideologie, Bewegung und Partei in der einen oder anderen Weise Teil der globalen Verschwörung gegen den Islam.

Andere Muslime, die den Anschlag verurteilen, aber keine Berührungspunkte mit dem Islam sehen wollen, halten es für durchaus möglich, dass die Tat von Menschen verübt worden ist, die sich selbst als Muslime bezeichnen. Jedoch handle es sich dabei um einzelne Spinner, radikalisiert und instrumentalisiert von bösen Mächten, die nun gar nichts mit dem Islam zu tun hätten und die Religion lediglich für ihre höchst profanen, politischen Zwecke missbrauchen würden. Ohnehin trage bei näherer Betrachtung der “Westen” die alleinige oder zumindest die hauptsächliche Schuld an der Entstehung dieser bösen Mächte.

Nahezu alle Muslime, die den Anschlag aufrichtig verurteilen, sind sich jedenfalls in einem Punkt einig: “Der Islam hat mit solchen Anschlägen überhaupt nichts zu tun. Die grundlegenden Quellen des Islam, d.h. der Koran und die Hadithe (die überlieferten Worte und Taten des Propheten) bieten bei keiner vertretbaren Auslegungsmethode auch nur ansatzweise eine Rechtfertigung für solch einen Anschlag. Basta!”
Ich möchte dagegen halten: Solange eben diese “Basta-These” unter den demokratisch-freiheitlich denkenden Muslimen nicht in Frage gestellt und in einem auch nach außen hin offenen, mutigen Diskurs nüchtern ausdiskutiert wird, werden wir das Schwinden der Glaubwürdigkeit eines “friedlichen Islam” nicht mehr aufhalten können.

Dass solche Behauptungen gut gemeint sind, daran habe ich keinen Zweifel. Nahezu alle westlichen Regierungssprecher und Staatsmänner sowie die meisten Journalisten etablierter Medien in Europa beteuern wieder einmal (wie nach jedem Verbrechen im Namen des Islam auf westlichem Boden), der Anschlag habe mit dem Islam nichts zu tun und keine Religion der Welt könne eine solche Tat gutheißen. Natürlich sind das gut gemeinte, politisch besonnene Apelle, die sich offenkundig darum bemühen, aktuell im Erstarken befindlichen fremdenfeindlichen Bewegungen vorsorglich den Wind aus den Segeln zu nehmen und einer pauschalen Stigmatisierung aller Muslime zuvorzukommen. Allerdings darf diese “Besonnenheit” um des lieben Friedens willen nicht in eine schleichende Relativierung der Meinungsfreiheit ausarten – weder rechtlich noch faktisch! Jeder soll über historisch, politisch, religiös, gesellschaftlich relevante Personen der Weltgeschichte sagen und zeichnen dürfen, was er will. Die Beleidigten und Verärgerten können den Stein des Anstoßes ihrerseits kritisieren, protestieren, boykottieren oder – verflixt nochmal! – einfach mal ignorieren.
Eine pauschale Verdächtigung aller Muslime würde auch völlig an der Realität vorbeigehen. Für die große Mehrheit der in Deutschland lebenden, emanzipierten Muslime ist das “Muslim-Sein” lediglich ein Teil der kulturellen Identität. Sie haben mit Religion nicht viel mehr am Hut, als zum Beispiel die islamischen Festtage aus Tradition feierlich zu begehen. Wie die meisten nominellen Christen auch haben sie einen unkritischen, höchst lauen, geradezu palliativen Umgang mit Religion. Sie versuchen nicht etwa ihr Leben an den Wortlaut der heiligen Texte anzupassen, die sie meist nicht einmal gelesen haben, sondern greifen sich aus der bunten religiösen Tradition, das was ihnen gefällt, heraus und passen ihr religiöses Verständnis großzügig an ihre moderne Lebenswirklichkeit an. Für eine kritische Analyse der Quellen haben sie schlicht kein Interesse. (Ein Unterschied zu den nominellen Christen ist allerdings, dass nominelle Muslime dennoch in ihrem “religiösen Empfinden” sehr schnell beleidigt sein können). Ich habe nun Verständnis, wenn diese “Muslime” mit heiklen Diskursen über die möglichen Auslegungen des Korans nicht behelligt werden möchten. Sie stellen auch keine Bedrohung für die demokratisch-rechtsstaatliche Wertegemeinschaft dar. Für sie ist ein Anschlag wie der in Paris selbstverständlich ein unmenschliches Verbrechen und selbstverständlich hat dies nichts mit dem Islam zu tun, an den sie glauben wollen.

Meine Aufforderung richtet sich vielmehr an diejenigen Muslime, die die Religion nicht bloß als ein kulturelles Anhängsel pflegen, sondern ihre Wahrheit und Wichtigkeit predigen, lehren, verteidigen. Zum Beispiel an die Imame der Gemeinden, an die islamischen Religionslehrer in den Schulen, an die muslimischen Theologen, an all die wortgewandten Apologeten des Islam, sofern sie solche Anschläge aufrichtig verurteilen und den Islam als die Religion des Friedens betrachten.

Es ist an der Zeit, dass diese Muslime endlich einmal kurz innehalten und in sich gehen, nicht jede Kritik als “Angriff auf Muslime” pauschal abweisen und die offen vorliegenden Probleme wahrhaben. Es ist an der Zeit, dass sie endlich mit den gewohnten Denk- und Argumentationsmustern brechen und einen beherzten Schritt in Richtung redlicher Selbstkritik wagen. Darauf warten viele Muslime und Nicht-Muslime auf der ganzen Welt. Es ist an der Zeit, dass Islamgelehrte und muslimische Intellektuelle offenherzig Fragen diskutieren wie:

“Wie ist es nur möglich, dass aus dem Islam, der ja die Religion des Friedens sein soll, so viele gefährliche Spielarten menschenverachtender Gesinnung erwachsen?”. “Gibt es neben den politischen, soziologischen, ökonomischen Ursachen vielleicht doch auch genuin religiöse Wurzeln dieser Gesinnung?”. “Auf welche Passagen in den islamischen Quellen berufen sich die muslimischen Befürworter eines solchen Anschlages, welche Passagen erleichtern so vielen Muslimen die Entmenschlichung von Anders- und Nicht-Gläubigen?”. “Wie sollen wir mit diesen Teilen der Quellen unserer Religion umgehen, ohne sie unter den Teppich zu kehren?”. “Inwiefern tragen wir als muslimische Intellektuelle eine Mitverantwortung an den gegenwärtigen Entwicklungen, wo wir es doch offenbar versäumt haben, auf solche Fragen ehrliche, befriedigende und umfassende Antworten zu entwickeln?”. “Welche neuen Herangehensweisen, welches Umdenken im Umgang mit unserer Religion benötigen wir?”.

Stattdessen versteifen sich die Vertreter des friedlichen Islam immer wieder auf wohlklingende Floskeln, die offensichtlich nur für “westliche” Ohren bestimmt sind. Ein Beispiel: Seit dem 7. Januar – wie nach jedem Anschlag im Namen des Islam – wird in den schriftlichen und mündlichen Stellungnahmen der muslimischen Vereine immer wieder der folgende Koranvers ins Feld geführt:

(5:32) “Wenn einer jemanden tötet (…) so ist es, als hätte er alle Menschen getötet. Und wenn jemand ihn am Leben erhält, so ist es, als hätte er alle Menschen am Leben erhalten.”

“Dieser Vers steht doch schwarz auf weiß im Koran. Wie kann man da noch irgendeine Beziehung zwischen dem Islam und diesem abscheulichen Verbrechen konstruieren?” – lautet dann die Argumentation. So edel die Absicht dahinter auch sein mag; für jeden Muslim (und auch jeden Nicht- Muslim), der sich mit dem Korantext auseinandergesetzt hat, ist eine solche Vorgehensweise nichts anderes als ein billiger Täuschungsversuch. Denn wenn wir den Vers ohne die Auslassungen und zusammen mit dem unmittelbar darauf folgenden Vers lesen, bietet sich ein ganz anderes Bild. Zunächst derselbe Vers 5:32 ohne die Auslassungen:

(5:32) “Aus diesem Grund haben Wir den Kindern Israels vorgeschrieben: Wenn einer jemanden tötet, jedoch nicht wegen eines Mordes oder weil er auf der Erde Unheil stiftet, so ist es, als hätte er alle Menschen getötet. Und wenn jemand ihn am Leben erhält, so ist es, als hätte er alle Menschen am Leben erhalten. Unsere Gesandten kamen zu ihnen mit den deutlichen Zeichen. Aber viele von ihnen verhalten sich nach alledem maßlos auf der Erde.”

Zum ersten werden also zwei Ausnahmen gemacht: “jedoch nicht wegen eines Mordes oder weil er auf der Erde Unheil stiftet”. Zum zweiten wird dem Wortlaut nach nicht imperativ vorgeschrieben, sondern narrativ davon erzählt, was den “Kindern Israels” einst vorgeschrieben war. Zum dritten wird in dem Vers eben dieses Volk kritisiert. Nun der unmittelbar folgende Koranvers:

(5:33) “Die Vergeltung für die, die gegen Gott und seinen Gesandten Krieg führen und auf der Erde umherreisen, um Unheil zu stiften, soll dies sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden, oder dass ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden, oder dass sie aus dem Land verbannt werden. Das ist für sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits ist für sie eine gewaltige Pein bestimmt.”

Diejenigen, die “gegen Gott und seinen Gesandten Krieg führen und auf der Erde umherreisen, um Unheil zu stiften” sollen getötet, gekreuzigt, körperlich verstümmelt oder vertrieben werden. Im Gegensatz zu 5:32 werden hier die besagten Strafen imperativ vorgeschrieben.

Unter anderem auf diesen Koranvers berufen sich nun eben diejenigen Muslime, die zum Beispiel den Anschlag in Paris unterstützen. Das Satire-Magazin Charlie Hebdo ist bekannt für seine unverschämten, tabulosen, überspitzten Karikaturen. Auch der islamische Prophet (genauso wie Jesus, Maria, der Papst, ja sogar “Gott”) wurde verschiedentlich in einer Art und Weise dargestellt, die für fromme Gläubige schwer verdaulich ist. Für nicht wenige Muslime sind solche “provokanten” Karikaturen des Propheten eben “Krieg gegen Gott und seinen Gesandten” sowie “Unheilstiftung”. Nun könnte man dagegen halten, dass der Vers von “Krieg” (Arabisch: “harb”) spricht und dies dem Wortlaut nach eben einen bewaffneten, militärischen Krieg voraussetzt, dass die Zeichner des Satire- Magazins deshalb nicht unter diesen Vers subsumiert werden können. Jedoch wäre es unsinnig von “Krieg gegen Allah” zu sprechen, wenn damit ausschließlich der echte bewaffnete Krieg gemeint sein sollte. Der vom Präsidium für Religionsangelegenheiten der Türkischen Republik (T.C. Diyanet İşleri Başkanlığı) herausgegebene und von vier zeitgenössischen, renommierten Islam-Professoren gemeinschaftlich verfasste, fünfbändige Koran-Kommentar (“Tafsir”) zählt bei der Auslegung des Verses 5:33 als ein Beispiel für die “Kriegsführer gegen Allah und seinen Gesandten und Unheilstifter” ausdrücklich auch diejenigen auf, die durch ihre Handlungen den Glauben an Allah zu erschüttern und zu zerstören beabsichtigen (siehe: Kuran Yolu, Türkçe Meal ve Tefsir, Band II, Maide/33-34). Nun ist Charlie Hebdo ein offen religions- und islamkritisches Magazin, das durch offensive Zeichnungen den Glauben an den Islam, an andere Religionen und generell den Gottesglauben satirisch angreift. Solche frontalen Hiebe auf die Religionen und den Gottesglauben können ohne weiteres als “Handlungen, die den Glauben an Allah zu erschüttern und zu zerstören beabsichtigen” gelten. Dem unvoreingenommenen Leser ist jedenfalls nicht ohne weiteres klar, warum zum Beispiel dieser Vers auf keinen Fall und durch keine vertretbare Auslegungsmethode eine religiöse Rechtfertigung für den Anschlag auf Charlie Hebdo bieten soll. Übrigens steht der angeführte türkische Koran-Kommentar eindeutig in der modernen, moderaten, um Diplomatie bemühten Traditionslinie der Koranexegese und wird eben deshalb von manchen islamischen Kreisen scharf attackiert. Die klassischen Kommentare, die in der islamischen Welt große Beachtung finden, sind da um einiges “geradliniger”.

Die muslimischen Befürworter der terroristischen Anschläge führen auch zahlreiche Hadithe an. Unter anderem diejenigen Überlieferungen, nach denen viele Dichter, die den Propheten und den Islam verbal verspottet hatten, auf Geheiß des Propheten von seinen Weggefährten getötet wurden. Unter den namentlich genannten zum Beispiel: Kaʿb ibn al-Aschraf, al-Nadr bin al-Harith, Asma’ bint Marwan, Abu Afak, Al-Harith bin Suwayd al-Ansari und Abdullah bin Khatal. Nach den islamischen Quellen befanden sich darunter auch ein kränklicher Greis sowie die Mutter eines Säuglings, die sich an keiner kriegerischen Auseinandersetzung gegen die Muslime beteiligt hatten. Dennoch wurden sie, weil sie spöttische und gehässige Gedichte über den Propheten und den Islam vorgetragen hatten, auf Befehl des Propheten getötet und zwar einige von ihnen nicht etwa nach einem Prozess durch Hinrichtung, sondern durch Attentat – so zumindest die von den führenden islamischen Rechtsschulen anerkannten Überlieferungen. Das Werk “al-Kutub as-sitta” (“die sechs Bücher”) vereinigt die sechs kanonischen Hadith-Sammlungen, die nach allen sunnitischen Rechtsschulen, die vertrauenswürdigsten Überlieferungen über die Aussprüche, Anweisungen und Taten des Propheten beinhalten. Eine achtzehnbändige, türkischsprachige, kommentierte Auswahl aus diesem Werk steht in den meisten größeren türkischen Moscheen in Deutschland und bei vielen religiösen Familien in den Bücherregalen. Unter anderem dort kann man die Überlieferungen über die Tötung der oben genannten Dichter nachlesen (Kütüb-i Sitte Muhtasarı – Tercüme ve Şerhi, Prof. Dr. İbrahim Canan, Akçağ Yayınları, Band 8, S. 179 ff., Das Kapitel über Gedichte). Mittlerweile ist ein Großteil der Hadith-Sammlungen etwa in englischer Sprache auch online verfügbar, meist von muslimischen Organisationen übersetzt und ins Netz gestellt. Wer sich über die Quellen und Hintergründe informieren möchte, kann zum Beispiel die oben angegebenen Namen der getöteten Dichter googeln.

Die Mohammed-Karikaturen von Charlie Hebdo waren jedenfalls wesentlich drastischer und derber als die teilweise überlieferten Gedichte der auf Befehl des Propheten getöteten Menschen. Wieder einmal leuchtet dem unvoreingenommenen Leser nicht unmittelbar ein, warum diese Hadithe auf keinen Fall eine religiöse Rechtfertigung für die Tötung der französischen Karikaturisten bieten könnten. Die allermeisten Schulen, Richtungen und Verzweigungen des Islam anerkennen die Hadtihe schließlich als die zweite Hauptquelle religiöser Vorschriften. Viele der wichtigsten Normen und Anweisungen des Islam haben nicht den Koran, sondern die Hadithe als Grundlage. Zum Beispiel werden im Koran nicht einmal die “wesentlichen Elemente” (“arkan”) des täglichen Ritualgebets (“salat”) aufgeführt. Diese stehen vielmehr in den Hadith-Sammlungen. Eine pauschale Ablehnung aller Hadithe hätte daher für den Glauben und die Praxis des Islam sehr weitreichende Konsequenzen, zu denen die meisten gläubigen Muslime nicht bereit sein dürften. Andererseits erscheint das Herauspicken der “guten” Hadithe bei gleichzeitigem Unter-den-Teppich-Kehren der “nicht so guten”, wie es von den Vertretern des friedliebenden Islam praktiziert wird, dem radikalen Muslim als ein “rückgratloser Verrat” und “anmaßendes Herumdoktern” an der göttlichen Religion. Aber auch für den kundigen Außenstehenden stellt sich diese “Rosinenpickerei” als intellektuell kaum befriedigend dar.

In einem weiteren Hadith wird die Geschichte eines muslimischen, blinden Mannes überliefert: Dieser fromme Muslim tötete seine Sklavin/Konkubine (“jariya”), mit der er auch gemeinsame Kinder hatte, weil sie trotz Ermahnung nicht aufhörte, schlecht und respektlos über den Propheten zu reden. Als er dem Propheten von seiner Tat berichtete, rief der Prophet ihm und den Anwesenden gegenüber aus: “Bezeuget hiermit, dass die Tötung dieser Frau keiner Ahndung bedarf.” (Überliefert von Abu- Dawud und anderen, siehe z.B. “Sunan Abu-Dawud”, Book 38, Number 4348; http://www.usc.edu/org/cmje/religious-texts/hadith/abudawud/038-sat.php).

Das sind keine Überlieferungen, die vergessen und unbeachtet in den Bücherregalen oder im digitalen Nirwana verstauben und lediglich von bösen “Islam-Feinden” angesprochen werden, damit sie über eine eigentlich friedliche Religion herziehen können. Vielmehr sind das (unter vielen anderen) eben diejenigen Hadithe, die von gewaltbereiten Muslimen als religiöse Legitimation für terroristische Anschläge ins Feld geführt werden. Und diese Hadithe stehen in denselben Büchern, die auch für die Vertreter des “friedlichen Islam” die zweite Hauptquelle des Islam darstellen!
Die Überzeugung, dass die nach dem islamischen Recht gebotene Strafe für die Verspottung oder Beleidigung des Propheten eigentlich der Tod sein müsste, ist in weiten religiösen Kreisen der Türkei (die ja zu den am meisten gemäßigten muslimischen Ländern gehört) nicht etwa eine Randerscheinung. Auch in vielen Werken über das islamische Recht (“fiqh”) wird verkündet, die Beleidigung des Propheten sei mit dem Tode zu bestrafen. In vielen türkischen Tageszeitungen und Zeitschriften werden in den Religionsrubriken solche Gebote des islamischen Rechts unverblümt weitergegeben. In der türkischen Zeitung “Milli Gazete” zum Beispiel, die das Sprachrohr der “Milli Görüs”-Bewegung ist, war am 22.09.2006 zu lesen, dass die Strafe für die Verspottung oder Beleidigung des Propheten nach islamischem Recht der Tod sei (http://www.milligazete.com.tr/haber/Peygambere_sovmenin_ve_hakretin_hukmu_2/257175#.VK9e_ yuG-Jo).

Zur Relativierung kann von diesen muslimischen Kreisen allenfalls entgegnet werden, dass dies zwar die Rechtslage nach dem Koran und den Hadithen ist, dass aber zum Beispiel in Frankreich faktisch nicht das islamische Recht gelte und daher ein Muslim nicht die religiöse Legitimation dafür habe, die Beleidiger des Propheten eigenmächtig zu bestrafen. Dass aber unter dem islamischen Recht die Strafe für die öffentliche Verspottung oder respektlose Behandlung des Propheten, zumindest nach wiederholter Durchführung trotz vorheriger Ermahnung, der Tod sein muss, das wird im Allgemeinen von islamischen Gelehrten nicht bestritten. Nicht wenige halten auch die eigenmächtige Bestrafung in einem nicht-muslimischen Land unter Umständen für religiös gerechtfertigt. Diejenigen konservativ- religiösen aber, die weder das islamische Recht negieren, noch die Anschläge gutheißen möchten, stellen darauf ab, dass hierzulande die Muslime in der Minderheit sind, das islamische Recht keine faktische Geltungsmacht besitze und ein eigenmächtiges Handeln unislamisch sei. Fragt man sie nun weiter, ob sie es denn für wünschenswert erachten würden, dass zum Beispiel die große Mehrheit der Franzosen freiwillig zum Islam konvertiert und das islamische Recht einführt, werden sie es – wenn sie ehrlich sind – bejahen. Eben dies zu wünschen und dafür zu werben, ist sogar eine religiöse Pflicht. Dann aber verkommt die Verurteilung des Pariser Anschlags als ein “abscheuliches, entsetzliches, unmenschliches Verbrechen” zu einer bloßen Formsache. So gesehen, wäre die Tat zwar nicht ganz korrekt, warum sie aber für den Islam von Grund auf “abscheulich, entsetzlich, unmenschlich” sein soll, wäre nicht mehr verständlich, wo doch die eigentlich gerechte Strafe für die Zeichner des Magazins nach dem idealen Wunsch-Szenario durchaus ihre Tötung gewesen wäre.

Es gibt auch noch andere Koranverse und Hadithe, die von den Befürwortern des Anschlags auf das Satire-Magazin angeführt werden. Jedoch würden sie den Rahmen dieses Artikels endgültig sprengen. Die Phrase “Hat alles nichts mit dem Islam zu tun” erweist sich jedenfalls als höchst unbefriedigend und verliert immer mehr an Glaubwürdigkeit. Eine befriedigende Lösung zu entwickeln, ist die Aufgabe der islamischen Verbände, der Imame, der Religionslehrer und Islamwissenschaftler. Ob das überhaupt möglich ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Eine freimütige, selbstkritische Diskussion unter den friedliebenden Muslimen über ein mögliches Um-Denken und Neu-Ansetzen im Umgang mit der Religion und ihren Quellen scheint aber der einzige eventuell erfolgversprechende Weg zu sein.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_zauberformel_das_hat_doch_nichts_mit_dem_islam_zu_tun_zieht_nicht_mehr

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«Die Muslime haben keine Antwort auf den Radikalismus»

Am Tag nach dem Anschlag in Paris sprach der muslimische Psychologe und Jugendarbeiter Ahmad Mansour in Bern vor dreihundert Schülern Klartext. Er verortet die Muslime zwischen Radikalismus und Opferrolle.

Dezidierter Verfechter eines neu verstandenen, demokratischen Islam: Ahmad Mansour

Berner Zeitung 10.01.15

Am Tag nach dem Anschlag

Ahmad Mansour in Bern
Vor der Aula der Wirtschafts- und Kaderschule (WKS) KV Bildung spricht eine Gruppe Schüler über den IS-Terror in Syrien. Auf dem Handy checken sie, ob die Attentäter von Paris schon gefasst worden sind. Dann strömen sie hinein in die Aula, um Ahmad Mansour zuzuhören. Der 38-jährige, in Israel aufgewachsene Palästinenser ist Psychologe und arbeitet in Berlin mit radikalisierten Muslimen, die die IS-Terroristen in Syrien bewundern. Sie sind so jung wie die Berufsmaturanden in der Aula. In Deutschland ist Mansour eine wichtige und rare muslimische Stimme, die den Islam dezidiert zu Reformen auffordert. Für seine Arbeit erhielt er den Moses- Mendelssohn-Preis zur Förderung der Toleranz.
Mansours Auftritt an der WKS ist schon länger geplant. Aber jetzt, zwei Tage nach dem Anschlag auf die Zeitschrift «Charlie Hebdo» in Paris, hat sein Besuch eine besondere Dringlichkeit. Die Aula ist voll. 300 Schüler hören gebannt zu, als zuerst Philip Wegmüller, WKS-Verantwortlicher für das Fach Geschichte, Mansour befragt. Die Schule probiert erstmals das Veranstaltungsformat WKS-Interview aus.
Mansour hat sich warmgeredet, als die Schülerfragerunde beginnt. Erst fragen sie zögerlich, korrekt: Ob es die Schweiz mit dem Minarettverbot den Muslimen nicht schwermache. Der charismatische Mansour ruft sie auf, ohne Angst vor dem heiklen Thema Islam draufloszufragen: «Wenn wir nicht fragen, was uns beunruhigt, entwickeln wir falsche Vorstellungen», sagt er. Die meisten Schüler dürften in der Islamdebatte noch nie eine so direkte, leidenschaftliche, schonungslose Stimme gehört haben. Sie fragen nun, ob IS-Terroristen überhaupt richtige Muslime seien, was sich denn gegen Islamophobie ausrichten lasse, ob Muslime nicht auch Anpassungsleistungen erbringen müssten und ob der Islam reformfähig sei. Mansour bleibt keine Antwort schuldig. Er bestätigt gar, dass er regelmässig von Radikalen bedroht werde. Das Bekenntnis macht den Aufklärungskampf des Mannes für das Publikum umso glaubwürdiger. Die anderthalb Stunden werden zur Aufklärungslektion, die die Ratlosigkeit nach dem Pariser Anschlag etwas erträglicher macht. Beim Hinausgehen debattieren die Schüler weiter.svb

Herr Mansour, Sie sind Muslim und kritisieren den Islam. Was kritisieren Sie genau?
Ahmad Mansour: Ich kritisiere nicht den Islam an sich, sondern problematische Inhalte dieser Religion. Ich versuche zu differenzieren. Der Islam, den meine Mutter lebt, ist nicht der Islam der IS-Terroristen, der Muslimbrüder oder der politischen Verbände, die in Europa die Muslime vertreten wollen. Was ich problematisch finde, sind religiöse Inhalte wie die Angstpädagogik. Dass also Kinder mit einem Gott aufwachsen, der mit Himmel, Hölle und Strafe droht und keine Zweifel an seinem Wort im Koran zulässt. Ich kritisiere, dass die Sexualität tabuisiert und als Sünde betrachtet wird. Dass Jugendliche nicht frei entscheiden können. Ich kritisiere einen buchstabengetreuen Glauben. Das sind Religionsinhalte, die wir in einer demokratischen Gesellschaft nicht akzeptieren dürfen.

Sind Sie ein religiöser Mensch?
Ja, auf meine Art und Weise. Religion ist aber meine Privatsache. Das ist etwas zwischen mir und Gott, das ich nicht mit der ganzen Welt teilen will. Ich orientiere mich auch nicht an Glaubensrichtungen. Ich bin weder Sunnit noch Schiit, sondern richte mich nach moralischen und demokratischen Werten.

Immer mehr Leute fragen sich im Westen, ob sie noch eine Religion brauchen. Was finden Sie?
Das ist von Mensch zu Mensch verschieden. Wenn ich im Flugzeug sitze und es Turbulenzen gibt, werde ich auf einmal sehr religiös. Dann brauche ich so etwas wie Religion, und ich will nicht, dass man mir das wegnimmt. Wenn aber Religion eine politische Dimension erhält und in meinem Leben quasi mitregiert, dann wird es problematisch.

Was stört Sie an unserer westlichen Betrachtungsweise des Islam?
Entweder wird ein problematisches Islamverständnis verharmlost im Sinn von: Wir müssen halt hinnehmen, wie die Muslime unter uns leben. Oder es wird eine Angst vor dem Islam geschürt, wie das die Pegida-Bewegung in Deutschland tut. Wir sollten genauer hinsehen, welche Werte und welches Islamverständnis vermittelt werden und welche Probleme es im Zusammenleben mit Muslimen gibt. Das Attentat in Paris ist kein Einzelfall, es gab andere Attentate, und es wird leider weitere geben. Damit müssen wir uns beschäftigen. Aber bitte differenziert. Im Moment habe ich allerdings die Befürchtung, dass immer weniger Differenzierung möglich ist.

Der Anschlag von Paris muss Sie als Vermittler zwischen den Kulturen besonders schmerzen.
Natürlich. Es gibt dieses Gefühl, dass die Täter und die Menschen, die hinter ihnen stehen, gewonnen haben. Sie haben es geschafft, dass die gegenseitigen Ängste weiterwachsen. Muss ich mir nun gut überlegen, ob ich noch kritische Artikel schreibe? Ich will ja weiterleben. Nicht nur ich habe solche Gefühle. Wir alle haben am Mittwoch einen Rückschlag erlebt.

Der Graben zwischen Muslimen und Nichtmuslimen wächst?
Leider ja. Aber ich habe die Hoffnung, dass es genug vernünftige Menschen gibt, die eine Gegenkraft bilden und die freiheitlichen Werte verteidigen. Dazu braucht es Mut und Zeit. In Frankreich stehen die Menschen unter Schock. Sie brauchen ein paar Tage, um zu merken, in welche Richtung es nun geht.

Geben wir den Killern zu viel Gewicht, wenn wir ihre Tat als Angriff auf die Demokratie deuten?
Das glaube ich nicht. Der Anschlag löst eine Hilflosigkeit und Ängste aus, die uns noch lange begleiten werden.

Es gibt Vorwürfe an die Karikaturisten von «Charlie Hebdo». Sind sie zu weit gegangen? Sind ihre Karikaturen beleidigend?
Mich haben sie nicht beleidigt. Muslime, die sich davon beleidigt fühlen, sind sowieso beleidigt. Es ist eine falsche und gefährliche Richtung, wenn sich Karikaturisten fragen, ob sie selber schuld sind an der Gewalt gegen sie. Im Übrigen haben sich die Karikaturisten nicht über den Islam, sondern über ein gewisses Verständnis des Islam lustig gemacht.

Sie arbeiten als Psychologe mit muslimischen Jugendlichen, die sich radikalisiert haben. Was erleben Sie dabei?
Dass der Extremismus zu einer Jugendkultur geworden ist. Ich spreche von Pop-Jihad. Es ist in Berlin oder Köln cool geworden, ein Salafist zu sein. Es gibt unter Salafisten Vorbilder, die wie der Popstar Justin Bieber verehrt werden. Ich weiss von vielen jungen Frauen, die dem Berliner Rapper Deso Dogg nach Syrien zum IS nachreisen und ihn heiraten möchten. 30 Prozent der Jugendlichen, die zum IS wollen, sind Frauen, teilweise versuchen sie sich so von ihren patriarchalen Familien zu emanzipieren. Das sollte uns allen Angst machen. Umso mehr, als manche dieser radikalisierten Jugendlichen die Folgen einer Ausreise nach Syrien nicht bedenken.

Was sind das für Menschen, die anfällig sind für eine Radikalisierung?
Sie sind von unterschiedlicher Herkunft, aber die meisten sind eher instabile und narzisstische Persönlichkeiten auf der Suche nach Aufmerksamkeit. In ihrem jungen Alter kann das Leben sehr anstrengend sein. Es verlangt immer wieder nach Entscheidungen, und man hat Angst, falsch zu entscheiden. Die Jungen suchen in dieser Lebensphase nach klaren Antworten. Und die werden ihnen anscheinend von den Salafisten gegeben.

Wie kommt es, dass hier im Westen aufgewachsene junge Muslime radikal werden?
Junge Muslime langweilen sich in den Moscheen, die ihre einst in den Westen eingewanderten Eltern hier aufgebaut haben. Sie verstehen die Prediger gar nicht richtig, die dort auf Türkisch oder Arabisch predigen. Und diese Prediger kennen die Welt der Jugendlichen nicht. Jetzt kommen da auf einmal Salafistenprediger wie Pierre Vogel und sagen: Ihr braucht nicht mal in die Moschee zu gehen, ihr könnt unsere Predigt auf Youtube hören, auf Deutsch. Und wir reden über Themen, die euch betreffen, über die Unterdrückung und den Rassismus, den ihr als Muslime erlebt! Da fühlen sich viele Jugendliche endlich einmal verstanden. Leider haben die etablierten muslimischen Verbände keine Antwort auf diese Entwicklung. Sie bieten keine Jugendarbeit an, die die Jugendlichen erreicht.

Fehlt es jugendlichen Muslimen an konstruktiven Vorbildern?
Ja, die gibt es leider kaum. Wir brauchen aber muslimische Jugendliche, die aufstehen und sagen: Ich bin religiös, aber das rechtfertigt nie, meine Schwester einzusperren, Menschen umzubringen oder sich einer Terrorgruppe anzuschliessen. Es gibt kaum muslimische Verbände und Vertreter, die hinstehen und sagen: Es kann nicht sein, dass das normale Islamverständnis eine Basis schafft für Radikalismus. Es darf nicht sein, dass Junge mit einem strafenden Gott aufwachsen, der klar sagt, was richtig und was falsch ist. Wenn nun eine Organisation wie die Salafisten solche Prinzipien verficht, beissen 5 Prozent der Jugendlichen an. Das sind 5 Prozent zu viel. Das sind dann die paar Hundert, die zum IS nach Syrien gereist sind. Wir müssen diesen jungen Leuten ein alternatives Islamverständnis anbieten.

Hat der gemässigte Mehrheitsislam keine Stimme?
Die säkularen, integrierten Muslime in Europa sind nicht organisiert, sie leben ihr Leben wie alle anderen. Die radikale Seite aber ist gut organisiert und hat Verbindungen ins Ausland. Bei Projekten für Muslime fliesst in Deutschland viel Geld. Das bekommen aber leider selten demokratische und kritische Kräfte, sondern Strukturen und Verbände, die einen in meinen Augen problematischen Islam vertreten. Über diese Thematik braucht es nicht nur eine innerislamische Debatte, sondern auch eine aus der Mitte unserer Gesellschaft.

Würde die Anerkennung muslimischer Gemeinschaften als eine Art Staatskirche etwas bringen?
Der Islam ist längst ein Teil Europas. Aber welcher Islam? Der Islam meiner Mutter oder jener von Verbänden wie dem Islamischen Zentralrat? Wir müssen muslimische Kinder und ihre Eltern erreichen und ihnen erklären, dass sie ihre Kultur und ihren Glauben leben sollen, dass sie aber keine Angst vor westlichen Werten haben müssen. Dass junge Frauen ihren Partner selber wählen dürfen, dass kritisches Denken gut und notwendig ist. Gleichzeitig sollten wir anerkennen, dass Muslime positive Werte aus ihrer orientalischen Kultur mitbringen: Gastfreundschaft, Kinderfreundlichkeit, Zusammenhalt.

Fehlt es der muslimischen Gemeinschaft an der Bereitschaft zur aufklärerischen Kritik?
Wenn jemand meine Religion kritisiert, bedeutet das nicht, dass meine Religion schwach wird. Wer sich Debatten stellt und nach Alternativen sucht, wird stärker. Wenn wir unseren Kindern aber ein Islamverständnis mit einem strafenden Gott predigen, der verlangt, der Koran müsse Buchstabe für Buchstabe geglaubt werden, ist es kein Wunder, dass keine kritische Auseinandersetzung entsteht. Die meisten muslimischen Verbände stellen sich seit Jahren als Opfer der Gesellschaft dar. Natürlich gibt es Rassismus gegen Muslime. Aber dagegen können Muslime etwas tun, indem sie Verantwortung übernehmen und sagen: Wir sind nicht Terroristen, wir wollen einen anderen Islam. Solange die Muslime aber in der Opferrolle verharren, in dieser Wir-und-ihr-Haltung, kommt ein kritischer Dialog nicht in Gang.

Liegt das auch daran, dass der Koran, das heilige Buch des Islam, unantastbar ist?
Das war in der Geschichte des Islam nicht immer so, es gab vor 400 Jahren kritische innerislamische Debatten. Aber seit 200 Jahren herrscht Stillstand. Das hat auch damit zu tun, dass der Islam dominiert wird von politischen Mächten wie Saudiarabien, das den Salafismus unterstützt und das mit seiner rigiden Auslegung der Religion sein Regime stützt. Man muss den Koran nicht mit einem starren Buchstabenglauben und mit der Haltung lesen, seine Geschichten würden für alle Zeiten gelten. Man muss ihn in seinem lokalen und historischen Kontext verstehen und dann überlegen, welche Moral man für sich daraus ableitet.

Zeigt die Pegida-Bewegung in Deutschland, dass Muslime mit einem schlechten Image zu kämpfen haben?
Muslime könnten sich noch so perfekt integrieren, sie würden in rechtsradikalen Kreisen wohl immer noch Islamfeindlichkeit auslösen. Bei der Pegida geht es, wie bei den Salafisten, um Angstpädagogik und um Feindbilder. Es ist halt der einfachere Weg zu sagen: Ich habe den Job wegen Ausländern nicht bekommen. Das mag in Einzelfällen so sein, aber man muss am eigenen Selbstwertgefühl arbeiten, statt die Schuld einfach anderen zuzuschieben. Wir brauchen wohl noch ein, zwei Generationen, bis wir in Europa begriffen haben, dass wir eine Einwanderungsgesellschaft sind und dass das so gut ist. Von einer Islamisierung zu warnen und Muslime als Gefahr zu sehen, ist absurd. Eine Frau, die ein Kopftuch trägt und fünfmal am Tag betet, ist keine Gefahr für diese Gesellschaft, wenn ihr Glaube ohne politische Dimension ist und sie die Grundwerte der Demokratie achtet.

Auch wenn viele Muslime gut integriert sind, wurde in der Schweiz ein Minarettverbot eingeführt. Das macht es den Muslimen doch schwer?
Ich finde diesen Entscheid des Schweizervolks sonderbar und verstehe ihn als Ausdruck einer Angst vor Identitätsverlust, wie sie ja auch Muslime haben. Aber der Entscheid ist nun mal gefällt worden. Was mache ich nun als Muslim: Klage ich, dass ich armes Opfer meine Religion nicht leben kann? Oder sage ich: Ich will dieser Gesellschaft zeigen, dass man vor mir keine Angst haben muss und ich ihre Werte teile?

In Ihrer Jugend neigten Sie selber zur Radikalisierung. Wie kam das?
Ich war ein Streber, habe nicht so gut Fussball gespielt und wurde gemobbt. Das haben meine Lehrer nicht gemerkt, der Imam aber fragte mich, ob ich in seine Koranschule kommen wolle. Da habe ich Freunde gefunden, eine Aufgabe bekommen. Mein Leben in einem langweiligen kleinen Dorf in Israel kam in Bewegung, wir sind von einer Veranstaltung zur anderen gefahren. Am Anfang war alles harmlos. Aber dann begann ich meine Nachbarin zu verachten, weil sie kein Kopftuch trug. Ich rebellierte gegen meine damals nicht religiösen Eltern, ich entwickelte Feindbilder. Meine Rettung war dann, dass ich beim Psychologiestudium an der Universität Tel Aviv Bücher zu lesen begann und beim Diskutieren mit jüdischen Studenten merkte, dass sie gar keine Feinde sind.

Sie haben bei Ihrer Arbeit auch mit den Eltern der Radikalen zu tun. Was berichten Ihnen diese?
Ich erlebe vor allem ihre Hilflosigkeit. Sie leben in einem kleinen Dorf in Sachsen oder Bayern, kennen Salafisten nur aus dem Fernsehen, und plötzlich sitzt einer an ihrem Tisch und ist ihr Sohn. Seit dem Sommer rufen bei uns Eltern an und sagen: Mein Kind ist weg, es ist in Syrien. Stellen Sie sich vor, wie schwer es ist, mit diesen Eltern zu reden und ihnen überhaupt etwas anzubieten. Manche muslimischen Eltern rufen zu spät an. Die ersten Radikalisierungstendenzen ihrer Kinder nehmen sie oft positiv wahr: Sie hängen nicht mehr auf der Strasse rum, trinken weniger Alkohol, sind höflich zu den Eltern und gehen in die Moschee. Die Eltern sind stolz und merken nicht, dass es nicht um Glauben, sondern um Radikalisierung geht.

Wie reagieren Eltern, wenn sie die Radikalisierung erkennen?
Mit autoritärer Erziehung. Mütter sagen mir: Wie soll ich mein Kind erziehen, wenn ich es hier im Westen nicht schlagen darf? Lachen Sie nicht, vor 50 Jahren war das auch hier in der Schweiz noch so. Wenn man diesen Müttern dann erklärt, dass auch andere Erziehungsformen möglich sind und was Schläge bei Kindern anrichten können, dann beginnen sie oft zu weinen. Auch weil sie plötzlich realisieren, was ihre Eltern früher mit ihnen angerichtet haben.

Sie reden nur von den Müttern, wo bleiben die Väter?
Viele muslimische Familien sind patriarchalisch und als Pyramiden aufgebaut mit dem Vater als Familienoberhaupt. Alle anderen müssen sich ihm unterordnen. Die Väter fühlen sich aber nicht für die Erziehung zuständig. Vielen radikalen Jugendlichen fehlt eine Vaterfigur. Ein autoritärer Imam oder der strafende Gott wird ihr Ersatzvater. Das macht die radikale Ideologie für sie auch so attraktiv.

Gelingt es den Schulen nicht, die radikalen Jugendlichen anzusprechen?
Ich höre von Lehrern, dass Schüler Bestnoten in Mathetests schreiben, aber nicht in der Lage sind, in einem Aufsatz eine eigene Meinung zu formulieren. Weil sie es in ihren patriarchalen Gemeinschaften und Familien nicht dürfen. Dagegen muss man doch antreten. Ich frage die Lehrer: Warum schafft man es nicht, den Schülern in zehn Schuljahren kritisches Denken beizubringen? Und warum bemerkt man die Radikalisierung der Schüler nicht? Die passiert ja nicht über Nacht.

Ist es ein Lichtblick, dass sich sogar die Muslimbrüder oder Saudiarabien vom Anschlag in Paris distanzieren?
Ich glaube, dass acht von zehn Muslimen ehrlich entsetzt sind über den Anschlag. Aber eine Pressemitteilung der Muslimbrüder überzeugt mich noch nicht. Wer hat denn in den letzten Jahren gegen Karikaturen gehetzt, Feinden den Tod gewünscht und für den Sieg der Muslime gepredigt? Auf Arabisch und Türkisch haben in den letzten Tagen Tausende auf Onlineforen den Anschlag von Paris gefeiert. Das sind Mittäter, die mitschuldig sind, dass solche Anschläge passieren.

Es gibt die Aussage, dass IS-Terroristen gar keine richtigen Muslime sind. Was finden Sie?
Wenn Jugendliche im Kollegenkreis das so sehen, finde ich das gut. Ich persönlich halte die IS-Leute für Faschisten. Aber leider höre ich von Jugendlichen, der IS sei eine Erfindung des Mossad und des CIA, um den Islam schlecht darzustellen. Viele Islamvertreter sagen: Mit dem IS haben wir nichts zu tun. Ich frage zurück: Bringt uns das weiter? Es ist zu einfach, zu sagen, der IS habe mit dem Islam nichts zu tun. Haben auch die Hamas, al-Qaida und die iranischen Mullahs nichts mit dem Islam zu tun? Zumindest mit dem politischen Islam haben sie viel zu tun.

Sie klingen ziemlich pessimistisch.
Als im letzten Sommer offensichtlich wurde, was der IS in Syrien treibt, wurden viele Muslime nachdenklich. Sie realisierten: Hier stimmt etwas nicht. Dieser IS ist mit Geboten wie der Angstpädagogik und dem Buchstabenglauben grossgeworden. Gerade hatte ein Prozess begonnen, eine Suche nach einem anderen Islam. Dann kam Pegida. Übrigens wurde der IS für Europa erst mit den Rückkehrern zum Thema, die nun in Europa zur Gefahr werden können. Vorher war der IS weit weg. Wir müssen wohl damit rechnen, dass in Zukunft noch mehr Radikale durchdrehen. Ich bin aber überzeugt, dass wir 80 Prozent der jungen Leute mit einer Disposition zur Radikalität ansprechen könnten, bevor sie gewalttätig werden. Das gelingt aber nur, wenn alle, Muslime und Nichtmuslime, in der westlichen Gesellschaft die Freiheit verteidigen. Das ist mein Appell. (Berner Zeitung)

http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/Die-Muslime-haben-keine-Antwort-auf-den-Radikalismus/story/26010017

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Thomas Rietzschel   schreibt:   Dummheit macht frei!

Was wir eben erleben mussten und weiter zu befürchten haben, die terroristisch befeuerte Expansion einer atavistischen Religion, ist auch eine Folge der intellektuellen Verarmung unserer politischen Klasse und eines großen Teiles ihrer journalistischen Wasserträger. Wenn diese selbsternannten „Eliten“ wenigstens noch über Restbestände einer soliden Schulbildung verfügten, wüssten sie, dass der Islam, da er keinen Aufklärung erlebte, geblieben ist, was er immer war: die ideologische Basis einer vormodernen Stammesgesellschaft.

Kein technischer Fortschritt, von dem die Kernlande des Islam sehr wohl profitieren, konnte der autokratischen Ausrichtung etwas anhaben. Nach wie vor verfolgt die Politik religiöse Ziele, wo die Imame die Mehrheit der Menschen hinter sich wissen, wo sie sie unter ihrer Fuchtel haben. Unverändert, wie vor Hunderten von Jahren, wird Recht mit Bezug auf die Religion gesprochen. Weil er den Islam „beleidigt“ haben soll, wurde ein saudiarabischer Blogger zu einer Strafe von 1000 Peitschenhieben verurteilt.

Fünfzig davon bekam er am vergangenen Freitag; die restlichen 950 werden ihm in den nächsten Wochen verabreicht, jeweils fünfzig Hiebe pro Sitzung in aller Öffentlichkeit. Und das nicht irgendwo, weit hinten in einem abgeschiedenen Wüstengebiet, sondern in einem der reichsten Länder der Welt, in dem technisch hoch gerüsteten SaudiArabien. Was die Hardware anlangt, ist das Land wie andere der arabischen Welt auf dem neuesten Stand, da nutzen sie alles, was die moderne, säkularisierte Welt zu bieten hat, ohne sich weiter um deren zivilisatorische Grundlagen zu scheren.

Im Gegenteil, sie werden im Namen des Islam aggressiv in Frage gestellt, mit der Peitsche, mit der Burka oder mit Mord und Totschlag. Es ist unsere, die westliche Lebensart gegen die die Gotteskrieger ins Feld ziehen, ausgerüstet mit den HightechWaffen, die wir selbst entwickelt haben. Sie verwenden, was der Westen geschaffen hat, um uns ins moralische Mittelalter zurück zu bomben. Der Islam, auf den sie sich berufen, stellt die denkbar größte Bedrohung für Europa dar, weil er in den Vorstellungen überlebter Epochen verharrt, nie durch eine Aufklärung, wie sie das Christen und das Judentum durchlaufen mussten, relativiert wurde.

Der Islam und Europa verhalten sich heute wie Feuer und Wasser. Das eine kann mit dem anderen nicht harmonieren, weil der historische Abstand niemals überbrückt wurde. Erst wenn die Trennung von Religion und Staat, die Individualisierung des Glaubens nachvollzogen würde, könnte der Islam gleichberechtigt in Europa ankommen. Solange das aber nicht der Fall, gehört er auch nicht zu Deutschland. In der Behauptung des Gegenteils konnte sich nur ein Bundespräsident gefallen, dem sonst nichts einfiel, womit er auffallen konnte. Über eine historische Bildung, die Zweifel an dem PRGag hätte wecken können, verfügte er so wenig wie der amtierende Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD), der uns unmittelbar nach dem im Namen Allahs verübten Attentat auf „Charlie Hebdo“ erklärte, „Terror hat mit dem Islam nichts zu tun“.

Wie, fragt man sich, kommt der Genosse dazu, einen derartigen Blödsinn zu behaupten. Das Mindeste, was man von ihm als Justizminister einer religiös unabhängigen Demokratie erwarten könnte, wäre doch, dass er die Terroristen ernst nimmt, wenn sie sich bei ihren Verbrechen immer wieder, nicht erst seit dem Anschlag auf das World Trade Center, auf den Islam berufen, unisono erklären, sie bekämpften den Westen, um zur Schaffung des islamischen Gottesstaates beizutragen.

Wenn die Moslems trotzdem zu ihrer Religion stehen, ungeachtet der islamisch begründeten Morde, Hinrichtungen und Entführungen, ist das ihre Sache. Wenn aber die regierenden deutschen Politiker die Augen vor den Gefahren des Islam verschließen, dann bringen sie das Land, von dem sie Schaden abwenden sollten, in Gefahr. Sie handeln unverantwortlich. Mehr noch, sie setzen sich dem Verdacht aus, für den unumschränkten Herrschaftsanspruch der islamischen Ideologie insgeheim mehr Verständnis aufzubringen, als ihnen das demokratische Gewissen erlauben sollte.

Dass sie sich dessen gar nicht bewusst sind, mag sein. Als Wortführer der Konsumgesellschaft leben sie nur mehr im Augenblick. Sie nehmen die Phänomene so, wie sie ihnen momentan erscheinen. Über historische Kenntnis, die sie veranlassten, die geschichtliche Bedingtheit der unterschiedlichen Religionen ins Kalkül zu ziehen, verfügen sie kaum mehr. Dummheit macht frei, Skrupel entfallen.

Christentum, Judentum, Islam alles gleichviel. Eine Religion mehr oder weniger, die zu Deutschland gehört, du lieber Himmel, was spielt das für eine Rolle, wenn man nicht mehr weiß, dass der Islam auch ein politisches Dogma ist, eine Ideologie der Alleinherrschaft wie der Kommunismus oder der Nationalsozialismus. Das gilt es abzuwenden, ohne wenn und aber. Beschwichtigungen sind hier völlig fehl am Platze. Den Nazis würde doch heute auch niemand mehr entschuldigend beispringen, nur weil die Mehrheit der Volksgenossen an das Gute im Führer glaubte.

Wer die Freiheit und die Glaubensfreiheit insbesondere verteidigen will, darf nicht alles tolerieren. Ein Islam, dessen Vertreter sich immer mehr in das politische Leben einmischen, vor dem die Parteien kuschen, von dem sie sich zu Kundgebungen zitieren lassen, gehört nicht zu Deutschland. Der Glaube ist eine Privatsache; und das hat er bitte schön auch zu bleiben. Keine wirtschaftlichen Zwänge, nichts sollte daran etwas ändern.

Wenn wir erst Moscheen bauen müssen, um die nötigen Arbeitskräfte zu bekommen, dann sind die Tage der Demokratie gezählt. Dann machen die Eliten schnell gemeinsame Sache so wie in Michel Houellbecqs eben erschienen Roman. Erzählt wird darin, wie plötzlich alle an dem Gefallen finden, was sie bei klarem Verstand‚ ablehnen müssten. Es geht um den Islam. Der deutsche Titel des Buches lautet „Unterwerfung“.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/dummheit_macht_frei

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Alex Feuerherdt schreibt: “ Vom deutschen Elend

 

Man könnte auch mit Michael Martens feststellen: Wenn der Islamismus nichts mit dem Islam zu tun hat, dann hatten die Kreuzzüge auch nichts mit dem Christentum zu tun. Und der Archipel Gulag nichts mit dem Stalinismus. Ganz einfach.
V.

Nicht wenige Linke, Linksliberale und Antirassisten nehmen gegenüber Muslimen eine Haltung ein, die als Ausweis edler Gesinnung daherkommt, in Wirklichkeit aber paternalistisch oder kulturrelativistisch und damit letztlich selbst rassistisch ist. Dort, wo sich islamisch grundierter respektive motivierter Hass äußert oder gar gewalttätig wird, werden allzu oft Erklärungen präsentiert, die beschwichtigen, verharmlosen, verdrehen. Selbst Brutalitäten bis hin zum Mord werden vielfach als zwar bedauerliche, aber irgendwo doch verständliche Reaktionen auf – angebliche oder tatsächliche – Ausgrenzungs- und Unterdrückungserfahrungen betrachtet. So, als könnten die betreffenden Muslime gar keine autonomen Subjekte sein, die Entscheidungen selbstbewusst treffen, als könnten (und müssten!) sie ihr Handeln nicht verantworten, sondern immer nur als Objekte reagieren – und zwar exakt so, wie sie es tun. Eine Entmündigung und Ontologisierung, ein Spiegelbild des Rassismus klassischen Zuschnitts: Rechte Rassisten wie linke Antirassisten können sich Muslime offenbar nur als Fanatiker vorstellen.

Hinzu kommt, dass dort, wo noch jede materielle, aufgeklärte Kritik an der gewalttätigen Praxis des Islamismus als »rassistisch« und »islamophob« denunziert wird, nicht nur eine fragwürdige Akzentverschiebung in der Debatte stattfindet oder zumindest beabsichtigt ist. Säkulare, islamkritische (Ex-)Muslime werden in ihrem Kampf gegen religiöse und religiös begründete Zumutungen auch schmählich im Stich gelassen. Dass die meisten Opfer des Islamismus unter den Muslimen zu finden sind, ist eine Wahrheit, der sich die meisten Antirassisten sehr ungern stellen. Weil sie nur auf den Rassismus konzentriert sind, haben sie tatenlos zugesehen, wie sich eine radikal freiheits- und frauenfeindliche, antisemitische und homophobe Ideologie ausgebreitet hat. Und sie haben es versäumt, dem rechten Schreckensszenarien vom drohenden Untergang des Abendlandes einen Kosmopolitismus und Universalismus entgegenzusetzen, der nicht nur xenophoben Zumutungen eine Absage erteilt, sondern eben auch denen des politischen Islam. (Wobei es rühmliche Ausnahmen wie die Aktion 3. Welt Saar gibt, die hier nicht unterschlagen werden sollen.)

Auch jetzt, nach dem Terror von Paris, steht in den öffentlichen Reaktionen und Debatten hierzulande auffällig oft die Warnung vor einer wachsenden Islamfeindlichkeit im Mittelpunkt. Der Islamismus dagegen ist – und daran ändern auch die zahlreichen Beteuerungen, ebenfalls »Charlie« zu sein, nichts – vielfach nur insoweit ein Thema, als man es sich verbittet, dass »Pegida« die Bluttaten in der französischen Hauptstadt instrumentalisiert. So, als sei die Gefahr, die vom politischen Islam als totalitärer Ideologie ausgeht, ansonsten zu vernachlässigen. Ebenfalls bezeichnend ist, wie wenig über die jüdischen Opfer gesprochen wird, die es in einem koscheren Supermarkt in Paris gab. Der Täter hatte sich dieses Geschäft ganz gezielt ausgesucht, wie er selbst sagte: »Ja. Die Juden. Wegen der Unterdrückung, vor allem des ›Islamischen Staats‹, aber überall. Es ist für alle Gegenden, wo Muslime unterdrückt werden. Palästina gehört dazu.«

Das hätte ein Anlass zu sein, eher vor Judenfeindlichkeit zu warnen als vor Islamfeindlichkeit, zumal nach den antisemitischen Aufmärschen des vergangenen Sommers. Doch »jüdische Tote scheinen Europa, ja die Welt bei weitem nicht so zu erschüttern wie Tote anderen Glaubens«, wie Bernhard Torsch auf seinem Blog schreibt. »Es ist fast so, als würde Terrorismus gegen Juden als Normalität wahrgenommen und, schlimmer noch, als Reaktion auf den Nahostkonflikt rationalisiert. Dass man den Skandal der Dauerbedrohung jüdischen Lebens in Europa hingenommen hat, ist aber eine der Wurzeln des Nachtschattengewächses Terrorismus. Kaum jemand schien zu verstehen, dass es nicht nur darum geht, jüdische Menschen und Einrichtungen mit Polizeistreifen zu beschützen, sondern dass die Notwendigkeit für diesen Schutz das eigentliche Problem ist. So wie das eigentliche Problem am islamischen Terrorismus nicht die Qualität der Abwehrmaßnahmen dagegen ist, sondern dass diese Maßnahmen nötig sind.«

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/vom_deutschen_elend

Der Frosch und der Ochse (Ein Islamist und Europa) / The Frog and the Ox (An Islamist and Europe) / ŻABA I WÓŁ (Islamista i Europa) (deutsch/english/po polsku)

Europe- and-its-Islamists

Europe pampering its Islamist

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An Islamist and EuropeDer Frosch und der Ochse (Ein Islamist und Europa)

Eine Fabel von Aesop

 

Ein Frosch sah auf einem Feld einen Ochsen und wollte so groß sein wie der. Er begann sich aufzuplustern und aufzublähen und sagte zu seienn Freundenl:

»Schaut her, Freunde, bin ich nicht so groß wie er ?«

»Nein, mein Freundchen, du bist noch weit entfernt davon, ungefähr so groß wie sein Huf bist du.«

» Wartet, ich will mich weiter aufplustern. Und jetzt? Bin ich gewachsen?«

»Du bist immer noch derselbe, kein bißchen hast du dich \erälldert.«

»Na und jetzt?« fragte er und plusterte sich noch mehr auf.

»Du bist der gleiche, der du vorher warst – So groß wie einer der Hufe.«

Doch der dumme Frosch plusterte sich immer weiter auf, und schließlich platzte er.

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The Frog and the Ox (An Islamist and Europe)

An Aesop Fable

 

One afternoon a grand and wonderful ox was on his daily stroll, when he was noticed by a small haggardly frog. The frog was too impressed with the great ox, impressed to the point of envy.

„Look at this magnificent ox!“ he called to all his friends, „He’s such a grand size for an animal, but he’s no greater than I am if I tried.“

The frog started puffing and swelled from his normal size.

„Am I as large as the wonderful ox?“ he asked his friends.

„No, no, not near as grand as the ox,“ they replied.

So, the frog puffed himself up more and more, trying to reach the state of the ox.

„Now? now?“ asked the frog.

„No, no. But please, don’t try anymore,“ pleaded his friends.

But the frog continue to puff and swell, larger and larger until he finally burst.

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ŻABA I WÓŁ (Islamista i Europa)

Bajka Esopa

 

Żaba ujrzała wołu,

Co wzrostem sięgał olbrzyma.

Mogąc co do wielkości z jajem iść po społu,

Zazdrością podniecona, pręży się, nadyma,

By dorównać zwierzęciu, męczy się usilnie.

«Siostro — mówi — zważaj pilnie: Czy dosyć?

Mówże! Czym mu dorównała?» «Nie.» — «A teraz?» — «Bynajmniej.» — «Czym dość już nabrzękła?»

«O, jeszcze ci daleko!» I gadzina mała

Tak się nadęła, że pękła.

Wielu ludzi winno się dojrzeć w tym obrazie.

Mieszczuch wznosi pałace na wzór pańskich dworów,

Każde książątko ma ambasadorów,

Każdy markiz chce mieć pazie.

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https://www.youtube.com/watch?v=9ZXFP_3zORQ

 

watch: Friday: The Alex Jones Show. Terror Attacks Will Rise In The West: British Intelligence Echoes Alex Jones Months Later. Plus: RPG Used By Charlie Hebdo Killers.

Date: 01/09/2015

Alex covers the latest developments in the Paris shooting on this Friday, January 9 edition of the Alex Jones Show. The suspects have been reported killed by police, according to the Associated Press, after a massive shootout with police. At least five explosions were heard near the shootout. The terror attack has created a debate over the radical Islamization of Western countries, with many fearing it will lead to the loss of their respective cultures. In other news, a drug cartel reportedly placed a bounty on Texas Gov. Rick Perry’s head and a fake terror group plans a „mass casualty attack“ against the West. On today’s show, filmmaker Kevin Booth talks to Alex about the failed War on Drugs and other trending topics

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Lieber Kontinent,

 

Gerne möchte ich Dir einige Zeilen schreiben, denn ich bin jemand der Dir sehr nahe steht, hier im Nahen Osten, und es liebt, durch Deine bewundernswerten Landschaften zu reisen. Jedoch auch weil ich jemand bin, der tief in Dir verwurzelt ist.

Europa, tausende von Jahren warst Du unsere Heimat, insbesondere während dieses jüngsten Jahrtausends. Dies waren die Tage guter, nachbarlicher Beziehungen, wie auch wirtschaftlichen, kulturellen und geistigen Wachstums. Es gab auch schwere Tage der Feindschaft, Vertreibung, Demütigung und Beschuldigungen des Ritualmords.

Irgendwie haben wir überlebt. Und dabei meine ich uns beide. Was für uns Kummer und für Dich Schande ist… Das ist die Angelegenheit unserer Trennung. Es ist erwähnenswert, dass die Entscheidung diese Bekanntschaft zu beenden, nicht unsere war. Der Plan wurde auf Deinem Boden entworfen, wo Lager aufgebaut wurden und Todeszüge fuhren. Gräber wurden aus Deiner Erde gegraben und Blut floss in Deine Flüsse. Über einen kurzen Zeitraum gelang es Dir eine bedeutsame – da sie tausende Jahr alt war – Jüdische Präsenz zu zerstören. Millionen von treuen Jüdischen Landeskindern wurden von Dir verjagt oder ermordet.

Nicht nur das, sondern auch ihre Beiträge zur Kultur, Wirtschaft, Kunst, Geisteswissenschaft, Universitätsleben, Literatur, Medizin, Bildung, Handel, Bankwesen und dem Leben im Allgemeinen.

Europa: Ich wollte Dir schon seit langer Zeit schreiben, doch aus irgendeinem Grund schien ich nie in der Lage die richtigen Worte zu finden. Diese Woche sah ich jedoch zwei Dinge die mich endlich dazu veranlassten, eine Entscheidung zu treffen.

Erstens sah ich einen Bericht vom Experten der Bevölkerungslehre und Soziologie, welcher angab, dass Du, Europa, zu einem Moslem wirst.

Natürlich bemühst Du Dich Dich selbst zu schützen, irgendwie… In der Schweiz verbietest Du Minaretts, in Frankreich Burkas, und du beschränkst die Anzahl der Immigranten und so weiter. Dir sollte mal klar werden, dass dieser Zug abgefahren und nicht mehr aufzuhalten ist. Keiner wird mehr in der Lage sein einer Muslimin das Tragen eines Kopftuchs zu verbieten. Und, in der Tat, beginnt die freisinnige, aufgeklärte und leicht bekleidete Europäerin langsam zu begreifen, dass dieses Schauspiel eines Tages enden kann.

Zweitens bemerkte ich die zahlreichen Warnungen hinsichtlich terroristischer Bedrohungen, welche in vielen Nationen an Europa-reisende Touristen trafen. Jemand, der nicht zwingend Jude ist, bemerkte einst eine bestimmte Faustregel, die besagt, dass zwar die wenigstens Moslems was mit Terrorismus zu tun haben, jedoch die meisten Terroristen trotzdem Moslems sind.

Langsam wird Dir klar, womit du es zu tun hast und Du fängst an, die Kultur zu verstehen die der radikale Islam mit sich brachte. Schnell hast du das Phänomen der Shahid-Märtyrer, der Intoleranz und der Isolation entdeckt. Selbstveranlasste Distanzierung von der Demokratie und Verachtung der Menschenrechte, als auch Frauenverachtung.

Rasch wurde es klar, dass der radikale Islam sich in eine Fischgräte in Deinem Rachen verwandelt hat, welche Du nicht entfernen kannst, da diese Handlung unverzüglich öffentliches Aufschreien mit der Forderung Menschenrechte zu respektieren, zur Folge hätte. Schlucken kannst du diese Gräte jedoch auch nicht, da sich solche radikalen Elemente nicht in die weiße, demokratische und Christliche Europäische Kultur miteinbeziehen lassen. Das würde zur Explosionen etlicher Flugzeuge führen.

Europa, die Natur verabscheut die Leere. Ihr habt uns gemetzelt und verjagt, und im Gegenzug die Welt des Islams erhalten. Dieser Hauch Nah-Ost fühlte sich zwar anfangs recht angenehm an, veränderte sich jedoch mit der Zeit in einen radikalen muslimischen Orkan, der in der Lage ist Dich wegzupusten, lieber Nachbar.

Europa, man erntet nun mal was man sät. Von einem Moment auf den anderen findest Du Frauen in Kopftüchern, hitzige Blicke und Moscheen an jeder Ecke. Plötzlich musst Du Dich mit der hohen natürlichen Geburtsrate der muslimischen Bevölkerung auseinandersetzen, welche Du doch selbst hervorgebracht hast, sowie mit Terrorismus und Gewalt, welche Du bisher lediglich ignoriert hast.

Du kannst es nicht mehr vermeiden. Der Konflikt ist bereits mitten in Dir. Leider sind auch wir gut mit diesem vertraut, wobei wir jedoch keinen Mangel an denen haben, die sich auf naivste Weise ihrer Rechtschaffenheit sicher sind.

Als der Schöpfer sich erstmalig entschied auf Grund unserer Unwürdigkeit in unsere Welt einzugreifen, gab Er den Menschen eine zweite Chance. Er bat Noah die Arche zu erbauen, um die Welt auf ein neues Fundament zu setzen und eine bessere, moralisch fortgeschrittene menschliche Rasse zu gestalten. Das war unsere zweite Chance und unser sicherer Unterschlupf.

Liebes Europa, wirst Du denn über ausreichend Weisheit verfügen um im Voraus eine neue Arche vorzubereiten und Dein Überleben zu sichern? Oder werden vielleicht Deine Arroganz, Aggression und Scheinheiligkeit Dich davon abhalten, die sich abzeichnende Katastrophe zu erkennen, die Du eigens bewirktest? Die Zeit wird knapp…

 

Avi Rath

Jüdischer Nachbar aus dem Nahen Osten

http://izrael.org.il/opinie/790-dobry-wieczor-europo.html

[Avi Rath ist ein Journalist und Wissenschaftler an der Bar-Ilan Universität]

 

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Dear Continent,

 

I would like to write you a few words, for I am someone who is very close to you, here in the Middle East, and I love voyaging across your beautiful landscapes, but also because I am deeply rooted in you.

Europe, you have been our home for thousands of years, especially during this most recent millennium. Those were the days of good neighbourly relationships, as well as economic, cultural, and spiritual development. There have also been difficult days of hatred, exile, humiliation, and accusations of ritual murder.

Somehow we’ve survived…. I mean, the both of us have. What is sorrowful to us and shameful to you… That’s the issue of our separation. It must be said that it wasn’t us, who decided to end that acquaintance. The plan was drawn on your land, where camps were built and death trains rushed. Graves were dug out in your soil, and blood streamed to your rivers. Over a short time, you managed to destroy a significant – for it was thousands of years old – Jewish presence. You murdered or chased away millions of loyal Jewish subjects. Not only themselves, but also their contributions to culture, economy, arts, humanities, university life, literature, medicine, education, business, banking, and life in general.

Europe: I’ve wanted to write to you for a long time, yet, for some reason, I never seemed capable of finding the right words. However, this week I’ve seen two things which finally made me come to a decision.

First of all, I saw a report by experts of demography and sociology, which states that you, Europe, are becoming Muslim.

Obviously, you are trying to protect yourself, somehow. You ban minarets in Switzerland, burquas in France, limit the numbers of immigrants, and so on. You must realize, that that ship has sailed and can no longer be stopped. No one will be able to forbid a Muslim woman the wearing of a hijab. And indeed, the liberal, enlightened, and scantily dressed European woman begins to realize that one day that show may be over.

The second thing that hit me was the large number of warnings issued in many countries to tourists travelling to Europe. They were regarding the terror threat. Someone – not necessarily a Jew – once noticed a certain rule of thumb which says that, while most Muslims have nothing to do with terrorism, still most terrorists are Muslims.

You begin to gradually realize what you are dealing with, and begin to understand the culture brought along with radical Islam. You quickly discovered the phenomenon of shahid martyrs, intolerance, and isolation. Self-alienation from democracy and contempt for human rights, and women in particular.

It rapidly became clear that radical Islam has transformed into a fishbone in your throat that you can’t take out, for that action would immediately result in a public outcry demanding respect for human rights. You can’t swallow that bone either, because the white, democratic, and Christian European culture cannot incorporate such radical elements. That would end up in explosions on so many planes.

Europe, nature abhors vacuum. You slaughtered us and chased us out, and in return you got the Muslim world. That Middle-Eastern breeze felt quite nice in the beginning, but as time went by, it changed into a radical Muslim hurricane that could blow you away, dear neighbors.

Europe, you reap what you sow. Out of the blue, you find women in hijabs, fervid glances, and mosques at every corner. All of a sudden, you must deal with the high natural growth rate of the Muslim population – which you bred yourself – as well as with terrorism and violence, which you’ve simply ignored thus far.

You cannot prevent it anymore. That conflict is already inside you. Unfortunately, we’re also all too familiar with it, although we don’t lack those who are naïvely confident of their righteousness, either.

When the Creator first decided to deal with the world, due to our unworthiness, He gave his people a second chance. He asked Noah to build the Ark, in order to put the world on a new foundation, and create a better, ethical human race. That was our second chance and safe harbor.

Dear Europe, will you then possess sufficient wisdom to prepare beforehand a new Ark and ensure your survival? Or maybe your arrogance, aggression, and hypocrisy will prevent you from seeing the looming catastrophe you’ve brought upon your own head? Time is running out.

 

Avi Rath

Jewish neighbour from Middle East

http://izrael.org.il/opinie/790-dobry-wieczor-europo.html

[Avi Rath is a journalist and a scientist at Bar-Ilan University]

 

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Witaj drogi kontynencie. Chciałbym napisać Ci kilka słów, jako że jestem kimś bliskim tutaj na Bliskim Wschodzie i kocham podróżować przez Twoje piękne krajobrazy, a moje korzenie tkwią głęboko w Tobie.

Europo, byłaś naszym domem przez tysiąclecia, a zwłaszcza przez ostatnie milenium. Były to czasy dobrych sąsiedzkich relacji oraz ekonomicznego, kulturalnego i duchowego rozwoju.  Były też trudne dni nienawiści, wypędzeń, poniżenia, no i oskarżeń o mord rytualny.

Jakimś sposobem przetrwaliśmy, tak my, jak i Wy. To co dla nas jest żalem, a dla Was wstydem, to kwestia naszego rozstania. Trzeba powiedzieć, że to nie my zdecydowaliśmy się zakończyć tę znajomość.  Plan został nakreślony na Waszej ziemi, tam zbudowano obozy i tam kursowały pociągi śmierci. Groby wykopano na Waszej ziemi, a krew lała się do Waszych rzek. Przez krótki czas udało się Wam przeciąć znaczącą (bo tysiącletnią) żydowską obecność. Zamordowaliście i wypędziliście miliony lojalnych żydowskich obywateli. Nie tylko ich samych, ale także ich udział w kulturze, ekonomii, sztuce, naukach humanistycznych, życiu uniwersyteckim, literaturze, medycynie, szkolnictwie, przedsiębiorczości, bankowości i życiu jako takim.

Europo, od dawna chciałem do Ciebie napisać, ale ciągle jakoś mi nie wychodziło. Jednak w tym tygodniu po zobaczeniu dwóch rzeczy w końcu się zdecydowałem.

Po pierwsze zobaczyłem raport napisany przez ekspertów od demografii i socjologii, którzy twierdzą, że Ty, Europo, stajesz się muzułmańska.

I rzeczywiście próbujesz jakoś się bronić. Zakazujesz minaretów w Szwajcarii, burek we Francji, ograniczasz liczbę imigrantów itp. Musisz zdać sobie sprawę, że tego pociągu już nie da się zatrzymać. Nikt nie będzie w stanie zabronić muzułmance noszenia chusty. I w rzeczy samej liberalna, oświecona  i  roznegliżowana Europejka zaczyna sobie zdawać sprawę, że kiedyś ta impreza może się skończyć.

Druga rzecz, która mnie uderzyła, to fakt licznych ostrzeżeń płynących z wielu krajów do turystów udających się do Europy. Chodzi o zagrożenie terrorystyczne. Ktoś już kiedyś zauważył (niekoniecznie Żyd) pewną prawidłowość, która mówi, że o ile większość muzułmanów nie ma nic wspólnego z terroryzmem, to jednak większość terrorystów to muzułmanie.

Powoli zaczynasz sobie zdawać sprawę z tego z czym masz do czynienia i zaczynasz rozumieć kulturę, która przyszła wraz z radykalnym islamem. Nagle odkrywasz fenomen szahidów-męczenników, nietolerancję i izolację. Alienowanie się od demokracji i pogardę dla praw człowieka czy kobiet w szczególności.

Nagle się okazało, ze radykalny islam stanął Ci kością w gardle, której nie potrafisz usunąć, bo to momentalnie podniosłoby płacze i apele o przestrzeganie praw człowieka. Tej kości nie możesz też połknąć, bo biała, demokratyczna i chrześcijańska kultura Europy nie może zawierać takich radykalnych elementów. To się zakończy wybuchem i to na wielu płaszczyznach.

Europo, świat nie znosi próżni. Wymordowaliście i wypędziliście nas, a w zamian dostaliście muzułmański świat. Na początku było całkiem miło z tą bliskowschodnią bryzą, ale z upływem czasu pojawił się radykalny islamski huragan, który może Cię zdmuchnąć, drogi sąsiedzie.

Jak sobie pościelesz, Europo, tak się wyśpisz. Nagle odkrywasz kobiety w chustach, żarliwe spojrzenia i meczety na każdym rogu. Niespodziewanie musisz się uporać z wysokim przyrostem naturalnym muzułmanów (który sama wyhodowałaś) oraz z terroryzmem i przemocą (to akurat ignorowałaś).

Nie możesz już temu zaprzeczyć. To zderzenie już jest u Ciebie. Niestety, my też się na tym świetnie znamy, choć i u nas nie brakuje naiwniaków przekonanych o swojej prawości.

Kiedy Stwórca zdecydował się pierwszy raz rozprawić ze światem na skutek naszych niegodziwości, to dał jeszcze ludziom drugą szansę. Poprosił Noego o zbudowanie arki, by postawić świat na nowych fundamentach i stworzyć bardziej etyczną ludzkość. To była druga szansa i schronienie.

Czy zatem droga Europo starczy Ci mądrości, by się przygotować zawczasu na nową arkę i przetrwać? A może Twoja arogancja, agresja i hipokryzja nie pozwolą Ci przyznać się do katastrofy, którą sama na siebie ściągnęłaś? Zegar tyka.

 

Avi Rath

Żydowski sąsiad z Bliskiego Wschodu

http://izrael.org.il/opinie/790-dobry-wieczor-europo.html

[Avi Rath jest dziennikarzem i naukowcem z Uniwersytetu Bar Ilan]

 

 

Charlie Hebdo in memoriam

BlackRibbon

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden. Nicht trauern, sondern bekämpfen!

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles. Don´t mourn, fight back instead!

>>Auch die französische Zeitung „Charlie Hebdo“, die am Mittwoch zum Opfer des Massakers von Paris wurde, war schon zuvor ins Visier militanter Islamisten geraten. Angesichts der massiven Proteste in der muslimischen Welt gegen Westergaard und „Jyllands-Posten“ hatte „Charlie Hebdo“ 2006 dessen Zeichnungen nachgedruckt und eine eigene Mohammed-Karikatur hinzugefügt. Kurz darauf, am 1. März 2006, druckte die Zeitung ein Manifest, in dem zwölf Intellektuelle Position gegen muslimischen Extremismus beziehen. Unterzeichner waren Rushdie selbst, die somalischstämmige Niederländerin Ayaan Hirsi Ali, die in Frankreich lebende iranische Schriftstellerin Chahla Chafiq, der französische Philosoph Bernard-Henri Lévy, der Libanese Antoine Sfeir und weitere Intellektuelle, Schriftsteller und Journalisten. Wir dokumentieren das Manifest in deutscher Übersetzung.

„Nachdem die Welt den Faschismus, den Nazismus und den Stalinismus besiegt hat, sieht sie sich einer neuen weltweiten totalitären Bedrohung gegenüber: dem Islamismus. Wir Schriftsteller, Journalisten, Intellektuellen rufen zum Widerstand gegen den religiösen Totalitarismus und zur Förderung der Freiheit, Chancengleichheit und des Laizismus für alle auf.

„Je suis Charlie“ – Tausende gehen in Paris für „Charlie Hebdo“ auf die Straße FOTO: dpa, isl lb

Die Ereignisse nach der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in europäischen Zeitungen zeigen die Notwendigkeit des Kampfes für die universellen Werte. Dieser Kampf kann nicht mit Waffen, sondern muss auf dem Feld der Ideen gewonnen werden. Es handelt sich nicht um ein Aufeinanderprallen der Kulturen oder einen Gegensatz von Okzident und Orient, sondern um einen weltweiten Kampf der Demokraten gegen die Theokraten.

Wie alle Totalitarismen nährt sich der Islamismus aus der Angst und der Frustration. Auf diese Gefühle setzen die Hassprediger, um mit ihren Bataillonen eine Welt der Unfreiheit und Ungleichheit zu erzwingen. Wir aber sagen laut und deutlich: Nichts, nicht einmal Verzweiflung, rechtfertigt Massenverdummung, Totalitarismus und Hass. Der Islamismus ist eine reaktionäre Ideologie. Überall, wo er sich breit macht, zerstört er Gleichheit, Freiheit und Laizismus. Wo er erfolgreich ist, führt er nur zu einer Welt des Unrechts und der Unterdrückung: der Frauen durch die Männer und aller anderen durch die Integristen (die die Welt ausschließlich religiös deuten, Anm. d.Red.).

„Charlie Hebdo“ – Die Opfer der Schießerei FOTO: ap

Wir lehnen den ,kulturellen Relativismus‘ ab, der im Namen der Achtung der Kulturen und der Traditionen hinnimmt, dass den Frauen und Männern der muslimischen Kultur das Recht auf Gleichheit, Freiheit und Laizität vorenthalten wird. Wir weigern uns, wegen der Befürchtung, die ,Islamophobie‘ zu fördern, auf den kritischen Geist zu verzichten. Dies ist ein verhängnisvolles Konzept, das die Kritik am Islam als Religion und die Stigmatisierung der Gläubigen durcheinanderbringt.

Wir plädieren für allgemeine Meinungsfreiheit, damit sich der kritische Geist auf allen Kontinenten gegen jeden Missbrauch und gegen alle Dogmen entfalten kann.

Wir richten unseren Appell an die Demokraten und freien Geister aller Länder, damit unser Jahrhundert eines der Aufklärung und nicht eines der Verdummung wird.“

Ayaan Hirsi Ali, Chahla Chafiq, Caroline Fourest, Bernard-Henri Lévy; Irshad Manji, Mehdi Mozaffari, Maryam Namazie, Taslima Nasreen; Salman Rushdie, Antoine Sfeir, Philippe Val, Ibn Warraq Aus dem Französischen von Jochen Hehn.<<

http://www.rp-online.de/politik/ausland/manifest-gegen-den-religioesen-totalitarismus-aid-1.4783474

Selber Schuld, Charlie!

Tapfer im Nirgendwo

Auf WDR5 fand nicht mal vierundzwanzig Stunden nach dem mörderischen Terroranschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo ein Tagesgespräch statt, bei dem erklärt wurde, warum wir „uns nicht wundern dürfen“, dass in Paris gemordet wurde, weil wir nämlich irgendwie selber Schuld seien am Hass und einfach mal gewisse Dinge nicht mehr kritisieren sollten. Am Ende verstieg sich die Sendung darin, dass Israel an allem Schuld sei. Abgesegnet wurde das alles vom ruhigen Ton des Selbsthasses, sonor geschnurrt vom eingeladenen Experten Hajo Funke.

Hier ein paar Höhepunkte der Sendung:

Der erste Anrufer erklärte: „Wir sollten mit der Meinungsfreiheit bewusst umgehen und sie nicht überstrapazieren“, denn auch Worte könnten töten. Hajo Funke erklärte daraufhin: „Ich stimme dem Herrn ausdrücklich zu. Das ist ein sehr differenzierter Beitrag, mit dem Sie die Sendung begonnen haben!“

Keine vierundzwanzig Stunden nach dem Mord an mehrere Karikaturisten, die abgeschlachtet wurden, weil sie Bilder gemalt und Witze…

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Angela Merkel mit Helene Fischer in Missionarsstellung / Angela Merkel with Helene Fischer in Missionary Position

kamasutra
Das Phänomen Helene Fischer und was es mit Angela Merkel zu tun hat

Von Matthias Heitmann

Helene Fischers „Vielseitigkeit“ offenbart neben der unbestreitbaren gesanglichen Qualität der Entertainerin vor allem eines: ein breites wie tiefes Desinteresse für Inhalt und Bedeutung.

Weihnachten bot die perfekte Gelegenheit für einen riskanten Selbstversuch: Noch nie hatte ich eine „Helene-Fischer-Show“ gesehen, mich noch nie diesem Phänomen bewusst ausgesetzt. Nach etwa eineinhalb Stunden überkam mich eine Art sinnliches Taubheitsgefühl, der Eindruck der Übersättigung und Verwirrung, sodass ich schon befürchtete, den Kern des Helene-Fischer-Prinzips nicht mehr entdecken zu können – bis mir plötzlich bewusst wurde: Genau diese Taubheit, erzeugt durch eine Überdosis an wahllos aneinandergereihten musikalischen Stilwechseln, macht den Kern dieses Prinzips aus!

Schöne und Biest
Jelena Petrowna Fischer – so lautete der Geburtsname der aus Sibirien stammenden Spätaussiedlerin – bietet Stoff für grandiose Märchen. Und nicht nur Stoff, sie stellt auch gleich das Personal. Sie kann die unschuldige blonde Schönheit verkörpern, die einfach nur durch ihren Gesang Freund und Feind verzaubert und der niemand etwas Böses wollen kann. Sie kann aber auch auf Knopfdruck die böse Hexe spielen, die sich dafür rächt, dass ihr als staatlich anerkannter Musicaldarstellerin von einer Karriere im Musical-Business ab- und stattdessen die Schlager-Szene angeraten wurde, und sie nun den Menschen die Sinne raubt, sie mit ihrem sirenenartigen Gesang verführt und verwirrt und unrettbar in ihren Bann zieht. Wahrscheinlich liegt auch bei Helene Fischer die Wahrheit irgendwo zwischen diesen Extremen. Und möglicherweise trägt die Tatsache, dass sie sowohl zur Heldin als auch zur Hexe taugt, nicht unwesentlich zu ihrem einzigartigen Erfolg bei. Es bedarf maximal eines Kostümwechsels, eine von Fischers einfachsten Übungen.

Um nicht missverstanden zu werden: Die 30Jährige kann sehr gut singen, tanzen und performen. Rein äußerlich und fachlich gibt es nichts Gravierendes an ihr auszusetzen. Sie wirkt freundlich, respektvoll und dankbar, hat ein Herz für Kinder und engagiert sich gegen Kinderprostitution. Auch künstlerisch eckt sie nicht an, sie ist aber gleichzeitig auch mutig und spult in ihren Shows ein beachtliches Pensum ab. Ihre Fans lieben an ihr nicht zuletzt ihre außergewöhnliche Vielseitigkeit sowie ihre Offenheit, was Musikstile anbelangt. Und in der Tat: In ihrer Show singt Helene Fischer alles, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist. In der an Weihnachten 2014 ausgestrahlten Show weicht der Schlager alsbald dem Musical, das wiederum von einem Metal-Klassiker abgelöst wird, bevor sie im Duett Udo Jürgens diesen fast zu Tränen rührt. Schon im nächsten Moment ist sie Teil eines Comedy-Sketches, dessen artigen Applaus sie am Ende nutzt, um schon wieder in das nächste Kostüm zu schlüpfen und den nächsten abrupten Stilbruch anzustimmen. Und Fischer wagt sich auch an Koryphäen: Die Rockgruppe Queen gibt ihr die Ehre und singt gemeinsam mit ihr ein Lied. Dies war übrigens der Moment, an dem sich bei mir der Verdacht regte, dass der Helene-Fischer-Effekt in Wirklichkeit nicht auf reiner „Vielseitigkeit“ basiert, sondern hier irgendetwas anderes vor sich geht.

Von der Vielseitigkeit zur Beliebigkeit
Dabei ist es nicht so, dass Helene Fischer nicht dazu geeignet wäre, Musical oder Rock-Balladen zu singen. Sie kann es zweifellos, immerhin hat sie eine dreijährige Ausbildung an der Stage & Musical School in Frankfurt absolviert. Das Interessante aber ist: Helene Fischer interpretiert keine Musikstile, sie nimmt sie in Besitz. Wenn sie Rockmusik oder Swing singt, hat man nicht das Gefühl, dass sie in das jeweilige Genre und in dessen Lebensgefühl eintaucht; eher fühlt es sich an wie das Gegenteil: Fischer „rockt“ und „swingt“ nicht, vielmehr werden Rock und Swing „gefischert“. Einerseits könnte man nun sagen: Fischer ist nicht nur vielseitig, sondern auch zutiefst tolerant, da sie in ihren Shows nahezu aller Stilrichtungen bedient – was ja letztlich auch der Grund ist, warum sie sowohl von Teenies als auch von Eltern und Großeltern geliebt wird. In geradezu naiver Unschuld scheint sie Musik einfach als das zu betrachten, was sie in ihren Augen ist: eine Folge von Harmonien, Klängen und Melodien, die zum Singen und Tanzen einladen, ganz gleich, wie alt sie sind, woher sie kamen und was sie einmal bedeuteten.

Für mich fühlt und hört sich Helene Fischer nicht vielseitig an, im Gegenteil: Es ist ganz gleich, was sie singt, es klingt immer und in allererster Linie nach Helene Fischer. In ihrer Liebe zur Musik und ihrer Bereitschaft, sich nahezu jeder Musik zuzuwenden und sie als gleichberechtigte Melodien zu behandeln, betreibt sie Gleichmacherei – wahrscheinlich sogar, ohne das zu wollen. Aber das ziel-, ordnungs- und somit auch sinnfreie Potpourri, mit dem sie ihr Publikum in ihrer mehrstündigen Show beglückt, macht es nahezu unmöglich, eine andere Botschaft im Gedächtnis zu behalten als: Helene Fischer kann alles singen, was jemals komponiert wurde.

Entkernte Musik
Dabei ist gerade auch in der Musik das Verständnis von inhaltlichen Zusammenhängen, aber auch von stilistischen Entwicklungslinien und bewussten Abgrenzungen wichtig, um ihrer Seele gewahr zu werden. Rockmusik hätte nicht entstehen können, wenn es nicht vorher den Jazz gegeben hätte. Genauso wenig wie Musik eine bloße Aneinanderreihung von Tönen ist, so ist Musikgeschichte eine zufällige Aneinanderreihung von frei im Raum schwebenden Ideen und Stilrichtungen. Musik ist der historisch-spezifische Ausdruck von individuellen wie auch gesellschaftlichen, aufeinander aufbauenden Gefühlslagen, Stimmungen und Sichtweisen, aber auch vom jeweiligen Umgang mit Regeln und Traditionen. Kurz gesagt: Musik spiegelt immer auch den Zeitgeist wider. Nimmt man diesem Spiegelbild aber die zeitliche Dimension, läuft man Gefahr, ihm auch den eigenen Geist zu nehmen. Was bleibt, ist Verwirrung – und die Konzentration auf den Interpreten.

Gerade weil Musik aber immer Ausdruck des Zeitgeist ist, wurde die Rockmusik, als sie entstand, von den älteren Generationen verabscheut und als „Bedrohung für das Abendland“ angesehen: Diese Musik entsprach dem Lebensgefühl der damaligen jungen Generation, es roch nach Revolte, nach Schweiß, nach Ausbruch, nach Wildheit und Erotik – anders formuliert: Ja, das Abendland sollte tatsächlich – zumindest ein Bisschen – ins Wanken geraten und zum Einsturz gebracht werden.

Helene Fischer schwitzt nicht, sie versprüht auch weder Wildheit noch Ekstase oder gar Revolte und Erotik. Ihre „Personality“ ist so perfekt stilisiert, dass sie keiner Wandlung mehr zu bedürfen scheint. Fischer nimmt der Musik, die sie singt, ihre eigentliche Bedeutung – und dies gerade dadurch, dass sie Musik eben nur als Aneinanderreihung von Tönen betrachtet und nicht als Ausdruck von unterschiedlichen Kulturen und Subkulturen, man könnte auch sagen: „Parallelgesellschaften“. Fischer verhilft diesen Kulturen nicht zu ihrem Recht, sondern sie entkernt sie, verwischt alle Unterschiede und reduziert sie auf den kleinsten gemeinsamen Nenner singbarer Seichtheit.

Das mag, wenn professionell arrangiert, eine gute Strategie sein, um an einem Feiertagsabend in alter „Wetten-dass…?-Manier“ mehrere Generationen für eine kurze Zeit um das öffentlich-rechtliche Lagerfeuer zu vereinen, da für jeden etwas dabei ist. Andererseits ist ein solcher Gebrauch von Musik für viele, die mit Musik so etwas verbinden wie kulturelle Weltanschauungen und sie als Ausdrucksform von echten Passionen und tiefen Überzeugungen erspüren und zelebrieren, ein schmerzhafter Missbrauch.

Dies ist aber natürlich kein Aufruf, nicht mehr mit Musikstilen zu experimentieren. In der Kunst ist aus guten Gründen der Handwerker-Leitsatz, demzufolge der Schuster besser bei seinen Leisten bleibt, außer Kraft gesetzt. Alles ist erlaubt, und alles hat seine Daseinsberechtigung. Und tatsächlich gibt es grandiose stilistische Fremdgänger oder Genre-Hopper, die nicht nur Grenzen überwanden, sondern so auch neue Stile entwickelten. Freddy Mercurys Liebe zur Oper beispielsweise gipfelte in fantastischen Duetten mit der spanischen Opernsängerin Montserrat Caballé, so u.a. im Song „Barcelona“ von 1987, der 1992 zur inoffiziellen Hymne der Olympischen Sommerspiele in der katalanischen Stadt wurde.

Ob Mercury indes auch mit Helene Fischer gesungen hätte, wage ich zu bezweifeln. Wahrscheinlich hätte ihm bei all ihrer Professionalität eine Prise Echtheit gefehlt, die ein solches Duett für ihn interessant gemacht hätte. Diesen Zweifel spürten vielleicht auch Mercurys noch lebende Band-Kollegen, weshalb sie dem kurzen gemeinsamen Auftritt mit Fischer noch einen eigenen Auftritt ohne sie folgen ließen. Gut zu wissen, dass „Queen“ auch ohne Freddy nicht ganz so tief gesunken ist.

Kastriertes Crossover
Es ist alles erlaubt im künstlerischen Bereich, schließlich existiert ja kein Konsumzwang. Dasselbe gilt auch für die Musik- und Kulturkritik, aber auch für alle anderen Kritiken. Auch Kritik an Helene Fischer bzw. am Helene-Fischer-Phänomen ist erlaubt. Sich in dieser Kritik am Menschen oder seinen gesanglichen Fähigkeiten aufzuhalten, ist zwar populär und auch üblich, wäre aus meiner Sicht zu kurz gegriffen und zudem auch ungerecht. Helene Fischer ist eine außergewöhnlich gute Sängerin, und es ist in einer freien Gesellschaft ebenfalls statthaft, mit Florian Silbereisen liiert zu sein. Dass Fischer extrem erfolgreich ist, taugt ebenfalls nicht zur Angriffsfläche, vorausgesetzt, man möchte sich nicht einfach nur auf billige Kommerzkritik beschränken. Fischer trifft wie kaum jemand sonst den Nerv der Zeit. Sie weiß, dass ihr Erfolgsrezept funktioniert: Sie muss einfach nur Helene Fischer bleiben und singen, was man ihr vorschlägt.

Vor 30 Jahren wäre sie mit diesem Modell wohl noch grandios gescheitert – womöglich wäre dieses Konzept so aber gar nicht entstanden. Mitte der 80er-Jahre hätte sich eine ernsthafte Schlagersängerin weder an Punk- noch an Rockmusik herangetraut. Und dies nicht nur, weil ihr ihre Fangemeinde das nicht gedankt hätte, sondern auch, weil sich hinter Musikstilen noch stärker verankerte und inhaltlich positionierte kulturelle Standpunkte, wenn nicht sogar kulturell, aber auch politisch definierte Parallelgesellschaften verbargen. Wer Punkrock mochte, hasste Schlager und umgekehrt. Außerhalb beißender Parodien war beides nicht vereinbar – nicht, weil beide Stilrichtungen hinsichtlich ihrer Komplexität weit auseinanderlagen, sondern wegen ihrer jeweiligen gesellschaftlichen Verankerungen.

Heute bekommt Helene Fischer bekommt stehende Ovationen bei Jung und Alt, wenn sie in ihrer Show ihren Hit „Atemlos“ in einem Medley mit nicht weniger als 14 Stilrichtungen präsentiert und dabei wie selbstverständlich auch eine Hardcore-Sequenz einbaut. Dabei tut sie etwas ganz anderes wie Heino: Wenn sich der 76jährige Schlagersänger gemeinsam mit der Rockband Rammstein beim Wacken Open Air auf die Bühne traut, riskiert er etwas: Er spielt mit den Gegensätzen und vollzieht den bewussten Stilbruch. Helene Fischer zieht die Risikolosigkeit vor, zudem ist ihr Stilbrechen eine eher bewusstlose Tat, ohne Konsequenzen und ohne Erinnerungswert.

Badengehen in der Konsens-Suppe
Dass Fischer Melodien einfach nur wie verwendbares Gesangsmaterial behandelt und jeglichen kulturell-historisch-politischen Kontext von Musik beiseiteschiebt, ist allein weder neu noch eine Aufregung wert. Dass sie dafür als vielseitig und multikulturell und integrativ gelobt wird, liegt am heutigen Zeitgeist: Wir leben nicht in einer Epoche, die sich durch knallharte und trennscharfe Positionen, Identitäten und Kulturen auszeichnet. Standpunkte werden nicht mehr bis ins Kleinste ausdiskutiert und auseinander dividiert, man bleibt eher pauschal und an der Oberfläche, aber dadurch auch wenig profiliert und überzeugend. Anstatt Unterschiede zu definieren und zu erklären, ist es zeitgemäßer, grundlegende Gemeinsamkeiten herauszustellen, die jedem Individuum eine begrenzte Freiheit der Selbstgestaltung ermöglichen, aber freilich, ohne ernsthaft aus dem Rahmen zu fallen. Große Ideen und weltbewegende Ideale sind heute ebenso wenig en vogue wie sich hierum entwickelnde, in sich geschlossene, schlüssige und von sich überzeugte kulturelle oder politische Identitäten.

Im gesellschaftlichen Stillstand und angesichts des Fehlens eindeutiger Polaritäten differenzieren sich Stile nicht mehr wirklich aus, sondern tendieren eher dazu zu verschwimmen. Das gilt für die kulturelle Welt in ähnlicher Weise wie für die politische Welt. Während Angela Merkel der Inbegriff der konfliktscheuen Konsenspolitik ist, verkörpert Helene Fischer das Kollabieren von einstigen kulturellen Identitäten im stehenden Gewässer moderner Stagnation. Was in diesem Mischmasch übrigbleibt, ist allein die Person. Helene Fischer ist gewissermaßen die hohe Priesterin der „Großen Koalition der populären Musik“, in der eine „Hitparade“ im Radio auch wieder „Schlagerparade“ heißen kann, ohne dass ernsthaft dagegen rebelliert wird.

Es gibt also gute Gründe dafür, das Helene-Fischer-Phänomen nicht zu mögen. Die Sängerin ist das Aushängeschild einer bedauerlichen inhaltlichen wie kulturellen Verengung, die entsteht, wenn vormals Gegensätzliches und Auseinanderstrebendes die eigene Dynamik verliert, sich nach innen kehrt, aufeinander fällt und somit Unterschiede und Abweichungen zu Nebensächlichkeiten und Plattitüden zerquetscht. Kaum eine deutsche Künstlerin symbolisiert diese Entwicklung so perfekt wie Helene Fischer – verantwortlich für den Kollaps der Stile ist sie indes nicht. Sie singt es nur.

Matthias Heitmann ist freier Autor. Im Frühjahr erscheint im TvR Medienverlag sein Buch „Zeitgeisterjagd“. Seine Website findet sich auf www.zeitgeisterjagd.de.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/das_phaenomen_helene_fischer_und_was_es_mit_angela_merkel_zu_tun_hat

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

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They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

 I think for food

800px-Molon_labe2

 

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindlichen Bomben regnete und bemerkte: „Wie alles Deutsche, stark übertrieben.„<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Are you ready for the 2015?

Ready for the 2015

Peter Weiss: Die Ästhetik des Widerstands
Hörspiel in 12 Teilen

Peter Weiss entwickelte eine Ästhetik, die sich gegen Unterdrückung jeder Art richten sollte.

Die Ästhetik des Widerstands, das in den Jahren von 1971 bis 1981 entstandene erzählerische Hauptwerk des Schriftstellers Peter Weiss, gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Romanen der zweiten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts. Im Zentrum des fast eintausend Seiten umfassenden Triptychons, das die Geschichte des Scheiterns sozialistischer Ideale und Kämpfe und das Ausgeliefertsein des Individuums in totalitären Zeiten abbildet, steht die Person eines fiktiven deutschen Widerstandskämpfers. Dieser Ich-Erzähler verlässt als Jugendlicher 1937 Berlin und gelangt über die Tschechoslowakei, Spanien und Paris nach Schweden. Da wie dort wird er Zeuge der Widerstandskämpfe gegen Nazideutschland und der Machtkämpfe innerhalb der Kommunistischen Partei. „Wer ist dieses Ich? Ich selbst bin es.“

Zu hören auf:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/hoerspiel-und-medienkunst/hoerspiel-weiss-aesthetik-widerstand-100.html

Sendungsinfo

Peter Weiss Die Ästhetik des Widerstands (1/12) – Der Altar

Peter Weiss Die Ästhetik des Widerstands (2/12) – Der Traum

Peter Weiss Die Ästhetik des Widerstands (3/12) – Der Vater

Peter Weiss Die Ästhetik des Widerstands (04/12) – Spanien

Peter Weiss Die Ästhetik des Widerstands (05/12) – Guernica

Peter Weiss Die Ästhetik des Widerstands (06/12) – Im Exil

Peter Weiss Die Ästhetik des Widerstands (07/12) – Der Auftrag

Peter Weiss Die Ästhetik des Widerstands (08/12) – Brecht

Peter Weiss Die Ästhetik des Widerstands (09/12) – Die Mutter

Peter Weiss Die Ästhetik des Widerstands (10/12) Der Untergrund

Peter Weiss Die Ästhetik des Widerstands (11/12) Plötzensee

Peter Weiss Die Ästhetik des Widerstands (12/12) Die Ausgesetzten

Peter Weiss, geb. 1916 in Nowawes (heute Potsdam). Sohn eines jüdischen Textilfabrikanten ungarischer Herkunft und einer deutschen Schauspielerin. Deutsch-schwedischer Schriftsteller, Maler, Filmemacher und Illustrator. 1934 Tod der Schwester Margit und Emigration über London nach Prag. Studium der Malerei an der Prager Kunstakademie. 1938 Aussiedlung über die Schweiz ins Exil nach Schweden. Trotz Annahme der schwedischen Staatsbürgerschaft bleibt das Gefühl des nicht Dazugehörens. Durch intensiven Briefwechsel mit seinem Idol Hermann Hesse Bestärkung zur künstlerischen Arbeit. In den 30er – 40er Jahren vorrangig Beschäftigung mit expressionistischer Malerei. Ab den 50er Jahren erste kleinere Erfolge als Experimentalfilmer. 1960 Durchbruch mit Der Schatten des Körpers des Kutschers und Aufnahme in die Künstlerverbindung Gruppe 47. Auf die surrealistische Prosa folgen politische Werke analytisch-dokumentarischen Charakters. Zentral ist dabei die vergangenheitspolitische Aufarbeitung Europas in der Kunst. Weiss propagiert, Kunst und Leben nicht zu trennen. 1982, im Jahr seines Todes, sollte Weiss mit dem Georg-Büchner-Preis geehrt werden, er erhält die Auszeichnung posthum.

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Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

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Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

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Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

Das Feld, das russische Feld: Joseph Brodsky und Alexander Sergejewitsch Puschkin über Ukraine, Nikita Mikhailkov über Vladimir Putin / Field, Russian field: Nikita Mikhailkov’s speech on Vladimir Putin, Joseph Brodsky and Alexander Sergejewitsch Puschkin about Ukraine / Поле, русское поле: Никита Михалков о Владимире Путине, Иосиф Бродский и Александр Сергеевич Пушкин об Украине (german, english, russian)

Eltville 2012 © by Julian S. Bielicki 120x80cm oil in canvas

Eltville 2012 © by Julian S. Bielicki 120x80cm oil in canvas

Das Feld, das russische Feld: Joseph Brodsky und Alexander Sergejewitsch Puschkin über Ukraine, Nikita Mikhailkov über Vladimir Putin.

 

In Zeiten der Globalisierung würde man denken, daß Menschen versuchen Andere zu verstehen. Von wegen! Ganz und gar nicht, der menschliche Idiot versucht gar nicht, andere zu verstehen, denn dazu müßte er sich informieren, wie die Tatort-Kommissare immer sagen, nach allen Seiten und ergebnissoffen ermitteln, dazu ist aber der menschliche Idiot, der moderne Tartuffe, zu faul und zu unfähig, denn er hat nur gelernt Andersdenkende mit einem Meinungs-Lynch-Mob medial mundtot zu machen. Zuzuhören, nachzufragen, sich zu informieren, in Folge eigene Meinung zu bilden und eventuell zu ändern, das alles ist ihm zu stressig, dafür hat er keine Geduld, das springt nicht sofort aus seinem App heraus, da hat er nicht sofort einen kognitiven Samenerguss, dann macht er das auch nicht. Allmähliches Erarbeiten von etwas verschwindet immer mehr, alles muß sofort passieren. Schwarzbrot hat keine Konjunktur, alles muß mundgerecht kleingeschnitten geliefert werden, das moderne Gehirn will nur noch schnell Hapa-Hapa machen. Aber sofort passiert nur Blödsinn, sofort kann man nur in die Hose machen, deswegen geht es den meisten auch beschissen.

Ich versuche es aber Mal, hier etwas zu erklären, was nicht sofort einsichtig sein wird, sondern erst allmählich, in der resignierten Hoffnung, das es doch vielleicht jemand macht. Kauen, meine ich.

Also, Rußland ist in Allermunde, nun versucht Mal Rußland etwas zu verstehen.

Versucht Menschen zu verstehen, für die das Wichtigste in ihrem Leben das Feld ist. Huch?Ja, Sie haben es richtig verstanden. Das Feld. Das russische Feld. Dieses Feld wird in Russland geliebt und besungen, „Das russische Feld“ ist eins der bekanntesten russischen Lieder. Hier können Sie es hören:

Sehen Sie bitte auch „Weisse Naechte des Brieftraegers Alexei Trjapizyn“ / “Белые ночи почтальона Алексея Тряпицына” / „The Postman’s White Nights“

und lesen Sie die Rede von Nikita Mikhailkov über Vladimir Putin, und jeweils ein Gedicht über Ukraine, von Joseph Brodsky und von Alexander Sergejewitsch Puschkin.

Und dann überlegen Sie, wie Sie sich mit Menschen verständigen, für die ihr russisches Feld so wichtig ist. Und die sich ihr russisches Feld nicht von irgendwelchen dahergelaufenen ukrainischen Nazis und westlichen Neocons samt ihrer Nato-Merkel und Flintenuschi versauen lassen wollen. Der langsam daherbrabbelnde Steinmeier ist ihnen dagegen egal.

Damit haben Sie für das kommende Wochenende genug zu tun! Viel Spaß! JSB

 

Worte Inna Goff, Musik von Jan Frenkel

 

Das Feld, das russische Feld,

es scheint der Mond oder der Schnee fällt,

Glück und Schmerz mit Dir verbunden,

nein, mein Herz vergisst Dich in 100 Jahren nicht.

Russischess Feld, russisches Feld,

wie viele Wege ich gehen musste,

Du bist meine Jugend, Du bist mein Wille,

das was geschah,

was im Leben geschah.

Dir gleichen weder Wälder noch Meere,

Du bist bei mir, mein Feld,

Ein hoher Wind weht kühl,

Hier ist mein Vaterland,

Ich sage es, ohne es zu verstecken,

Grüße Dich, russisches Feld,

Ich bin Dein kleiner Halm,

Das Feld, das russische Feld,

obgleich ich schon lange ein Stadtmensch bin,

Geruch vom Wermutkraut,

Regenschauer im Frühling

Plötzlich nässen mich mit

Vergangener Wehmut durch.

Das russische Feld,

das russische Feld,

ich, wie Du, lebe durch die Erwartung,

ich glaube dem Schweigen,

wie einem Versprechen,

an dunklem Tag

sehe ich das Grauen.

Dir gleichen weder Wälder noch Meere,

Du bist bei mir, mein Feld,

Ein hoher Wind weht kühl,,

Hier ist mein Vaterland,

Ich sage es, ohne es zu verstecken,

Grüße Dich, russisches Feld,

Ich bin Dein kleiner Halm.

Feld, das russische Feld…

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Field, Russian field: Nikita Mikhailkov’s speech on Vladimir Putin, Joseph Brodsky and Alexander Sergejewitsch Puschkin about Ukraine.

 

One might think that in these times of globalization, people would make efforts to understand one another. Yeah right! It’s absolutely not the case – the human idiot doesn’t even attempt to understand others, for that would require research things, in the same manner that crime scene investigators are supposed to, i.e. in all directions and open-ended. But the human idiot, being the modern hypocrite that he is, is much too lazy and unable, for all he was trained to do is to mediumistically silence the different-minded with a lynch mob of opinions. Listening, asking question, getting informed and in conclusion creating a personal opinion, or perhaps changing it, all that is too stressful, he has no patience for that.. It doesn’t jump right out of his app offering an immediate cognitive ejaculation, so consequently he has no interest in doing it. Gradual acquisition of something is in steady decline, everything is expected to happen right away. Brown loaf doesn’t comprise business activity, everything is to be delivered cut into little bite-sized portions, so that the modern brain may limit its action to a quick and easy yum-yum. However, rubbish is the only thing that happens immediately, wetting one’s pants is the only thing that can happen from one moment to another, which is why most people are doing quite shitty.

I will try to explain something here, which won’t immediately be perceived as insightful, but will in time, thus I’m doing this in the weary hope that maybe someone will indeed begin to do it. Chewing, that is.

So, everyone’s talking about Russia then try and understand Russia a little bit.

Try to understand people to whom their fields are the most important thing in life. Huh? Yeah, you got that right! The land. The Russian land. This land is beloved and sung about in adoration, “The Russian Land” is one of the most well-known Russian songs. You can hear it here:

Please also take a look at: „Weisse Naechte des Brieftraegers Alexei Trjapizyn“ / “Белые ночи почтальона Алексея Тряпицына” / „The Postman’s White Nights“

And read Nikita Mikhailkov’s speech on Vladimir Putin,

as well as poems about Ukraine: One by Joseph Brodsky and one by Alexander Sergejewitsch Puschkin.

And then think about how you communicate with people, to whom their Russian land is so incredibly important. And who won’t allow their Russian land to be butchered by some washed-up Ukrainian Nazis and western Neocons, including Nato-Merkel and Gun-Uschi. However, they don’t really ccare about that slow-babbling Steinmeier.

Now you have plenty to do this weekend! Have fun! JSB

 

THE TEXT OF THE SONG

Words Inna Goff, music of Jan Frenkel

 

Field, Russian field…

The moon shines or snow fall –

Happiness and pain associated with you,

No, do not forget your heart for ever.

Russian field, Russian field…

How many roads I had to walk!

You are my youth, you’re my will.

What happens, then, that in a life come true!

 

Does not compare with you or forest, or sea.

You’re with me, my field, the Studite the wind temple.

Here is my Motherland, and I will say openly:

„Hello, Russian field,

I’m your thin wisp!“

 

Field, Russian field…

Let me long time ago man-city

A smell of wormwood, spring showers

Suddenly would burn me the same longing.

Russian field, Russian field…

I, like you, expectation live –

Believe молчанью, as обещанью,

Overcast day I see the blue!

 

Does not compare with you or forest, or sea.

You’re with me, my field, the Studite the wind temple.

Here is my Motherland, and I will say openly:

„Hello, Russian field,

I’m your thin wisp!“

 

Field, Russian field…

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Поле, русское поле: Никита Михалков о Владимире Путине, Иосиф Бродский и Александр Сергеевич Пушкин об Украине.

 

Можно было бы предположить, что сейчас, в эпоху глобализации, люди станут прилагать усилия для налаживания взаимопонимания друг с другом. Ну да, конечно! Все совсем не так – человекообразные идиоты даже не пытаются понять других людей, потому что для этого им понадобилось бы проникнуть в суть вещей, провести скрупулезное исследование сродни работе следователя на месте преступления, т.е. работать одновременно во всех направлениях и принимать во внимание множество различных вариантов. Но человекообразный идиот, этот современный лицемер, каким он и является, слишком ленив и немощен, поскольку единственное, чему он обучен, – затыкать рот инакомыслящим с видом медиума и линчевать толпой противоположные мнения. Слушать, задавать вопросы, получать информацию и составлять или даже менять свое собственное мнение исходя из этого – это все слишком тяжело и на это ему не хватает терпения. Все это ему неинтересно, ведь гораздо проще получить готовое для восприятия решение, которое выпрыгнет, как чертик из табакерки. Неуклонно снижается интерес к постепенному восприятию и изучению, все должно происходить немедленно. Никаких огромных порции информации, все подается мелконарезанными порциями для усваивания за один раз, поэтому мозг современного человека может ограничить всю свою активность быстрым и простым пережевыванием. Но единственная информация, которую можно усвоить немедленно, – это всяческий хлам, а единственное немедленное действие – обмочить штанишки, поэтому большинство людей ведут себя, как настоящее дерьмо.

Я попытаюсь кое-что объяснить, нечто, чью ценность и поучительность вы осознаете со временем, а не прямо сейчас, поэтому я делаю это в смутной надежде, что хоть кто-нибудь действительно сделает это. Поразмыслите над этим.

Итак, все говорят о России, поэтому попробуйте понять Россию хотя бы немного.

Попробуйте понять людей, для которых их просторы являются самым важным в жизни. Что? Да, вы все прекрасно поняли! Земля. Русская земля. Эту землю любят и поют о ней с восхищением, «Русская земля» – одна из самых известных русских песен. Вы можете послушать ее здесь:

Пожалуйста, взгляните сюда:

 

И почитайте речь Никиты Михалкова к Владимиру Путину, а также стихи об Украине: одно, написанное Иосифом Бродским, а второе – Александром Сергеевичем Пушкиным.

 

А затем подумайте, как вы общаетесь с людьми, для кого русская земля чрезвычайно важна. И с теми, кто не хочет, чтобы на их русской земле устраивали резню украинские нацисты с промытыми мозгами или западные неоконсерваторы, включая НАТО-Меркель или милитариста-Уши. Однако, их не очень волнует тугодум и балобол Штайнмайер.

 

Теперь у вас есть чем заняться на этих выходных. Приятно провести время! ЮСВ

 

 

Автор текста (слов): Гофф, Инна Анатольевна, Композитор (музыка): Френкель, Ян Абрамович

 

Поле, русское поле,

Светит луна

Или падает снег,

Счастьем и болью

Связан с тобою,

Нет, не забыть тебя

Сердцу вовек.

Русское поле,

Русское поле,

Сколько дорог

Прошагать мне пришлось.

Ты моя юность,

Ты моя воля,

То, что сбылось,

То что в жизни сбылось.

Не сравнятся с тобой

Ни леса, ни моря,

Ты со мной, моё поле,

Студит ветер висок.

Здесь Отчизна моя

И скажу, не тая,

Здравствуй, русское поле,

Я твой тонкий колосок.

Поле, русское поле,

Пусть я давно

Человек городской,

Запах полыни,

Вешние ливни,

Вдруг обожгут меня

Прежней тоской.

Русское поле,

Русское поле,

Я, как и ты, ожиданьем живу.

Верю молчанью,

Как обещанью,

Пасмурным днём

Вижу я синеву.

Не сравнятся с тобой

Ни леса, ни моря,

Ты со мной, моё поле,

Студит ветер висок.

Здесь Отчизна моя

И скажу, не тая,

Здравствуй, русское поле,

Я твой тонкий колосок.

Здесь Отчизна моя

И скажу, не тая,

Здравствуй, русское поле,

Я твой тонкий колосок.

Поле, русское поле…

 

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Nikita S. Michalkow (Schauspieler, Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent) über Putin

Heute feiert unser Präsident Wladimir Putin seinen 55. Geburtstag. Ich weiß, dass manche der Meinung sind, es sei nicht sehr geschickt Äußerungen über einen Leiter auszusprechen. Ich aber fürchte mich auf keinem Fall, weil ich überzeugt bin, dass sehr viele Menschen in unserem Land, dem Präsidenten ihr Leben anvertrauend, heute ehrlich sagen mögen, dass dieser Mensch einen wirklichen Einfluss auf ihrem Leben gehabt hat.

Ich bringe wenig Verständnis für die Regierung von Boris Jelzin auf, aber zwei Handlungen aus seinem Leben haben mich sehr getroffen. Die erste Handlung kam am 12. Juli 1990 an der 28. Sitzung der Kommunistischen Partei der Sowjetunion vor. Dieser Mensch, von Macht überwältigt, nahm auf einmal seine Parteiausweis in die Hand und legte ihn auf den Tisch nieder. Das macht den Menschen rücksichtslos, da er sich nicht vorstellt, womit das alles enden könnte. Und die zweite Handlung, die mich auch stürzte, kam am Sylvester 1999 vor, als Boris Jelzin eine Neujahrsansprache aufnahm und dabei seinen freiwilligen Rücktritt aus der Politik und die Übergabe der Macht Wladimir Putin meldete. Solch eine Tat war in der Geschichte unseres Landes fast nie vorkommen. So passierte es, dass nur Stunden vor dem Beginn des Jahres 2000, ein komplett neuer Mensch zum Kreml angekommen ist.

Was war ihm befallen? Lassen Sie uns einfach eine kurze Zeitreise zu den Tagen unternehmen in einem Versuch, die Gefühle dieses Menschen, auf dessen Schultern solch ein Kreuz gelegt wurde, zu verstehen. Ja, ein Kreuz, und keine Träume von Macht. Was war das für eine Zeit? Das war eine Zeit von Verzweiflung, von furchtbaren Kriminellen, die Beute spürten. Es war eine Zeit von fast kompletter Armut, als Spargeld verschwand. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung lebte unterhalb der Armutsschwelle. Russlands Auslandsschuld wuchs auf 160 Millionen Dollar zu. Leute warteten zehn Monaten auf ihr Gehalt, länger sogar. Terrorismus, der Nordkaukasus – das war ein Problem für Russland seit immer, aber jetzt verwandelte es sich in eine blutige pulsierende Wunde. Es war die Zeit, als Basayev und Khattab versuchten, den ganzen Nordkaukasus von Russland wegzureißen. Und was war mit unseren Streitkräften? Einem riesigen Heer von fast anderthalb Millionen Soldaten gelang es mit Schwierigkeiten 65 Tausend Menschen aus allen Regionen, aus allen Wehrbereichen zu sammeln um das, was damals passierte, zu einem gewissen Grad anzuhalten. Was war mit unseren Luftwaffe unterwegs? Flugzeuge standen auf der Erde, es gab keinen Brennstoff, Piloten lernten auf festem Boden, sie konnten nicht fliegen. Das gleiche passierte bei der Flotte: Schiffe gingen nicht aufs Meer, Matrosen worden vorbereitet, ohne je auf den Wellen gerollt zu haben. Das war im Großen und Ganzen der Anfang einer großen Tragödie für solch einen Land wie Russland.

„Kursk“ war ein Teil dieser Tragödie. Es war eine Prüfung für das ganze Land und natürlich besonders für die, die von jenem furchtbaren Unglück unmittelbar betroffen wurden. Wie sollte man das aushalten? Wie sollte man das ertragen? Wie sollte man sein ganzes Sein, Herz und Seele auf dieses wenden und auf sich Verantwortung für das Ganze nehmen? Das hast Du letzten Endes getan.

Das war der Zustand des Landes. Und ohne Rücksicht darauf, ob Du Recht oder Unrecht hattest, ob Du schuldig oder unschuldig warst, auf Dich schauen alle wie auf den Menschen, der für alles verantwortlich ist. Du solltest mit Witwen reden, obwohl ich denke, dass es sehr hart sein könnte, wenn es nicht formell getan wird. Wie sehr hatte General de Gaulle Recht als er sagte, „Einsamkeit ist das Schicksal derer, die die Spitze politischer Kraft erreichen, von den Stürmen der Staatsinteressen geweht!“ Ich erinnere mich an eins von meinen Gesprächen mit dem Präsidenten (Putin Anm.JSB). Plötzlich sagte er mir einen wunderbaren Satz, „Schau auf den, der ich war, wer bin ich überhaupt? Und warum bin ich hier? Warum bin ich hier? Wozu bin ich hier? Naja, sicher nicht um die Reste, die andere übriggelassen haben, aufzufressen!” Diese Worte blieben bei mir, weil ich hinter ihnen die sehr ernste und wichtige Lebensfrage eines Menschen sah. Nicht wie man leben sollte, nicht was für eine Residenz und Büro man haben wird, was für einen Schlips und Anzug man trägt, sonder wozu man leben soll. Und dort schien es mir, dass menschliche Unsicherheit und Einsamkeit, besonders die Einsamkeit der Macht, sie ist die wirkliche Einsamkeit, wie ich es sehe, weil für die, für die Macht ein Traum ist, wird sie sofort von anderen Träumen umringt, von Menschen die denken, „jetzt geht es wirklich los…“ Erinnern Sie sich an die sieben Bänker, die Jelzin durch die Wahlen von 1996 geholfen haben, als das Land auseinandergerissen wurde, als alles schon verteilt worden ist, als kluge und schlaue und gescheite Leute allmählich verstanden haben, dass sie jetzt alles, ihr Ganzes Geschäft, ausüben konnten? Dort steht er (Jelzin Anm. JSB), als Marionette der Politik, als diese Menschen den RGW (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe) gründeten, also in der Tat einen Rat für Wirtschaftshilfe eines sterbenden Landes.

Aber gut, so ist es. Wir teilen mit euch, und dafür ihr… Und das Land findet sich fast in die Knie gezwungen von verschiedenen Menschen. Es soll ihnen seine Erde, sein Öl, sein Gas, seine Wälder, seine Gewässer überreichen, weil wenn es alles nicht überreicht, dann weiß keiner, wie er kämpfen soll. Aber sie wissen, wie sie auftreten sollen. Und sie lassen Dich nicht sterben, Land. Aber dafür zahlst Du mit allem, was Du hast. Die damalige Stimmung im Land kann mit einem Rezept verglichen werden, das vor zehn Jahren, vor fünfzig Jahren abgelaufen ist!

Innerhalb von acht Jahren ist Russland eine der zehn bedeutsamsten Wirtschaftsnationen der Welt geworden! Heute hat die Mehrheit der Regionen vergessen, was es heißt, arbeitslos zu sein, und wie öde das Leben dereinst aussah. Auf Initiative des Präsidenten (Putin) sind nationale Projekte entstanden und haben sich entwickelt. Ihr Ziel ist es der Medizin, Wissenschaft, Bildung und Landwirtschaft Leben einzuhauchen. Die Drohung, dass Russland auseinanderfallen könnte ist Teil der Geschichte geworden. Eine andere Stadt ist drohend geworden, eine Stadt die der ganze Nordkaukasus neidet. Das heißt aber nicht, dass die Probleme weg sind, sie sind geblieben, sie werden noch lange mit uns sein. Gleichzeitig aber hat sich ein Gefühl der Stabilität entwickelt. Die “Ost-” und “West-” (russischen) Bataillonen in die die Tschetschenen sich untergeordnet haben kämpfen nicht nur würdig um den Kaukasus, sondern für Russland auch im Libanon. Die Streitbeilegung in Tschetschenien wurde von der ganzen muslimischen Welt unterstützt und akzeptiert. Tausende von russischen Pilgern unternehmen jedes Jahr den Haddsch. Die Hauptsache ist, dass alle traditionelle Bekenntnisse vereinigen sich wieder um einen Staat, um Russland. Wir leben jetzt in einer Ära, in der Russland seinen Platz findet. Und das ist dasselbe Russland, das in einer wirklicher Welt führend werden kann, weil Russland die einzige Brücke zwischen Ost und West ist.

Noch etwas muss ich erwähnen. Ein Ereignis ist vorgekommen, dessen Wirkung wir noch gar nicht bewerten können. Das ist die Wiedervereinigung der Russischen Ausländischen Kirche mit unserem Moskauer Patriarchat. Seit Jahrzenten war das eine Wunde im seelischen Leben unserer Landsleute hier und im Ausland. Es kann sein, dass wir es nicht gespürt haben, aber es war da. Niemand hat sich wirklich vorstellen können, dass jetzt, vor unseren Augen, ein Wunder passiert; diese zwei unversöhnliche aber sehr bedeutungsvolle Kräfte haben sich wiedervereinigt und dabei eine riesige Anzahl von Menschen, ihren Gläubigen, sozusagen unter der Kuppel der orthodoxen Kirche vereinigten. Das kam aber nicht einfach so vor. Riesige, belangliche Änderungen fanden statt, die, auch wenn das nicht glaubwürdig scheint, mit dem Namen des Präsidenten (Putin) eng verbunden sind. Ob wir das wollen oder nicht, so ist es. Sie sind mit seinem Namen und seinen aufeinanderfolgenden, fortschreitenden, schöpferischen Bewegungen durch Zeit und Raum verbunden. Das sind persönliche Charakteristika, keiner hat ihm gesagt, „Ja, das ist Ihre Pflicht, Ihre Verantwortlichkeit.“ Das sind persönliche Eigenschaften, die Eigenschaften eines Sportlers, könnte man sagen. Einmal sagte er mir etwas Ausgezeichnetes, „Um Zweifel bei dem (Sport-) Richter zu vermeiden, muss man nicht nur gewinnen, sondern herausragen.“ Eine fabelhafter Satz! Und die Hauptsache ist, dass es nicht nur ein Satz ist, sondern eine Lebensweise.

Für mich erklärte vieles über unseren Präsidenten sein Auftritt in München. Verstehen Sie, plötzlich wurde vieles klar. Auf einmal meldete dieser Mensch im Namen des Landes Interessen jenes Landes, über die Hürden, die das Land behindern, seinen Interesse zu folgen und darüber, dass Gerechtigkeit keine einseitige Sache ist, dass man die Dinge verschleiern kann und Handlungen formulieren kann. wie man will, aber im Wesentlichen bleiben sie unverändert… Wozu macht man das? Wozu Kosovo? Wozu Irak? Zu welchem Zweck? Sind sie sicher, sie wissen was sie da machen? Braucht das jenes Volk, dem sie das antun? Haben sie es gefragt? Und ich sah den Saal, ich sah Menschen, die dasselbe gedacht haben, aber gefürchtet haben, es zu sagen, ich spürte schweißige Fäuste, ich habe Menschen gesehen, denen man zum ersten Mal sagte, „Sie sind ein Dieb.“ Und viele wollen wirklich nicht verstehen, dass diese ‚Barbaren‘ in der Tat nicht so sehr barbarisch sind. Es stellt sich heraus, sie können sich verteidigen. Es stellt sich heraus, sie können alles so sagen, wie es ist. Es stellt sich heraus, sie können nicht nur drohen, sondern ruhig ein Angebot machen, das man einfach nicht ablehnen kann. Keine kleine Rolle spielt der Mensch, der diesem Land vorstellt und weiterführt, der seine Rede ruhig und hemmungslos in mehreren Sprachen aussprechen kann, wobei er alle damit überrascht, weil sie sich einfach nicht daran gewöhnen können, dass wir wirklich ruhig und auf Augenhöhe, sogar in ihrer Muttersprache mit anderen Menschen sprechen können.

Nach wenigen Monaten tritt der Präsident ab. Diese Entscheidung ist schon gefallen und es ergibt kein Sinn sie hier zu bewerten. Aber was kommt mir als Wichtigstes vor? Mir scheint es, dass wer auch immer unser Präsident wird und womit auch immer er sich beschäftigt, wohin auch immer das Schicksal ihn führt, egal in welchem Zustand er sich befindet, mit wem auch immer er in Besprechung kommt, über egal welches Thema oder Aspekt seines Lebens, ich möchte glauben – und ich denke viele, sogar die Mehrheit der Menschen, die in unserem Land wohnen diesen Glaube mit mir teilen, – dass er das alles mit der Würde charakteristisch für diesen Mann und Offizier machen wird. Alles Gute zum Geburtstag!

Nikita S. Mikhalkov (a Soviet and Russian filmmaker, actor, and head of the Russian Cinematographers‘ Union) on Putin.

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Today our president Vladimir Putin celebrates his fifty-fifth birthday. I am aware that some people may feel it’s not very smart to speak out about a leader, but I am not in the least bit worried because I am convinced that an enormous number of people in our country today, trusting their life in the hands of President Putin, may honestly say that this man has had a remarkable influence on their lives.

I have mixed feelings about Boris Yeltsin’s leadership and find it difficult to relate to. Two events in Yeltsin’s life, though, really affected me. The first took place on 12 July 1990 at the 28th congress of the Communist Party of the Soviet Union, when this man, wielding enormous power, suddenly gets out his party membership and throws it on the table. This shows the man to be reckless, not imagining where things might lead to. The second event, which also shocked me, happened on New Year’s Eve 1999, when Boris Yeltsin recorded a festive message to the Russian people and included an announcement that shook the whole country, that he would voluntarily step down from his post, something that had almost never happened in the history of our country, and would hand the reins of government over to Vladimir Putin.

Thus hours before the dawn of the new millennium a completely new man arrived at the Kremlin. What had befallen him? Let us quickly return to those years to attempt to understand what the man across whose shoulders lay such a heavy cross may have been feeling. And not dreams of power, but precisely a cross. What sort of a time was it? It was a time of confusion, of frightening criminals who could sense victims. It was a time in which people felt poverty, when savings disappeared. More than a third of Russia’s population fell below the poverty line. The country was in debt 160 million dollars. People waited ten months for their salary, even longer; terrorism, the North Caucasus – a problem that had always been a thorn in Russia’s side, but which now escalated into a giant bloody pulsating wound.

It was a time in which Basayev and Khattab tried to wrench all of the North Caucasus away from Russia. And what happened to the army? A huge army almost 1.5 million strong manages with difficulty to raise 65 thousand people from all ends of the country, from all regions, from all military districts in order to stop as far as possible what was going on at that time. What’s going on in the armed forces? Aeroplanes are grounded; pilots learn on the ground, they can’t fly. The same thing happens in the fleet: ships don‘t take to sea, sailors train for the navy without even getting seasick. By and large it was the beginning of a great tragedy for Russia. The “Kursk” disaster became a feature of this tragedy. It became a trial for the entire country and especially, of course, for those who were directly involved in this terrible catastrophe. How to live through this? How to weather the storm? How to turn your whole existence, your heart, your soul to the situation at hand? How to take on such responsibility? Well, you did it. This is what the country had come to. And regardless of whether you are right or wrong, guilty or not, everyone looks to you as to the person who answers for all of this. You ought to talk to widows,though I think that could be quite painful if done informally. How right de Gaul is, who said, “Loneliness is the lot of those who climb the political ladder, buffeted by the icy winds of public interests!”

I remember one of my conversations with the president. He suddenly said the following, “Look, that’s who I was, but who am I really? And why am I here? To what end am I here? Well hardly to eat up others’ leftovers!” These words struck me because behind them I saw the man’s very serious and essential life question. Not how to live, what kind of residence you will have, what kind of office, what kind of suit and tie, but what to live for. And here it seemed to me that human insecurity and loneliness, the loneliness of power – this is real loneliness, in my opinion, because for those to whom power seems like a dream, it immediately becomes surrounded…How should I put it? By other dreams, it is immediately surrounded by people thinking, “Now things are really starting…”

Remember the seven bankers that got Yeltsin through the 1996 election, when the country was being torn apart, when everything had already been shared out, when the clever and cunning and intelligent realized that they could conduct whatever business they wanted to. And here he finds himself, just a puppet on strings, when these people create the so-called Comecon (Council for Mutual Economic Assistance) i.e. Council of Economic Aid for a Dying Country. Well okay, fine. We’ll share with you if you… And the country finds itself practically brought to its knees before a handful of people. It should give them its soil, its oil, its gas, its woods, its water, because if it doesn’t hand them over, no one knows how to deal with such a force. Whereas they know how to act. And they won’t let you die, country. But for this you pay them with everything you have. The atmosphere in the country – compare it to a ten-year-old prescription, a fifty-year-old prescription!

In eight years Russia became one of the ten most economically powerful countries in the world. Nowadays most regions have forgotten what it means to be unemployed and what a dreadful existence they led. National projects are created and developed on the president’s initiative with the aim of breathing life into medicine, science, education, agriculture. The threat of Russia’s collapse receded into the past. A different city became threatening, a city that all of the North Caucasus envy. Though this doesn’t mean that the problems have disappeared, they remained, they are going to stick around for a while yet. But a certain feeling of stability has emerged. The “West” and “East” battalions that the Chechens formed are not only warring over the Caucasus, they also represent Russia in Lebanon. Settlement in Chechnya was supported and accepted by the entire Muslim world. Thousands of Russian pilgrims complete the Hajj every year. Most importantly, all of the traditional confessions unite again around a state, around Russia. We are now living in an era in which Russia is concentrating its forces. And it is this Russia that can become a real world leader, because Russia is the only real bridge between East and West.

There is one more thing that must be mentioned; an event has occurred whose meaning we cannot even guess at. This is the reunion of the Churches – of the Russian Church Abroad and our Moscow Patriarchy. For decades this was a wound in the spiritual lives of our compatriots, at home and abroad. We may not have felt it, but it was there. No one could imagine that really, now, before our very eyes a miracle would happen with the union of these irreconcilable but very spiritually important forces. One could say that the united Orthodox faith had brought an enormous quantity of people, its penitents, under one roof. But it didn’t happen just like that; it took deep-seated changes of a great magnitude. And though the connection may seem frail, these changes were to a greater or lesser extent linked to the president’s opinion. They were linked to his opinion and his successive, progressive and constructive movements in time and space. These are personal characteristics. No one said “Yes it’s necessary, your duty!” These are personal characteristics, the characteristics of a sportsman, if you like. He once said a wonderful thing to me, “To avoid an argument over the refereeing, you need to wipe the floor.” A great phrase! And not just a phrase, but a way of acting.

For me personally what really summed up of a lot of things about our president was his appearance in Munich. Suddenly everything became clear, he set the record straight. This man was speaking on behalf of our country. He outlined our country’s interests and raised the obstacles connected with them. He said that justice does not only work in one direction and that you can sweep as much as you like under the carpet and dress things up in any way you like but their fundamental essence remains… Why do that? Why Kosovo? Why Iraq? What for? And are you sure you know what you’re doing there, that what you’re doing is really in the best interests of the country in which you’re doing it? Did you ask them? And I saw the hall, I saw people who were thinking the same thing, but were afraid to say so, I sensed sweaty palms, I saw people who were being told for the first time, “you’re a thief.”And many people really, really don’t want to know that these “peasants” are not actually all that peasant-like. It turns out they can stand up for themselves. It turns out they can say everything to your face. It turns out they are able not only to make threats, but to quietly make an offer that one can’t refuse. And to put things lightly, the figure who is representing and leading this country plays no small role in its fate. This is a person who can calmly and freely put forward his opinion in several languages, thus surprising everyone because they still cannot get used to the fact that we can calmly and in an even tone talk to foreigners in their own language.

The president is leaving office in several months. The decision has already been made, and passing judgement or speculating on this decision does not make sense. But what seems most important to me? I think that whoever our president may become, wherever his fate may lead him, whichever situations he may find himself in, with whomever he may need to communicate and about whichever subject, about whichever aspect of his existence, I would like to believe – and I think that many people share this belief, the majority of people living in our country – that he will do everything with the dignity characteristic of this man and officer. Happy birthday!

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Михалков, Никита Сергеевич (советский и российский актёр, кинорежиссёр, сценарист и продюсер, народный артист РСФСР) о Путине.

Сегодня исполняется 55 лет нашему президенту Владимиру Владимировичу Путину. Я понимаю, что у кого-то может возникнуть ощущение того, что не очень ловко говорить в лицо руководителю какие-то слова, но я абсолютно не боюсь, потому что убежден, что огромное количество людей в нашей стране, доверившие свою жизнь президенту Путину, сегодня могут честно сказать, что этот человек реально повлиял на их жизнь.

Я по-разному и сложно отношусь к правлению Бориса Николаевича Ельцина, но два поступка в жизни Ельцина меня, честно говоря, поразили. Первый поступок произошел 12 июля 1990 года на XXVIII съезде КПСС, когда человек, облеченный огромной властью, вдруг вынимает свой партийный билет и кладет на стол. Это делает человек безоглядно, не представляя себе, чем это кончится. И второй поступок, который меня тоже потряс, произошел в канун 2000 года, когда Борис Николаевич записал поздравление российскому народу и сделал потрясшее всю страну заявление, что он оставляет свой пост добровольно, чего не было почти никогда в истории нашей страны, и передает бразды правления Владимиру Путину. Так в канун 2000 года в Кремль пришел абсолютно новый человек. Что же ему досталось? Давайте просто проведем легкую экскурсию в те годы, для того чтобы попытаться ощутить, что же может испытывать человек, на плечи которого лег этот тяжелейший крест. И не мечта о власти, а именно крест. Что же это было за время? Это было время растерянности, это было время лихих разбойников, почуявших добычу, это было время почти полного обнищания людей, когда исчезли накопления. Более трети населения России оказались за чертой бедности. 160 миллиардов долларов – внешний долг страны. Люди сидят без зарплаты по 10 месяцев, больше. Терроризм, Северный Кавказ – проблема, которая всегда была достаточно кровоточащей для России, а здесь она превратилась в разорванную кровавую пульсирующую рану. Это было время, когда Басаев и Хаттаб пытались оторвать весь Северный Кавказ от России. А что происходит с армией?

Огромная, почти полуторамиллионная армия с трудом может набрать 65 тысяч человек со всех концов, со всех регионов, из всех военных округов для того, чтобы каким-то образом приостановить то, что происходило в то время. Что происходит в Военно-воздушных силах? Самолеты прикованы к земле, нет горючего, летчиков учат на земле, они не могут летать. То же самое происходит на флоте: корабли не выходят в море, моряки обучаются на флоте, никогда не испытав даже качки морской. Это по большому счету начало гигантской трагедии для такой

страны, как Россия. Трагедия „Курска“ стала определенной чертой. Это стало испытанием для всей страны, и в первую очередь, конечно, для тех, кто имел непосредственное отношение к этой ужасной беде. Как выдержать это? Как это перенести? Как включить свое существо, свое сердце, свою душу, как взять на себя ответственность за это? Ведь, в конце концов, не ты это сделал. Это все то, к чему пришла страна. И все равно, прав ты или не прав, виноват ты или не виноват, – на тебя смотрят как на того, кто за это отвечает. Ты должен разговаривать со вдовами. Но, я думаю, что если к этому подходить неформально, то это стоит очень дорого. Как прав де Голль, который сказал: одиночество есть удел тех, кто достиг вершин политической власти, овеваемых ледяными ветрами государственных интересов! Я вспоминаю один наш разговор с президентом. Мне он вдруг сказал такую фразу, он говорит: смотри, ну вот я был, вообще, кто я? И почему я оказываюсь здесь? Почему я оказываюсь здесь? Для чего я оказываюсь здесь? Ну неужели для того, чтобы доесть то, что не доели другие? Эта фраза меня поразила, потому что за ней я увидел очень серьезный и ключевой вопрос жизни человека. Не как жить, какая у тебя будет резиденция, какой у тебя будет кабинет, какой галстук и какой костюм, а зачем жить. И вот здесь мне показалось, что человеческая неуверенность и одиночество, а одиночество власти – это истинное одиночество, на мой взгляд, потому что для тех, для кого власть является мечтой, она сразу обрастает, так сказать, присными, она сразу обрастает людьми, которые, ну вот сейчас начнется… Вспомните семибанкирщину, когда рвалась страна на части, когда все уже поделили, когда умные и хитрые и толковые стали понимать, что сейчас, в этой растерянности, можно сделать все, весь свой гешефт, весь свой бизнес. Вот он здесь находится, вот только дерни за нитки, когда эти люди создают, так сказать, СЭВ (Совет экономической взаимопомощи), так сказать, Совет экономической помощи умирающему государству. Ну хорошо, ладно. Мы с вами поделимся, но за это вы… И страна оказывается почти поставлена на колени перед несколькими людьми практически. Она должна им отдать свои недра, свою нефть, свой газ, свои леса, свои воды отдать, потому что если не отдать, то с этим никто не знает, как поступать. А они знают, как поступать. И они тебе не дадут умереть, страна. Но за это ты расплатишься всем тем, что у тебя есть. Атмосфера в стране – сравните ее с десятилетней давностью, пятнадцатилетней давностью! За восемь лет Россия вошла в число десяти крупнейших экономик мира! Сегодня большинство регионов забыло, что

такое безработица, а это был страшный бич. По инициативе президента возникли и развиваются национальные проекты. Их цель – вдохнуть реальную жизнь в медицину, в науку, в образование, в сельское хозяйство. Угроза распада России ушла в прошлое. Грозный стал другим городом – городом, которому завидуют весь Северный Кавказ. Причем это не значит, что проблемы ушли, они остались, они будут еще долго. Но там возникло определенное ощущение стабильности. Батальоны „Восток“, „Запад“, сформированные из чеченцев, не только достойно воюют на Кавказе, но они еще и представляют Россию в Ливане. Урегулирование в Чечне было поддержано и принято всем мусульманским миром. Тысячи российских паломников ежегодно совершают традиционный хадж. Главное, все традиционные конфессии вновь объединяются вокруг государства, вокруг России. Мы сейчас живем в тот период, когда Россия сосредотачивается. И это есть та самая Россия, которая может стать реальным лидером в мире, потому что Россия – единственный реальный мост между Востоком и Западом. И еще одно, что невозможно не отметить. Произошло событие, значение которого мы еще даже не можем оценить. Это воссоединение церквей – Русской Зарубежной Церкви и нашего Московского Патриархата. В течение десятилетий это была кровоточащая рана в духовной жизни наших соотечественников – и здесь, и за рубежом. Мы могли ее не чувствовать, но она была.

Никто не мог себе представить, что реально вот сейчас, на наших глазах произойдет диво, когда эти две непримиримых силы, но очень значимых духовных силы, объединились, как бы вновь накрыв куполом православной веры огромное количество людей, ее исповедующих.

Но случилось это не просто так и не на ровном месте. Произошли огромные и очень серьезные перемены. И как это ни покажется, так сказать, излишним, эти перемены так или иначе связаны с именем президента. Хотим мы того, не хотим, но это так. Они связаны с его именем и с его последовательным, поступательным, созидательным движением во времени и пространстве. Это личные качества. Как бы там ни говорили, да, так сказать, обстоятельства, ответственность, – это личные качества, это качества спортсмена, если хотите. Однажды он мне замечательную сказал фразу. Я что-то там, ну как так можно, что-то такое взбунтовался, он говорит: для того чтобы не сетовать на судейство, нужно выигрывать с явным преимуществом. Потрясающая фраза! И самое главное, что это не только фраза, это руководство к действию. Для меня лично итоговым, что ли, во многом итоговым было выступление нашего президента в Мюнхене. Вы понимаете, вдруг ясно, просто были

расставлены точки над i. Вдруг человек от имени страны заявил об интересах страны и о том, что мешает, чтобы эти интересы соблюдались, и о том, что справедливость – это вещь не односторонняя, и о том, что можно вуалировать сколько угодно и как угодно формулировать те или другие поступки, но их суть, этих поступков… Для чего это делается? Для чего делается Косово? Для чего делается Ирак? Для чего это делается? А вы уверены ли в том, что вы там делаете, это нужно тому народу, с которым вы это делаете? А вы у него спросили? И я видел зал, я видел людей, которые думают так же, но страшно сказать, я чувствовал потные ладошки, я видел людей, которые первый раз услышали, когда им сказали: вы вор. И очень, очень не хочется вдруг понять многим, что, оказывается, эти „варвары“ – не такие уж и варвары. Оказывается, они могут за себя постоять, оказывается, они могут сказать все в лицо, оказывается, они могут не пугать, а тихо предложить то, от чего трудно отказаться. И немаловажную роль, мягко говоря, здесь играет личность, играет человек, представляющий и возглавляющий эту страну, который имеет спокойную возможность на нескольких языках легко и непринужденно сказать свою речь, удивив тем самым всех, потому что не могут еще привыкнут к тому, что мы можем совершенно спокойно и на равных говорить с людьми на их же языке. Президент уходит через несколько месяцев. Это вопрос решенный, и оценивать его, и обсуждать его не имеет смысла. Но что мне кажется самым главным? Мне кажется, что кем бы ни был и чем бы ни занимался дальше наш президент, куда бы ни забросила его судьба, в каких бы он ни оказался ситуациях, с кем бы ему ни пришлось общаться и по какому поводу, в любом качестве своего существования, я хочу верить, я думаю, что эту веру разделяют многие люди, большинство живущих в нашей стране, – все это он будет делать с достоинством, присущим мужчине и офицеру. С днем рождения!

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Joseph Brodskys Gedicht „Auf die Unabhängigkeit der Ukraine“

Lev Balashov

  1. Brodskys Gedicht „Auf die Unabhängigkeit der Ukraine“ und die heutige Welt

Aus dem Buch I. O. Glazunowas „Joseph Brodsky: Amerikanisches Tagebuch“ (2005, S. 72-73)

Im Februar 1994, nachdem die Ukraine Mitglied des NATO-Programms „Partnerschaft für Frieden“ geworden war, schrieb Brodsky das Gedicht „Über die Unabhängigkeit der Ukraine“, das die Vorstellung, er sein ein Migrantendichter, der sich für immer mit Russland und seiner Vergangenheit getrennt hatte, in die Luft sprengte.

 

Man kann sich auf verschiedenste Art zum Gedicht Brodskys verhalten, wie ansonsten zu Puschkins „An die Ehrendiebe Russlands“. In diesem Gedicht ist es aber unmöglich, die Wut eines Menschen in Zusammenhang zu dessen Land, das auf solche Weise behandelt wurde, dass die Geschichte der Zusammenarbeit zwischen zwei Ländern in Zweifel gezogen war, nicht merken. Warum aber war es die Mitgliedschaft der Ukraine in NATO, und nicht die Georgiens oder Usbekistans, die bei Brodsky solch eine wütende Ablehnung auslöste?

 

Die Antwort ist offenbar: das Verhalten eines nahen Menschen (in diesem Fall eines Vertreters der slawischen Einheit) verletzt immer tiefer und wird eher auf einer sinnesgemäßen Ebene empfunden. Die Leichtigkeit mit der die Ukraine bereit war, ihre Verbindungen mit Russland wegen Aussicht auf sehr kurzfristige Vorteile (Kriegsbedrohungen für sie gab es nicht und konnte es nicht geben) aufzuopfern war, jagte den Dichter in die Luft und schenkte ihm ausgesprochen harte Worte:

 

Lieber Karl XII, die Schlacht um Poltawa

Gott sei Dank ist verloren. Wie der Stotternde damals sagte,

Mit der Zeit sehen wir „die Mutter von Kuzka“, Ruinen

Der Knochen nachgelassener Freude mit dem Beigeschmack der Ukraine.

 

Was nicht grün ist, ist offenbar mit Isotopen verdorben,

Die Blau-Gelbe flattert über Konotop,

Aus Leinwand ausgeschnitten; Kanada hat sicherlich aufgestockt.

Gratis – ohne Haken, aber das brauchen die Ukrainer nicht.

 

Hei Karbonawez-Tuch, Sonnenblumenkerne in einer verschwitzten Faust.

Nicht unsre Aufgabe ist es, sie stattdessen zu beschuldigen.

Selbst mit Gottesglauben siebzig Jahren in Rjasan

Mit wässerigen Augen wohnten sie wie Zuchthäusler.

 

Wir zeigen Euch wo es hin geht, mit Pausen zwischen Schimpfen

Weg mit Euch, Ukrainer, auch auf schlechtem Weg.

Geht von uns in Eurem Volkstracht und wagt es nicht sie Montur zu nennen,

Geht dahin wo der Pfeffer wächst; die Adresse sollt Ihr kennen.

 

Lass es jetzt ein Chor von Hunnen mit den Polen zusammenkommen,

Um Euch auf vier Knochen herunter zu bringen, wie Ihr in euren Lehmbauen hocken

Für Euch sollen wir bitte den Kopf hinhalten,

Das Hähnchen aber von der Suppe will man lieber alleine knabbern

 

Auf Wiedersehen Ukrainer, wir wohnten schön zusammen, jetzt war’s!

Was denkt Ihr, wenn man in den Dnepr spuckt, wird es vielleicht rückwärts fließen,

Uns stolz verabscheuend, so flink, er hat

Das Aufteilen des Landes, die Erbitterung der Epochen satt?

 

Gedenkt uns nicht schlecht, euer Brot, euren Himmel

Wollen wir nicht, auch wenn wir auf Fruchtschalen verschlucken

Wozu das Blut verderben, das Hemd von der Brust reißen?

Die Liebe zwischen uns, wenn es je eine gab, scheint vorbei zu sein

 

Wozu nach den Wurzeln herum graben?

Euch wurde ein Land geboren, Erde, schwarze fruchtbare Erde.

Jetzt reicht es, auf ihren Rechten herumzutreiben, uns noch ein Garn zu spinnen,

Diese Erde wird Euch keine Ruhe geben.

 

Ach du Wald am Ufer, Steppe, Mädel, Wassermelonenfeld, Knödel

Wohl habt Ihr mehr Leute als Geld verloren,

Irgendwie kommen wir ohne Euch zurecht. Was unseren Tränen angehen,

Können wir sie nicht befehlen, auf eine andere Zeit zu warten

Sei Gott mit Euch, Kosaken und Adler, Hetman, Bewacher

Nur wenn Ihr dar zu sterben seid, ihr Riesen

Werdet Ihr flüstern, Eure Hände an den Seiten der Matratze greifend,

Verse Alexanders, und nicht des quatschenden Taras

 

Das Gedicht, vorgelesen am 28 Februar 1994 in Quincy College (USA) und 1996 in der Zeitung „Vecherni Kiev“ veröffentlicht, empörte die Ukrainer. Wahrscheinlich aus ethischen Gründen wurde das Gedicht im Sammelband „Die Werke Joseph Brodskys“ (Sankt Peterburg, 2001) nicht aufgenommen und ist zur Zeit nur im Internet lesbar. Es bleibt aber unklar, nach welchen Maßstäben der Sammelband redigiert wurde und warum Brodskys Gedichte, in denen Russlands Verhalten negativ beschrieben wird, („Fünftes Jubiläumsjahr“, „Der Entwurf“, „Die Vorstellung“) miteingeschlossen wurden.

Es kann kaum sein, dass die Gefühle eines fremden Volkes uns mehr kümmern, als die unseren eigenen, oder?

Man soll eine nicht belanglose Tatsache in Erinnerung behalten: obwohl Brodskys Gedicht förmlich „Auf die Unabhängigkeit der Ukraine“ heißt, wurde das Gedicht nicht in Hinsicht der erst neulich gewonnen unabhängigen Staatlichkeit des Landes geschrieben, sondern wegen des voreiligen Wunsches ihrer Staatsführer an den bis vor kurzem Hauptgegner Rußlands sich anzuschließen. Der Wunsch der Ukraine ein Mitglied der NATO zu werden, war quasi eine Anmeldung, dass sie jetzt zu jeder Zeit gegen Russland, ihren ehemaligen Bundesgenossen, aufmarschieren könnte. Gerade diesen Schritt empfanden nicht nur Brodsky, sondern viele seiner Landesleute als einen Schuß in den Rücken. Sicher deswegen wird der Verrat im Laufe des ganzen Gedichts thematisiert.

Am Anfang des Gedichts erinnert der Dichter an die für Russland tragischen Ereignisse des Großen Nordischen Kriegs (1700 – 1721), als das ukrainische Militär unerwartet auf die Seite des schwedischen Königs Karl XII wechselte („Lieber Karl XII, / die Schlacht um Poltawa, / Gott sei dank, ist verloren. / Wie der Stotternde damals sagte, / mit der Zeit sehen wir die Mutter von Kuzka.“ (Einem Kuzmas Mutter zeigen; russisches Idiom, das eine Bedrohung ausspricht.)) und vergleicht die Verhaltung der Ukraine mit den Antragen Lenins (des „Stotternden“), der während des ersten Weltkrieges sein Land zur Niederlage rief aus dem Grund, dass eine imperialistische Regierung Russland in jenen Krieg geführt habe[203]. Die Erinnerung an die Mutter von Kuzka (drohende Faust) ist ein Hinweis auf die tragische Aufeinanderfolge der Verhaltung der sowjetischen Staatsführer, die in ihrer Bestrebung an der Macht zu bleiben oder wegen ihrer nationalistischen Leidenschaften, die Interessen ihres Landes oft vernachlässigten. Chruschtschows berühmte Versprechung, Amerika die Mutter von Kuzka zu zeigen (Faust zu zeigen), hatte in der Tat das Umgekehrte zur Folge: die territorialen Rechte Russlands wurden beschränkt dadurch, dass die Halbinsel Krim der Ukraine 1954 (von demselben Chruschtschow in Schnapslaune, im betrunkenem Zustand eigenmächtig übergeben wurde. )

Die nächste Strophe des Gedichts, „Die Blau-Gelbe flattert über Konotop,“, führt auf der einen Seite das Thema des Verrats von Mazepa weiter (er führte die Gelb-Blaue Staatsfarben der Ukraine vom schwedischen Königen Karl XII ein, nachdem während des Großen Nordischen Krieges sein Heer auf die Seite des Bedrohenden gewechselt hatte) und auf der anderen den Leser zurück in eine vergangene Zeit führt.

Mitte der 17. Jahrhunderts der Krieg, der für Bohdan Chmelnyzkyj so erfolgreich anfing (die Saporoscher Kosaken schlugen polnische Streitkräfte mehrmals nieder) endete mit Niederlage für die Ukraine in der Schlacht bei Berestetchko (1651), wobei der Hetman Chmelnyzki Russland darum betete, Kleinrussland )wie die Ukraine damals genannt wurde. Anm.JSB) ins Großfürstentum Moskau einzuschließen. Nach vielen Bedenken bejahte Russland die Bitte des Hetman. Die Bedenken Russlands waren damit verbunden, dass nach der Union Russlands mit der Ukraine ein Krieg mit Polen unumgänglich wäre. Diese Sorgen wurden auch bestätigt: 1654 wurde die Ukraine mit Russland vereinigt; 1654 bis 1656 führte Russland gegen Polen einen Krieg, um ukrainisches Territorium zu befreien.

Nach dem Tode des Hetman Bohdan Chmelnyzkyjs änderte sich die Situation in der Ukraine. Bohdans Nachfolger, Hetman Wyhowskyj, unterstütze Polen; nachdem er einen Vertrag mit dem Khan der Krim unterschrieben hatte, agierte er gegen Moskau, als Resultat dessen eine harte Niederlage für die Russen bei Konotop wurde, an welche Brodsky in seinem Gedicht erinnert. Über diese Schlacht schrieb C. M. Solowiew:

 

„Das Beste der Moskauer Ritter, die `54 und `55 gesiegt hatten, starb an einem Tag; ungefähr fünf Tausend Gefangener nahmen die Siegreichen; diese Unglücklichen führten sie ins Freie und töteten wie Wildschweine: so handelten Landesgenossen untereinander –der Khan der Krim und das Saporoscher Militär!“[204].

 

  1. O. Kluchewskovo beschreibt in seinem „Kurs über die russische Geschichte“ die Ereignisse bei Konotop so: „Kleinrussland zog Moskau auch in seine ersten Konflikte mit der Türkei mit ein. Nach dem Tode Bohdans fing offener Krieg zwischen den Starschina Kosaken und den Schwarzmeerkosaken an. Bohdans Nachfolge Wyhowskyj machte sich zum König und zusammen mit denTataren vernichtete bei Konotop die besten Streitkräfte des Zaren Alexei (1659). Dadurch ermuntert und dank der Unterstützung Moskaus von den Schweden befreit, wollten die Polen ihnen nichts von dem, was sie gewonnen hatten, zurückgeben. Ein zweiter Krieg mit Polen fing an, der zwei üble Untaten für Russland zur Folge hatte: die Niederlage des Grafen Chowanskyj in Weißrussland und die Kapitulation von Scheremetew bei Tschudniw als Ergebnis des Verrats der Kosaken. Litauen und Weißrussland waren verloren“[205].

 

In wenigen Strophen verbirgt Brodsky die Fülle der Zusammenarbeit zwischen den zwei Ländern. Und obwohl nicht alles in dieser Zusammenarbeit schlicht und ohne Fehl und Tadel war, das gute hat das Schlechte wohl überschnitten. Und dieses Gute, laut der Vorstellung des Dichters, wurde mit dem offenen Wunsch der neuen Staatsführer der Ukraine, ein Mitglied von NATO zu werden, dem bis vor kurzem allgemeinen Feind Russlands, vernichtet.

Das gegebene Buch umfasst keine ausführliche Recherche über die Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Russland, aber wenn wir das Werk des Dichters näher anschauen, werden wir natürlich die Gründe, die ihn zur einen oder anderen Handlung führten, verstehen wollen. Man darf nicht zufrieden sein und nur eine Seite verstehen wollen, im gegebenen Fall die der „veschnupften“ Ukraine; unbedingt muss man den gegenüberliegenden Ausgangspunkt in Betracht ziehen. Und hier wird ein Rückgriff auf die Geschichte unumgänglich. Und diese Geschichte ist leider auf keinem Fall eine glatte.

Die Tatsache, dass Brodsky sich auf solch eine emotionale Weise äußerte, kann man auch verstehen – da die Handlung der Ukraine, die auch der Grund des Gedichts war, aus den Rahmen der moralisch-ethischen Prinzipien der Zusammenarbeit zwischen zwei Ländern, die durch die Geschichte festgelegt wurde, herausging.

Im Laufe eines bedeutend langen historischen Zeitraums baute Russland eine Beziehung beruhend auf der Idee der slawischen Einheit mit der Ukraine auf, oft trotz Verrat ihrer eigenen Interessen – es ist kaum nötig zu erwähnen, dass man potenziellen Feinden Territorium nicht verschenkt. Es ist möglich, dass Brodskys abschlagender Wortschwall nicht gegen die Ukraine, sondern gegen sich selbst gemeint war, gegen einen Naiven, einem der dieses Land wie einen nahen Freund und Landesgenosse empfing, auf den man sich immer verlassen könnte. Freunde zu verlieren ist wie Illusionen zu verlieren; es ist immer schwierig und kaum passiert es, dass es einem Betroffenen gelingt, einen unparteiischen Erzählungston und die tadellos abgemessene Abstand eines Beistehenden dabei zu bewahren.

 

Lev Balashov

 

 

Lev Balashov – Mein Kommentar:

 

Wie sehr dieses Gedicht Joseph Brodskys zur heutigen Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Russland passt! Euromaidan führt die üble Tat Maperas (den „ Schuß in den Rücken“) weiter. Wohl wollen sie nicht nur eine Assoziation mit der europäischen Union. Sie wollen das auf Kosten des Auseinanderfallens tiefer historischer, verwandtschaftlicher und ökonomischer Verbindungen der Ukraine mit Russland. Da liegt der Hund begraben!

Und neulich (Ende Januar 2014) wird noch eine Tendenz sichtbar: die zum Bürgerkrieg, zum Auseinanderfallen der Ukraine, zur harten Eskalation eines Konflikts zwischen Russland und dem Westen, da Russland die prorussischen Streitkräfte in der Ukraine unterstutzt.

Danke Olga Glazunowa! Mir war zunächst das Gedicht Brodskys unverständlich. Aber Olga hat sich mit allem auseinandergesetzt und alles erklärt. Dank dieses Gedichts achte ich ganz anders Joseph Brodsky. Es stellt sich heraus, dass er ein wahrer Patriot Russlands ist und kann ganz im Stil von Puschkins Gedicht „An die Ehrendiebe Russlands“ auftreten. Es bleibt nur ungewiss, warum er Taras Schewtschenko ablehnte (quatschenden Taras) und ihn unserem Aleksander Puschkin gegenüberstellte.

Es wäre wohl nicht überflüssig, Puschkins Gedicht von An den Ehrendieben Russlands hier ins Gedächtnis zu rufen:

 

Worüber grübelt Ihr, Dichter der Nationen?

Weshalb bedroht ihr uns mit Anathema?

Was besorgt Euch? Die Sorgen Litauens?

Lasset diesen Kampf zwischen Slawen untereinander,

Einen heimischen Kampf, vom Schicksal schon bestimmt,

Eine Frage, auf die Ihr keine Antwort findet.

Schon seit langem untereinander

Streiten diese Völker;

Oft litten sie unter dem Ungewitter,

Mal ihre, mal unsre Seite

Wer bleibt im ungleichen Kampf stehend,

Patziger Pole oder treuer Russe?

Fließen die slawischen Ströme zusammen ins russische Meer?

Ist es aber ausgetrocknet? Das ist die Frage.

Lasset uns: Ihr habet nicht gelesen.

Jene blutige Tafel

Ihr könnt das nicht verstehen, Euch ist das fremd

Dieser Familienkampf

Für Euch bleiben stumm der Kreml und Prag:

Und Ihr hasset uns…

Warum? Antwortet daran. Deswegen,

Dass auf den flammenden Ruinen Moskaus

Erkannten wir nicht mit frechem Wille,

Den, unterdessen Ihr zittertet?

Deswegen, dass in einen Abgrund gossen

Wir das über Nationen lastende Götterbild,

Und mit unserer Blut büßten

Für Europas Freiheit, Ehre und Pax?..

Ihr droht mit Wörtern, versucht es in der Tat!

Heißt es, das alte Held, auf seinem Bett liegend

Schon unfähig ist, sein Bajonett aus Ismail festzuschrauben?

Oder sind die Wörter eines russischen Zaren schon belanglos?

Oder sollen wir erneut mit Europa kämpfen?

Oder hat der Russen sich vom Sieg entwöhnt?

Oder gibt es von uns wenig? Oder von Perm bis zur Krim,

Von fröstelnden finnischen Bergspitzen bis zum feurigen Kolchis

Vom angegriffenen Kreml

Bis zur Mauer unbeweglichen Chinas

Seine Stahlborste glänzend

Erhebt sich nicht das russische Land?

Schickt auf dem Weg zu uns, Dichter

Eure verbitterten Söhne

Es gibt für sie auf den Feldern Russlands Platz

Unter für sie nicht unbekannten Graben

 

 

Mein Dank an Nicholas Simons, London,

http://www.translatorsbase.com/view_resume.aspx?nav=UserAccount&user_id=670462

für dessen Übersetzung beider Gedichte, von Brodsky und Pushkin und des Textes von Lev Balashov aus dem Russischen. Julian S. Bielicki

 

 

Anhang zum Gedicht von Brodsky:

Жовтоблакытный (ukrainisch) – gelb-blau; auch der Name der ukrainischen Flagge.

Карбованец  /Karbowanez/ – eine ehemalige (zu der Zeit als Brodski das Gedicht schrieb, gängige) Währung der Ukraine

Хохлам (хохол) /chochol/ – ein Spitzname unter den Russen für die Ukrainer. Seinerzeit rasierten die Saporoscher Kosaken den Kopf, ließen aber vorne einen Haarschopf, den die Russen „chochol“ nannten. Die Träger jenes Haarstils begannen sie auch „chochol“ zu nennen, und von ihnen wurde dieser Spitzname auf alle Ukrainer übertragen.

Кацапам(кацап) /kazap/ – ein verächtlicher Spitzname unter Ukrainer, Polen, Slowaken, Weißrussen und sogar Südrussen für ethnische Russen. Anders wie die Ukrainer, trugen die Russen Bärte, worauf beruht der Spitzname: auf ukrainisch bedeutet das Wort цап /zap/ ‘Bock’, der natürlich einen Bart trägt. Das ukrainische як зап /jak zap/ bedeutet buchstäblich „wie ein Bock“. Später wurde das zu кацап /kazap/.

Гансы(ганс) /gans/ – Spitzname für die Deutschen

Жупане(жупан) (vom Polnischen żupan) – warme Außenbekleidung von Männern in der Ukraine getragen

Мазанке (мазанка) Eine Lehmbauhütte

Левада /lewada/ – eine mit Bäumen und Büschen bewachsene Grube hinter den Blumen oder Gemüsegärten am Ende des Grundstücks eines Kosaken,.

Краля (vom Polnischen krala) – eine schöne Frau; beruht auf das polnische Wort krala (‚Königin‘).

Баштан (aus den Persischen bostan) – ein Feld, Garten oder anderes Grundstück auf dem Wassermelone, Melone und Gürken angebaut werden

Вареник /warenik/- Ukrainisches nationales Gericht aus im Wasser gekochten Teig mit verschiedenen Füllungen: Frischkäse, Kartoffel, Zwiebel, Kraut, Pilze, Früchte (Apfel oder Kirsche).

Казаки – Kosaken; aus den Türksprachen entlehnt, auf der früher das Wort die Bedeutung „freier Mensch“ trug

Гетьман – Hetman; seinerzeit in der Ukraine war er der Führer des Kosaker Militär und oberster Gewalthaber

Вертухай – Gefängniswärter

Брехню (брехня) – Lüge; aus dem Altslawischen брехать /brechat/ (bellen)

Кузькину мать; «Показать кузькину мать»Einem Kuzmas Mutter zeigen; russisches Idiom, das eine Bedrohung ausspricht. Es wird oft scherzhaft und ironisch gemeint. Nikita Chruschtschow hat den Ausspruch in Gesprächen mit amerikanischen Politikern oft benutzt, zum Verzweifeln seiner persönlichen Übersetzer. „Kuzmas Mutter“ wurde auch ein Spitzname für die AN602 ‚Zar‘Bombe, die 1961 detoniert wurde.

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 Joseph Brodsky Schmähgedicht auf die Ukraine
Genie und Narr
Neue Zürcher Zeitung, 21.2.2015
Als 1991 die Ukraine die Unabhängigkeit erklärte, verwandelte sich der Lyriker Joseph Brodsky in einen russischen Patrioten.
Als 1991 die Ukraine die Unabhängigkeit erklärte, verwandelte sich der Lyriker Joseph Brodsky in einen russischen Patrioten. (Bild: Giorgia Fiorio / Contrasto / Dukas)
Als 1991 die Sowjetunion auseinanderbrach und die Ukraine ihre seit dem 19. Jahrhundert ersehnte Unabhängigkeit erlangte, geriet darüber ein antisowjetischer russischer Dichter in Zorn, dem man solches nicht zugetraut hätte. Joseph Brodsky schrieb ein Schmähgedicht, das 2014 erneut Karriere machte.

Wie sehr beschimpft man die Ukrainer in den russischen staatlichen Fernsehprogrammen, und welche entsetzlichen Verbrechen wirft man ihnen vor! Nach der Einnahme von Slawjansk durch ukrainische Truppen wurde angeblich ein russischer Bub gekreuzigt und seine vor Leid verrückt gewordene Mutter an einen Panzer gebunden und über den Asphalt geschleift. Märchen von den Greueltaten der ukrainischen Militärs – sie heissen immer nur «Faschisten» «Bandera-Leute» und «Vergeltungskommandos» – füllen ganze Sendestunden der wichtigsten russischen Nachrichtenprogramme, und Talkshow-Teilnehmer sprechen der Ukraine schlicht das blosse Existenzrecht ab. Putin selbst machte nach der Annexion der Krim Ansprüche Russlands auf den ganzen Südosten der Ukraine geltend und nannte ihn in seiner Rede «Neurussland».

Die russischen «Informationstruppen», welche die unter Jelzin herangewachsene journalistische Kultur ersetzen, sind wohl mit die wichtigste Waffe in dem «hybriden Krieg», der gegen den Nachbarstaat entfesselt wurde. Die von ihnen betriebene Hirnwäsche macht Millionen Fernsehzuschauer zu Zombies und verwandelt Putins Krieger des Äthers – hier haben die Oppositionellen zweifellos recht – in potenzielle Kriegsverbrecher.

Schroffe Veränderung

Aber lässt sich eine so schroffe Veränderung des Verhältnisses zu einem Brudervolk allein mit der Effektivität der Propagandamaschinerie erklären? Oder sollte man den Ursprung dieser Effektivität nicht auch in den unbewussten Einstellungen des Auditoriums suchen, an das sie appelliert?

Ich bin mir sicher, in keinem anderen Land als Russland hätte die Propaganda vergleichbare Resultate erzielt. Sie bringt das an den Mann, was die Leute zumindest teilweise selbst hören wollen, sie erweckt ein Virus zum Leben, das sie schon in sich tragen. Die Mehrzahl der Infizierten weiss im Normalzustand nichts davon, aber bei Berührung mit den Bildern der Aggression, welche die Massenmedien verbreiten, wird die Sache virulent.

Als Indiz führe ich einen Fall an, in dem das imperiale Virus ohne alle Propaganda in einem Mann zutage trat, dessen Immunität dagegen bis dahin unangezweifelt geblieben war.

1991/1992, als die Sowjetunion zerfiel, war der sowjetische Exil-Schriftsteller Joseph Brodsky «poeta laureatus» der Library of Congress Washington DC. Sein ganzes Leben hatte er sich, so ein Freund des Dichters, durch «extremen Individualismus, Selbständigkeit im Denken, Originalität und vielleicht sogar Exzentrik» ausgezeichnet. Das Sowjetimperium bestrafte ihn zuerst wegen Schmarotzertums, dann schickte es ihn ins Exil. Viel hatte Brodsky für dieses Reich nicht übrig, ganz im Gegenteil. Er erzählte gern, wie er halb im Scherz die Frage parierte, von wo aus man am besten auf den Kreml schauen sollte: «Aus der Kabine eines amerikanischen Bombers.»

Sein Leben lang hatte Brodsky – vor allem als Dichter, aber auch im Alltag – in sich den privaten Menschen kultiviert. Seine Nobelpreisrede begann er 1987 mit den Worten: «Für einen Privatmann wie mich, für einen, der sein Leben lang die private Existenz jeder Rolle von sozialer Bedeutung vorgezogen hat (. . .), für einen solchen Menschen stellt es eine unbequeme Herausforderung dar, sich auf diesem Podium wiederzufinden.»

Der Dichter durchkreuzte jeden Versuch, die Autoren für die Verbrechen der politischen Regime, unter denen sie lebten, verantwortlich zu machen. «Wir sind Schriftsteller, und wir lassen uns nicht durch unser politisches System definieren», erklärte er auf einer Konferenz in Lissabon 1988. Und als Milan Kundera sich 1985 erlaubte, Dostojewski – wegen der aggressiven Sentimentalität seiner Figuren – eine indirekte Mitschuld an der Okkupation seiner Heimat durch sowjetische Panzer 1968 zu geben, fuhr Brodsky aus der Haut. Ja wie konnte dieser Tscheche es wagen, dem grossen russischen Romanschreiber dergleichen vorzuwerfen! «Soldaten repräsentieren nie die Kultur, geschweige denn die Literatur – sie tragen Knarren, keine Bücher», schrieb Brodsky.

Als «poeta laureatus» begründete Joseph Brodsky 1991/1992 das American Poetry and Literary Project, das dafür sorgte, dass an Bahnhöfen, in Schulen, Hotels und Supermärkten mehr als eine Million Lyrikbände kostenlos verteilt wurden. Ziel des Projekts war, die poetische Kultur des Durchschnittsamerikaners zu heben.

Der Zerfall der Sowjetunion hätte diesen inspirierten Diener der Poesie und Individualisten nicht besonders aufgeregt, wäre nicht dieser eine Umstand gewesen: Die Ukraine erklärte ihre staatliche Selbständigkeit!

Anfangs verstand Brodsky nicht, warum ihn dieser Akt so heftig traf und in Wut versetzte: «Alles, was schlecht ist für die Sowjetunion, ist absolut richtig», hatte er seinerzeit über die Bombardierung Kambodschas durch die Amerikaner gesagt. Der Zerfall der UdSSR, so könnte man glauben, hätte ihn freuen müssen, aber nichts dergleichen: Denn die Ukrainer haben sich von Russland und seiner grossen Kultur abgespalten! Wie aus dem «Bollwerk des Sozialismus» plötzlich Russland wurde, hätte Brodsky vermutlich auch selbst schwer erklären können. Ja, diese Reaktion ist emotional und unlogisch und widerspricht allem, was er früher gepredigt hat. Aber die Wut, die tiefe Kränkung verflogen nicht, sondern verstärkten sich noch, und er setzte sich hin und schrieb das Gedicht «Auf die Unabhängigkeit der Ukraine».

Brodsky sagte von sich: «Ich bin Jude, russischer Dichter und amerikanischer Staatsbürger.» Jetzt machte sich der «russische Dichter», der Bewahrer der grossen Kultur, im Juden und amerikanischen Staatsbürger (ein solcher war der Dichter schon seit 1977) mit unerwarteter Stärke bemerkbar. Der Dichter ging daran, den ukrainischen «Chochols» («Schopf», nach dem Haarschopf der Saporoscher Kosaken) im Namen aller Russen zu antworten.

Tödlich beleidigt

Am schwersten war es für Brodsky, eine kollektive Identität anzunehmen, zum russischen «Kazap» (Bezeichnung für die Russen nach einer Bartmode des 18. Jahrhunderts, von der die Ukrainer meinten, sie liessen den Träger aussehen wie eine Ziege, «kak zap») zu werden. Das stand im Widerspruch zu all seinen poetischen Instinkten und seinem Credo als Person, dem Schreiben im eigenen Namen. «Elitär» und «absolut einzelgängerisch» hatte ihn dafür Alexander Solschenizyn einmal genannt. Bei seiner Verwandlung in einen Kazap muss sich der Dichter ähnlich gefühlt haben wie Doktor Jekyll, der zu Mister Hyde wird. Aber der beleidigte Nationalstolz war so gross, dass er sich schliesslich, wenn auch mühsam, in den Kollektivkörper zwängte und mit der Figur des Durchschnittsrussen, des Kazap, verschmolz. Vielleicht erinnerte er sich in diesem Moment an die Worte des von ihm geschätzten Boris Pasternak: «Und Kunst kann hier nicht länger weilen, Hier atmen Erde und Geschick.» Eine so weitgehende Metamorphose hatte Brodsky sein Leben lang noch nicht durchgemacht.

Aber Joseph Brodsky war ein begabter, ein «gottbegnadeter» Dichter, und nachdem er sich in die ungewohnte Figur eingefunden und eingelebt hatte, standen ihm der passende Wortschatz und die passende Intonation bald zur Verfügung.

Dass die Ukrainer einfach ihre Unabhängigkeit gewonnen hatten und selbständig geworden waren, daran glaubte Brodsky nicht eine Sekunde – woher sonst übermannte ihn diese Selbstquälerei: Die Chochols haben, und auch nicht zum ersten Mal, die russischen Brüder gemein betrogen und sich auf die Seite der Feinde geschlagen! Das Gedicht beginnt mit einer Anrede an den Schwedenkönig Karl XII., dessen Armee 1709 bei Poltawa geschlagen wurde: Ja, will der Dichter sagen, damals habt ihr verloren, aber heute, fast dreihundert Jahre später, habt ihr uns dennoch besiegt. Schaut, über der Ukraine flattert die Flagge in denselben Farben, wie eure schwedische: «Gelb-Blau». Aber Schweden liegt ja weit weg von der Ukraine, dagegen sind Polen und Deutschland gleich nebenan, und eben mit den «Fritzen» und den «Polacken» oder «Ljachen» haben die undankbaren Chochols diesmal die Russen verraten. Dort aber erwartet sie nichts Gutes! Mit beispielloser Bosheit, um nicht zu sagen mit Sadismus, zeichnet Brodskys tödlich beleidigte imperiale Phantasie eine Szene der kollektiven Vergewaltigung der Verräter: «Sollen euch jetzt in der Hütte die Fritzen im Chor / Mit den Polacken auf alle Viere stellen, Dreckspack.»

Dann kippt der Dichter über die Chochols, die Russland angeblich verraten haben, das ganze Arsenal von Ukraine-Klischees aus, über das der Durchschnitts-Kazap verfügt. Dieses Arsenal ist extrem dürftig und banal: Ruschnik (ein besticktes Handtuch), Karbowanez (ukrainische Währungseinheit bis 1996), Borschtsch (Randensuppe), Ganovenbraut und Knödel. Brodsky, der Aristokrat des Geistes, schreibt diesmal im Namen des gemeinen Mannes; daher die Fülle volkstümlicher Wörtchen und Wendungen.

«Das Kürbismelonen-Volk»

Eine bestimmte Logik lässt sich in Brodskys Schöpfung aber erkennen. Die Ukrainer sind demnach ein Volk des Erdreichs, das keine eigene «hohe Kultur» hervorgebracht, sondern diese vom grossen russischen Volk erhalten hat. Und hier macht sich der Dichter mit den Chochols keine Umstände: «Euch hat das Erdreich geboren: der Boden, Schwarzerde mit Kalkbrei. Die Erde gibt euch, ihr Kürbismelonen, nie Ruhe.» Brodskys Hauptvorwurf an die Chochols läuft darauf hinaus, dass sie, das Kürbismelonen-Volk (Wasser- oder Zuckermelone oder Kürbis), das unmittelbar dem Erdreich entwächst, mit ihrer verbalen Unabhängigkeitserklärung in Wahrheit frech Russland verraten und die Nabelschnur durchtrennt haben, durch die sie sich kulturell ernährt haben.

Wie immer bei Brodsky gibt es in dem Gedicht eine Menge verborgener Bedeutungen, historischer Verweise und Wortspiele, aber die «Todsünde» der Ukrainer besteht für ihn in ihrer Abkehr von der grossen russischen Kultur. Fragen der sozialen Organisation, der Politik und selbst der Moral interessieren den Dichter und Kulturenthusiasten nicht: Das Ästhetische steht für ihn unendlich höher als die Prosa des Lebens.

In seiner sowjetischen Jugend wurde Brodsky wegen «Schmarotzertums» verurteilt und ins Gebiet Archangelsk verbannt. Dort fand er in einer Anthologie englischer Poesie einen Vierzeiler von W. H. Auden, der fürs ganze Leben zu seiner Devise wurde: «Time worships language and forgives / everyone by whom it lives: / pardons cowardice, conceit, / lays its honors at their feet» (Zeit / huldigt der Sprache und vergibt / jedermann durch den sie lebt: / entschuldigt Feigheit, Arroganz, / legt ihnen zu Füssen ihre Honneurs). Seine Nobelpreisrede widmete der Dichter dem Lob der Sprache, besonders der Poesie, die quasi über allem schwebt, was die Menschen verbindet – Politik, Ökonomie und Moral. Ihren Gipfelpunkt erreichte diese Sicht in seiner Ode «Auf die Unabhängigkeit der Ukraine». Hier aber zeigte sich auch ihre ganze Begrenztheit.

Im letzten Vierzeiler ruft Brodsky den Ukrainern pathetisch in Erinnerung, was sie durch ihre Abspaltung von der russischen Kultur verloren haben und was sie vor dem Tod noch bitter bereuen werden: Auf dem Totenbett, so droht er den Chochols, «werdet ihr röcheln, an den Rand der Matratze gekrallt, / Die Verse von Alexander und nicht den Stuss von Taras». «Alexander» ist natürlich der russische Nationaldichter Puschkin, und «Taras» der ukrainische Nationaldichter Schewtschenko. Der Dichter prophezeit zuletzt dem ukrainischen Volk einen schweren Tod auf der nackten Matratze und ein verspätetes Begreifen seiner grossen Schuld vor der russischen Poesie.

Vom Grossen bis zum Lächerlichen ist es wahrlich nur ein Schritt!

Gestänker statt Gespräch

Der Versuch, im Namen aller Kazaps zu orakeln, enthüllte einerseits die völlige Untauglichkeit von Brodskys privater Poetik für politische Zwecke und unterstrich andererseits die banale «imperiale Arroganz» des Dichters. Das Gespräch wurde zum Gezänk, zum Gestänker, das der einen Seite, den Ukrainern, jedes Rederecht bestreitet.

Für mich ist das Gedicht in anderer Hinsicht interessant. Im Altertum schrieb man den Dichtern die Gabe des prophetischen Blicks zu, doch heute glauben nur noch wenige daran. Die Ode «Auf die Unabhängigkeit der Ukraine» aber erlangte nach der Annexion der Krim und dem Krieg im Donbass offensichtlich ein neues Leben, sie gewann einen zweiten Atem, sehr viel mächtiger als der erste. Man erklärte die Ode zum «wichtigsten Gedicht des Jahres 2014», man diskutiert darüber und kommentiert sie. Natürlich geht es dabei nicht um die Form, sondern um den Inhalt.

Brodsky selbst schämte sich ein wenig für dieses Werk, er hat es ein paar Mal vorgetragen, aber seine Publikation kategorisch abgelehnt (der einzige Fall von Selbstzensur in seinem Werk). «Man wird mich falsch verstehen», erklärte er seine Ablehnung, in Wahrheit aber fürchtete er wohl eher etwas anderes, das Gegenteil: dass man ihn richtig versteht. Und tatsächlich, im Jahr 2014 überwältigen Millionen Russen für die Chochols dieselben Gefühle, die einst den Dichter im Exil ergriffen. Sie verstehen nichts von Poesie, aber sie lesen aus Brodskys Ode die eigenen Emotionen heraus. Die Zeit hat offengelegt, was der «lebende Klassiker» in sich selber nach Kräften zu ignorieren suchte: Mit seinen starken imperialen Emotionen kann man sich identifizieren, selbst wenn man nichts von Poesie oder hoher Kultur versteht.

Imperiale Anästhesie

Beim Kommentieren des Gedichts «Auf die Unabhängigkeit der Ukraine» blickt man unwillkürlich argwöhnisch auch auf sich selbst. Was wundern wir uns über die antiukrainische Hysterie in Moskau, wenn, zwanzig Jahre nach seiner Emigration, ein Nobelpreisträger und Kavalier des Ordens der Ehrenlegion, der sein Leben lang Privatmensch sein wollte, was ihm auch gelungen ist, ein «absoluter Einzelgänger», sich plötzlich – mit über fünfzig Jahren! – nicht mehr in der Hand hat und ein solches Gedicht in die Welt setzt? Bist denn du dir, fragt man unwillkürlich sich selber, so sicher, dass du dem Grosser-Bruder-Komplex, der «imperialen Arroganz» nicht erliegst? Besser erst einmal nichts versprechen.

Die Lektüre dieses Gedichts ist ernüchternd: Man versteht plötzlich besser, warum alte russische Bekannte, gestern noch zurechnungsfähig, trunken sind vom Glück der Inbesitznahme der Krim, dafür die ganze Welt brüskieren und in ihrer Ekstase gar nicht merken, wie sie buchstäblich zusehends verarmen. Man wundert sich weniger über die Wirkung der imperialen Anästhesie, wenn man weiss, dass auch der berühmte Dichter, unter Gefährdung seines Rufs als freier und aufgeklärter Denker und von vornherein überzeugt, man werde ihn «falsch verstehen», zum Schreibtisch eilte und auf dem Papier Gefühlen ihren Lauf liess, die er nicht beherrschen konnte. Man möchte seinem Beispiel auf keinen Fall folgen.

Der russische Philosoph und Schriftsteller Michail Ryklin, 1948 in Leningrad geboren, lebt in Berlin. Zuletzt erschien von ihm 2014 auf Deutsch im Suhrkamp-Verlag: «Das Buch Anna». – Aus dem Russischen von Gabriele Leupold.

http://www.nzz.ch/feuilleton/buecher/genie-und-narr-1.18487691

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Brodsky’ Poem To The Independence of Ukraine in The World of Today

O.I.Glazunova, Joseph Brodsky: American Diary (2005, pp. 72-73): “In February 1994, after Ukraine had become a part of NATO’s Partnership for Peace programme, Brodsky wrote his poem To The Independence of Ukraine, which exploded representations of him as the émigré poet who had forever broken ties with Russia and his past.

Just like Pushkin’s poem To the Slanderers of Russia, we can approach Brodsky’s poem in many different ways. It is impossible, though, to ignore in his verses the wrath of a man whose country was the victim of an act that cast doubt on the history of two countries’ cooperation, on all amicable relationships that had existed between them. But why was it Ukraine’s cooperation with NATO, not Georgia’s or, for that matter, Uzbekistan’s that provoked such an angry rebuff by Brodsky?

The answer is obvious: the behaviour of someone close (in this case a representative of the Slavic community) always cuts deeper and is felt on a more emotional level. The lightness with which Ukraine was ready to sacrifice its relationship with Russia for the sake of short-term interests (there was no military threat toward Ukraine and there could not be one) enraged the poet, and granted his words a particular harshness:

Dear Karl XII, the battle of Poltava,

Thank God is lost. As that stutterer did say,

Time will show us Kuzka’s mother, ruins,

A bone of posthumous joy with an aftertaste of Ukraine.

 

If it’s not green it’s obviously been wasted by isotopes,

The old yellow-blue flutters over Konotop,

Fashioned from canvas; Canada has probably stocked up.

Completely free – there’s no catch, but the Ukrainians don’t need this.

 

Hey you cloth Karbovanets, a sweaty fist of sunflower seeds.

It’s not up to us Russkis to blame them instead.

Believing in God themselves with glittering eyes they

Did their seventy-year stint in Ryazn.

 

We’ll tell them where to get off, with strict pauses between insults:

Hit the road, Ukrainian rednecks, and take your pretty napkins with you.

Get going in your national costume, and dare not call it military uniform,

The address? Just two letters – read between the lines!

 

May a choir of Huns now join the Poles

To bring you mud hut dwellers to your knees.

When it’s your neck on the line, let’s go it together,

But it’s sweeter to pick the chicken out of the borsch all on your own.

 

Say your farewells, Ukrainians, we’ve done our stint – that’s it!

Will spitting in the Dnieper really make it flow backwards,

Proudly shrinking from us in disdain, so swiftly, fed up

With redrawing the lines on the map and with the scorn of ages?

 

Remember us kindly! We have no earthly need

Of your bread, sky; though we may choke on our pith.

It’s not worth spoiling the blood, tearing the shirt from your back

Love, it seems, if ever such were present, is dead and done with.

 

Why go digging around for your roots?

Unto you a country was born, a soil, rich black soil

It’s time to stop riding on your “rights”, spinning us just one more yarn.

This soil will grant you no rest.

 

Hey you riverside forest, steppe, lass, where watermelons grow, dumpling,

You probably lost more people than money.

We’ll get by without you. As for our tears,

We cannot abate them until another time.

 

Godspeed, eagles and Cossacks, Hetmans, prison captains

Only when he comes and your time is up, giants,

Only then will you mutter, clutching at the sides of the mattress,

Verses of Alexander’s, and not barking Taras.

 

The poem, which was read out on 28 February 1994 at Quincy College (USA) and published in 1996 in Vecherny Kiev caused an uproar in Ukraine. It is probably due to ethical reasons that it was not included in the collection of Works of Joseph Brodsky (2001, St. Petersburg) and is currently only available online. By and large, though, it is unclear what the editor’s reasoning behind this was and why Brodsky’s poems that give a negative description of Russian reality (Fifth Anniversary, A Sketch, Imagine), are included.

Do we really care more about a “foreign” people’s feelings than about our own?

We mustn’t forget one important fact: although Brodsky’s poem is formally called To the Independence of Ukraine, it was not written in connection with the country being recognized as an independent nation, but instead with its leaders’ rash decision to side with an enemy they had until so recently shared with Russia. Ukraine’s aspirations to join NATO were in fact a statement that it could it at any moment oppose Russia, its former partner and ally. It was precisely this step that not only Brodsky but many of his compatriots considered a stab in the back. This is probably the reason that betrayal is a recurrent theme throughout the entire poem.

In the initial lines the poet remembers the events of the Great Northern War (1700 – 1721) that were tragic for Russia, when Ukrainian forces unexpectedly went over to the side of the Swedish king Karl XII (“Dear Karl XII, / the battle of Poltava, / thank God is lost. / As that stutterer did say, / time will show Kuzka’s mother.”), and compares the behaviour of the Ukrainian Hetman with Lenin’s (the stutterer’s) petitions during the First World War that called for his country’s defeat on the basis that an imperialist government had led Russia into that war[203]. The reference to “Kuzka’s mother” is a reminder of the sad continuity in the behaviour of communist leaders who, in their attempt to hold on to power or narrow nationalistic ideals often neglected the interests of their country. Krushchev’s famous threat to show America “Kuzka’s mother”, was in fact followed by an infringement on Russia’s territorial rights with the granting of the Crimean peninsula to Ukraine in 1954.

The following line, “The old yellow-blue flutters over Konotop”, on the one hand continues the theme of Mazepa’s betrayal (Ukraine borrowed its yellow-blue state colours from Sweden after its forces had changed sides during the Great Northern War), but on the other hand it sends readers back in time to the events of a more distant past.

The war with Poland that began so well for Bohdan Khmelnytsky in the middle of the 17th century (the Zaporozhian Cossacks routed Polish forces several times) ended with Ukraine’s defeat at the Battle of Berestechko (1651) and the Hetman’s petition to Russia to absorb Littel Rus’ into Muscovy. After prolonged hesitation, Moscow agreed to the Hetman’s request. The hesitation was linked to the knowledge that having decided to unite with Ukraine, war between Russia and Poland would be inevitable, and this indeed proved to be the case: in 1654 Ukraine was absorbed into Muscovy, from 1654 until 1656 Russia waged war with Poland over the liberation of occupied Ukrainian land.

After Bohdan Khmelnytsky’s death the situation in Ukraine changed. Khmelnytsky’s successor, Hetman Vyhovski, was a supporter of Poland; having come to an agreement with the Crimean Khan, he made a move against Moscow, the result of which was the catastrophic defeat of the Russians at Konotop, recalled in Brodsky’s poem. S. M. Soloviev also wrote about this battle:

“The flower of the Russian cavalry, victorious in `54 and `55, was shattered in one day; the victors took five thousand prisoners; the unfortunate souls where led out into the open and slaughtered like pigs: this was the arrangement between the allies – the Crimean Khan and the Zaporozhnian Hetman!”[204].

In his Course in Russian History V. O. Kluchevsky describes the events at Konotop thus: “Little Rus’ also drew Moscow into its first confrontation with Turkey. After Bohdan’s death war broke out between the Starshina Cossacks and the Black Sea Cossacks. Bohdan’s successor Vyhovski made himself king and along with the Tatars destroyed Tsar Alexis’ best fighters at Konotop (1659). Thus emboldened and having been liberated from the Swedes with the help of Moscow, the Poles did not want to give back any of the land they had won. A second war with Poland began, involving two catastrophic defeats for Moscow: Prince Khovansky’s defeat in Belarus and the capitulation of Sheremetev at Chudniv. Lithuania and Belarus had been lost”[205].

All the drama of the history of cooperation between two countries is hidden in just a few lines of Brodsky’s poem. And although not everything in this history ran smoothly and without incident, the good overrode the bad, and this good, as far as the poet is concerned, was crossed out by the wish of the new Ukrainian leaders to openly support NATO, an enemy it had shared until so recently with Russia.

Detailed research into the alliance between Ukraine and Russia does not come into the given publication but if we study the poet’s works it is natural to attempt to understand the reasoning behind his words. We must not content ourselves with one side of the story, in this case “insulted” Ukraine; we need to examine the opposing point of view also. And here reference to history is inevitable, but this history, unfortunately, is far from ideal.

The fact that Brodsky’s opinion was expressed with such emotion is also understandable, for Ukraine’s actions, which sparked the poem in response, went beyond the bounds of moral and ethical principles of cooperation between allies that had been established over the course of history.

During a significant period of its history Russia built up a relationship with Ukraine, based on the principle of a Slavic alliance, often to the detriment of its own interests, not mentioning the fact that potential enemies don’t just give land away. It is possible that the denunciatory tirade in Brodsky’s poem was not directed at Ukraine but at the author himself, who naively looked upon this country as a close friend or confederate, whom he could count upon at any time.

Losing friends is equal to becoming disillusioned, it’s always difficult, it’s unlikely that someone in a similar situation would have been able to remain impartial and take the perfectly balanced view of a bystander.”

Lev Balashov

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Lev Balashov: My Comments

How applicable Joseph Brodsky’s poem is to the present day situation of cooperation between Russian and Ukraine! Euromaidan, in essence, is a continuation of Mazepa’s dark deed (“a stab in the back”). The rebels don’t just want association with the European Union. They want this at the cost of far-reaching historical, economic and blood ties between Ukraine and Russia. This is the problem!

But lately (toward the end of January 2014) another tendency has emerged: civil war, the collapse of Ukraine, at the end of the day exacerbated conflict between Russia and the West, insofar as Russia is supporting pro-Russian forces in Ukraine.

Thank you Olga Glazunova. At first Brodsky’s poem was all Greek to me but Olga deciphered and explained everything. Thanks to this poem, I have been able to see Joseph Brodsky in a new light. It would appear that he is a real Russian patriot and can act completely in the style of A. S. Pushkin’s To the Slanderers of Russia. The only thing I don’t understand is why he rejected Taras Shevchenko (“barking Taras”) and contrasted him with our Alexander Pushkin!

For that matter, it wouldn’t hurt to remember Pushkin’s poem Slanderers of Russia here:

What are you complaining about, mouthpiece of nations?

Why do you threaten Russian with anathema?

What shook you? Lithuania’s fears?

Let it be: this is a fight between Slavs,

An ancient, domestic fight, already weighed out by fate,

A question to which you have no answer.

Since ages long past,

These tribes have been fighting;

Many a time hath faltered under siege

Now their side, now ours.

Who shall be left standing in this uneven fight:

The boastful Pole or loyal Russian?

Shall Slavic streams flow together into the Russian sea?

Has it dried up though? That is the question.

Leave us be: you have not read

Those bloody tablets;

Them you cannot understand, to you completely foreign

This family dispute;

To you the Kremlin and Prague are mute;

It vainly allures you

The courage of a desperate struggle —

And you hate us…

But why? You answer: because

Atop the flaming ruins of Moscow

We failed to recognize with a brazen will

The one, under whom you trembled?

Because into the abyss we did pour

The idol who did loom over nations

And with our blood won back

Europe’s freedom, honour and peace?..

You talk a fine talk but walk no walk!

So has the old hero, resting on his bed,

Not the strength to assemble his bayonet from Ismail?

Or are the words of a Russian tsar already meaningless?

Or are we to fight once more with Europe?

Or has the Russian grown unused to victory?

Or are there not enough of us? Or from Perm to the Crimea,

From frosty Finnish peaks to the fiery Colchis,

From the shaken Kremlin

To the walls of eternal China,

Will not with steely bristle sparkling

Russia’s soil rise up in defiance?..

So send to us, mouthpiece of nations,

Your embittered sons:

We’ll find space for them on Russia’s fields,

Amongst graves already known to them.

 

My thanks to Nicholas Simons, London,

http://www.translatorsbase.com/view_resume.aspx?nav=UserAccount&user_id=670462

whose translated those two poems by Brodsky and Pushkin, and the text of Lev Balashov from Russian. Julian S. Bielicki

 

Жовто-блакытный (Ukrainian) – yellow-blue; the name of the Ukrainian flag

Карбованец /Karbovanets/ – former Ukrainian currency (in use when Brodsky wrote his poem)

Хохлам(хохол) /khokhol/ – nickname for the Ukrainians. In their heyday the Zaporozhian Cossacks shaved their heads, leaving only a quiff of hair at the front of their heads, which the Russians called a /khokhol/. Soon the Russians gave the same name to anyone who cut his hair in this way, and eventually the nickname was used to refer to all Ukrainians.

Кацапам(кацап) /katsap/ – Ukrainian, Polish, Slovakian, Belarusian and even Southern Russian derogatory nickname for ethnic Russians. Contrary to the Ukrainians, the Russians wore beards; the Ukrainian word цап /tsap/ means ‘goat’, which of course has a beard. Як цап /yak tsap/ means literally ‘like a goat’. Over time the expression evolved from the Ukrainian into кацап /katsap/.

Гансы(ганс) /gans/ – nickname for the Germans

Жупане(жупан) (from Polish żupan) – warm outer clothing worn by Ukrainian men

Мазанке (мазанка) /mazanka/ – a hut made of wood or brick and plastered with clay

Левада /levada/ – ditch at the end of a Cossack’s plot of land, behind the flower or vegetable gardens, usually overgrown with trees and bushes

Краля (from Polish krala) – a beautiful woman; borrowed from Polish, in which ‘krala’ means ‘queen’

Баштан (from Persian bostan) – a field, garden or other plot of land on which watermelons, melons and cucumbers are grown

Вареник /varenik/ – Ukrainian national dish consisting of boiled dough with various fillings: cottage cheese, potato, onion, cabbage, mushroom, fruit (apple or cherry)

Казаки – Cossacks; borrowed from the Turkic languages, where it used to mean “free man”

Гетьман – Hetman; In Ukraine this was historically the leader of the Cossack military and supreme wielder of power

Вертухай – prison warden

Брехню (брехня) – lie; from the Old Slavic verb брехать /brekhat’/ (to bark)

Кузькину мать; «Показать кузькину мать» – to show someone Kuzma’s mother; a Russian idiom indicating a threat. It is often used jokingly or ironically. Nikita Krushchev often used the expression in conversations with American politicians, much to the despair of his personal translators. “Kuzma’s mother” also became a nickname for the AN602 ‘Tsar’bomb that was detonated in 1961.

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Стихотворение Бродского -На независимость Украины-

Лев Балашов

 

СТИХОТВОРЕНИЕ И.БРОДСКОГО «НА НЕЗАВИСИМОСТЬ УКРАИНЫ» И СОВРЕМЕННОСТЬ

Из книги О.И. Глазуновой „Иосиф Бродский: Американский дневник“ (2005 г., с. 72-73):
«В феврале 1994 года после того, как Украина стала участником программы НАТО „Партнерство ради мира“,Бродский пишет стихотворение „На независимость Украины“, которое взорвало представления о нем как о поэте-эмигранте, навсегда порвавшем с Россией и со своим прошлым.

Можно по-разному относиться к стихотворению Бродского, как, впрочем, и к „Клеветникам России“ Пушкина. Но нельзя не отметить в стихах гнев человека и гражданина страны, по отношению к которой был совершен поступок, поставивший под сомнения историю взаимодействия двух стран, все дружеские отношения в прошлом. Почему же сотрудничество с НАТО Украины, а не Грузии или, например, Узбекистана вызвало столь гневную отповедь Бродского?

Ответ очевиден: поведение близкого человека (в данном случае представителя славянского содружества) всегда ранит глубже и воспринимается на более эмоциональном уровне. Легкость, с которой Украина была готова пожертвовать отношениями с Россией ради соображений сиюминутной выгоды (военной угрозы в отношении ее не было и быть не могло) взорвала поэта, придав его словам особую жесткость:

Дорогой Карл XII, сражение под Полтавой,
Слава Богу, проиграно. Как говорил картавый,
Время покажет „кузькину мать“, руины,
Кость посмертной радости с привкусом Украины.
То не зеленок – виден, траченный изотопом,
Жовто-блакытный реет над Конотопом,
Скроенный из холста, знать, припасла Канада.
Даром что без креста, но хохлам не надо.
Горькой вошни карбованец, семечки в полной жмене.
Не нам, кацапам, их обвинять в измене.
Сами под образами семьдесят лет в Рязани
С залитыми глазами жили как каторжане.
Скажем им, звонкой матерью паузы метя строго:
Скатертью вам, хохлы, и рушником дорога.
Ступайте от нас в жупане, не говоря – в мундире,
По адресу на три буквы, на стороны все четыре.
Пусть теперь в мазанке хором гансы
С ляхами ставят вас на четыре кости, поганцы.
Как в петлю лезть, так сообща, суп выбирая в чаще,
А курицу из борща грызть в одиночку слаще.
Прощевайте, хохлы, пожили вместе – хватит!
Плюнуть, что ли, в Днипро, может, он вспять покатит.
Брезгуя гордо нами, как оскомой битком набиты,
Отторгнутыми углами и вековой обидой.
Не поминайте лихом, вашего хлеба, неба
Нам, подавись вы жмыхом, не подолгом не треба.
Нечего портить кровь, рвать на груди одежду,
Кончилась, знать, любовь, коль и была промежду.
Что ковыряться зря в рваных корнях покопом.
Вас родила земля, грунт, чернозем с подзомбом,
Полно качать права, шить нам одно, другое.
Эта земля не дает, вам, калунам, покоя.
Ой, ты левада, степь, краля, баштан, вареник,
Больше, поди, теряли – больше людей, чем денег.
Как-нибудь перебьемся. А что до слезы из глаза
Нет на нее указа, ждать до другого раза.
С Богом, орлы и казаки, гетьманы, вертухаи,
Только когда придет и вам помирать, бугаи,
Будете вы хрипеть, царапая край матраса,
Строчки из Александра, а не брехню Тараса.

Стихотворение, прочитанное 28 февраля 1994 года на вечере в Квинси-Колледже (США) и опубликованное в 1996 году в газете „Вечерний Киев“, вызвало на Украине бурю негодования. По этическим, вероятно, соображениям, оно не было включено в собрание „Сочинений Иосифа Бродского“ (СПб., 2001) и в настоящее время доступно только в интернет-версии. Хотя, по большому счету, не понятно, чем руководствовались в этом случае составители сборника и почему стихотворения Бродского, в которых дается негативное описание российской действительности („Пятая годовщина“, „Набросок“, „Представление“), в нем присутствуют.

Неужели ущемление чувств „чужого“ народа нас заботит больше, чем своего собственного?

Нельзя забывать об одном немаловажном факте: хотя формально стихотворение Бродского называется „На независимость Украины“, написано оно было не в связи с обретением страной государственного статуса, а по случаю поспешного желания ее лидеров примкнуть к своему еще недавно общему с Россией противнику. Стремление Украины стать членом НАТО фактически явилось заявлением о том, что теперь в любой момент она может выступить против России — своего бывшего партнера и союзника. Именно этот шаг украинских лидеров не только Бродский, но и многие его соотечественники восприняли как удар в спину. Вероятно, поэтому тема предательства звучит у поэта на протяжении всего стихотворения.

В начале стихотворения поэт вспоминает трагические для России события Северной войны (1700.1721), когда украинские войска неожиданно перешли на сторону шведского короля Карла XII („Дорогой Карл XII, / сражение под Полтавой, / слава Богу, проиграно. / Как говорил картавый, / время покажет „кузькину мать.“), и сравнивает поведение украинского гетмана с заявлениями Ленина („картавого“), который в ходе первой мировой войны призывал к поражению своей страны на том основании, что эта война велась империалистическим правительством[203]. Упоминание „кузькиной матери“ свидетельствует о печальной преемственности в поведении коммунистических лидеров, которые в стремлении удержать власть или в своих узконационалистических пристрастиях часто пренебрегали интересами страны. Знаменитое обещание Хрущева показать „кузькину мать“ Америке на деле обернулось ущемлением территориальных прав России и передачей Украине Крымского полуострова в 1954 году.

Следующая строка стихотворения „жовто-блакытный реет над Конотопом“, с одной стороны, продолжает тему предательства Мазепы (желто-синие государственные цвета Украина взяла у Швеции, после того как в ходе Северной войны ее войска перешли на сторону противника), а с другой, — отсылает читателей к событиям еще более далекого прошлого.

В середине XVII века война с Польшей, которая началась так удачно для Богдана Хмельницкого (запорожские казаки несколько раз разгромили польские войска), закончилась поражением Украины в битве при Берестечке (1651) и обращением гетмана к России с просьбой присоединить Малороссию к Московскому государству. После долгих колебаний Москва дала положительный ответ на просьбу гетмана. Колебания же были вызваны тем, что за принятием решения о присоединении Украины для России неизбежно следовала войной с Польшей, что и произошло: в 1654 году Украина вошла в состав Московского государства, с 1654 по 1656 год Россия вела войну с Польшей за освобождение украинских земель.

После смерти Богдана Хмельницкого ситуация на Украине изменилась. Преемник Хмельницкого гетман Выговский был сторонником Польши; заключив соглашение с Крымским ханом, он выступил против Москвы, результатом чего стало жестокое поражение русских под Конотопом, о котором Бродский упоминает в стихотворении. Об этом сражении С.М.Соловьев писал:

„Цвет московской конницы, совершившей счастливые походы 54 и 55 годов, сгиб в один день; пленных досталось победителям тысяч пять; несчастных вывели на открытое место и резали как баранов: так уговорились между собою союзники — хан крымский и гетман Войска Запорожского!“[204].

В „Курсе русской истории“ В.О.Ключевского так описываются события под Конотопом: „Малороссия втянула Москву и в первое прямое столкновение с Турцией. По смерти Богдана началась открытая борьба казацкой старшины с чернью. Преемник его Выговский передался королю и с татарами под Конотопом уничтожил лучшее войско царя Алексея (1659). Ободренные этим и освободившись от шведов с помощью Москвы, поляки не хотели уступать ей ничего из ее завоеваний. Началась вторая война с Польшей, сопровождавшаяся для Москвы двумя страшными неудачами, поражением князя Хованского в Белоруссии и капитуляцией Шереметева под Чудновом на Волыни вследствие казацкой измены. Литва и Белоруссия были потеряны“[205].

За несколькими строчками стихотворения Бродского скрывается полная драматизма история взаимоотношений двух стран. И хотя не все в этой истории было гладко и безупречно, но хорошее все же преобладало над плохим, и это хорошее, в представлении поэта, было перечеркнуто желанием новых украинских лидеров открыто стать на сторону НАТО, своего еще недавно общего с Россией противника.

В задачи данной книги не входит подробное исследование взаимоотношений Украины и России, но если мы изучаем творчество поэта, вполне естественно постараться понять причины, побудившие его к тем или иным действиям. Нельзя довольствоваться соображениями одной из сторон, в данном случае „обиженной“ Украины, следует рассмотреть и противоположную точку зрения. И здесь без обращения к истории не обойтись, а история эта, к сожалению, далека от идиллии.

Тот факт, что мнение Бродского было облечено в крайне эмоциональную форму, тоже можно понять, — ведь и поступок Украины, который послужил поводом для написания стихотворения, выходил за рамки исторически сложившихся морально-этических принципов взаимодействия между дружественными странами.

На протяжении длительного периода истории Россия строила свои отношения с Украиной, исходя из идеи славянского содружества, часто в ущерб своим собственным интересам, не говоря уже о том, что потенциальным врагам территории не раздаривают. Возможно, и не на Украину был направлен отрицательный заряд стихотворения Бродского, а на себя самого, наивного, воспринимавшего эту страну как ближайшего друга и союзника, на которого в любой момент можно положиться.
Терять друзей, равно как и свои иллюзии, всегда тяжело, вряд ли кому-нибудь в подобной ситуации удается сохранить беспристрастный тон повествования и безупречно взвешенную позицию наблюдателя».

Lev Balashov

Лев Балашов: МОЙ КОММЕНТАРИЙ.
Как перекликается это стихотворение Иосифа Бродского с нынешней ситуацией во взаимоотношениях России и Украины! Евромайдановцы, в сущности, продолжают черное дело Мазепы („удар в спину“). Они ведь не просто хотят ассоциации с Евросоюзом. Они хотят это сделать за счет разрыва глубоких исторических, родственных и экономических связей Украины с Россией. Вот в чем проблема!
А в самое последнее время (конец января 2014 г.) обнаруживается еще одна тенденция: к гражданской войне, к развалу Украины и, в конечном счете, к жесткому обострению конфликта России с Западом, поскольку Россия выступит в поддержку пророссийских сил на Украине.

Спасибо Ольге Глазуновой. Я поначалу воспринял стихотворение Бродского как абракадабру. Но Ольга всё расшифровала и разъяснила. Благодаря этому стихотворению я по-новому взглянул на Иосифа Бродского. Оказывается, он настоящий патриот России и может выступать вполне в духе стихотворения А.С.Пушкина „Клеветникам России“. Непонятно только, зачем он лягнул Тараса Шевченко („брехня Тараса“) и противопоставил его нашему Александру Сергеевичу?!

Кстати, нелишне вспомнить здесь стихотворение Пушкина „Клеветникам России“:

О чем шумите вы, народные витии?
Зачем анафемой грозите вы России?
Что возмутило вас? волнения Литвы?
Оставьте: это спор славян между собою,
Домашний, старый спор, уж взвешенный судьбою,
Вопрос, которого не разрешите вы.
Уже давно между собою
Враждуют эти племена;
Не раз клонилась под грозою
То их, то наша сторона.
Кто устоит в неравном споре:
Кичливый лях, иль верный росс?
Славянские ль ручьи сольются в русском море?
Оно ль иссякнет? вот вопрос.
Оставьте нас: вы не читали
Сии кровавые скрижали;
Вам непонятна, вам чужда
Сия семейная вражда;
Для вас безмолвны Кремль и Прага;
Бессмысленно прельщает вас
Борьбы отчаянной отвага —
И ненавидите вы нас…
За что ж? ответствуйте: за то ли,
Что на развалинах пылающей Москвы
Мы не признали наглой воли
Того, под кем дрожали вы?
За то ль, что в бездну повалили
Мы тяготеющий над царствами кумир
И нашей кровью искупили
Европы вольность, честь и мир?..
Вы грозны на словах — попробуйте на деле!
Иль старый богатырь, покойный на постеле,
Не в силах завинтить свой измаильский штык?
Иль русского царя уже бессильно слово?
Иль нам с Европой спорить ново?
Иль русский от побед отвык?
Иль мало нас? Или от Перми до Тавриды,
От финских хладных скал до пламенной Колхиды,
От потрясенного Кремля
До стен недвижного Китая,
Стальной щетиною сверкая,
Не встанет русская земля?..
Так высылайте ж к нам, витии,
Своих озлобленных сынов:
Есть место им в полях России,
Среди нечуждых им гробов.

 

© Copyright: Лев Балашов, 2013
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Лев Балашов

Лев Евдокимович Балашов – философ, профессор, автор свыше 20 книг, в т.ч. „Мир глазами философа“,
„Практическая философия“, „Философия: учебник“, „Этика“, „Занимательная философия“, „Жизнь, смерть, бессмертие“,
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1. Мир глазами философа. (Категориальная картина мира) – doc
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5. Как мы думаем. (Введение в философию мышления) – doc, pdf
6. Жизнь, смерть бессмертие – doc, pdf
7. Что такое философия? – doc
8. Критика марксизма и коммунизма – doc
9. Ф.Ницше – Гитлер философии (памфлет) – doc
10. Гуманистический манифест – doc
11. Занимательная философия – doc
12. Этика (учебное пособие) – pdf
13. Занимательная этика – doc
14. О любви – pdf
15. Ошибки и перекосы категориального мышления – doc
16. Золотое правило поведения- doc
17. Либерализм и свобода- doc
18. Материалы по философии истории – doc
19. Глупость философов – doc
20. Парадоксы и парадоксальное мышление – doc
22. Негатив жизни: антикультура и антифилософия – doc
23. Человечеству грозит гибель от депопуляции, если…- doc
24. Кризис на Украине. Философско-политические заметки на злобу дня – doc (http://yadi.sk/d/0IwkBYCCGYyL9)

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Как мы думаем? (21)

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Мысли о религии (12)

Дневник размышлений (68)

Занимательная философия (29)

Кризис на Украине (30)

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Сергей Корягин, Иванов Евгений Михайлович, Павел Техдир Антипов, Анатолий Лень, Медведев Дмитрий, Бармин Виктор, Владимир Рыскулов, Игорь Сирык, Образование, Евгений Нейштадт, Братислав Либертус На Русском, Денис Романюк, Ирина Ракша, Мария Климук

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

 

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

molon labe

 

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Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

People feel always terrible offended if you do not believe their lies.
Everyone is responsible for his feelings.
Psychoanalysis is nobody’s business except the psychoanalyst and his patient, and everybody else can fuck off.
“Time is the echo of an axe
Within a wood.”
― Philip Larkin, Collected Poems

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

 Why Allah does not shows himself? Because he does not want  to do anything with such assholes.
When fascism returns, he will not say, ‘I am the fascism‘. No, he will say, ‘I am the anti-fascism Ignazio Silone.
Political correctness requires a language for a poetry album.
 Psychoanalysis is frivolous, or it is not psychoanalysis.
Colorful diversity, earlier: shit.
What can not any longer be changed, can not any longer be reformed, it is no longer alive, but very dead (instead). What is dead should be, has to be buried: religion, marriage, Romanticism, etc.
 The reality is always stronger than illusions.
 A delusion is characterized by increasing loss of reality, and can be attested to today’s leaders in Germany and the mass media. Loss of reality describes the mental state of a person who is not (any longer) be able to understand the situation in which it is located. So you are ruled by madmen and manipulated by the mass media.
Totalitarianism can only be defeated if one has the courage to call things by their right names, just as they are. Political correctness prevents it promotes totalitarianism and political cowardice and political lie.
The Extinction: Islam is like the sun, who comes too close to him, will burn itself and will flare the rest of the world with him.
Islam does not want any submission! Islam wants victory, destruction and annihilation.

 

 

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