Kategorie-Archiv: invaders

We are not helping desperate migrants but just smugglers to bring islamofascists into our countries

What is happening in the 300-mile stretch of sea between Sicily and Libya, day in and day out — in other words, what ‘we’ are doing there — is beyond reasonable doubt insane.

A sane person would assume that the 181,436 migrants (a new record) who made it by sea to Italy last year had done so under their own steam in flimsy fishing boats and dinghies at least some of the way across the Mediterranean. This, after all, is the message aid agencies and governments put out.

In fact, every one of those 181,436 was picked up by EU and non-government aid-agency vessels off the Libyan coast just outside the 12-mile territorial limit, then ferried across to Europe. The people-smuggler boats — more often than not these days dangerously unseaworthy rubber dinghies — chug out towards the 12-mile limit, send out a distress signal, and Bob’s your uncle.

Nearly all the migrants arriving in Italy are young men from West Africa, not refugees. They have the cash for a ticket on a smuggler boat (€1,500, give or take) so are not destitute. That’s getting on for £300 million in ticket sales last year. West African migrants are big business.

The justification for the presence of the EU and aid-agency fleets in the southern Mediterranean is to save lives, and in the case of the EU’s Operation Sophia to arrest people smugglers and destroy their boats. If the fleets did not patrol, there would be far fewer deaths, because far fewer migrants would dare to put to sea. There would be far fewer people smugglers. Yet thanks to this enormous rescue fleet, the Italian interior ministry expects 250,000 more migrant boat people.

The madness does not end here. There’s reason to suspect that the people smugglers are actually in direct contact with aid agencies, which is why they are so often first on the scene to rescue migrant boats — and this is a criminal offence.

Last week, the chief prosecutor in Catania, Carmelo Zuccaro, revealed details of an investigation he has just begun amid growing suspicions of collusion between the agencies and the people smugglers. Where is the line, he asked, between aid and facilitation?

He told Italian MPs: ‘The NGOs often work near to the coast and territory of Libya. We have calculated that in the last four months of 2016, 30 per cent of the rescues which landed at Catania were carried out by these organisations. In the first months of 2017, that percentage has grown to at least 50 per cent.’

This Sicilian judge said the country with the most aid agencies operating in the central Mediterranean was Germany, with five organisations and six vessels (one costing £350,000 per month to keep at sea — over £4 million a year).

‘We must solve the problem of where the money comes from to sustain such high costs — who are the sources of this finance? We shall be doing checks on the NGOs who bring migrants into our jurisdiction. It is notable that the NGO ships are nearly always the nearest to the location of the emergency.

‘It’s not a crime to invade the waters of a foreign country to pick them up. What is punishable is bringing them to Italy without respecting the rules of engagement… vessels should take migrants to the nearest port, which is certainly not Italy.’ The nearest safe port, in fact, would be in Tunisia.

Last month the EU’s border agency, Frontex, also accused aid agencies of activities which ‘help criminals achieve their objectives at minimum cost, strengthen their business model by increasing the chances of success’.

Its annual report says the smugglers now hardly bother to telephone the Maritime Rescue Coordination Centre in Rome to be picked up, preferring to call aid-agency vessels directly. The reason is obvious: these people will not arrest them or confiscate their vessels.

Since June 2016, many boats have been rescued near the Libyan coast by aid-agency vessels ‘without any prior distress call’, suggesting the rendezvous has been pre-arranged. In Italy, the lynch-mob principle of ‘he must have done it’ is enough to secure convictions, so prosecutions are a distinct possibility.

But the only way to solve the migrant crisis — as the Frontex report says — is to stop all these West Africans getting to Libya. This would ensure too that the aid-agency humanitarians are not led into further temptation.

Der Schweizer Migrationschef Mario Gattiker verhalf einer rechtskräftig ausgewiesenen eritreischen Familie zu einem Asylverfahren.

Der Schweizer Migrationschef Mario Gattiker verhalf einer rechtskräftig ausgewiesenen eritreischen Familie zu einem Asylverfahren.

Im Widerspruch. Mario Gattiker setzt die offizielle Haltung seiner Chefin Simonetta Sommaruga offenbar beliebig ausser Kraft.

Im Widerspruch. Mario Gattiker setzt die offizielle Haltung seiner Chefin Simonetta Sommaruga offenbar beliebig ausser Kraft. Bild: Keystone

Eigentlich ist die Geschichte von Saba A.* ein klarer Dublin-Fall. Zu diesem Schluss kam zumindest das Staats­sekretariat für Migration (SEM). Auf das Aslygesuch von Saba A. ging es gar nicht erst ein und wies die eritreische Mutter und ihre drei minderjährigen Kinder nach Italien aus. Inzwischen ist allerdings nichts mehr klar: Saba A. und ihre Kinder sind illegal wieder in die Schweiz gereist und das SEM hat ein Asylverfahren eröffnet. Dies offenbar auf Geheiss von SEM-Direktor Mari Gattiker.

Rückblende. Saba A. reist im Sommer 2015 mit ihren Kindern von Italien, wo die Behörden sie in einem Zentrum untergebracht hatten, in die Schweiz und reicht ein Asylgesuch ein. Dabei gibt sie an, sie wolle nicht in Italien bleiben, weil es dort für sie keine Unterstützung gebe. Sie wolle nicht, dass ihre Kinder auf der Strasse leben müssten. Zudem habe sie drei erwachsene Kinder, die bereits in der Schweiz seien. Die Behörden platzieren die Familie in der Asylunterkunft im bernischen Zollikofen, wo die beiden jüngeren Kinder die Sekundarschule besuchen. Am 23. September 2015 entscheidet das SEM, dass Italien und nicht die Schweiz für das Asylgesuch zuständig ist und verfügt die Wegweisung der Familie. Saba A. wehrt sich dagegen und reicht mit Unterstützung von Hilfsorganisationen Beschwerde gegen den Entscheid ein. Das Bundesverwaltungsgericht unter dem Vorsitz von SP-Richterin Nina Spälti weist die Beschwerde am 17. August 2016 ab.

Saba A. akzeptiert den Entscheid nicht und erhält – erneut mit Unterstützung von Hilfsorganisationen – bei der Stadtberner Kirchgemeinde «Frieden» Unterschlupf. Weil die Frau Kinder habe, die bereits ein Bleiberecht in der Schweiz hätten, habe man ihr Kirchen- asyl gewährt, sagt Kirchgemeindepräsident Robert Ruprecht. «Wir wollten der Familie eine Chance geben, damit abschliessend geklärt wird, ob sie wirklich nicht hier bleiben kann.»

Abgetaucht oder alleingelassen?

In den Morgenstunden des 29. Novembers holte die Polizei Saba A. und die Kinder aus dem Pfarrhaus ab. «Wir waren zwar enttäuscht, dass entgegen ersten Zusicherungen niemand von uns die Familie auf der Reise nach Italien begleiten durfte», sagt Kirchgemeindepräsident Ruprecht. «Wir akzeptieren aber selbstverständlich den Rechtsstaat und haben uns den Behörden nicht widersetzt.» Die Polizisten bringen Saba A. und die Kinder zum Flughafen nach Genf. Dort besteigt die Familie das Flugzeug nach Mailand. Für die Reise hat Saba A. 270 Euro Zehrgeld erhalten.

Dazu, wie es der Familie in Mailand erging, sind die Schilderungen widersprüchlich. «Die italienischen Behörden haben uns zugesichert, dass sie die Familie am Flughafen in Empfang nehmen und kindergerecht unterbringen», erinnert sich einer der Polizisten. Die Zeitung Der Bund war offenbar telefonisch im Kontakt mit dem älteren Sohn und liess ihn am 6. Dezember in einem Artikel zu Wort kommen. Der 15-Jährige schildert, wie die italienischen Behörden die Familie völlig im Stich gelassen hätten. Ein Kollege habe ihnen zwar Unterschlupf gewährt. Aus Angst vor Problemen schliesse er sie aber in der Wohnung ein, wenn er morgens zur Arbeit gehe. Das SEM hingegen erklärte, die italienischen Behörden hätten die Familie ordnungsgemäss empfangen. Diese habe jedoch den Transfer zur vorgesehenen Unterkunft nicht abgewartet, habe sich entfernt und sei für die italienischen Behörden nicht mehr auffindbar gewesen.

Illegale Rückkehr

Tatsache ist: Wenige Wochen nach der Ausschaffung kehren Saba A. und ihre Kinder in die Schweiz zurück. Illegal, denn die Schweizer Behörden hatten ein Einreiseverbot gegen die Familie ausgesprochen. Bei Dublin-Fällen ist dies üblich, um zu verhindern, dass rechtskräftig abgewiesene Asylbewerber postwendend zurückkehren und erneut ein Gesuch stellen. Wie Saba A. trotz des Einreiseverbots zurück nach Bern gelangte, ist unklar. Fachleute vermuten, dass die Familie von Helfern in die Schweiz geschleust worden ist: Bei den derzeit strengen Kontrollen an der Südgrenze sei ein Durchkommen mit dem Zug fast unmöglich.

Inzwischen lebt Saba A. wieder in der Asylunterkunft im bernischen Zollikofen, wo ihre Kinder seit dem 9. Januar wieder die Schule besuchen. Die neue Anwältin der Familie hat am 6. Januar beim SEM ein Wiedererwägungsgesuch eingereicht. Und nun kommt es zur erstaunlichen Wende: Das SEM prüft nun doch das Asylgesuch der Familie – trotz rechtskräftiger Wegweisung und trotz illegaler Rückkehr. Saba A.s Anwältin will sich weder dazu äussern noch den Kontakt zur Familie herstellen. Alle Involvierten hätten vereinbart, keine Auskunft zu geben. Sie gibt lediglich an, dass sie SEM-Direktor Mario Gattiker Saba A.s Anliegen persönlich habe unterbreiten können. Beim SEM heisst es auf Anfrage, man habe «aufgrund der aktuellen Aktenlage» entschieden, das Asylverfahren in der Schweiz durchzuführen. Konkreter dürfe man aus Gründen des Datenschutzes nicht werden.

«Rechststaatlich bedenklich»

Pikant: Damit unterläuft Gattiker zumindest die offizielle Haltung seiner Vorgesetzten, SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga. In einem Brief an die Kirchgemeinde «Frieden» vom 14. Dezember 2016 erklärte die Justizministerin, dass Italien für das Gesuch der eritreischen Familie zuständig sei. Das Bundesverwaltungsgericht habe sich mit der Situation von Saba A. und ihren Kindern ebenfalls einlässlich auseinandergesetzt und den Entscheid des SEM gestützt. «Aufgrund der Gewaltentrennung ist es mir nicht möglich, ein Urteil der letzten Instanz aufzuheben.» Zu einer glaubwürdigen und humanitären Asylpolitik gehöre, dass Personen, die den Schutz der Schweiz nicht benötigen, weil ein anderer Staat für die Prüfung ihrer Asylgesuche zuständig sei, die Schweiz wieder verlassen müssten.

Durch das Kirchenasyl hätten sich Saba A. und ihre Kinder den Behörden entzogen. Sommaruga: «Es wäre rechtsstaatlich bedenklich, wenn durch diese Vorgehensweise in Einzelfällen vom SEM oder dem Bundesverwaltungsgericht als zumutbar beurteilte Wegweisungen vereitelt würden.» Faktisch ist aber genau dies geschehen.

*Name der Redaktion bekannt (Basler Zeitung)

Erstellt: 25.03.2017, 10:46 Uhr

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Our Readiness for a Terrorist Attack Is Dangerously Low

Updated on February 20 at 4:40 p.m. ET

President Donald Trump has made national security a centerpiece of his agenda, justifying policies ranging from a travel ban to close relations with Russia. But the United States is now more vulnerable to attack than it was before Trump took office, according to the man who served as George W. Bush’s crisis manager on 9/11.

“In terms of a major terrorist attack in the United States or on U.S. facilities, I think we’re significantly less ready than we were on January 19,” said Richard Clarke, who served on the National Security Council in the George H.W. Bush, Bill Clinton, and George W. Bush administrations. “I think our readiness is extremely low and dangerously low. Certainly [government] agencies at a professional level will respond [to an attack], but having a coordinated interagency response is unlikely given the current cast of characters [in the administration] and their experience.”

Clarke’s conclusion is based in part on the upheaval on the National Security Council, an organization created in 1947 within the White House to coordinate national-security policymaking across the federal government (the council’s purpose and structure have changed over time, with the staff ballooning from dozens of people under George H.W. Bush to hundreds under Barack Obama). In recent days, that upheaval has included the resignation of National-Security Adviser Michael Flynn and the dismissal of a senior official on the council for publicly criticizing the president. With a major review of America’s strategy to fight ISIS coming due at the end of the month, the national-security adviser position lay vacant for a week, after the leading candidate to replace Flynn turned down the job. On Monday, Trump named H.R. McMaster, a prominent military strategist, as Flynn’s successor.

“I’ve never seen anything quite like it,” said Clarke, who spent 30 years in government, of the current turbulence at the National Security Council. George H.W. Bush replaced much of the staff from Ronald Reagan’s council, Clarke noted, but the new people were in place within the first few days of Bush’s administration. (Over the weekend, an anonymous Trump official told CNN that it was “dead wrong” to say the National Security Council was in chaos and ill-prepared for a crisis, noting that the council has been involved in the administration’s designation of Venezuela’s vice president as a drug kingpin and in arranging the president’s string of phone calls and meetings with world leaders.)

Clarke’s assessment is also based on the background of the council’s leaders; Flynn’s deputy, K.T. McFarland, was previously a Fox News analyst and last worked in government as a public-affairs official in the Reagan administration, over 30 years ago. Tom Bossert, Trump’s homeland-security adviser, has experience responding to natural disasters, Clarke pointed out, and the military veterans (including McMaster) in contention for Flynn’s position when we spoke on Sunday had a wealth of combat experience. But that’s different than ensuring that a hulking government bureaucracy reacts swiftly and effectively to an incident like a terrorist attack. “I don’t know that there’s a single person [on Trump’s National Security Council] who’s ever had a senior position managing a national-security crisis out of Washington,” Clarke said.

Before Vice President Dick Cheney and National-Security Adviser Condoleezza Rice asked Clarke—then the council’s national coordinator for security and counterterrorism—to act as a crisis manager on September 11, Clarke had been involved in responding to dozens of national-security crises. And he’d participated in many “tabletop exercises”—simulations of emergencies of the kind that the Obama administration staged for several top Trump officials shortly before Inauguration Day.

“You have all the senior people who would actually have a role in a crisis and you get them all together” for a few hours, Clarke said, in describing the exercises. “You have news reports, intelligence reports. … [The participants] get false reporting, because in a real crisis a lot of the reporting you get is not true. And you don’t have time to chase it down; information just bubbles up fast. The normal filters that verify things are taken off. … People are calling them from other [parts of] the world, congressmen are calling them, U.S. ambassadors are asking for guidance, U.S. commanders overseas are asking for guidance. You get intelligence reports that things are about to happen. … You try to divert their attention from the real thing they should be focusing on. You give them really hard policy choices that they probably haven’t thought of before.” The participants come away with a list of ways to improve on their performance.

As a result, on 9/11, “I knew what to do,” Clarke told me. “I quickly had the heads of all the agencies up on TV screens [in the Situation Room]. And I knew from playing games of major terrorist incidents what were some of the things we had to do and who had the power to do them. So, for example, we immediately instituted the continuity-of-government system, which turned on alternative headquarters in case headquarters in Washington were blown up or disconnected. We immediately grounded all the aircraft in the air. We immediately closed all the ports and border crossings. We called up [Federal Emergency Management Agency] units to help with disaster cleanup and recovery. We locked down all the embassies around the world. We put all U.S. military forces on high alert. There’s a whole checklist of things that we went through. And we had done those exact same things in the exercise.”

The National Security Council, Clarke explained, is like an “orchestra conductor,” harmonizing the work of agencies ranging from the FBI to FEMA to the Federal Aviation Administration. “There was a tendency in the [George W.] Bush administration to think of the [National Security Council] as a foreign-policy organization. It’s not. That’s the State Department,” Clarke said. “There appears to be a tendency in this administration to think of [the council] as an extension of the military. And it’s not. National security is a very broad spectrum of capabilities of civilian, military, and intelligence agencies.”

Is such an elaborate interagency process really necessary? I asked. After all, if it comes in the wake of a terrorist attack, the immediate damage has already been done.

“You say the terrorist attack has already happened. Maybe it hasn’t,” Clarke responded. “Maybe you are getting information that a major terrorist attack is about to occur. That’s when the decisions get really tough. Do you believe the information? How do you corroborate the information? What are you willing to do in light of that information? One of the exercises we played frequently was: credible intelligence reports that a nuclear bomb was being smuggled into an American city. Do you evacuate that city? Evacuating a major American city will create chaos and deaths. What if the reports are wrong? And if the terrorists see you evacuating the city, maybe they’ll put the bomb off early.”

“Then, when the terrorist attack does start, you never know whether it’s the only one that’s going to happen,” Clarke continued. “They tend very often to come in pairs, or groups. When we started on 9/11, the Pentagon had not been hit. [Our] meeting was going on when the Pentagon was hit. I could see people on the TV screen in the Pentagon reacting as the building was shaking. First reports are always wrong: We were told that there were four other aircraft in the air. So we expected additional attacks, and we had to scramble fighter planes and evacuate buildings. We evacuated not only the White House. We evacuated all federal buildings, not only in Washington but around the country. We evacuated all the high-rise buildings we could on a voluntary basis around the country.”

Clarke is concerned not just with the Trump administration’s preparedness for a national-security incident—be it an act of terrorism or a provocation from a country like Iran or North Korea—but also with its approach thus far to national-security threats. In the first month of a typical administration, Clarke said, the National Security Council’s Principals Committee—a kind of “board of directors”—would prioritize issues to develop policy on and then hand the list off to the council’s Deputies Committee, which would organize working groups that consult with government agencies and produce policy proposals. Eventually, the president might approve those proposals as policy. As an example of how this process works, he cited a sarin-gas attack in Japan in 1995, which prompted President Clinton to ask Clarke and his colleagues for a study on the risk of terrorists using chemical and biological weapons in the United States. Within a few weeks, National Security Council staffers concluded that the U.S. was unprepared for that form of terrorism, and suggested a plan and a budget for a training program that was ultimately rolled out in 157 U.S. cities.

“I have never seen in anything that has happened in the last month any [such] analysis,” Clarke said. (He noted that the standard National Security Council process has been bypassed before, as when Cheney and Bush’s defense secretary, Donald Rumsfeld, hatched plans for the Iraq War. In his memoir, Clarke strongly criticized this decision, and claimed that the Bush White House ignored his warnings about al-Qaeda prior to 9/11.) Trump officials appear to “begin with an assumption that they know what the problems are, and very often it doesn’t seem like the problems that they’re trying to address on a priority basis actually exist. They just think they do. They think there are Mexicans pouring across the border when, in fact, the traffic is in the opposite direction. They think there’s a problem with refugees from [the banned] seven countries coming into the United States and staging terrorist attacks when that’s never happened.”

“It’s important to do the analysis, not in a completely value-free way, but in an open-minded way that … gathers data and shows empirically what the problem is and then designs options to deal with real problems,” Clarke said. What he’s observed of the Trump administration over the last month is rather different than open-minded: a “blind stumbling into things” is how he described it.

Trump, die Schweden und der Hochmut

Von Ulrich Schödlbauer.

Medientheoretikern sollte die Bemerkung, die dem amerikanischen Präsidenten über das Einwanderungsland Schweden entschlüpfte, ein gefundenes Fressen sein – nicht, weil der dahinterstehende Sachverhalt ihnen zu denken gäbe, sondern weil sie so plastisch den Satz illustriert, den man in dieser Sparte so gern als theoretischen Urknall zelebriert: Das Medium ist die Botschaft.

Leicht formalisiert und wenig wahlkaumpftauglich aufbereitet, sagte der Präsident:

„Es gibt, als Folge unkontrollierter Masseneinwanderung, mehr Kriminalität auf Europas Straßen, mehr Vergewaltigungen, Diebstahl und Aufruhr, eine Häufung terroristischer Ereignisse und die gestrige Sendung über Schweden, die uns die Augen über das Musterland der nördlichen Hemisphäre öffnete, über das wir uns bisher nur hehre Vorstellungen machen durften.“

Die Crux bestand darin, dass, wer die Sendung vom Vorabend nicht gesehen hatte, denken durfte, vielleicht sogar musste, etwas Furchtbares müsse an besagtem Vorabend in Schweden geschehen sein, während es doch nur in Fox News, dem Leib- und Magensender des Präsidenten, je nach ideologischer Lesart, zu sehen gewesen oder geschehen war. „You look at what’s happening in Germany, you look at what’s happening last night in Sweden“ – die allgegenwärtige Phrase deckt das Ereignis und die Sendung gleichermaßen ab, beim Präsidenten und beim Volk, bei Medienmachern und Medienkonsumenten.

Wohl wahr: Die Sendung ist das Ereignis und je nachdem, welchen Sender und welche Sendung einer gerade gesehen hat, lebt er, der medialen Verfasstheit unserer Alltagswelt (soweit sie über den privaten Kleinkram hinausreicht) sei Dank, in einer anderen Welt.

Eine der beliebten Vorlagen: Seht den Schwätzer!

Man darf daher weder den Medien noch den Repräsentanten des schwedischen Staates sowie der schwedischen Gesellschaft die empört-belustigte Ahnungslosigkeit post dictum abkaufen, mit der sie die Aufmerksamkeit des Publikums von der in Rede stehenden Sache weg auf den präsidialen Neuling zurückspiegelten. Die Bemerkung des früheren Außenministers Carl Bildt, „Was hat er geraucht?“, bedient sich, analytisch gesprochen, derselben sprachlichen Möglichkeit, zwischen realem Sachverhalt und medialem Ereignis zu switchen, die bereits der Redner für sich in Anspruch nahm.

Ein – allerdings gravierender – Unterschied liegt im Adressatenkreis: Trump sprach vor einer Menge, die gewillt war, sich von ihm über die verheerenden Weltzustände in Erregung versetzen zu lassen, der schwedische Altstar servierte einer Twitter-Gemeinde, die sich für aufgeklärt hält und aus Grundsatz über den Kleine-Leute-Erregungen steht, eine der in diesem Medium so beliebten Vorlagen zur weltweiten Verbreitung: Seht den Schwätzer! Dass auch darin eine Umkehrung liegt, da in der Regel als Schwätzer gilt, wer nicht zur Sache redet, geht in der Pointe unter – nicht zur Sache zu reden, sondern Emotionen zu schüren, und sei es durch fake news, gilt schließlich als Markenzeichen des Laiendarstellers im Weißen Haus und soll es unter allen Umständen bleiben.

Was ist ein „gefundenes Fressen“? Ein Ausdruck der Alltagssprache, über den sich amüsieren oder erregen darf, wer will oder wer keine Ahnung hat, was er bedeutet. Immerhin ist er im deutschen Sprachschatz so fest verankert, dass, wer sich über ihn aus Weltanschauungsgründen mokiert, zu erkennen gibt, dass er entweder kein native speaker ist oder sich nicht zu benehmen weiß, da er gegen eine elementare kulturelle Regel verstößt: Mach dein Gegenüber nicht ohne Grund lächerlich.

Gegen diese Grundregel zu verstoßen gilt neuerdings als links, schick und unendlich aufgeklärt, es zerstört aber nur Gesellschaft. Die Repräsentanten der schwedischen Gesellschaft wissen sehr gut, wovon Trump vor seinen Anhängern redete. Sie ziehen es allerdings vor, die Maske der Heuchelei vorzuhalten und der Welt zu versichern, wer so über sie rede, sei seines Verstandes nicht mächtig. Ihr Problem besteht darin, dass jedem, buchstäblich jedem Bewohner dieses Planeten, der aus Fernsehsendungen Informationen bezieht, der switch des Präsidenten aus eigener Sprecherfahrung geläufig und daher nicht der Rede wert ist – eine kleine Ungenauigkeit, von denen es in jeder Politikerrede wimmelt.

Soviel Hochmut in den Worten

Jeder, der einmal den Fernsehknopf betätigte, weiß, dass sie heucheln. Jeder, der weiß, welche Probleme die Masseneinwanderung den liberalen Staaten Europas beschert, müsste den Kopf schütteln über soviel Hochmut in den Worten von Vertretern eines Staates, der es auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise vorzog, das Schengen-Abkommen partiell außer Kraft zu setzen und seine Grenzen für Flüchtlinge hochzufahren – vermutlich, weil die Party gerade im Gange war und man sich nicht beim Küssen stören lassen wollte.

Die Frage ist also, warum sie heucheln. Unter den Ländern Westeuropas ist Schweden das Land der doppelten Wahrheit, wie man sie bisher vor allem aus Diktaturen, aus Staaten im Kriegszustand und Ibsen kannte: unvereinbar, unversöhnlich, unaussprechlich, jedenfalls sofern man sich nicht auf die Seite der öffentlich Geächteten begeben möchte. Das mag unter Schweden funktionieren, aber für das befreundete Ausland kann und darf es keinen Grund geben, sich mit zwei einander fundamental widersprechenden Auskünften über das geliebte Ferienziel zufrieden zu geben. Im Gegenteil, es darf leise anmahnen, mit dem Hokuspokus aufzuhören und zu einem offenen Umgang mit der Wahrheit zurückzukehren.

Sollte es nur darum gehen, dem böswilligen Gerücht und der maßlosen Übertreibung entgegenzutreten: Offenheit, liebe Schweden, ist das Rezept. Einen Filmemacher niederzumachen, weil zufällig der Präsident der Vereinigten Staaten seine Dokumentation zu Gesicht bekam und ihm eine polemische Bemerkung darüber auskam, ist eines zivilisierten Landes nicht würdig, geschweige denn eines Landes, das seine moralischen Maßstäbe gern zu den höchsten der Welt zählt.

Ulrich Schödlbauer ist Literaturwissenschaftler, Schriftsteller und Essayist. Dieser Beitrag erschien zuerst auf Globkult.

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