Kategorie-Archiv: Traumatherapie

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

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Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Als Immanuel Kant seine Schrift „Zum ewigen Frieden“ 1795 publizierte, konnte er
nicht Mal davon träumen, daß der Mensch eine andere Form des Ewigen Friedens
erfinden wird, und zwar den Wolf´s Fart State (auf deutsch: Wolfahrtsstaat).
Das geht so: der Mensch kanonisiert (das hat mit Kanonen nichts zu tun, es bedeutet
Heiligsprechung) das sogenannte „Volk“, whatever it is, gibt dem „Volk“ jegliches
Recht zu rauben, stehlen und morden (1789 in Frankreich, 1917 in Russland, 1933 in
Deutschland, usw. usw., heute in Iran und wo die ISIS hinkommt), etabliert Regime,
die auf Mehrheitsentscheidungen sogenannter „freien“ Wahlen basieren, auch wenn
Leute nur die gleichen Politiker angeblicher verschiedener Parteien wählen dürfen
(zur Zeit ist die ganze breite politische Mitte rot-rot-grün), diese bilden eine
Räuberbande, die über sogenannte Steuern die Menschen ausraubt und das
Raubgut zum Teil unter sich und zum Teil an ihre Vasallen und Auftraggeber verteilt,
und den Wahlmechanismus der sogenannten Demokratie so manipuliert, daß sie
immer mehr vom Staat, also von der herrschenden Mafia, durch angebliche
Wohltaten finanziell abhängig macht, alle möglichen finanziellen Zahlungen,
Unterstützungen, Subventionen, sogenannte Sozialleistungen, so daß diese
mittlerweile riesige Wählergruppen nur noch diejenigen wählt, die ihr aus dem
Raubgut einen Teil zukommen lassen. Auf diese Weise ist kein demokratischer
Regimewechsel mehr möglich, denn die Wähler sind in diesem System durch die
sog. Sozialleistungen gekauft und gefangen.
Nach dieser Methode handelt auch die Psychotherapeutenkammer, die unermüdlich
neue Einnahmefelder für Psychotherapeuten (als Sozialarbeiter der
Betreuungsindustrie) zu erobern versucht, vor kurzem „traumatisierte“
Bundeswehrsoldaten, nun Flüchtlinge, für die sie sogar vom Staat bezahlte
Dolmetscher für eine Psychotherapie fordert. Das muß man sich vorstellen, eine Frau
in Burka, die mit ihrem Dolmetscher auf der Couch liegt, ihr Vater womöglich auch
noch dabei (so ein Verlangen eines Vaters einer islamischen Patientin habe ich
erlebt, er hat seiner Tochter verboten, eine Psychotherapie ohne daß er dabei
anwesend ist, zu machen).
Und hier weitere Begehren in Form von Psychotherapeutenkammer, zunächst wird heftig
lamentiert und auf die Tränendrüse gedrückt, und dann wird die Hand nach dem Geld rausgestreckt, genauso wie es sonstige Straßenbettler machen, nur aggressiver:
12. Dezember 2014
Arbeitsunfähigkeit aufgrund psychischer Erkrankung nimmt weiter zu
BKK-Gesundheitsreport 2014 kritisiert regionale Unterschiede
Die Anzahl der Tage, die Versicherte aufgrund von psychischen Erkrankungen
arbeitsunfähig sind (AU-Tage), nehmen bei den Betriebskrankenkassen (BKK) weiter
zu. Dabei ist 2013 bei Männern ein stärkerer Anstieg (+ 8,3 Prozent) festzustellen als
bei Frauen (+ 7,5 Prozent). Nach wie vor fehlen Frauen jedoch erheblich mehr Tage
aufgrund einer psychischen Erkrankung am Arbeitsplatz. Psychische Erkrankungen
sind damit die Krankheiten, die langfristig die größten Steigerungen bei Fehltagen
am Arbeitsplatz verursachen. Als einzige Krankheitsgruppe stiegen bei ihnen in nur
einer Generation die AU-Tage um das Fünffache: von knapp einen halben Tag je
Versicherten im Jahr 1976 auf 2,6 Fehltage im Jahr 2013. Das sind die Ergebnisse
des Gesundheitsreport 2014 der BKK, der auf die Daten von 9,3 Millionen
Versicherten zurückgreift.
Psychische Erkrankungen verursachen bei den BKK die längsten durchschnittlichen
Krankschreibungen. Mit mehr als 40 AU-Tagen je Fall verursachen psychische
Erkrankungen die längsten Krankschreibungen, nahezu doppelt so lang wie durch
Muskel- und Skeletterkrankungen. Arbeitslose sind allerdings noch weit mehr Tage
arbeitsunfähig als beschäftigte Versicherte. Über alle Altersgruppen sind die
Fehlzeiten aufgrund psychischer Störungen bei Arbeitslosen um das 3,4-Fache
höher als bei allen Pflichtmitgliedern Besonders hoch sind die Fehlzeiten bei älteren
Arbeitslosen. Insgesamt stellt der BKK-Report auch „einen direkten Zusammenhang“
zwischen dem Alter der Versicherten und der Anzahl der AU-Tage fest. Ältere sind
länger und häufiger chronisch krank.
Der BKK-Gesundheitsreport 2014 betont, dass es erhebliche regionale Unterschiede
in der ambulanten Versorgung gibt, insbesondere wo und wie häufig bestimmte
Diagnosen gestellt werden. Bei depressiven Erkrankungen z. B. betragen die
Unterschiede in der Diagnosehäufigkeit fast zehn Prozent zwischen einzelnen
Landkreisen. Als Ursachen nennt der Report tatsächliche Prävalenzunterschiede,
regionale Unterschiede in der Einstellung der Patienten sowie in den
Versorgungsstrukturen. Die BKK kritisierten insbesondere, dass z. B. bei allen akut
behandlungsrelevanten Depressionen nur ein geringer Anteil der Versicherten
leitliniengerecht behandelt wird. Langfristig sieht Franz Knieps, Vorstand des BKK
Dachverbandes, in den regionalen Unterschieden der ambulanten Versorgung einen
Grund für eine stärkere Versorgungssteuerung.
Links:
BKK Gesundheitsreport 2014
25. November 2014
Psychische Erkrankungen (nein, psychische Diagnosen! Nicht psychische Erkrankungen! Anm.JSB)  sind Hauptursache für Erwerbsminderungsrente. Rentenversicherung sieht Handlungsbedarf
Psychische Erkrankungen waren auch 2013 wieder die Hauptursache für ein
vorzeitiges gesundheitsbedingtes Ausscheiden aus dem Erwerbsleben. 74.745
Personen wurden im vergangenen Jahr wegen einer psychischen Erkrankung
erwerbsunfähig. Das sind 42,7 Prozent aller gesundheitsbedingten Frühberentungen
im Jahr 2013. Der Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent gestiegen. Dies
geht aus der Publikation „Rentenversicherung in Zeitreihen“ der Deutschen
Rentenversicherung (DRV) hervor. Am häufigsten führten Depressionen zur
vorzeitigen Berentung. Fast 40 Prozent der psychisch bedingten Frühberentungen
waren 2013 auf depressive Erkrankungen zurückzuführen.
Laut des aktuellen Reha-Berichts der DRV entfiel 2013 etwa ein Viertel (24 Prozent)
der stationären medizinischen Rehabilitationsleistungen auf psychische
Erkrankungen. Damit ist der Anteil psychischer Erkrankungen bei den
Rehabilitationsleistungen deutlich geringer als bei den Erwerbsminderungsrenten.
„Psychisch kranke Menschen erhalten häufig zu spät oder nie eine
Rehabilitationsleistung. Dadurch steigt das Risiko, dass sie vorzeitig berentet
werden“, stellt Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der
Bundespsychotherapeutenkammer, fest. „Die Rehabilitationsangebote für Menschen
mit psychischen Erkrankungen müssen verbessert werden, um Frühberentungen so
weit wie möglich zu verhindern.“
Auch die DRV sieht Handlungsbedarf, den sie in ihrem Positionspapier zur
Bedeutung psychischer Erkrankungen in der Rehabilitation und bei
Erwerbsminderung beschreibt. Danach müsse mehr getan werden, damit psychisch
kranke Menschen rechtzeitig eine adäquate Behandlung und medizinische sowie
berufliche Rehabilitation erhalten. Besonders wichtig sei hierfür eine bessere
Zusammenarbeit der Sozialversicherungsträger und der verschiedenen Akteure im
Gesundheitswesen.
Links:
Aktuelle Publikation „Rentenversicherung in Zeitreihen“ der DRV
Reha-Bericht Update 2014 der DRV
Positionspapier der DRV zur Bedeutung psychischer Erkrankungen in der
Rehabilitation und bei Erwerbsminderung
06. November 2014
Unzumutbare Einschränkungen für psychisch kranke Flüchtlinge
BPtK fordert Änderungen im Asylbewerberleistungsgesetz
Flüchtlinge und Asylsuchende erhalten in der Regel in Deutschland keine
angemessene Behandlung, wenn sie psychisch erkranken. Die
Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) fordert deshalb anlässlich der heutigen
Beratungen des Asylbewerberleistungsgesetzes im Deutschen Bundestag,
Flüchtlingen und Asylsuchenden eine Krankenbehandlung zu ermöglichen, wie sie in
der gesetzlichen Krankenversicherung festgelegt ist. „Flüchtlinge und Asylbewerber
leiden häufig unter schweren psychischen Erkrankungen. Eine Psychotherapie wird
ihnen jedoch in den meisten Fällen nicht oder erst nach langen Wartezeiten
gewährt“, stellt BPtK-Präsident Prof. Dr. Rainer Richter fest. „Es ist unmenschlich,
Flüchtlingen eine wirksame Behandlung ihrer psychischen Erkrankung zu
verweigern.“
Immer wieder erhalten Flüchtlinge keine oder keine leitliniengerechte Behandlung
ihrer schweren psychischen Erkrankungen. Grund hierfür sind die bisherigen
Regelungen im Asylbewerberleistungsgesetz. Das Gesetz legt zwar fest, dass
Flüchtlinge einen Anspruch auf die Behandlung akuter Erkrankungen und
Schmerzzustände haben. Die psychotherapeutische Behandlung von psychischen
Erkrankungen wie Posttraumatischen Belastungsstörungen oder Depressionen wird
jedoch nur in Ausnahmefällen gewährt. Darüber, ob ein psychisch kranker Flüchtling
eine Psychotherapie erhält, entscheiden im Einzelfall die zuständigen Amtsärzte und
Sachbearbeiter in den Landesbehörden. Diesen fehlt jedoch häufig die Qualifikation,
um einen psychotherapeutischen Behandlungsbedarf und seine Dringlichkeit
einschätzen zu können. Anträge auf Psychotherapie werden deshalb häufig
abgelehnt – nicht selten ohne inhaltliche Begründung oder mit dem Verweis auf eine
vermeintlich ausreichende psychopharmakologische Behandlung. Wenn überhaupt,
werden psychisch kranke Flüchtlingen deshalb meist ausschließlich medikamentös
behandelt. Diese ausschließlich pharmakologische Behandlung entspricht nicht den
aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen für die Behandlung von psychischen
Erkrankungen, wie sie in Leitlinien beschrieben sind. Diese empfehlen zum Beispiel
bei Posttraumatischen Belastungsstörungen eine psychotherapeutische Behandlung.
Darüber hinaus sind die Bearbeitungszeiten der Anträge auf Psychotherapie in den
Behörden meist unzumutbar lang, sodass die psychischen Störungen chronifizieren
oder kostenintensive stationäre Behandlungen notwendig werden können.
Die BPtK fordert deshalb, die bisherigen Einschränkungen des
Asylbewerberleistungsgesetzes aufzuheben und sicherzustellen, dass Flüchtlinge
und Asylsuchende die gleichen Leistungen erhalten wie Versicherte der gesetzlichen
Krankenversicherung. Dafür bedarf es einer bundeseinheitlichen Regelung, wie über
Gesundheitsleistungen für Flüchtlinge entschieden wird. Es kann nicht den sehr
unterschiedlichen Entscheidungsstrukturen und -kompetenzen der Landesbehörden
überlassen bleiben, wie es die Bundesregierung mit ihrem Verweis auf deren
Zuständigkeiten empfiehlt. Im Asylbewerberleistungsgesetz sollte vielmehr
bundesweit eine einheitliche Regelung geschaffen werden, auf welche Weise
qualifiziert über einen Behandlungsbedarf bei psychisch kranken Flüchtlingen zu
entscheiden ist. Diese Regelung sollte den Anforderungen an das
Genehmigungsverfahren entsprechen, das in der Psychotherapie-Richtlinie und der
Psychotherapie-Vereinbarung geregelt ist. Dies betrifft vor allem die
psychotherapeutische Qualifikation des Entscheiders und die Einhaltung von Fristen
zur Bewilligung. Außerdem ist ausdrücklich die Möglichkeit vorzusehen, einen
Dolmetscher hinzuzuziehen. Die Kostenübernahme für Dolmetschereinsätze wird
bisher von den Leistungsträgern, auch von der gesetzlichen Krankenversicherung,
oft nicht bewilligt.
Downloads
Pressemitteilung der BPtK: Unzumutbare Einschränkungen für psychisch
kranke Flüchtlinge – BPtK fordert Änderungen im Asylbewerberleistungsgesetz
Links:
Gesetzesentwurf der Bundesregierung
Gesetzesentwurf von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Antrag von DIE LINKE

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In dem Zusammenhang immerwiederkehrend die Horrormeldung: Burn-Out!

Burn-Out! Schlimmer als Ebola?

Nun hat es auch die tapferen Schweizer erwischt. Die Neue Züricher Zeitung vom 19.10.14 schlägt Alarm: „Erschöpfung am Arbeitsplatz. Hunderttausende sind Burnout-gefährdet. Etwa sechs Prozent der Schweizer Erwerbstätigen erholen sich in der Freizeit nicht mehr von der Arbeit. Laut Wissenschaftlern der Universität Bern fühlt sich ein Viertel aller Erwerbstätigen ziemlich oder stark erschöpft. Gegen 300 000 stehen gar kurz vor dem Burnout.“ Zuvor befiel die Burn-Out Epidemie das benachbarte Deutschland. In ein und derselben Ausgabe vom 16.08.2010 erschienen in der Frankfurter Rundschau zwei Artikel zum Thema Arbeit. In einem konnte man lesen, daß die Arbeit krank macht und im anderen, daß die Arbeitslosigkeit krank macht. In beiden Fällen ging es um die Zunahme von psychischen Krankheiten. Der scheinbare Widerspruch zwischen den beiden Artikeln wird jedoch aufgehoben, wenn man bedenkt, daß in beiden Fällen auch das Vortäuschen einer psychischen Krankheit zur finanziellen Unterstützung des “Kranken” führt, ohne daß der “Kranke” arbeiten muß. (Mit Bandscheibenvorfällen, psychosomatischen Schmerzbeschwerden geht es aber auch.) Auf diese Weise kann man die Zunahme von schwer überprüfbaren Diagnosen verstehen, wie Burn-Out, Mobbing, Traumatisierungen, Depressionen, Ängste und Sonstiges. Man kann damit am einfachsten eine Arbeits-, Berufs-, Erwerbsunfähigkeit erreichen, ohne daß eine tatsächliche Erkrankung vorliegen muß. Eine wachsende sektenartig organisierte Psycho- und Betreuungsindustrie erklärt inzwischen alles und jedes als psychisch bedingt und sich selbst als für die Rettung der so Gefallenen alleine zuständig und daher vom Staat zu finanzieren.[1]

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Die Bundespsychotherapeutenkammer bptk gibt bekannt: “Die Zahl der betrieblichen Fehltage aufgrund von Burnout ist seit 2004 um fast 1.400 Prozent gestiegen.”

Das wird vom Bundespsychotherapeutenkammerpräsidenten jedoch nicht als ein Anstieg von Krankschreibungen (AU) unter dem Vorwand einer neuerfundenen angeblichen psychischen Belastung (die nicht Mal als eine Erkrankung definiert ist und im Diagnosenkatalog ICD-10 daher fehlt)) interpretiert, o nein, sondern: „Die Menschen fühlen sich in ihrem Leben und bei ihrer Arbeit immer häufiger überfordert“, stellt Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) fest. „ Die psychosozialen Belastungen der modernen Gesellschaft werden erheblich unterschätzt. Seelisch überlastete Personen erhalten zu spät Beratung sowie Hilfe und psychisch Kranke zu spät eine Behandlung.“ und “Im Jahr 2004 fehlten 100 Versicherte 0,6 Tage aufgrund von Burnout, im Jahr 2011 waren es schon neun Tage. Ihr Anteil an allen Fehltagen aufgrund psychischer Erkrankungen ist aber noch gering. Im Jahr 2011 waren 100 Versicherte rund 200 Tage aufgrund seelischer Leiden arbeitsunfähig. Im Vergleich zu psychischen Erkrankungen machen die Ausfälle aufgrund von Burnout also nur 4,5 Prozent der Fehltage aus. „Im Gespräch mit dem Arzt schildern viele Arbeitnehmer Erschöpfung oder Streß“, erklärt BPtK-Präsident Richter. Solche Schilderungen von Burnout-Symptomen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden, weil dahinter meist psychische Erkrankungen stecken.“ Bei 85 Prozent der Krankschreibungen wegen Burnout diagnostizierte der Arzt zusätzlich eine psychische (z. B. Depression, Angststörung) oder körperliche Erkrankung (z. B. Rückenschmerzen). Nur 15 Prozent der Burnout-Krankschreibungen erfolgen ohne eine weitere Diagnose. Auch dann kann Burnout jedoch ein Hinweis auf eine entstehende psychische oder auch körperliche Erkrankung sein. Aktuell gibt es keine allgemein anerkannte Definition, was unter Burnout zu verstehen ist. Häufig genannte Symptome des „Burnouts“ oder des „Ausgebranntseins“ treten auch bei einer Reihe psychischer Erkrankungen auf: u. a. Antriebsschwäche, gedrückte Stimmung, Reizbarkeit, Erschöpfung. Burnout wird in Deutschland in der ICD-10-GM in einer Zusatzkategorie (Z73) verschlüsselt, in der Faktoren beschrieben werden, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen können, ohne eine eigenständige Erkrankung zu sein. Meist handelt es sich um Überforderungen durch berufliche und private Belastungen. „Eine solche Kategorie ist durchaus sinnvoll, weil sie dem Arzt die Verschlüsselung von psychosozialen Risikofaktoren oder auch von Gründen bzw. Anlässen für eine tatsächliche Erkrankung ermöglicht“, erläutert Richter. „Es muß dann aber auch sichergestellt sein, dass eine diagnostische Abklärung oder eine Behandlung eingeleitet wird.“

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Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) online – “Betriebliche Fehltage aufgrund von Burnout um 1.400 Prozent gestiegen”

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In meiner psychotherapeutischen Praxis erfahre ich, daß nicht die Arbeit, sondern ihre Freizeit Menschen arbeitsunfähig macht, wenn sie vom Freitag bis Montag früh feiern, chatten, sich mit Nikotin, Alkohol, Drogen, Sex zudröhnen, sich in Beziehungskonflikten zerreißen, dann sind sie am Montag früh nicht mehr arbeitsfähig, die meiste Kraft raubt ihnen das Balzen, viele sind dann dadurch nicht mehr arbeitsfähig, das Balzen raubt ihnen den Verstand und die Kraft. Erst auf der Arbeit erholen sich viele von dem Freizeitstreß. Aber davon spricht keiner, denn dafür gibt es kein Geld.

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Und zuletzt ein Leckerli:

Ich habe meinen Artikel „Burn-Out! Schlimmer als Ebola“ der Zeitschrift FOCUS-Gesundheit angeboten und erhielt vom Chefredakteur folgende Antwort:

———- Ursprüngliche Nachricht ———-
Von: Niehaus Jochen <j.niehaus@focus-magazin.de>
An: „jsb@jsbielicki.com“ <jsb@jsbielicki.com>
Datum: 27. Oktober 2014 um 15:57
Betreff: AW: „Burn-Out! Schlimmer als Ebola?“ / Angebot eines Artikels / An Herrn Niehaus

Sehr geehrter Herr Bielicki,

vielen Dank für Ihr Angebot und Ihren interessanten Artikel.

Für eine Publlikation in FOCUS-Gesundheit ist er leider nicht geeignet, da wir davon ausgehen, dass unsere Leser tatsächlich unter einer psychischen Erkrankung leiden, diese nicht vortäuschen und von uns Hilfestellung und Rat erwarten.

Beste Grüße,
Jochen Niehaus

Jochen Niehaus

Chefredakteur FOCUS-Diabetes

Redaktionsleiter FOCUS-Gesundheit

BurdaNews

FOCUS Magazin Verlag GmbH

Arabellastraße 23, 81925 München

Phone +49 89 9250-3929

Fax +49 89 9250-2452

j.niehaus@focus-magazin.de

www.burdanews.de

Wie süß, der Herr Niehaus! Träumen Sie weiter und bedienen Sie Ihre Leserschaft weiterhin mit solchen Märchen, wie daß Ihre Leser psychische Erkrankung nicht vortäuschen! JSB

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

 I think for food

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Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Angstneurotiker.

Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Angstneurotiker. Seit Kindesbeinen wird Deutschen der nahende Weltuntergang eingehämmert, durch die Muttis (Väter, die den Namen verdienen, gibt es kaum noch), Kindergärtnerinnen, Erzieherinnen, Sozialpädagoginnen, Psychologinnen, Politikerinnen (Steinmeier warnt!), Massenmedinnen, also eigentlich durch eine wie ein Riesenraumschiff über Deutschland schwebende Mutti, die permanent warnt, warnt und warnt, ermahnt und verspricht einen zu beschützen, wenn man sich nur eng genug an die Mutti schmiegt und sich niemals, niemals von ihr entfernt und keinesfalls andere Meinung entwickelt, geschweige denn eigene Meinung äußert. Dann haut die Mutti nämlich dem Kind heftig auf die Mütze, wie es zur Zeit Akif Pirincci, Dieter Nuhr und viele andere erfahren müssen.

Geraten Mal zwei Ebensogleiche aneinander, wie vor wenigen Tagen in Köln die Hooligans (gibt es kein deutsches Wort dafür? – Abschaum oder Pack vielleicht?) und die Salafisten, schon warnen Massenmedien die Deutschen vor einem angeblichen Bürger-Krieg (Schauder, Schauder! – oder war es Burger-King?). Ich war aber neulich bei Burger und es war ganz ruhig dort, alle mampften friedlich gemeinsam, die Hooligans und die Salafisten. Schauen Sie sich nuhr diese schauderhafte Angstpropaganda, von wegen „Bürgerkrieg“ an:

Bürgerkrieg

http://web.de/magazine/panorama/hooligan-krawalle-koeln/salafisten-kurden-hooligans-buergerkrieg-land-30169482

 

Der „kleine Bürgerkrieg“ findet tatsächlich statt, aber nicht zwischen Hooligans und Salafisten, sondern zwischen denjenigen, die alle anderen entmündigen wollen, ich nenne sie „die Muttis“, auch wenn es oft genug Männer sind (denkste!), und den „Kids“, in Anlehnung an Karl Poppers sehr zu empfehlende Schrift „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“, d.h. die offene Gesellschaft und Die Muttis, bzw. die Muftis (ist letztendlich das Gleiche). Frauen als geborene Muttis sind Entmündigungsmaschinen (schreibt Peter Handke in seinem Buch „Die linkshändige Frau“). Es wird aber immerwieder fälschlicherweise von der Entmündigung durch das Patriarchat (Männerdiktatur) gesprochen, anstatt richtigerweise von der Diktatur des Matriarchats (Frauendiktatur) zu sprechen und allen matriarchalischen Diktaturen, die Allen Schutz vor Gefahren versprechen, wenn sie nur der Obermutti gehorchen und gehören, so im Stalinismus, so im Nationalsozialismus, so in Deutschland heute, weich wie ein Doppel-Whopper mit Angsteinlage. Dabei ging es den Deutschen faktisch  noch nie so gut wie heute. Schauen Sie auf http://www.ourworldindata.org/ – alle Graphen, wie Gesundheit, Glück, Konflikte, Hunger usw. entwicklen sich ständig witerhin in die positive Richtung. Allen Tatsachen zum Trotz leiden jedoch die Deutschen immer mehr unter Angst, Depressionen, Burn-Out, Mobbing und allerlei Traumatisierungen, die Behandlungsbedürftigkeit der Deutschen steigt und steigt und steigt, bald ist es ein einzig Volk von Kranken, Arbeitsunfähigen und ihren Behandlern, allesamt dann nur noch Abschaffel, nur noch für eine Kur geeignet.

Wo ist der Weltuntergang durch das Ozonloch, Rinderwahnsinn, Vogelgrippe, Waldsterben, Klimaerwärmung, usw. usf. geblieben? Und nun die neue Mähr von der Weltseuche Ebola. Lesen Sie bitte dazu diesen Text von Beda M. Stadler, Professor für Immunologie:

Afrikas unheimliche Krankheiten | Die Weltwoche, Ausgabe 43/2014 | Dienstag, 28. Oktober 2014

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Afrikas unheimliche Krankheiten

Von Aids bis Ebola: Der Schwarze Kontinent bleibt ein riskantes Gelände. Seine Krankheiten haben allerdings mehr mit sozialen Umständen als mit tödlichen Mikroben zu tun. Auch Ebola ist vor allem ein afrikanisches, kein globales Bedrohungsphänomen.

Von Beda M. Stadler

Afrika steht wieder mal im Blickpunkt. Die Welt schreit auf, wie wenn uns wegen Ebola ­eine weitere Epidemie im Ausmass von Aids drohte. Dabei gehört das Ebolavirus nicht ­einmal zu den 25 wichtigsten Krankheits­erregern, die uns ­diese Region bereits beschert hat. ­Neben Aids sind dies tropische Krankheiten wie Morbus Chagas, Cholera, Denguefieber, Malaria, Leishmaniose und die zwei Formen der Schlafkrankheit oder Erkrankungen, die wir in unseren Breitengraden nur allzu gut kennen: Hepatitis B, Influenza A, Keuchhusten, Masern, Darm­infektionen durch Rota­virus A, Syphilis, Tetanus und Tuberkulose. Nicht zu vergessen auch Gelbfieber, Diphtherie, Mumps, Röteln, Pest, Pocken, Typhus und Paratyphus. Der Grund ist einfach. Die Wiege der Menschheit ist auch die Wiege unserer infektiösen Krankheiten.

Als der Mensch fast ausgestorben wäre

Vor zirka 100 000 Jahren wäre die Mensch­heit fast ausgestorben. Die Zahl unserer Vorfahren schrumpfte in Afrika zu einer Gruppe von 5000 bis 10 000 Individuen. Dadurch ist ein untereinander genetisch stark verwandter Menschentypus entstanden, ein «Beinahe-Klon». Die genetische Vielfalt beim Menschen ist deshalb wesentlich geringer als bei den Menschenaffen. Die Ähnlichkeit unter den Menschen ist derart gross, dass es bei ihnen, evo­lutionsbiologisch gesehen, Unsinn ist, von ­Rassen zu reden. Was umgekehrt die Krankheitsanfälligkeit innerhalb der Gattung Mensch erhöht.

Konkret: Hat sich ein Mikroorganismus auf uns Menschen spezialisiert, spielt es keine ­Rolle mehr, auf welchem Kontinent wir leben. Un­sere Abstammung – die «Out of Africa»-Hypothese – bedeutet nicht nur, dass unsere Vor­fahren auf Wanderung gingen, sondern sie taten dies mit einem Rucksack voller Mikro­organismen. Wir sind nämlich von mehr als tausend verschiedenen Bakterienarten besiedelt, einer derart grossen Zahl also, die einem Vielfachen unserer Anzahl Zelltypen entspricht. Wir sind ein Mikroben-Taxi, das aus ­allen Nähten platzt. Zum Glück machen nur wenige ­Keime krank.

Ausrottung der Neandertaler

Die Folge von «Out of Africa» war schon zu Urzeiten verheerend. Der Homo sapiens wurde zu einem unheilbringenden Migranten, der überall auf der Welt seine koexistierenden Cousins, etwa den Neandertaler, ansteckte und wahrscheinlich dadurch ausrottete. Was heute wie ein multipler Genozid anmutet, war ungewollt und ist eigentlich der Innovationskraft des ­Homo sapiens anzulasten. Die Domestizierung verschiedener Tiere ermöglichte es einigen ­tierspezifischen Krankheitserregern, auf den ­Menschen überzuspringen. Zudem erlaubte die Landwirtschaft ein dichteres Beisammensein der Menschen, was wiederum infektiösen Erregern die Ausbreitung erleichterte.

Durch die geografische Trennung der Menschheit kam es erst zu genetischen Unterschieden. In Afrika findet man gehäuft die Genvariante eines menschlichen Rezeptors (Toll-ähnlicher Rezeptor 4), weil sie gegen Malaria schützt. In unseren Regionen ging die Variante praktisch verloren, weil sie zugleich empfänglicher für bakterielle Infekte macht. Einige der tropischen Krankheiten haben die Migration aus biologischen Gründen nicht mitgemacht oder wurden nachträglich bei uns ausgerottet. Mit den grossen Gewässerkorrektionen des 18. und 19. Jahrhunderts in der Schweiz hat man die Malaria in der Linthebene, im Seeland oder im Wallis zurückgedrängt, weil die Anopheles-Mücke Hauptwirt und der Mensch bloss Zwischenwirt ist. Obwohl wir in der Zwischenzeit mehrheitlich für Malaria empfänglicher geworden sind, haben wir dafür die Natur verändert, um die Krankheit loszuwerden. Für Ebola sieht die Situation ganz anders aus. Hätte dieses Virus in unseren Regionen einen geeigneten Wirt, wäre es seit Jahrtausenden bei uns in den Wild- oder Haustieren heimisch geworden.

Der derzeitige Hype um Ebola ist umso ­peinlicher, ja geradezu beschämend, wenn man bedenkt, dass die Malaria jährlich immer noch zirka 1,2 Millionen Menschenleben fordert. ­Anopheles-Mücken könnten in jedem Flug aus Afrika mitreisen. Sollte es bei uns einmal wieder wirklich wärmer werden, würde diese ­Mücke bei uns sicher wieder Biotope finden. Trotzdem fürchten sich die Menschen vor ­dem Ebolavirus mehr als vor dem Malaria-­Erreger. Aids ist ebenfalls fast ganz aus den Schlagzeilen verschwunden: Wen kümmert es, dass südlich der Sahara fast 25 Millionen HIV-Infizierte ­leben?

Man spielt derzeit hemmungslos mit der Angst, Ebola könnte bei uns grossräumig ausbrechen und sich zu einer Pandemie ent­wickeln. Diese Angst ist unbegründet, weil das Ebolavirus ­andere klimatische Bedingungen und ­geeignete Wirte brauchen würde. Dieses Virus ist deshalb nur begrenzt migrationsfähig, weshalb es auch damals nicht mit unseren Vorfahren auf Wanderschaft ging. Selbst mit der Sklaverei hat das Virus den Sprung nach Ame­rika nicht geschafft. Eine Überquerung mit dem Schiff dauerte ­länger als die Krankheit. Biologisch gesehen, ist der Mensch kein tauglicher Wirt für Ebola­viren. Das Virus bringt den Menschen viel zu rasch um, und die Überlebenden werden immun. Das Ebolavirus hat in früheren Zeiten ganze ­Stämme ausgerottet und tat dies so rasch, dass eine Übertragung auf weiter entfernte Populationen nicht gelang. Das ist keine erfolg­reiche virale Strategie. In der Vergangenheit verschwand das Virus nach einigen Zyklen im Menschen jeweils wieder und überlebte nur im Tierreich.

Pocken und Pest: Tödlichere Strategien

Das Pockenvirus und das Pestbakterium hatten eine wirkungsvollere Strategie. Die Krankheit und somit die Ansteckungsgefahr dauerten viel länger als bei Ebola. Derzeit werden Flüge aus Afrika so behandelt, als ob es sich um einen ­kontinentalen Übertritt handeln würde wie bei ­ der Pest im 6. Jahrhundert von Konstantinopel nach Europa. Das ist verständlich, denn, so wie die historische Schifffahrt eine neue Migration ermöglichte, fürchtet man heute, dass ­Viren zu blinden Flugpassagieren werden. ­Diese Angst freilich ist stark übertrieben. Man kann davon ausgehen, dass in den letzten Monaten Hunderte von Flügen im Ebola-Gebiet gestartet sind mit Destinationen innerhalb und ausserhalb Afrikas. Darunter befanden sich ­sicher auch Ebola-Infizierte. Trotzdem hört man nichts davon, dass Menschen in einem Flugzeug angesteckt worden seien.

Das Virus ist nicht entfernt so infektiös ­ wie etwa das Masernvirus oder Grippeviren. Fürchten muss man sich vor allem vor dem fortgeschrittenen Stadium bei Ebola-Patienten, wenn es zu unkontrollierten Aus­schei­dungen von ­Fäkalien und Erbrochenem kommt. In ­einem solchen Zustand ist man aber sicher nicht mehr flugtauglich. Un­geach­tet dessen gibt es in Amerika bereits Passa­gie­re, die in B-Waffen-tauglichen ­Schutz­anzügen die Reise antreten möchten. Ironi­scherweise passiert dies in dem Land, in welchem den ­Indianern pockenverseuchte Wolldecken und Kleider überreicht wurden, um sie absichtlich umzubringen.

Ebola ist ein afrikanisches, kein globales Phänomen. Entstehungsbedingungen und Gefährlichkeit haben sehr viel mit dem Kontinent zu tun, auf dem das Virus zu Hause ist. Der Ausbruch von Ebola ist geradezu ein Paradebeispiel für die Krankheitswirkung bestimmter kultureller Überlieferungen. Traditionelle Bestattungsrituale und Voodoo-Glaube waren neben der unzureichenden Hygiene ein Hauptgrund für das Ausbrechen der Krankheit.

Dies allerdings ist kein Grund, mit dem Finger auf Afrika zu zeigen. Schliesslich sind es bei uns auch Anhänger religiöser Sekten, die sich weigern, sich ­gegen die Masern impfen zu lassen, oder Pflegepersonal, das sich weniger gegen die Grippe impfen lässt als der Durchschnitt der Bevölkerung. Sechzig Prozent der Schweizer glauben gemäss Umfragen, reines Wasser und Zucker seien ein Medikament. Seit wir die Homöopathie in unserer Verfassung verankert haben, haben wir kein Recht, über Voodoo zu lächeln.

Ebola ist nicht Aids

Die Ebola-Hysterie wurzelt in falschen Parallelen zum HI-Virus. Es waren der Zeitgeist, die ­sexuelle Revolution, die Aids erst die Möglichkeit gaben, pandemisch zu werden. Anders als das ­Ebolavirus hat dieses Virus den Sprung vom Tierreich auf den Menschen vor Tausenden von ­Jahren vollzogen und ist seither ein rein Menschen-pathogenes Virus.

Aus viraler Sicht hat HIV eine perfekte Strategie entwickelt, um im Menschen zu verweilen. Für die Fähigkeit, sich weltweit zu vermehren, war es aber auf geänderte Verhaltensweisen und technische Innovation angewiesen. Zu den ersten Aids-Opfern in der Schweiz gehörten ­Bluter, die aufgrund von modernen Medikamenten und der Bluttransfusion angesteckt wurden. Die erste in Afrika dokumentierte Ebola-Epidemie wurde ebenfalls durch verseuchte Injektionsnadeln verursacht, da die behandelnden Nonnen bloss fünf Injektionsnadeln besas­sen. Daraus von Ebola auf Aids zu schliessen, ist freilich nicht zulässig.

Das Ebolavirus hat einen weiteren makabren Nachteil gegenüber den allermeisten anderen Viren. Mit seiner relativ kurzen Inkubationszeit von sieben bis zwanzig Tagen und dem schweren Krankheitsverlauf weiss man jederzeit rasch, wo das Virus steckt. Man kann es ­alleine mit Quarantänemassnahmen eingrenzen und ­zurückdrängen.

Eine rationale Abschätzung der Ansteckungsgefahr scheint für die meisten Menschen dennoch nicht möglich. Man kann es nicht genug betonen: Das Ebolavirus kann nicht fliegen, und ein Patient müsste einen Menschen sehr unappetitlich anspucken oder anhusten, um ­eine ­Gefahr darzustellen. Aber eben, es scheint, dass unser Affengehirn gerne mit Risiken flirtet und dafür echte Gefahren ausblendet.

Bis hierhin kann man die Situation nüchtern zusammenfassen: Dem Ebolavirus fehlt die biologische Fähigkeit, eine Pandemie zu ver­ursachen. Während der früheren und der heu­tigen Ausbrüche hätte das Virus genügend Möglichkeiten gehabt, auf Wanderschaft zu ­gehen. Was es aber nicht tat, da es sich für ­Wanderungen nicht besonders eignet. Obwohl man das eigentliche Reservoir des Ebolavirus nicht kennt, deutet vieles darauf hin, dass es Flughunde sind, die bei uns nicht vorkommen. Einigen anderen Tierarten scheint jeweils das gleiche Schicksal zu blühen wie dem Menschen. Sie werden angesteckt, erkranken und sterben, ­ohne wirklich zum Wirt für das Virus zu ­werden. Es existiert auch ­keine neue technische Er­rungenschaft, keine spezielle Drogenszene, welche dem Virus neue ­Fähigkeiten verleihen würde.

Afrikas Seuchenherde

Trotz der begrenzten Gefährlichkeit des ­Ebolavirus bleibt Afrika ein seuchenmässig riskanter Kontinent. Luis Gomes Sambo, der Re­gionaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Afrika, führte bereits 2010 aus, dass 63 Prozent der Todesfälle in Afrika auf ansteckende Krankheiten zurückzuführen sind. Auch wenn Aids ­damals für zirka 15 Prozent aller Todesfälle ­verantwortlich war, sind heute in Afrika viele ansteckende Krankheiten im Prinzip Zoonosen: Der Mensch steckt sich beim Tier an. Bei der noch herrschenden Armut in ländlichen Gebieten ist es unmöglich, etwa die Jagd auf wilde Tiere oder den Umgang mit Haustieren derart zu verändern, dass man nicht auch weiterhin mit Ausbrüchen von verschiedenen Krankheiten in Afrika rechnen muss. Es ist eine Tatsache, dass Afrika im Unterschied zu anderen Kontinenten, trotz oder ­wegen der Abermilliarden an Entwicklungs­hilfe, immer noch keinen genügenden Selbstversorgungsgrad in der Medizin erreicht hat. Die WHO hat für Afrika als Entwicklungskontinent ge­rade mal 350 essenzielle Medikamente definiert. Die Antibaby­pille findet sich darin nicht, bloss das Kondom. Wer sich bei uns mit dieser minimalen Apotheke pflegen müsste, würde auswandern.

Gefährlich für Afrika, nicht für Europa

Die WHO betreibt zudem zahlreiche Impf­programme für Afrika und behandelt diesen Kontinent so, wie wir unsere Kleinkinder behandeln. Neuerdings kämpfen Unicef und Pampers-Hersteller gar gemeinsam für kostenlose Tetanusimpfungen. Die bewunderns­werte Aktion macht deutlich, dass in Afrika die allereinfachsten medizinischen Grundlagen nicht gegeben sind. Das macht Afrika zu einem gefährlichen Kontinent – für Afrikaner, weniger für Europäer, die gegen die meisten der in Afrika noch immer gefährlichen Krankheiten geimpft oder gewappnet sind. Sollte die Impfdisziplin in Europa, in der Schweiz allerdings nachlassen, könnte Afrika für uns seuchen­mässig wieder zum Problem werden, weit bedrohlicher als jetzt bei Ebola.

Zum Schluss: Uno und WHO spielen aktuell eine traurige Rolle. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon macht auf Alarmismus, statt zu ­be­ruhigen: «Wir müssen Versprechen zu Taten machen. Wir brauchen mehr Ärzte, Pfleger, Ausrüstung, Behandlungszentren und ­Evakuierungskapazitäten.» Das Problem sei «sehr ernst».

Tatsächlich hat die Weltgesundheitsorganisation ein ernstes Problem, allerdings ein ­anderes als das, welches sie zu haben vorgibt. Die von der WHO zuletzt als Weltbedrohung hochgespielten angeblichen Pandemien – Vogel- und Schweinegrippe – erwiesen sich als gewöhnliche Grippen. Seither lautet die verschärfte Fragestellung: Wie finanziert man einen solchen ­bürokratischen Moloch, nachdem die Glaubwürdigkeit selbstverschuldet ­beschädigt ­worden ist?

Am 17. Oktober hat die WHO verlauten lassen, Ebola sei in Senegal vorbei. Der Kongo und ­Nigeria zeigen seit Ende September auch keine steigende Zunahme an Todesfällen mehr. Ebola wird hoffentlich bald wieder ausschliesslich auf der Leinwand grassieren. Die wirklich bedrohlichen Infektionskrankheiten werden weiterhin in Afrika wüten, aber wie bis anhin ohne mediale Begleitung.

Beda M. Stadler ist emeritierter Professor für Immunologie und lebt in Zeneggen VS.

 

In dem Zusammenhang immerwiederkehrend die Horrormeldung: Burn-Out!

Burn-Out! Schlimmer als Ebola?

Nun hat es auch die tapferen Schweizer erwischt. Die Neue Züricher Zeitung vom 19.10.14 schlägt Alarm: „Erschöpfung am Arbeitsplatz. Hunderttausende sind Burnout-gefährdet. Etwa sechs Prozent der Schweizer Erwerbstätigen erholen sich in der Freizeit nicht mehr von der Arbeit. Laut Wissenschaftlern der Universität Bern fühlt sich ein Viertel aller Erwerbstätigen ziemlich oder stark erschöpft. Gegen 300 000 stehen gar kurz vor dem Burnout.“ Zuvor befiel die Burn-Out Epidemie das benachbarte Deutschland. In ein und derselben Ausgabe vom 16.08.2010 erschienen in der Frankfurter Rundschau zwei Artikel zum Thema Arbeit. In einem konnte man lesen, daß die Arbeit krank macht und im anderen, daß die Arbeitslosigkeit krank macht. In beiden Fällen ging es um die Zunahme von psychischen Krankheiten. Der scheinbare Widerspruch zwischen den beiden Artikeln wird jedoch aufgehoben, wenn man bedenkt, daß in beiden Fällen auch das Vortäuschen einer psychischen Krankheit zur finanziellen Unterstützung des “Kranken” führt, ohne daß der “Kranke” arbeiten muß. (Mit Bandscheibenvorfällen, psychosomatischen Schmerzbeschwerden geht es aber auch.) Auf diese Weise kann man die Zunahme von schwer überprüfbaren Diagnosen verstehen, wie Burn-Out, Mobbing, Traumatisierungen, Depressionen, Ängste und Sonstiges. Man kann damit am einfachsten eine Arbeits-, Berufs-, Erwerbsunfähigkeit erreichen, ohne daß eine tatsächliche Erkrankung vorliegen muß. Eine wachsende sektenartig organisierte Psycho- und Betreuungsindustrie erklärt inzwischen alles und jedes als psychisch bedingt und sich selbst als für die Rettung der so Gefallenen alleine zuständig und daher vom Staat zu finanzieren.[1]

Die Bundespsychotherapeutenkammer bptk gibt bekannt: “Die Zahl der betrieblichen Fehltage aufgrund von Burnout ist seit 2004 um fast 1.400 Prozent gestiegen.” Das wird vom Bundespsychotherapeutenkammerpräsidenten jedoch nicht als ein Anstieg von Krankschreibungen (AU) unter dem Vorwand einer neuerfundenen angeblichen psychischen Belastung (die nicht Mal als eine Erkrankung definiert ist und im Diagnosenkatalog ICD-10 daher fehlt)) interpretiert, o nein, sondern: „Die Menschen fühlen sich in ihrem Leben und bei ihrer Arbeit immer häufiger überfordert“, stellt Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) fest. „ Die psychosozialen Belastungen der modernen Gesellschaft werden erheblich unterschätzt. Seelisch überlastete Personen erhalten zu spät Beratung sowie Hilfe und psychisch Kranke zu spät eine Behandlung.“ und “Im Jahr 2004 fehlten 100 Versicherte 0,6 Tage aufgrund von Burnout, im Jahr 2011 waren es schon neun Tage. Ihr Anteil an allen Fehltagen aufgrund psychischer Erkrankungen ist aber noch gering. Im Jahr 2011 waren 100 Versicherte rund 200 Tage aufgrund seelischer Leiden arbeitsunfähig. Im Vergleich zu psychischen Erkrankungen machen die Ausfälle aufgrund von Burnout also nur 4,5 Prozent der Fehltage aus. „Im Gespräch mit dem Arzt schildern viele Arbeitnehmer Erschöpfung oder Streß“, erklärt BPtK-Präsident Richter. Solche Schilderungen von Burnout-Symptomen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden, weil dahinter meist psychische Erkrankungen stecken.“ Bei 85 Prozent der Krankschreibungen wegen Burnout diagnostizierte der Arzt zusätzlich eine psychische (z. B. Depression, Angststörung) oder körperliche Erkrankung (z. B. Rückenschmerzen). Nur 15 Prozent der Burnout-Krankschreibungen erfolgen ohne eine weitere Diagnose. Auch dann kann Burnout jedoch ein Hinweis auf eine entstehende psychische oder auch körperliche Erkrankung sein. Aktuell gibt es keine allgemein anerkannte Definition, was unter Burnout zu verstehen ist. Häufig genannte Symptome des „Burnouts“ oder des „Ausgebranntseins“ treten auch bei einer Reihe psychischer Erkrankungen auf: u. a. Antriebsschwäche, gedrückte Stimmung, Reizbarkeit, Erschöpfung. Burnout wird in Deutschland in der ICD-10-GM in einer Zusatzkategorie (Z73) verschlüsselt, in der Faktoren beschrieben werden, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen können, ohne eine eigenständige Erkrankung zu sein. Meist handelt es sich um Überforderungen durch berufliche und private Belastungen. „Eine solche Kategorie ist durchaus sinnvoll, weil sie dem Arzt die Verschlüsselung von psychosozialen Risikofaktoren oder auch von Gründen bzw. Anlässen für eine tatsächliche Erkrankung ermöglicht“, erläutert Richter. „Es muß dann aber auch sichergestellt sein, dass eine diagnostische Abklärung oder eine Behandlung eingeleitet wird.“

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Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) online – “Betriebliche Fehltage aufgrund von Burnout um 1.400 Prozent gestiegen”

 

In meiner psychotherapeutischen Praxis erfahre ich, daß nicht die Arbeit, sondern ihre Freizeit Menschen arbeitsunfähig macht, wenn sie vom Freitag bis Montag früh feiern, chatten, sich mit Nikotin, Alkohol, Drogen, Sex zudröhnen, sich in Beziehungskonflikten zerreißen, dann sind sie am Montag früh nicht mehr arbeitsfähig, die meiste Kraft raubt ihnen das Balzen, viele sind dann dadurch nicht mehr arbeitsfähig, das Balzen raubt ihnen den Verstand und die Kraft. Erst auf der Arbeit erholen sich viele von dem Freizeitstreß. Aber davon spricht keiner, denn dafür gibt es kein Geld.

Wie man Burn-Out nachhaltig, effektiv und erfolgreich therapieren kann, zeigen drei kurze Videos[2] am Beispiel einiger russischen Matrosen nach einem dreimonatigen Aufenthalt auf einem Atom-U-Boot, davon manche verletzt nach einem Feuerausbruch.

Für diejenigen, die des Russischen nicht mächtig sind: der militärische Psychotherapeut erklärt vom Treppeneingang zum Krankenhaus den Teilnehmern an der Gruppenpsychotherapie vor dem Treppenaufgang, daß es wissenschaftlich bewiesen ist, daß eine Psychotherapie die Genesung kranker Soldaten beschleunigt und dem traumatisierten Soldaten verhilft rasch wieder dienstfähig zu werden, weil die Psychotherapie die psychischen und die physischen Kräfte der Soldaten stärkt.

So findet die Psychotherapie den Eingang in das Gesundheitswesen sogar in den Streitkräften der Russischen Federation. Zuletzt sieht man den traumatisierten Kommandanten des Atom-U-Boots (Kapitän ersten Ranges) Gorionov, wie er vergeblich seine Ehefrau nach dreimonatiger sexueller Deprivation um Sex anbettelt und um seinem Wunsch Nachdruck zu verleihen, schreit daß er ja ein Säugetier-Männchen (Ja samiec!) sei.

Im Teil 2 sieht man äußerst effektive Kurzzeittherapie eines traumatisierten Matrosen im katatonen Zustand.

Ebenso im Teil 3 führt die Anwendung einer Fokal-Traumatherapie zum Aufwachen aus dem Koma des nach Verzehr von 8 kg französischen Käse unter akutem Darmverschluß leidenden Kapitäns zweiten Ranges eines russischen Atom-U-Boots.

Auch in der Bundeswehr und anderen westlichen Armeen steigt rapide die Anzahl der traumatisierten Soldaten, die ebensolches Recht auf unbürokratische schnelle Hilfe benötigen, wie in diesen Videos gezeigten russischen Matrosen.

 

Und zuletzt ein Leckerli:

Ich habe meinen Artikel „Burn-Out! Schlimmer als Ebola“ der Zeitschrift FOCUS-Gesundheit angeboten und erhielt vom Chefredakteur folgende Antwort:

———- Ursprüngliche Nachricht ———-
Von: Niehaus Jochen <j.niehaus@focus-magazin.de>
An: „jsb@jsbielicki.com“ <jsb@jsbielicki.com>
Datum: 27. Oktober 2014 um 15:57
Betreff: AW: „Burn-Out! Schlimmer als Ebola?“ / Angebot eines Artikels / An Herrn Niehaus

Sehr geehrter Herr Bielicki,

vielen Dank für Ihr Angebot und Ihren interessanten Artikel.

Für eine Publlikation in FOCUS-Gesundheit ist er leider nicht geeignet, da wir davon ausgehen, dass unsere Leser tatsächlich unter einer psychischen Erkrankung leiden, diese nicht vortäuschen und von uns Hilfestellung und Rat erwarten.

Beste Grüße,
Jochen Niehaus

 

Jochen Niehaus

Chefredakteur FOCUS-Diabetes

Redaktionsleiter FOCUS-Gesundheit

 

BurdaNews

FOCUS Magazin Verlag GmbH

Arabellastraße 23, 81925 München

Phone +49 89 9250-3929

Fax +49 89 9250-2452

j.niehaus@focus-magazin.de

www.burdanews.de

 

 

Wie süß, der Herr Niehaus! Träumen Sie weiter und bedienen Sie Ihre Leserschaft weiterhin mit solchen Märchen, wie daß Ihre Leser psychische Erkrankung nicht vortäuschen! JSB

 

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

 

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

800px-Molon_labe2

 

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert

 

Stupidity is demonstrated by people lacking knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice attempt to avoid upsetting fools unwilling to face the truth

“In argument about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and cognition. The true Islam is totally different, the one who will find it will become a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easy. If someone has nothing to say, he says it then in a very complicated way

 

 

[1] L’Allemagne est malade!:

https://psychosputnik.wordpress.com/2014/08/24/904/

 

[2] Psychotherapie der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) in Russland:

https://psychosputnik.wordpress.com/2013/12/29/psychotherapy-of-the-post-traumatic-stress-disorder-ptsd-in-russia/

Bildunk ist fichtig!

Eine Frau, Magister der Romanistik, Absolventin einer deutschen Universität, die den Namen Marcel Proust nie gehört hat, eine Architekturstudentin, die den Namen Le Corbusier nicht kannte, eine Slawistikstudentin aus Russland, die Dostojewskis (sic!) „Krieg und Frieden“ ganz gut fand, eine Germanistikstudentin, die nie von Peter Handke gehört hat, eine M.A. der Theater, Film und Medienwissenschaften, der Kurosawa ubekannt war – solche und ähnliche Beispiele könnte ich ohne Ende aufzählen. Aber:

Bildunk

Denn wenn man zufrieden leben will, darf man nicht dumm sein. Dummheit ist, wenn man nicht weiß, was man wissen könnte. Der Dumme hat nur wenige, klischeehafte Vorstellungen vom Leben, viel Geld, Arbeit die Spaß macht, Ehe (das heißt jemand zu haben, der alles für einen macht, aber für den man nichts macht), schöne Reisen, viel Spaß und Partys, usw. Und sobald etwas in diesem kitschigen Bild vom guten Leben nicht klappt, dann ist die Frau traumatisiert, man hat burn-out oder wird gemobbt. Dafür gibt es immer mehr Psychotherapeutinnen, die einem dann erzählen, daß an allem die Gesellschaft und die Eltern schuld sind. Geht es dann jemand besser? Nein, aber man hat sich einige Zeit dafür krankschreiben lassen, hat eine oder mehrere Kuren gemacht oder bekommt eine Berufs- oder sogar Erwerbsunfähigkeitsrente. Diese ephemeren Wesen sind mittlerweile so zart geworden, daß mich die Tugendwächter von der Psychotherapeutenkammer, Schild und Schwert der Psychotherapie in Deutschland, meinten abkanzeln zu müssen, daß offenbar ein kleines Gedicht von Heinrich Heine auf meinen Webseiten eine hypothetische Traumatisierte Frau „irritieren“ könnte. Das höchste Gut in Deutschland heute scheint es zu sein, mögliche „Irritationen“ von hypothetischen „Traumatisierten Frauen“ zu vermeiden. Irritationen verhelfen jedoch zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit dagegen führt zur Verblödung.

Hier das inkriminierte Gedicht:

Das Fräulein stand am Meere

Und seufzte lang und bang,

Es rührte sie so sehre der Sonnenuntergang.

Mein Fräulein! sein Sie munter,

Das ist ein altes Stück;

Hier vorne geht sie unter

und kehrt von hinten zurück. (Heinrich Heine, 1844)

Nun, für eine Frau wie ein Hammer besteht die Welt aus Nägeln. Und Albert Einstein meinte, das Universum und menschliche Dummheit seien unendlich groß, wobei er sich dessen beim Universum nicht ganz sicher war.

FAZ

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.09.2014, Nr. 222, S. N4

Analphabetismus als geheimes Bildungsziel

Wenn etwas schwerfällt, bieten die Didaktiker Erleichterungen an. Doch wo alle Schwierigkeiten umgangen werden, dort herrscht die Praxis der Unbildung.

Von Konrad Paul Liessmann

Es ist gespenstisch: Eine Mutter nutzt das Angebot der Grundschule ihrer Tochter zu einem Tag der offenen Tür und nimmt interessiert am Unterricht teil. Die junge, engagiert wirkende Lehrerin spricht über Tiere, fragt, welche Tiere die Kinder kennen, schreibt die Tierarten, die ihr zugerufen werden, an die Tafel. Und dann, die Mutter traut ihren Augen kaum, steht da, groß und deutlich: Tieger.

Und das Erstaunliche daran: Das war kein Fauxpas, keine einmalige Fehlleistung, wie sie vorkommen kann, sondern hatte System, war Konsequenz der Methode, mit der die junge Lehrerin selbst schreiben gelernt hatte: nach dem Gehör! Schreiben, wie man spricht, ohne dabei korrigiert zu werden – das könnte die Kinder traumatisieren -, wird schon seit geraumer Zeit praktiziert und zeitigt nun seine sichtbaren Erfolge: das Ende der Orthographie. Die durch die unglückselige und misslungene Rechtschreibreform provozierte Unsicherheit und Gleichgültigkeit allen Fragen eines korrekten Sprachgebrauchs gegenüber wird durch eine Didaktik verstärkt, die den regelhaften Charakter unserer substantiellen Kulturtechniken systematisch verkennt und bekämpft. Jeder, wie er will, und wer gar nicht will, kann am Ende weder lesen noch schreiben.

Die Klage von Universitätslehrern, dass Studenten auch in Fächern, in denen der sprachlichen Formulierung besonderes Augenmerk zukommen sollte, weder die Rechtschreibung noch die Grammatik beherrschen und nicht mehr imstande sind, das einigermaßen präzise auszudrücken, was sie – vielleicht – sagen wollten, zeigt, dass solche Lockerheit im Erlernen der Kulturtechniken nicht folgenlos bleibt. Wenn als Konsequenz schulischen Unterrichts am Ende ein „Sprachnotstand an der Uni“ konstatiert werden muss, dann ist zu vermuten, dass es sich nicht nur um methodisch-didaktische Schwächen, sondern um eine grundlegende Entwicklung handelt, in der sich ein prekärer Einstellungswandel manifestiert.

Gegen Ende der Bildungslaufbahn eines jungen Menschen, so scheint es, fehlt es offensichtlich noch immer an fast allem. Analphabetismus ist längst keine Metapher mehr für eine Unbildung, die nur wenige am Rande der Gesellschaft betrifft, sondern der Skandal einer modernen Zivilisation schlechthin: dass junge Menschen nach Abschluss der Schulpflicht die grundlegenden Kulturtechniken nur unzureichend, manchmal gar nicht beherrschen.

Natürlich ist nach jedem Schreib- oder Lesetest das Entsetzen groß, und der Ruf nach noch mehr Kompetenzorientierung, noch mehr individualisierter Didaktik, noch mehr modernen Unterrichtsmethoden, noch mehr Fehlertoleranz, noch mehr Einbezug von Laptops und Smartphones in den Unterricht wird lauter. Dass es gerade diese Forderungen und ihre Durchsetzung sind, die die Misere erst erzeugt haben, kommt auch den radikalsten Bildungsreformern nicht in den Sinn. Der Verdacht, dass man gezielt versucht, diesen Problemen zu entgehen, indem man die Niveaus neu definiert, für Schwächen euphemistische Umschreibungen findet und alles allen so einfach wie möglich macht, schleicht sich ein.

Neben der umstrittenen Methode, Schreiben nach dem Gehör zu lernen, zählt der Versuch, die Lesefähigkeit zu steigern, indem man die Texte drastisch vereinfacht, zu den problematischen Strategien einer umfassenden Praxis der Unbildung. Texte in „Leichter Sprache“, die schon von zahlreichen Ämtern aus nachvollziehbaren Motiven eingesetzt werden, um Menschen ohne ausreichende Sprachkenntnisse und geistig Behinderten den Zugang zu behördlichen Informationen zu erleichtern, wandeln sich unter der Hand zu einer neuen Norm, deren Regeln alsbald den durchschnittlichen Sprachstandard definieren könnten: „Kurze Wörter benutzen, sie gegebenenfalls teilen und mit Bindestrichen verbinden. Verboten sind lange Sätze, Passivkonstruktionen, Negationen, der Konjunktiv. Die Satzstruktur soll einfach sein, Nebensätze dürfen nur ausnahmsweise vorkommen, aber nie eingeschoben sein.“

Sprache, so suggerieren es diese Konzepte, dient nur der Übermittlung simpler Informationen. Dass in und mit Sprache gedacht und argumentiert, abgewogen und nuanciert, differenziert und artikuliert wird, dass es in einer Sprache so etwas wie Rhythmus, Stil, Schönheit und Komplexität als Sinn- und Bedeutungsträger gibt, wird schlicht unterschlagen oder als verzichtbares Privileg von Bildungseliten denunziert.

Dass durch solches Entgegenkommen, vor allem wenn es auch als Unterrichtsprinzip reüssieren sollte, Menschen systematisch daran gehindert werden, sich einer einigermaßen elaborierten Sprache bedienen zu können, dass sie dadurch von der literarischen Kultur ferngehalten werden, wird bei diesen wohlmeinenden Versuchen nicht weiter bedacht. Und selbst wenn man die Sprache unter pragmatischen Gesichtspunkten sehen und als „praktisches Bewusstsein“ deuten wollte – bedeutete eine stark vereinfachte Sprache nicht auch ein stark vereinfachtes Bewusstsein?

Die mit dem Standardargument der Zugangserleichterung zu abschreckenden Kulturtechniken allmählich durchgesetzte Tendenz, die zusammenhängende Schreibschrift abzuschaffen und durch eine unzusammenhängende Buchstabenschrift, eine leicht zu erwerbende „Grundschrift“, zu ersetzen, scheint genau dies im Sinne zu haben. Schon jetzt können Jugendliche, die in viel gelobten Laptop-, Notebook- oder Smartphone-Klassen unterrichtet werden, nicht mehr mit der Hand schreiben. Dass dabei mehr verlorengeht als nur eine überholte Kulturtechnik, wissen alle, die sich näher mit dem Zusammenhang von Lesenlernen und Schreibenlernen, von Feinmotorik und Hirnentwicklung, von Kreativität und Freiheit beschäftigt haben. Auch hier wird die Reduktion auf das vordergründig Funktionale erkauft mit dem Verzicht auf Bedeutungsvielfalt und auf die Möglichkeit, souverän über unterschiedliche Techniken des Erzeugens und Lesens von Texten zu verfügen.

Ist der Prozess des Schreibens selbst kreativ, dann weiß man in dem Moment, in dem man den ersten Satz formuliert, nicht, wie der letzte Satz lauten könnte. Schreiben in diesem avancierten Sinn heißt nicht, Gedanken, Argumente, Überlegungen oder Theorien in eine angemessene sprachliche Form zu bringen, sondern im Vertrauen auf die mögliche Eigendynamik des Schreibens darauf zu bauen, dass aus dem Fortschreiben der Wörter die Gedanken und Ideen überhaupt erst entstehen. Die Voraussetzung dieses Vertrauens aber ist eine Freiheit, die den Schreibenden an keine Vorgaben bindet.

Was bedeutete dies für die Realität des Schreibunterrichts? Schreiben wird in der Regel unter pragmatischen Gesichtspunkten gesehen, bei denen es genau darum geht, bekannte Informationen oder andere Vorgaben textsorten- und adressatengerecht aufzubereiten. Eine der am weitesten verbreiteten Formen des Schreibens im Unterricht hat mit Schreiben im eigentlichen Sinn gar nichts mehr zu tun: das Ausfüllen und Ankreuzen. Dass nicht nur im Sachunterricht, sondern auch im Sprachunterricht immer mehr mit Aufgaben gearbeitet wird, bei denen es nur noch darum geht, ein Wort einzusetzen, zu unterstreichen, zu ergänzen oder aus einer vorgegebenen Liste eine Auswahl zu treffen, mag zwar die eine oder andere Kompetenz schulen, der Prozess des Schreibens wird dadurch aber systematisch sabotiert.

Das gilt nicht nur für die Erarbeitung der Grundlagen, sondern setzt sich auch in der Sekundarstufe, ja an den Universitäten fort. Was dabei verlorengeht, ist letztlich die Fähigkeit, überhaupt ein Gefühl dafür zu entwickeln, was es heißt, zusammenhängende Sätze zu bilden, die zumindest einer basalen Logik folgen. Dass an Universitäten bei Klausuren immer mehr Studenten erschrecken, wenn sie erfahren, dass sie Fragen oder Themen in vollständigen Sätzen beantworten oder behandeln sollen, zeigt dies nur allzu deutlich.

Die in Deutschland gültigen „Bildungsstandards im Fach Deutsch“ fordern zum Beispiel, dass die Schüler „Schreibstrategien anwenden“, ihr Wissen und ihre Argumente „darstellen“, komplexe Texte „zusammenfassen“ und Texte für unterschiedliche Medien „gestaltend schreiben“ können. Die an diesen Standards orientierten „Schreibaufträge“ zergliedern den Prozess des Schreibens in die Beantwortung von Fragen, die einzeln abgearbeitet werden müssen, und dort, wo eine eigene Position entwickelt werden soll, muss natürlich vorher ein „Schreibplan“ oder eine „Mindmap“ angelegt werden.

Die Aufgabenstellungen bei der schriftlichen Reifeprüfung im Fach Deutsch spiegeln diese Position wider. Da es ja darum geht, bestimmte Kompetenzen zu überprüfen, muss jede Aufgabe in einzeln abzuarbeitende Fragestellungen zerteilt werden, die einen natürlichen Schreibfluss, eine Entfaltung von Gedanken oder die Etablierung einer begrifflichen Ordnung als Resultat – nicht als Voraussetzung – des Schreibprozesses prinzipiell nicht mehr zulassen. Die Angst, dass bei einem frei gestellten Thema irgendetwas hingeschrieben wird, das sich jeder Überprüfbarkeit entzieht, war und ist sicher nicht unberechtigt. Der freie Aufsatz hatte seine Tücken. Aber deshalb jungen Menschen überhaupt die Möglichkeit zu verwehren, sich wenigstens hin und wieder dem Prozess des Schreibens überlassen zu können, um sich selbst mit einer Ordnung oder Unordnung ihrer Gedanken zu konfrontieren, die sich erst im Schreiben gebildet hat, kommt dem mutwilligen und fahrlässigen Verzicht auf eine zentrale Bildungserfahrung gleich.

Auch die Texte und Kontrollfragen, die etwa der Pisa-Test benutzt, um die Lesekompetenz zu überprüfen, verraten einen einseitigen und eingeschränkten Lesebegriff. Im Zuge der Bestimmung des Lesens als einer ständig zu überprüfenden Kompetenz geht die aktuelle Lesedidaktik dazu über, jeden Leseakt durch vermeintlich hilfreiche Kontroll- und Verständnisfragen zu stören und damit zu zerstören. Wer ein aktuelles Lesebuch zur Hand nimmt, wird erstaunt sein über die ohnehin schon knappen Texte, die nach wenigen Absätzen schon durch Arbeitsaufträge, Kontrollfragen und Übungen unterbrochen sind. Wie soll ein Kind, ein junger Mensch unter diesen Bedingungen Lust am Lesen entwickeln, wie soll er lernen, sich der Dynamik des Lesens zu überlassen, in einen Text zu versinken, in den Sog des Geschriebenen zu geraten, wenn er alle paar Minuten über das Gelesene Rechenschaft ablegen, sich nach jedem Absatz überprüfen lassen muss?

Wir leben nicht mehr in einer Welt, in der die Literatur und mit ihr das Buch das Leitmedium war, und die berechtigte Klage über den Verlust der Fähigkeit, auch anspruchsvolle Texte zu lesen, darf nicht vergessen, dass diese Form des Lesens als Kulturtechnik drastisch an Bedeutung verloren hat. Da gibt es nichts zu beschönigen, und die beschwichtigenden Versicherungen kinderfreundlicher Lesedidaktiker, dass heute mehr denn je gelesen werde, weil ständig über Smartphones auch Texte oder Textfetzen ausgetauscht und weitergeleitet würden, klingen ungefähr so wie die Behauptung, dass heute mehr denn je geritten würde, weil fast jeder Mensch einige Dutzend Pferdestärken wenn nicht zwischen seinen Schenkeln, so doch unter seinem Hintern habe. Nein, wir halten die meist dämlichen Sätzchen auf Twitter, die Statusmeldungen und die dazugehörigen Kommentare auf Facebook und die in der Regel niveau- und stillosen postings der User digitaler Medien nicht für Literatur.

Der Eingang in das Reich der Literatur aber hatte seinen Preis: Erfordert war eine Disziplinierung der Sinne und des Körpers, wie sie kein anderes Medium dem Menschen abverlangte. Im Gegensatz zur Sprache, zum Hören und zum Sehen ist uns das Entziffern und Arrangieren von Buchstaben nicht von Natur gegeben. Lesen und Schreiben sind mehr als eine menschheitsgeschichtlich betrachtet sehr spät erfundene Kulturtechnik – sie sind eine Form der Weltaneignung und Welterzeugung, die in bestimmter Weise die Negation der unmittelbaren Selbst- und Welterfahrung zur Voraussetzung hat. Wer liest oder schreibt, dem muss im Wortsinn Hören und Sehen erst einmal vergehen. Der Sinn von Schule lag einmal darin, diese Negation erfahrbar zu machen und einzuüben.

Lesen und Schreiben sind keine Tätigkeiten, die man einmal lernt, jahrzehntelang brachliegen lassen und trotzdem bei jeder Gelegenheit reaktivieren kann. Wer nicht ständig liest, verlernt das Lesen wieder; wer Sprache und Texte nur unter pragmatischen Gesichtspunkten sieht, wird nur dann lesen, wenn es gar nicht anders geht; wer für die Schicksale, Geschichten, Tragödien und Komödien der Literatur keinen Enthusiasmus entwickeln kann, wird Lesen letztlich als Zumutung empfinden; wer nicht das Buch als physisches Objekt lieben und hassen gelernt hat, wird nie richtig lesen lernen; wer in eine Schule geht, in der aufgrund vorgegebener Bildungsstandards und anwendungsorientierter Kompetenzen diese Liebe zur Literatur nicht mehr vermittelt werden darf, wird zum Analphabetismus verurteilt. So wohltönend können die Reden der Bildungsreformer und ihrer politischen Adepten gar nicht sein, dass sich dahinter nicht jene Geistfeindlichkeit bemerkbar machte, die den Analphabetismus als geheimes Bildungsziel offenbart. Wäre es anders, gäbe es, zumindest als Schulversuch, nicht nur Notebook-Klassen, sondern vor allem und in erster Linie wirkliche Buch-Klassen. In der generellen didaktischen Missachtung des Buches – „Ganzschrift“ heißt das dafür zuständige Unwort – zeigt sich die Praxis der Unbildung in ihrer erbärmlichsten Gestalt.

Dabei wäre alles ganz einfach: Lesen und Schreiben sind Kulturtechniken, deren grundlegende Beherrschung unerlässlich ist. Dass der Erwerb dieser Techniken nicht jedem leichtfällt, ist kein Grund, das Betrachten von Bildern zu einem Akt des Lesens und das Ankreuzen von Wahlmöglichkeiten zu einem Akt des Schreibens hochzustilisieren. Besser wäre es, all jene, die Schwierigkeiten beim Erwerb dieser Fähigkeiten haben, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen, damit sie wirklich lesen und schreiben lernen.

Konrad Paul Liessmann lehrt Philosophie an der Universität Wien. Der Text ist die leicht gekürzte Fassung eines Kapitels aus seiner Streitschrift „Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung“, die am 29. September in den Buchhandel kommt (Paul Zsolnay Verlag, Wien, 176 Seiten, 17,90 Euro).

http://fazarchiv.faz.net/document/showSingleDoc/FAZT__FD1201409244380169?q=Analphabetismus&dosearch=new&&annr=7&highlight=\eJxzs9Li0rNKzEvMKchITEotySzOLS1WUOBys4rHKg4AdYUPhA%3D%3D\#start

FAZ.NET, 10.05.2014

Umstrittene Reform der Lehrpläne. Die Schreibschrift stirbt aus.

Immer mehr Schüler in Deutschland lernen keine Schreibschrift mehr. Stattdessen wird ihnen eine neue Grundschrift beigebracht, die der Druckschrift ähnelt. Hamburg hat die Grundschrift in den Lehrplan aufgenommen. In Hessen wird sie ebenfalls praktiziert. Dort können die Schulen entscheiden, ob sie ihren Schülern die neue Schrift beibringen. Nordrhein-Westfalen war 2003 das erste Land, in dem Grundschulen die Grundschrift einführen konnten. In Baden-Württemberg wendet ein Dutzend Schulen die Grundschrift an. Die Kultusministerkonferenz macht bei Schriften keine Vorgaben.

In den 2004 verabschiedeten Bildungsstandards für die 4. Klasse steht, dass die Schüler „eine gut lesbare Handschrift flüssig schreiben“ können sollen. Mit welcher Schrift, wird offen gelassen. Darauf beriefen sich fast alle von der F.A.S. befragten Bundesländer: Es wird keine Schrift mehr vorgegeben.

„Abenteuerliches Reformprojekt“

Bis jetzt gibt es in Deutschland keine empirischen Untersuchungen zu den Folgen eines Schriftwechsels. Der Leiter der „Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung“, Wilfried Bos, sagte dazu: „Es ist abenteuerlich, ein Reformprojekt wie die Einführung einer neuen Schrift ohne einen Modellversuch mit fundierter Begleitforschung zu beginnen.“ In den Vereinigten Staaten und Kanada erbrachten mehrere Studien, dass Schüler, die eine Verbundschrift beherrschen, sich Texte besser merken und ihren Sinn besser erfassen können. So entdeckten Forscher der Universität Montreal bei Schreibschriftlern bessere feinmotorische Abläufe sowie größere Fähigkeiten in der Wort- und Text-Konstruktion. „Wenn Schüler zu langsam schreiben, vergessen sie ihre Ideen unterwegs“, resümierte Forschungsleiterin Isabelle Montésinos.

Die Schreiblehrerin und langjährige Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Lesen und Schreiben, Ute Andresen, hält die Entwicklung in Deutschland für fatal. Die Abschaffung der Schreibschrift setze „leichtfertig eine Kulturtechnik aufs Spiel – die Fähigkeit, eine allen gemeinsame lesbare Schrift zu schreiben“, sagt Andresen. Sie bemängelt insbesondere das Lehrkonzept der Grundschrift, das es Schülern ausdrücklich freistellt, wie sie die Buchstaben verbinden. Kinder könnten sich das Schreiben nicht selbst beibringen, argumentiert Andresen.

Es sei falsch, wenn Lehrer „beim Schreibenlernen nur Vorschläge machen und moderieren“. Andresen befürchtet, dass die Grundschrift den Analphabetismus fördere.

Cornelia Funke: „Eine Druckschrift reicht nicht aus“

Auch die Schriftstellerin Cornelia Funke warnt vor dem Trend zur Grundschrift. „Ich hoffe, dass die Schreibschrift in den deutschen Schulen weiter gelehrt wird“, sagt die millionenfach verlegte Kinder- und Jugendbuchautorin („Tintenherz“, „Die Wilden Hühner“). „Eine Druckschrift zu beherrschen, reicht als Handschrift nicht aus. Sie fließt nicht wie eine Schreibschrift und ist daher sehr viel langsamer.“ Eine Schreibschrift ermögliche einen tieferen Bewusstseinsprozess beim Schreiben, sie sei individuell und bringe „die Gedanken zum Fliegen“.

Der Trend zur Grundschrift liegt in fehlenden Vorgaben begründet. In der Praxis werden in Deutschland vier verschiedene Schriften gelehrt, nämlich die Druckschrift und danach eine der drei verbundenen Schreibschriften: die Lateinische oder die Vereinfachte Ausgangsschrift im Westen der Republik, die Schulausgangsschrift im Osten. Der Deutsche Grundschulverband will dieses Durcheinander mit der neuen Grundschrift beenden. „Schluss mit dem Schriften-Wirrwar“ heißt eine breit angelegte Kampagne des Verbandes.

Er stellt ein umfassendes Paket von Lehrmaterialien bereit. In den Leitlinien heißt es, die Schüler sollten künftig „Schreibweisen ausprobieren und miteinander beraten“. Ulrich Hecker, der Vorsitzende des Grundschulverbandes sagt, „es besteht starkes Interesse an der Grundschrift, das sehen wir am Absatz der Lehrmaterialien“. Der Verband habe Schriftkarteien und Schreibhefte in einer Auflage von 15000 Stück verkauft.

Nur Bayern hat sich nach Auskunft des Bildungsministeriums bisher eindeutig gegen die Grundschrift entschieden. „Hier bleibt das Unterrichten der Schüler in einer Ausgangsschrift Pflicht, die Schulen können wählen, ob sie die Vereinfachte Ausgangsschrift oder die Schulausgangsschrift wählen“, sagt ein Sprecher des Bildungsministeriums.

Zu einem heftigen Streit hat die Schrift in Thüringen geführt. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) forderte, die Schreibschrift in den Lehrplänen wieder verbindlich zu regeln. Bildungsminister Christoph Matschie (SPD) warnte Lieberknecht daraufhin vor „weiteren missverständlichen Auftritten“ in der Öffentlichkeit. „Die CDU baut beim Schreibenlernen einen Popanz auf“, sagt Matschie der F.A.S. Seit 2010 ist in Thüringen ausdrücklich keine Schreibschrift mehr im Lehrplan erwähnt. Die CDU will im Wahlkampf vor der Landtagswahl im Herbst dagegen für die Wiedereinführung der Schreibschrift eintreten.

FAZ.NET

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FAZ.NET, 09.10.2013

OECD-Bildungsstudie. Gesamtverstand.

Eine OECD-Studie weitet den Begriff des Analphabetismus aus

Von Jürgen Kaube

Wenn jemand den Beipackzettel eines Medikaments nicht lesen kann und es nicht am Beipackzettel liegt, ist das schlimm. Dasselbe gilt für Verträge, einfache Statistiken, Briefe. Wer die Alltagsmathematik nicht beherrscht, dem fehlen elementare Orientierungsmöglichkeiten.

Die OECD hat in ihrer jüngsten Bildungsstudie den Deutschen attestiert, bei solchen Fragen im internationalen Vergleich nur durchschnittlich abzuschneiden. Jeder sechste Erwachsene beispielsweise lese nicht besser als ein zehnjähriger Grundschüler. Das ist niederschmetternd. Was es allerdings zur Ermittlung des Alltagswissens beitragen soll, wenn die Leute aufgefordert werden, eine Mp3-Datei zu verschieben oder einen „Link“ im Internet zu öffnen, erschließt sich nicht. Die OECD etabliert hier unter der Hand einen Begriff des technologischen Analphabetismus.

Wenn er an Excel-Tabellen oder elektronischen „Lesezeichen“ festgemacht wird, soll im Grunde suggeriert werden, einen Computer nicht bedienen zu können, sei so etwas Ähnliches wie das Scheitern an der deutschen Grammatik oder an elementarer Logik. Andere Geräte der technischen Zivilisation wie PKWs, Telefone oder die Inhalte von Werkzeugkästen genießen nicht dasselbe Prestige, „ein entscheidender Faktor für Erfolg am Arbeitsmarkt und im sozialen Leben“ zu sein. Solche Formulierungen sind um den Eindruck bemüht, in einem Land, das es mit dieser angeblich leicht unterdurchschnittlich gebildeten Bevölkerung zu einigem gebracht hat, sei etwas ganz grundsätzlich nicht in Ordnung.

Anderswo ist es nicht besser

Damit es recht verstanden wird: Ein hohes Bruttosozialprodukt, Rechtsstaatlichkeit, weitgehend zivile Verhältnisse, das duale System der Berufsausbildung und dergleichen machen die Existenz von textbezogenem oder mathematischem Analphabetismus nicht erträglicher. Aber weder helfen hier Tests weiter, die den Begriff des Analphabetismus mutwillig ausweiten, noch der bewährte Reflex, auch an diesem Missstand sei das spezifisch deutsche Schulsystem schuld.

Das amerikanische – High School für alle -, das uns aus dieser Richtung empfohlen wird, und das dänische aus dem sonst vorbildlichen Skandinavien haben ungefähr dieselben Testmittelwerte hervorgebracht. Wie also steht es um die Alltagslogik derjenigen Leute, die uns glauben machen wollen, die Gesamtschule und verstärkter Unterricht in „Medienkompetenz“ führten zu stärker gleichverteilten und größeren Verstandesleistungen?

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Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das Gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit dagegen führt zur Verblödung.

Stupidity is demonstrated by people lacking knowledge they could achieve.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice attempt to avoid upsetting fools unwilling to face the truth.

Antisemitism is when one blames Jews or Israel for issues, he does not blame others.

Craziness is, when one always does the same but expects different outcome.

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human.

A man with roots should go for a pedicure.

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment.

 

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail

Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB

Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!

www.psychosputnik.com

http://www.saatchionline.com/jsbielicki

https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food 800px-Molon_labe2

Hier irrte Kant, nicht jeder Mensch hat ein Gewissen.

Hier irrte Kant, nicht jeder Mensch hat ein Gewissen.

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Gustave Moreaus Gemälde Ödipus und die Sphinx im Metropolitan Museum of Art, New York 1864

In seinem Artikel >>„Innerer Richter“ und „Herzenskündiger“ im Wandel der Zeit. Metaphern für das archaische Über-Ich im Einzelnen und in der Kultur<< behauptet Léon Wurmser[1] mit Kant, jeder Mensch habe ein Gewissen.

Das stimmt aber nicht. Das Gewissen entsteht in der Überwindung des ödipalen Konflikts.

Es gibt aber immer mehr Menschen, die gar keinen ödipalen Konflikt erleben.

Es ist in meiner psychotherapeutischen Arbeit evident, daß es Menschen ohne Gewissen gibt, die sehr gerne das Gewissen anderer Menschen zu ihren Zwecken instrumentalisieren und dadurch besonders gewissenhaft erscheinen, weil sie ihre Zwecke auf den Wellen der moralischen Empörung zu erreichen versuchen. Es gibt immer weniger Patienten mit echten Schuld- und Schamgefühlen, und immer mehr oralaggressive[2][3] tatsächliche oder angebliche Opfer der Traumatisierung, des Mobbings, des Burn-Outs, usw., samt ihrer Betreuungsindustrie.

Und die Psychoanalyse, die aus der ursprünglich aufklärerischen Arbeit Totem und Tabu errichtet hat, mit Anbetungsritualen aus scheinbar sehr klugen Worten. Man kann originäre psychoanalytische Entdeckungen daran erkennen, daß sie in dem Konsensfilz Empörung hervorrufen. Ohne erzeugte Empörung keine Psychoanalyse.

What you see is what you get.

[1] Zeitschrift: Forum der Psychoanalyse 2014/3

publiziert am: 1.9.2014 0:00 Autor: Léon Wurmser Quelle: Springer-Verlag Berlin Heidelberg (2013) DOI: 10.1007/s00451-013-0164-x

[2]https://archive.org/stream/InternationaleZeitschriftFuumlrPsychoanalyseXxi1935Heft4/IZ_XXI_1935_Heft_4_djvu.txt

[3] http://www.psychoanalyse-aktuell.de/325+M576ebe5733f.0.html?&tx_ttnews[day]=21&tx_ttnews[month]=08&tx_ttnews[year]=2013

nivea

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das Gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Stupidity is demonstrated by people lacking knowledge they could achieve.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice attempt to avoid upsetting fools unwilling to face the truth.

Antisemitism is when one blames Jews or Israel for issues, he does not blame others.

Craziness is, when one always does the same but expects different outcome.

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human.

A man with roots should go for a pedicure.

Gutmenschen (benevolent people) are those who intend to appear good-hearted, yet unscrupulously exploit the conscience of others to serve their own purposes via self-staged outrage.

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

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Die Freiheit liegt im Gesetz / Mario Vargas Llosa über den Wert und die Würde der Freiheit

Die Freiheit liegt im Gesetz / Mario Vargas Llosa über den Wert und die Würde der Freiheit

Der Mensch unterscheidet sich von einem Tier nicht dadurch, daß er denkt, das Tier denkt auch, nicht dadurch daß er fühlt, das Tier fühlt auch, nicht dadurch daß er begehrt, das Tier begehrt auch, sondern dadurch daß er frei sein kann, was das Tier nicht kann. Der Mensch kann frei sein, seine Pflicht selbst zu wählen, er kann seinem Gewissen gegenüber frei sein, seiner Moral, seiner Ethik, seiner Verantwortung. Seiner, nicht irgendwelcher Kommissionen für Ethik, Moral, Gewissen, usw. Wenn der Mensch sich äußeren Organen des Staates, der Verbände, der Berufskammern, der Firmen, hinsichtlich der Ethik, der Moral, des Gewissens unterwirft, dann wird er zum Tier, dann gibt er sein Menschsein auf. Ein Mensch hat die Fähigkeit zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, ein Mensch hat freien Willen. Wer ihm seinen freien Willen unter dem Vorwand es besser zu wissen, es besser zu können, unter dem Vorwand für die Menschheit, für den Menschen, dessen Willen, dessen Ethik, Moral, Gewissen bestimmen will, der entmündigt den Menschen, der entmündigt die Menschheit. Peter Handke schreibt in „Die linkshändige Frau“: „Frauen sind Entmündigungsmaschinen“, denn durch die Macht ihres Kinderhabenwollentriebes sind sie unbewußt auf Kontrolle von allem und jedem triebhaft programmiert, und diese Kontrolle ist extrem stark, weil triebhaft.

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Was für den Mann Frauhabenwollen, das ist für eine Frau Kinderhabenwollen (und diese und alles was damit zusammenhängt, zu kontrollieren). Wo Frauen Deutungsmacht haben, da ist das weibliche triebhafte Kinderhabenwollen „gut“ und das männliche triebhafte Frauenfhabenwollen „böse“, obgleich beide triebhaft, unbewußt und unreflektiert sind. Aber nicht nur Frauen sind Entmündigungsapparate, sondern mit ihnen die rot-rot-grünen und andere Menschheitsbeglücker aus Washington, Brüssel, Mekka oder Berlin, die großen und die kleinen Menschheitsretter, Friedensapostel, ungebetene Beschützer und Alleshelfer, die ewig Betroffenen, die stetig Empörten (wie z.B. Claudia Roth). Sie alle sind die größte Pest der Menschheit seit Menschengedenken. Alle Menschenschinder haben sich immer für Menschenretter gehalten, all die Tartüffes, die Moralisten der Revolutionen, die Stalinisten, die Hitleristen, früher die Christen, heute die Islamisten und wie sie alle scheinheiligen Hipokriten heißen, die sich immer für die allerbesten Menschen unter der Sonne gehalten haben und weiterhin halten. Eine Religion ist solange gut, solange sie mit gebrochenem Rückgrat im Rollstuhl sitzt. Sobald sie aufsteht, ist sie ein menschenfressendes Monster. Das gleiche gilt für den Staat und für alle Formen der Unterdrückung der Freiheit im Namen der Moral, der Ethik, des Gewissens. Das Gesetz war und ist, und hoffentlich bleibt es, eine Einschränkung der blindwütigen Moral (nicht mehr Augen oder Zähne für ein Auge oder einen Zahn, nur eins!), die immer weit über die Grenzen des Gesetzes um sich greifen will, denn die Moralisten meinen immer im Recht zu sein, auch wenn sie Gesetze brechen. Die Freiheit fängt in der Achtung des Gesetzes an, nicht im Gesetzesbruch. Aufgezwungene Moral, Ethik, Gewissen, sind keine, sie sind dann nur blanker Terror.

Julian S. Bielicki

Empfohlene Literatur:

  • Karl R. Popper, „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“.
  • Edmund Burke, „Betrachtungen über die Französische Revolution. Gedanken über die Franzosischen Angelegenheiten.“
  • Raphael Gross, „Anständig geblieben: Nationalsozialistische Moral“

NZZ

Mario Vargas Llosas liberales Bekennntis. Der Wert und die Würde der Freiheit

Mario Vargas Llosa, „Neue Züricher Zeitung“, 13.9.2014

Der Freiheitsgedanke hat in Lateinamerika spürbar an Bedeutung gewonnen.

Die Probleme beginnen schon beim Begriff: «Liberal» kann je nach Kulturraum und Kontext so vielerlei bedeuten. Sie setzen sich fort im Politischen, woder Liberalismus seit langem eher ein Schattendasein führt. Warum eigentlich? Die Idee der Freiheit schafft eine offene Denkkultur, die uns alle verbinden kann.

In der Welt, in der ich mich üblicherweise bewege – in Lateinamerika, den USA und Europa –, folgt dem Lob, das meinen Romanen und Essays gezollt wird, jeweils fast unweigerlich eine einschränkende Klausel: «obwohl wir seine Auffassung nicht teilen», «auch wenn wir nicht immer derselben Meinung sind» oder «das heisst aber nicht, dass wir seine politischen Ansichten und Vorbehalte akzeptieren». Ich habe mich zwar an diese schizophren anmutende Zweiteilung gewöhnt, aber es wäre mir lieber, wenn der Mann, der da schreibt, denkt und sich in die öffentlichen Debatten einmischt, als ein und dieselbe Person wahrgenommen würde; ich glaube eigentlich, dass all diese Aktivitäten Teil einer einzigen, unteilbaren Realität sind.

Was heisst «liberal»?

Dennoch ist es vielleicht an der Zeit, meinen politischen Standpunkt etwas detaillierter zu erklären. Das ist keine einfache Aufgabe. Ich fürchte, es reicht nicht, wenn ich sage: Ich bin (umsichtiger wäre wohl: Ich glaube, ich bin) ein Liberaler. Denn schon dieser Begriff bringt die erste Komplikation. Wie Sie bestimmt wissen, hat das Wort «liberal» unterschiedliche, oft sogar gegensätzliche Bedeutungen, je nachdem, von wem und wo es gebraucht wird. Meine geliebte Grossmutter etwa nannte einen Mann «liberal», wenn er einen lockeren Lebenswandel pflegte, regelmässig den Gang zur Messe versäumte und auch noch schlecht von den Priestern redete. In den Vereinigten Staaten und generell in der angelsächsischen Welt wird das Wort «liberal» mit eher linken Werten, gelegentlich sogar mit sozialistischen und radikalen Überzeugungen konnotiert. In Lateinamerika und Spanien dagegen tituliert man mich einen Liberalen – oder, schlimmer noch, einen Neoliberalen –, um mich zu verteufeln und zu diskreditieren; denn die politische Perversion unserer Semantik transformierte die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs, der für Freiheitsliebe und den Kampf gegen Unterdrückung steht, praktisch ins Gegenteil: «Liberal» heisst unter diesen Prämissen konservativ oder reaktionär. Gebrauchen die Progressiven das Wort, dann schwingt darin der Vorwurf mit, dass der so Bezeichnete das Leiden der Entrechteten und Ausgebeuteten irgendwie mitzuverantworten habe.

Aber auch in Lateinamerika war der Liberalismus einst eine fortschrittliche intellektuelle und politische Philosophie, die sich im 19. Jahrhundert gegen Militarismus und Diktatur stellte, die Trennung von Staat und Kirche sowie die Gründung einer demokratischen, zivilgesellschaftlichen Kultur forderte. In den meisten Ländern wurden Liberale von den brutalen Regimen, die fast allenthalben auf dem Kontinent prosperierten, verfolgt, ins Exil getrieben, ins Gefängnis geworfen oder umgebracht. Im 20. Jahrhundert dann war Revolution – und nicht Demokratie – höchstes Ziel der politischen Avantgarde, und diese Aspiration teilten auch viele junge Menschen, die gern dem Beispiel Fidel Castros und seiner bärtigen Guerilla-Kämpfer in der Sierra Maestra gefolgt wären. Marx, Castro und Che Guevara wurden zu Ikonen der Linken und der Linksextremen. Vor diesem Hintergrund wurden Liberale als Konservative, als Verteidiger des Status quo angesehen; während in der Öffentlichkeit ein karikiertes, verzerrtes Bild des Liberalismus dominierte, waren nur kleine Kreise mit seinen ursprünglichen Ideen und wahren politischen Zielsetzungen vertraut.

Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts setzte ein Wandel ein, und der Liberalismus wurde als Position erkannt, die sich von derjenigen der marxistischen Linken ebenso klar unterschied wie vom Rechtsextremismus. Dieser Wandel verdankte sich, zumindest soweit er die kulturelle Sphäre betraf, nicht zuletzt dem Mut und Engagement des mexikanischen Literaturnobelpreisträgers Octavio Paz und den von ihm edierten Zeitschriften «Plural» und «Vuelta». Nach dem Mauerfall, dem Kollaps der Sowjetunion und der Verwandlung Chinas in einen kapitalistischen (wenn auch autoritären) Staat entwickelten sich auch in Lateinamerika neue politische Ideen, und der Freiheitsgedanke gewann spürbar an Bedeutung.

Dennoch tun sich viele nach wie vor schwer damit, sich über die eigentliche Bedeutung des Wortes «liberal» klar oder einig zu werden. Dass dies sogar auf die Liberalen selbst zutrifft, macht die Sache nicht einfacher. Doch der Grund des Dilemmas liegt just in der Tatsache, dass Liberalismus keine Ideologie ist, sondern vielmehr eine offene, entwicklungsfähige Lehre, die sich der Realität anpasst, statt die Realität unter ihr Joch zu zwingen – und so gibt es eben auch unter bekennenden Liberalen unterschiedliche Strömungen und tiefgreifende Diskrepanzen. Diejenigen, die – wie ich – Agnostiker sind, für eine Trennung von Kirche und Staat und für die Dekriminalisierung von Abtreibung, Schwulenehe oder Drogenkonsum eintreten, ernten manchmal harsche Kritik von anderen Liberalen, die in diesen Belangen konträre Ansichten haben. Solche Meinungsunterschiede sind jedoch gesund und sinnvoll; sie verletzen auch nicht die Grundprinzipien des Liberalismus: das Bekenntnis zur Demokratie, zur freien Marktwirtschaft und zum Primat der Interessen des Individuums gegenüber denjenigen des Staates.

Die Macht der Kultur

Es gibt Liberale, die in der Wirtschaft die Lösung aller Probleme und im freien Markt ein Allheilmittel sehen, das Arbeitslosigkeit, Diskriminierung und soziale Exklusion beseitigt. Solche Liberale – nachgerade lebende Algorithmen – haben der Sache der Freiheit manchmal mehr Schaden zugefügt als die Marxisten, die eigentlichen Vorkämpfer der absurden These, dass die Wirtschaft Triebkraft der Historie und Grundlage der Zivilisation sei. Das ist schlicht nicht wahr. Ideen und Kultur sind es, die den Unterschied zwischen Zivilisation und Barbarentum machen, nicht die Wirtschaft. Diese kann im Alleingang vielleicht auf dem Papier schöne Resultate produzieren, aber sie verschafft dem Leben keinen Sinn; nicht die Wirtschaft gibt dem Einzelnen die Kraft, gegen Unbill anzukämpfen, Solidarität und Mitgefühl hochzuhalten oder ein von menschlichen Werten geprägtes Umfeld zu schaffen. Die Kultur, die allen gemeinsame Basis von Ideen, Wertvorstellungen und Traditionen, ist es, welche die Demokratie mit Wärme und Leben erfüllt und verhindert, dass die freie Marktwirtschaft zum darwinistischen Kampfplatz verkommt, wo, wie Isaiah Berlin sagte, die Freiheit der Wölfe den Tod der Lämmer bedeutet.

Liberalismus, so wie ich ihn verstehe, betrachtet die Freiheit als Grundwert. Dank dieser Freiheit hat die Menschheit den Weg aus der primitiven Höhle zu den Sternen und zur digitalen Revolution gefunden, sie hat Kollektivismus und Despotie zugunsten der Ideale von Demokratie und Menschenrechten überwunden. Die Grundlagen der Freiheit sind Privateigentum und Rechtsstaatlichkeit; dieses System garantiert für ein Minimum an Ungerechtigkeit und ein Maximum an materiellem und kulturellem Fortschritt, es baut am wirksamsten der Gewalt vor und verschafft den Menschenrechten die grösste Nachachtung. Gemäss dieser Interpretation des Liberalismus ist Freiheit ein einziges und einheitliches Konzept. Politische und ökonomische Freiheit sind so untrennbar wie die zwei Seiten einer Medaille.

Aber weil Freiheit in Lateinamerika oft nicht so verstanden wurde, sind dort viele Versuche zur Demokratisierung gescheitert. Entweder respektierten die jungen Demokratien zwar die politische, nicht aber die ökonomische Freiheit, was unweigerlich zu noch mehr Armut, Ineffizienz und Korruption führte; oder sie brachten am Ende wieder autoritäre Regime an die Macht, die überzeugt waren, dass nur eine eiserne Hand und eine repressive Staatsführung das Funktionieren des freien Marktes garantieren können. Die Folgen dieses gefährlichen Trugschlusses liessen sich etwa in Peru während der Regentschaft Alberto Fujimoris oder in Chile unter Augusto Pinochet beobachten. Derartige Regime sind niemals in der Lage, echten Fortschritt herbeizuführen: Die freie Marktwirtschaft kann ohne ein unabhängiges, effizientes Rechtssystem nicht funktionieren, und keine Reform lässt sich erfolgreich umsetzen, wenn sie nicht jenes Mass an Kontrolle und Kritik durch die öffentliche Meinung einbezieht, das einzig in einer Demokratie gewährleistet ist.

Ein demokratisches Staatssystem, Pressefreiheit und der freie Markt sind Grundpfeiler einer liberalen Position. Aber Liberalismus ist unendlich viel mehr als diese eher abstrakten Begriffe. Er bedeutet Toleranz und Respekt für andere, und ganz besonders für diejenigen, die anders sind und anders denken als wir selbst, die anderen Bräuchen folgen und einen anderen Gott – oder gar keinen – verehren. Die Bereitschaft, mit denen zusammenzuleben, die anders sind, war vielleicht der aussergewöhnlichste Schritt auf dem Weg des Menschen zur Zivilisation. Ein Schritt, welcher der Demokratie voraufging und sie überhaupt erst möglich machte; der entscheidender als jede wissenschaftliche Entdeckung und jedes philosophische System dazu beitrug, den Machtwillen und seine tödlichen Reflexe im menschlichen Beziehungsgefüge zurückzubinden. Hier könnte man auch den Quell jenes instinktiven Misstrauens gegenüber der Macht sehen, das uns Liberalen zu einer Art zweiter Natur geworden ist.

Natürlich: Ganz ohne Macht kommen wir nicht aus, aber sie kann modifiziert, ausbalanciert und in ihre Schranken verwiesen werden, wenn sie das Individuum unterdrückt – das Individuum, das wir Liberalen für den Prüfstein jedes Gesellschaftssystems halten und dessen Rechte wir zu respektieren und zu garantieren haben. Denn die Freiheit innerhalb einer Gesellschaft bemisst sich am Grad der Autonomie, welche die Bürger in der Gestaltung ihres Lebens und in der Verwirklichung ihrer persönlichen Ziele geniessen. Der Kollektivismus war eine unumgängliche Frühphase der Menschheitsgeschichte, als das Individuum noch untrennbar mit der Sippe verbunden und sein Überleben von ihr abhängig war; aber diese Notwendigkeit schwand in dem Mass, wie materieller und geistiger Fortschritt dem Menschen die Natur verfügbar machte und die Furcht vor Raubtieren, Naturgewalten und dem Anderen – Menschen mit anderer Hautfarbe, anderer Sprache, anderen Bräuchen – bannte. Doch der Kollektivismus lebte durch die Jahrhunderte in Ideologien und Lehren fort, die den Wert des Individuums primär in seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe sahen, sei sie nun durch Rasse, Klasse, Religion oder Nationalität definiert. All diese Doktrinen – Nationalsozialismus, Faschismus, religiöser Fanatismus, Kommunismus, Nationalismus – sind natürliche Feinde der Freiheit und erbitterte Gegner des Liberalismus.

Eine Denkkultur für alle

Der grosse liberale Denker Ludwig von Mises lehnte die Idee liberaler Parteien klar ab; seiner Meinung nach würden solche politische Gruppierungen die Essenz des Liberalismus verraten, indem sie ihn monopolisierten und in den Dienst parteiinterner Machtkämpfe zwangen. Vielmehr sollte die liberale Philosophie seiner Meinung nach eine generelle Denkkultur sein, die sich allen politischen Strömungen und Bewegungen in einer offenen, demokratischen Gesellschaft mitteilt. Diese Theorie hält der Realität durchaus stand. In der jüngeren Vergangenheit haben wir konservative Regierungen gesehen – etwa diejenige Ronald Reagans, Margaret Thatchers oder José Maria Aznars –, die essenziell liberale Reformen initiierten; und anderseits nominell sozialistische Staatsoberhäupter – Tony Blair, Ricardo Lagos in Chile oder dieser Tage Ricardo Mujica in Uruguay –, deren Wirtschafts- und Sozialpolitik nur mit dem Wort «liberal» adäquat zu beschreiben ist.

Obwohl «liberal» in Lateinamerika offiziell nach wie vor ein Schimpfwort ist, beginnen auch dort liberale Ideen die politische Rechte wie die Linke zu kontaminieren. Das erklärt, warum Demokratien in der jüngeren Vergangenheit nicht kollabiert sind oder von Militärdiktaturen abgelöst wurden – trotz Wirtschaftskrisen, Korruption und dem offensichtlichen Ungenügen so vieler Regierungen. Das im Autoritarismus versteinerte Kuba und Venezuela, das unter Hugo Chávez und seinem Nachfolger Nicolás Maduro einen ähnlich rigiden marxistischen Kurs eingeschlagen hat, sind zwei Ausnahmen auf einem Kontinent, der – das muss betont werden – nie zuvor so viele zivile und aus einigermassen freien Wahlen hervorgegangene Regierungen hatte. Zudem gibt es interessante und ermutigende Entwicklungen – etwa in Brasilien, wo Lula da Silva wie auch Dilma Rousseff zwar einen populistisch-linksorientierten Wahlkampf führten, im Amt dann aber eine disziplinierte Ausgabenpolitik durchsetzten, um ausländische und private Investoren warben und die Globalisierung förderten.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht mehr die Ideologie der Revolution, sondern der Populismus Haupthindernis des Fortschritts in Lateinamerika. Man kann Populismus auf vielerlei Arten definieren; am treffendsten wohl als eine demagogische Sozial- und Wirtschaftspolitik, welche die Zukunft des Landes einer vergänglichen Gegenwart opfert. Auf diese Weise hat die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner den Kurs ihres verstorbenen Gatten fortgesetzt – mit feuriger Rhetorik, Nationalisierungen, Interventionismus, Überwachung, Unterdrückung der unabhängigen Medien; eine Politik, die eines der potenziell wohlhabenden Länder dieser Erde an den Rand des Abgrunds geführt hat. Andere traurige Exempel des Populismus sind Bolivien unter Evo Morales, Ecuador unter Rafael Correa oder Daniel Ortegas sandinistische Regierung in Nicaragua: Diese Länder funktionieren auf die eine oder andere Art immer noch nach dem staatlich kontrollierten, zentralistischen Rezept, das auf dem Kontinent so viel Schaden angerichtet hat.

Trotzdem: Solche Fälle sind mittlerweile die Ausnahme und nicht mehr die Regel. Lateinamerika ist im Begriff, sich seiner Diktatoren zu entledigen und eine Wirtschaftspolitik hinter sich zu lassen, die Unterentwicklung und Armut zum Dauerzustand machte. Auch die Linke scheint sich allmählich im Stillen einzugestehen, dass Demokratie und Marktwirtschaft der Königsweg zu wirtschaftlichem Fortschritt und sozialer Gerechtigkeit sind: eine Lehre, welche die Liberalen lange umsonst gepredigt hatten. Wenn unsere Linke – auch ohne dies offen zuzugeben – jetzt eine liberale Politik akzeptiert, ist das immerhin ein Schritt voran, der die Hoffnung weckt, dass Lateinamerika die Altlasten von Unterentwicklung und Diktatur loswerden könnte. Einen Fortschritt bedeutet auch das Entstehen einer zivilisierten Rechten, die demokratische Entscheide akzeptiert und nicht mehr glaubt, dass sich Probleme am besten durch den Ruf nach der Armee lösen lassen.

Schwinden der Ressentiments

Ein weiteres positives Signal ist das spürbare Schwinden des alten Ressentiments gegen die Vereinigten Staaten; in manchen europäischen Ländern, etwa Frankreich oder Spanien, ist der Antiamerikanismus heute stärker als in Mexiko oder Peru. Für diesen Wandel gibt es zwei Gründe, einen pragmatischen und einen prinzipiellen. Es braucht nur etwas gesunden Menschenverstand, um zu begreifen, dass gute Handelsbeziehungen mit den USA aus geografischen, wirtschaftlichen und politischen Gründen für Lateinamerika schlichtweg unentbehrlich sind; zudem haben die USA in der jüngeren Vergangenheit nicht mehr, wie so lange, lateinamerikanische Diktaturen unterstützt, sondern sich klar hinter demokratische Regierungen gestellt und autoritäre Tendenzen verurteilt. Das hat massgeblich dazu beigetragen, Misstrauen und Feindseligkeit gegenüber dem grossen Nachbarn im Norden abzubauen.

Anderseits stellt meiner Ansicht nach die Tatsache, dass in den USA mittlerweile rund 50 Millionen Menschen lateinamerikanischer Herkunft leben, keine Bedrohung des sozialen Gefüges oder der Ganzheitlichkeit der Vereinigten Staaten dar. Im Gegenteil: Dieser Zustrom von Menschen bedeutet eine kräftige Infusion von Kultur und Lebenskraft, von Arbeitswillen und Aspiration, von der eine offene Gesellschaft letztlich nur profitieren kann. Ohne ihre Herkunft zu verleugnen, integriert sich diese Gemeinschaft loyal und auch mit dem Herzen in ihre neue Heimat und schafft starke Bande zwischen den beiden Amerika.

Das kann ich aus eigener Erfahrung bezeugen. Auch meine Eltern gehörten zu den Millionen von Lateinamerikanern, die in den USA nach Möglichkeiten suchten, welche ihnen die Heimat nicht bot. Schon nicht mehr ganz jung, emigrierten sie nach Los Angeles, wo sie fast 25 Jahre von ihrer Hände Arbeit lebten – eine Notwendigkeit, die sie in Peru nicht gekannt hatten. Meine Mutter war lange Zeit in einer Kleiderfabrik angestellt, wo zahlreiche andere Frauen aus Mexiko und Südamerika beschäftigt waren und wo sie zahlreiche Freundschaften schloss. Nach dem Tod meines Vaters dachte ich, dass sie nach Peru zurückkehren würde; aber sie zog es vor, in Kalifornien zu bleiben, und beantragte sogar erfolgreich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Erst das hohe Alter nötigte sie zur Heimkehr, aber sie erinnerte sich immer stolz und dankbar an ihre zweite Heimat – und ich denke, es gibt Millionen Lateinamerikaner, die ähnlich wie sie empfinden. Sie sind die lebenden Brücken zwischen den zwei Kulturen eines Kontinents, der vor fünf Jahrhunderten in die westliche Kultur eingemeindet wurde.

Eine Welt ohne Fanatiker

Vielleicht ist diese Erinnerung doch mehr als nur die Hommage eines Sohnes. Vielleicht können wir in diesem Beispiel einen Schimmer der Zukunft sehen. Wie es die Art des Schriftstellers ist, träume ich von einer Welt, in der es weder Fanatiker noch Terroristen, noch Diktatoren gibt, einer Welt, in der unterschiedliche Rassen, Religionen und Traditionen friedlich koexistieren können – dank einer Kultur der Freiheit, in der es statt Grenzen nurmehr Brücken gibt, auf denen Männer und Frauen gehen können, wohin immer ihr Lebensplan und ihr freier Wille sie führen. Dann wird es nicht mehr notwendig sein, über Freiheit zu sprechen, denn sie wird die Luft sein, die wir alle atmen. Und dann wird von Mises‘ Ideal einer universalen, vom Respekt für Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte getragenen Kultur Realität geworden sein.

Mario Vargas Llosa, 1936 geboren im peruanischen Arequipa, erhielt 2010 für sein umfangreiches erzählerisches und essayistisches Werk den Literaturnobelpreis. Der abgedruckte Text ist eine leicht gekürzte Fassung der Rede, die der Autor im Rahmen der diesjährigen Tagung der Nobelpreisträger in Lindau gehalten hat. Ziel der Veranstaltung ist der fachliche Austausch von Nobelpreisträgern mit Nachwuchswissenschaftern aus aller Welt. – Aus dem Englischen von as.

http://www.nzz.ch/feuilleton/der-wert-und-die-wuerde-der-freiheit-1.18382309

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Das Unbehagen in der Zivilisation

 

Die Welt scheint Kopf zu ste­hen, doch statt dies als Auf­for­de­rung zu neh­men, die ei­ge­nen Be­grif­fe zwecks kri­ti­scher Durch­drin­gung des je­wei­li­gen Ge­gen­stan­des zu schär­fen, be­zie­hen die selbst­er­klär­ten Ver­tre­ter ra­di­ka­ler Kri­tik be­den­ken­los und ohne sich um ihre Ver­laut­ba­run­gen von ges­tern zu sche­ren Stand­punkt, sei es im Dienst ta­ges­ak­tu­el­ler Po­li­tik­ma­che­rei, sei es im Namen der Auf­recht­er­hal­tung einer Lehre, die längst als Dogma vor sich her­ge­tra­gen wird. Die Er­kennt­nis, dass in den fal­len sta­tes Irak und Sy­ri­en unter allen Kom­bat­tan­ten die Kur­den am ehes­ten auf dem von ihnen be­an­spruch­ten Ter­rain halb­wegs mensch­li­che Ver­hält­nis­se für die, die da­zu­ge­hö­ren, schaf­fen und ein Boll­werk gegen das ra­sen­de Um­sich­grei­fen der Ara­bel­li­on ge­nann­ten is­la­mi­schen Be­we­gun­gen bil­den könn­ten, ist in eine so er­bärm­li­che Feier des kur­di­schen Volks­tums­na­tio­na­lis­mus um­ge­schla­gen, dass jede kri­ti­sche Nach­fra­ge mo­ra­li­sie­rend als de­fä­tis­tisch zu­rück­ge­wie­sen wird. In die­ser Hin­sicht neh­men sich die Ver­laut­ba­run­gen von Pres­se und Po­li­tik und die auf­ge­reg­ten So­li­da­ri­täts­auf­ru­fe von An­ti­deut­schen wenig. Zu un­ter­schei­den wäre zwi­schen dem nach­voll­zieh­ba­ren Wunsch, kur­di­sche Ein­hei­ten in Sy­ri­en mögen jene Kan­to­ne wie­der­her­stel­len, die seit dem Ein­marsch der IS-Mi­li­zen und der ihnen ver­bun­de­nen sun­ni­ti­schen Stam­mes­kämp­fer im Früh­jahr und Som­mer weit­ge­hend zer­schla­gen wur­den, und der Pra­xis und dem Selbst­ver­ständ­nis einer sich eth­nisch de­fi­nie­ren­den Volks­be­frei­ungs­be­we­gung. Zu re­flek­tie­ren wäre, warum aus­ge­rech­net das par­ti­ku­la­ris­ti­sche Selbst­ver­ständ­nis kur­di­scher Un­ab­hän­gig­keits­be­we­gun­gen, die nach innen weder in Fra­gen der Rasse noch der Tra­di­ti­on mit sich spa­ßen las­sen, einer sich ega­li­tär ge­ben­den, in­ter­na­tio­na­lis­tisch zu­sam­men­ge­setz­ten Be­we­gung für die sun­ni­ti­sche Weltum­ma über­le­gen ist. Die einen haben schnell eine Ant­wort parat: Kur­den kön­nen, ob­gleich in ihrer Mehr­heit selbst Sun­ni­ten, sich IS und an­de­ren is­la­mi­schen Be­we­gun­gen nicht an­schlie­ßen, ohne ihr Ziel, den ei­ni­gen Kur­den­staat, auf­zu­ge­ben. An­de­re ver­bin­den prak­ti­sche Par­tei­nah­me und phi­lo­so­phi­schen Welt­er­klä­rungs­an­spruch in der Er­kennt­nis, dass ge­ra­de im durch jahr­hun­der­te­lan­gen Wi­der­stand ge­stähl­ten kon­kre­ten Be­son­de­ren der Kur­di­schen Ir­re­den­ta die rich­ti­ge Ant­wort nicht nur auf den alles nie­der­wal­zen­den All­ge­mein­heits- und Wahr­heits­an­spruch is­la­mi­scher Got­tes­krie­ger, son­dern auch auf jene de­zi­diert west­li­che Denk­tra­di­ti­on und Herr­schafts­form be­schlos­sen liege, die letzt­lich auch an der Po­pu­la­ri­tät des Got­tes­krie­ger­tums Schuld trage: die Auf­klä­rung.Die Dia­lek­tik der Auf­klä­rung, so schallt es einem seit Jahr­zehn­ten ent­ge­gen, sei die ab­schlie­ßen­de Kri­tik der so plan­voll wie au­to­ma­tisch aus­grei­fen­den, in bür­ger­li­cher Herr­schaft und bür­ger­li­chem Den­ken an­ge­leg­ten sys­te­ma­ti­schen Li­qui­die­rung des je Be­son­de­ren im ein­zel­nen Men­schen, der In­di­vi­dua­li­tät, bis hin zur sys­te­ma­ti­schen Ver­nich­tung von als un­taug­lich oder schäd­lich de­fi­nier­ten Men­schen­grup­pen. Doch das Buch, das jeder ge­le­sen haben will, heißt nicht Kri­tik der Auf­klä­rung, son­dern Dia­lek­tik der Auf­klä­rung. Das tau­to­lo­gi­sche Label „Auf­klä­rungs­kri­tik“, unter dem schon in den sech­zi­ger Jah­ren die rou­ti­nier­te Ver­nunft­ver­ach­tung kri­ti­sche Theo­rie und Post­struk­tu­ra­lis­mus glei­cher­ma­ßen sub­su­mier­te, war nie etwas an­de­res als ein Alibi der Auf­klä­rungs­feind­schaft: Die Fä­hig­keit zur Kri­tik ihrer selbst ist der Auf­klä­rung im­ma­nent, die Dia­lek­tik der Auf­klä­rung ent­fal­tet sie an­ge­sichts des Um­schlags von Auf­klä­rung in Bar­ba­rei; sie ist kein Wi­der­ruf, son­dern der Ver­such der Ret­tung der Auf­klä­rung an­ge­sichts der To­ta­li­sie­rung des Wahns. Der Wahn aber to­ta­li­siert sich nicht, wie eine in ihrer schlech­ten All­ge­mein­heit manch­mal fast schon an Al­t­hus­ser er­in­nern­de an­ti­deut­sche Staats- und Rechts­kri­tik na­he­legt, abs­trakt in den bür­ger­li­chen In­sti­tu­tio­nen, Denk- und Ver­ge­sell­schaf­tungs­for­men, gegen die eine exis­ten­ti­ell ver­kitsch­te neue Ethik Ver­ant­wor­tung, En­ga­ge­ment und Ent­schei­dung des Sub­jekts aus­spielt – als wäre nicht ge­ra­de diese Be­griff­stri­as kon­sti­tu­tiv für die zi­vil­ge­sell­schaft­li­chen Ideo­lo­gie. Er to­ta­li­siert sich in den Sub­jek­ten selbst, umso mehr sie sich ge­ra­de in ihrer ge­fühl­ten Ei­gen­tüm­lich­keit zu sei­nen Voll­stre­ckern ma­chen. Ge­ra­de das, worin die ent­bür­ger­lich­ten Bür­ger sich als un­ver­wech­sel­ba­re, un­be­dingt schüt­zens­wer­te Sub­jek­te füh­len, ist der Abhub des Par­ti­ku­la­ren und An­knüp­fungs­punkt für die wahn­haf­te Pro­jek­ti­on ihrer ent­leer­ten Selbste auf die nur noch als Ma­te­ri­al sub­jek­ti­ver Ver­fü­gungs­ge­walt in den Blick ge­ra­ten­de Wirk­lich­keit. Die auf­trump­fen­de For­de­rung, ein jeder möge mit sei­ner un­ver­fälsch­ten Er­fah­rung und Mei­nung, sei­nem ganz per­sön­li­chen Ge­schlecht, sei­ner Re­li­gi­on, Kul­tur und Eth­nie be­son­de­ren Schutz vor der Gleich­ma­che­rei der Staats- oder Mehr­heits­ge­sell­schaft aus­ge­rech­net von jenem Staat er­hal­ten, den man eben erst als Aus­druck der Ver­nich­tung des Be­son­de­ren per­hor­res­ziert hat, ist in der Zi­vil­ge­sell­schaft kein Al­lein­stel­lungs­merk­mal einer sich re­vo­lu­tio­när ge­rie­ren­den Min­der­heit mehr. Sie ist selbst Staats­zweck und be­stimmt das Dis­kurs ge­nann­te, auf au­to­ri­tä­re Lö­sun­gen drän­gen­de öf­fent­li­che Selbst­ge­spräch. In wel­chen, stets re­si­dua­len und ver­schüt­te­ten, also nicht ein­fach nach Wunsch ab­ruf­ba­ren, Er­fah­run­gen und Im­pul­sen die Sub­jek­te die­ses Selbst­ge­sprächs über­haupt noch an­sprech­bar sind für das, was an­ders wäre, ist äu­ßerst un­ge­wiss und muss zum Ge­gen­stand der Re­fle­xi­on ge­macht, statt mit der Selbst­ge­wiss­heit des Kri­ti­ker­sou­ve­räns ein­fach nur be­ant­wor­tet wer­den.Dass das All­ge­mei­ne als das Bes­se­re nicht im Namen eines bor­nier­ten Uni­ver­sa­lis­mus ein­fach gegen das Be­son­de­re als das Ab­zu­leh­nen­de aus­ge­spielt wer­den darf, dar­auf kön­nen sich die meis­ten schnell ei­ni­gen. All­ge­mei­nes und Be­son­de­res sind zu­nächst For­men des Den­kens und Ur­tei­lens und keine mo­ra­li­schen Ka­te­go­ri­en – zu sol­chen wer­den sie erst im ver­ding­licht-an­ti­no­mi­schen Den­ken. Die­ser An­ti­no­mis­mus muss aber zu­vor­derst auch an an­ti­deut­schen Nei­gun­gen kri­ti­siert wer­den, aus­ge­rech­net das Ju­den­tum – des­sen geis­ti­ge Tra­di­ti­on stär­ker als ir­gend­ei­ne vom Be­stre­ben ge­tra­gen wird, das Par­ti­ku­la­re zu über­schrei­ten, auf dass das In­di­vi­du­um sich durch Ent­äu­ße­rung und be­stän­di­ge Re­fle­xi­on in all sei­nen Mög­lich­kei­ten ent­fal­ten kann – als Re­prä­sen­tant eines ver­meint­lich guten Par­ti­ku­la­ren zu fe­ti­schi­sie­ren, mit dem man sich mit no­bels­ter Le­gi­ti­ma­ti­on end­lich wie­der iden­ti­fi­zie­ren kann. Als auf­ein­an­der ver­wei­send tre­ten Be­son­de­res und All­ge­mei­nes in der kon­kre­ten Sache immer im Zu­sam­men­hang auf und gehen in ihrer unter den herr­schen­den Ver­hält­nis­sen meist un­heil­vol­len Wir­kung in­ein­an­der über. Ge­ra­de an der unter nicht we­ni­gen An­ti­deut­schen ver­brei­te­ten Be­geis­te­rung für das Ju­den­tum als Kul­tur wird das an­schau­lich. Auf­fäl­lig an vie­len be­den­ken­trä­ge­ri­schen Ein­las­sun­gen zur Be­schnei­dungs­de­bat­te war, dass in ihnen der Be­griff des „Post­fa­schis­mus“ auf eine pri­mi­tiv agi­ta­to­ri­sche For­mel ge­bracht wurde, nach dem Motto: In der Kri­tik des Ritus und im Ab­he­ben auf die All­ge­mein­heit des Rechts of­fen­ba­re sich der post­na­zis­ti­sche Cha­rak­ter des Rechts und der deut­schen Ge­sell­schaft – und nicht etwa in der Ab­feie­rung au­to­chtho­ner Bräu­che und der Liebe zu Son­der­rech­ten.

Fragmentierung des Rechts

Zwar ist die All­ge­mein­heit des Rechts in allen bür­ger­li­chen Ge­sell­schaf­ten kraft der dem Recht in­ne­woh­nen­den Ten­denz zur Selbst­auf­he­bung – der Ent­fal­tung der Gleich­heit des Rechts zum Un­recht durch die Glei­chen – durch­lö­chert und frag­men­tiert; umso eher trifft das für eine bür­ger­li­che Ge­sell­schaft zu, die ihre Selbst­auf­he­bung hin­ter sich hat und auf bes­tem Wege ist, den Rück­fall in se­kun­dä­re Ar­cha­ik mit rechts­staat­lich-de­mo­kra­ti­schen Mit­teln zu ver­wirk­li­chen. Dies le­gi­ti­miert aber nicht dazu, den Ge­dan­ken der All­ge­mein­heit des Rechts preis­zu­ge­ben zu­guns­ten einer Rechts­ver­ach­tung, für die das bür­ger­li­che Recht per se nicht wahr­heits­fä­hig ist und daher ver­nünf­ti­ger­wei­se gar nicht an sei­nen ei­ge­nen Prä­mis­sen ge­mes­sen wer­den kann. Das von An­ti­deut­schen oft wie ein Man­tra halb war­nend, halb be­kräf­ti­gend wie­der­hol­te Dik­tum Carl Schmitts, dass sou­ve­rän ist, wer über den Aus­nah­me­zu­stand ent­schei­det, ist keine Be­schrei­bung einer sich selbst voll­stre­cken­den Ge­setz­mä­ßig­keit, son­dern Aus­druck einer his­to­ri­schen Kon­stel­la­ti­on, in der das, was Schmitt eben­so fest­stell­te wie pro­pa­gier­te, lange vor dem 30.1.1933 schon als sys­te­ma­ti­sche De­mon­ta­ge des Rechts­staats zu be­ob­ach­ten war. So sehr die For­mel die ne­ga­ti­ve Wahr­heit auch des funk­tio­nie­ren­den bür­ger­li­chen Staats trifft, so wenig lässt sie sich auf die An­ti­fa-Phra­se vom bür­ger­li­chen Staat brin­gen, der, ob­gleich ir­gend­wie immer schon fa­schis­tisch, in re­vo­lu­tio­nä­rer Ab­sicht wo­mög­lich dazu zu zwin­gen sei, sei­nen fa­schis­ti­schen Cha­rak­ter zu of­fen­ba­ren. Eine sol­che Ir­ren­lo­gik wird voll­ends sui­zi­dal unter ge­sell­schaft­li­chen Be­din­gun­gen, unter denen das, was von der Hoff­nung auf die Re­vo­lu­ti­on in ver­ne­bel­ten Köp­fen noch übrig blieb, näm­lich der vor­aus­set­zungs­lo­se „Auf­stand“, nur als Ent­fes­se­lung der Bar­ba­rei denk­bar ist.

Die in der post­fa­schis­ti­schen bür­ger­li­chen Ge­sell­schaft weit fort­ge­schrit­te­ne Aus­höh­lung der Rechts­be­grif­fe durch Ein­füh­rung von Op­fer- und Op­fer­grup­pen­recht ver­an­schau­licht den Zu­sam­men­hang von Rechts­de­fä­tis­mus und Rechts­fe­ti­schis­mus: Alle Freun­de au­to­chtho­ner Ge­mein­schaf­ten und Has­ser Is­ra­els hal­ten es in­ner­staat­lich mit der Frag­men­tie­rung des Rechts zu­guns­ten völ­ki­scher Son­der­rech­te, wäh­rend sie au­ßen­po­li­tisch die Ver­recht­li­chung in­ter­na­tio­na­ler Be­zie­hun­gen vor­an­trei­ben und in der Tra­di­ti­on des Abend­roth­schen Ju­ris­ten­so­zia­lis­mus auf die All­ge­mein­heit des in­ter­na­tio­na­len Rechts schwö­ren. Wäh­rend aber das all­ge­mei­ne Recht dort, wo es kei­nen Sou­ve­rän gibt, der seine Gel­tung ga­ran­tie­ren könn­te, also auf der zwi­schen­staat­li­chen Ebene, zu einem Übel wird, ver­mag es ge­ra­de an­ge­sichts der dro­hen­den Auf­lö­sung des abs­trak­ten Rechts in par­ti­ku­la­ren Grup­pen­rech­ten auf in­ner­staat­li­cher Ebene noch am ehes­ten das In­di­vi­du­um vorm Schlimms­ten zu schüt­zen. Zwar ist, indem als Quel­le bür­ger­li­chen Rechts die Volks­sou­ve­rä­ni­tät gilt, die Ge­fahr der Ent­recht­li­chung des Rechts im Dienst des Volks­wil­lens immer schon mit­ge­setzt; doch in sei­ner in­sti­tu­tio­nel­len Ver­mitt­lung weist das bür­ger­li­che Recht über die Exe­ku­ti­on des Kol­lek­tiv­wil­lens hin­aus, indem es den Schutz des Ein­zel­nen vorm Zu­griff des Kol­lek­tivs, ja des Staa­tes selbst si­cher­zu­stel­len hat. In die­sem An­spruch wi­der­spricht es allen vor- wie nach­bür­ger­li­chen Kol­lek­tiv- und Grup­pen­rech­ten, die den Ein­zel­nen nur als eth­nisch, kul­tu­rell, re­li­gi­ös, so­zi­al oder sonst­wie de­fi­nier­tes Ex­em­plar ken­nen. Statt diese An­ti­no­mie aus­zu­tra­gen, also den­kend auf ihr zu be­har­ren, wird aber ver­sucht, sie auf­zu­lö­sen, indem ent­we­der das bür­ger­li­che Recht als blo­ßes Me­di­um des schlech­ten All­ge­mei­nen ver­ächt­lich ge­macht wird, oder man sich auf die Suche be­gibt nach dem ver­meint­lich im kon­kre­ten Be­son­de­ren un­mit­tel­bar vor­han­de­nen rich­ti­gen All­ge­mei­nen. Auf die­ses Be­dürf­nis lässt sich wohl jener im Zuge der „Be­schnei­dungs­de­bat­te“ auf die Höhe der Zeit ge­brach­te Phi­lo­se­mi­tis­mus zu­rück­füh­ren, der die Juden nur dul­det als kul­tu­rel­le Ge­mein­schaft und Be­stand­teil jener mul­ti­kul­tu­rel­len Horde, die das mo­ra­li­sche Pro­tek­to­rat über sie aus­übt, um auch die jü­di­schen Is­rae­lis durch fak­ti­sche Ent­mach­tung ihres Staa­tes wie­der auf den Sta­tus von Schutz­be­foh­le­nen zu re­du­zie­ren – als wäre ein sol­cher Kul­tur­schutz ein bes­se­rer als der, den ihnen der is­rae­li­sche Staat ge­währt, der kein Got­tes­staat, son­dern ein bür­ger­li­cher ist.

Residuen des vernünftigen Allgemeinen

Man darf den bis in an­ti­deut­sche Krei­se aus­strah­len­den post­mo­der­nen Strö­mun­gen nicht die Ehre er­wei­sen, sie als die Geg­ner der be­ste­hen­den Ord­nung zu be­han­deln, zu denen sie sich selbst sti­li­sie­ren, son­dern muss nach­wei­sen, dass sie nichts an­de­res sind als Sym­ptom der Krise die­ser Ord­nung und be­wusst­los-be­wuss­te Voll­stre­cker von deren ab­ge­feim­tes­ten Ten­den­zen. Die post­mo­der­ne Hal­tung ist nichts an­de­res als die in­tel­lek­tu­el­le Ver­dop­pe­lung und Le­gi­ti­ma­ti­on einer mäch­ti­gen ge­sell­schaft­li­chen Ten­denz, des Zer­falls nach­bür­ger­li­cher Ge­sell­schaf­ten in „bar­ba­ri­sche Viel­heit“ (Ador­no). Die Ab­spal­tung und po­li­tisch-mo­ra­li­sche Auf­la­dung von Teil­mo­men­ten eines Gan­zen in­di­ziert immer un­dia­lek­ti­sches, un­kri­ti­sches Stand­punkt­den­ken. Es be­deu­tet ein will­kür­li­ches Ab­bre­chen re­flek­tie­ren­der Ver­mitt­lung, das den Grund­zug der post­mo­der­nen Hal­tung, Den­ken mit sei­nen Mit­teln still­zu­le­gen, und deren au­to­ri­tär-ge­walt­tä­ti­gen Cha­rak­ter zum Aus­druck bringt. Die post­mo­der­ne Stra­te­gie der Ab­spal­tung und Mo­ra­li­sie­rung des „Be­son­de­ren“ gilt nicht der Liebe zum Un­ver­wech­sel­ba­ren und Ei­gen­sin­ni­gen, son­dern jenem Be­son­de­ren, das sich selbst schon als All­ge­mein­heit im War­te­stand, als Ge­gen­sou­ve­rän be­greift; dort wie­der­um, wo sie eines wirk­lich Be­son­de­ren hab­haft wird, zielt sie nur auf Ein­ver­lei­bung, Funk­tio­na­li­sie­rung, sprich: voll­ende­te Sub­sump­ti­on alles Be­son­de­ren unter ein All­ge­mei­nes. Im post­mo­der­nen „Den­ken“ und in der durch es ge­deck­ten Pra­xis voll­endet sich der re­pres­si­ve Cha­rak­ter des herr­schen­den All­ge­mei­nen: Eben­so wie ihm die phi­lo­so­phi­schen Be­grif­fe zu Spiel­mar­ken wer­den, in die Ge­gen­stän­de mit de­kre­to­risch-de­fi­ni­to­ri­scher Will­kür ein­ge­passt wer­den, wird ihnen das abs­trakt-all­ge­mei­ne Recht zur in­stru­men­tell-tech­ni­schen, nach frei­em Er­mes­sen vom Stärks­ten durch­zu­set­zen­den Ka­te­go­rie.

Zu be­ste­hen ist auf Ador­nos Ein­sicht, dass das herr­schen­de All­ge­mei­ne gar nicht all­ge­mein, son­dern selbst par­ti­ku­lar ist und das Be­son­de­re gar nicht be­son­ders, son­dern Mo­ment und Agens des All­ge­mei­nen – gemäß dem Cha­rak­ter einer Ver­ge­sell­schaf­tung, die sich durch Abs­trak­ti­on von Ge­sell­schaft­lich­keit kon­sti­tu­iert und in der des­halb das Ge­sell­schaft­lich-All­ge­mei­ne sich wie­der­um als Par­ti­ku­la­res, als Wert bzw. Staat, ver­ge­gen­ständ­li­chen muss. Das Be­son­de­re, um das es wirk­lich ginge, wäre die un­ge­schmä­ler­te Er­fah­rung der Sache, um des­sen in­ne­zu­wer­den, was sich dem all­ge­mei­nen Zu­sam­men­hang ent­zie­hen und Vor­schein eines Bes­se­ren sein könn­te: Das All­ge­mei­ne, für das sich ein­ste­hen lässt, exis­tiert noch nicht und scheint al­len­falls an ver­spreng­ten, be­son­de­ren Mo­men­ten auf. Eben dies, und nicht eine omi­nö­se „Lücke“, die ir­gend­wie in der kri­ti­schen Theo­rie klafft und durch im­por­tier­te Phi­lo­so­phe­me zu schlie­ßen wäre, ist der Grund, wes­halb Ador­no weder eine Ethik noch eine Staats- und Rechts­kri­tik, son­dern eine Äs­the­ti­sche Theo­rie ge­schrie­ben hat. Die Vor­sicht, durch die sich Ador­nos Äu­ße­run­gen zur Kri­tik bür­ger­li­chen Rechts aus­zeich­nen, ver­dankt sich der Er­fah­rung, dass der Un­ter­schied zwi­schen bür­ger­li­chem Staat und Volks­staat zwar ein flie­ßen­der, aber zu­gleich einer ums Ganze ist. Sein Re­kurs auf äs­the­ti­sche Er­fah­rung da­ge­gen ver­dankt sich der Ah­nung, dass in der Sphä­re der Kunst, die der Ge­sell­schaft, die sie her­vor­bringt, eben­so in­kom­men­sura­bel ist wie den Sub­jek­ten, die sie er­fah­ren, wo­mög­lich am ehes­ten noch Re­si­du­en jenes ver­nünf­ti­gen All­ge­mei­nen auf­schei­nen, für das weder die Ge­sell­schaft noch die em­pi­ri­schen Sub­jek­te un­mit­tel­bar ein­ste­hen. In einer Zeit, in der auch die Kunst, wie als Ka­ri­ka­tur auf den uni­ver­sa­lis­ti­schen Be­griff der Welt­li­te­ra­tur, auf ein Patch­work der Kul­tu­ren her­un­ter­ge­bracht wird, die in ihr nur noch il­lus­triert wer­den, ist genau die­ser Zer­falls­pro­zess un­er­bitt­lich nach­zu­zeich­nen. Nur sol­che Nach­zeich­nung, nicht die Sti­li­sie­rung von Kunst zum un­ver­lier­ba­ren Ar­ca­num des Be­son­de­ren, er­greift Par­tei für ein ver­nünf­ti­ges All­ge­mei­nes, das die­ses Prä­di­kat ver­dient.

http://www.redaktion-bahamas.org/aktuell/20141206konferenz.html

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

Psychoanalytische Arbeitsstation

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!
I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Wer „ich will frei sein“ sagt, und es sagen viele, der ist ein Idiot. Denn das höchste was der Mensch als Freiheit haben kann, ist die Freiheit, seine Pflicht frei zu wählen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Es sind dieselben, die behaupten, das Geschlecht wäre nicht biologisch angeboren, sondern nur ein sozialer Konstrukt, und zugleich daß die Homosexualität kein sozialer Konstrukt wäre, sondern biologisch angeboren.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

„Es gibt zwei Dinge“, so wußte Hitler schon 1923, „die die Menschen vereinigen können: gemeinsame Ideale und gemeinsame Kriminalität“ .

Nach der gewaltsamen Beendigung des Mordens durch die Alliierten waren die Deutschen (und sind es bis heute geblieben) noch deutscher als zuvor.

„Der Staat sind wir“: Dies Credo der Sozialdemokratie Ferdinand Lassalles war die Wahrheit der Volksgemeinschaft, und der Nazismus war die vermittlungslose Basisdemokratie der Deutschen.

Die Demokratie der Bürger ist die interessierte Demutsadresse an den autoritären

Staat.

„Die deutsche Nation ist das Apriori dieser seltsamen Wissenschaft, die

vorgibt, nichts zu kennen als Quellen, Quellen und nochmals Quellen, nichts als das

lautere Plätschern der Tatsachen und das ungetrübte Sprudeln der Empirie. Die

Quelle aber ist der Historie, was der Jurisprudenz das Indiz: Spielmaterial, bloße

Illustration des Systemzwangs zum Rechtsfrieden, d.h. empirische Legitimation der

vorab existenten letzten Instanz, an der jede Berufung aufhört und jede Revision

endet. Egal, wer Recht hat, solange nur Recht ist; was immer die Quellen sagen,

ein Beweis gegen die Nation wird sich daraus nie und nimmer folgern lassen.“ (…)

„Historische Wahrheit wird nach dem Modell

von Meinungsumfragen vorgestellt; kein Sample jedoch wird je repräsentativ

genug sein, um der deutschen Nation als solcher die Taten der Nazis zuzurechnen.

Die juristische Methode dieser seltsamen Wissenschaft, die sich die Behandlung der

Geschichte anmaßt, weiß so überaus sorgfältig zwischen Intention und Resultat zu

scheiden, daß der einzig noch mögliche Weg historischer Wahrheitsgewinnung, der

allerdings leider ausgeschlossen ist, Psychoanalyse wäre.“ – Joachim Bruhn

Da die Psychoanalyse heute auch nur noch ein korruptes Racket ist, würde sie nicht helfen.

 

Je verkommener eine menschliche Kreatur, desto eher fühlt sie sich beleidigt, respektlos behandelt, in ihrer Ehre verletzt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Der religiöse Rassismus der Islamisten, der den völkischen Rassismus der Nazis ersetzt hat, erklärt Allah zum Führer und die Jihadisten zu seiner privilegierten Kampftruppe: Wenn man so will, zu Allahs SS. Der Zusammenhalt dieser Kampftruppe wird über die Jenseitserwartung von Hölle und Paradies, also über das Instrument der religiösen Angst, sichergestellt. Diese Selbstbildfantasie der Islamisten ist mit ihrer (zumeist antijüdischen) Feindbildfantasie untrennbar verknüpft. – Matthias Küntzel

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten. Es sind Sozio-, Pädago- und Psychokratien, Rackets, die Erkenntnis nicht fördern, sondern verhindern.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
„Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett „antideutsch“ nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur „normale“ kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“– Hans Dieter Hüsch

Es gibt zweierlei Ethik: die moralische, der die Realität egal ist und die der Verantwortung, die reale Folgen der ethischen Forderungen berücksichtigt. Die erste ist gut gemeint, die zweite ist gut gemacht.

Was dem einen seine Souveränität, ist dem anderen seine Eigenmächtigkeit.

Das Schöne am Euro war, dass die Gewinner immerzu gewinnen konnten, ohne dass ihnen gleich die Quittung präsentiert wurde. Denn sie verdienen ja am Ausland, was heißt, eigentlich ein im Maße des Verdienens zunehmend schlechtes Geld – das ist durch den Euro aufgehoben worden: Man konnte ständig an einer anderen Nation verdienen, ohne dass das Geld dieser Nation darunter gelitten hat, weil sie gar kein eigenes hat. Der Wert dieses Geldes repräsentiert nicht die Leistungsfähigkeit dieser Nation. So hat der Euro von dem innereuropäischen Verdienen aneinander sogar noch gelebt; er hat vor der Krise absurderweise nur den Konkurrenzerfolg der Gewinner repräsentiert.

— Das ist ja mit der Idylle charakterisiert. Dass zunächst mal alle Seiten Gewinner des neu eingeführten Euro waren. Auch die, die ihre vergleichsweise Weichwährung gegen den Euro getauscht haben und damit auf einen Schlag Kredit zu ganz anderen Konditionen und Möglichkeiten hatten. Insofern waren die späteren Verlierer erst mal auch Gewinner.

Kein Nazifaschist hat je wirklich geglaubt, er bezöge die Ermächtigung seiner Ansprüche aus dem Teutoburger Wald; keiner seiner demokratischen Erben hat jemals tatsächlich gedacht, ihnen erwüchse Legitimität im Resultat des “Lernens aus der Geschichte”; niemals war ein Sozialist der Ansicht, es sei die famose “Befreiung der Arbeit” und nicht vielmehr das Recht auf Beute, was seine Politik im Interesse der Arbeiterklasse motivierte. Und keinesfalls erwächst den Palästinensern irgendein Recht aus der Tatsache, daß sie zuerst da waren. Einer Gesellschaft, der Hunger kein Grund ist zur Produktion, kann auch das Leiden kein Grund sein zur Solidarität. Es ist die Ideologie, die mit der Unmittelbarkeit des Leidens agitiert, die aus dessen fragloser Evidenz Sinn zu schlagen sucht, sei es im Sinne von Caritas oder Amnesty International, sei es im Sinne der Freunde des palästinensischen Volkes für den Israelhaß der Antisemiten wie für den Islamfaschismus dieses Volkes. Ariel Scharon jedenfalls, der Zionist und praktische Antifaschist, ist dem aufgelösten Rätsel der Geschichte näher als die deutsche Linke, deren “Antifaschismus” sich als Aufstand der Anständigen à la Gerhard Schröder oder als Solidarität mit dem palästinensischen Volk ausagiert. (…) Im Wesen Israels als des ungleichzeitigen Staates der Juden liegt es aber nicht nur, Reaktion auf den Verrat an Aufklärung und Weltrevolution, nicht nur, Notwehrversuch gegen den Nazifaschismus und Asyl zu sein. Sondern eben auch, daß die üblichen Muster der bürgerlichen Rollenverteilung – hier das Gewaltmonopol des bürgerlichen Staates im allgemeinen und dort die Personen, die die Regierungsausübung im besondern besorgen – für den israelischen Staates aufgrund seiner Konstitutionsbedingungen keine Geltung mehr hat. Was sich unter anderem darin zeigt, daß diese “Kritiker” der israelischen Regierungspolitik für den faschistischen Mob und die Behörden, die Selbstmordattentäter belohnen, Verständnis aufbringen (Folge von Besatzung und Ausbeutung), dagegen für den Versuch, die militärische Infrastruktur der Gegner Israels zu zerschlagen, am liebsten die Begriffe Auslöschung oder Ausrottung der palästinensischen Bevölkerung im Munde führen. Wie hinter der treudoofen Frage, ob es nicht möglich sein müsse, Spekulanten als das zu bezeichnen, was sie sind, ohne gleich als antisemitisch zu gelten, so verbirgt sich hinter der treulinken Frage, ob nicht auch in Israel, weil es sich auch dort um eine bürgerliche Gesellschaft handele, Faschismus möglich sei, die Erkenntnis dieser Fusion in verquerer und verschrobener Gestalt. Verquer, weil ja gerade erklärt werden sollte, wie Israel, dieser Fusion zum Trotz, eine parlamentarische Demokratie ist und bleibt; verschroben, weil diese Einheit von Staat und Regierung im Übergang von einem unerträglichen Alten (die Vernichtungsdrohung) zum noch nicht erreichten Neuen (die herrschaftslose Gesellschaft) ja doch den Inbegriff dessen ausmacht, was einmal als “Diktatur des Proletariats”, als Emanzipationsgewalt und organisierte politische Macht der Revolution, auch und gerade auf den roten Fahnen stand. In Anbetracht der Grundidee des Staates Israel, vor dem Hintergrund der linken Staatsmythen, betreffend die “Diktatur des Proletariats”, muß jede Beurteilung der Handlungen der Regierungsvertreter auch die völlig andere Qualität dieses Staates, verglichen mit allen anderen, deutlich werden lassen. (…)

Wenn diese Linke über Israel schwadroniert, dann hört sich das nicht minder grausig an. Dabei liegt der Zusammenhang zwischen dem Antisemitismus und dem Vernichtungswillen gegen die zum Staat gewordene bürgerliche Gesellschaft der Juden, gegen Israel, eigentlich auf der Hand: Der sogenannte Antizionismus stellt nichts anderes dar als die geopolitische, globalisierte Reproduktion des Antisemitismus, das heißt die Erscheinungsform, die er in Weltmarkt und Weltpolitik nach Auschwitz annehmen muß. Der Antizionismus ist der aus den kapitalisierten Gesellschaften in die Welt herausgekehrte Antisemitismus. So ist Israel der Jude unter den Staaten; die Verdammung des Zionismus als eines “Rassismus” durch die UNO gibt es zu Protokoll. Das macht: die moralische Verurteilung der menschlichen Unkosten der Konstitution bürgerlicher Staatlichkeit allein am Beispiel Israels führt vor Augen, was die Welt der Volksstaaten vergessen machen will – daß die Zentralisation der politischen Gewalt über Leben und Tod keineswegs die natürliche Organisationsform der Gattung Mensch darstellt, sondern Ausdruck eben von Herrschaft und Ausbeutung. Dabei ist Israel – und das macht die Kritik an diesem Staat so perfide und muß deshalb immer wieder gesagt werden – der einzige Staat dieser Welt, der für sich eine nicht zu bezweifelnde Legitimität beanspruchen kann. Israel, das ist der ungleichzeitige Staat, der entstanden ist sowohl als Reaktion auf das Dementi aller Versprechungen der bürgerlichen Nationalrevolution, sowohl als Antwort auf den stalinistischen Verrat an der kommunistischen Weltrevolution als auch als zu spät gekommene Notwehr gegen den Massenmord an den europäischen Juden. (…) Israel ist das Schibboleth jener doch so naheliegenden Revolution; es ist der unbegriffene Schatten ihres Scheiterns. Israel ist das Menetekel, das zum einen (und ganz unfreiwillig) die kategorischen Minimalbedingungen des Kommunismus illustriert, und das zum anderen sämtliche Bestialitäten zu demonstrieren scheint, zu denen der bürgerlich-kapitalistische Nationalstaat fähig ist. Wer Israel nicht begriffen hat, wer den Haß auf diesen Staat, den Antizionismus, und wer den Antisemitismus, das heißt den Vernichtungswillen sowohl gegen die in diesem Staat lebenden als auch gegen die kosmopolitisch verstreuten Juden, nicht begriffen hat als das, was Antisemitismus wesentlich darstellt: den bedingungslosen Haß auf die Idee einer in freier Assoziation lebenden Gattung, der hat den Kommunismus nicht als das “aufgelöste Rätsel der Geschichte” begriffen. –

 Der ostentative Muslimeifer aber, der sich im Alltag mancher ‚Allahu-Akbar‘-Brüller vielleicht doch sehr in Grenzen hält, findet im blanken Judenhass unverhoffte Nahrung, wo ihnen unter unendlich öden Koranrezitationen und geistlosen, absurden Vorschriften längst das bisschen ungeglaubten Glaubens zwischen den Fingern zerrann und ihr Muslimsein kaum je mehr ist als das typisch dauerbeleidigte, immer schon jeder Verantwortung ledige Gruppengefühl. Überhaupt will jeder Eifer – insbesondere der aktuelle, rasende Eifer des weltweit angreifenden Islam – den Stachel eines weniger drohenden als hinterrücks längst geschehenen Glaubensverlustes kompensieren.“ Mit anderen Worten: Muslime wurden nicht für ihr abstraktes Muslimsein kritisiert, sondern dafür, was – global betrachtet – die Mehrheit konkret darunter versteht: Die von Gott gegebene Ermächtigung zu Terror, Entrechtung, Antisemitismus. Wer differenziert, sollte nicht unerwähnt lassen, dass Osama bin Laden, Hassan Nasrallah und wie all die schrecklichen Figuren so heißen, in der muslimischen Welt als Helden gefeiert werden – und zwar nicht von einer minoritären Sekte, sondern von Millionen Muslimen, auch in Deutschland. (,,) Der unfreiwillige und verborgene Essentialismus der Postmoderne macht das Begreifen unmöglich, weil er die Beziehung zwischen Allgemeinem, Besonderem und Einzelnem nicht mehr zu thematisieren vermag. Wenn nur noch Vielfalt herrscht und Einzelnes und Allgemeines gewaltsam auseinandergerissen werden, bleibt die Verstandesleistung des begreifenden Subjekts auf der Strecke und die scheinbar ursprüngliche Differenz wird zum Mythos. Nicht nur dem Begriff des Allgemeinen, das ja ein noch einzulösendes ist, wird Gewalt angetan, auch dem Besonderen, dessen Unglück darin besteht, nur ein Besonderes zu sein, und das sich, weil es kein versöhnendes Ganzes gibt, dem schlecht-Allgemeinen, dem Racket nämlich, anschließen muss. – JAN HUISKENS

„Vernunft und Rationalität sind in dieser durchmedialisierten Welt chancenloser denn je. Ein unangenehmer Typ „Heckenschütze“ terrorisiert die Gesellschaft. Seine aktuelle Waffe: Der Phobienvorwurf.“ – Bettina Röhl

„Man wähnt, wenn man nach wissenschaftlichen Regeln sich richtet, dem wissenschaftlichen Ritual gehorcht, mit Wissenschaft sich umgibt, gerettet zu sein. Wissenschaftliche Approbation wird zum Ersatz der geistigen Reflexion des Tatsächlichen, in der Wissenschaft erst bestünde. […] Je tiefer man ahnt, daß man das Beste vergessen hat, desto mehr tröstet man sich damit, daß man über die Apparatur verfügt.“ (Theodor W. Adorno, Philosophie und Lehrer, AGS 10.2, 491)

„Vieles, was im Sinne von Foucaults »Mikrophysik der Macht« populär werden sollte; also die Erkenntnis, daß Macht nicht pyramidal hierarchisch, sondern durch sämtliche gesellschaftliche Bereiche hindurch wirkt, findet sich bereits in der Medizinkritik der Kritischen Theorie. Daß diese Thesen häufig übersehen wurden, mag daran liegen, daß sich Horkheimers entscheidende Äußerungen über Medizin und Psychiatrie nicht in den breit rezipierten Hauptwerken finden, sondern über die Gesamtausgabe verstreut sind. Wiemer suchte sie zusammen und zeigt, wie Horkheimer anhand der Medizin einen wesentlichen Charakterzug des modernen Kapitalismus ausmachte. Mediziner funktionieren laut Horkheimer wie fast jede wirtschaftliche Gruppe im Sinne eines Rackets. »Ein Racket«, erklärt er, »ist eine unter sich verschworene Gruppe, die ihre kollektiven Interessen zum Nachteil des Ganzen durchsetzt.« Allgemein betrachtet heißt das, daß sich die Klassengesellschaft in eine »neofeudale« Struktur verwandelt hat, innerhalb der Interessenverbände »nach dem Prinzip der Selbsterhaltung und der Machtakkumulation« funktionieren. Diesen Wandel macht Horkheimer an den Medizinern fest; und alles, was Horkheimer in seiner Kritik aussparte, von den Krankenversicherungen bis zum Pfusch in Krankenhäusern, wird von Carl Wiemer polemisch auf den neuesten Stand gebracht“  – Max Horkheimer

 

„Ein Shitstorm hat auch seine positive Seite. Da politisch korrekte Gülle meist in Richtung Originalität, Kreativität und Intelligenz geworfen wird, fliegt sie oft genug auf Leute, die zu lesen wirklich lohnt.“ – Evidenz-basierte Ansichten

Eine Frau wird als Frau geboren. ein Mann muß erst ein Mann werden.
Keine Paternalisierung, sondern fortschreitende Maternalisierung. Die Feminisierung und Genderisierug marginalisiert und zerstört die Vaterposition in den modernen »Gesellschaften«, die Vaterrolle erlitt allgemeine Degradierung, die Kanonisierung der Homosexulität im Speziellen und der sexuellen Diversität im Allgemeinen tilgt die noch übriggebliebenen Spuren einer Männlichkeit restlos aus, die nur noch als Schimpfwort der angeblichen „Paternalisierung“ im Jargon der Medien herumgeistert.

„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

Post-Pop-Epoche: der Sieg der Mode über die Sitten.

„Wir brauchen schadhafte Gebäude, durch deren geborstene Wände man hindurch­ sehen kann, um wenigstens einen Anfang zum Denken zu gewinnen.“ – Victor Tausk

„Was man in römischer Zeit das »Abendland« und später »Europa« nennen wird, ist die politische Konsequenz des individualistischen Martyriums, das ein gesprächsfreudiger Stadtstreicher auf sich nahm, um die Legitimität des im universalistischen Dialekt vorgebrachten Neuen gegen die entkräfteten lokalen Sitten zu demonstrieren.“ – Peter Sloterdijk

„Was nützt einem die Gesundheit wenn man ansonsten ein Idiot ist.“ – Theodor Adorno

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

They are the same who claim the sex/gender would not be biologically innate, but only a social construct, and at the same time that homosexuality was not a social construct, but biologically innate.

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

„There are two things,“ said Hitler in 1923, „which can unite people: common ideals and common crime“

After the violent termination of Murder by the Allies were the German (and have remained so to this day) more german than before.

The depraved human creature, the more she feels insulted, disrespected, offended in their honor.

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno

„Reason and rationality are chance-less than ever in this totally mediatised world. An unpleasant type Sniperterrorized society. His current weapon: The phobia accusation.“ – Bettina Röhl
„A Shitstorm has also its positive side. As politically correct manure it is usually thrown in the direction of originality, creativity and intelligence, she flies often to people who are really worth to read.“ – Evidenz-basierte Ansichten
A woman is born as a woman. a man has to become a man.
No paternalization but advancing maternalization. The feminization and genderization marginalized and destroyed the father position in the modern „societies,“ the father role suffered general degradation, the canonization of homosexuality in particular and the sexual diversity generally wipes out the still remaining traces of masculinity completely out,  only as an insult haunts the alleged „paternalization“ in the jargon of mass media.
PostPop era: the triumph of fashion over the morals.
„We need damaged buildings, so you can see through their cracked walls to win at least one viewpoint to start to begin to think. Victor Tausk
„What good is health if you are an idiot then?“ – Theodor Adorno

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

People feel always terrible offended if you do not believe their lies.
Everyone is responsible for his feelings.
Psychoanalysis is nobody’s business except the psychoanalyst and his patient, and everybody else can fuck off.
“Time is the echo of an axe
Within a wood.”
― Philip Larkin, Collected Poems

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

 Why Allah does not shows himself? Because he does not want  to do anything with such assholes.
When fascism returns, he will not say, ‘I am the fascism‘. No, he will say, ‘I am the anti-fascism Ignazio Silone.
Political correctness requires a language for a poetry album.
 Psychoanalysis is frivolous, or it is not psychoanalysis.
Colorful diversity, earlier: shit.
What can not any longer be changed, can not any longer be reformed, it is no longer alive, but very dead (instead). What is dead should be, has to be buried: religion, marriage, Romanticism, etc.
Romantic sucks.
 The reality is always stronger than illusions.
 A delusion is characterized by increasing loss of reality, and can be attested to today’s leaders in Germany and the mass media. Loss of reality describes the mental state of a person who is not (any longer) be able to understand the situation in which it is located. So you are ruled by madmen and manipulated by the mass media.
Totalitarianism can only be defeated if one has the courage to call things by their right names, just as they are. Political correctness prevents it promotes totalitarianism and political cowardice and political lie.
The Extinction: Islam is like the sun, who comes too close to him, will burn itself and will flare the rest of the world with him.
Islam does not want any submission! Islam wants victory, destruction and annihilation.

 

L’Allemagne est malade!

L’Allemagne est malade!

Deutschland ist krank

Maxeiner & Miersch: Sind wir nicht alle ein bisschen hochsensibel?

“Also, mein Psychologe hat gesagt …” Früher musste man ziemlich viel Mut aufbringen, um im Smalltalk einen Satz mit diesen Worten einzuleiten. Psychische Nöte zählten zu den hochpeinlichen Angelegenheiten, über die man nicht sprach. Tat es jemand dennoch, konnte er damit rechnen, dass sein Gesprächspartner erstarrte, schnell das Thema wechselte und ihn von da an als Verrückten betrachtete.

Das hat sich erfreulicherweise geändert. Mit fortschreitender Zivilisation setzte sich ein milderes Menschenbild durch, welches anderen und sich selbst zugesteht, auch mal aus dem inneren Gleichgewicht zu geraten. In Form von Coaching hat die Inanspruchnahme psychologischer Dienstleistung sogar einen gewissen Statuswert erlangt. Schließlich kann nicht jeder sich das leisten.

Der entspanntere Umgang mit Neurosen und Ängsten brachte einen Therapiemarkt mit breitem Angebot hervor, von freudscher Analyse bis zum Schamanismus. Und auch die Nachfrage weitete sich aus. Vieles, was einst zum Bereich der persönlichen Eigenarten und kleinen Macken zählte, wird heute als therapiebedürftig eingestuft. Kaum jemand glaubt noch, man müsse seelisches Unwohlsein mit sich selbst ausmachen.

Kürzlich fiel uns ein Fragebogen in die Hände, der für ein Buch über “Hochsensibilität” warb. Darin musste man Aussagen als “zutreffend” oder “nicht zutreffend” ankreuzen “Die Launen anderer machen mir etwas aus”, lautete eine, oder “An stressigen Tagen muss ich mich zurückziehen können”, oder “Ein starkes Hungergefühl beeinträchtigt meine Laune und meine Konzentration”, oder “Ich habe ein reiches und komplexes Innenleben”.

Wir staunten: Alles war “zutreffend”. Demnach sind wir hochsensibel. Und auf alle anderen, denen wir diesen Selbsttest vorlegten, traf die Diagnose ebenfalls zu. Es scheint sich bei Hochsensibilität um eine Seuche zu handeln.

Gestern hatten wir uns noch ganz normal gefühlt und heute leiden wir unter Hochsensibilität. Was tun? Der Verlag, von dem die Werbung stammt, empfiehlt die Ratgeberbücher zu kaufen und zu lesen, die die Entdeckerin der Hochsensibilität verfasst hat. Sie verspricht, dass man mit Hilfe ihrer Übungen den Psychodefekt in den den Griff kriegen kann. Vielleicht können wir ja trotz unseres Leidens ganz normal weiter leben.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/sind_wir_nicht_alle_ein_bisschen_hochsensibel

Julian S. Bielicki: Die Bundespsychotherapeutenkammer bptk gibt bekannt:

“Die Zahl der betrieblichen Fehltage aufgrund von Burnout ist seit 2004 um fast 1.400 Prozent gestiegen.” Das wird vom Bundespsychotherapeutenkammerpräsidenten jedoch nicht als ein Anstieg von Krankschreibungen (AU) unter dem Vorwand einer neuerfundenen angeblichen psychischen Belastung (die nicht Mal als eine Erkrankung definiert ist und im Diagnosenkatalog ICD 10 daher fehlt)) interpretiert, o nein, sondern: „Die Menschen fühlen sich in ihrem Leben und bei ihrer Arbeit immer häufiger überfordert“, stellt Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) fest. „ Die psychosozialen Belastungen der modernen Gesellschaft werden erheblich unterschätzt. Seelisch überlastete Personen erhalten zu spät Beratung sowie Hilfe und psychisch Kranke zu spät eine Behandlung.“ und “Im Jahr 2004 fehlten 100 Versicherte 0,6 Tage aufgrund von Burnout, im Jahr 2011 waren es schon neun Tage. Ihr Anteil an allen Fehltagen aufgrund psychischer Erkrankungen ist aber noch gering. Im Jahr 2011 waren 100 Versicherte rund 200 Tage aufgrund seelischer Leiden arbeitsunfähig. Im Vergleich zu psychischen Erkrankungen machen die Ausfälle aufgrund von Burnout also nur 4,5 Prozent der Fehltage aus. „Im Gespräch mit dem Arzt schildern viele Arbeitnehmer Erschöpfung oder Stress“, erklärt BPtK-Präsident Richter. Solche Schilderungen von Burnout-Symptomen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden, weil dahinter meist psychische Erkrankungen stecken.“ Bei 85 Prozent der Krankschreibungen wegen Burnout diagnostizierte der Arzt zusätzlich eine psychische (z. B. Depression, Angststörung) oder körperliche Erkrankung (z. B. Rückenschmerzen). Nur 15 Prozent der Burnout-Krankschreibungen erfolgen ohne eine weitere Diagnose. Auch dann kann Burnout jedoch ein Hinweis auf eine entstehende psychische oder auch körperliche Erkrankung sein. Aktuell gibt es keine allgemein anerkannte Definition, was unter Burnout zu verstehen ist. Häufig genannte Symptome des „Burnouts“ oder des „Ausgebranntseins“ treten auch bei einer Reihe psychischer Erkrankungen auf: u. a. Antriebsschwäche, gedrückte Stimmung, Reizbarkeit, Erschöpfung. Burnout wird in Deutschland in der ICD-10-GM in einer Zusatzkategorie (Z73) verschlüsselt, in der Faktoren beschrieben werden, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen können, ohne eine eigenständige Erkrankung zu sein. Meist handelt es sich um Überforderungen durch berufliche und private Belastungen. „Eine solche Kategorie ist durchaus sinnvoll, weil sie dem Arzt die Verschlüsselung von psychosozialen Risikofaktoren oder auch von Gründen bzw. Anlässen für eine tatsächliche Erkrankung ermöglicht“, erläutert Richter. „Es muss dann aber auch sichergestellt sein, dass eine diagnostische Abklärung oder eine Behandlung eingeleitet wird.“

Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) online – “Betriebliche Fehltage aufgrund von Burnout um 1.400 Prozent gestiegen”[1]

arbeit-krank-DW-Wissenschaft-Hamburg

Eine Psychoindustrie erklärt inzwischen alles und jedes als psychisch und sich selbst als dafür alleine zuständig und daher vom Staat zu finanzieren. Diese Psychoindustrie hat einen totalitären Charakter und ist sektenartig organisiert.[2][3][4]

Natürlich geht es dabei um nichts Geringeres als um die Rettung der Welt durch die wie immer äußert aggressiv dafür kämpfenden friedlichen rot-rot-grünen Gutmenschen.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/kommentare/sind_wir_nicht_alle_ein_bisschen_hochsensibel

In ein und derselben Ausgabe vom 16.08.2010 erschienen in der FR zwei Artikel zum Thema Arbeit[5][6]. In einem konnte man lesen, daß die Arbeit krank macht und im anderen, daß die Arbeitslosigkeit krank macht. In beiden Fällen ging es um die Zunahme von psychischen Krankheiten.

Der scheinbare Widerspruch zwischen den beiden Artikeln wird jedoch aufgehoben, wenn man bedenkt, daß in beiden Fällen auch das Vortäuschen einer psychischen Krankheit zur finanziellen Unterstützung des “Kranken” führt, ohne daß der “Kranke” arbeiten muß.

Auf diese Weise kann man die Zunahme von schwer überprüfbaren Diagnosen verstehen, wie Burn-Out, Mobbing, Traumatisierungen, Depressionen, Ängste und Sonstiges. Man kann damit am einfachsten eine Arbeits-, Berufs-, Erwerbsunfähigkeit erreichen, ohne daß eine tatsächliche Erkrankung vorliegen muss.

Mit Bandscheibenvorfällen, psychosomatischen Schmerzbeschwerden geht es aber auch.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/arbeit_macht_krank_keine_arbeit_auch/

[1] http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/betriebliche.html

[2] Arbeit macht immer mehr Menschen krank.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article6895681/Arbeit-macht-immer-mehr-Menschen-krank.html

[3] Arbeitslosigkeit macht Menschen psychisch krank

http://www.welt.de/gesundheit/article7806239/Arbeitslosigkeit-macht-Menschen-psychisch-krank.html

[4] Arbeit macht krank. Keine Arbeit auch.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/arbeit_macht_krank_keine_arbeit_auch/

[5] http://www.fr-online.de/wissenschaft/arbeit-macht-krank/-/1472788/3260920/-/index.html

[6] http://www.fr-online.de/wirtschaft/arbeitslos-und-krank/-/1472780/4559316/-/index.html

Im Mediengeheuel der Propagande der Betreuungsindustrie (Mediziner, Psychotherapeuten, Pädagogen, Erzieher, Sozialarbeiter und und und …) fehlt jeweils die Tatsache, daß der Mensch im Allgemeinen nicht anständig, ehrlich, fleißig ist, sondern opportun, unehrlich und faul, nach dem Mini-Max-Prinzip der globalisierten Wirtschaft, minimale Investition für maximalen Gewinn. Deswegen simulieren viele Menschen Krankheiten, um sich „krankschreiben“ zu lassen, das heißt Geld zu bekommen, ohne zu arbeiten. Das gilt auch für sog. „Kuren“, die meistens einfach Freizeit zu Lasten der Krankenkasse ist, und oft Berufs-, Erwerbsunfähigkeitsbescheinigungen, und andere Formen des Sozialbetrugs.  Früher benutzten Simulanten gerne die Rückenschmerzen als Ausrede, heute Trauamtisierungen, Burn-Out, Ängste und Depressionen, weil der Betrug dabei nicht einfach nachzuweisen ist.  Diese Maxime wenden Menschen auch auf Beziehungen, wenn sie Gefühle „investieren“, wollen sie möglichst wenig geben und möglichst viel bekommen. Das nennen Menschen „Liebe“, „Partnerschaft“, „Beziehung“, „Freundschaft“ und heulen auf, wenn es den jeweils anderen über den Tisch zu ziehen nicht klappt.

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Stress, Erschöpfung, Burnout Der Kapitalismus ist nicht an allem Schuld

Psychische Krankheiten seien so schlimm wie noch nie, heißt es. Der Schuldige ist längst gefunden – der ach so böse Kapitalismus. Selten wurde so viel Quatsch geredet.

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 04.03.2015, von Bettina Weiguny

© dpa Vergrößern Krankenkassen: Die Zahlen der Burnout-Fälle sind in den letzten zehn Jahren sprunghaft angestiegen. Ein Grund können, wie auf diesem gestellten Bild dargestellt, zu viele Arbeitsaufträge sein.

Wie schnell man heute seinen Burnout weghat, durfte Reinhold Beckmann jetzt erfahren. Der Fernsehmoderator musste sich in zwei Sendungen vertreten lassen, weil er an „Schwindel und Gleichgewichtsstörungen“ litt.

Bettina Weiguny  

„Burnout“ posaunte die „Bild“-Zeitung hinaus. Schließlich war Beckmann gerade aus dem Nordirak zurückgekehrt, wo er nach eigenen Angaben „unsägliches Leid“ gesehen hatte. Klare Sache also: Jetzt hat’s den Beckmann erwischt. Warum auch nicht? Hat ja jeder heute. Der Bestseller-Autor Frank Schätzing, Starkoch Tim Mälzer, Skispringer Sven Hannawald, Fußballer Sebastian Deisler, Ex-Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski und etliche andere. Die Liste der Burnout-Promis ist lang, die Kliniken und Praxen sind voll.

Nur leider stimmte es im Falle Beckmann nicht. Beckmann hatte nur einen grippalen Infekt. Aber da wir im Zeitalter der erschöpften Gesellschaft leben, ist die Diagnose Burnout schnell zur Hand. Das macht deutlich mehr her als eine stinknormale Grippe. Ein bisschen burnout sind wir doch alle, seit immer mehr Menschen am Ende ihrer Kräfte sind, ausgebrannt und depressiv.

Krankheitstage wegen psychischer Störungen verdoppelt

So geht zumindest das allgemeine Wehklagen. Auch die Schuldigen sind schnell gefunden: Im Zweifel ist es die Arbeit, dieses Monstrum, das uns Unmenschliches abverlangt, uns nachts und am Wochenende mit Mails zudonnert, bis wir vor lauter Stress zusammenbrechen. Wer wäre nicht überfordert von den Turbo-Geschwindigkeiten der digitalen Welt, dem bösen Raubtier-Kapitalismus, der Globalisierung?

Die Statistiken aus den Krankenakten scheinen den Mythos vom zunehmenden Leid der Seelen zu stützen. Immerhin schnellten die Burnout-Fälle in den vergangenen zehn Jahren nach oben, in der gleichen Zeit haben sich die Krankheitstage wegen psychischer Störungen verdoppelt. Das melden die Krankenkassen unisono.

Dabei wird völlig übersehen, dass 99 Prozent aller Deutschen nicht ausgebrannt sind. „Nur 0,3 Prozent haben Burnout“, schreibt der Soziologe und Therapeut Martin Dornes in seinem Aufsatz „Macht der Kapitalismus depressiv?“. Das Leben sei zwar in mancherlei Hinsicht anstrengender geworden. „Es gibt aber keine Belege dafür, dass eine wachsende Anzahl der Menschen damit seelisch überfordert wäre.“ Selbst die provokantesten Schätzungen wagen sich kaum über vier Prozent hinaus.

Von einer „Volkskrankheit Burnout“ sind wir demnach weit entfernt. Das heißt nicht, dass die Erkrankten simulieren oder sich ihr Elend einbilden. Es ist aber so, dass es immer schon psychisch Angeschlagene gab. Nur haben Ärzte früher andere Diagnosen getroffen. Die Menschen litten unter Rückenschmerzen, Bluthochdruck, Wechseljahren und Kreislauf- oder Schlafstörungen. Oder sie sind gar nicht erst zum Arzt gegangen, weil sie sich schämten oder kein Facharzt oder Psychotherapeut in der Nähe war. So blieben viele Fälle unerkannt.

Große Mehrheit mit ihrer Arbeit zufrieden

Je mehr Fachärzte, desto mehr Diagnosen, desto mehr Kranke. So schlicht ist die Faustregel. 20 bis 30 Prozent der Gesellschaft fühlen sich laut Dornes in jeder Generation „müde oder erschöpft“. Das war 1980 nicht anders als 1970 oder auch schon um das Jahr 1900. Gerade damals hatte die Überforderung Hochkonjunktur. Nur hieß das Phänomen damals nicht Burnout, sondern Neurasthenie. Die nervöse Welle, ausgelöst durch das Unbehagen an der Hast der Industrialisierung, verebbte mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs. „Die Menschen hatten plötzlich andere Sorgen“, erklärt der Psychologe Elmar Brähler, der ein „Lexikon der modernen Krankheiten“ verfasst hat.

Warum leiden wir jetzt wieder an der Seele, wo es uns besser geht denn je? Warum verdammen wir den Kapitalismus, gerade jenes Wirtschaftssystem, das uns den Wohlstand beschert, den wir heute genießen? Wir arbeiten viel weniger als unsere Eltern und Großeltern. Sind seltener krank. Die Zahlen der Frühverrentung sinken seit vielen Jahren. Wir haben mehr Urlaub, interessantere Tätigkeiten und viel mehr Freiheiten als früher.

Trotzdem wird die neue Freiheit in der Burnout-Diskussion als Übel schlechthin gegeißelt. Weil sie uns Entscheidungen abverlangt. Eigeninitiative. Ja, sogar Leistung.

Nur, wie wollen wir denn sonst arbeiten? Stupide am Fließband wie früher? Dazu ist zu bedenken, dass laut einer Untersuchung zu Psychostress im Jahr 1958 gut 40 Prozent aller Arbeiter an psychosomatischen Erkrankungen litten. Damals war die Arbeit wirklich stumpf und anstrengend, die Arbeitstage elendig lang. Das Familienleben beschränkte sich auf den Sonntag, denn samstags gehörte Vati noch lange nicht der Familie. Und zu Hause kochte und schrubbte die Hausfrau, ob sie dabei Erfüllung fand oder nicht.

Nichts von alledem wollen wir zurück. Im Prinzip wissen wir das auch zu schätzen. Sonst wäre nicht die große Mehrheit mit ihrer Arbeit zufrieden oder sogar sehr zufrieden.

Infografik / Einkommen Arbeitszeit Zufriedenheit © F.A.Z. Vergrößern

Und trotzdem ist das Unbehagen groß über den „zunehmenden Druck des Kapitalismus“, der die Menschen zur „Selbstausbeutung“ zwingt. Jeder zweite Manager hat in einer Studie der Baumann Unternehmensberatung („Deutschland, Deine Manager“) angegeben, sich davor zu fürchten, im Laufe der Karriere Burnout zu erleiden. Eine übertriebene Furcht, denn wenn jemand tendenziell burnoutgefährdet ist, dann nicht die Führungskräfte, sondern die Arbeitslosen. Sie sind drei bis vier Mal so häufig psychisch krank wie Erwerbstätige. Die Schlussfolgerung müsste also lauten: Arbeit gehört zu einem erfüllten Leben, schützt vor Leid.

Stattdessen gefällt es dem Zeitgeist, „die Wirtschaft“, oder noch giftiger: „den Kapitalismus“ für jedes Übel haftbar zu machen. Er trägt Schuld an der Beschleunigungsfalle, am Infarkt der Gesellschaft. Er hat die Vollzeitjobs vernichtet, hat die Ehe auf dem Gewissen. Die Familien rafft er dahin, reihenweise scheitern sie daran, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Da vergeht den Jungen gar die Lust auf Kinder. Und die Kleinsten sind ganz hibbelig wegen Schulstress. Reihenweise leiden sie an „ADHS“.

Dabei ist das alles ganz normal. Kein Anzeichen einer kollektiven Erschöpfungsspirale, findet Dornes. Jedes Argument lässt sich auch positiv deuten. So sind die Teilzeitjobs auch entstanden, weil die Menschen es schätzen, einen Tag in der Woche freizuhaben. Und Zappelphilippe gab es schon immer. Eine Untersuchung von Hamburger Schulkindern im Jahr 1958 schätzte zwölf Prozent der Kinder als „ausgesprochen hypermotorisch“ und 23 Prozent als „konzentrationsgestört“ ein. „Nicht die Aufmerksamkeitsstörungen haben zugenommen“, folgert Dornes aus diesem Befund, „sondern die Aufmerksamkeit für sie.“

„In 50 Jahren wird man über heutige Erkrankungen lächeln“ (dann aber wohl auf arabisch)

Das erscheint plausibel. Die Karriere des Burnouts begann hierzulande im Jahr 2004. In dem Jahr erschien Alain Ehrenbergs „Das erschöpfte Selbst“. Ein Bestseller. Seither steigt die mediale Bedeutung so rasant wie die Burnoutfälle. Magazine und Zeitschriften widmeten dem Phänomen etliche Titelgeschichten, Tageszeitungen durchleuchteten das neue Phänomen.

So fand sich der Begriff „Burnout“, bekannt seit 1974, im Jahr 1999 gerade einmal in neun Artikeln der F.A.Z. 2012 waren es 160 Berichte. Das wirkt zurück auf die Realität. „Medienberichte können eine Welle einer modernen Krankheit auslösen, weil die Leser oder Zuschauer sich in der Erkrankung wiedererkennen“, erläutert Psychologe Elmar Brähler. „Gelitten haben sie schon vorher. Sie hatten nur keinen Namen für ihr Leiden und deshalb nicht den Mut, damit zum Arzt zu gehen.“

Die gute Nachricht zum Schluss könnte also heißen: Es geht bergab mit dem Burnout, denn die Medien schenken ihm weniger Bedeutung. Die F.A.Z. schrieb 2014 nurmehr 141 Mal über Burnout. Und tatsächlich: Krankenkassen verzeichnen erstmals einen Rückgang der Fälle. Vielleicht kommt Burnout also außer Mode, wird vom „Narzissmus“ abgelöst.

Brähler ist sich sicher: „In 50 Jahren wird man über viele der heutigen Erkrankungen lächeln – und an anderen Krankheiten leiden.“

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Psychische Erkrankungen: Von den Höhen des Streits um die großen Zahlen in die Tiefen der Realität für die Betroffenen

Im Umfeld der Veröffentlichung des „Depressionsatlas“ der Techniker-Krankenkasse wurde wieder einmal sehr kontrovers gestritten über die Frage, ob wir in Zeiten leben, in denen die Zahl der Menschen mit einer psychischen Erkrankung kontinuierlich ansteigt, was ein erster Blick auf die Daten aus den vielen Gesundheitsberichten der Krankenkassen nahezulegen scheint – oder ob das nicht vielmehr aufgebauscht ist, eine „Modewelle“, Folge einer gesellschaftlichen Entstigmatisierung des Themas, einer veränderten Etikettierung der Ärzte, die früher anders „offiziell“ diagnostiziert haben und heute eher bereit sind, psychische Krankheiten auszuweisen bis hin zu den Effekten einer angebotsinduzierten Nachfrage. Gesellschaftspolitisch – und damit zwangsläufigerweise mehr oder weniger ideologisch – aufgeladen wird das Thema durch eine Verknüpfung mit den Veränderungen und Entwicklungen in der modernen Arbeitswelt und der implizit mitlaufenden oder auch explizit vorgetragenen These, dass die modernen Arbeitsbedingungen verantwortlich seien für den tatsächlichen bzw. behaupteten Anstieg der Zahl der Menschen mit psychischen Erkrankungen. Das wurde in dem Blog-Beitrag Der Kapitalismus macht depressiv! Aber ist das wirklich so? Oder liegt die Wahrheit vielleicht in der Mitte? durchaus kritisch bis ablehnend diskutiert. Allerdings gibt es ein unauflösbares Dilemma zwischen der Diskussion allgemeiner Entwicklungen im Kollektiv beispielsweise auf der Ebene epidemiologischer Studien, die dann zu dem Ergebnis kommen (können), dass es keinen erkennbaren Anstieg der Zahl der von psychischen Erkrankungen betroffenen Menschen gegeben hat und der Realität des einzelnen Falls, also der Menschen, die von einer solchen Erkrankung betroffen sind und die sehr handfest erfahren (müssen), was mit ihnen passieren kann. Sozialpolitisch relevant auf dieser Ebene sind dann reale Versorgungsdefizite, weiter bestehende Stigmatisierungen oder eben auch gute Ansätze eines veränderten Umgangs mit ihnen. Um diese Ebene soll es nun – gleichsam in Ergänzung zum Beitrag über die großen Zahlen – gehen.
Christina Hucklenbroich greift mit Blick auf den Umgang mit Menschen, die an einer psychischen Erkrankung leiden, in ihrem Beitrag Und dann haben Sie eine F-Nummer ein auch von den Kritikern immer wieder vorgetragenes Argument auf: »Den Freunden offen von der Psychotherapie erzählen, den Kollegen vom Burnout – das scheint inzwischen Normalität. Sind psychische Krankheiten völlig „entstigmatisiert“? Stigmaforscher sagen: im Gegenteil.«
Die Mitarbeiterin einer Beratungsstelle für Eltern verhaltensauffälliger Kinder wird mit den folgenden Worten zitiert: »Neulich sagte ein Mann, dem man ansah, dass er Medikamente nahm: ,Ich habe F20.0‘. Da ich keine Ärztin bin, musste ich sogar nachfragen, was der Diagnoseschlüssel bedeutet.“ Die Antwort kam prompt: „Paranoide Schizophrenie.“ Frauen sprächen heute offen über depressive Phasen in ihrem Leben … Aber auch Männer gäben immer häufiger von sich aus zu Protokoll, Depressionen erlebt zu haben. „Dass Männer Depressionen einräumten, gab es früher gar nicht. Und noch vor zwanzig Jahren hätte ich niemals gewagt, danach zu fragen.“ Für die Pädagogin ist klar, welche gesellschaftliche Entwicklung ihren Arbeitsalltag so verändert hat: „Die Entstigmatisierung psychischer Krankheiten ist in vollem Gange“, bilanziert sie.«
Da ist es also wieder, das Stichwort „Entstigmatisierung“. Hucklenbroich berichtet von ihren Recherchen bei der Deutschen Rentenversicherung – die Zahl der Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit etwa, die aufgrund psychischer Störungen bewilligt werden, stieg von 41.000 im Jahr 1993 auf 74.000 im Jahr 2012, also muss man sich dort mit dem Thema befasst haben – und landet nach etlichen Schleifen bei einem Mitarbeiter, der mit diesen Worten zitiert wird:

„Die Gewerkschaften sagen ja, es liege an der Arbeitsverdichtung, dass immer mehr Menschen sich zu einer psychiatrischen Diagnose bekennen. Aber seien wir ehrlich: Das hat alles mit der Entstigmatisierung zu tun.“

Die Autorin wendet sich an eine wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Frage, ob es eine Entstigmatisierung gegeben hat, professionell beschäftigt: die psychiatrische Stigmaforschung. Und aus diesen Reihen wird ein auf den ersten Blick verblüffender Befund zitiert: Zwar glauben die Deutschen, dass die Gesellschaft psychische Störungen weniger stigmatisiere als früher. »Der Einzelne aber, nach seinen eigenen Gefühlen befragt, will mehr Distanz zu psychisch Kranken als noch 1990, er will sie nicht als Nachbarn und nicht als Kollegen, er will sie niemandem als Mitarbeiter empfehlen und sie nicht zum Freundeskreis zählen.« Und hinzu kommt: »Diese ablehnenden Gefühle sind zwischen 1990 und 2011 deutlich stärker geworden, zeigt ein ganzes Bündel von Studien, das eine Gruppe deutscher Stigmaforscher um den emeritierten Leipziger Sozialpsychiater Matthias Angermeyer und Georg Schomerus von der Universität Greifswald in den Jahren 2013 und 2014 vorgelegt hat«, so Hucklenbroich. Auch interessant: Die Psychiatrie scheint von diesen Entwicklungen profitiert zu haben, denn das Stigma, das auf ihr lag, habe abgenommen – allerdings: Die Menschen erhoffen sich von ihr Schutz, also eher eine selbstbezüglich-funktionale Sichtweise, die sich ausgebreitet hat.
Dass – vor allem die strukturelle – Stigmatisierung des Einzelnen keinesfalls verschwunden ist, kann man an zwei sozialpolitisch relevanten Beispielen illustrieren, man muss gar nicht zu den ganz harten Fällen wie dem dauerhaften Wegschließen bestimmter Menschen in den Psychiatrien des Landes greifen, die hin und wieder thematisiert werden: »Eine psychiatrische Diagnose kann es unmöglich machen, bestimmte private Versicherungen abzuschließen. Und sie kann die Verbeamtung gefährden.«
Psychische Krankheiten gelten wegen der Datenlücken hinsichtlich der Verläufe bei den Versicherungsunternehmen als schwer kalkulierbares Risiko. Verschweigt der Kunde entsprechende Diagnosen, muss der Versicherer später nicht zahlen. Das führt auf der Seite der Betroffenen zu verständlichen, aber nicht unproblematischen Ausweichreaktionen:

»Manche Patienten zahlen ihre Therapie privat und schieben einen stationären Aufenthalt auf. Wer nicht privat zahlen kann oder will, weicht bisweilen auf kirchliche Beratungsstellen aus, statt eine Therapie zu machen, die von der Krankenkasse registriert wird. Das bedeutet wiederum, dass manche Erkrankten auch keine durchgeplante Therapie auf dem Stand der Wissenschaft bekommen können.«

In dem Artikel kommt auch Michael Linden, Leiter der Forschungsgruppe Psychosomatische Rehabilitation der Charité, zu Wort, der seine Kollegen zu Vorsicht beim Umgang mit Diagnosen mahnt: »Eine Diagnose geht nicht mehr weg. Das heißt: Diagnosen sind nichts Gutes. Deswegen müssen wir die Patienten auch mal bremsen. Manche Patienten wollen einfach nur eine Kur machen. Und wenn sie da wieder rauskommen, haben sie eine F-Nummer.« 2013 hatte Linden in dem Beitrag Psychische Gesundheit: Gesundes Leiden – die „Z-Diagnosen“ im Deutschen Ärzteblatt dafür plädiert, statt der mit dem Buchstaben F kodierten psychiatrischen Diagnosen aus dem Klassifikationssystem ICD-10 häufiger die weicheren Z-Kodes zu nutzen, die für soziale Schwierigkeiten verwendet werden können.

Neben der offensichtlich weiter fortbestehenden strukturellen Stigmatisierung, mit der dann der einzelne Betroffene an möglicherweise für ihn völlig überraschenden Stellen konfrontiert werden kann, soll abschließend auch der eingangs bereits auf einer grundsätzlichen gesellschaftspolitischen Ebene angesprochene Aspekt der Bedeutung der Arbeit aufgegriffen werden – allerdings weniger bzw. gar nicht mit Blick auf die möglichen krankmachenden Bedingungen der modernen Arbeitswelt, sondern hinsichtlich der positiven Bedeutung, die Arbeit hat bzw. haben kann im Prozess der Bewältigung einer psychischen Erkrankung.
Stefan Mühleisen bringt es schon in der Überschrift seines Artikels auf den Punkt, worum es hier geht: Arbeit als Therapie. Sein Beitrag beginnt mit der Geschichte des David Walm, der eine Koch-Ausbildung begonnen hatte mit der Traumvorstellung, einmal Sternekoch zu werden. Aber er steckte während dieser Zeit in der Zwangsjacke einer schweren Depression mit Suizidgedanken und wurde von den eigenen Eltern in die Psychiatrie zwangseingewiesen. Nach wenigen Wochen bekam er die Kündigung von seinem Ausbildungsbetrieb. So oder ähnlich laufen viele Einzelschicksale ab. Dahinter – da ist es wieder, das S-Wort – stehe ein Stigma: »In der öffentlichen Wahrnehmung und insbesondere in vielen Chefetagen gelten psychisch kranke Menschen als willensschwach und unberechenbar. Wer eine psychiatrische Diagnose hat, ist häufig als gefährlicher Gestörter abgestempelt – obwohl seelische Leiden weit verbreitet sind.« Allerdings, so zumindest die Beobachtung von Mühleisen, beginnt das Stigma nun zaghaft zu bröckeln. Betriebe haben Programme aufgelegt, um psychische Belastungen überhaupt zu erkennen und entsprechende Hilfen anzubieten, wenn auch noch zu wenige. Aber es sind erkennbare Veränderungen. Und eines der zentralen Erkenntnisse ist dabei auch die Einsicht, dass Arbeit eine ganz wichtige Rolle spielt.
Beispiel David Walm: Fünf Jahre nach der Zwangseinweisung steht er wieder am Herd, wenn auch nicht einem Laden der Spitzengastronomie, er hat einen Job als Koch in der Kantine der Postbank-Niederlassung an der Münchner Bayerstraße bekommen. Und an dieser Stelle wird sehr deutlich sichtbar, wie wichtig arbeitsmarktpolitische Angebote für die Betroffenen – konkret: Integrationsunternehmen – sind, denn:

»Walm ist einer von 170 Mitarbeitern der Regenbogen Arbeit GmbH, 60 Prozent von ihnen sind psychisch krank. Der gemeinnütziger Betrieb verschafft Menschen mit seelischen Leiden eine Festanstellung, sie bekommen faire Jobs mit therapeutischer Begleitung. Die Firma schließt eine Lücke in der psychiatrischen Versorgungslandschaft. Denn längst wissen Fachleute um das Problem der „Drehtürpsychiatrie“: Wenn Menschen wie Walm nach einer schweren psychiatrischen Krise die Klinik verlassen, stehen sie oft vor den Trümmern ihres Lebens: ohne Freunde, ohne Wohnung – und ohne Arbeit. So fallen sie in die nächste Krise – und lahttps://psychosputnik.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=904&action=editnden wieder in der Klinik.«

Der Integrationsbetrieb hat sich auf Catering-Service spezialisiert. »Menschen mit Psychose, Depression oder Schizophrenie verarbeiten Frischkost, fahren sie kistenweise in fünf Großkantinen in München – etwa bei Postbank, Allianz, Infineon – und arbeiten dort im Service, als Küchenhilfe oder Koch. Arbeitstherapie und Broterwerb zugleich.«

Und David Walm, um ihm das Schlusswort zu überlassen, betont einen ganz eigenen Aspekt:
Depressive Menschen sind enorm leistungsfähig. „Denn sie müssen große Stärke aufbringen, sich nicht umzubringen.“

Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

systemficker

Psychotherapy of the Post-Traumatic Stress Disorder (PTSD) in Russia

Psychotherapie der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) in Russland.
(from the serial „Gorionov“ 13 Episode / „Горюнов“ 13 серия) / Part 1

Psychotherapie der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) in Russland.
(from the serial „Gorionov“ 26 Episode / „Горюнов“ 26 серия) / Part 2

Psychotherapie der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) in Russland.
(from the serial „Gorionov“ 28 Episode / „Горюнов“ 28 серия) / Part 3

Der Beitrag zeigt erfolgreiche Psychotherapie der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) in Russland, am Beispiel einiger Matrosen nach einem dreimonatigen Aufenthalt auf einem Atomuboot, davon manche verletzt nach einem Feuerausbruch.

Für diejenigen, die des Russischen nicht mächig sind: der militärische Psychotherapeut erklärt vom Treppeneingang zum Krankenhaus den Teilnehmern an der Gruppenpsychotherapie vor dem Treppenaufgang, daß es wissenschaftlich bewiesen ist, daß eine Psychotherapie die Genesung kranker Soldaten beschleunigt und dem traumatisierten Soldaten verhilft rasch wieder dienstfähig zu werden, weil die Psychotherapie die psychischen und die physischen Kräfte der Soldaten stärkt.

So findet die Psychotherapie den Eingang in das Gesundheiswesen sogar in den Streitkräften der Russischen Federation. Zuletzt sieht man den traumatisierten Kommandaten des Atomuboots (Kapitän ersten Ranges) Gorionov, wie er vergeblich seine Ehefrau nach dreimonatiger sexueller Deprivation um Sex anbettelt und um seinem Wunsch Nachdruck zu verleihen, schreit daß er ja ein Säugetier-Männchen (Ja samiec!) sei.

Im Teil 2 sieht man äußerst effektive Kurzzeittherapie eines traumatisiertem Matrosen im katatonen Zustand.

Ebenso im Teil 3 führt die Anwendung einer Fokal-Traumatherapie zum Aufwachen aus dem Koma des nach Verzehr von 8 kg französischen Käse unter akutem Darmverschluß leidenden Kapitäns zweiten Ranges eines russischen Atomuboots.

Auch in der Bundeswehr steigt rapide die Anzahl der traumatisierten Soldaten, die ebensolches Recht auf unbürokratische schnelle Hilfe benötigen, wie in diesen Videos russische Matrosen.

DJ Psycho Diver Sant – to small to fail

Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta  JSB

Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!

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