Kategorie-Archiv: Leftsquirts

Linkspopulisten sorgen entgegen ihrer vorgeblichen Ideale für Unfreiheit, Hass, Rückschritt, Demokratiefeindlichkeit und Werteverlust und betätigen sich im Namen der Freiheit als Türöffner für eine menschenverachtende und gewaltbereite Ideologie.

Von Marei Bestek.

Jeder Mensch ist voller Widersprüche. Was zunächst nicht weiter schlimm und ganz natürlich ist, wird dann zu einem Problem, wenn man aufhört die eigenen Unvereinbarkeiten zu hinterfragen. Deutschland, momentan noch stolz auf die eigene Moralüberlegenheit, verwandelt sich langsam, aber sicher in das Land der Doppelmoralisten.

Eindrucksvoll vorgeführt wurde mir das, als ich vor knapp einem Jahr zufällig in eine Anti-Islam-Demo geraten bin. Genauer gesagt, in ihre Gegendemonstration. Ich konnte den Kölner Hauptbahnhof nicht wie gewohnt verlassen, sondern wurde von Bahnmitarbeitern und Polizeibeamten um das Gebäude geführt, bis ich mich dann – durch eine Unterführung hindurchgehend – in einer aufgebrachten Menge voller „Nazis raus“ brüllender Linkspopulisten wiederfand. Ich blickte hinüber. Auf der anderen Seite standen gut 50 Islamgegner, um sie herum die fünffache Menge wütender Gegendemonstranten.

Mit großem Staunen schaute ich zu, wie die linken Demonstranten unentwegt ihre Forderungen nach Toleranz und einem harmonischen Miteinander in die Nacht riefen und ihre Botschaften gegen Vorverurteilung und Diskriminierung auf Transparenten umhertrugen, dabei aber nicht merkten, dass sie im gleichen Atemzug selbst eine Minderheit voreingenommen abstempelten und niederbrüllten. Verlangten sie bei Flüchtlingen eine genaue Differenzierung (und waren sogar bereit Terroristen mit Liebe zu begegnen), scheuten sie sich auf der anderen Seite nicht, regierungskritische Stimmen umgehend als rassistisch, menschenfeindlich und rechtsextrem zu diffamieren („Alles Nazis!“). Und während sie sich mit ihren „Nazis raus“ – Gesängen in Rage schrien, wetterten sie gleichzeitig gegen populistische Parolen und predigten stattdessen Dialogbereitschaft.

Ein farbenfrohens Selbstbeweihräucherungsevent

Selbst in illegal eingereisten oder straffällig gewordenen Migranten erkannten sie ihre Nächsten, während sie ihre wirklichen Nächsten trotz ihrer angeblich großen Toleranzspanne verachteten und ausschlossen, sobald sie nicht ihre Gesinnung teilten. So machten sie aus dem gewissenhaften deutschen Normal- und Spießbürger, der brav Steuern zahlt und seinen Beitrag für die Gemeinschaft leistet, das Feindbild Nummer eins, während Migranten als „Edle Wilde“ die Projektionsfläche ihrer Ideale bildeten.

Über dem Ganzen schwebte der Wunsch nach Gleichheit und fairer Behandlung, obwohl es doch die Migranten sind, die durch ihren Flüchtlingsstatus eine Art Heiligsprechung erfahren und Privilegien genießen, während wir uns im Gegenzug in unseren Werten und Mitteln begrenzen müssen. Dass man die Flüchtlinge bei ihrer Ankunft im vergangenen Jahr mit Kuscheltieren bewarf, erwies sich als bezeichnendes Omen für die darauffolgenden Monate, behandeln wir sie doch wie infantile Schwache, die einer ständigen Bemutterung bedürfen und mit deren Hilfe wir unsere eigenen Schuldgefühle und Komplexe therapieren können, was am Ende weder ihnen noch uns gut tut.

Unheimlich wurde es, als ich feststellte, dass man die rechten Demonstranten auch hätte nach Hause schicken können, die Meute neben mir wäre dennoch wild geworden. Das Ganze verlor sich mehr und mehr in einem farbenfrohen Selbstbeweihräucherungsevent. Vor mir wurde getrommelt, neben mir trank man Bier und berauschte sich zusehends am eigenen Gutsein. Gefühlt natürlich nur – aber das reicht ja auch. Als ein Mann vor mir eine „die Grünen“-Flagge herausnahm, die mir in immer kürzer werdenden Abständen ins Gesicht wehte, hielt ich es für angebracht, die Demonstration zu verlassen.

Ich ging also nach Hause, vorbei am hell erleuchteten Dom und begleitet von den nicht verhallen wollenden „Nazis raus“-Chören. Die größte Doppelmoral, so dachte ich mir, besteht wohl darin, dass der politische Islam und die Ideologie des Nationalsozialismus sich in vielen Punkten sehr ähneln, die Deutschen aber nur die nationalsozialistische Ideologie verwünschen, die des Islams hingegen beschwichtigend und relativierend akzeptieren wollen. Beides sind menschenverachtende, totalitäre Ideologien, die für das Erreichen ihrer Ziele brutalen Gewalteinsatz verantworten. Um nun „kein Nazi zu sein“ und sich entschlossen gegen diese Ideologie zu wehren, muss man auf der anderen Seite dem Islam den Einzug in die Gesellschaft ermöglichen.

Die Demokratie mit anti-demokratischen Prozessen erhalten, stärken und rechtfertigen?

Um heute Zeuge dieser Doppelmoral zu werden, braucht man keine Demonstration mehr zu besuchen. Überall wird man damit konfrontiert. Nachdem die Engländer im Juni mit 51,9 Prozent für den Ausschluss aus der EU gestimmt hatten, meldete sich eine nachdenkliche und besorgte Anja Reschke – Journalistin des Jahres 2015 – via Facebook zu Wort und stellte ihren Zuschauern die Frage, ob Volksabstimmungen bei „entscheidenden Themen“ überhaupt richtig und gerecht seien. Wäre es nicht besser, man würde künftig nur Eliten über solch zukunftsträchtige Entscheidungen abstimmen lassen anstatt den einzelnen (und dummen) Bürger? Ein wunderbarer Vorschlag und ganz im Sinne des demokratischen Geistes, weshalb ich auch finde, dass wir mit der Einschränkung des Wahlrechts bei Blondinen beginnen sollten.

Bedeutete direkte Demokratie ursprünglich noch, gerade dem „kleinen Manne“ ein Selbstbestimmungsrecht zu verleihen und die Regierung als bloßen Diener des Volkes zu wählen, sind wir heute leichtfertig bereit, diese kostbare Errungenschaft zu gefährden und uns selbst zu entmachten. Stattdessen schauen wir seit einem Jahr mit Genugtuung zu, wie eine deutsche Kanzlerin in Alleinherrschaft regiert und dabei nach Belieben Gesetze missachtet oder bricht, nicht ohne dabei warnend den Zeigefinger zu erheben und auf die Zeiten zu verweisen, in denen wir das letzte Mal einer einzelnen Person so viel Macht anvertraut haben. Oppositionen sucht man vergebens und die, die es gibt, werden in vorauseilendem Gehorsam degradiert. Gibt es eine deutlichere Doppelmoral, als die Demokratie mit anti-demokratischen Prozessen erhalten, stärken und rechtfertigen zu wollen?

Den demokratiefeindlichen Umgang mit regierungskritischen Oppositionen können wir derzeit im Wahlkampf verfolgen, zuletzt nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, als sich einige Politiker entrüstet über das gute Abschneiden der AfD zeigten. „Erst denken, dann wählen!“, ließ man verlauten. Den Wahlkampf der Altparteien, der sich mittlerweile allein darauf beschränkt, gegen die AfD zu sein und das Selbstbestimmungsrecht des Volkes zu verunglimpfen, kann man heute nur noch mit einem Zitat Bertolt Brechts zusammenfassen, der anlässlich des Arbeiteraufstandes am 17. Juni 1953 in der DDR schrieb: „Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?“.

Die Migranten werden als Mittel zum Zweck missbraucht

Dabei verstecken sich hinter den scheinbar ehrenhaften Zielen der Linkspopulisten in Wirklichkeit höchst egoistische Machtinteressen, für deren Realisierung man die Migranten nur als Mittel zum Zweck missbraucht. Sie werden zu Verbündeten im Kampf gegen konservative Parteien und Andersdenkende. Daher ist die AfD für Linkspopulisten eine willkommene und bequeme Hasspuppe, die man (austauschbar) mit Attributen wie rechtsextrem, nationalistisch und verfassungswidrig bekleidet, um so im Gegenzug die Masseneinwanderung samt islamischer Dominanzgebärden weiter ankurbeln und rechtfertigen zu können. Man braucht die AfD. Gäbe es sie nicht, man würde etwas anderes finden: eine neue Hasspuppe, andere Projektionsflächen, mehr Hassobjekte. Erstaunlich an dieser Doppelmoral ist, dass wir auch Menschen willkommen heißen, die sich den Werten der Aufklärung verweigern. Und während weltweit im Namen des Islams Gewalttaten verübt werden, warnen wir lieber vor der AfD, die eine Einwanderungspolitik vertritt, für die einst sogar Angela Merkel zur Bundeskanzlerin gewählt wurde. Die Thesen der damaligen CDU (siehe Parteiprogramm 2002) werden heute als rechtsradikal gehandelt.

Unser Bundesjustizminister und selbsternanntes Sturmgeschoss gegen „Hate-Speech“ und Diskriminierung scheint in Wirklichkeit aber eher ein Willkürspiel mit unserer Meinungsfreiheit zu treiben. Nach Belieben will er (vermeintlich) populistische und extremistische Postings von Plattformen verbannen und macht dabei fragwürdige, nicht staatlich legimitierte Stiftungen zu seinen Handlangern. Die Inhalte werden selbst dann entfernt, wenn sie zweifelsfrei gegen keine Richtlinien verstoßen. Ein erzieherisches Momentum erhofft man sich, indem ein Autor oder Seiteninhaber für Tage, Wochen, manchmal sogar Monate gesperrt werden.

Den Polizeibericht friesieren, damit er nicht dem Meinungsklima schadet

Von linkspopulistischen Inhalten scheint Maas hingegen sehr angetan, wie er nicht zuletzt mit seiner Begeisterung für die Band „Feine Sahne Fischfilet“ bewies. Während linke und islamistische Hetze im Kampf für den Multikulturalismus geduldet werden, arbeitet man mit Hochdruck gegen Stimmen an, die sich in irgendeiner Art und Weise regierungskritisch äußern und difamiert sie als rassistisch. Da frisiert man auch mal den ein oder andere Polizeibericht, sodass er in das gewünschte Meinungsklima passt, denn auch wenn wir gerade Menschen aus anti-demokratischen, rückschrittlichen und gewaltbereiten Kulturen willkommen heißen, kann Rassist nur sein, wer Deutscher ist. Und so irrlichtert unser Anti-Hate-Speech-Minister weiter durch die Online-Foren der Bundesrepublik und setzt den roten Stift an, unbeirrt von der Tatsache, dass die Political Correctness der Meinungsfreiheit zunehmend die Luft abschnürt.

Wie schnell sich Moral in Doppelmoral wandeln kann, verdeutlicht auch die derzeitige Burka-Debatte. Sind wir in Deutschland einerseits gerade dabei, die Emanzipation der Frau mit Hilfe von Genderismus und Frauenquote auf die Spitze zu treiben (und vorzuführen), erlauben wir andererseits den Einzug eines patriarchalischen Lebensmodells in unsere Gesellschaft, das die Ehre des Mannes in Abhängigkeit zu der Sexualität der Frau stellt. Dennoch verweisen Linkspopulisten beharrlich auf die freie Entscheidungskraft der muslimischen Frau und sehen die Vollverschleierung als Zeichen ihrer Selbstbestimmung.

Vielleicht könnten sie in diesem Zusammenhang auch mal Erdogan nach seiner Regierungsverantwortung in der Türkei fragen. Er würde ihnen wahrscheinlich ebenfalls versichern, dass er ein lupenreiner Demokrat sei. Was beides nicht besser macht. Beide Male lassen wir uns bereitwillig hinter das Licht führen und entschuldigen und verharmlosen damit eine archaische Gesellschaftsordnung, unter der weltweit Millionen von Menschen leiden. Der traurige Höhepunkt dieser Doppelmoral ist, dass wir nicht nur die islamische Unterdrückung der Frau bei uns dulden, sondern das Ganze auch noch von einem zweifelhaften Feminismus getragen wird. Wenn Frauen eine Ideologie befürworten, die Frauen unterdrückt, ist man sicherlich mit seiner Moral am Ende.

Kein Zaun an der Grenze, aber einer ums Oktoberfest

Der Gipfel der Doppelmoral ist wohl das Paradoxon, dass unsere Regierung sich weigert die Landesgrenzen zu überwachen und zu kontrollieren, dafür aber nun im Landesinneren immer mehr Zäune errichtet werden: einen Zaun um das Oktoberfest, Sicherheitspersonal in Schwimmbädern, verstärkte Einlasskontrollen in Fußballstadien, Polizeipräsenz an Bahnhöfen, Forderungen nach Videoüberwachung, Festnahmen von IS-Terroristen. Dennoch verschließen wir uns weiterhin der Einsicht, dass unsere Bemühungen um Sicherheit und die unkontrollierte Masseneinwanderung in einem Zusammenhang stehen. Die äußere Freiheitskultur möchten wir auch in Zukunft durch grenzenlose Freiheit verteidigen, ein Widerspruch, der wahrscheinlich schon einem Erstklässler ersichtlich ist, nicht aber unserer Regierungselite.

Im Inneren hingegen möchten wir unsere Freiheit organisieren, regulieren und (durch Quote) festlegen: Bestimmung des Wahlausgangs durch Einschränkung der direkten Demokratie und des Selbstbestimmungsrechts des Volkes, Meinungslenkung durch Zensur, Regulierung des Arbeitsmarkts durch Frauen- und Migrantenquote sowie durch immer neue Abgaben, vorgeschriebener Egalitarismus in Klassenräumen, Gleichheitswahn statt Leistungsgesellschaft, Steuerung des Geschlechterverhältnisses durch Genderismus, Anti-Diskriminierungskampagnen, Einwanderung als Ausweg des demografischen Wandels, moralische Bevormundung (vor allem seitens der Grünen). Langsam, aber sicher wandeln wir so unseren Rechtsstaat in einen Gesinnungs-, Erziehungs- und Wohlfahrtsstaat um, unfähig zu erkennen, dass genau das letztlich der Todesstoß einer eigentlich liberalen, freien und offenen Gesellschaft ist. So sorgen Linkspopulisten entgegen ihrer Ideale für Unfreiheit, Hass, Rückschritt, Demokratiefeindlichkeit und Werteverlust und betätigen sich im Namen der Freiheit als Türöffner für eine menschenverachtende und gewaltbereite Ideologie.

Es sind gar nicht mal die Diskussionen zwischen ‚links‘ und ‚rechts‘, die die derzeitige Einwanderungsdebatte so verfahren erscheinen lassen. Es ist diese Doppelmoral, die einem das Gefühl von Ohnmacht verleiht, eine Ohnmacht irgendwo zwischen Wut, Fassungslosigkeit und ja, auch Traurigkeit. Am Ende fühlt man sich wehrlos. Ebenso präsentiert sich das eigentlich starke Deutschland als machtlos, abhängiges und orientierungsloses Land, sodass man immer mehr zu zweifeln beginnt, ob wir den Herausforderungen der Integration wirklich gewachsen sind und dem totalitären Islam die Stirn bieten können.

Marei Bestek (25) wohnt in Köln und hat Medienkommunikation & Journalismus studiert.

http://www.achgut.com/artikel/kein_zaun_an_der_grenze_aber_ums_oktoberfest

Socialism is a conspiracy of losers against achievers

theatlantic.com

Why Russian Americans Love Donald Trump

Olga Khazan
SAN FRANCISCO—Janna Sundeyeva still remembers life in the Soviet Union, where stores in remote regions would lack meat for months at a time and toilet paper had to be snatched up quickly on the rare occasions it appeared.

But the minor indignities paled in comparison to what happened to her grandfather: He had the chance to come to America in 1929, but he opted to stay, sensing an economic thaw. Seven years later, Sundeyeva says, he was arrested and never heard from again.

Sundeyeva immigrated to San Francisco from Moldova in 1994, and now she and her husband run a Russian-language newspaper here called Kstati. Her Soviet experience colors how she sees U.S. politics to this day.

“I don’t like big government,” Sundeyeva said. She made two circles with her thumbs and forefingers and pressed them against each other so they touched, like binoculars. This Venn diagram represents the interests of people and government, she said. “They don’t have very much in common.”

Today, she’s not a registered Republican, but like many of the readers of her newspaper, she said she’s starting to lean toward supporting Donald Trump for president. The other self-styled outsider in the race, though, holds no appeal for her. The only Bern she and many other Russians here are feeling is the one in the banya.

To Sundeyeva, left-wingers seem to yearn for a workers’ revolution. “I would ask them: Have you ever lived under a revolution?” she said. “Do you know what it’s like? When someone comes and takes your family member in the night?”

Interviews with more than a dozen immigrants from the former Soviet Union in the Bay Area suggest that some in the community are recoiling from Bernie Sanders and his leftist ideals. One hundred years after the Bolshevik Revolution swept Communists into power, some Russians in America say they can’t believe a serious candidate in the United States is calling himself a socialist.

As another Russian émigré, Tatiana Menaker, put it, “We feel like we survived a plague, and now we are seeing people with boils on their skin.”

Most of those who’ve immigrated from the former Soviet Union to the United States over the past few decades have been Jewish. Estimates of America’s Russian-speaking Jewish population range from 350,000 to 750,000, and about 40,000 of them settled in the Bay Area. Jews born in the Soviet Union now account for about 5 percent of the American Jewish population.

Menaker and Sundeyeva are part of a small circle—indeed, they know each other. Like with any immigrant group, the political views of Russians in the United States range widely. Ilya Strebulaev, a Russian-American and a finance professor at Stanford, said the left-leaning Russians he knows outnumber the right-leaning ones.

Still, some researchers have found that Russian Jews tend to be both less religious than their American counterparts and more conservative. According to preliminary data from a survey being conducted by Sam Kliger, director of Russian-Jewish Community Affairs at the American Jewish Committee, between 60 and 70 percent of Russian-speaking Jews will vote Republican in this election. About that same percentage of American Jews backed Barack Obama in 2012.

“They have experienced socialism and communism in a totalitarian regime,” Kliger said. “Anything that remotely resembles that, they hate it, they despise it.”

Tatiana Menaker left St. Petersburg, then known as Leningrad, in 1985. She attended the same university as both Vladimir Putin and Ayn Rand. In the U.S., she built a successful tour-guide business using a fax machine she kept under her bed, all while raising three kids as a single mom. That was all she needed to become a hardcore Republican.

“Why did [Soviet] Russians live in such a shit hole? They didn’t even have a word for Q-tips,” she said. “Americans had wonderful foods and Russians had no cheese.” The difference in lifestyles, she said, can be chalked up to Judeo-Christian values—the kind embodied by her personal hero, Ted Cruz.

Menaker recently hosted a birthday gathering for her friends in her three-story home in San Francisco’s “Little Russia” neighborhood.

There wasn’t quite enough champagne to go around, “so those who are standing closest to me will get some,” Menaker said, “pa blatoo”—a reference to blat, the complex network of connections and favors that governed the trade of precious consumer goods in the Soviet Union. Staples could be bought in stores, but anything desirable was scarce. Friendliness with the butcher could get you a nice cut of meat; the baker would make your birthday cake in exchange for perfume for his wife.

Those brushes with communism’s downsides prompted Menaker and many of her friends to embrace capitalism with a rabid intensity. “Socialism is a conspiracy of losers against achievers,” Menaker said. “America is the only country where you can come naked with no language and make it in 25 years.”

Many Russian immigrants work in the tech industry, according to Kliger, since math and engineering were popular college majors among Jews in Russia. They arrived in Silicon Valley just as personal computing was taking off, and some made small fortunes that they are not keen to redistribute. They get their news primarily from conservative sources—Fox News and the Drudge Report were popular go-tos among the party-goers. Nadia Shkolnikov, the birthday girl, said she “listens to Rush Limbaugh to relax.”

Many of them are torn between Cruz and Trump. “Cruz, I like that he’s conservative,” said Shkolnikov. “But what is not appealing to me is that he sounds like he’s preaching all the time. Maybe it’s because I’m Jewish, but I don’t like when Christians are preaching too much.”

About Trump, she says, “I don’t like his personality, but I like all his ideas.”

Her husband, a software engineer named Val, considers himself a strong Trump supporter.

“He’s a successful businessman,” he said. “He’ll be able to work with people. Plus, a guy who’s not a politician won’t be able to promulgate big government for its own sake.”

Russian Jews in America value hard work and overcoming adversity, said Evgeny Finkel, a political science professor at George Washington University, who is of Ukrainian Jewish descent. “They worked hard and succeeded, back there in the USSR and especially here in the US. [In their minds], if others don’t succeed it is because they don’t want to, not because of structural problems.”

I suggested to Menaker’s guests that even the most extreme of Sanders’ proposals—to make America resemble a Scandinavian country—is not quite as radical workers rising up to seize the means of production.

The Russians didn’t buy it. There’s no need for America to become more like Finland or France, they said. “They think Finland is just America with free medical care. Finland is good for people who are on welfare for a long time,” Nadia Shkolnikov said. “Not if you want to rise up.”

That brought about a discussion of Obamacare and single-payer healthcare. Specifically, how bad they consider it to be for providers. The saying in the Soviet Union was that a doctor who worked one shift had nothing to eat, and one who worked two shifts didn’t have the time to.

One attendee, Nick Wolfson, dissented. As a doctor who had worked in three different healthcare systems, he believed socialized medicine was the best option. “I believe a good society should take care of the sick and weak and should not cost money,” he said.

“Are you going to work for free?!” cried Alexander Bootman. “Who’s going to pay?”

It escalated until Wolfson rose up out of his seat, shouting. “Do you really want Trump to be your president? He’s going to sell you! He will sell you tomorrow to the Arabs!”

A flurry of shushes and calls to order brought the ruckus to a halt.

“At least it wasn’t a fist-fight?” Nadia Shkolnikov said later, smiling.

Others at the party seemed more conflicted, particularly when it came to abortion, which was widespread and normalized in the Soviet Union. “We have become successful and comfortable within capitalism,” said Gina Budman. “On the other hand, I really am adamantly pro-choice. And I would love to see education that is less expensive. I am for gay rights.”

They are lured, though, by the GOP’s more vociferous support for Israel, a country where many Russian Jews have friends and relatives. For some, this was a source of hesitation about Trump, the Republican front-runner, who said he’d be “sort of a neutral guy” on Israel.

They also endorsed limits on illegal immigration. As refugees themselves, they support helping refugees in principle, but they harbored deep suspicions that migrants from Syria might have ties to the Islamic State.

“We cannot let terrorists come here,” Rose Bootman said. There was grumbling that refugees should be properly screened. “Trump was right when he said we should postpone immigration until we figure out what’s going on,” Bootman’s husband, Alexander, said.

According to the AJC’s Kliger, the opposition to immigrants, by immigrants, is not surprising. “Every immigrant group wants to be unique,“ he said. “They come here, and they don’t want others.”

The Bay Area’s small Russian population won’t swing deep-blue California in the general election, of course. And Menaker’s crew doesn’t even represent all the Russians in the state. Several people at Menaker’s house lamented that their adult children are turning out to be more liberal than they are. (“Our children are all brainwashed already,” Menaker said.)

But their views provide insight into the rise of Trump, a phenomenon that has bewildered many liberals. Several of the guests said they appreciate Trump’s tendency to “say what people are thinking”—a definite plus in a culture not exactly known for being timid.

“We are so tired of not being able to say what we want,” Sundeyeva said. “[Trump] says politically incorrect things.”

Sundeyeva said liberals accuse her of racism for questioning President Obama. “When Obama says, ‘Trayvon Martin could be my son’ — that translates that he is giving him legitimacy only because he has the same skin color, and this is racism,” she said. “When I ask [liberals] all these questions, they don’t like to answer them.”

Some of these sentiments are informed by life in the USSR, a rigid, racially hierarchical society. Jewishness was considered a separate ethnicity in the USSR, which was rife with anti-Semitism. Several people said they were blocked from applying to certain universities or jobs. “I’m not racist,” Sundeyeva said earnestly. She added what she believes is evidence: “My husband is Russian.”

I asked her about some of Trump’s more outlandish statements, like the idea that women who have abortions should be punished. Sundeyeva said that was taken out of context. Chris Matthews cornered him, she said, and “Trump is not very good when when you push him hard.”

Besides, some of her own beliefs make Trump sound like Chomsky. About Muslim refugees, she said, “I don’t trust them, they have a different culture, different beliefs. Right now, they are coming to the White House. Clinton’s aide, Huma Abedin, she is the sister of or daughter of a Muslim Brotherhood guy.” (That claim, put forward by former GOP presidential candidate Michele Bachmann and four members of Congress in 2012, was widely debunked, including by John McCain.)

Back at the party, there were plenty of misgivings about Trump and his tendency to “say dumb things.”

“I don’t think someone can be president when people are laughing at him,” Alec Budman said.

Despite those apprehensions, Hillary Clinton was out of the question for most in the group. Economically, she’s far too left for them, and personally, they just don’t seem to like her. When pressed with a Clinton-versus-Trump scenario, all but two people said, essentially, “anyone but her.”

“To defend the country from Hillary,” Menaker said. “I would vote a dinosaur.”

Der Antisemitismus der Linken

 

Samuel Salzborn & Sebastian Voigt

 

Antisemiten als Koalitionspartner?

Die Linkspartei zwischen antizionistischem Antisemitismus und dem

Streben nach Regierungsfähigkeit*[i]

 

 

Die in diesem Aufsatz formulierte These kratzt an einem Tabu: dem des linken Antisemitismus. Obgleich in zahlreichen Studien historische Ausprägungen von linkem Antisemitismus bis in die 1990er Jahre untersucht worden sind,1[ii] scheint die Affinität zu antisemitischen Positionen im rechten und rechtsextremen Spektrum offenkundig, die im linken und linksextremen wirkt hingegen eher als Rand oder Ausnahmeerscheinung.2 [iii]Angesichts der jüngeren Entwicklungen innerhalb der Partei »Die Linke« wollen wir hier exemplarisch zeigen, dass linke Selbstimprägnierungsstrategien darüber hinwegtäuschen, dass sich sogar im parlamentarischen Spektrum der bundesdeutschen Linken inzwischen eine Kraft etabliert hat, die — obgleich sie nach Regierungsfähigkeit strebt —antisemitische Positionen in ihren Reihen toleriert. Hinsichtlich konkreter policies, insbesondere der internationalen Politik, scheinen diese innerparteilich immer dominanter zu werden und prägen inzwischen die äußere Wahrnehmbarkeit der Partei.

Denn die parteiinternen Kontroversen über die Haltung der »Linken« zum Nahostkonflikt, die verbunden ist mit einer Dämonisierung der Politik Israels und einer einseitigen Parteinahme zugunsten der Palästinenser, bis hin zu einer offenen Solidarisierung mit den terroristischen Kräften innerhalb dieses Spektrums,3[iv] dominiert seit Anfang des Jahres 2010 zunehmend die öffentliche Wahrnehmung der Bundespartei.4[v] Kritische Stimmen — die sich auf einen Dialog und eine ausgewogene Auseinandersetzung mit dem Thema hin orientieren5[vi] — verlieren immer mehr an Bedeutung, wobei eine Intervention des Fraktionsvorstandes aus dem Juni diesen Jahres auch den Auftakt für eine Umorientierung der Partei bilden könnte.6[vii]

Nun ist das Themenfeld des Antisemitismus, zumal in seiner antizionistischen bzw. antiisraelischen Spielart stets ein vermintes Gelände, da neben der inhaltlichen Diskussion immer auch eine Form von politische Skandalisierung mitschwingt;7[viii] gleichwohl kann inzwischen davon ausgegangen werden, dass ein antizionistischer Antisemitismus die öffentlichkeitswirksamen Positionierungen der Partei »Die Linke« seit dem Jahr 2010 dominiert. Diese Haltung ist zugleich in der sozialwissenschaftlichen Forschung deutlich zu wenig reflektiert worden. Dies ist von exponierter Bedeutung, als gerade unter dem Blickwinkel einer kritischen Extremismusforschung diese Wende in der Partei »Die Linke« deshalb Beachtung verdient, weil sie damit letztlich ihr Ziel, politische Verantwortung in der Bundesrepublik zu übernehmen, fundamental in Frage stellt:8[ix] eine Partei, die sich explizit zu einer Artikulationsform des Antisemitismus bekennt, hat in der bisherigen Geschichte der Bundesrepublik noch nie auf Bundesebene in Regierungsverantwortung gestanden.9[x]

Dass die Extremismusforschung dieser Entwicklung in der Partei »Die Linke«, die wir im folgenden genauer analysieren wollen, noch so gut wie keine Aufmerksamkeit gewidmet hat, ist letztlich der Sache selbst geschuldet: wir haben es mit einem sehr jungen Phänomen zu tun. Die zentralen politischen Verlautbarungen und Beschlüsse datieren auf das Jahr 2010. Von den jüngeren Studien über die Partei »Die Linke«10[xi] hat lediglich Viola Neu den antisemitischen Tendenzen größere Aufmerksamkeit gewidmet,11[xii] allerdings datiert ihre Studie noch vor den Schlüsselereignissen des Jahres 2010 und analysiert vor allem die Ambivalenzen innerhalb der »Linken« mit Blick auf den Nahostkonflikt, die — letztlich im Kontext der so genannten Gaza-Flottille des Frühsommers 2010 — sich mehr und mehr zu Eindeutigkeiten gewandelt haben. Die Anfänge der antisemitischen Entwicklungen in der Partei »Die Linke« hat überdies auch Peter Ullrich in den Blick genommen, der bereits erste Nuancen einer Radikalisierung in Richtung eines antizionistischen Antisemitismus aufgrund einzelner Äußerungen von Funktionsträger(inne)n der Partei beschreibt.12[xiii]

Dieser Wandlungsprozess soll Thema unseres Beitrags sein. Zunächst wird es darum gehen, eine knappe Skizze über Begriff und Geschichte des linken Antisemitismus in der Arbeiterbewegung und vor allem in den beiden deutschen Staaten seit 1945 zu formulieren, um so die historischen Kontexte der Entwicklungen innerhalb der Partei »Die Linke« kenntlich zu machen. Daran anknüpfend sollen die programmatischen und konzeptionellen Entwicklungen innerhalb der Partei »Die Linke« dargestellt und diskutiert werden, die uns zu der These Anlass geben, dass der antizionistische Antisemitismus nicht mehr nur eine marginale Strömung innerhalb der Partei ist, sondern sich auf Bundesebene (mindestens bis Ende Mai 2011) zunehmend zur außenpolitisch dominante Positionierung verdichtet hat — auf der einen Seite, weil Parlamentarierinnen und Parlamentarier der Partei »Die Linke«, die sich antizionistisch äußern, die öffentliche Wahrnehmung dominieren, andererseits, weil eventuelle Gegner dieser Position sich entweder

gar nicht oder nur sehr zurückhaltend zum Problem geäußert haben.12a[xiv] Mit dieser These ist explizit keine Aussage über die Verankerung des antizionistischen Antisemitismus in der Parteibasis getroffen, da unser methodisches Vorgehen hierüber keine Erkenntnisse ermöglicht.13[xv] (Ha, ha! Ich sehe die Äpfel am Baum, ich weiß aber nicht, was für ein Baum es ist? Anm.JSB)

Der Begriff des antizionistischen bzw. antiisraelischen Antisemitismus ist innerhalb

der sozialwissenschaftlichen Antisemitismusforschung vielfältig diskutiert worden14[xvi] und gilt als eine der wesentlichen Spielarten des linken Antisemitismus.15[xvii] In der Arbeitsdefinition der Europäischen Union sind dabei die zentralen Charakteristika als Elemente eines antizionistischen bzw. antiisraelischen Antisemitismus zusammengefasst, die sozialwissenschaftlich als gegenwärtiger Minimalkonsens innerhalb der Antisemitismusforschung angesehen werden können. Als Kernbestandteile eines antizionistischen Antisemitismus werden hier genannt:

  • »Das Abstreiten des Rechts des jüdischen Volkes auf Selbstbestimmung, z.B. durch die Behauptung, die Existenz des Staates Israel sei ein rassistisches Unterfangen. (Delegitimierung. Anm.JSB)
  • Die Anwendung doppelter Standards, indem man von Israel ein Verhalten fordert, das von keinem anderen demokratischen Staat erwartet und verlangt wird. (Doppelte Standards Anm. JSB)
  • Das Verwenden von Symbolen und Bildern, die mit traditionellem Antisemitismus in Verbindung stehen (z.B. der Vorwurf des Christusmordes oder die Ritualmord-legende), um Israel oder die Israelis zu beschreiben. (Diffamierung. Anm.JSB)
  • Vergleiche (und Gleichsetzung. Anm. JSB) der aktuellen israelischen Politik mit der Politik der Nationalsozialisten. (Diffamierung. Anm.JSB)
  • Das Bestreben, alle Juden kollektiv für Handlungen des Staates Israel verantwortlich zu machen. «16[xviii]

Obgleich gerade in theoretisch-konzeptioneller Hinsicht noch weiterer Spezifizierungsbedarf dieser Arbeitsdefinition besteht,17[xix] soll sie für unsere Analyse des antizionistischen bzw. antiisraelischen Antisemitismus in der Partei »Die Linke« zu Grunde gelegt werden.

 

  1. Historischer Hintergrund

Die Frage nach der historischen Existenz eines genuin linken Antisemitismus stellt sich im Kontext dieses Beitrags als die nach der Grundlage für den heutigen antizionistischen Antisemitismus in der Partei »Die Linke«. Unabhängig von den aktuellen parteiinternen Auseinandersetzungen über deren grundsätzliche Ausrichtung lassen sich zwei geschichtliche Traditionen benennen, die ihren Ursprung bilden und die in den beiden Parteien »Partei des Demokratischen Sozialismus« (PDS) und der »Wahlalternative Soziale Gerechtigkeit« (WASG) manifest werden, deren Fusion zur Gründung der Partei »Die Linke« führte: die DDR[xx] und die westdeutsche Linke. Beide wiederum hatten in der deutschen Arbeiterbewegung ihren historisch-theoretischen Referenzpunkt.18[xxi]

 

  1. 1, Theoretische Referenzpunkte: Marx und Kautsky

 

Die Frage der Judenemanzipation war bereits im Vormärz eine heftig diskutierte Thematik. Die sozialistische Diskussion beginnt 1844 mit der Schrift Zur Judenfrage von Karl Marx. Marx befürwortete im Gegensatz zu vielen anderen die politische Emanzipation der Juden, merkte aber an, dass diese nicht mit der allgemein menschlichen Emanzipation verwechselt werden dürfe. Die Judenfrage sei zu einer wirklich weltlichen Frage geworden, deren gesellschaftlichen Grundlagen offen gelegt werden müssten. Marx schrieb: »Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz. Welches ist der weltliche Kultus des Juden? Der Schacher. Welches ist seinweltlicher Gott? Das Geld.«19[xxii] ( L Anm. JSB) Die Lösung bestehe folglich in der Aufhebung der säkularen Basis des Judentums. Es bedürfe dazu einer vollständigen Umwälzung der Gesellschaftsordnung, also der Abschaffung des Privateigentums. In der sozialistischen Diskussion wurde die Marxsche Position jahrzehntelang unkritisch rezipiert und als erste wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Judenfrage gesehen.20[xxiii] Andererseits wurde Marx offener Antisemitismus vorgeworfen.21[xxiv] Die Schrift blieb lange Zeit der kanonische Bezugspunkt für die Debatte über die Judenfrage in der Arbeiterbewegung und ist es zum Teil bis heute.

Die Schrift Rasse und Judentum von Karl Kautsky stellte den zweiten wichtigen theoretischen Referenzpunkt innerhalb linker Selbstverständigungsdiskussionen dar und markierte historisch den Abschluss der Diskussion der Zweiten Internationale, da der Erste Weltkrieg die Bedingungen der sozialistischen Bewegung völlig verändert hatte.

Lange Zeit war Kautsky der wichtigste Theoretiker des Marxismus. Seine Position zur

Judenfrage ist nur vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Entwicklungen zu verstehen. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wandelte sich der Antisemitismus qualitativ.

Der traditionelle christliche Antijudaismus wurde von einem rassisch geprägten Antisemitismus abgelöst. Auch die antisemitische Bewegung wurde immer stärker. Im Jahre 1894 kam es in Frankreich zur Dreyfus-Affäre.22[xxv] Nachdem die internationale Arbeiterbewegung zuerst eine abwartende Haltung eingenommen hatte, weil sie die Affäre als eine Auseinandersetzung innerhalb der Bourgeoisie interpretierte, verurteilten schließlich einige namhafte Führer der Arbeiterbewegung den Antisemitismus. Im Jahre 1896 veröffentlichte Theodor Herzl auch als Konsequenz aus der Affäre das Buch Der Judenstaat, das die theoretische Begründung des Zionismus darstellte.23[xxvi] Für Herzl war die Assimilation der Juden in Europa gescheitert, weil selbst im Land der bürgerlichen Revolution von 1789 der Antisemitismus derart stark war.

 

Der Gegensatz zwischen Zionismus und Assimilation, die Frage, ob die Juden ein Volk seien oder nicht, und das Verhältnis von Marxismus und nationaler Frage wurden in der internationalen Arbeiterbewegung intensiv diskutiert.24[xxvii] In diesem Kontext ist auch die einflussreiche Schrift von Kautsky zu verorten. Er sah die Juden nicht als Rasse, sondern als erbliche Kaste, deren Sonderstellung durch die ökonomische Rolle bedingt sei. Diese habe die Juden zum Wucher und Hausierhandel gezwungen. Erst die Entstehung des “Kapitalismus habe eine günstigere Situation geschaffen. Das Streben nach Emanzipation der Juden in den industrialisierten Ländern sei also das notwendige Nebenprodukt des Aufkommens der demokratischen Staatsform und der kapitalistischen Gesellschaftsformation. Durch Mischehen und eine zunehmende Abkehr von religiösen Traditionen zeige das Judentum als Religion Auflösungserscheinungen. Dieser Entwicklung stehe aber der Antisemitismus entgegen, den Kautsky ökonomistisch erklärt.

In Osteuropa sei die Situation anders. Dort hätten sich die Juden nicht assimiliert, sondern ihre kulturelle Identität bewahrt (stimmt nicht. Anm. JSB). Durch die Migration von Ostjuden in den Westen werde einerseits der Antisemitismus angeheizt, andererseits entstehe eine zunehmende Kluft innerhalb des Judentums und die Klassengegensätze träten klar zutage. Deshalb sei eine Instrumentalisierung des Antisemitismus für sozialistische Ziele nicht mehr möglich, wie von vielen sozialistischen Theoretikern angenommen wurde. Der Antisemitismus sei »eine Abart des Kampfes gegen das Proletariat, die feigste und brutalste seiner Abarten, er ist die Sozialistenfresserei des dummen Kerls von Wien geworden.«25[xxviii]

Die Juden hätten nun verschieden auf die neue Situation reagiert. Der eine Teil habe sich dem Sozialismus zugewandt, der andere dem Zionismus.26[xxix] Kautsky sieht den Zionismus jedoch als Komplizen des Antisemitismus, da beide eine Absonderung der jüdischen Bevölkerung anstrebten. Die Ideen des Zionismus hielt er für utopisch. Somit könne der Zionismus die Probleme nicht lösen, sondern verlagere sie nur in den Nahen Osten. Er brächte in Palästina lediglich ein »Weltgetto« hervor und schade letztendlich dem Sozialismus, da er die Juden an der Teilnahme am Klassenkampf hindere.27[xxx] Allein der Sieg des Proletariats sei der Weg zur wahren Emanzipation der Juden.

Die gesamte Diskussion zur Judenfrage in der Arbeiterbewegung zeichnet sich dadurch aus, dass rein ökonomistisch argumentiert und die Gefährlichkeit des Antisemitismus stark unterschätzt wurde. Nicht selten wurde argumentiert, dass der Antisemitismus ungewollt den Sozialisten in die Hände spiele, weil er die Feindschaft der Massen gegen Auswüchse des Kapitalismus, wie Geld und Finanzkapital, anstachle. Der Zionismus als politische Emanzipationsbewegung der Juden wurde abgelehnt, weil nur die sozialistische Revolution zur Lösung der Judenfrage führen könne.

 

  1. Linker Antisemitismus in Ost- und Westdeutschland

 

Der Massenmord an den europäischen Juden hat die Positionen der sozialistischen Theoretiker auf grausame Weise widerlegt. Dennoch wirken sie in der linken Diskussion bis heute fort und vor allem die antizionistische Haltung ist lange Zeit ein integraler Bestandteil linker Identität gewesen und ist dies teilweise bis heute. Während Kautsky seine Kritik am Zionismus noch mit der Perspektive einer universellen Aufhebung der Diskriminierung und Unterdrückung verband, ist der Antizionismus gerade in Teilen der Partei »Die Linke« zu einem Ressentiment geworden, das häufig antisemitische Züge aufweist.

Die Vorzeichen der Diskussion in der politischen Linken und der Arbeiterbewegung haben sich dabei nach dem Nationalsozialismus und Auschwitz vollkommen verändert.

Während ein kleiner Teil der linken Intellektuellen aus dem Kreis der Kritischen Theorie den Zivilisationsbruch in den Mittelpunkt der Reflexion stellte und eine Neubestimmung der Gesellschaftsanalyse vornahm,28[xxxi] hielt die Mehrheit der traditionellen Linken an ihrem Weltbild fest und beurteilte die neue gesellschaftliche Situation mit den Kategorien der Arbeiterbewegung. Die Judenfrage, die nach dem Massenmord tabuisiert war, wurde bald durch die Frage nach dem Verhältnis zum jüdischen Staat Israel abgelöst, das bis heute für ständige Kontroversen sorgt.

Die Anfangs positive Haltung in der westdeutschen Linken nach 1945 gegenüber Israel kippte mit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 in ihr Gegenteil.29[xxxii] Das Existenzrecht Israels wurde negiert und Israel als ‚zionistisches Staatengebilde‘ bezeichnet. Dieser nurschwach als Antizionismus kaschierte Antisemitismus wurde in einigen Fällen auch in die Tat umgesetzt. Die Tupamaros Westberlin verübten am 9. November 1969, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, einen Brandanschlag auf das jüdische Gemeindehaus in Westberlin30[xxxiii] Diese Aktion sollte Solidarität mit dem als Speerspitze der antiimperialistischen Revolution bewerteten Kampf der Palästinenser demonstrieren. Von den zahlreichen antisemitische Aktionen der westdeutschen Linken seien hier lediglich noch zwei weitere erwähnt: 1976 entführte ein palästinensisch-deutsches Kommando ein Flugzeug nach Entebbe und selektierte die Passagiere in Juden und Nicht-Juden. 1983 erschien ein »Grüner Kalender« mit der Überschrift: »Israel die Mörderbande«, unter der es hieß:

»Angesichts der zionistischen Gräueltaten verblassen jedoch die Nazigräuel und die

neonazistischen Schmierereien, und nicht nur ich frage mich, wann den Juden ein Denkzettel verpasst wird, der sie aufhören lässt, ihre Mitmenschen zu ermorden […].«31[xxxiv]

In der DDR gestaltete sich die Situation anders.32[xxxv] Aufgrund des Selbstverständnisses als antifaschistischer Staat und der orthodox-kommunistischen Auffassung vom Charakter des Nationalsozialismus stand die Ermordung der europäischen Juden nie im Zentrum der Erinnerungspolitik,33[xxxvi] gedacht wurde primär der kommunistischen Widerstandskämpfer. Einer der Hauptgründe für diese Haltung war die hegemoniale Faschismusanalyse in der DDR. Sie basierte auf der Definition des XIII. Plenums des Exekutivkommitees der Komintern vom Dezember 1933. Darin heißt es, der Faschismus sei »die offene terroristische Diktatur der am meisten reaktionären, chauvinistischen und imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.«34[xxxvii] Der Nationalsozialismus erschien in dieser Analyse als die Verschwörung einer kleinen Gruppe von Finanzkapitalisten. Dadurch werden die Massenunterstützung für das System und die aktive Teilnahme großer Teile der deutschen Bevölkerung an den Verbrechen ausgeblendet. Des Weiteren wird der Antisemitismus nicht als zentrale Ideologie des NS-Staates verstanden, die eine auf Vernichtung zielende Eigendynamik entfaltete. Vielmehr wurde er als ,Überbauphänomen‘ abgetan, das der Bourgeoisie dazu diene, das Proletariat zu spalten. Als angemessene Konsequenz aus dem Nationalsozialismus erschienen somit die Verstaatlichung der Produktionsmittel und eine Bodenreform. In dieser Hinsicht war das antifaschistische Selbstverständnis der DDR eine staatliche Legitimationsideologie, die zur Feindschaft gegen Israel und zur Unterstützung arabischer Diktatur als Verbündete im antiimperialistischen Kampf diente.

Die vehement antiisraelische und pro-arabische Außenpolitik ist zum einen dem Kontext des Kalten Krieges geschuldet, in dem die DDR sich den Maßgaben der Sowjetunion unterzuordnen hatte.35[xxxviii] Die DDR zielte zugleich darauf, die diplomatische Isolierung zu durchbrechen und den Alleinvertretungsanspruch der BRD zu unterminieren. Die machtpolitische Konstellation der Blockkonfrontation stellt jedoch keine ausreichende Erklärung für die Feindschaft der DDR gegen Israel dar. Der antisemitische Antizionismus resultierte vielmehr aus einer Ideologie, die in enger Verbindung zur nationalsozialistischen Vergangenheit stand. Nur so ist die Vehemenz des Antizionismus und die Gleichsetzung von Israel mit Nazi-Deutschland zu verstehen, die deutlich über eine politisch motivierte Kritik an Israel hinausging.36[xxxix]

 

  1. Der antizionistische Antisemitismus der Partei »Die Linke«

 

Die grundlegenden Prinzipien eines großen Teils der Partei »Die Linke« sind der Antiimperialismus und damit einhergehend die radikale Gegnerschaft zum Staat Israel, die bisweilen verdeckt, aber nicht selten auch offen antisemitisch formuliert wird. Das aktuellste Beispiel dafür sind die Vorfälle rund um das Gaza-Solidaritätsschiff »Marmara«. Diese könnten sich langfristig als entscheidend für die weitere Entwicklung der Partei »Die Linke« erweisen, so dass der Journalist Ivo Bozic sogar schon von der Entstehung einer »Mavi-Marmara-Linken« sprach und vor einer »links-jihadistischen Querfront« warnte.37[xl]

 

2.1. Die Gaza-Flotille

 

Ende Mai 2010 setzte sich ein Schiffskonvoi in Richtung Gaza in Bewegung. Maßgeblich wurde er von der türkischen Organisation »Ins an Hak ve Hürriyetleri ve insani Yardim Valdi« (IHH) organisiert, die in engem Kontakt zu islamistischen Organisationen steht und Teil eines weltweit agierenden Netzwerks ist. Nach Untersuchungen von Evan Kohlmann, der für das »Danish Institute for International Studies« einen Bericht verfasste, ließ die IHH radikalen Islamisten in Afghanistan, Bosnien und Tschetschenien logistische und finanzielle Unterstützung zukommen.38[xli] Wie Kohlmann ausführt, finden sich nach einem Bericht des französischen Geheimdienstes Terroristen in den obersten Rängen der IHH und Mitglieder der Organisation haben sich islamistischen Terrororganisationen angeschlossen.

Bereits beim Auslaufen der Gaza-Solidaritätsschiffe aus dem Hafen von Istanbul wurden von einer Menge, die die Flottille verabschiedete, antisemitische Gesänge angestimmt. Gerufen wurde unter anderem »Erinnert Euch an Khaibar, Khaibar, oh Juden! Die Armee Mohammeds wird zurückkehren! «39[xlii] Damit sollte an das Niedermetzeln eines jüdischen Stammes durch die Armee Mohammeds erinnert werden. An Bord der Schiffe waren rund 70 Prominente, darunter etwa der schwedische Autor Henning Mankell und die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Corrigan. Auch zwei aktuelle und ein früherer Parlamentarier des Deutschen Bundestages befanden sich an Bord der Mavi Marmara, alle drei gehören der Partei »Die Linke« an: Annette Groth, Inge Höger und Norman Paech.

Die israelische Regierung hatte schon im Vorfeld der Flottille angekündigt, dass sie

eine Durchbrechung der Blockade nicht zulassen und dies, wenn nötig, mit allen Mitteln verhindern werde. Stattdessen wurde von ihr das Angebot unterbreitet, die Hilfsgüter im israelischen Hafen Aschdod zu entladen und nach einer Sicherheitsüberprüfung auf dem Landweg nach Gaza zu bringen40[xliii] Dies wurde von den Organisatoren des Free-Gaza-Movements zurückgewiesen. Auf die Warnungen der israelischen Marine, die per Funk übermittelt wurden, antwortete ein Aktivist auf den Schiff mit »Geht zurück nach Auschwitz« und »Wir helfen den Arabern gegen die USA. Vergesst,9/1 1 ‚ nicht, Jungs. «41[xliv]

Am 31. Mai 2010 eskalierte die Situation, als ein Kommando der israelischen Armee das Schiff Mavi Marmara stürmte. Es kam zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, bei denen neun türkische Passagiere das Leben verloren. Über den genauen Ablauf existieren sehr unterschiedliche Schilderungen, allerdings kann als sicher gelten, dass Aktivisten auf den Schiffen die israelischen Soldaten mit Messern, Eisenstangen, Zwillen und Stöcken angriffen. Vier Soldaten wurden überwältigt, gefangen genommen und unter Deck gebracht. Einige Bilder davon wurden später von der Zeitung Hiirriyet veröffentlicht.42[xlv] Zugleich existieren Aufnahmen vom israelischen Militär, die den brutalen Angriff auf die Soldaten dokumentieren.43[xlvi] Die Authentizität dieser Bilder und des Audiomaterials wird bis heute von den Unterstützern des Konvois in Frage gestellt und als israelische Propaganda abgetan.

 

2.2. Die Reaktion der Partei »Die Linke«

 

Die deutschen Parlamentarier wurden von der israelischen Armee festgenommen, aber kurz danach wieder freigelassen. Es ist interessant zu fragen, was nach ihrer Rückkehr nach Deutschland passierte. Die Abgeordneten mussten sich keineswegs innerhalb ihrer Partei dafür rechtfertigen, dass sie mit radikalen Islamisten und proto-faschistischen Organisationen zusammen gearbeitet haben, die die fundamentalsten Menschenrechte missachten.

Nach ihrer Rückkehr wurde vielmehr eine Pressekonferenz einberufen, auf der eine

der Vorsitzenden der Partei »Die Linke«, Gesine Lötzsch, ihren Stolz über die Aktion

zum Ausdruck brachte und den Einsatz der israelischen Armee als »Verbrechen« bezeichnete.44[xlvii] Inge Höger sagte auf der Pressekonferenz, sie habe sich wie im Krieg gefühlt, allerdings nichts von dem Angriff mitbekommen, weil sie auf dem Frauendeck eingeschlossen war. Dies sei aber wohl zu ihrem Schutz geschehen. Annette Groth sprach von einem »geplanten killing« der israelischen Armee und merkt an, dass »der vergessene Krieg« in Gaza nun wieder auf der internationalen Agenda stehe. Sie fügt hinzu, dass »vielleicht erst so viele Leute sterben mussten«, damit das geschehe. Der ehemalige außenpolitische Sprecher der Partei und emeritierte Professor für Völkerrecht, Norman Paech nennt den israelischen Einsatz einen »Akt der Piraterie«, der »vollkommen unverhältnismäßig« sei. Die israelischen Soldaten seien nur leicht verletzt worden und es habe auch keine Messer oder Eisenstangen an Bord gegeben. Wörtlich sagt er, dass er persönlich »nur zweieinhalb Holzstöcke« gesehen habe, eine Position, die er in zahlreichen Interviews wiederholte.45[xlviii]

Die einzige wahrnehmbare Stimme innerhalb der Linkspartei, die ihre Kollegen kritisierte, war Petra Pau, die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Sie verfasste einen Brief an die jüdische Gemeinde in Bremen, in dem sie ihre Position zur Gaza-Flottille darlegte.46[xlix] Die Aktion habe die Hamas gestärkt und sei einem Frieden im Nahen Osten nicht dienlich gewesen. Außerdem sei mindestens eine türkische Organisation beteiligt gewesen, die in einem »pro-faschistischen Ruch« stehe. Eine Teilnahme sei deshalb für Linke inakzeptabel. Pau selbst sah sich danach einem Ansturm der Kritik aus den Reihen der Partei »Die Linke« ausgesetzt. Höger, Groth und Paech schrieben ihr einen Offenen Brief, in dem sie ihre Beteiligung rechtfertigten und alle Kritikpunkte von Pau zurückwiesen.47[l] Außerdem reisten die drei Parlamentarier in viele Städte, um ihre Erlebnisse aus erster Hand zu schildern. Nicht selten wurden diese Veranstaltungen für antisemitische und antiisraelische Propaganda genutzt. In einer Diskussion in Hamburg, die von dem Linken MdB Jan van Aken organisiert wurde, machte ein Zuhörer unter dem Gejohle des Publikums den Vorschlag, dass der nächste Konvoi doch von der türkischen Armee geschützt werden und so dem »faschistischen Regime in Israel eins vor den Latz geknallt« werde könne. Norman Paech nannte dies »eine Idee« und ging so weit vorzuschlagen, dass das nächste Gaza-Schiff von der deutschen Marine begleitet werden könnte, die an der libanesischen Küste patrouilliert. Dies würde faktisch, das muss hervorgehoben werden, den Einsatz des deutschen Militärs gegen Israel bedeuten. Die Veranstaltung wurde von Radiojournalisten des Freies Sender Kombinat (FSK) in Hamburg aufgezeichnet.48[li] Trotz mehrmaliger Nachfragen wollte Aken zur mitgeschnittenen Veranstaltung nicht Stellung nehmen.

In einer Sendung von Report Mainz wurde Annette Groth von Journalisten damit konfrontiert, dass sie mit faschistischen und islamistischen Organisationen zusammengearbeitet habe. Einige Passagiere auf dem Schiff seien Mitglieder der rechtsextremen »Büyük Birlik Partisi« (BBP) gewesen.49[lii] Diese Organisation steht den faschistischen »Grauen Wölfen« nahe. Als Beleg dafür führten die Journalisten eine Kleine Anfrage der Fraktion »Die Linke« aus dem Jahr 2007 an – also ein Dokument aus der eigenen Partei, in dem Groths Parteigenossen Ursula Jelpke, Sevim Dagdelen und Wolfgang Neskovic die Weltanschauung der aktuellen Bündnispartner der »Linken« folgendermaßen charakterisiert hatten: als »eine rassistisch-nationalistische Orientierung, Antisemitismus, Antikommunismus, eine stark islamisch gefärbte Ideologie, Gewaltbereitschaft und am Führerprinzip ausgerichtete totalitäre Strukturen«50[liii] Groth antwortete darauf ausweichend. Im gleichen Beitrag kam Inge Höger zu Wort, die sagte, dass vielleicht islamische, aber keine islamistischen Organisationen an der Flottille teilgenommen hätten und Norman Paech sprach lediglich von humanitären Gruppen, die sich auf die Gewaltlosigkeit als Konsens geeinigt hätten. Alle hätten ihre »gewalttätigen Phantasien« an Land gelassen. Die israelische Darstellung wurde von den drei Parlamentariern immer wieder als Propaganda abgeta51[liv] Sie inszenierten sich selbst als Opfer, die für eine gute Sache stritten. Im besten Falle sind ihre Äußerungen Ausdruck einer Haltung, die mit gutem Gewissens und aus voller Überzeugung meint, für eine bessere Welt und gegen Unterdrückung zu kämpfen. Dies wäre angesichts der Zusammensetzung der Flottille zwar naiv und wirklichkeitsfremd, allerdings wäre es etwas anderes als eine Handlung, die aus ideologischer Überzeugung resultiert. Es steht allerdings zu vermuten, dass die Zusammenarbeit der Partei »Die Linke« und anderer orthodoxer Linksradikaler mit islamistischen Kräften nicht auf Naivität zurückzuführen ist, sondern auf eine Veränderung der linken Ideologie nach dem Ende des Kalten Krieges hindeutet. Dies führte zu einer Zerstörung des linken Weltbildes und brachte die Notwendigkeit einer ideologischen Neuausrichtung hervor. Dies wird auch dadurch nahe gelegt, dass derartige Positionierungen lediglich den Höhepunkt einer längeren Entwicklung in der Partei »Die Linke« darstellen, die sich immer weiter zuzuspitzen scheint.

 

2.3. Die Vorgeschichte

 

Bereits im Jahre 2006 wollte der MdB der »Linken«, Wolfgang Gehrcke, Repräsentanten der Hamas zu einer Konferenz nach Deutschland einladen. Letztlich wurde ihnen die Einreisevisa verweigert.52[lv] Viele Anhänger der Linken sehen in der Hamas die legitime, demokratisch gewählte Regierung der Palästinenser. Die ideologische und zutiefst anti-demokratische Struktur der Hamas wird ausgeblendet und der virulente Antisemitismus geflissentlich ignoriert.53[lvi]

Während des Libanon-Kriegs im Jahr 2006 nannte die ehemalige Ideologin der trotzkistischen Gruppierung Linksruck, Christine Buchholz, die heute für die Partei »Die Linke« im Bundestag sitzt, in einem Interview mit der orthodox kommunistischen Tageszeitung „Junge Welt“ Israel und die USA kriegshetzerische Staaten. Sie fuhr fort: »Auf der anderen Seite stehen in diesem Konflikt die Hisbollah, die Friedensbewegung in Israel und die internationale Antikriegsbewegung. Das ist die Seite, auf der auch ich stehe.«54[lvii] Dass eine Politikerin der Linken sich ganz offen auf die Seiten der terroristischen, antisemitischen Hisbollah schlägt, verweist auf eine grundlegende Verschiebung in der linken Ideologie und Politik.

Diese Positionierung sollte kein Einzelfall bleiben, sondern sich weiter radikalisieren: Der am 4.11.2008 angesichts des 70. Jahrestages der Reichpogromnacht im Deutschen Bundestag verabschiedeten Resolution »Den Kampf gegen Antisemitismus verstärken, jüdisches Leben in Deutschland weiter fördern« (der — bei einem Gegenantrag der Linkspartei — ansonsten interfraktionell eingebracht worden war) konnten elf Abgeordnete der »Linken« nicht zustimmen, darunter neben Wolfgang Gehrke, Inge Höger und Norman Paech auch die innenpolitische Sprecherin der Partei, Ursula (Ulla) Jelpke, der europapolitische Sprecher Dieter Dehm, die migrationspolitische Sprecherin Sevim Dagdelen und die bildungspolitische Sprecherin Cornelia (Nele) Hirsch.55[lviii] Explizit lehnten die »Linken«, wie sie in einer Erklärung feststellten, »die deklaratorische Feststellung, die Solidarität mit Israel entspreche der deutschen Staatsräson« ab, da mit dieser »nicht nur das Existenzrecht Israels« bestätigt werden solle, sondern sie dazu vielmehr dazu diene, »jegliche Kritik an der israelischen Politik für illegitim zu erklären.56[lix] In der Erklärung des Deutschen Bundestages war unter anderem die Solidarität mit Israel als »unaufgebbarer Teil der deutschen Staatsräson« beschrieben, das Verbrennen israelischer Fahnen auf Demonstrationen abgelehnt und die Solidarisierung mit »terroristischen und antisemitischen Gruppen wie der Hamas und der Hisbollah« scharf kritisiert worden.

Wer sich mit diesen Kräften solidarisiere — so die einhellige Auffassung des Deutschen — »sprengt den Rahmen zulässiger Kritik an der israelischen Politik.57[lx]

Kurze Zeit später veröffentlichte der ehemalige DKP-Funktionär Gehrcke, der zusammen mit Paech einer der federführenden Köpfe bei der antizionistischen Neuausrichtung seiner Partei ist (beide nicht zuletzt in ihrer aktuellen bzw. ehemaligen Funktion als außenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion), zusammen mit Jutta von Freyberg

Harri Grünberg ein Buch mit dem Titel „Die deutsche Linke, der Zionismus und der Nahost-Konflikt“ (2009) im Kölner PapyRossa Verlag, das nicht nur israelfeindliche Positionierungen reproduzierte, sondern auch mit einer erstaunlichen Referenz aufwartete: im Kapitel V mit dem Titel »Antizionismus, Antisemitismus, Wiedergutmachung« findet sich als Beleg zu den von der Bundesrepublik an Israel geleisteten Zahlungen in den 1950er Jahren der Verweis auf eine Arbeit mit dem Titel »Die Wiedergutmachung als Plan und Wirklichkeit. Die westdeutschen Zahlungen an Israel und das Weltjudentum«, veröffentlicht in der rechtsextremen Zeitschrift Deutschland in Geschichte und Gegenwart (DGG) von Mark Weber. Man muss Weber, der Leiter des pseudowissenschaftlichen »Institute for Historical Review« in den USA und ein weltweit agierender Geschichtsrevisionist und Holocaust-Leugner ist, sicher nicht kennen, aber wenn man nur einmal einen Blick in eine Ausgabe der DGG im Original geworfen hätte, würde man unzweifelhaft deren Lokalisierung im geschichtsrevisionistischen und NS-verherrlichenden Milieu erkennen. Nicht umsonst wird die DGG regelmäßig im deutschen Verfassungsschutzbericht erwähnt. Auch der Begriff »Weltjudentum« sollte — sofern ein Minimum an Sensibilität für das Thema vorhanden ist — stutzig machen, da es sich bei ihm offensichtlich um eine antisemitische Vokabel aus dem Jargon des Nationalsozialismus handelt.58[lxi]

Die Sympathien für terroristische Organisationen, wie sie Buchholz bereits 2006 bekundet hatte, führten wenig später auch zu einer Amalgamierung des antiisraelischen und antizionistischen Ressentiments mit einer ähnlichem erinnerungspolitischen Affront, wie er bereits in der Ablehnung der Bundestagsresolution gegen Antisemitismus bestand: In der Gedenkveranstaltung des Deutschen Bundestages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2010 sprach der israelische Staatspräsident Schimon Peres. Demonstrativ blieben mehrere Abgeordnete der Linkspartei nach der Ansprache von Peres, dessen Großvater von den Nazis ermordet wurde, sitzen, während sich das übrige Parlament erhob. Unter den Sitzenbleibern: wieder Dagdelen, die Peres nicht glauben wollte, dass der Iran Atomraketen besitze, die »angeblich« die Welt bedrohen und ihm außerdem unterstellte, seine Rede zur »ideologischen Vorbereitung auf einen Krieg gegen den Iran« genutzt zu haben,59[lxii] wieder Buchholz, die sich ebenfalls für den Iran stark machte und in warnenden Hinweisen von Peres eine »Kriegsdrohung des Westens« sah,60[lxiii] und Sahra Wagenknecht. Wagenknecht, immerhin stellvertretende Parteivorsitzende der Linkspartei, rechtfertigte ihr Verhalten im Nachhinein damit, nicht den Opfern der Shoa das Gedenken zu verweigern, sondern gegen einen Staatsmann zu protestieren, der »selbst für Krieg mitverantwortlich« sei».61[lxiv]

Noch vor der Gaza-Flottille verabschiedete die Bundestagsfraktion der Partei »Die Linke« einen Beschluss, der den antizionistischen Kräften nachhaltig den Rücken stärkte und zugleich die wenigen parteiinternen Kritiker (wie etwa Petra Pau oder den Bundesarbeitskreis Shalom innerhalb der Jugendorganisation der Partei) in ihre Schranken wies.

Der am 20. April 2010 von der BundeStagsfraktion mit nur einer Gegenstimme und fünf Enthaltungen verabschiedete Beschluss zum Nahost-Konflikt trug den Titel »Position der Fraktion Die Linke zum Nahost-Konflikt« und blieb in den überregionalen Medien weitgehend unbeachtet.62[lxv] Darin bekannte man sich zwar zu einem Existenzrecht Israels, das allerdings mit einer Fülle propalästinensischer Forderungen flankiert wurde, die faktisch Israels Existenz infrage stellen:63[lxvi] Denn wie ließe sich die Forderung nach einem souveränen palästinensischen Staat mit der Freilassung aller »politischen Gefangenen«, dem Abbau der israelischen Grenzsicherungsanlangen und der sofortigen Öffnung des Gazastreifens interpretieren, wenn nicht als fundamentale Infragestellung des israelischen Selbstverteidigungsrechtes ?

Den Gipfel bildete allerdings die Forderung der Linkspartei, die Hamas in politische

Gespräche einzubeziehen. Denn in der Charta der Hamas ist die Vernichtung Israels ein ausgewiesenes Ziel, den ideologischen Kern der Organisation bilden Islamismus und Antisemitismus. Auch hier wurde erneut der offene Pakt mit einer antisemitischen Terrororganisation beschworen.

 

2.4. Die Nachgeschichte

 

Während die Entwicklungen innerhalb der Partei »Die Linke« vor der Teilnahme von

zwei aktuellen und einem ehemaligen Bundestagsabgeordneten an der Gaza-Flottille auf eine Zuspitzung der Positionen innerhalb der Partei hindeuten, hat der antizionistische Antisemitismus der Partei seit der antiisraelischen Aktion auch eine zusätzliche innenpolitische Radikalisierung erfahren.

Den wohl markantesten Einschnitt bildete dabei die Diskussion um die finanzielle

Unterstützung des Neubaus der Herforder Synagoge durch die Stadt Herford, über die der Stadtrat am 18.6.2010 zu befinden hatte. Die Herforder Linkspartei-Ratsfrau Erika Zemaitis stimmte als einzige gegen die Bezuschussung — ein für die Linkspartei bisher beispielloser Vorgang einer antisemitischen Positionierung. Nachdem das Verhalten der Parteifunktionärin nicht nur in der Lokalpresse Erwähnung gefunden hatte, sondern auch in einem Online-Portal, das sich kritisch mit Rechtsextremismus befasst, ausführlich darüber berichtet worden war,64 fühlte sich Inge Höger — seinerzeit auch Kreissprecherin der »Linken« in Herford — bemüßigt, ihrer Parteigenossin Zemaitis zu widersprechen.65[lxvii]

Die von der »Linken« eingeschlagene Strategie, die Ablehnung des Zuschusses zum Synagogenneubau nun offiziell als Ablehnung eines »undifferenzierten Sparkurses der Stadt« darzustellen, offenbart sich aber schnell als Lüge: denn in derselben Erklärung ist die Rede davon, dass es »vorerst keinen Platz für das Partikularinteresse einer Religionsgruppe« geben könne,66[lxviii] während wenige Wochen zuvor die »Linke« noch vehement die Yezidische Gemeinde bei ihrem Anliegen der Schaffung eines Kulturzentrums in Herford unterstützte: »Es darf nicht sein, dass Menschen sich in unserer Stadt nicht versammeln können, um ihren kulturellen oder religiösen Interessen nachzugehen. Diese Menschen leben und arbeiten hier unter uns und natürlich müssen sie auch einen geeigneten Treffpunkt haben.«67[lxix] Dies zeigt, dass die »Linke« hier — völlig unabhängig von Sparmaßnahmen der Stadt — explizit Partei ergriffen hat für eine Religionsgemeinschaft (die der Yeziden) und es somit um eine vorsätzliche und zielgerichtete Verweigerung der Unterstützung für eine jüdische Einrichtung ging.

Der damit zum Ausdruck kommende Antisemitismus bedient sich nun keiner Ka-schierung mehr, sondern wird offen vorgetragen und erst nach dem überregional wahrnehmbaren Protest mühsam zu kaschieren versucht. Die Bezugnahme bei dieser antisemitischen Aktion auf die Gaza-Flottille wird dabei bemerkenswerter Weise von der »Linken« selbst formuliert. Zemaitis wies ungefragt — darauf hin, dass ihre Ablehnung nicht in einem Zusammenhang mit der Beteiligung Högers an der Gaza-Flottille stehe und sie es insofern auch ablehne, dass »die Herforder Synagoge als pro-jüdisches ‚Gegenargument‘ instrumentalisiert« werde.68[lxx]

In eine ähnliche Richtung wies zudem eine Auseinandersetzung um eine linke Solidaritätsdemonstration in Bremen, die nach der Gaza-Flottille durchgeführt wurde. Während der Demonstration wurde unter anderem ein Transparent gezeigt, auf dem eine Karikatur zu sehen war, die einen Mann mit langem Bart und großer Nase zeigte, der mit einem bluttriefenden Messer einen Wal erlegt hatte, über dem das Wort »Hilfskonvoi« zu lesen war. Auf die Schiffermütze des Mannes war ein großer Davidstern gemalt. Während dies sogar für die Lokalpresse ein unmissverständlicher Fall einer Darstellung in »reinster Stürmer-Manier« und insofern die Analogiebildung zum nationalsozialistischen Antisemitismus offensichtlich war,69[lxxi] warfen die Organisatoren der Jüdischen Gemeinde Bremen und der Bremer Bürgermeisterin (die einige Tage nach der Demonstration bei einer Podiumsdiskussion über das Transparent und die Gefahren eines neuen Antisemitismus diskutierten) vor, sie hätten in »totalitärer« Weise darauf verzichtet, die Veranstalter der linken Demonstration mit an dem Podium zu beteiligen. Überdies sei der Hinweis auf den Antisemitismus und die Kritik an der Demonstration lediglich mit der Intention formuliert worden, von der »völker- und menschenrechtswidrigen Politik Israels« abzulenken.70[lxxii]

Noch deutlicher wurde die Artikulation von antizionistischen Ressentiments an der Parteibasis dadurch, dass nicht nur der Bremer Landesverband der Partei, sondern auch der Duisburger Kreisverband zu Boykottaktionen von israelischen Waren aufrief und auf der Homepage der Duisburger »Linken« Monate lang eine antisemitisches und im offen nazistischen Jargon verfasstes Flugblatt mit antiisraelischer Hetze zum Download angeboten wurde, dessen Kopfzeile ein mit einem Hakenkreuz verschlungener Davidstern zierte, das erst nach Erstattung mehrerer Strafanzeigen bei der zuständigen Staatsanwaltschaft entfernt wurde.71[lxxiii] Der dortige Ratsfraktionsvorsitzende der »Linken« wies mit der alten Mär einer Antisemitismusimmunität antifaschistischer Gruppen jeden Verdacht von sich, um anschließend gleich wieder den Boykott israelischer Waren zu rechtfertigen. Nur wenige Tage nach dem Bekanntwerden des Vorfalls in Duisburg trat dann wiederum die Bundestagsabgeordnete Inge Höger bei einer Palästina-Solidaritätskonferenz mit einem Schal auf, auf dem der Staat Israel unter dem Schriftzug »Palestine« auf

einer Landkarte des Nahen Ostens scheinbar ausradiert war.72[lxxiv] Noch im Januar 2011 hatte Höger in einem auf ihrer Homepage veröffentlichten Papier von Synagogen als »Symbolen der Besatzung« und von der »Judaisierung Jerusalems« gesprochen.73[lxxv]

 

  1. Resümee

 

Es ist anzunehmen, dass die Partei »Die Linke« ihre Position in der deutschen Parteienlandschaft festigen und in den kommenden Landtagswahlen weiter konsolidieren wird.

Die Linkspartei ist als Faktor der deutschen Politik nicht mehr wegzudenken. Die Partei ist dabei allerdings von internen Auseinandersetzungen zerrissen. Auf der einen Seite existiert ein pragmatisch orientierter Flügel, der sich vor allem aus ostdeutschen Abgeordneten zusammensetzt und sich im »Forum Demokratischer Sozialismus« (FDS) zusammengeschlossen hat. Angestrebt werden eine Übernahme politischer Verantwortung und eine linksreformerische Politik. Dies bedeutet eine Öffnung hin zur SPD und den Grünen und eine klare Absage an orthodox-kommunistische Positionen. Eine klare Kritik am Realsozialismus formuliert auch die Strömung der »Emanzipatorischen Linken« (Ema.li), die für radikaldemokratische und libertäre Grundsätze steht.

In den außenpolitischen Stellungnahmen der Partei »Die Linke« haben allerdings die

orthodox-kommunistischen Stimmen im letzten Jahr mehr und mehr die Oberhand gewonnen, wobei vor allem westdeutsche Abgeordnete aus dem vormals »antiimperialistischen« Spektrum federführend sind. Moderate Positionen aus der Partei waren in der Öffentlichkeit seit der Gaza-Flottille kaum noch wahrzunehmen, was sich vor allem hinsichtlich des Nahost-Konflikts zeigt. Auch von Bundestagsabgeordneten der Linkspartei wird ein antizionistischer Antisemitismus immer offensiver geäußert. Israel wird das Existenzrecht abgestritten und die Politik des jüdischen Staates mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht. Während die Heftigkeit der Kritik an Israel kaum zu übertreffen ist, wird zu unterdrückerischen Verhältnisse in arabischen Staaten geschwiegen und die Situation im Iran beschönigt. Die Anwendung doppelter Standards

wird durch die Forderung nach Zusammenarbeit mit radikalen Islamisten ergänzt. Auch wenn die offene Kooperation mit Islamisten und Terrororganisationen, wie sie bei der Gaza-Flottille 2010 geschah, noch die Ausnahme darstellt, könnte darin ein Trend manifest werden: der einer links-jihadistischen Querfront.

Aber auch ein anderes Szenario ist denkbar: nachdem die Frankfurter Rundschau Anfang Mai über einige Erkenntnisse, die im vorliegenden Aufsatz formuliert werden, exklusiv vorab berichtet hatte74[lxxvi] und das Thema über mehrere Tage nahezu alle bundesdeutschen und auch einige internationale Medien beschäftigte, wurde der Druck auf die Parteiführung so groß, dass sie sich — nach zunächst vordergründigen Abwehrversuchen in der Öffentlichkei75[lxxvii] — dem Problem des antizionistischen Antisemitismus in den eigenen Reihen annehmen musste. Während »Die Linke« noch bei einer in diesem Kontext eigens anberaumten »Aktuellen Stunde« des Deutschen Bundestages am 25.5.2011 die einzige Partei war, die keine selbstkritischen Töne in Sachen Antisemitismus fand und stattdessen die Kritik aller anderen Parteien und das offensichtliche Problem weit von sich wies,76[lxxviii] führten neuerliche Vorfälle (u.a. eine Vortragsveranstaltung mit Unterstützung der Partei »Die Linke« in Hamburg wenige Tage nach der »Aktuellen Stunde« des Bundestages, bei der laut Ankündigung einer palästinensischen »Einstaaten-Lösung« —also faktisch einer Vernichtung Israels — das Wort geredet werden sollte)77[lxxix] dazu, dass die Bundestagsfraktion der Partei einen einstimmigen Beschluss mit folgender Kernaussage fasste: »Wir werden uns weder an Initiativen zum Nahost-Konflikt, die eine Ein-Staaten Lösung für Palästina und Israel fordern, noch an Boykottaufrufen gegen israelische Produkte noch an der diesjährigen Fahrt einer ‚Gaza-Flottille‘ beteiligen. Wir erwarten von unseren persönlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Fraktionsmitarbeiterinnen und Fraktionsmitarbeitern, sich für diese Positionen einzusetzen.78[lxxx]

Die »Einstimmigkeit« kam jedoch nur dadurch zustande, dass mehr als zehn Abge-ordnete der Fraktion, darunter Ulla Jelpke und Annette Groth, direkt vor der Abstim-mung den Raum verlassen hatten79[lxxxi]was zeigt, wie dominant die Israel feindliche Position in der Bundestagsfraktion der Partei inzwischen geworden ist, wenn schon ein solcher Minimalkonsens nicht mitgetragen wird, wobei sogar Petra Pau — eine der wenigen regelmäßigen Kritikerinnen des antizionistischen Antisemitismus innerhalb der eigenen Partei — darauf hinwies, dass dieser Beschluss lediglich bedeute, dass derartige Parolen künftig nicht mehr unter dem Label der Partei »Die Linke« geäußert werden sollen, was allerdings keineswegs ein »Maulkorb« für die betroffenen Personen sei.80[lxxxii]

Dass die Fraktionsführung einen solchen Beschluss herbeigeführt und durchgesetzt hat, zeigt nichts desto trotz, dass das Problem parteiintern seit kurzem anerkannt wird und der Konflikt, der zum Schlüsselkonflikt der Partei »Die Linke« werden könnte, zumindest nach Monaten des Schweigens nun doch geführt wird. Ob es sich bei der Erklärung der Bundestagsfraktion allerdings letztlich um eine folgenlose Proklamation handelt oder ob diese Erklärung im Falle von Zuwiderhandlungen auch zu Konsequenzen führt (z.B. zu Parteiausschlussverfahren), ist vollkommen offen.

Insofern sind die Auseinandersetzungen innerhalb der Linkspartei nicht entschieden, ja werden seit Anfang Juni 2011 überhaupt erstmals so geführt, dass eine innerparteiliche Kritik am antizionistischen Antisemitismus ernsthaft öffentlich artikuliert wird und das »dröhnende Schweigen« ein Ende hat.81[lxxxiii] Aufgrund der Relevanz der Linkspartei im europäischen Kontext könnte der Ausgang dieser Auseinandersetzung auch folgenschwer für die europäische Linke im Allgemeinen sein. Sollte der antizionistische Antisemitismus am Ende doch die Dominanz behalten, die er seit Mitte des Jahre 2010 hatte, bleibt zu hoffen, dass ein Grundsatz der bisherigen deutschen Politik gewahrt bleibt: Antisemiten können keine Koalitionspartner sein.

 

Zusammenfassung

 

In jüngerer Vergangenheit nehmen antisemitische Positionierungen innerhalb der Partei »Die Linke« deutlich zu. Diese Entwicklung, die ihren vorläufigen Höhepunkt im Jahr 2010 hatte, wird nachgezeichnet und die Bedeutung eines vor allem antizionistisch ausgerichteten Antisemitismus herausgearbeitet. Die These ist, dass der antizionistische Antisemitismus innerhalb der »Linken« inzwischen zu einer die öffentliche Wahrnehmung dominierenden Position geworden ist. Die besondere Brisanz dieser Positionsverschiebungen innerhalb der PDS- und WASG–Nachfolgepartei besteht darin, dass die »Linke« immer mehr nach Regierungsbeteiligung strebt und so — aufgrund ihres Stimmenpotenzials vor allem im Osten Deutschlands — die Möglichkeit auf die Agenda tritt, dass erstmals in der bundesdeutschen Geschichte eine Partei in Regierungsverantwortung stehen könnte, in der sich eine einflussreiche Strömung affirmativ zum Antisemitismus positioniert.

 

Siehe auch:

 

 

 

 

 

 

 

Summary

 

Since decades the German Left has a problem with the Jewish state of Israel. The anti-Zionist and antisemitic tendencies of the Western German Left and the GDR merged in the party »Die Linke«, that has changed the political system in the last years. The discussion about the Middle East and Israel regularly causes a lot of uproar within the party. Especially after the Gaza Flotilla in May 2010 an antisemitic position seems to have become dominant. As the party has consolidated its position in the German party system and as it is an important political player, the discussion about »Die Linke« is not only interesting in Germany. The party might determine the development of the Left parties in whole Europe.

Samuel Salzborn and Sebastian Voigt, Antisemites as coalitions partners? The Left Party between anti-Zionist Antisemitism and the quest for the capacity to govern.

 

Organ der Hochreh Politik München 58, Jahrgang Seite 241- 366

 

Gegründet im Jahre 1907 durch Adolf Grabowsky und Richard Schmidt

Herausgeber: Prof. Dr, Maurizio Bach, UniversItat Passau; Prof, Dr, Franz liniipfle, Universität Augsburg; Prof, Dr. Dr, h.c. Heinrich Oberroutere Universität Passau; Prof. Dr, Dr. Sabine von Schorlemer„Irechnische’ll,niversität Dresden; Prot. Dr. Theo Stummen, Universität Augsburg; Prof. Dr. Rupert Stettner, Universität der Bundeswehr München, Rektor der Hochschule für Politik Miirtche4Prof, Dr. Roland Sturm, Universität Erlangen-Menber Prof. Dr. Hans

ner, Universität München; Prof. Dr. Andreas Wirsehing, UniversitätM nchen; Prof,1Dr, W fdiether Zippel, Technische Universität München

Redaktion! 1.)r. Andreas Vierecke; Hochschule für Politik Münch n

Wissenschafdicher Be•at Prof. Dr, Ulrieh Belt; Prof. Dr, Alain Besanon; Prof. 1)r. Dry h,e. muh. Karl Dietrich eradler; Prof. Pr. Dr, hic. Werner Gummi; Prof. Dr. Dr, h.c. mult, Peter }Jäheric; Prof. Dr., Wilhelm Hennis3 Prof. Dr, Hans Mathias Kep,plinger.; Prof.. Dr, Peter _Graf Nelimosegg; Prof. Dr, Dr, h,c, Gottfried-Karl Kinder tann; Prof. Dr. Dr, h.c. Hermann Lübbe; Prof. Dr, Harvey C, Mansfielet., Prof. Dr. Julian Nida -RUinclinj Prof, Dr. Dr. kr, Dieter Oberndörfer; Prof, Dr, Dr, hic. Hans Jürgen Papier; lit.of, Dr. Fritz Piasser Prof, Roberto.

Raelnarn; Prof. Dr. Alois Riklin; Prof. Dr. Hans Heinrich; P . Manfred G.

Schmidt; Prof. Dr. Charles Taylor; Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig

 

Inhalt

Eckart Schütrumpf

Aristoteles‘ Essays zur Verfassung — politische Grundkonzeptionen in der

Politik in einer genetisch-analytischen Interpretation. Eine Erwiderung 243

Lucian Kern

Utopischer Utilitarismus

Bernard Bolzano und der Entwurf frühbürgerlicher Institutionen 268

Samuel Salzborn/Sebastian Voigt

Antisemiten als Koalitionspartner?

Die Linkspartei zwischen antizionistischem Antisemitismus und dem Streben

nach Regierungsfähigkeit 290

Zum Thema: Wahlrechtsdebatte in Deutschland

Dieter Nohlen

Zur Reform von Wahlsystemen

Internationale Erfahrungen und der deutsche Fall 310

Stephan Klecha

Zum Zusammenhang von Wahlrechtsreformen und Parteiensystem

Eine Debatte um Henne und Ei 324

Literaturbericht

Robert Chr. van Ooyen

Das Politische der Verfassungsgerichtsbarkeit im Vergleich

Literaturbericht (Fortschreibung) 346

Buchbesprechungen mit Verzeichnis 360

[i] TY – JOUR

AU – Prof. Dr. Maurizio Bach

AU – Prof. Dr. Dr. Manfred Brocker

AU – Prof. Dr. Nils Goldschmidt

AU – Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann

AU – Prof. Dr. Carlo Masala

AU – Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Oberreuter

AU – Prof. Dr. Carsten Reinemann

AU – Prof. Dr. Joachim Scholtyseck

AU – Prof. Dr. Dr. Sabine von Schorlemer

AU – Prof. Dr. Roland Sturm

AU – Salzborn, Samuel

AU – Voigt, Sebastian

DO – 10.5771/0044-3360-2011-3-290

EP – 309

IS – 3

LA – de

PY – 2011

SN – 0044-3360

SP – 290

T1 – Antisemiten als Koalitionspartner? Die Linkspartei zwischen antizionistischem Antisemitismus und dem Streben nach Regierungsfähigkeit

UR – http://dx.doi.org/10.5771/0044-3360-2011-3-290

VL – 58

Y2 – 16.10.2015

T2 – ZfP Zeitschrift für Politik

ER –

[ii] 1 Vgl. exempl. Matthias Brosch/Michael Elm/Norman Geißler/Brigitta Elisa Simbürger/Oliver von Wrochem (Hg.), Exklusive Solidarität. Linker Antisemitismus in Deutschland. Vom Idealismus zur Antiglobalisierungsbewegung, Berlin 2006; Martin W. Kloke, Israel und die deutsche Linke. Zur Geschichte eines schwierigen Verhältnisses, 2. erw. Aufl., Frankfurt 1994; Thomas Haury, Antisemitismus von links. Kommunistische Ideologie, Nationalismus und Antizionismus in der frühen DDR, Hamburg 2002; Andrei S. Markovits, Amerika, dich haßt sich’s besser: Antiamerikanismus und Antisemitismus in Europa, Hamburg 2004; Lars Rensmann, Demokratie und Judenbild. Antisemitismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland, Wiesbaden 2004.

 

[iii] 2 Vgl. hierzu ausführlicher Claudia Globisch, Gegenwärtige linke und rechte Semantiken: Zwischen Antisemitismus, antisemitischem Antizionismus und Israelfeindschaft, in: Karl-Siegbert Rehberg (Hg.), Die Natur der Gesellschaft. Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006, CD-Rom-Anlage, Frankfurt/New York 2008, S. 55785592.

 

[iv] 3 Christine Buchholz, »Im Krieg muss sich Die Linke positionieren«. Interview in: junge Welt vom 15.8.2006.

 

[v] 4 Wolfgang Gehrcke / Jutta von Freyberg / Harri Grünberg, Die deutsche Linke, der Zionismus und der Nahost-Konflikt, Köln 2009; Marcus Hawel 1 Moritz Blanke, (Hg.), Der Nahostkonflikt. Befindlichkeiten der deutschen Linken, Berlin 2010.

 

[vi] 5 Gregor Gysi, »Die Haltung der deutschen Linken zum Staat Israel. Vortrag von Gregor Gysi auf einer Veranstaltung >60 Jahre Israel< der Rosa-Luxemburg-Stiftung« (2008). Dokumentiert auf http://www.hagalii.com/arehiv/2008/04/gysi.htm (Stand: 12.1.2011).

 

[vii] 6 Das Manuskript dieses Beitrags wurde am 15.6.2011 abgeschlossen. Der weiter unten noch genauer vorgestellte Bundestagsfraktionsbeschluss der Partei »Die Linke« zum Thema Antisemitismus konnte mit Blick auf seine Auswirkungen hier noch nicht berücksichtigt werden, da nicht prognostizierbar ist, ob es sich lediglich um eine folgenlose Proklamation oder den Auftakt für eine substanzielle Auseinandersetzung der Linkspartei mit ihrem Antisemitismusproblem handelt.

 

[viii] 7 Lars Rensmann, Demokratie und Judenbild, aaO (FN 1).

 

[ix] 8 Dietmar Bartsch, »Linke will endlich regieren« Interview in: Berliner Zeitung v. 22.12,2010.

 

[x] 9 Davon unbenommen ist die Tatsache, dass sich in fast allen Parteien der Bundesrepublik in der Geschichte immer wieder auch antisemitische Äußerungen finden, die sich aber von der Situation in der Partei »Die Linke« einerseits dadurch unterscheiden, dass sie niemals zur dominanten Strömung geworden sind und andererseits dadurch, dass ihr Bedeutungszuwachs stets öffentlich diskutiert wurde.

 

[xi] 10 Vgl. exempl. Eckhard Jesse / Jürgen P. Lang, »Die Linke« — der smarte Extremismus einer deutschen Partei, München 2008; Uwe Jun 1 Henry Kreikenbom / Viola Neu, Kleine Parteien im Aufwind. Zur Veränderung der deutschen Parteienlandschaft, Frankfurt 2006; Andreas Malycha / Peter Jochen Winters, Geschichte der SED. Von der Gründung bis zur Linkspartei, ZfP 58. Jg. 3/2011

 

[xii] 11 Viola Neu, »Die Linke und Israel« in: Konrad-Adenauer-Stiftung (Hg.), Der Fall der Berliner Mauer: Die deutsche friedliche Revolution und die folgenden zwei, ahrzehnte, Jerusalem 2009, S. 60-75.

 

[xiii] 12 Peter Ullrich, »Neuer Antisemitismus von links? Nahostkonflikt, Antizionismus, Antiserni-tismus und Linke in Großbritannien und der Bundesrepublik« in: Berliner Debatte Initial 19, H. 1-2/2008, S. 57-69,

 

[xiv] 12a Gegen das Bündnis der Kriegstreiber von Linkspartei und Hamas! Solidarität mit Israel! Kundgebung vor dem Karl-Liebknecht-Haus am 12. Juni 2010. Eröffnungsrede von Tjark Kunstreich. In: Bahamas – Aktuell / http://www.redaktion-bahamas.org/aktuell/100612eroeffnungsrede.html

 

[xv] 13 Siehe hierzu demnächst: Maximilian Imhoff, Antisemitismus in der radikalen Linken. Ergebnisse einer quantitativen Befragung, Frankfurt 2011 (i.V.).

 

[xvi] 14 Phyllis Chesler, The new anti-Semitisrn. The current crisis and what we must do ahmt it, San Francisco 2003; Bernd Fechler / Gottfried Käßler / Astrid Messerschmidt / Barbara Schäuble, (Hg.), Neue Judenfeindschaft? Perspektiven für den pädagogischen Umgang mit dem globali-sierten Antisemitismus, hgg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts und der Jugendbegegnungs-stätte Anne Frank, Frankfurt/New York 2006; Walter Laqueur, The changing Face of Antise-mitisrn. From Ancient Times to the Present Day, New York 2006; Doron Rabinovici / Ulrich Speck / Natan Sznaider, (Hg.), Neuer Antisemitismus? Eine globale Debatte, Frankfurt 2004.

 

[xvii] 15 Philipp Gessler, Der neue Antisemitismus. Hinter den Kulissen der Norrnalität, Freiburg/Basel/ Wien 2004, S. 83ff.; Martin W. Kloke, Israel und die deutsche Linke, aaO (FN 1).

 

[xviii] 16 EUMC, »Working Definition of Antisemitism« (2004), in: http://w-vvw.fra.europa.eu/fraWeb-site/material/pub/AS/AS-WorkingDefinition-draft.pdf (deutsche Übersetzung: European Forum an Antisemitism).

 

[xix] 17 Samuel Salzborn, Antisemitismus als negative Leitidee der Moderne. Sozialwissenschaftliche Theorien im Vergleich, Frankfurt/New York 2010.

 

[xx] Antisemitismus, Rassismus und Neonazismus in der DDR: auf: https://psychosputnik.wordpress.com/2015/07/24/antisemitismus-rassismus-und-neonazismus-in-der-ddr/

[xxi] 18 Klaus Kinner, »Die Linke« — Erbe und Tradition. Teil 1: Kommunistische und sozialdemokratische Wurzeln, Berlin 2010; ders., (Hg.), »Die Linke« — Erbe und Tradition. Teil 2: Wurzeln des Linkssozialismus, Berlin 2010. ZfP 58. Jg. 3/2011

 

[xxii] 19 Karl Marx, »Zur Judenfrage« (1844) in: MEW 1, Berlin 1970, S. 347-377, hier: S. 372.

 

[xxiii] 20 Otto Heller, Der Untergang des Judentums. Die Judenfrage, ihre Kritik, ihre Lösung durch den Sozialismus, Wien/Berlin 1931; Walter Mohrmann, Antisemitismus. Ideologie und Geschichte im Kaiserreich und in der Weimarer Republik, Berlin 1972.

 

[xxiv] 21 Vgl. exempl. Edmund Silberner, Kommunisten zur Judenfrage. Zur Geschichte von Theorie und Praxis des Kommunismus, Opladen 1983.

 

[xxv] 22 Eckhardt Fuchs / Günther Fuchs, faccusei Zur Affäre Dreyfus, Mainz 1994.

 

[xxvi] 23 Theodor Herzl, Der Judenstaat, Leipzig/Wien 1896.

 

[xxvii] 24 Michael Löwy, Internationalismus und Nationalismus. Kritische Essays zu Marxismus und »nationaler Frage«, Köln 1999.

 

[xxviii] 25 Karl Kautsky, »Rasse und Judentum« (1914) in: Iring Fetscher, (Hg.), Marxisten gegen Anti-semitismus, Hamburg 1974, S. 87-119, hier: S. 104.

 

[xxix] 26 Ebd.

 

[xxx] 27 Ebd., 5.114.

 

[xxxi] 28 Dan Diner, (Hg.), Zivilisationsbruch. Denken nach Auschwitz, Frankfurt 1996; Theodor W. Adorno / Max Horkheimer, Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente, Amsterdam 1947,

 

[xxxii] 29 Vgl. hierzu ausführlicher Martin W. Kloke, Israel und die deutsche Linke., aaO (FN 1).

 

[xxxiii] 30 Wolfgang Kraushaar, Die Bombe im jüdischen Gemeindehaus, Hamburg 2005.

 

[xxxiv] 31 Zit. n. Eike Geisel, Lastenausgleich, Umschuldung, Berlin 1984.

 

[xxxv] 32 Angelika Timm, Hammer, Zirkel, Davidstern. Das gestörte Verhältnis der DDR zu Zionismus und Staat Israel, Bonn 1997; Sebastian Voigt, »Das Verhältnis der DDR zu Israel« in: Bundeszentrale für politische Bildung, (Hg.), Dossier 60 Jahre Israel (2008) http://www.bpb.de/thernen/XEBFILO,O,DasVerh%E4ltnis_der_DDR_zu_lsrael.html (Stand: 12.1.2011); Anetta Kaliane / Heike Radvan / Anette Leo, »Das hat’s bei uns nicht gegeben!« Antisemitismus in der DDR: Das Buch zur Ausstellung der Amadeu Antonio Stiftung, Berlin 2010; aus linker Perspektive Kurt Pätzold, Die Mär vom Antisemitismus. Mit dem Begleitbuch zur Wanderausstellung »Das hat es bei uns nicht gegeben! — Antisemitismus in der DDR« beginnt ein neues Kapitel der Anti-DDR-Propaganda, Berlin 2010.

 

[xxxvi] 33 Kritisch hierzu Detlef Joseph, Die DDR und die Juden: Eine kritische Untersuchung — mit einer Bibliografie von Renate Kirchner, Berlin 2010.

 

[xxxvii] 34 Zit. n. Wolfgang Wippermann, Faschismustheorien. Die Entwicklung der Diskussion von den Anfängen bis heute, 7. überarb. Aufl., Darmstadt 1997, S. 21.

 

[xxxviii] 35 Arno Lustiger, Rotbuch: Stalin und die Juden, Die tragische Geschichte des Jüdischen Antifa-schistischen Komitees und der sowjetischen Juden, Berlin 1998.

 

[xxxix] 36 Thomas Haury, Antisemitismus von links, aa0 (FN 1).

 

[xl] 37 Ivo Bozic, »Die Entstehung der Mavi Marmara Linken« in: jungle World vom 5.8.2010.

 

[xli] 38 Evan F. Kohlmann, »The Role of Islamic Charities in International Terrorist Recruitment and Financing« DIIS Working Paper no 2006/7, Copenhagen 2006.

 

[xlii] 39 Palestinian Media Watch, Gaza flotillaparticipants created war atmosphere before confronting Israel. Participants chanted Islamic battle cry invoking killing of jews and called for Martyrdom, by Itamar Marcus and Nan Jacques Zilberdik (2010), http://palwatch.org/main.aspx? fi=1578zdoc_ic1=2323 (Stand: 12.1.2011).

 

[xliii] 40 MFA, Israel invites the international flotilla to unload its cargo in Ashdod port, Press release, Jerusalem 2010, http://w-vvw.mf a.gov.il/MFA/About+the+Ministry/MFA+Spokesni an/2010/ Israel-invites-the-international-flotilla-to-unload-its-cargo-in-Ashdod-port-27- May-2010.htm?88f3ee40 (Stand: 12.1.2011).

 

[xliv] 41 Michael Borgstede, »Die Brutalität der Blockadebrecher. Immer mehr Details über Ereignisse auf der Gaza-Flottille — Internationale Untersuchungskommission wahrscheinlich« in: Die Welt vom 7.6.2010.

 

[xlv] 42 Hürriyet, Recovered photos show scenes from Israeli raid an Gaza aid ship (2010), http:// http://www.hurriyetdailynews.com/g.php?g,–558zp=8#gallerytop.

[xlvi] 43 IDF, Close-Up Footage of Mavi Marmara Passengers Attacking IDF Soldiers (2010), http:// http://www.youtube.com/watch?v=gYjkLUcbJWo (Stand: 12.1.2011).

[xlvii] 44 Die Linke, »Pressekonferenz nach der Rückkehr von Inge Höger und Annette Groth aus Israel« (2010), http://w-w-w.youtube.comtwatch?v=uY0c6CZ0MoM (Stand: 12.01.011); kritisch dazu Thomas Vitzthum / Miriam Hallstein / Fabian Wolff, »Wir sind stolz auf Ihren Einsatz. Nach der Kommandoaktion im Mittelmeer dürften sich in der Linken endgültig die radikalen Israel-Kritiker durchsetzen« in: Die Welt vom 2.6.2010.

 

[xlviii] 45 Andrasch Neunert, »Gekidnappt: Ex-MdB Paech über Israels Überfall« (2010), LORA Mün-chen, in: Audioportal Freie Radios, http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=34420 (Stand: 12.1.2011).

 

[xlix] 46 Petra Pau, Brief an die jüdische Gemeinde Bremen vorn 23.6.2010.

 

[l] 47 Inge Höger / Annette Groth / Norman Paech, Offene Antwort an Petra Pau auf ihren Brief an die Bremer Jüdische Gemeinde, Schreiben vom 14.7.2010.

 

[li] 48 Freies Sender Kombinat Hamburg (FSK), »Wie antisemitisch ist die Linkspartei?« (2010), in: Audioportal Freie Radios, http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=35000 (Stand: 12.1.2011).

 

[lii] 49 Report Mainz, Deutsche Linke in einem Boot mit türkischen Islamisten und Rechtsextremisten, Sendung vorn 7.6.2010, Mitschnitt und Teiltranskript unter http://3m.swr.de/report/-/ id=233454/nid=233454/did=6324366/1deci0w/ (Stand: 12.1.2011.).

 

[liii] 50 BT-Drs. 16/7455.

 

[liv] 51 Report Mainz 2010, Deutsche Linke in einem Boot mit türkischen Islamisten und Rechtsextremisten, aa0 (FN 49).

 

[lv] 52 Ulrich W. Sahm, »Nahostkonferenz im Berliner Reichstag: Halms-Sprecher erhält kein deutsches Visum« in hagalil,com vom 23.10.2006, h t tp ://w wvv.ha galil.c om/0 1 ide/ind ex.php ? itemid=23 (Stand: 12.1.2011).

 

 

[lvi] 53 Vgl. »Charta der Hamas« (1988), übersetzt von Matthias Küntzel und R.R.C., in: Jungle World vom 27.11.2002.

 

[lvii] 54 Christine Buchholz, »Im Krieg muss sich Die Linke positionieren« Interview in: junge Welt vom 15.8.2006.

 

 

[lviii] 55 Plenarprotokoll 16/185, S. 19768 D u. 19792 B.

 

 

[lix] 56 Plenarprotokoll 16/185, 5. 19792 B. Bundestages, der die elf Linkspartei-Abgeordneten nicht zustimmten

 

 

[lx] 57 BT-Drs. 16/10775 (neu).

 

[lxi] 58 Armin Pfahl-Traughber, »Eklatanter Fehlgriff. Politiker der Partei Die Linke beruft sich auf rechtsextreme Publikation« in: blick nach rechts vom 31.5.2010.

 

[lxii] 59 Sevim Dagdelen, Sie wissen, dass es nicht stimmt. Stellungnahme zum offenen Brief der Pfr. Barbara von Bremen, Pfr. Thomas Sches und Pfr. Thomas Nessel vom 4.2.2010, Pressemit-teilung vorn 5.2.2010; dies., Erklärung zur Rede von Shimon Peres im Bundestag am 27. Januar 2010, Pressemitteilung vom 5.2.2010.

 

[lxiii] 60 Christine Buchholz, Ich klatsche nicht für ideologische Kriegsvorbereitungen, Pressemitteilung vom 2.2,2010.

 

 

[lxiv] 61 Sahra Wagenknecht, Erklärung zur Rede des israelischen Staatspräsidenten Shimon. Peres im Bundestag am 27. Januar 2010, Pressemitteilung vom 1.2.2010.

 

 

[lxv] 62 Matthias Meisner, »Linke bekennt sich zum Existenzrecht Israels« in: Der Tagesspiegel vom 21.4.2010.

 

 

[lxvi] 63 Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag, Position der Fraktion Die Linke zum Nahost-Konflikt vom 20.4.2010.

 

 

[lxvii] 65 Hartmut Braun, »Die Linkspartei im Dauerstreit« in: Neue Westfälische vom 30.6.2010.

 

 

[lxviii] 66 Erika Zernaitis, Für kulturelle Vielfalt und Gleichbehandlung. Kommentar zum Artikel in der NW am 30.6.2010 zu Abstimmung über zusätzlichen Zuschuss zur Synagoge, Pressemitteilung vom 2.7.2010.

 

 

[lxix] 67 Erika Zernaitis, zit. n. Die Linke Herford, Die Linke Herford für ein yesidisches Kulturzentrum, Pressemitteilung vorn 11.4.2010.

 

 

[lxx] 68 Erika Zemaitis, Für kulturelle Vielfalt und Gleichbehandlung, aaO (FN 67).

 

 

[lxxi] 69 Norbert Holst, »Ein Transparent macht sprachlos. Angst vor Antisemitismus-Welle: Jüdische Gemeinde sucht Gespräch mit dem Senat«, in: Weser-Kurier vom 16.6.2010.

 

 

[lxxii] 70 Am Strohmeyer, »So viel Chuzpe macht sprachlos. Offener Brief auf den Weser-Kurier-Artikel vom 16. Juni 2010 über die Demonstration auf dem Bremer Marktplatz gegen Israels Überfall auf den Gaza Schiffskonvoi« (2010), http://www.dielinke-bremen.de/ncipoliük/ak-

tuell/detail/archiv/2010/juni/zurueck/archiv/artikel/heftige-diskussionen- antisemitismus-antiislamismus/ (Stand: 12.1.2011).

 

 

[lxxiii] 71 Pascal Beucker, »Antisemitismus bei Duisburger Linkspartei: >Wahrheit macht frei!<« die tageszeitung vom 28.4.2011; Matthias Meisner, »Studie sieht Zunahme von Antisemitismus bei der Linken« Der Tagesspiegel vom 20.5.2011.

 

 

[lxxiv] 72 Henryk M. Broder: »Das Problem einer Linken mit lebenden Juden« Welt Online vom 13.5.2011.

 

 

[lxxv] 73 Inge Höger, »Vertreibung, Flucht, Besetzung, Blockade — Die Politik Israels von der Nakba bis zur Mavi Marmara« Papier vom 25.1.2011, abrufbar unter http://www.inge–hoeger.de (Stand: 24,5,2011; inzwischen gelöscht),

 

 

[lxxvi] 74 Jan-Philipp Hein, »Ein verdrängtes Problem. In der Partei Die Linke äußern sich regelmäßig Antisemiten« in: Frankfurter Rundschau vom 19.5.2011.

 

 

[lxxvii] 75 Parteivorstand Die Linke, Linke weist Antisemitismus-Vorwürfe zurück, Pressemitteilung vom 22.5.2011.

 

 

[lxxviii] 76 Deutscher Bundestag, 110. Sitzung vom 25.5.2011, TOP ZP 1 Aktuelle Stunde: Untersuchun-gen zu möglichem Antisemitismus in der Partei Die Linke.

 

 

[lxxix] 77 Palästina Arbeitskreis mit Unterstützung von Die Linke und dem Hamburger Forum für Völ-kerverständigung und weltweite Abrüstung, Die Einstaatenlösung. Einladungsschreiben zu ei-ner Diskussions- und Informationsveranstaltung (Flugblatt), Hamburg 2011.

 

 

[lxxx] 78 Die Linke Bundestagsfraktion: Entschieden gegen Antisemitismus, Pressemitteilung vom 8.6.2011.

 

 

[lxxxi] 79 Jan-Philipp Hein, »Linke vor Spaltung?« in: Frankfurter Rundschau vom 10.6.2011.

 

 

[lxxxii] 80 Petra Pau: Linke und Antisemitismus. Klarstellung war überfällig, Pressemitteilung vom 11.6.2011.

 

 

[lxxxiii] 81 Philip Kuhn, »Studie enthüllt Antisemitismus in der Linkspartei« in: Die Welt vom 19.5.2011.

 

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Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

Psychoanalytische Arbeitsstation

refuse-service

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

Be patient, work hard, follow your passions, take chances and don’t be afraid to fail.
I think for food

molon labe

Die Kontrolle über die unkontrollierte Masseneinwanderung haben sich Einwanderer erkämpft.

Es gilt die Gesinnung, nicht die Realität«Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus.‘ Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus.» – Ignazio Silone
«Antifa ist die linke Ausprägung des Faschismus. Sie ist also selbst das, was sie vorgibt zu bekämpfen.»

Sklaven träumen nicht davon, freie Menschen, sondern Sklavenhalter zu werden.

„Wer widerspricht, wird nicht widerlegt, sondern zum Schweigen gebracht.“ – Norbert Bolz

„Die Sprache ist im Guten wie im Schlechten nicht mehr Medium der Erkenntnis, sondern der kulturellen Hegemonie. (..) Wo sich statt Antagonismen Spannungsfelder auftun, hat der Geist bereits kapituliert. (…) Eine Welt, in der alle einander wechselseitig als kompatibel anerkennen und stets »das Gemeinschaftliche im Auge behalten«, kann schwerlich etwas anderes als die Hölle auf Erden sein. (…) Die Beliebigkeit ist also nicht harmlos, sondern hat hier wie auch sonst ein bestimmtes Ziel: die Zerstörung individueller Urteilskraft zugunsten einer Logik der »Anerkennung«, in der jeder Lüge Recht gegeben und jede triftige Erkenntnis in die Schranken ihres »Standorts« verwiesen wird.“ – Magnus Klaue

„Hochverrat ist eine Frage des Datums“ – Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord

Die Skandalisierung eines Skandals ist eine in deutschen Medien meisterhaft beherrschte Disziplin.

„Es ist eine alte Weisheit, dass Macht stets die Verführung mit sich bringt, sie zu missbrauchen.“ – Wolfgang Schmidbauer

„C.G.Jung war ein psychoanalytischer Faschist, ein faschistisch schäumender Psychoanalytiker. “ – Ernst Bloch

„Die tatsächlich bestehenden und einsichtigen Leuten schon längst bekannten Verschiedenheiten der germanischen und jüdischen Psychologie sollen nicht mehr verwischt werden, was der Wissenschaft nur förderlich sein kann“ (…) „Die Gesellschaft (die Internationale Allgemeine Ärztliche Gesellschaft für Psychotherapie (IAÄGP). Anm.JSB) setzt von allen ihren schriftstellerisch und rednerisch tätigen Mitgliedern voraus, daß sie Adolf Hitlers grundlegendes Buch ›Mein Kampf‹ mit allem wissenschaftlichen Ernst durchgearbeitet haben und als Grundlage anerkennen. Sie will mitarbeiten an dem Werke des Volkskanzlers, das deutsche Volk zu einer heroischen, opferfreudigen Gesinnung zu erziehen.“ C.G.Jung

„Ich weiß nicht, was passieren muss, bis endlich was passiert.“
„Ulrike Maria Stuart“ von Elfriede Jelinek

„Auch der sublimste erkenntnistheoretische Idealismus führt unweigerlich zum Solipsismus, zur Vergottung des Ichs, einer Elite, einer Rasse und endet schließlich im blutigsten Imperialismus.“ John F. Rottmeister

„Alles, was noch nicht gewesen ist, ist Zukunft, wenn es nicht gerade jetzt ist.“ – Angela Merkel 

Psychoanalyse ist eine Erhebung über die Situation. Von oben hat man bessere Aussicht.

„Kritische Theorien, wie die Freudsche, artikulieren eine Erfahrung, die mit den jeweils herrschenden Denk- und Wahrnehmungsweisen unvereinbar ist. Gerade in dem, was der Konvention als unbrauchbar, als Abfall gilt und wovon in Wissenschaft und Lebenspraxis methodisch abgesehen wird, entdecken die Revolutionäre der Denkart das Neue, das ei¬ne bestehende Einrichtung des Lebens in Frage stellt. Indem sie an das Ausgegrenzte und erfolgreich Vergessene erinnern, markieren sie den Mangel der Ordnung, die über dem Grab der verworfenen Alternativen triumphierend sich erhebt. Und das dem Status quo verschworene Kollektiv stempelt solche Alchimisten, die aus Dreck Gold zu machen schei¬nen, stets zu Außenseitern6 . Aus der Erfahrung dessen, was den vorherrschenden, institutionalisierten Zwecken widerstrebt, erschüttern die Neuerer deren fraglose Geltung.“ – Helmut Dahmer

Die Umwälzung nach 1945  führte nicht zur Überwindung des Nationalsozialismus  als Ideologie der deutschen Volksgemeinschaft, sondern rief lediglich die eitle Illusion hervor, daß mit der Kritik am Nationalsozialismus das nationalsozialistische Dünken selbst und seine innere Konflikthaftigkeit mit dem Judentum überwunden sei.

„Wie es Tatbestände gibt, die die Sinne in die Irre führen, wie im Fall der optischen Täuschung, so gibt es welche, die die unangenehme Eigenschaft haben, dem Intellekt Schlüsse zu suggerieren, die gleichwohl falsch sind.“ – Christoph Türcke

Das Geschlecht ist ein sozialer Konstrukt? Berg, Tal, See und das Meer auch!

Bereits Marx diagnostizierte den Deutschen das Umkippen von Ideologie in Wahn und Lüge. Wie gegenwärtig der Fall ist, neigen die Deutschen zu Ausbrüchen des kollektiven Wahns, der Massenpsychose mit zunehmendem Realitätsverlust.
Der Wahn ist kurz, die Reue lang, pflegte meine Großmutter zu sagen.

Nach dem I. Psychosputnik-Gesetz verwandelt sich der frei florierende Zynismus ab gewissem Verdichtungsgrad seiner Intensität in hochprozentige Heuchelei, analog zu einer atomaren Kernschmelzereaktion. Diesen Prozess der zunehmenden Zynismuskonzentration mit anschliessender Explosion der Heuchelei kann man sehr deutlich gegenwärtig in Deutschland beobachten. Das Denken ist weggeblasen, pulverisiert, das (Hoch)Gefühl ist voll an seine Stelle getreten.

»Indem (der gesunde Menschenverstand) sich auf das Gefühl, sein inwendiges Orakel, beruft, ist er gegen den, der nicht übereinstimmt, fertig; er muß erklären, daß er dem weiter nichts zu sagen habe, der nicht dasselbe in sich finde und fühle; – mit anderen Worten, er tritt die Wurzel der Humanität mit Füßen. Denn die Natur dieser ist, auf die Übereinkunft mit anderen zu dringen, und ihre Existenz nur in der zustande gebrachten Einheit der Bewußtseine. Das Widermenschliche, das Tierische besteht darin, im Gefühle stehenzubleiben und nur durch dieses sich mitteilen zu können.« – G.W.F. Hegel, Phänomenologie des Geistes

„Die Verschleierung eigener Positionen durch Zitate und Zitatselektion dient dazu, eigene Positionen unkenntlich zu machen.“ – Ursula Kreuzer-Haustein

„Die Neurose ist das Wappen der Kultur.“ – Dr. Rudolf Urbantschitsch, Seelenarzt; „Sehr schön, aber es laufen derzeit schon weit mehr Heraldiker als Adelige herum.“ – Karl Kraus, Schriftsteller

„Zuerst verlieren die Menschen die Scham, dann den Verstand, hernach die Ruhe, hierauf die Haltung, an der vorletzten Station das Geld und zum Schluß die Freiheit.“ – Karl Kraus

„Ausbeutung heißt Beute machen, sich etwas durch Gewalt aneignen, was nicht durch eigene Arbeit geschaffen wurde, sich etwas nehmen, ohne Gleichwertiges zurückzugeben – Maria Mies

»Die Psychoanalyse ist eine Panne für die Hierarchie des Denksystems« – Pierre Legendre

Psychoanalyse entwickelt sich nicht weiter, weil sie nicht angewandt wird, es wird nur über sie gesprochen.

»Sie wissen, daß der Kampf des wissenschaftlichen Geistes gegen die religiöse Weltan­schauung nicht zu Ende gekommen ist, er spielt sich noch in der Gegenwart unter unseren Augen ab … Die erste Einwendung, die man hört, lautet, … die Wissenschaft ist zur Be­urteilung der Religion nicht zuständig. Sie sei sonst ganz brauchbar und schätzenswert, solange sie sich auf ihr Gebiet beschränkt, aber die Religion sei nicht ihr Gebiet, da habe sie nichts zu suchen … Die Religion darf nicht kritisch geprüft werden, weil sie das Höch­ste, Wertvollste, Erhabenste ist, was der menschliche Geist hervorgebracht hat, weil sie den tiefsten Gefühlen Ausdruck gibt, allein die Welt erträglich und das Leben lebenswür­dig macht … Darauf braucht man nicht zu antworten, indem man die Einschätzung der Religion bestreitet, sondern indem man die Aufmerksamkeit auf einen anderen Sachver­halt richtet. Man betont, daß es sich gar nicht um einen Übergriff des wissenschaftlichen Geistes auf das Gebiet der Religion handelt, sondern um einen Übergriff der Religion auf die Sphäre des wissenschaftlichen Denkens. Was immer Wert und Bedeutung der Religion sein mögen, sie hat kein Recht, das Denken irgendwie zu beschränken, also auch nicht das Recht, sich selbst von der Anwendung des Denkens auszunehmen … Eine auf die Wissen­schaft aufgebaute Weltanschauung hat außer der Betonung der realen Außenwelt wesent­lich negative Züge, wie die Bescheidung zur Wahrheit, die Ablehnung der Illusionen« (Freud, 1933, S. 182 ff. und S. 197).

„Freuds »Religions«-Kritik galt den »Neurosen« genannten Privatreligionen (Heiraten, romantische Liebe, Gier, Ethik und Moral, etc. Anm. JSB) ebenso wie den kollektiven (Nation, Gutmenschen, Sport, etc. Anm. JSB);“ – Helmut Dahmer

Freud prognostizierte, die bestehende Gesellschaft werde an einem Übermaß nicht absorbierba­rer Destruktivität zugrundegehen. (sofern nicht »Eros« interveniere (Eros ist nicht Ficken, sondern Caritas. Anm. JSB)).

„Wer dem Kult der »Werte« frönt, kann unsanft erwachen, wenn im Kampf der Klassen und Parteien, von dem er sich fernhält, Gruppen obsiegen, auf deren Pro­gramm eine »Umwertung der Werte«, z. B. die Aufwertung von »Un­werten« steht.“ – Helmut Dahmer

»Hinsichtlich der allgemeinen nervlichen Belastung wirkte die Lage im Dritten Reich auf den psychischen Zustand des Volkes ziemlich ambivalent. Es unterliegt kaum einem Zwei­fel, daß die Machtergreifung zu einer weitverbreiteten Verbesserung der emotionalen Ge­sundheit führte. Das war nicht nur ein Ergebnis des Wirtschaftsaufschwungs, sondern auch der Tatsache, daß sich viele Deutsche in erhöhtem Maße mit den nationalen Zielen identifizierten. Diese Wirkung ähnelte der, die Kriege normalerweise auf das Auftreten von Selbstmorden und Depressionen haben. (Das Deutschland der Nazizeit verzeichnete diese Erscheinung zweimal: nämlich 1933 und 1939.) Aber gleichzeitig führte das intensi­vere Lebensgefühl, das von der ständigen Stimulierung der Massenemotionen herrührte, auch zu einer größeren Schwäche gegenüber dem Trinken, Rauchen und Vergnügungen« – Richard Grunberger

Von Anfang an hat­te Hitlers Regime auch den Anstrich der Rechtmäßigkeit

„Die psychiatrischen Truppen der »kaiserlichen deutschen Psychiatrie« (Alexander und Selesnick, 1966, S. 214) jedoch, die 1914 ins Feld zogen, bekriegten immer noch die Krankheit, den äußeren Eindringling in ein gesundes System, und nicht die Neurose, das innere Ungleichgewicht zwischen Psychodynamik, Umwelt und Geschichte.“ – Geoffrey C. Cocks (Diese Einstellung herrscht bis heute in der deutschen Psychotherapie und findet explosionsartige Vermehrung im KOnzept der sog. „Traumatisierung“. Anm- JSB)

Der Plural hat kein Geschlecht.

„Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.“ -Albert Einstein

„Der psychoanalytische Bei­trag zur Sozialpsychologie der jüngsten Vergangenheit (und Gegenwart Anm.JSB) und ihrer Verar­beitung ist heute ebenso unerwünscht wie die Libidotheorie zu Anfang des Jahrhunderts.“ – I.Kaminer

»Ein böses und nur durch Unkenntnis gerechtfertigtes Mißverständnis ist es, wenn man meint, die Psychoanalyse erwarte die Heilung neurotischer Beschwerden vom >freien Ausleben< der Sexualität. Das Bewußtmachen der verdrängten Sexualgelüste in der Analyse ermöglicht vielmehr eine Beherrschung derselben, die durch die vorgängige Verdrängung nicht zu erreichen war. Man kann mit mehr Recht sagen, daß die Analyse den Neurotiker von den Fesseln seiner Sexualität befreit.« – Sigmund Feud, Gesammelte Schriften«, Band XI, S. 201 ff.)

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Liebe: nur bestenfalls eine Mutter akzeptiert ihr Kind, so wie es ist, ansonsten muß man Erwartungen anderer erfüllen, um akzeptiert zu werden.

Früher galt als mutig, wer ein Revolutionär war, heute reicht es schon, wenn einer seine Meinung behält.

“Jeder fünfte Bewohner des Westjordanlandes ist ein israelischer Siedler”, greint die Generaldelegation Palästinas heute auf ihrer Homepage.
Und jeder fünfte Bewohner Israels ist ein palästinensischer Araber.
So what?

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

„Sagen Sie meiner Mutter nicht, daß ich in der Werbung arbeite. Sie denkt, ich bin Pianist in einem Bordell.“ – Jacques Seguela

BILD: FAZ für Hauptschüler

Wer „ich will frei sein“ sagt, und es sagen viele, der ist ein Idiot. Denn das höchste was der Mensch als Freiheit haben kann, ist die Freiheit, seine Pflicht frei zu wählen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Nonkonformistische Attitüde und affirmative Inhalte – einer Kombination, die schon immer die linksdeutsche Ideologie gekennzeichnet hat. – Stephan Grigat

Es sind dieselben, die behaupten, das Geschlecht wäre nicht biologisch angeboren, sondern nur ein soziales Konstrukt, und zugleich daß die Homosexualität kein soziales Konstrukt wäre, sondern biologisch angeboren.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

„Es gibt zwei Dinge“, so wußte Hitler schon 1923, „die die Menschen vereinigen können: gemeinsame Ideale und gemeinsame Kriminalität“ .

Nach der gewaltsamen Beendigung des Mordens durch die Alliierten waren die Deutschen (und sind es bis heute geblieben) noch deutscher als zuvor.

„Der Staat sind wir“: Dies Credo der Sozialdemokratie Ferdinand Lassalles war die Wahrheit der Volksgemeinschaft, und der Nazismus war die vermittlungslose Basisdemokratie der Deutschen.

Die Demokratie der Bürger ist die interessierte Demutsadresse an den autoritären Staat.

„Die deutsche Nation ist das Apriori dieser seltsamen Wissenschaft, die

vorgibt, nichts zu kennen als Quellen, Quellen und nochmals Quellen, nichts als das

lautere Plätschern der Tatsachen und das ungetrübte Sprudeln der Empirie. Die

Quelle aber ist der Historie, was der Jurisprudenz das Indiz: Spielmaterial, bloße

Illustration des Systemzwangs zum Rechtsfrieden, d.h. empirische Legitimation der

vorab existenten letzten Instanz, an der jede Berufung aufhört und jede Revision

endet. Egal, wer Recht hat, solange nur Recht ist; was immer die Quellen sagen,

ein Beweis gegen die Nation wird sich daraus nie und nimmer folgern lassen.“ (…)

„Historische Wahrheit wird nach dem Modell von Meinungsumfragen vorgestellt;

kein Sample jedoch wird je repräsentativ genug sein,

um der deutschen Nation als solcher die Taten der Nazis zuzurechnen.

Die juristische Methode dieser seltsamen Wissenschaft, die sich die Behandlung der

Geschichte anmaßt, weiß so überaus sorgfältig zwischen Intention und Resultat zu

scheiden, daß der einzig noch mögliche Weg historischer Wahrheitsgewinnung, der

allerdings leider ausgeschlossen ist, Psychoanalyse wäre.“ – Joachim Bruhn

Da die Psychoanalyse heute auch nur noch ein korruptes Racket ist, würde sie nicht helfen.

 Der Himmel, wenn er sich schon öffnet, zitiert sich am liebsten selbst. 

Je verkommener eine menschliche Kreatur, desto eher fühlt sie sich beleidigt, respektlos behandelt, in ihrer Ehre verletzt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Der religiöse Rassismus der Islamisten, der den völkischen Rassismus der Nazis ersetzt hat, erklärt Allah zum Führer und die Jihadisten zu seiner privilegierten Kampftruppe: Wenn man so will, zu Allahs SS. Der Zusammenhalt dieser Kampftruppe wird über die Jenseitserwartung von Hölle und Paradies, also über das Instrument der religiösen Angst, sichergestellt. Diese Selbstbildfantasie der Islamisten ist mit ihrer (zumeist antijüdischen) Feindbildfantasie untrennbar verknüpft. – Matthias Küntzel

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten. Es sind Sozio-, Pädago- und Psychokratien, Rackets, die Erkenntnis nicht fördern, sondern verhindern.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
„Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett „antideutsch“ nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur „normale“ kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“– Hans Dieter Hüsch

Es gibt zweierlei Ethik: die moralische, der die Realität egal ist und die der Verantwortung, die reale Folgen der ethischen Forderungen berücksichtigt. Die erste ist gut gemeint, die zweite ist gut gemacht.

Was dem einen seine Souveränität, ist dem anderen seine Eigenmächtigkeit.

Das Schöne am Euro war, dass die Gewinner immerzu gewinnen konnten, ohne dass ihnen gleich die Quittung präsentiert wurde. Denn sie verdienen ja am Ausland, was heißt, eigentlich ein im Maße des Verdienens zunehmend schlechtes Geld – das ist durch den Euro aufgehoben worden: Man konnte ständig an einer anderen Nation verdienen, ohne dass das Geld dieser Nation darunter gelitten hat, weil sie gar kein eigenes hat. Der Wert dieses Geldes repräsentiert nicht die Leistungsfähigkeit dieser Nation. So hat der Euro von dem innereuropäischen Verdienen aneinander sogar noch gelebt; er hat vor der Krise absurderweise nur den Konkurrenzerfolg der Gewinner repräsentiert.

— Das ist ja mit der Idylle charakterisiert. Dass zunächst mal alle Seiten Gewinner des neu eingeführten Euro waren. Auch die, die ihre vergleichsweise Weichwährung gegen den Euro getauscht haben und damit auf einen Schlag Kredit zu ganz anderen Konditionen und Möglichkeiten hatten. Insofern waren die späteren Verlierer erst mal auch Gewinner.

Kein Nazifaschist hat je wirklich geglaubt, er bezöge die Ermächtigung seiner Ansprüche aus dem Teutoburger Wald; keiner seiner demokratischen Erben hat jemals tatsächlich gedacht, ihnen erwüchse Legitimität im Resultat des “Lernens aus der Geschichte”; niemals war ein Sozialist der Ansicht, es sei die famose “Befreiung der Arbeit” und nicht vielmehr das Recht auf Beute, was seine Politik im Interesse der Arbeiterklasse motivierte. Und keinesfalls erwächst den Palästinensern irgendein Recht aus der Tatsache, daß sie zuerst da waren. Einer Gesellschaft, der Hunger kein Grund ist zur Produktion, kann auch das Leiden kein Grund sein zur Solidarität. Es ist die Ideologie, die mit der Unmittelbarkeit des Leidens agitiert, die aus dessen fragloser Evidenz Sinn zu schlagen sucht, sei es im Sinne von Caritas oder Amnesty International, sei es im Sinne der Freunde des palästinensischen Volkes für den Israelhaß der Antisemiten wie für den Islamfaschismus dieses Volkes. Ariel Scharon jedenfalls, der Zionist und praktische Antifaschist, ist dem aufgelösten Rätsel der Geschichte näher als die deutsche Linke, deren “Antifaschismus” sich als Aufstand der Anständigen à la Gerhard Schröder oder als Solidarität mit dem palästinensischen Volk ausagiert. (…) Im Wesen Israels als des ungleichzeitigen Staates der Juden liegt es aber nicht nur, Reaktion auf den Verrat an Aufklärung und Weltrevolution, nicht nur, Notwehrversuch gegen den Nazifaschismus und Asyl zu sein. Sondern eben auch, daß die üblichen Muster der bürgerlichen Rollenverteilung – hier das Gewaltmonopol des bürgerlichen Staates im allgemeinen und dort die Personen, die die Regierungsausübung im besondern besorgen – für den israelischen Staates aufgrund seiner Konstitutionsbedingungen keine Geltung mehr hat. Was sich unter anderem darin zeigt, daß diese “Kritiker” der israelischen Regierungspolitik für den faschistischen Mob und die Behörden, die Selbstmordattentäter belohnen, Verständnis aufbringen (Folge von Besatzung und Ausbeutung), dagegen für den Versuch, die militärische Infrastruktur der Gegner Israels zu zerschlagen, am liebsten die Begriffe Auslöschung oder Ausrottung der palästinensischen Bevölkerung im Munde führen. Wie hinter der treudoofen Frage, ob es nicht möglich sein müsse, Spekulanten als das zu bezeichnen, was sie sind, ohne gleich als antisemitisch zu gelten, so verbirgt sich hinter der treulinken Frage, ob nicht auch in Israel, weil es sich auch dort um eine bürgerliche Gesellschaft handele, Faschismus möglich sei, die Erkenntnis dieser Fusion in verquerer und verschrobener Gestalt. Verquer, weil ja gerade erklärt werden sollte, wie Israel, dieser Fusion zum Trotz, eine parlamentarische Demokratie ist und bleibt; verschroben, weil diese Einheit von Staat und Regierung im Übergang von einem unerträglichen Alten (die Vernichtungsdrohung) zum noch nicht erreichten Neuen (die herrschaftslose Gesellschaft) ja doch den Inbegriff dessen ausmacht, was einmal als “Diktatur des Proletariats”, als Emanzipationsgewalt und organisierte politische Macht der Revolution, auch und gerade auf den roten Fahnen stand. In Anbetracht der Grundidee des Staates Israel, vor dem Hintergrund der linken Staatsmythen, betreffend die “Diktatur des Proletariats”, muß jede Beurteilung der Handlungen der Regierungsvertreter auch die völlig andere Qualität dieses Staates, verglichen mit allen anderen, deutlich werden lassen. (…)

Wenn diese Linke über Israel schwadroniert, dann hört sich das nicht minder grausig an. Dabei liegt der Zusammenhang zwischen dem Antisemitismus und dem Vernichtungswillen gegen die zum Staat gewordene bürgerliche Gesellschaft der Juden, gegen Israel, eigentlich auf der Hand: Der sogenannte Antizionismus stellt nichts anderes dar als die geopolitische, globalisierte Reproduktion des Antisemitismus, das heißt die Erscheinungsform, die er in Weltmarkt und Weltpolitik nach Auschwitz annehmen muß. Der Antizionismus ist der aus den kapitalisierten Gesellschaften in die Welt herausgekehrte Antisemitismus. So ist Israel der Jude unter den Staaten; die Verdammung des Zionismus als eines “Rassismus” durch die UNO gibt es zu Protokoll. Das macht: die moralische Verurteilung der menschlichen Unkosten der Konstitution bürgerlicher Staatlichkeit allein am Beispiel Israels führt vor Augen, was die Welt der Volksstaaten vergessen machen will – daß die Zentralisation der politischen Gewalt über Leben und Tod keineswegs die natürliche Organisationsform der Gattung Mensch darstellt, sondern Ausdruck eben von Herrschaft und Ausbeutung. Dabei ist Israel – und das macht die Kritik an diesem Staat so perfide und muß deshalb immer wieder gesagt werden – der einzige Staat dieser Welt, der für sich eine nicht zu bezweifelnde Legitimität beanspruchen kann. Israel, das ist der ungleichzeitige Staat, der entstanden ist sowohl als Reaktion auf das Dementi aller Versprechungen der bürgerlichen Nationalrevolution, sowohl als Antwort auf den stalinistischen Verrat an der kommunistischen Weltrevolution als auch als zu spät gekommene Notwehr gegen den Massenmord an den europäischen Juden. (…) Israel ist das Schibboleth jener doch so naheliegenden Revolution; es ist der unbegriffene Schatten ihres Scheiterns. Israel ist das Menetekel, das zum einen (und ganz unfreiwillig) die kategorischen Minimalbedingungen des Kommunismus illustriert, und das zum anderen sämtliche Bestialitäten zu demonstrieren scheint, zu denen der bürgerlich-kapitalistische Nationalstaat fähig ist. Wer Israel nicht begriffen hat, wer den Haß auf diesen Staat, den Antizionismus, und wer den Antisemitismus, das heißt den Vernichtungswillen sowohl gegen die in diesem Staat lebenden als auch gegen die kosmopolitisch verstreuten Juden, nicht begriffen hat als das, was Antisemitismus wesentlich darstellt: den bedingungslosen Haß auf die Idee einer in freier Assoziation lebenden Gattung, der hat den Kommunismus nicht als das “aufgelöste Rätsel der Geschichte” begriffen. –

 Der ostentative Muslimeifer aber, der sich im Alltag mancher ‚Allahu-Akbar‘-Brüller vielleicht doch sehr in Grenzen hält, findet im blanken Judenhass unverhoffte Nahrung, wo ihnen unter unendlich öden Koranrezitationen und geistlosen, absurden Vorschriften längst das bisschen ungeglaubten Glaubens zwischen den Fingern zerrann und ihr Muslimsein kaum je mehr ist als das typisch dauerbeleidigte, immer schon jeder Verantwortung ledige Gruppengefühl. Überhaupt will jeder Eifer – insbesondere der aktuelle, rasende Eifer des weltweit angreifenden Islam – den Stachel eines weniger drohenden als hinterrücks längst geschehenen Glaubensverlustes kompensieren.“ Mit anderen Worten: Muslime wurden nicht für ihr abstraktes Muslimsein kritisiert, sondern dafür, was – global betrachtet – die Mehrheit konkret darunter versteht: Die von Gott gegebene Ermächtigung zu Terror, Entrechtung, Antisemitismus. Wer differenziert, sollte nicht unerwähnt lassen, dass Osama bin Laden, Hassan Nasrallah und wie all die schrecklichen Figuren so heißen, in der muslimischen Welt als Helden gefeiert werden – und zwar nicht von einer minoritären Sekte, sondern von Millionen Muslimen, auch in Deutschland. (,,) Der unfreiwillige und verborgene Essentialismus der Postmoderne macht das Begreifen unmöglich, weil er die Beziehung zwischen Allgemeinem, Besonderem und Einzelnem nicht mehr zu thematisieren vermag. Wenn nur noch Vielfalt herrscht und Einzelnes und Allgemeines gewaltsam auseinandergerissen werden, bleibt die Verstandesleistung des begreifenden Subjekts auf der Strecke und die scheinbar ursprüngliche Differenz wird zum Mythos. Nicht nur dem Begriff des Allgemeinen, das ja ein noch einzulösendes ist, wird Gewalt angetan, auch dem Besonderen, dessen Unglück darin besteht, nur ein Besonderes zu sein, und das sich, weil es kein versöhnendes Ganzes gibt, dem schlecht-Allgemeinen, dem Racket nämlich, anschließen muss. – JAN HUISKENS

„Vernunft und Rationalität sind in dieser durchmedialisierten Welt chancenloser denn je. Ein unangenehmer Typ „Heckenschütze“ terrorisiert die Gesellschaft. Seine aktuelle Waffe: Der Phobienvorwurf.“ – Bettina Röhl

„Man wähnt, wenn man nach wissenschaftlichen Regeln sich richtet, dem wissenschaftlichen Ritual gehorcht, mit Wissenschaft sich umgibt, gerettet zu sein. Wissenschaftliche Approbation wird zum Ersatz der geistigen Reflexion des Tatsächlichen, in der Wissenschaft erst bestünde. […] Je tiefer man ahnt, daß man das Beste vergessen hat, desto mehr tröstet man sich damit, daß man über die Apparatur verfügt.“ (Theodor W. Adorno, Philosophie und Lehrer, AGS 10.2, 491)

„Vieles, was im Sinne von Foucaults »Mikrophysik der Macht« populär werden sollte; also die Erkenntnis, daß Macht nicht pyramidal hierarchisch, sondern durch sämtliche gesellschaftliche Bereiche hindurch wirkt, findet sich bereits in der Medizinkritik der Kritischen Theorie. Daß diese Thesen häufig übersehen wurden, mag daran liegen, daß sich Horkheimers entscheidende Äußerungen über Medizin und Psychiatrie nicht in den breit rezipierten Hauptwerken finden, sondern über die Gesamtausgabe verstreut sind. Wiemer suchte sie zusammen und zeigt, wie Horkheimer anhand der Medizin einen wesentlichen Charakterzug des modernen Kapitalismus ausmachte. Mediziner funktionieren laut Horkheimer wie fast jede wirtschaftliche Gruppe im Sinne eines Rackets. »Ein Racket«, erklärt er, »ist eine unter sich verschworene Gruppe, die ihre kollektiven Interessen zum Nachteil des Ganzen durchsetzt.« Allgemein betrachtet heißt das, daß sich die Klassengesellschaft in eine »neofeudale« Struktur verwandelt hat, innerhalb der Interessenverbände »nach dem Prinzip der Selbsterhaltung und der Machtakkumulation« funktionieren. Diesen Wandel macht Horkheimer an den Medizinern fest; und alles, was Horkheimer in seiner Kritik aussparte, von den Krankenversicherungen bis zum Pfusch in Krankenhäusern, wird von Carl Wiemer polemisch auf den neuesten Stand gebracht“  – Max Horkheimer

 

„Ein Shitstorm hat auch seine positive Seite. Da politisch korrekte Gülle meist in Richtung Originalität, Kreativität und Intelligenz geworfen wird, fliegt sie oft genug auf Leute, die zu lesen wirklich lohnt.“ – Evidenz-basierte Ansichten

Eine Frau wird als Frau geboren. ein Mann muß erst ein Mann werden.
Keine Paternalisierung, sondern fortschreitende Maternalisierung. Die Feminisierung und Genderisierug marginalisiert und zerstört die Vaterposition in den modernen »Gesellschaften«, die Vaterrolle erlitt allgemeine Degradierung, die Kanonisierung der Homosexulität im Speziellen und der sexuellen Diversität im Allgemeinen tilgt die noch übriggebliebenen Spuren einer Männlichkeit restlos aus, die nur noch als Schimpfwort der angeblichen „Paternalisierung“ im Jargon der Medien herumgeistert.

„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

Post-Pop-Epoche: der Sieg der Mode über die Sitten.

„Wir brauchen schadhafte Gebäude, durch deren geborstene Wände man hindurch­ sehen kann, um wenigstens einen Anfang zum Denken zu gewinnen.“ – Victor Tausk

„Was man in römischer Zeit das »Abendland« und später »Europa« nennen wird, ist die politische Konsequenz des individualistischen Martyriums, das ein gesprächsfreudiger Stadtstreicher auf sich nahm, um die Legitimität des im universalistischen Dialekt vorgebrachten Neuen gegen die entkräfteten lokalen Sitten zu demonstrieren.“ – Peter Sloterdijk

„Was nützt einem die Gesundheit wenn man ansonsten ein Idiot ist.“ – Theodor Adorno

„Ich bin eine Feministin. Das bedeutet, daß ich extrem stark behaart bin und daß und ich alle Männer haße, sowohl einzelne als auch alle zusammen, ohne Ausnahmen.“Bridget Christie

„Die Tragödie isolierter persönlicher Leidenschaften ist für unsere Zeit zu fade. Aber weshalb? Weil wir in einer Epoche der sozialen Leidenschaften leben. Die Tragödie unserer Epoche ist der Zusammenstoß der Persönlichkeit mit dem Kollektiv.“ –  LeoTrotzki 1923

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Love: only, and not always, a mother loves her child, just as it is, otherwise you have to meet the expectations of others, to be accepted.

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

They are the same who claim the sex/gender would not be biologically innate, but only a social construct, and at the same time that homosexuality was not a social construct, but biologically innate.

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

„There are two things,“ said Hitler in 1923, „which can unite people: common ideals and common crime“

After the violent termination of Murder by the Allies were the German (and have remained so to this day) more german than before.

The depraved human creature, the more she feels insulted, disrespected, offended in their honor.

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno

„Reason and rationality are chance-less than ever in this totally mediatised world. An unpleasant type Sniperterrorized society. His current weapon: The phobia accusation.“ – Bettina Röhl
„A Shitstorm has also its positive side. As politically correct manure it is usually thrown in the direction of originality, creativity and intelligence, she flies often to people who are really worth to read.“ Evidenz-basierte Ansichten
A woman is born as a woman. a man has to become a man.
No paternalization but advancing maternalization. The feminization and genderization marginalized and destroyed the father position in the modern „societies,“ the father role suffered general degradation, the canonization of homosexuality in particular and the sexual diversity generally wipes out the still remaining traces of masculinity completely out,  only as an insult haunts the alleged „paternalization“ in the jargon of mass media.
PostPop era: the triumph of fashion over the morals.
„We need damaged buildings, so you can see through their cracked walls to win at least one viewpoint to start to begin to think. Victor Tausk
„What good is health if you are an idiot then?“ – Theodor Adorno
„What one must be judged by, scholar or no, is not particularised knowledge but one’s total harvest of thinking, feeling, living and observing human beings.“ (…) „While the practice of poetry need not in itself confer wisdom or accumulate knowledge, it ought at least to train the mind in one habit of universal value: that of analysing the meanings of words: of those that one employs oneself, as well as the words of others. (…) what we have is not democracy, but financial oligarchy. (…) Mr. Christopher Dawson considers that “what the non-dictatorial States stand for today is not Liberalism but Democracy,” and goes on to foretell the advent in these States of a kind of totalitarian democracy. I agree with his prediction. (…) That Liberalism is something which tends to release energy rather than accumulate it, to relax, rather than to fortify. (…) A good prose cannot be written by a people without convictions. (..) The fundamental objection to fascist doctrine, the one which we conceal from ourselves because it might condemn ourselves as well, is that it is pagan. (..) The tendency of unlimited industrialism is to create bodies of men and women—of all classes—detached from tradition, alienated from religion and susceptible to mass suggestion: in other words, a mob. And a mob will be no less a mob if it is well fed, well clothed, well housed, and well disciplined. (…) The rulers and would-be rulers of modern states may be divided into three kinds, in a classification which cuts across the division of fascism, communism and democracy. (…) Our preoccupation with foreign politics during the last few years has induced a surface complacency rather than a consistent attempt at self-examination of conscience. (…) What is more depressing still is the thought that only fear or jealousy of foreign success can alarm us about the health of our own nation; that only through this anxiety can we see such things as depopulation, malnutrition, moral deterioration, the decay of agriculture, as evils at all. And what is worst of all is to advocate Christianity, not because it is true, but because it might be beneficial. (…) To justify Christianity because it provides a foundation of morality, instead of showing the necessity of Christian morality from the truth of Christianity, is a very dangerous inversion; and we may reflect, that a good deal of the attention of totalitarian states has been devoted, with a steadiness of purpose not always found in democracies, to providing their national life with a foundation of morality—the wrong kind perhaps, but a good deal more of it. It is not enthusiasm, but dogma, that differentiates a Christian from a pagan society.“ (…)  It would perhaps be more natural, as well as in better conformity with the Will of God, if there were more celibates and if those who were married had larger families. (…) We are being made aware that the organisation of society on the principle of private profit, as well as public destruction, is leading both to the deformation of humanity by unregulated industrialism, and to the exhaustion of natural resources, and that a good deal of our material progress is a progress for which succeeding generations may have to pay dearly. I need only mention, as an instance now very much before the public eye, the results of “soil-erosion”—the exploitation of the earth, on a vast scale for two generations, for commercial profit: immediate benefits leading to dearth and desert. I would not have it thought that I condemn a society because of its material ruin, for that would be to make its material success a sufficient test of its excellence; I mean only that a wrong attitude towards nature implies, somewhere, a wrong attitude towards God, and that the consequence is an inevitable doom. For a long enough time we have believed in nothing but the values arising in a mechanised, commercialised, urbanised way of life: it would be as well for us to face the permanent conditions upon which God allows us to live upon this planet. And without sentimentalising the life of the savage, we might practise the humility to observe, in some of the societies upon which we look down as primitive or backward, the operation of a social-religious-artistic complex which we should emulate upon a higher plane. We have been accustomed to regard “progress” as always integral; and have yet to learn that it is only by an effort and a discipline, greater than society has yet seen the need of imposing upon itself, that material knowledge and power is gained without loss of spiritual knowledge and power. “ – T.S.Eliot
“I am a feminist. All this means is that I am extremely hairy and hate all men, both as individuals and collectively, with noexceptions.” – Bridget Christie

The Betreuungsgeld or The Idea of a Christian Society AND Notes towards the Definition of Culture

Murat Altuglu   31.07.2015   Achgut.com

The Betreuungsgeld

 

In 2012, the Merkel government introduced an infant support scheme, called the Betreuungsgeld. The aim of it was to assist families in taking care of their child between the ages of one and three.

The reader outside Germany might come to the conclusion that this propitious policy would have received universal acclaim in Germany. What is more natural than to support a mother looking after her child?

Well, one must not know that the German elite is dominated by leftist, and that the moral decay of this elite is at terminal stage. From the very beginning, this ostensibly benevolent bill was viciously attacked by the German state and private media and the leftist parties, particularly the Greens and the SPD, and even from within the CDU. One can visit the respective media websites and just type in Betreuungsgeld and click search.

One will be overwhelmed by the sheer volume of negative and demagogic attacks on supporting families who look after their children at home. In the words of the secretary-general of the SPD, this type of support for families is “bonkers.” (An expression that is quite revealing on the intellectual exiguity of the secretary-general of Germany’s second largest party.)

Despite this public lynching – to use a most apposite metaphor – of the bill, the Merkel government was reelected, and the opposition lost. Thus the Greens and the SPD lost the opportunity to kill this bill democratically.

Hence, the German left had to resort to its secret weapon; the German constitutional court, which ruled the child support scheme unconstitutional.

More important to discuss than the legalistic fiat of the German constitutional court is the prevalent mindset in Germany that taking care of one’s child at home is something bad. The ruling merely exemplifies to what extent the democratic process is interjected and circumvented. Thus a few sentences on the ruling have to suffice.

Now, the ruling of the constitutional court is not a legal but a political ruling. If a family receives 150 Euros per month for a child, is at the discretion of the elected and accountable legislators, who have the so called power of the purse. The Federal government provides all kinds of subsidies to specific groups.

Reading the briefs of the Bavarian state government and the Federal government, arguments are provided for why it is OK for the Federal government to support families.

Yet if the ruling of the court is read, not a single argument against the child support subsidy is given. Instead, behind the typical verbal virtuosity and obscurantist language of the intellectual elite is the simple admission hidden: ‘It ain’t gonna happen, ‘cause I say so.’ http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2015/07/fs20150721_1bvf000213.html

That the decision was nothing else than sheer abuse of power by overriding the legislative act of the Bundestag, was inadvertently admitted in a Freudian slip by a journalist in the state media: The judiciary “made politics.” http://www.tagesschau.de/kommentar/kommentar-csu-betreuungsgeld-101.html

Consequently, the government can give incentives to send infants to state run daycare, but it is verboten to give incentives to look after your child in your own home. If someone can find common sense in this, please drop me a line.

Why then this aversion, in fact hysteria at the idea of having a normal family relationship, especially that between a mother and a child?

Now, it is not possible to answer this question within the boundaries of a blog-article. A magnum opus of the type of Erich Fromm and Sigmund Freud is necessary to address the psychological underpinnings of this moral decay. Thus I have to confine myself to a few preliminary answers.

The axiomatic cause for the moral breakdown among the German intelligentsia is a cultural, particularly religious disintegration in German society, and especially – yet not exclusively – among the left.

William II, the last German emperor, had expressed his worries that “his” people should remain a Christian people and not slide into atheism. But this is exactly what happened over the last hundred years.

In the aftermath of the Great War, the elite in Germany was transformed. This was accompanied by a socialist-collectivist re-education of the masses. Through a nationalist socialism in the 30s and 40s, a Soviet-type socialism in East Germany, and a cultural Marxism beginning in the 60s in West Germany, all had part in altering German society, i.e. the German family.

Today’s political, educational, cultural, and media elite is the outcome of this (ongoing) process of extirpating family values. Hence, a minister for education in a West German state is able to utter a sentence like: “No mother can offer to her child what a daycare center can.” (It was Vera Reiß, SPD, from Rhineland-Palatinate, not that the person matters.)

This statement is not exemplary for the lack of morals of one person, but is symptomatic for an entire stratum of German society.

A person, who is capable of uttering such nonsense, is not shunned but promoted in public life.

A body of people must have said: “Hey, let’s put her in a leading position within the party.”

A body of people must have said: “Hey, let’s make her a candidate for state parliament.”

A body of people must have said: “Hey, let’s vote for a party that makes her a candidate for public office.”

A body of people must have said: “Hey, let’s make her a minister of education.”

Thus, what we are confronted with are not simply individual anomalies but a systemic change and decline of moral values.

I recommend reading T.S. Eliot’s Christianity and Culture, to find excellent explanations for the cultural transformation mentioned here. While Eliot was addressing events in English society, his insights are more than applicable to the German case, too.

The socialist and collectivist remaking of society, in any of the three versions mentioned above, requires to reduce the value of the family (and by default of faith), and replace it with different “values.”

With religious zeal (and the ideology of the left is nothing but a god-less religion in its own way) is the left enforcing its ideology. The left cannot and does not allow any deviation from its belief system. This is why the family support scheme was doomed from the start – it went against one of the precepts of the left – thou shall not raise thy child, but rather the state.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/the_betreuungsgeld

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Christianity and Culture
           The Idea of a Christian Society AND
Notes towards the Definition of Culture

            BY T. S. Eliot

Contents

The Idea of a Christian Society

Preface

Notes

Postscript

Appendix

Notes towards the Definition of Culture

Preface

Introduction

  1. The Three Senses of “Culture”
  1. The Class and the Elite

III. Unity and Diversity: The Region

  1. Unity and Diversity: Sect and Cult
  1. A Note on Culture and Politics
  1. Notes on Education and Culture: and Conclusion

APPENDIX: The Unity of European Culture

The Idea of a Christian Society

has appeared too recently for me to have made use of it). And I am deeply indebted to the works of Jacques Maritain, especially his Humanisme intégral.

I trust that the reader will understand from the beginning that this book does not make any plea for a “religious revival” in a sense with which we are already familiar. That is a task for which I am incompetent, and the term seems to me to imply a possible separation of religious feeling from religious thinking which I do not accept—or which I do not find acceptable for our present difficulties. An anonymous writer has recently observed in The New English Weekly (July 13, 1939) that

“men have lived by spiritual institutions (of some kind) in every society, and also by political institutions and, indubitably, by economic activities. Admittedly, they have, at different periods, tended to put their trust mainly in one of the three as the real cement of society, but at no time have they wholly excluded the others, because it is impossible to do so.”

This is an important, and in its context valuable, distinction; but it should be clear that what I am concerned with here is not spiritual institutions in their separated aspect, but the organisation of values, and a direction of religious thought which must inevitably proceed to a criticism of political and economic systems.

CHAPTER I

THE fact that a problem will certainly take a long time to solve, and that it will demand the attention of many minds for several generations, is no justification for postponing the study. And, in times of emergency, it may prove in the long run that the problems we have postponed or ignored, rather than those we have failed to attack successfully, will return to plague us. Our difficulties of the moment must always be dealt with somehow: but our permanent difficulties are difficulties of every moment. The subject with which I am concerned in the following pages is one to which I am convinced we ought to turn our attention now, if we hope ever to be relieved of the immediate perplexities that fill our minds. It is urgent because it is fundamental; and its urgency is the reason for a person like myself attempting to address, on a subject beyond his usual scope, that public which is likely to read what he writes on other subjects. This is a subject which I could, no doubt, handle much better were I a profound scholar in any of several fields. But I am not writing for scholars, but for people like myself; some defects may be compensated by some advantages; and what one must be judged by, scholar or no, is not particularised knowledge but one’s total harvest of thinking, feeling, living and observing human beings.

While the practice of poetry need not in itself confer wisdom or accumulate knowledge, it ought at least to train the mind in one habit of universal value: that of analysing the meanings of words: of those that one employs oneself, as well as the words of others. In using the term “Idea” of a Christian Society I do not mean primarily a concept derived from the study of any societies which we may choose to call Christian; I mean something that can only be found in an understanding of the end to which a Christian Society, to deserve the name, must be directed. I do not limit the application of the term to a perfected Christian Society on earth; and I do not comprehend in it societies merely because some profession of Christian faith, or some vestige of Christian practice, is retained. My concern with contemporary society, accordingly, will not be primarily with specific defects, abuses or injustices but with the question, what—if any—is the “idea” of the society in which we live? to what end is it arranged?

The Idea of a Christian Society is one which we can accept or reject; but if we are to accept it, we must treat Christianity with a great deal more intellectual respect than is our wont; we must treat it as being for the individual a matter primarily of thought and not of feeling. The consequences of such an attitude are too serious to be acceptable to everybody: for when the Christian faith is not only felt, but thought, it has practical results which may be inconvenient. For to see the Christian faith in this way—and to see it in this way is not necessarily to accept it, but only to understand the real issues—is to see that the difference between the Idea of a Neutral Society (which is that of the society in which we live at present) and the Idea of a Pagan Society (such as the upholders of democracy abominate) is, in the long run, of minor importance. I am not at this moment concerned with the means for bringing a Christian Society into existence; I am not even primarily concerned with making it appear desirable; but I am very much concerned with making clear its difference from the kind of society in which we are now living. Now, to understand the society in which he lives, must be to the interest of every conscious thinking person. The current terms in which we describe our society, the contrasts with other societies by which we—of the “Western Democracies”—eulogise it, only operate to deceive and stupefy us. To speak of ourselves as a Christian Society, in contrast to that of Germany or Russia, is an abuse of terms. We mean only that we have a society in which no one is penalised for the formal profession of Christianity; but we conceal from ourselves the unpleasant knowledge of the real values by which we live. We conceal from ourselves, moreover, the similarity of our society to those which we execrate: for we should have to admit, if we recognised the similarity, that the foreigners do better. I suspect that in our loathing of totalitarianism, there is infused a good deal of admiration for its efficiency.

The political philosopher of the present time, even when he is a Christian himself, is not usually concerned with the possible structure of a Christian state. He is occupied with the possibility of a just State in general, and when he is not an adherent of one or another secular system, is inclined to accept our present system as one to be improved, but not fundamentally altered. Theological writers have more to say that is relevant to my subject. I am not alluding to those writers who endeavour to infuse a vague, and sometimes debased, Christian spirit into the ordinary conduct of affairs; or to those who endeavour, at moments of emergency, to apply Christian principles to particular political situations. Relevant to my subject are the writings of the Christian sociologists—those writers who criticise our economic system in the light of Christian ethics. Their work consists in proclaiming in general, and demonstrating in particular, the incompatibility of Christian principle and a great deal of our social practice. They appeal to the spirit of justice and humanity with which most of us profess to be inspired; they appeal also to the practical reason, by demonstrating that much in our system is not only iniquitous, but in the long run unworkable and conducive to disaster. Many of the changes which such writers advocate, while deducible from Christian principles, can recommend themselves to any intelligent and disinterested person, and do not require a Christian society to carry them into effect, or Christian belief to render them acceptable: though they are changes which would make it more possible for the individual Christian to live out his Christianity. I am here concerned only secondarily with the changes in economic organisation, and only secondarily with the life of the devout Christian: my primary interest is a change in our social attitude, such a change only as could bring about anything worthy to be called a Christian Society. That such a change would compel changes in our organisation of industry and commerce and financial credit, that it would facilitate, where it now impedes, the life of devotion for those who are capable of it, I feel certain. But my point of departure is different from that of the sociologists and economists; though I depend upon them for enlightenment, and a test of my Christian Society would be that it should bring about such reforms as they propose; and though the kind of “change of spirit” which can testify for itself by nothing better than a new revivalistic vocabulary, is a danger against which we must be always on guard.

My subject touches also upon that of another class of Christian writer: that of the ecclesiastical controversialists. The subject of Church and State is, again, not my primary concern. It is not, except at moments which lend themselves to newspaper exploitation, a subject in which the general public takes much interest; and at the moments when the public’s interest is aroused, the public is never well enough informed to have the right to an opinion. My subject is a preliminary to the problem of Church and State: it involves that problem in its widest terms and in its most general interest. A usual attitude is to take for granted the existing State, and ask “What Church?” But before we consider what should be the relation of Church and State, we should first ask: “What State?” Is there any sense in which we can speak of a “Christian State,” any sense in which the State can be regarded as Christian? for even if the nature of the State be such, that we cannot speak of it in its Idea as either Christian or non-Christian, yet is it obvious that actual States may vary to such an extent that the relation of the Church to the State may be anything from overt hostility to a more or less harmonious co-operation of different institutions in the same society. What I mean by the Christian State is not any particular political form, but whatever State is suitable to a Christian Society, whatever State a particular Christian Society develops for itself. Many Christians there are, I know, who do not believe that a Church in relation to the State is necessary for a Christian Society; and I shall have to give reasons, in later pages, for believing that it is. The point to be made at this stage is that neither the classical English treaties on Church and State, nor contemporary discussion of the subject, give me the assistance that I need. For the earlier treatises, and indeed all up to the present time, assume the existence of a Christian Society; modern writers sometimes assume that what we have is a pagan society: and it is just these assumptions that I wish to question.

Your opinion of what can be done for this country in the future, and incidentally your opinion of what ought to be the relations of Church and State, will depend upon the view you take of the contemporary situation. We can abstract three positive historical points: that at which Christians are a new minority in a society of positive pagan traditions—a position which cannot recur within any future with which we are concerned; the point at which the whole society can be called Christian, whether in one body or in a prior or subsequent stage of division into sects; and finally the point at which practising Christians must be recognised as a minority (whether static or diminishing) in a society which has ceased to be Christian. Have we reached the third point? Different observers will give different reports; but I would remark that there are two points of view for two contexts. The first is that a society has ceased to be Christian when religious practices have been abandoned, when behaviour ceases to be regulated by reference to Christian principle, and when in effect prosperity in this world for the individual or for the group has become the sole conscious aim. The other point of view, which is less readily apprehended, is that a society has not ceased to be Christian until it has become positively something else. It is my contention that we have today a culture which is mainly negative, but which, so far as it is positive, is still Christian. I do not think that it can remain negative, because a negative culture has ceased to be efficient in a world where economic as well as spiritual forces are proving the efficiency of cultures which, even when pagan, are positive; and I believe that the choice before us is between the formation of a new Christian culture, and the acceptance of a pagan one. Both involve radical changes; but I believe that the majority of us, if we could be faced immediately with all the changes which will only be accomplished in several generations, would prefer Christianity.

I do not expect everyone to agree that our present organisation and temper of society—which proved, in its way, highly successful during the nineteenth century—is “negative”: many will maintain that British, French and American civilisation still stands integrally for something positive. And there are others who will insist, that if our culture is negative, then a negative culture is the right thing to have. There are two distinct arguments to be employed in rebuttal: one, an argument of principle, that such a culture is undesirable; the other, a judgment of fact, that it must disappear anyway. The defenders of the present order fail to perceive either how far it is vestigial of a positive Christianity, or how far it has already advanced towards something else.

There is one class of persons to which one speaks with difficulty, and another to which one speaks in vain. The second, more numerous and obstinate than may at first appear, because it represents a state of mind into which we are all prone through natural sloth to relapse, consists of those people who cannot believe that things will ever be very different from what they are at the moment. From time to time, under the influence perhaps of some persuasive writer or speaker, they may have an instant of disquiet or hope; but an invincible sluggishness of imagination makes them go on behaving as if nothing would ever change. Those to whom one speaks with difficulty, but not perhaps in vain, are the persons who believe that great changes must come, but are not sure either of what is inevitable, or of what is probable, or of what is desirable.

What the Western world has stood for—and by that I mean the terms to which it has attributed sanctity—is “Liberalism” and “Democracy.” The two terms are not identical or inseparable. The term “Liberalism” is the more obviously ambiguous, and is now less in favour; but the term “Democracy” is at the height of its popularity. When a term has become so universally sanctified as “democracy” now is, I begin to wonder whether it means anything, in meaning too many things: it has arrived perhaps at the position of a Merovingian Emperor, and wherever it is invoked, one begins to look for the Major of the Palace. Some persons have gone so far as to affirm, as something self-evident, that democracy is the only régime compatible with Christianity; on the other hand, the word is not abandoned by sympathisers with the government of Germany. If anybody ever attacked democracy, I might discover what the word meant. Certainly there is a sense in which Britain and America are more democratic than Germany; but on the other hand, defenders of the totalitarian system can make out a plausible case for maintaining that what we have is not democracy, but financial oligarchy.

Mr. Christopher Dawson considers that “what the non-dictatorial States stand for today is not Liberalism but Democracy,” and goes on to foretell the advent in these States of a kind of totalitarian democracy. I agree with his prediction, but if one is considering, not merely the non-dictatorial States, but the societies to which they belong, his statement does less than justice to the extent to which Liberalism still permeates our minds and affects our attitude towards much of life. That Liberalism may be a tendency towards something very different from itself, is a possibility in its nature. For it is something which tends to release energy rather than accumulate it, to relax, rather than to fortify. It is a movement not so much defined by its end, as by its starting point; away from, rather than towards, something definite. Our point of departure is more real to us than our destination; and the destination is likely to present a very different picture when arrived at, from the vaguer image formed in imagination. By destroying traditional social habits of the people, by dissolving their natural collective consciousness into individual constituents, by licensing the opinions of the most foolish, by substituting instruction for education, by encouraging cleverness rather than wisdom, the upstart rather than the qualified, by fostering a notion of getting on to which the alternative is a hopeless apathy, Liberalism can prepare the way for that which is its own negation: the artificial, mechanised or brutalised control which is a desperate remedy for its chaos.

It must be evident that I am speaking of Liberalism in a sense much wider than any which can be fully exemplified by the history of any political party, and equally in a wider sense than any in which it has been used in ecclesiastical controversy. True, the tendency of Liberalism can be more clearly illustrated in religious history than in politics, where principle is more diluted by necessity, where observation is more confused by detail and distracted by reforms each valid within its own limited reference. In religion, Liberalism may be characterised as a progressive discarding of elements in historical Christianity which appear superfluous or obsolete, confounded with practices and abuses which are legitimate objects of attack. But as its movement is controlled rather by its origin than by any goal, it loses force after a series of rejections, and with nothing to destroy is left with nothing to uphold and with nowhere to go. With religious Liberalism, however, I am no more specifically concerned than with political Liberalism: I am concerned with a state of mind which, in certain circumstances, can become universal and infect opponents as well as defenders. And I shall have expressed myself very ill if I give the impression that I think of Liberalism as something simply to be rejected and extirpated, as an evil for which there is a simple alternative. It is a necessary negative element; when I have said the worst of it, that worst comes only to this, that a negative element made to serve the purpose of a positive is objectionable. In the sense in which Liberalism is contrasted with Conservatism, both can be equally repellant: if the former can mean chaos, the latter can mean petrifaction. We are always faced both with the question “what must be destroyed?” and with the question “what must be preserved?” and neither Liberalism nor Conservatism, which are not philosophies and may be merely habits, is enough to guide us.

In the nineteenth century the Liberal Party had its own conservatism, and the Conservative Party had its own liberalism; neither had a political philosophy. To hold a political philosophy is in fact not the function of a political, that is, a Parliamentary party: a party with a political philosophy is a revolutionary party. The politics of political parties is not my concern. Nor am I concerned with the politics of a revolutionary party. If a revolutionary party attains its true end, its political philosophy will, by a process of growth, become that of a whole culture; if it attains its more facile end, its political philosophy will be that of a dominant class or group, in a society in which the majority will be passive, and the minority oppressed. But a political philosophy is not merely a formalised system set forth by a theorist. The permanent value of such treaties as Aristotle’s Politics and Poetics is found at the opposite extreme to anything that we can call doctrinaire. Just as his views on dramatic poetry were derived from a study of the existing works of Attic drama, so his political theory was founded on a perception of the unconscious aims implicit in Athenian democracy at its best. His limitations are the condition of his universality; and instead of ingenious theories spun out of his head, he wrote studies full of universal wisdom. Thus, what I mean by a political philosophy is not merely even the conscious formulation of the ideal aims of a people, but the substratum of collective temperament, ways of behaviour and unconscious values which provides the material for the formulation. What we are seeking is not a programme for a party, but a way of life for a people: it is this which totalitarianism has sought partly to revive, and partly to impose by force upon its peoples. Our choice now is not between one abstract form and another, but between a pagan, and necessarily stunted culture, and a religious, and necessarily imperfect culture.

The attitudes and beliefs of Liberalism are destined to disappear, are already disappearing. They belong to an age of free exploitation which has passed; and our danger now is, that the term may come to signify for us only the disorder the fruits of which we inherit, and not the permanent value of the negative element. Out of Liberalism itself come philosophies which deny it. We do not proceed, from Liberalism to its apparent end of authoritarian democracy, at a uniform pace in every respect. There are so many centres of it—Britain, France, America and the Dominions—that the development of Western society must proceed more slowly than that of a compact body like Germany, and its tendencies are less apparent. Furthermore, those who are the most convinced of the necessity of étatisme as a control of some activities of life, can be the loudest professors of libertarianism in others, and insist upon the preserves of “private life” in which each man may obey his own convictions or follow his own whim: while imperceptibly this domain of “private life” becomes smaller and smaller, and may eventually disappear altogether. It is possible that a wave of terror of the consequences of depopulation might lead to legislation having the effect of compulsory breeding.

If, then, Liberalism disappears from the philosophy of life of a people, what positive is left? We are left only with the term “democracy,” a term which, for the present generation, still has a Liberal connotation of “freedom.” But totalitarianism can retain the terms “freedom” and “democracy” and give them its own meaning: and its right to them is not so easily disproved as minds inflamed by passion suppose. We are in danger of finding ourselves with nothing to stand for except a dislike of everything maintained by Germany and/or Russia: a dislike which, being a compost of newspaper sensations and prejudice, can have two results, at the same time, which appear at first incompatible. It may lead us to reject possible improvements, because we should owe them to the example of one or both of these countries; and it may equally well lead us to be mere imitators à rebours, in making us adopt uncritically almost any attitude which a foreign nation rejects.

We are living at present in a kind of doldrums between opposing winds of doctrine, in a period in which one political philosophy has lost its cogency for behaviour, though it is still the only one in which public speech can be framed. This is very bad for the English language: it is this disorder (for which we are all to blame) and not individual insincerity, which is responsible for the hollowness of many political and ecclesiastical utterances. You have only to examine the mass of newspaper leading articles, the mass of political exhortation, to appreciate the fact that good prose cannot be written by a people without convictions. The fundamental objection to fascist doctrine, the one which we conceal from ourselves because it might condemn ourselves as well, is that it is pagan. There are other objections too, in the political and economic sphere, but they are not objections that we can make with dignity until we set our own affairs in order. There are still other objections, to oppression and violence and cruelty, but however strongly we feel, these are objections to means and not to ends. It is true that we sometimes use the word “pagan,” and in the same context refer to ourselves as “Christian.” But we always dodge the real issue. Our newspapers have done all they could with the red herring of the “German national religion,” an eccentricity which is after all no odder than some cults held in Anglo-Saxon countries: this “German national religion” is comforting in that it persuades us that we have a Christian civilisation; it helps to disguise the fact that our aims, like Germany’s, are materialistic. And the last thing we should like to do would be to examine the “Christianity” which, in such contexts as this, we say we keep.

If we have got so far as accepting the belief that the only alternative to a progressive and insidious adaptation to totalitarian worldliness for which the pace is already set, is to aim at a Christian society, we need to consider both what kind of a society we have at this time, and what a Christian society would be like. We should also be quite sure of what we want: if your real ideals are those of materialistic efficiency, then the sooner you know your own mind, and face the consequences, the better. Those who, either complacently or despairingly, suppose that the aim of Christianisation is chimerical, I am not here attempting to convert. To those who realise what a well-organised pagan society would mean for us, there is nothing to say. But it is as well to remember that the imposition of a pagan theory of the State does not necessarily mean a wholly pagan society. A compromise between the theory of the State and the tradition of society exists in Italy, a country which is still mainly agricultural and Catholic. The more highly industrialised the country, the more easily a materialistic philosophy will flourish in it, and the more deadly that philosophy will be. Britain has been highly industrialised longer than any other country. And the tendency of unlimited industrialism is to create bodies of men and women—of all classes—detached from tradition, alienated from religion and susceptible to mass suggestion: in other words, a mob. And a mob will be no less a mob if it is well fed, well clothed, well housed, and well disciplined.

The Liberal notion that religion was a matter of private belief and of conduct in private life, and that there is no reason why Christians should not be able to accommodate themselves to any world which treats them good-naturedly, is becoming less and less tenable. This notion would seem to have become accepted gradually, as a false inference from the subdivision of English Christianity into sects, and the happy results of universal toleration. The reason why members of different communions have been able to rub along together, is that in the greater part of the ordinary business of life they have shared the same assumptions about behaviour. When they have been wrong, they have been wrong together. We have less excuse than our ancestors for un-Christian conduct, because the growth of an un-Christian society about us, its more obvious intrusion upon our lives, has been breaking down the comfortable distinction between public and private morality. The problem of leading a Christian life in a non-Christian society is now very present to us, and it is a very different problem from that of the accommodation between an Established Church and dissenters. It is not merely the problem of a minority in a society of individuals holding an alien belief. It is the problem constituted by our implication in a network of institutions from which we cannot dissociate ourselves: institutions the operation of which appears no longer neutral, but non-Christian. And as for the Christian who is not conscious of his dilemma—and he is in the majority—he is becoming more and more de-Christianised by all sorts of unconscious pressure: paganism holds all the most valuable advertising space. Anything like Christian traditions transmitted from generation to generation within the family must disappear, and the small body of Christians will consist entirely of adult recruits. I am saying nothing at this point that has not been said before by others, but it is relevant. I am not concerned with the problem of Christians as a persecuted minority. When the Christian is treated as an enemy of the State, his course is very much harder, but it is simpler. I am concerned with the dangers to the tolerated minority; and in the modern world, it may turn out that the most tolerable thing for Christians is to be tolerated.

To attempt to make the prospect of a Christian society immediately attractive to those who see no prospect of deriving direct personal benefit from it, would be idle; even the majority of professing Christians may shrink from it. No scheme for a change of society can be made to appear immediately palatable, except by falsehood, until society has become so desperate that it will accept any change. A Christian society only becomes acceptable after you have fairly examined the alternatives. We might, of course, merely sink into an apathetic decline: without faith, and therefore without faith in ourselves; without a philosophy of life, either Christian or pagan; and without art. Or we might get a “totalitarian democracy,” different but Having much in common with other pagan societies, because we shall have changed step by step in order to keep pace with them: a state of affairs in which we shall have regimentation and conformity, without respect for the needs of the individual soul; the puritanism of a hygienic morality in the interest of efficiency; uniformity of opinion through propaganda, and art only encouraged when it flatters the official doctrines of the time. To those who can imagine, and are therefore repelled by, such a prospect, one can assert that the only possibility of control and balance is a religious control and balance; that the only hopeful course for a society which would thrive and continue its creative activity in the arts of civilisation, is to become Christian. That prospect involves, at least, discipline, inconvenience and discomfort: but here as hereafter the alternative to hell is purgatory.

CHAPTER II

MY thesis has been, simply, that a liberalised or negative condition of society must either proceed into a gradual decline of which we can see no end, or (whether as a result of catastrophe or not) reform itself into a positive shape which is likely to be effectively secular. We need not assume that this secularism will approximate closely to any system in the past or to any that can now be observed in order to be apprehensive about it: the Anglo-Saxons display a capacity for diluting their religion, probably in excess of that of any other race. But unless we are content with the prospect of one or the other of these issues, the only possibility left is that of a positive Christian society. The third will only commend itself to those who agree in their view of the present situation, and who can see that a thoroughgoing secularism would be objectionable, in its consequences, even to those who attach no positive importance to the survival of Christianity for its own sake.

I am not investigating the possible lines of action by which such a Christian society could be brought into being. I shall confine myself to a slight outline of what I conceive to be essential features of this society, bearing in mind that it can neither be mediaeval in form, nor be modelled on the seventeenth century or any previous age. In what sense, if any, can we speak of a “Christian State”? I would ask to be allowed to use the following working distinctions: the Christian State, the Christian Community, and the Community of Christians, as elements of the Christian Society.

I conceive then of the Christian State as of the Christian Society under the aspect of legislation, public administration, legal tradition, and form. Observe that at this point I am not approaching the problem of Church and State except with the question: with what kind of State can the Church have a relation? By this I mean a relation of the kind which has hitherto obtained in England; which is neither merely reciprocal tolerance, nor a Concordat. The latter seems to me merely a kind of compromise, of doubtful durability, resting on a dubious division of authority, and often a popular division of loyalty; a compromise which implies perhaps a hope on the part of the rulers of the State that their rule will outlast Christianity, and a faith on the part of the Church that it will survive any particular form of secular organisation. A relation between Church and State such as is, I think, implied in our use of the term, implies that the State is in some sense Christian. It must be clear that I do not mean by a Christian State one in which the rulers are chosen because of their qualifications, still less their eminence, as Christians. A regiment of Saints is apt to be too uncomfortable to last. I do not deny that some advantages may accrue from persons in authority, in a Christian State, being Christians. Even in the present conditions, that sometimes happens; but even if, in the present conditions, all persons in positions of the highest authority were devout and orthodox Christians, we should not expect to see very much difference in the conduct of affairs. The Christian and the unbeliever do not, and cannot, behave very differently in the exercise of office; for it is the general ethos of the people they have to govern, not their own piety, that determines the behaviour of politicians. One may even accept F. S. Oliver’s affirmation—following Buelow, following Disraeli—that real statesmen are inspired by nothing else than their instinct for power and their love of country. It is not primarily the Christianity of the statesmen that matters, but their being confined, by the temper and traditions of the people which they rule, to a Christian framework within which to realise their ambitions and advance the prosperity and prestige of their country. They may frequently perform un-Christian acts; they must never attempt to defend their actions on un-Christian principles.

The rulers and would-be rulers of modern states may be divided into three kinds, in a classification which cuts across the division of fascism, communism and democracy. There are such as have taken over or adapted some philosophy, as of Marx or Aquinas. There are those who, combining invention with eclecticism, have devised their own philosophy—not usually distinguished by either the profundity or the consistency one expects of a philosophy of life—and there are those who pursue their tasks without appearing to have any philosophy at all. I should not expect the rulers of a Christian State to be philosophers, or to be able to keep before their minds at every moment of decision the maxim that the life of virtue is the purpose of human society—in the sense of Thomas Von Aquin „virtuosa igitur vita est congregationis humanae finis“; but they would neither be self-educated, nor have been submitted in their youth merely to that system of miscellaneous or specialised instruction which passes for education: they would have received a Christian education. The purpose of a Christian education would not be merely to make men and women pious Christians: a system which aimed too rigidly at this end alone would become only obscurantist. A Christian education would primarily train people to be able to think in Christian categories, though it could not compel belief and would not impose the necessity for insincere profession of belief. What the rulers believed, would be less important than the beliefs to which they would be obliged to conform. And a skeptical or indifferent statesman, working within a Christian frame, might be more effective than a devout Christian statesman obliged to conform to a secular frame. For he would be required to design his policy for the government of a Christian Society.

The relation of the Christian State, the Christian Community, and the Community of Christians, may be looked at in connexion with the problem of belief. Among the men of state, you would have as a minimum, conscious conformity of behaviour. In the Christian Community that they ruled, the Christian faith would be ingrained, but it requires, as a minimum, only a largely unconscious behaviour; and it is only from the much smaller number of conscious human beings, the Community of Christians, that one would expect a conscious Christian life on its highest social level.

For the great mass of humanity whose attention is occupied mostly by their direct relation to the soil, or the sea, or the machine, and to a small number of persons, pleasures and duties, two conditions are required. The first is that, as their capacity for thinking about the objects of faith is small, their Christianity may be almost wholly realised in behaviour: both in their customary and periodic religious observances, and in a traditional code of behaviour towards their neighbours. The second is that, while they should have some perception of how far their lives fall short of Christian ideals, their religious and social life should form for them a natural whole, so that the difficulty of behaving as Christians should not impose an intolerable strain. These two conditions are really the same differently stated; they are far from being realised today.

The traditional unit of the Christian Community in England is the parish. I am not here concerned with the problem of how radically this system must be modified to suit a future state of things. The parish is certainly in decay, from several causes of which the least cogent is the division into sects: a much more important reason is urbanisation—in which I am including also sub-urbanisation, and all the causes and effects of urbanisation. How far the parish must be superseded will depend largely upon our view of the necessity of accepting the causes which tend to destroy it. In any case, the parish will serve my purpose as an example of community unit. For this unit must not be solely religious, and not solely social; nor should the individual be a member of two separate, or even overlapping units, one religious and the other social. The unitary community should be religious-social, and it must be one in which all classes, if you have classes, have their centre of interest. That is a state of affairs which is no longer wholly realised except in very primitive tribes indeed.

It is a matter of concern not only in this country, but has been mentioned with concern by the late Supreme Pontiff, speaking not of one country but of all civilised countries, that the masses of the people have become increasingly alienated from Christianity. In an industrialised society like that of England, I am surprised that the people retains as much Christianity as it does. For the great majority of the people—and I am not here thinking of social classes, but of intellectual strata—religion must be primarily a matter of behaviour and habit, must be integrated with its social life, with its business and its pleasures; and the specifically religious emotions must be a kind of extension and sanctification of the domestic and social emotions. Even for the most highly developed and conscious individual, living in the world, a consciously Christian direction of thought and feeling can only occur at particular moments during the day and during the week, and these moments themselves recur in consequence of formed habits; to be conscious, without remission, of a Christian and a non-Christian alternative at moments of choice, imposes a very great strain. The mass of the population, in a Christian society, should not be exposed to a way of life in which there is too sharp and frequent a conflict between what is easy for them or what their circumstances dictate and what is Christian. The compulsion to live in such a way that Christian behaviour is only possible in a restricted number of situations, is a very powerful force against Christianity; for behaviour is as potent to affect belief, as belief to affect behaviour.

I am not presenting any idyllic picture of the rural parish, either present or past, in taking as a norm, the idea of a small and mostly self-contained group attached to the soil and having its interests centred in a particular place, with a kind of unity which may be designed, but which also has to grow through generations. It is the idea, or ideal, of a community small enough to consist of a nexus of direct personal relationships, in which all iniquities and turpitudes will take the simple and easily appreciable form of wrong relations between one person and another. But at present not even the smallest community, unless so primitive as to present objectionable features of another kind, is so simplified as this; and I am not advocating any complete reversion to any earlier state of things, real or idealised. The example appears to offer no solution to the problem of industrial, urban and suburban life which is that of the majority of the population. In its religious organisation, we may say that Christendom has remained fixed at the stage of development suitable to a simple agricultural and piscatorial society, and that modern material organisation—or if “organisation” sounds too complimentary, we will say “complication”—has produced a world for which Christian social forms are imperfectly adapted. Even if we agree on this point, there are two simplifications of the problem which are suspect. One is to insist that the only salvation for society is to return to a simpler mode of life, scrapping all the constructions of the modern world that we can bring ourselves to dispense with. This is an extreme statement of the neo-Ruskinian view, which was put forward with much vigour by the late A. J. Penty. When one considers the large amount of determination in social structure, this policy appears Utopian: if such a way of life ever comes to pass, it will be—as may well happen in the long run—from natural causes, and not from the moral will of men. The other alternative is to accept the modern world as it is and simply try to adapt Christian social ideals to it. The latter resolves itself into a mere doctrine of expediency; and is a surrender of the faith that Christianity itself can play any part in shaping social forms. And it does not require a Christian attitude to perceive that the modern system of society has a great deal in it that is inherently bad.

We now reach a point from which there is a course that I do not propose to take; and as it is an obvious course, and to some may appear to be the main thoroughfare, I ought to explain as briefly as I can why I do not propose to take it. We are accustomed to make the distinction (though in practice we are frequently confused) between the evil which is present in human nature at all times and in all circumstances, and the evil in particular institutions at particular times and places, and which, though attributable to some individuals rather than others, or traceable to the cumulative deflection of the wills of many individuals throughout several generations, cannot at any moment be fastened upon particular persons. If we make the mistake of assuming that this kind of evil results from causes wholly beyond the human will, then we are liable to believe that only other non-human causes can change it. But we are equally likely to take another line, and to place all our hopes in the replacement of our machinery. Nevertheless, the lines of thought, which I am doing no more than indicate, for the realisation of a Christian society, must lead us inevitably to face such problems as the hypertrophy of the motive of Profit into a social ideal, the distinction between the use of natural resources and their exploitation, the use of labour and its exploitation, the advantages unfairly accruing to the trader in contrast to the primary producer, the misdirection of the financial machine, the iniquity of usury, and other features of a commercialised society which must be scrutinised on Christian principles. In ignoring these problems, I am not taking refuge in a mere admission of incompetence, though the suspicion that I am incompetent might operate against the acceptance of any observations that I made; nor am I simply resigning them to the supposed technical authorities, for that would be a surrender of the primacy of ethics. My point is that, while there is a considerable measure of agreement that certain things are wrong, the question of how they should be put right is so extremely controversial, that any proposal is immediately countered by a dozen others; and in this context, attention would be concentrated on the imperfections of my proposals, and away from my main concern, the end to be attained. I confine myself therefore to the assertion, which I think few will dispute, that a great deal of the machinery of modern life is merely a sanction for un-Christian aims, that it is not only hostile to the conscious pursuit of the Christian life in the world by the few, but to the maintenance of any Christian society of the world. We must abandon the notion that the Christian should be content with freedom of cultus, and with suffering no worldly disabilities on account of his faith. However bigoted the announcement may sound, the Christian can be satisfied with nothing less than a Christian organisation of society—which is not the same thing as a society consisting exclusively of devout Christians. It would be a society in which the natural end of man—virtue and well-being in community—is acknowledged for all, and the supernatural end—beatitude—for those who have the eyes to see it.

I do not wish, however, to abandon my previous point, that a Christian community is one in which there is a unified religious-social code of behaviour. It should not be necessary for the ordinary individual to be wholly conscious of what elements are distinctly religious and Christian, and what are merely social and identified with his religion by no logical implication. I am not requiring that the community should contain more “good Christians” than one would expect to find under favourable conditions. The religious life of the people would be largely a matter of behaviour and conformity; social customs would take on religious sanctions; there would no doubt be many irrelevant accretions and local emphases and observances—which, if they went too far in eccentricity or superstition, it would be the business of the Church to correct, but which otherwise could make for social tenacity and coherence. The traditional way of life of the community would not be imposed by law, would have no sense of outward constraint, and would not be the result merely of the sum of individual belief and understanding.

The rulers, I have said, will, qua rulers, accept Christianity not simply as their own faith to guide their actions, but as the system under which they are to govern. The people will accept it as a matter of behaviour and habit. In the abstraction which I have erected, it is obvious that the tendency of the State is toward expediency that may become cynical manipulation, the tendency of the people toward intellectual lethargy and superstition. We need therefore what I have called “the Community of Christians,” by which I mean, not local groups, and not the Church in any one of its senses, unless we call it “the Church within the Church.” These will be the consciously and thoughtfully practising Christians, especially those of intellectual and spiritual superiority. It will be remarked at once that this category bears some resemblance to what Coleridge has called “the clerisy”—a term recently revived, and given a somewhat different application, by Mr. Middleton Murry. I think that my “Community of Christians” is somewhat different from either use of the term “clerisy.” The content which Coleridge gave to the term, certainly, has been somewhat voided by time. You will remember that Coleridge included in the extension of meaning three classes: the universities and great schools of learning, the parochial pastorate, and the local schoolmasters. Coleridge’s conception of the clerical function, and of its relation to education, was formed in a world that has since been strangely altered: his insistence that clergy should be “in the rule married men and heads of families” and his dark references to a foreign ecclesiastical power, now sound merely quaint; and he quite failed to recognise the enormous value which monastic orders can and should have in the community. The term which I use is meant to be at once wider and more restricted. In the field of education it is obvious that the conformity to Christian belief and the possession of Christian knowledge, can no longer be taken for granted; nor can the supremacy of the theologian be either expected or imposed in the same way. In any future Christian society that I can conceive, the educational system will be formed according to Christian presuppositions of what education—as distinct from mere instruction—is for; but the personnel will inevitably be mixed: one may even hope that the mixture may be a benefit to its intellectual vitality. The mixture will include persons of exceptional ability who may be indifferent or disbelieving; there will be room for a proportion of other persons professing other faiths than Christianity. The limitations imposed upon such persons would be similar to those imposed by social necessity upon the politician who, without being able to believe the Christian faith, yet has abilities to offer in the public service, with which his country could ill dispense.

It would be still more rash of me to embark upon a criticism of the contemporary ideals of education, than it is for me to venture to criticise politics; but it is not impertinent to remark upon the close relationship of educational theory and political theory. One would indeed be surprised to find the educational system and the political system of any country in complete disaccord; and what I have said about the negative character of our political philosophy should suggest a parallel criticism of our education, not as it is found in practice here or there, but in the assumptions about the nature and purpose of education which tend to affect practice throughout the country. And I do not need to remind you that a pagan totalitarian government is hardly likely to leave education to look after itself, or to refrain from interfering with the traditional methods of the oldest institutions: of some of the results abroad of such interference on the most irrelevant grounds we are quite well aware. There is likely to be, everywhere, more and more pressure of circumstance towards adapting educational ideals to political ideals, and in the one as in the other sphere, we have only to choose between a higher and a lower rationalisation. In a Christian Society education must be religious, not in the sense that it will be administered by ecclesiastics, still less in the sense that it will exercise pressure, or attempt to instruct everyone in theology, but in the sense that its aims will be directed by a Christian philosophy of life. It will no longer be merely a term comprehending a variety of unrelated subjects undertaken for special purposes or for none at all.

My Community of Christians, then, in contrast to Coleridge’s clerisy, could hardly include the whole of the teaching body. On the other hand, it would include, besides many of the laity engaged in various occupations, many, but not all, of the clergy. A national clergy must of course include individual priests of different intellectual types and levels; and, as I suggested before, belief has a vertical as well as a horizontal measurement: to answer fully the question “What does A believe?” one must know enough about A to have some notion of the level on which he is capable of believing anything. The Community of Christians—a body of very nebulous outline—would contain both clergy and laity of superior intellectual and/or spiritual gifts. And it would include some of those who are ordinarily spoken of, not always with flattering intention, as “intellectuals.”

That culture and the cultivation of philosophy and the arts should be confined to the cloister would be a decline into a Dark Age that I shudder to contemplate; on the other hand, the segregation of lay “intellectuals” into a world of their own, which very few ecclesiastics or politicians either penetrate or have any curiosity about, is not a progressive situation either. A good deal of waste seems to me to occur through pure ignorance; a great deal of ingenuity is expended on half-baked philosophies, in the absence of any common background of knowledge. We write for our friends—most of whom are also writers—or for our pupils—most of whom are going to be writers; or we aim at a hypothetical popular audience which we do not know and which perhaps does not exist. The result, in any case, is apt to be a refined provincial crudity. What are the most fruitful social conditions for the production of works of the first order, philosophical, literary or in the other arts, is perhaps one of those topics of controversy more suitable for conversation than for writing about. There may perhaps be no one set of conditions most suitable for the efflorescence of all these activities; it is equally possible that the necessary conditions may vary from one country and civilisation to another. The régime of Louis XIV or of the Tudors and Stuarts could hardly be called libertarian; on the other hand, the rule of authoritarian governments in our time does not appear conducive to a renascence of the arts. Whether the arts flourish best in a period of growth and expansion, or in one of decay, is a question that I cannot answer. A strong and even tyrannous government may do no harm, so long as the sphere of its control is strictly limited; so long as it limits itself to restricting the liberties, without attempting to influence the minds, of its subjects; but a régime of unlimited demagogy appears to be stultifying. I must restrict my consideration to the position of the arts in our present society, and to what it should be in such a future society as I envisage.

It may be that the conditions unfavourable to the arts today lie too deep and are too extensive to depend upon the differences between one form of government and another; so that the prospect before us is either of slow continuous decay or of sudden extinction. You cannot, in any scheme for the reformation of society, aim directly at a condition in which the arts will flourish: these activities are probably by-products for which we cannot deliberately arrange the conditions. On the other hand, their decay may always be taken as a symptom of some social ailment to be investigated. The future of art and thought in a democratic society does not appear any brighter than any other, unless democracy is to mean something very different from anything actual. It is not that I would defend a moral censorship: I have always expressed strong objections to the suppression of books possessing, or even laying claim to literary merit. But what is more insidious than any censorship, is the steady influence which operates silently in any mass society organised for profit, for the depression of standards of art and culture. The increasing organisation of advertisement and propaganda—or the influencing of masses of men by any means except through their intelligence—is all against them. The economic system is against them; the chaos of ideals and confusion of thought in our large scale mass education is against them; and against them also is the disappearance of any class of people who recognise public and private responsibility of patronage of the best that is made and written. At a period in which each nation has less and less “culture” for its own consumption, all are making furious efforts to export their culture, to impress upon each other their achievements in arts which they are ceasing to cultivate or understand. And just as those who should be the intellectuals regard theology as a special study, like numismatics or heraldry, with which they need not concern themselves, and theologians observe the same indifference to literature and art, as special studies which do not concern them, so our political classes regard both fields as territories of which they have no reason to be ashamed of remaining in complete ignorance. Accordingly the more serious authors have a limited, and even provincial audience, and the more popular write for an illiterate and uncritical mob.

You cannot expect continuity and coherence in politics, you cannot expect reliable behaviour on fixed principles persisting through changed situations, unless there is an underlying political philosophy: not of a party, but of the nation. You cannot expect continuity and coherence in literature and the arts, unless you have a certain uniformity of culture, expressed in education by a settled, though not rigid agreement as to what everyone should know to some degree, and a positive distinction—however undemocratic it may sound—between the educated and the uneducated. I observed in America, that with a very high level of intelligence among undergraduates, progress was impeded by the fact that one could never assume that any two, unless they had been at the same school under the influence of the same masters at the same moment, had studied the same subjects or read the same books, though the number of subjects in which they had been instructed was surprising. Even with a smaller amount of total information, it might have been better if they had read fewer, but the same books. In a negative liberal society you have no agreement as to there being any body of knowledge which any educated person should have acquired at any particular stage: the idea of wisdom disappears, and you get sporadic and unrelated experimentation. A nation’s system of education is much more important than its system of government; only a proper system of education can unify the active and the contemplative life, action and speculation, politics and the arts. But “education,” said Coleridge, “is to be reformed, and defined as synonymous with instruction.” This revolution has been effected: to the populace education means instruction. The next step to be taken by the clericalism of secularism, is the inculcation of the political principles approved by the party in power.

I may seem to have wandered from my course, but it seemed necessary to mention the capital responsibility of education in the condition which we find or anticipate: a state secularised, a community turned into a mob, and a clerisy disintegrated. The obvious secularist solution for muddle is to subordinate everything to political power: and in so far as this involves the subordination of the money-making interests to those of the nation as a whole, it offers some immediate, though perhaps illusory relief: a people feels at least more dignified if its hero is the statesman however unscrupulous, or the warrior however brutal, rather than the financier. But it also means the confinement of the clergy to a more and more restricted field of activity, the subduing of free intellectual speculation, and the debauching of the arts by political criteria. It is only in a society with a religious basis—which is not the same thing as an ecclesiastical despotism—that you can get the proper harmony and tension, for the individual or for the community.

In any Christian society which can be imagined for the future—in what M. Maritain calls a pluralist society—my “Community of Christians” cannot be a body of the definite vocational outline of the “clerisy” of Coleridge: which, viewed in a hundred years’ perspective, appears to approximate to the rigidity of a caste. The Community of Christians is not an organisation, but a body of indefinite outline; composed of both clergy and laity, of the more conscious, more spiritually and intellectually developed of both. It will be their identity of belief and aspiration, their background of a common system of education and a common culture, which will enable them to influence and be influenced by each other, and collectively to form the conscious mind and the conscience of the nation.

The Spirit descends in different ways, and I cannot foresee any future society in which we could classify Christians and non-Christians simply by their professions of belief, or even, by any rigid code, by their behaviour. In the present ubiquity of ignorance, one cannot but suspect that many who call themselves Christians do not understand what the word means, and that some who would vigorously repudiate Christianity are more Christian than many who maintain it. And perhaps there will always be individuals who, with great creative gifts of value to mankind, and the sensibility which such gifts imply, will yet remain blind, indifferent, or even hostile. That must not disqualify them from exercising the talents they have been given.

The foregoing sketch of a Christian society, from which are omitted many details that will be considered essential, could not stand even as a rough sketch—an ébauche—without some treatment, according to the same economy, of the relation of Church and State in such a society. So far, nothing has suggested the existence of an organised Church at all. But the State would remain under the necessity of respecting Christian principles, only so far as the habits and feelings of the people were not too suddenly affronted or too violently outraged, or so far as it was deterred by any univocal protest of the most influential of the Community of Christians. The State is Christian only negatively; its Christianity is a reflection of the Christianity of the society which it governs. We have no safeguard against its proceeding, from un-Christian acts, to action on implicitly un-Christian principles, and thence to action on avowedly un-Christian principles. We have no safeguard for the purity of our Christianity; for, as the State may pass from expediency to lack of principle, and as the Christian Community may sink into torpor, so the Community of Christians may be debilitated by group or individual eccentricity and error. So far, we have only a society such that it can have a significant relation to a Church; a relationship which is not of hostility or even of accommodation. And this relation is so important that without discussing it we have not even shown the assembled skeleton of a Christian Society, we have only exposed the unarticulated bones.

CHAPTER III

I HAVE spoken of this essay as being, in one aspect, a kind of preface to the problem of Church and State; it is as well, at this point, to indicate its prefatorial limitations. The problem is one of concern to every Christian country—that is, to every possible form of Christian society. It will take a different form according to the traditions of that society—Roman, Orthodox, or Lutheran. It will take still another form in those countries, obviously the United States of America and the Dominions, where the variety of races and religious communions represented appears to render the problem insoluble. Indeed, for these latter countries the problem might not appear even to exist; these countries might appear to be committed from their origin to a neutral form of society. I am not ignoring the possibility of a neutral society, under such conditions, persisting indefinitely. But I believe that if these countries are to develop a positive culture of their own, and not remain merely derivatives of Europe, they can only proceed either in the direction of a pagan or of a Christian society. I am not suggesting that the latter alternative must lead to the forcible suppression, or to the complete disappearance of dissident sects; still less, I hope, to a superficial union of Churches under an official exterior, a union in which theological differences would be so belittled that its Christianity might become wholly bogus. But a positive culture must have a positive set of values, and the dissentients must remain marginal, tending to make only marginal contributions.

However dissimilar the local conditions, therefore, this question of Church and State is of importance everywhere. Its actuality in Europe may make it appear all the more remote in America, just as its actuality in England raises a number of considerations remote to the rest of Europe. But if what I say in the following pages has its direct application only in England, it is not because I am thinking of local matters without relation to Christendom as a whole. It is partly that I can only discuss profitably the situations with which I am most familiar, and partly that a more generalised consideration would appear to deal only with figments and fancies. I have therefore limited my field to the possibility of a Christian society in England, and in speaking of Church and State it is the Anglican Church that I have in mind. But it must be remembered that such terms as “Establishment” and “Established Church” can have a wider meaning than we ordinarily give them. On the other hand, I only mean such a Church as can claim to represent the traditional form of Christian belief and worship of the great mass of people of a particular country.

If my outline of a Christian society has commanded the assent of the reader, he will agree that such a society can only be realised when the great majority of the sheep belong to one fold. To those who maintain that unity is a matter of indifference, to those who maintain even that a diversity of theological views is a good thing to an indefinite degree, I can make no appeal. But if the desirability of unity be admitted, if the idea of a Christian society be grasped and accepted, then it can only be realised, in England, through the Church of England. This is not the place for discussing the theological position of that Church: if in any points it is wrong, inconsistent, or evasive, these are matters for reform within the Church. And I am not overlooking the possibility and hope of eventual reunion or reintegration, on one side and another; I am only affirming that it is this Church which, by reason of its tradition, its organisation, and its relation in the past to the religious-social life of the people, is the one for our purpose—and that no Christianisation of England can take place without it.

The Church of a Christian society, then, should have some relation to the three elements in a Christian society that I have named. It must have a hierarchical organisation in direct and official relation to the State: in which relation it is always in danger of sinking into a mere department of State. It must have an organisation, such as the parochial system, in direct contact with the smallest units of the community and their individual members. And finally, it must have, in the persons of its more intellectual, scholarly and devout officers, its masters of ascetic theology and its men of wider interests, a relation to the Community of Christians. In matters of dogma, matters of faith and morals, it will speak as the final authority within the nation; in more mixed questions it will speak through individuals. At times, it can and should be in conflict with the State, in rebuking derelictions in policy, or in defending itself against encroachments of the temporal power, or in shielding the community against tyranny and asserting its neglected rights, or in contesting heretical opinion or immoral legislation and administration. At times, the hierarchy of the Church may be under attack from the Community of Christians, or from groups within it: for any organisation is always in danger of corruption and in need of reform from within.

Although I am not here concerned with the means by which a Christian society could be brought about, it is necessary always to consider the idea in relation to particular existing societies; because one does not expect or desire that its constitution would be identical in all Christian countries. I do not assume that the relation of Church and State in England, either as it is or as it might be, is a model for all other communities. Whether an “Establishment” is the best relation in the abstract, is nowhere my question. Were there no Establishment in England, we should have to examine its desirability. But as we have the Establishment, we must take the situation as we find it, and consider for a moment the merits of the problem of Disestablishment. The advocates of this course, within the Church, have many cogent reasons to expose: the abuses and scandals which such a change might remedy, the inconsistencies which might be removed, and the advantages which might accrue, are too patent to require mention. That abuses and defects of another kind might make their appearance in a disestablished Church, is a possibility which has not perhaps received enough attention. But what is much more to my point is the gravity of the abdication which the Church—whether voluntarily or under pressure—would be making. Setting aside the anomalies which might be corrected without going to that length, I will admit that an Established Church is exposed to peculiar temptations and compulsions: it has greater advantages and greater difficulties. But we must pause to reflect that a Church, once disestablished, cannot easily be re-established, and that the very act of disestablishment separates it more definitely and irrevocably from the life of the nation than if it had never been established. The effect on the mind of the people of the visible and dramatic withdrawal of the Church from the affairs of the nation, of the deliberate recognition of two standards and ways of life, of the Church’s abandonment of all those who are not by their wholehearted profession within the fold—this is incalculable; the risks are so great that such an act can be nothing but a desperate measure. It appears to assume something which I am not yet ready to take for granted: that the division between Christians and non-Christians in this country is already, or is determined to become, so clear that it can be reduced to statistics. But if one believes, as I do, that the great majority of people are neither one thing nor the other, but are living in a no man’s land, then the situation looks very different; and disestablishment instead of being the recognition of a condition at which we have arrived, would be the creation of a condition the results of which we cannot foresee.

With the reform of the Establishment I am not here concerned: the discussion of that requires a familiarity with constitutional, canon, and civil law. But I do not think that the argument from the prosperity of the disestablished Church of Wales, sometimes brought forward by advocates of disestablishment, is to the point. Apart from the differences of racial temperament which must be taken into account, the full effect of disestablishment cannot be seen from the illustration of a small part of the island; and, if disestablishment were made general, the full effect would not appear at once. And I think that the tendency of the time is opposed to the view that the religious and the secular life of the individual and the community can form two separate and autonomous domains. I know that a theology of the absolute separation of the life of the Spirit and the life of the World has spread from Germany. Such a doctrine appears more plausible, when the Church’s position is wholly defensive, when it is subject to daily persecution, when its spiritual claims are questioned and when its immediate necessity is to keep itself alive and to keep its doctrine pure. But this theology is incompatible with the assumptions underlying everything that I have been saying. The increasing complexity of modern life renders it unacceptable, for, as I have already said, we are faced with vital problems arising not merely out of the necessity of cooperating with non-Christians, but out of our unescapable implication in non-Christian institutions and systems. And finally, the totalitarian tendency is against it, for the tendency of totalitarianism is to re-affirm, on a lower level, the religious-social nature of society. And I am convinced that you cannot have a national Christian society, a religious-social community, a society with a political philosophy founded upon the Christian faith, if it is constituted as a mere congeries of private and independent sects. The national faith must have an official recognition by the State, as well as an accepted status in the community and a basis of conviction in the heart of the individual.

Heresy is often defined as an insistence upon one half of the truth; it can also be an attempt to simplify the truth, by reducing it to the limits of our ordinary understanding, instead of enlarging our reason to the apprehension of truth. Monotheism or tritheism is easier to grasp than trinitarianism. We have observed the lamentable results of the attempt to isolate the Church from the World; there are also instances of the failure of the attempt to integrate the World in the Church; we must also be on guard against the attempt to integrate the Church in the World. A permanent danger of an established Church is Erastianism: we do not need to refer to the eighteenth century, or to prewar Russia, to remind ourselves of that. Deplorable as such a situation is, it is not so much the immediate and manifest scandals but the ultimate consequences of Erastianism that are the most serious offences. By alienating the mass of the people from orthodox Christianity, by leading them to identify the Church with the actual hierarchy and to suspect it of being an instrument of oligarchy or class, it leaves men’s minds exposed to varieties of irresponsible and irreflective enthusiasm followed by a second crop of paganism.

The danger of a National Church becoming a class Church, is not one that concerns us immediately today; for now that it is possible to be respectable without being a member of the Church of England, or a Christian of any kind, it is also possible to be a member of the Church of England without being—in that sense—respectable. The danger that a National Church might become also a nationalistic Church is one to which our predecessors theorising about Church and State could hardly have been expected to devote attention, since the danger of nationalism itself, and the danger of the super-session of every form of Christianity, could not have been very present to their minds. Yet the danger was always there: and, for some persons still, Rome is associated with the Armada and Kingsley’s Westward Ho! For a National Church tends to reflect only the religious-social habits of the nation; and its members, in so far as they are isolated from the Christian communities of other nations, may tend to lose all criteria by which to distinguish, in their own religious-social complex, between what is universal and what is local, accidental, and erratic. Within limits, the cultus of the universal Church may quite properly vary according to the racial temperaments and cultural traditions of each nation. Roman Catholicism is not quite the same thing (to the eye of the sociologist, if not to that of the theologian) in Spain, France, Ireland and the United States of America, and but for central authority it would differ much more widely. The tendency to differ may be as strong among bodies of the same communion in different countries, as among various sects within the same country; and, indeed, the sects within one country may be expected to show traits in common, which none of them will share with the same communion abroad.

The evils of nationalistic Christianity have, in the past, been mitigated by the relative weakness of national consciousness and the strength of Christian tradition. They have not been wholly absent: missionaries have sometimes been accused of propagating (through ignorance, not through cunning) the customs and attitudes of the social groups to which they have belonged, rather than giving the natives the essentials of the Christian faith in such a way that they might harmonise their own culture with it. On the other hand, I think that some events during the last twenty-five years have led to an increasing recognition of the supra-national Christian society: for if that is not marked by such conferences as those of Lausanne, Stockholm, Oxford, Edinburgh—and also Malines—then I do not know of what use these conferences have been. The purpose of the labours involved in arranging intercommunion between the official Churches of certain countries is not merely to provide reciprocal sacramental advantages for travellers, but to affirm the Universal Church on earth. Certainly, no one today can defend the idea of a National Church, without balancing it with the idea of the Universal Church, and without keeping in mind that truth is one and that theology has no frontiers.

I think that the dangers to which a National Church is exposed, when the Universal Church is no more than a pious ideal, are so obvious that only to mention them is to command assent. Completely identified with a particular people, the National Church may at all times, but especially at moments of excitement, become no more than the voice of that people’s prejudice, passion or interest. But there is another danger, not quite so easily identified. I have maintained that the idea of a Christian society implies, for me, the existence of one Church which shall aim at comprehending the whole nation. Unless it has this aim, we relapse into that conflict between citizenship and church-membership, between public and private morality, which today makes moral life so difficult for everyone, and which in turn provokes that craving for a simplified, monistic solution of statism or racism which the National Church can only combat if it recognises its position as a part of the Universal Church. But if we allowed ourselves to entertain for Europe (to confine our attention to that continent) the ideal merely of a kind of society of Christian societies, we might tend unconsciously to treat the idea of the Universal Church as only the idea of a supernatural League of Nations. The direct allegiance of the individual would be to his National Church alone, and the Universal Church would remain an abstraction or become a cockpit for conflicting national interests. But the difference between the Universal Church and a perfected League of Nations is this, that the allegiance of the individual to his own Church is secondary to his allegiance to the Universal Church. Unless the National Church is a part of the whole, it has no claim upon me: but a League of Nations which could have a claim upon the devotion of the individual, prior to the claim of his country, is a chimaera which very few persons can even have endeavoured to picture to themselves. I have spoken more than once of the intolerable position of those who try to lead a Christian life in a non-Christian world. But it must be kept in mind that even in a Christian society as well organised as we can conceive possible in this world, the limit would be that our temporal and spiritual life should be harmonised: the temporal and spiritual would never be identified. There would always remain a dual allegiance, to the State and to the Church, to one’s countrymen and to one’s fellow-Christians everywhere, and the latter would always have the primacy. There would always be a tension; and this tension is essential to the idea of a Christian society, and is a distinguishing mark between a Christian and a pagan society.

CHAPTER IV

IT SHOULD be obvious that the form of political organisation of a Christian State does not come within the scope of this discussion. To identify any particular form of government with Christianity is a dangerous error: for it confounds the permanent with the transitory, the absolute with the contingent. Forms of government, and of social organisation, are in constant process of change, and their operation may be very different from the theory which they are supposed to exemplify. A theory of the State may be, explicitly or implicitly, anti-Christian: it may arrogate rights which only the Church is entitled to claim, or pretend to decide moral questions on which only the Church is qualified to pronounce. On the other hand, a régime may in practice claim either more or less than it professes, and we have to examine its working as well as its constitution. We have no assurance that a democratic régime might not be as inimical to Christianity in practice, as another might be in theory: and the best government must be relative to the character and the stage of intelligence and education of a particular people in a particular place at a particular time. Those who consider that a discussion of the nature of a Christian society should conclude by supporting a particular form of political organisation, should ask themselves whether they really believe our form of government to be more important than our Christianity; and those who are convinced that the present form of government of Britain is the one most suitable for any Christian people, should ask themselves whether they are confusing a Christian society with a society in which individual Christianity is tolerated.

This essay is not intended to be either an anti-communist or an anti-fascist manifesto; the reader may by this time have forgotten what I said at the beginning, to the effect that I was less concerned with the more superficial, though important differences between the regimens of different nations, than with the more profound differences between pagan and Christian society. Our preoccupation with foreign politics during the last few years has induced a surface complacency rather than a consistent attempt at self-examination of conscience. Sometimes we are almost persuaded that we are getting on very nicely, with a reform here and a reform there, and would have been getting on still better, if only foreign governments did not insist upon breaking all the rules and playing what is really a different game. What is more depressing still is the thought that only fear or jealousy of foreign success can alarm us about the health of our own nation; that only through this anxiety can we see such things as depopulation, malnutrition, moral deterioration, the decay of agriculture, as evils at all. And what is worst of all is to advocate Christianity, not because it is true, but because it might be beneficial. Towards the end of 1938 we experienced a wave of revivalism which should teach us that folly is not the prerogative of any one political party or any one religious communion, and that hysteria is not the privilege of the uneducated. The Christianity expressed has been vague, the religious fervour has been a fervour for democracy. It may engender nothing better than a disguised and peculiarly sanctimonious nationalism, accelerating our progress towards the paganism which we say we abhor. To justify Christianity because it provides a foundation of morality, instead of showing the necessity of Christian morality from the truth of Christianity, is a very dangerous inversion; and we may reflect, that a good deal of the attention of totalitarian states has been devoted, with a steadiness of purpose not always found in democracies, to providing their national life with a foundation of morality—the wrong kind perhaps, but a good deal more of it. It is not enthusiasm, but dogma, that differentiates a Christian from a pagan society.

I have tried to restrict my ambition of a Christian society to a social minimum: to picture, not a society of saints, but of ordinary men, of men whose Christianity is communal before being individual. It is very easy for speculation on a possible Christian order in the future to tend to come to rest in a kind of apocalyptic vision of a golden age of virtue. But we have to remember that the Kingdom of Christ on earth will never be realised, and also that it is always being realised; we must remember that whatever reform or revolution we carry out, the result will always be a sordid travesty of what human society should be—though the world is never left wholly without glory. In such a society as I imagine, as in any that is not petrified, there will be innumerable seeds of decay. Any human scheme for society is realised only when the great mass of humanity has become adapted to it; but this adaptation becomes also, insensibly, an adaptation of the scheme itself to the mass on which it operates: the overwhelming pressure of mediocrity, sluggish and indomitable as a glacier, will mitigate the most violent, and depress the most exalted revolution, and what is realised is so unlike the end that enthusiasm conceived, that foresight would weaken the effort. A wholly Christian society might be a society for the most part on a low level; it would engage the cooperation of many whose Christianity was spectral or superstitious or feigned, and of many whose motives were primarily worldly and selfish. It would require constant reform.

I should not like it to be thought, however, that I considered the presence of the higher forms of devotional life to be a matter of minor importance for such a society. I have, it is true, insisted upon the communal, rather than the individual aspect: a community of men and women, not individually better than they are now, except for the capital difference of holding the Christian faith. But their holding the Christian faith would give them something else which they lack: a respect for the religious life, for the life of prayer and contemplation, and for those who attempt to practise it. In this I am asking no more of the British Christian, than is characteristic of the ordinary Moslem or Hindu. But the ordinary man would need the opportunity to know that the religious life existed, that it was given its due place, would need to recognise the profession of those who have abandoned the world, as he recognises the professions practised in it. I cannot conceive a Christian society without religious orders, even purely contemplative orders, even enclosed orders. And, incidentally, I should not like the “Community of Christians” of which I have spoken, to be thought of as merely the nicest, most intelligent and public-spirited of the upper middle class—it is not to be conceived on that analogy.

We may say that religion, as distinguished from modern paganism, implies a life in conformity with nature. It may be observed that the natural life and the supernatural life have a conformity to each other which neither has with the mechanistic life: but so far has our notion of what is natural become distorted, that people who consider it “unnatural” and therefore repugnant, that a person of either sex should elect a life of celibacy, consider it perfectly “natural” that families should be limited to one or two children. It would perhaps be more natural, as well as in better conformity with the Will of God, if there were more celibates and if those who were married had larger families. But I am thinking of “conformity to nature” in a wider sense than this. We are being made aware that the organisation of society on the principle of private profit, as well as public destruction, is leading both to the deformation of humanity by unregulated industrialism, and to the exhaustion of natural resources, and that a good deal of our material progress is a progress for which succeeding generations may have to pay dearly. I need only mention, as an instance now very much before the public eye, the results of “soil-erosion”—the exploitation of the earth, on a vast scale for two generations, for commercial profit: immediate benefits leading to dearth and desert. I would not have it thought that I condemn a society because of its material ruin, for that would be to make its material success a sufficient test of its excellence; I mean only that a wrong attitude towards nature implies, somewhere, a wrong attitude towards God, and that the consequence is an inevitable doom. For a long enough time we have believed in nothing but the values arising in a mechanised, commercialised, urbanised way of life: it would be as well for us to face the permanent conditions upon which God allows us to live upon this planet. And without sentimentalising the life of the savage, we might practise the humility to observe, in some of the societies upon which we look down as primitive or backward, the operation of a social-religious-artistic complex which we should emulate upon a higher plane. We have been accustomed to regard “progress” as always integral; and have yet to learn that it is only by an effort and a discipline, greater than society has yet seen the need of imposing upon itself, that material knowledge and power is gained without loss of spiritual knowledge and power. The struggle to recover the sense of relation to nature and to God, the recognition that even the most primitive feelings should be part of our heritage, seems to me to be the explanation and justification of the life of D. H. Lawrence, and the excuse for his aberrations. But we need not only to learn how to look at the world with the eyes of a Mexican Indian—and I hardly think that Lawrence succeeded—and we certainly cannot afford to stop there. We need to know how to see the world as the Christian Fathers saw it; and the purpose of re-ascending to origins is that we should be able to return, with greater spiritual knowledge, to our own situation. We need to recover the sense of religious fear, so that it may be overcome by religious hope.

I should not like to leave the reader supposing that I have attempted to contribute one more amateur sketch of an abstract and impracticable future: the blue-print from which the doctrinaire criticises the piecemeal day to day efforts of political men. These latter efforts have to go on; but unless we can find a pattern into which all problems of life can have their place, we are only likely to go on complicating chaos. So long, for instance, as we consider finance, industry, trade, agriculture merely as competing interests to be reconciled from time to time as best they may, so long as we consider “education” as a good in itself of which everyone has a right to the utmost, without any ideal of the good life for society or for the individual, we shall move from one uneasy compromise to another. To the quick and simple organisation of society for ends which, being only material and worldly, must be as ephemeral as worldly success, there is only one alternative. As political philosophy derives its sanction from ethics, and ethics from the truth of religion, it is only by returning to the eternal source of truth that we can hope for any social organisation which will not, to its ultimate destruction, ignore some essential aspect of reality. The term “democracy,” as I have said again and again, does not contain enough positive content to stand alone against the forces that you dislike—it can easily be transformed by them. If you will not have God (and He is a jealous God) you should pay your respects to Hitler or Stalin.

I believe that there must be many persons who, like myself, were deeply shaken by the events of September 1938, in a way from which one does not recover; persons to whom that month brought a profounder realisation of a general plight. It was not a disturbance of the understanding: the events themselves were not surprising. Nor, as became increasingly evident, was our distress due merely to disagreement with the policy and behaviour of the moment. The feeling which was new and unexpected was a feeling of humiliation, which seemed to demand an act of personal contrition, of humility, repentance and amendment; what had happened was something in which one was deeply implicated and responsible. It was not, I repeat, a criticism of the government, but a doubt of the validity of a civilisation. We could not match conviction with conviction, we had no ideas with which we could either meet or oppose the ideas opposed to us. Was our society, which had always been so assured of its superiority and rectitude, so confident of its unexamined premises, assembled round anything more permanent than a congeries of banks, insurance companies and industries, and had it any beliefs more essential than a belief in compound interest and the maintenance of dividends? Such thoughts as these formed the starting point, and must remain the excuse, for saying what I have to say.

September 6th, 1939. The whole of this book, with Preface and Notes, was completed before it was known that we should be at war. But the possibility of war, which has now been realised, was always present to my mind, and the only additional observations which I feel called upon to make are these: first, that the alignment of forces which has now revealed itself should bring more clearly to our consciousness the alternative of Christianity or paganism; and, second, that we cannot afford to defer our constructive thinking to the conclusion of hostilities—a moment when, as we should know from experience, good counsel is liable to be obscured.

Notes

Page 6. In using the term “Idea” I have of course had in mind the definition given by Coleridge, when he lays down at the beginning of his Church and State that: “By an idea I mean (in this instance) that conception of a thing, which is not abstracted from any particular state, form or mode, in which the thing may happen to exist at this or that time; nor yet generalised from any number or succession of such forms or modes; but which is given by the knowledge of its ultimate aim.”

  1. 7. Christian sociologists. I am deeply indebted to several Christian economists and sociologists, both in England and elsewhere, and notably to R. H. Tawney. My difference of approach in these pages need not be further elaborated, but it is interesting to compare the treatment of the problem of Church and State by V. A. Demant in his very valuable Christian Polity, p. 120 ff. and p. 135 ff. Fr. Demant observes that the authority of the Church “cannot now be claimed on the ground that it represents all citizens.” But while the Church does not represent all citizens in the sense in which a Member of Parliament may be said to “represent” his constituents, even those who vote consistently against him, yet its function seems to me wider than only to “safeguard the individual in his right to pursue certain purposes which are not political purposes”; what I am primarily concerned with throughout is not the responsibility of the Church towards the individual but towards the community. The relation of the Church with the State may be one of checks and balances, but the background and justification of this relation is the Church’s relation to Society. Fr. Demant gives a very good account of the forces tending towards acceptance of the absolutist State, and remarks truly that: “This fact of the secularisation of human life does not arise mainly from the extension of the State’s powers. This is rather the effort of the State to recover significance in the life of a people which has become disintegrated through the confusion of social means and ends which is its secularisation.”

One of the causes of the totalitarian State is an effort of the State to supply a function which the Church has ceased to serve; to enter into a relation to the community which the Church has failed to maintain; which leads to the recognition as full citizens only of those who are prepared to accept it in this relation.

I agree cordially with Fr. Demant’s observation that: “The fact which renders most of our theories of Church and State irrelevant is the domination of politics by economics and finance; and this is most true in democratic states. The subservience of politics to plutocracy is the main fact about the State confronting the Church today.”

Fr. Demant is concerned with the reform of this situation, in a secular society; and with the right position of the Church in a secular society. But unless I have misunderstood him, he appears to me to take this secularisation for granted. Assuming that our present society is neutral rather than non-Christian, I am concerned with enquiring what it might be like if it took the Christian direction.

  1. 15. “Totalitarianism can retain the terms ‘freedom’ and ‘democracy’ and give them its own meaning.” A letter appeared in The Times (April 24, 1939) from General J. F. C. Fuller, who, as The Times had previously stated, was one of the two British visitors invited to Herr Hitler’s birthday celebrations. General Fuller states that he is “a firm believer in the democracy of Mazzini, because he places duty to the nation before individual rights.” General Fuller calls himself a “British Fascist,” and believes that Britain “must swim with the out-flowing tide of this great political change” (i.e. to a fascist system of government).

From my point of view, General Fuller has as good a title to call himself a “believer in democracy” as anyone else.

  1. 15. Imitation à rebours. A column in the Evening Standard of May 10, 1939, headed “Back to the Kitchen Creed Denounced,” reported the annual conference of the Civil Service Clerical Association.

“Miss Bower of the Ministry of Transport, who moved that the association should take steps to obtain the removal of the ban (i.e. against married women Civil Servants) said it was wise to abolish an institution which embodied one of the main tenets of the Nazi creed—the relegation of women to the sphere of the kitchen, the children and the church.”

The report, by its abbreviation, may do less than justice to Miss Bower, but I do not think that I am unfair to the report, in finding the implication that what is Nazi is wrong, and need not be discussed on its own merits. Incidentally, the term “relegation of women” prejudices the issue. Might one suggest that the kitchen, the children and the church could be considered to have a claim upon the attention of married women? or that no normal married woman would prefer to be a wage-earner if she could help it? What is miserable is a system that makes the dual wage necessary.

  1. 15. Fascist doctrine. I mean only such doctrine as asserts the absolute authority of the state, or the infallibility of a ruler. “The corporative state,” recommended by Quadrigesimo Anno, is not in question. The economic organisation of totalitarian states is not in question. The ordinary person does not object to fascism because it is pagan, but because he is fearful of authority, even when it is pagan.
  2. 16. The red herring of the German national religion. I cannot hold such a low opinion of German intelligence as to accept any stories of the revival of pre-Christian cults. I can, however, believe that the kind of religion expounded by Professor Wilhelm Hauer is really in existence—and I am very sorry to believe it. I rely upon the essay contributed by Dr. Hauer to a very interesting volume, Germany’s New Religion (Allen and Unwin, 1937), in which orthodox Lutheranism is defended by Karl Heim, and Catholicism by Karl Adam.

The religion of Hauer is deistic, claiming to “worship a more than human God.” He believes it to be “an eruption from the biological and spiritual depths of the German nation,” and unless one is prepared to deny that the German nation has such depths, I do not see that the statement can be ridiculed. He believes that “each new age must mold its own religious forms”—alas, many persons in Anglo-Saxon countries hold the same belief. He professes himself to be particularly a disciple of Eckhart; and whether or not one believes that the doctrines condemned by the Church were what Eckhart strove to propagate, it is certainly the condemned doctrine that Hauer holds. He considers that the “revolt of the German from Christianity reached its culmination in Nietzsche”: many people would not limit that revolt to the German. He advocates tolerance. He objects to Christianity because “it claims to possess the absolute truth, and with this daim is bound up the idea that men can only achieve salvation in one way, through Christ, and that it must send to the stake those whose faith and life do not conform, or pray for them till they quit the error of their ways for the kingdom of God.” Thousands of people in Western countries would agree with this attitude. He objects to sacramental religion, because “everyone has an immediate relation to God, is, in fact, in the depths of his heart one with the eternal Ground of the world.” Faith comes not from revelation but from “personal experience.” He is not interested in “the mass of intellectuals,” but in the “multitudes of ordinary people” who are looking for “Life.” “We believe,” he says, “that God has laid a great task on our nation, and that he has therefore revealed himself specially in its history and will continue to do so.” To my ear, such phrases have a not altogether unfamiliar ring. Hauer believes also in something very popular in this country, the religion of the blue sky, the grass and flowers. He believes that Jesus (even if he was wholly Semitic on both sides) is one of the “great figures who soar above the centuries.”

I have quoted so much, in order to let Professor Hauer declare himself for what he is: the end product of German Liberal Protestantism, a nationalistic Unitarian. Translated into English terms, he might be made to appear as simply a patriotic Modernist. The German National Religion, as Hauer expounds it, turns out to be something with which we are already familiar. So, if the German Religion is also your religion, the sooner you realise the fact the better.

  1. 18. “Hygienic morality.” M. Denis de Rougemont, in his remarkable book L’Amour et l’occident, has this sentence (p. 269) which is to the point: “L’anarchie des moeurs et l’hygiène authoritaire agissent à peu près dans le même sens: elles déçoivent le besoin de passion, héréditaire ou acquis par la culture; elles détendent ses ressorts intimes et personnels.”
  2. 18. It may be opportune at this point to say a word about the attitude of a Christian Society towards Pacifism. I am not concerned with rationalistic pacifism, or with humanitarian pacifism, but with Christian pacifism—that which asserts that all warfare is categorically forbidden to followers of Our Lord. This absolute Christian pacifism should be distinguished again from another: that which would assert that only a Christian society is worth fighting for, and that a particular society may fall so far short, or may be so positively anti-Christian, that no Christian will be justified or excused for fighting for it. With this relative Christian pacifism I cannot be concerned, because my hypothesis is that of a Christian Society. In such a society, what will be the place of the Christian pacifist?

Such a person would continue to exist, as sects and individual vagaries would probably continue to exist; and it would be the duty of the Christian who was not a pacifist to treat the pacifist with consideration and respect. It would also be the duty of the State to treat him with consideration and respect, having assured itself of his sincerity. The man who believes that a particular war in which his country proposes to engage is an aggressive war, who believes that his country could refuse to take part in it without its legitimate interests being imperilled, and without failing in its duty to God and its neighbours, would be wrong to remain silent (the attitude of the late Charles Eliot Norton in regard to the Spanish-American War of 1898 is to the point). But I cannot but believe that the man who maintains that war is in all circumstances wrong, is in some way repudiating an obligation towards society; and in so far as the society is a Christian society the obligation is so much the more serious. Even if each particular war proves in turn to have been unjustified, yet the idea of a Christian society seems incompatible with the idea of absolute pacifism; for pacifism can only continue to flourish so long as the majority of persons forming a society are not pacifists; just as sectarianism can only flourish against the background of orthodoxy. The notion of communal responsibility, of the responsibility of every individual for the sins of the society to which he belongs, is one that needs to be more firmly apprehended; and if I share the guilt of my society in time of “peace,” I do not see how I can absolve myself from it in time of war, by abstaining from the common action.

  1. 20. The Community of Christians. This term is perhaps open to objection. I did not wish to employ Coleridge’s term “clerisy” while altering its meaning, but I assume that the reader is familiar with “clerisy” in his Church and State, and with Mr. Middleton Murry’s use of the same word. Perhaps the term “Community of Christians” may connote to some a kind of esoteric chapelle or fraternity of the self-appointed, but I hope that what is said later in this chapter may prevent that inference. I wished to avoid excessive emphasis on nominal function, as it seemed to me that Coleridge’s “clerisy” might tend to become merely a brahminical caste.

I should add, as a note on the use of the phrase “superior intellectual and/or spiritual gifts” (p. 30), that the possession of intellectual or spiritual gifts does not necessarily confer that intellectual understanding of spiritual issues which is the qualification for exerting the kind of influence here required. Nor is the person who possesses this qualification necessarily a “better Christian” in his private life than the man whose insight is less profound; nor is he necessarily exempt from doctrinal error. I prefer that the definition should be, provisionally, too comprehensive rather than too narrow.

  1. 29. Christian Education. This note, as well as that on “The Community of Christians,” is elicited by a searching comment by Bro. George Every, S.S.M., who has been so kind as to read this book in proof. Those who have read a paper called “Modern Education and the Classics,” written in a different context, and published in a volume entitled Essays Ancient and Modern, may assume that what I have in mind is simply the “classical education” of earlier times. The problem of Education is too large to be considered in a brief book like this, and the question of the best curriculum is not here raised. I limit myself to the assertion that the miscellaneous curriculum will not do, and that education must be something more than the acquisition of information, technical competence, or superficial culture. Furthermore, I am not here concerned with what must occupy the mind of anyone approaching the subject of Education directly, that is the question of what should be done now. The point upon which all who are dissatisfied with contemporary Education can agree, is the necessity for criteria and values. But one must start by expelling-from one’s mind any mere prejudice or sentiment in favour of any previous system of education, and recognising the differences between the society for which we have to legislate, and any form of society which we have known in the past.
  2. 33. Uniformity of culture. In an important passage in Beyond Politics (pp. 23-31) Mr. Christopher Dawson discusses the possibility of an “organisation of culture.” He recognises that it is impossible to do this “by any kind of philosophic or scientific dictatorship,” or by a return “to the old humanist discipline of letters, for that is inseparable from the aristocratic ideal of a privileged caste of scholars.” He asserts that “a democratic society must find a correspondingly democratic organisation of culture”; and finds that “the form of organisation appropriate to our society in the field of culture as well as in that of politics is the party—that is to say a voluntary organisation for common ends based on a common ‘ideology.’”

I think that I am in close sympathy with Mr. Dawson’s aims, and yet I find it difficult to apprehend the meaning of this “culture” which will have no philosophy (for philosophy, he reminds us, has lost its ancient prestige) and which will not be specifically religious. What, in the kind of society to which we are approximating, will be a “democratic organisation of culture”? To substitute for “democratic” a term which for me has greater concreteness, I should say that the society which is coming into existence, and which is advancing in every country whether “democratic” or “totalitarian,” is a lower middle class society: I should expect the culture of the twentieth century to belong to the lower middle class as that of the Victorian age belonged to the upper middle class or commercial aristocracy. If then for Mr. Dawson’s phrase we substitute the words “a lower middle class society must find a correspondingly lower middle class organisation of culture” we have something which seems to me to possess more meaning, though it leaves us in greater perplexity. And if Mr. Dawson’s Culture Party—about which, however, our information is still meagre—is to be representative of this future society, is it likely to provide anything more important than, for example, a lower middle class Royal Academy instead of one supplying portrait painters for aldermen?

It may be that I have wholly failed to understand what Mr. Dawson is after: if so, I can only hope that he will let us have a fuller exposition of his ideas. Unless some useful analogy can be given from the past, I cannot understand the “organisation of culture,” which appears to be without precedent; and in isolating culture from religion, politics and philosophy we seem to be left with something no more apprehensible than the scent of last year’s roses. When we speak of culture, I suppose that we have in mind the existence of two classes of people: the producers and the consumers of culture—the existence of men who can create new thought and new art (with middlemen who can teach the consumers to like it) and the existence of a cultivated society to enjoy and patronise it. The former you can only encourage, the latter you can only educate.

I would not belittle the importance, in a period of transition, of the rearguard action; of such institutions, in their various special ways, as the National Trust, the Society for the Preservation of Ancient Buildings, even the National Society. We ought not to cut down old trees until we have learned to plant new ones. But Mr. Dawson is concerned with something more important than the preservation of relics of former culture. My provisional view can only be that “culture” is a by-product, and that those who sympathise with Mr. Dawson in resenting the tyranny of politics, must direct their attention to the problem of Education, and of how, in the lower middle class society of the future, to provide for the training of an élite of thought, conduct and taste.

When I speak of a probable “lower middle class society” I do not anticipate—short of some at present unpredictable revolution—the rise in Britain of a lower middle class political hierarchy, though our ruling class will have to cultivate, in its dealings with foreign countries, an understanding of that mentality. Britain will presumably continue to be governed by the same mercantile and financial class which, with a continual change of personnel, has been increasingly important since the fifteenth century. I mean by a “lower middle class society” one in which the standard man legislated for and catered for, the man whose passions must be manipulated, whose prejudices must be humoured, whose tastes must be gratified, will be the lower middle class man. He is the most numerous, the one most necessary to flatter. I am not necessarily implying that this is either a good or a bad thing: that depends upon what lower middle class Man does to himself, and what is done to him.

  1. 40. Advocates of Disestablishment. It is interesting to compare Bishop Hensley Henson’s vigorous defence of the Establishment, Cut Bono?, published more than forty years ago, with his more recent Disestablishment, in which he took a contrary view, but too great importance could be attached, by one side or the other, to this recantation. The argument for Establishment in the early essay, and the argument against it in the later, are both well presented, and both deserve study. What has happened seems to me to be simply that Bishop Hensley Henson has come to take a different view of the tendencies of modern society; and the changes since the end of the last century are great enough to excuse such a change of opinion. His early argument is not invalidated; he might say that the situation is now such that it cannot be applied.

I must take this occasion for calling attention to the great excellence of Bishop Hensley Henson’s prose, whether it is employed in a volume prepared at leisure, or in an occasional letter to The Times. For vigour and purity of controversial English, he has no superior today, and his writings should long continue to be studied by those who aspire to write well.

  1. 41. The dangers of a nationalistic Church. Doubts about the doctrinal security of a national Church must come to the mind of any reader of Mr. Middleton Murry’s The Price of Leadership. The first part of this book I read with the warmest admiration, and I can support all that Mr. Murry says in favour of a National Church against sectarianism and private Christianity. But at the point at which Mr. Murry allies himself with Dr. Thomas Arnold I begin to hesitate. I have no first-hand acquaintance with the doctrines of Dr. Arnold, and must rely upon Mr. Murry’s exposition of them. But Mr. Murry does not engage my complete confidence in Arnold; nor do the citations of Arnold reassure me about the orthodoxy of Mr. Murry. Mr. Murry holds that “the real conflict that is preparing is the conflict between Christianity and anti-Christian nationalism”: but surely a nationalism which is overtly antagonistic to Christianity is a less dangerous menace for us than a nationalism which professes a Christianity from which all Christian content has been evacuated. That the Church in England should be identical with the nation—a view which Mr. Murry believes he has found in Arnold and before him in Coleridge, and which Mr. Murry himself accepts—is a laudable aim so long as we keep in mind that we are speaking of one aspect of the Church; but unless this is balanced by the idea of the relation of the Church in England to the Universal Church, I see no safeguard for the purity or the catholicity of its doctrine. I am not even sure that Mr. Murry desires such a safeguard. He quotes, with apparent approval, this sentence by Matthew Arnold: “Will there never arise among Catholics some great soul, to perceive that the eternity and universality, which is vainly claimed for Catholic dogma and the ultramontane system, might really be possible for Catholic worship?”

Well! if eternity and universality is to be found, not in dogma, but in worship—that means, in a common form of worship which will mean to the worshippers anything that they like to fancy, then the result seems to me to be likely to be the most corrupt form of ritualism. What does Mr. Murry mean by Christianity in his National Church, except whatever the nation as such may decide to call Christianity, and what is to prevent the Christianity from being degraded to the nationalism, rather than the nationalism being raised to Christianity?

Mr. Murry holds that Dr. Arnold introduced a new Christian spirit into the public schools. I would not deny to Dr. Arnold the honour of having reformed and improved the moral standards inculcated by public schools, or dispute the assertion that to him and to his son “we owe the tradition of disinterested public service.” But at what price? Mr. Murry believes that the ideals of Dr. Arnold have been degraded and adulterated by a subsequent generation: I would like to be sure that the results were not implicit in the principles. To me there appear to be further possible results. Mr. Murry says: “The main organ of this new national and Christian society is the state; the state is, indeed, the organ indispensable to its manifestation. For this reason it is inevitable that in the new national society, if it is to be in some real sense a Christian society, the Church and the state should draw together. On the nature of this drawing together of Church and state, everything depends.”

This paragraph, especially in conjunction with Mr. Murry’s suggestion that the public schools should be taken over by the State, makes me suspect that Mr. Murry is ready to go a long way towards totalitarianism; and without any explicit statement on his part about the Christian beliefs which are necessary for salvation, or about the supernatural reality of the Church, we might even conclude that he would go some way in the direction of an English National Religion, the formulation of which would be taken in hand by the moral re-armament manufacturers.

Mr. Murry appears (p. 111) to follow Dr. Arnold in attaching little importance to the apostolical succession. With regard to the position of Matthew Arnold, he says (p. 125), “in this situation no mere revival of Christian piety could possibly avail: not even a rebirth of Christian saintliness (such as he admired in Newman) could be efficacious against it.” It is only a short step from employing the adjective mere to ignoring Christian piety. He continues, “What was required was a renovation of Christian understanding, an enlarged conception of the spiritual life itself.”

How such an enlargement of the conception of the spiritual life is to take place without spiritual masters, without the re-birth of saintliness, I cannot conceive.

  1. 46. Wave of revivalism. “Moral re-armament” has been competently and authoritatively analysed from the theological point of view by Fr. Hilary Carpenter, O.P., in the April 1939 issue of Blackfriars, and by Professor H. A. Hodges in the May issue of Theology. But I feel that everything that remains of clear thinking in this country should be summoned to protest against this abuse of Christianity and of English. A reading of Mr. H. W. Austin’s compilation Moral Re-Armament suggests several lines of thought. Our immediate reflection is upon the extraordinary facility with which men of the greatest eminence will lend their names to any public appeal, however obscure or ambiguous. Another thought is that the kind of mental activity exposed by these letters must have a very demoralising effect upon the language. Coleridge remarked that “in a language like ours, where so many words are derived from other languages, there are few modes of instruction more useful or more amusing than that of accustoming young people to seek for the etymology, or primary meaning, of the words they use. There are cases, in which more knowledge of more value may be conveyed by the history of a word, than by the history of a campaign.” For instance, in a letter to The Times reprinted in Mr. Austin’s pamphlet, it is said that “national security at home and abroad can only be gained through moral regeneration.” Even allowing that “moral regeneration” is intended to represent some milder form of parturition than regeneration, it is a very striking adaptation of the words of the Gospel to declare that unless a nation be born again it cannot achieve national security. The word regeneration appears to have degenerated. In the next paragraph “regeneration” has been replaced by “re-armament.” I do not doubt that the term “moral and spiritual re-armament” was originally coined merely as a striking reminder that we need something more than material equipment, but it has quickly shrunk to imply another kind of equipment on the same plane: that is, for ends which need be no better than worldly.

In spite of the fervour which tinges the whole correspondence, I cannot find anything to suggest that Christianity is needed. Some of the signers, at least, I know to be Christians, but the movement in itself, to judge by this pamphlet, is no more essentially Christian than the German National Religion of Professor Hauer. I have no first-hand experience of the Buchmanite Movement, by which this pamphlet appears to be inspired, but I have never seen any evidence that to be a Buchmanite it was necessary to hold the Christian Faith according to the Creeds, and until I have seen a statement to that effect, I shall continue to doubt whether there is any reason to call Buchmanism a Christian movement.

I am alarmed, by what are not necessary implications, but are certainly possibilities, and to my mind probabilities, of further development of this kind. It is the possibility of gradually adapting our religion to fit our secular aims—some of which may be worthy aims, but none of which will be criticised by a supernatural measure. Moral re-armament in my opinion may easily lead to a progressive Germanisation of our society. We observe the efficiency of the German machine, and we perceive that we cannot emulate it without a kind of religious enthusiasm. Moral re-armament will provide the enthusiasm, and be the most useful kind of political drug—that is to say, having the potency at once of a stimulant and a narcotic: but it will supply this function to the detriment of our religion.

“There is a tendency, especially among the English-speaking Protestant peoples, to treat religion as a kind of social tonic that can be used in times of national emergency in order to extract a further degree of moral effort from the people. But apart from the Pelagian conception of religion that this view implies, it is not wholly sound from the psychological point of view, since it merely heightens the amount of moral tension without increasing the sources of spiritual vitality or resolving the psychological conflicts from which the society suffers.”

Christopher Dawson: Beyond Politics, p. 21.

“While the humanistic religious sentiment which expresses itself by the catch in the throat at the last Evensong in the old School Chapel, the community singing of Abide with me at a torchlight tattoo, and the standing to attention during the Two Minutes’ Silence, can be utilised by totalitarianism, a religion which speaks of redemption by the incarnate Son of God, which offers mankind the sacramental means of union with the eternal life of the God-Man Jesus Christ, and which makes the perpetual representation of His atoning Sacrifice its essential act of worship must be the declared enemy of all who see in the state the be-all and end-all of man’s life.”

Humphrey Beevor: Peace and Pacifism p. 207.

  1. 51. I have permission to reprint, from The Times of October 5, 1938, the following letter, which might serve either as prologue or epilogue to all that I have said, and which provided the immediate stimulus for the lectures which form this book.

3rd October, 1938.

Sir,

The lessons which are being drawn from the unforgettable experiences through which we have lived during the past few days do not for the most part seem to me to go deep enough. The period of grace that has been given us may be no more than a postponement of the day of reckoning unless we make up our minds to seek a radical cure. Our civilisation can recover only if we are determined to root out the cancerous growths which have brought it to the verge of complete collapse. Whether truth and justice or caprice and violence are to prevail in human affairs is a question on which the fate of mankind depends. But to equate the conflict between these opposing forces with the contrast between democracies and dictatorships, real and profound as is this difference, is a dangerous simplification of the problem. To focus our attention on evil in others is a way of escape from the painful struggle of eradicating it from our own hearts and lives and an evasion of our real responsibilities.

The basal truth is that the spiritual foundations of western civilisation have been undermined. The systems which are in the ascendant on the continent may be regarded from one point of view as convulsive attempts to arrest the process of disintegration. What clear alternative have we in this country? The mind of England is confused and uncertain. Is it possible that a simple question, an affirmative answer to which is for many a matter of course and for many others an idle dream or sheer lunacy, might in these circumstances become a live and serious issue? May our salvation lie in an attempt to recover our Christian heritage, not in the sense of going back to the past but of discovering in the central affirmations and insights of the Christian faith new spiritual energies to regenerate and vitalise our sick society? Does not the public repudiation of the whole Christian scheme of life in a large part of what was once known as Christendom force to the front the question whether the path of wisdom is not rather to attempt to work out a Christian doctrine of modern society and to order our national life in accordance with it?

Those who would give a quick, easy or confident answer to this question have failed to understand it. It cannot even be seriously considered without a profound awareness of the extent to which Christian ideas have lost their hold over, or faded from the consciousness of, large sections of the population; of the far-reaching changes that would be called for in the structure, institutions and activities of existing society, which is in many of its features a complete denial of the Christian understanding of the meaning and end of man’s existence; and of the stupendous and costly spiritual, moral and intellectual effort that any genuine attempt to order the national life in accordance with the Christian understanding of life would demand. Realistically viewed the task is so far beyond the present capacity of our British Christianity that I write as a fool. But if the will were there, I believe that the first steps to be taken are fairly clear. The presupposition of all else, however, is the recognition that nothing short of a really heroic effort will avail to save mankind from its present evils and the destruction which must follow in their train.

I am, Sir,

Yours etc.

(Signed) J. H. OLDHAM

Postscript

A distinguished theologian, who has been so kind as to read the proofs of this book, has made criticisms of which I should have liked to avail myself by a thorough revision of the text. He has allowed me to quote the following passage from his criticism, which the reader may find helpful in correcting some of the defects of my presentation:

“The main theses of this book seem to me so important, and their application so urgently necessary, that I want to call attention to two points which I think need further emphasis, lest the point of the argument should be missed.

“A main part of the problem, as regards the actual Church and its existing members, is the defective realisation among us of the fundamental fact that Christianity is primarily a Gospel-message, a dogma, a belief about God and the world and man, which demands of man a response of faith and repentance. The common failure lies in putting the human response first, and so thinking of Christianity as primarily a religion. Consequently there is among us a tendency to view the problems of the day in the light of what is practically possible, rather than in the light of what is imposed by the principles of that truth to which the Church is set to bear witness.

“Secondly, there is a general vagueness about ‘the Community of Christians.’ I fear the phrase will be interpreted to mean nice Christianly-minded people of the upper middle class (p. 48). But the Community of Christians ought to mean those who are gathered into unity in the sacramental life of the visible Church: and this community in the life of faith ought to be producing something of a common mind about the questions of the day. It cannot indeed be assumed that the mind of the Community of Christians is truly reflected in the ecclesiastical pronouncements which from time to time appear: that mind does not form itself quickly, in these matters in which it is so hard to see the way. There ought however to be, and to some real extent there is now, in the minds of Christian people a sense of the proportion of things and a spirit of discipline, which are direct fruits of the life of faith: and it is these that need to be brought to bear if the questions are to be answered in the light of Christian principles.”

Appendix

The following broadcast talk, delivered in February 1937 in a series on “Church, Community and State,” and printed in “The Listener,” has some relevance to the matter of the preceding pages of this book.

THAT there is an antithesis between the Church and the World is a belief we derive from the highest authority. We know also from our reading of history, that a certain tension between Church and State is desirable. When Church and State fall out completely, it is ill with the commonwealth; and when Church and State get on too well together, there is something wrong with the Church. But the distinction between the Church and the World is not so easy to draw as that between Church and State. Here we mean not any one communion or ecclesiastical organisation but the whole number of Christians as Christians; and we mean not any particular State, but the whole of society, the world over, in its secular aspect. The antithesis is not simply between two opposed groups of individuals: every individual is himself a field in which the forces of the Church and the world struggle.

By “the Church’s message to the World” you might think that what was meant was only the business of the Church to go on talking. I should like to make it more urgent by expanding the title to “the Church’s business to interfere with the World.” What is often assumed, and it is a principle that I wish to oppose, is the principle of live-and-let-live. It is assumed that if the State leaves the Church alone, and to some extent protects it from molestation, then the Church has no right to interfere with the organisation of society, or with the conduct of those who deny its beliefs. It is assumed that any such interference would be the oppression of the majority by a minority. Christians must take a very different view of their duty. But before suggesting how the Church should interfere with the World, we must try to answer the question: why should it interfere with the World?

It must be said bluntly that between the Church and the World there is no permanent modus-vivendi possible. We may unconsciously draw a false analogy between the position of the Church in a secular society and the position of a dissenting sect in a Christian society. The situation is very different. A dissenting minority in a Christian society can persist because of the fundamental beliefs it has in common with that society, because of a common morality and of common grounds of Christian action. Where there is a different morality there is conflict. I do not mean that the Church exists primarily for the propagation of Christian morality: morality is a means and not an end. The Church exists for the glory of God and the sanctification of souls: Christian morality is part of the means by which these ends are to be attained. But because Christian morals are based on fixed beliefs which cannot change they also are essentially unchanging: while the beliefs and in consequence the morality of the secular world can change from individual to individual, or from generation to generation, or from nation to nation. To accept two ways of life in the same society, one for the Christian and another for the rest, would be for the Church to abandon its task of evangelising the world. For the more alien the non-Christian world becomes, the more difficult becomes its conversion.

The Church is not merely for the elect—in other words, those whose temperament brings them to that belief and that behaviour. Nor does it allow us to be Christian in some social relations and non-Christian in others. It wants everybody, and it wants each individual as a whole. It therefore must struggle for a condition of society which will give the maximum of opportunity for us to lead wholly Christian lives, and the maximum of opportunity for others to become Christians. It maintains the paradox that while we are each responsible for our own souls, we are all responsible for all other souls, who are, like us, on their way to a future state of heaven or hell. And—another paradox—as the Christian attitude towards peace, happiness and well-being of peoples is that they are a means and not an end in themselves, Christians are more deeply committed to realising these ideals than are those who regard them as ends in themselves.

Now, how is the Church to interfere in the World? I do not propose to take up the rest of my time by denouncing Fascism and Communism. This task has been more ably performed by others, and the conclusions may be taken for granted. By pursuing this charge, I might obtain from you a kind of approval that I do not want. I suspect that a good deal of the dislike of these philosophies in this country is due to the wrong reasons as well as the right, and is coloured with complacency and sanctimony. It is easy, safe and pleasant to criticise foreigners; and it has the advantage of distracting attention from the evils of our own society. We must distinguish also between our opposition to ideas and our disapproval of practices. Both Fascism and Communism have fundamental ideas which are incompatible with Christianity. But in practice, a Fascist or a Communist State might realise its idea more or less, and it might be more or less tolerable. And on the other hand, the practices, or others equally objectionable, might easily intrude themselves into a society nominally attached to quite different principles. We need not assume that our form of constitutional democracy is the only one suitable for a Christian people, or that it is in itself a guarantee against an anti-Christian world. Instead of merely condemning Fascism and Communism, therefore, we might do well to consider that we also live in a mass-civilisation following many wrong ambitions and wrong desires, and that if our society renounces completely its obedience to God, it will become no better, and possibly worse, than some of those abroad which are popularly execrated.

By “the World,” then, I mean for my present purpose particularly the world in this island. The influence of the Church can be exerted in several ways. It may oppose, or it may support, particular actions at particular times. It is acclaimed when it supports any cause that is already assured of a good deal of secular support: it is attacked, quite naturally, when it opposes anything that people think they want. Whether people say that the Church ought to interfere, or whether they say it ought to mind its own business, depends mostly on whether they agree or disagree with its attitude upon the issue of the moment. A very difficult problem arises whenever there is occasion for the Church to resist any innovation—either in legislation or in social practice—which is contrary to Christian principles. To those who deny, or do not fully accept, Christian doctrine, or who wish to interpret it according to their private lights such resistance often appears oppressive. To the unreasoning mind the Church can often be made to appear to be the enemy of progress and enlightenment. The Church may not always be strong enough to resist successfully: but I do not see how it can ever accept as a permanent settlement one law for itself and another for the world.

I do not wish, however, to pursue the question of the kinds of issue which may arise from time to time. I want to suggest that a task for the Church in our age is a more profound scrutiny of our society, which shall start from the question: to what depth is the foundation of our society not merely neutral but positively anti-Christian?

It ought not to be necessary for me to insist that the final aims of the churchman, and the aims of the secular reformer, are very different. So far as the aims of the latter are for true social justice, they ought to be comprehended in those of the former. But one reason why the lot of the secular reformer or revolutionist seems to me to be the easier is this: that for the most part he conceives of the evils of the world as something external to himself. They are thought of either as completely impersonal, so that there is nothing to alter but machinery; or if there is evil incarnate, it is always incarnate in the other people—a class, a race, the politicians, the bankers, the armament makers, and so forth—never in oneself. There are individual exceptions: but so far as a man sees the need for converting himself as well as the World, he is approximating to the religious point of view. But for most people, to be able to simplify issues so as to see only the definite external enemy, is extremely exhilarating, and brings about the bright eye and the springy step that go so well with the political uniform. This is an exhilaration that the Christian must deny himself. It comes from an artificial stimulant bound to have bad after-effects. It causes pride, either individual or collective, and pride brings its own doom. For only in humility, charity and purity—and most of all perhaps humility—can we be prepared to receive the grace of God without which human operations are vain.

It is not enough simply to see the evil and injustice and suffering of this world, and precipitate oneself into action. We must know, what only theology can tell us, why these things are wrong. Otherwise, we may right some wrongs at the cost of creating new ones. If this is a world in which I, and the majority of my fellow-beings, live in that perpetual distraction from God which exposes us to the one great peril, that of final and complete alienation from God after death, there is some wrong that I must try to help to put right. If there is any profound immorality to which we are all committed as a condition of living in society at all, that is a matter of the gravest concern to the Church. I am neither a sociologist nor an economist, and in any case it would be inappropriate, in this context, to produce any formula for setting the world right. It is much more the business of the Church to say what is wrong, that is, what is inconsistent with Christian doctrine, than to propose particular schemes of improvement. What is right enters the realm of the expedient and is contingent upon place and time, the degree of culture, the temperament of a people. But the Church can say what is always and everywhere wrong. And without this firm assurance of first principles which it is the business of the Church to repeat in and out of season, the World will constantly confuse the right with the expedient. In a society based on the use of slave labour men tried to prove from the Bible that slavery was something ordained by God. For most people, the actual constitution of Society, or that which their more generous passions wish to bring about, is right, and Christianity must be adapted to it. But the Church cannot be, in any political sense, either conservative, or liberal, or revolutionary. Conservatism is too often conservation of the wrong things: liberalism a relaxation of discipline; revolution a denial of the permanent things.

Perhaps the dominant vice of our time, from the point of view of the Church, will be proved to be Avarice. Surely there is something wrong in our attitude towards money. The acquisitive, rather than the creative and spiritual instincts, are encouraged. The fact that money is always forthcoming for the purpose of making more money, whilst it is so difficult to obtain for purposes of exchange, and for the needs of the most needy, is disturbing to those who are not economists. I am by no means sure that it is right for me to improve my income by investing in the shares of a company, making I know not what, operating perhaps thousands of miles away, and in the control of which I have no effective voice—but which is recommended as a sound investment. I am still less sure of the morality of my being a money-lender: that is, of investing in bonds and debentures. I know that it is wrong for me to speculate: but where the line is to be drawn between speculation and what is called legitimate investment is by no means clear. I seem to be a petty usurer in a world manipulated largely by big usurers. And I know that the Church once condemned these things. And I believe that modern war is chiefly caused by some immorality of competition which is always with us in times of “peace”; and that until this evil is cured, no leagues or disarmaments or collective security or conferences or conventions or treaties will suffice to prevent it.

Any machinery, however beautiful to look at and however wonderful a product of brains and skill, can be used for bad purposes as well as good: and this is as true of social machinery as of constructions of steel. I think that, more important than the invention of a new machine, is the creation of a temper of mind in people such that they can learn to use a new machine rightly. More important still at the moment would be the diffusion of knowledge of what is wrong—morally wrong—and of why it is wrong. We are all dissatisfied with the way in which the world is conducted: some believe that it is a misconduct in which we all have some complicity; some believe that if we trust ourselves entirely to politics, sociology or economics we shall only shuffle from one makeshift to another. And here is the perpetual message of the Church: to affirm, to teach and to apply, true theology. We cannot be satisfied to be Christians at our devotions and merely secular reformers all the rest of the week, for there is one question that we need to ask ourselves every day and about whatever business. The Church has perpetually to answer this question: to what purpose were we born? What is the end of Man?

Notes towards
the Definition of Culture

DEFINITION: 1. The setting of bounds; limitation (rare)—1483

Oxford English Dictionary

To
PHILIP MAIRET
in gratitude and admiration

  Preface

THIS essay was begun four or five years ago. A preliminary sketch, under the same title, was published in three successive numbers of The New English Weekly. From this sketch took shape a paper called “Cultural Forces in the Human Order,” which appeared in the volume Prospect for Christendom, edited by Mr. Maurice B. Reckitt (Faber, 1945): a revision of this paper forms the first chapter of the present book. The second chapter is a revision of a paper published in The New English Review in October, 1945.

I have added as an appendix the English text of three broadcast talks to Germany which have appeared under the title of “Die Einheit der Europaeischen Kultur” (Carl Habel Verlagsbuchhandlung, Berlin, 1946).

Throughout this study, I recognise a particular debt to the writings of Canon V. A. Demant, Mr. Christopher Dawson, and the late Professor Karl Mannheim. It is the more necessary to acknowledge this debt in general, since I have not in my text referred to the first two of these writers, and since my debt to the third is much greater than appears from the one context in which I discuss his theory.

I have also profited by reading an article by Mr. Dwight Macdonald in Politics (New York) for February 1944, entitled “A Theory of ‘Popular Culture’ ”; and an anonymous critique of this article in the issue of the same periodical for November 1946. Mr. Macdonald’s theory strikes me as the best alternative to my own that I have seen.

  1. S. E.

January, 1948.

Introduction

I think our studies ought to be all but purposeless. They want to be pursued with chastity like mathematics.—ACTON.

MY purpose in writing the following chapters is not, as might appear from a casual inspection of the table of contents, to outline a social or political philosophy; nor is the book intended to be merely a vehicle for my observations on a variety of topics. My aim is to help to define a word, the word culture.

Just as a doctrine only needs to be defined after the appearance of some heresy, so a word does not need to receive this attention until it has come to be misused. I have observed with growing anxiety the career of this word culture during the past six or seven years. We may find it natural, and significant, that during a period of unparalleled destructiveness, this word should come to have an important role in the journalistic vocabulary. Its part is of course doubled by the word civilisation. I have made no attempt in this essay to determine the frontier between the meanings of these two words: for I came to the conclusion that any such attempt could only produce an artificial distinction, peculiar to the book, which the reader would have difficulty in retaining; and which, after closing the book, he would abandon with a sense of relief. We do use one word, frequently enough, in a context where the other would do as well; there are other contexts where one word obviously fits and the other does not; and I do not think that this need cause embarrassment. There are enough inevitable obstacles, in this discussion, without erecting unnecessary ones.

In August, 1945, there was published the text of a draft constitution for a “United Nations Educational Scientific and Cultural Organisation.” The purpose of this organisation was, in Article I, defined as follows:

  1. To develop and maintain mutual understanding and appreciation of the life and culture, the arts, the humanities, and the sciences of the peoples of the world, as a basis for effective international organisation and world peace.
  2. To co-operate in extending and in making available to all peoples for the service of common human needs the world’s full body of knowledge and culture, and in assuring its contribution to the economic stability, political security, and general well-being of the peoples of the world.

I am not at the moment concerned to extract a meaning from these sentences: I only quote them to call attention to the word culture, and to suggest that before acting on such resolutions we should try to find out what this one word means. This is only one of innumerable instances which might be cited, of the use of a word which nobody bothers to examine. In general, the word is used in two ways: by a kind of synecdoche, when the speaker has in mind one of the elements or evidences of culture—such as “art”; or, as in the passage just quoted, as a kind of emotional stimulant—or anaesthetic.1

At the beginning of my first chapter I have endeavoured to distinguish and relate the three principal uses of the word: and to make the point, that when we use the term in one of these three ways we should do so in awareness of the others. I then try to expose the essential relation of culture to religion, and to make clear the limitations of the word relation as an expression of this “relation.” The first important assertion is that no culture has appeared or developed except together with a religion: according to the point of view of the observer, the culture will appear to be the product of the religion, or the religion the product of the culture.

In the next three chapters I discuss what seem to me to be three important conditions for culture. The first of these is organic (not merely planned, but growing) structure, such as will foster the hereditary transmission of culture within a culture: and this requires the persistence of social classes. The second is the necessity that a culture should be analysable, geographically, into local cultures: this raises the problem of “regionalism.” The third is the balance of unity and diversity in religion—that is, universality of doctrine with particularity of cult and devotion. The reader must keep in mind that I am not pretending to account for all the necessary conditions for a flourishing culture; I discuss three which have especially struck my attention.1 He must also remember that what I offer is not a set of directions for fabricating a culture. I do not say that by setting about to produce these, and any other additional conditions, we can confidently expect to improve our civilisation. I say only that, so far as my observation goes, you are unlikely to have a high civilisation where these conditions are absent.

The remaining two chapters of the book make some slight attempt to disentangle culture from politics and education.

I dare say that some readers will draw political inferences from this discussion: what is more likely is that particular minds will read into my text a confirmation or repudiation of their own political convictions and prejudices. The writer himself is not without political convictions and prejudices; but the imposition of them is no part of his present intention. What I try to say is this: here are what I believe to be essential conditions for the growth and for the survival of culture. If they conflict with any passionate faith of the reader—if, for instance, he finds it shocking that culture and equalitarianism should conflict, if it seems monstrous to him that anyone should have “advantages of birth”—I do not ask him to change his faith, I merely ask him to stop paying lip-service to culture. If the reader says: “the state of affairs which I wish to bring about is right (or is just,1 or is inevitable); and if this must lead to a further deterioration of culture, we must accept that deterioration”—then I can have no quarrel with him. I might even, in some circumstances, feel obliged to support him. The effect of such a wave of honesty would be that the word culture would cease to be abused, cease to appear in contexts where it does not belong: and to rescue this word is the extreme of my ambition.

As things are, it is normal for anybody who advocates any social change, or any alteration of our political system, or any expansion of public education, or any development of social service, to claim confidently that it will lead to the improvement and increase of culture. Sometimes culture, or civilisation, is set in the forefront, and we are told that what we need, must have, and shall get, is a “new civilisation.” In 1944 I read a symposium in The Sunday Times (November 31) in which Professor Harold Laski, or his headline writer, affirmed that we were fighting the late war for a “new civilisation.” Mr. Laski at least asserted this:

If it is agreed that these who seek to rebuild what Mr. Churchill likes to call “traditional” Britain have no hope of fulfilling that end, it follows that there must be a new Britain in a new civilisation.

We might murmur “it is not agreed,” but that would be to miss my point. Mr. Laski is right to this extent, that if we lose anything finally and irreparably, we must make do without it: but I think he meant to say something more than that.

Mr. Laski is, or was convinced that the particular political and social changes which he desires to bring about, and which he believes to be advantageous for society, will, because they are so radical, result in a new civilisation. That is quite conceivable: what we are not justified in concluding, with regard to his or any other changes in the social framework which anybody advocates, is that the “new civilisation” is itself desirable. For one thing, we can have no notion of what the new civilisation will be like: so many other causes operate than those we may have in mind, and the results of these and the others, operating together, are so incalculable, that we cannot imagine what it would feel like to live in that new civilisation. For another thing, the people who live in that new civilisation will, by the fact of belonging to it, be different from ourselves, and they will be just as different from Mr. Laski. Every change we make is tending to bring about a new civilisation of the nature of which we are ignorant, and in which we should all of us be unhappy. A new civilisation is, in fact, coming into being all the time: the civilisation of the present day would seem very new indeed to any civilised man of the eighteenth century, and I cannot imagine the most ardent or radical reformer of that age taking much pleasure in the civilisation that would meet his eye now. All that a concern for civilisation can direct us to do, is to improve such civilisation as we have, for we can imagine no other. On the other hand, there have always been people who have believed in particular changes as good in themselves, without worrying about the future of civilisation, and without finding it necessary to recommend their innovations by the specious glitter of unmeaning promises.

A new civilisation is always being made: the state of affairs that we enjoy today illustrates what happens to the aspirations of each age for a better one. The most important question that we can ask, is whether there is any permanent standard, by which we can compare one civilisation with another, and by which we can make some guess at the improvement or decline of our own. We have to admit, in comparing one civilisation with another, and in comparing the different stages of our own, that no one society and no one age of it realises all the values of civilisation. Not all of these values may be compatible with each other: what is at least as certain is that in realising some we lose the appreciation of others. Nevertheless, we can distinguish between higher and lower cultures; we can distinguish between advance and retrogression. We can assert with some confidence that our own period is one of decline; that the standards of culture are lower than they were fifty years ago; and that the evidences of this decline are visible in every department of human activity.1 I see no reason why the decay of culture should not proceed much further, and why we may not even anticipate a period, of some duration, of which it is possible to say that it will have no culture. Then culture will have to grow again from the soil; and when I say it must grow again from the soil, I do not mean that it will be brought into existence by any activity of political demagogues. The question asked by this essay, is whether there are any permanent conditions, in the absence of which no higher culture can be expected.

If we succeed even partially in answering this question, we must then put ourselves on guard against the delusion of trying to bring about these conditions for the sake of the improvement of our culture. For if any definite conclusions emerge from this study, one of them is surely this, that culture is the one thing that we cannot deliberately aim at. It is the product of a variety of more or less harmonious activities, each pursued for its own sake: the artist must concentrate upon his canvas, the poet upon his typewriter, the civil servant upon the just settlement of particular problems as they present themselves upon his desk, each according to the situation in which he finds himself. Even if these conditions with which I am concerned, seem to the reader to represent desirable social aims, he must not leap to the conclusion that these aims can be fulfilled solely by deliberate organisation. A class division of society planned by an absolute authority would be artificial and intolerable; a decentralisation under central direction would be a contradiction; an ecclesiastical unity cannot be imposed in the hope that it will bring about unity of faith, and a religious diversity cultivated for its own sake would be absurd. The point at which we can arrive, is the recognition that these conditions of culture are “natural” to human beings; that although we can do little to encourage them, we can combat the intellectual errors and the emotional prejudices which stand in their way. For the rest, we should look for the improvement of society, as we seek our own individual improvement, in relatively minute particulars. We cannot say: “I shall make myself into a different person”; we can only say: “I will give up this bad habit, and endeavour to contract this good one.” So of society we can only say: “We shall try to improve it in this respect or the other, where excess or defect is evident; we must try at the same time to embrace so much in our view, that we may avoid, in putting one thing right, putting something else wrong.” Even this is to express an aspiration greater than we can achieve: for it is as much, or more, because of what we do piecemeal without understanding or foreseeing the consequences, that the culture of one age differs from that of its predecessor.

1 The use of the word culture, by those who have not, as it seems to me, pondered deeply on the meaning of the word before employing it, might be illustrated by countless examples. Another instance may suffice. I quote from the Times Educational Supplement of November 3, 1945 (p. 522):

“‘Why should we bring into our scheme for international collaboration machinery concerning education and culture?’ Such was the question asked by the Prime Minister when, in addressing the delegates of nearly 40 nations attending the United Nations Conference to establish an Educational and Cultural Organisation in London on Thursday afternoon, he extended to them the greetings of His Majesty’s Government. . . . Mr. Attlee concluded with a plea that if we were to know our neighbours we must understand their culture, through their books, newspapers, radio and films.”

The Minister of Education committed herself to the following:

“Now we are met together: workers in education, in scientific research, and in the varied fields of culture. We represent those who teach, those who discover, those who write, those who express their inspiration in music or in art. . . . Lastly we have culture. Some may argue that the artist, the musician, the writer, all the creative workers in the humanities and the arts, cannot be organised either nationally or internationally. The artist, it has been said, works to please himself. That might have been a tenable argument before the war. But those of us who remember the struggle in the Far East and in Europe in the days preceding the open war know how much the fight against Fascism depended upon the determination of writers and artists to keep their international contacts that they might reach across the rapidly rising frontier barriers.”

It is only fair to add, that when it comes to talking nonsense about culture, there is nothing to choose between politicians of one stripe or another. Had the election of 1945 brought the alternative party into power, we should have heard much the same pronouncements in the same circumstances. The pursuit of politics is incompatible with a strict attention to exact meanings on all occasions. The reader should therefore abstain from deriding either Mr. Attlee or the late regretted Miss Wilkinson.

1 In an illuminating supplement to the Christian News-Letter of July 24, 1946, Miss Marjorie Reeves has a very suggestive paragraph on “The Culture of an Industry.” If she somewhat enlarged her meaning, what she says would fit in with my own wáy of using the word “culture.” She says, of the culture of an industry, which she believes quite rightly should be presented to the young worker: “it includes the geography of its raw materials and final markets, its historical evolution, inventions and scientific background, its economics and so forth.” It includes all this, certainly; but an industry, if it is to engage the interest of more than the conscious mind of the worker, should also have a way of life somewhat peculiar to its initiates, with its own forms of festivity and observances. I mention this interesting reminder of the culture of industry, however, as evidence that I am aware of other nuclei of culture than those discussed in this book.

1 I must introduce a parenthetical protest against the abuse of the current term “social justice.” From meaning “justice in relations between groups or classes” it may slip into meaning a particular assumption as to what these relations should be; and a course of action might be supported because it represented the aim of “social justice,” which from the point of view of “justice” was not just. The term “social justice” is in danger of losing its rational content—which would be replaced by a powerful emotional charge. I believe that I have used the term myself: it should never be employed unless the user is prepared to define dearly what social justice means to him, and why he thinks it just.

1 For confirmation from a point of view very different from that from which this essay is written, see Our Threatened Values by Victor Gollancz (1946).

CHAPTER I
  The Three Senses of “Culture”

THE term culture has different associations according to whether we have in mind the development of an individual, of a group or class, or of a whole society. It is a part of my thesis that the culture of the individual is dependent upon the culture of a group or class, and that the culture of the group or class is dependent upon the culture of the whole society to which that group or class belongs. Therefore it is the culture of the society that is fundamental, and it is the meaning of the term “culture” in relation to the whole society that should be examined first. When the term “culture” is applied to the manipulation of lower organisms—to the work of the bacteriologist or the agriculturalist—the meaning is clear enough, for we can have unanimity in respect of the ends to be attained, and we can agree when we have or have not attained them. When it is applied to the improvement of the human mind and spirit, we are less likely to agree as to what culture is. The term itself, as signifying something to be consciously aimed at in human affairs, has not a long history. As something to be achieved by deliberate effort, “culture” is relatively intelligible when we are concerned with the self-cultivation of the individual, whose culture is seen against the background of the culture of the group and of the society. The culture of the group also has a definite meaning in contrast to the less developed culture of the mass of society. The difference between the three applications of the term can be best apprehended by asking how far, in relation to the individual, the group, and society as a whole the conscious aim to achieve culture has any meaning. A good deal of confusion could be avoided, if we refrained from setting before the group, what can be the aim only of the individual; and before society as a whole, what can be the aim only of a group.

The general, or anthropological sense of the word culture, as used for instance by E. B. Tylor in the title of his book Primitive Culture, has flourished independently of the other senses: but if we are considering highly developed societies, and especially our own contemporary society, we have to consider the relationship of the three senses. At this point anthropology passes over into sociology. Amongst men of letters and moralists, it has been usual to discuss culture in the first two senses, and especially the first, without relation to the third. The most easily remembered example of this selection is Matthew Arnold’s Culture and Anarchy. Arnold is concerned primarily with the individual and the “perfection” at which he should aim. It is true that in his famous classification of “Barbarians, Philistines, Populace” he concerns himself with a critique of classes; but his criticism is confined to an indictment of these classes for their shortcomings, and does not proceed to consider what should be the proper function or “perfection” of each class. The effect, therefore, is to exhort the individual who would attain the peculiar kind of “perfection” which Arnold calls “culture,” to rise superior to the limitations of any class, rather than to realise its highest attainable ideals.

The impression of thinness which Arnold’s “culture” conveys to a modern reader is partly due to the absence of social background to his picture. But it is also due, I think, to his failure to take account of another way in which we use the word “culture,” besides the three already mentioned. There are several kinds of attainment which we may have in mind in different contexts. We may be thinking of refinement of manners—or urbanity and civility: if so, we shall think first of a social class, and of the superior individual as representative of the best of that class. We may be thinking of learning and a close acquaintance with the accumulated wisdom of the past: if so, our man of culture is the scholar. We may be thinking of philosophy in the widest sense—an interest in, and some ability to manipulate, abstract ideas: if so, we may mean the intellectual (recognising the fact that this term is now used very loosely, to comprehend many persons not conspicuous for strength of intellect). Or we may be thinking of the arts: if so, we mean the artist and the amateur or dilettante. But what we seldom have in mind is all of these things at the same time. We do not find, for instance, that an understanding of music or painting figures explicitly in Arnold’s description of the cultured man: yet no one will deny that these attainments play a part in culture.

If we look at the several activities of culture listed in the preceding paragraph, we must conclude that no perfection in any one of them, to the exclusion of the others, can confer culture on anybody. We know that good manners, without education, intellect or sensibility to the arts, tends towards mere automatism; that learning without good manners or sensibility is pedantry; that intellectual ability without the more human attributes is admirable only in the same way as the brilliance of a child chess prodigy; and that the arts without intellectual context are vanity. And if we do not find culture in any one of these perfections alone, so we must not expect any one person to be accomplished in all of them; we shall come to infer that the wholly cultured individual is a phantasm; and we shall look for culture, not in any individual or in any one group of individuals, but more and more widely; and we are driven in the end to find it in the pattern of the society as a whole. This seems to me a very obvious reflection: but it is frequently overlooked. People are always ready to consider themselves persons of culture, on the strength of one proficiency, when they are not only lacking in others, but blind to those they lack. An artist of any kind, even a very great artist, is not for this reason alone a man of culture: artists are not only often insensitive to other arts than those which they practise, but sometimes have very bad manners or meagre intellectual gifts. The person who contributes to culture, however important his contribution may be, is not always a “cultured person.”

It does not follow from this that there is no meaning in speaking of the culture of an individual, or of a group or class. We only mean that the culture of the individual cannot be isolated from that of the group, and that the culture of the group cannot be abstracted from that of the whole society; and that our notion of “perfection” must take all three senses of “culture” into account at once. Nor does it follow that in a society, of whatever grade of culture, the groups concerned with each activity of culture will be distinct and exclusive: on the contrary, it is only by an overlapping and sharing of interests, by participation and mutual appreciation, that the cohesion necessary for culture can obtain. A religion requires not only a body of priests who know what they are doing, but a body of worshippers who know what is being done.

It is obvious that among the more primitive communities the several activities of culture are inextricably interwoven. The Dyak who spends the better part of a season in shaping, carving and painting his barque of the peculiar design required for the annual ritual of head-hunting, is exercising several cultural activities at once—of art and religion, as well as of amphibious warfare. As civilisation becomes more complex, greater occupational specialisation evinces itself: in the “stone age” New Hebrides, Mr. John Layard says, certain islands specialise in particular arts and crafts, exchanging their wares and displaying their accomplishments to the reciprocal satisfaction of the members of the archipelago. But while the individuals of a tribe, or of a group of islands or villages, may have separate functions—of which the most peculiar are those of the king and the witch-doctor—it is only at a much further stage that religion, science, politics and art become abstractly conceived apart from each other. And just as the functions of individuals become hereditary, and hereditary function hardens into class or caste distinction, and class distinction leads to conflict, so do religion, politics, science and art reach a point at which there is conscious struggle between them for autonomy or dominance. This friction is, at some stages and in some situations, highly creative: how far it is the result, and how far the cause, of increased consciousness need not here be considered. The tension within the society may become also a tension within the mind of the more conscious individual: the clash of duties in Antigone, which is not simply a clash between piety and civil obedience, or between religion and politics, but between conflicting laws within what is still a religious-political complex, represents a very advanced stage of civilisation: for the conflict must have meaning in the audience’s experience before it can be made articulate by the dramatist and receive from the audience the response which the dramatist’s art requires.

As a society develops towards functional complexity and differentiation, we may expect the emergence of several cultural levels: in short, the culture of the class or group will present itself. It will not, I think, be disputed that in any future society, as in every civilised society of the past, there must be these different levels. I do not think that the most ardent champions of social equality dispute this: the difference of opinion turns on whether the transmission of group culture must be by inheritance—whether each cultural level must propagate itself—or whether it can be hoped that some mechanism of selection will be found, so that every individual shall in due course take his place at the highest cultural level for which his natural aptitudes qualify him. What is pertinent at this point is that the emergence of more highly cultured groups does not leave the rest of society unaffected: it is itself part of a process in which the whole society changes. And it is certain—and especially obvious when we turn our attention to the arts—that as new values appear, and as thought, sensibility and expression become more elaborate, some earlier values vanish. That is only to say that you cannot expect to have all stages of development at once; that a civilisation cannot simultaneously produce great folk poetry at one cultural level and Paradise Lost at another. Indeed, the one thing that time is ever sure to bring about is the loss: gain or compensation is almost always conceivable but never certain.

While it appears that progress in civilisation will bring into being more specialised culture groups, we must not expect this development to be unattended by perils. Cultural disintegration may ensue upon cultural specialisation: and it is the most radical disintegration that a society can suffer. It is not the only kind, or it is not the only aspect, under which disintegration can be studied; but, whatever be cause or effect, the disintegration of culture is the most serious and the most difficult to repair. (Here, of course, we are emphasising the culture of the whole society.) It must not be confused with another malady, ossification into caste, as in Hindu India, of what may have been originally only a hierarchy of functions: even though it is possible that both maladies have some hold upon British society today. Cultural disintegration is present when two or more strata so separate that these become in effect distinct cultures; and also when culture at the upper group level breaks into fragments each of which represents one cultural activity alone. If I am not mistaken, some disintegration of the classes in which culture is, or should be, most highly developed, has already taken place in one level of society and another. Religious thought and practice, philosophy and art, all tend to become isolated areas cultivated by groups in no communication with each other. The artistic sensibility is impoverished by its divorce from the religious sensibility, the religious by its separation from the artistic; and the vestige of manners may be left to a few survivors of a vanishing class who, their sensibility untrained by either religion or art and their minds unfurnished with the material for witty conversation, will have no context in their lives to give value to their behaviour. And deterioration on the higher levels is a matter of concern, not only to the group which is visibly affected, but to the whole people.

The causes of a total decline of culture are as complex as the evidence of it is various. Some may be found in the accounts given, by various specialists, of the causes of more readily apprehended social ailments for which we must continue to seek specific remedies. Yet we become more and more aware of the extent to which the baffling problem of “culture” underlies the problems of the relation of every part of the world to every other. When we concern ourselves with the relation of the great nations to each other; the relation of the great to the small nations;1 the relation of intermixed “communities,” as in India, to each other; the relation of parent nations to those which have originated as colonies; the relation of the colonist to the native; the relation between peoples of such areas as the West Indies, where compulsion or economic inducement has brought together large numbers of different races: behind all these perplexing questions, involving decisions to be made by many men every day, there is the question of what culture is, and the question whether it is anything that we can control or deliberately influence. These questions confront us whenever we devise a theory, or frame a policy, of education. If we take culture seriously, we see that a people does not need merely enough to eat (though even that is more than we seem able to ensure) but a proper and particular cuisine: one symptom of the decline of culture in Britain is indifference to the art of preparing food. Culture may even be described simply as that which makes life worth living. And it is what justifies other peoples and other generations in saying, when they contemplate the remains and the influence of an extinct civilisation, that it was worth while for that civilisation to have existed.

I have already asserted, in my introduction, that no culture can appear or develop except in relation to a religion. But the use of the term relation here may easily lead us into error. The facile assumption of a relationship between culture and religion is perhaps the most fundamental weakness of Arnold’s Culture and Anarchy. Arnold gives the impression that Culture (as he uses the term) is something more comprehensive than religion; that the latter is no more than a necessary element, supplying ethical formation and some emotional colour, to Culture which is the ultimate value.

It may have struck the reader that what I have said about the development of culture, and about the dangers of disintegration when a culture has reached a highly developed stage, may apply also in the history of religion. The development of culture and the development of religion, in a society uninfluenced from without, cannot be clearly isolated from each other: and it will depend upon the bias of the particular observer, whether a refinement of culture is held to be the cause of progress in religion, or whether a progress in religion is held to be the cause of a refinement of the culture. What perhaps influences us towards treating religion and culture as two different things is the history of the penetration of Graeco-Roman culture by the Christian Faith—a penetration which had profound effects both upon that culture and upon the course of development taken by Christian thought and practice. But the culture with which primitive Christianity came into contact (as well as that of the environment in which Christianity took its origins) was itself a religious culture in decline. So, while we believe that the same religion may inform a variety of cultures, we may ask whether any culture could come into being, or maintain itself, without a religious basis. We may go further and ask whether what we call the culture, and what we call the religion, of a people are not different aspects of the same thing: the culture being, essentially, the incarnation (so to speak) of the religion of a people. To put the matter in this way may throw light on my reservations concerning the word relation.

As a society develops, a greater number of degrees and kinds of religious capacity and function—as well as of other capacities and functions—will make their appearance. It is to be noticed that in some religions the differentiation has been so wide that there have resulted in effect two religions—one for the populace and one for the adepts. The evils of “two nations” in religion are obvious. Christianity has resisted this malady better than Hinduism. The schisms of the sixteenth century, and the subsequent multiplication of sects, can be studied either as the history of division of religious thought, or as a struggle between opposing social groups—as the variation of doctrine, or as the disintegration of European culture. Yet, while these wide divergences of belief on the same level are lamentable, the Faith can, and must, find room for many degrees of intellectual, imaginative and emotional receptivity to the same doctrines, just as it can embrace many variations of order and ritual. The Christian Faith also, psychologically considered—as systems of beliefs and attitudes in particular embodied minds—will have a history: though it would be a gross error to suppose that the sense in which it can be spoken of as developing and changing, implies the possibility of greater sanctity or divine illumination becoming available to human beings through collective progress. (We do not assume that there is, over a long period, progress even in art, or that “primitive” art is, as art, necessarily inferior to the more sophisticated.) But one of the features of development, whether we are taking the religious or the cultural point of view, is the appearance of scepticism—by which, of course, I do not mean infidelity or destructiveness (still less the unbelief which is due to mental sloth) but the habit of examining evidence and the capacity for delayed decision. Scepticism is a highly civilised trait, though, when it declines into pyrrhonism, it is one of which civilisation can die. Where scepticism is strength, pyrrhonism is weakness: for we need not only the strength to defer a decision, but the strength to make one.

The conception of culture and religion as being, when each term is taken in the right context, different aspects of the same thing, is one which requires a good deal of explanation. But I should like to suggest first, that it provides us with the means of combating two complementary errors. The one more widely held is that culture can be preserved, extended and developed in the absence of religion. This error may be held by the Christian in common with the infidel, and its proper refutation would require an historical analysis of considerable refinement, because the truth is not immediately apparent, and may seem even to be contradicted by appearances: a culture may linger on, and indeed produce some of its most brilliant artistic and other successes after the religious faith has fallen into decay. The other error is the belief that the preservation and maintenance of religion need not reckon with the preservation and maintenance of culture: a belief which may even lead to the rejection of the products of culture as frivolous obstructions to the spiritual life. To be in a position to reject this error, as with the other, requires us to take a distant view; to refuse to accept the conclusion, when the culture that we see is a culture in decline, that culture is something to which we can afford to remain indifferent. And I must add that to see the unity of culture and religion in this way neither implies that all the products of art can be accepted uncritically, nor provides a criterion by which everybody can immediately distinguish between them. Esthetic sensibility must be extended into spiritual perception, and spiritual perception must be extended into esthetic sensibility and disciplined taste before we are qualified to pass judgment upon decadence or diabolism or nihilism in art. To judge a work of art by artistic or by religious standards, to judge a religion by religious or artistic standards should come in the end to the same thing: though it is an end at which no individual can arrive.

The way of looking at culture and religion which I have been trying to adumbrate is so difficult that I am not sure I grasp it myself except in flashes, or that I comprehend all its implications. It is also one which involves the risk of error at every moment, by some unperceived alteration of the meaning which either term has when the two are coupled in this way, into some meaning which either may have when taken alone. It holds good only in the sense in which people are unconscious of both their culture and their religion. Anyone with even the slightest religious consciousness must be afflicted from time to time by the contrast between his religious faith and his behaviour; anyone with the taste that individual or group culture confers must be aware of values which he cannot call religious. And both “religion” and “culture,” besides meaning different things from each other, should mean for the individual and for the group something towards which they strive, not merely something which they possess. Yet there is an aspect in which we can see a religion as the whole way of life of a people, from birth to the grave, from morning to night and even in sleep, and that way of life is also its culture. And at the same time we must recognise that when this identification is complete, it means in actual societies both an inferior culture and an inferior religion. A universal religion is at least potentially higher than one which any race or nation claims exclusively for itself; and a culture realising a religion also realised in other cultures is at least potentially a higher culture than one which has a religion exclusively to itself. From one point of view we may identify: from another, we must separate.

Taking now the point of view of identification, the reader must remind himself, as the author has constantly to do, of how much is here embraced by the term culture. It includes all the characteristic activities and interests of a people: Derby Day, Henley Regatta, Cowes, the twelfth of August, a cup final, the dog races, the pin table, the dart board, Wensleydale cheese, boiled cabbage cut into sections, beetroot in vinegar, nineteenth-century Gothic churches and the music of Elgar. The reader can make his own list. And then we have to face the strange idea that what is part of our culture is also a part of our lived religion.

We must not think of our culture as completely unified—my list above was designed to avoid that suggestion. And the actual religion of no European people has ever been purely Christian, or purely anything else. There are always bits and traces of more primitive faiths, more or less absorbed; there is always the tendency towards parasitic beliefs; there are always perversions, as when patriotism, which pertains to natural religion and is therefore licit and even encouraged by the Church, becomes exaggerated into a caricature of itself. And it is only too easy for a people to maintain contradictory beliefs and to propitiate mutually antagonistic powers.

The reflection that what we believe is not merely what we formulate and subscribe to, but that behaviour is also belief, and that even the most conscious and developed of us live also at the level on which belief and behaviour cannot be distinguished, is one that may, once we allow our imagination to play upon it, be very disconcerting. It gives an importance to our most trivial pursuits, to the occupation of our every minute. which we cannot contemplate long without the horror of nightmare. When we consider the quality of the integration required for the full cultivation of the spiritual life, we must keep in mind the possibility of grace and the exemplars of sanctity in order not to sink into despair. And when we consider the problem of evangelisation, of the development of a Christian society, we have reason to quail. To believe that we are religious people and that other people are without religion is a simplification which approaches distortion. To reflect that from one point of view religion is culture, and from another point of view culture is religion, can be very disturbing. To ask whether the people have not a religion already, in which Derby Day and the dog track play their parts, is embarrassing; so is the suggestion that part of the religion of the higher ecclesiastic is gaiters and the Athenaeum. It is inconvenient for Christians to find that as Christians they do not believe enough, and that on the other hand they, with everybody else, believe in too many things: yet this is a consequence of reflecting, that bishops are a part of English culture, and horses and dogs are a part of English religion.

It is commonly assumed that there is culture, but that it is the property of a small section of society; and from this assumption it is usual to proceed to one of two conclusions: either that culture can only be the concern of a small minority, and that therefore there is no place for it in the society of the future; or that in the society of the future the culture which has been the possession of the few must be put at the disposal of everybody. This assumption and its consequences remind us of the Puritan antipathy to monasticism and the ascetic life: for just as a culture which is only accessible to the few is now deprecated, so was the enclosed and contemplative life condemned by extreme Protestantism, and celibacy regarded with almost as much abhorrence as perversion.

In order to apprehend the theory of religion and culture which I have endeavoured to set forth in this chapter, we have to try to avoid the two alternative errors: that of regarding religion and culture as two separate things between which there is a relation, and that of identifying religion and culture. I spoke at one point of the culture of a people as an incarnation of its religion; and while I am aware of the temerity of employing such an exalted term, I cannot think of any other which would convey so well the intention to avoid relation on the one hand and identification on the other. The truth, partial truth, or falsity of a religion neither consists in the cultural achievements of the peoples professing that religion, nor submits to being exactly tested by them. For what a people may be said to believe, as shown by its behaviour, is, as I have said, always a great deal more and a great deal less than its professed faith in its purity. Further-more, a people whose culture has been formed together with a religion of partial truth, may live that religion (at some period in its history, at least) with greater fidelity than another people which has a truer light. It is only when we imagine our culture as it ought to be, if our society were a really Christian society, that we can dare to speak of Christian culture as the highest culture; it is only by referring to all the phases of this culture, which has been the culture of Europe, that we can affirm that it is the highest culture that the world has ever known. In comparing our culture as it is today, with that of non-Christian peoples, we must be prepared to find that ours is in one respect or another inferior. I do not overlook the possibility that Britain, if it consummated its apostasy by reforming itself according to the prescriptions of some inferior or materialistic religion, might blossom into a culture more brilliant than that we can show today. That would not be evidence that the new religion was true, and that Christianity was false. It would merely prove that any religion, while it lasts, and on its own level, gives an apparent meaning to life, provides the framework for a culture, and protects the mass of humanity from boredom and despair.

1 This point is touched upon, though without any discussion of the meaning of “culture,” by E. H. Carr: Conditions of Peace, Part I, ch. iii. He says: “In a clumsy but convenient terminology which originated in Central Europe, we must distinguish between ‘cultural nation’ and ‘state nation.’ The existence of a more or less homogeneous racial or linguistic group bound together by a common tradition and the cultivation of a common culture must cease to provide a prima facie case for the setting up or the maintenance of an independent political unit.” But Mr. Carr is here concerned with the problem of political unity, rather than with that of the preservation of cultures, or the question whether they are worth preserving, in the political unit.

CHAPTER II
  The Class and the Elite

IT would appear, according to the account of levels of culture put forward in the previous chapter, that among the more primitive societies, the higher types exhibit more marked differentiations of function amongst their members than the lower types.1 At a higher stage still, we find that some functions are more honoured than others, and this division promotes the development of classes, in which higher honour and higher privilege are accorded, not merely to the person as functionary but as member of the class. And the class itself possesses a function, that of maintaining that part of the total culture of the society which pertains to that class. We have to try to keep in mind, that in a healthy society this maintenance of a particular level of culture is to the benefit, not merely of the class which maintains it, but of the society as a whole. Awareness of this fact will prevent us from supposing that the culture of a “higher” class is something superfluous to society as a whole, or to the majority, and from supposing that it is something which ought to be shared equally by all other classes. It should also remind the “higher” class, in so far as any such exists, that the survival of the culture in which it is particularly interested is dependent upon the health of the culture of the people.

It has now become a commonplace of contemporary thinking, that a society thus articulated is not the highest type to which we may aspire; but that it is indeed in the nature of things for a progressive society eventually to overcome these divisions, and that it is also within the power of our conscious direction, and therefore a duty incumbent upon us, to bring about a classless society. But while it is generally supposed that class, in any sense which maintains associations of the past, will disappear, it is now the opinion of some of the most advanced minds that some qualitative differences between individuals must still be recognised, and that the superior individuals must be formed into suitable groups, endowed with appropriate powers, and perhaps with varied emoluments and honours. Those groups, formed of individuals apt for powers of government and administration, will direct the public life of the nation; the individuals composing them will be spoken of as “leaders.” There will be groups concerned with art, and groups concerned with science, and groups concerned with philosophy, as well as groups consisting of men of action: and these groups are what we call élites.

It is obvious, that while in the present state of society there is found the voluntary association of like-minded individuals, and association based upon common material interest, or common occupation or profession, the élites of the future will differ in one important respect from any that we know: they will replace the classes of the past, whose positive functions they will assume. This transformation is not always explicitly stated. There are some philosophers who regard class divisions as intolerable, and others who regard them merely as moribund. The latter may simply ignore class, in their design for an élite-governed society, and say that the élites will “be drawn from all sections of society.” But it would seem that as we perfect the means for identifying at an early age, educating for their future role, and settling into positions of authority, the individuals who will form the élites, all former class distinctions will become a mere shadow or vestige, and the only social distinction of rank will be between the élites and the rest of the community, unless, as may happen, there is to be an order of precedence and prestige amongst the several élites themselves.

However moderately and unobtrusively the doctrine of élites is put, it implies a radical transformation of society. Superficially, it appears to aim at no more than what we must all desire—that all positions in society should be occupied by those who are best fitted to exercise the functions of the positions. We have all observed individuals occupying situations in life for which neither their character nor their intellect qualified them, and so placed only through nominal education, or birth or consanguinity. No honest man but is vexed by such a spectacle. But the doctrine of élites implies a good deal more than the rectification of such injustice. It posits an atomic view of society.

The philosopher whose views on the subject of élites deserve the closest attention, both for their own value and because of the influence they exert, is the late Dr. Karl Mannheim. It is, for that matter, Dr. Mannheim who has founded the fortunes, in this country, of the term élite. I must remark that Dr. Mannheim’s description of culture is different from that given in the previous chapter of this essay. He says:

A sociological investigation of culture in liberal society must begin with the life of those who create culture, i.e. the intelligentsia and their position within society as a whole.1

According to the account which I have given, a “culture” is conceived as the creation of the society as a whole: being, from another aspect, that which makes it a society. It is not the creation of any one part of that society. The function of what Dr. Mannheim would call the culture-creating groups, according to my account, would be rather to bring about a further development of the culture in organic complexity: culture at a more conscious level, but still the same culture. This higher level of culture must be thought of both as valuable in itself, and as enriching the lower levels: thus the movement of culture would proceed in a kind of cycle, each class nourishing the others.

This is, already, a difference of some importance. My next observation is that Dr. Mannheim is concerned rather with élites than with an élite.

We may distinguish [he says, in Man and Society, p. 82] the following types of élites: the political, the organising, the intellectual, the artistic, the moral and the religious. Whereas the political and organising élites aim at integrating a great number of individual wills, it is the function of the intellectual, aesthetic, and moral-religious élites to sublimate those psychic energies which society, in the daily struggle for existence, does not fully exhaust.

This departmentalisation of élites already exists, to some extent; and to some extent it is a necessary and a good thing. But, so far as it can be observed to exist, it is not altogether a good thing. I have suggested elsewhere that a growing weakness of our culture has been the increasing isolation of élites from each other, so that the political, the philosophical, the artistic, the scientific, are separated to the great loss of each of them, not merely through the arrest of any general circulation of ideas, but through the lack of those contacts and mutual influences at a less conscious level, which are perhaps even more important than ideas. The problem of the formation, preservation and development of the élites is therefore also the problem of the formation, preservation and development of the élite, a problem upon, which Dr. Mannheim does not touch.

As an introduction to this problem, I must draw attention to another difference between my view and that of Dr. Mannheim. He observes, in a passage which I think contains an important truth (p. 85):

The crisis of culture in liberal-democratic society is due, in the first place, to the fact that the fundamental social processes, which previously favoured the development of the culturally creative élites, now have the opposite effect, i.e. have become obstacles to the forming of élites because wider sections of the population take an active part in cultural activities.

I cannot, of course, admit the last clause of this sentence as it stands. According to my view of culture, the whole of the population should “take an active part in cultural activities”—not all in the same activities or on the same level. What this clause means, in my terms, is that an increasing proportion of the population is concerned with group culture. This comes about, I think Dr. Mannheim would agree, through the gradual alteration of the class-structure. But at this point it seems to me that Dr. Mannheim begins to confuse élite with class. For he says (p. 89):

If one calls to mind the essential forms of selecting élites which up to the present have appeared on the historical scene, three principles can be distinguished: selection on the basis of blood, property and achievement. Aristocratic society, especially after it had entrenched itself, chose its élites primarily on the blood principle. Bourgeois society gradually introduced, as a supplement, the principle of wealth, a principle which also obtained for the intellectual élite, inasmuch as education was more or less available only to the offspring of the well-to-do. It is, of course, true that the principle of achievement was combined with the two other principles in earlier periods, but it is the important contribution of modern democracy as long as it is rigorous, that the achievement principle increasingly tends to become the criterion of social success.

I am ready to accept, in a rough and ready way, this account of three historical periods. But I would remark that we are here not concerned with élites but with classes or, more precisely, with the evolution from a class to a classless society. It seems to me that at the stage of the sharpest division into classes we can distinguish an élite also. Are we to believe that the artists of the Middle Ages were all men of noble rank, or that the hierarchy and the statesmen were all selected according to their pedigrees?

I do not think that this is what Dr. Mannheim wishes us to believe; but I think that he is confusing the élites with the dominant section of society which the élites served, from which they took their colour, and into which some of their individual members were recruited. The general scheme of the transition of society, in the last five hundred years or so, is usually accepted, and I have no interest in questioning it. I would only propose one qualification. At the stage of dominance of bourgeois society (I think it would be more exact to say here, “upper middle class society”) there is a difference applying particularly to England. However powerful it was—for its power is now commonly said to be passing—it would not have been what it was, without the existence of a class above it, from which it drew some of its ideals and some of its criteria, and to the condition of which its more ambitious members aspired. This gives it a difference in kind from the aristocratic society which preceded it, and from the mass-society which is expected to follow it.

I now come to another passage in Dr. Mannheim’s discussion, which seems to me true. His intellectual integrity prevents him from dissimulating the gloom of our present position; but he succeeds, so far as I can judge, in communicating to most of his readers a feeling of active hopefulness, by infecting them with his own passionate faith in the possibilities of “planning.” Yet he says quite clearly:

We have no clear idea how the selection of élites would work in an open mass society in which only the principle of achievement mattered. It is possible that in such a society the succession of the élites would take place much too rapidly, and social continuity which is essentially due to the slow and gradual broadening of the influence of the dominant groups would be lacking in it.1

This raises a problem of the first importance to my present discussion, with which I do not think Dr. Mannheim has dealt in any detail: that of the transmission of culture.

When we are concerned with the history of certain parts of culture, such as the history of art, or of literature, or of philosophy, we naturally isolate a particular class of phenomena; though there has been a movement, which has produced books of interest and value, to relate these subjects more closely to a general social history. But even such accounts are usually only the history of one class of phenomena interpreted in the light of the history of another class of phenomena and, like that of Dr. Mannheim, tend to take a more limited view of culture than that adopted here. What we have to consider is the parts played by the élite and by the class in the transmission of culture from one generation to the next.

We must remind ourselves of the danger, mentioned in the previous chapter, of identifying culture with the sum of distinct cultural activities; and if we avoid this identification we shall also decline to identify our group culture with the sum of the activities of Dr. Mannheim’s élites. The anthropologist may study the social system, the economics, the arts, and the religion of a particular tribe, he may even study their psychological peculiarities: but it is not merely by observing in detail all of these manifestations, and grasping them together, that he will approach to an understanding of the culture. For to understand the culture is to understand the people, and this means an imaginative understanding. Such understanding can never be complete: either it is abstract—and the essence escapes—or else it is lived; and in so far as it is lived, the student will tend to identify himself so completely with the people whom he studies, that he will lose the point of view from which it was worth while and possible to study it. Understanding involves an area more extensive than that of which one can be conscious; one cannot be outside and inside at the same time. What we ordinarily mean by understanding of another people, of course, is an approximation towards understanding which stops short at the point at which the student would begin to lose some essential of his own culture. The man who, in order to understand the inner world of a cannibal tribe, has partaken of the practice of cannibalism, has probably gone too far: he can never quite be one of his own folk again.1

I have raised this question, however, solely in support of my contention that culture is not merely the sum of several activities, but a way of life. Now the specialist of genius, who may be fully qualified on the ground of his vocational attainment for membership of one of Dr. Mannheim’s élites, may very well not be one of the “cultured persons” representative of group culture. As I have said before, he may be only a highly valued contributor to it. Yet group culture, as observable in the past, has never been co-extensive with class, whether an aristocracy or an upper middle class. A very large number of members of these classes always have been conspicuously deficient in “culture.” I think that in the past the repository of this culture has been the élite, the major part of which was drawn from the dominant class of the time, constituting the primary consumers of the work of thought and art produced by the minority members, who will have originated from various classes, including that class itself. The units of this majority will, some of them, be individuals; others will be families. But the individuals from the dominant class who compose the nucleus of the cultural élite must not thereby be cut off from the class to which they belong, for without their membership of that class they would not have their part to play. It is their function, in relation to the producers, to transmit the culture which they have inherited; just as it is their function, in relation to the rest of their class, to keep it from ossification. It is the function of the class as a whole to preserve and communicate standards of manners—which are a vital element in group culture.1 It is the function of the superior members and superior families to preserve the group culture, as it is the function of the producers to alter it.

In an élite composed of individuals who find their way into it solely for their individual pre-eminence, the differences of background will be so great, that they will be united only by their common interests, and separated by everything else. An élite must therefore be attached to some class, whether higher or lower: but so long as there are classes at all it is likely to be the dominant class that attracts this élite to itself. What would happen in a classless society—which is much more difficult to envisage than people think—brings us into the area of conjecture. There are, however, some guesses which seem to me worth venturing.

The primary channel of transmission of culture is the family: no man wholly escapes from the kind, or wholly surpasses the degree, of culture which he acquired from his early environment. It would not do to suggest that this can be the only channel of transmission: in a society of any complexity it is supplemented and continued by other conduits of tradition. Even in relatively primitive societies this is so. In more civilised communities of specialised activities, in which not all the sons would follow the occupation of their father, the apprentice (ideally, at least) did not merely serve his master, and did not merely learn from him as one would learn at a technical school—he became assimilated into a way of life which went with that particular trade or craft; and perhaps the lost secret of the craft is this, that not merely a skill but an entire way of life was transmitted. Culture—distinguishable from knowledge about culture—was transmitted by the older universities: young men have profited there who have been profitless students, and who have acquired no taste for learning, or for Gothic architecture, or for college ritual and form. I suppose that something of the same sort is transmitted also by societies of the masonic type: for initiation is an introduction into a way of life, of however restricted viability, received from the past and to be perpetuated in the future. But by far the most important channel of transmission of culture remains the family: and when family life fails to play its part, we must expect our culture to deteriorate. Now the family is an institution of which nearly everybody speaks well: but it is advisable to remember that this is a term that may vary in extension. In the present age it means little more than the living members. Even of living members, it is a rare exception when an advertisement depicts a large family or three generations: the usual family on the hoardings consists of two parents and one or two young children. What is held up for admiration is not devotion to a family, but personal affection between the members of it: and the smaller the family, the more easily can this personal affection be sentimentalised. But when I speak of the family, I have in mind a bond which embraces a longer period of time than this: a piety towards the dead, however obscure, and a solicitude for the unborn, however remote. Unless this reverence for past and future is cultivated in the home, it can never be more than a verbal convention in the community. Such an interest in the past is different from the vanities and pretensions of genealogy; such a responsibility for the future is different from that of the builder of social programmes.

I should say then that in a vigorous society there will be both class and élite, with some overlapping and constant interaction between them. An élite, if it is a governing élite, and so far as the natural impulse to pass on to one’s offspring both power and prestige is not artificially checked, will tend to establish itself as a class—it is this metamorphosis, I think, which leads to what appears to me an oversight on the part of Dr. Mannheim. But an élite which thus transforms itself tends to lose its function as élite, for the qualities by which the original members won their position will not all be transmitted equally to their descendants. On the other hand, we have to consider what would be the consequence when the converse took place, and we had a society in which the functions of class were assumed by élites. Dr. Mannheim seems to have believed that this will happen; he showed himself, as a passage which I have quoted indicates, aware of the dangers; and he does not appear to have been ready to propose definite safeguards against them.

The situation of a society without classes, and dominated exclusively by élites is, I submit, one about which we have no reliable evidence. By such a society, I suppose we must mean one in which every individual starts without advantage or handicap; and in which, by some mechanism set up by the best designers of such machinery, everybody will find his way, or be directed, to that station of life which he is best fitted to fill, and every position will be occupied by the man or woman best fitted for it. Of course, not even the most sanguine would expect the system to work as well as that: if, by and large, it seemed to come nearer to putting the right people in the right places than any previous system, we should all be satisfied. When I say “dominated,” rather than “governed” by élites, I mean that such a society must not be content to be governed by the right people: it must see that the ablest artists and architects rise to the top, influence taste, and execute the important public commissions; it must do the same by the other arts and by science; and above all, perhaps, it must be such that the ablest minds will find expression in speculative thought. The system must not only do all this for society in a particular situation—it must go on doing it, generation after generation. It would be folly to deny that in a particular phase of a country’s development, and for a limited purpose, an élite can do a very good job. It may, by expelling a previous governing group, which in contrast to itself may be a class, save or reform or revitalise the national life. Such things have happened. But we have very little evidence about the perpetuation of government by élite, and such as we have is unsatisfactory. A considerable time must elapse before we can draw any illustration from Russia. Russia is a rude and vigorous country; it is also a very big country; and it will need a long period of peace and internal development. Three things may happen. Russia may show us how a stable government and a flourishing culture can be transmitted only through élites; it may lapse into oriental lethargy; or the governing élite may follow the course of other governing élites and become a governing class. Nor can we rely upon any evidence from the United States of America. The real revolution in that country was not what is called the Revolution in the history books, but is a consequence of the Civil War; after which arose a plutocratic élite; after which the expansion and material development of the country was accelerated; after which was swollen that stream of mixed immigration, bringing (or rather multiplying) the danger of development into a caste system1 which has not yet been quite dispelled. For the sociologist, the evidence from America is not yet ripe. Our other evidence for government by élite comes chiefly from France. A governing class, which, during a long period in which the Throne was all-powerful, had ceased to govern, was reduced to the ordinary level of citizenship. Modern France has had no governing class: her political life in the Third Republic, whatever else we may say of it, was unsettled. And here we may remark that when a dominant class, however badly it has performed its function, is forcibly removed, its function is not wholly taken over by any other. The “flight of the wild geese” is perhaps a symbol of the harm that England has done to Ireland—more serious, from this point of view, than the massacres of Cromwell, or any of the grievances which the Irish most gladly recall. It may be, too, that England has done more harm to Wales and Scotland by gently attracting their upper classes to certain public schools, than by the wrongs (some real, some imaginary, some misunderstood) voiced by their respective nationalists. But here again, I wish to reserve judgment about Russia. That country, at the time of its revolution, may still have been at so early a stage of its development, that the removal of its upper class may prove not only not to have arrested that development but to have stimulated it. There are, however, some grounds for believing that the elimination of an upper class at a more developed stage can be a disaster for a country: and most certainly when that removal is due to the intervention of another nation.

I have, in the preceding paragraphs, been speaking mainly of the “governing class” and the “governing élite.” But I must remind the reader again that in concerning ourselves with class versus élite, we are concerned with the total culture of a country, and that involves a good deal more than government. We can yield ourselves with some confidence to a governing élite, as the republican Romans surrendered power to dictators, so long as we have in view a defined purpose in a crisis—and a crisis may last a long time. This limited purpose also makes it possible to choose the élite, for we know what we are choosing it for. But, if we are looking for a way to select the right people to constitute every élite, for an indefinite future, by what mechanism are we to do this? If our “purpose” is only to get the best people, in every walk of life, to the top, we lack a criterion of who are the best people; or, if we impose a criterion, it will have an oppressive effect upon novelty. The new work of genius, whether in art, science or philosophy, frequently meets with opposition.

All that concerns me at the moment is the question whether, by education alone, we can ensure the transmission of culture in a society in which some educationists appear indifferent to class distinctions, and from which some other educationists appear to want to remove class distinctions altogether. There is, in any case, a danger of interpreting “education” to cover both too much and too little: too little, when it implies that education is limited to what can be taught; too much, when it implies that everything worth preserving can be transmitted by teaching. In the society desired by some reformers, what the family can transmit will be limited to the minimum, especially if the child is to be, as Mr. H. C. Dent hopes, manipulated by a unified educational system “from the cradle to the grave.” And unless the child is classified, by the officials who will have the task of sorting him out, as being just like his father, he will be brought up in a different—not necessarily a better, because all will be equally good, but a different—school environment, and trained on what the official opinion of the moment considers to be “the genuinely democratic lines.” The élites, in consequence, will consist solely of individuals whose only common bond will be their professional interest: with no social cohesion, with no social continuity. They will be united only by a part, and that the most conscious part, of their personalities; they will meet like committees. The greater part of their “culture” will be only what they share with all the other individuals composing their nation.

The case for a society with a class structure, the affirmation that it is, in some sense, the “natural” society, is prejudiced if we allow ourselves to be hypnotised by the two contrasted terms aristocracy and democracy. The whole problem is falsified if we use these terms antithetically. What I have advanced is not a “defence of aristocracy”–an emphasis upon the importance of one organ of society. Rather it is a plea on behalf of a form of society in which an aristocracy should have a peculiar and essential function, as peculiar and essential as the function of any other part of society. What is important is a structure of society in which there will be, from “top” to “bottom,” a continuous gradation of cultural levels: it is important to remember that we should not consider the upper levels as possessing more culture than the lower, but as representing a more conscious culture and a greater specialisation of culture. I incline to believe that no true democracy can maintain itself unless it contains these different levels of culture. The levels of culture may also be seen as levels of power, to the extent that a smaller group at a higher level will have equal power with a larger group at a lower level; for it may be argued that complete equality means universal irresponsibility; and in such a society as I envisage, each individual would inherit greater or less responsibility towards the commonwealth, according to the position in society which he inherited–each class would have somewhat different responsibilities. A democracy in which everybody had an equal responsibility in everything would be oppressive for the conscientious and licentious for the rest.

There are other grounds upon which a graded society can be defended; and I hope, in general, that this essay will suggest lines of thought that I shall not myself explore; but I must constantly remind the reader of the limits of my subject. If we agree that the primary vehicle for the transmission of culture is the family, and if we agree that in a more highly civilised society there must be different levels of culture, then it follows that to ensure the transmission of the culture of these different levels there must be groups of families persisting, from generation to generation, each in the same way of life.

And once again I must repeat, that the “conditions of culture” which I set forth do not necessarily produce the higher civilisation: I assert only that when they are absent, the higher civilisation is unlikely to be found.

1 I am anxious to avoid speaking as if the evolution of primitive culture to higher forms was a process which we knew by observation. We observe the differences, we infer that some have developed from a stage similar to that of the lower stages which we observe: but however legitimate our inference, I am here not concerned with that development.

1 P. 81, Man and Society in an Age of Reconstruction, 1940, New York, Harcourt, Brace.

1 Dr. Mannheim proceeds to call attention to a tendency in mass-society to renounce even the achievement principle. This passage is important; but as I agree with him that the dangers from this are still more alarming, it is unnecessary to quote it here.

1 Joseph Conrad’s Heart of Darkness gives a hint of something similar.

1 To avoid misunderstanding at this point, it should be observed that I do not assume that “good manners” should be peculiar to any one stratum of society. In a healthy society, good manners should be found throughout. But as we distinguish between the meanings of “culture” at the several levels, so we distinguish also between the meanings of more and less conscious “good manners.”

1 I believe that the essential difference between a caste and a class system is that the basis of the former is a difference such that the dominant class comes to consider itself a superior race.

CHAPTER III
  Unity and Diversity: The Region

A diversification among human communities is essential for the provision of the incentive and material for the Odyssey of the human spirit. Other nations of different habits are not enemies: they are godsends. Men require of their neighbours something sufficiently akin to be understood, something sufficiently different to provoke attention, and something great enough to command admiration.

  1. N. WHITEHEAD: Science and the Modern World

IT is a recurrent theme of this essay, that a people should be neither too united nor too divided, if its culture is to flourish. Excess of unity may be due to barbarism and may lead to tyranny; excess of division may be due to decadence and may also lead to tyranny: either excess will prevent further development in culture. The proper degree of unity and of diversity cannot be determined for all peoples at all times. We can only state and illustrate some departments in which excess or defect is dangerous: what is necessary, beneficial or deleterious for a particular people at a particular time, must be left to the wisdom of the sage and the insight of the statesman. Neither a classless society, nor a society of strict and impenetrable social barriers is good; each class should have constant additions and defections; the classes, while remaining distinct, should be able to mix freely; and they should all have a community of culture with each other which will give them something in common, more fundamental than the community which each class has with its counterpart in another society. In the previous chapter we considered the special developments of culture by class: we have now to consider the special developments of culture by region.

Of the advantages of administrative and sentimental unity we hardly need to be reminded, after the experience of war; but it is often assumed that the unity of wartime should be preserved in time of peace. Amongst any people engaged in warfare, especially when the war appears, or can be made to appear, purely defensive, we may expect a spontaneous unity of sentiment which is genuine, an affectation of it on the part of those who merely wish to escape odium, and, from all, submission to the commands of the constituted authorities. We should hope to find the same harmony and docility among the survivors of a shipwreck adrift in a lifeboat. People often express regret that the same unity, self-sacrifice and fraternity which prevail in an emergency, cannot survive the emergency itself. Most audiences at Barrie’s play, The Admirable Crichton, have drawn the inference that the social organisation on the island was right, and that the social organisation at the country seat was wrong: I am not sure that Barrie’s play is not susceptible of a different interpretation. We must distinguish at all events between the kind of unity which is necessary in an emergency, and that which is appropriate for the development of culture in a nation at peace. It is conceivable, of course, that a period of “peace” may be a period of preparation for war, or of continuation of warfare in another form: in which situation we may expect a deliberate stimulation of patriotic sentiment and a rigorous central government control. It might be expected, too, in such a period, that “economic warfare” would be conducted by strict government discipline, not left to the guerillas and privateers of enterprise. But I am concerned here with the kind and degree of unity desirable in a country which is at peace with other countries: for if we cannot have periods of real peace, it is futile to hope for culture at all. The kind of unity with which I am concerned is not expressible as a common enthusiasm or a common purpose: enthusiasms and purposes are always transient.

The unity with which I am concerned must be largely unconscious, and therefore can perhaps be best approached through a consideration of the useful diversities. Here I have to do with diversity of region. It is important that a man should feel himself to be, not merely a citizen of a particular nation, but a citizen of a particular part of his country, with local loyalties. These, like loyalty to class, arise out of loyalty to the family. Certainly, an individual may develop the warmest devotion to a place in which he was not born, and to a community with which he has no ancestral ties. But I think we should agree that there would be something artificial, something a little too conscious, about a community of people with strong local feeling, all of whom had come from somewhere else. I think we should say that we must wait for a generation or two for a loyalty which the inhabitants had inherited, and which was not the result of a conscious choice. On the whole, it would appear to be for the best that the great majority of human beings should go on living in the place in which they were born. Family, class and local loyalty all support each other; and if one of these decays, the others will suffer also.

The problem of “regionalism” is seldom contemplated in its proper perspective. I introduce the term “regionalism” deliberately, because of the associations which it is apt to conjure up. It means, I think, to most people, the conception of some small group of local malcontents conducting a political agitation which, because it is not formidable, is regarded as ludicrous–for any movement for what is assumed to be a lost cause always excites ridicule. We expect to find “regionalists” attempting to revive some language which is disappearing and ought to disappear; or to revive customs of a bygone age which have lost all significance; or to obstruct the inevitable and accepted progress of mechanisation and large-scale industry. The champions of local tradition, indeed, often fail to make the best of their case; and when, as sometimes happens, they are most vigorously opposed and derided by others among their own people, the outsider feels that he has no reason to take them seriously. They sometimes misconceive their own case. They are inclined to formulate the remedy wholly in political terms; and as they may be politically inexperienced, and at the same time are agitated by deeper than political motives, their programmes may be patently impracticable. And when they put forward an economic programme, there, too, they are handicapped by having motives which go deeper than economics, in contrast with men who have the reputation of being practical. Furthermore, the usual regionalist is concerned solely with the interests of his own region, and thereby suggests to his neighbour across the border, that what is to the interest of one must be to the disadvantage of the other. The Englishman, for instance, does not ordinarily think of England as a “region” in the way that a Scottish or Welsh national can think of Scotland or Wales; and as it is not made clear to him that his interests also are involved, his sympathies are not enlisted. Thus the Englishman may identify his own interests with a tendency to obliterate local and racial distinctions, which is as harmful to his own culture as to those of his neighbours. Until the case is generalised, therefore, it is not likely to meet with a fair hearing.

At this point the professed regionalist, if he reads these pages, may suspect that I am playing a trick which he sees through. What I am up to, he may think, is trying to deny him the political and economic autonomy of his region, and appease him by offering him a substitute, “cultural autonomy,” which, because it is divorced from political and economic power, will only be a shadow of the real thing. I am quite aware that the political, the economic and the cultural problems cannot be isolated from each other. I am quite aware that any local “cultural revival” which left the political and economic framework unaffected, would hardly be more than an artificially sustained antiquarianism: what is wanted is not to restore a vanished, or to revive a vanishing culture under modern conditions which make it impossible, but to grow a contemporary culture from the old roots. But the political and economic conditions of healthy regionalism are not the concern of the present essay; nor are they matters on which I am qualified to pronounce. Nor, I think, should the political or the economic problem be the primary concern of the true regionalist. The absolute value is that each area should have its characteristic culture, which should also harmonise with, and enrich, the cultures of the neighbouring areas. In order to realise this value it is necessary to investigate political and economic alternatives to centralisation in London or elsewhere: and here, it is a question of the possible–of what can be done which will support this absolute value of culture, without injury to the island as a whole and by consequence to that part of it also in which the regionalist is interested. But this is beyond my scope.

We are, you will have noticed, primarily concerned with the particular constellation of cultures which is found in the British Isles. The clearest among the differences to be considered is that of the areas which still possess languages of their own. Even this division is not so simple as it looks: for a people (like the English-speaking Irish) which has lost its language may preserve enough of the structure, idiom, intonation and rhythm of its original tongue (vocabulary is of minor importance) for its speech and writing to have qualities not elsewhere found in the language of its adoption. And on the other hand a “dialect” may preserve the vestiges, on the lowest level of culture, of a variety of the language which once had equal status with any. But the unmistakable satellite culture is one which preserves its language, but which is so closely associated with, and dependent upon, another, that not only certain classes of the population, but all of them, have to be bi-lingual. It differs from the culture of the independent small nation in this respect, that in the latter it is usually only necessary for some classes to know another language; and in the independent small nation, those who need to know one foreign language are likely to need two or three: so that the pull towards one foreign culture will be balanced by the attraction of at least one other. A nation of weaker culture may be under the influence of one or another stronger culture at different periods: a true satellite culture is one which, for geographical and other reasons, has a permanent relation to a stronger one.

When we consider what I call the satellite culture, we find two reasons against consenting to its complete absorption into the stronger culture. The first objection is one so profound that it must simply be accepted: it is the instinct of every living thing to persist in its own being. The resentment against absorption is sometimes most strongly felt, and most loudly voiced, by those individuals in whom it is united with an unacknowledged awareness of inferiority or failure; and on the other hand it is often repudiated by those individuals for whom adoption into the stronger culture has meant success–greater power, prestige or wealth than could have been theirs had their fortunes been circumscribed by their area of origin.1 But when the testimony of both these types of individual has been discounted, we may say that any vigorous small people wants to preserve its individuality.

The other reason for the preservation of local culture is one which is also a reason for the satellite culture continuing to be satellite, and not going so far as to try to cut itself off completely. It is that the satellite exercises a considerable influence upon the stronger culture; and so plays a larger part in the world at large than it could in isolation. For Ireland, Scotland and Wales to cut themselves off completely from England would be to cut themselves off from Europe and the world, and no talk of auld alliances would help matters. But it is the other side of the question that interests me more, for it is the side that has received less acknowledgment. It is that the survival of the satellite culture is of very great value to the stronger culture. It would be no gain whatever for English culture, for the Welsh, Scots and Irish to become indistinguishable from Englishmen–what would happen, of course, is that we should all become indistinguishable featureless “Britons,” at a lower lever of culture than that of any of the separate regions. On the contrary, it is of great advantage for English culture to be constantly influenced from Scotland, Ireland and Wales.

A people is judged by history according to its contribution to the culture of other peoples flourishing at the same time and according to its contribution to the cultures which arise afterwards. It is from this point of view that I look at the question of the preservation of languages–I am not interested in languages in an advanced state of decay (that is to say, when they are no longer adequate to the needs of expression of the more educated members of the community). It is sometimes considered an advantage, and a source of glory, that one’s own language should be a necessary medium for as many foreigners as possible: I am not sure that this popularity is without grave dangers for any language. A less dubious advantage of certain languages which are native to large numbers of people, is that they have become, because of the work done by scientists and philosophers who have thought in those languages, and because of the traditions thus created, better vehicles than others for scientific and abstract thought. The case for the more restricted languages must be put on grounds which have less immediate appeal.

The question we may ask about such a language as Welsh, is whether it is of any value to the world at large, that it should be used in Wales. But this is really as much as to ask whether the Welsh, qua Welsh, are of any use? not, of course, as human beings, but as the preservers and continuers of a culture which is not English. The direct contribution to poetry by Welshmen and men of Welsh extraction, writing in English, is very considerable; and considerable also is the influence of their poetry upon poets of different racial origins. The fact that an extensive amount of poetry has been written in the Welsh language, in the ages when the English language was unknown in Wales, is of less direct importance: for there appears no reason why this should not be studied by those who will take the trouble to learn the language, on the same terms as poetry written in Latin or Greek. On the surface, there would seem to be every reason why Welsh poets should compose in the English language exclusively: for I know of no instance of a poet having reached the first rank in both languages; and the Welsh influence upon English poetry has been the work chiefly of Welsh poets who wrote only in English. But it must be remembered, that for the transmission of a culture–a peculiar way of thinking, feeling and behaving–and for its maintenance, there is no safeguard more reliable than a language. And to survive for this purpose it must continue to be a literary language–not necessarily a scientific language but certainly a poetic one: otherwise the spread of education will extinguish it. The literature written in that language will not, of course, make any direct impact upon the world at large; but if it is no longer cultivated, the people to whom it belongs (we are considering particularly the Welsh) will tend to lose their racial character. The Welsh will be less Welsh; and their poets will cease to have any contribution to make to English literature, beyond their individual genius. And I am of opinion, that the benefits which Scottish, Welsh and Irish writers have conferred upon English literature are far in excess of what the contribution of all these individual men of genius would have been had they, let us say, all been adopted in early infancy by English foster-parents.

I am not concerned, in an essay which aims at least at the merit of brevity, to defend the thesis, that it is desirable that the English should continue to be English. I am obliged to take that for granted: and if this assumption is called into question, I must defend it on another occasion. But if I can defend with any success the thesis, that it is to the advantage of England that the Welsh should continue to be Welsh, the Scots Scots and the Irish Irish, then the reader should be disposed to agree that there may be some advantage to other peoples in the English continuing to be English. It is an essential part of my case, that if the other cultures of the British Isles were wholly superseded by English culture, English culture would disappear too. Many people seem to take for granted that English culture is something self-sufficient and secure; that it will persist whatever happens. While some refuse to admit that any foreign influence can be bad, others assume complacently that English culture could flourish in complete isolation from the Continent. To many it has never occurred to reflect that the disappearance of the peripheral cultures of England (to say nothing of the more humble local peculiarities within England itself) might be a calamity. We have not given enough attention to the ecology of cultures. It is probable, I think, that complete uniformity of culture throughout these islands would bring about a lower grade of culture altogether.

It should be clear that I attempt no solution of the regional problem; and the “solution” would have in any case to vary indefinitely according to local needs and possibilities. I am trying only to take apart, and leave to others to reassemble, the elements in the problem. I neither support nor dispute any specific proposals for particular regional reforms. Most attempts to solve the problem seem to me to suffer from a failure to examine closely either the unity, or the differences, between the cultural, political and economic aspects. To deal with one of these aspects, to the exclusion of the others, is to produce a programme which will, because of its inadequacy, appear a little absurd. If the nationalistic motive in regionalism were pushed very far, it certainly would lead to absurdity. The close association of the Bretons with the French, and of the Welsh with the English, is to the advantage of everybody: an association of Brittany and Wales which ruptured their connexions with France and England respectively, would be an unqualified misfortune. For a national culture, if it is to flourish, should be a constellation of cultures, the constituents of which, benefiting each other, benefit the whole.

At this point I introduce a new notion: that of the vital importance for a society of friction between its parts. Accustomed as we are to think in figures of speech taken from machinery, we assume that a society, like a machine, should be as well oiled as possible, provided with ball bearings of the best steel. We think of friction as waste of energy. I shall not attempt to substitute any other imagery: perhaps at this point the less we think in analogies the better. In the last chapter I suggested that in any society which became permanently established in either a caste or a classless system, the culture would decay: one might even put it that a classless society should always be emerging into class, and a class society should be tending towards obliteration of its class distinctions. I now suggest that both class and region, by dividing the inhabitants of a country into two different kinds of groups, lead to a conflict favourable to creativeness and progress. And (to remind the reader of what I said in my introduction) these are only two of an indefinite number of conflicts and jealousies which should be profitable to society. Indeed, the more the better: so that everyone should be an ally of everyone else in some respects, and an opponent in several others, and no one conflict, envy or fear will dominate.

As individuals, we find that our development depends upon the people whom we meet in the course of our lives. (These people include the authors whose books we read, and characters in works of fiction and history.) The benefit of these meetings is due as much to the differences as to the resemblances; to the conflict, as well as the sympathy, between persons. Fortunate the man who, at the right moment, meets the right friend; fortunate also the man who at the right moment meets the right enemy. I do not approve the extermination of the enemy: the policy of exterminating or, as is barbarously said, liquidating enemies, is one of the most alarming developments of modern war and peace, from the point of view of those who desire the survival of culture. One needs the enemy. So, within limits, the friction, not only between individuals but between groups, seems to me quite necessary for civilisation. The universality of irritation is the best assurance of peace. A country within which the divisions have gone too far is a danger to itself: a country which is too well united–whether by nature or by device, by honest purpose or by fraud and oppression–is a menace to others. In Italy and in Germany, we have seen that a unity with politico-economic aims, imposed violently and too rapidly, had unfortunate effects upon both nations. Their cultures had developed in the course of a history of extreme, and extremely sub-divided regionalism: the attempt to teach Germans to think of themselves as Germans first, and the attempt to teach Italians to think of themselves as Italians first, rather than as natives of a particular small principality or city, was to disturb the traditional culture from which alone any future culture could grow.

I may put the idea of the importance of conflict within a nation more positively, by insisting on the importance of various and sometimes conflicting loyalties. If we consider these two divisions alone, of class and region, these ought to some extent to operate against each other: a man should have certain interests and sympathies in common with other men of the same local culture as against those of his own class elsewhere; and interests and sympathies in common with others of his class, irrespective of place. Numerous cross-divisions favour peace within a nation, by dispersing and confusing animosities; they favour peace between nations, by giving every man enough antagonism at home to exercise all his aggressiveness. The majority of men commonly dislike foreigners, and are easily inflamed against them; and it is not possible for the majority to know much about foreign peoples. A nation which has gradations of class seems to me, other things being equal, likely to be more tolerant and pacific than one which is not so organised.

So far, we have proceeded from the greater to the less, finding a national culture to be the resultant of an indefinite number of local cultures which, when themselves analysed, are composed of still smaller local cultures. Ideally, each village, and of course more visibly the larger towns, should have each its peculiar character. But I have already suggested that a national culture is the better for being in contact with outside cultures, both giving and receiving: and we shall now proceed in the opposite direction, from the smaller to the larger. As we go in this direction, we find that the content of the term culture undergoes some change: the word means something rather different, if we are speaking of the culture of a village, of a small region, of an island like Britain which comprehends several distinct racial cultures; and the meaning is altered much more when we come to speak of “European culture.” We have to abandon most of the political associations, for whereas in such smaller units of culture as I have just mentioned there is normally a certain unity of government, the unity of government of the Holy Roman Empire was, throughout most of the period covered by the term, both precarious and largely nominal. Of the nature of the unity of culture in Western Europe, I have written in the three broadcast talks–composed for another audience and therefore in a somewhat different style from the body of this essay–which I have added as an appendix under the title of “The Unity of European Culture.” I shall not attempt to cover the same ground in this chapter, but shall proceed to enquire what meaning, if any, can be attached to the term “world culture.” The investigation of a possible “world culture” should be of particular interest to those who champion any of the various schemes for world-federation, or for a world government: for, obviously, so long as there exist cultures which are beyond some point antagonistic to each other, antagonistic to the point of irreconcilability, all attempts at politico-economic unification will be in vain. I say “beyond some point,” because in the relations of any two cultures there will be two opposite forces balancing each other: attraction and repulsion–without the attraction they could not affect each other, and without the repulsion they could not survive as distinct cultures; one would absorb the other, or both would be fused into one culture. Now the zealots of world-government seem to me sometimes to assume, unconsciously, that their unity of organisation has an absolute value, and that if differences between cultures stand in the way, these must be abolished. If these zealots are of the humanitarian type, they will assume that this process will take place naturally and painlessly: they may, without knowing it, take for granted that the final world-culture will be simply an extension of that to which they belong themselves. Our Russian friends, who are more realistic, if not in the long run any more practical, are much more conscious of irreconcilability between cultures; and appear to hold the view that any culture incompatible with their own should be forcibly uprooted.

The world-planners who are both serious and humane, however, might–if we believed that their methods would succeed–be as grave a menace to culture as those who practise more violent methods. For it must follow from what I have already pleaded about the value of local cultures, that a world culture which was simply a uniform culture would be no culture at all. We should have a humanity de-humanised. It would be a nightmare. But on the other hand, we cannot resign the idea of world-culture altogether. For if we content ourselves with the ideal of “European culture” we shall still be unable to fix any definite frontiers. European culture has an area, but no definite frontiers: and you cannot build Chinese walls. The notion of a purely self-contained European culture would be as fatal as the notion of a self-contained national culture: in the end as absurd as the notion of preserving a local uncontaminated culture in a single county or village of England. We are therefore pressed to maintain the ideal of a world culture, while admitting that it is something we cannot imagine. We can only conceive it, as the logical term of relations between cultures. Just as we recognise that the parts of Britain must have in one sense, a common culture, though this common culture is only actual in diverse local manifestations, so we must aspire to a common world culture, which will yet not diminish the particularity of the constituent parts. And here, of course, we are finally up against religion, which so far, in the consideration of local differences within the same area, we have not had to face. Ultimately, antagonistic religions must mean antagonistic cultures; and ultimately, religions cannot be reconciled. From the official Russian point of view there are two objections to religion: first, of course, that religion is apt to provide another loyalty than that claimed by the State; and second, that there are several religions in the world still firmly maintained by many believers. The second objection is perhaps even more serious than the first: for where there is only one religion, it is always possible that that religion may be subtly altered, so that it will enjoin conformity rather than stimulate resistance to the State.

We are the more likely to be able to stay loyal to the ideal of the unimaginable world culture, if we recognise all the difficulties, the practical impossibility, of its realisation. And there are further difficulties which cannot be ignored. We have so far considered cultures as if they had all come into being by the same process of growth: the same people in the same place. But there is the colonial problem, and the colonisation problem: it is a pity that the world “colony” has had to do duty for two quite different meanings. The colonial problem is that of the relation between an indigenous native culture and a foreign culture, when a higher foreign culture has been imposed, often by force, upon a lower. This problem is insoluble, and takes several forms. There is one problem when we come into contact with a lower culture for the first time: there are very few places in the world where this is still possible. There is another problem where a native culture has already begun to disintegrate under foreign influence, and where a native population has already taken in more of the foreign culture than it can ever expel. There is a third problem where, as in some of the West Indies, several uprooted peoples have been haphazardly mixed. And these problems are insoluble, in the sense that, whatever we do towards their solution or mitigation, we do not altogether know what we are doing. We must be aware of them; we must do what we can, so far as our understanding will take us; but many more forces enter into the changes of the culture of a people than we can grasp and control; and any positive and excellent development of culture is always a miracle when it happens.

The colonisation problem arises from migration. When peoples migrated across Asia and Europe in pre-historic and early times, it was a whole tribe, or at least a wholly representative part of it, that moved together. Therefore, it was a total culture that moved. In the migrations of modern times, the emigrants have come from countries already highly civilised. They came from countries where the development of social organisation was already complex. The people who migrated have never represented the whole of the culture of the country from which they came, or they have represented it in quite different proportions. They have transplanted themselves according to some social, religious, economic or political determination, or some peculiar mixture of these. There has therefore been something in the removements analogous in nature to religious schism. The people have taken with them only a part of the total culture in which, so long as they remained at home, they participated. The culture which develops on the new soil must therefore be bafflingly alike and different from the parent culture: it will be complicated sometimes by whatever relations are established with some native race, and further by immigration from other than the original source. In this way, peculiar types of culture-sympathy and culture-clash appear, between the areas populated by colonisation and the countries of Europe from which the migrants came.

There is finally the peculiar case of India, where almost every complication is found to defeat the culture-planner. There is stratification of society which is not purely social but to some extent racial, in a Hindu world which comprehends peoples with an ancient tradition of high civilisation, and tribesmen of very primitive culture indeed. There is Brahminism and there is Islam. There are two or more important cultures on completely different religious foundations. Into this confused world came the British, with their assurance that their own culture was the best in the world, their ignorance of the relation between culture and religion, and (at least since the nineteenth century) their bland assumption that religion was a secondary matter. It is human, when we do not understand another human being, and cannot ignore him, to exert an unconscious pressure on that person to turn him into something that we can understand: many husbands and wives exert this pressure on each other. The effect on the person so influenced is liable to be the repression and distortion, rather than the improvement, of the personality; and no man is good enough to have the right to make another over in his own image. The benefits of British rule will soon be lost, but the ill effects of the disturbance of a native culture by an alien one will remain. To offer another people your culture first, and your religion second, is a reversal of values: and while every European represents, for good or ill, the culture to which he belongs, only a small minority are worthy representatives of its religious faith.1 The only prospect of stability in India seems the alternative of a development, let us hope under peaceful conditions, into a loose federation of kingdoms, or to a mass uniformity attainable only at the price of the abolition of class distinctions and the abandonment of all religion–which would mean the disappearance of Indian culture.

I have thought it necessary to make this brief excursion into the several types of culture relation between one nation and the different kinds of foreign area, because the regional problem within the nation has to be seen in this larger context. There can be, of course, no one simple solution. As I have said, the improvement and transmission of culture can never be the direct object of any of our practical activities: all we can do is to try to keep in mind that whatever we do will affect our own culture or that of some other people. We can also learn to respect every other culture as a whole, however inferior to our own it may appear, or however justly we may disapprove of some features of it: the deliberate destruction of another culture as a whole is an irreparable wrong, almost as evil as to treat human beings like animals. But it is when we give our attention to the question of unity and diversity within the limited area that we know best, and within which we have the most frequent opportunities for right action, that we can combat the hopelessness that invades us, when we linger too long upon perplexities so far beyond our measure.

It was necessary to remind ourselves of those considerable areas of the globe, in which the problem takes a different form from ours: of those areas particularly, in which two or more distinct cultures are so inextricably involved with each other, in propinquity and in the ordinary business of living, that “regionalism,” as we conceive it in Britain, would be a mockery. For such areas it is probable that a very different type of political philosophy should inspire political action, from that in terms of which we are accustomed to think and act in this part of the world. It is as well to have these differences at the back of our mind, that we may appreciate better the conditions with which we have to deal at home. These conditions are those of a homogeneous general culture, associated with the traditions of one religion: given these conditions, we can maintain the conception of a national culture which will draw its vitality from the cultures of its several areas, within each of which again there will be smaller units of culture having their own local peculiarities.

1 It is not unknown, however, that the successful self-exile sometimes manifests an exaggerated sentiment towards his native region, to which he may return for his holidays, or to enjoy the affluent retirement of his declining years.

1 It is interesting to speculate, even though we cannot prove our conclusions, what would have happened to Western Europe had the Roman conquest imposed a culture pattern which left the religious beliefs and practices unaffected.

CHAPTER IV
  Unity and Diversity: Sect and Cult

IN the first chapter I tried to place myself at a point of view from which the same phenomena appear both religious and cultural. In this chapter I shall be concerned with the cultural significance of religious divisions. While the considerations put forward should, if worthy of being taken seriously, have a particular interest for those Christians who are perplexed over the problem of Christian reunion, they are primarily intended to show that Christian divisions, and therefore schemes for Christian reunion, should be of concern not only to Christians, but to everybody except those who advocate a kind of society which would break completely with the Christian tradition.

I asserted, in the first chapter, that in the most primitive societies no clear distinction is visible between religious and non-religious activities; and that as we proceed to examine the more developed societies, we perceive a greater distinction, and finally contrast and opposition, between these activities. The sort of identity of religion and culture which we observe amongst peoples of very low development cannot recur except in the New Jerusalem. A higher religion is one which is much more difficult to believe. For the more conscious becomes the belief, so the more conscious becomes unbelief: indifference, doubt and scepticism appear, and the endeavour to adapt the tenets of religion to what people in each age find easiest to believe. In the higher religion, it is more difficult also to make behaviour conform to the moral laws of the religion. A higher religion imposes a conflict, a division, torment and struggle within the individual; a conflict sometimes between the laity and the priesthood; a conflict eventually between Church and State.

The reader may have difficulty in reconciling these assertions with the point of view set forth in my first chapter, according to which there is always, even in the most conscious and highly developed societies that we know, an aspect of identity between the religion and the culture. I wish to maintain both these points of view. We do not leave the earlier stage of development behind us: it is that upon which we build. The identity of religion and culture remains on the unconscious level, upon which we have superimposed a conscious structure wherein religion and culture are contrasted and can be opposed. The meaning of the terms “religion” and “culture” is of course altered between these two levels. To the unconscious level we constantly tend to revert, as we find consciousness an excessive burden; and the tendency towards reversion may explain the powerful attraction which totalitarian philosophy and practice can exert upon humanity. Totalitarianism appeals to the desire to return to the womb. The contrast between religion and culture imposes a strain: we escape from this strain by attempting to revert to an identity of religion and culture which prevailed at a more primitive stage; as when we indulge in alcohol as an anodyne, we consciously seek unconsciousness. It is only by unremitting effort that we can persist in being individuals in a society, instead of merely members of a disciplined crowd. Yet we remain members of the crowd, even when we succeed in being individuals. Hence, for the purposes of this essay, I am obliged to maintain two contradictory propositions: that religion and culture are aspects of one unity, and that they are two different and contrasted things.

I attempt, as far as possible, to contemplate my problems from the point of view of the sociologist, and not from that of the Christian apologist. Most of my generalisations are intended to have some applicability to all religion, and not only to Christianity; and when, as in what follows in this chapter, I discuss Christian matters, that is because I am particularly concerned with Christian culture, with the Western World, with Europe, and with England. In saying that I aim at taking, as consistently as I can, the sociological point of view, I must make clear that I do not think that the difference between the religious and the sociological point of view is so easily maintained as the difference between a couple of adjectives might lead us to suppose. We may here define the religious point of view, as that from which we ask the question, whether the tenets of a religion are true or false. It follows that we shall be taking the religious point of view, if we are atheists whose thinking is based on the assumption that all religions are untrue. From the sociological point of view, the truth or falsity is irrelevant: we are concerned only with the comparative effects of different religious structures upon culture. Now, if students of the subject could be neatly divided into theologians, including atheists, and sociologists, the problem would be very different from what it is. But, for one thing, no religion can be wholly “understood” from the outside—even the sociologist’s purposes. For another, no one can wholly escape the religious point of view, because in the end one either believes or disbelieves. Therefore, no one can be as wholly detached and disinterested as the ideal sociologist should be. The reader accordingly must try, not only to make allowance for the religious views of the author, but, what is more difficult, to make allowance for his own—and he may never have examined thoroughly his own mind. So both writer and reader must be on guard against assuming that they are wholly detached.1

We have now to consider unity and diversity in religious belief and practice, and enquire what is the situation most favourable to the preservation and improvement of culture. I have suggested in my first chapter that those among the “higher religions” which are most likely to continue to stimulate culture, are those which are capable of being accepted by peoples of different cultures: those which have the greatest universality—though potential universality by itself may be no criterion of a “higher religion.” Such religions can provide a ground pattern of common belief and behaviour, upon which a variety of local patterns can be embroidered; and they will encourage a reciprocal influence of peoples upon each other, such that any cultural progress in one area may quicken development in another. In certain historical conditions, a fierce exclusiveness may be a necessary condition for the preservation of a culture: the Old Testament bears witness to this.2 In spite of this particular historical situation, we should be able to agree that the practice of a common religion, by peoples each having its own cultural character, should usually promote the exchange of influence to their reciprocal advantage. It is of course conceivable that a religion may be too easily accommodated to a variety of cultures, and become assimilated without assimilating; and that this weakness may tend to bring about the opposite result, if the religion breaks up into branches or sects so opposed that they cease to influence each other. Christianity and Buddhism have been exposed to this danger.

From this point it is with Christianity alone that I am to be concerned; in particular with the relation of Catholicism and Protestantism in Europe and the diversity of sects within Protestantism. We must try to start without any bias for, or against, unity or reunion or the maintenance of the separate corporate identity of religious denominations. We must take note of whatever injury appears to have been done to European culture, and to the culture of any part of Europe, by division into sects. On the other hand, we must acknowledge that many of the most remarkable achievements of culture have been made since the sixteenth century, in conditions of disunity: and that some, indeed, as in nineteenth-century France, appear after the religious foundations for culture seem to have crumbled away. We cannot affirm that if the religious unity of Europe had continued, these or equally brilliant achievements would have been realised. Either religious unity or religious division may coincide with cultural efflorescence or cultural decay.

From this point of view, we may take a moderate satisfaction, which should not be allowed to settle into complacency, when we review the history of England. In a nation in which no tendency to Protestantism appeared, or in which it was negligible, there must always be a danger of religious petrifaction, and of aggressive unbelief. In a nation in which the relations of Church and State run too smoothly, it does not matter much, from our present point of view, whether the cause is ecclesiasticism, the dominance of State by Church, or erastianism, the dominance of Church by State. Indeed, it is not always easy to distinguish between the two conditions. The effect equally may be, that every disaffected person, and every sufferer from injustice, will attribute his misfortunes to the inherent evil of the Church, or to an inherent evil in Christianity itself. Formal obedience to the Roman See is itself no assurance that, in a wholly Catholic nation, religion and culture will not become too closely identified. Elements of local culture—even of local barbarism—may become invested with the sanctity of religious observances, and superstition may flourish under the guise of piety: a people may tend to slip back towards the unity of religion and culture that pertains to primitive communities. The result of the unquestioned dominance of one cult, when a people is passive, may be torpor: when a people is quick and self-assertive, the result may be chaos. For, as discontent turns to disaffection, the anticlerical bias may become an anti-religious tradition; a distinct and hostile culture grows and flourishes, and a nation is divided against itself. The factions have to continue to live with each other; and the common language and ways of life which they retain, far from mollifying animosity, may only exasperate it. The religious division becomes a symbol for a group of associated differences, often rationally unrelated; around these differences swarm a host of private grievances, fears and interests; and the contest for an indivisible heritage may terminate only in exhaustion.

It would here be irrelevant to review those sanguinary passages of civil strife, such as the Thirty Years War, in which Catholics and Protestants fought over such an heritage. Explicit theological contentions between Christians no longer attract to themselves those other irreconcilable interests which seek a decision by arms. The deepest causes of division may still be religious, but they become conscious, not in theological but in political, social and economic doctrines. Certainly, in those countries in which the prevailing faith has been Protestant, anti-clericalism seldom takes a violent form. In such countries, both faith and infidelity tend to be mild and inoffensive; as the culture has become secularised, the cultural differences between faithful and infidel are minimal; the boundary between belief and unbelief is vague; the Christianity is more pliant, the atheism more negative; and all parties live in amity, so long as they continue to accept some common moral conventions.

The situation in England, however, differs from that in other countries, whether Catholic or Protestant. In England, as in other Protestant countries, atheism has been mostly of a passive kind. No statistician could produce an estimate of the numbers of Christians and non-Christians. Many people live on an unmarked frontier enveloped in dense fog; and those who dwell beyond it are more numerous in the dark waste of ignorance and indifference, than in the well-lighted desert of atheism. The English unbeliever, of some social status however humble, is likely to conform to the practices of Christianity on the occasions of birth, death and the first venture in matrimony. Atheists in this country are not yet culturally united: their types of atheism will vary according to the culture of the religious communion in which they, or their parents, or their grandparents were reared. The chief cultural differences in England have, in the past, been those between Anglicanism and the more important Protestant sects; and even these differences are far from clearly defined: first, because the Church of England itself has comprehended wider variations of belief and cult than a foreign observer would believe it possible for one institution to contain without bursting; and second, because of the number and variety of the sects separated from it.

If my contentions in the first chapter are accepted, it will be agreed that the formation of a religion is also the formation of a culture. From this it should follow that, as a religion divides into sects, and as these sects develop from generation to generation, a variety of cultures will be propagated. And, as the intimacy of religion and culture is such that we may expect what happens one way to happen the other, we are prepared to find that the division between Christian cultures will stimulate further differentiations of belief and cult. It does not fall within my purpose to consider the Great Schism between East and West which corresponds to the shifting geographical boundary between two cultures. When we consider the Western World, we must recognise that the main cultural tradition has been that corresponding to the Church of Rome. Only within the last four hundred years has any other manifested itself; and anyone with a sense of centre and periphery must admit that the western tradition has been Latin, and Latin means Rome. There are countless testimonies of art and thought and manners; and among these we must include the work of all men born and educated in a Catholic society, whatever their individual beliefs. From this point of view, the separation of Northern Europe, and of England in particular, from communion with Rome represents a diversion from the main stream of culture. To pronounce, upon this separation, any judgment of value, to assume that it was a good or a bad thing, is what in this investigation we must try to avoid; for that would be to pass from the sociological to the theological point of view. And as I must at this point introduce the term sub-culture to signify the culture which pertains to the area of a divided part of Christendom, we must be careful not to assume that a sub-culture is necessarily an inferior culture; remembering also that while a sub-culture may suffer loss in being separated from the main body, the main body may also be mutilated by the loss of a member of itself.

We must recognise next, that where a sub-culture has in time become established as the main culture of a particular territory, it tends to change places, for that territory, with the main European culture. In this respect it differs from those sub-cultures representing sects the members of which share a region with the main culture. In England, the main cultural tradition has for several centuries been Anglican. Roman Catholics in England are, of course, in a more central European tradition than are Anglicans; yet, because the main tradition of England has been Anglican, they are in another aspect more outside of the tradition than are Protestant dissenters. It is Protestant dissent which is, in relation to Anglicanism, a congeries of sub-cultures: or, when we regard Anglicanism itself as a sub-culture, we might refer to it as a congeries of “sub-sub-cultures”—as this term is too clownish to be admitted into good company, we can only say “secondary sub-cultures.” By Protestant dissent I mean those bodies which recognise each other as “the Free Churches,” together with the Society of Friends, which has an isolated but distinguished history: all minor religious entities are culturally negligible. The variations of character among the chief religious bodies, have to some extent to do with the peculiar circumstances of their origins, and the length of the separation. It is of some interest that Congregationalism, which has a long history, numbers several distinguished theologians; whereas Methodism, with a briefer history, and less theological justification for its separate existence, appears to rely chiefly on its hymnology, and to need no independent theological structure of its own. But whether we consider a territorial sub-culture, or a secondary sub-culture within a territory or scattered over several territories, we may find ourselves led to the conclusion, that every sub-culture is dependent upon that from which it is an offshoot. The life of Protestantism depends upon the survival of that against which it protests; and just as the culture of Protestant dissent would perish of inanition without the persistence of Anglican culture, so the maintenance of English culture is contingent upon the health of the culture of Latin Europe, and upon continuing to draw sustenance from that Latin culture.

There is, however, a difference between the division of Canterbury from Rome, and the division of Free Protestantism from Canterbury, which is important for my purposes. It corresponds to a difference presented in the previous chapter, between colonisation by mass migration (as in the early movements westwards across Europe) and colonisation by certain elements separating themselves from a culture which remains at home (as in the colonisation of the Dominions and the Americas). The separation precipitated by Henry VIII had the immediate cause of personal motives in high quarters; it was reinforced by tendencies strong in England and in Northern Europe, of more respectable origin. Once released, the forces of Protestantism went further than Henry himself intended or would have approved. But, although the Reformation in England was, like any other revolution, the work of a minority, and although it met with several local movements of stubborn resistance, it eventually carried with it the greater part of the nation irrespective of class or region. The Protestant sects, on the other hand, represent certain elements in English culture to the exclusion of others: class and occupation played a large part in their formation. It would probably be impossible for the closest student to pronounce how far it is adherence to dissenting tenets that forms a sub-culture, and how far it is the formation of a sub-culture that inspires the finding of reasons for dissent. The solution of that enigma is fortunately not necessary for my purpose. The result, in any case, was a stratification of England by sects, in some measure proceeding from, in some measure aggravating, the cultural distinctions between classes.

It might be possible for a profound student of ethnology and of the history of early settlement in this island, to argue the existence of causes of a more stubborn and more primitive nature, for the tendencies to religious fission. He might trace them to ineradicable differences between the culture of the several tribes, races and languages which from time to time held sway or contested for supremacy. He might, furthermore, take the view that cultural mixture does not necessarily follow the same course as biological mixture; and that, even if we assumed every person of purely English descent to have the blood of all the successive invaders mingled in his veins in exactly the same proportions, it need not follow that cultural fusion ensued. He might therefore discover, in the tendency of various elements in the population to express their faith in different ways, to prefer different types of communal organisation and different styles of worship, a reflection of early divisions between dominant and subject races. Such speculations, which I am too unlearned to support or oppose, lie outside of my scope; but it is as well for both writer and readers to remind themselves that there may be deeper levels than that upon which the enquiry is being conducted. If differences persisting to the present day could be established in descent from primitive differences of culture, this would only reinforce the case for the unity of religion and culture propounded in my first chapter.

However this may be, there are curiosities enough to occupy our attention in the mixture of motives and interests in the dissensions of religious parties within the period of modern history. One need not be a cynic to be amused, or a devotee to be saddened, by the spectacle of the self-deception, as well as the frequent hypocrisy, of the attackers and defenders of one or another form of the Christian Faith. But from the point of view of my essay, both mirth and sorrow are irrelevant, because this confusion is just what one must expect, being inherent in the human condition. There are, certainly, situations in history in which a religious contest can be attributed to a purely religious motive. The life-long battle of St. Athanasius against the Arians and Eutychians need not be regarded in any other light than the light of theology: the scholar who endeavoured to demonstrate that it represented a culture-clash between Alexandria and Antioch, or some similar ingenuity, would appear to us at best to be talking about something else. Even the purest theological issue, however, will in the long run have cultural consequences: a superficial acquaintance with the career of Athanasius should be enough to assure us that he was one of the great builders of western civilisation. And, for the most part, it is inevitable that we should, when we defend our religion, be defending at the same time our culture, and vice versa: we are obeying the fundamental instinct to preserve our existence. And in so doing, in the course of time we make many errors and commit many crimes—most of which may be simplified into the one error, of identifying our religion and our culture on a level on which we ought to distinguish them from each other.

Such considerations are relevant not only to the history of religious strife and separation: they are equally pertinent when we come to entertain schemes for reunion. The importance of stopping to examine cultural peculiarities, to disentangle religious from cultural hindrances, has hitherto been overlooked—and I should say more than overlooked: deliberately though unconsciously ignored—in the schemes of reunion between Christian bodies adopted or put forward. Hence the appearance of disingenuousness, of agreement upon formulae to which the contracting parties can give different interpretations, which provokes a comparison with treaties between governments.

The reader unacquainted with the details of “oecumenicity,” should be reminded of the difference between inter-communion and reunion. An arrangement of inter-communion between two national churches—such as the Church of England and the Church of Sweden—or between the Church of England and one of the Eastern Churches, or between the Church of England and a body such as the “Old Catholics” found in Holland and elsewhere on the Continent, does not necessarily look any further than what the term implies: a reciprocal recognition of the “validity of orders” and of the orthodoxy of tenets; with the consequence that the members of each church can communicate, the priests celebrate and preach, in the churches of the other country. An agreement of inter-communion could only lead toward reunion in one of two events: the unlikely event of a political union of the two nations, or the ultimate event of a world-wide reunion of Christians. Reunion, on the other hand, means in effect either reunion of one or another body having episcopal government, with the Church of Rome, or reunion between bodies separated from each other in the same areas. The movements towards reunion which are at the present time most active, are of the second kind: reunion between the Anglican Church and one or more of the “Free Church” bodies. It is with the cultural implications of this latter kind of reunion that we are here specially concerned. There can be no question of reunion between the Church of England and, let us say, the Presbyterians or Methodists in America: any reunion would be of American Presbyterians with the Episcopal Church in America, and of English Presbyterians with the Church of England.

It should be obvious, from the considerations advanced in my first chapter, that complete reunion involves community of culture—some common culture already existing, and the potentiality of its further development consequent upon official reunion. The ideal reunion of all Christians does not, of course, imply an eventual uniform culture the world over: it implies simply a “Christian culture” of which all local cultures should be variants—and they would and should vary very widely indeed. We can already distinguish between a “local culture” and a “European culture”; when we use the latter term we recognise the local differences; similarly a universal “Christian culture” should not be taken to ignore or override the differences between the cultures of the several continents. But the existence of a strong community of culture between various Christian bodies in the same area (we must remember that we here mean “culture” as distinguished from “religion”) not only facilitates reunion of Christians in that area, but exposes such reunion to peculiar dangers.

I have put forward the view that every division of a Christian people into sects brings about or aggravates the development of “sub-cultures” amongst that people; and I have asked the reader to examine Anglicanism and the Free Churches for confirmation of this view. But it should now be added, that the cultural divisions between Anglicans and Free Churchmen have, under changing social and economic conditions, become attenuated. The organisation of rural society from which the Church of England drew much of its cultural strength is in decay; the landed gentry have less security, less power and less influence; the families which have risen in trade and in many places succeeded to territorial proprietorship are themselves progressively reduced and impoverished. A diminishing number of Anglican clergy come from public schools or the old universities, or are educated at their families’ expense; bishops are not wealthy men, and are embarrassed in keeping up palaces. Anglican and Free Church laymen have been educated at the same universities and often at the same schools. And finally, they are all exposed to the same environment of a culture severed from religion. When men of different religious persuasions are drawn together by common interests and common anxieties, by their awareness of an increasingly oppressive non-Christian world, and by their unawareness of the extent to which they are themselves penetrated by non-Christian influences and by a neutral culture, it is only to be expected that the vestiges of the distinctions between their several Christian cultures should seem to them of minor significance.

With the dangers of reunion on erroneous or evasive terms I am not here concerned; but I am much concerned with the danger that reunion facilitated by the disappearance of the cultural characteristics of the several bodies reunited might accelerate and confirm the general lowering of culture. The refinement or crudity of theological and philosophical thinking is itself, of course, one of the measures of the state of our culture; and the tendency in some quarters to reduce theology to such principles as a child can understand or a Socinian further danger, from our point of view, in schemes of reunion which attempt to remove the difficulties, and protect the self-assertiveness, of everybody. In an age like our own, when it has become a point of politeness to dissimulate social distinctions, and to pretend that the highest degree of “culture” ought to be made accessible to everybody—in an age of cultural levelling, it will be denied that the several Christian fragments to be re-united represent any cultural differences. There is certain to be a strong pressure towards a reunion on terms of complete cultural equality. Too much account may even be taken of the relative numbers of the membership of the uniting bodies: for a main culture will remain a main culture, and a sub-culture will remain a sub-culture, even if the latter attracts more adherents than the former. It is always the main religious body which is the guardian of more of the remains of the higher developments of culture preserved from a past time before the division took place. Not only is it the main religious body which has the more elaborated theology; it is the main religious body which is the least alienated from the best intellectual and artistic activity of its time. Hence it is that the convert—and I think not only of conversion from one form of Christianity to another, but indeed primarily of conversion from indifference to Christian belief and practice—the convert of the intellectual or sensitive type is drawn towards the more Catholic type of worship and doctrine. This attraction, which may occur before the prospective convert has begun to inform himself about Christianity at all, may be cited by the outsider as evidence that the convert has become a Christian for the wrong reasons, or that he is guilty of insincerity and affectation. Every sin that can be imagined has been practised, and the pretence of religious faith may often enough have cloaked intellectual or esthetic vanity and self-indulgence; but, on the view of the intimacy of religion and culture which is the starting point of my examination, such phenomena as the progress to religious faith through cultural attraction are both natural and acceptable.

After the considerations now reviewed, I must attempt to link the chapter to the two preceding chapters, by enquiring what is the ideal pattern of unity and diversity between Christian nations and between the several strata in each nation. It should be obvious that the sociological point of view cannot lead us to those conclusions which can properly be reached only by theological premisses; and the reader of the previous chapters will be prepared to find no solution in any rigid and unchangeable scheme. No security against cultural deterioration is offered by any of the three chief types of religious organisation: the international church with a central government, the national church, or the separated sect. The danger of freedom is deliquescence; the danger of strict order is petrifaction. Nor can we judge from the history of any particular society, whether a different religious history would have resulted in a more healthy culture today. The disastrous effects of armed religious strife within a people, as in England in the seventeenth century or in the German States in the sixteenth, need no emphasis; the disintegrating effect of sectarian division has already been touched upon. Yet we may ask whether Methodism did not, in the period of its greatest fervour, revive the spiritual life of the English, and prepare the way for the Evangelical Movement and even for the Oxford Movement. Furthermore, Dissent made it possible for “working class” Christians (though perhaps it might have done more than it has for “labouring class” Christians) to play that part, which all zealous and socially active Christians should wish to play, in the conduct of their local church and the social and charitable organisations connected with it.1 The actual choice, at times, has been between sectarianism and indifference; and those who chose the former were, in so doing, keeping alive the culture of certain social strata. And, as I have said at the beginning, the appropriate culture of each stratum is of equal importance.

As in the relation between the social classes, and as in the relation of the several regions of a country to each other and to the central power, it would seem that a constant struggle between the centripetal and the centrifugal forces is desirable. For without the struggle no balance can be maintained; and if either force won the result would be deplorable. The conclusions to which we are justified in coming, from our premisses and from the sociologist’s point of view, appear to me to be as follows. Christendom should be one: the form of organisation and the locus of powers in that unity are questions upon which we cannot pronounce. But within that unity there should be an endless conflict between ideas—for it is only by the struggle against constantly appearing false ideas that the truth is enlarged and clarified, and in the conflict with heresy that orthodoxy is developed to meet the needs of the times; an endless effort also on the part of each region to shape its Christianity to suit itself, an effort which should neither be wholly suppressed nor left wholly unchecked. The local temperament must express its particularity in its form of Christianity, and so must the social stratum, so that the culture proper to each area and each class may flourish; but there must also be a force holding these areas and these classes together. If this corrective force in the direction of uniformity of belief and practice is lacking, then the culture of each part will suffer. We have already found that the culture of a nation prospers with the prosperity of the culture of its several constituents, both geographical and social; but that it also needs to be itself a part of a larger culture, which requires the ultimate ideal, however unrealisable, of a “world culture” in a sense different from that implicit in the schemes of worldfederationists. And without a common faith, all efforts towards drawing nations closer together in culture can produce only an illusion of unity.

1 See a valuable article by Professor Evans-Pritchard on “Social Anthropology” in Blackfriars for November 1946. He remarks: “The answer would seem to be that the sociologist should also be a moral philosopher and that, as such, he should have a set of definite beliefs and values in terms of which he evaluates the facts he studies as a sociologist.”

2 Since the diaspora, and the scattering of Jews amongst peoples holding the Christian Faith, it may have been unfortunate both for these peoples and for the Jews themselves, that the culture-contact between them has had to be within those neutral zones of culture in which religion could be ignored: and the effect may have been to strengthen the illusion that there can be culture without religion.

1 See two valuable Supplements to The Christian News-Letter: “Ecumenical Christianity and the Working Classes” by W. G. Symons, July 30, 1941; and “The Free Churches and Working Class Culture” by John Marsh, May 20, 1942.

CHAPTER V
  A Note on Culture and Politics

Politics did not, however, so much engage him as to withhold his thoughts from things of more importance.

SAMUEL JOHNSON on GEORGE LYTTELTON

WE observe nowadays that “culture” attracts the attention of men of politics: not that politicians are always “men of culture,” but that “culture” is recognised both as an instrument of policy and as something socially desirable which it is the business of the State to promote. We not only hear, from high political quarters, that “cultural relations” between nations are of great importance, but find that bureaux are founded, and officials appointed, for the express purpose of attending to these relations, which are presumed to foster international amity. The fact that culture has become, in some sense, a department of politics, should not obscure in our memory the fact that at other periods politics has been an activity pursued within a culture, and between representatives of different cultures. It is therefore not impertinent to attempt to indicate the place of politics within a culture united and divided according to the kind of unity and division which we have been considering.

We may assume, I think, that in a society so articulated the practice of politics and an active interest in public affairs would not be the business of everybody, or of everybody to the same degree; and that not everybody should concern himself, except at moments of crisis, with the conduct of the nation as a whole. In a healthily regional society, public affairs would be the business of everybody, or of the great majority, only within very small social units; and would be the business of a progressively smaller number of men in the larger units within which the smaller were comprehended. In a healthily stratified society, public affairs would be a responsibility not equally borne: a greater responsibility would be inherited by those who inherited special advantages, and in whom self-interest, and interest for the sake of their families (“a stake in the country”) should cohere with public spirit. The governing élite, of the nation as a whole, would consist of those whose responsibility was inherited with their affluence and position, and whose forces were constantly increased, and often led, by rising individuals of exceptional talents. But when we speak of a governing élite, we must safeguard ourselves against thinking of an élite sharply divided from the other élites of society.

The relation of the political élite—by which we mean the leading members of all the effective and recognised political groups: for the survival of a parliamentary system requires a constant dining with the Oppositions1—to the other élites would be put too crudely if described as communication between men of action and men of thought. It is rather a relation between men of different types of mind and different areas of thought and action. A sharp distinction between thought and action is no more tenable for the political than for the religious life, in which the contemplative must have his own activity, and the secular priest must not be wholly unpractised in meditation. There is no plane of active life on which thought is negligible, except that of the merest automatic execution of orders; and there is no species of thinking which can be quite without effect upon action.

I have suggested elsewhere1 that a society is in danger of disintegration when there is a lack of contact between people of different areas of activity—between the political, the scientific, the artistic, the philosophical and the religious minds. This separation cannot be repaired merely by public organisation. It is not a question of assembling into committees representatives of different types of knowledge and experience, of calling in everybody to advise everybody else. The élite should be something different, something much more organically composed, than a panel of bonzes, caciques and tycoons. Men who meet only for definite serious purposes, and on official occasions, do not wholly meet. They may have some common concern very much at heart; they may, in the course of repeated contacts, come to share a vocabulary and an idiom which appear to communicate every shade of meaning necessary for their common purpose; but they will continue to retire from these encounters each to his private social world as well as to his solitary world. Everyone has observed that the possibilities of contented silence, of a mutual happy awareness when engaged upon a common task, or an underlying seriousness and significance in the enjoyment of a silly joke, are characteristics of any close personal intimacy; and the congeniality of any circle of friends depends upon a common social convention, a common ritual, and common pleasures of relaxation. These aids to intimacy are no less important for the communication of meaning in words, than the possession of a common subject upon which the several parties are informed. It is unfortunate for a man when his friends and his business associates are two unrelated groups; it is also narrowing when they are one and the same group.

Such observations upon personal intimacy cannot pretend to any novelty: the only possible novelty is in calling attention to them in this context. They point to the desirability of a society in which persons of every superior activity can meet without merely talking shop or being at pains to talk each other’s shop. In order correctly to appraise a man of action we must meet him: or we must at least have known enough men of similar pursuits to be able to draw a shrewd guess about one whom we have not met. And to meet a man of thought, and to form an impression of his personality, may be of great assistance in judging his ideas. This is not wholly improper even in the field of art, though with important reservations, and though the impressions of an artist’s personality often affect opinion of his work quite irrelevantly—for every artist must have remarked, that while a small number of people dislike his work more strongly after meeting him, there are also many who are more friendly disposed towards his work if they find him a pleasant fellow. These advantages persist however they may offend the reason, and in spite of the fact that in modern societies of large numbers, it is impossible for everyone to know everyone else.

In our time, we read too many new books, or are oppressed by the thought of the new books which we are neglecting to read; we read many books, because we cannot know enough people; we cannot know everybody whom it would be to our benefit to know, because there are too many of them. Consequently, if we have the skill to put words together and the fortune to get them printed, we communicate by writing more books. It is often those writers whom we are lucky enough to know, whose books we can ignore; and the better we know them personally, the less need we may feel to read what they write. We are encumbered not only with too many new books: we are further embarrassed by too many periodicals, reports and privately circulated memoranda. In the endeavour to keep up with the most intelligent of these publications we may sacrifice the three permanent reasons for reading: the acquisition of wisdom, the enjoyment of art, and the pleasure of entertainment. Meanwhile, the professional politician has too much to do to have leisure for serious reading, even on politics. He has far too little time for exchange of ideas and information with men of distinction in other walks of life. In a society of smaller size (a society, therefore, which was less feverishly busy) there might be more conversation and fewer books; and we should not find the tendency—of which this essay provides one example—for those who have acquired some reputation, to write books outside the subject on which they have made that reputation.

It is unlikely, in all the mass of letterpress, that the profoundest and most original works will reach the eye or command the attention of a large public, or even of a good number of the readers who are qualified to appreciate them. The ideas which flatter a current tendency or emotional attitude will go farthest; and some others will be distorted to fit in with what is already accepted. The residuum in the public mind is hardly likely to be a distillation of the best and wisest: it is more likely to represent the common prejudices of the majority of editors and reviewers. In this way are formed the idées reçues—more precisely the mots reçus—which, because of their emotional influence upon that part of the public which is influenced by printed matter, have to be taken into account by the professional politician, and treated with respect in his public utterances. It is unnecessary, for the simultaneous reception of these “ideas,” that they should be consistent among themselves; and, however they contradict each other, the practical politician must handle them with as much deference as if they were the constructions of informed sagacity, the intuitions of genius, or the accumulated wisdom of ages. He has not, as a rule, inhaled any fragrance they may have had when they were fresh; he only noses them when they have already begun to stink.

In a society so graded as to have several levels of culture, and several levels of power and authority, the politician might at least be restrained, in his use of language, by his respect for the judgment, and fear of the ridicule, of a smaller and more critical public, among which was maintained some standard of prose style. If it were also a decentralised society, a society in which local cultures continued to flourish, and in which the majority of problems were local problems on which local populations could form an opinion from their own experience and from conversation with their neighbours, political utterances might also tend to manifest greater clarity and be susceptible of fewer variations of interpretation. A local speech on a local issue is likely to be more intelligible than one addressed to a whole nation, and we observe that the greatest muster of ambiguities and obscure generalities is usually to be found in speeches which are addressed to the whole world.

It is always desirable that a part of the education of those persons who are either born into, or qualified by their abilities to enter, the superior political grades of society, should be instruction in history, and that a part of the study of history should be the history of political theory. The advantage of the study of Greek history and Greek political theory, as a preliminary to the study of other history and other theory, is its manageability: it has to do with a small area, with men rather than masses, and with the human passions of individuals rather than with those vast impersonal forces which in our modern society are a necessary convenience of thought, and the study of which tends to obscure the study of human beings. The reader of Greek philosophy, moreover, is unlikely to be over-sanguine about the effects of political theory; for he will observe that the study of political forms appears to have arisen out of the failure of political systems; and that neither Plato nor Aristotle was much concerned with prediction, or very optimistic about the future.

The kind of political theory which has arisen in quite modern times is less concerned with human nature, which it is inclined to treat as something which can always be re-fashioned to fit whatever political form is regarded as most desirable. Its real data are impersonal forces which may have originated in the conflict and combination of human wills but have come to supersede them. As a part of academic discipline for the young, it suffers from several drawbacks. It tends, of course, to form minds which will be set to think only in terms of impersonal and inhuman forces, and thereby to de-humanise its students. Being occupied with humanity only in the mass, it tends to separate itself from ethics; being occupied only with that recent period of history during which humanity can most easily be shown to have been ruled by impersonal forces, it reduces the proper study of mankind to the last two or three hundred years of man. It too often inculcates a belief in a future inflexibly determined and at the same time in a future which we are wholly free to shape as we like. Modern political thought, inextricably involved with economics and with sociology, preempts to itself the position of queen of the sciences. For the exact and experimental sciences are judged according to their utility, and are valued in so far as they produce results—either for making life more comfortable and less laborious, or for making it more precarious and ending it more quickly. Culture itself is regarded either as a negligible by-product which can be left to itself, or as a department of life to be organised in accordance with the particular scheme we favour. I am thinking not only of the more dogmatic and totalitarian philosophies of the present day, but of assumptions which colour thinking in every country and tend to be shared by the most opposed parties.

An important document in the history of the political direction of culture will be Leon Trotsky’s essay, Literature and Revolution, of which an English translation appeared in 1925.1 The conviction, which seems to be deeply implanted in the Muscovite mind, that it is the role of Mother Russia to contribute not merely ideas and political forms, but a total way of life for the rest of the world, has gone far to make us all more politically culture-conscious. But there have been other causes than the Russian Revolution for this consciousness. The researches and the theories of anthropologists have played their part, and have led us to study the relations of imperial powers and subject peoples with a new attention. Governments are more aware of the necessity of taking account of cultural differences; and to the degree to which colonial administration is controlled from the imperial centre, these differences become of increasing importance. One people in isolation is not aware of having a “culture” at all. And the differences between the several European nations in the past were not wide enough to make their peoples see their cultures as different to the point of conflict and incompatibility: culture-consciousness as a means of uniting a nation against other nations was first exploited by the late rulers of Germany. Today, we have become culture-conscious in a way which nourishes nazism, communism and nationalism all at once; in a way which emphasises separation without helping us to overcome it. At this point a few remarks on the cultural effects of empire (in the most comprehensive sense) may not be amiss.

The early British rulers of India were content to rule; some of them, through long residence and continuous absence from Britain, assimilated themselves to the mentality of the people they governed. A later type of rulers, explicitly and increasingly the servants of Whitehall, and serving only for a limited period (after which they returned to their native country, either to retirement or to some other activity) aimed rather to bring to India the benefits of western civilisation. They did not intend to uproot, or to impose, a total “culture”: but the superiority of western political and social organisation, of English education, of English justice, of western “enlightenment” and science seemed to them so self-evident that the desire to do good would alone have been a sufficient motive for introducing these things. The Briton, unconscious of the importance of religion in the formation of his own culture, could hardly be expected to recognise its importance in the preservation of another. In the piece-meal imposition of a foreign culture—an imposition in which force plays only a small part: the appeal to ambition, and the temptation to which the native is exposed, to admire the wrong things in western civilisation, and for the wrong reasons, are much more decisive—the motives of arrogance and generosity are always inextricably mixed; there is at the same time an assertion of superiority and a desire to communicate the way of life upon which that assumed superiority is based; so that the native acquires a taste for western ways, a jealous admiration of material power, and a resentment against his tutors. The partial success of westernisation, of which some members of an Eastern society are quick to seize the apparent advantages, has tended to make the Oriental more discontented with his own civilisation and more resentful of that which has caused this discontent; has made him more conscious of differences, at the same time that it has obliterated some of these differences; and has broken up the native culture on its highest level, without penetrating the mass. And we are left with the melancholy reflection that the cause of this disintegration is not corruption, brutality or maladministration: such ills have played but a small part, and no ruling nation has had less to be ashamed of than Britain in these particulars; corruption, brutality and maladministration were too prevalent in India before the British arrived, for commission of them to disturb the fabric of Indian life. The cause lies in the fact that there can be no permanent compromise between the extremes of an external rule which is content to keep order and leave the social structure unaltered, and a complete cultural assimilation. The failure to arrive at the latter is a religious failure.1

To point to the damage that has been done to native cultures in the process of imperial expansion is by no means an indictment of empire itself, as the advocates of imperial dissolution are only too apt to infer. Indeed, it is often these same anti-imperialists who, being liberals, are the most complacent believers in the superiority of western civilisation, and at one and the same time blind to the benefits conferred by imperial government and to the injury done by the destruction of native culture. According to such enthusiasts, we do well to intrude ourselves upon another civilisation, equip the members of it with our mechanical contrivances, our systems of government, education, law, medicine and finance, inspire them with a contempt for their own customs and with an enlightened attitude towards religious superstition—and then leave them to stew in the broth which we have brewed for them.

It is noticeable that the most vehement criticism, or abuse, of British imperialism often comes from representatives of societies which practise a different form of imperialism—that is to say, of expansion which brings material benefits and extends the influence of culture. America has tended to impose its way of life chiefly in the course of doing business, and creating a taste for its commodities. Even the humblest material artefact, which is the product and the symbol of a particular civilisation, is an emissary of the culture out of which it comes: I mention that influential and inflammable article the celluloid film. American economic expansion can be also, in its way, the cause of disintegration of cultures which it touches.

The newest type of imperialism, that of Russia, is probably the most ingenious, and the best calculated to flourish according to the temper of the present age. The Russian Empire appears to be sedulous to avoid the weaknesses of the empires which have preceded it: it is at the same time more ruthless and more careful of the vanity of subject peoples. The official doctrine is one of complete racial equality—an appearance easier for Russia to preserve in Asia, because of the oriental cast of the Russian mind and because of the backwardness of Russian development according to western standards. Attempts appear to be made to preserve the similitude of local self-government and autonomy: the aim, I suspect, is to give the several local republics and satellite states the illusion of a kind of independence, while the real power is exercised from Moscow. The illusion must sometimes fade, when a local republic is suddenly and ignominiously reduced to the status of a kind of province or crown colony; but it is maintained—and this is what is most interesting from our point of view—by a careful fostering of local “culture,” culture in the reduced sense of the word, as everything that is picturesque, harmless and separable from politics, such as language and literature, local arts and customs. But as Soviet Russia must maintain the subordination of culture to political theory, the success of her imperialism seems likely to lead to a sense of superiority on the part of that one of her peoples in which her political theory has been formed; so that we might expect, so long as the Russian Empire holds together, to find the increasing assertion of one dominant Muscovite culture, with subordinate races surviving, not as peoples each with its own cultural pattern, but as inferior castes. However that may be, the Russians have been the first modern people to practise the political direction of culture consciously, and to attack at every point the culture of any people whom they wish to dominate. The more highly developed is any alien culture, the more thorough the attempts to extirpate it by elimination of those elements in the subject population in which that culture is most conscious.

The dangers arising from “culture-consciousness” in the West are at present of a different kind. Our motives, in attempting to do something about our culture, are not yet consciously political. They arise from the consciousness that our culture is not in very good health and from the feeling that we must take steps to improve its condition. This consciousness has transformed the problem of education, by either identifying culture with education, or turning to education as the one instrument for improving our culture. As for the intervention of the State, or of some quasi-official body subventioned by the State, in assistance of the arts and sciences, we can see only too well the need, under present conditions, for such support. A body like the British Council, by constantly sending representatives of the arts and sciences abroad, and inviting foreign representatives to this country, is in our time invaluable—but we must not come to accept as permanent or normal and healthy the conditions which make such direction necessary. We are prepared to believe that there will, under any conditions, be useful work for the British Council to perform; but we should not like to be assured that never again will it be possible for the intellectual élite of all countries to travel as private citizens and make each other’s acquaintance without the approval and support of some official organisation. Some important activities, it is likely enough, will never again be possible without official backing of some kind. The progress of the experimental sciences now requires vast and expensive equipment; and the practice of the arts has no longer, on any large scale, the benefit of private patronage. Some safeguard may be provided, against increasing centralisation of control and politicisation of the arts and sciences, by encouraging local initiative and responsibility; and, as far as possible, separating the central source of funds from control over their use. We should do well also to refer to the subsidised and artificially stimulated activities each by its name: let us do what is necessary for painting and sculpture, or architecture, or the theatre, or music, or one or another science or department of intellectual exercise, speaking of each by its name, and restraining ourselves from using the word “culture” as a comprehensive term. For thus we slip into the assumption that culture can be planned. Culture can never be wholly conscious—there is always more to it than we are conscious of; and it cannot be planned because it is also the unconscious background of all our planning.

1 I seem to remember that some such phrase was either attributed to Sir William Vernon Harcourt, or used about him.

1The Idea of a Christian Society, p. 32.

1 Published by International Publishers, New York. A book which merits republication. It does not give the impression that Trotsky was very sensitive to literature; but he was, from his own point of view, very intelligent about it. Like all his writings, the book is encumbered with discussion of minor Russian personalities of which the foreigner is ignorant and in which he is not interested; but this indulgence in detail, while it contributes a flavour of provinciality, gives the work all the more appearance of genuineness, as having been written rather to speak his mind than with an eye to a foreign audience.

1 An interesting survey of the effects of culture-contact in the East is to be found in The British in Asia by Guy Wint. Mr. Wint’s occasional suggestions of the effect of India upon the British are no less suggestive than his account of the effect of the British upon India. For example:

“How the English colour prejudice began—whether it was inherited from the Portuguese in India, or was an infection from the Hindu caste system or, as has been suggested, began with the arrival of insular and suburban wives of civil servants, or came from some other cause—is not certain. The British in India were the British middle class living in the artificial condition of having above them no upper class of their own people, and below them no lower class of their own people. It was a state of existence which led to a combined arrogance and defensiveness.” P. 209.

CHAPTER VI
  Notes on Education and Culture: and Conclusion

DURING the recent war an exceptional number of books were published on the subject of education; there were also voluminous reports of commissions, and an incalculable number of contributions on this subject in periodicals. It is not my business, nor is it within my competence, to review the whole of current educational theory; but a few comments on it are in place, because of the close association, in many minds, between education and culture. What is of interest to my thesis is the kind of assumption which is made by those who write about education. The notes which follow comment on a few such prevalent assumptions.

1. That, before entering upon any discussion of Education, the purpose of Education must be stated.

This is a very different thing from defining the word “education.” The Oxford Dictionary tells us that education is “the process of bringing up (young persons)”; that it is “the systematic instruction, schooling or training given to the young (and, by extension, to adults) in preparation for the work of life”; that it is also “culture or development of powers, formation of character.” We learn that the first of these definitions is according to the use of the sixteenth century; and that the third use appears to have arisen in the nineteenth. In short, the dictionary tells you what you know already, and I do not see how a dictionary could do more. But when writers attempt to state the purpose of education, they are doing one of two things: they are eliciting what they believe to have been the unconscious purpose always, and thereby giving their own meaning to the history of the subject; or they are formulating what may not have been, or may have been only fitfully, the real purpose in the past, but should in their opinion be the purpose directing development in the future. Let us look at a few of these statements of the purpose of education. In The Churches Survey Their Task, a volume published in connexion with the Oxford Conference on Church, Community and State in 1937, we find the following:

Education is the process by which the community seeks to open its life to all the individuals within it and enable them to take their part in it. It attempts to pass on to them its culture, including the standards by which it would have them live. Where that culture is regarded as final, the attempt is made to impose it on younger minds. Where it is viewed as a stage in development, younger minds are trained both to receive it and to criticise and improve upon it.

This culture is composed of various elements. It runs from rudimentary skill and knowledge up to the interpretation of the universe and of man by which the community lives . . .

The purpose of education, it seems, is to transmit culture: so culture (which has not been defined) is likely to be limited to what can be transmitted by education. While “education” is perhaps allowed to be more comprehensive than “the educational system,” we must observe that the assumption that culture can be summed up as skills and interpretations controverts the more comprehensive view of culture which I have endeavoured to take. Incidentally, we should keep a sharp eye on this personified “community” which is the re pository of authority.

Another account of the purpose of education is that which sees it in terms of political and social change. This, if I have understood him, is the purpose which fires Mr. H. C. Dent. “Our ideal,” he says in A New Order in English Education, “is a full democracy.” Full democracy is not defined; and, if full democracy is attained, we should like to know what is to be our next ideal for education after this ideal has been realised.

Mr. Herbert Read gives his account of the purpose of education in Education Through Art. I do not think that Mr. Read could see quite eye to eye with Mr. Dent, for whereas Mr. Dent wants a “full democracy,” Mr. Read says that he “elects for a libertarian conception of democracy,” which I suspect is a very different democracy from Mr. Dent’s. Mr. Read (in spite of elects for) is a good deal more precise in his use of words than Mr. Dent; so, while he is less likely to confuse the hasty reader, he is more likely to confound the diligent one. It is in electing for a libertarian conception of democracy, he says, that we answer the question, “What is the purpose of education?” This purpose is further defined as “the reconciliation of individual uniqueness with social unity.”

Another kind of account of the purpose of education is the uncompleted account, of which Dr. F. C. Happold (in Towards a New Aristocracy) gives us a specimen. The fundamental task of education, he tells us, is “training the sort of men and women the age needs.” If we believe that there are some sorts of men and women which are needed by every age, we may remark that there should be permanence as well as change in education. But the account is incomplete, in that we are left wondering who is to determine what are the needs of the age.

One of the most frequent answers to the question “what is the purpose of education?” is “happiness.” Mr. Herbert Read gives us this answer too, in a pamphlet called The Education of Free Men, by saying that he knows of no better definition of the aims of education than that of William Godwin: “the true object of education . . . is the generation of happiness.” “The Government’s purpose,” said the White Paper which heralded the latest Education Act, “is to secure for children a happier childhood and a better start in life.” Happiness is often associated with “the full development of personality.”

Dr. C. E. M. Joad, showing more prudence than most of those who attempt to answer this question, holds the view, which seems to me a very sensible one, that education has a number of ends. Of these he lists three (in About Education, one of the most readable books on the subject that I have consulted):

  1. To enable a boy or girl to earn his or her living. . . .
  2. To equip him to play his part as the citizen of a democracy.
  3. To enable him to develop all the latent powers and faculties of his nature and so enjoy a good life.

It is a relief, at this point, to have presented to us the simple and intelligible notion that equipment to earn one’s living is one of the purposes of education. We again note the close association between education and democracy; here also Dr. Joad is perhaps more prudent than Mr. Dent or Mr. Read in not qualifying his “democracy” by an adjective. “To develop all the latent powers and faculties” appears to be a variant of “the full development of personality”: but Dr. Joad is sagacious in avoiding the use of that puzzling word “personality.”

Some, no doubt, will disagree with Dr. Joad’s selection of purposes. And we may, with more reason, complain that none of them takes us very far without getting us into trouble. They all contain some truth: but as each of them needs to be corrected by the others, it is possible that they all need to be adjusted to other purposes as well. Each of them needs some qualification. A particular course of education may, in the world in which a young person finds himself, be exactly what is needed to develop his peculiar gifts and yet impair his ability to earn a living. Education of the young to play their part in a democracy is a necessary adaptation of individual to environment, if a democracy is what they are going to play their part in: if not, it is making the pupil instrumental to the accomplishment of a social change which the educator has at heart—and this is not education but something else. I am not denying that a democracy is the best form of society, but by introducing this standard for education, Dr. Joad, with other writers, is leaving it open to those who believe in some other form of society which Dr. Joad might not like, to substitute (and so far as he is talking about education only, Dr. Joad could not confute them) some account like the following: “One of the purposes of education is to equip a boy or girl to play his or her part as the subject of a despotic government.” Finally, as for developing all the latent powers and faculties of one’s nature, I am not sure that anyone should hope for that: it may be that we can only develop some powers and faculties at the expense of others, and that there must be some choice, as well as inevitably some accident, in the direction which anyone’s development takes. And as for the good life, there is some ambiguity in the sense in which we shall “enjoy” it; and what the good life is, has been a subject of discussion from early times to the present day.

What we remark especially about the educational thought of the last few years, is the enthusiasm with which education has been taken up as an instrument for the realisation of social ideals. It would be a pity if we overlooked the possibilities of education as a means of acquiring wisdom; if we belittled the acquisition of knowledge for the satisfaction of curiosity, without any further motive than the desire to know; and if we lost our respect for learning. So much for the purpose of education. I proceed to the next assumption.

2. That Education makes people happier.

We have already found that the purpose of education has been defined as the making people happier. The assumption that it does make people happier needs to be considered separately. That the educated person is happier than the uneducated is by no means self-evident. Those who are conscious of their lack of education are discontented, if they cherish ambitions to excel in occupations for which they are not qualified; they are sometimes discontented, simply because they have been given to understand that more education would have made them happier. Many of us feel some grievance against our elders, our schools or our universities for not having done better by us: this can be a way of extenuating our own shortcomings and excusing our failures. On the other hand, to be educated above the level of those whose social habits and tastes one has inherited, may cause a division within a man which interferes with happiness; even though, when the individual is of superior intellect, it may bring him a fuller and more useful life. And to be trained, taught or instructed above the level of one’s abilities and strength may be disastrous; for education is a strain, and can impose greater burdens upon a mind than that mind can bear. Too much education, like too little education, can produce unhappiness.

3. That Education is something that everyone wants.

People can be persuaded to desire almost anything, for a time, if they are constantly told that it is something to which they are entitled and which is unjustly withheld from them. The spontaneous desire for education is greater in some communities than in others; it is generally agreed to be stronger in the North than in the South of England, and stronger still in Scotland. It is possible that the desire for education is greater where there are difficulties in the way of obtaining it—difficulties not insuperable but only to be surmounted at the cost of some sacrifice and privation. If this is so, we may conjecture that facility of education will lead to indifference to it; and that the universal imposition of education up to the years of maturity will lead to hostility towards it. A high average of general education is perhaps less necessary for a civil society than is a respect for learning.

4. That Education should be organised so as to give “equality of opportunity.”1

It follows from what has been said in an earlier chapter about classes and élites, that education should help to preserve the class and to select the élite. It is right that the exceptional individual should have the opportunity to elevate himself in the social scale and attain a position in which he can exercise his talents to the greatest benefit of himself and of society. But the ideal of an educational system which would automatically sort out everyone according to his native capacities is unattainable in practice; and if we made it our chief aim, would disorganise society and debase education. It would disorganise society, by substituting for classes, élites of brains, or perhaps only of sharp wits. Any educational system aiming at a complete adjustment between education and society will tend both to restrict education to what will lead to success in the world, and to restrict success in the world to those persons who have been good pupils of the system. The prospect of a society ruled and directed only by those who have passed certain examinations or satisfied tests devised by psychologists is not reassuring: while it might give scope to talents hitherto obscured, it would probably obscure others, and reduce to impotence some who should have rendered high service. Furthermore, the ideal of a uniform system such that no one capable of receiving higher education could fail to get it, leads imperceptibly to the education of too many people, and consequently to the lowering of standards to whatever this swollen number of candidates is able to reach.

Nothing is more moving in Dr. Joad’s treatise than the passage in which he expatiates on the amenities of Winchester and Oxford. Dr. Joad paid a visit to Winchester; and while there, he wandered into a delightful garden. One suspects that he may have got into the garden of the Deanery, but he does not know what garden it was. This garden set him to ruminating about the College, and its “blend of the works of nature and man.” “What I see,” he said to himself, “is the end-product of a long-continuing tradition, running back through our history, in this particular case, to the Tudors.” (I cannot see why he stopped at the Tudors, but that was far enough to sustain the emotion with which his mind was suffused.) It was not only nature and architecture that impressed him; he was aware also of “a long tradition of secure men leading dignified and leisured lives.” From Winchester his mind passed to Oxford, to the Oxford which he had known as an undergraduate; and again, it was not merely architecture and gardens upon which his mind dwelt, but also men:

But even in my own time . . . when democracy was already knocking at the gates of the citadel it was so soon to capture, some faint aftermath of the Greek sunset could be observed. At Balliol, in 1911 there was a group of young men centring upon the Grenfells and John Manners, many of whom were killed in the last war, who took it for granted that they should row in the College boat, play hockey or rugger for the College or even for the University, act for the O.U.D.S., get tight at College Gaudies, spend part of the night talking in the company of their friends, while at the same time getting their scholarships and prizes and Firsts in Greats. The First in Greats was taken, as it were, in their stride. I have not seen such men before or since. It may be that they were the last representatives of a tradition which died with them. . . .

It seems strange, after these wistful reflections, that Dr. Joad should end his chapter by supporting a proposal of Mr. R. H. Tawney: that the public schools should be taken over by the State and used as boarding schools to accommodate for two or three years the intellectually abler secondary school boys from the ages of sixteen to eighteen. For the conditions over which he pronounces such a tearful valedictory were not brought about by equality of opportunity. They were not brought about, either, by mere privilege; but by a happy combination of privilege and opportunity, in the blend he so savours, of which no Education Act will ever find the secret.

5. The Mute Inglorious Milton dogma.

The Equality of Opportunity dogma, which is associated with the belief that superiority is always superiority of intellect, that some infallible method can be designed for the detection of intellect, and that a system can be devised which will infallibly nourish it, derives emotional reinforcement from the belief in the mute inglorious Milton. This myth assumes that a great deal of first-rate ability—not merely ability, but genius—is being wasted for lack of education; or, alternatively, that if even one potential Milton has been suppressed in the course of centuries, from deprivation of formal teaching, it is still worth while to turn education topsy-turvy so that it may not happen again. (It might be embarrassing to have a great many Miltons and Shakespeares, but that danger is remote.) In justice to Thomas Gray, we should remind ourselves of the last and finest line of the quatrain, and remember that we may also have escaped some Cromwell guilty of his country’s blood. The proposition that we have lost a number of Miltons and Cromwells through our tardiness in providing a comprehensive state system of education, cannot be either proved or disproved: it has a strong attraction for many ardent reforming spirits.

This completes my brief list—which is riot intended to be exhaustive—of current beliefs. The dogma of equal opportunity is the most influential of all, and is maintained stoutly by some who would shrink from what seem to me its probable consequences. It is an ideal which can only be fully realised when the institution of the family is no longer respected, and when parental control and responsibility passes to the State. Any system which puts it into effect must see that no advantages of family fortune, no advantages due to the foresight, the self-sacrifice or the ambition of parents are allowed to obtain for any child or young person an education superior to that to which the system finds him to be entitled. The popularity of the belief is perhaps an indication that the depression of the family is accepted, and that the disintegration of classes is far advanced. This disintegration of classes had already led to an exaggerated estimate of the social importance of the right school and the right college at the right university, as giving a status which formerly pertained to mere birth. In a more articulated society—which is not a society in which social classes are isolated from each other: that is itself a kind of decay—the social distinction of the right school or college would not be so coveted, for social position would be marked in other ways. The envy of those who are “better born” than oneself is a feeble velleity, with only a shadow of the passion with which material advantages are envied. No sane person can be consumed with bitterness at not having had more exalted ancestors, for that would be to wish to be another person than the person one is: but the advantage of the status conferred by education at a more fashionable school is one which we can readily imagine ourselves as having enjoyed also. The disintegration of class has induced the expansion of envy, which provides ample fuel for the flame of “equal opportunity.”

Besides the motive of giving everyone as much education as possible, because education is in itself desirable, there are other motives affecting educational legislation: motives which may be praiseworthy, or which simply recognise the inevitable, and which we need mention here only as a reminder of the complexity of the legislative problem. One motive, for instance, for raising the age-limit of compulsory schooling is the laudable desire to protect the adolescent, and fortify him against the more degrading influences to which he is exposed on entering the ranks of industry. We should be candid about such a motive; and instead of affirming what is to be doubted, that everyone will profit by as many years of tuition as we can give him, admit that the conditions of life in modern industrial society are so deplorable, and the moral restraints so weak, that we must prolong the schooling of young people simply because we are at our wits’ end to know what to do to save them. Instead of congratulating ourselves on our progress, whenever the school assumes another responsibility hitherto left to parents, we might do better to admit that we have arrived at a stage of civilisation at which the family is irresponsible, or incompetent, or helpless; at which parents cannot be expected to train their children properly; at which many parents cannot afford to feed them properly, and would not know how, even if they had the means; and that Education must step in and make the best of a bad job.1

Mr. D. R. Hardman1 observed that:

The age of industrialism and democracy had brought to an end most of the great cultural traditions of Europe, and not least that of architecture. In the contemporary world, in which the majority were half-educated and many not even a quarter-educated, and in which large fortunes and enormous power could be obtained by exploiting ignorance and appetite, there was a vast cultural breakdown which stretched from America to Europe and from Europe to the East.

This is true, though there are a few inferences which might be improperly drawn. The exploitation of ignorance and appetite is not an activity only of commercial adventurers making large fortunes: it can be pursued more thoroughly and on a larger scale by governments. The cultural breakdown is not a kind of infection which began in America, spread to Europe, and from Europe has contaminated the East (Mr. Hardman may not have meant that, but his words might be so interpreted). But what is important is to remember that “half-education” is a modern phenomenon. In earlier ages the majority could not be said to have been “half-educated” or less: people had the education necessary for the functions they were called upon to perform. It would be incorrect to refer to a member of a primitive society, or to a skilled agricultural labourer in any age, as half-educated or quarter-educated or educated to any smaller fraction. Education in the modern sense implies a disintegrated society, in which it has come to be assumed that there must be one measure of education according to which everyone is educated simply more or less. Hence Education has become an abstraction.

Once we have arrived at this abstraction, remote from life, it is easy to proceed to the conclusion—for we all agree about the “cultural breakdown”—that education for everybody is the means we must employ for putting civilisation together again. Now so long as we mean by “education” everything that goes to form the good individual in a good society, we are in accord, though the conclusion does not appear to get us anywhere; but when we come to mean by “education” that limited system of instruction which the Ministry of Education controls, or aims to control, the remedy is manifestly and ludicrously inadequate. The same may be said of the definition of the purpose of education which we have already found in The Churches Survey Their Task. According to this definition, education is the process by which the community attempts to pass on to all its members its culture, including the standards by which it would have them live. The community, in this definition, is an unconscious collective mind, very different from the mind of the Ministry of Education, or the Head Masters’ Association, or the mind of any of the numerous bodies concerned with education. If we include as education all the influences of family and environment, we are going far beyond what professional educators can control—though their sway can extend very far indeed; but if we mean that culture is what is passed on by our elementary and secondary schools, or by our preparatory and public schools, then we are asserting that an organ is a whole organism. For the schools can transmit only a part, and they can only transmit this part effectively, if the outside influences, not only of family and environment, but of work and play, of newsprint and spectacles and entertainment and sport, are in harmony with them.

Error creeps in again and again through our tendency to think of culture as group culture exclusively, the culture of the “cultured” classes and élites. We then proceed to think of the humbler part of society as having culture only in so far as it participates in this superior and more conscious culture. To treat the “uneducated” mass of the population as we might treat some innocent tribe of savages to whom we are impelled to deliver the true faith, is to encourage them to neglect or despise that culture which they should possess and from which the more conscious part of culture draws vitality; and to aim to make everyone share in the appreciation of the fruits of the more conscious part of culture is to adulterate and cheapen what you give. For it is an essential condition of the preservation of the quality of the culture of the minority, that it should continue to be a minority culture. No number of Young Peoples’ Colleges will compensate for the deterioration of Oxford and Cambridge, and for the disappearance of that “blend” which Dr. Joad relishes. A “mass-culture” will always be a substitute-culture; and sooner or later the deception will become apparent to the more intelligent of those upon whom this culture has been palmed off.

I am not questioning the usefulness, or deriding the dignity of Young Peoples’ Colleges, or of any other particular new construction. In so far as these institutions can be good, they are more likely to be good, and not to deliver disappointment, if we are frankly aware of the limits of what we can do with them, and if we combat the delusion that the maladies of the modern world can be put right by a system of instruction. A measure which is desirable as a palliative, may be injurious if presented as a cure. My main point is the same as that which I tried to make in the previous chapter, when I spoke of the tendency of politics to dominate culture, instead of keeping to its place within a culture. There is also the danger that education—which indeed comes under the influence of politics—will take upon itself the reformation and direction of culture, instead of keeping to its place as one of the activities through which a culture realises itself. Culture cannot altogether be brought to consciousness; and the culture of which we are wholly conscious is never the whole of culture: the effective culture is that which is directing the activities of those who are manipulating that which they call culture.

So the instructive point is this, that the more education arrogates to itself the responsibility, the more systematically will it betray culture. The definition of the purpose of education in The Churches Survey Their Task returns to plague us like the laughter of hyaenas at a funeral. Where that culture is regarded as final, the attempt is made to impose it on younger minds. Where it is viewed as a stage in development, younger minds are trained to receive it and to improve upon it. These are cosseting phrases which reprove our cultural ancestors—including those of Greece, Rome, Italy and France—who had no notion of the extent to which their culture was going to be improved upon after the Oxford Conference on Church, Community and State in 1937. We know now that the highest achievements of the past, in art, in wisdom, in holiness, were but “stages in development” which we can teach our springalds to improve upon. We must not train them merely to receive the culture of the past, for that would be to regard the culture of the past as final. We must not impose culture upon the young, though we may impose upon them whatever political and social philosophy is in vogue. And yet the culture of Europe has deteriorated visibly within the memory of many who are by no means the oldest among us. And we know, that whether education can foster and improve culture or not, it can surely adulterate and degrade it. For there is no doubt that in our headlong rush to educate everybody, we are lowering our standards, and more and more abandoning the study of those subjects by which the essentials of our culture—of that part of it which is transmissible by education—are transmitted; destroying our ancient edifices to make ready the ground upon which the barbarian nomads of the future will encamp in their mechanised caravans.

The previous paragraph is to be considered only as an incidental flourish to relieve the feelings of the writer and perhaps of a few of his more sympathetic readers. It is no longer possible, as it might have been a hundred years ago, to find consolation in prophetic gloom; and such a means of escape would betray the intentions of this essay as stated in my introduction. If the reader goes so far as to agree that the kind of organisation of society which I have indicated is likely to be that most favourable to the growth and survival of a superior culture, he should then consider whether the means are themselves desirable as ends: for I have maintained that we cannot directly set about to create or improve culture—we can only will the means which are favourable to culture, and to do this we must be convinced that these means are themselves socially desirable. And beyond that point, we must proceed to consider how far these conditions of culture are possible, or even, in a particular situation at a particular time, compatible with all the immediate and pressing needs of an emergency. For one thing to avoid is a universalised planning; one thing to ascertain is the limits of the plannable. My enquiry, therefore, has been directed on the meaning of the word culture: so that everyone should at least pause to examine what this word means to him, and what it means to him in each particular context before using it. Even this modest aspiration might, if realised, have consequences in the policy and conduct of our “cultural” enterprises.

1 This may be called Jacobinism in Education. Jacobinism, according to one who had given some attention to it, consisted “in taking the people as equal individuals, without any corporate name or description, without attention to property, without division of powers, and forming the government of delegates from a number of men, so constituted; in destroying or confiscating property, and bribing the public creditors, or the poor, with the spoils, now of one part of the community, now of another, without regard to prescription or profession.”—Burke: Remarks on the Policy of the Allies.

1 I hope, however, that the reader of these lines has read, or will immediately read, The Peckham Experiment, as an illustration of what can be done, under modern conditions, to help the family to help itself.

1 As Parliamentary Secretary to the Ministry of Education, speaking on January 12, 1946, at the general meeting of the Middlesex Head Teachers’ Association.

APPENDIX
  The Unity of European Culture
  I

THIS is the first time that I have ever addressed a German-speaking audience, and before speaking on such a large subject, I think that I should present my credentials. For the unity of European culture is a very large subject indeed, and no one should try to speak about it, unless he has some particular knowledge or experience. Then he should start from that knowledge and experience and show what bearing it has on the general subject. I am a poet and a critic of poetry; I was also, from 1922 to 1939, the editor of a quarterly review. In this first talk I shall try to show what the first of these two professions has to do with my subject, and what conclusions my experience has led me to draw. So this is a series of talks about the unity of European culture from the point of view of a man of letters.

It has often been claimed that English, of all the languages of modern Europe, is the richest for the purposes of writing poetry. I think that this claim is justified. But please notice that when I say “richest for the purposes of writing poetry” I have been careful in my words: I do not mean that England has produced the greatest poets, or the greatest amount of great poetry. That is another question altogether. There are as great poets in other languages: Dante is certainly greater than Milton, and at least as great as Shakespeare. And even for the quantity of great poetry, I am not concerned to maintain that England has produced more. I simply say that the English language is the most remarkable medium for the poet to play with. It has the largest vocabulary: so large, that the command of it by any one poet seems meagre in comparison with its total wealth. But this is not the reason why it is the richest language for poetry: it is only a consequence of the real reason. This reason, in my opinion, is the variety of the elements of which English is made up. First, of course, there is the Germanic foundation, the element that you and we have in common. After this we find a considerable Scandinavian element, due in the first place to the Danish conquest. Then there is the Norman French element, after the Norman conquest. After this there followed a succession of French influences, traceable through words adopted at different periods. The sixteenth century saw a great increase of new words coined from the Latin; and the development of the language from the early sixteenth century to the middle of the seventeenth, was largely a process of testing new Latin words, assimilating some and rejecting others. And there is another element in English, not so easy to trace, but I think of considerable importance, the Celtic. But I am not thinking, in all this history, only of the Words, I am thinking, for poetry, primarily of the Rhythms. Each of these languages brought its own music: and the richness of the English language for poetry is first of all in its variety of metrical elements. There is the rhythm of early Saxon verse, the rhythm of the Norman French, the rhythm of the Welsh, and also the influence of generations of study of Latin and Greek poetry. And even today, the English language enjoys constant possibilities of refreshment from its several centres: apart from the vocabulary, poems by Englishmen, Welshmen, Scots and Irishmen, all written in English, continue to show differences in their Music.

I have not taken the trouble to talk to you in order to praise my own language; my reason for discussing it is that I think the reason why English is such a good language for poetry is that it is a composite from so many different European sources. As I have said, this does not imply that England must have produced the greatest poets. Art, as Goethe said, is in limitation: and a great poet is one who makes the most of the language that is given him. The truly great poet makes his language a great language. It is true, however, that we tend to think of each of the greater peoples as excelling in one art rather than another: Italy and then France in painting, Germany in music, and England in poetry. But, in the first place, no art has ever been the exclusive possession of any one country of Europe. And in the second place, there have been periods in which some other country than England has taken the lead in poetry. For instance, in the final years of the eighteenth century and the first quarter of the nineteenth, the Romantic movement in English poetry certainly dominated. But in the second half of the nineteenth century the greatest contribution to European poetry was certainly made in France. I refer to the tradition which starts with Baudelaire, and culminates in Paul Valéry. I venture to say that without this French tradition the work of three poets in other languages—and three very different from each other—I refer to W. B. Yeats, to Rainer Maria Rilke, and, if I may, to myself—would hardly be conceivable. And, so complicated are these literary influences, we must remember that this French movement itself owed a good deal to an American of Irish extraction: Edgar Allan Poe. And, even when one country and language leads all others, we must not assume that the poets to whom this is due are necessarily the greatest poets. I have spoken of the Romantic movement in England. But at that time Goethe was writing. I do not know of any standard by which one could gauge the relative greatness of Goethe and Wordsworth as poets, but the total work of Goethe has a scope which makes him a greater man. And no English poet contemporary with Wordsworth can enter into comparison with Goethe at all.

I have been leading up to another important truth about poetry in Europe. This is, that no one nation, no one language, would have achieved what it has, if the same art had not been cultivated in neighbouring countries and in different languages. We cannot understand any one European literature without knowing a good deal about the others. When we examine the history of poetry in Europe, we find a tissue of influences woven to and fro. There have been good poets who knew no language but their own, but even they have been subject to influences taken in and disseminated by other writers among their own people. Now, the possibility of each literature renewing itself, proceeding to new creative activity, making new discoveries in the use of words, depends on two things. First, its ability to receive and assimilate influences from abroad. Second, its ability to go back and learn from its own sources. As for the first, when the several countries of Europe are cut off from each other, when poets no longer read any literature but that in their own language, poetry in every country must deteriorate. As for the second, I wish to make this point especially: that every literature must have some sources which are peculiarly its own, deep in its own history; but, also, and at least equally important, are the sources which we share in common: that is, the literature of Rome, of Greece and of Israel.

There is a question which ought to be asked at this point, and which ought to be answered. What of the influences from outside Europe, of the great literature of Asia?

In the literature of Asia is great poetry. There is also profound wisdom and some very difficult metaphysics; but at the moment I am only concerned with poetry. I have no knowledge whatever of the Arabic, Persian, or Chinese languages. Long ago I studied the ancient Indian languages, and while I was chiefly interested at that time in Philosophy, I read a little poetry too; and I know that my own poetry shows the influence of Indian thought and sensibility. But generally, poets are not oriental scholars—I was never a scholar myself; and the influence of oriental literature upon poets is usually through translations. That there has been some influence of poetry of the East in the last century and a half is undeniable: to instance only English poetry, and in our own time, the poetical translations from the Chinese made by Ezra Pound, and those made by Arthur Waley, have probably been read by every poet writing in English. It is obvious that through individual interpreters, specially gifted for appreciating a remote culture, every literature may influence every other; and I emphasise this. For when I speak of the unity of European culture, I do not want to give the impression that I regard European culture as something cut off from every other. The frontiers of culture are not, and should not be, closed. But history makes a difference. Those countries which share the most history, are the most important to each other, with respect to their future literature. We have our common classics, of Greece and Rome; we have a common classic even in our several translations of the Bible.

What I have said of poetry is I think true of the other arts as well. The painter or the composer perhaps enjoys greater freedom, in that he is not limited by a particular language spoken only in one part of Europe: but in the practice of every art I think you find the same three elements: the local tradition, the common European tradition, and the influence of the art of one European country upon another. I only put this as a suggestion. I must limit myself to the art which I know most about. In poetry at least, no one country can be consistently highly creative for an indefinite period. Each country must have its secondary epochs, when no remarkable new development takes place: and so the centre of activity will shift to and fro between one country and another. And in poetry there is no such thing as complete originality, owing nothing to the past. Whenever a Virgil, a Dante, a Shakespeare, a Goethe is born, the whole future of European poetry is altered. When a great poet has lived, certain things have been done once for all, and cannot be achieved again; but, on the other hand, every great poet adds something to the complex material out of which future poetry will be written.

I have been speaking of the unity of European culture as illustrated by the arts and among the arts by the only one on which I am qualified to speak. I want to talk next time about the unity of European culture as illustrated by ideas. I mentioned at the beginning that during the period between the wars I had edited a quarterly review. My experience in this capacity, and my reflections upon it, will provide the starting point for my next talk.

II

I mentioned in my last talk that I had started and edited, between the wars, a literary review. I mentioned it first as one of my qualifications for speaking on this general subject. But also the history of this review illustrates some of the points that I want to make. So I hope that, after I have told you a little about it, you will begin to see its relevance to the subject of these talks.

We produced the first number of this review in the autumn of 1922, and decided to bring it to an end with the first number of the year 1939. So you see that its life covered nearly the same period that we call the years of peace. Except for a period of six months during which I tried the experiment of producing it monthly, its appearance was four times a year. In starting this review, I had the aim of bringing together the best in new thinking and new writing in its time, from all the countries of Europe that had anything to contribute to the common good. Of course it was designed primarily for English readers, and therefore all foreign contributions had to appear in an English translation. There may be a function for reviews published in two or more languages, and in two or more countries simultaneously. But even such reviews, searching all Europe for contributions, must contain some pieces of translation, if they are to be read by everybody. And they cannot take the place of those periodicals which appear in each country and which are intended primarily for the readers in that country. So my review was an ordinary English periodical, only of international scope. I sought, therefore, first to find out who were the best writers, unknown or little known outside of their own country, whose work deserved to be known more widely. Second, I tried to establish relations with those literary periodicals abroad, the aims of which corresponded most nearly to my own. I mention, as instances, the Nouvelle Revue Française (then edited by Jacques Rivière, and subsequently by Jean Paulhan), the Neue Rundschau, the Neue Schweizer Rundschau, the Revista de Occidente in Spain, Il Convegno and others in Italy. These connexions developed very satisfactorily, and it was no fault of any of the editors concerned, if they subsequently languished. I am still of the opinion, twenty-three years after I began, and seven years after I ended, that the existence of such a network of independent reviews, at least one in every capital of Europe, is necessary for the transmission of ideas—and to make possible the circulation of ideas while they are still fresh. The editors of such reviews, and if possible the more regular contributors, should be able to get to know each other personally, to visit each other, to entertain each other, and to exchange ideas in conversation. In any one such periodical, of course, there must be much that will be of interest only to readers of its own nation and language. But their co-operation should continually stimulate that circulation of influence of thought and sensibility, between nation and nation in Europe, which fertilises and renovates from abroad the literature of each one of them. And through such co-operation, and the friendships between men of letters which ensue from it, should emerge into public view those works of literature which are not only of local, but of European significance.

The particular point, however, of my talking about my aims, in relation to a review which has been dead for seven years, is that in the end they failed. And I attribute this failure chiefly to the gradual closing of the mental frontiers of Europe. A kind of cultural autarchy followed inevitably upon political and economic autarchy. This did not merely interrupt communications: I believe that it had a numbing effect upon creative activity within every country. The blight fell first upon our friends in Italy. And after 1933 contributions from Germany became more and more difficult to find. Some of our friends died; some disappeared; some merely became silent. Some went abroad, cut off from their own cultural roots. One of the latest found and the last lost, was that great critic and good European, who died a few months ago: Theodor Haecker. And, from much of the German writing that I saw in the 30’s, by authors previously unknown to me, I formed the opinion that the newer German writers had less and less to say to Europe; that they were more and more saying what could be understood, if understood at all, only in Germany. What happened in Spain is more confused; the tumult of the civil war was hardly favourable to thought and creative writing; and that war divided and scattered, even when it did not destroy, many of her ablest writers. In France there was still free intellectual activity, but more and more harassed and limited by political anxieties and forebodings, and by the internal divisions which political prepossessions set up. England, though manifesting some symptoms of the same malady, remained apparently intact. But I think that our literature of that period suffered by being more and more restricted to its own resources, as well as by the obsession with politics.

Now the first comment I have to make on this story of a literary review which had clearly failed of its purpose several years before events brought it to an end, is this. A universal concern with politics does not unite, it divides. It unites those politically minded folk who agree, across the frontiers of nations, against some other international group who hold opposed views. But it tends to destroy the cultural unity of Europe. The Criterion, for that is the name of the review which I edited, had, I believe, a definite character and cohesion, although its contributors were men holding the most diverse political, social and religious views. I think also that it had a definite congeniality with the foreign periodicals with which it associated itself. The question of a writer’s political, social or religious views simply did not enter into our calculations, or into those of our foreign colleagues. What the common basis was, both at home and abroad, is not easy to define. In those days it was unnecessary to formulate it; at the present time it becomes impossible to formulate. I should say that it was a common concern for the highest standards both of thought and of expression, that it was a common curiosity and openness of mind to new ideas. The ideas with which you did not agree, the opinions which you could not accept, were as important to you as those which you found immediately acceptable. You examined them without hostility, and with the assurance that you could learn from them. In other words, we could take for granted an interest, a delight, in ideas for their own sake, in the free play of intellect. And I think that also, among our chief contributors and colleagues, there was something which was not so much a consciously held belief, but an unconscious assumption. Something which had never been doubted, and therefore had no need to rise to the conscious level of affirmation. It was the assumption that there existed an international fraternity of men of letters, within Europe: a bond which did not replace, but was perfectly compatible with, national loyalties, religious loyalties, and differences of political philosophy. And that it was our business not so much to make any particular ideas prevail, as to maintain intellectual activity on the highest level.

I do not think that The Criterion, in its final years, wholly succeeded in living up to this ideal. I think that in the later years it tended to reflect a particular point of view, rather than to illustrate a variety of views on that plane. But I do not think that this was altogether the fault of the editor: I think that it came about partly from the pressure of circumstances of which I have spoken.

I am not pretending that politics and culture have nothing to do with each other. If they could be kept completely apart, the problem might be simpler than it is. A nation’s political structure affects its culture, and in turn is affected by that culture. But nowadays we take too much interest in each other’s domestic politics, and at the same time have very little contact with each other’s culture. The confusion of culture and politics may lead in two different directions. It may make a nation intolerant of every culture but its own, so that it feels impelled to stamp out, or to remould, every culture surrounding it. An error of the Germany of Hitler was to assume that every other culture than that of Germany was either decadent or barbaric. Let us have an end of such assumptions. The other direction in which the confusion of culture and politics may lead, is towards the ideal of a world state in which there will, in the end, be only one uniform world culture. I am not here criticising any schemes for world organisation. Such schemes belong to the plane of engineering, of devising machinery. Machinery is necessary, and the more perfect the machine the better. But culture is something that must grow; you cannot build a tree, you can only plant it, and care for it, and wait for it to mature in its due time; and when it is grown you must not complain if you find that from an acorn has come an oak, and not an elm-tree. And a political structure is partly construction, and partly growth; partly machinery, and the same machinery, if good, is equally good for all peoples; and partly growing with and from the nation’s culture, and in that respect different from that of other nations. For the health of the culture of Europe two conditions are required: that the culture of each country should be unique, and that the different cultures should recognise their relationship to each other, so that each should be susceptible of influence from the others. And this is possible because there is a common element in European culture, an interrelated history of thought and feeling and behaviour, an interchange of arts and of ideas.

In my last talk I shall try to define this common element more closely: and I think that will require my saying a little more about the meaning that I give to this word “Culture,” which I have been using so constantly.

III

I said at the end of my second talk that I should want to make a little clearer what I mean when I use the term culture. Like “democracy,” this is a term which needs to be, not only defined, but illustrated, almost every time we use it. And it is necessary to be clear about what we mean by “culture,” so that we may be clear about the distinction between the material organisation of Europe, and the spiritual organism of Europe. If the latter dies, then what you organise will not be Europe, but merely a mass of human beings speaking several different languages. And there will be no longer any justification for their continuing to speak different languages, for they will no longer have anything to say which cannot be said equally well in any language: they will, in short, have no longer anything to say in poetry. I have already affirmed that there can be no “European” culture if the several countries are isolated from each other: I add now that there can be no European culture if these countries are reduced to identity. We need variety in unity: not the unity of organisation, but the unity of nature.

By “culture,” then, I mean first of all what the anthropologists mean: the way of life of a particular people living together in one place. That culture is made visible in their arts, in their social system, in their habits and customs, in their religion. But these things added together do not constitute the culture, though we often speak for convenience as if they did. These things are simply the parts into which a culture can be anatomised, as a human body can. But just as a man is something more than an assemblage of the various constituent parts of his body, so a culture is more than the assemblage of its arts, customs, and religious beliefs. These things all act upon each other, and fully to understand one you have to understand all. Now there are of course higher cultures and lower cultures, and the higher cultures in general are distinguished by differentiation of function, so that you can speak of the less cultured and the more cultured strata of society, and finally, you can speak of individuals as being exceptionally cultured. The culture of an artist or a philosopher is distinct from that of a mine worker or field labourer; the culture of a poet will be somewhat different from that of a politician; but in a healthy society these are all parts of the same culture; and the artist, the poet, the philosopher, the politician and the labourer will have a culture in common, which they do not share with other people of the same occupations in other countries.

Now it is obvious that one unity of culture is that of the people who live together and speak the same language: because speaking the same language means thinking, and feeling, and having emotions, rather differently from people who use a different language. But the cultures of different peoples do affect each other: in the world of the future it looks as if every part of the world would affect every other part. I have suggested earlier, that the cultures of the different countries of Europe have in the past derived very great benefit from their influence upon each other. I have suggested that the national culture which isolates itself voluntarily, or the national culture which is cut off from others by circumstances which it cannot control, suffers from this isolation. Also, that the country which receives culture from abroad, without having anything to give in return, and the country which aims to impose its culture on another, without accepting anything in return, will both suffer from this lack of reciprocity.

There is something more than a general exchange of culture influences, however. You cannot even attempt to trade equally with every other nation: there will be some who need the kind of goods that you produce, more than others do, and there will be some who produce the goods you need yourselves, and others who do not. So cultures of people speaking different languages can be more or less closely related: and sometimes so closely related that we can speak of their having a common culture. Now when we speak of “European culture,” we mean the identities which we can discover in the various national cultures; and of course even within Europe, some cultures are more closely related than others. Also, one culture within a group of cultures can be closely related, on different sides, to two cultures which are not closely related to each other. Your cousins are not all cousins of each other, for some are on the father’s side and some on the mother’s. Now, just as I have refused to consider the culture of Europe simply as the sum of a number of unrelated cultures in the same area, so I refused to separate the world into quite unrelated cultural groups; I refused to draw any absolute line between East and West, between Europe and Asia. There are, however, certain common features in Europe, which make it possible to speak of a European culture. What are they?

The dominant force in creating a common culture between peoples each of which has its distinct culture, is religion. Please do not, at this point, make a mistake in anticipating my meaning. This is not a religious talk, and I am not setting out to convert anybody. I am simply stating a fact. I am not so much concerned with the communion of Christian believers today; I am talking about the common tradition of Christianity which has made Europe what it is, and about the common cultural elements which this common Christianity has brought with it. If Asia were converted to Christianity tomorrow, it would not thereby become a part of Europe. It is in Christianity that our arts have developed; it is in Christianity that the laws of Europe have—until recently—been rooted. It is against a background of Christianity that all our thought has significance. An individual European may not believe that the Christian Faith is true, and yet what he says, and makes, and does, will all spring out of his heritage of Christian culture and depend upon that culture for its meaning. Only a Christian culture could have produced a Voltaire or a Nietzsche. I do not believe that the culture of Europe could survive the complete disappearance of the Christian Faith. And I am convinced of that, not merely because I am a Christian myself, but as a student of social biology. If Christianity goes, the whole of our culture goes. Then you must start painfully again, and you cannot put on a new culture ready made. You must wait for the grass to grow to feed the sheep to give the wool out of which your new coat will be made. You must pass through many centuries of barbarism. We should not live to see the new culture, nor would our great-great-great-grandchildren: and if we did, not one of us would be happy in it.

To our Christian heritage we owe many things besides religious faith. Through it we trace the evolution of our arts, through it we have our conception of Roman Law which has done so much to shape the Western World, through it we have our conceptions of private and public morality. And through it we have our common standards of literature, in the literatures of Greece and Rome. The Western World has its unity in this heritage, in Christianity and in the ancient civilisations of Greece, Rome and Israel, from which, owing to two thousand years of Christianity, we trace our descent. I shall not elaborate this point. What I wish to say is, that this unity in the common elements of culture, throughout many centuries, is the true bond between us. No political and economic organisation, however much goodwill it commands, can supply what this culture unity gives. If we dissipate or throw away our common patrimony of culture, then all the organisation and planning of the most ingenious minds will not help us, or bring us closer together.

The unity of culture, in contrast to the unity of political organisation, does not require us all to have only one loyalty: it means that there will be a variety of loyalties. It is wrong that the only duty of the individual should be held to be towards the State; it is fantastic to hold that the supreme duty of every individual should be towards a Super-State. I will give one instance of what I mean by a variety of loyalties. No university ought to be merely a national institution, even if it is supported by the nation. The universities of Europe should have their common ideals, they should have their obligations towards each other. They should be independent of the governments of the countries in which they are situated. They should not be institutions for the training of an efficient bureaucracy, or for equipping scientists to get the better of foreign scientists; they should stand for the preservation of learning, for the pursuit of truth, and in so far as men are capable of it, the attainment of wisdom.

There is much more that I should have liked to say in this last talk, but I must now be very brief. My last appeal is to the men of letters of Europe, who have a special responsibility for the preservation and transmission of our common culture. We may hold very different political views: our common responsibility is to preserve our common culture uncontaminated by political influences. It is not a question of sentiment: it does not matter so much whether we like each other, or praise each other’s writings. What matters is that we should recognise our relationship and mutual dependence upon each other. What matters is our inability, without each other, to produce those excellent works which mark a superior civilisation. We cannot, at present, hold much communication with each other. We cannot visit each other as private individuals; if we travel at all, it can only be through government agencies and with official duties. But we can at least try to save something of those goods of which we are the common trustees: the legacy of Greece, Rome and Israel, and the legacy of Europe throughout the last 2,000 years. In a world which has seen such material devastation as ours, these spiritual possessions are also in imminent peril.

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

Psychoanalytische Arbeitsstation

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
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https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

Be patient, work hard, follow your passions, take chances and don’t be afraid to fail.
I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Früher galt als mutig, wer ein Revolutionär war, heute reicht es schon, wenn einer seine Meinung behält.

“Jeder fünfte Bewohner des Westjordanlandes ist ein israelischer Siedler”, greint die Generaldelegation Palästinas heute auf ihrer Homepage.
Und jeder fünfte Bewohner Israels ist ein palästinensischer Araber.
So what?

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

„Sagen Sie meiner Mutter nicht, daß ich in der Werbung arbeite. Sie denkt, ich bin Pianist in einem Bordell.“ – Jacques Seguela

BILD: FAZ für Hauptschüler

Wer „ich will frei sein“ sagt, und es sagen viele, der ist ein Idiot. Denn das höchste was der Mensch als Freiheit haben kann, ist die Freiheit, seine Pflicht frei zu wählen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Nonkonformistische Attitüde und affirmative Inhalte – einer Kombination, die schon immer die linksdeutsche Ideologie gekennzeichnet hat. – Stephan Grigat

Es sind dieselben, die behaupten, das Geschlecht wäre nicht biologisch angeboren, sondern nur ein sozialer Konstrukt, und zugleich daß die Homosexualität kein sozialer Konstrukt wäre, sondern biologisch angeboren.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

„Es gibt zwei Dinge“, so wußte Hitler schon 1923, „die die Menschen vereinigen können: gemeinsame Ideale und gemeinsame Kriminalität“ .

Nach der gewaltsamen Beendigung des Mordens durch die Alliierten waren die Deutschen (und sind es bis heute geblieben) noch deutscher als zuvor.

„Der Staat sind wir“: Dies Credo der Sozialdemokratie Ferdinand Lassalles war die Wahrheit der Volksgemeinschaft, und der Nazismus war die vermittlungslose Basisdemokratie der Deutschen.

Die Demokratie der Bürger ist die interessierte Demutsadresse an den autoritären Staat.

„Die deutsche Nation ist das Apriori dieser seltsamen Wissenschaft, die

vorgibt, nichts zu kennen als Quellen, Quellen und nochmals Quellen, nichts als das

lautere Plätschern der Tatsachen und das ungetrübte Sprudeln der Empirie. Die

Quelle aber ist der Historie, was der Jurisprudenz das Indiz: Spielmaterial, bloße

Illustration des Systemzwangs zum Rechtsfrieden, d.h. empirische Legitimation der

vorab existenten letzten Instanz, an der jede Berufung aufhört und jede Revision

endet. Egal, wer Recht hat, solange nur Recht ist; was immer die Quellen sagen,

ein Beweis gegen die Nation wird sich daraus nie und nimmer folgern lassen.“ (…)

„Historische Wahrheit wird nach dem Modell von Meinungsumfragen vorgestellt;

kein Sample jedoch wird je repräsentativ genug sein,

um der deutschen Nation als solcher die Taten der Nazis zuzurechnen.

Die juristische Methode dieser seltsamen Wissenschaft, die sich die Behandlung der

Geschichte anmaßt, weiß so überaus sorgfältig zwischen Intention und Resultat zu

scheiden, daß der einzig noch mögliche Weg historischer Wahrheitsgewinnung, der

allerdings leider ausgeschlossen ist, Psychoanalyse wäre.“ – Joachim Bruhn

Da die Psychoanalyse heute auch nur noch ein korruptes Racket ist, würde sie nicht helfen.

 Der Himmel, wenn er sich schon öffnet, zitiert sich am liebsten selbst. 

Je verkommener eine menschliche Kreatur, desto eher fühlt sie sich beleidigt, respektlos behandelt, in ihrer Ehre verletzt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Der religiöse Rassismus der Islamisten, der den völkischen Rassismus der Nazis ersetzt hat, erklärt Allah zum Führer und die Jihadisten zu seiner privilegierten Kampftruppe: Wenn man so will, zu Allahs SS. Der Zusammenhalt dieser Kampftruppe wird über die Jenseitserwartung von Hölle und Paradies, also über das Instrument der religiösen Angst, sichergestellt. Diese Selbstbildfantasie der Islamisten ist mit ihrer (zumeist antijüdischen) Feindbildfantasie untrennbar verknüpft. – Matthias Küntzel

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten. Es sind Sozio-, Pädago- und Psychokratien, Rackets, die Erkenntnis nicht fördern, sondern verhindern.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
„Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett „antideutsch“ nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur „normale“ kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“– Hans Dieter Hüsch

Es gibt zweierlei Ethik: die moralische, der die Realität egal ist und die der Verantwortung, die reale Folgen der ethischen Forderungen berücksichtigt. Die erste ist gut gemeint, die zweite ist gut gemacht.

Was dem einen seine Souveränität, ist dem anderen seine Eigenmächtigkeit.

Das Schöne am Euro war, dass die Gewinner immerzu gewinnen konnten, ohne dass ihnen gleich die Quittung präsentiert wurde. Denn sie verdienen ja am Ausland, was heißt, eigentlich ein im Maße des Verdienens zunehmend schlechtes Geld – das ist durch den Euro aufgehoben worden: Man konnte ständig an einer anderen Nation verdienen, ohne dass das Geld dieser Nation darunter gelitten hat, weil sie gar kein eigenes hat. Der Wert dieses Geldes repräsentiert nicht die Leistungsfähigkeit dieser Nation. So hat der Euro von dem innereuropäischen Verdienen aneinander sogar noch gelebt; er hat vor der Krise absurderweise nur den Konkurrenzerfolg der Gewinner repräsentiert.

— Das ist ja mit der Idylle charakterisiert. Dass zunächst mal alle Seiten Gewinner des neu eingeführten Euro waren. Auch die, die ihre vergleichsweise Weichwährung gegen den Euro getauscht haben und damit auf einen Schlag Kredit zu ganz anderen Konditionen und Möglichkeiten hatten. Insofern waren die späteren Verlierer erst mal auch Gewinner.

Kein Nazifaschist hat je wirklich geglaubt, er bezöge die Ermächtigung seiner Ansprüche aus dem Teutoburger Wald; keiner seiner demokratischen Erben hat jemals tatsächlich gedacht, ihnen erwüchse Legitimität im Resultat des “Lernens aus der Geschichte”; niemals war ein Sozialist der Ansicht, es sei die famose “Befreiung der Arbeit” und nicht vielmehr das Recht auf Beute, was seine Politik im Interesse der Arbeiterklasse motivierte. Und keinesfalls erwächst den Palästinensern irgendein Recht aus der Tatsache, daß sie zuerst da waren. Einer Gesellschaft, der Hunger kein Grund ist zur Produktion, kann auch das Leiden kein Grund sein zur Solidarität. Es ist die Ideologie, die mit der Unmittelbarkeit des Leidens agitiert, die aus dessen fragloser Evidenz Sinn zu schlagen sucht, sei es im Sinne von Caritas oder Amnesty International, sei es im Sinne der Freunde des palästinensischen Volkes für den Israelhaß der Antisemiten wie für den Islamfaschismus dieses Volkes. Ariel Scharon jedenfalls, der Zionist und praktische Antifaschist, ist dem aufgelösten Rätsel der Geschichte näher als die deutsche Linke, deren “Antifaschismus” sich als Aufstand der Anständigen à la Gerhard Schröder oder als Solidarität mit dem palästinensischen Volk ausagiert. (…) Im Wesen Israels als des ungleichzeitigen Staates der Juden liegt es aber nicht nur, Reaktion auf den Verrat an Aufklärung und Weltrevolution, nicht nur, Notwehrversuch gegen den Nazifaschismus und Asyl zu sein. Sondern eben auch, daß die üblichen Muster der bürgerlichen Rollenverteilung – hier das Gewaltmonopol des bürgerlichen Staates im allgemeinen und dort die Personen, die die Regierungsausübung im besondern besorgen – für den israelischen Staates aufgrund seiner Konstitutionsbedingungen keine Geltung mehr hat. Was sich unter anderem darin zeigt, daß diese “Kritiker” der israelischen Regierungspolitik für den faschistischen Mob und die Behörden, die Selbstmordattentäter belohnen, Verständnis aufbringen (Folge von Besatzung und Ausbeutung), dagegen für den Versuch, die militärische Infrastruktur der Gegner Israels zu zerschlagen, am liebsten die Begriffe Auslöschung oder Ausrottung der palästinensischen Bevölkerung im Munde führen. Wie hinter der treudoofen Frage, ob es nicht möglich sein müsse, Spekulanten als das zu bezeichnen, was sie sind, ohne gleich als antisemitisch zu gelten, so verbirgt sich hinter der treulinken Frage, ob nicht auch in Israel, weil es sich auch dort um eine bürgerliche Gesellschaft handele, Faschismus möglich sei, die Erkenntnis dieser Fusion in verquerer und verschrobener Gestalt. Verquer, weil ja gerade erklärt werden sollte, wie Israel, dieser Fusion zum Trotz, eine parlamentarische Demokratie ist und bleibt; verschroben, weil diese Einheit von Staat und Regierung im Übergang von einem unerträglichen Alten (die Vernichtungsdrohung) zum noch nicht erreichten Neuen (die herrschaftslose Gesellschaft) ja doch den Inbegriff dessen ausmacht, was einmal als “Diktatur des Proletariats”, als Emanzipationsgewalt und organisierte politische Macht der Revolution, auch und gerade auf den roten Fahnen stand. In Anbetracht der Grundidee des Staates Israel, vor dem Hintergrund der linken Staatsmythen, betreffend die “Diktatur des Proletariats”, muß jede Beurteilung der Handlungen der Regierungsvertreter auch die völlig andere Qualität dieses Staates, verglichen mit allen anderen, deutlich werden lassen. (…)

Wenn diese Linke über Israel schwadroniert, dann hört sich das nicht minder grausig an. Dabei liegt der Zusammenhang zwischen dem Antisemitismus und dem Vernichtungswillen gegen die zum Staat gewordene bürgerliche Gesellschaft der Juden, gegen Israel, eigentlich auf der Hand: Der sogenannte Antizionismus stellt nichts anderes dar als die geopolitische, globalisierte Reproduktion des Antisemitismus, das heißt die Erscheinungsform, die er in Weltmarkt und Weltpolitik nach Auschwitz annehmen muß. Der Antizionismus ist der aus den kapitalisierten Gesellschaften in die Welt herausgekehrte Antisemitismus. So ist Israel der Jude unter den Staaten; die Verdammung des Zionismus als eines “Rassismus” durch die UNO gibt es zu Protokoll. Das macht: die moralische Verurteilung der menschlichen Unkosten der Konstitution bürgerlicher Staatlichkeit allein am Beispiel Israels führt vor Augen, was die Welt der Volksstaaten vergessen machen will – daß die Zentralisation der politischen Gewalt über Leben und Tod keineswegs die natürliche Organisationsform der Gattung Mensch darstellt, sondern Ausdruck eben von Herrschaft und Ausbeutung. Dabei ist Israel – und das macht die Kritik an diesem Staat so perfide und muß deshalb immer wieder gesagt werden – der einzige Staat dieser Welt, der für sich eine nicht zu bezweifelnde Legitimität beanspruchen kann. Israel, das ist der ungleichzeitige Staat, der entstanden ist sowohl als Reaktion auf das Dementi aller Versprechungen der bürgerlichen Nationalrevolution, sowohl als Antwort auf den stalinistischen Verrat an der kommunistischen Weltrevolution als auch als zu spät gekommene Notwehr gegen den Massenmord an den europäischen Juden. (…) Israel ist das Schibboleth jener doch so naheliegenden Revolution; es ist der unbegriffene Schatten ihres Scheiterns. Israel ist das Menetekel, das zum einen (und ganz unfreiwillig) die kategorischen Minimalbedingungen des Kommunismus illustriert, und das zum anderen sämtliche Bestialitäten zu demonstrieren scheint, zu denen der bürgerlich-kapitalistische Nationalstaat fähig ist. Wer Israel nicht begriffen hat, wer den Haß auf diesen Staat, den Antizionismus, und wer den Antisemitismus, das heißt den Vernichtungswillen sowohl gegen die in diesem Staat lebenden als auch gegen die kosmopolitisch verstreuten Juden, nicht begriffen hat als das, was Antisemitismus wesentlich darstellt: den bedingungslosen Haß auf die Idee einer in freier Assoziation lebenden Gattung, der hat den Kommunismus nicht als das “aufgelöste Rätsel der Geschichte” begriffen. –

 Der ostentative Muslimeifer aber, der sich im Alltag mancher ‚Allahu-Akbar‘-Brüller vielleicht doch sehr in Grenzen hält, findet im blanken Judenhass unverhoffte Nahrung, wo ihnen unter unendlich öden Koranrezitationen und geistlosen, absurden Vorschriften längst das bisschen ungeglaubten Glaubens zwischen den Fingern zerrann und ihr Muslimsein kaum je mehr ist als das typisch dauerbeleidigte, immer schon jeder Verantwortung ledige Gruppengefühl. Überhaupt will jeder Eifer – insbesondere der aktuelle, rasende Eifer des weltweit angreifenden Islam – den Stachel eines weniger drohenden als hinterrücks längst geschehenen Glaubensverlustes kompensieren.“ Mit anderen Worten: Muslime wurden nicht für ihr abstraktes Muslimsein kritisiert, sondern dafür, was – global betrachtet – die Mehrheit konkret darunter versteht: Die von Gott gegebene Ermächtigung zu Terror, Entrechtung, Antisemitismus. Wer differenziert, sollte nicht unerwähnt lassen, dass Osama bin Laden, Hassan Nasrallah und wie all die schrecklichen Figuren so heißen, in der muslimischen Welt als Helden gefeiert werden – und zwar nicht von einer minoritären Sekte, sondern von Millionen Muslimen, auch in Deutschland. (,,) Der unfreiwillige und verborgene Essentialismus der Postmoderne macht das Begreifen unmöglich, weil er die Beziehung zwischen Allgemeinem, Besonderem und Einzelnem nicht mehr zu thematisieren vermag. Wenn nur noch Vielfalt herrscht und Einzelnes und Allgemeines gewaltsam auseinandergerissen werden, bleibt die Verstandesleistung des begreifenden Subjekts auf der Strecke und die scheinbar ursprüngliche Differenz wird zum Mythos. Nicht nur dem Begriff des Allgemeinen, das ja ein noch einzulösendes ist, wird Gewalt angetan, auch dem Besonderen, dessen Unglück darin besteht, nur ein Besonderes zu sein, und das sich, weil es kein versöhnendes Ganzes gibt, dem schlecht-Allgemeinen, dem Racket nämlich, anschließen muss. – JAN HUISKENS

„Vernunft und Rationalität sind in dieser durchmedialisierten Welt chancenloser denn je. Ein unangenehmer Typ „Heckenschütze“ terrorisiert die Gesellschaft. Seine aktuelle Waffe: Der Phobienvorwurf.“ – Bettina Röhl

„Man wähnt, wenn man nach wissenschaftlichen Regeln sich richtet, dem wissenschaftlichen Ritual gehorcht, mit Wissenschaft sich umgibt, gerettet zu sein. Wissenschaftliche Approbation wird zum Ersatz der geistigen Reflexion des Tatsächlichen, in der Wissenschaft erst bestünde. […] Je tiefer man ahnt, daß man das Beste vergessen hat, desto mehr tröstet man sich damit, daß man über die Apparatur verfügt.“ (Theodor W. Adorno, Philosophie und Lehrer, AGS 10.2, 491)

„Vieles, was im Sinne von Foucaults »Mikrophysik der Macht« populär werden sollte; also die Erkenntnis, daß Macht nicht pyramidal hierarchisch, sondern durch sämtliche gesellschaftliche Bereiche hindurch wirkt, findet sich bereits in der Medizinkritik der Kritischen Theorie. Daß diese Thesen häufig übersehen wurden, mag daran liegen, daß sich Horkheimers entscheidende Äußerungen über Medizin und Psychiatrie nicht in den breit rezipierten Hauptwerken finden, sondern über die Gesamtausgabe verstreut sind. Wiemer suchte sie zusammen und zeigt, wie Horkheimer anhand der Medizin einen wesentlichen Charakterzug des modernen Kapitalismus ausmachte. Mediziner funktionieren laut Horkheimer wie fast jede wirtschaftliche Gruppe im Sinne eines Rackets. »Ein Racket«, erklärt er, »ist eine unter sich verschworene Gruppe, die ihre kollektiven Interessen zum Nachteil des Ganzen durchsetzt.« Allgemein betrachtet heißt das, daß sich die Klassengesellschaft in eine »neofeudale« Struktur verwandelt hat, innerhalb der Interessenverbände »nach dem Prinzip der Selbsterhaltung und der Machtakkumulation« funktionieren. Diesen Wandel macht Horkheimer an den Medizinern fest; und alles, was Horkheimer in seiner Kritik aussparte, von den Krankenversicherungen bis zum Pfusch in Krankenhäusern, wird von Carl Wiemer polemisch auf den neuesten Stand gebracht“  – Max Horkheimer

 

„Ein Shitstorm hat auch seine positive Seite. Da politisch korrekte Gülle meist in Richtung Originalität, Kreativität und Intelligenz geworfen wird, fliegt sie oft genug auf Leute, die zu lesen wirklich lohnt.“ – Evidenz-basierte Ansichten

Eine Frau wird als Frau geboren. ein Mann muß erst ein Mann werden.
Keine Paternalisierung, sondern fortschreitende Maternalisierung. Die Feminisierung und Genderisierug marginalisiert und zerstört die Vaterposition in den modernen »Gesellschaften«, die Vaterrolle erlitt allgemeine Degradierung, die Kanonisierung der Homosexulität im Speziellen und der sexuellen Diversität im Allgemeinen tilgt die noch übriggebliebenen Spuren einer Männlichkeit restlos aus, die nur noch als Schimpfwort der angeblichen „Paternalisierung“ im Jargon der Medien herumgeistert.

„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

Post-Pop-Epoche: der Sieg der Mode über die Sitten.

„Wir brauchen schadhafte Gebäude, durch deren geborstene Wände man hindurch­ sehen kann, um wenigstens einen Anfang zum Denken zu gewinnen.“ – Victor Tausk

„Was man in römischer Zeit das »Abendland« und später »Europa« nennen wird, ist die politische Konsequenz des individualistischen Martyriums, das ein gesprächsfreudiger Stadtstreicher auf sich nahm, um die Legitimität des im universalistischen Dialekt vorgebrachten Neuen gegen die entkräfteten lokalen Sitten zu demonstrieren.“ – Peter Sloterdijk

„Was nützt einem die Gesundheit wenn man ansonsten ein Idiot ist.“ – Theodor Adorno

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

They are the same who claim the sex/gender would not be biologically innate, but only a social construct, and at the same time that homosexuality was not a social construct, but biologically innate.

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

„There are two things,“ said Hitler in 1923, „which can unite people: common ideals and common crime“

After the violent termination of Murder by the Allies were the German (and have remained so to this day) more german than before.

The depraved human creature, the more she feels insulted, disrespected, offended in their honor.

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno

„Reason and rationality are chance-less than ever in this totally mediatised world. An unpleasant type Sniperterrorized society. His current weapon: The phobia accusation.“ – Bettina Röhl
„A Shitstorm has also its positive side. As politically correct manure it is usually thrown in the direction of originality, creativity and intelligence, she flies often to people who are really worth to read.“ Evidenz-basierte Ansichten
A woman is born as a woman. a man has to become a man.
No paternalization but advancing maternalization. The feminization and genderization marginalized and destroyed the father position in the modern „societies,“ the father role suffered general degradation, the canonization of homosexuality in particular and the sexual diversity generally wipes out the still remaining traces of masculinity completely out,  only as an insult haunts the alleged „paternalization“ in the jargon of mass media.
PostPop era: the triumph of fashion over the morals.
„We need damaged buildings, so you can see through their cracked walls to win at least one viewpoint to start to begin to think. Victor Tausk
„What good is health if you are an idiot then?“ – Theodor Adorno
„What one must be judged by, scholar or no, is not particularised knowledge but one’s total harvest of thinking, feeling, living and observing human beings.“ (…) „While the practice of poetry need not in itself confer wisdom or accumulate knowledge, it ought at least to train the mind in one habit of universal value: that of analysing the meanings of words: of those that one employs oneself, as well as the words of others. (…) what we have is not democracy, but financial oligarchy. (…) Mr. Christopher Dawson considers that “what the non-dictatorial States stand for today is not Liberalism but Democracy,” and goes on to foretell the advent in these States of a kind of totalitarian democracy. I agree with his prediction. (…) That Liberalism is something which tends to release energy rather than accumulate it, to relax, rather than to fortify. (…) A good prose cannot be written by a people without convictions. (..) The fundamental objection to fascist doctrine, the one which we conceal from ourselves because it might condemn ourselves as well, is that it is pagan. (..) The tendency of unlimited industrialism is to create bodies of men and women—of all classes—detached from tradition, alienated from religion and susceptible to mass suggestion: in other words, a mob. And a mob will be no less a mob if it is well fed, well clothed, well housed, and well disciplined. (…) The rulers and would-be rulers of modern states may be divided into three kinds, in a classification which cuts across the division of fascism, communism and democracy. (…) Our preoccupation with foreign politics during the last few years has induced a surface complacency rather than a consistent attempt at self-examination of conscience. (…) What is more depressing still is the thought that only fear or jealousy of foreign success can alarm us about the health of our own nation; that only through this anxiety can we see such things as depopulation, malnutrition, moral deterioration, the decay of agriculture, as evils at all. And what is worst of all is to advocate Christianity, not because it is true, but because it might be beneficial. (…) To justify Christianity because it provides a foundation of morality, instead of showing the necessity of Christian morality from the truth of Christianity, is a very dangerous inversion; and we may reflect, that a good deal of the attention of totalitarian states has been devoted, with a steadiness of purpose not always found in democracies, to providing their national life with a foundation of morality—the wrong kind perhaps, but a good deal more of it. It is not enthusiasm, but dogma, that differentiates a Christian from a pagan society.“ (…)  It would perhaps be more natural, as well as in better conformity with the Will of God, if there were more celibates and if those who were married had larger families. (…) We are being made aware that the organisation of society on the principle of private profit, as well as public destruction, is leading both to the deformation of humanity by unregulated industrialism, and to the exhaustion of natural resources, and that a good deal of our material progress is a progress for which succeeding generations may have to pay dearly. I need only mention, as an instance now very much before the public eye, the results of “soil-erosion”—the exploitation of the earth, on a vast scale for two generations, for commercial profit: immediate benefits leading to dearth and desert. I would not have it thought that I condemn a society because of its material ruin, for that would be to make its material success a sufficient test of its excellence; I mean only that a wrong attitude towards nature implies, somewhere, a wrong attitude towards God, and that the consequence is an inevitable doom. For a long enough time we have believed in nothing but the values arising in a mechanised, commercialised, urbanised way of life: it would be as well for us to face the permanent conditions upon which God allows us to live upon this planet. And without sentimentalising the life of the savage, we might practise the humility to observe, in some of the societies upon which we look down as primitive or backward, the operation of a social-religious-artistic complex which we should emulate upon a higher plane. We have been accustomed to regard “progress” as always integral; and have yet to learn that it is only by an effort and a discipline, greater than society has yet seen the need of imposing upon itself, that material knowledge and power is gained without loss of spiritual knowledge and power. “ – T.S.Eliot

Raubtiersozialismus: Der Verstand schafft sich ab.

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„Durch die Suche nach Halt im Sturz nach vorn entsteht das Paradies der Überregulierung. (…) In der  überlegitimierten Gesellschaft kann es keine Fehler mehr geben, sondern nur Sabotagen. Zweite Meinungen sind nicht mehr vorstellbar, nur konterrevolutionäre Pläne. Auch freie Zusammenkünfte sind nicht plausibel, nur noch Verschwörungen. Ein Animismus zweiten Grades durchdringt die revolutionäre Logik: Aus ihrer Sicht sind neutrale Ereignisse inexistent, sie sind vielmehr allesamt Taten von agierenden Subjekten. Es gibt keine objektiven Schwierigkeiten, sondern allein die Wirkungen eines feindlichen Willens. Wichtiger als die Lösung von Problemen wird die Frage, wer an ihrem Auftreten schuld sei – weswegen sich jeder Problem-Melder in Lebensgefahr begibt. “  Peter Sloterdijk Die schrecklichen Kinder der Neuzeit“

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Schweiz: Drogenmillionär lebte von Fürsorge | Die Weltwoche, Ausgabe 16/2015

Der Nigerianer J. M., einst unter falschem Namen als Asylbewerber in die Schweiz eingereist, handelte mit kiloweise Kokain. Daneben bezog er jahrelang Sozialhilfe. In seiner Heimat besass er Luxusimmobilien. Nur durch Zufall flog der Betrug auf.

Von Philipp Gut

Die Sozialhilfe ist bloss das Taschengeld.Bild: Bildmontage Weltwoche (Vorlage: Getty Images, Image Source)

J. M. kam vor rund zehn Jahren als Asylbewerber in die Schweiz. Bald begann er als Kleindealer in den Gassen einer mittelgrossen Schweizer Stadt sein Geld zu verdienen. Mit seiner Laufbahn ging es rasch aufwärts, auch sein Aufenthaltsstatus verbesserte sich. J. M., damals Mitte zwanzig, heiratete eine Prostituierte. Die gebürtige Thailänderin war zwar dreissig Jahre älter als er, aber sie besass einen Schweizer Pass. So erhielt J. M. eine sogenannte B-Bewilligung, also eine Aufenthaltsgenehmigung für Bürger aus Drittstaaten. Eine offizielle Erwerbstätigkeit ist nicht Voraussetzung für den Erhalt eines solchen Titels.

Um die B-Bewilligung zu bekommen, musste J. M. seinen Pass hinterlegen, wobei es sich herausstellte, dass er ursprünglich mit falschen Papieren und unter einem Fantasienamen in die Schweiz eingereist war. Konsequenzen hatte das nicht, im Gegenteil. Ausgestattet mit der B-Bewilligung, baute der Nigerianer seine Dealerkarriere zügig aus. Ums Jahr 2009 geriet J. M. in den Fokus der Kriminalpolizei. Die Ermittlungen zeigten, dass er Kokainhandel im gros­sen Stil betrieb. Er galt als der grosse Koksdealer der Stadt und trat unter vielen verschiedenen Identitäten auf. Die Polizei fand auch heraus, dass der ­Nigerianer in seiner Heimat Luxus­immobilien mit Wohnungen und einem Laden besass, die er vermietete.

Zahlungen sogar im Gefängnis

2011 wurde J. M. rechtskräftig verurteilt, für Verbrechen gegen das Betäubungsmittel­gesetz, namentlich Handel im Mehrkilobereich mit Kokain, und zusätzlich Geldwäscherei. Nach Abzug der Untersuchungshaft musste er zwei Jahre ins Gefängnis.

Das ist die eine Seite des Falls: die Falschaussagen und gefälschten Papiere im Asylverfahren, die mutmassliche Scheinehe zur Erlangung der Aufenthaltsbewilligung und die Laufbahn als Drogenhändler. Doch J. M. war nicht nur ein Fall für die Migrationsbehörden sowie für Polizei und Justiz, er ist auch ein ­Sozialfall. Mehrere Jahre lang bezog er Für­sorge, wie übrigens auch seine thailändisch-schweizerische Ehefrau.

Die übertriebene Auslegung des Datenschutzes verhinderte, dass die Sozialbehörde über die Erkenntnisse der Ermittler und das Gerichtsurteil informiert wurde. Dass der ­Sozialhilfebezüger J. M. gleichzeitig ein erfolgreicher Drogenkrimineller war, hohe illegale Einkünfte erzielte und in Nigeria eine Zwanzig-Zimmer-Villa sowie eine Eigentumswohnung samt Laden besass, erfuhr das Sozialamt nur durch Zufall. Es stoppte zwar die Zahlung der Fürsorgegelder, aber viel zu spät. Denn es bezahlte auch dann noch eine Zeitlang munter weiter, als J. M. im Gefängnis sass und nur schon deshalb gar keinen Anspruch mehr auf die Leistungen gehabt hätte.

Nach seiner Haftentlassung scheute sich J. M. nicht, erneut beim Sozialamt vorstellig zu werden und wieder Fürsorgeleistungen zu beantragen, als hätte er nie solche erschlichen und als hätte er nie illegale Einkünfte erzielt, die er verschwieg. J. M. kannte den Schweizer Rechts- und Sozialstaat genau. Er wusste, dass seine kriminelle Vergangenheit keine Grundlage bildete, um ihn von neuerlichen Sozialhilfebezügen auszuschliessen. Im konkreten Fall wurde der Antrag zwar abgewiesen, weil J. M. gemäss den Gerichtsakten über umfangreiche finanzielle Mittel in der Heimat verfügte.

Bei Bedarf kann der Abgewiesene aber Nothilfe geltend machen (300 Franken pro Monat). Und es steht ihm auch in Zukunft jederzeit frei, ein weiteres Gesuch um Sozialhilfe einzureichen. Wenn er glaubhaft geltend machen kann, dass er mittellos sei, muss das Gesuch erneut geprüft werden. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass J. M. dereinst wieder Fürsorgegelder vom Schweizer Staat beziehen wird.

Auch ausländerrechtlich braucht der Nige­rianer kaum etwas zu befürchten. Da er offiziell mit einer Schweizerin verheiratet ist, konnte er davon ausgehen, dass die Behörden ihn nicht ausweisen – auch als verurteilter Drogenhändler und Schwerkrimineller. Denn Ausschaffungen von Personen, die mit einem Schweizer oder einer Schweizerin verheiratet sind, werden nach geltender Praxis kaum vorgenommen.

Der verurteilte Kokaingrosshändler geniesst seit seiner Haftentlassung den Wohlstand, den er sich mittels seiner kriminellen Aktivitäten und dank der Sozialleistungen aus der Schweiz aufgebaut hat. Er kann frei hin- und herreisen, zwischenzeitlich lebte er in Nigeria. Heute soll er sich wieder bei seiner Frau in der Schweiz aufhalten.

Das Geld der Steuerzahler bleibt verloren

Obwohl die Fakten bekannt und gerichtlich festgestellt sind, haben die Schweizer Steuerzahler das Nachsehen. Die Sanktionsmöglichkeiten der Sozialbehörde sind beschränkt. ­Eine Anzeige wegen Sozialhilfebetrugs ist nicht möglich, da J. M. bereits aufgrund des Betäubungsmittelgesetzes verurteilt worden ist. Damit gelten seine illegalen Einkünfte gewissermassen als gesühnt. Er kann also juristisch nicht für den Sozialhilfebetrug zur Rechenschaft gezogen werden, obgleich ein solcher zweifelsfrei vorliegt.

Und es kommt noch besser für den Täter. Die unrechtmässig erworbenen Fürsorgegelder wird Drogenmillionär J. M. wohl kaum je zurückbezahlen. Da er gemäss eigenen Angaben nun mittellos ist und eine Betreibung im Heimatland aussichtslos wäre, wird er sie mit grösster Wahrscheinlichkeit behalten können. Dass Sozialleistungen zurückbezahlt werden, komme praktisch nie vor, sagt ein Insider. Im Normalfall bleibt das Steuergeld verloren.

Der Fall J. M. ist kein Einzelfall. «Es ist ein offenes Geheimnis, dass Nigerianer oft Scheinehen eingehen, um sich ein Bleiberecht zu ­sichern», sagt ein Spezialist der Kriminalpolizei. «Sie mischen gross im Kokainhandel mit und beziehen nebenbei noch Sozialhilfe oder IV. Dabei sind monatliche Einnahmen durch den Kokainhandel im hohen vier- bis fünfstelligen Bereich die Normalität. Mit dem Geld aus der Schweiz kaufen sie im Heimatland ­Immobilien und Ländereien», so der Insider.

Der Fall J. M. erinnert fatal an den Fall Jeton G. Der mutmassliche Todesschütze im Zürcher «Türstehermordfall» bezog ebenfalls jahrelang Sozialhilfe, obwohl er illegale Einkünfte erzielte. Und auch bei Jeton G. zahlte die Gemeinde zu allem Überfluss noch fleissig weiter, als der «Klient» im Gefängnis sass. In beiden Fällen erwies sich der Datenschutz als Täterschutz.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-16/schweiz-drogenmillionaer-lebte-von-fuersorge-die-weltwoche-ausgabe-162015.html

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Die Weltwoche, Ausgabe 13/2015

Die staatliche Fürsorge wird von einer Interessengemeinschaft der Sozialbranche gesteuert. Sie hat ähnliche Interessen an einer Ausweitung der Zahlungen wie ihre «Klienten». Die Gemeinden sollten sich von diesem Diktat lösen.

Von Beat Gygi

«Im Grunde genommen ist seit langem klar, welches die grundlegenden Mängel in der So­zialhilfe sind, wir haben dem Kanton die Prob­leme aus Sicht der Gemeinden immer wieder dargelegt.» Hans-Peter Hulliger wirkt nicht aufgebracht, eher fast etwas resigniert, wenn er auf all die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Sozialhilfe zu sprechen kommt. Früher lag diese eher noch in der Gemeindekompetenz, heute dagegen lassen gesamtschweizerische Richtlinien der Fachorganisation Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos) und kantonale Gesetze, die für die Gemeinden die Skos-Ansätze verbindlich machen, viel weniger Spielraum. Hulliger ist ein altgedienter Milizpolitiker mit mehr als drei Jahrzehnten Erfahrung in Gemeindepolitik, von 1986 bis 2014, ­also 28 Jahre lang, war er Gemeindepräsident von Bäretswil im Zürcher Oberland. Zudem präsidierte er von 2006 bis 2014 den Gemeindepräsidentenverband (GPV) des Kantons Zürich, der oft als Hebel dient, um Anliegen der Gemeinden gegenüber dem Kanton zu vertreten. Umso ernüchternder ist für ihn heute die Einschätzung, es sei «nicht viel passiert», um die Mängel im gesamten Sozialhilfebereich zu beheben.

Auf der Suche nach Linderung

Dabei hätten sich die Zürcher Gemeindepräsidenten seit Jahren intensiv mit dem Thema ­Sozialkosten beschäftigt und bei den jährlichen Treffen mit dem Regierungsrat sowie Kontakten mit der kantonalen Verwaltung mindestens seit 2010 immer wieder auf die unkontrollierte Ausgabenentwicklung hingewiesen, die Fehler benannt und auf Gegenmassnahmen gedrängt. Die Mängel seien klar: Erstens sei heute für viele Sozialhilfeempfänger die Schwelle zur Aufnahme einer Arbeit zu hoch, weil der Lohn kaum höher oder manchmal gar geringer sei als das Geld vom Staat. Das Prinzip «Arbeit kommt vor Sozialleistungen» werde nicht überall angewendet, oft gälten bestimmte Arbeiten als unzumutbar. Zweitens sei die Skalierung der Unterstützung falsch, indem diese pro zusätzlich unterstützte Personen in der Familie so stark steige, dass Arbeitslöhne erst recht nicht mithalten könnten. Und drittens werde missbräuchlicher Bezug zu wenig geahndet; in Behörden und Verwaltung gebe es zu viel Toleranz gegenüber Renitenten. Dabei handle doch eine Behörde widerrechtlich, wenn sie einem Klienten die Sozialhilfe auszahle, obwohl dieser gesetzliche Auflagen nicht erfülle und beispielsweise nicht alle Belege vorweisen könne. Bei Steuern etwa werde das ja auch so gehandhabt.

Hulliger sieht die Kostenprobleme allerdings nicht nur im Zusammenhang mit Sozialhilfe, auch bei Ergänzungsleistungen im Alter, bei Einweisungen in Heime oder bei all den speziellen Schulsozialleistungen müssten die Gemeinden immer mehr bezahlen. Er findet dies umso tragischer, als beispielsweise die aufwendige integrative Schule eine Fehlkon­struktion sei, denn das Zusammennehmen von schlechteren und besseren Schülern bremse der Tendenz nach die Besseren und lasse die Schwächeren der Klasse erst recht in ungünstigem Kontrast erscheinen – was wiederum zu mehr teuren Einweisungen in Sonderschulen führe. Für Jörg Kündig, Gemeindepräsident von Gossau ZH und Hulligers Nachfolger im Präsidium des GPV, stehen die steigenden Sozialkosten im weiteren Sinn denn auch ganz oben auf der Traktandenliste, wenn es um die finanzielle Zukunft der Gemeinden geht.

Die kommunalen Rechnungen mit gestiegenen Sozialposten sprechen eine deutliche Sprache, und die Politiker stehen praktisch im Bann der steigenden Sozialkosten. Auf der Suche nach Linderung ist man vor allem in stärker belasteten Gemeinden auf die Idee gekommen, im kantonsinternen Finanzausgleich einen neuen Topf einzurichten, der ­einen Teil der Soziallasten quer über die Gemeinden ausgleichen soll. Politiker von SP, BDP und Grünen reichten im Zürcher Kantonsrat Mitte 2014 eine parlamentarische Ini­tiative ein, die einen speziellen Soziallastenausgleich fordert: Die besonderen Lasten einer politischen Gemeinde sollen ausgeglichen werden, soweit es nicht beeinflussbare Soziallasten sind. Gemeint ist damit mehr oder weniger die Quote der Sozialhilfeempfänger.

­Ausserhalb ­demokratischer Strukturen

Debatten über Lastenumverteilung lenken allerdings nur vom Hauptproblem ab. Der zen­trale Konstruktionsfehler der Schweizer Sozialhilfe besteht darin, dass die landesweit tonangebende Organisation, die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos), als privater Fachverband sozusagen ausserhalb der demokratischen Strukturen arbeitet und entsprechend schwach kontrolliert wird, zugleich aber die Anwendung der Hilfe in den meisten Gemeinden wie von einer Zentrale aus steuert. Das Gremium setzt sich aus rund fünfzig Vertretern von Mitgliedern zusammen, darunter alle 26 Kantone sowie Abgeordnete von kommunalen Sozialdiensten (Städte, Regionen, Gemeinden) und privaten Organisationen des Sozialbereichs. Mit beratender Stimme sind Bundesämter, kantonale Sozialkonferenzen und die Konferenz der kantonalen Sozialdirektoren (SODK) vertreten. Die von der Skos erlassenen Richtlinien werden in vielen Kantonen via kantonale Sozialgesetze automatisch zu verbindlichen Vorgaben für die Gemeinden. Anliegen von Bürgern und Steuerzahlern sind sehr indirekt vertreten, oder pointierter ausgedrückt: Das Rückgrat der Sozialhilfe ist im Grunde eine wenig demokratische und wenig föderalistische Interessengemeinschaft der Sozialbranche.

Die Skos gibt es schon seit 1906, aber warum sind die Ausgaben für Sozialhilfe erst seit jüngerem stark am Wachsen? Dies hängt zum ­einen damit zusammen, dass es 2005 einen Regimewechsel in den Vergabekriterien gab: Man wechselte vom sogenannten Sanktionsmodell auf ein Anreizsystem, das mehr mit Belohnungen als mit Auflagen operieren sollte. Zum andern ist die «Kundschaft» zunehmend auf die Optimierung ihrer Bezüge ausgerichtet, auf das «Abholen des Maximums», zumal ein wachsender Teil der Klienten aus dem Ausland stammt, wo andere soziale Normen gelten als in der Schweiz. Sozialhilfe ist ein Beispiel dafür, dass Solidarität in der kleineren, überschau­baren Gruppe funktionieren mag, wird sie aber im grossen Massstab organisiert und erzwungen, führt sie leicht dazu, dass «Profis» die Gutgläubigen ausnehmen. Andere formulieren es so: Es ist nicht einmal der Missbrauch, sondern der einfache Gebrauch der Sozialhilfe, der die Kosten in die Höhe schnellen lässt.

Nach der Ansicht von Linda Camenisch, Gemeinderätin mit Ressort Soziales in Wallisellen, ist dies ein Anreizsystem, das sich zum ­eigentlichen Fehlanreizsystem entwickelt hat. Wenn man alle Leistungen wie Grundbedarf, Wohnkosten, medizinischen Grundbedarf mit Krankenkassenprämie, Franchise und Selbstbehalt, Zahnarztkosten, sämtliche situationsbedingten Leistungen wie Kinderbetreuung et cetera zusammenzähle, komme man bei einem Vierpersonenhaushalt rasch einmal auf ein «Jahreseinkommen» von 70 000 bis 80 000 Franken, und dies steuerfrei. Ein Paradigmenwechsel sei dringlich.

Dass die Skos nicht mehr um eine Reform herumkommt, hat man in der Organisation selber eingesehen. Soeben wurde eine Vernehmlassung zu möglichen Anpassungen abgeschlossen. Nach Kündigs Beurteilung, der mit dem GPV Druck macht, wird nun immerhin in einer Umfrage versucht, eine Gesamtschau zu erarbeiten, diese sei aber nicht wirklich umfassend. Eine Reduktion des Schwellen- effektes etwa sei nur damit zu erreichen, dass der Einkommensfreibetrag deutlich reduziert werde, der GPV habe beispielsweise 200 Franken postuliert. Und um den Skaleneffekt zu kontrollieren, sollten die Leistungen für Haushalte ab vier Personen reduziert werden. Vor allem aber müsse auch die Umstellung auf das Anreizmodell damals im Jahr 2005 in Frage gestellt werden.

Kurt Spillmann, Stadtrat und Sozialvorstand in Dübendorf, formuliert es noch schärfer. Nach der Logik der Skos müsse heute ein Sozialhilfebezüger belohnt werden, damit er seine Arbeitskraft zur Linderung seiner Notlage verwende. Auf eine solche Idee komme nur, wer die Einstellung vertrete, dass die Sozialhilfe ein vom Staat bedingungslos geschuldetes Grundeinkommen darstelle. Sozialhilfe müsse aber ein Einkommensersatz sein, der in einer Arbeitsgesellschaft fühlbar unter dem Minimaleinkommen liegen müsse, wenn die Grundwerte der Selbsthilfe gelten sollen. Das absolute Existenzminimum nach Art. 12 der Bundesverfassung bestimme, dass jeder in der Schweiz Anspruch auf die Mittel habe, die für ein menschenwürdiges Überleben wichtig sind, also auf Nahrung, einen Schlafplatz und die medizinische Grundversorgung. In der Praxis bedeute das ungefähr zwölf Franken pro Tag, die Grundversicherung einer Krankenkasse und einen Schlafplatz.

Ist die Skos (Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS) reformierbar?

Zweifel sind angebracht, ob die Skos überhaupt grundlegend reformierbar ist. Linda Camenisch erwartet, dass es nach der laufenden Vernehmlassung marginale Anpassungen geben werde, aber nicht im erforderlichen Umfang. Es seien immer noch zu viele Vertreter aus der Verwaltung und den Fachverbänden im Vorstand und in der zuständigen Richtlinienkommission, und die Linke strebe letztlich ein Sozialversicherungsgesetz analog zur AHV/IV an.

Es gibt jedoch einen zweiten Hebel, der zuverlässiger wirken dürfte: die verbindliche Wirkung der Skos-Regeln auf die Gemeinden aufheben und Richtlinien wieder unverbindlich machen. Heute, so Camenisch, hätten die Gemeinden im Kanton Zürich keinen Spielraum, die Skos-Richtlinien seien ohne Wenn und Aber verbindlich anzuwenden. Die Entscheidungskompetenz müsse deshalb den ­Gemeinden zurückgegeben werden. Die heutigen verbindlichen und einklagbaren Richtlinien seien ein grundsätzlicher Irrweg, denn diese hätten nicht die Bekämpfung von Armut zum Ziel, sondern eine Art materieller Gleichheit. Im vergangenen Oktober hat Camenisch im Kantonsrat eine Motion eingereicht, die ­eine Aufhebung der Rechtsverbindlichkeit der Skos-Richtlinien bei Sozialleistungen und beim Erlass kantonaler Regeln fordert. Der ­Regierungsrat stellt sich dagegen, unter anderem mit dem Argument, «eine Insellösung für den Kanton Zürich durch Ausscheren aus diesem System der Skos-Richtlinien würde von anderen Kantonen als Ausdruck mangelnder Solidarität gewertet». Damit macht der Regierungsrat klar, dass er bei der Sozialhilfe nicht die echte Solidarität zwischen Menschen im Mittelpunkt sieht, sondern die hoheitlich befohlene Umverteilung über weite Distanzen, der man eine sozial erwünschte Etikette umhängt.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-13/sozialhilfe-a-discretion-die-weltwoche-ausgabe-132015.html

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Die Weltwoche, Ausgabe 13/2015

Die in der Schweiz aufgenommenen Syrer sind kaum integrierbar und bleiben fast alle bei der Fürsorge hängen.

Von Alex Baur

Wir befinden uns in einer typischen ­Zürcher Agglomerationsgemeinde. ­Gegen sechzig «vorläufig Aufgenommene» – also abgewiesene Asylbewerber, die man nicht ausweisen kann oder will – werden von der kommunalen Sozialhilfe versorgt. Ein Sozialarbeiter, der anonym bleiben muss, weil er sonst seinen Job verlieren würde, sagt unter diesem Vorbehalt offen, was er über die Aufnahme von zusätzlich 3000 Syrern in die Schweiz denkt: «Die allermeisten von ihnen werden bei der Sozialhilfe bleiben – und sie werden noch mehr Landsleute nachziehen.»

Der Sozialarbeiter, selber einst ein Einwanderer, arbeitet seit Jahrzehnten in der Asylbranche. Die Illusion von der humanitären Schweiz ist ihm dabei längst abhandengekommen. Das Asylwesen ist für ihn ein Business wie jedes andere. Es gebe ein Heer von Anwälten, Betreuern, Übersetzern, Beamten und Sozialarbeitern, die vorerst einmal ihren eigenen Lebensunterhalt sichern. Und solange Bund und Kantone bezahlten, kümmere es sie wenig, ob sie ihren Klienten auch wirklich hälfen.

Richtig schmerzhaft wird es für die Gemeinde aber erst, wenn die letzten Zahlungen aus Bern und Zürich nach zehn Jahren auslaufen und sie selber für die ungebetenen Fürsorgegäste aufkommen muss. Doch dann ist es für einen Regimewechsel zu spät.

Mit Laissez-passer eingeflogen

Syrer machen in dieser Gemeinde bereits heute über zwei Drittel der fürsorgeabhängigen ­Asylanten aus. Die zweite wichtige Gruppe sind die Kriegsdienstverweigerer aus Eritrea sowie Somalier, gefolgt von Afghanen und neuerdings wieder von Kosovaren. Gemeinsam ist diesen Gruppen, dass sie zumeist in ganzen Clans angereist und kaum integrierbar sind. Gemessen an früheren Generationen von Asylbewerbern ist die Kriminalitätsrate zwar gesunken – allerdings auch die Bereitschaft, etwas zu leisten oder auch nur eine Landessprache zu lernen. «Sogar zum Klauen sind sie zu faul», witzelt der Sozialarbeiter.

Der moderne Flüchtling begnügt sich vollauf mit dem Dasein eines Sozialrentners. Und das ist nach der Meinung des Insiders kein Zufall, sondern «die Folge einer Negativselektion». Der Sozialapparat liefert den Zuwanderern alles, was sie brauchen, Übersetzer inklusive. Die finanziellen Leistungen nach den Richtlinien der Skos bringen ihnen für ihre Begriffe geradezu astronomische Einkünfte. Das hat sich herumgesprochen. Diese Migranten wissen genau, warum sie sich die Schweiz aussuchen. Ent­sprechend gross ist die Erwartungshaltung.

Unser Gewährsmann kennt die Lebensgeschichten seiner Klienten. Die wenigsten entsprechen dem Klischee des Flüchtlings, der mit letzter Not seine Haut gerettet hat und für jedes Stück Brot dankbar ist. Die meisten Syrer, die der Gemeinde zugeteilt wurden, lebten zuvor in der Türkei – wohl unter Entbehrungen, aber nicht bedroht an Leib und Leben. Die meisten von ihnen haben Angehörige in der Schweiz und anderswo in Europa, viele reisten unter dem Titel des Familiennachzugs ganz offiziell ins Land ein, mit dem Flugzeug, in einzelnen Fällen sogar mit einem Laissez-passer der Eidgenossenschaft. Das Blutvergies­sen in Syrien ist eine schreckliche Tatsache, die uns nicht gleichgültig sein kann. Millionen von Menschen wurden vertrieben, Hilfe vor Ort ist eine Selbstverständlichkeit. Doch die Aufnahme von Vertriebenen, die sich hier nicht integrieren lassen, trägt kaum etwas zur Linderung des Elends bei und schafft stattdessen neue soziale Probleme. Sie dient allein ­einer heuchlerischen Imagepflege – und dem Unterhalt eines Asylapparates, der längst in erster Linie der Erhaltung seiner selbst dient.

 http://www.weltwoche.ch/index.php?id=553629

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Politiker und Richter verschaukeln die Bürger. Kommt der Aufstand?

Von Philipp Gut

Die Schweizer Sozialhilfe ist aus den Fugen. Es ist ohne weiteres möglich, dass ein Fürsorgebezüger Jaguar fährt, in einer überteuerten Wohnung lebt, permanent kriminell ist und illegale Einkünfte bezieht. So war es im Fall Jeton G., dem mutmass­lichen Mörder beim «Türstehermord» von ­Zürich. Wie wir in der letzten Ausgabe gezeigt haben, sind solche Zustände Alltag im Schweizer Sozialstaat. Sanktionen? Gibt es kaum. ­Dafür hegen die Sozialarbeiter ein Verständnis für ihre renitenten Kunden, das für Aussen­stehende an Masochismus grenzt.

Die Reaktionen von der Front auf unseren Artikel zielten alle in dieselbe Richtung: «Ja, die Realität ist so, wie Sie sie beschreiben. Wer im Sozialbereich arbeitet, weiss das schon lange.» Das System ist todkrank, der Patient liegt auf der Intensivstation, aber die Beteiligten wursteln einfach weiter. Verantwortung will offenbar niemand wirklich übernehmen. Weder die Politiker noch die Betreuer, noch die Richter, die oft auch die dreistesten Rekurse der «Anspruchsberechtigten» gutheissen.

Dabei müsste man sich bei einer ehrlichen Analyse längst eingestehen, dass die Miss­stände nicht in erster Linie auf oberflächlichen Schlampigkeiten beruhen. Die Ursachen liegen in einer fundamentalen Dysfunktion des ganzen Systems. Die Fürsorge ist heute keine Hilfe in existenzieller Notlage mehr, sondern vielmehr eine eigene Existenzform, von der eine neue Klasse von Sozialrentnern besser lebt, als wenn sie arbeiten würde.

Insidern mag das Ausmass der Misere bekannt sein. Aber die Bürger ahnen es höchstens, wenn sie sehen, wie der fürsorgebeziehende Nachbar den neuen Flachbildschirm aus dem Mercedes hievt. Armut wird heute eben nicht mehr absolut definiert, sondern als arm gelten einfach die einkommensschwächsten zehn Prozent der Bevölkerung. In einer Gesellschaft von Milliardären ist gemäss dieser Definition auch ein Millionär bedürftig.

Ein Aspekt fehlt bisher in der Debatte: Es ist letztlich ein Verrat am Bürger und ein Missbrauch der vom Wähler verliehenen Macht, wenn die Behörden ein solch marodes System unterhalten. Das wird auch staatspolitische Folgen haben: Das Vertrauen schwindet. Jeder, der Steuern zahlt, muss sich verschaukelt vorkommen. Es kann doch nicht sein, dass sich der Staat eher auf die Seite eines Jeton G. schlägt als auf die Seite des ehrlich arbeitenden Bürgers, der diesen ganzen Wahnsinn finanziert.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-13/sozialwahnsinn-verrat-von-oben-die-weltwoche-ausgabe-132015.html

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Die Weltwoche, Ausgabe 13/2015

Die SP-Bundesrätin holt Tausende Syrer ins Land und bläht den Asylapparat künstlich auf. Die auf Aussenwirkung bedachte Aktion wird enorme Probleme und Kosten verursachen. Die Schweiz importiert künftige Sozialfälle. Das weiss sogar der Bundesrat.

Von Hubert Mooser

Einmal nicht die Musterschülerin hervorkehren fällt Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga (SP) offenbar schwer: Das zeigte sich wieder beim Treffen der EU-Justiz- und -Innenminister am 12./13. März in Brüssel. Die Schweiz beteiligt sich unter dem Titel Schengen/Dublin seit Dezember 2008 an der Zusammenarbeit der europäischen Staaten in den Bereichen Justiz, Polizei, Asyl und Visa. Deshalb darf Sommaruga beim Treffen dabei sein. Ganz oben auf der Agenda standen diesmal die Themen Migration und Asyl. Die EU-Staaten planen die Aufnahme von 5000 Flüchtlingen aus Syrien, einigen konnten sie sich aber noch nicht. Stolz konnte dagegen die übereifrige Sommaruga verkünden, der Schweizer Bundesrat habe schon am 6. März beschlossen, innerhalb von drei Jahren weiteren 3000 besonders verletzlichen Kriegsflüchtlingen aus Syrien Asyl zu gewähren.

Hier die 25 Schengen-Staaten, die sich über die Aufnahme von 5000 Flüchtlingen streiten, da die kleine Schweiz, die in vorauseilendem Gehorsam 3000 Syrer bei sich aufnimmt. Dieses Missverhältnis und das Vorpreschen Sommarugas kamen bei den anderen Bundesräten nicht gut an. Vorbehaltslose Unterstützung fand sie nur bei Aussenminister Didier Burkhalter (FDP), der den Syrien-Antrag mitunterzeichnet hat und seine persönliche internationale Agenda verfolgt. Burkhalters Entourage geht seit Tagen bei Medienleuten mit der Geschichte hausieren, der Neuenburger sei als Nachfolger von Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon im Gespräch.

Entscheid unter Druck

Sommaruga will der EU, Burkhalter der Uno gefallen, am 6. März musste dafür auf Biegen oder Brechen ein Entscheid zur Aufnahme syrischer Flüchtlinge herbeigeführt werden. Zwei Wochen danach sprechen Bundesräte im kleinen Kreis von Druck und Zwängerei, weil der Doppelantrag Sommaruga/Burkhalter vorher schon in der NZZ ausgebreitet worden ist. Mehr noch: Einzelne Departemente hätten Anfragen von Journalisten erhalten, noch bevor die vertraulichen Unterlagen zu Syrien bei ihnen eingetroffen seien, monieren Bundesräte.

Und Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann (FDP) sprach das aus, was andere dachten: So könne man nicht mehr frei entscheiden. Man solle aber doch wenigstens nicht den Eindruck erwecken, die Schweiz habe die Türen für Flüchtlinge weit aufgesperrt. «Das EJPD gibt keine vertraulichen Informationen weiter», sagt Sommarugas Sprecherin, Agnès Schenker. Es sei unhaltbar, dass durch Indiskretionen Informationen vor einem Bundesratsentscheid an die Öffentlichkeit gelangten.

Der eigentliche Skandal ist jedoch ein anderer: Aus den schriftlichen Ausführungen Sommarugas geht der wahre Grund für die humanitäre Aktion mit den 3000 Syrern hervor. Die Asylzahlen steigen nicht ganz so dramatisch an, wie dies die Justizministerin noch im Dezember im Bundesrat darstellte. Sommaruga ging für 2015 von 29 000 bis 31 000 Asylgesuchen aus. Und der Bundesrat stockte vorsorglich das grosszügige Asylbudget noch einmal kräftig auf. Gut drei Monate später erklärte nun die gleiche Sommaruga im Bundesrat, aufgrund der im Januar (1424) und im Februar (1560) eingegangenen Asylgesuche präsentiere sich die Situation besser als erwartet. Deshalb könne man problemlos ein paar zusätzliche syrische Flüchtlinge aufnehmen. Mit anderen Worten: Anstatt die Budgets den neuen Asylrealitäten anzupassen, bläht die Justizministerin die Asylstrukturen künstlich auf. «Und das nur, damit sie selber gut dasteht», sagt Aussenpolitiker und Nationalrat Gerhard Pfister (CVP).

Schon mehr als 7000

Auch ohne Indiskretion und Winkelzüge wäre die Diskussion über die Aufnahme syrischer Flüchtlinge schwer genug gewesen. Eine Woche vor der Bundesratssitzung hatte sich in der Sporthalle der Freiburger Gemeinde Giffers wegen des geplanten Bundesasylzentrums für 300 Asylsuchende ein Gewitter der Entrüstung entladen. Der Bund plant in sechs Regionen über ein Dutzend solcher neuen Zentren. In diesen sollen die Verfahren schneller abgewickelt werden. Bisher wurde nur Giffers als möglicher Standort vom Bundesamt für Migration bestätigt. Bundesbern tut sich schwer bei der Suche, obwohl man dafür eigens den umstrittenen früheren Chef des Inlandgeheimdienstes, Urs von Däniken, holte. Parlamentarier finden inzwischen: Von Däniken koste die Eidgenossenschaft viel, bringe aber im Gegenzug wenig.

Sommaruga wiederum kämpft, wie es ihre Art ist: Monat für Monat meldete ihr Amt die steigenden Asylzahlen, und die Justizministerin tut so, als wäre das kein Problem. Wenn es ihr politisch nützt, gibt sie wieder Entwarnung. Fakt ist, dass unter der SP-Bundesrätin die Asylzahlen Höchstmarken erreichen wie zum Beispiel im Juli 2014. Seit 1999 seien noch nie so ­viele Gesuche eingegangen, meldete das Staatssekretariat für Migration. Ausbaden müssen Sommarugas Asylpolitik die Kantone. Sie sind ständig auf der Suche nach Wohnraum und Unterkünften für die ihnen zugewiesenen Asylsuchenden, wie die Freiburger Sozialdirektorin Anne-Claude Demierre (SP) gegenüber den Freiburger Nachrichten klagte. «Wir finden keine Unterkünfte für die Leute», sagt der Walliser Polizeidirektor Oskar Freysinger (SVP) und kritisiert: Die Konferenz der kantonalen Justiz-und Polizeidirektoren (KKJPD) segne einfach alles ab, was Sommaruga ihr vorlege. Niemand wolle halt der Böse sein.

Der syrische Bürgerkrieg hat über 200 000 Tote gefordert, 15 Millionen Syrer sind auf der Flucht, die Uno agiert hilflos. Als 2013 Bilder vom Flüchtlingselend die Schweizer Seelen aufwühlten, beschloss der Bundesrat, innert dreier Jahre via Uno-Flüchtlingshilfswerk ­UNHCR ein Kontingent von 500 besonders verletzlichen Syrien-Flüchtlingen aufzunehmen. Der Öffentlichkeit verkaufte Somma­ruga die Hilfe als Pilotprojekt. Dieses Programm ist noch nicht einmal zur Hälfte abgespult, und jetzt sollen noch einmal 3000 Personen aus Syrien dazukommen. Dabei haben seit Ausbruch des Krieges in Syrien nebst den vom Bundesrat 2013 und 2015 beschlossenen Flüchtlingskontingenten über 7000 Syrer auf dem regulären Weg in der Schweiz Asyl erhalten. Das bedeutet, dass sie in die Schweiz einreisen durften, ein Asylgesuch deponierten und Aufnahme fanden.

Vor diesem Hintergrund zeichnete sich schon früh ab, dass die Bundesratssitzung vom 6. März für Sommaruga und Burkhalter kein Spaziergang werden würde. Wie er­wartet, ging Bundesrat Ueli Maurer (SVP) auf Konfrontationskurs. Maurer verfasste einen Mitbericht, in dem er eine Reihe von Fragen aufwarf. Ob das Vorgehen abgestimmt sei mit den anderen europäischen Staaten? Ob es nicht gescheiter sei, den Leuten vor Ort zu helfen? Denn mit dem Geld, das die Versorgung der Syrer in der Schweiz kostet, könne man in den Flüchtlingslagern erheblich mehr erreichen. Maurer wollte auch wissen, ob die Kantone Unterkünfte dafür bereitstellen würden und ob sie überhaupt informiert worden seien.

Sommarugas Antworten: Nein, die Aktion sei nicht eingebettet in die Syrien-Politik der europäischen Staaten. Ja, die Hilfe vor Ort sei prioritär, die Aufnahme zusätzlicher Flüchtlinge müsse man jedoch als Unterstützung dieser Hilfe vor Ort begreifen. Und ja, die Kantone seien informiert und einverstanden.

Tatsächlich? So eindeutig ist das aber nicht mit den Kantonen. Am 29. Januar informierte Sommarugas Staatsekretär für Migration, ­Mario Gattiker, die involvierten kantonalen Sozial- und Polizeidirektorenkonferenzen. Die Kantone meldeten dabei prompt Bedenken an in Sachen Unterbringung der Syrer. Justizdirektoren-Präsident Hans-Jürg Käser (FDP) gibt sich zwar zuversichtlich: Gestützt auf die Erfahrungen mit dem Pilotprojekt des Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) aus dem Jahr 2013 gehe er davon aus, dass in diesem Jahr «wohl nur 600 bis 700 kommen» würden. Diese Zahl könnten die Kantone stemmen. Der Rest wird in den kommenden Jahren einreisen. Aber man muss auch wissen: Der Berner Polizeidirektor steht nicht gerade im Ruf, Sommaruga beim Asyldossier auf die Füsse zu treten. Er begleitete die SP-Bundes­rätin auch schon zu Ministertreffen nach Brüssel. Bei anderen Vertretern der KKJPD spürt man mehr Skepsis: Man habe die Erklärungen von Staatssekretär Gattiker zur Kenntnis genommen, mehr nicht. Dies könne man jedoch nicht als Einverständnis betrachten.

Eines steht heute schon fest: Die Aktion könnte für die Kantone happige Folgekosten mit sich bringen, wie dies auch Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) in ­ihrem Mitbericht durchblicken liess. Sie machte geltend, dass es sich bei den syrischen Flüchtlingen um traumatisierte Menschen handle. Diese müssten aufgrund der bisherigen Erfahrungen sehr lange betreut werden. Und sie könnten wahrscheinlich nie durch Arbeit für sich selber aufkommen. Widmer-Schlumpf verwies dabei auch auf die zwei uigurischen Guantánamo-Häftlinge, denen die Schweiz 2010 Asyl gewährte.

Stellt der Bund die finanzielle Unterstützung wie üblich nach fünf Jahren ein, müssen die Kantone die Kosten für Unterhalt und Betreuung bezahlen. Doris Leuthard (CVP) ­wollte deshalb fürs Erste statt der geplanten 3000 nur 1000 schutzbedürftige syrische Flüchtlinge ins Land holen. Sie bekam dafür die Unterstützung von Schneider-Ammann, musste sich jedoch von Burkhalter vorwerfen lassen, dies sei eine Rappenspalter-Mentalität. Eine Rappenspalter-Mentalität? Weiss es Burkhalter nicht besser, oder tut er nur so: Der Asylapparat kostet die Steuerzahler inzwischen pro Jahr weit über eine Milliarde Franken. Das ist alles andere als ein Klecks, dieses Geld fehlt für andere Aufgaben.

Übereilt und letztlich unsin­nig

Widerwillig segnete das Siebnergremium trotzdem die Aufnahme von weiteren 3000 Syrern ab. Konkret soll das so ablaufen: 2015 will man maximal 1000 Personen aufnehmen. Laut ­Käser werden 2015 aber nicht so viele einreisen. Im Herbst soll der Bundesrat dann die Situation im Syrien-Konflikt erneut analysieren und beurteilen. Spätestens in drei Jahren sollen alle hier sein. Die Flüchtlinge werden vor Ort vom Uno-Hilfswerk UNHCR ausge­lesen. «Bundesrätin Sommaruga zeichnet schöne Konzepte, aber in der Praxis funktionieren diese nicht», sagt der Bündner Nationalrat Heinz Brand (SVP). Stattdessen werden sie die Kantone auf Jahre hinaus finanziell belasten.

Sommarugas auf positive Aussenwirkung bedachte, aber übereilte und letztlich unsin­nige Flüchtlingspolitik wird zu enormen Problemen und Kosten führen. Statt wirksam und effizient vor Ort zu helfen, importiert die Schweiz freiwillig ein Heer von zukünftigen Sozialfällen. Da hat Finanzministerin Widmer-Schlumpf für einmal recht.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-13/asyl-3000-syrer-fuer-die-galerie-die-weltwoche-ausgabe-132015.html

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Die Weltwoche, Ausgabe 13/2015

In Bern leben vierzig Prozent der Fahrenden von der öffentlichen Fürsorge. Ist die Quote auch ­anderswo derart hoch? Wer nachfragt, beisst auf Granit. Behörden und Betroffene schweigen.

Von Alex Reichmuth

Auf dem Standplatz Buech in Bern sind 116 Fahrende gemeldet. Etwa vierzig Prozent dieser Personen beziehen Sozialhilfe, sagt Felix Wolffers, Leiter des Sozialamts der Stadt Bern. Er bestätigt damit eine Meldung des privat ­betriebenen Bundeshaus-Radios. Die Quote ist horrend hoch, denn im landesweiten Durchschnitt beziehen nur 2,9 Prozent aller Einwohner Fürsorgegeld. Für Wolffers scheint klar, warum umherziehende Jenische so oft auf ­Sozialhilfe angewiesen sind: «Nach unserer Einschätzung können die Fahrenden ihren ­Lebensunterhalt in ihren traditionellen Geschäftsbereichen immer weniger decken.»

Schätzungsweise 3000 der Schweizer Jenischen pflegen die traditionelle Lebensweise als Fahrende und reisen im Sommer mit ihren Fahrzeugen umher. Einige von ihnen wohnen im Winter auf einem festen Standplatz und sind in der jeweiligen Gemeinde als Ein­wohner gemeldet. Andere haben keinen festen Wohnsitz. Viele Fahrende leben von wenig ­lukrativen Geschäften wie Altmetallhandel oder Scherenschleifen.

Es ist kaum anzunehmen, dass nur Fahrende in Bern so häufig Sozialhilfe beziehen. Die Weltwoche wollte von Gemeinden mit Standplätzen wissen, welcher Anteil der Fahrenden von der Fürsorge lebt und wie viel dies die ­Gemeinden insgesamt kostet. Nur wenige Gemeinden konnten – oder wollten – die Fragen beantworten. Dietikon ZH meldet, dass auf der Anlage mit sechs Standplätzen zeitweise eine Person Sozialhilfe bezogen habe. Kloten ZH schreibt, dass es unter den zwölf gemeldeten Fahrenden «einen Unterstützungsfall mit zwei Personen und jährlichen Kosten von rund 30 000 Franken» gebe. In Aarau ist die Sozialhilfequote derzeit angeblich null. Einsiedeln SZ bezahlt pro Jahr zwischen 100 000 und 200 000 Franken Unterstützung für Fahrende, die Einsiedeln als Heimatort haben.

Einige Gemeinden liefern keine Informationen, weil die entsprechenden Daten fehlten. Man erhebe nicht, ob Sozialhilfebezüger sesshaft oder fahrend sind, schreibt Winterthur. Auch Chur und Wil SG können keine Angaben machen. Eine andere Gemeinde bestätigt, dass die Sozialhilfequote unter den ansässigen ­Fahrenden weit über dem Durchschnitt der Gemeinde liegt, nämlich zwischen zehn und fünfzehn Prozent. Wegen des Datenschutzes dürfe man den Namen der Gemeinde aber nicht nennen.

Auch die Stadt Zürich, die in Seebach einen grossen Standplatz betreibt, tut sich mit einer Antwort schwer. Die Sozialen Dienste der Stadt versichern zwar, die Sozialhilfequote unter den Fahrenden liege «absolut im Stadtzürcher Durchschnitt». Das wären etwa fünf Prozent. Trotzdem will man nichts zur Höhe der Bezüge sagen. Denn solche Angaben würden «die Persönlichkeitsrechte dieser Menschen ritzen». Diese Haltung ist schwer nachzuvollziehen, da ja Hilfsbedürftige nicht namentlich genannt werden müssten.

Fahrende mit schlechter Schulbildung

Die Recherche hinterlässt den Eindruck, dass man über Sozialhilfe für Fahrende höchstens dort etwas erfährt, wo die Bezüge gering sind. Ratlos gibt man sich auch bei der Radgenossenschaft der Landstrasse, dem Zusammenschluss der Schweizer Fahrenden. Man habe punkto Fürsorgebezüge «keine Ahnung», heisst es hier. Ebenso kennt man bei der Stiftung Zukunft für Schweizer Fahrende, die jährlich 150 000 Franken vom Staat bekommt, keine Zahlen. Geschäftsführer Urs Glaus hält es für unzulässig, Statistiken über Sozialhilfebezüge für Fahrende zu erstellen, geschweige denn zu veröffentlichen. Denn dafür fehle eine Rechtsgrundlage.

Immerhin finanziert die Öffentlichkeit aber die Sozialhilfe. Die Frage nach Fürsorgegeld ist auch darum brisant, weil viele Fahrende ­einen sehr schlechten Bildungsstand haben. Einige von ihnen verhindern, dass ihre Kinder in die Lage kommen, später für sich sorgen zu können. Fahrende haben das Recht, ihre Kinder während des Sommers, wenn sie umherziehen, für bis zu sieben Monate aus der ­Schule zu nehmen. Daneben halten aber einige Fahrende ihre Kinder auch während der Wintermonate vom regelmässigen Schulbesuch ab – meist mit dem Argument, diese lernten im Kreis der Familie alles, was für die traditio­nelle jenische Lebensweise nötig sei.

Die öffentliche Hand finanziert Stand- und Durchgangsplätze für Fahrende in der ganzen Schweiz. Sie bezahlt auch zusätzlichen ­Aufwand, um den Kindern von Fahrenden trotz ihrer vielen Abwesenheiten eine minimale Schuldbildung zu ermöglichen. Die Stadt Bern etwa hat vor kurzem beschlossen, zwei zusätzliche Lehrkräfte anzustellen, die je­nische Kinder schulen – im Sommer wie im Winter. Sind Fahrende tatsächlich überaus häufig von Sozialhilfe abhängig, muss man sich ­fragen, ob es auch an der Öffentlichkeit ist, ­eine Lebensweise zu finanzieren, die ­immer weniger existenzsichernd ist. Die Fahrenden genies­sen als staatlich anerkannte Minderheit zwar besonderen Schutz. Wo aber beginnt der Schutz der Steuerzahler?

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-13/jenische-undurchsichtige-hilfsgelder-die-weltwoche-ausgabe-132015.html

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Die Weltwoche, Ausgabe 13/2015

Siebeneinhalb Monate nach ihrer Einreise bringt die Nigerianerin Ese M. in der Schweiz ein Kind zur Welt. Ein ­Aargauer erklärt sich zum leiblichen Vater, obschon das offensichtlich nicht stimmt. Eine ­Justizposse, die den ­Steuerzahler viel Geld kosten wird.

Von Christoph Landolt

Ein Kind bei der Farbe zu nennen, könnte heute schnell einmal das Karriereende bedeuten.Illustration: Jonas Baumann

«Warum haben Sie das Kind anerkannt?» – «Ich habe in meinem ganzen Leben immer die Liebe gesucht. Das Kind hat mir Liebe gegeben.»

«Haben Sie sich nie gefragt habe, ob Sie wirklich der Vater sind?» – «Marvellous hat mich als Vater gesehen. Das reicht.»

Lange sah es so aus, als ob diese Antwort auch dem Staat reichen würde. Im Jahr 2010 wurde Philipp G. vom Zivilstandsamt im aargauischen Brugg als Vater des damals dreijährigen Marvellous M. eingetragen. Dies, obschon die Beamten hätten sehen müssen, was alle sahen: dass der kleine Junge mit dem Mann, der sich als sein Vater ausgibt, so verwandt ist wie Kofi Annan mit Adolf Ogi oder Robinson mit Freitag.

Nun aber, vier Jahre später, musste sich Philipp G. doch noch Fragen zu seiner Vaterschaft gefallen lassen. Die Staatsanwaltschaft hatte ihn zusammen mit Kindsmutter Ese M. wegen Erschleichung einer falschen Beurkundung angeklagt. Er habe gewusst, dass er nicht der leibliche Vater von Marvellous sei, so der Vorwurf.

Philipp G., 48, ist ein grosser, athletischer Mann mit rasiertem Schädel. Vor dem Brugger Bezirksgericht gab er sich als gelernter Maler aus, der zurzeit aber nicht arbeitet. Er lebe von einer Erbschaft und von einigen tausend Franken, die er als Nachwuchs-Hockeytrainer verdiene, erklärte G.

Als die Richterin ihn zu seiner Vaterschaft befragte, wurden seine Angaben vage. Wann er Ese M. zum ersten Mal getroffen hat, ver­mochte Philipp G. nicht zu beantworten. Auch an den Ort des Kennenlernens konnte er sich nicht richtig erinnern: «Irgendwo im Welschland.» Zum Sex gekommen sei es beim ersten oder zweiten Treffen.

Mit einem Federstrich zum roten Pass

Aus den Akten geht folgender chronologischer Ablauf hervor: Ese M., Jahrgang 1987, betrat am 27. August 2007 in Genf-Cointrin erstmals Schweizer Boden. Die Asylbewer­berin aus Nigeria gelangte zunächst ins Empfangszentrum Vallorbe VD, dann wurde sie dem Kanton Aargau zugeteilt, welcher sie in der Gemeinde Birr unterbrachte.

Siebeneinhalb Monate nach ihrer Einreise, am 18. April 2008, gebar die attraktive Afrikanerin ­einen Sohn. Diesen taufte sie auf den ­Namen Marvellous – also «wundervoll» oder «blendend». Auf die Frage nach dem Erzeuger antwortete sie der Vormundschaftsbehörde: «He’s in Africa.»

Der Bund trat nicht auf ihr Asylgesuch ein. Dennoch verweigerte Ese M. die Ausreise. Mehrfacher illegaler Aufenthalt steht in ihrem Strafregister, aber nicht nur. Auch wegen Hausfriedensbruchs und Diebstahls wurde sie mehrfach verurteilt.

Ihr Sohn Marvellous wurde am 20. April 2011, kurz vor seinem dritten Geburtstag, von Philipp G. anerkannt. Der Bub wurde dadurch mit einem Federstrich zum Schweizer Staatsbürger.

Doch dann wendete sich für Ese M. das Glück. Als sie sich wieder einmal wegen illegalen Aufenthalts verantworten musste, geriet sie an die Falsche. Die zuständige Richterin des Bezirksgerichts Brugg misstraute den amtlichen Angaben, laut denen Marvellous Sohn eines Schweizers sei.

Ihre Anzeige landete auf dem Schreibtisch von ­Nicole Burger, einer jungen Staatsanwältin, die sich mit ihrer konsequenten Linie ­einen Namen geschafften hat («Staatsanwältin ausser Rand und Band», schimpfte das linke Netzwerk Asyl Aargau in seiner Mitgliederzeitschrift). Burger vernahm die Beteiligten ein und studierte die Akten. Für sie war klar: Philipp G. war nicht der Erzeuger. Er hatte sich als Vater nur zur Verfügung gestellt, weil Ese M. in der Schweiz bleiben wollte und er ihr ein Aufenthaltsrecht verschaffen konnte.

Der Plan des Paars war zunächst aufgegangen: Ese M. bekam eine B-Bewilligung. Wie sie dazu kam, verraten die Behörden nicht – Datenschutz. Dass Frauen, die mit einem Schweizer ein Kind haben, eine Aufenthalts- bewil­ligung bekommen, ist aber durchaus üblich. Man kann keine Mutter eines Schweizers ausschaffen, so der Leitgedanke in den Migrationsämtern.

Eigentlich, so würde man meinen, wäre es heute ein Leichtes, eine Vaterschaft festzustellen. Ein DNA-Test genügt. Das aber lehnten Ese M. und Philipp G. partout ab. Ihre Anwälte argumentierten, eine Genanalyse stelle einen unverhältnismässigen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte dar. Das Aargauer Obergericht entschied, dass keine DNA-Probe angeordnet werden darf. Es sei «kein dringender Tatverdacht gegeben», so das Urteil.

Der Richterspruch erstaunt, denn der Tatverdacht ist offensichtlich. Zwar müssen Kinder eines weissen und eines schwarzen Elternpaars nicht unbedingt eine mittelbraune Hautfarbe haben. Die einen sind heller, die anderen dunkler. Wenn der Sohn einer Nige­rianerin und eines Aargauers aber so gar kein bisschen nach Aargauer aussieht, müsste dies auch Oberrichtern auffallen.

Überraschende Urteilsverkündung

Doch die Justiz hat sich angewöhnt, farbenblind zu sein. Niemand wagt, die Hautfarbe anzusprechen – nicht die Anzeigeerstatterin, nicht die Anklägerin, nicht die Richter. Ein Kind bei der Farbe zu nennen, könnte in Zeiten der rasch niedersausenden Rassismus-Keule schnell einmal das Karriereende bedeuten.

Bezirksgerichtspräsidentin Gabriele Kerkhoven, eine Grünliberale, hatte keine Lust, sich an dieser Sache die Finger zu verbrennen. Sie wollte den Fall ohne Verhandlung einstellen, mit Verweis auf das Obergericht, das «keinen dringenden Tatverdacht» feststellen ­wollte. Staatsanwältin Nicole Burger aber kündigte an, gegen eine Einstellungsverfügung auf jeden Fall vorgehen zu wollen. Also kam es trotzdem zur Verhandlung. Das ehrlichste Beweismittel aber, die DNA-Probe, liess die Richterin nicht zu.

Folgte man den Verteidigern der Angeklagten, ist die biologische Vaterschaft aber auch gar nicht entscheidend. «Pater semper incertus est» (der Vater ist immer ungewiss), zitierte G.s Anwalt Wilhelm Boner einen Grundsatz aus dem römischen Recht, der «immer gelten wird». Deshalb gebe es Rechtsvermutungen wie etwa jene, dass der Ehemann als Vater des während der Ehe geborenen Kindes gilt. Folglich verlange das Gesetz nicht, dass der rechtliche Vater auch der biologische Vater sein ­müsse.

Sei es, weil ihr die Schwangerschaftsdauer von maximal siebeneinhalb Monaten zu kurz vorkam, sei es, weil ihr die Widersprüche in den Aussagen auffielen – zur allgemeinen Überraschung sprach Gerichtspräsidentin Kerkhoven die Angeklagten schuldig. Philipp G., der bei der Urteilsverkündung ausfällig wurde, verurteilte sie zu 600 Stunden gemeinnütziger Arbeit und einer Busse von 1000 Franken. Ese M. muss eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je 60 Franken bezahlen.

Massnahmen gegen Deutschdefizite

Die Verurteilung wegen Falschbeurkundung bedeutet noch nicht, dass die Vaterschaft von Philipp G. aberkannt wird, und auch nicht, dass Ese M. des Landes verwiesen wird. Dazu müssten nun die Behörden aktiv werden. Weder die kantonale Aufsichtsbehörde über die Zivilstandsämter noch das Aargauer Migrationsamt – beide sind Regierungsrat Urs Hofmann (SP) unterstellt – wollten sich auf An­frage der Weltwoche äussern. Datenschutz.

Man muss davon ausgehen, dass die Geschichte die Aargauer Steuerzahler noch teurer zu stehen kommt, als sie ohnehin schon ist. Carmen Emmenegger, die amtliche Verteidigerin von Ese M., hat auf Anfrage angekündigt, das «Fehlurteil» an die nächste In­stanz weiterzuziehen. «Das Bezirksgericht stellt den biologischen Vater über den rechtlichen Vater.»

Ese M. arbeitet gemäss eigenen Angabe zwar seit einigen Monaten in einer Fabrik, für 3400 Franken Monatslohn. Philipp G. gibt an, er ­bezahle Kindesunterhalt. Wenn die Erbschaft dereinst aufgebraucht ist und sich am Aufenthaltsstatus von Ese M. nichts ändert, steht der Scheinfamilie der Gang aufs Sozialamt jederzeit offen. Der junge Marvellous, der die erste Klasse besucht, nimmt bereits Fördermassnahmen in Anspruch, um seine Deutschdefizite zu beheben.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-13/farbenblinde-richter-die-weltwoche-ausgabe-132015.html

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Der Fürsorgestaat bringt die meisten Probleme, die er lösen will, selber hervor. Das System ist nicht reformierbar. Man sollte es auflösen.

Ein gebürtiger Kosovo-Albaner, heute 31, wird eingebürgert, obwohl er bereits als Jugendlicher ein sogenannter Intensivtäter war. Er bricht die Lehre ab und lebt seither samt seiner wachsenden Familie auf Staatskosten. Er fährt einen Jaguar, verweigert sich jeder ordentlichen Arbeit, ist auch sonst renitent. Aus krimineller Tätigkeit erzielt er ille­gale Einkünfte, was den Behörden bekannt ist. Folgen indes hat das alles kaum. Die Sozialleistungen fliessen weiter.

Diese Beschreibung ist keine Fiktion eines bösartigen rechtsgerichteten Satirikers. Sie ist Realität. Im Fall des Papier-Schweizers ­Jeton G., der verdächtigt wird, einen Rivalen aus der Kampfsportszene in Zürich auf offener Strasse erschossen zu haben, spiegeln sich die Probleme des Fürsorgestaats wie in einem Brennspiegel. Man reibt sich die Augen und fragt sich: Wie ist das nur möglich?

Im Zuge unserer Recherchen sind wir zur ernüchternden Einsicht gelangt, dass der zufällig ans Licht der Öffentlichkeit gelangte Fall ein Beispiel unter vielen ist (siehe Artikel ­Seite 22). Er illustriert, auf welch abschüssige Bahn das Fürsorgewesen geraten ist.

Einst als vorübergehende Hilfe für wirklich Bedürftige geschaffen, hat sich die Sozialhilfe längst zu einer eigenen Lebensform ent­wickelt, die sich selber reproduziert. Der Staat offeriert ein Angebot, auf das ein Rechts­anspruch besteht. Es steht jedem offen, der es nützen will. Der Schweizer hat über Jahrzehnte in der Regel nur dann auf die Fürsorge zurückgegriffen, wenn er in echte Notlage ­geriet. Und auch dann nur vorübergehend. Man schämte sich, auf Kosten der arbeit­samen Nachbarn und Mitbürger zu leben, von denen man viele noch persönlich kannte.

Niemand schaut genau hin

Heute ist das ganz anders. Gegen drei Viertel der Fürsorgebezüger haben einen sogenannten Migrationshintergrund. Einem zugereisten Eritreer, Türken oder Montenegriner kommt es nicht im Traum in den Sinn, sich für die In­anspruchnahme von Leistungen zu genieren, die man ihm auf dem Silbertablett serviert. Und falls doch jemand zu stolz dafür sein sollte, so steht garantiert ein Schweizer Sozialarbeiter oder Anwalt bereit, der ihm einbläut, er solle doch unbedingt seine Rechte wahrnehmen.

Hinzu kommt die wachsende Anonymität in Städten und Agglomeration, wo die meisten Sozialhilfeempfänger leben. Niemand hat den Überblick, niemand schaut genau hin. Den Rest erledigen die Akteure selber: die ­Sozialarbeiter, die Verwaltung, die Gerichte, die Politiker. Die Mechanik des Systems ist grundlegend falsch eingestellt. Die Leistungen sind derart hoch, dass es sich für viele gar nicht lohnt, zu arbeiten. Eine vierköpfige ­Familie erhält im Schnitt staatliche Zuwendungen, die einem Einkommen von 70 000 bis 80 000 Franken entsprechen, steuerfrei.

Dann die Umsetzung. Es ist ein offenes Geheimnis, dass eine wirksame Überwachung und Kontrolle gerade der ausländischen Sozial­rentner kaum stattfindet. Wer beispielsweise auf dem Balkan ein Haus besitzt oder über legale oder illegale Einnahmequellen verfügt, müsste das theoretisch angeben, und die Leistungen würden entsprechend reduziert. Das geschieht aber höchst selten. Darauf ange­sprochen, verwerfen Behördenvertreter und Sozialdetektive bloss die Hände. Mission ­impossible.

Und wenn dennoch ein beherzter Sozialarbeiter oder Exekutivpolitiker durchgreift und Leistungen kürzen oder streichen will, kann er ­sicher sein, dass die Betroffenen alle möglichen juristischen Mittel anwenden, um keines ihrer Privilegien preisgeben zu müssen. Die verschiedenen Rekursinstanzen schlagen sich erfahrungs­gemäss lieber auf die Seite derer, die selbstbewusst auf ihre weitreichenden Ansprüche pochen, als auf die Seite jener, die den Sozialstaat mit ihrer Arbeit und ihren Steuern finanzieren.

Die Politik schliesslich geht offenbar vielfach noch vom veralteten Bild aus, es gebe hierzulande noch bittere Armut. Doch die grosse Masse der Sozialhilfeempfänger befindet sich heute nicht in einer existenziellen Notlage, Auto, Flachbildschirm, Auslandferien sind weitverbreitet. Die Sozialhilfe funktioniert vielmehr wie ein Magnet, der eine bestimmte Kundschaft anzieht und sie nicht mehr loslässt. Es sind Familien bekannt, in denen bereits die dritte Generation vom Staat lebt.

Mit ein paar Schraubendrehungen ist dieses kranke System nicht reformierbar. Wer nicht will, dass es sich weiter ausbreitet und dass auf Dauer eine neue Klasse von Sozialrentnern her­angezüchtet wird, der sollte ernsthaft über ­eine Abschaffung der Sozialhilfe in heutiger Form nachdenken.

Man könnte etwa den Kreis der Empfänger einschränken auf Personen, die mindestens dreissig Jahre hier gelebt und gearbeitet haben. Oder man könnte eine degressive Für­sorge einführen, bei der die Leistungen mit jedem Jahr zurückgehen. Vielleicht aber wäre es noch besser, die Sozialhilfe gleich ganz zu streichen. Verhungern muss in der Schweiz niemand. Und bei Notfällen könnten sich immer noch die vielen karitativen und gemeinnützigen Organisationen profilieren, auch die Kirchen. Der Staat müsste sich dann nicht mehr als Ernährer aufspielen und könnte die Bürger, die er teilweise bereits auf Generationen hinaus von sich abhängig gemacht hat, in die Freiheit und Selbstverantwortung entlassen.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-12/kommentar-sozialhilfe-abschaffen-die-weltwoche-ausgabe-122015.html

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Die Weltwoche, Ausgabe 12/2015

Er ist seit der Jugend kriminell und wurde trotzdem eingebürgert. Er hat nie gearbeitet, verfügt über illegale Einkünfte, fährt einen Jaguar und bekommt Sozialhilfe. Der Fall des mutmasslichen Mörders Jeton G. zeigt die Systemfehler im Fürsorgestaat.

Von Philipp Gut

Verkehrte Welt: Sozialhilfebezüger Jeton G. auf einem Bild, das er im September 2014 auf Facebook veröffentlichte.Bild: facebook

Für die Linke und die Verteidiger der real ­existierenden Sozialhilfe ist klar: Der Fall ­Jeton G. ist ein Einzelfall, ein bedauerlicher Unfall in einem ansonsten bewährten System. Schuld seien allenfalls die lokalen Behörden. Grundsätzliche Fragen stellten sich nicht, ­Reformbedarf bestehe keiner – so der Tenor der Links- bis Mitteparteien in der Debatte des Zürcher Kantonsrats vergangene Woche. «Weder die Gesetze noch das System sind das Problem», sagte SP-Fraktionspräsident Markus Späth.

Jeton G., Anfang dreissig, eingebürgerter Kosovo-Albaner, verheiratet mit einer Landsfrau, zwei Kinder, wohnhaft im zürcherischen Regensdorf, mehrfach vorbestraft, sorgt zurzeit für Schlagzeilen. Er wird verdächtigt, am 1. März in Zürich Affoltern einen Türsteher aus Montenegro auf offener Strasse erschossen zu haben. Das mutmassliche Tötungsdelikt ist das eine. Das andere, was letztlich noch mehr irritiert, sind die Abgründe des Schweizer ­Sozialstaats, die zwischen den Zeilen auf­blitzten. Das Verrückte an diesem Fall ist ­nämlich, dass er ganz normal ist. Es gilt der Satz aus Shakespeares «Hamlet»: «Ist es Wahnsinn, so hat es doch Methode.»

Überteuerte Wohnung à 1901 Franken

Jeton G. konnte sich alles erlauben. Und er hat immer alles bekommen. Es fing schon bei der Einbürgerung durch das Stadtzürcher Parlament 2003 an. Aufgrund des Datenschutzes wussten die Parlamentarier nicht, dass sie ­einen Intensivtäter einbürgerten. Auch die SVP stimmte zu. Seither lebt Jeton G. vom Staat.

2009 zog er mit seiner vierköpfigen Familie nach Regensdorf, wo diese in den letzten Jahren Hunderttausende Franken an Sozialhilfe bezog. Im Durchschnitt waren es gegen 5000 Franken im Monat, netto und steuerfrei. Der sogenannte Grundbedarf beträgt 2110 Franken. Hinzu kommen Krankenkassenprämien, eine grosszügige Wohnung sowie sogenannte situationsbedingte Leistungen – eine Art ­Vollkaskodeckung, die den Sozialhilfebezüger von der Zahnarztrechnung über Selbstbehalte bis zu Abos von jeder Eigenverantwortung ­befreit.

Für die Unterkunft der Familie bezahlten die Steuerzahler jeden Monat 1901 Franken. Dieser Betrag übersteigt sogar die internen Höchstwerte. Dennoch wurde er während zweier Jahre bezahlt. Begründet wird die ­Finanzierung der nach eigenen Massstäben zu teuren Wohnung mit dem Hinweis, dass ­Jeton G. sich in verschiedenen Sozialprogrammen engagiere. Die Sozialarbeiter beantragten sogar, ihn und seine Frau vorübergehend von der Pflicht zu entbinden, sich nach ­einer günstigeren Wohnung umzusehen, solange sie an der Abklärung und der möglichen späteren Umsetzung von sogenannten berufsintegrativen Massnahmen teilnähmen.

Bloss: Diese Massnahmen – das war aufgrund des bisherigen Lebenslaufs von Jeton G. absehbar – fruchteten nichts. Jeton G. hat seit dem Abbruch seiner Lehre nie legal gearbeitet. Der Staat fütterte ihn seit dem 18. Lebensjahr durch und stellte ihm ein ganzes Karussell von Beratungen, Kursen, Hilfeleistungen zur ­Verfügung. Nicht nur die Gemeinde, auch der Kanton kümmerte sich um ihn.

Das bürokratische Gebilde nennt sich Interinstitutionelle Zusammenarbeit (IIZ), beteiligt ist eine Armada von Behörden: das Amt für Wirtschaft und Arbeit, das kantonale Sozialamt, das Amt für Jugend und Berufsberatung, die Sozialversicherungsanstalt Zürich sowie die Sozialdienste der beteiligten Gemeinden. Die IIZ führt eine eigene Geschäftsstelle, welche die Bemühungen der verschiedenen Ämter und Stellen koordiniert. Ziel ist es, die ­«Klienten», wie es im Sozialjargon heisst, in den Arbeitsmarkt oder den Scheinarbeitsmarkt (den sogenannten zweiten Arbeitsmarkt) zu integrieren.

«Arbeitsmarktfern»

Die Behörden beugten sich mit offensichtlich durch nichts zu erschütternder Duldsamkeit und Geduld über Jeton G. und seine gleichaltrige Frau Valentinë, als wären diese unmündige Kinder. Zwar seien sämtliche arbeitsintegrativen Massnahmen bei Herrn G. bis dato ohne Erfolg geblieben, schrieb der zuständige Sozialarbeiter der Gemeinde Regensdorf im September 2013 hoffnungsvoll, aber umso mehr sei nun der Weg über das IIZ zu unterstützen. Auch Frau G. sei «arbeitsmarktfern». Zu diesem Zeitpunkt lebte die Familie bereits mindestens zehn Jahre auf Kosten der Allgemeinheit, ohne dass auch nur einer der Ehepartner je einer legalen Arbeit nachgegangen wäre.

Doch die Hoffnungen und Erwartungen erfüllten sich – einmal mehr – nicht. Auch das Grossaufgebot des Kantons konnte Jeton G. nicht dazu bringen, sich für eine ordentliche Arbeit zu interessieren. Das IIZ-Verfahren wurde im folgenden Jahr ohne Resultat ein­gestellt, aufgrund «unklarer Zusammen­arbeit» und «keiner ersichtlichen Motivation des Klienten», wie es in den Akten heisst. ­Jeton G. sabotierte alle Bemühungen. Er sagte Termine jeweils kurzfristig ab und führte ­sowohl die Gemeinde- wie auch die Kantonsbehörden an der Nase herum.

Dabei wussten die zuständigen Behörden nur zu gut, mit wem sie es zu tun hatten. Be­lege dafür finden sich in der Sozialakte der ­Familie G. zuhauf. Die betroffene Gemeinde und der Kanton halten selber fest, dass sich ­Jeton G. und seine Frau systematisch querstellten. Es sei schwierig bis unmöglich, mit den «Klienten» ein konstruktives Gespräch zu führen. Konkreten Fragen weiche Jeton G. aus. Auch Ehefrau Valentinë erscheine nicht wie abgemacht zu Terminen. Jeton G. verhalte sich unkooperativ bis infantil. Ein ehrliches ­Gespräch sei mit ihm nicht möglich. Ent­weder sage er das, wovon er annehme, «dass wir es hören wollen», oder er sage nicht die Wahrheit.

Dennoch zahlte der Staat pünktlich immer weiter. Warum sollte sich Jeton G. auch ändern? Sein ganzes Erwachsenenleben lang haben Gemeinden und Kanton umfassend für ihn und seine wachsende Familie gesorgt. Seine Ausflüchte wurden stets mit Erfolg belohnt.

Zu dumm, um ehrlich zu sein

Die Behörden wussten nicht nur, dass ­Jeton G. einen Jaguar fuhr. Sie bezahlten nicht nur zeitweilig eine überteuerte Wohnung. Sie wussten auch, dass Jeton G. ein Krimineller war, dass er Waffendelikte beging, dass er Einkünfte aus kriminellen Quellen hatte. Seinen Betreuern sagte Jeton G. ganz offen, er beschaffe sich illegale Mittel, unter anderem durch Hanfanbau. Doch sanktioniert wurde er kaum. Bloss ein einziges Jahr lang wurde der Grundbedarf ­wegen mangelnder Kooperation um fünfzehn Prozent gekürzt.

Am Ende zahlten die Regensdorfer ­sogar zu viel: Weil das Amt für Justizvollzug aus ­Datenschutzgründen die Inhaftierung verschwieg, entrichtete die Wohngemeinde ­überflüssigerweise auch Sozialhilfe, während ­Jeton G. im Gefängnis sass. Diese ungerechtfertigten Zahlungen hat sie bis heute nicht ­zurückverlangt. Juristisch wäre das heikel, sagt ein Gemeindevertreter.

Die Sozialarbeiter zeigten weiterhin Verständnis und Zuversicht. Sie hoffe, dass sich Jeton G. von seinen illegalen Aktivitäten lösen könne, schrieb die zuständige kantonale Betreuerin an die Gemeinde. Sie merke, dass er grundsätzlich einen anderen Weg einschlagen wolle. Dazu sei er jedoch aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage, «kognitiv, aber auch fehlender Ausbildung wegen». Im Klartext: Jeton G. sei zu dumm, um ehrlich zu sein. Eine erstaunliche Diagnose.

Wie weit man der renitenten Familie entgegen kam, zeigt auch folgende Episode. Sollte ­Jeton G. inhaftiert werden, sei die überhöhte Miete auch für einen Dreipersonenhaushalt zu übernehmen, um die Familiensituation möglichst stabil ­halten zu können, forderte ein fallbetreuender ­Sozialarbeiter.

Was musste Jeton G., der angeblich zu einer legalen Tätigkeit «kognitiv» nicht fähig war, aus all dem lernen? Der Schluss wurde ihm ­geradezu aufgedrängt: «Egal, wie du dich benimmst, ganz gleich, ob du sogar kriminell handelst, der Schweizer Sozialstaat zahlt und sorgt für dich.» Jede noch so dreiste Entgleisung wird toleriert, ja sogar belohnt. Die Leistungen werden nicht gekürzt, sondern in Relation zu den Profiteuren noch erhöht, wenn das Familienoberhaupt erklärtermassen kriminelle Geschäfte treibt. Verkehrte Welt.

Der Familienvater, der es sich in der sozialen Hängematte bequem eingerichtet hatte, Jaguar S-Type inklusive, handelte aus seiner Sicht völlig ­rational. Der Mensch ist ein Jäger und Sammler. Er nimmt, was er vorfindet und was man ihm zur Verfügung stellt. Jeton G. hat schlicht keinen Anreiz, zu arbeiten oder sich auch nur eini­germassen korrekt zu verhalten. Er kann beliebig über die Stränge hauen – sein Lebensmodell, auf Kosten der Mitbürger zu leben, die redlich arbeiten und Steuern abliefern, fun­ktioniert so oder so. Der Staat garantiert ihm und seiner vierköpfigen Familie mittels Sozial­hilfe und weiterer Transferzahlungen einen Lebensunterhalt, der einem Jahreseinkommen von rund 70 000 bis 80 000 Franken entspricht, steuerfrei. Ein solches Einkommen könnten der ungelernte Jeton G. und seine ebenfalls ungelernte Frau Valentinë durch ­Arbeit kaum erzielen.

Ein Fall unter vielen

Die Erkenntnis bleibt beunruhigend: Wäre ­Jeton G. nicht als Verdächtigter im sogenannten Türstehermordfall verhaftet worden – ­seine aufsehenerregende Sozialkarriere wäre wohl nie ans Licht gekommen. Datenschutz und Amtsgeheimnis sind zuverlässige Komplizen. Das hermetisch gegen aussen abgeschottete Sozialsystem bewahrt nicht nur sich selber, sondern auch seine Klienten vor jeder Kritik. Das zeigte auch die Tatsache, dass Behörden und Justiz nicht etwa gegen Jeton G. vorgingen, sondern lieber Anzeige gegen unbekannt erstatteten wegen eines vermuteten Lecks. Es ist ein fataler Kreislauf: Der Weg des geringsten Widerstandes zahlt sich für alle aus. Das zeigen Recherchen auch in anderen Kantonen und Gemeinden.

Wohnen — Theoretisch gibt es Höchstbeträge für Mieten, doch grosszügige und überteuerte Wohnungen gehören zum Sozialalltag. Der Weltwoche liegt ein ganz ähnlich gelagerter Fall aus einer anderen Gegend vor. Nur, dass hier die «Luxuswohnung» (Zitat aus den Fallakten) die an sich zulässige Obergrenze der Kosten noch viel deutlicher übertraf als im Fall G. Auch die Familiensituation ist vergleichbar: eine ausländische Frau mit zwei Kindern, der ebenfalls ausländische Gatte sitzt im Gefängnis. Die Wohnung kostete mehr als 2000 Franken, die Limite lag bei 1500 Franken – was einer Kostenüberschreitung von 25 Prozent entspricht.

Die Sozialbehörde wollte eigentlich handeln und wies die Frau an, eine günstigere Wohnung zu suchen. Doch dagegen legte die Betroffene, die lieber in der Luxuswohnung bleiben wollte, Rekurs ein. Und sie bekam recht. Die Auflage der Gemeinde, eine günstigere Wohnung zu suchen, sei «nicht verhältnismässig», urteilte die Rekursinstanz. Als Argument «für die Beibehaltung der aktuellen Wohnsituation» fügte sie unter anderem an: «Mit der Auflage, eine günstigere Wohnung zu suchen (und letztlich auch zu beziehen), würde die Chance anderer Sozialhilfebezüger auf eine günstige Wohnung eingeschränkt.» Was für eine Begründung!

Auto — Der Fall Jeton G. ist auch kein Einzelfall, was den Besitz von Autos, ja von Luxus­karossen betrifft. Die Weltwoche hat schon vor Jahren anhand von Beispielen aus der Stadt Zürich aufgedeckt, dass Sozialhilfebezüger auch schnittige Cabriolets und imposante Offroader steuern («BWM-Fall»). Dass Jeton G. einen Jaguar fahre, habe ihn nicht gewundert, sagt ein Sozialdetektiv. Es sei überhaupt kein Problem, als Fürsorgefall auch teure Autos zu besitzen. Eine griffige Kontrolle sei kaum möglich. Oft seien die Wagen auch auf Drittpersonen eingelöst.

Arbeit — Der Fall Jeton G. ist auch kein Einzelfall in Sachen Arbeitsverweigerung. Der Fehler liegt im System: Die von der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos) vorgegebenen Ansätze sind so hoch, dass sich Arbeit vor allem für Bezüger mit Kindern gar nicht lohnt. Sie bekommen alles gratis und franko: Grundbedarf, Wohnung, Krankenkasse, Franchise, Selbstbehalt, Zahnarzt, Brille, Möbel, Kinderbetreuung und so fort. Steuern? Null. Betreibungen? Müssen abgeschrieben werden, da offiziell ja kein Geld vorhanden ist. Und wie die zum Teil recht teuren Autos zeigen, kommt das grosszügig ausgeschüttete Kindergeld auch nicht unbedingt jenen zu­gute, für die es gedacht ist.

Einkünfte und Vermögen — Der Fall Jeton G. ist schliesslich auch kein Einzelfall, was illegale Einkünfte und verschwiegenes Vermögen betrifft. Eigentlich müssten sämtliche Einkünfte, Zuwendungen und Geschenke ­deklariert und ab einer bestimmten Höhe auch angerechnet werden. Aber wer kann das schon kontrollieren? Wie Jeton G. haben viele Fürsorgebezüger illegale Nebeneinnahmen, die, vor allem wenn sie aus dem Drogenhandel stammen, astronomische Höhen erreichen können. Berufskriminelle nutzen die Sozialhilfe gern als Alibi, um das Fehlen legaler Einkünfte zu verdecken.

Dass die Verantwortlichen oft lieber wegschauen als nachforschen und sanktionieren, zeigt das Beispiel eines Serben aus einer mittelgrossen Gemeinde.

Der Mann deklarierte die Leistungszahlung einer Sozialversicherung in der Höhe von 40 000 Franken nicht. Auch zusätzliche Einnahmen von 52 000 Franken verschwieg er. Er steckte das Geld in Konsum und verwendete es zur Rückzahlung privater Schulden. Die Gemeinde stand vor der Wahl: den Grundbetrag um 15 Prozent kürzen, Überwachung und allfällige Strafanzeige oder beide Augen zudrücken und nichts tun. Bei einer Kürzung des Grundbetrags dauerte es Jahrzehnte, bis die Betrugssumme wieder eingespielt wäre. Würde der Serbe angezeigt und auch verurteilt, würde er – da offiziell mittellos – die Busse oder Strafe nicht bezahlen. Am Ende riet die Ausländerberatungsstelle der Gemeinde, auf die Rückforderung wie auch auf die Kürzung zu verzichten. Der Serbe machte also die gleiche Erfahrung wie Jeton G.: «Du kannst dir alles erlauben.» Der Schweizer Staat toleriert und deckt sogar Betrug.

Ein weiteres Problem, das die Behörden nicht in den Griff kriegen, ist der verbreitete Immobi­lienbesitz im Ausland. Fachleute gehen davon aus, dass sogar die grosse Mehrzahl der ­Sozialfälle aus Ex-Jugoslawien Land und Haus in der alten Heimat besitzt. Auch hier sei eine Kontrolle schwierig bis unmöglich. Meist finde gar keine Überprüfung statt. Und wenn, dann ende sie meist ergebnislos: Es fehlen Einträge im Katasteramt, wenn es ein solches überhaupt gibt. Oder die Häuser sind pro forma auf Verwandte oder Bekannte überschrieben.

Den Mechanismus illustriert der Fall eines bosnischen Ehepaars, welcher der Weltwoche zugetragen wurde. Die Sozialbehörde ver­fügte über Bilder, die das Einfamilienhaus des Paars in seiner Heimat zeigen, und erstattete Strafanzeige. Doch auch dies nützte nichts. Das Ehepaar brachte daraufhin eine amtliche Bescheinigung bei, dass es keine Immobilie besitze. Wahrscheinlich ist diese Bescheinigung für ein paar Dutzend Euro gekauft worden. Aber das Schweizer Gericht musste sie akzeptieren. Die Gemeinde hatte das Nachsehen. Es liessen sich noch zahllose weitere Fall­beispiele anführen, die stets auf denselben Grundmissstand hinweisen: Die Sozialhilfe schafft erst ein Problem, das sie zu lösen vorgibt. Sie stellt ein Angebot zur Verfügung, samt Rechtsanspruch und vielfältigen Rekursmöglichkeiten, das für eine wachsende Zahl von «Klienten» nicht nur bequemer, sondern auch lukrativer ist als ehrliche Arbeit.

Das hat auch kulturelle Ursachen. Rund 50 Prozent der Fürsorgebezüger sind Ausländer, zählt man die Eingebürgerten dazu, dürften über 70 Prozent einen sogenannten Migrationshintergrund haben (genaue Statistiken existieren nicht, die Schätzung beruht auf Stichproben in Zürcher Agglomerations­gemeinden). Auch wenn die «Klienten», wie Jeton G., offiziell Schweizer sind, haben sie ­ihre mediterrane Mentalität bewahrt. Von der Sozialhilfe zu leben, erfüllt sie nicht mit Scham. Die Staatsrente ist für sie vielmehr ein Anspruch, den sie selbstbewusst einfordern. Darauf freiwillig zu verzichten, empfänden sie geradezu als absurd. Das hat kürzlich auch die St. Galler Ökonomieprofessorin Monika Bütler hervorgehoben, die von einer «tickenden Anstandsbombe» sprach. Irgendwann wird dieses feudalistische System, bei dem eine wachsende leisure class von Sozialrentnern auf Kosten der arbeitenden Klasse lebt, nicht mehr finanzierbar sein.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-12/schweiz-jeton-g-und-der-alltaegliche-sozialwahnsinn-die-weltwoche-ausgabe-122015.html

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Die Weltwoche, Ausgabe 12/2015

Der Bundesrat will 3000 weitere Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen. Damit droht ein bürokratisches, ­ungerechtes und vor allem teures Auswahlverfahren. Mit dem Geld könnte an Ort und Stelle viel besser geholfen werden.

Von Kurt Pelda

Dreissig Millionen Franken hat die reiche Schweiz letztes Jahr ausgegeben, um die Folgen der syrischen Flüchtlingskatastrophe zu lindern. ­Inzwischen sind rund elf Millionen Syrer auf der Flucht – in Syrien selbst oder im Ausland. Die offizielle Hilfe aus der Schweiz belief sich damit auf weniger als drei Franken pro Flüchtling und Jahr – eine Schande für die huma­nitäre Schweiz. Im laufenden Jahr will der Bundesrat die humanitäre Hilfe deshalb aufstocken, auf fünfzig Millionen Franken beziehungsweise Fr. 4.55 pro Flüchtling und Jahr.

Prioritäten der Hilfsplanwirtschaft

Auch wenn der Bundesrat gerne darauf verweist, dass die Schweiz seit Ausbruch der syrischen Revolution 2011 insgesamt rund 130 Millionen Franken für die Minderung der Krise ausgegeben hat, wissen alle, dass dieser Betrag beschämend klein ist. Lieber kümmern sich unsere staatlich besoldeten Profi-Helfer um die Probleme in Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion. Das Jahresbudget der Osthilfe bei der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) beträgt etwa so viel, wie Bern in vier Jahren für die gesamte syrische Tragödie ausgegeben hat, immerhin die grösste humanitäre Katastrophe der letzten Jahrzehnte. Und in Nordkorea, China und Sri Lanka gab die Deza insgesamt mehr Geld pro Jahr aus als für alle syrischen Flüchtlinge zusammen. Das sind die Prioritäten der staatlichen Hilfsplanwirtschaft.

Um das eigene Versagen zu kaschieren, hat der Bundesrat nun die Schnapsidee, 3000 zusätzliche Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen. Dabei ist ein seit eineinhalb Jahren laufendes Pilotprojekt für 500 Syrer noch nicht einmal zur Hälfte abgeschlossen. Und nun sollen also 3000 Flüchtlinge dazukommen. Sollte das neue Programm im Schneckentempo des Pilotprojekts abgewickelt werden, würde die Schweiz schätzungsweise noch in zwölf Jahren damit beschäftigt sein, die letzten Syrer aufzunehmen. Bis dahin stehen die Chancen vielleicht aber gar nicht so schlecht, dass der Bürgerkrieg in Syrien zu Ende gegangen ist und die Leute endlich wieder zurück in ihre Heimat gehen können.

Kosten soll das neue Programm maximal 42 Millionen Franken pro Jahr – also 14 000 Franken pro Flüchtling und Jahr. Das ist das 3000-Fache von dem, was dem Bundesrat derzeit ein syrischer Flüchtling in Nahost wert ist. Dass in diesem Betrag auch die Kosten der ­Unterbringung und der Sozialhilfe enthalten sind, die viele der Flüchtlinge benötigen werden, ist zu bezweifeln. So viel Geld für so wenig Menschen auszugeben, ist zutiefst unmoralisch. Auch in der humanitären Hilfe sollte der ökonomische Grundsatz gelten, mit einem gegebenen Betrag möglichst vielen Menschen zu helfen. Bern will nun offenbar genau das Gegenteil. Dabei sollte sich die Schweiz lieber darauf konzentrieren, an Ort und Stelle zu ­helfen und die Flüchtlinge in Ländern ihres Kulturkreises unterzubringen, in Staaten, in denen Arabisch gesprochen wird und wo Muslime die Mehrheit bilden. Aufnehmen sollten wir Schwerverwundete und Traumatisierte, denen das Schweizer Gesundheitswesen das bieten kann, was es in Syriens Nachbarländern an Hilfe und Therapien nicht gibt. Und dafür sollte insgesamt sehr viel mehr Geld budgetiert werden. So könnte die Deza die Balkan- und Osthilfe drastisch kürzen und die Ein­sparungen für Syrien aufwenden. 2013 pumpte die Deza sagenhafte 120 Millionen Franken in den Balkan, die Hälfte davon ins Kosovo. Wofür genau?

Falsche Anreize

1000 der 3000 zusätzlichen Flüchtlinge sollen durch Familienzusammenführung in die Schweiz kommen. Einer, der jetzt auf das ­grosse Los spekuliert, ist der kurdische Syrer Dilshad (Name geändert), der bereits zwei Geschwistern mit einer ganzen Reihe von Lügengeschichten in der Schweiz zu Asyl verhalf. Bei einer seiner Schwestern fälschte er das Geburtsdatum, und er liess sie ein Märchen erzählen, laut dem ihr Verfolgung aus den eigenen kurdischen Reihen in Syrien drohe. Vom Rest der Familie fehle jede Spur, behauptete er während des Asylverfahrens. Dabei spricht er via Skype fast täglich mit seinen Eltern, die an einem sicheren Ort in Syrien leben.

Die anderen 2000 Menschen sollen im ­Rahmen eines Umsiedlungsprogramms des Uno-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) in die Schweiz geholt werden. Das UNHCR trifft dabei die Vorauswahl in den syrischen Nachbarländern, bevor die Kandidaten in Bern vom Staatssekretariat für Migration und vom Nachrichtendienst des Bundes unter die Lupe genommen werden. Unter Millionen Flüchtlingen 3000 auszuwählen und mit einem Ticket ins Paradies auszustatten, ist immer ungerecht. Und es schafft falsche Anreize in Aufnahmeländern wie Libanon, Jordanien und der Türkei. Ein Helfer im Libanon erzählt zum Beispiel: «Wenn die Syrer glauben, dass alleinerzie­hende Frauen bessere Chancen auf Aufnahme haben, dann gibt es plötzlich ganz viele Mütter mit ­verschollenen Ehemännern.»

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-12/zutiefst-unmoralisch-die-weltwoche-ausgabe-122015.html

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  am 13.03.2015   auf Achgut.com

Fachkraft oder Flüchtling – Wer darf ins Wirtschaftswunderland?

Schon beim Titel der gestrigen Talkshow bei Maybritt Illner, zu der ich eingeladen war, hätte ich gewarnt sein müssen. Thema verfehlt, fünf, hätte es in der Schule geheißen, denn mit den gegenwärtigen dringenden Problemen, unter denen unser Land ächzt, hat diese Fragestellung nichts zu tun.

Es ist ja keineswegs so, dass irgendjemand entscheiden kann, wer hierher kommen darf und wer nicht, sondern wir haben es mit einem wachsenden Strom von Zuwanderern zu tun, die aufgenommen werden müssen.

Nehmen wir Rosenheim als Beispiel, wo täglich bis zu 600 /  800 oder 1000 Leute aus dem Kosovo ankommen. Ein Drittel der dortigen Bevölkerung hat sich auf den Weg nach Deutschland gemacht. Der Exodus ist so schlimm, dass sich die Regierung des Kosovo an die deutsche Regierung gewandt und gebeten hat, ihre Landsleute wieder zurück zu schicken. Besonders die Fachkräfte werden im Land dringend gebraucht. Vorher müssen aber alle Asylanträge bearbeitet werden. Das dauert auch im beschleunigten Verfahren Wochen. Die von professionellen Schleuserbanden beförderten Menschen sind gut unterrichtet, was sie wie beantragen müssen.
In Rosenheim sind alle nur denkbaren Unterbringungsmöglichkeiten ausgeschöpft. Turnunterricht an den Schulen ist kaum noch möglich, denn die Hallen sind besetzt, Schwimmbäder geschlossen. Das Vereinsleben der Stadt ist fast zum Erliegen gekommen, denn die Vereinsheime sind belegt, sowie Kasernen , Gaststättensäle, Hotels. Die freiwilligen Sozialhelfer, egal ob Caritas , Diakonie oder Rotes Kreuz sind am Ende ihrer Kräfte. Die Stadt ist pleite. Geplante Renovierungen von Schulen, Kindergärten und Straßen nach dem Hochwasser, sind auf unbestimmte Zeit wegen finanzieller Schwierigkeiten verschoben.

Rosenheim ist nur ein Beispiel von vielen, aber von Problemen war in Illners Sendung nicht die Rede. Zwei Drittel der Sendung bestritt die Moderatorin mit den Vertretern der Großen Koalition Thomas Oppermann von der SPD und Andreas Scheuer von der CSU, die heile Welt spielten.

Oppermann durfte ausführlich über das kanadische Einwanderungsmodell referieren, das er vor Ort studiert hatte, wobei er der Frage auswich, ob ein Einwanderungsgesetz nach diesem Muster die bestehenden Zuwanderungsregeln ersetzen, oder auf sie draufgesattelt werden soll.

Scheuer vertrat die Ansicht, dass Deutschland über drei funktionierende Systeme verfüge ( Asylgesetz, Zuwanderungsgesetz, Blue- Card). Es gäbe keinen Bedarf für eine neue Regelung.

Es gelang mir einwenden, dass die Systeme eben nicht funktionieren. Es gibt mindestens sechzig Vorschriften, nach denen bei der Bearbeitung eines Asylantrags verfahren werden soll. Auch der erfahrenste Bearbeiter kann nicht zusätzlich zu den Gesetzestexten noch sechzig Ausführungsbestimmungen im Kopf haben. Das macht das Asylverfahren zum bürokratischen Hindernislauf.

Am Ende kommt heraus, dass höchstens zehn Prozent der Eingereisten durch das Asylverfahren anerkannt werden kann, um die dreißig Prozent erhalten aus unterschiedlichen Gründen Abschiebeschutz. Die restlichen sechzig Prozent verharren, so sie nicht freiwillig das Land verlassen oder abgeschoben werden, was immer seltener der Fall ist, in einem undefinierten Duldungsstatus.

Inzwischen ist die Zahl dieser Menschen auf geschätzte 600 000 angestiegen. Einen solchen Zustand als „funktionierendes System“ zu beschreiben, ist blanke Realitätsverweigerung.

Das Drehbuch der Sendung war sichtbar darauf angelegt, solche Probleme nicht zu diskutieren.

Stattdessen förderte Illner nach Kräften den üblichen öden Politiker- Schaukampf, in den ab und zu auch MP Ramelow einbezogen wurde, wobei es nicht um Inhalte, sondern um Apercus ging. Je weiter die Sendung fortschritt, desto prächtiger amüsierten sich Oppermann und Scheuer, bis im Studio eine schenkelklopfende Stammtischatmosphäre herrschte.

Am Schluss kam durch eine Zuschauerfrage doch noch mal ein Problem zur Sprache. Ob die zugewanderten Fachkräfte nicht zum Lohndumping eingesetzt werden würden. Sogar in der ARD hatte es, wenn auch zu mitternächtlicher Stunde, eine Sendung gegeben, die genau das bewies.

Aber die Vertreter der Gorko waren sich sofort einig, dass dies gar nicht sein könne, weil mit Mindestlohn und Tarifvertrag so etwas ausgeschlossen sei.  Wenn sich die Politiker die Mühe machen würden, die Zuschauermeinungen zur Sendung zu lesen, würden sie feststellen, wie sehr ihnen widersprochen wird und wie satt die Wähler ihre selbstverliebten Darstellungen haben.

Weil die Einwanderung aber ein drängendes Problem ist, das einer dringenden Debatte bedarf, werde ich in einem nächsten Beitrag veröffentlichen, was ich für Illner vorbereitet hatte, aber nicht vortragen konnte.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/fachkraft_oder_fluechtling_wer_darf_ins_wirtschaftswunderland

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Dieser Exodus ist ein unfassbar großes Geschäft

Weltweit vernetzt und mit modernsten Mitteln betreibt die organisierte Kriminalität das Schleusergeschäft. Wer das eindämmen will, muss diese Strukturen zerschlagen – alles andere nützt nichts.

Von Dirk Schümer, Die Welt, 02.04.l15

Das größte Reisebüro der Welt ist die Mafia. Hunderttausende von Armutsmigranten und Kriegsflüchtlingen aus aller Welt kommen über illegale Kanäle in Europa an. Wenn die Fernsehnachrichten ausgemergelte Boatpeople beim Anlanden in Lampedusa zeigen und wir über die schrottreifen Kähne erschaudern, wenn wieder einmal Hunderte von Leichen Verzweifelter in Sizilien angespült werden, dann zeigt uns das nur, wie umtriebig die Branche längst agiert.

Gewöhnlich gelingt die kriminelle Einreise nach Europa nämlich, und das ist auch ganz im Interesse der Schleuser. Wenn in afrikanischen Dörfern die glücklichen Auswanderer anrufen oder syrische Großfamilien einen der Ihren in Deutschland unterbringen konnten, dann bedeutet das neue Geschäfte für die Bosse: Der große Exodus geht weiter – und zugleich das große Geschäft.

Wir, die wir im befriedeten Sozialstaat unser Leben außergewöhnlich sicher verbringen, können über diese Verhältnisse schimpfen oder die Toten betrauern; wir können betroffen Geld für Hilfsorganisationen spenden; oder wir können Parteien mit knallharten Losungen gegen Zuwanderung wählen. Das ist alles nur Therapie für unsere sensible Seele.

Täter sind sehr einfallsreich

Ändern werden wir die Misere der Flüchtlinge damit genauso wenig wie den Strom von Millionen. Die italienischen Autoren Andrea Di Nicola und Giampaolo Musumeci ermöglichen in ihrem soeben erschienenen Buch „Bekenntnisse eines Menschenhändlers“ Einblicke ins internationale Schleusergewerbe. Der Einfallsreichtum und die Flexibilität der Täter sind staunenswert.

Bis in Weiler des Senegal kann man in Agenturen gegen einen horrenden Preis seine Passage nach Europa buchen. Aus Pakistan sind täglich Bataillone vorgeblicher Erntearbeiter mit echten Papieren nach Italien unterwegs. Türkische und griechische Grenzbeamte verdienen dreifache Gehälter mit dem Durchwinken Verzweifelter, und in den Häfen blüht der Bootsverkauf.

Steigert ein Land, wie kürzlich Albanien, die Grenzkontrollen, ändert sich die Route geschmeidig. Erkennen Holland oder Deutschland plötzlich Eritreer als Kriegsflüchtlinge an, sitzen mit Zauberschlag plötzlich ausschließlich Menschen mit gefälschten Pässen von Eritrea in den Seelenverkäufern.

Wer genug Geld – mindestens 7000 Euro – aus den kargen Volkswirtschaften im Irak oder im Jemen abzweigen konnte, der kann auch als Familienurlauber mit gefälschten saudischen Pässen in Mitteleuropa landen, Hawaiihemd und Fotoapparat inklusive. Oder die Gruppenreise geht in der gecharterten und dann geklauten Luxusyacht an allen Grenzkontrollen vorbei vom Peloponnes nach Apulien – und weiter über die Alpen.

Steuerfreie Blutgelder

Selbst sechsstellige Summen für ein Großboot ohne Rückfahrkarte sind für die Schleuserbosse kein Problem, wenn mit einem Schiff steuerfreie Blutgelder von über fünf Millionen Euro hereinkommen. Zum Vergleich: Frontex, die europäische Agentur zur Bewachung der Außengrenzen, verfügt über einen Jahresetat von 90 Millionen Euro.

Das alles mag zynisch klingen, aber es ist unser Alltag. Als 2013 mehrere Hundert Schwarzafrikaner vor Lampedusa im winterlichen Mittelmeer ertranken, sah die Polizei das nicht nur als humanitäre Katastrophe, sondern als Kollateralschaden: Die Schwarzen, die bei den libyschen Schleuserbossen wenig gelten, seien als reiner Testlauf ins stürmische Meer getrieben worden.

Wer sich aus Schwarzafrika auf den langen Treck nach Europa macht, weiß meist schon vorher: Wenn das spärliche Geld aufgebraucht ist, muss der Migrant unterwegs Drecksarbeit machen, muss sich von den Schleusern schlagen und demütigen lassen; Frauen werden oft vergewaltigt.

Und doch ist die Verzweiflung größer. Befragt nach ihren Motiven, antworten viele Reisende, dass sie den Tod nicht fürchten, denn sie hoffen auf ein Leben ohne Angst und ohne Hunger. Solange diese Kluft bestehen bleibt, können einzelne Schleuserbosse wie der Türke Moammar Küçük in ihrem Gewerbe zu Multimillionären aufsteigen, ohne je ein Boot zu betreten. Als Küçük 2011 von internationalen Fahndern verhaftet wurde, hatte er offenbar bereits allerbeste Kontakte, denn über seinen weiteren Verbleib ist nichts bekannt.

Migranten sind mit GPS unterwegs

 

Die Fahnder wissen, dass für jede zerschlagene Schleuserbande mindestens eine neue nachrückt. Vom Anwerber in den „failed states“ in Afrika und Nahost über die Quartiermacher in Istanbul, Kairo oder Tripolis bis zu den Kapitänen und den Kontaktpersonen in Italien oder Deutschland – alles ist vorbereitet und technisch ausgestattet.

Täglich sind Migranten mit GPS-Geräten in der Sahara unterwegs oder peilen direkt die Routen der Handelsschiffe an, von denen sie dann gerettet werden. Die Geldflüsse – man schätzt die Einnahmen des Migrationsbusiness auf rund 20 Milliarden Dollar jährlich – werden oft über islamische Kleinhändler nach dem „Hawala“-System über gegenseitige Verrechnung abgewickelt und sind für die Finanzbehörden unauffindbar.

Viele Tausend Tote dieses Geschäftsmodells haben die Bosse, die sich als Dienstleister für Menschen in Not verstehen, ohnehin eingepreist. Und haben wir Europäer das nicht auch? Solange die Nachfrage für ein Ticket nach Europa für fast jede Summe besteht, solange ganze Dorfgemeinschaften auf die Überweisungen eines Migranten hoffen und solange ganze Staaten wie Irak, Syrien, Libyen oder Afghanistan in Bürgerkriegen kollabieren, die oft genug auf westliche Kriegshandlungen folgen – so lange wird auch der Exodus der Verzweifelten weitergehen.

Größte Flüchtlingswelle seit dem Zweiten Weltkrieg

Erst wenn sich die Kluft zwischen Arm und Reich, Rechtlosigkeit und Gesetz, Dritter Welt und Europa ein wenig schlösse, würde die größte Flüchtlingswelle seit dem Zweiten Weltkrieg abflauen – und den Schleusern das Geschäft vermiest. Doch wann werden sich die Bürgerkriegsgebiete in Afrika und Nahost wohl stabilisieren?

Wer sich wundert, wieso die zivilisierte Welt vor 1940 nicht ein paar Millionen jüdische Flüchtlinge aufnehmen wollte, die von der Vernichtung durch die Nationalsozialisten akut bedroht waren, der braucht nur in die Tagesnachrichten zu schauen. Die Todesnot in den Kriegsgebieten steht nun einmal in keinem Verhältnis zur bedrohten Saturiertheit in den friedlichen und reichen Ländern.

Wer will schon, dass Millionen Traumatisierte zu uns flüchten? Aber eine Wahl haben sie nicht. Syrer und Afghanen können einen Asylstatus in unserem sozialstaatlichen Paradies erwerben, aber vorher müssen sie dafür durch die Hölle gehen. Die Multimillionäre vom größten Reisebüro der Welt hören das gerne.

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Dieser Exodus ist ein unfassbar großes Geschäft

Weltweit vernetzt und mit modernsten Mitteln betreibt die organisierte Kriminalität das Schleusergeschäft. Wer das eindämmen will, muss diese Strukturen zerschlagen – alles andere nützt nichts.

Das größte Reisebüro der Welt ist die Mafia. Hunderttausende von Armutsmigranten und Kriegsflüchtlingen aus aller Welt kommen über illegale Kanäle in Europa an. Wenn die Fernsehnachrichten ausgemergelte Boatpeople beim Anlanden in Lampedusa zeigen und wir über die schrottreifen Kähne erschaudern, wenn wieder einmal Hunderte von Leichen Verzweifelter in Sizilien angespült werden, dann zeigt uns das nur, wie umtriebig die Branche längst agiert.

Gewöhnlich gelingt die kriminelle Einreise nach Europa nämlich, und das ist auch ganz im Interesse der Schleuser. Wenn in afrikanischen Dörfern die glücklichen Auswanderer anrufen oder syrische Großfamilien einen der Ihren in Deutschland unterbringen konnten, dann bedeutet das neue Geschäfte für die Bosse: Der große Exodus geht weiter – und zugleich das große Geschäft.

Wir, die wir im befriedeten Sozialstaat unser Leben außergewöhnlich sicher verbringen, können über diese Verhältnisse schimpfen oder die Toten betrauern; wir können betroffen Geld für Hilfsorganisationen spenden; oder wir können Parteien mit knallharten Losungen gegen Zuwanderung wählen. Das ist alles nur Therapie für unsere sensible Seele.

Täter sind sehr einfallsreich

Ändern werden wir die Misere der Flüchtlinge damit genauso wenig wie den Strom von Millionen. Die italienischen Autoren Andrea Di Nicola und Giampaolo Musumeci ermöglichen in ihrem soeben erschienenen Buch „Bekenntnisse eines Menschenhändlers“ Einblicke ins internationale Schleusergewerbe. Der Einfallsreichtum und die Flexibilität der Täter sind staunenswert.

Bis in Weiler des Senegal kann man in Agenturen gegen einen horrenden Preis seine Passage nach Europa buchen. Aus Pakistan sind täglich Bataillone vorgeblicher Erntearbeiter mit echten Papieren nach Italien unterwegs. Türkische und griechische Grenzbeamte verdienen dreifache Gehälter mit dem Durchwinken Verzweifelter, und in den Häfen blüht der Bootsverkauf.

Steigert ein Land, wie kürzlich Albanien, die Grenzkontrollen, ändert sich die Route geschmeidig. Erkennen Holland oder Deutschland plötzlich Eritreer als Kriegsflüchtlinge an, sitzen mit Zauberschlag plötzlich ausschließlich Menschen mit gefälschten Pässen von Eritrea in den Seelenverkäufern.

Wer genug Geld – mindestens 7000 Euro – aus den kargen Volkswirtschaften im Irak oder im Jemen abzweigen konnte, der kann auch als Familienurlauber mit gefälschten saudischen Pässen in Mitteleuropa landen, Hawaiihemd und Fotoapparat inklusive. Oder die Gruppenreise geht in der gecharterten und dann geklauten Luxusyacht an allen Grenzkontrollen vorbei vom Peloponnes nach Apulien – und weiter über die Alpen.

Steuerfreie Blutgelder

Selbst sechsstellige Summen für ein Großboot ohne Rückfahrkarte sind für die Schleuserbosse kein Problem, wenn mit einem Schiff steuerfreie Blutgelder von über fünf Millionen Euro hereinkommen. Zum Vergleich: Frontex, die europäische Agentur zur Bewachung der Außengrenzen, verfügt über einen Jahresetat von 90 Millionen Euro.

Das alles mag zynisch klingen, aber es ist unser Alltag. Als 2013 mehrere Hundert Schwarzafrikaner vor Lampedusa im winterlichen Mittelmeer ertranken, sah die Polizei das nicht nur als humanitäre Katastrophe, sondern als Kollateralschaden: Die Schwarzen, die bei den libyschen Schleuserbossen wenig gelten, seien als reiner Testlauf ins stürmische Meer getrieben worden.

Wer sich aus Schwarzafrika auf den langen Treck nach Europa macht, weiß meist schon vorher: Wenn das spärliche Geld aufgebraucht ist, muss der Migrant unterwegs Drecksarbeit machen, muss sich von den Schleusern schlagen und demütigen lassen; Frauen werden oft vergewaltigt.

Und doch ist die Verzweiflung größer. Befragt nach ihren Motiven, antworten viele Reisende, dass sie den Tod nicht fürchten, denn sie hoffen auf ein Leben ohne Angst und ohne Hunger. Solange diese Kluft bestehen bleibt, können einzelne Schleuserbosse wie der Türke Moammar Küçük in ihrem Gewerbe zu Multimillionären aufsteigen, ohne je ein Boot zu betreten. Als Küçük 2011 von internationalen Fahndern verhaftet wurde, hatte er offenbar bereits allerbeste Kontakte, denn über seinen weiteren Verbleib ist nichts bekannt.

Migranten sind mit GPS unterwegs

Die Fahnder wissen, dass für jede zerschlagene Schleuserbande mindestens eine neue nachrückt. Vom Anwerber in den „failed states“ in Afrika und Nahost über die Quartiermacher in Istanbul, Kairo oder Tripolis bis zu den Kapitänen und den Kontaktpersonen in Italien oder Deutschland – alles ist vorbereitet und technisch ausgestattet.

Täglich sind Migranten mit GPS-Geräten in der Sahara unterwegs oder peilen direkt die Routen der Handelsschiffe an, von denen sie dann gerettet werden. Die Geldflüsse – man schätzt die Einnahmen des Migrationsbusiness auf rund 20 Milliarden Dollar jährlich – werden oft über islamische Kleinhändler nach dem „Hawala“-System über gegenseitige Verrechnung abgewickelt und sind für die Finanzbehörden unauffindbar.

Viele Tausend Tote dieses Geschäftsmodells haben die Bosse, die sich als Dienstleister für Menschen in Not verstehen, ohnehin eingepreist. Und haben wir Europäer das nicht auch? Solange die Nachfrage für ein Ticket nach Europa für fast jede Summe besteht, solange ganze Dorfgemeinschaften auf die Überweisungen eines Migranten hoffen und solange ganze Staaten wie Irak, Syrien, Libyen oder Afghanistan in Bürgerkriegen kollabieren, die oft genug auf westliche Kriegshandlungen folgen – so lange wird auch der Exodus der Verzweifelten weitergehen.

Größte Flüchtlingswelle seit dem Zweiten Weltkrieg

Erst wenn sich die Kluft zwischen Arm und Reich, Rechtlosigkeit und Gesetz, Dritter Welt und Europa ein wenig schlösse, würde die größte Flüchtlingswelle seit dem Zweiten Weltkrieg abflauen – und den Schleusern das Geschäft vermiest. Doch wann werden sich die Bürgerkriegsgebiete in Afrika und Nahost wohl stabilisieren?

Wer sich wundert, wieso die zivilisierte Welt vor 1940 nicht ein paar Millionen jüdische Flüchtlinge aufnehmen wollte, die von der Vernichtung durch die Nationalsozialisten akut bedroht waren, der braucht nur in die Tagesnachrichten zu schauen. Die Todesnot in den Kriegsgebieten steht nun einmal in keinem Verhältnis zur bedrohten Saturiertheit in den friedlichen und reichen Ländern.

Wer will schon, dass Millionen Traumatisierte zu uns flüchten? Aber eine Wahl haben sie nicht. Syrer und Afghanen können einen Asylstatus in unserem sozialstaatlichen Paradies erwerben, aber vorher müssen sie dafür durch die Hölle gehen. Die Multimillionäre vom größten Reisebüro der Welt hören das gerne.

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article138971398/Dieser-Exodus-ist-ein-unfassbar-grosses-Geschaeft.html

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  09.04.2015  Achgut.com

Konsensdemokratie ohne Opposition

Einer der letzten Oppositionellen unter deutschen Politikern hat sich im Zorn verabschiedet. Wer weiß, wer Peter Gauweiler noch folgen wird, der spät, aber gerade noch rechtzeitig gemerkt hat, dass er nur mehr Feigenblatt im lauen Wind der geseehoferten CSU war. Wolfgang Bosbach könnte der nächste sein, er hat ja bereits erkennen lassen, dass es wenig Spaß macht, das einzige Pferd im Stall zu sein, das noch zu wiehern vermag. Eurokritik ist in den im Bundestag vertretenen Parteien, nachdem jüngst auch „Die Linke“ eingeknickt ist,  nicht mehr erwünscht, wer sie dennoch übt, macht sich verdächtig. Denn der Bundestag stimmt nicht erst seit dem Auszug der FDP in einer Einmütigkeit ab, die schon unheimlich ist: war nicht irgendwann einmal das Parlament als legitimer Ort gedacht, in dem stellvertretend für den Rest der Gesellschaft der Streit um die Belange und Interessen der Bürger ausgefochten wird?

Das ist entweder immer schon graue Theorie gewesen oder lange vorbei. Ein großer Teil der Bürger hierzulande, nicht nur als Nichtwähler, findet sich von keinem der weit nach links gerückten politischen Kombattanten mehr repräsentiert. Und was heißt schon Kombattanten? Sie streiten ja kaum noch, höchstens, wenn ein Wahlkampf nahe rückt, und auch dann wird nicht wirklich gestritten, das Absondern einschlägiger Vokabeln ersetzt keine gepflegte Argumentation. Die Groko verfährt nach dem Motto ‚Brot und Spiele’: viel Weltrettungspathos, dazu hier eine soziale Wohltat und dort ein bisschen Symbolpolitik.

Wofür sich insbesondere das Frauenthema anbietet, mitsamt all den Bizarrerien, die in der Frauenbewegung der 70er Jahre Mode waren, von deren Verwirklichung selbst ihre Erfinderinnen nur in schlechten Momenten geträumt haben dürften. Als frau nach „Gold, Liebe, Abenteuer“ rief, hat sie jedenfalls gewiss nicht an Aufsichtsratsposten gedacht.

Die Eurorettungspolitik hat schon jetzt unzählige Opfer zu verzeichnen, eines ist der deutsche Bundestag, der allerdings seiner Entmachtung mit satter Mehrheit selbst zugestimmt hat, und das, obwohl Bundestagspräsident Lammert in wünschenswerter Deutlichkeit bereits 2011 darauf hingewiesen hat, dass sich das deutsche Parlament des Herzstücks seiner Macht begibt, nämlich des Budgetrechts, wenn es in Sachen Euro-Rettungsschirm auf sein Votum verzichtet.

Aber was soll man machen, wenn die Kanzlerin etwas für alternativlos hält? Da wird dann eben herrschende Beschlusslage zu Makulatur erklärt oder Recht und Gesetz gebogen, das gebieten gefühlter Notstand und gefühlte Volksstimmung. Das Parlament wurde übergangen und ließ sich übergehen. So kann man sich auch überflüssig machen: Wer braucht schon Repräsentanten, wenn es auch mit Volksabstimmung á la Angela Merkel geht?
„Populistisch“ im Wortsinn sind hierzulande nicht Protestparteien und –bewegungen, sondern die Wohlfühlpolitiker der GroKo, die sich ganz und gar nicht redlich darum bemühen, alles in die rechte Ecke zu stellen, was nicht Gefolgschaft gelobt. Dass es rechts von der CSU keinen Platz für eine andere Partei geben dürfe, das einstige Versprechen von Franz-Josef Strauß, gilt schon lange nicht mehr. Rechts gähnen gleich mehrere Fußballstadien, und nur mit dem schärfsten Geschütz, das es hierzulande gibt, nämlich der Nazikeule, lässt sich noch verhindern, was in vielen anderen europäischen Ländern längst normal geworden ist: dass eine Partei entsteht, die eurokritisch und konservativ zugleich ist.

Die „Alternative für Deutschland“, die angetreten ist, das Vakuum zu füllen, das durch den Linksruck der Altparteien entstanden ist, bemüht sich derzeit, sich selbst zu erledigen. Verwunderlich ist das nicht: jede neue Partei sammelt erstmal ein buntscheckiges Milieu ein, man braucht nur an die Grünen der frühen Jahre denken, die lange Zeit eine der nachgesuchtesten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Nachkriegszeit darstellten, von dem auch jene Journalisten profitierten, deren Kerngeschäft darin bestand, die neuesten Anekdoten aus den Flügelkämpfen der Grünen zu kolportieren. Stets war die Partei kurz vorm Auseinanderbrechen, eine Meldung, die sich ebenso regelmäßig als Ente erwies und doch jedem Beobachter nichts als plausibel war. Der Ton in den innerparteilichen Auseinandersetzungen war an Schärfe kaum zu überbieten, die Intrige blühte, persönliche Gemeinheiten waren an der Tagesordnung. Dagegen scheint es bei der AfD noch immer bürgerlich-gesittet zuzugehen.

Und doch ist der Konflikt dort womöglich schärfer als der bei den Grünen in den 80er Jahren dominierende Kampf zwischen „Fundis“ und „Realos“, also zwischen radikalen Systemgegnern und machtbewussten Pragmatikern. Die AfD müsste die liberale Kritik an der Eurorettungspolitik, der sich die FDP versagt hat, mit der Eroberung des Terrains verbinden, das CSU und CSU rechts freigelassen haben. Dabei darf sie jedoch nicht auf jene Nachsicht der Medien hoffen, die man einst den Grünen entgegengebracht hat, obwohl deren Demokratieverständnis in mehr als einem Punkt fragwürdig war.

Doch die AfD ist heute mindestens so nötig wie die Grünen es damals waren: schon aus hygienischen Gründen. Ein Parlament ohne Opposition ist eine furchtbare Vorstellung, und sie nähert sich der Realität von Tag zu Tag.
Die Grünen haben lange gebraucht, bis sie als Partei der Moralisierer mindestens so langweilig geworden sind wie all die anderen Altparteien. Die AfD sollte sich daran kein Vorbild nehmen, höchstens in einem Punkt: sie muss sich auf eine lange Durststrecke einstellen. Es sei denn, der Eurexit kommt früher als gedacht.

Siehe auch BLogisch

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/konsensdemokratie_ohne_opposition

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Letzte Woche starben im Mittelmeer wieder über tausend Flüchtlinge. Die Migrationsströme reissen nicht ab. Sie schwellen an. ­Afrika hat über eine Milliarde Einwohner, in Europa leben 733 Millionen Menschen. Der demografische Überdruck im Süden bricht sich gegen den wohlhabenden Norden Bahn. Im Jahr 2050, schätzt die Uno, werden zwei Milliarden überwiegend junge Afrikaner rund 691 Millionen alternden Europäern gegenüberstehen. Die Antwort unserer Politiker lautet, dass wir immer noch mehr Flüchtlinge aufnehmen sollen. Das freundliche Angebot wird die Nachfrage weiter verstärken.

Offen wie ein Scheunentor

Die europäische Südgrenze ist offen wie ein Scheunentor. Die Festung Europa gibt es nicht. Im letzten Jahr landeten 220 000 illegale Mi­granten an der italienischen Küste an. In diesem Jahr rechnet allein Deutschland mit einer Verdoppelung der Asylgesuche auf 500 000. Niemand fühlt sich verantwortlich für den verfassungsmässig verankerten Schutz der Aussengrenzen. Die Italiener wissen, dass die illegalen Migranten lieber in den reichen Norden ziehen und stecken sie in Züge, ohne sie zu registrieren. «Die Flüchtlinge verschwinden eben», erklärte uns kürzlich ein Römer Diplomat charmant und gestenreich.

Im Grunde ist es allen klar, aber niemand traut sich, es zu sagen: Was sich hier abspielt, ist ein grossräumig angelegter Missbrauch unseres Asylrechts durch illegale Wirtschaftsflüchtlinge. Es ist ein behördlich geduldeter Rechtsbruch im grossen Stil. Das Dubliner Flüchtlingsabkommen funktioniert nicht. In einem Europa der offenen Grenzen haben die überlasteten Italiener keinen Anreiz, die bürokratischen Vorgaben aus Brüssel umzusetzen. Ohnehin ist es eine Illusion, bei Hunderttausenden von hereinströmenden Migranten ­ordentliche Asylverfahren einzuleiten.

Junge Schwarze

Die Absurdität zeigt sich bereits in den Bildern und Statistiken. Die Medien berichten von «Kriegsflüchtlingen aus Syrien». Auf den Fernsehschirmen sehen wir hingegen Schiffe voller junger Schwarzer. Von Politikern wird uns eingeredet, man lasse nur Verfolgte aus dem ­Nahen Osten rein. Den aktuellen Zahlen entnehmen wir, dass die am schnellsten wachsende Asylantengruppe in der Schweiz die Kosovaren sind, in deren Heimat die Schweizer Armee und die Bundeswehr auf Kosten unserer Steuerzahler doch angeblich für Ordnung sorgen.

Mitleidlos zeigt der Rechtsstaat seine Klauen gegen Verkehrssünder und Steuer­betrüger. Wenn es darum geht, die Aus­sengrenzen abzuriegeln gegen illegale Einwanderer, ist auch die Toleranz fast grenzenlos. Asyl verdienen gemäss Uno-Definition nur Menschen, die unmittelbar an Leib und Leben bedroht sind, politisch durch den Staat Verfolgte. Selbst das liberale deutsche Asylrecht schreibt fest, dass Bürgerkriegsflüchtlinge, ­Armutsmigranten und Menschen in perspektivloser Situation kein Anrecht auf Asyl geltend machen können. Ein Asylrecht, das seinen eigenen Missbrauch toleriert, schafft sich ab.

Die Australier machen es richtig. Sie haben der illegalen Zuwanderung den Kampf angesagt. In einem Demonstrationsvideo verkündet ein uniformierter Offizier, dass man die gesetzwidrige Migration nicht dulden werde. Alle anlaufenden Schiffe werden von der Marine abgeblockt, auf Inseln abgeschoben, zum Teil in Partnerländer, denen die Australier dafür Geld bezahlen. Das ist nicht unmenschlich, sondern ein Gebot der Ethik: Wer dem moralischen Grös­senwahn erliegt, allen Armen Zuflucht zu gewähren, zerstört seine Lebensgrundlagen.

Asyl, einst und heute

Unser modernes Asylrecht ist ein Produkt des Zweiten Weltkriegs. Es wurde geschaffen für einzelne spezifisch Verfolgte nach den von Deutschen, Russen, Chinesen und Türken verübten Völkermorden des letzten Jahrhunderts. Es wurde nicht gebaut als Einfallsschleuse für Menschenmassen, die dem wirtschaftlichen und politischen Elend ihrer Heimatländer aus verständlichen, aber eben nicht legalen Gründen entfliehen wollen. Unter dem Rechtstitel des Asyls werden bald Millionen Richtung Norden marschieren, wenn wir nicht die Kraft aufbringen, unsere Rechtsordnungen endlich durchzusetzen. Jeder Flüchtling, der es nach Europa geschafft hat, ruft mit seinem Handy Kollegen und Verwandte an, die ihm baldmöglichst folgen werden. Was ist zu tun?

Erstens: Man muss den Todeskanal übers Mittelmeer schliessen. Die illegalen Zuwanderer sind sofort aufs afrikanische Festland zurückzuschaffen, die Schlepperboote umgehend zu zerstören. Man muss den Leuten unmissverständlich klarmachen, dass der Weg übers Mittelmeer die Investition nicht lohnt und dass die Menschenhändler Märchen erzählen, wenn sie ihre Kunden auf die Kähne locken. Niemand wird Tausende von Franken bezahlen für eine aussichtslose Überfahrt. Mit dieser Massnahme hatten die Italiener Erfolg, als zu Beginn der neunziger Jahre der ganze Staat Albanien nach dem Zusammenbruch des Kommunismus auf Schiffen über die Adria strebte. Sie schickten die Schiffe einfach zurück. Es gab damals allerdings noch kein Dubliner Flüchtling