Monatsarchive: April 2014

Interview mit Akif Pirincci („Deutschland von Sinnen“)

Mod.: Bekannt geworden ist er durch seine Detektivromane „Felidae“, in dem eine Katze die Hauptrolle spielt. Witzig, düster, spannend, jetzt hat Akif Pirinçci sein erstes Sachbuch geschrieben und haut mit „Deutschland von Sinnen“ so richtig auf den Putz. Denn in der Türkei geboren und in der Eifel aufgewachsen, gibt es hierzulande so einiges, das ihn in Rage bringt. Aber ganz anders, als man erwarten könnte, denn er liebt Deutschland, das er aber manchmal, wie er sagt „im Nebel von Gutmenschentum und politischer Korrektheit“ kaum wiedererkennt. Herzlich Willkommen Akif Pirinçci, schön, dass Sie da sind, wir reden auch gleich, aber erst einmal zu ihrem Buch und ein paar ihrer interessanten Thesen.

 

Einspieler:

In Deutschland leben etwa 80 Millionen Menschen, davon 16 Millionen mit Migrationshintergrund, darunter rund 4 Millionen Muslime. Ausgerechnet ein türkischer Autor stellt nun die Frage, warum nur die muslimische Minderheit so viele Forderungen stellt. Warum gibt es zum Beispiel in Deutschland eine Islam-Konferenz, aber keine Hindu-, griechisch-orthodoxe oder russisch-orthodoxe. Und warum brauchen andere Migranten keine eigenen Interessenvertreter. Akif Pirinçci kritisiert in seinem Buch Migranten, die sich nicht anpassen wollen und fragt sich, ob die Deutschen, die das tolerieren, noch ganz dicht sind. Pirinçci kam in den 60er Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland. Reich und berühmt wurde er mit dem Katzenkommissar Francis aus dem Bestseller „Felidae“. In seinem neuen Buch rechnet er vor allem mit seinen Landsleuten ab. Wenn junge Türkinnen, die in Deutschland geboren wurden, ihre Heimat kaum kennen, aber ohne Burkini nicht am Schwimmunterricht teilnehmen, dann nennt er das schon mal „Kostümtürkentum“. Die ach so gut gemeinten Integrationsbemühungen laufen aus dem Ruder, sagt Pirinçci. Ganz schön provokant. So schonungslos hat noch keiner über Türken in Deutschland geschrieben.

 

Mod.: Ja, fangen wir doch mal bei Ihnen an Herr Pirinçci. Sie sind aus der Türkei gekommen, ich glaube mit zehn Jahren, nach Deutschland. Wie ist das für Sie gewesen und wie fühlen Sie sich heute? Wo würden Sie sagen, ist ihre Heimat?

 

Pirinçci: Meine Heimat ist eindeutig Deutschland. Ich habe mich in dieses Land von Anfang an, sofort von der ersten Sekunde an, total verliebt. Vor allem in die Natur, später natürlich auch in die Frauen. Es ist eindeutig Deutschland.

 

Mod.: Was hat Sie an Deutschland begeistert? Warum haben Sie sich verliebt? Da muss ja immer was sein, was einen auch anzieht und begeistert.

 

Pirinçci: Ja, erst einmal war das für mich ein Wunder, dass mein Vater, nachdem er drei Monate schon hier gearbeitet hat, mir ein Fahrrad kaufen konnte. In der Türkei waren wir sehr arm. Da sind Kinder Fahrrad gefahren, die sehr reiche Eltern hatten, das hat man sehr egoistisch empfunden. Aber dieses kleinste Deutschtum hat mir auch gefallen, die Wälder und so ein grünes Land, das ist Wahnsinn. Leider werden ja, durch diese grüne Ideologie, die Wälder jetzt so nach und nach wieder abgeholzt, damit man da Windmühlen hinstellen kann oder so etwas, also diese Quatsch-Energie, dieser erneuerbare oder verteuerbare Energie-Mist.

 

Mod.: Bleiben wir aber doch noch einmal bei der Erfahrung, die Türken hier in Deutschland machen. Bei Ihnen ist das offensichtlich alles gut gelaufen, aber es gibt, gerade auch oft in der dritten Generation, junge Menschen, die fühlen sich zerrissen, die haben das Gefühl sie sitzen kulturell und auch sprachlich zwischen allen Stühlen. Was ist denn da schief gelaufen?

 

Pirinçci: Da ist gar nichts schief gelaufen, die fühlen sich auch gar nicht zerrissen. So etwas gibt es in Wirklichkeit nicht, das reden sie den Deutschen nur ein. Damit sie so von hinten bis vorne bedient werden. Zum Beispiel in der Schule senkt man ja das Leistungsniveau immer mehr runter. Das sind alles eigentlich Quatsch-Behauptungen von Soziologen, dass sie sich innerlich zerrissen fühlen würden, dass, wenn sie durch die Straße gehen, sich fragen würden „Oh, bin ich ein Türke, ein Araber oder ein Deutscher“ oder so etwas. Eigentlich werden diese Untersuchungen ja in Auftrag gegeben von der Regierung für Soziologie Institute und diese Leute dort in diesen Soziologie Instituten verdienen ja auch damit sehr viel Geld, dass sie den Deutschen oder den deutschen Politikern so einen Blödsinn einreden. So etwas gibt es gar nicht, wie eine Identität. Man ist da, wo man lebt. Abgesehen davon, wenn sie sich so zerrissen fühlen, wenn sie sich hier nicht wohlfühlen, dann können sie ja abhauen zu ihrer Heimat wieder, ist ganz einfach.

 

Mod.: Das ist der alte Spruch, den man ja auch früher gerne dann gesagt hat, „Dann geh doch rüber“, so ungefähr. Trotzdem will ich da noch einmal drauf beharren. Sie haben uns jetzt erklärt, warum die Soziologen das ganz gut finden, weil sie damit verdienen, aber warum machen es denn die Türken, also ihre Landsleute. Welchen Grund sollten die haben, es sich hier selber schwer zu machen?

 

Pirinçci: Da spielt die Islamisierung hier auch eine große Rolle. Als ich nach Deutschland kam, gab es keine türkische Frau, die mit Kopftuch rumgerannt ist. Heute rennen sie sogar mit dem Schleier durch die Gegend. Und dass man sich so etwas überhaupt gefallen lässt. Ich könnte wirklich wütend werden, wenn ich mir so etwas anschauen muss. Das ist so entgegenkommend. Es war ja früher so, als wir hinkamen, waren wir sozusagen für die Deutschen da. Man wollte von meinen Eltern die Arbeitskraft. Das hat sich durch diese grün-versiffte Politik, grün-rot-versiffte Politik alles umgedreht. Das Einwanderungsland ist jetzt für die Einwanderer da. Die nächste Stufe wird sein, dass man sie zu Heiligen oder so etwas erklärt.

 

Mod.: Was Sie jetzt hier natürlich machen, da sind Ihre Ansichten und Überzeugungen politisch sehr unkorrekt. Da kann ich mir vorstellen, stehen jetzt schon viele auf den Barrikaden und sagen „Wie kann der so etwas von sich geben?“. Insgesamt geht es in Ihrem Buch ja jetzt nicht nur um Migranten, sondern überhaupt um diese Gutmenschen und diese politischen Überkorrekten. Sind das die Deutschen, die da besonders…?

 

Pirinçci: Das ist vor allem die, wie gesagt die grün-rot-versiffte Politik, die mittlerweile auch die CDU, die sogenannte konservative Partei, absolut unkenntlich gemacht hat. Sie werden zum Beispiel in der CDU keinen einzigen mehr finden, der noch über diese Abtreibungssachen noch ein Wort verliert. Ich glaube letztens hat einer mal aufgemuckt, der hat gesagt „Ich bin damit nicht so einverstanden“, den haben sie sofort wieder zusammen geknüppelt. Man kann sagen die Kindersexpartei, die Grünen, haben dieses Land kaputt gemacht.

 

Mod.: Man merkt, wenn wir uns hier unterhalten, da ist sehr viel Aggression und Wut. Ich glaube Thilo Sarrazin wirkt wie ein Weichei gegen Sie. Was wollen Sie denn bewirken mit Ihrem Buch?

 

Pirinçci: Ich möchte mein altes Deutschland wieder haben. Es war so toll dieses Land, absolut toll.

 

Mod.: Also das Deutschland der 60er Jahre?

 

Pirinçci: Nein. Ich möchte ein Deutschland haben, in dem ich durch die Straßen gehe und mich nicht wie im Orient, im Iran oder so etwas fühle. Ich weiß nicht, wie gesagt, wir sind hier hingekommen, weil das besser war, als da, woher wir stammten. Ich finde das alles hier toll, ich möchte auch, dass das einen westlichen Charakter erhält und wie gesagt, mein Buch handelt nicht nur von Einwanderern oder so etwas, sondern vielen Sachen. Zum Beispiel auch von den öffentlich-rechtlichen Sendern. Das Kapitel heißt „Mit dem Arschloch sieht man besser“ und ja, ich möchte mein altes Deutschland wieder haben und ich werde es auch bekommen.

 

Mod.: Wir sind gespannt, Akif Pirinçci. Jedenfalls war es interessant, Ihre Thesen hier heute mal zu hören. „Deutschland von Sinnen“ heißt das wahrscheinlich politisch unkorrekteste Buch des Jahres hier in Deutschland. Ich bedanke mich, dass Sie heute da waren und wir werden das weiter im Auge behalten.

 

Aus: ZDF Mediathek – Krimiautor Akif Pirincci im Gespräch – mittagsmagazin – 03.04.2014, 21_20

Deutschland von Sinnen: Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer von Pirinçci, Akif (31. März 2014)

E.Dukes wunderliche Reise / E. Duke’s Wondrous Journey / E.Diuka przedziwna podroz

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E.Dukes wunderliche Reise / E. Duke’s Wondrous Journey / E.Diuka przedziwna podroz

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Erster Tag

1 Tag: Mein Boxerhund teilt mir durch ein Einschreiben gegen
Rückschein sein Bedürfnis zum Ortswechsel mit.

2 Tag: Vorbereitungen zum Aufbruch

3 Tag: Das Einpendeln des Weges

4 Tag: Der Streckenhinweg

5 Tag: Der Zielbann

6 Tag: Am Ziel

7 Tag morgens: Die Umkehr
7 Tag vormittags: Der Streckenrückweg
7 Tag nachmittags: Die Annäherung ans Heim
7 Tag abends: Die Einheimung

Somit waren wir ununterbrochen 40 Tage unterwegs.

8 Tag: Mein Boxerhund teilt mir durch ein Einschreiben gegen
Rückschein sein Bedürfnis zum Ortswechsel mit.

Day One

Day 1: My German Boxer informs me in a letter by recorded delivery of his necessity for a change of scene.
Day 2: Preparations for Departure
Day 3: The Way Levels Out
Day 4: The Way There
Day 5: The Goal in Sight
Day 6: At our Destination
Day 7 early morning: Turning Back
Day 7 late morning: The Way Back
Day 7 afternoon: Approaching Home
Day 7 evening: Making ourselves at Home

We travelled thus for forty days uninterrupted.

Day 8: My German Boxer informs me in a letter by recorded delivery of his need for a change of scene.

pierwszy dzien

1 dzien: Moj bokser Diuk podaje do mojej wiadomosci listem poleconym swoja potrzebe zmienienia miejsca pobytu.

2 dzien: Przygotowanie do rozpoczecia podrózy.

3 dzien: Poczatek drogi.

4 dzien: Po drodze.

5 dzien: Droga do celu.

6 dzien: Osiagniecie celu.

7 dzien rankiem: Powrót.

7 dzien przedpoludnie: Droga powrotna.

7 dzien popoludniu: Zblizanie sie do domu.

7 dzien wieczorem: W domu.

W ten sposób bylismy bez przerwy 40 dni w drodze.

8 dzien: Moj bokser podaje do mojej wiadomosci listem poleconym swoja potrzebe zmienienia miejsca pobytu.

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Zweiter Tag

Gestern abend stand ich mit meinem Boxerhund Duke am Fenster und
unterhielt mich mit ihm über dies und jenes – eher jedoch über jenes.
Über dies unterhielt sich Duke nicht gerne. Er hatte seine Prinzipien.
Plötzlich sahen wir den weißen Polarbär an unserem Fenster
vorbeitrapsen. Er sah uns ebenfalls, hielt an, zog den Hut und sang:
„Durch den Schnaps, durch den Schnaps, kriege ich den rechten Traps!“
Dann verbeugte er sich und verschwand in der Nacht.
„Was hat er gesagt?“, fragte ich Duke, „hat er uns zum Abendessen eingeladen?“
„Ich glaube, er hat uns nicht zum Abendessen eingeladen“, sagte Duke.
„Und wenn er uns doch zum Abendessen eingeladen hat?“, erboste ich mich
. „Wir gehen und fragen ihn“, entschied ich. Ich half Duke, seinen
Wolfspelz anzuziehen, den er sich gekauft hatte, als er incognito nach
Marienbad zur Kur fuhr, und wir gingen den Bär besuchen.
Wir gelangten an ein Häuschen, in dem etwas fürchterlich rumorte.
Es brannte aber kein Licht. Duke klopfte mit dem Schwanz an die Tür.
Es öffnete sich ein kleines Fensterchen und zwei Augen schauten uns
in der Dunkelheit an.
„Guten Abend, mein Herr, lebt hier der weiße Bär?“, fragte ich.
„Nein“, antworteten mir die zwei Augen.
„Nein?“
„Nein.“
Wir schwiegen eine Weile, und dann fragte ich: „Entschuldigung, sind Sie
nicht der weiße Polarbär persönlich?“
„Doch, doch, der bin ich.“
„Warum sagten Sie dann, hier würde kein Polarbär leben?“
„Ha, ha, ha, mein Herr – nennen Sie das ein Leben?“, antworteten mir
die zwei Augen, und das Fensterchen schloß sich.
Im Häuschen fing es wieder an zu rumoren.
Länger zu warten wäre sinnlos gewesen.
Uns wurde inzwischen kalt, und wir gingen heim.
Zuhause machte ich Tee und Duke malte noch eine Weile.
Beim Abendessen sagte er zu mir: „Denk‘ bitte morgen daran, daß ich
wieder blaue Farbe kaufen muß.“

So entstand dieses Bild.

Day 2

Yesterday evening I was standing with my German Boxer Duke at the window and was discussing with him this and that – mainly that. Duke doesn’t like discussing this. He has his principles. Suddenly we saw the white polar bear clomp past our window. He saw us too, stopped, doffed his hat and sang, “My grog, my grog, it gives me the right clomp!” Then he bowed and disappeared into the night.
“What did he say?” I asked Duke, “Did he invite us to dinner?”
“I think he did not invite us to dinner,” said Duke.
“But what if he did invite us to dinner?” I asked, infuriated.
“We’ll go and ask him,” I decided. I helped Duke to pull on the wolf-skin he had bought whilst travelling incognito to the health spa in Marienbad and we went to visit the bear. We reached a house, inside of which something was rumbling terribly. The lights were out though. Duke knocked on the door with his tail. A little window opened and a pair of eyes looked at us out of the darkness.
“Good evening dear Sir, does the white bear reside here?” I asked.
“No,” answered the pair of eyes.
“No?”
“No.”
We fell silent for a while and then I asked, “Excuse me, are you not the white bear in person?”
“Yes, yes, he I am.”
“Why did you say then that no polar bear lives here?”
“Ha, ha, ha, dear Sir – do you call this a life?” answered the pair of eyes, and the window closed.
Inside the rumbling began again.
It would have been pointless to wait any longer.
We were getting cold, and went home.
At home I made tea and Duke painted for a while.
At dinner he said, “please remember that I tomorrow I need to buy more blue”.

And that is how this picture came to be.

drugi dzien

Wczoraj wieczorem stalem z moim bokserkiem Diukiem przy oknie i rozmawialem z nim o tym i o tamtym – ale bardziej o tamtym, bo o tym rozmawial Diuk niechetnie. On ma takie swoje zasady. Nagle widzimy jak przed naszym oknem przechodzi bialy niedzwiedz. On nas tez zobaczyl, zdjal czapeczke i zaczal spiewac:

„Bo wódeczka, bo wódeczka, bedzie dobra dla Juleczka!“ – uklonil sie i zniknal w zapadajacym mroku.

„Co on powiedzial?“ – spytalem sie Diuka – „czy on nas na kolacje zaprosil?“

„Mnie sie widzi, ze on nas na kolacje nie zaprosil“ – burknal Diuk.

„A co jezeli nas jednak zaprosil? – zdenerwowalem sie. „Idziemy sie go zapytac“ – zdecydowalem.

Pomoglem Diukowi zalozyc jego wilcza skóre, ktora sobie kupil jadac incognito na kuracje do Marienbadu i poszlismy odwiedzic Misia. Podeszlismy do malego domku, w ktorym sie cos potwornie kotlowalo.

Nie bylo swiatla. Diuk zapukal ogonkiem w drzwi. Otworzylo sie male okienko i dwoje oczu spojrzalo na nas z ciemnosci.

„Dobry wieczór, prosze Pana, czy tu zyje bialy Mis?“ -zapytalem sie.

„Nie“ – odpowiedzalo mi te dwoje oczu – „nie zyje tu.“

„Nie zyje tu?“

„Nie zyje.“

Milczelismy chwile i potem spytalem sie:“Niech Pan wybaczy, ale czy Pan nie jest bialym Misiem?“

„Tak, bialy Mis to ja.“

„To dlaczego mi Pan powiedzial, ze bialy Mis tu nie zyje?“

„Ha, ha, ha, prosze Pana, Pan to nazywa zyciem?“ – odpowiedzialo mi te dwoje oczu po czym zatrzasnelo okienko. W domku znowu zaczelo sie kotlowac. Dluzej czekac by bylo bez sensu.

Zrobilo sie nam w miedzyczasie zimno, poszlismy z powrotem do domu.

W domu zrobilem herbate a Diuk malowal jeszcze obrazek.

Po kolacji powiedzial do mnie: „Przypomnij mi jutro, zebym kupil jeszcze niebieskiej farby.“

Tak powstal ten obrazek.

Architecture

Dritter Tag

„Nein, Duke“, sagte ich zu meinem Boxerhund, „nein, das ist keine Architektur.
Such weiter, such!“
Wahrscheinlich lag es am Wetter. Der Regen hatte alle Spuren verwischt.
„Ach nein, Duke, das ist auch keine. Versuch‘ es vielleicht dort, dort,
wo das Bauen aufhört.“
Duke lief wieder voraus.
Der Morgen war ziemlich kühl. Es nieselte. Von weitem sah ich, wie Duke
etwas aus den Nostalgiewellen holte.
Er apportierte es und ich mußte ihn noch einmal enttäuschen.
„Findest Du das gut? Es hat heute keinen Sinn. Komm‘ wir gehen zurück
und bringen es in den Luftschloßdenkmalschutzkeller.“
Nicht weit vor den Toren der Stadt begegneten wir II.
„Wer bist Du? Wie heißt Du?“, fragte ich.
„Erstens bin ich Architektur, und zweitens mache ich keine
Bekanntschaften auf der Straße“, antwortete II.
Während Duke und ich betreten schwiegen, verabschiedete sich II von
uns, förmlich, aber höflich.
Wir gingen weiter.
Nach einer Weile sagte Duke zu mir: „Ein netter Kerl, was?“
Der Himmel klärte sich auf.
Es hörte auf zu regnen.

So entstand dieses Bild.

Day 3

“No, Duke,” I said to my German Boxer, “no, that’s not architecture. Keep searching, search!”
It was probably due to the weather. The rain had washed away all trace of it.
“Oh no, Duke, that’s not it either. Try there, there where the buildings end.”
Duke ran ahead again.
The morning was quite cool. It was drizzling. From far away I saw Duke pull something out of the waves of nostalgia.
He fetched it and I had to disappoint him once again.
“Do you like it? It’s just no use today. Come on; let’s take it back to the air-locked monument protection bunker.”
Not far from the gates to the city we came across II.
“Who are you? What’s your name?” I asked.
“Firstly I’m architecture, and secondly I don’t consort with people on the street,” replied
II.
Whilst Duke and I stood in embarrassed silence, II bid us farewell, formally but politely.
We walked on.
After a while Duke said to me, “A nice guy, wouldn’t you say?”
The sky cleared.
It stopped raining.

And that is how this picture came to be.

trzeci dzien

Nie, Diuk“ – powiedzialem do mojego bokserka, „nie, to nie jest zadna architektura, szukaj dalej, szukaj!“

Prawdopodobnie przeszkadzala pogoda, deszcz zatarl wszystkie slady.

„Alez nie, Diuk, to tez nie jest architektura. Spróbuj w tym kierunku, tam gdzie sie konczy budowanie.“

Diuk polecial na przód.

Ranek byl dosc chlodny, mzyl kapusniaczek. Z daleka widzialem jak Diuk ciagnal cos z obloku nostalgii.

Zaaportowal mi to ale musialem go znowu rozczarowac. „Tobie sie to podoba? To dzisiaj nie ma juz sensu. Chodz idziemy dalej, zaniesiemy to co znalazles do schronu przeciwlotniczego.“

Niedaleko od bramy wejsciowej do miasta spotkalismy II.

„Kto Ty jestes? Jak sie nazywasz?“ – spytalem sie.

„Po pierwsze jestem Architektura, a po drugie nie zawieram znajomosci na ulicy“ – odpowiedzialo II.

Duke i ja milczelismy zirytowani, a w miedzyczasie II sie pozegnalo, formalnie ale uprzejmie.

Diuk i ja poszlismy dalej.

Po pewnym czasie Diuk sie odezwal: „Ciekawy facet, nie?“

Niebo sie rozjasnilo, przestalo padac.

Tak powstal ten obrazek.

watching-sunrise

Vierter Tag

Am frühen Morgen brachen wir auf.
Es war ein grauer, nebliger Herbsttag.
Gegen Mittag verließen wir den schmalen, überwachsenen Pfad und
ritten im Schritt das Ufer entlang.
Von weitem sahen wir schon den Jungen, der die Halbsonne betrachtete.
Wir galoppierten an und parierten zwei Pferdelängen von ihm entfernt durch.
Mein Boxerhund Duke lief vor und sagte:
„Guten Tag, Ihre Papiere bitte!“
„Ich betrachte ja bloß die Halbsonne“, entschuldigte sich der Junge.
„Sie stehen jedoch dabei im Halteverbot. Haben Sie getrunken?“,
fragte Duke trocken.
„Nein, ich habe mich nur gewundert, was diese vier orangenen Vierecke bedeuten sollen.“
„Und?“
„Die Genesis. Das andere die Ursache. Und dieses die Zeit.“
„Na ja, diesmal haben sie noch Glück gehabt. Gehen Sie jetzt
auseinander und lassen Sie sich nicht noch mal erwischen!“
Duke händigte dem Jungen seine Dokumente aus.
Wir setzten unsere Reise fort.
Spät in der Nacht kamen wir an.
Wir hatten noch einen langen Weg vor uns.

So entstand dieses Bild.

Day 4

We set off early in the morning.
It was a grey, foggy, autumnal day.
Around midday we left the narrow, overgrown path and rode at walking pace along the bank.
We saw the boy, who was looking at the half sun, from a long way off.
We came to a halt two lengths short of him.
My German Boxer Duke ran ahead and said, “Good day, your papers please!”
“I’m only looking at the half sun,” said the boy in explanation.
“It is prohibited to stop here all the same. Have you been drinking?” asked Duke drily.
“No, I was just wondering what these four orange squares are supposed to mean.”
“And?”
“Genesis. The other is cause. And this one is time.”
“Okay, you’ve been lucky this time. Break it up now and don’t go getting yourself caught again!”
Duke handed back the boy’s documents.
We continued our journey.
We arrived late at night.
We still had a long way ahead of us.

And that is how this picture came to be.
czwarty dzien
Wczesnym rankiem ruszylismy w droge. Dzien byl szary i mglisty, jak to jesienny dzien.

Kolo poludnia opuscilismy te waska zarosnieta drozke, i pokierowalismy nasze konie wzdlóz brzegu.

Z daleka juz widzielismy chlopca, ktory obserwowal pólslonce. Zagalopowalismy i zatrzymalismy sie na odleglosc dwóch koni przed nim. Mój bokser Diuk podbiegl do niego i krzyknal:

„Dzien dobry, dokumenciki do kontroli poprosze!“

„Ale ja sobie tylko ogladam to pólslonce“ – tlumaczyl sie chlopiec.

„Ale stoisz chlopcze w zakazie zatrzymywania. Piles cos?“ – spytal Diuk sucho.

„Nic nie pilem. Ja sie tylko dziwie, co te cztery kwadraciki oznaczaja?“

„No i co one oznaczac maja?“

„Genesis. Ten drugi to przyczyna. A ten to czas.“

„No to miales tym razem szczescie, udalo ci sie, a teraz rozejdz sie i zebym cie drugi raz na czyms takim nie przylapal!“

Diuk oddal chlopcu jego dokumenty.

Kontynuowalismy nasza podróz.

Pozna noca dojechalismy. Mielismy jeszcze dluga droge przed nami.

Tak powstal ten obrazek.

ringing

Fünfter Tag

In dem Bergdorf angekommen, mußten wir uns nach einer Unterkunft
umsehen. Mein Boxerhund Duke und ich liefen ein paar Mal durch das
Dorf, bis wir uns entschieden, in einem kleinen, netten Chalet nach
Quartier zu fragen. Duke klopfte an die Tür und fragte die Frau, die uns
öffnete: „Gruezi Gott, wir sind zwei arme Teufele, ganz müde vom
Marschieren, hätten Sie ein Zimmer für uns?“ Die Frau schaute Duke
ganz verdutzt an, der ihr charmant einen Handkuß gab, und fragte mich:
„Ihr Boxerhund spricht?“
„Ja“, sagte ich, „leider mit Akzent. Dürfen wir das Zimmer sehen?“
„Aber bitte!“
Die Frau machte die Tür auf und ließ uns herein. Das Zimmer gefiel uns.
Wir schnallten unsere Rucksäcke ab und ich verabschiedete mich von
der netten Dame, während Duke sich noch ausgedehnt über die prächtige
eidgenössische Aussicht mit ihr unterhielt.
Als wir unsere Sachen auspackten, vermißte ich den Wecker.
Ich war sehr verärgert, weil wir am nächsten Morgen ganz früh aufbrechen
wollten. Ich fing an, mit Duke zu schimpfen, der sich leider nicht
in die Rolle des Schuldigen drängen ließ und mir vorwarf, die technische
Ausrüstung nicht kontrolliert zu haben.
Was nun?
Die Lage spitzte sich zu, bis Duke plötzlich eine Idee hatte.
Er setzte sich hin, stellte seine Staffelei auf und fing an zu malen.
Er malte das Klingeln des Weckers, er malte die Zeit zwischen kurz vor
und kurz nach halb sieben Uhr morgens.
Als das Bild fertig war, wusch ich ihm die Pfoten und wir gingen schlafen.
Am nächsten Morgen weckte uns das Klingeln des Weckers pünktlich um
halb sieben.
Wir sprangen auf, wuschen uns, und gleich nach dem Frühstück zogen wir weiter.

So entstand dieses Bild.

Day 5

Once we had arrived in the mountain village we had to look for lodgings. My German Boxer Duke and I walked back and forth through the village until we decided to ask for space at a small cosy chalet. Duke knocked on the door and asked the woman who opened up for us, “Guid efternuin, we two poor devils are so tired from our march, might you have a room for us?” The woman looked taken aback at Duke, who charmingly kissed her hand, and asked me,
“Your German Boxer talks?”
“Yes,” I said, “unfortunately with an accent. May we see the room?”
“Please do!”
The woman opened the door and let us in. We liked the room. We took off our rucksacks and I took my leave of the kind lady while Duke continued to talk extensively with her about the glorious Scottish views.
As we unpacked our things I noticed the alarm was missing.
I was very annoyed because we wanted to set off very early the following morning. I began to argue with Duke, who unfortunately wouldn’t admit guilt and accused me of not having checked our technical equipment.
What now?
The situation intensified until suddenly Duke had an idea.
He sat down, set up his easel and began to paint.
He pained the ringing of the alarm. He painted the time between just before and just after half past six in the morning.
When the picture was finished I washed his paws and we went to sleep.
The next morning the ringing of the alarm woke us at exactly half past six.
We sprang out of bed, washed, and straight after breakfast moved on.

And that is how this picture came to be.

piaty dzien

Doszlismy do gorskiej wioski i musielismy sie rozgladnac za miejscem do spania.

Moj bokser Diuk i ja przeszlismy przez te wioske pare razy tam i z powrotem, az sie zdecydowalismy w malej schludnie wygladajacej chatce poprosic o nocleg.

Diuk zapukal do drzwi i zapytal sie gospodyni, ktora nam otworzyla:

„Pochwalony Jesus Chrystus, mialaby Pani dla dwoch diablikow zmeczonych maszerowaniem jakis pokoik na jedna noc?“

Gospodyni spjrzala na Diuka ze zdziwieniem, ktory ja pocalowal szarmancko w reke i spytala sie mnie:

„Panski Pies mowi?“

„Tak, niestety z mocnym akcentem“ – odpowiedzialem. „Czy moglibysmy zobaczyc ten pokój?“

„Prosze bardzo, niech Panowie wejda“ – zaprosila na do srodka. Pokoik byl w porzadku.

Zdjelismy plecaki, ja powiedzialem dobranoc milej gospodyni, a Diuk prowadzil jeszcze z nia konwersacje o zaletach pieknego widoku na osniezone szczyty gór.

Jak rozpakowalismy plecaki nie moglem znalezc budzika i zaczalem opieprzac Diuka, ktory niestety nie dal sie wrobi w role winnego i zarzucil mi, ze nie skontrolowalem technicznego wyposazenia przez podróza. No i co teraz robic? Sytuacja zaostrzala sie, ale Diuk mial nagle pomysl.

Postawil swoje sztalugi, usiadl na zydelku, wyciagnal pedzle i farby i zaczal malowac.

Namalowal dzwonienie budzika, namalowal czas krótko przed i krótko po póldosiódmej rano.

Jak skonczyl malowac, umylem mu lapki i poszlismy spac.

Nastepnego ranka zbudzilo nas dzwonienie budzika dokladnie o wpóldosiódmej.

Wyskoczylismy z poscieli, umylismy sie i odrazu po sniadaniu poszlismy dalej w droge.

Tak powstal ten obrazek.

schechina

Sechster Tag
Endlich kamen wir an.
„Wo seid ihr?“, fragte sie.
Sie standen im Kreis und berührten sie nicht.
„Hört mich!“, rief mein Boxerhund Duke, „nicht zu antworten bin ich hier,
sondern zu fragen. Wie viele seid ihr?“
„Einer“, sagte der Erste, „mein Name ist Kether.“
„Wir haben einen langen Weg hinter uns. Wo könnten wir unseren Durst
löschen?“, fragte ich.
„Und wo könnten wir unseren Hunger stillen?“, fragte Duke.
„Wo kannst Du es nicht tun?“, antwortete der Zweite. Sein Name war Chochma.
„Könnte ich alleine satt werden?“, fragte ich.
„Ohne Dich ist Dein Boxerhund unvollkommen, ohne ihn bist Du jedoch
gar nichts“, sagte der Dritte. Sein Name war Binah.
„Ich kann Euch nicht mehr deuten. Ich fürchte mich“, sagte Duke.
„Was fordere ich mehr von Dir, als zu fürchten? Wenn Du nur mich
fürchtest, brauchst Du nicht mehr zu deuten“, sagte der Vierte.
Sein Name war Chesed.
„Was wollt ihr, was habt ihr, was wißt ihr?“, fragte ich.
Der Fünfte sagte nichts. Sein Name war Pechad.
„Was tut ihr?“, fragte ich.
„Ich tue nichts. Ich weiß es“, sagte der Sechste. Sein Name war Tipheret.
„Was wißt ihr?“, fragte ich.
„Ich weiß nichts. Ich verstehe es“, sagte der Siebte.
Sein Name war Netzah.
„Was versteht ihr?“, fragte ich.
„Ich verstehe nichts. Ich suche es“, sagte der Achte.
Sein Name war Hod.
„Was sucht ihr?“, fragte ich.
„Ich suche nichts. Ich tue es“, sagte der Neunte. Sein Name war Yesod.
„Warum sagt ihr uns nicht, was wir tun sollen?“, rief ich.
„Ich sage es unablässig“, sagte der Zehnte. „Aber ich wiederhole nicht.“
Sein Name war Malkut.
Wir gingen zurück.
Und es war Mittag und wir gingen wie die Blinden im Dunkeln.
Und da Duke hin und her lief, geschah es, daß er in einen Sumpf geriet.
Und ich zögerte, bevor ich ihm half, denn ich wollte mich nicht schmutzig
machen.
Und es kam ein Reiter.
Und ich sagte: „Kehr‘ um, denn die Gegend ist gefährlich.“
Und er kehrte um und fragte: „Nun, warum geht ihr weiter?“ Und ich sagte:“Dein Pferd ist stark,
aber mein Boxerhund ist schwach. Wir können noch nicht umkehren.“
Am Abend näherten wir uns einer Wirtschaft.
Der Wirt kam heraus und begrüßte uns.
„Mein Laden ist offen. Ich gewähre Kredit. Es wird alles gegen Bürgschaft
gegeben. Das Heft ist offen und meine Hand schreibt. Jeder, der leihen
will, kann kommen und leihen. Alles ist vorbereitet zum Mahl.“
Wir gingen hinein.
„Wo seid ihr gewesen?“, fragte der Wirt, nachdem wir gegessen hatten.
„In der Burg Pniel“, antworteten wir.
„Die Burg brennt“, sagte der Wirt.
Wir drehten uns um. Die Burg brannte.
„Ich bin der Herr der Burg“, sagte er. „Bis ins Alter bin ich derselbe und
bis zum Grauhaar bin ich es, der es trägt …“
Wir gingen auf unsere Zimmer.
„Die Burg brennt, aber sie hat einen Herrn“, sagte Duke zu mir.
Während ich das Wasser holte, setzte sich Duke an seine Staffelei.
„Was malst Du?“, fragte ich.
„Das Lachen der Schechina“, sagte er.
„Ich habe sie aber gar nicht lachen gehört“, sagte ich.
„Deswegen male ich es“, antwortete Duke.

So entstand dieses Bild.

Day 6
Finally we arrived.
„Where are you?“ she asked. They stood in a circle without touching her.
„Listen to me!“ cried my German Boxer Duke, „I am not here to answer but to ask.
How many are you?“
„One.“ said the first one. „My name is Kether.“
„We have come a long way. Where could we quench our thirst?“ I asked.
„And where can we satisfy our hunger?“ asked Duke.
„Where can you not do it?“ answered the second one. His name was
Chochma.
„Is it possible to eat my fill by myself?“ I asked.
„Without you your German Boxer is incomplete, but without him you are nothing.“
said the third one. His name was Binah.
„I can’t read you anymore. I’m afraid.“ said Duke.
„What more do I ask of you, than to fear? As soon as you fear me, you need no longer to search for meaning.“ said the forth one. His name was Chesed.
„What do you want? What do you have? What do you know?“ I asked.
The fifth one said nothing. His name was Pechad.
„What are you doing?“ I asked.
„I’m not doing anything. I know.“ said the sixth one. His name was Tipheret.
„What do you know?“ I asked.
„I don’t know anything. I understand it.“ said the seventh one. His name was Netzah.
„What do you understand?“ I asked.
„I don’t understand anything. I seek it.“ said the eighth one. His name was Hod.
„What are you seeking?“ I asked.
„I am not seeking anything. I do it.“ said the ninth. His name was Yesod.
„Why don’t you tell us what we should do?“ I shouted.
„I’m continually telling you,“ said the tenth one, „but I never repeat it.“ His name
was Malkut.
We went back.
And it was midday and we walked in darkness like the blind.
And since Duke was running back and forth it so happened that he fell into a swamp.
And I hesitated before helping him because I didn’t want to get dirty.
And a rider came along.
And I said, „Go back, for this place is dangerous.“
And he turned around and asked, „Why do you go onward then?“
And I said, „Your horse is strong, but my Boxer is weak. We can’t go back
yet.“
In the evening we reached an inn.
The innkeeper came out and welcomed us.
„My store is open, I grant loans. Everything is given in return for a pledge. The balance sheet is open and my hand writes. Everyone who wants to borrow can come and borrow.
Everything is prepared for the meal.“
We entered the inn.
„Where have you been?“ the innkeeper asked, after we had eaten.
„At Pniel Castle.“ we answered.
„The castle is burning,“ said the innkeeper.
We turned around. The castle was burning.
„I am the master of the castle,“ he said. „I will be the master until old age and until my hair turns grey it is I who bears it. . .“
We went to our rooms.
„The castle is burning, but it has a master.“ Duke said to me.
While I went to get some water, Duke sat down at his easel.
„What are you painting?“ I asked.
„Schechina’s laugh,“ he said.
„But I’ve never heard her laughing,“ I said.
„That’s why I am painting it,“ answered Duke.
And that is how this picture came to be.

 

szosty dzien
W koncu doszlismy.

„Gdzie jestescie?“ – zapytala sie.

Oni stali w kreg i nie dotykali sie.

„Sluchajcie mnie!“ – krzyknal Diuk – „nie jestem tu by odpowiadac, lecz by pytac. Ilu was jest?“

„Jeden“ – odpowiedzial pierwszy – „moje imie jest Kether.“

„My mamy jeszcze dluga droge przed nami. Gdzie mozemy ugasic nasze pragnienie?“ – spytalem sie.

„I gdzie mozemy zaspokoic nasz glód?“ – spytal sie Diuk.

„A gdzie nie mozesz tego zrobic?“ – odpowiedzial drugi. Jego imie bylo Chochma.

„Moglbym sam zaspokoic mój glód?“ – spytalem sie.

„Ja nie moge juz was zrozumiec. Ja sie boje“ – powiedzial Diuk.

„A czego ja zadam wiecej, niz zebys sie mnie bal? Jezeli sie mnie boisz, nie musisz mnie rozumiec“ – odpowiedzial czwarty. Jego imie bylo Chesed.

„Czego chcecie, co macie, co wiecie?“ – zapytalem sie.

Piaty wogóle nie odpowiedzial. Jego imie bylo Pechad.

„Ja nic nie robie. Ja wiem.“ – powiedzial szósty. Jego imie bylo Tipheret.

„Co wiecie?“ – spytalem sie.

„Ja nic nie wiem. Ja rozumiem.“ – powiedzial siódmy. Jego imie bylo Netzah.

„Co rozumiecie?“ – spytalem sie.

„Ja nic nie rozumiem. Ja szukam“ – powiedzial ósmy. Jego imie bylo Hod.

„Czego szukacie?“ – spytalem sie.

„Ja niczego nie szukam. Ja to robie“ – powiedzial dziewiaty. Jego ime bylo Yesod.

„Dlaczego nie powiecie nam, co my mamy czynic?“ – zakrzyknalem.

„Ja mowie to caly czas“ – powiedzial dziesiaty – „Ale ja nie powtarzam tego co mówie.“ Jego imie bylo Malkut.

Diuk i ja poszlismy z powrotem.

A bylo poludnie i my szlismy jak slepi w ciemnosci.

I poniewaz Diuk latal tam i siam, zdarzylo sie ze zbladzilismy w moczary.

I ja zwlekalem, zanim mu pomoglem, bo nie chcialem sie zabrudzic.

I przyjechal jezdziec na koniu.

I ja powiedzialem: „Zawróc, to miejsce jest niebezpieczne.“

I on zawrócil i spytal: „A dlaczego wy idziecie dalej?“ i ja odpowiedzialem: „Twoj kon jest mocny, ale mój bokser jest slaby. My nie mozemy jeszcze zawrócic.

Wieczorem doszlismy do jakiejs gospody.

Gospodarz wyszedl nam naprzeciw i powital nas:

„Moja gospoda jest otwarta. Daje kredyt. Wszystko dostaniecie z zareczeniem. Zeszyt jest otwarty i moja reka zapisuje. Kazdy, kto che pozyczki, moze przyjsc i dostanie pozyczke. Wszystko jest przygotowane do wieczerzy.“

Weszlismy do srodka.

„Gdzie byliscie?“ – zapytal sie nas gospodarz, jak zjedlismy.

„W zamku Pniel“ – odpowiedzielismy.

„Zamek plonie“ – powiedzial gospodarz.

Mysmy sie odwrocili. Zamek stal w plomieniach.

„Ja jestem panem tego zamka“ – powiedzial gospodarz – „Na wieki wieków jestem ten sam i az do siwizny jestem tym, ktory to podpiera…“

Diuk i ja poszlismy do naszych pokojów.

„Zamek sie pali ale ma swego pana“ – powiedzial Diuk. W tym czasie jak szedlem po wode

do studni, Diuk usiadl do swojej sztalugi.

„Co malujesz?“ – zapytalem sie go.

„Smiech Schechiny“ – odpowiedzial Diuk.

„Ale ja nie slyszalem jej smiechu?“

„Dlatego go maluje.“

Tak powstal ten obrazek.

flying
Siebter Tag
Ich flog zwischen den aufsteigenden warmen Luftschichten, während
Duke hinter meinem die Felder streifenden Schatten lief.
Die Luft war ruhig und klar.
In dieser Höhe spürte man schon den Herbst, obwohl unten immer noch
Sommer war. Ich drehte mich auf den Rücken und ließ die untergehende
Sonne mein Gesicht wärmen.
Über einem Weizenfeld kreisend spürte ich den mich tragenden Geruch
von Getreide. Die Luft kühlte allmählich ab.
Die Sonne stand über dem Horizont.
Ich überflog noch ein Roggenfeld und landete auf der angrenzenden
Wiese.
„Wie war es?“, fragte mich Duke.
„Klasse!“, lachte ich. „Schade, daß Du nicht fliegen kannst.“
„Wenn ich jetzt mehr Zeit habe“, sagte Duke, „fange ich auch an zu
lernen.“
„Das mußt Du unbedingt. Hast Du schon Zimmer für uns?“
„Ja, und das Abendessen ist auch fertig.“
„Also los! Wer als Letzter ankommt, muß abspülen!“
Wir rannten, ohne daran zu denken, daß das der letzte Tag war.
Nur die Sonne hielt erschrocken den Atem an, und wohlahnend, daß
auch sie unserem Leichtsinn gegenüber hilflos war, setzte sie ihren
sunset fort.

So entstand dieses Bild.
Day 7
I flew between the upward currents of warm air, while Duke chased my shadow as it grazed the fields.
The air was calm and clear.
At this height one could already feel autumn, although below it was still summer. I turned over onto my back and let the setting sun warm my face.
Circling above a field of wheat I picked up the scent of crops carrying me along. The air was gradually growing cooler.
The sun was on the horizon.
I flew over another rye field and landed on the adjacent meadow.
“How was it?” asked Duke.
“Great!” I laughed. “It’s a shame that you can’t fly.”
“If I have more time now,” said Duke, “I’ll start learning too.”
“You simply have to. Have you found a room for us?”
“Yes, and supper is ready too.”
“Let’s go! Whoever’s last has to wash up!”
We ran without thinking that it was the last day.
Only the sun, aghast, held its breath and, knowing all too well that it too was helpless against the lightness of our hearts, proceeded with its sunset.

And that is how this picture came to be.

 

siodmy dzien
Lecialem miedzy wznoszacymi sie warstwami cieplego powietrza, a Diuk latal po polu za moim cieniem.

Powietrze bylo spokojne i jasne.

Na tej wysokosci mozna juz bylo wyczuc jesien, mimo za na dole bylo wciaz lato.

Odwrócilem sie na plecy i lapalem twarza cieplo promieni zachodzacego slonca.

Nad polem zboza czulem cieply zapach ziarna w unoszacym mnie powietrzu, ktore sie stopniowo ochladzalo. Slonce stalo juz nad horyzontem.

Przelecialem jeszcze nad polem jeczmienia i wyladalem na lace.

„No i jak bylo?“ – zapytal sie Diuk.

„Fajnie!“ – smialem sie – „Szkoda ze ty nie umiesz latac.“

„Jak teraz bede mial wiecej czasu“ – powiedzial Diuk – „to tez sie naucze.“

„Koniecznie! Masz juz pokój na noc dla nas?“

„Tak, i kolacja tez jest gotowa.“

„No te lecimy na wyscigi, kto przegra musi zmywac po jedzeniu!“

Pedzilismy z calych sil, nie myslac o tym, ze to juz ostatni dzien.

Tylko slonce wstrzymalo przerazone oddech, ale czujac, ze jest wobec naszej lekkomyslnosci bezsilne,

kontynuowalo swoje zachodzenie.

Tak powstal ten obrazek.

fleur-b

Zwanzigster Tag

Mein Boxerhund und ich gingen einen schmalen Bergpfad entlang.
Es war Sommer. Der schwere, von der Sonne verbrannte Duft feuchter
Feldblumen lag in der Luft. Der Pfad führte uns in den Wald hinein.
Es war kurz nach zwei Uhr, wir hatten noch einen langen Weg vor uns.
Als wir zu einer Lichtung kamen, beschlossen wir, eine kurze Pause
einzulegen.
Ich setzte mich in den Schatten und Duke rannte über die Wiese hinter
den Schmetterlingen her. Es war sehr ruhig und sehr warm. Nach einiger
Zeit stand ich wieder auf und ging zu Duke, der schon seit einer Weile
mitten auf der Wiese saß. Als ich näher kam, hörte ich, daß er mit
jemandem sprach.
„Warum kommst Du nicht einfach mit?“, fragte Duke. „Laß‘ doch diese
kleine Wiese, es ist so heiß hier und es weht kein Wind. Komm‘ mit und
ich zeige Dir die Welt. Du lernst die Stadt kennen. Es gibt dort Straßen
und Plätze, Wände und Dächer, Fenster und Türen und
sehr viele Menschen.
Ich liebe Dich doch.“
„Ich liebe Dich auch“, hörte ich eine leise Stimme. „Ich mag aber die
Wiese, ich gehöre hierher, es ist so schön heiß hier, und es weht kein
Wind. Laß‘ doch Deine Stadt. Es gibt dort so viele Straßen und Plätze,
Wände und Dächer, Fenster und Türen und so viele Menschen. Bleib‘ bei
mir… Ich liebe Dich doch. Außerdem kann ich nicht gehen.
Ich habe keine Beine.“
„Ich könnte Dich mitnehmen. Zuhause würde ich Dich in eine schöne
Vase stecken“, sagte Duke leise.
„Du glaubst selbst nicht daran, was Du sagst. Laß‘ mich hier weiterleben
und geh‘ jetzt weg. Besuche mich auch nicht. Geh‘ jetzt! Geh‘ von selbst,
sonst muß ich Dich verletzen.“
Ich ging zurück und packte unsere Rucksäcke wieder ein.
Dann kam Duke, nahm seinen Rucksack, und wir gingen wieder in den
Wald hinein. Erst am späten Abend kamen wir an.
Als Duke seinen üblichen Abendspaziergang machte, fand ich auf seinem
Nachttisch eine Skizze. Ich nahm sie in die Hand und sah eine zarte und
ruhige Blume – die Blume der Blumen.

So entstand dieses Bild.

 

Day 20

My German Boxer and I were walking along a narrow mountain path. It was summer. The heavy sun-scorched scent of damp wild flowers lay in the air. The path led us into the wood. It was just before two o’clock and we still had a long way ahead of us. When we came to a clearing we decided to have a short break.
I sat in the shade and Duke chased butterflies over the meadow. It was very calm and very warm. After a while I stood back up and went over to Duke, who had been sitting in the middle of the glade for some while already. As I approached I heard that he was speaking to somebody.
“Why don’t you just come with us?” asked Duke. “Leave this little field, it’s so hot and there’s no breeze. Come with me and I’ll show you the world. You’ll get to know the city. There are streets and squares, walls and roofs, windows and doors and lots of people.
I love you.”
“I love you too,” I heard a quiet voice. “But I like the meadow, I belong here. It’s so nice and warm here, and it’s out of the wind. Leave your city. Over there are so many streets and squares, walls and roofs, windows and doors and so many people. Stay with me… I love you. Anyway, I can’t go. I haven’t any legs.”
“I could take you with me. I’d put you in a pretty vase at home,” said Duke softly.
“You don’t really belief that yourself. Let me live on here, and now leave. Don’t visit me either. Be gone! Go of your own accord, or I shall have to hurt you.”
I went back and packed our rucksacks back up.
Then came Duke, took his rucksack, and we entered the wood again. We didn’t arrive until early evening. While Duke took his usual evening stroll I found a sketch on his bedside table. I picked it up and saw a serene and tender flower – the flower of all flowers.

And that is how this picture came to be.

dwudziesty dzien

Mój bokser i ja szlismy waska gorska drózka. Bylo lato.W powietrzu wisial ciezki, sloncem spalony zapach wilgotnych kwiatów polnych. Drózka prowadzila do lasu. Bylo krótko po drugiej popoludniu, mielismy jeszcze duzy kawal drogi przed nami. Doszlismy do polanki i postanowilismy zrobic mala pause. Usiadlem w cieniu a Diuk gonil na lace motyle. Bylo bardzo spokojnie i bardzo cieplo. Po krótkiej drzemce wstalem i poszedlem w kierunku Diuka, ktory juz pewien czas siedzial posrodku laki. Gdy podszedlem blizej, uslyszalem ze on z kims rozmawia.

„Czemu nie pójdziesz po prostu ze mna?“ – pytal sie kogos Diuk – „Zostaw te mala laczke, tu jest taki upal i nie ma zadnego wiatru. Chodz ze mna i ja ci pokaze swiat. Poznasz miasto. Tam sa ulice, place, sciany i dachy, okna i drzwi i bardzo duzo ludzi. Ja ciebie przeciez kocham.“

„Ja kocham ciebie tez“ – uslyszalem cichy glosik – „Ale ja lubie te laczke, tu jest moje miejsce, tu jest taki piekny upal i nie ma wiatru. Zostaw twoje miasto. Tam jest tyle ulic, placow, scian i dachow, okien i drzwi i tak duzo ludzi. Zostan ze mna tutaj… Ja ciebie przeciez kocham. Poza tym ja nie umiem chodzic, ja nie mam przeciez nóg.“

„Ja bym cie mógl ze soba wziasc. U mnie w domu wsadzilbym ciebie do pieknego wazonika“ – odpowiedzial Diuk cichym glosem.

„Ty nie wierzysz sam w to co mówisz. Daj mi tu dalej zyc i idz sobie teraz. Nie odwiedzaj mnie wiecej. Idz juz! Idz sam, bo bede misiala ciebie zranic.“

Poszedlem z pworotem i zaczalem pakowac nasze plecaki. Wkrótce przyszedl tez Diuk, wzial swój plecak i poszlismy dalej w glab lasu. Dopiero póznym wieczorem doszlismy.

Gdy Diuk jak zwykle poszedl na swój wieczorny spacer, znalazlem na jego nocnym stoliczku skic.

Wzialem ten skic do reki i zobaczylem delikatny, spokojny kwiatek – Kwiatek Kwatków.

Tak powstal ten obrazek.

come-back-gif

Dreißigster Tag
Wieder Zuhause.
Hat sich etwas verändert?
Die Post. Rechnungen. Angebote. Briefe.
Im Garten ist alles verwachsen. Begrüßung des Gasofens. Sein Husten ist
schlimmer geworden.
Einer der Stühle hat sich den Fuß verstaucht, es ist jedoch wieder besser,
sagt er.
Draußen ist schon Herbst.
Und Duke?
Wo bist Du?
Komm zurück! Komm zurück!
Auch er ist während der Reise älter geworden. Eine lange Reise war es.

So entstand dieses Bild.

Day 30

At home again.
Has anything changed?
Post. Bills. Advertisements. Letters.
In the garden everything is overgrown. The gas oven greets us. Its cough has worsened.
One of the chairs sprained its leg, but it says it’s better.
Outside it’s already autumn.
And Duke?
Where are you?
Come back! Come back!
He has also become older along the journey. It was a long journey.

And that is how this picture came to be.

 

Trzydziesty dzien

Znowu w domu. Czy cos sie zmienilo? Poczta, rachunki, oferty, listy.

Ogród zarósl. Powitanie piecyka gazowego. Jego kaszel sie pogorszyl.

Jedno krzeslo zwichnelo sobie noge, ale mówi, ze juz jest o wiele lepiej.

Na zewnatrz jesien.

A Diuk?

Gdzie jestes?

Wróc, Diuk wróc!

On tez sie w czasie tej podrózy postarzal. To byla bardzo dluga podróz.

Tak powstal ten obrazek.

 

2014 © Julian S. Bielicki
DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
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Warum lesen? / Why should one read?

Gabriel José García Márquez

Gabriel José García Márquez

Warum soll man Marquez, warum soll man große Literatur lesen?

Wenn die FAZ schreibt, Gabriel Garcia Marquez hätte als Motto zu seinem autobiographischen Buch den Satz gewählt: „Das Leben ist nicht das, was geschah, sondern das, woran man sich erinnert und wie man sich daran erinnert.“, dann stimmt es nicht. Marquez hat nämlich etwas Gegenteiliges behauptet, tatsächlich hat Marquez geschrieben: „Das Leben ist nicht das, was man gelebt hat, sondern das, woran man sich erinnert und wie man sich daran erinnert, um es zu erzählen.“ – „La vida no es la que uno vivió, sino la que uno recuerda y, cómo la recuerda para contarla.” Auch deswegen hat Marquez diesem seiner letzten Bücher den Titel: „Vivir para contarla“ – „ Leben, um davon zu erzählen“ gegeben. Um davon zu erzählen, und nicht lediglich, um sich daran zu erinnern.
Offenbar wollen jedoch die meistens erst dann einem zuhören, wenn man tot ist, wie heute am Karfreitag. Dann ist es aber zu spät. Und so erzählen die einen, und die anderen hören ihnen nicht zu, und andere wollen zuhören, aber der Erzähler ist tot. Und es gibt nicht immer den Ostersonntag, an dem der totgeglaubte wieder fröhlich herumhüpft und Ostereier verteilt. Einem Schriftsteller kann man jedoch auch nach seinem Tod zuhören, denn er spricht weiterhin in seinen Texten. Lesen heißt zuzuhören, und schreiben bedeutet zu erzählen. Früher konnten Analphabeten weder lesen noch schreiben, nur erzählen, heute können sie schreiben und lesen, aber nicht mehr erzählen. Gabriel José de la Concordia García Márquez konnte sehr gut erzählen. Und was heißt es: gut zu erzählen? Jeder Mensch besteht aus einer Art seelischer Haut, die wie ein Schutzblech ihn unsichtbar von der Welt trennt, wie eine mittelalterliche Ritterrüstung. Bestenfalls hat der Mensch in diesem Blech kleine Löcher, wie die Haut Poren, durch die er aus- und einatmet, durch die er mit der Welt kommuniziert. Bei den meisten Menschen sind aber durch mangelnde Psychohygiene die Poren durch Mitesser verstopft, so daß ihre seelische Haut nicht mehr atmen kann, sie ersticken allmählich unter ihrem Schutzblech und senden Klopfzeichen durch ihre Smartphones, und es klopft wie verrückt, aber der Austausch ist perdu (das ist französisch und bedeutet: verloren). Marquez war jedoch fähig, seine Mitteilungen so zu formulieren, daß sie sogar in die wenigen versteckten Löcher in den seelischen Rüstungen die darin durch selbstverschuldete Unmündigkeit eingesperrten Menschen treffen und ihre Herzen erreichen. Da seine Worte wohltuend sind, sind seine Texte wie Medizin, sie tun den Menschen gut. Und diese Gabe machte ihn zu einem großen Schriftsteller, zu einem der größten.
Warum soll man Marquez, warum soll man große Literatur lesen?
Um mit sich, mit anderen, mit dem Leben klar zu kommen, braucht man gewisses Maß an Aufmerksamkeit, die Fähigkeit zu überlegen, was man will, was andere wollen, was geht und was nicht geht. Das alles geht in dem zunehmenden Chaos an Quatsch, das sich als Information und Kommunikation ausgibt, jedoch keine von den beiden ist, in der zunehmenden Menge an Blip-Blop Geräuschen und Bling-Blong blinkenden Lämpchen an allen möglichen Geräten, verloren. Dadurch werden Menschen zu Geräten, zu Apparaten die Signale geben und empfangen, die gar nichts bedeuten. Auf diese Weise werden immer mehr Menschen schon als Kinder zu Kokainisten der Nervenreize, so daß ADHS zur Norm und Menschen, die Bewegungen ihrer Glieder, Gedanken, Worte und Handlungen nicht mehr beherrschen, immer mehr. Wenn Menschen nur noch Geräusche von sich geben, die sie auch über Geräte übertragen, dann weiß keiner mehr worum es ihm und worum es dem anderen geht. Und dann heißt es: „Ich habe nichts zu erzählen.“ Wenn man Bücher liest, sehr gute Bücher, große Literatur, dann lernt man jemandem zuzuhören, denn ein großer Schriftsteller erzählt jedem Leser individuell, so wie der Leser den Text liest, also jedem Leser auf dessen persönliche Weise. Durch den Akt des Lesens wird das Buch zum persönlichen individuellen Text, der Leser gestaltet den Text im Lesen mit. Man darf aber dabei nicht über Worte, Zeilen, Seiten hüpfen, man darf nicht nach blinkenden und klingenden Stellen im Text suchen. Große Schriftsteller erzählen über sehr vieles, was Menschen in ihrer Hast, in ihrer Angst und ihrer Wut, in ihrer Gier nach immer neuen, immer stärkeren Nervenreizen, die sie ständig als körpereigenes Kokain produzieren, nicht mehr sehen, nicht mehr hören und nicht mehr fühlen. Große Schriftsteller erzählen über alles, ohne sich zu empören, sie beschreiben liebevoll auch Schufte und miserable Charaktere. Sie schreiben ruhig und entspannt. Kleine Schriftsteller produzieren Sensationen, also das geistige Kokain. Medien auch. Mittlerweile fast alle: „Hast du schon gehört?! Nein, das darf doch nicht wahr sein! Wirklich?!“, usw. Schumi, Edathy, Ukraine, bald wird eine andere Sau durchs Dorf gejagt. Das gesamte Leben als Show. Kein Wunder, daß sich kaum jemand noch für das „Wetten, daß?“ interessiert, wenn die gesamten Medien täglich, ständig angebliche Sensationen, die sie sich aus den Fingern saugen, als Nachrichtenmeldungen dem dauernd überregten Publikum vorgaukeln . Es sind keine Nachriten mehr, es ist nur noch Show, es sind keine Politiker mehr, sondern Gaukler. Wenn man wirklich mehr über die Welt, über das Leben erfahren will, soll man Werke von großen Schriftstellern lesen, die sind immer aktuell, gleich wie alt sie sind.

Why should one read?

If the Frankfurter Allgemeine Zeitung writes that Gabriela García Márquez chose as a motto for his autobiography the sentence, “Life is not that which happened, but that which one remembers and how one remembers it”, then it is mistaken. Márquez in fact claimed quite the contrary. He really wrote, “Life is not that which one has lived, rather that which one remembers, and how one remembers it in order to retell it.” – “La vida no es la que uno vivió, sino la que uno recuerda, y cómo la recuerda para contarla.” That is also why Márquez gave the last of his books the title: “Vivir para contarla” – “Live to tell the tale”. To tell the tale, and not merely to remember.

Apparently though, most people are only willing to listen to someone once they are dead, like today on Good Friday. But then it’s too late. And so it is that some people speak, and others don’t listen to them, and others want to listen, but the narrator is dead. And Easter Sunday doesn’t always come around, on which the one believed to be dead hops about cheerfully, giving out Easter eggs. A writer, however, can be heard after his death, because he speaks on in his texts. Reading means listening and writing means telling. In the old days, illiterate people could neither read nor write, but only speak. Today they can read and write but can no longer speak. Gabriel José de la Concordia García Márquez was very good at telling. But what does that mean, ‘good at telling’? Every person possesses a sort of psychological skin, an invisible shield cutting him off from the world, like a medieval knight’s armour. Preferably the person has small holes in his armour, like the skin has pores, through which he breathes in and out and communicates with the world. Lack of psychological hygiene in the majority of people, however, means that these holes are often clogged up with blackheads, and their psychological skin can no longer breathe; they gradually suffocate within their armour and send knock-knock emoticons over their smartphones, and everyone’s knock-knocking like mad, but the exchange of information is perdu. Márquez, however, was capable of formulating his messages such that they even make it through the few hidden holes in the psychological armour to the people locked through their own immaturity within, and reach their hearts. Because his words are nourishing, his texts are like medicine; they do people good. And through this ability he became a great author, one of the greatest.

Why should one read Márquez? Why great literature?

To come to terms with oneself, others, and life one needs a certain measure of mindfulness; the ability to reflect on what one wants, what others want, what’s fair, and what isn’t. This all gets lost in the increasing chaos of nonsense posing as information and communication, but really neither of the two, in the increasing mass of blip-blop noises and bling-blong blinking lights on all manner of gadgets. So it is that people are turning into machines, into transmitters and receivers of nonsensical signals. So it is that as children people are becoming addicted to nerve stimuli, as ADHD becomes the norm and people are ever less in control of their eyelids, thoughts, words and actions. When people are reduced to making noises, which they also produce with machines, they cease to understand what they or others are talking about. And then they claim, “I have nothing to say.” If a person reads books, very good books, great literature, he learns to listen to others, for a great author speaks to every reader individually, according to how the reader reads the book, and thus to every reader in his own way. Through the act of reading, a book becomes an individual, personal text. Through reading, the reader helps to shape the text. But one may not skip words, lines, pages, and seek out the blinking and jingling parts of the text. Great authors tell of very many things which people, in their haste, in their fear and anger, in their constant greed for new, stronger nerve stimuli, which they constantly produce within themselves as a sort of natural cocaine, no longer hear, no longer see, and no longer feel. Great writers tell of everything, without being filled with indignation, they lovingly describe even villains and miserable characters. They write calmly and freely. Poor writers make sensations, intellectual cocaine. The media too. Lately, the words, “Have you heard?! No, that can’t be true! Really?!” etc. are to be heard on almost everyone’s lips. Schumacher, MP Edathy, Ukraine – which poor soul will they turn into their next bandwagon? Life has become a show. No wonder hardly anyone is interested in talk shows any more when the entire media are leading the constantly excited public to believe in apparent sensations they dream up daily. There is no news any more, just show, and there are no politicians any more, just entertainers. If one really wants to find out more about the world he should read the works of great authors, which are always up to date, no matter how old they are.

2014 © Julian S. Bielicki

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