Kategorie-Archiv: Kosovo

Kosovo ist kein Staat, sondern eine Militärbasis der NATO

Kosovo ist ein Beispiel für die Doppelmoral der EU, der USA und der NATO, denn was für Kosovo recht war, und zwar die Gründung eines eigenen Staates durch kosovarische Separatisten, die gewaltsame Vertreibung von Serben, Bosniern und Kroaten aus diesem Gebiet durch den kosovarischen Vasalen der NATO, die Säuberungsaktionen der kriminellen kosovarische Miliz UCK (Ushtria Çlirimtare e Kosovës ‚ Befreiungsarmee des Kosovo‘) und anschließende Volksabstimmung unter den dann nur noch verbliebenen Kosovaren, daß ist für die Krim und die Ostukraine, oder auch woanders in der Welt, nicht ebenso billig, dort sei der Separatismus ganz, ganz böse. Das kriminelle staatliche Gebilde von Kosovo wurde ebenso durch NATO aufgebombt, wie der gewaltsame NATO-Putsch von Maidan in Kiev, der gewaltsame Sturz der damaligen legitimen Regierung und der gegenwärtige Versuch der weiteren NATO-Erweiterung durch das Aufbomben des jetzigen NATO-Regimes in Kiev zur alleinigen Macht in der Ukraine. Damit hätte NATO nach Kosovo einen weitere Militärbasis, die sich ein Staat nennen darf.

Der zunehmende Realitätsverlust bei Regierenden und deren Massenmedien in Deutschland bleibt nicht ohne Einfluß auf die Bevölkerung (und vice versa), die dementsprechend verblödet ist und zum diskursiven Denken (kennzeichnet durch Begriff, Urteil, Schlussfolgerung, Erkennen der Widersprüche) nicht mehr fähig.

Realitätsverlust beschreibt den geistigen Zustand einer Person, welche nicht (mehr) in der Lage ist, die Situation, in der sie sich befindet, zu begreifen.

So. Nun sind seit Anfang 2015 18.000 Kosovaren nach Deutschland als Asylbewerber gekommen. Davon werden ca. 3 Promille (drei von tausend) Asyl bekommen, ein großer Rest wird aus humanitären Gründen eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Willkommen in der deutschen bunten Vielfalt! Mirë se erdhët!

Sehen Sie bitte diese Videos an:

line-wordpress-long

Die Weltwoche | Samstag, 14. Februar 2015

Exodus aus dem Kosovo

Das Kosovo war eines der ehrgeizigsten nation building-Projekte, das die westliche Staatengemeinschaft je ausgeheckt hat. Heute ist das Land keine blühende Nation, sondern ein gescheiterter Staat. Seit Anfang Jahr haben Tausende junge Kosovaren ihr Land verlassen – ohne Hoffnung, je heimzukehren.

Von Wolfgang Koydl

Die Reisecars verkehren nach einem festen Fahrplan, sie halten in jeder grösseren Stadt des Kosovos, und sie sind immer voll besetzt. Letzter Stopp ist die serbische Kleinstadt ­Subotica an der ungarischen Grenze. Dort sind die Fahrgäste auf sich allein gestellt: Zu Fuss schlagen sie sich kilometerweit bis zur grünen Grenze durch, mit Koffern und teilweise mit kleinen Kindern auf dem Arm. Schleuser bringen sie dann weiter – nach Österreich, Deutschland oder Schweden. Der Name des Busunternehmens passt zum Exodus: Adio. Denn die wenigsten wollen wieder heimkehren in ihr Land.

Das Kosovo, Europas jüngster, ärmster und vermutlich korruptester Staat, blutet aus. Hunderte sind es jeden Tag, Tausende jede Woche, mindestens 30 000 sollen es allein in den letzten zwei Monaten gewesen sein, welche die Reise nach Norden antraten. Sie flüchten nicht wie früher vor politischer Unterdrückung, sondern vor Not und Aussichtslosigkeit.

Kosovo, das hiess – im zerbrechenden Jugoslawien – Elend, Armut und Verfolgung. Ko­sovo, das war ein brutaler Krieg, unsägliche Grausamkeiten und ethnische Säuberungen. Kosovo war aber auch eines der ehrgeizigsten Projekte von nation building, das die westliche Staatengemeinschaft je ausgeheckt hat. Was in Afghanistan und im Irak gescheitert war, was in Libyen nicht mehr angepackt wurde, das sollte doch in dem kleinen Balkanfleck gelingen: die Schaffung eines prosperierenden, demokratischen Kleinstaates nach westlichem Ebenbild.

Jahrelang verwaltete ein Prokonsul der Vereinten Nationen das Gebiet. Das nordatlan­tische Bündnis Nato stationierte mehrere ­tausend Mann, und die Europäische Union entsandte die teuerste Mission ihrer Ge­schichte: Eulex. Hinter dem Kürzel verbirgt sich der Zungenbrecher «Rechtsstaatlichkeitsmission». An die 2000 Polizisten, Richter, Gefängnisaufseher und Zollbeamte aus Europa sollten dem jungen Staat rechtstaatlich in ­Theorie und Praxis auf die Sprünge helfen. Ausserdem sollten kriminelle Machenschaften aufgedeckt und deren meist hochrangige Urheber vor Gericht gestellt werden. Die Kosten für den europäischen Steuerzahler: bislang eine Milliarde Euro.

Die Schweiz hat sich mit ihrem Engagement eher zurückgehalten. Obwohl Bern zu den Ersten gehörte, die den neuen Staat anerkannten, wählte man bei der Hilfe einen lokalen Ansatz: Neun Gemeinden wurden gezielt gefördert, aus­serdem wurden 87 Notare ausgebildet. In den letzten Jahren flossen im Schnitt rund 65 Millionen Franken pro Jahr an Hilfsgeldern in das Kosovo.

Doch auf europäischer Ebene muss das Experiment als gescheitert gelten. Europas Gelder kamen selten den Bewohnern zugute, sondern finanzierten die Gehälter der Diplomaten, Helfer und Berater, die das Mündel Kosovo verwalteten. Heute redet niemand gerne über das ­Kosovo – nicht in Brüssel, nicht in Berlin, nicht in Washington. Denn fünfzehn Jahre nach Kriegsende und sieben Jahre nach der Unabhängigkeit ist das Kosovo am Ende. Das Land ist keine blühende Nation, sondern ein failed state – und er liegt nicht in Asien, Afrika oder Arabien, sondern mitten in Europa. Schuld sind nicht nur Unfähigkeit, Habgier und Bestechlichkeit der kosovarischen Elite. Schuld sind auch die EU und die USA, die bisweilen mit besonders schlechtem Beispiel vorangingen. Ihre Glaubwürdigkeit im Land ist heute nicht viel höher als jene der korrupten Politikerkaste.

«Ich verstehe ja eure Verzweiflung», beschwor Staatspräsidentin Atifete Jahjaga kürzlich ihre Landsleute. «Aber wir können es uns nicht leisten, noch mehr Bürger zu verlieren.» Viele Anreize zum Verbleib vermochte die 39-jährige Polizeibeamtin freilich nicht zu bieten: «Heute haben wir wenigstens unseren eigenen Staat.» Das ist richtig, aber ein Parlament, ein Präsident und ein Premier machen nicht satt – die meisten Kosovaren leben in bitterer Armut. Perspektiven gibt es keine, vor ­allem nicht für die Jugend. Der jüngste Vorschlag von Finanzminister Avdullah Hoti, Firmen und Privatpersonen alte Steuerschulden und unbezahlte Stromrechnungen zu ­erlassen, dürfte den Ausreisetrend auch nicht stoppen.

Mit den Füssen gegen den Staat stimmen

Bei rund 370 Euro im Monat liegt das Durchschnittseinkommen – ein Minusrekord in der Region. Selbst in Albanien und in Serbien verdient man mehr. Die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit schätzt, dass 34 Prozent der zwei Millionen Kosovaren mit noch weniger auskommen müssen: rund 1,50 Euro am Tag. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 40 Prozent, bei jungen Menschen ist es sogar deutlich mehr. Kein Wunder, dass es vor allem sie sind, die mit den Füssen gegen ihren Staat stimmen und ihn fluchtartig verlassen.

Wer zu Hause bleibt, macht seinem Ärger Luft. Im Dezember und im Januar zogen Zehntausende vor die Regierungsgebäude am Mutter-Teresa-Boulevard von Pristina. «Mit Dieben lässt sich kein Staat machen», hiess es doppeldeutig auf Transparenten. Andere Demonstranten reckten Angelruten in die Höhe, an denen kopierte 50-Euro-Noten befestigt waren – beides Hinweise auf den Selbstbedienungs­laden, zu dem die kosovarische Politik verkommen ist. Steine flogen, Scheiben gingen zu Bruch, 170 Menschen wurden verletzt.

Der Zorn richtet sich vor allem gegen Hashim Thaci. Der Begründer und ehemalige Kommandeur der paramilitärischen kosovarischen Befreiungsarmee (UCK) bestimmte von Anfang an auch die Politik seines Landes mit. Ihm werden Verbindungen zur organisierten Kriminalität und die Beteiligung an Kriegsverbrechen nachgesagt. Der ehemalige Schweizer Europarats-Abgeordnete Dick Marty brachte ihn in ­einem Bericht über UCK-Verbrechen in Verbindung mit dem Handel von Organen, die ermordeten serbischen Soldaten entnommen worden sein sollen.

Tatsache ist, dass Thaci – der in den neunziger Jahren als Asylant in Dietikon als Eisenbahnrangierer arbeitete und in Zürich studierte – in Amt und Würden reich geworden ist. Seine Vorliebe gilt feinem Zwirn. Jedes ein­zelne Kleidungsstück soll mit seinem Monogramm bestickt sein. Ausländische Wirtschaftsexperten werfen ihm vor, dass er während seiner Amtszeit als Ministerpräsident ehemalige Staatsbetriebe unter Wert an Vertraute und Freunde verhökerte.

Bei den Parlamentswahlen im vergangenen Sommer wurden Thaci und seine aus der UCK hervorgegangene Demokratische Partei (PDK) abgewählt. Die Bürger hatten genug von Vetternwirtschaft, Korruption und Wirtschaftskrise. Zwar erhielt die PDK weiterhin die meisten Stimmen, aber es hätte für eine Koalition der Opposition unter Führung der Demo­kratischen Liga gereicht. Sie war von dem ­legendären Unabhängigkeitsführer Ibrahim Rugova – der nie ohne gemusterten Seidenschal auftrat – ­gegründet worden.

Bündnis aus Feuer und Wasser

Doch dem Westen, allen voran den USA, waren die Wünsche der kosovarischen Wähler gleichgültig. Sie setzten durch, dass die Liga sich mit Thaci zur Regierung zusammenschloss. «Guns and Roses» nennen die Kosovaren dieses Bündnis aus Feuer und Wasser zynisch. Denn es ist ein offenes Geheimnis, dass Thacis UCK einst Aufträge für Morde an Liga-Politikern erteilte. Bei den Koalitionsverhandlungen oft anwesend war Tracey Ann Jacobson, Amerikas Botschafterin in Pristina. Den USA und den Europäern geht es in erster Linie um Stabilität, auch wenn sie von Kriminellen garantiert sein sollte. Deshalb wollten sie um ­jeden Preis eine Regierungsbeteiligung der Partei Vetevendosje («Selbstbestimmung») vermeiden. Diese national-sozialistische Bewegung lehnt Verhandlungen mit Serbien ab und verfolgt wirtschaftlich ein marxistisches Programm.

Es ist nicht so, dass die Mehrheit der Kosovaren über die Finten des Westens überrascht gewesen wäre. Sie musste ja schon mit ansehen, wie die Verteidiger westlicher Werte selbst in den balkanischen Korruptionssumpf hineinmarschierten. Jacobsons Vorgänger Christopher Dell etwa sorgte als Botschafter dafür, dass die US-Firma Bechtel den Zuschlag für eine 120 Kilometer lange Autobahn von Pristina in die albanische Hauptstadt Tirana erhielt. Mit Kosten von 700 Millionen Euro war Bechtel nicht der billigste Anbieter, vor allem, wenn man ­bedenkt, dass das gesamte Staatsbudget nur 1,1 Milliarden Euro betrug. Gelohnt hat sich der Deal dennoch – für Dell. Nach seinem Ausscheiden aus dem diplomatischen Dienst wechselte er in die Privatwirtschaft – zu Bechtel.

Weitaus schlimmer freilich wiegt der Glaubwürdigkeitsverlust, den die dem Recht verpflichtete EU-Mission Eulex erlitten hat. Zwei ehemalige EU-Diplomaten haben verraten, dass die Rechtshelfer ihrer Aufgabe nicht gerecht werden, mafiöse Verbindungen in der Politik aufzudecken und zu ahnden. Von 1187 Fällen, die Eulex von den Uno-Behörden übernahm, mündeten lediglich vier in Verurteilungen. Gegen grosse Fische ging man sowieso nicht vor. Was aber erklärt diese Beisshemmung der europäischen Strafverfolger? Dazu gibt es zwei Theorien, eine schlimme und eine schlimmere: Entweder zuckten sie aus Furcht vor den Mächtigen zurück. Oder sie liessen sich kaufen.

Federica Mogherini, die neue EU-Aussen­beauftragte, hat eine Untersuchung versprochen und den französischen Rechtsprofessor ­Jean-Paul Jacqué damit beauftragt. Er sollte sich auskennen, denn er arbeitete das Eulex-Mandat aus, das er jetzt durchleuchten soll. Unliebsame Überraschungen dürfte es von ihm nicht geben, weder für die EU noch für die Kosovo-Mafia.

http://www.weltwoche.ch/index.php?id=553309

line-wordpress-long

Aus: Junge Welt, Ausgabe vom 13.03.2015, Seite 12 / Thema

Wie man einen Konflikt verkauft
Beispiel Kosovo-Krieg: Anteil der Medien an der Vorbereitung, Begleitung und Auswertung der NATO-Angriffe
Von Rainer Rupp
Vereinnahmung von Politik und Medien: Zeitungsleser sollen wie S
Vereinnahmung von Politik und Medien: Zeitungsleser sollen wie Soldaten über den »Feind« denken (US-Militär im Kosovo-Einsatz in Tuzla/Bosnien am 14.2.1999)

Vom 5. bis zum 8. März veranstaltete die Neue Gesellschaft für Psychologie in Berlin den Kongress »Krieg um die Köpfe«. Es ging dabei unter anderem um die Einstimmung der Bevölkerung auf die scheinbare Notwendigkeit und Unausweichlichkeit der Beteiligung an Kriegen, um mediale Formierungs- und politische Entscheidungsprozesse.

Unter den Vortragenden war auch jW-Autor Rainer Rupp – jahrelang im NATO-Hauptquartier in Brüssel als Informant für die DDR tätig. In seinem Beitrag arbeitet er die Vorgehensweise der Mainstreammedien im ersten Krieg der NATO in Europa nach dem Zusammenbruch der europäischen sozialistischen Länder in Jugoslawien im Jahr 1999 heraus. Der Angriff auf das Land leitete einen militärisch-politischen Paradigmenwechsel ein. Die Öffentlichkeitsarbeit der NATO zur Rechtfertigung dieses Überfalls und die Rolle der »Qualitätsmedien« als Sprachrohr der Kriegstreiber spielte dabei eine besondere und bis heute beispielhafte Rolle. jW veröffentlicht eine gekürzte und überarbeitete Fassung. (jW)

Nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Zerfall der Sowjetunion griffen westliche »Demokratien« wieder auf das typisch imperialistische Mittel des bewaffneten Überfalls auf ein Land Europas als Fortsetzung ihrer Außenpolitik zurück. Zugleich wurde von den Abteilungen für psychologische Kriegführung im Pentagon der Glaubenssatz propagiert, wonach »Demokratien keine Kriege führen«. US-Vasallen rund um die Welt, besonders in Europa, beteten diese Formel wie ein Mantra nach. Per Definition führen USA und NATO seither keine Kriege, sondern »robuste humanitäre Interventionen« zum Schutz von Menschenrechten, zur Förderung von Demokratie und Freiheit, insbesondere zur Durchsetzung einer neoliberal bestimmten Marktwirtschaft.

In den Planungsdokumenten der NATO, z. B. im neuen »Strategischen Konzept« von 1999, wird dagegen ganz ungeschminkt von der Notwendigkeit militärischer Interventionen in anderen Weltregionen zum Zweck der »Sicherung von Rohstoffen und Transportwegen und des Zugangs zu Märkten« gesprochen. So steht es auch in den späteren Weißbüchern zur Militärpolitik der Bundeswehr. Es handelt sich hierbei nicht um Geheimpapiere. Ihre Inhalte sind bekannt, aber die Regierungen und Medien verschweigen sie möglichst. Kostspielige Militäroperationen fern der Heimat lassen sich gegenüber der Öffentlichkeit viel besser mit Erzählungen von Greueltaten des neuen Feindes rechtfertigen als mit der kalten Logik der Gewinnmaximierung und des Shareholder-Values führender Konzerne.

War erst einmal ein Staat als neues Ziel ausgewählt, hatte die Dämonisierung des Gegners höchste Priorität. Denn die Stimmung in der europäischen, besonders der deutschen Öffentlichkeit war 1999 weitgehend antimilitaristisch. Die aber sollte den Krieg gegen Jugoslawien ohne großes Murren akzeptieren. Daher machten die Propagandisten des Nordatlantikpakts immer wieder Anleihen beim »guten Krieg«, dem gegen den deutschen Faschismus, dessen Notwendigkeit von den meisten Gegnern militärischer Eingriffe nicht bestritten wird.

Dies ist das Muster, das auch für die Rechtfertigung der Bombardierung ziviler Ziele in Belgrad und anderen Städten Serbiens herangezogen wurde. Kollateralschäden müsste die deutsche Bevölkerung akzeptieren, wenn man – wie damals der Außenminister und Scharfmacher Joseph Fischer von den Grünen – »ein neues Auschwitz verhindern« wollte.

Horrende Todesopferzahlen

Der NATO-Angriff gegen Jugoslawien begann am 24. März 1999. Das Bombardement dauerte 78 Tage und Nächte. Da die jugoslawische Armee sich geschickt tarnte, suchten sich die NATO-Bomber zivile Ziele: Wasserversorgung, Brücken, Schleusen, Elektrizitätswerke, Bahnhöfe, Schulen, Krankenhäuser etc. Während um Ostern die Bomben auf Belgrad fielen, wurde in Washington das neue »Strategische Konzept« der NATO als Blaupause zu weltweiten Aggressionen feierlich von den Staatsoberhäuptern unterzeichnet.

Heute steht fest, was für Kritiker schon damals klar zu erkennen war, dass der Pakt in dem antiserbischen Propagandakrieg mit durchweg erfundenen Berichten die Öffentlichkeit in den NATO-Ländern aufhetzte. Seine Berichterstattung über den Verlauf des Krieges war je nach Zweckmäßigkeit maßlos über- oder untertrieben. Mit Geschichten von unvorstellbarer Brutalität und Zahlen von Mordopfern, die in die Hunderttausende gingen, sollte im Kosovo eine Analogie zu Nazi-KZ und Massenvernichtung hergestellt werden.¹

In einer fast einjährigen Phase vor Beginn des NATO-Luftkrieges war das Kosovo von teils schweren Kämpfen bei der Niederschlagung des Aufstands der UÇK, einer faschistoiden paramilitärischen albanischen Kampftruppe, gekennzeichnet. In diesem und den vorangehenden Jahren waren auf beiden Seiten knapp 2.000 Menschen ums Leben gekommen. Erst infolge des NATO-Angriffs und des daraufhin einsetzenden Chaos stieg die Zahl der Toten rapide an, einerseits durch die Bombenabwürfe und andererseits durch die dramatische Zunahme der Mord- und Terroroperationen der mit der NATO verbündeten UÇK gegen serbische Nachbarn, Roma, Sinti und auch gegen proserbische Albaner im Kosovo. Als dann Bomben des Militärpakts fielen, setzte eine Fluchtwelle ein. Hunderttausende wichen vor dem serbischen Militär, vor der UÇK, vor den NATO-Bomben zurück; sie flohen vor Hunger und Not, kurz, sie flohen vor dem Krieg.

Vor dem Überfall waren laut Angaben des Flüchtlingshilfswerks der UNO 14.000 Kosovo-Albaner geflohen. Mit dem Überfall setzte die Massenflucht ein. Daraus sogen die Propagandisten des Nordatlantikpakts ihren Honig, um keine Kriegsmüdigkeit oder Zweifel bei der Öffentlichkeit in den eigenen Ländern aufkommen zu lassen. Das war die Zeit, in der NATO-Sprecher Jamie Shea mit Geschichten von »Zigtausenden verschwundener junger Männer« aufwartete, die »wahrscheinlich von den Serben ermordet wurden«.

Die Zahl der auf der Flucht »verschwundenen« und »vermutlich ermordeten« Kosovo-Albaner wurde von der NATO immer höher eingeschätzt; zuletzt waren es 100.000 bis 225.000.² Immer wieder wurden Analogien zum Holocaust behauptet. Auf NATO-Pressekonferenzen wurden Satellitenfotos gezeigt, auf denen jedes Stück aufgewühlter Erde als Massengrab präsentiert wurde. Auch der SPD-Kriegsminister Rudolf Scharping wuchs bei solchen Gelegenheiten über sich hinaus. Zugleich plapperten ARD und ZDF samt den anderen »Qualitätsmedien« die NATO-Lügen kritiklos nach.

Suche nach Massengräbern

Unter dem Eindruck des großen Elends schrieb im nachhinein der bekannte US-Stratege Edward Luttwak in Foreign Affairs, eine der führenden außenpolitischen Zeitschriften der USA: »Es lohnt sich, darüber nachzudenken, ob es den Kosovaren heute nicht besser ginge, wenn die NATO einfach gar nichts getan hätte.« Aber dem Militärbündnis ging es nicht darum, den Menschen im Kosovo zu helfen, sondern dieser Teil Jugoslawiens diente als Rechtfertigung zum Regimewechsel in Belgrad und die Intervention als Musterbeispiel für die Umsetzung ihres neuen »Strategischen Konzepts«.

Als am 10. Juni 1999 schließlich die Waffen im Kosovo schwiegen, Jugoslawien angesichts der Zerstörungen seinen Widerstand aufgegeben hatte und die ersten NATO-Truppen in das Kosovo einmarschierten, begann mit Hochdruck die Suche nach Massengräbern. Man stand schließlich in der Pflicht, einen »Holocaust« zu liefern. Auch Journalisten wurden eingebunden und mit Lageplänen von den mutmaßlichen Massengräbern versorgt.

Die britische Tageszeitung The Independent, die sich nicht an der allgemeinen Kriegshysterie beteiligt hatte, berichtete am 27. Juni 1999 von einer regelrechten »Goldgräberstimmung« unter den Journalisten im Kosovo. Wer die ersten Bildberichte von einem Massengrab liefern konnte, dem waren Ruhm und Geld gewiss. Und findige Albaner wussten Profit aus der Situation zu schlagen. »Nicht weit von hier hat es ein Massaker gegeben«, zitierte das Blatt einen Kosovo-Albaner, der hinter vorgehaltener Hand einem Reporter zuflüsterte, ihn gegen einen entsprechenden Dollarbetrag dorthin zu führen. Um die Sache noch interessanter zu machen, habe er hinzugefügt: »20 Leichen ohne Köpfe«. Das Geld sei der Journalist anschließend losgewesen, und von dem sensationellen Massengrab habe er nichts zu sehen bekommen.

Als die ersten Zweifel an der Zahl der Ermordeten und an Massengräbern aufkamen, revidierten die Propagandisten der NATO ihre früheren Schätzungen schnell nach unten und behaupteten frech, dass sie nie von Hunderttausenden Toten gesprochen hätten. Jetzt war die Rede von 10.000 Ermordeten in 130 Massengräbern. Aber auch dafür wurden keine Beweise gefunden. Die Öffnung von »Massengräbern« unter großem Mediengetöse erwiesen sich in der Regel als Flop. Von menschlichen Leichen oder deren Resten war keine Spur. In den Gruben auf den Satellitenaufnahmen, die wegen der umgewühlten Erde als Massengräber verkauft worden waren, lagen Kadaver von Kühen und anderen Haustieren.

Was folgte, war grotesk: Von der NATO-Desinformationsabteilung bestärkt, schlossen die Journalisten, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Die Tatsache, dass in den ansonsten leeren »Massengräbern« nur Kadaver von Haustieren gefunden wurden, wertete die Journaille als Beweis für die besondere Verwerflichkeit der Serben. Denn um die Entdeckung ihrer Kriegsverbrechen durch das nordatlantische Bündnis zu verhindern, hätten sie die Leichen wieder ausgegraben, um sie an anderer Stelle verschwinden zu lassen. Man wusste auch schon wo, nämlich in den tiefen Stollen der Trepca-Minen im Nordosten des Kosovo.

Als auch dort keine Leichen gefunden wurden, kamen »investigative« Reporter auf eine andere Idee, die wiederum das Bild vom Holocaust beschwor: Die Leichen seien in den Schmelzöfen der serbischen Hüttenwerke im Kosovo verbrannt worden. Aber dort fanden die inzwischen aus verschiedenen NATO-Ländern angereisten Forensikteams ebenfalls keine Spuren. Das US-amerikanische FBI stellte das bei weitem größte Kontingent. Das Gebiet wurde als »der größte Tatort in der forensischen Geschichte des FBI« bezeichnet. Einige Monate später zogen die Abgesandten der US-Behörde unverrichteter Dinge ab. Der Leiter der spanischen Forensiker beschwerte sich vor den Medien, dass er und seine Kollegen von der NATO als Alibi missbraucht worden seien. Sie seien »zu einer semantischen Pirouette der Kriegspropagandamaschinen gemacht worden«, denn sie hätten »kein einziges Massengrab gefunden«.³

Schließlich hatte John Kifner von der New York Times die rettende Idee: Mit der Autorität des Blattes behauptete er, die Leichen seien in die Industriezentren Serbiens gebracht und dort in den vielen Hochöfen verbrannt worden. Und weil der Militärpakt nicht selbst in Serbien suchen könne, sei es unmöglich, den Serben die begangenen Massaker zu beweisen.

Das Besorgniserregende ist, dass sich einst seriöse Medien zum Instrument einer primitiven Kriegspropaganda hatten machen lassen. Bei einem Großteil der Greuelgeschichten berief sich der Sprecher des nordatlantischen Bündnisses auf Angaben der britischen Regierung. Deren Behauptungen basierten nicht etwa auf Nachforschungen vor Ort, sondern auf angeblichen Zeugenaussagen, die bei Anhörungen von kosovo-albanischen Flüchtlingen in den Lagern Albaniens und Mazedoniens und auf Grund verschiedener regionaler Presse- und Militärberichte gesammelt worden seien. Dazu gehörte auch die Geschichte, dass schwangeren (in diesem Fall albanischen) Frauen von Bestien (in diesem Fall Serben) die Föten aus dem Leib geschnitten worden wären.

Immer neue Hitler

Die kriegsberichterstattende Journaille: Überall hautnah dabei,
Die kriegsberichterstattende Journaille: Überall hautnah dabei, doch sie sieht die Vorgänge nicht, wie sie sich vor ihren Augen abspielen, sondern interpretiert sie wie von der NATO vorgegeben (Medienvertreter am 9.6.99 in Kumanowo im heutigen Mazedonien)

Ein Jahr später verkündete das nicht von der UNO, sondern von der NATO eingerichtete und bezahlte Internationale Kriegsverbrechertribunal für Jugoslawien in Den Haag, dass in den Kosovo-»Massengräbern« insgesamt 2.788 Leichen gefunden worden seien. Aber das waren die sterblichen Überreste von Kämpfern beider Seiten und von den zivilen Opfern der UÇK, die Hunderte Serben, Roma, Sinti und proserbischer Albaner im Krieg ermordet hatte. Die Tausenden zivilen Toten, die dem Dauerbombardement der NATO-Luftwaffe zum Opfer gefallen waren, wurden nicht mitgezählt.

Interessanterweise kam ausgerechnet vom Direktor des größten privaten US-Spionageunternehmens Stratfor Intelligence, George Friedman, die schärfste Kritik des Establishments am NATO-Krieg im Kosovo: Für ihn sei die »Zahl der Toten in doppelter Hinsicht von entscheidender Bedeutung«, so Friedman. Erstens mache es selbstverständlich etwas aus, »ob die NATO die Wahrheit gesagt hat oder nicht, wenn sie einen Krieg beginnt«. Und zweitens gebe »es schon einen qualitativen Unterschied zwischen Hunderten Toten einerseits, die im Rahmen einer Operation zur Terroristenbekämpfung getötet wurden, und einem genozidartigen tausendfachen Massenmord andererseits«.

Unter dem Titel »Wo sind die Todesfelder im Kosovo?« hatte das Spionageunternehmen am 17. Oktober 1999 eine kritische Analyse veröffentlicht, in der Behauptungen der NATO vom serbischen Genozid an Kosovo-Albanern der geringen Zahl der dort tatsächlich gefundenen Leichen gegenübergestellt wurden. »Wenn die Schwelle für eine Invasion und den Verlust der Souveränität eines Landes bei einigen hundert Toten liegt, die bei ethnischen Gewalttätigkeiten ihr Leben verloren haben, dann hätte der Casus belli schon für alle möglichen Länder eintreten müssen, von Großbritannien über die Türkei bis hin nach Südkorea. (…) Wenn sich jedoch die Verbrechen Serbiens nicht von denen anderer Länder unterscheiden, dann wird die Entscheidung, Serbien zu bombardieren, moralisch verdächtig.« Deshalb sei die Zahl der Getöteten von zentraler Bedeutung, so der Stratfor-Chef.

Die verantwortlichen Schreibtischtäter für das Töten im Kosovo, US-Präsident William Clinton, sein britischer Amtskollege Anthony Blair und Bundeskanzler Gerhard Schröder mit seinem Außenminister Joseph Fischer, wurden bis heute nicht belangt. Statt dessen erfreuen sie sich in der westlichen Wertegemeinschaft höchster Anerkennung. Tatsächlich wurde der serbische Staatspräsident Slobodan Milosevic als »neuer Hitler« für die »Massengräber« im Kosovo verantwortlich gemacht.

Die angeblichen Massengräber und Greueltaten im Kosovo sind in derselben NATO-Giftküche erfunden worden wie einige Jahre später die sagenumwobenen »Massenvernichtungswaffen« des irakischen Hitlers Saddam Hussein oder die »Massenexekutionen« von Zivilisten in Bengasi durch den libyschen Hitler Muammar Al-Ghaddafi oder die Giftgaseinsätze gegen die eigene Bevölkerung durch den syrischen Hitler Baschar Al-Assad. Und unlängst hat bereits die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton den russischen Präsidenten Wladimir Putin mehrfach als »neuen Hitler« bezeichnet. Auch der britische Premier David Cameron hat ihn schon mit Hitler verglichen.

Krieg als Seifenoper

Zum Schluss noch einige Bemerkungen zu Jamie Shea, dem stets lächelnden Gesicht des Kosovo-Krieges. Genau ein Jahr nach Beginn des Angriffs gegen Jugoslawien machte der NATO-Sprecher von sich reden. Die Neue Zürcher Zeitung berichtete am 29. März 2000 von seinem Auftritt in Bern, wo er seinen staunenden Zuhörern aus Wirtschaft und Politik erzählte, wie die NATO die Weltöffentlichkeit über den Krieg getäuscht hatte. In seinem Vortrag mit dem Titel: »Selling a conflict – the ultimate PR challenge» (Wie man einen Konflikt verkauft, die ultimative Public-Relations-Herausforderung), präsentierte er sich als der Mann, der den Krieg wie ein Markenprodukt verpackt, verkauft und – notabene – fast eigenhändig gewonnen hatte.

Auch für flaue Kriegstage hatte Shea guten Rat: »Wenn du keine Geschichte hast, dann musst du eine erfinden!« Außerdem liebe das Publikum täglich ausgestrahlte »Seifenopern«, und es brauche Hauptdarsteller, womit sich Shea selbst meinte. Noch heute werde er persönlich überall auf der Welt erkannt, und das Frauenmagazin Elle habe ihn zu den zehn heißesten (sexiest) Männern der Welt gezählt.

Nun sei zu hoffen, kommentierte die NZZ den Vorgang, dass der in sich selbst verliebte Mann auf sexuellem Gebiet mehr leiste als bei der Vermittlung von NATO-Informationen. In Demokratien habe die Öffentlichkeit das Recht, von ihren kriegführenden Regierungen wahrheitsgetreu unterrichtet zu werden. Glaubwürdigkeit beruhe auf Faktentreue. Wird diese über längere Zeit beachtet, so ist man bereit, Vertrauen zu schenken auch in Fällen, in denen man aus Gründen der Geheimhaltung nicht in alle Einzelheiten eingeweiht werden könne, so das Schweizer Blatt. Und es fährt fort: »Wenn nun ein kleiner Sprecher, der nicht ganz versteht, worum es geht, meint, alles sei nur Public Relations, und dies verkündet, setzt er seinen Marktwert für die Mächtigen stark herab. Seine Glaubwürdigkeit ist plötzlich im Eimer, nicht mehr zu gebrauchen. In kurzer Zeit wird man sich am Kopf kratzen und fragen: Wie hieß er doch schon, der Sprecher? Jamie … irgendetwas.« Aber hier irrte die Tageszeitung.

Shea setzte seine Karriere in der NATO fort. Sein weiterer Werdegang ist für den Charakter der Organisation symptomatisch. Er brachte es nicht nur zum Direktor der Abteilung »Politikplanung«, sondern ist heute Vizegeneralsekretär der Organisation. Jetzt kann er über Russland als unberechenbare Macht schwadronieren, die für die friedliebende, die demokratischen Werte verteidigende NATO zu einer neuen Bedrohung geworden ist.

Anmerkungen

1 Siehe dazu den wichtigen Überblicksartikel im britischen Politikmagazin New Statesman vom 4 September 2000: www.newstatesman.com/node/138456

2 Dazu siehe auch die oben genannte Quelle.

3 Quelle: www.americanthinker.com/articles/2014/09/the_unspoken_obama_lie_that_led_to_benghazi.html#ixzz3UAeygYJ5

Rainer Rupp berichtete auf diesen Seiten zuletzt am 2.2.2015 über die Ostukraine und ihren gigantischen Industriekomplex mit Kohleförderung, Metallurgie und Chemie.

https://www.jungewelt.de/2015/03-13/003.php

line-wordpress-long

  13.03.2015   auf Achgut.com

Fachkraft oder Flüchtling – Wer darf ins Wirtschaftswunderland?

Schon beim Titel der gestrigen Talkshow bei Maybritt Illner, zu der ich eingeladen war, hätte ich gewarnt sein müssen. Thema verfehlt, fünf, hätte es in der Schule geheißen, denn mit den gegenwärtigen dringenden Problemen, unter denen unser Land ächzt, hat diese Fragestellung nichts zu tun.

Es ist ja keineswegs so, dass irgendjemand entscheiden kann, wer hierher kommen darf und wer nicht, sondern wir haben es mit einem wachsenden Strom von Zuwanderern zu tun, die aufgenommen werden müssen.

Nehmen wir Rosenheim als Beispiel, wo täglich bis zu 600 /  800 oder 1000 Leute aus dem Kosovo ankommen. Ein Drittel der dortigen Bevölkerung hat sich auf den Weg nach Deutschland gemacht. Der Exodus ist so schlimm, dass sich die Regierung des Kosovo an die deutsche Regierung gewandt und gebeten hat, ihre Landsleute wieder zurück zu schicken. Besonders die Fachkräfte werden im Land dringend gebraucht. Vorher müssen aber alle Asylanträge bearbeitet werden. Das dauert auch im beschleunigten Verfahren Wochen. Die von professionellen Schleuserbanden beförderten Menschen sind gut unterrichtet, was sie wie beantragen müssen.
In Rosenheim sind alle nur denkbaren Unterbringungsmöglichkeiten ausgeschöpft. Turnunterricht an den Schulen ist kaum noch möglich, denn die Hallen sind besetzt, Schwimmbäder geschlossen. Das Vereinsleben der Stadt ist fast zum Erliegen gekommen, denn die Vereinsheime sind belegt, sowie Kasernen , Gaststättensäle, Hotels. Die freiwilligen Sozialhelfer, egal ob Caritas , Diakonie oder Rotes Kreuz sind am Ende ihrer Kräfte. Die Stadt ist pleite. Geplante Renovierungen von Schulen, Kindergärten und Straßen nach dem Hochwasser, sind auf unbestimmte Zeit wegen finanzieller Schwierigkeiten verschoben.

Rosenheim ist nur ein Beispiel von vielen, aber von Problemen war in Illners Sendung nicht die Rede. Zwei Drittel der Sendung bestritt die Moderatorin mit den Vertretern der Großen Koalition Thomas Oppermann von der SPD und Andreas Scheuer von der CSU, die heile Welt spielten.

Oppermann durfte ausführlich über das kanadische Einwanderungsmodell referieren, das er vor Ort studiert hatte, wobei er der Frage auswich, ob ein Einwanderungsgesetz nach diesem Muster die bestehenden Zuwanderungsregeln ersetzen, oder auf sie draufgesattelt werden soll.

Scheuer vertrat die Ansicht, dass Deutschland über drei funktionierende Systeme verfüge ( Asylgesetz, Zuwanderungsgesetz, Blue- Card). Es gäbe keinen Bedarf für eine neue Regelung.

Es gelang mir einwenden, dass die Systeme eben nicht funktionieren. Es gibt mindestens sechzig Vorschriften, nach denen bei der Bearbeitung eines Asylantrags verfahren werden soll. Auch der erfahrenste Bearbeiter kann nicht zusätzlich zu den Gesetzestexten noch sechzig Ausführungsbestimmungen im Kopf haben. Das macht das Asylverfahren zum bürokratischen Hindernislauf.

Am Ende kommt heraus, dass höchstens zehn Prozent der Eingereisten durch das Asylverfahren anerkannt werden kann, um die dreißig Prozent erhalten aus unterschiedlichen Gründen Abschiebeschutz. Die restlichen sechzig Prozent verharren, so sie nicht freiwillig das Land verlassen oder abgeschoben werden, was immer seltener der Fall ist, in einem undefinierten Duldungsstatus.

Inzwischen ist die Zahl dieser Menschen auf geschätzte 600 000 angestiegen. Einen solchen Zustand als „funktionierendes System“ zu beschreiben, ist blanke Realitätsverweigerung.

Das Drehbuch der Sendung war sichtbar darauf angelegt, solche Probleme nicht zu diskutieren.

Stattdessen förderte Illner nach Kräften den üblichen öden Politiker- Schaukampf, in den ab und zu auch MP Ramelow einbezogen wurde, wobei es nicht um Inhalte, sondern um Apercus ging. Je weiter die Sendung fortschritt, desto prächtiger amüsierten sich Oppermann und Scheuer, bis im Studio eine schenkelklopfende Stammtischatmosphäre herrschte.

Am Schluss kam durch eine Zuschauerfrage doch noch mal ein Problem zur Sprache. Ob die zugewanderten Fachkräfte nicht zum Lohndumping eingesetzt werden würden. Sogar in der ARD hatte es, wenn auch zu mitternächtlicher Stunde, eine Sendung gegeben, die genau das bewies.

Aber die Vertreter der GroKo waren sich sofort einig, dass dies gar nicht sein könne, weil mit Mindestlohn und Tarifvertrag so etwas ausgeschlossen sei.  Wenn sich die Politiker die Mühe machen würden, die Zuschauermeinungen zur Sendung zu lesen, würden sie feststellen, wie sehr ihnen widersprochen wird und wie satt die Wähler ihre selbstverliebten Darstellungen haben.

Weil die Einwanderung aber ein drängendes Problem ist, das einer dringenden Debatte bedarf, werde ich in einem nächsten Beitrag veröffentlichen, was ich für Illner vorbereitet hatte, aber nicht vortragen konnte.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/fachkraft_oder_fluechtling_wer_darf_ins_wirtschaftswunderland

line-wordpress

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

 I think for food

800px-Molon_labe2

 

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

line-wordpress

Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

People feel always terrible offended if you do not believe their lies.
Everyone is responsible for his feelings.
Psychoanalysis is nobody’s business except the psychoanalyst and his patient, and everybody else can fuck off.
“Time is the echo of an axe
Within a wood.”
― Philip Larkin, Collected Poems

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

 Why Allah does not shows himself? Because he does not want  to do anything with such assholes.
When fascism returns, he will not say, ‘I am the fascism‘. No, he will say, ‘I am the anti-fascism Ignazio Silone.
Political correctness requires a language for a poetry album.
 Psychoanalysis is frivolous, or it is not psychoanalysis.
Colorful diversity, earlier: shit.
What can not any longer be changed, can not any longer be reformed, it is no longer alive, but very dead (instead). What is dead should be, has to be buried: religion, marriage, Romanticism, etc.
 The reality is always stronger than illusions.
 A delusion is characterized by increasing loss of reality, and can be attested to today’s leaders in Germany and the mass media. Loss of reality describes the mental state of a person who is not (any longer) be able to understand the situation in which it is located. So you are ruled by madmen and manipulated by the mass media.