Kategorie-Archiv: Iran

Ein Arier hackt dem anderen kein Auge aus

Detlef zum Winkel
Finsteres Terrain
Deutschland und der Iran-Konflikt: Ein Arier hackt dem anderen kein Auge aus.
Ein Krieg um das iranische Atomprogramm rückt näher. Zumindest reden alle davon, und oft in einer Weise, die den Krieg auch herbeiredet. Die Lage spitze sich dramatisch zu, meinte etwa »FR online«, um fortzufahren: »Bombardiert Israel die iranischen Atomanlagen?« Dazu gibt es eine Karte mit sieben möglichen Zielen. »Krieg um die Bombe?« titelte »Der Spiegel« Anfang März. Die Story beginnt mit einem Foto des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu im Cockpit eines Kampfjets. Das Magazin hat ebenfalls eine Karte angefertigt. Sie bildet drei angebliche Routen ab, die israelische Flugzeuge für einen Angriff wählen könnten. Hier werden sechs Nuklearanlagen als Ziele genannt. Ähnliche Töne werden auch in den USA und England angeschlagen. So vermutete US-Verteidigungsminister Panetta im November 2011, Israel werde den Iran im Frühjahr 2012 angreifen (»Focus online «, 6. Februar 2012). Netanjahu selber sagte nach seinem USA-Besuch im März, ein militärischer Schlag gegen die iranischen Atomanlagen sei »keine Frage von Tagen oder Wochen, aber auch keine von Jahren«. Der Iran nähere sich der roten Linie, jenseits derer er nicht mehr daran gehindert werden könne, Atomwaffen zu bauen.
Das geht nun schon seit zehn Jahren so. Ich habe die einzelnen Wellen der Kriegshysterie nicht gezählt. Wahlen in den USA oder in Israel waren bevorzugte Anlässe, um israelische Militäraktionen rechtzeitig vorher oder sofort danach zu vermuten. Diese Prognosen, die sich gern auf Geheimdienstexpertisen stützten, taten ihre Wirkung, obwohl sie falsch waren. Jedes Mal richtete sich an Israel der Vorwurf der Kriegstreiberei, jedes Mal wurde der Eindruck geschürt, die Vereinigten Staaten könnten ihren nahöstlichen Verbündeten nur mühsam zurückhalten, und immer versicherten die Europäer, eine »politische Lösung« sei möglich und sie würden sie zustandebringen.
Das gesellschaftliche Echo blieb nicht aus. Prominente Namen schreiben, dichten, singen für den Frieden und gegen Israel, anonyme User überschwemmen das Internet mit wüsten Tiraden. Die deutsche Friedensbewegung machte die Verteidigung des Iran zum zentralen Anliegen ihrer diesjährigen Ostermärsche. Sie besitzt jetzt auch die Lufthoheit über den Stammtischen. Israel gerät in der öffentlichen Meinung der EU-Länder zunehmend in die Isolation, wie Umfragen in Europa und besonders in Deutschland belegen.
So kann das Teheraner Regime eine positive Bilanz seines bisherigen Atomprogramms ziehen. Die Stigmatisierung Israels auch außerhalb der islamischen Welt verbuchen die Mullahs als unerwarteten Erfolg. Nicht sie als die Verursacher des Konflikts werden an den Pranger gestellt, sondern jene, die sie mit ihrem Programm bedrohen, die sie als »Krebsgeschwür des Zionismus« (Religionsführer Khamenei) oder als »künstliches Land, das mit einer Lüge errichtet wurde« (Präsident Ahmadinedschad) beseitigen wollen. Ihr Rezept ist denkbar einfach. Nehmen wir eine von hundert Situationen, in denen das Regime auf frischer Tat ertappt wird: Die internationalen Atominspektoren begründen den Verdacht, in Parchin, nördlich von Teheran, werde die Zündtechnik von Atombomben erforscht. Das bestreiten die iranischen Offiziellen natürlich vehement. Daraufhin fordert die IAEA einen Vor-Ort-Besuch. Den kann man ihr schlecht verweigern, weil es angeblich nichts zu verbergen gibt, aber rechtzeitig vorher werden die Einrichtungen, denen der Verdacht gilt, in aller Eile abgerissen. Was macht man in einer solch mißlichen Situation? Man zeigt mit dem Finger auf Jerusalem: »Aber Israel! Sie haben 250 Atombomben, und wir, die wir keine haben, sollen uns ständig überprüfen lassen und Konzessionen machen.« Der Täter schreit: »Haltet den Juden!« Antisemitismus läßt sich immer einsetzen, ohne daß er sich abnutzt. Das irritiert unsere Zeitgenossen nicht in ihrer aggressiv vorgebrachten Ansicht, man werde Israel doch mal kritisieren dürfen. Sie insistieren auf den israelischen Atombomben, allen voran Jakob Augstein, Verleger des »Freitag « und ein besonders engstirniger Verfechter deutscher Gerechtigkeitsgefühle, nach denen man den einen nicht verwehren könne, was man den anderen durchgehen läßt. Für Augstein, der »im Zweifel links« sein will (so der Titel seiner Kolumne bei »Spiegel online«), gibt es bei diesem Thema keine Zweifel, so daß er sich ungeniert im deutschnationalen Arsenal bedient, ohne, eigenem Verständnis zufolge, gegen seine Devise zu verstoßen.
Das Thema ist aber nicht so simpel, wie es abgehandelt wird. Intellektuell aufrichtig wäre es, zunächst die Frage zu stellen, ob das eigene Land Atombomben hat. Darauf werden die meisten mit einem klaren Nein antworten, das etwas zu eindeutig und etwas zu rasch über die Lippen geht. Fragt man nämlich weiter, ob Deutschland in der Vergangenheit Atombomben hatte, lautet die richtige Antwort: Ja. Vor einiger Zeit verriet Helmut Schmidt das durchaus nicht kleine Geheimnis, daß die USA in den sechziger Jahren Deutschland 700 taktische Atombomben zur Verfügung gestellt hatten (Detlef Bald: Politik der Verantwortung, Aufbau-Verlag, 2008). Die Entscheidung über ihren Einsatz habe ausschließlich bei der Bundeswehr gelegen. Schmidt habe »den todbringenden Unsinn« als Verteidigungsminister 1969 rückgängig gemacht. Die 700 ADM-Bomben (Atomic Demolition Munition) waren eher eine Gefahr als ein Schutz, ein militärischer Nachteil statt ein Vorteil. Waren wir das einzige Land, dem die USA eine solche Gunst gewährten?
Deutschland hatte insgeheim Atomwaffen zur eigenen Verfügung, ohne eine Atommacht gewesen zu sein. Die überraschende Nachricht wurde mit größter Gelassenheit durchgewinkt oder schlicht ignoriert; bei diesem Anlaß haben sich die Wutbürger eine Verschnaufpause gegönnt. Es ist aber hilfreich festzustellen, daß Atombomben nicht gleich Atombomben sind. Ebenso wichtig ist es, sich zu vergegenwärtigen, daß die Bundesrepublik in einer konkreten politischen Situation nicht nur willens, sondern auch in der Lage war, auf ein Danaer-Geschenk zu verzichten. Israel befindet sich allerdings in einem anderen, sehr viel schwierigeren Umfeld. Auch wenn man der festen Überzeugung ist, daß Atomwaffen nicht dazu geeignet sind, seine Lage zu verbessern, muß man die Entscheidung darüber denjenigen überlassen, um deren Existenzrecht und Sicherheit es geht. Zweifel sind also angebracht: Zweifel darüber, ob Israel überhaupt Atomwaffen hat, ob es sie auch besitzt, ob es eigene sind, ob sie selbst entwickelt wurden – über eine Urananreicherung verfügt das Land ja nicht, und wie man eine Plutonium-Wiederaufarbeitung betreibt, ohne die Negev-Wüste zu verseuchen, bliebe rätselhaft, wäre aber ein technischer Fortschritt, für den andere Länder viel Geld bezahlen würden. Zweifel über das Szenario eines Einsatzes israelischer Atombomben, so es sie denn gibt, habe ich nicht. Israel könnte Atomwaffen nur um den Preis des eigenen Untergangs einsetzen. Ein Nuklearschlag ist nur als Vergeltung für einen bereits erfolgten, vernichtenden Angriff seiner Feinde denkbar, ob man nun dafür deutsche U-Boote benötigt oder nicht. Auf dieser Abschreckung beruht die israelische Sicherheitsdoktrin. Genauer gesagt beruht sie darauf, daß Israel seinen Feinden glaubhaft machen kann, selbst im Fall des eigenen Untergangs noch zu umfassender Vergeltung imstande zu sein. Es ist nicht einmal auszuschließen, daß man diesen Glauben auch erzeugen kann, ohne die Drohung im Ernstfall wirklich realisieren zu können. Lange nach seiner Präsidentschaft wurde bekannt, daß Bill Clinton im Jahr 2000 die Codes verbaselt hatte, mit denen die Nuklearstreitmacht der USA freigeschaltet wird. Erst als die Passwörter turnusmäßig erneuert werden sollten, ließ sich der peinliche Verlust nicht mehr verhehlen (Hugh Shelton: Without Hesitation, St. Martin’s Press, 2010). Die USA und mit ihr der gesamte Westen waren demnach für mehrere Monate nuklear entwaffnet. Trotzdem funktionierte die Abschrekkung. Keiner hatte etwas gemerkt.
Israelische Nuklearwaffen sind deswegen noch lange keine »guten Atombomben«. Allerdings müssen sie konkret eingeschätzt und beurteilt werden, so wie jede Atommacht konkret analysiert werden muß, vor allem wenn man wirklich an Abrüstung interessiert ist. Während es für die amerikanische Atombombe keine Entschuldigung gibt, war die sowjetische Antwort darauf global gesehen ein Fortschritt, aber nicht etwa, weil die eine Waffe imperialistisch und die andere sozialistisch gewesen wäre, sondern weil die einen Hiroshima und Nagasaki angerichtet hatten, während die anderen dazu beitrugen, die gegenseitige Abschreckung zu etablieren. In einer etwas weiter gefaßten Perspektive kann man die Existenz von fünf Atommächten, die im Atomwaffensperrvertrag (NPT) geregelt ist, als Ergebnis des Zweiten Weltkriegs und Festschreibung eines Status quo ansehen, der alles andere als vernünftig oder gerecht ist, aber immerhin eine gewisse Stabilität aufweist. In dieses globale Abschrekkungssystem ist de facto auch Israel eingebunden – an der Leine der USA – , obwohl es den Sperrvertrag nicht unterzeichnet hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob sein atomarer Status real oder virtuell ist. Ironischerweise kann diese Einbindung nur außerhalb des NPT stattfinden, und sie kann nur funktionieren, wenn die fünf offiziellen Atommächte beide Augen zudrükken und diskret dieser Sonderrolle zustimmen, was sie über Jahrzehnte hinweg auch getan haben, allen Diskussionen und Resolutionen der Uno zum Trotz. Die neue deutsche Wut über Israel hat eine nationale, aber keine rationale Grundlage.
Die wirkliche Katastrophe der Proliferation, in Südafrika gerade noch abgewendet, begann in Indien, das seine Aufrüstung mit einem angeblich notwendigen Gegengewicht zu China rechtfertigte, und setzte sich fort in Pakistan und Nordkorea. Nicht der »ungerechte« Sperrvertrag und nicht die tolerierte Ausnahme Israel haben die Welt einem Atomkrieg näher gebracht, sondern diese drei Länder. Noch eine ganz andere Dimension käme mit einer Atommacht Iran ins Spiel.
Die iranischen Demagogen dementieren ihre Absichten mit der Art von Gegenfragen, die sie so lieben: »Warum sollten wir Atombomben bauen? Israel und die USA tun das, und was haben sie davon?« Atomwaffen seien sinnlos und unmenschlich, und im übrigen habe Religionsführer Khamenei eine Fatwa dagegen ausgesprochen. »Wenn wir sagen, wir bauen keine Bombe, bauen wir keine Bombe«, sagte Ahmadinedschad im März dieses Jahres im Interview mit dem ZDF. Unmittelbar darauf hält er das Thema wieder völlig offen: »Wenn Ahmadinedschad eine Bombe bauen möchte oder will, wird er das bekanntgeben. Er wird auch keine Angst vor jemandem haben.« Man fühlt sich daran erinnert, wie Deutschland noch 1939 den Vorwurf »widerlegte«, einen Krieg vorzubereiten. Es gibt sicherlich eine Reihe von Merkmalen, die Ahmadinedschad von Hitler unterscheiden, aber in der dreisten Art zu lügen liegt eine augenfällige Verwandtschaft, ein Führersyndrom.
Ebenso scheint Khameneis Fatwa ein Täuschungsmanöver zu sein. Der Iran-Experte Wahied Wahdat-Hagh warnt, daß eine Fatwa nach islamischem Recht nur dann verbindlich sei, »wenn diese Aussage in einer religiösen Schrift (Resale) ausdrücklich als Fatwa oder in der Liste der Fatwas aufgeführt wird. Ali Khamenei hat eine Liste seiner Fatwas beispielsweise auf seiner Homepage stehen. Aber in dieser Liste taucht eine Fatwa über das Thema Atombombe mitnichten auf« (»Jungle World Blog«, 10. Mai 2012). Und keineswegs müssen iranische Atomingenieure, die gegen die angebliche Fatwa verstoßen, befürchten, daß für ihre Ermordung ein Kopfgeld von 100.000 Dollar ausgesetzt wird, wie es dem in Köln lebenden iranischen Sänger Shahin Najafi jetzt wegen eines kritischen Liedes geschehen ist.
In Wahrheit ist die Angelegenheit schon seit zehn Jahren klar. Wozu braucht ein großes Ölförderland Atomenergie? Und wenn der Iran von diesem grandiosen Irrweg schon nicht abzubringen ist: Wozu braucht er dann einen vollständigen nuklearen Brennstoffkreislauf? Wozu zwei Uran-Anreicherungsanlagen, wo doch das AKW Buschehr von Rußland mit Brennelementen versorgt wird? Jedenfalls nicht für die Herstellung nuklearmedizinischer Produkte, die sich ohne weiteres und viel billiger auf den internationalen Märkten beschaffen lassen. Und wozu schließlich der Bau eines Schwerwasserreaktors, der auf der ganzen Welt nur einem einzigen Zweck dient, nämlich der Produktion von waffentauglichem Plutonium?
Auf diese Fragen gibt es nur eine Antwort: Das Regime arbeitet zielstrebig und unbeirrt an einem Atombombenprojekt. Man ist nicht immer im Plan, man muß Verzögerungen und Rückschläge verkraften, aber man hat bedeutende Fortschritte gemacht, ohne Abstriche vornehmen zu müssen. Zehn Jahre andauernde Verhandlungen, Uno-Beschlüsse und Sanktionen haben daran nichts ändern können. Auch in dieser Hinsicht kann der islamische Staat eine deutlich positive Bilanz ziehen. Mit seiner Hinhaltetaktik hat er die Zeit gewonnen, die er benötigte, um die Anlagen in Buschehr und Natanz, in Fordo, Isfahan, Teheran, Arak, Parchin und anderswo zu errichten.
Man muß den Mut aufbringen, das Scheitern einer diplomatischen Lösung des Konflikts zur Kenntnis zu nehmen. So etwas ist kein geeignetes Mittel gegen einen Staat, der die Verhältnisse im Nahen Osten revolutionieren will, und es hilft auch nicht gegen ein Regime, das die Existenz Israels ausdrücklich bedroht und dabei so weit geht, den Holocaust zu leugnen. Bevor es zu einem Krieg kommt, gibt es also nur noch die Hoffnung auf die Wirksamkeit der Sanktionen, die die USA und die europäischen Länder mit unterschiedlichem Ausmaß beschlossen haben und die in diesem Jahr in Kraft treten. Diese Hoffnung ist nicht unbegründet. Eine wirtschaftliche Lösung ist möglich. Moderne Technologie ist herstellerabhängig, insbesondere wenn es sich um derart komplexe, störungsanfällige und gefährliche Systeme handelt, wie sie in Atomanlagen zum Einsatz kommen.
Der Iran hat nicht nur ausländische Waren und Hilfe massiv in Anspruch genommen, um sein Programm zu realisieren. Er benötigt sie auch weiterhin für Ersatzteile, Reparaturen, Problemlösungen, Updates und Beratungen. Er benötigt sie jeden Tag. Ohne die laufende Unterstützung von schätzungsweise 100 ausländischen Firmen und 1.000 ausländischen Fachleuten kann der Iran sein Atomprogramm nicht fortsetzen und seine Anlagen nicht dauerhaft betreiben. Diese Firmen wissen das ebenso wie ihre mit dem Iran-Geschäft befaßten Spezialisten. Aber sie ziehen keine Konsequenzen daraus, und auch die Sanktionen der EU vermeiden es, sich mit aller Entschlossenheit auf dieses Feld zu fokussieren, da es die Mitverantwortung der freien Marktwirtschaft für die Bombe der Mullahs offenbart. Hier wird nach wie vor Geld verdient und gemauert. Von Außenminister Westerwelle stammt der feine Satz: »Die Sanktionen, die wir beschlossen haben, können nur wirken, wenn möglichst viele Staaten mitmachen.« Es würde in der Tat viel bewirken, wenn wenigstens ein Land mitmachen würde, nämlich das eigene. Angesichts der fatalen Affinität der iranischen Machthaber zu Deutschland, insbesondere zur deutschen Geschichte – sprechen wir es aus: angesichts ihrer Sympathie für die nationalsozialistische Antwort auf die »Judenfrage«, die sie gerade dadurch zeigen, daß sie die Vernichtungslager bestreiten – , wird es niemanden verwundern, daß sie deutsche Importe bevorzugen. Deutschland steht auf der Liste der iranischen Handelspartner ganz oben, die Unternehmen Daimler und Siemens haben das weltweit größte Geschäftsvolumen mit iranischen Partnern: der Exportweltmeister in seinem Element. An diesen Zahlen ändern die besinnlichen Reden nichts, die Merkel, Westerwelle oder Gauck vorzugsweise in Israel vortragen. Einen detaillierten Überblick über dieses finstere Terrain gibt Matthias Küntzel in seinem lesenswerten neuen Buch Deutschland, Iran und die Bombe (LIT-Verlag, 2012).
Die deutschen Unternehmen scheint es nicht zu stören, wenn ihre Partner den Holocaust leugnen: »Ist doch nett gemeint, oder? So versuchen die Iraner, ihre Freundschaft auszudrücken. « Es ist aber nicht nett, wenn man selbst als Nazi-Freund angesprochen wird, als antisemitischer Komplize. Es ist nicht nur eine permanente Kriegserklärung an Israel, es ist auch eine unverhohlene Kampfansage gegen ein demokratisches Deutschland, und übrigens auch gegen sein ökonomisches Geschäftsmodell. Das gleiche gilt für andere Formen kumpelhafter Annäherungsversuche: »Unsere Beziehungen waren stets gut. Beide Völker sind arischer Rasse« (Rafsandschani, 1996). »Iran« bedeutet übersetzt übrigens »Land der Arier«, diese Umbenennung Persiens nahm Reza Schaft Pahlavi vor, 1934. Alte Freunde eben, große Nationen, Herrenmenschen.
Ein wirtschaftlicher Boykott ist effektiv, wenn man ihn denn will. Er hat früher gegen China funktioniert, und er funktioniert leider heute noch gegen Kuba. Deutsche Unternehmen aber wollen derlei nicht wirklich, und warum sollten sie auch, solange Siemens seine Lieferungen für Buschehr über Joint Ventures mit der russischen Rosatom abwickelt, ohne Nachteile befürchten zu müssen? Warum sollten sie es wollen, solange die einheimische Atomindustrie um die Zukunft des iranischen Programms bangt, das die letzten Kunden stellt, die das Banner der Atomtechnik noch strahlend vor sich hertragen? Profitstreben ist eben häufig kurzsichtig und dumm. Das doppelte Spiel der Deutschen ist kriegsstiftend, aber der Krieg würde ihre Mitverantwortung offenlegen. Dann wären schwere Nachteile für die Player nicht nur wünschenswert, sondern auch realistisch.
Detlef zum Winkel schrieb in KONKRET 5/12 über die Atommacht Pakistan

Konkret 07/12, S. 30

Jürgen Todenhöfer empfiehlt Buch einer Nationalsozialistin

  19.07.2015   Achgut.com

Todenhöfers hässliche Verwandte

Als ob es damit nicht getan wäre, dass er selber durchgeknallt ist, promotet Jürgen Todenhöfer auf seiner FB-Seite eine Nazi-Schlampe, die sich einen Namen als RassentheoretikerIn gemacht hat. An der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin wurde sie bei dem einflussreichen Rassentheoretiker des Dritten Reichs Ludwig Ferdinand Clauß mit einer Dissertation über Herkunft und Wirkung fremder Vorbilder auf den deutschen Menschen 1941 promoviert. 1940 bis 1941 war sie zusammen mit ihrer Schwester Waltraud Hunke im „Germanischen Wissenschaftseinsatz“ der SS tätig; sie erhielt ein Stipendium des SS-Ahnenerbes und veröffentlichte in dessen Zeitschrift Germanien. Zu ihren frühen Werken gehört auch der Schulungsbrief „Rassenseelenkunde“ aus dem Jahre 1935. Was den Edelarier Todenhöfer weder stört noch in seiner Begeisterung für die inzwischen Verblichene bremst.

Eine ausführliche Darstellung des Falles finden Sie hier.

Und so wie er einer inzwischen vermoderten Nazisse einen Strauss Blumen aufs Grab legt, so schickt er einmal mehr einen Liebesgruss nach Teheran, an das Regime, dass die Endlösung der Judenfrage, mit der die Nazis nicht fertig wurden, vollenden möchte, diesmal im Nahen Osten. Glückwunsch an alle Beteiligten! Auch an Chamenei und Obama. Warum Obama diesen Deal wollte, werden wir erfahren, sobald die Protokolle der Verhandlungen deklassifiziert werden, was der Führer der Islamischen Republik Iran, Ajatollah Ali Khamenei, will, wissen wir, er hat es in einer Ansprache zum Ende des Ramadan noch einmal bestätigt.

Todenhöfer illustriert den Beitrag zu dem Abkommen mit einer Collage, auf der Khamenei und Obama zu sehen sind, Brüder im Geiste sozusagen, die den “Sieg für den Frieden” feiern. Vereint unter Zuhilfenahme einer Schere und etwas Schleim. Darüber ein Zitat, dass sich JT, wie kürzlich eine Koran-Sure, ebenfalls zurechtgebogen hat. “Netanjahu ist für Israel gefährlicher als Iran.” Er muss es wissen, hat er doch kürzlich die Zentrifugen in Netanjahus Hausbar gezählt und die Modelleisenbahnanlage in Khameneis Keller besichtigt.

Und so wirkt gemeinsam, was zusammen gehört. Eine Rassentheoretikerin der Nazis, der geistliche Führer des Iran, der Israel immer wieder als ein “Krebsgeschwür” bezeichnet, und “eine Person des öffentlichen Lebens” in Deutschland, die sich beiden verbunden fühlt.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/todenhoefers_haessliche_verwandte

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Jürgen Todenhöfer empfiehlt Buch einer Nationalsozialistin

Auf seiner Facebook-Seite gratuliert Jürgen Todenhöfer zum Ende des Ramadans und empfiehlt zur Feier des Tages das Buch einer Nationalsozialistin:

“EID MUBARAK, FROHES FEST!

Liebe Freunde, Muslime gratulieren uns zu Weihnachten, wir ihnen zum Ende des Ramadan. An meinen kleinen Fest-Geschenk muss ich leider noch etwas basteln. Dienstag ist es fertig. Dann Näheres.

Ich lese gerade “Allahs Sonne über dem Abendland” von Sigrid Hunke. Sie beweist an 1000 Beispielen, dass der Westen – auch Deutschland – nicht nur Erbe der griechisch-römischen Kultur, sondern auch der arabisch-islamischen Geisteswelt ist. Mehr als alle ahnen. Goethe schrieb: “Wenn Islam Gott ergeben heißt, im Islam leben und sterben wir alle.”

Eid Mubarak! Euer JT”

Jürgen Todenhöfers Werbung für das Buch der Rassentheoretikerin Sigrid Hunke erhielt in nur vierzig Stunden über 27.000 “Gefällt mir” und wurde über 1.700 mal geteilt!

Am 1. Mai 1937 wurde Sigrid Hunke Mitglied der NSDAP. Ihre Doktorarbeit über “Herkunft und Wirkung fremder Vorbilder auf den deutschen Menschen” legte sie 1941 an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin bei dem einflussreichen Rassentheoretiker Ludwig Ferdinand Clauß ab. Von 1940 bis 1941 war sie in der SS tätig. Sie erhielt ein Stipendium des SS-Ahnenerbes und veröffentlichte in dessen Zeitschrift Germanien. Die Ehe schloss sie mit einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS.

1985 gab ihr das Deutsche Kulturwerk Europäischen Geistes (DKEG) einen Preis. Das DKEG war eine bis 1996 bestehende rechtsextreme Organisation, die sich als „volksbewusste und volkstreue Gemeinschaft“ zur Förderung “deutschen Kulturguts” verstand. Ab 1986 arbeitete Sigrid Hunke regelmäßig für das rechtsextreme Thule-Seminar.

Das von Jürgen Todenhofer empfohlene Buch erschien 1960. Der Oberste Rat für islamische Angelegenheiten in Kairo ehrte Sigrid Hunke für dieses Buch, woraufhin sie direkt Mitglied wurde.

Die Fans von Jürgen Todenhöfer sind ganz begeistert von der Werbung für Sigrid Hunke und kommentieren darunter:

“Wünschte es gäbe mehr von Ihrer Sorte…”

“Danke das sie ans und Muslime denken”

“Wir Muslime danken Ihnen herzlich das Sie an uns denken und immer mit der Wahrheit kommen und das sogar vor der GANZEN WELT Respekt, Allah soll sie beschützen InShaaAllah”

“Beste!!!!! Ein Ehrenmann durch und durch..”

“Jürgen todenhöfer sie sind ein vorbild für alle, respeckt…”

“Herr Todenhöfer sie sind ein Mann der Eier hat und nicht wie andere Menschen die Angst haben die Wahrheit ins Auge zu sehen und das zu ignorieren”

“Habe mir das Buch eben gerade bestellt und bin gespannt.”

“Vielen Lieben Dank. Hab gerade ihr Buch gekauft und werde es in meinem Urlaub lesen.”

Jürgen Todenhöfer mag den Islam. Sigrid Hunke war begeistert vom Islam. Ihre Begeisterung teilte sie mit vielen ihrer Parteifreunden. Heinrich Himmler zum Beispiel sagte:

“Ich muss sagen, ich habe gegen den Islam gar nichts, denn er erzieht mir in dieser Division namens Handschar seine Menschen und verspricht ihnen den Himmel, wenn sie gekämpft haben und im Kampf gefallen sind. Eine für Soldaten praktische und sympathische Religion!”

 

 

Auch der Führer ihrer Partei (Adolf Hitler) war dem Islam zugeneigt:

“Auch das Regime der Araber in Spanien war etwas unendlich Vornehmes: die größten Wissenschaftler, Denker, Astronomen, Mathematiker, einer der menschlichsten Zeiträume, eine kolossale Ritterlichkeit zugleich. Als dann später das Christentum dahin kam, da kann man nur sagen: die Barbaren. Die Ritterlichkeit, welche die Kastilier haben, ist in Wirklichkeit arabisches Erbe. Hätte bei Poitiers nicht Karl Martell gesiegt: Haben wir schon die jüdische Welt auf uns genommen – das Christentum ist so etwas Fades –, so hätten wir viel eher noch den Mohammedanismus übernommen, diese Lehre der Belohnung des Heldentums: Der Kämpfer allein hat den siebenten Himmel! Die Germanen hätten die Welt damit erobert, nur durch das Christentum sind wir davon abgehalten worden.”

Im Jahr 1941 trafen sich Adolf Hitler und der Großmufti von Al-Quds (Jerusalem), Hadsch Muhammad Amin al-Husseini, bei einem Berliner Empfang. Dort zeigte es sich, dass die Nazis den Großmufti als den zukünftigen Anführer aller Araber und Moslems betrachteten. Er wurde im prächtigen Schloss Bellevue untergebracht. Al-Husseini erhielt für seine persönlichen Bedürfnisse und für seine politische Arbeit eine Geldsumme, die heute dem Wert von zwölf Millionen Dollar pro Jahr entspricht. Diese Geldmittel wurden durch den Verkauf des Goldes erbracht, das man Juden abgenommen hatte. Al-Husseini folgte dem Muster und verlangte ein Büro in einer enteigneten jüdischen Wohnung. Sein Mitarbeiterstab wurde in einem halben Dutzend weiterer Häuser untergebracht, die die Nazis für sie bereitstellten. Zusätzlich stellte man al-Husseini eine Suite im Berliner Luxushotel Adlon und für die Ferien schöne Appartements im Hotel Zittau und im Schloss Oybin in Sachsen zur Verfügung. Derart gut untergebracht wurde verhandelt. Es ging um die “Endlösung der Judenfrage”.

Al-Husseini wollte das Land, über das er später zu herrschen plante, “judenrein” haben. Weil auch die Naziregierung das wollte, diskutierten der Mufti und der Führer die Möglichkeit zur systematischen, industriellen Ermordung aller Juden. Nach dem Treffen befahl Hitler die Konferenz am Wannsee, dessen Ziel die Planung der Vernichtung aller Juden in Europa war. Al-Husseini soll einer der erste Nichtdeutschen gewesen sein, der von dieser Planung erfuhr. Adolf Eichmann informierte al-Husseini im Kartenraum des Berliner SS-Hauptquartiers, indem er dort seine Unterlagen für die Wannseekonferenz benutzte. Eichmanns Adjutant sagte aus, dass der Großmufti sehr beeindruckt und so eingenommen von diesem Bauplan zur Judenvenichtung gewesen sei, dass er Eichmann bat, ihm einen Experten als persönlichen Assistenten nach Jerusalem zu schicken, um dort Todeslager und Gaskammern zu bauen, so bald Deutschland den Krieg gewonnen habe und er selbst an der Macht sei.

Die Nazis haben den Krieg verloren, aber an vielen Orten der Welt haben Islamisten die Schlachten gewonnen. Daher taucht der faschistische Hass der Nationalsozialisten heute überwiegend in arabischer Sprache auf.

Auf dem ägyptischen Al-Rahma TV wurden am 26. Januar 2009 Bilder und Filme vom Holocaust gezeigt. Im Hintergrund kommentierte ein Mann voller Begeisterung:

„Schauen wir uns mal die Bilder an, wie die jüdischen Unterdrücker von den deutschen Opfern bestraft werden. Hier seht ihr Leichen und tote Menschen und Knochen von Juden. Hier haben wir ein Krematorium, in dem die Juden verbrannt werden. Hier sehen wir Juden, wie sie sich bereit machen, verbrannt zu werden. Schaut her, hier sehen wir Juden, die am Hunger sterben und an Gas. Schaut, wie sie umzingelt werden und auf Lastwagen verfrachtet werden. Schaut euch die Erniedrigung in ihren Gesichtern an. Sei Gott gelobt dafür! Sie haben Gottes Zorn heraufbeschworen. Hier seht ihr, wie ein Jude lebendig begraben wird. Sieht das wie ein Mensch aus? Er wird in ein Loch geworfen, um lebendig begraben zu werden. Hier seht ihr einen Leichenhaufen. Ibn Mas’oud hatte recht. Schaut her, hier seht ihr Stacheldraht, damit wird hier ein Körper geschunden. Er wird noch zusammen mit fünf anderen an einem Strick aufgehängt werden. Konzentriert euch darauf! Schaut es euch an! Hier, sie binden fünf Köpfe zusammen. Das sind Leichen! Hier bohren sie ein Loch in einen Rücken mit einem Nagel. Gleich ist dieses Kind dran. Schaut euch an wie sie gedemütigt werden. Das sind Leichen. Gott sei gelobt. Die Juden sind Unterdrücker! Hier werden sie deportiert. Ibn Mas’oud hatte recht als er sagte: „Alle Unterdrücker werden einst von den Unterdrückten bestraft werden“ Das sind Leichen. Das sind tote Menschen. Das sind Schädel. Das hier sind die Leichen von Juden. Sie werden verfrachtet wie Vieh. Schaut Euch diesen Traktor an, wie er die Leichen der Juden entsorgt. Und hier sehr ihr Flüchtlinge. Sie warten darauf getötet zu werden. Ein deutscher Soldat wird gleich kommen! Schaut hin. Die Jüdin küsst seine Hand. Seht ihr die Erniedrigung, die Furcht. Seht her, wie sie die Hand des Soldaten küsst. Seht die Erniedrigung! Seht es Euch an. Das ist es, was wir alle erwarten! So Gott will, möge es bald in den Händen der Muslime liegen!“

 

 

Der Mann kommentierte den Holocaust wie ein Fußballspiel und seine Begeisterung galt den Taten der Nazis. Der ehemaliger libanesischer Minister, Wiam Wahhab, erklärte am 4. Juli 2010 auf Al-Jadid/New TV:

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben. Hahahahaha!“

Es gibt Minister, die nehmen wirklich kein Blatt vor dem Mund. Der stellvertretenden Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, fand am 28. Februar 2010 noch deutlichere Worte:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Der Judenhass zieht sich durch die ganze islamische Welt:

„Unser Hass auf die Juden ist in unserem Glauben begründet! Der Koran sagt uns, sie zu hassen, nicht sie zu lieben.“ (Al-Nas TV (Ägypten), 8. Januar 2008)

„Überließen uns die Juden Palästina, würden wir dann beginnen, sie zu lieben? Natürlich nicht! Wir werden sie niemals lieben. Absolut nicht! (…) Dein Glaube bezüglich der Juden soll sein, erstens, dass sie Ungläubige sind und zweitens, dass sie Feinde sind! Und sie sind nicht nur Feinde, weil sie Palästina besetzt halten. Sie wären auch unsere Feinde, wenn sie niemals irgendetwas besetzt hätten!“

„Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns Palästina zurück geben. Weil sie Ungläubige sind!“ (Qatar TV (Katar), 9. Januar 2009)

„In aller Kürze, so sind die Juden: Als Muslim ist unser Blut voller Rachsucht gegen sie und sie kann nur mit der Vernichtung der Juden gestillt werden, so Gott will. Sie haben mehrmals versucht, unseren Propheten zu töten.“ (Al-Aqsa TV (Gaza), 28. Februar 2008)

„Der größten Feinden eines jeden Muslims nach dem Teufel sind die Juden! Wer sagt das? Gott sagt das!“ (Al-Rahma TV (Ägypten), 9. Januar 2009)

„Im Jahre 1883, wurden vor dem jüdischen Pessachfest um die 150 französische Kinder auf grausamste Weise in den Vororten Paris ermordet. Spätere Untersuchungen haben ergeben, dass die Juden diese Kinder getötet haben, um an ihr Blut zu kommen.(Dr. Hassan Hanizadeh auf Jaam-E Jam2 TV (Iran), 20. Dezember 2005)

„Es muss ein Kind sein, das die Pubertät noch nicht erreicht hat. Die Juden entführen das Kind, stecken es in ein Fass, nur zu dem Zweck, um durch Löcher, die an den Orten, wo sich die Arterien des Kindes befinden, kleine Schrauben in die Körper zu schrauben, um an das Blut zu kommen. Sie sammeln das Blut und benutzen es für ihr Pessachfest.“ (Ein politischer Kommentator des Nile Culture TV (Ägypten), 25. Februar 2007)

„Die Juden haben zum Beispiel diesen französischen Doktor Toma getötet, der Juden umsonst behandet hat, um die Lehren des Christentums zu verbreiten. Obwohl er ihr Freund war und sie von ihm profitiert haben, haben sie ihn an einem ihrer Feiertage entführt und geschlachtet, zusammen mit einer Schwester. Sie haben Matzebrot aus ihrem Blut gemacht. Sie machen das jedes Jahr. Die Welt muss davon erfahren! (Dr. Sallah Sultan, Präsident des Amerikanischen Zentrums für Islamforschung auf Al-Aqsa TV (Gaza), 31. März 2012)

„Immer wieder hat Gott Strafen über die Juden kommen lassen. Die letzte Strafe wurde von Hitler ausgeführt. Bei allem, was er ihnen angetan hat, und die Juden übertreiben bei der Beschreibung dieser Taten, hat Hitler die Juden nur an ihren gerechten Platz gesetzt. Es war die göttliche Strafe für sie!“ (Al-Jazeera TV (Katar) 30. Januar 2009)

„Juden sind Schweine und Affen! Gott sagt das!“ (Ein kleines Mädchen auf Iqra TV (Saudi-Arabien), 7. Mai 2002)

Schon die Kleinsten der Kleinen werden auf Judenhass gedrillt. Im arabischen Fernsehen laufen Sendungen, die Kinder dazu verühren, Freude zu verspüren, wenn sie Juden hassen.

 

 

 

Das lustige Hamas-Häschen Assud ruft Kinder zum Krieg gegen Ungläubige auf.

 

 

Zu seinem Hobby gehört es, Juden zu essen.

 

 

Die Hamas Mickey Mouse lässt Kinder Lieder über die heldenhafte Tat des Attentats singen.

 

 

Dies sind keine Ausnahmen im arabischen Fernsehpogrom, sondern kindgerechter Alltag in einer Medienlandschaft, die Juden als Affen, Mörder und Kakerlaken zeigt, wie dieser ZDF-Bericht beweist.

 

 

Es ist daher kein Wunder, wenn Jürgen Todenhöferd Werbung für das Buch einer Nationalsozialisten in nur vierzig Stunden über 27.000 “Gefällt mir” erhält. Es ist auch klar, wer gemeint es, wenn darunter kommentiert wird:

“Möge Allah uns im Deen Stärken und uns die Augen öffnen damit wir den wahren Feind erkennen Ameen”

Dafür wird Jürgen Todenhöfer geliebt:

“Jürgen Todenhöfer ein Ehrenmann. Danke für alles, ich liebe diesen Mann”

“Ich liebe sie über alles und küsse ihre Hände !”

“Sie wären ein guter Bundeskanzler”

http://tapferimnirgendwo.com/2015/07/19/jurgen-todenhofer-empfiehlt-buch-einer-nationalsozialistin/

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  • Eine großzügige Person wird vielleicht sagen, „Tod für Amerika“ zu rufen, sei im Iran nichts Besonderes, sondern eine Art Räuspern.
  • Nur einer kaltherzigen Person kann es einfallen, die Frage zu stellen, warum Irans Herrscher die Technik einkaufen, die sie benötigen, um Angriffe auf ihr Nuklearprojekt abzuwehren, wenn sie zur selben Zeit den Amerikanern versprechen, dass sie keine Atomwaffen entwickeln.

Was genau hat sich nach Ansicht der Obama-Administration an der Führung des Iran geändert? Unter all den Fragen, die im Zuge des 5+1-Abkommens mit dem Iran unbeantwortet geblieben sind, ist dies vielleicht die am schwersten zu beantwortende.

Irgendetwas muss ein westlicher Führer schließlich sehen, wenn er den Versuch unternimmt, die Beziehungen zu einem bösartigen Regime zu „normalisieren“ – etwas wie das, was Richard Nixon in der chinesischen KP erblickte, das ihn davon überzeugte, dass ein Tauwetter in den Beziehungen möglich wäre, oder wie das, was Margaret Thatcher in den Augen von Michail Gorbatschow sah, das sie davon überzeugte, dass es ein Gegenüber gab, dem man endlich trauen konnte.

Was den Iran betrifft, machen die äußeren Zeichen keinen vielversprechenden Eindruck. Just letzten Freitag, als die 5+1-Gruppe das Abkommen mit den Iranern besiegelte, waren die Straßen Teherans Schauplatz des „Al-Quds-Tags.“ Dies ist jener vom verstorbenen Ajatollah Khomeini eingeführte Tag im iranischen Kalender, an dem antiisraelische und antiamerikanische Aktivitäten noch mehr als gewöhnlich in den Vordergrund rücken. Vom Regime dazu ermuntert marschieren dann Zehntausende von Iranern durch die Straßen und rufen nach dem Ende Israels und nach „Tod für Amerika“. Dabei werden nicht nur israelische und amerikanische Flaggen verbrannt, sondern auch britische – was daran erinnert, dass der Iran das einzige Land ist, das immer noch glaubt, Großbritannien beherrsche die Welt.

Der jüngste in der langen Reihe „moderater“ iranischer Führer, Präsident Hassan Rouhani, erschien persönlich auf einer dieser Paraden, um der Verbrennung israelischer und amerikanischer Flaggen beizuwohnen. Ist er eingeschritten? Hat er der Menge erklärt, dass sie noch nicht auf dem neuesten Nachrichtenstand ist – dass Amerika jetzt ihr Freund ist und sie ihre Energien auf das massenhafte Verbrennen von Davidsternen konzentrieren sollen? Nein, seine Teilnahme war wie gewöhnlich, und die Menge reagierte wie üblich.

Teilnehmer des Teheraner Quds-Tag-Marsches verbrennen amerikanische und israelische Flaggen, 10. Juli 2015. (Foto: ISNA)

Das gleiche Bild hatte sich bereits einige Wochen zuvor geboten, als das iranische Parlament zusammenkam, um über das Abkommen in Wien zu beraten: Nach einigen genehmigten Debattenbeiträgen vertagte sich das Parlament und die Abgeordneten riefen „Tod für Amerika“.

Eine großzügige Person wird vielleicht sagen, dies sei unwichtig, „Tod für Amerika“ zu rufen, sei im Iran nichts anderes als eine Art Räuspern. Genau das wird uns erzählt: Solche Botschaften seien „nur für den heimischen Gebrauch“ und hätten nichts zu sagen.

Lassen wir ihre Bedeutung für einen Moment außer Acht und fragen: Was hat sich an Irans Handlungsweise geändert, das die US-Regierung davon überzeugt hat, dass das iranische Regime eines sein könnte, das sich im Wandel befindet?

Im Inneren gibt es kein Nachlassen der Unterdrückungskampagne gegen das iranische Volk: Weiterhin werden Menschen für „Verbrechen“ gehängt, die darin bestehen, dass jemand schwul ist oder ein Dichter, der der „Blasphemie“ für schuldig befunden wurde.

In den letzten 18 Monaten, während die Unterhändler in Wien das Abkommen diskutierten, hat der Iran über tausend dieser inneren „Feinde“ gehängt. In seinem Umkreis bleibt der Iran die Regionalmacht mit den gierigsten Ambitionen und vielleicht die einzige, die dabei Erfolge verbucht. In den Jahren seit Beginn des „arabischen Frühlings“ ist es nur dem Iran gelungen, seinen Einfluss in der Region deutlich auszuweiten. Er hat seinen Griff auf den Jemen, den Irak, Syrien und den Libanon erheblich verstärkt. Weiterhin liefert er seinen terroristischen Stellvertretern Waffen, wie etwa der Hisbollah, die ihrerseits an Israels nördlicher Grenze mit Raketen und anderer Munition aufrüstet.

Die vier amerikanischen Geiseln, die der Iran in seiner Gewalt hat, hat er nicht freigelassen: Pastor Saeed Abedini, der wegen des Verbrechens des Übertritts zum Christentum festgehalten wird; der Washington Post-Journalist Jason Rezian, verhaftet wegen des offenkundig unsinnigen Vorwurfs der Spionage; der frühere US-Marine-Soldat Amir Mirza Hekmati, der in den Iran reiste, um seine Großmutter zu besuchen; sowie der pensionierte DEA- und FBI-Agent Robert Levinson, der vor acht Jahren entführt wurde und von dem es seit 2013 kein Lebenszeichen mehr gibt. Die vier werden nicht freigelassen, obwohl die 5+1-Gruppe selbst der in letzter Minute vom Iran erhobenen Forderung noch nachgab, das Embargo für konventionelle Waffen aufzuheben; damit vergab die 5+1-Gruppe eine weitere Chance, als Gegenleistung für ihre völlige Kapitulation vom Iran irgendetwas zu bekommen.

Von außen betrachtet scheint sich sowohl in der Rhetorik als auch am Verhalten des Regimes kaum etwas geändert zu haben. Darum bleibt es doppelt rätselhaft, welche Veränderung die US-Regierung und ihre Partner wohl aus den Augen der Ajatollahs ablesen können.

Denn das Wesen des Abkommens macht es so außergewöhnlich wichtig, dass es irgendetwas im Austausch gibt. Dafür, dass sie „geführten Inspektionen“ einer begrenzten Zahl iranischer Anlagen zustimmen, werden sich die Ajatollahs in den nächsten zehn Jahren über eine Explosion des Außenhandels und einen Geldregen von 140 Milliarden US-Dollar an freigegebenen Vermögenswerten freuen können, und das ist erst der Anfang. Im selben Zeitraum werden u.a. Restriktionen des Verkaufs von Waffen und Munition an den Iran aufgehoben. Der Iran wird endlich in der Lage sein, die lange ersehnten Flugabwehrraketen zu kaufen, die die Russen (die natürlich in Wien mit am Verhandlungstisch saßen) ihnen verkaufen wollen. Dieses System – eines der modernsten Flugabwehrsysteme der Welt – kann jegliches amerikanische, israelische oder sonstige Kampfflugzeug abschießen, das auf dem Weg ist, Irans Atomprojekt zu zerstören. Und natürlich kann es nur einer kaltherzigen Person einfallen, die Frage zu stellen, warum Irans Herrscher die Technik einkaufen, die sie benötigen, um Angriffe auf ihr Nuklearprojekt abzuwehren, wenn sie zur selben Zeit den Amerikanern versprechen, dass sie keine Atomwaffen entwickeln.

Dass die Hoffnung weckenden Anzeichen, die die US-Regierung geortet hat, korrekt sind, ist umso wichtiger, als die Mullahs, solange es keinen Volksaufstand gibt – was dank des Wiener Abkommens und der damit einhergehenden diplomatischen und finanziellen Stärkung des Regimes unwahrscheinlicher ist als je zuvor –, sicherlich ein weiteres Jahrzehnt lang im Iran an der Macht bleiben werden.

Wer weiß hingegen, wer in den USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien in zehn Jahren an der Macht sein wird? In Großbritannien könnte sich die Labourpartei zum Sieg getollt haben an ihrer Spitze womöglich der Abgeordnete Jeremy Corbyn (er bewirbt sich derzeit um die Führung der Labourpartei) – ein Mann, der öffentlich und wiederholt die Hamas und die Hisbollah als „Freunde“ gepriesen hat. Das würde die Dynamik sicherlich noch einmal verändern.

Aber lassen wir dieses vielleicht unwahrscheinliche Szenario einmal beiseite und nehmen an, dass Großbritannien und Amerika einfach Politik wie immer betreiben. In den USA wird es im Laufe dieser zehn Jahre vier verschiedene US-Regierungen geben, die die Umsetzung dieses Abkommens zu überwachen haben und zu prüfen, ob das iranische Regime die Inspektionen zulässt.

In Großbritannien sind es mindestens zwei neue Regierungen. Wer vermag zu sagen, dass diese unterschiedlichen Regierungen – gleich, welcher Parteizugehörigkeit – alle dasselbe Maß an Achtsamkeit aufbringen werden, wissen werden, worauf sie ein Auge haben müssen und sich angesichts „schrittweise fallender“ (und überhaupt nicht erzwingbarer) Sanktionen und anderer Details der Umsetzung dieses Abkommens ebenso gewappnet fühlen werden wie die Unterzeichner dieses Vertrags es von ihnen zu erwarten scheinen? Ist es möglich, dass die Iraner das wissen?

Vielleicht gibt es in den Augen der Ajatollahs tatsächlich etwas. Vielleicht haben US-Außenminister John Kerry und Präsident Barack Obama wirklich in die Augen der iranischen Führer geschaut und dort ein Lächeln erkannt. Ob dieses aber die von ihnen offenbar vermuteten Gründe hat, steht auf einem anderen Blatt.

http://de.gatestoneinstitute.org/6196/iran-abkommen

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  20.07.2015   Achgut.com

Deine Freunde sind nicht unsere Freunde, Siggi!

Julian Reichelt über den Auftritt des Vizekanzlers in Teheran:

Diese „Freunde“ sind der weltgrößte Finanzier des globalen Terrorismus’. Die Hisbollah richtet sich unter iranischer Weisung am liebsten gegen israelische Ziele, schiitische Milizen im Irak – aus Teheran gesteuert – sprengten jahrelang amerikanische Humvees samt Soldaten in die Luft.

Und wenn wir noch über staatlichen Terrorismus sprechen wollen – Assads Truppen, die seit vier Jahren systematisch die Zivilbevölkerung ganzer Städte in Syrien ausradieren, lassen sich vom Iran gern beraten, bezahlen, führen und ausstatten. Als 2009 Studenten ein bisschen mehr Freiheit forderten, entschied das Regime, das Gabriel nun „Freunde“ nennt, diese zaghafte Revolution niederschießen zu lassen.Im Juni ließen diese „Freunde“ unter der Führung von Präsident Rouhani (ein milde lächelnder Hardliner) alle zwei Stunden einen Menschen hinrichten. Falls Gabriel zum Empfang die deutsche Botschaft in Teheran besucht, kann das diplomatische Personal dort ihm berichten, wie man in manchen Stadtteilen Teherans die verzweifelten, schmerzerfüllten Schreie aus dem Foltergefängnis „Evin“ hört, wenn der Wind richtig steht. Hier geht’s weiter.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/deine_freunde_sind_nicht_unsere_freunde_siggi

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Der Vizekanzler in TeheranGabriels falsche Freunde!

Julian Reichelt 20.07.15 bild.de

„Wenn man glaubt, den Iran verstanden zu haben, sollte man schleunigst die Koffer packen und nach Hause fahren“, heißt es bei westlichen Diplomaten, die in Teheran ihren Dienst tun.

Undurchschaubar, verworren, verwirrend und geheimnisvoll ist dieses Land – besonders seine Politik mit der einzigartigen Mischung aus brutalster Diktatur, Unterdrückung durch Paramilitärs und Geheimdienste, Terror-Unterstützung und religiösem Endzeitwahn. Nicht einfach zu verstehen also.

Trotzdem gibt es einige sehr grundsätzliche Dinge, die wirklich jedermann berücksichtigen und verstehen sollte, besonders der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel, wenn er Deutschland in Teheran repräsentiert.

► 1. Das Regime in Teheran ist nicht mit Deutschland „befreundet“, wie Gabriel es formuliert. Gabriel will „mit Freunden“ in Teheran über wirtschaftliche Freiheit reden.

Diese „Freunde“ sind der weltgrößte Finanzier des globalen Terrorismus’. Die Hisbollah richtet sich unter iranischer Weisung am liebsten gegen israelische Ziele, schiitische Milizen im Irak – aus Teheran gesteuert – sprengten jahrelang amerikanische Humvees samt Soldaten in die Luft.

Und wenn wir noch über staatlichen Terrorismus sprechen wollen – Assads Truppen, die seit vier Jahren systematisch die Zivilbevölkerung ganzer Städte in Syrien ausradieren, lassen sich vom Iran gern beraten, bezahlen, führen und ausstatten. Als 2009 Studenten ein bisschen mehr Freiheit forderten, entschied das Regime, das Gabriel nun „Freunde“ nennt, diese zaghafte Revolution niederschießen zu lassen.

Im Juni ließen diese „Freunde“ unter der Führung von Präsident Rouhani (ein milde lächelnder Hardliner) alle zwei Stunden einen Menschen hinrichten. Falls Gabriel zum Empfang die deutsche Botschaft in Teheran besucht, kann das diplomatische Personal dort ihm berichten, wie man in manchen Stadtteilen Teherans die verzweifelten, schmerzerfüllten Schreie aus dem Foltergefängnis „Evin“ hört, wenn der Wind richtig steht.

Das iranische Regime betreibt Folter und Terrorismus als Politik. NEIN, das sind NICHT die Freunde Deutschlands!

http://www.bild.de/politik/ausland/julian-reichelt/gabriels-falsche-freunde-41867730.bild.html

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20.07.2015  Achgut.com

Schade, dass der Führer es nicht mehr erlebt hat!

Joachim Nikolaus Steinhöfel

Am heutigen 20. Juli jährt sich der Attentatsversuch von Schenk Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler, den Massenmörder von 6 Millionen Juden.

Am heutigen 20. Juli biedert sich der deutsche Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bei dem Mullahregime in Teheran an. Er ist der erste westliche Politiker, der nach dem fatalen Atomabkommen in der iranischen Hauptstadt ankommt und um Milliardendeals für die deutsche Wirtschaft wirbt. Der Hass auf Israel gehört zur Staatsdoktrin der Islamischen Republik Iran. Als oberster Führer des Landes hat Ajatollah Ali Khamenei nie ein Hehl daraus gemacht, dass er den jüdischen Staat verachtet und vernichten will.

Die Mullahs sind mithin Gesinnungsgenossen des Führers. Beide würden voller Begeisterung einen Vertrag zur Vernichtung des jüdischen Staates Israel schliessen. Eine bodenlose Instinktlosigkeit des Vizekanzlers, der Israel schon als „Apartheidsstaat“ bezeichnet hat und der damit deutlich macht, wie viel von der Zusicherung der Kanzlerin, Israels Sicherheit sei Staatsräson Deutschlands, in der Realität übrig bleibt.

Siehe auch:
Why should the US pay the price?

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Gute Freunde kann niemand trennen

Gute Freunde kann niemand trennen: Sigmar Gabriel (links) und Hassan Rouhani, Teheran, 20. Juli 2015

Man weiß nicht so genau, ob die Regierungen, die mit dem Iran vor wenigen Tagen den grässlichen Atomdeal ausgehandelt haben, zumindest selbst ernsthaft daran glauben, dass sich die nuklearen Ambitionen des Regimes in Teheran mit der getroffenen Vereinbarung entscheidend einschränken lassen. Dafür weiß man umso besser, was das Abkommen in jedem Fall bewirken wird (und bewirken soll): die Beseitigung nahezu sämtlicher Einschränkungen beim Handel mit dem Iran und infolgedessen milliardenschwere Geschäfte für die beteiligten Unternehmen. Dass das der eigentliche Sinn und Zweck der Übereinkunft ist – und das politische Drumherum kaum mehr als eine moralische Beschwichtigung der Öffentlichkeit –, hat niemand deutlicher gemacht als der deutsche Wirtschaftsminister, Vizekanzler und SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel.

Denn keiner hatte es so eilig, sich mit einer »Wirtschaftsdelegation« ins Flugzeug zu setzen und in die »Islamische Republik« zu jetten, um dort anzubahnen, worauf deutsche Unternehmen so lange verzichten mussten. Zwar ist das Abkommen noch von keiner Seite ratifiziert worden, und auch die UN-Sanktionen bleiben einstweilen in Kraft. Der Iran hat zudem klar gemacht, dass er zumindest seine militärischen Einrichtungen keineswegs inspizieren zu lassen gedenkt. Aber das alles stört Gabriel nicht im Geringsten, denn wichtig ist ihm ausschließlich, keine Zeit zu verlieren. Deutsche Unternehmer haben die Sanktionen ohnehin immer nur für lästig und überflüssig gehalten, den Deal haben sie deshalb geradezu herbeigesehnt, und nun kann es ihnen gar nicht schnell genug gehen – die internationale Konkurrenz schläft schließlich nicht.

Was aber ist mit dem Existenzrecht Israels, das von der Bundeskanzlerin als Teil der deutschen Staatsräson bezeichnet, vom iranischen Regime dagegen radikal negiert wird, zuletzt während des antisemitischen Quds-Marsches? Für Gabriel ist das etwas »von großer Bedeutung«, worüber man »in Respekt miteinander reden« solle. »Wirkliche Freundschaft«, sagte er im Beisein des iranischen Ölministers, »erweist sich dann, wenn man auch offen und partnerschaftlich und respektvoll über schwierige Themen sprechen kann«. Noch einmal zum Mitschreiben: Mit den »Freunden« ist das iranische Regime gemeint, der weltweit größte Finanzier des Terrorismus, während die Existenz des jüdischen Staates nicht etwa eine Conditio sine qua non ist, sondern vielmehr zu den »schwierigen Themen« zählt, über die man mit jenen, die diese Existenz auslöschen wollen, »partnerschaftlich« und »respektvoll« plaudern will. Doch nicht mal dieses Heranwanzen half: Der Iran wies Gabriel hier kategorisch zurück.

Hat diese neuerliche Kriegserklärung gegenüber Israel dazu geführt, dass der deutsche Wirtschaftsminister umgehend seine Wirtschaftsdelegation eingesammelt und den Heimweg angetreten hat? Selbstverständlich nicht, denn »Staatsräson« war in Bezug auf den jüdischen Staat nie etwas anderes als ein Synonym für Lippenbekenntnis. Und Gabriel setzte sogar noch einen drauf: Der Iran müsse, so forderte er allen Ernstes, zum »Stabilisierungsfaktor in der Region« und zum »Motor für friedliche Konfliktlösungen« werden. Genau jener Iran, der nicht nur die Vernichtung Israels anstrebt, sondern mit seinen immer zahlreicher werdenden kriegerischen Aktivitäten und direkten Einmischungen in Syrien, dem Irak, Bahrain, dem Libanon, den palästinensischen Gebieten und dem Jemen auch die gesamte Region destabilisiert und damit jede friedliche Konfliktlösung verhindert. Der Brandstifter soll also den Feuerwehrmann geben – fürwahr eine bahnbrechende Idee.

»Deutsche Unternehmen und die Bundesregierung stehen 70 Jahre nach dem Ende der Shoa in der ersten Reihe, um Geschäfte mit dem antisemitischen iranischen Regime zu machen«, brachte es das Bündnis Stop the Bomb in einem Aufruf zum Protest gegen Sigmar Gabriels Iranreise auf den Punkt. Inzwischen hat sich der SPD-Vorsitzende auch mit dem Parlamentssprecher und Holocaustleugner Ali Larijani sowie mit dem Präsidenten Hassan Rouhani getroffen (Foto oben), seit dessen Amtsantritt vor zwei Jahren bereits 1.900 Menschen im Iran hingerichtet wurden. All das geschieht selbstverständlich nur, um die Welt zu einem sichereren Ort zu machen, so hat schließlich auch der amerikanische Präsident Barack Obama seine Annäherung an das Regime begründet. Und wer wollte dessen Art von Friedenspolitik schon in Zweifel ziehen?

Zuerst veröffentlicht auf Fisch + Fleisch.

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Gute Freunde kann niemand trennen

Gute Freunde kann niemand trennen: Sigmar Gabriel (links) und Hassan Rouhani, Teheran, 20. Juli 2015

Man weiß nicht so genau, ob die Regierungen, die mit dem Iran vor wenigen Tagen den grässlichen Atomdeal ausgehandelt haben, zumindest selbst ernsthaft daran glauben, dass sich die nuklearen Ambitionen des Regimes in Teheran mit der getroffenen Vereinbarung entscheidend einschränken lassen. Dafür weiß man umso besser, was das Abkommen in jedem Fall bewirken wird (und bewirken soll): die Beseitigung nahezu sämtlicher Einschränkungen beim Handel mit dem Iran und infolgedessen milliardenschwere Geschäfte für die beteiligten Unternehmen. Dass das der eigentliche Sinn und Zweck der Übereinkunft ist – und das politische Drumherum kaum mehr als eine moralische Beschwichtigung der Öffentlichkeit –, hat niemand deutlicher gemacht als der deutsche Wirtschaftsminister, Vizekanzler und SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel.

Denn keiner hatte es so eilig, sich mit einer »Wirtschaftsdelegation« ins Flugzeug zu setzen und in die »Islamische Republik« zu jetten, um dort anzubahnen, worauf deutsche Unternehmen so lange verzichten mussten. Zwar ist das Abkommen noch von keiner Seite ratifiziert worden, und auch die UN-Sanktionen bleiben einstweilen in Kraft. Der Iran hat zudem klar gemacht, dass er zumindest seine militärischen Einrichtungen keineswegs inspizieren zu lassen gedenkt. Aber das alles stört Gabriel nicht im Geringsten, denn wichtig ist ihm ausschließlich, keine Zeit zu verlieren. Deutsche Unternehmer haben die Sanktionen ohnehin immer nur für lästig und überflüssig gehalten, den Deal haben sie deshalb geradezu herbeigesehnt, und nun kann es ihnen gar nicht schnell genug gehen – die internationale Konkurrenz schläft schließlich nicht.

Was aber ist mit dem Existenzrecht Israels, das von der Bundeskanzlerin als Teil der deutschen Staatsräson bezeichnet, vom iranischen Regime dagegen radikal negiert wird, zuletzt während des antisemitischen Quds-Marsches? Für Gabriel ist das etwas »von großer Bedeutung«, worüber man »in Respekt miteinander reden« solle. »Wirkliche Freundschaft«, sagte er im Beisein des iranischen Ölministers, »erweist sich dann, wenn man auch offen und partnerschaftlich und respektvoll über schwierige Themen sprechen kann«. Noch einmal zum Mitschreiben: Mit den »Freunden« ist das iranische Regime gemeint, der weltweit größte Finanzier des Terrorismus, während die Existenz des jüdischen Staates nicht etwa eine Conditio sine qua non ist, sondern vielmehr zu den »schwierigen Themen« zählt, über die man mit jenen, die diese Existenz auslöschen wollen, »partnerschaftlich« und »respektvoll« plaudern will. Doch nicht mal dieses Heranwanzen half: Der Iran wies Gabriel hier kategorisch zurück.

Hat diese neuerliche Kriegserklärung gegenüber Israel dazu geführt, dass der deutsche Wirtschaftsminister umgehend seine Wirtschaftsdelegation eingesammelt und den Heimweg angetreten hat? Selbstverständlich nicht, denn »Staatsräson« war in Bezug auf den jüdischen Staat nie etwas anderes als ein Synonym für Lippenbekenntnis. Und Gabriel setzte sogar noch einen drauf: Der Iran müsse, so forderte er allen Ernstes, zum »Stabilisierungsfaktor in der Region« und zum »Motor für friedliche Konfliktlösungen« werden. Genau jener Iran, der nicht nur die Vernichtung Israels anstrebt, sondern mit seinen immer zahlreicher werdenden kriegerischen Aktivitäten und direkten Einmischungen in Syrien, dem Irak, Bahrain, dem Libanon, den palästinensischen Gebieten und dem Jemen auch die gesamte Region destabilisiert und damit jede friedliche Konfliktlösung verhindert. Der Brandstifter soll also den Feuerwehrmann geben – fürwahr eine bahnbrechende Idee.

»Deutsche Unternehmen und die Bundesregierung stehen 70 Jahre nach dem Ende der Shoa in der ersten Reihe, um Geschäfte mit dem antisemitischen iranischen Regime zu machen«, brachte es das Bündnis Stop the Bomb in einem Aufruf zum Protest gegen Sigmar Gabriels Iranreise auf den Punkt. Inzwischen hat sich der SPD-Vorsitzende auch mit dem Parlamentssprecher und Holocaustleugner Ali Larijani sowie mit dem Präsidenten Hassan Rouhani getroffen (Foto oben), seit dessen Amtsantritt vor zwei Jahren bereits 1.900 Menschen im Iran hingerichtet wurden. All das geschieht selbstverständlich nur, um die Welt zu einem sichereren Ort zu machen, so hat schließlich auch der amerikanische Präsident Barack Obama seine Annäherung an das Regime begründet. Und wer wollte dessen Art von Friedenspolitik schon in Zweifel ziehen?

Zuerst veröffentlicht auf Fisch + Fleisch.

http://lizaswelt.net/2015/07/21/gute-freunde-kann-niemand-trennen/

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Die Deutschen: Gabriels Zeichen | Die Weltwoche, Ausgabe 30/2015

Anders als in den Niederlanden, in der Schweiz oder in Österreich gilt es in Deutschland als unfein, über Geld zu sprechen. Man kann einen Freund oder Kollegen eher fragen, wann er zuletzt Sex mit seiner Frau hatte, als danach, wie viel er verdient. Das gehört sich nicht. Geld gehört zur Intimsphäre. Zugleich wird es metaphysisch überhöht. «Unsere Deutsche Mark» war lange der Kern der deutschen Identität, und als sie zugunsten des Euro abgeschafft wurde, musste eine neue emotional aufgeladene Beziehung her. «Der Euro ist mehr als eine Währung», sagt die Kanzlerin, ohne zu verraten, worin das «mehr» liegt.

Man redet also nicht übers Geld, läuft ihm aber nach beziehungsweise entgegen. Merkels Stellvertreter, Wirtschaftsminister Gabriel, ist als erster westlicher Politiker seit der «Einigung im Atomstreit» am 14. Juli nach Teheran gereist, um «ein Zeichen zu setzen», dass «der Verzicht auf Atomwaffen» sich für beide Seiten lohnen würde. Aber das war natürlich nicht der einzige Zweck der Reise. Worum es ging, brachte Claus Kleber im ZDF in einem Satz auf den Punkt. «Gerade öffnet sich in Teheran eine Tür, und der deutsche Wirtschaftsminister ist so geschwind da reingehuscht, dass er der Erste ist im Rennen um neue Geschäfte mit der Öl-Macht Iran.» Bevor der Gold-Rush einsetzt, wollte Gabriel die Claims für die deutsche Wirtschaft abgesteckt haben. Nebenbei hatte er auch ein Anliegen im Gepäck. Er wollte «für eine neue Rolle des Iran in der Region» werben; mit «Blick auf Syrien und den Irak» sollte das Land «zum Motor für friedliche Konfliktlösungen» werden.

Das war so realistisch, als hätte der deutsche Minister einen Pyromanen gebeten, die Leitung der Feuerwehr zu übernehmen.

Während Gabriel den Ajatollahs Honig in die Bärte schmierte, fand in Berlin eine Feier zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer um Oberst Graf Stauffenberg statt, die nach dem gescheiterten Anschlag vom 20. Juli 1944 hingerichtet wurden. Zynischer kann Politik nicht sein. Daheim wird der Helden gedacht, die einen Diktator umbringen wollten, in der Ferne werden dessen geistige Erben hofiert. Damit sie noch mehr Autokräne aus deutscher Produktion kaufen, um sie als fahrbare Galgen benutzen zu können.

 

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-30/die-deutschen-gabriels-zeichen-die-weltwoche-ausgabe-302015.html

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  23.07.2015   Achgut.com

Gabriels respektvoller Umgang mit Terroristen

Man weiß nicht so genau, ob die Regierungen, die mit dem Iran vor wenigen Tagen den grässlichen Atomdeal ausgehandelt haben, zumindest selbst ernsthaft daran glauben, dass sich die nuklearen Ambitionen des Regimes in Teheran mit der getroffenen Vereinbarung entscheidend einschränken lassen. Dafür weiß man umso besser, was das Abkommen in jedem Fall bewirken wird (und bewirken soll): die Beseitigung nahezu sämtlicher Einschränkungen beim Handel mit dem Iran und infolgedessen milliardenschwere Geschäfte für die beteiligten Unternehmen.

Dass das der eigentliche Sinn und Zweck der Übereinkunft ist – und das politische Drumherum kaum mehr als eine moralische Beschwichtigung der Öffentlichkeit –, hat niemand deutlicher gemacht als der deutsche Wirtschaftsminister, Vizekanzler und SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel.

Denn keiner hatte es so eilig, sich mit einer »Wirtschaftsdelegation« ins Flugzeug zu setzen und in die »Islamische Republik« zu jetten, um dort anzubahnen, worauf deutsche Unternehmen so lange verzichten mussten. Zwar ist das Abkommen noch von keiner Seite ratifiziert worden, und auch die UN-Sanktionen bleiben einstweilen in Kraft. Der Iran hat zudem klar gemacht, dass er zumindest seine militärischen Einrichtungen keineswegs inspizieren zu lassen gedenkt.

Aber das alles stört Gabriel nicht im Geringsten, denn wichtig ist ihm ausschließlich, keine Zeit zu verlieren. Deutsche Unternehmer haben die Sanktionen ohnehin immer nur für lästig und überflüssig gehalten, den Deal haben sie deshalb geradezu herbeigesehnt, und nun kann es ihnen gar nicht schnell genug gehen – die internationale Konkurrenz schläft schließlich nicht.

Was aber ist mit dem Existenzrecht Israels, das von der Bundeskanzlerin als Teil der deutschen Staatsräson bezeichnet, vom iranischen Regime dagegen radikal negiert wird, zuletzt während des antisemitischen Quds-Marsches? Für Gabriel ist das etwas »von großer Bedeutung«, worüber man »in Respekt miteinander reden« solle. »Wirkliche Freundschaft«, sagte er im Beisein des iranischen Ölministers, »erweist sich dann, wenn man auch offen und partnerschaftlich und respektvoll über schwierige Themen sprechen kann«.

Noch einmal zum Mitschreiben: Mit den »Freunden« ist das iranische Regime gemeint, der weltweit größte Finanzier des Terrorismus, während die Existenz des jüdischen Staates nicht etwa eine Conditio sine qua non ist, sondern vielmehr zu den »schwierigen Themen« zählt, über die man mit jenen, die diese Existenz auslöschen wollen, »partnerschaftlich« und »respektvoll« plaudern will.

Doch nicht mal dieses Heranwanzen half: Der Iran wies Gabriels Ansinnen kategorisch zurück.

Hat diese neuerliche Kriegserklärung gegenüber Israel dazu geführt, dass der deutsche Wirtschaftsminister umgehend seine Wirtschaftsdelegation eingesammelt und den Heimweg angetreten hat? Selbstverständlich nicht, denn »Staatsräson« war in Bezug auf den jüdischen Staat nie etwas anderes als ein Synonym für Lippenbekenntnis. Und Gabriel setzte sogar noch einen drauf: Der Iran müsse, so forderte er allen Ernstes, zum »Stabilisierungsfaktor in der Region« und zum »Motor für friedliche Konfliktlösungen« werden.

Genau jener Iran, der nicht nur die Vernichtung Israels anstrebt, sondern mit seinen immer zahlreicher werdenden kriegerischen Aktivitäten und direkten Einmischungen in Syrien, dem Irak, Bahrain, dem Libanon, den palästinensischen Gebieten und dem Jemen auch die gesamte Region destabilisiert und damit jede friedliche Konfliktlösung verhindert. Der Brandstifter soll also den Feuerwehrmann geben – fürwahr eine bahnbrechende Idee.

»Deutsche Unternehmen und die Bundesregierung stehen 70 Jahre nach dem Ende der Shoa in der ersten Reihe, um Geschäfte mit dem antisemitischen iranischen Regime zu machen«, brachte es das Bündnis Stop the Bomb in einem Aufruf zum Protest gegen Sigmar Gabriels Iranreise auf den Punkt.

Inzwischen hat sich der SPD-Vorsitzende auch mit dem Parlamentssprecher und Holocaustleugner Ali Larijani sowie mit dem Präsidenten Hassan Rouhani getroffen, seit dessen Amtsantritt vor zwei Jahren bereits 1.900 Menschen im Iran hingerichtet wurden. All das geschieht selbstverständlich nur, um die Welt zu einem sichereren Ort zu machen, so hat schließlich auch der amerikanische Präsident Barack Obama seine Annäherung an das Regime begründet. Und wer wollte dessen Art von Friedenspolitik schon in Zweifel ziehen?

Zuerst erschienen auf der Seite https://www.fischundfleisch.com

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gabriels_respektvoller_umgang_mit_terroristen

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  23.07.2015   12:17   Achgut.com

Give Iran A Chance (to destroy Israel)!

Falls Sie schon lange geahnt oder vermutet haben, dass die Spitzenriege der GRÜNEN aus alten, autoritären, größenwahnsinnigen, selbstgerechten und sklerotischen Säcken und Säckinnen besteht, die nur das gelten lassen, was sie für richtig halten – Ihr Bauchgefühl hat Sie nicht betrogen. Die jungen Grünen haben es gewagt, eine Stellungnahme zum Iran-Abkommen zu veröffentlichen, worauf die alten Grünen vollkommen ausgeflippt sind, wie ein cholerischer Familienvater, der am Kopfende des Tisches sitzt und die Kinder anbrüllt: “So lange ihr mit mir unter einem Dach lebt, habe ich hier das Sagen und sonst keiner!” Machen Sie sich einen Roibusch-Tee, entspannen Sie sich und lesen Sie diesen Briefwechsel.

Lustig, nicht wahr? Dieselben Leute, die ihren fair gehandelten Kaffee mit Windkraft kochen und nachts mit Sonnenenergie heizen, die in Deutschland für einen totalen Ausstieg aus der Atomkraft (und den fossilen Energien) kämpfen, gönnen dem Iran ein Programm zur “friedlichen” Nutzung der Atomkraft, das den Ayatollahs den Weg zur Bombe nicht verbaut, sondern ebnet. Es wäre falsch, dies mit der begrenzten Intelligenz der grünen Politkommissare zu erklären. Sie wissen, was sie tun, es ist eine Frage der Gesinnung. Schon vor 24 Jahren, 1991, hat der damals 51jährige Sprecher der Grünen, Christian Ströbele, erklärt, die irakischen Raketenangriffe auf Israel seien “die logische, fast zwingende Konsequenz der israelischen Politik den Palästinensern und den arabischen Staaten gegenüber”. Er wurde von seinen Freunden vorübergehend ruhig gestellt, durfte aber bald wieder in die erste Reihe zurück kehren. Er sprach sich damals auch gegen die Lieferung von Defensiv-Waffen wie den Patriot-Raketen nach Israel aus, weil diese zur Eskalation des Konflikts beitragen würden. Soll heißen: Der aufgrund der israelischen Politik den Palästinensern und den arabischen Staaten gegenüber wohlverdiente Untergang des jüdischen Staates könnte unnötig hinausgezögert werden.

Mittlerweile haben sich die Erwartungen und Hoffnungen der grünen Weltenretter vom Irak auf den Iran verlagert. Die Ayatollahs haben mit einer Ehrlichkeit, an der sich die Grünen ein Beispiel nehmen könnten, die Vernichtung Israels zu einem ihrer Staatsziele erklärt. Sie zicken nicht rum wie Roth und Trittin, sie reden Klartext. Israel, das Krebsgeschwür, muss weg! So klar würden es die alten Grünen nicht sagen, aber neben dem Ich, das sich an die Parteitagsbeschlüsse hält, gibt es noch ein Es, das anders tickt. Nicht nur manche Grünen fänden die Vorstellung durchaus verlockend, die Ayatollahs könnten den Job zu Ende bringen, den die eigenen Väter und Großväter mittendrin abbrechen mussten. Es wäre die Erlösung von allen Schuldgefühlen den Juden gegenüber. Das ist nicht unbedingt Antisemitismus, eher ein Weg zur Selbstheilung.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/give_iran_a_chance

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  23.07.2015   Achgut.com

Weg frei für die Bombe

Matthias Küntzel über das Atomabkommen mit Iran und seine Folgen:

Beim Atomabkommen mit Iran steckt der Teufel nicht im Detail, sondern in der Substanz. Ursprünglich ging es bei den Iran-Verhandlungen darum, eine Grenze zwischen ziviler und militärischer Atomenergie ziehen. Später wurden die Parameter verschoben. Inzwischen geht es nicht mehr darum, ob Iran Atomwaffen bauen kann, sondern um die Frage, wie lange das Regime hierfür braucht.

Im Wiener Abkommen vom 14. Juli 2015 ist das „breakout window“, also die Zeitspanne, die für den Bau der Bombe erforderlich ist, mit einem Jahr definiert. Um diesen Abstand zu gewährleisten, sieht das Abkommen eine stark verminderte Kapazität für die iranische Urananreicherung und die Plutoniumerzeugung vor.[1]

Mit diesem Zustand könnte man leben, gäbe es da nicht zwei Tatbestände, die die gute Stimmung verderben. Das erste große Problem ist die Frist: Die Existenz des komfortablen „breakout windows“ ist auf 10 bis 15 Jahre begrenzt.

Direkt danach wird das Regime mit dem Segen der Staatengemeinschaft sämtliche Bombenrohstoffe ohne Einschränkung produzieren dürfen. Dann wird „die ,breakout time‘ auf nahezu Null schrumpfen“, erklärte US-Präsident Obama in einem Interview.[2] Dann kann der Bau einer Bombe binnen weniger Wochen erfolgen. Hier geht’s weiter.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/weg_frei_fuer_die_bombe

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Israels UN-Botschafter Ron Prosor Israels UN-Botschafter Ron Prosor : UN Photo/Loey Felipe
Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Ron Prosor, äußerte sich am Montag (20.07.15) zur Billigung des Atomdeals mit Iran durch den UN-Sicherheitsrat (UNSC). Er sagte:„Meine Damen und Herren,heute haben Sie dem gefährlichsten Land der Welt einen großen Preis verliehen.

Ich hasse es, derjenige zu sein, der die Feier verdirbt, aber irgendjemand muss sagen, dass der Kaiser keine Kleider anhat. Heute ist ein sehr trauriger Tag. Nicht nur für den Staat Israel, sondern für die ganze Welt, selbst wenn die internationale Gemeinschaft sich zum jetzigen Zeitpunkt weigert, diese Tragödie zu erkennen.

Es ist ein trauriger Tag, weil die internationale Gemeinschaft Schritte unternimmt, um die Sanktionen gegen den Iran aufzuheben, ohne zu warten und zu prüfen, ob Iran nur einer einzigen Verpflichtung des Abkommens nachkommen wird.

Es ist ein trauriger Tag, weil diese Einigung Iran einen Sitz in der Kommission zugesteht, die entscheiden wird, ob Iran das Abkommen verletzt hat oder nicht. Das ist, als würde man einem Kriminellen erlauben, zu den Geschworenen zu gehören, die über sein Schicksal entscheiden werden.

Sie haben die zerstörerische Ideologie von Iran nicht verändert, welche nicht nur darauf abzielt, tödliche Waffen zu vermehren und Terror zu finanzieren.

Nicht nur haben Sie die Symptome nicht gelindert, sondern Sie haben auch die Ursache des Problems verstärkt. Sie haben der Ursache des Problems – Iran – Geld, Stabilität im Innern und Zeit, um seine zerstörerische Ideologie zu verwirklichen, gegeben.

Zum ersten Mal, seitdem wir gedenken können, sind Israel und die Arabische Welt einer Meinung darüber, dass dieses Abkommen gefährlich ist für die Menschen in der Region – für Juden, Muslime und Christen gleichermaßen –  und für die ganze Welt.

Sie, die Sie zur internationalen Gemeinschaft gehören, haben keine gute Bilanz vorzuweisen, wenn es darum geht, bevorstehende Desaster vorauszusehen, selbst wenn diese direkt vor Ihren Augen liegen.

Gute Intentionen führen zu oft zu Wunschdenken. Schauen Sie nur, was mit dem Arabischen Frühling passiert ist, als so viele Menschen vollkommen überzeugt waren, dass wir am Beginn eines neuen Nahen Ostens stehen würden. Erinnern Sie sich daran, wie viele Menschen Assad, der in London Augenheilkunde studiert hatte, als einen Reformer lobten, der die Wirtschaft Syriens verändern würde – und in der Tat gab es eine recht große Veränderung. Aber all diejenigen, die wagten zu sagen, dass sie die Dinge etwas anders sahen, wurden so hingestellt, als seien sie ideenlos, als hätten sie keine Kreativität und seien nicht fähig, alte Paradigmen hinter sich zulassen.

Als der Atomdeal mit Nordkorea geschlossen wurde, gab es gute und wohlwollende Menschen, an die ich mich erinnere. Sie wollten glauben, dass sie einen Vertrag unterzeichnet hätten, der Nordkorea davon abhalten würde, Atomwaffen zu entwickeln. Und wir alle wissen, was seitdem passiert ist.

Sie erzählten uns, dass wir in einer sichereren Welt leben würden.

Ich bin überzeugt, dass viele von Ihnen, viele hier, sich in der heutigen Welt nicht sicherer fühlen.

Meine Damen und Herren,

Ich möchte Ihnen diese Weltkarte zeigen, welche Irans Königreich des Terrors zeigt.

Schauen Sie sich diese Karte genau an. So sah die Welt heute Morgen aus, bevor Sie über den Prozess der Aufhebung der Sanktionen gegen Iran abstimmten. Sie können den Einfluss von Irans Terrorapparat hier mit Ihren eigenen Augen sehen. Länder wie Aserbaidschan, Thailand und die Hauptstadt der Vereinigten Staaten schafften es, in letzter Sekunde iranische Terrorplots zu verhindern, bevor sie umgesetzt werden konnten. Andere Länder hatten nicht so viel Glück. Länder von Bulgarien bis hin zu Argentinien haben den Gräuel des iranischen Terrors am eigenen Leib erfahren.

In Syrien, im Libanon, im Irak und in anderen Ländern auf der ganzen Welt hat Iran seine Tentakel ausgestreckt, um sein Reich zu vergrößern. Am letzten Wochenende vor 21 Jahren schickten Iran und die Hisbollah einen Selbstmordattentäter, der einen mit Sprengstoff beladenen Pickup fuhr, zum jüdischen Gemeindezentrum in Buenos Aires. 85 unschuldige Menschen wurden getötet und viele weitere wurden verletzt.

Seitdem kann man Irans Fingerabdrücke an jeder Ecke der Welt finden, ob er nun unschuldige Zivilisten zur Zielscheibe macht, Waffen schmuggelt, terroristische Gruppen finanziert oder illegale Aufrüstung betreibt.

Was aber tat die Welt, um auf Irans wachsendes Reich des Terrors zu antworten?
Nun, vor nur wenigen Minuten tat sie dies:
Sie stimmte dafür, Iran mehr Macht zukommen zu lassen.
Sie stimmte dafür, Iran zu stärken.
Sie stimmte dafür, Irans Expansion zu finanzieren.
Iran wird nun 150 Milliarden Dollar besitzen, um Terrorgruppen zu finanzieren.
Also lautet die 150-Milliarden-Dollar-Frage: Wie wird diese Weltkarte morgen aussehen?
Wie viel Geld werden die Hisbollah und die Hamas erhalten?
Wie viel Geld wird Assad erhalten?
Wie viel Geld wird in die Finanzierung weltweiter Terroraktivitäten fließen?
Und: Wie lange wird es dauern, bis diese Karte vollständig rot ist?

Wenn sich die internationale Gemeinschaft weigert, dies als eine Tragödie anzusehen, ist dies ein schwerer strategischer Fehler. Aber wenn sie sich dieser Tragödie bewusst ist und trotzdem beschließt, auf diesem gefährlichen Weg voranzuschreiten, dann ist dies eine Katastrophe.

Ich würde gerne metaphorisch sagen, dass das iranische Regime jedem ins Gesicht lacht. Aber das Traurige ist, dass es diesmal keine Metapher ist.

Wenn der Bösewicht lacht, weiß man, dass irgendetwas nicht stimmt. Meine Freunde, der Bösewicht lacht und das Echo seines Lachens ist in der ganzen Welt zu vernehmen. Laut und klar.

Wenn wir Lachen aus einem Land hören, dessen oberster Führer, Ayatollah Khamenei, selbst nach der Unterzeichnung des Abkommens sagt, dass Iran den Kampf gegen die USA fortführen wird, dass Iran weiterhin Terroristen im Nahen Osten und auf der ganzen Welt unterstützen wird – dann stimmt irgendetwas nicht.

Wenn wir Lachen aus einem Land hören, dessen Präsident nur wenige Tage, bevor die Einigung unterzeichnet wurde, an der Spitze einer Parade in Teheran marschierte, bei der amerikanische und israelische Flaggen verbrannt wurden – dann stimmt irgendetwas nicht.

Wenn wir Lachen aus einem Land hören, das nicht einmal versucht, seinen Hass zu verstecken, dann stimmt irgendetwas nicht.

Meine Freunde, ganz eindeutig stimmt irgendetwas nicht.

Israel – aber nicht nur Israel – steht an der Front. Wir werden den ganzen Preis bezahlen, und das nicht nur im Nahen Osten. Es mag einige von Ihnen verwundern, aber wir in Israel neigen dazu, es ernst zu nehmen, wenn jemand droht, uns zu zerstören.

Meine Damen und Herren,

in den nächsten Jahren werden die Konsequenzen dieses Fehlers allen klar werden, aber für Israel ist morgen bereits zu spät.“

(MFA, 20.07.15)

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  23.07.2015  Achgut.com

Sigmar im Märchenland

Es gehört zu den selbstverständlichen Umgangsformen, dass ein Gastgeber seinem Gast entgegen kommt. Merkel macht es, wenn sie von Hollande besucht wird, umgekehrt ebenso. Es ist mehr als eine Geste der Höflichkeit, es ist auch ein Zeichen von Gleichwertigkeit.

Und jetzt schauen Sie sich mal, wie es war, als unser Wirtschaftsminister beim iranischen Präsidenten aufschlug, in den Tagesthemen vom 20.7., ab 19’26.
Gabriel stampft auf Rouhani zu, der ihm keinen Schritt entgegen kommt. Beachten Sie zudem das äußerst geschmackvolle Mobiliar, das allen Sanktionen zum Trotz seinen Weg nach Teheran gefunden hat. Ja, so sieht es aus, wenn sich ein Monarch dazu herablässt, einen Handelsvertreter zu empfangen. Der ergreift die Hand, die Hunderte von Todesurteilen unterschrieben hat, und mag sie gar nicht mehr loslassen. Sigmar im Märchenland. – Wer jetzt noch die SPD wählt, und sei es nur, weil er sie für das “kleinere Übel” hält, dem ist nicht mehr zu halfen.

Siehe auch:
“The Holocaust is an event whose reality is uncertain and if it has happened, it’s uncertain how it has happened,” Khamenei’s Twitter account quoted him as saying in the speech. http://www.jpost.com/Iranian-Threat/News/Irans-Khamenei-questions-certainty-of-Holocaust-346116

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  • Die Hamas ist nur eine von zahlreichen radikalen Gruppen im Gazastreifen, die vom Iran finanzielle und militärische Unterstützung erhalten. Unter den anderen Gruppen sind etwa der Islamische Dschihad, die Volkswiderstandskomitees und einige mit der Fatah verbundenen Milizen. Palästinensischen Quellen im Gazastreifen zufolge haben die Iraner ihre Hilfe für den militärischen Arm der Hamas, die Ezaddin al-Qassam-Brigaden, wiederaufgenommen.
  • Führer der Hamas hoffen, dass das Atomabkommen und die Aufhebung der dem Iran auferlegten Sanktionen dazu führen werden, dass Teheran seine Unterstützung der Terrorgruppen in der Region dramatisch ausweitet. Dank jenes Abkommens arbeiten die Hamas und die Hisbollah wieder gemeinsam an dem Ziel, die moderaten Araber und Muslime zu unterminieren und Israel zu vernichten.
  • „Das palästinensische Volk wird nicht kapitulieren, wir werden den Widerstand fortsetzen bis ganz Palästina befreit ist“, sagt Hamasführer Mahmoud Zahar.
  • Das Abkommen hat praktisch jegliche Aussicht auf eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts zunichte gemacht.

Die Hamas, die palästinensisch-islamistische Bewegung, die gelobt hat, Israel zu zerstören, ist einer der größten Gewinner des zwischen dem Iran und den Weltmächten ausgehandelten Atomabkommens. Es ermutigt sie dazu, nun dessen Früchte zu ernten, indem sie mit der Hilfe des Iran ihre Umklammerung des Gazastreifens festigt. Das sind natürlich schlechte Nachrichten für die Rivalen der Hamas in der palästinensischen Arena, nämlich die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) und all jene, die immer noch an den Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern glauben.

Das Atomabkommen hat auch Saudi-Arabien und andere sunnitisch-muslimische Länder dazu bewogen, ihre Beziehungen zur Hamas wiederherzustellen. Ihr Ziel ist es, die Hamas und ihre Herren in der Muslimbruderschaft zu umwerben, Teil einer anti-iranischen sunnitischen Koalition in der arabischen Welt zu werden.

Die Hamas versucht nun, beides zu haben: Einerseits ihre Beziehungen mit den großen arabischen Ländern zu erneuern und gleichzeitig ihre Beziehungen zum Iran zu verbessern. Bis jetzt scheint diese Strategie – dank dem Atomdeal zwischen den Weltmächten und dem Iran – zu funktionieren.

Einige Hamas-Führer haben ihre Freude über den Iran-Deal nicht verborgen gehalten – er werde auf jeden Fall ihre Bewegung und andere Terrorgruppen im Nahen Osten, die sich vehement jeglichem Friedensabkommen mit Israel widersetzen, stärken, sagen sie.

Einer dieser Führer, Mahmoud Zahar, äußerte ausdrücklich die Hoffnung, das Atomabkommen werde es dem Iran ermöglichen, seine Stellvertreter im Nahen Osten noch mehr zu unterstützen, allen voran die Hamas.

Begleitet von lobenden Worten für das Abkommen sagte Zahar, der enge Verbindungen nach Teheran hat, die Hamas sei nun viel stärker als letztes Jahr während des Krieges mit Israel. „Das palästinensische Volk wird nicht kapitulieren, wir werden den Widerstand fortsetzen bis ganz Palästina befreit ist“, sagte er.

Um das Ziel des Völkermords zu erreichen, wollen sie den Graben zwischen Sunniten und Schiiten überwinden: Hamasführer Khaled Mashaal (links) berät 2010 mit Irans „Oberstem Führer“ Ali Khamenei. (Foto: Büro des Obersten Führers)

Die Hamas ist nur eine von zahlreichen radikalen Gruppen im Gazastreifen, die vom Iran finanzielle und militärische Unterstützung erhalten. Unter den anderen Gruppen sind etwa der Islamische Dschihad, die Volkswiderstandskomitees und einige mit der Fatah verbundenen Milizen. Palästinensischen Quellen im Gazastreifen zufolge haben die Iraner ihre Hilfe für den militärischen Arm der Hamas, die Ezaddin al-Qassam-Brigaden, wiederaufgenommen. Vor vier Jahren hatte die Weigerung der Hamas, Irans Verbündeten, den syrischen Präsidenten Bashar Assad, in seinem Kampf gegen Rebellegruppen zu unterstützen, die Beziehungen zwischen dem Iran und der Hamas belastet. Führer der Hamas hoffen nun, dass das Atomabkommen und die Aufhebung der dem Iran auferlegten Sanktionen dazu führen werden, dass Teheran seine Unterstützung der Terrorgruppen in der Region dramatisch ausweitet.

Die Annäherung zwischen den westlichen Mächten und dem Iran hat auch zu einer engeren Kooperation zwischen der Hamas und der Hisbollah geführt, Teherans Stellvertreterorganisation im Libanon.

Am Vorabend der Unterzeichnung des Atomabkommens reiste der hochrangige Hamasfunktionär Musa Abu Marzouk zu Gesprächen mit Hisbollahchef Hassan Nasrallah nach Beirut. Obwohl die Hamas und die Hisbollah viele Differenzen haben, insbesondere, was den Bürgerkrieg in Syrien betrifft, teilen die beiden Terrorgruppen ein gemeinsames Ziel: die Zerstörung Israels.

Die Hamas weiß, dass auch die Hisbollah sehr von dem Atomabkommen profitiert, da es dem Iran ermöglichen wird, auch dieser noch mehr militärische Hilfe zukommen zu lassen. Die Hamas hofft, dass einige dieser Waffen ihren Weg in den Gazastreifen finden werden, insbesondere angesichts der strengen Sicherheitsmaßnahmen, die den Schmuggel an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten behindern. Dank des Atomdeals arbeiten Hamas und Hisbollah nun wieder gemeinsam am Ziel, moderate Araber und Muslime zu unterminieren und Israel zu vernichten.

Was vielleicht noch interessanter ist, ist, dass im Zuge des Atomabkommens nun auch Saudi-Arabien und andere arabische Länder die Hamas umwerben.

In den letzten drei Jahren hatten sich die Saudis geweigert, mit der Hamas zu reden und sie stattdessen als Feind und Bedrohung behandelt. Jetzt aber scheint sie das Abkommen dazu gebracht zu haben, ihre Strategie gegenüber der Hamas zu ändern.

Kurz nachdem das „historische“ Abkommen unterzeichnet war, wurde Hamasführer Khaled Mashaal – in einem Schritt, der selbst für viele Hamasführer überraschend kam – nach Saudi-Arabien eingeladen.

Mashaals unerwarteter Besuch in Saudi-Arabien, wo er den saudischen König Salman bin Abdel Aziz traf, wird von der Hamas als „dramatische und wichtige“ Entwicklung gefeiert.

Ismail Haniyeh, der Führer der Hamas im Gazastreifen, sagte, der Besuch ebne einer neuen Ära in den Beziehungen zwischen der Hamas und Saudi-Arabien den Weg. „Dies war ein fruchtbarer, erfolgreicher und guter Besuch“, fügte er hinzu.

Mashaals Visite hat sich für die Hamas rasch ausgezahlt. In einer freundschaftlichen Geste ließen die Saudis zahlreiche Hamas-Mitglieder frei, die in dem Königreich wegen ihrer terroristischen Aktivitäten inhaftiert waren.

Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah äußerten angesichts der Annäherung zwischen der Hamas und Saudi-Arabien große Besorgnis: Die Wiederherstellung der Beziehungen zwischen beiden stärke die islamistische Bewegung im Westjordanland und dem Gazastreifen zu einer Zeit, wo die PA einen groß angelegten Schlag gegen Hamas-Unterstützer durchführe, erklärten sie. Bei ihrem jüngsten Versuch, den wachsenden Einfluss der Hamas einzudämmen, nahmen die Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde in den letzten Wochen mehr als 250 Hamas-Mitglieder fest.

Das Atomabkommen ist ein Segen für die Hamas und alle anderen Feinde des Friedens im Nahen Osten. Die Hamas versucht nun, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: sich die fortlaufende Unterstützung des Iran für ihr Ziel der Zerstörung Israels zu sichern, während sie gleichzeitig den Anschluss an die von Sunniten geführte Koalition sucht und vorgibt, sich der wachsenden Macht des Iran im Nahen Osten zu widersetzen.

Das Atomabkommen räumt der Hamas den Weg frei, sie bekommt nun wieder Waffen von ihren Freunden in Teheran und Millionen von Dollar aus Saudi-Arabien und anderen ölreichen Staaten des Nahen Ostens. Das Abkommen hat praktisch jegliche Aussicht auf eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts zunichte gemacht. Dank der Appeasementpolitik gegenüber dem Iran werden die Feinde des Friedens in der Region bald mehr Waffen und Geld haben denn je.

http://de.gatestoneinstitute.org/6209/iran-abkommen-palaestinenser

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

Psychoanalytische Arbeitsstation

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!
I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Wer „ich will frei sein“ sagt, und es sagen viele, der ist ein Idiot. Denn das höchste was der Mensch als Freiheit haben kann, ist die Freiheit, seine Pflicht frei zu wählen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Es sind dieselben, die behaupten, das Geschlecht wäre nicht biologisch angeboren, sondern nur ein sozialer Konstrukt, und zugleich daß die Homosexualität kein sozialer Konstrukt wäre, sondern biologisch angeboren.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

„Es gibt zwei Dinge“, so wußte Hitler schon 1923, „die die Menschen vereinigen können: gemeinsame Ideale und gemeinsame Kriminalität“ .

Nach der gewaltsamen Beendigung des Mordens durch die Alliierten waren die Deutschen (und sind es bis heute geblieben) noch deutscher als zuvor.

„Der Staat sind wir“: Dies Credo der Sozialdemokratie Ferdinand Lassalles war die Wahrheit der Volksgemeinschaft, und der Nazismus war die vermittlungslose Basisdemokratie der Deutschen.

Die Demokratie der Bürger ist die interessierte Demutsadresse an den autoritären Staat.

„Die deutsche Nation ist das Apriori dieser seltsamen Wissenschaft, die

vorgibt, nichts zu kennen als Quellen, Quellen und nochmals Quellen, nichts als das

lautere Plätschern der Tatsachen und das ungetrübte Sprudeln der Empirie. Die

Quelle aber ist der Historie, was der Jurisprudenz das Indiz: Spielmaterial, bloße

Illustration des Systemzwangs zum Rechtsfrieden, d.h. empirische Legitimation der

vorab existenten letzten Instanz, an der jede Berufung aufhört und jede Revision

endet. Egal, wer Recht hat, solange nur Recht ist; was immer die Quellen sagen,

ein Beweis gegen die Nation wird sich daraus nie und nimmer folgern lassen.“ (…)

„Historische Wahrheit wird nach dem Modell von Meinungsumfragen vorgestellt;

kein Sample jedoch wird je repräsentativ genug sein,

um der deutschen Nation als solcher die Taten der Nazis zuzurechnen.

Die juristische Methode dieser seltsamen Wissenschaft, die sich die Behandlung der

Geschichte anmaßt, weiß so überaus sorgfältig zwischen Intention und Resultat zu

scheiden, daß der einzig noch mögliche Weg historischer Wahrheitsgewinnung, der

allerdings leider ausgeschlossen ist, Psychoanalyse wäre.“ – Joachim Bruhn

Da die Psychoanalyse heute auch nur noch ein korruptes Racket ist, würde sie nicht helfen.

 

Je verkommener eine menschliche Kreatur, desto eher fühlt sie sich beleidigt, respektlos behandelt, in ihrer Ehre verletzt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Der religiöse Rassismus der Islamisten, der den völkischen Rassismus der Nazis ersetzt hat, erklärt Allah zum Führer und die Jihadisten zu seiner privilegierten Kampftruppe: Wenn man so will, zu Allahs SS. Der Zusammenhalt dieser Kampftruppe wird über die Jenseitserwartung von Hölle und Paradies, also über das Instrument der religiösen Angst, sichergestellt. Diese Selbstbildfantasie der Islamisten ist mit ihrer (zumeist antijüdischen) Feindbildfantasie untrennbar verknüpft. – Matthias Küntzel

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten. Es sind Sozio-, Pädago- und Psychokratien, Rackets, die Erkenntnis nicht fördern, sondern verhindern.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
„Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett „antideutsch“ nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur „normale“ kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“– Hans Dieter Hüsch

Es gibt zweierlei Ethik: die moralische, der die Realität egal ist und die der Verantwortung, die reale Folgen der ethischen Forderungen berücksichtigt. Die erste ist gut gemeint, die zweite ist gut gemacht.

Was dem einen seine Souveränität, ist dem anderen seine Eigenmächtigkeit.

Das Schöne am Euro war, dass die Gewinner immerzu gewinnen konnten, ohne dass ihnen gleich die Quittung präsentiert wurde. Denn sie verdienen ja am Ausland, was heißt, eigentlich ein im Maße des Verdienens zunehmend schlechtes Geld – das ist durch den Euro aufgehoben worden: Man konnte ständig an einer anderen Nation verdienen, ohne dass das Geld dieser Nation darunter gelitten hat, weil sie gar kein eigenes hat. Der Wert dieses Geldes repräsentiert nicht die Leistungsfähigkeit dieser Nation. So hat der Euro von dem innereuropäischen Verdienen aneinander sogar noch gelebt; er hat vor der Krise absurderweise nur den Konkurrenzerfolg der Gewinner repräsentiert.

— Das ist ja mit der Idylle charakterisiert. Dass zunächst mal alle Seiten Gewinner des neu eingeführten Euro waren. Auch die, die ihre vergleichsweise Weichwährung gegen den Euro getauscht haben und damit auf einen Schlag Kredit zu ganz anderen Konditionen und Möglichkeiten hatten. Insofern waren die späteren Verlierer erst mal auch Gewinner.

Kein Nazifaschist hat je wirklich geglaubt, er bezöge die Ermächtigung seiner Ansprüche aus dem Teutoburger Wald; keiner seiner demokratischen Erben hat jemals tatsächlich gedacht, ihnen erwüchse Legitimität im Resultat des “Lernens aus der Geschichte”; niemals war ein Sozialist der Ansicht, es sei die famose “Befreiung der Arbeit” und nicht vielmehr das Recht auf Beute, was seine Politik im Interesse der Arbeiterklasse motivierte. Und keinesfalls erwächst den Palästinensern irgendein Recht aus der Tatsache, daß sie zuerst da waren. Einer Gesellschaft, der Hunger kein Grund ist zur Produktion, kann auch das Leiden kein Grund sein zur Solidarität. Es ist die Ideologie, die mit der Unmittelbarkeit des Leidens agitiert, die aus dessen fragloser Evidenz Sinn zu schlagen sucht, sei es im Sinne von Caritas oder Amnesty International, sei es im Sinne der Freunde des palästinensischen Volkes für den Israelhaß der Antisemiten wie für den Islamfaschismus dieses Volkes. Ariel Scharon jedenfalls, der Zionist und praktische Antifaschist, ist dem aufgelösten Rätsel der Geschichte näher als die deutsche Linke, deren “Antifaschismus” sich als Aufstand der Anständigen à la Gerhard Schröder oder als Solidarität mit dem palästinensischen Volk ausagiert. (…) Im Wesen Israels als des ungleichzeitigen Staates der Juden liegt es aber nicht nur, Reaktion auf den Verrat an Aufklärung und Weltrevolution, nicht nur, Notwehrversuch gegen den Nazifaschismus und Asyl zu sein. Sondern eben auch, daß die üblichen Muster der bürgerlichen Rollenverteilung – hier das Gewaltmonopol des bürgerlichen Staates im allgemeinen und dort die Personen, die die Regierungsausübung im besondern besorgen – für den israelischen Staates aufgrund seiner Konstitutionsbedingungen keine Geltung mehr hat. Was sich unter anderem darin zeigt, daß diese “Kritiker” der israelischen Regierungspolitik für den faschistischen Mob und die Behörden, die Selbstmordattentäter belohnen, Verständnis aufbringen (Folge von Besatzung und Ausbeutung), dagegen für den Versuch, die militärische Infrastruktur der Gegner Israels zu zerschlagen, am liebsten die Begriffe Auslöschung oder Ausrottung der palästinensischen Bevölkerung im Munde führen. Wie hinter der treudoofen Frage, ob es nicht möglich sein müsse, Spekulanten als das zu bezeichnen, was sie sind, ohne gleich als antisemitisch zu gelten, so verbirgt sich hinter der treulinken Frage, ob nicht auch in Israel, weil es sich auch dort um eine bürgerliche Gesellschaft handele, Faschismus möglich sei, die Erkenntnis dieser Fusion in verquerer und verschrobener Gestalt. Verquer, weil ja gerade erklärt werden sollte, wie Israel, dieser Fusion zum Trotz, eine parlamentarische Demokratie ist und bleibt; verschroben, weil diese Einheit von Staat und Regierung im Übergang von einem unerträglichen Alten (die Vernichtungsdrohung) zum noch nicht erreichten Neuen (die herrschaftslose Gesellschaft) ja doch den Inbegriff dessen ausmacht, was einmal als “Diktatur des Proletariats”, als Emanzipationsgewalt und organisierte politische Macht der Revolution, auch und gerade auf den roten Fahnen stand. In Anbetracht der Grundidee des Staates Israel, vor dem Hintergrund der linken Staatsmythen, betreffend die “Diktatur des Proletariats”, muß jede Beurteilung der Handlungen der Regierungsvertreter auch die völlig andere Qualität dieses Staates, verglichen mit allen anderen, deutlich werden lassen. (…)

Wenn diese Linke über Israel schwadroniert, dann hört sich das nicht minder grausig an. Dabei liegt der Zusammenhang zwischen dem Antisemitismus und dem Vernichtungswillen gegen die zum Staat gewordene bürgerliche Gesellschaft der Juden, gegen Israel, eigentlich auf der Hand: Der sogenannte Antizionismus stellt nichts anderes dar als die geopolitische, globalisierte Reproduktion des Antisemitismus, das heißt die Erscheinungsform, die er in Weltmarkt und Weltpolitik nach Auschwitz annehmen muß. Der Antizionismus ist der aus den kapitalisierten Gesellschaften in die Welt herausgekehrte Antisemitismus. So ist Israel der Jude unter den Staaten; die Verdammung des Zionismus als eines “Rassismus” durch die UNO gibt es zu Protokoll. Das macht: die moralische Verurteilung der menschlichen Unkosten der Konstitution bürgerlicher Staatlichkeit allein am Beispiel Israels führt vor Augen, was die Welt der Volksstaaten vergessen machen will – daß die Zentralisation der politischen Gewalt über Leben und Tod keineswegs die natürliche Organisationsform der Gattung Mensch darstellt, sondern Ausdruck eben von Herrschaft und Ausbeutung. Dabei ist Israel – und das macht die Kritik an diesem Staat so perfide und muß deshalb immer wieder gesagt werden – der einzige Staat dieser Welt, der für sich eine nicht zu bezweifelnde Legitimität beanspruchen kann. Israel, das ist der ungleichzeitige Staat, der entstanden ist sowohl als Reaktion auf das Dementi aller Versprechungen der bürgerlichen Nationalrevolution, sowohl als Antwort auf den stalinistischen Verrat an der kommunistischen Weltrevolution als auch als zu spät gekommene Notwehr gegen den Massenmord an den europäischen Juden. (…) Israel ist das Schibboleth jener doch so naheliegenden Revolution; es ist der unbegriffene Schatten ihres Scheiterns. Israel ist das Menetekel, das zum einen (und ganz unfreiwillig) die kategorischen Minimalbedingungen des Kommunismus illustriert, und das zum anderen sämtliche Bestialitäten zu demonstrieren scheint, zu denen der bürgerlich-kapitalistische Nationalstaat fähig ist. Wer Israel nicht begriffen hat, wer den Haß auf diesen Staat, den Antizionismus, und wer den Antisemitismus, das heißt den Vernichtungswillen sowohl gegen die in diesem Staat lebenden als auch gegen die kosmopolitisch verstreuten Juden, nicht begriffen hat als das, was Antisemitismus wesentlich darstellt: den bedingungslosen Haß auf die Idee einer in freier Assoziation lebenden Gattung, der hat den Kommunismus nicht als das “aufgelöste Rätsel der Geschichte” begriffen. –

 Der ostentative Muslimeifer aber, der sich im Alltag mancher ‚Allahu-Akbar‘-Brüller vielleicht doch sehr in Grenzen hält, findet im blanken Judenhass unverhoffte Nahrung, wo ihnen unter unendlich öden Koranrezitationen und geistlosen, absurden Vorschriften längst das bisschen ungeglaubten Glaubens zwischen den Fingern zerrann und ihr Muslimsein kaum je mehr ist als das typisch dauerbeleidigte, immer schon jeder Verantwortung ledige Gruppengefühl. Überhaupt will jeder Eifer – insbesondere der aktuelle, rasende Eifer des weltweit angreifenden Islam – den Stachel eines weniger drohenden als hinterrücks längst geschehenen Glaubensverlustes kompensieren.“ Mit anderen Worten: Muslime wurden nicht für ihr abstraktes Muslimsein kritisiert, sondern dafür, was – global betrachtet – die Mehrheit konkret darunter versteht: Die von Gott gegebene Ermächtigung zu Terror, Entrechtung, Antisemitismus. Wer differenziert, sollte nicht unerwähnt lassen, dass Osama bin Laden, Hassan Nasrallah und wie all die schrecklichen Figuren so heißen, in der muslimischen Welt als Helden gefeiert werden – und zwar nicht von einer minoritären Sekte, sondern von Millionen Muslimen, auch in Deutschland. (,,) Der unfreiwillige und verborgene Essentialismus der Postmoderne macht das Begreifen unmöglich, weil er die Beziehung zwischen Allgemeinem, Besonderem und Einzelnem nicht mehr zu thematisieren vermag. Wenn nur noch Vielfalt herrscht und Einzelnes und Allgemeines gewaltsam auseinandergerissen werden, bleibt die Verstandesleistung des begreifenden Subjekts auf der Strecke und die scheinbar ursprüngliche Differenz wird zum Mythos. Nicht nur dem Begriff des Allgemeinen, das ja ein noch einzulösendes ist, wird Gewalt angetan, auch dem Besonderen, dessen Unglück darin besteht, nur ein Besonderes zu sein, und das sich, weil es kein versöhnendes Ganzes gibt, dem schlecht-Allgemeinen, dem Racket nämlich, anschließen muss. – JAN HUISKENS

„Vernunft und Rationalität sind in dieser durchmedialisierten Welt chancenloser denn je. Ein unangenehmer Typ „Heckenschütze“ terrorisiert die Gesellschaft. Seine aktuelle Waffe: Der Phobienvorwurf.“ – Bettina Röhl

„Man wähnt, wenn man nach wissenschaftlichen Regeln sich richtet, dem wissenschaftlichen Ritual gehorcht, mit Wissenschaft sich umgibt, gerettet zu sein. Wissenschaftliche Approbation wird zum Ersatz der geistigen Reflexion des Tatsächlichen, in der Wissenschaft erst bestünde. […] Je tiefer man ahnt, daß man das Beste vergessen hat, desto mehr tröstet man sich damit, daß man über die Apparatur verfügt.“ (Theodor W. Adorno, Philosophie und Lehrer, AGS 10.2, 491)

„Vieles, was im Sinne von Foucaults »Mikrophysik der Macht« populär werden sollte; also die Erkenntnis, daß Macht nicht pyramidal hierarchisch, sondern durch sämtliche gesellschaftliche Bereiche hindurch wirkt, findet sich bereits in der Medizinkritik der Kritischen Theorie. Daß diese Thesen häufig übersehen wurden, mag daran liegen, daß sich Horkheimers entscheidende Äußerungen über Medizin und Psychiatrie nicht in den breit rezipierten Hauptwerken finden, sondern über die Gesamtausgabe verstreut sind. Wiemer suchte sie zusammen und zeigt, wie Horkheimer anhand der Medizin einen wesentlichen Charakterzug des modernen Kapitalismus ausmachte. Mediziner funktionieren laut Horkheimer wie fast jede wirtschaftliche Gruppe im Sinne eines Rackets. »Ein Racket«, erklärt er, »ist eine unter sich verschworene Gruppe, die ihre kollektiven Interessen zum Nachteil des Ganzen durchsetzt.« Allgemein betrachtet heißt das, daß sich die Klassengesellschaft in eine »neofeudale« Struktur verwandelt hat, innerhalb der Interessenverbände »nach dem Prinzip der Selbsterhaltung und der Machtakkumulation« funktionieren. Diesen Wandel macht Horkheimer an den Medizinern fest; und alles, was Horkheimer in seiner Kritik aussparte, von den Krankenversicherungen bis zum Pfusch in Krankenhäusern, wird von Carl Wiemer polemisch auf den neuesten Stand gebracht“  – Max Horkheimer

 

„Ein Shitstorm hat auch seine positive Seite. Da politisch korrekte Gülle meist in Richtung Originalität, Kreativität und Intelligenz geworfen wird, fliegt sie oft genug auf Leute, die zu lesen wirklich lohnt.“ – Evidenz-basierte Ansichten

Eine Frau wird als Frau geboren. ein Mann muß erst ein Mann werden.
Keine Paternalisierung, sondern fortschreitende Maternalisierung. Die Feminisierung und Genderisierug marginalisiert und zerstört die Vaterposition in den modernen »Gesellschaften«, die Vaterrolle erlitt allgemeine Degradierung, die Kanonisierung der Homosexulität im Speziellen und der sexuellen Diversität im Allgemeinen tilgt die noch übriggebliebenen Spuren einer Männlichkeit restlos aus, die nur noch als Schimpfwort der angeblichen „Paternalisierung“ im Jargon der Medien herumgeistert.

„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

Post-Pop-Epoche: der Sieg der Mode über die Sitten.

„Wir brauchen schadhafte Gebäude, durch deren geborstene Wände man hindurch­ sehen kann, um wenigstens einen Anfang zum Denken zu gewinnen.“ – Victor Tausk

„Was man in römischer Zeit das »Abendland« und später »Europa« nennen wird, ist die politische Konsequenz des individualistischen Martyriums, das ein gesprächsfreudiger Stadtstreicher auf sich nahm, um die Legitimität des im universalistischen Dialekt vorgebrachten Neuen gegen die entkräfteten lokalen Sitten zu demonstrieren.“ – Peter Sloterdijk

„Was nützt einem die Gesundheit wenn man ansonsten ein Idiot ist.“ – Theodor Adorno

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

They are the same who claim the sex/gender would not be biologically innate, but only a social construct, and at the same time that homosexuality was not a social construct, but biologically innate.

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

„There are two things,“ said Hitler in 1923, „which can unite people: common ideals and common crime“

After the violent termination of Murder by the Allies were the German (and have remained so to this day) more german than before.

The depraved human creature, the more she feels insulted, disrespected, offended in their honor.

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno

„Reason and rationality are chance-less than ever in this totally mediatised world. An unpleasant type Sniperterrorized society. His current weapon: The phobia accusation.“ – Bettina Röhl
„A Shitstorm has also its positive side. As politically correct manure it is usually thrown in the direction of originality, creativity and intelligence, she flies often to people who are really worth to read.“ – Evidenz-basierte Ansichten
A woman is born as a woman. a man has to become a man.
No paternalization but advancing maternalization. The feminization and genderization marginalized and destroyed the father position in the modern „societies,“ the father role suffered general degradation, the canonization of homosexuality in particular and the sexual diversity generally wipes out the still remaining traces of masculinity completely out,  only as an insult haunts the alleged „paternalization“ in the jargon of mass media.
PostPop era: the triumph of fashion over the morals.
„We need damaged buildings, so you can see through their cracked walls to win at least one viewpoint to start to begin to think. Victor Tausk
„What good is health if you are an idiot then?“ – Theodor Adorno

Der getürkte Vertrag mit Iran

  16.07.2015  Achgut.com

Wo Frank-Walter Steinmeier dabei ist, da ruht kein Segen drauf

Wann immer der deutsche Außenminister einen “Durchbruch” verkündet, ist extreme Vorsicht angebracht. So war es, als er im Februar 2014 zusammen mit seinen Kollegen Laurent Fabius (Frankreich) und Radoslaw Sikorski (Polen) ein Abkommen aushandelte, das vorzeitige Neuwahlen, die Einbindung der Opposition in die Regierungsarbeit, die Rückkehr zur Verfassung von 2004 und damit die de facto Entmachtung des amtierenden Präsidenten Viktor Janukowitsch vorsah. So war es nach dem Protokoll von Minsk vom September 2014 und dem Abkommen Minsk 2 von Februar 2015. Beide wurden gebrochen, noch bevor sie in Kraft traten.

In der Ost-Ukraine herrscht seitdem eine “brüchige Waffenruhe”, die viele Menschen das Leben gekostet hat. Wo Frank-Walter Steinmeier dabei ist, da ruht kein Segen drauf.

Und nun feiert der deutsche Außenminister wieder ein Abkommen und sich selbst. Diesmal ist es der Atom-Vertrag mit dem Iran.

Er hat mal wieder den Weltfrieden gerettet. Auf wessen Kosten, ist ihm egal. Dass die arabischen Staaten jetzt erst recht aufrüsten werden, ebenfalls. Hauptsache, er ebnet der deutschen Wirtschaft den Weg zu Geschäften mit den Mullahs. Und um Israel zum bad guy zu stempeln, sind ihm auch kleine Lügen recht, wie die, Israel sei kein Vertrag lieber als ein Vertrag. Tatsächlich hat Netanjahu in seiner Washingtoner Rede gesagt, “kein Vertrag ist besser als ein schlechter Vertrag”. Das klingt schon etwas anders, aber der Popanz von Außenminister muss es überhört haben.

Schauen Sie sich das Interview mit Steinmeier an, das Marietta Slomka am 14. Juli für das heute-journal führte. Ab 11’40. Wenn Sie danach ein Gruseln im Nacken und ein Würgen im Hals verspüren, dann reagieren Sie richtig.

Kein Außenminister wäre besser als dieser Außenminister.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wo_frank_walter_steinmeier_dabei_ist_da_ruht_kein_segen_drauf

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Nuklear-Abkommen mit dem Iran
Worum geht’s beim Atom-Vertrag?

 

Eine Langstreckenrakete Ghadr-F bei der jährlichen Militärparade in Teheran.  Bild: dpa

GENF taz | Seit 2008 verhandelt die iranischen Führung mit der 5+1-Ländergruppe, bestehend aus den fünf Vetomächten des UN-Sicherheitsrates – USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien – plus Deutschland. Ziel der 5+1 ist ein Abkommen, dass die militärische Nutzung des iranischen Nuklearprogramms zur Entwicklung von Atomwaffen verlässlich ausschließt. Jetzt haben sich die Außenminister der beteiligten Länder in Wien getrofffen, um endlich ein Abkommen unterschriftsreif zu bekommen.

Warum löste das iranische Nuklearprogramm weltweite Verhandlungen aus?

Es besteht der Verdacht, dass die iranische Führung ihr nach den Bestimmungen des Atomwaffensperrvertrages (NPT) erlaubtes ziviles Nuklearprogramm für verbotene militärische Zwecke zur Entwicklung von Atomwaffen nutzt. Der Verdacht entstand erstmals 2003 als bekannt wurde, dass Teheran seit 1986 ein Programm zur Anreicherung von Uran betrieben hatte – in unterirdischen Anlagen und unter Geheimhaltung vor der für die Überwachung des NPT zuständigen Internationalen Atomenergie Organisation (IAEO). Nicht die Urananreicherung sondern die Geheimhaltung waren ein Verstoß Irans gegen Bestimmungen des NPT.

Seitdem sind weitere Verdachtsmomente hinzugekommen – darunter Sprengzündertests auf der geheimen Militäranlage Parchin, zu der Teheran den Inspekteuren der IAEO bislang den Zugang verweigert. Da sich die strittigen Fragen und Verdachtsmomente nicht aufklären ließen, überwies die IAEO die Angelegenheit 2006 an den UN-Sicherheitsrat. Besonders lautstark wird der Verdacht oder gar die Behauptung, Iran betreibe ein militärisches Atomprogramm, von der israelischen Regierung geäußert, ebenso wie in Washington und anderen westlichen Hauptstädten. Aber auch Russland und China wollen verhindern, dass Iran Atomwaffenmacht wird. Deshalb tragen sie alle Iran-Resolutionen und Sanktionen mit, die der UN-Sicherheitsrat seit 2006 beschlossen hat.

Was sagt Iran?

Die Führung in Teheran hat den Verdacht, sie betreibe ein Programm zur Entwicklungen von Atomwaffen, immer entschieden zurückgewiesen. Sie verweist dabei unter anderem auf eine Fatwa des amtierenden Staatsführers Ajatollah Ali Chamenei, wonach die Herstellung, der Besitz und der Einsatz von Atomwaffen „unislamisch“ und daher verboten seien.

Was wären die Folgen einer Einigung?

Sollte bis nächsten Montag ein Abkommen über das iranische Nuklearprogramm gelingen, könnte dies erstmals seit der iranischen Revolution von 1979 zu einer grundlegenden Verbesserung der Beziehungen zwischen den USA und Iran führen. Dann bestünde die Chance zu einer verstärkten Kooperation beider Länder bei der Bekämpfung des „Islamischen Staats“. Selbst eine Beteiligung Irans an den Bemühungen zur Beendigung des syrischen Bürgerkrieges, die Washington in den letzten drei Jahren verhindert hat, wäre dann nicht mehr auszuschließen. Mittelfristig geriete Israel unter stärkeren internationalen Druck, dem NPT beizutreten und sein eigenes Atomwaffenarsenal abzubauen. Damit würde im Nahen und Mittleren Osten eine Zone frei von atomaren-, chemischen und biologischen Massenvernichtungswaffen möglich.

Welche Auswirkungen hätte ein Scheitern der Verhandlungen für die Region des Nahen und Mittleren Ostens?

Bei einem Scheitern würden die Bestrebungen Saudi-Arabiens und anderer sunnitischer Staaten, sich zum Schutz vor dem schiitischen Iran atomare Waffen zuzulegen, gestärkt. Im schlimmsten Fall käme es zu einem Rüstungswettlauf mit atomaren, chemischen und biologischen Massenvernichtungswaffen – unter Beteiligung Irans, Israels, Saudi-Arabiens, der Türkei, Ägyptens und weiterer Staaten.

Welche Rolle spielt die Internationale Atomenergie Organisation (IAEO) in dem Konflikt?

Die IAEO mit Sitz in Wien ist zuständig für die Überwachung des Atomwaffensperrvertrags (NPT) von 1970, dessen 186 Unterzeichnerstaaten – darunter seit 1976 auch Iran – völkerrechtlich verbindlich auf die Entwicklung von Atomwaffen verzichtet haben.

Was sind die wichtigsten Streitpunkte bei den Verhandlungen?

1. Urananreicherung: Die Anreicherung auf fünf Prozent ( erforderlich zur Herstellung von Brennstäben für Atomkraftwerke) sowie auf bis zu 20 Prozent (für medizinische Forschungszwecke) fällt unter die Garantie des NPT und ist erlaubt. Die 5+1 wollen verhindern, dass Iran darüber hinaus Uran auf bis zu 90 Prozent anreichert und damit atomwaffenfähiges Spaltmaterial erhält. Die technische Infrastruktur der Nuklearanlagen muss nach Vorstellung der 5+1 so zugeschnitten sein, dass der Iran bei einem Vertragsbruch oder nach einem Austritt aus dem NPT mindestens ein Jahr brauchen würde, eine Atombombe zu bauen. Je länger diese „Ausbruchszeit“, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass solche Schritte entdeckt würden. Deshalb soll Iran künftig nur noch über maximal 5.000 betriebsbereite Zentrifugen zur Urananreicherung verfügen dürfen, und dies nur noch in oberirdischen Anlagen, die rund um die Uhr von der IAEO überwacht werden. Dies lehnt Teheran ab. Derzeit hat Iran knapp 20.000 Zentrifugen in Betrieb – allerdings ältere, weniger leistungsfähige Modelle. Anfang 2014 hatte der Iran den Ausbau der Urananreicherungsanlagen auf bis zu 50.000 überwiegend moderne Zentrifugen verkündet.

2. Arak: Der noch im Bau befindliche Schwerwasserreaktor Arak in Zentraliran würde nach einer Inbetriebnahme Plutonium produzieren, das für den Bau von Atombomben dienen könnte. Teheran ist bereit, die Konstruktion des Reaktors so zu ändern, dass deutlich weniger Plutonium produziert wird. Die Forderung der 5+1, den Reaktor zu schließen oder zu einem Leichtwasserreaktor umzubauen, lehnt die iranische Führung ab.

3. Vertragslaufzeit: Die USA fordern für das Abkommen, das Iran im Vergleich zu den anderen 185 NPT-Vertragsstaaten Sonderbeschränkungen auferlegen und unter verschärfte Überwachung durch die IAEO stellen würde, eine Laufzeit von mindestens 20 Jahren. Die anderen Mitglieder der 5+1 würden sich mit 10 bis 20 Jahren zufriedengeben. Teheran will sich auf höchstens 7 Jahre einlassen.

4. Sanktionsstopp: Umstritten ist, wie schnell nach Abschluss eines Abkommens die seit 2006 von den USA, der EU und dem UN-Sicherheitsrat verhängten Wirtschaftssanktionen gegen Iran aufgehoben werden. Teheran verlangt die sofortige Aufhebung insbesonders der Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor und den Finanzsektor, die der Wirtschaft des Landes erheblichen Schaden zugefügt haben. Russland und China wären dazu bereit. Doch Washington will die Sanktionen erst nach einer Umsetzung (fast) aller vertraglichen Verpflichtungen durch Teheran aufheben.

Welche Szenarien bis zum 24. November sind denkbar?

Auf die Möglichkeit eines endgültigen Scheiterns der Verhandlungen wollen sich weder Diplomaten Irans noch der 5+1 bislang einlassen. Das Szenario einer – von Teheran bereits ins Spiel gebrachten – weiteren Verlängerung eventuell bis Februar stößt vor allem bei den vier westlichen Mitgliedern der 5+1 auf wenig Begeisterung, wird aber nicht ausgeschlossen. Für den Fall einer Einigung bis zum 24. November sind zwei Optionen denkbar: ein vollständiges Abkommen mit Regelungen aller strittigen Details, oder aber ein Grundlagenvertrag, dessen Einzelheiten noch ausgehandelt werden müssten.

 

http://www.taz.de/!5028055/

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Mogelpackung fertig verschnuert

 

by beer7 beer7.wordpress.com
Wie vorhergesagt, der Westen ist auf alle iranischen Forderungen vom April eingeschwenkt, damit Obama sein historisches Abkommen erlangt.

1) Sofortige Aufhebung aller Sanktionen – mit dem Implementationstag, der ganz allein vom Iran abhaengt, werden alle Sanktionen auf einmal aufhoben.
2) Weitere Entwicklung von effizienteren Zentrifugen in Fordo -ja, ausdruecklich zugestanden
3) Inspektionen, wenn ueberhaupt,nur nach vorhergehender Anmeldung und Genehmigung durch den Iran – ja, nur “verdaechtige” Orte duerfen bei einer Voranmeldung von mindestens einer Woche und Genehmigung durch den Iran besucht werden. Unter den Kontrolleuren kann kein US-Amerikaner sein.
4) Kein Ausserlandschaffen der bisher anreicherten Uranbestaende – natuerlich, angereichertes Uranium kann alternativ auch “verduennt” werden. Wie lange es wohl dauert, diese Verduennung rueckgaengig zu machen, falls sie ueberhaupt bei allem angereicherten Material durchgefuehrt wird?
5) Keine Einschraenkungen beim iranischen Raketenprogramm – aber klar doch, bald koennen auch wieder Waffen an den Iran geliefert werden, Russland steht schon in den Startloechern, und das Raketenprogramm ist nicht Gegenstand des Abkommens.
6) Laufzeit des Abkommens nur 10 und keine 15 Jahre – von 15 Jahren ist schon eine Weile nicht mehr die Rede.

Selbst CNN, nicht gerade eine republikanische Bastion, kann sich der Erkenntnis nicht verschliessen:

Many Original Obama Administration Standards for Nuclear Deal Are Not Met With This Agreement
Sciutto: Two years ago, White House officials would have looked at this deal and said we gave up too much

Der Verrat der USA an Israel, der nach meinem Empfinden schon 2007 unter Bush begonnen hat, hat seinen bisherigen Hoehepunkt erreicht.

https://beer7.wordpress.com/2015/07/14/mogelpackung-fertig-verschnuert/

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Adtech Ad
Adtech AdIranUSA: Der neue Nahe Osten | Die Weltwoche, Ausgabe 29/2015 |
Punktsieg: iranischer Aussenminister Sarif.Bild: Mehdi Ghassemi (DPA, Keystone

Für einmal ist das oft bemühte Wort vom «historischen Abkommen» nicht übertrieben. Der Atom-Deal, der am Dienstag in Wien vereinbart worden ist, läutet ein neues Zeitalter ein. US-Präsident Barack Obama geht zu ­Israel und Saudi-Arabien, seinen traditionellen Verbündeten im Nahen Osten, auf Distanz. Gleichzeitig sucht er ein neues Verhältnis ausgerechnet zu jenem Land, in dem die USA auch heute noch als «grosser ­Satan» verteufelt werden. Damit zementiert das Abkommen das, was sich seit längerem abgezeichnet hat. ­Obama hat sich über sämtliche Bedenken und Warnrufe der amerikanischen Freunde in der Region hinweggesetzt, um das Abkommen mit Teheran unter Dach und Fach zu bringen.

Terror war kein Thema

Mit dem Deal wird der Iran nach einer langen Verbannung wieder als Mitglied in die Welt­gemeinschaft aufgenommen. Dies ist für Teheran nicht nur eine Eintrittskarte für den Klub der Mächtigen. Das Abkommen mit den Weltmächten stärkt und festigt auch die regionale Position der Islamischen Republik.

Was eine schlechte Nachricht für die Stabilität im Mittleren Osten ist. Denn der Iran feuert seit Jahren die Schiiten in der Nachbarschaft an, unterstützt diejenigen, die gegen sunnitische Regimes vorgehen oder diese stürzen wollen. Teheran ist als ziemlich bester Freund von zahlreichen Terrorgruppen berüchtigt. Die Stärke des iranischen Einflusses im Mittleren Osten zeigt sich daran, dass vier arabische Hauptstädte direkt oder indirekt in iranischer Hand sind. Zum De-facto-Einflussgebiet des Iran gehören zudem umfangreiche Gebiete im Libanon, in Syrien und im Irak.

Abkommen hin oder her: Irans Unterstützung von Terrormilizen darf weitergehen. Sie wird im Deal nicht angesprochen. Das Thema blieb während der Verhandlungen unerwähnt, weil sonst der Deal keine Chance gehabt hätte.Israel und Saudi-Arabien sind die grossen Verlierer des Abkommens. Beide sind überzeugt, dass der Deal nicht hält, was er verspricht. Premierminister Benjamin Netanjahu fühlt sich deshalb nicht an das Abkommen ­gebunden – er pfeift darauf.

Ein Iran mit Atomwaffen wäre auch für ­Saudi-Arabien ein Albtraum. Riad ist deshalb in höchstem Mass beunruhigt. Das sunnitische Königreich Saudi-Arabien betrachtet den schiitischen Iran als Erzfeind und befürchtet jetzt einen noch stärkeren Einfluss Teherans. Was Obama verhindern wollte, ist nur noch eine Frage der Zeit: das atomare Wettrüsten in der Region.

Obama setzt auf die Mullahs

Dass US-Präsident Barack Obama Hand bietet zur Stärkung Teherans, wird nicht nur in ­Is­rael, sondern auch in der arabischen Welt mit grösstem Befremden registriert. Von Jerusalem bis Riad ist man heute überzeugt, dass sich Washington von seinen traditionellen Verbündeten lösen will. Fortan, so die nüchterne Analyse, will Obama offensichtlich vermehrt auf die Mullahs setzen.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist der Artikel, den der ehemalige britische Botschafter in Washington, Sir Christopher Meyer, am vergangenen Freitag im Telegraph publizierte. Er beschreibt die neue strategische Allianz Iran–USA, deren Auswirkungen nicht unterschätzt werden sollten. Weil sich der sunnitische Islamische Staat im Mittleren Osten ausbreite, meint Meyer, führe das zwangsläufig zur Einsicht, «dass im 21. Jahrhundert unser strategischer Alliierter in der Region der Iran sein muss». Was ein Punktsieg für die Schiiten ist – und eine kalte Dusche für Israel, Saudi-Arabien und die Länder am Persischen Golf.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-29/iranusa-der-neue-nahe-osten-die-weltwoche-ausgabe-292015.html

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  17.07.2015   Achgut.com

Steinmeier über den Sieg der Diplomatie über Konflikte und Gewalt

Noch während die Verhandlungen über einen Atom-Vertrag mit dem Iran liefen, gab der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA ein Interview, das er auch auf die Homepage des Auswärtigen Amtes stellen ließ. Darin geht es u.a. um die zukünftigen deutsch-iranischen Beziehungen, also die Möglichkeiten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Dagegen wäre im Prinzip nichts zu sagen, wenn Steinmeier den Mullahs, die das Land seit 1979 im Würgegriff halten, nicht die Zunge in den Hals stecken und gleichzeitig die Füße lecken würde. Anbiedern, Ranschleimen, Scharwenzeln machen Steinmeiers Begabung und Befähigung aus. Es ist noch nicht lange her, da hat er bei der Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Sachsenhausen eine Rede gehalten, in der er u.a. sagte: “Dieses Konzentrationslager steht für die Monstrosität eines Regimes, das das Grauen institutionalisierte”. Er rief Deutschen auf, “uns der Vergangenheit (zu) stellen”, um aus ihr “lernen zu können”. Verantwortung zu übernehmen bedeute, “gegen Unrecht aufzustehen”.

Aber all das gilt natürlich nur den Nazis, die vor 70 Jahren von der Bühne der Geschichte abgetreten sind, es gilt nicht einem Regime, das heute Gefängnisse und Lager betreibt, in denen das Grauen institutionalisiert wird. Steinmeier steht auf, um sich der Vergangenheit zu stellen, geht es um die Gegenwart, bleibt er entspannt sitzen. Für tote Juden hat er ein paar Krokodilstränen übrig, die freilich im Wind der neu erblühten deutsch-iranischen Freundschaft schnell trocken.

Vor drei Tagen hat Steinmeier dem heute-journal ein Interview zum erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen mit dem Iran gegeben. Steinmeier trumpfte auf, als hätte er es geschafft, Deutsch-Südwest wieder heimzuholen. Nur als er von Marietta Slomka zu Israel befragt wurde, wich die Verbindlichkeit aus seinem Gesicht und machte einem nur mühsam gezügelten Unbehagen Platz. Diese Juden haben eben den richtigen Umgang mit der Geschichte noch nicht gelernt! Ihnen wäre kein Vertrag lieber als ein Vertrag.

Das war eine Lüge. Tatsächlich hat Netanyahu in seiner Rede vor dem Kongress in Washington gesagt, “kein Vertrag” wäre “besser als ein schlechter Vertrag”. Das ist nachvollziehbar, aber offenbar zu kompliziert für einen Mann wie Steinmeier, das Trüffelschwein der deutschen Wirtschaft.

Aber schauen Sie selbst. Hier das Gespräch mit dem Außenminister aus dem heute-journal vom 14.7.:

Slomka: Deutschland hat in diesen Verhandlungen ja fast so etwas wie eine Vermittlerrolle gespielt, und Sie haben heute gesagt, das sei auch für Sie persönlich ein großartiger Moment, dass die Unterschriften geleistet wurden.

Steinmeier: Na ja, ich war so etwas wie der Methusalem in diesen Verhandlungen, ich war vor zehn Jahren das erste Mal dabei, und deshalb war das auch emotional berührend, als wir heute beieinander saßen und die Unterschriften geleistet wurden, nach 12 jahren Verhandlungen, wie wir uns erinnern, immer ergebnislos in der Vergangenheit, nach 35 Jahren der Sprachlosigkeit zwischen dem iran und insbesondere den USA, und nach Jahren, in denen wir ja in Erinnerung haben, wie sich Situationen immer wieder zuspitzten und die Gefahr einer militärischen Konfrontation drohte – dass dieses abgewendet worden ist und dass die Perspektive für gänzlich andere Beziehungen mit dem Iran eröffnet worden ist, das ist gut und darüber bin ich sehr froh.

Slomka: Nun sind nicht alle so froh wie Sie. Der israelische Premierminister hat offen von einem historischen Moment gesprochen, nämlich von einem historischen Fehler für die Welt. Ihn stört vor allem, dass so viele Zugeständnisse gemacht wurden und er sorgt sich über diese Hunderte Millionen Dollar, die der Iran künftig mehr zur Verfügung haben wird, um z.B. terroristische Gruppen wie die Hisbollah zu unterstützen.

Steinmeier:  Hmm, hmm, hmm. Ich glaube, es macht jetzt keinen sinn, darüber eine große politische Kommentierung über die Öffentlichkeit zu führen. Die Kommentierungen haben stattgefunden zu einem Zeitpunkt als die Vereinbarung in Israel noch gar nicht bekannt sein konnte. Und ich erinnere mich, dass es diese Grundsatzkritik aus Israel auch in der Vergangenheit schon gab, mit der Auffassung, dass kein Abkommen besser sei als ein Abkommen, und diese Meinung teilen wir in großen Teilen der Weltgemeinschaft eben nicht, und wir müssen auch daran erinnern, dass Israel in der Vergangenheit gesagt hat, der Iran sei schon ganz nah am Griff zur Atombombe, nämlich zwei bis drei Monate davon entfernt. Dieser Abstand wird selbst dann, wenn der Iran seine Verpflichtungen nicht einhalten sollte, jetzt sehr vergrößert. Und deshalb glaube ich, ist das, was wir jetzt hier vereinbart haben, ein Beitrag zur Sicherheit, zu mehr Sicherheit im gesamten Mittleren Osten und auch für Israel. Es ist ein Vertrag, der den Griff zur Atombombe für den Iran langfristig und nachvollziehbar ausschließt, es ist ein Vertrag, der den Iran auf ein friedliches ziviles Nuklearprogramm festlegt, es ist ein Vetrag, der das alles unterlegt mit sehr langfristigen Transparenz- und Kontrollmöglichkeiten und deshalb haben diejenigen, die verhandelt haben, heute gesagt: es ist ein guter Vertrag, ein verantwortbarer Vertrag, der ein mehr an Sicherheit bringt.

Slomka: Aber die israelische Analyse, dass der Iran nach einer Vormachtstellung in dieser sehr prekären Region strebt, die ist ja im Prinzip richtig? Und diese Bedenken werden auch von anderen Anrainerstaaten geteilt, Israel ist mit seiner Furcht nicht ganz alleine, der Iran wird auf jeden Fall wirtschaftlich gestärkt werden durch das ende der Sanktionen, er unterstützt die Hisbollah, er unterstützt das Assad-Regime, wie wird man die Nachbarn einbinden können in die Gefährdungen, die dort sind?

Steinmeier: Wir werden uns selbst viel Mühe geben, mit den Details des Vertrages in den Ländern, in der Region, dazu gehört Israel, aber dazu gehören selbstverständlich auch die arabischen Nachbarn des Iran, dafür zu werden, dass die sich das Abkommen genau anschauen. Und wir werden insbesondere dafür sorgen, dass der Iran seine Verpflichtungen aus diesem Abkommen einhält, aber wir werden auch mahnen, die Sicherheitssituation nicht nur immer aus der Perspektive eines einzelnen Staates zu sehen, sondern den Blick auf den gesamten Mittleren Osten zu richten, und dieser Mittlere Osten versinkt seit Jahren Jahr für Jahr mehr im Chaos. Hier war ein Gegensignal zu setzen, und deshalb sage ich, diese Vereinbarung, die wir heute unterzeichnet haben, die setzt auch ein Signal der Hoffnung gegen das fortschreitende Chaos in der Region, und dieses Signal ist auch notwendig, ich hoffe, dass es ausstrahlt, und ich hoffe, dass dieser Sieg der Diplomatie über Konflikte und Gewalt, dass der auch ermutigt, in anderen Konflikten nach Möglichkeiten zu einer friedlichen
Lösung zu suchen…

 

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  17.07.2015  Achgut.com

Das Atomabkommen ist eine bedingungslose Kapitulation

Joachim Nikolaus Steinhöfel

Wenn eine diplomatische Lichtgestalt wie der deutsche Außenminister Steinmeier ein völkerrechtliches Abkommen lobt, ist Vorsicht geboten. Die letzte Vereinbarung, die Steinmeier gelobt hat, was die Kapitulationserklärung im Atomstreit mit dem Iran.

Das Atomabkommen mit dem größten Staatssponsor des Terrorismus wird dessen Weg zur Atombombe nicht verhindern, sondern, wenn es gut läuft, bestenfalls verzögern. Und das auch nur, wenn Iran, und das wäre eine Premiere, sich an die Vereinbarungen hielte. Irans nukleare Infrastruktur, unter Verletzung internationalen Rechts aufgebaut und unter Bruch der Regeln des Atomwaffensperrvertrages und Verletzung diverser Resolutionen des UN-Sicherheitsrates weiterentwickelt, wird legitimiert.

Ursprünglich war die amerikanische Diplomatie auf einen glasklaren Deal ausgerichtet. Die USA und ihre Partner beenden die auf das Nuklearprogramm bezogenen Sanktionen, Iran beendet sein „ziviles“ Atomprogramm. Diese Position erodierte schnell. Zunächst räumten die USA dem Iran den Bau eigener Atomreaktoren ein, nicht jedoch die Herstellung von Kernbrennstoff (ein wesentlicher Bestandteil einer Atombombe). Später wurde das Recht zur Anreicherung zugestanden, jedoch unter engen Begrenzungen. Schließlich wurde konzediert, dass auch die Einschränkungen der Anreicherung zu einem unbestimmten Zeitpunkt enden würden.

Das jetzige Atomabkommen ist eine bedingungslose Kapitulation vor den Klerikalfaschisten in Teheran. Wer es intellektuell schlüssig verteidigen will, muss auch darlegen, warum es richtig ist, dass die Iran obliegenden Einschränkungen nach 10 Jahren enden. Hier liegt ein Abkommen vor, das Irans Zugriff auf Atomwaffen nicht verhindert. Es managt vielmehr dessen Weg dahin.

Mit dem stufenweisen Ende der Wirtschaftssanktionen erhält Iran Zugriff auf hunderte Milliarden US-$. Viel Geld für die Verbreitung der hasserfüllten, revolutionären Ideologie des Regimes und die weitere Finanzierung seiner Terrortruppen im gesamten Nahen und Mittleren Osten. Geradezu grotesk, dass auch die Sanktionen gegen Qassem Soleimani enden. Soleimani ist Kommandeur der al-Quds-Einheit, einer Division der Iranischen Revolutionsgarde (IRGC) und verantwortlich für die gezielte Tötung von Amerikanern im Irak-Krieg und aktuell Berater von Syriens Staatschef Assad, den er bei dem Gemetzel gegen die syrische Zivilbevölkerung ebenso unterstützt wie bei den Kämpfen gegen Sunniten im Irak.

Selbst die amerikanischen Verhandlungsteilnehmer erwarten, dass Iran die Bedingungen des Abkommens verletzten wird, wie das Land es zuvor bei jeder rechtlichen oder vertraglichen Regelung getan hat, die sich auf das Atomprogramm bezog. Für diesen Fall sind keinerlei Sanktionen vorgesehen, die eine angemessene Reaktion auf den Bruch des Abkommens ermöglichen würden. Die These der Verteidiger des Vertrages, die jetzt aufgehobenen Sanktionen würden dann wieder in Kraft gesetzt, kann man nur mit verständnislosem Kopfschütteln quittieren. Die Europäer, und vorne mit dabei die Deutschen, bilden die Vorhut der Milliarden-Deals witternden Geschäftemacher, die den nächsten freien Platz nach Teheran schon gebucht haben.

Das ist nicht die einzige unvertretbare Regelung der gefeierten Übereinkunft. Die Obama-Administration hat der Öffentlichkeit bis zuletzt zugesichert, die Einhaltung des Abkommens würde durch Inspektionen „jederzeit und überall“ („anywhere, anytime“) überprüft und verifiziert werden können. Diese Zusage ist nur noch als groteske Karikatur von Inspektionen im Abkommen zu finden, siehe Seite 43 Punkt 78 des Abkommens. Iran hat 24 Tage Zeit, bevor Inspektoren Zugang zu zivilen oder militärischen Einrichtungen bekommen, die sie zu überprüfen wünschen. Genug Zeit zur Verdunkelung also.

Das wäre so, meint Israels Staatschef Netanjahu, als wenn man einem Drogenboss 24 Tage vorher über eine anstehende Hausdurchsuchung informiert, um ihm Zeit zu geben, das Koks im Klo herunterzuspülen.  Am Dienstag dann räumte Obamas stellvertretender Sicherheitsberater Ben Rhodes gegenüber CNN ein, man habe nie versucht, „anywhere, anytime“-Überprüfungen überhaupt zu vereinbaren.

Eine dreiste Täuschung der Weltöffentlichkeit in einem der Kernpunkte der Vereinbarung. Aber das ist der modus operandi dieser Präsidentschaft. Zu sagen, was immer man sagen muss, um zu bekommen, was man will. Alle Zusicherungen und Versprechen von Obama haben ein Auslaufdatum. Alle.

Anstatt ein realistisches Sanktions-Regime in die Vereinbarung zu integrieren, sieht diese vielmehr die Unterstützung des Irans durch die USA und ihre Partner in Energie-, Finanz-, Technologie- und Handelsfragen vor. Iran, ein Land, das mehr Amerikaner getötet hat, als irgendjemand ausser al Qaida, das den Huthi-Aufstand im Jemen orchestriert, Bassar Assad unterstützt und radikale Schiiten im Irak, die Hisbollah und extremistische Palästinenser im Gaza-Streifen bekommt quasi humanitäre Hilfe. Dies alles kann in Saudi-Arabien, den Golfstaaten, Jordanien, Ägypten und erst recht in Israel nur Fassungslosigkeit, wenn nicht Panik auslösen.

Und in letzter Minute, als schon feststand, dass dies der schlechteste Deal in der Geschichte der amerikanischen Diplomatie sein würde, haben die Mullahs Obama und Kerry noch einmal vorgeführt. Als die beiden das Embargo für konventionelle Waffen und ballistische Raketen preisgaben. Die Mullahs, unterstützt von den Russen, wetteten darauf, dass Obama und Kerry das Abkommen so verzweifelt wollten, das sie auch hier noch kapitulieren würden. Was sie taten.

Das Abkommen ist nichts als ein gigantisches, unverantwortliches Glücksspiel. All in. Prinzip Hoffnung. Sonst nichts. Eine Wette darauf, dass sich ein von terroristischen, religiösen Fanatikern beherrschtes Regime innerhalb einer Dekade so wandelt, das die dann bestehende, legale Möglichkeit, Atomwaffen herzustellen, keine Gefahr mehr bedeutet. Wer dieses Regime über die letzten Jahrzehnte beobachtet hat, seine Worte und seine Taten verfolgte, wird große Schwierigkeiten haben, einer derartigen Naivität zu unterliegen.

Der US-Kongress lehnt das Abkommen mehrheitlich ab. Wird er es stoppen können? Kaum.

Im Mai hatte Obama mit dem Kongress einen Kompromiss vereinbart, wonach der Präsident die Sanktionen gegen den Iran innerhalb von 60 Tagen nach Abschluss eines Abkommens nicht aufheben werde. Innerhalb dieses Zeitraums hat der Kongress die Möglichkeit, das Abkommen mit einfacher Mehrheit abzulehnen. Ein – angekündigtes – Veto Obamas könnte mit einer 2/3-Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus überstimmt werden.

Es sagt viel über das Demokratieverständnis dieses Präsidenten, dass er diese selbst vereinbarte Frist nicht abwarten, sondern das Abkommen schon in der nächsten Woche zur Abstimmung im UN-Sicherheitsrat vorlegen will. Ein Affront gegen die amerikanischen Wähler.

Als Obama am Dienstag morgen vor die Kameras trat, erklärte er, das Abkommen „blockiere jeden Pfad des Iran zu Nuklearwaffen“. So dumm, dies selber zu glauben, ist er nicht. So verlogen, dies dennoch gegenüber der Weltöffentlichkeit zu behaupten, war er schon immer.

Am Ende wird sich die Prognose von Charles Krauthammer bewahrheiten: „Obama will get his ‚legacy.‘ Kerry will get his Nobel. And Iran will get the bomb.“

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/das_atomabkommen_ist_eine_bedingungslose_kapitulation

line-wordpress

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

Psychoanalytische Arbeitsstation

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!
I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Wer „ich will frei sein“ sagt, und es sagen viele, der ist ein Idiot. Denn das höchste was der Mensch als Freiheit haben kann, ist die Freiheit, seine Pflicht frei zu wählen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Es sind dieselben, die behaupten, das Geschlecht wäre nicht biologisch angeboren, sondern nur ein sozialer Konstrukt, und zugleich daß die Homosexualität kein sozialer Konstrukt wäre, sondern biologisch angeboren.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

„Es gibt zwei Dinge“, so wußte Hitler schon 1923, „die die Menschen vereinigen können: gemeinsame Ideale und gemeinsame Kriminalität“ .

Nach der gewaltsamen Beendigung des Mordens durch die Alliierten waren die Deutschen (und sind es bis heute geblieben) noch deutscher als zuvor.

„Der Staat sind wir“: Dies Credo der Sozialdemokratie Ferdinand Lassalles war die Wahrheit der Volksgemeinschaft, und der Nazismus war die vermittlungslose Basisdemokratie der Deutschen.

Die Demokratie der Bürger ist die interessierte Demutsadresse an den autoritären Staat.

„Die deutsche Nation ist das Apriori dieser seltsamen Wissenschaft, die

vorgibt, nichts zu kennen als Quellen, Quellen und nochmals Quellen, nichts als das

lautere Plätschern der Tatsachen und das ungetrübte Sprudeln der Empirie. Die

Quelle aber ist der Historie, was der Jurisprudenz das Indiz: Spielmaterial, bloße

Illustration des Systemzwangs zum Rechtsfrieden, d.h. empirische Legitimation der

vorab existenten letzten Instanz, an der jede Berufung aufhört und jede Revision

endet. Egal, wer Recht hat, solange nur Recht ist; was immer die Quellen sagen,

ein Beweis gegen die Nation wird sich daraus nie und nimmer folgern lassen.“ (…)

„Historische Wahrheit wird nach dem Modell von Meinungsumfragen vorgestellt;

kein Sample jedoch wird je repräsentativ genug sein,

um der deutschen Nation als solcher die Taten der Nazis zuzurechnen.

Die juristische Methode dieser seltsamen Wissenschaft, die sich die Behandlung der

Geschichte anmaßt, weiß so überaus sorgfältig zwischen Intention und Resultat zu

scheiden, daß der einzig noch mögliche Weg historischer Wahrheitsgewinnung, der

allerdings leider ausgeschlossen ist, Psychoanalyse wäre.“ – Joachim Bruhn

Da die Psychoanalyse heute auch nur noch ein korruptes Racket ist, würde sie nicht helfen.

 

Je verkommener eine menschliche Kreatur, desto eher fühlt sie sich beleidigt, respektlos behandelt, in ihrer Ehre verletzt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Der religiöse Rassismus der Islamisten, der den völkischen Rassismus der Nazis ersetzt hat, erklärt Allah zum Führer und die Jihadisten zu seiner privilegierten Kampftruppe: Wenn man so will, zu Allahs SS. Der Zusammenhalt dieser Kampftruppe wird über die Jenseitserwartung von Hölle und Paradies, also über das Instrument der religiösen Angst, sichergestellt. Diese Selbstbildfantasie der Islamisten ist mit ihrer (zumeist antijüdischen) Feindbildfantasie untrennbar verknüpft. – Matthias Küntzel

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten. Es sind Sozio-, Pädago- und Psychokratien, Rackets, die Erkenntnis nicht fördern, sondern verhindern.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
„Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett „antideutsch“ nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur „normale“ kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“– Hans Dieter Hüsch

Es gibt zweierlei Ethik: die moralische, der die Realität egal ist und die der Verantwortung, die reale Folgen der ethischen Forderungen berücksichtigt. Die erste ist gut gemeint, die zweite ist gut gemacht.

Was dem einen seine Souveränität, ist dem anderen seine Eigenmächtigkeit.

Das Schöne am Euro war, dass die Gewinner immerzu gewinnen konnten, ohne dass ihnen gleich die Quittung präsentiert wurde. Denn sie verdienen ja am Ausland, was heißt, eigentlich ein im Maße des Verdienens zunehmend schlechtes Geld – das ist durch den Euro aufgehoben worden: Man konnte ständig an einer anderen Nation verdienen, ohne dass das Geld dieser Nation darunter gelitten hat, weil sie gar kein eigenes hat. Der Wert dieses Geldes repräsentiert nicht die Leistungsfähigkeit dieser Nation. So hat der Euro von dem innereuropäischen Verdienen aneinander sogar noch gelebt; er hat vor der Krise absurderweise nur den Konkurrenzerfolg der Gewinner repräsentiert.

— Das ist ja mit der Idylle charakterisiert. Dass zunächst mal alle Seiten Gewinner des neu eingeführten Euro waren. Auch die, die ihre vergleichsweise Weichwährung gegen den Euro getauscht haben und damit auf einen Schlag Kredit zu ganz anderen Konditionen und Möglichkeiten hatten. Insofern waren die späteren Verlierer erst mal auch Gewinner.

Kein Nazifaschist hat je wirklich geglaubt, er bezöge die Ermächtigung seiner Ansprüche aus dem Teutoburger Wald; keiner seiner demokratischen Erben hat jemals tatsächlich gedacht, ihnen erwüchse Legitimität im Resultat des “Lernens aus der Geschichte”; niemals war ein Sozialist der Ansicht, es sei die famose “Befreiung der Arbeit” und nicht vielmehr das Recht auf Beute, was seine Politik im Interesse der Arbeiterklasse motivierte. Und keinesfalls erwächst den Palästinensern irgendein Recht aus der Tatsache, daß sie zuerst da waren. Einer Gesellschaft, der Hunger kein Grund ist zur Produktion, kann auch das Leiden kein Grund sein zur Solidarität. Es ist die Ideologie, die mit der Unmittelbarkeit des Leidens agitiert, die aus dessen fragloser Evidenz Sinn zu schlagen sucht, sei es im Sinne von Caritas oder Amnesty International, sei es im Sinne der Freunde des palästinensischen Volkes für den Israelhaß der Antisemiten wie für den Islamfaschismus dieses Volkes. Ariel Scharon jedenfalls, der Zionist und praktische Antifaschist, ist dem aufgelösten Rätsel der Geschichte näher als die deutsche Linke, deren “Antifaschismus” sich als Aufstand der Anständigen à la Gerhard Schröder oder als Solidarität mit dem palästinensischen Volk ausagiert. (…) Im Wesen Israels als des ungleichzeitigen Staates der Juden liegt es aber nicht nur, Reaktion auf den Verrat an Aufklärung und Weltrevolution, nicht nur, Notwehrversuch gegen den Nazifaschismus und Asyl zu sein. Sondern eben auch, daß die üblichen Muster der bürgerlichen Rollenverteilung – hier das Gewaltmonopol des bürgerlichen Staates im allgemeinen und dort die Personen, die die Regierungsausübung im besondern besorgen – für den israelischen Staates aufgrund seiner Konstitutionsbedingungen keine Geltung mehr hat. Was sich unter anderem darin zeigt, daß diese “Kritiker” der israelischen Regierungspolitik für den faschistischen Mob und die Behörden, die Selbstmordattentäter belohnen, Verständnis aufbringen (Folge von Besatzung und Ausbeutung), dagegen für den Versuch, die militärische Infrastruktur der Gegner Israels zu zerschlagen, am liebsten die Begriffe Auslöschung oder Ausrottung der palästinensischen Bevölkerung im Munde führen. Wie hinter der treudoofen Frage, ob es nicht möglich sein müsse, Spekulanten als das zu bezeichnen, was sie sind, ohne gleich als antisemitisch zu gelten, so verbirgt sich hinter der treulinken Frage, ob nicht auch in Israel, weil es sich auch dort um eine bürgerliche Gesellschaft handele, Faschismus möglich sei, die Erkenntnis dieser Fusion in verquerer und verschrobener Gestalt. Verquer, weil ja gerade erklärt werden sollte, wie Israel, dieser Fusion zum Trotz, eine parlamentarische Demokratie ist und bleibt; verschroben, weil diese Einheit von Staat und Regierung im Übergang von einem unerträglichen Alten (die Vernichtungsdrohung) zum noch nicht erreichten Neuen (die herrschaftslose Gesellschaft) ja doch den Inbegriff dessen ausmacht, was einmal als “Diktatur des Proletariats”, als Emanzipationsgewalt und organisierte politische Macht der Revolution, auch und gerade auf den roten Fahnen stand. In Anbetracht der Grundidee des Staates Israel, vor dem Hintergrund der linken Staatsmythen, betreffend die “Diktatur des Proletariats”, muß jede Beurteilung der Handlungen der Regierungsvertreter auch die völlig andere Qualität dieses Staates, verglichen mit allen anderen, deutlich werden lassen. (…)

Wenn diese Linke über Israel schwadroniert, dann hört sich das nicht minder grausig an. Dabei liegt der Zusammenhang zwischen dem Antisemitismus und dem Vernichtungswillen gegen die zum Staat gewordene bürgerliche Gesellschaft der Juden, gegen Israel, eigentlich auf der Hand: Der sogenannte Antizionismus stellt nichts anderes dar als die geopolitische, globalisierte Reproduktion des Antisemitismus, das heißt die Erscheinungsform, die er in Weltmarkt und Weltpolitik nach Auschwitz annehmen muß. Der Antizionismus ist der aus den kapitalisierten Gesellschaften in die Welt herausgekehrte Antisemitismus. So ist Israel der Jude unter den Staaten; die Verdammung des Zionismus als eines “Rassismus” durch die UNO gibt es zu Protokoll. Das macht: die moralische Verurteilung der menschlichen Unkosten der Konstitution bürgerlicher Staatlichkeit allein am Beispiel Israels führt vor Augen, was die Welt der Volksstaaten vergessen machen will – daß die Zentralisation der politischen Gewalt über Leben und Tod keineswegs die natürliche Organisationsform der Gattung Mensch darstellt, sondern Ausdruck eben von Herrschaft und Ausbeutung. Dabei ist Israel – und das macht die Kritik an diesem Staat so perfide und muß deshalb immer wieder gesagt werden – der einzige Staat dieser Welt, der für sich eine nicht zu bezweifelnde Legitimität beanspruchen kann. Israel, das ist der ungleichzeitige Staat, der entstanden ist sowohl als Reaktion auf das Dementi aller Versprechungen der bürgerlichen Nationalrevolution, sowohl als Antwort auf den stalinistischen Verrat an der kommunistischen Weltrevolution als auch als zu spät gekommene Notwehr gegen den Massenmord an den europäischen Juden. (…) Israel ist das Schibboleth jener doch so naheliegenden Revolution; es ist der unbegriffene Schatten ihres Scheiterns. Israel ist das Menetekel, das zum einen (und ganz unfreiwillig) die kategorischen Minimalbedingungen des Kommunismus illustriert, und das zum anderen sämtliche Bestialitäten zu demonstrieren scheint, zu denen der bürgerlich-kapitalistische Nationalstaat fähig ist. Wer Israel nicht begriffen hat, wer den Haß auf diesen Staat, den Antizionismus, und wer den Antisemitismus, das heißt den Vernichtungswillen sowohl gegen die in diesem Staat lebenden als auch gegen die kosmopolitisch verstreuten Juden, nicht begriffen hat als das, was Antisemitismus wesentlich darstellt: den bedingungslosen Haß auf die Idee einer in freier Assoziation lebenden Gattung, der hat den Kommunismus nicht als das “aufgelöste Rätsel der Geschichte” begriffen. –

 Der ostentative Muslimeifer aber, der sich im Alltag mancher ‚Allahu-Akbar‘-Brüller vielleicht doch sehr in Grenzen hält, findet im blanken Judenhass unverhoffte Nahrung, wo ihnen unter unendlich öden Koranrezitationen und geistlosen, absurden Vorschriften längst das bisschen ungeglaubten Glaubens zwischen den Fingern zerrann und ihr Muslimsein kaum je mehr ist als das typisch dauerbeleidigte, immer schon jeder Verantwortung ledige Gruppengefühl. Überhaupt will jeder Eifer – insbesondere der aktuelle, rasende Eifer des weltweit angreifenden Islam – den Stachel eines weniger drohenden als hinterrücks längst geschehenen Glaubensverlustes kompensieren.“ Mit anderen Worten: Muslime wurden nicht für ihr abstraktes Muslimsein kritisiert, sondern dafür, was – global betrachtet – die Mehrheit konkret darunter versteht: Die von Gott gegebene Ermächtigung zu Terror, Entrechtung, Antisemitismus. Wer differenziert, sollte nicht unerwähnt lassen, dass Osama bin Laden, Hassan Nasrallah und wie all die schrecklichen Figuren so heißen, in der muslimischen Welt als Helden gefeiert werden – und zwar nicht von einer minoritären Sekte, sondern von Millionen Muslimen, auch in Deutschland. (,,) Der unfreiwillige und verborgene Essentialismus der Postmoderne macht das Begreifen unmöglich, weil er die Beziehung zwischen Allgemeinem, Besonderem und Einzelnem nicht mehr zu thematisieren vermag. Wenn nur noch Vielfalt herrscht und Einzelnes und Allgemeines gewaltsam auseinandergerissen werden, bleibt die Verstandesleistung des begreifenden Subjekts auf der Strecke und die scheinbar ursprüngliche Differenz wird zum Mythos. Nicht nur dem Begriff des Allgemeinen, das ja ein noch einzulösendes ist, wird Gewalt angetan, auch dem Besonderen, dessen Unglück darin besteht, nur ein Besonderes zu sein, und das sich, weil es kein versöhnendes Ganzes gibt, dem schlecht-Allgemeinen, dem Racket nämlich, anschließen muss. – JAN HUISKENS

„Vernunft und Rationalität sind in dieser durchmedialisierten Welt chancenloser denn je. Ein unangenehmer Typ „Heckenschütze“ terrorisiert die Gesellschaft. Seine aktuelle Waffe: Der Phobienvorwurf.“ – Bettina Röhl

„Man wähnt, wenn man nach wissenschaftlichen Regeln sich richtet, dem wissenschaftlichen Ritual gehorcht, mit Wissenschaft sich umgibt, gerettet zu sein. Wissenschaftliche Approbation wird zum Ersatz der geistigen Reflexion des Tatsächlichen, in der Wissenschaft erst bestünde. […] Je tiefer man ahnt, daß man das Beste vergessen hat, desto mehr tröstet man sich damit, daß man über die Apparatur verfügt.“ (Theodor W. Adorno, Philosophie und Lehrer, AGS 10.2, 491)

„Vieles, was im Sinne von Foucaults »Mikrophysik der Macht« populär werden sollte; also die Erkenntnis, daß Macht nicht pyramidal hierarchisch, sondern durch sämtliche gesellschaftliche Bereiche hindurch wirkt, findet sich bereits in der Medizinkritik der Kritischen Theorie. Daß diese Thesen häufig übersehen wurden, mag daran liegen, daß sich Horkheimers entscheidende Äußerungen über Medizin und Psychiatrie nicht in den breit rezipierten Hauptwerken finden, sondern über die Gesamtausgabe verstreut sind. Wiemer suchte sie zusammen und zeigt, wie Horkheimer anhand der Medizin einen wesentlichen Charakterzug des modernen Kapitalismus ausmachte. Mediziner funktionieren laut Horkheimer wie fast jede wirtschaftliche Gruppe im Sinne eines Rackets. »Ein Racket«, erklärt er, »ist eine unter sich verschworene Gruppe, die ihre kollektiven Interessen zum Nachteil des Ganzen durchsetzt.« Allgemein betrachtet heißt das, daß sich die Klassengesellschaft in eine »neofeudale« Struktur verwandelt hat, innerhalb der Interessenverbände »nach dem Prinzip der Selbsterhaltung und der Machtakkumulation« funktionieren. Diesen Wandel macht Horkheimer an den Medizinern fest; und alles, was Horkheimer in seiner Kritik aussparte, von den Krankenversicherungen bis zum Pfusch in Krankenhäusern, wird von Carl Wiemer polemisch auf den neuesten Stand gebracht“  – Max Horkheimer

 

„Ein Shitstorm hat auch seine positive Seite. Da politisch korrekte Gülle meist in Richtung Originalität, Kreativität und Intelligenz geworfen wird, fliegt sie oft genug auf Leute, die zu lesen wirklich lohnt.“ – Evidenz-basierte Ansichten

Eine Frau wird als Frau geboren. ein Mann muß erst ein Mann werden.
Keine Paternalisierung, sondern fortschreitende Maternalisierung. Die Feminisierung und Genderisierug marginalisiert und zerstört die Vaterposition in den modernen »Gesellschaften«, die Vaterrolle erlitt allgemeine Degradierung, die Kanonisierung der Homosexulität im Speziellen und der sexuellen Diversität im Allgemeinen tilgt die noch übriggebliebenen Spuren einer Männlichkeit restlos aus, die nur noch als Schimpfwort der angeblichen „Paternalisierung“ im Jargon der Medien herumgeistert.

„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

Post-Pop-Epoche: der Sieg der Mode über die Sitten.

„Wir brauchen schadhafte Gebäude, durch deren geborstene Wände man hindurch­ sehen kann, um wenigstens einen Anfang zum Denken zu gewinnen.“ – Victor Tausk

„Was man in römischer Zeit das »Abendland« und später »Europa« nennen wird, ist die politische Konsequenz des individualistischen Martyriums, das ein gesprächsfreudiger Stadtstreicher auf sich nahm, um die Legitimität des im universalistischen Dialekt vorgebrachten Neuen gegen die entkräfteten lokalen Sitten zu demonstrieren.“ – Peter Sloterdijk

„Was nützt einem die Gesundheit wenn man ansonsten ein Idiot ist.“ – Theodor Adorno

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

They are the same who claim the sex/gender would not be biologically innate, but only a social construct, and at the same time that homosexuality was not a social construct, but biologically innate.

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

„There are two things,“ said Hitler in 1923, „which can unite people: common ideals and common crime“

After the violent termination of Murder by the Allies were the German (and have remained so to this day) more german than before.

The depraved human creature, the more she feels insulted, disrespected, offended in their honor.

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno

„Reason and rationality are chance-less than ever in this totally mediatised world. An unpleasant type Sniperterrorized society. His current weapon: The phobia accusation.“ – Bettina Röhl
„A Shitstorm has also its positive side. As politically correct manure it is usually thrown in the direction of originality, creativity and intelligence, she flies often to people who are really worth to read.“ – Evidenz-basierte Ansichten
A woman is born as a woman. a man has to become a man.
No paternalization but advancing maternalization. The feminization and genderization marginalized and destroyed the father position in the modern „societies,“ the father role suffered general degradation, the canonization of homosexuality in particular and the sexual diversity generally wipes out the still remaining traces of masculinity completely out,  only as an insult haunts the alleged „paternalization“ in the jargon of mass media.
PostPop era: the triumph of fashion over the morals.
„We need damaged buildings, so you can see through their cracked walls to win at least one viewpoint to start to begin to think. Victor Tausk
„What good is health if you are an idiot then?“ – Theodor Adorno

Islam will keine Unterwerfung!

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Von Wolfgang Kraushaar

Perlentaucher.de, 19.02.2015.

Die von Olivier Roy gezogene Parallele zwischen RAF-Terrorismus und „Islamischem Staat“ führt in die Irre. Die Mörder aus Paris und Kopenhagen, aber auch aus Nigeria und Syrien folgen einer totalitären Liquidierungslogik, die den Begriff des exterministischen Terrorismus angemessen erscheinen lässt. Eine Begriffsklärung.

Wer unter Schock steht, der neigt dazu, nicht gleich die passenden Worte oder Begriffe zu finden, um den erlebten Schrecken einordnen und möglichst treffend zum Ausdruck bringen zu können. Das mag auch und vielleicht ganz besonders für den terroristischen Anschlag auf die Redakteure des Satire-Magazins Charlie Hebdo gelten und wegen der dabei von den Tätern an den Tag gelegten Brutalität und Menschenverachtung wohl auch kaum jemanden überraschen. Es scheint aber auch für viele derjenigen zu gelten, die mit einem gewissen Abstand den Schrecken im Nachhinein zu kommentieren und zu analysieren versucht haben. Eine angemessene Wahl der Begriffe ist nicht etwa irgendein akademisches Beiwerk, auf das im Zweifel verzichtet werden kann, sondern analytisch von einer geradezu essentiellen Bedeutung. Schließlich ist davon abhängig, welche politischen und sicherheitsstrategischen, aber auch welche gesellschaftlichen Folgen insgesamt aus dem Pariser Massaker gezogen werden sollen.In den ersten Reaktionen ist von den unterschiedlichsten Einordnungsversuchen die Rede gewesen. So sprach Daniel Cohn-Bendit etwa in einem Rundfunkinterview davon, dass es sich beim Überfall auf die Redaktion des Satiremagazins um einen „faschistischen Anschlag“ gehandelt habe. Was er damit zum Ausdruck bringen wollte, scheint naheliegend zu sein – die Täter seien in ihrer Mordwut wie Nazis vorgegangen, wie Mitglieder der SS oder der nicht weniger berüchtigten Einsatzgruppen. Obwohl damit gewiss ein wichtiger Punkt angesprochen wird, so ist die historische Assoziation doch ziemlich irreführend. Nicht nur, weil er wohl eher den Nationalsozialismus als den (italienischen) Faschismus gemeint haben dürfte, sondern vor allem, weil die NS-Mordprogrammatik noch ganz andere, ideologische, staatliche und auch institutionelle Elemente impliziert.Die meisten Kommentatoren schienen sich darin einig zu sein, dass das Attentat auf Charlie Hebdo einer Zäsur in der französischen, der europäischen vielleicht sogar der Weltgeschichte gleichkomme. Der Spiegel etwa stellte in einer etwas hypertroph anmutenden Anwandlung fest, dass der 7. Januar 2015 „eine Art französisches 9/11“ gewesen sei. Auch wenn es keinerlei Grund gibt, den Stellenwert des Pariser Massakers zu verringern oder gar herunterzuspielen, so geht das ebenfalls daneben. 9/11 war eine die Grundfesten der Zivilisation in Frage stellende terroristische Unternehmung wie sie nicht zuletzt aber auch ihrer medialen Echtzeit-Präsenz wegen die Welt weder zuvor noch danach gekannt hat. Hinzu kommen aber auch die von der damaligen US-Regierung gezogenen sicherheitspolitischen Schlussfolgerungen und die von ihr eingeleiteten desaströsen Militäraktionen. Es hätte weder den Afghanistan- noch den Irakkrieg gegeben und damit wohl auch nicht jenes von den US-Truppen nach ihrem Rückzug hinterlassene Machtvakuum, das den Aufstieg der IS-Milizen zu einem den gesamten Nahen Osten bedrohenden Monstrum überhaupt erst ermöglicht hat.Und Rudolph Chimelli, der Frankreich-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, verglich den Anschlag wegen seiner Implikationen hinsichtlich der Presse- und Meinungsfreiheit mit der Dreyfus-Affäre von 1894. Das hat vor dem Hintergrund der französischen Geschichte, die sich nicht zu Unrecht die Eroberung von demokratischen Freiheitsrechten als Errungenschaft anrechnen lassen darf, zwar durchaus seine Logik, repräsentiert aber ebenfalls nur eine Dimension des Massakers, das zudem nicht auf einen abstrakten Wert reduziert werden darf.Die Ermordeten gehen ja nicht einfach darin auf, Repräsentanten eines Wertekatalogs gewesen zu sein, weil sich der Anschlag gegen eine Redaktion richtete. Sie sind in der Jeweiligkeit ihrer individuellen Existenz irreduzibel. Charb, Cabu, Wolinski, Tignous, Honoré, Cayat, Maris und wie sie alle hießen dürfen in nachträglichen Bekenntnissen zur Presse- und Meinungsfreiheit nicht einfach aufgehen. Der posthume Funktionalismus, egal ob aus Gründen der Republik, der Demokratie, des Westens oder der Zivilisation insgesamt, ließe sie sonst unter den von Politik und Presse in Rechnung gestellten Abstrakta verschwinden.All diese in den letzten drei Wochen angestrengten Vergleiche verraten ganz gewiss ein gehöriges Maß an Betroffenheit, aber auch ein nicht unerhebliches Maß an Unsicherheit. Denn durch die Bank sind sie davon gekennzeichnet, etwas Unbekanntes, etwas Unerhörtes durch etwas Bekanntes, ein im kollektiven Gedächtnis abrufbares historisches Schlüsselereignis, erklären zu wollen. Damit laufen sie zugleich aber auch Gefahr, sich den Zugang zu einem analytisch genaueren Verständnis eines Phänomens zu verbauen, das bislang nur unzureichend dechiffriert ist.Es gehört zu den eher trivialen Erkenntnissen der Terrorismustheorie, dass die Erzeugung von Angst und Schrecken durch terroristische Aktionen zu den vorrangigen Zielen der zumeist wie aus dem Dunkel mit einem Überrumpelungseffekt zuschlagenden Täter zählen. Ob dieses Merkmal aber auch tatsächlich das primäre Ziel der Gebrüder Kouachi gewesen ist, lässt sich bezweifeln. Wenngleich es durchaus einige Punkte gibt, die an der Professionalität des Gespanns erhebliche Zweifel aufkommen lassen, (sie fanden das gesuchte Redaktionsgebäude nicht auf Anhieb und ließen einen ihrer Ausweise im ersten Fluchtfahrzeug zurück), so herrscht doch Einigkeit darüber, dass der Anschlag vom 7. Januar mit großer, ja geradezu fanatischer Entschlossenheit und Kaltblütigkeit verübt worden ist. Die beiden maskierten und mit Kalaschnikows ausgestatteten Täter waren nichts anderes als Mitglieder eines Killerkommandos. Im Redaktionsraum angekommen riefen sie ihre Opfer eines nach dem anderen auf und richteten sie auf der Stelle hin. Als sie ihre Gräueltat verübt und wieder auf die Straße zurückgekehrt waren, schrieen sie mit Leibeskraft „Allahu Akbar!“, als wollten sie ihre Mordtaten damit religiös rechtfertigen.Im Nachhinein ist viel darüber spekuliert worden, ob die beiden Brüder und mit ihnen auch noch der dritte Dschihadist Ahmed Coulibaly, der kurz darauf eine Polizistin erschoss, am 9. Januar eine Mordaktion in einem jüdischen Supermarkt durchführte und sich dabei auf die Aktion der Gebrüder Kouachi berief, aus eigenem Antrieb oder im Auftrag einer Organisation wie dem Islamischen Staat (IS) oder Al-Qaida gehandelt haben. Obwohl Tage später Al-Qaida im Jemen und ein IS-Prediger in Mossul die Verantwortung über jeweils einen Teil der Taten übernahmen und sie als Beginn einer Anschlagswelle feierten, ist nicht klar, ob dies den Tatsachen entspricht oder es sich dabei lediglich um eine Gelegenheit für die übliche Hasspropaganda gehandelt hat. Ob eine Klärung dieser Frage, die für den Stellenwert der terroristischen Verbrechen und den Status ihrer Akteure von nicht unerheblicher Bedeutung ist, jemals möglich sein wird, muss zunächst einmal dahingestellt bleiben.Eine Beantwortung dieser Frage ist aber von erheblicher Bedeutung. Von der Klärung ist abhängig, ob es sich um selbsternannte Terroristen oder aber um Auftragskiller gehandelt hat. Sollte Letzteres – und zumindest im Fall des Brüderpaares spricht einiges dafür – der Fall gewesen sein, dann käme dafür vor allem der Islamische Staat in Frage. Dieser ist jedoch nicht einfach mehr wie das in den Medien verstanden wird als terroristische Organisation oder Miliz zu begreifen. Seitdem 1979 im Iran mit der Errichtung eines Gottesstaates durch Ayatollah Chomeini der Absolutheitsanspruch der islamischen Religion (in diesem Fall der der Schiiten) in Politik umgewandelt worden war, existiert ein totalitäres Modell der Machteroberung, das sich terroristischer Mittel bedient und seither – auch wenn manche unter ihnen wie der sunnitische IS zum Beispiel den Schiiten am liebsten den Garaus machen würden – viele Nachahmer gefunden hat. Was Hannah Arendt als Quintessenz ihrer seinerzeit auf Nationalsozialismus und Stalinismus bezogenen Studie zur totalen Herrschaft festgehalten hat, das scheint nun auch auf die terroristischen Strömungen im Islam zuzutreffen: der Terror ist das Wesensmerkmal des Totalitarismus. Und das heißt wiederum, dass der islamische Terrorismus letzten Endes zu einem Totalitarismus tendiert, wie er in seinen Grundzügen im IS bereits Gestalt angenommen hat.Dieser kann bereits jetzt – auch ohne damit seinen Machtphantasien auf den Leim gehen zu wollen – als ein totalitäres Gebilde verstanden werden. Nicht ohne Grund begreift es sich als Kalifat, als eine Theokratie mit einem absolut gesetzten Machtanspruch. Dieses verfügt über eine äußerst flexible, hoch aufgerüstete mobile Armee, über Erdölressourcen, einen Militärflughafen, städtische Infrastrukturen mit entsprechender Logistik, einen eigenen Geheimdienst mit einem Spitzelsystem, das weit über die bislang eroberten Gebiete hinausreicht, beutet die eroberten Gebiete rücksichtslos aus und wird zudem von ultrakonservativen Gönnern aus den Golfstaaten mit Geldspritzen unterstützt. Zudem ist der IS gerade dabei, sich mit der Gründung gleich mehrerer Fernsehstationen einen wirkmächtigen Propagandaapparat zu schaffen. Wenn man sich Aufnahmen aus den von ihnen im Irak eroberten Städte Mossul (knapp 3 Millionen Einwohner) oder Rakka (200.000 Einwohner) anschaut, dann erhält man einen sinnfälligen Eindruck davon, wie der islamische Totalitarismus funktioniert.Ein streng religiöses Ordnungskonzept hat dort inzwischen alle Lebensbereiche durchdrungen. Der IS ist nicht nur ein mörderischer Machtapparat, der gezielt Terror gegenüber „Ungläubigen“ wie „Abtrünnigen“ praktiziert und mit performativ kalkulierten Enthauptungsvideos seine widerwärtigen Schreckensbotschaften im Internet verbreitet, sondern zugleich auch ein utopisch anmutendes Sozialgebilde, das in den Augen nicht weniger Muslime für einen idealen islamischen Gottesstaat steht. Vieles von dem, was westlich sozialisierte Beobachter nachdrücklich abstößt, die exquisite Mischung aus Unterwerfungsritualen und in Verfolgungs- und Unterdrückungsszenarien ausgelebte Machtfantasien, scheint gerade für identitätsschwache junge Männer aus den unterschiedlichsten westeuropäischen Ländern, die ihre Persönlichkeitsdefizite meinen, nun mit dem Dschihadismus kompensieren zu können, eine gehörige Ausstrahlung zu besitzen.Dieses Gebilde lediglich als „terroristisch“ qualifizieren zu wollen, wäre deshalb vermutlich eine gefährliche Verharmlosung. Wo für terroristische Organisationen der Untergrund üblicherweise die Voraussetzung bildet, um im Schutz der Verborgenheit blitzartig aufzutauchen und ebenso rasch wieder zu verschwinden, existiert in dem vom IS eroberten Machtgebiet, das inzwischen ein Viertel Syriens und ein Drittel des Iraks ausmacht, nur noch die Oberfläche. Kein IS-Kämpfer muss sich, wenn er sich nicht gerade an irgendeiner Front aufhält und im Kampf befindet, verstecken. Die eigene Kampforganisation gibt ja das Gesetz des Handelns vor, ja, sie hat sich in nicht unerheblichen Teilen in einen eigenen Staat transformiert. Wer davor meint, seine Augen verschließen zu können, der wandelt wie in der politischen Klasse unseres Landes nur allzu oft üblich auf Traumpfaden daher. Sollten also die Gebrüder Kouachi ihr Massaker im Auftrag des IS gehandelt haben, dann wäre man gut beraten, dies nicht bloß als eine terroristische Aktion zu behandeln, sondern als eine möglicherweise vom verlängerten Arm eines totalitären Monstrums verübte Mordaktion.Unabhängig davon lässt sich aber schon jetzt festhalten, dass sich der Anschlag vom 7. Januar durch seinen radikalen Auslöschungscharakter etwa vom politischen Linksterrorismus unterscheidet, wie er für die siebziger und achtziger Jahre typisch war. Vergleiche mit der RAF etwa, wie sie zuletzt von dem französischen Politikwissenschaftler und Islam-Experten Olivier Roy angestrengt und prompt in einer Spiegel-Kolumne aufgegriffen wurden, sind ziemlich irreführend. In dem einen Fall haben wir es mit politischem Terrorismus zu tun, wobei man sich immer noch darüber streiten kann, ob dieser in Wirklichkeit nur ideologisch motiviert gewesen ist, im anderen um religiösen Terrorismus beziehungsweise Totalitarismus, bei dem Zweifel über die religiöse Motivbildung kaum weniger angebracht erscheinen.Etwas ganz Entscheidendes kommt aber noch hinzu. Regelrechte Hinrichtungsaktionen stellten für die erste und zweite Generation der RAF absolute Ausnahmen dar. Lediglich das Buback-Attentat vom April 1977 war von vornherein als eine gezielte Liquidierungsaktion geplant und durchgeführt worden. Das begann sich erst mit der dritten Generation zu ändern, die ihre Opfer nicht mehr entführte, um mit ihnen als Geiseln RAF-Häftlinge freizupressen, sondern ab 1985 vor allem Exponenten des militärisch-industriellen Komplexes und anderer Eliten zielgerichtet ermordete. Der Gedanke, angebliche Gegner auszulöschen, ist insofern für den islamisch motivierten Terrorismus sehr viel charakteristischer als für den Linksterrorismus der Vergangenheit.Wie aber lässt sich dieser Differenzpunkt genauer fassen? Die Liquidierungslogik, die die Pariser Attentäter mit dem Islamischen Staat, Al-Qaida, Boko Haram, die somalischen al-Shabaab-Milizen und anderen vereint, stellt eines der Hauptmerkmale dieser Gattung von Terrorismen dar. Es ist deshalb angezeigt, hier expressis verbis von einem exterministischen Terrorismus zu sprechen, einem Terrorismus, der auf die physische Auslöschung seiner Adressaten abzielt. Der Begriff Exterminismus im Sinne von Ausrottung, Ausradierung und Vernichtung war 1980 in einem ganz anderen Kontext, dem der damaligen, von der Angst vor einem Atomschlag geprägten Friedensbewegung von dem britischen Historiker Edward P. Thompson eingeführt worden. Während dieser die im Zuge des Nachrüstungsbeschlusses zunehmende Gefahr eines Nuklearkrieges mitsamt der Gewöhnung an das „Vokabular wechselseitiger Extermination“ hatte anprangern wollen, geht es spätestens seit 2001 um einen von Muslimen praktizierten terroristischen Exterminismus, der sich gegen „Ungläubige“ ebenso wie auch gegen Angehörige des eigenen Glaubens wendet. Dem islamischen Terrorismus, der seit Jahr und Tag weit über den arabischen Raum hinaus seinen Schrecken verbreitet, ist insofern ein religiös begründetes Mal des Auslöschungsbestrebens einbeschrieben. Davon kann und darf bei allen derzeit im Schwange befindlichen Vergleichsoperationen nicht abstrahiert werden.Dabei können sich die Pariser Attentäter nicht einmal zu Unrecht auf den Koran berufen, der die Gewaltanwendung gegen Andersgläubige ausdrücklich befürwortet – zumindest sofern diese den Interessen der eigenen Religionsgemeinschaft dient. So heißt es etwa in Sure 47, Vers 4: „Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt.“ Und was in den Versen 26-27 von Sure 33 geschildert wird, wirkt wie eine Blaupause für die Verfolgung von „Ungläubigen“ wie etwa im letzten Sommer die der Jesiden durch den IS. Darin wird ein Massaker geschildert, das im April 627 am jüdischen Stamm der Banu Qurayza verübt worden ist. Nachdem dessen Angehörige nach einer 25-tägigen Belagerung gezwungen waren, sich Mohammeds Kriegern zu ergeben, sollen sie vor die Alternative gestellt worden sein, entweder zu konvertieren oder aber den Tod zu finden. Während sich lediglich zwei oder drei bereit erklärt haben sollen, zum Islam überzutreten, hätten sich die anderen standhaft geweigert. Daraufhin seien die männlichen Stammesmitglieder hingerichtet worden. Ihr Besitz soll anschließend unter den Muslimen verteilt worden sein. Frauen und Kinder wurden danach in die Sklaverei verkauft. Ganz nach diesem Modell haben die Horden der IS letzten Sommer in den Bergen von Sindschar agiert. Mit anderen Worten, die terroristische Barbarei der Gegenwart ist im Koran fundiert. Mohammed, der Prophet, hat im 7. Jahrhundert vorgemacht, was IS, Boko Haram und einzelne Dschihadisten in Frankreich nachexerzieren.Da hilft es auch wenig, wenn ein islamischer Theologe – wie kürzlich von ihm in der Süddeutschen Zeitung vorgeschlagen – für eine historische Kontextualisierung jenes Teils des Korans plädiert, in dem es um Mohammeds brutales Vorgehen gegen sogenannte Ungläubige in der Frühzeit des Islams geht. Denn das würde ja zweierlei bedeuten. Einerseits die Ausrottungspraxis des Mittelalters als zeitbedingtes Phänomen im Nachhinein zu rechtfertigen und andererseits von den Muslimen der Gegenwart zu verlangen, eine solche Unterscheidung der Textgattungen vornehmen. Doch warum sollte, wer sich heute auf die Heilige Schrift des Islams beruft, das tun? Um nicht Gefahr zu laufen, von der Mordexegese der sich auf Mohammed berufenden Killerkommandos vereinnahmt zu werden? Derartige Distanzierungen, von denen in den Tagen nach dem Pariser Massaker von muslimischer Seite durchaus zu hören gewesen ist, hatte man all die Jahre zuvor fast immer vermisst.Dieser ganze Komplex der Koranauslegung, der früher Theologen und Islamwissenschaftlern weitgehend vorbehalten war, hat einerseits etwas Müßiges an sich, andererseits jedoch im Gefolge terroristischer Zäsuren von zeithistorischer Bedeutung einen eminent politischen Stellenwert erhalten. Nach 9/11 hatte es sich eingebürgert, die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus, die ja auf eine kategorische Trennung zwischen Religion und Terrorismus hinausläuft, mehr als nur zu betonen. Der Bezeichnung Islamismus wohnt ja in gewisser Weise eine Art Schutzbehauptung inne, wonach die islamische Religion nicht zu Gewalt, Mord und Krieg aufrufe und insofern mit den mörderischen Aktionen von Terroristen nichts zu tun habe. Die rigorose Trennung beider Begriffe zielt insofern auf einen Freispruch des Islams als solchen ab, ihn wegen der in seinem Namen begangenen Gräueltaten auch zur Rechenschaft zu ziehen. Sie ist in den meisten westlichen Staaten zu einem Bekenntnis für die multikulturelle, die offene Gesellschaft, ja zu einer Art Mantra derselben geworden.Wenn führende Politiker wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière etwa meinen, kategorisch erklären zu müssen, dass es keinerlei Zusammenhang zwischen Islam und Islamismus gebe, dann ist naheliegend, warum diese Haltung mit einer solchen Kompromisslosigkeit an den Tag gelegt wird. Sie wollen damit offenbar verhindern, dass in Reaktion auf die menschenverachtenden Mordanschläge von Paris die Gesellschaft gespalten wird und es zu gewaltsamen Gegenreaktionen kommt, durch die nun Bürger muslimischen Glaubens in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Die weder aus theologischen noch aus politischen und schon gar nicht aus moralischen Gründen zu rechtfertigende Trennung zwischen Islam und Islamismus erweist sich spätestens im Licht der Anschläge von Paris als Lebenslüge der Nation.Diese Feststellung sollte auch nicht in die Nähe der Pegida-Demonstranten und ihrer Warnung vor einer angeblichen Islamisierung des Landes gerückt werden. Denn diesen ist das Stichwort Islam nichts anderes als ein Popanz, um ihre Fremdenfeindlichkeit rechtfertigen zu können. In Wirklichkeit verfolgen die Rechtspopulisten das Ziel, eine ethnische Homogenisierung des Nationalstaates zu erreichen. Der in Teilen der ehemaligen DDR besonders stark verankerte völkische Ethnozentrismus bietet rechtsextremen Strömungen eine offene Flanke bis hin zum Neonazismus.

Ganz gewiss kann es nicht darum gehen, den Islam als Religion – wie das auf den Dresdener Montagsdemonstrationen immer wieder geschehen ist – pauschal zu verurteilen. Worum es statt dessen aber gehen muss, das ist die grundsätzliche Ablehnung des politischen Islams, der meint mit seinen Regeln und Gesetzen eigene Organisationen, Institutionen, ja ganze Staaten aufbauen zu müssen. Der religiöse Absolutheitsanspruch nimmt hier totalitäre Formen an, dessen Exponenten in ihrem Macht- und Eroberungswahn kaum noch zu bremsen sind. Ausnahmslos alle Religionen, die den Laizismus nicht respektieren, sind nicht nur demokratieunfähig, sondern auch demokratiefeindlich. Sie müssen deshalb in ihre Schranken gewiesen werden.

Wenn der Bundeskanzlerin nach den Anschlägen von Paris nichts besseres einfällt, als die normativ intendierte Behauptung des von ihr einst ins Amt gehievten und letztlich zu Fall gekommenen Ex-Bundespräsidenten zu wiederholen, dass der Islam „ein Teil Deutschlands“ sei, dann stellt das eine falsche Weichenstellung von ungeahnter Tragweite dar. Denn wenn der Islam zu Deutschland gehört, es aber keine Möglichkeit gibt ihn wie dargelegt vom sogenannten Islamismus klar abzugrenzen, dann wäre auch dieser eingemeindet. Ein derartiges Bekenntnis sollte sich verbieten, auch wenn es gut gemeint sein mag. Denn es hätte zur Folge, auch all das zum Bestandteil von Demokratie und Rechtsstaat machen zu wollen, was sich längst als intolerant, demokratiefeindlich, gewaltaffin und in bestimmten Strömungen wie dem Salafismus und dem Wahabismus als potentiell terroristisch entlarvt hat.

Die Verachtung von Frauen, Juden, Homosexuellen und Intellektuellen ist im Islam keineswegs ein Alleinstellungsmerkmal von Dschihadisten. Die damit verbundene Ablehnung und ihre Steigerung zum Hass wird vielfach in Koranschulen und Moscheen gepredigt und verbreitet sich auf diesem Wege unter den Gläubigen. Radikale Teile des Islams haben dem Westen den Krieg erklärt. Zwischen ihnen und uns herrscht ein Krieg, von dem wir in Europa, insbesondere in Deutschland bislang nur entfernte Ausläufer zu spüren bekommen haben. Das ändert nichts daran, dass man sich dem stellen muss. Mit einer von der Staatsspitze verkündeten Integrationsgeste darf nicht der Eindruck erweckt werden, als könne man den Kopf in den Sand stecken.

Ein besonderer Tiefpunkt war die Mahnwache am 13. Januar vor dem Brandenburger Tor, mit der offenbar vor allem bewiesen werden sollte, dass sich die Spitze des bundesdeutschen Staates nicht vom Islam und dessen Repräsentanten distanzieren wollte. Bundespräsident Joachim Gauck etwa dankte den Muslimen für ihr Eintreten gegen religiösen Fanatismus. Hätte es Fernsehzuschauer gegeben, die zufällig von den Geschehnissen in der französischen Hauptstadt nichts mitbekommen haben, dann wären sie vermutlich zu dem Schluss gekommen, dass es sich dabei um eine Trauerfeier für islamische Opfer handeln würde. Diejenigen, die als religiöse Minderheit in Paris aber tatsächlich angegriffen und ermordet worden waren, spielten bei der Zeremonie kaum eine Rolle. Zwar konnte der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer, die Muslime in Deutschland auffordern, gegen den Terrorismus vorzugehen, dieser Appell spielte jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Die Botschaft lautete: Wir stehen alle zusammen und lassen uns nicht spalten.

Das aber stellt angesichts der Tatsache, dass die Morde im Namen des Islams verübt worden waren, die Verhältnisse geradezu auf den Kopf. Mit einer halben Million bilden die französischen Juden die größte Diaspora in Europa. Wer in Frankreich als Jude lebt, der kann sich seit ein paar Jahren seines Lebens nicht mehr sicher sein. Die Anzahl der Übergriffe hat sich von 2013 auf 2014 verdoppelt. Das hat dazu geführt, dass im letzten Jahr aus Furcht um Leib und Leben über 7.000 Franzosen jüdischen Glaubens nach Israel ausgewandert sind. Dieser außerordentlichen Gefährdungslage wurde in Berlin keine Rechnung getragen.

Bemerkenswert ist, dass der Begriff Islamismus vor zwanzig Jahren noch so gut wie ungebräuchlich war. Wer einen gewalttätigen Islam brandmarken wollte, der bediente sich zumeist des Begriffs Fundamentalismus. Dieser Terminus, der ja im Sinne einer Steigerung zu verstehen ist und insofern keine Abspaltung von einer Weltanschauung als Ganzer, in diesem Fall dem islamischen Glauben, vornimmt und nach der Gründung des sogenannten Gottesstaates im Iran verwendet wurde, kam irgendwann außer Gebrauch. Wenn man heute etwa den Informationsdienst LexisNexis benutzt, in der systematisch Presseerzeugnisse ausgewertet werden, dann erfährt man dort, dass die erste Nennung des Ausdrucks „Islamismus“ in der deutschsprachigen Presse am 15. Februar 1993 im Nachrichtenmagazin Focus erfolgt ist. Dennoch hat es ziemlich lange gebraucht, bis sich das Wort schließlich etablieren konnte. Bis 2001 waren es kaum mehr als 250 Nennungen, die sich bei LexisNexis nachweisen lassen.

Das änderte sich erst, dann aber explosionsartig, mit dem infernalischen Terroranschlag vom 11. September 2001. Danach wurden die Grenzen geradezu gesprengt. Wegen der zahllosen Nennungen weigert sich der Informationsdienst, mehr als 3000 Nennungen gleichzeitig anzuzeigen. Seitdem ist der Kanal dort in gewisser Weise hoffnungslos verstopft. Seit 9/11 scheint es jedenfalls ein riesiges Bedürfnis nach Verwendung dieses Pseudologismus gegeben zu haben, dass sich nach den in Folge der islamisch gerechtfertigten Terroranschläge 2004 in Madrid, 2005 in London und nun in Paris ausgelösten Schockwellen jeweils wieder reaktiviert hat. Wer künftig Wert darauf legt, nicht Teil einer hierzulande besonders weit verbreiteten Appeasementhaltung sein zu wollen, der sollte den Ausdruck künftig vermeiden oder ihn in Anführungszeichen setzen.

Seit langem vergeht kein Tag mehr, ohne dass einen Meldungen von den infernalischsten im Namen des Islams begangenen Mordaktionen erreichen. Im November etwa überfielen al-Shabaab-Milizen im Nordosten Kenias einen Bus, entführten ihn bis zur somalischen Grenze und erschossen all jene Fahrgäste, darunter sieben Frauen, die keine Suren aus dem Koran vorlesen konnten, weil es sich in ihren Augen um „Ungläubige“ handelte. Mitte Dezember drangen im pakistanischen Peschawar Taliban in eine Militärschule ein und verübten ein Blutbad. Sie ermordeten 141 Menschen, davon 132 Schulkinder, die meisten von ihnen, indem sie sie durch Kopfschüsse liquidierten. Mitte Januar tauchen im Internet Videoaufnahmen auf, die zeigen, wie maskierte IS-Leute in der irakischen Stadt Ninive zwei Homosexuelle hinrichten, indem sie die Männer, deren Hände gefesselt und deren Augen verbunden sind, auf das Dach eines hohen Hauses führen und sie vor den Augen einer vom Vorplatz aus nach oben starrenden Menschenmenge dazu zwingen, herunter in ihren Tod zu springen.

Und während die islamisch inspirierten Mörder von Paris ihre Verbrechen begingen, verübte mit Boko Haram (wörtlich: „Bücher sind Sünde“ beziehungsweise „Westliche Bildung verboten“ oder „Die moderne Erziehung ist eine Sünde“) eine bereits von ihrer Namensgebung her anti-westliche Organisation, die dem IS nacheifert, die Scharia einführen und ebenfalls ein Kalifat ausrufen möchte, in Nigeria ihr bis dahin wohl opferreichsten Terrorakt, indem sie ganze Ortschaften dem Erdboden gleichmachte. Im Vergleich dazu wird einem bewusst, dass Europa aller schmerzlichen Opfer zum Trotz bislang „nur“ ein Nebenschauplatz ist. Der exterministischen Fantasie scheinen jedenfalls keine Grenzen gesteckt zu sein. Und ein Ende der perversen Lust, dieses alles auch noch zu filmen, um sich im Internet damit rühmen zu können, mit welcher Kompromisslosigkeit islamisches Recht nach dem Gesetz der Scharia vollstreckt wird, ist nicht abzusehen.

Wenn ein Schriftsteller wie Salman Rushdie, gegen den Chomeini 1989 wegen seines Romans „Satanische Verse“ eine Fatwa ausgerufen hatte, ein Todesurteil, demzufolge weltweit jeder Muslim zur Vollstreckung aufgerufen war, und der deshalb fast ein Jahrzehnt lang im Untergrund verbringen und unter Polizeischutz leben mußte, sich nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo zu Wort meldet, dann kommt dem naheliegenderweise ein besonderes Gewicht zu. Schließlich musste er das Pariser Massaker zumindest aus der Ferne miterleben und damit eine Liquidierungsaktion, die die islamische Führung im Iran am liebsten auch an ihm hätte vollstrecken lassen wollen. „Wenn Religion, eine mittelalterliche Form der Unvernunft, sich mit moderner Waffentechnik verbindet,“ stellte er fest, „wird sie eine echte Gefahr für unsere Freiheiten. Dieser religiöse Totalitarismus hat im Herzen des Islam eine tödliche Mutation bewirkt.“ Die Klarsicht dieser Worte hebt sich erhellend davon ab, was seit dem 7. Januar hierzulande zumeist aus Politikermund zu hören war.

Und wenn die aus Somalia stammende Frauenrechtlerin und einstige niederländische Parlamentsabgeordnete Ayaan Hirsi Ali, die im Zusammenhang mit dem 2004 von einem Muslim ermordeten Filmemacher Theo van Gogh massiven Drohungen ausgesetzt war, in Reaktion auf das Pariser Massaker ein Ende der im Westen ständig wieder aufs Neue verbreiteten Beschwichtigungsversuche fordert, dann weiß sie offenbar nur zu genau, wie wenig derartige Appelle die politische Klasse in den europäischen und nordamerikanischen Ländern erreichen. Was eigentlich muss noch geschehen, so muss man sich fragen, um tatsächlich das von ihr geforderte Ende der Appeasementpolitik gegenüber dem islamischen Exterminismus einzuleiten?

Wolfgang Kraushaar

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  18.02.2015

Unterwerfung- Der Westen und sein Stockholm- Syndrom

Das Unheimlichtste an Houellebeqs neuem Roman ist, dass er in nächster Zukunft spielt und das Politiker- Tableau fast identisch ist mit dem aktuellen. Mit jedem Tag, der vergeht, wird die Stimmung in Europa der von Houellebecq beschriebenen ähnlicher.

Der Romanheld, ist ein typischer westeuropäischer,  atomarisierter Intellektueller, dessen Berufsleben „dahinplätschert, wie sein Leben im Allgemeinen“, der unfähig ist, Bindungen aufzubauen, weil er jede „Art von Enttäuschung und Desillusionierung vermeiden“ möchte und irgendwann feststellt, dass er , mit Mitte vierzig, nur noch „auf den Tod wartet“.  Frauen sind für ihn „frische Ware“, so werden von ihm, dem Universitätsdozenten, die Studentinnen des ersten Semesters genannt. Wenn die Ware dann zu viel Gebrauchsspuren aufweist, wird sie umstandslos ausgetauscht. Im stillen Kämmerlein hielt es dieser Seelenkrüppel nie für einen gute Idee, „Frauen das Wahlrecht zu geben und sie zu gleichen Studiengängen und Berufen zuzulassen“. Für ihn hatte das Patriarchat „zumindest den Vorzug zu existieren“ als „Sozialsystem“ hätte es „Bestand“ gehabt. Ansichten, die seine spätere Unterwerfung begünstigten. Während sich im Leben des Protagonisten so wenig abspielt, dass er die Hoffnung nährt, „diese Welt ohne übertriebene Gewalt“ verlassen zu können, brodelt und gärt es in der Gesellschaft um ihn herum.

Es beginnt damit, dass „drei Typen von rund zwanzig Jahren, zwei Araber und ein Schwarzer“ ihm den Weg zu seiner Vorlesung versperren. Als er darauf besteht, durchgelassen zu werden, heißt es: „Kein Problem, Monsieur, wir haben nur unsere Schwestern besucht“ Wenige Tage später haben die offenen Gewalttätigkeiten Paris erreicht.  Bei einem Sektempfang in der Universität, hören die versammelten Dozenten Maschinengewehrfeuer und Explosionen auf dem nahe gelegenen Place de Clichy. Die Medien schweigen von diesem Ereignis, so wie vorher über viele ähnliche Ereignisse in der Provinz und in den Vorstädten. Politik und Medien wollten keinen Kassandrarufen Vorschub leisten.  „Kassandra“, sinniert der Held, “steht…für ungünstige Vorhersagen, die immer tatsächlich eintreffen; gemessen an den Fakten schien es, als wären die linksliberalen Journalisten von der gleichen Blindheit befallen wie die Trojaner- was in der Geschichte auch nichts Neues wäre: Dasselbe könnte man auch über die Intellektuellen, Politiker und Journalisten der 1930er Jahre sagen, die einhellig davon überzeugt waren, dass Hitler schon zur Vernunft käme.“ Er ahnt, dass „das politische System….zu zerspringen drohte“.  Es kollabierte dann aber eher sanft.

Das begann mit der Präsidentschaftswahl, bei der die Kandidatin der Front National, Marine le Pen, im ersten Wahlgang klar vorn lag, gefolgt vom Kandidaten der Muslimbrüder Ben Abbes, der die Sozialisten knapp geschlagen hatte. In den vierzehn Tagen bis zur Stichwahl werden die Weichen für die Abschaffung der Grande Nation gestellt. Ein breites Bündnis von den Sozialisten bis zu den Konservativen, genannt „erweiterte republikanische Front“, beschließt, den Kandidaten der Muslimbrüder zu unterstützen.  Der bemüht sich wiederum, öffentlich Beruhigungspillen zu verteilen. Mehr als jeder andere habe er von der von der republikanischen Meritokratie profitiert, er wolle kein System untergraben, dem er alles zu verdanken habe. Aber die Zeiten hätten sich geändert, die Rückkehr der Religion sei eine tiefgreifende Veränderung, der die Gesellschaft Rechnung tragen müsse.  Dementsprechend überlässt der künftige muslimische Regierungschef den anderen Parteien alle so genannten Schlüsselressorts, beansprucht aber das Bildungsministerium. Wer über die Kinder bestimmt, verfügt über die Zukunft. Am Ende seines Fernsehauftritts hatte der muslimische Präsidentschaftskandidat seine Zuschauer dort, wo er sie haben wollte: „Es gab ein paar Zweifel allgemeiner Art, aber vor allem das Gefühl, dass da nichts war, worüber man sich aufregen müsste…“

Seine Gegenkandidatin Marine le Pen ging in ihrer Erwiderung auf Condorcet zurück, der in seiner Rede vor der Nationalversammlung 1792 gesagt hatte, dass die im Geiste weit entwickelten Ägypter „in die blödsinnigste, abgründigste Unwissenheit zurückfielen, als die religiöse Macht sich das Recht herausnahm, die Menschen erziehen zu wollen.“ Sie beendete ihre Ausführungen mit einem Zitat aus der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1793: „Wenn die Regierung die Rechte des Volkes verletzt, ist für das Volk…der Aufstand das heiligste seiner Rechte und die unerlässlichste seiner Pflichten.“

Der inzwischen bodenlose Graben zwischen dem Volk und jenen, die in seinem Namen sprachen, also Politikern und Journalisten, führt in Frankreich und anderen westeuropäischen Ländern zum Bürgerkrieg, ist sich der Romanheld danach sicher und teilt damit ein inzwischen weit verbreitetes Gefühl. In einer zutiefst verunsicherten, zerfallenden Gesellschaft, werden Wahlen nicht mehr auf dem Feld der Wirtschaft, sondern dem der Werte gewonnen.

Dies erkannt zu haben, brachte dem Muslimbruder den Wahlsieg. Ramadan und Scharia seien nicht mehr als Teil eines Werte- Traditionalismus. Diese Strategie war erfolgreich, weil eine „von ihrem grundsätzlichen Antirassismus gelähmte“ Gesellschaft unfähig war, die Gefahr „überhaupt zur Kenntnis zu nehmen“, geschweige denn, sie zu bekämpfen. Eine Art flächendeckendes Stockholm- Syndrom, wie man es Tag für Tag beobachten kann. Nach der muslimischen Machtübernahme veränderte sich Frankreich rasch.  “Die unmittelbarste Folge ….war die Absenkung der Kriminalitätsrate.“ Die Arbeitslosigkeit sank rapide, weil die Frauen aus dem Berufsleben ausstiegen.  Kleider und Röcke verschwanden aus der Öffentlichkeit. Frauen trugen nur noch Hosen und unförmige, weite Oberteile, die bis zur Hälfte der Oberschenkel reichten. Die Sorbonne wurde zur islamischen Universität, in der keine Frauen mehr unterrichten durften, männliche Dozenten zum Islam konvertieren mussten.

Dieser Schritt wurde ihnen schmackhaft gemacht durch ein verdreifachtes Gehalt und die Möglichkeit, künftig drei Ehefrauen zu haben, darunter auch minderjährige. Staatlich geförderten Schulunterricht gab es nur noch bis zum zwölften Lebensjahr, danach musste Bildung privat bezahlt werden. Auch die Wirtschaftsstruktur veränderte sich grundlegend. Die letzten Großbetriebe verschwanden zugunsten von Klein- und Kleinstunternehmen. Und weil es „nichts Schöneres“  geben konnte „als eine Solidarität, die innerhalb des warmherzigen Rahmens der Familie ausgeübt wird“, wurde von der Regierung eine Kürzung der „Sozialausgaben um 85 Prozent“ innerhalb der nächsten drei Jahre angekündigt. „Das Erstaunlichste war, dass der hypnotische Zauber, den Ben Abbes von Anfang an verbreitete, weiter wirkte und dass es gegen seine Vorhaben keinen nennenswerten Widerstand gab. Die Linke hatte sich schon immer durch die Fähigkeit ausgezeichnet, antisozialen Reformen zuzustimmen, die man vehement abgelehnt hätte, wären sie von rechts gekommen“.
Die Macht des Faktischen zog Houellebecqs innerlich haltlosen Helden bald in ihren Bann. Ein Angebot, an die islamische Sorbonne zurückzukehren, die Aussicht, drei Frauen ehelichen zu können, erwies sich als unwiderstehlich, ja, „es wäre die Chance auf ein zweites Leben, das nicht besonders viel mit dem vorherigen gemein haben würde.“ Ich hätte nichts zu bereuen- ist der letzte, furchterregende Satz in Houellebecqs Buch. Furchterregend deshalb, weil es die Formel ist, nach der sich die Unterwerfung unserer (männlichen) intellektuellen Elite vollziehen wird.

 

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/unterwerfung_der_westen_und_sein_stockholm_syndrom

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Antisemitismus? Ist abgeschafft

Jutta Ditfurth gegen Jürgen Elsässer und der Brandanschlag auf die Synagoge in Wuppertal – über zwei bemerkenswerte Urteile deutscher Gerichte.

Jutta

Jutta Ditfurth will gegen das Urteil des Münchner Landgerichts in Berufung gehen.   Bild: imago/Müller-Stauffenberg

Der Antisemitismus ist in Deutschland abgeschafft. Nee, echt jetzt. Denn das behauptet nicht irgendwer, das verkünden zwei Urteile deutscher Gerichte aus der jüngeren Vergangenheit. In einem Fall hatte der Journalist und Politaktivist Jürgen Elsässer gegen die Publizistin und ehemalige Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth geklagt, weil sie ihn in einem Interview mit der Sendung „Kulturzeit“ auf 3sat als „glühenden Antisemiten“ bezeichnet hatte. Anlass waren die „Mahnwachen für den Frieden“, bei denen Elsässer, ein Wortführer der deutschen Internetspinner, als Redner aufgetreten war.

Das Münchner Landgericht hat Elsässers Klage recht gegeben. Schon am Ende der Hauptverhandlung im Oktober sagte die Richterin Petra Grönke-Müller: „Ein glühender Antisemit in Deutschland ist jemand, der mit Überzeugung sich antisemitisch äußert, mit einer Überzeugung, die das Dritte Reich nicht verurteilt und ist nicht losgelöst von 1933 bis 45 zu betrachten vor dem Hintergrund der Geschichte.“

 

Ähnlich heißt es in der Urteilsbegründung: „In dieser Bezeichnung kommt zum Ausdruck, dass derjenige die Überzeugungen teilt, die zu der Ermordung von 6 Millionen Juden unter der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft geführt haben, und die Menschen alleine aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft angreifen und für die Übel in der Welt verantwortlich machen.“

Gemessen an dieser Definition wurde der letzte Antisemit um 1960 in Jerusalem gesichtet. Denn so blöd, den Antisemitismus oder gar den Holocaust gutzuheißen, ist niemand; der beinharte Neonazi nicht – der verleugnet den Holocaust nämlich –, und der gewöhnliche Antisemit der Gegenwart auch nicht – der verurteilt den Holocaust, um sogleich zu erklären, die Israelis seien die Nazis von heute.

Ehrbarkeit des Antisemitismus

Die Zeiten, in denen Antisemit eine normale politische Selbstbezeichnung war wie Liberaler oder Sozialdemokrat, sind seit Auschwitz vorbei. Der moderne Antisemitismus hält sich an den Staat Israel, der den Platz des „Weltjudentums“ eingenommen hat, und argumentiert nicht trotz, sondern wegen Auschwitz.

„Der Antisemitismus ist ein politischer Ausdruck der Rechten, und dennoch ist die Linke nicht frei davon“, schrieb Jürgen Elsässer 1992 in seinem Buch Antisemitismus – das alte Gesicht des neuen Deutschland.

Und weiter: „Als nach der Wende der bundesdeutschen Politik 1965/66 der Anti-Israelismus in der offiziellen Sprache keine Stütze mehr hatte, wurde der ‚linke‘ Antizionismus zum wichtigsten Statthalter im gesellschaftlichen Diskurs. Demagogien wie die von der ‚Endlösung der Palästinenserfrage‘ oder den israelischen ‚Konzentrationslagern‘ oder Jubel über tödliche Anschläge palästinensischer Kommandos erhielten durch die Linkspresse eine ‚Ehrbarkeit‘ (Amery), die sie ansonsten verloren hatten. Ein tragischer Widerspruch: Oft waren es dieselben Linken, die sich einerseits in bewundernswerter Kontinuität den Auftritten von Nazi-Gruppen entgegenstellten, und andererseits in ihren antizionistischen Tiraden deren Inhalte selber verbreiteten.“

Man kann sich vorstellen, was der Elsässer des Jahres 1992 über den Elsässer des Jahres 2015, den Verschwörungstheoretiker und Querfrontstrategen, gedacht und geschrieben hätte.

Ditfurth hat auf ihrer Webseite zahlreiche Belege dafür gesammelt, weshalb sie glaubt, Elsässer, der zuletzt als Redner bei der rechtsextremen „Legida“-Demonstration aufgefallen war, so bezeichnen zu können, wie sie ihn bezeichnet hat. Um in die kostspielige Berufung gehen zu können, bittet sie um Spenden.

Brandstiftung ohne Antisemitismus

Das andere bemerkenswerte Urteil stammt vom Amtsgericht Wuppertal, das Anfang Februar drei Deutschpalästinenser wegen eines Brandanschlags auf die dortige Synagoge zu Bewährungsstrafen verurteilte – ohne „Anhaltspunkte für eine antisemitische Tat“ zu erkennen. Die drei hätten nur die „Aufmerksamkeit auf den Gaza-Konflikt lenken wollen“. Klar. Und die Mörder im jüdischen Supermarkt in Paris und der Synagoge in Kopenhagen wollten lediglich die Aufmerksamkeit auf die Aggression gegen den souveränen Kalifatstaat, die Islamophobie in Westeuropa das langweilige Fernsehprogramm lenken.

Nach den Urteilen in München und Wupprtal würde jedenfalls auch ein solcher Richterspruch nicht mehr allzu sehr verwundern. Deutsche Richter, die womöglich selber bei früheren NS-Juristen studiert haben, wissen, dass Antisemitismus nicht koscher ist. Anstatt sich mit dessen modernen Erscheinungsformen auseinanderzusetzen, erklären sie ihn kurzerhand im Namen des Volkes für abgeschafft.

Besser: Spenden. Und zwar an: Jutta Ditfurth. Verwendungszweck: „Elsässer-Prozess“, Konto-Nummer 1200881450, BLZ: 50050201 bei der Frankfurter Sparkasse. Möglichst schnell, die Einspruchsfrist läuft bald ab.

http://www.taz.de/Kolumne-Besser/!154889/

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Das Schweigen der anderen

Die Weltwoche, Ausgabe 08/2015 | Freitag, 20. Februar 2015

Muslime sehen im Attentat von Kopenhagen keinen Missbrauch ihrer Religion. Wie sonst ist das Schweigen zu deuten, das bei «Beleidigungen Mohammeds» heftigen Protesten weicht? Nun haben ein paar islamische ­Intellektuelle der Stille in den eigenen Reihen den Kampf angesagt. Mit erhellenden Worten.

Von Urs Gehriger

Wie sich doch die Bilder ähneln! Noch ein ­Anschlag auf die Meinungsfreiheit. Noch ein Angriff auf die Juden. Wieder ein muslimischer «Sohn aus unserer Mitte» als Täter. ­Wieder Bestürzung. Wieder eine Trauerfeier. Allerdings waren’s nicht ganz die vier Mil­lionen von Paris, schlichte 40 000 zündeten in Kopenhagen Kerzen an. Und auch keine Staatschefs der freien Welt waren ge­kommen. Hat sich ­etwa bereits Trauerroutine eingeschlichen? Oder ist Europas Elite bloss protestmarschmüde?

Ein Gutes lässt sich der Trauerinflation immerhin abgewinnen: Das Schweigen der anderen drängt sich nicht so peinlich auf. Denn es hat ihn auch diesmal nicht gegeben, den Mil­lionen-Muslime-Marsch gegen den blutigen Missbrauch des Islams, nicht einmal ein Muckser auf einem Strässchen zwischen Rabat und Rawalpindi war zu vernehmen.

Ach ja, Muslimführer haben auch dieses ­Attentat auf einen Regisseur und einen jüdischen Synagogenwächter verurteilt. Die Islamische Religiöse Gemeinschaft, eine muslimische Dachorganisation in Dänemark, bezeichnete den Anschlag als «falsche Handlung» und rief gleichzeitig die dänischen Behörden auf, «ihre Solidarität mit allen zu zeigen, Muslime inklusive, die zweifellos die nächsten Opfer im täglichen Leben sein werden».

Fehlende Autorität im Islam

Etwas dürr, nicht? Darf man die Frage nach ­einem kleinen, diskreten Protestchen wagen?

«Wir müssen uns nicht rechtfertigen», ­sagen Muslime im persönlichen Umfeld schulterzuckend. «Wir sind keine Terroristen.» «Die Extremisten sind eine klitzekleine Minderheit und wir, die Mehrheit der Muslime, haben nichts mit Terror am Hut, wozu oder wogegen also sollen wir demonstrieren?»

Mamoun Fandy, ägyptischer Intellektueller, gibt Antwort: «Es reicht nicht, wenn ­hundert Denker, ein Schriftsteller, zehn Staatschefs und Könige verurteilen, was geschieht.» Muslime stünden nach Paris und Kopenhagen besonders in der Pflicht. «Der Westen und die Nichtmuslime werden nie glauben, dass wir gegen Terror sind, ausser ­eine immense und wütende Masse an Menschen strömt auf die Strassen, wie die Massen, welche gegen die Mohammed-Karikaturen demonstriert haben», so Fandy in der in ­London gedruckten arabischen Tageszeitung Asharq al-Awsat.*

Ambivalenz durchzieht die muslimischen ­Gesellschaften. Sie sind tief gespalten darüber, was authentischer Islam heute bedeutet. ­Muslime haben keinen Vatikan, keine reli­giöse Autorität, die für die Gemeinschaft aller Muslime Gültigkeit beanspruchen könnte. Die Gläubigen teilen sich nicht bloss in Sunniten und Schiiten, welche sich vielerorts bis aufs Blut bekämpfen. Besonders unter Sunniten ist der Richtungskampf entbrannt. Der puritanische Salafismus und der in Saudi-Arabien ­beheimatete Wahhabismus tragen zur Radi­kalisierung rund um den Globus bei.

«Frankreich befindet sich im Krieg gegen den radikalen Islam, aber nicht gegen den Islam», sagte Frankreichs Premier Manuel Valls nach den Pariser Anschlägen. «Dies ist ein Konflikt zwischen den Hauptwerten unserer Gesellschaft und gewalttätigen Extremisten», erklärt jetzt auch Dänemarks Regierungs­chefin Helle Thorning-Schmidt. Hier die ­überwältigende Masse der Muslime, dort ein paar irregeleitete Terroristen – wenn sich die Welt bloss so einfach in Schwarz und Weiss einteilen ­liesse.

Extremismus keimt nicht in einem vergifteten Biotop am Gesellschaftsrand. Abd al-Rahman al-Raschid, ehemaliger Direktor des Nachrichtensenders al-Arabiya, nimmt kein Blatt vor den Mund: «Die Geschichte des Ex­tremismus beginnt in den muslimischen Gesellschaften, und es ist mit deren Unterstützung und Schweigen, dass der Extremismus zum Terror ausgewachsen ist, der Menschen weltweit tötet», kommentierte er die Pariser Anschläge. «Es ist von keinem Wert, dass ­Franzosen, welche Opfer sind, auf die Strassen strömen. Die muslimischen Gesellschaften müssen sich der Pariser Verbrechen und des ­islamischen Extremismus grundsätzlich ­entledigen.»

Kampfansage an die Ideologie

Einkehr, Katharsis, theologische Revolution, nicht weniger fordert Ägyptens Präsident ­Abdel Fattah al-Sisi. Wie kein arabischer ­Potentat vor ihm hält er den Finger mitten in die Wunde. «Das Werk der islamischen Texte und Ideen, die wir über die Jahrhunderte als heilig erklärt haben, erzürnt die gesamte Welt», konstatierte Sisi in einer Rede zum ­Geburtstag des Propheten Mohammed am Neujahrstag. «Die islamische Weltgemeinschaft [Umma] wird zerrissen, zerstört und ist verloren – durch unsere eigenen Hände.»

Sisis Worte waren eine Kampfansage an die religiös unterfütterte Ideologie der Islamisten, die in Ägypten auch nach dem Verbot der Muslimbrüder Anhänger hat und im ganzen Nahen Osten Zulauf findet. «Wir brauchen ­eine religiöse Revolution», schmetterte er den Gelehrten der Al-Azhar-Universität, der höchsten Instanz des sunnitischen Islam, ins Gesicht. «Und Sie, die Imame, sind dafür ­verantwortlich. Die gesamte Welt wartet auf Ihren nächsten Schritt.»

Sisi seinerseits schritt Anfang Woche beispielhaft voran. Nach der Köpfung von 21 ägyptischen Kopten durch den Islamischen Staat an der Küste nahe der libyschen Hauptstadt Tripolis ging er persönlich auf Kondolenzbesuch bei christlichen Würdenträgern. Und lancierte ein Luftbombardement gegen IS-Stellungen im Nachbarland, wo nach dem Sturz des «verrückten» Gaddafi, militärisch orchestriert durch Taktmeister Barack Obama, das Chaos regiert und nun der IS aufmarschiert – gut hundert Seemeilen vor der italienischen Küste.

Die Hauptgefahr für die offenen Gesellschaften des Westens sind indessen nicht die IS-Henker und die ihr nacheifernden Attentäter, so grauenhaft deren Taten sein mögen. Gefährlicher ist die Ambivalenz unter Muslimen gegenüber dem Dschihadphänomen.

Der saudische Kolumnist Ali al-Sharimi nennt die stillen Dulder die «Ja-aber-Gang». «Diese Gang hat keine Farbe, keinen Geschmack, keinen Geruch – denn während sie vorgibt, Terror nicht zu unterstützen, erfindet sie ekelhafte Rechtfertigungen dafür, sie legitimiert ihn in Gedanken, besonders vor dem einfachen Volk», schreibt er in der saudischen Tageszeitung al-Watan. «Wer den Terror nur halbherzig verdammt, fördert ihn», bringt er seine Gesellschaftskritik auf den Punkt.

«Vermutungen» zur Schweiz

Die «Ja-aber-Gang» bevölkert nicht bloss den Maghreb und das Morgenland. Sie wohnt in den muslimischen Ballungszentren von Paris, Brüssel, London, Berlin, Madrid. Die Problemzone beginnt dort, wo die Religion über die Verfassung gestellt wird, wo Werte wie Toleranz und Meinungsfreiheit verworfen werden und der radikale Glaube als Fundament fürs Leben – privat und öffentlich – gelegt wird.

«Religiöser Fundamentalismus unter west­euro­päischen Muslimen stellt kein Randphänomen dar», kommt eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) in sechs europäischen Ländern zum Schluss. Zwei Drittel der befragten Muslime ­halten demnach religiöse Gesetze für wichtiger als die Gesetze des ­Landes, in dem sie leben. Drei Viertel von ihnen finden, es gebe nur eine ­mögliche Auslegung des Korans. Fast 60 Prozent der befragten Muslime finden, dass die Angehörigen ihrer Religion zu den Wurzeln des Islam zurückkehren sollen. Die Daten wurden 2008 ­erhoben, ausschliesslich unter Marokkanern und Türken. Eine vergleichbare, länder übergreifende Studie neueren Datums gibt es nicht.

Und die Muslime in der Schweiz, wie fundamentalistisch denken sie? «Ich nehme an, weniger extrem», sagt WZB-Studienleiter Ruud ­Koopmans. Über die Hälfte der Muslime in der Schweiz stamme aus dem Balkan, wo eine ­moderate Religionsauffassung vorherrsche. «Aber das sind Vermutungen.» Es gibt ­Studien zu Quecksilber im Boden, zu Steinbockpopulationen, auch der Rassismuspegel wird im Auftrag des Bundesrats regelmässig gemessen, die Gesinnung der muslimischen Schweizer hingegen gleicht einer Dunkelkammer. Die Behörden scheint’s nicht sonderlich zu interessieren. Mit der Gedankenwelt der Muslime halten sie es wie die Muslime mit Protestmärschen gegen den Terror: wegschauen und schweigen.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-08/das-schweigen-der-anderen-die-weltwoche-ausgabe-082015.html

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Das Erbe des Scheichs

Die Weltwoche, Ausgabe 08/2015 | Freitag, 20. Februar 2015

Der Alleinbesitz der Wahrheit gilt gemeinhin als Definition des Sektierertums. In Saudi-Arabien ist er das Markenzeichen der wahhabitischen Staatsreligion. Gewaltbereiten Extremisten in aller Welt dient die rigide Ideologie heute als Grundlage. Wer war der Mann, der sie entworfen hat?

Von Georg Brunold

Mohammed ibn Abd al-Wahhab, Spross einer angesehenen Familie islamischer Rechtsgelehrter, erblickt 1702/03 in Uyaina unweit von Riad das blendende Licht seiner Welt. Seine Karriere nimmt er als einer jener Studienabbrecher in Angriff, die sich mit allen und allem anlegen. Das ist nicht unbedingt ein moderner, aber auch kein konservativer Zug. Ibn Humaid, Mufti in Mekka, spricht von einem armseligen Studenten, arrogant und trotzig seinen Lehrern gegenüber. Bald zieht es ihn von der Arabischen Halbinsel weg, zuerst in das osmanische Sündenbabel Basra, wo er mit einem Predigt­gewitter gegen Wein, Weib, Gesang, Tabak, Parfüm und Blumentöpfe Missfallen erweckt und an bessere Plätze vertrieben wird: In Bagdad ehelicht er eine begüterte Frau. Mit ihr zieht er in seine Heimat zurück, um seinen angehenden Weltbestseller «Kitab al-Tauhid», das «Buch der Einheit», zu schreiben.

Dieses Manifest handelt von der einfachen Natur Gottes und seiner Offenbarung, zu deren Reinigung der Autor sich erwählt sieht. Sein liebster Stoff sind schirk, bida, kufr und kafir: Aberglauben, Häresie, Unglauben und der Ungläubige. Ibn Abd al-Wahhabs Schlachtruf erschallt nicht nur gegen allerart Magie, Wahrsagerei zumal, nicht nur gegen Götzendienst und den Glauben an die zahllosen arabischen Dämonen, sondern ebenso gegen Heiligenverehrung, Gräber und Geburtstage eingeschlossen. Er verwirft nicht nur alle Einflüsse aus nicht­islamischen Quellen, sondern jede Gelehrsamkeit schlechthin, auch die grosse theologische Tradition des Islam und die Jurisprudenz von dessen Rechtsschulen.

Reine Lehre der Vorväter

Den heiligen Text des Korans, der keiner Interpreten bedarf, da er en bloc vom Himmel gesandt ist, ergänzt allein der Hadith, das umfangreiche – hinsichtlich Authentizität in vielem kontroverse – Korpus der überlieferten Aussprüche des Propheten. Das «Kitab al-Tauhid» doziert die Urform des Salafismus, angeblich die reine Lehre der Vorväter (salaf heisst Vorfahre), die sich von aller übrigen ererbten Kultur lossagen will. Tabula rasa, Neubeginn, Reformation im radikalen Wortsinn. In Abhängigkeit zur Aus­senwelt werden sich Ibn Abd al-Wahhabs Erben erst 150 Jahre später wieder ­begeben, wenn die Ausbeutung ihrer Bodenschätze westliche Technologie erfordert und sie angesichts der Bedrohungen durch Saddam Hussein nach US-Truppen rufen.

Die Gefolgschaft Ibn Abd al-Wahhabs – oder des Scheichs, wie sie diesen knapp bezeichnet – wird anderswo als die Sekte der Wahhabiten bekannt; selber nennen sie sich «Muwahhidun», wiederzugeben schlicht mit «Monotheisten». Der Salafismus, unter dessen Etikett der Wahhabismus vom modernen Saudi-Arabien aus dereinst die Welt erobern soll, wird ein breites Spektrum von Strömungen umfassen, vom Gewalt ablehnenden Pietismus der indischen Tablighi über die saudische Staatsreligion hin zum Dschihadismus von al-Qaida und des Islamischen Staates im Irak und der Levante (Isil).

Vor allem ein Element des Wahhabismus trägt den Keim seiner militanten Tendenzen: Der Scheich, der in seinem Buch zahlreiche Beispiele dafür gibt, ermächtigt seine Gemeinschaft zum takfir, was so viel bedeutet, wie einen Anhänger einer anderen islamischen Strömung zum kafir, zum Ungläubigen, zu erklären. Ein zum kafir erklärter Muslim hat als Abtrünniger oder Apostat laut Koran Vergebung verwirkt. «Auf sie», so die Übersetzung Max Hennings, «soll kommen Zorn von Allah, und ihnen soll sein schwere Strafe», die der Koran allerdings nicht spezifiziert und nach vorherrschender Lesart dem jüngsten Gericht überlässt. Der ­Hadith dagegen bedroht den Apostaten mit der Todesstrafe. Er verliert jedes Recht auf den Schutz eines Gläubigen, ist als Vogelfreier zum Abschuss freigegeben.

Abd al-Wahhab, der Vater, missbilligt die ­Lehre des Sohnes, weshalb dieser bis zu dessen Tod 1740 zu warten hat, bevor er mit 37 Jahren in seiner Heimat öffentlich zu predigen beginnt. Selber ein Häretiker in allen religiösen Lagern seiner Zeitgenossen, bleibt ihm damit Zeit genug, sich zum Dogmatiker intolerantesten Schlags zu mausern. Eine unstimmige Laufbahn ist das nicht, und er wird sie noch 52 Jahre lang fortsetzen. Seine grosse Stunde kommt vier Jahre später, 1744, und mit ihr sein Eintritt in die Weltpolitik des antiimperialen Befreiungskampfes. Muhammad ibn Saud (1710–1765), der Emir von Diriyah, heute ein Vorort von Riad, übernimmt als Bekenntnis seines Clans die Lehre des Scheichs – und verbindet die beiden Familien durch dessen Heirat mit ­einer Tochter.

Mit seiner Beduinenstreitmacht unterwirft Ibn Saud in den folgenden zwanzig Jahren den Nadschd, die inneren Wüsten der Arabischen Halbinsel, wie auch Bahrain und Katar, heute der einzige Wahhabitenstaat nebst Saudi-Arabien. Im Namen des arabischen Widerstands, gewürzt mit eigenen Expansionsgelüsten, brechen die Gotteskrieger seines Sohnes 1803 im Hedschas an der Küste des Roten Meeres ein – wie Mesopotamien seit dem frühen 16. Jahrhundert ­ein Gebiet unter der türkischen Hoheit der Osmanensultane, die dem Scheich zufolge einen korrupten, dekadenten Islam verkörpern. Sie verwüsten in Mekka die Grosse Moschee und in Medina die Grabmoschee des Propheten – die Heiligtümer, zu deren Wächtern die Sauds sich im folgenden Jahrhundert aufschwingen werden. Die Heere Mohammed Alis und seines Sohns Ibrahim Pascha, der ägyptischen Statthalter des Sultans, benötigen sieben Jahre (1811–18), um die fulminanten Haudegen zu bändigen und deren Führer mit britischer Waffenhilfe von der Arabischen Halbinsel zu vertreiben.

Rivalisierende Clans

Der moderne Gründerkönig Abdel-Asis ibn Saud, der 1902 seinen Clan aus dem kuwaitischen Exil nach Riad zurückbringt, hat bald begriffen, dass er nur in Zusammenarbeit mit den Briten oder den Amerikanern an die Reich­tümer kommen kann, die unter dem Boden Arabiens lagern. Nicht so die rivalisierenden Clans aus Buraida und Attawiyah nördlich von Riad, die ihm das geistliche Erbe des Scheichs streitig machen und wenig von dem modernen Staat halten, der dem Pragmatiker vorschwebt. Die «Ichwan» oder Brüder, wie sich ihre Krieger nennen, liefern ihm lange Jahre Schlachten, bis er sie schliesslich 1929 bei Sibilla vernichtend schlägt. Als er 1932 das Königreich Saudi-­Arabien ausruft, sind ihm die verbliebenen ­Rivalen durch seine multiplen Eheschliessungen verpflichtet.

Auch das Establishment seiner Geistlichen bleibt vom König abhängig, allerdings in einer für alle seine Nachfolger ungemütlichen Gegenseitigkeit. Die Al asch-Scheich, so heisst die Familie Abd al-Wahhabs, seit 1744 mit der ­Königsfamilie Al Saud durch ungezählte weitere Ehen und stets erneuerten arabischen Treueeid ­liiert, bekleidet bis heute höchste Ämter im ­Königreich. So von 1975 bis 2009 das Justiz­ministerium. Das Ministerium für islamische Angelegenheiten, fromme Stiftungen, Verkündung des Islams und Orientierung ist bis im ­Dezember 2014 in der Hand von Saleh bin Abdel-Asis al-Scheich. Ein weiterer Spross, Abdel-Asis Bin Abdullah al-Scheich, geboren 1943 und mit siebzehn Jahren erblindet, ist Grossmufti, das heisst oberster Richter, und Präsident von Saudi-Arabiens Religionspolizei. In der arabischen Welt ist Saudi-Arabien einzigartig, was die Beteiligung des Klerus an den Staatsgeschäften angeht, vergleichbar einzig den Verhältnissen im Iran. Nicht nur die Thronfolge unterliegt der Billigung durch die Gottesgelehrten, sondern jeder königliche Gesetzeserlass. Nahezu ungeteilt ist ihre Macht über das Schulwesen und insbesondere die Universitäten, aufgebaut in den sechziger und siebziger Jahren mit dem folgsamen Personal exilierter Muslimbrüder aus Ägypten und der Levante. ­Deren Beitrag zur Alphabetisierung des Wahhabitenreichs und zu dessen ideologischer Nachrüstung ist aus diesem nicht wegzudenken.

Der globale Feldzug

Die rund 20 000 bis 30 000 An­gehörige umfassende Königsfamilie, laut saudischem Grundgesetz von 1992 der «Kern der saudischen Gesellschaft», bildet mit der hauseigenen Geistlichkeit und dem internationalen Personal ­ihrer Moscheen und religiösen Lehrstätten ein ­explosives Gemenge, welches das gesamte politische Spektrum einschliesst, bis hin zu gewaltbereiter Dissidenz. Osama Bin Laden als Sohn des Hofbaumeisters von Gründerkönig Abdel-Asis ist nur das prominenteste Beispiel. In Saudi-Arabien kann jede Unzufriedenheit nur wiederum im Namen der reinen Lehre des Scheichs auftreten. In ihrem Namen erschiesst 1975 ein Neffe König Faisal. «Ichwan» nennt sich die Gruppe um Dschuhaiman al-Utaibi, die während der Pilgerfahrt von 1979 für zwei Wochen die Grosse Moschee in Mekka in ihre Gewalt bringt und rund 5000 Pilger als Geiseln festhält. In den Augen seiner Gegner kann sich das Herrscherhaus in Riad nur dank seiner Allianz mit den USA halten. Es ist die eigentliche Zielscheibe jener fünfzehn Saudis, die sich unter den neunzehn Attentätern des 11. Septembers 2001 wiederfinden werden.

Dank den Sowjets lassen sich ab 1980 ungezähmte «Ichwan» wie Bin Laden als Mudschahedin nach Afghanistan exportieren. Im eigenen Land mit seinen Millionenstädten ist die wahhabitische Gleichschaltung gegen die ­Schiiten in der ölreichen Golfprovinz al-Hasa und die Sunniten anderer Zugehörigkeit im Hedschas bereits unter Faisal (1964–1975) weit fortgeschritten. Der globale Feldzug kann folgen. Nach der Entdeckung der Ölwaffe, in den goldenen Jahrzehnten (1973–1993), weist die ­offizielle saudische Auslandhilfe einen Mittelwert von 5,5 Prozent des Bruttosozialprodukts aus, das Zehnfache des entsprechenden Haushaltanteils westlicher Industrienationen. Auf der Website von König Fahd, auf dem Saudi-Thron von 1982 bis 2005, werden dessen eigene Beiträge unter der Rubrik «Unterstützung des Islam» zu Recht als «astronomisch» bezeichnet (www.kingfahdbinabdulaziz.com). Sie umfassen 210 grössere islamische Studienzentren, mehr als 1500 Moscheen, 202 höhere Schulen und rund 2000 Grundschulen. Das Bekenntnis der Saudis wird nicht nur in alle Welt hinausgetragen, sondern zugleich den Stipendiaten eingepaukt, die jährlich zu Tausenden aus aller Welt an Saudi-Arabiens Universitäten eingeladen werden.

Schon seit 1962 ist ein staatseigenes Missionsnetzwerk im Aufbau: die Islamische Weltliga. Zu dieser Gruppe regierungsgesteuerter NGOs gehören die International Islamic Relief Organiza­tion mit Schwerpunkten in Afrika sowie der Weltmoscheenrat, der in 31 Ländern auf allen Kontinenten Stützpunkte unterhält. Schätzungen der gesamten staatlichen Aufwendungen für die saudische Missionstätigkeit in der Zeitspanne von 1970 bis 2005 reichen von 100 bis zu 150 Milliarden Dollar. Es handelt sich um die weltweit grösste Propagandaoperation der Nachkriegsgeschichte.

Eineinhalb Millionen ausländische Pilger könnten die saudischen Gastgeber jedes Jahr konfessionelle Toleranz lehren. Stattdessen verbarrikadieren sie sich gegen die Aussenwelt und die hausgemachte Dissidenz mit dem engstirnigsten, rückwärtsgewandtesten Bekenntnis, in welches die breiten, bunten Traditionsströme des Islam jemals gepresst wurden. In Schulbüchern für die Unterstufe halten Saudi-Arabiens Imame an der Drohung mit der Hölle fest, und dies nicht etwa gegen Kapitalverbrecher, sondern gegen arglose Muslime für Ab­irrung im Glauben. Die politische Führung drückt derweil panisch den Deckel auf die glühende Masse im bebenden Topf. Wer wird womit den für inneren Frieden unabdingbaren Wohlstand finanzieren, wenn eines Tages das Erdöl nicht mehr fliesst? Wie sähe es auf der Arabischen Halbinsel ohne saudische Könige aus? Ungemütliche Perspektiven allemal und Grund zu Besorgnis weltweit.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-08/das-erbe-des-scheichs-die-weltwoche-ausgabe-082015.html

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Das freundliche Gesicht des Terrors

Alex Feuerherdt

Hassan Rouhani, der iranische Präsident, wird im Westen von vielen nach wie vor als »pragmatischer Reformer« gehandelt, als »bärtiger Hoffnungsträger« gar, der »sein Land aus der außenpolitischen Isolation führen und den verarmten Bürgern helfen« will (»taz«). Westlichen Politikern gilt er als einer, mit dem man konstruktiv reden und verhandeln kann – auch über das iranische Atomprogramm – und der weitaus weniger rabiat und kleingeistig auftritt als sein Amtsvorgänger Mahmud Ahmadinedschad.

In einem lesenswerten Beitrag für Zeit Online hat Stephan Grigat frühzeitig mit diesem Mythos vom moderaten Machthaber aufgeräumt. Rouhani sei, schrieb der Wiener Politikwissenschaftler, nichts weiter als »das freundliche Gesicht des Terrors« und dabei »spielend in der Lage, in jenem pseudodiplomatischen Jargon zu sprechen, der bei feinfühligen Europäern ankommt«. Weder an den Vernichtungsdrohungen gegenüber Israel noch an der innenpolitischen Lage werde sich unter seiner Regentschaft etwas zum Guten ändern. Dafür sei Rouhani viel zu sehr mit dem System der »Islamischen Republik« verwachsen und immer eine seiner Stützen gewesen.

Der italienische Politikwissenschaftler und Iran-Fachmann Emanuele Ottolenghi sieht das genauso. »Das Einzige, was sich verändert hat, ist die Toleranz des Westens gegenüber Menschenrechtsverletzungen im Iran«, sagte er zur Bild-Zeitung. »Denn mit einem Atom-Deal in Aussicht und dem Blick auf gute Wirtschaftsbeziehungen spielen die westlichen Akteure die abgrundtief schlechte iranische Menschenrechtsbilanz gerne herunter.« Hassan Rouhani sei »das Aushängeschild, der Poster-Boy des Sicherheitsapparats« und ein »Kleriker, dessen politische Qualifizierung daher stammt, dass er sein gesamtes berufliches Leben lang im repressiven Geheimdienst- und Sicherheitsapparats seines Landes gearbeitet hat«. Jede organisierte und effektive Opposition im Iran, so Ottolenghi weiter, sei »bei der blutigen Niederschlagung der Proteste nach den Wahlen 2009-2010 vom Regime zerschmettert« worden.

Unter Rouhanis Präsidentschaft hat sich die Zahl der Hinrichtungen sogar noch einmal erhöht. 721 Exekutionen hat das Iran Human Rights Documentation Center für das Jahr 2014 gezählt, davon wurden 268 vom Regime selbst bekannt gegeben. 220 waren es bislang in diesem Jahr, davon sind 67 offiziell bestätigt.

Einer, der Ende des vergangenen Jahres zum Tode verurteilt wurde, ist der 30-jährige Fotograf und Blogger Soheil Arabi. Gemeinsam mit Nastaran Naimi, seiner Ehefrau, war er im November 2013 von den iranischen Revolutionsgarden in seiner Wohnung verhaftet und ins berüchtigte Teheraner Evin-Gefängnis verbracht worden. Nach Auskunft von Naimi, die nach einigen Stunden wieder freigelassen wurde, räumte Arabi dort unter Folter ein, auf Facebook den Propheten Mohammed und den Revolutionsführer Ali Khamenei beleidigt zu haben. Im September 2014 verhängte ein Revolutionsgericht in Teheran deshalb die Todesstrafe.

Diese wird nach iranischem Recht jedoch nicht vollzogen, wenn »ein Angeklagter angibt, eine Aussage unter Zwang, fahrlässig oder in einem Rauschzustand gemacht zu haben«. Genau darauf berief sich Arabi, als das Urteil vom Obersten Gerichtshof im November des vergangenen Jahres geprüft wurde. Doch vergeblich: Die Strafe wurde nicht nur bekräftigt, sondern wegen der »Verbreitung von Verdorbenheit« – ein extrem dehnbarer Tatvorwurf, mit dem jede dem Regime nicht genehme Äußerung kriminalisiert werden kann – sogar noch einmal erweitert.

Damit ist das Urteil endgültig nicht mehr reversibel, eine Begnadigung ist ausgeschlossen. Wegen ein paar kritischer Facebook-Einträge soll Soheil Arabi nun erhängt werden. Die fünfjährige Tochter wisse noch nichts davon, dass ihr Vater in Haft ist und jederzeit hingerichtet werden kann, sagte Nastaran Naimi zu Human Rights Watch. »Wir haben ihr erzählt, dass er zum Arbeiten weggegangen ist.«

Amnesty International ruft zum Protest gegen das Todesurteil auf, auch in den sozialen Netzwerken regt sich Widerstand. Der Richterspruch gegen Arabi ist längst nicht der erste gegen Internetaktivisten in der jüngeren Vergangenheit. »Die Verfolgung von Journalisten und Bloggern hat seit der Amtseinführung von Hassan Rouhani im August 2013 deutlich zugenommen«, schreibt das Netzwerk Publikative.org, etwa 65 von ihnen sitzen nach Angaben der Reporter ohne Grenzen momentan in iranischen Gefängnissen.

In der weltweiten Rangliste der Pressefreiheit belegt der Iran derzeit Platz 173 von 180. Im Mai 2014 ließ das Regime sogar sieben Menschen verhaften, die in Teheran ein eigenes, völlig harmloses Video zum Song »Happy« von Pharrell Williams gedreht und ins Netz gestellt hatten. Im gleichen Monat wurden acht Facebook-User zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie den Staat beleidigt und sich blasphemisch geäußert haben sollen.

»Nur wenn wir das Regime einen hohen Preis für sein Verhalten zahlen lassen, können wir den gequälten Dissidenten im Land Trost und Hoffnung spenden«, sagt Emanuele Ottolenghi. Doch stattdessen kommt der Westen den iranischen Machthabern schon seit einer ganzen Weile wieder entgegen und sucht eifrig die Kooperation. Die bedrängte Opposition wird damit noch weiter geschwächt. Statt eines Regime-Change stehen weitere Exekutionen bevor, während außenpolitisch die Gefahr für Israel durch das iranische Atomprogramm nicht geringer geworden ist – ganz im Gegenteil.

Es müsste deshalb darum gehen, »das iranische Regime an der Fortsetzung seiner Projekte zu hindern«, wie Stephan Grigat schrieb. Das bedeutet: »Es muss neben scharfen Sanktionen auch eine eindeutige militärische Drohung geben.« Und es muss »darüber diskutiert werden, was passieren soll, wenn weder Sanktionen noch politischer Druck helfen und die iranische Freiheitsbewegung nicht in der Lage ist, die religiösen Herrscher zu stürzen – was die mit Abstand beste Lösung wäre«.

Zuerst erschienen auf der Seite https://www.fischundfleisch.at

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/das_freundliche_gesicht_des_terrors

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Entscheid des deutschen Bundesverfassungsgerichts ist falsches Signal
Das Kopftuch und die Freiheit der Frauen
Neue Züricher Zeitung, Necla Kelek 30.3.2015
Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat kürzlich pauschale Kopftuchverbote für Lehrpersonen in öffentlichen Schulen für verfassungswidrig erklärt – und so dafür gesorgt, dass ein alter Streit wiederaufflammt. – Die Soziologin Necla Kelek nimmt Stellung.

Das deutsche Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat entschieden, dass das Grundrecht auf Glaubensfreiheit es auch Lehrerinnen in öffentlichen Schulen grundsätzlich erlaubt, aus religiösen Gründen ein Kopftuch zu tragen; Verbote dürften nur in konkret zu prüfenden Einzelfällen ausgesprochen werden. Mit seinem Beschluss hat das Gericht in die Debatte darüber, welcher Islam zu Deutschland gehört, eingegriffen. Und es hat, wie Regina Mönch in der «FAZ» schreibt, die Debatte «ausgerechnet in jenen Teil des öffentlichen Raumes verlegt, in dem gerade nicht offen und fair und folgenlos darüber gestritten werden kann: in die Schulen». Auch Alice Schwarzer in der «Emma» oder Andrea Seibel in der «Welt» empören sich darüber, auf diese Weise ein «Symbol der Unfreiheit» zu legitimieren. Manche männliche Kommentatoren wie Heribert Prantl («Süddeutsche Zeitung») sehen es hingegen ähnlich wie Ali Kizilkaya, Vorsitzender des konservativen deutschen Islamrats, der sagte: «Eine kopftuchtragende Lehrerin ist ein positives Rollenmodell für muslimische Mädchen.» Prantl schreibt: «Wenn eine muslimische Lehrerin, die für diesen Staat und seine Grundordnung einsteht, ein Kopftuch trägt – dann ist das eine gute Botschaft.» Vertreter der Linkspartei begrüssen den Richterspruch ebenso wie die Alternative für Deutschland (AfD) als «klug», während die Sozialdemokraten sich über dessen Einschätzung streiten und die CDU ihn kritisiert.

Schlag ins Gesicht

Für mich ist dieser Entscheid ein Schlag ins Gesicht aller muslimischen Mädchen, die ein selbstbestimmtes Leben führen wollen. Die Entscheidung ist lebensfremd, weil sie vorgibt, tolerant gegenüber Religionen zu sein, dabei aber den Schutz von Frauen und Kindern vernachlässigt. Es bestärkt die konservativen und reaktionären Kräfte im Islam, die behaupten, das Kopftuch sei die einer muslimischen Frau angemessene oder vorgeschriebene Kleidung. Es ist wie Asche im Mund, aber der Jahrzehnte währende Streit um das Kopftuch ist aus mehreren Gründen eine Art Lackmustest für die Reformfähigkeit des Islams.

Das Gericht mischt sich zudem in die innermuslimische Debatte um die Frage ein, ob die Verschleierung eine Propheten- oder eine Pascha-Tradition ist. Selbst diejenigen, die den Koran wörtlich nehmen, finden im Koran keine eindeutigen Verse für die Verschleierung. Der die Brust schützende Schleier, als nächtlicher Schutz der Frauen des Propheten gegen übergriffige Männer empfohlen, ist längst das Manifest der Apartheid, ein besitzanzeigendes Stück Stoff geworden. Liberale muslimische Frauen in aller Welt wehren sich gegen diese Bevormundung. Doch das Gericht hat sich auf die Seite der konservativen Männer geschlagen und fällt damit diesen Frauen in den Rücken.

Angesichts dessen, dass sich Schüler und Eltern – wie ein anderer höchstrichterlicher Entscheid vor zwanzig Jahren besagt – gegen Kruzifixe an den Wänden von Klassenzimmern aussprechen können, erscheint der neue Karlsruher Beschluss verstörend. Zumal es um einen Ort geht, an dem der Staat Kindern Freiheit, Selbstverantwortung und Gleichberechtigung nahezubringen hat. Die Befürworter des Urteils verweisen auf die vorgebliche Freiheit der Frauen, sich kleiden zu dürfen, wie sie wollen. Sie argumentieren für Toleranz – in Verkennung der autoritativen Texte, der Geschichte und der islamischen Tradition. Das Kopftuch ist in muslimischen Ländern wie Saudiarabien und Iran Zwang und zu keiner Zeit und nirgendwo ein Zeichen von Emanzipation oder Freiheit gewesen.

Wer meint, das Kopftuch sei eine Mode, sollte auch zur Kenntnis nehmen, dass die Befreiung vom Kopftuch in muslimischen Ländern seit mehr als hundert Jahren ein Kampf um Frauenrechte war und ist. Das Kopftuch sei nicht, so Heribert Prantl, «aus gefährlichem Stoff», sondern nur «ein kleines Bekenntnis, ein religiöses Symbol». Ja, das stimmt, es ist ein religiöses Symbol, aber nicht annähernd so harmlos, wie Prantl meint. Die negative Wirkung der Verschleierung auf das gesellschaftliche Miteinander wird bagatellisiert, ist aber gewiss. Ich behaupte: Je mehr Frauen Kopftuch tragen, desto weniger werden sie ihr eigenes Leben führen, berufstätig und selbständig sein können. Von den politischen Funktionsträgerinnen, die ihr Kopftuch als Uniform tragen und vor die Gerichte ziehen, einmal abgesehen.

Indizien

Für Deutschland kann ich die negativen Auswirkungen nicht beweisen, weil es keine Studien dazu gibt. Ich kann nur mit einer kleinen Beobachtung dienen. Vor zwei Wochen habe ich in einem Nachhilfeprojekt in Berlin-Neukölln mit einem Dutzend türkischer und arabischer Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren über ihre Zukunftsaussichten gesprochen. Alle gingen noch zur Schule und äusserten den Wunsch, eine Ausbildung zu machen oder zu studieren. Aber fast alle waren sich darüber im Klaren, dass dies nur ein frommer Wunsch bleiben wird. Sie sahen ihre Zukunft eher so: Sobald sie etwa 16 sind, werden die Väter sie von der Schule nehmen, sie werden einen Cousin oder einen von den Eltern ausgewählten Mann heiraten. Dann werden sie Kinder bekommen und in ein paar Jahren arbeiten gehen müssen, weil das Geld für das Auto, die Wohnung oder die Hochzeit der Schwester oder des Bruders gebraucht wird. Sie werden Kopftuch tragen, weil die Familie es so will, und putzen gehen müssen, weil sie nichts lernen durften. In Neukölln oder im Wedding sind das, wie ich aus langjähriger Beobachtung weiss, die typischen Lebensläufe junger muslimischer Frauen, die in traditionellen Familien leben.

Ein anderes Indiz aus der Türkei. Seit dem Regierungsantritt der AKP stieg die Zahl der kopftuchtragenden Frauen von geschätzt einem Drittel auf zwei Drittel. Gleichzeitig sank die Erwerbsquote von Frauen im gleichen Zeitraum von knapp 50 auf derzeit 22 Prozent. (Zum Vergleich: In der Schweiz lag sie 2012 bei 73,6 Prozent.) Das ist direkte Folge einer Politik, die die Frauen unter den Schleier zwängt und dorthin zurückhaben will, wo sie nach traditionellem Verständnis «freiwillig» hingehört, nämlich ins Haus. Je strenggläubiger die Männer der Familie sind, desto weniger können Frauen ohne die Erlaubnis der Männer das Haus überhaupt verlassen.

Natürlich gibt es Frauen, die das Kopftuch aus Überzeugung, mit Stolz oder aus Tradition tragen. Solange sie es im privaten Rahmen für sich tun, ist das ohne Frage ein Grundrecht. In Deutschland ist man so frei, sich zu unterwerfen. Für andere Frauen erscheint die Verhüllung identitätsstiftend. In ihrer Wirkung ist sie eine Selbstausgrenzung, wie etwa die zurzeit modischen Tattoos es auch sind. Man will der Umwelt zeigen: Ich bin nicht wie ihr. Bei einigen Frauen macht der zu knappen Jeans und engem T-Shirt getragene «türban» auch nicht den Eindruck, als wollten sich die Trägerinnen schamvoll verhüllen. Im Gegenteil: Die provozierend dekorativen Kopfaufbauten erscheinen wie ein verborgenes erotisches Versprechen einer noch gebändigten Mähne.

Irrtümer

Die Debatte um das Kopftuch im Schuldienst wird seit 1998 vor Gericht geführt. Begonnen hat den Streit die aus Afghanistan stammende Lehrerin Fereshta Ludin, die mit und für Milli Görüs tätig gewesen ist. Der konservative Islamverband versucht systematisch, islamischen Sitten und Regeln auf allen Ebenen eine Art legalen Status zu verschaffen. Ob für das Kopftuch, das Schächten, gegen den Schwimmunterricht für Mädchen, für Gebetsräume in Schulen – stets wird durch die Anrufung von Gerichten versucht, in Musterprozessen religiöse Rechte einzuklagen. Was auf politischer Ebene wie in der Deutschen Islamkonferenz nicht durchsetzbar scheint, wird vor Gericht gebracht. Der Weg scheint lang, aber wie der jüngste Entscheid des Verfassungsgerichts zeigt, erfolgreich zu sein.

Auch auf politischer Ebene kommen die Vertreter des politischen Islams ihrem Ziel allmählich näher. Es ist ihnen gelungen, dass die unabhängigen säkularen Kräfte aus der Deutschen Islamkonferenz entlassen wurden und nur noch die Verbände von der Regierung als Vertreter der Muslime akzeptiert werden. Die grosse Koalition – besonders die Sozialdemokraten tun sich da hervor – agiert gegenüber den Verbandsvertretern verständnisvoll und wohlwollend. Das ist in der gegenwärtigen Situation, in der der politische Islam auf internationaler Ebene immer aggressiver und bedrohlicher vorgeht – und zum Beispiel in der Türkei islamische Politiker die Demokratie zu erdrosseln scheinen –, verwunderlich. Es wäre wünschenswert, wenn auch die Sozialdemokraten die unabhängigen muslimischen Kräfte an Universitäten und in der Öffentlichkeit stärkten. Die Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU hat realisiert, dass es jetzt darum gehen muss, die muslimischen Kräfte, die eine Reform ihrer Religion einfordern, zu stärken. Sie hat eine Konferenz organisiert, in der unabhängige säkulare Muslime ihre Positionen formulieren können. Durch den Karlsruher Gerichtsbeschluss ist der Kampf gegen das Kopftuch in der Schule wieder auf der Agenda.

Die Verankerung des Kopftuchs im öffentlichen Leben ist für den konservativen Islam von enormer Bedeutung, symbolisiert es doch die Akzeptanz der ungleichen Behandlung von Männern und Frauen durch die westliche Gesellschaft. Und es ist das Zeichen eines anderen Gesellschaftsmodells. Wir sollten diese Auseinandersetzung ernst nehmen und nicht den Irrtum begehen, dies nur als eine Auseinandersetzung um Toleranz und Vielfalt zu deuten. Es geht um die Freiheit von Frauen und den säkularen Staat.

Dr. Necla Kelek, geboren in Istanbul, lebt als Sozialwissenschafterin und Publizistin in Berlin. 2012 sind die Bücher «Chaos der Kulturen. Die Debatte um Islam und Integration» sowie «Hurriya heisst Freiheit. Die arabische Revolte und die Frauen – eine Reise durch Ägypten, Tunesien und Marokko» (beide bei Kiepenheuer und Witsch) erschienen.

http://www.nzz.ch/feuilleton/der-entscheid-des-deutschen-bundesverfassungsgerichts-ist-ein-falsches-signal-1.18512521

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Der fromme Wunsch nach einem modernen Islam

In ihrer neuen Streitschrift plädiert Ayaan Hirsi Ali für eine Reform des Islam. In ihrer Kritik hat sie in allen Punkten recht. Nur: Reformierbar ist diese Religion so wenig wie der Kommunismus.

Die Frau hätte eine Karriere als Model machen können und alle, von Karl Lagerfeld bis Domenico Dolce und Stefano Gabbana, würden ihr zu Füßen liegen; Kate Moss und Naomi Campbell wären froh, ihr beim Ankleiden helfen zu dürfen. Ayaan Hirsi Ali sieht nicht nur rasend gut aus, sie beherrscht sechs Sprachen, hat einen IQ wie Albert Einstein und tritt wie Jeanne d’Arc auf.

1969 in Somalia geboren, lebte sie in Saudi-Arabien, Äthiopien und Kenia, bevor sie sich 1992 auf den Weg in die Freiheit machte. Eigentlich wollte sie nach Kanada, strandete aber auf halbem Weg in Holland, das die junge hochbegabte Frau aufnahm.

Ali studierte Politikwissenschaft und wechselte dann in die Praxis. 2003 kandidierte sie für die rechtsliberale Volkspartij voor Vrijheid en Democratie bei den Parlamentswahlen und schaffte den Sprung in die Zweite Kammer. Drei Jahre später beendete sie nach einer parteiinternen Intrige ihre Karriere als Bilderbuchmigrantin und sagte Holland Adieu. Seit 2006 lebt sie, mit Unterbrechungen, in den USA.

Hirsi Ali hat fünf Reformideen

Ayan Hirsi Ali hat sich einen Namen als Kritikerin des Islam gemacht. Sie ist, ähnlich wie Hamed Abdel-Samad, „vom Glauben zum Wissen“ konvertiert. Als sie vor Jahren einen Vortrag in Berlin hielt, sorgte schon der erste Satz für Aufsehen: „I am here to defend the right to offend.“ Ich bin hier, um das Recht zu Beleidigen zu verteidigen.

Ich halte es für wahrscheinlich, dass das Internet für die islamische Welt im 21. Jahrhundert das bewirkt, was die Erfindung des Buchdrucks für das Christentum bewerkstelligte

Ayaan Hirsi Ali

Und dennoch, ebenso wie die meisten Dissidenten und Häretiker, bleibt sie dem Islam verbunden. Der Glaube an Allah und Mohammed hat ihre Kindheit bestimmt, und er bestimmt ihr Leben. Wie bei jenen Abweichlern, die sich vom Kommunismus losgesagt haben, um nach einem „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ zu suchen.

Sie sagt ohne jedes Wenn und Aber „der Islam ist keine Religion des Friedens“, belegt diese Feststellung mit vielen Beispielen und plädiert zugleich „für nichts Geringeres als eine Reformation des Islam“.

Das ist keine abstrakte Idee, wie sie inzwischen zum Programm eines jeden Kirchentages gehört, und neu ist sie auch nicht. „Die Forderung nach einer solchen Reformation ist mindestens seit dem Niedergang des Osmanischen Reiches und der anschließenden Abschaffung des Kalifats wiederholt gestellt worden“, schreibt sie.

Und präsentiert „die fünf Konzepte, die reformiert werden müssen“. Das sind: die wörtliche Auslegung des Koran; die Vorstellung, das Leben nach dem Tode sei wichtiger als das Leben davor; die Scharia als Grundlage der islamischen Rechtslehre und Praxis; das Privileg der Gelehrten, das Rechte zu gebieten und das Verwerfliche zu verbieten; und schließlich: „Die Notwendigkeit, den Dschihad bzw. den heiligen Krieg zu führen.“
Die Illusion des Arabischen Frühlings

Was aber bliebe vom Islam übrig, würden diese fünf Konzepte „reformiert“? Auch Ayan Hirsi Ali fragt: „Welche Hoffnung kann es geben, eine Religion zu reformieren, die sich seit 1400 Jahren einem Wandel widersetzt?“, und sie gibt zu, „dass der Arabische Frühling eine Illusion war.“

Dennoch „glaube“ sie, „dass eine muslimische Reformation bevorsteht“, vielleicht habe sie sogar schon begonnen. „Ich halte es für wahrscheinlich, dass das Internet für die islamische Welt im 21. Jahrhundert das bewirkt, was die Erfindung des Buchdrucks für das Christentum bewerkstelligte.“

Spätestens an dieser Stelle obsiegt bei Ayaan Hirsi Ali die Hoffnung über die Vernunft, tritt der Glaube wieder an die Stelle des Wissens. Der Buchdruck war eine großartige Erfindung. Nur konnte Gutenberg nicht voraussehen, dass man mit seiner Hilfe die Bergpredigt ebenso unter die Leute bringen könnte wie Hitlers „Mein Kampf“.

Heute, im Zeitalter des Internets, sind es gerade die Glaubenskrieger, die sich bravourös der allermodernsten Techniken bedienen. Sie stellen Enthauptungen und Massaker ins Netz und entfalten so mit kleinem Einsatz eine gewaltige Wirkung, während Dissidenten ihr Leben riskieren, wenn sie auch nur ein kritisches Wort über den Islam posten.

Auf das Internet als Treibriemen der „Reformation“ zu setzen, halte ich für leichtfertig. Schon den Kommunismus, der gerade einmal siebzig Jahre währte, zu reformieren, erwies sich als unmöglich. Er musste kollabieren. Eine zwanzigmal ältere Religion zu entrümpeln, dürfte noch aussichtsloser sein. Aber ich mag mich irren. Und Ayaan Hirsi Ali recht behalten. Ich möchte es uns wünschen.

http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article139317731/Der-fromme-Wunsch-nach-einem-modernen-Islam.html

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The Beast Idea 04.05.15 thedailybeast.com

Ayaan to Liberals: Get Your Priorities Straight
Ayaan Hirsi Ali sounds off on her evolving stance on Islam, feminism and atheism.
Few figures on the intellectual scene today are as controversial or as compelling as Ayaan Hirsi Ali. A Somali-born author, speaker, activist, and former politician, Ali, 45, became a hijab-wearing radical Islamist as a teenager in Kenya, then a liberal atheist as an immigrant in the Netherlands; the Sept. 11 attacks of 2001 led her to a final break with faith. She became a member of parliament who championed the rights of women and girls in immigrant Muslim communities, drawing both applause and ire with her forceful statements about the role of traditional Islam in their oppression. That theme was at the center of the 2004 short film Submission, on which she worked with gadfly filmmaker Theo Van Gogh—and which led to Van Gogh’s murder by a Muslim man and a death threat against Ali. She lives under heightened security to this day.In 2006, Ali was beset by charges that she falsified some personal information on her Dutch asylum application, raising questions about the validity of her citizenship. (While she admits misstating her birth name and date, she has vigorously defended her claim that she was fleeing a forced marriage—disputed by some members of her family—and produced evidence to back it up.) Amid the scandal, Ali immigrated to the United States, where she became a fellow at the American Enterprise Institute, a conservative think tank in Washington, and later at Harvard’s John F. Kennedy School of Government at Harvard. In her books, articles, and public appearances, she has remained an outspoken critic of Islamic radicalism and particularly its disastrous effects on women. Yet even those who admired much of what she had to say were often taken aback by her habit of making sweeping generalizations about all Islam. “Violence is inherent in Islam—it’s a destructive, nihilistic cult of death,” she told The London Evening Standard in 2007. In a Reason magazine interview the same year, she appeared to explicitly reject the idea of moderate Islam as an answer to the problem of radical Islam.Last year, Ali found herself in the middle of a new controversy when Brandeis University canceled her planned speech at a commencement event and rescinded her honorary degree after complaints from faculty, students, and off-campus Muslim groups. The disinvitation sparked a heated debate about “political correctness” in academia and the conflict between freedom of speech and group sensitivities. Never one to shy away from battles, Ali has also made a foray into America’s gender wars: Last November, in a speech before the right-of-center Independent Women’s Forum, she declared that feminism in the West has “won” and that feminists were wasting their victory on “trivial bullshit”—but also chided her hosts for suggesting that feminism should be discarded altogether. She is the founder of her own women’s rights group, The AHA Foundation, whose mission is to fight honor violence in the United States and “elevate the status of women and girls globally.”Now, Ali’s just-published latest book, Heretic: Why Islam Needs a Reformation Now, takes a surprising turn: As the subtitle makes clear, she argues for a reformation and modernization that will bring Islam into the 21st century. On her book tour in New York, she met with The Daily Beast to discuss the evolution in her thinking and the reasons for it, her thoughts about the current state of Islam and its relationship with the West, about women’s and minority rights in the United States, and about her hopes for the future.This Q&A has been edited for length and clarity.The Daily Beast: It’s almost a year since you were embroiled in a controversy at Brandeis, where you were invited to speak at the commencement and then disinvited because some people felt that you had made comments that were offensive to Muslims. Looking back at that controversy today, how do you think it was handled by everyone?Ayaan Hirsi Ali: I’m glad you mentioned that it has been almost a year. I was working on the book, and I remember thinking: Here comes Boko Haram, they kidnapped 276 girls in the name of Islam, they have the Quran and it is sandwiched between two AK-47s, at the same time that this little Brandeis thing is in our news. There’s a woman called Meriam Ibrahim from the Sudan, and the government of Sudan condemns her to death because she married a Christian man and in Sudan, the law is that if you leave the religion of Islam, you are condemned to death. And it goes on and on, and the Islamic State [of Iraq and Syria] comes about, and by September of 2014 we’re back in Iraq saying that we’re going to destroy and chase to the gates of Hell the Islamic State.What seemed to be a small controversy in a place called Brandeis, a Jewish university—it has these enormous geopolitical consequences. And this is a message to the people, the faculty and the students of Brandeis, but also to the other liberals who think that the best way to protect Muslims is to protect them from critical thinking. The answer is: No, actually, the best way to protect Muslims is to give them room to think critically about Islam, to reform it. And that’s the subject of this book.Do you think there is such a thing as Islamophobia? The term is often used to mean not just criticism of Islam, but bigotry toward Muslims as a group and as individuals. Do you think this is a problem?You know what? Bigotry exists. People are racist. I grew up in a racist household. My mom used to look down on Kenyan people and call them slaves. It’s almost human nature to be racist. When it comes to “Islamophobia,” I think the individual who has given the most comprehensive answer and analysis is Asra Nomani in a January 16 article for The Washington Post. She [talks about the] “honor brigade” [a loosely knit network of bloggers and activists who criticize slights against Islam]. She tells you the genesis of how this “Islamophobia” term was invented, how it was kept afloat, but most disastrously, how it’s used to keep people silent. Right now, the country of Sweden has stood up for human rights, and Saudi Arabia is accusing Sweden of Islamophobia. Saudi Arabia is actually beheading people for sorcery, flogging women. And they dare call Sweden Islamophobic. It’s a country that has no churches, no synagogues, that persecutes fellow Muslims on grounds of being Shiites. It’s just amazing. That’s how “Islamophobia” is used.

Some say that critics of Islam don’t make enough of a distinction between extreme forms of Islam and more moderate forms that exist in places like Turkey, where we don’t find these rampant abuses, or in Bosnia where there’s a moderate Muslim community. Do you think there should be more of a distinction made between these different forms?

I say that there is one Islam at this moment that is unreformed and that is centered around [the] Quran, the prophet Mohammed, and Islamic jurisprudence. So, if you take Islam as a set of beliefs, a set of ideas, there is one Islam. Of course there is Sunni Islam and there is Shia and all these other distinctions. But I do choose to make a distinction between different types of Muslims [and] the way they approach that doctrine. There’s the Medina Muslims, the ones who take the Quran and Mohammed’s example literally and also put the emphasis on his time in Medina, which is different from his time in Mecca. And then I find the Mecca Muslims, who are struggling to live in the modern world and somehow reconcile their beliefs with modernity. And the most important group, the dissidents of Islam, who are trying to reform the religion from within. I’m calling, instead of us siding with the people who just want to shut debate down, like the honor brigade, let us side with the reformers.

Is your new book a departure from your previous ones, in terms of your view of Islam? You mention that you are “re-engaging” with Islam.

Yes, it is, because when I wrote my last book, [Nomad], in 2010, the Arab Spring had not occurred yet. I hadn’t witnessed, as we all have, these large numbers of Arabic Muslims who are demonstrating against sharia law. First of all, they demonstrated against the despot of the day; some of these countries managed to topple them, other fell into anarchy. But what’s interesting about countries like Tunisia, Egypt, even Saudi Arabia—and most profoundly, Iran—we have large numbers of [people who say] that they want to be Muslims, they want Islam, but they don’t want to live under sharia law. In 2010, I hadn’t seen that, or I hadn’t seen enough of it.

Are there scholars you find especially interesting who are critically engaging Islam?

I do; I refer to them in the book, and in my class at Harvard I used to teach about them. Those people are little known. As far back as [the 1920s], Ali Abdel Raziq in Egypt said—he said it much more politely than I do—the caliphate thing is nonsense and we need to abolish it, and he says Islam is a religion, not a state. I also mention Mahmoud Mohammed Taha of Sudan, who started this whole idea that we need to emphasize Mecca more than Medina—very inspiring. And then in the appendix I mention scholars, some of them are clerics, some are autodidacts, some actually have studied Islamic theologians—but these are all people I’ve chosen to mention because, unlike what we’ve seen in the past, sticking their heads in the sand and embracing denial, they are embracing change.

What about Muslim feminists?

I see Muslim women who are demonstrating and fighting for their rights. Each woman’s condition is different. If you are in Saudi Arabia, you’re fighting for the right to drive. If you are in Egypt, the biggest problem you have is sexual harassment. In other countries, they are fighting polygamy. In Afghanistan—the last incident, I have nightmares thinking about it. A mob of men lynching a woman—unbelievable. They say it’s because she burned the Quran. She did not. But even if she did, would it be justified? What is so heartening, and so different from 2010, is this energy of powerful, wonderful women who go out and say, “Enough is enough,” and expressing their outrage. It gives me a great deal of hope.

Are there people in the Muslim community who have been willing to engage with you, more than before?

Yes, it’s very interesting. Ten years ago, I was a pariah. And now, I have Muslims who are saying, “I don’t necessarily agree with every word you say”—which they don’t have to—“but you’re one of us, you’re brave, a reformation is needed.” I’m giving you an example: Maajid Nawaz, because he’s very prominent. The last time I debated him three years ago, here in New York, we were debating on Intelligence Squared, “Islam is a religion of peace” and he was saying, Islam is a religion of peace, and I was saying, No, Islam unreformed is not a religion of peace. Today he is saying, like me, Islam needs a reformation; but unlike me, he is still a Muslim. And along with him is a cleric, Usama Hassan, who has endorsed this book. He doesn’t agree with me, but he says, “This discussion is absolutely necessary. It’s important, it’s urgent, let’s have it.” So there is a shift, and beyond individuals who are just talking. Look at the president of Egypt [Abdel Fattah el-Sisi]. I think ISIS is forcing a lot of people who are Muslims into opposition. [El-Sisi] says we need a revolution in religion. That goes much farther than I’m going. I’m saying reform; he’s saying revolution. But it’s ultimately going to be a revolution in religion, he’s right.

What is so heartening, and so different from 2010, is this energy of powerful, wonderful women who go out and say, “Enough is enough,” and expressing their outrage.

So you’re very hopeful about what’s happening right now.

I just want to remind the free world that there was a time when they were not free—Europeans and Americans were not free. There was a time when Christian theology and Jewish theology was used to commit atrocious acts. Remember the witch hunts, remember the Protestants. I think Americans associate religion with something positive. In Europe, Protestants were killing other Protestants, Catholics were killing Protestants, Protestants were killing Catholics, just as the Sunni and the Shia are doing now. That is now in the history books. I look forward to a time when atrocities committed in the name of Islam will be in history books and museums and movies, but not happening to real people in real time.

The point you just made actually ties into an issue that has often come up in debates on Islam. There are critics of Islam who say that it’s fundamentally different from other religions and maybe cannot be reformed the way Christianity and Judaism, for instance, have been reformed. Some people feel that you fall into that category as well. Is this a change in your views, or do you think your earlier statements were misunderstood?

Again, I want to point you to Asra’s piece on the honor brigade. It is the honor brigades that make these statements. Rational people understand that if you start to question a religion and the clergymen, people feel threatened and they start throwing out accusations of blasphemy. There will always be people who want change and people who don’t want change. Today within Islam, that’s just the case. Those who want change get threatened. So forget about me, think about the man in Saudi Arabia who is sentenced to a thousand lashes because he put up a website where he is demanding that his society adapt to modernity, that they respect women’s rights, that they respect individual rights. That’s why we in the West really do need to side with the people like him and not with the honor brigades. So far we are allied with the honor brigades. Either we try to mollify them, or they’re our allies, like Saudi Arabia.

Changing the subject for a moment, you have also voiced some unorthodox opinions on the subject of women’s issues in the United States—

Listen, this is what I have to say on women’s issues in the United States. We are so blessed as women to live in the United States. The best place to be a woman in the world is in the U.S. The best place to be black in the world is in the U.S. Is it perfect? No. Are we confronted with threats? Yes. But it’s the perfect place to fight [them] off. Because in the U.S., we have—besides the law—the majority of the population who accept that we, as women, have absolutely equal rights to men. The best place to be black in the world is here. I cannot imagine what it is like to be a black man living in Saudi Arabia, in Iran—even where the majority of people are black, like Africa. I cannot imagine a better place to be gay than in the U.S. I know that all European countries have accepted gay marriage and here in the U.S. we’re still struggling to accept that. On the other hand, when the jihadists in Europe attack gays in the streets, the governments don’t protect them. The best place to be Jewish in the world, besides the state of Israel, is in the U.S. The best place to be Christian is in the U.S. I don’t know anything else to say in the U.S. I know we’re in an election cycle and I’m supposed to take sides, but I’m not going to.

You’ve had some reactions from Western feminists to your statements about Islam that you’ve found a bit disconcerting.

We are seeing that Western feminists are shy about pointing out the misogyny that’s committed in the name of the religion of Islam, because they feel we can’t impose our ethnocentric or Eurocentric or American-centric ways. If you read the [faculty] letter at Brandeis, that’s the core of it. Which is—don’t be ridiculous. It doesn’t matter where you are as an individual human being; freedom is freedom. Nobody likes to be oppressed. Human rights are universal. Individual rights are universal. This is the message to American feminists and other Western feminists: the best thing to share is the outcome of the emancipation.

There’s an argument, which I’m sure you’ve heard, that Western women face their own forms of oppression, which are different but may be just as bad, or almost as bad—

Like what? Who does the dishes at home? That’s what it boils down to: How can we balance work-life. Of course that’s challenging. But can you imagine how far we’ve come from the points when women weren’t allowed to get out of the house, couldn’t be in public, couldn’t take public office, weren’t allowed to vote, couldn’t own their own bank accounts. Even the money they inherited wasn’t theirs, it was for the male guardians to look after. And now, [it’s], “Who loads the dishes in the dishwasher, who does the unloading?” And I think it’s still very important; I have massive fights with my husband about who does what at home. But that is more on the micro level, and it’s a luxury. And I don’t think that the government can do anything about that. What kind of law are you going to pass that says who does the dishes, who does the diapers, who looks after the children, who’s going to work and whose career is going to go up or down?

One women’s issue that you write about and work on is honor violence. Do you think it’s less of a problem in the United States than in some immigrant communities in Europe?

It is a huge issue, and we see—at my foundation, the AHA Foundation—more and more girls and young women coming to us with the exact same problems that we’ve been seeing in Europe. The minute they reach puberty, they are stopped from going to school, their movements are controlled. There are honor killings and there is honor violence. Honor violence is when you’re not allowed to get out of the house. When you have a boyfriend, you’re beaten until you give him up. You’re over 18 years old and your parents don’t allow you to go to college; they get someone from the country of origin and force you to marry that person, and if you speak against it you are threatened with death. I don’t think the story of honor killings and honor violence in the United States has yet been told. And that’s because of the honor brigade. Because every time you start talking about these things, you get these people clamping down on everything—[slams hand] on the press, on the government—saying it’s not Islamic, or it’s Islamophobic even to discuss it, or that you’re racist if you talk about honor violence. Unbelievable.

Once again, you get an argument from some Western feminists who will say that it’s not that substantially different from domestic violence and sexual assault, which also happens in our society, so it’s unfair to single out [Muslim cultures].

What’s feminist about a woman who makes a statement like that? A person who makes that statement is basically saying, let’s change the subject, there’s nothing wrong. And so they are completely letting down that victim who cannot speak for herself, who is voiceless, who has to deal with the entire family, male and female, who are silencing her. It’s for those of us who have the platforms and the voice, and can articulate what’s going on, to talk about it. And the woman who sits there on her faculty saying, “Oh, yeah, this and that”—what’s so feminist about it, honestly?

Presumably, they would say that we should take all violence against women more seriously, whether it’s honor violence or not.

They can chitchat as much as they like, but they shouldn’t call themselves feminists. The feminist project was a struggle for the rights of women. And now we have those equal rights by law, and most of us are enjoying it and most of us are able to take advantage of it. But we have a large immigrant community—and, by the way, not only Muslim—who are being denied these rights here in the United States. Let’s not silence it.

You’re giving the keynote speech at the American Atheists National Convention [on April 3]. Are you going to talk about Islam primarily?

I am. And I think I have the same message as I have for feminists and for other groups who are addressing various issues in the world we live in today. For atheists, it’s: You address the issues of organized religion and atrocities committed in the name of organized religion. And I want them to focus on Islam today, because it’s in the name of Islam that most lives are taken, that most subjection, most intolerance is spread around the world. So for my fellow atheists, it’s a matter of: Listen, it’s one thing to protest about Christmas trees on December 25, but it’s quite another to witness fellow human beings in cages and burned alive, and women taken as slaves, again, in the names of this religion. So it’s very much a matter of organizing our priorities.

There’s a view in the United States that atheists can be overly intolerant toward nonviolent expressions of religion in public life—Christmas crèches and other religious displays on public property. Do you think atheists can be too aggressive on these issues?

This is so unfair. For centuries—centuries—quite honestly, it’s in the name of religion that people’s rights are violated, and atheists are finally getting together and reacting to that. If we just look at facts, I don’t think we need to fear atheist intolerance. The biggest threat to human rights is religious intolerance, not atheist intolerance.

Do you think there is prejudice against atheists in the United States? You see surveys, for instance, in which most people would not vote for a politician who is not religious.

There is that kind of intolerance. But as an atheist, I don’t fear that I’m going to be killed in the U.S. by believers who can’t tolerate my atheism. Whereas in my own family, my own religion, the community I was born into, when I said, “You know, I really don’t think I believe in life after death, and this Mohammed guy, I don’t believe in everything he said,” it was like, “Death unto you.” There is a massive difference. Same thing with the feminists. Listen, if you’re not allowed into a golf club, that doesn’t sit well with me, but if I were to prioritize, I would say: This girl, she’s just been denied her right to school, she’s just been forced into marriage, she’s just been genitally mutilated. That’s the sort of thing that we need to be, as women, signing up against—and as atheists. And by the way, the LGBT community—I think it’s awesome, and it’s taken some great steps. But in the name of Islam, gay men, or men who are accused of being gay, are put on the roofs of buildings and thrown down by a mob shouting “Allahu akbar!” doing this in the name of their faith. And it’s time that the gay community stood up to this. HIV is no longer the biggest killer of the gay community; it’s [violence] in the name of Islam, and no one’s talking about it.

Getting back to feminist issues, there has been a lot of controversy recently about sexism in the atheist community. Have you been following that?

Sexism in the atheist community? [laughs] I haven’t been paying attention to that. What’s so sexist about us?

There have been allegations of sexual harassment at atheist events and of these problems not being taken seriously enough—

But is the person who’s committing these acts doing it in the name of atheism, or is it just a horrid person?

That’s an important point—we need to make a distinction between individual people behaving badly, and institutional support for bad acts.

Yes. In organized religion, very good people, law-abiding, well-intentioned, read the Quran where it says “flog and kill.” And they also say, “Allah told me to do so.” You have young people now going to join the Islamic States and you scratch your head wondering “Why are they doing that?” and the evidence that they’re giving us is that “Allah wills it.” If an atheist person behaves badly, he’s not saying it’s because of his atheism; it’s just bad behavior.

Speaking of young people joining radical Islamic groups, what are we to make of the young women who join [ISIS]? It seems particularly baffling.

The example that they’re following—the wives of the prophet, the rightly guided Muslim women back when Mohammed was alive, actually took part in war and made themselves available to the jihadists, sexually and otherwise. That’s what these young women are doing and they’re driven by their religion primarily. Of course psychologically we understand that some of them may be thrill seekers, or may be confused. But these are all side issues. The primary drive is because they believe in this; they think there’s life after death and they’ll be rewarded when they get there. They want to be martyred as quickly as possible. These are religious convictions.

We just have time for one more question. Of the reactions that you’ve had to your work, either in the West or in the Islamic world, which did you find most frustrating and most encouraging?

Frustrating—I honestly think, it’s my fellow liberals. I’m a liberal; I believe in women’s rights, gay rights, these different emancipations—black emancipation, women’s emancipation, all of these outcomes. The most frustrating thing is when my fellow liberals say: Let’s just change the subject. That’s so frustrating. I find heartening now that more and more fellow liberals are moving in the right direction, and more and more Muslims are calling for change—maybe not exactly in the same words that I use, but they desire the same outcome. I’ve had an email exchange with Asra Nomani, a believing and practicing Muslim; Majid Nawaz, Irshad Manji, Zuhdi Jasser—that list is getting bigger every day. Ten years ago I thought, “Oh, we’re only a handful”—and now we’re too many to count, which is great.

http://www.thedailybeast.com/articles/2015/04/05/ayaan-to-liberals-get-your-priorities-straight.html

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Was das Kopftuch bedeutet

Uta Glaubitz 11.05.2015 Achgut.com

Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts dürfen Lehrerinnen in Deutschland Kopftuch tragen. Doch das ist kein Zeichen religiöser Toleranz. Das Kopftuch ist das Symbol der Unterwerfung der Frau unter den Mann und des Individuums unter die Gemeinschaft. Es ist ein Zeichen dafür, dass die deutsche Schule bis auf weiteres religiöse Intoleranz zu akzeptieren hat.

Der Islam ist intolerant: Selbst in seiner gemäßigten Version erlaubt er keinen Religionsaustritt und keinen Religionswechsel. Nicht zufällig werden Angehörige anderer Religionen auf der ganzen Welt im Namen des Islams diskriminiert, drangsaliert, gekreuzigt und enthauptet. Das ist kein „falsch verstandener Islam“, wie man es gern verniedlichend interpretiert. Das ist der Islam, wie er sich derzeit auf diesem Planeten zeigt.

Natürlich sind die Funktionäre der deutschen Islamverbände keine IS-Mörder. Und dennoch verbindet sie die Mission, islamische Vorstellungen gegen westliche Werte durchzusetzen. So bekannte sich Ayyub Axel Köhler, der ehemalige Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, zum Kopftuch und dazu, muslimische Eltern zu unterstützen, ihre Töchter vom Sportunterricht abzumelden. In seiner Publikation über die Gesellschaftsordnung des Islams schreibt Köhler, die Staatsform Demokratie sei dem Islam fremd.

Damit hätte alles gesagt sein können. Köhler nutzt – wie unter muslimischen Hardlinern nicht ganz unüblich – Demokratie und Rechtsstaat dafür, Rechtsstaat und Demokratie zu untergraben. Mitsamt seinem Verband, der trotz des pompösen Namens nur einen kleinen Teil der Muslime in Deutschland repräsentiert. Unter normalen Umständen würde man ihn sicher nicht an einen großen Tisch mit deutschen Ministern bitten. So wie man es auch nicht mit anderen Demokratiefeinden tut.

Der neue Vorsitzende des Zentralrats heißt Aiman Mazyek. Wikipedia gibt seinen Beruf als „Medienberater“ an. In dieser Funktion hat Mazyek bereits die Verleihung eines Preises an den dänischen Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard kritisiert. Folgerichtig demonstrierte er nach den Morden an den Charlie-Hebdo-Satirikern in Paris auch nicht gegen den weltweiten islamischen Wahn. Sondern rezitierte Koransuren an der französischen Botschaft in Berlin. Einige verschleierte Türkinnen schwangen rote Fahnen mit Mondsichel dazu. Nicht nur ich frage mich, warum dieser Islamfunktionär deutsche Medien berät.

Vermutlich hat es mit der Vorstellung zu tun, Frauen und Mädchen trügen das Kopftuch in Deutschland – zumindest eventuell – freiwillig. Doch das missversteht die Grundidee des Islams: Die islamisch geprägte Kultur kennt keine Freiwilligkeit. Sie kennt nur Unterwerfung. Was bereits der Name der Religion sagt. Islam heißt nicht Frieden. Islam heißt Unterwerfung: unter den Willen des Vaters, des Clans, der Gemeinde. Ein Islamvertreter, der sagt „Das Mädchen trägt das Kopftuch freiwillig“ meint „Das Mädchen hat eingesehen, dass es besser ist, sich dem Willen des Vaters zu unterwerfen.“

Wer das bezweifelt, kann fragen: „Ist die Freiheit des Mädchens wichtiger als der Wille des Vaters?“ Darauf erhält man langatmige und auch blumige Antworten. Die Essenz lautet, die Gemeinde habe versucht, zwischen Vater und Tochter zu vermitteln – und bei den Deutschen gäbe es schließlich auch Probleme. Oder so ähnlich. Außen vor bleibt, dass es ausschließlich muslimische Väter sind, die ihre Töchter im schlimmsten Fall umbringen, wenn sie sich nicht ihren Vorstellungen beugen.

Ein Werkzeug, westliche Werte zu unterlaufen, sind Klagen an deutschen Gerichten. Dabei sind Schulthemen besonders beliebt. Denn durch die Schule muss jedes Kind. Muslimische Jungen klagen, dass die Schule ihnen Gebetsräume zur Verfügung stellen muss. Damit legen sie die Grundlage dafür, türkische oder syrische Mitschüler anzupöbeln, wenn sie nicht fünfmal am Tag demonstrativ beten. Muslimische Mädchen klagen, dass sie in Vollverschleierung zur Schule kommen dürfen. So können sie irakische oder afghanische Mädchen mobben, wenn sie unverschleiert auf die Straße gehen. Man darf annehmen, dass islamische Gemeinden und Verbände hinter Klagen wie diesen stehen.

Was soll mit den Mädchen geschehen, die in Berlin und Duisburg morgens verschleiert aus dem Haus gehen und das Kopftuch an der nächsten Straßenecke ablegen, um normale Schülerinnen zu sein? Fortan wird das Kopftuch der Lehrerin ihnen jeden Tag sagen: „Ich bin auf Seiten deines Clans. Ich habe mich bereits unterworfen. Und auch du wirst dich unterwerfen.“

In 35 Jahren wird fast jeder zehnte Deutsche – zumindest auf dem Papier – ein Moslem, eine Muslima sein. Durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts werden überdurchschnittlich viele davon in den Schuldienst gehen.

Eine besondere Rolle dabei spielen die Konvertitinnen. Diese neigen erfahrungsgemäß zur extremen Auslegung ihrer Botschaft. Auch sie werden häufiger Lehrerinnen werden. So können sie auch deutschen Mädchen die islamische Botschaft nahebringen: „Seht her, ich habe christliche Eltern, aber auch ich habe mich unterworfen.“

Um das Leben in Deutschland mit islamischem Geist zu durchdringen, wird es neben mehr Lehrerinnen mit Kopftuch auch mehr Mitarbeiterinnen mit Kopftuch in der Schulbehörde, im Bauamt und generell in der Verwaltung geben. Und natürlich mehr Anwältinnen mit Kopftuch. Sie werden klagen für islamische Zentren, Moscheen, Koranschulen und ausländische muslimische Institutionen, die ihren Einfluss in Deutschland absichern und ausbauen wollen.

Sie werden klagen für muslimische Eltern, die ihren Töchtern verbieten, mit auf Klassenfahrt zu gehen, und sie stattdessen in der „Heimat“ verheiraten wollen. Sie werden klagen gegen deutsche Theater und deutsche Verlage, falls diese nicht schon freiwillig auf ihre Freiheit verzichtet haben und nicht längst damit beschäftigt sind, jeden Anschein der Islamkritik zu vermeiden – genauso wie Comedians oder Latenight-Talker.

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ging die Frage um, ob auf Lehrerinnen mit Kopftuch etwa Richterinnen mit Kopftuch folgen. Man könnte weiter fragen, warum es beim Kopftuch bleiben sollte. Denn das Kopftuch ist im Grunde nichts anderes als Niqab, Tschador oder Burka. Nur der Grad der Frauen-Erniedrigung variiert.

Das Kopftuch-Urteil des Bundesverfassungsgerichts basiert auch auf einer „Studie“ der DITIB, der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion. Das ist die Religionsbehörde der Türkei, die direkt dem Ministerpräsidenten untersteht. Sie vertrieb hierzulande bereits Islamfibeln, aus denen hervorging, dass Frauen nicht alleine reisen und Ehefrauen geschlagen werden dürfen.

Die Floskel „Der Islam gehört zu Deutschland“ bedeutet im Moment, dass der lange Arm Erdogans bis ins Bundesverfassungsgericht reicht. Er reicht auch in jedes deutsche Klassenzimmer. Sein Segen lautet: „Sei eine gute Muslima. Geh hin, und werde Kopftuchträgerin an einer deutsche Schule.“ Sehr viele Deutsche sind über diese Entwicklung empört. Auch muslimische.

Uta Glaubitz führt das Archiv der Ehrenmorde in Deutschland (ehrenmord.de)

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/was_das_kopftuch_bedeutet

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  • Das Verfahren gegen James McConnell ist eines von immer mehr Beispielen dafür, wie die britischen Behörden – die die aufhetzenden Reden muslimischer Extremisten regelmäßig ignorieren – Gesetze gegen Volksverhetzung benutzen, um Christen zum Schweigen zu bringen.
  • „Meine Kirche finanziert die medizinische Versorgung von 1.200 muslimischen Kindern in Kenia und Äthiopien. In meinem Herzen gibt es keinen Hass auf Muslime. … Ich glaube an die Redefreiheit. Ich werde weiterhin das Evangelium predigen. Ich habe nichts gegen Muslime, ich habe Muslime nie gehasst, ich habe niemals Hass gegen irgendjemanden gehegt. Doch ich bin gegen das, was Muslime glauben. Sie haben das Recht zu sagen, an was sie glauben, und ich habe ein Recht zu sagen, was ich glaube“, sagt Pastor James McConnell.
  • „Seit der Übernahme durch den Islamischen Staat hat sich [Mossul] in die friedlichste Stadt der Welt verwandelt“, sagt Raied Al-Wazzan, der Vorsitzende des Belfast Islamic Center. Al-Wazzan versucht, aus der Kontroverse um McConnells Äußerungen Kapital zu schlagen: Er will Lokalpolitikern ein schlechtes Gewissen machen, damit sie ihm kostenlos kommunale Grundstücken für den Bau einer Megamoschee überlassen.

Gegen einen evangelischen Pfarrer in Nordirland wurde ein Strafverfahren eingeleitet – wegen „in grober Weise beleidigender“ Äußerungen über den Islam.

Weil er eine Predigt gehalten hat, in welcher er den Islam als „heidnisch“ und „satanisch“ bezeichnete, drohen James McConnell, 78, bis zu sechs Monate Gefängnis. Seine Rede wurde live im Internet übertragen, und eine muslimische Gruppe rief die Polizei, um sich zu beschweren.

Nach Angaben von Nordirlands Generalstaatsanwaltschaft, dem Public Prosecution Service (PPS), habe McConnell gegen das im Jahr 2003 verabschiedete Kommunikationsgesetz verstoßen, indem er „über ein öffentliches elektronisches Kommunikationsnetzwerk eine Nachricht oder etwas anderes gesendet hat (bzw. das Senden veranlasst hat), das auf grobe Weise beleidigend ist“.

Das Verfahren gegen McConnell sei eines von immer mehr Beispielen dafür, wie die britischen Behörden – die die aufhetzenden Reden muslimischer Extremisten regelmäßig ignorieren – Gesetze gegen Volksverhetzung benutzen, um Christen zum Schweigen zu bringen, sagen Beobachter.

McConnell, der es abgelehnt hat, ein Angebot anzunehmen, das ihm einen Prozess erspart hätte, sagt, in Großbritannien würden gezielt Christen zur Strafverfolgung herausgegriffen; dies sei ein Problem, das man angehen müsse, und er beabsichtige, sein Verfahren zu einem Musterprozess „zur Verteidigung der Rede- und Religionsfreiheit“ zu machen.

Pastor James McConnell aus Belfast: „Ich bereue nichts von dem, was ich gesagt habe. Ich hasse nicht die Muslime, aber ich verurteile den Islam als Lehre und entschuldige mich nicht dafür. Ich werde auf ’nicht schuldig‘ plädieren, wenn ich im August auf der Anklagebank sitze.“

Die Kontroverse begann an einem Sonntagabend, am 18. Mai 2014, als McConnell, der Gründer des Whitewell Metropolitan Tabernacle, einer evangelischen Megakirche im Norden von Belfast, eine Predigt hielt über einen grundlegenden Vers der christlichen Bibel, nämlich 1. Timotheus 2,5, wo es heißt: „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus.“

McConnel predigte mit jenem rhetorischen Eifer, wie er für den traditionellen Protestantismus typisch ist, und sagte (die Predigt beginnt in diesem Video bei 22:40):

„Denn es gibt nur einen Gott. Denkt darüber nach. Denn es gibt nur einen Gott. Aber welcher Gott ist es, auf den sich Paulus hier bezieht? Von welchem Gott spricht er? Von dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus.“

„Der Gott, den wir verehren und dem wir heute Abend dienen, ist nicht Allah. Der muslimische Gott, Allah, ist eine heidnische Gottheit. Allah ist eine grausame Gottheit. Eine Gottheit, der unsere dumme Regierung … die Aufwartung macht, und der sie finanzielle Anreize spendiert, um sich ihre Gunst zu sichern und sie sich gewogen zu halten.“

„[Das passiert,] während in muslimischen Ländern Christen wegen ihres Glaubens verfolgt werden, ihre Häuser niedergebrannt, ihre Kirchen zerstört, und Hunderte von ihnen buchstäblich im Martyrium ihr Leben für Christus hingegeben haben. Eine hinreißende junge [sudanesische] Frau im Alter von 27 Jahren, die den Namen Miriam trägt, wird öffentlich ausgepeitscht und gehängt werden, weil sie Christus als ihren Erlöser angenommen hat. Diese fanatischen Diener sind Anbeter des Gottes, der Allah genannt wird. Meine Damen und Herren, dies ist eine Tatsache und kann nicht geleugnet und nicht widerlegt werden.“

„Ich weiß, dass in diesem Land und in dieser Nation eine Zeit hereinbrechen wird, wo es eine Straftat sein wird, solche Dinge auszusprechen. Es wird für falsch und unpatriotisch erachtet. Aber ich bin in guter Gesellschaft, der Gesellschaft [der protestantischen Reformer] Luther und Knox und Calvin und Tyndale und Latimer und Cranmer und Wesley und Spurgeon und andere wie diese.“

„Die muslimische Religion wurde viele Hundert Jahre nach Christus erschaffen. Mohammed wurde im Jahr 570 geboren. Doch die Muslime glauben, der Islam sei die wahre Religion, die bis zu Adam zurückreiche, und dass die biblischen Patriarchen alle Muslime gewesen seien, auch Noah und Abraham und Moses, ja sogar unser Herr Jesus Christus.“

„Nach einigem zu urteilen, was mir in den letzten paar Monaten zu Ohren gekommen ist, könnte man meinen, der Islam sei nicht viel mehr als eine Variation des Christentums und des Judaismus. Dem ist nicht so. Die Vorstellung des Islam von Gott, von der Menschheit und von der Erlösung ist völlig verschieden von den Lehren der Heiligen Schrift. Der Islam ist heidnisch. Der Islam ist satanisch. Der Islam ist eine Lehre, die die Hölle hervorgebracht hat.“

McConnells Kommentare zum Islam machen weniger als zehn Minuten seiner 35-minütigen Predigt aus, bei der die christliche Theologie im Mittelpunkt stand.

Der Rückstoß kam ebenso schnell, wie er vorhersehbar war. Das Belfast Islamic Center, das von sich behauptet, alle 4.000 mutmaßlich in Nordirland lebenden Muslime zu vertreten, beschwerte sich bei der Polizei, die pflichtschuldig eine Ermittlung darüber einleitete, ob hinter McConnells Äußerungen ein „Motiv des Hassverbrechens“ steht.

McConnell veröffentlichte später eine öffentliche Entschuldigung, weigerte sich aber zu widerrufen. Auch lehnte er eine sogenannte fundierte Verwarnung ab. Solche Verwarnungen sind keine Verurteilungen, werden aber in der persönlichen Kriminalakte 12 Monate lang gespeichert. Jeder, der sich weigert, die Verwarnung anzunehmen, kann strafrechtlich verfolgt werden, und McConnell drohen nun bis zu sechs Monate Haft. Die erste Anhörung ist für den 6. August angesetzt.

In einem Interview mit dem Belfast Telegraph sagte McConnell, er werde lieber ins Gefängnis gehen, als seine Kommentare zum Islam zu leugnen.

„Ich bin 78 Jahre alt und in schlechter gesundheitlicher Verfassung, aber das Gefängnis kann mir keine Angst einflößen. Sie können mich zusammen mit Vergewaltigern, Gangstern und Terroristen einsperren, ich werde meine Zeit absitzen.“

„Ich bereue nichts von dem, was ich gesagt habe. Ich hasse nicht die Muslime, aber ich verurteile den Islam als Lehre und entschuldige mich nicht dafür. Ich werde auf ’nicht schuldig‘ plädieren, wenn ich im August auf der Anklagebank sitze.“

Die Anklage gegen ihn sei beispielhaft für die Verfolgung, der Christen heutzutage in Großbritannien ausgesetzt seien, so McConnell:

„Die Geschichte wiederholt sich. Im ersten Jahrhundert wurden die Apostel dafür eingesperrt, dass sie das Evangelium predigten. Die frühen Christen wurden in siedendem Öl gekocht, am Pfahl verbrannt und den wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen. Wenn sie das ertragen konnten und dabei ihren Glauben behielten, dann kann ich locker für sechs Monate ins Gefängnis.“

McConnells Anwalt, Joe Rice, verspricht, den Fall „mit Zähnen und Klauen“ durchzukämpfen. Er sagt:

„Ich stimme nicht allem zu, was Pfarrer McConnell sagt, aber das Verfahren gegen ihn ist eine Bedrohung der Redefreiheit und der Religionsfreiheit. Wenn wir eine wahrhaft pluralistische Gesellschaft sein wollen, dann müssen diese Freiheiten sich auf Christen genauso erstrecken, wie auf alle anderen.“

Nachdem die Staatsanwaltschaft angekündigt hatte, in dem Verfahren gegen McConnell acht Zeugen vorladen zu wollen, sagte Rice:

„Seien Sie versichert, dass wir wesentlich mehr aufrufen werden. Dies wird ein Prozess mit Präzedenzkraft, bei dem führende Figuren des politischen, religiösen und akademischen Lebens aussagen werden.“

„Die Logik hinter der Entscheidung, ein Strafverfahren gegen Pfarrer McConnell zu eröffnen, bedeutet, dass viele andere Geistliche – katholische Pastoren ebenso wie evangelische – sich denselben Ermittlungen gegenüber sehen, weil sie mit Inbrunst predigen.“

„Die Bemerkungen meines Mandanten richteten sich nicht an einzelne Muslime, sondern an den Islam im Allgemeinen.“

McConnell betont, dass er keinen Hass auf Muslime hegt. „Meine Kirche finanziert die medizinische Versorgung von 1.200 muslimischen Kindern in Kenia und Äthiopien“, sagt er. „In meinem Herzen gibt es keinen Hass auf Muslime, doch man wird mich nicht daran hindern, gegen den Islam zu predigen.“ Er fügt hinzu:

„Ich habe mich letztes Jahr entschuldigt, falls ich unabsichtlich irgendjemandes Gefühle verletzt haben sollte. Ich würde das Recht jedes Muslims verteidigen, gegen mich oder das Christentum zu predigen. Ich will ganz sicherlich nicht, dass irgendein muslimischer Geistlicher verfolgt wird, aber ich finde es sehr unfair, dass ich der einzige Prediger bin, der sich einem Gerichtsverfahren zu stellen hat.“

In einem Interview mit der Tageszeitung Guardian wiederholte McConnell, er werde sich „nicht knebeln lassen“. Er sagt:

„Die Polizei hat versucht, mich zum Schweigen zu bringen und mir zu sagen, was ich predigen soll. Das ist lächerlich. Ich werde weiterhin das Evangelium predigen. Ich habe nichts gegen Muslime, ich habe Muslime nie gehasst, ich habe niemals Hass gegen irgendjemanden gehegt. Doch ich bin gegen das, was Muslime glauben. Sie haben das Recht zu sagen, an was sie glauben, und ich habe ein Recht zu sagen, was ich glaube.“

Der Anführer der Kampagne, McConnell vor Gericht zu bringen, ist Raied al-Wazzan, der Vorsitzende des Belfast Islamic Center. „Das ist eine aufhetzende Sprache und definitiv nicht akzeptabel“, sagte er in einem Interview mit BBC.

Al-Wazzan versucht nun, aus der Kontroverse um McConnells Äußerungen Kapital zu schlagen: Er will Lokalpolitiker ein schlechtes Gewissen machen, damit sie ihm – kostenlos – kommunale Grundstücken für den Bau einer Megamoschee in Belfast überlassen. „Wir brauchen die Grundstücke von der Regierung“, sagte er der BBC. „Und es gibt eine riesige Nachfrage danach. Die muslimische Bevölkerung in Belfast wächst rasch, vor allem im Süden der Stadt.“

Im Januar 2015 hatte al-Wazzan schon einmal öffentliches Interesse an seiner Person geweckt, als er die Herrschaft des Islamischen Staates über die nordirakische Stadt Mossul pries, aus welcher Dschihadisten die gesamte, seit 2.000 Jahren existierende und 60.000 Mitglieder starke christliche Gemeinde vertrieben haben. Gegenüber der BBC sagte al-Wazzan: „Seit der Übernahme durch den Islamischen Staat hat sich [Mossul] in die friedlichste Stadt der Welt verwandelt.“

Nachdem Lokalpolitiker die Regierung aufgefordert hatten, dem Belfast Islamic Center die Mittel zu kürzen, widerrief er seine Aussagen. Doch auf der Website des Belfast Islamic Center findet man immer noch an herausgehobener Stelle die Schriften eines muslimischen Extremisten namens Bilal Philips, gegen den Großbritannien ein Einreiseverbot verhängt hat – weil er Gewalt gegen Juden, Christen und Homosexuelle predigt und die islamischen Selbstmordbomber verherrlicht.

McConnells Résumé: „Dem Islam wird erlaubt, in dieses Land zu kommen, der Islam darf in diesem Land praktiziert werden, der Islam darf in diesem Land predigen, und sie predigen Hass. Wir hingegen dürfen keine Bibelverse verteilen, wir sind im Islam nicht erlaubt und uns wird nicht gestattet, das Evangelium zu predigen. Wir werden vom Islam verfolgt, wenn wir für Jesus Christus einstehen.“

Soeren Kern ist ein Senior Fellow des New Yorker Gatestone Institute und Senior Fellow for European Politics der in Madrid ansässigen Grupo de Estudios Estratégicos / Gruppe Strategische Studien. Besuchen Sie ihn auf Facebook und folgen ihm auf Twitter.

http://de.gatestoneinstitute.org/6081/belfast-pfarrer-islam

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

Copy-shop als psychoanalytische Methode heute.
Die Psychoanalyse heute ist lediglich die Nachahmung einer vermeintlichen Psychoanalyse, die es so nie gegeben hat, also unbewußte Karikatur, Totemmaske ihrer selbst.
Die Revolution frißt ihre Väter, nicht ihre Kinder.
Jeder verdient eine zweite Chance. Eine zweite, nicht eine zwölfte, zweiundzwanzigste oder einhundertzweite.
In Polen haben amerikanische Geheimdienstler ihre Gefangenen gefoltert, während vor polnischen Gerichten Prozesse gegen polnische Geheimdienstler liefen, die polnische Gefangene gefoltert haben.
Besser irgendwelche Sitten, als gar keine Sitten.
Direkte Gewalt gegen strukturelle Gewalt – lediglich eine Rationalisierung der eigenen Lust als Rechtfertigung für eigene wilde, triebhafte Gewalt. Wer strukturelle Gewalt von Institutionen eines demokratischen Rechtstaates delegitimiert und direkte Gewalt gegen diese Institutionen legitimiert, der gibt jeglicher denkbaren Form von Gewalt freie Hand, denn jede Gewalt kann moralisch begründet werden. Der Teufel ist ein Moralist. Und ein Gewalttäter. Aufrufe zur Gewalt sind in Deutschland strafbar.
National Sozialistische Deutsche Arbeiter Partei (NSDAP) war links,, ihr Kampf gegen Kommunisten und Sozialisten war nicht ideologisch, sondern es war ein Konkurrenzkampf unter Gleichen.
Wer sich für Kunst nicht interessiert, wem Kunst nichts bedeutet, der interessiert sich ebensowenig für Menschen, dem bedeuten Menschen nichts. Denn Kunst ist Ausdruck menschlicher Gefühle, Kunst ist Liebe. Das Erkennen der Realität wird nicht durch Verstand angestossen, sondern durch Empathie, durch Einfühlungsvermögen in das Sinnliche, also durch die Ästhetik. Der Verstand alleine erkennt gar nichts, der Verstand alleine drischt blindlings leeres Stroh und nennt sich zu Unrecht Wissenschaft. Ein solcher Verstand verbraucht sich in der einzigen Leistung, unter Auslassung oder Heranbiegung von Fakten in jedem Fall immer eigene moralische Überlegenheit zu konstruieren.
Manche Menschen schauen in den Spiegel und sagen: „Die Welt ist schrecklich, die Welt ist böse“, und fangen an, dieses Böse in der Welt, aber nicht in sich, zu verfolgen, zu vernichten, auszumerzen. Also andere Menschen, das Andere menschliche, was sie nicht sein wollen, zu exterminieren, zu liquidieren.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

 „…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl.“ (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)
„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Ein Deutscher sei ein Mensch, der keine Lüge aussprechen könne, ohne sie tatsächlich zu glauben – Adorno
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett „antideutsch“ nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur „normale“ kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann
„Nein, ihr habt nichts zu tun mit den Arbeitern. Mit Schweißgeruch. Mit Menschen in Maschinenhallen oder an Fließbändern. Mit Möbelpackern oder Heizungsmonteuren. Mit Schützenvereinen und Angelsportclubs. Mit Hauptschülern und sonntäglichen Kirchgängern. Nein, das Volk liegt euch nicht.“ Das ist die Argumentation der wahrhaften, der lafontainistisch-leninistischen Sozialdemokratie – die konsequente Steigerung von Arbeiter, Schweiß, Schützenverein und Alfred Tetzlaff immer weiter hinauf bis ins Volk hinein als dem ultimativen Gully allen deutschen Wahns. – Joachim Bruhn
Dummheit, nicht Denken, Ideologien, Moralismus, führen zum radikalen handeln. radikales Denken verhindert radikales Handeln.
Weltanschauungen sind Vokabelmischungen – Walter Serner
„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“ – Hans Dieter Hüsch

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

People feel always terrible offended if you do not believe their lies.
Everyone is responsible for his feelings.
Psychoanalysis is nobody’s business except the psychoanalyst and his patient, and everybody else can fuck off.
“Time is the echo of an axe
Within a wood.”
― Philip Larkin, Collected Poems

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

 Why Allah does not shows himself? Because he does not want  to do anything with such assholes.
When fascism returns, he will not say, ‘I am the fascism‘. No, he will say, ‘I am the anti-fascism Ignazio Silone.
Political correctness requires a language for a poetry album.
 Psychoanalysis is frivolous, or it is not psychoanalysis.
Colorful diversity, earlier: shit.
What can not any longer be changed, can not any longer be reformed, it is no longer alive, but very dead (instead). What is dead should be, has to be buried: religion, marriage, Romanticism, etc.
Romantic sucks.
 The reality is always stronger than illusions.
 A delusion is characterized by increasing loss of reality, and can be attested to today’s leaders in Germany and the mass media. Loss of reality describes the mental state of a person who is not (any longer) be able to understand the situation in which it is located. So you are ruled by madmen and manipulated by the mass media.
Totalitarianism can only be defeated if one has the courage to call things by their right names, just as they are. Political correctness prevents it promotes totalitarianism and political cowardice and political lie.
The Extinction: Islam is like the sun, who comes too close to him, will burn itself and will flare the rest of the world with him.
Islam does not want any submission! Islam wants victory, destruction and annihilation.
The world was not created just for you.
Time needs time.
What has God with us when he freely admits the devil more and more territories?
It’s not the biggest fear when you look into an abyss, but to note that the abyss looks back at you.
I is different.
Muslim´s headscarf is less annoying than German mothers with their pushchairs.
Prostheses people – look like women and men, but they are not.
Global governance the political repair operation begins to repair before something was created.
The extremely increased, ostensibly critical, actually demonizing, German interest in Israel and Jews is perverse.
The Nonanti-Semite is by the current German law an anti-Semite who defames, discriminates, delegitimizes Israel, Jews, , but do not supports expressis verbis the aim of the Third Reich, the Holocaust, the extermination of the Jews.

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

An extreme narcissist is a potential terrorist, and every terrorist is an extreme narcissist.
Islamization means dementia.
Copy-shop as a psychoanalytic method today.
Psychoanalysis today is merely an imitation of a putative psychoanalysis, it has never existed, an unconscious cartoon, totem mask of itselves.
The revolution devours its fathers, not its children.

Everyone deserves a second chance. A second, not a twelfth, twenty-second or one hundred second.

In Poland, American intelligence officials  have tortured their prisoners, while the Polish courts ran trials of Polish intelligence officesr who tortured Polish prisoners.

Better have any manners, than no manners at all.
Direct violence against structural violence only a rationalization of their own desire as justification for their own wild, instinctual violence. Who delegitimizes structural violence of institutions of a democratic state and legitimizes direct violence against these institutions  gives any conceivable form of violence free hand, for any violence can be morally justified. The devil is a moralist. And a perpetrator of violence. Calls for violence are illegal in Germany.
National Socialists German Worker Party (NSDAP) was left, its fight against communists and socialists was not ideological, but it was a competition among equals.
Those who are not interested in art, to whom art means nothing, those are not interested in people, to those  people mean nothing. Because art is an expression of human feelings, art is love.
Some people look in the mirror and say, „The world is terrible, the world is evil,“ and begin to pursue this evil in the world, but not in themselves, destroy, eradicate. So other people, the other humans, what they do not want to be,  to exterminate, to liquidate.

1 x 1 materialist criticism: the aim must be to make appearances in a situation in which they are legible. (…) A new barbarism is always to be feared, is not directly powered from the spirit of National Socialism, but in the guise of democratic anti-fascism of learning from history and political correctness come along. (…) Defence of the open fascism by its democratic denazification and incorporation. (…) The Second World War was a culture industry Massenevent.(..) Specialization and diversification are a contemporary manifestation of massification and uniformity. (…) 

The different pigmentation of human skin is an objective fact, not a mere invention. (…) Breed today is the self-assertion of the bourgeois individual, integrated in the barbaric collective. (Clemens Nachtmann)

„Democracy is nothing more than the rule of the stick over the people by the people for the people. (…) There are three types of despots: the despot who enslaves the body, the despot who enslaves the soul and the despot who enslaves both body and soul. The first is called Prince. The second is called the Pope. The third is called the people. (..) If you want to lead the people, you are forced to follow the mob. (…) The first duty in life is to be as artificial as possible. The second duty is still unknown. Oscar Wilde

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno

Stupidity, not thinking, ideologies, moralism, lead to radical acting. radical thinking prevents radical action.
Worldviews are vocabulary mixtures Walter Serner
The main reason of a psychotherapy is – with temporary support of the psychotherapist –. to take his own destiny in own hands.  Who lives with a self-image that the temporary clarifying role of the therapist is an intolerable insult, he must to try to cope with his life alone.“Hans Ulrich Gumbrecht

Unterschiedliche psychische Motivation von Links-, von Rechtsextremen und Islamisten / Diverse mental motivation of left-wing and right-wing extremists and Islamic Fundamentalists (german/english)

Peter Breughel - s

Pieter Breugel the Elder, The Fall of the Rebel Angels, 1562. Oil in panel, 11 x 162 cm.

 

Unterschiedliche psychische Motivation von Links-, von Rechtsextremen und Islamisten

 

von Julian S. Bielicki

 Menschen, die mit Moral Gewalt rechtfertigen, haben gar keine Moral und wollen nur ihre eigene Lust an der Gewalt mit Moral rechtfertigen. Durch solche moralischen Engelgestalten spricht der Teufel.

Während der rechtsextreme und der islamistische Gewalttäter durch primitive Vorläufer des

aggressiv bedingten Über-Ich’s als pathologischem Haß bewegt werden, ist die Motivation des

Linksextremen im sexuell bedingten Ich-Ideal angesiedelt, d.h. durch die unbewußte Angst, die

Liebe des Ich-Ideals zu verlieren.

 

Der Rechtsextreme, der Islamist schüttelt das Gesetz der moralischen Regeln ab, um direkt

seinen Trieben zu frönen, der Linksextreme unterdrückt die direkte Auslebung seiner Triebe, um

gesetzten moralischen Regeln zu dienen. (Das moralische Gesetz ist immer von Menschen

„gesetzt“, und nicht aus der Natur „abgeleitet“. Die Natur kennt keine Moral. Wenn etwas

„natürlich“ sei, ist es kein Argument für ein solches „natürliches“ Verhalten für den Menschen.) Der

Rechtsextreme, der Islamist dient sozusagen einem Rache-Gott, der Linksextreme einer Liebes-

Göttin. „Der Jihadismus ist die arabische Variante des Hitler’schen Nationalsozialismus. Er ist ein

Todeskult. Sein zentrales Ritual ist das Menschenopfer. Aufnahme im Blutorden findet derjenige,

der einen lebenden Ungläubigen eigenhändig enthauptet.“i

Der Rechtsextreme, der Islamist ist mit einem Topf ohne Deckel zu vergleichen, der bei

Überhitzung überkocht, der Linksextreme mit einem Kochtopf mit festgeschraubtem Deckel, der

bei Überdruck der Triebe explodiert. In beiden Fällen wird die Küche versaut.

 

Motivation der Linksextremen

 

Die Motivation des Linksextremen ist nicht eine direkte Übertragung seiner Triebhaftigkeit auf die

Außenwelt, sondern auf dem Umweg über das Gewissen, das aus dem Über-Ich und dem Ich-

Ideal besteht. Man soll sich vom Gewissen nicht zu viel versprechen, denn das Gewissen alleine,

ohne das Einfühlungsvermögen, ohne das Mitgefühl, also ohne ein gewisses Maß an Liebe, deckt

lediglich mörderische Lust und gibt ihr eine moralische Ausrede, so daß das Morden gar keinen

Halt mehr hat, wenn die Mordlust und die Moral Hand in Hand gehen, wie es bei Islamisten, bei

Rechtsextremen und bei Linksradikalen der Fall ist. Das Ich-Ideal des Linksextremisten ist eine

„ideale Mutter“, die er in Gruppe, Partei, Menschheit sucht, eine „Mutter“, die alle gerecht füttern

und lieben soll, ohne daß die „Kinder“ eine Leistung erbringen müssen. Alle bekommen gleiches

Happa-Happa, auch ohne Leistung. Der Linksextreme wird fanatisch von der ihn ängstigenden

Vorstellung getrieben, er könne die Liebe einer „Liebes-Göttin“ verlieren, und versucht ständig, die

phantasierten Erwartungen dieser idealen Mutter zu erfüllen. Er liebt in einer Art „ozeanischem“

Gefühl die ganze Welt, fühlt sich mit allen und allem verbunden und in seiner Größenphantasie für

alles verantwortlich und übersieht dabei den einzelnen, konkreten Menschen, das einzelne,

konkrete Leben. Es ist eine Art von „Übernächsten-Liebe“, in deren Licht der Nächste sehr wohl

darben kann. Diese „Übernächsten-Liebe“ hat weder mit Mitgefühl, noch mit

Einfühlungsvermögen, sondern ausschließlich mit dem Narzißmus einer solchen Linken zu tun.

Die Mumie

Schauen Sie sich nur die Gesichtsmaske von der Stalinistin Sarah Wagenknecht an, in der gar

kein Gefühl zu erkennen ist, außer der Überheblichkeit, immer im Recht zu sein.

Roth

 

Wie glühend warm dagegen die immer aufgeregte Claudia Roth, die wohl schon beim Aufwachen zutiefst betroffen ist und alle, alle endlos liebt. Im Unterschied zum Rechtsextremen ist beim

Linksextremen die Mutterbeziehung zum Säugling größtenteils befriedigend gewesen und gerade

dieser Befriedigung hetzt der Linksextreme sein ganzes Leben lang nach, indem er ständig

versucht, die imaginierten Forderungen der Mutter zu erfüllen, um ihre Liebe nicht zu verlieren,

denn ohne seine Mutti (Partei, Arbeiterklasse, whatever) kann er nicht.

Er schafft sich daher ein perfektionistisches Ich-Ideal nach dem Motto: „So sollst Du sein, damit

Dich die Mutter liebt.“ und versucht auch dann noch, ihm zu folgen, wenn es unrealistische

Forderungen stellt und Unmögliches von ihm verlangt. Er versucht, eine Art „Paradies auf Erden“

zu schaffen und richtet sein ganzes Leben darauf ein, dem nachzukommen. Wie aber Blaise

Pascal sagte, der Mensch sei weder ein Engel noch eine Bestie, aber wenn er zum Engel werden

will, dann wird er zur Bestie.

Da er seine Ideale jedoch nicht erreicht, wird er andauernd durch seine Schamgefühle getrieben;

das Ich-Ideal zieht ihn hinter sich her wie an einem langen Gummiband, dessen Spannung stärker

und stärker wird, bis es reißt und in das an sich starke Über-Ich ein Loch hineinknallt. Er ist aus

„Liebe“ zu den Menschen bereit, Menschen zu ermorden, zu foltern, zu quälen, zu verfolgen.

Das Über-Ich ist dem Linksextremen eine durchaus verbietende Instanz, die ihm sagt: „Das darfst

Du nicht!“, in Verbindung jedoch mit dem Überhöhten Ich-Ideal, das letztlich nicht nur von ihm

selbst, sondern von der ganzen Gesellschaft verlangt, sie solle eine den Forderungen einer

imaginierten, liebenden Mutter entsprechende, eben eine ideale Gesellschaft sein, wird sein

Gewissen brüchig und er ist bereit, andere zur Erreichung dieses Zieles in die Knie oder ins Grab

zu zwingen.

In der Übertragung des alle Wünsche befriedigenden Mutterbildes auf die Gesellschaft scheut der

Linksextreme alles, was mit den sozialhistorischen Forderungen eines Vaters zusammenhängt:

individuelle Belohnung für individuelle Leistung, Pflichten, Strafen, Versagung, etc. Und das es

immer weniger echte Väter gibt, immer mehr alleinerziehende Mütter oder trottelige biologische,

aber nicht psychische, nicht soziale Väter, deswegen wird eine solche vaterlose Gesellschaft

immer linksextremer.

Die Fähigkeit zum Denken und zur Reflexion ist beim Linksextremen zwar durch seine

permanente Scham-Angst zeit- und teilweise eingeschränkt, jedoch vorhanden, so daß ein

Diskurs mit einem Linksextremen durchaus möglich und die Fähigkeit zur Einsicht manchmal

vorhanden ist.

Dadurch, daß der Linksextreme in einer ständigen Bemühung lebt, ein bestimmtes Ziel zu

erreichen, setzt er sich ganz anders mit seiner Umwelt auseinander als dies ein Rechtsextremer

tun würde, dem es nur darum geht, sich sofortige Triebbefriedigung zu verschaffen, sexuelle oder

aggressive, oder beide zugleich. Für einen Linksextremen ist Triebverzicht selbstverständlich,

wenn es ihn seinen Idealen näherbringt, der Linksextreme ist eher asketisch.

Der Linksextremismus ist wesentlich auch von Intellektualismus geprägt und war eng verknüpft mit

der studentischen Revolte von 1968. Pauschal läßt sich sagen, daß ein Linksextremer über eine

höhere Intelligenz und Bildung verfügt als ein Rechtsextremer oder ein Islamist.

 

Motivation der Rechtsextremen, der Islamisten

 

Die Motivation des Rechtsextremen ist eine direkte Befriedigung seiner Triebhaftigkeit, ohne

Umweg über das Gewissen.

Das Gewissen ist für ihn keine ausschlaggebende Instanz und dessen Forderungen und Gebote

werden ebenso leichtfertig umgangen wie das vernünftige, realistische Denken. Die „innere

Stimme“ des Über-Ichs, die ihm sagt: „Das darfst Du nicht!“, vernimmt er höchstens ganz leise,

um sie lautstark in einem triumphierenden, trotzigem und rebellischem „Ich will es aber und ich

werde es tun!“ niederzuschmettern. Er empfindet zumeist auch keinerlei Scham- oder

Schuldgefühl.

 

Voraussetzung für eine Ich-Idealbildung ist die Identifizierung mit einem intakten, nicht erkennbar

widersprüchlichen elterlichen Ich-Ideal und die vollzogene psychische Ablösung von den Eltern.

Daß die heutige Gesellschaft so sehr beschäftigt ist mit Menschen, die über mangelndes

Gewissen und mangelnde Ideale verfügen, ist auch als eine Spätfolge der nationalsozialistischen

Diktatur zu sehen. Gewissensbildung geschieht immer auch in Korrespondenz mit den

Forderungen und Geboten des jeweiligen Kulturideals. Die heutige Generation hat noch immer mit

der Korruption des elterlichen Ich-Ideals im Nationalsozialismus zu kämpfen.

Hierbei ist es meines Erachtens bedeutsam, daß sich die meisten Beteiligten nach Kriegsende der

inneren Verarbeitung ihrer Hörigkeit entzogen und sich gegenseitig in der bis heute größtenteils

hartnäckig verteidigter Verleugnung ihrer mörderischen Vergangenheit bestärkt haben.

Jene Elterngeneration war in ihrer großen Mehrheit nicht in der Lage, der heutigen

Elterngeneration mit Überzeugung ein Idealbild zu präsentieren, weil sie sich selbst für die von der

Eltern- und Großelterngeneration begangenen Greueltaten weder schämen noch schuldig fühlen,

sie seien es ja nicht selbst gewesen und das „Wir“ wird bei Siegen der deutschen

Fußballmannschaft zwar gerne verwendet, aber nicht für schändliche Taten der Deutschen in ihrer

Geschichte. Eben dadurch wird es möglich, daß die Gesellschaft heute wieder in dieselbe

Richtung der scham-losen und schuld-baren Gewalt getrieben wird.

 

Prognose: Was kann sich aus der rechtsextremen, der islamistischen Bewegung ergeben?

 

„Wir beseitigen in unseren unbewußten Regungen täglich und stündlich alle, die uns im Wege

stehen, die uns beleidigt und geschädigt haben. Das „Hol‘ ihn der Teufel“, das sich so häufig in

schmerzendem Unmute über unsere Lippen drängt und das eigentlich sagen will: „Hol‘ ihn der

Tod“, in unserem Unbewußten ist es ernsthafter, kraftvoller Todeswunsch. Ja, unser Unbewußtes

mordet selbst für Kleinigkeiten; wie die alte athenische Gesetzgebung des Drakon kennt es für

Verbrechen keine andere Strafe als den Tod, und dies mit einer gewissen Konsequenz, denn jede

Schädigung unseres allmächtigen und selbstherrlichen Ichs ist im Grunde ein crimen laesae

majestatis (Majestätsbeleidigung Anm.JSB.). So sind wir auch selbst, wenn man uns nach

unseren unbewußten Wunschregungen beurteilt, wie die Urmenschen eine Rotte von Mördern. Es

ist ein Glück, daß alle diese Wünsche nicht die Kraft besitzen, die ihnen die Menschen in Urzeiten

noch zutrauten; in dem Kreuzfeuer der gegenseitigen Verwünschungen wäre die Menschheit

längst zugrunde gegangen, die besten und weisesten Männer darunter wie die schönsten und

holdesten der Frauen. „ii

 

Falls den Rechtsextremen (Islamisten) das Handwerk nicht gelegt wird, kann sich ein „IV. Reich“,

wenn auch ein islamischer, als Kalifat, mit all seinen Begleitumständen ergeben, Mord und

Totschlag für alles Humane und Vernünftige, Tod der Kultur, die Freisetzung der unbewußten

kulturfeindlichen Triebwünsche, die mit jedem Kind vom neuen geboren werden: „Solche

Triebwünsche sind die des Inzests, des Kannibalismus und der Mordlust.“iii

Für die Welt war es ein Unglück, nicht ernst zu nehmen, was Hitler sagte und schrieb. Die

Gewaltakte des nationalsozialistischen Deutschland konnte jeder zuvor in „Mein Kampf“ lesen.

Um zu wissen, was sich aus der derzeitigen rechtsextremen (islamistischen) Bewegung ergeben

kann, reicht es aus, diesen Leuten zuzuhören und zu lesen, was sie ankündigen.

 

Was tun?

 

Der erste und wesentliche Schritt ist meines Erachtens die Einsicht, daß wir es beim

rechtsextremen (islamistischen) Gewalttäter mit einem Menschen zu tun haben, der mörderische

Haßgefühle hegt, die er selbst nicht kontrollieren kann und die er gegen andere Menschen, die

ihm „nicht passen“, ohne jegliches Mitleid, ohne geringste Schuld- oder Schamgefühle, wenden

wird. Es hat keinen Zweck, mit dem rechtsextremen (islamistischen) Gewalttäter zu diskutieren,

weil sein Denkvermögen aufgrund geringer Intelligenz und ungezügelter Triebhaftigkeit „außer

Betrieb“ ist.

Das Verständnis für die psychopathologischen Hintergründe des rechtsextremen (islamistischen)

Gewalttäters darf jedoch auf keinen Fall dazu führen, sein Verhalten zu entschuldigen.

Niemandem wird es schwer fallen, zu verstehen, warum ein anderer sein Geld stehlen will und

doch würde jeder versuchen, ihn daran zu hindern.

 

Verstehen heißt nicht, exkulpieren.

 

Die Schwierigkeit besteht eben darin, daß Menschen mit einem reifen Gewissen sich gegen

Menschen ohne Gewissen wehren sollen. Das Gewissen hemmt jedoch die Aggression auch dort,

wo sie angebracht wäre, was zur Folge hat, daß in der Geschichte der Menschheit stets die

Aggressiven und Gewissenlosen die Aggressionsgehemmten und Friedlichen ausgerottet haben.

Die Vernunft aber gebietet, daß wir gegenüber den Rechtsextremen (Islamisten) aggressiv

werden müssen, wenn wir von ihnen nicht versklavt oder ermordet werden wollen.

 

Sollen die Klugen immer nachgeben, wird die Welt von Dummen regiert.

 

Zu viel Klugheitmacht dumm.

 

Wie können wir die rechtsextreme, die islamistische Bewegung zum Stillstand bringen?

 

Der Rechtsradikale (Islamist) versteht nur konkrete Handlungen; Appelle und verbale Proteste

helfen nichts. Der demokratische Staat muß konkret und nicht nur deklamatorisch tätig werden

und eine konsequente standhafte Haltung bewahren. Er muß dem rechtsradikalen (islamistischen)

Gewalttäter fortwährend durch Härte klarmachen, welche Grenzen er nicht überschreiten darf. Ist

der rechtsradikale (islamistische) Gewalttäter nicht fähig, diese Grenzen selbst zu erkennen, dann

muß ihm zu dieser Erkenntnis verholfen werden, das fehlende innere Leitsystem muß durch ein

äußeres ersetzt werden.

Der Verkennung der Realität muß ganz entschieden entgegengetreten werden, da alles andere

dem Rechtsradikalen (Islamisten) nur dazu dient, sich bestätigt zu fühlen. Man muß sich immer

wieder vor Augen führen, daß die Einsichtsfähigkeit dieser Menschen gegen Null tendiert und daß

es deshalb nur durch Androhung und konsequente Verhängung harter Strafen möglich ist, ihnen

die Grenzen ihres Tuns aufzuzeigen.

So wie die Anfänge des Denkens erst mit der Zerstörung des symbiotischen Bandes zur Mutter

möglich werden und mit der ersten unangenehmen Vorstellung einhergehen (der erste Gedanke

ist ein unangenehmer Gedanke), so verläuft die entsprechende Entwicklung auch in der Therapie.

Die Aufgabe des Staates kann nur über den Weg der Enttäuschung des rechtsradikalen

(islamistischen) Gewalttäters führen, indem die ihn frustrierende Realität an die Stelle einer ihn

befriedigenden Phantasie gesetzt wird.iv Für den rechtsradikalen (islamistischen) Gewalttäter sind

häufig Gefühl und Realität ein- und dasselbe. Er verleugnet die Realität und ihm wird nicht

bewußt, daß das, was er fühlt, in Wirklichkeit überhaupt nicht zutrifft. Diese Erkenntnis muß er

vom Staat auf unangenehme Weise lernen. Der rechtsradikale (islamistischen) Gewalttäter muß

aus seiner phantasierten Welt durch harte reale Maßnahmen ent-täuscht werden, d.h. seine

Täuschungen müssen weg. (Ich habe neulich mit meinen muslimischen Friseuren

durchgerechnet, daß wenn 72 Jungfrauen jeweils 4 Mütter hätten, dann bekäme der Jihadist in

seinem Himmel 72 x 4 = 296 Schwiegermütter, 72 Schwiegerväter, unzählige Tanten, Onkel und

Cousinen. Diese Vorstellung war für alle Anwesenden in dem Friseursalon zutiefst erschreckend,

niemand mehr war bereit für diese 72 Jungfrauen zu sterben, die Realität hat den Wahn auf

einfache Weise besiegt.)

Eine gewährende und sympathisierende Haltung des Staates und der Gesellschaft geben

rechtsradikalen (islamistischen) Gewalttätern eine vorher in diesem Umfang nie gekannte

Gelegenheit, ihre Aggressionen gegenüber dem Staat und seinen Schutzbefohlenen, straflos zu

agieren („Juden ins Gas!“). Diese rechtsradikalen (islamistischen) Gewalttäter benutzen die lasche

Haltung des Staates manchmal in subtiler, immer öfter in aggressiver mörderischer Weise zur

Befriedigung ihrer Haßgefühle („NSU“ Mordtaten).

Die kurzfristige Notlösung besteht darin, rasch und hart den rechtsextremen (islamistischen)

Gewalttäter zu bestrafen und ihm im Wiederholungsfalle weitere, höhere Strafen in Aussicht zu

stellen.

 

Bewährte verhaltenstherapeutische Maßnahmen

 

In der Verhaltenstherapie ist dies ein seit langem bekanntes Vorgehen: Wirksam sind entweder

sehr starke und empfindliche Strafen oder schwache, aber konsequente, umgehend einsetzende

Strafen. Ein kleines Hündchen, das noch nicht stubenrein ist, wird man am ehesten erziehen

können, indem man ihm entweder sofort nach seiner Verfehlung einen leichten Klaps gibt, so daß

es Bestrafung und „Tat“ in einen Zusammenhang bringen kann, oder man schüchtert es durch

harte Maßregelung so ein, daß es darauf bedacht ist, möglichst nichts anzustellen, was eine

solche Strafe noch einmal heraufbeschwören würde. Wichtig ist, daß die Gewalttäter sich

kontrolliert fühlen (und vielleicht ist es so schwer, dies durchzusetzen, weil in der Gesellschaft aus

verständlichen historischen Gründen eine so große Angst vor einem Überwachungsstaat besteht),

d.h. der Staat muß durch Kontrolle und konsequente Strafandrohung die Rolle des fehlenden

Gewissens ersetzen.

Der Staat muß aggressiv ein wie der aggressivste rechtsradikale Gewalttäter. Läßt sich der Staat

überrumpeln, zögert er, läßt er sich auf Diskussionen ein, hat dies eine verstärkende Wirkung auf

die antidemokratischen Kräfte in der Gesellschaft, denn der Rechtsradikale (Islamist) wird alles,

was er nicht als schärfste Zurückweisung begreift, als Bestätigung dafür empfinden, auf dem

richtigen Weg zu sein. „Interessenkonflikte der Menschen werden also prinzipiell durch die

Anwendung der Gewalt entschieden.“v

 

Strafe für Straftaten

 

In der Konsequenz bedeutet diese Aussage: Strafe für Straftaten und keinerlei Belohnung für die

Unterlassung von Straftaten. Es muß als selbstverständlich gelten, daß ein Mensch niemanden

materiell schädigt, körperlich verletzt oder tötet. Die Gesellschaft soll den Menschen für

gesellschaftlich erwünschte, lebensfördernde Leistung belohnen, und nicht für die Unterlassung

der Schädigung von anderem Leben. Niemand erhält z.B. eine Belohnung dafür, daß er bei Rot

nicht über eine Kreuzung fährt oder daß er nicht falsch parkt, usw.

Dazu sind keine neuen Gesetze notwendig, Gesetze sind in diesem Land zu Genüge vorhanden:

z.B. StGB Paragraph 86 (Verbreitung von NS-Propagandamitteln) und 86a (Verbreitung von NSEmblemen),

Paragraph 130 (Volksverhetzung) und 131 (Aufstachelung zum Rassenhaß) als auch

weitere Paragraphen des Strafgesetzbuches.vi der Staat muß~ die vorhandenen Gesetze lediglich

konsequent und sofort anwenden. Parteien können vom Bundesverfassungsgericht, Vereine vom

Innenminister des jeweiligen Landes bzw. landesweit vom Bundesminister verboten werden: Im

Grundgesetz-Artikel 9, Absatz 2 heißt es: „Vereinigungen, deren Zwecke oder deren Tätigkeit den

Strafgesetzen zuwiderlaufen oder die sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder gegen

den Gedanken der Völkerverständigung richten, sind verboten.“

 

Gesellschaftliche Aggression gegen Rechtsextreme, gegen Islamisten

 

Der Sündenbock der Rechtsextremen (Islamisten) muß schwach sein oder schwach erscheinen.

Je schwächer (braver) die Verfolgten sind oder erscheinen, desto mehr eignen sie sich als

Sündenbock. Allein offen-aggressives Verhalten des Verfolgten kann den Mechanismus der

Projektion aufheben. Braves und verständiges Verhalten seitens der Opfer facht die zum Angriff

auf das Opfer führende Projektion nur noch weiter an.

Die Geschichte der letzten Jahrtausende war beispielsweise für die Juden die Geschichte ihrer

Friedensbewegung: brav, wehrlos, vernünftig, zurückweichend. Wohin diese friedliche Haltung

geführt hat, wissen wir. Gegen in ihrer Haltung hartes Rußland dagegen, wagt sich keiner direkt

Anzukämpfen.

„Alle Terroristen der Welt wissen, daß man El Al-Flugzeuge nicht entführt! Sie haben es am

Flughafen in Entebbe und an Board von Sabena in Tel Aviv gelernt. Um ehrlich zu sein, das ist

was wir im Westen von ihnen lernen sollten, wie man gegen den Terrorismus kämpft. Da die

Koalition nach 10 Jahren des Engagements in Afghanistan und im Irak bestenfalls ein Patt

erreichte, aber Israel von Feinden umgeben weiterhin besteht. Ein Krieg ist furchtbar, jeder Krieg

ist furchtbar, und wie Terroristen einen Krieg führen, ist am Furchtbarsten. Man kann den Krieg

nicht in weißen Handschuhen gewinnen, unter den Lichtblitzen von Kameras. Manchmal muß man

sich auf das Niveau der Terroristen begeben und sie dort treffen, wo es sie am meisten

schmerzen wird.

 

Im Herbst 1985 tötete Hisbollah im Libanon einen sowjetischen Diplomaten und drei nahm sie als

Geiseln. Offiziere der sowjetischen Sicherheitskräfte entführten daraufhin einen Verwandten der

Entführer, kastrierten ihn, steckten ihm seine Hoden in den Mund und erschossen ihn. Sein

Leichnam wurde den Terroristen geschickt mit der Nachricht, wenn die Geiseln nicht freigelassen

werden, dann wird das gleiche Schicksal andere Mitglieder der Terrororganisation treffen. So

kämpft man gegen Terrorismus. Wenn wir dafür nicht bereit sind und solche Taktik verabscheuen,

dann wäre es besser, wenn wir unsere Häuser nicht verlassen. Darüber hinaus ist ein brutaler und

unerbittlicher Kampf gegen den Terrorismus nicht nur die Domäne des “banditischen” Israels.

Erinnern Sie sich nur, wie die britische Armee mit der IRA umging. Das Jahr 1981, Maze

Gefängnis, Robert Sands, Derry, 1972, Blutiger Sonntag – sagt es noch jemand etwas?“vii

Die demokratische Gesellschaft und die von den Rechtsextremen (Islamisten) angegriffenen

Gruppen müssen sich hoffen aggressiv wehren und mit dem kleinkindlichen Gebrabbel „Gewalt ist

keine Lösung“ aufhören. Gewalt ist sehr oft eine Lösung und manchmal die einzige mögliche

Lösung. Es ist jedoch keine Lösung, zu denen Feiglinge fähig wären, die vor lauter Angst sind mit

dem Aggressor identifizieren.

Zugleich soll die Gesellschaft dem Rechtsextremismus (Islamismus) den Boden der

klammheimlichen und der offenen Sympathie entziehen. Der Rechtsradikale (Islamist) muß die

gesellschaftliche Ächtung und die staatliche Härte deutlich zu spüren bekommen.

Individuell kann jeder von Fall zu Fall versuchen, angemessen durch Worte und Handlungen die

Verachtung, Ablehnung, Abwehr und Bekämpfung des Rechtsextremismus (Islamismus) deutlich

zu machen: der Gastwirt wie der Geschäftsinhaber, der dem Rechtsextremisten (Islamisten) die

Tür weist, der Vermieter, der ihn als Mieter ablehnt, der Arzt, der ihm eine Behandlung verweigert

(was er aufgrund des sog. „fehlenden Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient“ sehr

wohl darf), ebenso wie der Handwerker, Taxifahrer und jeder andere es ablehnen kann, für

Rechtsextremisten (Islamisten) Leistungen zu erbringen.

Rechtsextremisten sind Feiglinge, nur in der Meute fühlen sie sich stark und greifen auch dann nur

die Schwächsten an.

 

„ (…) Der Westen hat das Aufkommen des islamischen Todeskultes lange verleugnet, verharmlost

oder wegpsychologisiert. Die vorherrschende Kultur des Therapeutismus hat den Begriff des

Bösen abgeschafft, menschliche Boshaftigkeiten zur Spätfolge von früheren Kränkungen

verkitscht und sich so der Fähigkeit beraubt, existenzielle Gefahren zu erkennen und sich vor

ihnen zu schützen. Das ansonsten raffinierte westliche Gemüt erträgt keine Schonungslosigkeit.

Konfrontiert mit Verworfenheit, Grausamkeit und Horror, reagiert es mit Panik, psychotischer

Kopflosigkeit und Unterwerfungsreflexen. Es würde alles dafür tun, damit der Albtraum wieder

verschwindet. Mit ihm geschieht das, was Tolkien in «Herr der Ringe» beschrieben hat, wenn die

Lebewesen des Kontinents Mittelerde vom «schwarzen Atem» der mächtigen, untoten Reiter

Mordors gestreift werden: Jene werden von einer todeskalten Schwäche erfasst, winden sich in

Angst und Schrecken und verwandeln sich schliesslich selbst in Untote, willenlos den schwarzen

Reitern ausgeliefert.

Der feinnervige Humanismus ist die Achillesferse des Westens. Seine Feinde kennen diese

Schwäche besser als er selbst und nützen sie aus. Die somalischen Klankrieger kannten sie, als

sie in Mogadischus Strassenkämpfen gegen die Amerikaner Frauen und Kinder als Schutzschilde

vor sich herschoben, in der richtigen Annahme, dass sich die GIs so kaum getrauen würden,

zurückzuschiessen. Die abgründig zynische Hamas kennt sie und versuchte auch im jüngsten

Gazakrieg wieder eine möglichst hohe Zahl eigener ziviler Opfer zu produzieren. Die ISPartisanen

Najis kennen sie und durchschlugen mit einer kurzen Serie diabolisch kalkulierter

Bestialitäten das mentale Verleugnungsdispositiv des Westens und zogen ihn in ihre

apokalyptische Schlacht hinein, ohne dass er ein aussenpolitisches Konzept, eine militärische

Strategie oder ein plausibel begründbares Eigeninteresse hätte.

 

Opferbonus einspielen

 

Und auch islamische Verbände in Europa und Amerika versuchen von der hinter multikulturellen

Toleranzbeschwörungen versteckten Angst vor archaischen Gewaltausbrüchen übereifriger

Korananhänger zu profitieren, um ihre religiöse Sonderagenda voranzutreiben: Mit einer subtilen

Mischung aus Gekränktsein, Opfersimulation und Drohungen massieren sie den naiven Eliten in

Kirche, Politik und Medien geduldig die Botschaft ein, dass es rassistisch und Ausdruck einer

krankhaften Gesinnung sei, den Islam zu kritisieren. Mit Erfolg. Die Mehrzahl der Meinungs- und

Kulturberufler verzichtet mittlerweile freiwillig auf eine offene Auseinandersetzung mit einer

Religion, in deren geistigen Herrschaftsbereich Intoleranz, Unfreiheit, intellektuelle Trostlosigkeit

grassieren. Freier Wettstreit der Ideen, Lachen, Spott sind jedoch der Sauerstoff eines gesunden

kulturellen Lebens.

Soll der Westen den «Magen» haben, um dem lähmenden schwarzen Atem Mordors

standzuhalten, muss er seinen Humanismus wieder robuster und selbstbewusster machen. Und

sich ab und zu an die Anfänge erinnern, an die Initianten des Projekts Aufklärung, eines der

grossartigsten, aber immer gefährdeten Unternehmen des menschlichen Geistes.

«Doch dass ein Kamelhändler», schrieb Voltaire 1740 in einem Brief an Friedrich den Grossen

über den Islam und seinen Propheten, «in seinem Nest Aufruhr entfacht, dass er seine Mitbürgen

glauben machen will, dass er sich mit dem Erzengel Gabriel unterhielte; dass er sich damit

brüstet, in den Himmel entrückt worden zu sein und ein Teil jenes unverdaulichen Buches

empfangen zu haben, das bei jeder Seite den gesunden Menschenverstand erbeben lässt; dass

er, um diesem Werke Respekt zu verschaffen, sein Vaterland mit Feuer und Eisen überzieht, dass

er Väter erwürgt, Töchter fortschleift; dass er den Geschlagenen die freie Wahl zwischen Tod und

seinem Glauben lässt: Das ist mit Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann.» (…)“viii

 

Langfristige Problemlösung

 

Es besteht die Gefahr, daß der Rechtsextremismus und Islamismus in Deutschland von offizieller

Seite verharmlost und die ihm immanente Gefahr heruntergespielt wird.

Der Rechtsextreme, der Islamist beruft sich auf Mißstände in der Gesellschaft oder in der

Staatsführung. Es wäre äußerst gefährlich, dem Rechtsextremen, dem Islamisten politische und

soziale Interessen oder auch nur Einsicht zuzugestehen. Für den Rechtsextremen, für den

Islamisten besteht immer ein „Notstand“, er braucht den „Notstand“, um das Bild des bösen

Vaters Staat und die Tatsache lebendig zu halten, daß er „mißbraucht“ oder „von der Welt

schlecht behandelt“ wird. Der Staat darf sich davon nicht beirren lassen. Wo ein Notstand

herrscht, soll er behoben werden, aber für einen unmäßig gierigen Menschen besteht immer und

überall ein Notstand. Der Rechtsextreme, der Islamist weiß nicht, daß das, was er fühlt, nicht

realistisch ist. Diese Erkenntnis kann er nur, wenn überhaupt, durch schmerzhafte versagende

Erfahrung vom Vater Staat lernen, was er von seiner Mutter hat nicht gelernt hat.

Es ist zudem wichtig, die rechtsradikalen, die islamistischen Quellen im Schoß der deutschen

Gesellschaft zu sehen, in den zentralen Werten dieser Gesellschaft und in ihrer Geschichte. Pech

für den Neonazi, für den Islamisten: quod licet jovi non licet bovi.

 

Die Bedeutung der Familie für gesunde psychische Entwicklung

 

Die Ursache des grausamen, mörderischen Rechtsradikalismus und Islamismus in Deutschland

ist der Zerfall der Familie, verursacht durch hohe Industrialisierung und die vielen Kriege in der

Geschichte dieses Landes.

Die ödipale Problematik kann nur dann erlebt und aufgehoben werden, wenn dem Kind beide

Eltern zur Verfügung stehen: eine weibliche Mutter und ein männlicher Vater (dies ist keine

Tautologie) und wenn die Eltern sich gegenseitig lieben. Da es immer weniger Väter gibt und

immer weniger weibliche Frauen und männliche Männer, die sich gegenseitig lieben, wird die

Möglichkeit, den ödipalen Konflikt zu erleben und aufzuheben, immer seltener, die Anzahl von

Psychotikern, Fast-Psychotikern (Borderlinern), Psychopathen und Narzißten wird immer größer,

die Projektionen, seelische Spaltungen immer stärker, massiver und, für die Ich-Schwachen,

unverzichtbar.

Die liebevolle Mutter schenkt dem Kind die Welt, der liebevolle, Grenzen setzende Vater lehrt das

Kind, mit dieser Welt schöpferisch und verantwortungsvoll umzugehen.

„In einer guten Objektbeziehung hat die Liebe den Sieg über den Haß davongetragen. In der

Beschreibung von Patienten hört man so viel über die Schwierigkeiten, die es bereitet,

Aggressivität auszudrücken, und so wenig über die Schwierigkeiten, Liebe zum Ausdruck zu

bringen. Dabei ist das letztere wirklich sehr viel wichtiger, denn die Aussichten auf Heilung hängen

von der Liebesfähigkeit ab und nicht von der Fähigkeit zur Aggression“.ix

Wie bereits erwähnt, ist eine integre männliche Vaterfigur f}r die Ausbildung einer reifen

Persönlichkeit beim Kinde notwendig, damit das Kind sowohl eigene Gefühle wahrnimmt, als auch

fähig ist, diese Gefühle unter dem Primat des milden Gewissens und vor allem der Vernunft zu

kontrollieren.

 

„Bei einem zum Beispiel gering integrierten Strukturniveau sind die mentalen Vorstellungen des

eigenen Selbst und der wichtigen Andern wenig differenziert, wenig realistisch, schwarz oder weiß

polarisiert. Die Beziehungserwartungen sind überhöht sehnsüchtig in ihren Ansprüchen, u.U.

impulsiv feindselig und fragil unbeständig mit dem Risiko plötzlicher Abrisse. Strukturbezogene

Psychotherapie würde dem Patienten diese dysfunktionalen Muster spiegelnd verdeutlichen und

gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, sie zu verändernd einzuüben und durchzuarbeiten. Das

fällt u. U. Therapeuten schwer, die an der früher oft genannten Überzeugung festhalten, eine gute

therapeutische Beziehung sei Voraussetzung für jede gelingende Therapie. Eine initiale gute

Beziehung ist aber mit strukturell beeinträchtigten Patienten nicht möglich, da die basale

Beziehungsstörung Charakteristikum der Störung ist. So tendieren manche Therapeuten dazu,

ihre Patienten strukturell zu überschätzen. Kaum jemals wird im Bericht zum (Psychotherapie-

)Antrag das Strukturniveau schlechter als „mäßig integriert“ eingeschätzt (selbst wenn eine

Borderline-Störung diagnostiziert wurde), so daß sofort oder nach kurzzeitigem modifizierten

Arbeiten wieder die zu deutende Übertragungsbeziehung oder die Durcharbeitung emotionaler

Belastungen der Biographie in den Vordergrund gerückt wird. Das Ergebnis sind nicht selten

langwierige therapeutische Verstrickungen oder plötzliche Behandlungskrisen und –abbrüche. So

beschäftigt sich Supervision häufig mit schwierigen Verläufen, die aus dem problematischen

Versuch resultieren, strukturelle Störungen Konflikt-und Übertagungszentriert zu behandeln.

Entscheidend ist eine therapeutische Haltung, die den Patienten so annimmt, wie er ist und die

Beziehungsschwierigkeiten nicht interpretiert, sondern in ihrer Dysfunktionalität ernstnimmt und

gemeinsam mit dem Patienten nach Alternativen sucht, um Schaden von ihm (und von Anderen.

Anm.JSB) abzuwenden.“ X

 

Das ödipale Selbst oder: Mutter und Vater lieben sich und wer liebt mich?

 

Es ist notwendig, daß das Kind im Umgang mit Mutter und Vater sowohl die Liebe der Eltern, als

auch eine wohlwollende Abgrenzung zu ihnen erleben kann, was nur in einer intakten Familie

möglich ist. Durch das Erleben dieser Abgrenzung, die dem Kind die Eltern deutlich als Andere

erkennbar werden läßt, wird das Kind gezwungen, die sowohl schmerzhafte als auch notwendige

Suche nach neuen Bindungsmöglichkeiten zu beginnen. Erst durch diese Erfahrung schließt sich

dem Kind die Welt auf als ein Ort, wo freie Individuen mit anderen freien Individuen freie

Beziehungen eingehen, wo jeder die Verantwortung für sich selbst trägt und die Akzeptanz

moralischer Regeln als notwendig für ein gelingendes Miteinander anerkannt wird.

 

Das analysierte Selbst im Idealfall oder: Ich bin O.K. und du bist O.K.

 

Die Psychoanalyse bietet die Möglichkeit, daß der Mensch sich auf den Boden der Vernunft stellt.

Triebregungen als solche zu erkennen ist Voraussetzung dafür, daß der Mensch die Möglichkeit

hat, sich aufgrund seiner Vernunft zu entscheiden, ob er dieser Regung folgen will oder ob er sich

versagend gegenüber seinen eigenen Wünschen verhält. Wer in einer Kneipe – obwohl er den

dringenden Wunsch danach verspürt – auf ein weiteres Bier verzichtet, weil er mit dem Auto nach

Hause fahren will, handelt vernünftig, denn er vermeidet die Gefährdung sowohl seiner eigenen

Person als auch anderer Menschen.

 

Ebenso bietet erst die Analyse und das Durchschauen der Abwehrmechanismen die Möglichkeit,

anderen Menschen oder anderen Kulturen vorurteilsfrei begegnen zu können: Gründet sich das,

was ich vom anderen empfinde oder von ihm denke, auf die Realität oder mischen sich darein

etwa Gefühle, die mit dem anderen gar nichts zu tun haben? Sehe ich den anderen wirklich so,

wie er wirklich ist? Der Mensch ist nicht nur gut und nicht nur böse, sondern hat von beidem

etwas, diese Erkenntnis, so banal sie auch klingt, führt dazu, daß man den anderen so akzeptiert,

wie er ist: Du bist O.K.

 

Es geht darum, zu starke Schuld- und Schamgefühle zu mindern (umgekehrt ist dies leider nicht

möglich): Verbiete ich mir etwas, was ich vielleicht durchaus zulassen könnte? Stelle ich

überhöhte Ansprüche an mich selbst und leide darunter, daß ich sie nicht erreiche? Einen

Ausgleich zu finden zwischen angemessenen und unangemessenen Forderungen des Über-Ich,

verhilft zu einer wohlwollenden Einstellung auch gegenüber sich selbst: Ich bin O.K.

Die Aufgabe der Psychoanalyse läßt sich vereinfachend auf den bekannten Freudschen Satz

bringen: Wo ES war, soll Ich werden. Es geht um die Erkenntnis, daß unser Denken und unsere

Gefühle beeinflußt werden durch innere Triebregungen und bestimmte innerpsychische

Mechanismen, was nicht an sich schlecht oder böse ist (sonst wäre der Mensch auch nicht zur

Liebe fähig), aber dann verändert werden soll, wenn entweder derjenige selbst oder andere

Menschen darunter leiden.

 

Schlußwort

 

Es ist für die Freudsche Psychoanalyse evident, daß der Mensch ein unter den Lebewesen mit

höchster Intelligenz und höchster Triebhaftigkeit ausgestattetes Mörder- und Liebestier ist. Seine

Intelligenz benutzt er leider fast ausschließlich, um den beiden Trieben den Weg zu ihrer

Befriedigung zu bahnen.

Alle Massen- und Volksbewegungen sind kulturfeindlich und triebhaft. Deswegen werden bei

Massen- und Volksbewegungen immer auch der Fremdenhaß und der Antisemitismus triebhaft.

„Es ist immer möglich, eine größere Menge von Menschen in Liebe aneinander zu binden, wenn

nur andere für die Äußerung der Aggression übrigbleiben. (…) Nachdem der Apostel Paulus die

allgemeine Menschenliebe zum Fundament seiner christlichen Gemeinde gemacht hatte, war die

äußerste Intoleranz des Christentums gegen die draußen Verbliebenen eine unvermeidliche Folge

geworden; den Römern, die ihr staatliches Gemeinwesen nicht auf die Liebe begründet hatten,

war religiöse Unduldsamkeit fremd gewesen, obwohl die Religion bei ihnen Sache des Staates

und der Staat von Religion durchtränkt war.xi

Unsere Demokratie ist keine Basisdemokratie, sondern eine repräsentative Demokratie. Die

Forderung nach einer Basisdemokratie kann leicht zur Diktatur und zum Terror einer triebhaft

agierenden Masse werden. Es ist wichtig, den repräsentativen Charakter unserer Demokratie

energischer zu betonen, der unserer Hoffnung folgt, daß die gewählten Repräsentanten des

Volkes, unsere Abgeordneten und Regierungsmitglieder, über ein stärkeres Gewissen verfügen

als der Durchschnitt ihrer Wähler, so daß z.B. die Todesstrafe in Deutschland keinen Eingang

findet, obgleich die Mehrheit des deutschen Volkes sich die Todesstrafe wünscht. Es ist wichtig,

daß „Hinz und Kunz“ die vom Bundestag und Bundesrat verabschiedeten Gesetze achten, ob es

dem Einzelnen paßt oder nicht. Viele Deutsche haben offenbar vergessen, daß eine Demokratie

durch parlamentarische, und nicht völkische Mehrheiten regiert wird. Die Gefahr, die von den

tollkühn gewordenen Flegeln ausgeht, ist gerade, daß sie f}r sich in Anspruch nehmen, „das Volk“

zu sein. Auch wenn zutreffen sollte, daß „das Volk“ die Brutalität gegenüber Ausländern und

Juden vertreten würde – trotzdem muß klar gemacht werden, daß sich jeder an Beschlüsse der

demokratisch gewählten Vertreter des Volkes halten muß, mit oder ohne Einsicht in den Sinn

parlamentarischer Entscheidungen. Illusionäre Idealisierung „des Volkes“ muß kritisch betrachtet

werden. „Auch die Bolschewisten hoffen, daß sie die menschliche Aggression zum Verschwinden

bringen können dadurch, daß sie die Befriedigung der materiellen Bedürfnisse verbürgen und

sonst Gleichheit unter den Teilnehmern an der Gemeinschaft herstellen. Ich halte es für eine

Illusion.“xii Politische Veränderungen dürfen nur auf parlamentarischem Wege geschehen, das

Zündeln auf der Straße könnte sonst einen Flächenbrand entfachen. Psychisch kann

ausschließlich die Kultur, wenn auch mehr oder weniger mangelhaft, die Triebhaftigkeit des

Einzelnen und der Massen hemmen.

 

„Das menschliche Zusammenleben wird erst ermöglicht, wenn sich eine Mehrheit

zusammenfindet, die stärker ist als jeder Einzelne und gegen jeden Einzelnen zusammenhält. Die

Macht dieser Gemeinschaft stellt sich nun als `Recht` der Macht des Einzelnen, die als `rohe

Gewalt` verurteilt wird, entgegen. Diese Ersetzung der Macht des Einzelnen durch die der

Gemeinschaft ist der entscheidende kulturelle Schritt.xiii (…) Die individuelle Freiheit ist kein

Kulturgut. Sie war am größten vor jeder Kultur.xiv (…) Die Kultur muß alles aufbieten, um den

Aggressionstrieben der Menschen Schranken zu setzen, ihre Äußerungen durch psychische

Reaktionsbildungen niederzuhalten.xv (…) Die Schicksalsfrage der Menschenart scheint mir zu

sein, ob und in welchem Maße es ihrer Kulturentwicklung gelingen wird, der Störung des

Zusammenlebens durch den menschlichen Aggressions- und Selbstvernichtungstrieb Herr zu

werden.xvi“

 

Nach dem Vorstehenden besteht keinerlei Aussicht auf Erfolg, die Aggressivität des Menschen

abschaffen zu wollen; es ist jedoch möglich, kurzfristig die Auswirkungen dieser unumgänglichen

Aggressivität zu verhindern und langfristig in eine gesellschaftlich erwünschte Richtung zu lenken.

Der real existierende und weiterhin anwachsende Rechtsradikalismus wird uns vernichten, wenn

wir nicht wagen, an die faktischen Konsequenzen unserer Albträume zu glauben und sie

rechtzeitig, hier und jetzt, energisch, mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften, unterbinden.

 

sfreud

 

i Anleitung zur Höllenfahrt, von Eugen Sorg, Basler Zeitung, 07.11.14

http://bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Anleitung-zur-Hoellenfahrt/story/28426350

ii Freud, Sigmund: Fragen der Gesellschaft. Ursprünge der Religion. Frankfurt 1982. Studienausgabe Band IX. S.57

iii ebda S.144

iv Tarachow, S.: Einf}hrung in die Psychotherapie, Stuttgart 1979, S. 19

v S.Freud ebda S.276

vi Maier, Georg: Bekämpfung des Rechtsextremismus mit Mitteln des Strafrechts. In: Aus Politik und Zeitgeschichte ; B 44 ; S. 19-26 1983

vii Israel vs. den Rest der Welt

Von Dawid Karbowiak, 12.07.2014

http://www.Polska-zbrojna.pl/Home/articleshow/13142?t=Izrael-kontra-reszta-SWIATA

viii Anleitung zur Höllenfahrt – Vvn Eugen Sorg.

http://bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Anleitung-zur-Hoellenfahrt/story/28426350

ix Tarachow, S.: Einf}hrung in die Psychotherapie, Stuttgart 1979, Klett-Cotta, S.100>)

x Prof. Dr. Gerd Rudolf http://www.rudolfpsychotherapie.

de/austausch/anmerkungen_zur_strukturbezogenen_psychotherapie/

xi S.Freud, ebda S.243

xii S.Freud ebda S.283

xiii S.Freud, ebda S.225

xiv S.Freud, ebda S.226

xv S.Freud, ebda S.241

xvi S.Freud, ebda S.270

 

line-wordpress

Peter Breughel - s

Pieter Breugel the Elder, The Fall of the Rebel Angels, 1562. Oil in panel, 11 x 162 cm.

 

Diverse mental motivation of left-wing and right-wing extremists and Islamic

Fundamentalists

 

by Julian S. Bielicki

 

While the right-wing extremist and the Islamist violent perpetrator are fueled by the primitive

ancestor of the aggressively conditioned superego in form of morbid hatred, the motivation of

the left-wing extremist is rooted in the sexually conditioned ego ideal, e.g. via the unconscious

fear of losing the ego ideal’s love.

The right-wing extremist, the Islamic fundamentalist shake off the law of ethical norms in order

to directly indulge in their animalistic drive, the left-wing extremist avoids directly acting out

animalistic drives in order to serve set moral rules. (The law of ethics is always “set” by

people, not “derived” from nature. Nature doesn’t know ethics. Simply because something is

“natural”, it doesn’t mean it is thus a “natural” behavior for a human being.) The right-wing

extremist and the Islamic fundamentalist so to speak serve a god of vengeance, while the leftwing

extremist serves a goddess of love. “Jihadism is the Arabic version of Hitler’s national

socialism. It’s a death cult with human sacrifice at its very center. Initiation into this bloody

order is granted to those who single-handedly decapitate a living infidel.”i

The right-wing extremist, the Islamic fundamentalist can be compared to a pot missing its lid,

which boils over when overheated, while the left-wing extremist can be likened to a pot with a

bolted-on lid which explodes under the excessive pressure of their drives. In each case the

kitchens is left a total mess.

 

Motivation of left-wing extremists

 

The motivation of left-wing extremists is not a direct translation of physical urges to the

outside world, but takes a detour through conscience, which is comprised of the superego

and the ego ideal. However, one shouldn’t rely too strongly on it, for the conscience by itself,

without empathy, compassion, therefore without a certain amount of love, only covers

murderous lust and provides it with an ethical excuse, so that murdering has no foothold as

soon as the lust to kill and ethics go hand in hand, such as is the case with Islamic

fundamentalists, as well as right-wing and left-wing extremists. The ego ideal of left-wing

extremists is an “ideal mother”, which is sought after in group, political party and humanity, a

“mother” who’s job it is to feed and love everyone equally, without expecting her “children” to

deliver any achievements. Everybody receives the same yum-yum, even with no

achievements. The left-wing extremist is fanatically driven by the scary-to-him idea of losing

the love of a “goddess of love” and constantly strives to meet and exceed the fantasized

expectations of this ideal mother. In a kind of “oceanic” feeling, he loves the entire world, feel

connected to everyone and everything, and, in his delusions of greatness, feels responsible

for everything, while overlooking the individual concrete person, the singular, concrete life. It

is a form of “excessive charity”, in the light of which the immediate fellow human may very

well starve. This “excessive charity” is far from compassion or empathy, but solely stems from

the narcissism of such left-wing extremist.

 

Die Mumie

Just take a look at Sarah Wagenknecht’s facial expression, who is doing a great job at

following in Stalin’s footsteps: No detectable emotion, except for arrogant pride under the

presumption of always being in the right.

 

Roth

How fiery warm, in contrast, is the always furious Claudia Roth, who probably wakes up

deeply concerned and loves everyone, really everyone infinitely. Unlike the right-wing

extremist, the left-wing extremist likely had a largely satisfactory relationship to his mother

during infant years, causing him to chase this satisfaction for the rest of his life by constantly

striving to fulfill the imagined expectations of the mother in order to not lose her love, for

without his mommy (part, working class, whatever), he’s flat on his back.

Thus he fabricates a perfectionist ego ideal according to the motto: “This is how you ought to

be, so that the mother will love you.” and even attempts to comply with it in cases in which it

makes unrealistic demands and requires the impossible from him. He tries to create a sort of

“paradise on earth” and lays out his entire life accordingly. But as Blaise Pascal said, the

human is neither angel nor beast, but when he tries to become an angel, he will end up a

beast.

 

Because he does not reach his ideals, he is constantly driven by a sense of shame; The ego

ideal is dragging him like by a long rubber band, its tension constantly increasing, until it rips

and blows a hole through the essentially strong superego. Out of “love” for humans, he

becomes willing to murder, torture, agonize and persecute others. To the left-wing extremist,

the superego is indeed a restricting entity, telling him: “You’re not allowed to do that!”,

however, in connection with the inflated ego ideal, which ultimately demands from him, as well

as the entire society, to meet the expectations of an imagined, loving mother – an ideal

society so to speak – his conscience begins to crumble and he becomes willing to bring

others to their knees, or even graves, in order to achieve this goal.

In translating the mother image, which satisfies all desires, to society, the left-wing extremist

avoids everything that relates to the socio-historical requirements of a father: individual

reward for individual achievements, responsibilities, punishments, rejection, etc.. And as there

are less and less real fathers, and more single mothers or idiotic biological, but not physical,

not social fathers, this fatherless society is becoming increasingly extremely left-wing.

The ability to think and reflect may occasionally and partially be limited by his permanent

shame-fear, yet it is present, thus indeed allowing for discourse with a left-wing extremist and

sometimes providing him with the ability to accept new understandings. Since the left-wing

extremist lives in constant effort of reaching a certain goal, he deals with his environment

substantially different than a right-wing extremist would, who only cares to obtain immediate

satisfaction of his urges, sexual or aggressive, or both simultaneously. Suppression of urges

is self-evident, if it brings him closer to his ideals. The left-wing extremist is rather ascetic.

Left-wing extremism is essentially also influenced by intellectualism and was tightly

associated with the student’s revolt of 1968 in Germany. Across the board, it is safe to say

that a left-wing extremist possesses higher intelligence and education than a right-wing

extremist or an Islamic fundamentalist.

 

Motivation of right-wing extremists and of Islamic fundamentalists

 

The right-wing extremist’s motivation is a direct satisfaction of his physical urges, without

making a detour through conscience. To him, conscience is not a crucial entity and its

demands and orders are bypassed just as frivolously as the reasonable, realistic thinking. The

“inner voice” of the superego telling him: “You mustn’t do that!” is heard very silently, if at all,

and only so that he can smash it to pieces with his triumphant, defiant and rebellious “But I

want to do it and thus I will!”. He usually feels no shame or guilt, either.

Precondition for developing an ego ideal is identifying oneself with an intact, not recognizably

conflicting parental ego ideal and the fulfilled mental detachment from the parents. Today’s

society’s struggle with people who possess deficient conscience and deficient ideals is also a

late result of the National Socialist dictatorship. Development of conscience always takes

place in accordance with the requirements and orders of the respective cultural ideals Today’s

generation is still at battle with the corruption of the parental ego ideals during Nationalistic

Socialism. In this connection, according to my judgment, it is of significance that most of those

involved eluded imprisonment after the end of the war and have strengthened one another in

their, for the most part, persistently defended denial of their murderous past up until today.

The large majority of that generation of parents failed at persuasively presenting an ideal to

today’s generation of parents, because they themselves are neither ashamed nor feel guilty

for the horrendous acts committed by their parent- and grandparent-generation. After all, they

didn’t do it themselves and the “We” that is used with good grace when the German soccer

team wins, is quickly forgotten when it comes to the dishonorable acts of Germans in history.

Exactly due to this, it is made possible, that the society today is once again being driven in the

same direction of shameless and verifiable violence.

Forecast: What may the right-wing extremist and Islamist movement develop into?

 

“Every day, even every hour we remove all those, who stand in our way, who have insulted

and harmed us, although just in our subconscious impulses. To our subconscious, the phrase

“May the devil get him!” (from German, equivalent to: “Damn him!”), which frequently leaves

our lips in painful resentment and which actually wants to say: “May death get him!”, is a

serious and powerful death-wish. Yes, our unconscious murders over insignificant things; like

the old Athenian legislation of Draco, it knows no punishment for misdoings except death, and

does this with a certain consistency, for every damage of our almighty and autocratic ego is

essentially a crimen lèse-majesty (the crime of violating majesty). Thus we ourselves, if

judged by our unconscious wishful impulses, are a mob of murderers, just like prehistoric

men. It’s a blessing that all these wishes don’t possess the power that people in primitive

times associated with them; humanity would’ve long fallen in the cross fire of mutual

malediction. Among them the best and wisest men, as well as the most beautiful and graceful

of women.” ii

If the right-wing extremists (Islamic fundamentalists) aren’t stopped, a “Fourth Reich”, albeit

an Islamic one, as caliphate, with all its accompanying conditions may develop, murder and

homicide for all that is humane and reasonable, death of culture, release of unconscious

culturally adversarial urges, reborn with every child: “Such urges are those of incest,

cannibalism and lust to kill.” Iii

Not taking the things Hitler said and wrote serious was a disaster to the world. In “Mein

Kampf” (en “My Struggle”), everyone was able to read about the violent acts of Nazi Germany

beforehand. Thus listening to the current right-wing extremist (Islamist) movement and

reading what they announce sufficiently tells us what they might develop into.

 

What to do?

 

The first and vital step, in my opinion, is understanding that when dealing with a right-wing

extremist (Islamist) violent criminal, we’re dealing with a human who fosters murderous

feelings of hatred, which are out of his own control, and which he will direct toward other

humans who are not in line with him, and do so entirely devoid of compassion, devoid of the

slightest feelings of guilt or shame. There’s no point in discussing with the right-wing extremist

(Islamist) violent criminal, for his intellectual ability to reason is “out of order” due to marginal

intelligence and uninhibited physical urges.

However, comprehension of the psycho-pathological background of the right-wing extremist

(Islamist) violent criminal must in no case lead to excusing his behavior. No man will have a

hard time understanding why another is trying to steal his money, yet still, every man would

try to prevent it.

 

Comprehending does not equal exculpating.

 

The difficulty lies exactly in that people with a matured conscience must defend themselves

against people without conscience. However, conscience also inhibits aggression where it is

appropriate, which is why in human history the aggressive and merciless have always killed

off the aggression-inhibited and peaceful. Yet, rationality commands us to become aggressive

toward the right-wing extremists (Islamic fundamentalists) if we wish to avoid being enslaved

or murdered by them.

 

If the smart folks always give in, the world will be ruled by goons.

 

Too much “cleverness” makes one stupid.

 

How can we put an end to the right-wing extremist, the Islamist movement?

 

The only thing the right-wing extremist (Islamic fundamentalist) understands is concrete

action; Appeals and verbal protests are useless. The democratic state must become active in

a concrete way, rather than a solely declamatory way, and it must retain a consistently firm

attitude. It must constantly convey to the right-wing extremist (Islamist) violent criminal which

limits may not be crossed by means of severity. If the right-wing (Islamist) extremist is not

capable of recognizing these limits by himself, then he must be helped in attaining this

realization; the missing inner guidance system must be replaced by an external one. The

misjudgment of reality must be authoritatively confronted, for anything else only serves to

enable the right-wing extremist (Islamist) to feel approved. One must constantly be reminded,

that these humans have a capacity of discernment that is next to nothing and that,

consequently, the threat of, as well as the consistent imposition of harsh punishments is the

only way of demonstrating the limits of their activities to them. Just as the beginnings of

thinking don’t become possible until the destruction of the symbiotic tie to the mother and go

hand in hand with the first uncomfortable conception (the first thought is an uncomfortable

one), so does the corresponding development in therapy. The state’s duty can only lead down

the path of disappointing the right-wing extremist (Islamist) violent criminal by replacing his

satisfactory fantasy with the reality which frustrates him. iv

To the right-wing extremist (Islamist) violent perpetrator, emotion and reality are often the

same thing. He denies reality and doesn’t realize that what he feels doesn’t apply to reality at

all. He must learn this realization from the state in an uncomfortable manner. The right-wing

extremist (Islamist) violent criminal must be disenthralled from his fantasy world by harsh and

real actions, e.g. his enthrallments must be removed. (I recently calculated with my Muslim

hairdresser, that if 72 virgins have 4 mothers each, then the Jihadist in his paradise would

receive 72 x 4 = 296 mothers in law, 72 fathers in law, countless aunts, uncles and cousins.

This idea was deeply disturbing to all present, and nobody was willing to die for these 72

virgins – reality had defeated insanity in a simple manner.)

A conniving and sympathetic stance on the part of the state and society provides right-wing

extremist (Islamist) violent criminals with an opportunity to express their aggression against

the state and its ward free of consequence (“Wipe out all Jews!”) to an extent previously

unknown. These right-wing extremist (Islamist) violent criminals sometimes use the state’s

slack position in a subtle manner, but more and more often in an aggressive murderous

manner to satisfy their feelings of hatred („NSU“ murderers)

The short-term emergency solution is quickly and severely punishing the right-wing extremist

(Islamist) violent perpetrator and threatening with further, more severe punishment in case of

repeated offenses

 

Established measures of behavior therapy

 

This process has long been known in the field of behavioral therapy: Very harsh and severe

punishments as well as weak but consistent and immediately realized punishments are

effective. A small dog that still needs to be house-trained is best raised by either giving it a

soft slap immediately after its mistake, so that it can associate its action with the punishment,

or one intimidates it with severe reprimand into trying to avoid anything that could lead to such

a punishment again. It is important that the violent perpetrators feel controlled (and maybe

this is so difficult to implement, because society, due to in perspicuous historical reasons, is

extremely afraid of a surveillance society), e.g. it is the state’s duty to replace the missing

conscience via control and consistent threat of punishment.

The state must be as aggressive as the most aggressive right-wing extremist violent criminal.

If the state allows itself to be run over, if it hesitates, if it attempts to engage in discussions, it

will have a strengthening effect on the anti-democratic powers in society, because the rightwing

extremist (Islamic fundamentalist) will consider anything that he doesn’t comprehend to

be a concrete and severe rejection as an approval of his actions and a sign of being on the

right path. “Thus human’s conflicts of interests are, in principal, decided by use of violence.” v

 

Punishment for crimes

 

Consequently this statement means: Punishment for punishable offenses and no sort of

reward for the omission of punishable offenses. It must be considered self-evident, that a

human inflicts no harm to others, not physically, materially or even by killing. Society must

reward humans for socially desired, life-promoting achievements, not for the omission of

harming other life. For example: Nobody receives a reward for not running a stop sign or

parking correctly, etc. This doesn’t require new laws. There are plenty of laws in this country,

e.g: StGB Paragraph 86 (distribution of NS propaganda material) and 86a (distribution of NS

emblems), Paragraph 130 (incitement of the people) and 131 (inciting racial hatred), as well

as further paragraphs of the criminal code. Vi

The state must merely consistently and immediately put to use the existing laws. Parties can

be banned nationwide by the Federal Constitutional Court, and clubs can be banned by the

minister of the interior on a state-level, or by the Federal Minister nationwide: The German

constitution states in article 9, paragraph 2 that “Clubs with a purpose or which are committing

activities running in contrary to the criminal law, or which direct themselves against the

constitutional order or against the ideal of international understanding are forbidden.”

 

Social aggression against right-wing extremists, against Islamic fundamentalists

 

The right-wing extremist’s (Islamic fundamentalist’s) scapegoat must be weak or appear to be

weak. The weaker (better behaved) the persecuted party is or appears to be, the better it is

suited as a scapegoat. The only thing that can stop the mechanism of projection is openly

aggressive attitude from the persecuted party, for well-behaved and rational behavior on the

part of the victim only further fuels the projection which will lead to an attack on the victim.

History in recent millennia to Jews for example was the history of their peace movement: well7

behaved, defenseless, reasonable, quick to give in. Where this peaceful attitude led them is

well known. Yet nobody dares to directly attack Russia, which is firm in its attitude.

“All terrorists in the world know not to kidnap El Al airplanes! They learned that at the airport in

Entebbe and on board of Sabena in Tel Aviv. To be honest, this is what we westerners should

learn from them: How to fight terrorists. Especially since the coalition, after ten years of

involvement in Afghanistan and Iraq, at best came to a sort of stalemate, while Israel,

surrounded by enemies, continues to stand its ground. A war is awful, any war is awful, and

the way in which terrorists wage war is beyond awful. One can’t win war wearing white gloves

in the popping of cameras and flashbulbs. Sometimes it is necessary to stoop to the level of

the terrorists and attack them where it hurts them the most.

 

In Lebanon, in autumn of 1985 the Hezbollah killed one soviet diplomat and took three

hostage. Officers of the soviet security forces then abducted a relative of one of the

kidnappers, castrated him, stuck his testicles in his mouth and shot him. His corpse was then

sent to the terrorists with the message, that if the hostages aren’t released, the same fate

awaited other members of the terrorist organization. That’s how terrorism is fought. If we’re

not ready for that and despise such tactics, then it would be best if we never leave our homes.

Furthermore a brutal and relentless struggle against terrorism isn’t just the preserve of the

“outlaw” Israel. Remember how the British armed forces dealt with the IRA. It was 1981, Maze

prison, Robert Sands, Derry, 1972, bloody Sunday – does that ring a bell?” vii

 

The democratic society and those groups which have been attacked by the right-wing

extremists (Islamic fundamentalists) must openly and aggressively defend themselves and

cease their immature spiel of “violence is not the answer”. Violence is often the answer and

sometimes the only possible solution. However, it’s not a solution cowards are capable of,

who’d rather identify with their oppressor out of all their fear.

At the same time, society must pull the rug of clandestine and open sympathy out from under

the right-wing extremism (Islamism). The right-wing extremist (Islamic fundamentalist) must

explicitly be made to feel society’s ostracism and the state’s severity.

Everyone can individually, from case to case, attempt to appropriately reveal the contempt,

rejection, defense and abatement of right-wing extremism (Islamism) through words and

actions: the barkeeper as well as store owner, who shows the right-wing extremist (Islamic

fundamentalist) the door, the landlord who rejects him as tenant, the doctor who refuses to

treat him (which he may very well do due to the so-called „missing trust-relationship between

physician and patient“), as well as the craftsperson, chauffeur and anybody else who is in a

position to refuse servicing right-wing extremists (Islamic fundamentalists).

Right-wing extremists are cowards and they only feel strong in packs, yet even then, they only

attack the weakest victims.

 

„ (…) The west has denied, down-played or psycho-debunked the emergence of the Islamic

death cult for a long time. The predominant culture of therapeutism has destroyed the

definition of evil, trashed human malignity as a late effect of early mortification and thus

robbed itself of its ability to recognize and defend itself from existential dangers. The

otherwise ingenious western mind cannot stand ruthlessness. When confronted with

crookedness, cruelness and horror, it reacts by panicking, a psychotic state of mindlessness

and submissive reflexes. It would do anything for the nightmare to disappear again. It

experiences what Tolkien from <<Lord of the Rings>> described when the creatures of the

continent middle-earth were touched by the <<black breath>> of the mighty undead riders of

Mordor: Those of them are taken over by a deadly cold weakness, twisting in fear and horror

and finally turning into undead themselves, completely at the hand of the black riders.

The sensitive humanism is the Achilles‘ heel of the west. Its enemies possess more

knowledge of this weakness than it does and they abuse it. The Somali clan warriors knew it

when they used American women and children as human shields in the Mogadishu street

battles, in the correct assumption that this would cause the GIs not to shoot back at them.

The outright cynical Hamas knows it and once again, in the most recent Gaza war, aimed to

produce a maximal number of civilian victims. The IS-partisans of Naji know it and penetrated

the west’s mental denial deployment using a short series of diabolic and calculated atrocities,

involving it in an apocalyptic battle without it having a foreign-affairs concept, a military

strategy or a plausibly explicable personal interest.

 

Playing the victim bonus

 

And even Islamic organizations in Europe and America try to profit from the fear of archaic

acts of violence from overzealous followers of the Quran, hidden behind the multicultural

invocations of tolerance, in order to push their special religious agenda: Using a subtle

mixture of acting offended, assuming the victim role, and making threats, they patiently feed

naive elitists in churches, politics and media the message, that criticizing Islam is racist and

ill-minded. And they succeed. Nowadays the majority of opinion and culture experts rather not

openly argue with a religion, which possesses a mental domain dominated by intolerance,

bondage and intellectual desolation. Free competition of ideas, laughter, ridicule are however

the oxygen of a healthy cultural life.

 

Should the west have the guts to stand up to the crippling black breath of Mordor, it’ll have to

make its humanism more tough and self confident again. And from time to time remember the

beginnings, the initiators of the enlightenment project (Projekt Aufklaerung), one of the

greatest and constantly endangered ventures of the human spirit.

«But that a camel monger», wrote Voltaire 1740 in a letter to Friedrich the great about Islam

and its prophet, «causes disturbance in his nest, that he wants to make his fellow people

believe, that he communicated with the arch-angel Gabriel; that he preens himself with having

been engrossed in heaven and received part of that indigestible book, which thrills healthy

human minds with each of its pages; that in order to obtain respect for this work, he would

subdue his motherland with fire and iron, that he’d choke fathers, drag away daughters; that

he’d allow the defeated the choice between death and converting to his belief: That is

certainly inexcusable by any human.» (…)“ viii

 

Long-term problem-solving

 

A danger exists, that right-wing extremism and Islamism are trivialized and its imminent

dangers are down-played from official sides in Germany.

The right-wing extremist, the Islamic fundamentalist refers to issues in society or governance.

It would be extremely dangerous to grant the right-wing extremist, the Islamic fundamentalist

political and social interests, or even understanding thereof. To the right-wing extremist, the

Islamic fundamentalist, there is always a “state of emergency”. He needs this “state of

emergency” to keep alive the image of the evil uncle Sam and to sustain the fact, that he is

“abused” or “mistreated by the world”. The state must not be misled thereby. Where

emergencies exist, they shall be cured. However, an excessively greedy human perceives

emergencies everywhere all the time. The right-wing extremist, the Islamic fundamentalist is

unaware, that what he feels is far from realistic. He can only come to this realization, if at all,

by painful experience of failure – the state must make up for what the mother never

conveyed. It is also essential to recognize the right-wing extremist, the Islamist sources in the

lap of German society, in the central values of this society and its history. Tough luck for the

neo-Nazi, the Islamic fundamentalist: quod licet jovi non licet bovi.

 

The importance of family for a healthy mental development

 

Die cause of horrendous and murderous right-wing extremism and Islamism in Germany is

the decay of the concept of family, caused by the high level of industrialization and the many

wars in the history of this nation.

The oedipal difficulty can only be experienced and abolished, when the child has both parents

available: a feminine mother and a masculine father (this is not tautology), and when the

parents love each other mutually. Since there are less and less fathers and decreasingly

feminine women and masculine men, who love each other mutually, the possibility of

experiencing the oedipal conflict and resolving it becomes increasingly rare, the number of

people suffering from psychotic disorders, borderline psychotic disorders, psychopathic

personality disorders and narcissism keeps increasing, the projections, mental separations

steadily growing stronger, more massive and eventually indispensable to those people with

weak egos.

 

The affectionate mother gives her child all she can, the affectionate father, who sets

boundaries, teaches his child to treat this world in a creative and responsible manner.

“In a good object relationship, love has taken victory over hatred. The explanations of patients

make plentiful mention of the difficulties with expressing aggression, yet say so little about

difficulties expressing love. And yet, the latter is truly much more important, for the prospect of

healing depends on the ability to love, not the ability for aggression”. ix

As previously mentioned, a father figure who is a person of integrity is necessary for the child

to develop a mature personality, in order for it to perceive its own feelings, as well as being

able to control these feelings under primacy of the mild conscience, as well as, more

importantly, rationality.

 

“In the case of a, for example, minimally integrated structural level, the mental imaginations of

the own self and the important others are little differentiated, little realistic, polarized black or

white. Relationship expectations are excessively wistful in their expectations, possibly

impulsively hostile and inconsistently fragile with the risk of sudden breaks. Structurally

related psycho therapy would reflectively illustrate these dysfunctional patterns to the patient

and, together with the patient, seek possibilities to rehearse them in an altering way and

process them. This may be difficult to therapists who cling to the conviction often mentioned in

old days, which claims a good therapeutic relationship is a presupposition for a successful

therapy. However, an initially good relationship cannot be forged with structurally impaired

patients, as the basal relationship defect is the characteristic of the dysfunction. Thus some

therapists tend to structurally over-estimate their patients. In the report for the

(psychotherapy) application, the structural level is rarely ever assessed lower than

“moderately integrated” (even when a borderline disorder has been diagnosed), so that the

transfer relationship to be interpreted, or the processing of emotional stress of the biography

is put forward again immediately, or after momentarily modified works. Frequently the results

are longsome enmeshments or sudden therapy crises and dropouts. Thus supervision is often

occupied with difficult developments resulting from the problematic attempt of treating

structural dysfunctions in a conflict- and transfer-centered manner.

A therapeutic attitude, which accepts the patient as he is and doesn’t interpret relationship

difficulties, but instead takes them serious in their dysfunctionality and seeks for alternatives

together with the patient is critical in averting damage from him (and from others.Anm.JSB).“ x

 

The oedipal self or: Mother and father love each other and who loves me?

 

In its contact with mother and father, it is necessary for the child to be able to experience its

parents love, as well as a benevolent delimitation from them, which can only occur in an intact

family. Experiencing said delimitation, which clearly lets the child recognize the parents as

others, forces the child to begin the painful and yet necessary quest for new bonding

prospects. Not until this experience does the world expose itself to the child as a place where

free individuals enter free relationships with other free individuals, in which everyone carries

responsibility for themselves and the acceptance of ethical guidelines is recognized as vital

for successful cooperation.

 

The analyzed self in the ideal case, or: I am O.K. and you are O.K.

 

Psychoanalysis offer the ability for the person to put themselves at the ground of rationality.

Recognizing urge impulses as such is a requirement for a human to be able to make a

decision based on his rationale, whether or not to follow this impulse or whether to act in a

manner that will fail his own wishes. A man in a bar abstaining from another beer, because he

wants to drive home in his car – despite feeling that urge – is acting rationally, for he is

avoiding the endangerment of his person and others. Equally, not until analysis and seeing

through the defense mechanisms is it possible to encounter other people or cultures free of

prejudice: Is what I am feeling or thinking about the other based on reality? Or are feeling

which have nothing to do with him mixing in? Do I really see the other person as they are?

Humans are not just good and evil, but have a little of each. This realization, as mundane as it

may sound, leads to accepting others as they are: You are O.K.

Goal is reducing too intense feelings of guilt and shame (unfortunately the opposite is not

possible): Am I perhaps prohibiting something I could in fact allow for myself? Am I setting the

bar too high for myself and suffering from not meeting my expectations? Finding balance

between appropriate and inappropriate demands of one’s superego helps in developing a

benevolent attitude, including towards one’s self: I am O.K.

The task of psychoanalysis can be simplified to the popular Freudian sentence: Where IT

was, I shall become. It is about that recognition, that our thinking and our emotions are

influenced by our inner physical urges and certain inner mental mechanisms, which isn’t good

or evil in itself (or else humans wouldn’t be capable of love, either), but must be modified,

either when the subject or other humans are suffering thereof.

 

Closing words

 

In Freudian psychoanalysis it is evident, that the human being is a murder- and love animal

equipped with highest intelligence and highest urges among live creatures, unfortunately

using his intelligence almost exclusively for paving the way to satisfaction of these two urges.

All mass-movements of the people are culturally adversarial and driven by urges and thus

xenophobia and Antisemitism of these events also always end up being driven by urges. “It is

always possible to bind a large group of people together in love, as long as there are others

left for expressing one’s aggression. (…) After the apostle Paul made universal philanthropy

the basis of his Christian community, the extreme intolerance of Christianity towards those

who were left out became an inevitable consequence; the Romans, who hadn’t based their

commonwealth on love were strangers to religious intolerance, despite the fact that religion

was a question of government and the government was saturated with religion. Xi

Our democracy is not a grassroots democracy, but a representative democracy. The demand

for a grassroots democracy can quickly develop into a dictatorship and terror on the part of a

mass driven by physical urges. It is important to emphasize the representative nature of our

democracy more energetically, which follows our hope that the people’s elected

representatives, our delegates and government officials possess a stronger conscience than

the average voter, so that for example the death penalty doesn’t find its way into Germany,

despite the fact that die majority of Germans are in support. It is important that the common

person respects the laws passed by the German Federal Parliament and the Federal Council

of Germany, whether the individual agrees with them or not. Many Germans have apparently

forgotten that a democracy is ruled by parliamentary majority, not a majority of the population.

The danger stemming from these daredevil buggers is exactly the fact, that they claim to be

“the people”. Even if it was true, that “the people” were in support of brutality against

foreigners and Jews, it would still need to be made clear, that everybody must adhere to the

rulings of the democratically elected representatives of the population, with or without insight

into the purpose of parliamentary decisions. Illusory idealization of “the people” must be

viewed with caution. “Even the Bolsheviks hope that they can make human aggression

disappear by avouching the fulfillment of material needs and otherwise developing equality

among the community’s participants. I consider that to be an illusion.” xii Political changes

must take place beyond the parliamentary approach, or the inflaming in our streets will quickly

ignite a large-scale fire. From a mental perspective, only culture is able to inhibit physical

urges of individuals and masses, although it does so rather insufficiently.

“Human cohabitation becomes possible when a majority connects, which is stronger than any

individual and sticks together against any individual. The power of this community now

opposes the power of the individual, which is condemned as ‚brute force‘, in form of a ‚right‘.

This substitution of the individual’s power by that of the community is the crucial cultural step.

xiii (…) The individual freedom is not a cultural asset, for it was largest prior to any culture. xiv

(…) Culture must give its all to set boundaries for the aggressive physical urges of humans

and in order to suppress their expression thereof through mental reaction formation. xv (…) To

me it appears that the question of human destiny is whether and to which extent our cultural

development will succeed in getting the disturbance in human cohabitation caused by human

aggressive and self-destructive urges under control. xvi “

After the preceding there is no prospect of success in wanting to abolish human

aggressiveness; however, short-term prevention of the effects of this inevitable

aggressiveness, as well as long-term channeling thereof into a socially desirable direction is

possible.

 

The in fact existing and continuously growing right-wing extremism will annihilate us if we

don’t dare believe in the factual consequences of our nightmares and eliminate them early

enough, meaning here and now, energetically and using all available resources.

 

sfreud - en

 

i Anleitung zur Höllenfahrt, von Eugen Sorg, Basler Zeitung, 07.11.14

http://bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Anleitung-zur-Hoellenfahrt/story/28426350

ii Freud, Sigmund: Fragen der Gesellschaft. Ursprünge der Religion. Frankfurt 1982. Studienausgabe Band IX. S.57

iii ebda S.144

iv Tarachow, S.: Einf}hrung in die Psychotherapie, Stuttgart 1979, S. 19

v S.Freud ebda S.276

vi Maier, Georg: Bekämpfung des Rechtsextremismus mit Mitteln des Strafrechts. In: Aus Politik und Zeitgeschichte ; B 44 ; S. 19-26 1983

vii Israel vs. den Rest der Welt

Von Dawid Karbowiak, 12.07.2014

http://www.Polska-zbrojna.pl/Home/articleshow/13142?t=Izrael-kontra-reszta-SWIATA

viii Anleitung zur Höllenfahrt – Vvn Eugen Sorg.

http://bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Anleitung-zur-Hoellenfahrt/story/28426350

ix Tarachow, S.: Einf}hrung in die Psychotherapie, Stuttgart 1979, Klett-Cotta, S.100>)

x Prof. Dr. Gerd Rudolf http://www.rudolfpsychotherapie.

de/austausch/anmerkungen_zur_strukturbezogenen_psychotherapie/

xi S.Freud, ebda S.243

xii S.Freud ebda S.283

xiii S.Freud, ebda S.225

xiv S.Freud, ebda S.226

xv S.Freud, ebda S.241

xvi S.Freud, ebda S.270

 

line-wordpress

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

Psychoanalytische Arbeitsstation

Arrêtez la psychanalyse allemande! Vivez la psychanalyse freudienne à nouveau!

refuse-service

The best therapy is the knowledge

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

Be patient, work hard, follow your passions, take chances and don’t be afraid to fail.
I think for food

molon labe

„The only reason people do work for airlines is because the Nazi party is no longer hiring.“ –
Die beste Therapie ist das Wissen

Angela Merkel in BILD-Zeitung, 29. November 2004 auf die Frage, welche Empfindungen Deutschland in ihr weckt: „Ich denke an dichte Fenster! Kein anderes Land kann so dichte und so schöne Fenster bauen.“

„Wenn ein Truthahn nach tausend Tagen geschlachtet wird, erscheint der Todestag dem Truthahn als unvorhersehbar, nicht aber dem Metzger.“ – Nassim Nicholas Taleb

Schnick, Schnack, Schnuck – Schere, Stein, Papier – Extremistan, Mediokristan, Absurdistan

Die FAZ, das intellektuelle Flagschiff der Republik hat sich zu Merkel mit der Breitseite gewendet.
Dummköpfe, in Deutschland „Eliten“ genannt, werden diesen Ausdruck für eine freundliche Geste halten, für eine deutche Übersetzung des „Always Look on the Bright Side of Life“.
In den geistigen Anal-Phabetismus dieser „Eliten“ sind die „Flüchtlinge“ ohne Weiteres integrierbar, einer geht immer noch herein.
„Wart Pac pałaca, a pałac Paca“, sagen dazu die Polen, “ der eine taugt sowenig wie der andere“.
Steht doch diesem Staat eine Frau ohne Eigenschaften vor, die den von Robert Musil beschriebenen Zerfall kurz vor 1914 (huch, was war denn da?) repräsentiert und betreibt.

„Das deutsche Volk kann Revolution machen nur noch gegen sich selbst.“ – Ulrich Sonnemann

„Weil das Notwendige nicht getan werden will, eröffnet sich der Spielplatz der Selbstverwirklichung; wem Vernunft als dogmatisch gilt, der hat jedenfalls Verstand genug, seine Halluzinationen auf Punkt und Komma zum totalen System der Sozialreform auszuarbeiten. Die materialistische Kritik hatte zwar 1848 versucht, sich einen Überblick zu verschaffen, denn „Ökonomisten, Philantrophen, Humanitäre, Verbesserer der Lage der arbeitenden Klassen, Wohltätigkeitsorganisierer, Abschaffer der Tierquälerei, Mäßigkeitsvereinsstifter“ wetteiferten schon damals darum, den „wahren“ deutschen Sozialismus (der besten, größten, stärksten in der Welt Philantropie, nämlich der deutschen, à la Merkel) auf Touren zu bringen.“ – Joachim Bruhn

»Kann sein«, fuhr er in seiner Schilderung der Zukunft Österreichs fort, »daß uns, wenn wir mit den Türken Krieg führen, die Deutschen in den Rücken falln, weil die Deutschen und die Türken zusammenhalten. Wir können uns aber mit Frankreich verbünden, das seit dem Jahr einundsiebzig auf Deutschland schlecht zu sprechen is. Und schon wirds gehn. Es wird Krieg geben, mehr sag ich euch nicht.« – sagte Schwejk.

„Es gibt doch tatsächlich eine verständige Definition der Widervernunft als solcher, statt den Massenmord als den irren Versuch scharfsinniger Rindviecher zu entziffern, die paradoxe, an sich selbst unbegreifliche Identität des Kapitals als automatisches Subjekt zu liquidieren und es als fixe Qualität zu verdinglichen, als Versuch daher des volksgemeinschaftlichen Mordkollektivs, das Kapital als naturale Eigenschaft sich einzuverleiben, d.h. das „Geldrätsel“ zu lösen, indem man G — G‘ (Geld macht Geld Anm.JSB) zum Wesen des Deutschtums erhob. Weil das Mordkollektiv vom Wahn inspiriert war, in der jüdischen „Gegenrasse“ sei das Geheimnis endlos gelingender Akkumulation quasi genetisch inkorporiert, so daß es des kollektiven Raubmords bedürfe, dieses Geheimnis den Juden aus dem Leib zu reißen und den Deutschen einzuverleiben, weil es ihre negative Utopie ausmacht, sich in den „Kapitalfetisch“ zu verwandeln und sich selbst als „reiner Automat“69 darzustellen: daher konnte der Versuch, das „Tausendjährige Reich“ der definitiven Abschaffung aller Vermittlung und der Selbstdarstellung des Deutschtums als des automatischen Fetischs schlechthin nur in der barbarischen Einheit von Verstandesdiktatur und Apokalypse münden.
Der Nationalsozialismus war in dieser Perspektive „nichts anderes als“ der Versuch des Subjekts, sich selbst zu rassifizieren, um das Kapital unmittelbar als natürliche „Eigenschaft“ sich anzueignen, d.h. sein „Naturrecht“ auf die so endlos wie krisenfrei gelingende Akkumulation zu verwirklichen : eben das ist der (ja, auch: Lust-) Gewinn, den das Kollektiv aus Verfolgungswahn und Massenmord einstrich. Das war die Geschichte des Nationalsozialismus als Produktionsverhältnis, das ist der Grund dafür, daß die Deutschen nie deutscher waren als am 9. Mai 1945, daß sie seitdem die absolute Transzendenz ihrer Geschichte niemals werden vergessen können, bis endlich die „Emanzipation der Deutschen zu Menschen“(Marx) doch noch revolutionär gelingen möge. Es ist diese Überbietung jedweder Vermittlung im Mord an den Juden, die seitdem „aufgearbeitet“, bzw. voller Sehnsucht rekapituliert wird. Der öffentliche ,Diskurs‘ über den NS gleicht nicht nur einer nicht enden wollenden Trauerrede — wenn etwa die FAZ jammert, Hitler habe „das Selbstbewußtsein der einfachen Menschen gestärkt und seine Arbeitsleistung gewürdigt. Der Sinn für das Allgemeinwohl, dessen Träger der Staat ist, wurde wieder geweckt.“ — , sondern dieser ‚Diskurs‘ ist nichts anders als die Selbstdressur in die doch noch gelingen mögende Erfüllung des Hitlerschen Vermächtnisses. Es ist sein „Politisches Testament“ vom 29. April 1945, das seitdem abgearbeitet wird, sein letzter Wille, dem „internationalen Judentum und seinen Helfern“ den totalen Krieg zu erklären und dafür immer wieder aufs Neue im deutschen Staat die so klassenübergreifende wie die Klassen in sich aufhebende Volksgemeinschaft zu verschweißen, d.h. das Mordkollektiv, daß in erlogener präventiver Notwehr dagegen sich erheben solle, daß „die Völker Europas wieder nur als Aktienpakete dieser internationalen Geld- und Finanzverschwörer angesehen werden.“ Die restlose Verschmelzung der Individuen als Körper mit ihrer gesellschaftlichen Subjektfunktion hat stattgefunden, die deutsche Utopie war schon einmal Wirklichkeit gewesen: das ist der Grund für das allseits festgestellte Ausbleiben einer jeden Panik und Hysterie in der größten Krise des Kapitals seit 1929, der Grund auch dafür, das die konformistischen Revolteure etwa der Bewegung gegen das Stuttgarter Bahnhofsgrab selig identisch und zur Melodie von „Freude, schöner Götterfunken“ singen können: „Wir sind das Volk, wir sind das Geld.“ Das Urvertrauen in den Souverän ist ungebrochen (wenn nur diese Regierung nicht wäre!). (…) Der Warenhüter, das (juristische) Subjekt, in die Antinomie von Bourgeois und Citoyen, deren Synthese der Souverän in der Gestalt negativer Versöhnung ist, wie sie zuerst in der Form des Soldaten erscheint: kasernierte Mordenergie, bedingungslose Bereitschaft zum Töten und Getötetwerden, damit die Dezision (Entscheidung Anm.JSB) über Leben und Tod in letzter Instanz. (…) Im Normalzustand der Akkumulation ist der Souverän als Bedingung der Möglichkeit der Existenz von Staatsapparaten unsichtbar. Aber die Souveränität als reines Verhältnis von Befehl und Kommando, als die bedingungslose Pflicht zum Opfer und als unbedingte Freiheit zum Morden, wie sie im allgemeinen Menschen präsent ist, tritt in der großen Krise hinter den Staatsapparaten hervor und aus ihnen heraus, hebt die Gewaltenteilung auf und setzt sich absolut als „frei aus sich selbst Anfangendes“, als so ableitungs- und begründungs- wie rechtfertigungsloses „Ich will.“ (Hegel)
Die Begriff des Nationalsozialismus ist demnach, d.h., wie ihn auch der Materialist Johann Georg Elser praktisch zu fassen suchte, in der Perspektive zu entwickeln, daß Hitler als Erscheinung des allgemeinen Deutschen, als der Souverän, hinter den Staatsapparaten hervortrat und als Person unmittelbar alles, was deutsch ist, verkörperte. Darin nun konvergieren die Kritik der politischen Ökonomie und gewisse Einsichten der Psychiatrie, denn eine barbarische Gesellschaft kann nur von einem Subjekt repräsentiert und ausagiert werden, das seiner psychischen Konstitution zufolge nichts anderes als ist als eben: die negative Aufhebung des Subjekts, d.h.: ein Barbar sondergleichen.  (…) Die Gestalt des unmittelbar allgemeinen Deutschen, der in einer Person inkarnierten Souveränität, ist der archimedische Punkt, zu dessen Begriff die materialistische Kritik dringend ihrer Belehrung durch Psychiatrie und Psychoanalyse bedarf. (…)
In der Konsequenz der unmittelbaren Erscheinung des allgemeinen Deutschen erblüht ein grandioses Verschmelzungserlebnis von Masse und Macht: das Glück vermittlungsloser Identität in der verkehrten Gesellschaft. Es ist, „als ob“ die Utopie des wahren deutschen Sozialismus, „man könne allen Waren den Stempel unmittelbarer Austauschbarkeit aufdrücken“, d.h. „alle Katholiken zu Päpsten machen‘, sich in der Volksgemeinschaft realisiert hat. Das Verhältnis von Volk und Führer mündet, je intensiver der Mordwille sich ausagiert, in zwar geborgter, gleichwohl fugenloser Identität, zumindest solange, wie auch nur ein Jude noch am Leben ist und die Jagd weitergehen darf bzw.: muß. (Darum ist Israel den Deutschen Verheißung und Schrecken zugleich, eben: „Das letzte Tabu deutscher Außenpolitik“90, d.h. Objekt von Angstlust par excellence.) Der Nazifaschismus war ein Traum — das ist der Profit, den Babi Jar und Treblinka den Deutschen abgeworfen haben, denn im Massenmord hatten sie sich die absolute Transzendenz einmal schon angeeignet. Die gern beschwatzte „Unfähigkeit zu trauern“ gründet darin, daß man die Verschmelzung niemals wird vergessen können und den Staat als den Garanten sine qua non ihrer möglichen Wiederkehr versteht, d.h. als Versprechen. Es ist die Hoffnung auf das organisierte Pogrom, was gegen Panik immun macht.
Das bedeutet nicht, daß dem System des erst pazifizierten, dann oberflächlich parlamentarisierten Wahns der deutschen Ideologie keine bemerkenswerten Einsichten in die Zukunft der Krise möglich sind, auch wenn dessen Lautsprecher nicht wissen, was sie denken, bevor sie hören, was sie sagen oder lesen, was sie schreiben — so der FAZ-Kolumnist Frank Schirrmacher, der, mutmaßlich den Einflüsterungen Dietmar Daths erlegen, dies zu bedenken gibt: „Wer meint, daß die aktuelle Vernichtung des Grundvertrauens in die Rationalität ökonomischen Handelns ohne Folgen bleibt, wird sich spätestens bei den nächsten Wahlen enttäuscht sehen. Über Nacht ist die Welt des Geldes fiktionalisiert worden. Die Flucht in die Verstaatlichung, die von den Banken selbst angeführt wird ist der Bankrott der Metaphysik des Marktes.“ So verständig schreibt kein „Neues Deutschland“. Und weiter: „Jetzt, da völlige Unklarheit darüber herrscht, was ist und was nicht ist, kann nur der Staat noch dezisionistisch darüber verfügen, daß etwas und nicht vielmehr nichts existiert.“ Noch ist nicht von Juden, sondern vom Geldwert die Rede, aber jeder weiß, was gemeint ist, nämlich die Erklärung des obersten Volkswirts in der Wolfsschanze. In derlei traumwandlerischen, aber zielsicheren Inszenierungen des Staatlichkeitswahns wird die sehnsüchtige Erinnerung an wie die tätige Hoffnung auf das (neuerliche) Erscheinen des unmittelbar allgemeinen Deutschen beschworen, denn wenn schon die aktuellen „Notstandsgesetze“ nichts weniger bedeuten als eine „Revolution von oben“ — wo ist dann der Kyffhäuser, wo wartet der authentisch deutsche Revolutionär? Es ist diese unheimliche Sehnsucht, die die Linkspartei mit der Rechtspartei trotz aller, oberflächlich betrachtet, verschiedener Terminologie lange schon eint, bevor sie nun, im sich warmlaufenden „Extremismus der Mitte“, zur Volksfront sich finden werden, zugleich der Grund dafür, warum ein ausgemachter Prä-Faschist wie der „Professor für BWL an der FH Worms“, Max Otte, den Horst Köhler und die Sarah Wagenknecht in einem Atemzug und fürs haarscharf Gleiche loben kann, für deren Programm „Werden Sie ,Volkskapitalist‘!“ und für ihren Appell: „Gebt das Geld in unsere Hände!„93 Denn wer, wenn nicht wir, ist das Geld? (…) Der Traum der deutschen Ideologie ist die Verwandlung der Volksgenossen in die lebendige Münze. In diesen Verschmelzungsphantasien läuft sich die neuerliche Transformation des bürgerlichen wie des proletarischen Besitzindividuums langsam warm in das, was Johann Most treffend die „Eigentumsbestie“94 genannt hat, d.h. die selbstbewußt zynische Verschmelzung der Individuen als homogene Subjekte mit der Akkumulation. Die gesellschaftliche Mitte, d.h. der Angelpunkt der falschen Gesellschaft wie der Nullpunkt ihres Bewußtseins zugleich, hat längst G — G‘ als ihr Naturrecht proklamiert und sinnt jetzt auf Rache dafür, daß niemand „den echten Wert der Bilanzen“‚ kennt. Denn, so Marx, „in dem zinstragenden Kapital ist die Vorstellung vom Kapitalfetisch vollendet, die Vorstellung, die dem … Geld die Kraft zuschreibt, durch eine eingeborene geheime Qualität, als reiner Automat, in geometrischer Progression Mehrwert zu erzeugen, so daß es … allen Reichtum dieser Welt für alle Zeiten als ihm von Rechts wegen gehörig und zufallend schon längst diskontiert hat.“96 Das ist die historische Mission der Eigentumsbestie, daß es den Fetischismus und die Naturalisierung der gesellschaftlichen Verhältnisse nicht länger, wie es der akademische Marxismus glauben machen möchte, als die nur historische „zweite Natur“, d.h. bloße Kulisse und Simulation des „als ob“ dulden mag, sondern als die erste, rassische Qualität des Deutschtums setzen und sich einverleiben will.
„Aller Reichtum dieser Welt für alle Zeiten“, und dies von Staats und „von Rechts wegen“, sagt Marx, d.h. eben: das tausendjährige Reich glücklich gelingender Akkumulation im endlich doch noch vollbrachten Endsieg vollendeter Selbstrassifizierung.  (…) Wo alle darum kämpfen, ein kleines Licht in einer großen Finsternis zu sein, wo ein jeder seine Utopie „vorlebt“, da treibt man sich gegenseitig in die allgemeine Umnachtung und hat sein Spaßvergnügen dabei 
“ – Joachim Bruhn

„Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv.“ – Max Horkheimer/Theodor W. Adorno

Der Mensch ist nur noch eine staatsnotwendige Fiktion und als solche ist er das natürliche Material des Staates, der homogenisierte Lehm, der gelehmte Homo, aus dem die Staatspyramiden entstehen.

Zum Lernen muß man alleine sein. Wer nicht alleine sein kann, kann nicht lernen. Beziehuhngssüchtige, die ständig in Gruppen sein wollen, die ständig Kontakte suchen, auch elektronisch, im Internet, Handy, Kneipe, in sonstigen Gemeinschaften, Communities, werden zu Loosern, wenn sie es nicht bereits sind. Der Mensch ist ein Idividuum, er will jedoch lieber wie ein Regenwurm in einem Wurmhaufen vegetieren. Wo ein Wir ist, verschwindet das Ich. Aber nur ein Ich kann denken, das Wir kann lediglich fühlen, wie Würmer, die nur aus Bäuchen bestehen. Dann gibt es eine Volksgemeinschaft, die nicht denken kann, aber auf ihr Bauchgefühl stolz ist. Die Folge vom Bauchgefühl ist, was hinten herauskommt. Und darauf, was hinten herauskommt sagt der Deutsche, kommt es ja an. Und hinten kommt bestenfalls nur heiße Luft und Scheiße heraus.

“I think it’s very healthy to spend time alone. You need to know how to be alone and not be defined by another person.” ― Oscar Wilde

Das Leben: zum Teil Freiheit, zum Teil Sicherheit
Totale Freiheit, totale Sicherheit bringen nur den Tod.

„Nie waren die Deutschen deutscher als am 9. Mai 1945, und deshalb war der Nazi-Fa­schismus keine Enthüllung und keine Offenbarung, sondern ein Produktionsverhältnis im durchschlagendsten Sinne: die Produktion der Barbarei als einer qualitativ neuen, dem Kapital im doppelten Sinne des Wortes entsprungenen Gesellschaftlichkeit. Der Antisemitismus er­schöpft sich keineswegs ,schon‘ darin, eine Verfolgungs- und Vernichtungspraxis zu initiieren, d.h. die sog. „Endlösung“, sondern er war zugleich die Produktion des Deutschen an und für sich, d.h. die Transformation der Bevölkerung in das deutsche Volk, d.h. dessen tatsächliche Enderlösung. Die entscheidende Frage ist also, was eigentlich das Mordkollektiv davon gehabt hat, was sein Movens war, die Tat zu begehen, und wie es sich selber begierig, lustvoll und lei­denschaftlich in der Verfolgung und Ermordung der Juden als etwas substantiell Neues konsti­tuiert hat — und wie das, was schließlich konstituiert worden ist, in der Gegenwart als die zum „Tausendjährigen Reich“ noch fehlenden 988 Jahre fortwest und die Bedingung der Möglich­keit dessen ist, daß die Krise, wie sie seit Jahren in den schwarzen Messen des nationalökono -mischen Okkultismus abgefeiert wird, von den Landsleuten so überaus gelassen, fast stoisch schon, hingenommen wurde und wird.“ – Joachim Bruhn

Die Kontrolle über die unkontrollierte Masseneinwanderung haben sich Einwanderer erkämpft.

Es gilt die Gesinnung, nicht die Realität«Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus.‘ Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus.» – Ignazio Silone
«Antifa ist die linke Ausprägung des Faschismus. Sie ist also selbst das, was sie vorgibt zu bekämpfen.»

Sklaven träumen nicht davon, freie Menschen, sondern Sklavenhalter zu werden.

„Wer widerspricht, wird nicht widerlegt, sondern zum Schweigen gebracht.“ – Norbert Bolz

„Die Sprache ist im Guten wie im Schlechten nicht mehr Medium der Erkenntnis, sondern der kulturellen Hegemonie. (..) Wo sich statt Antagonismen Spannungsfelder auftun, hat der Geist bereits kapituliert. (…) Eine Welt, in der alle einander wechselseitig als kompatibel anerkennen und stets »das Gemeinschaftliche im Auge behalten«, kann schwerlich etwas anderes als die Hölle auf Erden sein. (…) Die Beliebigkeit ist also nicht harmlos, sondern hat hier wie auch sonst ein bestimmtes Ziel: die Zerstörung individueller Urteilskraft zugunsten einer Logik der »Anerkennung«, in der jeder Lüge Recht gegeben und jede triftige Erkenntnis in die Schranken ihres »Standorts« verwiesen wird.“ – Magnus Klaue

„Hochverrat ist eine Frage des Datums“ – Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord

Die Skandalisierung eines Skandals ist eine in deutschen Medien meisterhaft beherrschte Disziplin.

„Es ist eine alte Weisheit, dass Macht stets die Verführung mit sich bringt, sie zu missbrauchen.“ – Wolfgang Schmidbauer

„C.G.Jung war ein psychoanalytischer Faschist, ein faschistisch schäumender Psychoanalytiker. “ – Ernst Bloch

„Die tatsächlich bestehenden und einsichtigen Leuten schon längst bekannten Verschiedenheiten der germanischen und jüdischen Psychologie sollen nicht mehr verwischt werden, was der Wissenschaft nur förderlich sein kann“ (…) „Die Gesellschaft (die Internationale Allgemeine Ärztliche Gesellschaft für Psychotherapie (IAÄGP). Anm.JSB) setzt von allen ihren schriftstellerisch und rednerisch tätigen Mitgliedern voraus, daß sie Adolf Hitlers grundlegendes Buch ›Mein Kampf‹ mit allem wissenschaftlichen Ernst durchgearbeitet haben und als Grundlage anerkennen. Sie will mitarbeiten an dem Werke des Volkskanzlers, das deutsche Volk zu einer heroischen, opferfreudigen Gesinnung zu erziehen.“ C.G.Jung

„Ich weiß nicht, was passieren muss, bis endlich was passiert.“
„Ulrike Maria Stuart“ von Elfriede Jelinek

„Auch der sublimste erkenntnistheoretische Idealismus führt unweigerlich zum Solipsismus, zur Vergottung des Ichs, einer Elite, einer Rasse und endet schließlich im blutigsten Imperialismus.“ John F. Rottmeister

„Alles, was noch nicht gewesen ist, ist Zukunft, wenn es nicht gerade jetzt ist.“ – Angela Merkel 

Psychoanalyse ist eine Erhebung über die Situation. Von oben hat man bessere Aussicht.

„Kritische Theorien, wie die Freudsche, artikulieren eine Erfahrung, die mit den jeweils herrschenden Denk- und Wahrnehmungsweisen unvereinbar ist. Gerade in dem, was der Konvention als unbrauchbar, als Abfall gilt und wovon in Wissenschaft und Lebenspraxis methodisch abgesehen wird, entdecken die Revolutionäre der Denkart das Neue, das ei¬ne bestehende Einrichtung des Lebens in Frage stellt. Indem sie an das Ausgegrenzte und erfolgreich Vergessene erinnern, markieren sie den Mangel der Ordnung, die über dem Grab der verworfenen Alternativen triumphierend sich erhebt. Und das dem Status quo verschworene Kollektiv stempelt solche Alchimisten, die aus Dreck Gold zu machen schei¬nen, stets zu Außenseitern6 . Aus der Erfahrung dessen, was den vorherrschenden, institutionalisierten Zwecken widerstrebt, erschüttern die Neuerer deren fraglose Geltung.“ – Helmut Dahmer

Die Umwälzung nach 1945  führte nicht zur Überwindung des Nationalsozialismus  als Ideologie der deutschen Volksgemeinschaft, sondern rief lediglich die eitle Illusion hervor, daß mit der Kritik am Nationalsozialismus das nationalsozialistische Dünken selbst und seine innere Konflikthaftigkeit mit dem Judentum überwunden sei.

„Wie es Tatbestände gibt, die die Sinne in die Irre führen, wie im Fall der optischen Täuschung, so gibt es welche, die die unangenehme Eigenschaft haben, dem Intellekt Schlüsse zu suggerieren, die gleichwohl falsch sind.“ – Christoph Türcke

Das Geschlecht ist ein sozialer Konstrukt? Berg, Tal, See und das Meer auch!

Bereits Marx diagnostizierte den Deutschen das Umkippen von Ideologie in Wahn und Lüge. Wie gegenwärtig der Fall ist, neigen die Deutschen zu Ausbrüchen des kollektiven Wahns, der Massenpsychose mit zunehmendem Realitätsverlust.
Der Wahn ist kurz, die Reue lang, pflegte meine Großmutter zu sagen.

Nach dem I. Psychosputnik-Gesetz verwandelt sich der frei florierende Zynismus ab gewissem Verdichtungsgrad seiner Intensität in hochprozentige Heuchelei, analog zu einer atomaren Kernschmelzereaktion. Diesen Prozess der zunehmenden Zynismuskonzentration mit anschliessender Explosion der Heuchelei kann man sehr deutlich gegenwärtig in Deutschland beobachten. Das Denken ist weggeblasen, pulverisiert, das (Hoch)Gefühl ist voll an seine Stelle getreten.

»Indem (der gesunde Menschenverstand) sich auf das Gefühl, sein inwendiges Orakel, beruft, ist er gegen den, der nicht übereinstimmt, fertig; er muß erklären, daß er dem weiter nichts zu sagen habe, der nicht dasselbe in sich finde und fühle; – mit anderen Worten, er tritt die Wurzel der Humanität mit Füßen. Denn die Natur dieser ist, auf die Übereinkunft mit anderen zu dringen, und ihre Existenz nur in der zustande gebrachten Einheit der Bewußtseine. Das Widermenschliche, das Tierische besteht darin, im Gefühle stehenzubleiben und nur durch dieses sich mitteilen zu können.« – G.W.F. Hegel, Phänomenologie des Geistes

„Die Verschleierung eigener Positionen durch Zitate und Zitatselektion dient dazu, eigene Positionen unkenntlich zu machen.“ – Ursula Kreuzer-Haustein

„Die Neurose ist das Wappen der Kultur.“ – Dr. Rudolf Urbantschitsch, Seelenarzt; „Sehr schön, aber es laufen derzeit schon weit mehr Heraldiker als Adelige herum.“ – Karl Kraus, Schriftsteller

„Zuerst verlieren die Menschen die Scham, dann den Verstand, hernach die Ruhe, hierauf die Haltung, an der vorletzten Station das Geld und zum Schluß die Freiheit.“ – Karl Kraus

„Ausbeutung heißt Beute machen, sich etwas durch Gewalt aneignen, was nicht durch eigene Arbeit geschaffen wurde, sich etwas nehmen, ohne Gleichwertiges zurückzugeben – Maria Mies

»Die Psychoanalyse ist eine Panne für die Hierarchie des Denksystems« – Pierre Legendre

Psychoanalyse entwickelt sich nicht weiter, weil sie nicht angewandt wird, es wird nur über sie gesprochen.

»Sie wissen, daß der Kampf des wissenschaftlichen Geistes gegen die religiöse Weltan­schauung nicht zu Ende gekommen ist, er spielt sich noch in der Gegenwart unter unseren Augen ab … Die erste Einwendung, die man hört, lautet, … die Wissenschaft ist zur Be­urteilung der Religion nicht zuständig. Sie sei sonst ganz brauchbar und schätzenswert, solange sie sich auf ihr Gebiet beschränkt, aber die Religion sei nicht ihr Gebiet, da habe sie nichts zu suchen … Die Religion darf nicht kritisch geprüft werden, weil sie das Höch­ste, Wertvollste, Erhabenste ist, was der menschliche Geist hervorgebracht hat, weil sie den tiefsten Gefühlen Ausdruck gibt, allein die Welt erträglich und das Leben lebenswür­dig macht … Darauf braucht man nicht zu antworten, indem man die Einschätzung der Religion bestreitet, sondern indem man die Aufmerksamkeit auf einen anderen Sachver­halt richtet. Man betont, daß es sich gar nicht um einen Übergriff des wissenschaftlichen Geistes auf das Gebiet der Religion handelt, sondern um einen Übergriff der Religion auf die Sphäre des wissenschaftlichen Denkens. Was immer Wert und Bedeutung der Religion sein mögen, sie hat kein Recht, das Denken irgendwie zu beschränken, also auch nicht das Recht, sich selbst von der Anwendung des Denkens auszunehmen … Eine auf die Wissen­schaft aufgebaute Weltanschauung hat außer der Betonung der realen Außenwelt wesent­lich negative Züge, wie die Bescheidung zur Wahrheit, die Ablehnung der Illusionen« (Freud, 1933, S. 182 ff. und S. 197).

„Freuds »Religions«-Kritik galt den »Neurosen« genannten Privatreligionen (Heiraten, romantische Liebe, Gier, Ethik und Moral, etc. Anm. JSB) ebenso wie den kollektiven (Nation, Gutmenschen, Sport, etc. Anm. JSB);“ – Helmut Dahmer

Freud prognostizierte, die bestehende Gesellschaft werde an einem Übermaß nicht absorbierba­rer Destruktivität zugrundegehen. (sofern nicht »Eros« interveniere (Eros ist nicht Ficken, sondern Caritas. Anm. JSB)).

„Wer dem Kult der »Werte« frönt, kann unsanft erwachen, wenn im Kampf der Klassen und Parteien, von dem er sich fernhält, Gruppen obsiegen, auf deren Pro­gramm eine »Umwertung der Werte«, z. B. die Aufwertung von »Un­werten« steht.“ – Helmut Dahmer

»Hinsichtlich der allgemeinen nervlichen Belastung wirkte die Lage im Dritten Reich auf den psychischen Zustand des Volkes ziemlich ambivalent. Es unterliegt kaum einem Zwei­fel, daß die Machtergreifung zu einer weitverbreiteten Verbesserung der emotionalen Ge­sundheit führte. Das war nicht nur ein Ergebnis des Wirtschaftsaufschwungs, sondern auch der Tatsache, daß sich viele Deutsche in erhöhtem Maße mit den nationalen Zielen identifizierten. Diese Wirkung ähnelte der, die Kriege normalerweise auf das Auftreten von Selbstmorden und Depressionen haben. (Das Deutschland der Nazizeit verzeichnete diese Erscheinung zweimal: nämlich 1933 und 1939.) Aber gleichzeitig führte das intensi­vere Lebensgefühl, das von der ständigen Stimulierung der Massenemotionen herrührte, auch zu einer größeren Schwäche gegenüber dem Trinken, Rauchen und Vergnügungen« – Richard Grunberger

Von Anfang an hat­te Hitlers Regime auch den Anstrich der Rechtmäßigkeit

„Die psychiatrischen Truppen der »kaiserlichen deutschen Psychiatrie« (Alexander und Selesnick, 1966, S. 214) jedoch, die 1914 ins Feld zogen, bekriegten immer noch die Krankheit, den äußeren Eindringling in ein gesundes System, und nicht die Neurose, das innere Ungleichgewicht zwischen Psychodynamik, Umwelt und Geschichte.“ – Geoffrey C. Cocks (Diese Einstellung herrscht bis heute in der deutschen Psychotherapie und findet explosionsartige Vermehrung im KOnzept der sog. „Traumatisierung“. Anm- JSB)

Der Plural hat kein Geschlecht.

„Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.“ -Albert Einstein

„Der psychoanalytische Bei­trag zur Sozialpsychologie der jüngsten Vergangenheit (und Gegenwart Anm.JSB) und ihrer Verar­beitung ist heute ebenso unerwünscht wie die Libidotheorie zu Anfang des Jahrhunderts.“ – I.Kaminer

»Ein böses und nur durch Unkenntnis gerechtfertigtes Mißverständnis ist es, wenn man meint, die Psychoanalyse erwarte die Heilung neurotischer Beschwerden vom >freien Ausleben< der Sexualität. Das Bewußtmachen der verdrängten Sexualgelüste in der Analyse ermöglicht vielmehr eine Beherrschung derselben, die durch die vorgängige Verdrängung nicht zu erreichen war. Man kann mit mehr Recht sagen, daß die Analyse den Neurotiker von den Fesseln seiner Sexualität befreit.« – Sigmund Feud, Gesammelte Schriften«, Band XI, S. 201 ff.)

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Liebe: nur bestenfalls eine Mutter akzeptiert ihr Kind, so wie es ist, ansonsten muß man Erwartungen anderer erfüllen, um akzeptiert zu werden.

Früher galt als mutig, wer ein Revolutionär war, heute reicht es schon, wenn einer seine Meinung behält.

“Jeder fünfte Bewohner des Westjordanlandes ist ein israelischer Siedler”, greint die Generaldelegation Palästinas heute auf ihrer Homepage.
Und jeder fünfte Bewohner Israels ist ein palästinensischer Araber.
So what?

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

„Sagen Sie meiner Mutter nicht, daß ich in der Werbung arbeite. Sie denkt, ich bin Pianist in einem Bordell.“ – Jacques Seguela

BILD: FAZ für Hauptschüler

Wer „ich will frei sein“ sagt, und es sagen viele, der ist ein Idiot. Denn das höchste was der Mensch als Freiheit haben kann, ist die Freiheit, seine Pflicht frei zu wählen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Nonkonformistische Attitüde und affirmative Inhalte – einer Kombination, die schon immer die linksdeutsche Ideologie gekennzeichnet hat. – Stephan Grigat

Es sind dieselben, die behaupten, das Geschlecht wäre nicht biologisch angeboren, sondern nur ein soziales Konstrukt, und zugleich daß die Homosexualität kein soziales Konstrukt wäre, sondern biologisch angeboren.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

„Es gibt zwei Dinge“, so wußte Hitler schon 1923, „die die Menschen vereinigen können: gemeinsame Ideale und gemeinsame Kriminalität“ .

Nach der gewaltsamen Beendigung des Mordens durch die Alliierten waren die Deutschen (und sind es bis heute geblieben) noch deutscher als zuvor.

„Der Staat sind wir“: Dies Credo der Sozialdemokratie Ferdinand Lassalles war die Wahrheit der Volksgemeinschaft, und der Nazismus war die vermittlungslose Basisdemokratie der Deutschen.

Die Demokratie der Bürger ist die interessierte Demutsadresse an den autoritären Staat.

„Die deutsche Nation ist das Apriori dieser seltsamen Wissenschaft, die

vorgibt, nichts zu kennen als Quellen, Quellen und nochmals Quellen, nichts als das

lautere Plätschern der Tatsachen und das ungetrübte Sprudeln der Empirie. Die

Quelle aber ist der Historie, was der Jurisprudenz das Indiz: Spielmaterial, bloße

Illustration des Systemzwangs zum Rechtsfrieden, d.h. empirische Legitimation der

vorab existenten letzten Instanz, an der jede Berufung aufhört und jede Revision

endet. Egal, wer Recht hat, solange nur Recht ist; was immer die Quellen sagen,

ein Beweis gegen die Nation wird sich daraus nie und nimmer folgern lassen.“ (…)

„Historische Wahrheit wird nach dem Modell von Meinungsumfragen vorgestellt;

kein Sample jedoch wird je repräsentativ genug sein,

um der deutschen Nation als solcher die Taten der Nazis zuzurechnen.

Die juristische Methode dieser seltsamen Wissenschaft, die sich die Behandlung der

Geschichte anmaßt, weiß so überaus sorgfältig zwischen Intention und Resultat zu

scheiden, daß der einzig noch mögliche Weg historischer Wahrheitsgewinnung, der

allerdings leider ausgeschlossen ist, Psychoanalyse wäre.“ – Joachim Bruhn

Da die Psychoanalyse heute auch nur noch ein korruptes Racket ist, würde sie nicht helfen.

 Der Himmel, wenn er sich schon öffnet, zitiert sich am liebsten selbst. 

Je verkommener eine menschliche Kreatur, desto eher fühlt sie sich beleidigt, respektlos behandelt, in ihrer Ehre verletzt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Der religiöse Rassismus der Islamisten, der den völkischen Rassismus der Nazis ersetzt hat, erklärt Allah zum Führer und die Jihadisten zu seiner privilegierten Kampftruppe: Wenn man so will, zu Allahs SS. Der Zusammenhalt dieser Kampftruppe wird über die Jenseitserwartung von Hölle und Paradies, also über das Instrument der religiösen Angst, sichergestellt. Diese Selbstbildfantasie der Islamisten ist mit ihrer (zumeist antijüdischen) Feindbildfantasie untrennbar verknüpft. – Matthias Küntzel

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten. Es sind Sozio-, Pädago- und Psychokratien, Rackets, die Erkenntnis nicht fördern, sondern verhindern.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
„Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett „antideutsch“ nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur „normale“ kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“– Hans Dieter Hüsch

Es gibt zweierlei Ethik: die moralische, der die Realität egal ist und die der Verantwortung, die reale Folgen der ethischen Forderungen berücksichtigt. Die erste ist gut gemeint, die zweite ist gut gemacht.

Was dem einen seine Souveränität, ist dem anderen seine Eigenmächtigkeit.

Das Schöne am Euro war, dass die Gewinner immerzu gewinnen konnten, ohne dass ihnen gleich die Quittung präsentiert wurde. Denn sie verdienen ja am Ausland, was heißt, eigentlich ein im Maße des Verdienens zunehmend schlechtes Geld – das ist durch den Euro aufgehoben worden: Man konnte ständig an einer anderen Nation verdienen, ohne dass das Geld dieser Nation darunter gelitten hat, weil sie gar kein eigenes hat. Der Wert dieses Geldes repräsentiert nicht die Leistungsfähigkeit dieser Nation. So hat der Euro von dem innereuropäischen Verdienen aneinander sogar noch gelebt; er hat vor der Krise absurderweise nur den Konkurrenzerfolg der Gewinner repräsentiert.

— Das ist ja mit der Idylle charakterisiert. Dass zunächst mal alle Seiten Gewinner des neu eingeführten Euro waren. Auch die, die ihre vergleichsweise Weichwährung gegen den Euro getauscht haben und damit auf einen Schlag Kredit zu ganz anderen Konditionen und Möglichkeiten hatten. Insofern waren die späteren Verlierer erst mal auch Gewinner.

Kein Nazifaschist hat je wirklich geglaubt, er bezöge die Ermächtigung seiner Ansprüche aus dem Teutoburger Wald; keiner seiner demokratischen Erben hat jemals tatsächlich gedacht, ihnen erwüchse Legitimität im Resultat des “Lernens aus der Geschichte”; niemals war ein Sozialist der Ansicht, es sei die famose “Befreiung der Arbeit” und nicht vielmehr das Recht auf Beute, was seine Politik im Interesse der Arbeiterklasse motivierte. Und keinesfalls erwächst den Palästinensern irgendein Recht aus der Tatsache, daß sie zuerst da waren. Einer Gesellschaft, der Hunger kein Grund ist zur Produktion, kann auch das Leiden kein Grund sein zur Solidarität. Es ist die Ideologie, die mit der Unmittelbarkeit des Leidens agitiert, die aus dessen fragloser Evidenz Sinn zu schlagen sucht, sei es im Sinne von Caritas oder Amnesty International, sei es im Sinne der Freunde des palästinensischen Volkes für den Israelhaß der Antisemiten wie für den Islamfaschismus dieses Volkes. Ariel Scharon jedenfalls, der Zionist und praktische Antifaschist, ist dem aufgelösten Rätsel der Geschichte näher als die deutsche Linke, deren “Antifaschismus” sich als Aufstand der Anständigen à la Gerhard Schröder oder als Solidarität mit dem palästinensischen Volk ausagiert. (…) Im Wesen Israels als des ungleichzeitigen Staates der Juden liegt es aber nicht nur, Reaktion auf den Verrat an Aufklärung und Weltrevolution, nicht nur, Notwehrversuch gegen den Nazifaschismus und Asyl zu sein. Sondern eben auch, daß die üblichen Muster der bürgerlichen Rollenverteilung – hier das Gewaltmonopol des bürgerlichen Staates im allgemeinen und dort die Personen, die die Regierungsausübung im besondern besorgen – für den israelischen Staates aufgrund seiner Konstitutionsbedingungen keine Geltung mehr hat. Was sich unter anderem darin zeigt, daß diese “Kritiker” der israelischen Regierungspolitik für den faschistischen Mob und die Behörden, die Selbstmordattentäter belohnen, Verständnis aufbringen (Folge von Besatzung und Ausbeutung), dagegen für den Versuch, die militärische Infrastruktur der Gegner Israels zu zerschlagen, am liebsten die Begriffe Auslöschung oder Ausrottung der palästinensischen Bevölkerung im Munde führen. Wie hinter der treudoofen Frage, ob es nicht möglich sein müsse, Spekulanten als das zu bezeichnen, was sie sind, ohne gleich als antisemitisch zu gelten, so verbirgt sich hinter der treulinken Frage, ob nicht auch in Israel, weil es sich auch dort um eine bürgerliche Gesellschaft handele, Faschismus möglich sei, die Erkenntnis dieser Fusion in verquerer und verschrobener Gestalt. Verquer, weil ja gerade erklärt werden sollte, wie Israel, dieser Fusion zum Trotz, eine parlamentarische Demokratie ist und bleibt; verschroben, weil diese Einheit von Staat und Regierung im Übergang von einem unerträglichen Alten (die Vernichtungsdrohung) zum noch nicht erreichten Neuen (die herrschaftslose Gesellschaft) ja doch den Inbegriff dessen ausmacht, was einmal als “Diktatur des Proletariats”, als Emanzipationsgewalt und organisierte politische Macht der Revolution, auch und gerade auf den roten Fahnen stand. In Anbetracht der Grundidee des Staates Israel, vor dem Hintergrund der linken Staatsmythen, betreffend die “Diktatur des Proletariats”, muß jede Beurteilung der Handlungen der Regierungsvertreter auch die völlig andere Qualität dieses Staates, verglichen mit allen anderen, deutlich werden lassen. (…)

Wenn diese Linke über Israel schwadroniert, dann hört sich das nicht minder grausig an. Dabei liegt der Zusammenhang zwischen dem Antisemitismus und dem Vernichtungswillen gegen die zum Staat gewordene bürgerliche Gesellschaft der Juden, gegen Israel, eigentlich auf der Hand: Der sogenannte Antizionismus stellt nichts anderes dar als die geopolitische, globalisierte Reproduktion des Antisemitismus, das heißt die Erscheinungsform, die er in Weltmarkt und Weltpolitik nach Auschwitz annehmen muß. Der Antizionismus ist der aus den kapitalisierten Gesellschaften in die Welt herausgekehrte Antisemitismus. So ist Israel der Jude unter den Staaten; die Verdammung des Zionismus als eines “Rassismus” durch die UNO gibt es zu Protokoll. Das macht: die moralische Verurteilung der menschlichen Unkosten der Konstitution bürgerlicher Staatlichkeit allein am Beispiel Israels führt vor Augen, was die Welt der Volksstaaten vergessen machen will – daß die Zentralisation der politischen Gewalt über Leben und Tod keineswegs die natürliche Organisationsform der Gattung Mensch darstellt, sondern Ausdruck eben von Herrschaft und Ausbeutung. Dabei ist Israel – und das macht die Kritik an diesem Staat so perfide und muß deshalb immer wieder gesagt werden – der einzige Staat dieser Welt, der für sich eine nicht zu bezweifelnde Legitimität beanspruchen kann. Israel, das ist der ungleichzeitige Staat, der entstanden ist sowohl als Reaktion auf das Dementi aller Versprechungen der bürgerlichen Nationalrevolution, sowohl als Antwort auf den stalinistischen Verrat an der kommunistischen Weltrevolution als auch als zu spät gekommene Notwehr gegen den Massenmord an den europäischen Juden. (…) Israel ist das Schibboleth jener doch so naheliegenden Revolution; es ist der unbegriffene Schatten ihres Scheiterns. Israel ist das Menetekel, das zum einen (und ganz unfreiwillig) die kategorischen Minimalbedingungen des Kommunismus illustriert, und das zum anderen sämtliche Bestialitäten zu demonstrieren scheint, zu denen der bürgerlich-kapitalistische Nationalstaat fähig ist. Wer Israel nicht begriffen hat, wer den Haß auf diesen Staat, den Antizionismus, und wer den Antisemitismus, das heißt den Vernichtungswillen sowohl gegen die in diesem Staat lebenden als auch gegen die kosmopolitisch verstreuten Juden, nicht begriffen hat als das, was Antisemitismus wesentlich darstellt: den bedingungslosen Haß auf die Idee einer in freier Assoziation lebenden Gattung, der hat den Kommunismus nicht als das “aufgelöste Rätsel der Geschichte” begriffen. –

 Der ostentative Muslimeifer aber, der sich im Alltag mancher ‚Allahu-Akbar‘-Brüller vielleicht doch sehr in Grenzen hält, findet im blanken Judenhass unverhoffte Nahrung, wo ihnen unter unendlich öden Koranrezitationen und geistlosen, absurden Vorschriften längst das bisschen ungeglaubten Glaubens zwischen den Fingern zerrann und ihr Muslimsein kaum je mehr ist als das typisch dauerbeleidigte, immer schon jeder Verantwortung ledige Gruppengefühl. Überhaupt will jeder Eifer – insbesondere der aktuelle, rasende Eifer des weltweit angreifenden Islam – den Stachel eines weniger drohenden als hinterrücks längst geschehenen Glaubensverlustes kompensieren.“ Mit anderen Worten: Muslime wurden nicht für ihr abstraktes Muslimsein kritisiert, sondern dafür, was – global betrachtet – die Mehrheit konkret darunter versteht: Die von Gott gegebene Ermächtigung zu Terror, Entrechtung, Antisemitismus. Wer differenziert, sollte nicht unerwähnt lassen, dass Osama bin Laden, Hassan Nasrallah und wie all die schrecklichen Figuren so heißen, in der muslimischen Welt als Helden gefeiert werden – und zwar nicht von einer minoritären Sekte, sondern von Millionen Muslimen, auch in Deutschland. (,,) Der unfreiwillige und verborgene Essentialismus der Postmoderne macht das Begreifen unmöglich, weil er die Beziehung zwischen Allgemeinem, Besonderem und Einzelnem nicht mehr zu thematisieren vermag. Wenn nur noch Vielfalt herrscht und Einzelnes und Allgemeines gewaltsam auseinandergerissen werden, bleibt die Verstandesleistung des begreifenden Subjekts auf der Strecke und die scheinbar ursprüngliche Differenz wird zum Mythos. Nicht nur dem Begriff des Allgemeinen, das ja ein noch einzulösendes ist, wird Gewalt angetan, auch dem Besonderen, dessen Unglück darin besteht, nur ein Besonderes zu sein, und das sich, weil es kein versöhnendes Ganzes gibt, dem schlecht-Allgemeinen, dem Racket nämlich, anschließen muss. – JAN HUISKENS

„Vernunft und Rationalität sind in dieser durchmedialisierten Welt chancenloser denn je. Ein unangenehmer Typ „Heckenschütze“ terrorisiert die Gesellschaft. Seine aktuelle Waffe: Der Phobienvorwurf.“ – Bettina Röhl

„Man wähnt, wenn man nach wissenschaftlichen Regeln sich richtet, dem wissenschaftlichen Ritual gehorcht, mit Wissenschaft sich umgibt, gerettet zu sein. Wissenschaftliche Approbation wird zum Ersatz der geistigen Reflexion des Tatsächlichen, in der Wissenschaft erst bestünde. […] Je tiefer man ahnt, daß man das Beste vergessen hat, desto mehr tröstet man sich damit, daß man über die Apparatur verfügt.“ (Theodor W. Adorno, Philosophie und Lehrer, AGS 10.2, 491)

„Vieles, was im Sinne von Foucaults »Mikrophysik der Macht« populär werden sollte; also die Erkenntnis, daß Macht nicht pyramidal hierarchisch, sondern durch sämtliche gesellschaftliche Bereiche hindurch wirkt, findet sich bereits in der Medizinkritik der Kritischen Theorie. Daß diese Thesen häufig übersehen wurden, mag daran liegen, daß sich Horkheimers entscheidende Äußerungen über Medizin und Psychiatrie nicht in den breit rezipierten Hauptwerken finden, sondern über die Gesamtausgabe verstreut sind. Wiemer suchte sie zusammen und zeigt, wie Horkheimer anhand der Medizin einen wesentlichen Charakterzug des modernen Kapitalismus ausmachte. Mediziner funktionieren laut Horkheimer wie fast jede wirtschaftliche Gruppe im Sinne eines Rackets. »Ein Racket«, erklärt er, »ist eine unter sich verschworene Gruppe, die ihre kollektiven Interessen zum Nachteil des Ganzen durchsetzt.« Allgemein betrachtet heißt das, daß sich die Klassengesellschaft in eine »neofeudale« Struktur verwandelt hat, innerhalb der Interessenverbände »nach dem Prinzip der Selbsterhaltung und der Machtakkumulation« funktionieren. Diesen Wandel macht Horkheimer an den Medizinern fest; und alles, was Horkheimer in seiner Kritik aussparte, von den Krankenversicherungen bis zum Pfusch in Krankenhäusern, wird von Carl Wiemer polemisch auf den neuesten Stand gebracht“  – Max Horkheimer

 

„Ein Shitstorm hat auch seine positive Seite. Da politisch korrekte Gülle meist in Richtung Originalität, Kreativität und Intelligenz geworfen wird, fliegt sie oft genug auf Leute, die zu lesen wirklich lohnt.“ – Evidenz-basierte Ansichten

Eine Frau wird als Frau geboren. ein Mann muß erst ein Mann werden.
Keine Paternalisierung, sondern fortschreitende Maternalisierung. Die Feminisierung und Genderisierug marginalisiert und zerstört die Vaterposition in den modernen »Gesellschaften«, die Vaterrolle erlitt allgemeine Degradierung, die Kanonisierung der Homosexulität im Speziellen und der sexuellen Diversität im Allgemeinen tilgt die noch übriggebliebenen Spuren einer Männlichkeit restlos aus, die nur noch als Schimpfwort der angeblichen „Paternalisierung“ im Jargon der Medien herumgeistert.

„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

Post-Pop-Epoche: der Sieg der Mode über die Sitten.

„Wir brauchen schadhafte Gebäude, durch deren geborstene Wände man hindurch­ sehen kann, um wenigstens einen Anfang zum Denken zu gewinnen.“ – Victor Tausk

„Was man in römischer Zeit das »Abendland« und später »Europa« nennen wird, ist die politische Konsequenz des individualistischen Martyriums, das ein gesprächsfreudiger Stadtstreicher auf sich nahm, um die Legitimität des im universalistischen Dialekt vorgebrachten Neuen gegen die entkräfteten lokalen Sitten zu demonstrieren.“ – Peter Sloterdijk

„Was nützt einem die Gesundheit wenn man ansonsten ein Idiot ist.“ – Theodor Adorno

„Ich bin eine Feministin. Das bedeutet, daß ich extrem stark behaart bin und daß und ich alle Männer haße, sowohl einzelne als auch alle zusammen, ohne Ausnahmen.“Bridget Christie

„Die Tragödie isolierter persönlicher Leidenschaften ist für unsere Zeit zu fade. Aber weshalb? Weil wir in einer Epoche der sozialen Leidenschaften leben. Die Tragödie unserer Epoche ist der Zusammenstoß der Persönlichkeit mit dem Kollektiv.“ –  LeoTrotzki 1923

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“I think it’s very healthy to spend time alone. You need to know how to be alone and not be defined by another person.” ― Oscar Wilde

Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Love: only, and not always, a mother loves her child, just as it is, otherwise you have to meet the expectations of others, to be accepted.

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

They are the same who claim the sex/gender would not be biologically innate, but only a social construct, and at the same time that homosexuality was not a social construct, but biologically innate.

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

„There are two things,“ said Hitler in 1923, „which can unite people: common ideals and common crime“

After the violent termination of Murder by the Allies were the German (and have remained so to this day) more german than before.

The depraved human creature, the more she feels insulted, disrespected, offended in their honor.

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.