Drei neue Veröffentlichungen von Shkurte Ahmeti

 

1
Inhalt
1. Einleitung … 2
2. Der Expressionismus … 3
2.1. Expressionismus im Film … 4
2.2. Expressionismus in der Literatur … 6
2.3. Expressionismus in der Kunst … 8
2.4. Expressionismus in der Musik … 8
3. Das Märchen“ Schneewittchen und die sieben Zwerge“ … 10
3.1. Das etwas andere Märchen von ,,Schneewittchen und die sieben Zwerge“ ­ eine freie
Interpretation im aktuellen Kontext… 10
3.2. Das Märchen von ,,Schneewittchen und die sieben Zwerge“ und die Bezüge in der
Literatur, der Kunst und im Film … 11
4. Walt Disneys ,, Schneewittchen und die sieben Zwerge“ von 1937 … 13
4.1. Die Produktionsgeschichte und der historische Kontext … 13
4.2. Disneys Erzählstil … 14
4.3. Expressionistische Elemente in Walt Disneys ,,Schneewittchen und die sieben Zwerge“ .. 15
4. Schlusswort … 19
5. Exkurs … 20
5.1. Psychologische Aspekte der Märchen
,
… 20
5.2. Strukturalistische Sicht … 20
5.3. Dekonstruktivistische Sicht … 21
5.4. Die alten Griechen … 21
6. Quellenverzeichnis … 23
2
Infelix paupertas, quia ridiculos miseros facit.
Traurig ist das Los der Armut,
weil sie die Unglücklichen lächerlich macht.
(Karl Philipp Moritz in ,,Anton Reiser“)
Der Blick aufs Leben ist übergegangen in
die Ideologie, die darüber betrügt,
dass es keines mehr gibt.
(Theodor W. Adorno)

3
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung … 4
2. Die Theorie von Pierre Bourdieus … 4
2.1. Die ,,Habitus Theorie“ … 5
2.2. Die Kapitalsorten … 5
2.3. Der soziale Raum … 6
2.4. Der Geschmack der Klassen im Raum der Lebensstile … 7
3. Pierre Bourdieus ,,Habitus Theorie“ am Beispiel des psychologischen Romans ,,Anton
Reiser“ von Karl Philipp Moritz … 16
3.1. Über den Autor Karl Philipp Moritz und eine kurze Zusammenfassung des Romans ,,
Anton Reiser“ … 16
3.2. Die Aspekte der ,,Habitus Theorie“ am Beispiel der Figur Anton Reiser … 18
4. Schlussfolgerung … 19
Quellenangaben … 20

4
1. Einleitung
In der Vorrede zur ,,Phänomenologie des Geistes“ schreibt Hegel, dass es unsinnig sei Vorreden zu
schreiben.
1
Und er schreibt eine. Typisch Hegel. Er behauptet etwas und dann behauptet er das Gegenteil.
Zuletzt behauptet er beides in der Aufhebung des Widerspruches. These, Antithese, Synthese, das ist der
Dreischritt der hegelschen Dialektik. Darf ich es auch? Ich versuche es.
,,Die Erkenntnis des menschlichen Geistes, entsteht nicht durch die Aneignung fertiger Produkte, sondern
durch die schmerzhafte Häutung in der Metamorphose von einer Bewusstseinsstufe zur nächsten. Ein
menschlicher Geist, nehmen wir an, bin ich auch, also entwickele ich mich im Prozess des immer
wiederkehrenden ,,Aha“. Daher kann ich meine wissenschaftliche Arbeit ab nun nur als Prozess
darstellen und nicht mehr als Produkt, denn ich bin nicht mehr bei Kant, sondern über Hegel, Marx,
Freud, Lukács, Adorno, Marcuse, Derrida im prozesshaften Denken, wie in einem Fluss der im Ozean
mündet, und nicht in einem Schwimmbad. Panta rhei. Ich kann also den Leser dieser Arbeit nur an dem
Prozess teilnehmen lassen, der immer wieder dialektisch oszilliert, daher manchmal notwendigerweise
widersprüchlich ist, dann aber im nächsten Schritt der Widerspruch aufgehoben wird. Wie bei Hegel. Für
Hegel war es eine Entdeckung, für mich nicht, nachdem ich Hegel entdeckt habe.“
In der folgenden Arbeit stelle ich das Konzept von Bourdieu dar. Wie in russischen Matrioschkas,
steckt in Bourdieus Theorie die Theorie von Karl Marx und Friedrich Engels, und in der Theorie von Karl
Marx und Friedrich Engels wiederum die Theorie von Georg Friedrich Wilhelm Hegel und so weiter und
sofort bis zu den Vorsokratikern. In Bezug auf Bourdieus Habitus Theorie wird die literarische Figur von
Anton Reiser betrachtet. Die Arbeitshypothese ist, dass das Scheitern von Anton Reiser durch die Theorie
von Pierre Bourdieu erklärt werden kann.
1
,,Eine Erklärung, wie sie einer Schrift in einer Vorrede nach der Gewohnheit vorausgeschickt wird ­ über den
Zweck, den der Verfasser sich in ihr vorgesetzt, sowie über die Veranlassungen und das Verhältnis, worin er sie
zu andern frühern oder gleichzeitigen Behandlungen desselben Gegenstandes zu stehen glaubt ­ scheint bei einer
philosophischen Schrift nicht nur überflüssig, sondern um der Natur der Sache willen sogar unpassend und
zweckwidrig zu sein.“ Wilhelm Friedrich Hegel: Phänomenologie des Geistes.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung … 2
2. Die Initiierung der Expressionismusdebatte … 2
2.1
Der Fall Gottfried Benn … 4
2.2 Die Kontroverse in ,,Das Wort“ … 7
2.3
Kritik von Alfred Kerr an der typischen Innenschau des Expressionismus … 12
2.4
Kritik des Expressionismus bei Georg Lukács … 13
3. Der Zusammenbruch des Expressionismus und seiner Wirklichkeitsfremde … 14
4. Schlussfolgerung … 22
5. Exkurs … 24
5.1. Der italienische Futurismus als Vorbild für den italienischen Faschismus und in
Folge für den deutschen Nationalsozialismus als Gegensatz und Feind des
Expressionismus … 24
5.2. Der Realismus als Überwindung der Dekadenz des Expressionismus … 26
5.3
Nachwirkungen … 27
6. Literaturverzeichnis … 37

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1.
Einleitung
Mein Interesse an der Expressionismusdebatte wurde geweckt durch die Frage, was die
größten deutschen Literaten dazu bewogen hat, Ende der dreißiger Jahre des XX
Jahrhunderts, in der Zeit als in Deutschland und Europa der Hitlerismus und Faschismus,
in der Sowjetunion der Stalinismus und Kommunismus den Höhepunkt erreicht haben,
in Deutschland 1938 die Novemberpogrome, Verfolgung von Juden und
Andersdenkenden, in Moskau ,,Säuberungen“ und damit verbundene Schauprozesse, die
deutsche Annexion Österreichs stattfanden, Münchner Abkommen wurde
unterschrieben, das zur deutschen Besetzung der Tschechoslowakei führte und zum
Ausbruch des Zweiten Weltkriegs beitrug, was war so wichtig für die Literaten, dass sie
sich deswegen extrem echauffierten und gegenseitig aufs Schärfste angegriffen haben?
In meiner Arbeit beziehe ich mich auf die Aussagen von den Protagonisten der
Expressionismusdebatte: Ernst Bloch, Bertolt Brecht, Georg Lukács, Klaus Mann, Anna
Seghers und Bernhard Ziegler (Alfred Kurella).
2. Die Initiierung der Expressionismusdebatte
Der Anlass der Expressionismusdebatte waren zum einen der Text von Klaus Mann:
,,Gottfried Benn. Die Geschichte einer Verirrung“ und zum anderen der von Bernhard
Ziegler, Pseudonym von Alfred Kurella: ,,Nun ist dies Erbe zuende[…]“.
Kurella schreibt:
„Nun ist dies Erbe zuende[…], das Erbe von vierhundert Jahren nämlich, meinte
Benn. So definierte er sein Weltgefühl in Brüssel 1916. Weltende ­ aber auch
Beginn von etwas ganz Neuem. Alles fängt von vorne an. Und er tut sich auf, er
gibt sich hin. Aber was ihn, den ausgebildeten, durchgerüttelten Militärarzt und
Kasinostammgast von Brüssel, hineinstürzt, ist alles andere als ,,tao“, der
Urgrund des Lebens: es ist der Absud aus den Töpfen, in denen die Bourgeoisie
des 20. Jahrhunderts das schon ein halbes Jahrhundert lang zerkaute Erbe ihrer
Väter endgültig zu Brei zerkocht.“
1
Die beiden Texte erschienen in der September-Ausgabe 1937 der Moskauer
Exilzeitschrift ,,Das Wort“. Diese war das Hauptinstrument für die
Expressionismusdebatte an sich.

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