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getürkte Kurden

Obamas blutiger Deal mit der Türkei

Obamas Weltpolitik beschleunigt  Fehlentwicklungen in Europa und nicht nur dort. Sie ist eine Katastrophe für die Kurden. Mit welchem Recht bombardiert der Nato-Partner Türkei die Kurden im Irak? Ausgerechnet jene Kurden, die dem IS-Terror als einzige entgegengetreten sind? Mit welchem Recht toleriert Obama ein solches Vorgehen seines Nato-Partners? 

Der weltpolitische Obersteuermann Obama, der als Messias mit allen Vorschusslorbeeren inklusive Friedensnobelpreis angetreten war, um die Welt zu verbessern und um einen neuen Politikstil zu etablieren, hat die muslimische Welt von Nordafrika bis zum Irak ins Chaos gestürzt. Seine Politik hat wesentlich dazu beigetragen einen IS entstehen zu lassen und diesem ein riesiges Ausbreitungsgebiet inklusive einer europäischen Option zuzuspielen.

Die Belastungen der Europäer und der Amerikaner selber durch die auf ganzer Linie versagende Außenpolitik Obamas sind epochal und die Existenz des Westens bedroht. Die Obamasche Luftallianz gegen den Terror, die de facto wesentlich aus den USA und Großbritannien und einigen anderen westlichen Ländern, allen voran Dänemark, besteht, und immerhin über eine mehr oder weniger symbolische Unterstützung durch Saudi Arabien, Jordanien und einige Golfstaaten erfährt,   hat beim Nato-Partner Türkei monatelang antechambriert: Erdogan möge seine Luftwaffe am Kampf gegen Isis beteiligen. Und wenn schon diese Beteiligung nicht gewährt wird, möge die Türkei doch bitte bitte den USA gestatten ihre Luftschläge gegen Isis-Stellungen auch von türkischen Basen aus, mithin erheblich erleichtert und weniger risikobehaftet, fliegen zu dürfen.

Das Nato-Land Türkei hat seinen Luftraum für das Nato-Land USA im Kampf gegen Isis gesperrt und parallel dazu keine gute Figur in der Region gemacht. Auch die Syrienpolitik Obamas ist ein Flop. Obama hat den syrischen Diktator Assad zum Abschuss frei gegeben, es aber nicht vermocht diesen aus dem Amt zu entfernen. Aber Obama hat mit seiner Syrienpolitik viele Begehrlichkeiten geweckt, darunter auch solche von Islamisten und, sattsam bekannt, auch Begehrlichkeiten der türkischen Führung. Die Rekonstruktion des osmanischen Reiches unter türkischer Führung mit beherrschender Stellung in Westeuropa – das ist eine Idee, die die türkische Führung womöglich mit höchstem Frohlocken erfüllt.

Ist das der famose politische Deal des Barack Obama?

Die Türkei beansprucht zum Beispiel Nato-Hilfe in Gestalt deutscher Patriot-Einheiten. Ja, zum Schutz  vor wem eigentlich noch mal genau? Gleichzeitig versagt die Türkei dem westlichen Bündnis ihre Hilfe gegen islamistische Attacken auf eben diesen Westen. Jetzt hat der große Außenpolitiker Obama es offenbar geschafft die Türkei zu einem kleinen Umdenken zu bewegen und sich an Luftschlägen gegen Isis-Stellungen höchst selbst zu beteiligen und den Amerikanern eine Militärbasis zur Mitbenutzung zur Verfügung zu stellen.  Doch quasi nur Sekunden nach den Anti-Isis-Luftschlägen der türkischen Luftwaffe am letzten Wochenende flog dieselbe Luftwaffe Angriffe gegen Stellungen mutmaßlicher PKK-Terroristen.

Mit den Angriffen auf PKK-Stellungen hat Edogan den fragilen Prozess der Befriedung zwischen Türken und Kurden im eigenen Land kaputt gemacht. Merkel und von der Leyen gehörten zu den wenigen, die die Türkei prompt ganz vorsichtig und liebreizend an den begonnenen Friedensprozess des Landes gegenüber den Kurden 11erinnert haben. Obama holzte dagegen, die Türkei könne machen, was sie wolle und selbstverständlich gegen Terroristen im eigenen Land vorgehen.

Ist das der famose politische Deal des Barack Obama? Der äußere Anschein spricht dafür. Ich kann deine Basis nutzen und du kannst ungestört zur alten, furchtbaren und gescheiterten Kurdenpolitik zurückkehren. Ist das der Deal?

Das allgemein anerkannte Nahziel der Türkei wäre es Assad in Syrien zu beseitigen und das dadurch entstehende Machtvakuum in der Region mit türkischen Interessen zu besetzen. Was mit einer solchen Ausdehnung des Machtbereiches der Türkei für den Westen oder den Frieden in der Region gewonnen wäre, hat noch keiner im Westen vernünftig und verständlich zu erklären vermocht. Russland und die Chinesen unterstützen, alles in allem recht moderat, Assad und zeigen Barack Obama seine Grenzen, aber auch die rote Karte. Schließlich wusste Obama im Vorwege welche Eckwerte er in das Kalkül seiner Syrienpolitik einzustellen hatte. Wie es die „Welt“ vor einigen Tagen zutreffend beschrieb, verrät Obama das Volk der Kurden – nicht nur die Kurden in der Türkei – um ein paar Selbstverständlichkeiten einzufordern.

Erdogan hat seine europäische Karte verspielt

Obamas weicheiiger Atomkompromiss mit dem Iran, der gewiss zu profunderen und vernünftigeren Zugeständnissen zu bewegen gewesen wäre, rundet das Bild des Versagens des mächtigsten Mannes der Welt in Sachen Außenpolitik ab.

Erdogan hat längst alle Masken fallen gelassen. Die fanatischen Türkei-Enthusiasten in den westlichen Hauptstädten, die die Türkei am liebsten sofort und bedingungslos als Vollmitglied der EU und eigentlich auch als Vertragsstaat des leider offensichtlich gescheiterten Euro gesehen hätten, sind feige und uneinsichtig und zunehmend leise geworden. Es musste erst der türkische Wähler kommen und Erdogan von seiner absoluten Mehrheit befreien, aber selbst diesen demokratischen Akt unterstützen die westlichen Regierungen nicht. Im Gegenteil, sie sehen Erdogans Aktionen tatenlos zu in möglichst kurzfristig anberaumten Neuwahlen wieder eine absolute und möglichst verfassungsgebende Mehrheit zu erreichen. Was ist los Paris, Berlin und den anderen Hauptstädten?

Eine EU-Mitgliedschaft der Türkei ist in weite Ferne gerückt. Niemand erkennt mehr den Mehrwert. Erdogan hat seine europäische Karte verspielt. Er ist aber auch dabei, seine Nato-Karte zu verspielen. Man könnte auf den bösen Gedanken kommen, dass Obama dauernd eine russische Gefahr mit Namen Putin konstruiert, um keine Zweifel an der türkischen Nato-Mitgliedschaft aufkommen zu lassen.

Die Nato ist nicht nur ein Militärbündnis, sondern auch, ob sie es will oder nicht, eine Wertegemeinschaft. Die Nato ist das westliche Verteidigungsbündnis rund um den Nordatlantik, also das Verteidigungsbündnis der Staaten des Westens. Statt klare Kante zu zeigen lässt Obama es zu, dass die Türkei der Nato auf der Nase herumtanzt. Das ist weder gut für die Türkei noch gut für die Region noch gut im sogenannten Anti-Terrorkampf, der mehr eine Showveranstaltung als Realität ist,  noch gut für sonstwen. Hier ein Zwischenruf  aus Dezember 2014 von Julian Reichelt, der die ewige Beschönigung im Kampf gegen den Isis-Terror beschreibt: 

Obamas Türkeipolitik ist unverantwortlich

Obama hat in den Jahren seiner Amtszeit die Welt unsicherer, chaotischer und gefährlicher gemacht. Obama ist ideenlos. Und der Westen insgesamt ist es auch. Einziger Lichtblick derzeit könnte David Cameron sein oder werden, der mit seiner realistischen Europa-Politik in Gestalt einer Abschmelzung der allmachtphantastischen Eurokratie und in Gestalt seines noch unvollständigen Fünf-Jahresplanes zur Terrorbekämpfung eine gute Figur macht.

Und Angela Merkel? Die sogenannte mächtigste Frau der Welt macht mit ihrem  Pokerface keinerlei Anstalten Obama etwas entgegen zu setzen und sie kann es vermutlich auch nicht.

Europa rotiert zunehmend in seiner immer enger werdenden selbst gewählten geistigen Enge und driftet immer weiter ab in Ideologismen. Das Vakuum, das die sogenannten westlichen Eliten produzieren, ist neben der katastrophalen globalen Politik des Westens der zweite Grund dafür, dass zum Beispiel der entstandene islamistische Terror weder bekämpft werden kann noch dass ein Wille zur Bekämpfung überhaupt entwickelt wird.

Der Kampf gegen den Islamismus wird nicht mit Gewaltmitteln gewonnen werden

Der Kampf gegen den Islamismus wird nicht mit Gewaltmitteln gewonnen werden – militärische Mittel können nur die Begleitmusik sein – das eigentliche Spiel verliert der Westen, weil er sich zunehmend seinen immanenten Destruktionskräften, und die sind extremistisch grün und rot überlässt.

Eine komplett sinnlose Weltpolitik korrespondiert mit einer inneren Vernichtung der westlichen Werte, einer Selbstauflösung der westlichen Werte. So verstärkt Obama mit seiner permanent fehlschlagenden Außenpolitik den unaufhaltsamen Niedergang des Westens. Der Kampf der Kulturen findet statt. Der Westen muss diesen Kampf verlieren, weil er außer Brot und Spielen und einem ungeheuren und relativ gut verteilten Luxus nichts anzubieten hat. Die ungeheuren Schwerkräfte, welche Gesellschaften auszeichnen, täuschen dem Westen noch einen Westen vor, dessen Existenz immer irrealer wird.

Obamas Weltpolitik, die den Namen Politik nicht wirklich verdient, beschleunigt alle Fehlentwicklungen, die die Menschen in Europa und sonst nicht gebrauchen können. Sie ist eine Katastrophe für die Kurden. Mit welchem Recht bombardiert der Nato-Partner Türkei die Kurden im Irak? Und dann auch noch ausgerechnet jene Kurden, die dem IS-Terror als einzige entgegengetreten sind? Mit welchem Recht toleriert Obama ein solches Vorgehen seines Nato-Partners Türkei?

Wenn der Westen seine Vorzüge und auch seine Überlegenheiten nicht wieder entdeckt, ist ihm nicht zu helfen und dann kann er auch den Menschen, die Hilfe brauchen, auf Sicht nicht helfen.

Der große Fehlschlag der Obamaschen Außenpolitik verschlechtert die Ausgangslage für den Westen ganz erheblich.

http://www.rolandtichy.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/obamas-blutiger-deal-mit-der-tuerkei/

line-wordpress

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

Psychoanalytische Arbeitsstation

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

Be patient, work hard, follow your passions, take chances and don’t be afraid to fail.
I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Früher galt als mutig, wer ein Revolutionär war, heute reicht es schon, wenn einer seine Meinung behält.

“Jeder fünfte Bewohner des Westjordanlandes ist ein israelischer Siedler”, greint die Generaldelegation Palästinas heute auf ihrer Homepage.
Und jeder fünfte Bewohner Israels ist ein palästinensischer Araber.
So what?

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Wer „ich will frei sein“ sagt, und es sagen viele, der ist ein Idiot. Denn das höchste was der Mensch als Freiheit haben kann, ist die Freiheit, seine Pflicht frei zu wählen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Nonkonformistische Attitüde und affirmative Inhalte – einer Kombination, die schon immer die linksdeutsche Ideologie gekennzeichnet hat. – Stephan Grigat

Es sind dieselben, die behaupten, das Geschlecht wäre nicht biologisch angeboren, sondern nur ein sozialer Konstrukt, und zugleich daß die Homosexualität kein sozialer Konstrukt wäre, sondern biologisch angeboren.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

„Es gibt zwei Dinge“, so wußte Hitler schon 1923, „die die Menschen vereinigen können: gemeinsame Ideale und gemeinsame Kriminalität“ .

Nach der gewaltsamen Beendigung des Mordens durch die Alliierten waren die Deutschen (und sind es bis heute geblieben) noch deutscher als zuvor.

„Der Staat sind wir“: Dies Credo der Sozialdemokratie Ferdinand Lassalles war die Wahrheit der Volksgemeinschaft, und der Nazismus war die vermittlungslose Basisdemokratie der Deutschen.

Die Demokratie der Bürger ist die interessierte Demutsadresse an den autoritären Staat.

„Die deutsche Nation ist das Apriori dieser seltsamen Wissenschaft, die

vorgibt, nichts zu kennen als Quellen, Quellen und nochmals Quellen, nichts als das

lautere Plätschern der Tatsachen und das ungetrübte Sprudeln der Empirie. Die

Quelle aber ist der Historie, was der Jurisprudenz das Indiz: Spielmaterial, bloße

Illustration des Systemzwangs zum Rechtsfrieden, d.h. empirische Legitimation der

vorab existenten letzten Instanz, an der jede Berufung aufhört und jede Revision

endet. Egal, wer Recht hat, solange nur Recht ist; was immer die Quellen sagen,

ein Beweis gegen die Nation wird sich daraus nie und nimmer folgern lassen.“ (…)

„Historische Wahrheit wird nach dem Modell von Meinungsumfragen vorgestellt;

kein Sample jedoch wird je repräsentativ genug sein,

um der deutschen Nation als solcher die Taten der Nazis zuzurechnen.

Die juristische Methode dieser seltsamen Wissenschaft, die sich die Behandlung der

Geschichte anmaßt, weiß so überaus sorgfältig zwischen Intention und Resultat zu

scheiden, daß der einzig noch mögliche Weg historischer Wahrheitsgewinnung, der

allerdings leider ausgeschlossen ist, Psychoanalyse wäre.“ – Joachim Bruhn

Da die Psychoanalyse heute auch nur noch ein korruptes Racket ist, würde sie nicht helfen.

 Der Himmel, wenn er sich schon öffnet, zitiert sich am liebsten selbst. 

Je verkommener eine menschliche Kreatur, desto eher fühlt sie sich beleidigt, respektlos behandelt, in ihrer Ehre verletzt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Der religiöse Rassismus der Islamisten, der den völkischen Rassismus der Nazis ersetzt hat, erklärt Allah zum Führer und die Jihadisten zu seiner privilegierten Kampftruppe: Wenn man so will, zu Allahs SS. Der Zusammenhalt dieser Kampftruppe wird über die Jenseitserwartung von Hölle und Paradies, also über das Instrument der religiösen Angst, sichergestellt. Diese Selbstbildfantasie der Islamisten ist mit ihrer (zumeist antijüdischen) Feindbildfantasie untrennbar verknüpft. – Matthias Küntzel

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten. Es sind Sozio-, Pädago- und Psychokratien, Rackets, die Erkenntnis nicht fördern, sondern verhindern.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
„Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett „antideutsch“ nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur „normale“ kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“– Hans Dieter Hüsch

Es gibt zweierlei Ethik: die moralische, der die Realität egal ist und die der Verantwortung, die reale Folgen der ethischen Forderungen berücksichtigt. Die erste ist gut gemeint, die zweite ist gut gemacht.

Was dem einen seine Souveränität, ist dem anderen seine Eigenmächtigkeit.

Das Schöne am Euro war, dass die Gewinner immerzu gewinnen konnten, ohne dass ihnen gleich die Quittung präsentiert wurde. Denn sie verdienen ja am Ausland, was heißt, eigentlich ein im Maße des Verdienens zunehmend schlechtes Geld – das ist durch den Euro aufgehoben worden: Man konnte ständig an einer anderen Nation verdienen, ohne dass das Geld dieser Nation darunter gelitten hat, weil sie gar kein eigenes hat. Der Wert dieses Geldes repräsentiert nicht die Leistungsfähigkeit dieser Nation. So hat der Euro von dem innereuropäischen Verdienen aneinander sogar noch gelebt; er hat vor der Krise absurderweise nur den Konkurrenzerfolg der Gewinner repräsentiert.

— Das ist ja mit der Idylle charakterisiert. Dass zunächst mal alle Seiten Gewinner des neu eingeführten Euro waren. Auch die, die ihre vergleichsweise Weichwährung gegen den Euro getauscht haben und damit auf einen Schlag Kredit zu ganz anderen Konditionen und Möglichkeiten hatten. Insofern waren die späteren Verlierer erst mal auch Gewinner.

Kein Nazifaschist hat je wirklich geglaubt, er bezöge die Ermächtigung seiner Ansprüche aus dem Teutoburger Wald; keiner seiner demokratischen Erben hat jemals tatsächlich gedacht, ihnen erwüchse Legitimität im Resultat des “Lernens aus der Geschichte”; niemals war ein Sozialist der Ansicht, es sei die famose “Befreiung der Arbeit” und nicht vielmehr das Recht auf Beute, was seine Politik im Interesse der Arbeiterklasse motivierte. Und keinesfalls erwächst den Palästinensern irgendein Recht aus der Tatsache, daß sie zuerst da waren. Einer Gesellschaft, der Hunger kein Grund ist zur Produktion, kann auch das Leiden kein Grund sein zur Solidarität. Es ist die Ideologie, die mit der Unmittelbarkeit des Leidens agitiert, die aus dessen fragloser Evidenz Sinn zu schlagen sucht, sei es im Sinne von Caritas oder Amnesty International, sei es im Sinne der Freunde des palästinensischen Volkes für den Israelhaß der Antisemiten wie für den Islamfaschismus dieses Volkes. Ariel Scharon jedenfalls, der Zionist und praktische Antifaschist, ist dem aufgelösten Rätsel der Geschichte näher als die deutsche Linke, deren “Antifaschismus” sich als Aufstand der Anständigen à la Gerhard Schröder oder als Solidarität mit dem palästinensischen Volk ausagiert. (…) Im Wesen Israels als des ungleichzeitigen Staates der Juden liegt es aber nicht nur, Reaktion auf den Verrat an Aufklärung und Weltrevolution, nicht nur, Notwehrversuch gegen den Nazifaschismus und Asyl zu sein. Sondern eben auch, daß die üblichen Muster der bürgerlichen Rollenverteilung – hier das Gewaltmonopol des bürgerlichen Staates im allgemeinen und dort die Personen, die die Regierungsausübung im besondern besorgen – für den israelischen Staates aufgrund seiner Konstitutionsbedingungen keine Geltung mehr hat. Was sich unter anderem darin zeigt, daß diese “Kritiker” der israelischen Regierungspolitik für den faschistischen Mob und die Behörden, die Selbstmordattentäter belohnen, Verständnis aufbringen (Folge von Besatzung und Ausbeutung), dagegen für den Versuch, die militärische Infrastruktur der Gegner Israels zu zerschlagen, am liebsten die Begriffe Auslöschung oder Ausrottung der palästinensischen Bevölkerung im Munde führen. Wie hinter der treudoofen Frage, ob es nicht möglich sein müsse, Spekulanten als das zu bezeichnen, was sie sind, ohne gleich als antisemitisch zu gelten, so verbirgt sich hinter der treulinken Frage, ob nicht auch in Israel, weil es sich auch dort um eine bürgerliche Gesellschaft handele, Faschismus möglich sei, die Erkenntnis dieser Fusion in verquerer und verschrobener Gestalt. Verquer, weil ja gerade erklärt werden sollte, wie Israel, dieser Fusion zum Trotz, eine parlamentarische Demokratie ist und bleibt; verschroben, weil diese Einheit von Staat und Regierung im Übergang von einem unerträglichen Alten (die Vernichtungsdrohung) zum noch nicht erreichten Neuen (die herrschaftslose Gesellschaft) ja doch den Inbegriff dessen ausmacht, was einmal als “Diktatur des Proletariats”, als Emanzipationsgewalt und organisierte politische Macht der Revolution, auch und gerade auf den roten Fahnen stand. In Anbetracht der Grundidee des Staates Israel, vor dem Hintergrund der linken Staatsmythen, betreffend die “Diktatur des Proletariats”, muß jede Beurteilung der Handlungen der Regierungsvertreter auch die völlig andere Qualität dieses Staates, verglichen mit allen anderen, deutlich werden lassen. (…)

Wenn diese Linke über Israel schwadroniert, dann hört sich das nicht minder grausig an. Dabei liegt der Zusammenhang zwischen dem Antisemitismus und dem Vernichtungswillen gegen die zum Staat gewordene bürgerliche Gesellschaft der Juden, gegen Israel, eigentlich auf der Hand: Der sogenannte Antizionismus stellt nichts anderes dar als die geopolitische, globalisierte Reproduktion des Antisemitismus, das heißt die Erscheinungsform, die er in Weltmarkt und Weltpolitik nach Auschwitz annehmen muß. Der Antizionismus ist der aus den kapitalisierten Gesellschaften in die Welt herausgekehrte Antisemitismus. So ist Israel der Jude unter den Staaten; die Verdammung des Zionismus als eines “Rassismus” durch die UNO gibt es zu Protokoll. Das macht: die moralische Verurteilung der menschlichen Unkosten der Konstitution bürgerlicher Staatlichkeit allein am Beispiel Israels führt vor Augen, was die Welt der Volksstaaten vergessen machen will – daß die Zentralisation der politischen Gewalt über Leben und Tod keineswegs die natürliche Organisationsform der Gattung Mensch darstellt, sondern Ausdruck eben von Herrschaft und Ausbeutung. Dabei ist Israel – und das macht die Kritik an diesem Staat so perfide und muß deshalb immer wieder gesagt werden – der einzige Staat dieser Welt, der für sich eine nicht zu bezweifelnde Legitimität beanspruchen kann. Israel, das ist der ungleichzeitige Staat, der entstanden ist sowohl als Reaktion auf das Dementi aller Versprechungen der bürgerlichen Nationalrevolution, sowohl als Antwort auf den stalinistischen Verrat an der kommunistischen Weltrevolution als auch als zu spät gekommene Notwehr gegen den Massenmord an den europäischen Juden. (…) Israel ist das Schibboleth jener doch so naheliegenden Revolution; es ist der unbegriffene Schatten ihres Scheiterns. Israel ist das Menetekel, das zum einen (und ganz unfreiwillig) die kategorischen Minimalbedingungen des Kommunismus illustriert, und das zum anderen sämtliche Bestialitäten zu demonstrieren scheint, zu denen der bürgerlich-kapitalistische Nationalstaat fähig ist. Wer Israel nicht begriffen hat, wer den Haß auf diesen Staat, den Antizionismus, und wer den Antisemitismus, das heißt den Vernichtungswillen sowohl gegen die in diesem Staat lebenden als auch gegen die kosmopolitisch verstreuten Juden, nicht begriffen hat als das, was Antisemitismus wesentlich darstellt: den bedingungslosen Haß auf die Idee einer in freier Assoziation lebenden Gattung, der hat den Kommunismus nicht als das “aufgelöste Rätsel der Geschichte” begriffen. –

 Der ostentative Muslimeifer aber, der sich im Alltag mancher ‚Allahu-Akbar‘-Brüller vielleicht doch sehr in Grenzen hält, findet im blanken Judenhass unverhoffte Nahrung, wo ihnen unter unendlich öden Koranrezitationen und geistlosen, absurden Vorschriften längst das bisschen ungeglaubten Glaubens zwischen den Fingern zerrann und ihr Muslimsein kaum je mehr ist als das typisch dauerbeleidigte, immer schon jeder Verantwortung ledige Gruppengefühl. Überhaupt will jeder Eifer – insbesondere der aktuelle, rasende Eifer des weltweit angreifenden Islam – den Stachel eines weniger drohenden als hinterrücks längst geschehenen Glaubensverlustes kompensieren.“ Mit anderen Worten: Muslime wurden nicht für ihr abstraktes Muslimsein kritisiert, sondern dafür, was – global betrachtet – die Mehrheit konkret darunter versteht: Die von Gott gegebene Ermächtigung zu Terror, Entrechtung, Antisemitismus. Wer differenziert, sollte nicht unerwähnt lassen, dass Osama bin Laden, Hassan Nasrallah und wie all die schrecklichen Figuren so heißen, in der muslimischen Welt als Helden gefeiert werden – und zwar nicht von einer minoritären Sekte, sondern von Millionen Muslimen, auch in Deutschland. (,,) Der unfreiwillige und verborgene Essentialismus der Postmoderne macht das Begreifen unmöglich, weil er die Beziehung zwischen Allgemeinem, Besonderem und Einzelnem nicht mehr zu thematisieren vermag. Wenn nur noch Vielfalt herrscht und Einzelnes und Allgemeines gewaltsam auseinandergerissen werden, bleibt die Verstandesleistung des begreifenden Subjekts auf der Strecke und die scheinbar ursprüngliche Differenz wird zum Mythos. Nicht nur dem Begriff des Allgemeinen, das ja ein noch einzulösendes ist, wird Gewalt angetan, auch dem Besonderen, dessen Unglück darin besteht, nur ein Besonderes zu sein, und das sich, weil es kein versöhnendes Ganzes gibt, dem schlecht-Allgemeinen, dem Racket nämlich, anschließen muss. – JAN HUISKENS

„Vernunft und Rationalität sind in dieser durchmedialisierten Welt chancenloser denn je. Ein unangenehmer Typ „Heckenschütze“ terrorisiert die Gesellschaft. Seine aktuelle Waffe: Der Phobienvorwurf.“ – Bettina Röhl

„Man wähnt, wenn man nach wissenschaftlichen Regeln sich richtet, dem wissenschaftlichen Ritual gehorcht, mit Wissenschaft sich umgibt, gerettet zu sein. Wissenschaftliche Approbation wird zum Ersatz der geistigen Reflexion des Tatsächlichen, in der Wissenschaft erst bestünde. […] Je tiefer man ahnt, daß man das Beste vergessen hat, desto mehr tröstet man sich damit, daß man über die Apparatur verfügt.“ (Theodor W. Adorno, Philosophie und Lehrer, AGS 10.2, 491)

„Vieles, was im Sinne von Foucaults »Mikrophysik der Macht« populär werden sollte; also die Erkenntnis, daß Macht nicht pyramidal hierarchisch, sondern durch sämtliche gesellschaftliche Bereiche hindurch wirkt, findet sich bereits in der Medizinkritik der Kritischen Theorie. Daß diese Thesen häufig übersehen wurden, mag daran liegen, daß sich Horkheimers entscheidende Äußerungen über Medizin und Psychiatrie nicht in den breit rezipierten Hauptwerken finden, sondern über die Gesamtausgabe verstreut sind. Wiemer suchte sie zusammen und zeigt, wie Horkheimer anhand der Medizin einen wesentlichen Charakterzug des modernen Kapitalismus ausmachte. Mediziner funktionieren laut Horkheimer wie fast jede wirtschaftliche Gruppe im Sinne eines Rackets. »Ein Racket«, erklärt er, »ist eine unter sich verschworene Gruppe, die ihre kollektiven Interessen zum Nachteil des Ganzen durchsetzt.« Allgemein betrachtet heißt das, daß sich die Klassengesellschaft in eine »neofeudale« Struktur verwandelt hat, innerhalb der Interessenverbände »nach dem Prinzip der Selbsterhaltung und der Machtakkumulation« funktionieren. Diesen Wandel macht Horkheimer an den Medizinern fest; und alles, was Horkheimer in seiner Kritik aussparte, von den Krankenversicherungen bis zum Pfusch in Krankenhäusern, wird von Carl Wiemer polemisch auf den neuesten Stand gebracht“  – Max Horkheimer

 

„Ein Shitstorm hat auch seine positive Seite. Da politisch korrekte Gülle meist in Richtung Originalität, Kreativität und Intelligenz geworfen wird, fliegt sie oft genug auf Leute, die zu lesen wirklich lohnt.“ – Evidenz-basierte Ansichten

Eine Frau wird als Frau geboren. ein Mann muß erst ein Mann werden.
Keine Paternalisierung, sondern fortschreitende Maternalisierung. Die Feminisierung und Genderisierug marginalisiert und zerstört die Vaterposition in den modernen »Gesellschaften«, die Vaterrolle erlitt allgemeine Degradierung, die Kanonisierung der Homosexulität im Speziellen und der sexuellen Diversität im Allgemeinen tilgt die noch übriggebliebenen Spuren einer Männlichkeit restlos aus, die nur noch als Schimpfwort der angeblichen „Paternalisierung“ im Jargon der Medien herumgeistert.

„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

Post-Pop-Epoche: der Sieg der Mode über die Sitten.

„Wir brauchen schadhafte Gebäude, durch deren geborstene Wände man hindurch­ sehen kann, um wenigstens einen Anfang zum Denken zu gewinnen.“ – Victor Tausk

„Was man in römischer Zeit das »Abendland« und später »Europa« nennen wird, ist die politische Konsequenz des individualistischen Martyriums, das ein gesprächsfreudiger Stadtstreicher auf sich nahm, um die Legitimität des im universalistischen Dialekt vorgebrachten Neuen gegen die entkräfteten lokalen Sitten zu demonstrieren.“ – Peter Sloterdijk

„Was nützt einem die Gesundheit wenn man ansonsten ein Idiot ist.“ – Theodor Adorno

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

They are the same who claim the sex/gender would not be biologically innate, but only a social construct, and at the same time that homosexuality was not a social construct, but biologically innate.

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

„There are two things,“ said Hitler in 1923, „which can unite people: common ideals and common crime“

After the violent termination of Murder by the Allies were the German (and have remained so to this day) more german than before.

The depraved human creature, the more she feels insulted, disrespected, offended in their honor.

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno

„Reason and rationality are chance-less than ever in this totally mediatised world. An unpleasant type Sniperterrorized society. His current weapon: The phobia accusation.“ – Bettina Röhl
„A Shitstorm has also its positive side. As politically correct manure it is usually thrown in the direction of originality, creativity and intelligence, she flies often to people who are really worth to read.“ – Evidenz-basierte Ansichten
A woman is born as a woman. a man has to become a man.
No paternalization but advancing maternalization. The feminization and genderization marginalized and destroyed the father position in the modern „societies,“ the father role suffered general degradation, the canonization of homosexuality in particular and the sexual diversity generally wipes out the still remaining traces of masculinity completely out,  only as an insult haunts the alleged „paternalization“ in the jargon of mass media.
PostPop era: the triumph of fashion over the morals.
„We need damaged buildings, so you can see through their cracked walls to win at least one viewpoint to start to begin to think. Victor Tausk
„What good is health if you are an idiot then?“ – Theodor Adorno

Russische Aggression +++ Russische Aggression +++ Russische Aggression

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Russische Aggression +++ Russische Aggression +++ Russische Aggression +++ Russische Aggression +++ Russische Aggression +++ Russische Aggression +++
Von Pepe Escobar

Original erschienen auf Facebook am 06.02.2015

 

Vom angespannten Dreier um Medusa Merkel/General Hollande/Putin in Moskau drang nicht viel nach außen.  Trotzdem lügt John Kerry wie immer nach Strich und Faden über deren Besuch im Kreml.  Er sagte, Putin habe »ein paar Ideen« nach Frankreich und Deutschland geschickt und Merkel/Hollande würden nun antworten.

Schwachsinn. Merkel/Hollande fuhren in ihrer Verzweiflung nach Moskau, um mit Putin zu reden, denn Putin hat den einzigen möglichen Plan zur Stabilisierung der Ukraine — und das schon seit Monaten.  Ansonsten wird es Krieg geben.  Also genau das, was die Drahtzieher vom Empire of Chaos in Washington wollen.

Kerry setzte mit seiner Lüge noch einen oben drauf, als er sagte, die USA wollten eine diplomatische Lösung. Aber danach kam das übliche Geschwätz über das »Offenhalten aller Optionen« einschließlich der »Möglichkeit der Lieferung von Verteidigungswaffen in die Ukraine«.  Ab dafür — die russische Antwort wird verheerend sein.

Es wundert nicht, daß die absolute Mehrheit in der EU (von den Spinnern in Litauen abgesehen) gegen eine Bewaffnung der Kiewer Vollpfosten ist.

Die Süddeutsche Zeitung, ein ganz anständiges Blatt, veröffentlichte letzten Sonntag die Warnung des russischen Militärexperten Jewgeni Buschinski: Wenn das passiere, »wird Rußland intervenieren müssen und dann, offen gesprochen, Kiew einnehmen müssen. Die Nato wäre dann in einer schwierigen Lage. Ihr müßtet dann den Dritten Weltkrieg anfangen, was niemand will.«

Das mag nun etwas zuviel von Dr. Seltsam sein, aber die Süddeutsche wollte um jeden Preis betonen, daß die Bewaffnung der Kiewer Vollpfosten durch Washington von Rußland als Kriegserklärung aufgefaßt würde.  Medusa Merkel sprach sich offen dagegen aus.  Aber Schokolatschenko ist, was sonst, hysterisch: »Ich habe keine Zweifel daran, daß die USA und unsere anderen Partner Hilfe mit tödlichen Waffen leisten wird, damit die Ukraine in der Lage sein wird, sich zu verteidigen.«

Sollte das passieren, wird die Hölle losbrechen.  Rußland wird agieren.  Und das Empire of Chaos wird es als »weitere Aggression« verdrehen.  Die Eskalation wird unausweichlich sein.  Und alles möglich.

Die Verdrehung der westlichen Konzernpresse dieses ganzen Debakels aufgrund der Angst vorm Dämon — namentlich Putin — war vorhersehbar. Die Angst grassiert offenkundig in Brüssel und ausgewählten europäischen Hauptstädten (wohlgemerkt unter den Politkaspern; nicht auf den Straßen).  Die Rhetorik ist jenseits von gefährlich.

Carl Bildt, ehemaliger schwedischer Außenminister, sagte, der Krieg »zwischen Rußland und dem Westen« sei nun denkbar. General Hollande sprach offen von einer Gefahr eines »totalen Krieges«.  General Sir Richard Shirreff, Britanniens oberster Depp — Verzeihung: Nato-»Kommandeur« — bis vorigen März, meinte, eine »starke Botschaft« sollte an Putin gerichtet werden, wenn »Kontinentaleuropa« (!!!) einen »totalen Krieg« abwenden wolle. Fogh of War Rasmussen — die Wiederkunft der lebendigen Toten! — sagte, Putin könne »sowjetischen Revisionismus« auf die Nato und die EU ausdehnen. Im Baltikum, so weiter, könne Putin eine kleine Übung in Sachen »hybrider Kriegsführung« abhalten.

Am Montag wird es weitere (kleine) EU-Sanktionen geben. Die harten wirtschaftlichen Sanktionen gegen russische Banken und Unternehmen laufen nur bis Juli. Italien und Griechenland könnten diese endgültig torpedieren, sollte es zu neuen Sanktionen kommen.  Sogar EU-Bürokraten geben hinter vorgehaltener Hand zu, daß die Sanktionen lächerlich sind, sanktionieren sie eigentlich die EU um mindestens 15 Prozent der Exporte nach Rußland. Geradezu vorhersehbar, daß die Briten — die Totengeister des Great Game verschwinden nie — die Gruppe der Sanktionsbefürworter anführen.

Irgend ein Idiot im Grauniad [Guardian], der sich »Europaredakteur« schimpft (wo zur Hölle finden die diese Leute? Beim Besäufnis in einem Pub nach einem Arsenal-Spiel?), schrieb: »Putin wird immer öfter als draufgängerischer Zocker gesehen. Einer, der blufft und Risiken eingeht und dabei rätselhaft, paranoid und unberechenbar ist.« Riecht nach dem Phantomgeschreibsel eines Schmierfinkens des U.S. State Department.  Und weitere Lumpe torkeln auf gleicher Straße in dieselbe Richtung: Das wahre Schreckgespenst Europas ist nicht die Ukraine, sondern der böse Putin.

NIEMAND wagt es auch nur, das Empire of Chaos zu kritisieren.

Und damit zurück zur…

http://vineyardsaker.de/analyse/escobar-russian-aggression-2015-02/

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

 I think for food

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Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.
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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

People feel always terrible offended if you do not believe their lies.
Everyone is responsible for his feelings.
Psychoanalysis is nobody’s business except the psychoanalyst and his patient, and everybody else can fuck off.
“Time is the echo of an axe
Within a wood.”
― Philip Larkin, Collected Poems

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

 Why Allah does not shows himself? Because he does not want  to do anything with such assholes.
When fascism returns, he will not say, ‘I am the fascism‘. No, he will say, ‘I am the anti-fascism Ignazio Silone.
Political correctness requires a language for a poetry album.
 Psychoanalysis is frivolous, or it is not psychoanalysis.
Colorful diversity, earlier: shit.
What can not any longer be changed, can not any longer be reformed, it is no longer alive, but very dead (instead). What is dead should be, has to be buried: religion, marriage, Romanticism, etc.
 The reality is always stronger than illusions.

Die Clans der Ukraine. Machtverhältnisse in einer Demokratie, die nie existiert hat.

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Sie kennen sicherlich die russischen Babushka-Puppen, die immer kleiner in einer jeweils Größeren stecken? So ist es auch wirklich, in der größten Puppe der Welt, Obama genannt, steckt die EU, darin steckt die NATO, darin steckt die Merkel, in ihr ist die Finanzwirtschaft versteckt, in dieser der Rest der Wirtschaft. Und wir? Wir, die Menschen, sind irgendwo draußen. Der einzelne kann daran nichts ändern, aber er kann es sehen, denken und verstehen. Falls er nicht, wie die meisten, total verblödet ist, vor lauter Angst ständig „Gewalt ist keine Lösung“ brabbelt und an Märchen glaubt, wie daß Rußland böse, Ukraine gut und der Westen heldenhaft als der Retter-Jäger das Orange-Käppchen Ukraine vor dem bösen Wolf Putin retten wird.

Merkel

Von der rechtsextremen Miliz Asow zum Polizeichef
Florian Rötzer 05.12.2014

Die EU unterstützt mit einer Mission den Aufbau der Polizei in der Ukraine und muss dabei auch mit dem Ex-Vizekommandeur des Asow-Bataillons zusammenarbeiten

Die EU unterstützt mit einer Mission den Aufbau der zivilen Sicherheitsbehörden in der Ukraine (EUAM UKR). Die Mission hat am 1. Dezember begonnen, für das erste Jahr wurden 13,1 Millionen Euro bewilligt. Bis zu 20 deutsche Polizisten könnten hier eingesetzt werden. Es geht allerdings nicht nur um die Polizei, sondern allgemein um die Sicherheitskräfte, deren Unterstützung des Macht des Gesetzes stärken soll.

Mit der Mission wird auch die Polizeibehörde im Oblast Kiew unterstützt, wo Ende Oktober Vadym Trojan zum Polizeichef ernannt wurde, der aber nicht die Polizei der Stadt Kiew befehligt. Zuvor war er, der auch einige Zeit bei der Polizei gearbeitet hatte, stellvertretender Kommandeur des rechtsextremen Asow-Bataillons, wo Nazi-Symbole offen getragen werden und besonders viele Ausländer kämpfen. Mehr als tausend Ausländer – „Söldner“? – würden bei den Freiwilligenverbänden kämpfen, sagte Generalmajor Rozmaznin gestern.

Gerne wird gesagt, dass auch mit den letzten Parlamentswahlen die rechtsextremen Parteien zur Bedeutungslosigkeit degradiert wurden. Aber rechtsextreme Kandidaten wie der 35-jährige Trojan sind eben rechtzeitig den Parteien der Regierungskoalition wie der Volksfront oder der Radikalen Partei beigetreten, auch der Asow-Kommandeur Andriy Biletsky, Gründer der rechten Sozialnationalen Versammlung, ist Mitglied der von Jazenjuk gegründeten Partei, der sich auch andere ehemalige Politiker der Vaterlandspartei angeschlossen hatten. Dem Asow-Bataillon waren wie anderen ukrainischen Milizen von Human Rights Watch Kriegsverbrechen vorgeworfen worden.

Ende Oktober wurde nach den Wahlen der Vizekommandeur des Asov-Bataillons von der Front geholt und zum Polizeichef des Kiew-Oblast ernannt. Das zeigt, wie die rechtsextremen Kräfte, die durch den Maidan stark wurden, hoffähig bleiben, nachdem sie bereits nicht nur mit der Swoboda-Partei an der Übergangsregierung beteiligt waren. Vermutlich geht es auch um einen Machtkampf zwischen Poroschenko und Jazenjuk, wer die entscheidenden Posten besetzt. Die beiden Parteien, die Volksfront und der Block Poroschenko, sind zudem auch eher virtuelle Parteien ohne wirkliches Programm. Sie können als bloße Vehikel von Poroschenko bzw. Jazenjuk gelten

Trojan erzählte der Kyiv Post, es sei seine dringlichste Aufgabe, die Korruption in der Polizei zu bekämpfen. Gegenüber Polizeioffizieren sagte er: Wenn Sie einen Menschen demütigen oder ihn bestehlen, werde ich Sie persönlich verhaften.“ Allerdings musste er einräumen, dass dies nicht leicht sein wird, schließlich verdienen Polizisten wenig, die Kyiv Post berichtet von einem monatlichen Gehalt von 125 US-Dollar eines Polizisten, der in einem Sonderkommando zur Bekämpfung des Organisierten Verbrechens in der „Kriegszone“ arbeitet. Die Milizen verdienen besser, sie erhalten angeblich 360 US-Dollar. Besser wird die Situation sicherlich nicht, denn es stehen harte staatliche Sparmaßnahmen an, die auch auf Kosten der Beamten und Angestellten gehen werden.

Bekanntlich ist die Ukraine weiterhin eines der korruptesten Länder der Erde, nach dem neuesten Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International liegt die Ukraine auf Platz 142 von 170. Russland schneidet nur wenig besser ab. Ein Hauptanliegen der Maidan-Bewegung war denn auch der Kampf gegen die Korruption, den sich auch die Rechten zu eigen machten, wobei es hier gerne auch gegen den politischen Gegner geht, während die schnelle Berufung des Milizenführers als starken Polizeimann durch den im Amt verbliebenen Awakow, der mit Jazenjuk von der Vaterlandspartei zur Volksfront wechselte, auch als Weiterwirken der Korruption verstanden werden könnte.

Eine der ersten Ankündigungen von Trojan war, in Kiew mit dem Rechten Sektor zusammenzuarbeiten (Polizei und Rechter Sektor arbeiten in Kiew zusammen). Das ist wenig verwunderlich, denn Mitglieder des Rechten Sektors sind sowohl beim Asow-Bataillon als auch bei anderen Milizen zu finden. Trojan gehört der offen faschistisch auftretenden Gruppe „Wotanjugend“ und „Patriot der Ukraine“ an, einer paramilitärischen, mit der Wolfsangel auftretenden Organisation der 2008 gegründeten Sozialnationalen Versammlung, die wiederum aus der Sozialnationalen Partei hervorging. Sie wurde vom damaligen ukrainischen Präsidenten Juschtschenko unterstützt, der durch die Orange Revolution an die Macht kam. Mitbegründer und erster Führer von „Patriot der Ukraine“ war Andriy Parubiy, der auch bereits an der Orangen Revolution maßgeblich mitgewirkt hat und bis vor kurzem, dann als Mitglied der Vaterlandspartei, als Vorsitzender des mächtigen Sicherheits- und Verteidigungsrats fungierte. Zuvor war er der „Kommandeur“ der „Selbstverteidigungskräfte“ des Maidan. Die Vereinigung Patriot der Ukraine hatte sich dem Rechten Sektor angeschlossen.

Trojan ist also keineswegs ein unbeschriebenes Blatt, sondern ein knallharter Rechtsextremer mit faschistischen Neigungen. Die Linke-Abgeordnete Jutta Jelpke hatte die Bundesregierung gefragt, wie sie sich dazu stellt. Die hatte aber erst einmal keine Bedenken, wenn nun deutsche Polizisten mit einer von einem Rechtsextremen geführten Polizei in Kiew zusammenarbeiten (Polizei und Rechter Sektor arbeiten in Kiew zusammen).

Allerdings spielt Trojan seinen politischen Hintergrund herunter. Sein Beitritt zum Aswo-Bataillon sei nicht aus politischer Ideologie heraus geschehen, sondern weil er aktiv an den Maidan-Protesten beteiligt und von Biletsky eingeladen worden war, der wohl schon wusste, wen er mit Trojan haben würde. Die Verwendung eines der Wolfsangel ähnlichen Emblems durch das Asow-Bataillon habe nichts mit den Nazis zu tun, sondern stamme aus einer anderen Geschichte und stelle die ukrainischen Wörter „vereinte Nation“ dar. Er habe auch keine Verbindungen zu rechtsextremen Organisationen, sagte er gegenüber der Kyiv Post, das Asow-Bataillon sei sowieso „tolerant“, es spiele keine Rolle, welche Religion oder Sprache man habe. Rechtsextreme Gruppen seien unbedeutend und vor allem eine russische Propaganda: „Wir haben keine Skinheads.“

Aber auch in der Ukraine finden nicht alle die Ernennung so unbedenklich wie die Bundesregierung. Für Holya Coynash von der Kharkiv Human Rights Protection Group ist eine „schreckliche“ Entscheidung. Zwar gebe es in der Regierung keine größeren Sympathien für Rechtsextreme, aber in der Ukraine müsse man schon jetzt aufpassen, wenn man rechte Gruppen kritisiere, weil dies Russland für seine Propagandazwecke mache. Man wird dann vermutlich schnell als russischer Sympathisant verdächtigt. Zu befürchten ist, dass mit der Säuberung der Polizei noch mehr Rechtsextreme aus den Milizen oder vom Rechten Sektor in den Polizeidienst aufgenommen werden. Aufgrund der harten Auseinandersetzungen während der Maidan-Bewegung gibt es sowohl auf Seiten der Polizei als auch auf der der Maidan-Aktivisten wechselseitige Ressentiments. Ob Trojan diese abbauen, die Polizei politisch neutral halten und die Korruption reduzieren kann, wird man sehen müssen. Erst einmal erscheint er als Wolf im Schafspelz.

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Dazu lesen Sie folgenden Artikel aus Le Monde Diplomatique. Bonne lecture ! JSB

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Die Clans der Ukraine. Machtverhältnisse in einer Demokratie, die nie existiert hat.

von Klaus Müller

Die ukrainische Politik hat im September erneut eine überraschende Wende genommen. Noch vor Kurzem sprach der ukrainische Verteidigungsminister von einem großen Krieg, wie ihn Europa seit 1945 nicht gesehen habe. Und US-Politiker beschrieben die Ukraine als Schauplatz eines Krieges Russlands gegen Europa, der sich jederzeit noch ausweiten könne.

Doch dann folgte Mitte September eine Vereinbarung, die auf einen Kurswechsel hinausläuft, der den Konflikt um die Zukunft der Ukraine entschärfen könnte: Zwar soll der wirtschaftliche Teil des EU-Assoziierungsabkommen am 1. November 2014 in Kraft treten, doch seine volle Implementierung ist auf Ende 2015 verschoben. Ebenso wichtig: Den umkämpften Territorien im Osten wird für drei Jahre eine weitgehende Autonomie gewährt. Das wäre in der Tat ein Ausweg aus der größten innenpolitischen Katastrophe des Landes seit dem Zweiten Weltkrieg, die bereits mehr als 3 500 Tote gefordert und eine Million Ostukrainer aus zerstörten Städten und Dörfern vertrieben hat.

Doch in Kiew kritisieren oppositionelle Stimmen, allen voran Julia Timoschenko, die relative Waffenruhe im Osten des Landes als Kniefall vor Moskau und kündigen eine Verfassungsbeschwerde an. Aktivisten der Maidan-Bewegung sehen die Werte verraten, für die sie protestiert haben; ihre militantesten Vertreter fragen sich, wofür sie fünf Monate lang gekämpft und Opfer gebracht haben. Dmytro Jarosch, der Führer des „Rechten Sektors“, warnt Präsident Poroschenko, es könnte ihm ähnlich ergehen wie seinem Vorgänger Janukowitsch. Und unter den rechten Milizen im Osten wächst die Idee eines Marschs auf Kiew.

Kaum jemand stellte die näherliegende Frage, warum man nicht schon früher zu einem Kompromiss bereit war, etwa in Form des Fahrplans zu einer Verfassungsreform und Neuwahlen, den die Außenminister Frankreichs, Deutschlands und Polens im Februar unter Beteiligung der ukrainischen Opposition ausgehandelt hatten.

Die Entzauberung der Maidan-Revolution schreitet schneller voran als die der Orangen Revolution von 2005. Beide teilen das eigentümliche Schicksal eines Ereignisses von globaler Bedeutung, das gleichwohl an den realen Machtverhältnissen und den politischen Institutionen der Ukraine genauso wenig geändert hat wie an den wirtschaftlichen Strukturen. In ihrem Zerfall, der bereits mit dem Amtsantritt Petro Poroschenkos einsetzte, wird die Maidan-Bewegung als das erkenntlich, was sie schon bei ihrer Entstehung im Spätherbst 2013 war: eine temporäre Koalition höchst unterschiedlich motivierter Protestgruppen. Der gemeinsame Gegner führte soziale Protestbewegungen, nationalistische Kampftrupps und um die Macht rivalisierende Eliten zusammen. Was in der westlichen Öffentlichkeit als Kampf europäischer Werte gegen einen wiederauferstandenen russischen Imperialismus porträtiert wurde, verdeckte in Wahrheit die höchst unterschiedlichen Interessen jeder dieser Gruppierungen.

Die ursprünglichen Motive für den Protest der ukrainischen Bevölkerung gehen aus einer im Dezember 2013 veröffentlichten landesweiten Umfrage der International Foundation for Electoral Systems (Ifes) hervor.(1) Demnach handelte es sich in erster Linie um einen Überlebenskampf in einer heillos defekten Demokratie. Als die brennendsten Probleme wurden Inflation, Armut und Arbeitslosigkeit genannt, gefolgt von Korruption und einem maroden Gesundheitswesen. 74 Prozent der Befragten hatten kein Vertrauen zu den politischen Institutionen, am wenigsten zu dem von Korruption durchsetzten Parlament und zur Regierung, letztlich also zur gesamten politischen Klasse. Zwei Drittel misstrauten dem noch amtierenden Präsidenten Wiktor Janukowitsch, aber ebenso Oppositionellen wie Julia Timoschenko und Arsenij Jazenjuk und vor allem Oleh Tjahnybok, dem Chef der nationalistischen Swoboda-Partei.

Als zentrales Problem sahen die Befragten die Funktionsweise der ukrainischen Demokratie als solcher. In diesem Sinne trifft es zu, dass die Mehrheit der Maidan-Demonstranten auf einen radikalen Wandel aus war und sich nicht mit dem Rücktritt von Janukowitsch begnügte. Verstärkt und erweitert wurden diese Motive durch die Eskalation der Gewalt auf dem Maidan und die Repression des Regimes.

Die von USAID finanzierte Studie zeigt aber auch, dass zu den Motiven, die die Kiewer Bevölkerung auf die Straße trieben, keinesfalls irgendwelche geopolitischen Strategien gehörten. Ende 2013 sahen lediglich 14 Prozent im Verhältnis zu Russland und nur 4 Prozent im möglichen Beitritt zur Eurasischen Union ein Problem. 34 Prozent bevorzugten engere Wirtschaftsbeziehungen mit Russland, 35 Prozent mit der EU, während 17 Prozent hierin keinen Gegensatz erkannten.

Die Initiative ging allerdings seit Februar auf andere Gruppierungen über: auf nationalistische Stoßtrupps, die den Rückzug von Janukowitsch erzwangen, und auf Mitglieder des Parlaments, die mit der Technik des Machterhalts per Fraktionswechsel seit jeher vertraut waren. Die aus dem alten Personal zusammengesetzte Übergangsregierung hielt sich an die bewährten Muster opportunistischer Regierungsumbildungen. Ein selbst ernannter Maidan-Rat, der sich aus Führern der Anti-Janukowitsch-Parteien rekrutierte, entschied über die Verteilung der Regierungsämter.

Die Kontinuität oligarchischer Macht wurde dann im Mai durch die Wahl eines neuen Präsidenten gesichert. Petro Poroschenko war der Kandidat des westlich orientierten Pintschuk-Clans, der seit einigen Jahren für die Aufnahme der Ukraine in EU und Nato plädiert. Der Öffentlichkeit hatte sich Poroschenko durch die Liveübertragung der Maidan-Proteste in seinem eigenen Sender empfohlen. Mit seinem Sieg war der rivalisierende Achmetow-Clan aus Donezk, der hinter der Partei der Regionen, also hinter Janukowitsch, stand, in die Defensive gedrängt.

Diese oligarchischen Strukturen sorgen dafür, dass das Verhältnis zwischen nationalen Bewegungen, Parteien, Medien und politischer Macht von außen kaum zu durchschauen ist. Die dominierenden Clans haben sich im Übergang der Ukraine von einer Sowjetrepublik in die Unabhängigkeit herausgebildet. Die kommunistische Führung hat dabei das Konzept der staatlichen Souveränität von den westukrainischen Nationalisten übernommen – mit dem Ziel, sich aus der zerfallenden Sowjetunion herauszulösen und damit ihre Machtpositionen zu erhalten. Der letzte Vorsitzende des Ukrainischen Obersten Sowjets, Leonid Krawtschuk, vollbrachte das Kunststück, sich an die Spitze der zuvor unterdrückten Nationalbewegungen zu setzen, indem er Ukrainisch zur Staatssprache machte und die desaströse Wirtschaftslage dem Moskauer Zentrum zuschrieb. Und die Interessen der Fabrikdirektoren und Arbeiter in den östlichen Regionen wurden durch die Privatisierung ihrer Industrien in ukrainische Hände bedient.

In den ersten fünf Jahren der Transformation ging die Hälfte der Unternehmen in privaten Besitz über. Die drei großen „Clans“ der 1990er Jahre bildeten die territoriale und sektorale Gliederung der ukrainischen Wirtschaft ab. Der Donezker Clan gruppierte sich um Rinat Achmetow, der die Schwer- und Metallindustrie dominierte; wichtige Verbündete waren der Industrieverband Donbass um Serhij Taruta, Witali Hajduk und die Gebrüder Klujew.

Die Dnepropetrowsker Gruppe war am engsten mit der politischen Maschine von Leonid Kutschma, dem zweiten Präsidenten der Ukraine, verwoben. Wiktor Pintschuk, anfangs in der Metallindustrie engagiert, ist Kutschma familiär verbunden und stimmte seine Interessen mit der Finanzgruppe Privat von Ihor Kolomojskyj ab. Dieser Gruppe hatten sich Julia Timoschenko und Serhij Tihipko angeschlossen. Der Kiewer Clan als dritte Kraft profitierte von seinen direkten Verbindungen zur Präsidialverwaltung Kutschmas, sah jedoch seinen Einfluss unter den veränderten politischen Rahmenbedingungen zusehends schwinden.

Klitschkos Wahl wurde vom Pintschuk-Clan organisiert

Am Ende von Kutschmas Amtszeit im Januar 2005 hatten sich die Clans mittels Übernahmen und Zusammenschlüssen von ihren jeweiligen Regionen emanzipiert und politische Schlüsselämter in Kiew erobert: die Leitung des Außenministeriums, des Energieministeriums, der Zentralbank, des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats sowie der Zollbehörde, aber auch den Vorsitz in wichtigen parlamentarischen Ausschüssen.

Für die Massenloyalität sorgt in diesem oligarchischen System die seit Ende der 1990er Jahre zugelassene Konkurrenz von Parteien, über die verschiedene Kapitalgruppen ihre Interessen koordinierten. Die Öffentlichkeitsarbeit der Clans läuft über Fernsehstationen und Zeitungen, die sie über ihre eigenen Mediengruppen kontrollieren.(2) Die Veränderungen der ukrainischen Politik seit der Jahrtausendwende gehen auf die wechselnden Koalitionen dieser Kapitalgruppen zurück, die wiederum Verschiebungen im Parteiensystem bewirken. Die von Timoschenko gegründete Vaterlandspartei konnte sich die Unterstützung des größten Autoproduzenten Tariel Vasadze sichern; Janukowitschs Partei Unsere Ukraine konnte auf Poroschenko, Taruta und Hajduk zählen. Angesichts dessen war kaum zu erwarten, dass der Sieg der Orangen Koalition von 2005 die Geschäftsgrundlage der Politik verändern würde. Stattdessen wurden in der Ära Timoschenko die Rivalitäten bei der Verteilung der Gewinne aus russischem Gasimporten in die Regierung selbst hineingetragen.

Von einer proeuropäischen Politik der Orangen Koalition – im Gegensatz zu einer prorussischen Orientierung der vorangegangenen wie der folgenden Regierung unter Janukowitsch – kann also kaum die Rede sein. Denn auch die außenpolitischen Optionen waren stets von den Investitionsinteressen der Industriegruppen instruiert.

Allerdings keineswegs nach dem schlichten Schema „Ost gegen West“. Die im Osten der Ukraine operierenden Unternehmen sind längst in der Schweiz, Österreich oder Luxemburg registriert. Achmetow besitzt Stahlwerke in Italien und Großbritannien. In geschäftlichen Angelegenheiten vertrauen diese Konzerne internationalen Unternehmensberatern und Rechtsanwälten, Interessenkonflikte werden vor Gerichten in London oder New York ausgetragen. Vor allem Pintschuk ist für einen raschen EU-Beitritt und sponsert den Ukrainischen Lunch beim Davoser Weltwirtschaftsforum. Umgekehrt setzten Poroschenko und Vasadze noch vor wenigen Jahren auf eine liberalisierungskritische Linie, um ihre Produkte weiterhin durch Einfuhrzölle gegen europäische Konkurrenz abzuschirmen.

Angesichts des vorherrschenden Opportunismus wäre es also trügerisch, die parteipolitische Szenerie der Ukraine in starre innen- und geopolitische Lager einzuteilen. Der „westliche“ Präsident Juschtschenko hatte 2005 kein Problem, Janukowitsch den Weg zur Rückkehr an die Macht zu ebnen, auf Kosten Timoschenkos. Und Poroschenko war Gründungsmitglied der Partei der Regionen und 2001 deren stellvertretender Vorsitzender. Als er jetzt im Mai zum Präsidenten gewählt wurde, meinte er, mit der neu gebildeten Regierung könne er gut zusammenarbeiten, weil er das Personal aus seiner früheren Arbeit bestens kenne. Noch 2012 fungierte Poroschenko als Wirtschaftsminister unter Janukowitsch. Eine seiner ersten Amtshandlungen als Präsident bestand darin, die Unternehmer-Politiker Taruta und Kolomojskij zu Gouverneuren von Donezk respektive Dnjepropetrowsk zu ernennen. Aus der Clan-Perspektive hat Poroschenkos Wahl den weiteren Vorteil, Timoschenko als die große „westorientierte“ Rivalin des Pintschuk-Clans vorerst von der Macht fernzuhalten.

In der westlichen Wahrnehmung wurden diese Details der innerukrainischen Machtspiele durch die Rhetorik eines neuen Kalten Kriegs zugedeckt. Anders in der Ukraine selbst, wo die Ernüchterung bald einsetzte. Im Sommer 2014 waren auf dem Maidan – als letzte Zeichen des politischen Protests – nur noch die Zeltlager übrig, die sich bis zum Chreschtschatyk-Boulevard erstreckten. Die Symbole der Militanz – Militärausrüstung, Barrikaden, Schutzschilde, Steinhaufen und Reifenstapel – sind zu Stadtmöbeln geworden. Ähnlich sieht es in den westlicheren Städten aus, wie etwa in Lwiw oder Iwano-Frankiwsk: Ukrainische Fähnchen und die schwarz-roten Embleme der westukrainischen Nationalisten, Anti-Putin-T-Shirts und Bandera-Plaketten werden als Souvenirs feilgeboten, finden allerdings mangels Touristen nur geringen Absatz.

Die gewaltsame Räumung der Kiewer Protestzone Anfang August erfolgte nicht, weil die Forderungen des Maidan nach einem Ende der Korruption und eines von Oligarchen vereinnahmten Staats erfüllt worden wären. Sie sollte vielmehr die Kontinuität des politischen Geschäfts demonstrieren und gewährleisten. Niemand weiß dies besser als Witali Klitschko, heute Bürgermeister von Kiew.

Die erfolgreiche Wahlkampagne Klitschkos wurde vom Pintschuk-Clan organisiert. Noch im April hatte Klitschko auf die Besonderheiten der ukrainischen Demokratie verwiesen: Parteien werden von oben her finanziert, ihre Finanziers sichern sich die parlamentarische Repräsentation ihrer Interessen durch Vertraute, die sie auf den Parteilisten platzieren. Sobald die Alimentierung von oben ausbleibt, fällt eine Partei in sich zusammen. Die Abgeordneten können auch in Abwesenheit parlamentarisch abstimmen, damit politische Verpflichtungen nicht ihre laufenden Geschäfte behindern. Achmetow, die Nummer eins der ukrainischen Oligarchen, hatte nach seiner Wahl über die Liste der Partei der Regionen 2006 das Parlamentsgebäude kaum betreten.

Die Übersetzung wirtschaftlicher Interessen in parlamentarische Stimmen sorgt zugleich für einen gewissen „Pluralismus“: Um auf Nummer sicher zu gehen, unterstützte Pintschuk Abgeordnete von gleich drei Parteien. Den Abgeordneten wiederum verschafft dies eine gewisse Autonomie, weil sie je nach politischer Wetterlage ihre Positionen – und ihre Einkommen – durch Partei- oder Fraktionswechsel sichern können. So haben nach der Flucht von Janukowitsch im Februar 2014 nicht weniger als 72 Abgeordnete dessen Partei der Regionen verlassen.

Über die Eigenheiten der ukrainischen Demokratie von oben hatte die Bevölkerung spätestens nach dem Verpuffen der Orangen Revolution keinerlei Illusionen. Nur wenige Monate nach der Wahl Juschtschenkos zum Präsidenten Anfang 2005 glaubte nicht einmal ein Viertel der Ukrainer, dass es mehr Demokratie im Lande gebe.( )Und 60 Prozent der Befragten sahen das Land auf einem falschen Weg.(3)

Die folgenreichste Aktion der neuen Regierung war die „Anti-Terror-Operation“ im Osten, in den Medien „ATO“ genannt (wobei sich viele einen anderen Anfangsbuchstaben hinzudenken). Es handelt sich um eine Art Kriegserklärung, die sich zu sehr an der Feindsemantik von US-Beratern orientierte, als dass sie in der Bevölkerung große Begeisterung ausgelöst hätte. Und auch die Armee war in sich zu gespalten, um in einem internen Krieg voll einsatzfähig zu sein.

Das veranlasste die Regierung, über die Wiedereinführung der Wehrpflicht hinaus eine Nationalgarde aufzubauen, die sich auf Freiwilligenverbände stützt.(4) Die Kämpfe in den östlichen Regionen werden also von Verbänden ohne klare Kommandostruktur geführt, deren Vielfalt kaum überschaubar ist. Die Tatsache, dass die Kampfgruppen in den Regionen um Mariupol, Lugansk oder Donezk von den Oligarchen Kolomoiskij, Taruta und anderen finanziert werden, zeigt dabei, wie weit die Usurpation von Staatsfunktionen durch oligarchische Gruppen gediehen ist.

Die nationalistischen Stoßtrupps des Maidan interpretieren ihren „Anti-Terror-Einsatz“ als „Einladung“ zum Kampf gegen einen prorussischen Separatismus. Allerdings muss man bezweifeln, dass viele Ukrainer von einem aufgeheizten Nationalismus beseelt sind. In Kiew sah man im August nur wenige Nationalflaggen. Und selbst in der westlichen Ukraine will der nationalistische Funke kaum zünden. In den Straßen von Iwano-Frankusk oder Lwiw machen die Bürger einen großen Bogen um die Stände von Gruppen, die zum Eintritt in die Nationalgarde oder auch nur zu Spenden auffordern. Die für die Medien inszenierte Zerstörung von Symbolen aus der Sowjetzeit war das Werk kleiner rechtsradikaler Minderheiten. In Kiew ist von der Leninstatue an der Mündung des Taras-Schewtschenko-Boulevards zwar nur der Sockel geblieben, aber am Eingang zur Aula der gleichnamigen Universität prangen nach wie vor die Embleme der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften.

Mit Juschtschenko wurden die Nationalisten salonfähig

Im Museum zum Großen Vaterländischen Krieg führt man die frisch uniformierten Rekruten noch immer durch die gemeinsame Geschichte des sowjetischen Siegs über Nazideutschland. Auch in den Museen Lwiws ist von einem antirussischen Nationalismus noch nichts zu sehen. Das Personal des Lwiwer Stadtmuseums, das unter anderem alte französische Landkarten von einer bis in den Kuban hineinreichenden Großukraine präsentiert, drückt sich sehr zurückhaltend aus, wenn man nach Symon Petljura, dem antisowjetischen Freiheitshelden der frühen 1920er Jahre, fragt.

Man scheint sich darüber im Klaren, dass der ukrainische Nationalismus selbst in der heroischen Phase nach dem Ersten Weltkrieg ein Minderheitenprojekt war. Die Dominanz nationaler Symbole in der aktuellen Politik hat andere Gründe. Seit der Unabhängigkeit wurden nationalistisch aufbereitete Themen immer wieder zur politischen Mobilisierung eingesetzt, stießen allerdings im Osten kaum auf Resonanz. In den westlichen Landesteilen dagegen waren nationalistische und neofaschistische Kampfgruppen schon immer aktiv. Aber in der Öffentlichkeit und bei Wahlen spielten sie eine marginale Rolle. Die radikale Rechte überzeugte selbst im Kerngebiet des westukrainischen Nationalismus nur ein paar Prozent der Wähler und verunsicherte die Öffentlichkeit von Lwiw allenfalls durch Fackelmärsche. Und die paramilitärische Studentenvereinigung in Lwiw wurde wegen rassistischer Umtriebe aus dem Ukrainischen Studentenverband ausgeschlossen.

Der Aufstieg der Neofaschisten in der ukrainischen Politik geschah erst, als Juschtschenko den autoritären Führer der Sozial-Nationalen Partei Oleh Tjahnybok in seine Wahlallianz Unsere Ukraine aufnahm und ihm damit parlamentarische Respektabilität verschaffte. Seitdem versuchen Tjahnybok und seine Gefolgschaft, jetzt im weniger verdächtigen Rahmen der Swoboda-Partei, die Bevölkerung durch Kampagnen gegen Korruption und gegen die Oligarchen anzusprechen – ebenfalls ohne Erfolg. Die rechte Swoboda erreichte bei den Präsidentschaftswahlen im Mai gerade 1,1 Prozent, der neofaschistische Rechte Sektor 0,7 Prozent.

Dieses schwache Ergebnis darf allerdings nicht über die Funktionalisierung der neofaschistischen Subkulturen durch die vermeintlich prowestlichen Parteien hinwegtäuschen.(5) Schon Juschtschenko würdigte die faschistischen Kampforganisationen der 1930er und 1940er Jahre als nationalen Widerstand. Deren Kommandeure Roman Schuschkewitsch und Stepan Bandera wurden trotz aller Proteste des polnischen, russischen und auch des Europäischen Parlaments offiziell zu „Helden der Ukraine'“ ernannt. Ein gigantisches Porträt Banderas war noch im August dieses Jahres auf dem Maidan zu sehen.

Auch ohne Wahlerfolge haben rechtsradikale Demagogen ihre Position im Zentrum des Staats erstaunlich konsolidiert. Der Rechte Sektor des Maidan sieht heute seine Stoßtrupps, jetzt in reguläre Einheiten der Nationalgarde umgewandelt, zur Aufstandsbekämpfung im Osten eingesetzt. Und indem Swoboda-Chef Tjahnybok sich in der Maidan-Koalition profilieren konnte, vermochte er sich den Nimbus eines international respektablen „Proeuropäers“ zuzulegen. Noch vor einigen Jahren konnte man die ukrainischen Rechten als relativ ungefährlich einschätzen, da sie im Gegensatz zu den Politikern der großen Parteien über keine finanziellen Mittel verfügten.

Das hat sich geändert, weil inzwischen die Oligarchen Kolomojskij und Taruta mehrere Bataillone der Nationalgarde finanzieren, die sich hauptsächlich aus westukrainischen „Patrioten'“ zusammensetzen. Doch dieser Patriotismus der rechten Art spricht die meisten Ukrainer trotz pausenloser Berichterstattung von den Fronten des Bürgerkriegs keineswegs an. Weitaus mehr Beachtung finden die steigenden Preise und die drohenden Sparprogramme. Die Kosten den Bürgerkriegs bekam die Bevölkerung zunächst nur in Form zusätzlicher Steuern zu spüren. Seit Juli wird zusätzlich zu erhöhten Verbrauchsabgaben eine explizite Kriegssteuer auf alle Einkommen erhoben. Eine durch IWF-Auflagen erzwungene Steuerreform soll künftig auch Monatseinkommen von weniger als 1 700 Dollar stärker belasten. Allerdings spielt diese Schwelle zum höchsten Steuersatz bei einem offiziellen Durchschnittseinkommen von monatlich 225 Euro für die meisten Ukrainer ohnehin keine Rolle.

Die seit Monaten angekündigten harten Reformen treffen eine Bevölkerung, die im täglichen Leben ohnehin improvisieren muss, um die dürftigen formellen Einkommen durch alle möglichen informellen Aktivitäten aufzubessern. Nach den Erfahrungen mit früheren IWF-Programmen wissen die Leute sehr wohl, was in den kommenden Monaten zu erwarten ist: steigende Preise ohne Wachstum.

Die Oligarchen präsentieren sich nun als Realpolitiker

Das Versprechen Poroschenkos, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2020 zu verdoppeln, wird sich demnächst an dem vom IWF prognostizierten BIP-Einbruch von 10 Prozent messen lassen müssen. Genauso unglaubwürdig ist die Ankündigung, die Militärausgaben auf 5 Prozent des Sozialprodukts zu steigern und die Rüstungsindustrie zum Motor eines wirtschaftlichen Aufschwungs zu machen.

Es ist nicht das erste Mal, dass ukrainische Politiker interne Probleme mit Verweis auf den äußeren Gegner in Moskau erklären wollen. Die autoritäre Formierung der Politik in den 1990er Jahren wurde damit gerechtfertigt, dass die Festigung des ukrainischen Staats wichtiger sei als die Demokratie. Die Oligarchisierung der Wirtschaft wurde als notwendiger Aufbau einer nationalen Bourgeoisie dargestellt.

Und wenn sich jetzt die „Anti-Terror-Aktion“ – angeblich eine Sache von Stunden – über Monate hinzieht, wird das eingesickerten russischen Truppen zugeschrieben. Dieser Erklärung liegt freilich die fatale Fehleinschätzung zugrunde, dass die regionale Polarisierung des Landes auf militärischem Weg zu überwinden sei. Dabei wird vergessen, dass die Anläufe zu einer „Ukrainisierung der Ukraine“, die 1993/94 und nach 2004 unternommen wurden, im Donbass wie auf der Krim sezessionistische Reaktionen ausgelöst hatten, die nur durch Konzessionen entschärft werden konnten.

Mit dem Vorschlag einer Föderalisierung der Ukraine scheint sich diese Einsicht langsam durchzusetzen. Die Besinnung auf eine politische Konfliktlösung geht bezeichnenderweise wiederum von oligarchischen Kreisen aus. Kurz bevor Poroschenko seinen Friedensplan der ukrainischen Öffentlichkeit vorstellte, hatte Pintschuk am 14. September beim Davoser Weltwirtschaftsforum in Genf zum Ukrainischen Lunch geladen. Das Ergebnis war die gemeinsame Erklärung einer paritätisch besetzten Gruppe von Vertretern internationaler Konzerne aus der Ukraine, Deutschland, Russland und den USA. Darin wird die Dezentralisierung der Ukraine vorgeschlagen, ferner Minderheitenschutz und Sprachenrechte für den Osten und eine bündnispolitische Neutralität nach Schweizer oder finnischem Muster. Dazu die Empfehlung, das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union so zu gestalten, dass es mit Handelsbeziehungen zu Russland und später auch zur Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft kompatibel ist.

Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen am 26. Oktober können die Ukrainer zu Poroschenkos Vorschlägen Stellung nehmen. Nach der jüngsten Umfrage des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie findet Poroschenkos Initiative mehr Zuspruch als die militanteren Positionen der Swoboda, der Radikalen Partei und von Julia Timoschenko. Ein Vertrauensbeweis für den Präsidenten ist das allerdings nur angesichts schlechterer Alternativen. Ein realistisches Bild der Lage dürfte die letzte Erhebung des Zentrums für Sozial- und Marktforschung (Socis) in Kiew geben: 60 Prozent der Befragten stellten keine Verbesserung ihrer Lebenssituation fest, ein Viertel konstatierte eine Zunahme der Korruption.(6 )

Wie die Korruption im Alltag aussieht, konnte ich Ende Juli an der Nationalen Iwan-Franko-Universität Lwiw erleben. Bei ihrer Anmeldung zur Immatrikulation wurden zahlreiche Studenten von ihren Eltern begleitet. Manche von ihnen wollten sich vor allem vergewissern, dass sie die unter der Hand zu entrichtende Aufnahmegebühr in Höhe mehrerer Monatsgehälter gut investiert haben. Wenn sie erfahren, dass eine Aufbesserung von Noten am Semesterende billiger zu haben ist, werden sie womöglich sogar dankbar sein.

Auf den Straßen gehört die Korruption, wenn auch in kleinerem Maßstab, zum täglichen Leben. Als ein Kiewer Obsthändler nahe der Taras-Schewschtschenko-Universität Polizisten sieht, die mit einer Kontrolle am Nachbarstand offenbar ihr Gehalt aufbessern, meint er nur: „So leben wir.“

Fußnoten:


(1) Ifes, Public Opinion in Ukraine 2013, Dezember 2013.
(2) Slawomir Matuszak, „The Oligarchic Democracy. The Influence of Business Groups on Ukrainian Politics“, Warschau (Center for Eastern Studies) 2012.
(3) Nur 14 Prozent glaubten an einen Rückgang der Korruption. Siehe Paul Kubicek, „The History of Ukraine“, Westport (Greenwood) 2008, S. 173-175.
(4) Siehe Hélène Richard, „Ukrainische Patrioten. Vom Maidan an die Ostfront“, „Le Monde diplomatique, September 2014.
(5) www.kiis.com.ua/?lang=rus&cat=reports&id=391&page=1.
(6) socis.kiev.ua/ua/press/zahalnonatsionalne-sotsiolohichne-doslidzhennja-100-dniv-dijalnosti-prezydenta-ukrajiny.html.
Klaus Müller ist Professor für Politikwissenschaft und Zeitgeschichte an der AGH University of Science and Technology in Krakau.
© „Le Monde diplomatique, Berlin

Le Monde diplomatique Nr. 10534 vom 10.10.2014, Seite 8-9, 719 Dokumentation, Klaus Müller

http://www.monde-diplomatique.de/pm/2014/10/10/a0043.text

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Nationalisten-Aufmarsch in Kiew: Zeman sieht Parallele zu Hitler-Deutschland
05.01.2015 de.sputniknews.com

Der tschechische Präsident Milos Zeman hat den jüngsten Fackelzug der Rechtsextremen in Kiew mit Aufmärschen während der Diktatur des Nationalsozialismus in Deutschland verglichen.

„Es stimmt etwas nicht mit der Ukraine: Am 1. Januar wurden dort Aufmärsche zum Andenken an Stepan Bandera organisiert, der nebenbei gesagt wie Reinhard Heydrich (von 1941 bis 1942 stellvertretender Reichsprotektor in Böhmen und Mähren – Red.) aussieht“, sagte Zeman dem Radiosender Frekvence 1.

Der Fackelaufmarsch am 1. Januar 2015 in Kiew sei „genauso wie die Nazi-Aufmärsche zu Zeiten Hitlerdeutschlands organisiert“ worden. „Dann habe ich zu mir selbst gesagt, dass mit dieser Ukraine etwas Schlimmes passiert“, so Zeman. „Etwas Schlimmes passiert aber auch mit der Europäischen Union, von der es keinen Protest gegen diese Aktion gegeben hat.“Am 1. Januar haben mehrere tausend Anhänger der Swoboda-Partei und des „Rechten Sektors“ in Kiew einen Fackelmarsch zum 106. Geburtstag des umstrittenen Nationalistenchefs Stepan Bandera abgehalten.

http://de.sputniknews.com/politik/20150105/300505518.html

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Tschechien: Ohrfeige für den amerikanischen Botschafter
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Die ständige Einmischung der Amerikaner in Dinge die sie nichts angehen, hat in Tschechien für einen diplomatischen Eklat gesorgt. Der Grund für den Zorn des Staatspräsidenten war die Kritik des amerikanischen Diplomaten, dass Milos Zeman am 9. Mai bei den Feiern zum Sieg über Nazi-Deutschland in Moskau teilnehmen will. Auf dem Nachrichtenportal „Parlamentnilisty“ sagte Zeman: Die Tore der Prager Burg, des Präsidentensitzes, seien für den VS-Diplomaten künftig verschlossen.

Der tschechische Staatspräsident Milos Zeman will dem amerikanischen Botschafter Andrew Shapiro wegen dessen Kritik  nicht vergeben. Zuvor hatte der VS-Botschafter im tschechischen Fernsehen seine Unzufriedenheit mit der Entscheidung Zemans öffentlich zum Ausdruck gebracht, am 9. Mai den Tag des Sieges in Moskau zu feiern. Diese Entscheidung sei kurzsichtig, so Shapiro und fügte hinzu, dass der Besuch in Russland den tschechischen Präsidenten bei den anderen westlichen Regierungen diskreditieren werde.

Zeman will von seiner Position jedoch nicht abrücken. „Ein tschechischer Botschafter in den VSA käme nie auf die Idee dem amerikanischen Präsidenten vorzuschreiben wen er besuchen darf und wen nicht. Die Feiern zum 70. Jahrestages des Sieges über den Faschismus zu ignorieren, ist eine Beleidigung des Andenkens an 150.000 sowjetische Soldaten, die während der Befreiung der Tschechoslowakei starben,“ sagte er am 8. März.  Er fügte hinzu, dass er mit seinem Besuch in Russland die Dankbarkeit für die Befreiung vom Faschismus in der Tschechischen Republik zum Ausdruck bringen will. „Ich gehe hin, als Dank für die Tatsache, dass wir heute nicht Deutsch sprechen und die Tschechen nicht „Heil Hitler“. sagen müssen. Ohne die Sowjetunion wäre es nie möglich gewesen Hitler zu besiegen“, so Zeman.

Sich geweigert an den Feiern in Moskau teilzunehmen, haben bisher die Staatschefs der Vereinigten Staaten, Grossbritanniens, Finnlands, Japans, der Slowakei, Bulgariens und Polens. Der Präsident Lettlands Andris Berzins sagte zu seiner Weigerung: „Russlands Verhalten im Osten der Ukraine wird immer schlimmer, es sterben und leiden unschuldige Zivilisten.“ Die baltischen Länder, sowie Moldau und Georgien wollen auch nicht nach Moskau fahren. Der Präsident der Ukraine hat keine Einladung erhalten.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel plant einen kniffligen diplomatischen Schachzug. Sie hat die Absicht angekündigt, Moskau nicht am 9. März zu besuchen, sondern sich am 10. Mai mit Wladimir Putin zu treffen. Griechenland und Ungarn haben bestätigt, dass ihre Vertreter nach Moskau kommen könnten aber sie dies jedoch noch nicht genau wissen. Die Staatschefs Italiens, Zyperns, Österreichs und Frankreichs haben ihren Besuch noch nicht offiziell angekündigt.

http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/22733-Tschechien-Ohrfeige-den-amerikanischen-Botschafter.html

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Das von der Werchowna Rada verabschiedete Gesetz zur Verherrlichung der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und ihrer Aufständischen Armee (UPA) hat in Polen eine negative Reaktion ausgelöst. Polnische Linke sprechen von einer Beleidigung.

„Dieses Gesetz, das unter anderem die UPA heroisiert, ist eine Ohrfeige für Polen und Präsident Bronislaw Komorowski“, erklären Vertreter des Bundes der Demokratischen Linken (SLD) nach Angaben der Zeitung „Gazeta Wyborcza“. Die Rada habe das Gesetz wenige Stunden nach Komorowskis Rede im ukrainischen Parlament angenommen, in der der polnische Präsident zu „Vergebung und Aussöhnung“ aufgerufen habe.Nach Angaben von Präsidentensprecherin Joanna Trzaska-Wieczorek sprach Komorowski von schmerzhaften Seiten der polnisch-ukrainischen Beziehungen. Bekanntlich hatten UPA-Freischärler während des Zweiten Weltkrieges geschätzt rund 100.000 Polen auf brutalste Weise ermordet.

SLD-Generalsekretär Krzysztof Gawkowski sagte: „Die Aussöhnung, von der der Präsident gesprochen hat, wäre wünschenswert. Aber dieser Wunsch sollte sich auf die historische Wahrheit gründen. Daher darf die Wahrheit über das Massaker von Wolhynien nicht verheimlicht werden. Man darf nicht zulassen, dass das ukrainische Parlament über dieses Massaker hinwegsetzt. Das würde bedeuten, als ob Präsident Komorowski damit einverstanden sein würde, wenn Deutschland den Holocaust zu negieren begonnen hätte.“

SLD-Mitglied Tomasz Kalita erklärte dazu: „Die Verherrlichung der UPA und das Gesetz über den Sonderstatus der UPA in der Geschichte der Ukraine werden es ermöglichen, alle zu verfolgen, die behaupten würden, die UPA sei eine Verbrecherorganisation, die Völkermord begangen habe. Das ist eine Schande. Das ist eine Ohrfeige für den Staat und Präsident Komorowski.“

Die UPA war hauptsächlich der Westukraine aktiv gewesen. Die am 14. Oktober 1942 auf Beschluss der OUN als deren Militärarm ins Leben gerufene Armee wurde vom Dritten Reich während des Zweiten Weltkrieges gegen die Sowjetunion und andere Staaten der Anti-Hitler-Koalition eingesetzt.

Auch in mehreren von den Ukrainern bewohnten Gebieten Polens trieb die UPA ihr Unwesen. Im Sommer 1943 richteten die Nationalisten ein Massaker an der polnischen Zivilbevölkerung ein. Selbst ukrainische Historiker gestehen heute die Zahl der polnischen Opfer zu: Bis Ende 1943 wurden 50.000 bis 60.000 Männer, Frauen und Kinder in unvorstellbar grausamer Weise umgebracht. Nach ukrainischer Zählung 500, nach polnischen Schätzungen mehr als 1.150 polnische Dörfer wurden zerstört. Sie verschwanden für immer von der Landkarte.Die UPA wurde von Roman Schuchewitsch befehligt. Er wurde am 5. Mai 1950 unweit der ukrainischen Stadt Lwow bei einer Operation der damaligen sowjetischen Geheimpolizei NKWD getötet. Der OUN-Chefideologe Stepan Bandera wurde 1959 vor seinem Haus in München von einem KGB-Agenten mit Blausäuregas vergiftet.

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Ein Land, vier Oligarchen
Denis Trubetskoy 23.05.2015 telepolis heise.de
Wie das große Geld die ukrainische Politik beeinflusst
Achmetow, Firtasch, Kolomoiski und Poroschenko. Der Kreis der Personen, die Einfluss auf die ukrainische Politik haben, ist übersichtlich. Vieles passiert hinten den Türen, die meisten Verbindungen bleiben undurchschaubar. Doch eins ist klar: Die Bedeutung der Oligarchen bleibt auch nach der zweiten Maidan-Revolution enorm groß.

Es ist wohl ein böser Scherz der Geschichte. Auch nach der Maidan-Revolution regieren in der Ukraine immer noch die großen Unternehmer, obwohl sich die Proteste auch gegen die große Macht der Oligarchen richteten. Einer der mächtigen Superreichen ist ironischerweise das Staatsoberhaupt selbst. Petro Poroschenko, der im Mai 2014 zum vierten Präsidenten der Ukraine gewählt wurde, besitzt nach wie vor nicht nur seinen berühmten Schokoladen-Konzern Roshen, sondern weitere Unternehmen in den Bereichen Metallurgie, Rüstungsindustrie und Medien.

Vor seiner Wahl versprach Poroschenko noch öffentlich, seine Aktiva zu verkaufen. Ein Jahr danach ist davon fast nichts zu hören. Angeblich liegen vor allem für seinen Roshen-Konzern keine passenden Angebote vor.

Dmytro Firtasch zieht die Fäden im Hintergrund

Doch wenn das stimmt, was der andere Oligarch Dmytro Firtasch vor dem Landesgericht Wien aussagte, dann stehen hinter der Person von Poroschenko weitere Fragezeichen. Firtasch ist nicht nur Oligarch, sondern eine wichtige – und sehr umstrittene – politische Figur, deren dubiöse Geschäfte mit den russischen Gaslieferungen in die Ukraine durch das umstrittene Unternehmen RosUkrEnergo schon immer für Schlagzeilen sorgten (Ukraine: Zweifelhafter Punktsieg für die „Gasprinzessin“). Im März 2014 wurde Firtasch in Wien wegen einer US-Haftbefehls festgenommen, später wurde er gegen eine Kaution wieder freigelassen.

Ende April sollte in Wien entschieden werden, ob Firtasch an die USA ausgeliefert wird. Es ging um einen erheblichen Korruptionsvorwurf. Angeblich bezahlte der 50-jährige Oligarch über 18 Millionen US-Dollar Schmiergeld an indische Offizielle, um sich so einen Vorteil bei seinen Geschäften in der dortigen Metallindustrie zu verschaffen. Laut Firtasch ist dieser Prozess politisch motiviert. Während der politischen Unruhen soll die US-Regierung angeblich die damals noch inhaftierte Oppositionspolitikerin Julija Tymoschenko unterstützt haben, Firtasch setzte dagegen auf den Ex-Boxweltmeister Klitschko. Wegen dieses Arguments und wegen des Wirtschaftskonflikts zwischen Firtasch und den USA lehnte das Gericht den Auslieferungsantrag ab.

Vitali Klitschko, der laut Firtasch seit 2012 von den großen Gasoligarchen unterstützt wurde, bestritt die Vorwürfe öffentlich. Aber es geht nicht nur um Klitschko, sondern auch um Poroschenko. Schon längst gab es Gerüchte, dass sich Firtasch, Klitschko, Poroschenko und der Ex-Präsidialamtschef von Janukowitsch, Sergej Ljowotschkin, im Frühjahr 2014 in Wien getroffen hätten. Angeblich sprachen sie bei diesem Geheimtreffen über den Verzicht Klitschkos auf seine Präsidentschaftskandidatur – zugunsten von Poroschenko. Dieses Treffen hat Firtasch vor Gericht bestätigt: „Wir wollten Tymoschenko isolieren. Ich unterschrieb aber geheime Verpflichtungen und kann dazu nichts mehr sagen. Nur eins: Wir erreichten das, was wir wollten. Poroschenko ist jetzt Präsident, Klitschko wurde zum Bürgermeister von Kiew gewählt.“

Ihor Kolomoiski: Profiteur der Krise

Von diesen Aussagen Firtaschs könnte vor allem einer profitieren, den man auf keinen Fall als seinen Freund bezeichnen kann. Während Firtasch auch heute noch eng mit Russland zusammenarbeitet und die westlichen Sanktionen gegenüber Moskau für sinnlos hält, greift der 52-jährige Ihor Kolomoiski nicht nur den russischen Präsidenten Putin, sondern auch Poroschenko hart an.

Kolomoiski ist vor allem als Besitzer der Privatbank bekannt, der größten und wichtigsten ukrainischen Bank. Sie gilt als Kolomoiskis Geheimwaffe, denn fast alle großen Unternehmer, auch Konkurrenten, nehmen dort Kredite auf. Der extravagante Mann, der nach eigenen Angaben neben dem ukrainischen Pass auch noch die israelische und zypriotische Staatsbürgerschaft besitzt, verfolgt seine Interessen jedoch vor allem im Gas- und Ölgeschäft, so beim Staatsunternehmen Ukrnafta, dem wichtigsten Gas- und Ölregulatoren des Landes (Oligarch Kolomoiski lässt ukrainisches Pipeline-Unternehmen stürmen).

Kolomoiski war schon immer einer der größten ukrainischen Oligarchen, doch nach der Maidan-Revolution konnte der gebürtige Dnipropetrowsker seinen Einfluss stark erweitern. Kolomoiski, der im März 2014 Gouverneur seiner Heimatstadt Dnipropetrowsk wurde, gehört zu den größten Gewinnern der politischen Krise. Seine Rolle in den tragischen Ereignissen bleibt dagegen weiterhin unklar. Trotzdem konnte sich Kolomoiski als einflussreichster Oligarchen des Landes durchsetzten. Und löste auf dieser Position den Donezker Rinat Achmetow ab.

Weder Poroschenko noch die Europäische Union waren aber mit der neuen Rolle von Kolomoiski zufrieden. Der Präsident war vor allem deswegen beunruhigt, weil der Gouverneur von Dnipropetrwosk einige Freiwilligenverbände finanzierte, die nicht im Rahmen des Gesetzes handelten. Die EU interessierte sich in erster Linie für die Liberalisierung des Binnenmarktes. Es häufen sich Gerüchte, dass das neue Gasmarkt-Gesetz, das Ende April von Poroschenko unterzeichnet wurde, faktisch in Brüssel geschrieben wurde. Die Beweise dafür liegen aber bisher nicht vor. Das Gesetz ist für den Oligarch aus Dnipropetrowsk nicht gerade günstig. Früher durfte er die Pipelines innerhalb des Landes kostenlos nutzen, jetzt ist damit Schluss.

Die meisten Menschen aus der Umgebung von Poroschenko betonen, dass der ukrainische Präsident keinen offenen Konflikt mit Kolomoiski wollte. Doch er konnte nicht vermieden werden. Mitte März beschloss das ukrainische Parlament die Änderungen für das Gesetz über die Aktiengesellschaften, die die Entlassung eines Ukrnafta-Managers, der von Kolomoiski installiert wurde, möglich machten. Als Reaktion ließ der Gouverneur von Dnipropetrowsk die Gebäuden von Ukrnafta und Ukftransnafta, des staatlichen Pipelinebetreibers, von Bewaffneten besetzen, die höchstwahrscheinlich zu den von Kolomoiski finanzierten Freiwilligenverbänden gehören.

Für Poroschenko war es wohl eine schwierige Entscheidung, doch am Ende hatte er wegen des Drucks aus dem Westen keine Wahl. Nach einem langen Gespräch bedankte sich der Präsident bei Kolomoiski für dessen Arbeit: „Sie haben vieles für die Einheit der Ukraine getan, und ich bin mir sicher, Sie werden das auch weiterhin tun.“ Poroschenko wusste genau, wie diese versöhnlichen Worte wirken. Denn durch seine Autorität und Popularität im Regierungsbezirk Dnipropetrowsk hat Kolomoiski alle Möglichkeiten, die Stabilität des Landes wieder in Frage zu stellen.

Die erste Phase des Konflikts hat der ukrainische Präsident gewonnen, aber das heißt noch lange nicht, dass es nicht noch einmal krachen wird. Eher ist das Gegenteil wahr: Der Einfluss, den Kolomoiski auf viele Parteien im Parlament hat, gibt dem Oligarchen viele Argumente weiterzumachen. Zudem sind auch in der Regierung seine Leute vertreten. Allen voran der langjährige Kolomoiski-Vertraute und heutige Innenminister Arsen Awakow. Außerdem deutet einiges daraufhin, dass der Oligarch aus Dnipropetrowsk, der überwiegend in der Schweiz lebt, eine neue Partei gründen will, die allein mit seinen eigenen Beliebtheitswerten vieles erreichen könnte.

Rinat Achmetow: ehemaliger „König des Donbass“

Anderseits ist Kolomoiski nach wie vor der größte Profiteur der politischen Veränderung. Vor allem im Vergleich zu Rinat Achmetow, dem anderen großen Oligarchen, mit dem Kolomoiski über Jahre konkurrierte. Der gebürtige Donezker Achmetow war der größte Geldgeber der Partei der Regionen von Ex-Präsident Wiktor Janukowitsch. Der verlor auch deswegen seine Macht, weil er gegen ein unbeschriebenes Gesetz verstieß. Bei aller Konkurrenz war das Vermögen der Oligarchen immer tabu. Janukowitsch nutzte jedoch seine Macht, um für sich und seinen Clan große Summen abzuzweigen. Was letztendlich dazu führte, dass sich die meisten Oligarchen von ihm abwandten und ihm so das Fundament seiner Macht entzogen.

Wie viele andere Oligarchen kam der 48-Jährige Achmetow in den früheren 90er Jahren faktisch aus dem Nichts. „Wir hatten damals eine Firma gegründet, die Kohle verkaufte. So habe ich meine erste Million verdient“, beschrieb Achmetow einmal seinen rasanten Aufstieg. Doch es gibt große Zweifel an dieser Geschichte. Von vielen Experten wird Achmetows Vergangenheit eher als „kriminell“ bezeichnet.

Mit seinem Kohlegeschäft, das immer staatlich subventioniert wurde, schaffte es Achmetow zum reichsten Milliardär des Landes zu werden. Doch der militärische Konflikt in seiner Heimatregion hat Spuren hinterlassen. Keinem ist klar, welche Rolle der ehemalige „König des Donbass“ tatsächlich spielt. Wenn er im März 2014 das Angebot angenommen hätte, wie Kolomoiski Gouverneur zu werden, hätte die Situation rund um Donezk heute vielleicht anders aussehen können. Doch Achmetow lehnte ab. Stattdessen hat er den kleineren Partner Sergej Taruta unterstützt, der großen Einfluss in der Hafenstadt Mariupol besaß. Taruta hat seinen Anteil daran, dass Mariupol bis heute ukrainisch ist, mit Präsident Poroschenko konnte er aber nur wenig anfangen und wurde am Ende von diesem gefeuert.

Finanziell muss Achmetow heute auf einiges verzichten. Am härtesten traf es sein Metallunternehmen Metinvest, welches im April Insolvenz anmelden musste. Viele seiner Unternehmen sind momentan von Separatisten besetzt, in der Ukraine steht der Oligarch auch unter Druck. Die Generalstaatsanwaltschaft hat sogar ein Verfahren gegen Achmetow eingeleitet. Ihm wird vorgeworfen, die Separatisten im Donbass finanziell und organisatorisch unterstützt zu haben.

Deswegen ist es auch nicht gerade überraschend, dass sich Achmetow aus der aktiven Politik eher raushält. Der frühere Janukowitsch-Vertraute, der unter anderem den bekannten Fußballverein Schachtar Donezk finanziert, versucht das zu retten, was noch zu retten ist. Außerdem schickt Achmetow humanitäre Hilfe in seine Heimatregion. Seine Rolle wird trotzdem auch im Donbass als umstritten bewertet. Trotz der Tatsache, dass seine Hilfe laut Augenzeugen fast die einzige ist, die tatsächlich bei den Menschen ankommt.

Es gibt noch weitere Personen, die aktiv mitspielen, doch im Grunde genommen geht es vor allem um Rinat Achmetow, Dmytro Firtasch, Ihor Kolomoiski und Petro Poroschenko. Manchmal scheint es sogar, dass die Oligarchen eine viel größere Rolle in der Politik spielen als je zuvor. Dieser Eindruck täuscht wohl, aber die grundsätzlichen Veränderungen, die von den Menschen auf dem Maidan gefordert wurden, bleiben nach wie vor aus. Dafür ist auch die ukrainische Gesellschaft verantwortlich, die Leute wie Kolomoiski weitgehend akzeptiert.

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44960/1.html

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Ein elend gescheiterter Staat /Teil 1

 

Rostislaw Ischtschenko

С треском провалившееся государство

Dieser Text ist ebenso interessant, wie er lang ist. Aus diesem Grund erscheint er in zwei Teilen; morgen folgt das nächste Stück.

Die ukrainischen Eliten, die bei der Aufteilung des sowjetischen Erbes alles erhielten, was für den Aufbau eines erfolgreichen Staates erforderlich, haben durch ihre eigenen Handlungen das Land an den Rand des Zusammenbruchs gebracht.

Ideale Startbedingungen

Politik und Geschichte sind nicht vorherbestimmt. Das „Projekt Ukraine“, das jetzt seine letzten Tage erlebt, war nicht von Anfang an zum Untergang verurteilt.

Das plötzlich entstandene neue Land hatte die zehntgrösste Wirtschaft der Welt. Auf seinem Gebiet befanden sich 40% der sowjetischen Industrie und 60% der Schwerindustrie. Die gut entwickelte Landwirtschaft konnte nicht nur genug liefern, um die örtlichen Bedürfnisse zu decken, es konnten sogar landwirtschaftliche Produkte exportiert werden. Das Netzwerk aus Eisen und Autobahnen, weitreichenden Pipelines und mehreren Warmwasserhäfen haben die Bedürfnisse des Fernhandels gedeckt, sondern hatten ein fast unbegrenztes Potential für den Transit. Die Bevölkerung der Ukraine umfasste 52 Millionen, und die demografische Dynamik war 1991-92 noch immer positiv. Das Land besass bestens ausgebildete Arbeitskräfte und war ein hochqualifizierter Wissensschaftsstandort. All diese Güter wurden durch eine, eine halbe Million Mann starke, Gruppe der sowjetischen Armee beschützt – der grössten in der UdSSR – ausgerüstet mit den modernsten Waffen, da dort der Punkt der möglichen Hauptoffensive gesehen wurde.

Zum Zeitpunkt ihrer Unabhängigkeit hatte die Ukraine weit mehr, als nötig war, um einen erfolgreichen Staat aufzubauen. Mehr noch, auch die geopolitische Situation war zu ihren Gunsten. Das Land hatte keine mächtigen Feinde, nicht einmal ernsthafte Konkurrenten. Im Gegenteil, 1992 war die ukrainische Führung glücklich, das Fehlen äußerer Bedrohungen zu verkünden. Die Beziehungen mit allen Nachbarn waren freundlich, und die wichtigsten Spieler der Welt wünschten selbst gute Beziehungen mit Kiew. Erinnern wir uns daran, dass 1994-97 das Format G7+ geboren wurde, das nur für Kontakte mit Moskau (G7 + Russland) und Kiew (G7 + Ukraine) genutzt wurde. Das russische Format entwickelte sich jedoch mit der Zeit weiter in die ausgewachsenen G8, während das ukrainische in Raum und Zeit entschwand; aber 1990 waren diese Formate noch gleich.

Es gab ein kleines Problem: die Ukraine hatte nicht genug Energie, um ihre Industrie zu betreiben. Nicht bei allen Sorten, aber zumindest bei Öl und Gas. Trotz eines relativ hohen Niveaus der heimischen Produktion – 4-5 Millionen Tonnen Öl (soviel, wie Rumänien produziert) und 20 Billionen Kubikmetern Gas (mehr als in Aserbeidschan produziert wird) – die Ukraine konnte nur etwa ein Fünftel ihres Bedarfs an Öl und ein Viertel ihres Gasbedarfs selbst decken. Es gab theoretisch die Möglichkeit, die heimische Produktion zu erhöhen, aber sie wurde vernachlässigt. Gleichermaßen wurden die Möglichkeiten vernachlässigt, die Energieabhängigkeit der Industrie zu verringern.

Russland jedenfalls hat traditionell die benötigten Mengen Öl und Gas geliefert. Angesichts dessen, dass 60-80% der russischen Energieexporte in den 1990ern durch ukrainische Pipelines erfolgten, war es nicht schwer, sich auf Handelsbedingungen zum beiderseitigen Vorteil zu einigen. Das war es, was Kutschma tat, als er 2002 ein Zehn-Jahres-Abkommen mit „Gazprom“ über den Gasverkauf zu 50$ für tausend Kubikmeter unterzeichnete. Der Vertrag sollte bis 2012 gelten und beschaffte der ukrainischen Industrie enorme Wettbewerbsvorteile auf dem Weltmarkt, die (angesichts des schnellen Anstiegs der Öl- und Gaspreise) von Jahr zu Jahr zunehmen würden.

Das beträchtliche geopolitische und wirtschaftliche Potential der Ukraine beruhte ebenfals auf der Abhängigkeit ihres Aussenhandels und der Wirksamkeit ihrer Industrie bei den russischen Energieressourven, auf russischen Märkten und bei russischen Kooperationspartnern. 1992-2003 durchlebte Russland die politische Krise, die 1993 begann, die es an den Rand des Bürgerkriegs brachte und eine langfristige Spaltung der Gesellschaft auslöste, zwei Tschetschenienkriege und einen Staatsbankrott im Jahr 1998. Russland, das völlig in seinen inneren Problemen gefangen war, die durch zunehmende geopolitische Konflikte mit seinen euroatlantischen Partnern erschwert wurden, brauchte die minimale politische Loyalität Kiews (Russland bestand auf nicht mehr als Neutralität) und war bereit, dafür mit ernsten wirtschaftlichen Zugeständnissen zu zahlen (und zahlte).

Wenn heute in Moskau von 35 Milliarden Dollar geredet wird, die in die ukrainische Wirtschaft investiert worden seien, so wird dabei nur das Geld berücksichtigt, das gezählt werden kann. Dabei sind sowohl die Geschenke der niedrigen Öl- und Gaspreise als auch die Kreditie zu günstigen Bedingungen und die Investitionen in gemeinsame Projekte mit eingeschlossen. Die Verluste, die Russland durch den der Ukraine lange gewährten Meistvergüngstigungsstatus und andere indirekte Formen der Stützung der ukrainischen Wirtschaft erlitten hat, können nicht einmal theoretisch berechnet werden (Fachleute zitieren eine Summe von 200-300 Milliarden Dollar, aber das ist eine spekulative Schätzung).

Gegen den Trend

Wie kam es dann, dass die Ukraine trotz all dieser Segnungen den Punkt erreicht hat, an dem ein schreckliches Ende besser scheint als ein Schrecken ohne Ende?

Es wurde schon viel über die Käuflichkeit der Eliten gesprochen, die das Land wörtlich ausgeplündert haben. Es stellt sich jedoch die legitime Frage: warum haben 52 Millionen Menschen mit fehlgeleiteter Beharrlichkeit immer wieder genau diese Art Leute an die Macht gebracht? Warum hat, trotz aller Unterschiede zwischen den Führungsstilen der russischen, weißrussischen und kasachischen Eliten, für sie die Formulierung „Staatsinteressen“ eine Bedeutung, während das für die ukrainische Führung im besten Falle etwas völlig Unverständliches ist? Im schlimmsten Falle ist der Bezug auf „Staatsinteressen“ in der Ukraine nichts andres als eine Art, die Bevölkerung zu täuschen. Wie konnten Millionen Menschen glücklich zustimmen, getäuscht, beraubt und um eine Zukunft betrogen zu werden, zum Wohl eines ihnen völlig fremden, bedeutungslosen Symbols – eines Symbols, das nichts mit der sowjetischen Zivilisation gemein hatte, aus der diese Menschen hervorgingen, noch mit der europäischen Zivilisation, der sich anzuschließen sie vermeintlich wünschten, oder, noch wichtiger, mit dem wirklichen Leben?

Meiner Meinung nach liegt die Antwort auf diese Fragen in einem essentiellen und recht offensichtlichen Unterschied zwischen den Prinzipien des Staatsaufbaus, die durch die ukrainische, und jenen, die durch die russische, weißrussische und kasachische Elite angenommen wurden. In den letzteren drei Fällen wurden Bürgerstaaten errichtet. In Weißrussland führen nationalistische Parteien ein elendes, halb marginalisiertes Dasein. Erst in den letzten drei bis vier Jahren begann das offizielle Minsk einen loyalen „Staatsnationalismus“ zu fordern, der sich einerseits vom Nationalismus der Opposition abhebt, und andererseits der weißrussischen Führung eine Grundlage liefern soll, dem überwältigenden russischen Einfluss in der Eurasischen Wirtschaftsunion etwas entgegenzusetzen.

In Kasachstan ist der kasachische Nationalismus relativ stark, aber strukturell nicht definiert (als politische Parteien) und drückt sich vor allem im Alltagsleben und auf der Ebene bürokratischer Gruppen aus. Dennoch gibt es erfahrene Aussagen wie von Nursultan Nasarbajew, der schon in den ersten Tagen der kasachischen Unabhängigkeit den kasachischen Nationalismus als größte Bedrohung der Stabilität, der territorialen Integrität, ja selbst der Existenz des Landes ansah. Ein Konzept eines kasachstanischen Staates – im Gegensatz zu einem kasachischen – wurde eingeführt. Nationalisten mussten sich mit der Dominanz „nationalen Personals“ in Politik und Geschäftswelt zufrieden geben. Diese Dominanz war jedoch nie absolut, und die Rechte anderer Nationalitäten, zuallererst der Russen (der russisch Sprechenden, der russischen Kultur) waren durch das Gesetz geschützt. Was Russland betrifft, jammern die Nationalisten dort noch immer, dass der imperiale Diskurs in der russischen Politik nie durch den nationalen ersetzt wurde. Das heisst, Russland hat sich nicht als Nationalstaat ethnischer Russen entwickelt, sondern als der Staat der russischen Bürger, und in den letzten Jahren – der russischen Welt.

Daher haben Moskau, Minsk und Astana durch den Kompromiss zwischen den Nationen, verbunden mit der Ablehnung nationalistischer Politik innere Stabilität erreicht. Die adequate Innenpolitik ermöglichte eine konstruktive, auf Kompromissen beruhende Außenpolitik. Trotz aller Probleme bewegten sich seit Mitte der 1990er Russland, Weißrussland und Kasachstan auf eine Reintegration des postsowjetischen Raums zu, beruhend auf neuen politischen, wirtschaftlichen und ideologischen Realitäten.

Seit dem ersten Tag seines Bestehens wurde der ukrainische Staat als der Staat der „Titularnation“ errichtet. Der nationalen Entwicklung wurde Vorrang gegeben, und die Worte, die Graf Cavour zugeschrieben werden – „Wir haben Italien geschaffen, jetzt müssen wir Italiener schaffen“ – wurden von den ukrainischen Nationalisten umgeschrieben in „Wir haben die Ukraine geschaffen, jetzt müssen wir Ukrainer schaffen“. Statt einer Idee der Gleichheit der Bürger wurde das Konzept der „positiven Diskriminierung“ eingeführt, wobei Jahrhunderte der „Unterdrückung“ ins Feld geführt wurden, um die Notwendigkeit zu begründen, alles „Ukrainische“ zu bevorzugen.

Die Einheit post-sowjetischer Bürokraten und Nationalisten

Von den ersten Tagen des Staatsaufbaus der Ukraine an fanden sich die ukrainischen Nationalisten in starkter kognitiver Dissonanz, als die Ziele, die sie erklärten, in scharfem Gegensatz zu den wirklichen Zielen und den zu ihrer Erreichung genutzten Mitteln standen. Einfach gesagt, sie logen schlicht, im vollen Wissen, dass sie, hätten sie die Wahrheit über ihre Ziele gesagt, nicht nur nie die Macht hätten erlangen können, sondern es ihnen schwer gefallen wäre, überhaupt in der Politik zu bleiben. Die Menschen in der Ukraine hätten sich das nicht bieten lassen. Vom Anfang bis Mitte der 1990er blieb das hohe Niveau politischer Aktivität nach der „Perestroika“ in der ukrainischen Bevölkerung erhalten und sie hatte sich noch nicht in eine einfach zu führende Masse verwandelt, wie es zu Beginn der 2000er der Fall war.

Es sollte angemerkt werden, dass die Hardcore-Nationalisten, die eine solche Position selbst vor dem Ende des Sowjetsystems vertreten hatten, die Nationalisten, die das Recht hatten, zu erklären, sie hätten tatsächlich für die ukrainische Unabhängigkeit gekämpft, die winzigste Minderheit in der ukrainischen Politik der 1990er darstellten. Stepan Khmara, Levko Lukyanenko, Vyachelsav Chornovol und die Brüder Gorin – das waren mehr oder weniger alle ihre bekannten Führer. Organisationen wie die Ukrainische Nationalversammlung (UNA) und die Ukrainische Volksselbstverteidigung (UPSD) waren marginal und hatten wenige Mitglieder. „Die Volksbewegung der Ukraine für die Perestroika“ stellte sich, selbst nach ihrer Umformung in die „Volksbewegung der Ukraine“ als eine breite demokratische Bewegung dar (wenn auch mit nationalistischem Beigeschmack). Vor der Definition der Parteistruktur war das ein amorpher politischer Körper, in dem radikale Nationalisten mit ehemaligen kommunistischen Opportunisten (wie Yavirivskiy und Pavlichko) verkehrten, wie auch mit der liberalen Intelligentia.

Die Wählerschaft war nicht sonderlich interessiert an Nationalisten, die üblicherweise 20-25% der Stimmen erhielten (im Landesdurchschnitt). Die nationalistischen Kräfte hatten wirkliche politische Unterstützung nur in den drei Regionen Galiziens (Lwow, Ternopol und Ivano-Frankisk). In allen anderen Regionen selbst in der Westukraine hatten sie immer weniger als 50% der Stimmen, und in den Gebieten Noworossijas – nicht mehr als 5-10%. Unter diesen Bedingungen hätten die Nationalisten entweder in ewiger Opposition verharren müssen, oder sich einen starken Verbündeten suchen. Und sie fanden einen solchen Verbündeten.

Die ehemaligen Führer der Partei und des sowjetischen Staates, die ihrer Vergangenheit abschworen, um ihre Stellungen zu halten, waren zu der Zeit auf der Suche nach einer Ideologie, die ihr Recht, an der Macht zu bleiben, stützen könnte. Sie hatten der kommunistischen Ideologie bereits abgeschworen und fürchteten die Rhetorik der Reintegration. Sie glaubten, eine Rekonstruktion eines vereinten Staates würde die Moskauer Kontrolle über die Provinzeliten wiederherstellen und damit ihre Fähigkeit, den auf dem Gebiet der Ukraine befindlichen Besitz, den der Sowjetunion eingeschlossen, zu kontrollieren, beträchtlich einschränken. Auf gewisse Weise fiel die Ukraine dem Reichtum des sowjetischen Erbes zum Opfer. Es schien unerschöpflich, und die ukrainische Elite war begierig darauf bedacht, es gegen die ehemaligen Kollegen zu schützen, die weniger erhalten hatten. Jede Intiative in Richtung auf eine Reintegration wurde nicht als ein Versuch gesehen, zum beiderseitigen Vorteil eine Zusammenarbeit sich ergänzender Ökonomien zu organisieren, sondern als ein Zusammenstoß mit den Eliten der Nachbarrepubliken, die den Ukrainischen Teil des Besitzes neideten.

Hier fielen die Interessen der ukrainischen ex-kommunistischen ex-Parteiführer und der ukrainischen Nationalisten in eins. Die Nationalisten wollten in einem russischen Land, was die Ukraine in den frühen 1990ern war, einen nicht-russischen Staat errichten (zu der Zeit war er noch nicht als anti-russischer geplant). Die ehemalige Elite der kommunistischen Partei wollte ihren eigenen Staat, um ihr Recht, den von der UdSSR ererbten Besitz zu plündern, abzusichern. Da alle Prozesse einer post-sowjetischen Integration kein anderes Zentrum haben konnten als Moskau (als traditionelles politisches Zentrum, Bindeglied zwischen den europäischen und den asiatischen Republiken und Eigner unbegrenzter natürlicher Ressourcen), wurde Russland objektiv zum Gegner sowohl der Nationalisten als auch der Staatsbürokraten. Daher die Popularität des Mythos über den jahrhundertelangen Freiheitskampf der ewig unterdrückten Nation (offensichtlich gegen Russland). Das war auch der Ursprung des Mythos über die Integration in die EU als Hauptentwicklungsroute der Ukraine. Die ukrainischen Politiker machten sich gar keine Gedanken, wie realistisch ihre Projekte einer EU-Mitgliedschaft waren; das wichtigste Ziel war, die Weigerung, an Projekten zur Integration des post-sowjetischen Raums teilzunehmen, durch den Hinweis einer anderen Richtung zu legitimieren.

Die Verbindung von Bürokraten und Nationalisten hat es geschafft, die einflussreiche Linke (Sozialisten und Kommunisten) zur Seite zu schieben. Interne Karrierestreitigkeiten zwischen den Führern der kommunistischen und sozialistischen Parteien trugen dazu bei. Die faktische Kontrolle der Bürokraten über den Staatsapparat war ebenso bedeutend, wie auch eine gewisse Enttäuschung der Bevölkerung, was die linke Ideologie angeht (die Sowjetunion war gerade zerfallen). Im Ergebnis erlangten die Bürokraten die Kontrolle über Wirtschaft und Finanzen wie auch die Gelegenheit, sich ungehindert zu bereichern, während die Nationalisten die Sphäre der Ideologie und der Kultur übernahmen (Kultur, Wissenschaft, Bildung).

Nationalistisch-oligarchische Symbiose

Während dieser zwanzig Jahre wurde nicht nur zwei Generationen von Schülern und Studenten eine Gehirnwäsche verpasst, die nazi-nationalistische Ideologie wurde in allen Gebieten absorbiert, wo irgend eine Form von Bildungsprozess stattfand, die Armee, die Strukturen des Innenministeriums, den Sicherheitsdienst der Ukraine, jegliche militärische oder Polizeikräfte eingeschlossen.

Anfänglich wurde der ukrainische Nationalismus in einer sanften Version präsentiert. Genauer, bis in die frühen 90er haben Nationalisten die zweifelhafte Natur der Praktiken der Ukrainischen Aufstandsarmee Banderas (UPA) anerkannt, und sie von der rein politischen Organisation der ukrainischen Nationalisten (OUN) unterschieden. Sie haben sogar die Tätigkeit solcher Formationen ukrainischer Nationalisten wie der Batallione „Roland“, „Nachtigall“, der Divsion „Galizien“ und der Schutzmannschaftsbatallione öffentlich verurteilt. Zu jener Zeit war es nicht nur undenkbar, Bandera und Schuchewitsch zu Helden der Ukraine zu erklären, sondern schon zu irgendwie positiven politischen Gestalten.

Aber mit dem Auftauchen neuer Generationen in der politischen Arena begann die Betonung sich zu verlagern. Dabei half das Verhalten Russlands, das im Grunde, mit seinen inneren Problemen beschäftigt, das Ringen um den Informationsraum der Ukraine aufgab. Mitte der 1990er wurden die russischen TV-Kanäle aus der Ukraine gedrängt und Ende der 1990er/Anfang der 2000er geschah das Selbe mit der russischen Presse. Die ukrainische Propagandamaschine, die nicht wirklich effektiv war und der die intellektuelle Komponente völlig abging, war unter den Bedingungen des Informationsmonopols ziemlich wirkungsvoll. Natürlich konnte jeder, der interessiert genug war, leicht an alternative Informationen kommen, aber die Mehrheit der Bevölkerung erhält ihre politischen Nachrichten immer aus den am leichtesten erreichbaren Quellen.

Als die soziale Atmosphäre sich änderte, wurde der ukrainische Nationalismus immer radikaler und verwandelte sich langsam in offenen Nazismus. Institutionalisierte „zivilisierte“ Nationalisten aus den frühen 2000ern (noch vor Juschtschenko) hörten auf, Abscheu vor nationalistischen Militanten zu zeigen. Sie fanden schnell Rechtfertigung für den Radikalismus der Nationalisten. Es scheit, dass die Nationalisten Nazis sind, weil sie durch die Erhaltung der sowjetischen Symbole beleidigt werden, dadurch, dass die Mehrheit der Bevölkerung den 9. Mai feiert, russisch spricht und nicht in Eile ist, die mörderischen Anhänger Banderas zu Helden zu erklären, die bis in jene Tage nur Dank des Stalinschen Humanismus überlebten.

Zu einem bestimmten Moment erzeugte die Bürokratie, die eifrig darauf bedacht war, die soziale Basis der Linken durch Privatisierung zu zerstören (ein gleichartiger Prozess fand in Russland statt), die Oligarchie. Nun waren es nicht Bürokraten, die irgend jemanden dazu ernannten, Millionär zu werden, sondern die Milliardäre, die ganze Parlamentsfraktionen, Minister, Premiers und Präsidenten kauften. Der bürokratisch-nationalistische Konsens wurde durch den oligarchisch-nationalistischen ersetzt. Zu der Zeit erschien die Lage in der Ukraine dem Westen (vor allem den USA) reif für aktive Einflussnahme. Möglicherweise hätte der Westen, hätten sich die ukrainischen Eliten nicht von sich aus für den anti-russischen Kurs entschieden, es nicht gewagt, sich direkt einzumischen und Zwang auszuüben. So jedoch wollte sich die Ukraine von Russland trennen, in sich selbst alles russische zu lange auslöschen; nährte zu sorgsam das Allerrussophobischste, die dunkelsten Kräfte, als das das übersehen und nicht genutzt werden könnte.

Zusätzlich konzentrierte sich Russland seit Anfang der 2000er mit dem neuen Präsidenten mehr und mehr auf seine nationalen Interessen und weniger auf „universelle“ Werte. Diese Politik brachte Russland auf Kollisionskurs mit den Interessen der USA, und die anti-russische Ukraine erschien Washington ein wirkungsvolles Mittel, um Russland einzugrenzen. Es ist nicht wirklich überraschend, dass die USA dabei auf die Kräfte setzten, die für den oligarchisch-nationalistischen Konsens standen und die ukrainische Politik völlig kontrollierten (unabhängig von der formellen Konkurrenz oder gar Feindseligkeit zwischen den Parteien), insbesondere angesichts der Tatsache, dass diese Kräfte nicht nur aus ideologischen Gründen russophob waren, sondern ebenso in Folge ihrer praktischen Interessen

Die Ukraine wurde zum Hauptschauplatz für die USA

Wir können nicht sagen, dass die USA der Lage in der Ukraine in den 1990ern nicht gefolgt ist und keine loyale Gruppe von Politikern, Bürokraten und Personen des öffentlichen Lebens versammelt haben. Das war ein normales Vorgehen „nur für den Fall“ (jeder Nachrichtendienst nutzt immer jede Gelegenheit, wertvolle Aktivposten in Ländern in strategisch wichtiger Lage zu erwerben, vor allem, wenn sie nicht viel kosten). Aber in den 1990ern dankten die USA für die Bereitwilligkeit Russlands unter Jelzin, in den meisten Fragen im Schlepptau der amerikanischen Politik zu bleiben, mit einer gewissen Anerkennung Moskauer Kontrolle über den post-sowjetischen Raum als lebenswichtige russische Einflusssphäre und versuchten, ihre Einmischung in die inneren Angelegenheiten der post-sowjetischen Länder nicht zu betonen.

Ab Anfang der 2000er wurde die russische Außenpolitik zunehmend unabhängiger. Natürlich blieben viele Politiker mit Verbindungen nach Washington an der Macht, aber der Einfluss der proamerikanischen Lobby war nicht länger entscheidend und die Dynamik und Richtung der Veränderung liess wenig Zweifel daran, dass die neuen russischen politischen Eliten einem Kurs der Wiederherstellung der Unahbhängigkeit in der Außen- und Innenpolitik folgten. Putin war bereit, ein Freund und Verbündeter der USA zu bleiben, aber auf Augenhöhe und nicht als Vasall.

Das war der richtige Zeitpunkt, um die antirussischen Aktivposten in den post-sowjetischen Ländern zu nutzen. Fast alle erfolgreichen oder gescheiterten „Farbrevolutionen“ in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) ereigneten sich zwischen 2003 und 2008 (von der „Rosenrevolution“ in Georgien bis zum Krieg am 8.8.08). Das Ziel dieser Staatsstreiche war nicht einfach, Russland von der post-sowjetischen Region abzuschneiden, sondern, eine Kette feindlicher Staaten entlang seiner westlichen und südlichen Grenzen zu schaffen (bis hin zur Grenze mit der Mongolei und China). Im Ergebnis wären die Möglichkeiten Russlands, eine unabhängige Aussen- und Wirtschaftspolitik zu verfolgen, blockiert, die Ressourcen wären durch die feindselige Umgebung aus ehemaligen Sowjetrepubliken gebunden worden. Der Ruf der russischen Regierung im Innern wie im Äusseren wäre beständig durch immer neue Provokationen untergraben worden (wie jene, die Saakaschwili im Übermaß lieferte). Gleichzeitig hätte Moskau seine Fähigkeit, auf solche Provokationen zu reagieren, eingeschränkt, weil jeder entscheidende Zug einen offenen Krieg mit einem Block post-sowjetischer Staaten ausgelöst hätte (Juschtschenko hat versucht, die Ukraine in den russisch-georgischen Konflikt hineinzuziehen, aber nach diesem Plan hätte es 10-11 solcher Georgien und Ukrainen geben sollen). Russland hätte daher gegen einen Länderblock vom Baikal bis zum Baltikum gestanden. Die USA hätten das als einen Krieg ehemaliger Kolonien gegen russischen Neokolonialismus deuten könne, und auf Russland die UN-Deklaration über die Gewährung der Unabhängigkeit an koloniale Länder und Völker vom 14. Dezember 1960 (nebenbei, von der Vollversammlung auf Initiative der UdSSR angenommen) und alle anderen Resolution zu diesem Thema anwenden können.

Russland sind die Schläge 2003 in Georgien und 2004 in der Ukraine entgangen. Die weitere Verbreitung der „Farbinfektion“ konnte Moskau verhindern (die Staatsstreiche haben sich nicht über Bischkek hinaus bewegt, aber selbst in Kirgistan folgte auf die „Revolution“ die gleiche „Farb-Konterrevolution“).

Im Fünftagekrieg im August 2008 startete Russland die geopolitische Offensive. Ab diesem Augenblick wurde alle Macht Washingtons eingesetzt, nicht um Moskau zu marginalisieren, um es daran zu hindern, ein geopolitischer Herausforderer zu werden, sondern um den bereits etablierten geopolitischen Rivalen zu zerstören. Russische Bemühungen brachten einen (wenn auch zerbrechlichen und instabilen) Frieden nach Zentralasien und blockierten die amerikanischen Interessen im Kaukasus. Letzteres war überwiegend zwei Faktoren geschuldet: dass Kadyrow es auf sich nahm, selbst die Lage im Nordkaukasus zu stabilisieren, und dass das pro-amerikanische Regime von Saakaschwili sich durch die Niederlage im Krieg gründlich diskreditierte (die Politiker, die auf Saakaschwili folgten, sind zwar Russland nicht freundlicher gesonnen, aber vernünftiger, was eine Gelegenheit schuf, die Beziehung zu stabilisieren). All diese Faktoren machten die Ukraine Ende 2010 zum entscheidenden Land im post-sowjetischen Raum für die USA.

http://vineyardsaker.de/ukraine/ein-elend-gescheiterter-staat-teil-1/line-wordpress-long

Ein elend gescheiterter Staat /Teil 2

 

Rostislaw Ischtschenko

С треском провалившееся государство

Der zweite Teil des langen Textes. Manchmal wünscht man sich beim Übersetzen solcher Brocken ganz kindlich ein paar Bilder im Text…

Die Marionette verhandelt mit dem Marionettenspieler

Zu dieser Zeit glaubte der oligarchisch-nationalistische Block, Russland sollte als die Quelle aller möglichen wirtschaftlichen Vorzüge behandelt, die Politik aber auf den Westen ausgerichtet werden. 2010 war die „orange“ Maidan-Mannschaft völlig diskreditiert und hatte keinerlei relevante Unterstützung in der Öffentlichkeit. Mehr noch, die Mannschaft hatte ihre völlige Unfähigkeit bewiesen, einen akuten Konflikt mit Russland auszulösen (wie den georgischen), der die russischen Ressourcen in ukrainischer Richtung gebunden und es damit daran gehindert hätte, sich in die globalen Fragen einzumischen.

Aus diesem Grund widersetzten sich die USA der Wahl Janukowitschs zum Präsidenten 2010 nicht. Washington wusste, dass Janukowitsch versuchen würde, zur Politik im Stile Kutschmas zurückzukehren, die in viele Richtungen zielte und voraussetzte, durch Nutzung russischer Ressourcen die Integration in die EU zu finanzieren. Anfang der 2000er war eine solche Politik den USA nicht mehr genehm, und das löste den Staatsstreich 2004 aus. Damals brauchte Washington keine Verbündeten mehr (gleich, wie loyal und abhängig), sondern Ausführende bereits getroffener Entscheidungen. Aber 2010 hatte sich die Lage geändert: die USA wurden durch die allgemeine Schwächung ihrer geopolitischen Position wie durch die zunehmenden Probleme der amerikanischen Wirtschaft dazu gedrängt, den ukrainischen Ansatz in mehrere Richtungen zu stützen. Die USA hatten kein Geld mehr, um ihre Verbündeten zu unterstützen. Jetzt wurde von den stimmlosen Vasallen erwartet, die amerikanische Politik aus der eigenen Tasche zu finanzieren.

In der Lage des Jahres 2010 war Janukowitsch der einzige den USA genehme Präsidentschaftskandidat. Das Team Juschtschenko (das die heutigen „Helden“ Jatsenjuk und Poroschenko mit einschloss) war völlig diskreditiert, und es würde Zeit brauchen, um sein Image aufzupolieren. Tomoschenko hatte sich den Ruf erworben, unvorhersehbar zu sein und dazu zu neigen, ständig ihre Partner zu betrügen. Der einzige Schmutz, mit dem die USA sie (in Zusammenarbeit mit Lasarenko) bewerfen konnten, war in den ukrainischen Medien bereits verwendet worden, mit geringer Wirkung. Janukowitsch hingegen war nicht nur unter Kontrolle amerikanischer Agenten (der Gruppe Lewotschkin-Firtasch), sondern wollte die Ukraine ernsthaft durch die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens „in die EU integrieren“. Offensichtilich entschied Viktor Feodoriwitsch, all jenen, die ihn 2004 abgesetzt hatten, zu beweisen, dass er der einzige sei, der die „Ukraine vereinigen“ könnte, indem er den Osten und den Westen aussöhnt. Tatsächlich bedeutete das die Verleugnung seiner Wahlversprechen und den Anfang der pro-westlichen Politik.

Es wurde von Janukowitsch erwartet, das Assoziierungsabkommen zu unterzeichnen, das die ukrainische Industrie zerstören würde, sich selbst völlig zu diskreditieren, alles Negative auf seine Person zu lenken und dann 2015 die Wahlen gegen den amerikanischen Schützling zu verlieren. Um sicherzustellen, dass diesem Szenario gefolgt wird (falls Janukowitsch sich weigern sollte, friedlich zu gehen), wurde für 2015 ein weiterer Maidan vorbereitet.

Janukowitsch war naiv genug, zu glauben, dass er, wenn er dem Westen nur die gesamte Ukraine überreichen würde, 2015 wiedergewählt werden dürfte. Mit diesem Ziel unterstützten und finanzierten er und seine Umgebung aktiv Naziorganisationen (nicht nur „Freiheit“, sondern auch die „ukrainischen Patrioten“, UIA-OUN und andere). Der „Zorn auf den Faschismus“ sollte die antifaschistischen Stimmen aus dem Südosten um Janukowitsch vereinen. Für die moderaten Nationalisten und die „Eurointegratoren“ sollte das unterzeichnete Assoziierungsabkommen mit der EU als Anreiz dienen. Schließlich war es, um die Loyalität der Bevölkerungsmehrheit, besonders jener, die sich ausschließlich um ihren wirtschaftlichen Wohlstand kümmerten, zu sichern, geplant, unter dem Vorwand der Assoziierung einen Kredit in Höhe von 15-20 Milliarden von der EU zu erhalten, was nach Asarows Berechnungen ausreichen würde, um den Lebensstandard bis zu den Wahlen 2015 aufrechtzuerhalten oder sogar zu verbessern.

Janukowitschs Plan war logisch vollkommen. Die EU, die ihre Hände auf die Ukraine legen konnten – ein Anlagegut im Wert von Billionen – sollte dafür ihre Börse für blosse 20 Milliarden öffnen. Janukowitsch und Asarow dachten, dass Brüssel, wenn Griechenland von ihm 200 Milliarden erhielte, 20 Milliarden für die Ukraine finden könnte.

Die USA aber, das war das Problem, wollten Janukowitsch nicht an der Macht behalten, der die Interessen der nationalen Industrie vertrat, und diese Interessen würden früher oder später mit den abstrakten, aber unprofitablen „europäischen Werten“ kollidieren. Er sollte durch einen völlig gezähmten Kompradoren ersetzt werden, und die nationalen ukrainischen Unternehmen sollten aussterben, um durch die europäischen ersetzt zu werden.

Maidan an Stelle des goldenen Schlüssels

Als Ergebnis der fünfjährigen Operation hätten die USA Anfang 201 5 in der Ukraine ein völlig zahmes und legitimes russophobisches Regime etabliert. Die EU hätte die Freihandelszone mit der Ukraine gehabt, die zuerst, nach dem Dahinscheiden der ukrainischen Industrie, ihr den 45 Millionen Kunden starken ukrainischen Markt verschafft hätte (wenn auch mit sinkender Kaufkraft, aber immer noch im Stande, eine Zeit zu halten), dann aber, wichtiger noch, durch die Freihandelszone innerhalb der CIS den Zugang zu den Märkten aller CIS-Länder, insbesondere den Russlands. Das hätte die Verluste der Europäer aus dem geplanten Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU minimiert, das zum Nachteil der EU war. Europa hoffte, die Verluste aus der Freihandelszone mit den USA auf Kosten Russlands und der CIS zu kompensieren.

Offensichtlich scherten sich die USA nicht um die Kompensation europäischer finanzieller und wirtschaftlicher Verluste, sondern um ihre eigenen geopolitischen Interessen. Wichtiger noch, das Freihandelsabkommen fungierte als „Wurmloch“ direkt von den USA in die CIS und machte die Zollunion wertlos und negierte alle Integrationspläne Russlands in Eurasien. Mit einem Schlag hätten die USA ihre politische und wirtschaftliche Vorherrschaft in der Welt wieder hergestellt, und der gefährlichste amerikanische Rivale – Russland – sollte dafür bezahlen.

Das war ein ziemlich eleganter Plan, und ich kann mir vorstellen, wie irre die Politiker Washingtons wurden, als dieser Büffel Janukowitsch schließlich begriff, dass er nie europäische Milliarden zu Gesicht bekäme, um die soziale Stabilität zu stützen, und plötzlich, nur drei Monate vor der Unterzeichnung des Abkommens, das Ereignis hinausschob. Janukowitsch dachte, er könne handeln, das Geld bekommen und dann unterzeichnen. Um die EU gewogener zu stimmen, ging er nach Moskau, nach der alten ukrainische Tradition, wo ihm die ersehnten Milliarden unter deutlich besseren Bedingungen versprochen wurden. Putin versuchte im letzten Moment, die ukrainische Karte, die ihm gegeben wurde, auszuspielen, daher wurden die Entscheidungen schneller getroffen und das große Geld freier ausgehändigt.

Im Gegensatz zu Janukowitsch wussten die Leute in Washington sehr gut, was das Fenster der Möglichkeiten war. Alle verbundenen Elemente – von der Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens über den Maidan 2015 bis hin zum Freihandelsabkommen zwischen EU und USA – waren Teil eines rigiden Schemas und zeitlich koordiniert. Wurde ein einziger Baustein herausgezogen, brach das ganze Gebäude zusammen. Das Ergebnis dessen war, dass Janukowitsch seinen Maidan bereits Ende 2013 erhielt.

Wer den Bürgerkrieg auslöste

Wir müssen dafür jedoch nicht so sehr den USA als Lewotschkin danken. Er und Firtasch haben ihre Geschäfte in dem Assoziierungsabkommen vorausschauend geschützt, das unter dem aufmerksamen Blick des Stabschefs des Präsidenten der Ukraine erstellt wurde – was ebenjener Lewotschkin war.

Daher würden, wenn es mit der Wirtschaft des Landes nach der Unterzeichnung wie erwartet abwärts ginge, die meisten Oligarchen ärmer werden, während die Gruppe Lewotschkin-Firtasch reicher würde. Die Weigerung, das Assoziierungsabkommen zu unterzeichnen, beendete das finanzielle und politische Wohlergehen dieser Gruppe. Lewotschkin, der seine Tätigkeit schon lange mit der US-Botschaft abstimmte und in die Vorbereitungen des Maidan involviert war, entschloss sich, diesen Mechanismus zu nutzen, um Druck auf Janukowitsch auszuüben und ihn zur Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens zu zwingen. Er initiierte den Studenten-Maidan, und sorgte, als dieser auf Janukowitsch keinen rechten Eindruck machte, für die Provokation, die Studenten zusammenzuschlagen, wonach der Maidan aufhörte, friedlich zu sein.

Danach hatte Janukowitsch nur zwei bis drei Wochen, um den Maidan aufzulösen, ehe seine Macht begann, von innen zu zerfallen, ehe seine nominell loyalen Minister und Generäle anfingen, Verhandlungen mit der Opposition über einen Seitenwechsel zu führen, ehe der Westen aktiv intervenierte. Janukowitsch, der sich der Stärke seiner Stellung und der Bedeutungslosigkeit des Maidan zu sicher war, nahm lange Verhandlungen mit der Opposition auf und versuchte, den Maidan durch vorübergehende Zugeständnisse zum Verschwinden zu bringen. Sobald seine Schwäche offenkundig wurde, trat der Westen in das Spiel ein. Das Regime war dem Untergang geweiht.

Janukowitsch, der aus dem vorhergehenden Maidan gelernt hatte, war bereit, sich zu verteidigen. Er wollte den Maidan hinter Polizeiabsperrungen schlicht aussitzen. Die Idee war folgende: wenn sie in einem halben Jahr nicht gehen, dann doch nach einem Jahr; früher oder später geben sie auf. Und dann wurde offenbar, dass die ukrainische Polizei, im Gegensatz zur Armee, professionell und gut ausgebildet war, und ein friedlicher Maidan keine Chance hätte, die Regierung zu stürzen. Nur ein Militärputsch hätte diese Chance.

In dem Moment, als die ukrainische Opposition und die USA den Pfad eines Militärputsches wählten und die EU dieser Entscheidung zustimmte, war das Schicksal der Ukraine besiegelt. Wenn es bis dahin, trotz Jahrzehnten eines kalten Bürgerkriegs zwischen der russischen und der galizischen Ukraine, immer noch Möglichkeiten für eine friedliche, auf Kompromissen beruhende Lösung des inneren Konflikts gegeben hätte, wurde jetzt, mit dem heißen Bürgerkrieg, der Zusammenbruch des Landes unvermeidbar. Das Problem war, dass die Neonazi-Aktivisten im Putsch die Schlüsselrolle spielen sollten, da die Opposition sonst keine weitere organisierte Kraft besaß. Wenn diese Militanten jedoch Waffen erhielten (um den Putsch durchführen zu können), und die angemessene Reaktion der Strafverfolgungsbehörden blockiert wird, dann werden diese Militanten tatsächlich die Herren des Landes.

Die Strafverfolgungsbehörden, die von den Politikern verraten wurden, verfielen rasch; wirkliche Fachleute gingen, Neonazis kamen dazu, Opportunisten, die bereit sind, jeder Macht zu dienen, blieben. Die Nazis fanden sich in der günstigen Position, nicht nur ihre Zahlen und ihre Versorgung mit Waffen schnell zu steigern, sondern ebenso, eine wirkungsvolle Kontrolle über die Strafverfolgungsbehörden zu errichten.

All das war eine klare und gegenwärtige Bedrohung für die russische Bevölkerung der Ukraine. Sie war weniger organisiert, besass keine militärischen Einheiten, hatte fast keine Waffen, aber unter den Bedingungen des drohenden Naziterrors wurden diese Probleme rasch gelöst. 25 Millionen Antifaschisten konnten nicht aus der Ukraine fliehen. Noch konnten sie den Sieg des zweiten Maidan akzeptieren, wie sie den des ersten akzeptiert hatten. Der erste Maidan trampelte auf ihrer Wahl herum, auf der Verfassung und dem Gesetz. Der zweite bedrohte ihr Leben.

In einer militärischen Konfrontation der zwei fast gleichen Teile der Ukraine, die jeweils von den USA und Russland unterstützt wurden, war ein Sieg einer Seite schwierig und der Krieg möglicherweise endlos. So könnte es sich leicht entwickelt haben, und Moskau hätte sich für viele Jahre im ukrainischen Konflikt gefangen gefunden, aber zur Zeit des Putsches waren die inneren wirtschaftlichen Ressourcen, die das Funktionieren des ukrainischen Staates stützen, fast erschöpft. Um die Ukraine aus der Krise zu ziehen, brauchte es Kredite von vielen Milliarden wie auch langfristige Investitionsprojekte und aufnahmebereite Märkte für ukrainische Waren. Russland war bereit, Janukowitsch all dies zu bieten, aber hatte keine Absicht, den Nazis irgend etwas zu bieten (und könnte es nicht, selbst wenn es wollte).

Sofort wurde offensichtlich, dass weder die EU noch die USA beabsichtigen, die Ukraine zu finanzieren. Der Ausbruch des Bürgerkriegs kam Washington gerade recht: es war nicht nötig, irgendwelches Geld auszugeben, aber sowohl Moskau als auch Brüssel hätten sicher Probleme, und die Möglichkeit einer für die USA gefährlichen Allianz zwischen der EU und der Eurasischen Union wäre blockiert. Die EU selbst hat es während der gesamten Krise nicht geschafft, aus dem Schatten der USA hervorzutreten und ihre eigenen, nicht die amerikanischen, Interessen zu verteidigen.

Mörderischer Streit

Der Mangel an Ressourcen nicht nur für einen längeren Krieg, sondern auch für die gewöhnlichen Funktionen des Staates, hätte den ukrainischen Bürgerkrieg kurz, aber extrem intensiv und blutig machen müssen. Anfänglich entwickelte sich der Konflikt tatsächlich in diese Richtung, bis es Moskau gelang, die Intensität der Kämpfe vorübergehend zu verringern, indem es Kiew in das Minsker Abkommen zwang.

Dennoch löste das Minsker Abkommen die ukrainischen Hauptprobleme nicht, und konnte sie nicht lösen. Daher wurde es von Anfang an von beiden ukrainischen Konfliktparteien als eine Pause gesehen, die genutzt werden sollte, um die eigenen Stellungen zu verstärken und die militärischen Fähigkeiten zu verbessern. Kiew fand sich hier in einer schlechteren Lage als DNR und LNR. Die beiden Republiken hatten Russland zum Hinterland, und ein Teil ihrer relativ kleinen Bevölkerung floh nach Russland, während jene, die blieben, mit russischer humanitärer Hilfe überleben konnten. Die Ukraine andererseits erlitt eine wirtschaftliche Katastrophe, die schnell zur politischen Krise anwuchs. Der sich beschleunigende Absturz des Lebensstandards der Mehrheit, eine steigende Arbeitslosigkeit, die jetzt bei einem Drittel der Arbeitsbevölkerung liegt, ein Mangel an Aussichten, all das untergrub das Vertrauen in die Politiker des Maidan, erzeugte Ablehung und Radikalisierung in der Gesellschaft, die mit einem weiteren Maidan drohte.

Die wirtschaftliche Katastrophe spaltete die Maidan-Elite, die von Anfang an nicht einig war. Die politischen Gruppen werden um die verbleibenden wirtschaftlichen Ressourcen kämpfen müssen, außerdem Personen finden und präsentieren, die für die Niederlagen im Krieg wie für die Zerstörung der Wirtschaft verantwortlich sind, und das macht jegliche Übereinkunft zwischen ihnen unmöglich. Wenn man berücksichtigt, dass jede politische Gruppe in der Ukraine bereits ihre eigenen militärischen Einheiten besitzt (vor allem Freiwilligenbatallione), deren einzige politische Erfahrung in der Teilnahme am Militärputsch gegen Janukowitsch und am Bürgerkrieg besteht, ist es gewiss, dass sie diesen mörderischen Konflikt innerhalb des Maidan mit Waffengewalt lösen werden.

Die fatale Unvermeidlichkeit der Selbstauflösung

Der Bürgerkrieg in der Ukraine nimmt mehrere Gestalten an, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis er sich intensiviert. Die Ukraine ist auf sich gestellt außerstande, diesem fatalen Trichter zu entfliehen. Die Nazis werden nicht zulassen, dass die Regierung einen Kompromiss mit Noworossija erreicht. Noworossija wird nicht schweigend mit einer Naziregierung leben. Es gibt keine Ressourcen, die sozialen Probleme zu mildern. Die ukrainische Führung ist unzulänglich, und versteht kaum, was in Wirklichkeit in den Überresten der ukrainischen Wirtschaft geschieht und wer die Politik des Landes bestimmt und wie. Ein Versuch, den Konflikt intern zu lösen, würde in Folge des relativen Gleichstands der beiden Seiten, so viele Todesopfer fordern, dass die Nachbarn nicht unbeteiligt bleiben könnten, schon allein, weil Millionen Flüchtlinge über ihre Grenzen strömen würden.

Um eine solche Entwicklung des Konflikts nach dem schlechtesten Szenario zu verhindern, braucht es eine externe Macht, die gewillt ist, die Verantwortung für die Entwaffnung der Konfliktparteien und für die finanzielle und wirtschaftliche Unterstützung der Ukraine beim Wiederaufbau ihrer Wirtschaft zu übernehmen. Gegenwärtig gibt es keine Freiwilligen für dieses Wohlfahrtsunternehmen. Wenn man die politische Situation in der Ukraine betrachtet (eine gespaltene, hasserfüllte und bis an die Zähne bewaffnete Gesellschaft) wie auch die wirtschaftlichen Bedingungen, würde der Wohltäter Gefahr laufen, sich beim Schultern der ukrainischen Last zu übernehmen.

Die Unfähigkeit der ukrainischen Elite, ihr irrationaler Glaube in die Bereitschaft des Westens, die Probleme der Ukraine auf seine Kosten zu lösen, bringt den Staat in eine Lage, wo die schnelle Selbstauflösung die logische Weiterentwicklung der jetzigen Situation ist. Im Gegensatz dazu scheint eine Erhaltung und Wiederherstellung der ukrainischen Staatlichkeit, selbst auf vermindertem Gebiet, weniger wahrscheinlich bis unwahrscheinlich. Damit sich diese Option verwirklichen kann, bedürfte es eines Wunders, das alle gerade wirkenden Faktoren verändert. Wenn man es mit dem religiösen Glauben an Wunder betrachtet, scheint das möglich, aber aus der Sicht der politischen Analyse ist diese Wahrscheinlichkeit so gering, dass man sie nicht einmal in Betracht ziehen sollte.

Unmöglich, den Krieg abzusagen

Und das letzte Argument ist womöglich das unangenehmste für Bürger der Ukraine, die noch an die Möglichkeit einer Wiederbelebung ihres Landes glauben. Das land könnte gerettet werden, wenn zumindest einer der globalen Spieler an einer Verlängerung seines Daseins interessiert wäre. Natürlich könnte man, wenn man den Diplomaten und Staatslenkern lauscht, glauben, dass die ganze Welt von nichts anderem träumt als der Wiederbelebung der Ukraine und der Wiederherstellung ihrer territorialen Integrität. Aber wir wissen, Diplomaten gebrauchen Sprache, um ihre Gedanken zu verbergen, und die wahre Position eines Staates wird niemals offen ausgesprochen (andernfalls gäbe es keinen Bedarf, Nachrichtendienste und Spionageabwehr zu unterhalten). Wir können die wahren Ziele und Absichten eines Staates nur an seinen Handlungen erkennen.

Zuerst wurde zwischen August und Dezember 2014 im Donbass eine Armee aufgebaut, um die einzelnen Gruppen der Miliz zu ersetzen. Diese gut ausgebildete und ausgerüstete Armee überschritt deutlich das für die Verteidigung der Stummel der Regionen Donezk und Lugansk, die jetzt von den Streitkräften Noworossijas verteidigt werden, erforderliche Maß. Wir könnten natürlich glauben, dass die Milizionäre Panzer, Gewehre, selbstfahrende Einheiten schwerer Artillerie, Mehrfachraketetenwerfer und andere nette Dinge in der Donezker Steppe gefunden haben. Sie hatten all diese Dinge von April bis August nicht bemerkt, und dann, plötzlich – reiche Ernte: wer jemals Pilze sammeln war, weiss, das sowas passieren kann. Man könnte ebenso glauben, dass Tausende von Ausbildern (von Unteroffizieren bis zu kompletten Regimentshauptquartieren), die nötig sind, um eine wirkungsvolle militärische Struktur zu schaffen, einfach aus unterschiedlichen Ländern kamen, weil sie ihren Herzen folgten (was auf dieser Welt nicht geschieht). Es ist sogar möglich, zu glauben, dass die Waffen, die gefunden wurden, und die Ausbilder, nicht nur in der erforderlichen Zahl, sondern sogar mit der nötigen Spezialisierung kamen. Ersatzteile, Munition und in für die intensiven Kämpfe ausreichender Menge musste immer noch von jemandem geliefert werden.

Die untere Grenze der geschätzten Größe der Streitkräfte Noworossijas sind 35 Tausend Mann (etwa drei Divisionen in der Zeit des Großen Vaterländischen Krieges). Um reguläre militärische Einsätze durchzuführen (und die Zivilbevölkerung zumindest auf einem überlebenssichernden Niveau zu versorgen) sollte der Nachschub hunderte Tonnen täglich betragen. Zum Vergleich: die 6. Armee von Paulus benötigte in Stalingrad zu Beginn der Einkreisung nach den Berechnungen des deutschen Kommandos täglich 600 Tonnen Nachschub, nur um die Kampfbereitschaft zu erhalten. Paulus dachte, die Minimalanforderung seien 800 Tonnen. Zum Zeitpunkt der Umkreisung kommandierte Paulus bis zu 240 Tausend Soldaten (möglicherweise wurden 30 Tausend Rumänen vom deutschen Kommando nicht mitgezählt).

Das beduetet, was auch immer die Patrioten-Alarmisten sagen, in Noworossija wurde in kürzester Zeit eine Armee geschaffen, die deutlich die Erfordernisse zur Verteidigung der kontrollierten Gebiete übersteigt. Eine solche Armee hätte ohne Russlands Hilfe nicht organisiert werden können. Russland neigt offensichtlich nicht dazu Geld und Ressourcen (die nicht unbeschränkt vorhanden sind) ohne gute und ausreichende Gründe einzusetzen. Wenn eine Armee gebildet wird, die angreifen kann, dann heisst das, sie wird angreifen.

Zweitens, wenn Russland und die Russland gewogenen Medien bei jeder Gelegenheit wiederholen, wie vertrauenswürdig Poroschenko ist, und wie er jederzeit eine föderalisierte, nazifreie Ukraine errichten könnte, dann scheint es, zieht man die augenblickliche Lage in der Ukraine in Betracht, wo der Neonazi und Kollege an der Macht Poroschenko regelmäßig Verrat vorwirft, dass Petr Alekseevich zur Schlachtbank geführt wird, während Russland seine Gegner bereitwillig mit Gründen für den Putsch versorgt.

Drittens, wenn die OSZE, die EU und dieUS-amerikanischen Satelliten alle dabei scheitern, russische Soldaten in der Ukraine oder irgend etwas anderes als humanitäre Konvois beim Überqueren der Grenze zu sehen (was in Kiew mehrfach hysterische Anfälle auslöste), dann, weil sie nichts sehen wollen. Schließlich sehen die Amerikaner oder Europäer, wenn sie etwas wahrneben wollen, sogar Dinge, die gar nicht da sind, wie Massenzerstörungswaffen im Irak, ein Referendum im Kosovo oder einen russischen Fehler bei der Katastrophe des malaysischen Flugzeugs bei Donezk. In anderen Worten, im Wissen, dass die Armee, die in Noworossija organisiert wurde, viel stärker ist als jene, die die ukrainische Armee im August geschlagen hat, und dass diese Armee früher oder später eine Offensive beginnen wird, übergehen die EU und die USA völlig die Möglichkeit, Russland die Bewaffnung einer Seite des Konflikts vorzuwerfen. Mehr noch, unsere westlichen „Partner“ bieten Moskau, indem sie entscheiden, der Ukraine militärische Hilfe zu leisten (Waffen eingeschlossen), die Gelegenheit, seine eigene Teilnahme durch die Bewaffnung Noworossijas zu legalisieren.

Viertens, die USA treiben Kiew zur Eskalation des bewaffneten Konflikts im vollen Wissen, dass jede mehr oder weniger ernste Kiewer Offensive von Noworossija genutzt würde, um der ukrainischen Armee eine weitere katastrophale Niederlage zuzufügen. Washington versteht ebenso, dass die nächste Katastrophe die letzte sein dürfte – selbst wenn die Zahl der Milizen nicht ausreicht, um das ganze Gebiet der Ukraine auf einmal zu besetzen, würde ein Putsch in Kiew und eine darauf folgende völlige Anarchie auf den nicht von den Milizen Noworossijas kontrollierten Gebieten unvermeidlich. In jedem Fall gäbe es keine Ukraine mehr (weder geeint noch geteilt).

In anderen Worten, jeder bereitet sich auf den Krieg vor, in vollem Wissen um das Ergebnis dieses Krieges. Die Manöver der wirklichen Spieler im Konflikt, die sich hinter den Führern in Kiew, Donezk und Lugansk verbergen, zielen darauf, den Gegner überzeugend für die Wiederaufnahme der Kämpfe verantwortlich zu machen, ihre unvermeidliche Eskalation und zunehmende Brutalität. Ja, Moskau und Brüssel brauchen keinen Krieg in der Ukraine. Ja, es wäre wünschenswert, eine friedliche Lösung zu finden. Aber weil Washington auf Kampf scharf ist und Kiew keine Wahl hat, als zu kämpfen, konnte zwar der Anfang der zweiten Phase des ukrainischen Bürgerkriegs hinausgezögert werden, die Armee Noworossijas konnte so weit vorbereitet werden, dass ein offizieller Einsatz der russischen Armee vermieden werden kann, aber der Krieg kann nicht abgesagt werden.

London und Paris wollten, dass die UdSSR 1939 mit Deutschland kämpft. Stalin wollte den Beginn des Krieges wenigstens bis Mai 1942 hinauszögern (zu dieser Zeit sollte die Aufrüstung der sowjetischen Armee abgeschlossen sein). Der Krieg begann 1941. Offensichtlich wäre Putin froh, den Konflikt bis 2017 zu verzögern. Zu der Zeit gabe es eine gute Chance, ohne Eskalation und ohne weitere Verluste die Kontrolle über die Ukraine zu erhalten. Es ist gleichermaßen offensichtlich, dass die USA es lieber gesehen hätten, hätte Russland den Kampf im April/Mai 2014 begonnen. Es scheint, als hätte Russland es geschafft, eine direkte Verwicklung in den Konflikt zu vermeiden, aber der Preis dafür wird ein vollständiger Bürgerkrieg in der Ukraine 2015 sein (von Lwow bis Kharkow und von Kiew bis Odessa).

Die Rückkehr des Reiches

Die letzte Frage, die für uns möglicherweise von Interesse ist: was wird als Ergebnis des Krieges mit der Ukraine geschehen? Nichts. Es wird keine Ukraine geben. Die schlichte Tatsache, dass bis jetzt in der DNR und LNR mit Moskauer Hilfe noch keine adequaten Regierungsstrukturen geschaffen wurden, legt nahe, dass diese Republiken nicht benötigt werden. Noworossija bleibt ein geografischer und historischer Begriff, aber wird keine politische Wirklichkeit. Die Armee war nötig – sie wurde organisiert, während die Regierungsstrukturen nicht nötig sind – und sie haben sich nicht entwickelt. Das bedeutet, Noworossija ist nicht geplant. Die Patrioten-Alarmisten ziehen daraus den Schluss, Noworossija würde an Kiew verraten. Aber Kiew ist, wie wir oben gezeigt haben, selbst verraten, und die Selbstauflösung des Regimes ist schlicht eine Frage der Zeit und nicht des Prinzips, und wir reden hier von einer kurzen Zeitperiode, also an wen sollte Noworossija verraten werden?

Es wird an niemanden verraten, und niemand wird es schaffen. Wozu braucht Russland eine neue Ukraine im Gewand Noworossijas? Russland braucht auch keinen „Pufferstaat“ zwischen der eurasischen Union und der EU. Er geriete nur in den Weg. Und Russland hat ohnehin Grenzen mit NATO-Ländern (Norwegen, Estland, Lettland). Russland braucht die ganze Ukraine, oder fast die ganze Ukraine. Es ist jetzt nicht nur für Moskau, sondern auch für Brüssel offensichtlich, dass dieses Gebiet zu einer selbständigen Entwicklung unfähig ist und nur eine Quelle von Problemen wird. Daher ist ein Noworossija als föderale Region (wie auch Malorossija) möglich, während ein unabhängiger Staat (unabhängige Staaten) es niht ist. Die Welt hat kein Geld mehr für Unabhängigkeit, sei es ukrainische, sei es die Noworossijas – so einfach ist das.

Es ist Zeit, dass das Reich auf seine natürlichen Grenzen zurückkehrt (zumindest im Südwesten).

http://vineyardsaker.de/ukraine/ein-elend-gescheiterter-staat-teil-2/

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ukraine drapeau animé 2

by Anna Poludenko-Young

This article originally appeared on Global Voices. It was also published by Russian Insider.

Ukraine’s State Security Service (SBU) was initially aiming to shut down five websites that had been allegedly spreading pro-Russian views about the conflict in Ukraine. Instead, they ended up crushing thousands of other websites, halting business and other activities of the Ukrainian segment of the Internet.

How It All Went Down

In an attempt to block five allegedly anti-Ukrainian websites, the State Security Service cracked down on a local web-hosting company, NIC.ua, also the largest domain registrar in Ukraine. SBU officers seized hosting servers at four NIC.ua data centers in Kyiv on April 7, 2015. Surprisingly, the targeted ‘pro-Russian’ websites resumed work in a few hours, but almost 30,000 Ukrainian websites that had nothing to do with the information war between Ukraine and Russia went down for weeks. Among them were e-commerce, charity, news, and even local government websites.

The problem was hidden in the details. As it turned out, the Ukrainian service provider was not hosting the websites targeted by the SBU. According to Andrew Khvetkevich, NIC.ua CEO, his company previously hosted only one of the five websites, and had blocked it back in January. In a Facebook post, Khvetkevich said that hree other websites used the Ukrainian company only as a registrar, but kept all their files on servers in Russia. Finally, the last targeted website turned out to be a WordPress.com blog, hosted by WordPress.

Screen Shot 2015-04-27 at 8.59.06 AM

This is a list of sites that have been in the court’s decision (which allowed to seize servers): nahnews.com.ua; slv.org.ua; rubezhnoe.org.ua; odnarodyna.com.ua; slavgromada.wordpress.com.

  1. nahnews.com.ua – Works, since we are only a registrar for them and this domain is not on our servers;
  2. slv.org.ua – Does not work, wasn’t using our servers. It was redirected to another site and the domain will work again when you refresh the cache;
  3. rubezhnoe.org.ua – Works, hosting in Russia, we didn’t host their domain on our equipment (we are only a registrar for them);
  4. odnarodyna.com.ua – This domain we have identified and froze on 17:37:48 +02 January 21, 2015;
  5. slavgromada.wordpress.com – We have nothing to do with this domain. It is supported by WordPress.

Markian Lubkivskyi, senior advisor at the Security Service of Ukraine, said that before seizing the servers, the SBU officially requested NIC.ua to block the targeted websites, but the company did not comply.

NIC.ua denied the fact that they received any official requests from SBU. CEO Khvetkevich said they received only a few poorly scanned information requests. Khvetkevich also noted that it is illegal in Ukraine to simply block a website based on a scanned request or warrant, and the proper procedure would require original documents.

While the SBU and NIC.ua have been trying to decide who is to blame for hosting the ‘pro-Russian’ websites, a few hundred websites that are hosted by NIC.ua servers still remain inaccessible. Thousands of websites that were initially incapacitated have been coming back online over the last few weeks, after SBU’s Lubkivskyi promised that SBU would be returning copies of data from the seized servers to those who approach the Security Service with a written request. SBU said it would keep the physical servers for the next two months ‘for investigative purposes.’

Internet Users Not Impressed

Needless to say, the online community was not very excited about SBU’s actions. Maksym Savanevsky, chief editor of Watcher, a website about Internet business and social media marketing in Ukraine, whose website also went down as a result of the server seizure, wrote in a blog post that SBU’s server data return mechanism looked strange and wasn’t very helpful.

This is very weird, because it is impossible to get data without a concrete connection to the servers. Without the NIC.ua experts, the SBU will be able to return only files at best, not the databases, but the website doesn’t function without them.

Facebook users also left quite a few angry comments under Lubkivsky’s announcement about providing copies of the data to websites who had suffered from the blanket server seizure. User Ekaterina Glebova wondered who would compensate for the hosting fees she’d paid and where SBU suggested she put the copies of files if her server was in their hands.

Dear Markian Lubkivskyi, where are we supposed to put those obtained copies? We’ve paid for the hosting. Maybe the hosting for all the NIC.ua customers will be on you? Also, why do I have to go now somewhere to obtain my lawfully created website, that I worked on and invested in?
Let’s come to the SSU all together and stand there until we get back our websites and hosting from those who caused us these loses.

Mykola Radchenko echoed Glebova’s sentiment and said even schoolchildren could figure out that you don’t need to extract the whole server farm to take down a few websites.

What do I need the copy of the website for? What am I going to do with it? I want to use the hosting that I paid for. The provider can’t help me, because you seized the servers. It is all very simple. Will you be reimbursing people or what?
[…]
In order to turn off the light in one apartment, you don’t need to destroy the power station! I hope you got the comparison.

Facebook users, especially representatives of Internet businesses, expressed another concern: incidents like this could very well kill the Ukrainian hosting market. If servers can be seized so easily and without due process, hosting providers fear that Ukrainian companies and individuals are likely to shift to services by international hosting companies, forcing the local ones to go out of business.

That fear is not entirely unreasonable: over three weeks, thousands of Ukrainian websites were offline, losing views, clicks and potential business. At the time of publishing, NIC.ua said 91% of hosted accounts that were down as a result of the server seizure are now back online.

Copyright Anna Poludenko-Young, Global Voices, 2015

http://www.globalresearch.ca/ukraine-secret-police-takes-down-30000-websites-to-fight-pro-russian-propaganda/5446820

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Ein Weltklasse-Heer unterwegs nach Osten
Der „Edle Sprung“ der Bundeswehr in den Spannungszustand

Autor: U. Gellermann
Datum: 11. Juni 2015 rationalgalerie.de

Es ist kein Mensch, es ist kein Tier, es ist ein Panzergrenadier: So besingt die Bundeswehr in schöner Selbsterkenntnis ihre Panzergrenadiere. Und deren Schlachtruf: „Dran! Drauf! Drüber!“ belegt diese Einschätzung. Dran an den Feind sollen die Grenadiere, dann sollen sie auf ihn drauf, um nur wenig später siegreich über ihn herzufallen. Das im sächsischen Marienberg stationierte Panzergrenadierbataillion 371 wird diesen Ansprüchen sicher gerecht geworden sein. Denn das „Marienberger Jäger“ genannte Bataillon war schon im Kosovo auf Jagd, in Bosnien und auch in Afghanistan. Diesmal soll es in die Nähe von Sagan gehen, nach „Niederschlesien“. Auch wenn man die Gegend seit fast 70 Jahren Woiwodschaft Lebus nennt, die Vorkriegsberichterstatter von der FAZ kümmert das nicht. Denn es geht in der angekündigten NATO-Übung „Noble Jump“ gen Osten, da kann man nicht so kleinlich sein.

Der Kompaniefeldwebel der 2. Kompanie des Bataillons 371 war schon „überrascht wie schnell sich das Verhältnis zu Russland abgekühlt“ hat. Aber jetzt muss er erstmal „zur Sicherung der NATO-Ostflanke“ nach Polen. Wenn der unbefangene Betrachter sich fragt, ob denn der Feind schon an der NATO-Ostflanke steht, erteilt ihm Generalleutnant Bruno Kasdorf, Inspekteur des Heeres, eine klare Antwort: „Die sicherheitspolitische Lage hat sich hingegen – sehr schnell und nicht vorhersehbar – verändert.“ Aber ihm ist – trotzt der Lage in der Ost-Ukraine – nicht bange: Die Truppe sei nun mal ein „Weltklasseheer“, denn „im Einsatz hat sich das Heer herausragend bewährt – in allen Einsatzgebieten vom Balkan bis nach Afghanistan – und zwar mit modernster Ausrüstung.“ Offenkundig sieht die Heeresleitung eine schreckliche Feindlage. Denn die Hauptaufgabe der Panzergrenadiere ist der Kampf gegen feindliche Infanterie und Panzerverbände in offenem Gelände. Und da es sich rund um Sagan kaum um die polnische Armee handeln wird, die man niederkämpfen muss, wird der Russe wohl durchgebrochen sein: Erst im Gewaltmarsch durch die Ukraine, schließlich quer durch Polen, dann ist es nur noch ein Sprung über die Grenze nach Cottbus. Dort wo der Verfassungsauftrag zur Verteidigung des Landes eigentlich beendet wäre.

Manchmal fragt man sich, ob die Bundeswehr-Generalität ihren Kopf nur zum Haareschneiden benutzt, oder ob unter der Schirmmütze mit den gekreuzten Säbeln auch noch Platz für eigenes Denken ist. Mal wieder ist die Bundeswehr im NATO-Auftrag im Ausland. Zwar „nur“ zur Übung, aber genau dieser Auftrag – mit einer „Speerspitze“ die russische Armee an der Flanke zu kitzeln – erhöht die Spannungen in Ost-Europa: Zur Zeit sollen insgesamt 15.000 Soldaten der NATO – von der Ostsee über das Baltikum bis nach Polen – dem Russen mal zeigen, wie sich die USA einen Kampfeinsatz gegen Russland vorstellen: Deutsche und andere Europäer sollen die Hauptlast tragen, die Leitung allerdings liegt bei den US-Stäben. Man kann auch so lange den Ernstfall üben, bis der im Grundgesetz definierte „Spannungsfall“ eingetreten ist: Jener Gleiwitz-Bedrohungs-Zustand, an dem mit willigen Medien seit Monaten gearbeitet wird. Dass eine Parlamentsarmee, so definiert das Grundgesetz die Bundeswehr, zu solchen Husaren-Ritten wie dem der „Marienberger Jäger“ eigentlich eine Debatte und eine Entscheidung des Bundestages benötigt, weiß die Bundeswehr-Führung. Was sie nicht hindert, dem gefährlichen NATO-Manöver bisher ohne Frage und ohne Widerstand zu folgen.

Anders als die traditionell obrigkeitsgläubige Bundeswehr verlässt sich das gemeine Volk offenkundig auf den eigenen Kopf: Das amerikanische Meinungsforschungsinstitut „Pew Research Center“ stellt in diesen Tagen fest, dass bei den Deutschen die Zustimmung zur NATO deutlich nachlässt. Waren es im Jahr 2009 noch 73 Prozent der Befragten, die ein positives Bild von der NATO hatten, sind es 2015 nur noch 55 Prozent. In keinem anderen Nato-Land ist der Vertrauensverlust so gravierend. Auch die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine schätzen die Deutsche nüchtern ein: Nur ein Drittel würde dieser Bündnis-Erweiterung zustimmen. Je weiter die Befragten von einem möglichen Krieg in Europa entfernt sind, um so dümmer sind die Zustimmungsraten: Kanadier (65 Prozent) und Amerikaner (62 Prozent) sähen die Ukraine ganz gern in der NATO.

Und während die deutsche Regierung und ihre Bundeswehr das gefährliche Spiel der USA ohne Widerspruch mitspielen, bleibt den Panzergrenadieren nur der „Lauterbacher Tropfen“, ein Magenbitter, der im erzgebirgischen Lauterbach, einem Ortsteil von Marienberg, hergestellt und abgefüllt wird. Das Gesöff, das in Sachsen auch „Waldbenzin“ genannt wird, kann so zum Treibstoff einer Truppenbewegung werden, die als „Edler Sprung“ („Noble Jump“) beginnt und als elender Sprung in der Schüssel der US-Militärpolitik enden kann.

http://www.rationalgalerie.de/home/ein-weltklasse-heer-nach-osten.html

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Im Jahr 1917 waren nur 20 Prozent der Einwohner Kiews Ukrainer. Und der Rest von ihnen waren Russen, Polen und Juden. Im östlichen Teil der Ukraine, zum Beispiel in Charkow, gab es noch mehr Russen. So gab es nur einen kleinen Teil der Nationalisten auf der Seite des Parlaments in den Städten. Und das Dorf unterstütze das nicht. Eine katastrophale Situation der Nahrungsmittelversorgung brachte Die Stadt dazu, das Dorf auszurauben Hungersnot (Holodomor) fing nicht erst mit den Bolschewiki an, sondern schon früher. Wirtschaftliche Instrumente funktionierten nicht mehr. Rada begann, Lebensmittel zu fordern, aber das Dorf wollte kein Brot abgeben. Und das Dorf rebellierte. Als Folge lehnte die Bauernschaft, die Grundlage der Ukrainischen Nationalen Republik, die Republik ab. Der Zentralrat verlor alles, weil er es versäumte den Bauern das Nötige zu geben. Und die Bauern wollten, daß ihr Recht auf das Land, das sie von Grundbesitzern und anderen wohlhabenden Landbesitzer nahmen (raubten), gesetzlich bestätigt wird.

Aus: Junge WeltAusgabe vom 25.10.2014, Seite 4 (Beilage) / Wochenendbeilage

Kontaminierte Erinnerung
Die ukrainische Zivilgesellschaft feiert einen faschistischen »Freiheitskämpfer« und degradiert den Holocaust zur Marginalie. Eine geschichtspolitische Reise nach Lwiw und Kiew
Von Frank Brendle
Überzeugt von deutscher Wertarbeit: Taras Tscholij, »Direktor« d
Überzeugt von deutscher Wertarbeit: Taras Tscholij, »Direktor« des Projekts »Territorium des Terrors« in Lwiw demonstriert die Funktionsweise seines Wehrmacht-Karabiners

Der Rathausplatz von Lwiw im Spätsommer: Eine Gruppe von Fahrradfahrern kämpft für mehr Platz auf der Straße. Auf ihrer Fahne steht »Critical Mass«. So sieht sie also aus, die ukrainische Zivilgesellschaft. Wie in Deutschland. Anders als in Deutschland: Der Anführer ruft »Slawa Ukraini«, die Menge antwortet »Heroiam Slawa«, »Ruhm der Ukraine – Ruhm den Helden«. Es folgt die Parole: »Ruhm der Nation – Tod den Feinden«. Das Ganze wiederholt sich mehrfach, Passanten rufen der Menge die Parolen zu, die freudig antwortet. Neu sind die Schlachtrufe nicht, es sind die Grußformeln der faschistischen Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und ihres 1942 gegründeten militärischen Arms, der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA). Die kämpfte meist gegen die Sowjetunion, selten gegen Deutsche und brachte Zehntausende Polen und Juden um. Heute ist zumindest der erste Spruch eine gängige Anrede jener Ukrainer, die sich »proeuropäisch« wähnen. Die Geschichtspolitik ist in der Ukraine seit der Unabhängigkeit des Landes 1991 ein politischer Kampfplatz. In der Offensive sind diejenigen, die die nationalistischen Kräfte der Zwischen- und Kriegszeit als Freiheitskämpfer rehabilitieren wollen. Seit auf dem Maidan Poster der OUN und ihres Anführers Stepan Bandera prominent plaziert wurden, ist deren Verehrung gesellschaftsfähig.

Lwiw, das frühere Lemberg, ist seit dem Ende des 19. Jahrhunderts die Hochburg des (west-)ukrainischen Nationalismus. Hier fuhr die ultrarechte Partei »Swoboda« zuletzt Wahlergebnisse von über 30 Prozent ein. Die Straßen tragen die Namen nationalistischer Größen oder heißen gleich »Helden der UPA«. Auf den Märkten werden Tassen, T-Shirts und Schals mit den Konterfeis von Bandera und seinen Kameraden feilgeboten. Auch das Gesicht des russischen Präsidenten Wladimir Putin ist zu sehen: auf Klopapierrollen und Fußabtretern. Der »Boulevard Stepan Bandera« verbindet das überlebensgroße Denkmal des OUN-Führers mit dem »Denkmal für die Opfer kommunistischer Verbrechen«. Dort, in einem ehemaligen Gefängnis, befindet sich auch das »Museum der Opfer der Besatzungsregime«. Einheiten des sowjetischen Innenministeriums (NKWD) ermordeten hier im Juni 1941 mehrere tausend Häftlinge, ein Anlass zum Gedenken ist zweifellos vorhanden. Doch dass Nazis und ihre einheimischen Kollaborateure Juden in das Gefängnis schleppten, um sie für die Tötungen verantwortlich zu machen, und dabei rund 4.000 Menschen ermordeten, daran erinnert nichts. Hier geht es nur um Ruhm und Opferbereitschaft von Ukrainern.

Im »Museum des nationalen Befreiungskampfes«, das vor zwei Jahren im Beisein von UPA-Veteranen eröffnet wurde, bietet sich das gleiche Bild. In chronologischer Reihenfolge werden die gescheiterten Unabhängigkeitskämpfer der Jahre nach 1917 ebenso wie die Milizen der OUN, die UPA und selbst die Waffen-SS-Division »Galizien« präsentiert, allesamt als angebliche Repräsentanten eines kontinuierlichen »Befreiungskampfes«. Diese Logik findet ihre Fortsetzung auf dem militärischen Teil des Lytschakiwski-Friedhofes, wo die Soldaten, die derzeit bei den Kämpfen im Osten ums Leben kommen, bestattet werden – neben UPA-Soldaten und einem Obelisken der Waffen-SS. Auch an Roman Schuchewitsch, einst Kommandeur des Wehrmachtsbataillons »Nachtigall« und später der UPA, erinnert ein Ehrenmal. An den Holocaust erinnert in Lwiw – einer Stadt, in der bis zum Einmarsch der Wehrmacht rund ein Drittel der Bevölkerung Juden waren – nur wenig. Die jüdische Gemeinde hat in Eigenregie ein Mahnmal am früheren Ghetto-Eingang errichtet. Ein »offizielles« gibt es nicht.

Fundgrube für nationalistische Souvenirjäger - Tassen mit dem Ko
Fundgrube für nationalistische Souvenirjäger – Tassen mit dem Konterfei von Stepan Bandera auf einem Markt in Lwiw

Die jüdische Sozial- und Bildungseinrichtung Hesed-Arieh hat vor sechs Jahren eine Unterrichtseinheit über jüdische Kultur und den Holocaust entwickelt. Dazu gehörten auch Filmsequenzen, die zeigen, wie Ukrainer 1941 den Einmarsch der Wehrmacht begrüßten. Politiker von Swoboda protestierten, die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen »antiukrainischer Tätigkeiten«, Hesed-Arieh wurde vor eine Kommission zitiert. »Im Ergebnis hat man uns nicht erlaubt, diese Tätigkeit an den Schulen fortzusetzen«, erklärt Irina Belous, eine Mitarbeiterin der Organisation.

Holocaust als Randerscheinung

Auch Taras Tscholij will die Erinnerung an den Holocaust in Lwiw fördern, wenn auch sehr eigentümlich: Der Filmproduzent hat sich in den Kopf gesetzt, auf den Resten des früheren Ghettos, wo nach 1945 eine Haftanstalt des NKWD stand, ein »Territorium des Terrors« zu installieren. »Maximal interaktiv« soll es sein, inklusive wiederaufgebauter Stacheldrahtzäune, Baracken und Wachtürme. Als wir vor Tscholijs Büro ankommen, ist der Mittdreißiger gerade dabei, einen alten Wehrmachtskarabiner im Kofferraum seines Autos zu verstauen, für eine private Militärübung. Dazu passend trägt er ein T-Shirt mit der Aufschrift »Karpaten-Schützen«. Der Ableger der OUN kämpfte 1938 für die Unabhängigkeit der Karpato-Ukraine. Tscholij will OUN und UPA ehren, sein Facebook-Auftritt macht mit einem UPA-Plakat auf, doch es geht ihm durchaus auch um eine Erinnerung an den Holocaust. »Da gab es Leute, die wussten, wo die Juden das Gold versteckt hatten, und sie den Deutschen ausgeliefert haben«, sagt er. Und er räumt, immerhin, »Fehler« der UPA ein; einige ihrer Kommandanten hätten polnische Dörfer überfallen. Was er sonst erzählt, ist haarsträubend. Selbstverständlich werde der größte Teil der Gedenkanlage den sowjetischen Opfern gewidmet sein, »weil das zeitlich gesehen am längsten gedauert hat und wahrscheinlich auch am schrecklichsten war«. Der UPA Morde an Juden vorzuwerfen, weist er als »unlogisch« zurück: Schließlich habe die UPA auf die Hilfe der USA gehofft, und »in den USA dominiert das jüdische Kapital«, glaubt er zu wissen. »Also wo«, fragt er, »sollte der Sinn sein, Aktionen gegen Juden zu unternehmen?« Der Stadtrat hat Tscholij zum »Direktor« des Projektes ernannt. Faktisch ist das eher ein Ehrentitel, für den es nicht mehr als ein Taschengeld gibt. Die Baukosten müssen fremdfinanziert werden, im Moment stockt das Vorhaben.

Welche Rolle die Holocaust-Erinnerung in der Ukraine hat, spiegelt kaum ein Ort besser wider als Babi Jar. In dieser Schlucht, ein paar Kilometer vom Zentrum der Hauptstadt Kiew entfernt, erschossen Nazis und ukrainische Polizisten am 29. und 30. September 1941 33.771 jüdische Einwohner. Die SS hatte genau mitgezählt. In den 1960er Jahren wurde ein Mahnmal für die ermordeten »friedlichen sowjetischen Bürger« errichtet, doch erst nach der Unabhängigkeit konnte die jüdische Gemeinde ein eigenes Denkmal aufstellen. Die Ankündigungen ukrainischer Regierungen unterschiedlicher Couleur, hier ein Holocaust-Museum zu errichten, kamen über zwei symbolische Grundsteinlegungen nie hinaus.

Überzeugt von deutscher Wertarbeit: Taras Tscholij, »Direktor« d
Überzeugt von deutscher Wertarbeit: Taras Tscholij, »Direktor« des Projekts »Territorium des Terrors« in Lwiw, demonstriert die Funktionsweise seines Wehrmacht-Karabiners

Kein leeres Versprechen blieb dagegen die »Holodomor«-Gedenkstätte, die 2008 auf den Dnjepr-Hügeln errichtet wurde. Gewidmet ist sie den Toten der Hungersnöte in der sowjetischen Ukraine, vor allem den bis zu vier Millionen Opfern von 1932/33. Eine Mitschuld Moskaus ist historisch kaum strittig. In einer höchst suggestiven Ausstellung wird die Hungersnot hier jedoch als absichtsvoller Genozid von Russen und Bolschewisten am ukrainischen Volk dargestellt. Dass auch Menschen russischer, jüdischer und anderer Nationalitäten verhungerten, interessiert nicht – Ziel des Memorials ist es, »nationale Identität« auf der Basis eines rein ukrainischen Leides zu konstruieren.

»Nach der >orangen Revolution< wurde der >Holodomor< zum Mittelpunkt der wissenschaftlichen Forschung. Der Holocaust galt als marginale jüdische Angelegenheit«, resümiert Boris Zabarko. Der 79jährige jüdische Historiker hat den Holocaust im Ghetto eines kleinen Schtetls im rumänischen Besatzungsgebiet überlebt. Heute leitet er die Vereinigung der ehemaligen Ghetto- und KZ-Häftlinge. Das »Institut des nationalen Gedächtnisses«, das während der Präsidentschaft von Wiktor Juschtschenko, dem Vorgänger des im Februar gestürzten Wiktor Janukowitsch, gegründet worden war, habe »die Kämpfer der UPA gepriesen, die Führer der OUN, die Kollaborateure« und damit »auch diejenigen, die an antijüdischen Aktionen in der Westukraine beteiligt waren«. Der Bandera-Kult löst bei Zabarko sichtbare Emotionen aus. »Ich weiß viel zu gut, welche Rolle Bandera und seine Leute gespielt haben, dass sie an der Endlösung der Judenfrage beteiligt waren«, sagt er. Über den Holocaust zu reden hieße auch, über die Kollaboration zu reden. »Aber hier bei uns wird das Thema eher verschwiegen.«

Faschisten schöngeredet

Zu den Gewinnern des Maidan gehört Wolodimir Wiatrowitsch. Der Mann ist der wohl wichtigste Weißwäscher der OUN, den es in der Ukraine gibt. Er hat nach der »orangen Revolution« das staatliche »Institut des nationalen Gedächtnisses« geleitet – das einzige Geschichtsprojekt, das überhaupt Staatsgelder erhält. Unter Janukowitsch zum einfachen Angestellten degradiert, ist Wiatrowitsch seit April wieder ganz oben und hat die Kontrolle über einen Großteil der historischen OUN/UPA-Akten. Wiederholt betont er im Gespräch, alles Negative, was über die OUN zu lesen sei, entstamme der sowjetischen Propaganda. Auf die Frage, wie es dann komme, dass etliche westliche Historiker gerade in den vergangenen zehn Jahren ausführlich über den faschistischen Charakter und die Verbrechen der OUN geschrieben hätten, über die Massenmorde an Polen und anderen, hat er eine verblüffend einfache Antwort. »Diese Historiker stehen nach wie vor unter dem Einfluss der sowjetischen Darstellungen«, meint Wiatrowitsch.

Die Totalitarismusdoktrin in Reinform: Eine Schautafel im »Museu
Die Totalitarismusdoktrin in Reinform: Eine Schautafel im »Museum der Opfer der Besatzungsregime« in Lwiw setzt die KPdSU mit den Nazis gleich – der Einfachheit halber per Rechenzeichen

Die Bandera-Anhänger seien »die ersten gewesen, die den illegalen Kampf gegen Nazideutschland führten«, beteuert Wiatrowitsch, und im gleichen Atemzug betont er, die Zusammenarbeit mit den Nazis sei nur rein praktischer, nicht aber ideologischer Natur gewesen. Heute seien die Bandera-Nationalisten jedenfalls »ein Vorbild für viele Ukrainer, ein Vorbild des kompromisslosen und aufopferungsvollen Kampfes für einen unabhängigen Staat«. Wiatrowitsch verweist zudem auf eine Folge der angeblichen russischen Propaganda: Weil diese den Maidan undifferenziert als Angelegenheit von »Banderowzy« gegeißelt habe, sei dort die Antwort gewesen: »Ja, wir sind Banderowzy, wir kämpfen auch für die Unabhängigkeit der Ukraine.«

Wiatrowitsch stammt – man möchte fast sagen: natürlich – aus Lwiw. Dort hat der Historiker Jaroslaw Hryzak, Dozent an der Katholischen Universität, nicht viel für ihn übrig: Sein Fachkollege stehe in der Tradition der Exilukrainer, die »die historische Forschung und die Erinnerung kontaminiert hat«. Wiatrowitsch spiele mit Dokumenten, um den Bandera-Mythos zu stärken, sagt Hryzak, der das als »Verrat an seiner professionellen Ausbildung« ansieht. Bandera sei populär, weil die Leute nicht wahrnähmen, dass es zwischen dem aufgehübschten Bild ihres Idols als antirussischem Freiheitskämpfer und den historischen Tatsachen eine erhebliche Differenz gebe: »Bandera war mit Sicherheit antirussisch, aber er war genauso sicher kein Gegner eines autoritären Staatsmodells«, so Hryzak. Den Bandera-Flügel der OUN nennt er fremdenfeindlich und antieuropäisch. Wüsste Bandera, dass er heute für proeuropäische und liberale Werte in Anspruch genommen werde, »er würde sich im Grabe umdrehen«. Vor zehn Jahren hat Hryzak einen OUN-kritischen Artikel veröffentlicht, als »Einladung zur Diskussion«. Die wurde nicht angenommen, rief aber die »Swoboda« auf den Plan: »Mehrere ihrer Anführer bedrohten mich öffentlich und versprachen mir, wenn sie an die Macht kommen, werden sie eine hübsche Gefängniszelle für mich finden«, erzählt der Geschichtsdozent.

Selbst kritische Historiker wollen derzeit keine öffentliche Debatte über OUN und Bandera führen. Georgi Kasianow, Historiker an der Akademie für Wissenschaften in Kiew und in der Vergangenheit scharfzüngiger Kritiker der herrschenden Geschichtspolitik, hält es für das Beste, historische Diskussionen bis auf weiteres zu vermeiden. »Wenn die Westukrainer den Bandera-Kult etablieren und von den Helden der UPA reden wollen, sollen sie das tun, und zwar bei sich. Sie sollen aber nicht nach Donezk gehen und anderen ihre historische Bewertung aufzwingen, und das gleiche sollte für die Ostukraine gelten«, findet Kasianow, der dann noch, wenn auch mit ironischem Unterton, von einer »friedlichen Koexistenz zwischen Bandera und Lenin« spricht. Ähnlich plädiert Hryzak für einen »Pakt des Vergessens«, so wie er in Spanien nach Francos Tod 1975 praktiziert worden sei. »Nach meinem Verständnis ist die Ukraine nicht reif für historische Diskussionen«, sagt er. Es wäre gar »selbstmörderisch« für das Land, »wenn man Debatten über Bandera« lostrete. »Das werden Sie als Deutscher nicht verstehen«, schiebt Hryzak hinterher.

In der Praxis gibt es seinen erinnerungspolitischen Waffenstillstand aber ohnehin nicht. Der amtierende Präsident Petro Poroschenko hat zwar mehrfach, geradezu integrativ, sowohl die Veteranen der Roten Armee als auch die der UPA als Verteidiger der Ukraine bezeichnet; erst dieser Tage erklärte er aber den 14. Oktober, den die Nationalisten als Gründungstag der UPA begehen, zum staatlichen Feiertag. Die Bandera-Anhänger denken überhaupt nicht daran, passiv zu bleiben. Wo sie hinkommen, werden Lenin-Statuen gestürzt, und mit Wiatrowitschs »Institut des nationalen Gedächtnisses« genießen ihre Deutungen Protektion von ganz oben. Jüdische und polnische Einwohner des Landes müssen weiter zusehen, wie ein faschistischer Politiker und seine Killertruppe zu Heroen aufgebaut werden.

https://www.jungewelt.de/2014/10-25/040.php

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
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They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

Copy-shop als psychoanalytische Methode heute.
Die Psychoanalyse heute ist lediglich die Nachahmung einer vermeintlichen Psychoanalyse, die es so nie gegeben hat, also unbewußte Karikatur, Totemmaske ihrer selbst.
Die Revolution frißt ihre Väter, nicht ihre Kinder.
Jeder verdient eine zweite Chance. Eine zweite, nicht eine zwölfte, zweiundzwanzigste oder einhundertzweite.
In Polen haben amerikanische Geheimdienstler ihre Gefangenen gefoltert, während vor polnischen Gerichten Prozesse gegen polnische Geheimdienstler liefen, die polnische Gefangene gefoltert haben.
Besser irgendwelche Sitten, als gar keine Sitten.
Direkte Gewalt gegen strukturelle Gewalt – lediglich eine Rationalisierung der eigenen Lust als Rechtfertigung für eigene wilde, triebhafte Gewalt. Wer strukturelle Gewalt von Institutionen eines demokratischen Rechtstaates delegitimiert und direkte Gewalt gegen diese Institutionen legitimiert, der gibt jeglicher denkbaren Form von Gewalt freie Hand, denn jede Gewalt kann moralisch begründet werden. Der Teufel ist ein Moralist. Und ein Gewalttäter. Aufrufe zur Gewalt sind in Deutschland strafbar.
National Sozialistische Deutsche Arbeiter Partei (NSDAP) war links,, ihr Kampf gegen Kommunisten und Sozialisten war nicht ideologisch, sondern es war ein Konkurrenzkampf unter Gleichen.
Wer sich für Kunst nicht interessiert, wem Kunst nichts bedeutet, der interessiert sich ebensowenig für Menschen, dem bedeuten Menschen nichts. Denn Kunst ist Ausdruck menschlicher Gefühle.
„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

People feel always terrible offended if you do not believe their lies.
Everyone is responsible for his feelings.
Psychoanalysis is nobody’s business except the psychoanalyst and his patient, and everybody else can fuck off.
“Time is the echo of an axe
Within a wood.”
― Philip Larkin, Collected Poems

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

 Why Allah does not shows himself? Because he does not want  to do anything with such assholes.
When fascism returns, he will not say, ‘I am the fascism‘. No, he will say, ‘I am the anti-fascism Ignazio Silone.
Political correctness requires a language for a poetry album.
 Psychoanalysis is frivolous, or it is not psychoanalysis.
Colorful diversity, earlier: shit.
What can not any longer be changed, can not any longer be reformed, it is no longer alive, but very dead (instead). What is dead should be, has to be buried: religion, marriage, Romanticism, etc.
Romantic sucks.
 The reality is always stronger than illusions.
 A delusion is characterized by increasing loss of reality, and can be attested to today’s leaders in Germany and the mass media. Loss of reality describes the mental state of a person who is not (any longer) be able to understand the situation in which it is located. So you are ruled by madmen and manipulated by the mass media.
Totalitarianism can only be defeated if one has the courage to call things by their right names, just as they are. Political correctness prevents it promotes totalitarianism and political cowardice and political lie.
The Extinction: Islam is like the sun, who comes too close to him, will burn itself and will flare the rest of the world with him.
Islam does not want any submission! Islam wants victory, destruction and annihilation.
The world was not created just for you.
Time needs time.
What has God with us when he freely admits the devil more and more territories?
It’s not the biggest fear when you look into an abyss, but to note that the abyss looks back at you.
I is different.
Muslim´s headscarf is less annoying than German mothers with their pushchairs.
Prostheses people – look like women and men, but they are not.
Global governance the political repair operation begins to repair before something was created.
The extremely increased, ostensibly critical, actually demonizing, German interest in Israel and Jews is perverse.
The Nonanti-Semite is by the current German law an anti-Semite who defames, discriminates, delegitimizes Israel, Jews, , but do not supports expressis verbis the aim of the Third Reich, the Holocaust, the extermination of the Jews.

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

An extreme narcissist is a potential terrorist, and every terrorist is an extreme narcissist.
Islamization means dementia.
Copy-shop as a psychoanalytic method today.
Psychoanalysis today is merely an imitation of a putative psychoanalysis, it has never existed, an unconscious cartoon, totem mask of itselves.
The revolution devours its fathers, not its children.

Everyone deserves a second chance. A second, not a twelfth, twenty-second or one hundred second.

In Poland, American intelligence officials  have tortured their prisoners, while the Polish courts ran trials of Polish intelligence officesr who tortured Polish prisoners.

Better have any manners, than no manners at all.
Direct violence against structural violence only a rationalization of their own desire as justification for their own wild, instinctual violence. Who delegitimizes structural violence of institutions of a democratic state and legitimizes direct violence against these institutions  gives any conceivable form of violence free hand, for any violence can be morally justified. The devil is a moralist. And a perpetrator of violence. Calls for violence are illegal in Germany.
National Socialists German Worker Party (NSDAP) was left, its fight against communists and socialists was not ideological, but it was a competition among equals.
Those who are not interested in art, to whom art means nothing, those are not interested in people, to those  people mean nothing. Because art is an expression of human feelings.
 The main reason of a psychotherapy is – with temporary support of the psychotherapist –. to take his own destiny in own hands.  Who lives with a self-image that the temporary clarifying role of the therapist is an intolerable insult, he must to try to cope with his life alone.“Hans Ulrich Gumbrecht

 

 

Council on Foreign Relations sieht Hauptschuld an Ukraine-Krise beim Westen

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Nato-Osterweiterung 1990 – 2009

Council on Foreign Relations sieht Hauptschuld an Ukraine-Krise beim Westen

Roman Baudzus 26.08.2014

So unglaublich diese Überschrift auch klingen mag, sie ist doch wahr

Als ich einen in der vergangenen Woche publizierten Bericht in Foreign Affairs, dem medialen Sprachrohr des Council on Foreign Relations (CFR) überflog, musste ich mir erst einmal kräftig die Augen reiben, um mir bewusst zu werden, ob ich auch wirklich richtig gelesen hatte. Der CFR ist einer der weltweit vier wichtigsten privaten Think Tanks und unter anderem eng mit Chatham House verwoben.

Immerhin steht Chatham House unter der Schirmherrschaft der britischen Queen Elizabeth II. Einzelne Schlüsselprojekte werden laut wikipedia.de durch die Rockefeller-Stiftung, die Konrad Adenauer Stiftung, die NATO und die Europäische Union finanziert. Dem Gros der westlichen Mainstreammedien war dieser Bericht bisher keine Silbe wert. Wie passt das im Angesicht der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine alles noch zusammen?

Wer sich an den zu Beginn dieses Jahres erfolgten Putsch in der Ukraine erinnert, wird sich darüber gewahr sein, dass das amerikanische Außenministerium in den letzten Jahren nach eigener Aussage mehr als $5 Milliarden in Maßnahmen investierte, die dazu beitragen sollten, die Ukraine politisch und wirtschaftlich in die Arme des Westens zu treiben. In diesem Zuge bleibt das abgehörte und auf Youtube veröffentlichte Telefongespräch zwischen Geoffrey Pyatt, dem US-Botschafter in Kiew, und der stellvertretenden US-Außenministerin Victoria Nuland unvergessen. Darin fiel auch der inzwischen berühmt gewordene Satz „Fuck the EU“.

Wir wollen in diesem Kontext auch nicht vergessen, dass Victoria Nuland ehedem Beraterin von US-Vizepräsident Dick Cheney und zwischen 2005 und 2008 US-Botschafterin bei der NATO gewesen ist. Der Kreis schließt sich, wenn man bedenkt, dass Victoria Nuland mit Robert Kagan, Politikberater in Washington und einer der bekanntesten Neokonservativen (Neocons) in den Vereinigten Staaten, verheiratet ist. Kommen wir nun zurück auf Foreign Affairs, den medialen Arm des Council on Foreign Relations – dem amerikanischen Gegenstück zu Chatham House -, eine Publikation, die in einem Turnus von allen zwei Monaten veröffentlicht wird.

Dort heißt es in der Ausgabe September/Oktober 2014 in einem Bericht von John Mearsheimer in der Überschrift wie folgt:

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Dieser Bericht liest sich – so unglaublich es auch anmuten mag – wie eine lange Litanei der kritischen Auseinandersetzung mit der Vorgehensweise des Westens, der die Schuld an der stetig eskalierenden Lage in der Ukraine allein Russland in die Schuhe zu schieben gedenkt. Da werde in den offiziellen Regierungsstäben, dem Vorsitz der NATO und westlichen Medien der Eindruck einer Annexion der Halbinsel Krim durch Russland das Wort geredet.

Diese Annexion sei laut offiziellen Verlautbarungen des Westens lediglich als Auftakt zur eigentlichen Zielerreichung des Moskauer Kremls zu interpretieren. Und diese Ziele setzten sich allein aus weiteren Gebiets- und Territorialexpansionen in der Ukraine und anderen osteuropäischen Staaten zusammen, ganz im Sinne einer anvisierten Revitalisierung der einstigen Sowjetunion.

Foreign Affairs Autor John Maersheimer kommt in seiner Analyse hingegen zu ganz anderen Ergebnissen: nämlich, dass Washington und dessen europäische Verbündete die Hauptschuld an der Ukraine-Krise trügen. Wer es nicht glaubt, hier sei ein Zitat aus seinem Originalbericht eingestellt. Dort heißt es:

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Was eindeutig hinter den Aktivitäten des Westens stecke, sei „das Ziel einer Erweiterung der NATO, die Ukraine vom Einfluss Russlands zu befreien und das Land in die westliche Sphäre zu integrieren“.

Dass die Einkreisungspolitik der NATO gegenüber Russland dabei genauso aggressiv wirken muss, wie dies jeweils auch im Hinblick auf China und den Iran der Fall ist, will westlichen Regierungsoffiziellen vielleicht nicht einleuchten oder es kümmert sie ganz einfach nicht.

Im Herzen Europas wird auf diese Weise der Weg für einen neuen Krieg geebnet. Wir alle müssen uns hinterfragen, ob wir ein solches Resultat nach den historischen Ereignissen des Ersten und Zweiten Weltkriegs tatsächlich noch einmal auf europäischem Boden erleben wollen. Die Antwort auf diese Frage muss, kann und darf nur NEIN lauten!

Und dieses NEIN sollten wir Washington, das ganz offensichtlich seine eigenen und selbstsüchtigen Ziele im Vorhof des russischen Bären verfolgt (Stichwort: Gasexploration -> siehe Hunter Bidens Berufung ins Board des größten ukrainischen Gasproduzenten Burisma Holdings, Ausverkauf von ukrainischem Agrarland an ausländische Investoren, auf dessen Basis Lebensmittelprodukte für die ukrainische Bevölkerung demnächst unerschwinglich werden dürften, sowie Sicherung und angestrebte Kontrolle der durch die Ukraine führenden Pipelinerouten nach Europa) entgegen rufen.

Der Krieg in der Ostukraine und der IWF

Einige Leser werden sich vielleicht die Frage stellen, warum es im Angesicht der humanitären Lage in der Ukraine nicht endlich zu Gesprächen um einen Waffenstillstand zwischen dem durch den Westen hofierten Putschregime in Kiew und den ostukrainischen Separatisten kommt?

Die Antwort auf diese Frage könnte sich aus einem jüngst publizierten Strategiepapier des Internationalen Währungsfonds (IWF) ableiten, in dem es heißt, dass Kiew zur Sicherung und zum Erhalt seiner mit dem IWF vereinbarten Bailout-Tranchen in einer Gesamthöhe von $17 Milliarden unbedingt die gegen Kiew aufbegehrenden Regionen im Osten und Süden des Landes wieder unter seine politische und militärische Kontrolle bekommen müsse.

Andernfalls dürfte diese Bailout-Zusage im Angesicht einer immer stärker abstürzenden Hrywna sowie einer explodierenden Auslandsverschuldung, die zuletzt die Marke von $140 Milliarden erreichte, auf der Kippe stehen. Berechtigte Frage ist und bleibt, auf welche Weise diese immense Staatsverschuldung im Angesicht einer gegenüber dem US-Dollar seit 2007 um mehr als 65% abwertenden Hrywna jemals zurückgezahlt werden soll?

Die Provokation durch das Raketenabwehrsystem

Ich möchte an dieser Stelle noch auf einen anderen Faktor eingehen, den insbesondere Dr. Paul Craig Roberts, ehedem stellvertretender Finanzminister der Vereinigten Staaten in der Regierung von Ronald Reagan und einst Mitherausgeber des Wall Street Journal, in letzter Zeit immer wieder in den Vordergrund seiner Analysen rückte.

Unter dem Vorwand, Europa gegen nicht existente Atomraketen aus dem Iran zu schützen, werde sowohl in Washington als auch in der NATO der Plan verfolgt, einen Teil eines neuen Raketenabwehrsystems (anti-ballistic missile bases oder kurz ABMs) in der Ukraine zu installieren, das selbstverständlich nur gegen Russland gerichtet sein könne.

Die auch durch Foreign-Affairs-Autor Maersheimer angesprochene Einkreisungspolitik Russlands durch die NATO könne eigentlich nur dem strategischen Langfristziel dienen, um sich mit Hinblick auf einen potenziellen Atomkrieg einen Vorteil gegenüber Russland durch die Installation eines derartigen Raketenschirms zu verschaffen.

Dr. Paul Craig Roberts bezieht sich in seiner Analyse nicht nur auf seine eigenen Erfahrungen und Quellen, über die er im politischen Washington nach wie vor in Hülle und Fülle verfügt, sondern bezog sich in einem seinereigenen Berichte vom 30. Mai 2014 ebenfalls auf einen Report in Foreign Affairs, der seiner Ansicht nach Grund zur Skepsis und vor allem Besorgnis sei.

Danach sei die Tatsache beängstigend, dass die Neocons, welche die US-Außenpolitik bestimmten, fest davon überzeugt seien, dass die Vereinigten Staaten das Recht auf einen „präventiven Nuklearschlag“ gegenüber Russland hätten. Die diesem haarsträubenden Gedanken zugrundeliegende Theorie namens „The Rise of U.S. Nuclear Primacy“ wurde im Jahr 2006 formuliert, um – wie weiter oben angesprochen – ebenfalls in Foreign Affairs des Council on Foreign Relations veröffentlicht zu werden.

Dieser Theorie liegt der gefährliche Gedanke zugrunde, dass die USA einen erfolgreichen Atomarerstschlag gegenüber Russland (und vielleicht auch China) durchzuführen imstande seien, um in diesem Zuge die Atomarsenale beider Staaten zu zerstören. Wie gefährlich allein nur der feste Glaube an ein solches Szenario unter führenden Köpfen in Washington ist, zeigt auf, wie groß die Risiken sind, die sich aus einer nahezu unfassbaren Selbstüberschätzung dieser Neocon-Strategen ableiten.

Man stelle sich vor, was im Westen los wäre, wenn Russland – wie seinerzeit die Regierung der Sowjetunion – den Versuch unternehmen würde, ein ähnliches Raketenabwehrsystem oder gar eigene Atomraketen in Venezuela, auf Kuba oder in Nicaragua zu installieren. Eine Reihe von Lesern wird sich an die damalige Kuba-Krise gewiss noch gut erinnern können, welche die Welt an den Rand des Ausbruchs eines Dritten Weltkriegs brachte.

Gerade mit Blick auf die aktuellen Ereignisse ist es mehr als nur verwunderlich, wenn mit Foreign Affairs ein führendes mediales Sprachrohr der amerikanischen Neocons nun plötzlich dem Westen – und somit in erster Linie Washington – die Hauptschuld am Entstehen der Ukraine-Krise anlastet. Autor Maersheimer erteilt Russlands Staatspräsident Putin fast schon Absolution, wenn es in seinem Bericht heißt, dass eine demokratisch legitimierte Regierung in Kiew aus dem Amt geputscht wurde, worauf Putin die Halbinsel Krim besetzt habe, in der Furcht, dass die NATO dort ansonsten eine eigene Marinebasis eingerichtet hätte.

Russlands Staatspräsident Wladimir Putin sei kaum etwas anderes übrig geblieben, als sich den andauernden Destabilisierungsbemühungen des Westens im russischen Vorhof mit Verve entgegen zu stellen. Mit Blick auf China kommt Foreign Affairs Autor Maersheimer ebenfalls zu einem von dieser Seite gänzlich unerwarteten Analyseergebnis. Es heißt in seinem Bericht wörtlich:

Imagine

Nun, was lässt sich dazu noch sagen? Leser, die des Englischen mächtig sind, sollten den Bericht von John Maersheimer definitiv in Gänze durchlesen. Es lohnt sich! Welche Beweggründe dahinterstecken mögen, dass sich die aktuelle Ausgabe von Foreign Affairs des Council on Foreign Relations derart kritisch mit den geopolitischen Strategien Washingtons und des Westens auseinandersetzt, vermag ich nicht zu sagen.

Ich halte diese Entwicklung ehrlich gesagt für ein kleines Wunder. Und damit möchte ich abschließend auf die eingangs gestellte Frage zu diesem Bericht zurückkommen, die da lautete: Wie passt das im Angesicht der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine alles noch zusammen? Die Crux im Hinblick auf meine Frage ist, dass ich den Protagonisten, die seit dem Ende des Ersten Weltkriegs maßgeblich die Geschicke in der Welt und die Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten mit bestimmen, derart viel Selbstkritik einfach nicht zutraue.

Roman Baudzus ist Co-Gründer des Wirtschafts- und Finanzblogs wirtschaftsfacts, der sich stets auch mit geopolitischen Themen und Entwicklungen auseinandersetzte.

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42618/1.html

 

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das Gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

 

Stupidity is demonstrated by people lacking knowledge they could achieve.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice attempt to avoid upsetting fools unwilling to face the truth.

Antisemitism is when one blames Jews or Israel for issues, he does not blame others.

Craziness is, when one always does the same but expects different outcome.

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human.

A man with roots should go for a pedicure.

Gutmenschen (benevolent people) are those who intend to appear good-hearted, yet unscrupulously exploit the conscience of others to serve their own purposes via self-staged outrage.

 

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

I think for food

molon labe

Let us literate the Germans!

Let us literate the Germans!

by Julian S. Bielicki © 2013

 Globalisation

„Globalisation“ 2004 © by Julian S. Bielicki 148x105cm oil on canvas

Die Anstalt – Folge 3 – 29.04.2014

Mod.: Aber Feindbilder sind natürlich wahnsinnig nützlich. Wenn man ein Feindbild hat, dann weiß man schon mal, wer an allem Schuld ist und das ist gerade für uns Deutsche, die wir nie an irgendetwas Schuld sind, ein großartiges Gefühl. Beliebtestes Feindbild zurzeit natürlich Putin, der Gutmensch, der Sozialschmarotzer, der Schwule, der Langzeitarbeitslose, die Inflation und die EU. Wenn Sie ohne nachzudenken, sich wirklich gut fühlen wollen, dann schaffen Sie sich am besten mehrere Feindbilder an. Wenn Sie also fest davon überzeugt sind, dass schwule, lesbische arbeitslose EU-Freunde mit inflationärem Migrationshintergrund Schuld an allem sind, dann fühlen Sie sich als aufrechter Mensch und nicht als das reaktionäre hasserfüllte Arschloch, das Sie in Wirklichkeit sind. Und wenn Sie jetzt sagen, „Toll, so ein Feindbild ist ja super praktisch. Wo kriege ich denn so was her?“. Ganz einfach, Feindbildmalen ist der einfachste Kurs an der Volksunterdrückungshochschule. Ich zeige Ihnen mal, wie einfach es ist, sich ein Feindbild zu malen.

Herr von Wagner, ich mache mir ernsthaft Sorgen, um Ihre Werte. Ich muss das mal überprüfen. Setzen Sie sich mal hier hin.

Von Wagner: Okay, ja.

Mod.: Ich habe wirklich Angst Ihnen die Sicherheit dieser Anstalt weiter anzuvertrauen.

Von Wagner: Was ist das denn?

Mod.: Keine Sorge, das ist ein original Iwanometer aus dem Jahre 1962. Beginnen wir mit der Untersuchung. Herr von Wagner?

Von Wagner: Ja?

Mod.: Ich zeige Ihnen jetzt ein Bild. Sagen Sie mir, wo ist der Unterschied.

Kiew-Ostukraine

Von Wagner: Ich sehe keinen. Hören Sie doch auf. War das jetzt falsch?

Mod.: Links sehen wir friedfertige Bürger, die ein besetztes Regierungsgebäude befreien. Die gehören zu uns. Rechts sehen wir gewaltbereite Militaristen, die brutal ein Regierungsgebäude besetzen.

Von Wagner: Ja, aber die machen doch beide das Selbe. Ich meine, au. Hören Sie mal auf!

Putinversteher

Mod.: Es kommt nicht darauf an, was man macht, sondern wo man es macht.

Von Wagner: Ja, aber Gut und Böse ist doch keine Frage der Geografie.

Mod.: Ach nein? Noch ein Bild. Schauen Sie es sich an. Beobachten Sie die Entwicklung und sagen Sie mir, wo ist der Aggressor.

Von Wagner: Ah, das ist einfach. Da links, die NATO, das wird ja immer größer, ist richtig bedrohlich. Au.

Mod.: Falsch, der Aggressor ist selbstverständlich hier.

Von Wagner: Was, wo? Ich sehe den gar nicht.

Mod.: Na da, die Krim, die brutal von Russland einverleibt worden ist.

Von Wagner: Ja, aber das andere ist doch viel größer.

Mod.: Ja, aber die Krim wurde brutal annektiert, während sich die NATO…

Von Wagner: Friedlich erweitert hat?

Mod.: Und deshalb?

NATO Aggressor

Von Wagner: Deshalb darf Russland das nicht als Aggression sehen, weil die anderen Länder sich ja nur aus Angst vor Russland freiwillig der NATO angeschlossen haben. So freiwillig, wie sich die Krim Russland angeschlossen hat.

Mod.: Hören Sie, Putin hat doch nur wählen lassen, weil er gewusst hat, wie es ausgeht.

Von Wagner: Ah, verstehe, wie in Bayern.

Seehoferversteher

Mod.: Die Krim durfte sich nicht von der Ukraine unabhängig erklären. Das verstieß gegen das Völkerrecht.

Von Wagner: Ja, Moment mal. Schottland will sich doch auch in einem halben Jahr unabhängig erklären. Ist das dann auch verboten oder?

Mod.: Nein, das ist ein Notfall. Niemand darf gezwungen werden, englisches Essen zu essen.

Von Wagner: Ich habe mal gelesen, es gibt gar kein allgemeines Verbot gegen einseitige Unabhängigkeitserklärungen.

Mod.: Wer sagt so was? Offensichtlich jemand, der von Völkerrecht nicht die geringste Ahnung hat.

Von Wagner: Ja, der internationale Gerichtshof zum Kosovo.

Mod.: Kosovo und Krim kann man nicht vergleichen. Schauen Sie Barack Obama hat es doch erklärt. In Kosovo hat unter Aufsicht der UNO ein Referendum stattgefunden.

Von Wagner: Ach so. Aber warum war ein Referendum in Kosovo okay und auf der Krim nicht?

Mod.: Weil es im Kosovo nie ein Referendum gegeben hat.

Von Wagner: Ah, weil es… Was? Dann hat Obama an der Stelle gelogen?

Obama lügt

Mod.: Ja, aber so klingt das ein bisschen amerikafeindlich.

Von Wagner: Entschuldige, wie soll man es denn sonst ausdrücken? Quasi jeder Kriegsgrund des Westens in den letzten Jahren im Nachhinein hat sich als Lüge entpuppt. Ja quasi Kosovo, Irakkrieg 1, Irakkrieg 2, Massenvernichtungswaffen, hunderttausende von Toten. Ganz ehrlich, wie soll man dem Westen überhaupt noch irgendetwas glauben?

Mod.: Sie müssen dran glauben.

Von Wagner: Aber wenn das alles bisher eine Erfindung war, dann sind doch auch unsere westlichen Werte eine Erfindung.

Mod.: Nein, nein, nein, unsere westlichen Werte, also Abstimmungen…

Von Wagner: Lügen, Massenvernichtungswaffen.

Mod.: Genau, die dürfen nicht in die Hände der falschen Leute geraten.

Von Wagner: Ach und deswegen darf Putin nicht das Völkerrecht brechen oder lügen oder wählen lassen, obwohl er es tut. Denn wenn die Bösen etwas Böses machen, ist es Böse. Wenn die Guten etwas Böses machen, ist es gut.

Mod.: Und wir sind die Guten.

Von Wagner: Ah, jetzt habe ich endlich diesen Film verstanden, Captain America 2. Da wird jemand gefragt, doch ist toll, da wird jemand gefragt, „Wie kann ich die Guten von den Bösen unterscheiden?“ und er sagt, „Wenn Sie auf die schießen, sind sie böse.“

Mod.: Yes, Ihre Werte sind wieder vollkommen in Ordnung.

http://www.youtube.com/watch?v=kwD_xrHcnOk

 

The Madhouse – Episode 3 – 29.04.2014

Int.: But bogeymen are of course incredibly useful. If you have a bogeyman then you know who’s to blame for everything and particularly for us Germans, who are never to blame for anything, that is a wonderful feeling. Favourite bogeymen of the times are of course Putin, the do-gooder, the one living off the state, the gay, the long-term unemployed, inflation, and the EU. The best way to feel really good about yourself without putting in much thought is to create more bogeymen. If, therefore, you are utterly convinced that gay, lesbian, unemployed EU supporters with an inflationary immigrant background are to blame for everything, then you feel like a righteous person instead of the hate filled arsehole that you really are. And if you’re now thinking, “Great, such a bogeyman is super practical. Where can I get one?” No problem, making bogeymen is the simplest course at the school for suppressing the populace. I’m going to show you how easy it is to make your own bogeyman.

Herr von Wagner, am I deeply concerned about your values. I just need to test them. Have a seat please.

Von Wagner: Okay, sure.

Int.: I really am worried about continuing to entrust you with the security of this establishment.

Von Wagner: What’s that then?

Int.: Don’t worry! This is an original Ivanometer from 1962. Let’s begin the experiment. Herr von Wagner?

Von Wagner: Yes?

Int.: I’m going to show you a picture now. Spot the differences.

Kiew-Ostukraine

Von Wagner: I can’t see any. Hey, stop that. Was that wrong?

Int.: On the left we see peaceable citizens who are liberating an occupied building. They’re our men. On the right we see violent militants, who are brutally occupying a government building.

Von Wagner: Yes, but they’re both doing the same thing. I mean, ow. Stop it!

Putinversteher

Int.: It’s not about what you do, but where you do it.

Von Wagner: Yes, but good and bad is not a question of geography.

Int.: Oh no? Another picture. Have a good look. Take note of the escalation and tell me who is to blame.

Von Wagner: Aha, that’s easy. There on the left, NATO, it’s getting bigger and bigger, really threatening. Ow.

Int.: Wrong. The aggressor is of course here.

Von Wagner: What? Where? I can’t see anything.

Int.: There, the Crimea, which has been brutally incorporated into Russia.

Von Wagner: Yes, but the other one is much bigger.

Int.: Yes, but the Crimea was brutally annexed, whereas NATO…

Von Wagner: Went on peaceably?

Int.: Therefore?

NATO Aggressor

Von Wagner: Therefore Russia mustn’t see that as aggression, for it was only because the other countries feared Russia that they willingly joined NATO; just as willingly as the Crimea joined Russia.

Int.: Now Putin only called for a vote because he knew what the result would be, do you hear?!

Von Wagner: Oh, I get it: like in Bavaria.

Seehoferversteher

Int.: The Crimea was not allowed to declare independence from Ukraine. That was against international law.

Von Wagner: Yeah, wait a moment. Doesn’t Scotland want to declare independence in six months’ time? Is that also forbidden then?

Int.: No, that’s a force majeure: no one should be forced to eat English food.

Von Wagner: I had read that there is no general ban on one-sided declarations of independence.

Int.: Who’s been saying that then? Apparently someone who hasn’t the faintest idea of international law.

Von Wagner: Yes, the International Court on Kosovo.

Int.: Kosovo and the Crimea just cannot be compared. Look, Barack Obama explained that. In Kosovo there was a referendum presided over by the UN.

Von Wagner: Uh huh. But why was it okay to hold a referendum in Kosovo and not in the Crimea?

Int.: Because in Kosovo there never was a referendum.

Von Wagner: Uh, because… what? Then Obama lied?

Obama lügt

Int.: Yes, but that sounds a bit anti-American.

Von Wagner: Forgive me, how can it be expressed otherwise? Almost each of the West’s grounds for going to war in recent years has afterwards been exposed as a lie: Kosovo, Iraq War 1, Iraq War 2, weapons of mass destruction, hundreds of thousands of dead. Honestly, how can anyone still believe in the West?

Int.: You have to believe in it.

Von Wagner: But if everything up to now has been a lie, then our values are also a lie.

Int.: No, no, no our Western values: votes…

Von Wagner: …lies, weapons of mass destruction…

Int.: Exactly, they mustn’t fall into the wrong hands.

Von Wagner: Ah, and that’s why Putin isn’t allowed to contravene international law or lie or hold referendums, although he does. ‘Cause when the bad guys do something bad, it’s bad. When the good guys do something bad, it’s good.

Int.: And we’re the good guys.

Von Wagner: Ah, now I finally get that film, Captain America 2. One of the characters asks, “How can I tell the bad guys from the good guys?” And the reply is, “If you’re shooting at them, they’re bad guys.”

Int.: Yes, your values are perfectly in order now.

http://www.youtube.com/watch?v=kwD_xrHcnOk

 

Putin gardening

Die Männerfreundschaft Schröder-Putin – Bazon Brock 3sat 30.04.2014

Mod.: Ich begrüße in Berlin den Philosophen und Künstler Bazon Brock. Guten Abend Herr Brock.

Brock: Guten Abend Frau Mendelsohn.

Mod.: Herr Brock, ein Foto sorgt für einen Skandal. Das Foto zeigt eine Männerfreundschaft, nämlich die zwischen Putin und dem ehemaligen Bundeskanzler Schröder. Zarenbegünstigung, Geschmacklosigkeit, was meinen Sie denn?

Brock: Ja, das ist nichts anderes als ein Zeichen unserer Verkommenheit, nämlich unserer im Westen. Die Verkommenheit der Empörer, die nicht im Traum daran denken, ihr eigenes Verhalten so zu beurteilen, wie sie das Verhalten von Putin und Schröder beurteilen. Denn dann kämen sie sicher zu einer anderen Konsequenz.

Mod.: Was ist dieses Verhalten?

Brock: Hier ist gerade ein Staatssekretär aus dem Einflussbereich der Kanzlerin, der für die Bundesbahn zuständig war, in eine Sonderrolle übergewechselt bei der Bundesbahn. Da gab es so ein bisschen Getue, aber sonst, was haben wir denn da zu beklagen, wenn Herr Schröder sich mit Herrn Putin umarmt?

Mod.: Herr Brock, haben Sie hier wirklich nichts zu beklagen? Ist es nicht… Also hier geht es nicht nur um Freundschaft, hier geht es nicht nur um Macht, sondern es geht eben auch und Sie haben es ja gerade angesprochen, es geht auch um Geld. Es geht darum, dass diese Männerfreundschaft den, wenn man es mal pointiert und zugespitzt ausdrückt, den Herrn Schröder reich gemacht hat.

Brock: Wo geht es im Westen nicht um Geld? Ich habe noch nicht entdeckt, dass es hier irgendetwas gäbe, wo es nicht um Geld geht. Das sind alles heuchlerische Angriffe. Herr Schröder hat zum Beispiel im Hinblick auf seine Aussage, Putin sei ein lupenreiner Demokrat, dann vollkommen Recht, wenn wir uns hier einen lupenreinen Demokrat, wie Herrn Berlusconi in einem völlig rechtsstaatlichen Prinzipien Hohn sprechenden Land, wie Italien, gönnen, hinnehmen und ohne ein Wort als Stammbelegschaft und Zeuge der europäischen Vereinigung sehen, wo ist der Unterschied zu Herrn Berlusconi und Herrn Putin?

Mod.: Herr Brock, wir sprechen über hohe Werte. Wir sprechen über Freundschaft und wir sprechen auch über Verlässlichkeit. Wenn man Ihnen zuhört, müsste man sagen, alles Humbug.

Brock: Natürlich ist es Humbug und zwar löst es unsere eigene Position auf. Wir können uns selbst nicht mehr ernst nehmen in unserer Anklage, in unserem Lamento über das, was in der Welt an unrechten Dingen geschieht, undemokratischen Verfahren vorgenommen wird, weil wir selber den Vorwand dafür liefern, dass man uns nicht mehr ernst nimmt. Denn das, was wir den Herrschaften vorwerfen, praktizieren wir doch hier alle selbst.

Mod.: Was halten Sie von Herrn Epplers Gedanken, dass man also den Putinverstehern erst einmal Recht geben muss, dass man erst einmal verstehen muss, bevor man anklagt. Aber muss man gleich Schampus trinken, muss man gleich sozusagen in ein lukratives Geschäft mit der anderen Seite gehen, kaum ist man aus seiner politischen Position heraus?

Brock: Also, hier bei uns wird doch auf alles der Schampus erhoben, sogar auf Beerdigungen. Also, das spielt keine Rolle, ob Schampus oder Wodka, spielt keine Rolle. Es geht um die ernsteren Sachverhalte. Man muss zum Beispiel wissen, dass Kiew die Mutter Russlands ist, denn der Kiewer Rus ist die von den Wikingern gegründete Keimzelle des russischen Reiches. Es ist ja eine Wikinger-Erfindung. Rus hieß das Ruder am Wikinger-Boot und von diesem Wikinger-Bootruder hat Russland seinen Namen. Kiew ist also ein Garant dafür, dass dieses große Konzept des dritten Roms, des Imperium, des russischen Imperium überhaupt noch historisch gewürdigt werden kann. Wer weiß hier noch, was die Verpflichtung zum dritten Rom war. Wenn man Putin imperiale Gesten vorwirft, versteht man gar nicht, dass er selber in einem Sachzwang der Orientierung, auf diesen historischen Gedanken leben muss, sonst ist seine Herrschaft verloren. Es ist ein Sachzwang, der ihn selbst zur Erfüllung dieser historischen Denkform oder sagen wir Wirkungsform zwingt.

Mod.: Aber sogar so ein pragmatischer Mann, wie Herr Steinmeier, unser Außenminister, ist doch entsetzt und enttäuscht, sagt er, weil eine so verlässlich wirkende politische Architektur, wie die zwischen Europa und Russland, so schnell zusammengebrochen ist. Ist auf das alles kein Verlass?

Brock: Das ist alles nur zusammengebrochen für die Leute, die völlig irreale Politik betrieben, die nie wussten, dass Politik nicht ein Wunschkonzert ist, sondern harte Konfrontation mit der Wirklichkeit. Und Wirklichkeit ist nur das, worauf wir keinen Einfluss mit unserm Belieben haben. Wer sich mal eben so schön die Welt zu Recht, nach seinen Vorstellungen, zurechtbiegt, ist eben kein Politiker. Wer nicht damit gerechnet, dass jederzeit diese Konfrontation wieder auftaucht, hat überhaupt kein Recht als Politiker zu sprechen. Der kann in einen Ortsverein für Behübschung von Gartenkonzerten führen, aber nicht die Politik. Es ist eine schändliche Blamage für die westliche Politik, für das Verständnis unserer, unser Verständnis hier, dass er mit solchen Argumenten glaubt, Herrn Putin in die Parade fahren zu können.

Mod.: Herr Brock, Sie sind ein so erfahrener Mann. Sie kennen doch das Konzept der politischen Männerfreundschaft. Wir haben ganz berühmte Männerfreunde, auch in den letzten 50 oder 60 Jahren erlebt. Das war Adenauer und Ben Gurion, vor allem Kohl natürlich und Mitterrand, Wehner und Honecker. Wir Frauen sind da ein bisschen neidisch. Was ist das, was die Männer da verbindet und wie macht man das?

Brock: Eigentlich die wechselseitige Erfahrung von Angst des Scheiterns. Man holt sich sozusagen Beistand vom Gegner, denn sie wissen, der Gegner ist nur der Freund in einer anderen Gestalt. Der Gegner arbeitet untergleich den Prämissen, wie man selbst. Hat den selben Zwängen sich zu konfrontieren, ist nicht frei in seinen Entscheidungen und diese innere Logik des politischen Handlungsdrucks muss man verstehen, um so jemanden, wie Putin oder irgendeinen anderen, auf der anderen Seite Obama beispielsweise, einigermaßen gerecht, das heißt zweckdienlich zu beurteilen und das fehlt uns hier. Es kommt mir hier vor, als ob Politik zum Wetterzauber geworden ist. Jahrtausende haben die Leute mit ein bisschen Brimborium versucht die Götter zur Einflussnahme auf das Wetter zu beurteilen. Das ist keine Politik, sondern man richtet sich darauf ein, dass man nicht nach Belieben das Wetter bestimmen und dann wird man mit Intelligenz mit diesen prinzipiell nicht lösbaren Problemen umgehen. Man wird Gesichtscreme und Regenkleidung entwickeln. Das ist die intelligente Form des Umgangs mit prinzipiell unlösbaren Problemen, mit dem, was sich nicht uns beugt, was Wirklichkeit ist und unserem Belieben eben nicht unterliegt. Und das hat man vergessen. Die Blamage vor 1989, vor 1991, Untergang Sowjetunion, ist eben die, dass wir glaubten, auf die Wirklichkeit verzichten zu können. Alles geht, wir machen, was wir wollen, die Welt ist unser. Uns kümmert gar nichts mehr, wir machen Globalisierung, wir zwingen jedem unsere Gesichtspunkte auf. Wäre ja noch schöner, wenn irgendjemand wagen soll… Ja, die Wirklichkeit selber wagt es. Die inneren Logiken, Gesichtspunkte der geschichtlichen Entwicklung, die sagen, die Evolution selbst sagt es.

Mod.: Ja, ein Prosit auf die Wirklichkeit. Ich danke Ihnen sehr für dieses Gespräch Herr Brock, vielen Dank.

Brock: Ja, ein bisschen schnell.

http://www.youtube.com/watch?v=c5gmLk-OzDk

 

The Male Friendship between Putin and Schröder – Bazon Brock 3sat 30.04.2014

Int.: I’d like to welcome the philosopher and artist Bazon Brock from Berlin. Good evening Herr Brock.

Brock: Good evening Frau Mendelsohn.

Int.: Herr Brock, photos create scandals. The photograph in question shows a male friendship, the one between Putin and the former chancellor Schröder. Supporting a tsar, lack of taste, what do you say?

Brock: That’s nothing other than a sign of our own squalidness, ours in the West – the squalidness of the rebels who wouldn’t even dream of judging their own behaviour in the way that they judge Putin and Schröder’s behaviour. For then they would certainly come to another conclusion.

Int.: What is this behaviour?

Brock: Here a secretary of state from the chancellor’s sphere of influence, who was responsible for the Bundesbahn, has taken on a special role for the Bundesbahn. There was a bit of fuss but otherwise what have we to complain about if Herr Schröder embraces Mr. Putin?

Int.: Herr Brock, do you really have nothing to complain about? Is it not… I mean it’s not just about friendship, it’s not just about power, it’s also about – and you’ve just touched on it – it’s also about money. It’s about the fact that this friendship between men, to put it bluntly, has made Herr Schröder rich.

Brock: Where in the West is it not all about money? I am yet to discover anything here that is not concerned with money. These are all duplicitous charges. Herr Schröder, for example, as regards his statement that Putin is a flawless democrat, is absolutely right if we are to indulge in a flawless democrat like Berlusconi in a country that is a complete mockery of constitutional principles such as Italy, take him in and consider him without comment as a core force and witness of European integration. Where then is the difference between Mr. Berlusconi and Mr. Putin?

Int.: Herr Brock, we’re talking about higher values. We’re talking about friendship as well as dependability. Listening to you, one would have to say it’s all humbug.

Brock: Of course it’s humbug and it even weakens our own position. We can no longer take ourselves seriously in our accusation, in our lament about the unjust things that go on in the world, about the undemocratic methods that are employed because we ourselves provide the pretence for no longer taking us seriously. Because the things we accuse our leaders of doing, we in fact all indulge in ourselves.

Int.: What do you think of Herr Eppler’s opinion that one has to give the Putin supporters the benefit of the doubt, should understand them before reproaching them? But does one really have to start off by drinking champers, is it right to go straightaway as it were into a lucrative business with the enemy as soon as one is out of his political position?

Brock: Well, over here we open up the champers on any occasion, even at funerals, so that’s not of consequence, whether champers or vodka, it’s inconsequential. It’s about the more serious issues. One should know, for example, that Kiev is the mother of Russia. You see, Kievan Rus is the central core of the Russian Empire that was founded by the Vikings. It’s really an invention of the Vikings. ‘Rus’ was the name of the rudder on Viking boats and from this Viking boat rudder Russia got its name. Kiev, therefore, is a guarantor that this great concept of the third Rome, the empire, the Russian Empire can in any way still be historically acknowledged. Who knows nowadays what the obligations of the Third Rome were? If we accuse Putin of acts of imperialism we really do not understand that he himself must live within the practical constraints of orientating himself around this historical concept, otherwise his power is lost. It is a practical constraint that forces him to fulfil this historical way of thinking, or shall we say way of acting.

Int.: But even as pragmatic a man as Herr Steinmeier, our foreign minister, is appalled and disappointed, he says, because as reliable a political architecture as the one between Europe and Russia has collapsed so quickly. Can none of this be relied upon?

Brock: It is only for the people who pursue utterly unrealistic politics that everything has collapsed, for those who never knew that politics is not all beer and skittles but hard confrontation with reality. And reality we cannot simply influence at will. Whoever bends the world into submission according to his own beliefs is no politician. Whoever fails to realize that this confrontation resurfaces all the time, he has no right to speak as a politician. He can lead a local community for the beautification of garden exhibitions but he cannot speak as a politician. It is a shameful disgrace for Western politics, for the understanding of our, our understanding here, that he believes himself able to rain on Putin’s parade with such arguments.

Int.: Herr Brock, you are an experienced man. You are familiar with the concept of a political friendship between men. We have experienced very famous male friends, even in the last fifty or sixty years. There were Adenauer and Ben Gurion, especially of course Kohl and Mitterand, Wehner and Honecker. We ladies are somewhat jealous. What is it that binds men in such a way and how can that be done?

Brock: Really it’s the mutual experience of fear of collapse. One takes as it were support from opponents, because they know that an opponent is only a friend in another guise. An opponent works on the same premises, is also forced to confront himself, is not free in his decisions. One has to understand this inner logic of political pressure to act in order to judge at least partially correctly, that is appropriately, someone like Putin or someone else, such as Obama on the other side, for example. It seems to me as though politics has been reduced to uttering incantations for good weather. For thousands of years people have tried with a bit of fuss to condemn the Gods for influencing the weather. That’s not politics. One should prepare himself for not being able to influence the weather at his will, and then he will intelligently go about this, in principle, unsolvable problem. He will invent face cream and weatherproof clothing. That is an intelligent way of approaching unsolvable problems, with things that do not bow to us, which are reality and not subject to our will. And that has been forgotten. The disgrace of 1989, of 1991, the collapse of the Soviet Union, is precisely the disgrace of believing that we could do without reality. “Everything’s fine, we do what we want, the world is ours. Nothing at all bothers us anymore, we’re globalising, we’re forcing our point of view on everyone. It would be even better if someone should dare…” Well, reality itself dares. The inner logic, considerations of historical development, they say, evolution itself says it.

Int.: Yes, a toast to reality. Thank you very much for this conversation Herr Brock, thank you.

Brock: Yes, a little quick.

http://www.youtube.com/watch?v=c5gmLk-OzDk

Huston

“Was heißt es zu Fuß gehen, Huston? Welche zum Teufel Sanktionen?!!“

„What does it mean walk? What fucking Sanctions?!!”

 

SWR, 3 Mai 2014, Menschen der Woche – Frank Elstner interviewt Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz über Ukraine, Russland und Medien.

http://x2t.com/304237

Mod.: Herzlich Willkommen Dr. Gabriele Krone-Schmalz. Ich muss ganz schnell ein Kompliment Ihrem Mann machen. Der hat das wieder toll hingekriegt.

Krone-Schmalz: Der ist überhaupt toll.

Mod.: Damit ist Ihre Frisur gemeint, denn seit vielen Jahrzehnten schneidet Ihr Mann, obwohl er Bauingenieur ist, Ihnen die Haare.

Krone-Schmalz: Richtig.

Mod.: Hat das Sparsamkeitsgründe?

Krone-Schmalz: Sie haben es sofort auf den Punkt gebracht. Nein, das hatte die Gründe, dass meine langen Haare langsam mit Spliss irgendwie nicht mehr so schön waren und der kam auf die grandiose Idee, dass mir eine Kurzhaarfrisur stehen könnte. Das habe ich nicht ganz ernst genommen, aber er hat mich dann, wie Sie sehen, überzeugt und ich könnte mir jetzt nichts Besseres und Praktischeres vorstellen.

Mod.: Das ist jetzt Ihr Markenzeichen geworden.

Krone-Schmalz: Ja.

Mod.: Nicht nur im Fernsehen, auch da, wo Sie unterrichten. Sie haben einen Lehrstuhl, eine Professur in Iserlohn. Was unterrichten Sie da?

Krone-Schmalz: Journalistik und TV.

Mod.: Das ist ein großes Thema.

Krone-Schmalz: Ja, es ist deshalb ein großes Thema, weil ich der festen Überzeugung bin, dass Demokratien nur funktionieren können, wenn man im doppelten Sinne anständigen Journalismus macht.

Mod.: Dann müssen Sie mir heute dabei helfen. Ich bin kein politischer Journalist, aber Sie sind es. Sie kennen sich viel besser aus in Russland und in der Ukraine. Sie haben viele Freunde in Russland. Manche Menschen werfen Ihnen das vor.

Krone-Schmalz: Auch in der Ukraine.

Mod.: Auch Freunde in der Ukraine. Manche werfen Ihnen das vor, andere wiederum freuen sich darüber, dass Sie so gute Verbindungen haben. Kann man davon sprechen, Sie haben Ihr eigenes Netzwerk?

Krone-Schmalz: Ja natürlich. Selbstverständlich. Denn dieses Thema, von dem wollte ich mich nicht verabschieden aus gutem Grund. Bin froh, dass ich mich so entschieden habe und das funktioniert natürlich nur, wenn man in alle Richtungen die Fühler ausstreckt und für alles auch offen ist.

Mod.: Das mit dem für alles offen, das müssen sich einige noch hinter die Ohren schreiben lassen. Sie werfen ja einem Teil des deutschen Journalismus vor, dass man so eine Feind-Freund-Propaganda beschreibt und dass es so wenig Zwischentöne gibt. Und ich habe Sie eingeladen als es darum ging, die OSZE-Geiseln zu beschreiben und glücklicherweise ist ja heute Morgen die gute Nachricht gekommen, dass sie freigelassen worden sind, aber die für mich schlechte Nachricht ist, dass Sie mir sagen, das sind gar keine OSZE-Geiseln. Was sind sie denn?

Krone-Schmalz: Also, sagen wir so, man muss ja erst einmal immer Bekenntnisse abgeben, damit man nicht in die falsche Schublade einsortiert wird. Egal, wer als Geisel genommen wird, das ist schlimm und furchtbar und man kann sich nur freuen, wenn diese Menschen unverletzt freikommen. Ich habe aber als Journalist gelernt und ich bin ja kein Politiker. Bei denen gelten andere Regeln. Ich habe als Journalist gelernt, dass man sehr präzise mit der Sprache umgeht und dass man auch die Hintergründe versucht rauszufinden und Fakt ist und da geht überhaupt kein Weg dran vorbei. Fakt ist, dass die Militärbeobachter, die da in Geiselhaft geraten sind, nicht im Auftrag der OSZE unterwegs waren. Das hat sogar der Leiter dieser Mission, der zwei Tage bevor sie in Geiselhaft genommen worden sind, in einem Interview auch bestätigt. Und das hat in der Nacht, als die Geiselnahme gewesen ist, in der Nacht wurde sofort der Leiter des Krisenpräventionszentrum der OSZE dazu befragt und man hat ihm quasi vorgeworfen, „Machen Sie denn keine Risikoabwägung für Ihre Leute? Wie kann denn so was sein?“ und er hat ganz eindeutig, das lässt sich nachlesen, das habe ich mir nicht ausgedacht, er hat ganz eindeutig gesagt, „Ja, wenn das unsere Leute gewesen wären, dann hätten wir auch eine Risikoabwägung gemacht, aber es sind nicht unsere Leute“. Es ist eine bilaterale Geschichte und der entscheidende Punkt ist auch der, diejenigen die von der OSZE geschickt worden sind, das sind ungefähr 130 und denen ist bis jetzt, dem Himmel sei Dank, nichts passiert, aus gutem Grund wohl. Diejenigen sind zivile Beobachter und diese, die da in Geiselhaft geraten sind, sind Militärbeobachter. Nun, habe ich noch ein bisschen um die Kurve?

Mod.: Ich höre Ihnen gespannt zu.

Krone-Schmalz: Ich versuche es so einfach wie möglich. Deswegen, das ist immer so schwierig. Das eignet sich meistens nicht für Schlagzeilen, aber es wichtig, das auseinanderzuhalten. Diese, wenn Menschen versuchen, so zu argumentieren, dass es doch von der OSZE gedeckt ist, dann machen die das folgendermaßen, dann sagen die, die sind auf der Basis des Wiener Abkommens, des Wiener Dokuments, was ein Dokument der OSZE ist, dort in der Ukraine. Nur dieses Dokument beschreibt folgendes: Militärbeobachter und dann bitte in Uniform und nicht so wie die in zivil. Diese Militärbeobachter sind dann dafür da, Manöver zu beobachten. Sie sind dafür da, reguläre Truppenstützpunkte zu beobachten, zu kontrollieren, darüber ihre Berichte zu schreiben, aber eben nicht in einer solchen Gegend so unterwegs zu sein. Es hat da niemand gewusst und dann ist es nicht so ganz geschickt, wenn man in einer so angespannten Situation ausgerechnet, bis auf einen, eines NATO-Militärs in zivil da rumlaufen lässt, von dem niemand was weiß. Das entschuldigt nichts, was die Geiselnahme betrifft, aber es erklärt politisch einiges und ich finde, da sind Journalisten für da, das auseinander zu nehmen.

Mod.: Jetzt kam ich mir ein bisschen vor, wie einer Ihrer Studenten, der einfach seinem Professor glaubt, aber…

Krone-Schmalz: Ich kann es ja beweisen, ist ja nicht so…

Mod.: Ist das denn heute ein großer diplomatischer Fortschritt? Ist das ein Fortschritt von Herrn Steinmeier zum Beispiel?

Krone-Schmalz: Also, dass sie frei sind, ist eine grandiose Leistung. Ich will mich da nicht zu sehr aus dem Fenster hängen, aber ich traue Herrn Steinmeier eine Menge zu, weil er einer der wenige besonnenen Politiker ist und nach meinen Informationen hat er auch eine ganz wesentliche Rolle gespielt und teilweise wird es ja auch so gesagt. Wladimir Lukin, das ist der Menschenrechtsbeauftragte, schon seit ewigen Zeiten, aus Moskau und der hat da richtig gut auch mitgearbeitet. Hauptsache sie sind jetzt frei.

Mod.: Ich würde Sie gerne über einen anderen Menschen befragen. Das Bild von Putin bei uns wird ja eigentlich so dargestellt, dass das ein Teufel ist, dass der Mann ein Großreich wieder schaffen möchte, dass er machtbesessen ist. Sie zeichnen ein anderes Bild von ihm.

Krone-Schmalz: Ja, sagen wir so, ich habe überhaupt keine Veranlassung alles was Putin macht, in irgendeiner Form zu rechtfertigen. Das liegt mir fern. Es geht auch gar nicht darum, ob einem jemand sympathisch oder nicht sympathisch ist, das ist ja kein Kriterium im Journalismus, aber es geht darum, dass man versucht im Journalismus, wie gesagt, Politik ist möglicherweise ganz was anderes. Aber dass man im Journalismus versucht, Dinge zu analysieren, Interessen offenzulegen und nicht anfängt, etwas zu dämonisieren, weil sich eine bestimmte Person so eignet. Ich kann es nicht verstehen, dass immer was mit Russland zu tun hat, da heißt es Putin macht, Putin tut, Putin das. Überlegen Sie mal in irgendeinem anderen Land der Welt, macht man das nicht. Man sagt die USA, man sagt nicht Obama, man sagt Frankreich, man sagt nicht Hollande oder so. Also das sollte uns schon stutzig machen und Fakt ist und das lässt sich ja auch herleiten, Fakt ist, dass nach dem absoluten Chaos unter Jelzin, davon machen sich die Menschen hier nicht so wirklich eine praktische Vorstellung, da gab es nichts mehr an Staatlichkeit. Dass nach dem absoluten Chaos unter Jelzin, Putin es wenigstens geschafft hat, diese Staatlichkeit wieder herzustellen und vor allen Dingen den Menschen irgendwie auch so was wie einen Glauben daran zu geben, dass sie nicht der letzte Dreck sind, wenn ich es mal so sagen darf, ja.

Mod.: Meine Feinde sagen jetzt, warum gibt er ihr die neue Stimme des Propagandaministeriums in Russland. Wie kommt es dazu, dass Sie ein so herzliches Verhältnis zu den Russen haben?

Krone-Schmalz: Das muss man auseinanderhalten. Das herzliche Verhältnis zu Menschen, die ich da kenne, mit denen mich seit Jahren und Jahrzehnten eine Freundschaft verbindet, da gab es Putin noch nicht in der Funktion, das ist das eine. Davon darf ich mich aber als Journalist nicht beeindrucken lassen, sondern ich muss versuchen, so unvoreingenommen wie möglich Interessen auf den Grund zu gehen und ich war schon als junges Mädchen nicht so blöde zu glauben, dass auf der einen Seite der Welt die Guten und auf der anderen Seite die Bösen leben und das muss man versuchen klarzumachen. Wissen Sie, was mich irritiert und gleichzeitig sehr sehr freut, der Unterschied zwischen dem was veröffentlicht wird und dem was in der öffentlichen Meinung vorherrscht, ist mittlerweile derart groß, dass es dazu ja auch schon Sendungen gibt und das macht mir insofern Sorge, wenn Menschen nicht mehr glauben, was in den Medien informiert wird, wenn Menschen auch Politikern nicht mehr glauben, dann fliegt uns unser wunderschönes System Demokratie früher oder später um die Ohren.

Mod.: Was mich nervös macht, ist dass 72 % unserer Bevölkerung Angst haben vor einem neuen kalten Krieg. Können Sie das verstehen?

Krone-Schmalz: Ja klar kann ich das verstehen. Das ist ja, ich meine in unserem Land, wir haben, also ich Gott sei Dank nicht, ich bin günstig geboren, aber in unserem Land haben die Menschen erlebt, was es heißt Krieg zu haben und Krieg zu führen. In Russland und in der Ukraine haben die Menschen erlebt, was es heißt, Krieg zu haben, Krieg zu führen, Menschen zu verlieren, Leid zu haben und dass man dann Angst davor hat, noch dazu, wenn wir ja in diesem Jahr 100 Jahre, vor 100 Jahren hat der erste Weltkrieg begonnen, dann kann man schon ins Grübeln kommen, welche irrsinnigen Dinge in der Lage sind, Kriege auszulösen.

Mod.: Kommen wir mal zu einem ganz anderen Thema, obwohl es ja mitten in der Ukraine ist, nämlich zum Thema der Krim. Sie haben gesagt, diese Geschichte kann man eigentlich nur wirklich besprechen, wenn man weiß, was früher war und man sich nicht immer nur an dem Istzustand orientiert. Können Sie uns das und jetzt stell ich mir einfach wieder vor, ich bin einer Ihrer Studenten, erklären?

Krone-Schmalz: Das ist ganz schwierig, das auf einen Punkt zu bringen. Ich komme immer wieder darauf zurück, dass es wichtig ist, die richtigen Begriffe zu benutzen. Also ich werde jetzt nicht die Geschichte der Krim so im Schnelldurchgang Revue passieren lassen können, aber Fakt ist, dass die Krim Jahrhunderte lang russisch war. Fakt ist, dass Nikita Chruschtschow, der damalige Generalsekretär, 1954 die Krim in einem Akt der weiß ich nicht was, der Ukraine zugeschlagen hat. Innerhalb der Sowjetunion spielt das ja auch keine große Rolle. Wenn sich aber oder vielleicht das noch dazu: Es war ein sehr heikles Thema als die Sowjetunion auseinander gebrochen ist, was mit der Krim passiert, denn da war ja nun mal die Schwarzmeerflotte. Die musste da ja irgendwo untergebracht werden auf zivilisierte Art und Weise. Das ist dann auch in entsprechenden Verhandlungen gelungen, da einen Sonderstatus für zu schaffen. Das ist so lange ruhig geblieben, so lange sich die geopolitische Lage nicht ändert. Wenn die sich aber derart ändert, jetzt aus russischem Blick, ich versuche es ja nur zu erklären, wenn die sich derart ändert aus russischem Blick, dann ist das eine ganz heikle Geschichte und es wäre, ich bin immer dafür Ursache und Wirkung nicht zu verwechseln, es wäre ein Leichtes gewesen zu einem sehr sehr frühen Zeitpunkt, Mitte vergangenen Jahres, Ende vergangenen Jahres, als es um das EU-Assoziierungsabkommen ging, ich sage mal platt, Brüssel, Moskau und Kiew an einen Tisch zu setzen. Das haben ja auch einige gewollt, aber einige eben nicht und deswegen sind wir heute da, wo wir jetzt sind. Es wäre mit Sicherheit vermeidbar gewesen, denn eins und das kommt mir auch zu kurz, es ist mühsam so ein EU-Assoziierungsabkommen zu lesen, aber es empfiehlt sich, wenn man es beurteilt. Und wenn man sehen konnte, zu einem frühen Zeitpunkt, dass dieses Ding die Ukraine zerreißt, weil es ist nicht sehr intelligent, dieses Land dazu zu bringen, sich zwischen West und Ost entscheiden zu müssen. Dafür sind die wirtschaftlichen Verbindungen zu Russland viel zu massiv. Das hilft niemandem.

Mod.: Was können solche Menschen, wie Sie, dazu beitragen, dass es hier eine Erleichterung gibt in der Beziehungsbeurteilung?

Krone-Schmalz: Ich versuche einfach das, was ich weiß und das, was ich recherchiere als freier Mensch, ich fühle mich frei und tu das so, ist manchmal nicht ganz einfach, einfach die Dinge zu verbreiten, so gut es geht und versuche auch etwas zu machen, was Medien normalerweise per se nicht so gut können. Medien sind eigentlich eher Eskalationsmittel, weil wir gucken ja immer dahin, wo es brennt oder wo irgendwas Dolles los ist. Aber auch mal Journalismus dazu zu nutzen, zu deeskalieren. Ein bisschen gelassener den Blick und vor allen Dingen nicht einseitig den Blick. Es gibt Interessen auf der einen und es gibt Interessen auf der anderen Seite und manche Dinge sind so simpel. Dieses Genfer-Abkommen zum Beispiel. Warum geht nicht Herr Obama und Herr Putin zusammen in die Ukraine und sagen so und die werden entwaffnet, Kiew drum rum und die werden entwaffnet in der Ostukraine. Das wäre doch mal ein Zeichen.

Mod.: Ein Vorschlag von Ihnen. Ich danke, dass Sie zu mir gekommen sind. Es hat mir Spaß gemacht, Ihnen mal zuzuhören und die aktuelle Situation mal vielleicht etwas anders kommentiert gehört zu haben, als ich das bisher gewohnt war. Vielen herzlichen Dank Dr. Gabriele Krone-Schmalz.

http://www.youtube.com/watch?v=6JeYn-CNzrk

 

 

SWR, 3rd May 2014, People of the Week – Frank Elstner interviews Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz on Ukraine, Russia and the Media

http://x2t.com/304237

Int.: Welcome Dr. Gabriele Krone-Schmalz. I just have to quickly compliment your husband. He’s done it again.

Krone-Schmalz: He’s generally wonderful.

Int.: I’m talking about your haircut, as your husband has cut your hair for many decades, despite being a civil engineer.

Krone-Schmalz: That’s right.

Int.: Is that to economise?

Krone-Schmalz: You’ve hit the nail on the head. No, it’s because my long hair didn’t look so great anymore with split ends and he had the wonderful idea that a short haircut might suit me. I didn’t take him very seriously, but as you can see he talked me around and now I couldn’t imagine anything better or more practical.

Int.: It’s become something of a trademark.

Krone-Schmalz: Yes.

Int.: Not just on television but also where you teach. You have a teaching position, you’re a professor in Iserlohn. What do you teach?

Krone-Schmalz: Journalism and television.

Int.: That’s a big topic.

Krone-Schmalz: Yes, it’s a big topic because I am firmly convinced that democracy can only work where there is decent journalism, in both senses of the word.

Int.: Then you’re going to have to help me today. I’m no political journalist but you are. You know your way around Russia and Ukraine far better than I. You have many friends in Russia. Some people reproach you for that.

Krone-Schmalz: In Ukraine too.

Int.: Friends in Ukraine too. Some people reproach you whilst others rejoice that you have such good connections. Is it fair to say that you have your own network?

Krone-Schmalz: Yes of course, as this is a topic I did not want to turn my back on, for good reasons. I’m pleased that I made that decision and that of course only works if you send out your feelers in all directions and are open to everything.

Int.: About being open to everything, some people still need to take that in. You’ve accused journalism in Germany in part of depicting a friend or foe propaganda and that there’s so little in between. I invited you to talk about the OSCE hostages and happily the good news came in this morning that they have been released but the bad news for me is that you’re telling me they’re not OSCE hostages at all. Who are they then?

Krone-Schmalz: Well let’s put it this way. One has always to initially make commitments to avoid being sorted into the wrong box. Regardless of who is taken hostage, that is awful and horrifying and we can only rejoice when hostages are freed unscathed. I’ve learnt as a journalist and I’m no politician – they play by different rules – as a journalist I’ve learnt that one should be very precise with one’s wording and should try to find out the background and the facts and there’s no way around that. The fact is that the military observers who were taken hostage were not operating under the auspices of the OSCE. This was even confirmed by the leader of this mission who was interviewed two days before they were taken hostage. And in the night on which the hostages were taken, that night the leader of the OSCE Crisis Prevention Centre was asked about it and virtually blamed for it, “Don’t you make risk assessments for your people? How can that be?” And he said very definitely, this can be read, I haven’t made it up, he said, “Yes, if they had been our people we would have done a risk assessment, but they’re not our people.” It’s a two-sided story and the deciding point is also this: up until now, thank heaven, nothing has happened to those who were sent by the OSCE, that’s around 130, and for good reason. They are civilian observers and the ones who were taken hostage are military observers. Have I gone off track?

Int.: I’m fascinated.

Krone-Schmalz: I’m trying to be as simple as possible. That’s why it’s so difficult. This isn’t suited to headlines but it’s important to differentiate. When people try to argue that these people really do come under the OSCE they do it thus: they say that they are there in Ukraine on the basis of the Vienna Document, an OSCE document. Now this document describes the following: military observers (and in uniform please – not the ones in civilian clothing) are there to observe manoeuvres. They are there to observe regular military bases, to check them, to write their reports about them but not to be on the move in such an area. No one was aware of this and it’s not so smart in as tense a situation as this to let people from the NATO military that no one knows about wander around in civilian clothing. That doesn’t excuse anything as far as the hostage situation is concerned but it explains quite a lot politically and I find that journalists are there to break this down.

Int.: I’ve been coming across a bit like one of your students, who simply believes his professor, but…

Krone-Schmalz: I can prove it, it’s not as though…

Int.: Has today been a big step forward diplomatically? Is it a step forward for Herr Steinmeier, for example?

Krone-Schmalz: That they’re free is a terrific achievement. I don’t want to stick my neck out too far here but I trust Herr Steinmeier quite a long way because he is one of the few level headed politicians and according to my information he has played a very great role and sometimes this is also said. Vladimir Lukin, he’s been the human rights commissioner in Moscow for years and has also cooperated very well. The main thing is that they’re now free.

Int.: I’d like to ask you about another person. Our image of Putin – he’s presented as a devil, he wants to create another empire, power has gone to his head. You paint a different picture of him.

Krone-Schmalz: Well let’s put it this way, I have absolutely no motive for justifying everything that Putin does. That’s not my agenda. It’s also irrelevant whether someone comes across as sympathetic or not, that’s no criterion in journalism. In journalism it is about – as I say it might be completely different in politics – but in journalism we try to analyse things, to disclose interests and not begin to demonise someone because he’s a target. I cannot understand that whenever something has anything to do with Russia we hear, “Putin does, Putin says, Putin this, Putin that.” Think about it – there isn’t another country in the world where we do the same. We say the USA, not Obama, we say France, not Hollande or anything. So that should put us on our guard and it’s a fact – and this can be deduced, it’s a fact that after the absolute chaos under Yeltsin, the extent of which people here can’t really imagine, Putin at least managed to reintroduce statehood and above all to somehow allow people to believe that they’re not the scum of the world, if I may say so, yes.

Int.: My enemies are now saying, “Why is he giving her the new voice of the ministry of propaganda in Russia?” How is it that you have such a warm relationship with the Russians?

Krone-Schmalz: One has to differentiate. The warm relationship with people I know, to whom friendship has connected me for years and decades – at that time Putin was not yet in power – that’s one thing. As a journalist, however, I must not let myself be influenced by that. On the contrary I have to try as impartially as possible to get to the bottom of different motives and even as a little girl I wasn’t stupid enough to believe that on one side of the world live the good guys and on the other side the bad guys and one has to try to understand that. You know, what irritates me and at the same time very much pleases me is that the difference between what’s been published and what the general public believe has become so great that there are already programmes about it and that concerns me insofar that if people no longer believe what they are told by the media, if people no longer believe politicians, then sooner or later our wonderful democratic system will come crashing down around our ears.

Int.: What makes me nervous is that 72% of our population fear another Cold War. Can you understand that?

Krone-Schmalz: Yes of course I can understand that. In our country we have, thank God I haven’t, I was born at the right time, but in our country people have discovered what it means to be at war, to fight a war. In Russia and in Ukraine people have discovered what it means to be at war, to fight a war, to lose people, to suffer and that people are afraid of that, especially this year, 100 years after the First World War began, makes one really start to wonder about which insane things could lead to the beginning of another war.

Int.: Let’s move onto a completely different topic, although it’s in the middle of Ukraine: the Crimea. You have said that this story can only really be discussed if one knows how things were earlier and doesn’t simply concentrate on the current state of affairs. Now imagine again that I’m simply one of your students. Can you explain that to us?

Krone-Schmalz: It’s very difficult to sum it up. I always come back to the point that it’s important to use the correct terms. Now I’m not going to be able to give a fast-forward summary of the history of the Crimea but it’s a fact that Nikita Khrushchev, the then General Secretary, in 1954 in an act of who knows what, expanded Ukraine. Within the Soviet Union that doesn’t really play much of a role. But when, or perhaps I should add that when the Soviet Union broke up it was a very sensitive issue what happened to the Crimea because the Black Sea Fleet was stationed there. It had to be accommodated somewhere in a civilized manner. And through relevant actions a special status could be created there. Everything stayed calm as long as the geopolitical situation did not change. But when it changes in such a way, now from the Russian point of view, I’m just trying to explain the situation, if it changes in such a way for the Russians, then it’s a very sensitive issue and it would be, I’m always against confusing cause and result, it would have been easy at a very, very early point in time, the middle of last year, at the end of last year, when it came to an EU association treaty, I’ll put it plainly, to sit Brussels, Moscow and Kiev down at a table. Some people wanted that, but others did not and that’s why we are today where we now stand. It would definitely have been avoidable because for one thing, and I’d say that’s come off badly too: it’s tiring to read an EU association treaty, but it’s to be recommended if you’re going to pass judgement on it and if one is to see early on that this thing will tear Ukraine in two because it is not very intelligent to force this country to decide between East and West. The economic ties with Russia are too great for that. It doesn’t help anybody.

Int.: What can people like you do to facilitate forming an opinion on affairs?

Krone-Schmalz: I simply try to spread what I know and what I have researched as a free person as best I can and at the same time try to do what the media cannot do so well. I feel free and act accordingly although sometimes it’s not so simple. The media tend to be a way of escalating things because we always look for burning news and where something hot is going on. But I also use journalism to deescalate, to take a point of view that’s a little more laid back and especially a point of view that isn’t one sided. There are motives on one side and motives on the other and some things are so simple, this Geneva Convention for example. Why do Mr. Obama and Mr. Putin not meet in Ukraine and say, “Right, they’re going to be disarmed around Kiev, and Eastern Ukraine’s going to be demilitarized too.” Now that would be a signal.

Int.: A suggestion from you. I thank you for coming. I’ve enjoyed listening to you and listening to a comment on the current situation that’s perhaps a little different to what I’ve been used to hearing so far. Many heartfelt thanks to Dr. Gabriele Krone-Schmalz.

http://www.youtube.com/watch?v=6JeYn-CNzrk

Flyer

Let us liberate the Germans / Wir befreien die Deutschen – by Sefton Delmer

„Ich möchte die Deutschen von ihren neuen Zaubervorstellungen und ihren neuen Illusionen befreit sehen.“ – schrieb Selfton Delmer vor 55 Jahren. „Zwei Mal in meinem Leben mußte ich bereits Katastrophen zuschauen und darunter leiden, die sie über sich selbst und den Rest von uns durch die tragischi Neigung der ansonsten freundlichen, intelligenten und gesetzestreuen Deutschen, sich unter ehrgeizige Zaubervorstellungen ohne politischen Realismus und ohne moralische Skrupel zu unterwerfen. Ich wollte glauben, die Deutschen seien geheilt. Ach, seit meinen wiederholten Reisen nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland, unter anderem bei der letzten, nach Bonn, Hamburg, Essen und Berlin, sehe ich Anzeichen dafür, dass Zaubervorstellungen wieder einmal mehr sich auf einem Höhenflug in Deutschland befinden, das den Wunsch hat, zu sein Glück zum dritten Mal zu versuchen, in der Überzeugung, dass diese Zeit, mit uns (Briten) und den Amerikaner hinter ihnen, sie auf der Gewinnerseite sein läßt… “

„I want to see the Germans liberated from their new illusionists and their new illusions. For twice in my life have I had to see and suffer the disasters brought upon themselves and the rest of us by the tragic readiness of the otherwise kindly, intelligent and law-abiding Germans to subject themselves to ambitious illusionists lacking political realism and moral scruple. I have wanted to believe that the Germans were cured. Alas, on my repeated trips to Germany since the war including this last one which took me to Bonn, Hamburg, Essen and Berlin I see signs that illusionists are once more riding high in Germany, eager to try their luck a third time, in the belief that this time, with us and the Americans behind them, they will be on the winning side…“

Delmer Hitler

Delmer selbst trat nach Gründung von „Gustav Siegfried eins“ nur noch in einer Sendung auf: Er antwortete jede Woche über den deutschsprachigen Dienst der BBC auf den „Kommentar zur Lage“ des Goebbelschen Chef-Propagandisten Hans Fritzsche, sobald dieser fertig war.

http://www.psywar.org/delmer/2050/1001

Als Hans Fritzsche nach der Kapitulation in Nürnberg freigesprochen wurde, weil ihm die Richter bescheinigten, er selbst habe die Lügen geglaubt, mit denen er das deutsche Volk irreführte, saß sein siegreicher Rivale (Selfton Delmer) im Zuschauerraum und meditierte, welche Strafe bei vertauschten Rollen wohl ihn getroffen hätte, „den Mann mit dem Wahlspruch: Alle unsere Lügen müssen wohl überlegte Lügen sein“.

Delmer razor blades

Nach der Urteilsverkündung schüttelte Delmer seinem Gegner Fritzsche die Hand. Die Szene wurde photographiert. Liberale und Linke empörten sich tags darauf über Delmer, der „dem Mord die Hand gereicht“ habe. Delmer heute: „Das war Spiel, Satz und Sieg für Fritzsche.“

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45124288.html

http://www.rationalgalerie.de/kritik/-haupt-ueberschrift–1.html

Flyer Soldier

Nicht „abermals“!

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29.05.14 schreibt:

„OSZE-Beobachter gefangen. Dort haben Separatisten offenbar abermals ein Team von OSZE-Beobachtern in ihre Gewalt gebracht.“, – nein, nicht „abermals“, denn zuvor waren es KEINE OSZE-Beobachter!

In meinem FAZ-Abonnement möchte ich keine solchen NATO-Propagandalügen lesen müssen!

barth-engelbart.de schreibt dazu:

(…) Eine allereinfachste Recherche (hier: Lektüre des allgemein zugänglichen Wiener Dokuments sowie der OSZE-Charta) zu der die NDR- und die ARD-Nachrichtenredakteure lt. Staatsvertrag verpflichtet waren, hätte ergeben, dass die OSZE grundsätzlich keine verdeckten Militärinspektionen durchführt, auch nicht unter dem Wiener Dokument, das im Rahmen vertrauensbildender Maßnahmen Inspektionen in “Bezeichneten Gebieten” an regulären Truppenstandorten, bei Manövern und bezüglich Hauptwaffensystemen vorsieht. Das Dokument enthält ausführliche Bestimmungen über die Gestaltung militärischer Kontaktmaßnahmen und der Zusammenarbeit (Kap. IV), schafft Transparenz durch Bestimmungen zur vorherigen Ankündigung bestimmter militärischer Aktivitäten und deren Beobachtung (Kap. V bzw. VI), z. B. auch die förmliche Ankündigung gegenüber sämtlichen OSZE-Mitgliedern; das inspizierende Militärpersonal reist grundsätzlich in Uniform, unter Führung von Hoheits- und von Dienstgrad- sowie Truppenteil-Abzeichen und Orden und jedenfalls unbewaffnet zu den Inspektionsorten.

Im hier angesprochenen Fall war bereits am 25. April bekannt (zahlreiche Quellen im Internet), dass die Gruppe in Zivil unterwegs gewesen war, sich fälschlich als OSZE-Delegation ausgegeben hatte, bewaffnet war und sogar Sprengstoff mit sich führte (Quelle lt. SZ v. 26.4.: “Regierung” in Kiew!), Aufzeichnungen über Straßensperren u.ä. gemacht hatte, was nicht vom Wiener Dokument abgedeckt ist; sie hatte sich keineswegs an definierten Inspektionsorten offiziell angekündigt und die gesamte Reise auch nicht allen OSZE-Staaten, speziell nicht der Russischen Föderation, bekannt gegeben. Sie war vielmehr heimlich in die ostukrainische Region gereist und hatte als Zweck touristisches Sightseeing-Interesse vorgegeben. (…)

http://www.barth-engelbart.de/?p=10286

 

Wer sich manchmal fragt, wie konnten die Nazis fast alle Deutsche in den Wahn ziehen, daß sie bereit waren, ganze Völker zu ermorden, der soll sich die gegenwärtigen Medienlügen der Deutschen anhören und anschauen.

Der Führer ist tot, aber die Volksgemeinschaft von damals lebt und wähnt sich in Weltrettungsphantasien, die andere das Leben kosten, weiter.

 

Not “Once Again”!

The Frankfurter Allgemeine Zeitung of 29.05.14 writes:

OSCE observers captured. It appears that once again separatists have taken control of OSCE observers. –No, not “once again”, for previously they weren’t OSCE observers!

I don’t want to have to read such NATO propaganda in my FAZ subscription!

barth-engelbart.de comments:

(…) Some very simple research (here: readings from the generally accessible Vienna Document and the OSCE charter) to which NDR and ARD news editors were bound by law, would have revealed that the OSCE categorically does not undertake any undercover military inspections, not even under the Vienna Document, which allows for inspections of regular military bases, manoeuvres and major weapons systems in “specified areas” and within a framework of trust-building measures. The document contains specific criteria regarding the form that military contact procedures and cooperation should take (paragraph IV), creates transparency by regulating that specific military activities and their observation should be announced in advance (paragraphs V and VI), e.g. including previous notification of all OSCE members; the visiting military personnel are to travel to inspection sites strictly in military uniform, unarmed and bearing decorations and insignia showing nationality, rank and unit.

In the case in question it was already known on April 25th (numerous internet sources) that the troops were travelling in civilian clothing, had falsely declared themselves an OSCE delegation, were armed and even carrying explosives (source: SZ v. 26.4.: “government” in Kiev!). They had made sketches of road blocks and undertaken similar actions not covered by the Vienna Document, they had by no means officially checked in at designated inspection points and not notified all OSCE member states, specifically not the Russian Federation, of their movements. They had in fact journeyed secretly to Eastern Ukraine and had given their intentions as tourist sightseeing. (…)

http://www.barth-engelbart.de/?p=10286

 

Those who sometimes wonder how the Nazis were able to draw almost all of the Germans into their madness so that they were prepared to exterminate entire races should take a look at and listen to the current lies in the German media.

The Führer is dead but the Volksgemeinschaft [lit. ‘community of people’] from those days lives on and continues to fantasise about saving the world, at the cost of others’ lives.

 

Let us liberate the Germans / Wir befreien die Deutschen – by Sefton Delmer

After the founding of Gustav Siegfried Eins, Delmer himself only appeared in one show. Every week he answered questions about the BBC’s German-speaking service on Goebbel’s counterpart head propagandist Hans Fritzsche’s Comments on the Situation, as soon as this was ready.

http://www.psywar.org/delmer/2050/1001

When after surrender Hans Fritzsche was acquitted in Nuremberg because the judges granted that he himself had believed the lies which he was feeding the German population, his victorious rival (Selfton Selmer) was sitting in the spectators’ box and considering which sentence he, the ‘man with the motto: all of our lies must be deliberate lies’, would have received had the roles been reversed. After the sentence had been pronounced, Selmer shook his opponent Fritzsche’s hand. The scene was photographed. Liberals and leftists fumed for days over Selmer who had “shaken hands with death”. Selmer today: “That was game, set and match for Fritzsche.”

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45124288.html

http://www.rationalgalerie.de/kritik/-haupt-ueberschrift–1.html

Russian bear

 

Poroschenko

In the meantime in Eastukraine: / Inzwischen in der Ostukraine:

Für den neu gewählten ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko herrscht in der Ostukraine „Kriegszustand“. „Die Anti-Terror-Operation hat „endlich richtig begonnen“, sagte er der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). „Wir werden diesen Schrecken beenden, hier wird echter Krieg gegen unser Land geführt.“ Er sehe es als seine vorrangige Aufgabe an, die Ukraine zu retten. „Wir befinden uns im Osten in einem Kriegszustand, die Krim wurde von Russland besetzt und es gibt eine große Instabilität. Wir müssen reagieren.“ FAZ 29.05.14

 

 

Poroschenko Timoschenko

Meanwhile in Eastern Ukraine

Newly elected president Petro Poroshenko faces a “state of war” in Eastern Ukraine. The anti-terror operation has “finally really begun”, he told the Bild-Zeitung on Wednesday. “We’re going to end this terror, real war is being waged against our country.” He considers it his utmost priority to save the Ukraine. “In the East we’re in a “state of war, the Crimea has been occupied by Russia and there is great instability. We must react.” FAZ 29.05.14

 

Waf­fen­han­del, Pros­ti­tu­tion, Dro­gen — Dinge mit denen Petro Poroschenko zu tun hat

Die Legit­im­ität der Ukrainis­chen Präsi­dentschaftswahl am 25. Mai ist nicht exis­tent, aber der Westen erkennt sie an als legitim. Nach dem Rück­zug Vitali Klitschkos von seiner Präsi­dentschaft­skan­di­datur zu Gun­sten von Poroschenko wurde klar, daß der Westen seinen Favoriten geän­dert hat.

Das Ergeb­nis der Präsi­den­ten­wahl wird das Land weiter spal­ten. Viele Regio­nen weigern sich, diesen Schoko­ladenkönig als Präsi­den­ten anzuerken­nen, der dafür bekannt ist, sich die Taschen mit öffentlichen Geldern zu füllen. Poroschenko hat kein­er­lei Chance, den bluti­gen Kon­flikt zu been­den, wenn er skru­pel­los die Anweisun­gen aus­führt, die ihm von Joe Biden, Vic­to­ria Nuland und Geof­frey Pyatt erteilt wur­den. Neben­bei bemerkt erhielt er nie den Auf­trag von seinen Bossen, das Blut­bad zu beenden.…

Der Mil­liardär Poroschenko begann seine Geschäft­stätigkeit mit Geld­wäsche für die Bürokraten aus Sow­jet­zeiten. Er hat niemals ein eigenes Geschäft betrieben.
Entsprechende Sto­ries sind erfun­den. Er kam auf die Über­hol­spur auf­grund der krim­inellen Beziehun­gen seines Vaters, der 1986 wegen Dien­stahls im großen Maßstab verurteilt wurde. Nach Bezahlung der Strafe grün­dete Poroschenko Senior sein eigenes Geschäft und bezog seinen Sohn mit ein. Es han­delte sich um ein schmutziges Geschäft, das mit dem Aus­plün­dern staatlichen Eigen­tums durch bewaffnete Ban­den begann. Der Plan der Fam­i­lie Poroschenko bestand darin, daß Geschäft über die Ukraine hin­aus auszuweiten. Tatyana Mikoyan, eine bekan­nte Anwältin aus Kiew, erin­nert sich an die Aktiv­itäten der Fam­i­lie in Transnistrien, „es war schreck­lich in den späten neun­ziger Jahren: ille­galer Waf­fen­han­del, Pros­ti­tu­tion, Dro­gen — alles brachte Profit zu Vater und Sohn.“ Poroschenko Senior wurde für seine Ver­di­en­ste aus­geze­ich­net — in 2009 erhielt er den Orden „Held der Ukraine“, der ihm von seinem Sohn vom dama­li­gen Präsi­den­ten Yushenko gekauft wurde, dem Tauf­paten von Petro Poroschenkos Kindern. Der desig­nierte Präsi­dent ist sehr bekannt für Unter­schla­gun­gen von Haushalts­geldern der öffentlichen Hand. Ihm geht der Ruf voraus zu wis­sen, wie man aus Luft Geld macht. Oft­mals wurde er angeklagt in groß angelegte Kor­rup­tions­fälle ver­wick­elt zu sein, wegen offe­nen Lob­by­is­mus, Verun­treu­ung von Haushalt­szuweisun­gen, Steuer­hin­terziehung, ille­galen Aktien­ma­nip­u­la­tio­nen und physis­chen Bedro­hun­gen von poli­tis­chen Geg­n­ern und Konkur­renten.
Er ist sicher­lich kein ein­facher Schwindler, son­dern ein Tycoon, der Besitzer eines großen und weit verzweigten Firmenimperiums.

In der Ver­gan­gen­heit gehörte Poroschenko zu den Finanziers von „Unsere Ukraine“ und Vik­tor Yushchenko. Zu seinem Fir­menim­perium gehörte der Fernsehsender Kanal5, der bekannt ist für seine antirus­sis­che Pro­pa­ganda. Bis vor Kurzem machte seine Roshen Schoko­laden­fab­rik hun­derte von Mil­lio­nen Dol­lar im Ruß­landgeschäft. In 2012 war Roshen mit 3,2% Mark­tan­teil der sech­st­größte Her­steller in Rus­s­land. Stets nutzte er das ver­di­ente Geld zu antirus­sis­che Projekte.

Der neue Präsi­dent hat sich die Rück­kehr der Krim als wichtig­stes außen­poli­tis­ches Ziel gesetzt sowie die Abwehr einer „aus­ländis­chen Inter­ven­tion“. Es ist schwer in seinem Pro­gramm irgen­det­was Konkretes zu finden. Es gibt in ihm nichts klar Definiertes. Statt dessen ist es voller Aufrufe zur Errich­tung eines „freien europäis­chen Staates“, zur „Wieder­erlan­gung mil­itärischer Macht“ etc. Viele empfinden seine Reden abstoßend, beson­ders wenn Poroschenko Geschichten über „Patri­o­tismus“, „nationale Ein­heit“ und „Schutz von Men­schen­rechten“ erzählt.

Petro Poroschenko ist ein poli­tis­ches Chamäleon. Dieser Tycoon war sehr zynisch als er in die Poli­tik ging. Er tat dies zwecks per­sön­licher Bere­icherung. Er ist höchst ehrgeizig und macht­gierig, jedoch man­gelt es ihm an pro­fes­sioneller Arbeits­fähigkeit und er kann die Öffentlichkeit nicht beein­drucken. Er wird weniger von Ideen als von Gier geleitet.

Gegen­wär­tig übt Poroschenko Kon­trolle aus über die lokalen Ver­wal­tun­gen von Vin­nyt­sia, Volyn, Cher­novitsy und Zaporozhye und träumt davon, seine Macht auf die ganze Ukraine auszudehnen. Seine Nei­gung zum Geld­schef­feln ist nicht zu begren­zen. Poroschenko ist eine der wider­lich­sten Fig­uren der Ukrainis­chen Poli­tik und führt die Liste der kor­ruptesten Per­so­nen des Lan­des an. Nach­dem er viele Rückschläge hin­nehmen musste ist er jetzt im Begriff, mit dem Segen Wash­ing­tons der näch­ste Präsi­dent des Lan­des zu werden.

Poroschenko und der Euromaidan

Während der drei Monate der aktiven Kon­fronta­tion auf dem Maid­an­platz (Dezem­ber bis Feb­ruar) ver­barg sich Poroschenko sorgfältig im Hin­ter­grund, hielt sich fern von jedem unprof­itablen Protest wie z.B. der Unterze­ich­nung von Vere­in­barun­gen mit Vik­tor Yanukovic oder von Ankündi­gun­gen solcher Vere­in­barun­gen vor der aufge­lade­nen Menge auf dem Maidan. Im Nach­hinein jedoch fie­len ihm die Vorteile eines Führers der Oppo­si­tion in einem Rutsch zu.

Poroschenkos Rolle in der blutig­sten Phase des Maid­an­protests — der gle­ichzeit­i­gen Erschießung von dutzen­den Demon­stran­ten und Sicher­heit­skräften durch unbekan­nte Scharf­schützen — bedarf einer sorgfälti­gen Betrachtung.

Es ist klar, daß der Schoko­ladenkönig zur Maid­an­gruppe gehörte; alle Führer der organ­isierten Grup­pen ver­trauten ihm. Gle­ichzeitig unter­schied sich sein Vorge­hen von dem­jeni­gen, welche es liebten in der Öffentlichkeit gese­hen zu wer­den und zwis­chen Tre­f­fen auf dem Maidan, Gesprächen auf der Banko­vayas­traße und Pressekon­feren­zen zu wechseln.

Poroschenko bere­it­ete inzwis­chen heim­lich den Boden für die Präsi­dentschaftswahlen und wenn er bei der Finanzierung der Ban­diten beteiligt war, dann muss er auch die Kosten für die Scharf­schützen über­nom­men haben. Der Schoko­ladenkan­di­dat erschien nir­gendwo und hielt seine Mach­tam­bi­tio­nen sorgfältig ver­bor­gen, erweckte den Anschein, als habe sein poli­tis­ches Leben am Maidan sein Ende genom­men. Gle­ichzeitig konzen­tri­erte er sich auf die Arbeit hin­ter den Kulis­sen in ukrainis­chen poli­tis­chen und wirtschaftlichen Kreisen im West­ens — immer mit Blick auf die Präsi­dentschaft. Dann richtete er seine Aufmerk­samkeit auf die Bele­bung der Straßenkämpfe am 18 – 20. Februar.

Zusam­men­fassend betra­chtet ver­hielt sich Poroschenko wie in seiner gesamten Kar­riere: er konzen­tri­erte sich auf Täuschung, Intrige, Ver­rat und möglicher­weise Mord. Das ist inzwis­chen ein Fall für Krim­i­nalpolizei und Gerichte.

Nach­dem er auf diese Weise jeden poten­tiellen Konkur­renten aus­geschal­tet hatte, war er bereit die Wahlen im ersten Durch­gang zu gewin­nen. In Worten ist er ein Befür­worter von Allem, das sowohl Wäh­lern im Westen und Südosten der Ukraine gefallen kön­nte. Auf der offiziellen Seite des Zen­tralen Exeku­tivkomi­tees kann man sein Wahl­pro­gramm nach­le­sen, welches unmissver­ständlich klar­ma­cht, wie sich Poroschenko die Zukunft der Ukraine vorstellt.

Auf der Grund­lage dieses Pro­gramms ist klar, daß Poroschenko bereit ist, alle Vere­in­barun­gen zur Deeskala­tion der Krise in der Ukraine zu ver­let­zen, die von den Mit­gliedern der bish­eri­gen Junta unterze­ich­net wur­den. Im Pro­gramm heißt es: „Ich garantiere, die ger­ade wieder­hergestellte Präsi­dentschaft vor der Herrschaft durch Frak­tio­nen und Abge­ord­neten zu bewahren. Ich werde nicht die Hand ausstrecken nach mehr Macht als die für die ich gewählt werde“.

Poroschenko erk­lärt, daß während seiner Präsi­dentschaft die Ver­fas­sung nicht geän­dert wer­den wird. Das ver­letzt bere­its unterze­ich­nete Vere­in­barun­gen hin­sichtlich einer neuen Ver­fas­sung, die von allen poli­tis­chen und wirtschaftlichen Kreisen in der Ukraine akzep­tiert wird. Von allen, außer offen­sichtlich von Petro Poroschenko.

Der Schoko­ladenkan­di­dat stellt weiter fest, daß die „Ukraine ein ein­heitlicher Staat bleiben“ wird. Die Botschaft an den Südosten ist klar: es wird keine Form einer Föder­al­isierung geben.

Poroschenkos Hal­tung zur rus­sis­chen Sprache ist auch vol­lkom­men klar. Wenn er Präsi­dent sei, wird das Rus­sis­che niemals den Sta­tus einer zweiten Lan­dessprache erhal­ten: „Ich werde nach Artikel 10 der Ver­fas­sung ver­fahren, welcher das Ukrainis­che als Staatssprache fes­tlegt…. Unter dem Aspekt der Bewahrung der Ein­heit der Ukraine als poli­tis­cher Nation muß der beste­hende Zus­tand hin­sichtlich der Lan­dessprache bewahrt werden“.

Weiter heißt es im Pro­gramm: „es wird beson­ders Raum geben für Human­ität in der kul­turellen Sphäre, in der Bil­dung und eine Poli­tik der his­torischen Erin­nerung wird bewahrt und gefördert werden“.

Es fällt nicht schwer sich vorzustellen, was für ein Alp­traum dieser „beson­dere Raum für Human­ität“ sein wird bei einer Per­son, die geholfen hat den neu­nazis­tis­chen Pravy Sec­tor an die Macht zu brin­gen. Man kann es bere­its jetzt erken­nen an der Erk­lärung des Schoko­laden­mon­sters zu den Ereignis­sen im Süd­westen: „Eine starke Regierung muss es ler­nen die Sprache der Gewalt zu sprechen, nicht aber Gespräche am run­den Tisch mit Sep­a­ratis­ten und Ter­ror­is­ten zu ver­anstal­ten, nicht nach Wegen zu suchen irgendwelche Deals mit ihnen unter Dach und Fach zu kriegen. Wir müssen uns einer abso­lut klaren Sprache bedi­enen, die sie ver­ste­hen wer­den. Sie ver­ste­hen nicht die ukrainis­che Sprache….Sie ver­ste­hen nur die Sprache der Gewalt.“ So sieht also das Gerede im Pro­gramm Poroschenkos von „die Beson­der­heiten der Regio­nen berück­sichti­gen“ aus.

Das Pro­gramm enthält auch The­sen aus dem Reich der Fan­tasie: „Bis zum Ende meiner Präsi­dentschaft erwarte ich die nöti­gen poli­tis­chen Entschei­dun­gen seit­ens der EU Gespräche über eine Vollmit­glied­schaft der Ukraine in der EU aufzunehmen“.

Es ist inter­es­sant, daß sich in dem Pro­gramm kein Wort zur NATO-​Mitgliedschaft findet. Gle­ich­wohl lässt der Schoko­ladenkönig in seinen öffentlichen Auftrit­ten keinen Zweifel an seiner Hal­tung: „Inte­gra­tion in die NATO steht an ober­ster Stelle meiner Agenda“. Er gesteht aber zu, daß nur eine Min­der­heit der Bevölkerung dieses Ziel unterstützt.

Mit Poroschenko riskiert die Ukraine die poli­tis­che Reinkar­na­tion des Tauf­paten seiner Tochter Yushchenko, doch ohne Träumereien von ländlicher eth­nis­cher Roman­tik und die Liebe zu Honig­bi­enen. Grausamkeit, der Instinkt eines Diebes und die Fähigkeit zum Betrug gaben Poroschenko die Gele­gen­heit Mil­lio­nen zu machen und sich­ern seinen Grund in der ukrainis­chen Poli­tik. Der Ein­satz dieser Fähigkeiten hat ihn zum Präsi­den­ten gemacht ebenso wie der Rechte Sek­tor, den er gegrün­det hat und der ihm als pri­vate Armee dient.

Die Bewohner des Süd­west­ens soll­ten sich darüber klar sein, daß wenn die Rede ist von den Ver­brechen des Rechten Sek­tors, es sich in Wirk­lichkeit um diejeni­gen von Petro Poroschenko han­delt. Wenn von dem Sturz des legit­i­men Präsi­den­ten des Lan­des die Rede ist, hat dies eben­falls mit den Aktiv­itäten von Poroschenko zu tun. Wenn die Bewohner des Lan­des „Sep­a­ratis­ten“ und „Ter­ror­is­ten“ genannt wer­den, weil sie für ihre ver­fas­sungs­gemäßen Rechte (zivile, poli­tis­che und sprach­liche) ein­treten, zeigt sich daran die Ein­stel­lung Poroschenkos zum Volk.

Petro Poroschenko ist als Präsi­dent des West­ens zur radikalen gewalt­samen nation­al­is­tis­chen Umstruk­turierung der Ukraine zu einem poli­tis­chen Ein­heitsstaat, in dem abso­lut kein Platz sein wird für die Inter­essen von Russen und den rus­sis­chsprachi­gen Bewohn­ern der Ukraine.
http://​www​.strate​gic​-cul​ture​.org/​n​e​w​s​/​2​0​1​4​/​0​5​/​2​4​ /​w​e​a​p​o​n​s​-​p​r​o​s​t​i​t​u​t​e​s​-​d​r​u​g​s​-​t​h​i​n​g​s​-​p​o​ r​o​s​h​e​n​k​o​-​a​s​s​o​c​i​a​t​e​d​-​w​i​t​h​.​h​t​m​l

http://​www​.strate​gic​-cul​ture​.org/​n​e​w​s​/​2​0​1​4​/​0​5​/​0​3​ /​p​o​r​o​s​h​e​n​k​o​-​s​t​a​n​d​a​r​d​-​b​e​a​r​e​r​-​r​a​d​i​c​a​l​-​ n​a​t​i​o​n​a​l​i​s​t​i​c​-​r​e​s​t​r​u​c​t​u​r​i​n​g​-​u​k​r​a​i​n​e​.​ h​t​m​l

 

Weapons, Prostitutes and Drugs –These are Things Petro Poroshenko is Associated With

No matter how few people may take part in the Ukraine’s presidential election on Sunday, the outcome is known in advance – Petro Poroshenko, the US favorite rote son, will be declared the winner of the race. The result will further split the country. Many regions refuse to recognize as President this chocolate king who is notorious for pocketing government money. Poroshenko has no chance to stop the bloody conflict even scrupulously carrying out all the orders given by Joe Biden, Victoria Nuland and Geoffrey Pyatt. Besides, the mission of putting an end to bloodshed has never been set by his US bosses…

Billionaire Poroshenko started his business by laundering the money of Soviet times’ administrators. He has never been an entrepreneur to start a business of his own. The story is invented. He made a head start thanks to the criminal connections of his father sentenced for large-scale theft in 1986. Having served the sentence, Poroshenko Sr. launched his own business making his son involved in the activities. The business was dirty, it all started with plundering state property by armed gangs. The Poroshenko family had plans to expand the activities beyond Ukraine. Tatyana Mikoyan, a well-known Kiev-based lawyer, remembers what the family did in Transnistria, «It was horrible back in the 1990s: illegal arms, prostitutes, drugs – all bringing profits to father and son». Poroshenko Sr. was awarded for his merits – in 2009 he received the Hero of Ukraine decoration bought for him by his son who paid to then President Yushenko, the Godfather to Petro Poroshenko’s children. The would-be President-elect is well known for misappropriating budget funds. He has the reputation of someone who knows how to make money out of thin air. Many times he has been accused of being involved in large scale corruption schemes, open lobbying, embezzlement of budget allocations, tax evasion, illegal operations to acquire shares and physically threatening political opponents and competitors. Certainly he is not just another swindler but a tycoon, an owner of huge and diversified business empire.

Forbes lists Petro Poroshenko as the 130th richest people in the world with 1, 6 billion dollars. (…) In the past Poroshenko was a sponsor of Our Ukraine and Victor Yushchenko. His business empire also includes the 5th TV channel known for vehement anti-Russian propaganda. Until recently his Roshen confectionary manufacturing group had earned hundreds of millions in US dollars making business in Russia. As of 2012, Roshen accounted for 3, 2% of Russian market (the 6th largest producer). He always used the money earned for anti-Russian projects.

The presidential hopeful and tomorrow’s President-elect makes the return of Crimea to Ukraine and defending the country from «outside intervention» his foreign policy priorities. It’s hard to find anything stated in concrete terms in his program. There is nothing definite there. Instead it is full of empty calls for making a «free European state», «revive military might» etc. Many find his speeches repugnant, especially when Poroshenko starts telling stories about «patriotism», «national unity» and «protection of human rights».

Petro Poroshenko is a political chameleon. This tycoon was very cynical as he went into politics. He did it for personal enrichment. He is full of ambitions and outright lust for power but lacks a professional team to work effectively or impress public. He is rather led by greed than ideas.

Now Poroshenko exercises control over local authorities in the Vinnytsia, Volyn, Chernovitsy and Zaporozhye regions dreaming of spreading his power to the whole

Ukraine. His propensity to get involved in monkey business can hardly be restrained. Poroshenko is one of the most odious figures in Ukrainian politics and heads the list of the country’s corrupted persons. Having suffered so many failures, he is going to become the country’s next President with Washington’s blessing.

http://www.strategic-culture.org

Testosterone

 

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

I think for food-2

molon labe

 

Und so sieht die „Anti-Terror-Operation“, also der Krieg gegen eigene Bevölkerung, (völkerrechtlich anerkannt?), aus:

And this is how the anti-terror operation, that is to say the war against one’s own people (recognised under international law?), looks:

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Visit to NATO by Vitali Klitschko, Head of the UDAR Political party in Ukraine

 

 

Allen NATO-Verstehern, den Obamas, Merkels, Steinmeiers, Göring-Eckhards, Klitschkos, Nachrichtenklebers, Schönenborns, Wills, allen Russenhassern, Putin-„Kritikern“, usw. usw. ins Gewissen! – falls sie eins haben.

Lauffeuer (Deutsch mit russischen Untertiteln) – Расследование злодеяний Одессе 2 мая 2014 (Немецкий с субтитрами на русском языке)
(Beachten Sie bitte, wie sogar in dem folgenden Text zum Film versucht wird, die Autorenschaft des Rechten Sektors (heute an der Macht in Kiew und Freunde von der Firma Merkel&Gauck, an dem Massenmord in Odessa mit ca. 65 lebendig verbrannten Menchen zu vertuschen.)

 

Der Dokumentarfilm „Lauffeuer“ des deutschen Journalisten Ulrich Heyden ist am Freitagabend im Moskauer Hauptquartier der Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya vorgestellt worden. Der Streifen ist der Tragödie am 2. Mai 2014 in Odessa gewidmet, bei der dutzende Menschen bei einem Brand im Gewerkschaftshaus ums Leben kamen.

Korrektur: Der Streifen ist dem Massenmord am 2. Mai 2014 in Odessa gewidmet, bei dem ca. 65 Menschen bei einer Brandstiftung im Gewerkschaftshaus bei lebendigen Leibe von Maidan-Faschisten verbrannt worden sind und die Brennende am verlassen des Hauses gehindert und auf sie geschossen und eingeprügelt haben.

Der Tragödie Der Pogrom war ein Zusammenstoß ein Überfall zwischen von Nationalradikalen aus dem Rechten Sektor sowie Fußball-Hooligans auf die Anti-Maidan-Aktivisten vorausgegangen. Mehrere Dutzend Ca. 65 Anti-Maidan-Demonstranten fanden ihren Tod wurden im Gewerkschaftshaus beim Lebendigen Leibe verbrannt, das von den Maidan-Faschisten  in Brand gesteckt wurde.

Der Filmautor versucht mit seinem Film eine unabhängige Recherche und deckt einige bisher nicht bekannte Fakten auf. Außerdem enthält der Streifen zahlreiche Zeugenaussagen von beiden Konfliktseiten.Der Film war im Februar in Berlin uraufgeführt worden. Die Zuschauer nahmen ihn wohlwollend auf, in den Medien fand aber die Premiere so gut wie kein Echo. Auch Angebote vom deutschen Fernsehen, „Lauffeuer“ auszustrahlen, blieben aus.

Der Filmautor verhehlte nicht seine Verwunderung über diese Reaktion und meinte, dass solche Dokumentarfilme in Deutschland sonst aktiv gezeigt werden und großes Interesse hervorrufen. Nach seinen Schätzungen würden sich „30 Prozent der Deutschen“ den Streifen gern anschauen, weil die deutsche Öffentlichkeit noch offene Fragen zu dem damaligen Vorfall in Odessa habe.Demnächst will Heyden den Film mit Untertiteln in mehreren Sprachen versehen und im Internet zum freien Anschauen vorlegen. Außerdem habe er bereits Einladungen zu Veranstaltungen in mehreren deutschen Städten bekommen, bei denen die Situation in der Ukraine diskutiert werden soll.

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Hans Springstein
Der Freitag, 13.03.2015
Nachrichtenmosaik Ukraine Folge 169

Ukraine Gesammelte Nachrichten und Informationen zum Ukraine-Konflikt und dessen Hintergründen, ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit und fast ohne Kommentar

Ein Nutzerbeitrag von Hans Springstein

• Poroschenko behauptet, dass EU-Mitglieder Waffen an Kiew liefern
Die Ukraine hat bereits Verträge mit „einer Reihe der EU-Länder“ über die Lieferung „letaler Waffen“. Das behauptete der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko am Freitag in Kiew.
„Ein offizielles Embargo der EU für Waffenlieferungen an die Ukraine ist bereits aufgehoben worden“, sagte Poroschenko in einem Interview für den TV-Sender 1+1. Details wollte er nicht preisgeben.
Der Vize-Generalstabschef der Donezker Volkswehr, Eduard Bassurin, bezeichnete Poroschenkos Behauptungen als eine Lüge. „Offiziell liefert kein einziges europäisches Land Waffen an die Ukraine“, erklärte Bassurin in Donezk. Zugleich schloss er Geschäfte Kiews mit privaten Rüstungsfirmen im Ausland nicht aus. Nach der Zerschlagung ukrainischer Verbände im Flughafen von Donezk waren Waffen ausländischer Produktion gefunden worden.“ (Sputnik, 13.3.15)

• Kiew plant Training der Nationalgarde mit US-Militär
Die USA und die Ukraine haben auf dem Plan die Durchführung von gemeinsamen Dauermilitärübungen der regulären Truppen der Streitkräfte der USA und der Kämpfer der Nationalgarde der Ukraine in Jaworiw (Lwiw). Das erklärte auf einem Briefing am Freitag der ukrainische Innenminister Arsen Awakow, berichtet ein Ukrinform-Korrespondent.
„Die Regierung der Vereinigten Staaten hat zugestimmt, und wir werden schon in der nächsten Woche mit den Dauerübungen der regulären Truppen der Streitkräfte der Vereinigten Staaten zusammen mit unseren Gardisten beginnen, die in der Stadt Jaworiw des Gebiets von Lwiw stattfinden werden“, sagte Awakow. Er präzisierte jedoch, dass man für die Durchführung von solchen Übungen in der Ukraine noch eine Verabschiedung der entsprechenden Erlaubnis von der Werchowna Rada brauche. Ihm zufolge soll diese Frage im Parlament am Dienstag, 17. März, behandelt werden. …“ (Ukrinform, 13.3.15)

• Berlin und Washington drohen Moskau mit neuen Sanktionen
Deutschland und die USA haben Russland erneut gewarnt, dass wenn die Minsker Abkommen verletzt und die Separatisten versuchen werden, neue ukrainische Gebiete zu besetzen, dann werden es negative Folgen für es geben.
Das war das Verhandlungsthema der Beraterin des US-Präsidenten für nationale Sicherheit, Susan Rice, und des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier in Washington, berichtet Ukrinform mit Bezugnahme auf Deutsche Welle.
„Die Beraterin Rice und der Außenminister Steinmeier haben betont, dass der Preis für Russland steigen wird, falls die Abkommen von Minsk erneut verletzt oder die pro-russischen Separatisten die neuen Gebiete besetzen werden“, heißt es in der Meldung, die auf der Website des Weißen Hauses nach dem Treffen von Rice und Steinmeier in Washington am Donnerstag veröffentlicht wurde. …
Beim Treffen in Washington erklärte Steinmeier, dass man trotz der ersten Erfolge bei der Deeskalation der Spannungen in der Ukraine weiter Druck auf die Konfliktparteien ausüben muss, damit sie mit „den täglichen Verletzungen des Waffenstillstandes“ aufhören.“ (Ukrinform, 13.3.15)

• Donezk und Lugansk an Berlin und Paris: Kiew sabotiert Minsk II
Die Chefs der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk, Alexander Sachartschenko und Igor Plotnizki, haben in einem Schreiben an Frankreichs Präsident Francois Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel darauf verwiesen, dass Kiew die gemäß den Minsker Vereinbarungen übernommenen Verpflichtungen sabotiert.
„Wir sehen uns gezwungen, uns an Sie als Garanten der Minsker Vereinbarungen mit der Bitte zu wenden, bis zur Einführung personenbezogener und wirtschaftlicher Sanktionen auf die Ukraine einzuwirken, um die Führung dieses Landes zur Umsetzung des Maßnahmen-Komplexes zu bewegen, der am 12. Februar von der Kontaktgruppe unter Ihrer aktiven Beteiligung bestätigt wurde“, heißt es darin.
Laut dem Schreiben halten die ukrainischen Einsatzkräfte den Terminplan für den Abzug schwerer Waffen nicht ein. Außerdem habe das ukrainische Parlament die Behandlung des Beschlusses über die Regionen in den Gebieten Lugansk und Donezk, für die ein Sonderstatus angewandt werden soll, immer noch nicht aufgenommen.
Verwiesen wird außerdem auf eine Verstärkung der Wirtschaftsblockade der Volksrepubliken Lugansk und Donezk durch Kiew. …“ (Sputnik, 13.3.15)

• Debalzewo von Kiewer Truppen stark vermint
Die ukrainischen Militärkräfte haben das Territorium der Stadt Debalzewo zu 90 Prozent vermint, wie das Oberhaupt der selbsterklärten „Volksrepublik Donbass“ (DVR), Alexander Sachartschenko, am Donnerstag mitteilte.
„Die gesamte Stadt muss nun von nicht explodierten Geschossen bzw. verlassener Munition gesäubert werden. Das sind Sprengminen, die im Eisenbahndepot und auf dem Geleise gelegt sind, Spannseiten sowie ferngesteuerte und konventionelle Minenfelder“, zitiert die Donezker Nachrichtenagentur Sachartschenko. …“ (Sputnik, 13.3.15)

• Moskau kritisiert Kiews Verzögerungen bei Minsk II
Die Behörden in Kiew haben laut Kreml-Pressesprecher Dmitri Peskow ihr Versprechen nicht eingehalten, für die Milizen in der Krisenregion Donbass eine Amnestie zu erteilen, und zeigen keinen Willen, die finanzielle und die soziale Infrastruktur im Osten des Landes wiederherzustellen.
„Leider beobachten wir einen Unwillen“, die Minsker Vereinbarungen vollständig umzusetzen, sagte Peskow in einem Interview für die US-Agentur Associated Press.
Moskau sei darüber besorgt und erwarte, dass die beiden Konfliktparteien ihren Verpflichtungen nachkommen und alle schweren Waffen vollständig und rechtzeitig zurückziehen.“ (Sputnik, 13.3.15)

• »Kiew bekommt von uns überhaupt nichts mehr«
Die teilweise zerstörte Elektromotorenfabrik »Karl Marx« im Donbass wird wieder instandgesetzt. Anwohner helfen dabei. Ein Gespräch mit Gennadi Grin
Gennadi Grin ist Direktor der Firma »Karl Marx«, die im ostukrainischen Perwomaisk Elektromotoren herstellt.
Der Bürgerkrieg hat das Wirtschaftsleben in der Ukraine vielfach zum Erliegen gebracht – wie war die Auftragslage für Ihr Unternehmen vor Beginn der Kampfhandlungen?
Wir hatten eine Menge von Lieferverträgen, vorwiegend mit Firmen aus Russland, aber auch aus anderen Ländern der »Gemeinschaft unabhängiger Staaten« (GUS). Als es darum ging, ob sich die Ukraine an die Europäische Union (EU) anschließt, war unsere Entscheidung natürlich klar: Diese Möglichkeit schied für uns aus. Nicht zuletzt hatten wir ja mitverfolgt, wie die Industrie in den ehemals sowjetischen Staaten, die sich mit der EU eingelassen haben, plattgemacht wurde.
Als unser Fabrikgebäude am 22. Juli vergangenen Jahres zum ersten Mal beschossen wurde, haben wir die Produktion eingestellt. Im August wurden wir dann von zwei Bomben getroffen und am 3. September von drei »Uragan«-Raketen. Alle Stromleitungen wurden beschädigt, beim Versuch, sie zu reparieren, kamen zwei Elektriker ums Leben.
Ihre Fabrik ist ein Privatunternehmen. Trifft es zu, dass Ostukrainer aus der Nachbarschaft aus eigener Initiative geholfen haben, Schäden zu beseitigen?
Das ist richtig, wir brauchten gar nicht erst nach Helfern zu suchen. Unmittelbar nach den Einschlägen kamen zahlreiche Anwohner und boten uns Hilfe an. Vor dem Krieg hatten wir 1.500 Beschäftigte – das heißt, dass etwa 4.500 Menschen auf unseren Betrieb angewiesen waren, um überleben zu können. Die Leute verstehen also, welche Bedeutung die Fabrik hat. Noch vor der Jahreswende gelang es dann mit vereinten Kräften, die Dächer von zwei Gebäuden neu zu decken und größere Schäden zu beseitigen.
Andere Bürger helfen uns dabei, die Produktion in Gang zu bringen: Elektriker, Schlosser, Mechaniker — sie sind jeden Tag im Einsatz. …
Zahlt Ihre Firma eigentlich Steuern an die selbsternannte Volksrepublik Lugansk?
Erst müssen wir die Arbeit wieder aufnehmen, dann können wir auch Steuern zahlen. Das ist auch so vereinbart. Die ukrainische Regierung in Kiew bekommt von uns überhaupt nichts mehr, schließlich ist es ihre Schuld, dass wir im Moment nicht arbeiten können.
Schon vor Beginn des Bürgerkrieges waren viele Fabriken in Ihrer Region marode …
Ja leider, da kann ich einige Beispiele nennen. Nicht weit von hier, in Lissitschansk, gibt es eine Sodafabrik. Sie wurde von einem Oligarchen übernommen und anschließend zum Schrottpreis verscherbelt. Nach den Ereignissen auf dem Maidan-Platz in Kiew und angesichts der Bestrebungen, die Ukraine in die EU zu integrieren, hatten wir Angst, dass unserer Fabrik ein ähnliches Schicksal drohen könnte. In Westeuropa werden schon genügend Elektromotoren produziert, auch in besserer Qualität. Uns fehlt leider das Geld, unsere Produktion auf den modernsten Stand zu bringen; wir hätten keine Chance mehr, wenn wir dieser Konkurrenz ausgesetzt wären. Auf dem russischen Markt hingegen gibt es immer noch eine starke Nachfrage. …“ (junge Welt, 13.3.15)

• NATO-Aufrüstung im Osten – Waffen mit Reichweite bis nach Russland
Polen rüstet auf und will von allem das Beste. Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak bestätigte, dass die drei U-Boote, die das Land in Westeuropa kaufen will, die Fähigkeit besitzen sollen, Marschflugkörper vom Typ »Tomahawk« abzufeuern. Er wolle sich in den USA um die Genehmigung zum Export dieser Geschosse bemühen, sagte Siemoniak im polnischen Rundfunk. Bisher besitzen nur die Streitkräfte der USA und Großbritanniens »Tomahawks«. …
Polen ist offenbar zuversichtlich, von den USA die Exportgenehmigung für diese und weitere Hightechwaffen zu bekommen. Erst vor einigen Monaten hatte Washington die Genehmigung für die Lieferung eines anderen Typs von Marschflugkörpern erteilt, die die vor einigen Jahren für die polnische Luftwaffe angeschafften »F-16«-Kampfjets aus amerikanischer Produktion »aufwerten« sollen. Die Geschosse, die bisher nur beim US-Militär, in Israel und Finnland vorhanden sind, sollen bunkerbrechende Wirkung haben und in der Lage sein, auf 400 Kilometer Entfernung mögliche russische Raketenstützpunkte im Gebiet Kaliningrad zu zerstören. Eine erweiterte Version kann 900 Kilometer weit fliegen und damit auch Ziele im westlichen Russland erreichen.
Für die nähere Zukunft hat die polnische Militärführung erst einmal eine Serie von Großmanövern auf polnischem Boden angekündigt. Damit wird die beim letzten NATO-Gipfel im September beschlossene verstärkte Übungsaktivität in Osteuropa in die Praxis umgesetzt. Das Konzept sieht vor, ständig NATO-Truppen im Umfang einer Brigade zu Manöverzwecken in Polen zu haben – in Umgehung einer Bestimmung der NATO-Russland-Grundakte von 1997, die eine »ständige Stationierung« »substantieller Kampfeinheiten« in Osteuropa ausschloss. Nun sind die Einheiten da, aber eben nicht ständig dieselben. …“ (junge Welt, 13.3.15)

• Wie Kriege verkauft werden – Beispiel Kosovo
Vom 5. bis zum 8. März veranstaltete die Neue Gesellschaft für Psychologie in Berlin den Kongress »Krieg um die Köpfe«. Es ging dabei unter anderem um die Einstimmung der Bevölkerung auf die scheinbare Notwendigkeit und Unausweichlichkeit der Beteiligung an Kriegen, um mediale Formierungs- und politische Entscheidungsprozesse.
Unter den Vortragenden war auch jW-Autor Rainer Rupp – jahrelang im NATO-Hauptquartier in Brüssel als Informant für die DDR tätig. In seinem Beitrag arbeitet er die Vorgehensweise der Mainstreammedien im ersten Krieg der NATO in Europa nach dem Zusammenbruch der europäischen sozialistischen Länder in Jugoslawien im Jahr 1999 heraus. Der Angriff auf das Land leitete einen militärisch-politischen Paradigmenwechsel ein. Die Öffentlichkeitsarbeit der NATO zur Rechtfertigung dieses Überfalls und die Rolle der »Qualitätsmedien« als Sprachrohr der Kriegstreiber spielte dabei eine besondere und bis heute beispielhafte Rolle. jW veröffentlicht eine gekürzte und überarbeitete Fassung.
Nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Zerfall der Sowjetunion griffen westliche »Demokratien« wieder auf das typisch imperialistische Mittel des bewaffneten Überfalls auf ein Land Europas als Fortsetzung ihrer Außenpolitik zurück. Zugleich wurde von den Abteilungen für psychologische Kriegführung im Pentagon der Glaubenssatz propagiert, wonach »Demokratien keine Kriege führen«. US-Vasallen rund um die Welt, besonders in Europa, beteten diese Formel wie ein Mantra nach. Per Definition führen USA und NATO seither keine Kriege, sondern »robuste humanitäre Interventionen« zum Schutz von Menschenrechten, zur Förderung von Demokratie und Freiheit, insbesondere zur Durchsetzung einer neoliberal bestimmten Marktwirtschaft.
In den Planungsdokumenten der NATO, z. B. im neuen »Strategischen Konzept« von 1999, wird dagegen ganz ungeschminkt von der Notwendigkeit militärischer Interventionen in anderen Weltregionen zum Zweck der »Sicherung von Rohstoffen und Transportwegen und des Zugangs zu Märkten« gesprochen. …
War erst einmal ein Staat als neues Ziel ausgewählt, hatte die Dämonisierung des Gegners höchste Priorität. Denn die Stimmung in der europäischen, besonders der deutschen Öffentlichkeit war 1999 weitgehend antimilitaristisch. Die aber sollte den Krieg gegen Jugoslawien ohne großes Murren akzeptieren. Daher machten die Propagandisten des Nordatlantikpakts immer wieder Anleihen beim »guten Krieg«, dem gegen den deutschen Faschismus, dessen Notwendigkeit von den meisten Gegnern militärischer Eingriffe nicht bestritten wird.

Dies ist das Muster, das auch für die Rechtfertigung der Bombardierung ziviler Ziele in Belgrad und anderen Städten Serbiens herangezogen wurde. Kollateralschäden müsste die deutsche Bevölkerung akzeptieren, wenn man – wie damals der Außenminister und Scharfmacher Joseph Fischer von den Grünen – »ein neues Auschwitz verhindern« wollte. …
Die verantwortlichen Schreibtischtäter für das Töten im Kosovo, US-Präsident William Clinton, sein britischer Amtskollege Anthony Blair und Bundeskanzler Gerhard Schröder mit seinem Außenminister Joseph Fischer, wurden bis heute nicht belangt. Statt dessen erfreuen sie sich in der westlichen Wertegemeinschaft höchster Anerkennung. Tatsächlich wurde der serbische Staatspräsident Slobodan Milosevic als »neuer Hitler« für die »Massengräber« im Kosovo verantwortlich gemacht.

Die angeblichen Massengräber und Greueltaten im Kosovo sind in derselben NATO-Giftküche erfunden worden wie einige Jahre später die sagenumwobenen »Massenvernichtungswaffen« des irakischen Hitlers Saddam Hussein oder die »Massenexekutionen« von Zivilisten in Bengasi durch den libyschen Hitler Muammar Al-Ghaddafi oder die Giftgaseinsätze gegen die eigene Bevölkerung durch den syrischen Hitler Baschar Al-Assad. Und unlängst hat bereits die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton den russischen Präsidenten Wladimir Putin mehrfach als »neuen Hitler« bezeichnet. Auch der britische Premier David Cameron hat ihn schon mit Hitler verglichen. …“ (junge Welt, 13.3.15)

• Ex-Premier: Nur „Mogelpackungen“ aus dem Westen für die Ukraine
Aus einem Beitrag von Spiegel online vom 12.3.15 über ein Gespräch mit dem im Februar 2014 gestürzten ukrainischen Ministerpräsidenten Nikolai Asarow in Moskau: „… Der deutschen Regierung und der Europäischen Union wirft der frühere Spitzenpolitiker vor, gegenüber der Ukraine heute und in den Jahren vor dem Maidan-Aufstand mit einer „finanziellen Mogelpackung“ zu operieren. „Obwohl die EU uns in die Wahl zwischen Moskau und Brüssel getrieben hat, ist sie heute nicht einmal bereit, die 20 Milliarden Euro jährlich auf den Tisch zu legen, die als Minimum gebraucht werden, damit die Ukraine überleben kann“, sagt Asarow. „Da rede ich nicht einmal von der dringend notwendigen Modernisierung der Wirtschaft.“ Tatsächlich laufen Verhandlungen über Kredite und Umschuldung überaus zäh.
Damals wie heute seien ukrainische Waren auf dem europäischen Markt weder willkommen noch konkurrenzfähig, während gleichzeitig der russische Markt weggebrochen sei, erklärt Asarow. Noch 2012 betrug der russisch-ukrainische Handel 55 Milliarden Dollar, das waren knapp vierzig Prozent des Außenhandels der Ukraine.
Aufgewühlt berichtet der ehemalige Premier von einem Treffen mit dem damaligen EU-Handelskommissar, dem Belgier Karel De Gucht, auf dem Höhepunkt der Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen. Es hätte die Ukraine an die EU angebunden, seine Ablehnung durch Asarows Regierung führte zu den Massendemonstrationen und zum Blutbad auf dem Kiewer Maidan. „Ich fragte De Gucht: Kauft die EU unsere Schienen? No, war die Antwort. Unsere Waggons? No. Unsere Flugzeuge? No. Unsere Motoren? No. Immer nur No“, erinnert sich Asarow.
Russlands Präsident Wladimir Putin hingegen hatte der Ukraine einen 15-Milliarden-Dollar-Kredit gewährt. Asarow, der Technokrat und Wirtschaftsexperte, galt damals als Mann Moskaus in Kiew. „Das ist Quatsch. Ich kann nur rechnen, und die EU war zu keinen Milliardentransfers bereit“, sagt er. „Sie hat uns doch faktisch gezwungen, woanders nach Hilfe zu suchen.“

• Erste „Abschussprämien“ an Kiewer Truppen gezahlt
Das Verteidigungsministerium der Ukraien hat Soldaten erste Prämien für zerstörtes Kriegsmaterial ausgezahlt. Die 128.Brigade, die die Stadt Debalzewe verteidigte, bekam 85.000 Hrywnja für zwei Panzerwagen, teilt die Pressestelle der Behörde mit. Insgesamt seien Prämien für 210 Stück der Militärtechnik, darunter für 29 zerstörte und einen eroberten Kampfpanzer, beantragt worden. Die Anträge würden geprüft und die Prämien nach Bestätigungen ausgezahlt werden.
Nach einer Regierungsanordnung wird der Staat jedem Soldaten, der ein Militärfahrzeug der Terroristen zerstört, 12.000 Hrywnja zahlen. Für einen zerstörten Panzer sollen die Soldaten 48.000 Hrywnja und für ein abgeschossenes Kampfflugzeug 121.000 Hrywnja  Bonuszahlungen erhalten. Die Zerstörung eines Raketenwerfers wird mit 60.000 Hrywnja belohnt.“ (Ukrinform, 12.3.15)

• OSZE-Beobachtermission wird aufgestockt
Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) verdoppelt die Höchstzahl ihrer Konfliktbeobachter in der Ukraine von 500 auf 1000. Außerdem wird der Einsatz bis zum März 2016 verlängert. Darauf einigten sich die 57 OSZE-Mitgliedstaaten am Donnerstag in Wien, wie ein Sprecher mitteilte.
Die Organisation kontrolliert vor allem die Umsetzung des Friedensplans für das Kriegsgebiet Donbass in der Ostukraine. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wohin die schweren Waffen verlegt werden, die von der Front abgezogen werden. Zuletzt waren etwa 450 Beobachter im Einsatz, rund ein Dutzend davon aus Deutschland. Zu den OSZE-Mitgliedstaaten gehören auch die Vereinigten Staaten, die Ukraine und Russland. …“ (FAZ online, 12.3.15)

• Kiew bekommt Milliardenkredit vom IWF
Der IWF hat gestern beschlossen, der Ukraine einen vierjährigen Kredit über 17,5 Milliarden zu gewähren und damit das Land vor der drohenden Staatspleite zu retten, bzw. diese hinauszuschieben. Es wäre kaum denkbar gewesen, dass der IWF zu einer anderen Entscheidung hätte kommen können, da der Westen uneingeschränkt hinter Kiew gegen die „russische Aggression“ steht. Den Kredit nicht zu gewähren, hätte nicht nur bedeutet, dass die Ukraine bankrott geht, sondern auch, dass die militärische Aufrüstung zusammenbricht.
Allerdings kommt der Kredit nicht den ukrainischen Menschen zugute, erfüllt werden lediglich Schuldenpflichten. Das könnte demnächst ähnlich wie in Griechenland zu Protesten gegen die Regierung führen, weil die Bevölkerung unter den mit den Krediten verbundenen Sparmaßnahmen noch mehr leiden wird. …
Der IWF erklärt, man erkenne an, dass die Regierung ernsthaft eine makroökonomische Stabilität anstrebe, entscheidend sei, die Inflation unter 10 Prozent zu reduzieren, die internationalen Währungsreserven aufzustocken und die Schulden kontrollieren zu können. Es müssten Reformen durchgeführt und das Finanzsystem stabilisiert werden. Die Auflagen sind groß und könnten die politische Stabilität untergraben. So muss das Rentensystem angepasst, also gekürzt werden, es müssen staatliche Angestellte entlassen werden, um den neoliberal gewünschten schlanken Staat zu erhalten, das Bildungs- und Gesundheitssystem muss reformiert werden, was heißt, dass die Privatisierung vorangetrieben werden soll, die Subventionen für Gas müssen abgeschafft und staatliche Unternehmen privatisiert werden. Der IWF hält unerbittlich an der Ideologie fest, die noch nie sonderlich erfolgreich war und die beispielsweise auch dafür verantwortlich war, Putin nach den Eskapaden der Jelzin-Ära zur Macht zu verhelfen. …
Erwähnt wird freilich nicht, dass die Ukraine eine Geldspritze von mehr als 40 Milliarden US-Dollar benötigt. …“ (Telepolis, 12.3.15)
Die Ukraine könnte nach ihrem wirtschaftlichen Absturz durch einschneidende Reformen und mit internationaler Finanzhilfe bald wieder auf Wachstumskurs liegen. „Die Talsohle sollte nach unseren Erwartungen im ersten Halbjahr 2015 durchschritten sein“, heißt es in einem IWF-Bericht. Allerdings werde die ukrainische Wirtschaft im Gesamtjahr mit rund 5,5 Prozent noch einmal stärker schrumpfen als bisher mit 3,4 Prozent erwartet. Die Wirtschaftsleistung des Landes sei unter dem Eindruck der Kämpfe in der Ostukraine 2014 und 2015 um zusammen gut zwölf Prozent eingebrochen. 2016 sehen die IWF-Experten dann aber die Chance auf zwei Prozent Wachstum, auch wenn sie auf ungewöhnlich hohe Risiken verweisen. …“ (Wiener Zeitung online, 12.3.15)

• Washington und Berlin fordern Einhaltung von Minsk II
Die USA und Deutschland haben die Konfliktparteien in der Ukraine zur Einhaltung der Friedensvereinbarungen von Minsk ermahnt. US-Außenminister John Kerry sagte am Mittwochabend bei einem Treffen mit seinem deutschen Kollegen Frank-Walter Steinmeier in Washington: „Wir bestehen darauf, dass der Abzug von schweren Waffen stattfinden muss, und zwar auf beiden Seiten.“
Russland müsse die Unterstützung der Separatisten im Osten des Landes beenden. Steinmeier warnte davor, nach Fortschritten bei der Einhaltung des Waffenstillstands nun nachzulassen. „Wir sind beide weit davon entfernt, zufrieden zu sein. Wir müssen jetzt den Druck auf die Konfliktparteien halten.“ Das Gespräch mit Kerry war für den sozialdemokratischen Politiker Auftakt einer dreitägigen USA-Reise. Dabei ging es auch um die Abstimmung vor der möglicherweise entscheidenden Verhandlungsrunde im Atomstreit mit dem Iran. Kerry bezeichnete Deutschland dafür als „unerlässlichen Partner“.
Wegen des Konflikts mit inzwischen mehr als 6.000 Toten im Osten der Ukraine hatte Steinmeier vor der Landung noch mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow telefoniert. Er forderte ihn auf, Einfluss auf die Separatisten zu nutzen, um dem Waffenstillstand Geltung zu verschaffen. …
Steinmeier sagte, Ziel sei nun, bei der Umsetzung der inzwischen ein Monat alten Vereinbarungen von Minsk in die „nächste Phase“ zu kommen. Jetzt gehe es auch um die ökonomische Stabilisierung der Ukraine. „Wir sind erste Schritte gegangen. Es liegt noch viel Arbeit vor uns.“ In einem Artikel für die „New York Times“ bezeichnete er Deutschland als Europas „Chefvermittler“ („chief facilitating officer“). …“ (Wiener Zeitung online, 12.3.15)
… Kerry lobte die Vermittlungsoffensive von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatschef François Hollande, die im vergangenen Monat zu dem neuen Minsker Abkommen geführt hatte. Merkel und Hollande seien ein „Risiko für den Frieden“ eingegangen. Noch gebe es aber „offene Fragen“, was den Friedensprozess in der Ostukraine angehe. Beide Seiten müssten ihre schweren Waffen abziehen, verlangte der US-Außenminister. Außerdem müsse Russland seine Unterstützung für die „Verletzungen der Integrität und Souveränität der Ukraine“ durch die Separatisten einstellen. …“ (Süddeutsche.de, 12.3.15)

• Ex-Diplomat: „Keiner in Russland plant, die Ukraine oder andere Staaten zu erobern“
Niemand in Russland wolle einen Krieg gegen Europa, so der ehemalige sowjetische Diplomat und Außenpolitiker Valentin Falin in einem Interview mit der Wochenzeitschrift SuperIllu, veröffentlich in deren Ausgabe 12/2015 vom 12.3.15. „Unsere Doktrin war und bleibt: unteilbare internationale Sicherheit! Keiner in Russland plan, die Ukraine oder andere Staaten zu erobern.“ Gegenwärtig gebe es große Gefahren wie zu Beginn des Kalten Krieges, wie zum Beispiel ein „Kriegsausbruch aus Versehen“, warnt Falin. Er erinnert an mehrere gefährliche Situationen wie zum Beispiel die Kuba-Krise 1962: „Nur zwei Menschen in der US-Führung waren damals dagegen, Kuna anzugreifen, was einen Weltkrieg ausgelöst hätte: die Kennedy-Brüder.
Falin zu den westlichen und Kiewer Vorwürfen an Russland, in der Ukraine mit Waffenlieferungen und Soldaten „einen Krieg ohne Kriegserklärung“ zu führen: „Gerüchte und Plaudereien sind kein Ersatz für Tatsachen. Während des Kalten Krieges waren die ukrainischen Arsenale auch im Osten des Staates so dicht mit Waffen aller Art bestückt, dass diese für mehrere Kriege bis heute reichen würden.“ Es sei nicht neu, dass der Westen als Agrressor darstelle: „Russland, ob das zaristische, das sowjetische oder das heutige, war unentwegt Schuld an dem, was dem Geschmack und den Plänen Londons, Paris‘, Berlins oder Washingtons nicht entsprach und entspricht. Kern dieser Russophobie ist, dass mein land ihnen zu groß und zu reich an Naturschätzen ist.“ Seine jahrzehntelangen Erfahrungen als Diplomat und Außenpolitiker im 20. Jahrhundert zeigten ihm: „Auf Washingtons Wort wie auch auf Versprechen seiner Gefolgschaft ist kein Verlass.“ Falin erinnert an das Beispiel der westlichen Zusage an Moskau für die deutsche Einheit, dass die „NATO kein Zoll nach Osten rücken wird„. Inzwischen sei Sankt Petersburg für NATO-Truppen nur noch 150 Kilometer entfernt.
Der russische Präsident Wladimir Putin habe den Krieg in der Ukraine nicht begonnen, so Falin. Deshalb könne er ihn auch nicht beenden. Er unterstütze Putins Politik, bei der Wort und Tat übereinstimmten. „Eines steht außer Frage: Unser Land kann Wladimir Putin auf jeden Fall dafür dankbar sein, dass er den Zerfall Russlands verhindert hat.“ Putin versuche den politischen Sprengstoff in der Ukraine-Krise zu entschärfen. Falin erinnert, gefragt nach der Rolle Deutschlands, Bundeskanzlerin Angela Merkel „als Tochter eines Pfarrers“ an eine Stelle im biblischen Buch der Weisheit Salomons im Alten Testament: „Dort steht, dass man nicht mit zweierlei Maß messen soll. ‚Zwei Gewichte, sie alle beide sind dem Herrn ein Gräuel‘, steht dort. Was wir erleben, ist das gegenteil, eine Aufweichung des Völkerrechts, das die Amerikaner und der ganze Westen für ihre Zwecke instrumentalisieren. Deutschland soll sich auf seine eigene Identität und seine eigenen lebenswichtigen Interessen besinnen und auch die lebenswichtigen Interessen Russlands achten, nicht nur in Worten, sondern auch in Taten.“ Falin, der in den 1970er Jahren sowjetischer Botschafter in der Bundesrepublik war, erinnert auch an die Hoffnungen in Moskau, die mit der deutschen Einheit verbunden waren: „Sie sollte nach unserem Wunsch auch ein Ende der Spaltung Europas und der Welt sein.

https://www.freitag.de/autoren/hans-springstein/nachrichtenmosaik-ukraine-folge-169

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Allen NATO-Verstehern, den Obamas, Merkels, Steinmeiers, Göring-Eckhards, Klitschkos, Nachrichtenklebers, Schönenborns, Wills, allen Russenhassern, Putin-„Kritikern“, usw. usw. ins Gewissen! – falls sie eins haben.

Man kann Menschen ins Gewissen reden, aber nur wenn sie ein Gewissen haben. Manche haben offenbar dort eine leere Stelle, wo bei anderen Menschen das Gewissen ist.

Visit to NATO by Vitali Klitschko, Head of the UDAR Political party in Ukraine

Am 02 Mai 2014 wurden in Odessa von einigen Tausenden mit Bussen angereisten ukrainischen Faschisten des „rechten Sektor“ prorussische Aktivisten gewaltsam in ein Haus der Gewerkschaften gedrängt, faschistische Kiew-Truppen haben das Haus angezündet und um ihr Leben fliehende beschossen oder mit Knüppeln erschlagen. So sieht NATO-Osterweiterung aus.

Aliona Nikolaenkos schreibt am 03. Mai 2014 auf Facebook:

„Jetzt schauen Sie! I sagen Sie nicht, daß sie es nicht gesehen haben! Ich habe alle Kräfte in meine Fäuste zusammengenommen und ging dadurch! Nur wir drei wurden durchgelassen, ich muß es allen erzählen! Odessa, das ist unmöglich! Aber es ist geschehen! Daß es alle sehen!!“

Алёна Николаенкоs Status3. Mai

„А теперь смотрите!

И не говорите, что не видели!

Я взяла все Силы в кулак и прошла! Нас пустили только троих, я обязана рассказать всем!

Одесса – это не может быть с Тобой! Но это случилось!!!

Пусть все видят!

Одесса, Дом профсоюзов, 3 мая 2014г. (30 Fotos)“

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Und SPIEGEL vom 03.05.2014 schreibt:

„Die Polizei tut nichts gegen den Hass

Dutzende erleiden Platzwunden, vor allem am Kopf. Mindestens ein Mann wird bei den Straßenschlachten getötet. Wie genau es zu der dramatischen Eskalation kam, lässt sich nur schwer vollständig rekonstruieren. Am Nachmittag ging ein Zeltlager der prorussischen Kräfte vor dem Gewerkschaftshaus in Flammen auf, die Aktivisten verschanzten sich in dem umstellten Gebäude.

Laut ukrainischen Medien wurde von prorussischen Besetzern aus den Fenstern und vom Dach aus geschossen. Aus der Menge vor dem Gebäude flogen Steine und Molotow-Cocktails. An mehreren Stellen im Gewerkschaftshaus brach Feuer aus. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich wohl mehrere hundert Menschen im Inneren. Manche versuchten, sich mit einem Sprung aus dem Fenster zu retten. Videoaufnahmen zeigen einen Überlebenden der Katastrophe, der auf allen vieren aus der Ruine kriecht. Er wird von seinen Widersachern mit Knüppeln und Fußtritten traktiert.

Die Polizei tat nichts, um den Hass zu bremsen. Die Sicherheitskräfte sahen weitgehend tatenlos zu, wie sich die Gewalt in Odessa durchsetzte. Als die Einheiten der Sonderpolizei doch noch zum Gewerkschaftshaus vorrückten, brannte das Gebäude bereits lichterloh.

„Terroristen neutralisieren“

Verstörend ist die Sprache, die Behörden und Medien angesichts der Katastrophe wählen. Während in Odessa Menschen verbrannten, meldeten ukrainische Medien geradezu triumphierend, „Patrioten“ hätten die „Separatisten zurückgeschlagen“. Man sei dabei, sie erfolgreich „auszuräuchern“.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-tote-bei-feuer-in-odessa-nach-brandstiftung-a-967340.html

 

Odessa: Massenmord durch Rechten Sektor

 

 

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

People feel always terrible offended if you do not believe their lies.
Everyone is responsible for his feelings.
Psychoanalysis is nobody’s business except the psychoanalyst and his patient, and everybody else can fuck off.
“Time is the echo of an axe
Within a wood.”
― Philip Larkin, Collected Poems

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

 Why Allah does not shows himself? Because he does not want  to do anything with such assholes.
When fascism returns, he will not say, ‘I am the fascism‘. No, he will say, ‘I am the anti-fascism Ignazio Silone.
Political correctness requires a language for a poetry album.
 Psychoanalysis is frivolous, or it is not psychoanalysis.
Colorful diversity, earlier: shit.
What can not any longer be changed, can not any longer be reformed, it is no longer alive, but very dead (instead). What is dead should be, has to be buried: religion, marriage, Romanticism, etc.
Romantic sucks.
 The reality is always stronger than illusions.
 A delusion is characterized by increasing loss of reality, and can be attested to today’s leaders in Germany and the mass media. Loss of reality describes the mental state of a person who is not (any longer) be able to understand the situation in which it is located. So you are ruled by madmen and manipulated by the mass media.
Totalitarianism can only be defeated if one has the courage to call things by their right names, just as they are. Political correctness prevents it promotes totalitarianism and political cowardice and political lie.
The Extinction: Islam is like the sun, who comes too close to him, will burn itself and will flare the rest of the world with him.
Islam does not want any submission! Islam wants victory, destruction and annihilation.
The world was not created just for you.
Time needs time.

 

Jutta von Ditfurth kritisiert hohles Phrasengerede von Joachim Gauck (aktueller Deutscher Bundespräsident)

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Jutta von Ditfurth kritisiert hohles Phrasengerede von Joachim Gauck (aktueller Deutscher Bundespräsident)

Jutta von Ditfurth war Mitbegründerin der Partei die Grüner, aus der sie von Joschka Fischer (ehemaliger Außenminister) und seinen sich damals kommunistisch gerierenden Kumpanen (u.A. der heutige Außenminister Karl-Walter Steinmeier) ausgebootet worden ist, als Fischer und seine K-Truppe die Partei der Grünen gekapert haben, und obgleich er sich bis dahin nie für grüne Themen interessierte, nützte Fischer die Grünen wie ein Parasit den Wirtskörper einer Fliege, um darin an die oberste Macht des Staates zu kommen. Fischer trug wesentlich zur Bombardierung Serbiens 1999 bei, unter dem scheinheiligen Vorwand zweites Auschwitz und Milosevic als zweiten Hitler verhindern zu wollen. Die Vorwände für die Bombardierung Serbiens, für die Zerschlagung Jugoslawiens, für den völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien, haben sich im nachhinein als bewußte Lügen herausgestellt. Die angeblich notwendige Bombardierung Serbiens, insgesamt warf die NATO im Rahmen der Operation, von Marschflugkörpern abgesehen, 28.018 Sprengkörper ab, wobei 83 Prozent der Abwürfe durch Flugzeuge der Vereinigten Staaten erfolgten, um humanitäre Katastrophe zu beenden, hat erst diese Katastrophe herbeigeführt, die gegenseitige massive Tötungen geschahen erst nachdem NATO Serbien anfing zu bombardieren, zwischen der Kosovomilizen der UCK und der serbischen Armee.

Rudolf Scharping (27. 03. 1999): „Wir wären ja auch niemals zu militärischen Maßnahmen geschritten, wenn es nicht diese humanitäre Katastrophe im Kosovo gäbe mit 250.000 Flüchtlingen innerhalb des Kosovo, weit über 400.000 Flüchtlingen insgesamt, und einer zurzeit nicht zählbaren Zahl von Toten.“

Nicht zählbare Tote schon vor Beginn der Nato-Bombardierung? Die OSZE, Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, müsste davon doch gewusst haben. Denn ihre Beobachter hatten penibel die Vorkommnisse im Kosovo gemeldet. Ihr Fazit für den März 1999: 39 Tote im gesamten Kosovo – bevor die Nato-Bomber kamen. Drohte also eine „humanitäre Katastrophe“?

Siehe: Wie die NATO im Krieg um Kosovo Tatsachen verfälschte und Fakten erfand. Monitor-Autoren enthüllen Fälschungen in der Berichterstattung zum Kosovo-Krieg.

„Es begann mit einer Lüge“, ein Film von Jo Angerer und Mathias Werth für den WDR. Ausgestrahlt in der ARD am 8. Februar 2001.

„24. März 1999: Im italienischen Piacenza starten deutsche Kampfjets gegen Jugoslawien. Es ist der erste Kriegseinsatz deutscher Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg. Nur aus einem Grund durften deutsche Soldaten am Krieg teilnehmen und der hiess: Abwendung einer humanitären Katastrophe. Verteidigungsminister Rudolf Scharping lieferte die Argumente für den Kriegseinsatz: Bilder von Massakern an der Zivilbevölkerung, von zerstörten Dörfern. Die Serben hätten zur Vertreibung der Kosovaren den Operationsplan „Hufeisen“ entwickelt, so das Verteidigungsministerium. Nach diesem Plan wollten die Serben die Kosovo-Albaner aus dem Land treiben. Zum Beleg lieferte Scharping den Journalisten die passenden Fotos. Die Bilder gingen durch die Presse und sorgten für Stimmung für einen deutschen Kriegseinsatz. 78 Tage führte die NATO dann Krieg gegen Jugoslawien – nicht nur mit Bomben. Von Beginn an ging es auch darum, wer die ‚richtigen‘ Begriffe besetzte und die ‚besseren‘ Bilder besaß.

Mit Bildern aus Kriegsgebieten hatten die Monitor-Redakteure Mathias Werth und Jo Angerer ihre Erfahrungen. Bereits in der Berichterstattung zum Golfkrieg konnten sie für Monitor Fälschungen aufdecken. Über zehn Jahre arbeiten die beiden als Team zu Themen der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik. Als der Kosovo-Konflikt sich zuspitzte, berichtete Jo Angerer in Deutschland, Mathias Werth konnte in Moskau die russische Sicht der Dinge verfolgen. Es gab unterschiedliche Wahrnehmungen und unterschiedliche Betroffenheit. Auf zahllosen Pressekonferenzen informierten Politiker und Militärs die Öffentlichkeit. Bereits während des Krieges gab es erste Zweifel am Wahrheitsgehalt dieser Stellungnahmen.“

– Das vollständige Manuskript –

http://www.ag-friedensforschung.de/themen/NATO-Krieg/ard-sendung.html

http://www.ag-friedensforschung.de/themen/NATO-Krieg/ard08-02-01.html

„Gerhard Schröder (24. März 1999): „Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, heute Abend hat die Nato mit Luftschlägen gegen militärische Ziele in Jugoslawien begonnen. Damit will das Bündnis weitere schwere und systematische Verletzungen der Menschenrechte unterbinden und eine humanitäre Katastrophe im Kosovo verhindern. Der jugoslawische Präsident Milosevic führt dort einen erbarmungslosen Krieg. Wir führen keinen Krieg, aber wir sind aufgerufen eine friedliche Lösung im Kosovo auch mit militärischen Mitteln durchzusetzen.“

Dieser Film zeigt, wie schon vom ersten Tag des Kosovo-Krieges an die Bevölkerung getäuscht wurde. Dieser Film zeigt auch, wie Tatsachen verfälscht und Fakten erfunden, wie manipuliert und auch gelogen wurde. Dieser Film zeigt, weshalb Bomben auf Belgrad fielen.“ (…)

Video: https://www.youtube.com/watch?v=MYcRjHX50og

„Geflüchtete Kosovo-Albaner – ein Opfer der Serben. Aber nicht als Folge eines Vertreibungsplans mit Namen „Hufeisen“. Der war schlicht eine Erfindung des deutschen Verteidigungsministeriums, Kriegspropaganda wie das angebliche KZ von Pristina oder das angebliche Massaker an Zivilisten in Rugovo. Das Elend der Flüchtlinge aber war auch eine Folge der Nato-Bombardierung. Vor dem politischen Scheitern eines Krieges im Kosovo war früh gewarnt worden – auch aus den Reihen der OSZE und des Militärs. Dennoch wollte die Bundesregierung deutsche Soldaten in diesen Krieg führen. Dafür musste sie die Gunst der Öffentlichkeit gewinnen. Kein Kriegsziel der NATO wurde erreicht. Was aus diesen Menschen wird, ist bis heute ungewiss.“

Markus Lanz, 26.7.2012 (ZDF)

Teilnehmer: Jutta Ditfurth, Karl Dall, Detlef Soost, Kate Hall, Jumbo Schreiner

Moderation: Markus Lanz

Mod.: Sie waren bei Ihrem letzten Besuch sehr deutlich in Ihrem Urteil über unseren neuen Bundespräsidenten und haben uns gesagt, in 100 Tagen komme ich wieder und sage euch meine Meinung dazu.

Jutta Ditfurth: War es nicht so, dass Sie gesagt haben, ich müsse in 100 Tagen wiederkommen?

Mod.: Ja, ich habe das jetzt leicht abgeändert vorgetragen, weil es dann besser wirkt einfach.

Jutta Ditfurth: Jedenfalls bin ich da.

Mod.: Sie sind da.

Jutta Ditfurth: Und jetzt möchten Sie gerne hören, wie ich Herrn Gauck beurteile?

Mod.: Ja, wie sich Ihre Meinung verändert hat, Sie waren ja sehr drastisch in Ihrem Urteil.

Jutta Ditfurth: Ja, es hat sich was verändert.

Mod.: Was haben Sie damals gesagt?

Jutta Ditfurth: Das weiß ich nicht mehr, aber ich kann heute sagen, was ich heute sagen würde.

Mod.: Sie haben damals gesagt, ich fürchte der Gauck wird uns alle vollsülzen, ich hoffe seine Eitelkeit treibt ihn aus der Spur.

Jutta Ditfurth: Das letztere ist leider noch nicht passiert, aber mein Urteil ist eher noch, notwendigerweise, noch schärfer geworden, weil die Funktion, die er jetzt hat, die wird ja immer deutlicher und er macht das voller Partus und voller Geschleime sehr sehr geschickt. Er ist einer, ich muss klar sagen, vor zwei Jahren ungefähr ist, glaube ich, Horst Köhler zurückgetreten, weil er nach einer Afghanistanreise gesagt hat, die Bundeswehr sei auch dazu da ökonomische Interessen Deutschlands in aller Welt durchzusetzen und er war dann glaube ich, ich glaube er ist bis heute völlig erstaunt, dass er dafür geprügelt wurde, weil das steht ja nun in sämtlichen verteidigungspolitischen Richtlinien, in Weisbüchern der Bundeswehr seit 1992 immer drin und wird immer offener aggressiv formuliert. Also das, was in meiner Kindheit mal war, wir brauchen die Bundeswehr zur Landesverteidigung, weil die bösen Russen kommen können, ist längst weg, sondern heut ist die Bundeswehr dafür da in aller Welt den Zugang zu Ressourcen zu sichern bis zum Hindukusch.

Mod.: Wir erinnern Peter Strom, unsere Freiheit wird auch am Hindukusch verteidigt usw. Die Dinge haben sich ja nochmal geändert.

Jutta Ditfurth: Und Gauck ist insofern ein raffinierter Sülzkopf, als das er in seinen Reden, wie etwa jetzt kurz vorher bei der Führungsakademie der Bundeswehr, das nicht so offen und treudoof ehrlich wie Horst Köhler formuliert und dann Watschen kriegt, sondern so Sachen sagt, wie „Wir müssen alle die schwere Aufgabe unserer Soldatenmitarbeit mehr ehren, wir müssen würdigen den gerechten Weg in den Krieg“ und was sagt Verteidigungsminister de Maizière folgerichtig, der dankt ihm für diese wunderbare Rede, wo man wirklich lange suchen, weil er das so schön verschleiert. Er hat eine ganz unklare Sprache und de Maizière sagt, es sei ganz wunderbar, es wäre doch klar, es gäbe kein Land der Welt, wo die Bundeswehr nichts zu suchen hätte.

Mod.: Ich frage mich gerade, ist das eigentlich justiziabel, wenn man den Bundespräsidenten als Sülzkopf beleidigt?

Jutta Ditfurth: Ich fürchte nicht, weil ich würde mich gerne mit ihm auf der Ebene streiten, weil für so eine Talkshow habe ich zwei, drei Minuten sowas zu sagen. Ich kann natürlich auch einen dreistündigen Vortrag abhalten, warum Gauck, der leider richtige Präsident in Zeiten der Weltwirtschaftskrise ist, wo man nach Außen aggressiv sein muss als Deutschland, wenn man zur Elite gehört und nach Innen, er hat eine Form, das ist so irrwitzig bei ihm, er hat eine Form von verschleierter Verächtlichkeit gegenüber sozial Benachteiligten von einer Eiseskälte, dieser Mann, während er gleichzeitig dauernd grinst.

Mod.: Das sehe ich überhaupt nicht so. Wir streiten uns gleich darüber.

Jutta Ditfurth: Das kann man in einer Talkshow gar nicht so differenziert machen.

Mod.: Doch, wir streiten uns gleich, wir fragen aber erst einmal in die Runde, wie fällt denn das Urteil hier über den Bundespräsidenten aus, einfach mal die Wählerinnen und Wähler gefragt, die ja bedauerlicherweise, wie er sagt, im NRW-Wahlkampf müssen immer noch Wahlen entscheiden.

Ja, ich habe den neuen Bundespräsidenten nicht gewählt, aber er stört mich im Moment am wenigsten.

Jutta Ditfurth: Man kann aber nicht sagen, dass das schmeichelhaft ist.

Nein eine ganz eklige Sinnung wird verlangt, so perfekt kann kein Mensch sein, das haben wir bei seinen beiden Vorgängern ja schon gesehen und ich würde auch nicht dazu taugen, ich sehe mich ja selbst in jeder Runde.

Jutta Ditfurth: Das spricht für Dich, dass Du das auch nicht glaubst.

Nein, das wäre mir auch stressig, nur rumschleimen. Ja, die müssen funktionieren. Der Bundespräsident darf so richtig seine Meinung nicht sagen. Er muss sogar bisschen lügen. Ok, sein Vorgänger hat das überzogen.

Mod.: Na ja gut, seine Aufgabe ist ja auch eine ganz bestimmte. Es geht ja doch darum..,

Ja, das Land repräsentieren.

Mod.: Ja und auch ein bisschen zusammenhalten oder nicht? Und ab und zu mal die gesamtdeutsche Seele ein wenig streicheln. Was sagt denn der Reporter und auch Autor, wie ich gerade erfahren habe, von Thomas Gottschalk, Jumbo Schreiner dazu?

Jumbo Schreiner: Das ist sehr schwierig über den Herrn Gauck was zu sagen. Der Herr Gauck ist für mich kaum greifbar. Er ist so wie schlechte Luft oder zu warme Luft in einem großen Raum, man kann es nicht wirklich fassen. Ich glaube er…

Mod.: Warum schlechte Luft?

Jumbo Schreiner: Weil ihn jeder bis jetzt kritisiert und kaum jemand sagt, ok, das was er macht finde ich gut. Also ich höre immer mehr Kritik als Lob. Und wir neigen immer dazu, schneller zu kritisieren, als zu loben, was ich eigentlich sehr schade finde, denn auch an Lob wächst jemand und strengt sich eben mehr an, das weiß man schon bei kleinen Kindern, wenn sie was richtig, dann sollte man sie loben und nicht immer nur draufhauen und wir neigen dazu, immer erst einmal draufzuhauen und dann zu sagen, ok, ja hat er ja ganz gut gemacht. Ich würde mir von den Bürgern mehr Lob für Lobenswertes wünschen.

Mod.: Aber Joachim Gauck hat unglaubliche Zustimmungswerte, auch in Leitartikeln kommt der Mann eigentlich gut weg. Die einzige, die das so deutlich und drastisch formuliert, sind Sie von all denen, die ich gesprochen habe.

Jutta Ditfurth: Nein, glücklicherweise nicht, aber im Fernsehen kommen solche Meinung, wie ich, nicht so oft vor.

Mod.: Christian Wulff hat gesagt, der Islam gehört zu Deutschland. Joachim Gauck sagt…

Jutta Ditfurth: Das war sein bester Satz.

Mod.: Finde ich auch. Joachim Gauck sagt was, er sagt, die Muslime in Deutschland gehören sozusagen zu Deutschland.

Jutta Ditfurth: Das ist eine von seinen raffinierten Trennungen.

Mod.: Was heißt raffiniert, das ist klug.

Jutta Ditfurth: Nein, er nimmt was zurück. Er nimmt einen Durchbruch, den ausgerechnet dieser leider ja korrupte Christian Wulff geschafft hat, nämlich diesen wirklich bemerkenswerten Satz zu sagen, der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland, was nah an der Realität ist und das jetzt zu trennen von den Personen heißt auch, dass man einen Teil ihrer Welt rauslegt, irgendwo ins Ausland hin packt und gerade so gnädig ist, dass die Menschen, die muslimischen Glauben haben, hier sein dürfen. Das ist eine bemerkenswerte Schneise, die er geschlagen hat und zwar zu Lasten der Muslime in Deutschland. Und diese Feinheiten, das Problem ist…

Mod.: Warum ist das eine Schneise, warum trennt das? Das ist doch eigentlich eine sehr sympathische Aussage, wenn dir einer sagt, du kommst hier in dieses Land und du gehörst zu uns zu, wie alle anderen auch. Das ist doch eine klare Aussage und eine Umarmung.

Jutta Ditfurth: Das Problem ist, dass wir die Subtilität in der Sprache von Gauck, die so viele kleine Grausamkeiten hält und so viel Andienern gegenüber Obrigkeit, Herrschaft, Kapitalismus, das kriegen wir, dieses Mäandern, dieses Gesülze, dieses Partus kriegen wir nicht auf… Ich habe alle Reden gelesen, die er geschrieben hat. Ich habe unglaublich viele Auseinandersetzungen. Ich habe einfach, ich bin gerne in meiner Härte und Polemik wirklich gerecht, auch deswegen, weil ich Auseinandersetze über das, was ich behaupte und zitiere hinterher gerne gewinne.

Mod.: Er redet über Freiheit.

Jutta Ditfurth: Ja, er redet Freiheit ist sozusagen, also er hat neulich mal gesagt, da muss ich jetzt ein bisschen grob werden. Ich kann es nicht mehr hören, wie der Begriff Freiheit missbraucht.

Mod.: Warum?

Jutta Ditfurth: Er missbraucht ihn, er sagt sogar, er sei nicht nur, ich liebe inzwischen fast Gustav Heinemann, der mal gesagt hat, auf die Frage, ob er den Staat liebt, nein, er liebt seine Frau. Wunderbar, sowas glasklares, humanistisches hätte ich gerne wieder. Stattdessen haben wir Gauck, der sagt, er liebt die Freiheit nicht nur, sondern er ist ein Liebhaber der Freiheit. Er verbindet immer seinen Begriff von Freiheit damit, dass er ihn ganz scharf trennt von dem, wo es nicht trennbar ist. Er sagt nämlich nichts über soziale Gleichheit von Menschen, er sagt nichts über die Möglichkeit von Menschen überhaupt Freiheit verwirklichen. Er redet immer ganz stolz, der bräsige Bourgeoisie, von der Freiheit, die er hat.

Mod.: Er verbindet den Begriff der Freiheit mit dem Begriff Verantwortung und das ist etwas, was mir sehr gut gefällt.

Jutta Ditfurth: Ist das nicht schön, wissen Sie…

Mod.: Bin ich jetzt so ein verträumtes Schneewittchen, weil ich das toll finde?

Jutta Ditfurth: Nein, ich weiß, Sie sind, glaube ich, wirklich überzeugter Katholik und Sie meinen das ganz ernst. Nein, falsch verstanden. Ich habe Freunde, die sind auch Christen, ich werde es nie verstehen, aber ich schätze deren Werte und weiß nicht. Deswegen war das eben eine von mir wirklich anerkennend gemeinte Bemerkung.

Mod.: Ja, das habe ich auch so verstanden.

Jutta Ditfurth: Aber, wenn Sie das Wort Verantwortung verwenden, ist es was anderes, als wie es Gauck in seinen Reden verwendet. Er verwendet es zum Beispiel vor der Bundeswehr, vor Offizieren und sagt, ihr übernehmt Verantwortung für unser Land. Das dazu dann auch Töten und Kriege gehören, sagt er nicht. Er sagt in dem Moment auch nicht, dass er seit Jahren, seit zehn Jahren, glühend für den Afghanistankrieg ist, das sagt er nie offen. Er nimmt immer gute Worte, hinter denen er das dann alles versteckt, was man erst finden, wo man erst graben muss. Weil er eben nicht ehrlich ist.

Mod.: Das weiß aber jeder, der dort eintritt und irgendwann dort unterschreibt, der weiß, was da möglicherweise auf ihn zukommt und der weiß auch mittlerweile, dass wir in einer sehr komplizierten Welt leben, in der Gefahren nicht mehr so klar auszumachen sind, wo man genau hingucken muss, wo genau die Bedrohung möglicherweise ist. Nochmal den Begriff der Verantwortung, das ist doch eigentlich…

Jutta Ditfurth: Der ist leer, man muss ihn füllen. Verantwortung kann heißen, ich bin verantwortlich für einen Menschen, dem es schlechter geht, dass ich ihm helfe, dass ich solidarisch bin.

Mod.: Das kann auch sein, nimm dein eigenes Leben in die Hand zum Beispiel

Jutta Ditfurth: Ja eben, ich sage, weil der, er nimmt immer Worte, die in der deutschen Sprache unglaublich viel viel bedeuten und sagt es immer so, dass man denkt, er meint bestimmt das Gute daran. Er meint dann aber nicht diese Solidarität mit Schwächeren, er meint…

Mod.: Warum unterstellen Sie ihm denn immer Böses?

Jutta Ditfurth: Zum Beispiel, er hat noch nie, er hat noch nie irgendein überzeugendes Wort nur von schierer Empathie gesagt über die 1.500 Menschen, die jedes Jahr im Mittelmeer ertrinken, sagt er nichts.

Mod.: Die Flüchtlinge aus Afrika meinen Sie?

Jutta Ditfurth: Ganz genau, die sozusagen vor diesen Grenzen. Im Frühling gab es einen Film nacheinander über die Titanic, 1.500 Menschen, die furchtbar ertrunken sind. Übrigens der größere Anteil der Arbeiter im Maschinenraum ist ertrunken. Aber das ist eine andere Frage. Genauso viele Menschen, wie auf der Titanic ertrunken sind, ertrinken jetzt im Mittelmeer. Das ist unserem wunderbaren ach so verantwortungsvollen Bundespräsidenten keine Träne wert, aber…

Mod.: Moment, das unterstellen Sie ihm aber.

Nein nein, jedem seine Meinung, lassen Sie doch mal jedem seine Meinung.

(Durcheinander)

Mod.: Ich glaube, lass uns doch da entspannt bleiben.

Jutta Ditfurth: Minderheitenmeinungen haben hier ein Problem in Deutschland.

Mod.: Nein nein nein, wir haben Sie eingeladen Frau Ditfurth, weil es Spaß macht mit Ihnen über solche Dinge sich auszutauschen und das sind auch tolerante Menschen hier, wir sind ein freies Land. Jeder darf sagen und denken, was er will. Ich frage mich, warum Sie ihm das unterstellen?

Jutta Ditfurth: Ich unterstelle es ihm nicht.

Mod.: Der Mann ist Priester, vielleicht betet er heimlich für die, die da ertrinken.

Jutta Ditfurth: Was er heimlich tut, ist mir egal, das ist seine Privatsache. Nein, wir reden jetzt über das, was er als Bundespräsident tut und die Frage an mich war, ist Ihr Eindruck von ihm besser geworden? Und der ist schlechter geworden, weil er leider nicht aufhört, Kriege schön zu reden, weil er leider nicht aufhört, sozial Benachteiligte zumindest nicht zu erwähnen und dann in Zusammenhängen, wo er sagt, Sie sollten sich mal nicht so anstellen, Sie müssten sich alle bemühen, das gäbe es eben in dieser Welt und anderswo ginge es Menschen noch schlimmer.

Aber jetzt muss man eins sagen. Es ist so, in dieser Welt gibt es nun mal, es gibt Situationen, die sind schwierig und es gibt Situationen, die sind gut. Was ich schwierig finde irgendwie, ich habe das Gefühl, Sie haben so eine persönliche Wut gegen Gauck. Also das ist so ein ganz persönliches Ding irgendwie. Das hat gar nicht mehr so viel mit dem, was er allgemein vielleicht bewirkt zu tun, sondern als wenn Sie so ein ganz persönliches Problem mit ihm hätten.

Jutta Ditfurth: Ich muss ja in einer kurzen Zeit in so einer komischen Talkshow immer viel meine politische Meinung, die eben nicht jedem Tag in irgendwelchen Zeitungen steht, die ich hier mal äußern kann, in einer sehr kurzen zeit äußern. Notwendigerweise muss ich methodisch erklären, wirkt das zugespitzt und polemisch. Könnte ich jetzt eine Stunde einen Vortrag halten, könnte ich trocken die Wissenschaftlerinseite herauskehren und das alles belegen, das geht hier aber nicht. So und weil diese Meinung über Gauck sonst nicht zu hören ist, in diesen deutschen Medien, wirkt sie merkwürdig.

Jumbo Schreiner: Was sagen Sie denn von Herrn Gauck, wenn er vor deutschen Soldaten spricht, er muss Ihnen doch nicht erklären, was Sie machen sollen. Die Soldaten, die in die Bundeswehr eingetreten sind, die wissen was ihr Job ist. Da muss nicht der Bundespräsident hergehen und muss den Leitfaden für Soldaten erklären, sondern der muss den Männern Hoffnung, Mut, Zuversicht und was für die Zukunft zusprechen.

Jutta Ditfurth: Ich glaube, wir können in einem Teil der Runde noch nicht einmal Einigkeit darüber erzielen, dass da, wo deutsche Soldaten entgegengehen, sie manchmal auch Menschen töten. Sind wir uns wenigstens darüber einig?

Jumbo Schreiner: Das finde ich ganz schlimm.

Jutta Ditfurth: Und dass die Verteidigung ökonomischer Interessen in aller Welt möglich sein soll, finde ich, ehrlich gesagt, vielleicht bin ich damit wirklich eine kleine Minderheit und sollte auswandern, ziemlich schlimm. Und ich finde es ziemlich schlimm, dass in einer Zeit von Weltwirtschaftskrise zwei Sachen ganz wichtig sind. Das eine ist die Aggression nach Außen, das andere ist die Repression und das Stillhalten und das Befrieden nach Innen. Und da kommt ein Pfarrer, der diesem falschen Sinn eine Bedeutung geben soll und der ist so geeignet dafür, dass mir schlecht wird.

Jumbo Schreiner: Aber die Polemik bringen Sie doch ins Spiel, indem Sie…

Jutta Ditfurth: Polemik ist nichts schlimmes.

Jumbo Schreiner: Ja, aber Sie sagen, die armen Flüchtlinge, die 1.500, die sterben, vergleichen Sie mit den Leuten, die auf der Titanic umgekommen sind. Das finde ich respektlos.

Jutta Ditfurth: Nein, ich sage, ich versuche, das ist Quatsch. Es wäre schön, wenn Sie ein bisschen versuchen würden, zu verstehen, was ich meine. Ich wollte nur sagen, es gab ganz viel Mitgefühl und das schätze ich sehr hoch, Empathie und Mitgefühl für das, was den Menschen auf der Titanic vor 100 Jahren passiert ist und ich vermisse ein vergleichbares Mitgefühl, ein vergleichbares Suchen nach deren Lebensschicksal, nach deren Biografien, nach dem, was mit ihnen auf dem Grund des Mittelmeeres ertrunken ist, mit diesen Menschen. Das kümmert keinen, es waren ja nur Menschen aus Afrika.

Mod.: Moment, Frau Ditfurth, eine Frage in dem Zusammenhang. Wenn Sie das Herrn Gauck vorwerfen, dann können wir das, wenn…

Jutta Ditfurth: Ach nein, Sie haben mich nach Gauck gefragt.

Mod.: Ja, ich habe Sie nach Gauck gefragt.

Jutta Ditfurth: Sie hätten mich auch nach Frau Merkel fragen können… Wir sind jetzt bei der Spezifik Herr Gauck, aber er ist nicht der einzige. Also konzentriere mich nicht auf Herrn Gauck.

Mod.: Stopp, Sie hätten dann auch sagen können, warum berichten Sie nicht häufiger darüber? Sie könnten uns alle in Sippenhaft dafür nehmen, dass wir das einfach nicht zur Kenntnis nehmen. Das ist kein Vorwurf, der allein Joachim Gauck trifft. Definitiv nein.

Jutta Ditfurth: Ich habe 1992 zum ersten Mal, weil ich das über Freunde in Spanien wusste, über die Leichen, die da angespült werden auf Nordafrika an spanischen Stränden geschrieben und wurde ausgelacht, weil ich das erfinden würde und das sei gelogen. Das war 20 Jahre her.

Mod.: Nochmal zurück zu Gauck, warum machen Sie das Joachim Gauck zum Vorwurf?

Jutta Ditfurth: Nein, das Spezielle doch nicht, sondern Sie haben mich gefragt, wie ich ihn einschätze und ich habe hier ein paar Minuten und das habe ich sozusagen komprimiert gemacht. Er ist ein freundlich lächelnder, ich kann es jetzt mal ganz nett formulieren. Er ist ein freundlich lächelnder Diener herrschender Interessen und er ist lieb zu allen, die etwas zu sagen haben und er hat nichts mit denen zu tun, denen es dreckig geht. Das ist die kürzeste Formulierung.

Mod.: Ich sehe das ganz anders, finde, das ist jemand der sehr deutlich… Wann haben wir zum letzten Mal gehört, dass sich ein Spitzenpolitiker hinstellt und sagt, Achtung Leute, Freiheit alles gut und schön, ihr dürft alles haben, was ihr wollt, ihr dürft alles machen, was ihr wollt, aber bitte, es gibt auch eine Verantwortung jedes einzelnen. Du musst dich bemühen, du musst dich anstrengen. Sie machen daraus, er biedert sich sozusagen dem Kapitalismus an. Ich mache daraus, du musst dein Leben selber in die Hand nehmen und im Zweifel auch daraus was zu machen.

Jutta Ditfurth: Das ist Ihre Fantasie.

Mod.: Das ist dieser alte Kennedy-Gedanke. Dann teile ich diese Fantasie mit John F. Kennedy.

Jutta Ditfurth: Ok, reden wir jetzt über den Unterschied. Das ist ein gutes Beispiel. In der amerikanischen…

Mod.: Es geht um diesen Satz „Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern frage, was du für dein Land tun kannst“, das ist der Gedanke Freiheit und Verantwortung.

Jutta Ditfurth: In der amerikanischen Verfassung steht drin, dass zu den Grundrechten des Menschen, zu den Grundfreiheiten auch die Suche nach Glück geht. Und was macht Gauck? Stellt sich vor die Bundeswehr, die Führungsakademie hin und sagt, in dieser ach so hedonistischen glückssüchtigen Gesellschaft, dabei fielen mir ganz viele Hartz4-Empfänger ein, werde überhaupt nicht mehr gepriesen und gelobt und gewürdigt, was der Soldat im Ausland nur für deutsche Interessen tut. Da ist mir schlecht geworden.

Mod.: Warum wird Ihnen da schlecht?

Jutta Ditfurth: Weil er diffamiert das Grundrecht von Menschen glücklich zu sein, es in einen Pott schmeißt und sagt, alle diejenigen, die andere Vorstellungen haben, nicht den Krieg wollen, nicht die deutschen Interessen aggressiv militärisch verteidigen wollen, sind nicht bereit Verantwortung… und sie fallen auch darauf rein.

Mod.: Nein, wissen Sie, was eigentlich eine Beleidigung an Ihre Intelligenz, jetzt bei mir so zu tun, als würden Sie nicht begreifen, wie das gemeint ist.

Jutta Ditfurth: Doch, das ist ja gerade, das ich das begreife. Das Problem…

Mod.: Sie verstehen ja ganz genau, wie das gemeint ist. Sie bringen diese beiden Dinge zusammen, was in der amerikanischen Verfassung drinsteht und packen es sozusagen auf Soldaten, die im Afghanistaneinsatz und sagen…

Jutta Ditfurth: Nein, das sagt er dort. Lesen Sie doch bitte einfach diese Rede.

Mod.: Ich habe es jetzt nicht im Detail gelesen, dennoch ist klar…

Jutta Ditfurth: Die Rede dauert eine halbe Stunde, die kann ich hier nicht vorlesen.

Mod.: Aber was er meint, ist doch, dass Menschen, die für ihr Land irgendwo im Einsatz sind, auch eine gewisse Form von Loyalität, Solidarität und Respekt einfordern können. Das können sie.

Jutta Ditfurth: Ich möchte gern in einem Land leben, in dem nicht nur Tränen vergossen werden, weil Soldaten in Särgen zurückkommen. Ich möchte gerne auch hören, was sie vorher angerichtet haben.

Also ganz ehrlich, ich finde das ein bisschen doll…

Jutta Ditfurth: Das ist in diesem Land doll, ja ich weiß.

Nein, in diesem Land finde ich persönlich, also ich kann jetzt nur von mir sprechen, ich bin Halbafrikaner, meine zukünftige Ehefrau ist Engländerin, die in Dänemark aufgewachsen. Also ich fühle mich und ich bin auch noch aus dem Osten, wow, ich fühle mich in diesem Land echt gut. Ich fühle mich hier wohl. Nochmal zu der Eigenverantwortung, ich habe Dreck gefressen, ganz ehrlich. Also weißt du, diese Idee von, das Schicksal selbst in die Hand nehmen und zu versuchen aus den Möglichkeiten die da sind, das Bestmögliche zu machen. Wenn Gauck das gesagt hat, unterschreibe ich das sofort.

Jutta Ditfurth: Hat er nicht gesagt.

Das ist aber das, was zumindest manche so empfinden, was wir so verstehen. Dann unterschreibe ich das sofort.

Mod.: So schlichte Gemüter wie ich haben das so verstanden.

Jutta Ditfurth: Ich akzeptiere, dass Sie gerne nur das Schönste an dem Begriff Verantwortung sehen, wenn Gauck in diesem Kontext Krieg in den Mund nimmt. Und ich sage aber, ich muss das Recht dazu haben, dass es mich gruselt, in die Art und Weise wahrzunehmen, wie er das Wort interpretiert. Nicht als Solidarität gegenüber Schwachen, dem Gegenüber, manche schaffen es und manche schaffen es nicht. Und es hängt nicht davon ab, von der reinen Willenskraft, ob irgendein Mensch, dem es dreckig geht, der arm ist, es tatsächlich schafft, sich sozusagen zu verwirklichen und sein Glück zu finden. Das gelingt sehr vielen Menschen nicht und das ist das Schlimme, immer mehr Menschen gelingt es nicht mehr, immer mehr Altersarmut, werden immer mehr ausgegrenzt.

Der Satz, der dazwischen kommt, ist, aber die Chancen für die Menschen, denen es nicht so gut geht, aus diesem Zustand herauszukommen, sind größer, wenn sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und versuchen, etwas daraus zu machen und nicht nur die Hände in den Schoß legen und warten. Das ist nun mal so.

Mod.: Lasst uns an dieser Stelle einen kurzen Schnitt machen und ich würde gerne mal einen kleinen Aussschnitt zeigen, der belegt, wann das eigentlich schon los ging, wann Sie angefangen haben, so bockig zu werden, war nur ein Spaß. So ein bisschen.

Jutta Ditfurth: Dann kommen schlimme Zeiten, wenn die Kritiker so leicht zum Spott gemacht werden.

Mod.: Nein, nicht zum Spott gemacht werden, Achtung, ich wollte das jetzt mit größtmöglichen Respekt vortragen, wir sehen nämlich eine Szene, Sie waren da so Mitte 30 ungefähr, 22. Januar 1987 und haben sich dort im Fernsehen mit allen angelegt und vor allen Dingen mit einem angelegt, der wirklich gefürchtet war.

Jutta Ditfurth: Ach, diesem Ausgerasteten, ja, ich erinnere mich dunkel.

Mod.: So und jetzt bitte mal darauf achten, wie die junge Jutta Ditfurth auch vor dieser Größe namens Franz Josef Strauß nicht einmal zurückschreckt, sondern ganz cool und sachlich argumentiert. Bitteschön.

Einspieler:

Jutta Ditfurth: Lustig finde ich die Themen nicht Herr Strauß, nein, Sie sind ja seit etwa 30 Jahren einer der besten Vertreter der Interessen der Atomindustrie international.

Franz Josef Strauß: Ja, Sie bieten ja auch von Interessensvertretern zu reden. Ich weiß gar nicht, auf welche unterschwelligen Behauptungen Sie damit verbinden. Ich bin ein Politiker, der deutsche Interessen vertritt, aber nicht industrielle Interessen vertritt, wie das unterschwellige Geschwätz kenne ich schon. Sie kennen sich da nicht aus, Sie können mich gar nicht provozieren…

Jutta Ditfurth: Herr Strauß, ganz ruhig.

Franz Josef Strauß: Ja selbstverständlich, aber dann unterlassen Sie bitte Ihre Unverschämtheiten.

Jutta Ditfurth: Es geht gar nicht um unterschwellig, es geht darum, dass man über, nicht erzählt, mit welchen neuen Sprüchen man versucht, Wähler zu kriegen, sondern für welche konkreten… Kann ich bitte mal einfach den Satz zu Ende bringen.

Mod.: Sie müssen sich schon von der Gesprächsleitung gefallen lassen, drauf aufmerksam gemacht zu werden…

Jutta Ditfurth: Entschuldigung, die Gesprächsleitung kann mir nicht vorschreiben, welche Argumente ich bringe.

Franz Josef Strauß: Wer diese Einstellung hat, der soll hier den Mund halten, vor allen Dingen dann, wenn Sie von innerer Gewalt reden. Ich weiß ein Lied davon zu singen, was die von Ihnen aufgehetzten, zum Teil verwirrten jungen Leute an Gewalt haben verbringen, Sie sind die Befürworterin der Gewalt, Sie haben eine moralische Mitschuld an den Gewalttaten, Umsägen der Strommasten, Aufreißen von Eisenbahngleisen und dann geht Schritt für Schritt weiter dran, bis in die Mordszene hinein, sagen Sie uns gar nichts hier.

Mod.: Frau Ditfurth und Herr Bangemann waren…

Jutta Ditfurth: Ja und da will ich mein Schlusswort machen. Und ich glaube, der Ausbruch eben von Herrn Strauß hat gut gezeigt, was da auch eigentlich zu verteidigen gilt, insgesamt offensichtlich.

Mod.: Wow, das war hart. Das war am 22. Januar 1987, zwei Sachen werden dazu nie gesagt, welche?

Jutta Ditfurth: Ich glaube das war die Sendung in der hinterher Herr Bangemann zu mir gesagt hat, wenn man so denkt, wie Sie, ist man hässlich und das andere war, dass ich kurz vorher, dass ich gar nicht zu dem Platz kam, an dem ich da sitzen sollte, weil es als wirklich obszön betrachtet wurde, dass irgend so ein Freak wie ich in so eine Sendung überhaupt mit darf. Und dann kriegte ich noch eine Kamera an den Kopf, ich dachte, oh jetzt wird mir schwindlig, mal gucken, ob meine Argumente noch in der Birne sind. Es war etwas anstrengend.

Mod.: Wurde die geworfen oder war das ein Zufall?

Jutta Ditfurth: Nein, das gab eine ziemlich heftige Drehung und es hat hier kurz geknackt und ich dachte, oh verdammt, jetzt habe ich eine Gehirnerschütterung.

Da ist auch nichts hängen geblieben oder so?

Jutta Ditfurth: Nein, danke.

Mod.: Man muss sagen, er lag in der Luft. Ich wollte ihn nicht verwandeln, aber wir haben glücklicherweise…

Jutta Ditfurth: Ja, das war so eine billige Vorgabe, die musste genommen werden.

Mod.: Was übrigens schön ist, Sie beide sind sich schon mal begegnet.

Jutta Ditfurth: Ja, müssen wir zugeben oder?

Mod.: Und wir haben vorher gefragt, kennt Ihr euch und dann sagten Beide unabhängig voneinander, wie früher bei Herzblatt, wir haben sie hinterher getrennt voneinander befragt. Es sagten beide, ja wir haben uns schon mal gesehen und dann wo? Sagte sie, ich weiß nicht, ich glaube, es war irgendwas mit Klamauk. Das ist richtig, es war was mit Klamauk. Wir schauen mal kurz rein, die Sendung heißt Wetten dass…

Jutta Ditfurth: Ach du lieber Herr.

Einspieler:

Mod.: Am Wahlabend hatten doch manche Zuschauer hinterher das Gefühl, dass einige Grüne ziemlich blau waren.

Jutta Ditfurth: Also ich trinke Tee. Wen meinen Sie denn jetzt?

Mod.: Ja, da wurde so fröhlich gefeiert.

Jutta Ditfurth: Ich hatte wahnsinnig gute Laune, ich fand es ein tolles Ergebnis.

Whiskey ist das, Whiskey.

Jutta Ditfurth: Nein, Karl lügt schon wieder. Also nein nein, Frank, lass mich mal. Also, wenn mein Tee Whiskey ist, dann ist dein Mineralwasser Gin, klar?

Mod.: Karl, nicht lügen?

Nein, man hat mir wirklich Mineralwasser hingestellt, aber ich habe lieber aus dem Hotel, aus der Minibar…

Das traurige ist immer bei solchen Sendungen, die alten Ausschnitte, das muss ja fast 30 Jahre her sein, dass man immer nur bei anderen sieht, dass die älter geworden sind, nicht?

Mod.: Schmerzt dich das eigentlich Karl?

https://www.youtube.com/watch?v=tUmBLZJOZFY

 

Siehe auch:

Wollt ihr den totalen Gauck? – Hermann L. Gremliza ueber neue deutsche Kriege

und

Das Ekel von Bellevue – Hermann L. Gremliza über Joachim Gauck

 

line-wordpress

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

Copy-shop als psychoanalytische Methode heute.
Die Psychoanalyse heute ist lediglich die Nachahmung einer vermeintlichen Psychoanalyse, die es so nie gegeben hat, also unbewußte Karikatur, Totemmaske ihrer selbst.
Die Revolution frißt ihre Väter, nicht ihre Kinder.
Jeder verdient eine zweite Chance. Eine zweite, nicht eine zwölfte, zweiundzwanzigste oder einhundertzweite.
In Polen haben amerikanische Geheimdienstler ihre Gefangenen gefoltert, während vor polnischen Gerichten Prozesse gegen polnische Geheimdienstler liefen, die polnische Gefangene gefoltert haben.
Besser irgendwelche Sitten, als gar keine Sitten.
Reale Gewalt gegen strukturelle Gewalt – lediglich eine Rationalisierung der eigenen Lust als Rechtfertigung für eigene wilde, triebhaften Gewalt.
National Sozialistische Deutsche Arbeiter Partei (NSDAP) war links,, ihr Kampf gegen Kommunisten und Sozialisten war nicht ideologisch, sondern es war ein Konkurrenzkampf unter Gleichen.
Wer sich für Kunst nicht interessiert, wem Kunst nichts bedeutet, der interessiert sich ebensowenig nicht für Menschen, dem bedeuten Menschen nichts. Denn Kunst ist Ausdruck menschlicher Gefühle.
Manche Menschen schauen in den Spiegel und sagen: „Die Welt ist schrecklich, die Welt ist böse“, und fangen an, dieses Böse in der Welt, aber nicht in sich, zu verfolgen, zu vernichten, auszumerzen. Also andere Menschen, das Andere menschliche, was sie nicht sein wollen, zu exterminieren, zu liquidieren.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. (Clemens Nachtmann)

„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

People feel always terrible offended if you do not believe their lies.
Everyone is responsible for his feelings.
Psychoanalysis is nobody’s business except the psychoanalyst and his patient, and everybody else can fuck off.
“Time is the echo of an axe
Within a wood.”
― Philip Larkin, Collected Poems

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

 Why Allah does not shows himself? Because he does not want  to do anything with such assholes.
When fascism returns, he will not say, ‘I am the fascism‘. No, he will say, ‘I am the anti-fascism Ignazio Silone.
Political correctness requires a language for a poetry album.
 Psychoanalysis is frivolous, or it is not psychoanalysis.
Colorful diversity, earlier: shit.
What can not any longer be changed, can not any longer be reformed, it is no longer alive, but very dead (instead). What is dead should be, has to be buried: religion, marriage, Romanticism, etc.
Romantic sucks.
 The reality is always stronger than illusions.
 A delusion is characterized by increasing loss of reality, and can be attested to today’s leaders in Germany and the mass media. Loss of reality describes the mental state of a person who is not (any longer) be able to understand the situation in which it is located. So you are ruled by madmen and manipulated by the mass media.
Totalitarianism can only be defeated if one has the courage to call things by their right names, just as they are. Political correctness prevents it promotes totalitarianism and political cowardice and political lie.
The Extinction: Islam is like the sun, who comes too close to him, will burn itself and will flare the rest of the world with him.
Islam does not want any submission! Islam wants victory, destruction and annihilation.
The world was not created just for you.
Time needs time.
What has God with us when he freely admits the devil more and more territories?
It’s not the biggest fear when you look into an abyss, but to note that the abyss looks back at you.
I is different.
Muslim´s headscarf is less annoying than German mothers with their pushchairs.
Prostheses people – look like women and men, but they are not.
Global governance the political repair operation begins to repair before something was created.
The extremely increased, ostensibly critical, actually demonizing, German interest in Israel and Jews is perverse.
The Nonanti-Semite is by the current German law an anti-Semite who defames, discriminates, delegitimizes Israel, Jews, , but do not supports expressis verbis the aim of the Third Reich, the Holocaust, the extermination of the Jews.

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

An extreme narcissist is a potential terrorist, and every terrorist is an extreme narcissist.
Islamization means dementia.
Copy-shop as a psychoanalytic method today.
Psychoanalysis today is merely an imitation of a putative psychoanalysis, it has never existed, an unconscious cartoon, totem mask of itselves.
The revolution devours its fathers, not its children.

Everyone deserves a second chance. A second, not a twelfth, twenty-second or one hundred second.

In Poland, American intelligence officials  have tortured their prisoners, while the Polish courts ran trials of Polish intelligence officesr who tortured Polish prisoners.

Better have any manners, than no manners at all.
Realistic violence against structural violence only a rationalization of their own desire as justification for their own wild, instinctual violence.
National Socialists German Worker Party (NSDAP) was left, its fight against communists and socialists was not ideological, but it was a competition among equals.
Those who are not interested in art, to whom art means nothing, those are not interested in people, to those  people mean nothing. Because art is an expression of human feelings.