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Politikberichterstattung als märchenhaftes Spektakel / Political coverage as a fairy-tale-like spectacle (german/english)

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Politikberichterstattung als märchenhaftes Spektakel

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Walter Janssens Märchenfilm „Rotkäppchen“ (1954) und die „Weltspiegel“-Sondersendung von 09.03.2014. Ein Vergleich

Essay, 2015, 12 Seiten

Medien / Kommunikation – Film und Fernsehen

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Politikberichterstattung als märchenhaftes Spektakel: Walter Janssens Märchenfilm „Rotkäppchen“ (1954) und die „Weltspiegel“-Sondersendung von 09.03.2014. Ein Vergleich. Von Tomo Polic

„Weil Echtzeit Reflexionskraft minimiert, infiziert sie aber seit der Krim-Krise auf höchst bedrohliche Art das politische und gesellschaftliche Leben in allen Bereichen. Nachrichtenticker wechseln im Minutentakt zwischen Reaktion und Gegenreaktion, teilweise mit sorgfältig abgestimmter Eskalations- und Herzschlagssteigerungssemantik, verbunden durch die Tricks, wie man sie in den Schreibseminaren Hollywoods lernen kann.“ Frank Schirrmacher, „ Dr. Seltsam ist heute online“, F.A.Z von 28.03.14.

Politische Themen werden in den deutschen Medien zunehmend als märchenhafte, spektakuläre Soaps dargestellt. Dies bedeutet, dass die Ambivalenz der heutigen Welt und die komplexen Ereignisse in der Regel drastisch, und ohne Rücksicht auf die Folgen, vereinfacht werden. Die Protagonisten der wichtigen Ereignisse werden entweder zu den absolut Guten oder den absolut Bösen stilisiert. Auf dieser Weise wird aus der Berichterstattung das reine Märchenerzählen. Und nebenbei wird das Unwichtige, Nebensächliche und Banale, wie z. B. die Sexualpraktiken von Fußballern oder Politikern als etwas gesellschaftlich Relevantes, Lebenswichtiges und von außerordentlicher Bedeutung für die Demokratie, Freiheit, Menschenrechte, für die sogenannten unsere Werte dargestellt und in den politischen Sendungen endlos kommentiert und debattiert. Mit der Vermischung von Politik, Klatsch und Spektakel entstehen die inhaltslosen Produkte, die die Affekte der Menschen anregen sollen und als Ziele allein die Quote und das Geldvermehren haben. Der Liebe zur Technik, der Geschwindigkeit des Internets und dem hordenhaften Charakter der sogenannten sozialen Netze, wie dem facebook, verdankten wir den Echtzeitjournalismus. Die seriöse, kluge und gut recherchierte Analyse von politischen Personen und Handlungen ist in den Medien kaum noch präsent. Das Märchen „Rotkäppchen“ liefert, so mein Eindruck, das ideale Muster für die modernen, superschnellen Berichterstatter. Die sogenannte Ukraine-Krise hingegen sei ein idealer Konflikt, in dem der böse Wolf und das gute Rotkäppchen schnell gefunden würden.

Mein Essay wollte ich zunächst über den, heute schon längst ehemaligen, ukrainischen Präsident Janukowitsch und dem Liebling der Kanzlerin, dem Ex- Boxweltmeister Klitschko schreiben. Die politische Konstellation änderte sich, Janukowitsch verlor die Macht durch einen demokratischen Putsch und verschwand aus den Medien. Prompt war auch unser Super-Klitschko seiner Rotkäppchen-Rolle los. In der Koma liegender Formel-1 Fahrer (auch ein Weltmeister) Schumacher und zum Ober- Pädophil stilisierter SPD-Politiker Edathy beherrschten als parallellaufende gut/böse Soaps die deutsche Medienwelt.

Die freigewordene internationale politische Show- Bühne betrat ein alter Bekannter, der russische Präsident Vladimir Putin. Es zeigte sich schnell, dass Putin eine noch viel bessere Besetzung für die undankbare Wolf-Rolle sei. Der Mann hat Erfahrung und hatte in der Vergangenheit ähnliche Rollen mit Bravur gemeistert. Da die Liste der aufgefressenen Opfer lang sei, werde ich hier nur einige, die prominentesten benennen: die Homosexuellen, die Band namens Pussy Riot , die postfeministische Protest- & Performancegruppe (?) Femen. Mit dem Putin als dem neuen Wolf sei nicht mehr alleine die Ukraine in Gefahr, vom Wolf verschlingen zu werden, sondern vielmehr die gesamte, und immer wieder in alle Richtungen sich erweiternde EU, der ganze Westen und die ganze Welt. So ist wieder einmal „der Russe“ das Bösewicht von dem die Deutschen, diesmal als führende Kraft innerhalb der selbsternannten Friedensmacht EU, mit der Hilfe von Amerikanern die Welt retten wollen. Zur Erinnerung: in den Jahren 1933-1945 waren es die Bolschewiken, Russen und Juden (heute unter den Namen internationale Finanzwirtschaft geführt), die, von denen man die Welt retten müsste.

Deutsches Nachkriegs-Rotkäppchen: Trümmerfrauen, vaterlose Kinder und der böse Wolf

Walter Janssens Rotkäppchen Filmadaption aus dem Jahr 1954 wurde bei YouTube fast 500 000 Mal angeklickt. Die Geschichte ist bekannt: Das etwa achtjährige Mädchen bekommt einmal von der Großmutter ein Rotkäppchen, das sie seitdem immer anhat und aus diesem Grund das Rotkäppchen genannt wird (Abb.1). Ihr bester Freund ist der Jäger, der ihr alle Tiere zeigt und ihr die Hand hält wenn sie gemeinsam im Wald spazieren gehen (Abb.2). Das Rotkäppchen ist fleißig und gewissenhaft. Es hilft der Mutter beim Wäschewaschen, sie kocht und deckt gerne den Tisch für ihre fünf Brüder. Seitdem der Vater tot ist, erledigen die Brüder als Holzfäller die Arbeit im Wald (Abb.3).

Die Großmutter ist krank und möchte, dass das Rotkäppchen sie besuchen komme. Einer der Jungs streut gerne, wenn er unterwegs sei, aus einem unerklärlichen Grund das Niespulver auf den Boden. Da so jemand die Sicherheit der humanitären Mission des Großmutter-Besuchs gefährden würde, darf er nicht mitkommen. Der Gerechtigkeit zuliebe und im Sinne der Volksgemeinschaft darf schließlich keiner der Jungs mitkommen.

Beim Abschied haben die Mutter und die Brüder gute Ratschläge für das Rotkäppchen: „Bleib nicht lange im Wald, trink den Wein nicht aus, esse nicht den Kuchen auf, nimm dich in Acht von wilden Tieren, Hasen, Regenwurmen, sei höfflich und sag „Guten Tag“! Gehe nicht von dem Weg ab!“

Dann sieht man sie in einer vergleichsweise ruhigen, wortlosen, mit heiterer Musik untermalten Sequenz, alleine mit verschieden wilden Tieren im Wald. Die Atmosphäre im Wald ist idyllisch, das Rotkäppchen gelassen und verspielt. Das Mädchen futtert das Reh und wünscht dem „Fuchslein“ einen „guten Morgen“(Abb.4 u. 5). Plötzlich wird die Musik unterbrochen. Für einen Moment herrscht Stille dann wird sie ernst, die Streicher setzen ein. Man sieht einen Vogel in der Großaufnahme, dann das Rotkäppchen, die jetzt ängstlich schaut. Plötzlich steht der Wolf als Puppe vor dem Rotkäppchen und lacht bedrohlich. Die Kamera zoomt auf die Wolf-Puppe (Abb.6).

Der Wolf will wissen wo sie gehe und wo denn die Großmutter wohl wohnen würde. Das tugendhafte Rotkäppchen erzählt ihm die Wahrheit. Der Wolf schlägt ihr vor, die Blumen zu pflücken und der Großmutter mitzunehmen, was sie dann schließlich auch macht. Der böse Wolf nutzt die ehrliche, liebevolle Naivität des Rotkäppchens gnadenlos aus.

Der Rest der Geschichte ist bekannt. Der Wolf geht vor und gibt sich für das Rotkäppchen aus, frisst die arme Großmutter auf. Dann werden die verängstigten Tiere im Wald gezeigt und die Einstellung mit den im Wald liegenden Rotkäppchens Brüdern, die an ein wenig gelangweilten und gleichzeitig besorgten Soldaten vor dem Abmarsch erinnern. Irgendwann wird dem Rotkäppchen klar, dass sie sich viel zu lange im Wald aufgehalten hätte. Sie rennt durch den Wald und kommt vor dem Haus der Großmutter an. Der Wolf liegt bereits im Großmutters Bett (Abb.7). Und die Großmutter in seinem Bauch. Das Rotkäppchen ist verwundert, denn die Großmutter hätte sich ziemlich verändert. Der Wolf frisst sie auf.

Währenddessen begehen sich die Brüder gemeinsam mit dem Jäger in Richtung Großmutterhaus. Sie kamen an, man hört den schnarchenden Wolf von draußen(Abb.8). Der Jäger macht die Tür auf, geht rein und macht die Kerze an. Die Musik wird ernster, der Jäger spricht den satten und schnarchenden Erzfeind mit diesen Worten an: „Hab’ ich dich, du alter Sünder, ich habe dich lange gesucht!“. Dann holt er die Kinder rein. Die Jungs sind begeistert und schlagen dem Jäger vor: „Schneide ihm den Bauch auf!“ Er macht das gerne, die Aktion verläuft schnell, blut- und schmerzlos (Abb.9). Die Musik ist jetzt lustig, sie klingt sehr leicht, befreit. Das Rotkäppchen und die Großmutter werden aus dem Bauch rausgeholt, lebendig gerettet (Abb.10). Die erste Hilfe wird geleistet und der Wolf wird, von der fröhlichen Musik begleitet, gequält, mit Steinen gefüllt und zugenäht (Abb.11). Das macht die Kinder glücklich, sie tanzen alle zusammen wie die europäischen Sterne um den toten Wolf (Abb.12). Die jetzt endgültig befreiten Tiere im Wald werden noch einmal einzeln gezeigt. Der Jäger-Retter verabschiedet sich, die Großmutter bleibt zuhause und die Kinder begehen sich, vom Kinderchor begleitet, auf den Weg nach Hause. Das Die letzte Einstellung vereint die glückliche, vaterlose Familie in einem Gruppenbild (Abb.13). Sie beschließen die Großmutter am nächsten Sonntag alle zusammen zu besuchen. Da der Wolf tot ist, sollte das ein angenehmer Ausflug werden.

Die Weltspiegel“-Sonderausgabe: Wir haben den Wolf!

Am Anfang der Sendung stellt der Moderator Michael Strempel kurz die einigen Protagonisten und Themen vor. Zunächst wird der amerikanische Präsident Barack Obama als zögernder Jäger vorgestellt. Es folgen die reichen Russen bzw. Russinnen in Nizza, als aus Frankreich kommende Gefahr. Schließlich sehen wir die extremen Nationalisten in der Ukraine. Die beiden „Gruppierungen“, die der reichen Russinnen auf der Einkaufsstraße und die der Männer in Uniformen mit dem Totenkopf sind aus ähnlichen Perspektiven aufgenommen. Sie bewegen sich in die entgegen gesetzten Richtungen. Die Frauen kommen von links und die Extremisten von rechts in das Bild hinein. So entsteht der Eindruck, dass es sich scheinbar um die zwei etwa gleichgefährliche Gruppen handelt.

In der ersten Kurzreportage wird der gejagte Wolf, den russische Präsidenten Vladimir Putin, vorgestellt. Sehr schnell wird es klar, dass Putin unberechenbar sei, und dass er offenbar unter schweren Persönlichkeitsstörungen leide. Einer der Beweise dafür sei die Tatsache, dass das US-Verteidigungsministerium den Putin nicht verstehen könne und dazu gezwungen sei, die Psychologen zu „bezahlen“ (!), die ihnen den unerklärbaren Putin erklären sollen. Aus der These der Unmöglichkeit des „Putin-Verstehens“ wird übrigens ein paar Tage später in den Medien die negativ besetzte Formulierung Russlandversteher hervorgebracht. Ein Russlandversteher setze sich für einen Dialog mit Russland ein und mache sich damit des Vaterlandsverrats verdächtig. Alle anderen wissen (ähnlich wie alle Menschen und alle Tiere im Märchenfilm), dass der Wolf nur die Sprache der Gewalt verstehe. Während der Moderator spricht, sieht man ein, links in der Mitte auf einem Bildschirm positioniertes, Foto vom Putin auf dem er grimmig und verwirrt guckt. Die Kamera zoomt auf den Moderator und den Computerschirm mit Putin und die sich langsam drehende Weltkugel des „Weltspiegels“, die schließlich aus dem Bild verschwindet. Das Bild ist so nicht mehr drei-, sondern nur noch zweigeteilt. Links steht einer von uns, unserer demokratischer Nachrichtenerzähler, rechts auf dem Monitor sehen wir das Bild des gejagten Tieres, das gefährlich anmutenden, verlorenes Blickes irgendwo vor sich hin, an die Zuschauer vorbei, schaut (Abb.14). Wir haben hier mit einem Verrückten zu tun, der selber nicht recht zu wissen scheint was sein nächster Schritt sei. So wird schon am Anfang der Sendung die Produktion von anscheinend erwünschten und gesunden Angstgefühlen fleißig vorangetrieben. Etwas später wird uns der Putin als selbstverliebter Macho mit dunklen Sonnenbrillen und als Verlierer in einer kurzen schwarz-weiß Original-Aufnahme aus Sowjetzeit, die den jungen Putin als geschlagenen und demütigten Jungen bei Kampfsportübungen zeigen. Es besteht kein Zweifel: Dieser Mensch stellt eine Gefahr für uns alle, für die westliche, demokratische, die beste aller Welten dar.

Es folgen die, wahrscheinlich an die Pentagon-Psychologen gerichteten, rhetorischen Fragen, die keine Antwort zu brauchen scheinen: Sei Putin von einer historischen Mission besessen, spiele er so kaltblutig den geopolitischen Blitzschach, weil er die Schwächen seiner Gegner kenne? Seien es die machohaften Allmachtfantasien, die ihn führen? Sei er der Gefangene seiner schwierigen Kindheit eines Jungen aus St. Petersburg, der mit Kampfsport (und heute mit einem Krieg gegen den Westen) sein schüchternes Ego hätte stabilisieren wolle? Die Fragen sind mit der, eines Hans Zimmers würdigen Musik untermalt und von bewegten Bildern begleitet, die das Gesprochene anschaulich zu machen scheinen. Zwei russische Experten, Dimitri Oreschkin und Stanislaw Belkowski, ehemalige Mitglieder von Putins Menschenrechtrats, fassen das bereits Gelernte noch einmal zusammen. Dann zeigt man Putin in der Gesellschaft von russischen Soldaten. Eine Szene mit brennenden Straßen wird noch reingeschoben.

Die weibliche Off-Stimme stellt empört fest, dass „nicht die Frau und Kinder seine engsten Bezugspersonen“ seien. Denn Putins Freunde seien „die Männer aus Militärdiensten und viele kleine Offiziere“. Ach so, hier ist ein Politiker der von Frauen und Kindern nichts hält, und statt dass er heirate und die Kinder großziehe, sitze er lieber mit irgendwelchen alten Männern zusammen (Abb.15 u. 16). „Handelt es sich hier um ein gewaltfixiertes Männerbund mit Realitätsverlust?“, fragt die besorgte, aber entschlossen klingende Frauenstimme. Einer der Experten zieht kurz darauf einen Putin-Caligula-Vergleich.

Nach etwa fünf Minuten sagt dann der Moderator plötzlich, anscheinend voller Reue und von der Suche nach Wahrheit getrieben, dass der Westen auch nicht ganz unschuldig daran sei, dass Russland das Gefühl bedrängt zu sein hätte. Die tatsächliche Bedrängung durch NATO wird graphisch dargestellt (Abb.17). Nach weniger als 30 Sekunden wird das Thema gewechselt.

Die nächste Reportage stellt die Ukrainerin Olga vor, in Washington, vor der russischen Botschaft, nur mit einem ukrainischen Fähnchen bewaffnet stehend. Die (alleinerziehende) Mutter zweier Kinder sei erleichtert, dass sie und ihre Kinder amerikanische Staatsbürger seien. Olga hat den Film „Woman of Maidan“ gedreht. Wir sehen einige weinende Frauen auf dem Bildschirm vor dem Rechner weinende Olga (Abb.18). Der Zuschauer fühlt mit. Anders als bei der graphischen Darstellung der Bedrohung der Russen durch die NATO. Olga weiß was Putin vorhat: Die Sowjetunion wieder herzustellen. Jetzt wissen es auch die „Weltspiegel“ -Zuschauer.

Nach dem Olga-Intermezzo sehen wir die marschierenden russischen Soldaten bei dem Verlassen der DDR. Die Russen empfanden die neue Situation als Demütigung, wird erklärt. Nach dem Zerfall der SU wurde von der Seite des Westens versichert (man sieht den ehrlichen, ehemaligen deutschen Außenminister Genscher), dass die ehemaligen Mitgliedsstaaten der Sowjetunion nicht in die NATO aufgenommen würden. Das Versprechen wurde 1999 leider gebrochen, sagt uns die Off-Stimme, während man die (nicht wirklich ehrliche?) ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright, in der Gesellschaft der NATO- Generäle (gewaltfixierter Männerbund?) zeigt. Der US-Präsident Bush macht 2004 die Aufnahme von weiteren sieben Ländern in die NATO bekannt. Er macht das in Manier eines Imperators, das wird aber nicht besonders kommentiert. Der Zuschauer weiß: Der unehrliche Amerikaner hat das Wort, das der gute Deutsche Genscher gegeben hatte. So entstehe bei den Russen das Gefühl der Umzingelung. 2008 macht Bush seine Pläne, auch die Ukraine und Georgien in die NATO aufnehmen zu wollen, bekannt. Schließlich erklärt die Expertin Fiona Hill: „Putin glaubt, dass der Westen ihn betrogen hatte, er empfinde das als eine tiefe Erniedrigung. Also der Westen betrügt Putin und er glaubt, völlig verwirrt, dass man ihn betrogen hätte. Was soll Putin sonst glauben, kann man sich vielleicht fragen.

Nach etwa zehn Minuten wird der gute Jäger Barack Obama vorgestellt. Als Zeichen seiner Naivität (und Dummheit?) wird seine Neigung zu reden statt zu drohen bezeichnet. Hillary Clinton sei beispielsweise auch mal naiv gewesen und setzte sich für den Frieden ein. Heute sei sie aber viel kluger geworden und verglich Putin mit Hitler. Obama sei naiv gewesen und habe die Projekte seines Vorgängers, die eine Bedrohung für Russland darstellen könnten, gestoppt. Putin bewerte Obamas Entgegenkommen als Schwäche. Dazu sehen wir die Aufnahme von zusammen sitzenden und schweigenden Jäger Obama (ratlos, gütig) und dem Wolf Putin (nervös, ungeduldig, wütend)(Abb.19-21). „Warum würde er hier nicht geschnappt“, soll sich der Zuschauer fragen. Dann wird wieder Olga gezeigt. Spazierend mit dem Hund. Die Off-Stimme sagt, dass sie auf den Westen hoffe. Dazu sehen wir eine amerikanische Fahne in der Großaufnahme. Die Botschaft ist klar, Obama sei ein Versager, der keinen Krieg will.

Es geht weiter, ein weiterer deutscher Experte tritt auf. Er meldet sich aus Lwiw und beantwortet die Frage des Moderators ob der Westen zu „unsensibel“ im Umgang mit Russland gewesen sei, mit einem klaren „nein“. Denn die „Einmarsch“ der Russen in Krim hätte die „Befürchtungen der Länder die in die NATO wollten“ als begründet erwiesen. Der Moderator sagt, dass bei den Russen ein „subjektives Gefühl der Bedrohung entstanden“ sei, weil Russen immer noch vom alten Denken, Freund /Feind geprägt seien. Er beschwert sich über die „Dämonisierung des Westens in Russland“, er sei für die Sanktionen und mehr Druck ausüben.

Nach 15 Minuten sehen wir den angekündigten Bericht über die Russen in Nizza, wo Russisch fast keine Fremdsprache mehr sei, und lernen etwas über die Geldgier der unmoralischen Franzosen. Die Alarmglocke läutet: Cote d‘ azur, eine der schönsten Gebiete in Europa sei fest in der russischer Hand! Nur weil den (gierigen)Franzosen das Geld der reichen Russen nicht stinke. Und „früher kam der Zar, und heute kommen sie selbst zu Tausenden“. Am Ende des Nizza-Berichts kommen die dort lebenden Ukrainer (die man wahrscheinlich noch bis vor einigen Wochen auch zu den Russen gezählt hätte) zum Wort und sagen, man solle nicht an Geld denken, sondern an die Menschenrechte.

Es folgt die Reportage über die Rechtsradikalenszene in der Ukraine. Der Moderator gibt sich besorgt, wird aber von einem weiteren Experten schnellst beruhigt. Er erklärt, dass die Rechten zwar gegen die Juden, Polen, Russen hetzen, drei Minister in der neuen Regierung stellen und die Kontakte mit der NPD pflegen. Ihr Einfluss sei aber überschätzt. Denn sie hätten sich mittlerweile den demokratischen Kräften angeschlossen und hätten außerdem nur mäßige Umfragewerte. Die Rechtsradikale und Faschisten seien vor allem ein Argument, ein willkommenes Argument zum Eingreifen für die Russen. Auch die Förderung nach der Aberkennung der russischen Sprache als der zweiten Amtssprache in der Ostukraine sei nicht glücklich gewesen. Weil die russischen Medien dies ausgenutzt hätten.

Es folgen noch zwei Reportagen die sich mit der russisch-ukrainischen Grenze, den russischen „Demonstrationstouristen“ (den Begriff kennt man noch aus dem Jugoslawienkrieg), dem schwerverletzten Ukrainer Ivan in Charkiw, der von vermummten, „russisch bekleideten und sprechenden Menschen“ geschlagen wurde. „Wir klären selbst die Probleme zwischen uns, in unserem Land“, sagt er. Die letzte Geschichte zeigt einen verunsicherten ukrainischen Geschäftsmann, der Angst hat. Am Ende kommt die neueste Nachricht: Ein westliches Fernsehteam wurde von den Russen angegriffen. Ein Journalist sagt, er fühle sich nicht willkommen. Und beschwert sich über die russische Propagandamaschine. Das Ende der Sendung.

Die klar geteilte Medienwelt: Gute Ukrainer und böse Russen

Einen deutschen Kinder- und Familienspielfilm aus den 1950er Jahren, dem als Vorlage ein berühmtes Märchen diente, mit einer aktuellen politischen Sendung, die möglichst objektiv über die politischer Lage in der Ukraine berichten sollte zu vergleichen, eine Aufgabe ,die schon auf der formalen Ebene nicht ganz einfach ist. Denn der Märchen-Spielfilm hat einen klaren, klassischen Aufbau mit einer einleitenden Beschreibung der Lage, einem Problem/Konflikt und einem Finale, einer Problemlösung als Happyend. Der Alltag der siebenköpfigen, vaterlosen Familie wird episodenhaft dargestellt. So werden das gemeinsame Frühstuck, der Weg der Jungs zu Arbeit, das Schlafengehen, Spielen, Putzen und Kochen, dann das Fallen eines der Brüder in den Teich, das Reparieren einer Wasserröhre, das Missgeschick mit dem verbrannten Pfannenkuchen, das anschließend verqualmte Haus. Die Sendung versucht etwas ähnliches, nämlich den politischen Alltag in der Ukraine zu zeigen und auf die möglichen Lösungen hinzuweisen, die für einen Happyend sorgen sollten. Dabei wird vieles durcheinander gebracht, zunächst auf der formalen Ebene. In einer Collage aus historischen und aktuellen Aufnahmen, aus Reportagen und Live-Schaltungen, Interviews mit Experten und einfachen Menschen, mit den Porträts, Rückblicken und Rückblenden, graphischen Darstellungen, mit den Fotos und den Foto-Montagen, mit den Zeitlupen und mit den Zooms. Dabei soll der Eindruck der unverfälschten Objektivität entstehen. Dieser Eindruck sollte durch das Erwähnen von einzelnen unzufriedenen „Weltspiegel“-Zuschauern, die die Art der Berichtserstattung des „Weltspiegels“ irrtümlich als zu einseitig bewerten, verstärkt und untermauert werden. An mehreren Stellen, ähnlich wie im Märchen-Film, hilft die musikalische Untermalung die gewünschten Gefühle zu wecken. Der Kommentar des Moderators dient als Bindemittel zwischen inhaltlich und formal unterschiedlichen Beiträgen und erklärt zusätzlich die Vorgänge. Es wird ganz viel erzählt. Der schnelle, zeitweise hektische Schnitt dient als Motor der Sendung und als Zeichen des Brennpunkt-Charakters des Themas. Die bei Zuschauern entstandene Verwirrung wird mit der Hilfe des Sprechers oder Moderators wettgemacht. Die Verwirrung soll mutieren und zur Klarheit werden, eine Klarheit, die man sonst in den Märchen findet. Im Märchen-Film wird der Wolf nicht sonderlich beschrieben, denn jeder kennt den Wolf, den Bösewicht. Er lebt im Wald und ist ein unsympathisches, unberechenbares, gieriges und kaltblütiges, ein unfassbares Tier.

In der Sendung wird Putin detailliert beschrieben und vorgestellt und zum wahren Wolf stilisiert. Er selbst kommt kaum zum Wort, genauso wie sein Gegenspieler, als naiver Politiker und unfähiger Jäger dargestellter Barack Obama. Als ein besserer Jäger wird der radikale Krieger und normalerweise als Dummkopf verspottete George W. Bush gelobt. Putin sei wie ein Tier, das kein Verstand besitze, er könne nur glauben oder fühlen. Auch dann, wenn der Moderator selbst bemerkt, dass Putin zu Recht etwas glaube oder fühle wird ein Experte geholt der das Gesagte einfach und ohne Argumente verneint. Im Film ist der Jäger als bester Freund des Rotkäppchens gestellt, der alle Tiere kennt. Im „Weltspiegel“ ist Obama als schwacher und naiver Jäger gezeigt, ein Jäger, der leichte Beute für den Wolf werden könnte, wenn er nicht wahrnehme, dass mit dem Wolf nicht zu spaßen und nicht zu sprechen sei. Jedenfalls soll der Barack Obama (der Jäger) gemeinsam mit den hilfslosen Tieren im Wald (die rechtsradikalen Parteien) und mit Rotkäppchens Brüdern (NATO und/oder die faschistischen Parteien), das unschuldige Rotkäppchen (die Ukraine) zu der Großmutter (EU, Angela Merkel) führen. Die rechtextremen Parteien seien zwar wilde Tiere die sich bestimmt auch dressieren lassen werden. Jedenfalls genießen die unser Vertrauen auch wenn sie noch wild seien.

Der Walter Janssens Film „Rotkäppchen“ ist in ein typisches Produkt der 1950er Jahre. Die deutsche Filmindustrie setzte nach dem verlorenen Krieg auf das überzuckerte Entertainment, auf Schlager-, Heimat-, und Kriegsfilme in denen deutsche Soldaten als tapfere Männer gezeigt wurden, die sowieso schon immer dagegen waren. Von der berühmten Vergangenheitsbewältigung war da nicht viel zu sehen. Auch hier zeigt sich das Rotkäppchen als propagandistisch brauchbares Material. Der Drehbuchautor übernimmt auch leicht erkennbare Elemente aus anderen Grimms Märchen. So hat Rotkäppchen hier fünf Brüder, die jeden Tag als Holzfäller arbeiten gehen. So ähneln sie den sieben Zwergen, sind es aber (nur) fünf. Damit wird das Rotkäppchen auch ein wenig das Schneewittchen. Denn in der Brüder Grimms Originalfassung ist das Rotkäppchen bekanntlich ein Einzelkind. Aus dem Märchen „Hänsel und Gretel“ wird das Motiv des Spurenhinterlassens übernommen. Einer der Brüder hat einmal als er zu Großmutter ging die Mehl-Spuren hinterlassen. Das Spurenhinterlassen wird neben der Tatsache, dass die Großmutter körperlich nicht in der Lage sei mehrere Personen zu empfangen, einer der Gründe dafür, dass die Mutter den fünf Söhnen nicht erlaubt das Rotkäppchen auf dem Weg zu Großmutter zu begleiten. Das Haus in dem die Familie wohnt erinnert, wohl etwas unpassend (unterbewusst?), an das Haus der bösen Hexe aus dem „Hänsel und Gretel“ (Abb.22). Man könne darin den wahren Charakter der Wirtschaftswunder, der sich hinter den Fassaden verberge, und der Rolle der moralisch sauberen Trümmerfrauen erkennen. Der Vater der Familie ist gestorben, also im Krieg umgekommen. Höchstwahrscheinlich als einfacher Soldat. Da die Männer entweder umgekommen oder verkrüppelt sind, übernehmen die Frauen, also die Mutter und das Rotkäppchen, die die Trümmerfrauen verkörpern, die Verantwortung. Gemeinsam mit den Kindern bauen sie das Land wieder auf. Sie würden zu den Heldinnen der Nachkriegszeit, als Ersatzhelden für die Männer, die den Krieg verloren haben. Die Frauen seien unschuldig, denn sie kämpften nicht im Krieg, genauso wie die Jungs, die noch klein seien und erst wachsen werden. Die moralisch sauberen, starken Frauen wurden zu Vorbildern für die kampfbereiten Feministinnen und die biologisch und der auch sonst supersauberen RotGrünen-Gesellschaft von heute.

Die Unterteilung der Welt in das Gute und Böse ist nichts Neues. In der jüngeren Vergangenheit hatten wir in Kosovo das Rotkäppchen und in Serbien einen bösen Wolf. Der Jäger war Joschka Fischer, der in Milosevic den neuen Hitler erkannte. Auch die Israelis seien böse, die Palästinenser dagegen, ein Volk der Rotkäppchen. Seit den Kreuzzügen gab es diese Unterteilung. Die Inquisition fand den bösen Wolf und das gute Rotkäppchen in einem einzigen Menschen. Die Seele war das Rotkäppchen, der Körper der böse Wolf und die Kirche der Jäger, der Retter. Der Körper wurde verbrannt damit die Seele sich befreit. Nur der Mensch war tot.

Inhalt:

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Politikberichterstattung als märchenhaftes Spektakel: Walter Janssens Märchenfilm

„Rotkäppchen“ (1954) und die „Weltspiegel“-Sondersendung von 09.03.2014. Ein Vergleich     1-9

Filmstills /Abbildungen                                                                                                                                 10-12

Film-und Videodaten                                                                                                                                       13

Filmstills:

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Abb.1 Rotkäppchen-Initiation                             Abb.2 Spaziergang im Wald

Fig. 1 Red Hood-Initiation                                   Fig. 2 Walk through the forest

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Abb.3 Fleißige Jugend                                         Abb.4 Tiere sind nett

Fig. 3 Diligent youth                                             Fig. 4 Animals are kind

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Abb.5 Guten Morgen!                                             Abb.6 Der böse Wolf

Fig. 5 Good Morning!                                              Fig. 6 The evil wolf

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Abb.7 Und die Großmutter liegt im Bauch            Abb.8 Alle sind bereit

Fig. 7 And grandma lays in the belly                      Fig. 8 Everyone’s ready

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Abb.9 Schmerz- und blutlos                               Abb.10 Rettungsaktion gelungen

Fig. 9 Pain- and bloodfree                                   Fig. 10 Recovery mission succeeded

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Abb.11 Steine im Bauch                                            Abb.12 Der Tanz

Fig. 11 Rocks in belly                                                 Fig. 12 The dance

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Abb.13 Die Familie ist vereint                                 Abb.14 Putin mit dem irren Blick

Fig. 13 Family reunited                                            Fig. 14 Putin with confused gaze

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Abb.15 Putin und Soldat                            Abb.16 Putin und die gewaltfixierten alten Männer

Fig. 15 Putin and soldier                             Fig.16 Putin and the violence-focused old men

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Abb.17 Graphische Darstellung in Rot /Blau       Abb.18 Opfer des Wölfes weint

Fig. 17 Graphic depiction in red/blue                   Fig. 18 Wolf’s victim crying

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Abb.19 Der Jäger und der Wolf                       Abb.20 Der Wolf ist ein Macho

Fig. 19 The huntsman and the wolf                 Fig. 20 The wolf is a macho

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Abb. 21 Der Jäger ist ein Schwächling              Abb. 22 Rotkäppchen, Schneewittchen, Hänsel und Gretel

Fig. 21 The huntsman is weak                            Fig. 22 Red hood, Snow white, Hänsel und Gretel

Film- und Videodaten:

Rotkäppchen. Nach den Märchen der Gebrüder Grimm, Deutschland, 1954,Walter Janssen, Farbe, 45:15 Min.

Quelle: YouTube-Video

https://www.youtube.com/watch?v=2q0L0mu5uXg

Sonderausgabe des Weltspiegels zur Krim-Krise, 09.03.2014, ARD, 37:47 Min.

Quelle: ARD-Mediathek

http://www.ardmediathek.de/das-erste/weltspiegel/sonderausgabe-des-weltspiegels-zur-krim-krise?documentId=20083686

2014 © by Tomo Polic

Political coverage as a fairy-tale-like spectacle: Walter Janssens fairy tale movie „Rotkäppchen(Little Red Riding Hood)“ (1954) and the „Weltspiegel“- Special broadcast from March 09th, 2014. A comparison. By Tomo Polic

„Due to the power of reflection minimizing, it has been infecting all political and social areas of life in a highly threatening manner since the Crimean crisis. Almost every minute news anchors take turns reporting on reaction and counter-reaction, often with carefully tuned escalation- and heartbeat-raising- semantics combined with tricks that can be learned in hollywood’s authoring seminars.“ Frank Schirrmacher, „ Dr. Seltsam ist heute online (Dr. Awkward is online today)“, F.A.Z from March 28th 2014.

In German media, political topics are increasingly often portrayed as spectacular and fairy-tale-like soap operas. In essence this means that the ambivalence of today’s world and the complex events currently taking place are usually drastically simplified with no consideration of the consequences of such behavior. The protagonists of important events are conventionalized to belong to the absolutely good side or the absolutely bad one. In this way, reporting becomes a pure narration of fairy-tales.

All this while insignificant reports about the sexual practices of soccer stars or politicians are endlessly discussed and commentated to be socially relevant, vital and of extraordinary importance for democracy, freedom, human rights and our so-called cultural values. The fusion of politics, gossip and spectacle results in unsubstantial products, which serve to stimulate people’s emotions, and whose singular goal lies in quotas and monetary growth. We owe today’s real-time journalism to our love of technology, the speed of the internet and the horde-like character of today’s social webs such as Facebook. Nowadays, serious, smart and well-researched analyses of political persons and actions

have nearly disappeared from the media. It’s my impression, that the fairy-tale “Little Red Riding Hood” offers the ideal model for modern, super-fast reporters. The so-called Ukraine-crisis, on the other hand, would be an ideal conflict, in which the evil wolf and the good red hood are quickly defined. In my essay, I will primarily focus on the, by now long-ago, former Ukrainian president Janukowitsch and then the chancellor’s all-time favorite, former world boxing champion Klitschko. The political line-up changed. Janukowitsch lost his power due to a democratic putsch and disappeared from the media. Swiftly even our “Super-Klitschko” had lost his role as red hood. Formula 1 driver Comatose Michael Schumacher, another world champion, and SPD politician Edathy, recently labeled as a top-dog of pedophilia, ruled the world of German media as a sort of turn-taking, good/evil soap opera.

Russian president Vladimir Putin, an old acquaintance, also entered the liberated international political stage. It soon became apparent that Putin made an even better candidate for the ungrateful role as the wolf. He was experienced, and had previously bravely mastered similar roles. Since the list of devoured victims is long, I will only present a few, the most prominent: The homosexuals, a band named Pussy Riot and the post-feminist protest- & performance group (?) Femen. With Putin acting as the new wolf, the threat of being devoured extended from Ukraine to the expanding European Union, the entire west, and the entire world. So once again Russia is the villain of whom the Germans intend to save the world with the help of the Americans, this time as a leading power within the self-proclaimed force of peace known as the EU. As a reminder: between 1933-1945 it was the Bolsheviks, Russians and Jews (today commonly found in international business financing) who the world needed to be saved from.

Deutsches Nachkriegs-Rotkäppchen: Trümmerfrauen, vaterlose Kinder und der böse Wolf

(German post-war red hood: wreckage-women, fatherless children and the evil wolf)

Walter Janssen’s film adaption of red hood from 1954 has been viewed nearly 500 000 times on YouTube. The story is well-known: The girl, around eight years old, receives a red hood from her grandma and since then always wears, thus receiving the nickname red hood (fig. 1). The huntsman is her best friend, who shows her all the animals and holds her hand when they walk through the first together (fig. 2). Red hood is diligent and conscientious. She helps her mother with laundry, cooks and sets the table for her five brothers. Since the death of their father, the brothers have been taking care of work in the forest as lumbermen (fig. 3). The grandmother is sick and would like for red hood to come visit her. One of the boys, for inexplicable reasons, likes to sprinkle sneezing powder on the ground. Since this kind of a person could compromise the safety of a such humanitarian mission of visiting the grandmother, he is not permitted to come along. For the sake of justice and in terms of national community, none of the boys is allowed to come.

At their parting the mother and brothers have good advice for red hood: “Don’t stay in the forest for too long, don’t drink the wine, don’t eat the cake, be weary of wild animals, rabbits, worms, be polite and greet people, stay on your path!”

Then you see her in a relatively silent, wordless sequence accompanied by buoyant music, on her own with various animals in the forest. The atmosphere in the forest is idyllic, red hood is relaxed and playful. The girl feeds the deer and wishes the “dear fox” a “good morning” (fig. 4 & 5). Suddenly the music is interrupted. There’s a moment of silence and then it gets serious. A bird is shown close-up and then red hood, who now appears to be fearful. Suddenly the wolf stands in front of red hood as a doll and laughs in a threatening manner. The camera zooms in on the wolf-doll (fig. 6). The wolf wants to know where she’s headed and where her grandmother lives. The virtuous red hood tells him the truth. The wolf suggest to her to pick some flowers and bring them as a present to her grandma, which she ends up doing. The evil wolf mercilessly abuses red hood’s honest and affectionate naivety.

The rest of this story is known. The wolf gets there first and pretends to be red hood, eats the grandmother. Then the frightened animals in forest are shown and the setting with red hood’s brothers laying in the forest, which is reminiscent of worried soldiers before deployment. At some point red hood realizes that she has spent far too much time in the forest an. She runs through the forest and arrives at her grandmother’s house. The wolf is already tucked into grandmother’s bed (fig. 7). And the grandmother is in his stomach. Red hood is bewildered, as grandmother seems to have changed quite some. The wolf eats her.

Meanwhile the brothers, together with the huntsman, start heading toward the grandmother’s house. Upon arrival, they could hear the snoring wolf through the walls of the house (fig. 8). The huntsman opens the door, steps in and lights the candle. The music becomes more dramatic and the huntsman addresses the stuffed and snoring arch-enemy with the following words: “Got you, you old sinner. I’ve been looking for you for a long time!”. Then he brings in the children. The boys are excited and suggest to the huntsman: “Cut open his belly!”. He joyously proceeds to do so , quickly with no bloodshed or pain (fig. 9). The music is now funny, sounding very light and liberated. Red hood and her grandmother are freed from the belly alive (fig. 10). CPR is performed and the wolf, accompanied by happy music, experiences torture and then gets stuffed with rocks and sewed together (fig. 11). This makes the children happy, they all dance around the dead wolf like the European stars (fig. 12).

The now definitely freed animals in forest are shown again one after the other. The huntsman-saviour says farewell, the grandmother stays at home and the children start heading home, accompanied by the child choir. The last setting unifies the happy, fatherless family in a group-picture (fig. 13). They decide to visit the grandmother the following Sunday, all together. Since the wolf is dead, it should turn out to be a pleasant trip.

Die „Weltspiegel“-Sonderausgabe: Wir haben den Wolf!

(The „Weltspiegel“-special issue: We have the wolf!)

In the beginning of the broadcast, host Michael Strempel shortly introduces the few protagonists and topics. First, president Barack Obama is introduced as hesitant huntsman. Followed by the rich Russians in Nizza, as an uprising threat. At last we are shown the extreme nationalists in Ukraine. The two groupings, those of the rich Russian ladies on the shopping street and the men wearing uniforms with skulls on the have been recorded from similar points of view. They are moving in opposite directions. The women come into the picture from the left and the extremists from the right. This creates the impression that we’re dealing with two groups which for the most part are equally dangerous.

In the first short report the chased wolf, the Russian president Vladimir Putin is introduced. It quickly becomes clear that Putin is unpredictable and that he appears to suffer from heavy personality disorders. One piece of evidence is the fact that the US ministry of defense can’t grasp Putin and is forced to pay(!) psychologists, whose job it is to explain the inexplicable Putin. A few days later a negatively cast formulation of Russia-comprehenders stemmed from this thesis of an inability to understand Putin. One Russia-comprehender supported a dialog with Russia and thus became suspected of national treachery. All others know (similar to all people and animals in the fairy-tale movie), that the wolf only speaks the language of violence. While the host speaks, a photo of Putin in which he looks grumpy and confused is shown in the left middle portion on a screen. The camera zooms in on the host and the computer screen with Putin and the slowly spinning world globe of the “Weltspiegel”, which eventually disappears from the shot. Now the pictures no longers has three parts, but two. On the left is one of our own, our democratic news reporter, on the right side of the screen we see the image of a hunted animal, looking right past the audience with a dangerous, yet disoriented facial demeanor (fig. 14). We are dealing with a crazy who himself appears unsure of his next approach. This way the show starts early on tirelessly creating apparently desired feelings of healthy fear. A bit later Putin is shown as a narcissistic macho with dark sunglasses and as a loser in a short black and white original recording from the Soviet era, showing Putin as a defeated and humiliated boy at martial arts training. There is no doubt: This person poses a threat to all of us, to western democracy, the best of all worlds.

Next are the rhetoric questions, likely directed to the pentagon psychologist, which don’t seem to even require an answer: Is Putin obsessed with a historical mission? Is he playing the geopolitical game of chess so coldbloodedly because he knows his opponents‘ weaknesses? Are his macho-like all-power fantasies his driving force? Is he the prisoner of his difficult childhood from St. Petersburg, who tried to stabilize his shy ego with martial arts (and now with a war against the west)? These questions are accompanied by music worthy of Hans Zimmer and motion pictures, which seem to depict that which is spoken. Two Russian experts, Dimitri Oreschkin and Stanislaw Belkowski, former members of Putin’s board on human rights summarize their conclusions once more. The Putin is shown in the company of Russian soldiers. One scene involving burning streets is also added.

The female off-voice shockingly determines that his woman and children were not his closest attachment figures, for Putin’s friends were men from military duty and mane small officials. So here’s a politician who doesn’t think too highly of women and children, and instead of getting married and raising his children prefers sitting around with some old men. (fig. 15 & 16). “Are we dealing with a conspiracy of psychotic men with focus on violence?”, asks the concerned and yet determined sounding female voice. Shortly after, one of the experts makes a Putin-Caligula analogy. After about five minutes, seemingly full of regret and in search of truth, the host suddenly says that the west also was in part guilty for Russia’s feeling threatened. The actual pressure from NATO is graphically displayed (fig. 17). After less than 30 seconds the topic is changed. The next report introduces Olga, a Ukrainian, in front of the Russian embassy armed with a pocket-size Ukrainian flag. The (single) mother of two children was relieved that her and her kids are American citizens. Olga produced the movie “Woman of Maidan“. We see a couple of crying women on the screen, in front of the computer the crying Olga (fig. 18). The audience feels empathetic. Unlike as was the case with the graphic depiction of a Russian threat by the NATO. Olga knows what Putin has planned: Reviving the Soviet Union. Now the “Weltspiegel” viewers know it as well.

After the Olga-interlude we see the marching Russian soldiers as they exit the GDR. It is explained that the Russians sensed the new situation as a humiliation. After the collapse of the Soviet Union they were promised that former member states of the SU would not be accepted into the NATO. An off-voice then tells us that this promise was sadly broken in 1999, while the (not really honest) former US foreign minister Madeleine Albright is shown accompanied by NATO generals (fraternity with focus on violence?). Then in 2004 US president Bush announces the acceptance of seven additional countries into the NATO. He does this in the manner of an emperor, however this remains little commented on. The audience is aware: The dishonest American has the word given to him by the good German Genscher. To the Russians this creates a feeling of being surrounded. In 2008 Bush reveals his plans to accept the Ukraine and Georgia into the NATO. Finally the expert Fiona Hill explains: “Putin believes to have been betrayed by the West and understands this to be an act of indignity.”. So the west betrays Putin and he believes, utterly confused, that he was betrayed. What else is Putin to believe, one might ask.

After about ten minutes the good huntsman Barack Obama is introduced. As a sign of his naivety (and stupidity?), his tendency to talking rather than threatening is denominated. Hillary Clinton for example has also been naive and committed herself to world peace. Nowadays however she’s become much smarter and compared Putin to Hitler. Supposedly Obama was naive having stopped his predecessors projects, which could’ve posed a threat to Russia. Putin rates Obama’s cooperation as a weakness. In addition we see the recordings of silent huntsman Obama (perplexed, benevolent) and the wolf Putin (nervous, impatient, angered)(fig. 19-21). “Why wasn’t he caught here”, is what they intend for the audience to wonder. Then they show Olga again. Walking her dog. The off-voice says, that she is hoping for the west. With that we see an American flag close up. The message is clear, Obama is a failure who intends on avoiding war.

Next, another German expert appears. He’s reporting from Lviv and answers the host’s question whether the west hasn’t been sensitive enough in its dealings with Russia with a clear “no”, because the invasion by the Russians in Krim proved the fears of those countries, which want to join NATO. The host says, that the Russians have developed a subjective feeling of being threatened, because Russians are still impacted by the old way of thinking in terms of friend and foe. He complains of a demonization of the west inside Russia and is a supporter of the sanctions and increasing the pressure.

After 15 minutes we see the promised report on Russians in Nizza, where Russian can no longer be considered a foreign language and learn a bit about the monetary greed of immoral Frenchmen. The alarm-bells go off: Cote d‘ azur, one of Europe’s most beautiful areas is under strict Russian control. Only because the (greedy) French are happy with the money of rich Russians. Just as the czar used to come, now they come by the thousands. At the end of the Nizza-report, the Ukrainians living there (who would’ve probably been seen as Russians just a few weeks prior) were given an opportunity to voice themselves and requested that people focus on human rights rather than money. This report was followed by one regarding the fascist scene in Ukraine. The host appears troubled, but is quickly calmed down by yet another expert. He explains that while the fascist are against the Jewish, Polish and Russians, and provided the new government with three ministers in addition to associating with the NPD, their influence is easily over-estimated, for they have supposedly joined the democratic powers and achieved only moderate ratings in surveys. The right-wing fanatics and fascists primarily act as a welcoming argument for Russian intervention. Even the demand for abolishing Russian as the secondary official language in Eastern Ukraine was a failure, because the Russian media took advantage thereof. Next up, two reports regarding the Russian-Ukrainian border, the Russian “protest-tourist” (this term became popular during the Yugoslav wars), the heavily injured Ukrainian Ivan in Charkiv, who was beaten by masked “people who dressed and spoke Russian”. “We solve problems between us ourselves” he says. The last story shows an unsettled Ukrainian businessman who’s frightened. At the end comes the most recent news: A western TV-team was attacked by Russians. A journalist says he doesn’t feel welcome and complains about the Russian propaganda machine.

The clearly divided world of media: Good Ukrainians and evil Russians

Comparing a German children- and family movie from the 1950s, which was based on a famous fairy-tale, to a current political broadcast, which is supposed to report on the political situation in the Ukraine as objectively as possible, is a task which is difficult, even at the technical levels. This is due to the fairy-tale movie employing a clear, traditional construct with an introductory description of the situation, a problem/conflict and a finale with a solution as the happy ending. The every-day life of the fatherless family of seven is depicted in episodes. Thus the joint breakfast, the boys‘ path to work, the going to sleep, playing, cleaning and cooking, one of the brothers falling into the pond, the repairing of a water-pipe and the accidental burning of a pancake resulting in a smoke-filled house. The broadcast is trying something similar by showing the every-day life of politics in the Ukraine and then indicating possible solutions which would lead to a happy ending. In this process, a lot of things get confused, especially on the formal level. In a collage of historical and current recordings from reports and live-broadcasts, interviews with experts and simple people, with their portraits, retrospects, graphic depictions, with photos and photo montages, with slow motion and zooms. They intend to leave the viewer with an impression of authentic objectivity. This impression was to be further empowered and confirmed by mentioning single, dissatisfied “Weltspiegel”-viewers, who wrongly rate the “Weltspiegel” coverage as too one-sided. At several occasions, musical accompaniment serves to create the desired emotions, similar to how it was done in the fairy-tale movie. The host’s commentary further servers as a bonding agent between contentually and formally different reports and also explains the activities. A lot is said. The rapid, at times hectic cut serves as the show’s engine and as symbol of the spectacular character of the topic. The host helps compensate for the confusion created within the audience. The confusion shall mutate and transform into clarity, a clarity, which otherwise would only be found in fairy-tales. The wolf is not described much in the fairy-tale movie, since everyone knows the wolf, the evil-doer. He lives in the forest and is a dislikeable, unpredictable, greedy and coldblooded animal.

In the show, Putin is described in detail and introduced in the style of a true wolf. He himself barely gets a chance to speak, just as his opponent, Barack Obama, who is depicted as an incompetent and naive hunter. The radical warrior George W. Bush, usually lampooned to be an idiot, is praised as a better hunter. Putin is made out to be an animal who has no sense and is only capable of believing or feeling. Even when the host himself notices that Putin’s beliefs or emotions are justified, an expert is shown who simply denies what was said with no argumentation. In the movie, the huntsman is shown as red hood’s best friend, who knows all the animals. In “Weltspiegel” Obama is depicted as a weak and naive huntsman, one who could easily become the wolf’s prey, if he doesn’t realize that the wolf is to be taken seriously and not spoken to. In any case, Barack Obama’s (the huntsman) mission together with the helpless animals in the forest (the right-wing parties) and red hoods brothers (NATO and/or the fascist parties) is to bring the innocent red hood (Ukraine) to the grandmother (EU, Angela Merkel). The right-wing parties may also be wild animals, however, they should be trainable. In any way they enjoy our trust even if they haven’t yet been tamed.

Walter Janssens movie “Little Red Riding Hood” is a typical product of the 1950s. After losing the war, the German movie-industry bet on sugar-coated entertainment, home-country and war movies in which German soldiers were depicted as brave men, who had always been against the war. The famous coming to terms with the past was quite lacking. Even here red hood proves to be material useful for propaganda. The author of the script also incorporated easily detectable elements from other Grimm-brothers‘ fairy-tales. Thus red hood has five brothers who work as lumbermen every day, drawing a parallel to the seven dwarfs, slightly making red hood out to be like snow white, because in the Grimm’s original, red hood is known to be a single child. The motive of leaving clues was taken from “Hänsel and Gretel”, when one of the brothers left flour clues on his way to grandmother. This action, in addition to the fact that grandmother is physically unable to receive more than one person at a time, was used to justify that the mother forbid her five sons to accompany red hood on her way to visit her grandmother. Grandma’s house, in an unfitting manner, is reminiscent of the evil witch’s house in „Hänsel and Gretel“ (fig. 22). The true character of the industrial boom, hiding behind facades, and the role of morally clean “rubble women” becomes evident. The family’s father passed away, e.g. died in war, most likely as a simple soldier. Since most men either died or were left physically handicapped as a result of the war, the women took over responsibility, such as is the case with the mother and red hood, who resemble the “rubble women”, who hand in hand with the children rebuild the country. They became the heroes of the post-war era and replacement heroes for the men, who lost the war. The women were considered innocent, as they didn’t participate in the war, just like the boys, who were still little and had yet to grow. The morally clean, strong women became the idols for the combat-ready feminists and biologically and otherwise super-clean red-green society of today.

The division of the world in good and evil is no news. In recent history Kosovo was red hood and Serbia the evil wolf with Joschka Fischer acting as the evil wolf, who recognized the next Hitler in Milosevic. Same goes for Israel, who are evil oppress Palestine, a population of Palestine of red hoods. This division has been in practice since the crusades. The inquisition found the evil wolf and the good red hood in a single person. The soul was red hood, the body the evil wolf and the church was the huntsman, the savior. The body was burnt so the soul could be freed. Only the human was dead.

Movie- and Videodata:

Red hood. According to the Grimm-brother’s fairy-tale, Germany, 1954,Walter Janssen, Color,

45:15 Min.

Source: YouTube-Video

https://www.youtube.com/watch?v=2q0L0mu5uXg

Special broadcast of Weltspiegel regarding Krim-crisis, 09.03.2014, ARD, 37:47 Min.

Source: ARD-Mediathek

http://www.ardmediathek.de/das-erste/weltspiegel/sonderausgabe-des-weltspiegels-zur-krim-

 

krise?documentId=2008368612

2014 © by Tomo Polic

Der Text ist zu finden auf:                               The whole text you can find at:

http://www.psychosputnik.com/Tomo – Politik als Maerchenspektakel.pdf

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
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Antisemitismus für Anfänger und Polizisten / Qualitätsjournalismus: die Bananenrepublik / Einfache Antworten dank -ismus

Plagiatvorwurf

 

Telekolleg: Antisemitismus für Anfänger und Polizisten

Vorschlag: Wie wäre es mit einer Maul-Maut für Inländer. Die Maut wird uns noch lange belustigen, da braucht man diesen Sommer keine Schnappschildkröte im Badesee, aber es ist auch ein lustigeres Thema in den Nachrichten als diese Bilder. Der Nahost-Konflikt schwappt auf Deutschlands Straßen über und die übergeschnappten skandieren antisemitische Parolen, aha. So was geht jetzt also in Deutschland wieder. Ich meine, ist das nicht verboten?

Einspieler: Das ist nach Einschätzung der Polizei und auch der vorläufigen Einschätzung der Staatsanwaltschaft noch keine Volksverhetzung, von daher war es richtig von der Polizei, dass wir nicht eingeschritten sind.

Da denken Sie sich jetzt vielleicht, die bei der Polizei, das sind doch alles Verkappte. Eben nicht. Es ist in der Tat schwierig Antisemitismus eindeutig zu erkennen, nicht nur für die Polizei, sondern auch für den interessierten Bürger. Wir brauchen Aufklärung.

Herzlich Willkommen, ich begrüße Sie zu einer neuen Ausgabe Telekolleg, Sozialkunde, etwas, das Sie schon in der Schule nicht interessiert hat. Heute beschäftigen wir uns mit dem Thema: Missverständnis Antisemitismus. Was ist das? Hier ein Beispiel:

Einspieler: Jude, Jude, feiges Schwein, komme raus und kämpf allein. Jude, Jude, feiges Schwein.

Sie meinen, der Ausruf „Feiger Jude“ sei ein typisches Beispiel für Antisemitismus, eben nicht. Ein Missverständnis. Die Polizei kann hier nicht eingreifen, denn es handelt sich dabei lediglich um einen kritischen Hinweis darauf, dass es auch unter Juden Menschen geben kann, die nicht sehr mutig sind. Gleichwohl ist ein gewisses Maß an Diskriminierung auszumachen. Im Sinne der Gleichberechtigung von Mann und Frau müsste es korrekt heißen: Feiger Jude, feige Jüdin. Nächstes Beispiel:

Hier wird ein Mann mit Israelfahne in der Hand von hinten attackiert. Die Polizei deutet ein Einschreiten nur an. Vollkommen zu Recht. Zunächst gilt anzumerken: Bei der attackierten Person handelt es sich um keinen Juden, sondern um einen grünen Bundestagsabgeordneten, der vermutlich ausversehen eine Israelfahne bei sich führte. Gut möglich auch, dass die attackierende Person aus einem spontanen Sportlichkeitsbedürfnis heraus und beflügelt von anhaltender WM-Euphorie die mittlerweile berühmte Foulszene an Brasiliens Neymar nachstellen wollte. Also auch hier ganz eindeutig kein Fall von Antisemitismus. Nächstes Beispiel:

Einspieler: Tot den Juden, Adolf Hitler, Adolf Hitler

Für den Beobachter, vor allem für die Polizei verwirrend, hier rufen Menschen, die üblicherweise von Neonazis verprügelt werden das, was üblicherweise Neonazis rufen. Was bedeutet das? Junge Menschen, die ihrem äußeren Erscheinungsbild nach aus dem arabischen Kulturrahmen stammen, also den semitischen Völkern zuzuordnen sind, skandieren hier den Namen eines Antisemiten. Sie beschimpfen also lediglich sich selbst. Sie sind ja so stark auf die eigene Person fokussiert, Narzissmus ja, Antisemitismus nein. In diesem Sinne liebe Telekolleg-Zuseher, seien Sie nicht so streng mit sich und mit anderen, Guten Abend.

Gut, dass wir jetzt diesen Lehrfilm gesehen haben, sonst würden Sie fälschlicherweise das hier für Antisemitismus halten. Ein Film, den man bei Youtube unter dem Stichwort „Judenhass in Nürnberg“ findet. Hunderte Demonstranten, die damit am Wochenende am Bahnhof angeblich zum Boykott gegen den ihrer Ansicht nach jüdischen Fastfood-Konzern Burger Kind aufrufen wollten, entschieden sich aber später für McDonalds. Ich für meinen Teil wusste gar nicht, dass Whopper und Burger koscher sind. Egal, die Polizei war auf jeden Fall hier auch nicht beunruhigt. Vielleicht waren das auch gar keine Antisemiten, sondern Veganer, Kulinariker oder Menschen auf Diät. Aber der Freistaat ist selbstverständlich nicht auf dem rechten Auge blind. Man hat jetzt tatkräftig das rechtsradikale Freie Netz Süd verboten. Das hat die Nazis schwer getroffen, die waren natürlich völlig überrascht.

Einspieler: Die Webseite des Freien Netz Süd wurde wegen des drohenden Verbots im April bereits eingestellt. Eine Art Nachfolger ist der Dritte Weg, eine neugegründete rechtsextreme Partei.

Es ist ein Rennen Hase gegen braunen Igel, der Igel liegt vorn, schade.

 

Qualitätsjournalismus – Die Anstalt: die Bananenrepublik

Uthoff: EU ist ja auch Friedensnobelpreisträger.

Von Wagner: Fuck the EU, Fuck the EU.

Uthoff: Herr von Wagner, was soll denn das? Jetzt reißen Sie sich mal zusammen. Was haben Sie denn da?

Von Wagner: Das Assoziierungsabkommen, EU und Ukraine, haben Sie es gelesen?

Uthoff: Überflogen.

Von Wagner: Und?

Uthoff: Na ja, war schwer zu lesen aus 10.000 Meter Höhe.

Von Wagner: Sie sind wie unsere Journalisten, das sage ich.

Uthoff: Ja, glauben Sie mal, was wird da schon drinstehen? Mehr Handel, mehr Demokratie und so.

Von Wagner: Ja, darüber haben die Medien ja auch berichtet, aber nicht über den militärischen Teil dieses Abkommens. Gucke mal hier: § 3 mehr Zusammenarbeit bei Kriegseinsätzen, gemeinsame Rüstungsprojekte und und und, aber das hätte ja vielleicht auch erklären können, warum Russland so aggressiv reagiert. (Piepen) Ach, Mensch, hören Sie doch mal auf jetzt. Wenn Sie es nur von mir nicht glauben wollen, dann nehmen Sie eben die ehemalige Moskaukorrespondentin der ARD, Gabriele Krone-Schmalz.

Einspieler Krone-Schmalz: Also wir, die Medien, hätten zu einem frühen Zeitpunkt wissen müssen und das auch verkünden müssen, dass dieses Assoziierungsabkommen die Ukraine zerreißt.

Von Wagner: Verkünden müssen, verstehen Sie? Verkünden müssen. Haben sie aber nicht gemacht, weil das nicht ins Bild passt von der Friedensmacht EU, die vom bösen Ivan bedroht wird.

Uthoff: Ja ja, jetzt behaupten Sie gleich noch, die deutsche Presse sei beim Thema Russland einseitig oder?

Von Wagner: Da bin ich nicht der einzige. Hier, die Redaktionen werden von Leserbriefprotesten gerade zu überschwemmt.

Uthoff: Na ja, das sind ja auch alles völlig unabhängige Journalisten. Die lassen sich ihre Meinung nicht von den Lesern vorschreiben.

Von Wagner: Von den Lesern nicht.

Uthoff: Bitte?

Von Wagner: Kennen Sie folgende Organisation? Münchner Sicherheitskonferenz zum Beispiel oder trilaterale Kommission, the German Marshall Fund oft he US, atlantische Initiative, Bundesakademie für Sicherheitspolitik, Atlantikbrücke oder das Aspen-Institut.

Uthoff: Das kenne ich. Da kann man sich Skier leihen.

Von Wagner: Ach Gott, jetzt… Wir haben jetzt nicht Zeit alles einzeln zu erklären. Ich würde das zusammenfassen, darf ich zuspitzen?

Uthoff: Ja, da warte ich schon lange drauf.

Von Wagner: Okay, also wir sagen mal so, all diese Organisationen haben auf sicherheitspolitische Fragen immer dieselben Antworten, nicht mehr Rüstung. Das sind sozusagen NATO-Versteher. Hier in diesem Vereinigungen, da treffen sich Militärs und Wirtschaftsbosse und Politiker eben in diskreter Atmosphäre.

Uthoff: Ah, transatlantische Swinger-Clubs. Toll. Kann ich da mit machen?

Von Wagner: Nein, die nehmen nur einflussreiche Eliten.

Uthoff: Ich habe eine Fernsehsendung, reicht das nicht?

Von Wagner: Nur, wenn Sie das Heute Journal moderieren würden.

Uthoff: Der Cornelius, der Auslandchef der Süddeutschen, Joffe, Herausgeber der „Zeit“ und der Nonnenmacher von der Nonnenmacher von der FAZ, der Auslandschef der FAZ, der Frankenberger, das sind alles völlig unabhängige Geister. Ich sehe da überhaupt keine Verbindungen.

Von Wagner: Ich habe da mal was für Sie vorbereitet.

Uthoff: Das ist aber ein ganz schön dichtes Netzwerk, sagen Sie mal und jede dieser Linien steht also für die Verbindung eines Journalisten zu einem dieser Lobby-Organis…

Von Wagner: Jede Linie, ja.

Uthoff: Na ja gut, die sind da nur da, um zu recherchieren.

Von Wagner: Nein, die recherchieren da nicht, die sind da Mitglieder, Beiräte, Vorstände.

Uthoff: Mein Gott, der Joffe ist aber viel unterwegs, was? Hat der überhaupt noch Zeit zum Schreiben?

Von Wagner: Was glauben Sie, warum die „Zeit“ nur einmal wöchentlich erscheint?

Uthoff: Der Herausgeber der „Zeit“ ist also bei mehreren Lobby-Organisationen? Ja, aber das ist doch ein unabhängiger Journalist, dann wird das nicht zu Interessenskonflikten.

Von Wagner: Nein, Interessenskonflikte gibt es nur da, wo es verschiedene Interessen gibt.

Uthoff: Ah, was ist das da eigentlich? Bundesakademie für Sicherheitspolitik klingt ein bisschen wie ein literarischer Salon mit Handfeuerwaffen.

Von Wagner: Ja, ungefähr. Es gehört dem Bund und soll ein umfassendes Verständnis schaffen für die sicherheitspolitischen Interessen der Bundesrepublik Deutschland.

Uthoff: Ah und der Cornelius und der Frankenberger, die sind voller Verständnis?
Von Wagner: Die sind voller Verständnis, die sitzen ja auch im Beirat von der Bundesakademie und müssen laut Satzung dann auch die Bundesregierung beraten.

Uthoff: Moment mal, dieselbe Bundesregierung, die sie als Journalisten kritisieren müssen?

Von Wagner: Ja, es gibt nur die eine.

Uthoff: Gut, dass „die Bild“ da nicht mitmacht, was?

Von Wagner: Ja. So, hier Kai Diekmann von der Bildzeitung ist natürlich…

Uthoff: Was ist das? Taliban oder Fielmann?

Von Wagner: Nein, der sitzt natürlich hier im Vorstand von der Atlantikbrücke, nicht? Und die Bildzeitung selber, das ist sehr interessant, in den Unternehmensgrundsätzen steht drin, dass sie als Journalist das transatlantische Bündnis unterstützen müssen.

Uthoff: Das transatlantische Bündnis, dass sie als Journalisten auch kritisieren sollen?

Von Wagner: Es gibt nur das eine.

Uthoff: Sagen Sie mal, wer ist das denn da?

Von Wagner: Oh, das ist schön, das ist Jochen Bittner von der „Zeit“.

Uthoff: Kenne ich nicht, mag ich nicht.

Von Wagner: Ach komm, jetzt, hier. Sie wissen noch, die Rede vom Gauck bei der Münchner Sicherheitskonferenz?

Uthoff: Ja ja, oh Gott, mehr Bundeswehreinsätze im Ausland.

Von Wagner: Ja, die ist vorbereitet worden von einem transatlantischen Think-Tank German Marshall Fund oft he US und da war zufällig jemand dabei, Jochen Bittner von der „Zeit“.

Uthoff: Ja Moment, aber er wird doch genügend Anstand besessen haben, sein Schreiben für Gauck zu trennen von seinem Schreiben für die „Zeit“.

Von Wagner: Das wäre schön. Nein, er hat, nachdem Gauck seine Rede gehalten hat, na ja positiv über Gaucks Rede berichtet in der „Zeit“.

Uthoff: Moment mal, ein Journalist der „Zeit“ arbeitet an einem Strategiepapier mit, das die Außenpolitik Deutschlands neu ausrichtet und schreibt dann hinterher wohlwollend über diese Strategie?

Von Wagner: Ja, vergisst aber leider nur zu erwähnen, dass er an der Strategie selber mit gebastelt hat.

Uthoff: Sagen Sie mal, ist das nicht verboten?

Von Wagner: Ja.

Uthoff: Ah sehr schön.

Von Wagner: Aber nicht bei uns. In der New York Times zum Beispiel, da dürfen Sie als Journalist so was gar nicht.

Uthoff: Ja und bei uns?

Von Wagner: Da heißt das Qualitätsjournalismus.

Uthoff: Aber dann sind ja alle diese Zeitungen nur so was wie die Lokalausgaben der NATO-Pressestelle.

Von Wagner: Das haben jetzt Sie gesagt, aber Sie haben es schön gesagt. Wissen Sie was? Ich habe kein Bock mehr auf diese Eliten, die sich immer an Eskalationen aufgeilen. Soll ich Ihnen mal was sagen? Ich habe eine schöne Geschichte gehört von einem britischen Weltkriegsveteran, der erste Weltkrieg. Da hat man ihn gefragt: Oh, was fanden Sie denn am Schlimmsten am ersten Weltkrieg. Dann hat er gesagt: Na ja, das war so, nach den Jahren des Kriegs haben die sich einfach an den runden Tisch gesetzt und Frieden gemacht, hätten sie das ein paar Jahre vorher gemacht, hätten wir uns eine Menge Leid erspart.

Uthoff: Ja Moment noch. Tun Sie nichts Unüberlegtes.

Von Wagner: Was denn? Jetzt beruhigen Sie sich, ich mache eine Lichterkette für den Frieden.

Uthoff: Ganz alleine?

Von Wagner: Na ja, irgendjemand muss ja anfangen? Was machen Sie da, Sie auch? Also ich habe gewusst, tief in Ihrem Inneren sind Sie ein Softie.

Uthoff: Ach Quatsch. Quatsch, aber alles was Josef Joffe dazu bringt, auf seinen Laptop zu kotzen, da bin ich dabei.

 

quer Schläger Einfache Antworten dank -ismus quer vom BR

Alte Mittelständler-Weisheiten, Moral ja, machen wir, aber nur, wenn es nichts kostet. Ja, was soll man tun? Die Welt ist so unerfreulich kompliziert. Vermutlich war sie es immer schon, aber zurzeit ist es mühsam, denn man weiß nicht, was man empfinden soll.

Genau, man sieht die verletzten palästinensischen Kinder in den Nachrichten und man denkt: Wir furchtbar, die armen Kinder, böse die Israelis.

Na aber dann erfährt man, die verletzten Kinder sind von der Hamas letztlich nicht nur in Kauf genommen, sondern sie nutzen sie sogar für propagandistische Zwecke aus als lebende Schutzschilde.

Aber es bedeutet, wenn man Mitleid hat, dann singt man das Lied von den Irren von der Hamas.

Ja, da wird das Mitleid schal, aber die Kinder sind immer noch arm, aber jetzt sind die skrupellosen Islamisten schlimm und was sollen die Israelis denn sonst machen, wenn man mit Raketen auf sie schießt?

Ja, was? Nur das, was sie machen, machen sie immer schon, davon wird auch nichts besser.

Na vermutlich schweißt der Hass gegen die Israelis die Palästinenser wieder zu-sammen, die sich ansonsten nochmal kritisch mit ihren eigenen Vorderleuten aus-einandergesetzt hätten.

Na, das ist alles so schwierig.

Hast du mal dran gedacht, ein Ist zu werden?

Ein was?

Ein Ist.

Ein Anhänger irgendeines Ismus.

Wenn das geht.

Schwer. Na was sonst? Buddhismus, Rheumatismus.

Nein, das ist nicht radikal genug. Was ist mit Salafismus?

Und dann nach Syrien gehen und auf muslimische Glaubensbrüder schießen oder was?

Ja ja, und der Bart, das ist jetzt in Mode, ist ein Bart.

Ja, ist schon schmuck und die Welt ist natürlich simplifiziert in Freund und Feind. Man hasst im Prinzip…

Man hasst eigentlich alle anderen, man geht in den Krieg, ist eine aufregende Sache, ist auch realer als nur vor dem Computer zu sitzen.

Ja, aber ich habe nicht gedient und das militärische hm…

Ja, dann wohl nicht. Überhaupt das Salafisten mit 46 ohne Frau, ohne Kinder, das wirkt eher bisschen…

Ja ja, ich weiß, die würden mich nicht mögen.

Nein. Nationalsozialist.

Wir sind in Deutschland, das ist so unoriginell.

Aber hier ist ein einfaches Weltbild, die Juden, der Ausländer, der Schwule und der Staat sind der Feind. Lustige Kameraden treffen mit viel Bier und Dröhnmusik, dann noch was abfackeln, die Polizei hat es nicht gesehen.

Na, weil die keine Musikhistoriker sind und das Horst-Wessel-Lied nicht kennen. Ja, aber…

Das gefällt dir nicht.

Na National…

Sozialist, nur Sozialist. Feindbilder, die gleichen wie vorhin, nur ohne Ausländer und Schwule, außer sie sind Juden.

Nein, so Ismus, das ist nichts.

Bin ich schon.

Na aber nicht gern.

Ja, ich glaube halt nicht an grenzenloses Wachstum auf einem begrenzten Planeten.

Ja, bisschen doof sollte man schon sein auf jeden Fall, sonst wird es schwer. Ich gehe mal Klebstoff schnüffeln und spritz mir Crystal mit Batteriesäure, das soll helfen.

Gegen was?

Gegen Hirn.

Ah ja, ein Versuch ist es wert, ansonsten können wir doch Sport treiben. Wissen Sie was? Mir fehlt die WM.

 

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molon labe

Hamas, Israel und die deutsche Moral. Gaza-Konflikt: Wie die Hamas auf Krieg drängt…

German-Leftist-2014

 

 

Hamas ist eine radikalislamische Terrororganisation, in deren Charta es heisst: «Die Stunde des Gerichts wird nicht kommen, bevor die Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, sodass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken, und jeder Baum und Stein wird sagen: ‹Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!›» Palästina erstreckt sich für die Hamas vom Mittelmeer bis zum Jordan, für Israel hat es in ihren Plänen keinen Platz. Wer logisch denken kann, muss sehen, worauf eine Verwirklichung solcher Forderungen hinauslaufen würde: Auf einen neuen Holocaust, dieses Mal im Nahen Osten.

 http://bazonline.ch/schweiz/Moralische-Blindheit/story/13105350

 

Hamas, Israel und die deutsche Moral. Gaza-Konflikt: Wie die Hamas auf Krieg drängt…

Erschienen im sonst antisemitischen Linkenblatt, Der Freitag,12. Juli 2014

(Jakob Augstein ist wohl im Urlaub oder wollte einen Alibi-Artikel publizieren)

 

Von Thomas T. Heck

Ich verfolge den Nahost-Konflikt schon seit ich als Jugendlicher Israel besuchen dürfte und mich in das Land und seine Menschen verliebte. Seit Jahren beobachte ich diesen Konflikt und meine Sympathien sind klar verteilt, da mache ich keinen Hehl daraus. Ich reise auch gerne in arabische Länder, habe u.a. Ägypten, Tunesien und Dubai bereist und habe dort sehr nette Menschen kennengelernt. Der Stempel in meinem Reisepass aus einem arabischen Land war für meine Einreise in Israel im letzten Jahr kein Problem. Eine kleine Nachfrage bei der Grenzkontrolle und das wars. Und da fängt der Unterschied schon an. Mit einem israelischen Stempel in meinem Reisepass wäre mir ab sofort die Einreise in die meisten arabischen Länder verwehrt. Gut, dass die Israelis bei Einreise den Reisepass nicht stempeln.

Der Nahost-Konflikt ist geprägt von Information und gezielter Desinformation von arabischer Seite. Dabei wird gern vergessen, dass Israel 1948 auf dem Boden des britischen Mandatsgebiets Palästina entstand, es einen Staat Palästina niemals gab. Der Name Palästina stammt von den Phillistern, weiß Gott keine Araber und die arabische Sprache enthält nicht mal etwas, was ein „P“ beschreiben könnte.

Der Unabhängigkeitskrieg Israels von 1948 war ein Verteidigungskrieg eines von der UNO legitimierten Staates Israels gegen Syrien, Libanon, Jordanien, Ägypten und weitere arabische Staaten, die Israel vernichten wollten. In der Folge gab es einen Waffenstillstand, dessen Linien heute als die Grenzen Israels angesehen werden, was sie nicht sind, es sind Waffenstillstandslinien. Wenn also heute von illegalen Siedlungen in Judäa oder Samaria gesprochen wird, so ist dies völkerrechtlich sehr umstritten und nicht eindeutig. Und es gab Flüchtlinge, nicht nur arabische Flüchtlinge, sondern auch jüdische Flüchtlinge, die aus arabischen Ländern vertreiben wurden, eine Tatsache, die heute in den Medien gerne verschwiegen wird. Dennoch sind heute 20% der israelischen Bevölkerung Araber mit gleichen Rechten und Pflichten, der oberste Richter Israels ist ein Araber, der einen korrupten jüdischen Staatspräsidenten zu Recht ins Gefängnis verurteilte. Straßenschilder sind auf englisch hebräisch UND arabisch. Arabisch ist neben hebräisch offizielle Landessprache Israels. Den Apartheitsvorwurf linker Medien laufen daher ins Leere. Israel ist der einzige Staat im Nahen Osten, wo Moslems frei und in Frieden leben können. Ein Luxus, von dem Syrer nur träumen können.

Der 6-Tage-Krieg von 1967 gegen Jordanien, Syrien und Ägypten war ein Präventivkrieg Israels, dem massive Drohungen und terroristische vorangingen. Das ein kleines wie Israel einen Krieg kaum auf dem eigenen Boden gewinnen kann, ist jedem klar, der auf die Landkarte schauen kann und nur halbwegs bei Verstand ist. Erst jetzt wurde erstmals der Begriff Palästinenser geprägt, den es bis dahin noch gar nicht gab. Die Gallionsfigur der PLO, Jassir Arafat, war ein Ägypter, geboren in Ägypten. Wie der sich jemals als Flüchtling ausgeben konnte, ist der Treppenwitz der Geschichte, wie sein Friedensnobelpreis auch.

 

Der Yom-Kippur-Krieg von 1973, der von Syrien und Ägypten am Yom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag begonnen wurde, war neben dem Unabhängigkeitskrieg von 1948 der erste Krieg, der die Existenz Israels massiv bedrohte. Hier bewährte sich, dass die besetzten Gebiete auf dem Sinai und den Golan-Höhen, als taktische Pufferzone genutzt werden konnten. Ohne diese besetzten Gebiete, würde es Israel heute vermutlich nicht mehr geben.

Dennoch schloss Israel Frieden mit Ägypten und gab die Sinai-Halbinsel mit ihren Ölvorräten wieder an Ägypten zurück. Viele Siedlungen wurden aufgegeben, ein gutes Beispiel dafür, dass Siedlungen eben nicht der Haupthinderungsgrund für Frieden ist, sondern der fortwährende Terror der Palästinenser, auch wenn das von der palästinensischen Propaganda gerne kolportiert und von den westlichen Medien verbreitet wird. Der Gaza-Streifen blieb weiter besetzt, Ägypten wollte sich wohl nicht mit diesem Problem auseinandersetzen.

Die Golanhöhen wurden von Israel annektiert und sind heute israelisches Gebiet, angesichts der Unfähigkeit eines Assad, Frieden mit Israel zu schließen und der heutigen Situation in Syrien mit mehr als 150.000 toten Syrern, Massakern, Köpfe abschneiden und einer islamistischen FSA und ISIS, eine kluge Entscheidung.

Fortwährender Terror der PLO aus dem Libanon führte zum Libanon-Krieg von 1982, wo Israel die PLO vertrieb. Dabei kam es zu dem Massaker von Sabrah und Schatila, verübt von christlichen Milizen, nicht verhindert von Israel, aber auch nicht verübt von Israel, wie palästinensische Geschichtsfälscher es gerne tun. Das nach den Massakern fast die Hälfte der Israelis auf die Straße gingen und ihre eigene Regierung zum Teufel jagten, wird ebenfalls gerne verschwiegen.

Der aktuelle Konflikt eskalierte nach dem ewig gleichen Muster. Seit Jahren führt die Hamas einen Terrorkrieg mit Raketenangriffen auf israelische Zivilisten, im Schnitt 3,5 Raketen am Tag, davon schreibt Spiegel-Online und die sonstigen Medien in der Regel nichts. Spannend wird es erst, wenn Israel zurückschlägt. Die palästinensische Propaganda spricht gerne von Völkermord, vom Genozid, vom Ghetto Gaza. In Gaza gibt es Hotels mit Pools, Villen. Versorgt wird der Gaza-Streifen mit Wasser, Elektrizität und allem, was man zum Leben braucht, aus Israel, auch jetzt. Der Rest wird über illegale Schmugglertunnel aus Ägypten geliefert, weil Israel sich weigert, Sprengstoff und Raketenbauteile zu liefern. Daher auch die Seeblockade. Erst kürzlich hat die israelische Marine Schiffe aufgebracht, die Raketen in den Gaza-Streifen liefern wollten, vermutlich aus dem Iran. Die medienwirksam inszenierte Gaza-Flotttila hätte ihre Waren gerne im israelischen Hafen von Ashdod entladen können, Israel hätte die Waren gerne weitergeliefert, wollte aber vorher schon prüfen, ob nicht doch Waffen an Bord waren. Daher war ein direktes Anlaufen von Gaza verboten. Auch hier ging es ja nicht um die Menschen in Gaza, hier ging es um Propaganda.

Was mich zum meinem Hauptanliegen führt. Ich werde niemals verstehen, warum es Menschen gibt die Israel, dem einzigen demokratischen Staat im Nahen Osten, ablehnen und eine Hamas, eine Fatah oder eine Hisbollah, also Terrororganisation, unterstützen? Der einzige jüdische Staat, wo es Demokratie gibt, Wahlrecht, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, dieser einzige jüdische Staat wird abgelehnt. Eine Hamas, die Frauen unterdrückt und unter den Schleier zwingt, wo Schwule unterdrückt und ermordet werden, wie oftmals in der arabischen Welt, eine Hamas wird unterstützt. Ich kann das nicht verstehen. Ich kann nicht verstehen, wie sich deutsche Medien und Politiker in diesem Konflikt bestenfalls neutral verhalten, in der Realität, insbesondere die Presse, eher israelfeindlich ist.

Da werden aus drei entführten israelischen Jugendlichen „verschwundene Siedler“, wie von Christian Siewers im ZDF und Richard C. Schneider noch am Tage des Auffindens der Leichen behauptet wird und eine Verantwortlichkeit der Hamas als „nicht bewiesen“ erachtet wird. Aus dem ermordeten arabischen Israeli wird sofort der Täter unter den jüdischen Extremisten ausgemacht und Rache vermutet.

Auch hier mach ich den moralischen Unterschied zwischen Israel und den Palästinensern fest. Während die Entführung und Ermordung von israelischen Jugendlichen seitens der Hamas gefeiert und eine Wiederholung angekündigt wird, während die Bevölkerung Gebäck reicht, kondoliert im Falle des arabischen Jugendlichen Ministerpräsident und Staatspräsident bei den Eltern des Jungen, alle Parteien verurteilen den Mord an einem israelischen Bürger (!) und die israelische Polizei ermittelt in alle Richtungen, nimmt letztlich mehrere israelische Jugendliche fest, die nach den Gesetzen eines Rechtsstaates für diese Tat zur Verantwortung gezogen werden. Die palästinensischen Mörder von Gilad, Naftali und Eyal werden dagegen als Märtyrer gefeiert, denen es nachzueifern gilt.

Über die Motivation dieser unterschiedlichen Wahrnehmung in Deutschland habe ich eine klare Vorstellung.

1. Die grundsätzliche Ablehnung von Krieg. Der normale Deutsche kann es sich gar nicht mehr vorstellen, für seine Freiheit einzustehen und ggf. kämpfen zu müssen. Die Diskussion im Bundespräsident Gauck zeigt es eindeutig. Der Deutsche kann sich gar nicht vorstellen, in welcher Situation Israel sich befindet, es fehlt schlichtweg die Vorstellungskraft.

2. Das Funktionieren palästinensischer Propaganda. Die Bilder von getöteten Kindern zerreißt jedem Menschen das Herz. Wie oft dem deutschen Zuschauer dabei Bilder aus Syrien oder dem Irak untergejubelt werden, kann keiner nachvollziehen. Ich weiß nur eins. Die israelische Armee tut alles, um zivile Opfer zu vermeiden. Wenn das Haus eine Hamas-Führers bombardiert werden soll, wird dort vorher angerufen, SMS werden verschickt, im schlimmsten Fall der Angriff abgebrochen, wenn die Hamas mal wieder menschlichen Schutzschilder einsetzt. Es gab in der Weltgeschichte glaube ich noch keine Armee, die so intensiv versucht, zivile Opfer zu vermeiden, eine zutiefst moralische Armee. Als ehemaliger Offizier weiß ich, wovon ich rede.

3. Blanker Antisemitismus. Der Jude ist halt immer schuld. Und um es klar zu sagen. Wer den israelischen Staat ablehnt und bekämpft, den einzigen jüdischen Staat auf der Welt und dies mit Antizionismus tarnt, ist ein Antisemit, nicht mehr und nicht weniger. Und das werde ich auch weiter so ansprechen.

Es bleibt zu hoffen, dass dieser Krieg, der wieder einmal von der Hamas angezettelt wurde, zügig vorübergeht. Zu hoffen bleibt weiterhin, dass die deutsche Öffentlichkeit mal klar gegen Terrorismus Stellung bezieht und der deutsche Staat und die EU die Finanzierung der Palästinenser auf den Prüfstand stellt.

 

Thomas T. Heck

War Offizier der Bundeswehr. Nach Tätigkeiten für die Deutsche Bank heute Geschäftsführer der Firma Heck Beratung und Autor für die Achse des Guten.

Homepage: http://www.heckberatung.de

 

http://www.freitag.de/autoren/heckberatung/hamas-israel-und-die-deutsche-moral

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Worauf Sie achten müssen, wenn Sie über Ukraine reden oder schreiben / Things you must keep in mind when talking or writing about Ukraine

 jacenjuk3

Ukraine´s Prime Minister Yatsenyuk: Separatists and Russians are “subhumans”.

 

Worauf Sie achten müssen, wenn Sie über Ukraine reden oder schreiben:

1. Präsident Putin muss bei jeder Gelegenheit mit Hitler und Stalin verglichen werden. Russland muss als „Putins-Reich“ bezeichnet werden, das nur aus Repression, Korruption und Misswirtschaft besteht.

2. In der Ukraine sind immer die Russen die Angreifer und Kiew verteidigt sich nur. An der Krise in der Ukraine ist nur Russland schuld.

3. Das Feindbild über Russland und Putin zu verbreiten, der ganz Europa erobern will, ist oberste Priorität. Ziel ist es den Hass gegen alles russische zu schüren.

4. Russland muss immer als Bösewicht und der Westen als selbstloser Guter hingestellt werden, der völlig uneingenützig Frieden, Demokratie und Wohlstand den Ukrainern bringt.

5. Die Umzingelung Russlands durch die NATO und Vorrücken bis an die russische Grenze darf nicht thematisiert werden. Auf keinen Fall hat die EU und NATO ehemalige Ostblockstaaten und Sowjetrepubliken einverleibt und erobert.

6. Das Referendum auf der Krim darf nie erwähnt werden, ausser es wird als „illegal“ und „völkerrechtswidrig“ bezeichnet. Ein Vergleich mit dem Vorgehen der EU und NATO im Kosovo ist unzulässig.

7. Die Bevölkerung der Krim hat sich nicht friedlich für eine Trennung von der Ukraine entschieden, sondern Russland hat die Krim gewaltsam „annektiert“ und „geraubt„.

8. Ukraines Recht auf „Territoriale Integrität“ muss immer betont werden und das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist irrelevant.

9. Die Bevölkerung der Südostukraine hat nicht das Recht selbstständig zu werden oder sich gegen Kiew zu verteidigen.

10. Das ukrainische Militär das „Antiterroroperationen“ durchführt darf nie als Aggressor sondern nur als Opfer dargestellt werden.

11. Die Gegner der Regierung in Kiew sind grundsätzlich als „pro-russisch Terroristen“ und als „kriminelle Separatisten“ zu bezeichnen.

12. Wenn die Volksmiliz ukrainische Soldaten tötet, dann ist es immer „Terrorismus“.

13. Kiew hat immer das Recht Zivilisten zu töten. Das wird grundsätzlich als „legitime Verteidigung“ definiert.

14. Aufnahmen von Opfern der Bombenangriffe und des Krieges gegen die Zivilbevölkerung dürfen niemals gezeigt werden.

15. Der Begriff „Neo-Nazis“ und „Faschisten“ im Zusammenhang mit Swoboda und Rechten Sektor zu schreiben ist verboten.

16. Fotos die Mitglieder der Swoboda und Rechten Sektor mit Nazi-Symbolen zeigen dürfen nicht veröffentlicht werden.

17. Vom ukrainischen Innenministerium aufgestellte Milizionäre die Nazi- und SS-Symbole tragen sind „Freiheitskämpfer“ die für „Demokratie“ sich einsetzen.

18. Es ist absolut verboten das Wort „gewaltsamer Putsch“ mit der Aussage „unterstützt und finanziert durch Amerika“ in Verbindung zu bringen.

19. Niemals darf mit der Unterstützung der ukrainischen Regierung unterstellt werden, die westlichen Regierungen, speziell was Berlin und Washington betrifft, sind selber Nazis.

20. Andererseits, die Friedensaktivisten der Montagsdemos in Deutschland sind grundsätzlich als „Rechtsradikale“ und „Antisemiten“ zu bezeichnen. (mehr dazu auf: http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm)

21. Wer für Frieden und gegen Krieg sich einsetzt ist grundsätzlich ein Teil der 5. Kolonne Russlands.

22. Wer gegen Fracking in Deutschland demonstriert, ist als bezahlter Agitator von Gazprom und Kreml darzustellen.

23. Betont werden muss, Fracking-Gegner wollen das Westeuropa weiter von russischen Gas abhängig bleibt.

24. Vertreter der ukrainischen Regierung sind immer als bevorzugte Interviewpartner zu nehmen, damit sie ihren Standpunkt darstellen können.
25. Da Regierungsgegner sich nicht ausdrücken können und nur lügen, sind ihre Aussagen zu ignorieren.
http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2014/06/ukraine-verhaltensregeln-fur.html

 

Things you must keep in mind when talking or writing about Ukraine:

1. President Putin must be equated to Hitler and Stalin whenever possible. Russia must be referred to as “Putin’s Reich”, which solely consists of repression, corruption and misgovernment.

2. In the Ukraine only Russians act as aggressors against whom Kiev is merely defending themselves. The current crisis in the Ukraine is Russia’s fault alone.

3. Portraying Russia and Putin as the enemy enjoys top priority. The goal is fueling a hatred toward all things Russian.

4. Russia must always be depicted as the villain, while the West is depicted as a selfless hero, unselfishly introducing peace, democracy and wealth to the Ukraine with no personal interest.

5. Russia’s circumvention by the NATO and the advance toward the Russian border must not be discussed and in no shape have the EU and NATO absorbed and conquered ex-Soviet States.

6.The Crimea-referendum must never be mention unless it is labeled “illegal” and “in violation of international law”. A comparison to the EU’s and NATO’s approach in Kosovo is impermissible.

7. The Crimean population has not peacefully decided to separate from the Ukraine. Instead, Russia “annexed” and “stole” Crimea by force.

8. Ukraine’s right to “territorial integrity” must be given emphasis at all times, while the general public’s sovereignty is irrelevant.

9. The population of South-Eastern Ukraine has no right to declare independence or to defend themselves against Kiev.

10. The Ukrainian military performing “Anti-Terror Operations” may never be depicted as the aggressor, only as a victim.

11. Generally, enemies of the government in Kiev are to be referred to as “pro-Russian terrorists” and “criminal separatists”.

12. Any time the local militia takes the lives of Ukrainian soldiers it is “terrorism”.

13. Kiev has the right to kill civilians at any time. This is generally defined as “legitimate defense”.

14. Footage of victims of bombings and the war against the general population may never be broadcasted.

15. Using the term “Neo-Nazis” and “fascists” in reference to Swoboda and the right-wing sector is forbidden.

16. Photographs showing Swoboda members and the right-wing sector displaying Nazi-symbology may nut be published.

17. Militiamen employed by the Ukrainian ministry of the interior who wear Nazi- and SS-symbols are “freedom fighters” who advocate “democracy”.

18. Under no circumstance may the words “forcible putsch” be used in combination with the statement “supported and financed by the United States”.

19. Accusations of Berlin and Washington being Nazis themselves may never occur with support of the Ukrainian government.

20. On the other hand, Germany’s peace-activists who take part in Monday-demonstrations are generally to be referred to as “right-wing radicals” and “anti-Semites”.(more on that at: http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm)

21. Whomever dedicates themselves to peace and protests war is generally part of Russia fifth platoon.

22. All individuals demonstrating against the practice of fracking inside Germany are to be depicted as paid-off agitators of Gazprom and the Kremlin.

23. Emphasis must be given to the fact that opponents of fracking want Western Europe to remain dependent upon Russian gas.

24. Representatives of the Ukrainian government are to be given preference as interview-partners, so that they may demonstrate their point of view and political stance.

25. As opponents of the government are incapable of expressing themselves and only spread lies, their statements are to be ignored.

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2014/06/ukraine-verhaltensregeln-fur.html

 

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Let us literate the Germans!

Let us literate the Germans!

by Julian S. Bielicki © 2013

 Globalisation

„Globalisation“ 2004 © by Julian S. Bielicki 148x105cm oil on canvas

Die Anstalt – Folge 3 – 29.04.2014

Mod.: Aber Feindbilder sind natürlich wahnsinnig nützlich. Wenn man ein Feindbild hat, dann weiß man schon mal, wer an allem Schuld ist und das ist gerade für uns Deutsche, die wir nie an irgendetwas Schuld sind, ein großartiges Gefühl. Beliebtestes Feindbild zurzeit natürlich Putin, der Gutmensch, der Sozialschmarotzer, der Schwule, der Langzeitarbeitslose, die Inflation und die EU. Wenn Sie ohne nachzudenken, sich wirklich gut fühlen wollen, dann schaffen Sie sich am besten mehrere Feindbilder an. Wenn Sie also fest davon überzeugt sind, dass schwule, lesbische arbeitslose EU-Freunde mit inflationärem Migrationshintergrund Schuld an allem sind, dann fühlen Sie sich als aufrechter Mensch und nicht als das reaktionäre hasserfüllte Arschloch, das Sie in Wirklichkeit sind. Und wenn Sie jetzt sagen, „Toll, so ein Feindbild ist ja super praktisch. Wo kriege ich denn so was her?“. Ganz einfach, Feindbildmalen ist der einfachste Kurs an der Volksunterdrückungshochschule. Ich zeige Ihnen mal, wie einfach es ist, sich ein Feindbild zu malen.

Herr von Wagner, ich mache mir ernsthaft Sorgen, um Ihre Werte. Ich muss das mal überprüfen. Setzen Sie sich mal hier hin.

Von Wagner: Okay, ja.

Mod.: Ich habe wirklich Angst Ihnen die Sicherheit dieser Anstalt weiter anzuvertrauen.

Von Wagner: Was ist das denn?

Mod.: Keine Sorge, das ist ein original Iwanometer aus dem Jahre 1962. Beginnen wir mit der Untersuchung. Herr von Wagner?

Von Wagner: Ja?

Mod.: Ich zeige Ihnen jetzt ein Bild. Sagen Sie mir, wo ist der Unterschied.

Kiew-Ostukraine

Von Wagner: Ich sehe keinen. Hören Sie doch auf. War das jetzt falsch?

Mod.: Links sehen wir friedfertige Bürger, die ein besetztes Regierungsgebäude befreien. Die gehören zu uns. Rechts sehen wir gewaltbereite Militaristen, die brutal ein Regierungsgebäude besetzen.

Von Wagner: Ja, aber die machen doch beide das Selbe. Ich meine, au. Hören Sie mal auf!

Putinversteher

Mod.: Es kommt nicht darauf an, was man macht, sondern wo man es macht.

Von Wagner: Ja, aber Gut und Böse ist doch keine Frage der Geografie.

Mod.: Ach nein? Noch ein Bild. Schauen Sie es sich an. Beobachten Sie die Entwicklung und sagen Sie mir, wo ist der Aggressor.

Von Wagner: Ah, das ist einfach. Da links, die NATO, das wird ja immer größer, ist richtig bedrohlich. Au.

Mod.: Falsch, der Aggressor ist selbstverständlich hier.

Von Wagner: Was, wo? Ich sehe den gar nicht.

Mod.: Na da, die Krim, die brutal von Russland einverleibt worden ist.

Von Wagner: Ja, aber das andere ist doch viel größer.

Mod.: Ja, aber die Krim wurde brutal annektiert, während sich die NATO…

Von Wagner: Friedlich erweitert hat?

Mod.: Und deshalb?

NATO Aggressor

Von Wagner: Deshalb darf Russland das nicht als Aggression sehen, weil die anderen Länder sich ja nur aus Angst vor Russland freiwillig der NATO angeschlossen haben. So freiwillig, wie sich die Krim Russland angeschlossen hat.

Mod.: Hören Sie, Putin hat doch nur wählen lassen, weil er gewusst hat, wie es ausgeht.

Von Wagner: Ah, verstehe, wie in Bayern.

Seehoferversteher

Mod.: Die Krim durfte sich nicht von der Ukraine unabhängig erklären. Das verstieß gegen das Völkerrecht.

Von Wagner: Ja, Moment mal. Schottland will sich doch auch in einem halben Jahr unabhängig erklären. Ist das dann auch verboten oder?

Mod.: Nein, das ist ein Notfall. Niemand darf gezwungen werden, englisches Essen zu essen.

Von Wagner: Ich habe mal gelesen, es gibt gar kein allgemeines Verbot gegen einseitige Unabhängigkeitserklärungen.

Mod.: Wer sagt so was? Offensichtlich jemand, der von Völkerrecht nicht die geringste Ahnung hat.

Von Wagner: Ja, der internationale Gerichtshof zum Kosovo.

Mod.: Kosovo und Krim kann man nicht vergleichen. Schauen Sie Barack Obama hat es doch erklärt. In Kosovo hat unter Aufsicht der UNO ein Referendum stattgefunden.

Von Wagner: Ach so. Aber warum war ein Referendum in Kosovo okay und auf der Krim nicht?

Mod.: Weil es im Kosovo nie ein Referendum gegeben hat.

Von Wagner: Ah, weil es… Was? Dann hat Obama an der Stelle gelogen?

Obama lügt

Mod.: Ja, aber so klingt das ein bisschen amerikafeindlich.

Von Wagner: Entschuldige, wie soll man es denn sonst ausdrücken? Quasi jeder Kriegsgrund des Westens in den letzten Jahren im Nachhinein hat sich als Lüge entpuppt. Ja quasi Kosovo, Irakkrieg 1, Irakkrieg 2, Massenvernichtungswaffen, hunderttausende von Toten. Ganz ehrlich, wie soll man dem Westen überhaupt noch irgendetwas glauben?

Mod.: Sie müssen dran glauben.

Von Wagner: Aber wenn das alles bisher eine Erfindung war, dann sind doch auch unsere westlichen Werte eine Erfindung.

Mod.: Nein, nein, nein, unsere westlichen Werte, also Abstimmungen…

Von Wagner: Lügen, Massenvernichtungswaffen.

Mod.: Genau, die dürfen nicht in die Hände der falschen Leute geraten.

Von Wagner: Ach und deswegen darf Putin nicht das Völkerrecht brechen oder lügen oder wählen lassen, obwohl er es tut. Denn wenn die Bösen etwas Böses machen, ist es Böse. Wenn die Guten etwas Böses machen, ist es gut.

Mod.: Und wir sind die Guten.

Von Wagner: Ah, jetzt habe ich endlich diesen Film verstanden, Captain America 2. Da wird jemand gefragt, doch ist toll, da wird jemand gefragt, „Wie kann ich die Guten von den Bösen unterscheiden?“ und er sagt, „Wenn Sie auf die schießen, sind sie böse.“

Mod.: Yes, Ihre Werte sind wieder vollkommen in Ordnung.

http://www.youtube.com/watch?v=kwD_xrHcnOk

 

The Madhouse – Episode 3 – 29.04.2014

Int.: But bogeymen are of course incredibly useful. If you have a bogeyman then you know who’s to blame for everything and particularly for us Germans, who are never to blame for anything, that is a wonderful feeling. Favourite bogeymen of the times are of course Putin, the do-gooder, the one living off the state, the gay, the long-term unemployed, inflation, and the EU. The best way to feel really good about yourself without putting in much thought is to create more bogeymen. If, therefore, you are utterly convinced that gay, lesbian, unemployed EU supporters with an inflationary immigrant background are to blame for everything, then you feel like a righteous person instead of the hate filled arsehole that you really are. And if you’re now thinking, “Great, such a bogeyman is super practical. Where can I get one?” No problem, making bogeymen is the simplest course at the school for suppressing the populace. I’m going to show you how easy it is to make your own bogeyman.

Herr von Wagner, am I deeply concerned about your values. I just need to test them. Have a seat please.

Von Wagner: Okay, sure.

Int.: I really am worried about continuing to entrust you with the security of this establishment.

Von Wagner: What’s that then?

Int.: Don’t worry! This is an original Ivanometer from 1962. Let’s begin the experiment. Herr von Wagner?

Von Wagner: Yes?

Int.: I’m going to show you a picture now. Spot the differences.

Kiew-Ostukraine

Von Wagner: I can’t see any. Hey, stop that. Was that wrong?

Int.: On the left we see peaceable citizens who are liberating an occupied building. They’re our men. On the right we see violent militants, who are brutally occupying a government building.

Von Wagner: Yes, but they’re both doing the same thing. I mean, ow. Stop it!

Putinversteher

Int.: It’s not about what you do, but where you do it.

Von Wagner: Yes, but good and bad is not a question of geography.

Int.: Oh no? Another picture. Have a good look. Take note of the escalation and tell me who is to blame.

Von Wagner: Aha, that’s easy. There on the left, NATO, it’s getting bigger and bigger, really threatening. Ow.

Int.: Wrong. The aggressor is of course here.

Von Wagner: What? Where? I can’t see anything.

Int.: There, the Crimea, which has been brutally incorporated into Russia.

Von Wagner: Yes, but the other one is much bigger.

Int.: Yes, but the Crimea was brutally annexed, whereas NATO…

Von Wagner: Went on peaceably?

Int.: Therefore?

NATO Aggressor

Von Wagner: Therefore Russia mustn’t see that as aggression, for it was only because the other countries feared Russia that they willingly joined NATO; just as willingly as the Crimea joined Russia.

Int.: Now Putin only called for a vote because he knew what the result would be, do you hear?!

Von Wagner: Oh, I get it: like in Bavaria.

Seehoferversteher

Int.: The Crimea was not allowed to declare independence from Ukraine. That was against international law.

Von Wagner: Yeah, wait a moment. Doesn’t Scotland want to declare independence in six months’ time? Is that also forbidden then?

Int.: No, that’s a force majeure: no one should be forced to eat English food.

Von Wagner: I had read that there is no general ban on one-sided declarations of independence.

Int.: Who’s been saying that then? Apparently someone who hasn’t the faintest idea of international law.

Von Wagner: Yes, the International Court on Kosovo.

Int.: Kosovo and the Crimea just cannot be compared. Look, Barack Obama explained that. In Kosovo there was a referendum presided over by the UN.

Von Wagner: Uh huh. But why was it okay to hold a referendum in Kosovo and not in the Crimea?

Int.: Because in Kosovo there never was a referendum.

Von Wagner: Uh, because… what? Then Obama lied?

Obama lügt

Int.: Yes, but that sounds a bit anti-American.

Von Wagner: Forgive me, how can it be expressed otherwise? Almost each of the West’s grounds for going to war in recent years has afterwards been exposed as a lie: Kosovo, Iraq War 1, Iraq War 2, weapons of mass destruction, hundreds of thousands of dead. Honestly, how can anyone still believe in the West?

Int.: You have to believe in it.

Von Wagner: But if everything up to now has been a lie, then our values are also a lie.

Int.: No, no, no our Western values: votes…

Von Wagner: …lies, weapons of mass destruction…

Int.: Exactly, they mustn’t fall into the wrong hands.

Von Wagner: Ah, and that’s why Putin isn’t allowed to contravene international law or lie or hold referendums, although he does. ‘Cause when the bad guys do something bad, it’s bad. When the good guys do something bad, it’s good.

Int.: And we’re the good guys.

Von Wagner: Ah, now I finally get that film, Captain America 2. One of the characters asks, “How can I tell the bad guys from the good guys?” And the reply is, “If you’re shooting at them, they’re bad guys.”

Int.: Yes, your values are perfectly in order now.

http://www.youtube.com/watch?v=kwD_xrHcnOk

 

Putin gardening

Die Männerfreundschaft Schröder-Putin – Bazon Brock 3sat 30.04.2014

Mod.: Ich begrüße in Berlin den Philosophen und Künstler Bazon Brock. Guten Abend Herr Brock.

Brock: Guten Abend Frau Mendelsohn.

Mod.: Herr Brock, ein Foto sorgt für einen Skandal. Das Foto zeigt eine Männerfreundschaft, nämlich die zwischen Putin und dem ehemaligen Bundeskanzler Schröder. Zarenbegünstigung, Geschmacklosigkeit, was meinen Sie denn?

Brock: Ja, das ist nichts anderes als ein Zeichen unserer Verkommenheit, nämlich unserer im Westen. Die Verkommenheit der Empörer, die nicht im Traum daran denken, ihr eigenes Verhalten so zu beurteilen, wie sie das Verhalten von Putin und Schröder beurteilen. Denn dann kämen sie sicher zu einer anderen Konsequenz.

Mod.: Was ist dieses Verhalten?

Brock: Hier ist gerade ein Staatssekretär aus dem Einflussbereich der Kanzlerin, der für die Bundesbahn zuständig war, in eine Sonderrolle übergewechselt bei der Bundesbahn. Da gab es so ein bisschen Getue, aber sonst, was haben wir denn da zu beklagen, wenn Herr Schröder sich mit Herrn Putin umarmt?

Mod.: Herr Brock, haben Sie hier wirklich nichts zu beklagen? Ist es nicht… Also hier geht es nicht nur um Freundschaft, hier geht es nicht nur um Macht, sondern es geht eben auch und Sie haben es ja gerade angesprochen, es geht auch um Geld. Es geht darum, dass diese Männerfreundschaft den, wenn man es mal pointiert und zugespitzt ausdrückt, den Herrn Schröder reich gemacht hat.

Brock: Wo geht es im Westen nicht um Geld? Ich habe noch nicht entdeckt, dass es hier irgendetwas gäbe, wo es nicht um Geld geht. Das sind alles heuchlerische Angriffe. Herr Schröder hat zum Beispiel im Hinblick auf seine Aussage, Putin sei ein lupenreiner Demokrat, dann vollkommen Recht, wenn wir uns hier einen lupenreinen Demokrat, wie Herrn Berlusconi in einem völlig rechtsstaatlichen Prinzipien Hohn sprechenden Land, wie Italien, gönnen, hinnehmen und ohne ein Wort als Stammbelegschaft und Zeuge der europäischen Vereinigung sehen, wo ist der Unterschied zu Herrn Berlusconi und Herrn Putin?

Mod.: Herr Brock, wir sprechen über hohe Werte. Wir sprechen über Freundschaft und wir sprechen auch über Verlässlichkeit. Wenn man Ihnen zuhört, müsste man sagen, alles Humbug.

Brock: Natürlich ist es Humbug und zwar löst es unsere eigene Position auf. Wir können uns selbst nicht mehr ernst nehmen in unserer Anklage, in unserem Lamento über das, was in der Welt an unrechten Dingen geschieht, undemokratischen Verfahren vorgenommen wird, weil wir selber den Vorwand dafür liefern, dass man uns nicht mehr ernst nimmt. Denn das, was wir den Herrschaften vorwerfen, praktizieren wir doch hier alle selbst.

Mod.: Was halten Sie von Herrn Epplers Gedanken, dass man also den Putinverstehern erst einmal Recht geben muss, dass man erst einmal verstehen muss, bevor man anklagt. Aber muss man gleich Schampus trinken, muss man gleich sozusagen in ein lukratives Geschäft mit der anderen Seite gehen, kaum ist man aus seiner politischen Position heraus?

Brock: Also, hier bei uns wird doch auf alles der Schampus erhoben, sogar auf Beerdigungen. Also, das spielt keine Rolle, ob Schampus oder Wodka, spielt keine Rolle. Es geht um die ernsteren Sachverhalte. Man muss zum Beispiel wissen, dass Kiew die Mutter Russlands ist, denn der Kiewer Rus ist die von den Wikingern gegründete Keimzelle des russischen Reiches. Es ist ja eine Wikinger-Erfindung. Rus hieß das Ruder am Wikinger-Boot und von diesem Wikinger-Bootruder hat Russland seinen Namen. Kiew ist also ein Garant dafür, dass dieses große Konzept des dritten Roms, des Imperium, des russischen Imperium überhaupt noch historisch gewürdigt werden kann. Wer weiß hier noch, was die Verpflichtung zum dritten Rom war. Wenn man Putin imperiale Gesten vorwirft, versteht man gar nicht, dass er selber in einem Sachzwang der Orientierung, auf diesen historischen Gedanken leben muss, sonst ist seine Herrschaft verloren. Es ist ein Sachzwang, der ihn selbst zur Erfüllung dieser historischen Denkform oder sagen wir Wirkungsform zwingt.

Mod.: Aber sogar so ein pragmatischer Mann, wie Herr Steinmeier, unser Außenminister, ist doch entsetzt und enttäuscht, sagt er, weil eine so verlässlich wirkende politische Architektur, wie die zwischen Europa und Russland, so schnell zusammengebrochen ist. Ist auf das alles kein Verlass?

Brock: Das ist alles nur zusammengebrochen für die Leute, die völlig irreale Politik betrieben, die nie wussten, dass Politik nicht ein Wunschkonzert ist, sondern harte Konfrontation mit der Wirklichkeit. Und Wirklichkeit ist nur das, worauf wir keinen Einfluss mit unserm Belieben haben. Wer sich mal eben so schön die Welt zu Recht, nach seinen Vorstellungen, zurechtbiegt, ist eben kein Politiker. Wer nicht damit gerechnet, dass jederzeit diese Konfrontation wieder auftaucht, hat überhaupt kein Recht als Politiker zu sprechen. Der kann in einen Ortsverein für Behübschung von Gartenkonzerten führen, aber nicht die Politik. Es ist eine schändliche Blamage für die westliche Politik, für das Verständnis unserer, unser Verständnis hier, dass er mit solchen Argumenten glaubt, Herrn Putin in die Parade fahren zu können.

Mod.: Herr Brock, Sie sind ein so erfahrener Mann. Sie kennen doch das Konzept der politischen Männerfreundschaft. Wir haben ganz berühmte Männerfreunde, auch in den letzten 50 oder 60 Jahren erlebt. Das war Adenauer und Ben Gurion, vor allem Kohl natürlich und Mitterrand, Wehner und Honecker. Wir Frauen sind da ein bisschen neidisch. Was ist das, was die Männer da verbindet und wie macht man das?

Brock: Eigentlich die wechselseitige Erfahrung von Angst des Scheiterns. Man holt sich sozusagen Beistand vom Gegner, denn sie wissen, der Gegner ist nur der Freund in einer anderen Gestalt. Der Gegner arbeitet untergleich den Prämissen, wie man selbst. Hat den selben Zwängen sich zu konfrontieren, ist nicht frei in seinen Entscheidungen und diese innere Logik des politischen Handlungsdrucks muss man verstehen, um so jemanden, wie Putin oder irgendeinen anderen, auf der anderen Seite Obama beispielsweise, einigermaßen gerecht, das heißt zweckdienlich zu beurteilen und das fehlt uns hier. Es kommt mir hier vor, als ob Politik zum Wetterzauber geworden ist. Jahrtausende haben die Leute mit ein bisschen Brimborium versucht die Götter zur Einflussnahme auf das Wetter zu beurteilen. Das ist keine Politik, sondern man richtet sich darauf ein, dass man nicht nach Belieben das Wetter bestimmen und dann wird man mit Intelligenz mit diesen prinzipiell nicht lösbaren Problemen umgehen. Man wird Gesichtscreme und Regenkleidung entwickeln. Das ist die intelligente Form des Umgangs mit prinzipiell unlösbaren Problemen, mit dem, was sich nicht uns beugt, was Wirklichkeit ist und unserem Belieben eben nicht unterliegt. Und das hat man vergessen. Die Blamage vor 1989, vor 1991, Untergang Sowjetunion, ist eben die, dass wir glaubten, auf die Wirklichkeit verzichten zu können. Alles geht, wir machen, was wir wollen, die Welt ist unser. Uns kümmert gar nichts mehr, wir machen Globalisierung, wir zwingen jedem unsere Gesichtspunkte auf. Wäre ja noch schöner, wenn irgendjemand wagen soll… Ja, die Wirklichkeit selber wagt es. Die inneren Logiken, Gesichtspunkte der geschichtlichen Entwicklung, die sagen, die Evolution selbst sagt es.

Mod.: Ja, ein Prosit auf die Wirklichkeit. Ich danke Ihnen sehr für dieses Gespräch Herr Brock, vielen Dank.

Brock: Ja, ein bisschen schnell.

http://www.youtube.com/watch?v=c5gmLk-OzDk

 

The Male Friendship between Putin and Schröder – Bazon Brock 3sat 30.04.2014

Int.: I’d like to welcome the philosopher and artist Bazon Brock from Berlin. Good evening Herr Brock.

Brock: Good evening Frau Mendelsohn.

Int.: Herr Brock, photos create scandals. The photograph in question shows a male friendship, the one between Putin and the former chancellor Schröder. Supporting a tsar, lack of taste, what do you say?

Brock: That’s nothing other than a sign of our own squalidness, ours in the West – the squalidness of the rebels who wouldn’t even dream of judging their own behaviour in the way that they judge Putin and Schröder’s behaviour. For then they would certainly come to another conclusion.

Int.: What is this behaviour?

Brock: Here a secretary of state from the chancellor’s sphere of influence, who was responsible for the Bundesbahn, has taken on a special role for the Bundesbahn. There was a bit of fuss but otherwise what have we to complain about if Herr Schröder embraces Mr. Putin?

Int.: Herr Brock, do you really have nothing to complain about? Is it not… I mean it’s not just about friendship, it’s not just about power, it’s also about – and you’ve just touched on it – it’s also about money. It’s about the fact that this friendship between men, to put it bluntly, has made Herr Schröder rich.

Brock: Where in the West is it not all about money? I am yet to discover anything here that is not concerned with money. These are all duplicitous charges. Herr Schröder, for example, as regards his statement that Putin is a flawless democrat, is absolutely right if we are to indulge in a flawless democrat like Berlusconi in a country that is a complete mockery of constitutional principles such as Italy, take him in and consider him without comment as a core force and witness of European integration. Where then is the difference between Mr. Berlusconi and Mr. Putin?

Int.: Herr Brock, we’re talking about higher values. We’re talking about friendship as well as dependability. Listening to you, one would have to say it’s all humbug.

Brock: Of course it’s humbug and it even weakens our own position. We can no longer take ourselves seriously in our accusation, in our lament about the unjust things that go on in the world, about the undemocratic methods that are employed because we ourselves provide the pretence for no longer taking us seriously. Because the things we accuse our leaders of doing, we in fact all indulge in ourselves.

Int.: What do you think of Herr Eppler’s opinion that one has to give the Putin supporters the benefit of the doubt, should understand them before reproaching them? But does one really have to start off by drinking champers, is it right to go straightaway as it were into a lucrative business with the enemy as soon as one is out of his political position?

Brock: Well, over here we open up the champers on any occasion, even at funerals, so that’s not of consequence, whether champers or vodka, it’s inconsequential. It’s about the more serious issues. One should know, for example, that Kiev is the mother of Russia. You see, Kievan Rus is the central core of the Russian Empire that was founded by the Vikings. It’s really an invention of the Vikings. ‘Rus’ was the name of the rudder on Viking boats and from this Viking boat rudder Russia got its name. Kiev, therefore, is a guarantor that this great concept of the third Rome, the empire, the Russian Empire can in any way still be historically acknowledged. Who knows nowadays what the obligations of the Third Rome were? If we accuse Putin of acts of imperialism we really do not understand that he himself must live within the practical constraints of orientating himself around this historical concept, otherwise his power is lost. It is a practical constraint that forces him to fulfil this historical way of thinking, or shall we say way of acting.

Int.: But even as pragmatic a man as Herr Steinmeier, our foreign minister, is appalled and disappointed, he says, because as reliable a political architecture as the one between Europe and Russia has collapsed so quickly. Can none of this be relied upon?

Brock: It is only for the people who pursue utterly unrealistic politics that everything has collapsed, for those who never knew that politics is not all beer and skittles but hard confrontation with reality. And reality we cannot simply influence at will. Whoever bends the world into submission according to his own beliefs is no politician. Whoever fails to realize that this confrontation resurfaces all the time, he has no right to speak as a politician. He can lead a local community for the beautification of garden exhibitions but he cannot speak as a politician. It is a shameful disgrace for Western politics, for the understanding of our, our understanding here, that he believes himself able to rain on Putin’s parade with such arguments.

Int.: Herr Brock, you are an experienced man. You are familiar with the concept of a political friendship between men. We have experienced very famous male friends, even in the last fifty or sixty years. There were Adenauer and Ben Gurion, especially of course Kohl and Mitterand, Wehner and Honecker. We ladies are somewhat jealous. What is it that binds men in such a way and how can that be done?

Brock: Really it’s the mutual experience of fear of collapse. One takes as it were support from opponents, because they know that an opponent is only a friend in another guise. An opponent works on the same premises, is also forced to confront himself, is not free in his decisions. One has to understand this inner logic of political pressure to act in order to judge at least partially correctly, that is appropriately, someone like Putin or someone else, such as Obama on the other side, for example. It seems to me as though politics has been reduced to uttering incantations for good weather. For thousands of years people have tried with a bit of fuss to condemn the Gods for influencing the weather. That’s not politics. One should prepare himself for not being able to influence the weather at his will, and then he will intelligently go about this, in principle, unsolvable problem. He will invent face cream and weatherproof clothing. That is an intelligent way of approaching unsolvable problems, with things that do not bow to us, which are reality and not subject to our will. And that has been forgotten. The disgrace of 1989, of 1991, the collapse of the Soviet Union, is precisely the disgrace of believing that we could do without reality. “Everything’s fine, we do what we want, the world is ours. Nothing at all bothers us anymore, we’re globalising, we’re forcing our point of view on everyone. It would be even better if someone should dare…” Well, reality itself dares. The inner logic, considerations of historical development, they say, evolution itself says it.

Int.: Yes, a toast to reality. Thank you very much for this conversation Herr Brock, thank you.

Brock: Yes, a little quick.

http://www.youtube.com/watch?v=c5gmLk-OzDk

Huston

“Was heißt es zu Fuß gehen, Huston? Welche zum Teufel Sanktionen?!!“

„What does it mean walk? What fucking Sanctions?!!”

 

SWR, 3 Mai 2014, Menschen der Woche – Frank Elstner interviewt Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz über Ukraine, Russland und Medien.

http://x2t.com/304237

Mod.: Herzlich Willkommen Dr. Gabriele Krone-Schmalz. Ich muss ganz schnell ein Kompliment Ihrem Mann machen. Der hat das wieder toll hingekriegt.

Krone-Schmalz: Der ist überhaupt toll.

Mod.: Damit ist Ihre Frisur gemeint, denn seit vielen Jahrzehnten schneidet Ihr Mann, obwohl er Bauingenieur ist, Ihnen die Haare.

Krone-Schmalz: Richtig.

Mod.: Hat das Sparsamkeitsgründe?

Krone-Schmalz: Sie haben es sofort auf den Punkt gebracht. Nein, das hatte die Gründe, dass meine langen Haare langsam mit Spliss irgendwie nicht mehr so schön waren und der kam auf die grandiose Idee, dass mir eine Kurzhaarfrisur stehen könnte. Das habe ich nicht ganz ernst genommen, aber er hat mich dann, wie Sie sehen, überzeugt und ich könnte mir jetzt nichts Besseres und Praktischeres vorstellen.

Mod.: Das ist jetzt Ihr Markenzeichen geworden.

Krone-Schmalz: Ja.

Mod.: Nicht nur im Fernsehen, auch da, wo Sie unterrichten. Sie haben einen Lehrstuhl, eine Professur in Iserlohn. Was unterrichten Sie da?

Krone-Schmalz: Journalistik und TV.

Mod.: Das ist ein großes Thema.

Krone-Schmalz: Ja, es ist deshalb ein großes Thema, weil ich der festen Überzeugung bin, dass Demokratien nur funktionieren können, wenn man im doppelten Sinne anständigen Journalismus macht.

Mod.: Dann müssen Sie mir heute dabei helfen. Ich bin kein politischer Journalist, aber Sie sind es. Sie kennen sich viel besser aus in Russland und in der Ukraine. Sie haben viele Freunde in Russland. Manche Menschen werfen Ihnen das vor.

Krone-Schmalz: Auch in der Ukraine.

Mod.: Auch Freunde in der Ukraine. Manche werfen Ihnen das vor, andere wiederum freuen sich darüber, dass Sie so gute Verbindungen haben. Kann man davon sprechen, Sie haben Ihr eigenes Netzwerk?

Krone-Schmalz: Ja natürlich. Selbstverständlich. Denn dieses Thema, von dem wollte ich mich nicht verabschieden aus gutem Grund. Bin froh, dass ich mich so entschieden habe und das funktioniert natürlich nur, wenn man in alle Richtungen die Fühler ausstreckt und für alles auch offen ist.

Mod.: Das mit dem für alles offen, das müssen sich einige noch hinter die Ohren schreiben lassen. Sie werfen ja einem Teil des deutschen Journalismus vor, dass man so eine Feind-Freund-Propaganda beschreibt und dass es so wenig Zwischentöne gibt. Und ich habe Sie eingeladen als es darum ging, die OSZE-Geiseln zu beschreiben und glücklicherweise ist ja heute Morgen die gute Nachricht gekommen, dass sie freigelassen worden sind, aber die für mich schlechte Nachricht ist, dass Sie mir sagen, das sind gar keine OSZE-Geiseln. Was sind sie denn?

Krone-Schmalz: Also, sagen wir so, man muss ja erst einmal immer Bekenntnisse abgeben, damit man nicht in die falsche Schublade einsortiert wird. Egal, wer als Geisel genommen wird, das ist schlimm und furchtbar und man kann sich nur freuen, wenn diese Menschen unverletzt freikommen. Ich habe aber als Journalist gelernt und ich bin ja kein Politiker. Bei denen gelten andere Regeln. Ich habe als Journalist gelernt, dass man sehr präzise mit der Sprache umgeht und dass man auch die Hintergründe versucht rauszufinden und Fakt ist und da geht überhaupt kein Weg dran vorbei. Fakt ist, dass die Militärbeobachter, die da in Geiselhaft geraten sind, nicht im Auftrag der OSZE unterwegs waren. Das hat sogar der Leiter dieser Mission, der zwei Tage bevor sie in Geiselhaft genommen worden sind, in einem Interview auch bestätigt. Und das hat in der Nacht, als die Geiselnahme gewesen ist, in der Nacht wurde sofort der Leiter des Krisenpräventionszentrum der OSZE dazu befragt und man hat ihm quasi vorgeworfen, „Machen Sie denn keine Risikoabwägung für Ihre Leute? Wie kann denn so was sein?“ und er hat ganz eindeutig, das lässt sich nachlesen, das habe ich mir nicht ausgedacht, er hat ganz eindeutig gesagt, „Ja, wenn das unsere Leute gewesen wären, dann hätten wir auch eine Risikoabwägung gemacht, aber es sind nicht unsere Leute“. Es ist eine bilaterale Geschichte und der entscheidende Punkt ist auch der, diejenigen die von der OSZE geschickt worden sind, das sind ungefähr 130 und denen ist bis jetzt, dem Himmel sei Dank, nichts passiert, aus gutem Grund wohl. Diejenigen sind zivile Beobachter und diese, die da in Geiselhaft geraten sind, sind Militärbeobachter. Nun, habe ich noch ein bisschen um die Kurve?

Mod.: Ich höre Ihnen gespannt zu.

Krone-Schmalz: Ich versuche es so einfach wie möglich. Deswegen, das ist immer so schwierig. Das eignet sich meistens nicht für Schlagzeilen, aber es wichtig, das auseinanderzuhalten. Diese, wenn Menschen versuchen, so zu argumentieren, dass es doch von der OSZE gedeckt ist, dann machen die das folgendermaßen, dann sagen die, die sind auf der Basis des Wiener Abkommens, des Wiener Dokuments, was ein Dokument der OSZE ist, dort in der Ukraine. Nur dieses Dokument beschreibt folgendes: Militärbeobachter und dann bitte in Uniform und nicht so wie die in zivil. Diese Militärbeobachter sind dann dafür da, Manöver zu beobachten. Sie sind dafür da, reguläre Truppenstützpunkte zu beobachten, zu kontrollieren, darüber ihre Berichte zu schreiben, aber eben nicht in einer solchen Gegend so unterwegs zu sein. Es hat da niemand gewusst und dann ist es nicht so ganz geschickt, wenn man in einer so angespannten Situation ausgerechnet, bis auf einen, eines NATO-Militärs in zivil da rumlaufen lässt, von dem niemand was weiß. Das entschuldigt nichts, was die Geiselnahme betrifft, aber es erklärt politisch einiges und ich finde, da sind Journalisten für da, das auseinander zu nehmen.

Mod.: Jetzt kam ich mir ein bisschen vor, wie einer Ihrer Studenten, der einfach seinem Professor glaubt, aber…

Krone-Schmalz: Ich kann es ja beweisen, ist ja nicht so…

Mod.: Ist das denn heute ein großer diplomatischer Fortschritt? Ist das ein Fortschritt von Herrn Steinmeier zum Beispiel?

Krone-Schmalz: Also, dass sie frei sind, ist eine grandiose Leistung. Ich will mich da nicht zu sehr aus dem Fenster hängen, aber ich traue Herrn Steinmeier eine Menge zu, weil er einer der wenige besonnenen Politiker ist und nach meinen Informationen hat er auch eine ganz wesentliche Rolle gespielt und teilweise wird es ja auch so gesagt. Wladimir Lukin, das ist der Menschenrechtsbeauftragte, schon seit ewigen Zeiten, aus Moskau und der hat da richtig gut auch mitgearbeitet. Hauptsache sie sind jetzt frei.

Mod.: Ich würde Sie gerne über einen anderen Menschen befragen. Das Bild von Putin bei uns wird ja eigentlich so dargestellt, dass das ein Teufel ist, dass der Mann ein Großreich wieder schaffen möchte, dass er machtbesessen ist. Sie zeichnen ein anderes Bild von ihm.

Krone-Schmalz: Ja, sagen wir so, ich habe überhaupt keine Veranlassung alles was Putin macht, in irgendeiner Form zu rechtfertigen. Das liegt mir fern. Es geht auch gar nicht darum, ob einem jemand sympathisch oder nicht sympathisch ist, das ist ja kein Kriterium im Journalismus, aber es geht darum, dass man versucht im Journalismus, wie gesagt, Politik ist möglicherweise ganz was anderes. Aber dass man im Journalismus versucht, Dinge zu analysieren, Interessen offenzulegen und nicht anfängt, etwas zu dämonisieren, weil sich eine bestimmte Person so eignet. Ich kann es nicht verstehen, dass immer was mit Russland zu tun hat, da heißt es Putin macht, Putin tut, Putin das. Überlegen Sie mal in irgendeinem anderen Land der Welt, macht man das nicht. Man sagt die USA, man sagt nicht Obama, man sagt Frankreich, man sagt nicht Hollande oder so. Also das sollte uns schon stutzig machen und Fakt ist und das lässt sich ja auch herleiten, Fakt ist, dass nach dem absoluten Chaos unter Jelzin, davon machen sich die Menschen hier nicht so wirklich eine praktische Vorstellung, da gab es nichts mehr an Staatlichkeit. Dass nach dem absoluten Chaos unter Jelzin, Putin es wenigstens geschafft hat, diese Staatlichkeit wieder herzustellen und vor allen Dingen den Menschen irgendwie auch so was wie einen Glauben daran zu geben, dass sie nicht der letzte Dreck sind, wenn ich es mal so sagen darf, ja.

Mod.: Meine Feinde sagen jetzt, warum gibt er ihr die neue Stimme des Propagandaministeriums in Russland. Wie kommt es dazu, dass Sie ein so herzliches Verhältnis zu den Russen haben?

Krone-Schmalz: Das muss man auseinanderhalten. Das herzliche Verhältnis zu Menschen, die ich da kenne, mit denen mich seit Jahren und Jahrzehnten eine Freundschaft verbindet, da gab es Putin noch nicht in der Funktion, das ist das eine. Davon darf ich mich aber als Journalist nicht beeindrucken lassen, sondern ich muss versuchen, so unvoreingenommen wie möglich Interessen auf den Grund zu gehen und ich war schon als junges Mädchen nicht so blöde zu glauben, dass auf der einen Seite der Welt die Guten und auf der anderen Seite die Bösen leben und das muss man versuchen klarzumachen. Wissen Sie, was mich irritiert und gleichzeitig sehr sehr freut, der Unterschied zwischen dem was veröffentlicht wird und dem was in der öffentlichen Meinung vorherrscht, ist mittlerweile derart groß, dass es dazu ja auch schon Sendungen gibt und das macht mir insofern Sorge, wenn Menschen nicht mehr glauben, was in den Medien informiert wird, wenn Menschen auch Politikern nicht mehr glauben, dann fliegt uns unser wunderschönes System Demokratie früher oder später um die Ohren.

Mod.: Was mich nervös macht, ist dass 72 % unserer Bevölkerung Angst haben vor einem neuen kalten Krieg. Können Sie das verstehen?

Krone-Schmalz: Ja klar kann ich das verstehen. Das ist ja, ich meine in unserem Land, wir haben, also ich Gott sei Dank nicht, ich bin günstig geboren, aber in unserem Land haben die Menschen erlebt, was es heißt Krieg zu haben und Krieg zu führen. In Russland und in der Ukraine haben die Menschen erlebt, was es heißt, Krieg zu haben, Krieg zu führen, Menschen zu verlieren, Leid zu haben und dass man dann Angst davor hat, noch dazu, wenn wir ja in diesem Jahr 100 Jahre, vor 100 Jahren hat der erste Weltkrieg begonnen, dann kann man schon ins Grübeln kommen, welche irrsinnigen Dinge in der Lage sind, Kriege auszulösen.

Mod.: Kommen wir mal zu einem ganz anderen Thema, obwohl es ja mitten in der Ukraine ist, nämlich zum Thema der Krim. Sie haben gesagt, diese Geschichte kann man eigentlich nur wirklich besprechen, wenn man weiß, was früher war und man sich nicht immer nur an dem Istzustand orientiert. Können Sie uns das und jetzt stell ich mir einfach wieder vor, ich bin einer Ihrer Studenten, erklären?

Krone-Schmalz: Das ist ganz schwierig, das auf einen Punkt zu bringen. Ich komme immer wieder darauf zurück, dass es wichtig ist, die richtigen Begriffe zu benutzen. Also ich werde jetzt nicht die Geschichte der Krim so im Schnelldurchgang Revue passieren lassen können, aber Fakt ist, dass die Krim Jahrhunderte lang russisch war. Fakt ist, dass Nikita Chruschtschow, der damalige Generalsekretär, 1954 die Krim in einem Akt der weiß ich nicht was, der Ukraine zugeschlagen hat. Innerhalb der Sowjetunion spielt das ja auch keine große Rolle. Wenn sich aber oder vielleicht das noch dazu: Es war ein sehr heikles Thema als die Sowjetunion auseinander gebrochen ist, was mit der Krim passiert, denn da war ja nun mal die Schwarzmeerflotte. Die musste da ja irgendwo untergebracht werden auf zivilisierte Art und Weise. Das ist dann auch in entsprechenden Verhandlungen gelungen, da einen Sonderstatus für zu schaffen. Das ist so lange ruhig geblieben, so lange sich die geopolitische Lage nicht ändert. Wenn die sich aber derart ändert, jetzt aus russischem Blick, ich versuche es ja nur zu erklären, wenn die sich derart ändert aus russischem Blick, dann ist das eine ganz heikle Geschichte und es wäre, ich bin immer dafür Ursache und Wirkung nicht zu verwechseln, es wäre ein Leichtes gewesen zu einem sehr sehr frühen Zeitpunkt, Mitte vergangenen Jahres, Ende vergangenen Jahres, als es um das EU-Assoziierungsabkommen ging, ich sage mal platt, Brüssel, Moskau und Kiew an einen Tisch zu setzen. Das haben ja auch einige gewollt, aber einige eben nicht und deswegen sind wir heute da, wo wir jetzt sind. Es wäre mit Sicherheit vermeidbar gewesen, denn eins und das kommt mir auch zu kurz, es ist mühsam so ein EU-Assoziierungsabkommen zu lesen, aber es empfiehlt sich, wenn man es beurteilt. Und wenn man sehen konnte, zu einem frühen Zeitpunkt, dass dieses Ding die Ukraine zerreißt, weil es ist nicht sehr intelligent, dieses Land dazu zu bringen, sich zwischen West und Ost entscheiden zu müssen. Dafür sind die wirtschaftlichen Verbindungen zu Russland viel zu massiv. Das hilft niemandem.

Mod.: Was können solche Menschen, wie Sie, dazu beitragen, dass es hier eine Erleichterung gibt in der Beziehungsbeurteilung?

Krone-Schmalz: Ich versuche einfach das, was ich weiß und das, was ich recherchiere als freier Mensch, ich fühle mich frei und tu das so, ist manchmal nicht ganz einfach, einfach die Dinge zu verbreiten, so gut es geht und versuche auch etwas zu machen, was Medien normalerweise per se nicht so gut können. Medien sind eigentlich eher Eskalationsmittel, weil wir gucken ja immer dahin, wo es brennt oder wo irgendwas Dolles los ist. Aber auch mal Journalismus dazu zu nutzen, zu deeskalieren. Ein bisschen gelassener den Blick und vor allen Dingen nicht einseitig den Blick. Es gibt Interessen auf der einen und es gibt Interessen auf der anderen Seite und manche Dinge sind so simpel. Dieses Genfer-Abkommen zum Beispiel. Warum geht nicht Herr Obama und Herr Putin zusammen in die Ukraine und sagen so und die werden entwaffnet, Kiew drum rum und die werden entwaffnet in der Ostukraine. Das wäre doch mal ein Zeichen.

Mod.: Ein Vorschlag von Ihnen. Ich danke, dass Sie zu mir gekommen sind. Es hat mir Spaß gemacht, Ihnen mal zuzuhören und die aktuelle Situation mal vielleicht etwas anders kommentiert gehört zu haben, als ich das bisher gewohnt war. Vielen herzlichen Dank Dr. Gabriele Krone-Schmalz.

http://www.youtube.com/watch?v=6JeYn-CNzrk

 

 

SWR, 3rd May 2014, People of the Week – Frank Elstner interviews Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz on Ukraine, Russia and the Media

http://x2t.com/304237

Int.: Welcome Dr. Gabriele Krone-Schmalz. I just have to quickly compliment your husband. He’s done it again.

Krone-Schmalz: He’s generally wonderful.

Int.: I’m talking about your haircut, as your husband has cut your hair for many decades, despite being a civil engineer.

Krone-Schmalz: That’s right.

Int.: Is that to economise?

Krone-Schmalz: You’ve hit the nail on the head. No, it’s because my long hair didn’t look so great anymore with split ends and he had the wonderful idea that a short haircut might suit me. I didn’t take him very seriously, but as you can see he talked me around and now I couldn’t imagine anything better or more practical.

Int.: It’s become something of a trademark.

Krone-Schmalz: Yes.

Int.: Not just on television but also where you teach. You have a teaching position, you’re a professor in Iserlohn. What do you teach?

Krone-Schmalz: Journalism and television.

Int.: That’s a big topic.

Krone-Schmalz: Yes, it’s a big topic because I am firmly convinced that democracy can only work where there is decent journalism, in both senses of the word.

Int.: Then you’re going to have to help me today. I’m no political journalist but you are. You know your way around Russia and Ukraine far better than I. You have many friends in Russia. Some people reproach you for that.

Krone-Schmalz: In Ukraine too.

Int.: Friends in Ukraine too. Some people reproach you whilst others rejoice that you have such good connections. Is it fair to say that you have your own network?

Krone-Schmalz: Yes of course, as this is a topic I did not want to turn my back on, for good reasons. I’m pleased that I made that decision and that of course only works if you send out your feelers in all directions and are open to everything.

Int.: About being open to everything, some people still need to take that in. You’ve accused journalism in Germany in part of depicting a friend or foe propaganda and that there’s so little in between. I invited you to talk about the OSCE hostages and happily the good news came in this morning that they have been released but the bad news for me is that you’re telling me they’re not OSCE hostages at all. Who are they then?

Krone-Schmalz: Well let’s put it this way. One has always to initially make commitments to avoid being sorted into the wrong box. Regardless of who is taken hostage, that is awful and horrifying and we can only rejoice when hostages are freed unscathed. I’ve learnt as a journalist and I’m no politician – they play by different rules – as a journalist I’ve learnt that one should be very precise with one’s wording and should try to find out the background and the facts and there’s no way around that. The fact is that the military observers who were taken hostage were not operating under the auspices of the OSCE. This was even confirmed by the leader of this mission who was interviewed two days before they were taken hostage. And in the night on which the hostages were taken, that night the leader of the OSCE Crisis Prevention Centre was asked about it and virtually blamed for it, “Don’t you make risk assessments for your people? How can that be?” And he said very definitely, this can be read, I haven’t made it up, he said, “Yes, if they had been our people we would have done a risk assessment, but they’re not our people.” It’s a two-sided story and the deciding point is also this: up until now, thank heaven, nothing has happened to those who were sent by the OSCE, that’s around 130, and for good reason. They are civilian observers and the ones who were taken hostage are military observers. Have I gone off track?

Int.: I’m fascinated.

Krone-Schmalz: I’m trying to be as simple as possible. That’s why it’s so difficult. This isn’t suited to headlines but it’s important to differentiate. When people try to argue that these people really do come under the OSCE they do it thus: they say that they are there in Ukraine on the basis of the Vienna Document, an OSCE document. Now this document describes the following: military observers (and in uniform please – not the ones in civilian clothing) are there to observe manoeuvres. They are there to observe regular military bases, to check them, to write their reports about them but not to be on the move in such an area. No one was aware of this and it’s not so smart in as tense a situation as this to let people from the NATO military that no one knows about wander around in civilian clothing. That doesn’t excuse anything as far as the hostage situation is concerned but it explains quite a lot politically and I find that journalists are there to break this down.

Int.: I’ve been coming across a bit like one of your students, who simply believes his professor, but…

Krone-Schmalz: I can prove it, it’s not as though…

Int.: Has today been a big step forward diplomatically? Is it a step forward for Herr Steinmeier, for example?

Krone-Schmalz: That they’re free is a terrific achievement. I don’t want to stick my neck out too far here but I trust Herr Steinmeier quite a long way because he is one of the few level headed politicians and according to my information he has played a very great role and sometimes this is also said. Vladimir Lukin, he’s been the human rights commissioner in Moscow for years and has also cooperated very well. The main thing is that they’re now free.

Int.: I’d like to ask you about another person. Our image of Putin – he’s presented as a devil, he wants to create another empire, power has gone to his head. You paint a different picture of him.

Krone-Schmalz: Well let’s put it this way, I have absolutely no motive for justifying everything that Putin does. That’s not my agenda. It’s also irrelevant whether someone comes across as sympathetic or not, that’s no criterion in journalism. In journalism it is about – as I say it might be completely different in politics – but in journalism we try to analyse things, to disclose interests and not begin to demonise someone because he’s a target. I cannot understand that whenever something has anything to do with Russia we hear, “Putin does, Putin says, Putin this, Putin that.” Think about it – there isn’t another country in the world where we do the same. We say the USA, not Obama, we say France, not Hollande or anything. So that should put us on our guard and it’s a fact – and this can be deduced, it’s a fact that after the absolute chaos under Yeltsin, the extent of which people here can’t really imagine, Putin at least managed to reintroduce statehood and above all to somehow allow people to believe that they’re not the scum of the world, if I may say so, yes.

Int.: My enemies are now saying, “Why is he giving her the new voice of the ministry of propaganda in Russia?” How is it that you have such a warm relationship with the Russians?

Krone-Schmalz: One has to differentiate. The warm relationship with people I know, to whom friendship has connected me for years and decades – at that time Putin was not yet in power – that’s one thing. As a journalist, however, I must not let myself be influenced by that. On the contrary I have to try as impartially as possible to get to the bottom of different motives and even as a little girl I wasn’t stupid enough to believe that on one side of the world live the good guys and on the other side the bad guys and one has to try to understand that. You know, what irritates me and at the same time very much pleases me is that the difference between what’s been published and what the general public believe has become so great that there are already programmes about it and that concerns me insofar that if people no longer believe what they are told by the media, if people no longer believe politicians, then sooner or later our wonderful democratic system will come crashing down around our ears.

Int.: What makes me nervous is that 72% of our population fear another Cold War. Can you understand that?

Krone-Schmalz: Yes of course I can understand that. In our country we have, thank God I haven’t, I was born at the right time, but in our country people have discovered what it means to be at war, to fight a war. In Russia and in Ukraine people have discovered what it means to be at war, to fight a war, to lose people, to suffer and that people are afraid of that, especially this year, 100 years after the First World War began, makes one really start to wonder about which insane things could lead to the beginning of another war.

Int.: Let’s move onto a completely different topic, although it’s in the middle of Ukraine: the Crimea. You have said that this story can only really be discussed if one knows how things were earlier and doesn’t simply concentrate on the current state of affairs. Now imagine again that I’m simply one of your students. Can you explain that to us?

Krone-Schmalz: It’s very difficult to sum it up. I always come back to the point that it’s important to use the correct terms. Now I’m not going to be able to give a fast-forward summary of the history of the Crimea but it’s a fact that Nikita Khrushchev, the then General Secretary, in 1954 in an act of who knows what, expanded Ukraine. Within the Soviet Union that doesn’t really play much of a role. But when, or perhaps I should add that when the Soviet Union broke up it was a very sensitive issue what happened to the Crimea because the Black Sea Fleet was stationed there. It had to be accommodated somewhere in a civilized manner. And through relevant actions a special status could be created there. Everything stayed calm as long as the geopolitical situation did not change. But when it changes in such a way, now from the Russian point of view, I’m just trying to explain the situation, if it changes in such a way for the Russians, then it’s a very sensitive issue and it would be, I’m always against confusing cause and result, it would have been easy at a very, very early point in time, the middle of last year, at the end of last year, when it came to an EU association treaty, I’ll put it plainly, to sit Brussels, Moscow and Kiev down at a table. Some people wanted that, but others did not and that’s why we are today where we now stand. It would definitely have been avoidable because for one thing, and I’d say that’s come off badly too: it’s tiring to read an EU association treaty, but it’s to be recommended if you’re going to pass judgement on it and if one is to see early on that this thing will tear Ukraine in two because it is not very intelligent to force this country to decide between East and West. The economic ties with Russia are too great for that. It doesn’t help anybody.

Int.: What can people like you do to facilitate forming an opinion on affairs?

Krone-Schmalz: I simply try to spread what I know and what I have researched as a free person as best I can and at the same time try to do what the media cannot do so well. I feel free and act accordingly although sometimes it’s not so simple. The media tend to be a way of escalating things because we always look for burning news and where something hot is going on. But I also use journalism to deescalate, to take a point of view that’s a little more laid back and especially a point of view that isn’t one sided. There are motives on one side and motives on the other and some things are so simple, this Geneva Convention for example. Why do Mr. Obama and Mr. Putin not meet in Ukraine and say, “Right, they’re going to be disarmed around Kiev, and Eastern Ukraine’s going to be demilitarized too.” Now that would be a signal.

Int.: A suggestion from you. I thank you for coming. I’ve enjoyed listening to you and listening to a comment on the current situation that’s perhaps a little different to what I’ve been used to hearing so far. Many heartfelt thanks to Dr. Gabriele Krone-Schmalz.

http://www.youtube.com/watch?v=6JeYn-CNzrk

Flyer

Let us liberate the Germans / Wir befreien die Deutschen – by Sefton Delmer

„Ich möchte die Deutschen von ihren neuen Zaubervorstellungen und ihren neuen Illusionen befreit sehen.“ – schrieb Selfton Delmer vor 55 Jahren. „Zwei Mal in meinem Leben mußte ich bereits Katastrophen zuschauen und darunter leiden, die sie über sich selbst und den Rest von uns durch die tragischi Neigung der ansonsten freundlichen, intelligenten und gesetzestreuen Deutschen, sich unter ehrgeizige Zaubervorstellungen ohne politischen Realismus und ohne moralische Skrupel zu unterwerfen. Ich wollte glauben, die Deutschen seien geheilt. Ach, seit meinen wiederholten Reisen nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland, unter anderem bei der letzten, nach Bonn, Hamburg, Essen und Berlin, sehe ich Anzeichen dafür, dass Zaubervorstellungen wieder einmal mehr sich auf einem Höhenflug in Deutschland befinden, das den Wunsch hat, zu sein Glück zum dritten Mal zu versuchen, in der Überzeugung, dass diese Zeit, mit uns (Briten) und den Amerikaner hinter ihnen, sie auf der Gewinnerseite sein läßt… “

„I want to see the Germans liberated from their new illusionists and their new illusions. For twice in my life have I had to see and suffer the disasters brought upon themselves and the rest of us by the tragic readiness of the otherwise kindly, intelligent and law-abiding Germans to subject themselves to ambitious illusionists lacking political realism and moral scruple. I have wanted to believe that the Germans were cured. Alas, on my repeated trips to Germany since the war including this last one which took me to Bonn, Hamburg, Essen and Berlin I see signs that illusionists are once more riding high in Germany, eager to try their luck a third time, in the belief that this time, with us and the Americans behind them, they will be on the winning side…“

Delmer Hitler

Delmer selbst trat nach Gründung von „Gustav Siegfried eins“ nur noch in einer Sendung auf: Er antwortete jede Woche über den deutschsprachigen Dienst der BBC auf den „Kommentar zur Lage“ des Goebbelschen Chef-Propagandisten Hans Fritzsche, sobald dieser fertig war.

http://www.psywar.org/delmer/2050/1001

Als Hans Fritzsche nach der Kapitulation in Nürnberg freigesprochen wurde, weil ihm die Richter bescheinigten, er selbst habe die Lügen geglaubt, mit denen er das deutsche Volk irreführte, saß sein siegreicher Rivale (Selfton Delmer) im Zuschauerraum und meditierte, welche Strafe bei vertauschten Rollen wohl ihn getroffen hätte, „den Mann mit dem Wahlspruch: Alle unsere Lügen müssen wohl überlegte Lügen sein“.

Delmer razor blades

Nach der Urteilsverkündung schüttelte Delmer seinem Gegner Fritzsche die Hand. Die Szene wurde photographiert. Liberale und Linke empörten sich tags darauf über Delmer, der „dem Mord die Hand gereicht“ habe. Delmer heute: „Das war Spiel, Satz und Sieg für Fritzsche.“

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45124288.html

http://www.rationalgalerie.de/kritik/-haupt-ueberschrift–1.html

Flyer Soldier

Nicht „abermals“!

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29.05.14 schreibt:

„OSZE-Beobachter gefangen. Dort haben Separatisten offenbar abermals ein Team von OSZE-Beobachtern in ihre Gewalt gebracht.“, – nein, nicht „abermals“, denn zuvor waren es KEINE OSZE-Beobachter!

In meinem FAZ-Abonnement möchte ich keine solchen NATO-Propagandalügen lesen müssen!

barth-engelbart.de schreibt dazu:

(…) Eine allereinfachste Recherche (hier: Lektüre des allgemein zugänglichen Wiener Dokuments sowie der OSZE-Charta) zu der die NDR- und die ARD-Nachrichtenredakteure lt. Staatsvertrag verpflichtet waren, hätte ergeben, dass die OSZE grundsätzlich keine verdeckten Militärinspektionen durchführt, auch nicht unter dem Wiener Dokument, das im Rahmen vertrauensbildender Maßnahmen Inspektionen in “Bezeichneten Gebieten” an regulären Truppenstandorten, bei Manövern und bezüglich Hauptwaffensystemen vorsieht. Das Dokument enthält ausführliche Bestimmungen über die Gestaltung militärischer Kontaktmaßnahmen und der Zusammenarbeit (Kap. IV), schafft Transparenz durch Bestimmungen zur vorherigen Ankündigung bestimmter militärischer Aktivitäten und deren Beobachtung (Kap. V bzw. VI), z. B. auch die förmliche Ankündigung gegenüber sämtlichen OSZE-Mitgliedern; das inspizierende Militärpersonal reist grundsätzlich in Uniform, unter Führung von Hoheits- und von Dienstgrad- sowie Truppenteil-Abzeichen und Orden und jedenfalls unbewaffnet zu den Inspektionsorten.

Im hier angesprochenen Fall war bereits am 25. April bekannt (zahlreiche Quellen im Internet), dass die Gruppe in Zivil unterwegs gewesen war, sich fälschlich als OSZE-Delegation ausgegeben hatte, bewaffnet war und sogar Sprengstoff mit sich führte (Quelle lt. SZ v. 26.4.: “Regierung” in Kiew!), Aufzeichnungen über Straßensperren u.ä. gemacht hatte, was nicht vom Wiener Dokument abgedeckt ist; sie hatte sich keineswegs an definierten Inspektionsorten offiziell angekündigt und die gesamte Reise auch nicht allen OSZE-Staaten, speziell nicht der Russischen Föderation, bekannt gegeben. Sie war vielmehr heimlich in die ostukrainische Region gereist und hatte als Zweck touristisches Sightseeing-Interesse vorgegeben. (…)

http://www.barth-engelbart.de/?p=10286

 

Wer sich manchmal fragt, wie konnten die Nazis fast alle Deutsche in den Wahn ziehen, daß sie bereit waren, ganze Völker zu ermorden, der soll sich die gegenwärtigen Medienlügen der Deutschen anhören und anschauen.

Der Führer ist tot, aber die Volksgemeinschaft von damals lebt und wähnt sich in Weltrettungsphantasien, die andere das Leben kosten, weiter.

 

Not “Once Again”!

The Frankfurter Allgemeine Zeitung of 29.05.14 writes:

OSCE observers captured. It appears that once again separatists have taken control of OSCE observers. –No, not “once again”, for previously they weren’t OSCE observers!

I don’t want to have to read such NATO propaganda in my FAZ subscription!

barth-engelbart.de comments:

(…) Some very simple research (here: readings from the generally accessible Vienna Document and the OSCE charter) to which NDR and ARD news editors were bound by law, would have revealed that the OSCE categorically does not undertake any undercover military inspections, not even under the Vienna Document, which allows for inspections of regular military bases, manoeuvres and major weapons systems in “specified areas” and within a framework of trust-building measures. The document contains specific criteria regarding the form that military contact procedures and cooperation should take (paragraph IV), creates transparency by regulating that specific military activities and their observation should be announced in advance (paragraphs V and VI), e.g. including previous notification of all OSCE members; the visiting military personnel are to travel to inspection sites strictly in military uniform, unarmed and bearing decorations and insignia showing nationality, rank and unit.

In the case in question it was already known on April 25th (numerous internet sources) that the troops were travelling in civilian clothing, had falsely declared themselves an OSCE delegation, were armed and even carrying explosives (source: SZ v. 26.4.: “government” in Kiev!). They had made sketches of road blocks and undertaken similar actions not covered by the Vienna Document, they had by no means officially checked in at designated inspection points and not notified all OSCE member states, specifically not the Russian Federation, of their movements. They had in fact journeyed secretly to Eastern Ukraine and had given their intentions as tourist sightseeing. (…)

http://www.barth-engelbart.de/?p=10286

 

Those who sometimes wonder how the Nazis were able to draw almost all of the Germans into their madness so that they were prepared to exterminate entire races should take a look at and listen to the current lies in the German media.

The Führer is dead but the Volksgemeinschaft [lit. ‘community of people’] from those days lives on and continues to fantasise about saving the world, at the cost of others’ lives.

 

Let us liberate the Germans / Wir befreien die Deutschen – by Sefton Delmer

After the founding of Gustav Siegfried Eins, Delmer himself only appeared in one show. Every week he answered questions about the BBC’s German-speaking service on Goebbel’s counterpart head propagandist Hans Fritzsche’s Comments on the Situation, as soon as this was ready.

http://www.psywar.org/delmer/2050/1001

When after surrender Hans Fritzsche was acquitted in Nuremberg because the judges granted that he himself had believed the lies which he was feeding the German population, his victorious rival (Selfton Selmer) was sitting in the spectators’ box and considering which sentence he, the ‘man with the motto: all of our lies must be deliberate lies’, would have received had the roles been reversed. After the sentence had been pronounced, Selmer shook his opponent Fritzsche’s hand. The scene was photographed. Liberals and leftists fumed for days over Selmer who had “shaken hands with death”. Selmer today: “That was game, set and match for Fritzsche.”

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45124288.html

http://www.rationalgalerie.de/kritik/-haupt-ueberschrift–1.html

Russian bear

 

Poroschenko

In the meantime in Eastukraine: / Inzwischen in der Ostukraine:

Für den neu gewählten ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko herrscht in der Ostukraine „Kriegszustand“. „Die Anti-Terror-Operation hat „endlich richtig begonnen“, sagte er der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). „Wir werden diesen Schrecken beenden, hier wird echter Krieg gegen unser Land geführt.“ Er sehe es als seine vorrangige Aufgabe an, die Ukraine zu retten. „Wir befinden uns im Osten in einem Kriegszustand, die Krim wurde von Russland besetzt und es gibt eine große Instabilität. Wir müssen reagieren.“ FAZ 29.05.14

 

 

Poroschenko Timoschenko

Meanwhile in Eastern Ukraine

Newly elected president Petro Poroshenko faces a “state of war” in Eastern Ukraine. The anti-terror operation has “finally really begun”, he told the Bild-Zeitung on Wednesday. “We’re going to end this terror, real war is being waged against our country.” He considers it his utmost priority to save the Ukraine. “In the East we’re in a “state of war, the Crimea has been occupied by Russia and there is great instability. We must react.” FAZ 29.05.14

 

Waf­fen­han­del, Pros­ti­tu­tion, Dro­gen — Dinge mit denen Petro Poroschenko zu tun hat

Die Legit­im­ität der Ukrainis­chen Präsi­dentschaftswahl am 25. Mai ist nicht exis­tent, aber der Westen erkennt sie an als legitim. Nach dem Rück­zug Vitali Klitschkos von seiner Präsi­dentschaft­skan­di­datur zu Gun­sten von Poroschenko wurde klar, daß der Westen seinen Favoriten geän­dert hat.

Das Ergeb­nis der Präsi­den­ten­wahl wird das Land weiter spal­ten. Viele Regio­nen weigern sich, diesen Schoko­ladenkönig als Präsi­den­ten anzuerken­nen, der dafür bekannt ist, sich die Taschen mit öffentlichen Geldern zu füllen. Poroschenko hat kein­er­lei Chance, den bluti­gen Kon­flikt zu been­den, wenn er skru­pel­los die Anweisun­gen aus­führt, die ihm von Joe Biden, Vic­to­ria Nuland und Geof­frey Pyatt erteilt wur­den. Neben­bei bemerkt erhielt er nie den Auf­trag von seinen Bossen, das Blut­bad zu beenden.…

Der Mil­liardär Poroschenko begann seine Geschäft­stätigkeit mit Geld­wäsche für die Bürokraten aus Sow­jet­zeiten. Er hat niemals ein eigenes Geschäft betrieben.
Entsprechende Sto­ries sind erfun­den. Er kam auf die Über­hol­spur auf­grund der krim­inellen Beziehun­gen seines Vaters, der 1986 wegen Dien­stahls im großen Maßstab verurteilt wurde. Nach Bezahlung der Strafe grün­dete Poroschenko Senior sein eigenes Geschäft und bezog seinen Sohn mit ein. Es han­delte sich um ein schmutziges Geschäft, das mit dem Aus­plün­dern staatlichen Eigen­tums durch bewaffnete Ban­den begann. Der Plan der Fam­i­lie Poroschenko bestand darin, daß Geschäft über die Ukraine hin­aus auszuweiten. Tatyana Mikoyan, eine bekan­nte Anwältin aus Kiew, erin­nert sich an die Aktiv­itäten der Fam­i­lie in Transnistrien, „es war schreck­lich in den späten neun­ziger Jahren: ille­galer Waf­fen­han­del, Pros­ti­tu­tion, Dro­gen — alles brachte Profit zu Vater und Sohn.“ Poroschenko Senior wurde für seine Ver­di­en­ste aus­geze­ich­net — in 2009 erhielt er den Orden „Held der Ukraine“, der ihm von seinem Sohn vom dama­li­gen Präsi­den­ten Yushenko gekauft wurde, dem Tauf­paten von Petro Poroschenkos Kindern. Der desig­nierte Präsi­dent ist sehr bekannt für Unter­schla­gun­gen von Haushalts­geldern der öffentlichen Hand. Ihm geht der Ruf voraus zu wis­sen, wie man aus Luft Geld macht. Oft­mals wurde er angeklagt in groß angelegte Kor­rup­tions­fälle ver­wick­elt zu sein, wegen offe­nen Lob­by­is­mus, Verun­treu­ung von Haushalt­szuweisun­gen, Steuer­hin­terziehung, ille­galen Aktien­ma­nip­u­la­tio­nen und physis­chen Bedro­hun­gen von poli­tis­chen Geg­n­ern und Konkur­renten.
Er ist sicher­lich kein ein­facher Schwindler, son­dern ein Tycoon, der Besitzer eines großen und weit verzweigten Firmenimperiums.

In der Ver­gan­gen­heit gehörte Poroschenko zu den Finanziers von „Unsere Ukraine“ und Vik­tor Yushchenko. Zu seinem Fir­menim­perium gehörte der Fernsehsender Kanal5, der bekannt ist für seine antirus­sis­che Pro­pa­ganda. Bis vor Kurzem machte seine Roshen Schoko­laden­fab­rik hun­derte von Mil­lio­nen Dol­lar im Ruß­landgeschäft. In 2012 war Roshen mit 3,2% Mark­tan­teil der sech­st­größte Her­steller in Rus­s­land. Stets nutzte er das ver­di­ente Geld zu antirus­sis­che Projekte.

Der neue Präsi­dent hat sich die Rück­kehr der Krim als wichtig­stes außen­poli­tis­ches Ziel gesetzt sowie die Abwehr einer „aus­ländis­chen Inter­ven­tion“. Es ist schwer in seinem Pro­gramm irgen­det­was Konkretes zu finden. Es gibt in ihm nichts klar Definiertes. Statt dessen ist es voller Aufrufe zur Errich­tung eines „freien europäis­chen Staates“, zur „Wieder­erlan­gung mil­itärischer Macht“ etc. Viele empfinden seine Reden abstoßend, beson­ders wenn Poroschenko Geschichten über „Patri­o­tismus“, „nationale Ein­heit“ und „Schutz von Men­schen­rechten“ erzählt.

Petro Poroschenko ist ein poli­tis­ches Chamäleon. Dieser Tycoon war sehr zynisch als er in die Poli­tik ging. Er tat dies zwecks per­sön­licher Bere­icherung. Er ist höchst ehrgeizig und macht­gierig, jedoch man­gelt es ihm an pro­fes­sioneller Arbeits­fähigkeit und er kann die Öffentlichkeit nicht beein­drucken. Er wird weniger von Ideen als von Gier geleitet.

Gegen­wär­tig übt Poroschenko Kon­trolle aus über die lokalen Ver­wal­tun­gen von Vin­nyt­sia, Volyn, Cher­novitsy und Zaporozhye und träumt davon, seine Macht auf die ganze Ukraine auszudehnen. Seine Nei­gung zum Geld­schef­feln ist nicht zu begren­zen. Poroschenko ist eine der wider­lich­sten Fig­uren der Ukrainis­chen Poli­tik und führt die Liste der kor­ruptesten Per­so­nen des Lan­des an. Nach­dem er viele Rückschläge hin­nehmen musste ist er jetzt im Begriff, mit dem Segen Wash­ing­tons der näch­ste Präsi­dent des Lan­des zu werden.

Poroschenko und der Euromaidan

Während der drei Monate der aktiven Kon­fronta­tion auf dem Maid­an­platz (Dezem­ber bis Feb­ruar) ver­barg sich Poroschenko sorgfältig im Hin­ter­grund, hielt sich fern von jedem unprof­itablen Protest wie z.B. der Unterze­ich­nung von Vere­in­barun­gen mit Vik­tor Yanukovic oder von Ankündi­gun­gen solcher Vere­in­barun­gen vor der aufge­lade­nen Menge auf dem Maidan. Im Nach­hinein jedoch fie­len ihm die Vorteile eines Führers der Oppo­si­tion in einem Rutsch zu.

Poroschenkos Rolle in der blutig­sten Phase des Maid­an­protests — der gle­ichzeit­i­gen Erschießung von dutzen­den Demon­stran­ten und Sicher­heit­skräften durch unbekan­nte Scharf­schützen — bedarf einer sorgfälti­gen Betrachtung.

Es ist klar, daß der Schoko­ladenkönig zur Maid­an­gruppe gehörte; alle Führer der organ­isierten Grup­pen ver­trauten ihm. Gle­ichzeitig unter­schied sich sein Vorge­hen von dem­jeni­gen, welche es liebten in der Öffentlichkeit gese­hen zu wer­den und zwis­chen Tre­f­fen auf dem Maidan, Gesprächen auf der Banko­vayas­traße und Pressekon­feren­zen zu wechseln.

Poroschenko bere­it­ete inzwis­chen heim­lich den Boden für die Präsi­dentschaftswahlen und wenn er bei der Finanzierung der Ban­diten beteiligt war, dann muss er auch die Kosten für die Scharf­schützen über­nom­men haben. Der Schoko­ladenkan­di­dat erschien nir­gendwo und hielt seine Mach­tam­bi­tio­nen sorgfältig ver­bor­gen, erweckte den Anschein, als habe sein poli­tis­ches Leben am Maidan sein Ende genom­men. Gle­ichzeitig konzen­tri­erte er sich auf die Arbeit hin­ter den Kulis­sen in ukrainis­chen poli­tis­chen und wirtschaftlichen Kreisen im West­ens — immer mit Blick auf die Präsi­dentschaft. Dann richtete er seine Aufmerk­samkeit auf die Bele­bung der Straßenkämpfe am 18 – 20. Februar.

Zusam­men­fassend betra­chtet ver­hielt sich Poroschenko wie in seiner gesamten Kar­riere: er konzen­tri­erte sich auf Täuschung, Intrige, Ver­rat und möglicher­weise Mord. Das ist inzwis­chen ein Fall für Krim­i­nalpolizei und Gerichte.

Nach­dem er auf diese Weise jeden poten­tiellen Konkur­renten aus­geschal­tet hatte, war er bereit die Wahlen im ersten Durch­gang zu gewin­nen. In Worten ist er ein Befür­worter von Allem, das sowohl Wäh­lern im Westen und Südosten der Ukraine gefallen kön­nte. Auf der offiziellen Seite des Zen­tralen Exeku­tivkomi­tees kann man sein Wahl­pro­gramm nach­le­sen, welches unmissver­ständlich klar­ma­cht, wie sich Poroschenko die Zukunft der Ukraine vorstellt.

Auf der Grund­lage dieses Pro­gramms ist klar, daß Poroschenko bereit ist, alle Vere­in­barun­gen zur Deeskala­tion der Krise in der Ukraine zu ver­let­zen, die von den Mit­gliedern der bish­eri­gen Junta unterze­ich­net wur­den. Im Pro­gramm heißt es: „Ich garantiere, die ger­ade wieder­hergestellte Präsi­dentschaft vor der Herrschaft durch Frak­tio­nen und Abge­ord­neten zu bewahren. Ich werde nicht die Hand ausstrecken nach mehr Macht als die für die ich gewählt werde“.

Poroschenko erk­lärt, daß während seiner Präsi­dentschaft die Ver­fas­sung nicht geän­dert wer­den wird. Das ver­letzt bere­its unterze­ich­nete Vere­in­barun­gen hin­sichtlich einer neuen Ver­fas­sung, die von allen poli­tis­chen und wirtschaftlichen Kreisen in der Ukraine akzep­tiert wird. Von allen, außer offen­sichtlich von Petro Poroschenko.

Der Schoko­ladenkan­di­dat stellt weiter fest, daß die „Ukraine ein ein­heitlicher Staat bleiben“ wird. Die Botschaft an den Südosten ist klar: es wird keine Form einer Föder­al­isierung geben.

Poroschenkos Hal­tung zur rus­sis­chen Sprache ist auch vol­lkom­men klar. Wenn er Präsi­dent sei, wird das Rus­sis­che niemals den Sta­tus einer zweiten Lan­dessprache erhal­ten: „Ich werde nach Artikel 10 der Ver­fas­sung ver­fahren, welcher das Ukrainis­che als Staatssprache fes­tlegt…. Unter dem Aspekt der Bewahrung der Ein­heit der Ukraine als poli­tis­cher Nation muß der beste­hende Zus­tand hin­sichtlich der Lan­dessprache bewahrt werden“.

Weiter heißt es im Pro­gramm: „es wird beson­ders Raum geben für Human­ität in der kul­turellen Sphäre, in der Bil­dung und eine Poli­tik der his­torischen Erin­nerung wird bewahrt und gefördert werden“.

Es fällt nicht schwer sich vorzustellen, was für ein Alp­traum dieser „beson­dere Raum für Human­ität“ sein wird bei einer Per­son, die geholfen hat den neu­nazis­tis­chen Pravy Sec­tor an die Macht zu brin­gen. Man kann es bere­its jetzt erken­nen an der Erk­lärung des Schoko­laden­mon­sters zu den Ereignis­sen im Süd­westen: „Eine starke Regierung muss es ler­nen die Sprache der Gewalt zu sprechen, nicht aber Gespräche am run­den Tisch mit Sep­a­ratis­ten und Ter­ror­is­ten zu ver­anstal­ten, nicht nach Wegen zu suchen irgendwelche Deals mit ihnen unter Dach und Fach zu kriegen. Wir müssen uns einer abso­lut klaren Sprache bedi­enen, die sie ver­ste­hen wer­den. Sie ver­ste­hen nicht die ukrainis­che Sprache….Sie ver­ste­hen nur die Sprache der Gewalt.“ So sieht also das Gerede im Pro­gramm Poroschenkos von „die Beson­der­heiten der Regio­nen berück­sichti­gen“ aus.

Das Pro­gramm enthält auch The­sen aus dem Reich der Fan­tasie: „Bis zum Ende meiner Präsi­dentschaft erwarte ich die nöti­gen poli­tis­chen Entschei­dun­gen seit­ens der EU Gespräche über eine Vollmit­glied­schaft der Ukraine in der EU aufzunehmen“.

Es ist inter­es­sant, daß sich in dem Pro­gramm kein Wort zur NATO-​Mitgliedschaft findet. Gle­ich­wohl lässt der Schoko­ladenkönig in seinen öffentlichen Auftrit­ten keinen Zweifel an seiner Hal­tung: „Inte­gra­tion in die NATO steht an ober­ster Stelle meiner Agenda“. Er gesteht aber zu, daß nur eine Min­der­heit der Bevölkerung dieses Ziel unterstützt.

Mit Poroschenko riskiert die Ukraine die poli­tis­che Reinkar­na­tion des Tauf­paten seiner Tochter Yushchenko, doch ohne Träumereien von ländlicher eth­nis­cher Roman­tik und die Liebe zu Honig­bi­enen. Grausamkeit, der Instinkt eines Diebes und die Fähigkeit zum Betrug gaben Poroschenko die Gele­gen­heit Mil­lio­nen zu machen und sich­ern seinen Grund in der ukrainis­chen Poli­tik. Der Ein­satz dieser Fähigkeiten hat ihn zum Präsi­den­ten gemacht ebenso wie der Rechte Sek­tor, den er gegrün­det hat und der ihm als pri­vate Armee dient.

Die Bewohner des Süd­west­ens soll­ten sich darüber klar sein, daß wenn die Rede ist von den Ver­brechen des Rechten Sek­tors, es sich in Wirk­lichkeit um diejeni­gen von Petro Poroschenko han­delt. Wenn von dem Sturz des legit­i­men Präsi­den­ten des Lan­des die Rede ist, hat dies eben­falls mit den Aktiv­itäten von Poroschenko zu tun. Wenn die Bewohner des Lan­des „Sep­a­ratis­ten“ und „Ter­ror­is­ten“ genannt wer­den, weil sie für ihre ver­fas­sungs­gemäßen Rechte (zivile, poli­tis­che und sprach­liche) ein­treten, zeigt sich daran die Ein­stel­lung Poroschenkos zum Volk.

Petro Poroschenko ist als Präsi­dent des West­ens zur radikalen gewalt­samen nation­al­is­tis­chen Umstruk­turierung der Ukraine zu einem poli­tis­chen Ein­heitsstaat, in dem abso­lut kein Platz sein wird für die Inter­essen von Russen und den rus­sis­chsprachi­gen Bewohn­ern der Ukraine.
http://​www​.strate​gic​-cul​ture​.org/​n​e​w​s​/​2​0​1​4​/​0​5​/​2​4​ /​w​e​a​p​o​n​s​-​p​r​o​s​t​i​t​u​t​e​s​-​d​r​u​g​s​-​t​h​i​n​g​s​-​p​o​ r​o​s​h​e​n​k​o​-​a​s​s​o​c​i​a​t​e​d​-​w​i​t​h​.​h​t​m​l

http://​www​.strate​gic​-cul​ture​.org/​n​e​w​s​/​2​0​1​4​/​0​5​/​0​3​ /​p​o​r​o​s​h​e​n​k​o​-​s​t​a​n​d​a​r​d​-​b​e​a​r​e​r​-​r​a​d​i​c​a​l​-​ n​a​t​i​o​n​a​l​i​s​t​i​c​-​r​e​s​t​r​u​c​t​u​r​i​n​g​-​u​k​r​a​i​n​e​.​ h​t​m​l

 

Weapons, Prostitutes and Drugs –These are Things Petro Poroshenko is Associated With

No matter how few people may take part in the Ukraine’s presidential election on Sunday, the outcome is known in advance – Petro Poroshenko, the US favorite rote son, will be declared the winner of the race. The result will further split the country. Many regions refuse to recognize as President this chocolate king who is notorious for pocketing government money. Poroshenko has no chance to stop the bloody conflict even scrupulously carrying out all the orders given by Joe Biden, Victoria Nuland and Geoffrey Pyatt. Besides, the mission of putting an end to bloodshed has never been set by his US bosses…

Billionaire Poroshenko started his business by laundering the money of Soviet times’ administrators. He has never been an entrepreneur to start a business of his own. The story is invented. He made a head start thanks to the criminal connections of his father sentenced for large-scale theft in 1986. Having served the sentence, Poroshenko Sr. launched his own business making his son involved in the activities. The business was dirty, it all started with plundering state property by armed gangs. The Poroshenko family had plans to expand the activities beyond Ukraine. Tatyana Mikoyan, a well-known Kiev-based lawyer, remembers what the family did in Transnistria, «It was horrible back in the 1990s: illegal arms, prostitutes, drugs – all bringing profits to father and son». Poroshenko Sr. was awarded for his merits – in 2009 he received the Hero of Ukraine decoration bought for him by his son who paid to then President Yushenko, the Godfather to Petro Poroshenko’s children. The would-be President-elect is well known for misappropriating budget funds. He has the reputation of someone who knows how to make money out of thin air. Many times he has been accused of being involved in large scale corruption schemes, open lobbying, embezzlement of budget allocations, tax evasion, illegal operations to acquire shares and physically threatening political opponents and competitors. Certainly he is not just another swindler but a tycoon, an owner of huge and diversified business empire.

Forbes lists Petro Poroshenko as the 130th richest people in the world with 1, 6 billion dollars. (…) In the past Poroshenko was a sponsor of Our Ukraine and Victor Yushchenko. His business empire also includes the 5th TV channel known for vehement anti-Russian propaganda. Until recently his Roshen confectionary manufacturing group had earned hundreds of millions in US dollars making business in Russia. As of 2012, Roshen accounted for 3, 2% of Russian market (the 6th largest producer). He always used the money earned for anti-Russian projects.

The presidential hopeful and tomorrow’s President-elect makes the return of Crimea to Ukraine and defending the country from «outside intervention» his foreign policy priorities. It’s hard to find anything stated in concrete terms in his program. There is nothing definite there. Instead it is full of empty calls for making a «free European state», «revive military might» etc. Many find his speeches repugnant, especially when Poroshenko starts telling stories about «patriotism», «national unity» and «protection of human rights».

Petro Poroshenko is a political chameleon. This tycoon was very cynical as he went into politics. He did it for personal enrichment. He is full of ambitions and outright lust for power but lacks a professional team to work effectively or impress public. He is rather led by greed than ideas.

Now Poroshenko exercises control over local authorities in the Vinnytsia, Volyn, Chernovitsy and Zaporozhye regions dreaming of spreading his power to the whole

Ukraine. His propensity to get involved in monkey business can hardly be restrained. Poroshenko is one of the most odious figures in Ukrainian politics and heads the list of the country’s corrupted persons. Having suffered so many failures, he is going to become the country’s next President with Washington’s blessing.

http://www.strategic-culture.org

Testosterone

 

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

I think for food-2

molon labe

 

Und so sieht die „Anti-Terror-Operation“, also der Krieg gegen eigene Bevölkerung, (völkerrechtlich anerkannt?), aus:

And this is how the anti-terror operation, that is to say the war against one’s own people (recognised under international law?), looks:

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Visit to NATO by Vitali Klitschko, Head of the UDAR Political party in Ukraine

 

 

Gaslighting / Gehirnwäsche – reloaded

Permanent war for permanent peace

„Permanent war for permanent peace“ 2003 © Julian S. Bielicki 120x96cm oil on canvas

Spoo´s Pressreview

Since the 2nd of May tanks have been rolling from the West of Ukraine to the East, where fighter helicopters have also been transferred. Here is war. Andreas Schwarzkopf wrote in the Frankfurter Rundschau, “Kiev had to take action against the separatists to retain credibility.” There are journalists who can make everything come clear with a single sentence. Andreas Schwarzkopf, new head of the politics section at the Frankfurter Rundschau, appears to have picked up this ability. Kiev had to take action against the separatists to retain credibility. Isn’t that right? That is a sentence that allows for no doubt. Readers can satisfied; they’re in the know, right? I have a couple more questions though. Kiev had to? Who is Kiev? It is the far right politicians who seized power in a coup that are implied here. And what is meant by “had to”? Kiev had to? After some thought this unimposing auxiliary verb “had to” proves to be the most important element in the whole sentence. With these little words the author justifies the military aggression, the beginning of war. With these words he is claiming that the regime in Kiev had no alternative. He portrays the aggression as unavoidable. Why unavoidable? In order to retain credibility, he writes. What kind of credibility, though, forces one to wage war against an ethnic group in one’s own country? What kind of people are only credible if they use military violence? The leading German media has been very reserved in familiarising us with those involved in the coup. For a long time it portrayed Yulia Tymoshenko as almost saintly and at the same time let the boxer Klitschko talk to us. Tymoshenko has already been the prime minister. Where she stands, she proved, for example with the posthumous nomination of the fascist mass murderer Stepan Bandera, to be hero of Ukraine. Now she is running for president. Shortly beforehand she declared, “Screw this, we need to get some arms and kill the damned Katsaps (Russsians). I’m prepared to pick up a machine gun myself and shoot that shitbag Putin in the head. As soon as I am able to, I’m going to use all my connections and alert the whole world to raze Russia to the ground.” These statements, confirmed by her when requested, did not go fully unmentioned in the German media, which shares close links with her. First of all others voiced their opinions: other people from her party and people from other openly fascist parties who are active in the coup government. These are credible fascists. Such people not only have to talk violently, but also to act violently in order to retain their credibility. Yes, these people, whom are author calls “Kiev” for short, are credible fascists. When listening and reading thoroughly and critically one often comes across the media using the auxiliary verb “have to” to promote and justify violence. Even in home affairs. Even in local newspapers. For example it is reported again and again that during demonstrations the police had to make us of rubber truncheons, of water cannon, of tear gas. The plain story would read, “police made use of water cannon, sprayed tear gas, beat up demonstrators with rubber truncheons.” But no, conformist journalists from the mass media giants insinuate that the police had to; they could not do otherwise. There was no alternative. With the same vocabulary shortages are justified in social services, in the social security budget. That there is no alternative is always a lie. In a country whose productivity grows and grows of course there are alternatives to cuts in social services, and there are always alternatives to war. When someone says he has to do something, that someone has to do it, for example Gustav Noske, whereby he recommended himself for the job of murdering communists, then he is always telling us that he wants to do it. Yes, that he is set upon doing it, and that further discussion is out the question. Those ministers or colonels or policemen or even journalists who use the verb “have to” to justify their acts of violence portray themselves as agents of fate, of divine premonition. Contention is forbidden here. There is no alternative, and that’s that. During war then, discourse is completely out of the question. Obedience is required, fulfilment of one’s duty, a clear concept of the enemy. We are the goodies, the others the baddies, the evil ones. Anyone who considers President Putin, the declared enemy, worthy of discussion is excluding himself from community of the goodies, and who wants that? Anything but that, so shut your mouth or out with the propaganda. And if the mass media don’t mention something, that means it hasn’t happened. That’s how it was initially with the worst event in this new war, the fire in the trade union building in Odessa. Die Welt, the leading newspaper of the Axel Springer publishing house, briefly mentioned this event and wrote that details were as yet very unclear. It became clearer, somewhat clearer, in the Berliner Zeitung, which for a start devoted its front page to reports concerning all matters in Ukraine, but without even a sentence about the trade union building and this massacre that took place there. On page seven, however, the Berliner Zeitung did become more forthcoming. Everything about Ukraine was covered. Finally though in the last sentence there was actually something about the fire in the trade union building. Even if it was only from the viewpoint of a woman who, as the newspaper stated, was one of the leaders of the pro-European protest in Odessa, the anti-Russian protest, that is. So at the end of a long article, an article that doesn’t even mention the trade union fire in its headline, one discovers from this source that there was an attack on a pro-Russian camp in front of the trade union building. It was a furious crowd, reports this woman: the camp was set alight. The pro-Russian activists sought protection in the trade union building. The crowd then hurled Molotov cocktails at the building. Most of the victims suffocated because the fire brigade intervened too late. Anyway. Media coverage in the Bildzeitung, the most widely read newspaper in the German Federal Republic, was somewhat scarcer. They reported the following. Once again unannounced in the title, at first something else is reported in connection with Ukraine and then we get, “During a visit to Odessa the Ukrainian head of government Arseniy Yatsenyuk (by head of government, prime minister of the coup government is meant) accused the Russian government of being responsible for the death of 46 people, some of whom were burnt alive in the harbour city. The unrest was an organized attack on the people, said Yatsenyuk. It was Russia’s intention to repeat in Odessa what had already taken place in the east of the country.” This is also everything that is mentioned in the Bildzeitung concerning the fire; everything is turned on its head. Putin is guilty. Reports on Spiegel-Online, that everything Putin says is pure fascism, is also fitting. We started off talking about credibility. How credible is media that behaves thus in such cases? What we were given to read was warmongering, which can really scare people. This is how wars are prepared. This is how we are drawn into wars.

https://www.youtube.com/watch?v=RutCcE8e1-8

 

Spoos Presseschau

Seit dem 02. Mai rollen Panzer aus dem Westen der Ukraine in den Osten, wohin auch Kampfhubschrauber in großer Zahl verlegt worden, ist Krieg. Andreas Schwarzkopf schrieb in der Frankfurter Rundschau, „Kiew musste nun gegen die Separatisten vorgehen, um nicht unglaubwürdig zu werden.“ Es gibt Journalisten, denen es gelingt mit einem einzigen Satz Klarheit zu schaffen. Diese Fähigkeit scheint auch Andreas Schwarzkopf zugewachsen zu sein, dem neuen Ressortchef für Politik bei der FR. Kiew musste nun gegen die Separatisten vorgehen, um nicht unglaubwürdig zu werden, nicht wahr? Das ist ein Satz, der keinerlei Zweifel zulässt. Die Leser und Leserinnen können für Frieden sein, sie wissen Bescheid oder? ich hätte da doch noch ein paar Fragen. Kiew musste. Wer ist Kiew? Gemeint sind die in Kiew durch einen Putsch an die Macht gelangten Politiker der äußersten Rechten. Und was ist mit müssen gemeint? Kiew musste? Dieses unscheinbare Hilfszeitwort müssen erweist sich bei einigem Nachdenken als das wichtigste Wort in diesem ganzen Satz. Mit diesem Wörtchen rechtfertigt der Autor die militärische Aggression, den Kriegsbeginn. Er behauptet damit, das Regime in Kiew habe nicht anders gekonnt. Er stellt die Aggression als notwendig dar. Notwendig warum? Um nicht unglaubwürdig zu werden, schreibt er. Was ist das aber für eine Glaubwürdigkeit, die dazu zwingt, gegen eine Bevölkerungsgruppe im eigenen Land Krieg zu führen? Was sind das für Menschen, die nur glaubwürdig sind, wenn sie militärische Gewalt anwenden? Die tonangebenden deutschen Medien haben sich immer sehr zurückgehalten uns die Putschisten vorzustellen. Fast als eine Heilige stellten sie uns lange Zeit Frau Julia Timoschenko vor und gleichzeitig ließen sie Tag für Tag den Boxer Klitschko zu uns sprechen. Timoschenko war früher schon mal Ministerpräsidentin gewesen. Wo sie steht, zeigte sie damals zum Beispiel mit der postumen Ernennung des faschistischen Massenmörders Stepan Bandera zum Held der Ukraine. Jetzt kandidiert sie für das Amt der Staatspräsidentin. Unmittelbar zuvor verkündete sie folgende Absichten: „Scheiß drauf, wir wollen Waffen nehmen und die verdammten Katsaps (Russen) töten. Ich selber bin bereit, ein Maschinengewehr in die Hand zu nehmen und dem Drecksack Putin in den Kopf zu schießen. Sobald ich es tun kann, werde ich alle meine Verbindungen nutzen und die ganze Welt alarmieren, um Russland in ver-brannte Erde zu verwandeln“. Diese Äußerungen von ihr auf Nachfragen bekräftigt, ließen sich in den, ihr eng verbundenen, deutschen Medien nicht ganz verschweigen. Erst erhielten andere Leute das Wort. Andere Leute aus ihrer Partei und Leute aus anderen offen faschistischen Parteien, die jetzt an der Putschregierung beteiligt sind. Es sind glaubwürdige Faschisten. Solche Leute müssen nicht nur gewalttätig reden, die müssen auch gewalttätig handeln, um nicht unglaubwürdig zu werden. Ja, diese Leute, die unser Autor kurz Kiew nennt, sind glaubwürdige Faschisten. Bei gründlichem , kritischem Hören und Lesen stößt man oft darauf, dass Medien das Hilfszeitwort müssen dazu verwenden, Gewalt zu propagieren und zu rechtfertigen. Auch in der Innenpolitik. Auch im Lokalteil. Zum Beispiel heißt es in Berichten über Demonstrationen immer wieder, die Polizei musste vom Gummiknüppel Gebrauch machen, vom Wasserwerfer, vom Reizgas. Die schlichte Nachricht würde lauten: Die Polizei machte vom Wasserwerfer Gebrauch, sie versprühte Reizgas, sie verprügelte Demonstranten mit dem Gummiknüppel. Aber nein, konformistische Konzernjournalisten unterstellen, die Polizei musste, sie konnte nicht anders. Es gab keine Alternative. Mit den selben Vokabeln werden auch Kürzungen im Sozialbereich, im Sozialetat gerechtfertigt. Das es keine Alternativen gebe, ist allemal erlogen. Selbstverständlich gibt es in einem Land, dessen Produktivität wächst und wächst, Alternativen zum Sozialabbau und es gibt immer Alternativen zum Krieg. Wenn jemand sagt, dass er etwas tun muss, zum Beispiel Gustav Noske, einer muss der Bluthund sein, womit er sich selber für die Aufgabe empfahl, Kommunisten zu ermorden, dann sagt er uns allemal, dass er es tun will. Ja, dass er entschlossen ist, es zu tun. Und dass darüber gar nicht mehr diskutiert werden darf. Solche Minister oder Obristen oder Polizisten oder auch Journalisten, denen das Wörtchen müssen zur Rechtfertigung ihres gewaltsamen Handelns dient, stellen sich so dar, als wären sie ausführendes Organ des Schicksals, der göttlichen Vorsehung. Da verbietet sich Widerspruch. Es gibt keine Alternative, basta. Im Krieg darf dann überhaupt nicht mehr diskutiert werden. Da ist Gehorsam gefordert, Pflichterfüllung, klare Feindbilder. Wir sind die Guten, die anderen die Schlechten, die Bösen. Wer das, was der zum Feind erklärte russische Präsident Putin sagt, für diskutabel hält, der grenzt sich selber aus der Gemeinschaft der Guten aus und wer möchte das? Bloß das nicht, also Mund halten oder die Propagandasprüche nachplappern. Und was die Konzernmedien verschweigen, das hat dann eben gar nicht stattgefunden. So war es auch zunächst bei dem schlimmsten Ereignis dieses neuen Krieges, dem Brand im Gewerkschaftshaus in Odessa. Die Springer-Zeitung die Welt, führende Zeitung des Springer-Konzerns, erwähnte kurz dies Ereignis und schrieb Einzelheiten seien noch völlig unklar. Klarer wurde es schon, etwas klarer, in der Berliner Zeitung, die allerdings zunächst auf der ersten Seite auch alles mögliche andere über die Ukraine berichtete, aber keinen Satz über das Gewerkschaftshaus und dieses Massaker, das dort stattgefunden hat. Immerhin auf Seite 7 wurde die Berliner Zeitung dann doch etwas ausführlicher. Sie schrieb über alles Mögliche, was mit der Ukraine zusammenhängt. Zuletzt aber im letzten Absatz tatsächlich auch über den Brand im Gewerkschaftshaus. Wenn auch nur aus der Sicht einer Frau, die wie das Blatt sagte, eine der Anführerin des pro-europäischen Protests in Odessa sei, also das anti-russischen Protests. Also aus dieser Quelle erfährt man dann am Ende dieses langen Artikels und eines Artikels, der auch in der Überschrift den Brand im Gewerkschaftshaus gar nicht erwähnt. Man erfährt dort, es habe einen Angriff gegeben auf ein Zeltlager von pro-russischen Demonstranten vor dem Gewerkschaftsgebäude. Es war eine wütende Menge, sagt diese Frau. Das Lager sei in Brand gesetzt worden. Die pro-russischen Aktivisten hätten Schutz in dem Gewerkschaftshaus gesucht. Aus der Menge seien dann Molotowcocktails auf das Gebäude geschleudert worden. Die meisten der Opfer seien erstickt, weil die Feuerwehr viel zu spät eingegriffen habe. Immerhin. Etwas knapper die Berichterstattung in der Bildzeitung, der auflagenstärksten Zeitung der Bundesre-publik Deutschland. Dort wird zu diesem Ereignis folgendes berichtet. Auch nicht angekündigt in der Überschrift, da wird anderes erst einmal berichtet im Zusammen-hang mit der Ukraine und dann heißt es: „Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk (also ukrainischer Regierungschef, das ist der Ministerpräsident der Putschregierung) klagte bei einem Besuch in Odessa die russische Regierung an, sie sei für den Tod von 46 Menschen verantwortlich, die am Samstag in der Hafenstadt teils bei lebendigen Leib verbrannt wurden. Die Unruhen seien ein organisierter Angriff auf das Volk gewesen, sagte Jazenjuk. Es war Russlands Absicht in Odessa zu wiederholen, was sich im Osten des Landes ereignet.“ Dies ist auch in der Bildzeitung alles, was den Brand betrifft, alles wird ins Gegenteil verkehrt. Putin ist Schuld. Und dazu passt es, wenn auch in Spiegel-Online zu lesen ist, das, was Putin von sich gebe, sei lupenreiner Faschismus. Es war von Glaubwürdigkeit die Rede. Wie glaubwürdig sind Medien, die sich in einem solchen Fall so verhalten? Was wir da zu lesen bekamen ist Kriegshetze, die wirklich Angst machen kann. So werden Kriege vorbereitet, so werden wir in Kriege hineingezogen.

https://www.youtube.com/watch?v=RutCcE8e1-8

 

 

Ukraine-Krise: Helmut Schmidt wirft EU Größenwahn vor

Helmut Schmidt rechnet mit der EU-Außenpolitik in der Ukraine-Krise ab. Der Altkanzler attestiert den Brüsseler Beamten Unfähigkeit – und warnt vor der Gefahr eines dritten Weltkriegs.

„Es sind scharfe Worte, die Altkanzler Helmut Schmidt wählt: Er wirft Brüssel vor, sich zu sehr in die Weltpolitik einzumischen. „Das jüngste Beispiel ist der Versuch der EU-Kommission, die Ukraine anzugliedern“, sagte der Sozialdemokrat in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung. Falsch sei auch, Georgien an sich zu ziehen. „Das ist Größenwahn, wir haben dort nichts zu suchen.“

Mach mal, Russe! EU-Händewaschen im Akkord

Manchmal rutscht dem ukrainischen Übergangspräsidenten Alexander Tutschinow, der sich als Vorsitzender des Komitees für Privatisierung die Taschen vollgestopft hatte, eine echte Wahrheit raus: „Sagen wir es doch mal ehrlich: Die Bürger dieser Regionen (Ost- und Süd-Ukraine) unterstützen die Separatisten, sie unterstützen die Terroristen, was die Durchführung der Anti-Terror-Operation erheblich erschwert.“ Hören wir einen Aufschrei der Steinmeiers und der Merkels? Da gibt der Putschisten-Präsident unumwunden zu, dass er zumindest in der Ost- und der Süd-Ukraine das Volk gegen sich hat. Und er beschwert sich, dass dieses blöde Volk sich seiner nagelneuen „Nationalgarde“, rekrutiert aus den jetzt beschäftigungslosen Maidan-Truppen, entgegenstellt. Liest oder hört man in den deutschen Medien das Wort Menschenrechte? Nein. Zu lesen ist die hasserfüllte Überschrift auf der ersten Seite der „Süddeutschen Zeitung“: „Kiew: Russland führt Krieg gegen uns“. Bravo Kornelius, respektable Leistung. Nicht schlecht auch die ARD: Auf der Web-Site der Tagesschau, auf der das markige Merkel-Wort zur europäischen Geschlossenheit referiert wird, häuften sich die wütenden Kommentare der Zuschauer. Das ist der ARD zu viel. Deshalb liest man am 06. Mai 2014 um 16:46 Uhr auf der Seite: „Liebe User, meta.tagesschau.de ist derzeit überlastet. Deshalb kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden. Mit freundlichen Grüßen, die Moderation.“ Der riesige und mächtige ARD-Apparat konnte zu der Zeit nicht mehr als neun Kommentare verkraften. (…)

Ein Wort von den EU-Gewaltigen, die der Ukraine eine Assoziierung und eine NATO-Mitgliedschaft aufschwätzen wollten, an ihre Marionetten in Kiew, und die Antiterror-Truppen blieben in den Kasernen. Ein Wort von den Urhebern der Unruhen, und die Kiewer Untergangsregierung müsste den russischen Vorschlag zu einer gemeinsamen Konferenz mit den Oppositionellen aus der Ost- und Süd-Ukraine annehmen. Aber die Anerkennung der Wirklichkeit, das Eingeständnis, dass man zu hoch gepokert hat, das kommt den USA-Verstehern nicht über die Lippen. Das würde ja die Kriegsgefahr mindern. Deshalb waschen die EU-Funktionäre im Akkord ihre Hände in Unschuld und zeigen mit ihren nach wie vor dreckigen Fingern auf Russland und johlen: Mach mal, Russe!„.

US-Söldner morden für die faschistische EU-Junta in Kiev

http://www.welt.de/politik/ausland/article127862117/Hunderte-US-Soeldner-sollen-fuer-Kiew-im-Einsatz-sein.html
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/4726726/us-soeldnertruppe-in-der-ukraine-im-einsatz.html
http://www.nachrichten.at/nachrichten/weltspiegel/400-US-Soeldner-sollen-ukrainische-Armee-unterstuetzen;art17,1383043

 “Gouverneur” der faschistischen EU-Junta in Kiev nennt Hitler einen “Befreier”

https://www.radio-utopie.de/2014/05/10/ukraine-gouverneur-des-putsch-regimes-nennt-hitler-einen-befreier/

 

Ulrich Gellermann schreibt:

„Vor den subjektiven Wahrnehmungen liegen die objektiven: Was wir zur Zeit als Kriegsgefahr feststellen müssen, ist ausgelöst von der langen, beharrliche Ausdehnung der NATO und dem gelungen Versuch der EU sich in die inneren Verhältnisse der Ukraine einzumischen. Wer sich auch nur einem Moment vorstellen mag, wie die USA reagieren würden, wen Russland einen Stützpunkt in Mexiko oder Kanada installieren würde, der weiß was ich meine. (…) Die heftigste Propagandashow zieht doch seit Monaten der deutsche Medienmainstream ab: Barrikaden und besetzte Dienststellen in Kiew waren immer gut, in der Ostukraine immer schlecht. Eine von der Bundeswehr geführte, militärische Spionagegruppe wird als OSZE-Mission deklariert, die OSZE bestreitet das. Zu sehen allerdings nur im österreichischen TV. In ARD und ZDF wird eine Fake-Video über einen „russischen Oberst“ der in Donezk Milizen kommandiert, den es nie gab und Golineh Atai, die Korrespondentin der ARD in der Ukraine, erzählt gefährlich dummes Zeug über einen Brandanschlag, der 700 Kilometer von ihrem Standort entfernt geschehen ist, als wäre sie dabei gewesen. Das ist der pure Goebbels, hier in unserem Land, dessen Medien in extremer Gleichförmigkeit den selben Quatsch erzählen: USA gut, Russe böse.“

http://www.rationalgalerie.de/home/mach-mal-russe.html

 

Die in der Ost-Ukraine am 25. April festgesetzte Gruppe von Offizieren, die dort angeblich auf Basis des Wiener Dokuments der OSZE informatiossuchend tätig geworden war, wurde noch vier Tage nach dem Zwischenfall in den NDR- und ARD-Nachrichten fälschlich als „OSZE-Militärbeobachter“ tituliert, obwohl die OSZE sofort klargestellt hatte, dass die Männer nicht zur OSZE-Mission gehörten.“

http://www.rationalgalerie.de/kritik/-haupt-ueberschrift–2.html

„Jüngst philosophierte Käppner – unter Philosophie tut es der gewöhnliche Ressortleiter nicht mehr – in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG über die „Zukunft des Krieges“. Denn, da ist sich der Mann mit dem Lächeln sicher, der Krieg hat Perspektive. Und so ein wenig Speichel tropft ihm schon aus dem Mund, wenn er beschreibt, wie die Taliban bei Kunduz aus den Dörfern gedrängt wurden: „US-Spezialkommandos suchten nachts nach Taliban-Führern, starke Bodentruppen sicherten das Erreichte durch ein Netz neuer Stützpunkte“. Ein „asymetrischer Krieg“ schreibt der tapfere Mann, nur von seinem Schreibtisch geschützt, kann nur „mit boots on the ground . . . erfolgreich geführt werden“. Hah, wenn er nur abkömmlich wäre in seiner Redaktion, er wurde seine Stiefel aber auf diesen oder jenen Boden stellen und den Kanaken in den diversen Ausländern mal zeigen was eine deutsche Harke ist. (…) Und weil er dem gewöhnlichen Faschisten auch in seiner Kriegspropaganda ähnlich sein will, lügt er frech, um vor seinen Lesern den Krieg zu rechtfertigen: „Nach 9/11 ist die NATO ja nicht aus Abenteuerlust an den Hindukusch gezogen, sondern weil die al Qaida dort ihre Terrorbasis errichtet hatte.“ Die 9/11-Täter kamen nicht aus Afghanistan, zumeist waren es Saudis. Osama bin Laden war im Land der Taliban isoliert und die USA verhandelten bis fünf Tage vor dem NATO-Überfall auf Afghanistan mit ihren alten Taliban-Freunden aus dem Krieg gegen die Sowjetunion über die Auslieferung bin Ladens. Sie hatten nur nicht genug Geduld oder wollten keine Geduld haben.

Wie Deutschland in der Ukraine Demokratie herstellt

„In ein paar Tagen ist der Sänger in Kiew: Wolf Biermann, der gern auf CSU Parteitagen auftritt und heftig den Irak-Krieg begrüsste, hatte dem Boxer und Präsidentschaftskandidaten Klitschko einen Sympathisantenbrief geschrieben. Den verliest er nun an der Velyka-Zhytomyrska-Straße in Kiew bei einer Veranstaltung europäischer Intellektueller. Das ist schön, wenn ein CSU-Anhänger einem Zögling der Konrad-Adenauer-Stiftung seine Unterstützung versichert. Vor allem aber ist es symbolisch für die deutsche Ukraine-Politk: Man redet mit sich selbst. Die Merkel mit ihrer alten Freundin Julia Tymoschenko, Aussenminister Steinmeier mit seinem neuen Freund, dem Präsident Alexander Turtschynow, der im Bündnis mit der Swoboda-Nazipartei übergänglich das Land regiert und die Swoboda wiederum redet mit Vorliebe mit der NPD. So geht deutsche Demokratie in der Ukraine. (…) Die Süd-Ost-Ukrainer haben die Schnauze voll von einer Regierung, die US-Söldner der berüchtigten Blackwater-Academi-Mörder zur Bekämpfung von Demonstranten und Besetzern ins Land geholt hat. Von einem Übergangsregime, das Nazis und die zum Verwechseln ähnliche Nationalgarde denen auf den Hals hetzt, die sich ohnehin schon stranguliert fühlen. Von einem Regime, dass den erklärten Volkswillen mit „Anti-Terror-Truppen“ bekämpft. Von der korrupten Timoschenko-Gruppe, die den Kern der vorgeblichen Regierung bildet und sich in der Vergangenheit die Taschen gefüllt hat und erneut gern die Lizenz zum Klauen hätte, um nach einer wie auch immer zusammengebastelten Präsidentschaftswahl der NATO beizutreten. Wer also in der Ukraine Frieden wollte, wer den Bürgerkrieg vermeiden und den Grenzkrieg stoppen wollte, der müsste mit den Leuten in der Süd-Ost-Ukraine reden. Vor den Präsidenten-Wahlen und über eine Föderalisierung, wie sie zum Beispiel die Katalanen in Spanien und die Schotten in Großbritannien durchgesetzt haben. Da sei das Duo Infernale, die gewaltige Merkel und ihr Steinmeier-Dackel vor: Gemeinsam mit der Kiewer Sonder-Regierung schließen sie die Leute aus dem Osten aus. (…) Während Merkel und Steinmeier ihre Kiewer Friedens-Inszenierung dirigieren, machen die deutschen Medien das, was sie im Ukraine-Konflikt am liebsten tun: Tatsachen verschweigen wenn sie nicht in ihre ideologischen Raster passen. So gilt das Massaker in Odessa immer noch als eine Art ungeklärter Unfall. So wurden die jüngsten blutigen Kämpfe in Mariupol in den Heute-Nachrichten als „Szenario, das Putin will“ umgelogen. Um vom gewalttätigen Marsch des „Rechten Sektors“ von Mariupol nach Lugansk zu erfahren, musste man die Kiewer (!) Onlinezeitung „Politnavigator“ lesen. Und wenn 2.000 Vertreter der Zivilgesellschaft am 9. Mai in Kiew (!) gegen das Timoschenko-Klitschko-Swoboda-Provisorium demonstrieren, dann ist das so schrecklich, dass die deutschen Mehrheitsmedien einer schweren Stimmband-Lähmung verfallen. Denn so ein Fall ist in der Sprachreglung einfach nicht vorgesehen.

http://www.rationalgalerie.de/home/wolf-biermann-und-der-boxer.html

 

 n-tv: „Amerikaner in der Schaltzentrale. Biden-Sohn wird Gaslobbyist in der Ukraine:

„Der größte private Gaskonzern der Ukraine gibt eine pikante Personalie bekannt. Mitten im Ukraine-Konflikt heuert ausgerechnet der Sohn des US-Vizepräsidenten in der Führungsetage an. “

http://www.n-tv.de/politik/Biden-Sohn-wird-Gaslobbyist-in-der-Ukraine-article12830026.html

Und das hat natürlich nie und nimmer mit dem drohenden Bürgerkrieg in der Ukraine zu tun. Oder?

Antwort von Ulrich Gellermann:

Nie und nimmer! Ist doch im Vorstand der Burisma Holdings Limited (aus Gründen der Steuer-Ersparnis In Zypern und London angesiedelt) neben dem Biden-Sprößling auch der ehemalige polnische Präsident Aleksander Kwaśniewski und wer stand ganz zufällig neben Steinmeier auf dem Kiewer Maidan? Richtig: Der polnische Außenminister.

http://www.rationalgalerie.de/home/wolf-biermann-und-der-boxer.html

Jens Berger schreibt in nachdenkseiten.de:

In meinem Artikel „Die Gewinner der Ukraine-Krise (Teil II)“ fragte ich mich, wer die Besitzer des ukrainischen Energiekonzerns Burisma sind und verwies darauf, dass es wohl unmöglich sei, das Geflecht aus Offshore-Firmen und Holdings zu entwirren. Das Ukrainische „Anticorruption Action Center“ hat dies offenbar im Sommer 2012 zumindest zum Teil geschafft. Von Jens Berger.

„But, Burisma changed owners last year: instead of Zlochevsky and Lisin, the company was taken over by a Cypriot off-shore enterprise called Brociti Investments Ltd. Pari and Esko-Pivnich also changed their address: they moved from Kateryny Bilokur Street to 10a Rylyeyeva Stree in Kyiv. A third company was already waiting for them in the same building – the above-mentioned Ukrnaftoburinnya […]
According to the SMIDA state system, 90% of Ukrnaftoburinnya is owned by a Cypriot company, Deripon Commercial Ltd. […]
In fact, the end owner of Deripon Commercial Ltd. is a company based in the British Virgin Islands – Burrad Financial Corp. This company has often been involved in various financial schemes of the Privat Group and especially with Ihor Kolomoisky.“

Igor Kolomojskij ist kein Unbekannter. Er gilt als „drittreichster Ukrainer“, hat sich in den letzten Monaten massiv mit Putin überworfen und wurde von der Kiewer Zentralregierung zum Gouverneur der Region Dnjepropetrowsk ernannt. Kolomojskij besitzt neben der ukrainischen auch die israelische Staatsbürgerschaft und lebte noch bis vor Kurzem im Exil in Genf und gilt als Unterstützer Julia Timochenkos – wohl nicht zuletzt, weil er während ihrer Amtszeit durch nicht immer zweifelsfreie Geschäftsmethoden zu seinem Reichtum kam.

Es ist sehr gut möglich, dass er die Amerikaner mit ins Boot geholt hat, um sich – gegen eine ordentliche Beteiligung von Biden und amerikanischen Fonds – als großen Krisengewinnler ins Spiel zu bringen. Mit von der Partie ist übrigens laut Recherchen des US-Portals „Buzzfeed“ auch ein namhafter Europäer. Der ehemalige polnische Präsident Alexander Kwasniewski soll laut Buzzfeed ebenfalls im Vorstand von Burisma sitzen. Nach Informationen eines polnischen Nachrichtenportals hat Kwasniewski dies heute Nachmittag auch bereits bestätigt.

Auch diese Personalie ist höchst verstörend, gehörte Kwasniewski doch zusammen mit dem Iren Pat Cox zu den Ukraine-Sondergesandten des Europäischen Parlaments, die ganz maßgeblich an der Eskalation der Krise mitgearbeitet haben. Das Kwasniewski nun offenbar für seine treuen Dienste fürstlich entlohnt wird, ist ein weiterer handfester Skandal.

Auch wenn viele Details noch im Dunklen liegen, steht bereits jetzt fest, dass hier etwas ganz gewaltig stinkt. Während im Osten und Süden des Landes Menschen sterben, sind pro-westliche ukrainische Oligarchen zusammen mit engen Familienangehörigen des Weißen Hauses und europäischen Scharfmachern dabei, das Land auszuplündern. „Auftrag ausgeführt“ mag man da nur sagen.(…)

http://www.nachdenkseiten.de/?p=21721

 

Außenminister Steinmeier durfte in der Ukraine keinen Kranz für die Opfer des Pogroms in Odessa niederlegen.

„Die Biden Aktion ist bereits in einem Kommentar erwähnt.
Ein leichter Hoffnungsschimmer ist das Interview auf n-tv mit Ökonom Hellmeyer via youtube. Da spricht einer Klartext über die ganze Situation. Sehr zu empfehlen.
Unser Außenminister Steinmeier ließ sich gestern in Kiew demütigen: zuerst mußte er 2 Stunden auf seinen Termin warten um sich dann die Kranzniederlegung vor dem Gewerkschaftsgebäude in Odessa verbieten zu lassen.
Aber unsere schwerst zu ertragende dauerlächelnde Kriegs Ursel setzt alldem noch eins drauf, indem Sie sich den 15 Jahre andauernden Nato Dauereinsatz im Kosovo schönredet und als Erfolgsmodell für die Ukraine anpreist.“

http://www.rationalgalerie.de/home/wolf-biermann-und-der-boxer.html

Der IWF (Internationaler Währungs-Fond) zieht in der Ukraine in den Krieg

„Der IWF hat einen Kredit von 17 Milliarden Dollar an die Ukraine genehmigt. Die erste Tranche in Höhe von $ 3.2 Milliarden kam Mittwoch an.
Es ist wichtig, die Bedingungen dieses “Darlehens“ im Mafia-Stil zu identifizieren. Nichts ist im Spiel, das die ukrainische Wirtschaft wiederbelebte. Die Regelung ist untrennbar mit der berüchtigten, auf alle angewandte “Strukturanpassungs”-Politik des IWF verbunden, wie sie Hunderten von Millionen von Menschen in Lateinamerika über Südostasien bis hin nach Südeuropa bekannt ist.

Die Regime-Wechsler in Kiew haben pflichtgemäß stattgegeben, damit das unvermeidliche Sparpaket startend – von Steuererhöhungen und eingefrorenen Renten bis hin zu einem steifen, über 50 prozentigen Preisanstieg für das Erdgas, das ukrainischen Häuser heizt. Das “ukrainische Volk” wird nicht in der Lage sein, im kommenden Winter seine Stromrechnungen bezahlen zu können.

Wie vorauszusehen war, ist das massive Darlehen nicht zum Nutzen “des ukrainischen Volkes” gedacht. Kiew ist im Wesentlichen bankrott. Die Gläubiger reichen von westlichen Banken bis hin zu Gazprom – dem nicht weniger als 2,7 Milliarden Dollar geschuldet wird. Das “Darlehen” wird diesen Gläubigern Geld zurückzahlen; nicht zu erwähnen, dass $ 5 Milliarden der Gesamtsumme für Zahlungen auf – was sonst – frühere IWF-Kredite vorgesehen sind. Es versteht sich von selbst, dass ein Großteil der Mittel von dem aktuellen Oligarchenhaufen, der mit der “Yats”-Regierung in Kiew verbunden ist, ordentlich eingesackt werden wird – im Afghanistan-Stil.

Der IWF hat bereits gewarnt, dass die Ukraine in der Rezession sei und eine Verlängerung des $ 17 Milliarden Darlehens benötigen könnte. IWF-Neusprech qualifiziert dies als “eine signifikante Neukalibrierung des Programms.” Diese wird geschehen, laut dem IWF, wenn Kiew die Kontrolle über die Ost- und Süd-Ukraine verliert – etwas, das bereits im Gange ist. (…)

Wir möchten, dass Ihr angreift
Inzwischen hat die jugendliche Delinquenten-Schule der Diplomatie der Obama-Regierung Kurs gehalten: der Plan ist, Moskau zu locken, um “anzugreifen“. Die Vorteile wären immens. Washington würde ein für alle Mal die aufstrebende strategische Partnerschaft zwischen der EU, vor allem Deutschland, und Russland zerstören, die Teil einer organischen Interaktion zwischen Europa und Asien ist; Europa auf Dauer unter Amerikas Fittiche halten; und die Stärkung der Robocop-NATO nach ihrer afghanischen Demütigung.

Nun, sie sind nicht umsonst jugendliche Delinquenten. Doch dieser geniale Plan vergisst eine wichtige Komponente: genug kompetente Truppen, die bereit sind, Kiews Geschmacksmuster zu folgen. Die Regime-Wechsler lösten die Berkut-Bundesbereitschaftspolizei auf. Großer Fehler – weil sie Profis sind; sie sind arbeitslos; und jetzt, mit einem Monster-Groll, unterstützen sie die Ukrainer, die sich zugunsten einer Föderalisierung aussprechen.

Was das Skript des Ministeriums für Wahrheit, das über allen westlichen Medienkonzernen verhängt wurde, als “pro-russische Separatisten” bezeichnet, sind in der Tat ukrainische Föderalisten. Sie wollen keine Spaltung. Sie wollen nicht der Russischen Föderation beitreten. Was sie wollen, ist eine föderale Ukraine mit starken, autonomen Provinzen.

Unterdessen in Pipelineistan…
Washington betet intensiv, dass die Konfrontation zwischen der EU und Russland an der Gasfront außer Kontrolle gerät. Erdgas wird bis zu 25 Prozent des Energiebedarfs der EU bis zum Jahr 2050 abdecken. Seit 2011 ist Russland der Nummer Eins-Anbieter, gefolgt von Norwegen und Algerien.

Die bürokratisch verseuchte Europäischen Kommission (EK) konzentriert ihre Angriffe nunmehr auf Gazprom und die South-Stream-Pipeline – deren Bau im Juni beginnt. Die EK besteht darauf, dass die Vereinbarungen, die zwischen Russland und sieben EU-Ländern bereits getroffen worden waren, die Gesetze der EU verletzen (wie kommt’s, dass sie das nicht schon früher herausfanden?). Die EK möchte, dass South Stream ein “europäisches”, kein Gazprom-Projekt wird.
Nun, das hängt von viel ernsthafter Diplomatie und der Innenpolitik der einzelnen EU- Mitgliedsstaaten ab. Beispielsweise hängen Estland und Litauen zu 100 Prozent von Gazprom ab. Einige Länder, wie Italien, importieren über 80 Prozent ihrer Energie; andere, wie Großbritannien, nur 40 Prozent.“

Hier geht es zum Originalartikel:
http://www.larsschall.com/2014/05/10/das-wandernde-auge-der-iwf-zieht-in-der-ukraine-in-den-krieg/

http://www.rationalgalerie.de/kritik/der-iwf-zieht-in-der-ukraine-in-den-krieg.html

 

Odessa: Keine Tragödie sondern ein gezieltes Pogrom

Die Hintergründe der Eskalationen in Odessa. Nationalistisch-faschistische Kräfte – von Kiew orchestriert – exekutierten oder erschlugen offensichtlich einige ihrer Opfer. CIA und FBI beraten das Regime in Kiew. Medien in Deutschland leisten dem rechten Terror in der Ukraine teilweise Rückendeckung –
Von SEBASTIAN RANGE, 5. Mai 2014 –
Die Gewalteskalation in Odessa, bei der am Freitag über vierzig Menschen starben, war – so Beobachter vor Ort – keine Tragödie, das Verbrennen Dutzender Menschen keine Verkettung unglücklicher Umstände. Es war ein kaltblütig organisiertes Massaker durch faschistische Kräfte. Der paramilitärische Rechte Sektor hatte Hunderte seiner Anhänger, die sich zumeist aus der Ultraszene eines Charkower Fußballclub rekrutieren, nach Odessa geschickt. Dort taten sie sich mit örtlichen Ultranationalisten zusammen, um in die Schlacht zu ziehen. (…)

Was den meisten Zuschauern kaum auffallen dürfte: Kommentar und Bild widersprechen sich. Die gezeigten Demonstranten gehören dem Rechten Sektor an, unschwer an ihren schwarz-roten Armbinden zu erkennen. CNN hatte am gleichen Tag einen längeren Ausschnitt des Filmmaterials gezeigt. Darin ist deutlich zu erkennen, wie hinter der Polizeisperre Maidan-Anhänger, die Ukraine-Fahne schwingend, auf ihre Gegner einprügeln. Die Mitglieder des Rechten Sektors wollen ihre Gesinnungsgenossen dabei unterstützen, und versuchen deshalb, die Polizeisperre zu durchbrechen. Hingegen kommt die Darstellung der tagesschau durch die perfide Täter-Opfer-Umkehr einer gezielten Manipulation gleich. Absicht oder Dummheit? Zumindest unverantwortlich für einen öffentlich-rechtlichen Sender, den die Regularien eines Staatsvertrages zur Wahrheit verpflichten.

Dazu gehört ebenso das konsequente Leugnen der Existenz gewalttätiger faschistisch-nationalistischer Kräfte, was unter anderen der Grünen-Politiker Werner Schulz in der Sendung Anne Will noch zwei Tage vor dem Pogrom von Odessa zum Besten geben konnte. Für ihn sind sie ein „Popanz“, der auf russischer Propaganda basiert. “

http://www.hintergrund.de/201405053091/globales/kriege/odessa-keine-tragoedie-sondern-ein-gezieltes-progrom.html

Darf man von Gleichschaltung der Medien sprechen? Und davon, dass die Demokratie höchst gefährdet ist?

Albrecht Müller schreibt in nachdenkseiten.de:

„Wenn ich zum Beispiel des Abends im Heute Journal Claus Kleber über den Ukraine-Konflikt moderieren höre und sehe, wenn ich eine halbe Stunde später den Tagesthemen-Moderator Thomas Roth verfolge, dann kann ich Gleichschaltung am lebenden Objekt studieren: Der Russe ist das böse, der Westen ist das gute. Das Schema liegt fest. Und nicht nur bei diesen öffentlich-rechtlichen Sendern, sondern auch beim Gros der anderen Medien. Was nicht in dieses Schema passt, wird weggelassen. So zum Beispiel Informationen über das Engagement der USA in der Ukraine mit 5 Milliarden $ und mit Militär und die Promotion des jetzigen Ministerpräsidenten durch die USA. Das Böse in Moskau wird mit Hähme überzogen. Nicht berichtet wurde und wird vieles, was darauf hindeutet, dass die neue Konfrontation zwischen Ost und West von westlicher Seite angetrieben worden ist. Gabriele Krone-Schmalz berichtete in dem verlinkten Interview von einem solchen Fall: dem Verschweigen der im Assoziierungsvertrag der EU mit der Ukraine vorgesehenen militärischen Zusammenarbeit. Davon wurde in westlichen Medien kaum berichtet, weil dies die übliche Zuordnung von gut und böse erschwert hätte. (…)

  • Der Kern unserer Kritik an den Medien
  • Der Kern dessen, was wir beobachten und beschreiben, ist folgender: Bei vielen wichtigen Fragen unserer Zeit in der Außen- und Sicherheitspolitik wie auch in der Innen-, Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik gibt es eine große Linie, für deren Penetration das große Heer der Journalistinnen und Journalisten schreiben und senden, und dann gibt es einige aufmerksame kritische Kolleginnen und Kollegen, die gegen den Strom schwimmen. Ihnen verdanken wir viel. Aber oft sind sie wie wir, die NachDenkSeiten selbst, auch nur eine Art Alibi für den angeblich demokratischen Disput. Und viele Journalistinnen und Journalisten der gerade von Henkel genannten und bewunderten Medien wie die Frankfurter Rundschau, Panorama, TAZ und Süddeutsche Zeitung dienen leider der Erhöhung der Glaubwürdigkeit des Mainstreams in ihren eigenen Blättern und Sendern. Peter Henkel lebt offenbar so weit weg von der Wirklichkeit, dass er diesen Mechanismus schon gar nicht mehr wahrnimmt oder versteht.Ich bestreite nicht, dass man darüber streiten kann, ob man die skizzierte Realität mit dem Begriff Gleichschaltung richtig erfasst und ob dies statthaft ist. Ich für mich habe entschieden, dass ich einen Begriff, der trifft, nicht schon deshalb nicht gebrauche, weil er zur Kennzeichnung der Verhältnisse bei „Goebbels und Honecker“ – so die von Henkel gewählte gleichschaltende Formulierung – gebraucht wird. – Aber ich gestehe gerne zu, dass ich niemandem den Gebrauch dieses Begriffes aufzwingen will und auch gar nicht anrate. Ich gebrauche diesen Begriff, weil er die Verhältnisse hierzulande wie auch in anderen Teilen des Westens – und des Ostens sowieso – trifft.“

http://www.nachdenkseiten.de/?p=21735

 

Henryk M. Broder schreibt:

Ein kluges Wort – und schon ist man Rechtspopulist!

Was gestern die „Bolschewiken“ waren, sind heute die „Rechtspopulisten“ – eine Gefahr für den Frieden. In der „Zeit“ versucht die Journalistin Mely Kiyak, vier Schriftsteller als solche abzustempeln.

In der „Zeit“ vom 8. Mai kam es zu einem Zusammentreffen zwischen Geist und Macht, Kultur und Politik. Außenminister Frank-Walter Steinmeier unterhielt sich mit zwei Schriftstellern, die das Auswärtige Amt zu einer internationalen Konferenz („Ein Traum von Europa“) nach Berlin eingeladen hatte – der in Deutschland geborenen Mely Kiyak und dem in der Schweiz lebenden russischen Romancier Michail Schischkin.

Gleich zu Beginn des von Ijoma Mangold moderierten Gesprächs sagte Mely Kiyak, sie kenne „Autoren, die europaskeptisch sind, die am liebsten den Euro abschaffen würden und die zunehmend rechtes Gedankengut in ihr literarisches Programm“ aufnehmen.

Auf die Frage des Moderators „An wen denken Sie da?“ nannte sie vier Namen: „Leon de Winter, Monika Maron, Ralph Giordano oder Richard Wagner„. Letzterer begreife „Europa explizit als christliches Abendland“, was offenbar als Beweis für „rechtes Gedankengut“ bereits ausreicht. Auch der Moderator wollte es nicht genauer wissen. (…)

„Rechtspopulisten“, die neuen „Bolschewiken“

Vermutlich ist auch die „Zeit“ der Meinung, mit der Löschung und Wiedernennung des Namens von Monika Maron sei der Fall erledigt. Man sei einerseits der Autorin entgegengekommen, habe aber andererseits für maximale Transparenz gegenüber den Lesern gesorgt.

Was übrig bleibt, ist der Begriff „Rechtspopulist“, der an die Stelle des „Bolschewiken“ aus den frühen Tagen der Bonner Republik getreten ist. Wer damals eine eigene Meinung hatte, die sich nicht mit der Haltung der Mehrheit deckte, wurde als Moskauer Agent an den Pranger der kollektiven Rechtschaffenheit gestellt.

Heute sind es die „Rechtspopulisten“, die den Frieden in Europa bedrohen. Weil sie „europaskeptisch“ sind, „den Euro abschaffen“ wollen und als Literaten „zunehmend rechtes Gedankengut“ verbreiten. Leon de Winter und Richard Wagner, Ralph Giordano und Monika Maron.

Und was rechts ist, das entscheiden solche Experten und Expertinnen für angewandten Zeitgeist wie Mely Kiyak – in Zusammenarbeit mit dem Feuilleton der „Zeit“.“

 

  25.05.2014   schreibt:

Schießerei in Brüssel oder latenter Antisemitismus in der Tagesschau?

Die ARD kam gestern Abend ihrer Grundversorgungspflicht auf ganz fatale Weise nach. „Schießerei in Brüssel“ titelte sie eine Meldung über einen antisemitischen Dreifachmord im Jüdischen Museum der belgischen Hauptstadt.

Zu einer Schießerei gehören immer mindestens zwei. Einer, der abdrückt, wie der Attentäter in Brüssel. Aber wer hat in diesem Fall zurück geschossen? Die drei ohne Vorwarnung ermordeten Juden jedenfalls nicht, auch nicht der Museumsmitarbeiter, der noch mit dem Tode ringt. Niemand!

Aber Schießerei hört sich so an, als wären auch die Ermordeten mitschuldig. Der ARD-Konsument kann sich beruhigt zurücklehnen und weiter sein Feierabendbier genießen. Der antisemitische Dreifachmord war per Überschrift wegdefiniert.

Der erste Kommentar eines Zuschauers war prompt mit der Frage verbunden, ob die Opfer denn überhaupt jüdisch gewesen seien, man wüsste doch noch nichts über die Motive des Täters. Spätestens bei diesem Kommentar hätte den ARD- Redakteuren klar sein müssen, welche antisemitischen Ressentiments sie mit ihrer irreführenden Überschrift bedienen.

Ich befürchte, es ist noch schlimmer. Für mich ist es latenter Antisemitismus, der in solchen irreleitenden Überschriften zum Ausdruck kommt. Und der gehört nun ganz bestimmt nicht zur Grundversorgung, die ich mit meinen Gebühren zu finanzieren gezwungen bin.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/schiesserei_in_bruessel_oder_latenter_antisemitismus_in_der_ard

 

ARD und ZDF verlegen Abschuss eines syrischen Hubschraubers in die Ukraine

30 Freitag Mai 2014

Veröffentlicht von Dok in ARD, ZDF

youtube – Syrien Dezember 2013

Kämpfen syrische Islamisten auf Seiten der Separatisten in der Ostukraine? In der kruden Propagandawelt von ARD und ZDF würde das nicht weiter wundern. Golineh Atai und Bernhard Lichte fänden dafür sicherlich ganz überzeugende Erklärungen, in denen das Wort Putin garantiert nicht fehlen würde.

1

ARD tagesschau 29.5. 17:30 Uhr

Gestern jedenfalls haben Tagesschau (17.30Uhr) und heute (19.00Uhr) ein 6 Monate altes Video eines Hubschrauber-Abschusses in Syrien, als Erfolg der Separatisten in der Ostukraine verkauft.

2

Der Vorgang wirft die Frage auf, wie diese Redaktionen arbeiten?

ZDF heute 29.5. 19.00 Uhr

Eigene Recherche findet offensichtlich nicht statt. Vermutlich kommen 99% der “Informationen” von ARD und ZDF vom US-finanzierten “Ukraine Crisis Center“, wo geschulte Agitatoren vorgefertigte News-Häppchen anbieten, um die Meinungsmache im westlichen Sinne zu beeinflussen.

3

Von jeglichem beruflichen Ethos befreite Menschen, wie Golineh Atai, verbreiten deshalb regelmäßig Gerüchte, Halbwahrheiten, Mutmaßungen oder simple Lügen.

Gestern klang das in der 20.00 Uhr tagesschau so:

Atai: Viele Fragen bleiben bei diesen heutigen Entwicklungen offen: Warum kann die Armee ihre Soldaten nicht immer aus der Luft unterstützen? [wir erinnern an die Hetze gegen Assad, wenn er die Luftwaffe einsetzt] Warum ist die Grenze nach Russland nach wie vor so durchlässig, dass offenkundig ganze Busladungen von Kämpfern in die Ukraine einwandern. Oft ausgerüstet mit HOCHprofessionellen Waffensystemen und unter den Kämpfern sollen sich auch immer mehr Kämpfer aus Tschetschenien befinden. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch berichtet, dass der Südosten der Ukraine sich immer mehr in eine gesetzlose Enklave verwandle. Dass immer mehr Menschen im Südosten des Landes verwirrt und verängstigt seien, offenkundig weder den Separatisten zugeneigt, noch der Regierung in Kiew und einfach nur ein normales, friedliches Leben wollten und die Hälfte der Unternehmen in der Region – wird berichtet – hätten mittlerweile ihren Betrieb eingestellt.

Eine offenkundig erbärmliche Sammlung an Einseitigkeit, Ahnungslosigkeit und unbewiesenen Behauptungen, die den einzigen Zweck verfolgt, den Einsatz des Militärs gegen Bürger zu rechtfertigen, die nicht von einer westlichen Junta regiert werden wollen.

http://propagandaschau.wordpress.com/2014/05/30/ard-und-zdf-verlegen-abschuss-eines-syrischen-hubschraubers-in-die-ukraine/

 Murat Altuglu schreibt auf Achgut.com:

02.06.2014

Qualitätsjournalismus aus Hamburg

Murat Altuglu

Im deutschen Sprachgebrauch gibt es das Wort Qualitätsjournalismus. Als ich noch an einer deutschen Uni war, wurde immer wieder geraten, eine überregionale Qualitätszeitung zu lesen. Dieser ganze Nachdruck war mir immer suspekt. Mit der Zeit, vor allem nachdem ich ausgewandert war und andere Medien kennengelernt habe, wurde mir erst klar, welchem journalistischen Abgrund ich intellektuell entronnen war.

Ein gutes Beispiel hierfür liefert eben das Meinungsblatt Die Zeit. In diesem Artikel wird dem Leser suggeriert, dass der italienische Regierungspräsident Merkel dabei unterstützt, Juncker als Kommissionspräsident zu installieren. Der entscheidende Satz lautet: „Unterstützung für Juncker bekommt Merkel hingegen von Italiens Regierungschef Matteo Renzi.“

Dann lese ich den britischen Telegraph. Und dort steht: “Matteo Renzi, the Italian prime minister, spoke out in support of Britain on Sunday by emphasising that Mr Juncker had no guaranteed majority in a vote of EU leaders and had no automatic right to the job following last week’s European elections.”

Jetzt fragt man sich, wer wird denn nun von Renzi unterstützt? Merkel oder Cameron? Die Antwort liefert Renzi selbst: „Juncker is ‘one’ name for the Commission, but he is ‘not’ the name.” Also eine deutliche Absage an Juncker als alleinigen Kandidaten.

Die eine Zeitung manipuliert den Leser, die andere informiert ihn. Das ist der Unterschied zwischen Propaganda und Qualitätsjournalismus.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/qualitaetsjournalismus_aus_hamburg

 

Linke denunzieren Poroschenko als Juden

“Forbes lists Petro Poroshenko as the 130th richest Jew in the world with 1, 6 billion dollars. The would-be President of Ukraine Poroshenko was born Waltzman. Poroshenko is his mother’s name, she was also a Jew.”

http://www.strategic-culture.org/news/2014/05/24 /weapons-prostitutes-drugs-things-po roshenko-associated-with.html

Altlinker Jürgen Elsässer sieht Juden (Zionisten) am Werk des Putsches in Kiev.

>5:58 “Also es macht keinen Sinn mit dem Finger auf Russland zu zeigen, sondern diese ausländische Macht war natürlich eine westliche Macht und wir haben zahlreiche Berichte, auch aus der seriösen Presse, aus der FAZ, aus der neuen Zürcher Zeitung aufgeführt, wo berichtet wurde, etwa von Amerikanern, auch Deutschen und von einer Zionisten-Brigade auf dem Maidan, das heißt jüdische Kämpfer mit israelischer Armeeausbildung, die sich als Stoßtruppe sozusagen über die friedlichen Demonstranten gemengt haben, ja. Und das waren diese ausländischen Faktoren, die jeden Vermittlungsversuch torpediert haben und dann kam es eben zum Sturz von Janukowytsch. Der konnte sich nicht mehr halten, der musste fliehen und dann wurde er formell vom Parlament abgesetzt und eine neue Regierung gewählt.” <6:52

https://www.youtube.com/watch?v=Zw2aKvLhUw4

wir halten jüdischen Faschismus auf

 

Auf dem Transparent einer russisch-orthodoxen Demonstration:

„Wir halten den jüdischen Faschismus auf!“

 

Russia in secret plot against fracking, Nato chief Rasmussen says.

http://www.telegraph.co.uk/earth/energy/fracking/10911942/Russia-in-secret-plot-against-fracking-Nato-chief-says.html

Russia is secretly working with environmental groups campaigning against fracking in an attempt to maintain Europe’s dependence on energy imports from Moscow, the secretary-general of Nato Rasmussen has said. (…)

Greenpeace dismissed Mr Rasmussen’s comments as „preposterous“. A spokesman said: „Greenpeace had thirty of its people locked up in Russian prisons last year, threatened with fifteen years in jail. The idea we’re puppets of Putin is so preposterous that you have to wonder what they’re smoking over at Nato HQ.”

Russland führt Geheimoperationen gegen Fracking durch, sagt der Nato-Chef Rassmussen.

http://www.telegraph.co.uk/earth/energy/fracking/10911942/Russia-in-secret-plot-against-fracking-Nato-chief-says.html

Russlands Geheimdienste kooperieren mit Umweltschutzgruppengruppen in Kampagnen gegen Fracking, um zu versuchen Europa in Abhängigkeit von Energieimporten aus Moskau zu halten, sagte der Generalsekretär der Nato Rasmussen.

Greenpeace wies Herrn Rasmussens Kommentare als „absurd“ zurück. Ein Sprecher von Greenpiseace sagte: “ Dreißig Greenpiss-Aktivisten wurden im vergangenen Jahr in russischen Gefängnissen eingesperrt und mit fünfzehn Jahren Gefängnis bedroht. Die Idee, wir wären Marionetten von Putin, ist so absurd, dass man sich fragen muß, was für ein Stoff im Nato-Hauptquartier geraucht wird.“

 

Sie hören in letzter Zeit oft in den Staatsmedien, daß ISIS Islamischer Staat in Irak und Syrien bedeutet. Wie oft, stimmt es nicht, und wenn etwas nicht stimmt, dann hat es seine Gründe. ISIS bedeutet: „Islamischer Staat im Irak und in der Levante“. Als Levante (ital. für „Sonnenaufgang“, steht allegorisch für den „Osten“ und das „Morgenland“) bezeichnet man im weiteren Sinne die Länder des östlichen Mittelmeeres, folglich alle Länder, die östlich von Italien liegen, besonders die griechische Halbinsel und die griechischen Inseln in der Ägäis, die mediterranen Küstengebiete der Türkei, Zypern, den Libanon, Palästina, das historische Syrien und Ägypten. Im Arabischen wird die Region als „Asch-Scham“ (‏الشام‎ / aš-Šām) bezeichnet, was wörtlich übersetzt „der Norden“ heißt. Damit ist die Region nördlich von Hedschas, der Geburtsregion des Islams, gemeint. In Syrien selbst ist mit „Asch-Scham“ die Stadt Damaskus gemeint.

 

Im engeren Sinn umfasst die geografische Bezeichnung Levante Küsten und Hinterland der Anrainerstaaten der östlichen Mittelmeerküste, also die heutigen Staaten Syrien, Libanon, Israel, Jordanien sowie die palästinensischen Autonomiegebiete.

Der Islamische Staat im Irak und in der Levante (abgekürzt: ISIL; arabisch ‏الدولة الإسلامية في العراق والشام‎ ad-dawla al-islāmīya fī l-ʿirāq wa-sch-schām, auch Islamischer Staat im Irak und in (Groß-)Syrien, abgekürzt: ISIS), ist eine dschihadistischsalafistische Organisation, deren Ziel die Errichtung eines Islamischen Staates ist.

Sie hat ihren Ursprung im irakischen Widerstand und bekannte sich früh zu al-Qaida, weswegen sie auch unter dem Namen al-Qaida im Irak (AQI) bekannt war, jedoch sind seit etwa Mitte 2013 ISIS und al-Qaida zerstritten. Im Irak tötete ISIS durch Anschläge über 6000 Menschen. Die Organisation kämpft im syrischen Bürgerkrieg gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad, gegen die Freie Syrische Armee und gegen die kurdische Minderheit im Norden des Landes. Seit Mai 2010 ist Abu Bakr al-Baghdadi ihr Anführer. Vier Jahre lang saß der Iraker in Camp Bucca, einem US-Gefangenenlager mit bis zu 26 000 Häftlingen ganz im Süden des Irak. (Wie kam er denn heraus?)

Die falschen Angaben über die Bedeutung des Namens der al-Qaida im Irak (AQI) Dschihadisten ISIS sollen deren Ansprüche auf die kriegerische Errichtung eines islamischen Gottestaates im ganzen Nahen Osten und darüber hinaus, von der Türkei bis Ägypten, verdecken. Es soll so aussehen, als ob die Dschihadisten „nur“ die gewaltige Eroberung von Irak und Syrien beanspruchen würden, die Gefahr sei also nicht „so groß“. Die Gefahr ist jedoch sehr groß, und Islamismus ist eine extrem aggressive, gewaltbereite politische Bewegung, und keine Religion, der Islamismus versteckt sich lediglich hinter der islamischen Religion, wie sich Stalinismus hinter dem Marxismus versteckte, und Faschismus hinter Patriotismus, und die Inquisition hinter der katholischen Religion, und Machtgier hinter Gutmenschentum und Öko, und so weiter.

3. Intifada?

Die deutschen Medien betonten wochenlang, dass im Fall der drei israelischen Jugendlichen weder die Taeterschaft der Hamas noch ueberhaupt bewiesen war, dass die drei Jungen entfuehrt worden waren.

http://beer7.wordpress.com/2014/07/03/3-intifada/

Dir Grüne Jugend kennt nur noch ein Geschlecht: weiblich und weniger weiblich.

Siehe: https://www.gruene-jugend.de/machmit/mitglied-werden

 

Gerst

Das Heute-Journal eröffnet mit diesem Foto des Astronauten Alexander Gerstdie Sendung und zitiert absichtlich falsch. Aus den „Raketen über Gaza und Israel“ machte Claus Kleber (ZDF) mit besonders betroffener Stimme „die Raketen über Gaza“ 
 

 

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das Gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

 

Stupidity is demonstrated by people lacking knowledge they could achieve.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice attempt to avoid upsetting fools unwilling to face the truth.

Antisemitism is when one blames Jews or Israel for issues, he does not blame others.

Crazyness is, when one always does the same but expects different outcome.

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human.

A man with roots should go for a pedicure.

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

 

I think for food-2

molon labe