Schlagwort-Archiv: Gaslighting

Politikberichterstattung als märchenhaftes Spektakel / Political coverage as a fairy-tale-like spectacle (german/english)

image001

Politikberichterstattung als märchenhaftes Spektakel

polic

Walter Janssens Märchenfilm „Rotkäppchen“ (1954) und die „Weltspiegel“-Sondersendung von 09.03.2014. Ein Vergleich

Essay, 2015, 12 Seiten

Medien / Kommunikation – Film und Fernsehen

eBook  (PDF)  für nur  12,99 €
Versandkostenfrei herunterladen, auch auf Tablets und Handys lesbar, ohne DRM. Preis inkl. Mwst.

Politikberichterstattung als märchenhaftes Spektakel: Walter Janssens Märchenfilm „Rotkäppchen“ (1954) und die „Weltspiegel“-Sondersendung von 09.03.2014. Ein Vergleich. Von Tomo Polic

„Weil Echtzeit Reflexionskraft minimiert, infiziert sie aber seit der Krim-Krise auf höchst bedrohliche Art das politische und gesellschaftliche Leben in allen Bereichen. Nachrichtenticker wechseln im Minutentakt zwischen Reaktion und Gegenreaktion, teilweise mit sorgfältig abgestimmter Eskalations- und Herzschlagssteigerungssemantik, verbunden durch die Tricks, wie man sie in den Schreibseminaren Hollywoods lernen kann.“ Frank Schirrmacher, „ Dr. Seltsam ist heute online“, F.A.Z von 28.03.14.

Politische Themen werden in den deutschen Medien zunehmend als märchenhafte, spektakuläre Soaps dargestellt. Dies bedeutet, dass die Ambivalenz der heutigen Welt und die komplexen Ereignisse in der Regel drastisch, und ohne Rücksicht auf die Folgen, vereinfacht werden. Die Protagonisten der wichtigen Ereignisse werden entweder zu den absolut Guten oder den absolut Bösen stilisiert. Auf dieser Weise wird aus der Berichterstattung das reine Märchenerzählen. Und nebenbei wird das Unwichtige, Nebensächliche und Banale, wie z. B. die Sexualpraktiken von Fußballern oder Politikern als etwas gesellschaftlich Relevantes, Lebenswichtiges und von außerordentlicher Bedeutung für die Demokratie, Freiheit, Menschenrechte, für die sogenannten unsere Werte dargestellt und in den politischen Sendungen endlos kommentiert und debattiert. Mit der Vermischung von Politik, Klatsch und Spektakel entstehen die inhaltslosen Produkte, die die Affekte der Menschen anregen sollen und als Ziele allein die Quote und das Geldvermehren haben. Der Liebe zur Technik, der Geschwindigkeit des Internets und dem hordenhaften Charakter der sogenannten sozialen Netze, wie dem facebook, verdankten wir den Echtzeitjournalismus. Die seriöse, kluge und gut recherchierte Analyse von politischen Personen und Handlungen ist in den Medien kaum noch präsent. Das Märchen „Rotkäppchen“ liefert, so mein Eindruck, das ideale Muster für die modernen, superschnellen Berichterstatter. Die sogenannte Ukraine-Krise hingegen sei ein idealer Konflikt, in dem der böse Wolf und das gute Rotkäppchen schnell gefunden würden.

Mein Essay wollte ich zunächst über den, heute schon längst ehemaligen, ukrainischen Präsident Janukowitsch und dem Liebling der Kanzlerin, dem Ex- Boxweltmeister Klitschko schreiben. Die politische Konstellation änderte sich, Janukowitsch verlor die Macht durch einen demokratischen Putsch und verschwand aus den Medien. Prompt war auch unser Super-Klitschko seiner Rotkäppchen-Rolle los. In der Koma liegender Formel-1 Fahrer (auch ein Weltmeister) Schumacher und zum Ober- Pädophil stilisierter SPD-Politiker Edathy beherrschten als parallellaufende gut/böse Soaps die deutsche Medienwelt.

Die freigewordene internationale politische Show- Bühne betrat ein alter Bekannter, der russische Präsident Vladimir Putin. Es zeigte sich schnell, dass Putin eine noch viel bessere Besetzung für die undankbare Wolf-Rolle sei. Der Mann hat Erfahrung und hatte in der Vergangenheit ähnliche Rollen mit Bravur gemeistert. Da die Liste der aufgefressenen Opfer lang sei, werde ich hier nur einige, die prominentesten benennen: die Homosexuellen, die Band namens Pussy Riot , die postfeministische Protest- & Performancegruppe (?) Femen. Mit dem Putin als dem neuen Wolf sei nicht mehr alleine die Ukraine in Gefahr, vom Wolf verschlingen zu werden, sondern vielmehr die gesamte, und immer wieder in alle Richtungen sich erweiternde EU, der ganze Westen und die ganze Welt. So ist wieder einmal „der Russe“ das Bösewicht von dem die Deutschen, diesmal als führende Kraft innerhalb der selbsternannten Friedensmacht EU, mit der Hilfe von Amerikanern die Welt retten wollen. Zur Erinnerung: in den Jahren 1933-1945 waren es die Bolschewiken, Russen und Juden (heute unter den Namen internationale Finanzwirtschaft geführt), die, von denen man die Welt retten müsste.

Deutsches Nachkriegs-Rotkäppchen: Trümmerfrauen, vaterlose Kinder und der böse Wolf

Walter Janssens Rotkäppchen Filmadaption aus dem Jahr 1954 wurde bei YouTube fast 500 000 Mal angeklickt. Die Geschichte ist bekannt: Das etwa achtjährige Mädchen bekommt einmal von der Großmutter ein Rotkäppchen, das sie seitdem immer anhat und aus diesem Grund das Rotkäppchen genannt wird (Abb.1). Ihr bester Freund ist der Jäger, der ihr alle Tiere zeigt und ihr die Hand hält wenn sie gemeinsam im Wald spazieren gehen (Abb.2). Das Rotkäppchen ist fleißig und gewissenhaft. Es hilft der Mutter beim Wäschewaschen, sie kocht und deckt gerne den Tisch für ihre fünf Brüder. Seitdem der Vater tot ist, erledigen die Brüder als Holzfäller die Arbeit im Wald (Abb.3).

Die Großmutter ist krank und möchte, dass das Rotkäppchen sie besuchen komme. Einer der Jungs streut gerne, wenn er unterwegs sei, aus einem unerklärlichen Grund das Niespulver auf den Boden. Da so jemand die Sicherheit der humanitären Mission des Großmutter-Besuchs gefährden würde, darf er nicht mitkommen. Der Gerechtigkeit zuliebe und im Sinne der Volksgemeinschaft darf schließlich keiner der Jungs mitkommen.

Beim Abschied haben die Mutter und die Brüder gute Ratschläge für das Rotkäppchen: „Bleib nicht lange im Wald, trink den Wein nicht aus, esse nicht den Kuchen auf, nimm dich in Acht von wilden Tieren, Hasen, Regenwurmen, sei höfflich und sag „Guten Tag“! Gehe nicht von dem Weg ab!“

Dann sieht man sie in einer vergleichsweise ruhigen, wortlosen, mit heiterer Musik untermalten Sequenz, alleine mit verschieden wilden Tieren im Wald. Die Atmosphäre im Wald ist idyllisch, das Rotkäppchen gelassen und verspielt. Das Mädchen futtert das Reh und wünscht dem „Fuchslein“ einen „guten Morgen“(Abb.4 u. 5). Plötzlich wird die Musik unterbrochen. Für einen Moment herrscht Stille dann wird sie ernst, die Streicher setzen ein. Man sieht einen Vogel in der Großaufnahme, dann das Rotkäppchen, die jetzt ängstlich schaut. Plötzlich steht der Wolf als Puppe vor dem Rotkäppchen und lacht bedrohlich. Die Kamera zoomt auf die Wolf-Puppe (Abb.6).

Der Wolf will wissen wo sie gehe und wo denn die Großmutter wohl wohnen würde. Das tugendhafte Rotkäppchen erzählt ihm die Wahrheit. Der Wolf schlägt ihr vor, die Blumen zu pflücken und der Großmutter mitzunehmen, was sie dann schließlich auch macht. Der böse Wolf nutzt die ehrliche, liebevolle Naivität des Rotkäppchens gnadenlos aus.

Der Rest der Geschichte ist bekannt. Der Wolf geht vor und gibt sich für das Rotkäppchen aus, frisst die arme Großmutter auf. Dann werden die verängstigten Tiere im Wald gezeigt und die Einstellung mit den im Wald liegenden Rotkäppchens Brüdern, die an ein wenig gelangweilten und gleichzeitig besorgten Soldaten vor dem Abmarsch erinnern. Irgendwann wird dem Rotkäppchen klar, dass sie sich viel zu lange im Wald aufgehalten hätte. Sie rennt durch den Wald und kommt vor dem Haus der Großmutter an. Der Wolf liegt bereits im Großmutters Bett (Abb.7). Und die Großmutter in seinem Bauch. Das Rotkäppchen ist verwundert, denn die Großmutter hätte sich ziemlich verändert. Der Wolf frisst sie auf.

Währenddessen begehen sich die Brüder gemeinsam mit dem Jäger in Richtung Großmutterhaus. Sie kamen an, man hört den schnarchenden Wolf von draußen(Abb.8). Der Jäger macht die Tür auf, geht rein und macht die Kerze an. Die Musik wird ernster, der Jäger spricht den satten und schnarchenden Erzfeind mit diesen Worten an: „Hab’ ich dich, du alter Sünder, ich habe dich lange gesucht!“. Dann holt er die Kinder rein. Die Jungs sind begeistert und schlagen dem Jäger vor: „Schneide ihm den Bauch auf!“ Er macht das gerne, die Aktion verläuft schnell, blut- und schmerzlos (Abb.9). Die Musik ist jetzt lustig, sie klingt sehr leicht, befreit. Das Rotkäppchen und die Großmutter werden aus dem Bauch rausgeholt, lebendig gerettet (Abb.10). Die erste Hilfe wird geleistet und der Wolf wird, von der fröhlichen Musik begleitet, gequält, mit Steinen gefüllt und zugenäht (Abb.11). Das macht die Kinder glücklich, sie tanzen alle zusammen wie die europäischen Sterne um den toten Wolf (Abb.12). Die jetzt endgültig befreiten Tiere im Wald werden noch einmal einzeln gezeigt. Der Jäger-Retter verabschiedet sich, die Großmutter bleibt zuhause und die Kinder begehen sich, vom Kinderchor begleitet, auf den Weg nach Hause. Das Die letzte Einstellung vereint die glückliche, vaterlose Familie in einem Gruppenbild (Abb.13). Sie beschließen die Großmutter am nächsten Sonntag alle zusammen zu besuchen. Da der Wolf tot ist, sollte das ein angenehmer Ausflug werden.

Die Weltspiegel“-Sonderausgabe: Wir haben den Wolf!

Am Anfang der Sendung stellt der Moderator Michael Strempel kurz die einigen Protagonisten und Themen vor. Zunächst wird der amerikanische Präsident Barack Obama als zögernder Jäger vorgestellt. Es folgen die reichen Russen bzw. Russinnen in Nizza, als aus Frankreich kommende Gefahr. Schließlich sehen wir die extremen Nationalisten in der Ukraine. Die beiden „Gruppierungen“, die der reichen Russinnen auf der Einkaufsstraße und die der Männer in Uniformen mit dem Totenkopf sind aus ähnlichen Perspektiven aufgenommen. Sie bewegen sich in die entgegen gesetzten Richtungen. Die Frauen kommen von links und die Extremisten von rechts in das Bild hinein. So entsteht der Eindruck, dass es sich scheinbar um die zwei etwa gleichgefährliche Gruppen handelt.

In der ersten Kurzreportage wird der gejagte Wolf, den russische Präsidenten Vladimir Putin, vorgestellt. Sehr schnell wird es klar, dass Putin unberechenbar sei, und dass er offenbar unter schweren Persönlichkeitsstörungen leide. Einer der Beweise dafür sei die Tatsache, dass das US-Verteidigungsministerium den Putin nicht verstehen könne und dazu gezwungen sei, die Psychologen zu „bezahlen“ (!), die ihnen den unerklärbaren Putin erklären sollen. Aus der These der Unmöglichkeit des „Putin-Verstehens“ wird übrigens ein paar Tage später in den Medien die negativ besetzte Formulierung Russlandversteher hervorgebracht. Ein Russlandversteher setze sich für einen Dialog mit Russland ein und mache sich damit des Vaterlandsverrats verdächtig. Alle anderen wissen (ähnlich wie alle Menschen und alle Tiere im Märchenfilm), dass der Wolf nur die Sprache der Gewalt verstehe. Während der Moderator spricht, sieht man ein, links in der Mitte auf einem Bildschirm positioniertes, Foto vom Putin auf dem er grimmig und verwirrt guckt. Die Kamera zoomt auf den Moderator und den Computerschirm mit Putin und die sich langsam drehende Weltkugel des „Weltspiegels“, die schließlich aus dem Bild verschwindet. Das Bild ist so nicht mehr drei-, sondern nur noch zweigeteilt. Links steht einer von uns, unserer demokratischer Nachrichtenerzähler, rechts auf dem Monitor sehen wir das Bild des gejagten Tieres, das gefährlich anmutenden, verlorenes Blickes irgendwo vor sich hin, an die Zuschauer vorbei, schaut (Abb.14). Wir haben hier mit einem Verrückten zu tun, der selber nicht recht zu wissen scheint was sein nächster Schritt sei. So wird schon am Anfang der Sendung die Produktion von anscheinend erwünschten und gesunden Angstgefühlen fleißig vorangetrieben. Etwas später wird uns der Putin als selbstverliebter Macho mit dunklen Sonnenbrillen und als Verlierer in einer kurzen schwarz-weiß Original-Aufnahme aus Sowjetzeit, die den jungen Putin als geschlagenen und demütigten Jungen bei Kampfsportübungen zeigen. Es besteht kein Zweifel: Dieser Mensch stellt eine Gefahr für uns alle, für die westliche, demokratische, die beste aller Welten dar.

Es folgen die, wahrscheinlich an die Pentagon-Psychologen gerichteten, rhetorischen Fragen, die keine Antwort zu brauchen scheinen: Sei Putin von einer historischen Mission besessen, spiele er so kaltblutig den geopolitischen Blitzschach, weil er die Schwächen seiner Gegner kenne? Seien es die machohaften Allmachtfantasien, die ihn führen? Sei er der Gefangene seiner schwierigen Kindheit eines Jungen aus St. Petersburg, der mit Kampfsport (und heute mit einem Krieg gegen den Westen) sein schüchternes Ego hätte stabilisieren wolle? Die Fragen sind mit der, eines Hans Zimmers würdigen Musik untermalt und von bewegten Bildern begleitet, die das Gesprochene anschaulich zu machen scheinen. Zwei russische Experten, Dimitri Oreschkin und Stanislaw Belkowski, ehemalige Mitglieder von Putins Menschenrechtrats, fassen das bereits Gelernte noch einmal zusammen. Dann zeigt man Putin in der Gesellschaft von russischen Soldaten. Eine Szene mit brennenden Straßen wird noch reingeschoben.

Die weibliche Off-Stimme stellt empört fest, dass „nicht die Frau und Kinder seine engsten Bezugspersonen“ seien. Denn Putins Freunde seien „die Männer aus Militärdiensten und viele kleine Offiziere“. Ach so, hier ist ein Politiker der von Frauen und Kindern nichts hält, und statt dass er heirate und die Kinder großziehe, sitze er lieber mit irgendwelchen alten Männern zusammen (Abb.15 u. 16). „Handelt es sich hier um ein gewaltfixiertes Männerbund mit Realitätsverlust?“, fragt die besorgte, aber entschlossen klingende Frauenstimme. Einer der Experten zieht kurz darauf einen Putin-Caligula-Vergleich.

Nach etwa fünf Minuten sagt dann der Moderator plötzlich, anscheinend voller Reue und von der Suche nach Wahrheit getrieben, dass der Westen auch nicht ganz unschuldig daran sei, dass Russland das Gefühl bedrängt zu sein hätte. Die tatsächliche Bedrängung durch NATO wird graphisch dargestellt (Abb.17). Nach weniger als 30 Sekunden wird das Thema gewechselt.

Die nächste Reportage stellt die Ukrainerin Olga vor, in Washington, vor der russischen Botschaft, nur mit einem ukrainischen Fähnchen bewaffnet stehend. Die (alleinerziehende) Mutter zweier Kinder sei erleichtert, dass sie und ihre Kinder amerikanische Staatsbürger seien. Olga hat den Film „Woman of Maidan“ gedreht. Wir sehen einige weinende Frauen auf dem Bildschirm vor dem Rechner weinende Olga (Abb.18). Der Zuschauer fühlt mit. Anders als bei der graphischen Darstellung der Bedrohung der Russen durch die NATO. Olga weiß was Putin vorhat: Die Sowjetunion wieder herzustellen. Jetzt wissen es auch die „Weltspiegel“ -Zuschauer.

Nach dem Olga-Intermezzo sehen wir die marschierenden russischen Soldaten bei dem Verlassen der DDR. Die Russen empfanden die neue Situation als Demütigung, wird erklärt. Nach dem Zerfall der SU wurde von der Seite des Westens versichert (man sieht den ehrlichen, ehemaligen deutschen Außenminister Genscher), dass die ehemaligen Mitgliedsstaaten der Sowjetunion nicht in die NATO aufgenommen würden. Das Versprechen wurde 1999 leider gebrochen, sagt uns die Off-Stimme, während man die (nicht wirklich ehrliche?) ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright, in der Gesellschaft der NATO- Generäle (gewaltfixierter Männerbund?) zeigt. Der US-Präsident Bush macht 2004 die Aufnahme von weiteren sieben Ländern in die NATO bekannt. Er macht das in Manier eines Imperators, das wird aber nicht besonders kommentiert. Der Zuschauer weiß: Der unehrliche Amerikaner hat das Wort, das der gute Deutsche Genscher gegeben hatte. So entstehe bei den Russen das Gefühl der Umzingelung. 2008 macht Bush seine Pläne, auch die Ukraine und Georgien in die NATO aufnehmen zu wollen, bekannt. Schließlich erklärt die Expertin Fiona Hill: „Putin glaubt, dass der Westen ihn betrogen hatte, er empfinde das als eine tiefe Erniedrigung. Also der Westen betrügt Putin und er glaubt, völlig verwirrt, dass man ihn betrogen hätte. Was soll Putin sonst glauben, kann man sich vielleicht fragen.

Nach etwa zehn Minuten wird der gute Jäger Barack Obama vorgestellt. Als Zeichen seiner Naivität (und Dummheit?) wird seine Neigung zu reden statt zu drohen bezeichnet. Hillary Clinton sei beispielsweise auch mal naiv gewesen und setzte sich für den Frieden ein. Heute sei sie aber viel kluger geworden und verglich Putin mit Hitler. Obama sei naiv gewesen und habe die Projekte seines Vorgängers, die eine Bedrohung für Russland darstellen könnten, gestoppt. Putin bewerte Obamas Entgegenkommen als Schwäche. Dazu sehen wir die Aufnahme von zusammen sitzenden und schweigenden Jäger Obama (ratlos, gütig) und dem Wolf Putin (nervös, ungeduldig, wütend)(Abb.19-21). „Warum würde er hier nicht geschnappt“, soll sich der Zuschauer fragen. Dann wird wieder Olga gezeigt. Spazierend mit dem Hund. Die Off-Stimme sagt, dass sie auf den Westen hoffe. Dazu sehen wir eine amerikanische Fahne in der Großaufnahme. Die Botschaft ist klar, Obama sei ein Versager, der keinen Krieg will.

Es geht weiter, ein weiterer deutscher Experte tritt auf. Er meldet sich aus Lwiw und beantwortet die Frage des Moderators ob der Westen zu „unsensibel“ im Umgang mit Russland gewesen sei, mit einem klaren „nein“. Denn die „Einmarsch“ der Russen in Krim hätte die „Befürchtungen der Länder die in die NATO wollten“ als begründet erwiesen. Der Moderator sagt, dass bei den Russen ein „subjektives Gefühl der Bedrohung entstanden“ sei, weil Russen immer noch vom alten Denken, Freund /Feind geprägt seien. Er beschwert sich über die „Dämonisierung des Westens in Russland“, er sei für die Sanktionen und mehr Druck ausüben.

Nach 15 Minuten sehen wir den angekündigten Bericht über die Russen in Nizza, wo Russisch fast keine Fremdsprache mehr sei, und lernen etwas über die Geldgier der unmoralischen Franzosen. Die Alarmglocke läutet: Cote d‘ azur, eine der schönsten Gebiete in Europa sei fest in der russischer Hand! Nur weil den (gierigen)Franzosen das Geld der reichen Russen nicht stinke. Und „früher kam der Zar, und heute kommen sie selbst zu Tausenden“. Am Ende des Nizza-Berichts kommen die dort lebenden Ukrainer (die man wahrscheinlich noch bis vor einigen Wochen auch zu den Russen gezählt hätte) zum Wort und sagen, man solle nicht an Geld denken, sondern an die Menschenrechte.

Es folgt die Reportage über die Rechtsradikalenszene in der Ukraine. Der Moderator gibt sich besorgt, wird aber von einem weiteren Experten schnellst beruhigt. Er erklärt, dass die Rechten zwar gegen die Juden, Polen, Russen hetzen, drei Minister in der neuen Regierung stellen und die Kontakte mit der NPD pflegen. Ihr Einfluss sei aber überschätzt. Denn sie hätten sich mittlerweile den demokratischen Kräften angeschlossen und hätten außerdem nur mäßige Umfragewerte. Die Rechtsradikale und Faschisten seien vor allem ein Argument, ein willkommenes Argument zum Eingreifen für die Russen. Auch die Förderung nach der Aberkennung der russischen Sprache als der zweiten Amtssprache in der Ostukraine sei nicht glücklich gewesen. Weil die russischen Medien dies ausgenutzt hätten.

Es folgen noch zwei Reportagen die sich mit der russisch-ukrainischen Grenze, den russischen „Demonstrationstouristen“ (den Begriff kennt man noch aus dem Jugoslawienkrieg), dem schwerverletzten Ukrainer Ivan in Charkiw, der von vermummten, „russisch bekleideten und sprechenden Menschen“ geschlagen wurde. „Wir klären selbst die Probleme zwischen uns, in unserem Land“, sagt er. Die letzte Geschichte zeigt einen verunsicherten ukrainischen Geschäftsmann, der Angst hat. Am Ende kommt die neueste Nachricht: Ein westliches Fernsehteam wurde von den Russen angegriffen. Ein Journalist sagt, er fühle sich nicht willkommen. Und beschwert sich über die russische Propagandamaschine. Das Ende der Sendung.

Die klar geteilte Medienwelt: Gute Ukrainer und böse Russen

Einen deutschen Kinder- und Familienspielfilm aus den 1950er Jahren, dem als Vorlage ein berühmtes Märchen diente, mit einer aktuellen politischen Sendung, die möglichst objektiv über die politischer Lage in der Ukraine berichten sollte zu vergleichen, eine Aufgabe ,die schon auf der formalen Ebene nicht ganz einfach ist. Denn der Märchen-Spielfilm hat einen klaren, klassischen Aufbau mit einer einleitenden Beschreibung der Lage, einem Problem/Konflikt und einem Finale, einer Problemlösung als Happyend. Der Alltag der siebenköpfigen, vaterlosen Familie wird episodenhaft dargestellt. So werden das gemeinsame Frühstuck, der Weg der Jungs zu Arbeit, das Schlafengehen, Spielen, Putzen und Kochen, dann das Fallen eines der Brüder in den Teich, das Reparieren einer Wasserröhre, das Missgeschick mit dem verbrannten Pfannenkuchen, das anschließend verqualmte Haus. Die Sendung versucht etwas ähnliches, nämlich den politischen Alltag in der Ukraine zu zeigen und auf die möglichen Lösungen hinzuweisen, die für einen Happyend sorgen sollten. Dabei wird vieles durcheinander gebracht, zunächst auf der formalen Ebene. In einer Collage aus historischen und aktuellen Aufnahmen, aus Reportagen und Live-Schaltungen, Interviews mit Experten und einfachen Menschen, mit den Porträts, Rückblicken und Rückblenden, graphischen Darstellungen, mit den Fotos und den Foto-Montagen, mit den Zeitlupen und mit den Zooms. Dabei soll der Eindruck der unverfälschten Objektivität entstehen. Dieser Eindruck sollte durch das Erwähnen von einzelnen unzufriedenen „Weltspiegel“-Zuschauern, die die Art der Berichtserstattung des „Weltspiegels“ irrtümlich als zu einseitig bewerten, verstärkt und untermauert werden. An mehreren Stellen, ähnlich wie im Märchen-Film, hilft die musikalische Untermalung die gewünschten Gefühle zu wecken. Der Kommentar des Moderators dient als Bindemittel zwischen inhaltlich und formal unterschiedlichen Beiträgen und erklärt zusätzlich die Vorgänge. Es wird ganz viel erzählt. Der schnelle, zeitweise hektische Schnitt dient als Motor der Sendung und als Zeichen des Brennpunkt-Charakters des Themas. Die bei Zuschauern entstandene Verwirrung wird mit der Hilfe des Sprechers oder Moderators wettgemacht. Die Verwirrung soll mutieren und zur Klarheit werden, eine Klarheit, die man sonst in den Märchen findet. Im Märchen-Film wird der Wolf nicht sonderlich beschrieben, denn jeder kennt den Wolf, den Bösewicht. Er lebt im Wald und ist ein unsympathisches, unberechenbares, gieriges und kaltblütiges, ein unfassbares Tier.

In der Sendung wird Putin detailliert beschrieben und vorgestellt und zum wahren Wolf stilisiert. Er selbst kommt kaum zum Wort, genauso wie sein Gegenspieler, als naiver Politiker und unfähiger Jäger dargestellter Barack Obama. Als ein besserer Jäger wird der radikale Krieger und normalerweise als Dummkopf verspottete George W. Bush gelobt. Putin sei wie ein Tier, das kein Verstand besitze, er könne nur glauben oder fühlen. Auch dann, wenn der Moderator selbst bemerkt, dass Putin zu Recht etwas glaube oder fühle wird ein Experte geholt der das Gesagte einfach und ohne Argumente verneint. Im Film ist der Jäger als bester Freund des Rotkäppchens gestellt, der alle Tiere kennt. Im „Weltspiegel“ ist Obama als schwacher und naiver Jäger gezeigt, ein Jäger, der leichte Beute für den Wolf werden könnte, wenn er nicht wahrnehme, dass mit dem Wolf nicht zu spaßen und nicht zu sprechen sei. Jedenfalls soll der Barack Obama (der Jäger) gemeinsam mit den hilfslosen Tieren im Wald (die rechtsradikalen Parteien) und mit Rotkäppchens Brüdern (NATO und/oder die faschistischen Parteien), das unschuldige Rotkäppchen (die Ukraine) zu der Großmutter (EU, Angela Merkel) führen. Die rechtextremen Parteien seien zwar wilde Tiere die sich bestimmt auch dressieren lassen werden. Jedenfalls genießen die unser Vertrauen auch wenn sie noch wild seien.

Der Walter Janssens Film „Rotkäppchen“ ist in ein typisches Produkt der 1950er Jahre. Die deutsche Filmindustrie setzte nach dem verlorenen Krieg auf das überzuckerte Entertainment, auf Schlager-, Heimat-, und Kriegsfilme in denen deutsche Soldaten als tapfere Männer gezeigt wurden, die sowieso schon immer dagegen waren. Von der berühmten Vergangenheitsbewältigung war da nicht viel zu sehen. Auch hier zeigt sich das Rotkäppchen als propagandistisch brauchbares Material. Der Drehbuchautor übernimmt auch leicht erkennbare Elemente aus anderen Grimms Märchen. So hat Rotkäppchen hier fünf Brüder, die jeden Tag als Holzfäller arbeiten gehen. So ähneln sie den sieben Zwergen, sind es aber (nur) fünf. Damit wird das Rotkäppchen auch ein wenig das Schneewittchen. Denn in der Brüder Grimms Originalfassung ist das Rotkäppchen bekanntlich ein Einzelkind. Aus dem Märchen „Hänsel und Gretel“ wird das Motiv des Spurenhinterlassens übernommen. Einer der Brüder hat einmal als er zu Großmutter ging die Mehl-Spuren hinterlassen. Das Spurenhinterlassen wird neben der Tatsache, dass die Großmutter körperlich nicht in der Lage sei mehrere Personen zu empfangen, einer der Gründe dafür, dass die Mutter den fünf Söhnen nicht erlaubt das Rotkäppchen auf dem Weg zu Großmutter zu begleiten. Das Haus in dem die Familie wohnt erinnert, wohl etwas unpassend (unterbewusst?), an das Haus der bösen Hexe aus dem „Hänsel und Gretel“ (Abb.22). Man könne darin den wahren Charakter der Wirtschaftswunder, der sich hinter den Fassaden verberge, und der Rolle der moralisch sauberen Trümmerfrauen erkennen. Der Vater der Familie ist gestorben, also im Krieg umgekommen. Höchstwahrscheinlich als einfacher Soldat. Da die Männer entweder umgekommen oder verkrüppelt sind, übernehmen die Frauen, also die Mutter und das Rotkäppchen, die die Trümmerfrauen verkörpern, die Verantwortung. Gemeinsam mit den Kindern bauen sie das Land wieder auf. Sie würden zu den Heldinnen der Nachkriegszeit, als Ersatzhelden für die Männer, die den Krieg verloren haben. Die Frauen seien unschuldig, denn sie kämpften nicht im Krieg, genauso wie die Jungs, die noch klein seien und erst wachsen werden. Die moralisch sauberen, starken Frauen wurden zu Vorbildern für die kampfbereiten Feministinnen und die biologisch und der auch sonst supersauberen RotGrünen-Gesellschaft von heute.

Die Unterteilung der Welt in das Gute und Böse ist nichts Neues. In der jüngeren Vergangenheit hatten wir in Kosovo das Rotkäppchen und in Serbien einen bösen Wolf. Der Jäger war Joschka Fischer, der in Milosevic den neuen Hitler erkannte. Auch die Israelis seien böse, die Palästinenser dagegen, ein Volk der Rotkäppchen. Seit den Kreuzzügen gab es diese Unterteilung. Die Inquisition fand den bösen Wolf und das gute Rotkäppchen in einem einzigen Menschen. Die Seele war das Rotkäppchen, der Körper der böse Wolf und die Kirche der Jäger, der Retter. Der Körper wurde verbrannt damit die Seele sich befreit. Nur der Mensch war tot.

Inhalt:

                                                                                                                                                                       Seite

Politikberichterstattung als märchenhaftes Spektakel: Walter Janssens Märchenfilm

„Rotkäppchen“ (1954) und die „Weltspiegel“-Sondersendung von 09.03.2014. Ein Vergleich     1-9

Filmstills /Abbildungen                                                                                                                                 10-12

Film-und Videodaten                                                                                                                                       13

Filmstills:

image002                    image003

Abb.1 Rotkäppchen-Initiation                             Abb.2 Spaziergang im Wald

Fig. 1 Red Hood-Initiation                                   Fig. 2 Walk through the forest

image004                    image005

Abb.3 Fleißige Jugend                                         Abb.4 Tiere sind nett

Fig. 3 Diligent youth                                             Fig. 4 Animals are kind

image006                    image007

Abb.5 Guten Morgen!                                             Abb.6 Der böse Wolf

Fig. 5 Good Morning!                                              Fig. 6 The evil wolf

image008                     image009

Abb.7 Und die Großmutter liegt im Bauch            Abb.8 Alle sind bereit

Fig. 7 And grandma lays in the belly                      Fig. 8 Everyone’s ready

image010                     image011

Abb.9 Schmerz- und blutlos                               Abb.10 Rettungsaktion gelungen

Fig. 9 Pain- and bloodfree                                   Fig. 10 Recovery mission succeeded

image012                      image013

Abb.11 Steine im Bauch                                            Abb.12 Der Tanz

Fig. 11 Rocks in belly                                                 Fig. 12 The dance

image014                    image015

Abb.13 Die Familie ist vereint                                 Abb.14 Putin mit dem irren Blick

Fig. 13 Family reunited                                            Fig. 14 Putin with confused gaze

image016       image017

Abb.15 Putin und Soldat                            Abb.16 Putin und die gewaltfixierten alten Männer

Fig. 15 Putin and soldier                             Fig.16 Putin and the violence-focused old men

image018                image019

Abb.17 Graphische Darstellung in Rot /Blau       Abb.18 Opfer des Wölfes weint

Fig. 17 Graphic depiction in red/blue                   Fig. 18 Wolf’s victim crying

image020             image021

Abb.19 Der Jäger und der Wolf                       Abb.20 Der Wolf ist ein Macho

Fig. 19 The huntsman and the wolf                 Fig. 20 The wolf is a macho

image022            image023

Abb. 21 Der Jäger ist ein Schwächling              Abb. 22 Rotkäppchen, Schneewittchen, Hänsel und Gretel

Fig. 21 The huntsman is weak                            Fig. 22 Red hood, Snow white, Hänsel und Gretel

Film- und Videodaten:

Rotkäppchen. Nach den Märchen der Gebrüder Grimm, Deutschland, 1954,Walter Janssen, Farbe, 45:15 Min.

Quelle: YouTube-Video

https://www.youtube.com/watch?v=2q0L0mu5uXg

Sonderausgabe des Weltspiegels zur Krim-Krise, 09.03.2014, ARD, 37:47 Min.

Quelle: ARD-Mediathek

http://www.ardmediathek.de/das-erste/weltspiegel/sonderausgabe-des-weltspiegels-zur-krim-krise?documentId=20083686

2014 © by Tomo Polic

Political coverage as a fairy-tale-like spectacle: Walter Janssens fairy tale movie „Rotkäppchen(Little Red Riding Hood)“ (1954) and the „Weltspiegel“- Special broadcast from March 09th, 2014. A comparison. By Tomo Polic

„Due to the power of reflection minimizing, it has been infecting all political and social areas of life in a highly threatening manner since the Crimean crisis. Almost every minute news anchors take turns reporting on reaction and counter-reaction, often with carefully tuned escalation- and heartbeat-raising- semantics combined with tricks that can be learned in hollywood’s authoring seminars.“ Frank Schirrmacher, „ Dr. Seltsam ist heute online (Dr. Awkward is online today)“, F.A.Z from March 28th 2014.

In German media, political topics are increasingly often portrayed as spectacular and fairy-tale-like soap operas. In essence this means that the ambivalence of today’s world and the complex events currently taking place are usually drastically simplified with no consideration of the consequences of such behavior. The protagonists of important events are conventionalized to belong to the absolutely good side or the absolutely bad one. In this way, reporting becomes a pure narration of fairy-tales.

All this while insignificant reports about the sexual practices of soccer stars or politicians are endlessly discussed and commentated to be socially relevant, vital and of extraordinary importance for democracy, freedom, human rights and our so-called cultural values. The fusion of politics, gossip and spectacle results in unsubstantial products, which serve to stimulate people’s emotions, and whose singular goal lies in quotas and monetary growth. We owe today’s real-time journalism to our love of technology, the speed of the internet and the horde-like character of today’s social webs such as Facebook. Nowadays, serious, smart and well-researched analyses of political persons and actions

have nearly disappeared from the media. It’s my impression, that the fairy-tale “Little Red Riding Hood” offers the ideal model for modern, super-fast reporters. The so-called Ukraine-crisis, on the other hand, would be an ideal conflict, in which the evil wolf and the good red hood are quickly defined. In my essay, I will primarily focus on the, by now long-ago, former Ukrainian president Janukowitsch and then the chancellor’s all-time favorite, former world boxing champion Klitschko. The political line-up changed. Janukowitsch lost his power due to a democratic putsch and disappeared from the media. Swiftly even our “Super-Klitschko” had lost his role as red hood. Formula 1 driver Comatose Michael Schumacher, another world champion, and SPD politician Edathy, recently labeled as a top-dog of pedophilia, ruled the world of German media as a sort of turn-taking, good/evil soap opera.

Russian president Vladimir Putin, an old acquaintance, also entered the liberated international political stage. It soon became apparent that Putin made an even better candidate for the ungrateful role as the wolf. He was experienced, and had previously bravely mastered similar roles. Since the list of devoured victims is long, I will only present a few, the most prominent: The homosexuals, a band named Pussy Riot and the post-feminist protest- & performance group (?) Femen. With Putin acting as the new wolf, the threat of being devoured extended from Ukraine to the expanding European Union, the entire west, and the entire world. So once again Russia is the villain of whom the Germans intend to save the world with the help of the Americans, this time as a leading power within the self-proclaimed force of peace known as the EU. As a reminder: between 1933-1945 it was the Bolsheviks, Russians and Jews (today commonly found in international business financing) who the world needed to be saved from.

Deutsches Nachkriegs-Rotkäppchen: Trümmerfrauen, vaterlose Kinder und der böse Wolf

(German post-war red hood: wreckage-women, fatherless children and the evil wolf)

Walter Janssen’s film adaption of red hood from 1954 has been viewed nearly 500 000 times on YouTube. The story is well-known: The girl, around eight years old, receives a red hood from her grandma and since then always wears, thus receiving the nickname red hood (fig. 1). The huntsman is her best friend, who shows her all the animals and holds her hand when they walk through the first together (fig. 2). Red hood is diligent and conscientious. She helps her mother with laundry, cooks and sets the table for her five brothers. Since the death of their father, the brothers have been taking care of work in the forest as lumbermen (fig. 3). The grandmother is sick and would like for red hood to come visit her. One of the boys, for inexplicable reasons, likes to sprinkle sneezing powder on the ground. Since this kind of a person could compromise the safety of a such humanitarian mission of visiting the grandmother, he is not permitted to come along. For the sake of justice and in terms of national community, none of the boys is allowed to come.

At their parting the mother and brothers have good advice for red hood: “Don’t stay in the forest for too long, don’t drink the wine, don’t eat the cake, be weary of wild animals, rabbits, worms, be polite and greet people, stay on your path!”

Then you see her in a relatively silent, wordless sequence accompanied by buoyant music, on her own with various animals in the forest. The atmosphere in the forest is idyllic, red hood is relaxed and playful. The girl feeds the deer and wishes the “dear fox” a “good morning” (fig. 4 & 5). Suddenly the music is interrupted. There’s a moment of silence and then it gets serious. A bird is shown close-up and then red hood, who now appears to be fearful. Suddenly the wolf stands in front of red hood as a doll and laughs in a threatening manner. The camera zooms in on the wolf-doll (fig. 6). The wolf wants to know where she’s headed and where her grandmother lives. The virtuous red hood tells him the truth. The wolf suggest to her to pick some flowers and bring them as a present to her grandma, which she ends up doing. The evil wolf mercilessly abuses red hood’s honest and affectionate naivety.

The rest of this story is known. The wolf gets there first and pretends to be red hood, eats the grandmother. Then the frightened animals in forest are shown and the setting with red hood’s brothers laying in the forest, which is reminiscent of worried soldiers before deployment. At some point red hood realizes that she has spent far too much time in the forest an. She runs through the forest and arrives at her grandmother’s house. The wolf is already tucked into grandmother’s bed (fig. 7). And the grandmother is in his stomach. Red hood is bewildered, as grandmother seems to have changed quite some. The wolf eats her.

Meanwhile the brothers, together with the huntsman, start heading toward the grandmother’s house. Upon arrival, they could hear the snoring wolf through the walls of the house (fig. 8). The huntsman opens the door, steps in and lights the candle. The music becomes more dramatic and the huntsman addresses the stuffed and snoring arch-enemy with the following words: “Got you, you old sinner. I’ve been looking for you for a long time!”. Then he brings in the children. The boys are excited and suggest to the huntsman: “Cut open his belly!”. He joyously proceeds to do so , quickly with no bloodshed or pain (fig. 9). The music is now funny, sounding very light and liberated. Red hood and her grandmother are freed from the belly alive (fig. 10). CPR is performed and the wolf, accompanied by happy music, experiences torture and then gets stuffed with rocks and sewed together (fig. 11). This makes the children happy, they all dance around the dead wolf like the European stars (fig. 12).

The now definitely freed animals in forest are shown again one after the other. The huntsman-saviour says farewell, the grandmother stays at home and the children start heading home, accompanied by the child choir. The last setting unifies the happy, fatherless family in a group-picture (fig. 13). They decide to visit the grandmother the following Sunday, all together. Since the wolf is dead, it should turn out to be a pleasant trip.

Die „Weltspiegel“-Sonderausgabe: Wir haben den Wolf!

(The „Weltspiegel“-special issue: We have the wolf!)

In the beginning of the broadcast, host Michael Strempel shortly introduces the few protagonists and topics. First, president Barack Obama is introduced as hesitant huntsman. Followed by the rich Russians in Nizza, as an uprising threat. At last we are shown the extreme nationalists in Ukraine. The two groupings, those of the rich Russian ladies on the shopping street and the men wearing uniforms with skulls on the have been recorded from similar points of view. They are moving in opposite directions. The women come into the picture from the left and the extremists from the right. This creates the impression that we’re dealing with two groups which for the most part are equally dangerous.

In the first short report the chased wolf, the Russian president Vladimir Putin is introduced. It quickly becomes clear that Putin is unpredictable and that he appears to suffer from heavy personality disorders. One piece of evidence is the fact that the US ministry of defense can’t grasp Putin and is forced to pay(!) psychologists, whose job it is to explain the inexplicable Putin. A few days later a negatively cast formulation of Russia-comprehenders stemmed from this thesis of an inability to understand Putin. One Russia-comprehender supported a dialog with Russia and thus became suspected of national treachery. All others know (similar to all people and animals in the fairy-tale movie), that the wolf only speaks the language of violence. While the host speaks, a photo of Putin in which he looks grumpy and confused is shown in the left middle portion on a screen. The camera zooms in on the host and the computer screen with Putin and the slowly spinning world globe of the “Weltspiegel”, which eventually disappears from the shot. Now the pictures no longers has three parts, but two. On the left is one of our own, our democratic news reporter, on the right side of the screen we see the image of a hunted animal, looking right past the audience with a dangerous, yet disoriented facial demeanor (fig. 14). We are dealing with a crazy who himself appears unsure of his next approach. This way the show starts early on tirelessly creating apparently desired feelings of healthy fear. A bit later Putin is shown as a narcissistic macho with dark sunglasses and as a loser in a short black and white original recording from the Soviet era, showing Putin as a defeated and humiliated boy at martial arts training. There is no doubt: This person poses a threat to all of us, to western democracy, the best of all worlds.

Next are the rhetoric questions, likely directed to the pentagon psychologist, which don’t seem to even require an answer: Is Putin obsessed with a historical mission? Is he playing the geopolitical game of chess so coldbloodedly because he knows his opponents‘ weaknesses? Are his macho-like all-power fantasies his driving force? Is he the prisoner of his difficult childhood from St. Petersburg, who tried to stabilize his shy ego with martial arts (and now with a war against the west)? These questions are accompanied by music worthy of Hans Zimmer and motion pictures, which seem to depict that which is spoken. Two Russian experts, Dimitri Oreschkin and Stanislaw Belkowski, former members of Putin’s board on human rights summarize their conclusions once more. The Putin is shown in the company of Russian soldiers. One scene involving burning streets is also added.

The female off-voice shockingly determines that his woman and children were not his closest attachment figures, for Putin’s friends were men from military duty and mane small officials. So here’s a politician who doesn’t think too highly of women and children, and instead of getting married and raising his children prefers sitting around with some old men. (fig. 15 & 16). “Are we dealing with a conspiracy of psychotic men with focus on violence?”, asks the concerned and yet determined sounding female voice. Shortly after, one of the experts makes a Putin-Caligula analogy. After about five minutes, seemingly full of regret and in search of truth, the host suddenly says that the west also was in part guilty for Russia’s feeling threatened. The actual pressure from NATO is graphically displayed (fig. 17). After less than 30 seconds the topic is changed. The next report introduces Olga, a Ukrainian, in front of the Russian embassy armed with a pocket-size Ukrainian flag. The (single) mother of two children was relieved that her and her kids are American citizens. Olga produced the movie “Woman of Maidan“. We see a couple of crying women on the screen, in front of the computer the crying Olga (fig. 18). The audience feels empathetic. Unlike as was the case with the graphic depiction of a Russian threat by the NATO. Olga knows what Putin has planned: Reviving the Soviet Union. Now the “Weltspiegel” viewers know it as well.

After the Olga-interlude we see the marching Russian soldiers as they exit the GDR. It is explained that the Russians sensed the new situation as a humiliation. After the collapse of the Soviet Union they were promised that former member states of the SU would not be accepted into the NATO. An off-voice then tells us that this promise was sadly broken in 1999, while the (not really honest) former US foreign minister Madeleine Albright is shown accompanied by NATO generals (fraternity with focus on violence?). Then in 2004 US president Bush announces the acceptance of seven additional countries into the NATO. He does this in the manner of an emperor, however this remains little commented on. The audience is aware: The dishonest American has the word given to him by the good German Genscher. To the Russians this creates a feeling of being surrounded. In 2008 Bush reveals his plans to accept the Ukraine and Georgia into the NATO. Finally the expert Fiona Hill explains: “Putin believes to have been betrayed by the West and understands this to be an act of indignity.”. So the west betrays Putin and he believes, utterly confused, that he was betrayed. What else is Putin to believe, one might ask.

After about ten minutes the good huntsman Barack Obama is introduced. As a sign of his naivety (and stupidity?), his tendency to talking rather than threatening is denominated. Hillary Clinton for example has also been naive and committed herself to world peace. Nowadays however she’s become much smarter and compared Putin to Hitler. Supposedly Obama was naive having stopped his predecessors projects, which could’ve posed a threat to Russia. Putin rates Obama’s cooperation as a weakness. In addition we see the recordings of silent huntsman Obama (perplexed, benevolent) and the wolf Putin (nervous, impatient, angered)(fig. 19-21). “Why wasn’t he caught here”, is what they intend for the audience to wonder. Then they show Olga again. Walking her dog. The off-voice says, that she is hoping for the west. With that we see an American flag close up. The message is clear, Obama is a failure who intends on avoiding war.

Next, another German expert appears. He’s reporting from Lviv and answers the host’s question whether the west hasn’t been sensitive enough in its dealings with Russia with a clear “no”, because the invasion by the Russians in Krim proved the fears of those countries, which want to join NATO. The host says, that the Russians have developed a subjective feeling of being threatened, because Russians are still impacted by the old way of thinking in terms of friend and foe. He complains of a demonization of the west inside Russia and is a supporter of the sanctions and increasing the pressure.

After 15 minutes we see the promised report on Russians in Nizza, where Russian can no longer be considered a foreign language and learn a bit about the monetary greed of immoral Frenchmen. The alarm-bells go off: Cote d‘ azur, one of Europe’s most beautiful areas is under strict Russian control. Only because the (greedy) French are happy with the money of rich Russians. Just as the czar used to come, now they come by the thousands. At the end of the Nizza-report, the Ukrainians living there (who would’ve probably been seen as Russians just a few weeks prior) were given an opportunity to voice themselves and requested that people focus on human rights rather than money. This report was followed by one regarding the fascist scene in Ukraine. The host appears troubled, but is quickly calmed down by yet another expert. He explains that while the fascist are against the Jewish, Polish and Russians, and provided the new government with three ministers in addition to associating with the NPD, their influence is easily over-estimated, for they have supposedly joined the democratic powers and achieved only moderate ratings in surveys. The right-wing fanatics and fascists primarily act as a welcoming argument for Russian intervention. Even the demand for abolishing Russian as the secondary official language in Eastern Ukraine was a failure, because the Russian media took advantage thereof. Next up, two reports regarding the Russian-Ukrainian border, the Russian “protest-tourist” (this term became popular during the Yugoslav wars), the heavily injured Ukrainian Ivan in Charkiv, who was beaten by masked “people who dressed and spoke Russian”. “We solve problems between us ourselves” he says. The last story shows an unsettled Ukrainian businessman who’s frightened. At the end comes the most recent news: A western TV-team was attacked by Russians. A journalist says he doesn’t feel welcome and complains about the Russian propaganda machine.

The clearly divided world of media: Good Ukrainians and evil Russians

Comparing a German children- and family movie from the 1950s, which was based on a famous fairy-tale, to a current political broadcast, which is supposed to report on the political situation in the Ukraine as objectively as possible, is a task which is difficult, even at the technical levels. This is due to the fairy-tale movie employing a clear, traditional construct with an introductory description of the situation, a problem/conflict and a finale with a solution as the happy ending. The every-day life of the fatherless family of seven is depicted in episodes. Thus the joint breakfast, the boys‘ path to work, the going to sleep, playing, cleaning and cooking, one of the brothers falling into the pond, the repairing of a water-pipe and the accidental burning of a pancake resulting in a smoke-filled house. The broadcast is trying something similar by showing the every-day life of politics in the Ukraine and then indicating possible solutions which would lead to a happy ending. In this process, a lot of things get confused, especially on the formal level. In a collage of historical and current recordings from reports and live-broadcasts, interviews with experts and simple people, with their portraits, retrospects, graphic depictions, with photos and photo montages, with slow motion and zooms. They intend to leave the viewer with an impression of authentic objectivity. This impression was to be further empowered and confirmed by mentioning single, dissatisfied “Weltspiegel”-viewers, who wrongly rate the “Weltspiegel” coverage as too one-sided. At several occasions, musical accompaniment serves to create the desired emotions, similar to how it was done in the fairy-tale movie. The host’s commentary further servers as a bonding agent between contentually and formally different reports and also explains the activities. A lot is said. The rapid, at times hectic cut serves as the show’s engine and as symbol of the spectacular character of the topic. The host helps compensate for the confusion created within the audience. The confusion shall mutate and transform into clarity, a clarity, which otherwise would only be found in fairy-tales. The wolf is not described much in the fairy-tale movie, since everyone knows the wolf, the evil-doer. He lives in the forest and is a dislikeable, unpredictable, greedy and coldblooded animal.

In the show, Putin is described in detail and introduced in the style of a true wolf. He himself barely gets a chance to speak, just as his opponent, Barack Obama, who is depicted as an incompetent and naive hunter. The radical warrior George W. Bush, usually lampooned to be an idiot, is praised as a better hunter. Putin is made out to be an animal who has no sense and is only capable of believing or feeling. Even when the host himself notices that Putin’s beliefs or emotions are justified, an expert is shown who simply denies what was said with no argumentation. In the movie, the huntsman is shown as red hood’s best friend, who knows all the animals. In “Weltspiegel” Obama is depicted as a weak and naive huntsman, one who could easily become the wolf’s prey, if he doesn’t realize that the wolf is to be taken seriously and not spoken to. In any case, Barack Obama’s (the huntsman) mission together with the helpless animals in the forest (the right-wing parties) and red hoods brothers (NATO and/or the fascist parties) is to bring the innocent red hood (Ukraine) to the grandmother (EU, Angela Merkel). The right-wing parties may also be wild animals, however, they should be trainable. In any way they enjoy our trust even if they haven’t yet been tamed.

Walter Janssens movie “Little Red Riding Hood” is a typical product of the 1950s. After losing the war, the German movie-industry bet on sugar-coated entertainment, home-country and war movies in which German soldiers were depicted as brave men, who had always been against the war. The famous coming to terms with the past was quite lacking. Even here red hood proves to be material useful for propaganda. The author of the script also incorporated easily detectable elements from other Grimm-brothers‘ fairy-tales. Thus red hood has five brothers who work as lumbermen every day, drawing a parallel to the seven dwarfs, slightly making red hood out to be like snow white, because in the Grimm’s original, red hood is known to be a single child. The motive of leaving clues was taken from “Hänsel and Gretel”, when one of the brothers left flour clues on his way to grandmother. This action, in addition to the fact that grandmother is physically unable to receive more than one person at a time, was used to justify that the mother forbid her five sons to accompany red hood on her way to visit her grandmother. Grandma’s house, in an unfitting manner, is reminiscent of the evil witch’s house in „Hänsel and Gretel“ (fig. 22). The true character of the industrial boom, hiding behind facades, and the role of morally clean “rubble women” becomes evident. The family’s father passed away, e.g. died in war, most likely as a simple soldier. Since most men either died or were left physically handicapped as a result of the war, the women took over responsibility, such as is the case with the mother and red hood, who resemble the “rubble women”, who hand in hand with the children rebuild the country. They became the heroes of the post-war era and replacement heroes for the men, who lost the war. The women were considered innocent, as they didn’t participate in the war, just like the boys, who were still little and had yet to grow. The morally clean, strong women became the idols for the combat-ready feminists and biologically and otherwise super-clean red-green society of today.

The division of the world in good and evil is no news. In recent history Kosovo was red hood and Serbia the evil wolf with Joschka Fischer acting as the evil wolf, who recognized the next Hitler in Milosevic. Same goes for Israel, who are evil oppress Palestine, a population of Palestine of red hoods. This division has been in practice since the crusades. The inquisition found the evil wolf and the good red hood in a single person. The soul was red hood, the body the evil wolf and the church was the huntsman, the savior. The body was burnt so the soul could be freed. Only the human was dead.

Movie- and Videodata:

Red hood. According to the Grimm-brother’s fairy-tale, Germany, 1954,Walter Janssen, Color,

45:15 Min.

Source: YouTube-Video

https://www.youtube.com/watch?v=2q0L0mu5uXg

Special broadcast of Weltspiegel regarding Krim-crisis, 09.03.2014, ARD, 37:47 Min.

Source: ARD-Mediathek

http://www.ardmediathek.de/das-erste/weltspiegel/sonderausgabe-des-weltspiegels-zur-krim-

 

krise?documentId=2008368612

2014 © by Tomo Polic

Der Text ist zu finden auf:                               The whole text you can find at:

http://www.psychosputnik.com/Tomo – Politik als Maerchenspektakel.pdf

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

image024

Worauf Sie achten müssen, wenn Sie über Ukraine reden oder schreiben / Things you must keep in mind when talking or writing about Ukraine

 jacenjuk3

Ukraine´s Prime Minister Yatsenyuk: Separatists and Russians are “subhumans”.

 

Worauf Sie achten müssen, wenn Sie über Ukraine reden oder schreiben:

1. Präsident Putin muss bei jeder Gelegenheit mit Hitler und Stalin verglichen werden. Russland muss als „Putins-Reich“ bezeichnet werden, das nur aus Repression, Korruption und Misswirtschaft besteht.

2. In der Ukraine sind immer die Russen die Angreifer und Kiew verteidigt sich nur. An der Krise in der Ukraine ist nur Russland schuld.

3. Das Feindbild über Russland und Putin zu verbreiten, der ganz Europa erobern will, ist oberste Priorität. Ziel ist es den Hass gegen alles russische zu schüren.

4. Russland muss immer als Bösewicht und der Westen als selbstloser Guter hingestellt werden, der völlig uneingenützig Frieden, Demokratie und Wohlstand den Ukrainern bringt.

5. Die Umzingelung Russlands durch die NATO und Vorrücken bis an die russische Grenze darf nicht thematisiert werden. Auf keinen Fall hat die EU und NATO ehemalige Ostblockstaaten und Sowjetrepubliken einverleibt und erobert.

6. Das Referendum auf der Krim darf nie erwähnt werden, ausser es wird als „illegal“ und „völkerrechtswidrig“ bezeichnet. Ein Vergleich mit dem Vorgehen der EU und NATO im Kosovo ist unzulässig.

7. Die Bevölkerung der Krim hat sich nicht friedlich für eine Trennung von der Ukraine entschieden, sondern Russland hat die Krim gewaltsam „annektiert“ und „geraubt„.

8. Ukraines Recht auf „Territoriale Integrität“ muss immer betont werden und das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist irrelevant.

9. Die Bevölkerung der Südostukraine hat nicht das Recht selbstständig zu werden oder sich gegen Kiew zu verteidigen.

10. Das ukrainische Militär das „Antiterroroperationen“ durchführt darf nie als Aggressor sondern nur als Opfer dargestellt werden.

11. Die Gegner der Regierung in Kiew sind grundsätzlich als „pro-russisch Terroristen“ und als „kriminelle Separatisten“ zu bezeichnen.

12. Wenn die Volksmiliz ukrainische Soldaten tötet, dann ist es immer „Terrorismus“.

13. Kiew hat immer das Recht Zivilisten zu töten. Das wird grundsätzlich als „legitime Verteidigung“ definiert.

14. Aufnahmen von Opfern der Bombenangriffe und des Krieges gegen die Zivilbevölkerung dürfen niemals gezeigt werden.

15. Der Begriff „Neo-Nazis“ und „Faschisten“ im Zusammenhang mit Swoboda und Rechten Sektor zu schreiben ist verboten.

16. Fotos die Mitglieder der Swoboda und Rechten Sektor mit Nazi-Symbolen zeigen dürfen nicht veröffentlicht werden.

17. Vom ukrainischen Innenministerium aufgestellte Milizionäre die Nazi- und SS-Symbole tragen sind „Freiheitskämpfer“ die für „Demokratie“ sich einsetzen.

18. Es ist absolut verboten das Wort „gewaltsamer Putsch“ mit der Aussage „unterstützt und finanziert durch Amerika“ in Verbindung zu bringen.

19. Niemals darf mit der Unterstützung der ukrainischen Regierung unterstellt werden, die westlichen Regierungen, speziell was Berlin und Washington betrifft, sind selber Nazis.

20. Andererseits, die Friedensaktivisten der Montagsdemos in Deutschland sind grundsätzlich als „Rechtsradikale“ und „Antisemiten“ zu bezeichnen. (mehr dazu auf: http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm)

21. Wer für Frieden und gegen Krieg sich einsetzt ist grundsätzlich ein Teil der 5. Kolonne Russlands.

22. Wer gegen Fracking in Deutschland demonstriert, ist als bezahlter Agitator von Gazprom und Kreml darzustellen.

23. Betont werden muss, Fracking-Gegner wollen das Westeuropa weiter von russischen Gas abhängig bleibt.

24. Vertreter der ukrainischen Regierung sind immer als bevorzugte Interviewpartner zu nehmen, damit sie ihren Standpunkt darstellen können.
25. Da Regierungsgegner sich nicht ausdrücken können und nur lügen, sind ihre Aussagen zu ignorieren.
http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2014/06/ukraine-verhaltensregeln-fur.html

 

Things you must keep in mind when talking or writing about Ukraine:

1. President Putin must be equated to Hitler and Stalin whenever possible. Russia must be referred to as “Putin’s Reich”, which solely consists of repression, corruption and misgovernment.

2. In the Ukraine only Russians act as aggressors against whom Kiev is merely defending themselves. The current crisis in the Ukraine is Russia’s fault alone.

3. Portraying Russia and Putin as the enemy enjoys top priority. The goal is fueling a hatred toward all things Russian.

4. Russia must always be depicted as the villain, while the West is depicted as a selfless hero, unselfishly introducing peace, democracy and wealth to the Ukraine with no personal interest.

5. Russia’s circumvention by the NATO and the advance toward the Russian border must not be discussed and in no shape have the EU and NATO absorbed and conquered ex-Soviet States.

6.The Crimea-referendum must never be mention unless it is labeled “illegal” and “in violation of international law”. A comparison to the EU’s and NATO’s approach in Kosovo is impermissible.

7. The Crimean population has not peacefully decided to separate from the Ukraine. Instead, Russia “annexed” and “stole” Crimea by force.

8. Ukraine’s right to “territorial integrity” must be given emphasis at all times, while the general public’s sovereignty is irrelevant.

9. The population of South-Eastern Ukraine has no right to declare independence or to defend themselves against Kiev.

10. The Ukrainian military performing “Anti-Terror Operations” may never be depicted as the aggressor, only as a victim.

11. Generally, enemies of the government in Kiev are to be referred to as “pro-Russian terrorists” and “criminal separatists”.

12. Any time the local militia takes the lives of Ukrainian soldiers it is “terrorism”.

13. Kiev has the right to kill civilians at any time. This is generally defined as “legitimate defense”.

14. Footage of victims of bombings and the war against the general population may never be broadcasted.

15. Using the term “Neo-Nazis” and “fascists” in reference to Swoboda and the right-wing sector is forbidden.

16. Photographs showing Swoboda members and the right-wing sector displaying Nazi-symbology may nut be published.

17. Militiamen employed by the Ukrainian ministry of the interior who wear Nazi- and SS-symbols are “freedom fighters” who advocate “democracy”.

18. Under no circumstance may the words “forcible putsch” be used in combination with the statement “supported and financed by the United States”.

19. Accusations of Berlin and Washington being Nazis themselves may never occur with support of the Ukrainian government.

20. On the other hand, Germany’s peace-activists who take part in Monday-demonstrations are generally to be referred to as “right-wing radicals” and “anti-Semites”.(more on that at: http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm)

21. Whomever dedicates themselves to peace and protests war is generally part of Russia fifth platoon.

22. All individuals demonstrating against the practice of fracking inside Germany are to be depicted as paid-off agitators of Gazprom and the Kremlin.

23. Emphasis must be given to the fact that opponents of fracking want Western Europe to remain dependent upon Russian gas.

24. Representatives of the Ukrainian government are to be given preference as interview-partners, so that they may demonstrate their point of view and political stance.

25. As opponents of the government are incapable of expressing themselves and only spread lies, their statements are to be ignored.

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2014/06/ukraine-verhaltensregeln-fur.html

 

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

I think for food-2

molon labe

Gaslighting / Gehirnwäsche – reloaded

Permanent war for permanent peace

„Permanent war for permanent peace“ 2003 © Julian S. Bielicki 120x96cm oil on canvas

Spoo´s Pressreview

Since the 2nd of May tanks have been rolling from the West of Ukraine to the East, where fighter helicopters have also been transferred. Here is war. Andreas Schwarzkopf wrote in the Frankfurter Rundschau, “Kiev had to take action against the separatists to retain credibility.” There are journalists who can make everything come clear with a single sentence. Andreas Schwarzkopf, new head of the politics section at the Frankfurter Rundschau, appears to have picked up this ability. Kiev had to take action against the separatists to retain credibility. Isn’t that right? That is a sentence that allows for no doubt. Readers can satisfied; they’re in the know, right? I have a couple more questions though. Kiev had to? Who is Kiev? It is the far right politicians who seized power in a coup that are implied here. And what is meant by “had to”? Kiev had to? After some thought this unimposing auxiliary verb “had to” proves to be the most important element in the whole sentence. With these little words the author justifies the military aggression, the beginning of war. With these words he is claiming that the regime in Kiev had no alternative. He portrays the aggression as unavoidable. Why unavoidable? In order to retain credibility, he writes. What kind of credibility, though, forces one to wage war against an ethnic group in one’s own country? What kind of people are only credible if they use military violence? The leading German media has been very reserved in familiarising us with those involved in the coup. For a long time it portrayed Yulia Tymoshenko as almost saintly and at the same time let the boxer Klitschko talk to us. Tymoshenko has already been the prime minister. Where she stands, she proved, for example with the posthumous nomination of the fascist mass murderer Stepan Bandera, to be hero of Ukraine. Now she is running for president. Shortly beforehand she declared, “Screw this, we need to get some arms and kill the damned Katsaps (Russsians). I’m prepared to pick up a machine gun myself and shoot that shitbag Putin in the head. As soon as I am able to, I’m going to use all my connections and alert the whole world to raze Russia to the ground.” These statements, confirmed by her when requested, did not go fully unmentioned in the German media, which shares close links with her. First of all others voiced their opinions: other people from her party and people from other openly fascist parties who are active in the coup government. These are credible fascists. Such people not only have to talk violently, but also to act violently in order to retain their credibility. Yes, these people, whom are author calls “Kiev” for short, are credible fascists. When listening and reading thoroughly and critically one often comes across the media using the auxiliary verb “have to” to promote and justify violence. Even in home affairs. Even in local newspapers. For example it is reported again and again that during demonstrations the police had to make us of rubber truncheons, of water cannon, of tear gas. The plain story would read, “police made use of water cannon, sprayed tear gas, beat up demonstrators with rubber truncheons.” But no, conformist journalists from the mass media giants insinuate that the police had to; they could not do otherwise. There was no alternative. With the same vocabulary shortages are justified in social services, in the social security budget. That there is no alternative is always a lie. In a country whose productivity grows and grows of course there are alternatives to cuts in social services, and there are always alternatives to war. When someone says he has to do something, that someone has to do it, for example Gustav Noske, whereby he recommended himself for the job of murdering communists, then he is always telling us that he wants to do it. Yes, that he is set upon doing it, and that further discussion is out the question. Those ministers or colonels or policemen or even journalists who use the verb “have to” to justify their acts of violence portray themselves as agents of fate, of divine premonition. Contention is forbidden here. There is no alternative, and that’s that. During war then, discourse is completely out of the question. Obedience is required, fulfilment of one’s duty, a clear concept of the enemy. We are the goodies, the others the baddies, the evil ones. Anyone who considers President Putin, the declared enemy, worthy of discussion is excluding himself from community of the goodies, and who wants that? Anything but that, so shut your mouth or out with the propaganda. And if the mass media don’t mention something, that means it hasn’t happened. That’s how it was initially with the worst event in this new war, the fire in the trade union building in Odessa. Die Welt, the leading newspaper of the Axel Springer publishing house, briefly mentioned this event and wrote that details were as yet very unclear. It became clearer, somewhat clearer, in the Berliner Zeitung, which for a start devoted its front page to reports concerning all matters in Ukraine, but without even a sentence about the trade union building and this massacre that took place there. On page seven, however, the Berliner Zeitung did become more forthcoming. Everything about Ukraine was covered. Finally though in the last sentence there was actually something about the fire in the trade union building. Even if it was only from the viewpoint of a woman who, as the newspaper stated, was one of the leaders of the pro-European protest in Odessa, the anti-Russian protest, that is. So at the end of a long article, an article that doesn’t even mention the trade union fire in its headline, one discovers from this source that there was an attack on a pro-Russian camp in front of the trade union building. It was a furious crowd, reports this woman: the camp was set alight. The pro-Russian activists sought protection in the trade union building. The crowd then hurled Molotov cocktails at the building. Most of the victims suffocated because the fire brigade intervened too late. Anyway. Media coverage in the Bildzeitung, the most widely read newspaper in the German Federal Republic, was somewhat scarcer. They reported the following. Once again unannounced in the title, at first something else is reported in connection with Ukraine and then we get, “During a visit to Odessa the Ukrainian head of government Arseniy Yatsenyuk (by head of government, prime minister of the coup government is meant) accused the Russian government of being responsible for the death of 46 people, some of whom were burnt alive in the harbour city. The unrest was an organized attack on the people, said Yatsenyuk. It was Russia’s intention to repeat in Odessa what had already taken place in the east of the country.” This is also everything that is mentioned in the Bildzeitung concerning the fire; everything is turned on its head. Putin is guilty. Reports on Spiegel-Online, that everything Putin says is pure fascism, is also fitting. We started off talking about credibility. How credible is media that behaves thus in such cases? What we were given to read was warmongering, which can really scare people. This is how wars are prepared. This is how we are drawn into wars.

https://www.youtube.com/watch?v=RutCcE8e1-8

 

Spoos Presseschau

Seit dem 02. Mai rollen Panzer aus dem Westen der Ukraine in den Osten, wohin auch Kampfhubschrauber in großer Zahl verlegt worden, ist Krieg. Andreas Schwarzkopf schrieb in der Frankfurter Rundschau, „Kiew musste nun gegen die Separatisten vorgehen, um nicht unglaubwürdig zu werden.“ Es gibt Journalisten, denen es gelingt mit einem einzigen Satz Klarheit zu schaffen. Diese Fähigkeit scheint auch Andreas Schwarzkopf zugewachsen zu sein, dem neuen Ressortchef für Politik bei der FR. Kiew musste nun gegen die Separatisten vorgehen, um nicht unglaubwürdig zu werden, nicht wahr? Das ist ein Satz, der keinerlei Zweifel zulässt. Die Leser und Leserinnen können für Frieden sein, sie wissen Bescheid oder? ich hätte da doch noch ein paar Fragen. Kiew musste. Wer ist Kiew? Gemeint sind die in Kiew durch einen Putsch an die Macht gelangten Politiker der äußersten Rechten. Und was ist mit müssen gemeint? Kiew musste? Dieses unscheinbare Hilfszeitwort müssen erweist sich bei einigem Nachdenken als das wichtigste Wort in diesem ganzen Satz. Mit diesem Wörtchen rechtfertigt der Autor die militärische Aggression, den Kriegsbeginn. Er behauptet damit, das Regime in Kiew habe nicht anders gekonnt. Er stellt die Aggression als notwendig dar. Notwendig warum? Um nicht unglaubwürdig zu werden, schreibt er. Was ist das aber für eine Glaubwürdigkeit, die dazu zwingt, gegen eine Bevölkerungsgruppe im eigenen Land Krieg zu führen? Was sind das für Menschen, die nur glaubwürdig sind, wenn sie militärische Gewalt anwenden? Die tonangebenden deutschen Medien haben sich immer sehr zurückgehalten uns die Putschisten vorzustellen. Fast als eine Heilige stellten sie uns lange Zeit Frau Julia Timoschenko vor und gleichzeitig ließen sie Tag für Tag den Boxer Klitschko zu uns sprechen. Timoschenko war früher schon mal Ministerpräsidentin gewesen. Wo sie steht, zeigte sie damals zum Beispiel mit der postumen Ernennung des faschistischen Massenmörders Stepan Bandera zum Held der Ukraine. Jetzt kandidiert sie für das Amt der Staatspräsidentin. Unmittelbar zuvor verkündete sie folgende Absichten: „Scheiß drauf, wir wollen Waffen nehmen und die verdammten Katsaps (Russen) töten. Ich selber bin bereit, ein Maschinengewehr in die Hand zu nehmen und dem Drecksack Putin in den Kopf zu schießen. Sobald ich es tun kann, werde ich alle meine Verbindungen nutzen und die ganze Welt alarmieren, um Russland in ver-brannte Erde zu verwandeln“. Diese Äußerungen von ihr auf Nachfragen bekräftigt, ließen sich in den, ihr eng verbundenen, deutschen Medien nicht ganz verschweigen. Erst erhielten andere Leute das Wort. Andere Leute aus ihrer Partei und Leute aus anderen offen faschistischen Parteien, die jetzt an der Putschregierung beteiligt sind. Es sind glaubwürdige Faschisten. Solche Leute müssen nicht nur gewalttätig reden, die müssen auch gewalttätig handeln, um nicht unglaubwürdig zu werden. Ja, diese Leute, die unser Autor kurz Kiew nennt, sind glaubwürdige Faschisten. Bei gründlichem , kritischem Hören und Lesen stößt man oft darauf, dass Medien das Hilfszeitwort müssen dazu verwenden, Gewalt zu propagieren und zu rechtfertigen. Auch in der Innenpolitik. Auch im Lokalteil. Zum Beispiel heißt es in Berichten über Demonstrationen immer wieder, die Polizei musste vom Gummiknüppel Gebrauch machen, vom Wasserwerfer, vom Reizgas. Die schlichte Nachricht würde lauten: Die Polizei machte vom Wasserwerfer Gebrauch, sie versprühte Reizgas, sie verprügelte Demonstranten mit dem Gummiknüppel. Aber nein, konformistische Konzernjournalisten unterstellen, die Polizei musste, sie konnte nicht anders. Es gab keine Alternative. Mit den selben Vokabeln werden auch Kürzungen im Sozialbereich, im Sozialetat gerechtfertigt. Das es keine Alternativen gebe, ist allemal erlogen. Selbstverständlich gibt es in einem Land, dessen Produktivität wächst und wächst, Alternativen zum Sozialabbau und es gibt immer Alternativen zum Krieg. Wenn jemand sagt, dass er etwas tun muss, zum Beispiel Gustav Noske, einer muss der Bluthund sein, womit er sich selber für die Aufgabe empfahl, Kommunisten zu ermorden, dann sagt er uns allemal, dass er es tun will. Ja, dass er entschlossen ist, es zu tun. Und dass darüber gar nicht mehr diskutiert werden darf. Solche Minister oder Obristen oder Polizisten oder auch Journalisten, denen das Wörtchen müssen zur Rechtfertigung ihres gewaltsamen Handelns dient, stellen sich so dar, als wären sie ausführendes Organ des Schicksals, der göttlichen Vorsehung. Da verbietet sich Widerspruch. Es gibt keine Alternative, basta. Im Krieg darf dann überhaupt nicht mehr diskutiert werden. Da ist Gehorsam gefordert, Pflichterfüllung, klare Feindbilder. Wir sind die Guten, die anderen die Schlechten, die Bösen. Wer das, was der zum Feind erklärte russische Präsident Putin sagt, für diskutabel hält, der grenzt sich selber aus der Gemeinschaft der Guten aus und wer möchte das? Bloß das nicht, also Mund halten oder die Propagandasprüche nachplappern. Und was die Konzernmedien verschweigen, das hat dann eben gar nicht stattgefunden. So war es auch zunächst bei dem schlimmsten Ereignis dieses neuen Krieges, dem Brand im Gewerkschaftshaus in Odessa. Die Springer-Zeitung die Welt, führende Zeitung des Springer-Konzerns, erwähnte kurz dies Ereignis und schrieb Einzelheiten seien noch völlig unklar. Klarer wurde es schon, etwas klarer, in der Berliner Zeitung, die allerdings zunächst auf der ersten Seite auch alles mögliche andere über die Ukraine berichtete, aber keinen Satz über das Gewerkschaftshaus und dieses Massaker, das dort stattgefunden hat. Immerhin auf Seite 7 wurde die Berliner Zeitung dann doch etwas ausführlicher. Sie schrieb über alles Mögliche, was mit der Ukraine zusammenhängt. Zuletzt aber im letzten Absatz tatsächlich auch über den Brand im Gewerkschaftshaus. Wenn auch nur aus der Sicht einer Frau, die wie das Blatt sagte, eine der Anführerin des pro-europäischen Protests in Odessa sei, also das anti-russischen Protests. Also aus dieser Quelle erfährt man dann am Ende dieses langen Artikels und eines Artikels, der auch in der Überschrift den Brand im Gewerkschaftshaus gar nicht erwähnt. Man erfährt dort, es habe einen Angriff gegeben auf ein Zeltlager von pro-russischen Demonstranten vor dem Gewerkschaftsgebäude. Es war eine wütende Menge, sagt diese Frau. Das Lager sei in Brand gesetzt worden. Die pro-russischen Aktivisten hätten Schutz in dem Gewerkschaftshaus gesucht. Aus der Menge seien dann Molotowcocktails auf das Gebäude geschleudert worden. Die meisten der Opfer seien erstickt, weil die Feuerwehr viel zu spät eingegriffen habe. Immerhin. Etwas knapper die Berichterstattung in der Bildzeitung, der auflagenstärksten Zeitung der Bundesre-publik Deutschland. Dort wird zu diesem Ereignis folgendes berichtet. Auch nicht angekündigt in der Überschrift, da wird anderes erst einmal berichtet im Zusammen-hang mit der Ukraine und dann heißt es: „Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk (also ukrainischer Regierungschef, das ist der Ministerpräsident der Putschregierung) klagte bei einem Besuch in Odessa die russische Regierung an, sie sei für den Tod von 46 Menschen verantwortlich, die am Samstag in der Hafenstadt teils bei lebendigen Leib verbrannt wurden. Die Unruhen seien ein organisierter Angriff auf das Volk gewesen, sagte Jazenjuk. Es war Russlands Absicht in Odessa zu wiederholen, was sich im Osten des Landes ereignet.“ Dies ist auch in der Bildzeitung alles, was den Brand betrifft, alles wird ins Gegenteil verkehrt. Putin ist Schuld. Und dazu passt es, wenn auch in Spiegel-Online zu lesen ist, das, was Putin von sich gebe, sei lupenreiner Faschismus. Es war von Glaubwürdigkeit die Rede. Wie glaubwürdig sind Medien, die sich in einem solchen Fall so verhalten? Was wir da zu lesen bekamen ist Kriegshetze, die wirklich Angst machen kann. So werden Kriege vorbereitet, so werden wir in Kriege hineingezogen.

https://www.youtube.com/watch?v=RutCcE8e1-8

 

 

Ukraine-Krise: Helmut Schmidt wirft EU Größenwahn vor

Helmut Schmidt rechnet mit der EU-Außenpolitik in der Ukraine-Krise ab. Der Altkanzler attestiert den Brüsseler Beamten Unfähigkeit – und warnt vor der Gefahr eines dritten Weltkriegs.

„Es sind scharfe Worte, die Altkanzler Helmut Schmidt wählt: Er wirft Brüssel vor, sich zu sehr in die Weltpolitik einzumischen. „Das jüngste Beispiel ist der Versuch der EU-Kommission, die Ukraine anzugliedern“, sagte der Sozialdemokrat in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung. Falsch sei auch, Georgien an sich zu ziehen. „Das ist Größenwahn, wir haben dort nichts zu suchen.“

Mach mal, Russe! EU-Händewaschen im Akkord

Manchmal rutscht dem ukrainischen Übergangspräsidenten Alexander Tutschinow, der sich als Vorsitzender des Komitees für Privatisierung die Taschen vollgestopft hatte, eine echte Wahrheit raus: „Sagen wir es doch mal ehrlich: Die Bürger dieser Regionen (Ost- und Süd-Ukraine) unterstützen die Separatisten, sie unterstützen die Terroristen, was die Durchführung der Anti-Terror-Operation erheblich erschwert.“ Hören wir einen Aufschrei der Steinmeiers und der Merkels? Da gibt der Putschisten-Präsident unumwunden zu, dass er zumindest in der Ost- und der Süd-Ukraine das Volk gegen sich hat. Und er beschwert sich, dass dieses blöde Volk sich seiner nagelneuen „Nationalgarde“, rekrutiert aus den jetzt beschäftigungslosen Maidan-Truppen, entgegenstellt. Liest oder hört man in den deutschen Medien das Wort Menschenrechte? Nein. Zu lesen ist die hasserfüllte Überschrift auf der ersten Seite der „Süddeutschen Zeitung“: „Kiew: Russland führt Krieg gegen uns“. Bravo Kornelius, respektable Leistung. Nicht schlecht auch die ARD: Auf der Web-Site der Tagesschau, auf der das markige Merkel-Wort zur europäischen Geschlossenheit referiert wird, häuften sich die wütenden Kommentare der Zuschauer. Das ist der ARD zu viel. Deshalb liest man am 06. Mai 2014 um 16:46 Uhr auf der Seite: „Liebe User, meta.tagesschau.de ist derzeit überlastet. Deshalb kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden. Mit freundlichen Grüßen, die Moderation.“ Der riesige und mächtige ARD-Apparat konnte zu der Zeit nicht mehr als neun Kommentare verkraften. (…)

Ein Wort von den EU-Gewaltigen, die der Ukraine eine Assoziierung und eine NATO-Mitgliedschaft aufschwätzen wollten, an ihre Marionetten in Kiew, und die Antiterror-Truppen blieben in den Kasernen. Ein Wort von den Urhebern der Unruhen, und die Kiewer Untergangsregierung müsste den russischen Vorschlag zu einer gemeinsamen Konferenz mit den Oppositionellen aus der Ost- und Süd-Ukraine annehmen. Aber die Anerkennung der Wirklichkeit, das Eingeständnis, dass man zu hoch gepokert hat, das kommt den USA-Verstehern nicht über die Lippen. Das würde ja die Kriegsgefahr mindern. Deshalb waschen die EU-Funktionäre im Akkord ihre Hände in Unschuld und zeigen mit ihren nach wie vor dreckigen Fingern auf Russland und johlen: Mach mal, Russe!„.

US-Söldner morden für die faschistische EU-Junta in Kiev

http://www.welt.de/politik/ausland/article127862117/Hunderte-US-Soeldner-sollen-fuer-Kiew-im-Einsatz-sein.html
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/4726726/us-soeldnertruppe-in-der-ukraine-im-einsatz.html
http://www.nachrichten.at/nachrichten/weltspiegel/400-US-Soeldner-sollen-ukrainische-Armee-unterstuetzen;art17,1383043

 “Gouverneur” der faschistischen EU-Junta in Kiev nennt Hitler einen “Befreier”

https://www.radio-utopie.de/2014/05/10/ukraine-gouverneur-des-putsch-regimes-nennt-hitler-einen-befreier/

 

Ulrich Gellermann schreibt:

„Vor den subjektiven Wahrnehmungen liegen die objektiven: Was wir zur Zeit als Kriegsgefahr feststellen müssen, ist ausgelöst von der langen, beharrliche Ausdehnung der NATO und dem gelungen Versuch der EU sich in die inneren Verhältnisse der Ukraine einzumischen. Wer sich auch nur einem Moment vorstellen mag, wie die USA reagieren würden, wen Russland einen Stützpunkt in Mexiko oder Kanada installieren würde, der weiß was ich meine. (…) Die heftigste Propagandashow zieht doch seit Monaten der deutsche Medienmainstream ab: Barrikaden und besetzte Dienststellen in Kiew waren immer gut, in der Ostukraine immer schlecht. Eine von der Bundeswehr geführte, militärische Spionagegruppe wird als OSZE-Mission deklariert, die OSZE bestreitet das. Zu sehen allerdings nur im österreichischen TV. In ARD und ZDF wird eine Fake-Video über einen „russischen Oberst“ der in Donezk Milizen kommandiert, den es nie gab und Golineh Atai, die Korrespondentin der ARD in der Ukraine, erzählt gefährlich dummes Zeug über einen Brandanschlag, der 700 Kilometer von ihrem Standort entfernt geschehen ist, als wäre sie dabei gewesen. Das ist der pure Goebbels, hier in unserem Land, dessen Medien in extremer Gleichförmigkeit den selben Quatsch erzählen: USA gut, Russe böse.“

http://www.rationalgalerie.de/home/mach-mal-russe.html

 

Die in der Ost-Ukraine am 25. April festgesetzte Gruppe von Offizieren, die dort angeblich auf Basis des Wiener Dokuments der OSZE informatiossuchend tätig geworden war, wurde noch vier Tage nach dem Zwischenfall in den NDR- und ARD-Nachrichten fälschlich als „OSZE-Militärbeobachter“ tituliert, obwohl die OSZE sofort klargestellt hatte, dass die Männer nicht zur OSZE-Mission gehörten.“

http://www.rationalgalerie.de/kritik/-haupt-ueberschrift–2.html

„Jüngst philosophierte Käppner – unter Philosophie tut es der gewöhnliche Ressortleiter nicht mehr – in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG über die „Zukunft des Krieges“. Denn, da ist sich der Mann mit dem Lächeln sicher, der Krieg hat Perspektive. Und so ein wenig Speichel tropft ihm schon aus dem Mund, wenn er beschreibt, wie die Taliban bei Kunduz aus den Dörfern gedrängt wurden: „US-Spezialkommandos suchten nachts nach Taliban-Führern, starke Bodentruppen sicherten das Erreichte durch ein Netz neuer Stützpunkte“. Ein „asymetrischer Krieg“ schreibt der tapfere Mann, nur von seinem Schreibtisch geschützt, kann nur „mit boots on the ground . . . erfolgreich geführt werden“. Hah, wenn er nur abkömmlich wäre in seiner Redaktion, er wurde seine Stiefel aber auf diesen oder jenen Boden stellen und den Kanaken in den diversen Ausländern mal zeigen was eine deutsche Harke ist. (…) Und weil er dem gewöhnlichen Faschisten auch in seiner Kriegspropaganda ähnlich sein will, lügt er frech, um vor seinen Lesern den Krieg zu rechtfertigen: „Nach 9/11 ist die NATO ja nicht aus Abenteuerlust an den Hindukusch gezogen, sondern weil die al Qaida dort ihre Terrorbasis errichtet hatte.“ Die 9/11-Täter kamen nicht aus Afghanistan, zumeist waren es Saudis. Osama bin Laden war im Land der Taliban isoliert und die USA verhandelten bis fünf Tage vor dem NATO-Überfall auf Afghanistan mit ihren alten Taliban-Freunden aus dem Krieg gegen die Sowjetunion über die Auslieferung bin Ladens. Sie hatten nur nicht genug Geduld oder wollten keine Geduld haben.

Wie Deutschland in der Ukraine Demokratie herstellt

„In ein paar Tagen ist der Sänger in Kiew: Wolf Biermann, der gern auf CSU Parteitagen auftritt und heftig den Irak-Krieg begrüsste, hatte dem Boxer und Präsidentschaftskandidaten Klitschko einen Sympathisantenbrief geschrieben. Den verliest er nun an der Velyka-Zhytomyrska-Straße in Kiew bei einer Veranstaltung europäischer Intellektueller. Das ist schön, wenn ein CSU-Anhänger einem Zögling der Konrad-Adenauer-Stiftung seine Unterstützung versichert. Vor allem aber ist es symbolisch für die deutsche Ukraine-Politk: Man redet mit sich selbst. Die Merkel mit ihrer alten Freundin Julia Tymoschenko, Aussenminister Steinmeier mit seinem neuen Freund, dem Präsident Alexander Turtschynow, der im Bündnis mit der Swoboda-Nazipartei übergänglich das Land regiert und die Swoboda wiederum redet mit Vorliebe mit der NPD. So geht deutsche Demokratie in der Ukraine. (…) Die Süd-Ost-Ukrainer haben die Schnauze voll von einer Regierung, die US-Söldner der berüchtigten Blackwater-Academi-Mörder zur Bekämpfung von Demonstranten und Besetzern ins Land geholt hat. Von einem Übergangsregime, das Nazis und die zum Verwechseln ähnliche Nationalgarde denen auf den Hals hetzt, die sich ohnehin schon stranguliert fühlen. Von einem Regime, dass den erklärten Volkswillen mit „Anti-Terror-Truppen“ bekämpft. Von der korrupten Timoschenko-Gruppe, die den Kern der vorgeblichen Regierung bildet und sich in der Vergangenheit die Taschen gefüllt hat und erneut gern die Lizenz zum Klauen hätte, um nach einer wie auch immer zusammengebastelten Präsidentschaftswahl der NATO beizutreten. Wer also in der Ukraine Frieden wollte, wer den Bürgerkrieg vermeiden und den Grenzkrieg stoppen wollte, der müsste mit den Leuten in der Süd-Ost-Ukraine reden. Vor den Präsidenten-Wahlen und über eine Föderalisierung, wie sie zum Beispiel die Katalanen in Spanien und die Schotten in Großbritannien durchgesetzt haben. Da sei das Duo Infernale, die gewaltige Merkel und ihr Steinmeier-Dackel vor: Gemeinsam mit der Kiewer Sonder-Regierung schließen sie die Leute aus dem Osten aus. (…) Während Merkel und Steinmeier ihre Kiewer Friedens-Inszenierung dirigieren, machen die deutschen Medien das, was sie im Ukraine-Konflikt am liebsten tun: Tatsachen verschweigen wenn sie nicht in ihre ideologischen Raster passen. So gilt das Massaker in Odessa immer noch als eine Art ungeklärter Unfall. So wurden die jüngsten blutigen Kämpfe in Mariupol in den Heute-Nachrichten als „Szenario, das Putin will“ umgelogen. Um vom gewalttätigen Marsch des „Rechten Sektors“ von Mariupol nach Lugansk zu erfahren, musste man die Kiewer (!) Onlinezeitung „Politnavigator“ lesen. Und wenn 2.000 Vertreter der Zivilgesellschaft am 9. Mai in Kiew (!) gegen das Timoschenko-Klitschko-Swoboda-Provisorium demonstrieren, dann ist das so schrecklich, dass die deutschen Mehrheitsmedien einer schweren Stimmband-Lähmung verfallen. Denn so ein Fall ist in der Sprachreglung einfach nicht vorgesehen.

http://www.rationalgalerie.de/home/wolf-biermann-und-der-boxer.html

 

 n-tv: „Amerikaner in der Schaltzentrale. Biden-Sohn wird Gaslobbyist in der Ukraine:

„Der größte private Gaskonzern der Ukraine gibt eine pikante Personalie bekannt. Mitten im Ukraine-Konflikt heuert ausgerechnet der Sohn des US-Vizepräsidenten in der Führungsetage an. “

http://www.n-tv.de/politik/Biden-Sohn-wird-Gaslobbyist-in-der-Ukraine-article12830026.html

Und das hat natürlich nie und nimmer mit dem drohenden Bürgerkrieg in der Ukraine zu tun. Oder?

Antwort von Ulrich Gellermann:

Nie und nimmer! Ist doch im Vorstand der Burisma Holdings Limited (aus Gründen der Steuer-Ersparnis In Zypern und London angesiedelt) neben dem Biden-Sprößling auch der ehemalige polnische Präsident Aleksander Kwaśniewski und wer stand ganz zufällig neben Steinmeier auf dem Kiewer Maidan? Richtig: Der polnische Außenminister.

http://www.rationalgalerie.de/home/wolf-biermann-und-der-boxer.html

Jens Berger schreibt in nachdenkseiten.de:

In meinem Artikel „Die Gewinner der Ukraine-Krise (Teil II)“ fragte ich mich, wer die Besitzer des ukrainischen Energiekonzerns Burisma sind und verwies darauf, dass es wohl unmöglich sei, das Geflecht aus Offshore-Firmen und Holdings zu entwirren. Das Ukrainische „Anticorruption Action Center“ hat dies offenbar im Sommer 2012 zumindest zum Teil geschafft. Von Jens Berger.

„But, Burisma changed owners last year: instead of Zlochevsky and Lisin, the company was taken over by a Cypriot off-shore enterprise called Brociti Investments Ltd. Pari and Esko-Pivnich also changed their address: they moved from Kateryny Bilokur Street to 10a Rylyeyeva Stree in Kyiv. A third company was already waiting for them in the same building – the above-mentioned Ukrnaftoburinnya […]
According to the SMIDA state system, 90% of Ukrnaftoburinnya is owned by a Cypriot company, Deripon Commercial Ltd. […]
In fact, the end owner of Deripon Commercial Ltd. is a company based in the British Virgin Islands – Burrad Financial Corp. This company has often been involved in various financial schemes of the Privat Group and especially with Ihor Kolomoisky.“

Igor Kolomojskij ist kein Unbekannter. Er gilt als „drittreichster Ukrainer“, hat sich in den letzten Monaten massiv mit Putin überworfen und wurde von der Kiewer Zentralregierung zum Gouverneur der Region Dnjepropetrowsk ernannt. Kolomojskij besitzt neben der ukrainischen auch die israelische Staatsbürgerschaft und lebte noch bis vor Kurzem im Exil in Genf und gilt als Unterstützer Julia Timochenkos – wohl nicht zuletzt, weil er während ihrer Amtszeit durch nicht immer zweifelsfreie Geschäftsmethoden zu seinem Reichtum kam.

Es ist sehr gut möglich, dass er die Amerikaner mit ins Boot geholt hat, um sich – gegen eine ordentliche Beteiligung von Biden und amerikanischen Fonds – als großen Krisengewinnler ins Spiel zu bringen. Mit von der Partie ist übrigens laut Recherchen des US-Portals „Buzzfeed“ auch ein namhafter Europäer. Der ehemalige polnische Präsident Alexander Kwasniewski soll laut Buzzfeed ebenfalls im Vorstand von Burisma sitzen. Nach Informationen eines polnischen Nachrichtenportals hat Kwasniewski dies heute Nachmittag auch bereits bestätigt.

Auch diese Personalie ist höchst verstörend, gehörte Kwasniewski doch zusammen mit dem Iren Pat Cox zu den Ukraine-Sondergesandten des Europäischen Parlaments, die ganz maßgeblich an der Eskalation der Krise mitgearbeitet haben. Das Kwasniewski nun offenbar für seine treuen Dienste fürstlich entlohnt wird, ist ein weiterer handfester Skandal.

Auch wenn viele Details noch im Dunklen liegen, steht bereits jetzt fest, dass hier etwas ganz gewaltig stinkt. Während im Osten und Süden des Landes Menschen sterben, sind pro-westliche ukrainische Oligarchen zusammen mit engen Familienangehörigen des Weißen Hauses und europäischen Scharfmachern dabei, das Land auszuplündern. „Auftrag ausgeführt“ mag man da nur sagen.(…)

http://www.nachdenkseiten.de/?p=21721

 

Außenminister Steinmeier durfte in der Ukraine keinen Kranz für die Opfer des Pogroms in Odessa niederlegen.

„Die Biden Aktion ist bereits in einem Kommentar erwähnt.
Ein leichter Hoffnungsschimmer ist das Interview auf n-tv mit Ökonom Hellmeyer via youtube. Da spricht einer Klartext über die ganze Situation. Sehr zu empfehlen.
Unser Außenminister Steinmeier ließ sich gestern in Kiew demütigen: zuerst mußte er 2 Stunden auf seinen Termin warten um sich dann die Kranzniederlegung vor dem Gewerkschaftsgebäude in Odessa verbieten zu lassen.
Aber unsere schwerst zu ertragende dauerlächelnde Kriegs Ursel setzt alldem noch eins drauf, indem Sie sich den 15 Jahre andauernden Nato Dauereinsatz im Kosovo schönredet und als Erfolgsmodell für die Ukraine anpreist.“

http://www.rationalgalerie.de/home/wolf-biermann-und-der-boxer.html

Der IWF (Internationaler Währungs-Fond) zieht in der Ukraine in den Krieg

„Der IWF hat einen Kredit von 17 Milliarden Dollar an die Ukraine genehmigt. Die erste Tranche in Höhe von $ 3.2 Milliarden kam Mittwoch an.
Es ist wichtig, die Bedingungen dieses “Darlehens“ im Mafia-Stil zu identifizieren. Nichts ist im Spiel, das die ukrainische Wirtschaft wiederbelebte. Die Regelung ist untrennbar mit der berüchtigten, auf alle angewandte “Strukturanpassungs”-Politik des IWF verbunden, wie sie Hunderten von Millionen von Menschen in Lateinamerika über Südostasien bis hin nach Südeuropa bekannt ist.

Die Regime-Wechsler in Kiew haben pflichtgemäß stattgegeben, damit das unvermeidliche Sparpaket startend – von Steuererhöhungen und eingefrorenen Renten bis hin zu einem steifen, über 50 prozentigen Preisanstieg für das Erdgas, das ukrainischen Häuser heizt. Das “ukrainische Volk” wird nicht in der Lage sein, im kommenden Winter seine Stromrechnungen bezahlen zu können.

Wie vorauszusehen war, ist das massive Darlehen nicht zum Nutzen “des ukrainischen Volkes” gedacht. Kiew ist im Wesentlichen bankrott. Die Gläubiger reichen von westlichen Banken bis hin zu Gazprom – dem nicht weniger als 2,7 Milliarden Dollar geschuldet wird. Das “Darlehen” wird diesen Gläubigern Geld zurückzahlen; nicht zu erwähnen, dass $ 5 Milliarden der Gesamtsumme für Zahlungen auf – was sonst – frühere IWF-Kredite vorgesehen sind. Es versteht sich von selbst, dass ein Großteil der Mittel von dem aktuellen Oligarchenhaufen, der mit der “Yats”-Regierung in Kiew verbunden ist, ordentlich eingesackt werden wird – im Afghanistan-Stil.

Der IWF hat bereits gewarnt, dass die Ukraine in der Rezession sei und eine Verlängerung des $ 17 Milliarden Darlehens benötigen könnte. IWF-Neusprech qualifiziert dies als “eine signifikante Neukalibrierung des Programms.” Diese wird geschehen, laut dem IWF, wenn Kiew die Kontrolle über die Ost- und Süd-Ukraine verliert – etwas, das bereits im Gange ist. (…)

Wir möchten, dass Ihr angreift
Inzwischen hat die jugendliche Delinquenten-Schule der Diplomatie der Obama-Regierung Kurs gehalten: der Plan ist, Moskau zu locken, um “anzugreifen“. Die Vorteile wären immens. Washington würde ein für alle Mal die aufstrebende strategische Partnerschaft zwischen der EU, vor allem Deutschland, und Russland zerstören, die Teil einer organischen Interaktion zwischen Europa und Asien ist; Europa auf Dauer unter Amerikas Fittiche halten; und die Stärkung der Robocop-NATO nach ihrer afghanischen Demütigung.

Nun, sie sind nicht umsonst jugendliche Delinquenten. Doch dieser geniale Plan vergisst eine wichtige Komponente: genug kompetente Truppen, die bereit sind, Kiews Geschmacksmuster zu folgen. Die Regime-Wechsler lösten die Berkut-Bundesbereitschaftspolizei auf. Großer Fehler – weil sie Profis sind; sie sind arbeitslos; und jetzt, mit einem Monster-Groll, unterstützen sie die Ukrainer, die sich zugunsten einer Föderalisierung aussprechen.

Was das Skript des Ministeriums für Wahrheit, das über allen westlichen Medienkonzernen verhängt wurde, als “pro-russische Separatisten” bezeichnet, sind in der Tat ukrainische Föderalisten. Sie wollen keine Spaltung. Sie wollen nicht der Russischen Föderation beitreten. Was sie wollen, ist eine föderale Ukraine mit starken, autonomen Provinzen.

Unterdessen in Pipelineistan…
Washington betet intensiv, dass die Konfrontation zwischen der EU und Russland an der Gasfront außer Kontrolle gerät. Erdgas wird bis zu 25 Prozent des Energiebedarfs der EU bis zum Jahr 2050 abdecken. Seit 2011 ist Russland der Nummer Eins-Anbieter, gefolgt von Norwegen und Algerien.

Die bürokratisch verseuchte Europäischen Kommission (EK) konzentriert ihre Angriffe nunmehr auf Gazprom und die South-Stream-Pipeline – deren Bau im Juni beginnt. Die EK besteht darauf, dass die Vereinbarungen, die zwischen Russland und sieben EU-Ländern bereits getroffen worden waren, die Gesetze der EU verletzen (wie kommt’s, dass sie das nicht schon früher herausfanden?). Die EK möchte, dass South Stream ein “europäisches”, kein Gazprom-Projekt wird.
Nun, das hängt von viel ernsthafter Diplomatie und der Innenpolitik der einzelnen EU- Mitgliedsstaaten ab. Beispielsweise hängen Estland und Litauen zu 100 Prozent von Gazprom ab. Einige Länder, wie Italien, importieren über 80 Prozent ihrer Energie; andere, wie Großbritannien, nur 40 Prozent.“

Hier geht es zum Originalartikel:
http://www.larsschall.com/2014/05/10/das-wandernde-auge-der-iwf-zieht-in-der-ukraine-in-den-krieg/

http://www.rationalgalerie.de/kritik/der-iwf-zieht-in-der-ukraine-in-den-krieg.html

 

Odessa: Keine Tragödie sondern ein gezieltes Pogrom

Die Hintergründe der Eskalationen in Odessa. Nationalistisch-faschistische Kräfte – von Kiew orchestriert – exekutierten oder erschlugen offensichtlich einige ihrer Opfer. CIA und FBI beraten das Regime in Kiew. Medien in Deutschland leisten dem rechten Terror in der Ukraine teilweise Rückendeckung –
Von SEBASTIAN RANGE, 5. Mai 2014 –
Die Gewalteskalation in Odessa, bei der am Freitag über vierzig Menschen starben, war – so Beobachter vor Ort – keine Tragödie, das Verbrennen Dutzender Menschen keine Verkettung unglücklicher Umstände. Es war ein kaltblütig organisiertes Massaker durch faschistische Kräfte. Der paramilitärische Rechte Sektor hatte Hunderte seiner Anhänger, die sich zumeist aus der Ultraszene eines Charkower Fußballclub rekrutieren, nach Odessa geschickt. Dort taten sie sich mit örtlichen Ultranationalisten zusammen, um in die Schlacht zu ziehen. (…)

Was den meisten Zuschauern kaum auffallen dürfte: Kommentar und Bild widersprechen sich. Die gezeigten Demonstranten gehören dem Rechten Sektor an, unschwer an ihren schwarz-roten Armbinden zu erkennen. CNN hatte am gleichen Tag einen längeren Ausschnitt des Filmmaterials gezeigt. Darin ist deutlich zu erkennen, wie hinter der Polizeisperre Maidan-Anhänger, die Ukraine-Fahne schwingend, auf ihre Gegner einprügeln. Die Mitglieder des Rechten Sektors wollen ihre Gesinnungsgenossen dabei unterstützen, und versuchen deshalb, die Polizeisperre zu durchbrechen. Hingegen kommt die Darstellung der tagesschau durch die perfide Täter-Opfer-Umkehr einer gezielten Manipulation gleich. Absicht oder Dummheit? Zumindest unverantwortlich für einen öffentlich-rechtlichen Sender, den die Regularien eines Staatsvertrages zur Wahrheit verpflichten.

Dazu gehört ebenso das konsequente Leugnen der Existenz gewalttätiger faschistisch-nationalistischer Kräfte, was unter anderen der Grünen-Politiker Werner Schulz in der Sendung Anne Will noch zwei Tage vor dem Pogrom von Odessa zum Besten geben konnte. Für ihn sind sie ein „Popanz“, der auf russischer Propaganda basiert. “

http://www.hintergrund.de/201405053091/globales/kriege/odessa-keine-tragoedie-sondern-ein-gezieltes-progrom.html

Darf man von Gleichschaltung der Medien sprechen? Und davon, dass die Demokratie höchst gefährdet ist?

Albrecht Müller schreibt in nachdenkseiten.de:

„Wenn ich zum Beispiel des Abends im Heute Journal Claus Kleber über den Ukraine-Konflikt moderieren höre und sehe, wenn ich eine halbe Stunde später den Tagesthemen-Moderator Thomas Roth verfolge, dann kann ich Gleichschaltung am lebenden Objekt studieren: Der Russe ist das böse, der Westen ist das gute. Das Schema liegt fest. Und nicht nur bei diesen öffentlich-rechtlichen Sendern, sondern auch beim Gros der anderen Medien. Was nicht in dieses Schema passt, wird weggelassen. So zum Beispiel Informationen über das Engagement der USA in der Ukraine mit 5 Milliarden $ und mit Militär und die Promotion des jetzigen Ministerpräsidenten durch die USA. Das Böse in Moskau wird mit Hähme überzogen. Nicht berichtet wurde und wird vieles, was darauf hindeutet, dass die neue Konfrontation zwischen Ost und West von westlicher Seite angetrieben worden ist. Gabriele Krone-Schmalz berichtete in dem verlinkten Interview von einem solchen Fall: dem Verschweigen der im Assoziierungsvertrag der EU mit der Ukraine vorgesehenen militärischen Zusammenarbeit. Davon wurde in westlichen Medien kaum berichtet, weil dies die übliche Zuordnung von gut und böse erschwert hätte. (…)

  • Der Kern unserer Kritik an den Medien
  • Der Kern dessen, was wir beobachten und beschreiben, ist folgender: Bei vielen wichtigen Fragen unserer Zeit in der Außen- und Sicherheitspolitik wie auch in der Innen-, Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik gibt es eine große Linie, für deren Penetration das große Heer der Journalistinnen und Journalisten schreiben und senden, und dann gibt es einige aufmerksame kritische Kolleginnen und Kollegen, die gegen den Strom schwimmen. Ihnen verdanken wir viel. Aber oft sind sie wie wir, die NachDenkSeiten selbst, auch nur eine Art Alibi für den angeblich demokratischen Disput. Und viele Journalistinnen und Journalisten der gerade von Henkel genannten und bewunderten Medien wie die Frankfurter Rundschau, Panorama, TAZ und Süddeutsche Zeitung dienen leider der Erhöhung der Glaubwürdigkeit des Mainstreams in ihren eigenen Blättern und Sendern. Peter Henkel lebt offenbar so weit weg von der Wirklichkeit, dass er diesen Mechanismus schon gar nicht mehr wahrnimmt oder versteht.Ich bestreite nicht, dass man darüber streiten kann, ob man die skizzierte Realität mit dem Begriff Gleichschaltung richtig erfasst und ob dies statthaft ist. Ich für mich habe entschieden, dass ich einen Begriff, der trifft, nicht schon deshalb nicht gebrauche, weil er zur Kennzeichnung der Verhältnisse bei „Goebbels und Honecker“ – so die von Henkel gewählte gleichschaltende Formulierung – gebraucht wird. – Aber ich gestehe gerne zu, dass ich niemandem den Gebrauch dieses Begriffes aufzwingen will und auch gar nicht anrate. Ich gebrauche diesen Begriff, weil er die Verhältnisse hierzulande wie auch in anderen Teilen des Westens – und des Ostens sowieso – trifft.“

http://www.nachdenkseiten.de/?p=21735

 

Henryk M. Broder schreibt:

Ein kluges Wort – und schon ist man Rechtspopulist!

Was gestern die „Bolschewiken“ waren, sind heute die „Rechtspopulisten“ – eine Gefahr für den Frieden. In der „Zeit“ versucht die Journalistin Mely Kiyak, vier Schriftsteller als solche abzustempeln.

In der „Zeit“ vom 8. Mai kam es zu einem Zusammentreffen zwischen Geist und Macht, Kultur und Politik. Außenminister Frank-Walter Steinmeier unterhielt sich mit zwei Schriftstellern, die das Auswärtige Amt zu einer internationalen Konferenz („Ein Traum von Europa“) nach Berlin eingeladen hatte – der in Deutschland geborenen Mely Kiyak und dem in der Schweiz lebenden russischen Romancier Michail Schischkin.

Gleich zu Beginn des von Ijoma Mangold moderierten Gesprächs sagte Mely Kiyak, sie kenne „Autoren, die europaskeptisch sind, die am liebsten den Euro abschaffen würden und die zunehmend rechtes Gedankengut in ihr literarisches Programm“ aufnehmen.

Auf die Frage des Moderators „An wen denken Sie da?“ nannte sie vier Namen: „Leon de Winter, Monika Maron, Ralph Giordano oder Richard Wagner„. Letzterer begreife „Europa explizit als christliches Abendland“, was offenbar als Beweis für „rechtes Gedankengut“ bereits ausreicht. Auch der Moderator wollte es nicht genauer wissen. (…)

„Rechtspopulisten“, die neuen „Bolschewiken“

Vermutlich ist auch die „Zeit“ der Meinung, mit der Löschung und Wiedernennung des Namens von Monika Maron sei der Fall erledigt. Man sei einerseits der Autorin entgegengekommen, habe aber andererseits für maximale Transparenz gegenüber den Lesern gesorgt.

Was übrig bleibt, ist der Begriff „Rechtspopulist“, der an die Stelle des „Bolschewiken“ aus den frühen Tagen der Bonner Republik getreten ist. Wer damals eine eigene Meinung hatte, die sich nicht mit der Haltung der Mehrheit deckte, wurde als Moskauer Agent an den Pranger der kollektiven Rechtschaffenheit gestellt.

Heute sind es die „Rechtspopulisten“, die den Frieden in Europa bedrohen. Weil sie „europaskeptisch“ sind, „den Euro abschaffen“ wollen und als Literaten „zunehmend rechtes Gedankengut“ verbreiten. Leon de Winter und Richard Wagner, Ralph Giordano und Monika Maron.

Und was rechts ist, das entscheiden solche Experten und Expertinnen für angewandten Zeitgeist wie Mely Kiyak – in Zusammenarbeit mit dem Feuilleton der „Zeit“.“

 

  25.05.2014   schreibt:

Schießerei in Brüssel oder latenter Antisemitismus in der Tagesschau?

Die ARD kam gestern Abend ihrer Grundversorgungspflicht auf ganz fatale Weise nach. „Schießerei in Brüssel“ titelte sie eine Meldung über einen antisemitischen Dreifachmord im Jüdischen Museum der belgischen Hauptstadt.

Zu einer Schießerei gehören immer mindestens zwei. Einer, der abdrückt, wie der Attentäter in Brüssel. Aber wer hat in diesem Fall zurück geschossen? Die drei ohne Vorwarnung ermordeten Juden jedenfalls nicht, auch nicht der Museumsmitarbeiter, der noch mit dem Tode ringt. Niemand!

Aber Schießerei hört sich so an, als wären auch die Ermordeten mitschuldig. Der ARD-Konsument kann sich beruhigt zurücklehnen und weiter sein Feierabendbier genießen. Der antisemitische Dreifachmord war per Überschrift wegdefiniert.

Der erste Kommentar eines Zuschauers war prompt mit der Frage verbunden, ob die Opfer denn überhaupt jüdisch gewesen seien, man wüsste doch noch nichts über die Motive des Täters. Spätestens bei diesem Kommentar hätte den ARD- Redakteuren klar sein müssen, welche antisemitischen Ressentiments sie mit ihrer irreführenden Überschrift bedienen.

Ich befürchte, es ist noch schlimmer. Für mich ist es latenter Antisemitismus, der in solchen irreleitenden Überschriften zum Ausdruck kommt. Und der gehört nun ganz bestimmt nicht zur Grundversorgung, die ich mit meinen Gebühren zu finanzieren gezwungen bin.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/schiesserei_in_bruessel_oder_latenter_antisemitismus_in_der_ard

 

ARD und ZDF verlegen Abschuss eines syrischen Hubschraubers in die Ukraine

30 Freitag Mai 2014

Veröffentlicht von Dok in ARD, ZDF

youtube – Syrien Dezember 2013

Kämpfen syrische Islamisten auf Seiten der Separatisten in der Ostukraine? In der kruden Propagandawelt von ARD und ZDF würde das nicht weiter wundern. Golineh Atai und Bernhard Lichte fänden dafür sicherlich ganz überzeugende Erklärungen, in denen das Wort Putin garantiert nicht fehlen würde.

1

ARD tagesschau 29.5. 17:30 Uhr

Gestern jedenfalls haben Tagesschau (17.30Uhr) und heute (19.00Uhr) ein 6 Monate altes Video eines Hubschrauber-Abschusses in Syrien, als Erfolg der Separatisten in der Ostukraine verkauft.

2

Der Vorgang wirft die Frage auf, wie diese Redaktionen arbeiten?

ZDF heute 29.5. 19.00 Uhr

Eigene Recherche findet offensichtlich nicht statt. Vermutlich kommen 99% der “Informationen” von ARD und ZDF vom US-finanzierten “Ukraine Crisis Center“, wo geschulte Agitatoren vorgefertigte News-Häppchen anbieten, um die Meinungsmache im westlichen Sinne zu beeinflussen.

3

Von jeglichem beruflichen Ethos befreite Menschen, wie Golineh Atai, verbreiten deshalb regelmäßig Gerüchte, Halbwahrheiten, Mutmaßungen oder simple Lügen.

Gestern klang das in der 20.00 Uhr tagesschau so:

Atai: Viele Fragen bleiben bei diesen heutigen Entwicklungen offen: Warum kann die Armee ihre Soldaten nicht immer aus der Luft unterstützen? [wir erinnern an die Hetze gegen Assad, wenn er die Luftwaffe einsetzt] Warum ist die Grenze nach Russland nach wie vor so durchlässig, dass offenkundig ganze Busladungen von Kämpfern in die Ukraine einwandern. Oft ausgerüstet mit HOCHprofessionellen Waffensystemen und unter den Kämpfern sollen sich auch immer mehr Kämpfer aus Tschetschenien befinden. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch berichtet, dass der Südosten der Ukraine sich immer mehr in eine gesetzlose Enklave verwandle. Dass immer mehr Menschen im Südosten des Landes verwirrt und verängstigt seien, offenkundig weder den Separatisten zugeneigt, noch der Regierung in Kiew und einfach nur ein normales, friedliches Leben wollten und die Hälfte der Unternehmen in der Region – wird berichtet – hätten mittlerweile ihren Betrieb eingestellt.

Eine offenkundig erbärmliche Sammlung an Einseitigkeit, Ahnungslosigkeit und unbewiesenen Behauptungen, die den einzigen Zweck verfolgt, den Einsatz des Militärs gegen Bürger zu rechtfertigen, die nicht von einer westlichen Junta regiert werden wollen.

http://propagandaschau.wordpress.com/2014/05/30/ard-und-zdf-verlegen-abschuss-eines-syrischen-hubschraubers-in-die-ukraine/

 Murat Altuglu schreibt auf Achgut.com:

02.06.2014

Qualitätsjournalismus aus Hamburg

Murat Altuglu

Im deutschen Sprachgebrauch gibt es das Wort Qualitätsjournalismus. Als ich noch an einer deutschen Uni war, wurde immer wieder geraten, eine überregionale Qualitätszeitung zu lesen. Dieser ganze Nachdruck war mir immer suspekt. Mit der Zeit, vor allem nachdem ich ausgewandert war und andere Medien kennengelernt habe, wurde mir erst klar, welchem journalistischen Abgrund ich intellektuell entronnen war.

Ein gutes Beispiel hierfür liefert eben das Meinungsblatt Die Zeit. In diesem Artikel wird dem Leser suggeriert, dass der italienische Regierungspräsident Merkel dabei unterstützt, Juncker als Kommissionspräsident zu installieren. Der entscheidende Satz lautet: „Unterstützung für Juncker bekommt Merkel hingegen von Italiens Regierungschef Matteo Renzi.“

Dann lese ich den britischen Telegraph. Und dort steht: “Matteo Renzi, the Italian prime minister, spoke out in support of Britain on Sunday by emphasising that Mr Juncker had no guaranteed majority in a vote of EU leaders and had no automatic right to the job following last week’s European elections.”

Jetzt fragt man sich, wer wird denn nun von Renzi unterstützt? Merkel oder Cameron? Die Antwort liefert Renzi selbst: „Juncker is ‘one’ name for the Commission, but he is ‘not’ the name.” Also eine deutliche Absage an Juncker als alleinigen Kandidaten.

Die eine Zeitung manipuliert den Leser, die andere informiert ihn. Das ist der Unterschied zwischen Propaganda und Qualitätsjournalismus.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/qualitaetsjournalismus_aus_hamburg

 

Linke denunzieren Poroschenko als Juden

“Forbes lists Petro Poroshenko as the 130th richest Jew in the world with 1, 6 billion dollars. The would-be President of Ukraine Poroshenko was born Waltzman. Poroshenko is his mother’s name, she was also a Jew.”

http://www.strategic-culture.org/news/2014/05/24 /weapons-prostitutes-drugs-things-po roshenko-associated-with.html

Altlinker Jürgen Elsässer sieht Juden (Zionisten) am Werk des Putsches in Kiev.

>5:58 “Also es macht keinen Sinn mit dem Finger auf Russland zu zeigen, sondern diese ausländische Macht war natürlich eine westliche Macht und wir haben zahlreiche Berichte, auch aus der seriösen Presse, aus der FAZ, aus der neuen Zürcher Zeitung aufgeführt, wo berichtet wurde, etwa von Amerikanern, auch Deutschen und von einer Zionisten-Brigade auf dem Maidan, das heißt jüdische Kämpfer mit israelischer Armeeausbildung, die sich als Stoßtruppe sozusagen über die friedlichen Demonstranten gemengt haben, ja. Und das waren diese ausländischen Faktoren, die jeden Vermittlungsversuch torpediert haben und dann kam es eben zum Sturz von Janukowytsch. Der konnte sich nicht mehr halten, der musste fliehen und dann wurde er formell vom Parlament abgesetzt und eine neue Regierung gewählt.” <6:52

https://www.youtube.com/watch?v=Zw2aKvLhUw4

wir halten jüdischen Faschismus auf

 

Auf dem Transparent einer russisch-orthodoxen Demonstration:

„Wir halten den jüdischen Faschismus auf!“

 

Russia in secret plot against fracking, Nato chief Rasmussen says.

http://www.telegraph.co.uk/earth/energy/fracking/10911942/Russia-in-secret-plot-against-fracking-Nato-chief-says.html

Russia is secretly working with environmental groups campaigning against fracking in an attempt to maintain Europe’s dependence on energy imports from Moscow, the secretary-general of Nato Rasmussen has said. (…)

Greenpeace dismissed Mr Rasmussen’s comments as „preposterous“. A spokesman said: „Greenpeace had thirty of its people locked up in Russian prisons last year, threatened with fifteen years in jail. The idea we’re puppets of Putin is so preposterous that you have to wonder what they’re smoking over at Nato HQ.”

Russland führt Geheimoperationen gegen Fracking durch, sagt der Nato-Chef Rassmussen.

http://www.telegraph.co.uk/earth/energy/fracking/10911942/Russia-in-secret-plot-against-fracking-Nato-chief-says.html

Russlands Geheimdienste kooperieren mit Umweltschutzgruppengruppen in Kampagnen gegen Fracking, um zu versuchen Europa in Abhängigkeit von Energieimporten aus Moskau zu halten, sagte der Generalsekretär der Nato Rasmussen.

Greenpeace wies Herrn Rasmussens Kommentare als „absurd“ zurück. Ein Sprecher von Greenpiseace sagte: “ Dreißig Greenpiss-Aktivisten wurden im vergangenen Jahr in russischen Gefängnissen eingesperrt und mit fünfzehn Jahren Gefängnis bedroht. Die Idee, wir wären Marionetten von Putin, ist so absurd, dass man sich fragen muß, was für ein Stoff im Nato-Hauptquartier geraucht wird.“

 

Sie hören in letzter Zeit oft in den Staatsmedien, daß ISIS Islamischer Staat in Irak und Syrien bedeutet. Wie oft, stimmt es nicht, und wenn etwas nicht stimmt, dann hat es seine Gründe. ISIS bedeutet: „Islamischer Staat im Irak und in der Levante“. Als Levante (ital. für „Sonnenaufgang“, steht allegorisch für den „Osten“ und das „Morgenland“) bezeichnet man im weiteren Sinne die Länder des östlichen Mittelmeeres, folglich alle Länder, die östlich von Italien liegen, besonders die griechische Halbinsel und die griechischen Inseln in der Ägäis, die mediterranen Küstengebiete der Türkei, Zypern, den Libanon, Palästina, das historische Syrien und Ägypten. Im Arabischen wird die Region als „Asch-Scham“ (‏الشام‎ / aš-Šām) bezeichnet, was wörtlich übersetzt „der Norden“ heißt. Damit ist die Region nördlich von Hedschas, der Geburtsregion des Islams, gemeint. In Syrien selbst ist mit „Asch-Scham“ die Stadt Damaskus gemeint.

 

Im engeren Sinn umfasst die geografische Bezeichnung Levante Küsten und Hinterland der Anrainerstaaten der östlichen Mittelmeerküste, also die heutigen Staaten Syrien, Libanon, Israel, Jordanien sowie die palästinensischen Autonomiegebiete.

Der Islamische Staat im Irak und in der Levante (abgekürzt: ISIL; arabisch ‏الدولة الإسلامية في العراق والشام‎ ad-dawla al-islāmīya fī l-ʿirāq wa-sch-schām, auch Islamischer Staat im Irak und in (Groß-)Syrien, abgekürzt: ISIS), ist eine dschihadistischsalafistische Organisation, deren Ziel die Errichtung eines Islamischen Staates ist.

Sie hat ihren Ursprung im irakischen Widerstand und bekannte sich früh zu al-Qaida, weswegen sie auch unter dem Namen al-Qaida im Irak (AQI) bekannt war, jedoch sind seit etwa Mitte 2013 ISIS und al-Qaida zerstritten. Im Irak tötete ISIS durch Anschläge über 6000 Menschen. Die Organisation kämpft im syrischen Bürgerkrieg gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad, gegen die Freie Syrische Armee und gegen die kurdische Minderheit im Norden des Landes. Seit Mai 2010 ist Abu Bakr al-Baghdadi ihr Anführer. Vier Jahre lang saß der Iraker in Camp Bucca, einem US-Gefangenenlager mit bis zu 26 000 Häftlingen ganz im Süden des Irak. (Wie kam er denn heraus?)

Die falschen Angaben über die Bedeutung des Namens der al-Qaida im Irak (AQI) Dschihadisten ISIS sollen deren Ansprüche auf die kriegerische Errichtung eines islamischen Gottestaates im ganzen Nahen Osten und darüber hinaus, von der Türkei bis Ägypten, verdecken. Es soll so aussehen, als ob die Dschihadisten „nur“ die gewaltige Eroberung von Irak und Syrien beanspruchen würden, die Gefahr sei also nicht „so groß“. Die Gefahr ist jedoch sehr groß, und Islamismus ist eine extrem aggressive, gewaltbereite politische Bewegung, und keine Religion, der Islamismus versteckt sich lediglich hinter der islamischen Religion, wie sich Stalinismus hinter dem Marxismus versteckte, und Faschismus hinter Patriotismus, und die Inquisition hinter der katholischen Religion, und Machtgier hinter Gutmenschentum und Öko, und so weiter.

3. Intifada?

Die deutschen Medien betonten wochenlang, dass im Fall der drei israelischen Jugendlichen weder die Taeterschaft der Hamas noch ueberhaupt bewiesen war, dass die drei Jungen entfuehrt worden waren.

http://beer7.wordpress.com/2014/07/03/3-intifada/

Dir Grüne Jugend kennt nur noch ein Geschlecht: weiblich und weniger weiblich.

Siehe: https://www.gruene-jugend.de/machmit/mitglied-werden

 

Gerst

Das Heute-Journal eröffnet mit diesem Foto des Astronauten Alexander Gerstdie Sendung und zitiert absichtlich falsch. Aus den „Raketen über Gaza und Israel“ machte Claus Kleber (ZDF) mit besonders betroffener Stimme „die Raketen über Gaza“ 
 

 

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das Gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

 

Stupidity is demonstrated by people lacking knowledge they could achieve.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice attempt to avoid upsetting fools unwilling to face the truth.

Antisemitism is when one blames Jews or Israel for issues, he does not blame others.

Crazyness is, when one always does the same but expects different outcome.

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human.

A man with roots should go for a pedicure.

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

 

I think for food-2

molon labe

Wie ein Gutmensch jede Diskussion erfolgreich verhindern kann:

thinker-2

2013 © by Julian S. Bielicki

Liebe Leute,

ich bin auf einer Mail-Liste von Psychoanalytikern und Psychotherapeuten. Es sind dort ca. 1000 Teilnehmer, inclusive Verbände, Institutionen, Psychotherapeutenkammern, usw.. Dorthin habe ich eine Email mit einem Link zu meinem Artikel „German Angst“ geschickt. Die Email wurde von dem Eigentümer dieser Emailliste, einem einflussreichen Psychoanalytiker zensiert, nicht zugelassen, mit dem Argument, ich würde von Deutschen und Juden sprechen, und es gäbe keine Deutschen und Juden, das sei eine unzulässige Verallgemeinerung. So kann man sich wunderbar jeder Diskussion entziehen und Holocaustleugnung bekommt eine neue Variante, denn wenn es keine Deutschen und keine Juden gibt, dann gab es auch keinen Völkermord an Juden begangen durch Deutsche. Hier zeige ich Ihnen, wie ein Gutmensch, und die meisten Psychoanalytiker und Psychotherapeuten sind Supergutmenschen, wie auch andere, besonders die im Sozialbereich arbeiten, jede Diskussion im Keim ersticken können. Á propos, meine Autorenschaft auf http://politropolis.wordpress.com/ beendete ich, nachdem derselbe Artikel auch dort zensiert worden ist, also nicht erschien. So sind halt Gutmenschen, sie kämpfen für den Frieden, und wer nicht ihrer Meinung ist, der kriegt von ihnen eins in die Fresse. Bitte dazu auch „Zwei Kulturen“ zu lesen. Danke den Herausgebern von www.achgut .de, daß sie bereit waren, meinen Artikel „German Angst“ zu veröffentlichen.

Wie ein Gutmensch jede Diskussion erfolgreich verhindern kann:

A: spricht über Deutsche und Juden.

B: es gibt keine Deutschen und keine Juden, jeder Mensch ist anders.

A: Spricht über einen konkreten Menschen.

B: Das ist eine unzulässige Vereinfachung.

A: Zieht aus Tatsachen Schlüsse.

B: Das ist eine unzulässige Verallgemeinerung.

A: Erzählt, was er erlebt hat.

B: Das ist eine unzulässige subjektive Sichtweise.

A: Erzählt, was ihm andere berichtet haben.

B: Das sind unzulässige Vergleiche.

A: fragt B nach seiner Meinung.

B: Solange ich nicht alle Fakten kenne, kann ich mir keine Meinung bilden.

A: (schweigt)

B: Ich sehe, daß Sie zu dem Thema nichts zu sagen haben.

A: Kritisiert jemand.

B: Wer nicht selbst in der Situation war, kann es gar nicht beurteilen.

A: Kritisiert sich selbst.

B: Das ist eine individuelle Sichtweise, die keine Verallgemeinerung erlaubt.

A: Kritisiert B.

B: Das ist eine pubertäre Reaktion.

A: Macht konkrete Vorschläge.

B: Hier hilft kein wilder Aktivismus, sondern eine sorgfältige Analyse der Gesamtsituation.

A: Bietet eine sorgfältige Analyse der Gesamtsituation an.

B: Hier helfen keine akademischen Diskussionen, es sind sofortige Aktionen notwendig.

A: Zitiert wissenschaftliche Untersuchungen.

B: Berufung auf Autoritäten ersetzt keine Argumente.

A: Argumentiert.

B: Das ist nur Ihre eigene Meinung zu diesem Thema.

A: Spricht sachlich.

B: Sie verstehen Gefühle anderer Menschen nicht,

A: Spricht emotional.

B: Jetzt werden Sie unsachlich.

A: Wirft B vor, die Diskussion zu verhindern.

B: Das sind unzulässige persönliche Diffamierungen.

A: Protestiert, daß ein Gespräch so nicht weiter gehen kann.

B: Jetzt fangen Sie an zu polemisieren.

A: Versucht zu erklären.

B: Durch Wiederholung werden Ihre Argumente nicht besser.

A: Zeigt sich mit B ganz einverstanden.

B: Beifall von der falschen Seite können wir nicht gebrauchen.

A: (geht.)

B: Damit zeigen Sie, daß Sie an einer Diskussion nicht interessiert sind.

B: Behauptet, daß an allem Banken, Amerika und Israel schuld sind.

Ergänzend hierzu die von Gutmenschen vorzugsweise angewandten

17 taktische Regeln des Desinformanten
Unseriöse Diskussions-/Desinformationstaktiken

von Larry Summers

„Ob bei einem Streitfall im persönlichen Umfeld, einer Debatte über politische Themen oder bei der Aufklärung eventueller Regierungsverbrechen geopolitischen Ausmaßes, immer dann, wenn eine Lüge mehr persönliche Vorteile bringt als die Wahrheit oder die Wahrheit sogar enorme persönliche Gefahren für eine Person oder Gruppierung birgt, treffen wir auf dieselben illegiti­men Diskussions- bzw. Desinformationstaktiken.

Jene Person oder Gruppe, die die Lüge aufrechterhalten will, hat die Fakten nicht auf ihrer Seite und muß deshalb versuchen, Fakten zu unterdrücken, falsche Fakten zu erfinden und vor allem: eine echte Diskussion über die Fakten zu vermeiden.

Der Einsatz folgender Taktiken kennzeichnet also Personen oder Gruppen, die zum persönlichen Vorteil die Wahrheit unterdrücken wollen:

1. Reagiere empört, beharre darauf daß dein Gegner eine angesehene Gruppe oder Person angreift. Vermeide die Diskussion der Tatsachen und dränge den Gegner in die Defensive. Dies nennt man auch das “Wie kannst du es wagen”-Manöver.

2. Denunziere den Gegner als Verbreiter von Gerüchten, ganz egal welche Beweise er liefert. Falls der Gegner Internetquellen angibt, verwende diesen Fakt gegen ihn. Beharre darauf daß die Mainstreampresse und die Establishment-Geschichtsschreibung einzig und allein glaubwürdig sind, obwohl wenige Superkon­zerne den Medien-Markt unter sich aufteilen und die meisten Historiker “dessen Lied singen wessen Brot sie essen”.

3. Attackiere ein Strohmann-Argument: Übertreibe, übersimplifiziere oder verzerre anderweitig ein Ar­gument oder einen Nebenaspekt eines Arguments des Gegners und attackiere dann diese verzerrte Position. Man kann auch einfach den Gegner absichtlich mißinterpretieren und ihm eine Position unterstellen, die sich dann leicht attackieren läßt. Vernichte die Strohmann-Position in einer Weise die den Eindruck erwecken soll, daß somit alle Argumente des Gegners erledigt sind.

4. Assoziiere den Gegner mit inakzeptablen Gruppen: Spinner, Terroristen, Rechtsradikale, Rassisten, Antisemiten, paranoide Verschwörungstheoretiker, religiöse Fanatiker usw. Lenke damit von einer Diskussion der Tatsachen ab.

5. Stelle die Motive des Gegners in Frage. Verdrehe oder übertreibe jeden Fakt, um den Gegner aussehen zu lassen, als handle er durch eine persönlichen Agenda oder andere Vorurteile motiviert.

6. Stelle dich blöd: Ganz egal welche Beweise und logische Argumente durch den Gegner vorgelegt werden, vermeide grundsätzlich jede Diskussion mit der Begründung daß die Argumentation des Gegners keinem Sinn ergibt, keine Beweise oder Logik enthält.

7. Erkläre, die Position des Gegners sei ein alter Hut, schon tausendmal durchgekaut und daher nicht der Diskussion wert.

8. Erkläre, das Verbrechen oder Thema sei zu komplex, um jemals die Wahrheit herausfinden zu können.

9. Alice-im-Wunderland-Logik: Suche nur Tatsachen, die deine von Beginn an festgelegte Position unterstützen und ignoriere alle Tatsachen, die ihr widersprechen.

10. Setze gesellschaftliche Position mit Glaubwürdigkeit gleich: “Wer bist du schon, daß du diesem Politiker/Großindustriellen/Großkapital usw. wem auch immer so etwas unterstellen kannst!”

11. Verlange unmögliche Beweise. Verlange, daß dein Gegner den Fall komplett auflöst. Jede Unklarheit beim Gegner wird gewertet als argumentative Bankrotterklärung.

12. Provoziere deinen Gegner bis er emotionale Reaktionen zeigt. Daraufhin kann man den Gegner für seine “harsche” Reaktion kritisieren und dafür daß er keine Kritik verträgt.

13. Erkläre pauschal große Verschwörungen als unmöglich durchführbar da viel zu viele Menschen daran beteiligt sein müßten und die Sache ausplaudern könnten. Ignoriere den Fakt daß bei einer großen illegalen Operation die einzelnen ausführenden Abteilungen voneinander abgeschottet sind und nur soviel wissen, wie sie für die Ausführung ihres Teils der Operation benötigen. Ignoriere den Fakt das eine strenge Hierarchie besteht, jeder nur seinen Befehlen folgt und keine unbequemen Fragen stellen darf.

14. Wenn der Gegner sich nicht durch die genannten Taktiken kleinkriegen läßt, fahre einfach solange fort bis der Gegner ermüdet und sich aus Frustration zurückzieht.

15. Suche nach flüchtigen Rechtschreib- oder Grammatikfehlern oder verbalen Ausdrucksfehlern, um den Gegenüber als doof zu klassifizieren. Lenke damit vom Inhalt seiner Rede ab.

16. Wenn du mit jemandem in einem Blog u.ä. schreibst/diskutierst, tauche immer mit einem 2. oder 3. Mann auf, dass der Gegner den Eindruck gewinnen muss, er stehe alleine mit seiner Meinung. Die Masse der Schweigenden Gaffer und amüsierten Zuschauer ist immer erschreckend hoch, so dass kaum Gefahr besteht, dass sich jemand einmischt und den in der, durch Gaffer, nur scheinbaren “Minderheit” in Schutz nimmt.

17. Sollte es gar nicht anders gehen oder du entlarvt/enttarnt wirst, so komme dem Gegner aufs Mini­malste entgegen und fordere ihn im großzügigen Gegenzug dazu auf, schier Unmögliches aufzulären! (“Erkläre und Beweise mir nur die Wirkungsweise von Homöopathie. Dann finden wir bestimmt eine Einigung!”) – (Und das Spiel beginnt von vorne, bzw. du hast gewonnen, weil der Gegner wieder Argumente liefert, die du mit einem der 16 Regeln kontern wirst.)“

2013 © by Julian S. Bielicki

line-wordpress

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Wer „ich will frei sein“ sagt, und es sagen viele, der ist ein Idiot. Denn das höchste was der Mensch als Freiheit haben kann, ist die Freiheit, seine Pflicht frei zu wählen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten. Es sind Sozio-, Pädago- und Psychokratien, die Erkenntnis nicht fördern, sondern verhindern.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett „antideutsch“ nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur „normale“ kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“– Hans Dieter Hüsch

Es gibt zweierlei Ethik: die moralische, der die Realität egal ist und die der Verantwortung, die reale Folgen der ethischen Forderungen berücksichtigt. Die erste ist gut gemeint, die zweite ist gut gemacht.

Was dem einen seine Souveränität, ist dem anderen seine Eigenmächtigkeit.

Das Schöne am Euro war, dass die Gewinner immerzu gewinnen konnten, ohne dass ihnen gleich die Quittung präsentiert wurde. Denn sie verdienen ja am Ausland, was heißt, eigentlich ein im Maße des Verdienens zunehmend schlechtes Geld – das ist durch den Euro aufgehoben worden: Man konnte ständig an einer anderen Nation verdienen, ohne dass das Geld dieser Nation darunter gelitten hat, weil sie gar kein eigenes hat. Der Wert dieses Geldes repräsentiert nicht die Leistungsfähigkeit dieser Nation. So hat der Euro von dem innereuropäischen Verdienen aneinander sogar noch gelebt; er hat vor der Krise absurderweise nur den Konkurrenzerfolg der Gewinner repräsentiert.

Das ist ja mit der Idylle charakterisiert. Dass zunächst mal alle Seiten Gewinner des neu eingeführten Euro waren. Auch die, die ihre vergleichsweise Weichwährung gegen den Euro getauscht haben und damit auf einen Schlag Kredit zu ganz anderen Konditionen und Möglichkeiten hatten. Insofern waren die späteren Verlierer erst mal auch Gewinner.

line-wordpress

Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno