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Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Angstneurotiker.

Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Angstneurotiker. Seit Kindesbeinen wird Deutschen der nahende Weltuntergang eingehämmert, durch die Muttis (Väter, die den Namen verdienen, gibt es kaum noch), Kindergärtnerinnen, Erzieherinnen, Sozialpädagoginnen, Psychologinnen, Politikerinnen (Steinmeier warnt!), Massenmedinnen, also eigentlich durch eine wie ein Riesenraumschiff über Deutschland schwebende Mutti, die permanent warnt, warnt und warnt, ermahnt und verspricht einen zu beschützen, wenn man sich nur eng genug an die Mutti schmiegt und sich niemals, niemals von ihr entfernt und keinesfalls andere Meinung entwickelt, geschweige denn eigene Meinung äußert. Dann haut die Mutti nämlich dem Kind heftig auf die Mütze, wie es zur Zeit Akif Pirincci, Dieter Nuhr und viele andere erfahren müssen.

Geraten Mal zwei Ebensogleiche aneinander, wie vor wenigen Tagen in Köln die Hooligans (gibt es kein deutsches Wort dafür? – Abschaum oder Pack vielleicht?) und die Salafisten, schon warnen Massenmedien die Deutschen vor einem angeblichen Bürger-Krieg (Schauder, Schauder! – oder war es Burger-King?). Ich war aber neulich bei Burger und es war ganz ruhig dort, alle mampften friedlich gemeinsam, die Hooligans und die Salafisten. Schauen Sie sich nuhr diese schauderhafte Angstpropaganda, von wegen „Bürgerkrieg“ an:

Bürgerkrieg

http://web.de/magazine/panorama/hooligan-krawalle-koeln/salafisten-kurden-hooligans-buergerkrieg-land-30169482

 

Der „kleine Bürgerkrieg“ findet tatsächlich statt, aber nicht zwischen Hooligans und Salafisten, sondern zwischen denjenigen, die alle anderen entmündigen wollen, ich nenne sie „die Muttis“, auch wenn es oft genug Männer sind (denkste!), und den „Kids“, in Anlehnung an Karl Poppers sehr zu empfehlende Schrift „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“, d.h. die offene Gesellschaft und Die Muttis, bzw. die Muftis (ist letztendlich das Gleiche). Frauen als geborene Muttis sind Entmündigungsmaschinen (schreibt Peter Handke in seinem Buch „Die linkshändige Frau“). Es wird aber immerwieder fälschlicherweise von der Entmündigung durch das Patriarchat (Männerdiktatur) gesprochen, anstatt richtigerweise von der Diktatur des Matriarchats (Frauendiktatur) zu sprechen und allen matriarchalischen Diktaturen, die Allen Schutz vor Gefahren versprechen, wenn sie nur der Obermutti gehorchen und gehören, so im Stalinismus, so im Nationalsozialismus, so in Deutschland heute, weich wie ein Doppel-Whopper mit Angsteinlage. Dabei ging es den Deutschen faktisch  noch nie so gut wie heute. Schauen Sie auf http://www.ourworldindata.org/ – alle Graphen, wie Gesundheit, Glück, Konflikte, Hunger usw. entwicklen sich ständig witerhin in die positive Richtung. Allen Tatsachen zum Trotz leiden jedoch die Deutschen immer mehr unter Angst, Depressionen, Burn-Out, Mobbing und allerlei Traumatisierungen, die Behandlungsbedürftigkeit der Deutschen steigt und steigt und steigt, bald ist es ein einzig Volk von Kranken, Arbeitsunfähigen und ihren Behandlern, allesamt dann nur noch Abschaffel, nur noch für eine Kur geeignet.

Wo ist der Weltuntergang durch das Ozonloch, Rinderwahnsinn, Vogelgrippe, Waldsterben, Klimaerwärmung, usw. usf. geblieben? Und nun die neue Mähr von der Weltseuche Ebola. Lesen Sie bitte dazu diesen Text von Beda M. Stadler, Professor für Immunologie:

Afrikas unheimliche Krankheiten | Die Weltwoche, Ausgabe 43/2014 | Dienstag, 28. Oktober 2014

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Afrikas unheimliche Krankheiten

Von Aids bis Ebola: Der Schwarze Kontinent bleibt ein riskantes Gelände. Seine Krankheiten haben allerdings mehr mit sozialen Umständen als mit tödlichen Mikroben zu tun. Auch Ebola ist vor allem ein afrikanisches, kein globales Bedrohungsphänomen.

Von Beda M. Stadler

Afrika steht wieder mal im Blickpunkt. Die Welt schreit auf, wie wenn uns wegen Ebola ­eine weitere Epidemie im Ausmass von Aids drohte. Dabei gehört das Ebolavirus nicht ­einmal zu den 25 wichtigsten Krankheits­erregern, die uns ­diese Region bereits beschert hat. ­Neben Aids sind dies tropische Krankheiten wie Morbus Chagas, Cholera, Denguefieber, Malaria, Leishmaniose und die zwei Formen der Schlafkrankheit oder Erkrankungen, die wir in unseren Breitengraden nur allzu gut kennen: Hepatitis B, Influenza A, Keuchhusten, Masern, Darm­infektionen durch Rota­virus A, Syphilis, Tetanus und Tuberkulose. Nicht zu vergessen auch Gelbfieber, Diphtherie, Mumps, Röteln, Pest, Pocken, Typhus und Paratyphus. Der Grund ist einfach. Die Wiege der Menschheit ist auch die Wiege unserer infektiösen Krankheiten.

Als der Mensch fast ausgestorben wäre

Vor zirka 100 000 Jahren wäre die Mensch­heit fast ausgestorben. Die Zahl unserer Vorfahren schrumpfte in Afrika zu einer Gruppe von 5000 bis 10 000 Individuen. Dadurch ist ein untereinander genetisch stark verwandter Menschentypus entstanden, ein «Beinahe-Klon». Die genetische Vielfalt beim Menschen ist deshalb wesentlich geringer als bei den Menschenaffen. Die Ähnlichkeit unter den Menschen ist derart gross, dass es bei ihnen, evo­lutionsbiologisch gesehen, Unsinn ist, von ­Rassen zu reden. Was umgekehrt die Krankheitsanfälligkeit innerhalb der Gattung Mensch erhöht.

Konkret: Hat sich ein Mikroorganismus auf uns Menschen spezialisiert, spielt es keine ­Rolle mehr, auf welchem Kontinent wir leben. Un­sere Abstammung – die «Out of Africa»-Hypothese – bedeutet nicht nur, dass unsere Vor­fahren auf Wanderung gingen, sondern sie taten dies mit einem Rucksack voller Mikro­organismen. Wir sind nämlich von mehr als tausend verschiedenen Bakterienarten besiedelt, einer derart grossen Zahl also, die einem Vielfachen unserer Anzahl Zelltypen entspricht. Wir sind ein Mikroben-Taxi, das aus ­allen Nähten platzt. Zum Glück machen nur wenige ­Keime krank.

Ausrottung der Neandertaler

Die Folge von «Out of Africa» war schon zu Urzeiten verheerend. Der Homo sapiens wurde zu einem unheilbringenden Migranten, der überall auf der Welt seine koexistierenden Cousins, etwa den Neandertaler, ansteckte und wahrscheinlich dadurch ausrottete. Was heute wie ein multipler Genozid anmutet, war ungewollt und ist eigentlich der Innovationskraft des ­Homo sapiens anzulasten. Die Domestizierung verschiedener Tiere ermöglichte es einigen ­tierspezifischen Krankheitserregern, auf den ­Menschen überzuspringen. Zudem erlaubte die Landwirtschaft ein dichteres Beisammensein der Menschen, was wiederum infektiösen Erregern die Ausbreitung erleichterte.

Durch die geografische Trennung der Menschheit kam es erst zu genetischen Unterschieden. In Afrika findet man gehäuft die Genvariante eines menschlichen Rezeptors (Toll-ähnlicher Rezeptor 4), weil sie gegen Malaria schützt. In unseren Regionen ging die Variante praktisch verloren, weil sie zugleich empfänglicher für bakterielle Infekte macht. Einige der tropischen Krankheiten haben die Migration aus biologischen Gründen nicht mitgemacht oder wurden nachträglich bei uns ausgerottet. Mit den grossen Gewässerkorrektionen des 18. und 19. Jahrhunderts in der Schweiz hat man die Malaria in der Linthebene, im Seeland oder im Wallis zurückgedrängt, weil die Anopheles-Mücke Hauptwirt und der Mensch bloss Zwischenwirt ist. Obwohl wir in der Zwischenzeit mehrheitlich für Malaria empfänglicher geworden sind, haben wir dafür die Natur verändert, um die Krankheit loszuwerden. Für Ebola sieht die Situation ganz anders aus. Hätte dieses Virus in unseren Regionen einen geeigneten Wirt, wäre es seit Jahrtausenden bei uns in den Wild- oder Haustieren heimisch geworden.

Der derzeitige Hype um Ebola ist umso ­peinlicher, ja geradezu beschämend, wenn man bedenkt, dass die Malaria jährlich immer noch zirka 1,2 Millionen Menschenleben fordert. ­Anopheles-Mücken könnten in jedem Flug aus Afrika mitreisen. Sollte es bei uns einmal wieder wirklich wärmer werden, würde diese ­Mücke bei uns sicher wieder Biotope finden. Trotzdem fürchten sich die Menschen vor ­dem Ebolavirus mehr als vor dem Malaria-­Erreger. Aids ist ebenfalls fast ganz aus den Schlagzeilen verschwunden: Wen kümmert es, dass südlich der Sahara fast 25 Millionen HIV-Infizierte ­leben?

Man spielt derzeit hemmungslos mit der Angst, Ebola könnte bei uns grossräumig ausbrechen und sich zu einer Pandemie ent­wickeln. Diese Angst ist unbegründet, weil das Ebolavirus ­andere klimatische Bedingungen und ­geeignete Wirte brauchen würde. Dieses Virus ist deshalb nur begrenzt migrationsfähig, weshalb es auch damals nicht mit unseren Vorfahren auf Wanderschaft ging. Selbst mit der Sklaverei hat das Virus den Sprung nach Ame­rika nicht geschafft. Eine Überquerung mit dem Schiff dauerte ­länger als die Krankheit. Biologisch gesehen, ist der Mensch kein tauglicher Wirt für Ebola­viren. Das Virus bringt den Menschen viel zu rasch um, und die Überlebenden werden immun. Das Ebolavirus hat in früheren Zeiten ganze ­Stämme ausgerottet und tat dies so rasch, dass eine Übertragung auf weiter entfernte Populationen nicht gelang. Das ist keine erfolg­reiche virale Strategie. In der Vergangenheit verschwand das Virus nach einigen Zyklen im Menschen jeweils wieder und überlebte nur im Tierreich.

Pocken und Pest: Tödlichere Strategien

Das Pockenvirus und das Pestbakterium hatten eine wirkungsvollere Strategie. Die Krankheit und somit die Ansteckungsgefahr dauerten viel länger als bei Ebola. Derzeit werden Flüge aus Afrika so behandelt, als ob es sich um einen ­kontinentalen Übertritt handeln würde wie bei ­ der Pest im 6. Jahrhundert von Konstantinopel nach Europa. Das ist verständlich, denn, so wie die historische Schifffahrt eine neue Migration ermöglichte, fürchtet man heute, dass ­Viren zu blinden Flugpassagieren werden. ­Diese Angst freilich ist stark übertrieben. Man kann davon ausgehen, dass in den letzten Monaten Hunderte von Flügen im Ebola-Gebiet gestartet sind mit Destinationen innerhalb und ausserhalb Afrikas. Darunter befanden sich ­sicher auch Ebola-Infizierte. Trotzdem hört man nichts davon, dass Menschen in einem Flugzeug angesteckt worden seien.

Das Virus ist nicht entfernt so infektiös ­ wie etwa das Masernvirus oder Grippeviren. Fürchten muss man sich vor allem vor dem fortgeschrittenen Stadium bei Ebola-Patienten, wenn es zu unkontrollierten Aus­schei­dungen von ­Fäkalien und Erbrochenem kommt. In ­einem solchen Zustand ist man aber sicher nicht mehr flugtauglich. Un­geach­tet dessen gibt es in Amerika bereits Passa­gie­re, die in B-Waffen-tauglichen ­Schutz­anzügen die Reise antreten möchten. Ironi­scherweise passiert dies in dem Land, in welchem den ­Indianern pockenverseuchte Wolldecken und Kleider überreicht wurden, um sie absichtlich umzubringen.

Ebola ist ein afrikanisches, kein globales Phänomen. Entstehungsbedingungen und Gefährlichkeit haben sehr viel mit dem Kontinent zu tun, auf dem das Virus zu Hause ist. Der Ausbruch von Ebola ist geradezu ein Paradebeispiel für die Krankheitswirkung bestimmter kultureller Überlieferungen. Traditionelle Bestattungsrituale und Voodoo-Glaube waren neben der unzureichenden Hygiene ein Hauptgrund für das Ausbrechen der Krankheit.

Dies allerdings ist kein Grund, mit dem Finger auf Afrika zu zeigen. Schliesslich sind es bei uns auch Anhänger religiöser Sekten, die sich weigern, sich ­gegen die Masern impfen zu lassen, oder Pflegepersonal, das sich weniger gegen die Grippe impfen lässt als der Durchschnitt der Bevölkerung. Sechzig Prozent der Schweizer glauben gemäss Umfragen, reines Wasser und Zucker seien ein Medikament. Seit wir die Homöopathie in unserer Verfassung verankert haben, haben wir kein Recht, über Voodoo zu lächeln.

Ebola ist nicht Aids

Die Ebola-Hysterie wurzelt in falschen Parallelen zum HI-Virus. Es waren der Zeitgeist, die ­sexuelle Revolution, die Aids erst die Möglichkeit gaben, pandemisch zu werden. Anders als das ­Ebolavirus hat dieses Virus den Sprung vom Tierreich auf den Menschen vor Tausenden von ­Jahren vollzogen und ist seither ein rein Menschen-pathogenes Virus.

Aus viraler Sicht hat HIV eine perfekte Strategie entwickelt, um im Menschen zu verweilen. Für die Fähigkeit, sich weltweit zu vermehren, war es aber auf geänderte Verhaltensweisen und technische Innovation angewiesen. Zu den ersten Aids-Opfern in der Schweiz gehörten ­Bluter, die aufgrund von modernen Medikamenten und der Bluttransfusion angesteckt wurden. Die erste in Afrika dokumentierte Ebola-Epidemie wurde ebenfalls durch verseuchte Injektionsnadeln verursacht, da die behandelnden Nonnen bloss fünf Injektionsnadeln besas­sen. Daraus von Ebola auf Aids zu schliessen, ist freilich nicht zulässig.

Das Ebolavirus hat einen weiteren makabren Nachteil gegenüber den allermeisten anderen Viren. Mit seiner relativ kurzen Inkubationszeit von sieben bis zwanzig Tagen und dem schweren Krankheitsverlauf weiss man jederzeit rasch, wo das Virus steckt. Man kann es ­alleine mit Quarantänemassnahmen eingrenzen und ­zurückdrängen.

Eine rationale Abschätzung der Ansteckungsgefahr scheint für die meisten Menschen dennoch nicht möglich. Man kann es nicht genug betonen: Das Ebolavirus kann nicht fliegen, und ein Patient müsste einen Menschen sehr unappetitlich anspucken oder anhusten, um ­eine ­Gefahr darzustellen. Aber eben, es scheint, dass unser Affengehirn gerne mit Risiken flirtet und dafür echte Gefahren ausblendet.

Bis hierhin kann man die Situation nüchtern zusammenfassen: Dem Ebolavirus fehlt die biologische Fähigkeit, eine Pandemie zu ver­ursachen. Während der früheren und der heu­tigen Ausbrüche hätte das Virus genügend Möglichkeiten gehabt, auf Wanderschaft zu ­gehen. Was es aber nicht tat, da es sich für ­Wanderungen nicht besonders eignet. Obwohl man das eigentliche Reservoir des Ebolavirus nicht kennt, deutet vieles darauf hin, dass es Flughunde sind, die bei uns nicht vorkommen. Einigen anderen Tierarten scheint jeweils das gleiche Schicksal zu blühen wie dem Menschen. Sie werden angesteckt, erkranken und sterben, ­ohne wirklich zum Wirt für das Virus zu ­werden. Es existiert auch ­keine neue technische Er­rungenschaft, keine spezielle Drogenszene, welche dem Virus neue ­Fähigkeiten verleihen würde.

Afrikas Seuchenherde

Trotz der begrenzten Gefährlichkeit des ­Ebolavirus bleibt Afrika ein seuchenmässig riskanter Kontinent. Luis Gomes Sambo, der Re­gionaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Afrika, führte bereits 2010 aus, dass 63 Prozent der Todesfälle in Afrika auf ansteckende Krankheiten zurückzuführen sind. Auch wenn Aids ­damals für zirka 15 Prozent aller Todesfälle ­verantwortlich war, sind heute in Afrika viele ansteckende Krankheiten im Prinzip Zoonosen: Der Mensch steckt sich beim Tier an. Bei der noch herrschenden Armut in ländlichen Gebieten ist es unmöglich, etwa die Jagd auf wilde Tiere oder den Umgang mit Haustieren derart zu verändern, dass man nicht auch weiterhin mit Ausbrüchen von verschiedenen Krankheiten in Afrika rechnen muss. Es ist eine Tatsache, dass Afrika im Unterschied zu anderen Kontinenten, trotz oder ­wegen der Abermilliarden an Entwicklungs­hilfe, immer noch keinen genügenden Selbstversorgungsgrad in der Medizin erreicht hat. Die WHO hat für Afrika als Entwicklungskontinent ge­rade mal 350 essenzielle Medikamente definiert. Die Antibaby­pille findet sich darin nicht, bloss das Kondom. Wer sich bei uns mit dieser minimalen Apotheke pflegen müsste, würde auswandern.

Gefährlich für Afrika, nicht für Europa

Die WHO betreibt zudem zahlreiche Impf­programme für Afrika und behandelt diesen Kontinent so, wie wir unsere Kleinkinder behandeln. Neuerdings kämpfen Unicef und Pampers-Hersteller gar gemeinsam für kostenlose Tetanusimpfungen. Die bewunderns­werte Aktion macht deutlich, dass in Afrika die allereinfachsten medizinischen Grundlagen nicht gegeben sind. Das macht Afrika zu einem gefährlichen Kontinent – für Afrikaner, weniger für Europäer, die gegen die meisten der in Afrika noch immer gefährlichen Krankheiten geimpft oder gewappnet sind. Sollte die Impfdisziplin in Europa, in der Schweiz allerdings nachlassen, könnte Afrika für uns seuchen­mässig wieder zum Problem werden, weit bedrohlicher als jetzt bei Ebola.

Zum Schluss: Uno und WHO spielen aktuell eine traurige Rolle. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon macht auf Alarmismus, statt zu ­be­ruhigen: «Wir müssen Versprechen zu Taten machen. Wir brauchen mehr Ärzte, Pfleger, Ausrüstung, Behandlungszentren und ­Evakuierungskapazitäten.» Das Problem sei «sehr ernst».

Tatsächlich hat die Weltgesundheitsorganisation ein ernstes Problem, allerdings ein ­anderes als das, welches sie zu haben vorgibt. Die von der WHO zuletzt als Weltbedrohung hochgespielten angeblichen Pandemien – Vogel- und Schweinegrippe – erwiesen sich als gewöhnliche Grippen. Seither lautet die verschärfte Fragestellung: Wie finanziert man einen solchen ­bürokratischen Moloch, nachdem die Glaubwürdigkeit selbstverschuldet ­beschädigt ­worden ist?

Am 17. Oktober hat die WHO verlauten lassen, Ebola sei in Senegal vorbei. Der Kongo und ­Nigeria zeigen seit Ende September auch keine steigende Zunahme an Todesfällen mehr. Ebola wird hoffentlich bald wieder ausschliesslich auf der Leinwand grassieren. Die wirklich bedrohlichen Infektionskrankheiten werden weiterhin in Afrika wüten, aber wie bis anhin ohne mediale Begleitung.

Beda M. Stadler ist emeritierter Professor für Immunologie und lebt in Zeneggen VS.

 

In dem Zusammenhang immerwiederkehrend die Horrormeldung: Burn-Out!

Burn-Out! Schlimmer als Ebola?

Nun hat es auch die tapferen Schweizer erwischt. Die Neue Züricher Zeitung vom 19.10.14 schlägt Alarm: „Erschöpfung am Arbeitsplatz. Hunderttausende sind Burnout-gefährdet. Etwa sechs Prozent der Schweizer Erwerbstätigen erholen sich in der Freizeit nicht mehr von der Arbeit. Laut Wissenschaftlern der Universität Bern fühlt sich ein Viertel aller Erwerbstätigen ziemlich oder stark erschöpft. Gegen 300 000 stehen gar kurz vor dem Burnout.“ Zuvor befiel die Burn-Out Epidemie das benachbarte Deutschland. In ein und derselben Ausgabe vom 16.08.2010 erschienen in der Frankfurter Rundschau zwei Artikel zum Thema Arbeit. In einem konnte man lesen, daß die Arbeit krank macht und im anderen, daß die Arbeitslosigkeit krank macht. In beiden Fällen ging es um die Zunahme von psychischen Krankheiten. Der scheinbare Widerspruch zwischen den beiden Artikeln wird jedoch aufgehoben, wenn man bedenkt, daß in beiden Fällen auch das Vortäuschen einer psychischen Krankheit zur finanziellen Unterstützung des “Kranken” führt, ohne daß der “Kranke” arbeiten muß. (Mit Bandscheibenvorfällen, psychosomatischen Schmerzbeschwerden geht es aber auch.) Auf diese Weise kann man die Zunahme von schwer überprüfbaren Diagnosen verstehen, wie Burn-Out, Mobbing, Traumatisierungen, Depressionen, Ängste und Sonstiges. Man kann damit am einfachsten eine Arbeits-, Berufs-, Erwerbsunfähigkeit erreichen, ohne daß eine tatsächliche Erkrankung vorliegen muß. Eine wachsende sektenartig organisierte Psycho- und Betreuungsindustrie erklärt inzwischen alles und jedes als psychisch bedingt und sich selbst als für die Rettung der so Gefallenen alleine zuständig und daher vom Staat zu finanzieren.[1]

Die Bundespsychotherapeutenkammer bptk gibt bekannt: “Die Zahl der betrieblichen Fehltage aufgrund von Burnout ist seit 2004 um fast 1.400 Prozent gestiegen.” Das wird vom Bundespsychotherapeutenkammerpräsidenten jedoch nicht als ein Anstieg von Krankschreibungen (AU) unter dem Vorwand einer neuerfundenen angeblichen psychischen Belastung (die nicht Mal als eine Erkrankung definiert ist und im Diagnosenkatalog ICD-10 daher fehlt)) interpretiert, o nein, sondern: „Die Menschen fühlen sich in ihrem Leben und bei ihrer Arbeit immer häufiger überfordert“, stellt Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) fest. „ Die psychosozialen Belastungen der modernen Gesellschaft werden erheblich unterschätzt. Seelisch überlastete Personen erhalten zu spät Beratung sowie Hilfe und psychisch Kranke zu spät eine Behandlung.“ und “Im Jahr 2004 fehlten 100 Versicherte 0,6 Tage aufgrund von Burnout, im Jahr 2011 waren es schon neun Tage. Ihr Anteil an allen Fehltagen aufgrund psychischer Erkrankungen ist aber noch gering. Im Jahr 2011 waren 100 Versicherte rund 200 Tage aufgrund seelischer Leiden arbeitsunfähig. Im Vergleich zu psychischen Erkrankungen machen die Ausfälle aufgrund von Burnout also nur 4,5 Prozent der Fehltage aus. „Im Gespräch mit dem Arzt schildern viele Arbeitnehmer Erschöpfung oder Streß“, erklärt BPtK-Präsident Richter. Solche Schilderungen von Burnout-Symptomen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden, weil dahinter meist psychische Erkrankungen stecken.“ Bei 85 Prozent der Krankschreibungen wegen Burnout diagnostizierte der Arzt zusätzlich eine psychische (z. B. Depression, Angststörung) oder körperliche Erkrankung (z. B. Rückenschmerzen). Nur 15 Prozent der Burnout-Krankschreibungen erfolgen ohne eine weitere Diagnose. Auch dann kann Burnout jedoch ein Hinweis auf eine entstehende psychische oder auch körperliche Erkrankung sein. Aktuell gibt es keine allgemein anerkannte Definition, was unter Burnout zu verstehen ist. Häufig genannte Symptome des „Burnouts“ oder des „Ausgebranntseins“ treten auch bei einer Reihe psychischer Erkrankungen auf: u. a. Antriebsschwäche, gedrückte Stimmung, Reizbarkeit, Erschöpfung. Burnout wird in Deutschland in der ICD-10-GM in einer Zusatzkategorie (Z73) verschlüsselt, in der Faktoren beschrieben werden, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen können, ohne eine eigenständige Erkrankung zu sein. Meist handelt es sich um Überforderungen durch berufliche und private Belastungen. „Eine solche Kategorie ist durchaus sinnvoll, weil sie dem Arzt die Verschlüsselung von psychosozialen Risikofaktoren oder auch von Gründen bzw. Anlässen für eine tatsächliche Erkrankung ermöglicht“, erläutert Richter. „Es muß dann aber auch sichergestellt sein, dass eine diagnostische Abklärung oder eine Behandlung eingeleitet wird.“

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Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) online – “Betriebliche Fehltage aufgrund von Burnout um 1.400 Prozent gestiegen”

 

In meiner psychotherapeutischen Praxis erfahre ich, daß nicht die Arbeit, sondern ihre Freizeit Menschen arbeitsunfähig macht, wenn sie vom Freitag bis Montag früh feiern, chatten, sich mit Nikotin, Alkohol, Drogen, Sex zudröhnen, sich in Beziehungskonflikten zerreißen, dann sind sie am Montag früh nicht mehr arbeitsfähig, die meiste Kraft raubt ihnen das Balzen, viele sind dann dadurch nicht mehr arbeitsfähig, das Balzen raubt ihnen den Verstand und die Kraft. Erst auf der Arbeit erholen sich viele von dem Freizeitstreß. Aber davon spricht keiner, denn dafür gibt es kein Geld.

Wie man Burn-Out nachhaltig, effektiv und erfolgreich therapieren kann, zeigen drei kurze Videos[2] am Beispiel einiger russischen Matrosen nach einem dreimonatigen Aufenthalt auf einem Atom-U-Boot, davon manche verletzt nach einem Feuerausbruch.

Für diejenigen, die des Russischen nicht mächtig sind: der militärische Psychotherapeut erklärt vom Treppeneingang zum Krankenhaus den Teilnehmern an der Gruppenpsychotherapie vor dem Treppenaufgang, daß es wissenschaftlich bewiesen ist, daß eine Psychotherapie die Genesung kranker Soldaten beschleunigt und dem traumatisierten Soldaten verhilft rasch wieder dienstfähig zu werden, weil die Psychotherapie die psychischen und die physischen Kräfte der Soldaten stärkt.

So findet die Psychotherapie den Eingang in das Gesundheitswesen sogar in den Streitkräften der Russischen Federation. Zuletzt sieht man den traumatisierten Kommandanten des Atom-U-Boots (Kapitän ersten Ranges) Gorionov, wie er vergeblich seine Ehefrau nach dreimonatiger sexueller Deprivation um Sex anbettelt und um seinem Wunsch Nachdruck zu verleihen, schreit daß er ja ein Säugetier-Männchen (Ja samiec!) sei.

Im Teil 2 sieht man äußerst effektive Kurzzeittherapie eines traumatisierten Matrosen im katatonen Zustand.

Ebenso im Teil 3 führt die Anwendung einer Fokal-Traumatherapie zum Aufwachen aus dem Koma des nach Verzehr von 8 kg französischen Käse unter akutem Darmverschluß leidenden Kapitäns zweiten Ranges eines russischen Atom-U-Boots.

Auch in der Bundeswehr und anderen westlichen Armeen steigt rapide die Anzahl der traumatisierten Soldaten, die ebensolches Recht auf unbürokratische schnelle Hilfe benötigen, wie in diesen Videos gezeigten russischen Matrosen.

 

Und zuletzt ein Leckerli:

Ich habe meinen Artikel „Burn-Out! Schlimmer als Ebola“ der Zeitschrift FOCUS-Gesundheit angeboten und erhielt vom Chefredakteur folgende Antwort:

———- Ursprüngliche Nachricht ———-
Von: Niehaus Jochen <j.niehaus@focus-magazin.de>
An: „jsb@jsbielicki.com“ <jsb@jsbielicki.com>
Datum: 27. Oktober 2014 um 15:57
Betreff: AW: „Burn-Out! Schlimmer als Ebola?“ / Angebot eines Artikels / An Herrn Niehaus

Sehr geehrter Herr Bielicki,

vielen Dank für Ihr Angebot und Ihren interessanten Artikel.

Für eine Publlikation in FOCUS-Gesundheit ist er leider nicht geeignet, da wir davon ausgehen, dass unsere Leser tatsächlich unter einer psychischen Erkrankung leiden, diese nicht vortäuschen und von uns Hilfestellung und Rat erwarten.

Beste Grüße,
Jochen Niehaus

 

Jochen Niehaus

Chefredakteur FOCUS-Diabetes

Redaktionsleiter FOCUS-Gesundheit

 

BurdaNews

FOCUS Magazin Verlag GmbH

Arabellastraße 23, 81925 München

Phone +49 89 9250-3929

Fax +49 89 9250-2452

j.niehaus@focus-magazin.de

www.burdanews.de

 

 

Wie süß, der Herr Niehaus! Träumen Sie weiter und bedienen Sie Ihre Leserschaft weiterhin mit solchen Märchen, wie daß Ihre Leser psychische Erkrankung nicht vortäuschen! JSB

 

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

 

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

800px-Molon_labe2

 

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert

 

Stupidity is demonstrated by people lacking knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice attempt to avoid upsetting fools unwilling to face the truth

“In argument about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and cognition. The true Islam is totally different, the one who will find it will become a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easy. If someone has nothing to say, he says it then in a very complicated way

 

 

[1] L’Allemagne est malade!:

https://psychosputnik.wordpress.com/2014/08/24/904/

 

[2] Psychotherapie der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) in Russland:

https://psychosputnik.wordpress.com/2013/12/29/psychotherapy-of-the-post-traumatic-stress-disorder-ptsd-in-russia/