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Die Kunst ahmt nicht das Leben nach, sondern das Leben ahmt die Kunst nach.

Andy Warhol (Warchol bedeutet Berseker, Warchlak ist ein Jungwildschwein, Frischling) sagte, die Kunst ahmt nicht das Leben nach, sondern das Leben ahmt die Kunst nach.

Nachdem der parfümierte und gepuderte deutsche Dichter, der in Reimen philosophierte, Johann Wolfgang von Goethe, den anschwellenden Bocksgesang eines hormonell  verstörten jungen Mannes, der seine Ausschüttung der Endorphine (körpereigene Opiate, wie Morphin, Glückshormone) durch einen Schlüsselreiz eines Weibchens namens Charlotta bis zum Liebeswahn gesteigert hat, als einen Briefroman unter dem Titel „Die Leiden des jungen Werthers“ 1774 veröffentlichte,   war dem Sturm und Drang der Liebestollen in ganz Europa kein Halt mehr zu bieten, die etwas noch Tolleres entdeckt haben, als für den Kaiser und das Vaterland zu sterben, nämlich für eine meist ebenso dämmliche weibliche Kreatur, wie die Männchen selbst, sich in den Tod zu stürzen.

wertherdrama

Desweiteren kam 1955 in Frankreich ein Film in die Kinos unter dem Titel „Rififi“ (Du rififi chez les hommes), in dem ein Bankraub stattfindet, nachdem die Räuber eine über der Bank liegende Wohnung überfallen und in den Fußboden der Wohnung und zugleich die Decke der Bank ein Loch stemmen, und durch das Loch in die Bank eindringen. Unzählige Einbrüche fanden im nachhinein weltweit nach dieser „Rififi“ genannter Methode statt.

Zuletzt im Jahre 2014 erschien ein herrlicher argentinischer Film des Regisseurs und zugleich Drehbuchautors Damián Szifron (einer der Produzenten war Pedro Aldomovar, das merkt man), in dem in wunderbar gedrehten sechs Episoden aus echtem Leben erzählt wird, in dem es oft anders kommt, als man denkt. DIe Kameraführung ist kunstvoll, die Geschichten sind intelligent und spannend, die Schaupieler spielen sehr gut und die Dialoge sind super. Der Film ist kurzweilig und schön – was will man mehr?

Schauen SIe sich hier die erste Episode an und dann macht es bei Ihnen im Kopf „klick“, wo der Pilot des Todesfluges von Germanwings, Andreas Lubitz, die Idee zu seinem Todesflug fand. Womöglich werden nun Rechtsanwälte der Opfer nicht nur Germanwings auf Schadenersatz verklagen, sondern auch Pedro Almodovar und andere Mitproduzenten dieses Films. Sehen Sie bitte hier:

Frapierend, nicht wahr?

line-wordpress

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

Psychoanalytische Arbeitsstation

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!
I think for food

molon labe

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Wer „ich will frei sein“ sagt, und es sagen viele, der ist ein Idiot. Denn das höchste was der Mensch als Freiheit haben kann, ist die Freiheit, seine Pflicht frei zu wählen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Es sind dieselben, die behaupten, das Geschlecht wäre nicht biologisch angeboren, sondern nur ein sozialer Konstrukt, und zugleich daß die Homosexualität kein sozialer Konstrukt wäre, sondern biologisch angeboren.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

„Es gibt zwei Dinge“, so wußte Hitler schon 1923, „die die Menschen vereinigen können: gemeinsame Ideale und gemeinsame Kriminalität“ .

Nach der gewaltsamen Beendigung des Mordens durch die Alliierten waren die Deutschen (und sind es bis heute geblieben) noch deutscher als zuvor.

„Der Staat sind wir“: Dies Credo der Sozialdemokratie Ferdinand Lassalles war die Wahrheit der Volksgemeinschaft, und der Nazismus war die vermittlungslose Basisdemokratie der Deutschen.

Die Demokratie der Bürger ist die interessierte Demutsadresse an den autoritären Staat.

„Die deutsche Nation ist das Apriori dieser seltsamen Wissenschaft, die

vorgibt, nichts zu kennen als Quellen, Quellen und nochmals Quellen, nichts als das

lautere Plätschern der Tatsachen und das ungetrübte Sprudeln der Empirie. Die

Quelle aber ist der Historie, was der Jurisprudenz das Indiz: Spielmaterial, bloße

Illustration des Systemzwangs zum Rechtsfrieden, d.h. empirische Legitimation der

vorab existenten letzten Instanz, an der jede Berufung aufhört und jede Revision

endet. Egal, wer Recht hat, solange nur Recht ist; was immer die Quellen sagen,

ein Beweis gegen die Nation wird sich daraus nie und nimmer folgern lassen.“ (…)

„Historische Wahrheit wird nach dem Modell von Meinungsumfragen vorgestellt;

kein Sample jedoch wird je repräsentativ genug sein,

um der deutschen Nation als solcher die Taten der Nazis zuzurechnen.

Die juristische Methode dieser seltsamen Wissenschaft, die sich die Behandlung der

Geschichte anmaßt, weiß so überaus sorgfältig zwischen Intention und Resultat zu

scheiden, daß der einzig noch mögliche Weg historischer Wahrheitsgewinnung, der

allerdings leider ausgeschlossen ist, Psychoanalyse wäre.“ – Joachim Bruhn

Da die Psychoanalyse heute auch nur noch ein korruptes Racket ist, würde sie nicht helfen.

 

Je verkommener eine menschliche Kreatur, desto eher fühlt sie sich beleidigt, respektlos behandelt, in ihrer Ehre verletzt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Der religiöse Rassismus der Islamisten, der den völkischen Rassismus der Nazis ersetzt hat, erklärt Allah zum Führer und die Jihadisten zu seiner privilegierten Kampftruppe: Wenn man so will, zu Allahs SS. Der Zusammenhalt dieser Kampftruppe wird über die Jenseitserwartung von Hölle und Paradies, also über das Instrument der religiösen Angst, sichergestellt. Diese Selbstbildfantasie der Islamisten ist mit ihrer (zumeist antijüdischen) Feindbildfantasie untrennbar verknüpft. – Matthias Küntzel

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten. Es sind Sozio-, Pädago- und Psychokratien, Rackets, die Erkenntnis nicht fördern, sondern verhindern.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
„Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett „antideutsch“ nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur „normale“ kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“– Hans Dieter Hüsch

Es gibt zweierlei Ethik: die moralische, der die Realität egal ist und die der Verantwortung, die reale Folgen der ethischen Forderungen berücksichtigt. Die erste ist gut gemeint, die zweite ist gut gemacht.

Was dem einen seine Souveränität, ist dem anderen seine Eigenmächtigkeit.

Das Schöne am Euro war, dass die Gewinner immerzu gewinnen konnten, ohne dass ihnen gleich die Quittung präsentiert wurde. Denn sie verdienen ja am Ausland, was heißt, eigentlich ein im Maße des Verdienens zunehmend schlechtes Geld – das ist durch den Euro aufgehoben worden: Man konnte ständig an einer anderen Nation verdienen, ohne dass das Geld dieser Nation darunter gelitten hat, weil sie gar kein eigenes hat. Der Wert dieses Geldes repräsentiert nicht die Leistungsfähigkeit dieser Nation. So hat der Euro von dem innereuropäischen Verdienen aneinander sogar noch gelebt; er hat vor der Krise absurderweise nur den Konkurrenzerfolg der Gewinner repräsentiert.

— Das ist ja mit der Idylle charakterisiert. Dass zunächst mal alle Seiten Gewinner des neu eingeführten Euro waren. Auch die, die ihre vergleichsweise Weichwährung gegen den Euro getauscht haben und damit auf einen Schlag Kredit zu ganz anderen Konditionen und Möglichkeiten hatten. Insofern waren die späteren Verlierer erst mal auch Gewinner.

Kein Nazifaschist hat je wirklich geglaubt, er bezöge die Ermächtigung seiner Ansprüche aus dem Teutoburger Wald; keiner seiner demokratischen Erben hat jemals tatsächlich gedacht, ihnen erwüchse Legitimität im Resultat des “Lernens aus der Geschichte”; niemals war ein Sozialist der Ansicht, es sei die famose “Befreiung der Arbeit” und nicht vielmehr das Recht auf Beute, was seine Politik im Interesse der Arbeiterklasse motivierte. Und keinesfalls erwächst den Palästinensern irgendein Recht aus der Tatsache, daß sie zuerst da waren. Einer Gesellschaft, der Hunger kein Grund ist zur Produktion, kann auch das Leiden kein Grund sein zur Solidarität. Es ist die Ideologie, die mit der Unmittelbarkeit des Leidens agitiert, die aus dessen fragloser Evidenz Sinn zu schlagen sucht, sei es im Sinne von Caritas oder Amnesty International, sei es im Sinne der Freunde des palästinensischen Volkes für den Israelhaß der Antisemiten wie für den Islamfaschismus dieses Volkes. Ariel Scharon jedenfalls, der Zionist und praktische Antifaschist, ist dem aufgelösten Rätsel der Geschichte näher als die deutsche Linke, deren “Antifaschismus” sich als Aufstand der Anständigen à la Gerhard Schröder oder als Solidarität mit dem palästinensischen Volk ausagiert. (…) Im Wesen Israels als des ungleichzeitigen Staates der Juden liegt es aber nicht nur, Reaktion auf den Verrat an Aufklärung und Weltrevolution, nicht nur, Notwehrversuch gegen den Nazifaschismus und Asyl zu sein. Sondern eben auch, daß die üblichen Muster der bürgerlichen Rollenverteilung – hier das Gewaltmonopol des bürgerlichen Staates im allgemeinen und dort die Personen, die die Regierungsausübung im besondern besorgen – für den israelischen Staates aufgrund seiner Konstitutionsbedingungen keine Geltung mehr hat. Was sich unter anderem darin zeigt, daß diese “Kritiker” der israelischen Regierungspolitik für den faschistischen Mob und die Behörden, die Selbstmordattentäter belohnen, Verständnis aufbringen (Folge von Besatzung und Ausbeutung), dagegen für den Versuch, die militärische Infrastruktur der Gegner Israels zu zerschlagen, am liebsten die Begriffe Auslöschung oder Ausrottung der palästinensischen Bevölkerung im Munde führen. Wie hinter der treudoofen Frage, ob es nicht möglich sein müsse, Spekulanten als das zu bezeichnen, was sie sind, ohne gleich als antisemitisch zu gelten, so verbirgt sich hinter der treulinken Frage, ob nicht auch in Israel, weil es sich auch dort um eine bürgerliche Gesellschaft handele, Faschismus möglich sei, die Erkenntnis dieser Fusion in verquerer und verschrobener Gestalt. Verquer, weil ja gerade erklärt werden sollte, wie Israel, dieser Fusion zum Trotz, eine parlamentarische Demokratie ist und bleibt; verschroben, weil diese Einheit von Staat und Regierung im Übergang von einem unerträglichen Alten (die Vernichtungsdrohung) zum noch nicht erreichten Neuen (die herrschaftslose Gesellschaft) ja doch den Inbegriff dessen ausmacht, was einmal als “Diktatur des Proletariats”, als Emanzipationsgewalt und organisierte politische Macht der Revolution, auch und gerade auf den roten Fahnen stand. In Anbetracht der Grundidee des Staates Israel, vor dem Hintergrund der linken Staatsmythen, betreffend die “Diktatur des Proletariats”, muß jede Beurteilung der Handlungen der Regierungsvertreter auch die völlig andere Qualität dieses Staates, verglichen mit allen anderen, deutlich werden lassen. (…)

Wenn diese Linke über Israel schwadroniert, dann hört sich das nicht minder grausig an. Dabei liegt der Zusammenhang zwischen dem Antisemitismus und dem Vernichtungswillen gegen die zum Staat gewordene bürgerliche Gesellschaft der Juden, gegen Israel, eigentlich auf der Hand: Der sogenannte Antizionismus stellt nichts anderes dar als die geopolitische, globalisierte Reproduktion des Antisemitismus, das heißt die Erscheinungsform, die er in Weltmarkt und Weltpolitik nach Auschwitz annehmen muß. Der Antizionismus ist der aus den kapitalisierten Gesellschaften in die Welt herausgekehrte Antisemitismus. So ist Israel der Jude unter den Staaten; die Verdammung des Zionismus als eines “Rassismus” durch die UNO gibt es zu Protokoll. Das macht: die moralische Verurteilung der menschlichen Unkosten der Konstitution bürgerlicher Staatlichkeit allein am Beispiel Israels führt vor Augen, was die Welt der Volksstaaten vergessen machen will – daß die Zentralisation der politischen Gewalt über Leben und Tod keineswegs die natürliche Organisationsform der Gattung Mensch darstellt, sondern Ausdruck eben von Herrschaft und Ausbeutung. Dabei ist Israel – und das macht die Kritik an diesem Staat so perfide und muß deshalb immer wieder gesagt werden – der einzige Staat dieser Welt, der für sich eine nicht zu bezweifelnde Legitimität beanspruchen kann. Israel, das ist der ungleichzeitige Staat, der entstanden ist sowohl als Reaktion auf das Dementi aller Versprechungen der bürgerlichen Nationalrevolution, sowohl als Antwort auf den stalinistischen Verrat an der kommunistischen Weltrevolution als auch als zu spät gekommene Notwehr gegen den Massenmord an den europäischen Juden. (…) Israel ist das Schibboleth jener doch so naheliegenden Revolution; es ist der unbegriffene Schatten ihres Scheiterns. Israel ist das Menetekel, das zum einen (und ganz unfreiwillig) die kategorischen Minimalbedingungen des Kommunismus illustriert, und das zum anderen sämtliche Bestialitäten zu demonstrieren scheint, zu denen der bürgerlich-kapitalistische Nationalstaat fähig ist. Wer Israel nicht begriffen hat, wer den Haß auf diesen Staat, den Antizionismus, und wer den Antisemitismus, das heißt den Vernichtungswillen sowohl gegen die in diesem Staat lebenden als auch gegen die kosmopolitisch verstreuten Juden, nicht begriffen hat als das, was Antisemitismus wesentlich darstellt: den bedingungslosen Haß auf die Idee einer in freier Assoziation lebenden Gattung, der hat den Kommunismus nicht als das “aufgelöste Rätsel der Geschichte” begriffen. –

 Der ostentative Muslimeifer aber, der sich im Alltag mancher ‚Allahu-Akbar‘-Brüller vielleicht doch sehr in Grenzen hält, findet im blanken Judenhass unverhoffte Nahrung, wo ihnen unter unendlich öden Koranrezitationen und geistlosen, absurden Vorschriften längst das bisschen ungeglaubten Glaubens zwischen den Fingern zerrann und ihr Muslimsein kaum je mehr ist als das typisch dauerbeleidigte, immer schon jeder Verantwortung ledige Gruppengefühl. Überhaupt will jeder Eifer – insbesondere der aktuelle, rasende Eifer des weltweit angreifenden Islam – den Stachel eines weniger drohenden als hinterrücks längst geschehenen Glaubensverlustes kompensieren.“ Mit anderen Worten: Muslime wurden nicht für ihr abstraktes Muslimsein kritisiert, sondern dafür, was – global betrachtet – die Mehrheit konkret darunter versteht: Die von Gott gegebene Ermächtigung zu Terror, Entrechtung, Antisemitismus. Wer differenziert, sollte nicht unerwähnt lassen, dass Osama bin Laden, Hassan Nasrallah und wie all die schrecklichen Figuren so heißen, in der muslimischen Welt als Helden gefeiert werden – und zwar nicht von einer minoritären Sekte, sondern von Millionen Muslimen, auch in Deutschland. (,,) Der unfreiwillige und verborgene Essentialismus der Postmoderne macht das Begreifen unmöglich, weil er die Beziehung zwischen Allgemeinem, Besonderem und Einzelnem nicht mehr zu thematisieren vermag. Wenn nur noch Vielfalt herrscht und Einzelnes und Allgemeines gewaltsam auseinandergerissen werden, bleibt die Verstandesleistung des begreifenden Subjekts auf der Strecke und die scheinbar ursprüngliche Differenz wird zum Mythos. Nicht nur dem Begriff des Allgemeinen, das ja ein noch einzulösendes ist, wird Gewalt angetan, auch dem Besonderen, dessen Unglück darin besteht, nur ein Besonderes zu sein, und das sich, weil es kein versöhnendes Ganzes gibt, dem schlecht-Allgemeinen, dem Racket nämlich, anschließen muss. – JAN HUISKENS

„Vernunft und Rationalität sind in dieser durchmedialisierten Welt chancenloser denn je. Ein unangenehmer Typ „Heckenschütze“ terrorisiert die Gesellschaft. Seine aktuelle Waffe: Der Phobienvorwurf.“ – Bettina Röhl

„Man wähnt, wenn man nach wissenschaftlichen Regeln sich richtet, dem wissenschaftlichen Ritual gehorcht, mit Wissenschaft sich umgibt, gerettet zu sein. Wissenschaftliche Approbation wird zum Ersatz der geistigen Reflexion des Tatsächlichen, in der Wissenschaft erst bestünde. […] Je tiefer man ahnt, daß man das Beste vergessen hat, desto mehr tröstet man sich damit, daß man über die Apparatur verfügt.“ (Theodor W. Adorno, Philosophie und Lehrer, AGS 10.2, 491)

„Vieles, was im Sinne von Foucaults »Mikrophysik der Macht« populär werden sollte; also die Erkenntnis, daß Macht nicht pyramidal hierarchisch, sondern durch sämtliche gesellschaftliche Bereiche hindurch wirkt, findet sich bereits in der Medizinkritik der Kritischen Theorie. Daß diese Thesen häufig übersehen wurden, mag daran liegen, daß sich Horkheimers entscheidende Äußerungen über Medizin und Psychiatrie nicht in den breit rezipierten Hauptwerken finden, sondern über die Gesamtausgabe verstreut sind. Wiemer suchte sie zusammen und zeigt, wie Horkheimer anhand der Medizin einen wesentlichen Charakterzug des modernen Kapitalismus ausmachte. Mediziner funktionieren laut Horkheimer wie fast jede wirtschaftliche Gruppe im Sinne eines Rackets. »Ein Racket«, erklärt er, »ist eine unter sich verschworene Gruppe, die ihre kollektiven Interessen zum Nachteil des Ganzen durchsetzt.« Allgemein betrachtet heißt das, daß sich die Klassengesellschaft in eine »neofeudale« Struktur verwandelt hat, innerhalb der Interessenverbände »nach dem Prinzip der Selbsterhaltung und der Machtakkumulation« funktionieren. Diesen Wandel macht Horkheimer an den Medizinern fest; und alles, was Horkheimer in seiner Kritik aussparte, von den Krankenversicherungen bis zum Pfusch in Krankenhäusern, wird von Carl Wiemer polemisch auf den neuesten Stand gebracht“  – Max Horkheimer

 

„Ein Shitstorm hat auch seine positive Seite. Da politisch korrekte Gülle meist in Richtung Originalität, Kreativität und Intelligenz geworfen wird, fliegt sie oft genug auf Leute, die zu lesen wirklich lohnt.“ – Evidenz-basierte Ansichten

Eine Frau wird als Frau geboren. ein Mann muß erst ein Mann werden.
Keine Paternalisierung, sondern fortschreitende Maternalisierung. Die Feminisierung und Genderisierug marginalisiert und zerstört die Vaterposition in den modernen »Gesellschaften«, die Vaterrolle erlitt allgemeine Degradierung, die Kanonisierung der Homosexulität im Speziellen und der sexuellen Diversität im Allgemeinen tilgt die noch übriggebliebenen Spuren einer Männlichkeit restlos aus, die nur noch als Schimpfwort der angeblichen „Paternalisierung“ im Jargon der Medien herumgeistert.

„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

Post-Pop-Epoche: der Sieg der Mode über die Sitten.

„Wir brauchen schadhafte Gebäude, durch deren geborstene Wände man hindurch­ sehen kann, um wenigstens einen Anfang zum Denken zu gewinnen.“ – Victor Tausk

„Was man in römischer Zeit das »Abendland« und später »Europa« nennen wird, ist die politische Konsequenz des individualistischen Martyriums, das ein gesprächsfreudiger Stadtstreicher auf sich nahm, um die Legitimität des im universalistischen Dialekt vorgebrachten Neuen gegen die entkräfteten lokalen Sitten zu demonstrieren.“ – Peter Sloterdijk

„Was nützt einem die Gesundheit wenn man ansonsten ein Idiot ist.“ – Theodor Adorno

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Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

They are the same who claim the sex/gender would not be biologically innate, but only a social construct, and at the same time that homosexuality was not a social construct, but biologically innate.

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

„There are two things,“ said Hitler in 1923, „which can unite people: common ideals and common crime“

After the violent termination of Murder by the Allies were the German (and have remained so to this day) more german than before.

The depraved human creature, the more she feels insulted, disrespected, offended in their honor.

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno

„Reason and rationality are chance-less than ever in this totally mediatised world. An unpleasant type Sniperterrorized society. His current weapon: The phobia accusation.“ – Bettina Röhl
„A Shitstorm has also its positive side. As politically correct manure it is usually thrown in the direction of originality, creativity and intelligence, she flies often to people who are really worth to read.“ – Evidenz-basierte Ansichten
A woman is born as a woman. a man has to become a man.
No paternalization but advancing maternalization. The feminization and genderization marginalized and destroyed the father position in the modern „societies,“ the father role suffered general degradation, the canonization of homosexuality in particular and the sexual diversity generally wipes out the still remaining traces of masculinity completely out,  only as an insult haunts the alleged „paternalization“ in the jargon of mass media.
PostPop era: the triumph of fashion over the morals.
„We need damaged buildings, so you can see through their cracked walls to win at least one viewpoint to start to begin to think. Victor Tausk
„What good is health if you are an idiot then?“ – Theodor Adorno

War Copilot von Germanwings-Flug 4U9525 Andreas Lubitz ein Terrorist?

 

 

lubitz

 

Siehe die Erklärung für das Motiv des Todespiloten Andreas Lubitz auf:

Die Kunst ahmt nicht das Leben nach, sondern das Leben ahmt die Kunst nach.

 

Des deutschen Mobs und seiner willfährigen Presse liebste Diagnosen sind Depression, Angst, Burn-Out und Traumatisierung, denn dafür gibt es am Einfachsten eine Krankschreibung, Kur, Rente oder andere arbeitsfreie Geldvorteile.

Siehe dazu:

Deswegen hier ganz langsam zum Mitschreiben: Das charakteristische einer Depression, ist die Aggressionshemmung! Die Aggressionshemmung, stupid! Depressive können gar nicht gewalttätig werden! Depressive sind Menschen, die liebevoll, sehr anhänglich und beziehungsfähig sind. Depressive kümmern sich um andere Menschen, oft selbstlos. Wenn sich Depressive umbringen, dann im Stillen, um niemand zu stören, hängen sich im Wald auf oder schwimmen auf offenes Meer hinaus, oder so.
Amokläufer sind Borderline-Fälle mit extrem hohem Narzißmus.

Siehe dazu:

Es müssen ja einem andere Menschen scheißegal sein, wenn jemand eine Selbstmordart wählt, mit sich auch andere in den Tod zu ziehen, wie die Geisterfahrer auf der Autobahn, sich im Haus in die Luft zu sprengen, Leuten vom Hochhaus auf den Nacken zu fallen, oder als Co-Pilot eine vollbesetzte Maschine zum Absturz zu bringen.
Freude am Leben hat nur ein Mensch, der ein Einfühlungsvermögen besitzt, der zu möglichst Vielem eine liebevolle Beziehung hat, denn nur dann freut man sich, wenn man etwas oder jemand liebt, was nicht mit Gier und Geilheit zu verwechseln ist.
Aber ein Narzißt liebt nur seinen angeblichen Erfolg, ein Narzißt ist eine Diva, die gar nichts liebt, nicht Mal sich selbst. Also hat ein Narzißt keine Lebensfreude, denn man kann nicht permanent Erfolg haben. Und daher weiß ein Narzißt nicht, wozu er lebt, nichts macht ihm Freude, höchstens hat er Spaß, wenn er etwas geil findet. Leider will er auch im Selbsttod der Größte sein, sein Untergang soll spektakulär und total geil sein. Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist.

Siehe dazu:

Falls Andreas Lubitz tatsächlich willentlich das Flugzeug zum Absturz brachte, war er ein Terrorist. Jeder Terrorist ist ein extremer Narzisst.
Aha, sagen Sie, dann könnte man die Narzißten als Vehikeltreiber herausfischen und so die Gefahr eines solchen Selbstmordanschlags vermindern. Zu früh gefreut, lieber Leser! Denn Flugkapitäne sind mehr oder weniger Divas, also ziemlich narzißtisch! Da ist der Unterschied zum extremen Narzißmus nicht mehr groß!
Aber die Bundespsychotherapeutenkammer wird bestimmt umgehend Kurse, Seminare, Experten und narzißtisch zertifizierte Psychologinnen anbieten und vom Staat dafür entsprechende Gelder anfordern, denn nichts ist zu teuer, um die Welt zu retten, das weiß die Betreuungsindustrie am besten.

Hätte Lubitz bloß eine Nachricht hinterlassen, daß er durch seinen Selbstmordanschlag gegen die Siedlungspolitik von Netanjahu, gegen Putin oder die Benachteiligung von Frauen ein Zeichen des Protests setzen wollte, dann wären alle beruhigt, denn so ein guter Zweck, wie man weiß, heiligt alle Mittel.

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Forbes, 3/29/2015
Germanwings Crash Raises Questions For Pilots Taking Depression Drugs

The crash of Germanwings Flight 4U9525 in the French Alps, killing 150 people, has raised critical questions about the mental and physical fitness of commercial pilots, disease treatments, and the rules for medically disqualifying a pilot from active service. This broad, perennial issue is now focused on whether a pilot with a diagnosis of depression should be permitted to fly, even if taking antidepressant drugs.

For reasons not fully known, co-pilot of the Lufthansa budget carrier’s Airbus 320, Andreas Lubitz, is believed to have intentionally crashed the aircraft while enroute from Barcelona to Düsseldorf on Tuesday, March 24. What began as an inexplicable international tragedy has now transformed into a mass murder-suicide investigation.

At present, French and German authorities have revealed that the junior Lubitz locked out the pilot who was returning to the cockpit after a bathroom break. During that time, Lubitz had programmed the plane for a steep descent from its cruising altitude to its crash over a span of eight to 10 minutes.

The seemingly deliberate act, with the amount of time available for him to reconsider such a decision or allow the pilot back into the cockpit, has called into question Lubitz’s mental state. Currently, authorities have evidence that the 27-year-old Lubitz had been treated for depression and had developed vision problems that, if known to medical evaluators, might have disqualified him for working as a commercial pilot.

Could antidepressants have caused the Germanwings tragedy?

The New York Times reported yesterday that German authorities recovered “antidepressants” from Lubitz’s apartment on Thursday. This fact has renewed concerns that some drugs used to treat depression may increase suicidal ideations, aggression, and violence in some patients. Several SSRIs carry black box warnings about the potential for increased suicide risk when starting the drugs, particularly in adolescents and young adults.

During any one year, 6.9 percent of Americans will experience depression, a multi-faceted disorder characterized by some combination of prolonged or recurrent episodes of intense sadness and emptiness, lack of self-worth, and inability to enjoy previously rewarding activities, among others. That’s about 22 million people among the current U.S. population. While depression occurs more frequently in women, the disease strikes across socioeconomic boundaries, due likely to a combination of genetic and environmental causes.

The challenge is that the disorder is often accompanied by suicidal ideations and suicide attempts, accounting for why several years passed after SSRI drug approvals before an increased risk of suicide could be shown statistically.

Major aviation concern is sedative and cognitive side effects

The aviation industry is not immune to pilots experiencing depression. But each country’s central aviation authority has been operating under policies and procedures for all manner of medical issues to ensure that aircraft, especially commercial aircraft, are operated by the most competent and uncompromised professionals.

Before the SSRIs, airline pilots were disqualified from operating aircraft if being treated for depression. The first drugs to treat depression, the tricyclic antidepressants, had strongly sedating side effects and could also cause problems with balance, concentration, and blood pressure. The liability of pilots taking tricyclics, such as imipramine or amitriptyline, was these side effects that could interfere with operating an airplane.

The SSRIs, first introduced in 1987 by Eli Lilly as Prozac (fluoxetine), were a major advance because of their reduced side effect profile relative to tricyclics or another drug class, the monoamine oxidase inhibitors. As early as 1989, the Australian aviation authority, CASA, allowed pilots with depression to fly who were well-managed on an antidepressant drug.

U.S. pilots successfully treated for depression can fly under certification procedure

But the U.S. Federal Aviation Administration was concerned that these drugs still had sedating and cognitive effects that might interfere with the safe operation of commercial aircraft. In 2006, the Aircraft Owners and Pilots Association (AOPA) petitioned the FAA to recognize that pilots equally suffer from depression and can be treated successfully by proposing a detailed medical and psychological strategy to qualify such pilots with a medical certificate.

It took until 2010 for the FAA to formally enact such guidelines. In short, pilots with major depressive disorder and some related conditions could apply for such medical certification if they wre evaluated to have stable disease while taking one of four antidepressants: fluoxetine (Prozac), sertraline (Zoloft), citalopram (Celexa), and escitalopram (Lexapro). When these rules were established, the FAA gave a six-month amnesty period for pilots to come forward who were already being treated for depression.

Pilots are evaluated by independent aviation medical examiners (AMEs), often pairs of psychiatrists and psychologists around the country who have passed FAA medical practice certification. This medical system dates back to 1974 when the FAA began addressing the issue of pilots impaired by alcohol and their recovery. Together with the NIH National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism instituted the Human Intervention Motivation Study (HIMS) to establish a system to rehabilitate pilots with alcoholism. By 2004, the system could boast a 85 to 90 percent two-year sobriety rate among pilots in recovery; estimates for Alcoholic Anonymous among the general population is five to 10 percent.

The FAA's Decision Path II illustrates the process to FAA medical certification for a pilot with depression who is taking an SSRI antidepressant. Source: Federal Aviation Administration

The FAA decision path for pilots on an acceptable SSRI is detailed in the figure above. The pilots must have a clear diagnosis of major depression or related mood disorders from a HIMS-certified AME and agree to take one of the four listed drugs. But – and it’s a big “but” – the diagnosis must be uncomplicated in that a pilot would be ineligible if they also had psychosis, suicidal ideations, previous electroconvulsive therapy, or treatment with multiple SSRIs and psychotropic drugs. While not explicitly delineated, most cases of bipolar disorder would also preclude a pilot from seeking the “special issuance” of a medical certificate.

The major criterion for applying for the medical certificate is that the pilot has been on a stable SSRI dose and devoid of symptoms for at least six months. Pilots who have also discontinued SSRIs and have a documented lack of depressive symptoms are also eligible. The pilots must also pass a series of cognitive (memory) and computerized performance tests for manual dexterity called the CogScreen – Aeromedical Edition. Developed by former Georgetown University neuropsychologist, Gary Kay, PhD, the CogScreen is described as, “a computer-administered and scored cognitive-screening instrument designed to rapidly assess deficits or changes in attention, immediate- and short-term memory, visual perceptual functions, sequencing functions, logical problem solving, calculation skills, reaction time, simultaneous information processing abilities, and executive functions.”

A SSRI Special Issuance granted to a commercial pilot is active for a year and is renewable. The airman is required to send their AME their psychiatric consultation status report every six months, a letter from airline management every three months, and retake the CogScreen-AE each year. While much of the documentation focuses on cognition, problem solving, and information management, the pilot is interviewed deeply on the nature of their depressive disorder and required to submit their own written history of their disease.

One could still worry that a pilot with homicidal or suicidal tendencies could evade this screening process to maintain their commercial certification, but the process in place in the U.S. appears to be more stringent than that of Australia or European countries.

Andreas Lubitz and SSRIs

A variety of conspiracy theorists often found online have suggested a role of psychotropic drugs used to treat mental illness and the behavior of mass murderers, dating back to the 1998 Columbine High School killings in Littleton, Colorado. Even CBS News presented a case that considered whether Zoloft (sertraline) was responsible for a 12-year-old South Carolina boy shooting his grandparents to death and setting their home on fire.

The problem with conclusively identifying a drug as a cause of homicidal behavior is that the diseases being treated are so varied in their causes and that the underlying disease might, itself alone, be a major driver of committing murder. Investigators, and family and friends of the victims, undoubtedly want answers for how this particular tragedy could have occurred and been prevented.

Assuming that Lubitz was taking an SSRI drug, we still have no way to conclude that the drug contributed to what appears to be his intentional act of mass murder and suicide. For one, we don’t yet know if what investigators are calling “depression” was complicated by any symptoms of psychosis that might have compromised or confused Lubitz’s reasoning and perspective on reality. Unless DNA testing could identify human tissue belonging to Lubitz at the crash site, we don’t even know if he was taking the drug or drugs at the time of the crash.

Readers should remember that I’m a PhD pharmacologist, not a board-certified psychiatrist, although I taught pharmacy students for a decade about antidepressant drugs and other agents that act on the central nervous system. As a scientist who is looking afar at much of the same evidence as you, the reader, I can’t help but be compelled by the long amount of time that Lubitz apparently had to reverse his decision to direct the plane downward and repeatedly refuse the pilot readmission to the cockpit. His actions appear to have been measured, calculated.

There are no objective, real-time clinical measures for depression, suicidal ideation, or homicidal tendencies – nothing like a LDL-cholesterol number or blood pressure reading.

I would love to answer, “Why?” If Lubitz was suicidal, why did he not take some other action to end his own life without taking 149 innocent people with him.

I’m afraid that the answer, if ever found, will be more complex than, “the drug made him do it.”

 

  • Dr. Kroll, not ‘conspiracy theoriests” but rather bipolar psychiatry experts (e.g. S Nassir Ghaemi, MD, Mood Disorders, particularly well summed up in Chap 4) tell us that 20 to 50% of the time when Bipolar II depression is the true diagnosis rather than major depression, antidepressants ‘switch’ energy depleted depressed moods into potentially dangerous agitated mixed or rapidly cycling moods. This co-pilot apparently has evidenced grandiosity in the past and very possibly if not likely antidepressants were contraindicated for him. Please help educate the public – Rather than ‘villify’ antidepressants which often help save lives among unipolar depressed patients, prescribers and consumers need to learn to better detect subtle bipolar II history and/or screen better for bipolar genetic risk, family history, history of responding abnormally to antidepressants in the past, and so forth.

  • “Unless DNA testing could identify human tissue belonging to Lubitz at the crash site, we don’t even know if he was taking the drug or drugs at the time of the crash.”

    We also don’t know if, in an attempt to continue flying, he abruptly stopped his drugs in the days before the flight. Depending on what meds are involved, such as those in the benzodiazopine family, abrupt discontinuing of meds can have some very horrific side effects pretty quickly and sometimes only intermittently.

     

SSRI Drugs Linked to Germanwings Kamikaze Crash?
Co-pilot spent 18 months under psychiatric treatment
SSRI Drugs Linked to Germanwings Kamikaze Crash?

by Paul Joseph Watson, Infowars.com,  March 27, 2015


Germanwings co-pilot Andreas Lubitz, who deliberately crashed a plane with 150 people onboard, had undergone psychiatric treatment, a fact that should prompt questions about whether the 28-year-old had been taking SSRI drugs which have been linked to numerous cases of mass murder and suicides.

“Lubitz had spent 18 months overall under psychiatric treatment, Bild reported on Friday, citing anonymous sources within Lufthansa, Germanwings’ parent company. The pilot was diagnosed with a “severe depressive episode” in 2009, the German daily says. It claims it got access to Lubitz’s profile, indicating the pilot had “psychological problems” and required a “special, exemplary regular medical examination,”reports RT.

Lubitz was also going through a personal crisis after breaking up with his girlfriend having previously taken a six month break from flight training due to “burnout-syndrome” or “depression”.

During a search of Lubitz’ apartment, German police also announced that they had discovered a “significant clue” that might help to determine why Lubitz deliberately crashed the Airbus A320. Authorities said that the item was not a suicide note.

“We have found something which will now be taken for tests,” Markus Niesczery from Dusseldorf Police told the Daily Mail. “We cannot say what it is at the moment, but it may be a very significant clue to what has happened.”

In addition, it has subsequently emerged that Lubitz had made an effort to conceal and unspecified medical condition from his employers.

“Documents with medical contents were confiscated that point towards an existing illness and corresponding treatment by doctors,” said the prosecutors’ office in Dusseldorf, where the pilot lived and where the flight from Barcelona was heading, reports Reuters.

“The fact there are sick notes saying he was unable to work, among other things, that were found torn up, which were recent and even from the day of the crime, support the assumption based on the preliminary examination that the deceased hid his illness from his employer and his professional colleagues,” they said.

Ascertaining whether Lubitz was on or had come off anti-depression drugs should be a crucial part of the investigation given the clear connection between SSRI pharmaceuticals and incidents of suicide and mass murder.

As CCHR documents, psychiatric drugs have been involved in at least 31 different school shootings and other massacres over the last 25 years.

Despite it being reported that prescription drugs were found in the apartment of ‘Batman’ shooter James Holmes days after the Aurora massacre, it took nine months to find out exactly what those drugs were. Like Columbine killer Eric Harris, Holmes had been taking Zoloft, an SSRI drug linked with episodes of mania.

The connection between Zoloft and violent outbursts is well documented. Countless studies identify Zoloft as being responsible for more than 1,000 suicides and hundreds of episodes of mania and aggression.

There was also an apparent attempt to shield information concerning whether or not Sandy Hook gunman Adam Lanza was taking psychiatric drugs. In September 2013, we reported on the State of Connecticut refusing to release Lanza’s medical records over fears that divulging the identity of the antidepressants he was taking would, “cause a lot of people to stop taking their medications,” according to Assistant Attorney General Patrick B. Kwanashie.

Fort Hood gunman Ivan Lopez, who shot dead three colleagues and injured 16 others before turning the gun on himself in April last year, was also taking psychiatric medication before the shooting. Staff Sgt. Robert Bales was also taking anti-depressant drugs when he massacred 16 Afghan civilians in 2012.

As the website SSRI Stories profusely documents, there are literally hundreds of examples of mass shootings, murders and other violent episodes that have been committed by individuals on psychiatric drugs over the past three decades. The number of cases is staggering, but the media has completely failed to generate a national conversation about the issue due to its obsession with exploiting mass shootings to demonize the second amendment.

In the aftermath of revelations that Germanwings co-pilot Andreas Lubitz deliberately crashed the airliner, there has also been complete silence amongst the establishment press as to whether psychiatric drugs played a role, despite Lubitz’ known history of depression.

Pharmaceutical giants who produce drugs like Zoloft, Prozac and Paxil spend around $2.4 billion dollars a year on direct-to-consumer television advertising every year. By running negative stories about prescription drugs, networks risk losing tens of millions of dollars in ad revenue, which is undoubtedly one of the primary reasons why the connection is habitually downplayed or ignored entirely.

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Paul Joseph Watson is the editor at large of Infowars.com and Prison Planet.com.

http://www.infowars.com/ssri-drugs-linked-to-germanwings-kamikaze-crash/

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Mörderische Fantasien | Die Weltwoche, Ausgabe 14/2015

Piloten, die mit ihrem Flugzeug absichtlich in den Tod stürzen, gibt es mehr, als man denkt. Dass sie dabei wahllos Menschen töten, ist zwar selten, es kommt aber immer wieder vor. Einiges weist darauf hin, dass Germanwings-Co-Pilot Lubitz den Crash von langer Hand geplant hat.

Von Alex Baur

Skepsis war angezeigt, als der Marseiller Staatsanwalt Brice Robin bloss zwei Tage nach dem Absturz des Flugs 9525 von Germanwings das Unfassbare verkündete: Co-Pilot Andreas ­Lubitz habe den vollbesetzen Airbus A320 vorsätzlich in die Felswand gesteuert. Untersuchungen von Flugkatastrophen sind extrem komplex und dauern jeweils Jahre. ­Warum, so fragte man sich, schliesst Robin technisches Versagen so schnell aus? Kam er ­damit der Flugzeugindustrie und den Airlines entgegen, denen es vor einem Grounding des weitverbreiteten Airbus A320 graute?

Allen Verschwörungstheorien zum Trotz: Selten lag die Ursache einer Flugzeugkatastrophe so klar auf der Hand. Dass der Flug 9525 kontrolliert, also auf geradem Kurs, mit konstanter Geschwindigkeit und Sinkrate in den Berg raste, kann selbst ein Laie aus der Radaraufzeichnung herauslesen. Die vom sogenannten ADS-Transponder an die Flugkontrolle übermittelten ­Daten beweisen, dass der Autopilot an jenem fatalen Morgen um 10:30:54 Uhr vom ­Piloten auf den Todeskurs geschickt wurde.

Kein alternatives Szenario in Sicht

Ein Abgleich mit den Tonaufzeichnungen aus dem Cockpit zeigt: Kaum hatte der Captain seinen Platz verlassen und dem Co-Piloten Lubitz die Kontrolle übergeben, leitete dieser den Sinkflug ein. Hätte es sich um einen Notabstieg gehandelt, hätte er dies der Flugkontrolle ­sofort melden oder zumindest den Kurs ändern müssen. Aufgrund der aufgezeichneten regelmässigen Atemgeräusche erscheint es unwahrscheinlich, dass Lubitz aus einem unerfindlichen Grund das Bewusstsein verloren hat.

Überhaupt: Wäre Lubitz ohnmächtig ge­wesen, hätte er den Captain schwerlich mit der Notverriegelung aus dem Cockpit ausschlies­sen können. Wäre es im Cockpit zu einem Druckabfall gekommen, hätte das sogenannte blowout panel die Tür automatisch freigegeben. Das verzweifelte Poltern des Captains an die ­Kabinentür, die Schreie der Passagiere, die Aufrufe des Towers, die Warnsignale der Kon­trollsysteme – Lubitz ignorierte einfach alles.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Ein alternatives Szenario ist nicht in Sicht. Damit rückt eine andere Black Box in den Mittelpunkt des Interesses, deren Inhalt kein Ingenieur rekonstruieren kann: Was ist im Kopf des Co-Piloten Lubitz vorgegangen, als er 149 Menschen, die ihm nichts zuleide getan hatten, vorsätzlich mit sich in den Tod riss? Lässt sich ein solcher Massenmord wirklich erklären durch Gebrechen – die Rede ist von Depressionen, Burnout, Überforderung, ja, von einem ominösen Augenleiden.

Die Ermittler informieren in diesem Fall relativ offen über den Stand der Untersuchung. Abgesehen davon, dass sich ein derartiges Verbrechen bei Hunderten von Ermittlern nicht unter dem Deckel halten lässt – alles andere ­wäre eine Zumutung gegenüber den Hinterbliebenen, aber auch gegenüber der Öffentlichkeit. Ein Strafprozess, der Klärung bringen könnte, ist nicht zu erwarten: Der mutmassliche Täter ist tot, und Strafverfahren gegen Tote sind in unserem Recht nicht vorgesehen. Eine Klärung ist aber zwingend und dringend, zumal sich die Frage stellt, ob und wie sich eine derartige ­Katastrophe allenfalls verhindern lässt.

Piloten, die, von Todessehnsucht getrieben, ihr Flugzeug zum Absturz bringen, gibt es mehr, als man denkt. Gemäss einer Unter­suchung der amerikanischen Federal Aviation Administration (FAA) haben sich allein in den USA in den letzten drei Jahrzehnten 36 Selbstmörder auf diese Weise aus dem Leben verabschiedet. Das ergibt rund einen Fall pro Jahr, Tendenz leicht sinkend.

Allerdings werden nur eindeutige Fälle von der Statistik erfasst. Viele der über 200 Flugunfälle, die sich in den USA jährlich ereignen, können nie geklärt werden. Und die Suizide lassen sich gemäss FAA auch kaum verhindern. Fliegen ist statistisch gesehen trotzdem viel sicherer als ­Autofahren. Laut dem jüngsten FAA-Bericht* waren bei mehr als der Hälfte der Suizide Alkohol oder Psychopharmaka mit im Spiel. Die meisten Crashpiloten litten an Beziehungsproblemen oder sonstigen psychischen Störungen.

Gemäss den laufenden Ermittlungen dürfte Letzteres auch auf Lubitz zutreffen. Damit hat es sich aber auch schon mit den Parallelen: ­Ausser bei einem Kamikazepiloten, der mit seiner Cessna ins Haus seiner Schwiegermutter stürzte, richteten die von der FAA erfassten Selbstmörder ihre Aggression nur gegen sich selber. In den seltenen Fällen, in denen Dritte zu Schaden kamen, hatten diese einen persönlichen Bezug zum Täter. Wenn der passionierte Segelflieger Lubitz nur sich selber hätte töten wollen, hätte er dazu genug Gelegenheiten ­gehabt. Er gehört in eine andere Kategorie.

Parallelen zu Psychopathen

In der Geschichte der Aviatik finden sich, wenngleich viel seltener, auch dazu Analo­gien. Ein vieldiskutiertes Beispiel war der Flug 990 von Egypt Air, der 1999 vor der amerikanischen Küste in den Atlantik stürzte (217 Tote). Auch hier wiesen Aufzeichnungen des Voice-Recorder darauf hin, dass der Co-Pilot den Captain aus dem Cockpit aussperrte, bevor er die Maschine zum Absturz brachte. Als Aus­löser werden Anschuldigungen wegen angeblicher sexueller Vergehen gegen den Co-Piloten vermutet. Die ägyptischen Behörden akzeptierten den Befund der US-Ermittler allerdings nie, vor allem in der arabischen Welt zirkulieren wilde Verschwörungstheorien.

Ebenso beim Absturz des Flugs 630 von Royal Air Maroc (1994) und demjenigen des Flugs 185 von Silkair (1997) förderten die Ermittler deutliche Hinweise auf vorsätzliche grobe Pilotenfehler zutage. Der provozierte Absturz des Flugs 470 von Mozambique Airlines im Jahr 2013 weist wiederum eine frappante Ähnlichkeit mit den Fällen Egypt Air und Germanwings auf: Auch hier sperrte der Co-Pilot den Captain aus dem Cockpit aus, bevor er den Crash einleitete. Und beim ominösen Flug 370 der Malaysia Airlines, der vor einem Jahr mit 239 Insassen spurlos im Indischen Ozean verschwand, lastet zumindest ein schwerer ­Verdacht auf den Piloten.

Gemeinsam ist all diesen Fällen, dass die Motive der Sturzpiloten im Dunkeln liegen. Es gibt weder Bekennerschreiben noch Abschieds­briefe, höchstens Schulden, Streit mit Vorgesetzten oder Partnern. Andreas Lubitz litt ­offenbar seit vielen Jahren an psychischen ­Problemen, die er verharmloste. Offenbar ­hatte er Angst davor, seine Fliegerlizenz zu verlieren. Doch damit lässt sich kein Massenmord erklären.

Sofort wurden Forderungen nach strengeren Eignungstests und einer Lockerung des Arzt­geheimnisses laut. Bei vielen Airlines darf ein Pilot neuerdings nicht mehr unbegleitet im Cockpit sitzen. Die Massnahmen sind zweischneidig. Mehr Kontrolle bedeutet nicht ­automatisch mehr Sicherheit, wie gerade der aktuelle Fall zeigt: Der nach 9/11 eingeführte Sicherheitsmechanismus an der Tür machte es dem Co-Piloten Lubitz erst möglich, sich im Cockpit einzubunkern.

Airlines sind keine Irrenhäuser, ein Generalverdacht gegen die Piloten kann schnell das Arbeitsklima vergiften und mehr schaden als nützen. Es erscheint zudem fraglich, ob sich ein gefährdeter Pilot dem Arzt noch anvertraut, wenn er weiss, dass die Informationen direkt und ungefiltert an seinen Arbeitgeber weitergeleitet werden. Es darf auch bezweifelt werden, ob eine Hostess einen zu allem entschlossenen Crashpiloten wirklich von seinem mörderischen Plan abhalten kann. Wenn Piloten nicht mehr zur Toilette gehen, obwohl sie dringend müssten, führt das womöglich eher zu weniger als zu mehr Sicherheit.

Das Bedürfnis nach Klärung ist gross. Doch je schlimmer ein Verbrechen, so scheint es, desto grösser die Bereitschaft, den Täter zu entlasten. Schon wird über alle möglichen Krankheiten und über die angeblich unmenschlich harten Arbeitsbedingungen von Piloten diskutiert. Konnte der von tiefer Not gepeinigte 27-Jährige einfach nicht anders, als ein Massaker anzurichten? Die Vorstellung ist so absurd wie sie klingt.

Hält man sich den äusserlichen Ablauf und das Resultat vor Augen, gemahnt Lubitz eher an einen Täter vom Schlage eines Friedrich Leibacher, der eines Morgens ohne ­jede Vorwarnung das Parlament von Zug stürmte, um mit einem Sturmgewehr wahllos Menschen zu erschiessen. Leibacher inszenierte sich als Opfer von angeblicher Behördenwillkür. Wie Recherchen zeigten («Abgrundtief ­böse», Weltwoche Nr. 3/03), trug Leibacher die Mordfantasien in Wirklichkeit längst mit sich herum, bevor er den grotesken Streit mit den Zuger Behörden mutwillig vom Zaun brach. Leib­acher hatte das Massaker sogar lange zuvor angekündigt; nur verstanden die Adres­saten den Sinn seiner mehrdeutigen Prophezeiungen erst, nachdem er das zuvor Unvorstellbare vollbracht hatte.

Meister der Anpassung und der Täuschung

Gewiss, für eine abschliessende Analyse ist es noch zu früh. Doch bei allem Mitgefühl für die Angehörigen von Lubitz: Man muss die ­Variante des Psychopathen, der eine über Jahre klammheimlich in seiner kümmerlichen Seele herangediehene mörderische Fantasie in die Tat umsetzt, in Betracht ziehen. Viele Indizien weisen in diese Richtung. Dazu gehört auch das Geschick, mit dem Lubitz seine angeblich psychosomatischen Probleme versteckte. Diese Leiden müssen nicht unbedingt die Ursache von zwanghaften Mordfantasien sein – sie können auch eine Folge davon sein. Die Kaltblütigkeit, mit der er die Maschine in den Berg hineinsteuerte, und sein ruhiger Atem zeugen von einer gewaltigen kriminellen Energie.

Dass Freunde und Bekannte Lubitz als freundlichen und umgänglichen Menschen beschreiben, widerspricht dem Profil eines Psycho­pathen keineswegs. Solche sind vielmehr Meister der Anpassung und der Täuschung. ­Sofern man der Bild-Zeitung glauben darf, soll Lubitz gegenüber einer Ex-Partnerin angekündigt haben, dass er «eines Tages etwas tun werde», was «das ganze System verändern wird, und alle werden dann meinen Namen kennen und in Erinnerung behalten». Nach ihren Worten hatte er ein doppeltes Gesicht: Auf der einen Seite sei er «sehr weich» gewesen, habe aber auch plötzlich ausrasten können.

Das Gemeine an der Sache ist, dass gefährliche Psychopathen ihre zwanghaften und mörderischen Fantasien nicht nur vor anderen verstecken, sie verdrängen diese bisweilen auch aus der eigenen Wahrnehmung. Deshalb offenbaren sie kaum je ihre abgründigen Motive. Kommt dazu, dass die Merk­male, die sie auszeichnen, auch bei ganz harmlosen und normalen Menschen zu finden sind. Es ist deshalb ungemein schwierig, solche Massenmörder frühzeitig zu erkennen. Immerhin sind sie selten. Die Erkenntnis aus dem Flug 9525 könnte demnach auch sein: Wir müssen damit leben, dass sich gewisse Katastrophen schlicht nicht vermeiden lassen.

http://www.weltwoche.ch/index.php?id=553700

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Für 149 Menschen des Flugs 9525 von Germanwings war es ein Albtraum mit tödlichem Ausgang. Was aber ging im Kopf des mutmasslich mörderischen Co-Piloten vor? Aus forensisch-psychiatrischer Sicht gibt es fünf ­theoretische Erklärungsansätze.

Von Frank Urbaniok, Die Weltwoche, Ausgabe 15/2015

Der Absturz der Maschine von Germanwings in den französischen Alpen ist eine fürchterliche Katastrophe. Neben dem Mit­gefühl für die Angehörigen der Opfer steht ­sofort auch die Frage nach dem Warum im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. In den nächsten Wochen wird sicher noch mehr zur Person und zum Leben des mutmasslichen ­Täters und zum Vorlauf der Tat ans Licht kommen.

Aus forensisch-psychiatrischer Sicht ist eine der zentralen Fragen, wie lange im Voraus die Tat geplant war. Längere Planung spricht gegen situative Zufälligkeiten und für eine Tatmotivation, die stark und nachhaltig in der Persönlichkeit des Täters verankert war. Der Vorlauf hätte zudem Chancen geboten, die Tat zu verhindern. Die entscheidende Frage in diesem Zusammenhang: Wer wusste was zu welchem Zeitpunkt?

Derzeit sind angesichts noch vieler offener Fragen voreilige Schlussfolgerungen oder vermeintlich abschliessende Erklärungen fehl am Platz. Möglich ist aber, das Spektrum der denkbaren Ursachen aufzuzeigen. Als gesichert können Depression und Selbstmordgefährdung des Co-Piloten im Vorfeld der Tat gelten. Unklar ist, ob erst der Entschluss zur Selbsttötung feststand und sich anschliessend die Motiva­tion für den Massenmord entwickelte – oder ob es umgekehrt war. Dann wäre der Mordplan handlungsleitend gewesen. Der eigene Tod wäre als Preis dafür in Kauf genommen worden. Sicher ist aber, dass Depression und Suizidalität alleine keine annähernd ausreichende Erklärung für die grausame Tat sind. Andere Phänomene waren entscheidend dafür, 149 Menschen in den Tod zu reissen. Sie traten kombiniert mit Depression und Suizidalität auf und führten zu einer gefährlichen Mixtur psychischer Problematiken. Dabei drängen sich fünf theoretisch denkbare Erklärungslinien auf:

— Zwangsgedanken: Solche Gedanken drängen sich unwillkürlich auf. Viele Menschen kennen das. Man steht auf einem hohen Turm, schaut hinunter. Plötzlich kommt einem die Idee, hinunterzuspringen. Wie von einem Magnet fühlt man sich für einen Moment vom Abgrund angezogen. Ein anderes Beispiel: Man sitzt im Spital neben dem kranken Vater, und für eine Sekunde schiesst einem der Gedanke, die Instrumente abzustellen, durch den Kopf. Solche Gedanken verschwinden oft genauso rasch, wie sie gekommen sind. Sie sind deshalb für die meisten Menschen überhaupt keine Gefahr. Es gibt aber Personen, die sich schlecht von solchen Zwangsgedanken abgrenzen können. Dann können diese zum Problem werden. Auch Depressionen oder Müdigkeit können die Abwehr von solchen Gedanken schwächen. Hier steht also nicht die Selbsttötung im Vordergrund, sondern die Sogwirkung, die eine ­ex­treme Tat auf manche Personen ausübt. Wie der Sog in den Abgrund, der einen magisch anzuziehen scheint, kann so ein Zwangsgedanke übermächtig werden. Kommentierte der Täter die Tat im Vorfeld tatsächlich positiv, dann spricht das gegen diese Va­riante. Denn Zwangsgedanken werden von Betroffenen eher belastend und negativ erlebt.

— Fanatischer Egotrip: Hier spielen die Macht und das Gefühl, Herr über Leben und Tod zu sein, etwas Monströses, Aussergewöhnliches zu vollbringen, in die Geschichte einzugehen, sich selber in einer subjektiv grossartigen, allmächtigen und extremen Pose zu inszenieren, eine entscheidende Rolle. Man findet dieses Muster sowohl bei religiösen Fanatikern als auch bei Schul-Amoktätern.

— Narzisstische Problematik: Sie ist verwandt mit dem fanatischen Egotrip. Hier wird ein geringes Selbstwertgefühl mit der ständigen Inszenierung der eigenen Grossartigkeit ausgeglichen. Solche Personen brauchen das Gefühl des Besonders-Seins und sind auf die ständige Zufuhr von Aufmerksamkeit und Bewunderung angewiesen. Bleibt das aus und droht das Selbstbild zusammenzustürzen, kann eine explosive Mischung aus Wut und Verzweiflung entstehen. Sie ist manchmal die Grundlage ­eines «grossen» letzten Auftritts. _ Psychose: Möglich ist auch eine psychiatrische Erkrankung im engeren Sinne wie beispielsweise eine Schizophrenie oder eine wahnhafte Depression. Hier gibt es oft bizarre grössenwahnsinnige, paranoide oder Welt­untergangsszenarien, die einer total verschobenen Wahrnehmung entsprechen und mit der Realität gar nichts mehr zu tun haben.

— Drogen-/Medikamentenwirkung: Es gibt diverse (Neben-)Wirkungen von psychoaktiven Substanzen, die ursächlich oder begünstigend auch für schwere Gewalttaten und/oder Suizid sein können.

Erwähnenswert ist schliesslich, dass eine solche Tragödie in der Realität zwar absolut aussergewöhnlich ist. Das Sujet kommt aber im Traum oder insbesondere in Action­filmen sehr häufig vor. Da droht eine Bombe, die von einem Schurken geschickt platziert wurde, in wenigen Minuten zu explodieren. Alles dreht sich nun darum, ob der Held es noch schafft, sie vorzeitig zu entschärfen. Die Spannung dieser Szenerie besteht einerseits darin, dass man hofft, es ­möge gelingen. Aber die Vorstellung der sich abzeichnenden Kata­strophe, die Uhr, die unbarmherzig weitertickt, hat auf den Betrachter ebenfalls eine faszinierende Wirkung. Auch dieses Moment findet sich in der jüngsten Flugzeugtragödie. Fast ­alle Menschen können völlig problemlos zwischen Film, Fantasie und Realität unterscheiden. Bei Menschen, bei denen diese Grenze brüchig ist, kann es gefährlich werden.

Frank Urbaniok ist Professor für forensische ­Psychiatrie und seit 1997 Chefarzt des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes des Kantons Zürich.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-15/essay-gefaehrliche-fantasien-die-weltwoche-ausgabe-152015.html

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Charakteristika von Suizidhandlungen mit Einbeziehung anderer
Doppelsuizid

  • freiwillige Selbsttötung bei beiden
  • möglichst gleichzeitig
  • möglichst gleicher Ort
  • jeder für sich; seltener mit handlungsführender Person
  • gemeinsame Psychodynamik
Erweiterter Suizid

  • gemeinsame Tötung beziehungsweise Selbsttötung nach Tötung eines anderen
  • Mitnahme eines anderen (meist Intimpartner oder eigenes Kind) in die eigene Suizidhandlung
  • altruistische Motivation
  • Einbeziehung des anderen ohne dessen Einverständnis
  • Einbeziehung des anderen in die eigene Psychodynamik
  • Beziehungspsychodynamik nachweisbar
Homozid-Suizid

  • eigene Selbsttötung nach Tötung eines anderen
  • Mitnahme eines anderen, der unfreiwilliges Opfer wird
  • Opfer kann willkürlich gewählt und ohne Bezug zum Suizidenten sein
  • Psychodynamik kann Rache oder psychotisch-paranoid bedingt sein
Massensuizid

  • eigene Selbsttötung nach Tötung anderer
  • Mischung aus Freiwilligkeit der Selbsttötung und Zwang sowie Homizid, getötet werden
  • Kombination von Homizid und Suizid
Amok

  • primäres Ziel Tötung anderer
  • unter Einbeziehung des Getötetwerdens oder der eigenen Selbsttötung
  • Psychodynamik fremd-aggressiv und oft Paranoianahe

Literatur

beim Verfasser

Zeitschrift: NeuroTransmitter  2010/3

Quelle: NeuroTransmitter 2010; 21 (3): 26-29 

http://www.springermedizin.de/charakteristika-erweiterter-suizidaler-handlungen/596874.html

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>>„Er stürzt aus dem Himmel, und die ganze Welt schaut zu“

Der Flugzeugabsturz erinnert den Psychiater an den Tod des FDP-Politikers Jürgen Möllemann: „Er stürzt aus dem Himmel, und die ganze Welt schaut zu.“

L. hat sich offenbar als „Flying Andi“ bezeichnet. „Das spricht für gewisse Größenideen.“ Möglicherweise fühlte er sich aber in seinen Kompetenzen und seinem Können nicht anerkannt.

Nach Medienberichten trug er den Spitznamen „Tomaten-Andi“, als er eine Zeit lang als Flugbegleiter arbeitete.

Vielleicht ließ die Diskrepanz zwischen den narzisstischen Vorstellungen und den erlebten Kränkungen seine Suizid-Idee aufblühen.

Dann könnte ein Tropfen genügt haben, eine banale Bemerkung, eine weitere Kränkung, um das Fass zum Überlaufen zu bringen, vermutet Wolfersdorf.

Entscheidung kann kurzfristig fallen

Auch wenn die Suizid-Idee mitunter jahrelang in jemandem gärt, die endgültige Entscheidung kann dann sehr kurzfristig fallen.

„Sie wird bei etwa der Hälfte der Suizide erst in der Stunde vor dem Tod getroffen.“

Geht man davon aus, dass L. tatsächlich die Germanwings-Maschine zum Absturz bringen wollte, sind auch noch andere Motivlagen denkbar.

So könnte der Co-Pilot den Tod der anderen Menschen auch einfach nur in Kauf genommen haben.

„Vielleicht hat ihm in dieser Situation das Mitgefühl gefehlt und er wollte seinen Todeswunsch ohne Rücksicht auf das Leben der Passagiere umsetzen“, sagte Dr. Wolfram Dorrmann, Psychotherapeut aus Fürth und Autor des Standardwerks „Suizid“ im Gespräch mit der „Ärzte Zeitung“.

Eine spontane Kurzschlussreaktion hält er dagegen für unwahrscheinlich: „Acht Minuten im Sinkflug sind eine lange Zeit, hier muss schon eine bewusste Entscheidung dahinter stehen.“

Den Wunsch, sich selbst zu töten, können auch Medikamente verstärken oder gar auslösen, so der Psychotherapeut.

Im Verdacht stünden hier etwa Gyrasehemmer, das Akne-Mittel Isotretinoin oder eine beginnende SSRI-Therapie. Veränderungen des Hirnstoffwechsels scheinen auch bei Personen Suizid-Ideen zu begünstigen, die noch nie zuvor Selbsttötungsabsichten hatten.

„Solche Menschen erleben diesen Wunsch aber dann häufig als ichfremd.“

Kritisch seien die Zustände, wenn sie auf eine Situation treffen, in der ein Suizidwunsch nachvollziehbar erscheint, wenn sich die Personen als zuvor schon hoffnungslos oder von der Gemeinschaft ausgeschlossen fühlten.

Vor dem Suizid noch zum Arzt

Dorrmann verweist auf ein weiteres interessantes Detail: Die meisten Selbsttötungen finden nicht lange nach einem Arztbesuch statt – auch L. war in ärztlicher Behandlung und am Flugtag krankgeschrieben.

„Oft klagen Männer vor dem Suizid über Gereiztheit und Schlaflosigkeit.“ Mitunter bekommen sie dann Anxiolytika verordnet, und diese lösen vielleicht auch die Angst vor dem eigenen Sterben.

War das vielleicht ein Grund, weshalb L. acht Minuten völlig ruhig dem Ende entgegensah?

Auch der Psychiater Wolfersdorf hält psychoaktive Substanzen für eine alternative Erklärung: „Nimmt jemand Crystal Meth, dann kann das eine akute psychotische Episode mit Verfolgungsideen auslösen. So jemand kann durchaus die Tür zusperren, auf niemanden mehr reagieren und auf das Ende warten.“<<

Quelle: Ärzte Zeitung online 

http://www.springermedizin.de/was-ging-in-andreas-l-vor/5656626.html

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After a shooting, once the dust has settled, and the initial shock and panic has abated somewhat, fearful minds begin to cast about for explanations. Given the frequency with which gun deaths occur in the United States, “Why did this happen?” and “Who could do something like this?” are questions the country faces with grim regularity.

Unfortunately, a consistent and dangerous narrative has emerged—an explanation all-too-readily at hand when a mass shooting or other violent tragedy occurs: The perpetrator must have been mentally ill.

“We have a strong responsibility as researchers who study mental illness to try to debunk that myth,” says Jeffrey Swanson, a professor of psychiatry at Duke University. “I say as loudly and as strongly and as frequently as I can, that mental illness is not a very big part of the problem of gun violence in the United States.”

The overwhelming majority of people with mental illnesses are not violent, just like the overwhelming majority of all people are not violent. Only 4 percent of the violence—not just gun violence, but any kind—in the United States is attributable to schizophrenia, bipolar disorder, or depression (the three most-cited mental illnesses in conjunction with violence). In other words, 96 percent of the violence in America has nothing to do with mental illness.

A study from 1998 that followed patients released from psychiatric hospitals found that they were no more prone to violence than other people in their communities—unless they also had a substance abuse problem. So mental illness alone was not a risk factor for violence in this study.

Those are the facts. But cultural narratives are often more powerful than facts, and that 4 percent gets overblown in people’s minds.

A new study published in Health Affairs shows how the news perpetuates this narrative, with a look at how several prominent newspapers and broadcast networks covered mental illness from 1995 to 2014. More than half of the stories they looked at during that period—55 percent—mentioned violence in conjunction with mental illness. That proportion was pretty much consistent across the 19 years. But stories connecting mental illness with mass shootings specifically increased from 9 percent between 1994 and 2004 to 22 percent between 2005 and 2014.

Perhaps this can be partially attributed to high-profile shootings like the Tucson shooting in 2011, in which the killer did have schizophrenia. “That’s an event that is newsworthy, but the fact that it was linked to mental illness is not representative of most people who have schizophrenia, or most violence,” says Emma McGinty, the lead author on the study and a professor of health policy at Johns Hopkins University. “[And yet] that link pervades the public psyche.”

It pervades so much so that people speculate about killers’ mental states, even in the absence of any evidence that they were living with any disorder. For example, in an article about the gunman who recently killed a professor at the University of California, Los Angeles, New York magazine writes: “Police do not know for sure yet if Sarkar had a history of mental illness.” Why does this particular absence of information bear mentioning? It seems mental illness is so linked to gun violence in people’s minds that we have to address it even when it’s not there.

And when there is evidence that a killer also happened to have a mental illness—like the pilot who crashed a Germanwings plane in 2015, who had a history of depression—the media seize upon it like a bear trap. “We’ve got it now! This is what was wrong with him,” is the message portrayed.

This is a really tricky needle to thread, because something was clearly wrong with him. Of course someone who is perfectly healthy and well-adjusted in every way would not go out and kill a bunch of people.

“This is one of the hardest distinctions to make,” McGinty says. “Anyone who kills someone else in a mass shooting scenario or otherwise is not what we would consider mentally healthy. But that does not mean they have a clinical diagnosis and therefore a treatable mental illness. There could be emotional regulation issues related to anger, for example, which are a separate phenomenon. There could be underlying substance use issues. There could be a whole host of other risk factors for violence going on.”

“I think we have a long way to go in terms of brain science to really understand [those] distinctions,” adds Ron Honberg, a senior policy advisor at the National Alliance on Mental Illness

But when the news reinforces these easy narratives, as McGinty’s study shows it often does, that can have serious consequences. Other research shows that reading stories about mass shootings by people with mental illnesses makes people feel more negatively toward the mentally ill. This only heightens stigma, which could lead to more people going untreated.

“Do we not risk creating further barriers?” Honberg asks. “People [may] feel like, ‘Oh my gosh, if I get identified as having a psychiatric diagnosis, people are going to draw certain conclusions.’ It’s hard enough to get people to seek help when they need it.”

Shootings seem to inevitably lead to people calling for better mental health screenings for guns, or for better mental health care generally. Which would be great, lord knows we need it. But again, better mental health care is not going to have much of an impact on interpersonal violence.

This is a misframing of the issue. There is a compelling reason to adjust policy to better keep some seriously mentally ill people from accessing guns. It’s not because they might hurt others, but because they might hurt themselves.

Though big, scary mass shootings get the most attention when it comes to gun violence, 60 percent of deaths caused by firearms are suicides. And another new study in this same issue of Health Affairs emphasizes that suicide, not homicide, is the major public health problem for mentally ill people with guns. In it, Swanson and his colleagues looked at 81,704 people getting public health services for schizophrenia, bipolar disorder, or major depressive disorder in two large Florida counties. They tracked these people’s death records, as well as whether they were barred from owning guns.

In that group, the rate of people who died by suicide was four times higher than that of the general population. The violent crime rate was just under two times higher. But consider that this is a group of people receiving government care, who “might have other risk factors for violence, including poverty and social disadvantage, unemployment, residential instability, substance use problems, history of violent victimization, exposure to neighborhood violence, or involvement with the criminal justice system,” the study reads. So you can’t reasonably attribute the higher violent crime rate in this group to mental illness alone.

Maybe also because many people in the group likely lived in poverty, they were less likely to commit suicide by gun than the general population (perhaps they could not afford one). But 72 percent of the people who did kill themselves with a gun were “legally eligible to purchase a gun on the day they used a gun to end their life,” Swanson says. “That suggests a problem with the criteria we have for identifying people at risk.” And the 28 percent who were not allowed to purchase guns managed to find one anyway, so the laws we do have are not perfectly enforced.

“It’s a big public health opportunity to limit access to guns,” Swanson says.  And it could make a big difference for suicide attempt survival rates. Among people who’ve survived a suicide attempt, more than 90 percent do not go on to kill themselves later. But guns are the most common method of suicide, and people who try to kill themselves with a gun usually succeed—85 percent of the time. “They don’t get that second chance,” Swanson says.

Overall, the study concluded, “[the results] would seem to suggest that suicide, not homicide, should be the crux of gun violence prevention efforts focused on people with serious mental illnesses in public systems of care.”

That is not typically the case, though. Both Honberg and Swanson say that in their experience, people talk about increasing gun background checks for people with mental illness in the context of preventing homicide, not suicide. This is a conversation that plays out in the media and among politicians time and time again after a prominent shooting tragedy, perhaps because talking about mental illness is easier than talking about the guns.

“We’re a pretty violent society here in America and the conversation really ought to focus on what can be done to make America a less violent society,” Honberg says. “But because that discussion is so fraught with emotion and divisiveness and political disagreements, it almost seems like the conversation has devolved to a relatively small subset of people who engage in violence, namely people with mental illness. We can at least agree about what to do with guns and mentally ill people rather than what to do about guns generally. But that’s really passing the buck.”

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The story of Tuesday’s Germanwings plane crash, which killed all 150 people onboard, has only gotten more tragic as more details emerge. On Thursday, audio from the plane’s black box showed that co-pilot Andreas Lubitz apparently locked the commanding pilot out of the cockpit, and seems to have intentionally crashed the plane. On Friday, news coverage turned to speculating about Lubitz’s mental state, in an attempt to answer the haunting question that floats above the wreckage of every man-made tragedy: “How could someone have done this?”

„Everything is pointing towards an act that we can’t describe: criminal, crazy, suicidal,” said French Prime Minister Manuel Valls, according to Agence France-Presse.

Criminal. Crazy. Suicidal. That Valls would group those three words together says a lot. It hints at a dangerous equivalence. Suicidal doesn’t equal homicidal. Criminal doesn’t equal crazy. And crazy is an unkind thing to call someone who’s suffering.

What evidence we have of Lubitz’s mental health or lack thereof is still scant. The New York Times reports that he “had a medical condition that he hid from his employer.” Investigators found a doctor’s note at his home that would have excused him from work on the day of the crash, as well as another, ripped-up, note. The BBC says German media are reporting that Lubitz’s training was interrupted in 2009 so he could receive treatment for depression. While his employers at Lufthansa airlines have confirmed he took time off, they have not said why.

Yet Friday morning’s headlines were frantic about the possibility that Lubitz could have been depressed. The Daily Mail, ever over-the-top, went with: “Mass-killer co-pilot who deliberately crashed Germanwings plane had to STOP training because he was suffering depression and ‚burn-out.‘” CNN’s homepage blared “Unfit to Work” in all-caps.

“It’s kind of natural to say ‘This just has to be deeply crazy,’” says Jeffrey Swanson, a professor of psychiatry and behavioral sciences at Duke University who studies violence and mental illness. But people who commit mass murder “are really atypical of people with mental illness,” he says. “The vast majority of people with schizophrenia, bipolar disorder, or major depression are not likely to do anything violent and never will.”

By one measure, only 5 percent of violent crime is actually attributable to mental illness. For depression specifically, a study of more than 47,000 people in Sweden found that 3.7 percent of men and 0.5 percent of women diagnosed with depression committed a violent crime, The Guardian reported. In the general population, those numbers were 1.2 percent for men, and 0.2 percent for women. Depression is a risk factor, then, but a very small one.

“There’s this disconnect, but that becomes a prism through which we see these problems,” Swanson says.

People are understandably upset by this portrayal of Lubitz, which makes the leap to equating mental illness and violence, using only the very limited evidence of this one situation. Masuma Rahim, in an op-ed for The Guardian, worries that news reports blaming depression could “further [demonize] those with mental illness.”

To conclude that his role in the crash was the automatic consequence of any history of mental illness would be irresponsible and damaging. There has been no suggestion that males should be prohibited from becoming pilots, that Germans are unfit to fly, or that 27-year-olds should not be let loose in the cockpit. Only one factor has been picked over: Lubitz’s mental health.

This is an all-too-familiar progression. Within the past few years alone, the Newtown shooting, the Aurora shooting, and the Navy Yard shooting all come to mind, for how quickly the conversation turned from the killers’ actions to their minds. The impulse is understandable. Mental illness can be treated, and in the face of horror, people want action. What can we do to prevent this from ever happening again?

“A horrifying act like this, on the face of it, is deeply irrational, it’s terrifying and it seems unpredictable,” Swanson says. “It’s everything that we don’t want our everyday life to be. We want everyday life to make sense. We want to be able to predict what’s going to happen when we get on a plane, get in a car, or go to a shopping mall.”

Now, in the wake of the Germanwings crash, people are calling for better mental health screenings for pilots. Better screenings, earlier intervention, improvement of the mental health system all-around—these are noble goals. But unfortunately, the impact they could have on preventing future violence is probably small.

“If we were to take schizophrenia, bipolar disorder, and major depression…if I could wave a wand and magically cure those three illnesses, the overall amount of violence in society—any minor or serious violent act, pushing and shoving or using a weapon—would go down by about 4 percent,” Swanson says. “Ninety-six percent of it would still be there.”

Though the link between violence and mental illness is slight at best, the public tends to believe otherwise. One report found that “between 1950 and 1996, the proportion of Americans who describe mental illness in terms consistent with violent or dangerous behavior nearly doubled.” This attitude persists today. A 2013 Gallup poll conducted shortly after the Navy Yard shooting found that 48 percent of people blamed the mental health system “a great deal” for mass shootings. Thirty-two percent blamed it “a fair amount.”

And it paints an incomplete picture to look at mental illness alone, without all the other factors at play. For example, studies by Seena Fazel at the University of Oxford have found that people with substance abuse problems in combination with mental illness are more likely to be convicted of violent crime than people with mental illness alone. And Swanson says he’s done research on three big risk factors, one of which is substance abuse. The others are being a victim of violence while young, and witnessing violence in your surroundings.

“It’s important not to use this direct causal language,” he says. “When there is a terrible incident and it turns out the perpetrator has a mental illness, what you find is that the general public and media seize upon this as the master explanation—‘That’s what it was! Now we know. Of course.’ Maybe that’s a contributing factor, but violent behavior is a very complicated human behavior that is almost always caused by a whole lot of factors interacting in complex ways.”

And “violent behavior” is a vague term, that can encompass anything from punching someone in the face, to purposefully crashing a plane full of people. The two things are more different than they are alike. The world is now faced with the latter. Wanting an explanation, something to blame, is a human reaction to atrocity. “Something was wrong with this man” is an answer to hold onto. It can soothe the pain of not-understanding, if not the pain of loss.

“But if you generalize that kind of view toward all the people diagnosed with and struggling to recover from serious mental illness, we end up treating people with scorn and seeking distance from them,“ Swanson says. Something people do too much already.