Kategorie-Archiv: Literaturkritik

Kertész to be honored in Hungary

Kertész to be honored in Hungary

20 August is, of course, Szent István ünnepe in Hungary — St. Stephen’s Day, the big national holiday — and among the honors the state hands out none is higher than the (revived) Magyar Szent István Rend — the Hungarian Order of St. Stephen. And word is the eminently worthy Kertész Imre is to be so honored this year. Good job !
Of course, this being present-day Hungary, the choice is, for some, controversial. And so, as Politics.hu reports, Jobbik protests planned state award to Kertész. Yes, the party that won twenty per cent of the vote in the most recent election, has written an open letter to the president, complaining, for example, that Kertész: „failed to use the international attention attracted by his Nobel Prize to promote his country“ and:

According to Jobbik, Kertesz does not deserve a Hungarian state award and if Ader decorates him „it will cause indignation among a wide spectrum of society.“

Sigh.

http://www.complete-review.com/saloon/archive/201408b.htm#nm9

 

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das Gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

 

Stupidity is demonstrated by people lacking knowledge they could achieve.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice attempt to avoid upsetting fools unwilling to face the truth.

Antisemitism is when one blames Jews or Israel for issues, he does not blame others.

Craziness is, when one always does the same but expects different outcome.

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human.

A man with roots should go for a pedicure.

Gutmenschen (benevolent people) are those who intend to appear good-hearted, yet unscrupulously exploit the conscience of others to serve their own purposes via self-staged outrage.

 

 

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

I think for food

molon labe

Buchkritik: Haruki Murakami – Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

Murakami

Haruki Murakami – Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

 

Weiß bis Schwarz – gibt Grau?

 

Gedankenspiele in die absolute Leere. Murakami war schon besser. Sein neuestes Werk ist bemüht, hat merkwürdig uninteressante Nebenerzählstränge, die weder die Hauptaktion noch die weitere Entwicklung schlüssig beschreiben. Es fließt nicht. Bereits der Einstieg ist künstlich. Fünf Freunde, die sich außergewöhnlich gut verstehen und plötzlich ohne Vorwarnung der Hauptfigur gemeinschaftlich die Freundschaft kündigen. Keine Erklärung.
Und der Totgeweihte, der Aura und Leuchten seiner Mitmenschen sehen kann und nach einem passenden Opfer sucht, dem es seinen Todesstab übergeben kann; Staffellauf mal anders.
Die gewerkelte Handlung ist langweilig und man verliert schnell und ohne Nachwehen das Interesse. Und dann die unnötigen Sexfantasien, die an die späten Jahre Picassos erinnern. Werden ältere Männer immer so. Ist das die kanalisierte Angst vor der Impotenz. Ein letztes Aufbäumen. Die Hauptfigur ist nicht nur blass, weil sie im eigenen Namen kein Zeichen (jap.) für Farbe trägt wie die anderen Figuren, sie entwickelt auch keine Persönlichkeit, bleibt indifferent und abperlend. Der Autor versucht Themen wie Tod, Einsamkeit und Angst in einer Geschichte abzuhandeln, die aus sich heraus aber nicht fließt. Es kommt einer Abrechnung gleich, einem letzten, großen Kraftakt. Zu viel. Kann hiernach noch etwas kommen. Die Hauptfigur ist überfordert, denn man verpasst ihr die Flexibilität eines Chamäleons, dessen Farbdrüsen verstopft zu sein scheinen. Es bleibt ein pelziger Belag im Ohr, viele kleine ungewollte Nickerchen beim Zuhören, die einen aber leider nicht den Faden verlieren lassen, sondern nur zu schlechten Träumen und unglücklichen Beklemmungen beim Erwachen führen. Dieses Buch wird ihm nicht gerecht. Aber jetzt heißt es durchhalten, denn einige CDs wollen noch gehört werden. Wie haben sie ihn in den Himmel gehoben, ihm den nächsten Oscar für Schreiber verliehen. Das hätte einen stutzig machen müssen. Besonders bedenklich ist die Tatsache, dass die Hauptfigur nicht an der Aufklärung der eigenen Misere interessiert zu sein scheint und alles laufen lässt. Dem Hörer / Leser wird viel Geduld abverlangt.

Die letzten CDs bleiben ungehört. Zu viel Enttäuschung über die ungelenken Textversuche.

Punktum, der Inhalt ist gekünstelt, nicht gefällig oder selbstverständlich. Es sollte wie bei einem Bild sein: Man betrachtet es und fühlt sich wohl, es ist stimmig. Schade.

 

2014 © by Christiane Linke

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