Kategorie-Archiv: Islamisierung

Governments of Europe brought in terror cells, protected them and let them attack

Report: Brussels Attacks Are False Flags

Governments of Europe brought in terror cells, protected them and let them attack

Alex Jones | Infowars.com – Marhttp://www.infowars.com/live-now-brussels-attack-a-false-flag/ch 22, 2016

FLASHBACK: BRUSSELS CALLED “ISIS CAPITAL OF EUROPE,” POLICE WON’T ENTER JIHADI GHETTOS

„We will become an Islamic state,” Brussels politician said

Europäische Lösung? Künftig werden fundamentalistische Türken entscheiden, welche Araber nach Europa umgesiedelt werden.

Ich habe zwei kleine Kinder. Gut, sie selbst sehen das wahrscheinlich anders. Sie sind neun und elf Jahre alt und also schon sehr erwachsen, aber ich fühle mich dennoch immer noch für sie verantwortlich.In den letzten Wochen habe ich mich oft gefragt: Wenn wir, also meine Frau, die Kinder und ich, vor einem Krieg geflohen und endlich in Sicherheit wären
– hätte ich dann gesagt: Los ihr drei, jetzt riskieren wir noch mal alles, bezahlen mit dem letzten Ersparten ein paar Kriminelle und gucken, ob wir es bis nach Griechenland schaffen – von einem kriegsfreien Land also in ein anderes kommen. Nur so. Durchs Mittelmeer. Wird schon gutgehen.

Wir ziehen uns auch ein paar Schwimmwesten aus Eierkarton an und schmeißen unsere Pässe fort, und wenn wir dann pleite sind, wird schon irgendwer die Zeche für uns bezahlen. Und dann habe ich mich gefragt – wenn das gutgegangen wäre, hätte ich dann gesagt: Na gut, Kinder, wir haben es bis nach Griechenland geschafft, obwohl wir fast im Mittelmeer ersoffen wären, jetzt waten wir alle mal durch einen reißenden Strom. Es gibt dort ein Norbert-Blüm-Kommando, das fordert uns dazu auf. Ich mache vorher auch ein bißchen Randale am Zaun. Vielleicht kommen wir ja durch.

Später hätten sie uns irgendwo festgesetzt, und dann hätten irgendwelche Linksradikalen gesagt: Näh‘ Dir doch mal den Mund zu und schmeiß ein paar Steine auf die Bullen! Hätte ich das dann gemacht? Vielleicht noch meiner Frau gesagt: Heb‘ die Kinder hoch fürs Fernsehen! Das gibt im Tränengasnebel erstklassige Bilder? Die Antwort ist ziemlich klar:
Niemand, der Verantwortung für seine Familie trägt, macht so etwas.

Die Frage: Wie verzweifelt muß man sein, so etwas zu tun? ist etwas für Blöde. Die richtige Frage lautet: Wie verantwortungslos ist man, so etwas zu tun? Daß Merkel das nicht versteht, wundert mich nicht. Daß sie kinderlos ist und deshalb diesen natürlichen Impuls, Verantwortung zu übernehmen, nicht hat, kann es allein nicht sein. Sie ist auch sonst
jenseits von Gut und Böse – ein Wesen, von dem man hofft, es habe sich bloß auf die Erde verirrt und würde irgendwann auf seinen Planeten der Prinzipienlosigkeit zurückkehren, wo man mit geistlosem Geschwätz Berge versetzen und Grenzen öffnen kann.

In der CDU und in der Regierung insgesamt denkt man, man habe ein Kommunikationsproblem und deshalb die Wahlen in den drei Bundesländern so grandios in den Sand gesetzt. Aber ich bin nicht sicher, ob das stimmt. Eher haben die Regierenden doch ein Problem damit, verantwortungsvolle Politik für diejenigen zu machen, von denen sie bezahlt werden. Sie behandeln das Volk wie ein Feudalherr. Aber ein Kommunikationsproblem?

Überall lese ich zum Beispiel etwas von der „europäischen Lösung“, die Merkel vorgibt anzustreben. Die wenigsten Medien stellen diesen Begriff in Frage. Dabei strebt Merkel doch eine europäische Lösung gerade nicht an. Wenn ich das richtig verstanden habe, soll in Zukunft die Türkei entscheiden, was für Araber nach Europa umsiedeln dürfen. Das hat Merkel weitgehend mit dem Sultan von Ankara ausgehandelt. Es liegt aber nur ein klitzekleiner Teil der Türkei in Europa, der weitaus größte in Vorderasien. Im Prinzip ist das also eine vorderasiatisch-arabische Lösung unter der Führung einer Deutschen, die ganz alleine um ihre Macht im Kanzleramt bangt und deshalb die abstrusesten Verbündeten sucht.

Die Europäer, die das alles ziemlich offensichtlich nicht wollen, sollen nach Merkels Willen dazu gebracht werden, das autoritäre Regime in der Türkei zu finanzieren und die Kontrolle darüber abzugeben, wen sie ins Land lassen: Türken am liebsten visafrei und andere so, wie Ankara sich das vorstellt.

Das also ist der Wunsch der Europäer und soll in ihrem Sinn sein? Bislang haben sich Franzosen und Briten im Westen, die Länder im Osten sowieso und die entlang der Balkanroute auch eher so verhalten, als wollten sie selbst ganz gerne entscheiden, wen sie in Zukunft als Nachbarn haben.

Am Ende soll das „Kommando Steuerzahler eines Landes, das 2000 Milliarden Euro Schulden, aber sonst keine Sorgen hat die irrwitzige Operation bezahlen.

Wenn der Koran zum Gesetzbuch wird, wird das Gesetzbuch zur Makulatur

Der Iran und die Geburt des islamischen Staatsterrorismus

Es war im Jahre 1982 im Flugzeug von Teheran nach London. Nach einigen Wochen in der aufgewühlten islamischen Republik Iran war ich jedes Mal froh, wenn ich die Grenz- und Zollkontrollen der islamischen Garden wieder einmal überstanden hatte und zurück nach Europa fliegen konnte. Acht Mal reiste ich zwischen 1979 und 1983 zur Berichterstattung für das ZDF in das Reich des Ayatollah Ruhollah Khomeini. Das erste Mal gleich zwei Tage nach seiner Machtübernahme im Februar 1979.

So erlebte ich, wie eine säkulare Diktatur in eine radikal islamische Tyrannei verwandelt wurde. Unter dem Schah landete unweigerlich im Gefängnis, wer seine Herrschaft in Frage stellte, unter den Mullahs wurde zunehmend bis ins letzte Detail geregelt, wie sich Frauen kleiden dürfen, was gegessen werden darf, wie man zu leben hatte. Vor allem die Zwangsverschleierung der  Frau wurde zum Symbol der Unterdrückung.  Deshalb war ich nicht sehr erfreut als neben mir auf dem Flug nach London eine in schwarzes Tuch und eng sitzendem Kopftuch verhüllte Frau saß, die mich überhaupt nicht zur Kenntnis nahm.

Kaum hatten wir unsere Reisehöhe erreicht und die Stewardessen boten einen ersten Schluck eines alkoholischen Getränkes an, als meine Nachbarin aufstand und in einer Toilette verschwand. Ich nippte noch am ersten Gin Tonic, als eine schick aussehende dezent geschminkte Mitvierzigerin zu mir kam und darum bat, an mir vorbei auf dem Nebensitz Platz nehmen zu können. Offensichtlich sah sie meinen verdutzten Gesichtsausdruck, lächelte charmant und meinte: „Yes it`s me – the lady in black.“

Wir begannen ein spannendes Gespräch über die islamische Revolution, die Fehler des Schahs und die wie lange sich der islamische Rigorismus in einem doch ziemlich von einer säkularisierten Elite geprägtem Land wird halten können. Meine Nachbarin, nennen wir sie Azadeh, zeigte sich davon überzeugt, dass bei der brutalen Gewalt, mit der das Regime vorgeht, es Jahrzehnte dauern wird, bis der Rückfall in das Mittelalter überwunden werden kann. Azadeh bestellte sich ein Glas Champagner, stieß mit mir an und sagte: Auf Wiedersehen Iran, Du meine Heimat. Ich werde nie wieder zurückkehren in dieses zivilisationslose Gefängnis. Diesem Land kann ich nicht mehr helfen.

Azadeh stammte aus einer wohlsituierten Familie aus dem Norden Teherans. Dies machte es möglich in London Psychologie zu studieren und in Teheran dann eine eigene Praxis zu eröffnen. Eine Ehe blieb kinderlos und wurde geschieden. Jetzt sei sie froh, weile eine Ausreise mit der Familie sehr schwer geworden wäre, denn ihr Beruf sei, falls sie ihn überhaupt noch als alleinstehende Frau hätte ausüben könnte, jetzt sinnlos.

„Was soll ich denn mit Einzeltherapien erreichen, wenn das ganze Land auf die Couch gehört,“ begründete sie ihre Resignation. Unerträglich sei der Druck, der vor allem auf die Jugendlichen ausgeübt werde, die gnadenlose Trennung der Geschlechter, die weit über die traditionelle Zurückhaltung zwischen Männern und Frauen hinausgehe. Vor allem der Frust unter den jungen Männern drücke sich in der Gewalttätigkeit der islamischen Garden aus. Diesen Teil des Gesprächs beendete sie mit einer Voraussage, an die ich gerade in den letzten Tagen häufig denken muss: „Bei dieser feindlichen Einstellung zur natürlichen Sexualität wird der Iran und mit ihm die ganze Region eines Tages mit einer brutalen Massenejakulation explodieren.“

Schade, ich habe keinen Kontakt mit meiner Sitznachbarin unterhalten. Wir haben uns in London noch viel Glück gewünscht, uns voneinander  verabschiedet und aus dem Blick verloren. Wie gerne würde ich sie heute fragen, was sie von einer islamischen Masseneinwanderung junger Männer nach Deutschland hält, wie sie die zunehmende Islamisierung von Marokko bis in die Philippinen sieht und ob das, was in Köln passiert ist, nicht schon so ein Vorspiel der Massenejakulation war – nur nicht in Teheran, sondern in der Domstadt am Rhein?

Bei meinen ersten Reisen nach Saudi-Arabien, zwischen 1974 bis 1984 besuchte ich das Königsreich 11 mal, wunderte ich mich über die vielen schwulen Männer, die offen Händchen haltend und schwer nach Parfüm riechend, die Boulevards bevölkerten. Spätestens bei meinem zweiten Besuch im Reich der Wahhabiten, jener Islamlehre, die sich streng an der Koranauslegung orientiert, hatte ich begriffen, dass dies die saudische Variante von erotisch freien Männerfreundschaften ist, weil sowohl auf Homosexualität, wie auf außerehelichem Geschlechtsverkehr die Todesstrafe folgt. In den Tagen in Saudi-Arabien gewöhnte wir uns, an die vollverschleierten Frauen und mein englischer Kameramann nannte sie die „Dankelsacks“ nach unserem Dunkelsack, in dem damals noch die Filmrollen gewechselt werden mussten. Enge Kopftücher und Burka waren für mich unübersehbar, die Symbole für die Unterwerfung der Frauen, die auf der Straße von Religionswächtern streng kontrolliert wurden.

Seit 1970 war ich auch regelmäßig in der Türkei, wo es so gut wie keine Frau mit Kopftuch gab, höchstens im anatolischen Hinterland bei älteren Bäuerinnen. Versuche rechter Parteien unter der Führung von Alparslan Türkesch und Necmettin Erbakan, den Islam in der Türkei zu stärken, scheiterten am Militär, das die säkulare Verfassung oft mit nicht gerade zimperlichen Methoden verteidigte. Im Dezember 1978 war ich als einziger deutscher Journalist bei dem Massaker von Karaman Marasch, wo sunnitische Islamisten über 100 Aleviten, eine schiitische Sekte, aus den markierten Häusern jagten und sie auf offener Straße abschlachteten. Beschützt wurden wir vom türkischen Militär. Der Bericht im heute-journal war knapp 3 Minuten lang. Der Rest der deutschen Presse schrieb von einer Auseinandersetzung zwischen Rechten und Linken. Doch es waren dies die Vorboten der Islamisierung der Türkei, die wir trotz der Millionen Türken im Land nur am Rande registrierten.

Zwei Jahre später putschte das türkische Militär, verjagte den in Deutschland promovierten Diplom Ingenieur Erbaken, steckte ihn 5 Jahre ins Gefängnis und verbot ihm jegliche politische Betätigung.

Die Militärintervention wurde von allen „Demokraten“ in Europa, vor allem aber von den Linken heftig kritisiert. Damals ging es um die Alternative: Übernahme der Türkei durch einen zunehmend fundamentalen und intoleranten Islam oder Übernahme durch eine säkulares undemokratisches Militär. Eine Frage, die sich immer wieder in der islamischen Welt stellt. Zuletzt in aller Schärfe in Ägypten.

Einer der Jünger Erbakans war Recep Tayyib Erdogan, der ursprünglich auch aus der Politik verbannt wurde. 2001 mit einer „gemäßigten“ Islampartei, der AKP sich als Reformer empfahl. Die militante islamistische Bewegung „Milli Görüs, Erbakans religiöse Wiedererweckungs- Organisation, aber überlebte seinen Sturz in Deutschland. Teilweise vom Verfassungsschutz beobachtet, kontrolliert sie heute mehr denn je Moscheen und türkische Vereine. Bei Recherchen in Duisburg-Marxloh, wo auffällt, dass auch schon junge Mädchen Kopftücher tragen, wurde mir das mit dem Einfluss und der Kontrolle von Milli Görüs von Türken begründet.

Mittlerweile soll es in den Türkenviertel schon soweit sein, wie in den französischen Banlieues, dass sich selbst junge Männer nicht mehr trauen, während des Ramadans tagsüber etwas zu essen.

Meine Begegnungen mit dem militanten Islam könnte ich hier seitenlang weiterführen, die alle geprägt waren von hochmütiger Intoleranz, von staatlicher und krimineller Gewalt und von politischem Machtanspruch.

In den Philippinen traf ich die Abu Sayyef-Piraten, die angeblich für einen unabhängigen Moslemstaat kämpfen, aber die durch Erpressung, Raub und Schiffsüberfälle die Sulusee unsicher machen. In Südthailand geht es um fünf Provinzen, die für ihre Region die Scharia zum alleinigen Gesetz erheben wollen. Der indonesischen Region Aceh hat die Zentralregierung kapituliert und den Koran zum Gesetzbuch erklärt. Der Bürgerkrieg ist nur abgeebbt, weil der Tsunami 2004 über 120 000 Tote kostete und die islamischen Rebellen nicht verschonte.

Es gibt keinen Staat, in dem gläubige Mohammedaner wohnen und denen es nicht entweder Unruhen, Aufstände, Bürgerkriege mit Millionen Flüchtlingen oder sogar Terror gibt – egal, ob der Koran schon Gesetzbuch ist, oder aber die Aufständischen dafür kämpfen, dass die Scharia zumindest für die Moslems des States oberstes Gesetz wird. Und selbst das genügt den meisten Imamen von der Südsee über  Südasien, Arabien, Nordafrika bis in die Sahelzone nicht. Als Beispiel mag dafür Malaysia dienen, wo die Religiösen fordern, dass ganze Teilstaaten komplett, also auch die Nichtmuslime dem islamischen Recht unterworfen werden.

Bin ich jetzt islamophob, weil ich diesen Sachverhalt nüchtern beschreibe? Müssen jetzt nicht die obligatorischen Sätze folgen: „Man darf nicht verallgemeinern“, „nicht alle Moslems sind gewalttätig“, „solche Beschreibungen sind Wasser auf die Mühlen der Rechtsradikalen und Rassisten“ und „Religionsfreiheit ist Bestandteil unserer Rechtsordnung.“

Binsenweisheiten, Selbstverständlichkeiten aber auch Ablenkungsmanöver.

Denn meine Ablehnung des in den meisten Staaten praktizierten und von der Mehrheit der aufrührerischen Imamen geforderten Islam hat ganz bestimmt mit Rassismus nichts zu tun: Denn von dem Vormarsch der strengen Koranauslegung des Islam sind Malayen, Indonesier, Pakistani, Kaukasier, Turkvölker, Araber, Europäer (Kosovo, Bosnien) Somalis und Schwarzafrikaner der verschiedensten Stämme betroffen. Die Auseinandersetzung geht um eine Religion, nicht um Rassen.

Nein ich bin nicht islamophob. Ich habe nur eine tiefe Abneigung gegen alle autoritären und freiheitsfeindlichen Regime und Parteien, egal, ob sie sich auf Weltanschauungen oder Religionen berufen. Und ich habe keine Angst vor einer Islamisierung Europas, wenn wir die „westlichen Werte“ auf denen unsere Verfassungen beruhen, nicht aus falsch verstandener Toleranz in Frage stellen. Das bedeutet auch, dass ich keine Angst vor einer Million Zuwanderern habe, wohl aber vor Träumern, die das Konfliktpotential klein reden, dass unweigerlich vorhanden ist, wenn sich soviel Menschen in einer fremden Kultur zurecht finden müssen.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wenn_der_koran_zum_gesetzbuch_wird

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Warum der Staatsislam nicht zu Deutschland gehört

 

Die Diskussionen über der Silvesternacht in Köln zeigen, wie schwer sich Politik und Medien tun, einen eindeutigen Sachverhalt sachlich zu beschreiben und zu bewerten. Männer haben Passanten bestohlen und Frauen begrapscht. Das ist eine Formel, die noch eine Mehrheit findet. Dass davon die meisten aus Nordafrika kommen, geht gerade noch durch. Das sich darunter auch „Flüchtlinge aus Syrien“ befanden, wird schon ziemlich wegdiskutiert, passt nicht in eine Kultur des „Alle sind willkommen“. Wenn es dann über die Rolle der Religionszugehörigkeit geht, wird es völlig konfus. Den Islambeschönigern geht es darum, die Übergriffe lediglich als kriminell einzustufen. Mit dem Islam habe das nichts zu tun.

Aiman Mazyek, Vorsitzendes des Zentralrats der Moslems in Deutschland ging in einer Sendung mit Sandra Maischberger sogar soweit, dass er daraufhin wies, dass in den Berichten von angetrunkenen Männer die Rede war. Das zeige doch, dass es sich nicht um Moslems gehandelt haben kann, denn die trinken keinen Alkohol. Ja wenn es so einfach ist, was regen wir uns denn auf? Mazyeks Wahrnehmungsvermögen übergeht die Terrorakte in der ganzen Welt als unislamisch und verbittet sich gleichzeitig, die vielfältigen Konflikte in der islamischen Welt zu kritisieren.

Dabei setzt er konsequent Rassismus mit Islamkritik gleich. Mayzek und Lamya Kaddor, die Religionslehrerin aus Dinslaken sind zwei der Experten, die durch die deutschen Talkshows geistern und dabei eine Debatte befeuern, die die deutsche Parteienlandschaft reflektiert, aber nichts mit dem Islam in der Welt zu tun haben.  „Von einer giftigen Mischung aus nordafrikanischer-arabischen Kultur und Religion“ schreibt Samuel Schirmbeck, ARD-Korrespondent in Algier für Nordafrika. Aber statt Reportagen und Filme von Journalisten vor Ort zu senden, pflegen die öffentlich-rechtlichen Sendung ihre unheilstiftenden Palaverrunden.

Die krampfhaften Versuche, eine Debatte über die unveräußerlichen Werte des Islams zu unterlaufen, blenden einfach aus, was die islamische Welt selbst festgelegt hat. In der Kairoer Erklärung von 1990, eine Art Menschenrechtserklärung der islamischen Welt haben 45 Regierungen ihre Variante der UN-Menschenrechtserklärung festgelegt. Darin steht unter anderem: Es gelten nur die Menschenrechte, die im Einklang mit der Scharia stehen.

Die Redefreiheit beschränkt sich auf Meinungsäußerungen, die mit der Scharia übereinstimmen. Es gibt keine Religionsfreiheit und es gibt keine Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Alle Islamvertreter mit und ohne deutsche Staatsangehörigkeit werden, wenn sie gläubig sind, den Koran über das Grundgesetz stellen – und wer genau zuhört, erfährt dies auch von Aiman Mazyek. Aber genau das ist die Kluft, die zwischen unserer Zivilisation und dem politischen Islam aufreißt.

Wenn wir eine Million und mehr Flüchtlinge aufnehmen wollen, dann müssen wir vorher die Frage stellen: Wie weit sind wir bereit mit unserer Toleranz einer intoleranten Religion entgegen zu kommen? Wie weit sind wir bereit, die mühsam erkämpften Werte der Aufklärung und Umsetzung der allgemein gültigen Menschenrechte teilweise zu relativieren und wieweit sind wir bereit die Mehrheit der hier lebenden Bevölkerung zu überfordern, um eine ihnen fremde Kultur aufzuoktroyieren?

Wenn ich in Länder mit einer mohammedanischen Bevölkerung gereist bin, dann habe ich auf Alkohol, Schweinefleisch und christliche Symbole verzichtet. Aber ich bin nicht bereit, in Mitteleuropa deren Lebensweise aus Religion und Kultur zu übernehmen oder auch nur zu tolerieren, weil sie nämlich diese Toleranz nicht haben und missverstehen. Sie fühlen sich dann auch noch in ihrer Wertewelt bestätigt, die dem gottlosen dekadenten Westen überlegen ist.

Es ist schon ziemlich absurd, dass ausgerechnet die europäische Linke für eine fast grenzenlose Toleranz gegenüber einer Religion zeigt, die all die Werte der Emanzipation der Menschen verneint. Dies ist möglicherweise mit den antiwestlichen vor allem antiamerikanische Tiraden zu erklären.

Maghbar Amrika – Tot für Amerika schreien die aufgeheizten Massen in Teheran und die hauptsächlich saudischen Terroristen, zerstörten mit den World Trade Türmen in New York, Symbole der amerikanischen  Wirtschaftsmacht. Zumindest verbal sind sie sich mit den Aktivisten von Attac, den Linkssozialisten und Anhängern autoritärer Regime einig.  Wann immer aber wir ohne unsere Aufpasser von den islamischen Garden waren, drängte sich einfache Menschen um uns, schüttelten unsere unreinen Christenhände und versicherten uns: „Are You American – we love You.“ Darin unterschieden sich die Iraner von Attac und linken Verschwörungstheoretikern.

Der Umsturz im Iran 1979 zeigt noch ein Muster, das sich bei fast allen Aufständen in der islamischen Welt wiederholt. Der Sturz des Schahs wurde in Europa vor allem von den Linken stürmisch gefeiert. Im Iran selbst hatten die linken Volksmudschahedin großen Anteil am schnellen Sieg des Ayatollah Khomeinis. Sie waren es, die uns die Foltergefängnisse des Schahs zeigten. Was wir dort sahen, wurde in der Redaktion in Mainz zum Teil gekürzt, weil die grausamen Bilder dem Publikum nicht zuzumuten waren.

Es waren weitgehend im Westen ausgebildete Technokraten, die glaubten jetzt einen modernen Iran aufbauen zu können. Sie waren unsere Gesprächspartner als Öl- und Handelsminister. Beide Gruppen nahmen in Kauf, dass religiöse Gesetze die Gesellschaft ruckartig veränderten. Schon nach wenigen Wochen, trugen alle Frauen Kopftücher, sonst hatten sie mit Belästigungen durch die Religionswächter zu rechnen.

Da das iranische Fernsehen nicht mehr funktionsfähig war, musste ein Cutter aus Mainz kommen, damit wir vor Ort arbeiten konnten. Zu meiner Überraschung kam aber eine im Sender als militante Linke bekannte Cutterin, die ihre Begeisterung über die Vertreibung des Schahs vor Ort ausleben wollte. Nach 24 Stunden saß sie heulend in ihrem Zimmer. Morgens lagen in unserer Hotellobby Leichen, denn nachts wurde gekämpft. Wer da genau gegen wen schoss, war nicht festzustellen. „Hier sterben ja Menschen“, schluchzte sie. Als dann die islamischen Garden mit gezogenem Bajonett auf uns losgingen, fing sie an, vor Angst zu kotzen. Ihre revolutionäre Sturm- und Drangphase war schnell verflogen.

Schon im Januar 1980 waren die Foltergefängnisse des Schahs wieder belegt. Dort saßen jetzt einige der jungendlchen Linken und demokratischen Techniker, die uns vor einem Jahr noch geholfen hatten. Die religiösen eliminierten als erste ihre ehemaligen Mitstreiter. Nachdem Abolhassan Bani-Sadr, der als Linksnationaler in Frankreich im Exil lebte, zum im Januar 1980 zum Präsidenten gewählt worden war, mussten wir ihn schon nachts und heimlich treffen, weil die Revolutionsgarden den Zugang zu ihm kontrollierten. Heute sitzt er wieder im Pariser Exil. Übrig geblieben ist im Iran eine Machtelite, die einen gnadenlosen intoleranten Islam praktiziert und exportiert. Die linken und die demokratisch orientierten Schah-Gegner dienten erst als nützliche Idioten und jetzt sind sie wieder im Exil oder tot.

Der andere Exporteur eines mörderischen noch intoleranterem Islam ist Saudi-Arabien. Die beiden Regime wetteifern um den zweifelhaften ersten Rang, wer die meisten Menschen hinrichtet. Der Iran finanziert unter anderem schiitischen Terror im Libanon, Irak, Syrien, Gaza und dem Jemen, die Saudis finanzieren die für unsere Gesellschaft feindlichste aller Islamvarianten, den Wahhabismus. Beide sind so auf ihre Art an der zunehmenden Islamisierung ganzer Völker und Kontinente verantwortlich. Ergänzt werden sie von dem Atomstaat Pakistan und zunehmend von der Türkei.

Gegenüber all diesen Tendenzen und Bedrohungen haben weder wir in Deutschland, noch die Mehrheit der anderen europäischen Staaten eine Strategie. Ja wir leisten uns immer noch den Luxus darüber zu diskutieren, ob der Islam etwas mit dem Terror, der in seinem Namen verübt wird in Verbindung gebracht werden darf. Wir diskutieren, mit entschuldigendem Unterton darüber, dass die Übergriffe gegen Frauen eher aus den Lebensumständen der Täter und ihrer Ethnie, als mit dem Glauben zu tun hat.

Spät in der Nachtausgabe der Tagesschau hat am 20.1. der Freiburger Islamwissenschaftler Abdel Hakim Ourghi deutlich gesagt, was sich kein deutscher Politiker mehr traut: Die Quelle der Frauenfeindlichkeit hat ihre Wurzel im kanonischen Recht aus den Quellen des Koran und den Praktiken des Propheten. Dort steht: „Die Bewohner der Hölle sind Frauen“ und weiter sagt Abdel Hakim Ourghi: „Die Erziehung im Islam ist für das kranke Bild über Frauen“ verantwortlich.“ Da fiel mir wieder meine Begleiterin Azadeh im Flug von Teheran nach London ein.

Mit der Masseneinwanderung aus dem Nahen Osten und Nordafrika und der „Nacht von Köln“ ist der Satz des naiven Ex-Bundespräsidenten Christian Wulfs: „Der Islam gehört zu Deutschland“ unhaltbar, da er einen Islam ohne Scharia unterstellt. Ein  intoleranter und Gewalt akzeptierender Islam, wie er von fast allen korangläubigen Staaten ausgeht,  gehört nicht zu Deutschland, ja er muss sogar von einer Regierung bekämpft werden, die auf unser Grundgesetz vereidigt ist. Wir werden so gut wie keinen Einfluss auf die Gesetzgebung in mohammedanischen Staaten nehmen können, die sich ja sogar von der UN-Menschenrechtscharta absetzen. Wir können aber dafür sorgen, dass diese Weltanschauung nicht in unsere Gesellschaft herüber schwappt. Dazu gehören eine Überwachung durch den Verfassungsschutz wahhabitischer Moscheen, die Ausweisung aller Imame, die gegen unsere Grundwerte predigen und die sofortige Unterbindung der Auseinandersetzung der verschiedenen Glaubensrichtungen des Islam auf deutschem Boden.

Dazu gehört eine Außenpolitik, die der Terror, der vom Islam ausgeht, nicht verharmlost wird und die Formel: „Gewalt ist keine Lösung“ überdacht wird, solange in weiten Teilen Nordafrikas, des Vorderen Orients bis nach Südostasien mit Gewalt die Landkarte verändert und Millionen Menschen vertrieben werden. Die Flüchtlinge, die hier ankommen und ganz Europa durcheinander wirbeln, fliehen vor der Gewalt.

Die Chance, den Massenmörder Assad zu stoppen, wurde vor zirka drei Jahren vertan. Jetzt hat er Russland und den Iran als Überlebenshelfer gewonnen. Jetzt kann er weiter wüten. Damit die deutsche Regierung ihre verfehlte Beschwichtigungspolitik nicht in Frage stellen muss, fragen wir vorsichthalber nicht nach, ob die Flüchtlinge, die sich zu uns quälen, mehr von Assad oder mehr vom „Islamischen Staat“ Angst haben.

Ein Islam, wie ihn der Freiburger Religionswissenschaftler Abdel Hakim Ourghi versteht, wird durch unsere Religionsfreiheit gedeckt, muss vor den Angriffen der Radikalen geschützt werden. Davon sind wir noch weit weg. Wenn wir schon auf die innere Verfassung der meisten Staaten, die zur Islam Konferenz zählen nicht den geringsten Einfluss haben, dann ist es die Pflicht unserer Regierung, in Deutschland den militanten Islam zu bekämpfen. Dabei ist die Auseinandersetzung mit den Muslimen so vielschichtig und unterschiedlich, wie die Herkunft und kulturellen Hintergründe, der Einwanderer.

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Die Re-Islamisierung der Türkei und die Folgen für Deutschland

Zurzeit schießt sich die deutsche Linke auf Saudi-Arabien ein. Ein barbarisches Urteil gegen einen Internetblocker, die Massenhinrichtung von Regimegegnern, darunter einem schiitischen Prediger haben Empörung ausgelöst – mit Recht. Aber der Einfluss Saudi-Arabiens auf die deutschen Moslems ließe sich leicht durch eine kompromisslose Ausweisung von wahhabitischen Predigern und ihren salafistischen Jüngern eindämmen.

Dabei wäre es dringend geboten, dass sich Deutschland mit der Entwicklung des Islams in der Türkei auseinandersetzt. Was Erdogan in Ankara verordnet hat Einfluss auf die Millionen Türken, die in Deutschland leben. So sehr sich die europäischen Staaten gemeinsam vom IS bedroht fühlen, so unterschiedlich sind die Probleme, die sich aus dem Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen und Ethnien entwickelt haben.

Die Konflikte in Frankreich beruhen weitgehend auf den Befreiungskriegen der Kolonien und dem Selbstverständnis der „Grand Nation.“ Vor allem der Algerienkrieg und der Hass, der sich dabei auf beiden Seiten festgefressen hat, wirken immer noch nach. Auch in Großbritannien beruhen die Spannungen zwischen der mohammedanischen Bevölkerung und der Mehrheitsgesellschaft auf der kolonialen Vergangenheit. Auf der Insel gibt es heute Stadtteile in denen ausschließlich Einwanderer aus Pakistan oder Bangladesch leben, die ihre eigene Welt geschaffen haben. Wohin das führen kann, zeigt der Skandal von Rotherham in Mittelengland, wo pakistanische Banden über ein Jahrzehnt über tausend englische Mädchen systematisch missbraucht haben und die lokale Polizei und Behörden haben nichts unternommen, weil sie nicht als Rassisten gelten wollten.

Die große Masse der in Deutschland lebenden Muslime aber stammt aus der Türkei und die haben wir geholt, weil wir Arbeitskräfte brauchten und sonst nicht darüber nachgedacht haben, was daraus werden könnte.

Wegen dieser verfehlten Ausländerpolitik sind wir es hauptsächlich von der Entwicklung in der Türkei betroffen. Die erste Generation kam noch aus einem ziemlich säkularen Staat zu uns. Ihre Betreuung wurde unter anderem durch einen Vertrag geregelt, den die deutsche Regierung mit DITIB vereinbarte, die unter dem Dachverband der Diyanet, eine dem türkischen Staat unterstellte Behörde steht, und die in Deutschland unter das Vereinsrecht fällt. Jahrzehnte gab es kaum Probleme. Das hat sich geändert, seit der Islamist Erdogan die Macht in der Türkei ausübt. Seither ist DITIB „ein Organ der türkischen Regierung mit religiöser und sozialer Zielsetzung, die in der Türkei vorherrschenden Richtung des sunnitischen Islam zu stärken“.

Der Vertrag beinhaltet auch die Regelung, dass hauptamtliche Hodschas, die der deutschen Sprache nicht mächtig, denen die deutsche Kultur fremd ist, als türkische Staatsbedienstete, von Ankara besoldet und beaufsichtigt in den Moscheen den Ton angeben. Der Stadtstaat Hamburg hat sogar einen Staatsvertrag mit DITIB abgeschlossen. So züchten wir uns einen Islam, der mit unserem Grundgesetz nichts zu tun hat.

Wir müssen dringend die Hoheit über die Moscheen zurück gewinnen und das bedeutet, keine von Erdogan besoldete Imame mehr aus der Türkei in unseren Moscheen – und das heißt auch, dass die in Deutschland ausgebildeten Imame von DITIB anerkannt werden müssen, will diese Organisation Gesprächspartner der deutschen Regierung bleiben. Zurzeit lehnt DITIB die unseren Universitäten ausgebildeten Islamwissenschaftler und Prediger ab. Das nehmen unsere politischen Akteure achselzuckend hin oder was wahrscheinlich für die meisten zutrifft: Sie haben keine Ahnung, wie missionarisch die Erdogan-Türkei vorgeht.

1923 gründete der Reformer Kemal Atatürk die Diyanet, eine staatliche Behörde, die für die Religion zuständig ist. Seine Intention war ganz klar, die Trennung zwischen Staat und Religion durchzusetzen und die Diyanet achtete darauf, dass die Religionen, vor allem der Islam nichts gegen den Staat unternimmt. Das blieb so, bis in die Neuzeit, bis Erdogan anfing den Kemalismus wieder zurück zu drängen.

Zurzeit ist das Diyanit der verlängerte Arm der Islamisierung der Gesellschaft in der Türkei und die Verbreitung der sunnitisch- türkischen Version des Islam. Das Diyanet ist gleichzeitig die höchste islamische Autorität in der Türkei und erlässt in jüngster Zeit Richtlinien, die mit einem liberalen Staat nichts mehr zu tun haben. Dazu gehört zum Beispiel, dass Frauen in der Öffentlichkeit kein Parfüm mehr tragen dürfen, dass sie nicht mehr gemeinsam arbeiten dürfen und 2015 veröffentlichte sie ein Fatwa (Religionsgesetz) dass Händchenhalten von Verlobten in der Öffentlichkeit verbietet.

Für Katrin Göring-Eckardt mag das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, das es erlaubt, dass muslimische Frauen mit Kopftuch in deutschen Schulen unterrichten dürfen, einen Sieg für unsere weltoffene Gesellschaft darstellen. Für die türkische Religionsbehörde ist das aber ein Sieg über die dekadente westliche Kultur, ein Sieg für die Werte des Islam nach türkisch-sunnitischer Vorstellung.

Die zunehmende Verbreitung des Kopftuchs ist für die meisten Frauen in der islamischen Welt erzwungen, ein Symbol ihrer Ausgrenzung. Da braucht es dann deutsche Naivität um dies zu übersehen. Vor Erdogan war es in der Türkei noch verboten, mit Kopftüchern eine Universität zu betreten oder gar eine Position im Staatsdienst zu besetzen. Aber selbst die Vollverschleierung soll in Deutschland akzeptiert werden. Das ist nicht nur Toleranz bis zur Selbstverleugnung, das bedeutet auch, Millionen Frauen in ihrem Kampf um die Selbstbestimmung in Stich zu lassen.

Die Diyanet hat für ihre Aufgaben mittlerweile 100 000 Mitarbeiter und einen Etat von 1 Milliarde Euro. Sie ist direkt dem Ministerpräsidenten unterstellt. Ein Schwerpunkt der Missionierung ist neben Deutschland vor allem der Balkan. In Tirana wird gerade eine Moschee gebaut, die bei weitem das nahe gelegene Parlament Albaniens überragt. Beim Bau von über 100 Moscheen in 25 Staaten ist die türkische Religionsbehörde beteiligt .

Bevor unsere Regierung sich völlig in der Flüchtlingsfrage in die Abhängigkeit dieser türkischen Regierung begibt, sollte sie – und auch die Abgeordneten, die die Politik mittragen (Schwarz, rot und grün) die Studien des in Graz lehrenden  Türkeiforschers Kerem Oktem lesen. Er stellt fest, dass die türkische Unterstützung mit massivem Einfluss verbunden ist. Erdogan erzwingt mit seinen finanziellen Zuwendungen, dass sich die Spendenempfänger auf seine Seite stellen. Das ultimative Ziel ist, so Prof. Oktem, die Vorstellung, „dass die Türkei zum Führer der ganzen islamischen Welt aufsteigt“.

Die wankelmütige und inkonsequente Politik gegenüber Diktaturen und autoritären Staaten durch den Westen, vor allem auch durch die Bundesregierungen der verschiedenen Koalitionen ist gescheitert. Ein Symbol dafür ist die Szene in der Türkei, in der die deutsche Kanzlerin als Bittstellerin vor dem selbsternannten Sultan um dessen Beistand gegen die Flüchtlingsströme bittet und ihm dafür drei Milliarden Euro versprach. Das war eine beschämende Wahlhilfe für einen skrupellosen Autokraten.

Was geht da nur in den Köpfen der Berliner „Großen Koalition“ vor. Als der Mörder Assad anfing seine Bevölkerung zu bombardieren und zu vertreiben, verlangte die Türkei sichere Zonen in Syrien, die durch ein Flugverbot für die syrische Luftwaffe geschützt werden müsse. Das lehnte der Westen ab. In Deutschland verteufelnden dies die Linken und Friedensideologen als „Eskalation der Gewalt“, als „Völkerrechtsverletzung“, als „Kriegstreiberei.“ Als Assad dann anfing, mit Fassbomben aus Helikoptern die Zivilbevölkerung zu verjagen, floh diese in die Lager nach Jordanien, den Libanon und in die Türkei. Und uns interessierte das reichlich wenig. Nur keine Einmischung, nur keine militärische Aktionen gegen diesen Verbrecher in Damaskus.

Heute wollen wir noch nicht einmal genau wissen, wie viele der Flüchtlinge vor Assad und wie viele vor den mörderischen Banden des „Islamischen Staates“ zu uns kommen. Und erst seitdem sich hunderttausende auf den Weg nach Europa machen, nachdem die Attentate nicht nur in Somalia, Mali, Obervolta, Nigeria, Pakistan und der Türkei, sondern auch in Paris unschuldige Menschen betreffen, hat sich die deutsche Regierung aufgerafft, wenigstens so ein bisschen beim Kampf gegen den IS mitzumachen. Weil das aber die Ursachen der Flüchtlingsströme nicht abbremst, erflehen wir jetzt den Beistand eines weiteren Autokraten, der gerade einen blutigen Krieg im Südosten seines Landes führt und jeden im eigenen Land verfolgt, der für eine friedliche Lösung des Kurdenkonfliktes eintritt.

Das Flüchtlingsproblem mag zurzeit als die größte Herausforderung angesehen, die unser Staat zu bewältigen hat. Eine Million Zuwanderer, mehr oder weniger gläubige Muslime dabei, sind sicher eine Mammutaufgabe. Aber ein aggressiver Islam, von Saudi Arabien, dem Iran und Pakistan in die ganze Welt exportiert, ist wesentlich gefährlicher für den Frieden in der Welt.

Für Deutschland aber bedeutet dies, dass wir sehr darauf achten müssen, dass der selbsternannte Sultan Erdogan nicht über seine Organisationen Einfluss in den Moscheen und darüber hinaus in auf die Gesellschaft nehmen kann. Daher verbietet es sich von selbst, mit der jetzigen türkischen Regierung mehr Kontakt zu halten, als unabdingbar ist. Sie kann aber nicht unser wichtigster strategischer Verbündeter im Nahen Osten werden, nur weil Kanzlerin Merkel die Flüchtlingspolitik von Anfang an falsch angepackt hat.

Gesetze als Merkels Kinderkacke

achgut.com

Mit der ganzen Milde des Gesetzes

  09.01.20167

Tief empört, sondern die Kanzlerin, der Innenminister und der Justizminister Sprechblasen über die „widerlichen Vorkommnisse“ in die Kameras ab. Am beliebtesten ist derzeit die Forderung, die Täter „mit der ganzen Härte unserer Gesetze“ zu bestrafen und dann „müssen sie unser Land verlassen“. An wen richten sie denn ihre Forderung? Ich dachte immer, sie sind die Regierung. Der Vizekanzler denkt laut darüber nach, dass Asylbewerber ihre Strafen in ihren Heimatländern absitzen sollen. Er weiß wohl darum, das eine deutsche Gefängniszelle für Bewohner einer Traglufthalle so etwas ist, wie ein Luxushotel.

Offensichtlich halten die Politiker das Volk für bekloppt. Oder sie haben nicht gemerkt, dass die DDR untergegangen ist, wo tatsächlich Politiker die Gerichtsurteile vor dem Prozess festgelegt haben. Haben sie nicht geschnallt, dass wir heute in dem leben, was vom Rechtsstaat noch übrig ist?

Also, die Herren Justizminister Maas und Innenminister de Maizière, Sie sind ja beide Volljuristen. Hier zur Erinnerung, wie’s geht im Rechtsstaat: hier entscheidet ein unabhängiger Richter nach Beweislage über das Urteil.

Kommen wir zum Abschieben. Für unseren Vizekanzler hier eine Erinnerung an sein eigenes, derzeit in Deutschland von der Politik und Verwaltung wohl meistgebrochenes Gesetz. „Die Ausweisung ist ein ausländerrechtlicher Verwaltungsakt nach dem Aufenthaltsgesetz (AufenthG)“. Der Deliquent muss sich einer schweren Straftat, die zu einer Verurteilung von drei Jahren führt, schuldig gemacht haben. Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit (keine Papiere), oder Personen, denen bei Ausweisung Tod oder Folter drohen, können gar nicht abgeschoben werden.

Aber welcher Politiker interessiert sich heutzutage noch für Gesetze?

Wie die viel strapazierte „ganze Härte des Gesetzes“ in der deutschen Praxis aussieht, zeigt ein gestriges Kölner Gerichtsurteil. Man höre und staune, der Spiegel berichtet:  Die beiden Marokkaner Mehdi E.-B. (18) und Otman K. (19), beide Asylbewerber, werden verdächtigt, in Köln an Silvester Frauen sexuell belästigt und beklaut zu haben. Gestern standen sie wegen eines Antanz-Trickdiebstahls vor Gericht.

Mehdi E.-B. reiste Anfang Dezember als Flüchtling in die Bundesrepublik ein. Noch im selben Monat wurde er bei einem Ladendiebstahl erwischt. Sein Komplize Otman K. ist der Polizei wegen Diebstahls und Körperverletzung bekannt.
Die Beiden werden im Eilverfahren (binnen einer Woche) vor Gericht gestellt.  Die Anklage lautet „gewerbsmäßiger Diebstahl“. Die Richterin mahnt: “Das sollte nicht noch mal vorkommen” und verurteilte die Beiden wegen einfachen Diebstahls zu einer Woche Jugendarrest. Und weil das Duo den Arrest mit der Untersuchungshaft bereits abgesessen hat, tanzen die Antänzer schon wenige Minuten später kichernd aus dem Gerichtssaal.

Tja, Frau Merkel, Herr Maas und Herr de Maizière, so geht Rechtsstaat, mit der ganzen Milde des Gesetzes.

Und noch was: seit gestern macht mir das Zeitunglesen wieder richtig Spaß. Einige Leitmedien, man höre und staune, trauen sich nicht mehr, „nicht hilfreiche“ Fakten wegzulassen.

Oder aber, einige Journalisten haben die Schnauze gestrichen voll.

Gewissen: Das verbotene Wissen

Der Schauspielerin Camilla Spira, Tochter von Lotte und Fritz Spira und von den Nazis als „Halbjüdin“ eingestuft, gelang es, zusammen mit ihrem Mann, einem „Volljuden“, 1938 Deutschland zu verlassen. Das Ehepaar floh nach Amsterdam, wo es von den Nazis 1943 aufgegriffen und in das Lager Westerbork verbracht wurde, das als Station für Transporte nach Auschwitz diente.

Auf dem Weg nach Westerbork oder bereits im Lager fand Spira einen Zettel mit dem Satz: „Ihr werdet alle umgebracht!“ Sie zeigte das Stück Papier ihrem Mann, Hermann Eisner, einem Berliner Rechtsanwalt, der als stellvertretender Direktor der Engelhardt-Brauerei gearbeitet hatte, bis diese „arisiert“ und er entlassen wurde. Eisner schaute kurz darauf und sagte: „Aber Camilla, das ist doch Gräuelpropaganda, so etwas machen die Deutschen nicht!“

1947 kehrte Camilla Spira nach Berlin zurück, wo sie ihre Karriere als Schauspielerin fortsetzte. So, als hätte sie eine Auszeit von der Bühne genommen, um sich ihrer Familie widmen zu können.

So sind Menschen. Um leben, vor allem: weiterleben zu können, verdrängen sie das, was sie erlebt haben, was ihnen angetan wurde. Missbrauchte Kinder, vergewaltigte Frauen, Überlebende von Arbeits- und Vernichtungslagern.

Mehr Angst vor NSA als vor Terror

Erinnerung ist nicht unbedingt „das Geheimnis der Erlösung“, wie immer wieder bei Gedenkfeiern verkündet wird, auch nicht „das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können“. Erinnerung kann auch ein Fluch sein. Verdrängung dagegen, so sie funktioniert, Hilfe zum Weiterleben.

Wir verdrängen nicht nur das, was hinter uns liegt, sondern auch das, was uns bevorsteht. Vor allem den Tod, die einzige Gewissheit, die das Leben bietet. Kein Mensch würde in ein Flugzeug steigen, wenn ihm bewusst wäre, dass ihn nur eine dünne Stahlwand von der Ewigkeit trennt. Dass es vollkommen unnatürlich ist, in zehn Kilometer Höhe mit 900 Kilometern pro Stunde dahinzurasen. Da hilft nur eines: verdrängen.

Wie Verdrängung in einer aufgeklärten, gut vernetzten, permissiven und toleranten Gesellschaft funktioniert, kann man am Umgang mit Gefahren erkennen, realen wie fiktiven. Die Angst davor, von der NSA oder einem anderen Geheimdienst abgehört zu werden, ist weiter verbreitet als die Angst, bei einem Terroranschlag verletzt oder getötet zu werden.

Der 11. September 2001, so der Philosoph Peter Sloterdijk kurz nach dem Tag, der fast 3000 Menschen das Leben kostete, gehöre „zu den schwer wahrnehmbaren Kleinzwischenfällen“ in der Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Nur ein „Konflikt am Arbeitsplatz“?

Die Relativierung ist eine enge Verwandte der Verdrängung. Was sind schon 3000 Terrortote angesichts der unbestreitbaren Tatsache, dass jedes Jahr etwa zehnmal so viele Menschen in den USA bei Verkehrsunfällen getötet werden?

Nach New York, London, Madrid, Paris, Brüssel, Boston, Mumbai, Bali, Mombasa, Djerba – um nur die größten Perlen in einer langen Kette des inszenierten Schreckens zu nennen – scheint die Botschaft der Terroristen bei den Adressaten noch immer nicht angekommen zu sein.

Nach dem Blutbad von San Bernardino mit 14 Toten mochte sogar Präsident Obama die Möglichkeit nicht ausschließen, dass es sich um einen außer Kontrolle geratenen „Konflikt am Arbeitsplatz“ gehandelt haben könnte. Und dann dauerte es immerhin noch drei Tage, bis das FBI von einem „act of terrorism“ sprach.

Das hat nichts mit heimlichen Sympathien für die Täter oder einem Mangel an Mitgefühl mit den Opfern zu tun. Es ist nur der Versuch, Atem zu holen, Zeit zu gewinnen, das Gefühl der Ohnmacht zu überwinden, das sich nach dem Schock einstellt.

Wir nehmen die Nachricht wahr, ohne ihr Ausmaß und ihre Folgen wahrnehmen zu wollen. Auch die Juden, die in Viehwaggons verfrachtet wurden, klammerten sich an die Hoffnung, sie würden nur „umgesiedelt“. Es ist die Sprache, die der Verdrängung zur Wirkung verhilft.

Was bedeutet es zum Beispiel, wenn der Islamische Staat als „sogenannter“ oder „selbst ernannter“ Islamischer Staat bezeichnet wird? Gibt es irgendwo einen TÜV, der Staaten qualifiziert und Prüfplaketten verteilt? Hat sich der IS das Adjektiv „islamisch“ unredlich erschlichen?

Reicht es für eine Anerkennung als Staat nicht, dass der IS über große Teile Syriens und des Irak herrscht, über Millionen von Menschen, dass er eine Armee unterhält, Steuern eintreibt, Recht spricht, Strafen vollstreckt, Handel treibt, über alles genau Buch führt und in den sozialen Medien aktiv ist?

Der IS ist de facto ein Staat, ein sehr moderner dazu. Er definiert sich nicht über willkürlich mit dem Lineal gezogene Grenzen, sondern über sein Gewaltmonopol in den von ihm kontrollierten Gebieten. So gesehen ist er mehr Staat als etliche „richtige“ Staaten, deren Souveränität so weit reicht, wie der jeweilige Präsident aus seinem Palast mit bloßem Auge blicken kann.

Es sind alles Anhänger des Islam

Eine andere Form der Verdrängung durch Verharmlosung ist die politisch korrekte Unterscheidung zwischen dem Islam und dem Islamismus. Als ob es das eine ohne das andere geben könnte. Als ob der Islamismus seine Wurzeln nicht im real existierenden Islam hätte.

Ob es einem passt oder nicht: Die Islamisten sind nun einmal keine verwirrten Christen, Juden, Atheisten, Agnostiker, Bahai, Buddhisten, Hindus, Zoroaster, Ayurvedaner, Marsianer oder Veganer, sondern Muslime, also Anhänger des Islam. Ob sie „echte“ oder „falsche“ Muslime sind oder „mutmaßliche“, eine neue Kategorie, die wir Aiman Mazyek, dem Präsidenten des Zentralrates der Muslime, verdanken, ist eine Frage der Definition.

Wobei man nicht vergessen sollte, dass auch die Nationalsozialisten Sozialisten waren, nicht nur dem Namen, sondern auch ihrem Selbstverständnis nach. Sie haben sich um die Armen und Ausgegrenzten gekümmert, ihnen zu essen und ihrem Leben einen Sinn gegeben, so, wie es die Islamisten heute tun.

Und wenn es, wie immer wieder behauptet wird, den „einen Islam“ nicht gibt, dann ist der Islamismus nicht die Antithese zum Islam, sondern eine seiner vielen Facetten – jung, kräftig, rücksichtslos und deswegen für schwache Gemüter besonders anziehend.

„Religion des Friedens“?

Dass die Islamisten den Islam nicht missbrauchen, sondern auf ihre Weise praktizieren, ist ein Gedanke, der auch intelligente und klarsichtige Menschen überfordert.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann, ein konservativer Grüner und braver Katholik, hat soeben im „Welt“-Interview erklärt, der Islam stecke „in einer Krise“, er müsse sich „von gewalttätigen Exzessen“ reinigen. „Da ist meines Erachtens Reformation angesagt.“ Das ist einerseits richtig beobachtet, andererseits von einer erschreckenden Naivität, die das Problem nicht erkennen will. Der Islam steckt seit Jahrhunderten in einer Krise.

Eine „Religion des Friedens“, deren Angehörige sich gegenseitig massakrieren – von der Art, wie sie „Ungläubige“ behandeln, mal nicht zu reden –, braucht mehr als eine Reformation, sie müsste ihre Grundlagen infrage stellen. Die aber sind sakrosankt und nicht verhandelbar. Mohammeds Wort ist Gesetz, er selbst ein Vorbild für alle Muslime in allen Lebenslagen.

Darauf zu setzen, „dass der aufgeklärte Islam in Deutschland sich nicht zu einem arabischen entwickle“, erinnert an die Hoffnungen, es könnte sich außerhalb der Sowjetunion ein aufgeklärter Euro-Kommunismus entwickeln, einer mit menschlichem Antlitz.

Zugleich nennt Kretschmann die Ängste vor einer Islamisierung „abwegig“ und „komplett unbegründet“. Denn: „Wie viele Muslime sitzen denn eigentlich in unseren Parlamenten? Wie viele sind Bürgermeister?“

Das ist Verdrängung in Reinkultur, die Logik eines Verwalters, dessen Welt aus Zahlen und Prozenten besteht. Säßen mehr Muslime in den Parlamenten und gäbe es mehr muslimische Bürgermeister, müsste man sich um eine Islamisierung vermutlich weniger Sorgen machen.

Die findet nicht nur in Neuköllner Hinterhof-Moscheen statt. Wenn nicht gerade der Euro abstürzt oder Griechenland gerettet werden muss, dominiert die Islam-Frage den öffentlichen Diskurs: Wofür steht das Kopftuch? Richten wir in öffentlichen Bädern separate Zeiten für muslimische Frauen ein? Bieten wir „kultursensible Behandlung“ in Krankenhäusern an?

„Ursachen bekämpfen“ – eine Leerformel

Verzichten wir darauf, Weihnachten Weihnachten zu nennen, und sprechen lieber von einem „Lichter-“ oder „Winterfest„, um niemand auszuschließen? Wie weit dürfen Karikaturisten gehen? Eine Frage, die so gut wie nie gestellt wird, wenn der Papst lächerlich gemacht wird.

Jedes Problem lässt sich eine Weile verdrängen. Gegen Kopfschmerzen hilft eine Ibuprofen-Tablette, gegen Terrorangst die Überzeugung, dass die Ursachen des Terrors bei uns liegen und dass der Terror aufhören wird, wenn wir unser Verhalten ändern.

Und nicht zu vergessen: Wir sollten die Ursachen bekämpfen, statt an den Symptomen herumzudoktern, also unseren Reichtum mit den Armen dieser Welt teilen, wie es unter anderen ein stellvertretender Vorsitzender der SPD immer wieder fordert, damit die sich ihren Anteil am Kuchen nicht mit Gewalt erkämpfen müssen.

Die Gebildeten aller Stände

Hilfreich ist auch, die Argumentation den Umständen anzupassen, indem man die Abläufe neu arrangiert. Der Ausgang der Regionalwahlen in Frankreich, so Claus Kleber im „Heute-Journal“, habe „sachlich gesehen weder mit Terror noch mit Flüchtlingen zu tun“, vielmehr habe die Nationale Front „alles im Wahlkampf dafür getan, den Franzosen Angst vor den Fremden einzujagen, vor allem vor Muslimen“.

Unbedarftere Gemüter mögen bis dahin der Meinung gewesen sein, die Terroristen, die im Januar die Redaktion von Charlie Hebdo und im November das Bataclan überfallen haben, hätten alles dafür getan, um den Franzosen Angst vor weiteren Attentaten einzujagen, weswegen viele eine Partei wählten, die ihnen mehr Sicherheit versprach. Aber das mag eine zu einfache Erklärung für ein Wahlverhalten sein, das die Gebildeten aller Stände erschauern lässt.

Wir verdrängen, damit wir nicht aus Angst vor dem Tod Selbstmord begehen. Wir wissen, dass nichts mehr so sein wird, wie es eben noch war. Wir hören, dass wir die Herausforderungen als Chance und nicht als Gefahr begreifen sollen. Und wir ahnen: So reden Leute, die sich im Wald verlaufen haben, kurz bevor die Nacht anbricht.

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article149862932/Der-Terror-macht-uns-zu-Meistern-der-Verdraengung.html

Angela Merkel destroys the West

telegraph.co.uk

Angela Merkel is doing more damage to the future of the West than Donald Trump

By 11 Dec 2015

One day, a historian will pinpoint exactly when we in the West started talking about Muslims. It came surprisingly late. Even in anti-immigration rhetoric, mention of religion used to be rare. The issue then was race. Enoch Powell’s famous “Rivers of Blood” speech of 1968 did not tackle religion. In the index of Simon Heffer’s definitive biography of Powell, the words “Islam” and “Muslim” do not appear.

Probably the first time in modern Britain that Muslims, so named, became the big headline was in 1989. The Ayatollah Khominei’s fatwa called for the death of Salman Rushdie because of his “blasphemous” novel The Satanic Verses. This made waves in the United States too, but my guess is that the question of Islam did not reach the front of the American mind until 11 September 2001.

Fewer than 15 years later, it is the hottest subject. This week, Donald Trump made it hotter still. He wants a “complete and total shutdown of Muslims entering the United States until our country’s elected representatives can work out what is going on”.

How have we reached this plight? Until we know the answer, we shall not begin to be able to decide how to get out of it.

Like most other commentators, I agree that Mr Trump’s remarks were nasty and dangerous – nasty because they libel millions of decent people, dangerous because they could drive such people to think: “If you hate and fear us, we must hate and fear you.”

But there is another reason why he has caused such a stir. Like all skilled populists, Mr Trump is touching (or rather trampling) on a real problem. If, after all, he had replaced the word “Muslims” with the words “Hindus” or “Christians” or “Jews”, everyone would immediately have concluded that he was, as well as nasty, mad. Politically, that would have been the end of him.

Alas, there are two true things lying behind his idiotic policy suggestion. The first is that the problem is about Muslims. The second is that our “elected representatives” do not know what to do about it.

The above-mentioned Ayatollah Khomeini also said “Islam is politics”. He meant that Islam tells you how to rule, and therefore any unIslamic way of ruling is illegitimate. His remark also implied that his religious status meant that the best person to rule – directly in his own stamping ground, Iran, and indirectly, through his teaching, everywhere – was one Ayatollah Ruollah Khomeini. Islam was his power grab.

Donald Trump reacts as he speaks at the 2015 FreedomFest in Las Vegas, Nevada July 11, 2015.

Khomeini was a Shia, but a similar way of weaponising the faith was also developed in Sunni Islam. It stands behind organisations like the Muslim Brotherhood (linked here with the Muslim Association of Britain), Jamaat-e-Islami (strong among some members of the Muslim Council of Britain) and Hizb Ut-Tahrir.

It rests not only on an interpretation of the words of God allegedly spoken through the mouth of his Prophet, but on a tale of grievance. In this tale, bad people – colonial powers, Christians, Jews, America, “hypocrite” Muslim monarchs – destroyed the right rule of true Islam (the caliphate) and humiliated the faithful.

‚There is a tremendous reluctance to study the genealogy of the harmful ideas‘

This world-view is known as “Islamism”. Islam itself is related to Islamism as patriotism is related to nationalism, the former being based on love of something, the latter on hatred of something else. Islamism validates resentment. Its emotional appeal is like that of communism and fascism, but stronger, because it promises heaven to those who commit its violent acts on earth.

Such ideas have become powerful in the West, partly because of arithmetic: we now have a great many Muslims in our midst – far more here, proportionately, than in Mr Trump’s country, and more in France than here. The risk of violence rises with the total. Even if it is true that 99 per cent of Muslims would not hurt a fly, when you increase the numbers you inevitably get more of those who would. People are, therefore, right to worry more about mass immigration from, say, Syria, than from, say, Poland.

But, even with high numbers, the problem would be much less severe if our leaders and institutions had greater cultural confidence. If they upheld a robust belief in the Western way of life, reflected in what our schools taught, what the BBC broadcast, what rules of citizenship were insisted on, and what was considered injurious to our values, then the doctrines of Islamism would be better resisted.

‚Islamism is, by self-definition, a political attempt to undermine parliamentary democracy, yet is largely unstudied. If our own spies won’t do it, who can?‘

It is not as if our institutions refuse to have any public doctrine at all – look at the preaching against climate change, or racism. If Mr Trump starts shouting, or Tommy Robinson, formerly of the English Defence League, pops up, the authorities all know how to try to squash their “unacceptable” thoughts.

But if Muslim leaders say that the plight of their brethren in Britain today is like that of Jews in Germany in the Thirties, or that no Muslim should serve in the British armed services against a Muslim country, no one jumps on them. It is not only Jeremy Corbyn, dining last night with what would be better called the Stop the West Coalition, who devoutly believes the narrative of our “Islamophobia”: it is almost the official orthodoxy.

There is a tremendous reluctance to study the genealogy of the harmful ideas. None of the Islamist organisations named above is, so far as I know, actively engaged in promoting violence in this country, but all of them preach extremism which creates the mental space in which violence can breed.

For years, David Cameron has been pushing this point, but the bureaucratic response is agonisingly slow. The website of MI5 still emphasises that, since the Cold War, “we no longer undertake counter-subversion work”. Instead they concentrate on terrorism. Goodness knows, there is a need to head off actual plots, and MI5 should be congratulated for its success, but one reason we won the Cold War was because we understood what, ideologically, we were up against. The ideological content of Islamism is even more important than was that of latter-day Soviet Communism, and much more persuasive within a section of the British population.

obit

The Security Service Act of 1989 allows MI5 to investigate attempts to “undermine parliamentary democracy” by “political” means as well as violent ones. Islamism is, by self-definition, a political attempt to undermine parliamentary democracy, yet is largely unstudied. If our own spies won’t do it, who can? Public bodies dealing with Muslim organisations are, therefore, fighting blind, having few means of telling the good guys from the bad.

Ultimately, the capacity of a civilisation to resist those who hate it depends on its self-belief. In Europe, this was expressed in what was called Christendom, enriched by the ideas of the Enlightenment. The founders of the European Union wanted it to give Christendom modern democratic form, but this is now nearly invisible. The leader of the union’s largest Christian Democrat party, Angela Merkel, has let more than a million mainly Muslim immigrants into her country this year alone. The East German pastor’s daughter is surely a much nicer person than Donald J Trump, but I wonder if she is not doing more actual harm to the future of the West.

Die wahren Kosten der muslimischen „Bereicherung“ Europas

 

Die Vereinten Nationen befürworteten im Jahr 2000 die „Ablösung“ der Bevölkerung Europas durch muslimische Migranten.

 

Dieser Sichtweise scheint eine wirtschaftliche Voraussetzung zugrundezuliegen: dass die muslimische Welt en masse nach Europa zu importieren von wechselseitigem Nutzen ist. Die Masseneinwanderung von Muslimen nach Europa ist inzwischen seit Jahrzehnten als „Bereicherung“ bezeichnet worden. „Islamophobie“ zu brüllen widerlegt nicht, dass es praktisch unmöglich ist auch nur ein einziges Land zu nennen, das tatsächlich davon bereichert wurde.

 

Selbst in einem Land mit einer etablierten islamischen Bevölkerung wie Großbritannien stagniert die muslimische Arbeitslosigkeit um 50% bei Männern und 75% bei Frauen.

 

Diejenigen, die eine wirtschaftliche Begründung zur Umsetzung der demografischen Umwandlung Europas verwenden, versagen dabei die Komplexitäten des Islam zu erkennen: Sie ignorieren das fundamentalistische Wiedererwachen, das seit mehr als einem Jahrzehnt im Gang ist. Ein Merkmal für die wachsende Begrüßung der buchstäblichen Auslegung ist eine – von den heiligen Schriften für gültig erklärte – Überzeugung, dass Muslime berechtigt sind ohne eigenes Tun von der Produktivität der Ungläubigen zu profitieren.

 

Die Vorstellung, dass die religiösen Lehren des Islams sich allein durch die Unterbringung in Europa irgendwie mäßigen und auflösen werden, ist Wunschdenken, besonders in Gemeinden, in denen muslimische Migranten bereits einheimische Europäer zahlenmäßig übertreffen.

 

Das Wegsehen bei Polygamie in Großbritannien – und in Frankreich, Belgien und Deutschland – sichergestellt, dass einige muslimische Männer mehr als 20 Kinder von mehreren Frauen haben, fast immer zulasten staatlicher Ausgaben. Das sind in der Tat betrübliche Nachrichten für die Integration: Familien mit fundamentalistischen Ansichten werden ihre moderateren Religionsgeschwister durch die Zahl der gezeugten Kinder überflügeln.

Das Wort „Flüchtling“ ist ein durch mehrere internationale Verträge juristisch definiert Begriff. Diese Dokumente riefen die Hohe Flüchtlingskommission der Vereinten Nationen (United Nations High Commission for Refugees, UNHCR) ins Leben und geben die UNO-Agentur für Flüchtlinge bis heute Bedeutung.

Die Inhalte dieser Verträge vertragen sich allerdings nicht damit, wie der UNHCR umfassend versucht hat die europäische Öffentlichkeit zum überwiegenden Status des demografischen Zustroms in ihren Kontinent in diesem Jahr zu hintergehen.

Keines dieser Dokumente – weder die Flüchtlingskonvention von 1951, noch das Protokoll zum des Status der Flüchtlinge von 1967 oder die Dublin-Verordnungen der EU selbst – gewähren denjenigen das Recht auf den Flüchtlingsstatus, die sichere Länder durchqueren und illegal zahlreiche Grenzen überschreiten, um den besten Sozialstaat zu erreichen.

Selbst ein legitimer Flüchtling aus Syrien, der jetzt z.B. in der Türkei oder dem Libanon lebt, verliert seinen Flüchtlingsstatus, wenn er einen Schleuser bezahlt, um nach Europa zu reisen. Entsprechend dem internationalen Recht wird dieser Flüchtling dann zu einem „Asylsuchenden„. Nur wenn dieser Asylanspruch von einer Behörde im Land untersucht und als berechtigt beurteilt wurde, wird er wieder zum „Flüchtling“.

Bisher sind die Weltmedien brav dem vom UNHCR aufgebauten falschen Narrativ gefolgt. Diejenigen, die wegen einer unkontrollierten und unbegrenzten Flut an Muslimen nach Europa besorgt sind – Sorgen, die von den jihadistischen Gräueltaten am Freitag in Paris finster bestätigt wurden – wurden zumeist Herzlosigkeit gegenüber angeblichen Flüchtlingen beschuldigt.

Die Presse aber ist weit entfernt davon, alleine das Willkommen für den illegalen muslimischen Zustrom als moralische Verpflichtungen zu definieren. Angesichts der alternden Bevölkerung überall in Europa sind auch wirtschaftliche Argumente systematisch eingesetzt worden, um die humanitäre Flut dieses Jahres zu legitimieren

Die Erkenntnisse des Kontrollberichts der Weltbank („Development Goals in an Era of Demographic Change“ – Entwicklungsziele in einem Zeitalter demografischen Wandels), der im letzten Monat veröffentlicht wurde, verkündete deren Präsident Jim Yong Kim siegessicher:

Mit der richtigen Zusammenstellung der Politik kann diese Ära des demografischen Wandels ein Motor wirtschaftlichen Wachstums sein …. Wenn Länder mit alternder Bevölkerung einen Weg schaffen können, dass die Flüchtlinge und Migranten an der Wirtschaft teilhaben können, profitiert jeder davon.

Trotz einer Führungsstruktur, die sich von der der UNO unterscheidet, ist die Weltbank gleichwohl Teil des Systems der Vereinten Nationen.

Der Begriff „Entwicklungsziele“ im Titel des Berichts der Weltbank ist aufschlussreich. Man bezieht sich auf die Milleniums-Entwicklungsziele, eine umfassende Agenda die unter der Führung des ehemaligen UNO-Generalsekretärs Kofi Annan ersonnen wurde, um die Organisation der Vereinten Nationen von einem Organ, das in erster Linie mit der Eingrenzung internationaler Kriege beschäftigt ist, in einen Motor globaler „sozialer Gerechtigkeit“ zu verwandeln.

Da Medienorganisationen, NGOs, moralisch getriebene Aktivisten und berühmte Persönlichkeiten allesamt der Führung des UNHCR gefolgt sind, haben viele wichtige Finanzinstitutionen gleichermaßen die Erklärung der Weltbank nachgeäfft: dass der Migrantenzustrom nach Europa willkommen geheißen werden sollte.

Die HSBC zum Beispiel, ein globaler Banken-Machtzentrum, sagte beständige finanzielle Vorteile für die Länder der Europäischen Union nach einer „Anpassungsperiode“ voraus. Eine von der HSBC am 8. Oktober veröffentlichte Forschungsmitteilung, die von einem von Fabio Babloni geführten Team an Prognostikern erstellt wurde, schloss:

Aus wirtschaftlicher Perspektive braucht Europa mehr Arbeiter. Es ist bekannt, dass Europa in den meisten Bereichen alternde Bevölkerungen hat. Das hat geringeres Wachstum und damit geringere Steuereinnahmen zur Folge, während gleichzeitig Regierungsausgaben durch Renten und Gesundheitswesen steigen. Besonders die Eurozone ist dabei, durch diese demografische Herausforderung einen Berg an Schulden anzuhäufen. Der einfachste Weg mehr Rentner zu unterstützen besteht darin mehr Steuerzahler zu haben.

Die Makroökonomische Forschungsgruppe Europa der HSBC ging weiter und brachte Zahlen:

Wir schätzen, das aus einer arbeitsfähigen Bevölkerung von 220 Millionen eine Million weitere Immigranten pro Jahr das Wachstum der Eurozone um 0,2% pro Jahr erhöhen könnten; das mögliche kumulative Bruttosozialprodukt könnte 2025 um 300 Milliarden Euro höher liegen als ohne. Obwohl es Zeit brauchen würde Immigranten in die Erwerbsbevölkerung zu integrieren, könnten selbst kurzfristig nötige höhere Ausgaben das Wachstum unterstützen.

Dass diese Voraussagen jeglichen zur Verfügung stehenden Belegen widersprechen, ist problematisch.

Selbst in einem Land mit einer etablierten islamischen Bevölkerung wie Großbritannien stagniert die muslimische Arbeitslosigkeit um 50% bei Männern und 75% bei Frauen.

Darüber hinaus repräsentieren Muslime in Großbritannien den Bevölkerungsanteil mit den höchsten Geburtenraten. Verbunden mit ihrem Arbeitslosenstand sind diese gedachten Retter eines sterbenden europäischen Sozialstaatsmodells – als Gruppe – die Empfänger von Steuereinnahmen, statt zu diesen beizutragen.

Aufeinander folgende Generationen von Muslimen in ganz Europa, hielt Christopher Caldwell 2009 fest, normalisieren sich nicht in Richtung der Geburtenraten ihrer Gastgeberbevölkerungen, wie es frühere Einwanderergruppen getan haben. Dieser Trend könnte zugegebenermaßen der Stärkung von Europas Bevölkerungszahlen nutzen, wirft aber auch ein Schlaglicht auf ein alarmierendes Muster.

Wie vor kurzem von Baroness Caroline Cox bekanntgegeben, hat das Wegsehen bei Polygamie in Großbritannien – und in Frankreich, Belgien und Deutschland – sichergestellt, dass einige muslimische Männer mehr als 20 Kinder von mehreren Frauen haben, fast immer zulasten staatlicher Ausgaben. Das sind in der Tat betrübliche Nachrichten für die Integration: Familien mit fundamentalistischen Ansichten werden ihre moderateren Religionsgeschwister durch die Zahl der gezeugten Kinder überflügeln.

Selbst wenn der zur Zeit Europa überwältigende demografische Zustrom ausschließlich aus echten syrischen Asylsuchenden bestehen würde, die eine etwas geringere Geburtenrate haben als südasiatische oder afrikanische Muslime, wären die wirtschaftlichen Neuigkeiten schlechter. Eine gerade durchgeführte Studie in Dänemark stellte präzise fest, dass von der vollen Bandbreite der Hintergründe von Migranten, die sich dort niederließen, die Syrer die mit dem niedrigsten Beschäftigungsniveau von allen sind (22,5%). Eine gesonderte Längsstudie aus Dänemark zeigt zudem, dass von diesen muslimischen Migranten, die mit dem Anspruch Flüchtling zu sein nach Dänemark kamen, nur einer von vieren tatsächlich erfolgreich eine Arbeitsstelle gefunden hatte – nach einem vollen Jahrzehnt.

Obwohl es vier Millionen durch Konflikt Vertriebene aus Syrien gibt und trotz der griffbereiten Verfügbarkeit gefälschter syrischer Identitätspapiere, sind unter denjenigen, die dieses Jahr nach Europa kamen, schätzungsweise nur 20% der aktuellen – weiter steigenden – Gesamtzahl Syrer.

Die große Zahl Nichtsyrer, die illegale Reisemöglichkeiten für den Zugang in Europas Sozialstaaten ausgenutzt haben und auf Kosten der Steuerzahler des Kontinents leben, führte dazu, dass ein Mitglied des Europaparlaments die Umsiedlungsquoten der EU verurteilte. Bisher ist der Umsiedlungsplan die einzige Lösung, die vorgelegt wurde, um mit den enormen Migrantenzahlen umzugehen, die sich bereits in Europa befinden. Sie ist jedoch ein Maßstab, dass die Einwanderungspolitik des Kontinents quasi an Schleuser übergeben wird.

Als Ergebnis der jihadistischen Anschläge in Paris von letzter Woche ist der Quotenplan der EU, der Mitgliedstaaten zwingt illegale Migranten aufzunehmen, die ihnen von EU-Institutionen aufgebürdet werden, in Scherben zerschlagen worden. Wie vom Gatestone Institute vorausgesagt hat die neu gewählte polnische Regierung unter Angabe von Sicherheitsbedenken einseitig die Teilnahme verweigert.

Andere Länder scheinen dazu bestimmt zu sein dem Beispiel zu folgen, besonders nach der Mitteilung Griechenlands aus dieser Woche, dass einer der Selbstmordbomber in Paris am 3. Oktober als „Flüchtling“ aus der Türkei auf die griechische Insel Leros kam.

Die Beharrlichkeit der Politik verpflichtender Quoten auf jedem EU-Gipfel diesen Jahres gab besonders der Präsidentin Litauens zu denken. Bei einem Treffen des Europarats in Brüssel am 23. September erzählte Dalia Grybauskaite Journalisten von ihrer Verwirrung. Europas Führer, sagte sie, diskutierten seit Februar „strategische Maßnahmen“ um das Migrantenproblem anzugehen; der Ausblick war darauf gerichtet die steigenden Zahlen der über die Grenzen der EU Strömenden einzudämmen und zu versuchen die Grenzen zu sichern.

Stattdessen, überlegte sie, schienen ständig steigende Zahlen der Umsiedlungsquoten, die der „Verteilung“ muslimischer Immigranten über die Mitgliedsstaaten dienen sollen, aus irgendeinem Grund immer ganz oben auf ihrer Tagesordnung zu stehen. Folglich wurde die Europäische Kommission am 22. September gesetzlich ermächtigt die steigende Zahl der Migranten aus islamischen Ländern über den gesamten Kontinent zu verteilen. Mitglieder der europäischen Länder, die dagegen protestierten, wurden überstimmt.

Leider haben sich die finanziellen Kosten – aufgrund fehlerhafter makroökonomischer Vorhersagen, die fern der geopolitischen Realitäten sind – bei dem einen Staat weiter aufgetürmt, auf dem die Stabilität der gemeinsamen Währung Europas verankert ist: Deutschland.

Anfänglich behauptete Kanzlerin Angela Merkels Regierung, die Migrantenwelle dieses Jahres würde Deutschland Mehrkosten von nur €5 Milliarden verursachen. Dann führte die japanische Bank Mizuho eine Prognose von €25 Milliarden für zwei Jahre an. Selbst diese Berechnung hat es jedoch verfehlt die beinahe garantierte Verdoppelung der Migrantenzahlen für 2016 einzuberechnen. Die jüngste, am 29. Oktober vom Deutschen Städte- und Gemeindebund ausgegebene Prognose, die jedes Jahr von jetzt an €16 Milliarden angibt, lässt schon jetzt die Einheit innerhalb der belagerten Führung Deutschlands zerfallen.

Angesichts von Deutschlands schrumpfender Zahl von Bürgern im erwerbsfähigen Alter haben führende Industriegiganten wie Mercedes-Benz ihre Stimmen in den Chor eingebracht, der den menschlichen Zustrom nach Europa begrüßt. Wenn aber 80% der Migranten Ungelernte und 20% Analphabeten sind, können sie in der Industrie nur beschäftigt werden, wenn man ihnen Bildung verschafft. Die Standards in deutschen Schulen sinken bereits; offizielle Vertreter geben zu, dass die Bildungsstandards als pragmatische Reaktion auf das schiere Ausmaß des Migrantendrucks weiter gesenkt werden müssen.

Oft ist die Frage des Versagens Europas bei der Integration von Muslimen mit Anschuldigungen eines anhaftenden einheimischem Rassismus niedergeschlagen worden. Dieser Vorwurf scheint jedoch auf einem Kontinent weithin unbegründet, dessen Institutionen seit Jahrzehnten mit Multikulturalismus geimpft wurden.

Deutschlands Erfahrung ist ein typisches Beispiel. Mittelstands-Eltern aus der bereits bestehenden, vorwiegend türkischen muslimischen Bevölkerung würden ihre Kinder weit lieber in die schwindende Zahl Schulen mit überwiegend deutschen Kindern schicken. Diese muslimischen Eltern haben offenbar Sorge, dass, wo immer es mehrheitlich Schüler türkischer Herkunft gibt, die Zuhause kaum grundlegende Bildung – egal in welcher Sprache – erwerben, die Bildungsleistungen ihres Nachwuchses stark zurückgehen werden.

Dennoch haben Europas Regierungsorgane weitgehend auf die muslimische Invasion dieses Jahres damit reagiert Fähren zu chartern und Busse anzumieten, um dabei zu helfen sie zu beschleunigen. Die für die Grenzsicherheit der EU Verantwortlichen beschreiben solches Eindringen als inneren „Migrantenfluss“, der entsprechend den Interessen des Kontinents „verwaltet“ werden muss.

Eine Erkenntnis zu dieser radikalen Veränderung der Grenzpolitik, die von EU-Institutionen heute angewandt wird, könnte in einem ausführlichen Vorschlag zu finden sein, der im Jahr 2000 von den Vereinten Nationen veröffentlicht wurde. Dieser trat für den „Ablösung“ der Bevölkerung Europas durch muslimische Migranten aus der Dritten Welt ein.

Seit damals sind diejenigen, die über die unvermeidbaren sozialen, kulturellen und Sicherheitsfolgen der demografischen Umgestaltung, wie sie von der UNO skizziert wurde – so die in Ägypten geborene Autorin Gisèle Littman, der französische Schriftsteller Renaud Camus und der norwegische Essayist Peder Jensen – weithin als verblendete und eifernde Fanatiker verurteilt worden.

Lässt man beiseite, dass solche Auseinandersetzungen und wie Besorgnis erregend nahe sich die unfreiwillige Massenwiederansiedlungspolitik am Bruch von Artikel 2 Satz (c) der UNO-Konvention von 1948 befindet, dann gibt es eine nicht angesprochene wirtschaftliche Voraussetzung, die der Sicht zugrundeliegt: dass die muslimische Welt en masse nach Europa zu importieren von wechselseitigem Nutzen ist.

Die Argumentation scheint zu lauten: Wenn ein Land erst einmal ein Sozialstaat ist, können die Sozialausgaben dieses Staates nur aufrechterhalten werden, wenn man den Umfang seiner Bevölkerung ständig vergrößert – eine wirtschaftliche Annahme mit weitreichenden Folgen, die dieses Jahr in ganz Europa reichlich demonstriert wurden.

Das größere Problem scheint zu sein, dass die UNO und die EU, zwei transnationale Zwillingsbürokratien mit extrem begrenzter demokratischer Legitimität, sehr viel mehr Gemeinsamen miteinander teilen – was Visionen und die von ihnen begünstigten „Lösungen“ angeht – als mit den Wünschen der Bevölkerungen, die mit den Resultaten leben müssen.

Die Ergebnisse von 2015 deuten an, in welchem Umfang die kritischen Fachbereiche der EU-Führer vom Multikulturalismus überrumpelt worden sind. Das ist zweifellos eine unwillkommene und gallebittere Wahrheit, bedenkt man, wie regelmäßig sie die strengsten Kritiker ihrer selbst und des Islam – wie den niederländischen PVV-Parteichef Geert Wilders – eines zweidimensionalen Verständnisses des muslimischen Glaubens und fehlender Nuanciertheit beschuldigen.

Diejenigen, die eine wirtschaftliche Begründung zur Umsetzung der demografischen Umwandlung Europas verwenden, versagen dabei die Komplexitäten des Islam zu erkennen: Sie ignorieren das fundamentalistische Wiedererwachen, das seit mehr als einem Jahrzehnt im Gang ist. Ein Merkmal für die wachsende Begrüßung der buchstäblichen Auslegung ist eine – von den heiligen Schriften für gültig erklärte – Überzeugung, dass Muslime berechtigt sind ohne eigenes Tun von der Produktivität der Ungläubigen zu profitieren. Diese Sichtweise stellt das Anspruchsverhalten einer großen Zahl von Migranten in einen unerwarteten, aber sehr notwendigen Zusammenhang.

Die Masseneinwanderung von Muslimen nach Europa ist inzwischen seit Jahrzehnten als „Bereicherung“ bezeichnet worden. „Islamophobie“ zu brüllen widerlegt nicht, dass es praktisch unmöglich ist auch nur ein einziges Land zu nennen, das tatsächlich davon bereichert wurde.

Anjem Choudary (Mitte), ein prominenter britischer Islamist, hat seine Anhänger gedrängt ihre Arbeitsplätze zu kündigen und Arbeitslosengeld zu beantragen, damit sie Zeit haben heiligen Krieg zu planen. „Wir [Muslime] nehmen die Jizya, die ohnehin uns gehört. Die normale Situation ist die, dass wir Geld von den Kuffar [Nichtmuslimen] nehmen. Sie geben uns das Geld. Ihr arbeitet, gebt uns Geld, Allahu Akhbar. Wir nehmen das Geld.“

Die Vorstellung, dass die religiösen Lehren des Islams sich allein durch die Unterbringung in Europa irgendwie mäßigen und auflösen werden, ist Wunschdenken, besonders in Gemeinden, in denen muslimische Migranten bereits einheimische Europäer zahlenmäßig übertreffen.

Und ist es nicht düstere Ironie, dass das Bevölkerungswachstum in Europa – mit seiner Verantwortlichkeit für Frauenemanzipation – heute komplett davon abhängig ist eine Kultur zu importieren, in der Frauen weit weniger Freiheit zu ihrer Fruchtbarkeit und vielem Weiteren haben?

Es erscheint auch ironisch, dass trotz Europas Bedarf an einer Erhöhung der Zahl der Frauen mit Kindern die riesige Mehrheit der Neuankömmlinge – aus Gründen der „Bevölkerungszunahme“ – junge und oft offen aggressive Männer sind?

Wie erwarten Angesichts dieses Geschlechter-Missverhältnisses diese muslimischen Männer – und erwartet man von ihnen – sich fortzupflanzen?

Europas Frauen haben, was durch eine Reihe jüngster, von den Mainstream-Medien weithin ignorierter, unattraktiver Vorfälle berechtigten Anlass vor den Realitäten der aktuellen Krise und der Vision ihrer Zukunft Angst zu haben, die die politischen Herren des Kontinents für sie ausgewählt haben.

http://de.gatestoneinstitute.org/6988/europa-muslimischen-bereicherung

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