Kategorie-Archiv: Islam

Scumbag Erdogan goes completely mad

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Interessanter Weise melden sich bereits wenige Stunden später amerikanische Militärs (z.B. Former Vice Chief of Staff of the US Air Force, Lt. Gen. Tom McInerney) zu Wort, die der türkischen Darstellung in doppelter Hinsicht widersprechen: Es gab keine Luftraumverletzung und auch die von der Türkei postulierten Warnungen – angeblich zehn an der Zahl – hat es nicht gegeben. Man gebrauche den Verstand: Wie können innerhalb 17 Sekunden zehn Warnungen ausgesprochen werden? Hinzu kommt wieder einmal eine arrogante Doppelmoral. Wikileaks hat am 24. November 2015 ein geheimes Telegramm des US-Militärs veröffentlicht, in dem festgestellt wird, dass die Türkei täglich 40 Mal den griechischen Luftraum verletzt – unter griechischem Protest.

Wie nicht anders zu erwarten, hat die NATO-Konferenz als erstes der Türkei Solidarität zugesichert. Die weiteren Ansagen waren jedoch ungewöhnlich. Deeskalation wurde gefordert und selbst der Oberkriegstreiber Stoltenberg hat sich eines gemäßigten Vokabulars bedient. Allein das belegt, dass die NATO ganz genau weiß, dass es eben keine Luftraumverletzung durch russische Jets gegeben haben kann. Wäre es anders, wäre die Reaktion eine andere gewesen. Auch US-Präsident Obama hat Deeskalation und Gespräche gefordert. Bricht man seine kurze Rede aber herunter auf die Substanz, dann hat er auch eine Drohung gegen Russland ausgesprochen: Solange Russland nur die Ziele angreift, die von den USA „genehmigt“ sind, besteht für die russische Luftwaffe keine Gefahr. Darf hier der Umkehrschluss gezogen werden, dass der türkische Angriff in gewisser Weise gut geheißen wird, weil Russland nicht unterscheidet zwischen „guten“ und „bösen“ Terroristen – nach amerikanischer Definition?

Putin gebührt höchste Anerkennung

Ich kann den russischen Präsident Putin nur bewundern ob seiner außerordentlich diplomatisch- zurückhaltenden Reaktion. Dafür gebührt ihm höchste Anerkennung. Natürlich muss er Konsequenzen androhen und solche auch in Kraft setzen und dabei kann er sich auch auf die Solidarität seiner Bürger verlassen. Die ersten Reiseunternehmen in Russland haben bereits die Türkei aus ihrem Programm genommen. Geht das konsequent weiter, was zu erwarten ist, werden der Türkei die Einnahmen von etwa 3,5 Millionen russischen Urlaubern im nächsten Jahr fehlen. Was wird aus dem Pipeline-Projekt für russisches Erdgas, was mit dem Handel mit Russland? Angesichts dessen müssen weitere Zweifel am Geisteszustand der gesamten türkischen Führung angemeldet werden. Es sei denn, Erdogan und seine Neocon-Freunde verfolgen ganz andere Ziele: Die Einverleibung Syriens unter türkische Herrschaft – inklusive des syrischen Öls.

Der Abschuss der russischen SU 24 ist mit nichts zu rechtfertigen. Ich stehe hier neben Putin, der sagt, der Abschuss war „ein Dolchstoß in den Rücken Russlands im Kampf gegen den IS“, eine Tat von Helfern des IS. Hierzu muss der Blick weiter reichen: Die Ukraine und die Sprengung der Stromversorgung zur Krim. Nicht nur das. Die Kiew-Regierung hat in den letzten Tagen wieder einmal begonnen, den Donbass mit schweren Waffen zu beschießen. Der Warenaustausch und damit die Versorgung zwischen Krim und Ukraine ist auf Weisung Kiews unterbrochen. All das verstößt gegen das Minsk II-Abkommen. Hat irgendjemand irgendetwas gehört von mahnenden Worten aus Berlin an die Adresse Kiews?

Wir müssen mithelfen, den Syrien-Krieg zu beenden

Es gibt offensichtlich mächtige westliche Kreise, die mit allen Mitteln verhindern wollen, dass das Morden im Nahen Osten beendet wird. Nachdem Russland die Führung im Kampf gegen den IS übernommen hat – und das sehr erfolgreich im Gegensatz zum nutzlosen Geplänkel der USA –, ist es Putin gelungen, federführend die Syrienkonferenzen in Wien zu etablieren und wirksame Allianzen gegen den IS zu schmieden – sogar unter Einbeziehung von Iran und Irak. Das kann weder dem Kalifen von Ankara gefallen, noch den US-Neocons. Bezeichnend, dass die US-Air Force 45 Minuten vor dem Angriff auf einen IS-Tanker-Konvoi Flugblätter abwirft mit der Warnung vor dem Angriff. Man mag das als „humanitäre Geste“ interpretieren, aber es sollte in dem Zusammenhang gesehen werden, dass die USA vor dem Eingreifen Russlands nicht einen einzigen ölbeladenen Tanker des IS angegriffen hat. Wieder einmal hat Putin hier seinen Finger in diplomatischster Weise in die Wunde gelegt, als er feststellte, dass der IS von 40 Staaten unterstützt wird, auch von G-20-Mitgliedern, ohne konkrete Staaten zu nennen. Im Übrigen muss jeder denkende Mensch an der Frage verzweifeln, warum dem IS nicht einfach der Geldhahn zugedreht wird.

Die Planung der US-Neocons bezüglich des Nahen Ostens liegt in Trümmern, wegen des Eingreifen Russlands. Hierzu sollte eine Betrachtung ganz allgemeiner Natur eingebracht werden. Der Erste und der Zweite Weltkrieg haben jeweils vier Jahre gedauert, jedenfalls was die heiße Phase des Zweiten anbelangt. Der Jugoslawienkrieg war nach fünf Jahren beendet. In Afghanistan und dem Irak dauern die zerstörerischen Kriegshandlungen nun bereits mehr als zehn Jahre an und in Libyen ist ein Ende der Gewalt nicht abzusehen. Das kann niemand aushalten und wir müssen nicht nur von einer „verlorenen Generation“ sprechen, vielmehr ist es ein anhaltender Genozid, der ganze Regionen entvölkern und Europa mit einem ungebremsten Zustrom von Flüchtlingen überfordern wird. Es ist in unser aller Interesse, Russland beizustehen und den Syrien-Krieg in seinem fünften Jahr zu beenden. Genau dagegen aber richtet sich der Abschuss des russischen Flugzeugs.

Die NATO hat ihre Mitglieder nicht mehr im Griff

Die US-Neocons fordern ganz offen Krieg gegen Russland. Krieg gegen Russland heißt aber Krieg in und gegen Europa. Der Abschuss der SU 24 und die Aktionen in der Ukraine zielen genau darauf ab. Die Rolle der Türkei? Der größenwahnsinnige Kalif von Ankara lebt entweder mit einer gigantischen Selbstüberschätzung oder er handelt im Auftrag. In wessen Auftrag? Das ist eher nebensächlich. Es kommt jetzt auf die europäische, die deutsche Politik an, jeden, absolut jeden als Partner abzuweisen, der nicht konsequent Lösungen im Nahen Osten aktiv unterstützt. Die europäische Politik muss auch der arroganten Forderung der Obama-Regierung widersprechen, Russland solle sich im Kampf gegen den IS der amerikanischen Führung unterordnen. Seit wann ordnet sich der Erfolgreiche dem Versager unter?

Der Abschuss der SU 24 hat einiges offengelegt: Die NATO hat ihre Mitglieder nicht mehr im Griff. Speziell die Türkei versucht ihr eigenes Süppchen zu kochen und dabei die NATO in Aktionen zu locken, die nicht abgestimmt sind. Gleichzeitig ist zu konstatieren, dass es offensichtlich mächtige Gruppierungen innerhalb der NATO gibt, die eine Politik im Interesse der Neocons und des militärisch-industriellen Komplexes betreiben. Eisenhauer hat schon vor 60 Jahren genau davor gewarnt. Eine NATO, die nicht einmal mehr die Kontrolle über die Aktionen ihrer Mitglieder behalten kann, jetzt offensichtlich sogar davon überrascht worden ist, ist kein funktionsfähiges Bündnis. Die NATO ist gegründet worden als Verteidigungsbündnis gegen die Bedrohung durch die Sowjetunion. Die gibt es nicht mehr und Russland ist kein Feind. Gegen wen also sollte sich die NATO verteidigen, Schutz bieten? So, wie die Sowjetunion aufgelöst worden ist, muss jetzt die NATO aufgelöst und ersetzt werden durch ein Bündnis eines geeinten Europa, das in friedlicher Zusammenarbeit mit Russland und China sein eigenes Wohlergehen als oberste Priorität der Politik und seiner militärischen Aktionen festschreibt.

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Wo liegen die Wurzeln des Terrorismus und was ist zu tun, um die Ursachen zu beseitigen? Raubtiersozialismus produziert zwangsläufig Terroristen

http://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-2015/russische-su-24-abgeschossen-dreht-erdogan-jetzt-voellig-durch/

Du Opfer, du Looser, du, isch mach disch Krankenhaus!

Von Klaus-Jürgen Gadamer

 

Menschen fühlen sich einer Gemeinschaft zugehörig, wenn sie wahrnehmen, dass ihr Denken & Handeln weitgehend mit den Werten der die Gesellschaft bestimmenden Gruppen übereinstimmt. Im Westen bestimmt dies einerseits die bürgerliche Mehrheitsgesellschaft andererseits die Medien, die die Regeln, die Werte und die Sprache einer politisch korrekten Leitkultur definieren und recht rabiat durchsetzen.

Wie schnell und gut Integration funktioniert, hängt vor allem von den bisher gelernten kulturellen Normen und Werte der Einwanderer ab. Sind diese stark inkompatibel zu den Werten und Normen der aufnehmenden Gesellschaft, ist die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns der Integration hoch: Die Person fühlt sich als Außenseiter und in seiner Person nicht angenommen. Das ist auch der Grund, warum sich Einwanderergruppen aus demselben Kulturkreis schneller und besser integrieren können als andere. Bei Einwanderern aus Kulturen mit stark abweichenden oder sogar konträren Verhaltensnormen und Werten, ist das Risiko des Scheiterns der Integration hoch. Weil sie aufgrund ihrer als überlegen empfundenen Werte eine Integration ablehnen, bilden diese abgeschottete Parallelgesellschaften. Dies verhindert auf Generationen einen wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg in der Mehrheitsgesellschaft. Die Migranten fühlen sich abgelehnt, unverstanden und letztlich als Opfer. Nicht ganz ohne Ironie gibt es bei jungen Migranten die Redewendung: Du Opfer, du Looser, du, isch schlag disch!

In diesem Milieu herrscht ein anderes Rechtsempfinden, es zählen autoritäre Werte bei gleichzeitiger Verachtung des Nichtautoritären. Dass türkisch arabische Parallelgesellschaften nunmehr in die 3. Generation in sich abgeschlossen in Deutschland leben, spricht für sich.

Nichtqualifizierte Jugendliche mit Migrationshintergrund in der zweiten oder dritten Generation sind überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit & Kriminalität betroffen. Dazu kommen jetzt junge Flüchtlinge, die in der Mehrheit eine schlechte Schulausbildung und keine für Deutschland sinnvolle berufliche Qualifikation haben.  Sogar der SPD-Arbeitsministerin Nahles ist klar, dass höchstens 10% der jungen Araber & Afrikaner in absehbarer Zeit in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Wenn also die bisherigen Integrationsprogramme der bereits hier geborenen Migranten die Probleme nicht lösten, dann wird dies mit den jetzt zuwandernden jungen Arabern noch weniger gelingen, ja die Probleme werden sich verschärfen.  Und diese werden nicht, wie gerne verkündet, die Probleme der Rentenkasse lösen. Im Gegenteil: Da sie wenig oder gering bezahlt in Arbeit kommen, werden sie die Renten- und Sozialkassen langfristig belasten. Sie werden also die Altersarmut vergrößern.

Dass bei solchen Perspektiven die europäischen Nachbarländer die Aufnahme der jungen Araber dankend ablehnen, verwundert nur Angela Merkel. Die jetzt in Deutschland eintreffenden arabischen Asylbewerber kommen aus autoritären, von Gewalt geprägten, korrupten und wie für jeden sichtbar ist aus wenig produktiven Kulturen. (Das unterscheidet sie wesentlich von deutschen Flüchtlingen im 2. Weltkrieg.) Aus Afrika und dem Nahen Osten kommen überdies vor allem junge Männer mit einem konservativen Islam. Zwei Drittel haben keine Ausbildung und sprechen nur bruchstückhaft englisch, können nur arabische Schrift oder gar nicht lesen. Die wenigen Akademiker verfügen über meist mindere Qualifikationen.

Der Politikwissenschaftler und Experte für Islamismus Peter Neumann meint, dass Flüchtlinge, deren Integration scheitert, weil sie vom Leben in Europa enttäuscht sind, im fundamentalistischen Islam Antworten und Akzeptanz finden. Dabei werde ihre Enttäuschung vom Westen in Hass umgewandelt. Der Islam und die Werte der Familie stehen weit über den Werten der fremden westlichen Kultur.

Die Haltung der Eltern wird auch an ihre Kinder weitergegeben. Da im deutschen Bildungssystem der Einfluss der Eltern auf ihre Kinder besonders ausgeprägt ist, wird Deutschland das Erbe dieser Kulturen noch für Generationen mit sich tragen. Die arabischen Parallelgesellschaften in den französischen Vorstädte mit ihren eigenen kulturellen, religiösen und sprachlichen Normen liefern den Prototyp für diese Entwicklung. Sollte der IS militärisch niedergekämpft werden, ist natürlich davon auszugehen, dass sich die geschlagenen Islamisten als Flüchtlinge nach Deutschland absetzen.

In den meisten Medien werden nicht die vielen kaum gebildeten und nur arabisch sprechende Asylsuchenden präsentiert, sondern gebildete, gut englisch sprechende Vorzeigeflüchtlinge. Aus Sicht der Journalisten verständlich: So können sie ihre manipulativen, moralischen Missionierungsdrang ausleben und gleichzeitig bekommen sie eine neue, billigere Putzkraft, die weit weg im sozialen Brennpunkt am anderen Ende der Stadt wohnt. Die jetzige Putzfrau allerdings verliert ihren Job an den billigeren arabischen Migranten, der mit ihr dann auch noch um billigen Wohnraum konkurriert. Im Gegensatz zur Öko-Bourgeoisie ruft deshalb die untere Mittelschicht trotz medialer Dauerwäsche des Gehirns nicht: Refugees welcome.

Diese Entwicklung droht zur Radikalisierung innerhalb der deutschen Gesellschaft zu führen. Es ist bereits eine soziale Polarisierung zwischen der Öko-Bourgeoisie, die die politisch korrekten Medien kontrolliert, und der unteren Mittelschicht, zu beobachten. Da sich letzere sich als soziale Verlierer der Flüchtlingspolitik empfindet und sich immer weniger in den Medien wiederfindet, entdeckt sie für sich das Internet als Plattform. Mit selbstbewusster Ironie tönt es dort: Wir sind das Pack! (Sigmar Gabriel)

Eine zweite Sollbruchstelle ist in Deutschland zwischen Ost und West auszumachen. Ostdeutsche sind es gewohnt, weder der Regierung noch den Medien zu trauen, und sie reagieren allergisch auf vom romantischen Idealismus geprägte Belehrungen. Ein Grundsatzfehler der Ökobourgeoisie ist zu glauben, die Menschen in der 3. Welt seien halt schwarz, braun oder gelb, würden aber ansonsten denken wie sie. Womöglich seien sie nur ganzheitlicher und noch mehr Winnetou als sie selbst, die doch die guten unter den bösen Deutschen sind (Siehe auch Thomas Spahn: Flüchtlingskrise im Kopf – Die Deutschen und der edle Wilde).

So wurde aus dem „3. Welt Laden“, in der Bestrebung gut Mensch zu sein, der „Eine-Welt-Laden“. Als ob eine durch eine Umbenennung der Realität und durch offensive Kirchentags-Romantik irgendein Problem gelöst würde.

Wenn Angela Merkel im ZDF meinte, dass ein Aufenthalt syrischer Flüchtlinge in Deutschland nach deren Rückkehr dazu führen könne, dass “Demokratie über unser Grenzen hinaus Akzeptanz findet“ und es dann vielleicht weniger Krieg gebe, dann lässt sich das an Naivität kaum überbieten. Nun ist Merkel nicht Erzieherin in einem Walldorfkindergarten sondern Bundeskanzlerin und mächtigste Frau der Welt.  Viele von der Political Correctness bewegte „gute Menschen“ denken, wenn man den Millionen muslimisch arabischer Asylbewerber nur liebevoll genug die westlichen Welt erklärte, würden diese vor Freude in die Hände klatschen und sich in ein paar Jahren dann an den Schwulendemonstrationen des CSD beteiligen oder zu Anhängern des Feminismus werden. Aber wer nicht unter völligem Realitätsverlust leidet, erwartet das Gegenteil.

Von diesen kulturarroganten Vorstellungen geprägt, sieht die Ökobourgeoisie wenig Probleme bei der Integration von Millionen arabischer Migranten. Die untere Hälfte der Bevölkerung, von den „gebildeten“ Deutschen gerne als „Stammtisch“ abqualifiziert, erwartet Anderes und ist damit, weil nicht ideologisch verblendet, deutlich realistischer.

Wie die aufstrebenden asiatischen Tigerstaaten mit ihrem Durchmarsch von der 3. in die entwickelte Welt zeigen, hat nicht Europa oder ein historischer Kolonialismus versagt, wenn sich Millionen Araber & Afrikaner auf den Weg nach Deutschland machen. Das Problem liegt in der Mentalität der Stammesgesellschaften, im Clandenken, dessen Ergebnis die korrupten Eliten Afrikas sind. Hinderungsgründe für Entwicklung liegen in einer anderen Vorstellung von Zeit, Leistung, Verantwortung und abstraktem Denken in die Zukunft. In afrikanischen Staaten existiert die Vorstellung eines Gemeinwohls jenseits des Clans so gut wie nicht.

Da es als politisch unkorrekt und rassistisch gilt, sich eine andere Mentalität inklusive deren Vor- & Nachteile auch nur vorzustellen, wird dies in den meisten Medien auch nicht thematisiert, ja es ist ein Tabu. Nur der unteren Hälfte der deutschen Gesellschaft schwant es, dass die 3. Welt nicht aus vom Westen geknechteten edlen Wilden besteht. Bei den Millionen Asylsuchender wird sich diese Mentalität vielleicht in ein paar Generationen ändern, oder auch nicht, wenn sich diese in Parallelgesellschaften eingerichtet haben.

Ob in Thailand oder Afrika: Auch westliche Auswanderer bilden dort Parallelgesellschaften, und sie haben kein Interesse daran, in der dortigen Mehrheitsgesellschaft aufzugehen. Interessanterweise will dies die Bevölkerung dort auch nicht. Sie wollen unter sich bleiben. Beide Seiten sagen: Integration – Nein Danke! In Asien oder Afrika wird jeder Weiße immer Fremder und Außenseiter bleiben, der wegen seines Geldes geduldet wird. Während sich deutsche Auswanderer in westliche Länder perfekt integrieren, integrieren sich deutsche Auswanderer in die 3. Welt so gut wie gar nicht.

Machen wir ein Gedankenspiel: Stellen Sie sich vor, Merkel, Gauck und Sie, liebe Leser, würden wegen eines Bürgerkriegs in Deutschland mit ihrer Familie ins reiche Saudi-Arabien auswandern. Würden Sie das dortige Wertesystem übernehmen? Nein, und Sie würden alles dafür tun, dass Ihre Kinder und Kindeskinder dies auch nicht tun.

Umgekehrt gilt dies auch für die Einwanderer, die aus den dortigen Gesellschaften zu uns kommen. Wie wir unser System, so halten die Menschen ihr Wertesystem für überlegen und wollen es deshalb behalten. So ist die deutsche Diskussion über arabische Integration in westliche Werte ist von einer grenzdebilen Naivität und romantischem Wunschdenken geprägt. Wer wie die SPD meint, das Grundgesetz auf arabisch zu verteilen, löse nur ansatzweise irgendein Problem, lebt in einem eigenen geistigen Paralleluniversum. Das Dumme ist nur, dass dies über kurz oder lang an der Realität zerschellen wird.

Der Autor Klaus-Jürgen Gadamer ist ehemaliger Lehrer und lebt in Baden Württemberg

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ist_integration_machbar_herr_nachbar

Ene mene muh, und schuld bist du!

Thilo Thielke

 

Daß Frankreich Schuld hat am Terrorismus, hatte uns ja freundlicherweise ja schon das ZDF erklärt, in seiner Kindersendung Logo. Jetzt habe ich aber erfahren, dass eigentlich Deutschland für die Toten und einen direkten Angriff auf den Islam verantwortlich ist.

Das hat nämlich Aiman Mazyek herausgefunden, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime. Dem Deutschlandfunk (1) erklärte er, „es sei schmerzhaft, dass Deutschland auch ein Exporteur von Terroristen sei. Dies zeuge von einem gesamtgesellschaftlichen Versagen, zumal diese Menschen auf deutsche Schulen gegangen seien“. Tja, das ist ja mal ein Ding. Aber gegen wen genau führen diese Deutschen etwas im Schilde?
Dazu der Deutschlandfunk: „Nach Ansicht von Mazyek haben die Terroristen den Koran missbraucht, um Macht und Gewalt auszuüben. Sie führten Krieg gegen die Menschlichkeit und damit auch direkt gegen den Islam.“

Das muß man erst mal verdauen. Fassen wir also zusammen: Deutsche Terroristen greifen direkt den Islam an, und niemand tut etwas dagegen – außer der Herr Mazyek vielleicht. Und warum tun sie das, die Terroristen aus den deutschen Schulen? Das hat Mazyek gegenüber der Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen (2) zumindest angedeutet: Damit jetzt „noch mehr Stimmung gegen Muslime“ gemacht werde. Wahnsinn.

Aber Deutschland und Frankreich können doch nicht die Alleinverantwortung tragen. Wer könnte denn sonst noch so den Terrorismus fördern? habe ich mich gefragt. Und man glaubt es kaum, auch das weiß Mazyek: Polen. Genaugenommen alle, die „so von der Rolle reagieren wie die Polen, die überhaupt keine Flüchtlinge mehr reinlassen wollen, dann ist das genau das, was die Terroristen wollen“.

Weil das Interview aber gerade so toll lief, hat der Reporter noch mal richtig kritisch nachgehakt: Hatte der IS nicht „eine quasi religiöse Begründung in seinem Bekennerschreiben genannt“? Was Mazyek denn dazu sage?

Ich habe daraufhin noch mal ins Bekennerschreiben (3) geguckt. War das wirklich quasireligiös, was da stand? Und ich las: „Im Namen Allahs, des Gnädigsten, des Barmherzigsten. In einer gesegneten Attacke, deren Erfolg Allah ermöglichte, hat eine Gruppe von Gläubigen, Soldaten des Kalifats (Allah möge es stärken und unterstützen), die Hauptstadt der Unzucht und Laster ins Visier genommen, die Hauptstadt, die das Banner des Kreuzes in Europa trägt, Paris.“

Es geht dann noch oft um Allah und den Propheten und den Islam, und dann habe ich gedacht: Stimmt, der Begriff „quasireligiös“ trifft es wohl. Mazyek hatte sich von der provokanten Frage übrigens nicht in die Enge treiben lassen. Er hält seine Religion für das eigentliche Angriffsziel der Terroristen.

Wenn Frankreich und Deutschland schon die Hauptschuld an dem ganzen Schlamassel tragen und eventuell auch die Briten und Amerikaner, murmelte ich vor mich hin, müßte die Schweiz aber vielleicht doch auch ein kleines bißchen … Und da fiel mir auch schon der Terrorismusexperte Lorenzo Vidino (4) ins Wort: „Die Schweizer Aussenpolitik ist weniger aggressiv als die britische, amerikanische oder französische. Aber die Schweiz gibt den Islamisten andere Gründe, sie nicht zu mögen. Etwa das Minarettverbot oder islamophobe Äusserungen von Politikern.“

Verdammt, die Schweiz also auch. Was können wir denn jetzt tun? fragte ich mich. Aber Vidino hatte meine Gedanken längst erraten (5):„Offensichtlich ist es nicht sehr vernünftig, den Islam pauschal zu kritisieren. Das ist destruktiv und das, was die Terroristen wollen.“ Aha, nicht sehr vernünftig, womöglich noch nicht einmal hilfreich und außerdem das, was die Terroristen wollen. Jetzt wissen wir Bescheid.

Ich bin ja wie viele andere auch der Ansicht, daß man das, was die Terroristen wollen, eben nicht tun sollte, und deshalb kritisiere ich den Islam nicht mehr. Aber was sonst noch so? Es muß doch noch mehr geben im Leben.

Da stolperte ich über einen Kommentar in der Presse und hatte wirklich Glück. Die Zeitung aus Wien (6) weiß nämlich zufälligerweise ziemlich genau, was die Terroristen wollen: „Die Terroristen wollen, dass wir aufhören, uns frei zu bewegen. Sie wollen, dass unsere Länder von Grenzen, Mauern, Zäunen und Stacheldraht zerschnitten werden. Dass wir in permanenter Verteidigungshaltung erstarren, ständig mit dem Finger am Abzug.“

Diese Terroristen aber auch! Wollen die doch tatsächlich, daß wir unsere Grenzen zumachen und uns verteidigen. Auf die Idee wäre ich an und für sich nicht gekommen. Aber es ist immer gut, wenn es irgendwo Experten gibt, die einem das erklären. Lassen wir wir also hoch die Tür und die Tor weit. Es ist ja sowieso bald Weihnachten.

Apropos Weihnachten. Ob die Terroristen vielleicht etwas gegen Weihnachtsmärkte haben? dachte ich. Immerhin sind sie ja auf deutsche Schulen gegangen und müßten mit dem Brauch ganz gut vertraut sein. Und bingo! „Genau das ist es, was die Terroristen wollen: Uns Angst machen und uns davon abhalten die Dinge zu tun, die uns Freude bereiten und die wir eigentlich gern tun würden. Deswegen sagen sich viele: ,Ich lasse mir nicht von den Terroristen den Spaß verderben!‘ und gehen erst recht auf den Weihnachtsmarkt.“ Das hat der Hessische Rundfunk (7) recherchiert

Ich will das Experiment abkürzen. Es gibt unendlich viele Menschen, die genau wissen, was die Terroristen wollen und weswegen wir jetzt genau das Gegenteil tun sollten. Die Weihnachtsmarktbetreiber raten im Großen und Ganzen, im Lande zu bleiben und Weihnachtsmärkte zu besuchen. Die Tourismusindustrie hingegen tendiert eher zum Verreisen. „Wenn wir jetzt nicht mehr in den Urlaub fahren, tun wir genau das, was die Terroristen wollen“, erklärt der Präsident des Deutschen Reiseverbands (8), Norbert Fiebig, der Nordwest-Zeitung, „wir werden also trotzdem reisen.“ Eigentlich fehlt nur noch die Rasierwasserindustrie mit einem knackigen Statement. Aber das wird noch kommen. Da bin ich mir ganz sicher.

Einer hatte übrigens etwas ganz Seltsames zu dem Thema geäußert. Michael Hanfeld von der FAZ: „ Die Anschläge in Paris markieren ein neues Datum des Terrors. Einen weiteren Tag, mit dem sich ein Massenmord verbindet, dessen Täter wissen, was sie wollen: Möglichst viele Menschen töten.“

Herr Hanfeld, wie kommen Sie denn darauf?

Quellen:
http://www.deutschlandfunk.de/zentralrat-der-muslime-die-willkommenskultur-ist-der.868.de.html?dram:article_id=336906
https://www.hna.de/politik/ayman-mazyek-zentralrat-muslime-nennt-is-terror-krieg-gegen-menschlichkeit-5872097.html
http://www.stern.de/politik/ausland/nach-anschlaegen-von-paris—das-bekennerschreiben-des-is-im-wortlaut-6555432.html
http://www.bernerzeitung.ch/ausland/anschlag-in-paris/minarettverbot-macht-die-schweiz-zum-potenziellen-ziel/story/27106095
http://www.watson.ch/Schweiz/Angriff%20auf%20Paris/177092005-Dschihad-Experte-Lorenzo-Vidino—«Neu-ist-die-Art—wie-die-Terroristen-agieren-–-mit-militärischer-Taktik
http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/sibyllehamann/4868564/Wir-konnen-jetzt-genau-das-tun-was-die-Terroristen-wollen
http://www.hr-online.de/website/radio/hr3/index.jsprubrik=54775&key=standard_document_57930456
http://www.nwzonline.de/reisen/drv-es-ist-gut-wenn-muslimische-laender-bereist-werden_a_6,0,481981678.html
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-terroranschlaege-von-paris-sollen-die-freie-welt-ins-herz-treffen-13912019.html

 

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/was_die_terroristen_wollen

Was die Medien hierzulande verschweigen: Der Anschlag im Bataclan war ein vernich­tungsantisemitisch motivierter Anschlag.

Bataclan

Zum Terror in Paris

Heinz Gess

 

Zitation: Gess, Heinz (2015): Bataclan. Zum Terror in Paris, in: Kritiknetz – Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft © 2015 bei www.kritiknetz.de, Hrsg. Heinz Gess, ISSN 1866-4105

 

Was die Medien hierzulande verschweigen: Der Anschlag im Bataclan war ein vernich­tungsantisemitisch motivierter Anschlag.

Zur Erinnerung: Tagelang wurde in den hie­sigen Medien verschwiegen, dass der An­schlag auf die Redaktion der Satire Zeitschrift Charlie Hebdo ein vernichtungsantisemitisch motiviertes Pogrom war; tagelang damit hin­ter dem Berg gehalten, dass der Supermarkt, in dem die Islamisten mordeten, ein jüdischer Supermarkt war und bewusst als jüdischer ausgewählt war, um möglichst viele Juden töten zu können.

Erst als dass nicht mehr zu verheimlichen war, gab die Medienindustrie hierzulande ihr beredtes Schweigen auf. So tief saß die Angst, das Standortkapital könnte sich ein Geschäft verderben: Muss ich noch sagen mit wem?

Nicht anders war es vor dem Gaza-Krieg der Hamas gegen Israel, der nicht damit endete, dass die Juden von den Raketen der Hamas ins Meer getrieben wurden, sondern mit der Zerstörung der Stätte der vernichtungsanti­semitisch motivierten Täter und ihrer zivilen Helfer und Helfershelfer. Sechs Wochen lang beschoss die Hamas von Gaza aus das Kern­land Israels mit Raketen, die bis nach Tel Aviv reichten. Es gab Tote und viele Verletz­te, aber die hiesigen Medien berichteten da­von nichts. Kein Wort – weder in den Fern­sehnachrichten noch in der Presse. Es war, als hätte in der Zentrale für Volksaufklärung und Propaganda der Führer den Befehl erteilt, nicht darüber zu berichten, damit man die israelischen Juden auf die Anklagebank set­zen und den Schuldspruch über sie verhän­gen kann, wenn sie die Gegenwehr organisie­ren. Genau so kam es dann auch. Als die israelische Armee nach sechs Wochen und vielen vorherigen Warnungen zum massiven Gegenschlag ausholte, ließ die Kulturindustrie hierzulande ihre hetzende Meute los und es gab kein Halten mehr. Bis heute hält sich das von den hiesigen Medien in die Welt gesetzte Gerücht, Netanjahu sei schuld an dem, was im Gaza Krieg geschehen sei.

Ich schrieb damals darüber im Kritiknetz – http://bit.ly/WvAsGG – und sagte zwei Wo­chen, bevor der israelische Gegenschlag er­folgte, diesen Ablauf voraus. Und genau so kam es, als sei es das Natürlichste von der Welt. So tief sitzt der Wunsch hierzulande, sich nur ja kein Geschäft mit den antisemitischen Todfeinden der „Zionisten“ entgehen zu lassen.

So auch jetzt wieder: Die Internetseite „Li­zas Welt“ (Bataclan, Ein antisemitischer An­schlag, 15.11.2015) kommentiert die Mord­serie in Paris wie folgt: „Als »Hauptstadt der Prostitution und des Lasters« hat der »Isla­mische Staat die französische Kapitale Paris in seinem Statement zu den koordinierten Terroranschlägen vom Freitagabend bezeich­net. Dass sie dabei auch das »Bataclan« im beliebten elften Arrondissement als An­schlagsziel auswählten und dort mordeten, 89 Menschen sind es nach dem derzeitigen Stand, war alles andere als ein Zufall. Denn das seit 1865 bestehende Veranstaltungslokal am Boulevard Voltaire wurde bis vor kurzem von jüdischen Eigentümern geführt, Pascal und Joel Laloux. Im September verkauften die beiden nach 40 Jahren die Konzerthalle, weil sie – wie so viele französische Juden in diesem Jahr – nach Israel auswanderten. Zuvor hatte es dort regelmäßig proisraelische Veranstaltungen gegeben, beispielsweise eine jährliche Gala der jüdischen Organisation Migdal zugunsten der israelischen Grenzpoli­zei Magav. Seit 2007 befand sich das Theater deshalb im Visier „antizionistischer“ Gruppen.

Im Januar und im Dezember 2008 kam es jeweils zu heftigen Protestaktionen, vor allem die zweite Manifestation hatte es in sich. Eine Gruppe vermummter Demonstranten mit Palästinensertüchern drohte damals: „Wenn das Bataclan und Migdal wie in den vergan­genen Jahren eine Gala für Magav organisie­ren, die Grenzpolizei der israelischen Armee, werden das die Leute nicht mehr unterstüt­zen, und ihr werdet die Konsequenzen eurer Taten tragen. Das nächste Mal kommen wir nicht zum Reden.“ 2011 sagte ein Mitglied der salafistischen Terrorgruppe »Jaish al­Islam« (Armee des Islam) der französischen Wochenzeitschrift »Le Point« zufolge bei ei­nem Verhör des französischen Inlandsgeheimdienstes: »Wir planen einen Anschlag auf das Bataclan, weil die Eigentümer Juden sind.« Im September 2015 wurde bekannt, dass sich »Jaish al-Islam« dem »Islamischen Staat« angeschlossen hat.

Auch die »Eagles of Death Metal«, die an diesem Abend ein Konzert im »Bataclan« gaben, standen im Fokus der Terroristen. Denn erst unlängst spielte die Band im »Bar­by Club« in Tel Aviv, und dabei bekundete ihr Frontmann Jesse Hughes laut der Tageszei­tung »Jerusalem Post« offensiv seine Solida­rität mit Israel. »Einen Ort wie diesen würde ich nie boykottieren!«, sagte er, und: »Ich habe mich nie zuvor so zu Hause gefühlt wie hier!« Der »Pink Floyd«-Mitbegründer Roger Waters – ein besonders penetranter Aktivist der antiisraelischen BDS-Bewegung, die für Boykotte, Desinvestitionen und Sanktionen gegen den jüdischen Staat eintritt – hatte die »Eagles« zuvor in einer E-Mail aufgefordert, nicht in Israel aufzutreten. Hughes sagte während des Konzertes, er habe ihm in ledig­lich zwei Wörtern geantwortet (»F*ck you!«).

»Der Feind wird nur dann zum absoluten Feind, wenn er als Kollaborateur der Juden und ihrer unmittelbaren Verbündeten identifi­ziert ist«, schrieb Gerhard Scheit bereits vor elf Jahren in seinem Buch »Suicide Attack« über die Logik der Selbstmordattentate. Die Täter im »Bataclan« haben die Veranstalter, die Band und die Konzertgäste samt und sonders als solche absoluten Feinde identifi­ziert und deshalb nicht gezögert, sie zu exe­kutieren, solange die Munition reichte. Als schließlich die Polizei eintraf, haben sie ihre Sprengstoffgürtel gezündet. Es war dies die »Fortsetzung des Pogroms mit anderen Mit­teln« als »Privatisierung staatlicher Vernich­tungsaktionen« (Scheit), »die Intention wird ohne direkte Verfügung über das Gewaltmo­nopol des Staates verfolgt – so hat die Aktion selbst den Anschein von Ohnmacht und bietet sich der Deutung als >Verzweiflungstat< an«.

Wie nicht anders zu erwarten, macht deshalb einmal mehr die kreuzdumme Frage die Run­de, was »wir« »ihnen« bloß angetan haben, dass sie »so etwas« tun.

Unterschlagen wird demgegenüber in der Berichterstattung hierzulande, dass es sich bei dem opferreichsten Angriff von Paris um einen antisemitischen Anschlag handelt. Ob die Ermordeten selbst jüdisch sind oder nicht, spielt dabei eine untergeordnete Rolle, denn entscheidend ist in diesem Zusammenhang die Intention der Täter – und die ist eindeu­tig. Dass darüber gleichwohl nicht gespro­chen wird, sagt eine Menge aus. Um keinen Preis will man eine Linie von Paris nach Israel ziehen, wo man Selbstmordattentaten schon zu Beginn des Jahrtausends und anderen Formen islamistischen Terrors täglich ausge­setzt ist. Konsequenterweise wird der jüdi­sche Staat fast immer ausgespart, wenn die Medien Übersichtskarten veröffentlichen, auf denen Orte von Anschlägen verzeichnet sind. Und er fehlt auch in Bilderstrecken von Soli­daritätskundgebungen für die Opfer des Ter­rors, obwohl in Israel nach Ereignissen wie in Paris regelmäßig demonstriert wird.“ Soweit aus Lizas Welt.

Ich will aus meinem Herzen keine Mörder­grube machen:

Statt die Pogrome auf israelische Juden in Israel und die kriegerischen Angriffe auf Isra­el als das zu kennzeichnen was sie sind, nämlich vernichtungsantisemitisch motivierte Mordtaten, wird verkehrt herum Israel regel­mäßig von der EU an den Pranger gestellt und dem islamistischen Terror als Sünden­bock geradezu aufgedrängt. Der islamische Djihad, der die westliche Lebensweise frontal angreift, soll als Missbrauch des Herrschafts­anspruchs des Islam gelten, den der Prophet zu seinen Lebzeiten in vielen Kriegen und Massakern an jüdischen Stämmen in Arabien, die sich seinem Herrschaftsanspruch nicht fügen wollten, unmissverständlich erhoben und im Koran als angeblich,ewiges Wort Got­tes‘ fixiert hat. Derselbe Djihadismus indes wird, wenn er sich nur und nur gegen Israel richtet und den übrigen Westen verschont, als gerechtfertigt hingestellt. Israel wird uni­sono verurteilt, selbst Schuld an dem djiha­distischen Krieg zu sein, mit dem es seit es existiert überzogen wird. So wird Israel stell­vertretend für die Schuld der Schuldigen – für die Schuld und das alte Unrecht, die im Kapi­talismus im Tausch und in der Warenförmig­keit der lebendigen Arbeitkraft versteckt sind – zum Sündenbock gemacht und dem djiha­distischen Islamismus preisgegeben. Die übli­chen aggressiven Rationalisierungen für die Preisgabe Israels sind: ,Israel ist der Nazi­staat von heute‘. ,Israel tut den palästinensi­schen Arabern an, was die Nazis den Juden angetan haben.‘ ,Israel ist die größte Gefahr für den Weltfrieden‘, also ,unser Unglück‘ (Treitschke)„Israel ist ein Staat, der auf Landraub beruht‘, ein Apartheidstaat‘ oben­drein etc. In diesen Rationalisierungen wa­schen die Hintergrundtäter Europas ihre Hän­de in Unschuld, wie dereinst der Römer Pon­tius Pilatus, als er Jesus um der römischen Herrschaft willen opferte.

In aller Schärfe formuliert: das ideologische Geschäft auf Gegenseitigkeit, das gegenwär­tig zwischen den politischen Ökonomen und ökonomischen Politikern im konformistischen Westen und islamischen Osten zugange ist, heißt: ,Wir definieren Israel als Missbrauch der westlichen Lebensform und überlassen es euch, den „Missbrauch“ mit unserer finanziel­len und politischen Unterstützung (s. Kenn­zeichnungspflicht israelischer Waren aus den umstrittenen Gebieten) zu bekämpfen, wenn ihr eurerseits bereit seit, den islamischen Djihad, sofern er den Westen angreift, mit uns zusammen als Missbrauch des Islam zu definieren und zu bekämpfen.‘ Es ist das ural­te verbrecherisch-satanische Spiel der Herrschaft mit den Juden, die seit 2000 Jahren als stellvertretende Sühneopfer für ihre Schuld herhalten müssen. Die Stelle des römischen Imperiums nimmt heute die EU ein, und wo einst Pontius Pilatus und Augustus ihre Hän­de in Unschuld wuschen, waschen sich heute Junker, Merkel, Hollande und Abbas, ihr Stellvertreter in Israel, ihre Hände in Un­schuld. Nichts haben die Herrschaften aus der Shoa gelernt, wirklich nichts, gar nichts außer wie noch tiefer und noch raffinierter zu ver­drängen und zu rationalisieren sei! Wie soll­ten sie auch etwas gelernt haben, wo der Antisemitismus die reale Gegenbewegung zur Bewegung der menschlichen Emanzipation von gesellschaftlicher Herrschaft ist, und sie die letzten sind, die diese wollen. Die Freiheit und Gleichheit, die sie meinen, ist stets nur die Freiheit und Gleichheit in den Fesseln des Kapitals. .

Weil mir die Anschläge in Paris und vor allem das beharrliche Verschweigen des vernich­tungsantisemitischen Hintergrundes dieser mörderischen Aktionen keine Ruhe ließen, habe ich einige Texte des Kritiknetzes zur Kritik des islamischen Antisemitismus, islami­schen Djihadismus, Israelfeindschaft, der Lage in Frankreich etc auf der Startseite des www.Kritiknetzes.de versammelt und emp­fehle Ihnen mit Angabe der Links ihre Lektü­re. So können Sie sich sehr rasch über die Hintergründe informieren.

 

Gegenaufruf gegen den demagogischen Auf­ruf „Rassisten sind eine Gefahr, nicht Musli­me“. Feindbild Islamkritik.
http://bit.ly/1SS37nU

Alain Finkielkraut? Nicht islamophil, ergo ein Rassist! Rezension und Kommentare zu A. Finkielkrauts Essay „L’identitd malheureuse“ („Die unglückliche Identität“)

http://bit.ly/1HnrTee

Israel, Palästina und der Nahostkonflikt. Eine  Kritik an Günter Pohls Artikel „Kein Frieden in Sicht, aber eine dritte Intifada“ aus der „UZ“ vom 23. – http://bit.ly/1GQciUu

Der Islam in Frankreich und Badious Utopie des Grauens – http://bit.ly/1FBUF6n

Patriarchale Zwänge und Antisemitismus bei Kindern von Migranten. Patriarchale und anti­semitische Weltbilder bei Jugendlichen kön­nen überwunden werden

http://bit.ly/1GQciUu

Politische Psychologie des Djihadismus. Zur politischen Psychologie der „Djihadisten“ aus westlichen Ländern – http://bit.ly/1GNHk9t

Die Attraktion des „Kalifats“. Politik letzter Menschen – http://bit.ly/181clute

Gesellschaftliche Herrschaft und Antisemitis­mus in         der       Weltgesellschaft
http://bit.ly/181clute

Antisemitismus als Denkform

http://bit.ly/VzZ471

Judith Butler und Theodor W. Adorno im his­torisch-gesellschaftlichen Kontext
http://bit.ly/1mvy2oZ

Xenophobie und Antisemitismus im Neolibe­ralismus. Zur Pathologie kapitalistischer Kri­senbewältigung – http://bit.ly/1PJwImy]

 

http://www.kritiknetz.de/index.php/antizionismusundantisemitismus/1310-bataclan

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Kommentar zur Kennzeichnungs­pflicht von Waren aus den umstrit­tenen Gebieten in Israel:

Die Kennzeichnung jüdischer Produkte ist sehr alt. Im mittelalterlichen Europa wurde den Juden die Produktion von Waren gänz­lich verboten. Deshalb wurden sie häufig als Geldverleiher oder in anderen Dienstleis­tungsberufen tätig. Das änderte aber nichts am Antijudaismus der Christen, sondern verschob nur deren antijudaistisches Stereotyp bzw. reicherte es um eine zusätzliche Kom­ponente an: „Der Jude“ war nun nicht mehr der zur Erlösung und Anerkennung von Jesus als den Christus (Erlöser) existenziell unfähi­ge Sohn Satans, sondern darüber hinaus auch noch der betrügerische Händler, der nicht von der eigenen Hände Arbeit lebt wie der schaffende, opferbereite Christ, sondern von der Ausbeutung der Arbeit Anderer durch den Geldhandel. (s. dazu mehr in: Heinz Gess, „Eine treue Vermahnung an alle Chris­ten“, sich zu hüten vor Antisemitismus, Isra­elfeindschaft und Wölfen in Schafspelzen“ – http://bit.ly/1PNM4Dr)

Die Nazifaschisten forderten, kaum hatte die deutsche politische Klasse ihnen die Führung überlassen, das deutsche Volk sogleich auf: „Deutsche, kauft nicht beim Juden“. Später ergänzten sie den Kaufboykott jüdischer Pro­dukte aus dem ,von Juden infiltrierten Deutschland‘ durch die Kennzeichnungspflicht von Juden selbst zum Zwecke der „Volksauf­klärung“ darüber, wer hier hingehört und wer nicht. Heute fordert die EU-Obrigkeit ihre Mitglieder auf, jüdische Waren aus den „be­setzten Gebieten“ (die in Wahrheit nicht be­setzt sind, weil sie niemals zu „Palästina“ gehörten, das es nie gab. Vielmehr sind sie zwischen Juden und Arabern, die sich „paläs­tinensisches Volk“ nennen, umstritten.) zu kennzeichnen. Auch das geschieht angeblich um der „Volksaufklärung“ willen, um die „die Völker“ darüber aufzuklären, dass jüdische Produkte dort nichts zu suchen und Juden dort nicht zu produzieren haben. Da stellt sich dem Hellhörigen gleich die Frage: Wieso dürfen dann Juden dort überhaupt leben, und wie sollen sie dort leben, ohne zu produzie­ren? Etwa nur als Geldverleiher? Wäre es nicht besser, nicht nur die Produkte der Ju­den, sondern sie selbst auch um der Volksau­klärung willen zu kennzeichnen, damit „die Völker“ wissen, wer in die umstrittenen Ge­biete hinein gehört und wer eben nicht. So informiert könnten die europäischen Käufer noch besser die – im Jargon der EU-Oberen -,richtige Kaufentscheidung“ treffen und die jüdischen Waren mitsamt ihren Erzeugern boykottieren.

Türkische Erzeugnisse aus dem besetzten Zypern, ein EU-Staat, marokkanische Roh­stoffe aus der von Marokko besetzten West­sahara, Produkte aus Tibet, das von China vereinnahmt wurde, und Einfuhren aus unge­zählten weiteren Gebieten mit umstrittenen Grenzverläufen erregen dagegen keinen An­stoß in der EU. Man will sich eben das gute Geschäft nicht verderben lassen, wie antise­mitisch, hasserfüllt, menschenverachtend die Regimes auch immer sind, mit denen man solche Geschäfte macht, sei es der Iran, der schon den Termin, bis zu dem es Israel ver­nichtet haben wird, bekannt gegeben hat, sei es Saudi-Arabien, Katar oder wer auch im­mer. Lieber gibt man Israel preis und heult mit den Wölfen.

Auch das gehört wie üblich dazu: Die christli­che Herrschaft (EU-Obrigkeit) des Kapitals, versteckt die von ihr erlassenen Sanktionen gegen Israel hinter Verordnungen und Sta­tements, die den Anschein erwecken sollen, als seien sie unparteiisch, neutral und nur dem Weltfrieden verpflichtet, den Israel an­geblich gefährdet, während doch jeder, der seine fünf Sinne noch beisammen hat, weiß, dass in der EU nichts anderes zählt als das Geschäft des Standortkapitals – nach innen und nach außen, und dazu noch ohne jede demokratische Kontrolle. Denn einen demo­kratisch-republikanischen europäischen Sou­verän gibt es nicht, und die Nationalstaaten sind ebenfalls nicht mehr souverän, weil sie einen großen Teil ihrer Souveränität an das undemokratische Bürokratiemonster EU ab­getreten haben.

(Heinz Gess, 16.11.2015)

http://www.kritiknetz.de/index.php/antizionismusundantisemitismus/1310-bataclan

Merkel Covered Up Terror Attack at Soccer Stadium.

Für deutsche Staatsmedien ist am islamistischen Terror nicht der Islam, sondern die Arbeitslosgkeit schuld.

  20.11.2015

Kaum haben BILD und FAZ eine Geschichte aufgegriffen, die gestern auf der achse stand, hat das ZDF den Beitrag über die Ursachen des Terrors in Paris aus der Mediathek entfernt. Was da ausgerechnet im Kinderprogramm geboten wurde, ist vorher keinem der vielen ZDF-Kommissare aufgefallen. Wir wollen ihnen zugute halten, dass sie lieber RTL2 schauen als das eigene Programm. Allerdings, der nicht minder bescheuerte Beitrag über “die Gruppe” Boko Haram, deren Treiben mit dem Islam “nichts zu tun” hat, ist noch immer online. Und das ist auch gut so. Auf dem Lerchenberg hat man nämlich mit Journalismus “nichts zu tun” und pflegt lieber die hauseigene verlogene “Fehlerkultur”.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/das_zdf_zwei_vor_eins_zurueck

Die Menschen sind oft arbeitslos und wissen nicht was sie tun sollen und das macht sie wütend. Und wenn sie wütend werden, dann morden sie, ist doch logo.

Damals war Frankreich mehr als das Land, das wir auf der Karte sehen. Es war eine Art Weltreich. Dazu gehörte auch der größte Teil Nord- und Westafrikas. Die meisten Menschen dort haben die Religion Islam. Frankreich hatte diese Länder einfach mit seiner starken Armee besetzt und zu seinem Besitz erklärt. Das nennt man Kolonie. Die Franzosen nahmen sich in den Kolonnen, was sie brauchen konnten, und die Bevölkerung wurde immer ärmer. Später kämpften die Kolonien nach und nach für ihre Unabhängigkeit und versuchten, die französischen Herrscher wieder loszuwerden.

Die versuchten, das zu verhindern. Es kam zu langen Kriegen, bei denen sehr viele Menschen starben. Heute hat Frankreich keine Kolonien mehr. Aber viele Menschen aus den ehemaligen Kolonien sind nach Frankreich gezogen in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Die meisten von ihnen leben dort heute in Armenvierteln an den Rändern der Großstädte. Sie sind oft arbeitslos und wissen nicht was sie tun sollen und das macht sie wütend.

Als einzige Hoffnung bleibt ihnen nur ihre Religion, meist der Islam. Dazu kommt die Erinnerung an das, was die Franzosen früher in den Kolonien, also ihren Heimatländern, Schreckliches gemacht haben. Bei manchen geht die Wut so weit, dass sie im Namen ihrer Religion gewalttätig werden. In keinem anderen Land schließen sich so viele der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ an wie in Frankreich. Diese Gruppe bekämpft alle, die anders denken als sie, oft mit brutaler Gewalt, und eben auch in Frankreich. Hier

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/das_zdf_klaert_die_juengsten_auf

ZDF: Auch Boko Haram hat mit dem Islam nichts zu tun

Henryk M. Broder 19.11.2015

ZDF: Auch Boko Haram hat mit dem Islam nichts zu tun

 

“Die Boko Haram ist eine Gruppe von Terroristen. Ihr Name heisst übersetzt so viel wie: Westliche Bildung ist Sünde. Die Boko Haram will, dass Kinder in Schulen vor allem nach sehr strikten Regeln des Islam erzogen werden. Menschen, die sich nicht an die strengen Regeln des Islam halten oder eine andere Religion haben, bekämpft die Terror-Gruppe mit Gewalt. Aber: Mit der Religion Islam haben die Terroranschläge der Boko Haram nichts zu tun…”

Wo kommt dieser Dünnschiss, diese Verspottung aller Logik her? Natürlich aus dem ZDF, der Endlagerstätte der deutschen Erziehung, auf dem Mainzer Lerchenberg. Genauer: Aus der Nachrichtensendung für Kinder, Logo im Tivi.. Los geht es mit der Feststellung, in Nigeria käme es immer wieder zu Attacken auf Schulen. Und: “Die Gruppe, die dafür verantwortlich sein soll heißt Boko Haram.” Gruppe klingt schon mal viel besser als Bande, und weil man beim ZDF nicht riskieren möchte, dass Boko Haram eine EV wegen übler Nachrede erwirkt, ist die “Gruppe” nicht für die Überfälle auf Schulen verantwortlich, sie könnte es nur sein. Also, für alle, die noch nie einen Handkäs mit Musik gegessen haben, ganz langsam und zum Mitschreiben. Boko Haram will, dass Kinder in den Schulen nach den strikten Regeln des Islam erzogen werden; Boko Haram bekämpft alle, die sich nicht an die strengen Regeln des Islam halten oder eine andere Religion haben, mit Gewalt. Aber: Mit dem Islam hat das alles nichts zu tun.

Womit dann, Ihr Riesenzwerge? Haben die Boko-Haram-Leute zu heiß gebadet, zu viel Todenhöfer gelesen oder zu oft “Aspekte” gesehen? Fehlt nur noch, dass den kleinen ZDF-Junkies gesagt wird, die Boko-Haram-Gruppe bestehe aus lauter Verzweifelten, deren einzige Hoffnung die Religion sei. Aber das geht nicht, das Argument ist schon verbraucht. Hier

ZDF: Auch Boko Haram hat mit dem Islam nichts zu tun

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