Kategorie-Archiv: german

Die deutsche Pest / The german plague (german/english)

stern

Judenhass ist Trend

22 Juli 2014

Im Netz wütet der Hass auf Juden im Allgemeinen und Israel im Besonderen. In Paris und auch in Berlin werden Menschen auf offener Straße angegriffen. Alles klar, Europa?

Eine Empörung von Sophie Albers Ben Chamo

 

Juden- und Israelfeinde terrorisieren zur Zeit das öffentliche Leben in vielen deutschen Städten, und zwar tun sie das mit der Miene von Leuten, die ungeheuer viel riskieren; sie machen immer ein Gesicht, als seien sie und ihre Umzüge wer weiß wie mutig Sie sind aber durchaus legal, geduldet, offiziös. Und hier beginnt die Schuld der Republik: eine Blutschuld.

Polizei und Richter dulden diese Burschen, und sie dulden sie in der durchaus richtigen Anschauung: „Mitunter ist es ja etwas reichlich, was hier getrieben wird. Keinen Totschlag! Nicht immer gleich schießen … Aber, trotz allem: Diese da sind Blut von unserm Blut, sie sind nicht gegen, sondern für Deutschland – sie sind, im allertiefsten Grunde, für uns, und sie sind nur deshalb nicht ganz und gar für uns, weil wir ihnen nicht stramm genug sind und zu sehr humanistisch. Wir möchten ja auch gerne … aber wir dürfen nicht… Diese lächerlichen Israelversteher … die Politiker da oben am grünen Tisch … wir möchten ja ganz gerne. Und tun unser Möglichstes. Zurücktreten! Nicht stehen bleiben! Na ja … aber es sind unsre, unsre, unsre Leute.“ Es sind ihre Leute. Es sind so sehr ihre Leute, daß die verschiedenartige Behandlung, die Juden- und Israelfeinde und Juden und Israelis durch Polizei und Rechtsprechung erfahren, geradezu grotesk ist.“ (Hamas-Fahnen sind erlaubt, Israelfahnen nicht.)

Frei nach Kurt Tucholsky, „Die deutsche Pest“, 1930

 

Watch the Musicvideo by Koby Isralite at:

Enemies of Jews and Israel are currently terrorizing public life in many German cities. And they’re doing this with the face of people willing to take enormous risks; they always do this with faces which express that they and their processions are who knows how brave. They are however in the limits of the law, tolerated, semi-officially. And here begins the guilt of the republic: a bloody guilt.

Law enforcement and judges tolerate these boys and they tolerate them in quite the correct view: “Now and then it is plentiful, what is happening here. No murder! No immediate shots fired … But nonetheless: Those there are blood of our blood, they aren’t against, but for Germany – at their very foundation they are for us and the only reason they aren’t entirely for us, is because we aren’t strict enough in their eyes and too humanistic. After all we would like to as well… but we’re not allowed to… These absurd Israel-sympathizers … the politicians up there at the green table … indeed, we would like to. And we do our best. Back off! Don’t stand still! Oh well … they are ours, our, our people.” They are their people. They are their people to such an extant, that the various treatment Antisemites and enemies of Israel experience from law enforcement and the justice system is almost preposterous.” (Hamas-flags are permitted, Israel-flags are not.)

Free after Kurt Tucholsky, „The german plague„, 1930 (English)

 

Siehe Musikvideo von Koby Israelite „Boycott Israelite! auf“:

 

Siehe Musikvideo von Koby Israelite „Boycott Israelite! auf“:

“Your best songs are stolen,

Your arrangements are lame”,

My ego is swalling,

Your songs are all the same

So you want youtube hits

You ought to show its hit

Who are the pare of such a delight?

Boycott Israelite!”

 

 

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

 

Stupidity is demonstrated by people lacking knowledge they could achieve.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice attempt to avoid upsetting fools unwilling to face the truth.

 

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

I think for food-2

molon labe

 

Stunde der Gutmenschen: Rolf Verleger, ein irrer Professor für Psychologie, ein Sprecher der Hamas, Antisemit und ehem. Mitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland

Îsrael Friends

Jüdische Freakshow im »israelkritischen« deutschen Medienzirkus

 http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/20006

Naiv oder dumm, wer bei Meschen, die ausrasten, Amok laufen, rationale Motive vermutet und die Ursache oder Schuld bei den Opfern sucht, wie es meistens geschieht. Insbesondere Gutmenschen machen Täter zu Opfern und Opfer zu Tätern. Krieg ist Frieden! Freiheit ist Sklaverei! Unwissenheit ist Stärke!

Ein Interview mit Rolf Verleger im Deutschlandfunk vom 22.07.2014

Prolog: Seine abgedroschenen antizionistischen falschen Behauptungen, auf die ich hier gar nicht eingehen will, so stümperhaft blöd und nachweislich falsch sie sind, und seine antisemitischen Gerüchte singt er im Chor der einseitigen Verurteiler Israels und mit seiner pauschalisierenden, polemischen Kritik gegen Israel spielt er den Juden- und Israelfeinden direkt in die Hände. Wer Juden und Israel delegitimiert, diffamiert und dämonisiert, mit doppelten Maßstäben Juden, Israel versus Hamas, Palästinenser, Araber, Muslime mißt, der ist ein Antisemit. Antisemitismus ist das Gerücht über Juden und Israel. Antisemitismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

Ein Judenhasser, ein Antisemit ist, wer an Juden, an Israel kritisiert, was er an anderen Menschen nicht kritisiert, wenn er Juden, Israel übel nimmt, was er anderen nicht übel nimmt.

Von den Staatsmedien, wie Deutschlandfunk, wird er gerne als Monstranz der deutschen Gutmenschen, der neuen wahren Christen, herumgetragen, „sieht her, sogar der sagt es auch, kreuzigt Israel!“, als Credo der deutschen „Antifaschisten“, der „Kämpfer für den Frieden“, der  Pseudo-Humanisten, der „Hamas-Versteher“ und zugleich der Israel-Nichtversteher, die schreien: „ceterum censeo Israel esse delendam“, dessen jüdische Gallionsfiguren solche Namen tragen, wie Rolf Verleger, Abraham Melzer,  Moshe Zuckermann, „Die Tochter“ Evelyn Hecht-Galinski und viele andere Ischariots dieser Erde, die falschen „Israelfreunde“, die aus lauter „Liebe“ zu Israel, Israel am Kreuz hängen sehen wollen, dann sehr heilig und sehr tot.

Ein paar Anmerkungen zur Lage

„Was sich seit nunmehr 18 Tagen in Israel und dem Gazastreifen abspielt, ist wie geschaffen dafür, die Motive der vorgeblichen Palästinafreunde und Israelkritiker vorzuführen. Die Tatsachen sind eindeutig: Eine islamistische Terrororganisation, die seit sieben Jahren die Herrschaft über 1,8 Millionen Menschen im Gazastreifen ausübt (de facto reicht ihr Einfluss deutlich länger zurück), läutet nach 2008/2009 und 2012 die dritte Runde im ewigen Jihad gegen den jüdischen Staat ein. Nachdem sie in dieser Zeit mit mehr als 12.000 Raketen den Menschen in Südisrael das Leben zur Hölle gemacht hat, verfügt sie zu Beginn der dritten Runde über ein Arsenal von ca. 10.000, vor allem über Tunnel aus Ägypten eingeschmuggelte Raketen mit deutlich größerer Reichweite.“ (…)

Hamas-Tunnel

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„Und so läuft es, wie es immer läuft, ob nun die Islamisten der Hisbollah oder die der Hamas und des Islamischen Jihad Israel attackieren: Alle, die mit dem jüdischen Staat im besonderen und den Juden im allgemeinen ein Problem haben, schauen genau hin, wie sich Israel zur Wehr setzt. Die vorwiegend muslimischen Demonstranten in Europa machen sich nicht einmal mehr die Mühe, zwischen „Zionisten“ und Juden zu unterscheiden und rotzen ihren widerlichen Hass ungefiltert in die Öffentlichkeit, Hitler-Verehrung inbegriffen; die Politik eiert zwischen lauwarmen Bekenntnissen zum Selbstverteidigungsrecht Israels und Aufrufen zur “Mäßigung” hin und her; die Vereinten Nationen machen sich zum Komplizen der islamistischen Gotteskrieger, indem sie ihre Einrichtungen, wie etwa Schulen, als Raketendepots missbrauchen lassen, und nehmen über den seinem Namen Hohn sprechenden „Menschenrechtsrat“ Israel ins Visier, indem sie die Reaktion der Israelis verurteilen und die Hamas und ihre Angriffe komplett unerwähnt lassen, während sich nur die USA dieser Farce widersetzen und neun europäische Staaten sich feige enthalten; und die Medien spielen das zynische Spiel der Hamas mit, indem sie sich auf tragische Opfergeschichten von Zivilisten konzentrieren, die Kämpfe mit den schwer bewaffneten, 15.000-20.000 Mann starken Einheiten der Hamas ausblenden und ansonsten über eine Handvoll Israelis berichten, die es als einzige von acht Millionen Einwohnern auch nach 20 Jahren immer noch nicht geschnallt haben, dass mit Fatah und Hamas kein Frieden zu machen ist. Und sie heben eine weitere Handvoll Verweigerer als aufrechte Israelis heraus, die im Gegensatz zu allen anderen, denen es auch keinen Spaß macht, Kopf und Kragen zu riskieren, der Meinung sind, es gebe doch sicher eine politische Lösung des Problems. Einfach nur nett sein! Da findet ein Gideon Levy von der gern zitierten linken Ha´aretz ebenso ein warmes Plätzchen wie der Schriftsteller Edgar Keret und eine schöne Seele wie Chen Tamir: „Mit meinen Ansichten gelte ich als radikal”, sagt sie Raniah Salloum von Spiegel online. „Aber ich komme mir nicht so vor. Ich habe das Gefühl, dass ich normal bin und alle anderen verrückt.”

Während diesen Irren eine Bühne bereitet wird, rücken die Israelis in der Bedrohung zusammen. Sie machen sich längst keine Illusionen mehr, weder über die Region, in der sie um ihr Überleben kämpfen, noch über die Weltgemeinschaft, die keinen Finger krumm macht, wenn die Judenmörder von heute ihre Messer wetzen. In dieser hochgradig perversen Welt, in der 1700 Tote des syrischen Bürgerkriegs binnen einer Woche ignoriert werden, während man wegen einiger Hundert in Gaza Amok läuft, das wissen sie, werden sie auf absehbare Zeit und wahrscheinlich auch darüber hinaus auf sich allein gestellt sein. Und dabei trotzdem geduldig und entschlossen bleiben und, anders als ihre Feinde, ihre Menschlichkeit nicht über Bord werfen. Und genau das ist es, was sie so stark macht, angesichts der beschämenden Reaktion der Welt mitten in einem weiteren erfolglosen Versuch, dieses Volk von der Landkarte zu tilgen. Wenigstens das sollte man anerkennen: dass die Israelis ihre Coolness und ihre Moral selbst in diesen Zeiten bewahren.“

Nicht dummstellen: Alle Beschwichtigungsrhetorik kann nicht darüber hinwegtäuschen: Der aktuelle Antisemitismus hat eine neue Qualität erreicht. Seine Wurzeln liegen in der Türkei und arabisch-islamischen Herkunftsländern.

„Keine neue Qualität? Was muss eigentlich noch passieren, damit die Beschwichtiger aufwachen? Da können antisemitische Parolen durchs Land gerufen werden, da kann unter Ausnutzung des Demonstrationsrechts mitten in Deutschland der blanke Judenhass ins Kraut schießen, und die Beschwichtiger rufen: Das hat doch alles keine neue Qualität. „Seltsame Leute“ hätten „blödsinnige Parolen“ gerufen, wiegelt beispielsweise der Historiker Wolfgang Benz ab. Da soll Volksverhetzung als Blödsinn durchgehen, da sollen türkisch- und arabischstämmige Antisemiten als komische Vögel verharmlost werden.

Dieses Dummstellen, diese Verweigerung von Analyse, sobald ein fahles Licht auf Mitbürger mit Migrationshintergrund fallen könnte, hat ideologische Methode. Man relativiert und kontextualisiert die Täterschaften so lange, bis sie unsichtbar geworden sind, damit nur ja kein fremdenfeindlicher Zungenschlag aufkommt. Natürlich sind es immer auch andere. Natürlich gibt es eine unheilige Allianz, die den Judenhass propagiert. Sie reicht von den Neonazis bis zur sogenannten Querfront Jürgen Elsässers. Auch trifft es zu, dass es immer wieder antisemitische Wellen in Deutschland gab, wenn sich im Nahen Osten die Konflikte verschärften.

Migrantische Wurzeln

Aber alle Historisierungsversuche können nicht davon ablenken, dass die Schamlosigkeit der augenblicklichen Judenhetze eine neue Qualität erreicht hat. Nein, dieser Antisemitismus lässt sich gerade nicht als der „konstante Bodensatz in der Gesellschaft“ (Wolfgang Benz) beschreiben. Dieser Antisemitismus entspringt nach allem, was man wahrnimmt, maßgeblich den Köpfen von Migranten aus der Türkei und arabisch-islamischen Herkunftsländern; dieser Antisemitismus lässt sich nicht in der unheiligen Allianz der Judenhasser verstecken, und man macht ihn nicht dadurch besser, dass man erklärt, er sei fremdgesteuert von Dunkelmännern aus fernen Ländern. Richtig ist, dass in vielen dieser judenfeindlichen Obszönitäten ein tradierter Antisemitismus aus der Heimat nachwirkt, der nicht ohne seine religiösen Hintergründe erklärt werden kann.

Man ist weder Rassist noch islamophob, wenn man auch diese religiösen Wurzeln der neuen Judenhetze in den Blick nimmt statt die antisemitischen Pöbeleien bewusst unscharf als Ausfluss mangelnder Integration abzutun. Antisemitismus ist nicht integrierbar. Hier hat jede Beschwichtigungsrhetorik zu verstummen.“

Die Hamas in den sozialen Netzwerken: Schreibt immer „unschuldiger Zivilist“!

Bilder von Kinderleichen

„Wie in einer Power-Point-Präsentation erscheint in einem Video ein Stichpunkt nach dem anderen in weißer arabischer Schrift: Die Hamas ruft dazu auf, alle in Gaza Getöteten zunächst als palästinensische Bürger, und dann erst mit ihrem militärischen Rang zu bezeichnen. „Und vergesst nicht, immer ,unschuldiger Zivilist‘dazuschreiben“, heißt es weiter. Beginnen solle man Beiträge mit einem Verweis auf vorhergehende israelische Angriffe. Gen Israel gefeuerte Raketen sollten immer als „vor Ort gefertigt“ identifiziert, jedoch nicht auf Fotografien abgebildet werden. Hamas-Angriffe seien stets als „eine natürliche Reaktion auf die gezielten Attacken der israelischen Armee auf Zivilisten in Gaza und dem Westjordanland“ zu bezeichnen.“

Todesliebe als Politik. Vom großen Nutzen des Antisemitismus. (FAZ 26.07.2014, Nr. 171, S. 9)

„Für viele Palästinenser, Araber und andere Bewohner der autoritären islamistischen Regime aber ist sie (die Todesliebe) ihre Lebensrealität. Ayaan Hirsi Ali hat in ihren Erinnerungen detailliert beschrieben, wie man ihr in einer kenianischen Schule beibrachte, Juden an ihren Hörnern zu erkennen. Sie hatte natürlich nie einen gesehen. Niemand, den sie kannte, hatte je einen Juden gesehen. Das war auch ganz egal, es war sogar umso besser. Darum ist ja Juden die Reise etwa nach Saudi-Arabien bis heute gänzlich verboten.“ (…) „Muslime weltweit, aber auch die Untertanen anderer Drucksysteme werden permanent mit der Obsession ihrer Machthaber bezüglich des Juden terrorisiert. Eine Welt ohne Israel ist dann die ganz große Erlösungshoffnung. Bis dahin heißt es leiden, und zwar möglichst tapfer. Und dieser religiös verkleidete Wahnsinn treibt nun auch die wütenden jungen Männer und Frauen Europas, in den Banlieues oder im Umfeld der salafistischen Gemeinden in Deutschland, um. Es funktioniert immer wieder – und je unübersichtlicher die Zeiten werden, desto perfekter. Antisemitismus ist einfach irre nützlich. Man sollte nie vergessen, dass es sich hierbei auch um ein politisches Instrument handelt. Niemand hat dessen Wirkung besser beschrieben als Jean-Paul Sartre in seinen 1946 erschienenen „Überlegungen zur Judenfrage“. So nützlich sei diese Geisteshaltung in mehrfacher Hinsicht, dass, so schreibt er, der Antisemit den Juden erfinden müsste, wenn es ihn nicht schon gäbe. Der Antisemitismus reduziert die Komplexität aller Frustrationen auf eine Ursache und deren Bekämpfung und verlangt nicht nach einer politischen oder sozialen Anstrengung. Es geht nur durch Mord. Zugleich vermittelt sich dem Antisemiten das Bewusstsein, einer Elite anzugehören – ohne sich dafür besonders anstrengen zu müssen. Sartre beschreibt den Antisemiten als einen, der Angst hat: vor seinem Gewissen, seiner Freiheit, seinen Instinkten, der Verantwortung, der Einsamkeit, der Veränderung, der Gesellschaft und der Welt. Sein Hass richtet sich folglich gegen unsere Grundwerte. Antisemitismus entspricht einer fundamentalen Verzagtheit an der Moderne, die sich Herrscher potentiell instabiler Länder gut zu eigen machen können. Das geht fast überall. Wie wäre, gäbe es Israel nicht, die Bilanz der Hamas in Gaza? Was haben die gewählten Politiker getan, um die Zukunft ihrer Kinder zu sichern und das Leben der Menschen zu verbessern? Wie lebt es sich für die Mehrheit der Leute in Iran, wie in Saudi-Arabien? Was hat der politische Islam in diesen von der Natur und den Talenten der Jugend ihrer Bevölkerung so reich beschenkten Länder eigentlich erreicht in all den Jahren? Den Mächtigen dort bleibt nicht viel, außer den Verstand ihrer Bürgerinnen und Bürger durch den Appell an heftige Emotionen wie Rachebedürfnis, Neid und Hass zu vernebeln. All das erzeugt man mit dem Antisemitismus. (…)

rbb korrigiert sich stillschweigend- und manipuliert gegen Israel weiter

„In der gestrigen Spätausgabe korrigiert der rbb sich im Bericht über die Al Quds- Demo in Berlin stillschweigend. Es ist nicht mehr von einer Melange von Islamisten und Rechten die Rede, die diesen Aufmarsch bestritten hätten, sondern es wird ausgiebig gezeigt, dass sich einige wenige orthodoxe Juden beteiligt haben.
Die Kamera ist fast während des gesamten Berichts auf die paar Figuren gerichtet, die meinen, ihre Nicht- Anerkennung Israels so weit treiben zu müssen, dass sie mit Judenhassern gemeinsame Sache machen.
Unterschwellige Botschaft: wenn selbst orthodoxe Juden bei der Demo mitmachen, kann die nicht so schlimm sein. Dazu passt die „positive Stellungnahme“ der Polizei, die von lediglich drei Festnahmen wegen versuchter Körperverletzung berichtet, was angesichts der Größe der Demo nicht viel wäre. Auffällig ist, dass die meisten Plakate, die ins Bild kommen, arabisch oder türkisch beschriftet sind.
Am Schluss des Beitrags wird ein Rabbiner aus Potsdam interviewt, der sich sehr zurückhaltend äußert.
Das Schlusswort haben vier Palästinenser, die jeder auf seine Weise die Botschaft der Hamas, dass Israel Kinder morde, verbreiten dürfen.
Fazit: Antisemitismus, nur dezenter verpackt.“

Soll Israel ohne Gegenwehr Tausende Raketen auf seine Städte und Dörfer niederregnen lassen, abgefeuert aus einem Territorium namens Gaza, von einer dort regierenden Terrororganisation namens Hamas – ja?

„Jeden Tag füttern die Medien ihre entsetzten Konsumenten mit Berichten und Bildern, die das Unrecht der israelischen Militärmaschinerie illustrieren sollen: verzweifelte Frauen, Kinder, Alte, die nicht wissen, wohin fliehen in dem rundum abgeriegelten Gaza. Ein fürchterlicher Anblick. Kann eine Armee mehr im Unrecht sein als die israelische?

Was von den Medien nicht mitgeliefert wird, sind die Bilder der wirklichen Täter: die Führer der Hamas, die ihre Raketenstellungen und ihre Kommandobunker, überhaupt ihre gesamte militärische Infrastruktur mit perverser Absicht mitten in den eng besiedelten Wohnquartieren errichtet haben. Raketenstellungen in Schulen, Schützennester in Krankenhäusern, Werferbatterien auf Märkten. Wenn die israelische Armee die gefährdeten Menschen aufruft, ein Kampfgebiet zu verlassen, rufen die Hamas-Kommandanten sie zum Bleiben auf.

Das Terrorregime in Gaza hält die eigene Bevölkerung als Geisel, missbraucht sie als Schutzschild: Frauen und Kinder werden dem israelischen Feuer ausgesetzt. Anschliessend werden die Opfer den Kameras der internationalen Medien vorgeführt: «Seht her, was die Israelis anrichten!»

Die westlichen Medien sind voll von solchen Bildern, effektvoll arrangiert: ein Opfer im Arm des Retters, daneben die verzweifelte Mutter sowie ein Hamas-Kämpfer in Heldenpose. Hollywood kann es nicht besser.

Die wahren Mörder dieser Frauen und Kinder sind die Hetzer und Herrscher der Hamas.

Ja, die Hamas ist eine Verbrecherbande!

Eine Schande, dass diese Kriminellen in Europa immer noch Verbündete finden, nicht zuletzt in einem linken Milieu, das den muslimischen Migranten nach dem Munde redet und deren Manifestationen unterstützt: Ein aberwitziger Propagandafeldzug für einen Gottesstaat, der seine Bürger brutal unterjocht, die Frauen rechtlos hält, jede kritische Regung mit Folter und Mord erstickt.

Diesem religiösen Totalitarismus, ausgerüstet mit moderner iranischer Raketentechnik, ist Israel ausgesetzt – ein Staat unserer Zeit, konfrontiert mit Mentalität und Ideologie des Mittelalters. “

NICOLAUS FEST schreibt: Islam als Integrationshindernis

Ich bin ein religionsfreundlicher Atheist. Ich glaube an keinen Gott, aber Christentum, Judentum oder Buddhismus stören mich auch nicht.

Nur der Islam stört mich immer mehr. Mich stört die weit überproportionale Kriminalität von Jugendlichen mit muslimischem Hintergrund. Mich stört die totschlagbereite Verachtung des Islam für Frauen und Homosexuelle.

Mich stören Zwangsheiraten, „Friedensrichter“, „Ehrenmorde“.

Und antisemitische Pogrome stören mich mehr, als halbwegs zivilisierte Worte hergeben.

Nun frage ich mich: Ist Religion ein Integrationshindernis? Mein Eindruck: nicht immer. Aber beim Islam wohl ja. Das sollte man bei Asyl und Zuwanderung ausdrücklich berücksichtigen!

Ich brauche keinen importierten Rassismus, und wofür der Islam sonst noch steht, brauche ich auch nicht.

Akif Pirinçci schreibt: Hochgeschätzte Volltrottel…

Der Islam ist keine Religion, sondern eine kollektivistische Sex- und Gewaltsekte, die im Allgemeinen geborenen Versagern ein Überlegenheitsgefühl verschaffen, im Besonderen jedoch die sexuelle und existenzielle Selbstbestimmung der Frau unterbinden soll. Er ist völlig diesseitig orientiert und entbehrt jeglicher Spiritualität. Sein Begründer Mohammed war keineswegs ein Prophet, so wir es im christlichen oder theologischen Sinne verstehen, sondern ein Kriegsherr, Massenmörder, cleverer Geschäftsmann und ein Lustmolch, der unter anderem ein sechsjähriges Mädchen geheiratet und es mit 9 Jahren gefickt hat. Also ein Pädophiler.

Sämtliche Riten und Ge- und Verbote dienen im Islam dem Zwecke, das Individuum bis in seine intimsten Bereiche zu kontrollieren, es zu entmündigen, seine Fortpflanzungsstrategien mittels der Verhinderung der weiblichen Selektion bei der Partnerwahl zugunsten der genetischen Deformation zu manipulieren und es in ein emotional sowie gesellschaftliches Überwachungssystem hineinzuzwängen.

In den letzten tausend Jahren kam aus keinem islamisch geprägten Land je eine Erfindung oder Entdeckung, welche unser Leben bereicherte, Wohlstand schuf, die Gesundheit verbesserte, das Alter verlängerte und diese unsere westliche Kultur nennenswert beeinflußte.

Kurz, der Islam und die ihm huldigenden, ihn demonstrativ in die Öffentlichkeit tragenden und für ihn Sonderrechte einfordernden Menschen sind Scheiße und gehören eigentlich aus unserer freiheitlichen Welt entfernt. Wenn dies nicht geschieht, werden wir durch die demographische Überlegenheit der Söhne und Töchter Islams schon in wenigen Jahren in der Hölle der Armseligkeit, bestialischer Gewalt, insbesondere sexueller gegenüber Frauen, und der atemberaubenden Rückschrittlichkeit wie in der Mehrheit der islamischen Länder wiederfinden. Wir werden zu ihren Sklaven werden.

Hamed Abdel-Samad schreibt:

„Der Islam ist frauen- und homosexuellenfreundlich, friedlich und fördert die Integration.“ Manche Leute, die diese Behauptung schwachsinnig finden würden, finden folgende Aussage trotzdem rassistisch: Der Islam ist frauen- und homosexuellenfeindlich, gewalttätig und integrationshemmend!
Hier handelt es sich um eine Meinung, die sowohl in den Texten des Islam als auch in der Praxis eine Begründung findet. Es muss nicht eine richtige Meinung sein, aber sie ist eine Meinung!
Dass Muslime sich über solche Behauptungen empören, ist verständlich. Aber dass eine Zeit-Redakteurin diese muslimische Empörung als ein Beleg für gelungene Integration sieht, ist merkwürdig! Denn wenn Muslime sich über Terror oder Ehrenmord im Namen ihres Glaubens empören würden, könnte ich diese Empörung als Beleg für gelungene Integration interpretieren. Aber Wut wegen Image-Fragen ist eigentlich ein Luxus!
Rassismus ist wenn deutsche Staatsbürger z.B. rufen würden: Muslim, Muslim, feiges Schwein! Oder wenn Sie „Heil Hitler!“ rufen würden wenn Muslime vorbeigehen!
Es ist rassistisch, wenn man die Häuser und Geschäfte der Muslime mit dem Buchstaben „M“ übermalen würde, oder wenn Muslime gekreuzigt oder enthauptet werden nur weil sie Muslime sind. Falls das, Gott behüte, in Deutschland passieren oder falls jemand dazu aufrufen würde, wären wir alle zurecht empört, und Muslime würden von allen Menschen weltweit verlangen, sich zu empören. Geschieht dies aber mit den Christen im Irak begründet mit eindeutigen Koranpassagen und Aussagen des Propheten, dann bleibt die muslimische Empörung verstummt.
Ich halte es für eine muslimische Krankheit, dass Empatie und Mitgefühl nur muslimischen Opfern weltweit vorbehalten sind. Aber nicht einmal allen muslimischen Opfern. Opfer, die im Krieg gegen Amerika oder Israel fallen, lieben wir mehr als muslimische Opfer, die von Muslimen selbst getötet werden!
Heuchelei nenne ich das! Eine weitere muslimische Krankheit! Diese und andere Krankheiten entfernen Muslime mehr und mehr von der Weltgemeinschaft und isolieren sie im Sumpf des Selbstmitleids!

Amos Oz erklärt, weshalb er die Bodenoffensive im Gaza-Streifen unterstützt:

(…) Amos Oz: Ich würde das Interview gerne auf ungewöhnliche Weise beginnen: indem ich Ihren Lesern und Zuhörern zwei Fragen stelle. Darf ich?

Bitte!

Oz: Frage 1: Was würden Sie tun, wenn sich Ihr Nachbar auf dem Balkon gegenüber seinen kleinen Jungen auf den Schoß setzte und dann begänne, mit einem Maschinengewehr in Ihr Kinderzimmer zu feuern?

Frage 2: Was würden Sie tun, wenn Ihr Nachbar gegenüber einen Tunnel von seinem Kinderzimmer in Ihr Kinderzimmer grübe, um Ihr Haus in die Luft zu jagen oder Ihre Familie zu entführen?

Oz: Mit diesen beiden Fragen übergebe ich das Interview an Sie. (…)

Oz: Die gegenwärtigen Feindseligkeiten werden leider erst dann enden, wenn eine der Parteien erschöpft ist – oder beide. Heute Morgen habe ich sehr aufmerksam die Charta der Hamas gelesen. Darin heißt es, dass der Prophet jedem Muslim befiehlt, überall auf der Welt jeden Juden zu töten. Die Charta zitiert die „Protokolle der Weisen von Zion“ (eine antisemitische Hetzschrift; Anmerkung der Redaktion) und erklärt, dass die Juden durch den Völkerbund und die Vereinten Nationen die Welt kontrollierten, dass die Juden zwei Weltkriege verursacht hätten und dass die ganze Welt von jüdischem Geld kontrolliert werde. Ich sehe also kaum eine Chance für einen Kompromiss zwischen Israel und der Hamas. Ich war mein ganzes Leben ein Mann des Ausgleichs, aber auch ein Mann des Ausgleichs kann nicht auf die Hamas zugehen und sagen: „Vielleicht treffen wir uns in der Mitte und Israel existiert dann eben nur montags, mittwochs und freitags.“ (…)

Oz: Die einzige Alternative zu einer Fortsetzung der israelischen Militäroperation wäre es, Jesus Christus zu folgen und dem Feind die andere Wange hinzuhalten. Ich habe Jesus Christus in dieser Frage nie zugestimmt. Anders als europäische Pazifisten habe ich nie geglaubt, dass das leibhaftige Böse der Krieg ist. Aus meiner Sicht ist das leibhaftige Böse Aggression und der einzige Weg, Aggression abzuwehren, ist leider Gewalt. Das ist, worin der Unterschied zwischen einem europäischen Pazifisten und einem israelischen Peacenik wie mir besteht. Wenn ich eine kleine Anekdote hinzufügen darf: Eine Verwandte von mir, die den Holocaust im KZ Theresienstadt überlebte, erinnerte ihre Kinder und Enkel immer daran, dass ihr Leben 1945 nicht von Friedensdemonstranten mit Plakaten und Blumen gerettet wurde, sondern von Soldaten mit Maschinenpistolen. (…)

Oz: Wie sicher können sich Juden auf diesem Planeten fühlen? Ich denke nicht an die vergangenen 20 oder 50 Jahre, sondern an die vergangenen 2000 Jahre. Aber ich werde Ihnen sagen, was meine Hoffnung und mein Gebet für die Zukunft von Israel ist. Ich würde Israel gerne für alle Zeiten von den Titelseiten der Zeitungen weltweit verschwinden sehen und möchte stattdessen sehen, wie es Siedlungen in den Literatur-, Kunst-, Musik- und Architektur-Beilagen erobert, besetzt und baut. Das ist mein Traum für die Zukunft.

Amos Oz, 75, gehört zu den bekanntesten israelischen Schriftstellern. Seine Romane, Erzählungen, Essays und Kinderbücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Für seine Werke erhielt er in den vergangenen Jahren zahlreiche Auszeichnungen, am 14. November wird er mit dem Siegfried-Lenz-Preis geehrt.

Interview: Dennis Stute

© Deutsche Welle 2014

Redaktion: Wulf Wilde/Deutsche Welle

Deniz Yücel: Nein, du darfst nicht

Es gibt kein Menschenrecht auf Israelkritik. Schon gar nicht für Deutsche. Dass du nicht darfst, heißt übrigens nicht, dass du in der Sache recht hättest.

Ein Gutes hatten die antisemitischen Parolen auf den Demonstrationen: Seither gibt es etwas, was man hierzulande nur noch aus Studien kannte: leibhaftige Antisemiten. Die heißen Mohammed und Laila und Kemal und rufen Dinge, die sich nicht gehören.

Ein weiterer Effekt dieser Demonstrationen: Sie setzen Maßstäbe dafür, was Antisemitismus ist. Und, klar, gemessen an „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“, ist alles andere gemäßigt – Gedichte von ehemaligen Waffen-SS-Männern, Karikaturen in extremliberalen Zeitungen, die täglich dutzendfach gedruckte Forderung, gegenüber Israel mal Kante zu zeigen.

Denn darin sind sich fast alle Kommentatoren und ihre Leser einig: Natürlich dürfe man Israel kritisieren – ganz so, als ob man Leben und Eigentum riskieren würde, wenn man das macht. Dieselbe verlogene Figur, die auch aus anderen Zusammenhängen sattsam bekannt ist: Man wird ja wohl noch sagen dürfen.

Du kommst hier nicht raus

Ja, du darfst es und du tust es. Aber es ist moralisch nicht richtig. Denn, nein, du darfst nicht. Es gibt kein Menschenrecht auf Israelkritik. Und schon gar nicht für dich. Nicht als Nachkomme jener Leute, die die Vernichtung der Juden von Europa geplant und durchgeführt haben. Nicht als Nachkomme jener, die sich am Holocaust bereichert haben. Nicht als Mitarbeiter von Bayer, Degussa oder Volkswagen. Nicht als Angehöriger eines Milieus, das in den neunziger Jahren Technopartys in arisierten Immobilien feierte. Gar nicht. Du bist Deutscher, aus der Nummer kommst du noch in tausend Jahren nicht raus.

Dieser moralische Imperativ gilt auch, wenn dein Opa nicht in der Wehrmacht dazu beitrug, dass hinter der Front die Gaskammern laufen konnten. Es gibt nämlich kein Deutschland ohne Auschwitz – kein Multikultideutschland, kein linkes Deutschland, kein besseres Deutschland, gar keins.

Wenn dir die Menschenrechte im Nahen Osten so am Herzen liegen, dann finden sich für dich andere Themen. Die Situation der Palästinenser in Syrien zum Beispiel, die zwischen den Truppen des Assad-Regimes und den liebevoll „Rebellen“ genannten islamistischen Milizen eingeschlossen sind.

Unerheblich ist dabei, dass es in Israel Leute gibt, die die eigene Regierung kritisieren. Dass sie es tun, zeigt, was Israel von allen anderen Staaten der Region unterscheidet. (Auf der anderen Seite muss man lange nach Leuten suchen, die aus Empathie mit der israelischen Bevölkerung die Hamas ebenso wie die PLO kritisieren. Die Disziplin Palästinakritik ist noch nicht erfunden.)

Alles unverhältnismäßig

Aber dass linke Israelis oder jüdische Linke außerhalb Israels das können, heißt noch lange nicht, dass du das auch darfst. Diese Trennung ist scharf und für dich, der du dich als mündiger Bürger fühlst, der sich von niemandem (außer vielleicht von deinem Chef) den Mund verbieten lässt, ungewohnt. Aber diese Schärfe entspricht der Schärfe der Trennung zwischen jenen, die selektiert wurden, und jenen, die selektiert haben.

Dass du besser die Klappe hältst, heißt übrigens noch lange nicht, dass du in der Sache recht hättest. So gelten die Luftschläge gegen Stellungen der Hamas als unverhältnismäßig. Aber wenn Israel stattdessen mit Bodentruppen in den Gazastreifen einmarschieren würde, würde das ebenfalls als unverhältnismäßig gelten. Als unverhältnismäßig gelten die Blockade des Gazastreifens oder Sanktionen gegen die Autonomiebehörde. Wer Israel Unverhältnismäßigkeit vorwirft, verlangt, dass Israel auf die dauernde Aggression durch die Hamas gar nicht reagiert. Erstaunlich in einem Land, das einst wegen ein paar chirurgischer RAF-Operationen fast kirre wurde und in dem ein paar Bengalos in Fußballstadien als Gewaltexzess gelten.

Als gemäßigt gilt, sich von beiden Seiten zu distanzieren – von einer Terrorgruppe bekennender Antisemiten wie der Hamas wie von einem demokratischen Staat, der seine Bürger zu schützen versucht. Aber klar: Gemessen am Holocaust, sind die Raketen der Hamas nichts, was eine Reaktion erfordern würde.

http://www.taz.de/!a188/

Deniz Yücel:Der Holocaust, Israel und du

Vor lauter nachträglicher Empathie für die ermordeten Juden hast du keine für die lebenden – jedenfalls keine, die ohne ein großes „Aber“ auskäme.

„Ein Mahnmal, zu dem man gerne hingeht“ (Gerhard Schröder): Deutsche Fans vor dem WM-Finale am Holocaust-Mahnmal.   Bild: dpa

Du lässt dir nicht den Mund verbieten. Mehr noch: Auf den moralischen Imperativ, Israel nicht kritisieren zu dürfen, antwortest du: „Ich muss sogar.“ Es klingt nach Bürde und Pflicht – und ein wenig zwanghaft.

Aber du hast es auch nicht leicht. Du weißt, dass deine Vorfahren nicht ganz koscher waren; logisch, du bist ja nicht blöd. Natürlich hast du dich mit dem Nationalsozialismus auseinandergesetzt. Du hast um Anne Frank getrauert und mit den Schindlerjuden gefiebert. Du hast eine ansehnliche Sammlung Judaica und ausgewählte Klezmer-Alben im Regal.

Du weißt zwar nicht exakt, was Opa an der Ostfront gemacht hat (und nicht, ob er vielleicht auch ein bisschen Widerstand war), aber nachdem Opa unter der Erde und das Erbe eingestrichen war und auch sonst kein Parteigenosse mehr herumspukte, hast du die Geschichte deines Dorfs, deines Instituts, deiner Firma, deiner Behörde und deines Fußballklubs aufgearbeitet. In der Aufarbeitung von Geschichte macht dir niemand etwas vor.

Du hast Jürgen Habermas’ Rat im „Historikerstreit“ befolgt und „nach Auschwitz“ nationales Selbstbewusstsein nicht aus deiner „unbesehenen, sondern kritisch angeeigneten Geschichte“ geschöpft. Dabei hast du dir nicht vom Flakhelfer Martin Walser reinreden lassen, der gegen die „Dauerpräsentation unserer Schande“ gestänkert hatte. Stattdessen hast du mitten in der Hauptstadt ein Mahnmal errichtet – eines, zu dem die Leute dem Wunsch des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder entsprechend „gern hingehen“.

Andere Leute haben die Bastille gestürmt oder die Demokratie erfunden, wir haben die Juden umgebracht (und wurden dafür, was auch nicht völlig zu vernachlässigen ist, ausgebombt). Man kann es sich eben nicht aussuchen. Aber du stellst dich wenigstens dieser Vergangenheit.

Nationales Selbstbewusstsein

Und daraus leitest du nicht nur „nationales Selbstbewusstsein“ ab, sondern auch das, was du „besondere Verantwortung“ nennst. „Der Massenmord an den Juden verpflichtete, so meint man, Deutschland dazu, Israel mit Lob und Tadel moralisch beizustehen, damit das Opfer nicht rückfällig werde. Zwei angezettelte Weltkriege böten, so meint man weiter, die besten Startbedingungen, wenn es um den ersten Platz unter den Weltfriedensrichtern und Weltfriedensstiftern geht, frei nach der jesuitischen Devise, dass nur ein großer Sünder das Zeug zum großen Moralisten habe“, schrieb Wolfgang Pohrt vor dreißig Jahren. Er meinte dich.

Denn vor lauter nachträglicher Empathie für die ermordeten Juden hast du keine für die lebenden – jedenfalls keine, die ohne ein großes „Aber“ auskäme. Dafür berufst du dich, wenn es um Israel geht, gern auf ein paar lebende Juden. Du bestehst darauf, dass Israel nicht identisch ist mit den Juden, womöglich sprichst du sogar von „Zionismus“. Sicher lehnst du den Antisemitismus ab. Aber du kapierst nicht, dass „Schindlers Liste“ Geschichte ist und nun der Staat Israel an die Stelle dessen getreten ist, das früher „Weltjudentum“ hieß. Und diesem winzigen Flecken Erde, dem Staat der Überlebenden, hast du am allerwenigsten Ratschläge zu erteilen. Du am wenigsten.

Besser: Du lässt es.

http://www.taz.de/Kolumne-Besser/!143598/

Deniz Yücel: Waffen für Kurdistan!

Es ist moralisch und politisch notwendig, den Kurden und Jesiden im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ zu helfen. Doch sie stehen allein.

Auf sich gestellt: Kämpfer und Kämpferin der syrisch-kurdischen Miliz PYD am Mittwoch in der Grenzregion zum Irak. Bild: reuters

Neun Erklärungen von Außenminister Frank-Walter Steinmeier finden sich auf der Webseite des Auswärtigen Amtes aus den vergangenen sechs Wochen zu Gaza und Israel. Eine Erklärung zum Vormarsch der Miliz „Islamischer Staat“ (vormals Isis) im Nord-Irak, zu ihren Gräueltaten gegen Christen, Jesiden, Schiiten, Alawiten und säkulare Sunniten, zu den Flüchtlingen im Sindschar-Gebirge hingegen findet sich in diesem Zeitraum nichts. Keine einzige Erklärung des Ministers.

Das heißt jedoch nicht, dass man im Auswärtigen Amt gar keine Meinung hätte. Eine Aufrüstung der kurdischen Truppen wäre falsch, sagte kürzlich eine Sprecherin auf Nachfrage eines Journalisten. „Isis wird geschwächt, wenn man es schafft, dass die Sunniten, die Isis unterstützen, Isis nicht mehr diese Rückendeckung geben.“

Klar. Man kann es sich gut vorstellen, wie bereitwillig sich diese Leute an den Runden Tisch setzen, und auf Wunsch schickt die Bundesregierung bestimmt gerne einen Vermittler, Heiner Geißler müsste doch verfügbar sein. (Schlichtervorschlag: Köpfen von Ungläubigen jetzt nur noch werktags zwischen 9 und 17 Uhr, Kreuzigungen nur freitags.)

Mit dieser Kaltschnäuzigkeit steht die Bundesregierung nicht allein. „Kuddelmuddel im Irak: Kurden, Sunniten, Schiiten, Stalaktiten, alle wollen jetzt ein Stück vom Staatskuchen“, heißt es in der aktuellen Titanic so schön. Oder, wie ein Kommentator der ARD bereits im Januar, aber ganz ernsthaft meinte und was immer noch so ziemlich alle Kommentatoren meinen: „Die tief sitzende und berechtigte Unzufriedenheit der irakischen Sunniten bereitet den Eiferern einen fruchtbaren Boden.“

Immer nur Völker und Stämme

Mag sein. Mag sein, dass bei einer integrativeren Politik des Zentralstaats Isis nicht so leicht so tief in den Irak hätte vordringen können. Aber glaubt man wirklich, die Dschihadisten aus Tschetschenien, Afghanistan oder Dinslaken hätten sich davon abhalten lassen? („Ach, die sunnitischen Araber werden im Irak nicht ausgegrenzt? Dann lassen wir das mit dem Dschihad, war eh nur so eine Idee.“)

Was für ein Blödsinn. Einmal mehr zeigt sich das Elend des politischen Denkens in Deutschland seit Johann Gottfried Herder, Johann Gottlieb Fichte und Peter Scholl-Latour: Immer von Kultur zu reden, wo es um Politik ginge. Über Stämme und Völker und ihre „uralten Konflikte“ zu sinnieren, wo es um eine Erscheinung der Moderne wie den Islamfaschismus ginge. Und partout nicht zu begreifen, was den Unterschied zwischen Kultur und Zivilisation ausmacht.

Doch genau darum, um die Verteidigung der Zivilisation, geht es im Irak. „Wir stehen vor einem Völkermord, der in seinen Ausmaßen nur vergleichbar ist mit den Massakern in Ruanda und Darfur“, schreibt die Gemeinschaft der Jesidischen Vereine in Deutschland. Auch die Kurdische Gemeinde spricht von einem „drohenden Völkermord“. Das klingt dramatisch. Aber nach allem, was bekannt ist, ist es nicht übertrieben.

Gegen diese Höllenbrut, die aus Dantes Inferno entsprungen sein könnte oder aus einem besonders blutigen Mel-Gibson-Film, gegen diese Rackets namens Isis aber stehen die Kurden allein, wie schon so oft in ihrer Geschichte. Sie demonstrieren in Berlin, unter sich, ohne deutsche, arabische oder türkische Unterstützer und fast unbemerkt von den Medien. Und sie kämpfen allein. Die irakisch-kurdischen Peschmerga bekommen nun – trotz aller internen politischen Differenzen – Hilfe von der türkisch-kurdischen PKK, der syrisch-kurdischen PYD und den Selbstverteidigungskräften der Jesiden, einer kurdischen Bevölkerungsgruppe mit eigener Religion.

Schneller zu den Jungfrauen

Im Gegensatz zu den Isis-Milizen verfügen diese Kämpfer über keine schweren Waffen und sind allenfalls für den Guerillakampf ausgebildet. Da auf die irakische Zentralregierung kein Verlass ist, benötigen sie Hilfe von außen: Waffen, Munition, Unterstützung aus der Luft. Denn antworten kann man diese Bande von Lynchmördern nur in der Sprache, die sie verstehen; das einzige Mittel, sie aufzuhalten, besteht darin, ihren Weg zu den ersehnten 72 Jungfrauen abzukürzen. Das klingt martialisch. Aber anders hat man noch keine faschistische Armee von ihrem Tun abhalten können.

Die moralische Pflicht und die politische Notwendigkeit, den Kurden in ihrem Kampf gegen die Dschihadisten zu helfen, haben alle. Hoffnung auf militärische Hilfe aus Deutschland und Europa haben die Kurden indes nicht. Ihre Hoffnung heißt Amerika, wieder einmal. Und die USA stehen tatsächlich besonders in der Pflicht. Denn derzeit prallen zwei Folgen des Irakkrieges aufeinander: Einerseits haben die USA die Dschihadisten, die sie im Irak zu bekämpfen vorgaben, erst ins Land geholt. (Zwischenzeitig verlagerten sich diese nach Syrien, nun kämpfen sie in beiden Ländern.)

Andererseits hat der Irakkrieg die Autonome Region Kurdistan geschaffen, das erste längerlebige staatliche Gebilde der Kurden, das, anders als der restliche Irak, kein failed state ist, und, im Vergleich zu den Nachbarstaaten, weniger repressiv und einigermaßen säkular. Dass die Christen und Jesiden dort Zuflucht suchen und nicht etwa im Zentralstaat, dürfte kein Zufall sein.

Keine internationale Beachtung

Ähnlich ist die Konstellation in Syrien: Einerseits hat die Isis ihren Aufstieg nicht nur Geldgebern aus Saudi-Arabien oder Katar zu verdanken, sondern auch der Unterstützung etwa der Türkei. Andererseits ist die von kurdischen Milizen kontrollierte Region Rojava wohl die einzige, in der es heute um die Menschenrechte besser bestellt ist als vor Beginn des Aufstands gegen das Assad-Regime. Internationale Beachtung finden sie aber nicht. Zu den – gescheiterten – Friedensgesprächen im Februar in Genf waren sie nicht einmal eingeladen. Vielleicht ist der Angriff der Isis der Moment, der einen eigenen kurdischen Staat notwendig erscheinen lässt.

Doch darum geht es zur Stunde nicht. Zur Stunde geht es um eins: Kurden und Jesiden brauchen Hilfe, humanitäre wie militärische. Für das eine hat der Zentralrat der Jesiden in Deutschland ein Spendenkonto errichtet. Das andere müssen Staaten leisten. Auch Deutschland. Geboten wäre es zudem, all jenen Leuten das Handwerk zu legen, die die Isis-Kämpfer mit ständig neuem Kanonenfutter beliefern. Und mit noch etwas kann sich Deutschland nützlich machen: das PKK-Verbot aufheben. Im Nahen Osten gibt es auf absehbare Zeit nicht viele Kräfte, mit denen Demokratie zu machen ist. Die Kurden gehören dazu.

http://taz.de/Dschihadisten-und-Kurden/!143772/

Israels Recht

Für sein Vorgehen gegen die Hamas muss sich Israel nicht ­entschuldigen. Auf die Anklagebank gehören diejenigen, die die eigene Bevölkerung immer wieder ins Elend ziehen.

Von Pierre Heumann

Gaza könnte heute ein Singapur am Mittelmeer sein. Dass der Landstrich zwischen Israel und Ägypten zu den elendsten Gebieten dieser Erde gehört, haben sich die Palästinenser selbst zuzuschreiben. Sie haben die radikal­islamische Hamas gewählt, welche die 1,8 Millionen Menschen ins Verderben geführt hat. Damit entschieden sie sich für eine Bewegung, die nie ein Geheimnis aus ihren martialischen Absichten gemacht hat. Die Hamas brüstet sich bis heute damit, das Ende der jüdischen Geschichte voranzutreiben. Und sie setzt alles daran, dieses selbstgesetzte und in der Charta unmissverständlich fixierte Ziel zu erreichen – und sei es auf Kosten der eigenen Bevölkerung.

Israels Schlagabtausch mit der Hamas, dem palästinensischen Ableger der Muslimbruderschaft, ist kein isolierter Kampf. Er findet in ­einem regionalen Kontext statt, dem Vor­rücken der Dschihadisten im Irak, in Syrien, im Libanon und in Libyen. Der Machtzuwachs der ­Radikalislamisten ist eine direkte Folge des arabischen Frühlings, der den Einfluss ­vieler Nationen im Mittleren Osten arg reduziert hat. Dieses Vakuum nutzen Islamisten in gescheiterten Staaten wie Libyen, Syrien, dem Irak und in den Palästinensergebieten. Die Dschihadisten beobachten deshalb sehr genau, wie das Ringen zwischen der Hamas und Israel ausgeht.

Der Kampf ist für Europa entscheidend

Der Krieg gegen die Hamas hat auch eine ­globale Dimension. Ob Bengasi, Berlin, Boston, Brighton, Brüssel oder Burgas: Radikal­islamisten schlagen weltweit zu, und sie rekrutieren im Westen junge Menschen, die sich für den Heiligen Krieg begeistern können. Im globalen Krieg gegen den Terror ist Israel an vorderster Front engagiert. Der Kampf gegen die Hamas ist entscheidend für das künftige Leben in Europa oder in den USA. Hamas, Isis, al-Qaida, Boko Haram oder Hisbollah: Sie ­verachten die Demokratie, die Moderne, ­letztlich auch das Leben.

Die Unterschiede zu Israel könnten grösser nicht sein. Israel ist Teil der Gemeinschaft ­demokratischer Staaten. Obwohl die Nation von Anfang an stets und täglich ums Überleben kämpfen musste, umgeben von feindlichen Staaten und Gruppen, die Israel, wenn sie nur könnten, am liebsten ausradieren würden, hat sich das Land in den vergangenen Jahrzehnten zu einer sehr erfolgreichen und innovativen Start-up-Nation entwickelt, in der die grössten Konzerne der Welt mit Forschungs­labors oder Joint Ventures vertreten sind.

Israel war von Anfang an interessiert daran, dass sich auch die Wirtschaft von Gaza erbaulich entwickle. Als sich die israelische Armee und die 8000 Siedler im Jahr 2005 aus dem ­Gazastreifen zurückzogen und nach 38 Jahren die Besetzung beendeten, hatten die Palästinenser erstmals in ihrer jüngeren Geschichte eine Chance. Es flossen Spendengelder aus dem Westen, und nicht zu knapp. Zudem ­erhielten die Palästinenser alle Gewächs­häuser der israelischen Siedler als Geschenk. Das ­Präsent hätte Grundlage sein können für eine blühende Landwirtschaft, für Jobs und Einkommen. Die Grenze zu den israelischen Hafenanlagen war offen, dem Export von Früchten und Blumen standen keine Sperr­anlagen im Weg. Ein gemeinsam mit Israel ­betriebener Industriepark an der Grenze zwischen Gaza und Israel hatte zuvor rund 5000 dringend benötigte Jobs geschaffen.

Hilfsgelder für Kriegsinfrastruktur

Doch kaum waren die Palästinenser für ihr ­eigenes Schicksal verantwortlich, begann das Desaster. Ein grosser Teil der Treibhäuser – die Grundlage künftigen Wohlstandes – wurde vom Mob zerstört. Die Polizeikräfte von Präsident Machmud Abbas waren nicht in der Lage, den Vandalismus zu stoppen. Zudem been­dete ein Terroranschlag auf den Industriepark das Joint Venture und vernichtete so auf einen Schlag alle dortigen Arbeitsplätze.

Noch schlimmer wurde es, nachdem die ­Palästinenser im Jahr 2007 die radikalislamistische Hamas gewählt hatten. Statt in die­ ­Wirtschaft Gazas zu investieren, baute die ­Hamas den Küstenstreifen zu einer militärischen ­Bastion aus. Die ersten Raketen machten den Süden Israels unsicher, während die Hamas im Ausland die hohle Hand machte und Israel für die Not der Bevölkerung verantwortlich machte.

Europa übernahm dieses Narrativ bereitwillig. Es prangerte Jerusalem an, das Elend der Palästinenser durch die Absperrung zu provozieren, spielte den Terror der Hamas herunter – und überwies Hilfsgelder. Die Militanten der Hamas wurden als Freiheitshelden romantisiert. Dass Gaza sein elendes Schicksal even­tuell selber zu verschulden habe, war kein Thema. Wie in kolonialen Zeiten sprach der Westen den Palästinensern die Eigenverantwortung für ihr Schicksal ab. Die Warnung, wonach die Hamas die in bester Absicht überwiesenen Hilfsgelder nicht für humanitäre oder wirtschaftlich sinnvolle Zwecke verwende, sondern in die Kriegsinfrastruktur investiere, wurde in Bern, Brüssel und Berlin als ­böse Propaganda zurückgewiesen.

So konnte die Hamas den Krieg gegen Israel während Jahren systematisch vorbereiten, ­unterstützt von westlichen Steuergeldern. ­Allein, seit sie an der Macht ist, hat sie den Landstrich bereits dreimal in eine Schlacht mit Israel hineingezogen. Das Resultat: jedes Mal verheerend.

Trotzdem hat die Hamas an ihrem Ziel ­festgehalten, Israel zu zerstören. Sie kaufte Tausende von Raketen und grub Dutzende von Terrortunnels. Dabei beging sie das Verbrechen, die Abschussrampen der Raketen und die Tunneleingänge in dichtbesiedelten Gebieten anzulegen, Kommandozentralen in Spitälern unterzubringen, Raketenarsenale in Moscheen zu verstecken und Waffen in Uno-Schulen zu lagern. Die palästinensische Bevölkerung, die Patienten in Spitälern und die Nutzer sozialer Institutionen wurden zynisch als «menschliche Schutzschilde» instrumentalisiert. Die diabolische Absicht ist klar: ­Israels Angriff sollte unter der Zivilbevölkerung zu möglichst hohen Opferzahlen führen, die zu PR-Zwecken verwendet werden können, als Beweis für das brutale Vorgehen der israelischen Armee.

Das Kalkül ist aufgegangen. Israel sieht sich jetzt in der abstrusen Lage, sich dafür entschuldigen zu müssen, gegen den Terror der Hamas vorgegangen zu sein. Die Armee habe internationales Kriegsrecht verletzt, habe gegen humanitäre Prinzipien verstossen und ­ihre Angriffe seien unverhältnismässig gewesen, heisst es.

Diese Vorwürfe sind aus mehreren Gründen haltlos. Sie lassen ausser Acht, dass Israel zwei Gefahren ausschalten musste, nämlich das ­Raketenarsenal der Hamas sowie die Terrortunnels, durch die bereits Soldaten angegriffen und entführt worden sind. Allein in den letzten Wochen hat die Hamas rund 3300 Raketen auf Israel abgefeuert, viele auch auf Tel Aviv. Jede einzelne hatte das Ziel, israelische Zivilisten zu treffen, zu töten. Dass dabei kaum Zivilisten starben, liegt nicht daran, dass die Raketen ungefährlich wären, sondern daran, dass die Geschosse vom effizienten Raketenabwehrsystem «Iron Dome» abgefangen und zerstört wurden. Trotzdem haben sie das Leben in Israel durcheinandergebracht.

Weil in Gaza mehr als 1800 Menschen getötet und an die 10 000 verletzt wurden, ist Israel mit dem Vorwurf konfrontiert, sein Einsatz gegen den Hamas-Terror sei «unverhält­nismässig» gewesen. Doch wer Israel Unverhältnismässigkeit vorwirft, muss erklären können, was Israel hätte unternehmen sollen, um die akute Terrorgefahr der Hamas auszuschalten.

Ziel: israelische Bevölkerung

Auch wenn es Israels Kritiker nicht zur Kenntnis nehmen wollen: Israel ging, so gut es eben in der humanitären Falle, die von der Hamas gelegt worden war, ging, behutsam vor. Mit Flugblättern oder Telefonanrufen wurden Bewohner von Häusern, die bombardiert werden sollten, zum Verlassen aufgefordert. Dass sie das in der Regel nicht getan haben, ist der Hamas zuzuschreiben. Sie trieb die Menschen in den Tod, indem sie ihnen das Verlassen verbot oder es verunmöglichte. Die Fernseh- und ­Radiostationen der Hamas riefen zum Beispiel die Bevölkerung auf, ihr Leben zu opfern und nicht zu fliehen, wenn Israels Luftwaffe mit ­einem Angriff drohte. Stolz berichtete ein ­Hamas-Kommandant in einem Interview, wie er sich nach einer Warnung beeilt habe, Freunde, Nachbarn und die Familie aufzufordern, dem Angriff auf dem Dach des Hauses zu trotzen. Der Hamas-Mann Ismail Radwan pries Palästinenser dafür, ihre Frauen und Kinder und Alten geopfert zu haben.

Damit ist nicht gesagt, dass es keine tragischen Fehler der israelischen Armee gab in der Hitze des Gefechts. Aber Kriegsverbrechen ­setzen voraus, dass eine Absicht bestand, ­Zivilisten ins Visier zu nehmen, nur weil sie ­Zivilisten waren.

Diese Absicht bestand lediglich bei der Hamas: Sie zwang die eigene Bevölkerung, sich als «menschliche Schutzschilde» zu opfern. Zudem setzte sie gezielt Raketen gegen Israels Bevölkerungszentren ein, und durch die ­Tunnels plante sie Massaker in israelischen Dörfern im Grenzgebiet zum Gazastreifen. Auf die Anklagebank gehört deshalb nicht ­Israel, sondern die Hamas.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2014-32/israels-recht-die-weltwoche-ausgabe-322014.html

Die Deutschen

Und die Hamas?

Offener Brief von Kulturschaffenden «zum Krieg in Gaza».

Von Henryk M. Broder

Der Boden der deutschen Geschichte, so hört und liest man es immer wieder, reiche bis nach Palästina. «Wir Deutschen» hätten aufgrund unserer Geschichte nicht nur eine besondere Verantwortung gegenüber den Juden, sondern auch für die «Opfer der Opfer», also die Palästinenser. Hätten «wir» uns nicht an den Juden vergangen, gäbe es heute keinen Nahostkonflikt, könnten die Palästinenser in aller Ruhe ihre Felder bestellen, ohne von den Israelis schikaniert zu werden.

Diese Überlegung mag richtig oder falsch sein, sie treibt in jedem Falle seltsame Blüten. So hat vor zwei Wochen eine Gruppe von ­«Kulturschaffenden in Deutschland» einen «Offenen Brief zum Krieg in Gaza» veröffentlicht, der sich «an die Mitglieder des Deutschen Bundestages, an die deutschen Mitglieder des Europäischen Parlaments, an die deutsche ­Bundesregierung» richtet. Der Appell wurde inzwischen von 456 «Kulturschaffenden» unterschrieben, Schriftstellern (Ingo Schulze), Sängerinnen (Nina Hagen), Schauspielerinnen (Vera von Lehndorff) und vielen weiteren, die als Beruf Filmemacher, Musiker, Kulturwissenschaftler, Tänzer, Künstler, Übersetzer, Akademiker, Menschenrechtler, Familientherapeut, Sozialpädagoge, Rapper und DJ angeben. Die meisten sind eher in der zweiten und dritten Reihe des Kulturbetriebes aktiv, einer hat sich einen Namen als ehemaliger Informeller Mit­arbeiter der Staatssicherheit der DDR gemacht.

Worum geht es den deutschen Kulturschaffenden in ihrem offenen Brief an die Politik?

«Wir können», schreiben sie, «nicht schweigen», wenn «die israelische Armee zum wiederholten Male in einer Grossoffensive die Bevölkerung Gazas angreift»; da dieser Angriff «im Rahmen einer engen deutsch-israelischen militärischen, politischen und kulturellen ­Zusammenarbeit» erfolgt, wäre es die Pflicht der deutschen Amtsträger, «sich für die elementaren Rechte und den Schutz auch der ­palästinensischen Bevölkerung einzusetzen!».

Die Hamas wird in dem offenen Brief nicht einmal erwähnt. Es gibt sie nicht. Die Israelis greifen «die Bevölkerung» an, einfach so, aus Spass an der Freud. Der Boden der deutschen Geschichte reicht in der Tat bis Palästina. Wie immer ist der Jud an allem schuld.

„Die Weltwoche“, 14 August 2014

 http://www.weltwoche.ch/index.php?id=551898

Die drei besten Überschriften zum Nahostkonflikt

“Israel droht mit Selbstverteidigung”
FOCUS, 22.1.2006

“Gaza-Krieg: Israel erwidert trotz neuer Waffenruhe Beschuss aus Gaza”
SPON, 13.8.2014

“Im Gazastreifen haben Israelis und Palästinenser eine Verlängerung der Waffenruhe um fünf Tage vereinbart. Trotzdem reagierte die israelische Luftwaffe auf Geschosse, die im Süden des Landes einschlugen.”
TAGES-ANZEIGER, 14.8.2014

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/profis_am_werk

Siehe auch: Die Seelenstörung eines Psychologen

und: Die Konstanz-Jenaer Studie zu Einstellungen zum Nahostkonflikt

und: Der israelisch-arabische Psychologe Ahmad Mansour sieht den Antisemitismus in Deutschland als „schicht-     und bildungsübergreifend“. Er warnt, dass der Judenhass noch gewalttätiger werden könnte.

und: Der Haß der Muslime gegen Juden ist völlig außer Kontrolle.

und: Es ist unerträglich, wie allgegenwärtig Judenfeindlichkeit bis in die breite Mitte der Gesellschaft ist.

und: Der neue Bildersturm der Pol-Pot-Islamisten

Das Interview:

Armbrüster: Am Telefon hier im Deutschlandfunk ist jetzt Rolf Verleger. Er ist Psychologe, Buchautor und er war bis vor fünf Jahren Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland. Schönen Guten Morgen Herr Verleger.

Verleger: Guten Morgen Herr Armbrüster.

Armbrüster: Herr Verleger, was geht Ihnen da durch den Kopf, wenn Sie von solchen antisemitischen Parolen hören, die da in Berlin auf offener Straße gegrölt werden?

Verleger: Das finde ich sehr schmerzlich und ich denke aber, dass eben dieses ungelöste Palästina ist ein Problem und hier völlig wieder auf die Füße fällt und der Beitrag, den ich grad gehört habe, der lief ja live, dass die Zivilgesellschaft gefordert sei, ihrerseits ein Zeichen zu setzen. Das werde ich auch tun, indem ich nämlich nächsten Mittwoch mich an einer Demonstration beteiligen werde gegen das Massaker der Israelis in Gaza und indem wir als Juden hier gegen dieses Unrecht Stellung nehmen, das denke ich, ist die richtige Art und Weise, solche Ausbrüche von verständlicher Empörung über das, was dort abläuft, das in (grumpel-grumpel) in Bahnen zu lenken. Es haben ja sämtliche Kontrollmechanismen versagt.

Armbrüster: Herr Verleger, rechtfertigt denn eine Kritik an Israel, eine mögliche Kritik, rechtfertigt die, dass man durch Berlin läuft und antisemitische Parolen grölt?

Verleger: Nein, in keiner Weise, aber wer hat uns das denn eingebrockt? Wenn unsere Politiker alle sagen „Ja, das ist völlig richtig, was Israel macht“, wenn unsere Medien sagen „Ja, das ist völlig richtig, was Israel macht“, wenn die Repräsentanten des Judentums, nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich zum Beispiel, sagen „Ja, das ist doch ganz klar, wer gegen Israels Maßnahmen ist, der ist gegen Juden“, dann fordert man ja solche antisemitischen Parolen geradezu heraus. Es ist doch eine Absurdität diese Gewaltbereitschaft, diesen nationalreligiösen Hasse, der sich in der israelischen Gesellschaft aufgestaut hat, das mit der jüdischen Tradition von Nächstenliebe und von… dass das mal eine Religion war der tätigen Moral, wie es der Rabbiner Leo Baeck, der Führer des Judentums in Nazi-Deutschland, sagte „Das ist doch was völlig anderes geworden“, das muss man doch sehen und muss darauf reagieren und kann da nicht jeden Quatsch, den Israel dann macht, mitmachen.

Armbrüster: Würden Sie dann der israelischen Regierung das Recht absprechen, sich gegen den Terror der Hamas zu wehren?

Verleger: Würden Sie der Gaza-Bevölkerung das Recht absprechen, sich gegen den Terror Israels zu wehren? Ich meine, so kommt man doch nicht weiter, ja. Man muss doch Kausalketten sehen und was doch gelaufen ist, ist dass die Friedensverhandlungen unter Kerry zusammengebrochen sind aufgrund Israel, das hat Kerry ziemlich klar gesagt, aufgrund der weitergehenden Siedlungspolitik, aufgrund der nicht Freilassung von Gefangenen wie vereinbart. Daraufhin hat sich palästinensische Hamas mit Fatah zusammengetan, das wurde allgemein begrüßt in USA und Europa und nur Netanjahu wollte das zerschlagen und hat eine Kampagne gegen die Hamas gestartet und dann wurden diese drei israelischen Schüler entführt und diese Kampagne hat er ja benutzt dann, um die gesamte Hamas-Investbank zu zerschlagen, im Gazastreifen auch noch ein paar Leute umzubringen, das steht ja nicht in der Zeitung. Dass die dann ihre komischen Raketen abschießen, das ist nicht schön, aber das ist doch eine verständliche Folge all dieser Dinge, ja. Da kann man doch nicht irgendwo aufhören und sagen „Ja, das war jetzt aber Gewalt, da müssen wir dagegen sein“.

Armbrüster: Aber klingt das jetzt nicht alles… ist das jetzt nicht alles sehr verharmlosend, wie Sie das darstellen? Ich meine, Israel steht seit Jahren unter dem Beschuss dieser Raketen, die israelische Armee hat sich aus dem Gazastreifen komplett zurückgezogen und Israel wird trotzdem nach wie vor befeuert aus diesem Streifen. Ist es da nicht verständlich, dass die israelische Armee sagt „Wir wollen dem Einhalt gebieten“?

Verleger: Ja, nur ein Punkt, sie hat sich zwar aus dem Gazastreifen zurückgezogen, aber der Gazastreifen ist ein großes Gefängnis, wie man jetzt gerade sehen kann und der Schlüsselwert heißt Ägypten und Israel. Als ich 15 war, war da sechs Tage Krieg. Damals sagte meine Religionslehrer „Bisher waren Zionismus und religiöses Judentum ein Gegensatz und haben sich erbittert bekämpft. Jetzt wo der Zionismus die heiligen Stätte erobert hat, sehe ich die Gefahr, dass hieraus ein klerikalfaschistisches Amalgamentsteht“ und so ist das gekommen. Sie unterschätzen und verharmlosen was in Israel eine Ideologie herrscht oder zumindest da ist in dieser Siedlerbewegung und die Regierung Netanjahu vor sich hertreibt und das kann man nicht gut finden. Da muss man gegen halten.

Armbrüster: Herr Verleger, ich habe es gesagt, Sie waren bis vor wenigen Jahren Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland, gibt es dort andere Mitglieder, die mit dieser doch sehr deutlichen Meinung von Ihnen übereinstimmen oder stehen Sie da allein?

Verleger: Ich bin ganz klar in der Minderheit, das ist völlig klar. Das europäische und deutsche Judentum ist ja tot und die kümmerlichen Reste, die wir haben, wir sind ja froh, wenn wir uns irgendwie berappeln können. Natürlich gibt es Leute, die so denken wie ich. Ich meine, ich möchte nochmal etwas Grundsätzliches sagen: Sie fragen mich dazu, ob das gut und richtig ist, was die arabischen Jugendlichen da in Berlin schreien. Ich bin der falsche Mann dafür, Sie müssen das Imam fragen. Ich finde, jeder muss vor seiner eigenen Tür kehren und schauen, was er für den Konflikt getan hat. Dass das nicht richtig, was die in Berlin gemacht, ist ja unstrittig.

Armbrüster: Aber fühlen Sie sich als Jude in Deutschland, als deutscher Jude, davon nicht angesprochen?

Verleger: Selbstverständlich und ich versuche das zu bekämpfen, indem ich sage, das Judentum ist nicht Israels nationalreligiöse Politik. Das Judentum hat eine völlig andere Tradition und das Judentum ist ein Teil unseres Landes und Europas und die Wurzel des ganzen Konfliktes ist ja, weil Europa vor 100 Jahren mit seiner jüdischen Minderheit nicht fertig wurde und dieses Problem dorthin nach Palästina exportiert hat und das fällt jetzt alles eben wieder auf uns zurück, das war nämlich keine Lösung.

Armbrüster: Können Sie es denn verstehen, wenn viele deutsche Politiker vorsichtig sind mit Kritik an Israel, allein wegen der deutschen Geschichte?

Verleger: Nein, das kann ich nicht mehr verstehen. Ich meine, was hat das mit meiner ermordeten Verwandtschaft zu tun, dass da jetzt ein solches Unrecht im Nahen Osten geschieht? Man kann doch nicht mit Verweis auf schreckliche Dinge in der Vergangenheit weiter heute Unrecht geschehen lassen. Das ist die völlig falsche Lehre, die da gezogen wird. Ich kann das nicht mehr verstehen. Ich finde das sind Angsthasen und ich finde, sie sollten mal das sagen, was sie nach abgeschalteten Mikrofonen sagen, das sollen sie mal bei laufenden Mikrofonen sagen.

Armbrüster: Was würden Sie denn von deutschen Politikern erwarten?

Verleger: Ich finde es eine Absurdität, sich hinzustellen und zu sagen, das sei das selbstverständliche Verteidigungsrecht Israels, jetzt dieses Massaker in Gaza anzurichten. Das ist doch… Jeder vernünftige Mensch sagt sich, da stimmt doch was nicht und wenn dagegen Protest laut wird, der dann überbordet, dann muss man sich doch nicht wundern, wenn man so einen Blödsinn sagt.

Armbrüster: Wie schätzen Sie ein oder wie beurteilen Sie das, wie sich die israelische Regierung in diesem Konflikt positioniert?

Verleger: Die hat den angefacht. Es geht ja darum, dass verhindert werden sollte, dass Fatah und Hamas sich einigen, das wollte Netanjahu nicht haben und da hat er eine Kampagne gestartet in der Westbank, die hunderte von Hamas verhaftet, weil sind ja auch ein paar Leute totgegangen, darauf basierte ja diese Entführung der drei Jugendlichen, die ja sofort tot waren, aber das wurde ja ignoriert, um diese Kampagne weiterzuführen. Die sind auf dem völlig falschen Weg. Dieser Konflikt, man kann auf gerauchtem Sand nicht in Frieden leben. Das Land ist den Palästinensern weggenommen worden und es muss eine vernünftige friedliche Regelung her, die bedeutet, dass Israel schmerzhafte Kompromisse machen muss.

Armbrüster: Sagt Rolf Verleger, ehemaliges Mitglied beim Zentralrat der Juden in Deutschland. Vielen Dank für das Gespräch.

Interview – Deutschlandfunk

Ausgewählte aktuelle Beiträge aus dem Angebot vom Deutschlandfunk

Interview mit Rolf Verleger zu den antisemitischen Protesten in Deutschland

Dienstag, 22. Juli 2014 06:50

Autor: Armbrüster, Tobias

http://www.deutschlandfunk.de/podcast-interview.695.de.podcast.xml

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/07/22/dlf_20140722_0650_10f07227.mp3

Epilog: It will be a very Happy End

Grateful Media

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Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
http://www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

 I think for food

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Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.
line-wordpress

Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islam is not responsible for anything Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists.

 People feel always terrible offended if you do not believe their lies.

 

Es ist an der Zeit, daß wir politische Korrektheit in den Müll werfen / It is time we take political correctness and throw it in the garbage (german/english)

CNS Nachrichten beste vier-minütige Rede aller Zeiten

Schlüssel:-

I:       Die Befragerin (Interviewerin)

R:      Die Antwortende (Interviewte)

 

I:       Friede sei mit euch allen, mein Name ist Saba Ahmed und ich bin eine Jura-Studentin an einer US-Amerikanischen Universität. Ich bin hier um euch eine einfache Frage zu stellen. Mir ist bewußt, daß wir den Islam und alle Muslime als schlecht darstellen, jedoch gibt es 1.8 Milliarden Anhänger des Islams. In den Vereinigten Staaten gibt es alleine über 8 Millionen Muslime und diese werden hier nicht vertreten. Aber meine Frage ist: Wie können wir einen Ideologiekrieg mit Waffen führen? Wie können wir diesen Krieg je beenden? Die Ideologie des (terroristischen) Dschihad die hier besprochen wird ist eben das, eine Ideologie. Wie wollen wir jemals siegen wenn wir nicht in der Lage sind das Ganze auf ideologischer Ebene anzugehen?

 

R:      Klasse Frage. Es freut mich, daß Sie hier sind und auch, daß sie dies erwähnt haben, da wir so eine Möglichkeit haben es zu besprechen. Was ich so erstaunlich finde ist, daß wir am Anfang dieses Gremiums über den Angriff auf unserer Leute, nicht eine Person die Muslime erwähnte. Wir sind hier nicht gegen den Islam und nicht um Kriege gegen Muslime anzuzetteln, wir sind hier um darüber zu diskutieren wie vier Amerikaner gestorben sind und was unsere Regierung tut. Wir sind nicht da um Muslime schlecht zu reden. Sie sind Derjenige der die Angelegenheit bezüglich der Mehrheit von Muslimen angesprochen hat. Daher, erlauben Sie mir mit meiner Antwort dieses Thema ausführlich auszuarbeiten. Selbstverständlich sind nicht alle radikal. Die Mehrheit von ihnen sind friedliebende Menschen. Die Anzahl der radikalen wird laut weltweiten Geheimdiensten auf zwischen 15-25% geschätzt. Das bedeutet daß über 75% friedliche Menschen sind. Wenn man aber von 15-25% der muslimischen Welt spricht, spricht man von ca. 180-300 Millionen Menschen die ihr Leben der Zerstörung der westlichen Zivilisation widmen. Das grenzt an die Anzahl der Bürger der Vereinigten Staaten. Warum sollten wir uns als wegen der radikalen 15-25% Sorgen machen? Weil es die radikalen sind die töten, weil es die radikalen sind die enthaupten und massakrieren. Wenn man die Geschichte beachtet merkt man, daß die Mehrzahl der Deutschen auf friedlich war und trotzdem führten die Nazis ihre Agenda durch und folglich kamen 60 Millionen Menschen ums Leben. Fast 14 Millionen in Konzentrationslagern – sechs Millionen davon Juden. Die friedliebende Mehrheit war unbedeutsam. Wenn man nach Rußland schaut waren auch die meisten Russen friedlich, trotzdem gelang es den Russen 20 Millionen Menschen zu töten. Die friedliebende Mehrheit war unbedeutsam. Wenn man zum Beispiel nach China blickt waren auch die meisten Chinesen friedlich, trotzdem gelang es China 70 Millionen Menschen zu töten. Wenn man ins Japan vor dem zweiten Weltkrieg schaut waren auch die meisten Japaner auch friedlich, trotzdem gelang es Japan sich durch Süd-Ost Asien zu „metzgern“, wobei 12 Millionen Menschen hauptsächlich mit Seitengewähren und Schaufeln ermordet wurden. Auch hier nützte die friedwollende Mehrheit nichts… Am 11. September lebten 2.3 Millionen Muslime arabischer Abstammung in den Vereinigten Staaten. Es bedurfte lediglich 19 Entführer, 19 Radikale, um Amerika auf die Knie zu zwingen, das World Trade Center zu zerstören, das Pentagon anzugreifen und nahezu 3000 Amerikaner zu töten. Die friedliche Mehrheit war auch hier irrelevant. Im Sinne aller unserer Kräfte der Vernunft und Gespräche über bescheidene und friedliche Muslime bin ich über Ihre Anwesenheit dankbar, frage mich jedoch wo die anderen sich äußern und da Sie der einzige Vertreter der Muslime hier sind, sparen Sie sich den Applaus bitte, Danke, und da Sie der einzige anwesende Vertreter der Muslime sind stellten Sie sich ins Rampenlicht anstatt einfach darüber zu sprechen ob unsere Regierung – ich gehe mal davon aus, daß Sie Amerikaner sind, amerikanischer Staatsbürger, so saßen Sie als amerikanischer Staatsbürger in diesem Zimmer und anstatt aufzustehen und eine Frage zu stellen die unsere vier ums Leben gekommenen Amerikaner betrifft und was unsere Regierung tut um dieses Problem zu bewältigen, standen Sie da um auf friedliche und bescheidene Muslime zu verweisen. Ich wünschte Sie hätten zehn mitgebracht um zu fragen wie wir unsere Regierung dafür zur Verantwortung ziehen können. Es ist an der Zeit, daß wir politische Korrektheit in den Müll werfen, wo sie hingehört und damit beginnen Dinge bei ihrem Namen zu nennen.

 

CNS news best 4 minutes speech ever

Key:-

I:       Interviewer

R:      Respondent

 

I:       Peace to you all, my name is Saba Ahmed, I’m a law student at an American university. I am here to ask you a simple question. I know that we portray Islam and all Muslims as bad but there is 1.8 billion Muslim followers of Islam. We have 8 million plus Muslim Americans in this country and I don’t see them represented here. But my question is how can we fight an ideological war with weapons? How can we ever end this war? The jihadist ideology that you talk about is an ideology. How can you ever win this thing if you don’t address it ideologically?

 

R:      Great question, I am so glad you’re here and I am so glad you brought that up because it gives us an opportunity to answer. What I find so amazing is at the beginning of this panel which we are here about the attack against our people, not one person mentioned Muslims. We are herenot  against Islam or we’re not launching war against Muslims, we are here to discuss how four Americans died and what our government is doing. We are not here to bash Muslims. You are the one who brought up the issue about most Muslims, not us. Since you brought it up, allow me to elaborate with my answer. There are 1.2 billion Muslims in the world today. Of course not all of them are radicals. The majority of them are peaceful people. The radicals are estimated to be between 15-25% according to all intelligence services around the world. That leaves seventy five per cent of them peaceful people. But when you look at 15-25% of the world Muslim population, you are looking at the 180 million to 300 million people dedicated to the destruction of western civilization. That is as big as the United States. So why should we worry about the radical 15-25%? Because it is the radicals that kill, because it is the radicals that behead and massacre. When you look throughput the history, when you look at all the lessons of history, most Germans were peaceful yet the Nazis drove the agenda and as a result 60 million people died. Almost fourteen million in concentration camps. 6 billion were Jews. The peaceful majority were irrelevant. When you look at Russia, most Russians were peaceful as well yet the Russians were able to kill 20 million people. The peaceful majority were irrelevant. When you look at China for example, most Chinese were peaceful as well yet the Chinese were able to kill seventy million people. The peaceful majority were irrelevant. When you look at Japan prior to World War 2, most Japanese were peaceful as well yet Japan was able to butcher its way across South East Asia, killing 12 million people mostly killed with bayonets and shovels. The peaceful majority were irrelevant. On September 11th in the United States, we had 2.3 million Arab Muslims living in the United States. It took nineteen hijackers, nineteen radicals, to bring America down to its knees, to destroy the World Trade Centre, attack the Pentagon and kill almost 3000 Americans that day. The peaceful majority were irrelevant. So for all our powers of reasons and us talking about moderate and peaceful Muslims, I’m glad you’re here, but where are the others speaking out and since you are the only Muslim representative, save your applause to the end, thank you, and since you are only Muslim representative in here you took the limelight instead of speaking about whether our government, and I assume are you an American, you are an American citizen, so as an American citizen you sat in this room and instead of standing up and saying a question or asking something about our four Americans that died and what our government is doing to correct the problem, you stood there to make a point about peaceful moderate Muslims. I wish you brought 10 with you to question about how we can hold our government responsible. It is time we take political correctness and throw it in the garbage where it belongs and start calling a spade a spade.

 

 

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

 

Stupidity is demonstrated by people lacking knowledge they could achieve.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice attempt to avoid upsetting fools unwilling to face the truth.

 

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I think for food-2

molon labe

 

Israel vs. den Rest der Welt / Israel vs. the rest of the world / Izrael kontra reszta świata (german/english/polish)

The-Hamas-Missile-Defense-Shield

Israel vs. den Rest der Welt

Von Dawid Karbowiak, 12.07.2014

http://www.Polska-zbrojna.pl/Home/articleshow/13142?t=Izrael-kontra-reszta-SWIATA

 

Muslime fühlten sich von der westlichen Zivilisation ab dem Moment verraten, als diese die Schaffung des Staates Israel genehmigte. Sie wurden betrogen (in ihrer Meinung) durch den Westen, und ein Augenblick später gedemütigt in den nachfolgenden Kriegen durch Israel und daher ihr Haß . Was jetzt im Nahen Osten passiert, ist seit langer Zeit nicht nur ein Krieg um bürgerliche Freiheiten für Palästinenser oder um die Unabhängigkeit des Gaza Streifens. Es ist einfach ein Krieg aus purem Haß – meint der Kolumnist Dawid Karbowiak.

Eine andere Sache sind die historisch-kulturellen Unterschiede zwischen uns und der muslimischen Welt, die auf die Zeit der Kreuzzüge zurückgeführt werden können. Beachten Sie, dass das Ethos der Europäischen Ritter war, unter dem Banner der Wimpel und Flattern der Flaggen im offenen Feld einen fairen Kampf mit offenem Helm, in Uniformen und Flaggen zu führen (Ja, Europa denkt so, wir denken so). Araber sind jedoch Schöpfer der Assassinen, der Hinterhalte, der Attentäter… und das ist ihr Kampfstil (weder verurteilend noch lobend muß man anmerken, daß ihr Kampfstil sich ganz vom unseren unterscheidet). Wir bevorzugen im offenen Feld zu kämpfen, sie kämpfen heimlich, und jede der Kulturen verachtet den Kampfstil der anderen Seite. Es gibt diese Unterschiede, die am Ende den gegenseitigen Haß steigern. Nicht so sehr, dass wir den Feind selbst hassen, sondern weil wir seine Art zu kämpfen verachten.

Ich werde es nie verstehen, was der Westen Israel vorzuwerfen hat, dem einzige Land aus dem „Westen“ (sie spielen Fußball bei den Europameisterschaften und nicht in Kleinasien), sie sind fähig die Strategie der Terroristen zu übernehmen, zu adaptieren und diese gegen jene anzuwenden. Waren Juden in Europa unterwegs – war es schlecht, bekamen sie eigenen Staat und ein Stück der Wüste, dann ist es auch nicht recht. Ich darf daran zu erinnern, daß es die UN (also wir!) waren, die ihnen in diesem Teil der Welt die Wüste übergab.

Israel ist ein Land, dessen Mittelpunkt sein Überleben ist. Sie sind sich bewusst, dass der erste Krieg, den sie verlieren, ihr letzter sein würde. Und dies wird nicht eine Besatzung, Verfolgungen oder Assimilation, sondern Vernichtung und ein nächster Holocaust. Ihre Vettern aus der Wüste werden sie im Mittelmeer ertrinken. Die Israelis sind sich dessen bewußt, daß sie sich es nicht leisten können, einen politisch korrekten Krieg gegen den Terrorismus zu führen. Sie müssen Terroristen mit deren eigenen Methoden bekämpfen. Und sie wissen, wie sie es tun müssen. Sie geben nicht viel drauf, was über sie CNN oder BBC, WikiLeaks, Ärzte ohne Grenzen und die Natur-Schützer sagen. Sie tun das, was ihrer Ansicht nach notwendig ist, um die Sicherheit ihrer Bürger zu gewährleisten. Und sie tun es richtig. Effektiv.

Alle Terroristen der Welt wissen, daß man El Al-Flugzeuge nicht entführt! Sie haben es am Flughafen in Entebbe und an Board von Sabena in Tel Aviv gelernt. Um ehrlich zu sein, das ist was wir im Westen von ihnen lernen sollten, wie man gegen den Terrorismus kämpft.. Da die Koalition nach 10 Jahren des Engagements in Afghanistan und im Irak bestenfalls ein Patt erreichte, aber Israel von Feinden umgeben weiterhin besteht. Ein Krieg ist furchtbar, jeder Krieg ist furchtbar, und wie Terroristen einen Krieg führen, ist am Furchtbarsten. Man kann den Krieg nicht in weißen Handschuhen gewinnen, unter den Lichtblitzen von Kameras. Manchmal muß man sich auf das Niveau der Terroristen begeben und sie dort treffen, wo es sie am meisten schmerzen wird.

Im Herbst 1985 tötete Hisbollah im Libanon einen sowjetischen Diplomaten und drei nahm sie als Geiseln. Offiziere der sowjetischen Sicherheitskräfte entführten daraufhin einen Verwandten der Entführer, kastrierten ihn, steckten ihm seine Hoden in den Mund und erschossen ihn. Sein Leichnam wurde den Terroristen geschickt mit der Nachricht, wenn die Geiseln nicht freigelassen werden, dann wird das gleiche Schicksal andere Mitglieder der Terrororganisation treffen. So kämpft man gegen Terrorismus. Wenn wir dafür nicht bereit sind und solche Taktik verabscheuen, dann wäre es besser, wenn wir unsere Häuser nicht verlassen. Darüber hinaus ist ein brutaler und unerbittlicher Kampf gegen den Terrorismus nicht nur die Domäne des „banditischen“ Israels. Erinnern Sie sich nur, wie die britische Armee mit der IRA umging. Das Jahr 1981, Maze Gefängnis, Robert Sands, Derry, 1972, Blutiger Sonntag – sagt es noch jemand etwas?

Und daß Israel von den USA und der jüdischen Diaspora-Gemeinschaft aus der ganzen Welt finanziert wird? Na und? Wir nicht? Und wer hat das Geld für die Ausbildung und Ausrüstung von unserem Nationalstolz, Grupa Reagowania Operacyjno-Manewrowego (GROM-u) gegeben? Toto-Lotto? Wenn USA uns hilft, dann es ist gut, wenn es Juden hilft –dann ist falsch? Das ist Kali Philosophie (Kali wird Kuh geklaut: böse, Kali klaut eine Kuh: gut).

Man kann um so eine Diaspora, die in der ganzen Welt verbreitet ist, Medīnat Yisrā’el (Staat Israel) nur beneiden.

Von Israel und der israelische Armee (IDF) sollten wir (Polen), ein relativ kleines Land, umgeben von viel größeren Nachbarn (Russland, Deutschland), lernen, wie wir für unsere Sicherheit sorgen sollen. Denn im Falle eines weiteren Krieges im Nahen Osten wird USA Geld und Ausrüstung an Israel vielleicht liefern, aber die US-Marines auf dem Sinai werden vermutlich nicht landen. Und glauben Sie mir… bei uns wird es ähnlich aussehen, die USS Ronald Reagan wird in der Ostsee nicht auftauchen. Höchstens ein Frachter mit einer Ladung Munition … oder mit Baskenmützen.

 

Israel vs. the rest of the world

By Dawid Karbowiak, July 12th 2014

http://www.Polska-zbrojna.pl/Home/articleshow/13142?t=Izrael-kontra-reszta-SWIATA

Muslims felt betrayed by the western civilization since they approved of the establishment of an Israeli state. They were betrayed (in their opinion) by the west and just moments later humiliated in the following wars by Israel, and thus their hatred. What is now happening in the Middle East, has long been more than just a fight for civil freedoms of Palestinians or for the independence of the Gaza Strip. It is simply a war out of pure hatred – says the columnist Dawid Karbowiak.

Another thing are the historical and cultural differences between us and the Islamic world, which goes back to the time of the crusades. Keep in mind that the ethos of European knights was to fight under the banner of bunting and flittering of the flag in the open field… A fair fight with open helmet, in uniform and flags (Yes, Europe thinks this way, we think this way). Arabs however are the creators of the Secret order of Hashasheen, ambushes and assassins… and that is their style of fighting (without praise or damnation one must acknowledge that their fighting style substantially differs from ours). We prefer fighting in the open field, they fight occultly and each culture despises the style of the opponent. There are these differences, which in the end only fuel the hatred. Not as much because we hate the actually enemy, but simply because we despise their way of fighting.

I will never understand what the West can hold against Israel, the only nation from the “West” (they play soccer at the European Championship and not in Asia Minor), are capable of taking over and adapting the strategies of the terrorists and using these against them. When the Jews were spread across Europe it was bad, now they have their own State and a piece of the desert, and it is still not right. I must reminded that it was the UN (meaning us!) who gave them the desert in this part of the world. Israel is a country with survival at its center. They are very conscious of the fact, that the first war they lose will likely be their last. And it won’t be in the form of an occupation, persecution or assimilation, but destruction and the next holocaust. Their cousins from the desert will drown them in the Mediterranean Sea. The Israelites are well aware that they cannot afford to wage a politically correct war against terrorism. They must fight the terrorists with their own methods. And they know how they have to do it. They pay little attention what is said about them by CNN or BBC, WikiLeaks, Doctors without Borders and the environmentalists. They do that which according to their views is necessary to protect their population. And they do it correctly.. Effectively.

All terrorists worldwide know not to kidnap El Al Airplanes! They learned that at the airports in Entebbe and aboard Sabena in Tel Aviv. To be honest, that’s what we should learn from them here in the west: How to fight terrorism. Especially considering that the coalition at best reached a stalemate after 10 years of engagement in Afghanistan and Iraq, while Israel is surrounded by enemies and continues to exists. A war ist terrible, every war is terrible, and the way terrorists wage war is the worst. One can’t win war wearing white gloves und under flashes of cameras. Sometimes one must stoop down to the level of the terrorists and attack them where it hurts most.

In autumn of 1985 Hisbollah killed a soviet Diplomat in Lebanon and took three hostages. Officials of soviet security forces then kidnapped a relative of one of the kidnappers, castrated him, stuck his valuables in his mouth and shot him. This corpse was then sent to the terrorist with the message that if the hostages aren’t released, this action will be repeated with other family members of the kidnappers. That’s how to fight terrorism. If we are not willing to make use of such tactics, it would be best of us not to leave our homes. In addition such a brutal and merciless fight against terrorism isn just the field of the “outlaw” Israel. Just take a look back at how the British Army dealt with the IRA. The year 1981, Maze Prison, Robert Sands, Derry, 1972, Bloody Sunday – does that ring a bell?

And that Israel is financed by the USA and the Jewish Diaspora Society all over the world? So what? Aren´t we? And who has provided the money for the education and equipment of our national pride, Grupa Reagowania Operacyjno-Manewrowego (GROM-u)? 7-Eleven? If the United States helps us, it’s good, but when it helps Jews – then that is wrong? That’s Kali philosophy (A cow is stolen from Kali: bad, Kali steals a cow: good). One can only admire such a Diaspora that is spread across the entire world Medīnat Yisrā’el (State Israel). We the people of Poland, a relatively small nation surrounded by large neighbors (Russia, Germany), should learn how to protect ourselves from Israel. Because in the event of another war in the Middle East, the United States will provide Israel with money and arms, but the US-Marines will most likely not land on the Sinai. And believe me… It will look similar for us… The USS Ronald Reagan won’t appear in the Baltic Sea. At best a cargo ship with shipment of ammunition … or with berets.

 

 

Izrael kontra reszta świata

David Karbowiak, 12.07.2014

http://www.Polska-zbrojna.pl/Home/articleshow/13142?t=Izrael-kontra-reszta-SWIATA

Muzułmanie poczuli się zdradzeni przez cywilizację zachodnią w chwili, gdy ta zezwoliła na utworzenie państwa Izrael. Zostali zdradzeni (w ich mniemaniu) przez Zachód, a chwilę później upokorzeni w kolejnych wojnach przez Izrael i stąd ich nienawiść… To, co dzieje się teraz na Bliskim Wschodzie, to już od dawna nie jest wojna o wolności obywatelskie Palestyńczyków czy niezależność Strefy Gazy. To zwykła wojna z nienawiści – uważa Dawid Karbowiak, felietonista, pasjonat wojskowości, współpracownik portali poświęconych siłom specjalnym.

Inna sprawa to różnice historyczno-kulturowe między nami i światem muzułmańskim, które sięgają czasu krucjat. Zauważcie, że etos rycerza europejskiego to walka pod sztandarem, z powiewającymi proporcami, na otwartym polu… Uczciwa bitwa z otwartą przyłbicą, w mundurach i z flagami (tak funkcjonuje Europa, tak my myślimy). Arabowie natomiast to twórcy asasynów, skrytobójców, zamachowców… i to jest ich styl walki (nie potępiając go ani nie pochwalając, trzeba zauważyć, że jest znacząco od naszego odmienny). My preferujemy walkę w polu, oni walkę skrytą i każda z kultur pogardza stylem tej drugiej strony. Tu są te różnice, które nakręcają wzajemną nienawiść. Nie tyle, że nienawidzimy wroga, ale dlatego, że pogardzamy jego sposobem walki.

Nigdy natomiast nie zrozumiem, co ludzie Zachodu mają do Izraela, który jako jedyny z krajów „Zachodu” (w piłkę nożną grają w mistrzostwach Europy, a nie Azji Mniejszej) potrafi przejąć i zaadoptować strategię terrorystów i zastosować ją przeciwko nim samym. Szwendali się Żydzi po Europie – było źle, dostali własne państwo i kawałek pustyni, też źle. Przypominam, że to ONZ (czyli my!) im ten kawałek pustyni dała.

Izrael to kraj ukierunkowany na przetrwanie. Oni dobrze wiedzą, że ich pierwsza przegrana wojna będzie ich ostatnią. I nie będzie to okupacja, prześladowania czy wynarodowienie, ale eksterminacja i kolejny Holokaust. Ich kuzyni z pustyni potopią ich w Morzu Śródziemnym. Izraelczycy, mając świadomość tego, nie mogą sobie pozwolić na toczenie politycznie poprawnej wojny z terroryzmem. Oni muszą walczyć z terrorystami ich własnymi metodami. I dobrze wiedzą, jak to robić. Nie przejmują się tym, co o nich powie CNN czy BBC, WikiLeaks, Lekarze Bez Granic czy Liga Ochrony Przyrody. Robią to, co uważają za konieczne, aby zapewnić swoim obywatelom bezpieczeństwo. I robią to dobrze. Skutecznie.

Wszyscy terroryści na świecie wiedzą, że samolotów El Al się nie porywa! Nauczyli się tego na lotnisku w Entebbe i na pokładzie Sabeny w Tel Awiwie. Szczerze mówiąc, to właśnie my, Zachód, powinniśmy brać od nich lekcje, jak walczyć z terroryzmem. Bo koalicja po 10 latach zaangażowania w Afganistanie i Iraku osiągnęła co najwyżej naciągany remis, a Izrael otoczony przez wrogów trwa. Wojna jest paskudna, każda wojna jest paskudna, a ta, którą prowadzą terroryści, jest najpaskudniejsza ze wszystkich. Nie da się jej wygrać w białych rękawiczkach przy błysku fleszy i kamer. Czasami trzeba zniżyć się do poziomu terrorysty i uderzyć go tam, gdzie zaboli go najbardziej.

Jesienią 1985 roku w Libanie Hezbollah zabił jednego radzieckiego dyplomatę, a trzech wziął do niewoli. Funkcjonariusze radzieckich służb bezpieczeństwa porwali krewnego lidera Hezbollahu, wykastrowali, a następnie wsadzili klejnoty do gardła i zastrzelili. Ciało wysłano do terrorystów z dołączoną wiadomością, w której zagrożono, że jeśli dyplomaci nie zostaną wypuszczeni, taki sam los spotka innych członków terrorystycznej organizacji. Tak się walczy z terroryzmem. Jeżeli nie jesteśmy na to gotowi i brzydzimy się taką taktyką, to lepiej było nie ruszać się z domu. Zresztą brutalna i bezpardonowa walka z terroryzmem to nie tylko domena tego „bandyckiego” Izraela. Przypomnijcie sobie to, jak postępowała armia brytyjska z IRA. 1981 rok, więzienie Maze, Robert Sands, Derry, 1972, Krwawa Niedziela – mówi to komuś coś?

A że Izrael jest finansowany przez USA i żydowską diasporę na całym świecie? No i co z tego? A my to nie? A pieniądze na powstanie, wyszkolenie i wyposażenie naszej dumy narodowej, GROM-u, to kto dał? Totalizator Sportowy? Jak USA nam pomaga – to dobrze, jak Żydom – to źle? Filizofia Kalego. Natomiast takiej diaspory, jaką ma do dyspozycji na świecie Medīnat Yisrā’el, to im tylko pozazdrościć.

Od Izraela i IDF powinniśmy się my, jako stosunkowo małe państwo otoczone przez dużo większych sąsiadów (Rosja, Niemcy), uczyć, jak zapewnić sobie bezpieczeństwo. Bo w razie kolejnej wojny na Bliskim Wschodzie to USA może kasę i sprzęt Izraelowi da, ale US Marines raczej na Synaju nie wyładują. I uwierzcie… u nas będzie podobnie, USS Ronald Reagan na Bałtyk nie wpłynie. Co najwyżej frachtowiec z amunicją… albo ładunkiem beretów.

Dawid Karbowiak

tłumacz, podróżnik, felietonista, pasjonat wojskowości, współpracownik portali poświęconych siłom specjalnym

 

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“Israel-Kritik” revisited: Die Judenhasser lassen die Maske fallen

“Israel-Kritik” revisited: Die Judenhasser lassen die Maske fallen

Eigentlich müsste man ihnen dankbar sein: Während es – gerade in der Linken – seit Jahrzehnten Streit darum gibt, ob und inwiefern sogenannte “Israel-Kritik” und sogenannter “Anti-Zionismus” nur schlecht getarnter Antisemitismus im neuen Gewand sind, lassen viele der aktuellen Pro-Gaza-Demos keinen Zweifel mehr: Parolen wie “Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein” dürften wohl seit 1945 nicht mehr in der Offenheit auf Berlins Straßen gebrüllt worden sein. Wer diesen Zusammenhang jetzt noch leugnet, macht wissentlich gemeinsame Sache mit einer hasserfüllten Meute.

Von Redaktion Publikative.org

Im Grunde gibt es gar nicht viel zu sagen, denn die Argumente scheinen ausgetauscht: Detailliert und immer wieder wurde in den letzten 20-30 Jahren versucht darzulegen, warum es sich bei der als “anti-imperialistisch” oder “anti-zionistisch” verbrämten “Israel-Kritik” in Wirklichkeit um Spielarten antisemitischer Agitation handelt. Immer wieder wurde entgegnet, nein, es gehe in Wirklichkeit um menschliche Werte, um Betroffenheit, um die Opfer, um den Frieden, um die Bedeutung des Nahost-Konfliktes, um die Vermeidung eines “Flächenbrandes” im nahen Osten – oder schlicht: den Weltfrieden.

Nun allerdings ist Syrien im mittlerweile vierten(!) Kriegsjahr, die Anzahl der Toten liegt bei mindestens 170.000, die Anzahl der Flüchtlinge bei mindestens 2,8 Millionen. In Teilen Syriens und dem Irak errichtet ISIS/ISIL einen Kalifatstaat, der Al-Kaida zu radikal wäre, von der prekären Lage in Libyen, Ägypten, Jemen, dem Libanon und den “ganz normalen” Diktauren in Saudi-Arabien  und dem Iran gar nicht erst zu reden. Flächenbrand? You bet. Doch wo ist das Interesse der Friedensfreunde, Menschenrechtsaktivisten und “Israel-Kritiker”? Ganz genau: kaum wahrnehmbar. Stattdessen: eine Gaza-Demo nach der nächsten. Denn nur Israel vs. Palästinenser bietet einen Bonus, den andere Konflikte – auch weitaus blutigere in exakt derselben Region – nicht zu bieten haben: Antisemitismus als Welterklärung, als Exit aus der Moderne, als Fluchtpunkt allen Übels einer ungerechten Welt. “Glücklicherweise” machen die Beteiligten daraus auch keinen Hehl mehr, sondern tragen gleich Tätowierungen wie dieser junge Mann hier:

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(Foto: Boris Niehaus / http://1just.de/ CC BY NC ND 4.0.)

Das tapfere palästinensische Volk sollte man ehren
da sie noch die einzigen sind auf dieser Welt
die sich gegen den Zionisten wehren

Garniert wird der Rumpelreim mit “88″ und anderen NS-Tattoos. Besagter Herr ist dann auch in Videos zu sehen, wo er zusammen mit seinen Kameraden Sprechchöre wie “Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein” anstimmt, was trotz zusätzlicher “Cop Killer”-Tätowierung im Nacken bei den anwesenden Beamten noch nicht mal zu einer Nachfrage im Hinblick auf Volksverhetzung führt – offenbar eine ganz normale Pogromstimmung. Die herrscht auch auf diversen Profilen in sozialen Medien, wo man sich munter an Hitler-Zitaten und Hashtags wie #hitlerwasright bedient.

In Paris beließ man es nicht bei derlei Verbalinjurien, sondern ging gleich zum Angriff auf Synagogen über, schon seit Jahren häufen sich ohnehin die Übergriffe auf in der Öffentlichkeit als Juden erkennbare Menschen – in Frankreich wie in Deutschland. Und, wer seiner “Israel-Kritik” noch direkter Audruck verleihen will, der geht am Wochenende der Europawahl in die europäische “Hauptstadt” Brüssel und knallt dort im Jüdischen Museum ein paar Besucher ab, nimmt anschließend den Bus zurück nach Marseille – und wird dort nur wegen eines dummen Zufalls bei einer Drogenkontrolle erwischt – die Tasche voller Handfeuerwaffen. Um tote Juden trauert man gerne in Deutschland und Europa 2014 – lebende hingegen vermag man kaum zu schützen – wenn man ihnen nicht ohnehin ablehnend gegenüber steht.

So sieht es aus, das postmoderne “Nie wieder” auf paneuropäisch: Statt sich mit dem brachialstem, gewalttätigsten Ausbruch von Antisemitismus und antisemitischer Gewalt auf dem Kontinent seit 1945 zu beschäftigen, pflegt man lieber “Israel-Kritik” und inszeniert sich als Opfer der USA. Nach den jüngsten Ausbrüchen sollte allerdings endgültig klar sein: Eine Linke, die mit dieser Art von “Anti-Imperialismus” nicht endgültig Schluss macht, hat jeden, aber wirklich jeden emanzipatorischen Anspruch aufgegeben.

http://www.publikative.org/2014/07/18/israel-kritik-revisited-die-judenhasser-lassen-die-maske-fallen/

What´s Left? Antisemitism!

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In the meantime… Der Krieg in der Ukraine wird von Ost und West verdrängt.

In the meantime…

Steve Bell 11.07.14

Ausland: War es das | Die Weltwoche, Ausgabe 29/2014 | Donnerstag, 17. Juli 2014

War es das?

Der Krieg in der Ukraine wird von Ost und West verdrängt.

Von Wolfgang Koydl

Nur für den Fall, dass es niemand gemerkt hat: Es herrscht Krieg in Europa. Euro­päische Grossstädte sind eingekesselt, liegen unter Granatenbeschuss und werden von Kampffliegern bombardiert. Freischärler attackieren Regierungstruppen, und Scharen von Zivilisten fliehen über die nächste Grenze.

Nein, das ist kein Rückgriff auf den Balkankrieg. Getötet und gestorben wird jetzt – in Luhansk, Donezk und anderswo in der Ost­ukraine. Donezk, so viel zur Erinnerung in diesen fussballseligen Tagen, liegt nicht irgendwo am Ende der Welt. Vor zwei Jahren schlug hier Spanien die Portugiesen im Halbfinal der Europameisterschaft. Nun ja, auch Sarajevo war mal Olympiastadt.

Schokokönig gegen Terroristen

Die Europäische Union, jenes famose Friedens­projekt, tut nichts, um dem Blutbad Einhalt zu gebieten. Im Gegenteil: Sie facht es an. ­Ausserdem hat sie endlich bekommen, was sie wollte: ein Assoziierungsabkommen, das die Ukraine herüberziehen soll nach Westen, komplett und einschliesslich des russischen Bevölkerungsteils, der ganz andere Ideen hat.Kiews neuer Staatschef, Schokoladenkönig ­Petro Poroschenko, hat nun freie Hand, mit den russischen «Terroristen» im eigenen Land aufzuräumen. Terror, welch praktisches Wort. Auch Wladimir Putin merzte einst in ­Tsche­tschenien schliesslich nur ein paar Terroristen aus.

In Moskau hält man ebenfalls den Mund, ­abgesehen von ein paar Routine-Protesten, wenn ein Querschläger auf russischem Territorium einschlägt. Auch Putin hat bekommen, was er wollte: Von der Krim redet niemand mehr. In Rio appellierte der Kremlchef mit ­Angela Merkel an alle Beteiligten, die Kämpfe doch – bitte, bitte – einzustellen. Dann gingen beide Fussball schauen. Der umtrie­bige Frank-Walter Steinmeier wiederum, der noch vor ­wenigen Wochen auf der Krim die Zündschnur für den dritten Weltkrieg erschnuppert hatte, entschwand derweil in den Nahen Osten. Dort kann er zwar auch nichts ausrichten. Dafür beherrscht die Gaza-Krise gerade die Schlagzeilen – und für die hat der Aussenminister eine noch bessere Witterung.

So hangelt man sich von Krise zu Krise, doch gelöst wird nichts. Am Ende bleibt vieles, wie es war. Nur diejenigen, die Freunde und Verwandte oder auch nur ihr Hab und Gut verloren haben, mögen sich fragen: «Wozu?»

 

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Antisemitismus in deutscher Psychoanalyse / Anti-Semitism in German psychoanalysis (german-english)

Antisemitismus in deutscher Psychoanalyse

Deutsche Psychoanalyse hat jedes Thema x-Mal hin und her gewendet – nur dieses kein einziges Mal.

 

 German Leftist selfie 2014

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

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Aus meiner Email an einen deutschen Professor für Psychoanalyse:

Lieber Herr Professor,

danke für Ihre offenherzigen Zeilen. Ich bin immer daran interessiert, zu erfahren wie es wirklich ist, deswegen bin ich für Ihre Mitteilung dankbar und möchte Ihnen ebenso offen antworten:

1)           Sie schreiben: „Was ich am allerwenigsten verstehe: Ich bilde mir ein die Forschungsliteratur zum Antisemitismus ganz gut zu überblicken. Aber es wird nie wirklich thematisiert was es damit auf sich hat dass ein „Volk“ oder wie auch immer über mittlerweile 5000 Jahre es schafft die Nachbarn immer und immer wieder gegen sich aufzubringen, und wenn diese sie nicht ins Ghetto bringen, dann sich selber einzumauern.“ Dieser Satz hat die gleiche Qualität wie wenn Sie schreiben würden: „: „Was ich am allerwenigsten verstehe: Ich bilde mir ein die Forschungsliteratur zur Gewalt gegen Frauen ganz gut zu überblicken. Aber es wird nie wirklich thematisiert was es damit auf sich hat dass die Frauen, oder wie auch immer über mittlerweile 5000 Jahre es schaffen, daß die Männer immer und immer wieder sie vergewaltigen.“ Daß Sie dabei den Begriff „Volk“ in Anführungszeichen setzen, ist bedeutsam.

2)  Sie schreiben: „Ich habe nie das Bedürfnis gehabt an Israel irgendwas „gut machen zu müssen“. Ich kann nichts dafür was vorige Generationen   angerichtet haben. Ich fühle insofern auch keine „Schuld“.“ Das höre ich oft und frage, ob derjenige sich freut, wenn die Deutsche Fußballmannschaft ein Spiel gewinnt, und wenn derjenige „ja“ sagt, erkläre ich, daß ein „wir“ nicht selektiv sein darf, „wir haben im Fußball gewonnen“ aber „ich habe mit dem Judenmord nichts zu tun.“ Das ist nicht die Frage der Schuld, sondern der Verantwortung.

3)    Sie schreiben: „Für mich ist Israel ein Postkolonialstaat wie so viele andere, deren Grenzen aktuell neu verhandelt werden.“. Jeder Staat ist ein Postkolonialstaat, auch Deutschland geschaffen durch Karl den Großen, Otto I den Großen und weitere Herrscher. Und es geht nicht um „Verhandlungen“, sondern um permanente Bedrohung und Ermordung von Juden. Denn die Hamas nennt die Ermordung von Juden (nicht nur Israelis) explizit als ihr Ziel in ihrer Charta.

4)  Sie schreiben: „Ich vermute mal Israel verkürzt seine Lebensdauer durch die jetzigen Aktivitäten auf max. 10 – 15 Jahre.“. Nun, das wird sich noch zeigen, ich hoffe daß Sie und Ihre Frau länger als 10-15 Jahre noch gesund leben. Und falls Israel eines Tages nicht mehr existiert, dann haben Palästinenser, Iran und andere in der Antijüdischen Allianz das Werk vollbracht, das Ihr Großvater und seinesgleichen nicht zu Ende führen konnten.

Ich definiere Dummheit als Zustand, in dem jemand nicht weiß, was er wissen könnte. Was ich Ihnen heute schreibe, hätten Sie wissen können. Aber Sie wissen es nicht.

Sie geben in Ihrer Email platte antisemitische Klischees wieder. Sie sind ein Antisemit.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Frau alles Gute, vor allem Gesundheit, ich möchte mit Ihnen jedoch nichts mehr zu tun haben, ich will mit dummen Menschen nicht kommunizieren. Antisemitismus ist keine Meinung, es ist ein Verbrechen.

Bitte antworten Sie mir nicht und schreiben Sie mir nicht mehr, nicht weil es Böse wäre, was Sie schreiben, sondern weil es dumm ist, was Sie schreiben.. Ihre Familiengeschichte, Deutschland, Juden und Israel ist Ihr Problem, nicht meins, ich will mich mit Ihren Problemen nicht befassen. Angedachte gemeinsame Projekte sind hiermit hinfällig, Sie werden keine Emails mehr von mir erhalten.

Ihnen alles Gute und beste Grüße!

Julian S. Bielicki

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Frau Prof. Dr. med. Annemarie Duehrssen, eine Koryphäe der deutschen Psychoanalyse, gelangte vor allem deshalb zu Berühmtheit, weil sie dazu beitrug, die Psychoanalyse krankenkassenwürdig zu machen, schreibt in ihrem 1994 erschienenen Buch „Hundert Jahre Psychoanalyse in Deutschland“, die Zerschlagung der Psychoanalyse durch den Nationalsozialismus entspreche lediglich dem „Wunschdenkender aus Deutschland emigrierten Psychoanalytiker“. Es sei ein „Mythos, wenn die rückblickende Geschichtsschreibung die Vorstellung erweckt, daß eine blühende und durchsetzungskräftige Psychoanalytische Gruppe unvermutet vom Nationalsozialismus überfallen“ wurde. Statt dessen habe der Nationalsozialismus im „Geist der Aufklärung“ (sic!) dafür gesorgt, daß „der patriarchalische Zug, der die Psychoanalytische Gruppe so lange beherrscht hatte“, zurückging, und daß sich die Psychoanalyse von einer „kleinen elitären, verschworenen Sekte“ mit einer „spezifisch jüdischen Eigenart“ (sic!) befreien (!) konnte.
Duehrssen konstruiert die Freudsche Psychoanalyse als Wissenschaft der „jüdischen Stammesgenossen“, deren „talmudische Denkweise“ und „Gruppendynamik sich auf die Fortentwicklung der psychoanalytischen Wissenschaft noch immer nachteilig auswirkt.“ Aber nicht nur ein fortwirkender Schaden für den „Grundbestand psychoanalytischen Wissens“ sei auf „Freud und seine Anhänger“ zurückzuführen, sondern letztlich auch die Judenfeindlichkeit, die jene zur Emigration zwang. Deutsche Psychoanalytiker seien zuvor „von der jüdischen Gruppe beeinträchtigt“ worden. Die „im tiefsten Kern abschätzige Einstellung der Juden den Nicht-Juden gegenüber setzte sich im allgemeinen vor allem in jenen Gruppen durch, in denen die Juden an Zahl überlegen waren. Aus der Berliner psychoanalytischen Gruppe stammen jedenfalls einige Berichte von nicht jüdischen Mitgliedern, die diese Form von herablassender Beurteilung gespürt haben wollen.“ Solche von den Juden ausgehenden „Spannungen zwischen den Juden und den Gojim“ seien heute „keine bewußt reflektierte oder auch nur gekannte Erscheinung mehr“. Aber „in den Jahren, in denen Freud (. . .) sein Reich ausbaute, waren sie existent und wirksam.“ Duehrssens Schrift gegen das vermeintliche jüdische „Establishment unter den Psychoanalytikern“ und den „einheitlichen Judentypus“, der „auf sein tausendjähriges Reich“ hoffte, „das den Juden die Herrschaft über die Erde“ bringen würde, erschien bei Vandenhoeck und Ruprecht.  Es ist mir nicht gelungen, trotz vieler Versuche, irgendeine Diskussion darüber bei Psychoanalytikern zu entfachen, ich erhielt von keinem der von mir angeschriebenen Psychoanalytikern je eine Antwort, auch nicht in den Internetforen, in denen sie sich ansonsten sehr angeregt über Honorarfragen aufregen. Antisemitismus ist unter deutschen Psychoanalytikern und Psychotherapeuten ein Tabu und ihre Psychoanalyse ein totes Totem, außer wenn sie sich mit Vorliebe und Enthusiasmus lebhaft der sogenannten „Israelkritik“ widmen.

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Der Psychoanalytiker Dr.Michael Schroeter schreibt in der angesehenen
psychoanalytischen Zeitschrift „Psyche“:

„Das ‚Hier stehe ich, ich kann nicht anders‘ (…) bezeugt die protestantische Tradition (von C.G.Jung und den Seinen Anm.JSB) einer mehr individualistischen Gewissensbildung, zum Unterschied von einer mehr solidarischen, die für Juden typisch sein mag (von Freud und den Seinen. Anm.JSB). In alledem liegt eine soziologische Frage, die durch den mörderischen Mißbrauch, der mit ihr getrieben wurde, nicht eo ipso diskreditiert ist.
(Schroeter, Michael In:Freuds Komitee 1912-1914, PSYCHE 6, 1995, S.533)

Damit sagt Schroeter, daß Freud und andere Juden eigentlich kein Gewissen haetten, sondern sich opportun nach ihren jüdischen Gruppeninteressen verhalten hätten, dagegen steht C.G.Jung für den ehrlichen Arier. Hier finden wir das antisemitische Schema wieder, des verschlagenen Juden und des ehrlichen Ariers.

In alledem liegt eine soziologische Frage nach dem latenten Antisemitismus deutscher Psychoanalytiker, die ebenfalls nicht eo ipso diskreditiert ist.

„Bei all ihrer Fixierung auf die äuße­ren Determinanten der Rasse glaubten die Nazis, daß der Arier sich nicht nur durch Blut, Knochenbau und Hautfarbe auszeichne, sondern auch durch die inneren und ungreifbaren Qualitäten seines Charakters.“ – Geoffrey C. Cocks, In: Psyche 37 (12), 1983, S.1068

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Bernd Nitschke ist ein einflußreicher Lehranalytiker, Supervisor und Dozent, Herausgeber und Publizist, eine linkische Koryphäe unter Psychoanalytikern in Deutschland.

gefunden in einem Text von

Dr. phil. Bernd Nitzschke
Diplom-Psychologe – Psychoanalytiker (DGPT)
Psychologischer Psychotherapeut

so stellt sich der Herr auf seiner Homepage vor. Er war mir bis heute voellig unbekannt. Als ich fuer Sandmonkey nach dem deutschen Text des Freud-Briefes an Chaim Koffler suchte, bin ich auf seinen Text gestossen: “Versoehnung – diesseits von Gut und Boese, Siegmund Freuds transkulturelles Erbe”. Die Lektuere irritierte mich so, dass ich mir den Text ausdruckte und etwas genauer anschaute.

Die Grundlage dieses Textes wurde nach den Angaben des Autors auf S. 22 in den ersten Tagen nach dem Attentat vom 11. September verfasst. Offensichtlich handelt es sich um einen weltanschaulichen Artikel und nicht um einen psychologischen Fachtext.

Schon in der Zusammenfassung wird Triebverzicht als Verzicht auf Rache spezifiziert. Dass die historischen Beispiele dafuer ausser in Freuds Lebensgeschichte ausgerechnet im “juedisch-palaestinensischen” Konflikt gesucht werden, scheint ein Verweis auf den angeblichen juedischen Rachegott zu sein, der spaetestens seit Martin Luther zum antisemitischen Repertoire gehoert.

Auffallend ahistorisch ist, dass Nitzschke das Begriffspaar “juedisch-palaestinensich” waehlt. Das Adjektiv “juedisch” wuerde eigentlich nach “arabisch” als Komplement verlangen. “Palaestinenser” war bis 1964 kein gebraeuchlicher Begriff fuer die arabischen Bewohner des britischen Mandatgebiets Palaestina. Im Gegenteil beanspruchten sie fuer sich “Araber” zu sein oder allenfalls “Syrer”, so dass “Palestinian” damals gerade signalisierte, dass Juden im Mandatsgebiet gemeint waren. Zum Beispiel wurde die heutige Jerusalem Post 1932 als Palestine Post gegruendet und erst 1950 umbenannt. Das Adjektiv “palaestinensisch” dagegen verlangt als Ergaenzung nach “israelisch”, da es den Staat Israel zum Zeitpunkt der PLO-Gruendung gab und die PLO ganz bewusst einen nationalen Konflikt als Kernpunkt ihrer Agenda ansetzte, vgl. die PLO Charter, im Besonderen Art. 6. Es waere interessant zu erfahren, aus welchem Grund Nitzschke gerade diese Kombination waehlt. Koennte es darum gehen, Juden allgemein (also auch Nicht-Israelis) in diesem Konflikt verwickelt zu sehen, aber andererseits die Beteilung der arabischen Staaten und Muslime weltweit am Konflikt auszublenden? Auf diese Weise boete sich zahlenmaessig ein ausgewogeneres Verhaeltnis dar, bei dem die Juden tendenziell in der Uebermacht waeren.

Auf Seite 2 stossen wir auf diese als absolute Wahrheiten formulierten Saetze:

Im wirklichen Leben denken Erniedrigte immer an Rache. Und wenn sie sich nicht selbst raechen – dann reichen sie ihr Gedaechtnis an die naechste Generation weiter.

Mir scheint, hier haben wir die Grundlage der negativen Erwartungshaltung von Deutschen gegenueber Israelis, auf die ich hier schon zu sprechen kam.

Wenn Erniedrigte gar nicht anders koennen, als an Rache zu planen oder die Rachegedanken an ihre Kinder zu uebergeben, dann muss das auch fuer die von Opfer der Nazi-Judenverfolgung gelten. Mindestens die Nachkommen von europaeischen Juden in Israel und anderswo muessten dann von Rachegedanken vor allem gegenueber Deutschen beseelt sein, also auch gegenueber von Dr. Nitzschke.

Angesichts all dessen, was ich bei Pat Santy (alias Dr. Sanity) ueber die verschiedenen psychischen Abwehrmechanismen gelernt habe, scheint es mir geradezu lachhaft, dass hier ein diplomierter Psychologe nur eine Reaktion auf Erniedrigung, aber die immer und bei jedem wirksam, kennen will. Ohne, dass ich wirklich etwas davon verstuende, scheint mir, dass das Beduerfnis nach Rache vor allem bei narzisstischen Stoerungen zu erwarten waere:

(…)

Some societies like what the Palestinians have currently, mostly view each child as a soldier of the Jihad–without individual goals or ambitions– and from an early age route the child into service to the state. By the time the child has grown up, they have little ambition but to do the will of the omnipotent state and/or Allah. In this case, the grandiose self is not eliminated, but purposefully subjugated to act out the violent priorities of the state. The narcissistic defect is perpetuated when these children grow up and, those who do not blow themselves up in an act of ultimate union with an evil god, go on to mother and father more fragmented and horribly impaired individuals.

In fact, throughout most of history, it has been the grandiose self that society has most tried to control. Either by eliminating it entirely; or chaining the energy it brings to the achievement of union with the omnipotent other.

(…)

Dr. Santy schreibt hier ueber die palaestinensische Gesellschaft. Ich halte dafuer, dass die psychischen Mechanismen in Nazideutschland nicht viel anders waren. Das Aufgehen in und das Einswerden mit dem allmaechtigen Staat, der Herrenrasse, dem Fuehrer, das passt doch alles auch. Und dann koennte auch das Weitergeben des narzisstischen Defekts an die naechste Generation vorgekommen sein. Vielleicht liegt hier eine Projektion von Nitzschke vor: Ein Rachebeduerfnis, das ihm vermittelt wurde, wird der gesamten Menschheit unterstellt.

Auf den Umgang von Nitzschke mit der Person Freuds gehe ich nicht ein, obwohl es auch da einiges zu sagen gaebe. Ich springe gleich zu “3 Versoehnung – diesseits von Gut und Boese”. Da dieser Ueberschrift auch dem gesamten Text vorangestellt ist, gehe ich wohl nicht fehl darin, hier die zentralen Aussage zu suchen.

Vorangestellt sind zwei Zitate, das erste davon:

“Bis zur Gruendung Israels 1948 waren die Palaestinenser, die Juden und die Christen Gleiche in einem Land.” Daniel Barenboim

Diese Aussage ist historisch voellig falsch, wie Nitzschke selber auf p. 15 belegt, als er auf das Massaker von Hebron 1929 zu sprechen kommt. Nun ist ein Musiker natuerlich nicht gerade die Quelle fuer historisch saubere Analysen. Barenboim hat fuer Nitzschke vor allem wohl den Vorteil, dass er Jude ist. Auf p. 18 betont Nitzschke ausdruecklich, dass Bernard Wasserstein ein juedischer Historiker ist. Nach meinem Empfinden handelt es sich hier um die Verwendung von Alibijuden, die selber ein Indiz fuer Antisemitismus ist.

Die Quellenangaben am Ende des Textes legen davon weiter Zeugnis ab:

Norman Finkelstein wird als Gewaehrsmann fuer den Konflikt im Nahen Osten und die 1. Intifada angegeben. Waehrend bei allen anderen Namen der Vorname ausgeschrieben wird, wird Finkelstein nur mit den Initialen N.G. identifisiert. Ich vermute, dass damit der Wiedererkennungseffekt etwas behindert werden sollte, denn Finkelstein kann unmoeglich als ernsthafter Historiker gehandelt werden, dagegen hat er einen eindeutigen Ruf als antisemitischer Alibijude.

An modernen, israelischen Historikern finden wir Moshe Zuckermann, Tom Segev und Benny Morris. Die beiden ersteren sind ebenfalls beliebte Kronzeugen fuer Antizionisten und Antisemiten, wenn auch weniger anruechig als Finkelstein. Morris dagegen wird von Nitzschke in die rechtsradikale Ecke gestellt, weil er sich unter dem Eindruck der sog. Al-Aksa-Intifada von solchen Positionen distanzierte, nachdem er lange ebenfalls Kronzeuge fuer sog. Pro-Palaestinenser war. Nitzschke unterteilt also in solche Juden, die seine Auffassung bestaetigen einerseits und rechtsradikale Juden andererseits… Ueber diese eigenartige Verschiebung der politischen Masstaebe, sobald sie auf Israel angewendet werden, schrieb ich hier schon.

Die Vorstellung, dass Juden aufgrund ihrer juedischen Abstammung unmoeglich in der Lage sein koennten, antisemitisches Gedankengut zu vertreten, ist tendenziell rassistisch. Antisemitismus ist nicht genetisch verankert, sondern wird kulturell weitergegeben. Bei Kenneth Levin “The Oslo Syndrome” habe ich genuegend Beispiele und Erklaerungen fuer Juden gefunden, die sich einer von Antisemitismus gepraegten Kultur nicht entziehen konnten oder wollten. Vor guten vier Jahren habe ich hier uebrigens ein Buch von Bernard Wasserstein besprochen.

Das zweite Zitat aus dem Kaufmann von Venedig

“Du nanntest mich einen Hund, bevor ich einer war; jetzt, da ich einer bin, nimm Dich in Acht vor meinen Krallen!”

verliert durch die Kombination mit Barenboims Zitat den urspruenglichen Sinn: Wenn es den Juden vor der Staatsgruendung genauso gut ging wie allen anderen, dann kann sich die “Hundwerdung” nur auf die Palaestinenser beziehen.

Nitzschke beginnt damit, dass er Religion an sich als regressive und latent faschistische Fiktion darstellt. Absolut-gut und absolut-boese gibt es nicht, wie er Freud sagen laesst und geht gleich einen Schritt weiter: Gut und boese sind auch als nicht-absolute Beurteilungen obsolet und zwar (die Oberflaechlichkeit ist atemberaubend!) wegen der ungleichen Vermoegensverteilung auf der Welt!

Auf S. 10f schafft es Nitzschke noch ein bisschen Bush-Bashing und Antiamerikanismus einzubauen. Auf S. 12 geht es dann weiter mit Anti-Zionismus. Nitzschke unterstellt, dass Israels Gruendung vor allem aufgrund biblischer Ansprueche erfolgt sei. Das ist natuerlich Bloedsinn, wie jede noch so oberflaechliche Beschaeftigung mit Herzl und der zionistischen Fruehzeit belegen kann. Nitzschke haelt fest: “Auf diesem politisch-religioesen Fundament laesst sich wohl ein Staat, aber keine Demokratie aufbauen.” Da Nitzschke von einer falschen Praemisse ausgeht, muss er nun wegdisputieren, dass Israel eine funktionierende Demokratie ist. Das tut er, indem er einen Artikel von Richard Chaim Schneider in der SZ vom September 2003 vorschiebt und darauf befindet, dass “die religioesen Fundamentalisten zunehmend die Politik bestimmen”. Die nach den Wahlen im Januar 2003 von Sharons gebildete Koalition enthielt zunaechst keine einzige religioese Partei, bis sich am 3. Maerz die Nationalreligioesen der Koalition anschlossen. Das widersprecht der angeblichen Verwandlung in einen Gottesstaat, aber Nitzschke geht es sichtlich nicht um Fakten, sondern um Untermauerung seiner vorgefassten Meinung.

Die Weltanschauung, die ich aus dem Text destilliere, entspricht auffallend dem gegenwaertigen Mainstraem in Deutschland:

Die USA als gefaehrlicher Staat wegen der “Verquickung von Religion und Politik” (p. 11). Der weisse Mann als Kolonialherr. Zivilisation und Barbarei als siamesische Zwillinge (alle Kulturen sind gleich gut, nur die Kultur des weissen Kolonialherren ist boese, weil sie ursaechlich fuer alles Schlimme in anderen Kulturen verantwortlich gemacht wird.) Israel als Produkt von religioeser Phantasie und nationalistischem Eifer, das in die Verantwortung fuer jede pal. Aktion traegt. Selbst das Massaker von Hebron haetten die Araber durchfuehren muessen, weil die zionistische “Betar”-Gruppe freien Zugang zur Klagemauer durch das muslimische Viertel gefordert hatte!

In all dieser Seichtheit besteht Nitzschke aber darauf, sein Gedankengebaeude gerade nicht auf den hohlen Fundamenten von “kompakten Majoritaeten” zu errichten… (p. 12)

Na dann!

https://beer7.wordpress.com/2008/03/04/sekundaerer-antisemitismus-dargestellt-an-einem-text-von-bernd-nitzschke/

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Und hier ein wahnhafter, psychotischer Text des umstrittenen deutschen Körperpsychotherapeuten Tilmann Moser, der offenbar mit diskursiven Denken Probleme hat:

>>Im Rausch der Karikaturen des Propheten
Zur Kommentierung des Terrors in Frankreich

Tilmann Moser (2015)

Der bindungslose Zyniker (eigene stolze Charakterisierung: “Ich habe keine Kinder, keine Frau, kein Auto, keine Schulden. Das klingt jetzt sicherlich ein bisschen schwülstig, aber ich sterbe lieber aufrecht, als auf Knien zu leben.”) hat keine noch so drohende und grausame Warnung mehr ernst genommen, im Gegenteil, sie hat seinen sich steigernden trotzigen Heldenmut noch gesteigert. Er scheint als 45-Jähriger Chef seine ehrgeizige und untereinander um Schärfe rivalisierende Crew so weit am Zügel gehalten zu haben, dass keine Bedenken und kein Widerspruch mehr aufkam.

Außerdem scheint das auf 30.000 Abonnenten abgesunkene Blatt unter ökonomischem Untergangsdruck gestanden zu haben. Wer die katholische Kirche in Frankreich und die zum Spott herausfordernden jüdischen Orthodoxen und auch satirisch längst ausgeweidete Politiker oder Parteien als vorletzte Gegner nutzen musste, um witzig zu bleiben, erzeugt gefährliche Langeweile.

Er muss sich den zum letzten globalen Schreckgespenst aufgeblasenen Propheten als letztes Tabu auswählen, um noch extremsatirische Wirkung zu erzielen. Er braucht sich nicht zu kümmern um das immer drohende Schicksal seiner Redaktion, nicht um die aufgeheizte und bedrohlich polarisierte Stimmung im Land, nicht um die noch demokratisch-freiheitliche Befindlichkeit der großen Mehrheit dem Terrorismus abgeneigten Muslime. Sie fürchten um ihre ökonomische Lage und die zunehmende Ausgegrenztheit ihrer Gemeinschaft.

Er muss sich steigern, um noch unterhaltsam zu bleiben und sich zunehmend als wagemutiger Held zu fühlen. Als Psychoanalytiker stehe ich nicht an, mir über die aufgeheizte Gruppendynamik in der Redaktion Gedanken zu machen, die einem Sog zu gleichen schien: immer provokanter, immer verächtlicher, immer verleumderischen zu werden. Es war kein Kampf mehr um Aufklärung, Diskussion und Wahrheitsfindung, auch wenn die Pressefreiheit jetzt in kultische Höhe gehoben wird als quasi letzter europäischen Wert.

Der schien den Ermordeten anvertraut, und den man dem Islam nur drastisch genug um die Ohren hauen müsste, im Glauben, die Terroristen hätten es als oberstes missionarisches Ziel ins Auge gefasst, die europäische Freiheit als Ganzes zu vernichten. Es war ein Anschlag auf eine verhasste Redaktion, nicht auf die französische Pressefreiheit im Ganzen. Charlie und die Missachtung der Drohungen haben die Verängstigung wie die Hysterisierung der Nation vorangetrieben und der lauernden Le Pen in die Arme getrieben, mit Folgen, über sie sich anscheinend in der Redaktion niemand Gedanken gemacht hat. Eine verantwortungsvolle Vorsicht und Zurückhaltung angesichts unübersehbarer politischer Spannungen ist noch keine innere Zensur und angstvolle Selbstkastrierung, sondern fordert menschliche wie politische Besonnenheit.

Der dänische Redakteur, der die Mohammet-Karikaturen zuerst abdruckte, wurde damals schon als Held gefeiert und mit Preisen überhäuft, er lebt inzwischen in eingeengtem und angstvollen Rückzug. Charlie hat sich verrannt, und ich nenne die Redaktion eine vom publizistischen Untergang bedrohte Gruppe von latent zu suizidalen Pseudohelden. Sie haben eine (echte?) Mission der Entlarvung und eine (echte?) Angstvision vor dem dämonisierten Propheten, der die Welt bedroht.

Es wäre interessant herauszufinden, welches schreckliche Bild von ihm im Unbewussten der Zeichner lebt, die das geneigte Publikum zunehmend (siehe Pediga) inzwischen dem Islam im Ganzen zuschiebt. Schon werden Rufe laut, den Helden posthum die Ehrenbürgerschaft zu verleihen. Die bestialischen Morde werden mit der wahrlich polarisierenden Jahrhundertkatastrophe der Dreyfus-Affäre verglichen. Es wird nicht lange dauern, bis die Umbettung der brutal im Dienst der Freiheit Ermordeten ins Pantheon gefordert wird. Frankreich hat endlich wieder, mitten im darnieder liegenden derzeitigen Selbstbewusstsein, Nationalhelden oder Idole, um die sich alle widerspruchslos und vereint scharen sollen.

Und sie machen grad so weiter!

Dr. Tilmann Moser, Psychoanalytiker<<

http://www.tilmannmoser.de/site/neue_texte/im-rausch-der-karikaturen-des-propheten.html

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Desweiteren schreibt Moser solchen Satz, wie: >>“Bernd Nitzschke rekapituliert einen Vortrag Freuds aus dem Ersten Weltkrieg (1915) und zitiert: „Sie verwundern sich darüber, daß es so leicht ist, Menschen für den Krieg zu begeistern,und vermuten, daß etwas in ihnen wirksam ist,ein Trieb zum Hassen und Vernichten, der solcher Verhetzung entgegen kommt.“ Der Satz könnte für die sogenannten Hassprediger und ihre aufgehetzte Gefolgschaft gelten, über deren Ausweisung aus Synagogen in Deutschland debattiert wird.<< (Sic! Hervorhebung durch JSB)

Zu lesen auf Web-Seiten des ehemaligen evangelischen Studentenpfarrers, der als Psychoanalytiker eine linkische Webseite und eine Mailliste mit angeblich 1000 bis 1500 Teilnehmern, Psychoanalytikern und Psychotherapeuten betreibt, und der selbst sehr vorsichtig Antisemtisches äußert, vorwiegend in allgemeine Kritik am Monotheismus verpackt, jedoch gerne Beiträge von Antisemiten publiziert, die für ihn die Drecksarbeit erledigen, wie z.B. wenn es um „den „Schwanz von Zion“ geht, Kritik dagegen jedoch zensiert, Kritiker im Akt des Meinungs-Lynch-Mobs herausekelt, ais seiner Mail-Lister (ohne es demjenigen mitzuteilen) ausschliesst und hauptsächlich nur rot-rot-grüne Meinungen publiziert. Die FAZ ist für ihn ein Schimpfwort und Meinungsfreiheit ein Greuel, er alleine bestimmt, wer und welche Meinung dort äußern darf. Diese Zensur nennt er „Moderation“. So ist die Psychoszene in Deutschland heute: rot-rot-grün versifft, andere Meinung als eigene aggressiv bekämpfend und unterdrückend, latent oder auch virulent antisemitisch, meistens unter dem Deckmantel der „Israelkritik“ oder der „Humanität“ gegen „barbarische mosaische Riten“. Barbarische islamische oder sonstige Riten werden natürlich nicht erwähnt. Diese rot-rot-grüne, eigentlich braune Psychoszene beherrscht in ihrem Drang eine immer größer werdende, bereits etablierte Betreuungsindustrie auf allen Gebieten der Psychoanalyse, Psychotherapie und Psychologie weiter auszubauen und zu festigen und hat mit der aufklärerischen Absicht von Sigmund Freud soviel zu tun, wie Stalinismus mit Marxismus oder katholische Inquisition mit Evangelien. Es ist reines Geschäft geworden, korrupt, opportun und totalitär. Da kann sich mancher mit antisemitischen Seitenhieben des Beifalls der Psychogosse, in der er und ihm gleiche im Trüben fischen, sicher sein.

http://www.bbpp.de/moser-mordlust.htm

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Kontroverse
YIGAL BLUMENBERG UND WOLFGANG HEGENER

Geschichtsvergessenheit? – eine Antwort auf die Entgegnungen von Wolfgang Schmidbauer und Matthias Franz*

 

1. Aus den Entgegnungen auf unsere Glosse (Blumenberg & Hegener 2012) haben wir entnommen, dass Wolfgang Schmidbauer und Matthias Franz mit Erstaunen und Empörung auf unsere Kritik reagiert haben. Wie kommt es, dass sie eine deutliche und heftige Entgegnung nicht erwartet haben? Sollten sie sich tatsächlich über den tieferen Gehalt und die Konsequenzen ihrer Kritik an der traditionellen, religiös motivierten Beschneidung nicht bewusst gewesen sein? Für diese Vermutung spricht, dass sie in ihren Entgegnungen bereits vergessen haben, was sich in ihren ursprünglichen Texten finden lässt. Schmidbauer sieht sich nun durch »martialische Deutungen« (Schmidbauer 2013, S. 179) verfolgt und vergisst offenkundig, dass er aus einer Bibelpassage eine perfide und heimtückische »Kriegslist« der Juden meint herauslesen zu können und aus dieser, die jüdische Religion diffamierenden Lesart eine traumatisierende Tradition deutet. Franz, dem es gerade darum gegangen war, »religiöse oder kulturelle Tabus« öffentlich in Frage zu stellen und gegen eine »Angst vor möglichen Konflikten« anzuschreiben, fragt sich angesichts unserer Deutung seiner »Enttabuisierung«: »Geht es noch schlimmer? Oder geht es nicht doch eine Nummer kleiner?« (Franz 2013, S. 184). Wir fürchten, nein. Denn gibt es »Schlimmeres« als ein ganzes Kollektiv, nämlich das der jüdischen und moslemischen Eltern und Tradenten, eines »traumatisch bedingten Empathiebruch[es] « (Franz) zu zeihen und sie als gewalttätig zu denunzieren? Wir halten es nicht für eine »Kleinigkeit«, ein Kollektiv, das nicht unwesentlich die abendländische Ethik und Kultur mitgeprägt hat, der Misshandlung, des Missbrauchs und der Vernachlässigung oder Verletzung der »Achtung« der kindlichen Würde zu bezichtigen. Geht es denn noch »schlimmer«, als den jüdischen und moslemischen Tradenten ein Nachdenken und Einfühlen in ihr eigenes Handeln abzusprechen, wie Schmidbauer es tut: »Kein nachdenklicher und einfühlender Mensch wird es billigen, dass Säuglingen ein Teil ihres Körpers weggeschnitten wird«? Glauben Franz und Schmidbauer tatsächlich, dass die jüdischen und moslemischen Eltern, die sich mit ihrer Tradition identifizieren, sich nicht in den Säugling einfühlen und sich dessen nicht bewusst sind, dass die Beschneidung der Vorhaut auch schmerzlich ist? Wir haben den Eindruck, dass sich in ihrer Reaktion ein bemerkenswerter Mangel an (Kultur-)Geschichtsbewusstseins manifestiert.

2. Es geht hier um einen kulturgeschichtlichen Diskurs zwischen Kollektiven und konkreten Menschen, die sich in ihrer kollektiven Identität dem Leben sowie dem Schutz der menschlichen Integrität verpflichtet fühlen und in ihrer Tradition bzw. Identität selbst jene Menschenrechte verankert haben, deren Verletzung ihnen nun in einer kulturkolonialistischen Religionskritik vorgehalten wird. Und weil, so unsere Vermutung, dies nicht reflektiert wird, können Schmidbauer und Franz den Vollzug dieses Rituals nur noch als eine »Identifikation mit dem Angreifer« deuten (eine im Übrigen in diesem Kontext inflationär gewordene und falsch angewandte Deutung). An dieser Stelle wird überdeutlich, wie sehr es Schmidbauer und Franz aufgrund ihrer pathologisierenden und verurteilenden Haltung versäumt haben, sich mit den Augen des/der Anderen zu sehen, und nicht bereit sind, sich mit einer jahrhundertealten und von ihren Trägern gelebten Tradition wirklich auseinanderzusetzen. Wenn es um einen Ausweg aus dieser geschichtsvergessenen Haltung gehen soll, dann zum einen nur über die Reflexion der eigenen traditionellen (Ein-)Gebundenheit und zum anderen durch die Einnahme der Perspektive jener Tradenten, die diese kollektive Mentalität in sich tragen und leben, ohne sie dabei als eigene übernehmen zu müssen.
3. Wir haben hier nicht den Raum, dem Zusammenhang zwischen der überlieferten kollektiven Identifizierung und der (psychoanalytischen) Frage einer möglichen Traumatisierung durch die rituelle Beschneidung nachzugehen. Gleichwohl wollen wir dies in einer recht skizzenhaften und verdichteten Weise versuchen (vgl. hierzu ausführlich Blumenberg 2012). Der Kern der kollektiven Identifizierung, die zentrale Signatur jenes »Zeltes« (V. Volkan) der kollektiven Identität und des kulturellen Gedächtnisses, wird von Freud knapp und treffend charakterisiert: »Bewunderung, Ehrfurcht und Dankbarkeit dafür, dass man Gnade gefunden in seinen Augen – die Moses-Religion kennt keine anderen als diese positiven Gefühle gegen den Vatergott« (Freud 1939a, S. 242). Freud spricht hier also zum einen von einer Idealisierung, die qua Projektion den Narzissmus zu bewahren sucht, zum anderen von dem Gefühlskomplex der Ehrfurcht als einem Ausdruck der hohen Wertschätzung, die, aus einer Scheu vor einer Begegnung, zugleich eine Distanz wahren muss. Zum dritten lesen wir von der Dankbarkeit, die an einer einzigartigen, beständigen Beziehung festhält, liebevoll genährt und beschenkt worden zu sein (vgl. Klein 1957, S. 300). Levinas drückt diese jüdische Gefühlswelt und dieses einzigartige kulturelle Gedächtnis auf seine Weise aus: »Ein integraler und nüchterner Humanismus in Verbindung mit einer schwierigen Verehrung! Und umgekehrt eine Verehrung, die mit dem Hochgefühl des Menschen zusammenfällt« (1992, S. 113). Wie das jüdische Kollektiv diese Identifizierungen entwickelte, mag offen oder fraglich sein; dass es eine solche Identität hervorgebracht hat und beständig erneuert, scheint unstrittig. Ebenfalls scheint uns unbestritten, dass die (psychoanalytische) Frage nach dem Schutz vor einem verletzenden Eindringen in unsere innere Welt, dem Verlust der narzisstischen Integrität mit den mehr oder minder guten frühkindlichen Beziehungen beantwortet wird. In diesem Sinne sehen wir den Schutz der narzisstischen Integrität in der stabilen Befriedigung des schier unstillbaren Bedürfnisses, »geliebt zu werden« (Freud 1926d, S. 169). Ein stabiler Schutz vor einer Traumatisierung bedeutet mithin, die Selbstliebe in unseren stabilen Objektbeziehungen bewahren zu können. Wir sehen in der (stichwortartig benannten) kollektiven Identifizierung mit jener absoluten und idealen Instanz der monotheistischen Vater-Gestalt zugleich die Repräsentanz einer Quelle und Basis der hinreichend guten primären bemutternden Umwelt. Es handelt sich hier um überlieferte und in der kollektiven jüdischen Identität verankerte Vorstellungen, die das Selbstgefühl erhöhen, den Narzissmus bewahren und deswegen auch einer Traumatisierung entgegenzuwirken vermögen.
4. Die von uns benannte Kultur- und Geschichtsvergessenheit manifestiert sich auch darin, dass es für beide Diskutanten nur das sogenannte »Alte Testament« zu geben scheint, aus dem, meist sehr willkürlich, Texte herausgenommen und höchst tendenziös interpretiert werden, wie wir an dem bereits erwähnten Beispiel Schmidbauers gezeigt haben. Es handelt sich gerade auch hier im doppelten Sinne um eine christliche Projektion, die den notwendigen Diskurs um Spezifität und Differenz der jüdischen Religion nicht führen will. Zum einen wird das Judentum auf den biblischen Text und dessen wörtlichen Sinn reduziert und zum anderen durchgängig das christlich geprägte Bild eines alttestamentarischen strafenden und rächenden patriarchalen Gottes übernommen. So wird ein beliebiges Zitat aus der jüdischen Bibel pars pro toto genommen und – wohlwollend interpretiert – nicht reflektiert, dass die jüdische Tradition und kollektive Identifizierung sich gerade in der talmudischen Kommentierung kristallisiert und reflektiert (vgl. Blumenberg 1997).
In dieser talmudischen Überlieferung versuchte man ein den jeweiligen Lebensumständen angepasstes Gesetz zu formulieren – sprich: gleichsam das Recht fortgesetzt zu humanisieren und den tieferen Sinn u. a. des Beschneidungsrituals zu verstehen. »Das vorchristliche Judentum (war) vom nationalen Leben der allgemeinen Selbsterhaltung kaum geschiedener Glaube. Die Umformung des heidnischen Opferrituals […] bestimmte die Form des Arbeitsvorganges. Als dessen Schema […] ordnet [es] die Verwaltung in Krieg und Frieden, das Säen und Ernten, Speisebereitung und Schlächterei. Entspringen die Regeln auch nicht aus rationaler Überlegung, so entspringt doch aus ihnen Rationalität« (Horkheimer & Adorno 1969, S. 187; Hervorh. von uns).
Die Redaktion des mündlichen Gesetzes und seine schriftliche Fixierung im Talmud spiegelt die tiefe und einschneidende Auseinandersetzung mit den real-historischen und gesellschaftlichen Bedingungen und Grenzen wider. So ist die überlieferte Fassung des Gesetzes möglicherweise überhaupt nicht zu verstehen, ohne dass wir zugleich die Verallgemeinerung der christlichen Bewegung mitberücksichtigen. Diese Abgrenzung und Kontextualisierung, und nichts anderes bedeutet der Prozess der Identitätsbildung, macht die Verschränkung und gegenseitige Bestätigung von religiöser und historischer Überlieferung und realhistorischem Verlauf überaus deutlich.

5. Das Ritual der Beschneidung erscheint geradezu als Kristallisationspunkt einer historischen und kulturgeschichtlichen Abgrenzung, Auseinandersetzung und Verankerung der jüdischen Gesetze und Tradition. Dies ist der Hintergrund, warum das Gebot der Beschneidung – z.B. im Unterschied zur gesetzlichen Forderung einer Todesstrafe – keine andere Auslegung des schriftlichen Gesetzes hervorbrachte; es also in deutlicher Abgrenzung zum Christentum nicht in eine »Beschneidung der Herzen« uminterpretiert werden konnte, wollte man die kollektive Überlieferung nicht in toto angreifen. »Das Gebot der Beschneidung [steht] seinerseits pars pro toto für den ganzen Komplex der von Gott an den Menschen (bzw. an Israel) ergangenen Gebote. Der beschnittene Mann wird also gerade dadurch, dass die Vorhaut nicht natürlicherweise fehlt, sondern entfernt werden muss, zum wandelnden Zeichen der Pflicht des Menschen, Gottes Welt zu vervollständigen und sich an ihr läutern zu lassen« (Bodenheimer 2012, S. 35).1
In ihrer Fixierung auf ihr deutlich christlich geprägtes Verständnis vom Judentum gilt Schmidbauer und besonders Franz die Beschneidung ohne jeden Zweifel als reiner Akt der Kastration und der Unterwerfung, der nichts weiter ist als ein barbarischer Akt und eine Vergewaltigung (vgl. Franz 2013, S. 191). Das in der jüdischen Tradition entwickelte (Selbst-)Verständnis der Beschneidung wird als bloße Abwehr diffamiert: Die Juden können ihr durch die Beschneidung tradiertes und in ihrer Religion eingeschlossenes Gewaltverhältnis gar nicht mehr reflektieren, sie meinen es zwar subjektiv anders oder vielleicht sogar gut, »faktisch« aber verstümmeln sie ihre Kinder, was eben der überlegenen und missionierenden Deutungskunst Außenstehender bedarf, damit die Juden von ihrem fatalen Irrtum endlich lassen.
6. Franz betont unter Verweis auf Wolffsohn, dass die Zugehörigkeit zum Judentum nicht von der Vorhaut, sprich von der Beschneidung abhänge. Nach jüdischem Gesetz sei auch ein unbeschnittener Junge, wenn er Sohn einer jüdischen Mutter sei, ein Jude. Dieses Argument, das erkennbar die Beschneidung zu einem beiläufigen, ablösbaren und eben verhandelbaren Bestandteil der jüdischen Religion zu machen versucht, verfehlt das Wesentliche des jüdischen Beschneidungsrituals. Es geht hier eben nicht allein um die jüdische Mutter: Jeder Mann, der in das jüdische Kollektiv eintreten will, muss sich beschneiden lassen. Die jüdische Identität verankert sich sozusagen bereits im Anfang des Lebens vermittels der Mutter und des Vaters. Alfred Bodenheimer macht einsichtig, dass die rein gesetzliche Regelung der Beschneidung, abgesehen von den Fragen praktischer Anleitung und Durchführung (auf die sich nun aber die Beschneidungsgegner fixieren), nie den Kern der Beschneidung und der Debatte um sie ausgemacht habe. Es sei in dem Diskurs im Kern immer um etwas anderes gegangen, nämlich »um Spezifität und Differenz« (Bodenheimer 2012, S. 31).
Mit dem Ringen um Abgrenzung und Bewahrung der Identität gegenüber der Fremdherrschaft, die nicht zufällig gerade die Beschneidung angriff, erhielt dieses Ritual eine entscheidende identifikatorische und identitätsbildende Bedeutung im kulturellen Gedächtnis und wurde zum »unhintergehbaren Selbsterhalt schlechthin im Judentum« (S. 27). So konstituierte es sich als eine »defensive Religion« (Bodenheimer), die gerade aus den eigenen Erfahrungen sich weigerte, anderen religiösen Bewusstseinsformen das eigene Heil als Maßstab anzulegen. Die Geschichtsvergessenheit manifestiert sich gerade darin, dass Franz und Schmidbauer sich gegen die rituelle Beschneidung aus einer Mehrheitsgesellschaft heraus wenden, die kulturell von einer christlichen Identifizierung (mit-)geprägt ist. Sie vergessen, dass gerade die paulinische Aufhebung des Beschneidungsgebotes, die das Christentum in der Heidenmission zu einer Massenbewegung und Institutionalisierung führte, ein Spannungsverhältnis zur jüdischen Tradition konstituierte. Daher wiederholt und vergegenwärtigt sich an der Beschneidungsdebatte bzw. dem geforderten Verbot die traumatisierende Geschichte einer, wie Bodenheimer es auch ausdrückt, »Kolonisierung« des jüdischen Körpers, die zugleich die jüdische Identität mitkonstituiert hat. Dies ist die kulturhistorische und religiöse Matrix, die in der Argumentation der Diskutanten unreflektiert fortwirkt. Offenkundig wird gerne vergessen, dass die Aufklärung nicht einfach die Überwindung der (christlichen) Religion war, sondern auch deren judenfeindliches Erbe vollstreckt hat (Horkheimer & Adorno 1969, S. 185; vgl. auch Poliakov 1978, Bd. V).
7. Mehr noch als Schmidbauer scheint Franz diesen kulturgeschichtlichen Hintergrund und damit die Fassungslosigkeit der jüdischen und moslemischen Tradenten nicht zu verstehen. Vor allem Franz vertritt einen Universalismus (der Menschen- und Kinderrechte), der sich einem nicht reflektierten christlichen Erbe verdankt und keine Differenz mehr duldet, die aber für die Existenz des Judentums und für den Fortbestand einer demokratischen Gesellschaft conditio sine qua non ist.
8. Juden und Muslime stehen nun gleichermaßen unter dem Verdacht, überkommene, archaische Praktiken auszuüben, ja überhaupt einer atavistischen (Gewalt-)Religion anzuhängen, die mit der europäischen Entwicklung unverträglich ist – auffällig ist dabei, dass das Christentum von diesem Verdikt ausgenommen ist, ja sogar integraler Bestandteil dieses Prozesses zu sein scheint.
War bislang immer wieder in euphemistischer Geschichtsklitterung vom »christlich-jüdischen Abendland« die Rede, in der der Islam, der mit der Scharia gleichgesetzt und tendenziös auf seine kriegerisch-arabischen Ursprünge reduziert wurde, ausgeschlossen war, so fällt jetzt auch das Judentum diesem Verdikt anheim. So meint Franz in seiner Entgegnung, so wenig wie die Scharia könne auch die Thora Grundlage der deutschen Rechtsprechung sein (Franz 2013, S. 188). Abgesehen davon, dass wir noch von keinem gehört oder gelesen haben, der die Thora oder eine wie auch immer verstandene Scharia zur Grundlage der deutschen Rechtsprechung machen will, spricht Franz hier in aller Klarheit aus: Juden und Muslime haben kein Recht auf Differenz. In vollständiger Verkehrung der Verhältnisse malt er gar das Schreckgespenst der »Beschädigung einer freiheitlichen staatlichen Grundordnung durch anachronistische religiöse Machtansprüche« (S. 183) an die Wand. Und weiter: Wenn Juden und Muslime das Recht auf Differenz trotzdem in einer für sie maßgeblichen Frage beanspruchen und sich nicht der Deutung von Franz anschließen, müssen sie eben die volle Härte des sie aus der zivilen Gesellschaft ausschließenden Strafrechts zu spüren bekommen.
9. Auch Schmidbauers und Franz‘ Inanspruchnahme der Psychoanalyse Freuds als Referenz scheint uns kaum weniger problematisch zu sein: Freud steht nach unserem Verständnis für eine Aufklärung, die sich über sich selbst aufklärt, indem sie sich als Teil eines kulturgeschichtlichen Prozesses reflektiert. »So wird das -Über-Ich des Kindes […] nach dem Vorbild […] des elterlichen -Über-Ichs aufgebaut; es erfüllt sich mit dem gleichen Inhalt, es wird zum Träger der Tradition […]. Die Menschheit lebt nie ganz in der Gegenwart, in den Ideologien des -Über-Ichs lebt die Vergangenheit, die Tradition der Rasse und des Volkes fort, die den Einflüssen der Gegenwart, neuen Veränderungen nur langsam weicht« (Freud 1933a, S. 73f.).
Vor allen Dingen vergessen beide Diskutanten, dass Freud an mehreren Stellen in einer listigen Umdeutung der gängigen und zu seiner Zeit vor allem rassistisch geprägten Pathologisierungsvorbehalte die Beschneidung gerade als das Problem der Nicht-Beschnittenen verstanden hat. Mehr noch: Freud hat den Antisemitismus zu einer »Krankheit der Unbeschnittenen« (Gilman 1994, S. 129) erklärt, der aus der Phantasie des nicht-jüdischen Knaben über den jüdischen Körper herrührt. So lesen wir in Freuds »Kleinem Hans«: »Der Kastrationskomplex ist die tiefste unbewußte Wurzel des Antisemitismus, denn schon in der Kinderstube hört der Knabe, dass dem Juden etwas am Penis – er meint, ein Stück des Penis – abgeschnitten werde, und dies gibt ihm das Recht, den Juden zu verachten« (1909b, S. 271; vgl. auch 1910c, S. 165). Auch im Mann Moses (1939a, S. 198 f.) sah Freud in der Beschneidung, die »einen unliebsamen, unheimlichen Eindruck [macht], eines der »tieferen Motive des Judenhasses«.
Es steht zu befürchten, dass Bodenheimer mit seiner Vermutung recht hat, mit der Beschneidungsdebatte werde eine »neopaulinische Wende« eingeleitet, durch die das Recht auf eigensinnige kulturelle Differenz und das Bedürfnis, nach eigenen Maßgaben eine Identität zu entwickeln und Geschlechtlichkeit zu bestimmen, massiv in Frage gestellt wird. Wir sind davon überzeugt, dass Psychoanalytiker nicht müde werden sollten, Einspruch gegen diese Entwicklung zu erheben.

Kontakt: Dr. phil. Yigal Blumenberg, Kadettenweg 7Z 12205 Berlin. E-Mail: yiblumenberg@mac.com; Dr. phil. Wolfgang Hegener, An der Stammbahn 67, 14532 Kleinmachnow. E-Mail: w.hegener@t-online.de

LITERATUR
Blumenberg, Y. (1997): Psychoanalyse — eine jüdische Wissenschaft? Forum Psychoanal 51, 156-178.
– (2012): »Der Auszug aus Ägypten bleibt unser Ausgangspunkt«. Die verborgene Tradition in Sigmund Freuds >Der Mann Moses und die monotheistische Religion<. Frankfurt/M. (Brandes & Apsel).
– & Hegener, W. (2012): Juristischer und psychoanalytischer Furor gegen die Beschneidung – oder das alte Lied vom ausgeschlossenen Dritten. Psyche – Z Psychoanal 66, 1118-1128.
Bodenheimer, A. (2012): Haut ab! Die Juden in der Beschneidungsdebatte. Göttingen (Wallstein).
Franz, M. (2013): Zur Verleugnung der Gewaltaspekte der rituellen Beschneidung kleiner Jungen – oder: Dürfen deutsche Nichtjuden deutsche Juden analysieren? Psyche -Z Psychoanal 67, 183-193.
Freud, S. (1909b): Analyse der Phobie eines fünfjährigen Knaben (»Der kleine Hans«). GW 7 241-377
– (1910c): Eine Kindheitserinnerung des Leonardo da Vinci. GW 8, 127-211.
– (1926d): Hemmung, Symptom und Angst. GW 14, 111-205.
– (1933a): Neue Folge der Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse. GW 15.
– (1939a): Der Mann Moses und die monotheistische Religion. GW 16, 103-246. Gilman, S. L. (1994): Freud, Identität und Geschlecht. Frankfurt/M. (Fischer). Hegener, W. (2001): Wege aus der vaterlosen Psychoanalyse. Vier Abhandlungen über
Freuds »Mann Moses«. Tübingen (edition diskord).
– (2004): Erlösung durch Vernichtung. Zur Psychoanalyse des christlichen Antisemitismus. Gießen (Psychosozial-Verlag).
Horkheimer, M. & Adorno, Th. W. (1969): Dialektik der Aufklärung. Philosophische Frag-mente. Frankfurt/M. (Fischer).
Klein, M. (2000 [1957]): Neid und Dankbarkeit. In: Gesammelte Schriften. Bd. III: Schriften 1946-1963. Stuttgart (frommann-holzboog), 279-367
Uvinas, E. (1992): Schwierige Freiheit. Versuch über das Judentum. Übers. E. Moldenhauer. Frankfurt/M. (Jüdischer Verlag).
Poliakov, L. (1978): Geschichte des Antisemitismus. 8 Bände. Übers. R. Pfisterer. Worms (Heintz).
Schmidbauer, W. (2013): Deutung als Waffe. Eine Entgegnung. Psyche – Z Psychoanal 67, 178-182.

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 Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

 

Anti-Semitism in German psychoanalysis

German psychoanalysis has turned every topic xtimes back and forth only this even once.

 

From my e-mail exchange with a German professor for psychoanalysis:

Dear professor,

I want to thank you for your open-hearted lines. I am always interested in knowing how things really are and am therefor grateful for your answer, which I will respond to like-minded:

1)         You write: “What I don’t understand: I believe I have a decent overview over the academic literature on Anti-Semitism. However, the fact that a “nation”, for meanwhile 5000 years, manages to continuously alienate its neighbors, and, should not they lock them up in ghettos, builds walls around itself, is hardly ever made the point of discussion.” This statement exhibits the same quality as if you had written: “What I don’t understand: I believe I have a decent overview over the academic literature on violence against women. However, the fact that women, for meanwhile 5000 years, manage to continuously fall victim to rape by males is hardly ever made the point of discussion.” Important to note that you use quotation marks, when you speak of “nation”.

2)         You write: “I have never felt the urge to “put things right” with Israel. I cannot help the actions of past generations and neither do I feel “guilt”.” I hear this often and ask, whether he who says this is happy when the German national team wins a soccer match. In case the answer is “yes”, I explain that “we” cannot be used selectively. “We won the match”, but “I have nothing to do with the Holocaust. That is not a question of guilt but of responsibility.

3)         You write: “In my eyes, Israel is a postcolonial state among many, in which national borders are currently re-negotiated.” Every state is postcolonial, even Germany, once raised by Karl the Great and Otto I. the Great, to name only a few. The issue at hand is not “re-negotiations” but the constant threatening and even murder of Jews. Eradication of Jewish community members (not only Israelis) is, in fact, an explicit goal of the Hamas Charter.

4)         You write: “I believe that Israel, as a result of their current actions, shortens its chances of survival to a maximum of 10 to 15 years.” Well, that remains to be seen. I hope that you and your wife will live healthily for longer than that. And should Israel one day cease to exist, it will be the Palestinians and Iranians in collaboration with the rest of the anti-Jewish alliance that finished, what your grandfather and the likes of him could not.

I define stupidity as the condition, in which someone does not know, what he could know. The essence of what I write you today, you could have known. But you don’t.

In your e-mail, you express anti-Semite stereotypes. You are an anti-Semite.

I wish you and your wife all the best, especially health, but I want nothing more to do with you from here on out. I do not wish to communicate with ignorant people. Anti-Semitism is a crime, not an opinion.

Please do not respond to this, and don’t write me anymore. Not because what you write is evil, but because it is dumb. Your family history, Germany, Jews and Israel are your problems, not mine, and I don’t want to bother with your problems. Any contemplated shared projects are hereby irrelevant. You will not receive any further e-mails from me.

All the best,

Julian S. Bielicki

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Ms. Prof. Ph. D. Annemarie Duehrssen, a luminary of German psychoanalysis, having acquired her reputation primarily by contributing to getting psychoanalysis recognized by the health insurance industry, writes in her book, released in 1994, titled „100 years psychoanalysis in Germany“, the divestiture of psychoanalysis by National Socialism corresponds with the “wishful thinking of psychoanalysts who emigrated from Germany”. According to her it is equal to a “myth, when the retrospective historiography makes it appears as if a prospering and assertive psychoanalytic group” was “hijacked by National Socialism”. Instead, she claims, that national National Socialism was, in the “spirit of enlightenment” (sic!), responsible for the decline of “the paternalistic trait which dominated the psychoanalytic group for so long”, as well as for the fact that psychoanalysis was able to break away(!) from a “small elitist, conspired sects” with a “particularly Jewish character” (sic!).

Duehrssen construes Freudian psychoanalysis as science of the “Jewish fellows”, whose “Talmudic way of thinking” and “group dynamics still negatively affect further development of the psychoanalytic science”. However, not only the lasting damage for the “base stock of psychoanalytic intelligence” was due to “Freud and his supporters”, but ultimately, so was the Antisemitism which forced those to emigrate. According to her, German psychoanalysts were “impaired by the Jewish group”. The “deep down depreciatory attitude of Jews towards non-Jews generally prevailed especially in those groups, in which Jews were the majority. In any case, several reports of non Jewish members claiming to have felt this type of condescending judgment have originated from the psychoanalytic groups out of Berlin.” Nowadays, such “frictions between the Jews and the gentiles are no longer an intentionally reflected or even known occurrence”, she says… But “in the years in which Freud (…) expanded his empire, they did exist and they were effective.” Duehrssen’s writings against the supposed Jewish “establishment among psychoanalysts” and the “uniformly Jewish type”, who hoped “for his thousand-year kingdom”, which would bring “Jewish dominion over the world” was released by Vandenhoeck and Ruprecht. Despite numerous attempts, I did not succeed in sparking any kind of discussion about it with psychoanalysts and never received an answer from any of the ones I wrote, not even in the internet forums, in which they usually love to get excitingly upset about questions regarding fees. Among German psychoanalysts and psychotherapists, Antisemitism is a taboo and their psychoanalysis is a dead totem, except for when they actively, affectionately and enthusiastically devote themselves to the so-called “Israel-Kritik” (criticism of Israel).

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In the reputable psychoanalytic magazine “Psyche”, psychoanalyst Dr. Michael Schroeter writes :

“The ‚Here I stand, I can’t do differently‘ (…) attests to the Protestant tradition (from C.G.Jung and his notes.JSB) of a more individualistic formation of conscience, in contrast to a more solidary formation, which may be typical for Jews (from Freud and his notes.JSB). A sociological questions arises from all this, which can’t simply be discredited by the murderous abuse that went on with it.

(Schroeter, Michael In:Freuds Komitee 1912-1914, PSYCHE 6, 1995, S.533)

Schroeter is thus saying that Freud and other Jews actually had no conscience, but opportunistically acted according to their Jewish group interests, while C.G.Jung represents the honest Aryan. Once again we’re confronted with the Antisemitic pattern of the devious Jew and the honest Aryan.

A sociological question regarding the latent Antisemitism of German psychoanalysts also arises from all this, and it, too, can’t simply be discredited.

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Bernd Nitzschke is an influential training analyst, supervisor and lecturer.
Editor and publisher, an awkward luminary among psychoanalysts in Germany

The mechanisms of secondary antisemitism
Posted by Ruth Bracha on March 4th at beer7.wordpress.com

Discovered in a text by:

> Dr. phil. Bernd Nitzschke
>  Qualified Psychologist – Psychoanalyst (DGPT)
>  Psychological Psychotherapist

That’s how this gentleman introduces himself on his website. Up until today, I had no idea who he is. While searching for Sandmonkey the German text of the Freud letter to Chaim Koffler, I came across his text titled “Reconciliation – the here and now of good and evil, Siegmund Freud’s trans-cultural legacy”. I found this lecture so irritating that I printed it out and took a closer look at it.

On page 22 the author indicates that this text’s basic principle was composed in the early days following the 9/11 attacks. Clearly it’s an ideological article, not a psychological specialized text.
The summary already specifies the act of suppressing one’s drives as abstaining from seeking revenge. The fact that the historic examples, with the exception of Freud’s life story, were sought in the “Jewish-Palestinian” conflict, of all things, seems to be a reference to the supposed Jewish god of vengeance, who has been a part of the antisemitic repertoire at least since the time of Martin Luther.
The fact that Nitzschke chose the term “Jewish-Palestinian” stands out for it is noticeably ahistorical. The adjective Jewish should in fact be craving to be complemented by the term “Arabic”. Up until 1964, “Palestinian” was not a common term for the Arabic population of the British mandated territory. To the contrary, they claimed the titles of “Arabs” or perhaps “Syrians”, so that back then “Palestinian” signalized that Jews within the mandated territory were meant. Today’s Jerusalem Post for example was founded as Palestine Post in 1932 and wasn’t renamed until 1950. The adjective “Palestinian”, on the other hand, craves to be complemented by the term “Israeli”, for the state of Israel was in existence at the time the PLO came to be and the PLO knowingly set a national conflict as the crucial issue of its agenda, compared to the PLO charter, in particular article 6. It would be interesting to learn for what reason Nitzschke chose this particular combination. Could it be a question of viewing Jews in general (i.e. non-Israelis as well) as involved in this conflict, yet shield the participation of worldwide Muslims and the Arabic states in this conflict? This would imply a numerically balanced ratio in which Jews tend to be superior.

On page 2 we encounter these sentences, which were expressed as absolute truths:

> In the real life, abased people always think of revenge. And if they don’t
> seek it themselves – then they pass on their memories to the next
> generation.

To me it seems that we have the basis of negative expectations from sides of Germans against Israelis, which I have previously discussed here.

 

When abased people can’t do anything else than to plan their revenge or pass their thoughts of vengeance on to their children, then this must also apply to victims of the Nazi persecution of Jews. Following that logic, at the very least the descendants of European Jews in Israel and other places must be ensouled with vengeful thoughts especially towards Germans, including Dr. Nitzschke.

 

In respect of all that I’ve learned from Pat Santy (alias Dr. Sanity) regarding the various psychological defense mechanisms , I find it rather hilarious, that a qualified psychologist claims to know only one reaction to abasement, which however applies to everybody at all times. While I lack true understanding thereof, it appears to me that the need for revenge would be predominant in the case of narcissistic disorders:

> (…)
> Some societies like what the Palestinians have currently, mostly view each
> child as a soldier of the Jihad–without individual goals or ambitions– and
> from an early age route the child into service to the state. By the time the
> child has grown up, they have little ambition but to do the will of the
> omnipotent state and/or Allah. In this case, the grandiose self is not
> eliminated, but purposefully subjugated to act out the violent priorities of
> the state. The narcissistic defect is perpetuated when these children grow up
> and, those who do not blow themselves up in an act of ultimate union with an
> evil god, go on to mother and father more fragmented and horribly impaired
> individuals.
> In fact, throughout most of history, it has been the grandiose self that
> society has most tried to control. Either by eliminating it entirely; or
> chaining the energy it brings to the achievement of union with the omnipotent
> other.
> (…)

Here, Dr. Santy writes about the Palestinian society. I opine that the psychological mechanisms in Nazi-Germany were not too different. The rise to and the unification with the almighty state, the master race, the Fuehrer – it all matches. And so the passing on of the narcissistic defect to the next generation could have taken place. Perhaps we’re dealing with a projection of Nitzschke: The whole of humanity is being accused with a need for vengeance, that he inherited.

I won’t go into Nitzschke’s handling of Freud’s person, although there’s plenty to see in that respect, as well. I’ll skip right to “3 Reconciliation – the here and now of good and evil”. Since this title also precedes the complete text, I can’t be wrong to seek the central message here.

Preceding are two quotes, the first being:

> “Up until the founding of Israel in 1948, the Palestinians, the Jews and the Christians
> were equals in one country.” Daniel Barenboim

This statement is completely wrong, as Nitzschke himself proves on p. 15 while discussing the 1929 massacre of Hebron. Of course a musician is not exactly the best source for historically spotless analyses. To Nitzschke, Barenboim is especially advantageous for he is a Jewish historian. In my opinion this is an example of the use of alibi-Jews, which in itself is an indication of antisemitism.

The source references at the end of the text further attest to that:

Norman Finkelstein is specified as the source of information for the conflict in the Middle East and the 1. intifada. While all other names have the full first name, Finkelstein is solely identified with the initials N.G. I assume that this serves to hinder the recognition factor, for Finkelstein cannot be taken as a serious historian, however, he does have a distinct reputation of being an antisemitic alibi-Jew.

Other modern Israeli historians cited are Moshe Zuckermann, Tom Segev and Benny Morris. The former two are also popular key witnesses for anti-Zionists and anti-Semites, although less objectionable than Finkelstein. However, Nitzschke places Morris in the right-wing corner due to the fact that, under the impression of the so-called Al-Aksa-Intifada, he distanced himself from such positions after also having been a key witness for so-called pro Palestinians. So on one hand Nitzschke classifies into Jews who support his views, and, on the other hand, right-wing Jews… I’ve previously reported on this odd shifting of political standards that occurs as soon as its applied to Israel.

The idea that Jews are incapable of representing antisemitic ideas due to their Jewish heritage is racist by trend. Antisemitism is not genetically anchored, but culturally passed on. I’ve given plento of examples and explanations for Jews who failed to or chose not to withdraw from a culture coined by antisemitism in response to Kenneth Levin’s “The Oslo Syndrome. It was about four years ago, by the way, that I discussed a book by Bernard Wasserstein here.

The second quote from the The Merchant of Venice

> “You called me a dog before you had any reason to. But since I’m a dog,
> beware my fangs!”

loses its original meaning when combined with Barenboim’s quote:
If the Jews were doing just as well prior to the founding of the state as everybody else, then the “turning into dogs” can only refer to the Palestinians.

Nitzschke begins by depicting religion as a generally regressive and latent fascistic fiction. There’s no absolute-good or absolute-evil, as he lets Freud say and immediately takes it one step further: Good and evil in the form of non-absolute judgments are obsolete, namely (the shallowness of this is mind boggling) due to the unequal distribution of wealth across the globe!

On p. 10f Nitzschke also succeeds in implementing a bit of Bush-Bashing and anti-Americanism. On p. 12 the anti-Zionism continues. Nitzschke presumes that the founding of Israel mostly occurred as a result of biblical entitlement. This, of course, is humbug, just as any occupation with Herzl and the early times of Zionism can prove, regardless of how superficial it may be. Nitzschke puts on record: “One might construct a state on this politically-religious foundation, but certainly no democracy.” Since Nitzschke operates on a flawed premise, he must now dispute that Israel is a functional democracy. He does this by presenting an article by Richard Chaim Schneider in the SZ from September 2003 and using it as a basis to determine that “the religious fundamentalist increasingly rule the policy”. Initially, the coalition founded by Sharon after the elections in January of 2003 didn’t contain a single religious party, until the national-religious party joined on March 3rd. This contradicts the supposed transformation into a god state, however, Nitzschke’s obviously not too concerned with facts, but instead with substantiating his preconceived opinion.

The ideology that I distill from the text is remarkably consistent with the current mainstream in Germany.

The USA as dangerous state due to the “combination of religion and politics” (p. 11). The white man as colonial ruler. Civilization and barbarism as siamese twins (all cultures are equally good, only the culture of the white colonial ruler is evil, for it is blamed for all the evil in other cultures.) Israel as a product of religious fantasy and nationalistic eagerness, responsible for every Palestinian action. Even with regards to the massacre of Hebron, the Arabs supposedly had no other choice, because the Zionist “Betar” group demanded free access to the Wailing Wall through the muslimic district!

Yet, even through all this shallowness Nitzschke insists that his construct of ideas is not built on the hollow fundaments of “compact majorities”… (p. 12)

Well then!

https://beer7.wordpress.com/

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And here a delusional, psychotic text by the controversial German body psychotherapist Tilmann Moser, who obviously struggles with discursive thinking:

>> Intoxicated by caricatures of the prophet
On the commenting on terror in France
Tilmann Moser (2015)

The commitment-free cynic (own proud characterization: “I have no children, no wife, no car, no debt. Surely this might sound a bit euphuistical right now, but I’d rather die upright than to live on my knees.”) has never taken an imminent and cruel warning as seriously. Quite the contrary: It has further increased his defiant valor. It seems that as a 45 year old boss, he controls his ambitious and internally competing crew to such an extent, that no further concerns and no objections emerged.

Furthermore it seems that the paper put down on 30,000 subscribers was under economic downfall pressure. Whomever has to use the catholic church in France, and the orthodox Jews who provoke mockery, and even satirically long disemboweled politicians or parties as next to last enemies to stay funny causes dangerous boredom.

He must choose the last globally inflated bogey, the prophet, as a final taboo, to continue to achieve extremely satirical effects. He doesn’t need to care about the continuously endangered fate of his editorial staff, nor about the heated and drastically polarized mood in the country, the democratic-liberal mental state of the large majority of muslims condoning terrorism. They fear for their economic position and increasing segregation of their community.

He must step it up a notch to remain entertaining and feel more and more like a daring hero. As a psychoanalyst I don’t line up to reflect on the heated group dynamic in the editorial office, which appeared to resemble a maelstrom: becoming ever more provocative, ever more disdainful and ever more slanderous. It was a struggle for more elucidation, discussion and establishment of truth, even if the freedom of the press has been elevated to iconic levels, as the last European virtue so to speak.

It appeared to be committed to the murder victims, which one would only have to keep rubbing in Islam’s face in a drastic enough manner while convinced the terrorists‘ top missionary goal is to entirely destroy Europe’s freedom as a whole. It was an attack on a hated editorial department, not on the French freedom of press per se. Charlie and the disregard for threats have furthered the nation’s fear and hysteria and driven it straight into the lurking arms of Le Pen, with consequences that no one in the editorial staff seems to have considered. A responsible caution and restraint in respect of highly visible political tensions is far from internal censorship and fearful self-castration, but instead stipulates human and political prudence.

 

The Danish editorial journalist who first printed the Mohammet caricatures was already celebrated as a hero and showered with awards. He now lives in constricted and fearful retreat. Charlie got on the wrong track and I consider the editorial department a group of latent to suicidal pseudo-heroes facing journalistic demise. They have a (real?) mission of exposure and a (real?) vision of fear of the demonized prophet who threatens the world.

It would be interesting to find out which horrible image of the prophet lingers in the subconscious mind of the illustrators, who by now increasingly drive the disposed audience toward Islam (refer to Pediga). Some people are already calling to posthumously award the heroes with honorary citizen status. The brutish murders are compared to the truly polarizing disaster of the century, the Dreyfus affair. It won’t be long before the move of the murder victims who died in the name of liberty to the pantheon will be demanded. Right in the middle of the currently sickened self-esteem, France finally has national heroes or idols again, whom everyone should care about in unity and without objection.

And they just continue down that path!

Dr. Tilmann Moser, Psychoanalyst<<

http://www.tilmannmoser.de/

Furthermore, Moser writes a sentence such as: >>“Bernd Nitzschke sums up a lecture of Freud from the first world war (1915) and quotes: “You wonder why it is so easy to enthuse humans for war and assume that there is something effective within, a drive for hatred and destruction, which will counter such incitement.” This sentence could apply to the so-called hate mongers and their incited followers, whose banishment from synagogues is being debated in Germany << (Sic accentuation by JSB)

This can be read on websites of the former evangelic student pastor, who, as a psychoanalyst, operates a leftish website and a mailing list with supposedly 1000-1500 subscribers, psychoanalysts and psychotherapists, and who himself expresses antisemitic things very carefully, mostly in the form of general criticism of monotheism, but who likes to publish articles by anti-Semites who do the dirty work for him, as was the case with the “Cock of Zion”, yet censors criticism, bullies out critics in the act of the opinion-lynch-mob, excludes them from his mailing list (without notification) and mainly publishes red-red-green opinions. To him, the FAZ is but a curse word and freedom of opinion a horror, he alone decides who gets to express which opinion there. He calls this censorship “moderation”. Thus today’s psycho-scene in Germany is red-red-green waste which aggressively battles and suppresses opinions other than its own, latent or even virulent antisemitic, usually under the cover of “Israel criticism” or “humanitarianism” against “barbaric mosaic rites”. Of course, barbaric Islamic rites or other rites are not mentioned. In its push, this red-red-green, in reality brown psycho-scene rules an ever increasing growth of an already mainstream care industry in all areas of psychoanalysis, psychotherapy and psychology and to further stabilize it and has about as much in common with the educational intentions of Sigmund Freud, as Stalinism has with Marxism or catholic inquisition with the Gospel. It has become all business, corrupt, opportune and totalitarian. With antisemitic side blows and the applause of the psycho gutter, in which some people fish in troubled waters, one may be sure of that.

http://www.bbpp.de/moser-

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Psychoanalyse und Nationalsozialismus
Verbot oder Anpassung? Bruch oder Kontinuität?

Bernd Nitzschke erzählt die Geschichte der Psychoanalyse im Nationalsozialismus als Geschichte des Bruchs mit dem Linksfreudianismus

In seiner Freud-Biographie hat Ernest Jones, der als Präsident der International Psychoanalytic Association (IPA) in der Zeit von 1933 bis 1945 an der institutionellen Absicherung der Psychoanalyse maßgeblich beteiligt war, das Schicksal der Psychoanalyse unter Hitler in einem Satz zusammengefasst: »Dieses Jahr (1934 – B. N.) brachte die Flucht der noch gebliebenen Analytiker aus Deutschland und die ›Liquidierung‹ der Psychoanalyse im Deutschen Reich, eine der wenigen Taten, die Hitler vollständig gelungen sind.«

 Die Aussage ist prägnant – und falsch. Dennoch hat sie das Geschichtsbild der Mehrheit der PsychoanalytikerInnen lange Zeit geprägt, zumal die nationalsozialistische Bücherverbrennung, der auch die Werke Freuds zum Opfer fielen, das von Jones vermittelte Bild zu bestätigen schien. Mit Beginn der 1980er Jahre setzte dann aber – angestoßen durch neuere Forschungsarbeiten – eine differenziertere Betrachtung ein. Und damit gewann auch eine Kontroverse internationale Beachtung, die bis dahin eher von lokaler Bedeutung war: Was geschah mit der Psychoanalyse unter Hitler? Wurde sie »gerettet« oder »zerstört«? Auf diese Fragen hatten die beiden deutschen Fachgesellschaften – die 1910 gegründete Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft (DPG), die bei den Kongressen in Zürich 1949 und Amsterdam 1951 nicht mehr als IPA-Zweigvereinigung anerkannt wurde, und die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung (DPV), die 1950 neu gegründet und 1951 anstelle der DPG in die IPA aufgenommen wurde – unterschiedliche Antworten gefunden.

Inzwischen hat diese Kontroverse eine Fortsetzung gefunden. Dabei geht es um die erweiterte Frage, ob die NS-Zeit einen Bruch in der Geschichte der Psychoanalyse darstellt oder ob sich über diese Zeit hinweg Kontinuitäten aufzeigen lassen. Nicht betroffen von diesem Streit ist die verbreitete Einschätzung, dass der psychoanalytischen Bewegung im Nationalsozialismus die Unabhängigkeit geraubt worden wäre. Dieser Interpretation soll mit diesem Artikel widersprochen werden.

Mein Einwand lautet: Noch bevor die Nazis in der Lage waren, die Unabhängigkeit der psychoanalytischen Bewegung zu »zerstören«, gaben die Repräsentanten der DPG (die in Absprache mit Jones und anderen Vertretern der IPA handelten) psychoanalytische Positionen so weitgehend auf, dass die Nazis psychoanalytische Institutionen zunächst tolerieren und später schrittweise übernehmen konnten. Ein Verbot der Psychoanalyse im eigentlichen Sinne hat es unter Hitler deshalb nicht gegeben.

Ich will diese These belegen, indem ich auf den Zeitraum zwischen 1933 und 1936 näher eingehe, für den sich dieser Prozess der Selbstpreisgabe deutlich nachzeichnen und anhand zweier markanter Ereignisse exemplarisch verdeutlichen lässt: Am Anfang stand der im Sommer 1933 beschlossene und zunächst geheim gehaltene Ausschluss Wilhelm Reichs aus der DPG (der damit nach den damals gültigen Statuten auch aus der IPA ausgeschlossen war); und am Ende stand im Sommer 1936 der Eintritt der DPG in das Deutsche Institut für psychologische Forschung und Psychotherapie, das so genannte Göring-Institut (nach Matthias Heinrich Göring, einem Vetter des Reichsmarschalls benannt). Zwei Jahre später, 1938, kam es dann zu der von den Nazis verlangten Selbstauflösung der DPG, die von nun an als »Arbeitsgruppe A« am Deutschen Institut geführt wurde.

Die DPG auf dem Weg zur Selbstgleichschaltung

Voraussetzung für den Beitritt der DPG in das nationalsozialistische Institut war der »freiwillige« Verzicht jener jüdischen PsychoanalytikerInnen, die noch bis Ende 1935 in der DPG verbliebenen waren, auf ihre DPG-Mitgliedschaft. Zu diesem Zweck hatte eine DPG-Mitgliederversammlung stattgefunden, an der auch der IPA-Präsident Jones teilnahm. Er berichtete darüber später in seiner Freud-Biographie: »Alsdann fuhr ich nach Berlin und präsidierte am 1. Dezember 1933 (richtig müsste es heißen: am 1. Dezember 1935 – B. N.) eine Sitzung, in der die wenigen zurückgebliebenen Juden freiwillig ihren Rücktritt nahmen, um die Vereinigung vor der Auflösung zu retten.«

 Dass es sich bei dem »freiwilligen« Ausscheiden der jüdischen Mitglieder um einen »Rettungsversuch« handelte, war eine durchaus weit verbreitete Deutung. So schrieb etwa auch Anna Freud 1936 in einem Brief an Jones, in dem sie von einem Treffen mit Felix Boehm, dem damaligen Vorsitzen der DPG, und über dessen Vorhaben, die DPG in das ›Göring-Institut‹ zu überführen, berichtete: »Mir scheint es begreiflich, dass er diesen Versuch machen will. Gelingt es nicht, so hat die Analyse nichts dabei verloren (…). Rettet er eine kleine Arbeitsgruppe in eine andere Zeit hinüber, so ist es gut.«

Als Erich Fromm, der zu dieser Zeit bereits in den USA lebte, erfuhr, dass er in Folge dieses »Rettungsversuches« aus der DPG ausgeschlossen worden sei, beschwerte er sich beim DPG-Vorstand. Der stellvertretende Vorsitzende Carl Müller-Braunschweig wies ihn daraufhin in einem Brief vom 21. März 1936 zurecht: Es sei »der freie Entschluss aller jüdischen Mitglieder« gewesen, aus der DPG auszutreten. »Also von Ausschluss kann keine Rede sein«

. Und am 25. März 1936 erhielt Fromm dann auch noch einen Brief vom IPA-Vorsitzenden Jones, der ihm kollegial mitteilte: »Dr. Müller-Braunschweig hat mir ihren Beschwerdebrief bezüglich des Austritts der jüdischen Mitglieder weitergeleitet. Es ist nicht im wortwörtlichen Sinne richtig, dass sie ausgeschlossen wurden (Sie benutzen das Wort ›ausgeschlossen‹), aber nach einer ausführlichen Diskussion in Berlin […], bei der auch ich anwesend war, wurde letztendlich entschieden, dass es im Interesse aller sei, wenn sie ihren Austritt verkündeten.« Als Ausgleich bot Jones Fromm die freie Mitgliedschaft in der IPA an. Dem Rettungsversuch des psychoanalytischen Verbands war ein Treffen zwischen dem »Arier« Boehm und Sigmund Freud vorausgegangen. Bei diesem Treffen im April 1933 in Wien hatte Boehm mit Sigmund Freud die Frage der Neubesetzung des DPG-Vorstands erörtert. Freud war damit einverstanden, dass Boehm gemeinsam mit Carl Müller-Braunschweig den DPG-Vorsitz übernahm. Allerdings hatte Boehm zwei Bedingungen zu erfüllen: Erstens sollte er Wilhelm Reich, den Freud als »bolschewistischen« Angreifer betrachtete, aus der DPG ausschließen lassen; und zweitens sollte Boehm verhindern, dass sich während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft »innere Gegner« wie Harald Schultz-Hencke, ein Kritiker der Freud’schen Libidotheorie, »des Instituts bemächtigen und ihren Absichten dienstbar machen« konnten. Freud hatte den Wunsch, Reich aus der DPG/IPA ausschließen zu lassen, auch in einem Brief vom 17. April 1933 an den DPG-Vorsitzenden Max Eitingon geäußert: »Ich wünsche es aus wissensch.(aftlichen) Gründen, habe nichts dagegen, wenn es aus politischen geschieht, gönne ihm jede Märtyrerrolle.«

 Die »wissenschaftlichen« Gründe bezogen sich auf Reichs Einwände gegen Freuds Todestriebtheorie, die mit Reichs politischer Schlussfolgerung einhergingen, die Psychoanalyse sei als Instrument der Aufklärung auch im Kampf gegen den Faschismus einzusetzen. Die politischen Gründe im engeren Sinne, die Freud meinte, hatten mit der Tatsache zu tun, dass die DPG mit Reich als prominentem Mitglied, der in Berlin als kommunistischer Psychoanalytiker bekannt war, von den Nazis verboten worden wäre.

Boehm machte sich gleich nach der Rückkehr aus Wien daran, die mit Freud abgesprochene Strategie in die Tat umzusetzen. Bereits am 6. Mai 1933 stellte er sich gemeinsam mit Müller-Braunschweig bei einer DPG-Vollversammlung zur Wahl – und erlitt Schiffbruch. Die Mehrheit der DPG-Mitglieder stimmte gegen die beiden Karrieristen und bestätigte (wenige Tage vor der nationalsozialistischen Bücherverbrennung) den jüdischen DPG-Vorsitzenden Max Eitingon noch einmal im Amt. Ein halbes Jahr später, am 18. November 1933, gelang es Boehm und Müller-Braunschweig dann aber in einem zweiten Anlauf, die Macht in der DPG zu übernehmen. Boehm leitete die Geschäfte als Vorsitzender, während Müller-Braunschweig zum Kassenwart gewählt wurde. Als Kassenwart forderte Müller-Braunschweig von geflohenen jüdischen KollegInnen alte (Stipendien-)Schulden zurück. Und als die nicht zahlten, schrieb er am 29. Dezember 1936 entrüstet an Jones: »Es scheint uns nun, dass es nicht allein wirtschaftliche Umstände sind, die den Schuldnern die Rückzahlung erschweren, sondern dass weitgehend ein Ressentiment gegen die nunmehr ausschließlich aus Nicht-Juden bestehende Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft an der Unwilligkeit zu zahlen beteiligt ist.«

 Jones half Müller-Braunschweig daraufhin bereitwillig bei der Eintreibung der Schulden.

Neben dem Ausschluss jüdischer Mitglieder und der Einsetzung eines regimefreundlichen Vorstandes hatte die DPG aber noch eine weitere Hürde zu meistern, um im NS-Regime bestehen zu können. Sie bedurfte des Nachweises der Vereinbarkeit von Psychoanalyse und NS-Ideologie. Zu diesem Zweck hatte Boehm bereits im Sommer 1933 Gespräche mit NS-Funktionären geführt, die geglaubt hatten, die Psychoanalyse sei eine »jüdisch-marxistische Schweinerei«, wie es in einem schriftlichem Bericht Boehms an Jones heißt. Boehm überzeugte seine Gesprächspartner vom Gegenteil, indem er sie darauf aufmerksam machte, dass Wilhelm Reich, der auf den Verhaftungslisten der Gestapo stand, nicht die Psychoanalyse repräsentiere, die Freud und die DPG verträten. »Bekanntlich war Reich häufig öffentlich als Kommunist und Psychoanalytiker aufgetreten, wobei er seine Ansichten als Ergebnisse der Psychoanalyse hingestellt hatte. Gegen dieses Vorurteil (Reichs Ansichten entsprächen den Auffassungen Freuds und der DPG – B. N.) hatte ich zu kämpfen.«

 Boehms Kampf war erfolgreich. Die NS-Funktionäre forderten ihn auf, die mündlich referierte Position schriftlich einzureichen, damit ein Verbot der Psychoanalyse im NS-Staat abzuwenden sei. Diesen Auftrag gab Boehm an Müller-Braunschweig weiter, der daraufhin ein Memorandum verfasste, das er am 1. Oktober 1933 Jones und einem weiteren Vertreter der IPA, Johan van Ophujisen, in Haag vorlegte, um den Text absegnen zu lassen. Über dieses Treffen wurde auch Anna Freud informiert, die sich daraufhin mit einem zustimmenden Brief bei Boehm meldete. Nach der Rückkehr aus Haag überarbeitete Müller-Braunschweig den Text des Memorandums geringfügig, um ihn sodann unter dem Titel Psychoanalyse und Weltanschauung im nationalsozialistischen Kampfblatt Reichswart zu publizieren.

Nach dem »freiwilligen« Verzicht der Juden und Jüdinnen auf die DPG-Mitgliedschaft Ende 1935 schien dem für den Sommer 1936 geplanten Eintritt der DPG in das Deutsche Institut für psychologische Forschung und Psychotherapie nichts mehr im Weg zu stehen. Oder doch? – Die DPG-Funktionäre glaubten, sie müssten den Status der DPG als IPA-Zweigvereinigung aufkündigen, um dem Göring-Institut beitreten zu können. Sie irrten sich. 1936, im Jahr der Olympiade, legten die Nazis Wert auf internationale Anerkennung. Außerdem wollten sie die internationale Bühne für ihre politische Propaganda nutzen. Dazu heißt es in einem Brief von offizieller Seite: »Die deutsche Gruppe muss unter allen Umständen bei der Internationalen Psychoanalytischen Gesellschaft bleiben, weil sie sich in Opposition zu der Freud’schen Lehre begeben hat. Sie hätte sonst nirgends Gelegenheit, vor einem internationalen Forum die Freud’sche Lehre abzutun und damit dem jüdischen Geiste der Psychoanalyse gegenüberzutreten. Wir dürfen den Kampfmöglichkeiten nicht aus dem Wege gehen, sondern müssen im Gegenteil jede Gelegenheit ergreifen, den Gegner zu stellen.«

So nahm die DPG auf den Wunsch der Nazis die bereits ausgesprochene Kündigung der IPA-Mitgliedschaft wieder zurück und blieb als »judenreine« und auf Hitlers Mein Kampf eingeschworene Truppe bis zur Selbstauflösung 1938 eine Zweigvereinigung der IPA.

Auch auf den Beitritt der DPG zum Deutschen Institut geht Jones in seiner Freud-Biographie ein, wenngleich er nur sehr lückenhaft und anekdotisch darüber berichtet: »Es nahm einige Zeit in Anspruch, die neue Organisation auf die Beine zu stellen, und am 19. Juli 1936 traf ich Göring, Boehm und Müller-Braunschweig zu einer Besprechung in Basel […]. Ich fand in Göring einen recht liebenswürdigen und zugänglichen Menschen.«

 Göring, den Jones als liebenswürdigen Menschen beschreibt, hatte in seiner programmatischen Rede, die er auf der ersten Mitgliederversammlung des Deutschen Instituts gehalten hatte, die Grundlagen der Kooperation der Therapieschulen am Deutschen Institut folgendermaßen beschrieben: »Wer heute im nationalsozialistischen Staate lebt, muss sich darüber klar sein, dass er unter ganz anderen Bedingungen zu arbeiten hat, als in einem liberalistischen Staate, wie er vor 1933 bei uns bestand und heute noch vielfach im Ausland besteht […]. Der Nationalsozialismus nimmt heute alles für sich in Anspruch, den ganzen Menschen, auch die Wissenschaft […]. Uns Psychotherapeuten sollte es nicht schwer fallen, die Wichtigkeit der Weltanschauung zu erfassen, da ohne Weltanschauung keine Psychotherapie getrieben werden kann.«

 Nachdem er so den Primat der Politik über die Psychotherapie betont hatte, ging Göring – durchaus lobend – auf die Psychoanalyse ein: »Leider hat niemand vor Freud die Erkenntnis des Unbewussten praktisch verwertet. Die Anwendungsmöglichkeit uns zu zeigen, ist das Verdienst Freuds. Seine Methode ist Allgemeingut aller Psychotherapeuten geworden.« Zum »Allgemeingut« gehörten außerdem: »Die Erhebung einer eingehenden Anamnese, die Stellung einer exakten Diagnose, die Anerkennung des Unbewussten und seiner Fixierung an lebenswichtige Situationen und Personen der Kindheit, die Therapie durch das Bewusstmachen und das Erleben der neu erkannten Inhalte.« Neben diesen Gemeinsamkeiten benannte Göring allerdings auch Unterschiede: »Es wird also unsere Aufgabe sein, in den Vorträgen, Vorlesungen und Kursen zu versuchen, eine Scheidung zwischen jüdischer und arisch-germanischer Weltanschauung herauszuarbeiten.«

Deutsche Seelenheilkunde.
Zur inhaltlichen Ausrichtung der Psychoanalyse im NS

Mit dem Eintritt ins Deutsche Institut war schließlich ein Prozess der Anpassung, Eingliederung und Unterwerfung vollendet, dessen Bedingungen Boehm in Gesprächen mit NS-Funktionären im Sommer 1933 ausgehandelt und dessen ideologisches Begleitprogramm Müller-Braunschweig im Reichswart formuliert hatte. Müller-Braunschweig, verweist in seinem Artikel Psychoanalyse und Weltanschauung einleitend auf die »gegenwärtige Gesamtlage«, aus der sich die Notwendigkeit einer »erneuten Einwertung« der Psychoanalyse ergeben habe. Dann beschreibt er in einer für Laien verständlichen Sprache die psychoanalytische Behandlungsmethode, die nicht »auflösend und zersetzend«, vielmehr »befreiend und aufbauend« wirke. Schließlich schildert er die Therapieziele der Psychoanalyse so, wie das der SA-Mann Gauger das ein halbes Jahr später fordern sollte – in Übereinstimmung mit der nationalsozialistischen Weltanschauung: Die Psychoanalyse bemühe sich darum, »unfähige Weichlinge zu lebenstüchtigen Menschen, lebensfremde Phantasten zu Menschen, die den Wirklichkeiten ins Auge zu sehen vermögen, ihren Triebimpulsen Ausgelieferte zu solche, die ihre Triebe zu beherrschen vermögen, liebesunfähige und egoistische Menschen zu liebes- und opferfähigen, am Ganzen des Lebens Uninteressierte zu Dienern des Ganzen umzuformen. Dadurch leistet sie eine hervorragende Erziehungsarbeit und vermag den gerade jetzt neu herausgestellten Linien einer heroischen, realitätszugewandten, aufbauenden Lebensauffassung wertvoll zu dienen.« In einem Nachsatz heißt es mit Verweis auf ungenannte Kollegen dann noch: »Wir geben zu, dass nicht bei allen Veröffentlichungen des psychoanalytischen Schrifttums diese positive und schöpferische Grundhaltung deutlich genug hervortritt.«

Der Grundstein für die zukünftige Ausrichtung der psychoanalytischen Therapie im Nationalsozialismus wurde auf dem Psychotherapeuten-Kongress im Frühjahr 1934 in Nauheim gelegt. Auf diesem Kongress sollte die künftige Organisation der Psychotherapie (Hochschulausbildung, Facharztausbildung, Einordnung der Psychotherapie in die medizinisch-psychologischen Fachschaften usw.) festgelegt werden. Deshalb fanden gleichzeitig die konstituierenden Versammlungen der Deutschen allgemeinen ärztlichen Gesellschaft für Psychotherapie und der Überstaatlichen allgemeinen ärztlichen Gesellschaft für Psychotherapie statt. Im Zentralblatt für Psychotherapie, das wissenschaftlich-publizistische Organ beider Gesellschaften, wurde die Aufgabe der Gesellschaften, in deren Dienst auch die Zeitung stand, von C.G. Jung wie folgt umrissen: »Es wird […] die vornehmste Aufgabe des Zentralblattes sein, unter unparteiischer Würdigung aller tatsächlichen Beiträge eine Gesamtanschauung zu schaffen, welche den Grundtatsachen der menschlichen Seele in höherem Maße gerecht wird, als es bisher der Fall war. Die tatsächlich bestehenden und einsichtigen Leuten schon längst bekannten Verschiedenheiten der germanischen und der jüdischen Psychologie sollen nicht mehr verwischt werden, was der Wissenschaft nur förderlich sein kann.«

Was auf den ersten Blick als Widerspruch erscheinen mag, ist bei genauerer Betrachtung als Konstruktionsprinzip der neuen »deutschen Seelenheilkunde« zu erkennen: Die Komposition dieser Seelenkunde beruhte auf Selektion. Das bedeutete im Hinblick auf die Psychoanalyse die Akzeptanz all dessen, was als therapeutisch effektiv von ihr übernommen werden konnte, so z.B. die Behandlungstechnik, und die Zurückweisung all dessen, was an ihr als »jüdisch« oder gar als »jüdisch-bolschewistisch« betrachtet wurde, d.h. Menschenbild und Kulturtheorie. In einem Referat mit dem Titel Psychotherapie und politisches Weltbild hatte der Psychotherapeut und SA-Mann Kurt Gauger auf dem Kongress in Nauheim die Koordinaten der »deutschen Seelenheilkunde« bestimmt. »Es geht nicht darum, durch Aufnahme nationalsozialistischer Ausdrücke in unserer Fachsprache die Existenz der Psychotherapie dem neuen Staat als Notwendigkeit zu offerieren. Es geht darum, ob die deutsche Psychotherapie und die deutschen Psychotherapeuten dem Totalitätsanspruch des neuen Staates inhaltlich, nicht bloß formell, genügen.«

Gauger stellte auch sein Bild der Psychoanalyse vor und führte dazu aus: »Der wissenschaftliche Materialismus der Freud’schen Psychoanalyse ist aufs engste verwandt mit dem ökonomischen Materialismus der Marxisten.« Das kam einer Verurteilung gleich. Doch Gauger ließ bei aller Kritik auch manch gutes Haar an der Psychoanalyse: »Wir bestreiten nicht den Wert der Physik und der Chemie. Wir bestreiten daher auch nicht den Wert einiger Thesen der Freud’schen Psychoanalyse, die auf Grund solcher quasi naturwissenschaftlicher Beobachtung des menschlichen Seelenlebens formuliert wurden. Weltanschauliche Feindschaft besteht erst in der Sinngebung solcher Forschungsergebnisse! Anders ausgedrückt: wir bekämpfen nicht die Astronomie. Aber wir würden jedem Astronomen das Handwerk legen, der etwa die astronomische Wissenschaft als Waffe für kommunistische antireligiöse Organisationen verwenden wollte.« Das hieß: Wer – wie Wilhelm Reich – die Psychoanalyse gegen den nationalsozialistischen Staat einsetzte, wurde rückhaltlos bekämpft. Im Übrigen gebe es weder »unpolitische« Menschen noch eine politisch »neutrale« Psychotherapie. Denn jeder Mensch habe Zielvorstellungen und jede Psychotherapie habe Behandlungsziele – und die seien nun einmal mit Wertfragen, also mit weltanschaulicher Orientierung verbunden. Es komme deshalb »bei der Frage Psychotherapie und politisches Weltbild nicht auf eine ›nationalsozialistische Methode der seelischen Krankenbehandlung‹ an«, vielmehr gehe es um die Behandlungsziele. »Wenn es aber zutrifft, dass die Frage nach der seelischen Gesundheit unseres Volkes die entscheidende Frage des Nationalsozialismus ist, so entscheidend, dass sie sogar die Außenpolitik bestimmt durch die Entschließung: lieber mit Ehren unterzugehen als sklavisch leben! – Dann wird es Sie nicht mehr überraschen, wenn ich vertrete: […] Die politischste Disziplin von allen Disziplinen aber ist die Psychotherapie!«

Auch Schultz-Henke hatte sich in einem 1934 unter dem Titel Die Tüchtigkeit als psychotherapeutisches Ziel erschienenen Artikel mit eben diesen Fragen der Übereinstimmung mit der NS-Weltanschauung befasst, auf die Müller-Braunschweig im Reichswart-Artikel und Gauger in seinem Vortrag von Nauheim Antworten suchten. Er befand nun – und anders als in einer vorausgegangenen Wortmeldung – in Übereinstimmung mit seinen neo-psychoanalytischen Anschauungen, dass NeurotikerInnen geschwächte Menschen seien, die man mit Hilfe einer Therapie von Hemmungen befreien müsse, um sie stark oder »tüchtig« zu machen. Schon Müller-Braunschweig hatte im Reichswart-Artikel klar gemacht, dass mit dieser therapeutischen Zielsetzung keine schrankenlose Enthemmung gemeint sei. Er belegte dies mit Hilfe eines Freud-Zitats: »Ein böses und nur durch Unkenntnis gerechtfertigtes Missverständnis ist es, wenn man meint, die Psychoanalyse erwarte die Heilung neurotischer Beschwerden vom ›freien Ausleben‹ der Sexualität. Das Bewusstmachen der verdrängten Sexualgelüste in der Analyse ermöglicht vielmehr eine Beherrschung derselben, die durch die vorgängige Verdrängung nicht zu erreichen war. Man kann mit mehr Recht sagen, dass die Analyse den Neurotikern von den Fesseln seiner Sexualität befreit.«

 In diese Richtung zielt auch die Argumentation von Schultz-Hencke: »Das Missverständnis, als handle es sich um Herstellung von Hemmungslosigkeit, konnte sich erhalten, weil zuviel Spekulation, Begriffsschiefheit und theoretische Abwegigkeit in das Lehrgebäude Freuds von ihm selbst und seinen Schülern hineingebracht wurde. So besonders die Libidotheorie, der ›Pansexualismus‹ […]. Die Libidotheorie wird also fallen müssen und mit ihr alle zusätzlichen Spekulationen und korrespondierenden Begriffsschiefheiten. Was dann noch an neuer, vertiefter Einsicht in die Neurosenstruktur bleibt, ist immer noch großartig und erstaunlich genug.«

 Es waren Aussagen wie diese, die später immer wieder zitiert und gegen Schultz-Hencke vorgebracht wurden.

Vor allem unter Kollegen, die mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus zur Emigration gezwungen wurden, lösten solche Stellungnahmen Empörung aus. Im Hinblick auf den Reichswart-Artikel aus dem Jahr 1933 schrieb Wilhelm Reich: »Als zur Emigration gezwungenes Mitglied der deutschen psa. Vereinigung erkläre ich hiermit, dass der genannte Artikel von Müller-Braunschweig eine Schande für die gesamte psychoanalytische Wissenschaft und Bewegung darstellt. Unter Führung des Vorstandes strebt die ›Deutsche Psa. Vereinigung‹ die Eingliederung in die Deutsche Allgemeine Ärztliche Gesellschaft für Psychotherapie an, deren Reichsführer in einem Geleitwort im ›Zentralblatt für Psychotherapie‹ vom Dezember 1933 erklärte: ›Die Gesellschaft setzt von allen schriftstellerisch und literarisch tätigen Mitgliedern voraus, dass sie Adolf Hitlers grundlegendes Buch Mein Kampf mit allem wissenschaftlichen Ernst durchgearbeitet haben und als Grundlage anerkennen.‹ […] Umso größer ist die Schande der Bestrebungen führender Analytiker, sich gleichschalten zu lassen.«

Die Geschichte des Vergessens

Noch auf einem 1938 in Paris abgehaltenden Kongress hatte Jones behauptet: »Die Deutsche Vereinigung […] hat sich bisher einer beträchtlichen Selbständigkeit erfreut, eine größere Anzahl Kandidaten wurde ausgebildet und neue Mitglieder wurden aufgenommen.«

 Nach dem Ende des »Tausendjährigen Reichs« veränderte sich die Diktion schlagartig. Nun nahmen sich die deutschen PsychoanalytikerInnen vornehmlich als Objekte von Unterdrückung und Verfolgung und kaum mehr als Subjekte mit Anpassungsbereitschaft und opportunistischem Karrierestreben wahr. In der neu gegründeten Zeitschrift für Psychoanalyse, von der nur zwei Heft erschienen sind, stellte Müller-Braunschweig nun die Frage: »Benötigt unser Unternehmen eine Rechtfertigung?« Er beantwortet die Frage gleich selbst mit Hinweis auf Kontinuitäten, die trotz Verbot und Verfolgung aufrechterhalten worden seien: »Uns bedeutet der Name Freud, die Erscheinung des Begründers der modernen Tiefenpsychologie und das Werk, das er hinterlassen hat, eine Verpflichtung. Diese Verpflichtung fordert um so stärker, als – bei uns in Deutschland – eine Zeit hinter uns liegt, in der sein Name und seine Schöpfung verfemt waren. Das Regime zwang eine große Reihe derer, die ihre Lebensaufgabe darin gesehen hatten, sich der psychoanalytischen Forschung in Wort und Schrift zu widmen, auszuwandern. Das ›Berliner Psychoanalytische Institut‹, 1920 von der ›Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft‹ gegründet, das eine reiche Forschungs- und Lehrtätigkeit entfaltet und sich einen internationalen Ruf erworben hatte, musste sich den Forderungen des Regimes beugen und sich 1936 der allgemeinen deutschen psychotherapeutischen Organisation des ›Deutschen Instituts für psychologische Forschung und Psychotherapie‹ einordnen.«

 Kein Wort von den Schulden, die Müller-Braunschweig bei den Ausgewanderten einzutreiben versucht hatte; kein Wort mehr von den Maßnahmen, die gegen Juden und Jüdinnen durchgesetzt worden waren, damit die DPG ins Deutsche Institut eintreten konnte.

Was aber geschah nach dem Ende des Hitler-Regimes mit Müller-Braunschweigs Aufsatz im Reichswart? Er wurde vergessen. Und er blieb vergessen – bis er von Helmut Dahmer 1983 erneut gefunden, re-publiziert und kommentiert wurde. Nach der Re-Publikation des Reichswart-Artikels sind vereinspolitisch motivierte Beiträge zur Geschichte der Psychoanalyse unter Hitler erschienen, in denen der Reichswart-Artikel entweder gar nicht erwähnt oder als Bestandteil einer Debatte um Psychoanalyse und Psychotherapie verharmlost wurde. So hieß es zum Beispiel, in Müller-Braunschweigs Reichswart-Artikel habe »die Politik« die Darstellung der »sachliche(n) Substanz« der Psychoanalyse »nicht beeinflusst«. Und soweit darin »die Psychoanalyse auf Psychotherapie reduziert« worden sei, sei dies »kein aktuelles Zugeständnis« an das NS-Regime gewesen, vielmehr habe es sich dabei um die Fortsetzung »einer älteren Berliner Linie« gehandelt.

 Auch Schultz-Hencke setzte seine Arbeit nach 1945 fort, als sei nichts geschehen. Beim 16. Internationalen Psychoanalytischen Kongress, der 1949 in Zürich stattfand, brachte er unter dem Titel Zur Entwicklung und Zukunft der psychoanalytischen Begriffswelt« einen Vortrag zu Gehör, in dem er den metaphorischen Gebrauch psychoanalytischer Begriffe und die Analogien kritisierte, die zwischen frühkindlichem Erleben und dem Erleben psychisch kranker Erwachsener gezogen wurden. Im Lehrbuch der psychoanalytischen Therapie von Thomä und Kächele heißt es dazu Jahrzehnte später zurückblickend: »Die von Schultz-Hencke beim ersten Kongress der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV) nach dem Krieg in Zürich vorgetragene Kritik an der Libidotheorie und an der Metapsychologie würde […] heute kein Aufsehen mehr erregen und von vielen Analytikern geteilt werden.«

 In Zürich 1949 hatte das Müller-Braunschweig, der nach dem Krieg Vorsitzender der wiederbegründeten DPG geworden war, noch ganz anders gesehen. Er ergriff die günstige Gelegenheit, um in einem Vortrag Die Neoanalyse Schultz-Henckes von der Psychoanalyse aus gesehen zu kritisieren. Damit konnte Schultz-Hencke als der Prototyp des Psychoanalytikers erscheinen, der unter Hitler die Psychoanalyse preisgegeben hatte. Und Müller-Braunschweig konnte im Anschluss an seinen Vortrag von einem Verbündeten aus alten Tagen – vom immer noch amtierenden IPA-Präsidenten Jones – als einer der wenigen gelobt werden, die unter Hitler »true, real, genuine analysts« geblieben seien.

Diese Inszenierung hatte viele Vorteile: Müller-Braunschweig, der die Psychoanalyse schon einmal – damals noch gemeinsam mit Boehm – vor Wilhelm Reich »gerettet« hatte, konnte nun noch einmal als »Retter« der Psychoanalyse, diesmal vor Schultz-Hencke, gefeiert werden. Und nach den Leistungen, die Jones zur »Rettung« der Psychoanalyse unter Hitler beigetragen hatte, fragte nun in Zürich keiner mehr. Schließlich behielt auch Jones für sich, was er von seinem britischen Kollegen John Rickman, der 1946 nach Berlin gereist war, um in verdeckten Interviews die politische Einstellung deutscher PsychoanalytikerInnen zu ermitteln, über Müller-Braunschweig erfahren hatte. Rickman hatte Müller-Braunschweigs Einstellung als »dunkelgrau« eingestuft, geringfügig freundlicher als die Einstellung Boehms, die er als »dunkelgrau wenn nicht schwarz« bezeichnete. Er empfahl deshalb, beiden während der NS-Zeit tätigen Funktionären kein Amt in psychoanalytischen Organisationen mehr anzuvertrauen. Das teilte Jones dem in Zürich versammelten Kongresspublikum allerdings nicht mit. Stattdessen beauftragte er Müller-Braunschweig kurze Zeit später mit der Gründung einer neuen Gruppe, der DPV, deren 1. Vorsitzender Müller-Braunschweig wurde, nachdem er sein Amt als 1. Vorsitzender der DPG aufgegeben hatte, welches Boehm dankbar übernahm. Und so gab es nun zwei deutsche Fachgesellschaften, die jede auf ihre Weise beanspruchten, einiges zur »Rettung« der Psychoanalyse unter Hitler beigetragen zu haben. Und als dann ein halbes Jahrhundert später die DPG beim 42. Internationalen Psychoanalytischen Kongress in Nizza 2001 wieder als Provisional Society of Council in die IPA aufgenommen wurde, wurde das gespaltene Geschichtsbild ohne große historische Aussprache beiseite gelegt – so als sei nichts geschehen.

 Und so blieb der eigentliche Bruch in der Geschichte der Psychoanalyse, der mit Wilhelm Reichs Ausschluss aus der DPG/IPA begonnen und im Beitritt der DPG zum Göring-Institut einen ersten Höhepunkt erreicht hatte, der Bruch mit der von den LinksfreudianerInnen vertretenen »politischen Psychoanalyse« ,undiskutiert. Otto Fenichel hatte dieses Ende kommen sehen, als er kurz vor seinem Tod im letzten aus Los Angeles verschickten Rundbrief vom 14. Juli 1945 an die LinksfreudianerInnen schrieb: »Die Entwicklung der Psychoanalyse in der Welt und insbesondere in Deutschland hat eine Richtung eingeschlagen, die es notwendig macht zu kämpfen – nicht so sehr für die korrekte Anwendung in der Soziologie, sondern vielmehr für die Weiterexistenz der Freud’schen Psychoanalyse.«

Bernd Nitzschke

Der Autor ist in Düsseldorf als Psychoanalytiker niedergelassen, Mitbegründer des Periodikums Luzifer-Amor – Zeitschrift für die Geschichte der Psychoanalyse und korrespondierendes Mitglied der Redaktion der Zeitschrift Psychoanalyse – Texte zur Sozialforschung.

Fußnoten

  1. Gekürzte und überarbeitete Fassung eines Beitrags, der unter dem Titel »gerettet« oder »zerstört«? – Psychoanalyse unter Hitler« Fassung 2003 in der Zeitschrift für Politische Psychologie (Jg. 11, Heft 1-3, 121-144) erschienen ist
  2. Ernest Jones, Sigmund Freud – Leben und Werk, Band 3, Bern 1962, 222.
  3. Ebd., 223.
  4. Zitiert nach: Regine Lockot, Die Reinigung der Psychoanalyse. Die Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft im Spiegel von Dokumenten und Zeitzeugen (1933-1951), Tübingen 1994, 47.
  5. Zitiert nach: Rainer Funk, Erich Fromm’s Role in the Foundation of the IFPS. Evidences from the Erich Fromm Archives in Tuebingen, Lecture presented at the Workshop on the Foundation and History of the IFPS. X. International Forum of Psychoanalysis, May 5-9, 1998, Madrid.
  6. Original in Englisch; Funk, Erich Fromm’s Role, 192.
  7. Freud am 21. März 1933 an Eitingon, zitiert nach: Karen Brecht u.a. (Hrsg.), »Hier geht das Leben auf eine sehr merkwürdige Weise weiter…« – Zur Geschichte der Psychoanalyse in Deutschland, Hamburg 1985, 94.
  8. Brief an Max Eitingon vom 17.4.1933, in: Sigmund Freud, Max Eitingon. Briefwechsel, Band 2: 1906-1939, Tübingen 2004.
  9. Brecht u.a., Geschichte der Psychoanalyse, 69.
  10. Felix Boehm, Bericht vom 21.8.1934 über die Ereignisse 1933-1934. Zitiert nach: Faksimile-Abdruck in Brecht u.a. (Hrsg.), »Hier geht das Leben auf eine sehr merkwürdige Weise weiter…«, 103.
  11. Gudrun Zapp, Psychoanalyse und Nationalsozialismus. Untersuchungen zum Verhältnis Medizin/Psychoanalyse während des Nationalsozialismus, Kiel 1980, 66.
  12. Jones, Sigmund Freud, 224.
  13. Matthias Heinrich Göring, Weltanschauung und Psychotherapie, in: Zeitschrift für Psychotherapie 9/1936, 290f.
  14. Carl Gustav Jung, Geleitwort, in: Zeitschrift für Psychotherapie 6/1933, 139f.
  15. Kurt Gauger, Psychotherapie und politisches Weltbild, in: Zeitschrift für Psychotherapie 7/1934, 159.
  16. Sigmund Freud, Psychoanalyse und Libido, zitiert nach: C. Müller-Braunschweig, Psychoanalyse und Weltanschauung, in: Reichswart vom 22.10.1933, hier zitiert nach Wiederabdruck in: Hans-Martin Lohmann (Hrsg.), Psychoanalyse und Nationalsozialismus. Beiträge zur Bearbeitung eines unbewältigten Traumas, Frankfurt a.M. 1984, 110.
  17. Harald Schultz-Hencke, Die Tüchtigkeit als psychotherapeutisches Ziel, in: Zentralblatt für Psychotherapie 7/1934, 92.
  18. Wilhelm Reich, zitiert nach: Otto Fenichel, 119 Rundbriefe (1934–1945), Band I (hrsg. von Elke Mühlleitner und Johannes Reichmayr), Frankfurt a.M./Basel 1998, 103.
  19. Zitiert nach: Korrespondenzblatt – Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse 24/1939, 366.
  20. Carl Müller-Braunschweig, Geleitwort des Herausgebers, in: Zeitschrift für Psychoanalyse 1/1949, I.
  21. Michael Schröter, Manichäische Konstruktion. Kritik an zwei Studien über Wilhelm Reich und seine Konflikte mit der DPG/IPV (1933-34), in: Psyche 52/1998, 181.
  22. Helmut Thom und Horst Kächele, Lehrbuch der psychoanalytischen Therapie, Bd. 1. Berlin/Heidelberg/New York 1985, XII.
  23. Karl Fallend und Bernd Nitzschke (Hrsg.), Der »Fall« Wilhelm Reich. Beiträge zum Verhältnis von Psychoanalyse und Politik, Frankfurt a.M. 2002.
  24. Original in Englisch; Fenichel, Rundbriefe Band 2, 1945.

line-wordpress

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

What´s Left? Antisemitism!

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

Psychoanalytische Arbeitsstation

Arrêtez la psychanalyse allemande! Vivez la psychanalyse freudienne à nouveau!

refuse-service

The best therapy is the knowledge

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
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They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

Be patient, work hard, follow your passions, take chances and don’t be afraid to fail.
I think for food

molon labe

„Die Wilden sind nicht bessere Menschen“ – Adorno

Der „autoritäre Charakter“ mit seiner narzisstischen Kränkung und seinem Sado-Masochismus, offenbart eine reaktionäre „Furcht vor der Freiheit“.

Ex Oriente Tenebris

Um Menschen zu verstehen, muß man den Sinn fürs Absurde haben.

Faschismus hat die Seiten gewechselt

„The only reason people do work for airlines is because the Nazi party is no longer hiring.“ –
Die beste Therapie ist das Wissen

Angela Merkel in BILD-Zeitung, 29. November 2004 auf die Frage, welche Empfindungen Deutschland in ihr weckt: „Ich denke an dichte Fenster! Kein anderes Land kann so dichte und so schöne Fenster bauen.“

„Wenn ein Truthahn nach tausend Tagen geschlachtet wird, erscheint der Todestag dem Truthahn als unvorhersehbar, nicht aber dem Metzger.“ – Nassim Nicholas Taleb

Schnick, Schnack, Schnuck – Schere, Stein, Papier – Extremistan, Mediokristan, Absurdistan

Die FAZ, das intellektuelle Flagschiff der Republik hat sich zu Merkel mit der Breitseite gewendet.
Dummköpfe, in Deutschland „Eliten“ genannt, werden diesen Ausdruck für eine freundliche Geste halten, für eine deutche Übersetzung des „Always Look on the Bright Side of Life“.
In den geistigen Anal-Phabetismus dieser „Eliten“ sind die „Flüchtlinge“ ohne Weiteres integrierbar, einer geht immer noch herein.
„Wart Pac pałaca, a pałac Paca“, sagen dazu die Polen, “ der eine taugt sowenig wie der andere“.
Steht doch diesem Staat eine Frau ohne Eigenschaften vor, die den von Robert Musil beschriebenen Zerfall kurz vor 1914 (huch, was war denn da?) repräsentiert und betreibt.

„Das deutsche Volk kann Revolution machen nur noch gegen sich selbst.“ – Ulrich Sonnemann

„Weil das Notwendige nicht getan werden will, eröffnet sich der Spielplatz der Selbstverwirklichung; wem Vernunft als dogmatisch gilt, der hat jedenfalls Verstand genug, seine Halluzinationen auf Punkt und Komma zum totalen System der Sozialreform auszuarbeiten. Die materialistische Kritik hatte zwar 1848 versucht, sich einen Überblick zu verschaffen, denn „Ökonomisten, Philantrophen, Humanitäre, Verbesserer der Lage der arbeitenden Klassen, Wohltätigkeitsorganisierer, Abschaffer der Tierquälerei, Mäßigkeitsvereinsstifter“ wetteiferten schon damals darum, den „wahren“ deutschen Sozialismus (der besten, größten, stärksten in der Welt Philantropie, nämlich der deutschen, à la Merkel) auf Touren zu bringen.“ – Joachim Bruhn

»Kann sein«, fuhr er in seiner Schilderung der Zukunft Österreichs fort, »daß uns, wenn wir mit den Türken Krieg führen, die Deutschen in den Rücken falln, weil die Deutschen und die Türken zusammenhalten. Wir können uns aber mit Frankreich verbünden, das seit dem Jahr einundsiebzig auf Deutschland schlecht zu sprechen is. Und schon wirds gehn. Es wird Krieg geben, mehr sag ich euch nicht.« – sagte Schwejk.

„Es gibt doch tatsächlich eine verständige Definition der Widervernunft als solcher, statt den Massenmord als den irren Versuch scharfsinniger Rindviecher zu entziffern, die paradoxe, an sich selbst unbegreifliche Identität des Kapitals als automatisches Subjekt zu liquidieren und es als fixe Qualität zu verdinglichen, als Versuch daher des volksgemeinschaftlichen Mordkollektivs, das Kapital als naturale Eigenschaft sich einzuverleiben, d.h. das „Geldrätsel“ zu lösen, indem man G — G‘ (Geld macht Geld Anm.JSB) zum Wesen des Deutschtums erhob. Weil das Mordkollektiv vom Wahn inspiriert war, in der jüdischen „Gegenrasse“ sei das Geheimnis endlos gelingender Akkumulation quasi genetisch inkorporiert, so daß es des kollektiven Raubmords bedürfe, dieses Geheimnis den Juden aus dem Leib zu reißen und den Deutschen einzuverleiben, weil es ihre negative Utopie ausmacht, sich in den „Kapitalfetisch“ zu verwandeln und sich selbst als „reiner Automat“69 darzustellen: daher konnte der Versuch, das „Tausendjährige Reich“ der definitiven Abschaffung aller Vermittlung und der Selbstdarstellung des Deutschtums als des automatischen Fetischs schlechthin nur in der barbarischen Einheit von Verstandesdiktatur und Apokalypse münden.
Der Nationalsozialismus war in dieser Perspektive „nichts anderes als“ der Versuch des Subjekts, sich selbst zu rassifizieren, um das Kapital unmittelbar als natürliche „Eigenschaft“ sich anzueignen, d.h. sein „Naturrecht“ auf die so endlos wie krisenfrei gelingende Akkumulation zu verwirklichen : eben das ist der (ja, auch: Lust-) Gewinn, den das Kollektiv aus Verfolgungswahn und Massenmord einstrich. Das war die Geschichte des Nationalsozialismus als Produktionsverhältnis, das ist der Grund dafür, daß die Deutschen nie deutscher waren als am 9. Mai 1945, daß sie seitdem die absolute Transzendenz ihrer Geschichte niemals werden vergessen können, bis endlich die „Emanzipation der Deutschen zu Menschen“(Marx) doch noch revolutionär gelingen möge. Es ist diese Überbietung jedweder Vermittlung im Mord an den Juden, die seitdem „aufgearbeitet“, bzw. voller Sehnsucht rekapituliert wird. Der öffentliche ,Diskurs‘ über den NS gleicht nicht nur einer nicht enden wollenden Trauerrede — wenn etwa die FAZ jammert, Hitler habe „das Selbstbewußtsein der einfachen Menschen gestärkt und seine Arbeitsleistung gewürdigt. Der Sinn für das Allgemeinwohl, dessen Träger der Staat ist, wurde wieder geweckt.“ — , sondern dieser ‚Diskurs‘ ist nichts anders als die Selbstdressur in die doch noch gelingen mögende Erfüllung des Hitlerschen Vermächtnisses. Es ist sein „Politisches Testament“ vom 29. April 1945, das seitdem abgearbeitet wird, sein letzter Wille, dem „internationalen Judentum und seinen Helfern“ den totalen Krieg zu erklären und dafür immer wieder aufs Neue im deutschen Staat die so klassenübergreifende wie die Klassen in sich aufhebende Volksgemeinschaft zu verschweißen, d.h. das Mordkollektiv, daß in erlogener präventiver Notwehr dagegen sich erheben solle, daß „die Völker Europas wieder nur als Aktienpakete dieser internationalen Geld- und Finanzverschwörer angesehen werden.“ Die restlose Verschmelzung der Individuen als Körper mit ihrer gesellschaftlichen Subjektfunktion hat stattgefunden, die deutsche Utopie war schon einmal Wirklichkeit gewesen: das ist der Grund für das allseits festgestellte Ausbleiben einer jeden Panik und Hysterie in der größten Krise des Kapitals seit 1929, der Grund auch dafür, das die konformistischen Revolteure etwa der Bewegung gegen das Stuttgarter Bahnhofsgrab selig identisch und zur Melodie von „Freude, schöner Götterfunken“ singen können: „Wir sind das Volk, wir sind das Geld.“ Das Urvertrauen in den Souverän ist ungebrochen (wenn nur diese Regierung nicht wäre!). (…) Der Warenhüter, das (juristische) Subjekt, in die Antinomie von Bourgeois und Citoyen, deren Synthese der Souverän in der Gestalt negativer Versöhnung ist, wie sie zuerst in der Form des Soldaten erscheint: kasernierte Mordenergie, bedingungslose Bereitschaft zum Töten und Getötetwerden, damit die Dezision (Entscheidung Anm.JSB) über Leben und Tod in letzter Instanz. (…) Im Normalzustand der Akkumulation ist der Souverän als Bedingung der Möglichkeit der Existenz von Staatsapparaten unsichtbar. Aber die Souveränität als reines Verhältnis von Befehl und Kommando, als die bedingungslose Pflicht zum Opfer und als unbedingte Freiheit zum Morden, wie sie im allgemeinen Menschen präsent ist, tritt in der großen Krise hinter den Staatsapparaten hervor und aus ihnen heraus, hebt die Gewaltenteilung auf und setzt sich absolut als „frei aus sich selbst Anfangendes“, als so ableitungs- und begründungs- wie rechtfertigungsloses „Ich will.“ (Hegel)
Die Begriff des Nationalsozialismus ist demnach, d.h., wie ihn auch der Materialist Johann Georg Elser praktisch zu fassen suchte, in der Perspektive zu entwickeln, daß Hitler als Erscheinung des allgemeinen Deutschen, als der Souverän, hinter den Staatsapparaten hervortrat und als Person unmittelbar alles, was deutsch ist, verkörperte. Darin nun konvergieren die Kritik der politischen Ökonomie und gewisse Einsichten der Psychiatrie, denn eine barbarische Gesellschaft kann nur von einem Subjekt repräsentiert und ausagiert werden, das seiner psychischen Konstitution zufolge nichts anderes als ist als eben: die negative Aufhebung des Subjekts, d.h.: ein Barbar sondergleichen.  (…) Die Gestalt des unmittelbar allgemeinen Deutschen, der in einer Person inkarnierten Souveränität, ist der archimedische Punkt, zu dessen Begriff die materialistische Kritik dringend ihrer Belehrung durch Psychiatrie und Psychoanalyse bedarf. (…)
In der Konsequenz der unmittelbaren Erscheinung des allgemeinen Deutschen erblüht ein grandioses Verschmelzungserlebnis von Masse und Macht: das Glück vermittlungsloser Identität in der verkehrten Gesellschaft. Es ist, „als ob“ die Utopie des wahren deutschen Sozialismus, „man könne allen Waren den Stempel unmittelbarer Austauschbarkeit aufdrücken“, d.h. „alle Katholiken zu Päpsten machen‘, sich in der Volksgemeinschaft realisiert hat. Das Verhältnis von Volk und Führer mündet, je intensiver der Mordwille sich ausagiert, in zwar geborgter, gleichwohl fugenloser Identität, zumindest solange, wie auch nur ein Jude noch am Leben ist und die Jagd weitergehen darf bzw.: muß. (Darum ist Israel den Deutschen Verheißung und Schrecken zugleich, eben: „Das letzte Tabu deutscher Außenpolitik“90, d.h. Objekt von Angstlust par excellence.) Der Nazifaschismus war ein Traum — das ist der Profit, den Babi Jar und Treblinka den Deutschen abgeworfen haben, denn im Massenmord hatten sie sich die absolute Transzendenz einmal schon angeeignet. Die gern beschwatzte „Unfähigkeit zu trauern“ gründet darin, daß man die Verschmelzung niemals wird vergessen können und den Staat als den Garanten sine qua non ihrer möglichen Wiederkehr versteht, d.h. als Versprechen. Es ist die Hoffnung auf das organisierte Pogrom, was gegen Panik immun macht.
Das bedeutet nicht, daß dem System des erst pazifizierten, dann oberflächlich parlamentarisierten Wahns der deutschen Ideologie keine bemerkenswerten Einsichten in die Zukunft der Krise möglich sind, auch wenn dessen Lautsprecher nicht wissen, was sie denken, bevor sie hören, was sie sagen oder lesen, was sie schreiben — so der FAZ-Kolumnist Frank Schirrmacher, der, mutmaßlich den Einflüsterungen Dietmar Daths erlegen, dies zu bedenken gibt: „Wer meint, daß die aktuelle Vernichtung des Grundvertrauens in die Rationalität ökonomischen Handelns ohne Folgen bleibt, wird sich spätestens bei den nächsten Wahlen enttäuscht sehen. Über Nacht ist die Welt des Geldes fiktionalisiert worden. Die Flucht in die Verstaatlichung, die von den Banken selbst angeführt wird ist der Bankrott der Metaphysik des Marktes.“ So verständig schreibt kein „Neues Deutschland“. Und weiter: „Jetzt, da völlige Unklarheit darüber herrscht, was ist und was nicht ist, kann nur der Staat noch dezisionistisch darüber verfügen, daß etwas und nicht vielmehr nichts existiert.“ Noch ist nicht von Juden, sondern vom Geldwert die Rede, aber jeder weiß, was gemeint ist, nämlich die Erklärung des obersten Volkswirts in der Wolfsschanze. In derlei traumwandlerischen, aber zielsicheren Inszenierungen des Staatlichkeitswahns wird die sehnsüchtige Erinnerung an wie die tätige Hoffnung auf das (neuerliche) Erscheinen des unmittelbar allgemeinen Deutschen beschworen, denn wenn schon die aktuellen „Notstandsgesetze“ nichts weniger bedeuten als eine „Revolution von oben“ — wo ist dann der Kyffhäuser, wo wartet der authentisch deutsche Revolutionär? Es ist diese unheimliche Sehnsucht, die die Linkspartei mit der Rechtspartei trotz aller, oberflächlich betrachtet, verschiedener Terminologie lange schon eint, bevor sie nun, im sich warmlaufenden „Extremismus der Mitte“, zur Volksfront sich finden werden, zugleich der Grund dafür, warum ein ausgemachter Prä-Faschist wie der „Professor für BWL an der FH Worms“, Max Otte, den Horst Köhler und die Sarah Wagenknecht in einem Atemzug und fürs haarscharf Gleiche loben kann, für deren Programm „Werden Sie ,Volkskapitalist‘!“ und für ihren Appell: „Gebt das Geld in unsere Hände!„93 Denn wer, wenn nicht wir, ist das Geld? (…) Der Traum der deutschen Ideologie ist die Verwandlung der Volksgenossen in die lebendige Münze. In diesen Verschmelzungsphantasien läuft sich die neuerliche Transformation des bürgerlichen wie des proletarischen Besitzindividuums langsam warm in das, was Johann Most treffend die „Eigentumsbestie“94 genannt hat, d.h. die selbstbewußt zynische Verschmelzung der Individuen als homogene Subjekte mit der Akkumulation. Die gesellschaftliche Mitte, d.h. der Angelpunkt der falschen Gesellschaft wie der Nullpunkt ihres Bewußtseins zugleich, hat längst G — G‘ als ihr Naturrecht proklamiert und sinnt jetzt auf Rache dafür, daß niemand „den echten Wert der Bilanzen“‚ kennt. Denn, so Marx, „in dem zinstragenden Kapital ist die Vorstellung vom Kapitalfetisch vollendet, die Vorstellung, die dem … Geld die Kraft zuschreibt, durch eine eingeborene geheime Qualität, als reiner Automat, in geometrischer Progression Mehrwert zu erzeugen, so daß es … allen Reichtum dieser Welt für alle Zeiten als ihm von Rechts wegen gehörig und zufallend schon längst diskontiert hat.“96 Das ist die historische Mission der Eigentumsbestie, daß es den Fetischismus und die Naturalisierung der gesellschaftlichen Verhältnisse nicht länger, wie es der akademische Marxismus glauben machen möchte, als die nur historische „zweite Natur“, d.h. bloße Kulisse und Simulation des „als ob“ dulden mag, sondern als die erste, rassische Qualität des Deutschtums setzen und sich einverleiben will.
„Aller Reichtum dieser Welt für alle Zeiten“, und dies von Staats und „von Rechts wegen“, sagt Marx, d.h. eben: das tausendjährige Reich glücklich gelingender Akkumulation im endlich doch noch vollbrachten Endsieg vollendeter Selbstrassifizierung.  (…) Wo alle darum kämpfen, ein kleines Licht in einer großen Finsternis zu sein, wo ein jeder seine Utopie „vorlebt“, da treibt man sich gegenseitig in die allgemeine Umnachtung und hat sein Spaßvergnügen dabei 
“ – Joachim Bruhn

„Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv.“ – Max Horkheimer/Theodor W. Adorno

Der Mensch ist nur noch eine staatsnotwendige Fiktion und als solche ist er das natürliche Material des Staates, der homogenisierte Lehm, der gelehmte Homo, aus dem die Staatspyramiden entstehen.

Zum Lernen muß man alleine sein. Wer nicht alleine sein kann, kann nicht lernen. Beziehuhngssüchtige, die ständig in Gruppen sein wollen, die ständig Kontakte suchen, auch elektronisch, im Internet, Handy, Kneipe, in sonstigen Gemeinschaften, Communities, werden zu Loosern, wenn sie es nicht bereits sind. Der Mensch ist ein Idividuum, er will jedoch lieber wie ein Regenwurm in einem Wurmhaufen vegetieren. Wo ein Wir ist, verschwindet das Ich. Aber nur ein Ich kann denken, das Wir kann lediglich fühlen, wie Würmer, die nur aus Bäuchen bestehen. Dann gibt es eine Volksgemeinschaft, die nicht denken kann, aber auf ihr Bauchgefühl stolz ist. Die Folge vom Bauchgefühl ist, was hinten herauskommt. Und darauf, was hinten herauskommt sagt der Deutsche, kommt es ja an. Und hinten kommt bestenfalls nur heiße Luft und Scheiße heraus.

“I think it’s very healthy to spend time alone. You need to know how to be alone and not be defined by another person.” ― Oscar Wilde

Das Leben: zum Teil Freiheit, zum Teil Sicherheit
Totale Freiheit, totale Sicherheit bringen nur den Tod.

„Nie waren die Deutschen deutscher als am 9. Mai 1945, und deshalb war der Nazi-Fa­schismus keine Enthüllung und keine Offenbarung, sondern ein Produktionsverhältnis im durchschlagendsten Sinne: die Produktion der Barbarei als einer qualitativ neuen, dem Kapital im doppelten Sinne des Wortes entsprungenen Gesellschaftlichkeit. Der Antisemitismus er­schöpft sich keineswegs ,schon‘ darin, eine Verfolgungs- und Vernichtungspraxis zu initiieren, d.h. die sog. „Endlösung“, sondern er war zugleich die Produktion des Deutschen an und für sich, d.h. die Transformation der Bevölkerung in das deutsche Volk, d.h. dessen tatsächliche Enderlösung. Die entscheidende Frage ist also, was eigentlich das Mordkollektiv davon gehabt hat, was sein Movens war, die Tat zu begehen, und wie es sich selber begierig, lustvoll und lei­denschaftlich in der Verfolgung und Ermordung der Juden als etwas substantiell Neues konsti­tuiert hat — und wie das, was schließlich konstituiert worden ist, in der Gegenwart als die zum „Tausendjährigen Reich“ noch fehlenden 988 Jahre fortwest und die Bedingung der Möglich­keit dessen ist, daß die Krise, wie sie seit Jahren in den schwarzen Messen des nationalökono -mischen Okkultismus abgefeiert wird, von den Landsleuten so überaus gelassen, fast stoisch schon, hingenommen wurde und wird.“ – Joachim Bruhn

Die Kontrolle über die unkontrollierte Masseneinwanderung haben sich Einwanderer erkämpft.

Es gilt die Gesinnung, nicht die Realität«Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus.‘ Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus.» – Ignazio Silone
«Antifa ist die linke Ausprägung des Faschismus. Sie ist also selbst das, was sie vorgibt zu bekämpfen.»

Sklaven träumen nicht davon, freie Menschen, sondern Sklavenhalter zu werden.

„Wer widerspricht, wird nicht widerlegt, sondern zum Schweigen gebracht.“ – Norbert Bolz

„Die Sprache ist im Guten wie im Schlechten nicht mehr Medium der Erkenntnis, sondern der kulturellen Hegemonie. (..) Wo sich statt Antagonismen Spannungsfelder auftun, hat der Geist bereits kapituliert. (…) Eine Welt, in der alle einander wechselseitig als kompatibel anerkennen und stets »das Gemeinschaftliche im Auge behalten«, kann schwerlich etwas anderes als die Hölle auf Erden sein. (…) Die Beliebigkeit ist also nicht harmlos, sondern hat hier wie auch sonst ein bestimmtes Ziel: die Zerstörung individueller Urteilskraft zugunsten einer Logik der »Anerkennung«, in der jeder Lüge Recht gegeben und jede triftige Erkenntnis in die Schranken ihres »Standorts« verwiesen wird.“ – Magnus Klaue

„Hochverrat ist eine Frage des Datums“ – Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord

Die Skandalisierung eines Skandals ist eine in deutschen Medien meisterhaft beherrschte Disziplin.

„Es ist eine alte Weisheit, dass Macht stets die Verführung mit sich bringt, sie zu missbrauchen.“ – Wolfgang Schmidbauer

„C.G.Jung war ein psychoanalytischer Faschist, ein faschistisch schäumender Psychoanalytiker. “ – Ernst Bloch

„Die tatsächlich bestehenden und einsichtigen Leuten schon längst bekannten Verschiedenheiten der germanischen und jüdischen Psychologie sollen nicht mehr verwischt werden, was der Wissenschaft nur förderlich sein kann“ (…) „Die Gesellschaft (die Internationale Allgemeine Ärztliche Gesellschaft für Psychotherapie (IAÄGP). Anm.JSB) setzt von allen ihren schriftstellerisch und rednerisch tätigen Mitgliedern voraus, daß sie Adolf Hitlers grundlegendes Buch ›Mein Kampf‹ mit allem wissenschaftlichen Ernst durchgearbeitet haben und als Grundlage anerkennen. Sie will mitarbeiten an dem Werke des Volkskanzlers, das deutsche Volk zu einer heroischen, opferfreudigen Gesinnung zu erziehen.“ C.G.Jung

„Ich weiß nicht, was passieren muss, bis endlich was passiert.“
„Ulrike Maria Stuart“ von Elfriede Jelinek

„Auch der sublimste erkenntnistheoretische Idealismus führt unweigerlich zum Solipsismus, zur Vergottung des Ichs, einer Elite, einer Rasse und endet schließlich im blutigsten Imperialismus.“ John F. Rottmeister

„Alles, was noch nicht gewesen ist, ist Zukunft, wenn es nicht gerade jetzt ist.“ – Angela Merkel 

Psychoanalyse ist eine Erhebung über die Situation. Von oben hat man bessere Aussicht.

„Kritische Theorien, wie die Freudsche, artikulieren eine Erfahrung, die mit den jeweils herrschenden Denk- und Wahrnehmungsweisen unvereinbar ist. Gerade in dem, was der Konvention als unbrauchbar, als Abfall gilt und wovon in Wissenschaft und Lebenspraxis methodisch abgesehen wird, entdecken die Revolutionäre der Denkart das Neue, das ei¬ne bestehende Einrichtung des Lebens in Frage stellt. Indem sie an das Ausgegrenzte und erfolgreich Vergessene erinnern, markieren sie den Mangel der Ordnung, die über dem Grab der verworfenen Alternativen triumphierend sich erhebt. Und das dem Status quo verschworene Kollektiv stempelt solche Alchimisten, die aus Dreck Gold zu machen schei¬nen, stets zu Außenseitern6 . Aus der Erfahrung dessen, was den vorherrschenden, institutionalisierten Zwecken widerstrebt, erschüttern die Neuerer deren fraglose Geltung.“ – Helmut Dahmer

Die Umwälzung nach 1945  führte nicht zur Überwindung des Nationalsozialismus  als Ideologie der deutschen Volksgemeinschaft, sondern rief lediglich die eitle Illusion hervor, daß mit der Kritik am Nationalsozialismus das nationalsozialistische Dünken selbst und seine innere Konflikthaftigkeit mit dem Judentum überwunden sei.

„Wie es Tatbestände gibt, die die Sinne in die Irre führen, wie im Fall der optischen Täuschung, so gibt es welche, die die unangenehme Eigenschaft haben, dem Intellekt Schlüsse zu suggerieren, die gleichwohl falsch sind.“ – Christoph Türcke

Das Geschlecht ist ein sozialer Konstrukt? Berg, Tal, See und das Meer auch!

Bereits Marx diagnostizierte den Deutschen das Umkippen von Ideologie in Wahn und Lüge. Wie gegenwärtig der Fall ist, neigen die Deutschen zu Ausbrüchen des kollektiven Wahns, der Massenpsychose mit zunehmendem Realitätsverlust.
Der Wahn ist kurz, die Reue lang, pflegte meine Großmutter zu sagen.

Nach dem I. Psychosputnik-Gesetz verwandelt sich der frei florierende Zynismus ab gewissem Verdichtungsgrad seiner Intensität in hochprozentige Heuchelei, analog zu einer atomaren Kernschmelzereaktion. Diesen Prozess der zunehmenden Zynismuskonzentration mit anschliessender Explosion der Heuchelei kann man sehr deutlich gegenwärtig in Deutschland beobachten. Das Denken ist weggeblasen, pulverisiert, das (Hoch)Gefühl ist voll an seine Stelle getreten.

»Indem (der gesunde Menschenverstand) sich auf das Gefühl, sein inwendiges Orakel, beruft, ist er gegen den, der nicht übereinstimmt, fertig; er muß erklären, daß er dem weiter nichts zu sagen habe, der nicht dasselbe in sich finde und fühle; – mit anderen Worten, er tritt die Wurzel der Humanität mit Füßen. Denn die Natur dieser ist, auf die Übereinkunft mit anderen zu dringen, und ihre Existenz nur in der zustande gebrachten Einheit der Bewußtseine. Das Widermenschliche, das Tierische besteht darin, im Gefühle stehenzubleiben und nur durch dieses sich mitteilen zu können.« – G.W.F. Hegel, Phänomenologie des Geistes

„Die Verschleierung eigener Positionen durch Zitate und Zitatselektion dient dazu, eigene Positionen unkenntlich zu machen.“ – Ursula Kreuzer-Haustein

„Die Neurose ist das Wappen der Kultur.“ – Dr. Rudolf Urbantschitsch, Seelenarzt; „Sehr schön, aber es laufen derzeit schon weit mehr Heraldiker als Adelige herum.“ – Karl Kraus, Schriftsteller

„Zuerst verlieren die Menschen die Scham, dann den Verstand, hernach die Ruhe, hierauf die Haltung, an der vorletzten Station das Geld und zum Schluß die Freiheit.“ – Karl Kraus

„Ausbeutung heißt Beute machen, sich etwas durch Gewalt aneignen, was nicht durch eigene Arbeit geschaffen wurde, sich etwas nehmen, ohne Gleichwertiges zurückzugeben – Maria Mies

»Die Psychoanalyse ist eine Panne für die Hierarchie des Denksystems« – Pierre Legendre

Psychoanalyse entwickelt sich nicht weiter, weil sie nicht angewandt wird, es wird nur über sie gesprochen.

»Sie wissen, daß der Kampf des wissenschaftlichen Geistes gegen die religiöse Weltan­schauung nicht zu Ende gekommen ist, er spielt sich noch in der Gegenwart unter unseren Augen ab … Die erste Einwendung, die man hört, lautet, … die Wissenschaft ist zur Be­urteilung der Religion nicht zuständig. Sie sei sonst ganz brauchbar und schätzenswert, solange sie sich auf ihr Gebiet beschränkt, aber die Religion sei nicht ihr Gebiet, da habe sie nichts zu suchen … Die Religion darf nicht kritisch geprüft werden, weil sie das Höch­ste, Wertvollste, Erhabenste ist, was der menschliche Geist hervorgebracht hat, weil sie den tiefsten Gefühlen Ausdruck gibt, allein die Welt erträglich und das Leben lebenswür­dig macht … Darauf braucht man nicht zu antworten, indem man die Einschätzung der Religion bestreitet, sondern indem man die Aufmerksamkeit auf einen anderen Sachver­halt richtet. Man betont, daß es sich gar nicht um einen Übergriff des wissenschaftlichen Geistes auf das Gebiet der Religion handelt, sondern um einen Übergriff der Religion auf die Sphäre des wissenschaftlichen Denkens. Was immer Wert und Bedeutung der Religion sein mögen, sie hat kein Recht, das Denken irgendwie zu beschränken, also auch nicht das Recht, sich selbst von der Anwendung des Denkens auszunehmen … Eine auf die Wissen­schaft aufgebaute Weltanschauung hat außer der Betonung der realen Außenwelt wesent­lich negative Züge, wie die Bescheidung zur Wahrheit, die Ablehnung der Illusionen« (Freud, 1933, S. 182 ff. und S. 197).

„Freuds »Religions«-Kritik galt den »Neurosen« genannten Privatreligionen (Heiraten, romantische Liebe, Gier, Ethik und Moral, etc. Anm. JSB) ebenso wie den kollektiven (Nation, Gutmenschen, Sport, etc. Anm. JSB);“ – Helmut Dahmer

Freud prognostizierte, die bestehende Gesellschaft werde an einem Übermaß nicht absorbierba­rer Destruktivität zugrundegehen. (sofern nicht »Eros« interveniere (Eros ist nicht Ficken, sondern Caritas. Anm. JSB)).

„Wer dem Kult der »Werte« frönt, kann unsanft erwachen, wenn im Kampf der Klassen und Parteien, von dem er sich fernhält, Gruppen obsiegen, auf deren Pro­gramm eine »Umwertung der Werte«, z. B. die Aufwertung von »Un­werten« steht.“ – Helmut Dahmer

»Hinsichtlich der allgemeinen nervlichen Belastung wirkte die Lage im Dritten Reich auf den psychischen Zustand des Volkes ziemlich ambivalent. Es unterliegt kaum einem Zwei­fel, daß die Machtergreifung zu einer weitverbreiteten Verbesserung der emotionalen Ge­sundheit führte. Das war nicht nur ein Ergebnis des Wirtschaftsaufschwungs, sondern auch der Tatsache, daß sich viele Deutsche in erhöhtem Maße mit den nationalen Zielen identifizierten. Diese Wirkung ähnelte der, die Kriege normalerweise auf das Auftreten von Selbstmorden und Depressionen haben. (Das Deutschland der Nazizeit verzeichnete diese Erscheinung zweimal: nämlich 1933 und 1939.) Aber gleichzeitig führte das intensi­vere Lebensgefühl, das von der ständigen Stimulierung der Massenemotionen herrührte, auch zu einer größeren Schwäche gegenüber dem Trinken, Rauchen und Vergnügungen« – Richard Grunberger

Von Anfang an hat­te Hitlers Regime auch den Anstrich der Rechtmäßigkeit

„Die psychiatrischen Truppen der »kaiserlichen deutschen Psychiatrie« (Alexander und Selesnick, 1966, S. 214) jedoch, die 1914 ins Feld zogen, bekriegten immer noch die Krankheit, den äußeren Eindringling in ein gesundes System, und nicht die Neurose, das innere Ungleichgewicht zwischen Psychodynamik, Umwelt und Geschichte.“ – Geoffrey C. Cocks (Diese Einstellung herrscht bis heute in der deutschen Psychotherapie und findet explosionsartige Vermehrung im KOnzept der sog. „Traumatisierung“. Anm- JSB)

Der Plural hat kein Geschlecht.

„Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.“ -Albert Einstein

„Der psychoanalytische Bei­trag zur Sozialpsychologie der jüngsten Vergangenheit (und Gegenwart Anm.JSB) und ihrer Verar­beitung ist heute ebenso unerwünscht wie die Libidotheorie zu Anfang des Jahrhunderts.“ – I.Kaminer

»Ein böses und nur durch Unkenntnis gerechtfertigtes Mißverständnis ist es, wenn man meint, die Psychoanalyse erwarte die Heilung neurotischer Beschwerden vom >freien Ausleben< der Sexualität. Das Bewußtmachen der verdrängten Sexualgelüste in der Analyse ermöglicht vielmehr eine Beherrschung derselben, die durch die vorgängige Verdrängung nicht zu erreichen war. Man kann mit mehr Recht sagen, daß die Analyse den Neurotiker von den Fesseln seiner Sexualität befreit.« – Sigmund Feud, Gesammelte Schriften«, Band XI, S. 201 ff.)

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Dummheit äußert sich heute als empörter Moralismus.

Liebe: nur bestenfalls eine Mutter akzeptiert ihr Kind, so wie es ist, ansonsten muß man Erwartungen anderer erfüllen, um akzeptiert zu werden.

Früher galt als mutig, wer ein Revolutionär war, heute reicht es schon, wenn einer seine Meinung behält.

“Jeder fünfte Bewohner des Westjordanlandes ist ein israelischer Siedler”, greint die Generaldelegation Palästinas heute auf ihrer Homepage.
Und jeder fünfte Bewohner Israels ist ein palästinensischer Araber.
So what?

Werte ohne Einfühlungsvermögen sind nichts wert.

Manche Menschen fühlen physischen Schmerz, wenn sie ihre gewohnten Vorstellungen zugunsten der Realität korrigieren sollen, sie wenden ihre gesamte Intelligenz mit Unterstützung ihrer Agressivität auf, um die Realität nicht zu erkennen und ihr Selbstbild unverändert beizubehalten.

Immer mehr fühlen, immer weniger denken – Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht durch Gefühle, denn Säugetiere haben die gleichen Gefühle, wie der Mensch: Trauer, Angst, Wut, Liebe, sondern durch sein Denken. Wenn er denkt, falls er denkt.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

„Sagen Sie meiner Mutter nicht, daß ich in der Werbung arbeite. Sie denkt, ich bin Pianist in einem Bordell.“ – Jacques Seguela

BILD: FAZ für Hauptschüler

Wer „ich will frei sein“ sagt, und es sagen viele, der ist ein Idiot. Denn das höchste was der Mensch als Freiheit haben kann, ist die Freiheit, seine Pflicht frei zu wählen.

“Im Streit um moralische Probleme, ist der Relativismus die erste Zuflucht der Schurken.“ Roger Scruton

Nonkonformistische Attitüde und affirmative Inhalte – einer Kombination, die schon immer die linksdeutsche Ideologie gekennzeichnet hat. – Stephan Grigat

Es sind dieselben, die behaupten, das Geschlecht wäre nicht biologisch angeboren, sondern nur ein soziales Konstrukt, und zugleich daß die Homosexualität kein soziales Konstrukt wäre, sondern biologisch angeboren.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

„Es gibt zwei Dinge“, so wußte Hitler schon 1923, „die die Menschen vereinigen können: gemeinsame Ideale und gemeinsame Kriminalität“ .

Nach der gewaltsamen Beendigung des Mordens durch die Alliierten waren die Deutschen (und sind es bis heute geblieben) noch deutscher als zuvor.

„Der Staat sind wir“: Dies Credo der Sozialdemokratie Ferdinand Lassalles war die Wahrheit der Volksgemeinschaft, und der Nazismus war die vermittlungslose Basisdemokratie der Deutschen.

Die Demokratie der Bürger ist die interessierte Demutsadresse an den autoritären Staat.

„Die deutsche Nation ist das Apriori dieser seltsamen Wissenschaft, die

vorgibt, nichts zu kennen als Quellen, Quellen und nochmals Quellen, nichts als das

lautere Plätschern der Tatsachen und das ungetrübte Sprudeln der Empirie. Die

Quelle aber ist der Historie, was der Jurisprudenz das Indiz: Spielmaterial, bloße

Illustration des Systemzwangs zum Rechtsfrieden, d.h. empirische Legitimation der

vorab existenten letzten Instanz, an der jede Berufung aufhört und jede Revision

endet. Egal, wer Recht hat, solange nur Recht ist; was immer die Quellen sagen,

ein Beweis gegen die Nation wird sich daraus nie und nimmer folgern lassen.“ (…)

„Historische Wahrheit wird nach dem Modell von Meinungsumfragen vorgestellt;

kein Sample jedoch wird je repräsentativ genug sein,

um der deutschen Nation als solcher die Taten der Nazis zuzurechnen.

Die juristische Methode dieser seltsamen Wissenschaft, die sich die Behandlung der

Geschichte anmaßt, weiß so überaus sorgfältig zwischen Intention und Resultat zu

scheiden, daß der einzig noch mögliche Weg historischer Wahrheitsgewinnung, der

allerdings leider ausgeschlossen ist, Psychoanalyse wäre.“ – Joachim Bruhn

Da die Psychoanalyse heute auch nur noch ein korruptes Racket ist, würde sie nicht helfen.

 Der Himmel, wenn er sich schon öffnet, zitiert sich am liebsten selbst. 

Je verkommener eine menschliche Kreatur, desto eher fühlt sie sich beleidigt, respektlos behandelt, in ihrer Ehre verletzt.

Der Nicht-Antisemit ist ein Antisemit, der nach der derzeitigen deutschen Rechtsprechung, Israel, Juden diffamiert, diskriminiert, delegitimiert, jedoch nicht expressis verbis das Ziel der dritten Reichs, den Holocaust, die Judenvernichtung, befürwortet.

Aus Deutschland erreicht mich „tiefe Sorge um den Friedensprozess“. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? – Götz Aly

Islam ist weniger eine Religion und mehr eine totalitäre Gesellschaftsordnung, eine Ideologie, die absoluten Gehorsam verlangt und keinen Widerspruch, keinerlei Kritik duldet und das Denken und Erkenntnis verbietet. Der wahre Islam ist ganz anders, wer ihn findet wird eine hohe Belohnung erhalten.

Der religiöse Rassismus der Islamisten, der den völkischen Rassismus der Nazis ersetzt hat, erklärt Allah zum Führer und die Jihadisten zu seiner privilegierten Kampftruppe: Wenn man so will, zu Allahs SS. Der Zusammenhalt dieser Kampftruppe wird über die Jenseitserwartung von Hölle und Paradies, also über das Instrument der religiösen Angst, sichergestellt. Diese Selbstbildfantasie der Islamisten ist mit ihrer (zumeist antijüdischen) Feindbildfantasie untrennbar verknüpft. – Matthias Küntzel

Wahnsinn bedeute, immer wieder das gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung,

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch.

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Wenn jemand etwas zu sagen hat, der kann es immer sehr einfach sagen. Wenn jemand nichts zu sagen hat, der sagt es dann sehr kompliziert.

Sucht ist, wenn jemand etwas macht, was er machen will und sucht jemand, der es macht, daß er es nicht macht und es nicht machen will.

Sollen die Klugen immer nachgeben, dann wird die Welt von Dummen regiert. Zu viel „Klugheit“ macht dumm.

Wenn man nur das Schlechte bekämpft, um das Leben zu schützen, bringt man gar nichts Gutes hervor und ein solches Leben ist dann nicht mehr lebenswert und braucht nicht beschützt zu werden, denn es ist dann durch ein solches totales Beschützen sowieso schon tot. Man kann so viel Geld für Versicherungen ausgeben, daß man gar nichts mehr zum Versichern hat. Mit Sicherheit ist es eben so.

Zufriedene Sklaven sind die schlimmsten Feinde der Freiheit.

Kreativität ist eine Intelligenz, die Spaß hat.

Wen die Arbeit krank macht, der soll kündigen!

Wenn Deutsche über Moral reden, meinen sie das Geld.

Ein Mensch ohne Erkenntnis ist dann  lediglich ein ängstlicher, aggressiver, unglücklicher Affe.

Denken ist immer grenzüberschreitend.

Der Mob, der sich das Volk nennt, diskutiert nicht, sondern diffamiert.

Legal ist nicht immer legitim.

Wer nicht verzichten kann, lebt unglücklich.

Sogenannte Sozial-, Kultur-, Geisteswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse, sind keine Wissenschaften mehr, sondern immanent religiöse Kultpropheten, organisiert wie Sekten. Es sind Sozio-, Pädago- und Psychokratien, Rackets, die Erkenntnis nicht fördern, sondern verhindern.

Ohne eine starke Opposition atrophiert jede scheinbare Demokratie zur Tyrannei, und ebenso eine Wissenschaft, zur Gesinnung einer Sekte.

Man kann alles nur aus gewisser Distanz erkennen, wer sich ereifert, empört, wer mit seiner Nase an etwas klebt, der hat die Perspektive verloren, der erkennt nichts mehr, der hat nur noch seine Phantasie von der Welt im Kopf. So entsteht Paranoia, die sich Religion, und Religion als Politik, sogar als Wissenschaft nennt.

Islamisten sind eine Gefahr, deswegen werden sie als solche nicht gesehen. Juden sind keine Gefahr, deswegen werden sie als solche gesehen. So funktioniert die Wahrnehmung von  Feiglingen.

Humorlose Menschen könner nur fürchten oder hassen und werden Mönche oder Terroristen.

Menschen sind nicht gleich, jeder einzelne Mensch ist ein Unikat.

Erkenntnis gilt für alle, auch für Muslime, Albaner, Frauen und Homosexuelle.

Islam gehört zu Deutschland, Judentum gehört zu Israel.

Der Konsensterror (Totalitarismus) ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch diffamiert.

Es ist eine Kultur des Mobs. Wie es bereits gewesen ist.

Harmonie ist nur, wenn man nicht kommuniziert.

Man soll niemals mit jemand ins Bett gehen, der mehr Probleme hat, als man selbst.

>>Evelyn Waugh, sicherlich der witzigste Erzähler des vergangenen Jahrhunderts, im Zweiten Weltkrieg, herauskommend aus einem Bunker während einer deutschen Bombardierung Jugoslawiens, blickte zum Himmel, von dem es feindliche Bomben regnete und bemerkte: “Wie alles Deutsche, stark übertrieben.“<< Joseph Epstein

Man muß Mut haben, um witzig zu sein.

Dumm und blöd geht meistens zusammen.

Charlie Hebdo: solche Morde an Juden sind euch egal, mal sehen wie”angemessen”  ihr reagiert, wenn (wenn, nicht falls) eure Städte von Islamisten mit Kasam-Raketen beschossen werden.

Christopher Hitchens großartig: „In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.“

Je mehr sich jemand narzisstisch aufbläht, desto mehr fühlt er sich beleidigt und provoziert.

“Das Problem mit der Welt ist, daß die Dummen felsenfest überzeugt sind und die Klugen voller Zweifel.” – Bertrand Russel

Das Problem mit den Islamisten in Europa soll man genauso lösen, wie es Europa für den Nahen Osten verlangt: jeweils eine Zweistaatenlösung, die Hälfte für Muslime, die andere Hälfte für Nicht-Muslime, mit einer gemeinsamen Hauptstadt.

Was darf Satire? Alles! Nur nicht vom Dummkopf verstanden werden, weil es dann keine Satire war.

Islamimus ist Islam, der Gewalt predigt.

Islam ist eine Religion der Liebe,und wer es anzweifelt, ist tot.

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. Der Islam ist die friedliche Religion der Liebe George Orwell 2015

Islam ist verantwortlich für gar nichts, Juden sind schuld an allem.

Islamisten sind Satanisten. Islamismus ist eine Religion von Idioten.

Leute fühlen sich immer furchtbar beleidigt, wenn man ihre Lügen nicht glaubt.

Jeder ist selbst verantwortlich für seine Gefühle.

Die Psychoanalyse geht niemanden außer den Psychoanalytiker und seinen Patienten etwas an, und alle anderen sollen sich verpissen.

“Zeit ist das Echo einer Axt
im Wald.
Philip Larkin, Gesammelte Gedichte

Wenn jemand wie Islamisten sein Ego endlos aufbläht, dann verletzt er seine eigenen Gefühle schon morgens beim Scheißen.

„Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit Genuß ohne Gewissen Wissen ohne Charakter Geschäft ohne Moral Wissenschaft ohne Menschlichkeit Religion ohne Opfer Politik ohne Prinzipien.“
―Mahatma Gandhi

„Wo man nur die Wahl hat zwischen Feigheit und Gewalt, würde ich zur Gewalt raten.“
―Mahatma Gandhi

Warum zeigt sich Allah nicht? Weil er mit solchen Arschlöchern nichts zu tun haben will.

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus’. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus’.”  – Ignazio Silone

Politische Korrektheit verlangt eine Sprache für ein Poesiealbum.

Psychoanalyse ist frivol, oder es ist keine Psychoanalyse.

Bunte Vielfalt, früher: Scheiße

Was der Mensch nicht mehr verändern, nicht mehr reformieren kann, ist nicht mehr lebendig, sondern sehr tot. Was tot ist, das soll man, das muß man begraben: Religion, Ehe, Romantizismus, etc.

Romantik ist scheiße.

Die Realität ist immer stärker als Illusionen.

Deutschland gestern: der Wille zur Macht.
Deutschland heute: der Wille zur Verblendung.
Deutschland morgen: 德國

Deutsche Psychoanalyse? Großartig, wie deutscher Charme, deutscher Humor und deutscher Esprit.

Der Widerstand fängt mit einer eigenen, anderen Sprache als die der Diktatur.

Smart phones for stupid people.

Ein Linker kann, muß aber nicht dumm sein.

Wenn man ganzen Staaten nicht übel nimmt, wenn sie mit Millionen Opfern Selbstmord begehen, warum dann einem Co-Piloten mit 149 Toten?

Nur die Reinheit der Mittel heiligt den Zweck.

Ein extremer Narzißt ist ein potentieller Terrorist, und jeder Terrorist ist ein extremer Narzißt.

Islamisierung bedeutet Verblödung.

…der hiesige Autoritarismus (ist) einer ohne Autorität und der hiesige Konventionalismus einer ohne Konventionen. Schon bei den Nazis war nicht das Wort des Führers Befehl, sondern sein Wille, den der kongeniale Volksgenosse erahnte. Nie hätte der Nationalsozialismus funktioniert, hätte den Deutschen jede ihrer Missetaten bei Strafandrohung befohlen werden müssen. Anders, als es das Wort vom „Befehlsnotstand“, von der „Gleichschaltung“ oder vom „Führer“ selber glauben machen will, herrschte das NS-System durch Gehorsam ohne Befehl. (W. Pohrt, Der Weg zur inneren Einheit)

Der faschistische Sozialpakt existiert im bundesdeutschen Postfaschismus weiter als eine im Resultat aufgehobene Voraussetzung, die unmittelbar keine Spur ihrer gewaltförmigen Durchsetzung mehr an sich trägt: umso besser kann diese Tatsache verleugnet und der Nationalsozialismus als das Verbrechen einiger Irrer, als „Unrechtsstaat“, als „das Schlimmste, das Menschen einander je angetan haben“ exorziert werden. Diese Lebenslüge der BRD ist das Fundament aller demokratischen „Vergangenheitsbewältigung“, jenes kollektiven Beschweigens des Nationalsozialismus, das durchaus auch die Form enervierender Redseligkeit annehmen kann. Weil das postfaschistische Deutschland in institutioneller wie personeller Hinsicht in Kontinuität zu seinem Vorgänger steht, muß ausnahmslos jeder Versuch einer Vergangenheitsbewältigung innerhalb des sich weiterschleppenden Systems zur symbolischen Distanzierung, zum substanzlosen Gestus geraten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Deutschen einen schier unerschöpflichen Vorrat an größeren und kleineren Entlastungslügen angelegt, aus dem sie sich je nach Gelegenheit und Bedarf bedienen. Danach war das nationalsozialistische System wahlweise das Werk von Hitler höchstpersönlich, einer kleinen Verbrecherclique und ein paar Helfershelfern oder des Monopolkapitals und seiner Schergen. Otto Normalvergaser jedenfalls hat „von alledem nichts gewußt“, war „im Grunde auch dagegen“ oder „konnte gar nicht anders handeln“, weil „Befehlsnotstand“ herrschte und man im Falle des Zuwiderhandelns sofort „ins KZ gekommen“ wäre. “ (…) „Heute haben die Verbreitung des Gerüchts und die Verbreitung der Neidbeißerei neue, technische Möglichkeiten. Sie können sich über das Internet und diverse Subnetzwerke und Blogs rasend verbreiten und auch auf die Politik einen Druck erzeugen, sich ihnen zu beugen. Die gesellschaftliche Mobilmachung wirkt so wieder auf die Politik zurück. Sie muss sich den entsprechenden Stimmungen beugen, weil sonst die Wiederwahl gefährdet würde. Die Devise »Ich bin ihr Führer, also muss ich ihnen folgen«, bleibt auch im zerfallenen Postnazismus das prinzipienlose Grundprinzip von Herrschaft.“ (…) Spezialisierung und Diversifikation sind die zeitgemäße Erscheinungsform von Vermassung und Uniformität. (…) 1 x 1 materialistischer Kritik: es  muss darum gehen, Erscheinungen in eine Konstellation zu bringen, in der sie lesbar werden. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. Und weil gerade die Entfernung vom Nazismus die Nähe zu ihm verbürgt, waren und sind das diejenigen, die in Personensache am wenigstens mit Nazifaschistischem in Verbindung zu bringen sind, die Linksradikalen, die Linksliberalen, die Linken, die Antifaschisten, die entschiedensten Schrittmacher dafür, dass der anfangs noch gar nicht wirklich übergreifende postnazistische Fundamentalkonsens tatsächlich totalisiert und auf die Höhe der Zeit gebracht werden konnte. Die Nazis und die Rechten hingegen waren für diesen Vorgang nur von unterordnetem Belang. Sie standen immer schon für eine in ihrer konkreten Ausprägung gestrige Gesellschaftsformation und deshalb ging von ihnen auch nie eine ernsthafte Gefahr eines neuen Faschismus aus. Diese Totalisierung der Gemeinschaft der Demokraten, die hauptsächlich die Linke mit herbeigeführt hat, ist allerdings identisch und das zeigt sich heute mit ihrem Zerfall. Dieser wiederum ist im Selbstwiderspruch der postnazistischen Vergesellschaftung angelegt, in der der bereits erwähnte nazistische Kurzschluss von Staaten Subjekt im Modus permanenter Mobilmachung in den politökonomischen Formen im Doppelsinne aufgehoben ist. Seiner Substanz nach anerkannt und aufbewahrt, wie vorerst suspendiert und seiner Verlaufsform nachgezügelt. Also statt den Blockwarten gab es Aktenzeichen XY, da durfte sich jeder dann auch telefonisch dran beteiligen, aber richtige Jagdszenen gab es in der alten Bundesrepublik nicht oder nur in Ausnahmefällen. Taxiert selbst zu Zeiten der Prosperität jeder insgeheim seinen Erwerb als verkappte Arbeitslosenunterstützung, so mobilisiert die Krise der postnazistischen Vergesellschaftung erst Recht die Sehnsucht nach der alten Staatsunmittelbarkeit. Johannes Agnoli schrieb dazu schon in der Transformation der Demokratie 1966: „Der präfaschistisch liberale Ruf nach dem starken Staat wiederholt sich postfaschistisch neoliberal“. Und damit gerät das ganze System des autoritären Etatismus und geraten letzten Endes die politökonomischen Vermittlungen als solche wieder ins Visier des Volkszorns und es war wiederum die Linke, die noch zu Zeiten, wo keine Krise in Sicht war, im sinistren Tram nach Liquidation der Vermittlungen die Zunge gelöst und ihm neue fantasievolle und kreative, wie es so schön heißt, Äußerungsformen zur Verfügung gestellt hat. Sie war das Laboratorium, in dem die allgemeine Mobilmachung eingeübt und jener darauf zugeschnittenen neue und zugleich sehr alte Sozialcharakter herangebildet wurde, indem sich mittlerweile eine Mehrheit spontan wieder erkennt. Derjenige Sozialcharakter, der nach dem Motto „Ich leide, also bin ich“ sich einerseits unter Berufung auf die höchst unverwechselbare Diskriminierung, die ihm angeblich wiederfährt, zur kleinsten existierenden Minderheit erklärt, sich gleichsam nach dem Muster verfolgter und in ihrer Kultur bedrohter Völker begreift und andererseits als Gegensouverän seine private, warnhafte Feinderklärung allen anderen oktroyieren möchte und diesem Zweck entweder vorhandene gesellschaftliche Organisationen zu Rackets umfunktioniert, neue Rackets gründet oder andere Rackets mit ins Boot holt. Der einstige demokratische Fundamentalkonsens wird dadurch einerseits ins einzelne Subjekt zurückverlagert und andererseits vermittlungslos verallgemeinert. Aus der formell kollektiven Feinderklärung der Mitte gegen die Extreme, das war der Normalfall in der Bundesrepublik bis weit in die 80er Jahre, Terroristenhasse, einige werden sich noch daran erinnern. Aus dieser kollektiven Feinderklärung der gesellschaftlichen Mitte gegen die Extreme wird also die pluralisierte Feinderklärung alle gegen alle, die getrennt vereint sich zusammenrotten und auf diese Weise zerfällt die Gemeinschaft der wehrhaften Demokraten und reorganisiert sich zugleich hin zu zerfallen. Ein Zitat von Wolfgang Port in einem anderen Zusammenhang macht es sehr schön deutlich: „Wie durch höhere Gewalt sondern sich die Langen von den Kurzen, die Weiblichen von den Männlichen, die Alten von den Jungen, die Dicken von den Dünnen ab“ und das Resultat ist eine Segregation und Ghettoisierung durch welche die Metropolen, einem riesigen Freiluftgefängnis mit seinen Unterabteilungen für Männer und Frauen, Jugendliche, Kranke, Alte, Port schreibt etc., man könnte noch Schwule und Lesben und Migranten und was weiß ich noch alles ergänzen, Protestanten, Katholiken, Ossis, Wessis, immer ähnlicher werden. Neu ist, dass dieses Freiluftgefängnis als eine kulturelle Einrichtung und seine Insassen als Kulturbotschafter begriffen werden und es ist diese nahezu flächendeckende Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mehrheit und der einzelnen Individuen in ihr, die in der Postmoderne ihr bewusstloses Selbstbewusstsein und ihre Legitimation erfährt und im antirassistischen PC-Sprech sich ihren Ehrenkodex schafft, ihre Omertà, die sich an ihresgleichen und die verbliebenen Kritiker draußen richtet, Islamophobie ist ihr derzeit aktuellstes Schlagwort. Dieser Vorgang, diese Selbstkulturalisierung der gesellschaftlichen Mitte und ihr Zerfall ist also die Bedingung der neuen Haltung Ausländern und Migranten gegenüber, an denen die Deutschen projektiv ihre ersehnte Regression auf den Stamm illustrieren. Was ihnen umso leichter gelingt, als manch ihrer Repräsentanten und Lobbyisten sich anschicken, genau dem Bilde zu gleichen, das die Deutschen sich seit jeher von ihnen machten und wofür sie von ihnen jetzt nach kollektiv und offiziell ins Herz geschlossen werden. Der mittlerweile zur Dauereinrichtung erklärte Karneval der Kulturen ist nichts anderes als ein Zerfallsprodukt der postfaschistischen Demokratie, mehr noch, er ist diese Gemeinschaft in einer zugleich flexibilisierten und pluralisierten und kollektivierten Gestalt. In dieser Völkerfamilie, die die Deutschen gerne auf der ganzen Welt hätten, wären da nicht Israel und die USA als Störenfriede und die sie aus Mangel an Realisierungschancen deshalb erstmal bei sich zuhause einrichten, geht es dabei zu, wie in jeder guten Familie: Die einzelnen Mitglieder sind einander spinnefeind und die Widersprüche und Konflikte, die daraus resultieren, gehören auch voll und ganz dieser Vergesellschaftung an, sind von ihr konstituiert und dazu gehört ein fein dosiertes Spiel mit Fremdheit und Nähe, das von allen Beteiligten auch weiterhin gepflegt wird, weil damit ein moralisches Plus bei der Gefolgschaft eingefahren werden kann. (…) Der zweite Weltkrieg war ein kulturindustrielles Massenevent. (…) Eine neue Barbarei sei stets zu befürchten, wird sich nicht aus dem Geist Nationalsozialismus unmittelbar speisen, sondern im Gewande von demokratischem Antifaschismus von Lernen aus der Geschichte und political correctness daher kommen.(…) Abwehr des offenen Faschismus durch dessen demokratische Entnazifizierung und Eingemeindung. (…) Je antirassistischer und weltoffener sich die Deutschen aufführen, desto mehr ähneln sie wieder einer gegen ihre Todfeinde verschworenen Horde, die nicht mehr auf Exklusivität pocht, sondern die Anforderungen zum Mitmachen wieder flexibilisiert hat und sich ihr Jagdrevier mit anderen teilt, sofern sie sich bewähren. (…) Die postnazistische Demokratie hat  die nationalsozialistische Mobilmachung des „gesunden Volksempfindens“ zwar nicht abgeschafft, sondern nur sistiert – sie hat es aber andererseits auch in die Latenz abgedrängt und damit gebremst, indem sie es in die mediatisierende Form des bürgerlichen Repräsentationsprinzips zwängte.  (…) „Rassismus“ ist ein ideologisches Stichwort eines anti-rassistischen Rackets, das jeden Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. Und dieses „anti-rassistische“ Racket, das sind heutzutage fast alle: längst ist die Gegnerschaft zum Rassismus keine Domäne der Linken mehr, sondern offizielle Staatsraison und common sense aller Ehrbaren und Wohlmeinenden, und das ist die erdrückende Mehrheit.  (…) Von der moralisierenden Aufdringlichkeit und der enervierenden Verlogenheit einmal abgesehen, ist die Ehrfurcht, die „anderen Kulturen“ entgegengebracht wird und die Unterwürfigkeit, mit der ihre Träger geradezu als Heilsbringer verehrt werden, keine Gegenposition zum Rassismus, sondern dessen logische wie historische Voraussetzung, die im Rassismus und allen naturalisierenden Ideologien als ein Moment überlebt: deren Grundmuster ist die projektive Bekämpfung dessen, was man selbst gern möchte, aber nicht erreichen kann, und deshalb gehört zur Diskriminierung der Neger wegen ihrer „Faulheit“ die Bewunderung für den „Rhythmus, den sie im Blut haben“ und die Achtung vor ihrer „sagenhaften Potenz“; somit ist der „Anti-Rassismus“ nichts weiter als die notwendige Kehrseite des Rassismus selbst, die sich von diesem abgespalten hat und gegen ihre eigene Grundlage wendet. Historisch jedenfalls geht die Wertschätzung fremder Kulturen ihrer späteren, „rassisch“ legitimierten Abqualifizierung voran und sie ist auch logisch deren Voraussetzung: Christoph Columbus etwa beschreibt in seinen Tagebüchern die Eingeborenen, die er 1492 auf den Bahamas, Cuba und schliesslich Haiti angetroffen hat, folgendermaßen: sie sind „ängstlich und feige“, „sehr sanftmütig und kennen das Böse nicht, sie können sich nicht gegenseitig umbringen“, „sie begehren die Güter anderer nicht,“ und er resümiert: „Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt bessere Menschen oder ein besseres Land gibt.“ (7)  (…) Protestantische Innerlichkeit: gemäß der Devise, dass vor der schlechten Tat der schlechte Gedanke und das schlechte Wort kommen, die man demzufolge austreiben muss, damit alles besser wird. (…) So kommt es, dass es heute der Anti-Rassismus ist, der, unter dem Vorwand, heldenhaft gegen einen in Wahrheit nicht existenten „Rassismus“ zu kämpfen, Respekt und Toleranz noch für die rückständigsten und unmenschlichsten Sitten und Gebräuche einfordert und damit selbst als Protagonist und Fürsprecher einer Verrassung der restbürgerlichen Gesellschaft fungiert.  (..) Die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut ist eine objektive Gegebenheit, keine bloße Erfindung. (…) Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv. (…) Der nervige Sozialcharakter des Gutmenschen ist offenbar eine fast zeitlose Erscheinung und in den verschiedensten Lebensbereichen anzutreffen, die Wahrscheinlichkeit, ihm in fortschrittlichen sogenannten „politischen Zusammenhängen“ zu begegnen, ist besonders hoch: werden doch hier traditionell die altruistischen Tugenden – das Mitgefühl, die Solidarität, Selbstlosigkeit etc. – besonders hoch angeschrieben und deshalb sind sie das geeignete Betätigungsfeld für Sozialcharaktere, die sich als Ersatz für ihr eigenes ungelebtes Leben vorzugsweise mit dem Leiden anderer als Fetisch verbinden. (…) Es sind aber gerade die höchsten Tugenden, die die niedersten Instinkte decken, wie schon Marx wusste: „Bis jetzt hat der Mensch sein Mitgefühl noch kaum ausgeprägt. Er empfindet es bloß mit dem Leiden, und dies ist gewiss nicht die höchste Form des Mitgefühls. Jedes Mitgefühl ist edel, aber das Mitgefühl mit dem Leiden ist die am wenigsten edle Form. Es ist mit Egoismus gemischt. Es neigt zum Morbiden […] Außerdem ist das Mitgefühl seltsam beschränkt […] Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl empfinden, aber es erfordert […] das Wesen eines wahren Individualisten, um auch am Erfolg eines Freundes teilhaben zu können. (…) Und da jeder demonstrative Altruismus nicht nur einen kleinlichen Egoismus bemäntelt, sondern auch mit dem Anspruch des Idealisten einhergeht, erzieherisch auf das Objekt seiner Zuwendung einzuwirken, ist er die adäquate Ideologie von Rackets, und auch das ist Wilde nicht entgangen: Barmherzigkeit, so schreibt er, sei die „lächerlich unzulängliche Art der teilweisen Rückerstattung oder ein sentimentales Almosen, gewöhnlich verknüpft mit dem skandalösen Versuch des rührseligen Spenders, auf (das) Privatleben (der Armen) Einfluss zu nehmen. (…) Im totalisierten Zugriff auf die ihr Unterworfenen ist die sozialistische Bewegung bis auf den heutigen Tag ebenfalls als ein Racket des Tugendterrors anzusprechen, betrachtet sie es doch als ihre Aufgabe, das Proletariat oder das gerade angesagte Subjekt seiner „wahren Bestimmung“ zuzuführen und d.h. es im Sinne der von ihm zu realisierenden Ideale zu erziehen – und das bedeutet stets noch: ihm die Untugenden und Laster auszutreiben, die der Vorhut als Male der individualistischen Bürgerwelt erscheinen: etwa Alkoholabusus, Faulenzerei, „zerrüttete“, „unsittliche“ Verhältnisse zwischen den Geschlechtern etc. Und um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die selbsternannten Vertreter der Klasse die von ihnen verfochtenen Tugenden in eigener Person glaubwürdig verkörpern und deshalb in einer noch rigideren Weise als der gemeine Bürger sich als Subjekte zurichten, d.h. ihre Individualität dem Allgemeinen (dem Kollektiv, der Klasse, dem Frieden etc.) opfern, um totale Identität mit ihm zu erlangen. Wenn Identität letzten Endes den Tod bedeutet, dann hat die Bemühung um sie vorzeitige Erstarrung und prämortale Leblosigkeit zur Folge – von daher die bis in die Gegenwart zu beobachtenden verhockten, verkniffenen und lauernden Mienen aller professionellen Menschheitsbeglücker, ihre rigide Zwangsmoral und durchgängige Humorresistenz, die immergleichen offiziösen Phrasen, die sie dreschen, die tödliche Langeweile, die von ihnen und ihrem penetranten Sendungsbewusstsein ausgeht, und ihr chronisches Beleidigtsein, wenn sie beim Gegenüber auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer aufgetragenen Gutartigkeit zu erspüren glauben. Und zu alldem glauben diese Leute sich auch noch ermächtigt, diese ihre trostlose Existenz zur verbindlichen Richtschnur für alle anderen zu erklären.“ – Clemens Nachtmann

„Die rebellische Haltung, vor einem Jahrzehnt noch das Privileg von Einzelgängern, ist heute Ausdruck des Konformismus. Man will dazugehören, nicht als Schlappschwanz gelten“ – Horkheimer

„Die Demokratie ist nichts weiter als die Herrschaft des Knüppels über das Volk durch das Volk für das Volk. (…) Es gibt drei Arten von Despoten: den Despoten, der den Leib knechtet, den Despoten, der die Seele knechtet und den Despoten, der Leib und Seele zugleich knechtet. Der erste heißt Fürst. Der zweite heißt Papst. Der dritte heißt das Volk. (..) Wer das Volk führen will, ist gezwungen, dem Pöbel zu folgen“ (…) „Man hört immer wieder, der Schulmeister sterbe aus. Ich wünschte beileibe, dem wäre so. Aber der Menschentypus, von dem er nur ein und gewiss noch der harmloseste Vertreter ist, scheint mir wahrhaftig unser Leben zu beherrschen; und wie auf ethischem Gebiet der Philanthrop die größte Plage ist, so ist es im Bereich des Geistes derjenige, der so sehr damit beschäftigt ist, andere zu erziehen, dass er nie Zeit gehabt hat, an seine eigene Erziehung zu denken […] Wie schlimm aber, Ernest, ist es, neben einem Menschen zu sitzen, der sein Leben lang versucht hat, andere zu erziehen! Welch eine grausame Tortur! Was für eine entsetzliche Borniertheit, die unvermeidlich aus der fatalen Gewohnheit resultiert, anderen seine persönlichen Überzeugungen mitteilen zu wollen! Wie sehr dieser Mensch durch seine geistige Beschränktheit auffällt! Wie sehr er uns und fraglos auch sich selbst anödet mit seinen endlosen Wiederholungen und seiner krankhaften Besserwisserei! Wie sehr er jedes Anzeichen geistigen Wachstums vermissen lässt! Wie verhängnisvoll ist der Kreis, in dem er sich unablässig bewegt.“ – Oscar Wilde
„Was die Menschheitsbeglücker in Wahrheit bewirken, ist ihr eigener moralischer Selbstgenuss in der angemaßten oder tatsächlichen Herrschaft über andere, aber gerade nicht die praktische Lösung der Dinge, um die es ihnen vorgeblich so selbstlos zu tun ist: „In den Augen des Denkers allerdings liegt der wahre Schaden, den das moralische Mitgefühl anrichtet, darin, dass es unser Wissen begrenzt und so verhindert, dass wir auch nur eines unserer sozialen Probleme lösen.“ (Wilde) Das Selbstopfer fürs Kollektiv erweist sich nicht nur als die wahre Selbstsucht, sondern auch als gegen die Gattung gerichtet: „Denn die Entwicklung der Gattung hängt von der Entwicklung des Individuums ab, und wo die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit als Ideal abgedankt hat, ist das Absinken des intellektuellen Niveaus, wenn nicht gar dessen gänzliches Verschwinden die unmittelbare Folge.“ (Wilde) Und das vorgeblich so praktische und zielorientierte Tun erweist sich als in Wahrheit konfus und unpraktisch: denn es verlässt den Bannkreis des Notwendigen und Zwanghaften nicht, ja, es bestärkt dessen Macht umso mehr, je auftrumpfender und verblendeter es sich in seiner moralischen Selbstgerechtigkeit verhärtet und alle Selbstaufklärung abwehrt. Solange die Gesellschaft den Individuen als fremde äußere Macht entgegentritt, verkehrt sich die gute Intention regelmäßig in ihr Gegenteil und ist menschliches Handeln „nur blindes Tun, abhängig von äußeren Einflüssen und angetrieben von einem dunklen Impuls, von dem es selbst nichts weiß. Es ist seinem Wesen nach unvollkommen, weil es vom Zufall begrenzt wird, und unwissend über seine eigentliche Richtung, befindet es sich zu seinem Ziel stets im Widerspruch […] Jede unserer Taten speist die große Maschine des Lebens, die unsere Tugenden zu wertlosem Staub zermahlen oder aber unsere Sünden in Bausteine einer neuen Kultur verwandeln kann.“ (…) Die Misere des Sozialismus von seinen Anfängen bis heute war und ist stets zuverlässig abzulesen an seiner Verachtung aller autonomen, zweckfreien, in sich begründeten und eben darin gesellschaftlich bestimmten Kunst, weil sie die – prekäre und unvollständige – Emanzipation des Individuums von Blut, Scholle, Rasse, Kollektiv vorausträumt und ihr Ausdruck verleiht. Die Kunst, die sozialistische Bewegungen oder Regimes dann hervorbringen und fördern, eine Kunst, die „Partei ergreifen“, „Stellung beziehen“ und „gesellschaftliche Verantwortung“ dokumentieren soll, zerstört jedoch sich selbst und ihre Voraussetzungen. (…) „Kunst ist Individualismus und der Individualismus ist eine verstörende und zersetzende Kraft. Gerade darin liegt sein unermesslicher Wert. Denn was er aufzubrechen versucht, ist die Einförmigkeit des Typischen, die Sklaverei der Konvention, die Tyrannei der Gewohnheit und die Erniedrigung des Menschen auf das Niveau einer Maschine. (…) alle Künste sind amoralisch, ausgenommen die niederen Formen der sinnlichen oder belehrenden Kunst, die uns zu guten oder schlechten Taten anstiften wollen“ (…) Selbstsucht strebt immer danach, der gesamten Umwelt ein Einheitsmaß aufzuzwingen“ „Selbstlosigkeit bedeutet, andere Leute in Ruhe zu lassen, sich nicht in ihr Leben einzumischen […] Die Selbstlosigkeit weiß die unendliche Vielfalt als etwas Kostbares zu schätzen, sie akzeptiert sie, lässt sie gewähren und erfreut sich an ihr.“ (…) „Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Die zweite Pflicht ist noch unbekannt.“(Wilde)
Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus.  (…) Massen laufen zur Deutschen Ideologie über, wenn Politik und Staat ihnen diesen Weg nicht versperren (…) Der Vernünftige braucht keinen Dialog mit Leuten zu führen, die sich nicht von Grund auf von denjenigen distanzieren, die Juden oder, was dasselbe ist, den Zionismus für ihr und anderer Leute Unglück verantwortlich machen. Er denunziert desgleichen jede Verhandlungsbereitschaft denen gegenüber, die, bevor sie sich als Staatsbürger und Marktsubjekte definiert haben, als Angehörige einer Religions- oder Volksgemeinschaft anerkannt werden wollen. (…) Antizionismus und Antiamerikanismus, ihr Philo-Islamismus nichts anderes sind als moderne Varianten des urdeutschen Antisemitismus. (…) Antideutsch denken und handeln heißt demzufolge, die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind. Wer in diesem Sinne das Etikett „antideutsch“ nicht auch auf sich bezieht, mißachtet zumindest die Gefährlichkeit der – selbstredend nicht auf Deutschland und deutsche Staatsbürger beschränkte, sondern immer schon weltweit grassierende – Deutschen Ideologie, deren historischer Kern darin besteht, daß auf ihr Konto nicht nur „normale“ kapitalbedingte Ausbeutung und Herrschaft, nicht nur die dem Kapital aus Prinzip immanenten Kriege und nicht nur der ihm in seinen Grund eingeschriebene Antisemitismus gehen, sondern fördert das Überleben einer Ideologie, der zudem noch die historisch und empirisch nicht zu leugnende Tatsache eingeschrieben ist, daß die deutsche Fassung der Beziehung von Staat und Gesellschaft die Auslöschung der Menschheit in zwei Weltkriegen im allgemeinen und den eliminatorischen Antisemitismus im besonderen beinahe total verwirklicht hätte. In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. – Manfred Dahlmann

„Wird Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, entsteht Rücksichtslosigkeit.
Am Schluss Gleichmacherei.
Ihr seid aber nicht alle gleich.
Noch nie wart ihr alle gleich.
Ihr lasst es euch aber einreden.
So werdet ihr immer respektloser, ungenießbarer gegeneinander.
Vergeudet in Kleinkriegen eure Zeit, als hättet ihr ein zweites Leben.
Weil ihr tatsächlich alles verwechselt.
Behauptungen mit Beweisen.
Gerechtigkeit mit Maß.
Religion mit Moral.
Desinteresse mit Toleranz.
Satire mit Häme.
Reform mit Veränderung.
Nachrichten mit Wirklichkeit.
Kulturunterschiede haltet ihr für Softwarefragen und ihre Analyse ersetzt ihr mit Anpassung.
Ihr habt die Maßstäbe verloren.
Der Gordische Knoten ist ein Keks gegen eure selbstverschuldete Wirrsal.

Man geht immer fehl, sucht man den Ursprung menschlicher Handlungen außerhalb der Leidenschaft des menschlichen Herzens …

Der Separatismus gendert sich in die Köpfe, sitzt in Regierungen.
Männer sind keine Männer mehr. Frauen keine Frauen, sondern ‚Menschen mit Menstruationshintergrund’, Quote ist Trumpf.
Auf gar keinen Fall sollen Mann und Frau sich noch als zwei Teile eines Ganzen begreifen. Damit die Geschlechter noch mehr aneinander verzweifeln.
Bis alle in destruktiver Selbstbezogenheit stecken.
Am Ende: Mann ohne Eier. Frau ohne Welt.

Auf die Erschöpfung des Mannes wird aber nur die Erschöpfung der Frau folgen, das sage ich euch.
Auf die Verstörung der Kinder folgt die Zerstörung der menschlichen Schöpfung.“– Hans Dieter Hüsch

Es gibt zweierlei Ethik: die moralische, der die Realität egal ist und die der Verantwortung, die reale Folgen der ethischen Forderungen berücksichtigt. Die erste ist gut gemeint, die zweite ist gut gemacht.

Was dem einen seine Souveränität, ist dem anderen seine Eigenmächtigkeit.

Das Schöne am Euro war, dass die Gewinner immerzu gewinnen konnten, ohne dass ihnen gleich die Quittung präsentiert wurde. Denn sie verdienen ja am Ausland, was heißt, eigentlich ein im Maße des Verdienens zunehmend schlechtes Geld – das ist durch den Euro aufgehoben worden: Man konnte ständig an einer anderen Nation verdienen, ohne dass das Geld dieser Nation darunter gelitten hat, weil sie gar kein eigenes hat. Der Wert dieses Geldes repräsentiert nicht die Leistungsfähigkeit dieser Nation. So hat der Euro von dem innereuropäischen Verdienen aneinander sogar noch gelebt; er hat vor der Krise absurderweise nur den Konkurrenzerfolg der Gewinner repräsentiert.

— Das ist ja mit der Idylle charakterisiert. Dass zunächst mal alle Seiten Gewinner des neu eingeführten Euro waren. Auch die, die ihre vergleichsweise Weichwährung gegen den Euro getauscht haben und damit auf einen Schlag Kredit zu ganz anderen Konditionen und Möglichkeiten hatten. Insofern waren die späteren Verlierer erst mal auch Gewinner.

Kein Nazifaschist hat je wirklich geglaubt, er bezöge die Ermächtigung seiner Ansprüche aus dem Teutoburger Wald; keiner seiner demokratischen Erben hat jemals tatsächlich gedacht, ihnen erwüchse Legitimität im Resultat des “Lernens aus der Geschichte”; niemals war ein Sozialist der Ansicht, es sei die famose “Befreiung der Arbeit” und nicht vielmehr das Recht auf Beute, was seine Politik im Interesse der Arbeiterklasse motivierte. Und keinesfalls erwächst den Palästinensern irgendein Recht aus der Tatsache, daß sie zuerst da waren. Einer Gesellschaft, der Hunger kein Grund ist zur Produktion, kann auch das Leiden kein Grund sein zur Solidarität. Es ist die Ideologie, die mit der Unmittelbarkeit des Leidens agitiert, die aus dessen fragloser Evidenz Sinn zu schlagen sucht, sei es im Sinne von Caritas oder Amnesty International, sei es im Sinne der Freunde des palästinensischen Volkes für den Israelhaß der Antisemiten wie für den Islamfaschismus dieses Volkes. Ariel Scharon jedenfalls, der Zionist und praktische Antifaschist, ist dem aufgelösten Rätsel der Geschichte näher als die deutsche Linke, deren “Antifaschismus” sich als Aufstand der Anständigen à la Gerhard Schröder oder als Solidarität mit dem palästinensischen Volk ausagiert. (…) Im Wesen Israels als des ungleichzeitigen Staates der Juden liegt es aber nicht nur, Reaktion auf den Verrat an Aufklärung und Weltrevolution, nicht nur, Notwehrversuch gegen den Nazifaschismus und Asyl zu sein. Sondern eben auch, daß die üblichen Muster der bürgerlichen Rollenverteilung – hier das Gewaltmonopol des bürgerlichen Staates im allgemeinen und dort die Personen, die die Regierungsausübung im besondern besorgen – für den israelischen Staates aufgrund seiner Konstitutionsbedingungen keine Geltung mehr hat. Was sich unter anderem darin zeigt, daß diese “Kritiker” der israelischen Regierungspolitik für den faschistischen Mob und die Behörden, die Selbstmordattentäter belohnen, Verständnis aufbringen (Folge von Besatzung und Ausbeutung), dagegen für den Versuch, die militärische Infrastruktur der Gegner Israels zu zerschlagen, am liebsten die Begriffe Auslöschung oder Ausrottung der palästinensischen Bevölkerung im Munde führen. Wie hinter der treudoofen Frage, ob es nicht möglich sein müsse, Spekulanten als das zu bezeichnen, was sie sind, ohne gleich als antisemitisch zu gelten, so verbirgt sich hinter der treulinken Frage, ob nicht auch in Israel, weil es sich auch dort um eine bürgerliche Gesellschaft handele, Faschismus möglich sei, die Erkenntnis dieser Fusion in verquerer und verschrobener Gestalt. Verquer, weil ja gerade erklärt werden sollte, wie Israel, dieser Fusion zum Trotz, eine parlamentarische Demokratie ist und bleibt; verschroben, weil diese Einheit von Staat und Regierung im Übergang von einem unerträglichen Alten (die Vernichtungsdrohung) zum noch nicht erreichten Neuen (die herrschaftslose Gesellschaft) ja doch den Inbegriff dessen ausmacht, was einmal als “Diktatur des Proletariats”, als Emanzipationsgewalt und organisierte politische Macht der Revolution, auch und gerade auf den roten Fahnen stand. In Anbetracht der Grundidee des Staates Israel, vor dem Hintergrund der linken Staatsmythen, betreffend die “Diktatur des Proletariats”, muß jede Beurteilung der Handlungen der Regierungsvertreter auch die völlig andere Qualität dieses Staates, verglichen mit allen anderen, deutlich werden lassen. (…)

Wenn diese Linke über Israel schwadroniert, dann hört sich das nicht minder grausig an. Dabei liegt der Zusammenhang zwischen dem Antisemitismus und dem Vernichtungswillen gegen die zum Staat gewordene bürgerliche Gesellschaft der Juden, gegen Israel, eigentlich auf der Hand: Der sogenannte Antizionismus stellt nichts anderes dar als die geopolitische, globalisierte Reproduktion des Antisemitismus, das heißt die Erscheinungsform, die er in Weltmarkt und Weltpolitik nach Auschwitz annehmen muß. Der Antizionismus ist der aus den kapitalisierten Gesellschaften in die Welt herausgekehrte Antisemitismus. So ist Israel der Jude unter den Staaten; die Verdammung des Zionismus als eines “Rassismus” durch die UNO gibt es zu Protokoll. Das macht: die moralische Verurteilung der menschlichen Unkosten der Konstitution bürgerlicher Staatlichkeit allein am Beispiel Israels führt vor Augen, was die Welt der Volksstaaten vergessen machen will – daß die Zentralisation der politischen Gewalt über Leben und Tod keineswegs die natürliche Organisationsform der Gattung Mensch darstellt, sondern Ausdruck eben von Herrschaft und Ausbeutung. Dabei ist Israel – und das macht die Kritik an diesem Staat so perfide und muß deshalb immer wieder gesagt werden – der einzige Staat dieser Welt, der für sich eine nicht zu bezweifelnde Legitimität beanspruchen kann. Israel, das ist der ungleichzeitige Staat, der entstanden ist sowohl als Reaktion auf das Dementi aller Versprechungen der bürgerlichen Nationalrevolution, sowohl als Antwort auf den stalinistischen Verrat an der kommunistischen Weltrevolution als auch als zu spät gekommene Notwehr gegen den Massenmord an den europäischen Juden. (…) Israel ist das Schibboleth jener doch so naheliegenden Revolution; es ist der unbegriffene Schatten ihres Scheiterns. Israel ist das Menetekel, das zum einen (und ganz unfreiwillig) die kategorischen Minimalbedingungen des Kommunismus illustriert, und das zum anderen sämtliche Bestialitäten zu demonstrieren scheint, zu denen der bürgerlich-kapitalistische Nationalstaat fähig ist. Wer Israel nicht begriffen hat, wer den Haß auf diesen Staat, den Antizionismus, und wer den Antisemitismus, das heißt den Vernichtungswillen sowohl gegen die in diesem Staat lebenden als auch gegen die kosmopolitisch verstreuten Juden, nicht begriffen hat als das, was Antisemitismus wesentlich darstellt: den bedingungslosen Haß auf die Idee einer in freier Assoziation lebenden Gattung, der hat den Kommunismus nicht als das “aufgelöste Rätsel der Geschichte” begriffen. –

 Der ostentative Muslimeifer aber, der sich im Alltag mancher ‚Allahu-Akbar‘-Brüller vielleicht doch sehr in Grenzen hält, findet im blanken Judenhass unverhoffte Nahrung, wo ihnen unter unendlich öden Koranrezitationen und geistlosen, absurden Vorschriften längst das bisschen ungeglaubten Glaubens zwischen den Fingern zerrann und ihr Muslimsein kaum je mehr ist als das typisch dauerbeleidigte, immer schon jeder Verantwortung ledige Gruppengefühl. Überhaupt will jeder Eifer – insbesondere der aktuelle, rasende Eifer des weltweit angreifenden Islam – den Stachel eines weniger drohenden als hinterrücks längst geschehenen Glaubensverlustes kompensieren.“ Mit anderen Worten: Muslime wurden nicht für ihr abstraktes Muslimsein kritisiert, sondern dafür, was – global betrachtet – die Mehrheit konkret darunter versteht: Die von Gott gegebene Ermächtigung zu Terror, Entrechtung, Antisemitismus. Wer differenziert, sollte nicht unerwähnt lassen, dass Osama bin Laden, Hassan Nasrallah und wie all die schrecklichen Figuren so heißen, in der muslimischen Welt als Helden gefeiert werden – und zwar nicht von einer minoritären Sekte, sondern von Millionen Muslimen, auch in Deutschland. (,,) Der unfreiwillige und verborgene Essentialismus der Postmoderne macht das Begreifen unmöglich, weil er die Beziehung zwischen Allgemeinem, Besonderem und Einzelnem nicht mehr zu thematisieren vermag. Wenn nur noch Vielfalt herrscht und Einzelnes und Allgemeines gewaltsam auseinandergerissen werden, bleibt die Verstandesleistung des begreifenden Subjekts auf der Strecke und die scheinbar ursprüngliche Differenz wird zum Mythos. Nicht nur dem Begriff des Allgemeinen, das ja ein noch einzulösendes ist, wird Gewalt angetan, auch dem Besonderen, dessen Unglück darin besteht, nur ein Besonderes zu sein, und das sich, weil es kein versöhnendes Ganzes gibt, dem schlecht-Allgemeinen, dem Racket nämlich, anschließen muss. – JAN HUISKENS

„Vernunft und Rationalität sind in dieser durchmedialisierten Welt chancenloser denn je. Ein unangenehmer Typ „Heckenschütze“ terrorisiert die Gesellschaft. Seine aktuelle Waffe: Der Phobienvorwurf.“ – Bettina Röhl

„Man wähnt, wenn man nach wissenschaftlichen Regeln sich richtet, dem wissenschaftlichen Ritual gehorcht, mit Wissenschaft sich umgibt, gerettet zu sein. Wissenschaftliche Approbation wird zum Ersatz der geistigen Reflexion des Tatsächlichen, in der Wissenschaft erst bestünde. […] Je tiefer man ahnt, daß man das Beste vergessen hat, desto mehr tröstet man sich damit, daß man über die Apparatur verfügt.“ (Theodor W. Adorno, Philosophie und Lehrer, AGS 10.2, 491)

„Vieles, was im Sinne von Foucaults »Mikrophysik der Macht« populär werden sollte; also die Erkenntnis, daß Macht nicht pyramidal hierarchisch, sondern durch sämtliche gesellschaftliche Bereiche hindurch wirkt, findet sich bereits in der Medizinkritik der Kritischen Theorie. Daß diese Thesen häufig übersehen wurden, mag daran liegen, daß sich Horkheimers entscheidende Äußerungen über Medizin und Psychiatrie nicht in den breit rezipierten Hauptwerken finden, sondern über die Gesamtausgabe verstreut sind. Wiemer suchte sie zusammen und zeigt, wie Horkheimer anhand der Medizin einen wesentlichen Charakterzug des modernen Kapitalismus ausmachte. Mediziner funktionieren laut Horkheimer wie fast jede wirtschaftliche Gruppe im Sinne eines Rackets. »Ein Racket«, erklärt er, »ist eine unter sich verschworene Gruppe, die ihre kollektiven Interessen zum Nachteil des Ganzen durchsetzt.« Allgemein betrachtet heißt das, daß sich die Klassengesellschaft in eine »neofeudale« Struktur verwandelt hat, innerhalb der Interessenverbände »nach dem Prinzip der Selbsterhaltung und der Machtakkumulation« funktionieren. Diesen Wandel macht Horkheimer an den Medizinern fest; und alles, was Horkheimer in seiner Kritik aussparte, von den Krankenversicherungen bis zum Pfusch in Krankenhäusern, wird von Carl Wiemer polemisch auf den neuesten Stand gebracht“  – Max Horkheimer

 

„Ein Shitstorm hat auch seine positive Seite. Da politisch korrekte Gülle meist in Richtung Originalität, Kreativität und Intelligenz geworfen wird, fliegt sie oft genug auf Leute, die zu lesen wirklich lohnt.“ – Evidenz-basierte Ansichten

Eine Frau wird als Frau geboren. ein Mann muß erst ein Mann werden.
Keine Paternalisierung, sondern fortschreitende Maternalisierung. Die Feminisierung und Genderisierug marginalisiert und zerstört die Vaterposition in den modernen »Gesellschaften«, die Vaterrolle erlitt allgemeine Degradierung, die Kanonisierung der Homosexulität im Speziellen und der sexuellen Diversität im Allgemeinen tilgt die noch übriggebliebenen Spuren einer Männlichkeit restlos aus, die nur noch als Schimpfwort der angeblichen „Paternalisierung“ im Jargon der Medien herumgeistert.

„Es kommt in der Psychotherapie darauf an – mit temporärer Unterstützung – sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wer mit einem Selbstbild lebt, für das die temporär klärende Rolle des Therapeuten eine unerträgliche Kränkung ist, der muß eben versuchen, alleine zurechtzukommen.“ – Hans Ulrich Gumbrecht

Post-Pop-Epoche: der Sieg der Mode über die Sitten.

„Wir brauchen schadhafte Gebäude, durch deren geborstene Wände man hindurch­ sehen kann, um wenigstens einen Anfang zum Denken zu gewinnen.“ – Victor Tausk

„Was man in römischer Zeit das »Abendland« und später »Europa« nennen wird, ist die politische Konsequenz des individualistischen Martyriums, das ein gesprächsfreudiger Stadtstreicher auf sich nahm, um die Legitimität des im universalistischen Dialekt vorgebrachten Neuen gegen die entkräfteten lokalen Sitten zu demonstrieren.“ – Peter Sloterdijk

„Was nützt einem die Gesundheit wenn man ansonsten ein Idiot ist.“ – Theodor Adorno

„Ich bin eine Feministin. Das bedeutet, daß ich extrem stark behaart bin und daß und ich alle Männer haße, sowohl einzelne als auch alle zusammen, ohne Ausnahmen.“Bridget Christie

„Die Tragödie isolierter persönlicher Leidenschaften ist für unsere Zeit zu fade. Aber weshalb? Weil wir in einer Epoche der sozialen Leidenschaften leben. Die Tragödie unserer Epoche ist der Zusammenstoß der Persönlichkeit mit dem Kollektiv.“ –  LeoTrotzki 1923

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“I think it’s very healthy to spend time alone. You need to know how to be alone and not be defined by another person.” ― Oscar Wilde

Stupidity is demonstrated by people lacking the knowledge they could achieve

Stupidity manifests itself as outraged moralism

Love: only, and not always, a mother loves her child, just as it is, otherwise you have to meet the expectations of others, to be accepted.

Values without empathy are worth nothing

Some people feel physical pain when they should correct their accustomed ideas in favor of reality, they turn all their intelligence with the support of their aggression, for not to recognize the reality and maintain their self-image

More and more feel, think less and less Man does not differ from animals by feelings, because mammals have the same feelings, like man, sadness, fear, anger, love, but by his thought. When he thinks, if he thinks.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice in an attempt to avoid upsetting fools not willing to face up to the truth

“In arguments about moral problems, relativism is the first refuge of the scoundrel.” Roger Scruton

They are the same who claim the sex/gender would not be biologically innate, but only a social construct, and at the same time that homosexuality was not a social construct, but biologically innate.

Antisemitism is when one blames the Jews or Israel for issues, he does not blame others

„There are two things,“ said Hitler in 1923, „which can unite people: common ideals and common crime“

After the violent termination of Murder by the Allies were the German (and have remained so to this day) more german than before.

The depraved human creature, the more she feels insulted, disrespected, offended in their honor.

Islam is less a religion and more a totalitarian society, an ideology that demands absolute obedience and tolerates no dissent, no criticism, and prohibits the thinking, knowledge and recognition. True Islam is totally different, the one who will find it will receive a very high reward.

Craziness is, when one always does the same but expects a different outcome

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human

A man with roots should go for a pedicure

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

If someone has something to say, he can tell it always very easily. If someone has nothing to say, he says it in a very complicated way

Addiction is, when somebody does something he wants to do, yet seeks someone who can make it so he won’t do it and doesn’t want to, either.

If the clever people always gave in, the world would be reigned by idiots. Too much “cleverness” makes you stupid.

If one only fights evil to protect life, one produces nothing good at all and such a life then becomes no longer worth living and thus requires no protection, for it is already unlived due to such a total protection. One can spend so much money on insurance, that one has nothing left to insure. Safety works in the same way.

Happy slaves are the worst enemies of freedom.

Creativity is an intelligence having fun.

If working makes you sick, fuck off, leave the work!

If Germans talk about morality, they mean money.

A man without an insight is just an anxious, aggressive, unhappy monkey.

Thinking is always trespassing.

The mob, who calls himself the people, does not discuss, just defames.

Legal is not always legitimate.

Who can not do without, lives unhappy.

So called social, culture sciences, sociology, psychology psychotherapy, psychoanalysis, are not anymore scientific, but immanent religious cult-prophets, organized as sects.

Without a strong opposition any apparent democracy atrophies to a tyranny, and as well a science , to an attitude of a religious sect.

You can recognize everything from a certain distance only, who is zealous, outraged, who sticks his nose in something, this one has lost the perspective, he recognizes anything more, he has only his imagination of the world in his head. This creates paranoia, which is called religion, and a religion as politics, even as a science.

Islamists are a real danger, therefore they will not be seen as such. Jews are not a danger, therefore they are seen as such. It is how the perception by cowards functions.

People without a sense of humor are able only to fear or to hate and become monks or terrorists.

People are not equal, each single person is unique.

Insight applies to everyone, including Muslims, Albanians, women and homosexuals.

Islam belongs to Germany, Judaism belongs to Israel.

The totalitarian Terror of consensus is ubiquitous in Germany.
There are no discussions anymore, but defamations only.
It is a culture of the mob. As it has already been.
Harmony is only if you do not communicate.

One should never go to bed with someone who has more problems than you already have.

>>Evelyn Waugh, surely the wittiest novelist of the past century, in World War II, coming out of a bunker during a German bombing of Yugoslavia, looked up at the sky raining enemy bombs and remarked, “Like everything German, vastly overdone.”<< Joseph Epstein

One has to be brave, to have a wit.

Stupid and dull belong mostly together.

Charlie Hebdo: you don´t care if such murders are comitted to Jews, we will see how “adequate” you will react when (when, not if), Islamists will begin to bombard your cities with Kasam missiles.

Christopher Hitchens: In a free society, no one has the right not to be offended.

The more someone narcissistic inflates , the more he feels insulted and provoked.

“The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent are full of doubt.” – Bertrand Russell

 The problem with the Islamists in Europe should be solved exactly as Europe requires to the Middle East: a two-state solution, a half for muslims and the another half for not-muslims , with a common capital.

What may satire? Everything! Except be understood by the fool, because then it was not a satire.

Islamimus is Islam preaching violence.

Islam is a religion of love, and he who doubts is dead.

War is peace. Freedom is slavery. Ignorance is strength. Islam is a peaceful religion of love – George Orwell 2015

Islam is not responsible for anything, Jews are guilty of everything.

Islamists are satanists. Islamism is a religion of idiots.

If someone inflates endless his ego, as Islamists do, then he hurts his own feelings already in his morning own shit.

The seven deadly sins of modern society. Wealth without work pleasure without conscience, knowledge without character business without morality Science without humanity, worship without sacrifice Politics without principles
-Mahatma Gandhi

“Where there is only a choice between cowardice and violence, I would advise violence.”
-Mahatma Gandhi

Heroes of today know nothing, can not and do not want anything. They just look like heroes, that’s all.

It may be that early fathers ate their children. Today, the mothers will eat anything, fathers, children and the rest. Everything Mommy, anyway!

Germany yesterday: the will to power.
Germany today: the will to blindness.
Germany tomorrow:

German psychoanalysis? Great, like German charm, German humor and German wit.

The resistance starts with its own language other than that of the dictatorship.

Smart phones for stupid people.

A leftist can, but do not have to be stupid.

If you do not blame states, when they commit suicide with millions victims , so why to blame a co-pilot with 149 dead?

Only the purity of the means justify the end.

A German is a person who can speak no lie, without actually believe Adorno

„Reason and rationality are chance-less than ever in this totally mediatised world. An unpleasant type Sniperterrorized society. His current weapon: The phobia accusation.“ – Bettina Röhl
„A Shitstorm has also its positive side. As politically correct manure it is usually thrown in the direction of originality, creativity and intelligence, she flies often to people who are really worth to read.“ Evidenz-basierte Ansichten
A woman is born as a woman. a man has to become a man.
No paternalization but advancing maternalization. The feminization and genderization marginalized and destroyed the father position in the modern „societies,“ the father role suffered general degradation, the canonization of homosexuality in particular and the sexual diversity generally wipes out the still remaining traces of masculinity completely out,  only as an insult haunts the alleged „paternalization“ in the jargon of mass media.
PostPop era: the triumph of fashion over the morals.
„We need damaged buildings, so you can see through their cracked walls to win at least one viewpoint to start to begin to think. Victor Tausk
„What good is health if you are an idiot then?“ – Theodor Adorno
„What one must be judged by, scholar or no, is not particularised knowledge but one’s total harvest of thinking, feeling, living and observing human beings.“ (…) „While the practice of poetry need not in itself confer wisdom or accumulate knowledge, it ought at least to train the mind in one habit of universal value: that of analysing the meanings of words: of those that one employs oneself, as well as the words of others. (…) what we have is not democracy, but financial oligarchy. (…) Mr. Christopher Dawson considers that “what the non-dictatorial States stand for today is not Liberalism but Democracy,” and goes on to foretell the advent in these States of a kind of totalitarian democracy. I agree with his prediction. (…) That Liberalism is something which tends to release energy rather than accumulate it, to relax, rather than to fortify. (…) A good prose cannot be written by a people without convictions. (..) The fundamental objection to fascist doctrine, the one which we conceal from ourselves because it might condemn ourselves as well, is that it is pagan. (..) The tendency of unlimited industrialism is to create bodies of men and women—of all classes—detached from tradition, alienated from religion and susceptible to mass suggestion: in other words, a mob. And a mob will be no less a mob if it is well fed, well clothed, well housed, and well disciplined. (…) The rulers and would-be rulers of modern states may be divided into three kinds, in a classification which cuts across the division of fascism, communism and democracy. (…) Our preoccupation with foreign politics during the last few years has induced a surface complacency rather than a consistent attempt at self-examination of conscience. (…) What is more depressing still is the thought that only fear or jealousy of foreign success can alarm us about the health of our own nation; that only through this anxiety can we see such things as depopulation, malnutrition, moral deterioration, the decay of agriculture, as evils at all. And what is worst of all is to advocate Christianity, not because it is true, but because it might be beneficial. (…) To justify Christianity because it provides a foundation of morality, instead of showing the necessity of Christian morality from the truth of Christianity, is a very dangerous inversion; and we may reflect, that a good deal of the attention of totalitarian states has been devoted, with a steadiness of purpose not always found in democracies, to providing their national life with a foundation of morality—the wrong kind perhaps, but a good deal more of it. It is not enthusiasm, but dogma, that differentiates a Christian from a pagan society.“ (…)  It would perhaps be more natural, as well as in better conformity with the Will of God, if there were more celibates and if those who were married had larger families. (…) We are being made aware that the organisation of society on the principle of private profit, as well as public destruction, is leading both to the deformation of humanity by unregulated industrialism, and to the exhaustion of natural resources, and that a good deal of our material progress is a progress for which succeeding generations may have to pay dearly. I need only mention, as an instance now very much before the public eye, the results of “soil-erosion”—the exploitation of the earth, on a vast scale for two generations, for commercial profit: immediate benefits leading to dearth and desert. I would not have it thought that I condemn a society because of its material ruin, for that would be to make its material success a sufficient test of its excellence; I mean only that a wrong attitude towards nature implies, somewhere, a wrong attitude towards God, and that the consequence is an inevitable doom. For a long enough time we have believed in nothing but the values arising in a mechanised, commercialised, urbanised way of life: it would be as well for us to face the permanent conditions upon which God allows us to live upon this planet. And without sentimentalising the life of the savage, we might practise the humility to observe, in some of the societies upon which we look down as primitive or backward, the operation of a social-religious-artistic complex which we should emulate upon a higher plane. We have been accustomed to regard “progress” as always integral; and have yet to learn that it is only by an effort and a discipline, greater than society has yet seen the need of imposing upon itself, that material knowledge and power is gained without loss of spiritual knowledge and power. “ – T.S.Eliot
“I am a feminist. All this means is that I am extremely hairy and hate all men, both as individuals and collectively, with noexceptions.” – Bridget Christie
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