Über Kreativität in der Wissenschaft

Vorweg bitte ich den Leser dieses Texts um Nachsicht, daß ich nicht nur irgendwo bereits Vorhandenes wiedergebe, sondern daß ich immerwieder meine eigenen Gedanken herbeispiele. Denn mein Gehirn ist zwar eine Art von Schwämmchen, es gibt aber nicht nur, was es als Schwämmchen aufgesaugt hat, sondern gibt wieder manches gänzlich Neues, dessen Ursprung unbekannt. „Ebensowenig wie man den physischen Zeugungsprozeß je ergründen wird, ebensowenig wird der Schleier von dem künstlerischen Zeugungsprozeß je fallen.“[1] Das gilt auch für mein Denken und meine wissenschaftliche, psychoanalytische Arbeit. Ich habe wegen dieses Phänomens Spezialisten aufgesucht, die jedoch keine Abhilfe verschaffen konnten. Es bleibt rätselhaft, woher in meinem Geiste Sachen vorkommen, die ich nicht erfahren habe. Jemand bot eine Vermutung an, daß die transzendentale Einheit der Apperzeption[2] das Mehr anliefert, was in meinem Kopf zu dem bereits Wahrgenommenen kommt. „Das Bekannte überhaupt ist darum, weil es bekannt ist, nicht erkannt.“[3] Wie auch immer, es ist so, wie beschrieben und ich kann nichts dafür, das mache ich nicht absichtlich. Es denkt mich, würde mancher dazu sagen. Die Folgen sind für mich katastrophal, meine Berichte für Psychotherapie werden durch Gutachter-Barone der Psychotherpierichtlinien der Krankenkassen als nicht unterwürfig, nicht devot, also unerhört ungehört, herabgesetzt, abgelehnt. Es tut mir leid, ich bin außerstande Gesinnungsdeklamationen abzuliefern[4], wie die universitäre Anstalt es heute einfordert[5]. Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat, soll Albert Einstein gesagt haben. Lassen wir also darauf ankommen.[6]

Wissenschaft, Psychoanalyse ist kein mechanisches Spiel eines Methoden-Leierkastens, sondern eine lebendige, kreative Musik einer Violine.

 

[1] Liebermann, M. (1983). Die Phantasie in der Malerei. Berlin, Deutschland: Verlag Der Morgen. S.26

[2] „Die transzendentale oder reine Apperzeption ist das rein formale, ursprüngliche, stets identische Selbstbewußtsein, das alles Vorstellen und alle Begriffe begleitende und bedingende Bewußtsein des „Ich denke“, die Beziehung alles Vorstellbaren auf ein es befassendes, sich stets gleich bleibendes Bewußtsein (s. d.). Die „transzendentale Einheit“ der Apperzeption (im Unterschiede von der empirisch-subjektiven, psychologischen Einheit der Apperzeption) ist objektiv; sie ist die Urbedingung aller Erkenntnis, aller Beziehung von Arten auf Objekte, aller Synthese (s. d.), von Daten zur Einheit objektiver Erkenntnis, alles einheitlichen Zusammenhanges in einer Erfahrung überhaupt, aller „Natur“ (s. d.) und der allgemeinen Gesetze (s. d.) derselben.“ Eisler, R. Kant – Lexikon. Abgerufen 30. Dezember, 2016, von http://www.textlog.de/32210.html

[3] Hegel, G. W. F. (o.D.). Phänomenologie des Geistes. Abgerufen 30. Dezember, 2016, von https://www.marxists.org/deutsch/philosophie/hegel/phaenom/vorrede.htm

[4] Scruton, R. (o.D.). 1 Free Speech and Universities. Abgerufen 03. Januar, 2017, von http://www.roger-scruton.com/images/Free_Speech_and_Universities_2.pdf

[5]     Scruton, R. (2016, 11. Juni). Close-up of face with tape over mouth and cross drawn on it Universities‘ war against truth. Abgerufen 03. Januar, 2017, von http://life.spectator.co.uk/2016/06/universities-war-against-truth/

[6] Co&lumbus. (o.D.). LOGBÜCHER KREATIVITÄTSTRAINING. Abgerufen 30. Dezember, 2016, von http://www.coundlumbus.de/board-blog/36-kreativitaet/297-kreativitaet-ist-intelligenz-die-spass-hat-sagte-albert-einstein-kreativitaet-intelligenz-albert-einstein.html

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