Nafri-Cologne ist der neue Negersmoothie

„Nafri“ ist die polizeiliche Kurzform für „Nordafrikanischer Intensivtäter“, so wie Uffz die Kurzform ist für Unteroffizier oder Nazi für Nationalsozialist. Korrekterweise müsste man also NafrI schreiben.

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Afri-Cola ist der neue Negerkuss

Zum Jahrestag der massenhaften sexuellen Übergriffe und organisierten Diebstähle auf der Kölner Domplatte in der Silvesternacht 2015/16 machten sich erneut geschätzte tausend Nordafrikaner (wie polizeiliche Ausweiskontrollen ergaben) auf den Weg zum Ort des Geschehens. Auch in einigen anderen Städten ein ähnliches Bild.

Die Polizei ist irritiert, schreibt die WELT, fehlt doch eine eindeutige Erklärung für diese makabren Flashmobs. Weder wusste man von Versammlungsaufrufen, noch war eine solche polizeilich angemeldet. Aber was für eine Machtdemonstration von Einwanderern und Migranten sollte hier den Deutschen zum Jahrestag gezeigt werden? Wirklich aussagefähige Gespräche oder Interviews oder irgendein Whistleblowing aus den Reihen der Angereisten: Fehlanzeige. Auch die Geheimdienste schweigen sich aus. Auch darüber, wo diese Menschen überhaupt herkommen innerhalb Deutschlands. Wo sie wohnen, wo sie leben, was sie wollen, was sie nicht wollen.

Wir finden hier also noch keinen postfaktischen, sondern erst einmal einen unfaktischen Augenblick vor. Und in diese vermeintliche Stille des Nichtwissens tönt es dann schon aus der grünen Wortpolizei-Schmuddelecke von Simone Peter, das ist diese Katrin-Göring-Eckardt-Ersatzgiftspritze. Peters empört sich: Die Kölner Polizei hätte die Versammelten „Nafri“ genannt.

Jan Böhmermann fragt via Twitter, was denn der Unterschied sei zwischen Nafri und Neger. Ist das so dämlich, wie es die Frage wäre, was denn der Unterschied ist zwischen Vergewaltigung und Grabschen? Aber erklären wir es dem Blödelbarden, der sich immerhin bei einigen Mitbürgern mit einer Erdogan-Beschimpfung beliebt gemacht hat, mit der Behauptung in Gedichtform, der türkische Präsident würde „Ziegen ficken“, sei eine „dumme Sau“ und habe „Schrumpelklöten“:

„Nafri“ ist die polizeiliche Kurzform für „Nordafrikanischer Intensivtäter“, so wie Uffz die Kurzform ist für Unteroffizier oder Nazi für Nationalsozialist. Korrekterweise müsste man also NafrI schreiben.

Selbstverständlich ist es unglücklich gelaufen, wenn die Polizei im internen Dienstgebrauch die möglicherweise durchaus sinnvolle Kurzform „NafrI“ nutzt, diese nun aber von ihrer Pressestelle via Twitter in die Welt posaunen lässt, wo „Nordafrikanischer Intensivtäter“ angebrachter gewesen wäre, wenn man nicht gerade über Funk schnellstmöglich einen Täterkreis den Kollegen beschreiben muss, weil eben die Zeit drängt:

“Am HBF werden derzeit mehrere Hundert Nafris überprüft. Infos folgen.”

Nun ist aber „Nordafrikanischer Intensivtäter“ so Anti-Twitter, wie es im leidigen Biologieunterricht das Endoplasmatische Retikulum war, das deshalb auch kurzerhand ER genannt wurde, ohne dass sich irgendjemand darüber beschwert hätte. Wäre also AI für „Nordafrikanischer Intensivtäter“ die bessere Wahl gewesen? Sicherlich. Aber Nafri ist nun mal sprechbar per Funk, AI ist es nicht.

Nun liegt Nafri nicht nur phonetisch nah bei Fidschi, ohne das ein DDR-Bürger damals bereits an racial profiling gedacht hätte, als er einen abwertenden Sammelbegriff gewählt hatte, für in der DDR lebende asiatischen Facharbeiter (oder: Vertragsarbeiter), vornehmlich aus Vietnam.

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Ein Begriff übrigens, der uns heute aus einer anderen älteren, aus einer irgendwie böseren Welt herüberzuwehen scheint. Denn klar ist auch: Fidschi ist ja keine Abkürzung, sondern zweifellos abwertend gemeint und eindeutig rassistisch motiviert. Die menschenverachtenden kriminellen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen zwischen dem 22. und 26. August 1992 gegen ein Wohnheim für ehemalige vietnamesische Vertragsarbeiter im so genannten Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen gelten sogar laut Wikipedia als die „massivsten rassistisch motivierten Angriffe in Deutschland nach Ende des Zweiten Weltkrieges.“ Ist man da noch nicht auf dem neuesten Stand? Oder rangieren die Ereignisse der Silvesternacht 2015/16 im Ranking erst knapp dahinter? Rassistisch waren sie auf jeden Fall, denn es betraf fast ausschließlich einheimische deutsche Frauen und auf der Täterseite mehrheitlich Nordafrikaner. Mal abwarten. Der Begriff „Fidschi“ war in Lichtenhagen jedenfalls ein Bestandteil des Brandbeschleunigers, geworfen von einer Horde asozialer Ossis – pardon: – Ex-DDR-Bürger.

Nun ist nicht jede –i Endung automatisch abwertend gemeint, weit verbreitet ist das End-i auch für Verniedlichungen wie Schatzi, Hasi oder Mausi. Zweifellos passt dieses polizeiliche „Nafri“ nicht in diese Reihung. Und zweifellos sollte eine Pressestelle der Polizei besser mit Personen besetzt werden, die solche Feinheiten denken mögen und können und nicht als Auslaufstrecke für verdiente Polizisten genutzt werden.

Nun ist die bessere Pressestelle immer die, die möglichst nah am Ort operiert, über den sie anschließend berichten soll. Und gerade die Pressestellen der Polizei zeichnet eine solche Nähe aus, das hat viel mit einem internen Kameradschaftskodex zu tun, der diesen harten und gefährlichen Job erträglicher, möglicherweise sogar sicherer macht. Vielleicht wäre hier im Fall „Nafri“ etwas mehr Distanz, eben dieser Außenblick sinnvoller gewesen, wenn man hätte verhindern wollen, das nun so viele Medienvertreter von außen mit dem Finger zeigen.

Allerdings kann man in diesem Falle nicht von einem „rassistischen Sprachgebrauch“ sprechen. Das gibt der Fall einfach nicht her. Polizeiarbeit ist nun mal Identifikationsarbeit. Wenn beispielsweise die AfD eine Demonstration anmeldet, wenn dieser Ort dann von der Polizei abgesperrt wird gegenüber der ebenfalls angemeldeten Gegendemonstration, dann hat die Polizei intern klare Anweisungen ausgegeben, nur solche Besucher in das abgesperrte Areal einzulassen, die nach AfD aussehen. Oder man sortiert am Tor den nach links oder linksradikal Aussehenden aus. Und wir dürfen sicher sein, es ist deutlich schwieriger, jemanden als links oder als AfD-Sympathisanten zu identifizieren, als einen NafrI zu vermuten, wenn sich zum ersten Jahrestag einer Hetzjagd nordafrikanische Intensivtäter auf vornehmlich deutsche Frauen ein Tatort-Tourismus ebensolcher nordafrikanisch aussehender Menschen Richtung Köln in Marsch setzt.

Ja, Nordafrikaner sehen aktuell noch in großer Mehrheit anders aus, als Westeuropäer. Das weiß, wer in einem dieser Länder Urlaub macht. Und das ist dankenswerterweise hilfreich für die Polizei. Und das ist zunächst sicher nicht rassistisch motiviert. Rassistisch könnte es werden, wenn man mit einer bestimmten Gruppe von Menschen generell Straftaten in Verbindung bringt. Aber eben das ist auch Teil der Polizeiarbeit: bestimmten Gruppen aus einem Erfahrungswert heraus Straftaten zu unterstellen und zu überwachen bzw. präventiv zu wirken. Das gilt bei offensichtlichen Hooligans mit ihrer stereotypen Maskerade im Fußballstadion dann ebenso wie bei nordafrikanisch Aussehenden auf der Domplatte in Köln.

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http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/afri-cola-ist-der-neue-negerkuss/

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