Sexualmord in Freiburg an Maria: Die verschwiegenen Fakten / Germany Totally Cucked

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Germany Totally Cucked

After a 19 year old woman is raped and murdered, allegedly by a refugee, the victims are preaching for tolerance.

Rainer Wendt: „Dieses und viele andere Opfer würde es nicht geben, wäre unser Land auf die Gefahren vorbereitet gewesen, die mit massenhafter Zuwanderung immer verbunden sind“. Wo Angehörige trauerten, schwiegen Vertreter der „Willkommenskultur“.

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tichyseinblick.de

Freiburger Sexualmord: die verräterische Sprache der Medien

Seit Samstagnachmittag ist es öffentlich-amtlich: im Freiburger Sexualmordfall Maria L. hat die Polizei einen 17jährigen illegal eingereisten afghanischen Flüchtling als dringend tatverdächtig ermittelt. Die genetischen Spuren lassen keinen Zweifel am Tatzusammenhang aufkommen. Es ist der erste (mutmaßliche) Sexualmord an einer einheimischen deutschen Frau, der nach der Merkelschen Grenzöffnung zweifelsfrei nachweisbar durch einen Flüchtling verübt wurde. Diesmal hat die Polizei vorbildlich alles richtig gemacht, die tonangebenden „Qualitätsmedien“ konnten wie in Köln nichts unter den Teppich kehren. Aber es ist deren verräterische Sprache, die klammheimlich ihre weiter vorhandene Kölner Denke entlarvt.

Wir nehmen zur Kenntnis, dass die überregionalen öffentlich-rechtlichen TV-Sender die Aufklärung des Freiburger Verbrechens als einen Fall von allenfalls regionaler Wichtigkeit einstuften und vor allem die privaten Nachrichtensender per livestream über die Pressekonferenz berichteten. Der gebührenfinanzierten Tagesschau war der Name Freiburg in den Samstagabendnachrichten nur eine Meldung im Zusammenhang mit den Bundesliganotizen wert. Der Jugendschutz habe Vorrang, sagt die Tagesschau zur unterdrückten Meldung, obwohl unklar ist, ob der Tatverdächtige nicht älter als 17 Jahre ist. Für wie deppert hält die ARD eigentlich ihre Gebührenzahler, wenn sie nicht über wichtiges Geschehen berichtet, sondern erklärt, warum sie nicht darüber berichtet?

Wir registrieren, dass einige der großen Presse-Onlineportale auffällig zeitlich schleppend über die Pressekonferenz berichteten und die politische Topnachricht möglichst politikfern u.a. auf ihren Panorama-Seiten u.ä. „versteckten“. Hätte jemand, der schon länger hier lebt, die Tat begangen, hätte es die Meldung sofort in die Topspalten und Startseiten der Medien geschafft, darf man aus leidvoller Erfahrung schlussfolgern.

Nein, es war und ist die Diktion in Wort und Tun, die zwischen den Zeilen erkennbar wird, die insbesondere nach Köln  gleichermaßen abstößt und sichtbar macht, dass die Relativierer, Verharmloser, Abwiegler, Kleinredner, Differenzierer und Sprachverschlichter in manchen Redaktionsstuben weiterhin fröhliche Urständ feiern. Es galt, so darf man mutmaßen, das bislang Unaussprechliche möglichst herunterzuzonen, den Ball flach zu halten, nachdem die Kanzlerin kurz zuvor noch jenen, die noch nicht so lange hier leben, medienwirksam die Hände geschüttelt und den Kopf getätschelt hatte. Vielleicht hat auch die Schere im Kopf Regie geführt, dass in Österreich und Italien übers Wochenende flüchtlingsrelevante Entscheidungen anstanden, die politisch korrekt nicht „angeheizt“ werden durften.

So schrieb die Welt den absonderlichen Satz: „Dem Verdächtigen wurden zwei Dinge zum Verhängnis“. Wie bitte? Ist der Täter jetzt Opfer, wenn ihm etwas „zum Verhängnis“ werden kann?

Man mag solche fahrlässigen Formulierungen als Petitesse abtun, in der Eile so geschrieben, doch Vorsicht, sie wiederholen sich. Die FAZ als Gralshüterin der deutschen Sprache äußerte sich ebenso verniedlichend, wenn sie schreibt, man sei dem Tatverdächtigen „auf die Schliche gekommen“, als wenn es sich um einen jugendlichen Apfeldieb und nicht um einen mutmaßlichen Mörder handelt. Erst die Süddeutsche spricht sprachlich angemessen von „auf die Spur gekommen“.

Bei der Bild war online ein Kommentator am Werk, der den traumatisierten Flüchtlingen und der Kanzlerin und ihren Anker-Kindern verständnisvoll das Wort redete. Auch ihm ist wohl klar, dass es das Freiburger Verbrechen ohne Merkels Grenzöffnung nicht gegeben hätte. Also schert er Einheimische wie Fremde über den Multikultikamm. Die vielen Traumatisierten, damit meinte er zweifelsfrei auch den Freiburger mutmaßlichen Mörder, seien Menschen wie wir: „Genauso ehrlich, genauso verlogen, genauso friedlich, genauso gewalttätig.“ Und Merkel habe recht, dass sie die Grenzen auch für Mörder geöffnet habe, darf man die Worte des Bild-Mannes interpretieren. Soll suggerieren: Wir sind alles kleine Sünderlein, s´war immer so.

Spiegel online ließ sich Zeit mit der Berichterstattung über die Pressekonferenz und komplettierte das Geschehen später mit einer Freiburger Homestory; getrieben von der Qual, der Mordfall könne „die Rechten“ stärken: Ja, ja, alles unbestreitbar schlimm, aber Morde und Drogendeal durch Deutsche gab es schließlich schon früher jede Menge, also mal halblang. Immerhin seien Dutzende Freiburger Familien nach wie vor glücklich, einen minderjährigen Flüchtling aufgenommen zu haben, nur eben diese eine des Tatverdächtigen nicht. C`est la vie!

Gestiegene Kriminalität

Welchen Stellenwert das Freiburger Geschehen in der Leserschaft tatsächlich einnimmt, kann man in der

Süddeutschen nachlesen, wo der entsprechende SZ-Artikel die absolut höchste Leserempfehlung bekam. Allerdings relativiert auch die SZ, dass „die Herkunft niemanden zum Gewaltverbrecher macht“. Das sieht der frühere Berlin-Neuköllner Bürgermeister Buschkowsky (SPD) anders: „Die Täter stammen aus brutalo-patriachalischen Gesellschaften und verhalten sich gegenüber Frauen, als stünden sie zur Verfügung. Es werde Generationen brauchen, bis sie in der mitteleuropäischen Wertewelt ankämen“.Bei der Pressekonferenz am Samstag fiel die Harmlosigkeit von Journalistenfragen auf. Ohne der Polizei, die einen ausgezeichneten und aufgeräumten Eindruck machte, nahe treten zu wollen, hätten doch folgende Einlassungen hartnäckiger hinterfragt werden müssen: „Tod durch Ertrinken“ hieß es und „Ob sich  Täter und Opfer kannten, wird noch überprüft“. Das klingt – gewollt oder ungewollt – nach einer Steilvorlage für den Tatverdächtigen und seine Anwälte. Die im Gewande der Sachlichkeit daherkommenden Feststellungen implizieren, dass dem Täter u.U. kein Tatvorsatz und damit Mord anzulasten oder u.U. mildernde Umstände zu attestieren sind. Wohl wissend, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, hätten die Journalisten hier noch gezielter nachfragen können, um insbesondere mehr Licht in die Frage des Ertrinkens zu bringen.

Begierig wurden dagegen von den Medien die politischen Relativierer zitiert. So mahnte OB Dieter Salomon (Grüne), dessen kulturverwöhntes Musterstädtle kürzlich die Welt zur Verbrechenshochburg runterschrieb, maasvoll zur Besonnenheit und rief dazu auf, „die Herkunft des Täters nicht für Pauschalurteile heranzuziehen, sondern den Einzelfall zu betrachten“. Und BW-Innenminister Thomas Strobl (CDU) meinte extrem nichtssagend: „Der mutmaßliche Täter muss sich jetzt – ungeachtet seiner Nationalität, ungeachtet der Frage, seit wann er in Deutschland lebt – vor Gericht und vor dem Gesetz verantworten.“ Hoffentlich hat sich der bekennende Merkel-Fan mit dieser Selbstverständlichkeit nicht schon zu weit aus dem Fenster gelehnt.

Andere Gutmenschen dagegen sind total abgetaucht. Der Polizeigewerkschaftler Rainer Wendt kritisiert das dröhnende Schweigen in der Bild: „Dieses und viele andere Opfer würde es nicht geben, wäre unser Land auf die Gefahren vorbereitet gewesen, die mit massenhafter Zuwanderung immer verbunden sind“. Während Angehörige trauerten, würden Vertreter der „Willkommenskultur“ schweigen.

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Keine Volksverhetzung: So bitter es ist: Solche abscheulichen Morde gab es schon, bevor der erste Flüchtling aus Afghanistan oder Syrien zu uns gekommen ist. Wir werden nach solchen Gewaltverbrechen – egal, wer sie begeht – keine Volksverhetzung zulassen. Sigmar Gabriel, SPD-Vorsitzender Kein neues Phänomen: Solche Grausamkeiten werden leider von In- wie Ausländern begangen, das ist leider kein neues Phänomen. Julia Klöckner, stellveretretende CDU-Vorsitzende Keine Logik: Das ist ein schrecklicher Mord, und wenn sich herausstellen sollte, dass es ein afghanischer Flüchtling war, dann ist das absolut zu verurteilen. Angela Merkel, Kanzlerin Kein Generalverdacht 1: Abscheuliche Gewalttat in Freiburg führt zu Generalverdacht gegen andere Flüchtlinge. Das ist eines Rechtsstaates unwürdig. Ralf Stegner, stellvertretender SPD-Vorsitzender Kein Generalverdacht 2: Wir dürfen nicht vergessen, wir reden von der möglichen Tat eines afghanischen Flüchtlings, nicht einer ganzen Gruppe von Menschen, die wie er Afghanen oder Flüchtlinge sind. Steffen Seibert, Regierungssprecher.
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Es ist für die politische Kultur wie eine gefühlte Wiederholung des Kölner Silvesterübergriffs. Ein Verbrechen mit Migrationshintergrund – diesmal der Fall der vergewaltigten und ermordeten Freiburger Medizinstudentin Maria – wird von Volksparteien und Leitmedien eilends zum politischen Tabu erklärt. Als sei Deutschland ein neurotischer Aggressionskindergarten hört man aus vielen Kanälen: Es dürfe jetzt keinen „Generalverdacht“ gegen Flüchtlinge geben, es handele sich um einen „Einzelfall“ und jede Politisierung des Vorgangs sei rechtspopulistischer Missbrauch.

Während fast alle großen Medien der Welt von der „New York Times“ bis zu „Le Monde“ ausführlich über den Fall berichteten, gerade weil er offensichtlich diese politische Dimension hat, weigerte sich die „Tagesschau“ sogar gänzlich, über den Fall zu berichten. Die ARD erklärte vielmehr, die Sache sei von „regionaler Bedeutung“. Kurzum: Der amtliche Teil der öffentlichen Kommunikation reagiert mit politisch korrekter Tabuisierung – und macht damit selbst erst aus einem traurigen Kriminalfall ein brisantes Politikum.

Seit dem Wochenende glühen jedenfalls die politischen Foren im Internet. Insbesondere die Reaktion der „Tagesschau“-Redaktion löst eine Welle der digitalen Empörung aus. Wie im Fall der Silvesterübergriffe entsteht mit der offiziellen Beschwichtigungskommunikation der Nährboden für Misstrauen und Manipulationsvermutungen. Merke: Wer eine politische Debatte, die noch gar nicht begonnen hat, schon mundtot machen will, der entfacht sie erst.

Die Sorge um ein importiertes Kriminalitätsproblem

Der Fall Maria befeuert vor allem die Sorge, dass Deutschland mit der Massenzuwanderung zugleich ein großes Kriminalitätsproblem importiert hat. Die Zunahme von gewaltsamen Übergriffen vieler Arten sind – da gleichen sich die Polizeiberichte aller Bundesländer – leider keine „Einzelfälle“. Sie verändern vielmehr das Alltagsleben in Deutschland spürbar – vom sommerlichen Schwimmbadbesuch bis zur abendlichen S-Bahn-Fahrt. Der „Spiegel“ berichtet aus Freiburg: „Seit Wochen verkaufen die Waffengeschäfte der Stadt kistenweise Pfefferspray, Mädchen werden zur Schule gebracht, statt wie früher mit dem Bus zu fahren. Die Frauen, die überhaupt noch joggen gehen, tun das oft mit einer App, die einer Vertrauensperson in regelmäßigen Abständen signalisiert, dass alles in Ordnung ist.“

Und weiter melden die „Spiegel“-Reporter: „Tatsächlich gab es in Freiburg in den vergangenen Wochen und Monaten eine Häufung an Gewalttaten: Ende September wird ein 13-jähriges Mädchen von minderjährigen Jugendlichen missbraucht. Zwei der drei Verdächtigen haben einen Migrationshintergrund. Mitte Oktober wird ein Mann aus dem Obdachlosenmilieu von zwei Nichtdeutschen so schwer geschlagen, dass er kurz darauf seinen Verletzungen erliegt. Ende Oktober werden zwei Frauen unweit des Hauptbahnhofs sexuell belästigt und retten sich in eine Polizeiwache. Die Verdächtigen stammen aus Gambia. Anfang November verletzt ein Afghane einen anderen schwer mit Messerstichen. Mitte November tötet ein georgischer Mann seinen Neffen mit Messerstichen.“

Merkels Diktum „Deutschland wird Deutschland bleiben, mit allem was uns lieb und teuer ist“ wird damit im Alltag der Menschen und ihrem erschütterten Sicherheitsgefühl widerlegt. Und Sigmar Gabriels Reaktion auf Freiburg (es müsse vor „Hetze“ von Rechts und vor „Verschwörungspropaganda“ gewarnt werden) klingt eher wie pädagogischer Exorzismus als nach ernsthafter Problembewältigung.

Die Stimmung gegenüber Merkel kippt schon wieder

Die Debatte um den Fall Maria trifft die Kanzlerin just in dem Moment, da ihr innenpolitisches Abgleiten in den Umfragen beendet schien. Ihre nochmalige Kandidatur hat Solidaritätsreflexe ausgelöst und die grimmige Migrationsdebatte schien weniger aggressiv, auch weil es seit einigen Wochen keine Terrorattacken von Islamisten mehr gegeben hat. Plötzlich sammelte sie wieder Sympathiepunkte, und es wurde wieder über eine schwarz-grüne Perspektive für 2017 gesprochen. Nun aber zerstört der Fall Maria diese politische Stimmung – ausgerechnet kurz vor Merkels Krönungsparteitag ist die Zuwanderungsdebatte wieder da. Sie gipfelt in dem Leitartikelzitat der „Welt“: „Wären die Grenzen im September 2015 geschlossen geblieben, würde die Medizinstudentin aus Freiburg noch leben.“

Verstärkt wird die Nachwirkung des Falles auch durch die besondere Tragik und die Zufälligkeiten – vom Namen des Opfers bis zur Minderjährigkeit des Täters. Es traf ausgerechnet eine junge Frau, die für Flüchtlinge engagiert und im Studentenverein „Weitblick“ aktiv war. In der Traueranzeige baten die Eltern sogar um Spenden für Weitblick Freiburg e. V., jenem Verein, der mit Spendengeldern Bibliotheken für Flüchtlinge einrichtet. Die „Welt“ schreibt: „Der Mord von Freiburg stellt nun eine kaum zu ertragende Zuspitzung dar. Der Hilfsbedürftige mordet den Helfer. Eine junge Frau, die das Beste, was diese Gesellschaft zu bieten hat, in sich vereint: Nächstenliebe, Bildung, Gemeinsinn, wurde zum Opfer ihrer Hilfsbereitschaft. Sie wurde getötet von dem, der sein Überleben ihrer Hilfe zu verdanken hat. Sie bezahlte ihre Nächstenliebe mit dem Leben.“

Und schließlich findet die Tat ausgerechnet in Freiburg statt, dem schwarz-grünen Vorzeige-Idyll der Nation – einem Laborversuch für das, was Angela Merkel und Katrin Göring-Eckardt sich ab 2017 auch für ganz Deutschland gut vorstellen wollen. Die Verkörperung dieser politischen Linie heißt Dieter Salomon und ist seit mehr als 14 Jahren Freiburger Oberbürgermeister. Salomon ist eine Art Kretschmann in jung. Ein post-ideologischer Vorzeige-Grüner, gebildet, umsichtig, weltläufig – in Australien geboren, in Frankreich unterwegs, ein promovierter Politologe. Salomon war der erste grüne Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt überhaupt. Und er regiert wie Kretschmann mit einer guten Portion bürgerlicher Eigenvernunft. Er legt sich schon mal mit streikenden Gewerkschafterinnen an wie ein CDUler alten Schlags, er setzt auf Alkoholverbote wie ein konservativer Pietist, verteidigt Polizeieinsätze gegen Demonstranten wie ein CSU-Innenminister und kann die Privatisierung von Wohnungsbaugesellschaften fallweise für gut halten wie ein Liberaler.

Eine pragmatische Generation von grünen Politikern

Salomon kommt – ähnlich wie sein Amtskollege aus Tübingen, der grüne Bürgermeister Boris Palmer – aus einer pragmatischen Generation von grünen Politikern, die eher Helmut Schmidts Leitbild („Wer Visionen hat, sollte besser zum Arzt gehen“) nach nüchterner Vernunft, Maß und Mitte folgen. Dazu gehört bei Palmer wie bei Salomon auch: Nichts verharmlosen, nichts dramatisieren. Und so sagt er zum Fall Maria jetzt im „Spiegel Online“-Interview: „Freiburg hat kein besonderes Problem, wir sind schlicht nicht das süddeutsche Bullerbü, für das wir gerne gehalten werden. Viel Sonnenschein, viele Fahrräder und ein lustiger grüner Bürgermeister, so sehen uns viele im Rest der Republik. Aber Freiburg ist eine mittelgroße deutsche Großstadt mit 230.000 Einwohnern und echten Problemen. Seit 15 Jahren führen wir die Kriminalitätsstatistiken an und haben noch immer viel zu wenig Polizei.“

Schon im Januar 2016 erklärte Salomon im Zusammenhang mit den Übergriffen der Silvesternacht gegenüber der FAZ: „Es ist eine harte Linie gefragt. Unsere Rolle muss es sein, die Polizei zu stärken, so dass das Sicherheitsgefühl auf den Straßen zunimmt und die Polizei mehr Präsenz zeigen kann.“ Er warnt natürlich vor ungerechter Pauschalverurteilung von Migranten, aber er spricht eben auch die Kehrseite der Wahrheit an: „Wir müssen bei der Integration auf unsere Werte pochen.“ Offen und klar, und ohne jenen volkspädagogischen Reflex der politisch Korrekten. Die Folge – die AfD erreichte in Palmers Tübingen wie in Salomons Freiburg bei den diesjährigen Landtagswahlen nicht einmal halb so viel Zustimmung wie im Rest des Landes. Der grüne Salomon-Palmer-Weg ist das Gegenteil dessen, was die „Tagesschau“ gemacht hat.

Dieser Beitrag erschien zuerst aufThe European.

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Bei Maischberger wird der Tod einer „Biodeutschen“ durch die Hand eines 17-jährigen Asylsuchenden diskutiert. Nein, Frau Merkel ist nicht schuld. Sie hat nicht den Mörder hereingelassen, sondern syrische Akademikerfamilien. Wie Statistiken irreführen.
Bei Maischberger wird der Tod einer „Biodeutschen“ durch die Hand eines 17-jährigen Asylsuchenden diskutiert. Nein, Frau Merkel ist nicht schuld. Sie hat nicht den Mörder hereingelassen, sondern syrische Akademikerfamilien. Wie Statistiken irreführen.

Tatsächlich scheint doch irgendwann dieser point of no return erreicht, der Moment, wo man einfach keine Lust mehr hat aufzuschreiben, was man hört, weil das, was erzählt wird, der einhundertste Durchgang des immer selben Vortrages ist, den man doch schon in den vergangenen zwölf Monaten analysiert und seziert hat mit dem in den allermeisten Fällen immer gleichen Ergebnis: Die Fakten laufen vor der Willenserklärung davon.

Vom Gutmensch zum Gutmeiner

Eine erste Erkenntnis: Die so geschmähten Gutmenschen sind in Wahrheit Gutmeiner. Sie meinen es immer nur gut. Alle haben es ja nur gut gemeint. Von der gut meinenden Kanzlerin über die Gäste bei Maischberger bis hin zu irgendeinem Paul und seiner Paula von nebenan, die sich so herzzerreißend in der Asylantenhilfe engagieren und doch immer nur weiter mit diesem Grummeln im Bauch herumlaufen, weil es täglich schwerer fällt, schön zu reden, was sich im realen Leben oft so kaltrealistisch unschön anfühlt.

Maischberger sieht man es auch schon an. Abgespannt. Offensichtlich gar nicht mehr so überzeugt von ihrer Mission, wie noch im letzten Dutzend ihrer Sendungen zuvor. Immer öfter schon selbst intervenierend, wenn ihre Gäste nicht schnell genug ans gesteckte Ziel kommen mögen. Gut, auch das kann am neuen HD-TV liegen, der kaum eine neue Falte verschweigt im Glattgebügelten, aber am Eindruck ändert das ja nichts.

Biodeutsche – der neue Rassismus

Worum gings? Um die Steigerung von Köln, um den Freiburger Mord an einer „Biodeutschen“, wie Gesine Schwan alle Nicht-Ausländer oder Migranten nennt, begangen von einem 17-Jährigen Asylbewerber, der wohl schon ein Jahr hier in Deutschland weilt. Redaktionelles Ziel des Abends, die Empörung in der Bevölkerung in die richtigen Kanäle zu lenken: gegen sich selbst, na klar, gegen das Schwan’sche Biodeutsche. Was für eine böse Frau das eigentlich ist. Wer in so einem Alter so selbstgefällig mit dem Herausforderungen der Zukunft umgeht, Herausforderungen, die nicht mehr die eigenen sein werden, der wirkt einfach unsympathisch, besserwisserisch, belehrend, der nervt nur noch in x-ter Wiederholung. Biodeutscher – das ist ein neuer Rassismus, weil er ein biologische Prägung vorgibt, die es halt nicht gibt. Aber Rassisten sind eben immer nur die anderen.

Und wenn die Redaktion von Maischberger dann auch noch mit Hintersinn einen Ranga Yogeshwar auf ein viel zu enges Sofa neben eine Alice Weidel von der AfD setzt, dann kann einem die großäugige Rechte schon leid tun, wer möchte so zu Tode gelächelt werden, noch dazu auf wenigen Zentimetern Abstand und immer der Dame zugewandt, dass man hier schon den Straftatbestand ahnen möchte, aber Weidel könnte ja einfach aufstehen, tut sie aber nicht. Stattdessen stellt sie die These auf, das Angela Merkel in Freiburg mitgemordet hätte, weil sie ja die Ausländer alle rein gelassen hat. Ja, das ist dann eine ähnliche Logik wie die, dass wir diesem mythischen Riesenkometen die Schuld dafür geben könnten, dass wir heute kein frisches Dinosauriersteak mehr zu essen bekommen. Der Komet hat nun mal eingeschlagen.

Noch dabei neben Schwan, Yogeshwar und Weidel sind der Tübinger Grüne Boris Palmer und Paul Ziemiak, Vorsitzender der Jungen Union. Ersterer ist mittlerweile ein weiteres Brückenglied in seiner Partei hin zu einer Annäherung an eine 2017er Koalition mit der Union, der zweite ist Teil dieser Union, was es aber auch nicht besser macht, wenn man irgendwo zwischen Essener Parteitagsentscheidungen und diesem inneren Kanzlerinnen-Veto gefangen bleibt.

Und immer wieder die Statistik, die keine ist

Und dann wird die Leiermühle auch schon angeschoben: Ausländer seien nicht krimineller als Bio-Deutsche. Asylsuchende sind im selben Maße mehr oder weniger straffällig, weiß der, der versucht seine Nachbarin in Grund und Boden zu lächeln, die wahrscheinlich sanfteste massive Belästigung der deutschen Fernsehgeschichte noch vor Florian Silbereisen am Wochenende.

Ausgerechnet ein Braunschweiger wird dann noch als Beleg gebracht, dafür, dass es keine höhere Kriminalität unter denen gibt, von denen eine nicht geringe Zahl vor Krieg, Folter und Verfolgung geflüchtet sind. Nun bin ich auch Braunschweiger, wie käme ich dazu, unserem viel gelobten Kripo-Chef Ulf Küch in die Parade zu fahren? Da bin ich nibelungentreu, wenn es um meine Geburtsstadt geht, aber es nervt schon sehr, wenn man im Nachbarn dann ebenfalls einen Gutmeiner erkennt, der mit dehnbaren Statistiken wedelt, anstatt einfach mal seine Leute zu befragen, wie es denn wirklich aussah und aussieht auf der Straße. Die würden doch auf Befragungen basieren? Wie immer wird unterschlagen, dass seit einem Erlass des Bundesinnenministers seit 2009 die ethnische Herkunft von Tätern nur noch in Einzelfällen zugelassen wird. Die Statistik zeigt keine ethnischen Täter, also gibt es sie nicht, stöhnt der Gutmeiner. Wenn ich mir die Hand vor die Augen halte, dann sehe ich nichts und dann ist da nichts. Wir sind längst wie Kinder. Das Entsetzliche verschwindet, wenn wir nur die Augen fest genug zudrücken.

Immer weiter gutmeinen

Merkwürdig. Denn da zeichnet sich ein ganz anderes Bild. Eines, das wir hier bei Tichys Einblick im letzten Jahr oft genug gespiegelt haben. Das in Teilen sogar beim CDU-Parteitag in Essen angekommen zu sein scheint, aber eben immer noch nicht bei Sandra Maischberger. Da wird weiter tapfer gut gemeint. Also wiederholen wir es mal am Beispiel Braunschweigs noch ein letztes Mal. Wiederholen, was wir täglich hören, erzählt bekommen, erlebt haben und noch erleben im Rahmen der so genannten Flüchtlingskrise. So berichtete der Verkäufer bei Aldi eben, dass man Diebstähle nicht mehr zur Anzeige bringen würde, der Aufwand wäre zu groß. Taucht dann nicht mehr auf in den Statistiken. Ebenso wenig übrigens, wie Hunderttausende aus dem Familiennachzug, die einfach nirgends registriert werden, wie ein Kollege ebenfalls hier bei Tichy herausgefunden hat.

Und klar, Herr Yogeshwar findet das Aldi-Geklaue auch völlig ok, denn hier wäre ja nicht die Herkunft der Grund für allzu lange Finger, sondern Armut. Was für eine Unverschämtheit, so als wäre Armut automatisch ein Indiz für Kriminalität. Dafür gibt es dann natürlich auch Statistiken, die das belegen können, aber die hat er wohl gerade nicht dabei und der Zuschauer vor dem Fernseher erinnert sich indes vielleicht gerade an die neusten Fälle von Wirtschaftskriminalität, an die Finanzkrise, an Dieselgate und an all diese gigantischen Betrügereien begangen aus – ähm – Armut der Eliten …

Nein, es ist eine geistige Armut, eine elitäre Asozialität, welche die Hand ausstreckt nach dem Vermögen der Bevölkerung. Ihr habt kein Brot? Dann klauen wir euch den Kuchen!

Aber zurück in meine Heimatstadt und von Aldi hin zu den Statistiken, die überhaupt nicht mehr geführt werden, hin zu dem Gespräch mit der Reinigungskraft der Asylkaserne, die über Zustände berichtet, die Gesine Schwans gut gemeinte Ätzarroganz mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht unbeschadet überstehen würde. Wer möchte das hören, dass Schwarzafrikaner ihre Duschen zu Toiletten umfunktionieren, einfach, weil es ja eine arme nichtkriminelle Biodeutsche am Ende des Tages für einen Hungerlohn wieder wegmacht?

Kommen wir zum Kollegen mit Hund, den ich auf der Hunderunde treffe, der diese ganzen Krankenwageneinsätze koordinierte, der die Einsatzprotokolle zu lesen bekam und unter vorgehaltener Hand von Fahrten zu berichten wusste, die niemand bei Maischberger so genau erzählt bekommen möchte. Ja, es fühlt sich auf der Straße, da wo es passiert, deutlich anders an. Das haben auch die immer wieder zitierten hunderte von Frauen erfahren, die in Köln Silvester feierten, auch der Vorfall kommt bei Maischberger zur Sprache.

Und es fühlt sich bei Maischberger dann wieder so an wie bei Augstein auf Twitter: Es war doch alles nur Gegrabsche!

Es war doch alles nur Gegrabsche

Alles nur gut gemeint. Und diese so wunderschöne Willkommenskultur sei ja auch da gewesen! Man hätte doch winkend an den Bahnhöfen gestanden und helfen wollen, da wären doch die Familien im Fernsehen interviewt worden im besten Englisch. Akademikerfamilien aus Damaskus, die wir hier doch so dringend gebraucht hätten!

Nein, junge kriminelle Männer, Analphabeten wurden nicht interviewt, wie auch, wenn der Übersetzer gerade Dringenderes zu tun hat, und diese exotischen Familien sind ja sowieso TV-kompatibler. Warum wir Ihnen das hier wieder und wieder erzählen? Weil es unsere leidige Aufgabe bleibt, diesem ewig grüßenden Murmeltierschwachsinn immer wieder etwas entgegenzusetzen, einfach um klar zu stellen, dass wir noch da sind. Dass wir aufpassen und weiter zuschauen, auch wenn es manches Mal so entsetzlich schwer fällt. Und Maischberger dafür keinen Platz hat.

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