Erster Weltkrieg und die Kunst – Wann wurde Malerei politisch?

Artefakte

Kunst war schon immer politisch – sei es durch den Künstler selbst, oder durch seinen Auftraggeber. Aber die offene Kritik an ein System wagten erst die Avantgardisten des frühen 20. Jahrhunderts. Wenn auch bei Menzels Industriewerken, den Abbildern  des russischen Lebens und die Genrebilder vom 17. bis 19. Jahrhunderts immer wieder Armut und Verelendung zeigten, erst die Expressionisten verdeutlichten ihre Ablehnung und ihren Spott auf eine herrschende Kaste, und das schon vor dem Ersten Weltkrieg. (Von Daniel Thalheim)

Otto Dix‘ Kriegstriptychon versinnbildlicht wohl am deutlichsten den Schrecken des Kriegs. Moder, Tod, Feuchtigkeit und Düsternis erhebt er zu einer antireligiösen Form, die sich aber deren Vorbilder bedient. Nichts ist vom Hurraschrei der Auguststimmung 1914 zu vernehmen. Der Krieg hat seinen romantischen Glanz verloren, den auch Küsntler wie August Macke, Franz Marc, Emil Nolde, Franz Lehmbruck und viele andere Maler erlegen waren und zum Teil zum Opfer fielen. Max Beckmann…

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