Der deutsche rot-grüne Biedermann und die islamofaschistischen Brandstifter

 

 

Jeder, der das Stück „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch liest, schüttelt den Kopf und denkt, je nach persönlicher Sprachgewohnheit: „Wie kann man nur so blöd/so naiv sein!“ Und genau das mag auch mancher Zeitgenosse denken, der den Aufstieg Hitlers und der NSDAP in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts nachzuvollziehen versucht. Genau wie die beiden Brandstifter Schmitz und Eisenring hat auch Hitler aus seinen Absichten keinen Hehl gemacht. Doch „die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Komischerweise. Das glaubt niemand“ (Eisenring).

Was das jetzt soll? Nun, genau das passiert seit Jahren in Deutschland und Europa mit der Ausdehnung des Islam, kurzerhand als „Islamisierung“ bezeichnet. In der „wirklichkeitsleeren Welt der Politiker“ (Jürgen Leinemann) findet diese natürlich nicht statt, sondern ist lediglich die Kopfgeburt überdrehter „Panikmacher“ (Patrick Bahners), wie Broder, Kelek und anderer.

Güner Yasemin Balcı, die engagierte Journalistin, Autorin und frühere Sozialarbeiterin in Berlin-Neukölln, hat gerade in einem „Welt“-Interview zum wiederholen Mal auf das „rückwärtsgewandte, extrem konservative Religionsverständnis der gängigen Islamverbände in Deutschland“ hingewiesen. Doch warum sollte ein Mann wie Aiman Mazyek diese Haltung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) ändern, wo er doch am 13. Januar 2015 bei der „Mahnwache“ vor dem Brandenburger Tor vom deutschen Staatsoberhaupt vor aller Welt umarmt wurde und anschließend untergehakt zwischen dem Bundespräsidenten und der Bundeskanzlerin stand. Mehr Anerkennung durch Angela Merkel genießen allenfalls noch die Mitglieder der deutschen Fußballnationalmannschaft.

Schauen wir uns die Position der „gängigen Islamverbände“ näher an, wie sie in der Geschäftsordnung des Koordinierungsrats der Muslime in Deutschland (KRM) vom 28. März 2007 zum Ausdruck kommt. In § 1 Absatz 4 bekennt sich der Koordinierungsrat zwar zur „freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland“. Doch schon im nächsten Absatz heißt es:

„Koran und Sunna des Propheten Mohammed bilden die Grundlagen des Koordinierungsrats. Dieser Grundsatz darf auch durch Änderungen dieser Geschäftsordnung nicht aufgegeben oder verändert werden.“ Dieser zweite Satz erinnert stark an die „Ewigkeitsgarantie“ in Artikel 79 Absatz 3 des Grundgesetzes (GG), wonach eine Änderung des Grundgesetzes unzulässig ist, durch die dessen tragende Grundsätze (Föderalismus, Menschenwürde, Demokratie, Sozialstaat, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit sowie das Widerstandsrecht) berührt würden. Diese Parallelität beruht offenbar auf dem gleichen Kalkül wie die Wahl des deutschen Nationalfeiertages am 3. Oktober zum „Tag der offenen Moschee“.

Die Erklärung von Koran und Sunna zu den unveränderlichen Grundlagen des KRM und damit aller von ihm vertretenen Muslime in Deutschland wirft Fragen auf, die weder die Innenminister (Schäuble, Friedrich, de Maizière) in der Deutschen Islamkonferenz (DIK) noch Bundespräsident Wulff („Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“) noch Bundeskanzlerin Merkel (die den Wulff-Satz beim Besuch des damaligen türkischen Premiers Ahmet Davutoğlu bekräftigte) den Verbänden je gestellt haben.

10 Fragen, die gestellt und beantwortet werden müssen

Frage 1: Sieht der KRM im Koran das unmittelbar geoffenbarte Wort Allahs mit der Folge, dass jede Kritik an einer Sure todeswürdige Gotteslästerung ist (in Nr. 3 der Charta des ZMD von 2002 wird der Koran „als unverfälschtes Wort Gottes“ bezeichnet)? Oder ist der Koran das von Menschen niedergeschriebene Wort Gottes, das eine Auslegung aus dem historischen Kontext erfordert? Letzteres vertritt beispielsweise das Muslimische Forum Deutschland (MFD, in Nr. 3 seiner Berliner Thesen , zu dessen Gründungsmitgliedern Güner Yasemin Balcı gehört.

Frage 2: Steht die Scharia, also die Gesamtheit des islamischen Rechts, wie sie in Koran und Sunna zu Ausdruck kommt, über dem weltlichen Recht? Welche Position hat der KRM zu der Äußerung des früheren Großmufti von Bosnien und Herzegowina Mustafa Cerić, dass die Scharia „ewig, nicht verhandelbar und unendlich“ ist (vergleiche Wikipedia, die Originalfundstelle ist mittlerweile unauffindbar, jedenfalls für mich)?

Frage 3: Das Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung umfasst auch das Bekenntnis zu universellen Menschenrechten, wie sie in der Erklärung der UNO vom 10. Dezember 1948 niedergelegt sind . Warum haben dann die Staaten der Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC, seinerzeit noch Organisation der Islamischen Konferenz) am 5. August 1990 die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam verabschiedet, die alle Menschenrechte unter Schariavorbehalt stellt (vgl. insbesondere Artikel 24 und 25) bzw. wie steht der KRM zu dieser Kairoer Erklärung? In der Charta des ZMD heißt es lediglich (in Nr. 13) „Zwischen den im Koran verankerten, von Gott gewährten Individualrechten und dem Kernbestand der westlichen (sic!) Menschenrechtserklärung besteht kein Widerspruch.“

Frage 4: Nach Nr. 8 der islamischen Charta des ZMD „ist der Islam Glaube, Ethik, soziale Ordnung und Lebensweise zugleich“. Nach Artikel 4 Absatz 1 GG sind aber nur die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses unverletzlich. Wie grenzen die Verbände den Bereich der geschützten Religionsfreiheit von den übrigen Bereichen ab?

Frage 5: Wie interpretiert der KRM die Suren des Koran, die der Frau ein untergeordnete Stellung in der islamischen Gesellschaft zuweisen (beispielsweise 2, 223; 4, 34)? Über den zuletzt genannt Vers schreibt die gläubige niederländische Muslimin ägyptischer Herkunft Nahed Selim: „Der Schaden, den Vers 4:34 den Frauen überall auf der Welt zugefügt hat, ist nicht zu ermessen“ (Nehmt den Männern den Koran, Seite 66).

Frage 6: Wenn der Islam die Religion des Friedens ist, wie es in Nr. 1 der Charta des ZMD heißt, wie konnte er sich dann innerhalb kurzer Zeit bis nach Spanien (al-Andalus) ausbreiten? War Mohammed Islamist, der die eigene von ihm begründete friedliche Religion missbrauchte?

Frage 7: Wie kann jemand, der nach muslimischen Quellen 43 Morde in Auftrag gegeben hat, „ein schönes Vorbild“ für alle Muslime sein( (Sure 33, 21) und für die Friedfertigkeit dieser Religion stehen?

Frage 8: Nach Nr. 14 der Charta des ZMD anerkennt der Koran religiösen Pluralismus. Wieso hat Mohammed dann verkündet: „Ich wurde angewiesen, die Menschen zu bekämpfen, bis sie bezeugen, dass es keinen Gott außer Gott gibt und Muhammad der Gesandte Gottes ist, bis sie das Gebet verrichten und die gesetzliche Abgabe bezahlen. Kommen sie diesen Forderungen nach, so sind ihr Leben und ihre Habe vor mir sicher. Sie unterstehen dann einzig dem Gesetz des Islams, und Gott wird sie richten.“

Frage 9: Bei der Mahnwache vor dem Brandenburger Tor am 13. Januar 2015 hat der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek sich vom Antisemitismus distanziert und von „unseren Geschwistern in dem jüdischen Supermarkt“ (in Paris) gesprochen. Welche Haltung nehmen Herr Mazyek und die islamischen Verbände dann zu diesem Hadith (Ausspruch) Mohammeds ein: „Ihr werdet die Juden bekämpfen, bis einer von ihnen Zuflucht hinter einem Stein sucht. Und dieser Stein wird rufen: ‚Komm herbei! Dieser Jude hat sich hinter mir versteckt! Töte ihn!'“ Dieses Zitat findet sich übrigens wörtlich in der Hamas-Charta von 1988 wieder (Art. 7 Absatz+ 3).

Frage 10: Wieso werden im Islam alle Nicht-Muslime als Ungläubige bezeichnet: „Die Gläubigen sind nur diejenigen, die an Allah und seinen Gesandten glauben“ (Sure 24, 62)? Schließlich heißt es über die Ungläubigen im Koran (Sure 8,55): „Wahrlich, die schlimmsten der Geschöpfe vor Allah, die auf der Erde laufen, sind jene, die ungläubig sind.“ In anderer Übersetzung: „Siehe, schlimmer als das Vieh sind bei Allah die Ungläubigen.“

Und wenn sich unter den Politikern (beiderlei Geschlechts) niemand findet, der den islamischen Verbänden solche Fragen stellt, was passiert dann in dem viel beschworenen „Dialog der Religionen“? Warum fragt kein Vertreter der beiden christlichen Kirchen oder des Zentralrats der Juden in Deutschland einfach mal nach, was denn Mazyek und seine muslimischen Schwestern und Brüder zu diesen Punkten sagen.

Und die Journalisten der so genannten Qualitätsmedien – haben sie tatsächlich solche Angst, in die Nähe der AfD oder gar – horribile dictu – von Pegida und den Glatzen in Springerstiefeln gerückt zu werden? Alle erklären übereinstimmend und zu Recht, dass die Terroristen es nicht schaffen, unsere freiheitliche „offene Gesellschaft“ (Karl Popper) zu zerstören. Sie übersehen allerdings, dass das gar nicht nötig ist. Vor lauter Angst vor dem Tod, der überall „rechts“ lauert, begehen wir Selbstmord, indem wir das Feld immer mehr den Ideologen des Islam überlassen.

 

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