Populismus: häufig gebraucht – wenig definiert

SciFi

Ein Diskutant im Forum von MANNdat hat etwas getan, was bislang in der ganzen Diskussion um Rechtspopulismus kaum jemand getan hat: Er hat versucht, zu definieren, was Populismus ist. Dies ist insofern bemerkenswert als die öffentliche Debatte (oder, wer’s lieber mag: der öffentliche Diskurs) um Rechtspopulisten und ihre Verantwortung für die Handlungen von Anders Behring Breivig bislang auf der Prämisse geführt wird, dass doch ganz klar sei, was Populismus ist, jeder wisse, was Populismus ist. Aber ist dem wirklich so? Ich habe in einigen wissenschaftlichen Publikationen gestöbert und eine ganze Reihe höchst unterschiedlicher Varianten von „Populismus“ zu Tage befördert.

Vorab, Einigkeit unter Wissenschaftlern besteht darüber, dass Populismus ein „schillerndes Schlagwort“ (Rensemann, 2006, S.59), ein Kampfbegriff (Werz, 2008, S.105) bzw. ein Schimpfwort (Holtmann, Krappidel & Rehse, 2006, S.24) ist, mit dem die Position politischer Gegener diskreditiert wird. Damit endet die Einigkeit und das Problem der Begriffsbestimmung beginnt.

Eine ziemlich „gefährliche“ Definition von Populismus findet sich…

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