Tomo Polic: Konjunktiv, Möglichkeitssinn und Hoffnung im Robert Musils Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ (1930)

Konjunktiv, Möglichkeitssinn und Hoffnung im Robert

   Musils Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ (1930)

von Tomo Polic, 2015

 

 

Inhaltsverzeichnis:

 

 

                    

 

                                                                                                     Seite

  1. Einleitung ………………………………………………… 1

 

  1. Roman als Baustelle – eine Handlung im Konjunktiv …….2
    • Ironie als Konjunktiv-Begleitung ……………………. 4

 

  1. Möglichkeitssinn und Hoffnung …………………………. 4
    • Moderne als Schein und Hoffnung …………………… 4
    • Möglichkeits- und Wirklichkeitssinn ………………… 5
      • Die Idee der bestmöglichen Welt……………… 7
    • Der Mann ohne Eigenschaften und Ernst Blochs

Philosophie der Hoffnung …………………………………. 8

  • (Un-)Vollendet…………………………………………10

 

  1. Schlusswort ………………………………………………….12
  2. Literaturverzeichnis …………………………………………14

 

 

 

 

  

    

  1. Einleitung

 

Robert Musils Roman Der Mann ohne Eigenschaften (1930) wirkt wie eine unerschöpfliche Fundgrube, wie eine literarische Wundertüte in der jeder etwas für sich finden kann. Das Lesen des Romans gleicht dem Betreten des breiten diskursiven Terrains, eines Romantextes voller unterschiedlichsten Überlegungen mit mal radikalen, mal sanft anmutenden und zögerlichen Gedanken. Der Leser verweilt in der lebhaften intellektuellen Abenteuerlandschaft und befindet sich auf einer Reise mit dem nicht sichtbaren und nicht erkennbaren, in die weite Ferne gerücktem Ende. Die Ermittlungen sind, um es mit kriminalistischem Vokabular auszudrucken, in allen Richtungen erlaubt und erwünscht. Der Leser darf sich durchaus als „Mitarbeiter“ des Autors sehen.[1]

 

Der Megaroman hat für Mülder-Bach den „Charakter oder die Eigenschaften einer unerschöpflichen Quelle“[2]. Sie bezeichnet ihn als „ein Gang auf die Grenze der Lesbarkeit“, der mit den Mitteln der „Montage“ und in einer „mikropoetischen Schreibweise“ verfasst sei.[3] Der Text sei einerseits ein „unvergessliches Feuerwerk an Ironie“, aber auch die „Foltermaschine an der Leserschaft“ sowie die „Enzyklopädie des 20. Jahrhunderts“[4]. Die temporalen Angaben – damals, heute, eines Morgens etc. bedeuten nicht viel und geben dem Leser keine Orientierung.[5] Schließlich, so Mülder-Bach, stehe das als unvollendet geltende Hauptwerk Robert Musils „auf einer Augenhöhe“ mit Wissenschaften[6].

 

In meiner Hausarbeit werde ich mich aus der Musils Wundertüte bedienen und mich der Rolle des Konjunktivs im Roman widmen. Denn sehr schnell erkennt man, dass Konjunktiv als stilistisches und formales, und sogar mehr noch, als inhaltliches Mittel betrachtet werden kann –als Mittel des Möglichen. Denn jeder einzelne Satz, jedes einzelne Kapitel und der ganze Roman, „wird vom Prinzip des Conjunctivus potentialis regiert“.[7]

 

Der zweite thematische Punkt, der in der Literatur kaum thematisiert und mit dem ersten eng verbunden ist, wird der Einfluss des Romans auf die Entstehung der Philosophie der Hoffnung Ernst Blochs sein.

 

  1. Roman als Baustelle – eine Handlung im Konjunktiv [8]

 

In seinem 1961 verfassten Text beklagt Albrecht Schöne das Verschwinden des Konjunktivs aus dem alltäglichen Sprachgebrauch und erkennt in dem Sprachphänomen des Konjunktiv-Sterbens und dem Siegeszug des Indikativs „ein Zurücktreten jener Möglichkeiten menschlichen Verhaltens zur Welt, die in eben diesem Modus beschlossen liegen“.[9] Bei Musil ist Konjunktiv noch existierend, mit dem Ergebnis, dass „nach einem Satz Romanhandlung drei Seiten Reflexion“ folgen.[10] Der Handlungssatz wirkt dabei „wie ein eingeschobener Satz“, so Schöne. Der Indikativ des Romangeschehens schrumpft „zu einem Anhaltspunkt zusammen, um den das Gespinst von Konjunktiven sich legt“. Die Funktion des Handlungsträgers wird von Reflexionen übernommen[11]. So könnte man die Reflexionen selbst als Handlung des Romans betrachten, denn in ihrer Kontinuität bilden sie seine „Geschichte“[12]. In die gleiche Richtung geht auch das Urteil von Mülder-Bach: der Romanheld Ulrich führe „ein tatenarmes aber gedankenreiches Romanleben“ und zieht zwischen dem Relevanten und Irrelevanten, zwischen dem Vordergrund und Hintergrund oder zwischen der Haupt-und Nebensache keine klaren Grenzen.[13] Stattdessen sei ein Netz möglicher Relationen abgezeichnet.[14] Ulrich sei unentschlossen, er zweifelt, grübelt und bleibt konsequent „unklar und unentschieden“[15] und er scheint mit dem Erzähler in einer Art symbiotischer, geistiger Bruderschaft zu stehen. Für Schöne sind Ulrich und der Erzähler zumindest „durchaus verwandte Figuren“.[16] Sie zeigen unermüdlich, jeder für sich, dass sie die allgemein geltenden, aber kaum überprüften Meinungen nicht akzeptieren.[17]

 

„Er dachte“ sei das „bezeichnende Tätigkeitswort des Romans“, so Schöne.[18] Wolf bemerkt hingegen, dass die Verben könnte, sollte, müsste die Funktion von Möglichkeitssinn-Verben übernehmen und für das „Existieren im Konjunktiv“ bezeichnend sind.[19] Man kann auch sagen, dass der Möglichkeitssinn dem konjunktivischen Wunsch gleichgesetzt wird.[20]

 

Der Prozess des Sichtbarmachens der modernen Wirklichkeit[21] wird von einer konsequenten Benutzung des Konjunktiv Potentialis unterstützt und begleitet.[22] Musils Roman dient dem Konjunktiv, sozusagen im Gegenzug, als „einer Art Zufluchts- und Pflegestätte dieses missliebig gewordenen Modus“.[23]

 

Es ist amüsant, und bezeichnend für den Roman als Ganzes, wenn der Erzähler von einer Dame und einem Herren berichtet, die durch die Stadt Wien spazieren. Besprochen wird die Möglichkeit, dass sie Arnheim und Ermelinda Tuzzi heißen könnten. Anschließend wird aber gesagt, dass dies aber nicht so sei, denn die Frau Tuzzi befinde sich in dem besagten Moment in Bad Aussee und Dr. Arnheim in Konstantinopel. Sie könnten, versichert der Erzähler, aber trotzdem genauso in Wien sein und gemeinsam durch die Stadt spazieren.[24] Der Konjunktiv begleitet die Gedankengänge, die von Unsicherheiten und Unklarheiten, von Zögern des Erzählers und Musils „besten Freundes“[25] Ulrichs, gefärbt sind. Alles scheint unsicher zu sein. Es wimmelt von Dualismen, Duplikaten, Paaren und Parallelen, Wiederholungen und Spiegelungen.[26] Dies gehört zu den formalen Hauptmerkmalen des Romans.

 

2.1 Ironie als Konjunktiv-Begleitung

 

Die Ironie, als Allzweckwaffe eingesetzt, wird zum anderen, wichtigen Mittel der Auseinandersetzung mit der modernen und durch die neuste Technik veränderten gesellschaftlichen Wirklichkeit. Die Ironie, wie der Autor selbst erklärte, sei dabei „nicht eine Geste der Überlegenheit“, sondern „eine Form des Kampfes.“[27] Es ist eine von ungewöhnlicher Leichtigkeit gekennzeichnete Ironie, die zwar oft messerscharf, aber erstaunlicherweise, nie wirklich boshaft ausfällt. Im Roman sind die unzähligen Sätze zu finden, die zunächst, nach dem ersten Lesen, einen sperrigen, gewollt klugen oder nicht ganz nachvollziehbaren Eindruck erwecken. So lautet die Überschrift des 47. Kapitels Was alle getrennt sind, ist Arnheim in einer Person.[28] Derartig komplexe, ironische und schwerverständliche Formulierung könnte man sicherlich auch bei einer Elfriede Jelinek oder bei einem Heiner Müller finden. Angenommen, Jelinek und Müller hätten den Kapitel mit einer solchen Überschrift geschrieben, wäre sie sehr wahrscheinlich auch nach dem Lesen des Kapitels nichts verständlicher als vorher. Womöglich kämen auch noch viel klügere und kompliziertere, vom Leben und menschlichen Gefühlen weit entfernte, wie getrennte Sätze, hinzu. Bei Musil wird die Aussage aus der Überschrift dagegen auf verständliche literarische Weise beschrieben, untermauert und für den Leser plausibel gemacht. Auch wenn die Gesamtzusammenhänge oft nicht (ganz) erschließbar sind.

 

  1. Möglichkeitssinn und Hoffnung

 

3.1 Moderne als Schein und Hoffnung

 

In Der Mann ohne Eigenschaften beschreibt Musil die unmittelbare Zeit vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges, die Zeit des Aufbruchs in die Moderne. Wien und nicht mehr Berlin ist die Hauptstadt der deutschsprachigen Literatur. In den Großstädten herrscht Hektik, Menschen erkranken an Krankheiten, die Namen wie Newyorkitis oder Neurasthenie tragen. Es erscheint Freuds Traumdeutung (1905), die Sexualität wird zum Thema in der Literatur und in der Kunst. Die Nervosität der Zeit, die Beschleunigung in allen Lebenssituationen, die Massenproduktion, die Erfindungen, wie die des Fahrrads, Autos, und der Straßenbahn, veränderten das Alltags – und das Innenleben der Stadtmenschen. Die schnellen Züge verbanden die Städte miteinander, die Entfernungen verkürzten sich, plötzlich und in extremer Weise. Die Ergebnisse des unerwarteten und mehr oder weniger aus der menschlichen Kontrolle geratenen, technischen Modernisierungs- und Entwicklungsprozesses, werden von Musils „essayistischen Erzähler“ sichtbar gemacht.[29] Der Mensch fühlt sich, trotzdem und mehr denn je, wie alleiniger Herrscher der Erde, der Natur und des Universums und Herr über sich selbst. Eine der Folgen der Selbstüberschätzung ist das Aufkommen der Weltuntergangsstimmung, die begeistert zelebriert wird. Marinetti veröffentlicht sein Futuristisches Manifest (1909). Die Futuristen als moderne Romantiker und geistige Wegbereiter des italienischen Faschismus[30] wollen ihre Todessehnsüchte mit der Hilfe der unfassbaren, neusten Technik befriedigen, mancher fand jedoch ganz und gar altmodisch und vormodern den Tod, so z.B. fiel Boccioni im August 1916 bei einer Übung seines Artillerieregiments vom Pferd und erlag seinen Verletzungen. Wie Freud in seiner Psychoanalyse, stellt auch der scheinbar trotzig verlangsamte Musils Erzähler den vermeintlichen, von sich überzeugten, stolzen, neoromantischen Herrscher infrage. Er macht langsam, er gönnt sich unzählige Pausen, in denen er philosophiert und gegen den selbsternannten, gottlosen Herrscher sticht.

 

Der Autounfall am Romananfang steht in gewisser Weise stellvertretend für die oben geschilderten gesellschaftlichen Veränderungen, Beschleunigungen, Verwirrungen und Gefahren. Es ist immer der Zufall, der das Leben eines jeden verändert. Andererseits fängt das Leben selbst mit einem Unfall an – mit der Geburt. Am Ende des Lebens steht der definitive Unfall und das einzige tatsächliche Scheitern – der Tod, in dem ein Leben endgültig zufällt. Und dazwischen gibt es immer wieder Unfälle, Vorfälle, Einfälle, auch Anfälle und immer wieder Zufälle. Diese Ereignisse wirken sich auf die Beteiligten aus, aber auch auf Menschen aus dem Umkreis, auf die, die scheinbar nicht involviert sind. Die Überschrift des ersten Kapitel will aber nichts wirklich Spanendes versprechen: Worauf bemerkenswerterweise nichts hervorgeht.[31]

 

3.2 Möglichkeits- und Wirklichkeitssinn

 

Möglichkeitssinn ist eine Gabe über die Hauptfigur Ulrich verfügt. Ihm fehlt, wie es Schöne formuliert, die „Entschiedenheit des Täters“. Statt „ ich kann“, „es lässt sich“, „Agathe wird“ sagt er lieber „ich könnte“, „es ließe sich“, „Agathe würde“.[32] Heute sagt das Mensch[33] dafür: „keine Ahnung“.

 

Auch der Erzähler setzt sich für die Existenzberechtigung des Möglichkeitssinns ein:

 

Wenn es aber Wirklichkeitssinn gibt, und niemand wird bezweifeln, dass er seine Daseinberechtigung hat, dann muß es auch etwas geben, dass man Möglichkeitssinn nennen kann.[34] (…) Wer ihn (den Möglichkeitssinn) besitzt, sagt beispielsweise nicht: Hier ist dies oder das geschehen, wird geschehen, muß geschehen; sondern er erfindet: Hier könnte, sollte oder müsste geschehen; und wenn man ihm von irgend etwas erklärt, dass es so sei, wie es sei, dann denkt er: Nun es könnte wahrscheinlich auch anders sein. So ließe sich der Möglichkeitssinn geradezu als die Fähigkeit definieren, alles, was ebenso gut sein könnte, zu denken und das, was ist, nicht wichtiger zu nehmen als das, was nicht ist. [35]

 

Der Erzähler unterscheidet zwischen den Wirklichkeitsmenschen, die (nur) den Wirklichkeitssinn besitzen und den anderen, die auch einen Möglichkeitssinn haben. Dabei sei der Sinn für die mögliche Wirklichkeit, ein besonderer Wirklichkeitssinn.[36] Es wird auf den Unterschied hingewiesen, der einen romantischen Realitätsverweigerer von einem, zwar verlangsamten aber für die Möglichkeiten offenen Menschen, trennt:

 

Ein solcher Mann ist aber keineswegs eine sehr eindeutige Angelegenheit. Da seine Ideen, soweit sie nicht müßige Hirngespinste bedeuten, nichts als noch nicht geborene Wirklichkeiten sind, hat natürlich auch er Wirklichkeitssinn; aber es ist ein Sinn für die mögliche Wirklichkeit und kommt viel langsamer ans Ziel als der den meisten Menschen eignende Sinn für ihre wirklichen Möglichkeiten.[37]

 

Die Langsamkeit steht dabei in der direkten Opposition mit der modernen, beschleunigten Welt, sowie der Begeisterung die beinah alle Zeitgenossen erfasste. Der Erzähler führt die Differenzierung metaphorisch fort:

 

Ein Mann mit gewöhnlichem Wirklichkeitssinn gleich einem Fisch, der nach der Angel schnappt und die Schnur nicht sieht, während der Mann mit jenem Wirklichkeitssinn, den man auch Möglichkeitssinn nennen kann, eine Schnur durchs Wasser zieht und keine Ahnung hat, ob ein Köder daran sitzt.[38]

 

Die zwei grundunterschiedlichen Menschentypen bekamen also in diesem Beispiel zwei unterschiedliche Rollen. Während der „Mann mit gewöhnlichen Wirklichkeitssinn“ nichts außer seines Zieles sieht, und die Gefahren die ihn in die Position des Objekts, des Opfers bringen könnten ignoriert, ist der Möglichkeitsmensch der eigentlich handelnde, auch wenn er nicht einmal weiß ob er etwas fangen, an-fangen, oder was er genau den anderen „anbieten“, könnte. Er hat es aber selbst in der Hand, hat damit eine Handhabe und kann deswegen be-greifen, während der erste nur ein „Konsument“, ein „user“ ist. Und ein „user“ ist auch ein „looser“. Musils Möglichkeitsmensch pflegt die „offensive Haltung gegenüber der Wirklichkeit, die das Gegebene als Postulat begreift“.[39] Der Möglichkeitssinn, so Wolf, sei nicht „nur eine romaneske Erfindung, sondern liegt in der Wirklichkeit selbst begründet und muss dort nur aufgedeckt bzw. aktiviert werden“.[40]

 

3.2.1 Die Idee der bestmöglichen Welt

 

Ulrich schrieb in seinem Schulaufsatz, dass Gott ein Schöpfer sei, der die von ihm gemachte Welt, als eine die „ebensogut anders“ sein könnte, betrachtet.[41] Also, auch Gott ist hier scheinbar vom Zaudern befallen, wie Vogl es formuliert.[42] Das Missgeschick Gottes bedeutet nichts anderes, als dass die Möglichkeiten in den „noch nicht erwachten Absichten Gottes“ jederzeit Realität werden können. Die „Absichten“ könnten die „Narren und Idealisten“ verwirklichen, wenn sie die Wirklichkeit nicht scheuen, sondern sie als Aufgabe und Erfindung behandeln.[43] Gott wähle nicht die Beste aller Möglichkeiten, sondern nur eine von vielen. Ulrichs und fragt sich skeptisch, ob Gott „überhaupt da gewesen war“. Vielleicht solle er erst kommen.[44] In dem Fall sei in der Tat alles veränderbar. Wenn unsere Welt nicht die bestmögliche ist und wenn man die unverwirklichten Möglichkeiten aus der Gottbezogenheit befreit und in die Macht- und Aufgabenbereich der Menschen versetzt, dann schienen die unverwirklichten Möglichkeiten aus dem „Nicht“ ins „Noch nicht“ zu rücken.[45]

 

Albrecht Schöne schildert die neuere Geschichte der Idee der bestmöglichen Welt, in Bezug auf Kunst. So wird das Kunstwerk für Gottsched nur durch die Nachahmung der vollkommenen Natur vollkommen. Die Fabel, die er als wichtigste Form der Naturnachahmung durch die Poesie verstand, bezeichnet er 1730 als „ein Stücke aus einer andern Welt“.[46] 1740 entwickelte Breitinger, mit der Anlehnung an den Gedanken der schöpferischen Einbildungskraft, die Idee weiter und stellte schließlich fest, dass die Aufgabe der Poeten nicht nur die Nachahmung der wirklichen, von Gott geschaffener Welt, sondern auch die Welten, die möglich sind, sei. So bekäme der Poet die Rolle eines zweiten Schöpfers, dem unzählige Möglichkeiten des Schöpfens offen sind.[47] Breitinger schreibt noch: „Ich sehe den Poeten an, als einen weisen Schöpfer einer neuen idealistischen Welt oder eines neuen Zusammenhanges der Dinge.“[48]

 

Die Grundlagen für den Musils Gebrauch des Konjunktivs sieht Schöne von den Dichtungstheoretikern der Aufklärung gelegt. Denn sie wollten das Mögliche in die Wirklichkeit „überbringen“.[49] Die neuerschaffene, konjunktivische Welt ist also „nicht an ihr selbst ablesbar, sondern gleichsam erst vom Indikativ der Realität her erkennbar.“[50]

 

3.3 Der Mann ohne Eigenschaften und Ernst Blochs Philosophie der Hoffnung

 

In der Literatur über Musil werden oft die Bezüge zu Nietzsche oder Heidegger in Vordergrund gestellt. Ich werde versuchen, vielleicht auch um den eigenen Möglichkeitssinn unter Beweis zu stellen, auf ein Weiterleben der Idee von der möglichen Wirklichkeit hinzuweisen – auf ein Weiterleben im Werk Ernst Blochs. Zunächst aber ein paar Anmerkungen zu Nietzsche, der als einer der Musils „Vorbilder“ gilt. Nietzsches Philosophie der „Wille zur Macht“ wird, wie es Cathrin Nielsen in ihren „Annäherungen an Nietzsche“ deutlich macht, nur daran fokussiert, die „flüchtige Grenze zwischen dem Noch-nicht und dem Nicht-mehr“ zu erläutern und den „Riss der Gegenwart“ als „wirklich seiend“ zu bezeichnen.[51] So verliere alles was in der Zeit ist ein wirkliches Dasein und wird als Wesen der Wirklichkeit kein Sein, sondern ein „Wirken“, bezeichnet. Man kann die Einsicht Nietzsches als düster, pessimistisch, ja hoffnungslos, beurteilen. Bloch dagegen hofft – in der Anlehnung an Musil. Kann das Mögliche eine andere und eine bessere Welt für den Einzelnen und für die Menschheit in sich tragen und mit sich bringen?

 

In meinem Protokoll habe ich mich mehr auf den Aspekt der Realitätsverweigerung konzentriert, und das mit der Absicht, die Aktualität des Romans zu unterstreichen. Denn Menschen, die sich ungern (und kaum) mit der Realität befassen und viel lieber in die träumerisch- romantische Gefühlswelten hineintauchen gehören heute wie zu der Zeit des Entstehens der Romans zu der Mehrheit. Das romantische Geschöpf und seine „realitätsferne romantische Innerlichkeit“ wird für das Schaffen des Neuen, nicht gebraucht.[52] Die Aufgabe des Möglichkeitsdenkens ist dagegen keinesfalls das Ignorieren der Realität, sondern die Analyse der Realität sowie die Suche nach neuen Lösungen, Zusammenhängen, Konstellationen, den Wegen und neuen Vorbildern, die zeigen, wie man Mensch sein kann und den inneren Menschen erfinden.[53]

 

Im Musils Roman werden die romantischen Sehnsüchte (des Lesers) nach dem Zustand der Vollendung auf der ganzen Linie enttäuscht. Aus der Enttäuschung entsteht die Hoffnung, die Hoffnung auf eine neue, mögliche Welt, die die Vollendung nicht kennt und nicht nach ihr strebt. Ulrich denkt über die Welt nach und will mit seinen Gedanken auf die Wirklichkeit mit einer unverkennbaren schonungslosen Leidenschaftlichkeit einwirken.“[54] Wenn das erwünschte und selbstgegebene Ziel erreicht wird, wird es zum Zwischenergebnis – eine „Partiallösung“.[55] Denn es wird ständig und kontinuierlich nach neuen Möglichkeiten gesucht.

 

Man kann sagen, dass Ernst Bloch die Gedanken und Überlegungen, die bei Musil zu finden sind, verwissenschaftlicht. Während Musil in seinem Roman, offen und mit einem ironischen Blick, der ihm, wie oben erwähnt, einerseits als Kampfmittel, aber auch als Schutzmantel dient, konzipiert Bloch aus der Idee der Möglichkeitsmenschen eine Philosophie der Hoffnung. Er greift die Idee von dem was noch nicht ist, aber wird, auf. Zwischen dem was ist und dem was nicht ist, führt er eine dritte Kategorie ein, dessen was noch-nicht-ist. Aus diesem Grundsatz, aus diesem Impuls entwickelt Bloch seine, heute leider großenteils in die Vergessenheit geratene Philosophie der Hoffnung.

 

Das wiederholende und immer wieder zurückkehrende, das klischeehafte, kitschige und nichtauthentische steht für die menschliche Dummheit, Rituale, Kriege, Gewalt, es ist das alte, unüberlegte, hoffnungslose. Das was noch nicht da ist, und auch noch nicht da war, ist dagegen etwas Neues. Und das Neue bringt auch die Hoffnung mit sich. Das was noch nicht ist, aber noch werden kann stellt Bloch als Keime dar:

 

Solange die Wirklichkeit noch keine vollständig ausdeterminierte geworden ist, solange sie in neuen Keimen wie neuen Räumen der Ausgestaltung noch unabgeschlossene Möglichkeiten besitzt: solange kann von bloß faktischer Wirklichkeit kein absoluter Einspruch gegen Utopie ergehen. Es kann Einspruch gegen schlechte Utopien ergehen, das heißt gegen abstrakt ausschweifende, schlecht vermittelte, jedoch gegen die konkrete Utopie hat in der Prozeßwirklichkeit ein Korrespondierendes: das des vermittelten Novum.[56]

Die Keime bedeuten das neue Leben, das zwar noch nicht da ist, es aber noch werden könnte. Ohne die Keime gibt es auch das Leben nicht. Bloch schreibt:

 

Das Kannsein würde fast nichts bedeuten, wenn es folgenlos bleibe. Folgen hat das Mögliche nur, indem es nicht bloß als formal zulässig oder auch als objektiv vermutbar oder selbst als objektgemäß offen vorkommt, sondern indem es im Wirklichen selber eine zukunfttragende Bestimmtheit ist.[57]

 

3.4 (Un-)Vollendet

In dem Roman Rayuela: Himmel und Hölle (1963) bietet Hulio Cortázar den Lesern zwei Möglichkeiten. Entweder man liest das Buch als den „klassischen Roman“ und hört bei dem 56. Kapitel auf, oder man liest das ganze Buch nach einer speziellen Reihenfolge (am Ende des Kapitels steht die Nummer des nächsten zu lesenden Kapitels). In diesem Fall hat das Buch doppelt so viele Kapitel und kein Ende.

 

Musils Romans wird zwar auf klassischer Weise gelesen, auf die inhaltliche Ordnung wird aber kein Wert gelegt. Im Mittelpunkt steht die Schaffung von unzähligen Möglichkeiten.[58]

 

Musils Roman ist von einem ungewöhnlichen Umfang und ist nicht beendet worden. Zusätzlich hinterließ der Autor unzählige Notizen. Die teilweise essayistische Form verstärkt noch den Eindruck der Unfertigkeit. Bloch schreibt:

 

Kein Ding ließe sich wunschgemäß umarbeiten, wenn die Welt geschlossen, voll fixer, gar vollendeter Tatsachen wäre. (…) Das Wirkliche ist Prozess; dieser ist die weiterverzweigte Vermittlung zwischen Gegenwart, unerledigter Vergangenheit und vor allem: möglicher Zukunft.[59]

 

Man kommt immer wieder nur zum Partial- Ergebnis, dann geht die Reise weiter. So geschieht es auch im Roman.

 

Für Mülder-Bach, für die es im Text um eine „endlose Finalisierung“ handelt, gibt es in der Hinsicht zwei Möglichkeiten: Entweder ist der Roman unvollendet oder ist ihm das Fragmentarische wesentlich, bzw. seine Poetik.[60] Musils Kenner Walter Fanta gibt den „äußeren Umständen“ Schuld, dass der Roman unvollendet geblieben sei,[61] während Schöne schreibt: „Es stellt sich die grundsätzliche Frage nach seiner (des Romans!) Vollendbarkeit, nach der Verwirklichungsaussicht des Möglichen (…)“[62]

 

Mir scheint es, dass vielmehr kaum ein Werk in der Literatur-, Kunst- oder Kulturgeschichte jemals fertig geworden ist. Der Autor oder der Künstler entscheidet selbst wann und warum er sein Werk für fertig erklärt, bzw. wann er die „Arbeiten“ an einem Werk einzustellen möchte und das Werk dann fertig sei. Die Kunstgeschichte bricht sich den Kopf mit der Frage ob beispielsweise die Spätwerke Tizians fertig seien oder nicht. Denn der Mensch kommt mit der Idee des Unfertigen, ähnlich wie mit dem eigenen Tod, nicht klar. Die skeptisch-feindliche Haltung gegenüber dem Unfertigen scheint mir eng verwandt mit der Idee der Unveränderbarkeit der Welt zu sein. Die Welt werde für immer so sein und so bleiben wie sie ist. Und das obwohl die Veränderungen ständig passieren. Joseph Beuys sagte einmal, dass ein Künstler seine Arbeit an einem Kunstwerk erst dann beenden sollte, wenn die imaginäre Grenze des Gewöhnlichen überschritten ist. Denn in dem Moment landet das Werk an einem Ort an dem das Unerklärliche herrsche. Das Kunstwerk, das Unerklärliche ist in diesem Fall etwas Unbekanntes, etwas Neues. Es ist das objektiv Mögliche, das vom Künstler „sichtbar“ gemacht wurde, um es mit Bloch zu sagen.[63] Das Neue, und dazu auch noch unerklärliche, das ist für die meisten Menschen nicht akzeptabel, denn alles soll erklärbar sein. Musil schrieb 1932: „Am liebsten wäre mir, ich würde am Ende einer Seite mitten in einem Satz mit einem Komma aufhören.“[64] Schöne „entdeckt“ die „geistige Verwandtschaft“ zwischen Musils Neigung zu Unfertigen und Prozesshaften und den Ideen des Göttinger Physikers und Begründers des deutschsprachigen Aphorismus Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799). Lichtenberg erläuterte die Unterschiede zwischen dem „großen Genie und dem gemeinen Haufen“ und stellte fest, dass der „gewöhnliche Kopf“ immer der herrschenden Meinung konform sei und den Zustand in dem sich alles jetzt befindet für den einzig möglichen hält. Das große Genie frage sich dagegen immer, könnte dieses nicht falsch sein.[65] Auch Lichtenberg liebte den Konjunktiv und das Spekulative. Er fragte sich wie die Welt aussehen würde, wenn Menschen, nachdem sie 100 Jahre alt geworden sind, in gleichem Rhythmus wieder jünger würden und mit der gewöhnlichen Gefahr, zu sterben, leben müssten. Was wäre das für eine Welt, fragte er sich.[66]

 

  1. Schlusswort

 

Im Musils Roman wird eine Welt kreiert, eine Romanwelt, die offen ist für alles Neue und alles Mögliche. Dabei wird auf jede „Art der Reduktion von Komplexität“ verzichtet. [67]

 

Die Existenz der Möglichkeiten wird auf das Leben des Einzelnen, aber auch auf die Gesellschaft übertragen. Die Utopie, „das Experiment, ein Experiment in dem was wir Leben nennen“[68] bleibt als Hoffnung, auch wenn Musils eigener Glaube an die Utopien immer wieder erschüttert wurde. Musils Worte aus dem Jahr 1932 weisen auf die tiefen Zweifel hin. So seien die Utopien „zu keinem praktikablen Ergebnis gekommen“ und „der andere Zustand“ gäbe „keine Vorschriften für das praktische Leben.“[69]

 

Musil schreibt ironisch, philosophiert, spielt mit Begriffen, Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten, mit Worten und Sätzen, er vermischt, verbirgt, legt offen und verdeckt. Auch die Zeitenebenen werden vermischt und immer wieder die Verdoppelungen, Unklarheiten und Unsicherheiten geschaffen. Das Wahre entpuppt sich als Lüge, das Authentische als Kopie, die das Original jederzeit ersetzen könnte. So entstehen unzählige Wiederanfänge sowie Überlegungen über den Sinn des gesprochenen und geschriebenen Wortes, über die ungeahnte, bzw. unbewusste Bedeutung, die die Art des Sprechens auf das Leben jeden einzelnen Menschen beinhaltet. Das Sprechen im Konjunktiv erlaubt es, die Aussagen, die wahr sind, mit denen die nicht wahr sind, gleichzusetzen, und als gleichwertvoll zu betrachten und zu behandeln.

 

Der Leser im Jahr 2015 lebt in einer Welt, in der Konjunktiv-Sprache allgegenwärtig ist, in den sozialen Medien, an den Schulen und Universitäten. Die klaren, überdachten Aussagen über die realen und eigentlich, für jeden sichtbare Dinge, sind rar geworden. Der politischen Korrektheit ist mit der Hilfe der Gleichmachung, des Relativierens und nicht zuletzt mit der Hilfe des Konjunktivs, ein Sieg über den Wirklichkeitssinn gelungen. Musil beschreibt den Idealisten als einen Menschen, der in einem Verbrecher nicht den Schuldigen sieht, sondern ihn in der bösen und ungerechten „Gesellschaft“ findet.

Die blinden Idealisten, sogenannten Aktivisten (Typus- Don Quijote) arbeiten fleißig, und bereiten mit ihrer Ablehnung der Wirklichkeit manchen völlig unschuldigen Menschen unerwartete, ziemlich reale, oft lebensbedrohliche Probleme.

 

Andererseits bleibt die Möglichkeit, die zwar noch nicht Wirklichkeit ist, trotzdem bestehen. Allein die Umstände hindern sie die Wirklichkeit zu werden. Adolf Frisé, der Herausgeber von Musils Gesamtwerken, sagte: „Alles könnte anders sein“.[70] Das gilt auch für diesen Text.

 

 

  1. Literaturverzeichnis

 

Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung. Kapitel 1-32.Frankfurt /M 1959.

Musil, Robert: Der Mann ohne Eigenschaften. Reinbek bei Hamburg 1980.

Mülder-Bach, Inka: Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Ein Versuch über den Roman. München 2013.

Mülder-Bach, Inka: „„Abreißende Anfänge“. Über Literatur und Unfall“, in: Winfried Menninghaus u. Klaus R. Scherpe (Hg.): Literaturwissenschaft und politische Kultur, Stuttgart/Weimar 1999, S.107-116.

Nielsen, Cathrin: Zeitatomistik und „Wille zur Macht“. Annäherungen an Nietzsche. Tübingen 2014.

Schmid, Hans: Das Tempo des Lebens: Vorsichtige Annäherung an den Futurismus, in: Telepolis, 20.02. 2009 (http://www.heise.de/tp/artikel/29/29767/14.html ,15.06.15)

Schöne, Albrecht: „Zum Gebrauch des Konjunktivs bei Robert Musil“, in: Renate von Heydebrand (Hg.): Robert Musil, Darmstadt 1982, S. 19-53.

Vogl, Joseph: „Methodenlehre“, in: Ders., Über das Zaudern. Zürich/Berlin 2008, S. 57-73.

Wolf, Norbert Christian: Kakanien als Gesellschaftskonstruktion. Robert Musils Sozialanalyse des 20. Jahrhunderts. Köln u.a. 2011, S. 199-208.

 

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[1] Mülder-Bach, Inka: Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Ein Versuch über den Roman. München 2013, S.124.

[2] Mülder-Bach: Robert Musil, S.157.

[3] Mülder-Bach: Robert Musil, S.12.

[4] Mülder-Bach: Robert Musil, S.11.

[5] Mülder-Bach: Robert Musil, S.117.

[6] Mülder-Bach: Robert Musil, S.11.

[7] Schöne, Albrecht: „Zum Gebrauch des Konjunktivs bei Robert Musil“, in: Renate von Heydebrand (Hg.): Robert Musil, Darmstadt 1982, S.27.

[8] Mülder-Bach: Robert Musil, S.12.

[9] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S.19.

[10] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 24.

[11] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 25.

[12] Ebd.

[13] Mülder-Bach: Robert Musil, S.122.

[14] Mülder-Bach: Robert Musil, S.123.

[15] Vogl, Joseph: „Methodenlehre“, in: Ders., Über das Zaudern. Zürich/Berlin 2008, S. 62.

[16] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 27.

[17] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 20.

[18] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 25.

[19] Wolf, Norbert Christian: Kakanien als Gesellschaftskonstruktion. Robert Musils Sozialanalyse des 20. Jahrhunderts. Köln u.a. 2011, S. 200.

[20] Mülder-Bach: Robert Musil, S.68.

[21] Wolf: Kakanien als Gesellschaftskonstruktion, S. 202.

[22] Mülder-Bach: Robert Musil, S.117.

[23] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 19.

[24] Musil, Robert: Der Mann ohne Eigenschaften. Reinbek bei Hamburg 1980, S.10.

[25] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 27.

[26] Mülder-Bach: Robert Musil, S.123.

[27] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 28.

[28] Musil: Der Mann ohne Eigenschaften, S. 188.

[29] Wolf: Kakanien als Gesellschaftskonstruktion, S. 202.

[30] Schmid, Hans: Das Tempo des Lebens: Vorsichtige Annäherung an den Futurismus, in: Telepolis, 20.02. 2009 (http://www.heise.de/tp/artikel/29/29767/14.html ,15.06.15)

[31] Musil: Der Mann ohne Eigenschaften, S. 9.

[32] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 24.

 

[34] Musil: Der Mann ohne Eigenschaften, S. 16.

[35] Ebd.

[36] Musil: Der Mann ohne Eigenschaften, S. 17.

[37] Ebd.

[38] Ebd.

[39] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 25.

[40] Wolf: Kakanien als Gesellschaftskonstruktion, S. 201.

[41] Musil: Der Mann ohne Eigenschaften, S. 19.

[42] Vogl: Methodenlehre, S. 63.

[43] Musil: Der Mann ohne Eigenschaften, S. 16.

[44] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 38.

[45] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 40.

[46] Ebd.

[47] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 41.

[48] Zitiert nach Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 41.

[49] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 42.

[50] Ebd.

[51] Nielsen, Cathrin: Zeitatomistik und „Wille zur Macht“. Annäherungen an Nietzsche. Tübingen 2014, S.11.

 

[52] Wolf: Kakanien als Gesellschaftskonstruktion, S. 202.

[53]Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 38.

[54] Musil: Der Mann ohne Eigenschaften, S. 605.

[55] Musil: Der Mann ohne Eigenschaften, S. 1578.

[56] Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung. Kapitel 1-32.Frankfurt /M 1959, S.226

[57] Bloch: Das Prinzip Hoffnung, S.271.

[58] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 42.

[59] Bloch: Das Prinzip Hoffnung, S. 225.

[60] Mülder-Bach: Robert Musil, S.444.

[61] Ebd.

[62] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 31.

[63] Bloch: Das Prinzip Hoffnung, S. 106.

[64] In: Robert Musil. Leben, Werk, Wirkung, S.336f. Zitiert nach Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 33.

[65] Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs, S. 36.

[66] Ebd.

[67] Mülder-Bach: Robert Musil, S.10.

[68] Musil: Der Mann ohne Eigenschaften, S. 253.

[69] Musil: Der Mann ohne Eigenschaften, S. 1620.

[70] Mülder-Bach: Robert Musil, S.444.

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