Deutsche Diskussionskultur!?

ScienceFiles

Die Diskussionen der letzten Wochen, in deren Zentrum die Frage stand, wo die Grenzen der Meinungsfreiheit, wenn es sie überhaupt gibt, verlaufen, haben eine Reihe zum Teil hitziger Diskussionen in den verschiedensten Blogs unterschiedlichster ideologischer Ausrichtung gesehen. Das Markanteste an diesen Diskussionen, ob in linken oder rechten Blogs geführt, ist nach meiner Ansicht, dass sie schon nach kurzer Zeit zum Austausch emotionaler und affektiv besetzter Inhalte wurden und alle vernünftige Diskussion der offensichtlich befriedigenderen verbalen und unbegründeten Diskreditierung des Gegenüber gewichen ist. Der Gegenüber ist derjenige, der die eigene Meinung nicht teilt. Offensichtlich ungeübt im Kontakt mit Andersdenkenden führt die Konfrontation mit ebensolchen bei denjenigen, die sich im sicheren Hafen eines aus ihrer Sicht ideologisch gleichgeschalteten Blogs wähnen, zu affektiven Abwehrreaktionen wie sie die Behavioristen in den 1930er und 1940er Jahren beschrieben haben. An die Stelle einer sachlichen Auseinandersetzung mit einer Position, die man weder teilt noch „gut findet“, tritt eine emotionale Abwehrreaktion, die alle…

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