Nichts als „schöne“ Worte: Soziale Gerechtigkeit und die sozialdemokratische Funktionärs-Mittelschicht

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Parteipolitik ist in weiten Bereichen ein Sprachspiel, bei dem es, in den Worten von Anthony Downs, darum geht, Ideologien in ansprechender sprachlicher Verpackung und in der Weise, wie man Waschpulver an den economic theory demoKäufer bringt, an Wähler zu verkaufen. Es gewinnt die Partei, der es am besten gelingt, die sprachlich-affektiven Erwartungen von Wählern zu erfüllen (wobei man angesichts der Dominanz, wie sie z.B. die SPD als Medienkonzern über die öffentliche Meinung ausübt, besser davon sprechen sollte, dass Parteien über die von ihnen besetzten Begriffe die Erwartungen erfüllen, die sie zuvor erst erweckt haben). Es geht also nicht um den Inhalt, sondern um die sprachliche Verpackung. Als besonders erfolgreiche Verpackung eines Inhalts, der sich bislang jedem Versuch näherer Bestimmung entzogen hat, hat sich „soziale Gerechtigkeit“ erwiesen. Soziale Gerechtigkeit ist gleich doppelt gut, da sozial und gerecht. Was genau das bedeutet, weiß niemand so richtig, es ist wie bei Winnie-the-Pooh:

When I first…

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