Risse in der Meritokratie: Was wird in deutschen Schulen eigentlich bewertet?

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Die für mich nach wie vor erstaunlichste Reaktion auf „Bringing Boys Back In“ und die in der Nachfolge entstehende Diskussion um die Nachteile von Jungen im deutschen Bildungssystem, besteht darin, dass die Institution „Schule“ und ihre Lehrer, denen eine zentrale Rolle zukommt, wenn es darum geht, die Frage zu beantworten, wie Noten und Bildungstitel verteilt werden, in der offiziellen Diskussion so gut wie nicht vorkommen. Statt dessen wird regelmäßig und monoton wiederholt, in Deutschland herrsche Meritokratie, wer gut sei, habe gute Leistungen und finde sich entsprechend auf weiterführenden Schulen, wer sich dort nicht finde, sei entsprechend nicht gut, dumm, faul oder welche Adjektive auch immer genutzt werden, um den derzeitigen Zustand des deutschen Bildungssystems in den Verantwortungsbereich der davon betroffenen Individuen zu verschieben (z.B.: Faulstich-Wieland, 2009; Meuser, 2009)

Von der Ignoranz deutscher Stellen ungeachtet, ergeben Analysen z.B. auf Basis des PISA-Datensatzes oder weiterführende Untersuchungen der OECD regelmäßig, dass das deutsche…

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