Iksi kaksi kolme neljä – Haavoittunut enkeli

The_Wounded_Angel_-_Hugo_Simberg

Haavoittunut enkeli – The Wounded Angel von Hugo Simberg

 

In Frankfurt hört man diese Tage ungewöhnlich oft finnische Sprache, unverkennbar in ihrer Einmaligkeit des iksi kaksi kolme neljä, vier erste Zahlen, die mir vor mehr als 40 Jahren mein Studienfreund aus Finnland beigebracht hat. Ich schätze an meinem Lieblingsregisseur Aki Kaurismäki seine besondere Empfindsamkeit und Sparsamkeit im Ausdruck, mit denen er Eindrücke erzeugt, wie kaum ein anderer. In Frankfurt am Main findet soeben die jährliche Buchmesse statt, in diesem Jahr mit Schwerpunkt, wie man es sagt, Finnland. Warum es nicht der Hauptpunkt oder Höhepunkt, oder ein anderer Punkt sei, weiß der Joulupukki Korvatunturilta. Und im Kunstmuseum „Die Schirn“ hat die finnische Künstlerin Helene Schjerfbeck eine Einzelausstellung. Neben «Kalevala», Gedichte von Aleksis Kivi oder Eino Leino, Autoren Paavo Haavikko, Eeva-Liisa Manner, Lassi Nummi, Mirkka Rekola, Jouni Inkala und Ilpo Tiihonen – große Namen der finnischen Literatur. Eine von mir sehr geschätzte Literaturkennerin bat mich einen finnischen Krimi, „Kolibri“ von Kati Hiekkapelto zu lesen und ihr meine Meinung über das Buch zu sagen. Das Buch fängt mit seltsamen Wahnvorstellungen eines kleinen Mädchens an. Hiekkapelto schreibt: „In dieser Nacht war das Sandmännchen ein Handlanger der Gestapo. Als es surr, surr zu seiner Runde aufbrach, warf es seine blauen Klamotten in den Wäschekorb und zog einen langen Ledermantel und glänzende Stiefel an, schleppte mich zum Auto und brachte mich weg. An seinem Gürtel steckte eine Schnalle, die sich blitzschnell öffnen ließ. Warum wohl. Ich traute mich nicht einzuschlafen, obwohl die Fahrt ewig dauerte.“ Einige Seiten weiter war jedoch das Sandmännchen kein Gestapo- mehr, sondern ein KGB-Agent: „Ich konnte nicht einfach daliegen und darauf warten, dass der verdammte KGB-Sandmann durch die Tür geschlichen kam und JETZT sagte, und dann taten sie mir was wirklich Schlimmes an.“ Starker Tobak, solche Bilder. Und dann, irgendwie hat es sich in Krimis in letzten Jahren eingebürgert, fängt die Szene damit an, daß jemand joggt: „Kein Laut war aus dem Wald zu hören, der am Rand der Joggingbahn als Weidengebüsch begann. Die Schatten der Äste verwischten in der einsetzenden Dämmerung. Die hellen Joggingschuhe pochten dumpf auf die mit Sägespänen bedeckte Strecke. Die Beine hämmerten über den Boden, ihre starken, trainierten Muskeln arbeiteten effektiv, und das Herz schlug genau im richtigen Takt. Um das zu erkennen, brauchte sie keine Pulsuhr. Sie würde sich niemals eine anschaffen. Sie kannte ihren Körper und wusste, was sie ihm abverlangen konnte. Nach dem ersten Kilometer wich die anfängliche Steifheit, die Beine wurden leichter, und der Atem ging gleichmäßiger, sie fand den genussvollen, lockeren Rhythmus, in dem sie für immer weiterlaufen könnte, bis ans Ende der Welt.“ Liebe Leute, wenn es so anfängt, dann will ich nicht weiterlesen. Gestapo, KGB und dann Joggen – das ist mir einfach zuviel. Ich mag immer etwas Neues über das Leben zu erfahren, aber das Leben ist leise. Laut ist nur die Show, und das Leben ist keine Show. Leider wird schon im Theater nur noch Theater gemacht, im Schauspielhaus in Frankfurt wird nur noch gekrischen und geschrien. Ich nutze also die Zeit und wende mich einem wunderschönem Buch von Bodo Kirchhoff „Verlangen und Melancholie“ zu, das mit den leisen Worten anfängt: „Wann endet ein Leben, wenn das Herz nicht mehr schlägt oder es sinnlos erscheint, dass es noch schlägt?“. Parallel dazu lese ich das leckere „The Circle“: von Dave Eggers.

Take care, so long!

 

Remember: Do X! Don´t do Y!

Protect innocent, respect life, defend art, preserve creativity!

 

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

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Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das Gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Irritationen verhelfen zu weiteren Erkenntnissen, Selbstzufriedenheit führt zur Verblödung.

nivea

Stupidity is demonstrated by people lacking knowledge they could achieve.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice attempt to avoid upsetting fools unwilling to face the truth.

Antisemitism is when one blames Jews or Israel for issues, he does not blame others.

Craziness is, when one always does the same but expects different outcome.

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human.

A man with roots should go for a pedicure.

Self smugness leads to idiocy, being pissed off leads to enlightenment

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