Monatsarchive: September 2014

Die Laudatio beim Aachener Friedenspreis vom 1. September 2014 gehalten von Gabriele Krone-Schmalz

Die Laudatio beim Aachener Friedenspreis vom 1. September 2014 gehalten von Gabriele Krone-Schmalz.

(Diese Rede wurde von keinem  öffentlich-rechtlichem Sender übertragen, der sich von unseren Zwangsgebühren finanziert. Ich komme mir immer mehr wie in einer Diktatur vor, in der wichtige Nachrichten als Kopie von einer Kopie per Hand weitergereicht werden müssen und nur noch alte Männer es wagen, ihre Meinung zu sagen. Wer macht es dann, wenn alte Männer nicht mehr da sind? Anm.JSB)

StrategyInISIS

Preise übergeben zu dürfen ist immer eine freudvolle Sache, „der Ernst des Lebens“ bleibt vor der
Tür, allen ist nach Feiern zumute. Freudvoll ist das hier heute auch und ich freue mich aus vielen
Gründen, über die ich gleich reden möchte, ganz besonders, aber es hat ja keinen Zweck zu verdrängen, dass ausgerechnet 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs der Antikriegstag wichtiger geworden ist denn je.

Und es hat eine bizarre Symbolik, dass die deutsche Regierung in der vergangenen Nacht beschlossen hat, an kurdische Milizen im Nordirak Waffen zu liefern. Der Bundestag, der in dieser Angelegenheit gar nichts zu sagen hat, was ja auch bemerkenswert ist, hat diesen Beschluss mit der erdrückenden Mehrheit einer großen Koalition unterstützt. Heute Morgen im Radio hat eine Kollegin einem Politikwissenschaftler die berechtigte Frage gestellt „Was läuft da schief?“, wenn 70 Prozent der Bevölkerung gegen diese Waffenlieferungen sind, aber die überwältigende Mehrheit des Bundestages, danach sah es ja heute früh schon aus und die Antwort ihres Gesprächspartners lief darauf hinaus, dass wir in Deutschland schließlich keine direkte Demokratie haben und da läuft also nichts schief und, der Hammer kommt ja erst, Abgeordnete und Regierung hätten nun mal gegenüber der Bevölkerung einen Wissensvorsprung, das müsse man akzeptieren. Pardon, ich akzeptiere das nicht und zwar aus einem ganz einfachen Grund, es sind falsche politische Entscheidungen von denjenigen mit dem unterstellten Wissensvorsprung, die uns alle erst in solche Situationen bringen, indem der moralische Druck unerträglich wird und in der Frage gipfelt „Willst Du durch deine pazifistische Gefühlsduselei dazu beitragen, dass unschuldige Menschen weiter abgeschlachtet werden?“. Nein, das will ich ganz und gar nicht und jetzt ist es in der Tat im Grunde unmöglich, das Richtige zu tun. Es ist die klassische Situation einer Tragödie. Man kann sich nicht mehr zwischen richtig und falsch entscheiden. Man kann sich nur noch zwischen falsch und falsch entscheiden, aber es wird Zeit diesen Teufelskreis zu durchbrechen, ob Irak oder Ukraine, falsche politische Entscheidungen des Westens, der mit Siegermentalität durch die Welt trampelt, sind für einen großen Teil der Probleme verantwortlich, die uns jetzt um die Ohren fliegen. Es wird Zeit, dass sich friedliebende Menschen in der Masse mal wieder aufraffen und für dieses kostbare Gut Frieden etwas zu tun. Dazu gehört, sich zu informieren, umfassend zu informieren – so gut das geht – sich zu Wort zu melden, friedlich, gewaltfrei und aufrecht Farbe zu bekennen und sich nicht einschüchtern zu lassen. Und Farbe bekennen ist das Stichwort zu einem der Preisträger: Code Pink. Von Code Pink dürfen wir heute Medea Benjamin, Elsa Rassbach und Tighe Barry hier begrüßen. Sinnigerweise wurde Code Pink an einem 02. Oktober gegründet, 2002 war das, dem Geburtstag von Mahatma Gandhi und zwar von Medea Benjamin und etwa 100 anderen Frauen, die es sich zum Ziel gesetzt hatten, für Frieden und soziale Gerechtigkeit zu kämpfen, mit Worten und Taten. Auslöser war der drohende Irakkrieg, was ja auch eine traurige Aktualität mit Blick darauf hat, was sich zurzeit im Nordirak abspielt und nicht nur da. Die erste große Aktion dauerte vier Monate, eine Mahnwache vor dem Weißen Haus in Washington, aber das war nur der Anfang. Die Code Pink Women, bei der mittlerweile auch Männer zugelassen sind, agieren breit nach dem Nadelstichprinzip. Mittlerweile sind es 250 Gruppen in den USA, auch in anderen Ländern und dadurch dass es so viele sind, gibt es fast täglich Meldungen über neue Aktionen. Code Pink Women finden Sie in Ferguson, wo es zu Unruhen gekommen ist, die an schlimmste Zeiten erinnern, nachdem ein weißer Polizist einen schwarzen Jugendlichen erschossen hat, ermordet, erschossen, in Journalistisch: erschossen. Code Pink Women demonstrieren und protestieren gegen die Verhaftung von Journalisten in Ägypten. Sie melden sich auch immer wieder zu der Katastrophe zu Wort, die sich seit Jahrzehnten im Nahen Osten abspielt und fordern die US Regierung auf, ihre einseitige verbale und vor allem finanzielle Unterstützung Israels einzustellen. Sie gehören zu denen, die all jenen die Stirn bieten, die Kritik an israelischer Politik nicht von Antisemitismus unterscheiden können. (All jenen, die gegenüber Arabern, Islamisten völlig kritiklos bleiben und einseitig nur Israel kritisieren, bieten sie weder ihre Stirn noch sonst irgendwelche Körperteile. Anm.JSB) Ich habe in einer Zeitung gelesen: „hinter dem entwaffnend niedlichen Aussehen verbirgt sich eines der effizientesten politischen Kommandos der USA.“ Ist ja kein Wunder, wenn Medea Benjamin sich immer wieder Zutritt zu Veranstaltungen verschafft, auf denen der amerikanische Präsident oder andere hohe Entscheidungsträger sprechen, um ihnen dann vor laufenden Kameras unbequeme Fragen zu stellen. Das ist wirkungsvoller als so manche Demonstration, allerdings hatte es auch die ein oder andere Verhaftung zur Folge, in den vergangenen elf Jahren ca. 50 Mal. Als Medea Benjamin im Mai vergangenen Jahres Präsident Obama bei einer Grundsatzrede zur nationalen Sicherheit mehrfach unterbrach, wurde sie zwar nach dem dritten Mal von Sicherheitsleuten aus dem Saal komplimentiert, aber sie konnte anschließend dann doch unbehelligt nach Hause gehen. Eine Verhaftung hätte vermutlich für noch mehr Aufmerksamkeit gesorgt als ihre Fragen, wie etwa diese: Mr. President, können Sie der CIA die Drohnen wegnehmen? Oder: Was soll demokratisch daran sein, wenn nicht mal die gewählten Geheimdienstüberwacher im Kongress wissen, wer warum auf der Kill-List, auf der Tötungsliste, des Präsidenten steht? Das Thema Drohnen – Sie haben es ja eben auch schon lesen können – das Thema Drohnen, damit beschäftigt sie sich aktuell, doch bei uns in Deutschland steht es ja etwas dicker auf der Tagesordnung, seit unsere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen über die Anschaffung bewaffnungsfähiger Drohnen nachdenkt und es entbehrt ja nicht einer gewissen Komik, wenn eine Amerikanerin beklagt, dass die meisten Menschen in diesem Land, also die Deutschen, wenig bis gar nichts über amerikanische Kommandozentralen wissen, die von deutschem Boden aus weltweit mit Hilfe von Drohnen Menschen töten. Es ist bemerkenswert, wenn eine amerikanische Staatsbürgerin Deutsche ermuntert, doch vielleicht mal auf die Einhaltung der eigenen Gesetze zu achten. Die sähen so was doch nun wirklich nicht vor, verrückte Welt. Was Sie auf jeden Fall noch wissen sollten, Medea Benjamin ist 2005 für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden und hat im vergangenen April den Gandhi Peace Award bekommen. Beides ihr persönlich zugedacht, aber so etwas hilft natürlich auch der Organisation, in der neben Medea Benjamin viele Frauen eine mutige Rolle spielen. – Ich verkneife mir jetzt eine ausführliche Bemerkung über den Friedensnobelpreisträger von 2009. Es hat offensichtlich keinen Sinn, diesen Preis in der Hoffnung zu vergeben, derjenige möge sich dem Frieden besonders verpflichtet fühlen. Schade, aber man sollte sich wieder darauf besinnen, Menschen auszuzeichnen und zu ehren, die sich unter Einsatz ihres Lebens und ihrer Gesundheit für den Frieden tatsächlich eingesetzt haben, weil das zumindest die Chance bietet, andere zu ermutigen, ähnlich zu handeln, statt diesen renommierten Preis auf die Weise zu entwerten. Mir geht es übrigens wie Medea – auch ich hatte große Hoffnungen auf Barack Obama gesetzt (Ich nicht. Anm.JSB), aber offenbar waren wir (wer ist „wir“? Anm. JSB) durch das Auftreten von George W. Bush jr. so geschädigt, dass uns (Uns? Mir nicht. Anm.JSB) alles andere paradiesisch erschien. Medea Benjamin, Elsa Rassbach und Tighe Barry kommen gerade aus Großbritannien, wo sie sich an einem großen Protestcamp der Friedensbewegung gegen die NATO beteiligen. Da fliegen sie nach dem Termin auch wieder hin, denn am kommenden Donnerstag und Freitag findet ja dort der NATO-Gipfel statt.

Auf die NATO komme ich gleich nochmal zu sprechen, geht am Antikriegstag gar nicht anders, schon gar in der augenblicklichen geopolitischen Lage, aber jetzt möchte ich mich zunächst voll dem anderen Preisträger widmen. Lebenslaute, dieser Zusammenschluss von Musikern, die sich einmal im Jahr zu einer ungewöhnlichen großen Aktion treffen. „Lebenslaute gegen menschenfeindliche Politik“ – Musik als Mittel gewaltfreien Widerstandes. Lebenslaute ist eine Ecke älter als Code Pink. 1986 hat es begonnen. Ich wollte jetzt eigentlich die Namen derjenigen nennen, die nachher den Preis entgegennehmen und ihnen auch verraten, wer zu den Gründungsmitgliedern gehört, aber die Gruppe ist so sehr Gruppe, dass es ihnen lieber ist, wenn ich keine Namen nenne, also lasse ich es. 1986 – das war die Zeit des NATO-Doppelbeschlusses – als dagegen protestiert wurde, die amerikanischen Pershing II Raketen auf deutschem Boden zu stationieren. Wissen Sie noch? Pershings gegen die sowjetischen SS 20. Da wurde der Stationierungsort Mutlangen blockiert. Haben Sie noch die Bilder von den Sitzblockaden im Kopf? Und genau dort fand die erste Konzertblockade statt, paar Bilder konnten Sie ja schon sehen. Mit der Klampfe saßen ja viele da. Musik gehörte von jeher zu diesen Protestaktionen dazu, es entstand quasi ein neues Genre der Liedermacher. Aber klassische Musik in Orchesterstärke war denn doch eher ungewöhnlich. Und noch etwas war ungewöhnlich. Damals bei dieser Premiere sind letztlich 120 Musiker zusammengekommen, darunter welche, die bereits politisch interessiert und engagiert waren, aber auch schon mal bei der einen oder anderen Demonstration teilgenommen hatten, aber eben auch solche, die durch die Musik und diese Aktion überhaupt erst aufmerksam wurden und das beste Beispiel – habe ich gehört – war wohl der damalige erste Konzertmeister im Orchester des Süddeutschen Rundfunks. Er war vorher noch nie auf einer Demonstration, aber er war gegen Raketen und er ist gekommen und hat mitgespielt. Durch dieses Konzert in Mutlangen, 28 Jahre ist das mittlerweile her, entstand die Idee, klassische Musik auch weiterhin für zivilen Ungehorsam einzusetzen und das Besondere daran: die Veranstaltungsorte bringt man eher nicht mit Konzertgenuss in Zusammenhang. Sie stehen normalerweise dafür auch nicht zur Verfügung, es passiert halt da und die Musiker erscheinen in Orchesterkleidung. Dieser Stilbruch – so läuft man ja nicht unbedingt auf eine Demonstration oder begibt sich in Situationen, in denen man damit rechnen muss, vorübergehend festgenommen zu werden – dieser Stilbruch wirkt in der Tat aus sich selbst heraus gewaltvermeidend. „Wir wollen mit Stil stören“ – so hat es eine Teilnehmerin mal ausgedrückt und das funktioniert offenbar. Es geht um zivilen Ungehorsam, es geht um Widerstand, an Orten, wo alle vorherigen Proteste nichts genützt haben. Übrigens auch mit Blick auf Aufmerksamkeit nichts genützt, hat sich keiner für interessiert. Es gibt eine ganze Reihe von Beispielen, wo örtliche Bürgerinitiativen oder Widerstandsgruppen von der lokalen Presse nicht wahrgenommen worden sind, aber beim Auftritt eines ausgewachsenen Orchesters, da kommt man aus der Chronistenpflicht eines Journalisten ja schlecht raus. Das ist spektakulär, das lässt sich nicht verschweigen. Ein Teil der heute anwesenden Lebenslaute-Mitglieder kommt genau wie die Drei von Code Pink von der Arbeit sozusagen, in dem Fall aus Eisenhüttenstadt. Dort befindet sich die „Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber“ in Brandenburg und das war der Veranstaltungsort für das diesjährige Konzert. Wenn man einen Blick in die Statistik wirft, dann stellt sich heraus, dass sich die meisten Aktionen, nämlich 17, gegen Militärisches richteten, Stationierungsorte, Truppenübungsplätze usw. An zweiter Stelle steht das Thema Atomkraft und seine Gefahren – wer redet heute noch von Wackersdorf, der Wiederaufbereitungsanlage, die nie gebaut wurde und trotzdem so viel zerstört hat, im realen und im übertragenen Sinne – und an dritter Stelle folgt das Engagement für Geflüchtete, so eben auch wieder in diesem Jahr.

Ich wollte Ihnen ja noch sagen, warum ich mich besonders freue über Lebenslaute: Weil meine persönliche Beziehung zu Musik eine sehr starke ist und ich von klein auf die völkerverbindende Wirkung von Musik erlebt habe. Weil sich nur durch Musik und nicht durch Worte Empfindungen ausdrücken lassen, die zutiefst menschlich sind. Mein Vater war Konzertmeister im Sinfonieorchester des Westdeutschen Rundfunks in Köln und der hat früh gelehrt, dass Schubladendenken Blödsinn ist, von wegen E- und U-Musik, ja ernste und Unterhaltungsmusik und überhaupt Schubladendenken ist Blödsinn, kurz und gut, weil auch ich auf die Kraft der Musik vertraue, freue ich mich über den Preis an Lebenslaute. Und nun zu Code Pink. Wenn Menschen in einem Land, das weltweit an Ansehen verloren hat, weil Foltermethoden und solche Einrichtungen wie Guantanamo nun wirklich nicht zu den propagierten Werten passen, wenn Menschen in solchen Ländern, also hier konkret die USA, deutliche Signale setzen, dass sie damit nicht einverstanden sind, dann freut mich das besonders. Unter anderem deshalb, weil es der Gefahr vorbeugt, von einem Feindbild ins andere zu fallen. Es zeigt, dass es weltweit Menschen gibt, ob sie in den USA, in Russland oder wo auch immer leben, die sich nichts sehnlicher wünschen als Frieden. Solange das so ist, solange das so bleibt, besteht zumindest die Chance, na Kriege zu vermeiden, weiß ich nicht, vorsichtiger formuliert, es schwerer zu machen, welche zu führen. Auch wenn dieser wundervolle Satz „Stell Dir vor es ist Krieg und niemand geht hin.“ wohl für immer Wunschdenken bleiben wird, der übrigens nicht von Lambrecht stammt, aber das spielt hier überhaupt keine Rolle. Ich möchte noch einmal daran erinnern, wie wichtig es ist, Menschen gut zu informieren, damit sie nicht von falschen Voraussetzungen ausgehen und falsche Entscheidungen treffen. In der Wirtschaft kosten falsche Entscheidungen Geld, in der Politik hin und wieder den Frieden. Feindbilder haben in der Geschichte immer eine verheerende Rolle gespielt. Solche Persönlichkeiten wie Hans Dietrich Genscher und Michail Gorbatschow, der hat seinen Friedensnobelpreis wirklich verdient, der hat ihn sich erarbeitet. Die Sowjetunion hätte uns genauso um die Ohren fliegen können wie das ehemalige Jugoslawien, wenn Gorbatschow nicht eine so intelligente Politik betrieben hätte, das wird nur so schnell vergessen und für selbstverständlich gehalten. Also Genscher und Gorbatschow werden nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen, wie gefährlich dieses Spiel mit Feindbildern ist. Und es ist erschreckend leicht, Menschen kriegsbereit zu machen. Man muss sie nur mit den richtigen bzw. falschen Informationen füttern und ihnen Beweise vorlegen, die keine sind. Sie erinnern sich an den Beginn des Irak Krieges? Und das ist kein Einzelfall. Die Liste ist lang und wird nahezu täglich länger.

Ich bin Ihnen ja noch die Bemerkung zur NATO schuldig. Als sich damals, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, der Warschauer Pakt aufgelöst hat, der Gegenspieler der NATO, wenn sie so wollen, da wäre es die richtige Entscheidung gewesen, auch die NATO aufzulösen und sich gemeinsam um eine neue Sicherheitsarchitektur unter Einbeziehung Russlands zu kümmern, denn die NATO taugte nicht mehr für die Gefahren der Zukunft, die damals schon absehbar waren. Die NATO taugte nicht zur Bewältigung von Regionalkonflikten. Sie war als Verteidigungsbündnis gegründet worden und hat in Zeiten des Kalten Krieges und des Ost-West-Konflikts ihre Berechtigung gehabt, aber nachdem die geopolitische Landkarte durch den Zusammenbruch der Sowjetunion und die deutsche Vereinigung dermaßen durcheinander gewirbelt wurde, war die NATO ein Anachronismus und hat bis heute eine einigermaßen stabile Sicherheitsarchitektur verhindert. Wie naiv oder arrogant muss man eigentlich sein, zu glauben, in Europa eine Sicherheitsarchitektur ohne Russland oder gar gegen Russland hinzukriegen? Die Dramatik der damaligen Auseinandersetzung zum Thema NATO-Osterweiterung ist im Westen weitgehend vergessen. In Russland ist sie immer noch mit einem Wortbruch verbunden. Von „eisenfesten Garantien“ war damals die Rede, als es um die deutsche Vereinigung ging. Unter anderem nachzulesen in einem Buch von Condoleezza Rice, erinnern Sie sich noch? Die war mal Außenministerin (der USA). Condoleezza Rice war eine enge Mitarbeiterin des damaligen amerikanischen Außenministers James Baker und sie hat in ihrem Buch, das sie zusammen mit einem Kollegen geschrieben hat, geschrieben „eisenfeste Garantien hat damals schon“ und was ist daraus geworden? Die NATO-Osterweiterung hat ohne Not dafür gesorgt, dass aus den ehemals zwanghaft Verbündeten Gegenspieler Russlands geworden sind, die alles andere als freundschaftliche Gefühle für Moskau hegen. Es ist ein Desaster, dass in der erweiterten EU die neu hinzugekommenen Mitglieder die Außenpolitik der EU bestimmen, die allesamt noch offene Rechnungen mit Russland haben und gar nicht laut genug nach Sanktionen und härterer Gangart gegen Russland rufen können. Wie mühselig war es zu Willy Brandts und Egon Bahrs Zeiten, eine neue Ostpolitik zu erarbeiten, die auf Wandel durch Annäherung setzte, wie langwierig ist es gewesen, Vertrauen aufzubauen, auf dessen Grundlage die deutsche Vereinigung überhaupt erst möglich wurde. Und all das wird nun leichtfertig aufs Spiel gesetzt, weil wir die Welt wieder in Gut und Böse einteilen. Die Guten sitzen hier und die Bösen sitzen in Russland. Nein, es sitzen Gute und Böse hier und es sitzen Gute und Böse in Russland und deshalb müssen auch die Guten oder vielleicht besser gesagt, die Friedliebenden und vor allen Dingen Intelligenten über Grenzen hinweg zusammenarbeiten und endlich dafür sorgen, dass sich Gesellschaften nicht von machtverliebten Psychopathen drangsalieren lassen, ganz gleich auf welcher Seite sie sitzen. Wer zum Frieden beitragen möchte, der muss sich von entweder-oder-Positionen verabschieden. Es gibt nicht nur Gute und Böse, es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, es gibt ganz viel dazwischen. Der Satz funktioniert auch nicht: Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Und auch das mit den Schubladen ist dumm und gefährlich. Ich habe mich zum Thema Ukraine zum Beispiel in den letzten Wochen am intelligentesten mit Militärs unterhalten, die wissen, wovon sie reden, wenn es um Frieden geht. Bei manchen Politikern und Journalisten habe ich nicht den Eindruck. Die verbale Aufrüstung macht mich fassungslos. Frieden ist harte Arbeit, wem sage ich das, die es aber hin und wieder auch nötig macht, keine Rücksicht darauf zu nehmen, was gerade als political correct gilt und in den Mainstream passt und deshalb wünsche ich unseren Preisträgern und Ihnen allen viel Kraft im Bemühen, zum Frieden beizutragen. Ich danke Ihnen vielmals.

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das Gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

Stupidity is demonstrated by people lacking knowledge they could achieve.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice attempt to avoid upsetting fools unwilling to face the truth.

Antisemitism is when one blames Jews or Israel for issues, he does not blame others.

Craziness is, when one always does the same but expects different outcome.

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human.

A man with roots should go for a pedicure.

Gutmenschen (benevolent people) are those who intend to appear good-hearted, yet unscrupulously exploit the conscience of others to serve their own purposes via self-staged outrage.

 

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

molon labe

 

Die modernen Menschenrechte sind eine Frucht der jüdisch-christlichen Zivilisation. Für den Islam sind Nichtmuslime keine vollwertigen Menschen.

Gewalt und theologische Tradition im Islam / Töten im Namen Allahs

 Prophet_Muhammad_and_the_Muslim_Army_at_the_Battle_of_Uhud,_from_the_Siyer-i_Nebi,_1595

Martin Rhonheimer in „Neue Züricher Zeitung“ 6.9.2014

Die Schlacht von Uhud: Mohammed und die Seinen kämpfen gegen den mekkanischen Stamm der Quraisch.

Islamistische Terroristen berufen sich zur Rechtfertigung ihrer Untaten auf ihre Religion. Geben Gründungsgeschichte und Gründungsidee des Islam eine Handhabe, um im Namen Allahs begangene Gewalttaten theologisch prinzipiell zu verurteilen? Nein – der Islam müsste sich erst in seiner religiösen Substanz wandeln.

Der Terror der Miliz Islamischer Staat (IS) gegen «Ungläubige» und Christen entsetzt und verängstigt die westliche Öffentlichkeit. Offizielle muslimische Stimmen, die diesen Terror verurteilen, sind wenige zu hören. Und wenn, dann richten sie sich nur gegen die schockierende und für den Islam imageschädigende Brutalität des Vorgehens, nicht gegen dessen Prinzip, oder sie verwickeln sich, wie unlängst eine wenig überzeugende Fatwa von britischen Imamen, in Widersprüche. Der IS ist keine Häresie, wie diese Fatwa behauptet, sondern handelt genau nach dem in der Geschichte wiederkehrenden Muster kriegerischer islamischer Expansion. Das Vorbild ist Mohammed selbst. Legitimationsgrundlage sind der Koran und das islamische Recht, die Scharia.

Eine politische Religion

Der IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi hat sich bekanntlich zum Kalifen ernannt. In einem von dem zum Islam konvertierten Amerikaner Nuh Ha Mim Keller ins Englische übersetzten Kompendium der Scharia – es wurde von der Al-Azhar-Universität in Kairo als authentisch zertifiziert – kann man nachlesen, was Aufgabe eines Kalifen ist: «Der Kalif führt gegen Juden, Christen und Zoroastrier Krieg, nachdem er sie zuerst eingeladen hat, sich der sozialen Ordnung des Islam zu fügen, indem sie die Kopfsteuer zahlen.» Exakt das geschieht heute im Herrschaftsgebiet des IS. Die dort lebenden Christen sollen gedemütigt und unterworfen und durch die Kopfsteuer zur wirtschaftlichen Ressource islamischer Herrschaft werden. Mohammed hatte zunächst die Juden aus Medina vertrieben, dann liess er sie massenhaft köpfen. Später wurden Christen und Juden zu «Schriftbesitzern» erklärt: Sie durften nun unter islamischer Herrschaft ihre Religion weiter ausüben – sofern sie die Kopfsteuer zahlten und sich diskriminierenden Demütigungen aller Art unterwarfen. So steht in Sure 9, 29: «Kämpft gegen diejenigen, die [. . .] nicht der wahren Religion angehören – von denen, die die Schrift erhalten haben – kämpft gegen sie, bis sie kleinlaut Tribut entrichten.»

beheading

Zu Beginn waren die Muslime im muslimischen Herrschaftsgebiet meistens eine Minderheit. Ihre Herrschaft gründete auf der grossen Zahl der «dhimmis», der «Schutzbefohlenen». Juden, Christen und andere «Schriftbesitzer» galten nicht als «Ungläubige»: Sie konnten als «dhimmis» ihr Leben behalten, auch wenn sie keine Muslime wurden. Die heute vom IS gejagten Jesiden gelten nicht als «Schriftbesitzer», für sie gibt es daher nur die Alternative: Konversion zum Islam oder Tod. Die islamische Theologie besitzt keine argumentativen Ressourcen, um das Vorgehen des IS als «unislamisch» zu verurteilen. Es gibt im Islam nämlich kein generelles Tötungsverbot. Es gibt hingegen eine generelle Tötungslizenz: «Ungläubige», die sich der Konversion zum Islam widersetzen, sollen getötet werden. So heisst es in Sure 9, 5: «. . . tötet die Heiden, wo immer ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf! Wenn sie sich aber bekehren, das Gebet verrichten und die Almosensteuer geben, lasst sie ihres Weges ziehen! Gott ist barmherzig und bereit zu vergeben.»

Der Islam ist seinem Wesen nach mehr als eine Religion. Er ist ein kultisches, politisches und soziales Regelwerk, will religiöse und politisch-soziale Ordnung in einem sein. Und er war von Anfang an kriegerisch. Der Islam will das «Haus des Islam» auf der ganzen Welt verbreiten. Es geht ihm dabei nicht so sehr um religiöse Bekehrung der Nichtmuslime als um ihre Unterwerfung unter die Scharia. In Sure 2, 256 heisst es: «In der Religion gibt es keinen Zwang.» Glaube lässt sich eben nicht erzwingen, Unterwerfung unter das islamische Recht aber sehr wohl. Sich diesem Zwang zu widersetzen, kann tödlich sein. Historisch war die islamische Einheit von Politik und Religion zwar meist nur Programm und selten Realität. Andere politische Machtzentren entstanden, die sich nicht unter der geistlichen Führung eines Kalifen befanden. Und gemäss islamischer Lehre konnte der Kampf (Jihad) gegen die Nichtmuslime genau dann unterbrochen und mit den Ungläubigen ein Waffenstillstand geschlossen werden, wenn für weitere Expansion keine Aussicht auf Erfolg bestand. Das führte zu langen und oft friedlichen Perioden der Koexistenz. Zudem sind muslimische Minderheiten in nichtmuslimischen Ländern verpflichtet, sich an die lokale Rechtsordnung zu halten.

In unseren westlichen Gesellschaften gibt es unzählige integrierte Muslime, die nichts vom Jihad wissen wollen; und selbst in Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit lässt sich nur ein kleiner Teil für ihn begeistern. Die meisten Leute kämpfen um ihr tägliches Brot und sind oft selber Opfer von Gewalt. Doch gerade sie sind auch anfällig für Radikalisierung – und zwar genau dann, wenn sie die Quellen ihrer Religion genauer studieren und angesichts der Erstarkung des politisch radikalen Islam auf den Gedanken kommen, die Zeit der Waffenruhe könnte vorbei und Gewaltanwendung wieder Pflicht sein.

Christliche Parallelen?

Natürlich gibt es den «gemässigten» und reformerischen Islam. Seine Vertreter sind meist gutbezahlte Professoren an amerikanischen und europäischen Universitäten. Doch auch sie sind mit dem zentralen Problem ihrer Religion konfrontiert: Gehen sie zu ihren Ursprüngen zurück, stossen sie auf den kriegerischen, expansiven Islam von Medina, die Legitimierung des Tötens zur Ehre Allahs und einen gewalttätigen Mohammed. Hier gibt es einen wesentlichen Unterschied zum Christentum. Auch in seiner Geschichte spielte Gewalt eine gestaltende Rolle und wurde als «gerechter Krieg» oder zur Verteidigung der religiösen Wahrheit gegen Ketzer legitimiert. Auch Christen haben in der Vergangenheit gemordet und gebrandschatzt. Kriegsrecht und Foltermethoden waren brutal. Beschäftigt man sich jedoch mit den ursprünglichen Quellen des Christentums, etwa den Evangelien, findet man Sätze Jesu wie «Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört» oder «Alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen». Zur Gründungsidee des Christentums gehören die Scheidung von Religion und Politik – von geistlicher und weltlicher Macht –, die Ächtung physischer Gewalt und das Gebot der Feindesliebe. Das Christentum hat aus seinen heiligen Texten auch keine Rechts- und Sozialordnung abgeleitet, sondern römisches Recht und heidnisch-antike Kultur assimiliert. Die mannigfachen Verbindungen von Politik und Religion gingen meist nicht von der Kirche, sondern von den weltlichen Machthabern aus. Gerade der dem Christentum in die Wiege gelegte Dualismus von «geistlich» und «weltlich» provozierte immer wieder innerkirchliche Reformbewegungen, die zu Prozessen der institutionellen Differenzierung und Selbstreinigung führten.

In der jüdisch-christlichen Tradition ist Gewalt rechtfertigungsbedürftig. «Du sollst nicht töten», heisst es im Dekalog. Ein solch grundsätzliches Tötungsverbot ist dem Islam unbekannt. In der jüdischen und christlichen Bibel erscheint Gott als der alleinige Herr über Leben und Tod. Kein Mensch kann sich das Recht zum Töten anmassen. Oft wird das Alte Testament – auch in antisemitischer Absicht – als Beispiel für Grausamkeit und Gewaltlegitimation angeführt. Das Gegenteil ist wahr: Der Gott Israels entzieht dem Menschen die Kompetenz zum eigenmächtigen Töten. Im Christentum führte die Erfahrung des Unglaubens nicht zum Aufruf, die Ungläubigen zu töten, sondern zum Missionseifer und – nach der Entdeckung Amerikas – zu Gestalten wie Vitoria und Bartolomé de las Casas: In der christlichen Tradition stehend machten sie geltend, dass Ungläubige als Menschen die gleichen grundlegenden Rechte besitzen wie Christen. Dabei wurden sie von päpstlichen Verlautbarungen unterstützt (obwohl die spanischen Könige deren Verbreitung zu verhindern suchten).

Und hier liegt der entscheidende Punkt: Für den Islam sind Nichtmuslime keine vollwertigen Menschen. Denn islamischer Lehre gemäss ist der Mensch von Natur aus Muslim, die menschliche Natur selbst, die «fitra», ist muslimisch. Nichtmuslime sind folglich Abtrünnige, «denaturierte» Menschen. Im Islam kann es deshalb keine prinzipielle Gleichheit aller Menschen aufgrund ihrer Natur und kein für alle – unabhängig von der Religionszugehörigkeit – geltendes Naturrecht geben. Der Islam akzeptiert die modernen Menschenrechte immer nur unter dem Vorbehalt der Bestimmungen der Scharia. Deshalb kann sich gerade der «wahre Islam» nicht in die Moderne integrieren.

Schwierige Selbstreinigung

Die modernen Menschenrechte sind eine Frucht der jüdisch-christlichen Zivilisation. Deren Vermächtnis ist die Anerkennung einer allen Menschen, unabhängig von ihrer Religion, gemeinsamen Menschennatur und Würde. Ihr Ethos von Recht und Barmherzigkeit führte, in einem stetig fortschreitenden Lernprozess, zu einer allmählichen Überwindung der Legitimation von Gewalt – auch ihrer theologischen Legitimation. Analoge Aufklärungsprozesse sind im Islam unbekannt oder haben zumindest noch kaum Wirkung entfaltet. Die Barmherzigkeit Allahs gilt nur den Bekehrten, gegen die Ungläubigen befiehlt er, mit dem Schwert vorzugehen. Darin gründet die theologische Not muslimischer Intellektueller: Sie können aufgrund ihrer religiösen Tradition den IS-Terror nicht prinzipiell verurteilen. Die christlichen Kirchen konnten für Prozesse der Selbstreinigung immer auf ihre Ursprünge rekurrieren und, sich an ihre Gründungsidee erinnernd, historischen Ballast abwerfen. Der Islam müsste sich für solche Selbstreinigung – gerade umgekehrt – von seiner Gründungsidee distanzieren, sein politisch-religiöses Doppelwesen aufgeben und sich damit in seiner religiösen Substanz verändern. Solange das nicht geschieht, wird es immer nur eine Frage der konkreten politischen Konstellation sein, ob und in welcher Form er sein gewalttätiges Gesicht zeigt.

Martin Rhonheimer ist Professor für Ethik und politische Philosophie an der Päpstlichen Hochschule Santa Croce in Rom. Zum Thema vgl. sein in dritter Auflage erschienenes Buch «Christentum und säkularer Staat. Geschichte – Gegenwart – Zukunft» (Herder, Freiburg i. Br. 2012).

http://www.nzz.ch/feuilleton/toeten-im-namen-allahs-1.18378020

 

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das Gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

 

Stupidity is demonstrated by people lacking knowledge they could achieve.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice attempt to avoid upsetting fools unwilling to face the truth.

Antisemitism is when one blames Jews or Israel for issues, he does not blame others.

Craziness is, when one always does the same but expects different outcome.

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human.

A man with roots should go for a pedicure.

Gutmenschen (benevolent people) are those who intend to appear good-hearted, yet unscrupulously exploit the conscience of others to serve their own purposes via self-staged outrage.

 

 

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

They want 1984, we want 1776

They are on the run, we are on the march!

I think for food

molon labe

Männer zeigen was sie können, Frauen zeigen ihre Brüste

Running Woman

„Running woman“ 2004 © by Julian S. Bielicki 140x100cm oil on canvas

 

Der begehrende Mann ist nicht mehr zurechnungsfähig.

Die Weltwoche, Ausgabe 36/2014

Man sollte eine gewisse Toleranz entwickeln für Männer, die ihren Trieben legal zum Opfer fallen.

Editorial von Roger Köppel

 

Gespräche an einem Abendessen: Es gibt zwischen Männern und Frauen ein Naturgesetz: Der Mann muss die Frau begehren. Die Frau wiederum lebt davon, dass der Mann sie begehrt. Die Macht der Frau ist das Begehren (die Geilheit) des Mannes. Männer sind codiert, Frauen zu begehren. Frauen sind mit Kräften ausgestattet worden, das Begehren im Mann zu wecken. Männer begehren irrational, mitunter krankhaft. Frauen bleiben vernünftig, selbst wenn sie intensiv begehrt werden. Sein genetisch eingepflanztes Vermögen, die Frau unbedingt zu wollen, ist die grosse Schwachstelle des Mannes, seine Achillesferse, die empfindliche Lücke im Panzer.

Der begehrende Mann ist nicht mehr zurechnungsfähig. Er befindet sich in einem Rausch, der durch Lockstoffe ausgelöst wird, die ihm die Frau subtil übermittelt. Es kann kein echtes Begehren geben ohne die Frau, die dem Mann Signale gibt, die ihn annehmen lassen, sein Begehren könne erwidert werden. Der Mann ist am verwundbarsten, wenn er begehrt. Nie ist die Macht der Frau, nie ist die Ohnmacht des Mannes grösser. Was rätselhaft erscheint, ist nur eine List der Natur. Der Mann muss begehren, um seinen Paarungstrieb zu erfüllen, damit die Spezies überlebt. Deshalb ist dieser Trieb bei ihm so nerven- und gehirnbetäubend stark. Das Begehren oder besser: das Begehrtwerdenwollen der Frau ist kalkulierter, überlegener, weniger Zeugungs-, mehr Machttrieb, der erst dann ins Irrationale, für den Mann Zerstörerische umschlägt, wenn die Frau vom Mann enttäuscht wird.

Jeder Mann muss Techniken entwickeln, wie er mit seinem Begehren zurechtkommt. Die meisten Männer bringen sich rechtzeitig in Sicherheit, indem sie sich vor der extremen Hitze, die von der begehrten Frau ausgeht, verkriechen. Nicht alle haben die Kraft, sich dem zermürbenden Kampf zu stellen, an dessen Ende entweder der eigene Untergang oder eben die Eroberung der so heissersehnten Frau steht. Männer, die erfolglos begehren, es aber trotzdem versuchen, sind wie Motten, die am Licht verglühen.

rules

Frauen wollen, ja sie müssen begehrt werden. Sie setzen alles daran, begehrt zu werden. Man darf ihnen das nicht übelnehmen. So wie der Mann unter Umständen seine ganze Existenz am Schmelzpunkt des totalen Verlangens bündelt, so richtet sich die Frau mit allen Fasern darauf aus, begehrt zu werden. Das Begehrtwerden durch den Mann ist die stärkste Droge, ist das stärkste Aufputschmittel der Frau. Mathematisch formuliert: Das weibliche Selbstvertrauen ist die Summe des männlichen Begehrens im Quadrat. Je heftiger das Begehren des Mannes, desto überproportional grösser ist die existenzielle Zufriedenheit der Frau, ihre Geborgenheit im Leben. Frauen wollen sehen, dass der Mann sie begehrt. Sie sind süchtig nach Beweisen männlichen Begehrens. Er begehrt mich, also bin ich.

Interessanterweise können Männer, die aus Selbstschutz aufs Begehren verzichten, besser mit diesem Mangel leben als die Frau, die nicht mehr begehrt wird. Männern, die nicht begehren, geht es besser als Frauen, die nicht begehrt werden. Aus diesem Missverhältnis resultiert letztlich der unverständlich scheinende Hass, den Frauen gegen Männer kanalisieren können, von denen sie nicht mehr begehrt werden. Jeder Mann muss wissen: Nichts ist gefährlicher als das nachlassende Verlangen nach einer Frau, die man einst begehrte. Der Mann, der die Frau nicht mehr begehrt, entzieht ihr den Treibstoff ihres Selbstbewusstseins. Das kann nicht ohne Kollateralschaden für den Mann abgehen.

Die Liebe ist eine Höllenmacht. Damit sind die Qualen gemeint, die der erfolglos begehrende Mann durchleidet. Aber es sind auch die Torturen angesprochen, welche die Frau gegen den Mann anwendet, der sie nicht mehr begehrt. Männer, die sich auf Einladung der Frau vor der Frau öffnen, ja entblössen dürfen, können nicht damit rechnen, selber über den Zeitpunkt zu bestimmen, an dem sie die gefährliche Dialektik von Begehren und Begehrtwerden beenden. Nur Dummköpfe glauben, sie seien in der Lage, die Kräfte zu kon­trollieren, die sie durch ihr Begehren in den Frauen entfesseln. Der Mann, der sich einfach davonschleicht, wird von den Energien eingeholt, die er freisetzte. Nicht der Mann, die Frau beherrscht charismatisch die Unterwelt der Intimität. Männer, die das Gegenteil vermuten, werden irgendwann durch die Wirklichkeit brutal eines Besseren belehrt.

Männer, die Frauen sitzenlassen, sind schäbig. Frauen aber, die im Mann das Begehren wecken, um dieses Begehren nachher zur Waffe gegen den entwaffneten Mann umzuschmieden, brechen das Naturgesetz, das Männer und Frauen im Innersten verbindet. Es ist mehr als eine Gemeinheit, es ist streng genommen ein Verstoss gegen die Natur, wenn eine Frau die verwundbarsten Stellen des Mannes freilegt, ihn zur Hingabe verlockt, ehe sie seinen Paarungstrieb, seine grösste Schwäche, aggressiv gegen den Mann wendet, um ihn beispielsweise öffentlich blosszustellen. Die Rache der enttäuschten Frau kann grausam sein. Sie hat sich lebenspraktisch, aber auch als wirksames Instrument der Zähmung und Zivilisierung des Mannes bewährt. Männer lassen sich von den Frauen auch deshalb steuern und erziehen, weil sie um die Macht der weiblichen Sanktionsarsenale wissen.

Männern, die sich gegenüber den falschen Frauen entblössen, ist nicht zu helfen. Sie scheitern kläglich in der Wildnis. Handkehrum sollte die Gesellschaft eine gewisse Toleranz entwickeln gegenüber Männern, die ihren Trieben legal zum Opfer fallen. Der Mann ist schwach in seiner Eigenschaft als begehrendes Tier, weil ihn die Natur so gebaut hat. Frauen, die das ausnützen, sind keine Heldinnen. Sie missbrauchen nur die Macht, die ihnen die Natur in die Wiege legte.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2014-36/editorial-begehren-die-weltwoche-ausgabe-362014.html

 

Mein Kommentar: Bravo! Klar beobachtet und mit Zivilcourage vorgetragen. In Deutschland, im Land des fast vollendeten Staatsfeminismus, hätten man diese Meinung nicht veröffentlichen können, Kritik an Frauen ist hier Tabu.

„Ökonomisch gesehen ist die Situation der Prostituierten mit der einer verheirateten Frau vergleichbar. Der einzige Unterschied zwischen denen, die sich durch Prostitution veräußern und denen, die sich durch die Ehe veräußern, besteht im Preis und in der Dauer des Vertrages”

Simone de Beauvoir

Wegen solcher Gedankenäußerungen wurde Leo Tolstoi 1901 exkommuniziert.

Ich habe neulich auf die Frage einer Kunsthistorikerin zur Interpretation vom Hohen Lied des Salomo (huch, was ist das?) ihr geantwortet: „Ist doch klar, das männliche Sexgestöhne an eine Frau, umgewandelt in eine Ode an Jerusalem, wie immer, wird das Geilheitsheulen als Liebe ausgegeben, klingt ja „besser“. Sie haben darin keine Erfahrung, fragen Sie aber Ihren Mann, er wird es wissen. 😉 „

Oft werde ich von Frauen gefragt, als ob ich ein Wahrsager wäre, ob der Mann, mit dem sie anbandeln, sie heiraten werde und ich antworte: „Wenn Sie ihm seinen Verstand rauben, so daß er den Kopf für Sie verliert, dann ja.“ Und damit er bleibt, muß die Anästhesie weiterwirken, der Stoff des Begehrens muß stetig sorgfältig verabreicht werden, damit der Mann aus dem künstlichen Koma nicht aufwacht, denn sobald er wach wird und nicht mehr begehrt, dann haut er ab. Das ist eben die Kunst der Betörung, der Anästhesie, denn nicht jeder ist für das gleiche Anästhetikum anfällig, frau muß die für den Patienten richtige Mixtur machen und diese auch passend dosieren. Und das ist schön eine hohe Kunstfertigkeit. Aber von nichts kommt nichts und von so was, kommt so was.

Männer regieren die Welt und Frauen regieren die Männer.

Und was für den Mann sein Trieb bezogen auf Frauhabenwollen (oder was nach Frau aussieht, es kann auch ein anderer Männerhintern sein, usw.), das ist für die Frau ihr Trieb bezogen auf Kinderhabenwollen (oder was nach Kindern aussieht, hauptsache mit großen Augen und kuschelig, Koalabärchen, Robbenbabies, Katzen, Pferde, usw.. Kinder und Kinderähnliches sind am meisten sexy für die Frau.

line-wordpress-long

Die Kunst empirischer Sozialforschung

Ich hab’s ja immer schon vermutet: Es gibt einen Zusammenhang zwischen Stillzeit und Lebenserfolg. Dieser Verdacht hat gerade durch eine brasilianische Sozialstudie neue Nahrung bekommen:

Für den Nachweis fängt diese Wissenschaft erstmal an zu zählen: Sie nimmt 3500 Probanden, ermittelt 1., ob und wie lange sie von ihren Müttern gestillt wurden, unterzieht sie 2. als 30jährige Erwachsene einem Intelligenztest und checkt 3. ihr aktuelles Monatseinkommen.

Dann setzt sie die Ergebnisse aus 1. bis 3. in eine Tabelle ein, behauptet einen qualitativen Zusammenhang zwischen den ermittelten Zahlenkolonnen, wühlt im Handbuch für empirische Sozialforschung nach einem Korrelationskoeffizienten, mit dem sich die Signifikanz dieses Zusammenhangs mathematisch einwandfrei berechnen lässt – und schon kommt dabei raus:
,,Menschen, die als Babys gestillt wurden, sind nach einer neuen Studie im Fachmagazin ‘Lancet’ im Erwachsenenalter intelligenter und bekommen zudem höhere Gehälter”. Etwas genauer vielleicht? Bitte sehr: ,,Ein Mensch, der als Baby mindestens ein Jahr lang gestillt wurde, legte nach der Studie durchschnittlich um vier IQ-Punkte zu, wies 0,9 Jahre mehr an Schulbildung auf und hatte ein um 341 brasilianische Real (98 Euro) höheres Monatseinkommen als diejenigen Studienteilnehmer, die kürzer als einen Monat gestillt worden waren.”

Je Stillzeit, desto schlauer, je schlauer, desto Einkommen – endlich wissen wir Bescheid: Nicht der Arbeitgeber entscheidet über meinen Lohn, sondern meine Intelligenz. Und die ist umso höher, je länger ich gestillt wurde. Wer ist also schuld, wenn’s nicht so klappt wie gedacht: Mutter! Hätte sie mich doch länger stillen sollen, dann gäb’s heute mehr Kohle und ich wäre mindestens Leiter einer sozialwissenschaftlichen Forschungsgruppe…

Aber echt besorgt bin ich, wenn ich im selben Artikel lesen muss, dass die ,,Nationale Stillkommission (!), ein am Bundesinstitut für Risikobewertung (!!) angesiedeltes Expertenkomitee” feststellen muss, dass die bundesdeutsche Mutter im Schnitt nur 7,5 Monate stillt. Mindestens viereinhalb zu wenig! Und überhaupt stillen nur 82% der Mütter! Wenn das keine Verschwendung von nationalem Potential ist! Einerseits. Auf der anderen Seite: Wenn sie jetzt alle stillen wie die Weltmeister – wer bekommt dann eigentlich noch die Billiglöhne, mit denen Deutschlands Kapitalisten ihre Konkurrenz untereinander führen?

Alle Zitate aus: (F.A.Z. vom 19.3.2015)

http://keinort.de/?p=799

 

 

Council on Foreign Relations sieht Hauptschuld an Ukraine-Krise beim Westen

NATO-Osterweiterung-1990-2009-670x376

Nato-Osterweiterung 1990 – 2009

Council on Foreign Relations sieht Hauptschuld an Ukraine-Krise beim Westen

Roman Baudzus 26.08.2014

So unglaublich diese Überschrift auch klingen mag, sie ist doch wahr

Als ich einen in der vergangenen Woche publizierten Bericht in Foreign Affairs, dem medialen Sprachrohr des Council on Foreign Relations (CFR) überflog, musste ich mir erst einmal kräftig die Augen reiben, um mir bewusst zu werden, ob ich auch wirklich richtig gelesen hatte. Der CFR ist einer der weltweit vier wichtigsten privaten Think Tanks und unter anderem eng mit Chatham House verwoben.

Immerhin steht Chatham House unter der Schirmherrschaft der britischen Queen Elizabeth II. Einzelne Schlüsselprojekte werden laut wikipedia.de durch die Rockefeller-Stiftung, die Konrad Adenauer Stiftung, die NATO und die Europäische Union finanziert. Dem Gros der westlichen Mainstreammedien war dieser Bericht bisher keine Silbe wert. Wie passt das im Angesicht der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine alles noch zusammen?

Wer sich an den zu Beginn dieses Jahres erfolgten Putsch in der Ukraine erinnert, wird sich darüber gewahr sein, dass das amerikanische Außenministerium in den letzten Jahren nach eigener Aussage mehr als $5 Milliarden in Maßnahmen investierte, die dazu beitragen sollten, die Ukraine politisch und wirtschaftlich in die Arme des Westens zu treiben. In diesem Zuge bleibt das abgehörte und auf Youtube veröffentlichte Telefongespräch zwischen Geoffrey Pyatt, dem US-Botschafter in Kiew, und der stellvertretenden US-Außenministerin Victoria Nuland unvergessen. Darin fiel auch der inzwischen berühmt gewordene Satz „Fuck the EU“.

Wir wollen in diesem Kontext auch nicht vergessen, dass Victoria Nuland ehedem Beraterin von US-Vizepräsident Dick Cheney und zwischen 2005 und 2008 US-Botschafterin bei der NATO gewesen ist. Der Kreis schließt sich, wenn man bedenkt, dass Victoria Nuland mit Robert Kagan, Politikberater in Washington und einer der bekanntesten Neokonservativen (Neocons) in den Vereinigten Staaten, verheiratet ist. Kommen wir nun zurück auf Foreign Affairs, den medialen Arm des Council on Foreign Relations – dem amerikanischen Gegenstück zu Chatham House -, eine Publikation, die in einem Turnus von allen zwei Monaten veröffentlicht wird.

Dort heißt es in der Ausgabe September/Oktober 2014 in einem Bericht von John Mearsheimer in der Überschrift wie folgt:

Informationn-00

Dieser Bericht liest sich – so unglaublich es auch anmuten mag – wie eine lange Litanei der kritischen Auseinandersetzung mit der Vorgehensweise des Westens, der die Schuld an der stetig eskalierenden Lage in der Ukraine allein Russland in die Schuhe zu schieben gedenkt. Da werde in den offiziellen Regierungsstäben, dem Vorsitz der NATO und westlichen Medien der Eindruck einer Annexion der Halbinsel Krim durch Russland das Wort geredet.

Diese Annexion sei laut offiziellen Verlautbarungen des Westens lediglich als Auftakt zur eigentlichen Zielerreichung des Moskauer Kremls zu interpretieren. Und diese Ziele setzten sich allein aus weiteren Gebiets- und Territorialexpansionen in der Ukraine und anderen osteuropäischen Staaten zusammen, ganz im Sinne einer anvisierten Revitalisierung der einstigen Sowjetunion.

Foreign Affairs Autor John Maersheimer kommt in seiner Analyse hingegen zu ganz anderen Ergebnissen: nämlich, dass Washington und dessen europäische Verbündete die Hauptschuld an der Ukraine-Krise trügen. Wer es nicht glaubt, hier sei ein Zitat aus seinem Originalbericht eingestellt. Dort heißt es:

Information-0

Was eindeutig hinter den Aktivitäten des Westens stecke, sei „das Ziel einer Erweiterung der NATO, die Ukraine vom Einfluss Russlands zu befreien und das Land in die westliche Sphäre zu integrieren“.

Dass die Einkreisungspolitik der NATO gegenüber Russland dabei genauso aggressiv wirken muss, wie dies jeweils auch im Hinblick auf China und den Iran der Fall ist, will westlichen Regierungsoffiziellen vielleicht nicht einleuchten oder es kümmert sie ganz einfach nicht.

Im Herzen Europas wird auf diese Weise der Weg für einen neuen Krieg geebnet. Wir alle müssen uns hinterfragen, ob wir ein solches Resultat nach den historischen Ereignissen des Ersten und Zweiten Weltkriegs tatsächlich noch einmal auf europäischem Boden erleben wollen. Die Antwort auf diese Frage muss, kann und darf nur NEIN lauten!

Und dieses NEIN sollten wir Washington, das ganz offensichtlich seine eigenen und selbstsüchtigen Ziele im Vorhof des russischen Bären verfolgt (Stichwort: Gasexploration -> siehe Hunter Bidens Berufung ins Board des größten ukrainischen Gasproduzenten Burisma Holdings, Ausverkauf von ukrainischem Agrarland an ausländische Investoren, auf dessen Basis Lebensmittelprodukte für die ukrainische Bevölkerung demnächst unerschwinglich werden dürften, sowie Sicherung und angestrebte Kontrolle der durch die Ukraine führenden Pipelinerouten nach Europa) entgegen rufen.

Der Krieg in der Ostukraine und der IWF

Einige Leser werden sich vielleicht die Frage stellen, warum es im Angesicht der humanitären Lage in der Ukraine nicht endlich zu Gesprächen um einen Waffenstillstand zwischen dem durch den Westen hofierten Putschregime in Kiew und den ostukrainischen Separatisten kommt?

Die Antwort auf diese Frage könnte sich aus einem jüngst publizierten Strategiepapier des Internationalen Währungsfonds (IWF) ableiten, in dem es heißt, dass Kiew zur Sicherung und zum Erhalt seiner mit dem IWF vereinbarten Bailout-Tranchen in einer Gesamthöhe von $17 Milliarden unbedingt die gegen Kiew aufbegehrenden Regionen im Osten und Süden des Landes wieder unter seine politische und militärische Kontrolle bekommen müsse.

Andernfalls dürfte diese Bailout-Zusage im Angesicht einer immer stärker abstürzenden Hrywna sowie einer explodierenden Auslandsverschuldung, die zuletzt die Marke von $140 Milliarden erreichte, auf der Kippe stehen. Berechtigte Frage ist und bleibt, auf welche Weise diese immense Staatsverschuldung im Angesicht einer gegenüber dem US-Dollar seit 2007 um mehr als 65% abwertenden Hrywna jemals zurückgezahlt werden soll?

Die Provokation durch das Raketenabwehrsystem

Ich möchte an dieser Stelle noch auf einen anderen Faktor eingehen, den insbesondere Dr. Paul Craig Roberts, ehedem stellvertretender Finanzminister der Vereinigten Staaten in der Regierung von Ronald Reagan und einst Mitherausgeber des Wall Street Journal, in letzter Zeit immer wieder in den Vordergrund seiner Analysen rückte.

Unter dem Vorwand, Europa gegen nicht existente Atomraketen aus dem Iran zu schützen, werde sowohl in Washington als auch in der NATO der Plan verfolgt, einen Teil eines neuen Raketenabwehrsystems (anti-ballistic missile bases oder kurz ABMs) in der Ukraine zu installieren, das selbstverständlich nur gegen Russland gerichtet sein könne.

Die auch durch Foreign-Affairs-Autor Maersheimer angesprochene Einkreisungspolitik Russlands durch die NATO könne eigentlich nur dem strategischen Langfristziel dienen, um sich mit Hinblick auf einen potenziellen Atomkrieg einen Vorteil gegenüber Russland durch die Installation eines derartigen Raketenschirms zu verschaffen.

Dr. Paul Craig Roberts bezieht sich in seiner Analyse nicht nur auf seine eigenen Erfahrungen und Quellen, über die er im politischen Washington nach wie vor in Hülle und Fülle verfügt, sondern bezog sich in einem seinereigenen Berichte vom 30. Mai 2014 ebenfalls auf einen Report in Foreign Affairs, der seiner Ansicht nach Grund zur Skepsis und vor allem Besorgnis sei.

Danach sei die Tatsache beängstigend, dass die Neocons, welche die US-Außenpolitik bestimmten, fest davon überzeugt seien, dass die Vereinigten Staaten das Recht auf einen „präventiven Nuklearschlag“ gegenüber Russland hätten. Die diesem haarsträubenden Gedanken zugrundeliegende Theorie namens „The Rise of U.S. Nuclear Primacy“ wurde im Jahr 2006 formuliert, um – wie weiter oben angesprochen – ebenfalls in Foreign Affairs des Council on Foreign Relations veröffentlicht zu werden.

Dieser Theorie liegt der gefährliche Gedanke zugrunde, dass die USA einen erfolgreichen Atomarerstschlag gegenüber Russland (und vielleicht auch China) durchzuführen imstande seien, um in diesem Zuge die Atomarsenale beider Staaten zu zerstören. Wie gefährlich allein nur der feste Glaube an ein solches Szenario unter führenden Köpfen in Washington ist, zeigt auf, wie groß die Risiken sind, die sich aus einer nahezu unfassbaren Selbstüberschätzung dieser Neocon-Strategen ableiten.

Man stelle sich vor, was im Westen los wäre, wenn Russland – wie seinerzeit die Regierung der Sowjetunion – den Versuch unternehmen würde, ein ähnliches Raketenabwehrsystem oder gar eigene Atomraketen in Venezuela, auf Kuba oder in Nicaragua zu installieren. Eine Reihe von Lesern wird sich an die damalige Kuba-Krise gewiss noch gut erinnern können, welche die Welt an den Rand des Ausbruchs eines Dritten Weltkriegs brachte.

Gerade mit Blick auf die aktuellen Ereignisse ist es mehr als nur verwunderlich, wenn mit Foreign Affairs ein führendes mediales Sprachrohr der amerikanischen Neocons nun plötzlich dem Westen – und somit in erster Linie Washington – die Hauptschuld am Entstehen der Ukraine-Krise anlastet. Autor Maersheimer erteilt Russlands Staatspräsident Putin fast schon Absolution, wenn es in seinem Bericht heißt, dass eine demokratisch legitimierte Regierung in Kiew aus dem Amt geputscht wurde, worauf Putin die Halbinsel Krim besetzt habe, in der Furcht, dass die NATO dort ansonsten eine eigene Marinebasis eingerichtet hätte.

Russlands Staatspräsident Wladimir Putin sei kaum etwas anderes übrig geblieben, als sich den andauernden Destabilisierungsbemühungen des Westens im russischen Vorhof mit Verve entgegen zu stellen. Mit Blick auf China kommt Foreign Affairs Autor Maersheimer ebenfalls zu einem von dieser Seite gänzlich unerwarteten Analyseergebnis. Es heißt in seinem Bericht wörtlich:

Imagine

Nun, was lässt sich dazu noch sagen? Leser, die des Englischen mächtig sind, sollten den Bericht von John Maersheimer definitiv in Gänze durchlesen. Es lohnt sich! Welche Beweggründe dahinterstecken mögen, dass sich die aktuelle Ausgabe von Foreign Affairs des Council on Foreign Relations derart kritisch mit den geopolitischen Strategien Washingtons und des Westens auseinandersetzt, vermag ich nicht zu sagen.

Ich halte diese Entwicklung ehrlich gesagt für ein kleines Wunder. Und damit möchte ich abschließend auf die eingangs gestellte Frage zu diesem Bericht zurückkommen, die da lautete: Wie passt das im Angesicht der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine alles noch zusammen? Die Crux im Hinblick auf meine Frage ist, dass ich den Protagonisten, die seit dem Ende des Ersten Weltkriegs maßgeblich die Geschicke in der Welt und die Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten mit bestimmen, derart viel Selbstkritik einfach nicht zutraue.

Roman Baudzus ist Co-Gründer des Wirtschafts- und Finanzblogs wirtschaftsfacts, der sich stets auch mit geopolitischen Themen und Entwicklungen auseinandersetzte.

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42618/1.html

 

Dummheit ist, wenn jemand nicht weiß, was er wissen könnte.

Political correctness ist, wenn man aus Feigheit lügt, um Dumme nicht zu verärgern, die die Wahrheit nicht hören wollen.

Antisemitismus ist, wenn man Juden, Israel übelnimmt, was man anderen nicht übelnimmt.

Wahnsinn bedeute, immer wieder das Gleiche zu tun, aber dabei stets ein anderes Resultat zu erwarten

Wenn ein Affe denkt, „ich bin ein Affe“, dann ist es bereits ein Mensch

Ein Mensch mit Wurzeln soll zur Pediküre gehen.

Gutmenschen sind Menschen, die gut erscheinen wollen, die gewissenlos das Gewissen anderer Menschen zu eigenen Zwecken mit Hilfe selbst inszenierter Empörungen instrumentalisieren.

 

Stupidity is demonstrated by people lacking knowledge they could achieve.

Political correctness can be defined as the telling of a lie out of the cowardice attempt to avoid upsetting fools unwilling to face the truth.

Antisemitism is when one blames Jews or Israel for issues, he does not blame others.

Craziness is, when one always does the same but expects different outcome.

If a monkey thinks “I am a monkey”, then it is already a human.

A man with roots should go for a pedicure.

Gutmenschen (benevolent people) are those who intend to appear good-hearted, yet unscrupulously exploit the conscience of others to serve their own purposes via self-staged outrage.

 

http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail
Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta JSB
Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!
www.psychosputnik.com
http://www.saatchionline.com/jsbielicki
https://psychosputnik.wordpress.com/

I think for food

molon labe

Letzte Einträge »