Ein Stern der Deinen Namen trägt / A star named after you

Die Weltwoche, Ausgabe 25/2014 | Donnerstag, 19. Juni 2014 Editorial

Europas Sieg

Hitlers EU

Fussball und Masseneinwanderung. Die EU der Waffen-SS.

Nationalsozialistische Europapläne

http://spichtinger.net/Uni/ns-eu-m6.html

 

Von Roger Köppel

 

(…) Was heutige Verfechter der «europäischen Idee» nicht aus den Augen verlieren sollten: Im Januar 1944 veranstaltete die französische Waffen-SS in Paris eine grosse Ausstellung, um neue Mitglieder für ihre Sache zu begeistern: «Die Waffen-SS kämpft für Europa» prangte als Slogan unter dem Reichsadler. Präsentiert wurden Bilder von Waffen-SS-Kämpfern aus ganz Europa. Es ist kein Zufall, sondern es entsprach dem grenzübergreifenden Zuschnitt dieser Militärorganisation, dass eine der letzten Einheiten der Waffen-SS, die im Frühling 1945 den Berliner Reichstag gegen die anstürmenden Russen verteidigten, unter dem Kommando eines Franzosen stand und sich in Anspielung an Karl den Grossen «Division Charlemagne» nannte. Der «Kampf für Europa» war den Standarten der Waffen-SS bis zum bitteren Ende eingeschrieben.

Es war keine Verzweiflungspropaganda im Angesicht des drohenden Untergangs. Der britische Journalist und Buchautor John Laughland hat vor bereits siebzehn Jahren ein her­vorragendes Buch über die «verseuchten Quellen der Europäischen Union» geschrieben. Es ging Laughland nicht um die Gaga-These, heutige Befürworter der EU mit Faschisten oder Nazis gleichzusetzen, aber er arbeitete heraus, dass die Idee eines geeinten Europas, eines Europas ohne Nationalstaaten, eines Europas der angeblichen politischen Harmonie und Grösse auch bereits ein Leit­motiv der Nazis war.

Hitler selber sprach in den frühen dreissiger Jahren von der Notwen­digkeit einer europäischen Einigung gegen die aufstrebenden «asiatischen und atlantischen Mächte». Es gibt dazu ein Büchlein von ihm unter dem Titel «Europa», für das Aussenminister von Ribbentrop das Vorwort schrieb. Laughland hat eine ganze Reihe beunruhigender Zitate führender Nationalsozialisten gefunden, die den Eindruck bestärken, dass die Europa-Ideologie eines kontinentalen Verbunds ohne Nationalstaaten zum Kern der Bestrebungen Hitlers gehörte.

 

Arthur Seyss-Inquart, Nazikommissar für die besetzten Niederlande, hielt am 26. Juli 1940 einen Vortrag für die «Auslandsorganisation» der Partei: «Das neue Europa der Solidarität und der Zusammenarbeit unter allen seinen Völkern, ein Europa ohne Arbeitslosigkeit, ohne ökonomische und monetäre Krisen, ein Europa der Planung und der Arbeitsteilung (. . .) wird eine gesicherte Grundlage finden und rasch wachsenden Wohlstand erreichen, sobald die wirtschaftlichen Grenzen beseitigt sind.»

Klingen heutige Funktionärsreden für den «europäischen Binnenmarkt» wirklich anders?

Hitler strapazierte in seinen Reden den Begriff «europäische Solidarität», die er durch die Niederschlagung des «Bolschewismus» zu erreichen hoffte. Gar nichts hatte der «Führer» für kleinere Staaten wie die Schweiz übrig, die er verächtlich «Kleinstaatengerümpel» nannte, das es zu «liquidieren» galt. Berühmt wurde der Ausspruch von Hitlers Propagandachef ­Joseph Goebbels, einem ebenfalls glühenden «Europäer»: «Ich bin überzeugt, dass in fünfzig Jahren niemand mehr in der Kategorie von Ländern denken wird.» Der Kampf gegen den unabhängigen Nationalstaat im Namen hochfliegender «Ideale» legitimierte laut Laughland den Angriffskrieg der Nationalsozialisten.

Was bezwecken solche historischen Vergleiche? Will man Brüssel mit Berlin, den möglichen EU-Kommissions-Präsidenten Juncker mit dem Massenmörder Hitler auf eine Ebene stellen? Das wäre absurd. Laughland streicht zwei Motive besonders hervor: Erstens will er zeigen, dass nicht jene mit dem Teufel am gleichen Tisch sitzen, die sich gegen die Abschaffung des Nationalstaats in einem geeinten Europa wehren. Eher das Umgekehrte sei der Fall. Zweitens und vor allem will er zeigen, dass hinter den selbstschmeichlerischen Hymnen auf «Europa» und gegen den Nationalstaat auch ­eine antiliberale Tradition unkontrollierter, ja aggressiver Machtansprüche steht. Laughlands Buch hat nichts von seiner Aktualität verloren.

deutschlands-europasiche-sendung-propaganda-poster 1942

Kommentare

Peter Jodel 18.06.2014

Gleich noch einen drauf mit dem Gesundheitswahn:

Anfang der 30ger Jahre als Teil der national- sozialistischen Rassenreinheitslehre, hat Hitler die Kampagne initiiert, das Rauchen in allen öffentlichen Gebäuden zu verbieten und prangerte es als Verrat an der Reinheit des Körpers an.

„Jeder Deutsche ist verantwortlich für seine Taten und Emissionen gegenüber der Volksgemeinschaft und deshalb hat er nicht das Recht seinen Körper mit Drogen zu schädigen.“ Unermüdlich bekämpfte die NSDAP das Übel. (…)

 

Peter Wolff 18.06.2014

1. Himmlers Antwort aus Dornbergers Erinnerung (Peenemünde) auf seine Frage „Reichsführer, was ist eigentlich das Endziel unseres Kampfes?“:

„Der Führer denkt und handelt für Europa. Er sieht in sich den letzten Verteidiger der abendländischen Welt und Kultur. Er ist der Überzeugung, dass die modernen Errungenschaften der Technik, besonders die Verkehrsmittel, wie Eisenbahn, Kraftfahrzeuge und Flugzeuge die bisherige Wichtigkeit der nationalen Grenzen nicht mehr gerechtfertigt erscheinen lassen. Kleine, wirtschaftlich nicht selbständige Nationalstaaten müssen sich an mächtigere anschliessen.

2. In den heutigen Wirtschaftskämpfen kann sich nur noch der wirtschaftliche Grossraum am Leben erhalten, der Grossraum, der machtpolitisch und produktionsmässig in sich selbst so stark ist, dass er seine Unabhängigkeit behaupten kann.

Europa ist aufgrund seiner Geschichte, …, … ein solcher Grossraum. … Die Frage ist nur, wer die Führung übernimmt. …“

Dornberger (Leiter Heeresversuchsstelle Peenemünde) fügt an, dass ihm dies bekannt gewesen sei.

 

Das las ich vor bald 22 Jahren nach einem Besuch Peenemündes: Erschreckend die Parallelen zu heute! Nur eine Weltregierung wäre schlimmer.

 

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2014-25/editorial-hitlers-eu-die-weltwoche-ausgabe-252014.html

 

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A star named after you.

Die Weltwoche, Issue 25/2014 | Thursday, June 19, 2014 Editorial

 

Hitlers EU

Soccer and Mass-Immigration. Die EU of the Waffen-SS.

National-socialistic plans for Europe

http://spichtinger.net/Uni/ns-eu-m6.html

By Roger Köppel

(…) What contemporary advocates of the <<European concept>> should stay aware of: In January of 1944 the French Waffen-SS staged a large exhibition in Paris in order to inspire new members to embrace their cause: <<The Waffen-SS is fighting for Europe>> shined forth as the slogan under the Reichsadler („Imperial Eagle“). Pictures of Waffen-SS fighters throughout Europe were on display. It’s not by coincidence, but instead entirely consistent with this military-organization’s cross-border layout, that one of the last Waffen-SS‘ units, which defended the Reichstag building in Berlin against Russia’s attacks in spring of 1945, was under the command of a Frenchman and named <<DivisionCharlemagne>> in allusion to Charles the Great. The <<Fight for Europe>> was inscribed into the Waffen-SS‘ flags until the bitter end.

It wasn’t a desperate attempt of propaganda in respect of the impeding downfall. Seventeen years ago the British journalist and author John Laughland already wrote an excellent book regarding the <<tainted sources of European Union>>. Laughland wasn’t interested in equating contemporary supporters of the EU with fascists or Nazis, yet he worked out, that the idea of a united Europe, a Europe without nation states, a Europe of supposed political harmony and magnitude, was already a guiding theme of the Nazis.

In the early 1930’s, Hitler himself spoke of the necessity of a union among Europeans against the rising <<Asian and Atlantic powers>>. He released a booklet regarding this issue titled <<Europa(Europe)>>, for which foreign minister von Ribbentrop wrote the preamble. Laughland discovered numerous disturbing quotes by leading national socialists which further imply that the Europe-ideology of a continental union without nation states was at the core of Hitler’s struggle.

On July 26, 1940, Arthur Seyss-Inquart, Nazi-commissioner for the occupied country of Netherlands, gave a lecture regarding the <<Foreign organization>> of the party: <<The new Europe of solidarity and cooperation between all of its people, a Europe without unemployment, without economic and monetary crises, a Europe of planing and division of labor […] will find a secure basis and quickly attain growing prosperity, as soon as the economic borders are eliminated.>>

Do the speeches of today’s functionaries for the <<single European Market>> really sound any different?

In his speeches, Hitler stressed the term <<European solidarity>>, which he hoped to attain by defeating National Bolshevism. The <<Führer>> knew no mercy in regards to small countries such as Switzerland, which he disdainfully referred to as <<petty state junk>>, which needed to be <<liquidated>>. The following expression by Hitler’s head of propaganda, Joseph Goebbels – another blistering <<European>> – became quite well-known: <<I’m convinced that fifty years from now not a single person will still be thinking in categories of countries.>> According to Laughland, the fight against the independent national state in the name of high-flying <<ideals>> justified the Nazi’s offensive war.

What’s the point of such historical comparisons? Is the intent to compare Brussels with Berlin and equate Juncker, the possible president of the EU-commission, with the mass-murderer Hitler? That would be absurd. Laughland particularly emphasizes two motives: On one hand he wants to show that those who oppose the elimination of national states in Europe are not the ones dining with the devil – it’s rather the other way around. And on the other hand, and more importantly, he wants to make people aware that the self-flattering anthems for Europe and against national states are in part driven by an anti-liberal tradition of uncontrolled, even aggressive claims to power. Laughland’s book continues to be relevant to date.

Comments

Peter Jodel 18.06.2014

Immediately up the ante with health-obsession:

In the early 1930’s, as part of the Nazi racial doctrine, Hitler initiated the campaign that smoking shall be prohibited in all public buildings and denounced it as treason on the body’s purity.

“Every German is responsible for his actions and emissions against the national community and thus has no right to damage his body with drugs.” Tirelessly the NSDAP fought this evil. […]

Peter Wolff 18.06.2014

1. Himmler’s answer from Dornberger’s memory (Peenemünde) to his question

„Reichsführer, what is the ultimate goal of our fight?“:

„The Führer thinks and acts for Europe. He considers himself the last defender of the occidental world and culture. He is convinced that modern technological achievements, especially means of transport, such as railroads, automobiles and airplanes, have invalidated the previous importance of national borders. Small, economically dependent national states need to join more powerful ones.

2. In today’s economic struggle only that economic larger area can survive, which can assert its sovereignty in terms of political power and production.

Due to its history, Europe is a such larger area. The only question is, who will take the leadership position.“

Dornberger (Leader of the Heeresversuchsstelle Peenemünde) added, that he had been aware of this.

I read this almost 22 years ago after a visit in Peenemünde: Frightening, the similarity to today! Only a one world government could be worse.

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2014-25/editorial-hitlers-eu-die-weltwoche-ausgabe-252014.html

 

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