Es gibt kein richtiges Leben im falschen, aber es gibt Schönes im Häßlichen und Gutes im Schlechten.

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Ich wünsche allen, daß sie guten Mutes, lebhaft und kreativ sind, auch wenn die Leute immer schwarzsehen. Denn auch wenn einem alles Schwarz erscheint, kann man ein Licht anknipsen und zwischen dem Schlechten kann man immer nach dem Guten suchen und es finden und zwischen dem Häßlichen nach dem Schönen. Glück ist machbar. Man muß nur das Falsche lassen und das Gute tun. Denn Zufriedenheit kommt nicht dadurch, daß man bekommt was man will, sondern daß man darauf  verzichten kann, was einem nicht gut tut, vor allem auf das, was man Sucht nennt, also Rausch in jeder Form. Nüchtern betrachtet ist das Leben nicht Boah!, aber es ist auch nicht fucking shit. Es gefällt einfach und es schmeckt gut. Also mir gefällt mein Leben vom Anfang an und fortan und das wünsche ich auch allen. Zur Illustration folgende Geschichte:

Es war vor ca. 60 Jahren im Südosten Polens, im Winterkurort  Poronin, gelegen in einer schönen Landschaft zu Füßen von Tatra, nicht weit von der Grenze zur Slowakei. Ich war damals vier oder fünf Jahre alt, es war noch kurz nach dem Krieg, der in diesem Landesteil bis in die frühen 50-er Jahre andauerte, weil dort immer noch Kämpfe zwischen der staatlichen Macht und national-faschistischen polnischen und ukrainischen Gruppen, damals sagte man „Banden“, stattfanden. Als Kinder fanden wir es sehr lustig, insbesondere die überall herumliegende Munition, Gewehre, Helme und andere militärische Ausrüstung. Aus dem Pulver der Geschosse ließ es sich wunderbare Knallkörper machen, wenn sie nicht zu früh explodierten, was manchmal passierte. Der Jugendschutz war in dieser Zeit sehr lückenhaft, wir trugen weder Fahrradschutzhelme noch gab es Sicherheitsgurte in Autos. Die meistens von uns überlebten trotzdem, unter anderem auch ich, zum Verdruß mancher und zur Freude mancher anderen heute. Es ist aber so passiert, da kann man nichts machen. In damaliger Zeit gab es dort keinen offiziellen Nikolaus oder Weihnachtsmann mehr, die Geschenke brachte uns Kindern entweder das Großväterchen Frost oder Lenin.  Lenin war damals eine Art Friedensaktivist, Umweltschützer und Jesus in einem, wie heute die Rot-Rot-Grünen. Auch ein Stalin war uns als Kinderbeschützer bekannt, der brachte aber keine Geschenke zur Weihnachtszeit, das war Lenin vorbehalten.  Ich kann mich noch an eine Kindergeschichte erinnern, in der ein Kind krank war, es war Winter, in einem kleinen verschneiten Dorf in Kaukasus, und Lenin hat ihm Geschenke gebracht, unter anderem Walnüsse, Äpfel und Orangen. Meine Eltern versuchten mir zu erklären, was Orangen sind, ich habe es jedoch damals nicht verstanden. Und in diesem Poronin gab es einen alten Mann, von dem man erzählte, daß er Lenin persönlich kannte. Das hat uns Kinder neugierig gemacht und wir machten uns auf dem Weg zum Opa  Gutek, wie wir ihn nannten und baten ihn uns von Lenin zu erzählen. Wir saßen vor dem warmen Kachelofen in der guten Stube von Opa Gutek, der sich ein Pfeifchen anzündete und uns erklärte, daß Lenin ein Heiliger war. Das wußten wir bereits aus den Kinderzeitschriften, aus dem Kindergarten und aus der Schule, wir wollten von Opa Gutek jedoch mehr erfahren, wie er Lenin traf. “Es war so.“ – erzählte Opa Gutek – „vor etwa vierzig Jahren, da ging ich entlang des Bialy Dunajec, es war Winter wie jetzt und der schmale Weg war zwischen meterhohen Schneemassen nur zwei Fuß breit, es paßte nur ein Mensch darauf. Und da gehe ich so vor mich hin und sehe, mir kommt ein Mann entgegen. Kurz vor ihm halte ich an, er kommt auf mich zu, wir drängen uns aneinander vorbei und da fragt er mich: „Junge, weißt du wer ich bin?“. „Nein“ – antwortete ich, denn ich wußte es damals nicht. „Ich bin Lenin“ – sagte er und ging weiter seinen Weg und ich ging meinen. So war es.“

„Aber Opa Gutek, was machte Lenin zu einem Heiligen?“ – fragten wir weiter.

„Er hätte mir ebensogut eins auf Maul hauen können“ – erklärte Opa Gutek und zog ruhig an seiner Pfeife weiter.

Das ist ein gutes Beispiel, wie man etwas Erfreuliches im Unerfreulichen findet, und nur so geht es weiter und nicht anders.

Ein gutes, gesundes, gesegnetes Neues Jahr 2014 wünscht allen

DJ Psycho Diver Sant – too small to fail

Tonttu Korvatunturilta Kuunsilta  JSB

Tip tap tip tap tipetipe tip tap heija!

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I think for food

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